Mystery Truths and Christmas Impulses
Ancient Myths and Their Significance
GA 180
25 December 1917, Dornach
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Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse
Dritter Vortrag
Dritter Vortrag
[ 1 ] Es wird Ihnen allen wohl der Gedanke naheliegen, der in eine Frage gekleidet werden kann: Wie ist es denn eigentlich zugegangen, daß im Gefolge der Ereignisse, wie wir sie betrachtet haben, die materialistische Denkungsart der Menschen gerade die Form angenommen hat, die wir heute als alle menschlichen Impulse durchdringend bemerken können? Man muß unbefangen betrachten das, was als Ingredienzien hineingeflossen ist in das Geistesleben der neueren Zeit, unbeeinflußt durch das, was die landläufige Geschichtsauffassung historische Notwendigkeit nennt. Man muß die Blicke gerade auf diejenigen Ereignisse lenken, welche lichtbringend und aufklärend sind für das, was erlebt wird.
[ 1 ] Es wird Ihnen allen wohl der Gedanke naheliegen, der in eine Frage gekleidet werden kann: Wie ist es denn eigentlich zugegangen, daß im Gefolge der Ereignisse, wie wir sie betrachtet haben, die materialistische Denkungsart der Menschen gerade die Form angenommen hat, die wir heute als alle menschlichen Impulse durchdringend bemerken können? Man muß unbefangen betrachten das, was als Ingredienzien hineingeflossen ist in das Geistesleben der neueren Zeit, unbeeinflußt durch das, was die landläufige Geschichtsauffassung historische Notwendigkeit nennt. Man muß die Blicke gerade auf diejenigen Ereignisse lenken, welche lichtbringend und aufklärend sind für das, was erlebt wird.
[ 2 ] Nun können wir sagen, daß zu all den wichtigen Umschwüngen, die sich in der neueren Zeit vollzogen haben, auch der gehört, der in gewisser Beziehung eine Art Nachzügler älterer Umwälzungen ist: daß mit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts eigentlich der europäischen Menschheit alles Verständnis für das Mysterienwesen verlorengegangen ist. Ich habe schon im Laufe dieser Betrachtungen flüchtig darauf hingedeutet, daß ins 18. Jahrhundert noch hineinragt die Vorstellungsweise Saint- Martins, dessen Anschauung durch ihn und durch den allgemeinen Zeitimpuls im 18. Jahrhundert eine breitere Wirkung hatte, daß aber Saint-Martins Anschauungen und Vorstellungsarten im 19. Jahrhundert ganz zurückgegangen sind. Man braucht sich nur an eines zu erinnern mit Bezug auf die Vorstellungsart Saint-Martins, so wird man sogleich bemerken den radikalen Unterschied einer solchen Vorstellungsweise von alldem, was zum Beispiel die Gegenwart zu denken und zu empfinden imstande ist. Saint-Martin spricht in seinem bedeutsamen Werke von den Irrtümern und der Wahrheit, «Des erreurs et de la verité», unter anderem auch von einem Ereignis in der Erdenentwickelung, das sich aber zugetragen hat, bevor der Mensch zur physischen Menschwerdung gekommen ist. Saint-Martin spricht gewissermaßen rückblickend von einem bedeutsamen, man möchte sagen kosmischen Vergehen der Gesamtmenschheit, bevor der Mensch in die physische Menschwerdung gekommen ist. Bedeutsam ist dieses deshalb, weil man daraus sieht, daß Saint-Martins Gesinnungs- und Vorstellungsgenossen den weiten Blick noch hatten, über die physische Menschenwelt hinauszusehen auf Geistiges, wodurch dann die Möglichkeit geboten wird, auch zu sprechen über dasjenige, was mit der Entwickelung der Menschheit einen andern Zusammenhang hat als das, was bloß im Physischen beschlossen ist. Saint-Martin, der in gewisser Beziehung ein Nachfolger Jakob Böhmes war, hatte zwar einige Jünger, über die ganze gebildete Welt verbreitet auch im 19. Jahrhundert, und hat sie bis in die neueste Zeit gehabt. Aber man kann nicht sagen, daß das Zeitbewußtsein im 19. Jahrhundert noch beeinflußt gewesen wäre von solchen Impulsen, wie sie bei Saint-Martin gefunden werden, und man kann durchaus sagen, daß solche Ausblicke nach der geistigen Welt, wie sie noch bei Saint-Martin zu sehen sind, dem 19. Jahrhundert abhanden gekommen sind.
[ 2 ] Nun können wir sagen, daß zu all den wichtigen Umschwüngen, die sich in der neueren Zeit vollzogen haben, auch der gehört, der in gewisser Beziehung eine Art Nachzügler älterer Umwälzungen ist: daß mit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts eigentlich der europäischen Menschheit alles Verständnis für das Mysterienwesen verlorengegangen ist. Ich habe schon im Laufe dieser Betrachtungen flüchtig darauf hingedeutet, daß ins 18. Jahrhundert noch hineinragt die Vorstellungsweise Saint- Martins, dessen Anschauung durch ihn und durch den allgemeinen Zeitimpuls im 18. Jahrhundert eine breitere Wirkung hatte, daß aber Saint-Martins Anschauungen und Vorstellungsarten im 19. Jahrhundert ganz zurückgegangen sind. Man braucht sich nur an eines zu erinnern mit Bezug auf die Vorstellungsart Saint-Martins, so wird man sogleich bemerken den radikalen Unterschied einer solchen Vorstellungsweise von alldem, was zum Beispiel die Gegenwart zu denken und zu empfinden imstande ist. Saint-Martin spricht in seinem bedeutsamen Werke von den Irrtümern und der Wahrheit, «Des erreurs et de la verité», unter anderem auch von einem Ereignis in der Erdenentwickelung, das sich aber zugetragen hat, bevor der Mensch zur physischen Menschwerdung gekommen ist. Saint-Martin spricht gewissermaßen rückblickend von einem bedeutsamen, man möchte sagen kosmischen Vergehen der Gesamtmenschheit, bevor der Mensch in die physische Menschwerdung gekommen ist. Bedeutsam ist dieses deshalb, weil man daraus sieht, daß Saint-Martins Gesinnungs- und Vorstellungsgenossen den weiten Blick noch hatten, über die physische Menschenwelt hinauszusehen auf Geistiges, wodurch dann die Möglichkeit geboten wird, auch zu sprechen über dasjenige, was mit der Entwickelung der Menschheit einen andern Zusammenhang hat als das, was bloß im Physischen beschlossen ist. Saint-Martin, der in gewisser Beziehung ein Nachfolger Jakob Böhmes war, hatte zwar einige Jünger, über die ganze gebildete Welt verbreitet auch im 19. Jahrhundert, und hat sie bis in die neueste Zeit gehabt. Aber man kann nicht sagen, daß das Zeitbewußtsein im 19. Jahrhundert noch beeinflußt gewesen wäre von solchen Impulsen, wie sie bei Saint-Martin gefunden werden, und man kann durchaus sagen, daß solche Ausblicke nach der geistigen Welt, wie sie noch bei Saint-Martin zu sehen sind, dem 19. Jahrhundert abhanden gekommen sind.
[ 3 ] Nun sind solche Dinge, wie sie Saint-Martin geboten hat, die allerletzten Überreste alter Mysterienweisheit. Will man dasjenige äußerlich historisch verstehen, was zurückgedrängt hat solches Vorstellen, wie es bei Saint-Martin sich findet, dann muß man nicht die Frage so stellen: Welche Persönlichkeit hat denn Lehren verbreitet, die geeignet waren, Saint-Martins Vorstellungsarten zurückzudrängen? — sondern man muß die Frage so stellen: In welcher Persönlichkeit drückt sich denn jene Summe von Impulsen am charakteristischsten aus, durch die die Menschheit des 19. Jahrhunderts so materialistisch geworden ist? Und man findet dann eine Persönlichkeit an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, die für diesen letzten größeren Umschwung in der äußeren Geistesentwickelung ganz besonders charakteristisch ist. Man muß aber, um zu verstehen, was da eigentlich vorgeht, sich eben gegenwärtig halten, daß durch diesen letzten Umschwung das Verständnis für das Mysterienwesen der Menschheit völlig abhandengekommen ist, so daß das 19. Jahrhundert eigentlich aur in wenigen Persönlichkeiten, in wenigen Seelen noch etwas weiß von der tiefen Bedeutung und dem Einflusse des Mysterienwesens. Die Persönlichkeit, die ich meine, die so mehr der Ausdruck des allgemeinen Zeitgeistes von der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ist, ist Dupuis, und die wichtige Schrift, durch welche gewissermaßen dem Verständnisse für das Mysterienwesen der Todesstoß gegeben worden ist, ist die Schrift «Origine de tous les cultes» vom Jahre 1794. Im 19. Jahrhundert denkt man, wenn man die Anschauungen der Menschen überblickt, gewöhnlich an den naturwissenschaftlichen Materialismus. Allein ich möchte sagen, dieser naturwissenschaftliche Materialismus hat ja schon den Charakter angenommen, den das 19. Jahrhundert mehr oder weniger allen menschlichen Impulsen aufgedrückt hat, den wir am deutlichsten ausgesprochen fanden in dem «bon dieu citoyen», als welchen Heinrich Heine den Jesus Christus begrüßt. Das 19. Jahrhundert hat auch den Materialismus in das Fahrwasser der Philistrosität getaucht, und das wesentlichste Charakteristikon des Materialismus des 19. Jahrhunderts ist, daß er philiströs ist.
[ 3 ] Nun sind solche Dinge, wie sie Saint-Martin geboten hat, die allerletzten Überreste alter Mysterienweisheit. Will man dasjenige äußerlich historisch verstehen, was zurückgedrängt hat solches Vorstellen, wie es bei Saint-Martin sich findet, dann muß man nicht die Frage so stellen: Welche Persönlichkeit hat denn Lehren verbreitet, die geeignet waren, Saint-Martins Vorstellungsarten zurückzudrängen? — sondern man muß die Frage so stellen: In welcher Persönlichkeit drückt sich denn jene Summe von Impulsen am charakteristischsten aus, durch die die Menschheit des 19. Jahrhunderts so materialistisch geworden ist? Und man findet dann eine Persönlichkeit an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, die für diesen letzten größeren Umschwung in der äußeren Geistesentwickelung ganz besonders charakteristisch ist. Man muß aber, um zu verstehen, was da eigentlich vorgeht, sich eben gegenwärtig halten, daß durch diesen letzten Umschwung das Verständnis für das Mysterienwesen der Menschheit völlig abhandengekommen ist, so daß das 19. Jahrhundert eigentlich aur in wenigen Persönlichkeiten, in wenigen Seelen noch etwas weiß von der tiefen Bedeutung und dem Einflusse des Mysterienwesens. Die Persönlichkeit, die ich meine, die so mehr der Ausdruck des allgemeinen Zeitgeistes von der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ist, ist Dupuis, und die wichtige Schrift, durch welche gewissermaßen dem Verständnisse für das Mysterienwesen der Todesstoß gegeben worden ist, ist die Schrift «Origine de tous les cultes» vom Jahre 1794. Im 19. Jahrhundert denkt man, wenn man die Anschauungen der Menschen überblickt, gewöhnlich an den naturwissenschaftlichen Materialismus. Allein ich möchte sagen, dieser naturwissenschaftliche Materialismus hat ja schon den Charakter angenommen, den das 19. Jahrhundert mehr oder weniger allen menschlichen Impulsen aufgedrückt hat, den wir am deutlichsten ausgesprochen fanden in dem «bon dieu citoyen», als welchen Heinrich Heine den Jesus Christus begrüßt. Das 19. Jahrhundert hat auch den Materialismus in das Fahrwasser der Philistrosität getaucht, und das wesentlichste Charakteristikon des Materialismus des 19. Jahrhunderts ist, daß er philiströs ist.
[ 4 ] Will man den eigentlichen Grundnerv dieses 19. Jahrhunderts verstehen, so muß man den Impuls der Philistrosität überall aufsuchen. Der Materialismus Dupuis’ war in gewissem Sinne noch nicht philiströs, hatte noch etwas Großes, Freies, etwas weit über die Philistrosität Hinausreichendes. Der Materialismus Dupuis’ war in gewissem Sinne ein himmlischer Materialismus. Dupuis hatte noch den Mut zu einem durchgreifenderen materialistischen Gedanken als die gelehrten und genialen Philister des 19. Jahrhunderts. Dupuis kam auf gewisse Dinge, wenigstens glaubte er auf gewisse Dinge zu kommen. Und die Art, wie er darauf kam, ist außerordentlich interessant. Man darf, wenn man auf diesen Mann zurückblickt, nicht außer acht lassen, daß er eine geniale Persönlichkeit war. Er hat sich zum Beispiel bereits in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts eine Art Privattelegraph eingerichtet, durch den er telegraphierte von seinem Hause aus zu seinem ziemlich weit entfernten Freunde Fortine. Als dann die Revolution ausbrach, fürchtete er, daß man seine Telegraphenverbindung irgendwie anrüchig finden könnte. Da zerstörte er die entsprechenden Maschinen, und dadurch wurde die ganze Sache vergessen. Ich sage natürlich nicht, daß er einen elektrischen Telegraphen gehabt hat, aber das Prinzip des Telegraphen war da vollständig ausgeführt.
[ 4 ] Will man den eigentlichen Grundnerv dieses 19. Jahrhunderts verstehen, so muß man den Impuls der Philistrosität überall aufsuchen. Der Materialismus Dupuis’ war in gewissem Sinne noch nicht philiströs, hatte noch etwas Großes, Freies, etwas weit über die Philistrosität Hinausreichendes. Der Materialismus Dupuis’ war in gewissem Sinne ein himmlischer Materialismus. Dupuis hatte noch den Mut zu einem durchgreifenderen materialistischen Gedanken als die gelehrten und genialen Philister des 19. Jahrhunderts. Dupuis kam auf gewisse Dinge, wenigstens glaubte er auf gewisse Dinge zu kommen. Und die Art, wie er darauf kam, ist außerordentlich interessant. Man darf, wenn man auf diesen Mann zurückblickt, nicht außer acht lassen, daß er eine geniale Persönlichkeit war. Er hat sich zum Beispiel bereits in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts eine Art Privattelegraph eingerichtet, durch den er telegraphierte von seinem Hause aus zu seinem ziemlich weit entfernten Freunde Fortine. Als dann die Revolution ausbrach, fürchtete er, daß man seine Telegraphenverbindung irgendwie anrüchig finden könnte. Da zerstörte er die entsprechenden Maschinen, und dadurch wurde die ganze Sache vergessen. Ich sage natürlich nicht, daß er einen elektrischen Telegraphen gehabt hat, aber das Prinzip des Telegraphen war da vollständig ausgeführt.
[ 5 ] Dupuis war auch Kommissar des öffentlichen Unterrichts am Ende der achtziger Jahre in Frankreich. Er verließ, als die Revolution ausbrach, Paris, wurde aber sehr bald darauf in die Nationalversammlung gewählt, ging wieder nach Paris zurück und spielte eigentlich eine ziemlich große Rolle sowohl im Konvent, wie nachher im Rat der Fünfhundert, gehörte in der Regel den gemäßigten Parteien an. Man muß sich vorstellen, daß dasjenige, was in ihm lebte, eigentlich ein Impuls war, der von ihm aus auf viele Seelen überging. Aber noch wichtiger ist, daß dieser selbe Impuls, von dem die Zeit besessen war, gerade bei ihm in der charakteristischsten Weise zum Ausdruck kam.
[ 5 ] Dupuis war auch Kommissar des öffentlichen Unterrichts am Ende der achtziger Jahre in Frankreich. Er verließ, als die Revolution ausbrach, Paris, wurde aber sehr bald darauf in die Nationalversammlung gewählt, ging wieder nach Paris zurück und spielte eigentlich eine ziemlich große Rolle sowohl im Konvent, wie nachher im Rat der Fünfhundert, gehörte in der Regel den gemäßigten Parteien an. Man muß sich vorstellen, daß dasjenige, was in ihm lebte, eigentlich ein Impuls war, der von ihm aus auf viele Seelen überging. Aber noch wichtiger ist, daß dieser selbe Impuls, von dem die Zeit besessen war, gerade bei ihm in der charakteristischsten Weise zum Ausdruck kam.
[ 6 ] Dupuis kam nämlich auf das Folgende. Er studierte alte Sagen und Mythen, sagen wir die Herkulessage, oder die Sage von Isis und Osiris, oder die Sage von Dionysos; also er studierte die alten Mythen, welche exoterische Verkleidungen der Mysterienwahrheiten sind, wie wir ja wissen. Nehmen wir die Herkulesmythe heraus. Er bemerkte, daß Herkules zwölf Arbeiten verrichtete, und indem er die Erzählung der einzelnen Arbeiten des Herkules verfolgte, kam er darauf, daß gewisse Dinge, die da vorkommen in den Erzählungen von diesen Arbeiten des Herkules, rechtfertigen, einen Zusammenhang festzustellen zwischen dem Durchgang des Herkules durch seine zwölf Arbeiten und dem Umschwung der Sonne durch die zwölf Zeichen des Tierkreises. Diese Dinge studierte dieser Mann ganz gewissenhaft und sorgfältig, und er bildete sich aus diesem Studium die folgende Ansicht. Er sagte: Im Altertum gab es also gewisse Leute, Mysterienpriester. Diese Leute hatten das Ziel, die weite Masse der Völker möglichst ruhig zu halten, so daß man sie leicht lenken kann. Deshalb erzählte man einzelnen dieser Völkermassen solche Mythen von einem Herkules, der einmal gelebt hat, dem man nachstreben soll, an dessen Persönlichkeit man solche Arbeiten knüpft. Man erzählte andere Mythen, von Isis und Osiris und dergleichen. Bei sich selber, innerhalb der Mysterien, wußten aber die Mysterienpriester, daß das alles Wischiwaschi ist, daß es niemals äußerlich eine solche Persönlichkeit gegeben hat, wie den Herkules oder den Osiris oder die Isis, sondern daß alles, was auf der Erde vorgeht, von den materiellen Himmelskörpern und ihren Konstellationen bewirkt wird. Die Mythen sind nur Umkleidungen der Vorgänge am Himmelsgewölbe. Was hier auf der Erde vorgeht, das hängt ab im Sinne der alten Mysterienpriester, sagte Dupuis, von dem Durchgang der Sonne durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, von dem Durchgang des Mondes durch die zwölf Zeichen des Tierkreises. Und dasjenige, was auf der Erde dadurch bewirkt wird, wußten die Priester; sie wußten, daß das materielle Geschehen, das sich ausdrückt in den Sternenkonstellationen, dieses im Kosmos vor sich gehende materielle Geschehen die Ursache ist vom Pflanzenwachstum, die Ursache auch ist vom Menschheitsfortschritt, der Menschenbefruchtung und so weiter. Das wußten die Priester. Denen fiel es gar nicht ein, daran zu glauben, daß da irgendwie andere geistige Mächte im Spiele seien, sondern die waren aufgeklärt genug, bloß zu glauben an das Spielen der materiellen Kräfte im materiellen Himmelsraume. Aber dem Volke kleidete man die Astronomie in Mythen, weil man glaubte, daß zur Täuschung des Volkes solches notwendig sei, daß man das Volk nur dadurch lenken könne.
[ 6 ] Dupuis kam nämlich auf das Folgende. Er studierte alte Sagen und Mythen, sagen wir die Herkulessage, oder die Sage von Isis und Osiris, oder die Sage von Dionysos; also er studierte die alten Mythen, welche exoterische Verkleidungen der Mysterienwahrheiten sind, wie wir ja wissen. Nehmen wir die Herkulesmythe heraus. Er bemerkte, daß Herkules zwölf Arbeiten verrichtete, und indem er die Erzählung der einzelnen Arbeiten des Herkules verfolgte, kam er darauf, daß gewisse Dinge, die da vorkommen in den Erzählungen von diesen Arbeiten des Herkules, rechtfertigen, einen Zusammenhang festzustellen zwischen dem Durchgang des Herkules durch seine zwölf Arbeiten und dem Umschwung der Sonne durch die zwölf Zeichen des Tierkreises. Diese Dinge studierte dieser Mann ganz gewissenhaft und sorgfältig, und er bildete sich aus diesem Studium die folgende Ansicht. Er sagte: Im Altertum gab es also gewisse Leute, Mysterienpriester. Diese Leute hatten das Ziel, die weite Masse der Völker möglichst ruhig zu halten, so daß man sie leicht lenken kann. Deshalb erzählte man einzelnen dieser Völkermassen solche Mythen von einem Herkules, der einmal gelebt hat, dem man nachstreben soll, an dessen Persönlichkeit man solche Arbeiten knüpft. Man erzählte andere Mythen, von Isis und Osiris und dergleichen. Bei sich selber, innerhalb der Mysterien, wußten aber die Mysterienpriester, daß das alles Wischiwaschi ist, daß es niemals äußerlich eine solche Persönlichkeit gegeben hat, wie den Herkules oder den Osiris oder die Isis, sondern daß alles, was auf der Erde vorgeht, von den materiellen Himmelskörpern und ihren Konstellationen bewirkt wird. Die Mythen sind nur Umkleidungen der Vorgänge am Himmelsgewölbe. Was hier auf der Erde vorgeht, das hängt ab im Sinne der alten Mysterienpriester, sagte Dupuis, von dem Durchgang der Sonne durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, von dem Durchgang des Mondes durch die zwölf Zeichen des Tierkreises. Und dasjenige, was auf der Erde dadurch bewirkt wird, wußten die Priester; sie wußten, daß das materielle Geschehen, das sich ausdrückt in den Sternenkonstellationen, dieses im Kosmos vor sich gehende materielle Geschehen die Ursache ist vom Pflanzenwachstum, die Ursache auch ist vom Menschheitsfortschritt, der Menschenbefruchtung und so weiter. Das wußten die Priester. Denen fiel es gar nicht ein, daran zu glauben, daß da irgendwie andere geistige Mächte im Spiele seien, sondern die waren aufgeklärt genug, bloß zu glauben an das Spielen der materiellen Kräfte im materiellen Himmelsraume. Aber dem Volke kleidete man die Astronomie in Mythen, weil man glaubte, daß zur Täuschung des Volkes solches notwendig sei, daß man das Volk nur dadurch lenken könne.
[ 7 ] So waren für Dupuis die Mysterien große Lügenfabriken, veranstaltet zu dem Zwecke, um das, was die Priester wußten — daß die materiellen Vorgänge des Himmels wieder andere materielle Vorgänge hier auf Erden bewirken —, in entsprechender Weise für das «dumme Volk», das leichtgläubig ist, einzukleiden. In dem Werke «Origine de tous les cultes» findet sich zum Beispiel folgender Satz: «Die Wahrheit kennt keine Mysterien, sie gehören alle dem Irrtum und dem Betruge an.» — Oder: «Man muß ihren Ursprung, nämlich den Ursprung der Mysterien, außerhalb der Grenzen der Vernunft und der Wahrheit suchen; als Kinder der Nacht scheuen sie das Licht.»
[ 7 ] So waren für Dupuis die Mysterien große Lügenfabriken, veranstaltet zu dem Zwecke, um das, was die Priester wußten — daß die materiellen Vorgänge des Himmels wieder andere materielle Vorgänge hier auf Erden bewirken —, in entsprechender Weise für das «dumme Volk», das leichtgläubig ist, einzukleiden. In dem Werke «Origine de tous les cultes» findet sich zum Beispiel folgender Satz: «Die Wahrheit kennt keine Mysterien, sie gehören alle dem Irrtum und dem Betruge an.» — Oder: «Man muß ihren Ursprung, nämlich den Ursprung der Mysterien, außerhalb der Grenzen der Vernunft und der Wahrheit suchen; als Kinder der Nacht scheuen sie das Licht.»
[ 8 ] Gewiß, nur eine kleine Minderheit von Menschen hat selbstverständlich solche Dinge gelesen. Aber darauf kommt es ja allein nicht an, sondern darauf, daß solche Dinge wirken, daß solche Dinge da sind. Wenn ein Mensch wie Dupuis sie ausspricht, so bedeutet das nur, daß er die besondere Fähigkeit hat, diese Dinge zu formulieren. Wirksam wurden diese Dinge vom Ende des 18. Jahrhunderts und durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch.
[ 8 ] Gewiß, nur eine kleine Minderheit von Menschen hat selbstverständlich solche Dinge gelesen. Aber darauf kommt es ja allein nicht an, sondern darauf, daß solche Dinge wirken, daß solche Dinge da sind. Wenn ein Mensch wie Dupuis sie ausspricht, so bedeutet das nur, daß er die besondere Fähigkeit hat, diese Dinge zu formulieren. Wirksam wurden diese Dinge vom Ende des 18. Jahrhunderts und durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch.
[ 9 ] Nun muß man einiges von der wirklichen historischen Wahrheit dem entgegenhalten, worauf Dupuis in genialer Weise gekommen ist, indem er gegründet hat diesen — wie man mit Recht sagen kann — himmlischen Materialismus. Nicht wahr, die philiströse Wissenschaft des 19. Jahrhunderts sucht die materiellen Vorgänge in den Atomen. Sie bleibt beim Irdischen. Dupuis war kühn genug, einen himmlischen Materialismus zu begründen, alles dasjenige, was aus dem Kosmos herein wirkt, noch als materialistische Wirkung der Gestirne zu denken, und alles das, was geistig sein soll, für Wischiwaschi zu halten, Nachklang von Priestertrug aus den Mysterienzeiten her. Dupuis hat vor allen Dingen dann in seinem berühmten, bedeutenden Buche den Schluß gezogen: Alle diese großen Gestalten sind eigentlich nichts anderes, als für das Volk zusammengeschweißte, verkleidete Angelegenheiten der Astronomie. Herkules ist die Sonne, seine zwölf Arbeiten der Durchgang der Sonne durch die zwölf Sternbilder des Tierkreises; Isis ist der Mond, dasjenige, was von ihr erzählt wird, der Durchgang des Mondes durch den Tierkreis; Dionysos wird dargestellt in dem großen, achtundvierzig Gesänge umfassenden Gedichte des Nonnos als Sonne, durchgehend durch die Zeichen des Tierkreises und so weiter. Die Christen haben dann einfach an die Stelle des Herkules, des Dionysos, des Osiris den Christus gesetzt, und der Christus ist auch nichts anderes als die Umkleidung der Sonne. Die Priester haben gut gewußt, daß das Reale, das in Betracht kommt, die Sonne ist. Aber für das Volk brauchte man die Erzählung des Nazareners Christus Jesus, der Sonne des Neuen Testaments, im Gegensatz zu Herkules, Dionysos, Osiris, den Sonnen des Alten Testaments. — Eine radikale Zerstörung jedes religiösen Gedankens enthält das Buch «Origine de tous les cultes ou religion universelle» von Dupuis.
[ 9 ] Nun muß man einiges von der wirklichen historischen Wahrheit dem entgegenhalten, worauf Dupuis in genialer Weise gekommen ist, indem er gegründet hat diesen — wie man mit Recht sagen kann — himmlischen Materialismus. Nicht wahr, die philiströse Wissenschaft des 19. Jahrhunderts sucht die materiellen Vorgänge in den Atomen. Sie bleibt beim Irdischen. Dupuis war kühn genug, einen himmlischen Materialismus zu begründen, alles dasjenige, was aus dem Kosmos herein wirkt, noch als materialistische Wirkung der Gestirne zu denken, und alles das, was geistig sein soll, für Wischiwaschi zu halten, Nachklang von Priestertrug aus den Mysterienzeiten her. Dupuis hat vor allen Dingen dann in seinem berühmten, bedeutenden Buche den Schluß gezogen: Alle diese großen Gestalten sind eigentlich nichts anderes, als für das Volk zusammengeschweißte, verkleidete Angelegenheiten der Astronomie. Herkules ist die Sonne, seine zwölf Arbeiten der Durchgang der Sonne durch die zwölf Sternbilder des Tierkreises; Isis ist der Mond, dasjenige, was von ihr erzählt wird, der Durchgang des Mondes durch den Tierkreis; Dionysos wird dargestellt in dem großen, achtundvierzig Gesänge umfassenden Gedichte des Nonnos als Sonne, durchgehend durch die Zeichen des Tierkreises und so weiter. Die Christen haben dann einfach an die Stelle des Herkules, des Dionysos, des Osiris den Christus gesetzt, und der Christus ist auch nichts anderes als die Umkleidung der Sonne. Die Priester haben gut gewußt, daß das Reale, das in Betracht kommt, die Sonne ist. Aber für das Volk brauchte man die Erzählung des Nazareners Christus Jesus, der Sonne des Neuen Testaments, im Gegensatz zu Herkules, Dionysos, Osiris, den Sonnen des Alten Testaments. — Eine radikale Zerstörung jedes religiösen Gedankens enthält das Buch «Origine de tous les cultes ou religion universelle» von Dupuis.
[ 10 ] Das allgemeine Bewußtsein bleibt in der Regel zurück, schließt sich nicht den radikalen Umschwüngen an. Daher kam es, daß man im 19. Jahrhundert wenig bemerkte, daß diese Gedanken — wenn ich mich des trivialen Ausdruckes bedienen darf — in der Luft liegen. Aber man hat sie in der Luft liegen lassen. Zu der klaren Folgerung von Dupuis haben sich natürlich wenige aufgeschwungen, obwohl in dem geistigen Bewußtsein von allen Gebildeten diese Gedanken enthalten waren. Aber unter dem Druck dieser Gedanken hat das ganze Theologenunwesen des 19. Jahrhunderts gewirkt. Denn nichts anderes liegt da zugrunde, als daß Dupuis diejenigen, die seiner Gesinnung waren, darauf hingewiesen hat: Ebensowenig wie es einen Herkules oder einen Osiris als menschliche physische Persönlichkeiten gegeben hat, so wie dies Sonnen sind, so ist Christus auch nie eine physische Persönlichkeit gewesen, sondern Sonne. — Unter dem Druck dieses Gedankens ist dann den Theologen des 19. Jahrhunderts allmählich der Christus ganz zerflattert. Dann haben sie sich alle Mühe gegeben, den «bon dieu citoyen» von Nazareth auszustaffieren. Die liberalen Philister machten so einen humanen Moralprediger aus ihm, die Sozialdemokraten machten einen Sozialdemokraten aus ihm, die Psychiater einen Wahnsinnigen, einen Epileptiker, und so hat sich ihn jeder unter dem Druck solcher Gedanken ausgebildet.
[ 10 ] Das allgemeine Bewußtsein bleibt in der Regel zurück, schließt sich nicht den radikalen Umschwüngen an. Daher kam es, daß man im 19. Jahrhundert wenig bemerkte, daß diese Gedanken — wenn ich mich des trivialen Ausdruckes bedienen darf — in der Luft liegen. Aber man hat sie in der Luft liegen lassen. Zu der klaren Folgerung von Dupuis haben sich natürlich wenige aufgeschwungen, obwohl in dem geistigen Bewußtsein von allen Gebildeten diese Gedanken enthalten waren. Aber unter dem Druck dieser Gedanken hat das ganze Theologenunwesen des 19. Jahrhunderts gewirkt. Denn nichts anderes liegt da zugrunde, als daß Dupuis diejenigen, die seiner Gesinnung waren, darauf hingewiesen hat: Ebensowenig wie es einen Herkules oder einen Osiris als menschliche physische Persönlichkeiten gegeben hat, so wie dies Sonnen sind, so ist Christus auch nie eine physische Persönlichkeit gewesen, sondern Sonne. — Unter dem Druck dieses Gedankens ist dann den Theologen des 19. Jahrhunderts allmählich der Christus ganz zerflattert. Dann haben sie sich alle Mühe gegeben, den «bon dieu citoyen» von Nazareth auszustaffieren. Die liberalen Philister machten so einen humanen Moralprediger aus ihm, die Sozialdemokraten machten einen Sozialdemokraten aus ihm, die Psychiater einen Wahnsinnigen, einen Epileptiker, und so hat sich ihn jeder unter dem Druck solcher Gedanken ausgebildet.
[ 11 ] Wenn Sie zu dem, was ich jetzt sage, die andere große Wahrheit nehmen, daß eigentlich das historische Werden geträumt wird, so werden Sie eine Vorstellung sich verschaffen können, daß solche Gedanken, die nicht radikal ausgesprochen werden, doch in den Träumen der Menschen ihre Rolle schon spielen.
[ 11 ] Wenn Sie zu dem, was ich jetzt sage, die andere große Wahrheit nehmen, daß eigentlich das historische Werden geträumt wird, so werden Sie eine Vorstellung sich verschaffen können, daß solche Gedanken, die nicht radikal ausgesprochen werden, doch in den Träumen der Menschen ihre Rolle schon spielen.
[ 12 ] Nun muß man die wirkliche historische Wahrheit mit dem Ganzen zusammenhalten. Blickt man zurück auf die alten Mysterien, auf jene Mysterien, die noch ihren Ursprung in der dritten nachatlantischen Periode hatten, so sieht man bei diesen Mysterien überall: es gab esoterische und exoterische Dinge, die vertreten wurden. Was war — diese Frage muß man aufwerfen gerade bei diesen Mysterien, die ihren Ursprung zurückführen auf die dritte nachatlantische Zeit —, was war bei diesen esoterisch und was war exoterisch? Esoterisch war bei den alten Mysterien, die ich also jetzt meine, alles dasjenige, was sich auf die physische Wissenschaft, alles dasjenige, was sich auf die Hantierungen der Wissenschaft bezieht. Religionswissenschaft war in diesen alten Zeiten nie esoterisch. Man gibt sich einem ganz falschen Glauben hin, wenn man meint, daß die Vorstellungen über Gott und Götter esoterisch gewesen wären in den alten Mysterien. Esoterisch haben die alten Mysterien das gehalten, was man dazumal über Dinge gewußt hat, die heute in den chemischen Laboratorien, in denKliniken erforscht werden. Was sich auf die äußere physische Wissenschaft bezieht, das war im wesentlichen esoterisch gehalten, und das war, was die Esoteriker für gefährlich gehalten haben. Niemals hat man in diesen Zeiten in den Mysterien irgendeine religiöse Wahrheit für irgendwie gefährlich gehalten. Was die Leute religiös vertreten haben, haben sie auch nach außen verkündet. Das, was wir heute Chemie, Physik, Mathematik nennen, das war in jenen Zeiten so gehalten, daß man gewissermaßen die Hände darüber hielt und es nur pflegen wollte innerhalb derjenigen, die sich verpflichteten, die Sache innerhalb der Mysterien zu halten, sogar eidlich verpflichteten, unter scharfen Eiden.
[ 12 ] Nun muß man die wirkliche historische Wahrheit mit dem Ganzen zusammenhalten. Blickt man zurück auf die alten Mysterien, auf jene Mysterien, die noch ihren Ursprung in der dritten nachatlantischen Periode hatten, so sieht man bei diesen Mysterien überall: es gab esoterische und exoterische Dinge, die vertreten wurden. Was war — diese Frage muß man aufwerfen gerade bei diesen Mysterien, die ihren Ursprung zurückführen auf die dritte nachatlantische Zeit —, was war bei diesen esoterisch und was war exoterisch? Esoterisch war bei den alten Mysterien, die ich also jetzt meine, alles dasjenige, was sich auf die physische Wissenschaft, alles dasjenige, was sich auf die Hantierungen der Wissenschaft bezieht. Religionswissenschaft war in diesen alten Zeiten nie esoterisch. Man gibt sich einem ganz falschen Glauben hin, wenn man meint, daß die Vorstellungen über Gott und Götter esoterisch gewesen wären in den alten Mysterien. Esoterisch haben die alten Mysterien das gehalten, was man dazumal über Dinge gewußt hat, die heute in den chemischen Laboratorien, in denKliniken erforscht werden. Was sich auf die äußere physische Wissenschaft bezieht, das war im wesentlichen esoterisch gehalten, und das war, was die Esoteriker für gefährlich gehalten haben. Niemals hat man in diesen Zeiten in den Mysterien irgendeine religiöse Wahrheit für irgendwie gefährlich gehalten. Was die Leute religiös vertreten haben, haben sie auch nach außen verkündet. Das, was wir heute Chemie, Physik, Mathematik nennen, das war in jenen Zeiten so gehalten, daß man gewissermaßen die Hände darüber hielt und es nur pflegen wollte innerhalb derjenigen, die sich verpflichteten, die Sache innerhalb der Mysterien zu halten, sogar eidlich verpflichteten, unter scharfen Eiden.
[ 13 ] Dann kam die Zeit, in welcher die Mysterien in einem gewissen Sinne ihre Politik änderten, aber in einem gewissen Sinne nur. Das ist der Fall bei all jenen Mysterien, die vorzugsweise ihren Ursprung zurückführen bis in die vierte nachatlantische Zeit. Das geht also bis ins 15. Jahrhundert herein. In dieser Zeit war Sitte, in den Mysterien nun nicht die physische Wissenschaft zu sekretieren, sondern in einer Art symbolischer Weise eine gewisse Seite der mathematischen, überhaupt der intellektuellen Wissenschaften zu sekretieren: alles das, was mit gewissen Dingen zusammenhängt, wie mit Kreis, Dreieck, Wasserwaage, kurz, alles das, was mechanisch, mathematisch ist, was intellektuelle Wissenschaft ist. Das wurde versucht, so zu halten, daß man es innerhalb gewisser Brüderschaften hielt und die Mitglieder verpflichtete, die Dinge, die sie da lernten über Kreis, Dreieck, Wasserwaage, Senkblei und so weiter, nicht zu verraten. In den andern Dingen wurden die Sachen so gehalten, daß man allmählich lässiger wurde im Esoterischhalten der physischen Wahrheiten. Die drangen allmählich aus den Mysterien heraus in das öffentliche Bewußtsein.
[ 13 ] Dann kam die Zeit, in welcher die Mysterien in einem gewissen Sinne ihre Politik änderten, aber in einem gewissen Sinne nur. Das ist der Fall bei all jenen Mysterien, die vorzugsweise ihren Ursprung zurückführen bis in die vierte nachatlantische Zeit. Das geht also bis ins 15. Jahrhundert herein. In dieser Zeit war Sitte, in den Mysterien nun nicht die physische Wissenschaft zu sekretieren, sondern in einer Art symbolischer Weise eine gewisse Seite der mathematischen, überhaupt der intellektuellen Wissenschaften zu sekretieren: alles das, was mit gewissen Dingen zusammenhängt, wie mit Kreis, Dreieck, Wasserwaage, kurz, alles das, was mechanisch, mathematisch ist, was intellektuelle Wissenschaft ist. Das wurde versucht, so zu halten, daß man es innerhalb gewisser Brüderschaften hielt und die Mitglieder verpflichtete, die Dinge, die sie da lernten über Kreis, Dreieck, Wasserwaage, Senkblei und so weiter, nicht zu verraten. In den andern Dingen wurden die Sachen so gehalten, daß man allmählich lässiger wurde im Esoterischhalten der physischen Wahrheiten. Die drangen allmählich aus den Mysterien heraus in das öffentliche Bewußtsein.
[ 14 ] Sie können sagen: Ja, aber was hatten denn schließlich die alten Mysterien des dritten nachatlantischen Zeitraums viel geheimzuhalten? Da war ja die Wissenschaft in den Kinderschuhen; da hat man ja noch keine Chemie gehabt, da wußte man ja von der ganzen Welt nichts, die man sich so glorreich erobert hat in der neueren Zeit. — Wenn Sie so urteilen, dann sprechen Sie halt das nach, was man heute allgemein sagt. Aber schon die gewöhnliche äußere Geschichte könnte Sie stutzig machen in dem Bilden solcher Urteile. Nachdem die Europäer das Pulver erfunden hatten als Ergebnis der äußeren Wissenschaft, waren sie natürlich stolz darauf. Warum sollte man nicht stolz darauf sein! Aber es stellte sich sehr bald heraus, daß die Chinesen das Pulver schon in alten Zeiten gehabt haben, die Buchdruckerkunst schon in alten Zeiten gehabt haben und so weiter. Man könnte viele solche Beispiele, bei denen eine bestimmte Sache ruchbar geworden ist, anführen. Die Wahrheit ist aber einfach diese, daß in alten Zeiten auch Dinge bekannt waren — sagen wir zum Beispiel das Prinzip des Luftschiffes, das Prinzip des Unterseebootes und so weiter, um gleich etwas Radikales zu sagen —, nur wurden diese Dinge eben als Inhalt der physischen Wissenschaft streng sekretiert. Man enthielt sie der allgemeinen Bevölkerung vor, man ließ sie nicht hinaus aus den Mysterien, was gleichbedeutend war. Man wandte dasjenige, was durch diese Wissenschaft erreicht werden konnte, nicht auf die allgemeine soziale Menschenordnung an. Es ist eine ganz dilettantische Vorstellung, wenn man den esoterischen und den exoterischen Begriff bei den Mysterien der dritten nachatlantischen Zeit nicht auf diese Dinge bezieht, sondern wenn man glaubt, daß da über rein geistige Angelegenheiten in den Mysterien gerade dieser Zeit ganz besonders geheimnisvolle Dinge noch vorhanden gewesen wären.
[ 14 ] Sie können sagen: Ja, aber was hatten denn schließlich die alten Mysterien des dritten nachatlantischen Zeitraums viel geheimzuhalten? Da war ja die Wissenschaft in den Kinderschuhen; da hat man ja noch keine Chemie gehabt, da wußte man ja von der ganzen Welt nichts, die man sich so glorreich erobert hat in der neueren Zeit. — Wenn Sie so urteilen, dann sprechen Sie halt das nach, was man heute allgemein sagt. Aber schon die gewöhnliche äußere Geschichte könnte Sie stutzig machen in dem Bilden solcher Urteile. Nachdem die Europäer das Pulver erfunden hatten als Ergebnis der äußeren Wissenschaft, waren sie natürlich stolz darauf. Warum sollte man nicht stolz darauf sein! Aber es stellte sich sehr bald heraus, daß die Chinesen das Pulver schon in alten Zeiten gehabt haben, die Buchdruckerkunst schon in alten Zeiten gehabt haben und so weiter. Man könnte viele solche Beispiele, bei denen eine bestimmte Sache ruchbar geworden ist, anführen. Die Wahrheit ist aber einfach diese, daß in alten Zeiten auch Dinge bekannt waren — sagen wir zum Beispiel das Prinzip des Luftschiffes, das Prinzip des Unterseebootes und so weiter, um gleich etwas Radikales zu sagen —, nur wurden diese Dinge eben als Inhalt der physischen Wissenschaft streng sekretiert. Man enthielt sie der allgemeinen Bevölkerung vor, man ließ sie nicht hinaus aus den Mysterien, was gleichbedeutend war. Man wandte dasjenige, was durch diese Wissenschaft erreicht werden konnte, nicht auf die allgemeine soziale Menschenordnung an. Es ist eine ganz dilettantische Vorstellung, wenn man den esoterischen und den exoterischen Begriff bei den Mysterien der dritten nachatlantischen Zeit nicht auf diese Dinge bezieht, sondern wenn man glaubt, daß da über rein geistige Angelegenheiten in den Mysterien gerade dieser Zeit ganz besonders geheimnisvolle Dinge noch vorhanden gewesen wären.
[ 15 ] Im Mittelalter wiederum war die Sache so, daß man versuchte, eine gewisse Seite des Mathematischen, des Mechanischen zurückzuhalten, nicht unter die allgemeine Bevölkerung kommen zu lassen. Diese Dinge hatten in alten Zeiten ihre gute Bedeutung, hatten ihren rechten Wert. Sie verlieren ihren Wert allmählich, indem die neuere Zeit heranrückt. Ich habe es ja oft ausgesprochen, daß in demselben Sinne das Mysterienwesen nicht fortgesetzt werden kann, wie es früher getrieben worden ist. Im jetzigen fünften nachatlantischen Zeitraum ist es schon in vieler Beziehung eine nicht mehr erlaubte Sache — ich meine vor den höheren geistigen Mächten nicht mehr erlaubte Sache —, gewisse Dinge ganz esoterisch zu halten. Jetzt würden als Esoterik in Betracht kommen gewisse seelische Wahrheiten. In ganz alten Zeiten waren es physische Wahrheiten, dann sind es intellektuelle Wahrheiten geworden, jetzt würden es seelische Wahrheiten sein. Solche seelischen Wahrheiten halten heute unter Schloß und Riegel nur solche Brüderschaften, wie diejenigen sind, von denen ich Ihnen gesprochen habe, indem ich Ihnen die allgemeine Weltenlage der Gegenwart charakterisierte als ausgehend von gewissen dunkeln Brüderschaften, deren Ursprung ich ja damals, im vorigen Jahre, charakterisierte.
[ 15 ] Im Mittelalter wiederum war die Sache so, daß man versuchte, eine gewisse Seite des Mathematischen, des Mechanischen zurückzuhalten, nicht unter die allgemeine Bevölkerung kommen zu lassen. Diese Dinge hatten in alten Zeiten ihre gute Bedeutung, hatten ihren rechten Wert. Sie verlieren ihren Wert allmählich, indem die neuere Zeit heranrückt. Ich habe es ja oft ausgesprochen, daß in demselben Sinne das Mysterienwesen nicht fortgesetzt werden kann, wie es früher getrieben worden ist. Im jetzigen fünften nachatlantischen Zeitraum ist es schon in vieler Beziehung eine nicht mehr erlaubte Sache — ich meine vor den höheren geistigen Mächten nicht mehr erlaubte Sache —, gewisse Dinge ganz esoterisch zu halten. Jetzt würden als Esoterik in Betracht kommen gewisse seelische Wahrheiten. In ganz alten Zeiten waren es physische Wahrheiten, dann sind es intellektuelle Wahrheiten geworden, jetzt würden es seelische Wahrheiten sein. Solche seelischen Wahrheiten halten heute unter Schloß und Riegel nur solche Brüderschaften, wie diejenigen sind, von denen ich Ihnen gesprochen habe, indem ich Ihnen die allgemeine Weltenlage der Gegenwart charakterisierte als ausgehend von gewissen dunkeln Brüderschaften, deren Ursprung ich ja damals, im vorigen Jahre, charakterisierte.
[ 16 ] Nun entsteht die Frage: Warum haben denn die alten MysterienPriester zurückgehalten das, was man physisches Wissen nennen kann? Das hängt wirklich zusammen mit der Entwickelung der Menschheit. Ich habe ja oft darauf hingewiesen: die Menschheit hat eben eine Entwickelung durchgemacht, sie ist von Form zu Form gegangen, von anderer Form zu anderer Form. Und die Zeit, in die das Mysterium von Golgatha gefallen ist, ist die größte Übergangszeit der Erdenentwickelung, was natürlich die äußere Geschichte gar nicht weiß. Sie weiß auch nicht alle die Dinge, die mit diesem Umschwunge in Zusammenhang stehen. In den alten Zeiten, im wesentlichen in denjenigen Zeiten, die dem Mysterium von Golgatha vorangegangen sind, da bekam der Mensch, wenn er so vierzehn, fünfzehn Jahre alt wurde, zu den Kräften, die schon die Kindheit hat bis zu diesen Jahren, ganz besondere Kräfte. Mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre bekam der Mensch Kräfte in jenen alten Zeiten, die sich verloren seit dem Mysterium von Golgatha, die nicht mehr da sind seit dem Mysterium von Golgatha, nur atavistisch in nachzüglerischer Weise da sind, aber nicht mehr normale Kräfte der allgemeinen Menschennatur sind. Die Kräfte, die der Mensch bekam, wenn er so vierzehn, fünfzehn Jahre alt war, die einfach dadurch da waren in seiner Umgebung, daß der Mensch selber da war, das waren solche Kräfte, die sich verbinden konnten mit den Vorgängen der physischen Hantierung. Wenn man heute Sauerstoff und Wasserstoff verbindet, verbindet man halt Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser; da verbindet sich nichts, was vom Menschen ausströmt, damit. In jenen alten Zeiten verband sich damit etwas, was vom Menschen ausströmte; da machte der Mensch mit. Da wurden die Verrichtungen des Laboratoriums Magie durch diese Kräfte, die sich beim Menschen im vierzehnten, fünfzehnten Jahre entwickelten.
[ 16 ] Nun entsteht die Frage: Warum haben denn die alten MysterienPriester zurückgehalten das, was man physisches Wissen nennen kann? Das hängt wirklich zusammen mit der Entwickelung der Menschheit. Ich habe ja oft darauf hingewiesen: die Menschheit hat eben eine Entwickelung durchgemacht, sie ist von Form zu Form gegangen, von anderer Form zu anderer Form. Und die Zeit, in die das Mysterium von Golgatha gefallen ist, ist die größte Übergangszeit der Erdenentwickelung, was natürlich die äußere Geschichte gar nicht weiß. Sie weiß auch nicht alle die Dinge, die mit diesem Umschwunge in Zusammenhang stehen. In den alten Zeiten, im wesentlichen in denjenigen Zeiten, die dem Mysterium von Golgatha vorangegangen sind, da bekam der Mensch, wenn er so vierzehn, fünfzehn Jahre alt wurde, zu den Kräften, die schon die Kindheit hat bis zu diesen Jahren, ganz besondere Kräfte. Mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre bekam der Mensch Kräfte in jenen alten Zeiten, die sich verloren seit dem Mysterium von Golgatha, die nicht mehr da sind seit dem Mysterium von Golgatha, nur atavistisch in nachzüglerischer Weise da sind, aber nicht mehr normale Kräfte der allgemeinen Menschennatur sind. Die Kräfte, die der Mensch bekam, wenn er so vierzehn, fünfzehn Jahre alt war, die einfach dadurch da waren in seiner Umgebung, daß der Mensch selber da war, das waren solche Kräfte, die sich verbinden konnten mit den Vorgängen der physischen Hantierung. Wenn man heute Sauerstoff und Wasserstoff verbindet, verbindet man halt Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser; da verbindet sich nichts, was vom Menschen ausströmt, damit. In jenen alten Zeiten verband sich damit etwas, was vom Menschen ausströmte; da machte der Mensch mit. Da wurden die Verrichtungen des Laboratoriums Magie durch diese Kräfte, die sich beim Menschen im vierzehnten, fünfzehnten Jahre entwickelten.
[ 17 ] Aus diesem Grunde mußten die Mysterienpriester die äußeren Verrichtungen geheimhalten, weil diese äußeren Verrichtungen einfach durch die allgemeinen Menscheneigenschaften der damaligen Zeit zu magischen Verrichtungen geworden wären, Magie würde sich überall ausgebreitet haben und wäre selbstverständlich leicht zur sogenannten schwarzen Magie geworden. Dazumal also war es notwendig, über gewisse Dinge der physischen Wissenschaft tiefstes Geheimnis zu breiten, wegen der allgemeinen Menschennatur. Diese Kräfte, die da der Mensch erhalten hat mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre, die haben sich eben nach und nach verloren, sind fast ganz verschwunden mit dem 15. Jahrhundert. Und damit hängt es auch zusammen, daß Dinge, die vor dem 15. Jahrhundert geschrieben sind, heute gar nicht mehr verstanden werden können, wenn man sie nicht mit Geisteswissenschaft versteht. In dem Augenblicke nämlich, wenn in solchen alten Zeiten der Mensch darangegangen ist, physische Verrichtungen vorzunehmen, wie wir sie heute ganz gewöhnlich im Laboratorium machen, in dem Augenblicke gab der Mensch Veranlassung, daß gewisse luziferische Elementarwesen mitentstanden, konnte wenigstens Veranlassung geben. Und diese luziferischen Elementarwesen waren wirksam, hätten also mitgewirkt im sozialen menschlichen Zusammensein, wenn man die Dinge nicht verborgen gehalten hätte.
[ 17 ] Aus diesem Grunde mußten die Mysterienpriester die äußeren Verrichtungen geheimhalten, weil diese äußeren Verrichtungen einfach durch die allgemeinen Menscheneigenschaften der damaligen Zeit zu magischen Verrichtungen geworden wären, Magie würde sich überall ausgebreitet haben und wäre selbstverständlich leicht zur sogenannten schwarzen Magie geworden. Dazumal also war es notwendig, über gewisse Dinge der physischen Wissenschaft tiefstes Geheimnis zu breiten, wegen der allgemeinen Menschennatur. Diese Kräfte, die da der Mensch erhalten hat mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre, die haben sich eben nach und nach verloren, sind fast ganz verschwunden mit dem 15. Jahrhundert. Und damit hängt es auch zusammen, daß Dinge, die vor dem 15. Jahrhundert geschrieben sind, heute gar nicht mehr verstanden werden können, wenn man sie nicht mit Geisteswissenschaft versteht. In dem Augenblicke nämlich, wenn in solchen alten Zeiten der Mensch darangegangen ist, physische Verrichtungen vorzunehmen, wie wir sie heute ganz gewöhnlich im Laboratorium machen, in dem Augenblicke gab der Mensch Veranlassung, daß gewisse luziferische Elementarwesen mitentstanden, konnte wenigstens Veranlassung geben. Und diese luziferischen Elementarwesen waren wirksam, hätten also mitgewirkt im sozialen menschlichen Zusammensein, wenn man die Dinge nicht verborgen gehalten hätte.
[ 18 ] Von den Angelegenheiten der wirklichen Menschheitsentwickelung hat ja am allerwenigsten eine solche Zeit wie das Ende des 18. und der Anfang des 19. Jahrhunderts eine blasse Ahnung. Daher ballte sich zusammen alles das, was aus der Ahnungslosigkeit kam, zu solchen Behauptungen wie diese: «Die Wahrheit kennt keine Mysterien, sie gehören alle dem Irrtum und dem Betruge an.» — Man mußte gewissermaßen die Menschen vor der unmittelbaren Erkenntnis der physischen Geheimnisse bewahren. So, wie man sie bewahren mußte vor den physischen Hantierungen, die heute allgemein im Laboratorium gemacht werden, so mußte man sie zum Beispiel auch bewahren vor der reinen physischen Erkenntnis der Astronomie. Man gab daher das geistige Gegenbild in Form der Mythe, in Form der Sage. Das war eine notwendige Anforderung.
[ 18 ] Von den Angelegenheiten der wirklichen Menschheitsentwickelung hat ja am allerwenigsten eine solche Zeit wie das Ende des 18. und der Anfang des 19. Jahrhunderts eine blasse Ahnung. Daher ballte sich zusammen alles das, was aus der Ahnungslosigkeit kam, zu solchen Behauptungen wie diese: «Die Wahrheit kennt keine Mysterien, sie gehören alle dem Irrtum und dem Betruge an.» — Man mußte gewissermaßen die Menschen vor der unmittelbaren Erkenntnis der physischen Geheimnisse bewahren. So, wie man sie bewahren mußte vor den physischen Hantierungen, die heute allgemein im Laboratorium gemacht werden, so mußte man sie zum Beispiel auch bewahren vor der reinen physischen Erkenntnis der Astronomie. Man gab daher das geistige Gegenbild in Form der Mythe, in Form der Sage. Das war eine notwendige Anforderung.
[ 19 ] Aber die Zeiten sind recht stark andere geworden. Den luziferischen Elementarwesen, von denen man in solchem Zusammenhange sprechen kann, ist ja die Menschheit heute nicht ausgesetzt. Dafür ist sie gewissen ahrimanischen Elementarwesen sehr stark ausgesetzt. Diese ahrimanischen Elementarwesen entstehen heute mit einer ähnlichen Notwendigkeit, wie die geschilderten luziferischen Elementarwesen im Altertume entstanden sind. Nur entstehen sie in einer andern Art. Sie entstehen aus ganz andern Kräften und Impulsen der Menschennatur heraus. Heute gibt es — ich meine jetzt nicht bloß in bezug auf die menschliche Wissenschaft, sondern in bezug auf das soziale Leben, das ja alle Menschen angeht, nicht bloß diejenigen, die zu den sogenannten Gebildeten gehören —, heute gibt es wirksam im sozialen Leben eine große Anzahl von Dingen, die deshalb da sind, weil man gewisse rein technisch-mechanische, physikalische, chemische und ähnliche Gedanken hat, weil man einen gewissen Umfang der physischen Wissenschaft hat. Man kennt heute, benützt heute Maschinen, man benützt ein gewisses maschinelles Vorgehen auch in der Finanzgebarung der Welt. Man denkt mechanisch über die ganze Welt hin. Ich meine jetzt nicht bloß die mechanische Weltanschauung, sondern ich meine das, was jeden Menschen angeht, den einfachsten Bauern in der letzten Alphütte angeht, denn er weiß natürlich nichts von mechanischer Wissenschaft. Aber worinnen er lebt, das ist durchzogen von diesen Gedanken. Darauf kommt es ja an.
[ 19 ] Aber die Zeiten sind recht stark andere geworden. Den luziferischen Elementarwesen, von denen man in solchem Zusammenhange sprechen kann, ist ja die Menschheit heute nicht ausgesetzt. Dafür ist sie gewissen ahrimanischen Elementarwesen sehr stark ausgesetzt. Diese ahrimanischen Elementarwesen entstehen heute mit einer ähnlichen Notwendigkeit, wie die geschilderten luziferischen Elementarwesen im Altertume entstanden sind. Nur entstehen sie in einer andern Art. Sie entstehen aus ganz andern Kräften und Impulsen der Menschennatur heraus. Heute gibt es — ich meine jetzt nicht bloß in bezug auf die menschliche Wissenschaft, sondern in bezug auf das soziale Leben, das ja alle Menschen angeht, nicht bloß diejenigen, die zu den sogenannten Gebildeten gehören —, heute gibt es wirksam im sozialen Leben eine große Anzahl von Dingen, die deshalb da sind, weil man gewisse rein technisch-mechanische, physikalische, chemische und ähnliche Gedanken hat, weil man einen gewissen Umfang der physischen Wissenschaft hat. Man kennt heute, benützt heute Maschinen, man benützt ein gewisses maschinelles Vorgehen auch in der Finanzgebarung der Welt. Man denkt mechanisch über die ganze Welt hin. Ich meine jetzt nicht bloß die mechanische Weltanschauung, sondern ich meine das, was jeden Menschen angeht, den einfachsten Bauern in der letzten Alphütte angeht, denn er weiß natürlich nichts von mechanischer Wissenschaft. Aber worinnen er lebt, das ist durchzogen von diesen Gedanken. Darauf kommt es ja an.
[ 20 ] Wie im Altertum diese mechanischen, chemischen, physischen Verrichtungen sich mit luziferischer Kraft vermischten, so vermischen sie sich heute, wo sie nicht mehr hintangehalten werden können, mit ahrimanischen Kräften, und zwar durch einen ganz gewissen Umstand. Es ist ein Gesetz, daß alles das, was herstammt aus maschineller, mechanischer, chemischer, physischer Denkweise, in einer eigentümlichen Weise befruchtet werden kann von dem, was aus partieller Menschennatur stammt, in der folgenden Weise: Diese Gedankensummen, die sich auf Chemisches, Physikalisches, Mechanisches, Technisches beziehen, Finanzielles beziehen, die werden heute gedacht von Menschen, welche zum Beispiel — es kommen auch noch andere Dinge in Betracht — noch in nationaler Denkweise drinnen sind; aber damit vertragen sie sich nicht. Denkt man das, was heute physikalisch, mechanisch, chemisch ist, so, daß gleichzeitig dasselbe Hirn, das diese Dinge denkt, von nationaler Gesinnung durchdrungen ist, dann wirkt durch die nationale Gesinnung auf diese Dinge, die man denkt in bezug auf Physikalisches, Chemisches, Mechanisches, Technisches, dann wirkt Ahriman befruchtend, und es entstehen durch die Verbindungen von nationaler Gesinnung mit internationaler physischer Wissenschaft heute ahrimanische Elementarwesenheiten in unserer Umgebung. Denn verträglich sind Gedanken und Verrichtungen, wie sie die heutige Chemie, Physik, Mechanik, Technik, Finanzgebarung, die kommerzielle Gebarung hat, verträglich sind sie nur mit nichtnationaler Denkweise.
[ 20 ] Wie im Altertum diese mechanischen, chemischen, physischen Verrichtungen sich mit luziferischer Kraft vermischten, so vermischen sie sich heute, wo sie nicht mehr hintangehalten werden können, mit ahrimanischen Kräften, und zwar durch einen ganz gewissen Umstand. Es ist ein Gesetz, daß alles das, was herstammt aus maschineller, mechanischer, chemischer, physischer Denkweise, in einer eigentümlichen Weise befruchtet werden kann von dem, was aus partieller Menschennatur stammt, in der folgenden Weise: Diese Gedankensummen, die sich auf Chemisches, Physikalisches, Mechanisches, Technisches beziehen, Finanzielles beziehen, die werden heute gedacht von Menschen, welche zum Beispiel — es kommen auch noch andere Dinge in Betracht — noch in nationaler Denkweise drinnen sind; aber damit vertragen sie sich nicht. Denkt man das, was heute physikalisch, mechanisch, chemisch ist, so, daß gleichzeitig dasselbe Hirn, das diese Dinge denkt, von nationaler Gesinnung durchdrungen ist, dann wirkt durch die nationale Gesinnung auf diese Dinge, die man denkt in bezug auf Physikalisches, Chemisches, Mechanisches, Technisches, dann wirkt Ahriman befruchtend, und es entstehen durch die Verbindungen von nationaler Gesinnung mit internationaler physischer Wissenschaft heute ahrimanische Elementarwesenheiten in unserer Umgebung. Denn verträglich sind Gedanken und Verrichtungen, wie sie die heutige Chemie, Physik, Mechanik, Technik, Finanzgebarung, die kommerzielle Gebarung hat, verträglich sind sie nur mit nichtnationaler Denkweise.
[ 21 ] Das ist ein bedeutsames Geheimnis, das man kennen muß, wenn man das Gefüge des Lebens in der Gegenwart verstehen will. Es liegt nicht in der Zeitmöglichkeit, diese Dinge auf eine andere Weise hintanzuhalten als durch Erkenntnis. Die alten Mysterienführer suchten durch Sekretierung der Erkenntnisse die Dinge hintanzuhalten. Heute muß das Gegenteil eintreten: durch möglichst weite Verbreitung der entgegengesetzt wirkenden geistigen Erkenntnisse muß das Übel gebannt werden. In dieser Beziehung hat die Menschheit einen vollständigen Umschwung erfahren. Dazumal mußte man durch die Schranken der Mysterien etwas zurückhalten über die physischen Wissenschaften; heute muß man geistige Wissenschaft so viel verbreiten, als möglich ist, weil nur dadurch allmählich dasjenige, was in der Richtung wirkt, die eben geschildert worden ist, ausgetrieben werden kann. Die Menschheit hat ja heute vielfach gar keine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn man auf der einen Seite national gesinnt ist und auf der andern Seite internationale Physik treiben will. Diese Dinge begegnen sich aber in der Menschennatur und befruchten sich in der Menschennatur und führen, wie sie im Altertum geführt haben zu luziferischen Bildungen, in der Gegenwart zu ahrimanischen Bildungen. Die Menschheit hat ja keine andere Alternative, als entweder alles, was Physik, Chemie und dergleichen ist, zu lassen, oder international zu werden in der Denkweise.
[ 21 ] Das ist ein bedeutsames Geheimnis, das man kennen muß, wenn man das Gefüge des Lebens in der Gegenwart verstehen will. Es liegt nicht in der Zeitmöglichkeit, diese Dinge auf eine andere Weise hintanzuhalten als durch Erkenntnis. Die alten Mysterienführer suchten durch Sekretierung der Erkenntnisse die Dinge hintanzuhalten. Heute muß das Gegenteil eintreten: durch möglichst weite Verbreitung der entgegengesetzt wirkenden geistigen Erkenntnisse muß das Übel gebannt werden. In dieser Beziehung hat die Menschheit einen vollständigen Umschwung erfahren. Dazumal mußte man durch die Schranken der Mysterien etwas zurückhalten über die physischen Wissenschaften; heute muß man geistige Wissenschaft so viel verbreiten, als möglich ist, weil nur dadurch allmählich dasjenige, was in der Richtung wirkt, die eben geschildert worden ist, ausgetrieben werden kann. Die Menschheit hat ja heute vielfach gar keine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn man auf der einen Seite national gesinnt ist und auf der andern Seite internationale Physik treiben will. Diese Dinge begegnen sich aber in der Menschennatur und befruchten sich in der Menschennatur und führen, wie sie im Altertum geführt haben zu luziferischen Bildungen, in der Gegenwart zu ahrimanischen Bildungen. Die Menschheit hat ja keine andere Alternative, als entweder alles, was Physik, Chemie und dergleichen ist, zu lassen, oder international zu werden in der Denkweise.
[ 22 ] Daß es solche Gesetze gibt, die innig zusammenhängen mit dem allgemeinen Leben, das ahnen ja die Menschen der Gegenwart noch nicht. Und doch ist es eine Wahrheit, die unmittelbar an die Türe unserer Gegenwartsentwickelung klopft und eingelassen werden muß zum Heile der Gegenwartsentwickelung. Die dem Menschenfortschritt am meisten feindlichen Mächte widerstreben solchen Dingen gerade und verführen heute die Menschen dazu, die Nationalitätsidee zum besonders radikalen Ausdruck zu bringen. Es müßte schon auf solche Dinge heute hingewiesen werden, denn sie enthalten dasjenige, was wahr ist, und sie sind vielleicht allein in der Lage, weil sie die lautere und wirkliche Wahrheit enthalten, die Menschen zu heilen vor solchem Zeug, wie es gegenwärtig in den Köpfen figuriert. So unglaublich es aussieht, es gibt doch viele Menschen in der Gegenwart, die in Theoretischem und Praktischem imstande sind, nicht einzusehen, daß von den widerstrebenden Mächten der Gegenwart der Kniff gebraucht worden ist, zum Beispiel den Unsinn zu inkarnieren und ihn — Woodrow Wilson zu nennen. Es hängt nicht nur das, was ich gesagt habe, sondern auch manches andere mit diesem Genannten und Charakterisierten sehr wesentlich zusammen.
[ 22 ] Daß es solche Gesetze gibt, die innig zusammenhängen mit dem allgemeinen Leben, das ahnen ja die Menschen der Gegenwart noch nicht. Und doch ist es eine Wahrheit, die unmittelbar an die Türe unserer Gegenwartsentwickelung klopft und eingelassen werden muß zum Heile der Gegenwartsentwickelung. Die dem Menschenfortschritt am meisten feindlichen Mächte widerstreben solchen Dingen gerade und verführen heute die Menschen dazu, die Nationalitätsidee zum besonders radikalen Ausdruck zu bringen. Es müßte schon auf solche Dinge heute hingewiesen werden, denn sie enthalten dasjenige, was wahr ist, und sie sind vielleicht allein in der Lage, weil sie die lautere und wirkliche Wahrheit enthalten, die Menschen zu heilen vor solchem Zeug, wie es gegenwärtig in den Köpfen figuriert. So unglaublich es aussieht, es gibt doch viele Menschen in der Gegenwart, die in Theoretischem und Praktischem imstande sind, nicht einzusehen, daß von den widerstrebenden Mächten der Gegenwart der Kniff gebraucht worden ist, zum Beispiel den Unsinn zu inkarnieren und ihn — Woodrow Wilson zu nennen. Es hängt nicht nur das, was ich gesagt habe, sondern auch manches andere mit diesem Genannten und Charakterisierten sehr wesentlich zusammen.
[ 23 ] Wer sich alle vor dem Mysterium von Golgatha berechtigten Religionssysteme durch den Kopf gehen läßt, sie wirklich in ihren Tiefen erkennt, der weiß, daß diese Religionssysteme alle einen bestimmten Impuls haben: die Menschen zu bewahren vor der Berührung mit jenen Mächten, welche so wirken, wie ich es charakterisiert habe, wenn sie nicht bekämpft werden. Das war im wesentlichen mit einer der Impulse der alten Religionssysteme, die Menschen zu bewahren vor den schädlichen Wirkungen der Kräfte, die mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre auftreten in bezug auf die äußeren physischen Hantierungen. Daß man berechtigt war dieses zu tun, das konnten die alten Mysterienpriester aus einer ganz bestimmten Tatsache entnehmen. Wenn diese alten Mysterienpriester in die heiligen alten Mysterien eingeweiht wurden und dadurch in die Lage kamen, mit den Toten zu verkehren, dann waren sie imstande, jene Dankbarkeit kennenzulernen, welche der Mensch nach dem Tode hat für solche Vornahme: die Toten erwiesen sich vor allen Dingen dankbar dafür, daß sie, bevor sie durch die Pforte des Todes gegangen sind, bewahrt worden sind vor der Berührung mit diesen Kräften.
[ 23 ] Wer sich alle vor dem Mysterium von Golgatha berechtigten Religionssysteme durch den Kopf gehen läßt, sie wirklich in ihren Tiefen erkennt, der weiß, daß diese Religionssysteme alle einen bestimmten Impuls haben: die Menschen zu bewahren vor der Berührung mit jenen Mächten, welche so wirken, wie ich es charakterisiert habe, wenn sie nicht bekämpft werden. Das war im wesentlichen mit einer der Impulse der alten Religionssysteme, die Menschen zu bewahren vor den schädlichen Wirkungen der Kräfte, die mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre auftreten in bezug auf die äußeren physischen Hantierungen. Daß man berechtigt war dieses zu tun, das konnten die alten Mysterienpriester aus einer ganz bestimmten Tatsache entnehmen. Wenn diese alten Mysterienpriester in die heiligen alten Mysterien eingeweiht wurden und dadurch in die Lage kamen, mit den Toten zu verkehren, dann waren sie imstande, jene Dankbarkeit kennenzulernen, welche der Mensch nach dem Tode hat für solche Vornahme: die Toten erwiesen sich vor allen Dingen dankbar dafür, daß sie, bevor sie durch die Pforte des Todes gegangen sind, bewahrt worden sind vor der Berührung mit diesen Kräften.
[ 24 ] Das Analogon existiert auch jetzt. Derjenige, der kennenlernt das Leben der Menschenseele zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, der weiß, wie der Tote dankbar ist dafür, wenn er bewahrt werden kann im Leben vor den alleräußersten Ausschreitungen des Menschen, dem Separatismus in Gruppen, dem Einschnüren des Menschen zum Beispiel in nationale Gruppen oder dergleichen. Alle alten Religionen bezogen sich darauf, gewisse Kräfte hintanzuhalten, zu regeln, gesetzmäßig zu gestalten, die mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre auftraten. Mit dem Mysterium von Golgatha tritt die Christus-Kraft in die Menschheitsentwickelung ein. «Im Urbeginn war der Logos, und der Logos war bei Gott, und ein Gott war der Logos.» Auf das Wort wird gedeutet, auf den inkarnierten Logos, der unter andern Impulsen auch den hat, zu überwinden jeden Speziallogos, alles das, was von der Menschennatur aufsteigt in dem menschlichen Kehlkopf, in dem Worterzeuger, und durch den Worterzeuger den Menschen spaltet über die Erde hin. So, wie die alten Götter die andern Kräfte zu überwinden hatten, so hat die Kraft des Logos zu überwinden die Spezialkräfte, welche mit der Entwickelung des Wortes, das heißt der Sprache zusammenhängen. Es kam denjenigen Menschen, die viel weiter im Augenblicke waren als die späteren, die den Christus-Impuls charakterisierten, nicht auf ein Wort an, und wenn sie ein Wort anwendeten, so wendeten sie es an mit einem ganz bestimmten Ziel. Daß der Schreiber des Johannes-Evangeliums just das Wort «Wort» gebraucht hat, das war mit diesem Ziele getan, das ich eben jetzt charakterisiert habe.
[ 24 ] Das Analogon existiert auch jetzt. Derjenige, der kennenlernt das Leben der Menschenseele zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, der weiß, wie der Tote dankbar ist dafür, wenn er bewahrt werden kann im Leben vor den alleräußersten Ausschreitungen des Menschen, dem Separatismus in Gruppen, dem Einschnüren des Menschen zum Beispiel in nationale Gruppen oder dergleichen. Alle alten Religionen bezogen sich darauf, gewisse Kräfte hintanzuhalten, zu regeln, gesetzmäßig zu gestalten, die mit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahre auftraten. Mit dem Mysterium von Golgatha tritt die Christus-Kraft in die Menschheitsentwickelung ein. «Im Urbeginn war der Logos, und der Logos war bei Gott, und ein Gott war der Logos.» Auf das Wort wird gedeutet, auf den inkarnierten Logos, der unter andern Impulsen auch den hat, zu überwinden jeden Speziallogos, alles das, was von der Menschennatur aufsteigt in dem menschlichen Kehlkopf, in dem Worterzeuger, und durch den Worterzeuger den Menschen spaltet über die Erde hin. So, wie die alten Götter die andern Kräfte zu überwinden hatten, so hat die Kraft des Logos zu überwinden die Spezialkräfte, welche mit der Entwickelung des Wortes, das heißt der Sprache zusammenhängen. Es kam denjenigen Menschen, die viel weiter im Augenblicke waren als die späteren, die den Christus-Impuls charakterisierten, nicht auf ein Wort an, und wenn sie ein Wort anwendeten, so wendeten sie es an mit einem ganz bestimmten Ziel. Daß der Schreiber des Johannes-Evangeliums just das Wort «Wort» gebraucht hat, das war mit diesem Ziele getan, das ich eben jetzt charakterisiert habe.
[ 25 ] Alle diese Dinge hängen mit der Entwickelung der Menschheit innig zusammen, denn die Entwickelung der Menschheit muß eben aus ihren tieferen Kräften heraus erkannt werden. Das ist schon einmal die Aufgabe der Gegenwart. Deshalb wollen wir solche Dinge, die in dieser bedeutsamen Weise zusammenhängen mit jenem großen Umschwunge, der zur Zeit des Mysteriums von Golgatha inauguriert worden ist für die Menschheit, der manche spätere Umschwünge, kleinere Umschwünge in der Folge gehabt hat, vorzüglich jetzt betrachten.
[ 25 ] Alle diese Dinge hängen mit der Entwickelung der Menschheit innig zusammen, denn die Entwickelung der Menschheit muß eben aus ihren tieferen Kräften heraus erkannt werden. Das ist schon einmal die Aufgabe der Gegenwart. Deshalb wollen wir solche Dinge, die in dieser bedeutsamen Weise zusammenhängen mit jenem großen Umschwunge, der zur Zeit des Mysteriums von Golgatha inauguriert worden ist für die Menschheit, der manche spätere Umschwünge, kleinere Umschwünge in der Folge gehabt hat, vorzüglich jetzt betrachten.
