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Original Impulses of Spiritual Science
GA 96

1 April 1907, Berlin

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18. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht durch das Mysterium von Golgatha

18. The Purification of the Blood from Egoism through the Mystery of Golgotha

[ 1 ] Über das Mysterium von Golgatha wollen wir heute sprechen und damit zu gleicher Zeit eine geisteswissenschaftliche Osterbetrachtung anstellen. Vor acht Tagen durfte ich hier darauf hinweisen, daß das Mysterium von Golgatha nicht nur etwas in der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit bedeutet wie ein anderes geschichtliches Ereignis, sondern daß es eine tiefste Bedeutung hat für die ganze Erdenentwickelung, insofern wir zu dieser Erdenentwickelung selbstverständlich den Menschen mitrechnen. Damals schon durfte ich Sie darauf aufmerksam machen, wie einem Beobachter unserer Erdkugel, der von einem fernen Planeten aus seine Augen durch Jahrtausende hindurch auf unseren Planeten richten könnte, die Umwandlung unseres Planeten erschienen wäre. Tatsächlich würde ein solches Auge, das von einem fernen Planeten herunterschaute, sehen, wie sich durch Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung der Anblick der Erde verändert hat. Und wenn es ein hellseherisches Auge wäre, also ein Auge, das nicht nur beobachten könnte, was im Physischen auf unserem Planeten vor sich geht, sondern das auch die geistige Verwandlung beobachten könnte, so würde es sehen, daß mit dem Erscheinen des Christus Jesus auf der Erde die ganze geistige Atmosphäre der Erde sich ändert, eine andere wird.

[ 1 ] Today we will speak about the Mystery of Golgotha and, at the same time, offer an esoteric reflection on Easter. Eight days ago, I had the opportunity to point out here that the Mystery of Golgotha does not merely signify something in the historical development of humanity, like any other historical event, but that it has the deepest significance for the entire development of the Earth—insofar as we, of course, include humanity in this development. Even then, I was able to draw your attention to how the transformation of our planet would have appeared to an observer of our globe who, from a distant planet, could direct his gaze toward our planet through the millennia. In fact, such an eye, looking down from a distant planet, would see how the appearance of the Earth changed over the millennia before our era. And if it were a clairvoyant eye—that is, an eye capable not only of observing what is happening in the physical realm on our planet but also of observing the spiritual transformation—it would see that with the appearance of Christ Jesus on Earth, the entire spiritual atmosphere of the Earth changes and becomes something different.

[ 2 ] So wie der Mensch seinen physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hat, so hat auch die Erde ihren physischen Leib, Ätherleib und Astralleib. Wir sind alle nicht nur eingehüllt von der Luft, wir sind auch eingehüllt vom Ätherleib und vom Astralleib der Erde. Wir leben mit dem physischen Leib nicht nur in der Luft, sondern auch im Ätherleib und im Astralleib der Erde, und ein solcher Beobachter würde mit seinem hellseherischen Auge diesen Äther- und Astralleib der Erde sehen. Dieser Äther- und Astralleib der Erde hätte eine bestimmte Farbe und eine bestimmte Bewegung bis zum Erscheinen des Christus Jesus. Da aber verwandelt er sich und nimmt neue Farben und neue Bewegung an. So tiefgehend, daß der ganze geistige Inhalt unserer Erde anders wird, ist dieses Ereignis für unsere Erde und die Menschheitsentwickelung.

[ 2 ] Just as human beings have a physical body, an etheric body, and an astral body, so too does the Earth have a physical body, an etheric body, and an astral body. We are all not only enveloped by the air; we are also enveloped by the Earth’s etheric body and astral body. With our physical bodies, we live not only in the air, but also in the Earth’s etheric and astral bodies, and such an observer would see these etheric and astral bodies of the Earth with his clairvoyant eye. These etheric and astral bodies of the Earth had a certain color and a certain movement until the appearance of Christ Jesus. But then they were transformed and took on new colors and new movements. This event is so profound that the entire spiritual content of our Earth changes, both for our Earth and for the development of humanity.

[ 3 ] Sie müssen das nicht so auffassen, als wenn das plötzlich geschehen wäre mit dem Geborenwerden, dem Leiden und Sterben des Christus. Es hat sich durch Jahrhunderte vorbereitet im geistigen Gehalt unseres Planeten, und es ist heute noch nicht vollendet. Immer noch könnte man mit einem solchen Auge sehen, wie das, was damals die Erde als neuen geistigen Einschlag erhalten hat, sich immer noch verdichtet und konsolidiert. Es wird noch lange dauern, bis alle die Früchte von der Erde aufgenommen sind, welche damals mit der Erscheinung des Christus Jesus gezeitigt wurden.

[ 3 ] You should not interpret this as though the birth, suffering, and death of Christ had happened suddenly. It has been in the making for centuries within the spiritual fabric of our planet, and it is not yet complete today. With such an eye, one could still see how what the Earth received back then as a new spiritual influence is still densifying and consolidating. It will be a long time before all the fruits that were brought forth at that time with the appearance of Christ Jesus have been absorbed by the Earth.

[ 4 ] Wenn wir verstehen wollen, um was es sich da handelt, müssen wir die ganze Erdenentwickelung nochmals vor unserem Geiste vorüberziehen lassen. Wir müssen zurückgehen bis in jenes Zeitalter der Erdenentwickelung, in dem sich sozusagen der Mensch in seiner gegenwärtigen Gestalt erst entwickelt, erst gebildet hat. Wir nennen es das lemurische Zeitalter. Wir kommen in diese Zeit, wenn wir zurückgehen durch die verschiedenen geschichtlichen Epochen unseres gegenwärtigen Zeitalters.

[ 4 ] If we want to understand what this is all about, we must let the entire history of Earth’s development pass before our minds once more. We must go back to that era of Earth’s development in which, so to speak, human beings were just beginning to develop and take shape in their present form. We call it the Lemurian era. We arrive at this time as we move backward through the various historical epochs of our present age.

[ 5 ] Wir leben jetzt im sogenannten fünften Unterzeitalter des fünften Hauptzeitalters unserer Erde. Wenn wir zurückgehen in die Zeit der griechisch-lateinischen Völker, also in jene Zeit, in der sich herausgebildet hat jene wunderbare Kunst, die eigentlich erst im griechischen Zeitalter heraufgekommen ist, in der sich die römischen Rechtsbegriffe gebildet haben, dann würden wir im vierten Unterzeitalter unserer Zeitrechnung sein. Noch weiter zurückgehend würden wir zu einem Zeitalter kommen, welches die hohe Entwickelung der ägyptisch-babylonisch-assyrischen Zeit gesehen hat. Noch weiter zurück würden wir finden das Zeitalter, in welchem die ersten Keime eines geistigen Lebens aufgegangen sind, indem ihm Zarathustra die erste Geisteskultur gegeben hat. Das würde das zweite Zeitalter gewesen sein. Noch weiter zurückgehend kämen wir an das uralte indische Volk, nicht an das, von dem die Veden und die Bhagavad Gita erzählen, sondern an das vorvedische Volk, das von den heiligen Rishis selber unterrichtet worden ist. Da kommen wir zu einer wunderbaren alten Kultur, die der Hellseher noch durchschauen kann. Es ist das erste Entwickelungszeitalter, dem unmittelbar vorangegangen ist die Überflutung unserer Erde, die hinweggespült hat den atlantischen Kontinent, der zwischen Europa und Amerika lag.

[ 5 ] We are now living in what is known as the fifth sub-age of the fifth main age of our Earth. If we go back to the time of the Greco-Roman peoples—that is, to the era in which that wonderful art, which actually first emerged in the Greek era, took shape, and in which Roman legal concepts were formed—then we would be in the fourth sub-era of our calendar. Going back even further, we would arrive at an age that witnessed the high development of the Egyptian-Babylonian-Assyrian period. Going back even further still, we would find the age in which the first seeds of spiritual life sprouted, when Zarathustra imparted the first spiritual culture to humanity. That would have been the second age. Going back even further, we would arrive at the ancient Indian people—not the one described in the Vedas and the Bhagavad Gita, but the pre-Vedic people who were taught by the holy Rishis themselves. There we encounter a wondrous ancient culture that the clairvoyant can still perceive. It is the first age of development, immediately preceded by the flooding of our Earth, which washed away the Atlantean continent that lay between Europe and America.

[ 6 ] In der Atlantis haben unsere Vorfahren gelebt, die Menschen des vierten Hauptzeitalters, die noch nicht wie heute in einer gesellschaftlichen Ordnung lebten, wo keine Gebote, keine Gesetze waren. Auch nicht das logische Denken und nicht das Rechnen gab es dazumal. Erst in der letzten Zeit des atlantischen Zeitalters kamen die Elemente des Zählens auf. Die höchste Seelenkraft wurde allmählich das Gedächtnis. Der Mensch lebte in einer wunderbaren Wechselwirkung mit der Natur. Allerdings stellen wir uns das Zeitalter der atlantischen Kultur nur richtig vor, wenn wir wissen, daß damals die physischen Verhältnisse auf unserer Erde ganz andere waren, als sie später geworden sind. In mitteleuropäischen Sagen hat sich eine Erinnerung an jenes alte atlantische Zeitalter erhalten in Niflheim oder Nebelheim. Jenes Nebelheim war wirklich ganz durchsetzt von schweren, dichten Nebelmassen, und weil alle Wesen in solchen schweren, dichten Nebelmassen lebten, deshalb waren auch die seelisch-geistigen Verhältnisse ganz andere.

[ 6 ] Our ancestors lived in Atlantis—the people of the fourth main epoch—who did not yet live in a social order as we do today, where there were no commandments and no laws. Nor did logical thinking or arithmetic exist at that time. It was not until the final period of the Atlantean Age that the elements of counting emerged. Memory gradually became the highest power of the soul. Human beings lived in a wonderful interplay with nature. However, we can only truly imagine the age of Atlantean culture if we realize that the physical conditions on our Earth were quite different back then than they later became. In Central European legends, a memory of that ancient Atlantean age has been preserved in the form of Niflheim or Nebelheim. That Nebelheim was indeed completely permeated by heavy, dense mists, and because all beings lived in such heavy, dense mists, the soul-spiritual conditions were also entirely different.

[ 7 ] Es würde zu weit führen, wenn wir die Beschreibung des atlantischen Zeitalters weiter ausführen wollten. Nur andeuten wollte ich und mußte ich es, wenn wir den Zeitpunkt erreichen wollen, wo die Menschen die gegenwärtige Gestalt angenommen haben. Da würden wir zurückgehen müssen nicht zu einer Überflutung, sondern zu mächtigen Revolutionen, die herbeigeführt wurden durch Feuermächte. Durch diese Feuerrevolutionen wurde das in der theosophischen Literatur als Lemurien bekannte Land vernichtet. Das war tief unten im Süden und erstreckte sich vom Norden Afrikas bis zum südlichen Australien. Es war das Gebiet, welches den Menschen zuerst in seiner heutigen Gestalt sah.

[ 7 ] It would take us too far afield to elaborate further on the description of the Atlantean Age. I merely wanted—and had to—touch on it if we are to reach the point where human beings took on their present form. There we would have to go back not to a flood, but to powerful revolutions brought about by fiery forces. These fiery revolutions destroyed the land known in theosophical literature as Lemuria. It was located deep in the south and stretched from northern Africa to southern Australia. It was the region where humanity first appeared in its present form.

[ 8 ] Wenn wir in dieser lemurischen Zeit weit zurückgehen, so würden wir auf der Erde Menschen herumwandeln sehen von ganz anderer Gestalt als die heutigen Menschen, Gestalten, die noch nicht menschlich genannt werden dürfen, weil sie noch nicht den Keim der menschlichen Seele in sich hatten, der erst ermöglichte, daß sie zu höheren Graden der Entwickelung aufsteigen konnten. Wir würden da Menschengestalten finden, die erst die Hülle hatten zu der menschlichen Seele, Menschen, die erst physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hatten. Und die Astralleiber hatten eine Art von Einbuchtung - bildlich zu verstehen —- zur Aufnahme des Ich-Bewußtseins. Es sind im Grunde genommen die vier Glieder der menschlichen Hülle schon da, aber dasjenige, zu dem Sie heute «Ich» sagen, was in Ihnen heute lebt, das war dazumal noch im Schoße der Gottheit.

[ 8 ] If we go back far enough to this Lemurian era, we would see beings walking the Earth whose form was quite different from that of modern humans—beings who cannot yet be called human, because they did not yet possess the seed of the human soul within them, which was what first enabled them to ascend to higher levels of development. We would find there human forms that possessed only the outer shell for the human soul—people who had only a physical body, an etheric body, and an astral body. And the astral bodies had a sort of indentation—to be understood figuratively—to accommodate the “I”-consciousness. Essentially, the four members of the human sheath were already present, but that which you today call “I”—what lives within you today—was at that time still in the bosom of the Godhead.

[ 9 ] Auf dieser Erde wandelten also Gestalten. Wenn ich sie Ihnen beschreiben würde, diese menschlichen Gestalten, die bereit waren, den menschlichen Wesenskern aufzunehmen, so müßte ich sagen: Sie waren ganz anders als heutige Menschen. Sie würden Ihnen höchst grotesk vorkommen, an der äußersten Grenze der Häßlichkeit stehend. Diese menschlichen «Gehäuse» waren von allen Seiten eingehüllt wie die heutigen Menschen von der Luft, so von einer geistigen Atmosphäre. Sie waren eingehüllt von einem geistigen Luftkreis, sie lebten und webten in einem geistigen Luftkreis.

[ 9 ] So beings walked upon this Earth. If I were to describe them to you—these human beings who were ready to receive the core of human existence—I would have to say: They were quite different from people today. They would strike you as utterly grotesque, standing at the very limits of ugliness. These human “vessels” were enveloped on all sides—just as people today are enveloped by air—by a spiritual atmosphere. They were enveloped by a spiritual atmosphere; they lived and wove within a spiritual atmosphere.

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[ 10 ] Wenn ich eine schematische Zeichnung geben wollte von dem, was dazumal die Menschen waren, so würde ich diese Menschen gleichsam wie Gefäße zeichnen müssen, die bereit waren, den höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Der innere Raum soll bedeuten eine Aushöhlung des Astralleibes, der bereit ist, einen höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Dieser höhere Gehalt war noch in der ihn umgebenden Atmosphäre, in der geistigen Luftschicht. Also was heute in eines jeden Inneren von Ihnen ist, das war damals noch nicht im Inneren des Menschen, das umgab, umwebte den Menschen. Freilich müssen Sie sich da klarmachen, daß der Geist verschiedene Formen annehmen kann, daß dasjenige, was dazumal Ihr Geist war, nicht einen physischen Leib brauchte. Gerade darin besteht seine Weiterentwickelung, daß er den physischen Leib bezogen hat, um sich innerlich als Seele weiterzuentwickeln. Was heute in Ihnen lebt, lebte dazumal außer Ihnen, in der Geistatmosphäre, die Sie umgab. Aber es lebten die einzelnen Seelen, die heute getrennt in ihren Leibern leben, dazumal noch nicht getrennt.

[ 10 ] If I were to provide a schematic drawing of what people were like back then, I would have to depict them, as it were, as vessels ready to receive a higher spiritual substance within themselves. The inner space is meant to represent a cavity within the astral body that is ready to absorb a higher spiritual substance. This higher substance was still present in the surrounding atmosphere, in the spiritual layer of air. So what is within each of you today was not yet within the human being back then; it surrounded and enveloped the human being. Of course, you must realize that the spirit can take on various forms, and that what was your spirit back then did not require a physical body. Its further development consists precisely in the fact that it took up residence in the physical body in order to develop further inwardly as a soul. What lives within you today lived outside of you back then, in the spiritual atmosphere that surrounded you. But the individual souls, which today live separately in their bodies, did not yet live separately back then.

[ 11 ] Stellen wir uns das so vor, wie wenn in diesem Wasserglase Tausende von Wassertropfen wären, die alle miteinander verbunden sind. So waren alle Seelen, die dann auf die Menschen verteilt wurden, in dieser Geistesatmosphäre wie Seelentropfen, aber wie in einem einheitlich verfließenden Element aufgelöst. Und Sie können sich noch weiter vorstellen: Wenn ich tausend kleine Schwämmchen nähme und sie tausend Tropfen einsaugen ließe, dann würden diese tausend Tropfen jetzt in den tausend Schwämmchen verteilt sein. So müssen Sie sich die Verteilung des Geistigen im lemurischen Zeitalter vorstellen. Was vorher im Umkreis war, das senkte sich in die Leiber; es wurden besondere Wesenheiten. So wie die tausend Wassertropfen sich individualisieren in den tausend Schwämmchen, so individualisierte sich die gemeinschaftliche Geistessubstanz im lemurischen Zeitalter in den einzelnen Hüllen. Nicht ganz nahm in der ersten Zeit des lemurischen Zeitalters eine jede solche menschliche Hülle gleich die Seele auf. Würde ich schematisch andeuten, wie der Seeleninhalt aufgenommen worden ist, so müßte ich Ihnen das so andeuten (siehe Zeichnung S. 277). Aber ich müßte auch noch andeuten, daß in der Umgebung, außerhalb des Leibes, vieles übrigblieb, so daß der Leib gleichzeitig umgeben war von geistigem Inhalt, der gleichartig war mit dem Teil, der schon in der Hülle steckte.

[ 11 ] Let’s imagine it this way: as if there were thousands of drops of water in this glass, all connected to one another. In the same way, all the souls that were then distributed among human beings were like drops of soul in this spiritual atmosphere, but dissolved as if in a single, uniformly flowing element. And you can imagine it even further: If I were to take a thousand small sponges and let them absorb a thousand drops of water, those thousand drops would now be distributed among the thousand sponges. That is how you must imagine the distribution of the spiritual in the Lemurian Age. What had previously existed in the surrounding space descended into the bodies; they became distinct entities. Just as the thousand drops of water become individualized within the thousand little sponges, so the collective spiritual substance became individualized within the individual physical bodies during the Lemurian Age. Not every such human body immediately received the soul in the early phase of the Lemurian epoch. If I were to schematically illustrate how the soul’s content was received, I would have to show it to you like this (see drawing on p. 277). But I would also have to point out that much remained in the surrounding space outside the body, so that the body was simultaneously surrounded by spiritual content that was of the same nature as the part that was already within the vessel.

[ 12 ] Die Entwickelung durch das lemurische und das atlantische Zeitalter bis zu uns bestand darin, daß dasjenige, was außerhalb des physischen Leibes war, nach und nach in den physischen Leib hineingezogen wurde, durch das lemurische und das ganze atlantische Zeitalter hindurch. Da müssen Sie sich vorstellen, daß der Mensch dauernd in halbschlafendem und halbwachendem Zustand war. Dieser Zustand war allerdings verknüpft mit einer Art von Hellsichtigkeit. Wenn derjenige, dessen geistiges Auge geöffnet ist, hätte auf die Menschen des atlantischen Zeitalters hinschauen können, so würde ihm der Mensch erschienen sein wie heute ein Schlafender. Wenn der Mensch im Schlafe liegt, so liegt der physische und der ätherische Leib im Bette und um ihn herum breitet sich der höhere geistige Inhalt aus. Gerade dadurch, daß dieser draußen ist, wird der Schlafzustand hervorgerufen. Den atlantischen Menschen würden Sie in einem solchen dauernden Schlafzustand sehen, der aber ausgefüllt ist mit lebendigen Träumen.

[ 12 ] Evolution through the Lemurian and Atlantean eras up to the present consisted in the gradual drawing into the physical body of that which was outside it, throughout the Lemurian era and the entire Atlantean era. You must imagine that human beings were constantly in a state of being half-asleep and half-awake. This state was, however, linked to a kind of clairvoyance. If someone whose spiritual eye were open could have looked upon the people of the Atlantean era, they would have appeared to him just as a sleeping person does today. When a person is asleep, the physical and etheric bodies lie in bed, and the higher spiritual content spreads out around them. It is precisely because this is outside the body that the state of sleep is brought about. You would see the Atlantean people in such a constant state of sleep, which is, however, filled with vivid dreams.

[ 13 ] Wenn ein Mensch in der damaligen Zeit sich einem andern Menschen genähert hat, so hat er ihn nicht so gesehen, wie man ihn heute sieht, mit Grenzen, sondern es stieg in seiner Seele eine gewisse Farbenform auf. Und diese Farbenform bedeutete, wenn er sich einem Wesen näherte, das ihm sympathisch war, eben diese Sympathie, und bei einem Wesen, das ihm antipathisch war, zeigte sich das in antipathischen Farbenschattierungen. Es war also so, daß der Mensch damals seine ganze Umgebung mehr hellseherisch wahrnahm und daß, je mehr geistige Substanz sich in ihn hineinsenkte, um so mehr das Bewußtsein ein solches wurde, wie wir es im heutigen hellen Tagesbewußtsein erkennen.

[ 13 ] When a person in those days approached another person, he did not see him as we see him today, with boundaries, but rather a certain form of color arose in his soul. And this form of color signified—when approaching a being they found likable—precisely that likability, whereas in the case of a being they found unlikable, it manifested as shades of color associated with antipathy. It was thus the case that people in those days perceived their entire surroundings in a more clairvoyant way, and that the more spiritual substance sank into them, the more their consciousness became like what we recognize today as clear, daytime consciousness.

[ 14 ] Was ich hier beschrieben habe als das Hineinsenken der Seele in den physischen Leib, das hat auch seine physische Seite, das hat auch seine physische Nebentatsache. Diese physische Nebentatsache wird Ihnen im Alten Testament bedeutsam angedeutet in den Worten: «Und Gott hauchte dem Menschen den Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» In der Tat wurde dazumal dem Menschen nicht nur der Luftstrom eingehaucht, sondern das, was als geistiger Mensch ihn durchlebte. Sie müssen sich klarwerden, daß das, was als Materie um uns lebt, keineswegs bloß Materie, bloß Stoff ist. Wenn Sie Luft spüren, dann müssen Sie sich klar sein, daß diese ein den physischen Körper ganz umgebendes Geistiges ist, und daß Sie mit jedem Atemzug nicht nur physische Luft einatmen, sondern Geist einatmen. Vollständig wahr ist es, daß dazumal mit dem Einatmen der physischen Luft in der Weise, wie es von den Menschen in der gegenwärtigen Gestalt geschieht — denn darauf wird im Alten Testament hingedeutet —, sich das alles in die physische Hülle hineinsenkte, was hier aufgezeichnet worden ist. Und würden Sie fragen: Was war der Körper des Menschen dazumal, als die Seele sich heruntersenkte aus dem Schoße der Gottheit? - Der Körper war die Luft und heute atmen Sie noch das, was sich dazumal in den Leib der Menschen hineingesenkt hat. Denn dasjenige, was man den Geist nennt, ist in der Luft. Die Luft ist nur der Körper, der Stoff dieses Geistes.

[ 14 ] What I have described here as the soul’s descent into the physical body also has a physical aspect; it also has a physical corollary. This physical aspect is significantly alluded to in the Old Testament in the words: “And God breathed into the man the breath of life, and he became a living soul.” In fact, at that time, it was not merely a stream of air that was breathed into the human being, but that which lived through him as the spiritual human being. You must realize that what exists around us as matter is by no means merely matter, merely substance. When you feel the air, you must realize that it is a spiritual substance that completely surrounds the physical body, and that with every breath you take in not only physical air but also spirit. It is entirely true that in those days, when physical air was inhaled in the same way as it is by human beings in their present form—for this is alluded to in the Old Testament—everything that has been described here sank into the physical body. And if you were to ask: What was the human body like back then, when the soul descended from the bosom of the Deity?—The body was the air, and even today you still breathe what sank into the bodies of human beings back then. For what is called the spirit is in the air. The air is merely the body, the substance of this spirit.

[ 15 ] Nun müssen Sie sich auch darüber klarwerden, wie mit dieser Art von Luftatmung, mit dieser Hineinsenkung des Geistes in die Hülle des Menschen etwas anderes verknüpft war. Es hängt innig damit zusammen, was wir nennen das warme, respektive das gegen die Umgebung wärmere Blut des Menschen. Bevor dieser Zeitpunkt in unserer Erdenentwickelung herangekommen wat, gab es keine warmblütigen Wesen. Warmblütige Tiere sind erst später entstanden. Mit dieser Atmung war im Gefolge verknüpft die Warmblütigkeit, so daß damals noch etwas anderes geschah: Es zog in jede solche Menschenhülle ein gewisses Quantum, eine gewisse Summe von Wärme ein, die Blutwärme, die Sie in sich tragen und die eine höhere Wärme ist als die Ihrer Umgebung. Es war damals, in der Zeit, die vorangegangen ist dieser eigentlichen Menschwerdung, in der Umgebung der physischen Menschenvorfahren auf der Erde noch etwas ganz anderes, etwas wesentlich anderes als der Geist, der in der Luft verkörpert ist. Sie bekommen eine Vorstellung von dem, was noch in der Atmosphäre der Erde da war, wenn Sie sich folgendes denken - nicht ganz genau, etwas bildlich, aber doch wieder real -, wenn Sie sich denken, was in den verschiedenen Menschen, die auf der Erde gelebt haben, an Wärme vorhanden war, [wenn Sie sich] die Wärme denken, die in Ihrem Blute lebt, und dann die Wärme, die in Ihre Umgebung ausgeströmt ist, und diese ganze Wärme einhüllend die Erde, also alle Blutwärme, alle Wärme, die vom Blute kommt und in uns strömt: es ist die Wärme, die früher uns umgeben hat. Sie haben die Wärme, die früher uns umgeben hat, in sich aufgenommen. So wahr, wie der Geist, der außer Ihnen war, jetzt in Ihnen ist, so wahr ist die Wärme, die außer Ihnen war, jetzt in Ihnen.

[ 15 ] Now you must also realize how something else was connected to this kind of breathing—this sinking of the spirit into the human shell. It is intimately connected to what we call the warm blood of the human being—or rather, blood that is warmer than the surrounding environment. Before this stage in Earth’s evolution had been reached, there were no warm-blooded beings. Warm-blooded animals did not emerge until later. Warm-bloodedness was linked to this form of respiration, so that something else happened at that time: a certain amount, a certain sum of heat—the warmth of the blood that you carry within you and which is a higher temperature than that of your surroundings—flowed into each such human body. Back then, in the time preceding this actual becoming-human, there was still something entirely different, something essentially different from the spirit embodied in the air, in the environment of the physical human ancestors on Earth. You can get an idea of what was still present in the Earth’s atmosphere if you imagine the following—not entirely accurately, somewhat figuratively, yet real nonetheless—if you imagine the warmth that existed within the various people who have lived on Earth, [if you imagine] the warmth that lives in your blood, and then the warmth that has radiated out into your surroundings, and all this warmth enveloping the Earth—that is, all the warmth of the blood, all the warmth that comes from the blood and flows within us: it is the warmth that once surrounded us. You have absorbed the warmth that once surrounded us. Just as surely as the spirit that was outside of you is now within you, so surely is the warmth that was outside of you now within you.

[ 16 ] Wir würden also in die Zeit kommen, wo die ganze Erde von einer Wärmeatmosphäre eingehüllt war. In dieser Wärmeatmosphäre war eine andere Geistigkeit verkörpert, eine Geistigkeit, welche gleich war jenen Geistern, die auf der Sonne waren - die einer der drei Planeten war, welche der Erde vorangegangen sind — und die einstmals, als die Sonne noch Planet war, ihre Vollendung erreicht hatten. Die Geistigkeit, die in dieser Wärme verkörpert war, hat eine so hohe Vollendung, wie sie nur diejenigen Geister haben, die damals auf dem Sonnenplaneten das Ziel ihrer Entwickelung erreicht haben und die heute die Sonne bewohnen. In der Tat war dazumal, als diese Wärme die Erde umhüllte, darin der Träger einer einzigen Geistigkeit für die ganze Menschheit. Und noch lange, lange war für alle Menschen dasjenige, was die Erde an Wärme umgibt, der Träger einer einzigen Geistigkeit, jener Geistigkeit, welche keine andere ist als die des Geistes der Erde selber.

[ 16 ] We would thus be entering the era when the entire Earth was enveloped in a warm atmosphere. In this warm atmosphere, a different spirituality was embodied—a spirituality that was like the spirits who were on the Sun—which was one of the three planets that preceded the Earth—and who had once, when the Sun was still a planet, attained their perfection. The spirituality embodied in this heat possesses a level of perfection found only in those spirits who, back then, had reached the goal of their development on the solar planet and who now inhabit the Sun. Indeed, back then, when this warmth enveloped the Earth, it served as the vehicle of a single spirituality for all of humanity. And for a long, long time, the warmth surrounding the Earth remained for all people the vehicle of a single spirituality—that spirituality which is none other than that of the Spirit of the Earth itself.

[ 17 ] Ebenso wie jeder Mensch seinen Geist hat, wie jeder Mensch durchdrungen ist von seiner Geistigkeit, so ist für den, der diese Dinge durchschaut, jeder Planet und jedes stoffliche Wesen zu gleicher Zeit der Ausdruck eines geistigen Wesens. So ist unsere Erde der Körper oder der geistige Ausdruck des Erdengeistes. Das Mittel, durch das der Erdengeist in den Menschen hineindringen kann, ist diese Blutwärme. In der Blutwärme, die in dem Menschen lebt, die in der vorlemurischen Zeit außerhalb des Menschen lebte, haben wir das Mittel, durch das der Geist der Erde in den Menschen selbst hineindringt.

[ 17 ] Just as every human being has a spirit, just as every human being is permeated by their spirituality, so too, for those who see through these things, every planet and every material being is at the same time the expression of a spiritual being. Thus, our Earth is the body or the spiritual expression of the Earth Spirit. The means by which the Earth Spirit can penetrate into human beings is this warmth of the blood. In the warmth of the blood that lives within human beings—which, in the pre-Lemurian era, existed outside of them—we find the means by which the Earth Spirit penetrates into human beings themselves.

[ 18 ] So müssen Sie sich vorstellen, daß damals, als die eigentliche Menschwerdung in der lemurischen Zeit begann, sich auf der einen Seite auf die Menschen der Geist heruntersenkte, welcher der Luft angehörte, und daß dann jener höhere Geist sich herunterzusenken begann, der in der Wärme des Blutes enthalten ist, der eigentliche Erdengeist. Diese beiden Geister stehen so zueinander, daß man sagen kann: Der Geist, der in der Luft seinen Körper hat, ist es, der es den Menschen möglich gemacht hat, zur Sprache zu kommen. — Denn diejenige Einrichtung des menschlichen Organismus, welche seinen jetzigen Atmungsprozeß möglich macht, die macht auch die Sprache möglich. In der atlantischen Zeit entwickelte sich die Sprache, und der höchste Ausdruck der Sprache war dasjenige, was schon am Ende der atlantischen Zeit das «Ich» aussprechen lernte.

[ 18 ] You must imagine that back then, when the actual process of human incarnation began during the Lemurian epoch, on the one hand the spirit belonging to the air descended upon human beings, and that then the higher spirit contained within the warmth of the blood—the actual Earth spirit—began to descend. These two spirits relate to one another in such a way that one can say: It is the spirit that has its body in the air that made it possible for human beings to develop speech. — For the very structure of the human organism that makes its present breathing process possible is also what makes speech possible. Language developed during the Atlantean epoch, and the highest expression of language was what, already at the end of the Atlantean epoch, learned to utter the “I.”

[ 19 ] Das ist ein Prozeß, der in der lemurischen Zeit beginnt und gegen das Ende der atlantischen Zeit allmählich seine Vollkommenheit erreicht. In der Bibel steht das Wort: «Und Gott hauchte dem Menschen lebendigen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» Das vervollkommnete sich immer mehr, bis es zu dem Worte «Ich» wurde, bis der Geist anfing, aus dem Inneren des Menschen selbst zu sprechen und anfing, sich zu rufen aus dem Inneren des Menschen heraus: «J-a-h-v-e.» Das ist zu gleicher Zeit der ewige Wesenskern in jedem einzelnen Menschen: «Ich bin, der ich bin, der da war und der da sein wird.» «Ich-bin» ist der tiefste innere Wesenskern, der damals sich eingesenkt hat und in alle Ewigkeit bleiben wird als Individualität.

[ 19 ] This is a process that begins in the Lemurian era and gradually reaches its perfection toward the end of the Atlantean era. The Bible says: “And God breathed into man the breath of life, and he became a living soul.” This process became increasingly perfected until it became the word “I,” until the spirit began to speak from within the human being himself and began to call out from within the human being: “Y-H-V-H.” This is at the same time the eternal core of being within every single human being: “I am who I am, who was and who will be.” “I Am” is the deepest inner core of being, which sank into the depths at that time and will remain for all eternity as individuality.

[ 20 ] Dieses war die erste Ausgießung der Gottheit. Man nennt sie die Ausgießung des Geistes, die Ausgießung Jahves. Diese Ausgießung des Geistes oder Jahves wird in den Mythen der religiösen Völker, die immer noch gescheiter sind als die wissenschaftlichen Schriften, so dargestellt, daß dieser Gott in dem dahinfahrenden Winde lebt, in dem, was in der Luft säuselt, was sich in der Luft hinbewegt über den Erdkreis. Aus der germanischen Sage und auch aus der jüdischen, hebräischen Sage, in der Jahve dargestellt wird als Sturm- oder Windgott, geht hervor, daß man es zu tun hat mit einer Gottheit, die ihren äußeren Körper in dem Luftstrom hat und die sich dem Menschen eingegossen hat.

[ 20 ] This was the first outpouring of the Deity. It is called the outpouring of the Spirit, the outpouring of Yahweh. This outpouring of the Spirit or of Yahweh is depicted in the myths of religious peoples—which are still wiser than scientific writings—in such a way that this god lives in the passing wind, in that which whispers in the air, that which moves through the air across the globe. It is evident from Germanic legend, as well as from Jewish and Hebrew legend—in which Yahweh is depicted as a god of storms or wind—that we are dealing with a deity whose physical form resides in the air current and who has poured Himself into humanity.

[ 21 ] Diese Gottheit hat in ihrer Wesenheit, in der sie sich in die Menschen senkte, wohl gewirkt auf das Individuellwerden des Menschen, gewirkt dahin, daß dasjenige, was ein einheitlich verfließendes Element war, das in der vorsintflutlichen Zeit den Menschen in großartiger Gestalt umgeben hat, sich auf die einzelnen Menschen verteilt hat wie das Wasser, wenn die einzelnen Tropfen von den Schwämmchen aufgesaugt werden. Aber es hat den Menschen nicht vollständig individualisieren können. Die Menschen mußten erst den Übergang zur vollständigen Individualisierung finden. Nicht gleich wurde der Mensch dazu berufen, eine vollständige Individualität zu werden. Zuerst bildete er Gruppen. Auch das ist schon erwähnt worden, daß der Mensch kleine Stammesgruppen bildete. Der Mensch fühlte sich dazumal noch nicht als Individualität abgesondert. Wie ein Teil einer solchen Stammesgruppe oder eines Geschlechtes fühlte sich die menschliche Individualität, ganz dazugehörig, so wie die Hand zum Körper. Der Mensch, der heute mit einem ganz andern Bewußtsein begabt ist, kann sich keine rechte Vorstellung mehr machen von der Zugehörigkeit zu einem Stamm, von dem Sich-Fühlen in dem Körper eines ganzen Stammes drinnen. Aber es ist so, und je mehr sich die kleinen Stämme ausbreiteten, je mehr die Familie zum Stamme wurde, desto individualisierter wurde der Mensch.

[ 21 ] This deity, in the form in which it descended into human beings, certainly contributed to the individualization of human beings, working to ensure that what was once a unified, flowing element—which in pre-Flood times surrounded human beings in magnificent form—was distributed among individual human beings, just as water is distributed when individual drops are absorbed by sponges. But it was not able to fully individualize human beings. Human beings first had to make the transition to complete individualization. Human beings were not immediately called upon to become fully individual. At first, they formed groups. It has also already been mentioned that human beings formed small tribal groups. At that time, human beings did not yet feel set apart as individuals. The human individual felt like a part of such a tribal group or clan, fully belonging to it, just as the hand belongs to the body. Human beings today, endowed with a completely different consciousness, can no longer truly imagine what it means to belong to a tribe, to feel as though they were inside the body of an entire tribe. But this is how it was, and the more the small tribes spread out, the more the family became a tribe, the more individualized human beings became.

[ 22 ] Was wir hier als Prozeß des Sich-Vereinzelns kennenlernen, was wir als fortlaufenden Prozeß des Individuellwerdens kennen, das müssen Sie sich vorstellen als an des Menschen Blut gebunden. Sie werden dieses Gebundensein an sein Blut verstehen, wenn ich Ihnen eines sage, was ich bitte, festzuhalten: Diese Ausgießung des Geistes, die in der lemurischen Zeit stattgefunden hat, war keine einheitliche Ausgießung. Sie hätten da sehen können, daß viele Geister sich aus der geistigen Umgebung der Erde auf die Erde herniedersenkten. Es waren viele Individualitäten darin enthalten. Indem wir von Jahve sprechen, haben wir es nicht mit einer einzigen Gottheit zu tun, sondern mit vielen Volksgottheiten. Die Juden haben ein Bewußtsein davon, daß es eine unter mehreren, unter vielen Gottheiten war. Weil viele solcher Volksseelen — die ich als Realität zu nehmen bitte — sich herniedersenkten, deshalb waren die Völker gespalten in Stämme. Und je weiter sie in der Entwickelung kommen, desto mehr bilden sie sich zu Familien aus, zu Stämmen, wo sie dann zu größeren Volksstämmen zusammengeschlossen worden sind. Ein Zusammenschluß zu einem großen einheitlichen Bruderbund war aber auf diese Weise nicht möglich. Nur dadurch wurde dieser Zusammenschluß der ganzen Menschheit auf der Erde möglich, und das wird allmählich verwirklicht werden, daß außer dieser Geistaussendung und Beseelung des Menschen mit diesen Geist, der in viele Völkerseelen heruntergeströmt ist, auch etwas strömte, was in der Wärme der Erde lebte, nicht in der Luft, und daß dieses Allgemeinere einströmte in die Menschen. Das, was zuerst einströmte, nennt man in der christlichen Esoterik auch den Heiligen Geist. Man müßte eigentlich sprechen, indem man von den alten Geistern spricht, die eingeflossen sind, von vielen heiligen Geistern, von vielen Jahves. Wenn man aber von dem Geiste spricht, der die gesamte Wärme in sich hat, dann kann man nur von einem einzigen sprechen. Er wird innerhalb der christlichen Esoterik der Logos, der Christos selber genannt, der einheitliche Geist des Menschengeschlechts auf der Erde.

[ 22 ] What we come to understand here as the process of becoming isolated, what we recognize as the ongoing process of becoming an individual—you must imagine this as being bound to human blood. You will understand this connection to human blood when I tell you something that I ask you to bear in mind: This outpouring of the spirit that took place during the Lemurian epoch was not a uniform outpouring. You could have seen many spirits descending from the spiritual surroundings of the Earth onto the Earth. There were many individualities contained within it. When we speak of Yahweh, we are not dealing with a single deity, but with many folk deities. The Jews are aware that it was one among several, among many deities. Because many such folk souls—which I ask you to regard as a reality—descended, the peoples were divided into tribes. And the further they advance in their development, the more they form into families and tribes, which are then united into larger tribal groups. However, uniting into one great, unified brotherhood was not possible in this way. It was only through this that the unification of all humanity on Earth became possible, and this will gradually be realized: that in addition to this outpouring of Spirit and the endowment of human beings with this Spirit—which flowed down into many national souls—something else also flowed in, something that lived in the warmth of the Earth, not in the air, and that this more universal force flowed into human beings. What flowed in first is also called the Holy Spirit in Christian esotericism. When speaking of the ancient spirits that have flowed in, one should actually speak of many holy spirits, of many Yahwes. But when speaking of the Spirit who contains all warmth within Himself, one can speak only of a single One. Within Christian esotericism, He is called the Logos, Christ Himself—the unified Spirit of the human race on Earth.

[ 23 ] Wenn Sie sich nun überlegen, daß alles, was im Geistselbst lebt, alles, was wir mit Manas bezeichnen, in einer Vielheit sich herniedersenkte, und daß alles das, was man als Budhi bezeichnet, sich als eine geistige Einheit über die Menschheit ergoß, so haben Sie den Gegensatz. Und Sie werden begreifen, daß die Menschheit erst durch die Ausgießung des Geistes vorbereitet werden mußte auf die Ausgießung des Christos oder der Budhi, des Lebensgeistes. Bis zu dem Zeitpunkte, in dem der Christus Jesus auf der Erde erschien, ist alles, was vom Christus-Geist vorhanden war, eine Einheit. Es war eine einheitliche Hülle, welche die ganze Erde umgab, die in der festen Erde gleichsam ihr Knochensystem hatte. Wenn Sie die feste Erde nehmen mit alledem, was sie in sich hat, und dann dazunehmen, was die Erde an Wärme umgibt, dann haben Sie ungefähr das, was man den Körper des Christus-Geistes nennt. Daher das schöne Wort im JohannesEvangelium, wo sich der Christus Jesus selbst bezeichnet als den Geist der Erde: «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Was isset der Mensch, wenn er ißt? Das Brot. Er ißt das Brot, das der Leib des Christus ist. Und indem er auf der Erde geht, tut der Mensch das andere: er tritt ihn mit Füßen. Ganz wörtlich ist das zu nehmen.

[ 23 ] If you now consider that everything that lives within the spiritual self—everything we call Manas—descended in a multitude, and that everything referred to as Budhi poured out over humanity as a spiritual unity, then you have the contrast. And you will understand that humanity first had to be prepared through the outpouring of the Spirit for the outpouring of Christos or Budhi, the Spirit of Life. Up until the time when Christ Jesus appeared on Earth, everything that existed of the Christ Spirit was a unity. It was a unified shell that encompassed the entire Earth, which, so to speak, had its skeletal system within the solid Earth. If you take the solid Earth with all that it contains, and then add to it the warmth that surrounds the Earth, you have roughly what is called the body of the Christ Spirit. Hence the beautiful passage in the Gospel of John, where Christ Jesus refers to himself as the Spirit of the Earth: “Whoever eats my bread tramples me underfoot.” What does a person eat when he eats? Bread. He eats the bread that is the Body of Christ. And as he walks upon the Earth, the person does the opposite: he tramples him underfoot. This is to be taken quite literally.

[ 24 ] Ebenso wie sich in der lemurischen Zeit in die einzelnen Individualitäten ausgegossen hat von dem Element des Geistes der Jahvegeist, ebenso goß sich nach und nach in den Zeitaltern, die dem Christus Jesus vorangegangen waren, und in denjenigen, die ihm jetzt nachfolgen, langsam der Christus-Geist ein, der seinen Körper in der Wärme des Blutes hat. Und wenn der ganze Christus-Geist ausgegossen sein wird in die menschlichen Individualitäten hinein, dann wird das Christentum, die große Menschenbrüderschaft, die Erde erobert haben. Dann wird es überhaupt kein Bewußtsein von Cliquen und kleinen Zusammenhängen mehr geben, sondern nur das Bewußtsein, daß die Menschheit ein Bruderbund ist. Bei der größten Individualisierung wird dennoch jeder zum andern hingezogen sein. Die kleinen Stammes- und Volksgemeinschaften werden gewichen sein der Gemeinschaft des Lebensgeistes, der Budhi, der Gemeinschaft des Christus.

[ 24 ] Just as the Spirit of Yahweh poured into the individual souls during the Lemurian era, so too did the Christ Spirit—which has its body in the warmth of the blood—gradually pour into them throughout the ages that preceded Christ Jesus and those that now follow him. And when the entire Spirit of Christ has been poured into human individualities, then Christianity—the great brotherhood of humanity—will have conquered the earth. Then there will no longer be any awareness of cliques or small groups, but only the awareness that humanity is a brotherhood. Even in the greatest individualization, each person will nevertheless be drawn to the other. The small tribal and ethnic communities will have given way to the community of the Spirit of Life, Budhi, the community of Christ.

[ 25 ] Das wird ein Seelenauge sehen, das als hellseherisches Auge herunterblickt auf unseren Planeten. Verfolgen könnte es, wie damals der Christus-Geist voll enthalten war in dem, was die Erde umgibt, und wie er sich hineinergießt in die einzelnen Menschen. Die Erde würde es sehen, sich immer mehr und mehr ändernd. Andere Farben und Stimmungen würden auftreten. Was in der Umgebung der Erde war, würde man jetzt im Inneren der einzelnen Menschen aufsuchen müssen. Dies bedeutet die Erscheinung des Christus Jesus, und das ist seine kosmische Bedeutung.

[ 25 ] This is what a soul’s eye—a clairvoyant eye looking down upon our planet—would see. It could observe how, in those days, the Christ Spirit was fully present in all that surrounds the Earth, and how it pours itself into each individual human being. The Earth would see itself changing more and more. Different colors and moods would emerge. What was once found in the Earth’s surroundings would now have to be sought within each individual human being. This is what the appearance of Christ Jesus signifies, and this is its cosmic significance.

[ 26 ] Alles, was Sie sonst finden können in der Geistentwickelung unserer Erde, ist Vorbereitung. Es bereitete sich in Jahrhunderten die Erscheinung des Christus vor. Es bereitete sich das bedeutsame Ereignis für die ganze kosmische Erdenentwickelung vor, indem Er gezeigt hat, wie die engen Stammesgrenzen zu überwinden sind. Sie kennen den Merkur, den Hermes Trismegistos, den Perser Zarathustra, die Inder Krishna, Buddha, den Griechen Pythagoras. Der Christos-Geist, der früher in der Umgebung der Erde war, beginnt in die Menschen einzuziehen. Dann beginnt eine Zone der Religionsstifter, in der wir mehr und mehr den Prozeß der Umwandlung sich fördern sehen und den Geist des Christentums verstehen lernen.

[ 26 ] Everything else you can find in the spiritual development of our Earth is preparation. Over the course of centuries, the world prepared for the coming of the Christ. It prepared for the momentous event in the entire cosmic development of the Earth, as He demonstrated how to overcome narrow tribal boundaries. You are familiar with Mercury, Hermes Trismegistus, the Persian Zarathustra, the Indians Krishna and Buddha, and the Greek Pythagoras. The Christ spirit, which was previously present in the Earth’s atmosphere, is beginning to enter into human beings. Then begins an era of religious founders, in which we see the process of transformation increasingly take hold and learn to understand the spirit of Christianity.

[ 27 ] Die Ausgießung des Geistes — was konnte sie bewirken? Sie konnte bewirken, daß die Liebe an das Blut gebunden war. Nicht weniger als heute liebten die Menschen einander in den alten Zeiten, als sie noch kleine Stammesgemeinschaften bildeten. Sie liebten einander sogar mehr, aber sie liebten einander in der Art der Mutter- und Kindesliebe. Diese Liebe war also mehr durch die Natur bedingt. Blut fühlte sich zu Blut hingezogen, und in diesem Sich-Hingezogenfühlen von Blut zu Blut drückte sich die Zusammengehörigkeit der Menschen aus. Aber indem diejenigen, welche so in die Blutsgemeinschaft hineingezogen sind, sich vorwätrtsentwickelten, wurden die Menschen so, daß sie vereinzelt sympathisierten. Dadurch entwickelten sich kleinere Zusammenhänge, Familien und Gemeinschaften, und diese wurden wieder in größere Gemeinschaften zusammengeschlossen. Aber die einzelnen Menschen wurden egoistischer und selbstsüchtiger. So daß wir haben: die Menschheit auf der einen Seite immer selbstsüchtiger werdend, und auf der andern Seite das Einziehen des vereinheitlichenden Einflusses des Christus. Auf der einen Seite haben wir die Individualisierung, das Selbständigwerden der Individualität, auf der andern Seite den vereinheitlichenden Geist des Christentums. Nur wenn diese zwei Strömungen sich voll ausleben, wird ein Zustand auf der Erde herbeigeführt werden können, in welchem jedermann selbständig ist und auf der andern Seite wieder zusammenhängt mit allen, weil jeder durchdrungen ist von dem sogenannten Christos-Geist.

[ 27 ] The outpouring of the Spirit—what could it accomplish? It could accomplish that love was bound to blood. People loved one another just as much in ancient times, when they still formed small tribal communities, as they do today. They even loved one another more, but they loved one another in the manner of a mother’s love for her child. This love was therefore more a matter of nature. Blood was drawn to blood, and this mutual attraction of blood to blood expressed the sense of belonging among people. But as those who had been drawn into this blood kinship evolved, people began to form individual bonds of sympathy. This led to the development of smaller groups—families and communities—which in turn were united into larger communities. But individuals became more selfish and self-centered. Thus we have: on the one hand, humanity becoming increasingly self-centered, and on the other hand, the emergence of the unifying influence of Christ. On the one hand, we have individualization—the emergence of the independent individual—and on the other, the unifying spirit of Christianity. Only when these two currents are allowed to run their full course will it be possible to bring about a state on Earth in which everyone is independent yet, at the same time, connected to all others, because each person is permeated by the so-called Christ spirit.

[ 28 ] Wir müssen uns klar sein, daß alles das mit dem Blute verknüpft ist und daß im Menschenblut ursprünglich etwas ausgedrückt war, was das Gefühl und die Empfindung zutage brachte, die zwar innerhalb der Blutsverwandtschaft wirkten, aber die Blutliebe bewirkten, und daß dann die Gefühle egoistischer wurden. Die Ich-Sucht lebte sich immer mehr und mehr ins Blut ein. Das ist das Geheimnis der Menschheitsentwickelung, daß das Blut immer mehr den Charakter der IchSucht annahm. Dieses egoistisch gewordene Blut mußte überwunden werden.

[ 28 ] We must realize that all of this is connected to the blood, and that human blood originally expressed something that brought to light the feelings and sensations which, while operating within the bonds of kinship, gave rise to the love of blood, and that these feelings then became more selfish. Selfishness became increasingly ingrained in the blood. This is the secret of human evolution: that the blood increasingly took on the character of selfishness. This blood, which had become selfish, had to be overcome.

[ 29 ] Dasjenige, was der überschüssige Egoismus im menschlichen Blut war, das rann am Kreuze mystisch-real aus den Wunden des Christus Jesus heraus, das wurde geopfert. Wäre dieses Blut nicht geflossen, dann wäre im Laufe der Entwickelung die Ich-Sucht im Blute des Menschen immer größer und größer geworden. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht, das wird durch das Mysterium von Golgatha bewirkt. Das Menschenblut wurde durch diese Tat der Liebe vor seiner Ich-Sucht errettet.

[ 29 ] That which was the excess of egoism in human blood flowed out in a mystically real way from the wounds of Christ Jesus on the cross; that was sacrificed. Had this blood not flowed, then in the course of evolution, the ego-obsession in human blood would have grown ever greater and greater. The purification of the blood from self-centeredness is brought about by the Mystery of Golgotha. Through this act of love, human blood was saved from its self-centeredness.

[ 30 ] Keiner versteht die kosmische Bedeutung dessen, was sich auf Golgatha vollzogen hat, der nur sieht, daß da ein Mensch am Kreuze hängt und blutet, weil mit der Lanze in ihn hereingestochen worden ist. Die tiefe mystische Bedeutung dieses Vorganges liegt darin, daß es stellvertretend das Blut ist, welches die Menschheit zu ihrer Erlösung verlieren mußte. Nie kann einer das Christentum verstehen, der diese Dinge nur materialistisch begreift, der nur den materiellen Vorgang kennt und nicht auch das Geistige, das dahintersteht. Dieses Geistige aber ist: die regenerierende Wirkung des Erlöserblutes, das am Kreuz geflossen ist. Wir verstehen die weitere Entwickelung der Menschheit nur, wenn wir erfassen, wie einschneidend diese Tatsache ist, wenn wir verstehen, daß der gewaltigste Umschwung in der geistigen Menschheitsevolution auf Erden mit dieser Tatsache zusammenhängt.

[ 30 ] No one who sees only a man hanging on the cross and bleeding because he was pierced with a lance can understand the cosmic significance of what took place on Golgotha. The profound mystical significance of this event lies in the fact that it is, symbolically, the blood that humanity had to shed for its redemption. No one can ever understand Christianity who views these things solely in materialistic terms, who knows only the material event and not the spiritual reality behind it. This spiritual reality, however, is the regenerative power of the Savior’s blood that flowed on the cross. We can understand the further development of humanity only if we grasp how profound this fact is, if we understand that the most momentous turning point in the spiritual evolution of humanity on Earth is connected with this fact.

[ 31 ] Wenn man die Entwickelung auf Erden verfolgt, findet man, daß in den alten Zeiten, bevor das Christos-Prinzip in die menschliche Seele eingezogen ist, die Mysterien des Geistes die tiefen Lehr- und Kultstätten waren. Je mehr der Christos in die Welt hineinkam, desto mehr entfalteten sich die Mysterien des Sohnes, und in der Zukunft wird man die Mysterien des Vaters pflegen. Diese werden uns in der Apokalypse schon angekündigt.

[ 31 ] If one traces the course of development on Earth, one finds that in ancient times, before the Christos principle entered the human soul, the mysteries of the Spirit were the profound centers of teaching and worship. The more Christos entered the world, the more the mysteries of the Son unfolded, and in the future, the mysteries of the Father will be cultivated. These are already foretold to us in the Book of Revelation.

[ 32 ] Kehren wir zu den Mysterien des Geistes zurück. Zuerst wurden sie begründet an einem Ort, der liegen würde zwischen Europa und Amerika und der längst untergegangen ist. Da wurde die Pflanzschule der großen Adepten gestiftet, da wurden die Mysterien des Geistes inauguriert, die bis in unsere Zeit sich fortgepflanzt haben. Diejenigen, welche die Proben ihrer Reife abgelegt hatten, konnten in die Mysterien des Geistes eingeweiht werden. Wer genügend unterrichtet und geläutert war, wurde zugelassen. Er hatte dann die Lehren aufgenommen, die allen Religionen als ’Theosophie zugrunde liegen und die wit heute mit der Geisteswissenschaft aufnehmen. Er hatte seine Triebe geläutert, einen geordneten Gedankengang sich anerzogen, dann sich angewöhnt, nicht nur innerhalb der Blutsbande zu lieben, sondern die ganze Menschheit in Liebe zu umfangen. Er war das geworden, was man einen «heimatlosen Menschen» nennt. Was in der Gegenwart in den höchsten Entwickelungsstadien der Menschheit geschieht, ist eine Hindeutung auf die Zukunft.

[ 32 ] Let us return to the Mysteries of the Spirit. They were first established in a place that lay between Europe and America and has long since perished. There, the school of the great adepts was founded, and there the Mysteries of the Spirit were inaugurated, which have been passed down to our time. Those who had passed the tests of their maturity could be initiated into the Mysteries of the Spirit. Anyone who was sufficiently instructed and purified was admitted. He had then absorbed the teachings that underlie all religions as “theosophy” and that we today embrace as spiritual science. They had purified their instincts, cultivated an orderly train of thought, and then accustomed themselves to loving not only those bound by blood ties but to embracing all of humanity with love. They had become what is called a “homeless human being.” What is happening today in the highest stages of human development is a foreshadowing of the future.

[ 33 ] Bei den Einweihungen in den alten Mysterientempeln, die fortgepflanzt wurden bis in die letzten vorchristlichen Jahrhunderte und die sich uns zeigen, wenn wir hineinschauen in die ägyptischen Pyramiden, wurde der Schüler, der so weit gekommen war, daß er die ganze Menschheit lieben konnte, versenkt in einen dreitägigen Schlaf. Sein physischer Leib war wie tot, in vollständiger Lethargie. Der Einweihende war nun imstande, aus ihm herauszuziehen seinen Geist so, wie jede Nacht im Schlafe Ihr Geist aus dem Leibe herausgezogen ist. So wahr es ist, daß dieser Geist im gewöhnlichen Schlafe bewußtlos ist, so wahr ist es, daß er bei diesen genügend vorbereiteten Schülern bewußt wurde. Nur die störenden Eigenschaften des physischen Leibes waren nicht mehr da. An dasjenige aber, was früher gelernt worden war, konnten sich die Schüler während dieses dreitägigen Schlafes genau erinnern; dies konnten sie in ihren Leib hineinführen.

[ 33 ] In the initiations of the ancient mystery temples—which continued into the last pre-Christian centuries and are revealed to us when we look inside the Egyptian pyramids—the student who had progressed to the point of being able to love all of humanity was plunged into a three-day sleep. His physical body was as if dead, in a state of complete lethargy. The initiator was now able to draw his spirit out of him, just as your spirit is drawn out of your body every night during sleep. Just as it is true that this spirit is unconscious during ordinary sleep, so it is true that it became conscious in these sufficiently prepared students. Only the disruptive qualities of the physical body were no longer present. However, during this three-day sleep, the students were able to recall exactly what they had learned earlier; they were able to bring this into their bodies.

[ 34 ] Weil der Einzuweihende gelernt hatte, weil er die entsprechenden Begriffe und Gefühle aufgenommen hatte, konnte der Initiator dasjenige, was jener als Schüler früher erarbeitet und an Empfindungen in sich aufgenommen hatte, ihn jetzt als geistige Wirklichkeit erleben lassen. Es wanderte die Seele, wenn sie während der drei Tage aus dem Leibe war, durch die astralische und devachanische Welt. So erfuhr sie real, was sie früher gelernt hatte, und so war dadurch der Mensch ein Wissender geworden. Die theosophischen Lehren waren ihm nun keine bloßen Lehren mehr; sie waren ihm dasjenige, worin er als in einem Lebenselement sich selber aufgehalten hatte. Wenn er dann wieder innerhalb des Leibes erwachte und hinschaute in die physische Umgebung, dann kam ein Laut auf seine Lippen, der sich von selbst der Seele entringt, entringen muß, wenn diese Seele nach dreieinhalbtägiger Wanderung durch die geistige Welt sich wieder in die physische Welt versetzt erblickt. Da empfand die Seele, daß das Ich ein Bürger höherer Welten geworden ist, daß das Ich in höheren Welten geweilt hat und nun hintreten kann vor die Menschen und sprechen kann von seinen Erlebnissen. Indem so der Mensch von der geistigen Welt redet, ist er ein Verkünder des Geistes in der physischen Welt geworden, ein Missionar des Geistes. Und das drückt sich aus in den Worten: «Eli, Eli, lama sabachthani!» Das heißt: Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht! - Das war dasjenige, was man hören konnte von einem jeden, der in dieser Weise eingeweiht war.

[ 34 ] Because the initiate had studied and had absorbed the relevant concepts and feelings, the initiator was now able to allow him to experience as spiritual reality what he had previously worked through as a student and internalized as feelings. While the soul was outside the body during those three days, it wandered through the astral and devachanic worlds. In this way, it experienced in reality what it had previously learned, and thus the person had become a person of knowledge. The theosophical teachings were now no longer mere teachings to him; they were for him that in which he had sustained himself as in an element of life. When he then awoke within his body again and looked out at his physical surroundings, a sound arose on his lips—a sound that breaks forth of its own accord from the soul, that must break forth, when that soul, after a three-and-a-half-day journey through the spiritual world, finds itself transported back into the physical world. Then the soul sensed that the “I” had become a citizen of higher worlds, that the “I” had dwelt in higher worlds and could now step before people and speak of its experiences. By speaking thus of the spiritual world, the human being has become a herald of the Spirit in the physical world, a missionary of the Spirit. And this is expressed in the words: “Eli, Eli, lama sabachthani!” That is to say: My God, my God, how have you glorified me! — That was what could be heard from anyone who had been initiated in this way.

[ 35 ] Wenn Sie einen solchen Menschen nun seiner ganzen Wesenheit nach geprüft hätten, so würden Sie gefunden haben, ein solcher Eingeweihter aus den Mysterien des Geistes war eine Vorherverkündigung desjenigen, was in Christus Jesus für die ganze Menschheit da war. Allerdings nur innerlich, und zwar im sogenannten Ätherleib, war erwacht bei einem solchen Eingeweihten die Budhi. So gab es im ganzen Altertum der vorchristlichen Zeit Eingeweihte des Geistes, in denen der Sohn, der Christos, innerlich erwacht war. Nicht bis in den physischen Leib hinein war dieser Christos gedrungen, aber er war erwacht innerhalb des Ätherleibes. Als Äthermenschen waren sie unsterblich geworden, diese Eingeweihten.

[ 35 ] If you had examined such a person in the fullness of his being, you would have found that such an initiate into the mysteries of the Spirit was a foreshadowing of what was present in Christ Jesus for all humanity. However, it was only inwardly—specifically in the so-called etheric body—that the buddhi had awakened in such an initiate. Thus, throughout the entire pre-Christian era, there were initiates of the Spirit in whom the Son, the Christos, had awakened inwardly. This Christos had not penetrated as far as the physical body, but he had awakened within the etheric body. As etheric beings, these initiates had become immortal.

[ 36 ] Jetzt besteht der große Menschheitsfortschritt darin, daß dasjenige, was für die großen Eingeweihten des Geistes gilt, auch gilt von der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Von dem, der am Kreuze starb, gilt dies aber bis in den physischen Leib hinein. Alles, was in den alten Mysterien außerhalb des Leibes erlebt werden konnte, das konnte man in diesem einen Falle auf dem physischen Weltenplane sehen dutch das Ereignis von Golgatha. Auch für die bloß mit physischen Augen Begabten war das sichtbar. Sehen konnten es in den alten Zeiten diejenigen, die bis dahin gedrungen waren. Selig wurden sie, weil sie innerlich, als Auserwählte, erlebten, wie das Leben über den Tod siegen muß. Das brauchte man von jetzt ab nicht mehr. Durch das Ereignis von Golgatha hatte es sich vor den physischen Menschen abgespielt. Da war es geschehen, daß das Leben den Tod überwunden hat. Und durch die Verbindung mit diesem Einzigen, durch das Band, das wie ein Familienband jeden einzelnen damit verbindet, wurde der Ersatz geschaffen für dasjenige, was man in den Mysterien des Geistes gehabt hatte.

[ 36 ] The great advance for humanity now lies in the fact that what applies to the great spiritual initiates also applies to the appearance of Christ Jesus on Earth. But in the case of the One who died on the cross, this applies right down into the physical body. Everything that could be experienced outside the body in the ancient mysteries could, in this one instance, be seen on the physical plane through the event at Golgotha. It was visible even to those endowed only with physical eyes. In ancient times, those who had advanced to that level could see it. They were blessed because, as the chosen ones, they experienced inwardly how life must triumph over death. From then on, this was no longer necessary. Through the event at Golgotha, it had unfolded before physical human beings. There it had happened: life had overcome death. And through the connection with this One, through the bond that links each individual to Him like a family bond, a substitute was created for what had been experienced in the mysteries of the spirit.

[ 37 ] Eines der großen, bedeutsamen Bilder innerhalb der Mysterien des Geistes muß ich schildern, wenn Sie verstehen wollen die Mysterien des Sohnes. Ich muß schildern, wie der, welcher dreieinhalb Tage im Schlafe lag, umgeben wurde von zwölf Menschengestalten, mit denen er zusammen wie um eine Tafel saß. Und als was müssen sie erscheinen einem jeden, der als Eingeweihter die Erlebnisse der höheren Welt erlebt hatte? Vor einem solchen waren zwölf seiner Inkarnationen aufgetreten, zwölf seiner verschiedenen Leiber, durch die er selbst durchgegangen war. Diese zwölf Leiber waren nichts anderes als das, was er in sich trug als die Glieder seines Leibes. In okkulter Beziehung teilt man den menschlichen Leib in zwölf Glieder, und diese sollen nichts anderes sein als die Wiedergabe von zwölf Inkarnationen, durch die der Mensch allmählich gereinigt wird und zu einer höheren Stufe der Vollkommenheit hinaufgeführt wird. So fühlte sich der Mensch umgeben von den Gestalten, durch die er einst selbst hindurchgegangen ist, und er sagte sich: Die Gestalt, die du früher getragen hast, sie lebt in einem deiner Glieder; in einem andern lebt die zweite Gestalt, in einem andern die dritte, in einem andern die vierte und so weiter. So umgeben sie dich, wie bei einer Mahlzeit die Gäste den Gastgeber.

[ 37 ] I must describe one of the great, significant images within the mysteries of the Spirit if you are to understand the mysteries of the Son. I must describe how the one who lay asleep for three and a half days was surrounded by twelve human figures, with whom he sat together as if around a table. And how must they have appeared to anyone who, as an initiate, had experienced the realities of the higher world? Before such a person, twelve of his incarnations had appeared—twelve of his various bodies through which he himself had passed. These twelve bodies were nothing other than what he carried within himself as the members of his body. In occult terms, the human body is divided into twelve members, and these are said to be nothing other than the reflection of twelve incarnations, through which the human being is gradually purified and led up to a higher stage of perfection. Thus, the man felt surrounded by the forms through which he himself had once passed, and he said to himself: The form you once bore lives in one of your limbs; in another lives the second form, in another the third, in another the fourth, and so on. Thus they surround you, just as guests surround the host at a meal.

[ 38 ] Das war ein Bild, das vor eines jeden Seele in den Mysterien des Geistes zu sehen war. Derjenige, der den Abschluß machte, das war der Menschensohn, der nicht mehr der Sohn einer Familie, eines Stammes, eines Volkes ist, sondern der Sohn der ganzen Menschheit. Die höchste Vollkommenheit unter den Zwölfen hatte eigentlich der Dreizehnte. Und weil er außerhalb seines irdischen Selbstes war, sah er sich als den Dreizehnten.

[ 38 ] This was an image that could be seen before every soul in the mysteries of the Spirit. The one who brought it to completion was the Son of Man, who is no longer the son of a family, a tribe, or a people, but the son of all humanity. The Thirteenth actually possessed the highest perfection among the Twelve. And because he was outside his earthly self, he saw himself as the Thirteenth.

[ 39 ] Was so in der höheren Welt von jedem Einzuweihenden erlebt wurde, das wollen wir jetzt einmal verfolgen, wie es im Christus Jesus wiederholt wurde. Es ist eingekleidet wie in einen Schleier, so wie alles äußerlich exoterisch Gegebene in Schleier eingehüllt ist. Das OÖstermahl, das der Christus mit den Zwölfen begeht, soll kein gewöhnliches Mahl sein. Es soll etwas anderes sein: es soll auf dem physischen Plan die Wiederholung dessen sein, was so und so oft die Eingeweihten des Geistes auf dem höheren Plane erlebt haben.

[ 39 ] Let us now trace how what was experienced by every initiate in the higher world was repeated in the person of Christ Jesus. It is veiled, just as everything presented outwardly and exoterically is shrouded in a veil. The Last Supper, which Christ celebrates with the Twelve, is not meant to be an ordinary meal. It is meant to be something else: it is meant to be, on the physical plane, a reenactment of what the initiates of the Spirit have experienced so many times on the higher plane.

[ 40 ] Es heißt im Lukas-Evangelium, Kapitel 22, Vers 7-12: «Es kam nun der Tag der süßen Brote, und die Jünger sprachen zu Jesu: Wo willst du, daß wir das Osterlamm bereiten? Er sagte: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug. Folget ihm nach in das Haus, wo er hineingeht und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, darin ich mit meinen Jüngern das Osterlamm essen möge? — Und er wird euch einen großen Saal zeigen, daselbst bereitet es.»

[ 40 ] The Gospel of Luke, chapter 22, verses 7–12, reads: “Now the Day of Unleavened Bread came, and the disciples said to Jesus, ‘Where do you want us to prepare the Passover lamb?’ He said: ‘Behold, when you enter the city, a man carrying a jar of water will meet you. Follow him into the house where he enters, and say to the owner of the house: “The Master sends word to you: Where is the guest room where I may eat the Passover with my disciples?”—And he will show you a large room; prepare it there.’”

[ 41 ] Während des Ostermahles erklärte Er nochmals, daß das Brot Sein Leib ist, und daß das Blut, das in Seinem Leibe fließt, ist wie der Saft in dem Leibe der Pflanze. Er darf sagen in bezug auf den Pflanzensaft, in bezug auf den Wein: «Das ist mein Blut», und Er darf es deshalb sagen, weil Er der Geist der Erde ist. Er darf sagen von allen Stoffen: «Das ist mein Leib», und von allen Säften: «Das ist mein Blut.»

[ 41 ] During the Passover meal, He explained once again that the bread is His body, and that the blood flowing in His body is like the sap in the body of a plant. He may say, with regard to the sap of the plant and with regard to the wine, “This is my blood,” and He may say this because He is the Spirit of the Earth. He may say of all substances, “This is my body,” and of all sap, “This is my blood.”

[ 42 ] Dann kommt die Szene, wo der Christus Jesus die Mysterien des Geistes weiterentwickelt zu den Mysterien des Sohnes, um sie dann fortzuleiten zu den Mysterien des Vaters. Wieder haben Sie sich vorzustellen, daß die zwölf Apostel, die um ihn herumsitzen, eine Verkörperung seiner zwölf eigenen Körperglieder sind. Wenn Sie sich das richtig vor die Seele führen, wenn Sie versuchen, mit Zartheit und innerem Seelentakt eine Stelle zu fassen, die geradezu das Tiefste, was im Christentum enthalten ist, enthüllt — eigentlich verhüllt -, dann werden Sie den Übergang von den Mysterien des Geistes zu den Mysterien des Sohnes geistig erfassen können.

[ 42 ] Then comes the scene where Christ Jesus further develops the Mysteries of the Spirit into the Mysteries of the Son, in order to then lead them on to the Mysteries of the Father. Once again, you must imagine that the twelve apostles sitting around him are an embodiment of his own twelve physical limbs. If you truly bring this to mind, if you try to grasp—with sensitivity and inner spiritual intuition—a passage that reveals—or rather, veils—the very depths of what Christianity contains, then you will be able to spiritually comprehend the transition from the Mysteries of the Spirit to the Mysteries of the Son.

[ 43 ] Denken Sie noch einmal daran, was geschehen mußte, als die Mysterien des Sohnes herankamen: hingedeutet mußte werden darauf, daß das Blut die Bindung an die Blutsbande verlieren muß. Die Blutsbande würden einst dem Menschen weniger bedeuten als der Egoismus. Indem der Christus Jesus hinblickte auf die künftige Mission des Christentums, fühlte er, daß diese nur erreicht werden könne durch sein Opfer. Es mußte so sein. Denn Zeiten würden kommen, wo die Menschen immer egoistischer und egoistischer werden, um zur Freiheit zu gelangen. Deshalb mußte das überschüssige egoistische Blut durch eine kosmische Tat geopfert werden, damit die Menschen, trotz der Selbständigkeit, einst zu dem großen Bruderbund vereinigt werden können. Was da ist, gerade durch die Menschheit, und was durch das Christentum vergeistigt, veredelt werden soll, das egoistische Element, es ist immer größer und größer geworden. Die Menschen werden dadurch immer selbständiger und selbständiger. Aber überblicken wir einmal das, was seither den Erdball umsponnen hat, überblicken wir die äußeren Verkehrsmittel: Was sind sie anderes als Veranstaltungen zur Befriedigung des Egoismus? Alles, was Verstand und Vernunft ersonnen haben, ist nur ersonnen zur Befriedigung des Egoismus, wenn auch auf Umwegen. Weniger egoistisch war die Menschheit, als man das Getreide noch mit zwei Steinen mahlte. Weil aber die Menschheit selbständig werden mußte, so mußte sie auch durch den Egoismus hindurchgehen, und unsere ganze materielle Kultur ist die Unterlage dazu.

[ 43 ] Think once more about what had to happen as the Mysteries of the Son drew near: it had to be indicated that blood must lose its bond to blood ties. Blood ties would one day mean less to people than selfishness. As Christ Jesus looked toward the future mission of Christianity, he sensed that this could only be achieved through his sacrifice. It had to be this way. For times would come when people would become more and more selfish in order to attain freedom. Therefore, the excess of selfish blood had to be sacrificed through a cosmic act, so that people, despite their independence, might one day be united into the great brotherhood. That which exists—precisely through humanity—and which is to be spiritualized and ennobled through Christianity—the selfish element—has grown ever larger and larger. As a result, people are becoming more and more independent. But let us take a look at what has since enveloped the globe; let us consider the means of transportation: What are they but devices for satisfying selfishness? Everything that intellect and reason have devised has been devised solely to satisfy selfishness, even if indirectly. Humanity was less selfish back when grain was still ground with two stones. But because humanity had to become independent, it also had to pass through selfishness, and our entire material culture serves as the foundation for this.

[ 44 ] Wie derjenige, der in die Mysterien des Geistes eingeweiht wurde, seine eigenen Inkarnationen sieht und an ihrer Spitze sich selbst, das, was nun das Vollkommenste ist, wie der Menschensohn den Kreis seiner Jünger als die Ausprägungen seiner selbst gesehen hat, so sieht derjenige, der in die Zukunft blickt, die Gestaltungen, welche die Menschheit durchmachen muß. Wer die Mysterien des Sohnes durchlebt, sieht in die Zukunft hinein bis zum Ende der Erdenentwickelung, wo der Erdenzustand übergeht in einen neuen Sternenzustand. Der Christus Jesus konnte daher vom ersten Zustand damals sagen: Ihr, die ihr um mich sitzet, stellt dar verschiedene Grade der Vollkommenheit, und wenn ich in die Zukunft blicke, so seid ihr, wie ihr hier sitzet, die zwölf Stationen. Die müssen aber überwunden werden. Ich muß sie durch mich hindurch zum Vater hinüberleiten. Wie durch mich hindurch muß ich euch zum Vater führen, damit die Erde zu einem höheren Vollkommenheitsgrade aufsteigen kann. — Alles, was an Sinnlichkeit vorhanden ist, alles, was an Triebe und Leidenschaft und Affekte der Menschen gebunden ist, muß überwunden werden. Das zeigt sich symbolisch an dem, was an den Zwölfen geschieht.

[ 44 ] Just as one who has been initiated into the mysteries of the Spirit sees his own incarnations, with himself at their head—that which is now the most perfect—just as the Son of Man saw the circle of his disciples as manifestations of himself, so too does one who looks into the future see the forms that humanity must undergo. Whoever experiences the mysteries of the Son sees into the future all the way to the end of Earth’s evolution, where the earthly state transitions into a new stellar state. Christ Jesus could therefore say of the first state at that time: “You who sit around me represent various degrees of perfection, and when I look into the future, you, as you sit here, are the twelve stations.” But these must be overcome. I must lead them through myself to the Father. Just as I must lead you through myself to the Father, so that the Earth may ascend to a higher degree of perfection. — Everything that is sensual, everything bound up with human instincts, passions, and emotions, must be overcome. This is symbolically illustrated by what happens to the Twelve.

[ 45 ] Das Zeitalter, das folgt, ist vertreten durch Judas Ischariot. Mit dem Repräsentanten der größten Sittlichkeit ist verknüpft der Repräsentant der niederen Sinnlichkeit. Judas Ischariot ist es, der eigentlich in unmittelbarer Folge das Christentum verrät. Oh, es wird eine Zeit kommen, in der es so ausschauen wird, wie wenn dasjenige, was auf Golgatha geschah, auch auf der ganzen Erde geschähe! Es wird so aussehen, als wenn der Egoismus dem Christus, der Budhi, den Tod bringen sollte. Das wird die Zeit des Antichrist sein. Das ist das Gesetz, daß alles, was um das Kreuz herum geschah, auch auf dem physischen Plane wird geschehen müssen. Was auf Golgatha geschehen ist, hat zugleich eine tiefe symbolische Bedeutung. Der Verrat des Judas bedeutet das Überhandnehmen der niederen Triebe. Aber alles Sinnliche muß sich vergeistigen.

[ 45 ] The age that follows is represented by Judas Iscariot. The representative of the highest morality is linked to the representative of base sensuality. It is Judas Iscariot who, in fact, betrays Christianity immediately afterward. Oh, a time will come when it will seem as if what happened on Golgotha were happening all over the earth! It will seem as if selfishness were to bring about the death of the Christ, of the buddhi. That will be the time of the Antichrist. It is the law that everything that happened around the cross must also happen on the physical plane. What happened on Golgotha also has a profound symbolic meaning. Judas’ betrayal signifies the triumph of the lower instincts. But everything sensual must become spiritual.

[ 46 ] Damit wird hingedeutet auf die künftige Entwickelung der Menschheit innerhalb der Erde. Das habe ich öfter angeführt. Alles, was niedrig ist am Menschen, wird von ihm abfallen. Es bereitet sich im Menschen schon dasjenige vor, was er später sein wird. Nicht in der Art wird er schöpferisch sein wie heute. Nicht aus seinen niederen Leidenschaften heraus wird er schaffen. Wie er heute das Wort hervorbringt, das Wort, welches das Höchste verkörpern kann, so wird er durch das Wort immer schöpferischer werden. Wie er durch die Sexualität egoistischer geworden ist, so wird er durch den Wegfall der Sexualität wieder selbstlos werden. Was man heute nur durch den Luftstrom aus dem Kehlkopf hervorbringt, das Wort, das wird in der Zukunft der Menschheit schaffend werden. Die Mutierung, das Ändern der Stimme, hängt mit der Geschlechtsreife zusammen. Die Stimme wird das Hervorbringende werden. Und indem das Wort das Hervorbringende werden wird, wird dieses Wort zu gleicher Zeit - in der Zukunft, weil das ganze Verhältnis sich umkehren wird — der Ausdruck der Herrschaft des Menschen über die Luft sein. Also dasjenige, was ihn ursprünglich durchhaucht hat, wird umgestaltend wirken auf etwas, was noch tiefer mit seinem Wesen zusammenhängt. Es wird das Wort schöpferisch werden für die Blutbereitung. Selbst das Blut des Menschen wird umgestaltet werden. Es wird nur noch reine, selbstlose Gefühle hervorbringen können. Ein Menschengeschlecht wird es geben, das durch das Wort schöpferisch sein wird. Die Selbstlosigkeit wird sich umsetzen in eine Eigenschaft des Blutes, und das Denkorgan wird sich umsetzen in das Herz. Da haben wir die eine der zwei Evolutionen, die auf das Christentum folgen. Das Zeitalter, in dem der Egoismus herrscht, ist repräsentiert durch Judas Ischariot. Wer unbefangen die Weltgeschehnisse betrachtet, der sieht, wie die Sexualität im Menschen imstande ist, ihn als Geist zu verraten, ihn zu töten. Es wird aber der Mensch, so wie er heute sich sein Höheres, das Wort erzeugt, durch das Wort einst schöpferisch wirken dann, wenn das Herz sein Geistorgan sein wird.

[ 46 ] This points to the future development of humanity within the Earth. I have mentioned this on several occasions. Everything that is base in human beings will fall away from them. What they will later become is already taking shape within them. They will not be creative in the same way as they are today. He will not create out of his base passions. Just as he produces the word today—the word that can embody the highest—so will he become ever more creative through the word. Just as he has become more selfish through sexuality, so will he become selfless again through the elimination of sexuality. What is produced today solely through the flow of air from the larynx—the word—will become a creative force for humanity in the future. The change in the voice is connected to sexual maturity. The voice will become the creative force. And as the word becomes the creative force, this word will at the same time—in the future, because the entire relationship will be reversed—be the expression of humanity’s mastery over the air. Thus, that which originally breathed life into humanity will have a transforming effect on something even more deeply connected to its essence. The word will become creative in the formation of blood. Even human blood will be transformed. It will be able to produce only pure, selfless feelings. There will be a human race that will be creative through the Word. Selflessness will be transformed into a quality of the blood, and the organ of thought will be transformed into the heart. Here we have one of the two evolutions that follow Christianity. The age in which egoism reigns is represented by Judas Iscariot. Anyone who observes world events impartially sees how sexuality in human beings is capable of betraying them as spirits, of killing them. But human beings—just as they today generate their Higher Self through the Word—will one day act creatively through the Word when the heart becomes their spiritual organ.

[ 47 ] Nun bitte ich Sie, dies anzuwenden auf das Evangelium und eine Stelle zu beachten, welche in wunderbarer Weise, mit einer grandiosen Symbolik das ausdrückt, was ich jetzt gesagt habe. Sehen Sie hin, was daraus folgen wird, wenn das Christentum selbstlos und brüderlich sein wird; wie das, was den Menschen egoistisch macht, in Judas Ischariot verkörpert ist, und sehen Sie auch dasjenige, wohin die Menschheit sich durch die zwölf Stationen entwickeln wird: zu der Gestalt, die der Christus Jesus selbst angenommen hat. Es steigt alles herauf nach dem Herzen.

[ 47 ] Now I ask you to apply this to the Gospel and to consider a passage that, in a marvelous way and with magnificent symbolism, expresses what I have just said. See what will result when Christianity becomes selfless and fraternal; how that which makes people selfish is embodied in Judas Iscariot; and also see where humanity will evolve through the twelve stages: toward the form that Christ Jesus himself assumed. It all rises up to the heart.

[ 48 ] Die Umwandlung vollzieht sich so, daß die schaffende Kraft heraufdrängt vom Schoße nach dem Herzen. Bei dem, welcher der Ausdruck der höchsten Gestalt und Jesus am nächsten ist, muß das zum Ausdruck kommen. Und nun lesen Sie: «Einer von den Jüngern, der, den Jesus liebhatte, lag zu Tische im Schoße Jesu. Dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre. Da legte sich dieser an die Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist es?» Das ist eine Stelle, die ausdrückt, wie die niederste Produktionskraft des Menschen heraufrückt in die Brust, dargestellt durch den intimsten Schüler des Christus Jesus. Mit einer Zartheit, die nicht grandioser gedacht werden kann, wird das Mysterium des Sohnes, das Mysterium Jesu angedeutet. Daß es ein Mysterium sein soll, das können Sie bei dem eingeweihten Jünger selber lesen am Schlusse dieser ganzen Szene, nachdem er durchlebt hatte, wie er verwandelt sein und durch den Sohn zum Vater kommen wird. Was kann er da sagen? Auf einer höheren Stufe kann er selber sagen, was die Eingeweihten sagten: «Eli, Eli, lama sabachthani.» Das sagt er. Lesen Sie es selber bei Johannes: «Da spricht Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.»

[ 48 ] The transformation takes place as the creative force surges upward from the womb toward the heart. This must be expressed in the one who is the embodiment of the highest form and closest to Jesus. And now read: “One of the disciples, the one whom Jesus loved, was reclining at the table against Jesus’ chest. Simon Peter motioned to him to ask who it was. Then this disciple leaned against Jesus’ breast and said to him, ‘Lord, who is it?’” This is a passage that expresses how the lowest creative force in man rises up into the breast, represented by the most intimate disciple of Christ Jesus. With a tenderness that could not be more magnificently conceived, the mystery of the Son—the mystery of Jesus—is hinted at. That it is meant to be a mystery, you can read for yourself in the words of the initiated disciple at the end of this entire scene, after he had experienced how he would be transformed and come to the Father through the Son. What can he say then? On a higher level, he himself can say what the initiates said: “Eli, Eli, lama sabachthani.” That is what he says. Read it for yourself in John: “Then Jesus said, ‘Now the Son of Man is glorified, and God is glorified in him.’”

[ 49 ] Es war dieses Ostermahl die Vorbereitung zu dem, was sich dann auf dem physischen Plan vollzogen hat. Daher lernen wir am ChristusTod die Überwindung des Todes auf dem physischen Plan, die Überwindung des egoistischen Blutes durch das Rinnen des Blutes aus den Wunden. Und wir lernen auch jene große Perspektive kennen, indem vom Kreuz herunter diese Worte wieder tönen, aus dem Bewußtsein der Zukunft hervortönen: Die Erde ist am Ziel der großen Brüderlichkeit, der Vergeistigung, der Überwindung alles dessen angelangt, was den Geist des Menschen herunterziehen könnte.

[ 49 ] This Passover meal was the preparation for what then took place on the physical plane. Therefore, through Christ’s death, we learn about the overcoming of death on the physical plane—the overcoming of selfish blood through the flow of blood from His wounds. And we also come to know that great perspective as these words resound once more from the cross, emerging from the consciousness of the future: The Earth has reached the goal of great brotherhood, of spiritualization, and of the overcoming of everything that could drag down the human spirit.

[ 50 ] Diejenigen Menschen, die das an der Seite des Christus mitgemacht haben, werden, wenn sie aus der Erdenentwickelung hinausgehen und zu einer höheren Entwickelung aufsteigen, sich um den Christus scharen können, und der Christus Jesus wird noch einmal rufen können, das Ende der Erdenvervollkommnung erblickend, die Worte, die Er damals am Kreuze gerufen hat: «Eli, Eli, lama sabachthani!» «Mein Gott, mein Gott, wie hast du das Ich in der Menschheit verherrlicht, vergeistigt.» Das bedeuten diese Worte. Es gibt auch eine spätere, falsche Übersetzung, die sich anlehnen wollte an die Psalmworte, aber die wahrhafte Übersetzung der Worte ist die, welche Sie jetzt kennen. Das sind die Worte, die das Mysterium zu Golgatha ausdrücken: Mein Gott, mein Gott, wie stark, wie sehr hast du mich verherrlicht, vergeistigt.

[ 50 ] Those who have participated in this alongside Christ will, when they leave the earthly evolution behind and ascend to a higher stage of development, be able to gather around Christ; and Christ Jesus, beholding the end of earthly perfection, will once again be able to cry out the words He cried out on the cross: “Eli, Eli, lama sabachthani!” “My God, my God, how you have glorified and spiritualized the ‘I’ within humanity.” That is what these words mean. There is also a later, incorrect translation that sought to draw on the words of the Psalms, but the true translation of the words is the one you now know. These are the words that express the Mystery of Golgotha: My God, my God, how powerfully, how profoundly have you glorified me, spiritualized me.

[ 51 ] Dieses Wort enthüllt uns das Sich-Losringen des Geistes vom Leibe. Das Mysterium des Sohnes enthüllt uns, daß damals der innere seherische Blick des Welterlösers hinschaute bis zum Ende der Erdenvervollkommnung und das große Ziel der Menschheit aussprach in diesen Worten von der Überwindung aller Unterschiede und der Begründung der großen Menschenliebe. Dieses Ziel wird nicht anders erreicht als dadurch, daß die Menschen lernen, in die geistige Welt immer mehr und mehr geistig einzugehen. Denn im Geiste liegt die Vereinheitlichung der Menschheit. So wie die Menschen eins waren, als sie herausgetreten sind aus dem Geiste, aus dem Einheitlichen, aus dem Allverfließenden der Gottheit, wie sie dann individualisiert sind, indem sie herunterzogen in die einzelnen Menschenleiber — wie das Wasser individualisiert wird, wenn die Wassertropfen aufgesaugt werden von kleinen Schwämmchen -, so werden die individuell gewordenen einzelnen Menschen wieder einheitlich werden, wenn sie, mit Aufrechterhaltung ihrer Individualität, in den großen Bruderbund eintreten und dadurch sich vorbereiten, vergöttlichte Schöpfer zu sein, wie sie Götter, Schöpfer waren, bevor sie als Menschen auf der Erde aufgetreten sind.

[ 51 ] This word reveals to us the Spirit’s struggle to free itself from the body. The Mystery of the Son reveals to us that, at that time, the inner, visionary gaze of the Savior of the World looked all the way to the end of the Earth’s perfection and articulated the great goal of humanity in these words: the overcoming of all differences and the establishment of universal love. This goal can be achieved only as people learn to enter more and more deeply into the spiritual world. For in the Spirit lies the unification of humanity. Just as human beings were one when they emerged from the Spirit, from the One, from the all-pervading Divinity—just as they then became individualized by descending into individual human bodies—just as water becomes individualized when drops of water are absorbed by small sponges— so too will the individual human beings, having become distinct, become unified again when, while maintaining their individuality, they enter the great brotherhood and thereby prepare themselves to be deified creators, just as they were gods and creators before they appeared on Earth as human beings.

[ 52 ] Von einem göttlichen Wesen geht die Menschheitsentwickelung aus, und zu einem göttlichen Wesen geht sie zurück. Die verschiedenen Iche werden individuell sein, aber zu gleicher Zeit werden sie, indem sie zu dem Bruderbund vereinigt sind, eine Einheit bilden, die einen neuen Stern gebären wird, jenen neuen Stern, der in der Apokalypse genannt wird «das neue Jerusalem». Die menschlichen Iche werden geboten in ihrer Ichheit, und dann werden die Sphärenharmonien das Echo bilden zu den Worten, in die das Mysterium von Golgatha sich geschlossen hat, zu den Worten: «Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht!»

[ 52 ] Humanity’s evolution originates from a divine being, and it returns to a divine being. The various “I’s” will be individual, but at the same time, by being united in the brotherhood, they will form a unity that will give birth to a new star—that new star which is called “the New Jerusalem” in the Book of Revelation. The human “I’s” will be affirmed in their individuality, and then the harmonies of the spheres will echo the words in which the Mystery of Golgotha was fulfilled: “My God, my God, how have you glorified me!”

[ 53 ] Damals wurden diese Worte gesprochen, und wiederholt werden sie, went die Menschen auf die höchsten Stufen emporsteigen zu immer höheren Höhen, wo sie durchgeschritten sein werden durch den Sohn zum Vater. Der Sohn führt die Menschen bis zum Ende der Erdenentwickelung; dann sind sie in den Kosmos wieder aufgenommen mit erhaltenem Ich. Dann geht die Erde zum Vater zurück. «Niemand kommt zum Vater denn durch mich.»

[ 53 ] These words were spoken back then, and they are repeated as people ascend to the highest levels and on to ever greater heights, where they will have passed through the Son to the Father. The Son guides people to the end of the Earth’s evolution; then they are welcomed back into the cosmos with their “I” intact. Then the Earth returns to the Father. “No one comes to the Father except through me.”

[ 54 ] Weit, weit schaut der geistige Blick, wenn der Mensch sich einläßt auf ein Begreifen dieses tiefen Geheimnisses von Golgatha. Aber Feste, wie die großen Feste des Jahres, sie sind da als die großen Abschnitte, an denen die Menschen haltmachen sollen vor dem gewöhnlichen alltäglichen Treiben, und an denen sie den Blick schweifen lassen sollen zu den großen Merksteinen der Entwickelung, an denen sie hinschauen sollen nicht nur über Jahrhunderte, sondern über Jahrtausende hinweg. Mit einer im Bewußtsein aufgehenden Schau sollen wir durch die Menschheit hindurchgehen. Wenn wir es wirken lassen auf unsere Seele, das weite, zukünftige Ziel, wie es uns gelehrt wird von den großen Führern der Menschheit, wenn wir dieses ferne Ziel wirken lassen, das uns so weit ist, das uns so nahe sein kann, wenn es Kraft wird in unseren Herzen — dann allein erreichen wir es.

[ 54 ] The spiritual gaze reaches far, far beyond when a person sets out to comprehend this profound mystery of Golgotha. But festivals—such as the great festivals of the year—exist as major milestones at which people should pause from their ordinary, everyday activities, and at which they should let their gaze wander to the great landmarks of evolution, looking not only across centuries but across millennia. With a vision that dawns in our consciousness, we are to journey through the history of humanity. If we allow this vast, future goal—as taught to us by the great leaders of humanity—to take effect upon our souls; if we allow this distant goal, which is so far away yet can be so close to us, to take effect; if it becomes a force within our hearts—only then will we attain it.

[ 55 ] Lassen wir solche Feste wie dieses niemals an uns vorübergehen, ohne daß wir uns solche große Zukunftsperspektiven der Menschheit in die Seele schreiben! Zu dem Alltäglichen haben die Menschen am Alltag Zeit. Wenn aber die Feiertagsglocken klingen, dann mag der Mensch sich erinnern, daß er nicht bloß ein Kind der Zeit ist, sondern als Geist auch ein Kind der Ewigkeit.

[ 55 ] Let us never let celebrations like this one pass us by without engraving such grand visions for humanity’s future deep within our souls! People have time for the everyday in their daily lives. But when the holiday bells ring, may each person remember that they are not merely a child of time, but also, as a spirit, a child of eternity.