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Earth-Death and Universal-Life
Anthroposophical Life-Gifts
Essential Aspects of Consciousness for the Present and the Future
GA 181

19 March 1918, Berlin

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Erdensterben und Weltenleben VI

Earth-Death and Universal-Life VI

[ 1 ] Wir haben heute vor einer Woche über intimere Fragen des menschlichen Seelenlebens gesprochen, über solche Fragen, die geeignet sind, Vorstellungen vorzubereiten, die sich erstrecken auf das Verhältnis der sogenannten Lebenden, das heißt der im physischen Leibe lebenden Menschen, zu den entkörperten Seelen, zu denjenigen Menschen, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben. Nun handelt es sich darum, daß wir gerade, wenn wir ein solches Thema besprechen, uns mit gewissen grundlegenden Vorstellungen bekanntmachen, die uns in der richtigen Weise seelisch einführen können in die Art, wie der Mensch sich in einem solchen Verhältnisse drinnen denken sollte und denken kann. Denn davon, ob der Mensch, der hier auf der Erde lebt, sich bewußt ist, daß er in irgendeinem Verhältnisse zu einem Toten oder überhaupt in einem Verhältnisse zu dieser oder jener Wesenheit der geistigen Welt steht, hängt die Wirklichkeit dieses Verhältnisses gar nicht ab. Es ist eigentlich das, was ich jetzt sage, für den selbstverständlich, der über diese Dinge nachdenkt; aber es ist eben gerade auf dem geisteswissenschaftlichen Gebiete manchmal notwendig, sich das Selbstverständliche nur recht klarzumachen.

[ 1 ] A week ago today, we spoke about more intimate aspects of human soul life—questions that are suited to preparing our minds for concepts concerning the relationship between the so-called living, that is, human beings living in physical bodies, and the disembodied souls—those human beings who live between death and a new birth. Now, the point is that, precisely when we discuss such a topic, we must familiarize ourselves with certain fundamental concepts that can properly introduce us, on a soul level, to the way in which a human being should—and can—conceive of themselves within such a relationship. For the reality of this relationship does not depend at all on whether the human being living here on Earth is aware that he or she stands in some kind of relationship to a deceased person or, indeed, in any relationship at all to this or that being of the spiritual world. What I am saying now is actually self-evident to anyone who reflects on these matters; but it is precisely in the field of spiritual science that it is sometimes necessary to make the self-evident perfectly clear to oneself.

[ 2 ] Der Mensch steht immer im Verhältnis zur geistigen Welt, steht auch immer in einem gewissen Verhältnis zu denjenigen Toten, die mit ihm karmisch verbunden sind. Es ist also durchaus ein anderes, von der Wirklichkeit dieses Verhältnisses zu sprechen oder von dem stärkeren oder schwächeren Bewußtsein, das wir von diesem Verhältnis haben können. Wichtig aber ist für jeden — auch für den, der nur glauben kann, daß ihm ein solches Bewußtsein gänzlich ferne liegt —, zu erfahren, was ein solches Bewußtsein sagt; denn es sagt ja einem jeden eigentlich Wirklichkeiten, in denen er immer und immer drinnensteht. Gerade mit Bezug auf das Verhältnis der sogenannten lebenden Menschen zu den sogenannten Toten muß man sich eines klarmachen: dieses Verhältnis ist in gewisser Beziehung schwieriger zum Bewußtsein zu bringen als das Verhältnis zu andern Wesenheiten der geistigen Welt. Sehend, schauend ein Bewußtsein von den Wesenheiten der höheren Hierarchien zu erlangen, ja auch bestimmte Offenbarungen von den höheren Hierarchien zu erhalten, ist verhältnismäßig leichter, als sich bewußt zu werden über ein ganz bestimmtes Verhältnis zu den Toten, das heißt, in wahrhaft richtiger Weise sich darüber bewußt zu werden. Und dies ist aus folgendem Grunde.

[ 2 ] Human beings are always in relation to the spiritual world; they are also always in a certain relationship with those who have passed away and with whom they are karmically connected. It is therefore quite a different matter to speak of the reality of this relationship than to speak of the greater or lesser degree of awareness we may have of it. It is important, however, for everyone—even for those who can only believe that such awareness is entirely beyond their reach—to learn what such awareness reveals; for it actually reveals to each person realities in which they are constantly immersed. Precisely with regard to the relationship of so-called living human beings to the so-called dead, one must realize one thing: this relationship is, in a certain sense, more difficult to bring into consciousness than the relationship to other beings of the spiritual world. To gain a visual, contemplative awareness of the beings of the higher hierarchies—and indeed to receive certain revelations from the higher hierarchies—is relatively easier than becoming aware of a very specific relationship to the dead, that is, becoming aware of it in a truly correct way. And this is for the following reason.

[ 3 ] Der Mensch lebt ja, indem er die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchläuft, in sehr von den Lebensverhältnissen der physischen Welt verschiedenen Daseinsbedingungen. Sie brauchen nur einen Blick auf das zu werfen, was in dem Vortragszyklus «Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt» gesagt ist, so werden Sie sehen, welche von der physischen Weltauffassung verschiedenen Vorstellungen und Gedanken man anwenden muß, um über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt zu sprechen. Warum sind denn eigentlich diese Vorstellungen, die man da anwenden muß, gar so verschieden von dem, was einem gewohnt ist für das gewöhnliche Bewußtsein? Das ist deshalb, weil aus gewissen Bedingungen heraus — wir werden das auch noch im Verlaufe dieses Winters besprechen müssen — der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt in einer gewissen Art schon das vorausnimmt, was erst die Lebensbedingungen der nächsten Erdenverkörperung, der Jupiternatur, sein werden. Der Mensch lebt allerdings, man möchte sagen, in geistiger Verfeinerung, lebt so, daß das, was er jetzt zwischen Tod und neuer Geburt durcherlebt, schon an das erinnert, was erste Lebensbedingungen der Jupiterentwickelung sein werden. Weil der Mensch in einer gewissen Weise hier in seinem Leben während der Erdenverkörperung etwas zurückbehalten hat von den früheren Verkörperungen der Erde — vom Mondendasein, Sonnendasein und Saturndasein —, deshalb nimmt er wieder etwas von der Zukunft auf in dem Leben, das er zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchläuft. Dagegen sind die Wesenheiten der höheren Hierarchien, soweit man sie durchschauen kann mit menschlichem Schauen, alle verknüpft — in einer gegenwärtigen Weise verknüpft —, zwar durchaus selbstverständlich mit der ganzen geistigen Welt, aber insofern mit der geistigen Welt, als sich diese gegenwärtig in irgendeiner Form schon auslebt. Sie werden in der Zukunft das Zukünftige offenbaren. So paradox das, was ich jetzt sage, in einer gewissen Weise klingt, so ist es doch so. Es klingt aus dem Grunde paradox, weil ja die Frage entstehen kann, wie die Wesen der höheren Hierarchien ihre Tätigkeit [in bezug] auf die Toten entwickeln, da die Toten schon Zukünftiges in sich tragen. Natürlich tragen auch die Wesenheiten der höheren Hierarchien Zukünftiges in sich und haben die Möglichkeit in sich, das Zukünftige zu bilden. Aber sie tun dies nicht, ohne etwas zu bilden, was für die Gegenwart unmittelbar charakteristisch ist. Das aber ist bei den Toten der Fall. Aus diesem Grunde gehört zum Bewußtwerden des Verkehrs mit den Toten, gewissermaßen als Vorbereitung, das Schauen desjenigen, was die höheren Hierarchien vollführen. Und erst wenn man mit seiner Seele eine mehr oder weniger bewußte Empfindung herbeigeführt hat zu den Wesen der höheren Hierarchien, wird es dieser Seele auf Grund der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit gegenüber den höheren Hierarchien allmählich möglich, etwas über den Verkehr mit den Toten ins Bewußtsein hereinzubekommen. Ich meine damit nicht, daß man hellseherisch die höheren Hierarchien erfassen muß, aber verstehen, soweit die Geisteswissenschaft dazu die Möglichkeit bietet — und sie gibt die Möglichkeit dazu — muß man das, was von den höheren Hierarchien ins Dasein hereinfließt. Bei allen diesen Dingen kommt es auf das Verstehen an. Dann allerdings, wenn man sich bemüht, geisteswissenschaftlich diese Dinge zu verstehen, können auch jene Daseinsbedingungen eintreten, die schon etwas von einer Verbindung der sogenannten Lebenden mit den sogenannten Toten ins Bewußtsein hereinrufen. Zum Verständnisse dessen ist es notwendig, das Folgende ins Auge zu fassen.

[ 3 ] As we know, during the time between death and a new birth, human beings live under conditions of existence that are very different from those of the physical world. You need only take a look at what is said in the lecture series “The Inner Nature of the Human Being and Life Between Death and a New Birth,” and you will see what concepts and ideas—different from those of the physical worldview—must be applied in order to speak about life between death and a new birth. Why, then, are these concepts—which one must apply here—so different from what one is accustomed to in ordinary consciousness? This is because, due to certain conditions—which we will also have to discuss in the course of this winter—the human being, between death and new birth, already anticipates in a certain way what will be the conditions of life in the next earthly incarnation, the Jupiter nature. The human being does indeed live, one might say, in a state of spiritual refinement; he lives in such a way that what he now experiences between death and rebirth already recalls what the initial conditions of life in the Jupiter stage will be. Because human beings have, in a certain sense, retained something here in their life during their earthly incarnation from their earlier earthly incarnations—from their lunar, solar, and Saturnian existences—they therefore take in something of the future once again in the life they undergo between death and a new birth. In contrast, the beings of the higher hierarchies—insofar as they can be perceived by human vision—are all connected—connected in a present way—admittedly, of course, with the entire spiritual world, but with the spiritual world insofar as it is already manifesting itself in some form at the present time. They will reveal the future in the future. As paradoxical as what I am now saying may sound in a certain sense, it is nevertheless true. It sounds paradoxical for the reason that the question may arise as to how the beings of the higher hierarchies carry out their activity [with regard] to the dead, since the dead already bear the future within themselves. Of course, the beings of the higher hierarchies also carry the future within themselves and possess the capacity to shape the future. But they do not do so without first shaping something that is immediately characteristic of the present. This, however, is the case with the dead. For this reason, becoming aware of communication with the dead—as a kind of preparation, so to speak—involves observing what the higher hierarchies accomplish. And only when one has brought about, with one’s soul, a more or less conscious sensation toward the beings of the higher hierarchies does it gradually become possible for that soul—on the basis of its capacity for perception and sensation toward the higher hierarchies—to bring something concerning communication with the dead into consciousness. By this I do not mean that one must perceive the higher hierarchies clairvoyantly, but one must understand—to the extent that spiritual science offers the possibility to do so—what flows into existence from the higher hierarchies. In all these matters, understanding is what matters. However, when one makes an effort to understand these things through spiritual science, the conditions of existence may arise that already evoke in consciousness something of a connection between the so-called living and the so-called dead. To understand this, it is necessary to consider the following:

[ 4 ] Die geistige Welt, in welcher der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt ist, hat ihre ganz besonderen Daseinsbedingungen, Daseinsbedingungen, die wir in unserem gewöhnlichen Erdenleben eigentlich kaum beachten, ja die uns, wenn sie uns innerhalb einer Lebensauffassung gegeben werden, ziemlich paradox klingen und kurios erscheinen. Da ist vor allem daran festzuhalten, daß der Mensch, wenn er solche Dinge bewußt empfinden will, sich vor allen Dingen ein Gefühl aneignen muß, welches ich nennen möchte ein wirkliches Gemeinschaftsgefühl mit den Dingen des Daseins. Es ist eigentlich ein Erfordernis zur Fortsetzung der geistigen Entwickelung der Menschheit von unserer Gegenwart an, von dieser katastrophalen Gegenwart an, daß der Mensch dieses Gemeinschaftsgefühl mit den Dingen des Daseins allmählich entwickele. Im Unterbewußtsein ist dieses Gremeinschaftsgefühl, wenn auch auf eine niedere Art, durchaus veranlagt. Aber wir müssen nicht so im allgemeinen, wie es etwa die Pantheisten machen, von einem Allgeist schwatzen, wir müssen nicht so im allgemeinen von diesem Gemeinschaftsgefühl sprechen ; sondern wir müssen uns im konkreten einzelnen darüber klarwerden, wie man von einem solchen Gemeinschaftsgefühl sprechen kann, wie es sich allmählich in der Seele aufbaut. Denn dieses Gemeinschaftsgefühl ist ein Lebensergebnis. Da kommt folgendes in Betracht.

[ 4 ] The spiritual world, in which a person exists between death and rebirth, has its own very special conditions of existence—conditions that we hardly ever take into account in our ordinary earthly life, and which, when presented within a certain worldview, sound quite paradoxical and seem rather strange to us. Above all, it must be emphasized that if a person wishes to consciously perceive such things, they must first and foremost cultivate a feeling that I would like to call a genuine sense of community with the things of existence. It is, in fact, a necessity for the continuation of humanity’s spiritual development from the present on—from this catastrophic present on—that human beings gradually develop this sense of communion with the things of existence. In the subconscious, this sense of communion is certainly present, albeit in a rudimentary form. But we must not, as the pantheists do, prattle on in general terms about a universal spirit; we must not speak of this sense of community in such general terms; rather, we must clarify for ourselves, in concrete, individual terms, how one can speak of such a sense of community and how it gradually builds itself up in the soul. For this sense of community is the result of life. The following comes into consideration.

[ 5 ] Sie werden schon öfters gehört haben, wenn Verbrechernaturen, in denen das Instinktive unterbewußt sehr stark wirkt, etwas getan haben, irgendeine Tat verrichtet haben, dann haben sie einen eigentümlichen Instinkt: sie werden zum Ort ihrer Tat zurückgetrieben, suchen den Ort ihrer Tat auf, ein unbestimmtes Gefühl treibt sie dorthin. Aber bei solchen Dingen drückt sich nur in besonderen Fällen das aus, was allgemein menschlich in bezug auf viele Dinge ist. Wenn wir nämlich irgend etwas getan haben, etwas verrichtet haben, und sei es die scheinbar unbedeutendste Verrichtung, so bleibt — man kann es nicht anders ausdrücken, obzwar es selbstverständlich wieder in einer Art Imagination ausgedrückt ist — etwas in uns von dem, was wir getan haben, von dem Ding, das wir angefaßt haben beim Tun; eine gewisse Kraft bleibt von dem Ding, das wir angefaßt haben, mit dem wir etwas getan haben, mit unserem Ich verbunden. Der Mensch kann gar nicht anders, als gewisse Verbindungen einzugehen mit all den Wesenheiten, die er trifft, und mit den Dingen, die er anfaßt — wobei ich natürlich nicht bloß das physische Anfassen meine —, mit denen er im Leben irgend etwas tut. Wir lassen überall unsere Merkzeichen zurück, und es bleibt das Gefühl des Verbundenseins mit den Dingen, mit denen wir durch unsere Handlungen in Berührung gekommen sind, in unserem Unterbewußtsein vorhanden. Das kommt bei solchen Naturen, von denen ich eben gesprochen habe, in einer abnormen Weise zum Ausdruck, weil das Unterbewußte sehr instinktiv heraufleuchtet in das gewöhnliche Bewußtsein; aber im Unterbewußtsein hat jeder das Gefühl, er müsse zu dem zurückkehren, womit er durch sein Handeln in Berührung gekommen ist.

[ 5 ] You have probably heard many times that when criminal types—in whom instinctive drives are very strong on a subconscious level—have done something, committed some act, they possess a peculiar instinct: they are drawn back to the scene of the crime, seek out the place where the act took place; an indefinable feeling drives them there. But in such cases, what is generally human in relation to many things is expressed only in specific instances. For when we have done anything at all—even the seemingly most insignificant act—something remains within us—one cannot put it any other way, though it is, of course, again expressed in a kind of imagination—of what we have done, of the thing we have touched in the act; a certain force from the thing we have touched, with which we have done something, remains connected to our “I.” Human beings cannot help but form certain connections with all the beings they encounter and with the things they touch—by which I do not, of course, mean merely physical contact—with which they do something in life. We leave our marks everywhere, and the feeling of being connected to the things we have come into contact with through our actions remains present in our subconscious. This is expressed in an abnormal way in the types of people I have just spoken of, because the subconscious very instinctively shines up into ordinary consciousness; but in the subconscious, everyone has the feeling that they must return to that with which they have come into contact through their actions.

[ 6 ] Das ist es auch, was unser Karma begründet; von dem rührt unser Karma her. Und von diesem unterbewußten Gefühl, das sich zunächst nur nebulos ins Dasein hereindrückt, haben wir das allgemeine Gefühl der Gemeinschaft mit der Welt. Weil wir eigentlich überallhin unsere Merkzeichen geben, deshalb haben wir ein solches Gemeinschaftsgefühl mit der Welt. Man kann dieses Gemeinschaftsgefühl, ich möchte sagen, erhaschen, kann es an sich wahrnehmen. Dazu muß man aber gewisse Intimitäten des Lebens ins Auge fassen. Da muß man versuchen, sich wirklich in die Vorstellung hineinzufühlen: Du gehst jetzt über eine Straße —, und dann die Straße durchgehen, und nachdem man gegangen ist, sich immer gehend vorstellen. Dadurch daß man so etwas immer gehend hervorruft, treibt man aus seiner Seele heraus dieses allgemeine Gemeinschaftsgefühl mit der Welt. Bei dem, der sich in mehr konkretem Sinne dieses Gemeinschaftsgefühles bewußt wird, bildet es sich so aus, daß er sich zuletzt sagt: Es ist doch eine Verbindung, wenn auch eine unsichtbare Verbindung vorhanden zu allen Dingen, wie zwischen den Gliedern eines einzelnen Organismus. Wie jeder Finger, jedes Ohrläppchen, alles zu uns gehört, was an unserem Organismus ist, wie eines mit dem andern in Verbindung steht, so ist eine Verbindung zwischen allen Dingen und zu allem, was geschieht, soweit das Geschehen in unsere Welt eingreift.

[ 6 ] That is also what forms the basis of our karma; that is where our karma comes from. And from this subconscious feeling, which at first creeps into our existence only vaguely, we derive our general sense of communion with the world. Because we actually leave our marks everywhere, we have such a sense of communion with the world. One can, I would say, catch a glimpse of this sense of communion—one can perceive it for oneself. To do so, however, one must take certain intimate aspects of life into account. One must try to truly empathize with the following image: You are now walking across a street—and then walk the length of the street, and after you have walked it, keep imagining yourself walking. By constantly evoking this image of walking, one draws this general sense of community with the world from the depths of one’s soul. For those who become aware of this sense of community in a more concrete sense, it develops in such a way that they ultimately say to themselves: There is indeed a connection—albeit an invisible one—to all things, just as there is between the parts of a single organism. Just as every finger, every earlobe—everything that is part of our organism—belongs to us, and just as one part is connected to another, so too is there a connection between all things and everything that happens, insofar as those events affect our world.

[ 7 ] Für dieses Gemeinschaftliche, dieses organisch Durchdringende in den Dingen haben die jetzigen Erdenmenschen nur noch nicht ein vollgültiges Bewußtsein. Sie haben es noch nicht in ihrem Bewußtsein, es bleibt noch im Unbewußten. Während der Jupiterentwickelung wird dieses Gefühl das grundlegende sein, und indem wir uns vom fünften nachatlantischen Kulturzeitraum allmählich in den sechsten hineinarbeiten, arbeiten wir der Ausbildung eines solchen Gefühles vor, so daß dessen Ausbildung, die notwendig wird von unserem Zeitraume in die nächste Zukunft hinein, eine besonders ethische Grundlage, eine besonders moralische Grundlage für die Menschheit abgeben muß, die viel lebendiger werden muß, als das Analoge heute noch irgendwie ist. Das ist in folgender Weise gemeint.

[ 7 ] Present-day human beings on Earth simply do not yet have a fully developed awareness of this communal aspect, this organic interpenetration of things. It is not yet present in their consciousness; it remains in the unconscious. During the Jupiter phase of evolution, this feeling will be the fundamental one, and as we gradually move from the fifth post-Atlantean cultural epoch into the sixth, we are laying the groundwork for the development of such a feeling, so that its development—which will become necessary from our present epoch into the near future—must provide a particularly ethical foundation, a particularly moral foundation for humanity, one that must become far more vibrant than anything of its kind exists today. This is meant in the following way.

[ 8 ] Heute denken sich manche Menschen noch nichts Besonderes dabei, wenn sie sich auf Kosten anderer Menschen bereichern, auf Kosten anderer leben. Nicht nur, daß die Menschen dieses Auf-Kostenanderer-Leben nicht besonders in eine moralische Selbstkritik einbeziehen, sie denken nicht einmal darüber nach. Wenn sie nämlich darüber nachdächten, würden sie gerade finden, daß einer viel mehr auf Kosten des andern lebt, als es nur den Menschen einfällt. Es lebt nämlich jeder auf Kosten der andern. Nun wird sich das Bewußtsein entwickeln, daß das Leben auf Kosten der andern, auch in der Gemeinschaft, dasselbe bedeutet, wie wenn sich irgendein Organ eines Organismus auf Kosten eines andern Organes in unrechtmäßiger Weise entwickelte, und daß das Glück eines einzelnen’ Menschen in Wirklichkeit nicht möglich ist ohne das Glück der Gesamtheit. Das ahnen selbstverständlich heute die Menschen noch nicht, aber das muß allmählich ein Grundsatz einer wirklichen Menschenmoral werden. Heute strebt jeder sein eigenes Glück zunächst an, denkt nicht daran, daß das eigene Glück grundlegend nur möglich ist bei dem Glück aller andern.

[ 8 ] Even today, some people still don’t think there’s anything wrong with enriching themselves at the expense of others or living off others. Not only do people fail to subject this “living off others” to any serious moral self-criticism, they don’t even give it a second thought. For if they did think about it, they would find that one person lives at the expense of another far more than people realize. In fact, everyone lives at the expense of others. Now, the awareness will develop that living at the expense of others—even within a community—is the same as if any organ of an organism were to develop unlawfully at the expense of another organ, and that the happiness of an individual is in reality impossible without the happiness of the whole. Of course, people do not yet suspect this today, but it must gradually become a fundamental principle of true human morality. Today, everyone strives first and foremost for their own happiness, without considering that their own happiness is fundamentally possible only through the happiness of everyone else.

[ 9 ] Also es ist ein Zusammenhang zwischen dem Gemeinschaftsgefühl, von dem ich gesprochen habe, und dem Fühlen, daß eigentlich das ganze Gemeinschaftsleben ein Organismus ist. Das kann sich sehr steigern, kann sich außerordentlich steigern für den Menschen. Er kann ein intimes Empfinden für das Gemeinsamsein mit den Dingen um sich herum entwickeln. Wenn er diese intime Empfindung steigert, bekommt er die Möglichkeit, allmählich auch eine Wahrnehmung von dem zu erhalten, was ich im letzten Vortrage charakterisierte als jenen Schein, der über den Tod hinaus in unsere Entwickelung zwischen Tod und neuer Geburt geworfen wird, den wir wahrnehmen, und aus dem wir unser Karma bilden. Darauf will ich nur hinweisen. Aber man bekommt, wenn man jenes Gemeinschaftsgefühl ausbildet, noch etwas anderes, nämlich die Möglichkeit, wirklich auch mit den Eigentümlichkeiten, mit den Situationen, den Gedanken, den Handlungen eines andern Menschen zu leben, wie wenn sie die eigenen wären. Das ist für das seelische Leben mit einer gewissen Schwierigkeit verbunden: sich in einen Menschen so hineinzudenken, daß das, was er verrichtet, was er denkt und fühlt, von uns so empfunden wird wie das eigene. Wenn man aber in fruchtbarer Weise an das zurückdenken will, was man mit Verstorbenen, die zur Zeit des Lebens mit einem karmisch verbunden waren, gemeinschaftlich hatte, dann bekommt man es nur fertig, sie als entkörperte Menschen wirklich zu erreichen, wenn man imstande ist, dessen, was man mit ihnen gemeinschaftlich durchlebt hat, und wenn es das Kleinste ist, so zu gedenken, wie man eben denkt, wenn man dieses Gemeinschaftsgefühl hat. Man stelle sich also vor, man denkt an etwas, was sich zwischen uns und einem Verstorbenen abgespielt hat, als wir mit ihm am Tisch saßen oder spazieren gegangen sind, oder anderes, und wenn es, wie gesagt, das Kleinste sei. Aber die Seele hat nur die Möglichkeit, sich in das recht hineinzuversetzen, so daß sie die Wirklichkeit erreicht, wenn sie das Gemeinschaftsgefühl wirklich in sich hat; sonst hat sie zu wenig Kraft, um sich in die Sache hineinzuversetzen. Denn fassen Sie es wohl: Nur von einem solchen Orte aus — wenn ich jetzt vergleichsweise spreche, aber Sie werden mich verstehen —, auf den wir dieses Gemeinschaftsgefühl so werfen, kann der Tote sich uns zum Bewußtsein bringen. Sie können es sich ganz räumlich vorstellen. Sie werden natürlich im Bewußtsein behalten müssen, daß Sie sich dabei nur ein Bild vorstellen, aber Sie stellen sich ein Bild einer richtigen Wirklichkeit vor.

[ 9 ] So there is a connection between the sense of community I spoke of and the feeling that, in fact, the whole of community life is an organism. This can intensify greatly—it can intensify extraordinarily for a person. He can develop an intimate sense of oneness with the things around him. As they deepen this intimate sense, they gain the ability to gradually perceive what I described in the last lecture as that veil cast over our development between death and rebirth—the veil we perceive and from which we form our karma. I simply want to point this out. But when one cultivates that sense of togetherness, one gains something else as well: namely, the ability to truly live with another person’s idiosyncrasies, situations, thoughts, and actions as if they were one’s own. This presents a certain difficulty for the spiritual life: to empathize with another person to such an extent that what they do, think, and feel is experienced by us as if it were our own. But if one wishes to reflect fruitfully on what one shared with the deceased—those who were karmically connected to one during their lifetime—then one can only succeed in truly reach them as disembodied beings only if one is able to recall what one experienced together with them—even if it is the smallest thing—in the same way one thinks when one has that sense of togetherness. So imagine thinking of something that took place between you and a deceased person—such as when you sat at the table with them, went for a walk, or something else—even if, as mentioned, it was the smallest thing. But the soul has the ability to truly immerse itself in the situation—so that it reaches reality—only if it genuinely possesses this sense of togetherness; otherwise, it lacks the strength to immerse itself in the matter. For understand this well: Only from such a place—if I may speak figuratively, but you will understand me—onto which we project this sense of togetherness, can the deceased bring themselves into our consciousness. You can imagine this quite spatially. Of course, you will have to keep in mind that you are merely imagining a picture, but you are imagining a picture of true reality.

[ 10 ] Ich komme noch einmal auf das zurück, was ich vorhin sagte: Sie stellen sich eine einzelne Situation vor, wie Sie mit einem Verstorbenen zum Beispiel an einem Tische gesessen sind oder mit ihm spazieren gingen; dann richtet sich Ihr ganzes Seelenleben nach der Richtung dieses Gedankens hin. Wenn Sie mit dem Verstorbenen in diesem Gedanken nur ein solches Seelenzusammensein entwickeln, wie es diesem Gemeinschaftsgefühl entspricht, dann kann sein Blick von der geistigen Welt aus diesen Gedanken ebenso finden, wie Ihr Gedanke, Ihre Gedankenrichtung die Wirklichkeit findet, auf die sich diese Gedanken richten. Indem Sie diesen Gedanken an den Toten und in dem Grade, wie ich es angedeutet habe, liebevoll in Ihrer Seele anwesend sein lassen, treffen Sie sich in Ihrer seelischen Blickrichtung mit der seelischen Blickrichtung des Toten. Dadurch kann der Tote zu Ihnen sprechen. Er kann nur von dem Orte aus zu Ihnen sprechen, auf den die Richtung Ihres Gemeinschaftsgefühles mit ihm fällt. So hängen die Dinge zusammen. Lernen wir gewissermaßen unser Karma fühlen, indem wir eine Vorstellung davon bekommen, wie wir überall Denkzeichen zurücklassen. Lernen wir uns dadurch mit den Dingen identifizieren, so bilden wir das Gefühl aus, das uns in immer bewußtere und bewußtere Verbindung mit den Toten bringt. Dadurch ist erst die Möglichkeit gegeben, daß der Tote zu uns spricht.

[ 10 ] I’d like to return to what I said earlier: You imagine a specific situation, such as sitting at a table with a deceased person or going for a walk with them; then your entire inner life is directed toward that thought. If, in this thought, you develop with the deceased only such a spiritual communion as corresponds to this sense of togetherness, then his gaze from the spiritual world can find this thought just as your thought—the direction of your thoughts—finds the reality toward which these thoughts are directed. By allowing this thought of the deceased to be lovingly present in your soul to the degree I have indicated, you align your soul’s gaze with that of the deceased. Through this, the deceased can speak to you. He can speak to you only from the place toward which the direction of your sense of togetherness with him is directed. This is how things are connected. Let us, so to speak, learn to feel our karma by gaining an understanding of how we leave traces of our thoughts everywhere. If we thereby learn to identify with these things, we develop the feeling that brings us into an ever more conscious connection with the dead. Only then is it possible for the deceased to speak to us.

[ 11 ] Das andere, das notwendig ist, das ist, daß wir es hören können, daß wir es mit der Zeit wirklich wahrnehmen können. Da müssen wir vor allen Dingen auf das Rücksicht nehmen, was sozusagen als « Luft» liegen muß zwischen uns und dem Toten, damit er zu uns herübersprechen kann. Wenn ich es mit Physischem vergleiche: Wenn ein luftleerer Raum hier zwischen uns wäre, würden Sie nicht hören können, was ich sage; die Luft muß es vermitteln. So muß auch etwas sein zwischen den Lebenden und den Toten, wenn der Tote an uns herankommen soll. Es muß gewissermaßen eine geistige Luft da sein, und wir können jetzt davon sprechen, woraus diese geistige Luft besteht, in der wir gemeinsam mit den Toten leben. Aus was besteht diese geistige Luft?

[ 11 ] The other thing that is necessary is that we be able to hear it, that we be able to truly perceive it over time. Above all, we must take into account what must, so to speak, serve as the “air” between us and the deceased, so that he can speak to us. If I were to compare it to something physical: If there were a vacuum here between us, you would not be able to hear what I am saying; the air must convey it. Similarly, there must be something between the living and the dead if the dead are to reach us. There must be, so to speak, a spiritual air, and we can now discuss what this spiritual air consists of, in which we live together with the dead. What does this spiritual air consist of?

[ 12 ] Wenn wir das erfassen wollen, müssen wir uns an das erinnern, was . ich in anderem Zusammenhange auch schon dargestellt habe, nämlich wie die menschliche Erinnerung zustande kommt; denn die Dinge hängen alle untereinander zusammen. Die gebräuchliche Psychologie sagt über die menschliche Erinnerung: Ich habe jetzt einen Eindruck aus der Außenwelt, der ruft eine Vorstellung in mir hervor; diese Vorstellung geht irgendwie in meinem Unterbewußtsein spazieren, sie wird vergessen, und wenn eine besondere Veranlassung dazu ist, kommt sie aus dem Unterbewußten wieder heraus, und dann erinnere ich mich. — Denn eigentlich haben fast alle Psychologien, was die Erinnerung betrifft, so die Empfindung, daß man jetzt auf Grund eines Eindruckes eine Vorstellung hat, dann hat man sie nach einiger Zeit nicht mehr, da ist sie vergessen und spaziert so im Unterbewußten herum, und dann kommt sie durch irgendeine Gelegenheit wieder ins Bewußtsein herauf. Man erinnert sich und glaubt, die gleiche Vorstellung zu haben, die man sich zuerst bildete, Es ist das aber ein vollständiger Unsinn, ein Unsinn, der zwar fast ausnahmslos in allen Psychologien gelehrt wird, der aber deshalb doch ein Unsinn ist. Denn das, wovon da gesprochen wird, geschieht gar nicht. Wenn wir uns durch ein äußeres Erlebnis einen Eindruck bilden und später uns daran erinnern, so kommt gar nicht die zuerst gebildete Vorstellung wieder in uns herauf. Sondern während wir jetzt vorstellen, geht noch ein unterbewußter Prozeß vor sich, ein zweiter Prozeß; der kommt ' nur während des äußeren Erlebnisses nicht zum Bewußtsein, aber er geht doch vor sich. Und durch Vorgänge, die ich jetzt nicht besprechen will, spielt sich morgen wieder in unserem Organismus das ab, was sich heute abgespielt hat, was aber unbewußt geblieben ist. Und wie heute der äußere Eindruck die Vorstellung hervorruft, so ruft morgen das, was da unten bewirkt worden ist, die neue Vorstellung hervor. Eine Vorstellung, die ich heute habe, vergeht, sie ist nicht mehr da; die spaziert nicht im Unterbewußten herum, sondern, wenn ich morgen aus dem Gedächtnis dieselbe Vorstellung habe, so kommt das davon her, daß in mir etwas vorhanden ist, was diese selbe Vorstellung hervorruft. Das wurde aber unterbewußt erzeugt. Wer da glaubt, daß Vorstellungen von unserem Unterbewußtsein aufgenommen werden, darin spazierengehen und schließlich wieder aus der Seele heraufkommen, der sollte, wenn er sich etwa in drei Tagen erinnern will, daß irgend etwas an ihn herangetreten ist, was er nicht vergessen will und was er sich etwa aufschreibt, er sollte sich dann nur auch gleich vorstellen: Der Mensch, an den er sich erinnern will, ist auch dadrinnen in dem, was er sich aufgeschrieben hat, und nach drei Tagen spaziert dann dieser Mensch wieder aus dem Notizbuch heraus. — Geradeso wie in das Notizbuch nur Zeichen hineingekommen sind, so ist in der Erinnerung auch nur ein Zeichen da, und dieses ruft, und zwar in einem abgeschwächteren Grade, das wieder hervor, was von uns erlebt worden ist. Man kann in dieser Beziehung mancherlei geisteswissenschaftlich anführen — wir werden es noch tun, und das wird dies, was ich jetzt ausführe, ganz klarmachen —, ich will heute nur an eines erinnern.

[ 12 ] If we want to understand this, we must recall what I have already explained in another context, namely how human memory comes about; for all these things are interconnected. Conventional psychology says the following about human memory: I now have an impression from the external world, which evokes a mental image within me; this mental image somehow wanders through my subconscious, it is forgotten, and when there is a specific trigger, it emerges from the subconscious again, and then I remember. — For in fact, when it comes to memory, almost all schools of psychology share the notion that one first forms a mental image based on an impression; after some time, this image is no longer present—it has been forgotten and wanders about in the subconscious—and then, through some occasion, it resurfaces into consciousness. One recalls it and believes one has the same mental image that one first formed, But this is complete nonsense—nonsense that is taught almost without exception in all schools of psychology, yet remains nonsense nonetheless. For what is being described here does not happen at all. When we form an impression through an external experience and later recall it, the initial mental image does not resurface within us at all. Rather, while we are now imagining, another subconscious process is taking place—a second process; it simply does not come to consciousness during the external experience, but it is taking place nonetheless. And through processes that I do not wish to discuss now, what took place today—but remained unconscious—will play out again tomorrow in our organism. And just as today the external impression evokes the mental image, so tomorrow what has been set in motion down there will evoke the new mental image. A mental image I have today passes away; it is no longer there. It does not linger in the subconscious; rather, if I recall the same mental image from memory tomorrow, it is because there is something within me that evokes that very same mental image. But this was generated subconsciously. Anyone who believes that ideas are absorbed by our subconscious, wander around in it, and eventually resurface from the soul—if such a person wants to remember in, say, three days that something came to them that they do not want to forget and that they might write down—should then simply imagine right away: The person they want to remember is also present within what they have written down, and after three days, this person will then “walk” out of the notebook again. — Just as only symbols have been entered into the notebook, so too is there only a symbol in memory, and this symbol evokes—albeit to a lesser degree—what we have experienced. One could cite various points from the humanities in this regard—we will do so later, and that will make what I am now explaining perfectly clear—but today I want to mention just one thing.

[ 13 ] Wer memorieren oder irgendwie sich etwas beibringen will, was er behalten will, was man oft in der Jugend «ochsen» nennt, der weiß ganz gut, daß das nicht genügt, was dann als Operation sich vollzieht, wenn man nur etwas wahrnimmt; sondern es werden zuweilen recht sehr äußerliche Hilfen in Anspruch genommen, um irgend etwas dem Gedächtnis einzuverleiben. Beobachten Sie nur einmal jemanden, der sich etwas einochsen will, so werden Sie sehen, was er für Anstrengungen macht, um dieser unbewußten Tätigkeit zu Hilfe zu kommen, die sich dabei abspielt. Da sucht man diesem Unterbewußten irgendwie nachzuhelfen. Das sind ganz zweierlei Dinge: eine Sache der Erinnerung einverleiben und eine Sache gegenwärtig vorstellen. Wenn Sie Menschen studieren können, ihre Charaktere beobachten, so werden Sie bald finden können, wie auch das Menschenstudium zeigt, daß man es dabei mit zwei Dingen zu tun hat: Sie werden finden, daß es Menschen gibt, die schnell etwas auffassen, aber ein furchtbar schlechtes Gedächtnis haben; und umgekehrt gibt es Menschen, die blitzdumm sind, was schnelles Erfassen einer Sache anbelangt, die aber ein gutes Gedächtnis haben, namentlich eine gute Vorstellungs- und Urteilsfähigkeit. Es gehen diese beiden Dinge ganz nebeneinander her, und die Geisteswissenschaft wird in mancher Beziehung auf die wahren Sachverhalte in Wirklichkeit erst aufmerksam machen müssen.

[ 13 ] Anyone who wants to memorize or somehow teach themselves something they want to retain—what is often called “cramming” in one’s youth—knows full well that the process that takes place when one merely perceives something is not enough; rather, one sometimes resorts to quite external aids in order to commit something to memory. Just observe someone who is trying to “cram” something into their memory, and you’ll see the efforts they make to assist this unconscious process that is taking place. They’re trying to help the subconscious in some way. These are two entirely different things: committing something to memory and visualizing it in the present. If you study people and observe their characters, you will soon discover—as the study of human nature also shows—that there are two distinct aspects at play here: You will find that there are people who grasp things quickly but have a terribly poor memory; and conversely, there are people who are incredibly slow when it comes to quickly grasping a matter, but who have a good memory—namely, a good capacity for imagination and judgment. These two qualities exist side by side, and in many respects, spiritual science will first have to draw attention to the true state of affairs in reality.

[ 14 ] Wenn wir so im Leben dieses oder jenes auffassen, und wir fassen ja vom frühen Morgen, vom Aufwachen bis zum Einschlafen etwas von der Welt auf, da machen wir unsere Sympathien oder Antipathien mehr oder weniger bewußt durch mit dem, was wir erfassen, und wir sind meistens zufrieden, wenn wir eine Sache erfaßt haben. Diese Tätigkeit aber, die dann zur Erinnerung führt, ist eine viel ausgebreitetere als jene, die zum Erfassen der Eindrücke notwendig ist. Es geht wirklich viel unterbewußt in unserer Seele vor, und dieses unterbewußt Vorsichgehende widerspricht manchmal in merkwürdiger Weise dem, was bewußt in uns vorgeht. Es kann manchmal sein, daß wir Antipathien empfinden mit einem Eindruck, den etwas auf uns macht. Das Unterbewußtsein empfindet diese Antipathien gar nicht; es empfindet überhaupt die Eindrücke ganz anders, als das gewöhnliche Bewußtsein. Das Unterbewußte entwickelt nämlich eine merkwürdige Empfindung gegenüber allen Eindrücken, die Empfindung, die ich nicht anders bezeichnen kann — obwohl es immer nur vergleichsweise ist, wenn man Ausdrücke, die der physischen Welt entnommen sind, auf das Geistige anwendet; aber der Ausdruck paßt hier sehr gut —, als daß ich sagen möchte: Das Unterbewußte entwickelt immer, gleichgültig, was im Bewußtsein vor sich geht, gegenüber jedem Eindruck ein gewisses Dankbarkeitsgefühl. — Es ist gar nicht unrichtig, wenn ich sage, ein Mensch kann vor Ihnen stehen, und der bewußte Eindruck, den Sie von ihm haben, kann Ihnen furchtbar unangenehm sein. Der Mensch kann Ihnen die größten Grobheiten ins Gesicht schleudern, der unterbewußte Eindruck hat gegenüber diesem ein gewisses Dankbarkeitsgefühl. Aus dem einfachen Grunde ist dieses Dankbarkeitsgefühl vorhanden, weil alles, was im Leben an die tieferen Elemente unseres Wesens herantritt, unser Leben reicher macht, es wirklich reicher macht. Auch alle unangenehmen Eindrücke machen unser Leben reicher. Das hängt nicht mit dem zusammen, wie wir uns bewußt zu den äußeren Eindrücken verhalten müssen. Ob wir in bewußter Art so oder so zu reagieren haben, das hat nichts zu tun mit dem, was sich unterbewußt abspielt. Im Unterbewußtsein führt alles nur zu einem gewissen Dankbarkeitsgefühl. Das Unterbewußte nimmt jeden Eindruck wie eine Gabe hin, für die es dankbar sein muß. Das tun wir in unserem Unterbewußtsein.

[ 14 ] When we perceive this or that in life—and we do indeed take in something of the world from early morning, from the moment we wake up until we fall asleep—we form our sympathies or antipathies more or less consciously based on what we perceive, and we are usually satisfied once we have grasped something. This activity, however, which then leads to memory, is much more extensive than that which is necessary for perceiving impressions. A great deal actually takes place subconsciously in our soul, and these subconscious processes sometimes contradict, in a curious way, what is happening consciously within us. It may sometimes happen that we feel aversion toward an impression that something makes on us. The subconscious does not feel this aversion at all; indeed, it perceives impressions quite differently from ordinary consciousness. For the subconscious develops a peculiar sensation toward all impressions—a sensation that I can describe only as—though it is always only a comparison when applying terms taken from the physical world to the spiritual realm; yet the term fits very well here—as I would like to say: The subconscious always develops, regardless of what is going on in the conscious mind, a certain feeling of gratitude toward every impression. — It is not at all incorrect for me to say that a person may be standing before you, and the conscious impression you have of them may be terribly unpleasant to you. That person may hurl the most crude insults in your face, yet the subconscious impression of them evokes a certain sense of gratitude. This sense of gratitude exists for the simple reason that everything in life that touches the deeper elements of our being enriches our lives—truly enriches them. Even all unpleasant impressions enrich our lives. This has nothing to do with how we must consciously respond to external impressions. Whether we have to react in one way or another on a conscious level has nothing to do with what is happening subconsciously. In the subconscious, everything simply leads to a certain sense of gratitude. The subconscious accepts every impression as a gift for which it must be grateful. That is what we do in our subconscious.

[ 15 ] Es ist außerordentlich wichtig, daß man diese unter der Schwelle des Bewußtseins verlaufende Tatsache einmal ins Auge faßt. Was da wirkt und in einem Dankbarkeitsgefühl sich entladet, wirkt auf eine ähnliche Art in uns wie das, was bei einem Eindruck von der Außenwelt in uns hereinwirkt, und was dann Erinnerung werden soll, es geht so neben dem Vorstellen her, und nur der Mensch kann sich bewußt werden über diese Dinge, der auch ein deutliches Gefühl davon bekommt, daß er vom Aufwachen bis zum Einschlafen fortwährend träumt. Ich habe schon im öffentlichen Vortrage gesagt, daß wir in bezug auf unsere Gefühle und unseren Willen fortwährend schlafen und träumen, auch im wachen Leben. Wenn wir so die Welt auf uns wirken lassen, gehen fortwährend unsere Eindrücke und Vorstellungen vor sich; aber darunter träumen wir über alle Dinge, und dieses Traumleben ist viel reicher, als wir meinen. Es wird nur überstrahlt von dem bewußten Vorstellen, wie ein schwaches Licht von einem starken überstrahlt wird. — Sie können gleichsam experimentierend sich über solche Verhältnisse eine Aufklärung verschaffen, wenn Sie auf verschiedene Intimitäten des Lebens achtgeben. Versuchen Sie zum Beispiel folgendes Experiment in sich selbst zu machen: Denken Sie sich, Sie liegen auf einem Ruhebette und wachen auf. Natürlich gibt der Mensch dann nicht auf sich acht, weil gleich hinterher die Welt allerlei Eindrücke auf ihn macht. Aber es kann vorkommen, daß er noch ein wenig ruhig bleibt, wenn er aufwacht. Da kann er dann bemerken, daß er eigentlich schon wahrgenommen hat, bevor er aufwachte. Das kann er besonders dann beobachten, wenn jemand an die Tür geklopft hat und nicht wieder klopfte. Das kann er konstatieren, aber indem er aufwacht, weiß er: Da ist etwas geschehen. Es wird aus der Gesamtsituation klar.

[ 15 ] It is extremely important to take a close look at this fact, which lies just below the threshold of consciousness. What is at work there and finds expression in a feeling of gratitude operates within us in a similar way to what enters us as an impression from the outside world—and what is then to become a memory—it proceeds alongside our imagination, and only the human being who also gains a clear sense that he is constantly dreaming from the moment he wakes up until he falls asleep can become aware of these things. I have already said in a public lecture that, with regard to our feelings and our will, we are constantly asleep and dreaming, even in waking life. When we allow the world to act upon us in this way, our impressions and images are constantly taking place; but beneath them we are dreaming about all things, and this dream life is much richer than we realize. It is merely overshadowed by conscious thought, just as a faint light is overshadowed by a strong one. — You can, as it were, gain insight into such conditions through experimentation by paying attention to various intimate aspects of life. Try, for example, conducting the following experiment within yourself: Imagine that you are lying on a daybed and waking up. Of course, a person doesn’t pay attention to themselves at that moment, because the world immediately bombards them with all sorts of impressions. But it can happen that they remain calm for a little while after waking up. In that moment, they may notice that they had actually already perceived something before waking up. They can observe this especially when someone knocked on the door and did not knock again. They can acknowledge this, but as they wake up, they know: Something has happened. It becomes clear from the overall situation.

[ 16 ] Wenn der Mensch so etwas beobachtet, wird er nicht mehr weit sein von der Anerkennung dessen, was die Geisteswissenschaft zu konstatieren hat: daß wir in einem viel weiteren Umfange wahrnehmend zu unserer Umgebung stehen, als das bewußte Wahrnehmen ist. Es ist einfach richtig, wenn Sie auf der Straße gehen, einem Menschen begegnen, der eben um die Ecke gekommen ist und den Sie deshalb nicht haben sehen können: Sie werden das Gefühl haben, daß Sie ihn doch schon vorher gesehen haben, Sie werden in unzähligen Fällen das Gefühl haben können, daß Sie etwas schon gesehen haben, bevor es wirklich geschehen ist. — Es ist wahr: Wir stehen schon vorher in seelisch-geistiger Verbindung mit dem, was wir nachher wahrnehmen. Es ist durchaus so, nur daß wir übertäubt werden von der nachherigen sinnlichen Wahrnehmung und wirklich nicht auf das achten, was in den Intimitäten des Seelenlebens vor sich geht.

[ 16 ] When a person observes something like this, they are not far from recognizing what spiritual science has established: that we relate to our surroundings through perception on a much broader scale than conscious perception alone. It is simply true that when you are walking down the street and encounter someone who has just come around the corner—and whom you therefore could not have seen—you will have the feeling that you have already seen them before; in countless cases, you may have the feeling that you have already seen something before it has actually happened. — It is true: We are already in a soul-spiritual connection with what we will later perceive. This is certainly the case, except that we are overwhelmed by the subsequent sensory perception and do not really pay attention to what is taking place in the innermost recesses of our soul life.

[ 17 ] Das ist wieder so etwas, was in einer Ähnlichen Weise unterbewußt vor sich geht, wie die Gedächtnisbildung oder wie das, was ich als das Dankbarkeitsgefühl gegenüber allen umliegenden Erscheinungen auseinandergesetzt habe. Die Verstorbenen können zu uns nur sprechen durch das Element, das da durch unsere das Leben durchwebenden Träume durchgeht. In dieses Intime, unterbewußt vorsichgehende Wahrnehmen sprechen die Toten hinein. Und sie können es, wenn wir in der Lage sind, eben mit ihnen die gemeinsame geistig-seelische Luft zu haben. Denn das ist für sie notwendig, wenn sie zu uns sprechen wollen, daß wir etwas ins Bewußtsein hereinbekommen von dem, was ich eben als das Dankbarkeitsgefühl entwickelt habe, ein Dankbarkeitsgefühl gegenüber allem, was sich uns offenbart. Wenn nichts von diesem Dankbarkeitsgefühl in uns ist, wenn wir nicht imstande sind, der Welt dafür zu danken, daß sie uns leben läßt, daß sie unser Leben fortwährend mit neuen Eindrücken bereichert, wenn wir nicht in der Lage sind, unsere Seele dadurch zu vertiefen, daß wir oft und oft uns gegenwärtig halten können, daß eigentlich das ganze Leben durch und durch eine Gabe ist, so finden die Toten nicht die gemeinsame Luft mit uns. Denn sie können nur durch das Dankbarkeitsgefühl mit uns sprechen, sonst ist eine Wand zwischen uns und ihnen.

[ 17 ] This is yet another process that takes place subconsciously in a manner similar to the formation of memory or to what I have described as the feeling of gratitude toward all surrounding phenomena. The deceased can speak to us only through the element that flows through our dreams, which are woven throughout our lives. The dead speak into this intimate, subconsciously unfolding perception. And they can do so if we are able to share with them the same spiritual and soulful atmosphere. For this is necessary for them if they wish to speak to us: that we bring into our consciousness something of what I have just described as the feeling of gratitude—a feeling of gratitude toward everything that reveals itself to us. If there is no trace of this feeling of gratitude within us—if we are unable to thank the world for allowing us to live, for continually enriching our lives with new impressions; if we are unable to deepen our souls by frequently reminding ourselves that life itself is, in fact, a gift through and through—then the dead cannot find that shared spiritual space with us. For they can speak to us only through this sense of gratitude; otherwise, a wall stands between us and them.

[ 18 ] Nun werden wir sehen, wie viele Hindernisse da sind, wenn es sich gerade um den Verkehr mit den Toten handelt; denn es handelt sich ja, wie wir aus andern Zusammenhängen gesehen haben, immer um den Verkehr mit denjenigen Toten, mit denen wir karmisch verbunden sind. Haben wir sie verloren, wünschen wir sie im Leben wieder zurück, können wir uns nicht zu dem Gedanken aufraffen: Wir sind dankbar dafür, daß wir sie gehabt haben, ganz unbeschadet dessen, daß wir sie jetzt nicht mehr haben —, so ist eben gerade gegenüber dem Wesen, dem wir uns nähern wollen, unser Dankbarkeitsgefühl nicht . vorhanden; dann findet es uns nicht, oder es kann mindestens nicht zu uns sprechen. Gerade die Empfindungen, die man sehr häufig nahestehenden Toten gegenüber hat, sind ein Hindernis, daß die Toten zu uns sprechen können. Andere Verstorbene, die nicht karmisch mit uns verbunden sind, sprechen schon gewöhnlich schwerer zu uns; aber mit Bezug auf die uns Nahestehenden haben wir zu wenig die Empfindung, daß wir ihnen dankbar sind, daß sie uns im Leben etwas gewesen sind, und daß wir nicht an der Vorstellung festhalten sollen, daß wir sie nun nicht mehr haben; denn dies ist eine undankbare Empfindung im weiteren Sinne des Lebens gefaßt. Man soll sich nur einmal klarmachen, wie sehr das Gefühl des Verlorenhabens das andere überwiegt, dann wird man die ganze Tragweite dessen, was ich sage, ins Auge fassen können. — Wir denken uns, wir haben einen lieben Angehörigen verloren. Dann müssen wir uns wirklich aufschwingen können zu der Empfindung von Dankbarkeit, daß wir ihn gehabt haben. Wir müssen selbstlos an das denken können, was er bis zu seinem Tode uns war, und nicht an das, was wir jetzt dadurch empfinden, daß wir ihn nun nicht mehr haben. Denn je besser wir das gerade empfinden können, was er uns während seines Lebens war, desto eher findet er die Möglichkeit, zu uns zu sprechen, desto eher wird es ihm möglich, durch die gemeinsame Luft der Dankbarkeit hindurch mit seinen Worten an uns herankommen zu können.

[ 18 ] Now we will see how many obstacles there are when it comes specifically to communicating with the dead; for, as we have seen in other contexts, it always involves communicating with those dead with whom we are karmically connected. If we have lost them, if we wish them back into our lives, if we cannot bring ourselves to think: “We are grateful that we had them, quite regardless of the fact that we no longer have them”—then our feeling of gratitude is simply not present toward the being we wish to approach; then it does not find us, or at least it cannot speak to us. It is precisely the feelings we so often have toward deceased loved ones that prevent the dead from speaking to us. Other deceased individuals who are not karmically connected to us usually find it more difficult to speak to us; but when it comes to those close to us, we lack the sense that we are grateful to them for having meant something to us in life, and that we should not cling to the idea that we no longer have them; for this is an ungrateful feeling when viewed in the broader context of life. One need only realize just how much the feeling of loss outweighs the other, and then one will be able to grasp the full significance of what I am saying. — We imagine that we have lost a beloved relative. Then we must truly be able to rise to the feeling of gratitude that we had him. We must be able to think selflessly about what he meant to us until his death, and not about what we now feel because we no longer have him. For the better we are able to feel precisely what he meant to us during his life, the sooner he finds the opportunity to speak to us, the sooner it becomes possible for him to reach us with his words through the shared atmosphere of gratitude.

[ 19 ] Um allerdings immer bewußter und bewußter in die Welt hineinzukommen, aus der so etwas herauskommt, sind noch mancherlei andere Dinge notwendig. Nehmen Sie an, Sie haben ein Kind verloren. Das Gemeinsamkeitsgefühl, das notwendig ist, können Sie dadurch zum Beispiel betätigen, daß Sie sich vorstellen, wie Sie mit dem Kinde zusammensitzen, mit ihm spielen, so daß Sie das Spiel genau ebenso interessiert wie das Kind selber. Und wenn Sie so an ein Kind denken können, daß Sie das Spiel so interessiert wie das Kind selber, haben Sie das entsprechende Gemeinschaftsgefühl, wie es auch nur einen Sinn hat mit einem Kinde zu spielen, wenn man ebenso ein Spielfratz ist wie das Kind selbst. Das gibt eine Atmosphäre, die notwendig ist für das Gemeinschaftsgefühl. Also wenn man sich vorstellt, daß man mit dem Kind spielt, und sich so recht lebhaft da hineinversetzt, dann ist der Ort geschaffen, worauf unsere und seine Blickrichtung fallen kann. Bin ich dann imstande, zu erfassen, was der Tote sagt, dann stehe ich mit ihm in einer bewußten Verbindung. Das kann auch wieder durch mancherlei gefördert werden.

[ 19 ] However, in order to enter more and more consciously into the world from which such things emerge, many other things are necessary. Suppose you have lost a child. You can cultivate the necessary sense of connection, for example, by imagining yourself sitting with the child, playing with him or her, so that you are just as interested in the game as the child is. And if you can think of a child in such a way that you’re just as interested in the game as the child is, you’ll have the corresponding sense of togetherness—just as playing with a child only makes sense if you’re just as much of a playful rascal as the child is. This creates an atmosphere that’s necessary for that sense of togetherness. So if you imagine yourself playing with the child and really immerse yourself in that vividly, then the space is created where our gaze and the child’s gaze can meet. If I am then able to grasp what the deceased is saying, I am in a conscious connection with them. This, in turn, can be fostered in various ways.

[ 20 ] Manchen Menschen wird zum Beispiel das Denken außerordentlich leicht. Sie werden sagen: Das ist nicht wahr! — Aber dennoch, es gibt Menschen, denen wird das Denken außerordentlich leicht. Wenn es die Menschen schwierig finden, so ist das eigentlich ein anderes Gefühl. Gerade die Menschen, die es mit dem Denken am leichtesten nehmen, finden es am allerschwierigsten. Das ist aus dem Grunde, weil sie eigentlich denkfaul sind. Aber ich meine es in folgender Richtung, daß es die meisten Menschen eigentlich leicht haben mit ihrem Denken. Man kann gar nicht einmal sagen, wie leicht, weil es so furchtbar leicht ist, wie die Menschen denken; man kann nur sagen, sie denken eben, sie bekommen gar keinen Begriff, daß es auch schwer sein könnte. Sie denken eben; sie fassen ihre Vorstellungen und haben sie dann und leben so in ihnen. Aber dann kommen andere Dinge an die Menschen heran, und ich will gleich unser Beispiel nehmen: Geisteswissenschaft. Die Geisteswissenschaft wird nicht deshalb von so vielen Menschen gemieden, weil sie schwer verständlich ist, sondern deshalb, weil eine gewisse Anstrengung dazu gehört, um die geisteswissenschaftlichen Vorstellungen in sich aufzunehmen. Die Menschen scheuen diese Anstrengung. Und wer weiter und weiter geht in der Geisteswissenschaft, der merkt nach und nach, daß in ihr das Fassen der Gedanken wirklich eine Willensaufwendung notwendig macht, daß es eine Willensaufwendung nicht nur gibt, wenn man Zentnergewichte hebt, sondern auch, wenn man Gedanken faßt. Aber das wollen eben die Menschen nicht; sie denken leicht. Gerade wer im Denken vorrückt, kommt darauf, daß er immer schwerer und schwerer denkt, immer und immer schwerfälliger denkt — wenn ich so sagen darf —, weil er immer mehr und mehr empfindet: Damit ein Gedanke sich in ihm festlegen kann, muß er Anstrengungen aufwenden. Es gibt eigentlich für das Eindringen in die geistige Welt nichts Günstigeres, als wenn es einem immer schwerer und schwerer wird, Gedanken zu fassen, und eigentlich wäre der am glücklichsten im Fortschreiten in der Geisteswissenschaft, der gar nicht mehr den Maßstab des leichten Denkens anwenden könnte, den man sonst im Leben gewohnt ist, sondern der sich sagen würde: Das ist aber eigentlich eine Drescherarbeit, dieses Denken; man muß sich anstrengen, wie wenn man mit dem Dreschflegel schlagen würde!

[ 20 ] For some people, for example, thinking comes exceptionally easily. They’ll say: “That’s not true!” — But still, there are people for whom thinking comes exceptionally easily. When people find it difficult, that’s actually a different feeling. It is precisely those people who take thinking the most lightly who find it the very most difficult. This is because they are actually mentally lazy. But what I mean is this: most people actually find thinking easy. You can’t even say how easy it is, because the way people think is so incredibly easy; you can only say that they simply think—they have no concept whatsoever that it could also be difficult. They simply think; they grasp their ideas and then hold onto them, living within them. But then other things come to people, and I’ll take our example right away: spiritual science. Spiritual science is shunned by so many people not because it is difficult to understand, but because it requires a certain effort to take in its ideas. People shy away from this effort. And whoever goes further and further into spiritual science gradually realizes that grasping its ideas truly requires an exertion of the will—that such an exertion is necessary not only when lifting hundred-pound weights, but also when grasping ideas. But that is precisely what people do not want; they think lightly. It is precisely those who advance in their thinking who come to realize that their thinking becomes harder and harder, more and more laborious—if I may put it that way—because they increasingly feel that in order for a thought to take hold within them, they must exert effort. In fact, there is nothing more conducive to penetrating the spiritual world than when it becomes increasingly difficult to form thoughts, and indeed, the person who would make the greatest progress in spiritual science is the one who could no longer apply the standard of easy thinking to which one is otherwise accustomed in life, but who would say to himself: “This thinking is actually hard work; one must exert oneself, just as if one were striking with a flail!”

[ 21 ] Ich kann ein solches Gefühl nur andeuten, aber es kann sich bilden. Es ist gut, es ist günstig, wenn es so wird. Es ist gar manches andere noch damit verbunden, zum Beispiel, daß dasjenige allmählich zurücktrete, was viele Menschen haben. Viele sind mit ihrem Denken so rasch, daß jemand von einem Gedankenkomplex nur etwas zu sagen braucht, dann haben sie schon den Zusammenhang des Ganzen erfaßt, dann wissen sie es und wissen immer gleich eine Antwort zu geben. Was würde aber auch sonst die Konversation in den Salons bedeuten, wenn das Denken schwer wäre! Aber man kann bemerken: Indem der Mensch nach und nach bekannt wird mit den inneren Verhältnissen der Dinge, wird es ihm auch schwerer, so hinzutratschen und auf alles gleich mit der Antwort bereit zu sein; denn das kommt vom leichten Denken. Man wird ja auch mit dem Vorrücken im Wissen immer sokratischer, man weiß immer mehr, daß man vieles aufwenden muß und sich nur mit Mühe ein Recht erwirbt, über dieses oder jenes eine Meinung auszusprechen.

[ 21 ] I can only hint at such a feeling, but it can take shape. It is good; it is beneficial when it happens. There are many other things connected with it as well—for example, that what many people have gradually recedes. Many people’s minds work so quickly that as soon as someone mentions just a part of a complex of ideas, they have already grasped the whole context; they know it and are always ready to give an answer right away. But what else would conversation in the salons mean if thinking were difficult! But one can observe this: as a person gradually becomes familiar with the inner workings of things, it also becomes harder for them to simply chatter away and be ready with an answer to everything right away; for that stems from facile thinking. After all, as one’s knowledge advances, one becomes increasingly Socratic; one realizes more and more that one must invest a great deal of effort and can only earn the right to express an opinion on this or that with great difficulty.

[ 22 ] Dieses Gefühl, daß Willensanstrengungen zum Fassen der Gedanken gehörten, ist verwandt mit einem andern Gefühl in uns, das wir manchmal haben, wenn wir memorieren, wenn wir ochsen sollen und nicht in uns hereinkriegen, was wir hereinkriegen sollen. Man kann die Verwandtschaft zwischen diesen zwei Dingen durchaus empfinden: die Schwierigkeit, etwas gedächtnismäßig zu behalten, und die Schwierigkeit, wenn man in seinem eigenen Denken Willensanstrengungen macht, um etwas zu erfassen. Man kann sich aber darin auch üben; man kann das anwenden, was ich nennen könnte: Gewissenhaftigkeit, Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber dem Denken. Es kommt bei manchen Menschen zum Beispiel vor, wenn jemand etwas aus einer gewissen Lebenserfahrung heraus sagt: Der oder jener ist ein guter Mensch —, flugs tratscht der andere: Ein furchtbar guter Mensch! — Denken Sie nur einmal, wie häufig es im Leben ist, daß Antworten nur darin bestehen, daß man anstatt des Positivs den Komparativ erwidert. Es ist natürlich nicht das Geringste dazu vorhanden, daß die Sache dem Komparativ entspräche, es ist nur der absoluteste Mangel dessen, was man denken soll; man hat da das Gefühl, daß man doch etwas erlebt haben soll von dem, was man zum Ausdruck bringen soll, worüber man sprechen will. Es darf selbstverständlich eine solche Lebensforderung nicht allzusehr übertrieben werden, denn sonst ginge in vielen Salons das große Schweigen los.

[ 22 ] This feeling that an effort of will is necessary to grasp thoughts is related to another feeling we sometimes have when we are trying to memorize something, when we have to study but cannot get the information to sink in. One can certainly sense the connection between these two things: the difficulty of retaining something in memory, and the difficulty one experiences when exerting willpower in one’s own thinking to grasp something. But one can also practice this; one can apply what I might call conscientiousness—a sense of responsibility toward one’s thinking. For example, it happens with some people that when someone says something based on a certain life experience—such as, “So-and-so is a good person”—the other person immediately gossips, “A terribly good person!” Just think how often it happens in life that answers consist solely of responding with the comparative rather than the positive. Of course, there is not the slightest basis for the statement to correspond to the comparative; it is merely the most absolute lack of what one ought to be thinking; one has the feeling that one ought to have experienced something of what one is trying to express, of what one wants to talk about. Naturally, such a demand of life must not be taken too far, for otherwise a great silence would descend upon many salons.

[ 23 ] Aber die Sache ist doch so: Dieses Gefühl, das aus dem Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber dem Denken erwacht, aus dem Gefühl, daß das Denken schwierig ist, dieses Gefühl begründet die Möglichkeit und die Fähigkeit, Erleuchtungen zu empfangen. Denn eine Erleuchtung kommt nicht auf die Art, wie der Gedanke den meisten Menschen zuspringt; eine Erleuchtung kommt immer, indem sie so schwierig ist wie etwas, was wir eben als schwierig empfinden. Wir müssen erst lernen, den Gedanken als schwierig zu empfinden, wir müssen erst lernen zu empfinden, daß gedächtnisartiges Behalten noch etwas anderes ist als bloßes Denken. Dann werden wir aber ein Gefühl empfinden können für jenes schwache, traumhafte Heraufkommen von Gedanken in der Seele, die eigentlich nicht recht haften wollen, die eigentlich schon wieder weg sein wollen, wenn sie kommen, die schwierig sind anzufassen. Wir unterstützen uns dabei, wenn wir uns geradezu ein Gefühl davon entwickeln, mit den Gedanken real zu leben. — Machen Sie sich einmal klar, was in Ihrer Seele vorgeht, wenn Sie zum Beispiel die Absicht gehabt haben, irgendwo hinzugehen und dann ankommen als am Ziel. Gewiß, der Mensch denkt gewöhnlich nicht darüber nach, man kann aber auch darüber nachdenken, was in der Seele vor sich geht, wenn man eine Absicht gehabt hat, sie ausgeführt hat, und dann erreicht ist, was beabsichtigt war. Es ist tatsächlich ein Umschwung in der Seele geschehen. Man kann es manchmal sogar recht auffällig ausgedrückt finden, wenn ein Bergsteiger sich sehr anstrengen muß, um oben auf einem Berge anzukommen, wenn er pustet und pustet und endlich, wenn er oben ankommt, ausruft: Gott sei Dank, daß mer da sein! — dann fühlt man, daß ein gewisser Umschwung in seinen Gefühlen sich vollzogen hat. Aber man kann sich auch ein feineres Empfinden nach dieser Richtung aneignen, und dieses feinere Empfinden kann sich in das intimere Seelenleben hinein fortsetzen. Dann ist es ähnlich dem folgenden Gefühl: Wer da beginnt, sich eine Situation mit einem Verstorbenen zu vergegenwärtigen, wer zu probieren beginnt, mit dem Toten gemeinsame Interessen zu haben, mit seinen Gedanken und Empfindungen sich zu verbinden, der wird sich wie auf einem Wege befindlich fühlen. Und dann kommt der Moment, wo man sich wie zur Ruhe gekommen in diesem Gedanken empfindet. Wer das kann: sich erst bewegen in einem Gedanken und dann ins Gleichgewicht kommen mit diesem Gedanken, der empfindet, wie wenn man sich aufgestellt hätte, während man früher gegangen ist. Damit hat man viel getan, um in entsprechender Weise für die Erleuchtungen, welche einem Gedanken geben können, zu sorgen. Man kann auch für die Erleuchtung durch Gedanken dadurch sorgen, daß man den ganzen Menschen einsetzt statt dessen, was man sonst nur im Leben einsetzt. Das führt natürlich schon in stärkere Intimitäten dieses Erlebens hinein.

[ 23 ] But the fact is this: This feeling, which arises from a sense of responsibility toward thinking—from the realization that thinking is difficult—is what establishes the possibility and the capacity to receive flashes of insight. For an insight does not come in the way that a thought usually springs to most people’s minds; an insight always comes by being as difficult as something we perceive as difficult. We must first learn to perceive the thought as difficult; we must first learn to perceive that memory-like retention is something other than mere thinking. Then, however, we will be able to sense that faint, dreamlike emergence of thoughts in the soul—thoughts that do not really want to linger, that actually want to be gone again as soon as they arrive, and that are difficult to grasp. We help ourselves in this process by developing a genuine sense of living with these thoughts in reality. — Try to understand what is going on in your soul when, for example, you have intended to go somewhere and then arrive at your destination. Of course, people don’t usually think about this, but one can also reflect on what is happening in the soul when one has had an intention, carried it out, and then achieved what was intended. A real shift has indeed taken place in the soul. One can sometimes even find it quite strikingly expressed when a mountaineer has to exert great effort to reach the top of a mountain—when he pants and pants and finally, upon reaching the summit, exclaims, “Thank God I’m here!”—then one senses that a certain shift in his feelings has taken place. But one can also cultivate a more subtle sensibility in this direction, and this more subtle sensibility can extend into the more intimate life of the soul. Then it is similar to the following feeling: Whoever begins to visualize a situation involving a deceased person, whoever begins to try to share common interests with the deceased, to connect with their thoughts and feelings, will feel as if they are on a path. And then comes the moment when one feels as if they have found peace in this thought. Whoever can do this—first move within a thought and then find balance with that thought—feels as if they have come to a standstill, whereas before they were walking. In doing so, one has done much to ensure, in an appropriate way, the insights that a thought can provide. One can also prepare for enlightenment through thoughts by engaging one’s whole being instead of relying solely on what one otherwise uses in life. This naturally leads to a deeper intimacy with this experience.

[ 24 ] Wer ein wenig in sein Bewußtsein jenes Dankbarkeitsgefühl heraufholt, von dem ich vorhin gesprochen habe, der wird sogleich bemerken, daß dieses sonst unbewußt bleibende Dankbarkeitsgefühl, wenn es ins Bewußtsein heraufkommt, nicht so wirkt wie das gewöhnliche Dankbarkeitsgefühl; sondern es wirkt so, daß man mit ihm den ganzen Menschen verbinden möchte, wenigstens den Menschen bis in die Arme und Hände hin. Da muß ich auf das aufmerksam machen, was ich über diesen Teil des Menschenempfindens gesagt habe, wo die gewöhnlichen Vorstellungen aufgefaßt werden, aber die intimeren Vorstellungen wie durch ein Sieb durch das Gehirn durchgehen, und eigentlich die Arme und Hände die Empfangsorgane dafür sind. Man kann es aber auch wirklich erleben. Man kann selbstverständlich dabei ruhig bleiben, aber man kann doch so empfinden, als wenn man gegenüber gewissen Eindrücken des Lebens jenes Dankbarkeitsgefühl und auch andere ähnliche Gefühle — zum Beispiel das Verwunderungsgefühl, das Achtungsgefühl — mit den Armen ausdrücken müßte. Fragmentarische Äußerungen dieses Erlebens, daß es in den Armen und Händen zuckt, um eben die unterbewußten Impulse bei den Eindrücken mitzuerleben, kommen zum Ausdruck, wenn sich der Mensch zum Beispiel gedrängt fühlt, gegenüber der schönen Natur die Hände zusammenzuschlagen, oder gegenüber manchem, was ihm passiert ist, die Hände zu falten. Alle Dinge, die uns unterbewußt passiert sind, kommen fragmentarisch im Leben zum Ausdruck. Gegenüber dem, was man nennen könnte «Mitwollen der Hände und Arme mit den äußeren Eindrücken» kann ja der Mensch ruhig bleiben; dann bewegt sich nur sein Ätherleib, die Ätherhände und Ätherarme. Je mehr man sich dessen bewußt wird, ja, je mehr man in die Lage kommt, mitzuempfinden mit dem Armorganismus das, was äußere Eindrücke sind, je mehr man eine so zum Ausdruck kommende Empfindung entwickelt: Wenn du Rot siehst, möchtest du diese Handbewegung machen, denn sie gehört dazu; wenn du Blau siehst, möchtest du jene Handbewegung machen, denn sie gehört dazu —, je mehr man sich dessen bewußt wird, desto mehr entwickelt man auch das Gefühl für Erleuchtungen, für das, was so in die Seele kommen soll, was wir als Eindrücke erhalten sollen. Wenn wir uns so hingegeben haben, wie ich es bei dem spielenden Kinde beschrieben habe, dann verlieren wir uns an den Eindruck, finden uns aber selbst. Aber dann kommt die Erleuchtung, wenn wir uns fähig gemacht haben, den ganzen Menschen für einen Eindruck bereit zu haben, wenn wir auch beim Untertauchen in unsere eigenen Gedanken mit dem Toten dieses Untertauchen selbst mit dem Gemeinsamkeitsgefühl verbinden können und, indem wir hinterher aufwachen, es verbinden können im wirklichen Erleben mit dem ganzen Menschen, wie ich jetzt geschildert habe, wenn wir das bis in die Hände und Arme gehende Dankbarkeitsgefühl empfinden können. Denn die geistige Wesenhaftigkeit, in der sich der Tote zwischen Tod und neuer Geburt befindet, spricht in einem solchen Verkehr so zum lebenden Menschen, daß man sagen kann: Wir finden ihn, wenn wir uns an einem gemeinsamen Geistesorte bei einem Gedanken, den auch er sieht, treffen können, wenn wir uns bei diesem gemeinsamen Gedanken in vollständigem Gemeinsamkeitsgefühl treffen können. Und wir haben die Materialien dazu durch das Medium des Dankbarkeitsempfindens. Denn aus dem Raume, der gewoben ist aus dem Gemeinschaftsgefühl, durch die Luft, die gebildet wird aus dem Empfinden der allgemeinen Dankbarkeit der Welt gegenüber, sprechen die Toten zu den lebenden Menschen.

[ 24 ] Anyone who brings to mind even a little of that feeling of gratitude I spoke of earlier will immediately notice that this feeling of gratitude—which otherwise remains unconscious—does not have the same effect as ordinary gratitude when it rises into consciousness; but rather, it has the effect of making one want to connect the whole person with it—at least the person down to the arms and hands. Here I must draw attention to what I have said about this aspect of human sensation, where ordinary perceptions are grasped, but the more intimate perceptions pass through the brain as if through a sieve, and the arms and hands are actually the receiving organs for them. But one can also truly experience this. Of course, one can remain calm in the process, but one can still feel as if, in response to certain impressions of life, one must express that feeling of gratitude—and other similar feelings as well, such as a sense of wonder or a sense of respect—with one’s arms. Fragmentary expressions of this experience—the twitching in the arms and hands that arises from sharing in the subconscious impulses triggered by these impressions—come to the surface, for example, when a person feels compelled to clap their hands in response to the beauty of nature, or to fold their hands in response to certain events that have happened to them. All things that have happened to us subconsciously find fragmentary expression in life. In the face of what one might call “the hands and arms participating in external impressions,” a person can remain calm; then only their etheric body—the etheric hands and etheric arms—moves. The more one becomes aware of this—indeed, the more one is able to empathize with the arm organism regarding what external impressions are—the more one develops a sensation that finds expression in this way: When you see red, you want to make this hand movement, because it belongs to it; when you see blue, you want to make that hand movement, because it belongs to it—the more one becomes aware of this, the more one also develops a sense for insights, for what is meant to enter the soul in this way, what we are meant to receive as impressions. When we have given ourselves over in the way I described with the playing child, then we lose ourselves in the impression, yet find ourselves. But then comes the insight when we have made ourselves capable of having the whole human being ready for an impression, when, even as we immerse ourselves in our own thoughts with the dead, we can connect this immersion itself with a sense of oneness, and, as we awaken afterward, can connect it in real experience with the whole human being, as I have now described, when we can feel that sense of gratitude extending all the way to our hands and arms. For the spiritual essence in which the deceased resides between death and new birth speaks to the living person in such a communion in such a way that one can say: We find him when we can meet at a shared spiritual place in a thought that he, too, perceives, when we can meet in this shared thought with a complete sense of oneness. And we have the means to do this through the medium of the feeling of gratitude. For from the space woven from the sense of community, through the air formed from the feeling of universal gratitude toward the world, the dead speak to the living.