Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98
7 June 1908, Cologne
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Nature and Spirit Beings, tr. SOL
5. Das Pfingstfest des seelischen Zusammenstrebens und des Arbeitens an der Vergeistigung der Welt
5. The Pentecost Festival of Spiritual Striving and Working for the Spiritualization of the World
[ 1 ] Bei verschiedenen Gelegenheiten ist schon betont worden, daß jene spirituelle Entwickelung, wie sie die geisteswissenschaftliche Bewegung anstrebt, den Menschen in lebendigen Zusammenhang bringen muß mit der ganzen Umwelt. Vieles in der Umwelt ist für den Menschen tot und nüchtern geworden, was unsere Vorfahren noch mit Verehrung erfüllt hat. Fremd und kalt steht eine große Zahl von Menschen beispielsweise unseren jährlichen Festen gegenüber. Namentlich die städtische Bevölkerung hat nur noch eine spärliche Erinnerung an das, was das Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest zu bedeuten haben.
[ 1 ] It has already been emphasized on various occasions that the kind of spiritual development to which the Spiritual Science movement aspires must bring human beings into a living connection with their entire environment. Much of the environment has become lifeless and mundane to people, whereas it once filled our ancestors with reverence. For example, a large number of people view our annual festivals with indifference and coldness. The urban population, in particular, has only a faint memory of the significance of Christmas, Easter, and Pentecost.
[ 2 ] Jenen gewaltigen Gefühlsinhalt, den unsere Vorfahren verbanden mit den Festeszeiten, weil sie den Zusammenhang wußten mit den großen Tatsachen der geistigen Welt, den hat die heutige Menschheit nicht mehr. Kalt und nüchtern stehen die Menschen heute dem Weihnachts- und Osterfest und besonders auch dem Pfingstfest gegenüber. Das Herabströmen des Geistes ist vielen Menschen eine abstrakte Begebenheit geworden. Aber es wird anders werden: es wird erst Leben und Wirklichkeit werden, wenn die Menschen zu einer wahrhaftigen geistigen Erkenntnis der ganzen Welt kommen werden.
[ 2 ] That profound emotional significance which our ancestors associated with the festive seasons—because they understood the connection to the great realities of the spiritual world—is something that humanity today no longer possesses. People today view Christmas, Easter, and especially Pentecost with cold detachment and sobriety. For many people, the outpouring of the Spirit has become an abstract event. But this will change: it will only become a living reality when people attain a true spiritual understanding of the whole world.
[ 3 ] Man redet heute viel von Naturkräften, aber von Wesenheiten, die hinter diesen Naturkräften stehen, redet man recht wenig. Wenn man von Naturwesenheiten spricht, dann betrachtet der heutige Mensch das als Aufwärmung eines alten Aberglaubens. Daß jene Worte, die unsere Vorfahren gebrauchten, auf Wirklichkeit sich gründen — wenn jemand behauptet, daß Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander etwas Wirkliches bedeuten -, das gilt als alter Aberglaube. Was die Menschen für Theorien und Vorstellungen haben, ist in gewissem Sinne zunächst gleichgültig; wenn aber die Menschen durch diese Theorien verführt werden, gewisse Dinge nicht zu sehen und ihre Theorien im praktischen Leben anzuwenden, dann beginnt die Sache erst ihre volle Bedeutung zu gewinnen.
[ 3 ] People talk a lot today about the forces of nature, but very little is said about the beings that stand behind these forces. When people speak of nature spirits, modern people regard this as a revival of an old superstition. The fact that the words our ancestors used are based on reality—if someone claims that gnomes, undines, sylphs, and salamanders are real—is considered an old superstition. What theories and mental images people hold is, in a certain sense, initially irrelevant; but when people are led astray by these theories to the point of failing to see certain things and applying their theories in practical life, only then does the matter begin to take on its full significance.
[ 4 ] Nehmen wir ein groteskes Beispiel: Wer glaubt an Wesenheiten, deren Dasein an die Luft gebunden ist oder die im Wasser verkörpert sind? Wenn zum Beispiel jemand sagt: Unsere Vorfahren haben an gewisse Wesenheiten geglaubt, an Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander, aber das ist alles phantastisches Zeug! - dann möchte man erwidern: Fragt einmal die Bienen. - Und könnten die Bienen reden, so würden sie antworten: Für uns sind die Sylphen kein Aberglaube, denn wir wissen ganz gut, was wir von den Sylphen haben! — Und derjenige, dessen geistige Augen geöffnet sind, kann verfolgen, welche Kraft es ist, die das Bienlein hinzieht zur Blume. «Instinkt, Naturtrieb», wie der Mensch antwortet, sind leere Worte. Wesenheiten sind es, welche die Bienen hinleiten zum Blütenkelch, um sich dort Nahrung zu suchen, und im ganzen Bienenschwarm, der nach Nahrung ausschwärmt, sind Wesenheiten tätig, die unsere Vorfahren Sylphen nannten.
[ 4 ] Let’s take a grotesque example: Who believes in beings whose existence is bound to the air or who are embodied in water? For example, if someone says: “Our ancestors believed in certain beings—gnomes, undines, sylphs, salamanders—but that’s all just fantasy!” — then one might reply: Just ask the bees. — And if the bees could speak, they would answer: “For us, the sylphs are no superstition, for we know very well what we gain from the sylphs!” — And the one whose spiritual eyes are open can discern what force it is that draws the little bee to the flower. “Instinct, natural impulse,” as humans say, are empty words. It is beings that guide the bees to the calyx to seek food there, and throughout the entire swarm of bees that swarms out in search of food, there are beings at work whom our ancestors called sylphs.
[ 5 ] Überall da, wo verschiedene Naturreiche sich berühren, wird eine Gelegenheit geboten, daß sich gewisse Wesenheiten offenbaren. Zum Beispiel im Innern der Erde, da, wo sich der Stein mit der Metallader berührt, da setzen sich besondere Wesenheiten an. An der Quelle, wo das Moos den Stein bedeckt und somit das Pflanzenreich das Mineralreich berührt, setzen sich solche Wesenheiten fest. Wo Tier und Pflanze sich berühren, im Blumenkelch, bei der Berührung der Biene mit der Blüte, da verkörpern sich bestimmte Wesenheiten, ebenso da, wo der Mensch sich mit dem Tierreiche berührt. Nicht im gewöhnlichen Verlauf der Berührung ist das der Fall. Nicht, wenn zum Beispiel der Fleischer das Rind schlachtet oder wenn der Mensch das Fleisch der Tiere ißt, nicht im normalen Verlauf des Lebens, da ist so etwas nicht der Fall. Aber wo im außernormalen Verlauf, wie bei Bienen und Blume, sich wie durch einen Überschuß von Leben die Reiche berühren, da verkörpern sich Wesenheiten. Und insbesondere da, wo des Menschen Gemüt, sein Intellekt, im Umgang mit den Tieren besonders engagiert ist, bei einem Verhältnis, wie es zum Beispiel der Schäfer zu den Schafen hat, ein Gemütsverhältnis, da verkörpern sich solche Wesenheiten.
[ 5 ] Wherever different kingdoms of nature come into contact, an opportunity arises for certain entities to reveal themselves. For example, inside the Earth, where rock comes into contact with a metal vein, special entities settle there. At a spring, where moss covers the rock and thus the plant kingdom touches the mineral kingdom, such entities take root. Where animals and plants come into contact—in the calyx of a flower, when a bee touches a blossom—certain entities incarnate, just as they do where humans come into contact with the animal kingdom. This is not the case in the ordinary course of contact. Not, for example, when the butcher slaughters the cow or when a person eats the meat of animals; not in the normal course of life—such a thing does not occur there. But where, in an extraordinary context—such as with bees and flowers—the kingdoms touch one another as if through an excess of life, there entities take form. And especially where a person’s soul, their intellect, is particularly engaged in their interaction with animals—in a relationship such as that between a shepherd and their sheep, a relationship of the soul—such entities incarnate.
[ 6 ] Solche intimere Verhältnisse des Menschen zum Tiere finden wir häufiger, wenn wir zurückgehen in alte Zeiten. In Zeiten niederer Kulturen hatte man vielfach solch ein Verhältnis, wie es der Araber zu seinem Pferde hat, nicht wie ein Rennstallbesitzer zu seinen Pferden. Da finden wir jene Gemütskräfte, die hinüberspielen von Reich zu Reich, wie zwischen dem Schäfer und den Lämmern. Oder wo Geruchs- und Geschmackskräfte entwickelt werden und hinüberstrahlen, wie zwischen der Biene und der Blume, da wird Gelegenheit geschaffen, daß sich ganz gewisse Wesenheiten verkörpern können. Wenn die Biene an der Blume saugt, dann kann der Hellseher beobachten, wie sich am Rande der Blüte eine kleine Aura bildet. Das ist die Wirkung des Geschmackes: der Stich der Biene in den Blütenkelch ist ein gewisses Geschmacksmittel geworden, die Biene empfindet den Geschmack und strahlt aus wie eine Blütenaura, und die ist Nahrung für sylphenhafte Wesenheiten. Ebenso ist das Gefühlselement, das zwischen Schäfer und Schafen spielt, Nahrung für Salamander.
[ 6 ] We find such closer relationships between humans and animals more frequently when we look back to ancient times. In times of less advanced cultures, people often had the kind of relationship that an Arab has with his horse—not like a racehorse owner has with his horses. There we find those emotional forces that flow from one realm to another, as between a shepherd and his lambs. Or where the powers of smell and taste are developed and radiate out, as between the bee and the flower, there an opportunity is created for certain entities to incarnate. When the bee sips from the flower, the clairvoyant can observe a small aura forming at the edge of the blossom. This is the effect of taste: the bee’s sting into the calyx has become a kind of flavoring agent; the bee perceives the taste and radiates it out as a floral aura, which serves as nourishment for sylph-like beings. Likewise, the emotional element that interplays between the shepherd and the sheep serves as nourishment for salamanders.
[ 7 ] Jene Frage gilt nicht für den, der die geistige Welt versteht: Warum sind dann die Wesenheiten da und sonst nicht? Nach dem Ursprung dürfen wir nicht fragen; ihr Ursprung liegt im Weltenall. Gibt man ihnen aber Veranlassung zur Nahrung, so sind die Wesenheiten da. Zum Beispiel ziehen schlechte Gedanken, die der Mensch ausströmt, schlechte Wesenheiten in die Aura des Menschen, weil sie dort Nahrung finden. Dann verkörpern sich gewisse Wesenheiten in seiner Aura.
[ 7 ] That question does not apply to those who understand the spiritual world: Why, then, are these entities present and not absent? We must not ask about their origin; their origin lies in the cosmos. But if we give them cause to feed, the entities are present. For example, negative thoughts that a person radiates attract negative entities into the person’s aura because they find nourishment there. Then certain entities incarnate in his aura.
[ 8 ] Überall, wo sich verschiedene Naturreiche berühren, bietet sich Gelegenheit, daß gewisse geistige Wesenheiten sich verkörpern. Wo Metall an den Stein sich anschmiegt im Innern der Erde, da sieht der Seher, wenn der Bergmann das Erdreich abhackt, an verschiedenen Stellen merkwürdige Wesen wie zusammengekauert beieinanderhocken, in einem ganz kleinen Raum. Sie stieben, sie sprühen auseinander, wenn die Erde entfernt wird. Es sind merkwürdige Wesenheiten, die zum Beispiel in gewisser Beziehung dem Menschen ganz und gar nicht unähnlich sind. Sie haben zwar keinen physischen Leib, aber sie haben Verstand. Doch der Unterschied zwischen ihnen und den Menschen ist, daß sie Verstand haben ohne Verantwortung. Daher haben sie auch nicht das Gefühl eines Unrechtes bei dem mancherlei Schabernack, den sie den Menschen spielen. Gnomen heißen diese Wesenheiten, und zahlreiche Arten von ihnen beherbergt die Erde, und sie sind da zu Hause, wo sich der Stein mit dem Metall berührt. Recht sehr gedient haben sie früher den Menschen beim alten Bergbau, nicht beim Kohlenbergwerk, aber im Metallbergbau. Die Art, wie man in alten Zeiten Bergwerke angelegt hat, die Kenntnis davon, wie sich die Schichten lagern, die wurde durch diese Wesenheiten vernommen. Und die am besten veranlagten Flöze kannten diese Wesenheiten, die da wissen, wie sich im Innern der Erde die Schichten lagern, und die daher die beste Anleitung geben konnten, wie man das bearbeiten soll. Wenn man nicht mit den geistigen Wesenheiten arbeiten will und sich nur auf das Sinnliche verläßt, dann gerät man in eine Sackgasse. Von diesen geistigen Wesenheiten muß man ein gewisses Verfahren lernen, um die Erde zu erforschen.
[ 8 ] Wherever different realms of nature intersect, there is an opportunity for certain spiritual beings to incarnate. Where metal clings to stone deep within the earth, the seer sees—when the miner chisels away the earth—strange beings huddled together in various places, crouching in a very small space. They scatter and scatter as the earth is removed. They are strange entities that, in certain respects, are not at all unlike human beings. Although they have no physical body, they possess intelligence. Yet the difference between them and humans is that they possess intelligence without responsibility. Therefore, they do not feel a sense of wrongdoing when playing all sorts of pranks on humans. These beings are called gnomes, and the earth is home to numerous kinds of them; they dwell where rock meets metal. In the past, they were of great service to humans in the old days of mining—not in coal mining, but in metal mining. The way mines were laid out in ancient times—the knowledge of how the strata are arranged—was gleaned from these beings. And these beings, who know how the strata are arranged within the Earth, were familiar with the most promising veins; thus, they were able to provide the best guidance on how to work them. If one does not wish to work with these spiritual beings and relies solely on the physical world, one ends up at a dead end. One must learn a certain method from these spiritual beings in order to explore the Earth.
[ 9 ] Ebenso findet eine Verkörperung statt von Wesenheiten an der Quelle. Wo der Stein die Quelle berührt, da verkörpern sich die Wesen, die an das Element des Wassers gebunden sind: die Undinen. Da wo Tier und Pflanze sich berühren, da wirken die Sylphen. Die Sylphen sind gebunden an das Element der Luft, sie leiten die Bienen zu den Blüten. So verdanken wir fast alle nützlichen Erkenntnisse der Bienenzucht den alten Traditionen, und gerade bei der Bienenzucht können wir viel von ihnen lernen. Denn was heutzutage als Wissenschaft über die Bienen existiert, ist vollständig von Irrtum durchzogen, und die alte Weisheit, die sich fortgepflanzt hat durch Tradition, wird dadurch nur beirrt. Die Wissenschaft erweist sich da als etwas Unbrauchbares. Nützlich sind nur die alten Handgriffe, deren Ursprung unbekannt ist, weil der Mensch damals als Leitfaden die geistige Welt benützte.
[ 9 ] Similarly, beings from the spring take physical form. Where the stone touches the spring, the beings bound to the element of water—the Undines—take physical form. Where animals and plants touch, the Sylphs are at work. The Sylphs are bound to the element of air; they guide the bees to the flowers. Thus, we owe almost all useful knowledge of beekeeping to the ancient traditions, and it is precisely in beekeeping that we can learn much from them. For what exists today as “science” about bees is completely riddled with error, and the ancient wisdom that has been passed down through tradition is thereby only led astray. Science proves to be of no use in this regard. Useful are only the old techniques, whose origins are unknown, because people in those days used the spiritual world as their guide.
[ 10 ] Die Salamander kennen die Menschen heutzutage auch, denn wenn einer sagt: Es strömt mir etwas zu, ich weiß nicht woher -, so ist das meistens die Wirkung der Salamander.
[ 10 ] People are familiar with salamanders these days, too, because when someone says, “I feel something flowing toward me, but I don’t know where it’s coming from,” that is usually the effect of the salamanders.
[ 11 ] Wenn der Mensch zu den Tieren in intime Verbindung tritt, wie der Schäfer zu seinen Schafen, dann erhält er Erkenntnisse zugeraunt von Wesenheiten, die in seiner Umgebung leben. Dem Schäfer wurde sein Wissen, das er in bezug auf seine Schafherde hatte, zugeraunt von den Salamandern in seiner Umgebung. Diese alten Erkenntnisse sind heutzutage geschwunden und müssen nun durch wohlgeprüfte okkulte Erkenntnisse wieder gewonnen werden.
[ 11 ] When a person enters into an intimate connection with animals, as a shepherd does with his sheep, he receives insights whispered to him by beings that live in his surroundings. The shepherd’s knowledge regarding his flock of sheep was whispered to him by the salamanders in his surroundings. This ancient knowledge has been lost today and must now be regained through well-verified occult insights.
[ 12 ] Denken wir diese Gedanken weiter, so werden wir uns sagen müssen: Wir sind ganz umgeben von geistigen Wesenheiten! Wir gehen dutch die Luft, und sie ist nicht nur chemische Substanz, sondern jeder Windhauch, jeder Luftstrom ist die Offenbarung geistiger Wesenheiten. Wir sind umgeben und ganz und gar durchdrungen von diesen geistigen Wesenheiten, und der Mensch muß in Zukunft, wenn er nicht ein ganz trauriges, sein Leben ausdörrendes Schicksal erfahren soll, eine Kenntnis haben von dem, was um ihn lebt. Ohne diese Erkenntnis wird er nicht mehr weiterkommen können. Der Mensch muß sich fragen: Woher stammen diese Wesenheiten? Woher rühren diese Wesenheiten?
[ 12 ] If we take these thoughts further, we will have to admit: We are completely surrounded by spiritual beings! We walk through the air, and it is not merely a chemical substance; rather, every breath of wind, every current of air, is a manifestation of spiritual beings. We are surrounded and completely permeated by these spiritual beings, and in the future, if human beings are not to experience a truly sad, life-destroying fate, they must have knowledge of what lives around them. Without this understanding, they will no longer be able to move forward. Human beings must ask themselves: Where do these beings come from? What is the origin of these beings?
[ 13 ] Diese Frage führt uns zu einer wichtigen Erkenntnis, und um uns eine Ansicht darüber zu bilden, müssen wir uns klarmachen, wie in höheren Welten sich gewisse Tatsachen abspielen, wo durch gewisse Dinge dasjenige, was schädlich und böse ist, durch eine weise Führung umgewandelt wird zum Guten. Nehmen wir als Beispiel den Abfall, den Dünger: er ist das Abgeworfene und wirkt in der Ökonomie durch eine weise Verwendung als Grundlage für spätere Pflanzenkeimung. Dinge, die scheinbar abgefallen sind von der Höherentwickelung, werden von höheren Kräften wieder aufgenommen und umgewandelt. Das tritt uns ganz besonders stark entgegen bei den Wesenheiten, von denen wir gesprochen haben, und wir erkennen das in ganz besonderem Maße, wenn wir der Entstehung dieser Wesenheiten nachgehen.
[ 13 ] This question leads us to an important insight, and in order to form an opinion on it, we must understand how certain events unfold in higher worlds, where, through certain processes, that which is harmful and evil is transformed into good through wise guidance. Let us take waste, or fertilizer, as an example: it is what has been discarded and, through wise use in agriculture, serves as the foundation for the germination of future plants. Things that appear to have fallen away from higher development are taken up again and transformed by higher forces. This is particularly evident in the case of the beings we have been discussing, and we recognize this to a very special degree when we trace the origin of these beings.
[ 14 ] Wie entstehen nun salamandrische Wesenheiten? Wir wollen dies jetzt einmal auseinandersetzen. Salamander sind Wesenheiten, die da ein gewisses Verhältnis vom Menschen zum Tier brauchen. Die Tiere haben nicht ein solches Ich wie es der Mensch hat. Ein solches Ich ist nur beim heutigen Menschen auf der Erde vorhanden. Diese Menschen-Iche sind so, daß jeder Mensch ein Ich in sich eingeschlossen hat. Anders ist es bei den Tieren: die Tiere haben ein Gruppen-Ich, eine Gruppenseele. Was heißt das? Eine Gruppe gleichgearteter, gleichgestalteter Tiere hat ein gemeinsames Ich; zum Beispiel alle einzelnen Löwen haben ein gemeinsames Ich, alle Tiger, alle Hechte.
[ 14 ] How, then, do salamander beings come into being? Let us now examine this question. Salamanders are beings that require a certain relationship between humans and animals. Animals do not possess an “I” such as humans have. Such an “I” exists only in modern humans on Earth. These human “I’s” are such that every human being has an “I” within themselves. It is different with animals: animals have a group “I,” a group soul. What does that mean? A group of animals of the same kind and form has a common “I”; for example, all individual lions have a common “I,” as do all tigers and all pike.
[ 15 ] Die Tiere haben ihr Ich in der Astralwelt. Es ist das so, wie wenn der Mensch hinter einer Wand mit zehn Löchern stände und da seine zehn Finger hindurchsteckte. Der Mensch ist dann nicht zu sehen, aber jeder Vernünftige würde schließen: da ist eine Zentralgewalt dahinter, die zu den zehn Fingern gehört. So ist es mit dem GruppenIch. Die einzelnen Tiere sind bloß die Glieder. Das, wozu sie gehören, ist in der astralischen Welt. Diese Tier-Iche sind nicht menschenähnlich, obwohl, geistig angesehen, sie sich wohl miteinander vergleichen lassen, denn ein Tier-Gruppen-Ich ist eine sehr, sehr weise Wesenheit. Der Mensch als individuelle Seele ist noch lange nicht so weise. Denken wir nur zum Beispiel an gewisse Vogelarten: welche Weisheit liegt darin, daß sie in ganz bestimmten Höhen und in ganz bestimmten Richtungen dahinziehen, um dem Winter zu entgehen und im Frühling auf anderen Wegen wieder zurückzukehren. Da erkennen wir in diesem Vogelflug weise Wirkungskräfte der Gruppen-Iche. Wir können sie überall im Tierreich finden.
[ 15 ] Animals have their “I” in the astral world. It is as if a person were standing behind a wall with ten holes and had stuck his ten fingers through them. The person cannot be seen, but any reasonable person would conclude: there is a central power behind it that belongs to the ten fingers. So it is with the group “I.” The individual animals are merely the limbs. That to which they belong is in the astral world. These animal “I’s” are not human-like, although, viewed spiritually, they can certainly be compared to one another, for an animal group “I” is a very, very wise being. The human being, as an individual soul, is still far from being that wise. Let us just consider, for example, certain species of birds: what wisdom lies in the fact that they migrate at very specific altitudes and in very specific directions to escape the winter, and then return along different routes in the spring? In this flight of the birds, we recognize the wise forces at work of the group-I’s. We can find them everywhere in the animal kingdom.
[ 16 ] Die Menschen sind sehr engherzig, wenn sie die menschlichen Fortschritte zu verzeichnen haben. Erinnern wir uns an unsere Schulstunden, wo wir lernten, wie im Mittelalter allmählich die Strömung der neueren Zeit heraufgekommen ist. Das Mittelalter hat gewiß Bedeutsames zu verzeichnen, wie die Entdeckung von Amerika, die Erfindung des Schießpulvers, der Buchdruckerkunst und endlich auch des Leinenpapiers. Wohl war es ein bedeutsamer Fortschritt, daß man dieses Produkt verwandte an Stelle des Pergaments, aber die Wespengruppenseele hat schon vor Tausenden von Jahren dasselbe gemacht, denn das Wespennest ist genau aus demselben Stoff wie das vom Menschen hergestellte Papier; es besteht aus Papier.
[ 16 ] People are very narrow-minded when it comes to acknowledging human progress. Let us recall our school lessons, where we learned how the tide of modern times gradually rose during the Middle Ages. The Middle Ages certainly achieved significant milestones, such as the discovery of America, the invention of gunpowder, the art of printing, and, finally, linen paper. It was certainly a significant advance to use this product in place of parchment, but the collective consciousness of wasps had already done the same thing thousands of years ago, for a wasp nest is made of exactly the same material as man-made paper; it consists of paper.
[ 17 ] Der Mensch wird erst allmählich herausfinden, wie gewisse Kombinationen seines Geistes zusammenhängen mit dem, was die Gruppenseelen hineingearbeitet haben in die Welt.
[ 17 ] Human beings will only gradually discover how certain combinations of their minds are connected to what the group souls have woven into the world.
[ 18 ] Die Gruppenseelen sind in fortwährender Bewegung. Der Seher sieht längs des Rückgrats der Tiere ein beständiges Flimmern. Das Rückgrat ist wie von Flimmerlicht eingeschlossen. Die Tiere werden durchzogen von Strömungen, die um die ganze Erde gehen in allen Richtungen in unendlicher Zahl, wie die Passatwinde, und welche auf die Tiere wirken, indem sie das Rückenmark umströmen. Diese Tiergruppenseelen sind fortwährend in kreisförmiger Bewegung in jeder Höhe und Richtung um die Erde begriffen. Diese Gruppenseelen sind sehr weise, aber es fehlt ihnen eines, was sie noch nicht haben: sie kennen nicht die Liebe, was auf der Erde so genannt wird. Liebe ist nur beim Menschen mit der Weisheit in der Individualität verbunden.
[ 18 ] Group souls are in constant motion. The seer perceives a constant flickering along the animals’ spines. The spine seems to be enveloped by a flickering light. The animals are permeated by currents that circle the entire Earth in all directions in infinite numbers, like the trade winds, and which affect the animals by flowing around their spinal cords. These animal group souls are constantly engaged in circular motion around the Earth at every altitude and in every direction. These group souls are very wise, but they lack one thing they do not yet possess: they do not know love, as it is called on Earth. Only in human beings is love connected to wisdom within the individual.
[ 19 ] Die Gruppenseele ist weise, aber das einzelne Tier hat die Liebe als Geschlechtsliebe und Elternliebe. Die Liebe ist im Tiere individuell, aber die weise Einrichtung, die Weisheit des Gruppen-Ichs ist noch liebeleer. Der Mensch hat Liebe und Weisheit vereint; das Tier hat im physischen Leben die Liebe und auf dem astralischen Plan hat es die Weisheit. Bei solchen Erkenntnissen werden den Menschen ungeheuer viele Lichter aufgehen.
[ 19 ] The group soul is wise, but the individual animal experiences love as sexual love and parental love. Love is individual in the animal, but the wise structure—the wisdom of the group ego—is still devoid of love. Human beings have united love and wisdom; animals have love in their physical life and wisdom on the astral plane. Such insights will shed an immense amount of light on human beings.
[ 20 ] Nun ist der Mensch zu seinem heutigen Ich erst nach und nach gekommen. Der Mensch hatte früher auch eine Gruppenseele und erst allmählich hat sich die Individualseele herausentwickelt. Verfolgen wir einmal die Entwickelung der Menschheit nach rückwärts bis in die alte Atlantis. Früher lebte der Mensch in der alten Atlantis, einem Kontinent, der jetzt vom Atlantischen Ozean bedeckt ist. Damals waren die weiten sibirischen Flächen mit großen Meeren bedeckt. Das Mittelmeer war damals ganz anders verteilt. Auch in unseren europäischen Gegenden waren weite Meeresflächen. Je weiter wir zurückgehen in der alten atlantischen Zeit, desto mehr ändern sich alle Lebenszustände, desto mehr ändert sich der Wachzustand und der Schlafzustand beim Menschen.
[ 20 ] Human beings have only gradually come to possess their present sense of self. Human beings used to have a group soul as well, and it was only gradually that the individual soul developed. Let us trace the evolution of humanity backward to ancient Atlantis. In the past, human beings lived in ancient Atlantis, a continent that is now covered by the Atlantic Ocean. At that time, the vast Siberian plains were covered by large seas. The Mediterranean Sea was distributed quite differently back then. There were also vast expanses of sea in our European regions. The further back we go into the ancient Atlantean era, the more all conditions of life change, and the more the waking and sleeping states of human beings change.
[ 21 ] Wenn jetzt der Mensch schläft, bleibt im Bett der physische Leib mit dem Ätherleib; Astralleib und Ich gehen heraus. Das Bewußtsein verdunkelt sich, alles wird dunkel, finster, stumm. In der atlantischen Zeit war der Unterschied zwischen Schlafen und Wachen noch nicht so groß. Da sah im Wachzustand der Mensch noch nicht so feste Grenzen, so scharfe Umrisse, so starke Farben an den Gegenständen anhaftend. Wenn er morgens aufwachte, tauchte er ein wie in eine Nebelmasse. Größere Deutlichkeit gab es nicht, als wenn wir zum Beispiel Lichter durch Nebel hindurch mit einer Aura sehen. Dafür aber hörte sein Bewußtsein nicht genau auf im Schlafe, er sah dann die geistigen Dinge.
[ 21 ] When a person sleeps, the physical body and the etheric body remain in bed; the astral body and the I leave. Consciousness dims; everything becomes dark, gloomy, and silent. In the Atlantean era, the difference between sleeping and waking was not yet so great. At that time, when awake, a person did not yet perceive such fixed boundaries, such sharp outlines, or such strong colors attached to objects. When he awoke in the morning, he felt as if he were emerging from a mass of fog. There was no greater clarity than when, for example, we see lights through the fog with an aura. On the other hand, their consciousness did not cease entirely during sleep; they then perceived spiritual things.
[ 22 ] Als der Mensch fortschritt, bekam die physische Welt immer mehr ihre Konturen, aber dafür verlor der Mensch sein Hellsehen. Dann wurde der Unterschied immer größer: Oben in der geistigen Welt wurde es immer dunkler, unten in der physischen Welt immer heller. Aus der Zeit, wo der Mensch noch wahrnahm da oben in der astralischen Welt, stammen alle Mythen und Sagen. Wenn er hinaufkam in die geistige Welt, da lernte er Wotan, Baldur, Thor und Loki kennen und Wesenheiten, die noch nicht heruntergestiegen waren auf den physischen Plan. Das erlebte man früher, und alle Mythen sind Erinnerungen an lebendige Wirklichkeiten.
[ 22 ] As humankind progressed, the physical world took on ever clearer contours, but in return, humankind lost its clairvoyance. Then the contrast grew ever greater: up in the spiritual world, it grew ever darker, while down in the physical world, it grew ever brighter. All myths and legends date back to the time when humans could still perceive the astral world above. When they ascended into the spiritual world, they encountered Wotan, Baldur, Thor, and Loki, as well as beings who had not yet descended to the physical plane. These were experiences of the past, and all myths are memories of living realities.
[ 23 ] Alle Mythologien sind solche Erinnerungen. Diese geistigen Wirklichkeiten sind den Menschen einfach entschwunden. Wenn damals der Mensch am Morgen hinuntertauchte in den physischen Leib, dann bekam er das Gefühl: Du bist ein Einzelner, ein Einziger. Wenn er aber am Abend zurücktauchte in die geistige Welt, da kam ihm das Gefühl: Du bist ja gar kein Einzelner, du bist nur ein Glied eines großen Ganzen, du gehörst zu einer großen Gemeinschaft.
[ 23 ] All mythologies are such memories. These spiritual realities have simply vanished from human consciousness. Back then, when a person descended into their physical body in the morning, they had the feeling: “You are an individual, a unique being.” But when they plunged back into the spiritual world in the evening, they were overcome by the feeling: “You are not an individual at all; you are merely a part of a great whole; you belong to a great community.”
[ 24 ] Noch Tacitus erzählt, daß die alten Völker, die Heruler, die Cherusker, sich gefühlt haben mehr als Volksstamm denn als ein einzelner Mensch. Aus diesem Gefühl heraus, daß der Einzelne zur Stammesgruppe gehörte, der Stammesgemeinschaft sich zurechnete, stammen auch noch gewisse Gebräuche wie die Blutrache. Alles, was zu der ganzen Stammesgruppenseele gehörte, war ein Körper. Alles geschieht gradweise in der Entwickelung. Aus diesem absoluten Stammesgruppenbewußtsein hat sich erst nach und nach das individuelle Bewußtsein herausentwickelt.
[ 24 ] Tacitus also recounts that the ancient peoples—the Heruli and the Cherusci—felt themselves to be part of a tribal group rather than individual human beings. Certain customs, such as blood feuds, also stem from this sense that the individual belonged to the tribal group and identified with the tribal community. Everything that belonged to the collective soul of the tribal group was one body. Everything unfolds step by step in the course of development. It was only gradually that individual consciousness developed out of this absolute tribal group consciousness.
[ 25 ] Auch in den Schilderungen der Patriarchenzeit haben wir Spuren des Übergangs von der Gruppenseele zur Individualseele. In der Zeit vor Noah war das Gedächtnis ganz anders: es reichte zurück über das, was der Vater, Großvater, Urgroßvater erlebt hatte. Die Geburtsgrenze war keine Grenze. Im gleichen Blute strömte die gleiche Erinnerung fort bis in weit zurückgelegene Generationen. Heute interessiert es die Behörden, den Namen des Einzelnen zu wissen. In der Zeit, als der Mensch sich erinnerte, was sein Vater und sein Großvater getan hatten, da wurde dies mit einem gemeinsamen Namen belegt. Was damals zusammenhing durch gleiches Blut und gleiche Erinnerung, das wurde gemeinsam benannt. Man nannte das «Adam» oder «Noah». Namen wie Adam und Noah bezeichnen nicht das Leben zwischen Geburt und Tod eines Einzelnen, sondern den Strom der Erinnerungen soweit dieser reichte. Die alten Namen umfassen ganze Menschengemeinschaften, die in der Zeit sich auslebten.
[ 25 ] Even in the accounts of the Patriarchal Age, we find traces of the transition from the group soul to the individual soul. In the time before Noah, memory was quite different: it extended back beyond what the father, grandfather, and great-grandfather had experienced. The boundary of birth was no boundary. The same memory flowed on through the same bloodline back to generations long past. Today, the authorities are interested in knowing the name of the individual. In the time when people remembered what their father and grandfather had done, this was designated by a common name. What was connected back then through the same blood and the same memory was given a common name. It was called “Adam” or “Noah.” Names like Adam and Noah do not denote the life of an individual between birth and death, but rather the stream of memories as far back as it extended. The ancient names encompass entire human communities that lived out their lives over time.
[ 26 ] Wie ist es nun, wenn wir einmal gewisse Wesenheiten vergleichen: die menschenähnlichen Affen mit dem Menschen? Der gewaltige Unterschied ist, daß die Affen eine Gruppenseele haben und der Mensch eine Individualseele, wenigstens die Anlage zur Entwickelung einer solchen. Die Affengruppenseele befindet sich nun in einer ganz besonderen Lage (Zeichnung). Denken wir uns die Erde (siehe Zeichnung, die horizontale Linie). Darüber schweben in der astralischen Welt wie in einer Wolke die Gruppenseelen der Tiere, die sich über unsere physische Welt ausbreiten. Nehmen wir nun das Löwen-Gruppen-Ich und das Affen-Gruppen-Ich. Jeder Löwe ist ein einzelnes Glied, in das die Gruppenseele einen Teil ihrer Substanz hineingießt. Wenn ein Löwe stirbt, fällt von der Gruppenseele das äußere Physische ab, wie beim Menschen ein Fingernagel. Die Gruppenseele nimmt dann zurück, was sie hineingesandt hatte und gibt es einem anderen Löwen, der neu geboren wird. Oben bleibt die Gruppenseele. Sie streckt gleichsam Fangarme aus, die sich im Physischen verhärten, dann abfallen und wieder ersetzt werden.
[ 26 ] What, then, happens when we compare certain beings: the human-like apes with human beings? The enormous difference is that the apes have a group soul, while human beings have an individual soul—or at least the potential to develop one. The ape group soul is in a very special position (drawing) . Let us imagine the Earth (see diagram, the horizontal line). Above it, in the astral world, the group souls of the animals hover like a cloud, spreading out over our physical world. Let us now consider the lion group-I and the ape group-I. Each lion is a single member into which the group soul pours a portion of its substance. When a lion dies, the outer physical form falls away from the group soul, just as a fingernail does in humans. The group soul then takes back what it had sent in and gives it to another lion that is newly born. The group soul remains above. It extends, as it were, tentacles that harden in the physical realm, then fall off and are replaced again.


[ 27 ] Daher kennt die Tiergruppenseele nicht Geburt und Tod. Das einzelne Tier ist etwas, was abfällt und anwächst; die Gruppenseele bleibt unberührt von Leben und Tod. Für die Löwen ist es durchaus so, daß jedesmal, wenn ein Löwe stirbt, alles, was ausgesandt war von der Gruppenseele, wieder zurückgeht in die Gruppenseele. Nicht so ist es jedoch beim Affen. Es gibt einzelne Tiere, die reißen etwas ab von der Gruppenseele, das kann dann nicht wieder zurück. Wenn der Affe stirbt, geht der wesentliche Teil zurück, aber es schnürt sich ein Teil der Gruppenseele ab. Der Affe macht gleichsam zu fest, was vorgestreckt wird, und wenn er stirbt, schnürt sich ein Teil der Gruppenseele ab, so daß ein Stück von ihr gewissermaßen herausbricht, von ihr abreißt und nicht wieder zurückkann. So entstehen Abschnürungen von der Gruppenseele. Bei allen Affenarten entstehen Abschnürungen von der Gruppenseele.
[ 27 ] Therefore, the animal group soul knows neither birth nor death. The individual animal is something that comes and goes; the group soul remains untouched by life and death. For lions, it is certainly the case that every time a lion dies, everything that had been sent out from the group soul returns to the group soul. This is not the case, however, with monkeys. There are individual animals that tear something away from the group soul, and that part cannot return. When the monkey dies, the essential part returns, but a portion of the group soul breaks away. The monkey, as it were, tightens its grip too firmly on what has been extended, and when it dies, a part of the group soul breaks away, so that a piece of it, as it were, breaks off, tears away from it, and cannot return. This is how separations from the group soul arise. Separations from the group soul occur in all species of monkeys.
[ 28 ] Ähnliches haben wir bei gewissen Amphibien, bei gewissen Vogelarten, besonders deutlich auch beim Känguruh. Durch diese Abschnürungen bleibt etwas zurück von der Gruppenseele und dasjenige, was von warmblütigen Tieren auf diese Art zurückbleibt, wird ein Elementarwesen, ein Naturgeist — der Salamander. Diese Elementarwesen, diese Naturgeister sind also gleichsam Abfälle, Abfallprodukte höherer Welten, die in Dienst genommen werden von höheren Wesenheiten. Sie würden, sich selbst überlassen, den Kosmos stören. So verwendet die höhere Weisheit zum Beispiel die Sylphen, um die Bienen zu den Blumen zu führen. So wird das große Heer der Elementarwesen unter die höhere weise Führung gestellt und dadurch das Schädliche, was sie anrichten könnten, ins Nützliche umgewandelt.
[ 28 ] We see something similar in certain amphibians, in certain species of birds, and particularly clearly in the kangaroo. Through these separations, a part of the group soul remains behind, and what remains in this way from warm-blooded animals becomes an elemental being, a nature spirit—the salamander. These elemental beings, these nature spirits, are thus, as it were, waste products of higher worlds that are put to work by higher beings. Left to their own devices, they would disrupt the cosmos. Thus, for example, higher wisdom employs the sylphs to guide the bees to the flowers. In this way, the great host of elemental beings is placed under higher, wise guidance, thereby transforming the harm they might cause into something beneficial.
[ 29 ] So geht es zu in den Reichen, die unter dem Menschen liegen. Nun kann es aber auch passieren, daß der Mensch selbst sich abschnürt von seiner Gruppenseele und als Individualseele keine Möglichkeit findet, sich weiterzuentwickeln. Denn während er als Glied seiner Gruppenseele von höheren Wesenheiten gelenkt und geleitet wurde, ist er dann seiner eigenen Führung anheim gegeben. Nimmt der Mensch nicht entsprechende geistige Kenntnisse auf, dann ist er in Gefahr, sich abzuschnüren. Das ist dasjenige, was sich als Frage aufwirft.
[ 29 ] This is how things are in the realms that lie beneath the human being. However, it can also happen that a human being cuts himself off from his group soul and, as an individual soul, finds no way to continue developing. For while, as a member of his group soul, he was guided and directed by higher beings, he is then left to his own devices. If a person does not acquire the appropriate spiritual knowledge, he is in danger of severing himself. This is the question that arises.
[ 30 ] Was ist es nun, was den Menschen bewahrt vor dem Abschnüren, vor dem Herumirren ohne Richtung und Ziel, während ihm früher die geistige Gruppenseele eine Richtung gegeben hat? Wir müssen uns klar darüber sein, daß der Mensch sich immer mehr individualisiert und daß er immer mehr und mehr in der Zukunft den Zusammenschluß mit anderen Menschen freiwillig finden muß. Früher bestand der Zusammenhang durch Blutsverwandtschaft, durch Stämme und Rassen. Aber dieser Zusammenschluß geht mehr und mehr zu Ende. Alles im Menschen geht immer mehr darauf hinaus, ein individueller Mensch zu werden. Nun ist nur ein umgekehrter Weg möglich. Denken Sie sich eine Anzahl von Menschen auf der Erde, die sich sagen: Wir gehen unsere eigenen Wege, wir wollen in unserem Innern selbst Richtung und Ziel des Weges finden, wir sind alle auf dem Wege, immer mehr individuelle Menschen zu werden. — Da liegt die Gefahr der Zersplitterung vor. Jetzt halten die Menschen auch schon geistige Zusammenschlüsse nicht mehr aus. Heute gehen wir so weit, daß jeder seine eigene Religion hat und seine eigene Meinung als höchstes Ideal hinstellt. Aber wenn die Menschen die Ideale verinnerlichen, so führt das zur Einigung, zu gemeinsamer Meinung. Wir erkennen innerlich zum Beispiel, daß 3 mal 3 = 9 ist, oder daß drei Winkel in einem Dreieck 180 Grad sind. Das ist eine innerliche Erkenntnis. Über innerliche Erkenntnisse braucht man nicht abzustimmen, über innerliche Erkenntnisse entstehen keine Meinungsunterschiede, sie führen zur Einigung. Solcher Art sind alle geistigen Wahrheiten. Was die Geisteswissenschaft lehrt, das findet der Mensch durch seine innerlichen Kräfte. Diese führen ihn zu einer absoluten Einigkeit, zu Friede und Harmonie. Es gibt nicht zwei Meinungen über eine Wahrheit, ohne daß eine davon falsch ist. Das Ideal ist größtmögliche Verinnerlichung; sie führt zur Einigung, zum Frieden.
[ 30 ] What, then, is it that protects human beings from becoming cut off, from wandering aimlessly without direction or purpose, whereas in the past the spiritual group soul provided them with a direction? We must be clear that human beings are becoming increasingly individualized and that, in the future, they will have to seek union with others more and more of their own free will. In the past, this connection was based on blood ties, tribes, and races. But this form of union is gradually coming to an end. Everything within the human being is increasingly leading toward becoming an individual. Now, only the opposite path is possible. Imagine a number of people on Earth who say to one another: “We are going our own ways; we want to find the direction and destination of our path within ourselves; we are all on the path to becoming increasingly individual human beings.” — Therein lies the danger of fragmentation. People can no longer tolerate even spiritual unions. Today we have gone so far that everyone has their own religion and holds their own opinion up as the highest ideal. But when people internalize these ideals, it leads to unity, to a common understanding. We recognize inwardly, for example, that 3 times 3 equals 9, or that the three angles in a triangle total 180 degrees. This is an inner realization. There is no need to vote on inner realizations; they do not give rise to differences of opinion—they lead to unity. All spiritual truths are of this nature. What Spiritual Science teaches, a person discovers through his or her inner powers. These lead him or her to absolute unity, to peace and harmony. There cannot be two opinions about a truth without one of them being false. The ideal is the greatest possible internalization; it leads to unity and peace.


[ 31 ] Erst war eine Menschengruppenseele da. Dann wurde die Menschheit in der Vergangenheit entlassen aus der Gruppenseele. Aber in der Zukunft der Entwickelung müssen sich die Menschen ein sicheres Ziel setzen, dem sie zustreben. Wenn sich Menschen vereinigen in einer höheren Weisheit, dann steigt aus höheren Welten wieder eine Gruppenseele herab — wenn aus den gebundenen natürlichen Gemeinschaften freie Gemeinschaften entstehen. Was gewollt ist von den Leitern der geisteswissenschaftlichen Bewegung, das ist, daß wir in ihr eine Gesellschaft finden, in welcher die Herzen der Weisheit zuströmen, wie die Pflanzen dem Sonnenlichte zuströmen. Wo die gemeinschaftliche Wahrheit die verschiedenen Iche verbindet, da geben wir der höheren Gruppenseele Gelegenheit zum Herabstieg. Indem wir unsere Herzen gemeinsam einer höheren Weisheit zuwenden, betten wir die Gruppenseele ein. Wir bilden gewissermaßen das Bett, die Umgebung, in der sich die Gruppenseele verkörpern kann. Die Menschen werden das Erdenleben bereichern, indem sie etwas entwickeln, was aus höheren Welten geistige Wesenheiten herniedersteigen läßt. Das ist das Ziel der geisteswissenschaftlichen Bewegung.
[ 31 ] At first, there was a group soul of humanity. Then, in the past, humanity was released from the group soul. But in the future of human development, people must set a sure goal toward which they can strive. When people unite in a higher wisdom, a group soul descends once more from higher worlds—when free communities arise from the bound natural communities. What the leaders of the Spiritual Science movement intend is that we find within it a community into which the hearts of wisdom flow, just as plants turn toward the sunlight. Where communal truth unites the various “I’s,” there we give the higher group soul the opportunity to descend. By turning our hearts together toward a higher wisdom, we provide a foundation for the group soul. We form, so to speak, the bed, the environment in which the group soul can incarnate. People will enrich earthly life by developing something that allows spiritual beings from higher worlds to descend. That is the goal of the Spiritual Science movement.
[ 32 ] Das ist in großartiger, gewaltiger Form einmal vor die Menschheit hingestellt worden, um zu zeigen, daß der Mensch ohne dieses geistlebendige Ideal in ein anderes Verhältnis übergehen würde: es ist ein Wahrzeichen, das den Menschen mit überwältigender Kraft zeigen kann, wie die Menschheit den Weg finden kann, um im seelischen Zusammenschluß dem gemeinsamen Geist eine Verkörperungsstätte zu bieten. Dieses Wahrzeichen ist uns hingestellt in der Pfingstgemeinde, als gemeinsame Empfindung inbrünstiger Liebe und Hingabe eine Anzahl Menschen durchglühten, die sich zu gemeinsamer Tat versammelt hatten. Da ist eine Anzahl von Menschen, deren Seelen noch nachbeben von dem erschütternden Ereignis, so daß in allen das Gleiche lebte. In dem Zusammenströmen dieses einen, gleichen Gefühles lieferten sie das, worin sich ein Höheres, eine gemeinsame Seele verkörpern konnte. Das wird ausgedrückt mit jenen Worten, die besagen, daß der Heilige Geist, die Gruppenseele, sich herniederließ und sich zerteilte wie feurige Zungen. Das ist das große Symbolum für die Menschheit der Zukunft.
[ 32 ] This has been set before humanity once in a magnificent, awe-inspiring form to show that, without this spiritually alive ideal, humankind would slip into a different state: it is a symbol capable of demonstrating to people with overwhelming power how humanity can find the path to offering the common spirit a place of embodiment through spiritual unity. This symbol is set before us in the Pentecost community, when a shared feeling of fervent love and devotion set ablaze a group of people who had gathered for a common purpose. There is a group of people whose souls are still reverberating from the earth-shaking event, so that the same feeling lived within them all. In the convergence of this one, shared feeling, they provided the vessel in which a Higher Being—a collective soul—could incarnate. This is expressed in the words that state that the Holy Spirit, the group soul, descended and divided itself like tongues of fire. This is the great symbol for the humanity of the future.
[ 33 ] Hätte der Mensch diesen Anschluß nicht gefunden, so würde der Mensch in ein Elementarwesen übergehen. Nun soll die Menschheit eine Stätte suchen für die sich herabneigenden Wesen aus höheren Welten. In dem Osterereignisse wurde dem Menschen die Kraft gegeben, solche mächtige Vorstellungen in sich aufzunehmen und einem Geiste zuzustreben. Das Pfingstfest ist die Frucht der Entfaltung dieser Kraft.
[ 33 ] Had humankind not found this connection, it would have transformed into an elemental being. Now humanity must seek a place for the beings descending from higher worlds. Through the events of Easter, humankind was given the power to absorb such powerful mental images and to strive toward a spirit. The Feast of Pentecost is the fruit of the unfolding of this power.
[ 34 ] Immerdar soll durch das Zusammenströmen der Seelen zu der gemeinsamen Weisheit sich das vollziehen, was eine lebendige Beziehung herstellt zu den Kräften und Wesenheiten höherer Welten und zu etwas, was jetzt noch so wenig Bedeutung hat für die Menschheit wie das Pfingstfest. Durch die Geisteswissenschaft wird es dem Menschen wieder etwas werden. Wenn die Menschen wissen werden, was die Herabkunft des Heiligen Geistes in der Zukunft für die Menschen bedeuten wird, dann wird das Pfingstfest wieder lebendig werden. Es wird dann nicht nur eine Erinnerung sein an jenes Ereignis in Jerusalem, sondern es wird eintreten für die Menschen jenes immer dauernde Pfingstfest des seelischen Zusammenstrebens. Es wird ein Symbolum werden für die dereinstige große Pfingstgemeinde, wenn die Menschheit sich in einer gemeinsamen Wahrheit zusammenfinden wird, um höheren Wesenheiten die Möglichkeit zur Verkörperung zu geben. Von den Menschen selbst wird es abhängen, wie wertvoll dadurch die Erde für die Zukunft werden wird und wie wirkungsvoll solche Ideale für die Menschheit sein können. Wenn die Menschheit in dieser rechten Weise zu der Weisheit hinstrebt, dann werden höhere Geister sich mit den Menschen verbinden.
[ 34 ] Through the convergence of souls toward a shared wisdom, what establishes a living connection to the forces and beings of higher worlds—and to something that currently holds as little significance for humanity as the Feast of Pentecost—will always come to pass. Through Spiritual Science, it will once again become meaningful to humanity. When people come to understand what the descent of the Holy Spirit will mean for humanity in the future, then the Feast of Pentecost will come alive again. It will then no longer be merely a remembrance of that event in Jerusalem, but rather that everlasting Feast of Pentecost—a gathering of souls—will become a reality for humanity. It will become a symbol of the great Pentecost community of the future, when humanity will come together in a shared truth to give higher beings the opportunity to incarnate. It will depend on human beings themselves how valuable the Earth will become for the future as a result, and how effective such ideals can be for humanity. If humanity strives toward wisdom in this proper way, then higher spirits will unite with humankind.
