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The Connection Between
the Living and the Dead
GA 168

18 February 1916, Kassel

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The Connection Between the Living and the Dead, tr. SOL
  1. Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten

2. Die Wesensglieder des Menschen im Leben zwischen Tod und neuer Geburt

2. The Essential Aspects of Human Life Between Death and Rebirth

[ 1 ] Die Zeit, in der wir leben, wird uns ja ganz besonders nahelegen können, wie eindringlich nötig es für Menschen in unserer Gegenwart ist, den Sinn des Erdenlebens zu erforschen. Und der Sinn des Erdenlebens kann uns niemals aufgehen, wenn wir bloß den Blick hinwenden auf dasjenige, was sich in der Sinneswelt abspielt. Denn alles dasjenige, was sich in der Sinneswelt abspielt, erhält seinen tieferen Sinn erst dadurch, daß das Geistige in diesem Sinnlichen auch zum Ausdrucke kommt. Unsere Zeit ist eine schwere Prüfungszeit. Und diejenigen, welche treu und fest zu unserer Sache zu halten gewillt sind, werden insbesondere verstehen müssen, wie diese unsere Zeit eine schwere Prüfungszeit ist, wie sie ihren Sinn — auch wiederum ihren Sinn! — in unsere Seele herein nur wird offenbaren können, wenn wir uns erheben zu dem, was sich geistig auch in so schweren Ereignissen zum Ausdrucke bringt, die sich auf dem physischen Plane abspielen.

[ 1 ] The times in which we live will, in fact, make it particularly clear to us just how urgently necessary it is for people today to explore the meaning of life on earth. And the meaning of earthly life can never become clear to us if we turn our gaze solely toward what takes place in the sensory world. For everything that takes place in the sensory world only acquires its deeper meaning through the spiritual finding expression within the sensory. Our time is a time of severe trial. And those who are willing to stand faithfully and steadfastly by our cause will have to understand, in particular, how this time of ours is a time of severe trial, how its meaning—yes, its very meaning!—can only be revealed within our souls if we rise to that which finds spiritual expression even in such grave events as those unfolding on the physical plane.

[ 2 ] Angesichts der Tatsache, daß wir auf Felder blicken, auf denen in unzähligen Fällen die Todespforte sich aufrichtet, und angesichts des Gedankens, daß auch schon viele unserer Freunde in größerer Zahl den physischen Plan verlassen haben, werden wir heute vielleicht besonders gut tun, wenn wir den Blick hinwenden auf dasjenige, was über die Welt zu sagen ist, in welche der Mensch geht, wenn er hier durch die Todespforte schreitet. Wir wollen von diesem Gesichtspunkte aus — Sie wissen ja, es gibt viele, viele Gesichtspunkte, von denen aus unsere Betrachtungsweise einsetzen kann — heute wiederum betrachten das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.

[ 2 ] Given that we are looking out upon fields where, in countless instances, the gates of death stand open, and in light of the thought that many of our friends have already left the physical plane in large numbers, we would perhaps do well today to turn our attention to what can be said about the world into which a person enters when they pass through the gate of death here. From this perspective—as you know, there are many, many perspectives from which we can begin our consideration—let us once again today consider the life between death and a new birth.

[ 3 ] In unserer Geisteswissenschaft versuchen wir zunächst den Menschen zu erkennen, wie er vor uns steht: Wir wissen, er steht so da, daß er vor uns entfaltet seine physischen Seiten und seine geistigen Seiten. Wir wissen, diese geistigen Seiten bleiben für den physischen Plan ein Übersinnliches; das Geistige kann sich nur offenbaren, ankündigen durch das Physische hindurch. Und wenn wir so den Menschen, um ihn zu verstehen im Sinne unserer Geisteswissenschaft, hier auf dem physischen Plan betrachten, so sagen wir: Es enthüllen sich uns zunächst — Sie wissen das aus meiner Darstellung der «Theosophie» vier Hauptglieder der menschlichen Wesenheit, die wir nennen den physischen Leib, den ätherischen Leib, den astralischen Leib und das Ich. Schon vom Ätherleib an aufwärts sind die Glieder der menschlichen Natur übersinnlich für die physische Betrachtung. Aber wir erleben ja unser Ich und unseren astralischen Leib. Wir erleben sie innerlich. Wir erleben sie dadurch, daß wir eben in der Lage sind, uns als Ich zu wissen, wenn dieses Ich auch unsichtbar, übersinnlich bleibt. Kurz, man kann schon verstehen, auch wenn man bleibt bei dem, was nur die physische Welt enthüllt, warum wir den Menschen nach diesen vier Gliedern betrachten.

[ 3 ] In our Spiritual Science, we first seek to understand the human being as he stands before us: We know that he stands there in such a way that he unfolds both his physical and spiritual aspects before us. We know that these spiritual aspects remain beyond the physical plane; the spiritual can only reveal itself and make itself known through the physical. And when we thus observe the human being here on the physical plane—in order to understand him in the sense of our Spiritual Science—we say: First of all, as you know from my exposition of “Theosophy,” four main aspects of the human being are revealed to us, which we call the physical body, the etheric body, the astral body, and the I. Starting with the etheric body and upward, the aspects of human nature are supersensible to physical observation. But we do experience our “I” and our astral body. We experience them inwardly. We experience them precisely because we are able to know ourselves as the “I,” even though this “I” remains invisible and supersensible. In short, even if one limits oneself to what the physical world reveals, one can still understand why we view human beings in terms of these four aspects.

[ 4 ] Nun wollen wir heute einmal uns vor die Seele stellen, daß man auch den Menschen, der da lebt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, in einer ähnlichen Weise betrachten kann, daß es möglich ist, auch von Gliedern des Menschen zu sprechen, der in dem Lebenslauf ist zwischen Tod und neuer Geburt. Sie wissen ja: den physischen Leib übergeben wir den Elementen, den Substanzen der Erde; der Ätherleib wird übergeben der allgemeinen Ätherwelt; nach einiger Zeit löst sich auch dasjenige, was vorzugsweise in unserem astralischen Leibe ist, wovon aber der irdische Mensch schon nichts weiß, das löst sich gewissermaßen auch, und das Ich geht dann seinen Weg durch die Welt, die wir eben durchleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.

[ 4 ] Now let us consider today that we can view the human being who lives between death and a new birth in a similar way—that it is possible to speak of the “limbs” of the human being who is in the course of life between death and a new birth. As you know, we surrender the physical body to the elements, the substances of the earth; the etheric body is surrendered to the general etheric world; after some time, that which is primarily in our astral body—of which, however, the earthly human being is already unaware—also dissolves, so to speak, and the I then goes its way through the world we are currently experiencing between death and a new birth.

[ 5 ] Nun sollen wir nicht glauben, daß der Mensch, der zwischen dem Tod und einer neuen Geburt steht, nicht ein ebenso differenziertes, ein ebenso gegliedertes Wesen sei wie der Mensch hier in der physischen Welt. Wir können auch von Gliedern der menschlichen Natur sprechen zwischen Tod und neuer Geburt; nur werden wir dann in der folgenden Weise sprechen müssen.

[ 5 ] Now, we should not believe that the human being who stands between death and a new birth is not a being just as differentiated and just as structured as the human being here in the physical world. We can also speak of aspects of human nature between death and a new birth; we will simply have to speak of them in the following way.

[ 6 ] Hier, wenn wir den Menschen auf dem physischen Plan betrachten, erscheint uns das Ich als dasjenige, was uns zunächst — wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen — als das Höchste entgegentritt. Den physischen Leib hat der Mensch mit allen Mineralien gemeinschaftlich, den Ätherleib mit allen Pflanzen, den astralischen Leib mit allen Tieren. Das Ich hat er für sich allein. In der geistigen Welt ist das Ich, welches uns hier als gewissermaßen das höchste Glied der menschlichen Natur erscheint, dieses Ich ist dort in der Welt zwischen Tod und neuer Geburt das niederste Glied der menschlichen Natur. Wie wir hier beim physischen Leib anfangen, so muß man für die geistige Welt beim Ich anfangen, das nur während der Zeit, während der Mensch die Seelenwelt durchmacht, eingehüllt ist wie in einem Nebel vom Astralischen, aber das doch das niederste Glied der menschlichen Wesenheit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist. Und so wie wir uns hier umhüllen, indem wir aus der geistigen Welt in die physische Welt hereintreten durch die Geburt oder durch die Empfängnis, so umhüllen wir uns auch in der geistigen Welt, man möchte sagen mit Geistgliedern. Die Namen für diese Geistglieder kennen wir eigentlich schon. Nur betrachten wir sie ein wenig von einer anderen Seite her. Wir hüllen uns nämlich, wenn wir durch die Pforte des Todes getreten sind, in das Geistselbst ein. Dies ist ja ein Glied der menschlichen Natur, das der Mensch in der Zukunft während der Jupiterentwickelung bei sich entfalten wird. Dasjenige, was ich jetzt Geistselbst nenne für die Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, ist nicht genau dasselbe, was sich dann entwickeln wird, wenn der Mensch weiterschreitet von der Erde zum Jupiter hin; sondern dasjenige, was der Mensch entwickeln wird auf dem Jupiter, wird eine Art äußerliches Abbild sein, eine Art für die Sinne auftretendes Gegenbild der geistigen Wesenheit, in die sich der Mensch einhüllt, wenn er die Zeit durchmacht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das ist schon so, daß man auch dieses Glied, in das sich da der Mensch einhüllt, wenn er die Zeit durchmacht zwischen Tod und neuer Geburt, als Geistselbst bezeichnen kann.

[ 6 ] Here, when we consider human beings on the physical plane, the “I” appears to us as that which, at first—if we may use the expression—presents itself to us as the highest. Human beings share the physical body with all minerals, the etheric body with all plants, and the astral body with all animals. The “I” is unique to human beings. In the spiritual world, the “I”—which here appears to us, so to speak, as the highest link in human nature—is, in the world between death and rebirth, the lowest link in human nature. Just as we begin here with the physical body, so must we begin in the spiritual world with the “I,” which is enveloped, as it were, in a mist of the astral only during the time a human being passes through the soul world, yet which is nonetheless the lowest link of the human being between death and a new birth. And just as we envelop ourselves here when we enter the physical world from the spiritual world through birth or conception, so too do we envelop ourselves in the spiritual world—one might say—with spiritual members. We actually already know the names for these spiritual members. Let us simply consider them from a slightly different perspective. For when we have passed through the gate of death, we clothe ourselves in the Spirit-Self. This is, after all, a member of human nature that the human being will develop within themselves in the future during the Jupiter evolution. What I now call the Spirit-Self for the world between death and a new birth is not exactly the same as what will then develop as the human being progresses from Earth toward Jupiter; rather, what the human being will develop on Jupiter will be a kind of external image, a kind of sensory counterpart to the spiritual being in which the human being envelops himself as he passes through the time between death and a new birth. It is indeed true that this very element, in which a human being envelops themselves while passing through the time between death and a new birth, can be described as the Spirit-Self.

[ 7 ] Beim weiteren Verlauf hüllt sich dann der Mensch in dasjenige Glied ein, das man als Lebensgeist bezeichnen kann, das wiederum ein geistiges Gegenstück zu etwas ist, was sich im physischen Verlauf erst während der Venusentwickelung ergeben wird. Und der eigentliche Geistmensch ist dasjenige, was sich im Menschen entwickelt als das geistige Gegenbild desjenigen, was im physischen Abbild der Mensch in der höchsten Sphäre, auf die wir heute noch hinblicken können, während der Vulkanentwickelung, in seiner physischen Entwickelung haben wird. So daß wir sagen können: Wie sich der Mensch hier einhüllt in den astralischen, ätherischen und physischen Leib, so hüllt er sich ein, indem er in die geistige Welt hineinwächst, in Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch.

[ 7 ] As the process continues, the human being then envelops itself in that aspect which can be described as the Life-Spirit, which in turn is a spiritual counterpart to something that will only emerge in the physical realm during the Venusian stage of evolution. And the true spiritual human being is that which develops within the human being as the spiritual counterpart of what the human being, in its physical form, will possess in the highest sphere to which we can still look today—during the volcanic stage of physical evolution. Thus we can say: Just as human beings here clothe themselves in the astral, etheric, and physical bodies, so do they clothe themselves—as they grow into the spiritual world—in the Spirit-Self, the Life-Spirit, and the Spirit-Man.

[ 8 ] Nun möchte ich Ihnen etwas genauer schildern, wie sich die Dinge ergeben aus der, wie man sagen kann, initiierten Erkenntnis heraus. Zur Hälfte wissen Sie ja über diese Dinge schon Bescheid. Wenn der Mensch hier durch die Pforte des Todes getreten ist, so wird sein physischer Leib den Elementen der Erde übergeben. Dieses Loslösen des physischen Leibes ist ein außerordentlich Wichtiges für das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Gewiß, es erscheint trivial, wenn man sagt, der Tod ist eigentlich für die geistige Welt die Geburt; aber es ist trotzdem auch ein berechtigtes Wort. Wir müssen uns nur angewöhnen, unsere Begriffe etwas beweglich zu machen, so daß wir nicht haften mit unseren Begriffen unmittelbar an dem, was uns die Erde darbietet. Wir sind gewöhnt, unsere Begriffe nur nach dem zu bilden, was uns die Erde darbietet. Wir müssen die Begriffe schon verändern können. Das Leben in der geistigen Welt ist durchaus verschieden von dem Leben der Erde. Die geistige Erfahrung, die der Mensch also macht in der geistigen Welt, indem er durch die Pforte des Todes schreitet, ist: daß abfällt von ihm der physische Leib. Das ist ein bedeutsames, ein ungeheuer bedeutsames Erleben! Und zunächst ist von diesem Erlebnis zu sagen, daß es sich ganz gegenteilig verhält in bezug auf den Beginn des geistigen Lebens nach dem Tode, wie sich die Geburt des Menschen verhält zu unserem physischen Leben zwischen Geburt und Tod. Kein Mensch kann ja mit physischer Erkenntniskraft der Erde hinschauen auf seine Geburt. Die Geburt erlebt der Mensch nicht mit seinen physischen Erkenntniskräften hier auf der Erde. Ebenso wie wir die physische Geburt nicht erleben, wie der Mensch keine Erinnerung hat — diese beginnt erst später — an die Vorgänge seiner Geburt und wie das richtig ist für das Erdenleben und so sein muß, so ist es gegenteilig für das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denn der Moment, der Augenblick des, ich kann nicht sagen Sterbens, aber des Gestorbenseins, der bleibt als etwas, worauf immer wieder und wiederum hinschauen kann der Mensch in dem ganzen Verlauf des Lebens zwischen Tod und neuer Geburt. Ebenso wie wir uns im physischen Leben niemals erinnern an die Vorgänge unserer Geburt, ebenso klar haben wir vor uns unsere ganze Lebenszeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hindurch den Moment des Todes, aber von der anderen Seite, von der Seite des geistigen Erlebens, gewissermaßen vom anderen Ufer aus. Für den Erdenmenschen kann mit einer gewissen Berechtigung der Tod etwas Schreckhaftes haben. Er stellt den Verfall des physischen Erdenmenschen dar. Das gerade Gegenteil ist der Fall, wenn der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zurückblickt auf das Gestorbensein: Dann stellt ihm das immerwährend dar den Sieg des Geistes über das Leibliche, dann stellt der Tod das Schönste, das Größte, das Herrlichste, das Erhabenste dar, das im Grunde genommen überhaupt erlebt werden kann. Und indem der Mensch seine ganze geistige Lebenszeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hindurch auf das Gestorbensein hinzusehen vermag, ist dieser Hinblick auf das Gestorbensein dasjenige, was uns das Bewußtsein gibt nach dem Tode, so daß wir wissen: Wir haben unseren physischen Leib abgelegt. Und daß wir das erfahren, daß wir das immer vor uns haben, das gibt uns unser Selbstbewußtsein nach dem Tode ebenso, wie wir unser Selbstbewußtsein hier in der physischen Welt dadurch erlangen, daß wir unseren physischen Leib haben.

[ 8 ] Now I would like to describe to you in a little more detail how things unfold as a result of what might be called “initiated knowledge.” You are, after all, already half-familiar with these matters. When a person has passed through the gate of death here, their physical body is surrendered to the elements of the earth. This detachment of the physical body is of extraordinary importance for the life between death and a new birth. Certainly, it seems trivial to say that death is actually birth for the spiritual world; yet it is nonetheless a valid statement. We simply need to accustom ourselves to making our concepts a bit more flexible, so that we do not cling with our concepts directly to what the earth presents to us. We are accustomed to forming our concepts solely on the basis of what the earth presents to us. We must be able to adapt these concepts. Life in the spiritual world is entirely different from life on earth. The spiritual experience that a person thus undergoes in the spiritual world as they pass through the gate of death is that the physical body falls away from them. This is a significant, an immensely significant experience! And first of all, it must be said of this experience that it stands in complete contrast, with regard to the beginning of spiritual life after death, to the way human birth stands in relation to our physical life between birth and death. After all, no human being can look back upon their birth with the physical powers of perception they possess here on Earth. Human beings do not experience birth with their physical powers of perception here on Earth. Just as we do not experience physical birth—just as human beings have no memory of the events of their birth (memory begins only later)—and just as this is correct for earthly life and must be so, the opposite is true for the life between death and a new birth. For the moment—the instant of, I cannot say “dying,” but of “having died”—remains as something that a person can look back upon again and again throughout the entire course of life between death and a new birth. Just as we in physical life never remember the events of our birth, so too do we have before us, throughout our entire lifetime between death and a new birth, the moment of death—but from the other side, from the side of spiritual experience, as it were, from the other shore. For the earthly human being, death can, with some justification, have something frightening about it. It represents the decay of the physical human being on Earth. The exact opposite is true when a human being, between death and a new birth, looks back upon the state of having died: then it reveals to them, in an everlasting way, the victory of the spirit over the physical; then death represents the most beautiful, the greatest, the most glorious, and the most sublime thing that can, in essence, ever be experienced. And because a person is able to look back on the state of having died throughout their entire spiritual lifetime between death and a new birth, this perspective on having died is what gives us consciousness after death, so that we know: We have shed our physical body. And the fact that we experience this—that we always have this before us—is what gives us our self-awareness after death, just as we attain our self-awareness here in the physical world through the fact that we have our physical body.

[ 9 ] Wenn wir mit unserem astralischen Leib und Ich vom Einschlafen bis zum Aufwachen außerhalb des physischen Leibes sind, so haben wir für die physische Welt kein Bewußtsein. Wir müssen beim Aufwachen physisch in uns hineinstoßen, dann kann das Ich-Bewußtsein wieder erblühen. jedesmal, wenn wir nach dem Tode hinblicken auf das Gestorbensein, wenn das ganze Ereignis, dieses — von der anderen Seite gesprochen — erhabene, schöne Ereignis vor unserer Seele steht, dann entzündet sich immer wieder und wiederum nach dem Tode das Bewußtsein. Das hängt ganz und gar von der immerwährenden Betrachtung dieses Augenblicks ab. Und damit ist noch etwas anderes verbunden. Es ist etwas schwierig, über diese Dinge zu sprechen, weil, wie gesagt, keine entsprechenden Erfahrungen hier in der physischen Welt vorhanden sind, aber man muß versuchen, diese Dinge auch zu charakterisieren, so wie sie eben sind. Wenn wir also im weiteren Fortleben nach dem Tode hinblicken auf unser Gestorbensein, dann haben wir vor allen Dingen den empfindungs-, vorstellungsmäßigen Eindruck, daß da, wo wir gestorben sind, nunmehr, nachdem wir gestorben sind, nichts ist, nicht einmal Raum. Es ist, wie gesagt, schwer zu beschreiben, aber es ist so: Nichts ist da. Und im äußeren Sinne gesprochen: Herrlich, erhaben erscheint die Sache aus dem Grunde, weil überall sonst uns eine neue Welt aufgeht. Es drängt sich die flutende Geistwelt von allen Seiten heran, aber nichts ist da, aus dem wir herausgestorben sind.

[ 9 ] When we are outside our physical body with our astral body and ego—from the moment we fall asleep until we wake up—we have no awareness of the physical world. Upon waking, we must physically re-enter ourselves; only then can the sense of self blossom anew. Every time we look back after death upon the state of having died—when the entire event, this sublime and beautiful event (as seen from the other side), stands before our soul—consciousness is kindled again and again after death. This depends entirely on the ceaseless contemplation of this moment. And something else is connected with this. It is somewhat difficult to speak about these things because, as I said, there are no corresponding experiences here in the physical world, but one must try to characterize these things as they actually are. So when, in our continued existence after death, we look back on our own passing, we have, above all, the sensory and imaginative impression that where we died, now that we have died, there is nothing—not even space. As I said, it is difficult to describe, but it is like this: There is nothing there. And speaking in an external sense: The whole thing appears magnificent and sublime precisely because a new world is opening up to us everywhere else. The surging spiritual world presses in from all sides, but there is nothing there from which we have died.

[ 10 ] So theoretisch beschrieben hat vielleicht die Sache etwas Grauenvolles, aber in der Empfindung nach dem Tode ist es nichts Grauenvolles. In der Empfindung nach dem Tode läßt es eine tiefe Befriedigung in die Seele quellen. Man lernt gleichsam sich ausdehnen in die ganze Welt und hinschauen auf etwas, was wie leer ist in der Welt. Und daraus entsteht die Empfindung: Das ist dein Platz in der Welt, der Platz, der aus allen den Weiten heraus ist, und der dein ist. — Und man bekommt die Empfindung, gerade aus dieser Leere, daß man einen Sinn hat für die ganze Welt, daß jedes einzelne Menschendasein — man bekommt es zunächst natürlich als Erklärung für sich selber — da sein muß. Dieser Platz würde immer leer sein, wenn ich nicht da wäre — so sagt sich jede Seele. Daß jeder, jeder als Mensch einen Platz zugeteilt hat im Weltenall, diese Empfindung, die unglaublich innerlich erwärmende Empfindung, die geht aus dieser Betrachtung hervor: daß die ganze Welt da ist, und daß diese ganze Welt herausgetrieben hat wie aus einer Symphonie die einzelne Note, die man ist, und die da sein muß, sonst wäre die Welt nicht da. Diese Empfindung, das ist diejenige, die aus der Rückschau auf das Todeserlebnis entsteht. Die bleibt, denn die gibt vorzugsweise das Ich-Bewußstsein, das Selbstbewußtsein zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.

[ 10 ] Described in such theoretical terms, the matter may seem somewhat terrifying, but in the experience of death itself, there is nothing terrifying about it. In the experience of death, a deep sense of satisfaction wells up within the soul. One learns, as it were, to expand into the whole world and to look upon something that seems empty in the world. And from this arises the feeling: This is your place in the world, the place that lies beyond all expanses, and that is yours. — And one gets the sense, precisely from this emptiness, that one has a purpose for the whole world, that every single human existence—one first perceives this, of course, as an explanation for oneself—must be there. This place would always be empty if I were not there—so every soul tells itself. That everyone, every human being, has been assigned a place in the universe—this sensation, this incredibly heartwarming sensation—arises from this contemplation: that the whole world exists, and that this entire world has brought forth, as if from a symphony, the single note that one is, and that must exist; otherwise, the world would not exist. This feeling is the one that arises from looking back on the experience of death. It remains, for it is primarily this that gives rise to the sense of self, the self-awareness, between death and a new birth.

[ 11 ] Dann dauert ja eine verhältnismäßig kurze Zeit — aber die genügt — ein Zusammensein noch mit dem ätherischen Leib. Alles dasjenige, was man erlebt hat im Leben, selbst die kleinsten Ereignisse, stehen auf einmal da wie in einem großen Lebenstableau, tagelang; sie bleiben tagelang. Man hat dabei das ganz intensive Gefühl: Die Erde, auf der man bisher gestanden hat, bewegt sich weiter, man selbst bleibt aber zurück, man beginnt stillzustehen. Man geht nicht mit der räumlichen Bewegung der Erde weiter mit. Und dabei breitet sich das Lebenstableau aus.

[ 11 ] Then there is a relatively short period of time—but it is enough—during which one is still united with the etheric body. Everything one has experienced in life, even the smallest events, suddenly stands there as if in a vast tableau of one’s life, for days on end; they remain there for days on end. One has the very intense feeling that the Earth, on which one has stood until now, continues to move, but one remains behind; one begins to stand still. One no longer moves along with the Earth’s spatial motion. And as this happens, the tableau of life unfolds.

[ 12 ] Nicht im eigentlichen Sinne spricht man, wenn man von einer Erinnerung an das Leben spricht, denn Erinnerungen, die hat man so, daß man in der Zeit zurückblickt. Aber das ist nicht so, sondern es ist gleichzeitig; es ist ein Tableau, es ist ein bewegtes Tableau. Selbst, wie gesagt, auf die kleinsten Ereignisse erstreckt sich das.

[ 12 ] When we speak of a memory of life, we are not speaking in the strict sense of the word, for memories are something we have when we look back in time. But that is not the case here; rather, it is simultaneous; it is a tableau, a moving tableau. As I said, this extends even to the smallest events.

[ 13 ] Dann trennt man sich von diesem ätherischen Erlebnis. Es erfolgt, wie man eben zu sagen pflegt, die Loslösung des Ätherleibes. Dasjenige, mit dem man verbunden war als Ätherleib, das hat man, während man es früher als sein Inneres anzusprechen hatte, nunmehr äußerlich, und es wird immer größer und webt sich ein — das ist eigentlich der richtige Ausdruck — in die geistige Welt, in die man jetzt eingetreten ist. Nur ist in dieser geistigen Welt die leere Aussparung, von der ich gesprochen habe; die bleibt ausgespart. Und der Ätherleib webt sich ein rund herum äußerlich, wird immer größer und größer.

[ 13 ] Then one detaches oneself from this ethereal experience. What follows, as one is wont to say, is the detachment of the etheric body. That which one was connected to as the etheric body—which one previously had to regard as one’s inner self—is now external, and it grows ever larger and weaves itself—that is actually the correct expression—into the spiritual world into which one has now entered. However, in this spiritual world there is the empty space I spoke of; it remains vacant. And the etheric body weaves itself in all around it externally, growing ever larger and larger.

[ 14 ] Nun müssen wir durchaus festhalten, daß es eine irrtümliche Vorstellung wäre — ich muß gestehen, ich habe mich in allen Fällen, in denen ich gerade diese Tatsache, von der ich jetzt spreche, intensiv untersuchen konnte, überzeugt, daß es ein Irrtum wäre —, zu glauben, daß wir in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt das, was wir da als Ätherleib einverwoben haben der allgemeinen geistigen Welt, nicht sehen würden. Wir sehen es immerdar. Wir schauen immer darauf hin, es gehört zu unserer Außenwelt. Was bisher in unserem Ätherleib zu unserer Innenwelt gehört hat, gehört nunmehr zu unserer Außenwelt. Wir schauen auf das hin. Und es ist wichtig, daß wir auf das hinschauen können, denn dadurch wird uns so viel von der geistigen Außenwelt verständlich als Verwandtschaft besteht zwischen dem, was wir hineinverwoben haben, und der gesamten geistigen Außenwelt.

[ 14 ] Now we must certainly note that it would be a mistaken mental image—I must admit, in all cases where I have been able to examine this very fact I am now speaking of in depth, I have become convinced that it would be a mistake—to believe that in the life between death and a new birth we would not see what we have woven into the general spiritual world as the etheric body. We see it constantly. We are always looking at it; it belongs to our outer world. What previously belonged to our inner world within our etheric body now belongs to our outer world. We look at it. And it is important that we are able to look at it, for through this so much of the outer spiritual world becomes understandable to us, since there is a connection between what we have woven into it and the entire outer spiritual world.

[ 15 ] Sie erinnern sich vielleicht aus den Vorträgen, die ich einmal gehalten habe in Wien über die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, daß ich gesagt habe: Zunächst ist der Mensch verwoben in eine Welt, die voller Weisheit ist. Während er hier die Weisheit angestrengt sucht, ist er da im Lichte der Weisheit ganz drinnen. Und diese Weisheit, in der er drinnen ist, die überwältigt ihn. Und sie würde ihn weiter überwältigen, wenn er nicht einweben könnte das, was er in seinem Ätherleib während des Lebens einverwoben hat an Weisheit, wenn er das nicht in die Welt hineinweben könnte. Dadurch dämpft sich ihm die ungeheure Lichtüberfülle des allgemeinen Weltenäthers ab, und er fängt an, Verständnis zu haben für dasjenige, was im allgemeinen Weltenäther die Welt durchwebt und durchseelt und durchgeistet.

[ 15 ] You may recall from the lectures I once gave in Vienna on the period between death and a new birth that I said: At first, the human being is woven into a world that is full of wisdom. While here he searches intently for wisdom, there he is completely immersed in the light of wisdom. And this wisdom, in which they are immersed, overwhelms them. And it would continue to overwhelm them if they could not weave into the world the wisdom they have woven into their etheric body during their lifetime. In this way, the immense abundance of light in the general world ether is tempered for him, and he begins to gain an understanding of that which, in the general world ether, weaves through, animates, and spiritualizes the world.

[ 16 ] Damit haben wir dasjenige, was gewissermaßen von dem Menschen abfällt, wenn der Mensch in die geistige Welt aufgenommen wird. Denn von den irdischen Gliedern der menschlichen Natur bleiben im wesentlichen nur das Ich und der astralische Leib zurück. Der physische Leib ist abgefallen. Dafür bleibt, was ich genannt habe «die Leere», bestehen. Der Ätherleib wird unterworfen dem allgemeinen Weltenäther. Der Mensch geht seinen Weg weiter. Für das, was er dem Weltenäther als seinen Ätherleib nun abgibt, für das hüllt er sich ein in dasjenige, was wir genannt haben das Geistselbst. Das ist gewissermaßen jetzt ein äußeres Glied. Es dringt heran unbestimmter Äther an ihn; der umhüllt ihn mit einer Art von Geistselbst.

[ 16 ] This is what, so to speak, falls away from the human being when he or she is received into the spiritual world. For of the earthly components of human nature, essentially only the “I” and the astral body remain. The physical body has been shed. What remains, however, is what I have called “the void.” The etheric body is subsumed into the general world ether. The human being continues on their path. In exchange for what they now surrender to the world ether as their etheric body, they envelop themselves in what we have called the Spirit-Self. This is now, in a sense, an outer member. Indeterminate ether approaches them; it envelops them with a kind of Spirit-Self.

[ 17 ] Nun ist es gut, wenn wir ein wenig noch stehenbleiben bei dem, was zunächst, ich möchte sagen, zurückbleibt: der Begriff vom Menschen. Von dieser Leere brauchen wir nicht zu sprechen, denn die ist vor allen Dingen nur für den Menschen selber von der größten Bedeutung, der gestorben ist, der diejenigen Erlebnisse daran hat, die ich geschildert habe. Aber mit dem Ätherleib ist es etwas anderes. Schon der Ätherleib webt sich ja objektiv ein in dasjenige, was allgemeiner Weltenäther ist. Er ist dann darinnen, dieser Ätherleib des Menschen.

[ 17 ] Now it would be good if we paused a little longer to consider what, I might say, remains at first: the concept of the human being. We need not speak of this void, for it is, above all, of the greatest significance only for the human being himself who has died, who has had the experiences I have described. But with the etheric body, it is a different matter. The etheric body, after all, objectively weaves itself into what is generally called the world ether. It is then contained within it—this etheric body of the human being.

[ 18 ] Nun werden Sie es verständlich finden, daß gewissermaßen ein Ätherleib eines Menschen, der in jugendlichem Alter stirbt, etwas anderes ist in der Welt draußen als der Ätherleib eines Menschen, der gewissermaßen die normale Altersgrenze erreicht. Jeder Ätherleib hat selbstverständlich seine Aufgabe, und es kann nicht irgendein Wunsch, früh oder spät zu sterben, aus dem entstehen, was ich jetzt sagen werde; das wäre eine ganz schiefe und falsche, die falscheste Auffassung der Sache. Aber dennoch ist das gültig, was jetzt zu sagen ist.

[ 18 ] Now you will understand that, in a sense, the etheric body of a person who dies at a young age is something different in the outer world than the etheric body of a person who, so to speak, reaches the normal age limit. Every etheric body, of course, has its own purpose, and what I am about to say should not give rise to any desire to die early or late; that would be a completely distorted and false—the most false—understanding of the matter. Nevertheless, what I am about to say is true.

[ 19 ] Wenn ein Mensch stirbt in jugendlichem Alter, so hat er einen Ätherleib, der vielleicht noch Jahrzehnte hätte den physischen Leib versorgen können, hätte arbeiten können im physischen Leib. Nun geht in der geistigen Welt ebensowenig eine Kraft verloren wie in der physischen Welt. Das heißt, in dem Ätherleib, von dem der Mensch verlassen wird nach dem Tod, ist die Kraft vorhanden, die vielleicht noch jahrzehntelang, wenn der Mensch im zwanzigsten, dreißigsten Jahre steht, den physischen Leib des Menschen hätte versorgen können. Sie ist nicht mehr in einem physischen Menschenleib; sie ist draußen in der Welt. An einem Beispiel kann dieses vielleicht am schönsten vor unsere Seele treten.

[ 19 ] When a person dies at a young age, they have an etheric body that might still have been able to sustain the physical body for decades, might still have been able to work within the physical body. Now, just as in the physical world, no force is lost in the spiritual world. This means that the etheric body, which the person leaves behind after death, still contains the force that might have sustained the physical body for decades to come—if the person had been in their twenties or thirties. This force is no longer within a physical human body; it is out in the world. An example might best illustrate this to our souls.

[ 20 ] Wir hatten in Dornach am Bau — zu einigen von unseren Freunden habe ich über diese Sache schon gesprochen — ein Knäblein; der Knabe ist durch einen tragischen Umstand im siebenten Lebensjahr zugrunde gegangen. Das Knäblein hatte am Abend Speisevorräte aus unserer Kantine geholt, die dort in der Nähe des Dornacher Baues ist, und eine merkwürdige Verkettung der Umstände hat ergeben, daß das Knäblein aus der Kantine heraus und durch ein Schilfrohr gegangen ist, das neben einem Wege ist, über den gerade dazumal ein vollgeladener Möbelwagen fuhr. Und der vollgeladene Möbelwagen wurde umgeworfen und zerdrückte das Knäblein. Es war eine recht schmerzliche Sache. Gerade nach dem Vortragsabend, nach zehn Uhr kam uns die Nachricht, daß das Knäblein nicht da wäre. Man konnte nichts anderes tun als nachsehen, wie das mit diesem Möbelwagen sich verhielte. Die äußeren Umstände waren auch ganz merkwürdig. Der Knabe wollte eine Viertelstunde früher weggehen und ist zurückgehalten worden von irgend jemandem, der mit ihm gehen wollte. Er wollte durch eine andere Türe hinaus; dann wäre er rechts am Möbelwagen vorbeigegangen, während er so links zerdrückt worden ist. Man hatte ihm gesagt, er solle zu dieser Türe hinausgehen, so daß er förmlich hingeschickt worden ist. Es ist außerdem ein Weg, auf dem vielleicht jahrelang kein Möbelwagen gefahren ist, und vielleicht wird auch jahrelang wieder keiner fahren. Es war ein Möbelwagen, der einem von unseren Mitgliedern ausnahmsweise einmal Möbel gebracht hat. — Man suchte den Knaben also. Der Möbelwagen war so schwer beladen und unglückseligerweise so gefallen, daß er nicht gleich gehoben werden konnte, denn die Leute, die den Möbelwagen fuhren, hatten nichts mitgebracht dazu und gingen einfach weg. Man wollte den Möbelwagen erst am nächsten Tag heben. — Nun aber mußte er natürlich in der Nacht gehoben werden, und man fand das tote Knäblein darunter.

[ 20 ] We had a little boy working on the construction site in Dornach—I’ve already spoken to some of our friends about this—who died at the age of seven due to a tragic accident. That evening, the little boy had gone to fetch food supplies from our cafeteria, which is located near the construction site in Dornach, and a strange chain of events led to him leaving the cafeteria and walking through a reed bed next to a path where, at that very moment, a fully loaded moving truck was driving by. And the fully loaded moving truck was overturned and crushed the little boy. It was a truly tragic event. Right after the lecture that evening, after ten o’clock, we received word that the little boy was missing. There was nothing else to do but investigate what had happened with that moving truck. The external circumstances were also quite peculiar. The boy had wanted to leave a quarter of an hour earlier but was held back by someone who wanted to go with him. He had intended to go out through a different door; if he had, he would have passed the moving truck on the right, whereas he was crushed on the left. He had been told to go out that door, so he was literally sent there. Moreover, it’s a route that perhaps no moving truck has traveled for years, and perhaps none will travel it again for years to come. It was a moving truck that, as a one-time exception, had brought furniture to one of our members. — So they searched for the boy. The moving truck was so heavily loaded and, unfortunately, had tipped over in such a way that it couldn’t be lifted right away, because the people driving the truck hadn’t brought any equipment for that and simply walked away. They planned to lift the truck the next day. — But now, of course, it had to be lifted that very night, and they found the dead little boy underneath it.

[ 21 ] Dieses Knäblein war also einige Zeitlang immer in der Atmosphäre des Baues gewesen. Nun ist es wirklich wahr, daß seit jener Zeit, bald nach jenem Tode, der Ätherleib jenes Knäbleins in die Aura des Baues hineinverwoben ist. Und derjenige, der — es ist ja gewiß nicht unbescheiden, das zu sagen — wie ich zu tun hat mit dem ganzen Künstlerischen des Baues, der merkt, wie aus jener unverbrauchten Ätherkraft des Ätherleibes die Befruchtung kommt, die man braucht, um das oder jenes wiederum künstlerisch in den Bau einzufügen.

[ 21 ] So this little boy had been immersed in the atmosphere of the building for some time. Now it is truly the case that since that time, shortly after that death, the etheric body of that little boy has been woven into the aura of the building. And anyone who—and it is certainly not immodest to say this—is, like me, involved with all the artistic aspects of the building, notices how that unspent etheric power of the etheric body provides the inspiration needed to artistically incorporate this or that element into the building.

[ 22 ] Selbstverständlich wäre es vielleicht dem menschlichen Egoismus sympathischer, das alles immer nur der eigenen Genialität zuzuschreiben. Aber esistschon durchaus so, daß auch dasjenige, was uns innerlich kommt, daß das von äußeren geistigen Einflüssen herrührt. Und wir können diese geistigen Einflüsse im einzelnen konkret nachweisen. Wir haben es da mit dem Ätherleib eines Knaben zu tun, der sieben Jahre alt geworden ist, der also sechs bis sieben Jahrzehnte lang noch den physischen Leib hätte versorgen können, der mit der ganzen ungeheuer weisen Baukraft, die notwendig ist, um den physischen Menschenleib kunstgemäß zu formen, in der Ätheraura des Dornacher Baues ist.

[ 22 ] Of course, it might be more appealing to human egoism to attribute all of this solely to one’s own genius. But it is indeed the case that even what arises within us stems from external spiritual influences. And we can demonstrate these spiritual influences in concrete detail. We are dealing here with the etheric body of a boy who has reached the age of seven—a boy who could have sustained the physical body for another six to seven decades—and who, with all the immense, wise creative power necessary to artfully shape the physical human body, is present in the etheric aura of the Dornach building.

[ 23 ] Und selbst den Künstlern wage ich es zu sagen, mit vollständiger Sicherheit: Die Kunst, die notwendig ist, um aus dem Ätherleib heraus den physischen Leib zu formen, die ist viel größer als irgendeine Kunst, die der Mensch auf der Erde ausübt. Der Mensch ist schon das größte Kunstprodukt. Und alle die Impulse, um den physischen Menschenleib zu formen, die stecken in dem Ätherleib darinnen. Auch der Künstler bringt sie aus seinem ätherischen Leib heraus, wenn er künstlerisch schafft.

[ 23 ] And I dare to say to the artists themselves, with absolute certainty: The art required to form the physical body from the etheric body is far greater than any art practiced by human beings on Earth. Human beings are already the greatest work of art. And all the impulses needed to form the physical human body are contained within the etheric body. Artists, too, bring these impulses forth from their etheric bodies when they create art.

[ 24 ] Das ist nur ein Beispiel, es könnten andere angeführt werden, in denen die Tragkraft der unverbrauchten Ätherleiber geschaut werden kann. Gerade in diesem Jahre sind ja auch in jugendlichem Alter liebe Freunde von uns durch die Pforte des Todes gegangen. Und so sehen wir denn, wie gerade jetzt in dieser Zeit unzählige Menschen durch die Todespforte gehen, im rüstigen Alter, ihre Ätherleiber zurücklassen, die alle noch jahrzehntelang am physischen Leib hätten arbeiten können. Diese Ätherleiber, die noch dazu gekräftigt und gestärkt sind dadurch, daß sie durch Opfertode gegangen sind, sind vorhanden und werden vorhanden sein. Und diejenigen Menschen, die in der Lage sein werden in künftigen Zeiten, wenn wiederum anderes über der europäischen Erde sich abspielt als diese gegenwärtigen Ereignisse, die dann über die europäische Erde hingehen werden, sie werden in einer geistigen, in einer Ätheratmosphäre leben, in welcher sich finden diese unverbrauchten Ätherleiber. Und wenn sich Seelen finden hier auf der Erde, welche Verständnis haben werden für dasjenige, was nicht bloß als abstraktes Angedenken, sondern als wirkliche ätherische Kräfte geistig leben wird — dieses Verständnis wird man nur aus der Geisteswissenschaft haben können —, so werden sie die inspirierenden Kräfte desjenigen, was da sein wird von diesen Ätherleibern, wohl spüren.

[ 24 ] This is just one example; others could be cited in which the carrying capacity of the unspent etheric bodies can be observed. Just this year, dear friends of ours have passed through the gate of death even while still young. And so we see how, especially now, countless people are passing through the gate of death while still in the prime of life, leaving behind their etheric bodies—bodies that could all have continued to work with the physical body for decades to come. These etheric bodies, which are further invigorated and strengthened by the fact that they have undergone sacrificial deaths, exist and will continue to exist. And those people who will be in a position in future times—when events other than the present ones are unfolding over the European continent—to experience what will then be taking place across Europe, will live in a spiritual, etheric atmosphere in which these unused etheric bodies are found. And when souls are found here on Earth who will have an understanding of that which will live spiritually—not merely as an abstract remembrance, but as real etheric forces—this understanding can only be gained through Spiritual Science—they will surely feel the inspiring forces of what will be present through these etheric bodies.

[ 25 ] Und das gehört zu den Gefühlen, die jetzt schwer auf unseren Herzen lasten, schwer aus dem Grunde, weil wir auf der einen Seite hinblicken müssen auf das Ungeheure, das geschehen könnte, wenn recht viele Menschen sich bewußt werden könnten, was durch die Tode gesät wird, die jetzt durch die großen Ereignisse der Zeit um uns herum geschehen, während auf der anderen Seite das Häuflein der Menschen ein noch so kleines ist, das für diese Dinge Verständnis haben kann. Und es könnte wohl sehr leicht geschehen durch den Unverstand der Menschen gegenüber der Geisteswissenschaft wegen des die ganze Menschheit erfüllenden Materialismus, daß ohne irgendeine Spur von Ahnung für dasjenige, was aus dem Tode entsteht, die Menschen in der Zukunft weiterleben könnten.

[ 25 ] And this is one of the feelings that now weigh heavily on our hearts—heavy because, on the one hand, we must look at the monstrous consequences that could ensue if a great many people were to become aware of what is being sown through the deaths that are now occurring all around us as a result of the great events of our time, while, on the other hand, the handful of people who can understand these things is so small. And it could very easily happen—due to people’s lack of understanding of Spiritual Science, stemming from the materialism that pervades all of humanity—that people in the future might go on living without the slightest inkling of what arises from death.

[ 26 ] Solch einen Satz sollen wir auf keine andere Weise in unserem eigenen Herzen leben lassen, als allein dadurch, daß wir uns, soweit es an uns ist, ganz von einem solchen Bewußtsein durchdringen, dieses Bewußtsein ganz voll aufnehmen und unsererseits dasjenige tun, was wir zum Verständnis einer solchen Sache tun können. Wir sollen nicht, möchte ich sagen, uns mit der bangen Sorge nur erfüllen, wieviel Materialismus da ist. Wir sollen zwar erkennen, wieviel Materialismus auf der Erde ist, aber wir sollen demgegenüber uns nicht etwa abschließen vor der immer mehr und mehr sich ausbreitenden materialistischen Weltanschauung, sondern um so mehr dasjenige tun, was uns obliegt.

[ 26 ] We should not allow such a statement to take root in our own hearts in any other way than by, as far as it is up to us, allowing ourselves to be completely imbued with this awareness, fully embracing it, and doing whatever we can on our part to understand such a matter. We should not, I would say, allow ourselves to be filled with anxious concern about just how much materialism there is. We should certainly recognize how much materialism there is on earth, but we should not, in response, shut ourselves off from the ever-expanding materialistic worldview; rather, we should all the more do what is incumbent upon us.

[ 27 ] So viel über dasjenige, was über das Ätherisch-Leibliche zu sagen ist. Dann schreitet der Mensch weiter. Er hat sich zunächst eingehüllt in eine Art von Geistselbst, welches auf eine erwas andere Weise gebildet wird als alles dasjenige, was gebildet wird, wenn wir hier im Erdendasein leben. Man könnte sagen: Das Geistselbst ist etwas, was von allen Seiten zu uns herandringt, und in dessen Mitte wir uns fühlen. Dann lebt sich der Mensch weiter ein in die anderen Hüllen, indem er zu gleicher Zeit durchlebt, wie ich öfter geschildert habe, eine Art geistigen Rückgang, indem er durchlebt — aber jetzt in einer anderen Art als durch das bloße Tableau, das geschildert worden ist— dasjenige, was wie eine Art von Gegensatz wirkt zu dem Erdenleben. Man kann sich klarmachen, wie nun die folgende Zeit verläuft, nachdem der Ätherleib abgelegt ist und wir mit unserem Astralleib und mit unserem Ich, in das Geistselbst eingehüllt, weiterleben. Dieses Geistselbst ist eine Art Triebkraft. Das führt uns eben zurück, so daß wir zurückerleben, wirklich rückwärtsgehen unser letztes Erdenleben vom Tod bis zur Geburt hin. Wenn wir zum Beispiel hier auf Erden irgend jemandem etwas gesagt haben, das ihm Leid zugefügt hat, so erleben wir ein solches Ereignis von unserem Gesichtspunkte hier auf der Erde im physischen Leib. Wir können es nicht von dem Standpunkte des anderen erleben. Wir würden ja überhaupt nicht im physischen Leib leben können, wenn wir anders leben wollten, als eben von uns aus alles zu erleben. Aber nehmen wir den extremen Fall: Wir haben jemandem sehr weh getan durch ein Wort, das wir aus Rache gesagt haben. Was er spürt, was er empfindet, das erleben wir hier nicht. Bei dem Rückgang, den ich jetzt beschreibe, erleben wir das, was der andere empfindet, immer als die Wirkung dessen, was wir verrichtet haben. Also wir leben in der Welt der Wirkungen drinnen. Ganz aus uns herausgegangen erleben wir das, was die anderen durch uns während unseres physischen Lebens durchlebt haben, bis wir durchkommen zu dem Punkt, wo wir unsere Geburt erreicht haben. Dann umhüllen wir uns mit dem, was man nun nennen könnte das geistige Gegenbild zu dem, was sich auf der Venus entwickeln wird: wir umhüllen uns mit dem Lebensgeist.

[ 27 ] So much for what can be said about the etheric-physical body. Then the human being moves on. First, he has enveloped himself in a kind of Spirit-Self, which is formed in a somewhat different way than everything that is formed while we live here in our earthly existence. One could say: The Spirit-Self is something that approaches us from all sides, and in whose center we feel ourselves to be. Then the human being continues to settle into the other bodies, while at the same time experiencing, as I have often described, a kind of spiritual regression—experiencing, though now in a different way than through the mere tableau that has been described, that which acts as a kind of contrast to earthly life. One can understand how the period that follows unfolds after the etheric body has been shed and we continue to live with our astral body and our “I,” enveloped in the Spirit-Self. This Spirit-Self is a kind of driving force. It leads us back, so that we relive—truly moving backward—our last earthly life from death to birth. For example, if we have said something to someone here on Earth that caused them suffering, we experience such an event from our own perspective here on Earth in the physical body. We cannot experience it from the other person’s perspective. After all, we would not be able to live in the physical body at all if we wanted to live in any way other than by experiencing everything from our own standpoint. But let’s take the extreme case: We have deeply hurt someone with a word spoken out of revenge. What that person feels, what they experience—we do not experience that here. In the journey backward that I am now describing, we experience what the other person feels always as the effect of what we have done. In other words, we live within the world of effects. Having stepped completely outside of ourselves, we experience what others have gone through because of us during our physical life, until we reach the point where we arrived at our birth. Then we envelop ourselves in what one might now call the spiritual counterpart to what will develop on Venus: we envelop ourselves in the Life-Spirit.

[ 28 ] Und durch diesen Lebensgeist wird nun das weitere Leben bestimmt, das ich ja öfter geschildert habe. Sie finden es von den verschiedensten Gesichtspunkten aus geschildert auch in dem Wiener Vortragszyklus über das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Ich will es hier wiederum von einem anderen Gesichtspunkte schildern.

[ 28 ] And this Life-Spirit now determines the life that follows—which I have, in fact, described on several occasions. You will find it described from a wide variety of perspectives in the Vienna lecture series on life between death and a new birth. I would like to describe it here once again from a different perspective.

[ 29 ] Wir werden also von dem Lebensgeist gleichsam umhüllt. Das äußert sich in einer gewissen Weise, und es ist wesentlich, daß wir das verstehen, Das Geistselbst leitet uns zuerst zurück; das Geistselbst hat es hauptsächlich mit unserer Wesenheit, mit unserer Individualität zu tun, und es führt uns dann auch weiter. Nachdem es uns bis zu unserer Geburt gebracht hat, führt es uns weiter die Wege, die wir in der geistigen Welt zu tun haben.

[ 29 ] We are thus, as it were, enveloped by the Life-Spirit. This manifests itself in a certain way, and it is essential that we understand this. The Spirit-Self first guides us back; the Spirit-Self is primarily concerned with our essence, with our individuality, and it then also leads us further. After bringing us to our birth, it guides us further along the paths we must follow in the spiritual world.

[ 30 ] Anders ist es mit dem, was nun die weitere Hülle, der Lebensgeist, mit uns verrichtet. Hier im physischen Leib sind wir von dem Ätherleib durchdrungen, der ja auch den Lebensäther und alles das enthält, was uns belebt. Wir sind gewissermaßen — Sie wissen, der Ätherleib ragt nur ein klein wenig über den physischen Leib hervor, hat sonst eine ganz ähnliche Form — von dem Ätherleib durchdrungen, und wir leben durch diesen Ätherleib. Wer keinen Ätherleib hat, kann nicht auf dem physischen Plane leben.

[ 30 ] The situation is different when it comes to what the next layer—the Life-Spirit—does within us. Here in the physical body, we are permeated by the etheric body, which also contains the life ether and everything that animates us. We are, so to speak—as you know, the etheric body protrudes only slightly beyond the physical body, but otherwise has a very similar form—permeated by the etheric body, and we live through this etheric body. Anyone who does not have an etheric body cannot live on the physical plane.

[ 31 ] Wenn wir unseren astralischen Leib abgelegt haben, wissen wir: Wir sind von diesem Lebensgeist umhüllt. — Jetzt merken wir auch: Wir waren schon die ganze Zeit umhüllt, während uns das Geistselbst zurückgeführt hat. Aber jetzt merken wir es erst. Wir merken es erst hinterher, wenn wir das Ganze, was man Kamalokazeit nennt, durchgemacht haben. Und wir werden jetzt etwas sehr Merkwürdiges gewahr: Dadurch, daß wir von diesem Lebensgeist umhüllt werden, dadurch ist unser Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt erst möglich. Denn hier im physischen Leib müssen wir leben, ich möchte sagen innerhalb unserer Haut. Das können wir nicht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in der geistigen Welt. Würden wir in der geistigen Welt nur in uns leben wollen, gewissermaßen nur an einem einzigen Orte der geistigen Welt, dann würden wir fortwährend sterben müssen, also nicht leben können. Wir müssen vielmehr mit dem ganzen Universum leben. Wir müssen das ganze Universum als ein großes Lebendiges haben und müssen mit ihm leben.

[ 31 ] Once we have shed our astral body, we know: We are enveloped by the Life-Spirit. — Now we also realize: We had been enveloped all along, while our Spirit-Self was guiding us back. But we are only realizing it now. We only realize it afterward, once we have gone through the entire process known as the Kamaloka period. And we now become aware of something very remarkable: it is precisely because we are enveloped by the Life-Spirit that our life between death and a new birth is possible at all. For here in the physical body we must live—I would say, within our skin. We cannot do that between death and a new birth in the spiritual world. If we were to want to live only within ourselves in the spiritual world—in a sense, only in a single place within the spiritual world—then we would have to die continuously, and thus could not live. Rather, we must live with the entire universe. We must experience the entire universe as one great living entity and must live with it.

[ 32 ] Nun könnte das allerdings auf zweifache Weise geschehen. Wir könnten ausfließen ins ganze Universum. Aber wenn wir auf einmal ausfließen würden, würde das Bewußtsein, das wir haben, das ich geschildert habe, dieses Selbstbewußtsein, auch ins Nebulose ausfließen. Wir müssen vielmehr herumbewegt werden in dem großen, lebendigen Weltenorganismus. Hier in unserem physischen Leib ist ein Glied von uns, sagen wir die Hand, an einem bestimmten Ort. In der geistigen Welt müssen wir immer herumgeführt werden. Wir müssen immer von einem Ort zum anderen getragen werden. Das macht der Lebensgeist. Dadurch verlassen wir den einen Ort, kommen an den anderen. Das vollzieht sich allerdings rhythmisch, so daß wir immer wieder an einen und denselben Ort zurückkommen. Aber wir müssen in der Welt herumgeführt werden. Ein bewegtes, ein geistig bewegtes Leben, das entsteht für uns. Hier, als physischer Mensch, sind wir mit gewissen Ausnahmen an einen einzigen Ort gebannt. Das Geistige wird allerdings immer etwas ins Physische hereingetragen, und dadurch können wir herumgehen auf dem physischen Plan. Das ist im wesentlichen eine ahrimanische Wirkung, da das Geistige von Ahriman hereingetragen wird ins Physische. Aber im Geistigen, da ist es recht, daß wir durch den ganzen zugehörigen Weltenorganismus geführt werden. Und auf diese Weise leben wir uns, so wie wir uns hier auf der Erde an einem Orte einleben, ich möchte sagen in den ganzen Umkreis des Erdenlebens ein. Und indem wir in ihm herumgeführt werden von Geistesort zu Geistesort — Genaueres finden Sie in meinem Wiener Zyklus —, wird in uns zu gleicher Zeit eingepflanzt dasjenige, was wir an Kräften brauchen, um unser neues Erdenleben vorzubereiten, um nun wiederum zum Erdenleben hingezogen zu werden. Denn das Leben zwischen Tod und neuer Geburt, das verläuft ja in der ersten Hälfte so, daß wir uns herausfinden aus dem Erdenleben; in der zweiten Hälfte finden wir uns wiederum vorbereitend hinein in ein neues Erdenleben.

[ 32 ] Now, however, this could happen in two ways. We could flow out into the entire universe. But if we were to flow out all at once, the consciousness we possess—the self-consciousness I have described—would also flow out into the nebula. Rather, we must be moved about within the great, living world organism. Here in our physical body, a part of us—let’s say the hand—is in a specific place. In the spiritual world, we must always be guided around. We must always be carried from one place to another. The Life-Spirit does this. Through this, we leave one place and arrive at another. This, however, takes place rhythmically, so that we return again and again to one and the same place. But we must be guided around within the world. A life of movement—a spiritually active life—arises for us. Here, as physical human beings, we are, with certain exceptions, bound to a single place. The spiritual, however, is always carried into the physical to some extent, and through this we are able to move about on the physical plane. This is essentially an Ahrimanic effect, since the spiritual is carried into the physical by Ahriman. But in the spiritual realm, it is right that we be guided through the entire corresponding world organism. And in this way, just as we settle into one place here on Earth, we settle into—I would say—the entire sphere of earthly life. And as we are guided within it from one spiritual place to another—you will find more details in my Vienna Cycle—what we need in terms of powers to prepare for our new earthly life, so that we may once again be drawn toward earthly life, is simultaneously implanted within us. For life between death and a new birth proceeds, in its first half, in such a way that we detach ourselves from earthly life; in the second half, we find ourselves preparing to enter a new earthly life.

[ 33 ] Sehen Sie, der Materialismus macht heute aus allen Dingen im Grunde das Gegenteil. Er wird den Menschen in die schwersten Irrtümer hineinführen, und zwar in solche, die nicht nur glaublich, sondern fast wie selbstverständlich sind. Wenn eine Persönlichkeit auftritt, die genial ist wie zum Beispiel Goethe, so nehmen die Leute das ganz materialistisch. Über Goethe ist ein ganz dickes Buch geschrieben worden und erschienen, wo alle seine Vorfahren, die aufgetrieben werden können, im materialistischen Sinne körperlich und geistig geprüft werden — aber der Materialist nimmt nur Körper an —, und dann wird gezeigt, wie Goethe das eine von dem einen Vorfahren, das andere von dem anderen hat. Goethe hat ja selbst ironisch gesagt: Vom Vater hab’ ich die Statur, von der Mutter die Frohnatur — und so weiter. Gerade hier in Kassel habe ich in einem Vortragszyklus einmal entwickelt, wie die Leute das ganz matersalistisch nehmen, indem gezeigt wird, wie wir alles «vererbt» haben durch die physische Vererbungsströmung, insbesondere auch das Genie. Und schon öfter habe ich gesagt: Die Sache ist absurd, lächerlich töricht, und doch wieder so glaublich, denn dem Materialisten leuchtet das unmittelbar ein, wenn durch viele Generationen hindurch gewisse Eigenschaften gesteigert werden, daß sie dann beim Genie wie vererbt erscheinen. Der Materialist glaubt sogar, damit eine Erfahrung auszusprechen. Aber er spricht keine andere Erfahrung aus als etwa diejenige, daß einer, der ins Wasser fällt und herausgezogen wird, naß ist. — Die Seele geht natürlich durch all die Vorfahren hindurch in einer gewissen Weise, und dadurch hängt ihr das alles an, was sie aus den Vorfahren herausgezogen hat. So wie der naß ist, der ins Wasser gefallen ist, so hat der Mensch auch die Eigenschaften seiner Vorfahren, wenn er durch die Generationen hindurchgeht. Anders wäre es, wenn das Gegenteil davon eintreten würde, wenn man nachweisen würde, daß das Genie, das vorhanden ist, auf die Nachkommen sich vererbt: Das tut es aber nicht. Das sollten die Leute einmal beweisen! Aber das werden sie wohl bleibenlassen. Man untersucht Goethes Vorfahren; aber man läßt es hübsch bleiben, zu seinem Sohn oder zu seinen Enkeln zu gehen! Sehen Sie nur einmal nach, ob die genialen Eigenschaften sich auf die Nachkommen vererben! Es können Fälle eintreten, wo die Sache kaschiert ist, aber von einer Vererbung genialer Eigenschaften auf die Nachkommen kann gar nicht die Rede sein. Da würde es sich ja erst zeigen, da würde man es erfahren. Eine solche Vererbung genialer Eigenschaften gibt es aber nicht.

[ 33 ] You see, materialism today essentially turns everything into its opposite. It will lead people into the gravest errors—errors that are not only plausible but almost self-evident. When a genius like Goethe, for example, appears on the scene, people view him in a purely materialistic way. A very thick book has been written and published about Goethe, in which all his ancestors who could be traced are examined—physically and mentally—in a materialistic sense—though the materialist considers only the physical body—and then it is shown how Goethe inherited one trait from one ancestor and another from another. Goethe himself once said ironically: “From my father I got my stature, from my mother my cheerful disposition”—and so on. Right here in Kassel, in a series of lectures, I once explained how people take this entirely materialistically, by demonstrating how we have “inherited” everything through the physical current of heredity, especially genius. And I have said many times before: The whole thing is absurd, ridiculously foolish, and yet so plausible, because it makes immediate sense to the materialist that when certain qualities are amplified over many generations, they then appear to be inherited in the case of genius. The materialist even believes he is expressing an empirical fact. But he is expressing no other experience than, say, the fact that someone who falls into water and is pulled out is wet. — The soul naturally passes through all its ancestors in a certain way, and through this, everything it has drawn from its ancestors clings to it. Just as the person who fell into the water is wet, so too does a human being possess the characteristics of his ancestors as he passes through the generations. It would be different if the opposite were true—if it could be proven that genius is passed down to descendants: but it is not. Let people try to prove that! But they will probably leave it at that. People examine Goethe’s ancestors; but they are careful not to go as far as his son or his grandchildren! Just take a look and see whether these genius-like traits are passed down to descendants! There may be cases where the trait is concealed, but there can be no question whatsoever of genius-like traits being inherited by descendants. That’s when it would really become apparent—that’s when we’d find out. But such inheritance of genius-like traits simply does not exist.

[ 34 ] Aber etwas anderes ist der Fall. Wenn man versucht, eine Menschenindividualität, die in einem bestimmten Zeitpunkt in einen physischen Leib hineingeht, weiter zurückzuverfolgen — sie kommt ja aus der geistigen Welt heraus —, so ist es dieselbe Individualität, die nun schon Vater und Mutter zusammenbringt, die mitwirkt, daß Vater und Mutter zu ihrer Erzeugung zusammenkommen. Ja sie wirkt schon mit, noch weiter zurück. Sie wirkt gewissermaßen die ganze Generationenfolge so in einer Ordnung, daß zuletzt die zwei Menschen sich finden, durch die diese eine Individualität ihre Verkörperung finden kann. In dem, was sich abspielt durch Jahrhunderte von den Vorfahren auf die Nachkommen, wirkt schon die Individualität mit. So sonderbar es klingt, es ist so. Goethe hatte Vater und Mutter, Großvater und Großmutter und so weiter. Wenn wir die Jahrhunderte zurückgehen, so sehen wir, daß diese Individualität von Goethe aus der geistigen Welt heraus schon so wirkt, daß sich immer diejenigen zusammenfinden, die zuletzt den alten Kaspar Goethe und die Frau Aja ergeben haben. Durch Jahrhunderte wirkt aus der geistigen Welt die Individualität schon; sie wirkt hinein in die Generationenfolge.

[ 34 ] But the situation is actually different. If one tries to trace back a human individuality that enters a physical body at a specific point in time—since it comes from the spiritual world—it is this very same individuality that brings the father and mother together, that plays a part in bringing the father and mother together for their conception. Indeed, it is already at work even further back. In a sense, it orchestrates the entire succession of generations in such a way that, ultimately, the two people through whom this one individuality can find its embodiment come together. The individuality is already at work in what unfolds over the centuries, from ancestors to descendants. As strange as it may sound, it is so. Goethe had a father and mother, a grandfather and grandmother, and so on. If we go back through the centuries, we see that Goethe’s individuality is already at work from the spiritual world in such a way that those who ultimately became the old Kaspar Goethe and his wife Aja always find their way to one another. For centuries, the individuality has already been at work from the spiritual world; it works its way into the succession of generations.

[ 35 ] Es ist gerade das Umgekehrte der Fall von dem, was angenommen wird. Der Mensch hat das, was er in seiner Seele trägt, nicht von seinen Vorfahren physisch ererbt, sondern er stellt sich seine Vorfahren so zusammen aus der geistigen Welt, von der Weltenmitternacht an, die in der Mitte liegt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, daß er diejenigen dann finden kann, durch die er den Weg ins Erdenleben herein macht. Das ist das Mysterium, das da herauskommt. Das ist etwas ungeheuer Bedeutsames, im Grunde genommen eigentlich Erschütterndes. Und wir sehen dadurch gerade, daß wirklich ein inniger Zusammenhang ist zwischen dem, was in der geistigen Welt geschieht und dem, was weiter unten in der physischen Welt geschieht. Und wir sehen zu gleicher Zeit, wie merkwürdig hineinverflochten ist unser geistig-seelisches Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in das, was hier geschieht, was nur hier nicht beachtet wird.

[ 35 ] The opposite of what is commonly assumed is actually the case. Human beings do not physically inherit what they carry in their souls from their ancestors; rather, they assemble their ancestors from the spiritual world—beginning at the “midnight of the worlds,” which lies midway between death and a new birth—so that they may then find those through whom they make their way into earthly life. That is the mystery that emerges from this. This is something immensely significant—in fact, something truly profound. And through this we see precisely that there really is an intimate connection between what happens in the spiritual world and what happens further down in the physical world. And at the same time, we see how strangely our spiritual-soul life between death and a new birth is interwoven with what happens here—something that is simply not taken into account here.

[ 36 ] Man redet vom Geiste in der neueren Philosophie in einer ganz merkwürdigen Weise. Da hat es in Halle einen Professor gegeben, der jetzt als ein sehr bedeutendes Licht auf philosophischem Gebiet angesehen wird, der hat ein Buch veröffentlicht — «Die Philosophie des Als Ob» —, in dem er nachzuweisen versucht, daß solche Begriffe wie Geist und Seele keine Wirklichkeit darstellen, daß sie aber doch nützlich sind in der Weltenbetrachtung des Menschen. Man sollte, sagt er, den Menschen nicht so betrachten, daß man sagt, er habe eine Seele. Aber nun, er bewegt seine Hände und er spricht, so daß man sagen kann: Man betrachtet ihn, als ob er eine Seele hätte. Im übrigen läßt man die Seele Seele sein. Man leugnet sie ab; man kümmert sich nicht um sie; aber man betrachtet es so, als ob der Mensch eine Seele hätte, als ob die Seele dies alles zusammen bewirken wolle.

[ 36 ] In modern philosophy, people speak of the mind in a very peculiar way. There was a professor in Halle—who is now regarded as a leading figure in the field of philosophy—who published a book— “The Philosophy of As If”—in which he attempts to demonstrate that concepts such as mind and soul do not represent reality, but that they are nonetheless useful in humanity’s view of the world. One should not, he says, view human beings in such a way as to say that they have a soul. But then, he moves his hands and speaks in such a way that one might say: We regard him as if he had a soul. For the rest, we let the soul be the soul. We deny its existence; we pay it no mind; but we regard it as if a human being had a soul, as if the soul were the force behind all of this.

[ 37 ] Es ist eine bequeme, aber auch eine furchtbar gedankenlose Philosophie. Derjenige allerdings, welcher versucht, diese Philosophie einmal im konkreten Leben anzuwenden, der sieht, daß diese «Als-ob-Philosophie» wenig taugt, selbst als Methode. Und solch einen Menschen, wie Fritz Mauthner, der eine Sprachphilosophie geschrieben hat und der alles auf Sprache zurückführt, den müßte man eigentlich unter dem Gesichtspunkt dieser «Als-ob-Philosophie» betrachten: als ob solch ein Mensch auch Geist haben könnte. Wenn man aber diesen Versuch macht, so taugt diese Methode nicht. Man bringt nicht heraus, daß er so betrachtet werden kann, als ob er Geist gehabt hätte; es läßt sich nicht anwenden. Wo kein Geist vorhanden ist, da läßt es sich nicht anwenden. — Sie wissen selbstverständlich, wie ich dies meine. Aber ich führe diesen Fritz Mauthner nur deshalb an, weil er zu denjenigen gehört, welche den ganzen Sinn der Geschichte überhaupt ableugnen und welcher es am evidentesten ausgesprochen hat vom Standpunkte des gegenwärtigen Materialismus, daß die Geschichte nie eine Wissenschaft sein kann. Er sagt: Wenn ein Regentropfen auf die Erde fällt, so kann man die Gesetze des Regentropfens finden naturwissenschaftlich, denn es fallen viele Regentropfen nach denselben Gesetzen. Da kann man die einzelnen Fälle miteinander vergleichen, und da kann man die Gesetze finden. — Das ist dasjenige, was gegenwärtig Philosophen glauben, daß es zu den einzelnen Gesetzen führt, wenn man viele Fälle beobachtet und sich immer dasselbe zeigt. Aber in der Geschichte geschehen die Dinge alle nur einmal, der Dreißigjährige Krieg nur einmal und so weiter; und daher ist die ganze Geschichte nur eine Folge von Zufällen für Fritz Mauthner. Zu solchen Behauptungen müssen die Menschen in der Gegenwart kommen, wenn sie den Geist in Wirklichkeit ableugnen; denn Geschichte wäre auch nur eine Folge von Zufälligkeiten, wenn nicht das gerade als Reales in der Geschichte wirkte, was wir jetzt aufgezeigt haben, was aus der geistigen Welt heraus wirkt und woran mitarbeiten die Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wir weben gewissermaßen an dem, was hier auf der Erde geschieht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wir weben nur nach denjenigen Impulsen, die uns dann aus der geistigen Welt zukommen.

[ 37 ] It is a convenient, but also a terribly thoughtless philosophy. However, anyone who tries to apply this philosophy to real life will see that this “as-if philosophy” is of little use, even as a method. And a person like Fritz Mauthner, who wrote a philosophy of language and who reduces everything to language, should actually be viewed from the perspective of this “as-if philosophy”: as if such a person could also possess a spirit. But if one makes this attempt, the method proves ineffective. One cannot conclude that he can be viewed as if he had possessed a spirit; it cannot be applied. Where there is no spirit, it cannot be applied. — You know, of course, what I mean by this. But I mention this Fritz Mauthner only because he belongs to those who deny the very meaning of history altogether and who, from the standpoint of contemporary materialism, has most clearly stated that history can never be a science. He says: When a raindrop falls to the earth, one can discover the laws governing the raindrop through the natural sciences, because many raindrops fall according to the same laws. There, one can compare the individual cases with one another, and there one can discover the laws. — This is what philosophers today believe leads to specific laws: observing many cases and finding that the same pattern always emerges. But in history, events all occur only once—the Thirty Years’ War only once, and so on; and therefore, for Fritz Mauthner, all of history is merely a series of coincidences. People today must arrive at such assertions if they truly deny the spirit; for history would also be nothing more than a series of coincidences if it were not for the very thing we have just pointed out—which acts as a reality within history—that which works from the spiritual world and in which human beings participate between death and a new birth. In a sense, we weave at what happens here on Earth between death and a new birth. We weave only according to the impulses that then come to us from the spiritual world.

[ 38 ] Man kann wirklich sagen: Man glaube nur ja nicht, daß von irgendeiner wissenschaftlichen Seite her im Ernste ein Einwand gegen die Geisteswissenschaft kommen kann; denn wenn man das, was die heutige Wissenschaft wirklich leisten kann, vergleicht mit der Geisteswissenschaft, so ist die heutige Wissenschaft die beste Stütze gerade für die Geisteswissenschaft. Man muß nur die Sache in der rechten Weise anfassen.

[ 38 ] One can truly say: Do not for a moment believe that any serious objection to the Spiritual Science can come from any scientific quarter; for when one compares what modern science is truly capable of achieving with the Spiritual Science, modern science is in fact the best support for the Spiritual Science. One simply has to approach the matter in the right way.

[ 39 ] Wenn wir heute irgendein Buch in die Hand nehmen, in dem sich ein materialistisch gesinnter Mensch so halb psychologisch, also seelenkundlich, halb leibeskundlich ausspricht, so finden wir das Folgende. Diese Leute suchen, wie der Mensch vorstellt, sich dadurch zu vergegenwärtigen, daß sie den Denkapparat — Nervenleben, Gehirnleben — aufzeigen. Sie untersuchen den Denkapparat und können dann wirklich zeigen, daß, wenn in uns irgendeine Vorstellung Platz greift, ein Gehirnvorgang geschieht. Sie sagen also: Seht ihr, wir können euch nachweisen, daß ohne einen Gehirnvorgang ein Gedanke, eine Vorstellung gar nicht gefaßt werden könnte; was wollt ihr also mit einer selbständigen Seele? Es ist doch nur der Denkapparat vorhanden!

[ 39 ] When we pick up any book today in which a materialistically minded person expresses views that are half psychological—that is, concerning the soul—and half physiological, we find the following. These people seek, as one might imagine, to make the mental image tangible by pointing to the thinking apparatus—nervous activity, brain activity. They examine the thinking apparatus and can then indeed demonstrate that when any mental image takes hold within us, a brain process occurs. So they say: “See, we can prove to you that without a cerebral process, a thought or a mental image could not be conceived at all; so what do you want with an independent soul? After all, only the thinking apparatus exists!”

[ 40 ] Aber sie kommen noch zu etwas anderem, diese matenalistisch gesinnten Leute. Sehen Sie sich die gebräuchlichen Lehrbücher durch, so werden Sie finden: Dahin kommen diese Leute, den Denkapparat aufzuzeigen und alles Denken und Vorstellen in Verbindung zu bringen mit den mechanischen Vorgängen im Gehirn und Nervensystem; aber sie müssen ableugnen Gefühl und Wille. Gefühl und Wille kann nicht erklärt werden durch körperliche Vorgänge. Daher wird dies einfach ausgeschaltet. Und Sie können heute, wenn Sie die Bücher aufschlagen, überall finden: Die Menschen haben zwar aus ihren Vorurteilen auch einen Willen angenommen und ein Gefühl angenommen, aber das ist eigentlich ein Nichts, das ist gar nicht vorhanden.

[ 40 ] But these materialistically minded people go even further. If you look through the standard textbooks, you will find that they aim to describe the “thinking apparatus” and to link all thinking and mental images to the mechanical processes in the brain and nervous system; but they must deny emotion and will. Emotion and will cannot be explained by physical processes. Therefore, they are simply dismissed. And today, if you open the books, you will find this everywhere: Although people have, based on their prejudices, assumed the existence of a will and emotion, these are actually nothing—they do not exist at all.

[ 41 ] Also macht der Naturforscher gerade halt vor Gefühl und Wille. Indem wir nun wissen, daß sich die Gedanken mit unserem Ätherleib von uns absondern, erklärt sich uns, daß dieses Abgesonderte, das mit unserem Ätherleib aus uns herausgeht, auch hier auf der Erde an unserem Äußeren arbeitet, den Denkapparat sich erst herrichtet, und wenn der Denkapparat geformt ist, dann kommt das Denken mit Hilfe des vom Denken selbst geformten Denkapparates. Gefühl und Wille bleiben uns im Astralleib und im Ich. Die tragen wir in die geistige Welt. Nicht eine Wissenschaft zwingt zum Materialismus, im Gegenteil, die wirkliche heutige Wissenschaft rechtfertigt überall unsere Geisteswissenschaft. Der heutige Materialismus ist durchaus abhängig davon, daß die Leute keinen Trieb haben zu dem geistigen Leben, daß sie keinen Sinn haben wollen für geistiges Leben. Auch das Verständnis brauchte nicht zu fehlen. Denn wirklich, wenn man sich einläßt auf das, was der Geistesforscher aus der geistigen Welt heraus zu geben vermag selbst für solche Kapitel, wie wir sie heute vor unsere Seele haben treten lassen für das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt: verstanden werden kann es schon, man braucht nur ein feineres, subtileres Verständnis, als das grobe Verständnis ist, das der heutige Mensch für die äußere Welt vielfach anwenden will. Aber wir leben auch in einer Zeit, in der eben der Materialismus zu seiner Hochflut gekommen ist. Der Geistesforscher kann sogar genau angeben, daß das Jahr, in dem der Materialismus zu einer Hochflut gekommen ist, das Jahr 1840/41 etwa ist. Seit der Zeit ist er sogar schon wiederum etwas im Abflauen; aber die Nachwirkungen sind natürlich große. Aber dieser Materialismus, was bedeutet er für die Auffassung des physischen Menschenlebens? Gerade die scharfsinnigsten Geister der Gegenwart führen den Menschen in eine ungeheuer zu betrauernde Irre hinein unter dem Einfluß des Matertalismus.

[ 41 ] Thus, the natural scientist draws the line precisely at emotion and will. Now that we know that thoughts separate from us along with our etheric body, it becomes clear to us that this separated part, which leaves us along with our etheric body, also works on our outer form here on Earth, first preparing the thinking apparatus; and once the thinking apparatus is formed, then thinking arises with the help of the thinking apparatus formed by thinking itself. Feeling and will remain with us in the astral body and in the “I.” We carry these into the spiritual world. No science compels us toward materialism; on the contrary, true modern science justifies our Spiritual Science in every respect. Modern materialism is entirely dependent on the fact that people have no inclination toward spiritual life, that they do not wish to have a sense for spiritual life. Nor is there any lack of understanding. For truly, if one engages with what the spiritual researcher is able to convey from the spiritual world—even regarding such topics as those we have allowed to come before our souls today concerning life between death and a new birth—it can indeed be understood; one merely needs a finer, more subtle understanding than the coarse understanding that modern people often seek to apply to the external world. But we also live in an age in which materialism has reached its peak. The spiritual researcher can even specify precisely that the year in which materialism reached its peak was approximately 1840–41. Since then, it has even begun to wane somewhat; but the aftereffects are, of course, significant. But what does this materialism mean for our understanding of physical human life? It is precisely the most astute minds of our time who, under the influence of materialism, are leading humanity into a profoundly lamentable error.

[ 42 ] Da ist ein wirklich ganz scharfsinniger Mann, Kriminalanthropologe ist er seinem Fache nach. Er hat viele Verbrechergehirne untersucht. Er hat zuerst einen berühmten, bedeutenden Satz über Verbrechergehirne gefunden, den Satz, daß bei dem Verbrechergehirn zumeist — bei der weitaus größten Anzahl der Fälle- der hintere Hirnlappen, der das Kleingehirn bedeckt, zu klein ausgebildet ist, wie es beim Affen auch der Fall ist. Der Affe ist gerade dadurch ausgezeichnet, daß er auch einen kleinen Hinterhauptslappen hat. Das war natürlich ein gefundenes Fressen, indem man sagen konnte: Aha, das ist ein Rückfall in die Affennatur, wenn der Mensch verbrecherisch ist; er wird geboren mit einem zu kleinen Hinterhauptslappen!

[ 42 ] He is a truly astute man; by profession, he is a criminal anthropologist. He has examined many criminal brains. He first discovered a famous, significant observation about criminal brains: that in the criminal brain—in the vast majority of cases—the occipital lobe, which covers the cerebellum, is underdeveloped, just as it is in monkeys. The monkey is distinguished precisely by the fact that it, too, has a small occipital lobe. This, of course, was grist for the mill, allowing people to say: “Aha, this is a regression to monkey nature when a human is criminal; he is born with an occipital lobe that is too small!”

[ 43 ] Aber denken Sie, was das für das sittliche Leben für eine ungeheure Bedeutung haben muß, wenn einer nur zugeben will, daß der Mensch einen physischen Leib hat. Der muß dann sagen: Was redet ihr da alles von Verantwortlichkeit, was redet ihr davon, daß ihr den Menschen sittlich bessern wollt durch diese oder jene Erziehung? Das ist ja alles Unsinn: Diejenigen, die geboren werden mit einem zu kleinen Hinterhauptslappen, der während dieses Lebens selbstverständlich nicht über das Kleingehirn wachsen kann, die werden Verbrecher; mit Notwendigkeit werden die Verbrecher. Und wäre der Materialismus wahr, so müßte auch dieses wahr sein: Wir hängen dann die Menschen nicht aus dem Grund, weil sie einen anderen ermordet haben, sondern weil sie zu kleine Hinterhauptslappen haben! Man müßte das nur auch gestehen: Wir können gar nicht in der Welt leben, wenn wir solches nicht gestehen würden. Materialistisch in diesem Sinne kann man gar nicht sein, wenn man nicht zugeben würde: Man hängt die Leute, weil sie zu kleine Hinterhauptslappen haben. — Etwas anderes würde nur eine Verhüllung der Wahrheit sein.

[ 43 ] But just think what immense significance this must have for moral life if one is only willing to admit that human beings have a physical body. One must then say: What are you all talking about when you speak of responsibility? What are you talking about when you say you want to morally improve people through this or that form of education? That’s all nonsense: Those born with an occipital lobe that is too small—which, of course, cannot grow beyond the size of the cerebellum during this lifetime—will become criminals; they are bound to become criminals. And if materialism were true, then this would also have to be true: We would not hang people because they murdered someone else, but because they have occipital lobes that are too small! One would simply have to admit this: We could not possibly live in this world if we did not admit such a thing. One cannot be a materialist in this sense without admitting: People are hanged because they have occipital lobes that are too small. — Anything else would merely be a veiling of the truth.

[ 44 ] Aber ist es die Wahrheit? Wir müssen in dem Sinne, wie wir das heute getan haben, von dem Ätherleib sprechen, daß der auch noch vorhanden ist, von jenem Ätherleib, der nach dem Tode sich sogar vergrößert und in den allgemeinen Weltenäther sich einwebt. Wenn wir nun den jungen Menschen bekommen, der einen zu kleinen Hinterhauptslappen hat, so können wir den zwar nicht wachsen lassen, das wird keine physische Wissenschaft jemals zustande bringen, aber wir können die Erziehung in der entsprechenden Weise einrichten, indem wir uns sagen: Da ist auch ein Ätherleib vorhanden, und ein Teil des Ätherleibes, der dem Hinterhauptslappen entspricht, und wir bilden durch entsprechende Erziehung den Ätherleib des Hinterhauptslappens gerade aus, und der ist ebenso wirksam im Leben, vielleicht sogar in gewissem Sinne wirksamer als der physische Hinterhauptslappen, weil er eine gewisse Kraft überwinden muß. Und jener Trost quillt uns dann aus unserer Erkenntnis, daß die physische Gestaltung unseres Hinterhauptslappens es nicht ausmacht, sondern daß wir bei demjenigen Menschen, dessen Hinterhauptslappen zu klein ist, den Ätherlappen dann entsprechend ausbilden können dadurch, daß wir diese oder jene Gefühle in ihm hervorrufen, wenn wir bemerken, daß er diese oder jene Anlage hat zum Unrecht-Tun. Dann werden wir ihn retten können.

[ 44 ] But is that the truth? We must speak of the etheric body—as we have done today—in the sense that it still exists, that it is the etheric body which, after death, actually expands and weaves itself into the general world ether. Now, when we encounter a young person whose occipital lobe is too small, we cannot make it grow—no physical science will ever be able to achieve that—but we can structure their education accordingly by telling ourselves: There is also an etheric body present, and a part of the etheric body that corresponds to the occipital lobe; and through appropriate education, we can develop the etheric body of the occipital lobe properly, and it is just as effective in life—perhaps even, in a certain sense, more effective than the physical occipital lobe—because it must overcome a certain force. And that comfort then springs from our realization that the physical structure of our occipital lobe is not the decisive factor, but that in the case of a person whose occipital lobe is too small, we can develop the etheric lobe accordingly by evoking certain feelings within them when we notice that they have a certain predisposition toward wrongdoing. Then we will be able to save them.

[ 45 ] Sehen Sie, das ist die Wahrheit. Das ist die moralische Seite der Geisteswissenschaft! Die ist eben auch vorhanden. Trostlosigkeit und Öde namentlich in moralisch-sittlicher Beziehung, wenn man nur wahr sein wollte, würde man hervorgehen sehen aus der materialistischen Weltanschauung. Trostvolle Möglichkeit, tätig einzugreifen in das, was die Menschen werden, kann man hervorgehen sehen aus demjenigen, was uns die spirituelle Wissenschaft geben kann. Wenn wir nur im richtigen Augenblicke gewisse Anlagen bei einem Rinde bemerken, die zu verbrecherischen Handlungen führen könnten, so können wir durch eine gewisse Art der Erziehung besonders das ausbilden, was auf diesen Hinterhauptslappen im Äther besonders stark wirkt, und damit in den Menschen die Kraft hineinweben, die nun mit ihm zwischen dem Tod und einer neuen Geburt weiterlebt und gerade auch im Physischen in der nächsten Inkarnation den Hinterhauptslappen besonders gut ausbildet. Nicht nur, daß wir ihm für diese Inkarnation helfen; wir setzen auch die Anlage für ein besonders gut entwickeltes Gehirn, die er dann tragen kann durch das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zur Aufnahme in seiner nächsten leiblichen Inkarnation.

[ 45 ] You see, that is the truth. That is the moral aspect of Spiritual Science! It is indeed a reality. Despair and desolation—especially in moral and ethical terms—would emerge from a materialistic worldview if one were only willing to be truthful. A comforting possibility for actively intervening in what people become can be seen emerging from what spiritual science can offer us. If we notice certain tendencies in a child at just the right moment that could lead to criminal acts, then, through a certain kind of education, we can specifically develop what has a particularly strong effect on the occipital lobe in the ether, and thereby weave into the person the strength that now lives on with them between death and a new birth and, precisely in the physical realm of the next incarnation, develops the occipital lobe particularly well. Not only do we help the person in this incarnation; we also lay the foundation for a particularly well-developed brain, which the person can then carry through the life between death and a new birth to be incorporated into their next physical incarnation.

[ 46 ] So stellt uns nun praktisch Geisteswissenschaft in das Leben hinein. Nur wird sie tun müssen, was hinausgeht über das, was man heute tut. Heute denkt man noch viel zu sehr, daß man mit Geisteswissenschaft genügend getan habe, wenn man eine Weile zugehört hat, und wenn man glaubt, sie habe günstig, erhebend auf unsere Seele gewirkt. Das ist nicht genug! Geisteswissenschaft muß in alle Lebenszweige hineingehen in der praktischen Betätigung. In allen Lebenszweigen müssen sich die Früchte der Geisteswissenschaft zeigen. Die Pädagogik, die heute ganz besonders trostlos ist, weil man da nur ausgeht von dem, weil man nur glaubt an das, was der Mensch physisch hat, die muß ganz besonders befruchtet werden von Geisteswissenschaft.

[ 46 ] This is how Spiritual Science practically brings us into life. However, it will have to do more than what is being done today. Today, people still think far too much that they have done enough with Spiritual Science if they have listened for a while and believe it has had a beneficial, uplifting effect on their souls. That is not enough! Spiritual Science must permeate all areas of life through practical application. The fruits of Spiritual Science must be evident in all areas of life. Education, which is particularly bleak today because it is based solely on—and believes only in—what the human being possesses physically, must be especially enriched by Spiritual Science.

[ 47 ] Heute kann es noch viele Menschen geben, die sagen: Ihr könnt uns ja gut erzählen von Geisteswissenschaft, aber warum sollen wir denn glauben an das, was ihr uns da erzählt? Das können wir ja doch selber nicht sehen. Höchstens könnte es derjenige sehen, der in einer gewissen Weise den Weg in die geistigen Welten findet, wie das dargestellt ist in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». — Wenn man sagt: Ich will vor allen Dingen etwas praktisch sehen — und dabei denkt, auf diese Weise das Geistige in die physische Welt hereinzutragen, äußerlich den Geist so zu schauen, wie man das Physische sieht, weil man zu bequem ist, den Geist auf geistige Weise zu suchen, so ist das ein ganz egoistischer Gesichtspunkt. Und wenn der Materialismus heute mit dem Egoismus zusammenhängt — Weltanschauung ist er ja! —, so ist der materialistische Spiritismus noch viel egoistischer. Denn der Materialismus geht wenigstens bloß darauf hinaus, gelten zu lassen nur die physische Welt und diese physische Welt dann auch zu befriedigen. Der Spiritismus möchte aber für die geistige Welt erstens einmal ein sinnliches Anschauen, und zweitens, möchte ich sagen fortwährend Befriedigung haben, und die eben auch auf eine physische Art. Aber in seiner Unklarheit stellt er sich diese physische Art doch als das Geistige vor, kurz, er möchte in der physischen Welt bleiben und doch ein Geistiges haben! Es ist eigentlich jammervoll, daß diejenige Steigerung unseres Materialismus möglich geworden ist, die in dem landläufigen, besonders in Amerika blühenden Spiritismus zutage tritt; denn da ist die Tendenz, das Geistige zu vergröbern, das Geistige und die geistigen Vorgänge materiell vorzustellen.

[ 47 ] Today there may still be many people who say: “You can certainly tell us about Spiritual Science, but why should we believe what you’re telling us? After all, we can’t see it for ourselves.” At most, it could be seen by someone who, in a certain way, finds the path into the spiritual worlds, as described in How Does One Gain Knowledge of the Higher Worlds?. — If one says, “Above all, I want to see something practical”—and in doing so thinks to bring the spiritual into the physical world in this way, to perceive the spirit outwardly just as one perceives the physical, because one is too lazy to seek the spirit in a spiritual way—then that is a thoroughly selfish point of view. And if materialism today is linked to selfishness—it is, after all, a worldview!—then materialistic spiritualism is even more selfish. For materialism at least amounts to recognizing only the physical world and then seeking to satisfy that physical world. Spiritualism, however, seeks, first of all, a sensory perception of the spiritual world, and secondly—I would say—constant satisfaction, and that too in a physical sense. But in its confusion, it creates a mental image of this physical sense as the spiritual; in short, it wants to remain in the physical world and yet possess something spiritual! It is actually lamentable that such an escalation of our materialism has become possible, as evidenced by the popular form of Spiritism that is flourishing especially in America; for there is a tendency to coarsen the spiritual, to create a material image of the spiritual and spiritual processes.

[ 48 ] Aber es gibt viele andere Wege, dasjenige, was auf dem physischen Plan ist, als einen Abdruck der geistigen Welt zu erkennen. Und einer der Wege — es können natürlich jetzt nicht alle aufgeführt werden — ist der, daß man das Geistige sucht da, wo es wirkt, zum Beispiel in den Kindern, wo es sich eben entwickeln soll. Und da muß die Pädagogik befruchtet werden. Die Pädagogik wird nur auf einen grünen Zweig kommen, wenn die Menschen dahin gelangen, eine Empfindung, ein Gefühl für das Geistige zu entwickeln, so daß der Lehrer nicht nur nach allerlei Anleitungen Pädagogik treibt, sondern vor allen Dingen davon ausgeht, die werdende Individualität zu beobachten, zu sehen, was sich aus ihr herausentwickeln will. Das muß errungen werden, richtigerrungen werden! Und es ist gut, wenn wir uns, damit wir an dieses Erringen glauben können, aufmerksam machen darauf, daß der Mensch in der Gegenwart eigentlich furchtbar kurzsichtig ist. Er glaubt, daß man es herrlich weit gebracht habe in unserer Zeit, daß man endlich alle die Kindereien früherer Jahrhunderte abgestreift hat. Es ist aber nicht wahr, daß man Vorurteile abgestreift hat. Man hat nur abstreifen müssen — um den physischen Plan deutlich zu sehen und Freiheit zu erlangen — das alte atavistische Hellsehen, und das ist in seinen letzten Ausläufern vor noch nicht so langer Zeit abgestreift worden. Ich konnte vorgestern zu unseren lieben Freunden in Hamburg von einem besonderen Beispiel dieses Hellsehens sprechen. Wenn man Gelegenheit hätte, hier herumzugehen, würde man vielleicht auch ein solches Beispiel finden können. Ich will Ihnen aber das Hamburger Beispiel erzählen; Sie können vielleicht für Kassel ein ähnliches selber suchen.

[ 48 ] But there are many other ways to recognize what exists on the physical plane as an imprint of the spiritual world. And one of these ways—though, of course, not all can be listed here—is to seek the spiritual where it is at work, for example in children, where it is meant to develop. And this is where education must be enriched. Education will only flourish when people come to develop a sense, a feeling for the spiritual, so that the teacher does not merely practice education according to all sorts of guidelines, but above all proceeds from the premise of observing the developing individuality, of seeing what seeks to unfold from within it. This must be achieved—truly achieved! And it is good, so that we may believe in this achievement, to draw our attention to the fact that people today are actually terribly short-sighted. They believe that we have come a wonderfully long way in our time, that we have finally shed all the childish notions of earlier centuries. But it is not true that we have shed our prejudices. All we had to shed—in order to see the physical plane clearly and attain freedom—was the old, atavistic clairvoyance, and that was shed in its final vestiges not so long ago. The day before yesterday, I was able to speak to our dear friends in Hamburg about a particular example of this clairvoyance. If one had the opportunity to walk around here, one might perhaps find such an example as well. But I’ll tell you about the Hamburg example; perhaps you can look for a similar one in Kassel yourself.

[ 49 ] Wenn der Sündenfall im Paradiese, jenes gewaltige Bild, das dasteht in der Bibel für die luziferische Verführung des Menschen, heute vom Maler dargestellt wird, so werden Adam und Eva und die Schlange realistisch dargestellt, mit dem gewöhnlichen Schlangenkopf. Nun wissen wir aus unserer Geisteswissenschaft, daß diese Schlange Luzifer ist. Die physische Schlange auf der Erde kann höchstens eine Art Symbolum für Luzifer sein, aber diese physische Schlange ist nicht der Luzifer, auch die große Schlange, die man sich ringeln läßt um einen Baum, und die oben einen gewöhnlichen, gemeinen Schlangenkopf hat, ist kein Luzifer. Luzifer ist ein Wesen, das auf dem Mondensein stehengeblieben ist, ein Wesen, das man natürlich nicht sinnlich sehen kann. Auf dem Monde hat man ja nicht so sinnlich gesehen; erst die Erde hat dieses Sinnliche hervorgebracht. Die Erdenschlange sieht man mit den Sinnen. Luzifer kann man natürlich nicht sinnlich sehen, er muß innerlich geschaut werden. Wenn man innerlich schaut, so ist das ein inneres Spüren. Und man spürt: Aha, das ist derjenige, der in seinem oberen Teile Ähnlichkeit hat mit dem menschlichen Kopf; er hat ja die Augen herausgetrieben: «Eure Augen werden aufgetan werden, ihr werdet sehend werden», er ist im Kopfe drinnen und füllt noch das Nervensystem aus bis in das Rückenmark hinunter, — ein Menschenkopf, der sich fortsetzt in dem Schlangenkörper, aber das alles nur ätherisch gedacht. Er müßte also wahrgenommen werden von innen. Wenn man den Luzifer malt, müßte man, wenn man nach der Bibel malen wollte, das Ätherische für das Rückenmark malen, und oben etwas, was auch noch ätherisch ist, was noch nicht physisch ist, den Menschenkopf. Das würde, ins Bild gefaßt, die Lehre sein von dem, was wir heute haben.

[ 49 ] When the Fall in Paradise—that powerful image in the Bible representing Lucifer’s temptation of humankind—is depicted by a painter today, Adam, Eve, and the serpent are portrayed realistically, with the typical serpent’s head. Now we know from our Spiritual Science that this serpent is Lucifer. The physical serpent on Earth can at most be a kind of symbol for Lucifer, but this physical serpent is not Lucifer; nor is the great serpent that is depicted coiled around a tree, with an ordinary, common serpent’s head at the top, Lucifer. Lucifer is a being that has remained at the stage of the Moon, a being that, of course, cannot be seen with the senses. On the Moon, after all, one did not see in such a sensory way; it was the Earth that first brought forth this sensory perception. The Earth serpent can be seen with the senses. Lucifer, of course, cannot be seen with the senses; he must be perceived inwardly. When one looks inward, it is an inner sensing. And one senses: Aha, this is the one whose upper part resembles the human head; he has, after all, driven out the eyes: ‘Your eyes will be opened, and you will see’—he is inside the head and extends through the nervous system all the way down to the spinal cord—a human head that continues into the serpent’s body, but all of this is conceived only in the etheric realm. He would therefore have to be perceived from within. If one were to paint Lucifer—and if one wanted to paint him according to the Bible—one would have to depict the etheric aspect of the spinal cord, and at the top something that is also still etheric, not yet physical: the human head. Captured in a picture, this would be the teaching of what we have today.

[ 50 ] In Hamburg sieht man biblische Bilder von dem Meister Bertram, und so, wie ich es jetzt beschrieben habe, den Sündenfall: Nicht eine gewöhnliche Schlange, sondern eine Schlange mit der gewöhnlichen Gestalt, aber mit einem Menschenkopf. Im 14., 15. Jahrhundert, in der Mitte des Mittelalters, da malte der Maler so, das heißt, man wußte es dazumal noch. Da haben Sie es doch greifbar erwiesen, wie es um die Sache steht! Der Maler ist nicht hingegangen und hat eine gewöhnliche Schlange gemalt, sondern dazumal konnte man das noch, weil noch atavistisches Hellsehen vorhanden war. Erst seit ein paar Jahrhunderten ist dieses vollständig verschwunden, und es muß wieder errungen werden. Es kann auf keine andere Weise errungen werden als dadurch, daß wir uns vorbereiten, durch die Geisteswissenschaft die geistige Welt wiederum zu verstehen.

[ 50 ] In Hamburg, one can see biblical paintings by Master Bertram, including the Fall of Man as I have just described it: not an ordinary snake, but a snake with the usual form, yet with a human head. In the 14th and 15th centuries, in the middle of the Middle Ages, painters depicted it that way—which means people still knew about it back then. There you have tangible proof of how things really are! The painter did not simply go and paint an ordinary snake; rather, people were still able to do that back then because atavistic clairvoyance was still present. It has only been completely lost for a few centuries, and it must be regained. It can be regained in no other way than by preparing ourselves to understand the spiritual world once again through Spiritual Science.

[ 51 ] Derjenige, der daher mit voller Seele und mit vollem Herzen bei unserer Geisteswissenschaft ist, nimmt sie so, daß er sieht: Es ist die wichtigste Aufgabe unserer Zeit, daß die Menschen verstehen lernen, was in der geistigen Welt ist, um dadurch sich wiederum vorzubereiten, auch wieder hineinschauen zu können in die geistige Welt, in dasjenige, was mitwirkt innerhalb der Welt, die um uns herum ist. Wie anders werden wir als Menschen durch die Welt gehen, wenn wir wissen: Nicht nur Luft umgibt uns, sondern diese Luft ist durchdrungen vom Webenden nicht nur der sichtbaren Welt — das Licht ist ja auch sonst nicht sichtbar, sondern Farben sind sichtbar —, sondern in dem Lichte weben die toten Ätherleiber. Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft werden sich in schöner Weise verbinden, nur wird Geisteswissenschaft für alle Menschen da sein, da sie allen Menschen etwas bringen wird.

[ 51 ] Therefore, anyone who is fully committed, with all their soul and heart, to our Spiritual Science embraces it in such a way that they see: The most important task of our time is for people to learn to understand what exists in the spiritual world, so that they may thereby prepare themselves once again to look into the spiritual world—into that which is at work within the world around us. How differently we as human beings will walk through the world when we know: We are surrounded not only by air, but this air is permeated by the weaving forces not only of the visible world—after all, light itself is not visible, but colors are visible—but within the light, the dead etheric bodies are weaving. Natural science and Spiritual Science will unite in a beautiful way, but Spiritual Science will be available to all people, for it will offer something to everyone.

[ 52 ] Ich glaube, es ist in unserer Zeit ganz besonders notwendig, daß wir eindringlich uns verpflichtet fühlen, recht oft solche Wahrheiten wie diejenigen, die wir heute haben erfahren können für das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, in unsere Meditation hereintreten zu lassen. Auch das ist ein guter Meditationsstoff, wenn wir den Anfang des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, diese Leerheit, die uns unseren Platz anweist in der Welt, diese Anweisung der Ätherwelt, das Hineinverwobenwerden unseres eigenen Ätherleibes in die Ätherwelt, wenn wir das recht oft meditierend vor unsere Seele treten lassen. Dadurch wird das, was in uns lebt, angeregt, um immer mehr und mehr hineinzuwachsen in das unmittelbare Erleben der geistigen Welt. Und das hat schon die Menschheit in der Gegenwart notwendig. Man könnte fühlen, wenn man die Zeitereignisse betrachtet, wie notwendig dieses Hineinleben in die geistige Welt für die Gegenwartsmenschheit ist. Die gegenwärtige Prüfungszeit wird nur in der richtigen Weise durchgemacht werden können, wenn eine Anzahl von Menschen es treu und menschlich hingebend empfinden kann, was in der Geisteswissenschaft lebt und wie diese Geisteswissenschaft die menschliche Zukunft vorbereiten muß.

[ 52 ] I believe it is especially necessary in our time that we feel a strong sense of obligation to frequently allow truths such as those we have been able to experience today—regarding life between death and a new birth—to enter into our meditation. This, too, is good material for meditation: if we allow the beginning of life between death and a new birth—this emptiness that assigns us our place in the world, this guidance from the etheric world, the weaving of our own etheric body into the etheric world—to come before our soul through meditation quite often. Through this, what lives within us is stimulated to grow ever more deeply into the direct experience of the spiritual world. And this is precisely what humanity needs at the present time. When we observe current events, we can sense just how necessary this immersion into the spiritual world is for humanity today. The current time of trial can only be endured in the right way if a number of people can feel, with faith and human devotion, what lives in Spiritual Science and how this Spiritual Science must prepare the human future.

[ 53 ] Ernst sind schon diese Zeichen der Zeit, und der Ernst enthüllt sich, wenn wir gerade über mancherlei nachdenken, was uns so naheliegt. Denken Sie doch, wir sprechen von dem, was unseren Weg durchziehen soll mit einem ernsten Grundsatze: Aufsuchen das Gleiche in allen Menschenseelen und durch alle Nationen und Rassen hindurch. Wir betrachten mit Recht dies als ein hohes Ideal der Menschheit, aber wir dürfen uns nicht verhehlen, welchen ungeheuren Kontrast das Leben des gegenwärtigen Europa zu diesem Ideal bilder. Können wir denn sagen, daß die europäische Menschheit heute irgendwie in dem, was sie ausspricht, diesem Ideal auch nur im entferntesten nahesteht? Wie weit steht sie von ihm entfernt! Und dürfen wir denn — dürfen, sage ich — dieses Ideal als eines betrachten, das wir so unmittelbar heute anwenden dürfen? Sind wir denn nicht als Deutsche selbst verpflichtet, damit wir uns nichts vormachen, uns klar zu sein darüber, daß wir durch die europäischen Verhältnisse gar nicht im entferntesten denken können an die Realisierung eines solchen Ideales? Die uns spezifisch als Deutsche auferlegte Mission würden wir ganz schlecht erfüllen, wenn wir in allgemeinen verschwommenen Idealen heute einfach aufgehen würden. Die Zeit verpflichtet uns, das Spezifische unseres mitteleuropäischen Wesens zu entfalten. Und mit dem dürfen wir schon zusammenhängend betrachten das Karma, das uns, ich möchte sagen im Speziellen zugewachsen ist.

[ 53 ] These signs of the times are indeed serious, and that seriousness becomes apparent when we reflect on various matters that are so close to our hearts. Just think: we speak of what should guide our path with a serious principle—seeking out what is common to all human souls and across all nations and races. We rightly regard this as a lofty ideal of humanity, but we must not hide from ourselves the immense contrast that the life of present-day Europe presents to this ideal. Can we really say that European humanity today, in what it professes, comes even remotely close to this ideal? How far removed it is from that ideal! And may we—may we, I say—regard this ideal as one that we can apply so directly today? Are we not, as Germans, obliged—so as not to delude ourselves—to be clear that, given the circumstances in Europe, we cannot even remotely conceive of realizing such an ideal? We would be failing miserably in the mission specifically entrusted to us as Germans if we were to simply lose ourselves today in general, vague ideals. The times compel us to unfold the distinctive nature of our Central European identity. And in connection with this, we must also consider the karma that has, I would say, specifically befallen us.

[ 54 ] Denken Sie doch einmal, daß wir, wenn Sie die Weltenereignisse heute betrachten, nicht ganz schlecht im Sinne dieser großen Weltenereignisse geführt worden sind. Das Karma hat es mit sich gebracht, daß unsere Bewegung zuerst der allgemeinen theosophischen Bewegung angehört hat. Lange bevor dieser Krieg gezeigt hat, was er heute den Deutschen zeigen kann, hat sich unsere deutsche Bewegung vollständig getrennt, herausgegliedert aus der theosophischen und hat betont, wie notwendig es ist, daß gerade aus deutscher Volkssubstanz heraus uns diejenige spirituelle Bewegung erwächst, die uns tragen kann und die auch die andere Welt wird tragen müssen. Wir können sagen, wir haben als anthroposophische Bewegung besonders den englischen Haß schon jahrelang vorher auf unserem speziellen Felde gespürt. Er hat sich jetzt nur vergrößert, denn man kann dort nicht schweigen; was in den letzteren Zeiten geschrieben worden ist von seiten der sogenannten englischen Theosophen über uns, das übersteigt alles menschlich irgendwie noch zu Entschuldigende. Also wir dürfen schon sagen, daß wir, wenn wir den Gang unserer Bewegung überblicken, unser Karma auch so durch unsere Bewegung laufend finden, daß es in voller Übereinstimmung ist mit dem, was uns auch heute die große Bewegung in der Welt anzeigt. Daß uns unser Karma früh genug zum selbständigen Betonen des deutschen Geisteslebens geführt hat, dürfen wir allerdings in aller Bescheidenheit als uns günstiges Karma hinstellen, und daß Anthroposophie ihren Mittelpunkt im deutschen Geistesleben gefunden hat, dürfen wir als eine Art von leuchtendem Morgenstern für unsere karmischen Strömungen betrachten. Und da, möchte ich sagen, die Vorzeichen für das, was draußen in der Welt sich abspielt, sich schon bei uns viel früher gezeigt haben, so können wir auch aus dieser einzelnen Tatsache heraus schon den Glauben ableiten, daß in unserer Bewegung etwas ist von einer Kraft für die allgemeine große Menschheitsbewegung.

[ 54 ] Just consider that, when you look at world events today, we have not been guided all that badly in light of these great world events. Karma has brought it about that our movement initially belonged to the general Theosophical Movement. Long before this war revealed what it can show the Germans today, our German movement completely separated itself from the Theosophical Movement and emphasized how necessary it is that a spiritual movement grow out of the very substance of the German people—one that can sustain us and that will also have to sustain the rest of the world. We can say that, as the anthroposophical movement, we have felt the English hatred in our particular field for years. It has only intensified now, for one cannot remain silent there; what has been written about us in recent times by the so-called English Theosophists exceeds anything that could possibly be excused from a human standpoint. So we may well say that, when we survey the course of our movement, we find our karma unfolding through our movement in such a way that it is in full harmony with what the great movement in the world is revealing to us even today. That our karma led us early enough to independently emphasize German spiritual life, we may indeed, in all modesty, regard as favorable karma; and that anthroposophy has found its center in German spiritual life, we may regard as a kind of shining morning star for our karmic currents. And since, I would say, the signs of what is unfolding out in the world have already manifested themselves among us much earlier, we can already derive from this single fact the conviction that there is something in our movement that serves as a force for the great universal movement of humanity.

[ 55 ] Lernen wir, meine lieben Freunde, der in unserer Bewegung ruhenden spirituellen Kraft vertrauen, daß sie zu dem Besten gehört, dem unsere Seele überhaupt anhängen kann. Lernen wir die ganze Schwere und die ganze Bedeutung des Gedankens und der Empfindung und des Willensimpulses durchleben, die ganze Schwere und die ganze Bedeutung von dem, was es heißt: Es muß einzelne Seelen geben, die da verstehen gegenüber den großen Anforderungen unserer Zeit, wie zusammenwirken müssen die geistigen Impulse mit dem, was sich in der zukünftigen Geschichte hier auf der Erde abspielen muß. Lernen wir verstehen, nicht bloß im abstrakten, auch im konkreten Sinne, was die unzähligen Tode, die jetzt über die Erde fluten, zu bedeuten haben. Lernen wir verstehen, wie treu unsere Seelen zu unserer Bewegung halten müssen, damit es Menschen gibt, die hinaufblicken können in rechter Weise in die Sphäre, wo auch die Ätherleiber und die Individualitäten, die die Opfer dargebracht haben für unsere Zeit auf dem großen historischen Felde, weiter wirken werden und zusammen wirken werden mit denjenigen, die später in Friedenszeiten die Erde begehen werden. Lernen wir verstehen, was es heißt, den richtigen Sinn dafür zu finden, daß eine Geistigkeit eben auch dasjenige durchdringt, was heute auf dem physischen Plan sich vollzieht, daß die Bekenner der Geisteswissenschaft dazu da sind, ihren Sinn hinaufzuwenden zu dem, was geistig entsteht aus Mut und Opfer unserer Zeit. Lernen wir im richtigen Sinne verstehen die Worte, mit denen wir unsere Betrachtungen schließen wollen:

[ 55 ] Let us learn, my dear friends, to trust in the spiritual power that lies at the heart of our movement, for it is among the very best things to which our souls can ever be attached. Let us experience the full weight and significance of thought, feeling, and the impulse of the will—the full weight and significance of what it means that there must be individual souls who understand, in the face of the great demands of our time, how spiritual impulses must interact with what is to unfold in the future history here on Earth. Let us learn to understand, not merely in the abstract but also in the concrete sense, what the countless deaths now flooding the earth signify. Let us learn to understand how faithfully our souls must remain committed to our movement, so that there may be people who can look up in the right way into the sphere where the etheric bodies and the individualities—who have made sacrifices for our time on the great historical stage—will continue to work and will work together with those who will later walk the Earth in times of peace. Let us learn to understand what it means to find the true meaning in the fact that a spiritual dimension also permeates what is taking place today on the physical plane, and that the adherents of Spiritual Science are here to turn their attention upward toward what arises spiritually from the courage and sacrifice of our time. Let us learn to understand in the true sense the words with which we wish to conclude our reflections:

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassner,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.

From the courage of the fighters,
From the blood of the battles,
From the suffering of the forsaken,
From the sacrifices of the people
The fruit of the spirit grows—
Guiding souls, spiritually aware,
Toward the realm of the spirits.