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The Present and the Past in the Human Spirit
GA 167

28 March 1916, Berlin

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The Present and the Past in the Human Spirit, tr. SOL
  1. Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste

3. Streiflichter auf die tieferen Impulse der Geschichte

3. A Glimpse into the Deeper Forces of History

[ 1 ] Es ist mir heute auferlegt, einiges Geschichtliche zu besprechen von einem gewissen geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus. Ich werde Sie dabei zu bitten haben, da ja über alle diese Dinge nur skizzenhafte Schilderungen gegeben werden können, im Auge zu haben, daß selbstverständlich, wenn gewisse, sagen wir, aus den Bewegungen des Geistes heraus fließende Schilderungen gegeben werden und so gegeben werden müssen, wie sie hier gegeben werden, ja nur Lichter geworfen werden können auf dieses oder jenes Geschichtliche, daß nicht in demselben Sinne über Ursachen und Wirkungen gleich unmittelbar gesprochen werden kann, wie man das in der äußeren Geschichte gewohnt ist. Wir müssen uns ja durch unsere Geisteswissenschaft schon bekannt gemacht haben mit der Idee, daß hinter allem, was in der Welt geschieht, geistige Kräfte stehen, geistige Absichten, geistige Ziele.

[ 1 ] Today I have been asked to discuss some historical matters from a certain perspective of Spiritual Science. Since only a brief overview of all these matters can be provided, I must ask you to bear in mind that, of course, when certain descriptions—let us say, those arising from the movements of the spirit—are presented, and must be presented as they are here, they can only shed light on this or that historical event; it is not possible to speak of causes and effects in the same immediate sense as one is accustomed to in external history. After all, through our Spiritual Science we must already have become acquainted with the idea that behind everything that happens in the world there are spiritual forces, spiritual intentions, and spiritual goals.

[ 2 ] Wenn man so die Geschichte äußerlich betrachtet, so bietet sie ja selbstverständlich gewissermaßen nur den äußeren geschichtlichen Mechanismus für dasjenige, was als geistige Absichten und geistige Ziele in ihr webt und lebt. Der geisteswissenschaftlich geschulte Blick sieht dann mehr unmittelbar die geistigen Strömungen, die geistigen Prozesse, die dahinter stehen. Aber man muß dafür auch in dem, was so geschildert wird, eben nicht gleich etwas sehen, wovon man sagen kann: der, der die Dinge auseinandergesetzt hat, wolle etwa die historischen Ereignisse ganz unmittelbar aus dem, was er geschildert hat, ableiten. Das ist nicht der Fall, sondern es sollen, wie gesagt, nur einige Streiflichter geworfen werden auf die tieferen Kräfte, die man ja weder sieht, wenn man nur ganz äußerlich die materiell historischen Tatsachen schildert, noch auch, wenn man solche Tatsachen schildert, wie ich sie heute schildern werde. Aber wenn man dann beides zusammenfügt, so bekommt man doch ein Bild von dem, was eigentlich in der Welt geschieht.

[ 2 ] When one views history in this way from the outside, it naturally provides, so to speak, only the external historical mechanism for what weaves and lives within it as spiritual intentions and spiritual goals. A perspective trained in the Spiritual Science then perceives more directly the spiritual currents and spiritual processes that lie behind it. But one must not, for that reason, immediately see in what is described here something that would lead one to say: the person who has analyzed these things intends, for example, to derive the historical events directly from what he has described. That is not the case; rather, as I said, the aim is merely to shed some light on the deeper forces that one cannot see either when one describes the material historical facts in a purely external way, nor when one describes such facts as I will describe them today. But when one then brings both together, one does indeed gain a picture of what is actually happening in the world.

[ 3 ] Anknüpfen muß ich dabei an eine Persönlichkeit, deren Name Ihnen ja allen bekannt ist, an die Persönlichkeit der H. P. Blavatsky, Sie wissen alle, diese H.P. Blavatsky, die als eine besonders psychisch veranlagte Persönlichkeit gelebt hat in der Zeit, in der im äußeren Leben gerade die Hochflut des Materialismus war, steht in einer ganz eigentümlichen Weise in dieser geistigen Bewegung der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts darinnen. Mit ihr ist, wie gesagt, eine im eminentesten Sinne psychische Persönlichkeit hineingestellt in das ganze sonstige materielle Getriebe, von dem ja alles, was man als Wissenschaft ansieht, in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts mehr oder weniger abhängig war. Nun war H.P.Blavatsky nicht eine Persönlichkeit, die man etwa im gewöhnlichen Sinne als ein Medium bezeichnen konnte, sondern schon eine im allertiefsten Sinne sehr, sehr merkwürdige psychische Persönlichkeit. Man muß, wenn man sie ganz verstehen, wenn man sie wenigstens bis zu einem hohen Grade verstehen will, dann schon darauf sehen, aus welchem Milieu sie hervorgegangen ist. Sie ist aus dem russischen Milieu hervorgegangen, aus der russischen Art und Weise, wie da Geistiges und Physisches in einem Leibe zusammenwirken kann, der nun eben nicht normal, sondern ganz abnorm ist. Und dabei muß man dann Rücksicht darauf nehmen, inwiefern vermöge des Volkseigentümlichen das russische Volk abweicht von den mittleren und westlichen Völkern Europas. Die mittleren und westlichen Völker Europas sind ja die Fortsetzer und in gewissem Sinne auch die schöpferischen Neugestalter der Kultur, die hervorgegangen ist aus dem vierten nachatlantischen, dem griechisch-lateinischen Kulturzeitraum. Was da gelebt hat in diesem griechisch-lateinischen Kulturzeitraum, wird durch Mittel- und Westeuropa fortgesetzt. Das kann nur fortgesetzt werden, konnte nur fortgesetzt werden dadurch, daß in diesem West- und Mitteleuropa ganz besonders die physischen Leiber sich ausbildeten zu besonderen Instrumenten auch für geistiges Wirken, für Denken, Fühlen und Wollen. Was Denken, Fühlen und Wollen zustande bringen konnten durch das Instrument des physischen Leibes, das sollte in West- und Mitteleuropa vorzugsweise herauskommen. Anders in Osteuropa bei den slawischen Völkern und insbesondere beim russischen Volk. Man kann sagen: in der Weise den physischen Leib durchzumechanisieren, wie das in West- und Mitteleuropa der Fall ist, das kann überhaupt beim russischen Volk, insoferne dieses Volk in seinem Volkstume drinnen bleibt, nicht stattfinden. Man kann mit westeuropäischer Wissenschaft überhaupt das russische Volk nicht verstehen, wenn man es wirklich verstehen will. Man kann es nur verstehen, wenn man weiß: es gibt einen Ätherleib. Denn das Charakteristische gerade des russischen Volkstums besteht darinnen, daß die wichtigste Betätigung des Lebens nicht so in den physischen Leib hineingeht, wie in West- und Mitteleuropa, sondern mehr im Ätherleib sich abspielt und gar nicht so sehr den physischen Leib durchdringt. Es hat im russischen Volkstum der Ätherleib eine viel, viel größere Bedeutung, als er jetzt noch hat für das Volkstum West- und Mitteleuropas und auch für das amerikanische Volkstum; für dieses letztere ganz besonders. Daher kann innerhalb des russischen Volkstums — des Volkstums, nicht der regierenden Kreise —, niemals sich in demselben Grade ein unmittelbar starkes Ich ausbilden, wie das in West- und Mitteleuropa bei den Menschen der Fall ist, sondern das Ich wird immer mit einer gewissen Traum-Umflorung da sein, wird immer etwas von Träumerischem haben. Denn so wie das Ich jetzt noch im fünften nachatlantischen Zeitraum in den Menschen lebt, so ist es bedingt durch die geschilderte besondere Ausbildung des physischen Leibes. Während dieses fünften nachatlantischen Zeitraums soll das russische Volkstum gar nicht soweit kommen, das Ich als solches unmittelbar auszubilden. Es soll gar nicht mit dem, was im Ätherleibe da lebt und webt, sich hineinprägen in den physischen Leib. Natürlich, die Worte retouchieren immer ein bißchen, weil ja unsere Worte noch nicht für Geistiges geprägt sind. Wenn man sagt: traumhaft, so kann natürlich jemand kommen, der materialistisch denkt, und kann anführen, daß die Leute gar nicht träumen und so weiter. Aber das sind ja alles äußerliche Einwände, die mit dem Werdegang, wie er sich nun wirklich abspielt, gar nichts zu tun haben.

[ 3 ] I must refer here to a figure whose name is, of course, familiar to all of you: H. P. Blavatsky, You all know this H. P. Blavatsky, who lived as a person with a particularly psychic disposition at a time when materialism was at its peak in the outer world; she stands out in a very unique way within this spiritual movement of the second half of the nineteenth century. As I said, she represents a psychic personality in the most eminent sense, set within the entire material framework on which everything considered “science” in the second half of the nineteenth century was more or less dependent. Now, H.P. Blavatsky was not a personality whom one could describe, in the ordinary sense, as a medium, but rather a psychic personality who was, in the deepest sense, very, very remarkable. If one wishes to understand her fully—or at least to a high degree—one must consider the milieu from which she emerged. She emerged from the Russian milieu, from the Russian way in which the spiritual and the physical can interact within a single body—a body that is not normal, but rather entirely abnormal. And in this context, one must take into account the extent to which, by virtue of its national character, the Russian people differ from the Central and Western peoples of Europe. The Central and Western European peoples are, after all, the continuers and, in a certain sense, also the creative reshapers of the culture that emerged from the fourth post-Atlantean, the Greco-Latin cultural epoch. What was lived during this Greco-Latin cultural epoch is continued by Central and Western Europe. This can only be continued—and could only be continued—because in Western and Central Europe, the physical bodies in particular developed into special instruments for spiritual activity, for thinking, feeling, and willing. What thinking, feeling, and willing were able to accomplish through the instrument of the physical body was to be brought to the fore primarily in Western and Central Europe. The situation is different in Eastern Europe among the Slavic peoples, and especially among the Russian people. One might say: the kind of mechanization of the physical body that occurs in Western and Central Europe simply cannot take place among the Russian people—at least not to the extent that this people remains true to its national character. One cannot understand the Russian people at all through Western European science if one truly wishes to understand them. One can only understand it if one knows that there is an etheric body. For the very characteristic of Russian folk culture lies in the fact that the most important activity of life does not enter the physical body in the same way as in Western and Central Europe, but rather takes place more in the etheric body and does not penetrate the physical body to nearly the same extent. In Russian national character, the etheric body has a much, much greater significance than it currently has in the national character of Western and Central Europe—and also in that of the American people; this is especially true of the latter. Consequently, within Russian folklore—the folklore of the people, not of the ruling circles—a directly strong “I” can never develop to the same degree as is the case with people in Western and Central Europe; rather, the “I” will always be present with a certain dreamlike veil, will always have something dreamlike about it. For just as the “I” still lives within human beings in the fifth post-Atlantean epoch, so is it conditioned by the particular development of the physical body described above. During this fifth post-Atlantean epoch, Russian folk culture is not even meant to reach the point of directly developing the “I” as such. It is not meant to imprint itself into the physical body through what lives and weaves within the etheric body. Of course, words always distort things a little, because our words are not yet suited to the spiritual. When one says “dreamlike,” a materialist might naturally object, arguing that people do not dream at all, and so on. But these are all external objections that have nothing to do with the actual process as it really unfolds.

[ 4 ] Daher kann man sagen, daß dasjenige, was in diesem russischen Volkstum als Volkstum veranlagt ist, gegenwärtig überhaupt noch nicht zur äußeren Offenbarung kommen kann, daß diesem russischen Volkstum vorläufig von außen aufgeprägt ist dasjenige, was seine Eigenschaften zuweilen in ganz entgegengesetzter Weise als sie sind, zur Tat werden läßt, zur Ausbildung bringt. Aus diesem russischen Volkstum ist zum großen Teil hervorgewachsen diese H. P. Blavatsky. Daraus wird es verständlich, daß bei ihr in einem ungeheuren Maße der Ätherleib in seiner Tätigkeit alle physische Tätigkeit, insofern sie Erkenntnistätigkeit ist, überwog. Wir haben daher im wesentlichen in H. P. Blavatsky eine Persönlichkeit, die in ihrem Ätherleibe vieles, unendlich vieles erleben kann. Das ist natürlich etwas ganz anderes, als was man durch Denken und Erkennen mit Hilfe des Gehirns erleben kann. Sie kann also, ich möchte sagen, einfach dadurch, daß sie herausgewachsen ist aus dem russischen Volkstum, in ihrem Ätherleibe Unendliches erleben. Aber es ist damit verknüpft, daß ihr die Eigenschaften fehlten — und die fehlten ihr ja tatsächlich —, die der Westeuropäer schon einmal nicht entbehren will, wenn er von den geistigen Welten irgend etwas geoffenbart haben soll. Es fehlte Blavatsky alle Möglichkeit, logisch zu denken, ihre Erkenntnisse logisch zu gruppieren, irgendwie zwei Dinge so nacheinander zu sagen, daß das eine aus dem andern folgte; so daß man bei dem, was sie durch ihre inneren Schauungen im Ätherleibe zustande brachte, wenn man sie übersetzen will in das, was man ja selbstverständlich hat als west- und mitteleuropäischer Mensch, immer das Gefühlt hat, daß einem eigentlich ein Mühlrad im Kopfe herumgeht. Man muß schon selber abgeneigt sein einem gewissen ernsten Denken, wenn man nicht wahrhaben will, daß einem bei dem, was Blavatsky hervorgebracht hat, ein Mühlrad im Kopfe herumgehe. Aber das hindert nicht, daß dasjenige, was sich bei ihr durchdrängte durch den Ätherleib, was bei ihr durch ihre ätherische Erkenntnisfähigkeit in ungeordneter Weise auftrat, selbstverständlich bedeutsame Offenbarungen enthalten kann aus der geistigen Welt. Nur muß man Kritik haben, man muß die Möglichkeit haben, die Dinge so aufzunehmen, wie sie schon einmal sind, nämlich so, daß man sie nicht liest wie etwa ein wissenschaftliches oder sonst irgendein Buch, das in unserem heutigen Geistesleben einen normalen Platz hat.

[ 4 ] Therefore, one can say that what is inherent in this Russian folklore as folklore cannot yet manifest itself outwardly at all; that, for the time being, what is imposed on this Russian folklore from the outside causes its characteristics to be put into action and developed in ways that are sometimes completely opposite to what they actually are. H. P. Blavatsky emerged to a large extent from this Russian folk spirit. This makes it understandable that, in her case, the etheric body, in its activity, overwhelmingly dominated all physical activity—insofar as it was an activity of cognition. We therefore essentially have in H. P. Blavatsky a personality who can experience much—infinitely much—in her etheric body. This is, of course, something entirely different from what one can experience through thinking and cognition with the aid of the brain. She can thus—I would say—simply by virtue of having grown out of Russian folklore, experience the infinite in her etheric body. But this is linked to the fact that she lacked the qualities—and she did indeed lack them—that a Western European simply cannot do without if he is to have received any revelation from the spiritual worlds. Blavatsky lacked any ability to think logically, to group her insights logically, or to state two things in succession in such a way that one followed from the other; so that when it comes to what she produced through her inner visions in the etheric body—if one wishes to translate them into what we, as Western and Central Europeans, take for granted—one always has the feeling that a millwheel is actually turning in one’s head. One must indeed be averse to a certain kind of serious thinking if one refuses to acknowledge that, when it comes to what Blavatsky produced, a millwheel is turning in one’s head. But that does not prevent what penetrated her through her etheric body—what manifested in her in a disorderly manner through her etheric faculty of perception—from naturally containing significant revelations from the spiritual world. One must simply maintain a critical perspective; one must be able to take things as they are—namely, without reading them as one would a scientific or any other book that occupies a normal place in our intellectual life today.

[ 5 ] So war also gerade in der Zeit, in der eigentlich die Menschheit, ich möchte sagen, durch den höchstgespannten Materialismus gehen sollte, eine solche Persönlichkeit vorhanden. Da sind wir einfach vor eine Tatsache gestellt: Eine Persönlichkeit ist vorhanden, die hervorgegangen ist aus osteuropäischem Volkstum, die aber auch in ihrer Vererbungsströmung, in ihrem Blut doch noch, ich möchte sagen, einen Stich von Mitteleuropäertum hatte — in ihrer Abstammung ist ja das sehr leicht nachzuweisen. Also es war schon das vorhanden, aber überflutet vom osteuropäischen Element, was in Mitteleuropa führt zum logischen Wesen, und was namentlich zur Willensinitiative führt, die ja der Russe als Angehöriger seines Volkes gar nicht hat. — Nun, was ist geschehen? Wenn wir so die zwei äußersten Pole, möchte ich sagen, zusammenfassen, so können wir sagen: Das, was zuletzt geschehen ist — nicht wahr, wir haben ja lauter englische Bücher von Blavatsky —, ist, daß dasjenige, was vermöge ihres Wurzelns im Russentum aus dem Ätherleibe der Blavatsky herauskommen konnte, eingefaßt worden ist von englischem Wesen, vom Engländertum, und aus englischer Verarbeitung in den Büchern der Blavatsky erscheint. So liegt es vor. Das Wichtige ist nur alles dasjenige, was dazwischen geschehen ist.

[ 5 ] So it was precisely during a time when humanity, I would say, was supposed to be going through a period of extreme materialism that such a personality existed. We are simply faced with a fact: there is a personality who emerged from Eastern European folk culture, but who, in her hereditary lineage, in her blood, still possessed—I would say—a touch of Central European character—which is, after all, very easy to trace in her ancestry. So that was already present, but overwhelmed by the Eastern European element, which in Central Europe leads to a logical nature, and which leads in particular to the initiative of the will—something the Russian, as a member of his people, simply does not possess. — Well, what has happened? If we were to summarize these two extreme poles, so to speak, we could say: What has happened most recently—after all, we have nothing but English books by Blavatsky—is that whatever could emerge from Blavatsky’s etheric body by virtue of its roots in Russian culture has been framed by the English spirit, by English culture, and appears in Blavatsky’s books as a product of English interpretation. That is how it stands. What is important, however, is everything that happened in between.

[ 6 ] Um nun zu verstehen, was dazwischen geschehen ist, muß man sich klar sein darüber, daß im Westen Europas, namentlich ausgehend von britischem Wesen, ein weitgehendes Arbeiten in okkulter Wissenschaft immer vorhanden war. Soweit eigentlich von englischer Geschichte gesprochen werden kann: ein weitgehendes Arbeiten in Okkultismus war immer vorhanden. Mitteleuropa hat eigentlich wirklich durch die ganze Entwickelung seiner geistigen Kultur keinen rechten Begriff davon, wie einschneidend okkultes Wesen und okkultes Arbeiten von den britischen Landesteilen immer ausgegangen ist und sich verbreitet hat über Westeuropa, auch über Südeuropa und so weiter. Nun muß man, wenn man verstehen will, wie die Dinge eigentlich liegen, sich diesen, namentlich britisch gefärbten Okkultismus ein wenig ansehen. Also dieser britisch gefärbte Okkultismus ist durchaus vorhanden. Dasjenige, was die Leute äußerlich wissen von allerlei Hochgrad-Orden schottischer Maurerei und so weiter, das sind eigentlich nur die Außenseiten, die der Welt gezeigt werden. Aber hinter diesen Außenseiten stehen nun wirklich umfassend arbeitende okkulte Schulen, und diese okkulten Schulen haben in einem viel höheren Maße, als das in Mitteleuropa der Fall ist, die alten okkulten Traditionen und alten okkulten Strömungen in sich aufgenommen. In Mitteleuropa — das haben Sie ja schon aus meinen verschiedenen öffentlichen Vorträgen gesehen — strebt man mehr danach und mußte mehr danach streben, aus der eigenen Geistigkeit heraus aufzusteigen zu einem spirituellen Erkennen, zu einem Erkennen der spirituellen Welten. Da hat man sich weniger angelehnt an das von anderen Seiten, namentlich von älteren okkulten Schulen Überkommene. Wir können die Jahrhunderte zurückgehen, namentlich bis zum Anfang des siebzehnten Jahrhunderts, da finden wir namentlich über England, Schottland und Irland — über Irland weniger, aber über Schottland — ausgebreitet solche okkulten Gemeinschaften, die in sich fortgepflanzt haben dasjenige, was okkultes Wissen in den ältesten Zeiten war, das sie aber in einer gewissen Weise umgestaltet haben.

[ 6 ] To understand what happened in the meantime, one must realize that in Western Europe—particularly stemming from the British character—extensive work in the occult sciences has always existed. Insofar as one can actually speak of English history, extensive work in the occult has always been present. Throughout the entire development of its spiritual culture, Central Europe has, in fact, never really grasped just how profoundly occult principles and occult practices have always emanated from the British Isles and spread throughout Western Europe, as well as Southern Europe and so on. Now, if one wishes to understand how things actually stand, one must take a closer look at this occultism, which is specifically British in character. So this British-influenced occultism certainly exists. What people know superficially about various high-degree orders of Scottish Rite Freemasonry and so on is actually only the outward appearance presented to the world. But behind these outward appearances there are indeed occult schools operating on a truly comprehensive scale, and these occult schools have incorporated the ancient occult traditions and currents to a much greater extent than is the case in Central Europe. In Central Europe—as you have already seen from my various public lectures—people strive more, and have had to strive more, to ascend from their own spirituality to spiritual knowledge, to a knowledge of the spiritual worlds. There, they have relied less on what has been handed down from other sources, namely from older occult schools. We can go back centuries, specifically to the beginning of the seventeenth century, and there we find—particularly in England, Scotland, and Ireland (less so in Ireland, but especially in Scotland)—such occult communities that have preserved within themselves what constituted occult knowledge in the most ancient times, though they have, in a certain way, transformed it.

[ 7 ] Will man den Grund zu dieser Umgestaltung so recht einsehen, so muß man wissen, daß der vierte nachatlantische Zeitraum, der also das Griechentum, das Römertum und so weiter umfaßte und bis zum Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts eigentlich gedauert hat, in sich zu verarbeiten hatte auf rein menschliche Weise das, was in früheren Zeiträumen als geistige Offenbarung da war: Was der Mensch in Offenbarungen empfangen hat, das sollte da geistig verarbeitet werden in diesem vierten Zeitraum. Dann kam der fünfte nachatlantische Zeitraum, der genau eben mit dem Beginne des fünfzehnten Jahrhunderts beginnt. Da sollte der Mensch mehr seine Blicke auf die Außenwelt richten, mehr auf dem physischen Plane leben, weniger neue Begriffe ausarbeiten. Alle Begriffe, die wir heute in der Welt haben, sind ja Begriffe aus dem vierten nachatlantischen Zeitraum, die sind ja alle herübergekommen. Neue Begriffe sind seit dem fünfzehnten Jahrhundert überhaupt nicht gebildet worden. Kein einziger wirklich neuer Begriff ist gebildet worden; es sind nur die alten Begriffe angewendet worden in neuer Art auf die Vorgänge. Der Darwinismus hat nicht etwa einen neuen Entwickelungsbegriff heraufgebracht, er ist nur angewandt worden auf gewisse Vorgänge. Also kein einziger neuer Begriff ist entstanden seit dem Beginne des fünfzehnten Jahrhunderts, die sind alle im vierten nachatlantischen Zeitraume entstanden. Der fünfte nachatlantische Zeitraum sollte den Blick auf die äußere physische Welt, auf den physischen Plan richten. Für diese Aufgabe war aber besonders vorbereitet das britische Volk. Und gerade durch die Art und Weise, wie sich seine Eigentümlichkeit verhältnismäßig spät herausgebildet hat auf den Britischen Inseln, war das britische Volk zu dieser Aufgabe besonders geeignet.

[ 7 ] If one wishes to truly understand the reason for this transformation, one must realize that the fourth post-Atlantean epoch—which encompassed Greek and Roman civilization and so on, and actually lasted until the beginning of the fifteenth century—had to process, in a purely human way, what had existed in earlier epochs as spiritual revelation: What humanity had received in revelations was to be spiritually processed during this fourth epoch. Then came the fifth post-Atlantean epoch, which begins precisely at the start of the fifteenth century. During this time, humanity was to direct its gaze more toward the external world, live more on the physical plane, and develop fewer new concepts. All the concepts we have in the world today are, after all, concepts from the fourth post-Atlantean epoch; they have all been carried over from that time. No new concepts have been formed at all since the fifteenth century. Not a single truly new concept has been formed; only the old concepts have been applied in new ways to current events. Darwinism did not, for example, introduce a new concept of evolution; it was merely applied to certain processes. Thus, not a single new concept has emerged since the beginning of the fifteenth century; they all originated in the fourth post-Atlantean epoch. The fifth post-Atlantean epoch was meant to direct our gaze toward the external physical world, toward the physical plane. The British people, however, were particularly well-prepared for this task. And precisely because their distinctive character developed relatively late in the British Isles, the British people were especially suited to this task.

[ 8 ] Im Beginne des fünfzehnten Jahrhunderts drohte da etwas. Es drohte da, daß eine Art von Konfusion entstehen sollte. Das rein physische Streben des Britentums drohte konfundiert zu werden mit einem viel spirituelleren, mit einem von uralten Zeiten herein befruchteten spirituellen Leben. Es war das in der Zeit, als Landesteile des französischen Reiches noch hinübergehörten zur englischen Herrschaft, wo also die englische Herrschaft noch herüberging über den Kanal in französische Landesteile herein. Daß da eine wirkliche Scheidung eintrat, das wurde aus der geistigen Welt heraus mitbewirkt durch das Erscheinen der Jeanne d’Arc, der Jungfrau von Orleans, die gerade deshalb, weil sie gewissermaßen aus der geistigen Welt heraus Ordnung zu schaffen hatte im Beginne des fünfzehnten Jahrhunderts, ja auch im Beginne des fünfzehnten Jahrhunderts erschien. Und wirklich, das ganze äußere Wesen Europas hängt ab, wie ich schon einmal hier geschildert habe, von diesem Auftreten der Jungfrau von Orleans. Damals wurde die Scheidung zwischen französischem Wesen und britischem Wesen genau vollzogen. Vorher war es ja so, daß vielfach die unter den sagenhaften, aber eigentlich okkult gemeinten Hengist und Horsa von Mitteleuropa nach den Britischen Inseln hinüberwandernden Angeln und Sachsen eigentlich beherrscht wurden von normannisch-romanischem, namentlich romanischem Element und eine untergeordnete Schichte bildeten. Gerade dasjenige britische Wesen, das heute tonangebend ist, tonangebend geworden ist namentlich seit dem siebzehnten Jahrhundert, das bildete eine so starke Unterschicht, daß, als das französische Element da noch herrschend war, als gewissermaßen der französische Geist noch hinüberwirkte auf die britische Insel, es da eine Aristokratie dort gab, die im tiefsten Sinne alles dasjenige verachtete, was nur von Angeln und Sachsen abstammte. Es war zum Beispiel ein ganz gebräuchlicher Ausdruck, namentlich im zehnten, elften, zwölften Jahrhundert, daß, wenn ein Mensch aus dieser Oberschicht, die damals noch im gegenüberliegenden Frankreich lebte, in der französisch-normannisches Blut lebte, fluchen wollte, er sagte: Gott verdamm’ mich zu einem Engländer! Das war ein Fluch, den man oftmals hören konnte. Also man wollte, wenn man ein angesehener Mensch sein wollte, nur ja kein Engländer sein auf der britischen Insel. Das änderte sich erst gründlich, nachdem, wie gesagt, jene Scheidung sich vollzogen hatte und das Engländertum nun heraufkam. Nun spielten sich ja die verschiedensten Vorgänge ab — es würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen, wollte ich sie schildern —, hinter denen tiefgehende geistige Kräfte walten: die Kriege der Weißen und der Roten Rose. Aber wichtig ist, daß im Beginne des siebzehnten Jahrhunderts, als schon Shakespeare seine Dramen geschaffen hatte, die ja, insoferne sie KönigsDramen sind, insbesondere die Rosen-Kriege behandeln — in den Shakespeare-Dramen lebt ja der ganze Kampf der Roten und WeiBen Rose —, daß Ende des sechzehnten und im Beginne des siebzehnten Jahrhunderts eine Seele in einem physischen Leib sich im britischen Reich inkarnierte, die äußerlich nicht sehr Bedeutsames wirkte, die aber weithin ungeheuer anregend wirkte. Besonders anregend konnte diese Seele wirken, die sich in einem britischen Leibe inkarnierte, in dem im Grunde genommen wenig britisches Blut war, sondern mehr französisches und schottisches Blut durcheinanderwirkte. Und von dieser Seele ging eigentlich dasjenige aus, was den Anstoß gegeben hat sowohl zu dem äußeren britischen Geistesleben, wie auch zu dem okkulten britischen Geistesleben. Und so bildete sich, natürlich mit verschiedenen Zwischenvorgängen, die zu schildern jetzt zu weit führen würde, dieses okkulte britische Geistesleben aus. Nun sagte ich Ihnen, dieses Geistesleben setzte fort die okkulten Strömungen des vierten nachatlantischen Zeitraums. Man wußte da ungeheuer viel, weil hier gerade der Boden dafür war, daß die Körper am meisten Bedeutung hatten, daß der Ätherleib am wenigsten tätig war und daß der physische Leib als ein Instrument angesehen wurde für alles geistige Leben. Gerade dadurch gab es da keine Möglichkeit, in diesen okkulten Schulen selber irgendwie viel zu erfahren aus der geistigen Welt. Aber man bewahrte in den okkulten Schulen die alten Traditionen, man bewahrte dasjenige, was überliefert war durch die alten hellseherischen Beobachter und suchte es mit den Begriffen zu durchdringen. Und so entstand da eine okkulte Wissenschaft, welche eigentlich nur arbeitete mit den Erfahrungen der im vierten und sogar noch im dritten nachatlantischen Zeitraum vorhandenen Hellseher, aber dieses, was da durch Hellscher zustande gekommen war, durcharbeitete mit rein physischen Begriffen, mit dem Begriffsmaterial, das man hat, wenn man eben nur durch den physischen Leib denkt. So entstand eine eigentümliche okkulte Wissenschaft, die aber wirklich sich über alle Gebiete des Lebens erstreckt.

[ 8 ] At the beginning of the fifteenth century, something was looming. There was a threat that a kind of confusion would arise. The purely physical aspirations of the British people were in danger of being conflated with a much more spiritual life—one that had been nourished since time immemorial. This was at a time when parts of the French Empire still fell under English rule—when English rule still extended across the Channel into French territories. The fact that a real separation took place was brought about from the spiritual world by the appearance of Joan of Arc, the Maid of Orléans, who appeared at the beginning of the fifteenth century precisely because, in a sense, she had to restore order from the spiritual world. And indeed, the entire outer character of Europe depends, as I have already described here, on this appearance of the Maid of Orléans. It was then that the separation between the French and British essences was fully accomplished. Previously, it was the case that the Angles and Saxons—who, according to legend (though actually intended in an occult sense), migrated from Central Europe to the British Isles under the leadership of Hengist and Horsa—were in fact dominated by a Norman-Roman, specifically Roman, element and formed a subordinate class. It was precisely that British character—which sets the tone today, and has done so especially since the seventeenth century—that formed such a strong lower class that, when the French element was still dominant there, when, so to speak, the French spirit still exerted its influence on the British Isles, there existed an aristocracy there that, in the deepest sense, despised everything that descended from the Angles and Saxons. For example, it was a very common expression—particularly in the 10th, eleventh, and 12th centuries—that when a person from this upper class, who at that time still lived in neighboring France and had French-Norman blood, wanted to curse, he would say: “May God damn me to be an Englishman!” That was a curse one could often hear. So, if one wanted to be a person of standing, one certainly did not want to be an Englishman on the British Isles. That only changed fundamentally after, as I said, that separation had taken place and Englishness was now on the rise. Now, a wide variety of events were unfolding—it would take too long to describe them all—behind which profound spiritual forces were at work: the Wars of the White and Red Roses. But what is important is that at the beginning of the seventeenth century, when Shakespeare had already written his plays—which, insofar as they are royal dramas, deal in particular with the Wars of the Roses — for the entire struggle between the Red and White Roses lives on in Shakespeare’s plays — that at the end of the sixteenth and the beginning of the seventeenth century, a soul incarnated in a physical body within the British Empire; a soul that outwardly accomplished little of significance, but which had a profoundly inspiring effect far and wide. This soul, which incarnated in a British body that, strictly speaking, contained little British blood—but rather a mixture of French and Scottish blood—was able to exert a particularly stimulating influence. And it was from this soul that the impetus actually sprang which gave rise to both the outward British spiritual life and the occult British spiritual life. And so, naturally through various intermediate processes—which would take us too far afield to describe here—this occult British spiritual life took shape. Now, as I told you, this spiritual life continued the occult currents of the fourth post-Atlantean epoch. An immense amount was known there, precisely because the conditions were such that the physical bodies were of the greatest significance, the etheric body was least active, and the physical body was regarded as an instrument for all spiritual life. Precisely because of this, there was no possibility within these occult schools themselves to gain much direct experience of the spiritual world. But in the occult schools, the ancient traditions were preserved; they preserved what had been handed down by the ancient clairvoyant observers and sought to penetrate it with concepts. And so an occult science arose there that actually worked only with the experiences of the clairvoyants who existed in the fourth and even the third post-Atlantean epochs, but it processed what had been achieved through clairvoyance using purely physical concepts—the conceptual material one has when thinking solely through the physical body. Thus a peculiar occult science arose, one that truly extends across all areas of life.

[ 9 ] Es ist nun interessant, vor allen Dingen gewisse Kapitel dieser okkulten Wissenschaft — wie gesagt, ich erzähle Ihnen lauter Tatsachen — ein wenig näher sich anzusehen. Und das ist dasjenige, was gelehrt wurde über das Schicksal der europäischen Völker. Das bildete sogar ein wesentliches Kapitel in diesen okkulten Schulen. Ich will Ihnen versuchen zu charakterisieren, was da gelehrt wurde über das Schicksal der europäischen Völker. Da wurde gesagt: Es war ein vierter nachatlantischer Zeitraum da — das hatte man aus der Tradition, aus der Überlieferung —, dieser vierte nachatlantische Zeitraum strotzte von geistigem Leben, er hatte hervorgebracht die Begriffswelt für die Menschen, die Anschauungen über soziale Einrichtungen, alles mögliche hatte er hervorgebracht, er strotzte von geistigem Leben. Er hatte sich ausgebildet im Süden Europas auf der griechischen Halbinsel, auf der italischen Halbinsel, strahlte von da aus. Die Völker Mitteleuropas, Westeuropas, die waren in der Zeit, als die Blüte des vierten nachatlantischen Zeitraumes schon da war, noch in ihrer Kindheit, Säuglinge gewissermaßen der Menschheit in geistiger Beziehung. — Ich erzähle nur, was da gelehrt wird. — Also die mittel- und westeuropäischen Völker waren Säuglinge in bezug auf das geistige Leben, Säuglinge gegenüber dem, was ausstrahlen konnte von den Kulturergebnissen des vierten nachatlantischen Zeitraums. Und nach und nach haben sich diese mittelund westeuropäischen Völker aus dem Säuglingstum herausgearbeitet, sind gewissermaßen bis in die Zeit der Renaissance und der Reformation herein reifer und reifer geworden; womit nicht eigentlich die deutsche Reformation gemeint war, sondern namentlich die englische Reformation unter Jakob I. und so weiter. Sie haben sich also losgemacht, diese mittel- und westeuropäischen Völker. Und nun entstand ein ganz bestimmtes Dogma, ein Dogma innerhalb dieser okkulten Schulen, an dem mit eiserner Gläubigkeit festgehalten wird. Das ist das Dogma, daß abzulösen hat im fünften nachatlantischen Zeitraum die angelsächsische Kultur die griechisch-lateinische Kultur. Also das wurde immer wieder und wiederum eingeschärft: Es gibt einen vierten nachatlantischen Zeitraum und einen fünften nachatlantischen Zeitraum. Tonangebend für den vierten nachatlantischen Zeitraum ist das griechisch-lateinische Wesen; tonangebend für den fünften nachatlantischen Zeitraum muß dasjenige sein, was aus der Natur des Angelsachsentums fließt. Das Angelsachsentum muß geistig regieren den fünften nachatlantischen Zeitraum. Und alles, was gedacht wird in bezug auf Menschheitsentwickelung, müsse so gedacht werden, daß dieses Dogma sich verwirklichen könne. Im Osten Europas — so wird in diesen Schulen gelehrt — leben die Menschen heute in denselben Zuständen, in denen die mittel- und westeuropäischen Völker, die dann gipfeln im Angelsachsentum, lebten, als sie das griechisch-lateinische Wesen von den Römern überliefert erhielten. Im Osten von Europa leben die slawischen Völker heute im Säuglingsalter, und jeder, der zu diesen Schulen gehört, sieht dieses osteuropäische Wesen und Volkstum an als im Säuglingsalter lebend und betrachtet nun dasjenige, was künftig geschehen muß, so, daß nunmehr diese osteuropäischen Völker sich in einer ähnlichen Weise aus dem Säuglingsalter herausarbeiten müssen zu einem späteren Lebensalter wie früher die mittel- und westeuropäischen. Aber — und das sind sogar die Worte, die man in jenen Schulen sagt, die ich Ihnen jetzt erzählen darf — gerade so, wie die Römer die Amme waren in geistiger Beziehung von West- und Mitteleuropa, so muß das Angelsachsentum die Amme sein für das osteuropäische Wesen, muß dieses osteuropäische Wesen aus dem Säuglingstum in das spätere geistige Lebensalter hinüberführen. Man schildert dann im einzelnen, wie sich, ähnlich wie sich differenziert haben die germanischen Völker in gotische und so weiter, die slawischen Völker sich differenzieren. Man schildert, indem man nun aus dem Vorhandensein der inneren Kräfte auf gewisse Zukunftsgestaltungen hinweist, wie in Rußland selber es ganz besonders bezeugt würde, daß da das Volk im Säuglingsalter lebt, weil eine Anzahl eigentlich sich nur örtlich fühlender Gemeinden, genau wie es einmal in Mittel- und Westeuropa war, da seien, die nur künstlich zusammengehalten werden durch ein Staatsband; wie anderseits ein Volk, das nur durch seine Religion zusammengehalten wird, die Polen, dazu berufen wäre — wie gesagt, ich erzähle nur Tatsachen, wie es wirklich gelehrt wird in diesen Schulen —, zuletzt doch wieder, trotz ihrer Bestrebungen, in das russische Wesen eingefügt zu werden. Man schwört in diesen Schulen geradezu darauf, daß das ganze Polentum wiederum in das russische Wesen eingeschoben werden muß. Man sagt zum Beispiel — wiederum geradezu wörtlich —: Da bildeten sich im Anschluß an das untere Donautal einzelne slawische Völkerschaften in abgeschlossenen Reichen. Über dieses Entstehen von slawischen Völkerschaften in abgeschlossenen Reichen wurde immer wieder, wie es eben beim Lehren geschieht, in diesen Schulen gesagt: Es bildeten sich solche unabhängige slawische Volksstaaten, die werden aber nur dauern bis zum nächsten großen europäischen Kriege, der da kommen wird. — Das heißt, man lehrte überall den großen europäischen Krieg, der alles durcheinander bringen wird. Nur so lange würde die Unabhängigkeit dieser slawischen Staaten dauern. Und man stellt dann die Sache so dar, als ob sich finden werde ein in der Gegenwart noch nicht Vorhandenes — Sie müssen bedenken, daß ich von Lehren rede, die durch die Jahrhunderte schon gegeben wurden, also von einer vergangenen Gegenwart aus rede ich für die Zukunft, die aber heute die Leute zum Teil eingetreten finden —, und daß in der Zukunft sich finden müsse nach und nach eine ganz andere Art des Zusammenhaltens dieser aus dem Säuglings- in das Jugendalter tretenden osteuropäischen Völker.

[ 9 ] It is now interesting, above all, to take a closer look at certain chapters of this occult science—as I said, I am telling you nothing but facts. And this is what was taught about the destiny of the European peoples. It even constituted an essential chapter in these occult schools. I will try to describe to you what was taught there about the destiny of the European peoples. It was said: There was a fourth post-Atlantean epoch—this was derived from tradition, from the handed-down teachings—and this fourth post-Atlantean epoch was teeming with spiritual life; it had brought forth the conceptual world for humanity, the views on social institutions, and all manner of things; it was teeming with spiritual life. It had developed in southern Europe, on the Greek Peninsula and the Italian Peninsula, and radiated out from there. The peoples of Central and Western Europe were still in their infancy—infants, so to speak, of humanity in a spiritual sense—at the time when the fourth post-Atlantean epoch was already in full bloom. — I am merely recounting what is taught there. — So the peoples of Central and Western Europe were infants in terms of spiritual life, infants in comparison to what could radiate from the cultural achievements of the fourth post-Atlantean epoch. And little by little, these Central and Western European peoples worked their way out of this infancy, becoming more and more mature, so to speak, right up to the time of the Renaissance and the Reformation; by which I do not actually mean the German Reformation, but specifically the English Reformation under James I and so on. So these Central and Western European peoples broke free. And now a very specific dogma arose—a dogma within these occult schools that is held to with ironclad faith. This is the dogma that, in the fifth post-Atlantean epoch, Anglo-Saxon culture must replace Greco-Latin culture. So this was drummed into them again and again: There is a fourth post-Atlantean epoch and a fifth post-Atlantean epoch. The Greek-Latin essence sets the tone for the fourth post-Atlantean epoch; what flows from the nature of Anglo-Saxon culture must set the tone for the fifth post-Atlantean epoch. Anglo-Saxon culture must spiritually govern the fifth post-Atlantean epoch. And everything that is conceived regarding human development must be conceived in such a way that this dogma can be realized. In Eastern Europe—as is taught in these schools—people today live in the same conditions in which the Central and Western European peoples, who later reached their zenith in Anglo-Saxon civilization, lived when they received the Greco-Latin essence handed down from the Romans. In Eastern Europe, the Slavic peoples today are in their infancy, and everyone who belongs to these schools regards this Eastern European essence and national character as existing in infancy and now views what must happen in the future in such a way that these Eastern European peoples must now work their way out of infancy in a similar manner toward a later stage of life, just as the Central and Western European peoples did in the past. But—and these are even the words used in those schools, which I am now permitted to tell you about—just as the Romans served as the foster parents, in a spiritual sense, of Western and Central Europe, so must the Anglo-Saxon people serve as the foster parents for the Eastern European spirit, guiding this Eastern European spirit from infancy into a later stage of spiritual life. They then describe in detail how, just as the Germanic peoples differentiated into the Goths and so on, the Slavic peoples are differentiating. By pointing to certain future developments based on the existence of inner forces—as is particularly evident in Russia itself—the text describes how the people there live in an infantile stage, because there are a number of communities that are essentially bound only by local ties, just as was once the case in Central and Western Europe, and which are held together only artificially by the bonds of the state; while, on the other hand, a people held together solely by its religion—the Poles—would be destined—as I said, I am merely recounting facts as they are actually taught in these schools—to ultimately be reintegrated into the Russian essence, despite their efforts to the contrary. In these schools, they are practically swearing that the entire Polish nation must once again be incorporated into the Russian essence. For example—again, almost word for word—they say: “In the lower Danube Valley, individual Slavic peoples formed into independent kingdoms.” Regarding this emergence of Slavic peoples in independent kingdoms, it was repeatedly stated in these schools—as is often the case in teaching—that: Such independent Slavic nation-states formed, but they will last only until the next great European war, which is yet to come. — That is to say, everywhere they taught about the great European war that would throw everything into disarray. The independence of these Slavic states would last only that long. And they then present the matter as if something were to emerge that does not yet exist in the present — You must bear in mind that I am speaking of teachings that have been imparted over the centuries; thus, speaking from a “past present,” I am addressing the future—a future that people today find has already partly come to pass—and that in the future there must gradually emerge a completely different way of holding together these Eastern European peoples as they transition from infancy to adolescence.

[ 10 ] Das waren also Lehren, die immer gegeben worden sind, die immer da waren, und Lehren, die nun wirklich nicht bloß als Theorie genommen wurden, sondern so eingebläut wurden denjenigen, die zu den betreffenden Schulen gehört haben, daß zahlreiche Menschen sich fanden, die das äußere Leben so zu gestalten versuchten, so zu beeinflussen versuchten, daß verschiedentlich im Sinne dieser Lehren sich auch wirklich die Tatsachen gestalten. Und da wäre es nun interessant, historische Tatsachen anzuführen, die zeigen würden, wie die Tatsachen im Zusammenhange geschaffen werden. Da haben die Menschen in der Regel überhaupt keinen Begriff davon, daß Dinge, die nebeneinander auftreten, eigentlich zusammen gedacht sind und gewissermaßen zusammen veranstaltet sind. In solchen weitumfassenden und in tonangebende Kreise hinaufreichenden okkulten Verbrüderungen wie diejenigen im Britischen Reiche, von denen ich spreche, und die gewissermaßen ihre Anhängsel haben in ganz Westeuropa und auch in Italien, weiß man, was der eine zu tun hat, was der andere zu tun hat, und wie man wirkt im Leben. Da weiß man ganz gut, was es bedeutet — ich will Ihnen einen konkreten Fall erwähnen —, wenn man auf der einen Seite versucht, daß Staatsmänner Englands nach und nach befreundet werden mit gewissen Staatsmännern eines kleineren Donaustaates, der ein Teil Österreichs ist. Man weiß ganz gut, was das bedeutet, wenn man die Sache so arrangiert, daß da gewissermaßen ein freundschaftliches Verhältnis sich herausbildet und ein gewisser Glaube an die Sicherheit gewisser Einrichtungen im Britischen Reich gerade in einem Donaustaat sich bildet und daß sich so sehr die Ansicht festsetzt, daß das gute Einrichtungen sind. Aber das macht man nicht bloß für sich; sondern daneben macht man das andere, daß man zum Beispiel ein wirksames Buch erscheinen läßt, in dem man ganz besonders schimpft über das Volk, das in diesem Staate lebt, so daß man das, was man auf der einen Seite hinstellt, auf der anderen Seite aus den Angeln hebt. So etwas hat eine Bedeutung, wenn es methodisch gemacht wird, daß man auf der einen Seite Freundschaft züchtet, die eine gewisse volkstümliche Bedeutung gewinnen kann, auf der anderen Seite die Schattenseiten des betreffenden Volkes besonders hervorhebt. Es ist das, Sie können sagen, ein teuflisches Beginnen; aber ahrimanische Kräfte walten ja in diesem ganzen Vorgehen. So wird es eben gemacht, mit allen diesen Dingen, die scheinbar nebeneinander einhergehen. Ein Mitglied einer solchen Verbrüderung schreibt ein Buch, das wirksam ist, das eine fürchterliche Bewegung hervorruft, und ein anderer bemüht sich, einen Kreis zu gewinnen, in dem er Freundschaft züchtet. So wird zwischen den Zeilen des Lebens gewirkt. Man weiß dann gar nicht, wenn man so ahnungslos das äußere Leben betrachtet, wie die Menschen wirken, die im Zusammenhange mit gerade so gearteten Verbrüderungen sind, die darauf ausgehen, ein gewisses Volkstum, wie in diesem Fall das Britentum, zum herrschenden, zum tonangebenden zu machen.

[ 10 ] These were, then, teachings that had always been imparted, that had always been there—and teachings that were by no means taken merely as theory, but were so thoroughly instilled in those who belonged to the schools in question that numerous people sought to shape their external lives and influence them in such a way that, in various instances, events actually unfolded in accordance with these teachings. And here it would be interesting to cite historical facts that would show how events are created in context. People generally have no concept whatsoever that things occurring side by side are actually conceived together and, in a sense, orchestrated together. In such far-reaching occult fraternities that extend into influential circles—such as those in the British Empire of which I speak, and which, in a sense, have their offshoots throughout Western Europe and also in Italy—people know what one person is supposed to do, what another is supposed to do, and how to exert influence in life. There, one knows quite well what it means—let me mention a specific case—when, on the one hand, efforts are made to gradually foster friendships between statesmen of England and certain statesmen of a smaller Danube state that is part of Austria. One knows quite well what that means when one arranges matters in such a way that, so to speak, a friendly relationship develops and a certain belief in the security of certain institutions in the British Empire takes root precisely in a Danube state, and that the view becomes so firmly established that these are good institutions. But one does not do this merely for one’s own sake; rather, one also takes other steps, such as publishing an influential book in which one rails particularly against the people living in that state, so that what one builds up on the one hand is torn down on the other. Such a thing has significance when done methodically: on the one hand, fostering friendship that can gain a certain popular significance, and on the other hand, particularly emphasizing the dark sides of the people in question. You might call this a diabolical undertaking; but Ahrimanic forces are at work in this entire process. That is precisely how it is done with all these things that seemingly go hand in hand. One member of such a brotherhood writes a book that is effective, that stirs up a terrible movement, while another strives to win over a circle in which he cultivates friendship. This is how work is done between the lines of life. When one observes outward life so unsuspectingly, one has no idea how people associated with fraternities of this very nature are at work—fraternities that aim to make a certain national character, such as Britishness in this case, the dominant and influential one.

[ 11 ] Nun denken Sie sich einmal hineingestellt in diese okkulte Verbrüderungswirtschaft eine Persönlichkeit wie die Blavatsky. Diejenigen, die solchen okkulten Verbrüderungen angehören und das ganze Wesen des Okkultismus kannten aus den Überlieferungen, wenn auch nicht aus irgend einer fruchtbaren Intuition heraus, erfahren von dem Dasein einer solchen Persönlichkeit. Den ganz gescheiten Leuten, die nichts wissen vom Okkultismus, denen ist natürlich die Blavatsky eine Persönlichkeit, die ein wenig barock, ein wenig abnorm ist. Aber das ist sie nicht für die Okkultisten, wenn es auch Okkultisten der ahrimanischen Linie sind, wie diejenigen, von denen ich gesprochen habe. Das ist sie für solche Leute nicht. Die wissen: Wenn in einer Zeit, die so geartet ist, eine solche Wesenheit auftritt, so tritt sie heraus aus allen Entwickelungskräften des Menschentums; da bedeutet das etwas, daß hineingesetzt wird in die Zeit eine Persönlichkeit, bei der der Ätherleib in der geschilderten Weise tätig sein kann. Nun ist es aber eine ganz eigentümliche Zeit, in der das alles geschieht und sich abspielt. Sehen Sie, es ist doch eine Zeit, in der man mit dem denkbar größten Mißtrauen denjenigen entgegenkommt, die da über die geistige Welt so einfach sprechen. Leuten, die sich, wie es bei uns aus den oft geschilderten Gründen geschehen soll, einfach hinstellen und über die geistige Welt sprechen, mit Gründen sprechen über die geistige Welt, wird man in unserer Zeit, selbstverständlich wiederum aus vielen angeführten Gründen, nicht so ohne weiteres glauben. Aber so ganz im Sinne des bloßen, ehrlichen Wahrheitsstrebens zu wirken, das lag ja nicht im Interesse der britischen, vom Britentum sich ausbreitenden okkulten Verbrüderungen. In ihrem Sinne lag es vor allen Dingen, daß der Welt mitgeteilt werden sollten geistige Wahrheiten, also Wahrheiten, die aus der geistigen Welt heraus kamen, aber in einer viel handgreiflicheren Weise. Diese Wahrheiten sollten aber günstig sein den Theorien, die dort wie ein Dogma vom herrschenden Angelsachsentum der fünften nachatlantischen Zeit gelehrt wurden.

[ 11 ] Now imagine a figure like Blavatsky placed within this occult fraternal network. Those who belong to such occult brotherhoods and who knew the very essence of occultism from tradition—even if not through any fruitful intuition—learn of the existence of such a figure. To very intelligent people who know nothing about occultism, Blavatsky is, of course, a figure who is a bit eccentric, a bit abnormal. But she is not that to the occultists—even if they are occultists of the Ahrimanic line, such as those I have spoken of. She is not that to such people. They know: When such a being appears in a time of this nature, she emerges from all the evolutionary forces of humanity; it signifies something when a personality is placed within the time in which the etheric body can function in the manner described. But this is a very peculiar time in which all this is happening and unfolding. You see, it is, after all, a time when people approach those who speak so simply about the spiritual world with the greatest possible suspicion. People who, as is supposed to happen among us for the reasons often described, simply stand up and speak about the spiritual world—speaking rationally about the spiritual world—are not readily believed in our time, naturally again for many of the reasons cited. But acting entirely in the spirit of a simple, honest quest for truth was not, after all, in the interest of the British occult fraternities spreading from the British Empire. Their aim, above all, was to communicate spiritual truths to the world—that is, truths originating from the spiritual world—but in a much more tangible way. These truths, however, were to be consistent with the theories taught there as dogma by the dominant Anglo-Saxon culture of the fifth post-Atlantean epoch.

[ 12 ] Und so entstand in den sechziger und Anfang der siebziger Jahre die Tendenz bei diesen okkulten Verbrüderungen des Westens, die Blavatsky dazu zu benützen, vor die Welt geistige Wahrheiten hinzustellen, aber solche geistigen Wahrheiten, von denen man sagen konnte: Seht ihr, die kommen nicht aus einem ganz gewöhnlichen menschlichen Gehirn heraus, sondern die kommen heraus aus einem Ätherleib, und noch dazu als reines Zukunftselement aus einem Ätherleib, der innerhalb derjenigen Volksmasse sich gebildet hat, die ja die Grundlage enthält für die sechste nachatlantische Zeit. Aber weil dieses Zukunftselement eben in der fünften nachatlantischen Zeit sich noch nicht vollständig selber in der Hand hat, so dachte man, karin man nun die ganze Sache so einrichten, daß man die Blavatsky, die ja nicht ein gewöhnliches Medium, sondern das ist, was ich geschildert habe, die aber dennoch durch die gewöhnlichen medialen Kräfte zu beeinflussen ist, so beeinflusse, daß aus ihr nicht dasjenige herauskam, was heraus kam, wenn sie sich ganz selbst überlassen war, sondern dasjenige, wovon die britischen Verbrüderungen wollen, daß es herauskommen soll. Dann treten nicht sie, diese britischen Verbrüderungen, vor die Welt und kündigen einfach an, das Britentum soll herrschen, sondern dann zeigen sie: Seht ihr, da hat sich eine Persönlichkeit in die Welt hereingestellt, wir tun nichts dazu, aus ihrem eigenen Ätherleibe heraus bringt sie als Imagination eine neue Wissenschaft, ganz neue Begriffe. — Aber diese neuen Begriffe sollten durch den Einfluß, den diese okkulten Verbrüderungen hatten, genau so formuliert werden, so gestaltet werden, daß sie dazu führten, im Angelsachsentum das maßgebende Element der fünften nachatlantischen Zeit zu zeigen. Das entstand nun als Ziel. Und man glaubte nach seinem Dogma, daß man da ganz richtig verfährt; denn man nahm ja eine Russin, eine russische Seele, behandelte sie wie einen Säugling und benahm sich gegen sie wie eine Amme mit dem westeuropäischen Okkultismus. Es lag also der ganze Vorgang ganz im Dogma drinnen. Die Absicht war also, vor die Welt hinzustellen eine neue okkulte Wissenschaft, die aber den westlichen Brüderschaften geeignet erschien für dasjenige, was sie als ihre Spezialzwecke wollten.

[ 12 ] And so, in the 1960s and early 1970s, a trend emerged among these occult societies in the West to use Blavatsky to present spiritual truths to the world—but spiritual truths of which one could say: ‘You see, these do not come from an entirely ordinary human brain, but from an etheric body—and, moreover, as a pure element of the future from an etheric body that has formed within that mass of people which, after all, contains the foundation for the sixth post-Atlantean epoch.’ But because this element of the future does not yet have complete control over itself in the fifth post-Atlantean epoch, it was thought that one could now arrange the whole matter in such a way that Blavatsky—who is, after all, not an ordinary medium but rather what I have described, yet who can nevertheless be influenced by ordinary mediumistic forces— in such a way that what emerged from her was not what would have emerged had she been left entirely to her own devices, but rather what the British fraternities want to emerge. Then these British brotherhoods would not step before the world and simply announce that British supremacy should reign, but rather they would show: “Look, a personality has stepped into the world; we have nothing to do with it—out of her own etheric body she brings forth, as an imagination, a new science, entirely new concepts.” — But these new concepts were to be formulated—and shaped—through the influence of these occult brotherhoods in precisely such a way that they would serve to highlight Anglo-Saxon culture as the defining element of the fifth post-Atlantean epoch. This then became the goal. And according to their dogma, they believed they were proceeding entirely correctly; for they took a Russian woman—a Russian soul—treated her like an infant, and behaved toward her like a wet nurse with Western European occultism. The entire process was thus entirely in keeping with the dogma. The intention, then, was to present to the world a new occult science that, however, seemed suitable to the Western brotherhoods for what they intended as their specific purposes.

[ 13 ] Die ganze Sache wäre gut gegangen, wenn die Blavatsky eine bloße Russin gewesen wäre und daher alles mit ihr hätte gemacht werden können, was eventuell mit einer bloßen Russin hätte gemacht werden können. Aber ich sagte, es war ein gewisser Stich von mitteleuropäischem Wesen in ihr. Sie war doch eine viel zu selbständige Natur. Und so kam es denn — ich kann jetzt nicht im einzelnen die verschiedenen Winkelzüge aufzeigen, die man machte, um das zu erreichen, was ich schildere, das würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen —, daß sie diese verschiedenen Winkelzüge immer und immer durchkreuzte. Darauf wäre sie nicht eingegangen, denn natürlich kamen ihr alle die Dinge zum Bewußtsein, die in ihrem AÄtherleibe lebten, es wäre ihr nicht eingefallen, etwa nach London zu gehen in irgendeine okkulte Brüderschaft und sich da als ein höheres Medium ausbilden zu lassen. Dann wäre ja alles gut gegangen, selbstverständlich im Sinne der okkulten Brüderschaften; aber darauf würde sie nie eingegangen sein.

[ 13 ] The whole affair would have gone well if Blavatsky had been merely a Russian woman, and therefore anything that could possibly have been done to a mere Russian woman could have been done to her. But as I said, there was a certain touch of Central European character in her. She was, after all, far too independent a soul. And so it came to pass—I cannot now go into detail about the various maneuvers that were employed to achieve what I am describing, as that would take far too much time—that she thwarted these various maneuvers time and time again. She would not have gone along with that, for naturally she was aware of all the things that lived in her etheric body; it would never have occurred to her, for example, to go to London to join some occult brotherhood and be trained there as a higher medium. Then everything would have gone well, of course in the sense of the occult brotherhoods; but she would never have gone along with that.

[ 14 ] Nachdem sie nun zunächst eine ganz ordentliche, schöne Leitung gehabt hat und vieles in ihr sich entwickelt hat, was auf sehr gutem Wege war, wurde die ganze Sache so gelenkt, daß sie eintrat in einen Hochgrad-Orden in Paris, der aber abhängig war von britisch-okkultistischen Strömungen. Da sollte sie präpariert werden, so daß aus ihrer Seele dasjenige herauskam, was man wollte. Aber es war eben der Stich in ihr, von dem ich gesprochen habe, Und dadurch durchkreuzte sie jetzt, nachdem sie schon früher einiges durchkreuzt hatte, die Absichten, die man mit ihr gehabt hat. Sie stellte Bedingungen in diesem Orden, die ganz und gar nicht erfüllt werden können, die unmöglich zu erfüllen sind in einem Orden, der nicht ungeheuren Sturm hervorrufen will. Und die Folge davon war, daß, als kaum die Prozedur begonnen hatte, sie wieder ausgeschlossen worden ist. Aber sie hat immerhin — denn sie hatte doch ihren eigenen Kopf bis zu einem gewissen Grade — einiges Bedeutsame aufgenommen gerade von den mancherlei Geheimnissen, die auf die geschilderte Weise in solchen okkulten Orden eben vorhanden sind.

[ 14 ] Although she had initially received quite decent, sound guidance, and much within her had developed that was on a very good path, the whole matter was steered in such a way that she joined a high-degree order in Paris, which, however, was influenced by British occultist movements. There, she was to be conditioned so that whatever they wanted would emerge from her soul. But it was precisely that spark within her that I spoke of, and through it—having already thwarted certain plans in the past—she now thwarted the intentions that had been set for her. She set conditions within this order that could not be met at all—conditions that are impossible to fulfill in an order that does not wish to provoke a tremendous uproar. And the result was that, barely after the proceedings had begun, she was expelled once again. But she did, after all—for she did have a mind of her own to a certain extent—absorb some significant insights precisely from the various secrets that exist in such occult orders in the manner described.

[ 15 ] Dann war in ihr das entstanden, was ich nennen möchte: sie hat Geschmack bekommen an der ganzen Rolle. Sie bekam doch in gewissem Sinne Geschmack daran, nun eine ganz allererste okkulte Rolle zu spielen. Aber sie wollte nicht bloß ein höheres Medium sein, sie wollte die ganze Sache selber dirigieren. Und da kam es dann dazu, daß sie in einen amerikanischen Orden eintrat. Man kann wirklich gar nicht einmal erzählen, was sie alles anstellen wollte und zum Teil schon inauguriert hatte in diesem amerikanischen okkulten Orden. Nun war sie da drinnen, hat unzählige Geheimnisse erfahren, von denen man bis dahin niemand anderem als dem, der hochgraduiert war, Mitteilungen gemacht hat. Man hatte ja eine bestimmte Absicht, und unter dieser Absicht arbeitete man noch immer. Das alles führte dazu, daß sie nun aber auch in ihr Bewußtsein herein eine Unsumme von Wissen bekommen hatte. Denken Sie, jetzt hatte man eine ganz neue Situation geschaffen! Jetzt gab es eine Persönlichkeit, die unendlich viel von dem wußte, was man als das okkulte Wissen geheimer Orden bis dahin ganz gut verwahrt hatte. Das war eine ganz neue Situation. Solch eine Situation war im Grunde genommen noch nicht da! Nun machte sie aber in Amerika etwas, was unmöglich machte, daß sie in dem Orden drinnen geblieben wäre oder weiter gewirkt hätte, denn sie zeigte sogleich, daß sie dieses okkulte Wissen, das sie erlangt hatte, in einer Weise anwenden wollte, womit sich die Orden nicht einverstanden erklären konnten. Es war ganz unmöglich, sich damit einverstanden zu erklären, es wäre eine heillose Verwirrung herausgekommen, wenn man sie nun hätte weiter machen lassen, wie man im Deutschen sagt.

[ 15 ] Then something arose within her that I would like to describe as follows: she developed a taste for the whole role. In a certain sense, she developed a taste for playing a truly occult role for the very first time. But she didn’t want to be merely a higher medium; she wanted to direct the whole thing herself. And so it came to pass that she joined an American order. One really cannot even begin to describe all that she wanted to do—and had, in part, already initiated—within this American occult order. Now that she was a member, she learned countless secrets that, until then, had been revealed to no one other than those of high rank. After all, they had a specific purpose, and they were still working toward that purpose. All of this led to her having acquired a vast amount of knowledge that had now entered her consciousness. Just think—a completely new situation had been created! Now there was a person who knew an infinite amount of what had until then been very well guarded as the occult knowledge of secret orders. That was a completely new situation. Such a situation had, in essence, never existed before! But then she did something in America that made it impossible for her to remain within the order or continue her work there, for she immediately demonstrated that she intended to apply this occult knowledge she had acquired in a way the orders could not agree to. It was completely impossible to agree to this; it would have led to utter confusion if they had allowed her to continue as she was, as the Germans say.

[ 16 ] Da griff man zu einem Mittel, welches wirklich sehr, sehr selten angewendet wird, und das ein sehr bedenkliches Mittel ist. Man griff zu dem Mittel, die gute, arme Blavatsky — die also, wie Sie sehen, ein Spielball der verschiedensten Mächte war, die auf sie einwirkten —, wie man sagt, in okkulte Gefangenschaft zu setzen. Diese okkulte Gefangenschaft besteht darinnen — man erreicht das durch gewisse Mittel zeremonieller Magie —, daß man bewirkt, daß alles dasjenige, was die betreffende Seele entwickelt, nur bis zu einer gewissen Sphäre geht und dann zurückgeworfen wird. So daß der Betreffende alles dasjenige, was er in sich entwickelt, nur selber sieht, daß er es nicht irgendwie der Außenwelt mitzuteilen vermag, daß er es ganz nur in sich selber verarbeiten kann. Es ist das eine sehr eigentümliche Sache, aber es wurde beschlossen, das über Blavatsky zu verhängen, um sie unschädlich zu machen, so daß sie nicht der Welt alle möglichen Dinge mitteile, sondern es sollte ihr ganzes Streben zurückgeworfen werden. Rückwerfen des Strebens oder okkulte Gefangenschaft nennt man das. 1879, auf einer von Okkultisten der verschiedensten Länder besuchten okkultistischen Versammlung wurde dies beschlossen und über die Blavatsky verhängt. Und so lebte jetzt eine größere Anzahl von Jahren Blavatsky wirklich in okkulter Gefangenschaft. Wie die äußeren Lebensverhältnisse in der Zeit liefen, die da nebenher gingen, das ist nicht notwendig zu erzählen, denn derjenige, der die Sache äußerlich betrachtet, braucht ja von alledem, was ich jetzt erzähle, überhaupt gar nichts zu sehen.

[ 16 ] So they resorted to a measure that is truly very, very rarely used—and one that is highly questionable. They resorted to the measure of placing poor, dear Blavatsky—who, as you can see, was a pawn of the most diverse forces acting upon her—in what is called occult captivity. This occult confinement consists—achieved through certain means of ceremonial magic—in ensuring that everything the soul in question develops extends only up to a certain sphere and is then thrown back. So that the person in question sees everything they develop within themselves only to themselves, is unable to communicate it in any way to the outside world, and can process it entirely within themselves. It is a very peculiar thing, but it was decided to impose this on Blavatsky in order to render her harmless, so that she would not communicate all sorts of things to the world; rather, her entire striving was to be thrown back upon herself. This is called the “setback of her aspirations” or “occult imprisonment.” In 1879, at an occult gathering attended by occultists from various countries, this was decided and imposed upon Blavatsky. And so, for a number of years, Blavatsky truly lived in occult imprisonment. It is not necessary to recount how her external circumstances unfolded during that time, for anyone observing the matter from the outside need not take any notice at all of what I am now describing.

[ 17 ] Nun handelte es sich für gewisse, jetzt indische Okkultisten, darum, sie aus dieser okkulten Gefangenschaft zu befreien. Und jetzt beginnt eigentlich die Zeit, wo Blavatsky erst ins indische Fahrwasser gekommen ist. Alles das, was ich Ihnen bisher erzählt habe, ist eigentlich Vorgeschichte der Blavatsky. Die Entwickelung davon, von den Zeiten an, von denen die Leute wissen, die beginnt eigentlich erst jetzt. Und alles, was die Blavatsky schwer Begreifliches an sich hat, hängt mit dem, was ich geschildert habe, zusammen. Gewisse indische Okkultisten, die nun wiederum ihrerseits das Bestreben hatten, sie vor dem britischen Wesen zu retten, wendeten nun ihrerseits gewisse Mittel an, um die okkulte Gefangenschaft aufzulösen. Das wurde sogar durchaus im Einklange mit denjenigen gemacht, die früher die okkulte Gefangenschaft über die Blavatsky verhängt hatten. Und für die Blavatsky war die Folge davon, daß gewissermaßen in ihre Seele jetzt alles hereinströmte, was nur mit indischem Okkultismus zusammenhing. Ich muß immer wieder betonen: Man hat es wirklich mit sich offenbarenden Geheimnissen der geistigen Welt zu tun, die nur, ich möchte sagen, in allerlei verzerrten Bildern und Karikaturen zum Vorschein kommen, die man aber nicht so ansprechen darf, als ob nicht große okkulte Geheimnisse durch sie zutage treten. Selbstverständlich kamen jetzt mit den ungeheuren Kräften, die in der Blavatsky walteten schon durch ihre Anlagen und dann durch alles das, was sie noch durchgemacht hatte, die indischen okkulten Wahrheiten in einem ganz besonderen Maße durch sie zum Vorschein.

[ 17 ] For certain occultists—now based in India—the task was to free her from this occult captivity. And this is actually when Blavatsky first began to find her footing in India. Everything I have told you so far is actually the prehistory of Blavatsky. Her development, from the times that people are familiar with, is really only just beginning now. And everything about Blavatsky that is difficult to comprehend is connected to what I have described. Certain Indian occultists, who in turn were striving to save her from the British influence, employed certain methods to break the occult bondage. This was even done in complete harmony with those who had previously imposed the occult bondage upon Blavatsky. And for Blavatsky, the consequence of this was that, in a sense, everything connected with Indian occultism now poured into her soul. I must emphasize again and again: We are truly dealing with revelations of the spiritual world that, I would say, appear only in all sorts of distorted images and caricatures; yet one must not treat them as if great occult mysteries were not being brought to light through them. Of course, with the immense powers that reigned within Blavatsky—already due to her innate dispositions and then through everything she had gone through—the Indian occult truths came to light through her to a very special degree.

[ 18 ] So haben wir in der Blavatsky den konkreten Fall, daß, als eine solche Seele erscheint, wie die Blavatsky es ist, britisches, das Angelsachsentum zum herrschenden Element machen wollendes Wesen, britischer Okkultismus sich bemüht, mit dem, was er heute noch als einen Säugling ansieht, weiter zu kommen. Alles das geht darauf aus, Mitteleuropa vollständig zu übersehen, Mitteleuropa gar nicht zu beachten, über Mitteleuropa hinwegzugehen. Man redet wirklich so, wie ich es Ihnen erzählt habe, und betrachtet diese Strömung, die ich so oft als die mitteleuropäische Strömung geschildert habe, als etwas, was gewissermaßen bei der ganzen Prozedur überrannt werden muß. So kam ein selbstverständlich in vieler Beziehung anfechtbares okkultes Wissen, das, ich möchte sagen, kaleidoskopartig in allen möglichen Farben schillerte, durch die Blavatsky zum Vorschein. Und immer wirkten in diesen Okkultismen — wie Sie ja meiner ganzen Schilderung entnehmen können — politische Intentionen, politische Absichten herein. Denn sowohl die Bedingung, die von Blavatsky in Paris gestellt worden war, war in einer politischen Absicht gestellt, wie namentlich auch dasjenige, was sie in Amerika anzetteln wollte, durchaus in politischer Absicht war. Soll ich die beiden Absichten, die Blavatsky in Paris und in Amerika gehabt hat, ein wenig charakterisieren, so muß ich sagen: Es war die innere Opposition ihres Russentums gegen ein Abhängigmachen des Russentums von dem westeuropäischen und amerikanischen Wesen. Daher stellte sie auch in Paris eine Bedingung, die nicht erfüllt werden kann und eine politische Umwälzung oder Umgestaltung in Frankreich bedingt hätte. In Amerika stellte sie die Bedingung nicht selber, sondern da ließ sie sich ein mit jemandem, der gewissermaßen in Politik groß geworden war, mit Olcott, um allerlei politische Machinationen zu bewirken, aber mit Hilfe des überall vorgeschobenen Okkultismus. Alle diese Dinge gingen dahin, das auszuführen, was unter der Leitung des maskierten, ursprünglichen Leiters der Blavatsky — über diese Leiter ist ja überhaupt sehr schwer zu sprechen — anders angestrebt wurde. Der ursprüngliche Leiter wollte durchaus Blavatsky in ein richtiges Fahrwasser bringen; dann aber wurde er abgelöst durch einen Leiter, der alles eher war als dasjenige, was die Blavatsky einen Mahatma nannte, alles andere eher.

[ 18 ] Thus, in Blavatsky, we have the specific case where, when a soul such as Blavatsky appears—a being who seeks to make British, Anglo-Saxon culture the dominant element—British occultism strives to make progress with what it still regards today as an infant. All of this amounts to completely overlooking Central Europe, paying no attention to Central Europe at all, and stepping right over Central Europe. People really do speak as I have told you, and regard this current—which I have so often described as the Central European current—as something that, in a sense, must be run over in the entire process. Thus, an occult body of knowledge—which, of course, is open to criticism in many respects and which, I might say, shimmered like a kaleidoscope in every possible color—came to light through Blavatsky. And political intentions, political aims, were always at work within these occult teachings—as you can see from my entire account. For both the condition that Blavatsky had set in Paris was motivated by a political intention, just as what she sought to instigate in America was also, in every respect, driven by a political intention. If I were to characterize the two intentions Blavatsky had in Paris and in America, I must say: It was the inner opposition of her Russian identity to making that identity dependent on the Western European and American way of life. That is why she also set a condition in Paris that could not be fulfilled and would have necessitated a political upheaval or transformation in France. In America, she did not set the condition herself, but there she joined forces with someone who had, so to speak, made his name in politics—Olcott—to carry out all manner of political machinations, but with the aid of occultism, which was used as a pretext everywhere. All these actions were aimed at carrying out what had originally been sought under the guidance of Blavatsky’s masked, original leader—though it is, of course, very difficult to speak of these leaders at all. The original leader certainly wanted to set Blavatsky on the right course; but then he was replaced by a leader who was anything but what Blavatsky called a Mahatma—he was everything else instead.

[ 19 ] Und so entstand durch die verschiedensten Kräfte, die da zusarmmenwirkten, ein verworrenes, aber unzählige große, gewaltige Wahrheiten enthaltendes Schriftmaterial durch die Blavatsky in ihrer «Secret Doctrine». Es war dieses Schriftenmaterial auch geeignet, in Mitteleuropa sehr viel zu wirken. Nun sehen Sie — Sie können das ja auch zum Beispiel aus einem sehr bedeutsamen Roman von George Sand ersehen —, in Westeuropa spielen geheime Gesellschaften, von Okkultismus durchdrungene Verbrüderungen, in politischen Bewegungen eine große, wenn auch meistens äußerlich nicht wahrnehmbare und ersichtliche unterirdische Rolle. Ich habe am Ende des öffentlichen Vortrags am Freitag solche Dinge angedeutet, die gegenwärtig wirken. Da spielen politische Konspirationen und alles mögliche eine bedeutende Rolle. Denn es ist tatsächlich so, wie ich diese Dinge am letzten Freitag im öffentlichen Vortrag erzählt habe, daß man durchaus nachweisen kann in okkulte Untergründe, in okkulte Unterströmungen hineinspielende Konspirationen, und daß mit solchen die Ermordung des Jaures und all die anderen Dinge zusammenhängen, von denen ich am Freitag noch gesprochen habe, auch die Ermordung des Franz Ferdinand und so weiter. In diesen ganzen Kranz von Verschwörungen, von denen die Außenwelt zumeist wenig weiß, der in London beginnt, sich um Westeuropa herüberspinnt, nach Südeuropa geht, in die Balkanländer hineingeht und sich in Petersburg schließt, in diesen ganzen Kranz spielen lauter solche Dinge durchaus hinein, Wie gesagt, diese Dinge müssen als nicht so historisch angesehen werden, wie sonst historische Tatsachen, sondern als Licht verbreitend, Licht auf manches werfend angesehen werden.

[ 19 ] And so, through the interplay of a wide variety of forces, a complex body of writings emerged—one that contained countless great and powerful truths—in Blavatsky’s Secret Doctrine. This body of writing was also well-suited to exerting a profound influence in Central Europe. Now, you see—as you can also observe, for example, in a very significant novel by George Sand—in Western Europe, secret societies and fraternities steeped in occultism play a major, albeit mostly imperceptible and hidden, underground role in political movements. At the end of Friday’s public lecture, I alluded to such things that are currently at work. Political conspiracies and all manner of things play a significant role there. For it is indeed true, as I described these matters last Friday in the public lecture, that one can certainly demonstrate the existence of conspiracies that feed into occult undercurrents, and that the assassination of Jaures and all the other events I spoke of on Friday—including the assassination of Franz Ferdinand and so on—are connected to such conspiracies. In this whole web of conspiracies—of which the outside world generally knows very little, which begins in London, spreads across Western Europe, moves on to Southern Europe, extends into the Balkan countries, and closes in on St. Petersburg—in this whole web, all such things certainly play a part, As I said, these things should not be regarded as historical in the same sense as historical facts, but rather as shedding light, casting light on many things.

[ 20 ] Vor allen Dingen ist dies festzuhalten, daß durch eine solche Seele, wie die Blavatsky-Seele ist, hindurchspielen diejenigen Kräfte, die in der geistigen Welt wirken und sich in der physischen Welt nur offenbaren, und daß bei einer solchen Seele ganz besonders zu beobachten ist, wie sie mitgenommen wird von einem, ich möchte sagen, unter dem Niveau, das den physischen Plan bedeutet, Spielenden, wie sie von einer solchen Strömung mitgerissen wird und zeigt, welche Kräfte im historischen Werden drinnen sind. Daß man nach und nach solche Dinge wird kennen lernen müssen, das geht Ihnen ja aus vielen Auseinandersetzungen, die hier gepflogen worden sind, gewiß hervor. Und ich habe heute gerade diese Auseinandersetzungen geben müssen aus dem Grunde, weil aus ihnen ersichtlich werden kann, wieviel man nicht sieht von den Ereignissen der Welt und ihren bestimmenden Ursachen, wenn man nur dasjenige sehen will, was heute gemeiniglich gesehen wird. Es gibt schon ganz andere Strömungen, die unter der Oberfläche der gewöhnlichen Tatsachen sich abspielen, und man ist gewissermaßen blind, wenn man mit seinem Blick nur an der Oberfläche der Tatsachen schweift. Daher wird es immer wieder und wiederum kommen, daß man über gewisse Dinge überrascht und erstaunt sein muß, die sich in einer gewissen Zeit zutragen, und nicht erstaunt und überrascht zu sein brauchte in demselben Grade, wenn man eingehen würde auf die tieferen Strömungen, tieferen Kräfte. Aber leider liegt ja heute die Sache zumeist so, daß auf der einen Seite diejenigen Menschen stehen, die sich nur um den äußeren Verlauf der Tatsachen kümmern und nicht berücksichtigen, daß dieser äußere Verlauf der Tatsachen nicht bloß gerade fortläuft als eine Strömung, sondern immer von unten herauf durch Strudel ergriffen wird, die aus der Tiefe kommen. Und auf der anderen Seite stehen Menschen, die ja allerdings sich interessieren für allerlei Okkultes, aber nur vom sensationellen Standpunkte aus, weil das interessant ist, wenn man da oder dort irgend etwas von Okkultismus hört. Daß dasjenige, was man gerade auf okkultem Felde vernehmen kann, unendlich aufklärend wirken kann, wenn man begreifen will, was in der äußeren Welt geschieht, dafür haben heute die wenigsten Menschen noch ein Organ. Und so gibt es natürlich Leute auf der einen Seite, die das Leben der Blavatsky außerordentlich interessiert, auf der anderen Seite gibt es Leute, die dieses Leben gar nicht interessiert, sondern die sich nur für die äußeren Tatsachen interessieren, die auf dem physischen Plane geschehen. Aber wenn man sie, wie ich heute nur andeuten konnte, im Zusammenhange betrachtet, dann geht einem gewöhnlich manches auf, und das ist wichtig. Und dieser Zeit müssen wir entgegenleben, wo wirklich immer mehr und mehr Menschen da sind, die in die tieferen Strömungen des Daseins hineinblicken wollen, die den guten Willen haben, in diese tieferen Strömungen des Daseins hineinzublicken.

[ 20 ] Above all, it must be noted that the forces active in the spiritual world—which manifest themselves only in the physical world—work through a soul such as Blavatsky’s, and that in the case of such a soul, it is particularly noteworthy to observe how she is carried along by a, I might say, a force at a level below that of the physical plane, how she is swept along by such a current, and reveals which forces are at work in the course of history. That one will gradually have to come to understand such things is certainly evident to you from the many discussions that have taken place here. And I had to present precisely these discussions today for the reason that they can reveal just how much of the world’s events and their determining causes one fails to see when one wishes to see only what is commonly seen today. There are indeed quite different currents at work beneath the surface of ordinary facts, and one is, so to speak, blind if one’s gaze wanders only over the surface of those facts. Consequently, it will happen time and again that one is surprised and astonished by certain things that occur during a given period—things that would not be so surprising or astonishing to the same degree if one were to take the deeper currents and forces into account. But unfortunately, the situation today is mostly such that, on the one hand, there are those people who concern themselves only with the outward course of events and do not take into account that this outward course of events does not merely flow on as a current, but is always gripped from below by eddies that arise from the depths. And on the other hand, there are people who are certainly interested in all sorts of occult matters, but only from a sensationalist standpoint, because it is interesting to hear something about the occult here and there. Very few people today still have the capacity to realize that what one hears in the occult realm can have an infinitely enlightening effect when one seeks to understand what is happening in the outer world. And so, of course, there are people on the one hand who are extremely interested in Blavatsky’s life, while on the other hand there are people who are not interested in her life at all, but are only interested in the external facts that occur on the physical plane. But if one considers them in context—as I could only hint at today—then many things usually become clear, and that is important. And we must live in anticipation of this time, when there will truly be more and more people who wish to look into the deeper currents of existence, who have the good will to look into these deeper currents of existence.

[ 21 ] Und gerade innerhalb unserer Bewegung ist es so notwendig, daß diese Dinge ein wenig richtig gesehen werden, auf die ich jetzt hingedeutet habe. Denn sehen Sie, gleich nach Ausbruch des Krieges schimpfte, wie ich schon einmal erwähnt habe — verzeihen Sie den Ausdruck —, die Schülerin der Blavatsky, Mrs. Annie Besant, in ihren englischen Zeitschriften in unerhörter Weise über dasjenige, was innerhalb unserer anthroposophischen Bewegung lebt. Sie schimpfte vor allen Dingen in einer solchen Weise, daß man sah: Auf jener Seite konnte man sich gar nicht vorstellen, daß Politik nicht hineinspielt in dasjenige, was bei uns ehrlicher, rein nach Wahrheit suchender Okkultismus sein soll, in den das Politische unmittelbar nicht hineinspielen kann. Nur so weit kann das mit Politik zusammenhängen, als Wahrheit überhaupt in die Politik hineinkommen kann, aber nicht in dem Sinne, wie ich das angedeutet habe bei den westeuropäischen Verbrüderungen. Unsere Bewegung konnte ja im Grunde genommen nur die Aufgabe haben, loszureißen diejenigen, die loszureißen sind, von dem Einfluß dieser westeuropäischen Verbrüderungen. Aber man kann sich auf jener Seite nicht vorstellen, daß irgend etwas geschehen kann ohne in gewissem Sinne unlautere politische Beweggründe. So wurde die Albernheit erzählt, daß ich von 1909 ab eigentlich die Absicht gehabt hätte, Präsident der ganzen Theosophical Society zu werden, nach Indien zu gehen, um von dort aus die politischen Kreise zu beeinflussen und zu wirken. Nun, nicht wahr, auf der einen Seite die Berlin-Bagdad-Bahn, und auf der anderen Seite die Anthroposophie! Ich erzähle Ihnen kein Märchen, es wird da mit der Pose des größten Zornes auseinandergesetzt, wie alle die Beamten aus der dort sehr ausgebreiteten theosophischen Bewegung hätten gewonnen werden sollen, um die Sache allmählich ins politische Fahrwasser hinüberzutragen und für den Pangermanismus zu wirken, das heißt England von Indien aus anzugreifen. Der Satz steht sogar in den Aufsätzen von Mrs. Besant; jetzt wiederholt sie die ganze Sache in einer noch wüsteren Weise.

[ 21 ] And it is precisely within our movement that it is so necessary for these matters—to which I have just alluded—to be viewed in a somewhat more accurate light. For you see, as soon as the war broke out—as I have already mentioned—Blavatsky’s disciple, Mrs. Annie Besant, railed in her English journals in an outrageous manner against what is alive within our anthroposophical movement. Above all, she railed in such a way that it was clear: On that side, there was no mental image of politics not playing a role in what is supposed to be, for us, an honest, purely truth-seeking occultism—one in which the political cannot directly intervene. It can be connected to politics only to the extent that truth can enter into politics at all, but not in the sense I have indicated regarding the Western European fraternities. Our movement, after all, could essentially have no other task than to free those who can be freed from the influence of these Western European fraternities. But on that side, people do not have a mental image of anything happening without, in a certain sense, dishonest political motives. Thus, the absurd story was spread that, starting in 1909, I had actually intended to become president of the entire Theosophical Society, to go to India, and from there to influence political circles and exert my influence. Well, isn’t that something—on the one hand, the Berlin-Baghdad Railway, and on the other, anthroposophy! I’m not telling you a fairy tale; they’re discussing this with the utmost indignation, claiming that all the officials from the very widespread Theosophical movement there were supposed to have been won over in order to gradually steer the matter into political waters and work for Pan-Germanism—that is, to attack England from India. The statement even appears in Mrs. Besant’s essays; now she is repeating the whole thing in an even more outrageous manner.

[ 22 ] Diese Dinge zeigen Ihnen auf der einen Seite, wie man dort gar nicht anders denken kann, wie aber allmählich der Sinn für Wahrheit, für reines, bloß objektives, ehrliches Wahrheitsstreben abhanden kommen muß. Solche Dinge, wie Mrs. Besant jetzt sagt, man muß sie objektive Unwahrheiten nennen. Ich bin aber wirklich heute sogar schon genötigt, nicht bei dem Ausdruck «objektive Unwahrheit» zu bleiben; denn angesichts der Ihnen ja so gut bekannten unsinnigen Jesuiten-Beschuldigung braucht ja schon der Ausdruck «objektive Unwahrheit» nicht mehr gebraucht zu werden. Aber es kommt ja heute das andere dazu: 1909 in Budapest hatte ich Mrs. Besant etwas ganz Bestimmtes zu sagen. Dazumal war es ja auch, daß man mit mir hat einen Kompromiß schließen wollen, denn es ging damals die Absicht, diesen Alcyone zum Träger des Christus zu ernennen. Man wollte mit mir einen Kompromiß schließen, man wollte mich zum wiederverkörperten Johannes ernennen, den Evangelisten, und man würde mich dann dort anerkannt haben. Das würde Dogma geworden sein dort, wenn ich auf alle diese verschiedenen Schwindeleien eingegangen wäre. Aber gegen all das, was dazumal im Werden war, bildete sich dort eine, ich möchte sagen, internationale Gesellschaft der ehrlichen Leute. Unter anderem war auch Mr. Keightley dabei, der früher immer Mrs. Besant auf die wissenschaftlichen Fehler hin ihre Bücher ausgebessert hat. Diese internationale Gesellschaft stellte mir von Indien aus den Antrag, ihr Präsident zu werden. Und ich sagte 1909 in Budapest zu Mrs. Besant: Es ist gar keine Rede davon, daß ich jemals in einer okkulten Bewegung irgend etwas anderes sein will, als im Zusammenhange mit der deutschen Kultur — nur mit der deutschen Kultur, innerhalb Mitteleuropa. — Das sagte ich Mrs. Besant 1909. Trotzdem schrieb sie nach dem Ausbruch des Krieges die Dinge, die ich Ihnen gesagt habe. Da hat man es nicht mehr mit einer objektiven Unwahrheit, sondern mit einer ganz bewußten Lüge zu tun, denn es ist ja ausdrücklich erklärt worden, um was es sich handelt. Also man hat es mit einer ganz bewußten Lüge zu tun, nicht mit einer objektiven Unwahrheit.

[ 22 ] On the one hand, these things show you how it is simply impossible to think any other way there; on the other hand, they show how the sense of truth—the pure, purely objective, honest pursuit of truth—must gradually be lost. Such things, as Mrs. Besant now says, must be called “objective untruths.” But today I am actually compelled to go beyond the term “objective untruth”; for in light of the absurd Jesuit accusation with which you are so well acquainted, the term “objective untruth” is no longer even necessary. But there is another aspect to consider today: In 1909 in Budapest, I had something very specific to say to Mrs. Besant. At that time, too, there was an attempt to reach a compromise with me, for the intention then was to appoint this Alcyone as the bearer of the Christ. They wanted to reach a compromise with me; they wanted to appoint me as the reincarnated John the Evangelist, and they would then have recognized me there. That would have become dogma there if I had gone along with all these various deceptions. But in opposition to everything that was taking shape at that time, an—I would say—international society of honest people formed there. Among others, Mr. Keightley was also involved, who had previously always corrected the scientific errors in Mrs. Besant’s books. This international society, from India, proposed that I become its president. And in 1909, in Budapest, I told Mrs. Besant: “There is absolutely no question of my ever wanting to be anything other than part of a German cultural context within any occult movement—only within the context of German culture, within Central Europe.” I told Mrs. Besant that in 1909. Nevertheless, after the outbreak of the war, she wrote the things I have told you. This is no longer a matter of an objective untruth, but of a completely deliberate lie, for it has been explicitly explained what the issue is. So we are dealing with a completely deliberate lie, not with an objective untruth.

[ 23 ] Das ist ungefähr der Weg, zu dem man geführt wird, wenn man gerade auf dem Gebiet der geistigen Wahrheiten sich nicht eben auf den reinen Boden der Wahrheit stellt, auf den Boden der ehrlichen unverbrüchlichen Wahrheit. Aber daß diese Dinge sich so entwickeln mußten, ja, sehen Sie, es liegt eigentlich alles schon in der Art und Weise, wie bei uns die durch die Notwendigkeit der Menschheitsentwickelung in der Gegenwart gegebenen okkultistischen Strömungen hereintreten mußten in die Welt. In dieser Notwendigkeit, in der Erkenntnis dieser Notwendigkeit, liegt eigentlich schon alles. Als Mrs. Besant zuerst in Deutschland erschien, um in Hamburg einen Vortrag zu halten, da sprach sie auch in einem kleineren Kreise. Es war der Anfang desjenigen, was von jener Seite hat geschehen sollen. Ich stellte dazumal an Mrs. Besant — und daß ich solche Dinge wohl im Gedächtnisse behalte, das wird vielleicht zuweilen Leuten recht unangenehm sein — die Frage: Wie ist es denn nun mit jenem mächtigen deutschen Okkultismus, der sich besonders um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts so intensiv mit der deutschen Kultur verbindet? — Da antwortete mir Mrs. Besant — wie gesagt, es war bei ihrem allerersten Besuch, an dem ersten Orte in Deutschland: Ach, was da in Deutschland hervorgetreten ist, das ist ein mißlungener Versuch im Okkultismus, das ist in anderen Formen hervorgetreten. Und weil das mißlungen ist, mußte das in England in die Hand genommen werden, und von England aus nun Europa der Okkultismus gebracht werden. — Sie sehen, wie so in diese Dinge auf Schleichwegen Politik doch wohl hineinspielt, und wie man solche Dinge doch berücksichtigen muß.

[ 23 ] This is roughly the path one is led down when, particularly in the realm of spiritual truths, one does not stand on the pure ground of truth—the ground of honest, unshakable truth. But the fact that these things had to unfold this way—well, you see, it is actually all already contained in the way in which the occult currents, dictated by the necessity of humanity’s present-day development, had to enter the world. In this necessity, in the recognition of this necessity, everything is already contained. When Mrs. Besant first appeared in Germany to give a lecture in Hamburg, she also spoke to a smaller circle. It was the beginning of what was meant to happen from that side. At that time, I asked Mrs. Besant—and the fact that I remember such things well may sometimes be quite unpleasant for some people—the question: What, then, is the story of that powerful German occultism that was so intimately intertwined with German culture, particularly at the turn of the 18th and 19th centuries? — To which Mrs. Besant replied—as I said, it was during her very first visit, at her first stop in Germany: “Oh, what emerged in Germany was a failed attempt at occultism; it manifested itself in other forms. And because that failed, the matter had to be taken up in England, and occultism had to be brought to Europe from England.” — You see how politics does indeed play a role in these matters through back channels, and how one must take such things into account.

[ 24 ] Das, was ich Ihnen heute gesagt habe, soll eine Art von Einleitung sein zu Auseinandersetzungen, die allerdings nicht ganz auf demselben Boden stehen sollen, die uns in Wichtiges hineinführen sollen, das geschichtlich ebenso wichtig ist, wie die okkultistische Erkenntnis des einzelnen Menschen, und wovon wir dann das nächste Mal weiter hören werden.

[ 24 ] What I have told you today is meant to serve as a kind of introduction to discussions that, however, will not take place entirely on the same ground; these discussions are intended to lead us into matters that are just as historically significant as the occult knowledge of the individual, and about which we will hear more next time.