Chance, Necessity, and Providence
Imaginative Insight and Processes after Death
GA 163
4 September 1915, Dornach
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Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Wenn Sie noch einmal zurückdenken an das Auftreten der «seligen Knaben» in der letzten Szene von Goethes «Faust», so werden Sie sich an den Vers erinnern:
[ 1 ] Wenn Sie noch einmal zurückdenken an das Auftreten der «seligen Knaben» in der letzten Szene von Goethes «Faust», so werden Sie sich an den Vers erinnern:
Knaben! Mitternachts-Geborne,
Halb erschlossen Geist und Sinn,
Für die Eltern gleich Verlorne,
Für die Engel zum Gewinn!
Knaben! Mitternachts-Geborne,
Halb erschlossen Geist und Sinn,
Für die Eltern gleich Verlorne,
Für die Engel zum Gewinn!
[ 2 ] Ich habe Sie aufmerksam gemacht auf mancherlei unendlich Tiefes, das in dieser Schlußszene von Goethes «Faust» liegt. Aber es liegt viel mehr noch darinnen, als ich damals ausführen konnte und als man überhaupt in einer beschränkten Zeit ausführen kann.
[ 2 ] Ich habe Sie aufmerksam gemacht auf mancherlei unendlich Tiefes, das in dieser Schlußszene von Goethes «Faust» liegt. Aber es liegt viel mehr noch darinnen, als ich damals ausführen konnte und als man überhaupt in einer beschränkten Zeit ausführen kann.
[ 3 ] Auch diese vier Zeilen, die ich eben jetzt angeführt habe, sind gewissermaßen das Leitmotiv zu tieferen geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzungen, die wir heute, morgen und am Montag hier pflegen wollen.
[ 3 ] Auch diese vier Zeilen, die ich eben jetzt angeführt habe, sind gewissermaßen das Leitmotiv zu tieferen geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzungen, die wir heute, morgen und am Montag hier pflegen wollen.
[ 4 ] Heute möchte ich gewissermaßen einleitend aufmerksam machen darauf, wie man nun im eigentlich geisteswissenschaftlichen Sinne den Ausspruch noch vertiefen kann, von dem ich bei der Charakteristik von Schlafen und Wachen und einigem anderen in den letzten Betrachtungen hier ausgegangen bin. Ich sagte, man müsse stets versuchen, den Tatsachen der Welt gegenüber — das verlange insbesondere die Geisteswissenschaft durch ihre ganze Art — den richtigen Gesichtspunkt zu finden. Und ich habe aufmerksam darauf gemacht, wie dieser richtige Gesichtspunkt zunächst nur gefunden werden kann, wenn man ihn so sucht, wie wir ihn gesucht haben für die Wechselzustände von Schlafen und Wachen. Da haben wir versucht zu verstehen, wie anders das Bewußtsein im Wachen wirkt, und wie anders im Schlafen. Aber vieles andere können wir hier noch erkennen, wenn wir die Art und Weise betrachten, wie das Bewußtsein wirkt, sei es das Bewußtsein im Menschen, sei es das Bewußtsein in anderen Wesen. Im besonderen wird ja auch in den Goetheschen vier Zeilen:
[ 4 ] Heute möchte ich gewissermaßen einleitend aufmerksam machen darauf, wie man nun im eigentlich geisteswissenschaftlichen Sinne den Ausspruch noch vertiefen kann, von dem ich bei der Charakteristik von Schlafen und Wachen und einigem anderen in den letzten Betrachtungen hier ausgegangen bin. Ich sagte, man müsse stets versuchen, den Tatsachen der Welt gegenüber — das verlange insbesondere die Geisteswissenschaft durch ihre ganze Art — den richtigen Gesichtspunkt zu finden. Und ich habe aufmerksam darauf gemacht, wie dieser richtige Gesichtspunkt zunächst nur gefunden werden kann, wenn man ihn so sucht, wie wir ihn gesucht haben für die Wechselzustände von Schlafen und Wachen. Da haben wir versucht zu verstehen, wie anders das Bewußtsein im Wachen wirkt, und wie anders im Schlafen. Aber vieles andere können wir hier noch erkennen, wenn wir die Art und Weise betrachten, wie das Bewußtsein wirkt, sei es das Bewußtsein im Menschen, sei es das Bewußtsein in anderen Wesen. Im besonderen wird ja auch in den Goetheschen vier Zeilen:
Knaben! Mitternachts-Geborne,
Halb erschlossen Geist und Sinn,
Für die Eltern gleich Verlorne,
Für die Engel zum Gewinn!
Knaben! Mitternachts-Geborne,
Halb erschlossen Geist und Sinn,
Für die Eltern gleich Verlorne,
Für die Engel zum Gewinn!
[ 5 ] auf einen Bewußtseinszustand hingedeutet, der zunächst menschlicher Art ist, in dem jene Seelen waren, die den «mitternachts-geborenen Knaben» angehören, die «für die Eltern gleich verloren» waren, das heißt, die gleich nach der Geburt gestorben waren. Aber ausdrücklich wird darauf aufmerksam gemacht: für die Engel seien sie Gewinn, diese Seelen.
[ 5 ] auf einen Bewußtseinszustand hingedeutet, der zunächst menschlicher Art ist, in dem jene Seelen waren, die den «mitternachts-geborenen Knaben» angehören, die «für die Eltern gleich verloren» waren, das heißt, die gleich nach der Geburt gestorben waren. Aber ausdrücklich wird darauf aufmerksam gemacht: für die Engel seien sie Gewinn, diese Seelen.
[ 6 ] Wir werden sehen, wie dieser Ausspruch, daß solche Seelen «für die Engel Gewinn» sind, nur verstanden werden kann, wenn man etwas hinblickt auf den Bewußtseinszustand derjenigen Wesen, die man zu den Engeln, den Angeloi, zählt. Um aber diese Dinge, die uns tiefer in das Begreifen der geistigen Welten hineinführen sollen, etwas verständlicher zu machen, wollen wir über diese Dinge zunächst einige vorbereitende Vorstellungen uns erarbeiten.
[ 6 ] Wir werden sehen, wie dieser Ausspruch, daß solche Seelen «für die Engel Gewinn» sind, nur verstanden werden kann, wenn man etwas hinblickt auf den Bewußtseinszustand derjenigen Wesen, die man zu den Engeln, den Angeloi, zählt. Um aber diese Dinge, die uns tiefer in das Begreifen der geistigen Welten hineinführen sollen, etwas verständlicher zu machen, wollen wir über diese Dinge zunächst einige vorbereitende Vorstellungen uns erarbeiten.
[ 7 ] Ich will davon ausgehen, daß wir ja aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Betrachtungen wissen, wie ferne der Realität im Grunde genommen das steht, was man im gewöhnlichen Leben die Erkenntnis, die Wahrheit, was man die Vorstellungswelt, die man auf dem physischen Plan hat, nennt. Die Menschen sind sogar froh, wenn diese Erkenntnisse, diese Vorstellungswelten, die man auf dem physischen Plane hat, nicht irgend etwas hinzubringen zur Wirklichkeit. Darin sehen die Menschen «die Treue» der Erkenntnis, darin sehen sie «die ungeschminkte Wahrheit», daß wir durch unseren Erkenntnisprozeß selbst, durch das, was wir in der Seele durchleben an den Dingen, nichts zu den Dingen hinzubringen. Denken wir nur einmal daran, wie sorgfältig in ihrer Art heute die Naturwissenschaft darauf bedacht sein will, daß ja nichts aus der Seele heraus komme, wenn sie über die Welt spricht, sondern daß alles nur ein Abbild ist desjenigen, was sich draußen abspielt. Bedenken wir, wie diejenigen, die sich irgendwie aus allen möglichen Träumereien eine Weltanschauung zusammenzimmern, bemüht sind zu zeigen, daß das, was sie sich ausdenken, gar nicht aus ihnen selber stammt, sondern daß es ihnen diktiert ist von irgendeiner außer ihnen befindlichen Wirklichkeit. Das geht herauf bis zu dem Quell jener angeblichen mehr oder weniger wertvollen «okkulten Erkenntnisse», von denen diese oder jene Leute sprechen. Im Grunde bemühen sich auch diejenigen, die okkulte Erkenntnisse haben wollen hier auf dem physischen Plan, hauptsächlich darum, daß sie selber nichts tun zu dem, was sie da als Vorstellungen entwickeln. Wie stolz sind oft solche Leute, wenn sie sagen können: Diese oder jene Wesenheiten sind ihnen erschienen, das oder jenes ist ihnen «diktiert» worden, das oder jenes ist auf geheimnisvolle Weise ihrem geistigen Ohr mitgeteilt worden. — Dann sind die Leute zufrieden, denn dann haben sie das Gefühl, daß sie gewissermaßen in den Vorstellungen, die sie geschaffen haben, nur einen Abklatsch der Wirklichkeit gegeben haben, daß sie nichts selber hervorgebracht haben. Man könnte sagen: die Menschen bemühen sich um der Treue der Erkenntnis willen, die sie anstreben, diese Erkenntnis selbst so recht das fünfte Rad am Wagen sein zu lassen. Erkenntnis soll gar nichts dazu tun zu dem, was schon da ist, dann sieht man sie als besonders treu, als besonders richtig an.
[ 7 ] Ich will davon ausgehen, daß wir ja aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Betrachtungen wissen, wie ferne der Realität im Grunde genommen das steht, was man im gewöhnlichen Leben die Erkenntnis, die Wahrheit, was man die Vorstellungswelt, die man auf dem physischen Plan hat, nennt. Die Menschen sind sogar froh, wenn diese Erkenntnisse, diese Vorstellungswelten, die man auf dem physischen Plane hat, nicht irgend etwas hinzubringen zur Wirklichkeit. Darin sehen die Menschen «die Treue» der Erkenntnis, darin sehen sie «die ungeschminkte Wahrheit», daß wir durch unseren Erkenntnisprozeß selbst, durch das, was wir in der Seele durchleben an den Dingen, nichts zu den Dingen hinzubringen. Denken wir nur einmal daran, wie sorgfältig in ihrer Art heute die Naturwissenschaft darauf bedacht sein will, daß ja nichts aus der Seele heraus komme, wenn sie über die Welt spricht, sondern daß alles nur ein Abbild ist desjenigen, was sich draußen abspielt. Bedenken wir, wie diejenigen, die sich irgendwie aus allen möglichen Träumereien eine Weltanschauung zusammenzimmern, bemüht sind zu zeigen, daß das, was sie sich ausdenken, gar nicht aus ihnen selber stammt, sondern daß es ihnen diktiert ist von irgendeiner außer ihnen befindlichen Wirklichkeit. Das geht herauf bis zu dem Quell jener angeblichen mehr oder weniger wertvollen «okkulten Erkenntnisse», von denen diese oder jene Leute sprechen. Im Grunde bemühen sich auch diejenigen, die okkulte Erkenntnisse haben wollen hier auf dem physischen Plan, hauptsächlich darum, daß sie selber nichts tun zu dem, was sie da als Vorstellungen entwickeln. Wie stolz sind oft solche Leute, wenn sie sagen können: Diese oder jene Wesenheiten sind ihnen erschienen, das oder jenes ist ihnen «diktiert» worden, das oder jenes ist auf geheimnisvolle Weise ihrem geistigen Ohr mitgeteilt worden. — Dann sind die Leute zufrieden, denn dann haben sie das Gefühl, daß sie gewissermaßen in den Vorstellungen, die sie geschaffen haben, nur einen Abklatsch der Wirklichkeit gegeben haben, daß sie nichts selber hervorgebracht haben. Man könnte sagen: die Menschen bemühen sich um der Treue der Erkenntnis willen, die sie anstreben, diese Erkenntnis selbst so recht das fünfte Rad am Wagen sein zu lassen. Erkenntnis soll gar nichts dazu tun zu dem, was schon da ist, dann sieht man sie als besonders treu, als besonders richtig an.
[ 8 ] Wie es sich mit der Erkenntnis gegenüber der Wirklichkeit verhält — nun, davon kann man einen echten, einen wahren Begriff doch nur erhalten, wenn man allmählich aufsteigt von der gewöhnlichen Erkenntnis des physischen Planes zu den höheren Erkenntnisarten. Und da wissen wir, daß die nächsthöhere Stufe des Erkennens die sogenannte imaginative Erkenntnis ist. Die imaginative Erkenntnis kann aber nicht, wenn sie mit der Wirklichkeit etwas zu tun haben soll, erworben werden durch unser Drinnenleben im physischen Leibe. Wir müssen in die Lage kommen, um wirklich imaginative Erkenntnis zu erwerben, absehen zu können von allem Angewiesensein auf den physischen Leib. Wir müssen so weit gekommen sein, den physischen Leib nicht mehr als Werkzeug zu gebrauchen. Den Ätherleib aber benützen wir noch als Werkzeug, wenn wir imaginative Erkenntnis suchen. Ja, daß die Imaginationen für uns wirklich gegenständlich werden, daß die Imaginationen da sind, das hängt davon ab, daß wir uns unseres Ätherleibes so bedienen können bei den Imaginationen, wie wir uns unseres physischen Leibes bedienen bei den Wahrnehmungen auf dem physischen Plan. Nun zeigt sich, wenn der hellsehend Erkennende so weit gekommen ist, daß er sich gewissermaßen mit seinem Seelischen herausgerissen hat aus seinem physischen Leibe und den Ätherleib als ein Werkzeug seines Erkennens benützt, daß das, was man sonst in der physischen Welt Erkenntnisse nennt, also namentlich Erkenntnisse, die dadurch gesucht werden, daß der Mensch nichts zu den Dingen hinzubringen will, auf dem physischen Plan zurückbleibt. Von dem, was zum Beispiel der heutige Naturforscher anstrebt, ist alles gewissermaßen abgelegt, zurückgelassen auf dem physischen Plan, wenn man den physischen Plan verläßt und in die Welt der Imaginationen aufsteigt. Nichts bleibt von dem, was der Naturforscher oder der Naturphilosoph von heute als eine Welt durcheinanderwirbelnder Atome denkt — die aber erträumt ist, die keine wahre Wirklichkeit ist, wie ich oft auseinandergesetzt habe —, nichts bleibt als die Bilder von dieser Welt. Das heißt, man wird gewahrt, wenn man den physischen Plan verlassen hat, daß man die auf dem physischen Plan zurückgelassenenen Vorstellungen von einer Welt durcheinanderwirbelnder Atome geträumt hat. Im übrigen kann man von den Erkenntnissen auf dem physischen Plan für die Welt der Imagination, in die man aufgestiegen ist, direkt nichts gebrauchen. Wohl gemerkt: Direkt kann man nichts gebrauchen. Wir werden dann schon sehen, wie sich die Dinge genauer verhalten, aber wir müssen stufenweise aufsteigen.
[ 8 ] Wie es sich mit der Erkenntnis gegenüber der Wirklichkeit verhält — nun, davon kann man einen echten, einen wahren Begriff doch nur erhalten, wenn man allmählich aufsteigt von der gewöhnlichen Erkenntnis des physischen Planes zu den höheren Erkenntnisarten. Und da wissen wir, daß die nächsthöhere Stufe des Erkennens die sogenannte imaginative Erkenntnis ist. Die imaginative Erkenntnis kann aber nicht, wenn sie mit der Wirklichkeit etwas zu tun haben soll, erworben werden durch unser Drinnenleben im physischen Leibe. Wir müssen in die Lage kommen, um wirklich imaginative Erkenntnis zu erwerben, absehen zu können von allem Angewiesensein auf den physischen Leib. Wir müssen so weit gekommen sein, den physischen Leib nicht mehr als Werkzeug zu gebrauchen. Den Ätherleib aber benützen wir noch als Werkzeug, wenn wir imaginative Erkenntnis suchen. Ja, daß die Imaginationen für uns wirklich gegenständlich werden, daß die Imaginationen da sind, das hängt davon ab, daß wir uns unseres Ätherleibes so bedienen können bei den Imaginationen, wie wir uns unseres physischen Leibes bedienen bei den Wahrnehmungen auf dem physischen Plan. Nun zeigt sich, wenn der hellsehend Erkennende so weit gekommen ist, daß er sich gewissermaßen mit seinem Seelischen herausgerissen hat aus seinem physischen Leibe und den Ätherleib als ein Werkzeug seines Erkennens benützt, daß das, was man sonst in der physischen Welt Erkenntnisse nennt, also namentlich Erkenntnisse, die dadurch gesucht werden, daß der Mensch nichts zu den Dingen hinzubringen will, auf dem physischen Plan zurückbleibt. Von dem, was zum Beispiel der heutige Naturforscher anstrebt, ist alles gewissermaßen abgelegt, zurückgelassen auf dem physischen Plan, wenn man den physischen Plan verläßt und in die Welt der Imaginationen aufsteigt. Nichts bleibt von dem, was der Naturforscher oder der Naturphilosoph von heute als eine Welt durcheinanderwirbelnder Atome denkt — die aber erträumt ist, die keine wahre Wirklichkeit ist, wie ich oft auseinandergesetzt habe —, nichts bleibt als die Bilder von dieser Welt. Das heißt, man wird gewahrt, wenn man den physischen Plan verlassen hat, daß man die auf dem physischen Plan zurückgelassenenen Vorstellungen von einer Welt durcheinanderwirbelnder Atome geträumt hat. Im übrigen kann man von den Erkenntnissen auf dem physischen Plan für die Welt der Imagination, in die man aufgestiegen ist, direkt nichts gebrauchen. Wohl gemerkt: Direkt kann man nichts gebrauchen. Wir werden dann schon sehen, wie sich die Dinge genauer verhalten, aber wir müssen stufenweise aufsteigen.
[ 9 ] Nun habe ich Ihnen aber schon in früheren Vorträgen ausgeführt, daß die geistige Kraft, die dem Denken zugrunde liegt, sich verwandelt, wenn der hellsehend Erkennende loskommt vom physischen Leibe als seinem Werkzeug. Ich habe Ihnen gesagt, es sei, als ob alles Denken lebendig würde, als ob wir uns hineinleben nicht in eine solch passive Welt des Denkens, in der wir auf dem physischen Plane leben, sondern als ob alles Denken lebendig werde, als ob alles anfange sozusagen zu krabbeln, wenn wir uns da in die Welt der Imaginationen hineinfinden. Ich habe einmal einen drastischen Vergleich gebraucht — und zwar zuerst in München —, daß, wenn man in diese imaginative Welt hineinkommt, sich einem die Gedanken, die man vorher gewöhnt war, als ganz passive Tätigkeiten da und dorthin zu schicken und so zu kommandieren, so verwandeln, wie wenn man den Kopf in einen Ameisenhaufen oder in ein Wespennest hineinstecken würde und die Gedanken lebendig würden, wie wenn sie schwirren und wirbeln würden und jeder Gedanke eigenes Leben bekäme! Man muß das aushalten; man muß es so aushalten, daß man sich nicht unfrei fühlt, wenn man gleichsam sich selber entrissen wird durch dieses Eigenleben der Gedanken.
[ 9 ] Nun habe ich Ihnen aber schon in früheren Vorträgen ausgeführt, daß die geistige Kraft, die dem Denken zugrunde liegt, sich verwandelt, wenn der hellsehend Erkennende loskommt vom physischen Leibe als seinem Werkzeug. Ich habe Ihnen gesagt, es sei, als ob alles Denken lebendig würde, als ob wir uns hineinleben nicht in eine solch passive Welt des Denkens, in der wir auf dem physischen Plane leben, sondern als ob alles Denken lebendig werde, als ob alles anfange sozusagen zu krabbeln, wenn wir uns da in die Welt der Imaginationen hineinfinden. Ich habe einmal einen drastischen Vergleich gebraucht — und zwar zuerst in München —, daß, wenn man in diese imaginative Welt hineinkommt, sich einem die Gedanken, die man vorher gewöhnt war, als ganz passive Tätigkeiten da und dorthin zu schicken und so zu kommandieren, so verwandeln, wie wenn man den Kopf in einen Ameisenhaufen oder in ein Wespennest hineinstecken würde und die Gedanken lebendig würden, wie wenn sie schwirren und wirbeln würden und jeder Gedanke eigenes Leben bekäme! Man muß das aushalten; man muß es so aushalten, daß man sich nicht unfrei fühlt, wenn man gleichsam sich selber entrissen wird durch dieses Eigenleben der Gedanken.
[ 10 ] Man macht da nun allmählich die Entdeckung, daß die Erkenntnisse, die man so erwirbt auf dem physischen Plan, die Vorstellungen, die nur Abbilder sind der äußeren Wirklichkeit, daB diese gleichsam von einem abfallen wie so ein Regen, der zurückregnet auf den physischen Plan, und der nicht mit einem hineingeht in die imaginative Welt. Diese Erkenntnisse, diese Vorstellungen, sie fallen so ab, sie bleiben zurück in der physischen Welt. Und was da zurückbleibt in der physischen Welt, das hat man dann als eine Erinnerung nur. Also man kann da zurückschauen auf alles, was durch Gedankenkraft erworben ist und in der physischen Welt bleibt; aber es bleibt eben zurück. Es ist etwas Fertiges, etwas, was man nicht weiter in seiner eigenen Gewalt, in seiner eigenen Kraft hat. So daß es also, schematisch gezeichnet, wirklich so ist:
[ 10 ] Man macht da nun allmählich die Entdeckung, daß die Erkenntnisse, die man so erwirbt auf dem physischen Plan, die Vorstellungen, die nur Abbilder sind der äußeren Wirklichkeit, daB diese gleichsam von einem abfallen wie so ein Regen, der zurückregnet auf den physischen Plan, und der nicht mit einem hineingeht in die imaginative Welt. Diese Erkenntnisse, diese Vorstellungen, sie fallen so ab, sie bleiben zurück in der physischen Welt. Und was da zurückbleibt in der physischen Welt, das hat man dann als eine Erinnerung nur. Also man kann da zurückschauen auf alles, was durch Gedankenkraft erworben ist und in der physischen Welt bleibt; aber es bleibt eben zurück. Es ist etwas Fertiges, etwas, was man nicht weiter in seiner eigenen Gewalt, in seiner eigenen Kraft hat. So daß es also, schematisch gezeichnet, wirklich so ist:


[ 11 ] Wir würden hier den physischen Leib haben, und der Mensch würde nun herausrücken aus seinem physischen Leibe; dann würde er sogleich sehen, wie seine physische Erkenntnis von ihm abfällt, wie Tropfen gleichsam, in die physische Welt hinein. Die physische Erkenntnis ist also draußen.
[ 11 ] Wir würden hier den physischen Leib haben, und der Mensch würde nun herausrücken aus seinem physischen Leibe; dann würde er sogleich sehen, wie seine physische Erkenntnis von ihm abfällt, wie Tropfen gleichsam, in die physische Welt hinein. Die physische Erkenntnis ist also draußen.
[ 12 ] Dies ist sehr interessant und sehr merkwürdig. Wenn wir also hinaufrücken in die erste geistige, in die imaginative Welt, da sehen wir die Gedanken gleichsam von uns abtröpfeln, und dann sehen wir: Die Gedankenformen werden Wesen, die zunächst auf uns einen eigentümlichen Eindruck machen, wenn wir sie wirklich sehen. Wenn wir so diese Gedanken, die da von uns abtropfen, sehen, dann haben wir zunächst den Eindruck: Das ist etwas, was dir entrissen ist, etwas, was nur für den physischen Plan eine Bedeutung hat.
[ 12 ] Dies ist sehr interessant und sehr merkwürdig. Wenn wir also hinaufrücken in die erste geistige, in die imaginative Welt, da sehen wir die Gedanken gleichsam von uns abtröpfeln, und dann sehen wir: Die Gedankenformen werden Wesen, die zunächst auf uns einen eigentümlichen Eindruck machen, wenn wir sie wirklich sehen. Wenn wir so diese Gedanken, die da von uns abtropfen, sehen, dann haben wir zunächst den Eindruck: Das ist etwas, was dir entrissen ist, etwas, was nur für den physischen Plan eine Bedeutung hat.
[ 13 ] Nun ist es außerordentlich schwierig, sich eine genauere Vorstellung über das zu machen, was einen da verläßt, was da aus einem heraustropft. Man kann ja, sobald man aufsteigt in die höheren Welten, kaum durch irgend etwas anderes richtige Erkenntnisse gewinnen als durch sorgfältige Vergleiche. Man muß nun erst darauf kommen, mit was man diese herausgetropften Gedanken des physischen Planes vergleichen kann. Diese herausgetropften Gedanken des physischen Planes, sie werden sehr, sehr lebhaft, sie werden sehr lebendig, und man könnte sagen: das Kuriose ist, daß diese Gedanken, die man da auf dem physischen Plan zurückbleiben sieht, wirklich allerlei Tänze aufführen, eine Art Eurythmie aufführen. Man kann sie kaum in vollständiger Ruhe finden, diese Gedanken.
[ 13 ] Nun ist es außerordentlich schwierig, sich eine genauere Vorstellung über das zu machen, was einen da verläßt, was da aus einem heraustropft. Man kann ja, sobald man aufsteigt in die höheren Welten, kaum durch irgend etwas anderes richtige Erkenntnisse gewinnen als durch sorgfältige Vergleiche. Man muß nun erst darauf kommen, mit was man diese herausgetropften Gedanken des physischen Planes vergleichen kann. Diese herausgetropften Gedanken des physischen Planes, sie werden sehr, sehr lebhaft, sie werden sehr lebendig, und man könnte sagen: das Kuriose ist, daß diese Gedanken, die man da auf dem physischen Plan zurückbleiben sieht, wirklich allerlei Tänze aufführen, eine Art Eurythmie aufführen. Man kann sie kaum in vollständiger Ruhe finden, diese Gedanken.
[ 14 ] Ich sagte, eine Art Eurythmie aufführen. Es ist diese Eurythmie nicht diejenige, die bei uns gepflegt wird. Aber es ist eine Art von regelmäßigem Sich-Bewegen. Namentlich haben die Gedanken etwas sehr, sehr Eigentümliches: Sie leben innerlich, wenn sie so aus uns heraus sind. Und dieses, daß sie innerlich leben, das macht sie, ich möchte sagen, für die erste Stufe des Hellsehens, für die erste wahre Stufe des Hellsehens, zu werten Genossen.
[ 14 ] Ich sagte, eine Art Eurythmie aufführen. Es ist diese Eurythmie nicht diejenige, die bei uns gepflegt wird. Aber es ist eine Art von regelmäßigem Sich-Bewegen. Namentlich haben die Gedanken etwas sehr, sehr Eigentümliches: Sie leben innerlich, wenn sie so aus uns heraus sind. Und dieses, daß sie innerlich leben, das macht sie, ich möchte sagen, für die erste Stufe des Hellsehens, für die erste wahre Stufe des Hellsehens, zu werten Genossen.
[ 15 ] Wenn man im physischen Leben etwas Blitzdummes gesagt hat, also etwas sehr, sehr Dummes, dann sucht man die Dummlheit jedenfalls nicht übermäßig lange festzuhalten, sobald man sie eingesehen hat. Die meisten Menschen huschen gerne über ihre eigenen Dummheiten, wenn sie sie eingesehen haben, hinweg. Ein recht dummer Gedanke, wenn der einmal heraus ist, der lacht! Er lacht in dem Maße, in dem er dumm ist! Und so ähnlich sehen Sie auch die anderen Gedanken. Sie zeigen ein inneres Leben, diese Gedanken, ein sehr lebendiges Mienenspiel, sie überzeugen uns davon, daß wir keine Dummheit sagen können, ohne daß diese Dummheit sich verewigt.
[ 15 ] Wenn man im physischen Leben etwas Blitzdummes gesagt hat, also etwas sehr, sehr Dummes, dann sucht man die Dummlheit jedenfalls nicht übermäßig lange festzuhalten, sobald man sie eingesehen hat. Die meisten Menschen huschen gerne über ihre eigenen Dummheiten, wenn sie sie eingesehen haben, hinweg. Ein recht dummer Gedanke, wenn der einmal heraus ist, der lacht! Er lacht in dem Maße, in dem er dumm ist! Und so ähnlich sehen Sie auch die anderen Gedanken. Sie zeigen ein inneres Leben, diese Gedanken, ein sehr lebendiges Mienenspiel, sie überzeugen uns davon, daß wir keine Dummheit sagen können, ohne daß diese Dummheit sich verewigt.
[ 16 ] Gebrauchen wir einen Vergleich: Wir können nicht anders dahinterkommen, wie es sich eigentlich mit diesen sonderbaren Gedankenformen, die so belebt auftreten, verhält, als wenn wir einen Vergleich gebrauchen. Wir finden ihn nur, wenn wir in der Lage sind, so unsere Gedankenformen zu sehen, wie ich es eben beschrieben habe. Und sind wir in der Lage, so unsere Gedankenformen zu sehen, so sind wir auch zu dem anderen in der Lage, das ich jetzt aussprechen will. Wir brauchen zum Vergleich die weite Welt der Gnomen, das ganze Gnomenvolk, von dem die ganze irdische Natur draußen beherrscht ist. Diese Gnomen, die zu dem Unorganischen draußen in der Welt ebenso gehören wie andere elementarische Wesen zu den Pflanzen, zum Wasser, wie noch andere zu dem Feuer, zur Luft und so weiter gehören, diese ganze Gnomenwelt ist von demselben Charakter, trägt dieselbe innere Wesenheit an sich wie diese Gedankenformen. Ich möchte sagen: Es gehören die Gnomen zu derselben Klasse, zu der unsere Gedankenformen gehören. Aber solche Gedankenformen nur, die Vorstellungen wiedergeben, die sich auf den physischen Plan beziehen.
[ 16 ] Gebrauchen wir einen Vergleich: Wir können nicht anders dahinterkommen, wie es sich eigentlich mit diesen sonderbaren Gedankenformen, die so belebt auftreten, verhält, als wenn wir einen Vergleich gebrauchen. Wir finden ihn nur, wenn wir in der Lage sind, so unsere Gedankenformen zu sehen, wie ich es eben beschrieben habe. Und sind wir in der Lage, so unsere Gedankenformen zu sehen, so sind wir auch zu dem anderen in der Lage, das ich jetzt aussprechen will. Wir brauchen zum Vergleich die weite Welt der Gnomen, das ganze Gnomenvolk, von dem die ganze irdische Natur draußen beherrscht ist. Diese Gnomen, die zu dem Unorganischen draußen in der Welt ebenso gehören wie andere elementarische Wesen zu den Pflanzen, zum Wasser, wie noch andere zu dem Feuer, zur Luft und so weiter gehören, diese ganze Gnomenwelt ist von demselben Charakter, trägt dieselbe innere Wesenheit an sich wie diese Gedankenformen. Ich möchte sagen: Es gehören die Gnomen zu derselben Klasse, zu der unsere Gedankenformen gehören. Aber solche Gedankenformen nur, die Vorstellungen wiedergeben, die sich auf den physischen Plan beziehen.
[ 17 ] Sehen Sie, jetzt haben wir einen Vergleich. Und deshalb besteht auch eine Art innerer Verwandtschaft zwischen unseren auf dem physischen Plan erworbenen Gedanken und der Gnomenwelt. Diese Gnomenwelt hat nun aber mit unserer Erkenntnis des physischen Planes eine gewisse Verwandtschaft. Ich habe Ihnen ja gesagt, wie die Menschen anstreben, daß die Erkenntnisse, die Wahrnehmungen recht treu sein sollen, daß die Erkenntnis eigentlich das fünfte Rad am Wagen sei.
[ 17 ] Sehen Sie, jetzt haben wir einen Vergleich. Und deshalb besteht auch eine Art innerer Verwandtschaft zwischen unseren auf dem physischen Plan erworbenen Gedanken und der Gnomenwelt. Diese Gnomenwelt hat nun aber mit unserer Erkenntnis des physischen Planes eine gewisse Verwandtschaft. Ich habe Ihnen ja gesagt, wie die Menschen anstreben, daß die Erkenntnisse, die Wahrnehmungen recht treu sein sollen, daß die Erkenntnis eigentlich das fünfte Rad am Wagen sei.
[ 18 ] In einer ähnlichen Weise fühlen sich die Gnomen gegenüber ihrer Welt, in der sie sind. Wirklich, wenn ich so sagen kann, wenn man mit einem solchen Gnomen redet — es ist natürlich ein euphemistischer Ausdruck, aber man kann schon den Ausdruck gebrauchen, denn er entspricht der Wirklichkeit —, wenn man mit einem solchen Gnomen redet, dann sieht er auf die Welt, zu der er gehört, mit einer außerordentlichen Wehmut hin. Denn diese Welt, zu der er gehört, mit der hat er ja außerordentlich wenig zu tun. Er hat ungefähr so viel Einfluß auf diese Welt, wie der Mensch mit seinen äußeren Erkenntnissen Einfluß hat auf die umliegende physische Welt. Für die umliegende physische Welt ist es ziemlich gleichgültig, wie wir über sie mit dem Denken des physischen Planes denken. Ein Baum wächst nicht schneller und nicht langsamer, wenn wir mit der Erkenntnis des physischen Planes über ihn denken, oder wenn wir an ihm vorübergehen und nicht an ihn denken. Nur wir haben etwas davon ich habe es neulich schon ausgesprochen —, wenn wir über den Baum denken. Aber unser Gedanke ist für den Baum etwas Gleichgültiges.
[ 18 ] In einer ähnlichen Weise fühlen sich die Gnomen gegenüber ihrer Welt, in der sie sind. Wirklich, wenn ich so sagen kann, wenn man mit einem solchen Gnomen redet — es ist natürlich ein euphemistischer Ausdruck, aber man kann schon den Ausdruck gebrauchen, denn er entspricht der Wirklichkeit —, wenn man mit einem solchen Gnomen redet, dann sieht er auf die Welt, zu der er gehört, mit einer außerordentlichen Wehmut hin. Denn diese Welt, zu der er gehört, mit der hat er ja außerordentlich wenig zu tun. Er hat ungefähr so viel Einfluß auf diese Welt, wie der Mensch mit seinen äußeren Erkenntnissen Einfluß hat auf die umliegende physische Welt. Für die umliegende physische Welt ist es ziemlich gleichgültig, wie wir über sie mit dem Denken des physischen Planes denken. Ein Baum wächst nicht schneller und nicht langsamer, wenn wir mit der Erkenntnis des physischen Planes über ihn denken, oder wenn wir an ihm vorübergehen und nicht an ihn denken. Nur wir haben etwas davon ich habe es neulich schon ausgesprochen —, wenn wir über den Baum denken. Aber unser Gedanke ist für den Baum etwas Gleichgültiges.
[ 19 ] In einer solch äußerlichen Weise steht auch die Welt der Gnomen zu der Welt, zu der sie äußerlich gehören. Ich möchte sagen: Die Welt der Gnomen gehört zwar zu dem, was wir die irdische Welt nennen, zu der Welt des Festen, aber man kann absehen, wenn man die Welt des Festen betrachtet, von der Gnomenwelt, wie man absehen kann bei der Uhr vom Uhrmacher, wenn man die Gesetzmäßigkeit der Uhr betrachtet. Es ist außerordentlich wichtig, daß man einen solchen Vergleich, wie ich ihn öfter gebraucht habe, den Vergleich des Weltenzusammenhanges mit dem Mechanismus einer Uhr, in richtigem Sinne versteht. Wer heute eine Uhr verstehen will, muß sie aus ihrem eigenen Mechanismus heraus verstehen, und es wäre Unsinn, wenn jemand sagen würde: Nun ja, die Zeiger der Uhr gehen weiter, also sitzen darin kleine Dämonen, welche die Zeiger der Uhr leiten. — Solche Dämonen sind nicht darinnen. Wenn aber einer behaupten wollte, weil er die Uhr aus sich selber versteht, so habe die Uhr nichts zu tun mit dem Uhrmacher, der die Uhr einmal fabriziert hat, so würde er natürlich einen Unsinn sagen. Ebensowenig ist es ein Beweis für das Nichtvorhandensein einer geistigen Weltengrundlage, daß man die Welt aus sich selbst begreifen kann, daß der Naturforscher in der Lage ist, Naturgesetze zu finden. Wir finden in der Uhr auch die Gesetze, nach denen sich die Uhr selbständig richtet. Wenn also gesagt wird: Man findet in der Natur die die Natur beherrschenden Gesetze, also braucht man keine Göttlichkeit in der Welt —, so ist das ebenso gedankenlos, als wenn man bei der Uhr sagen würde, man brauche keinen Uhrmacher, weil die Uhr aus sich selber erklärbar ist.
[ 19 ] In einer solch äußerlichen Weise steht auch die Welt der Gnomen zu der Welt, zu der sie äußerlich gehören. Ich möchte sagen: Die Welt der Gnomen gehört zwar zu dem, was wir die irdische Welt nennen, zu der Welt des Festen, aber man kann absehen, wenn man die Welt des Festen betrachtet, von der Gnomenwelt, wie man absehen kann bei der Uhr vom Uhrmacher, wenn man die Gesetzmäßigkeit der Uhr betrachtet. Es ist außerordentlich wichtig, daß man einen solchen Vergleich, wie ich ihn öfter gebraucht habe, den Vergleich des Weltenzusammenhanges mit dem Mechanismus einer Uhr, in richtigem Sinne versteht. Wer heute eine Uhr verstehen will, muß sie aus ihrem eigenen Mechanismus heraus verstehen, und es wäre Unsinn, wenn jemand sagen würde: Nun ja, die Zeiger der Uhr gehen weiter, also sitzen darin kleine Dämonen, welche die Zeiger der Uhr leiten. — Solche Dämonen sind nicht darinnen. Wenn aber einer behaupten wollte, weil er die Uhr aus sich selber versteht, so habe die Uhr nichts zu tun mit dem Uhrmacher, der die Uhr einmal fabriziert hat, so würde er natürlich einen Unsinn sagen. Ebensowenig ist es ein Beweis für das Nichtvorhandensein einer geistigen Weltengrundlage, daß man die Welt aus sich selbst begreifen kann, daß der Naturforscher in der Lage ist, Naturgesetze zu finden. Wir finden in der Uhr auch die Gesetze, nach denen sich die Uhr selbständig richtet. Wenn also gesagt wird: Man findet in der Natur die die Natur beherrschenden Gesetze, also braucht man keine Göttlichkeit in der Welt —, so ist das ebenso gedankenlos, als wenn man bei der Uhr sagen würde, man brauche keinen Uhrmacher, weil die Uhr aus sich selber erklärbar ist.
[ 20 ] In der Welt, die so ganz aus sich selber erklärbar ist in unserer Umgebung, haben die Gnomen etwas zu tun. Sie sind auch so etwas ähnliches wie eine Art fünftes Rad am Wagen; sie sind ein Begleiter der Welt, zu der sie gehören, aber sie greifen nicht tätig in sie ein. Die innere Verwandtschaft der Gnomenwelt mit unserer physischen Gedankenwelt, die bitte ich Sie ins Auge zu fassen; dann werden Sie einsehen, daß man so etwas wie die Gnomenwelt zu begreifen anfangen muß dadurch, daß man sich einen Bewußtseinszustand vor Augen führt. Dann wird man sich sagen: Wie weiß man von dieser physischen Welt? Man weiß von der physischen Welt, indem man von ihr, wie ich ausgeführt habe, ein Spiegelbild bildet. Wie das Spiegelbild nichts zu tun hat mit dem, was es abspiegelt, so hat die physische Erkenntnis nichts zu tun mit dem, wovon sie Erkenntnis ist. Sie schafft nicht im Physischen. Wenn man dieses Verhältnis der physischen Erkenntnis als Bewußtseinszustand faßt, dann begreift man in dem Erfühlen dieses Überflüssigseins des Spiegels gegenüber dem, was abgespiegelt wird — wenn man dieses Überflüssigsein sich so recht zum Bewußtsein bringt —, die über die Gnomenwelt ausgebreitete Gemütsstimmung. Das ist ihre Gemütsstimmung. Die Gnomen können daher nicht begreifen, wie man irgendwie mit dieser Welt anders zusammenhängen kann als dadurch, daß man eigentlich nicht viel mit dieser Welt zu tun hat.
[ 20 ] In der Welt, die so ganz aus sich selber erklärbar ist in unserer Umgebung, haben die Gnomen etwas zu tun. Sie sind auch so etwas ähnliches wie eine Art fünftes Rad am Wagen; sie sind ein Begleiter der Welt, zu der sie gehören, aber sie greifen nicht tätig in sie ein. Die innere Verwandtschaft der Gnomenwelt mit unserer physischen Gedankenwelt, die bitte ich Sie ins Auge zu fassen; dann werden Sie einsehen, daß man so etwas wie die Gnomenwelt zu begreifen anfangen muß dadurch, daß man sich einen Bewußtseinszustand vor Augen führt. Dann wird man sich sagen: Wie weiß man von dieser physischen Welt? Man weiß von der physischen Welt, indem man von ihr, wie ich ausgeführt habe, ein Spiegelbild bildet. Wie das Spiegelbild nichts zu tun hat mit dem, was es abspiegelt, so hat die physische Erkenntnis nichts zu tun mit dem, wovon sie Erkenntnis ist. Sie schafft nicht im Physischen. Wenn man dieses Verhältnis der physischen Erkenntnis als Bewußtseinszustand faßt, dann begreift man in dem Erfühlen dieses Überflüssigseins des Spiegels gegenüber dem, was abgespiegelt wird — wenn man dieses Überflüssigsein sich so recht zum Bewußtsein bringt —, die über die Gnomenwelt ausgebreitete Gemütsstimmung. Das ist ihre Gemütsstimmung. Die Gnomen können daher nicht begreifen, wie man irgendwie mit dieser Welt anders zusammenhängen kann als dadurch, daß man eigentlich nicht viel mit dieser Welt zu tun hat.
[ 21 ] Wenn der Mensch hellsichtig wäre und Leid und Schmerz empfände, wie sie mit Recht gefühlt werden können bei diesen oder jenen Ereignissen des physischen Planes, und wenn dann die Gnomen herbeikommen, wie er sie als Hellseher wahrnehmen kann, dann macht er die Erfahrung, daß die Gnomen seinen Schmerz nicht begreifen. Sie begreifen zwar, daß man im allgemeinen eine Art Traurigkeit, eine Art Depression haben kann, aber daß man an dem physischen Dasein hängen kann, das begreifen sie nicht, darüber lachen sie. Und man könnte sagen: Manches, was man als wertvoll empfindet auf dem physischen Plan, hört man auf, wertvoll zu empfinden, wenn man mit der Gnomenwelt in Beziehung tritt; denn von den Gnomen wird man gründlich ausgelacht für die Wertgefühle, die man mancherlei auf dem physischen Plane entgegenbringt!
[ 21 ] Wenn der Mensch hellsichtig wäre und Leid und Schmerz empfände, wie sie mit Recht gefühlt werden können bei diesen oder jenen Ereignissen des physischen Planes, und wenn dann die Gnomen herbeikommen, wie er sie als Hellseher wahrnehmen kann, dann macht er die Erfahrung, daß die Gnomen seinen Schmerz nicht begreifen. Sie begreifen zwar, daß man im allgemeinen eine Art Traurigkeit, eine Art Depression haben kann, aber daß man an dem physischen Dasein hängen kann, das begreifen sie nicht, darüber lachen sie. Und man könnte sagen: Manches, was man als wertvoll empfindet auf dem physischen Plan, hört man auf, wertvoll zu empfinden, wenn man mit der Gnomenwelt in Beziehung tritt; denn von den Gnomen wird man gründlich ausgelacht für die Wertgefühle, die man mancherlei auf dem physischen Plane entgegenbringt!
[ 22 ] Also den Gemütszustand der Gnomen kann man verstehen, wenn man sich diesen Bewußtseinszustand bewußt macht, den unsere physische Erkenntnisvorstellung gegenüber ihrer Welt, die sie abbildet, hat.
[ 22 ] Also den Gemütszustand der Gnomen kann man verstehen, wenn man sich diesen Bewußtseinszustand bewußt macht, den unsere physische Erkenntnisvorstellung gegenüber ihrer Welt, die sie abbildet, hat.
[ 23 ] Dagegen muß man sich bei den Wesenheiten, die innere Verwandtschaft jetzt nicht mit dem Irdischen, sondern mit dem Wässerigen haben, mit alledem, was dem Wasser gleich sich regt und rieselt mag man sie Undinen nennen oder wie immer —, etwas anderes vergegenwärtigen. Man kann auch eine Pflanze nicht begreifen, wenn man sie bloß anschaut und ein Bild von ihr macht, so wie sie irgendeinmal ist, denn sonst könnte man ja auch eine Pflanze aus Papiermaché nur haben. Das, was man im Bewußtsein hat, wenn man nur einmal eine Pflanze anschaut und in seiner Vorstellung die Pflanze nachbildet, gibt von der Pflanze gar kein Bild in Wirklichkeit. Geradeso ist es bei diesen Wesenheiten. Von der Pflanze hat man nur ein Bild, wenn man sie kennt, wie sie zuerst als Wurzel da ist, dann die ersten Triebe entfaltet, wie sie den Stamm heraustreibt, die Blätter bekommt, wie sie die Blüten bekommt, wie die Blüten wieder abwelken, wie die Pflanze die Früchte entwickelt und so weiter. Werdend, sagt Goethe in seinem schönen Gedicht von der Metamorphose der Pflanzen, muß man die Pflanze betrachten. In der Pflanze leben außer dem, was die Pflanze selber ist, noch andere elementarische Wesenheiten, in der Pflanze leben die beweglichen Elementarwesen, die innige Verwandtschaft haben mit dem sich gestaltenden, rieselnden, sich regenden Wasser.
[ 23 ] Dagegen muß man sich bei den Wesenheiten, die innere Verwandtschaft jetzt nicht mit dem Irdischen, sondern mit dem Wässerigen haben, mit alledem, was dem Wasser gleich sich regt und rieselt mag man sie Undinen nennen oder wie immer —, etwas anderes vergegenwärtigen. Man kann auch eine Pflanze nicht begreifen, wenn man sie bloß anschaut und ein Bild von ihr macht, so wie sie irgendeinmal ist, denn sonst könnte man ja auch eine Pflanze aus Papiermaché nur haben. Das, was man im Bewußtsein hat, wenn man nur einmal eine Pflanze anschaut und in seiner Vorstellung die Pflanze nachbildet, gibt von der Pflanze gar kein Bild in Wirklichkeit. Geradeso ist es bei diesen Wesenheiten. Von der Pflanze hat man nur ein Bild, wenn man sie kennt, wie sie zuerst als Wurzel da ist, dann die ersten Triebe entfaltet, wie sie den Stamm heraustreibt, die Blätter bekommt, wie sie die Blüten bekommt, wie die Blüten wieder abwelken, wie die Pflanze die Früchte entwickelt und so weiter. Werdend, sagt Goethe in seinem schönen Gedicht von der Metamorphose der Pflanzen, muß man die Pflanze betrachten. In der Pflanze leben außer dem, was die Pflanze selber ist, noch andere elementarische Wesenheiten, in der Pflanze leben die beweglichen Elementarwesen, die innige Verwandtschaft haben mit dem sich gestaltenden, rieselnden, sich regenden Wasser.
[ 24 ] Und nun müssen Sie sich schon damit bekanntmachen, daß die imaginative Welt, in die man sich hineinlebt, wenn man den physischen Plan überwunden hat, eine so innerlich bewegliche ist, ich möchte sagen, wie die sich umbildende Wolkenwelt, wie alles Rieselnde, wie alles Fließende. Die imaginative Welt selber hat etwas Fließendes, etwas Bewegliches. Während man sich also auf den ersten Anhub, den man in die geistige Welt hinein macht, ich möchte sagen, der Welt seiner eigenen physischen Gedanken gegenübergestellt sieht, und, wenn einem die Verhältnisse gerade günstig sind, sich der elementarischen Welt der Gnomen gegenübersicht, lebt man noch in der Welt der höheren elementarischen Wesenheiten so drinnen, wie etwa die Wasserwelle im Wasser drinnen lebt, die sich auch dazurechnen muß zum Wasser, die ein Teil des größeren Wassers ist, der größeren Wassermasse ist; so lebt man da drinnen.
[ 24 ] Und nun müssen Sie sich schon damit bekanntmachen, daß die imaginative Welt, in die man sich hineinlebt, wenn man den physischen Plan überwunden hat, eine so innerlich bewegliche ist, ich möchte sagen, wie die sich umbildende Wolkenwelt, wie alles Rieselnde, wie alles Fließende. Die imaginative Welt selber hat etwas Fließendes, etwas Bewegliches. Während man sich also auf den ersten Anhub, den man in die geistige Welt hinein macht, ich möchte sagen, der Welt seiner eigenen physischen Gedanken gegenübergestellt sieht, und, wenn einem die Verhältnisse gerade günstig sind, sich der elementarischen Welt der Gnomen gegenübersicht, lebt man noch in der Welt der höheren elementarischen Wesenheiten so drinnen, wie etwa die Wasserwelle im Wasser drinnen lebt, die sich auch dazurechnen muß zum Wasser, die ein Teil des größeren Wassers ist, der größeren Wassermasse ist; so lebt man da drinnen.
[ 25 ] Die Dinge sind natürlich schwer zu charakterisieren, aber auch hier müssen wir uns den Bewußtseinszustand vergegenwärtigen. Wenn ich sage, daß unser ganzes Denken anfängt zu leben, daß wir hingenommen werden von den Gedanken, die lebendig werden, wie wenn die Gedanken, die wir dann haben, und die dann imaginative Gedanken sind, ihr eigenes Leben entfalten würden, so wird es [verständlich. D. Hrsg.]. Da (siehe Zeichnung S.95) bleiben zurück die früheren rein physischen Gedanken. Zurückgelassene Welt! Dann können wir uns sagen: Ja, in der Welt, der wir da unsere physischen Gedanken übergeben haben, leben auch die Gnomen. Aber in dieser Undinenwelt, in der leben wir jetzt drinnen; die bewegt sich in demselben Element, in dem wir darinnen sind.
[ 25 ] Die Dinge sind natürlich schwer zu charakterisieren, aber auch hier müssen wir uns den Bewußtseinszustand vergegenwärtigen. Wenn ich sage, daß unser ganzes Denken anfängt zu leben, daß wir hingenommen werden von den Gedanken, die lebendig werden, wie wenn die Gedanken, die wir dann haben, und die dann imaginative Gedanken sind, ihr eigenes Leben entfalten würden, so wird es [verständlich. D. Hrsg.]. Da (siehe Zeichnung S.95) bleiben zurück die früheren rein physischen Gedanken. Zurückgelassene Welt! Dann können wir uns sagen: Ja, in der Welt, der wir da unsere physischen Gedanken übergeben haben, leben auch die Gnomen. Aber in dieser Undinenwelt, in der leben wir jetzt drinnen; die bewegt sich in demselben Element, in dem wir darinnen sind.
[ 26 ] Fassen Sie das bitte recht genau ins Auge: Wir gehen aus unserem physischen Leibe, wir entfremden uns unserem physischen Leibe. Wir beginnen ein innerlich bewegtes Leben zu führen, gleichsam ein in sich fortwährend verschwimmendes, regsames Rieseln. Es wird alles innerlich lebendig, indem wir uns in unserm Ätherleibe fühlen. So auch fühlt sich, nur in getragenem Tempo, möchte ich sagen, im Ätherleib der Tote, unmittelbar nachdem der Tod eingetreten ist.
[ 26 ] Fassen Sie das bitte recht genau ins Auge: Wir gehen aus unserem physischen Leibe, wir entfremden uns unserem physischen Leibe. Wir beginnen ein innerlich bewegtes Leben zu führen, gleichsam ein in sich fortwährend verschwimmendes, regsames Rieseln. Es wird alles innerlich lebendig, indem wir uns in unserm Ätherleibe fühlen. So auch fühlt sich, nur in getragenem Tempo, möchte ich sagen, im Ätherleib der Tote, unmittelbar nachdem der Tod eingetreten ist.
[ 27 ] Dieses Mitleben der imaginativen Welt, das ist nur eine höhere Stufe dessen, was der Mensch ursprünglich auf dem Monde mitgemacht hat. Nur hat er da eine traumhafte imaginative Welt durchlebt, eine traumhafte Bilderwelt. Auf dem Jupiter wird er eine vollbewußte Bilderwelt durchleben. Zu der lebt man sich hinauf, wenn man so aus dem physischen Leibe sich herauslebt, wie ich es beschrieben habe. Stellen Sie sich das nur recht lebhaft vor: Die Welt der Sinne erlischt; das, was die Augen sehen können, wird nicht mehr gesehen, das, was die Ohren hören können, wird nicht mehr gehört. Das Fühlen hört auch auf. Die Gedanken, die sich auf die äußere Sinneswelt beziehen, die werden so abgelegt, daß man es ausdrücken könnte mit den Worten: Ihr Gnomen, da gebe ich euch meine physischen Gedanken als Genossen; unterhaltet euch mittlerweile mit meinen physischen Gedanken! — Dafür fängt aber ein inneres Leben und Weben an, ein Mitleben in alledem auf der Erde, was so innerlich rieselt und strömt und lebt, wie alles in sich Flüssige der Erde lebt und webt, ein Miterleben mit dem Irdischen, das aber zugleich erinnert an die alten Mondenzeiten. Etwas Merkwürdiges beginnt: Neben dem, was man so wahrnimmt, daß man weiß, man lebt da in einer Welt von elementarischen Wesen, die zu den Pflanzen, die zu dem fließenden Wasser gehören, weiß man noch etwas ganz Besonderes. Etwas sehr Eigentümliches weiß man: Man weiß, man lebt da in einen Rhythmus sich hinein, der mit dem inneren Rhythmus der Erde zu tun hat, der aber zu gleicher Zeit mit dem Rhythmus des Atmens zu tun hat. Man bekommt die Vorstellung: Unser Atem ist als Rhythmus innerlich verwandt mit einem Rhythmus der Erde. Kurz, man merkt etwas davon, daß man zu einem Glied in dem ganzen Erdenorganismus wird. Es wird einem wirklich so, wie wenn man zu dem Erdenorganismus dazugehörte. Man wird ergriffen von dem Erdenorganismus.
[ 27 ] Dieses Mitleben der imaginativen Welt, das ist nur eine höhere Stufe dessen, was der Mensch ursprünglich auf dem Monde mitgemacht hat. Nur hat er da eine traumhafte imaginative Welt durchlebt, eine traumhafte Bilderwelt. Auf dem Jupiter wird er eine vollbewußte Bilderwelt durchleben. Zu der lebt man sich hinauf, wenn man so aus dem physischen Leibe sich herauslebt, wie ich es beschrieben habe. Stellen Sie sich das nur recht lebhaft vor: Die Welt der Sinne erlischt; das, was die Augen sehen können, wird nicht mehr gesehen, das, was die Ohren hören können, wird nicht mehr gehört. Das Fühlen hört auch auf. Die Gedanken, die sich auf die äußere Sinneswelt beziehen, die werden so abgelegt, daß man es ausdrücken könnte mit den Worten: Ihr Gnomen, da gebe ich euch meine physischen Gedanken als Genossen; unterhaltet euch mittlerweile mit meinen physischen Gedanken! — Dafür fängt aber ein inneres Leben und Weben an, ein Mitleben in alledem auf der Erde, was so innerlich rieselt und strömt und lebt, wie alles in sich Flüssige der Erde lebt und webt, ein Miterleben mit dem Irdischen, das aber zugleich erinnert an die alten Mondenzeiten. Etwas Merkwürdiges beginnt: Neben dem, was man so wahrnimmt, daß man weiß, man lebt da in einer Welt von elementarischen Wesen, die zu den Pflanzen, die zu dem fließenden Wasser gehören, weiß man noch etwas ganz Besonderes. Etwas sehr Eigentümliches weiß man: Man weiß, man lebt da in einen Rhythmus sich hinein, der mit dem inneren Rhythmus der Erde zu tun hat, der aber zu gleicher Zeit mit dem Rhythmus des Atmens zu tun hat. Man bekommt die Vorstellung: Unser Atem ist als Rhythmus innerlich verwandt mit einem Rhythmus der Erde. Kurz, man merkt etwas davon, daß man zu einem Glied in dem ganzen Erdenorganismus wird. Es wird einem wirklich so, wie wenn man zu dem Erdenorganismus dazugehörte. Man wird ergriffen von dem Erdenorganismus.
[ 28 ] Es kann dann schon so sein, wie Goethe zu Eckermann am 11. April 1827 sagte: «Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreise gleichnisweise als ein großes lebendiges Wesen, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist.» Und wie in diesem Ein- und Ausatmen fühlt man sich da drinnen. Man lebt auf eine eigentümliche Art das Leben der Erde mit.
[ 28 ] Es kann dann schon so sein, wie Goethe zu Eckermann am 11. April 1827 sagte: «Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreise gleichnisweise als ein großes lebendiges Wesen, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist.» Und wie in diesem Ein- und Ausatmen fühlt man sich da drinnen. Man lebt auf eine eigentümliche Art das Leben der Erde mit.
[ 29 ] Und ich möchte auf einen wichtigen Punkt hindeuten, der Ihnen wiederum zeigen wird, wie gerade an charakteristischen Persönlichkeiten Geisteswissenschaft fruchtbar leuchtend, beleuchtend ist für die Ergebnisse der Naturwissenschaft; wie alles sich sehr schön mit den Ergebnissen der Naturwissenschaft zusammenfügt. Da muß ich Sie daran erinnern, wie einstmals Archimedes, der alte griechische Philosoph, als er im Bade war, sein weltberühmt gewordenes: Ich hab’s gefunden! — «Heureka!» — ausgerufen hat. Was hatte er gefunden? Er hat im Bade die Füße emporgestreckt aus dem Wasser und wieder heruntergelassen, und er hat dann bemerken können: Wenn die Füße im Wasser sind, sind sie leichter, als wenn sie draußen sind. Und er hat das wichtige Prinzip gefunden, daß ein jeder Körper im Wasser soviel von seinem Gewicht verliert, als das Gewicht des Wasserkörpers beträgt, den der andere, feste Körper verdrängt. Darauf beruht auch das Steigen des Luftballons, der immer soviel von seinem Gewicht verliert, als das Gewicht der verdrängten Luft beträgt. Und so ist es auch, wenn Sie Wasser haben, und in dieser Wassermasse einen festen Körper, dann verliert er so viel von seinem Gewicht innerhalb des Wassers, als das Gewicht des von ihm verdrängten Wassers beträgt, das den Raum von ihm einnimmt. Das verliert er scheinbar innerhalb des Wassers; wenn er unten liegt, verliert er es nicht, aber innerhalb des Wassers verliert er es. Das ist ein allgemeines Prinzip in der Natur. Es ist aber ein wichtiges Prinzip; denn, sehen Sie, mit diesem Prinzip hängt etwas außerordentlich Wichtiges im Menschen zusammen.
[ 29 ] Und ich möchte auf einen wichtigen Punkt hindeuten, der Ihnen wiederum zeigen wird, wie gerade an charakteristischen Persönlichkeiten Geisteswissenschaft fruchtbar leuchtend, beleuchtend ist für die Ergebnisse der Naturwissenschaft; wie alles sich sehr schön mit den Ergebnissen der Naturwissenschaft zusammenfügt. Da muß ich Sie daran erinnern, wie einstmals Archimedes, der alte griechische Philosoph, als er im Bade war, sein weltberühmt gewordenes: Ich hab’s gefunden! — «Heureka!» — ausgerufen hat. Was hatte er gefunden? Er hat im Bade die Füße emporgestreckt aus dem Wasser und wieder heruntergelassen, und er hat dann bemerken können: Wenn die Füße im Wasser sind, sind sie leichter, als wenn sie draußen sind. Und er hat das wichtige Prinzip gefunden, daß ein jeder Körper im Wasser soviel von seinem Gewicht verliert, als das Gewicht des Wasserkörpers beträgt, den der andere, feste Körper verdrängt. Darauf beruht auch das Steigen des Luftballons, der immer soviel von seinem Gewicht verliert, als das Gewicht der verdrängten Luft beträgt. Und so ist es auch, wenn Sie Wasser haben, und in dieser Wassermasse einen festen Körper, dann verliert er so viel von seinem Gewicht innerhalb des Wassers, als das Gewicht des von ihm verdrängten Wassers beträgt, das den Raum von ihm einnimmt. Das verliert er scheinbar innerhalb des Wassers; wenn er unten liegt, verliert er es nicht, aber innerhalb des Wassers verliert er es. Das ist ein allgemeines Prinzip in der Natur. Es ist aber ein wichtiges Prinzip; denn, sehen Sie, mit diesem Prinzip hängt etwas außerordentlich Wichtiges im Menschen zusammen.
[ 30 ] Sie werden ja schon gehört haben, wie schwer ein menschliches Gehirn ist: im Durchschnitt etwa 1350 Gramm. Es hat also ein ziemliches Gewicht, dieses menschliche Gehirn, es wiegt fast anderthalb Kilo. Nun sind unter dem Gehirn sehr zarte Organe. Wenn Sie ein Kilo auf diese zarten Organe legen würden, so würden die sogleich zusammengequetscht werden, die könnten das gar nicht ertragen. Fortwährend ist das so, daß Sie ein Gehirn von einem Gewicht in sich tragen, das durch seine Schwere veranlagt ist, die Organe, die darunterliegen, an der Gehirnbasis liegen, zu zerdrücken. Es drückt aber nicht dieses Gewicht von einem Kilogramm, sondern in Wirklichkeit drücken höchstens zwanzig Gramm auf die Gehirnbasis! Woher kommt das? Weil das Gehirn ganz schwimmt im Gehirnwasser. Und tatsächlich, bis auf zwanzig Gramm verliert das Gehirn von seinem Gewicht, weil es im Gehirnwasser schwimmt; nicht von dem Gewicht, das Abwiegegewicht ist, sondern von dem Gewicht, das unmittelbares Druckgewicht ist. Es drückt nur mit zwanzig Gramm auf die Basis. Man stellt sich die Sache ganz richtig vor, wenn man sich vorstellt: Das Gehirn (es wird gezeichnet), und das Gehirn im Gehirnwasser schwimmend, das Gehirnwasser dann durch die Rükkenmarkssäule heruntergehend.
[ 30 ] Sie werden ja schon gehört haben, wie schwer ein menschliches Gehirn ist: im Durchschnitt etwa 1350 Gramm. Es hat also ein ziemliches Gewicht, dieses menschliche Gehirn, es wiegt fast anderthalb Kilo. Nun sind unter dem Gehirn sehr zarte Organe. Wenn Sie ein Kilo auf diese zarten Organe legen würden, so würden die sogleich zusammengequetscht werden, die könnten das gar nicht ertragen. Fortwährend ist das so, daß Sie ein Gehirn von einem Gewicht in sich tragen, das durch seine Schwere veranlagt ist, die Organe, die darunterliegen, an der Gehirnbasis liegen, zu zerdrücken. Es drückt aber nicht dieses Gewicht von einem Kilogramm, sondern in Wirklichkeit drücken höchstens zwanzig Gramm auf die Gehirnbasis! Woher kommt das? Weil das Gehirn ganz schwimmt im Gehirnwasser. Und tatsächlich, bis auf zwanzig Gramm verliert das Gehirn von seinem Gewicht, weil es im Gehirnwasser schwimmt; nicht von dem Gewicht, das Abwiegegewicht ist, sondern von dem Gewicht, das unmittelbares Druckgewicht ist. Es drückt nur mit zwanzig Gramm auf die Basis. Man stellt sich die Sache ganz richtig vor, wenn man sich vorstellt: Das Gehirn (es wird gezeichnet), und das Gehirn im Gehirnwasser schwimmend, das Gehirnwasser dann durch die Rükkenmarkssäule heruntergehend.
[ 31 ] Nun denken Sie sich aber, daß dieses Gehirnwasser rhythmisch auf und ab geht. So wie sich das Zwerchfell bei der Atmung auf und ab bewegt, so wie überhaupt die Ein- und Ausatmung vor sich geht, so bewegt sich rhythmisch dieses Gehirnwasser, in dem das Gehirn schwimmt und die Atmung mitmacht auf diese Weise. Und der ganze Gedankenprozeß, insofern das Gehirn sein Werkzeug ist, hat darin seinen physischen Zusammenhang mit dem Atmungsprozeß. Dadurch ist das Gehirn zu gleicher Zeit ein außerordentlich feines Empfindungsorgan für dasjenige, was im Irdischen als fortwährende Kräfte wirkt.
[ 31 ] Nun denken Sie sich aber, daß dieses Gehirnwasser rhythmisch auf und ab geht. So wie sich das Zwerchfell bei der Atmung auf und ab bewegt, so wie überhaupt die Ein- und Ausatmung vor sich geht, so bewegt sich rhythmisch dieses Gehirnwasser, in dem das Gehirn schwimmt und die Atmung mitmacht auf diese Weise. Und der ganze Gedankenprozeß, insofern das Gehirn sein Werkzeug ist, hat darin seinen physischen Zusammenhang mit dem Atmungsprozeß. Dadurch ist das Gehirn zu gleicher Zeit ein außerordentlich feines Empfindungsorgan für dasjenige, was im Irdischen als fortwährende Kräfte wirkt.
[ 32 ] Goethe, der in diese Dinge eine tiefe Einsicht hatte, wollte es zum Beispiel durchaus nicht gelten lassen, was die grobklotzige Meteorologie über das Sinken und Steigen des Batometerstandes sagt, die bloß auf äußere Luftverdickung und Luftverdünnung, auf Steigen und Sinken des Luftdruckes sieht. Goethe hat unendlich viel Zeit seines Lebens darauf verwendet, die Barometerstände der verschiedenen Gegenden sorgfältig zu notieren, und er hat versucht, zu konstatieren, wie regelmäßig das Steigen und Sinken des Barometerstandes über die ganze Erde hin ist, und wie man das vergleichen kann mit dem, was einer inneren Kraft der Erde, einem Ausatmen und Einatmen der Erde entspricht, womit zusammenhängt selbstverständlich alles Regelmäßige und alles Unregelmäßige der Meteorologie. Man braucht sich — trotzdem Regelmäßigkeit herrscht im Ein- und Ausatmen der Erde — nicht über das Wetterwendische des Barometers zu wundern; denn schließlich bekommt ja der Mensch trotz aller Regelmäßigkeit seines Atmens auch den Schnupfen und andere Zustände, die ein Barometer dafür sind, daß etwas nicht stimmt.
[ 32 ] Goethe, der in diese Dinge eine tiefe Einsicht hatte, wollte es zum Beispiel durchaus nicht gelten lassen, was die grobklotzige Meteorologie über das Sinken und Steigen des Batometerstandes sagt, die bloß auf äußere Luftverdickung und Luftverdünnung, auf Steigen und Sinken des Luftdruckes sieht. Goethe hat unendlich viel Zeit seines Lebens darauf verwendet, die Barometerstände der verschiedenen Gegenden sorgfältig zu notieren, und er hat versucht, zu konstatieren, wie regelmäßig das Steigen und Sinken des Barometerstandes über die ganze Erde hin ist, und wie man das vergleichen kann mit dem, was einer inneren Kraft der Erde, einem Ausatmen und Einatmen der Erde entspricht, womit zusammenhängt selbstverständlich alles Regelmäßige und alles Unregelmäßige der Meteorologie. Man braucht sich — trotzdem Regelmäßigkeit herrscht im Ein- und Ausatmen der Erde — nicht über das Wetterwendische des Barometers zu wundern; denn schließlich bekommt ja der Mensch trotz aller Regelmäßigkeit seines Atmens auch den Schnupfen und andere Zustände, die ein Barometer dafür sind, daß etwas nicht stimmt.
[ 33 ] Aber diese wunderbare Gesetzmäßigkeit in der Erdenschwere, dieses Innenleben des Irdischen, das nimmt der Mensch wahr. Im physischen Leben bleibt es unterbewußt. Aber so wie der Mensch hinausguckt in die Welt oder mit dem Ohr hinaushört, geradeso nimmt er in dem fortwährenden Aufundabwogen des Gehirnwassers geheimnisvolle innere Vorgänge des «Erdentieres» wahr, über das Goethe sich so ausdrückt: Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreis gleichnisweise als ein großes lebendiges Wesen, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist. Dieses Miterleben der Erde nimmt der Mensch wahr, aber es bleibt im Unterbewußten. Aber sobald man den Ätherleib als ein Organ hat, beginnt man, dieses Leben der Erde wahrzunehmen und mitzumachen, dann ist man ein Glied an diesem großen Erdengetier. Es ist wirklich erst unsere Zeit dazu gekommen, ich möchte sagen, solchen Dingen ganz verständnislos gegenüberzustehen. Noch Kepler, der ja als ein großer Geist gilt auch für diejenigen, die heute alle spirituelle Erkenntnis totschlagen möchten, redet davon, daß unsere Erde, wie er sich ausdrückt, eine walfischartige Respiration in Perioden, ein von der Sonnenzeit abhängiges Schlafen und Erwachen, mit Anschwellen und Sinken des Ozeans hat. Hinuntergedrängt ins Unterbewußte und ausgedrückt durch einen physischen Vorgang, der aber nichts mit dem Bewußtsein zu tun hat, erlebt der Mensch diese Dinge.
[ 33 ] Aber diese wunderbare Gesetzmäßigkeit in der Erdenschwere, dieses Innenleben des Irdischen, das nimmt der Mensch wahr. Im physischen Leben bleibt es unterbewußt. Aber so wie der Mensch hinausguckt in die Welt oder mit dem Ohr hinaushört, geradeso nimmt er in dem fortwährenden Aufundabwogen des Gehirnwassers geheimnisvolle innere Vorgänge des «Erdentieres» wahr, über das Goethe sich so ausdrückt: Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreis gleichnisweise als ein großes lebendiges Wesen, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist. Dieses Miterleben der Erde nimmt der Mensch wahr, aber es bleibt im Unterbewußten. Aber sobald man den Ätherleib als ein Organ hat, beginnt man, dieses Leben der Erde wahrzunehmen und mitzumachen, dann ist man ein Glied an diesem großen Erdengetier. Es ist wirklich erst unsere Zeit dazu gekommen, ich möchte sagen, solchen Dingen ganz verständnislos gegenüberzustehen. Noch Kepler, der ja als ein großer Geist gilt auch für diejenigen, die heute alle spirituelle Erkenntnis totschlagen möchten, redet davon, daß unsere Erde, wie er sich ausdrückt, eine walfischartige Respiration in Perioden, ein von der Sonnenzeit abhängiges Schlafen und Erwachen, mit Anschwellen und Sinken des Ozeans hat. Hinuntergedrängt ins Unterbewußte und ausgedrückt durch einen physischen Vorgang, der aber nichts mit dem Bewußtsein zu tun hat, erlebt der Mensch diese Dinge.
[ 34 ] Jetzt werden Sie sich nicht mehr wundern, wenn Ihnen nun die hellseherische Erkenntnis sagt: Auf dem alten Monde, wo traumhaftes Hellsehen vorhanden war, war insbesondere das, was jetzt in das Innere des Organismus zurückgetreten ist — dieser eigentümliche Zusammenhang zwischen der äußeren Luft und unserem Denkprozesse auf dem Umwege durch das Blut und durch das Aufundabwogen des Gehirnwassers —, ein Äußeres im Organismus. Da war draußen die sich bewegende Luft. Da war der Mensch selber noch denn etwas wie Irdisches war ja noch nicht da, erst wässerig war der Mond oder höchstens verdichtetes Wasser —, wie ein Aufwirbeln in der Mondenmaterie. Und dann lebte in diesem Aufwirbeln dasjenige, was dieses Aufwirbeln wahrnahm, was da im Wasser als verdichtetes Wasser schwamm als Mensch, als Mondenmensch. Das, was wir waren als Mondenmensch, das steckt in uns drinnen. Und wenn man studiert, wie das Gehirn im Gehirnwasser drinnen ist und wie die ganzen Funktionen sind, wie das mit dem Atmungsprozeß zusammenhängt, dann sieht man: Ja, es ist so: da stehst du eigentlich, du Erbschaft vom alten Mond, du hast dich nur zurückgezogen in das Innere. Da bist du als Gehirn. — Drinnen im Gehirnwasser schwimmt das, wogt auf und ab.
[ 34 ] Jetzt werden Sie sich nicht mehr wundern, wenn Ihnen nun die hellseherische Erkenntnis sagt: Auf dem alten Monde, wo traumhaftes Hellsehen vorhanden war, war insbesondere das, was jetzt in das Innere des Organismus zurückgetreten ist — dieser eigentümliche Zusammenhang zwischen der äußeren Luft und unserem Denkprozesse auf dem Umwege durch das Blut und durch das Aufundabwogen des Gehirnwassers —, ein Äußeres im Organismus. Da war draußen die sich bewegende Luft. Da war der Mensch selber noch denn etwas wie Irdisches war ja noch nicht da, erst wässerig war der Mond oder höchstens verdichtetes Wasser —, wie ein Aufwirbeln in der Mondenmaterie. Und dann lebte in diesem Aufwirbeln dasjenige, was dieses Aufwirbeln wahrnahm, was da im Wasser als verdichtetes Wasser schwamm als Mensch, als Mondenmensch. Das, was wir waren als Mondenmensch, das steckt in uns drinnen. Und wenn man studiert, wie das Gehirn im Gehirnwasser drinnen ist und wie die ganzen Funktionen sind, wie das mit dem Atmungsprozeß zusammenhängt, dann sieht man: Ja, es ist so: da stehst du eigentlich, du Erbschaft vom alten Mond, du hast dich nur zurückgezogen in das Innere. Da bist du als Gehirn. — Drinnen im Gehirnwasser schwimmt das, wogt auf und ab.
[ 35 ] Da kann man daraus sehen, wie sich darinnen spiegelt das alte Monden-Aufundabwogen, das des Menschen Physisches auf dem Monde war. Und darüber hat sich gleichsam gedeckt die ganze Sinnlichkeit, die man durch die äußeren Sinne, durch die Nerven wahrnimmt, wie die äußere Hülle, die darüber ist. Und was drunter ist, ist als Erbschaft vom alten Mond zurückgeblieben.
[ 35 ] Da kann man daraus sehen, wie sich darinnen spiegelt das alte Monden-Aufundabwogen, das des Menschen Physisches auf dem Monde war. Und darüber hat sich gleichsam gedeckt die ganze Sinnlichkeit, die man durch die äußeren Sinne, durch die Nerven wahrnimmt, wie die äußere Hülle, die darüber ist. Und was drunter ist, ist als Erbschaft vom alten Mond zurückgeblieben.
[ 36 ] So schließen sich überall die Dinge zusammen. In einer wunderschönen Weise schließen sie sich zusammen. Allerdings, solange man durch seine Augen nach außen sieht, durch seine Ohren nach außen hört, weiß man nichts von diesen Zusammenhängen durch inneres Erkennen. In dem Augenblick aber, wo man die Sinne nicht mehr benutzt und die Gedanken in der Weise zurückläßt, die ich Ihnen beschrieben habe, da fühlt man sich eins mit dem Erdenleben, und da weiß man sich eins durch seine innere Konfiguration mit der Erdenschwere unseres ätherischen Lebens, jenes Lebens, in das unmittelbar derjenige übergeht, der den physischen Leib auch verläßt, und der in den Zustand des sogenannten Todes übergeht.
[ 36 ] So schließen sich überall die Dinge zusammen. In einer wunderschönen Weise schließen sie sich zusammen. Allerdings, solange man durch seine Augen nach außen sieht, durch seine Ohren nach außen hört, weiß man nichts von diesen Zusammenhängen durch inneres Erkennen. In dem Augenblick aber, wo man die Sinne nicht mehr benutzt und die Gedanken in der Weise zurückläßt, die ich Ihnen beschrieben habe, da fühlt man sich eins mit dem Erdenleben, und da weiß man sich eins durch seine innere Konfiguration mit der Erdenschwere unseres ätherischen Lebens, jenes Lebens, in das unmittelbar derjenige übergeht, der den physischen Leib auch verläßt, und der in den Zustand des sogenannten Todes übergeht.
