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Human Development and Christ-Knowledge
GA 100

22 November 1907, Basel

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Das Johannes-Evangelium VII

The Gospel of John VII

[ 1 ] In einer Urkunde wie dem Johannes-Evangelium ist alles von Bedeutung und Wichtigkeit, und nichts könnte anders gesagt werden, als es dort steht. Warum erscheint zum Beispiel der Heilige Geist in Gestalt einer Taube? Es brauchte, um dies zu erklären, eine Reihe von Vorträgen. Aber man kann wenigstens eine Ahnung davon bekommen, wenn man die Menschheitsentwickelung von einem andern Gesichtspunkt aus betrachtet, als dies bis jetzt geschehen ist. Es wurde bereits in den früheren Vorträgen die für einen naturwissenschaftlich Denkenden ungeheuerliche Behauptung aufgestellt, daß der Mensch zu Anfang der Entwickelung bereits da war und daß er die Erdenentwickelung als seine eigene Entwickelung mitgemacht hat. Es darf aber selbstredend nicht vergessen werden, daß die früheren Menschen ganz anders organisiert und beschaffen waren als die heutigen. Schon der atlantische Mensch ist in seinem Aussehen von dem heutigen sehr verschieden. Dieser Unterschied ist noch viel größer beim Menschen der lemurischen Zeit und noch größer beim Menschen derjenigen Zeit, in welcher noch Mond und Sonne mit unserem Planeten verbunden waren.

[ 1 ] In a text such as the Gospel of John, everything is significant and important, and nothing could be expressed any differently than it is written there. Why, for example, does the Holy Spirit appear in the form of a dove? It would take a series of lectures to explain this. But one can at least get a glimpse of it if one views human evolution from a different perspective than has been done so far. In earlier lectures, the assertion—which is outrageous to a scientifically minded person—was already made that human beings were already present at the beginning of evolution and that they experienced Earth’s evolution as their own. However, it must of course not be forgotten that early humans were organized and constituted quite differently from those of today. Even the Atlantean human differed greatly in appearance from today’s human. This difference is even greater in the case of humans from the Lemurian era, and even greater still in the case of humans from the time when the Moon and Sun were still connected to our planet.

[ 2 ] Um uns hineinzuarbeiten in die Art und Weise, wie die Geisteswissenschaft über die Evolution denkt, müssen wir vom Nächstliegenden ausgehen. Nicht alle heute auf der Erde lebenden Menschen stehen auf derselben Stufe der Entwickelung. Neben den Völkern, die auf einer hohen Kulturstufe stehen, gibt es Naturvölker, welche in der Kultur weit zurückgeblieben sind. Es hat sich in der heutigen Naturwissenschaft die Anschauung herausgebildet - und sie wird mit großer Zähigkeit festgehalten, obschon neuere Tatsachen dagegen sprechen —, daß die höherentwickelten Völker von den in der Entwickelung zurückgebliebenen Völkern abstammen. Diese Anschauung ist den Ergebnissen der Geistesforschung nicht entsprechend. Erwähnen wir hier beispielsweise die Völker, die durch die Entdeckung Amerikas bekannt wurden, und schildern wir in Kürze eine Episode, die uns einen Einblick in das Geistesleben dieser Völker gewährt. Bekanntlich hatten die Weißen die Indianerbevölkerung immer weiter in das Innere des Landes zurückgedrängt und das Versprechen, ihnen Ländereien zu geben, nicht gehalten. Ein Häuptling dieser Indianer sagte einmal zu dem Anführer eines europäischen Eroberungszuges: Ihr Bleichgesichter habt uns unsere Länder genommen und habt uns versprochen, uns andere zu geben. Aber der weiße Mann hat dem braunen Mann das Wort nicht gehalten, und wir wissen auch warum. Der bleiche Mann hat kleine Zeichen, in denen Zauberwesen stecken und aus denen erforscht er die Wahrheit. Was er aber erfährt, ist nicht die Wahrheit, denn es ist nicht gut. Der braune Mann sucht nicht in solchen kleinen Zauberzeichen die Wahrheit. Er hört den «Großen Geist» im Rauschen des Waldes, im Rieseln des Baches. Im Blitz und Donner gibt ihm der «Große Geist» kund, was recht und unrecht ist.

[ 2 ] To gain an understanding of how Spiritual Science views evolution, we must start with the most obvious point. Not all people living on Earth today are at the same stage of development. Alongside peoples who have reached a high level of civilization, there are indigenous peoples who lag far behind in terms of culture. A view has emerged in modern natural science—and it is held with great tenacity, even though recent facts contradict it—that the more highly developed peoples are descended from those who are less advanced in their development. This view does not correspond to the findings of spiritual research. Let us mention here, for example, the peoples who became known through the discovery of America, and briefly describe an episode that gives us insight into the spiritual life of these peoples. As is well known, the white settlers had driven the Native American population further and further into the interior of the country and had not kept their promise to give them land. A chief of these Native Americans once said to the leader of a European expedition: “You palefaces have taken our lands and promised to give us others. But the white man has not kept his word to the brown man, and we know why. The pale man has little signs in which magical beings dwell, and from them he seeks the truth. But what he learns is not the truth, for it is not good. The brown man does not seek the truth in such small magical signs. He hears the “Great Spirit” in the rustling of the forest, in the trickling of the stream. In the lightning and thunder, the “Great Spirit” reveals to him what is right and wrong.

[ 3 ] Wir haben in der amerikanischen Rasse eine primitive Urbevölkerung vor uns, die weit, weit zurückgeblieben ist, auch in bezug auf religiöse Weltanschauung. Aber sie hat sich bewahrt den Glauben an einen monotheistischen Geist, der aus allen Lauten der Natur zu ihr spricht. Der Indianer steht mit der Natur in so innigem Verhältnis, daß er noch in allen ihren Äußerungen die Stimme des hohen schöpferischen Geistes hört, während der Europäer so in der materialistischen Kultur steckt, daß er die Stimme der Natur nicht mehr wahrnehmen kann. Beide Völker haben denselben Ursprung, beide stammen von der Bevölkerung der Atlantis ab, die einen monotheistischen Glauben besaß, entsprungen aus einem geistigen Hellsehen. Aber die Europäer sind hinaufgestiegen zu einer höheren Kulturstufe, während die Indianer stehengeblieben und dadurch in Dekadenz gekommen sind. Diesen Entwickelungsvorgang muß man immer beachten. Er läßt sich darstellen wie folgt. Im Laufe der Jahrtausende verändert sich unser Planet, und diese Veränderung bedingt auch eine Entwickelung der Menschheit. Die Seitenzweige, die nicht mehr in die Verhältnisse hineinpassen, werden dekadent. Wir haben also einen geraden Entwickelungsstamm und abgehende Seitenzweige, die verfallen (siehe Zeichnung).

[ 3 ] The American race represents a primitive indigenous population that has remained far, far behind, including in terms of religious worldview. Yet it has preserved its belief in a monotheistic spirit that speaks to it through all the sounds of nature. The Native American has such an intimate relationship with nature that he still hears the voice of the high creative spirit in all its manifestations, whereas the European is so steeped in materialistic culture that he can no longer perceive the voice of nature. Both peoples have the same origin; both descend from the population of Atlantis, which held a monotheistic faith arising from spiritual clairvoyance. But the Europeans have ascended to a higher cultural level, while the Native Americans have remained stagnant and have thus fallen into decadence. One must always bear this developmental process in mind. It can be illustrated as follows. Over the course of millennia, our planet changes, and this change also necessitates the development of humanity. The side branches that no longer fit into the circumstances become decadent. We thus have a straight trunk of development and branching side branches that decay (see diagram).

[ 4 ] Von dem Punkte der atlantischen Zeit, wo Europäer und Indianer noch miteinander vereint waren, weiter zurückgehend, kommen wir in eine Zeit, wo der Körper des Menschen noch verhältnismäßig weich, von gallertartiger Dichtigkeit war. Da sehen wir wieder Wesen sich abzweigen und zurückbleiben. Diese Wesen entwickeln sich weiter, aber in absteigender Linie, und aus ihnen entsteht das Affengeschlecht.

[ 4 ] Going back from the point in Atlantean times when Europeans and Native Americans were still united, we arrive at a time when the human body was still relatively soft, with a gelatinous consistency. There we see beings branching off and falling behind once more. These beings continue to develop, but along a descending line, and from them arises the ape species.

Evolution of the RacesEvolution of the Races

[ 5 ] Wir dürfen nicht sagen, der Mensch stamme vom Affen ab, sondern beide, Menschen und Affen, stammen von einer Form ab, die aber eine ganz andere Gestalt hatte als die Affen und die heutigen Menschen. Die Abzweigung erfolgte von einem Punkte, wo diese Urform die Möglichkeit hatte, einerseits aufzusteigen zum Menschen und andrerseits hinunterzufallen, zum Zerrbilde des Menschen zu werden. Wir wollen die Abstammungslehre nur so weit verfolgen, als nötig ist, um den Zusammenhang zu finden mit dem, was in früheren Vorträgen gesagt worden ist. Bei den alten atlantischen Menschen war der Ätherleib noch außerhalb des physischen Körpers. Heute ist nur noch der Astralleib des Menschen, und zwar im Schlafe, außerhalb des physischen Körpers. Heute ist daher der Mensch nur im Schlafe imstande, die Müdigkeit des physischen Körpers zu überwinden, weil da sein Astralleib außerhalb des physischen Körpers ist und so die Möglichkeit hat, sich an demselben zu betätigen. Weitere Einflüsse auf den physischen Körper sind jetzt nicht mehr möglich. Nur die Überreste solcher Einwirkung sind noch geblieben in den Erscheinungen, wie Erröten bei Scham, Erblassen bei Angst und Schreck und so weiter. Je mehr wir aber zurückgehen in der atlantischen Zeit und je mehr der Ätherleib außerhalb des physischen Leibes war, desto mehr war er imstande, umgestaltend zu wirken auf den physischen Leib. Die Herrschaft des Ätherleibes über den physischen Leib war in früherer Zeit deshalb so groß, weil der physische Leib noch viel biegsamer und geschmeidiger war als jetzt. Zu einer Zeit der menschlichen Entwickelung, wo der physische Leib erst eine feingliedrige Anlage zum Knochengerüst hatte, war die Macht des Ätherkörpers über den physischen Leib so groß, daß der Mensch die Fähigkeit hatte, einen Arm, eine Hand beliebig zu verlängern, auch beliebig Finger daraus hervorzustrecken und so weiter. Solches erscheint dem heutigen Menschen als etwas Absurdes. Es wäre ganz unrichtig, sich den lemurischen Menschen so zu denken wie den heutigen. Der lemurische Mensch ging nicht etwa wie ein Mensch von heute auf seinen Gliedern; er war mehr oder weniger ein Luftwesen. Alle Organe des heutigen Menschen waren nur andeutungsweise vorhanden; er konnte sich metamorphosieren. Es ist gänzlich unrichtig, sich vorzustellen, die lemurischen Menschen wären den heutigen, wenn auch grotesk, so doch ähnlich gewesen. Auch in der atlantischen Zeit war der menschliche Körper noch formbar und konnte durch den Willen von innen heraus umgestaltet werden. Dies hatte seine Begründung darin, daß der Ätherleib, wie oben gesagt, teilweise noch außerhalb des physischen Körpers war. So hat der Ätherleib gearbeitet an der äußeren Gestalt, und die Wesen, welche nicht in der richtigen Art an ihrem Leib arbeiteten, haben sich zu dem entwickelt, was wir heute Affen nennen. So sind diese Karikaturen der heutigen Menschen entstanden. Sie stammen von uns ab, nicht wir von ihnen. Man kann hier die Frage aufwerfen: Warum spalteten sich gerade die Affen ab, warum blieb ein Teil auf einer niedrigeren Stufe zurück als seelenlose Wesen — hier ist die höhere Seele gemeint, nicht der Astralleib? Es kamen eben andere Verhältnisse. Der Mensch paßte sich denselben an, sie aber vermochten dies nicht. Ihr physischer Leib verhärtete, während der Mensch seinen physischen Körper weich und bildsam erhalten konnte.

[ 5 ] We must not say that humans are descended from apes, but rather that both humans and apes are descended from a form that, however, had a completely different appearance from that of apes and modern humans. The divergence occurred at a point where this primordial form had the possibility, on the one hand, of ascending to become human and, on the other hand, of falling down to become a distorted image of the human. We shall pursue the theory of evolution only as far as is necessary to establish the connection with what has been said in earlier lectures. In the case of the ancient Atlantean people, the etheric body was still outside the physical body. Today, only the human astral body—specifically during sleep—is outside the physical body. Therefore, today humans are only able to overcome the fatigue of the physical body during sleep, because their astral body is outside the physical body and thus has the opportunity to act upon it. Further influences on the physical body are no longer possible. Only the remnants of such influence remain in phenomena such as blushing when ashamed, turning pale when frightened or startled, and so on. However, the further back we go into the Atlantean era and the more the etheric body was outside the physical body, the more it was able to exert a transforming influence on the physical body. The etheric body’s dominion over the physical body was so great in earlier times because the physical body was still much more pliable and supple than it is now. At a stage of human development when the physical body had only a delicate framework for the skeletal structure, the power of the etheric body over the physical body was so great that the human being had the ability to extend an arm or a hand at will, to extend fingers from it at will, and so on. Such things seem absurd to modern humans. It would be entirely incorrect to imagine the Lemurian human as being like today’s human. The Lemurian human did not walk on his limbs like a human of today; he was more or less an aerial being. All the organs of today’s human were present only in a rudimentary form; he was capable of metamorphosis. It is entirely incorrect to have a mental image of the Lemurian people as being similar to modern humans, even if grotesquely so. Even in the Atlantean era, the human body was still malleable and could be reshaped from within by the will. The reason for this was that the etheric body, as mentioned above, was still partially outside the physical body. Thus the etheric body worked on the outer form, and those beings who did not work on their bodies in the right way developed into what we today call apes. This is how these caricatures of modern humans came into being. They are descended from us, not we from them. One may raise the question here: Why did the apes in particular split off; why did a portion remain at a lower level as soulless beings—here the higher soul is meant, not the astral body? Different conditions simply arose. Human beings adapted to them, but the apes were unable to do so. Their physical bodies hardened, while human beings were able to keep their physical bodies soft and malleable.

Entwickelung der Menschen
Entwickelung der Menschen
Human Development
Human Development

[ 6 ] Im Beginn der Erdenentwickelung haben wir uns den Menschen vorzustellen mit einem feinen ätherischen Körper. Diesen hat er immer mehr umgebildet. Ein Hellseher hätte damals den Menschen in Form einer Kugel wahrgenommen. Die Zeichnung auf Seite 243 soll den Stammbaum der Entwickelung erläutern.

[ 6 ] In the early stages of Earth's development, we must have in our mental image human beings as having a fine etheric body. They gradually transformed this body. A clairvoyant at that time would have perceived human beings as spheres. The diagram on page 243 is intended to illustrate the evolutionary tree.

[ 7 ] Ziemlich spät in der atlantischen Zeit zweigte die Art ab, die sich dann später zu den heutigen Affen gestaltete. Früher in der atlantischen Zeit haben sich gewisse höhere Säugetiere abgezweigt; gewisse niedere Säugetiere zweigten sich in der ältesten atlantischen Zeit ab. Der physische Mensch war damals vom Entwickelungswert eines Säugetiers; nur sind die Säugetiere auf dieser Stufe stehengeblieben, während der Mensch sich weiterentwickelt hat. In noch früherer Zeit stand der Mensch im Entwickelungswert eines Reptils. Der Leib war ganz anders als der eines heutigen Reptils, aber das Reptil hat sich herausgebildet, indem seine leibliche Entwickelung in Dekadenz gefallen ist. Der Mensch hat seine inneren Glieder zur Entwickelung gebracht, das Reptil dagegen blieb zurück. Es ist ein zurückgebliebener Bruder des Menschen. Noch früher zweigte sich das ab, was die Vogelart wurde. Und noch weiter zurück stand der Mensch auf der Stufe, die im heutigen Fischgeschlecht bewahrt ist. Auf der Erde war damals nichts Höheres vorhanden als komplizierte Fischformen. In urferner Zeit stand der Mensch auf der Stufe eines wirbellosen Tieres. Und in der ältesten Zeit abgezweigt, und so auf unsere Zeit gekommen, ist das einzellige Wesen, das Haeckel Monere nennt, das einen in der ältesten Zeit abgezweigten Bruder des Menschen darstellt. Wenn wir aus dieser Entwickelungsreihe den Stammbaum des Menschen bilden, so wird dieser genau übereinstimmen mit dem Stammbaum, den Haeckel in seinen Schriften aufgestellt hat:

[ 7 ] Quite late in the Atlantean epoch, the species that would later evolve into today’s apes branched off. Earlier in the Atlantean epoch, certain higher mammals branched off; certain lower mammals branched off during the earliest part of the Atlantean epoch. Physical man at that time was at the developmental level of a mammal; however, mammals remained at this stage, while man continued to evolve. In even earlier times, man was at the developmental level of a reptile. The body was quite different from that of a modern reptile, but the reptile emerged as its physical development fell into decline. Humanity developed its inner faculties, whereas the reptile lagged behind. It is a retarded brother of humanity. Even earlier, the lineage that became the bird species branched off. And even further back, humanity stood at the stage preserved in today’s fish species. At that time, nothing higher existed on Earth than complex fish forms. In ancient times, humanity stood at the level of an invertebrate animal. And branching off in the most ancient times, and thus arriving in our own time, is the single-celled organism that Haeckel calls Monera, which represents a brother of humankind that branched off in the most ancient times. If we construct the human family tree from this evolutionary series, it will correspond exactly with the family tree that Haeckel established in his writings:

1. Moneren8. Kiemendarmwürmer
2. Einzellige9. Urchordatiere
3. Vielzellige10. Schädellose
4. Hohlkugeln11. Rundmäuler
5. Urdarmtiere12. Urfische
6. Plattentiere13. Schmelzfische
7. Schnurwürmer14. Lurchfische
15. Kiemenlurche20. Beuteltiere
16. Schuppenlurche21. Halbaffen
17. Proreptilien22. Hundsaffen
18. Säugereptilien23. Menschenaffen
19. Ursäuger24. Affenmenschen
25. Sprechende Menschen
1. Monera8. Gills and Intestines
2. Unicellular9. Prokaryotes
3. Multicellular organisms10. Acranial animals
4. Coelomates11. Cyclostomes
5. Protostomes12. Primitive fish
6. Platyhelminthes13. Lobe-finned fish
7. Nematodes14. Amphibian fish
15. Lobe-finned amphibians20. Marsupials
16. Scaled amphibians21. Prosimians
17. Protoreptiles22. Dog-faced apes
18. Mammalian reptiles23. Great apes
19. Proto-mammals24. Ape-men
25. Talking humans

[ 8 ] Wir könnten auch ohne weiteres Haeckels Stammbaum übernehmen, der Unterschied ist nur der, daß Haeckel erst die Tierformen entstehen und diese sich dann bis zum Menschen hinaufentwickeln läßt, während wir in der Urform bereits den Menschen sehen und die Tierwelt nur als Abzweigung, als entartete Menschen betrachten. Tatsächlich ist der Mensch der Erstgeborene der Erde; er hat sich in gerader Linie weiterentwickelt, hat die andern Wesen an den verschiedenen Etappen zurückgelassen.

[ 8 ] We could just as easily adopt Haeckel’s evolutionary tree; the only difference is that Haeckel posits that animal forms arise first and then evolve up to humans, whereas we see humans as the original form and regard the animal world merely as a branch, as degenerate humans. In fact, humans are the firstborn of the Earth; they have evolved in a straight line, leaving the other beings behind at the various stages.

[ 9 ] Wenn wir den Zeitpunkt betrachten, wo die Vögel und Reptilien sich abgezweigt haben, so sehen wir, daß damals tatsächlich physische Menschenformen vorhanden waren, die den späteren Vogelarten, und solche, die den späteren Reptilien ähnlich waren. Der Seher sieht zurück in jene ferne Zeit, in welcher die geistige Wesenheit des Menschen noch nicht von seinem Körper Besitz ergriffen hatte. Er sieht die Gattungsseele des Menschen, die den vogelartigen Körper umschwebt. Hier blieben jene geistigen Wesenheiten zurück, die nicht nötig hatten, hinunterzusteigen in den physischen Plan. Nachdem sie bis zu dieser Stufe der physischen Welt heruntergekommen waren, entwickelten sie sich wieder zum Geistigen hinauf. Es sind dies Wesenheiten des astralischen Planes, der Welt des Heiligen Geistes, die sich den Luftkreis als ihr Reich bewahrt haben, gleich wie der Mensch die physische Erde, den Erdkreis als sein Reich in Besitz nimmt. Diese Wesen muß man sich auch in der Vogelgestalt vorstellen, wenn sie sich uns physisch sichtbar machen sollen. Daher muß der Schreiber des Johannes-Evangeliums den Heiligen Geist, der in die Bewußtseinsseele des Jesus hinuntersteigt und sie erfüllt als Geistselbst, unter dem Symbolum einer Taube darstellen. Von wunderbarer Tiefe erscheint uns dieses Symbolum, wenn wir es im Zusammenhang mit der Menschheitsentwickelung betrachten.

[ 9 ] If we consider the point in time when birds and reptiles diverged, we see that physical human forms did indeed exist at that time, some resembling the later bird species and others resembling the later reptiles. The seer looks back to that distant time when the spiritual essence of man had not yet taken possession of his body. He sees the group soul of man hovering around the bird-like body. Here remained those spiritual beings who had no need to descend into the physical plane. After they had come down to this level of the physical world, they developed upward again toward the spiritual. These are beings of the astral plane, the world of the Holy Spirit, who have preserved the air sphere as their realm, just as humanity takes possession of the physical earth, the earth sphere, as its realm. One must also create a mental image of these beings in bird form when they are to make themselves physically visible to us. Hence, the writer of the Gospel of John must depict the Holy Spirit, which descends into the conscious soul of Jesus and fills it as the Spirit-Self, under the symbol of a dove. This symbol appears to us with wondrous depth when we consider it in the context of human development.

[ 10 ] Wir wollen das, was im Johannes-Evangelium geschrieben steht, noch von einem andern Gesichtspunkte aus in Zusammenhang bringen mit der Menschheits-Erdenentwickelung. Wir wollen dabei eine Vorstellung der Rosenkreuzerschule in aller Kürze wiederholen. Dem Schüler wird auf einer gewissen Stufe der Entwickelung etwa folgendes gesagt: Betrachten wir die Pflanze in ihrem Verhältnis zum Menschen. Die Pflanze richtet die Wurzel nach unten, nach dem Mittelpunkt der Erde, dem Sitze ihres Ich. Ihre Befruchtungsorgane wendet sie keusch der Sonne, dem Lichte zu. Im Lichte der Sonne erschließt sie ihre Blüte und läßt sie die Frucht reifen. Diese befruchtende Wirkung des Lichtes nennt man geheimwissenschaftlich die Berührung durch die heilige Liebeslanze der Sonne. Sie lockt hervor die Blüte und bewirkt die Fruchtbarkeit der Erde. Was die Pflanze in die Erde versenkt, die Wurzel, das entspricht dem Haupt des Menschen. Der Mensch richtet sein Haupt der Sonne, dem Lichte entgegen. Und was die Pflanze dem Lichte zuwendet, die Befruchtungsorgane, die neigt er schamhaft der Erde zu. Der Mensch ist das umgedrehte Bild der Pflanze. Das Tier steht mitten zwischen beiden. Die Pflanze zeichnet man vertikal der Erde zugerichtet, den Menschen ebenso vertikal von der Erde abgewendet, das Tier horizontal. So erhält man die Form des Kreuzes. Plato drückt dies aus, indem er sagt: Die Weltenseele ist gekreuzigt am uralten Weltenkreuz. — Das Kreuz ist ein kosmisches Symbolum, hingestellt in die Weltenentwickelung. Tiefe Schauer durchwogten die Brust des Schülers, wenn er so hineinschauen konnte in das Werden der Weltenentwickelung. So sehen wir auch in der Pflanze ein Bruderwesen aus urferner Vergangenheit. Ursprünglich war auch der Mensch ein ätherisches Wesen von pflanzlicher Substanz. Damals hatte der Mensch diejenige stoffliche Natur, welche heute die Pflanze noch besitzt. Hätte der Mensch nicht die pflanzliche Substanz zum Fleisch umgewandelt, so wäre er keusch und rein geblieben wie die Pflanze. Nicht kennengelernt hätte er Begierde und Leidenschaft. Aber dieser Zustand konnte nicht erhalten werden, denn der Mensch wäre dann auch nicht zum Selbstbewußtsein erwacht. Er wäre immer in dem Traumleben geblieben, in dem die Pflanze sich heute noch befindet. Der Mensch mußte durchdrungen werden von Begierden und Leidenschaften, mußte zum Fleischesdasein gebracht werden. Nicht alle Organe wurden zur gleichen Zeit aus Pflanzen- in Fleischessubstanz umgewandelt. Die Organe, welche die niedrigsten Triebe ausdrücken, die sind am spätesten einbezogen worden in die fleischliche Entwickelung. Und sie befinden sich auch bereits in Dekadenz. Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen; das waren solche Wesen, die keine Geschlechtsorgane von Fleisch und Blut, sondern solche von pflanzlicher Substanz besaßen. Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben. Und nun einen Blick in die Zukunft: Was heute noch niedrige Organe im menschlichen Körper sind, was am spätesten einbezogen wurde in die Fleischlichkeit, das wird auch am ersten wieder abfallen, verschwinden, verdorren am menschlichen Körper. Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner, geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.

[ 10 ] Let us now relate what is written in the Gospel of John to the development of humanity on Earth from yet another perspective. In doing so, we shall briefly recapitulate a mental image from the Rosicrucian School. At a certain stage of development, the student is told something like the following: Let us consider the plant in relation to the human being. The plant directs its roots downward, toward the center of the Earth, the seat of its I. It turns its reproductive organs chastely toward the sun, toward the light. In the light of the sun, it opens its blossom and allows the fruit to ripen. This fertilizing effect of the light is called, in esoteric science, the touch of the sun’s sacred lance of love. It draws forth the blossom and brings about the fertility of the earth. What the plant sinks into the earth—the root—corresponds to the head of the human being. Man turns his head toward the sun, toward the light. And what the plant turns toward the light—the reproductive organs—he modestly turns toward the earth. Man is the inverted image of the plant. The animal stands midway between the two. The plant is depicted vertically, oriented toward the earth; man, likewise vertically, turned away from the earth; the animal horizontally. Thus the form of the cross is obtained. Plato expresses this by saying: The world soul is crucified on the ancient world cross. — The cross is a cosmic symbol, set within the development of the worlds. Deep shivers ran through the student’s breast when he could thus look into the unfolding of world development. Thus we also see in the plant a brotherly being from the distant past. Originally, man too was an ethereal being of plant substance. At that time, man possessed the material nature that the plant still possesses today. Had man not transformed the plant substance into flesh, he would have remained chaste and pure like the plant. He would not have known desire and passion. But this state could not be maintained, for then human beings would not have awakened to self-consciousness. They would have remained forever in the dream life in which plants still exist today. Human beings had to be permeated by desires and passions; they had to be brought into a physical existence. Not all organs were transformed from plant to flesh substance at the same time. The organs that express the lowest instincts were the last to be incorporated into the development of the physical body. And they are already in a state of decay. The reproductive organs have retained their plant-like character the longest. Ancient legends and myths still tell us of hermaphrodites; these were beings who possessed no sexual organs of flesh and blood, but rather ones of plant substance. Some believe that the fig leaf worn by the first humans in Paradise was an expression of shame. No, this story preserves the memory that humans once had reproductive organs of a plant nature instead of flesh-and-blood ones. And now a glimpse into the future: What are still low organs in the human body today—what was incorporated into the physical body last of all—will also be the first to fall away, disappear, and wither from the human body. Humanity will not remain at its present stage. Just as it descended from the pure chastity of the plant into the sensuality of the world of desires, so will it ascend again from this with a pure, purified substance to a chaste state.

[ 11 ] Gewisse Organe des menschlichen Körpers sind im Zerfall, andere sind auf der Höhe ihrer Entwickelungsfähigkeit angelangt; wieder andere sind erst im Beginne ihrer Entwickelung. Zu den ersteren gehören die Fortpflanzungsorgane, zu den zweiten gehört das Gehirn; zu : jenen, welche erst in der Keimanlage sich befinden, gehören das Herz und der Kehlkopf und alles, was mit der Bildung des Wortes zusammenhängt. Aus ihnen werden Organe herausgebildet, welche die Fortpflanzungsorgane in ihren Funktionen ersetzen und weit überragen werden. Sie werden im höchsten Sinne willkürliche Organe werden. Wenn der Mensch in der Luft durch das Sprechen Formen erzeugt und in der Zukunft das Wort schöpferisch wirken wird, dann wird der Mensch zu jener Keuschheit zurückgekehrt sein, welche die Pflanze bewahrt hat; aber es wird eine bewußte Keuschheit sein. Auch das Herz ist für den Geheimforscher erst im Beginne seiner Entwickelung. Es ist nicht jene Pumpe, als welche es seitens der materialistisch Denkenden hingestellt wird. Der Glaube, das Herz sei die Ursache der Blutzirkulation, ist ein irrtümlicher. So horribel es auch klingen mag: die Bewegung des Herzens ist die Folge der Blutzirkulation. In der Zukunft, wenn der Mensch eine höhere Entwickelungsstufe erreicht haben wird, wird auch das Herz seinem bewußten Willen unterworfen sein. Die Anlage dazu ist schon vorhanden, nämlich die Querstreifung, die das Herz wie alle willkürlichen Muskeln aufweist. Dann wird der Mensch bewußt seinesgleichen durch das Wort schaffen, dann wird die menschliche Substanz keusch und geläutert sein. Was auf niederer Stufe als Pflanzenkelch der Sonne entgegengestreckt wurde, was den Sonnenstrahl als Liebespfeil aufnahm, das wird auf der höheren Stufe der zukünftigen Menschheit dem Kosmos wieder zugewendet werden als Kelch, der befruchtet wird vom Geistigen aus. Dies ist dargestellt im Heiligen Gral, dem leuchtenden Kelch, dessen Erreichung dem Ritter des Mittelalters als erhabenes Ziel vorschwebte.

[ 11 ] Certain organs of the human body are in a state of decay, others have reached the peak of their developmental capacity; still others are only at the beginning of their development. The former include the reproductive organs; the latter include the brain; and those that are still in the embryonic stage include the heart, the larynx, and everything related to the formation of speech. From these will emerge organs that will replace the reproductive organs in their functions and far surpass them. They will become, in the highest sense, voluntary organs. When human beings create forms in the air through speech and, in the future, the word will have a creative effect, then humanity will have returned to that chastity which the plant has preserved; but it will be a conscious chastity. For the esoteric researcher, the heart, too, is only at the beginning of its development. It is not that pump which materialistic thinkers portray it to be. The belief that the heart is the cause of blood circulation is a mistaken one. As horrifying as it may sound: the movement of the heart is the consequence of blood circulation. In the future, when humanity has reached a higher stage of development, the heart too will be subject to its conscious will. The predisposition for this already exists, namely the striated structure that the heart exhibits, just like all voluntary muscles. Then humanity will consciously create its own kind through the Word; then human substance will be chaste and purified. What was once stretched toward the sun as a plant calyx at a lower level, what received the sunbeam as an arrow of love, will be turned back toward the cosmos at the higher level of future humanity as a chalice fertilized by the spiritual. This is represented in the Holy Grail, the luminous chalice, the attainment of which was the sublime goal envisioned by the knight of the Middle Ages.

[ 12 ] Betrachten wir nun die Pflanze und ihr Verhältnis zur Erde. Die Pflanze hat nur einen physischen und einen Ätherleib, daher ist bei der Pflanze nur ein solches Bewußtsein möglich, wie es der Mensch im Schlaf hat. Während das Tier ein Gruppenbewußtsein hat, ist das Bewußtsein der Pflanze im Mittelpunkt der Erde konzentriert. Die Pflanzen sind mit der Erde so verbunden, daß sie als Glieder derselben anzusehen sind. Nicht die einzelnen Pflanzen haben einen Astralleib, sondern sie sind eingebettet in den Astralleib der Erde. Der Astralleib der Erde steht in Wechselbeziehung zu demjenigen der Sonne. Einen ähnlichen Vorgang wie den Wechsel von Schlaf- und Wachbewußtsein beim Menschen finden wir auch im höheren Organismus der Erde. Als Folge davon sprießen im Sommer die Pflanzen; sie keimen, wachsen, blühen der Sonne entgegen. Zur Winterszeit zieht sich der Astralleib der Sonne zurück von der Erde. Der Astralleib der Erde ist auf sich angewiesen; er zieht sich in den Mittelpunkt der Erde zurück; die Vegetation auf der Erde ruht. Der Seher kann dieses Verhältnis der beiden Astralleiber ganz genau beobachten. Weil dieses Zurückziehen des Astralleibes einen Stillstand in der Vegetation und in der Lebensbetätigung und damit auch eine Unterbrechung des Bewußtseins zur Folge hat, deshalb mußte der Mensch im Laufe seiner Entwickelung einen eigenen Astralleib erhalten, denn nur dadurch konnte er ein kontinuierliches Bewußtsein erlangen.

[ 12 ] Let us now consider the plant and its relationship to the earth. The plant has only a physical and an etheric body; therefore, the plant is capable of only the kind of consciousness that a human being has during sleep. While the animal has a group consciousness, the consciousness of the plant is concentrated at the center of the Earth. Plants are so connected to the Earth that they can be regarded as parts of it. It is not the individual plants that have an astral body, but rather they are embedded in the Earth’s astral body. The Earth’s astral body is in mutual relationship with that of the Sun. We also find a process similar to the alternation of sleep and waking consciousness in humans within the higher organism of the Earth. As a result, plants sprout in summer; they germinate, grow, and bloom toward the sun. In winter, the astral body of the sun withdraws from the Earth. The astral body of the Earth is left to its own devices; it withdraws into the center of the Earth; vegetation on Earth rests. The seer can observe this relationship between the two astral bodies with great precision. Because this withdrawal of the astral body results in a standstill in vegetation and in life activity, and thus also in an interruption of consciousness, human beings had to acquire their own astral body in the course of their evolution, for only in this way could they attain continuous consciousness.

[ 13 ] Während wir bisher die Bedeutung des Christus für die Menschheitsentwickelung betrachtet haben, wollen wir nun zur Betrachtung der Bedeutung dieses Geistes für die kosmische Entwickelung übergehen. Die Wesen, die im Urbeginn der Erdenentwickelung bereits jenen Zustand der Vollkommenheit erlangt hatten, den die Menschheit erst am Ende der Erdenentwickelung erreichen wird, haben ihren Sitz auf der Sonne. Zu diesen Wesenheiten gehört der Christus als kosmische Kraft. Also sein Astralleib war zu Beginn unserer jetzigen Erdenentwickelung mit dem Astralleib der Sonne verbunden. Er hatte seinen Sitz in der Sonne. Mit der Erscheinung des Christus auf der Erde senkte sich gleichzeitig der Astralleib dieser kosmischen Kraft des Christus-Geistes auf die Erde herab und seitdem ist sein Astralleib in ständiger Verbindung mit dem Astralleib der Erde geblieben. Durch die Erscheinung des Christus auf Erden hat der Astralleib der Erde von dem der Sonne eine ganz neue Substanz erhalten. Wer zur Zeit Christi von einem andern Planeten heruntergeblickt hätte auf die Erde, der würde das Hinzutreten dieser neuen Substanz zum Astralleibe der Erde ersehen haben an der Änderung der Farbenstrahlung dieses Astralleibes. Durch die Verbindung seines Astralleibes mit demjenigen der Erde ist der Sonnengeist Christus zugleich Erdgeist geworden. Der Christus-Geist ist Sonnengeist und zugleich Erdgeist. Von dem Moment an, da Christus auf Erden gewandelt ist, bleibt er in ständiger Verbindung mit der Erde. Er ist der Planetengeist der Erde geworden; die Erde ist sein Leib, er leitet die Erdenentwickelung. Diese Verbindung hat sich auf Golgatha vollzogen und das Mysterium von Golgatha ist das Symbolum dessen, was für die Erdenentwickelung damals geschehen ist.

[ 13 ] While we have so far considered the significance of Christ for human development, let us now turn to an examination of the significance of this spirit for cosmic development. The beings who, at the very beginning of Earth’s evolution, had already attained that state of perfection which humanity will only reach at the end of Earth’s evolution, have their abode in the Sun. Christ, as a cosmic force, belongs to these beings. Thus, at the beginning of our present Earth evolution, his astral body was connected to the astral body of the Sun. He had his abode in the Sun. With the appearance of the Christ on Earth, the astral body of this cosmic force of the Christ Spirit simultaneously descended to Earth, and since then his astral body has remained in constant connection with the astral body of the Earth. Through the appearance of the Christ on Earth, the astral body of the Earth received a completely new substance from that of the Sun. Anyone who, at the time of Christ, had looked down upon the Earth from another planet would have perceived the addition of this new substance to the Earth’s astral body through the change in the color radiation of that astral body. Through the connection of his astral body with that of the Earth, the Sun Spirit Christ simultaneously became the Earth Spirit. The Christ Spirit is both Sun Spirit and Earth Spirit. From the moment Christ walked upon the Earth, he has remained in constant connection with the Earth. He has become the planetary spirit of the Earth; the Earth is his body, and he guides the Earth’s evolution. This connection was established on Golgotha, and the Mystery of Golgotha is the symbol of what took place for the Earth’s evolution at that time.

[ 14 ] Vier Hauptrassen teilen sich in den Besitz der Erdoberfläche: die weiße, gelbe, rote und schwarze Rasse. Der Luftkreis aber, der die Erde auf allen Seiten umgibt, ist ein einheitlicher. Darauf ist hingedeutet im Kapitel 19,23: «Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht einen Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenäht, von oben an gewirkt durch und durch.» Die Kleider des Christus sind das Symbolum für die Erdoberfläche, der aus einem Stück gewebte Rock dagegen symbolisiert den Luftkreis, der ungeteilt und unteilbar auf allen Seiten die Erde umspannt. Es muß aber nochmals betont werden, daß auch dieses Symbolum gleichzeitig eine historische Tatsache ist. Nach dieser ist auch der folgende Ausspruch des Meisters verständlich. Er sagt: «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen» (13,18). Wenn der Christus der Planetengeist ist, wenn die Erde sein Leib ist, ist es da nicht berechtigt, zu sagen, die Menschen essen sein Fleisch und trinken sein Blut und treten ihn mit Füßen? Wenn dieser Geist hindeutet auf die Früchte, die von der Erde gewonnen werden, kann er da nicht sagen: «Dies ist mein Leib», und auf die reinen Pflanzensäfte weisend: «Dies ist mein Blut»? (6, 56.) Und wandeln nicht die Menschen auf dem Leibe dieses Planetengeistes herum, indem sie ihn mit Füßen treten? Nicht im bösen Sinne hat er dies gesagt, sondern um auf die Tatsache hinzudeuten, daß die Erde der wahre Leib Christi ist. Auch diese Stelle des Evangeliums ist wörtlich zu nehmen. Und die Erinnerung an diese große Wahrheit soll durch das Mysterium des Abendmahles in der Nachwelt wachgehalten werden. Nur der weiß den tiefen Sinn des Abendmahles zu würdigen, der den Wert dieses gewaltigen Ereignisses für die ganze kosmische Entwickelung zu empfinden vermag. Er sieht aufsprießen die Kraft des Christus in den Pflanzen, welche die Erde im Frühjahr dem Lichte der Sonne entgegensendet; er weiß, die Menschwerdung Christi ist nicht nur ein menschliches Ereignis, sie ist ein kosmisches Ereignis.

[ 14 ] Four main races share possession of the Earth's surface: the white, yellow, red, and black races. The air sphere, however, which surrounds the Earth on all sides, is a unified whole. This is alluded to in chapter 19:23: “But the soldiers, having crucified Jesus, took his garments and made four parts of them, one part for each soldier, and also the tunic. But the tunic was seamless, woven in one piece from top to bottom.” The garments of Christ are the symbol of the Earth’s surface, whereas the tunic, woven in one piece, symbolizes the atmosphere, which spans the Earth on all sides, undivided and indivisible. It must, however, be emphasized once more that this symbol is also, at the same time, a historical fact. In light of this, the following saying of the Master also becomes understandable. He says: “Whoever eats my bread tramples me underfoot” (13:18). If Christ is the planetary spirit, if the earth is his body, is it not justified to say that people eat his flesh and drink his blood and trample him underfoot? If this Spirit points to the fruits obtained from the earth, can He not say, “This is my body,” and, pointing to the pure plant juices, “This is my blood”? (6:56.) And do not people walk about on the body of this planetary Spirit by trampling Him underfoot? He did not say this in a negative sense, but to point to the fact that the Earth is the true body of Christ. This passage of the Gospel, too, is to be taken literally. And the memory of this great truth is to be kept alive for posterity through the Mystery of the Lord’s Supper. Only those who are able to sense the value of this momentous event for the entire cosmic development can truly appreciate the profound meaning of the Lord’s Supper. They see the power of Christ sprouting in the plants that the Earth sends forth toward the light of the sun in spring; they know that the Incarnation of Christ is not merely a human event, but a cosmic event.