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The Polarity of Duration and Development in Human Life
GA 184

4 October 1918, Dornach

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Zehnter Vortrag

Zehnter Vortrag

[ 1 ] Heute und in den nächsten Tagen möchte ich einige Folgerungen aus den Betrachtungen der letzten Zeit, die hier gepflogen worden sind, für das menschliche Leben selber ziehen. Ich bemerke im voraus, namentlich mit Bezug auf gewisse Gedanken, welche der Anthroposophie als solcher entgegengebracht werden von der Außenwelt, wie hinsichtlich dieser Gedanken gewisse Anschauungen eigentlich gewonnen werden sollten und von uns betont werden sollten. Im Leben der Natur, in der Ordnung der Natur erkennt heute jeder Mensch genau dasselbe an, allerdings abgestimmt für die Ordnung der Natur, was wir durch die anthroposophische Geisteswissenschaft für das geistige Leben, für die geistige Ordnung geltend machen wollen. Allerdings muß anthroposophische Anschauung mißverstanden werden, wenn sie sich irgendwie darauf einläßt, moderne Geisteswissenschaft zu verquicken mit irgendwelchem althergebrachtem, an Aberglauben grenzenden Irrtum oder Mystizismus. Wir müssen uns gewöhnen, solche Bezeichnungen wie ahrimanisch, luziferisch, die uns geläufig geworden sind für die geistige Ordnung, so zu gebrauchen, allerdings dann auf einer höheren Stufe des Daseins, wie der Naturforscher auf seinem Gebiete, sagen wir, positive und negative Elektrizität, positiven und negativen Magnetismus oder Ähnliches gebraucht. Wir müssen uns nur wiederum im Unterschied von der landläufigen und vorurteilsvollen Naturwissenschaft klar darüber sein, daß natürlich in dem Augenblick, wo man heraufkommt zur Betrachtung der geistigen Ordnung der Welt, solche Begriffe, die für die Naturwissenschaft einen gewissen bestimmten, man kann sagen, sogar stark abstrakten Inhalt haben, konkreter, eben geistiger gefaßt werden müssen.

[ 1 ] Heute und in den nächsten Tagen möchte ich einige Folgerungen aus den Betrachtungen der letzten Zeit, die hier gepflogen worden sind, für das menschliche Leben selber ziehen. Ich bemerke im voraus, namentlich mit Bezug auf gewisse Gedanken, welche der Anthroposophie als solcher entgegengebracht werden von der Außenwelt, wie hinsichtlich dieser Gedanken gewisse Anschauungen eigentlich gewonnen werden sollten und von uns betont werden sollten. Im Leben der Natur, in der Ordnung der Natur erkennt heute jeder Mensch genau dasselbe an, allerdings abgestimmt für die Ordnung der Natur, was wir durch die anthroposophische Geisteswissenschaft für das geistige Leben, für die geistige Ordnung geltend machen wollen. Allerdings muß anthroposophische Anschauung mißverstanden werden, wenn sie sich irgendwie darauf einläßt, moderne Geisteswissenschaft zu verquicken mit irgendwelchem althergebrachtem, an Aberglauben grenzenden Irrtum oder Mystizismus. Wir müssen uns gewöhnen, solche Bezeichnungen wie ahrimanisch, luziferisch, die uns geläufig geworden sind für die geistige Ordnung, so zu gebrauchen, allerdings dann auf einer höheren Stufe des Daseins, wie der Naturforscher auf seinem Gebiete, sagen wir, positive und negative Elektrizität, positiven und negativen Magnetismus oder Ähnliches gebraucht. Wir müssen uns nur wiederum im Unterschied von der landläufigen und vorurteilsvollen Naturwissenschaft klar darüber sein, daß natürlich in dem Augenblick, wo man heraufkommt zur Betrachtung der geistigen Ordnung der Welt, solche Begriffe, die für die Naturwissenschaft einen gewissen bestimmten, man kann sagen, sogar stark abstrakten Inhalt haben, konkreter, eben geistiger gefaßt werden müssen.

[ 2 ] Nun wissen wir, daß das Menschenwesen, so wie es uns zunächst im Leben zwischen Geburt und Tod entgegentritt, uns darbietet dasjenige, was wir gewohnt worden sind, den physischen Leib zu nennen, dann darüber hinaus dasjenige, was wir Ätherleib nennen, oder was ich versuche, um gewissermaßen einen gangbareren Ausdruck zu gewinnen, Bildekräfteleib zu nennen, dann dasjenige, was schon Bewußtseinscharakter hat, was wir gewohnt worden sind, den astralischen Leib zu nennen, was aber noch nicht jenen Bewußtseinscharakter hat, der unser uns zunächststehendes heutiges Bewußtsein durchzieht. Dasjenige, was wir heute das Unterbewußte nach dem Brauch vieler Leute nennen, das würde dem astralischen Leib angehören. Dann das, was wir als unser gewöhnliches Bewußtsein bezeichnen, welches wechselt zwischen Schlaf- und Wachzuständen, welches in die Schlafzustände hinein nur die chaotischen Träume sendet, welches in den Wachzuständen sich nicht mit Anschauungen begnügt, sondern zu Urteilen und Begriffen, die abstrakt sind, Zuflucht nimmt, das alles bezeichnen wir als jenes Glied der menschlichen Wesenheit, welches wir das Ich nennen. Nur in diesem letzten Gliede der menschlichen Wesenheit, im eigentlichen Ich, könnte man sagen, kennt sich der Mensch der Gegenwart aus. Dieses Ich wird ihm gespiegelt von seinem Bewußtsein. Dieses Ich ist dasjenige, in dem sich alles Denken, Fühlen und Wollen der Seele eigentlich abspielt. Alles übrige, astralischer Leib, Ätherleib und der physische Leib in seiner wahren Gestalt, liegt unterhalb des Bewußtseins und auch unterhalb des Ich. Denn dasjenige, was die gewöhnliche Wissenschaft, Anatomie, Physiologie und so weiter, vom physischen Leib konstatieren kann, das ist ja nur seine Außenseite; das ist im Grunde genommen auch nichts anderes als unser Bewußtseinsinhalt von dem menschlichen physischen Leib, den wir geradeso gewinnen, wie wir einen andern sinnenfälligen Inhalt gewinnen. Das ist das äußere Bild des physischen Leibes für unser Bewußtsein, das ist aber nicht der physische Leib selber.

[ 2 ] Nun wissen wir, daß das Menschenwesen, so wie es uns zunächst im Leben zwischen Geburt und Tod entgegentritt, uns darbietet dasjenige, was wir gewohnt worden sind, den physischen Leib zu nennen, dann darüber hinaus dasjenige, was wir Ätherleib nennen, oder was ich versuche, um gewissermaßen einen gangbareren Ausdruck zu gewinnen, Bildekräfteleib zu nennen, dann dasjenige, was schon Bewußtseinscharakter hat, was wir gewohnt worden sind, den astralischen Leib zu nennen, was aber noch nicht jenen Bewußtseinscharakter hat, der unser uns zunächststehendes heutiges Bewußtsein durchzieht. Dasjenige, was wir heute das Unterbewußte nach dem Brauch vieler Leute nennen, das würde dem astralischen Leib angehören. Dann das, was wir als unser gewöhnliches Bewußtsein bezeichnen, welches wechselt zwischen Schlaf- und Wachzuständen, welches in die Schlafzustände hinein nur die chaotischen Träume sendet, welches in den Wachzuständen sich nicht mit Anschauungen begnügt, sondern zu Urteilen und Begriffen, die abstrakt sind, Zuflucht nimmt, das alles bezeichnen wir als jenes Glied der menschlichen Wesenheit, welches wir das Ich nennen. Nur in diesem letzten Gliede der menschlichen Wesenheit, im eigentlichen Ich, könnte man sagen, kennt sich der Mensch der Gegenwart aus. Dieses Ich wird ihm gespiegelt von seinem Bewußtsein. Dieses Ich ist dasjenige, in dem sich alles Denken, Fühlen und Wollen der Seele eigentlich abspielt. Alles übrige, astralischer Leib, Ätherleib und der physische Leib in seiner wahren Gestalt, liegt unterhalb des Bewußtseins und auch unterhalb des Ich. Denn dasjenige, was die gewöhnliche Wissenschaft, Anatomie, Physiologie und so weiter, vom physischen Leib konstatieren kann, das ist ja nur seine Außenseite; das ist im Grunde genommen auch nichts anderes als unser Bewußtseinsinhalt von dem menschlichen physischen Leib, den wir geradeso gewinnen, wie wir einen andern sinnenfälligen Inhalt gewinnen. Das ist das äußere Bild des physischen Leibes für unser Bewußtsein, das ist aber nicht der physische Leib selber.

[ 3 ] Also, die drei Glieder der menschlichen Wesenheit, die wir nach der Entwickelung als vorirdisch bezeichnen — Sie kennen diese Entwickelung aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» —, diese drei Glieder sind zunächst außerhalb des Feldes menschlicher Bewußtheit gelegen. Nun wissen Sie, daß wir bezüglich der geistigen Ordnung hinweisen auf Wesenheiten, die sich nach oben hin als Hierarchien, als Mitglieder der Hierarchien so anschließen an den Menschen, wie sich nach unten hin die drei Naturreiche, das tierische, pflanzliche, mineralische Reich anschließen. In dem Augenblicke, wo wir nun geistig den Menschen betrachten, können wir nicht mehr nur von denjenigen Inhalten des astralischen, des ätherischen, des physischen Leibes sprechen, von denen die gewöhnliche Wissenschaft oder auch die Anthroposophie spricht, wenn sie nur Rücksicht nimmt auf dasjenige Leben des Menschen, das in der sinnenfälligen Welt offenbar wird. Und ich habe deshalb schon in früheren Betrachtungen dieses Herbstes erwähnt, daß mit diesen, nennen wir sie nun untere Glieder der menschlichen Natur, daß mit diesen unteren Gliedern der menschlichen Natur, wenn wir sie ihrer Wahrheit nach betrachten, im wesentlichen verbunden sind die Geister der einzelnen Hierarchien.

[ 3 ] Also, die drei Glieder der menschlichen Wesenheit, die wir nach der Entwickelung als vorirdisch bezeichnen — Sie kennen diese Entwickelung aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» —, diese drei Glieder sind zunächst außerhalb des Feldes menschlicher Bewußtheit gelegen. Nun wissen Sie, daß wir bezüglich der geistigen Ordnung hinweisen auf Wesenheiten, die sich nach oben hin als Hierarchien, als Mitglieder der Hierarchien so anschließen an den Menschen, wie sich nach unten hin die drei Naturreiche, das tierische, pflanzliche, mineralische Reich anschließen. In dem Augenblicke, wo wir nun geistig den Menschen betrachten, können wir nicht mehr nur von denjenigen Inhalten des astralischen, des ätherischen, des physischen Leibes sprechen, von denen die gewöhnliche Wissenschaft oder auch die Anthroposophie spricht, wenn sie nur Rücksicht nimmt auf dasjenige Leben des Menschen, das in der sinnenfälligen Welt offenbar wird. Und ich habe deshalb schon in früheren Betrachtungen dieses Herbstes erwähnt, daß mit diesen, nennen wir sie nun untere Glieder der menschlichen Natur, daß mit diesen unteren Gliedern der menschlichen Natur, wenn wir sie ihrer Wahrheit nach betrachten, im wesentlichen verbunden sind die Geister der einzelnen Hierarchien.

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[ 4 ] Nun können wir, im Sinne dessen, was ich Ihnen gerade in Anknüpfung an Goethes Weltanschauung neulich vorbrachte, sagen: Insofern sich der Mensch durch diese seine drei Glieder in der Zeit entwickelt, insofern er jene Entwickelung durchmacht, welche man verfolgen kann von seiner Geburt bis zu seinem Tode, insofern hängt er zusammen mit gewissen geistigen Kräften, die hinter seiner Entwickelung liegen. Ich habe es Ihnen dadurch klarzumachen versucht, daß ich sagte: Wenn wir dieses (siehe Zeichnung) als Wesenheit des heutigen Menschen betrachten, so müssen wir rückgängig in der Entwickelung mit dieser seiner Wesenheit verbunden denken die geistigen Kräfte, die wir als die Glieder der höheren Hierarchien erkannt haben. Diese geistigen Kräfte wirken ja nun, wie Sie wissen, unmittelbar in sein Ich beim normalen Menschen nicht herein, außer den Geistern der Form, denjenigen, die man Exusiai nennt. Also außer diesen Geistern der Form, jenen Kräften, welche dem Menschen seine ihm ureigene Form geben, wirken in das gegenwärtige Bewußtsein des Menschen die andern geistigen Kräfte nicht herein. Wir bekommen einen zwar spärlichen, aber doch immerhin einigermaßen möglichen Begriff von den Geistern der Form, wenn wir den Blick wenden auf diejenige Formung des Menschen — es ist nur ein Teil, ein Glied seiner allgemeinen Formung —, die er noch während der Zeit seines physischen Lebens annimmt. Wir werden alle geboren als mehr oder weniger kriechende Wesen. Wir haben die Vertikale nicht in unserer Gewalt. Nun hängt mit dem Aufrechten des Menschen — nicht gerade mit dem mathematisch Aufrechten, aber mit der Kraft, die aufrechte Lage als seine Lage zu haben — ungeheuer viel in der Gesamtwesenheit des Menschen zusammen. Und wenn man den Unterschied des Menschen vom Tiere betrachtet nach rein äußeren Merkmalen, so sollte man nicht auf diejenigen Dinge sehen, auf die gewöhnlich gesehen wird, auf die Zahl der Knochen und der Muskeln und so weiter, die ja der Mensch im wesentlichen mit dem Tiere gemein hat, sondern man sollte gerade auf diese Aufrichtekraft, die dem werdenden Menschen seine Formung gibt, achten. Es ist nur ein Teil dessen, was in Betracht kommt, aber es ist ein wesentlicher Teil. Dieselbe Kraft, die da als Aufrichtekraft in unser physisches Werden eingreift, sie ist von der Art wie alle die Kräfte, die uns als Menschen, als Erdenmenschen unsere Form geben. Und nur diese Kräfte, die von solcher Art sind, greifen in unser Ich ein.

[ 4 ] Nun können wir, im Sinne dessen, was ich Ihnen gerade in Anknüpfung an Goethes Weltanschauung neulich vorbrachte, sagen: Insofern sich der Mensch durch diese seine drei Glieder in der Zeit entwickelt, insofern er jene Entwickelung durchmacht, welche man verfolgen kann von seiner Geburt bis zu seinem Tode, insofern hängt er zusammen mit gewissen geistigen Kräften, die hinter seiner Entwickelung liegen. Ich habe es Ihnen dadurch klarzumachen versucht, daß ich sagte: Wenn wir dieses (siehe Zeichnung) als Wesenheit des heutigen Menschen betrachten, so müssen wir rückgängig in der Entwickelung mit dieser seiner Wesenheit verbunden denken die geistigen Kräfte, die wir als die Glieder der höheren Hierarchien erkannt haben. Diese geistigen Kräfte wirken ja nun, wie Sie wissen, unmittelbar in sein Ich beim normalen Menschen nicht herein, außer den Geistern der Form, denjenigen, die man Exusiai nennt. Also außer diesen Geistern der Form, jenen Kräften, welche dem Menschen seine ihm ureigene Form geben, wirken in das gegenwärtige Bewußtsein des Menschen die andern geistigen Kräfte nicht herein. Wir bekommen einen zwar spärlichen, aber doch immerhin einigermaßen möglichen Begriff von den Geistern der Form, wenn wir den Blick wenden auf diejenige Formung des Menschen — es ist nur ein Teil, ein Glied seiner allgemeinen Formung —, die er noch während der Zeit seines physischen Lebens annimmt. Wir werden alle geboren als mehr oder weniger kriechende Wesen. Wir haben die Vertikale nicht in unserer Gewalt. Nun hängt mit dem Aufrechten des Menschen — nicht gerade mit dem mathematisch Aufrechten, aber mit der Kraft, die aufrechte Lage als seine Lage zu haben — ungeheuer viel in der Gesamtwesenheit des Menschen zusammen. Und wenn man den Unterschied des Menschen vom Tiere betrachtet nach rein äußeren Merkmalen, so sollte man nicht auf diejenigen Dinge sehen, auf die gewöhnlich gesehen wird, auf die Zahl der Knochen und der Muskeln und so weiter, die ja der Mensch im wesentlichen mit dem Tiere gemein hat, sondern man sollte gerade auf diese Aufrichtekraft, die dem werdenden Menschen seine Formung gibt, achten. Es ist nur ein Teil dessen, was in Betracht kommt, aber es ist ein wesentlicher Teil. Dieselbe Kraft, die da als Aufrichtekraft in unser physisches Werden eingreift, sie ist von der Art wie alle die Kräfte, die uns als Menschen, als Erdenmenschen unsere Form geben. Und nur diese Kräfte, die von solcher Art sind, greifen in unser Ich ein.

[ 5 ] Dagegen greifen andere Kräfte, wir nennen sie die Kräfte der kosmischen Bewegung, der kosmischen Weisheit, des kosmischen Willens, bezeichnen sie als Dynamis, Kyriotetes, Throne, alte Namen gebrauchend für diese im modernen Geiste gesehenen Dinge, ein in dasjenige, was nicht ins Bewußtsein des Menschen hereinfällt, was also angehört seinem astralischen Leibe, seinem Bildekräfteleib oder Ätherleib und seinem physischen Leib. So daß man, wenn man diese Glieder der Menschennatur ohne diesen geistigen Inhalt betrachtet, den ich eben angeführt habe, dann eigentlich von einer bloßen Illusion, von einem bloßen Scheingebilde redet. In Wahrheit stecken wir nicht in dem, was sich als äußerer Schein darbietet, sondern in den angedeuteten geistigen Kräften darinnen.

[ 5 ] Dagegen greifen andere Kräfte, wir nennen sie die Kräfte der kosmischen Bewegung, der kosmischen Weisheit, des kosmischen Willens, bezeichnen sie als Dynamis, Kyriotetes, Throne, alte Namen gebrauchend für diese im modernen Geiste gesehenen Dinge, ein in dasjenige, was nicht ins Bewußtsein des Menschen hereinfällt, was also angehört seinem astralischen Leibe, seinem Bildekräfteleib oder Ätherleib und seinem physischen Leib. So daß man, wenn man diese Glieder der Menschennatur ohne diesen geistigen Inhalt betrachtet, den ich eben angeführt habe, dann eigentlich von einer bloßen Illusion, von einem bloßen Scheingebilde redet. In Wahrheit stecken wir nicht in dem, was sich als äußerer Schein darbietet, sondern in den angedeuteten geistigen Kräften darinnen.

[ 6 ] Nun wirken aber auf den Menschen gewissermaßen zeitlich wie ich neulich in Anknüpfung an Goethes Weltanschauung gesagt habe —, ohne daß sie mit seiner Entwickelung unmittelbar zusammenhängen, jene beiden Kräftearten herein, die wir als luziferische oder ahrimanische bezeichnen. Wir können sagen: mehr geistig die luziferischen Kräfte (siehe Zeichnung, rot), mehr vom Unterbewußten her die ahrimanischen Kräfte (lila). Daher haben wir eine Dreigliedrigkeit im kosmischen Hineingestelltsein des Menschen in das Dasein. So daß wir sagen: Es gibt in der Menschennatur gewisse geistige Kräfte, die unmittelbar mit seiner Entwickelungsströmung zusammenhängen. Es gibt zwei andere Kräfteströmungen, die luziferische und die ahrimanische, die nicht mit seiner unmittelbaren Entwickelungsströmung zusammenhängen, sondern zeitlich auf ihn einwirken, die also hinzukommen zu dem, was eigentlich zum Menschen gehört.

[ 6 ] Nun wirken aber auf den Menschen gewissermaßen zeitlich wie ich neulich in Anknüpfung an Goethes Weltanschauung gesagt habe —, ohne daß sie mit seiner Entwickelung unmittelbar zusammenhängen, jene beiden Kräftearten herein, die wir als luziferische oder ahrimanische bezeichnen. Wir können sagen: mehr geistig die luziferischen Kräfte (siehe Zeichnung, rot), mehr vom Unterbewußten her die ahrimanischen Kräfte (lila). Daher haben wir eine Dreigliedrigkeit im kosmischen Hineingestelltsein des Menschen in das Dasein. So daß wir sagen: Es gibt in der Menschennatur gewisse geistige Kräfte, die unmittelbar mit seiner Entwickelungsströmung zusammenhängen. Es gibt zwei andere Kräfteströmungen, die luziferische und die ahrimanische, die nicht mit seiner unmittelbaren Entwickelungsströmung zusammenhängen, sondern zeitlich auf ihn einwirken, die also hinzukommen zu dem, was eigentlich zum Menschen gehört.

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[ 7 ] Betrachten wir nun das Leben. Wenn wir das Leben betrachten denken Sie doch, wir sehen nicht nur den Kräftestrom, der eigentlich zu uns gehört, wir sehen immer etwas, was aus den drei Kräfteströmen zusammengeflossen ist. Was immer wir überschauen, sei es die äußere Sinneswelt, sei es das zwischen Lust und Leid, Freude und Schmerz, Tat und Trägheit verlaufende menschliche geschichtliche Leben, wir sehen es so, daß die drei Strömungen ineinandergeflossen sind. Wir unternehmen im gewöhnlichen Leben nicht dasjenige, was zum Beispiel der Chemiker unternimmt, wenn er Wasser nicht einfach als die Flüssigkeit hinnimmt, als die sie sich im Äußeren darbietet, sondern es zerlegt in Wasserstoff und Sauerstoff. Geisteswissenschaft muß diese Zerlegung unternehmen. Geisteswissenschaft muß sich einlassen auf diese geistige Chemie, sonst wird niemals das menschliche Leben durchdrungen werden können.

[ 7 ] Betrachten wir nun das Leben. Wenn wir das Leben betrachten denken Sie doch, wir sehen nicht nur den Kräftestrom, der eigentlich zu uns gehört, wir sehen immer etwas, was aus den drei Kräfteströmen zusammengeflossen ist. Was immer wir überschauen, sei es die äußere Sinneswelt, sei es das zwischen Lust und Leid, Freude und Schmerz, Tat und Trägheit verlaufende menschliche geschichtliche Leben, wir sehen es so, daß die drei Strömungen ineinandergeflossen sind. Wir unternehmen im gewöhnlichen Leben nicht dasjenige, was zum Beispiel der Chemiker unternimmt, wenn er Wasser nicht einfach als die Flüssigkeit hinnimmt, als die sie sich im Äußeren darbietet, sondern es zerlegt in Wasserstoff und Sauerstoff. Geisteswissenschaft muß diese Zerlegung unternehmen. Geisteswissenschaft muß sich einlassen auf diese geistige Chemie, sonst wird niemals das menschliche Leben durchdrungen werden können.

[ 8 ] Nun haben wir ja von den verschiedensten Gesichtspunkten aus hingewiesen auf die besondere Eigenart jener Wesenheit, die wir als luziferisch bezeichnen, und die besondere Eigenart jener Wesenheit, die wir als ahrimanisch bezeichnen. Es handelt sich nun darum, noch von einem andern Gesichtspunkte, von dem Gesichtspunkte des unmittelbaren Menschenlebens auch einmal auf diese Dinge einzugehen. Wir können dann fragen: Wo ist denn eigentlich im Menschenleben der Punkt, wo die luziferischen Kräfte besonderen Einfluß gewinnen, und wo ist wiederum der Punkt, wo die ahrimanischen Kräfte besonderen Einfluß gewinnen?

[ 8 ] Nun haben wir ja von den verschiedensten Gesichtspunkten aus hingewiesen auf die besondere Eigenart jener Wesenheit, die wir als luziferisch bezeichnen, und die besondere Eigenart jener Wesenheit, die wir als ahrimanisch bezeichnen. Es handelt sich nun darum, noch von einem andern Gesichtspunkte, von dem Gesichtspunkte des unmittelbaren Menschenlebens auch einmal auf diese Dinge einzugehen. Wir können dann fragen: Wo ist denn eigentlich im Menschenleben der Punkt, wo die luziferischen Kräfte besonderen Einfluß gewinnen, und wo ist wiederum der Punkt, wo die ahrimanischen Kräfte besonderen Einfluß gewinnen?

[ 9 ] Ja, wenn sich der Mensch überlassen könnte seiner ruhigen, in seinem ureigenen Wesen gelegenen Entwickelung — er kann es aber nicht, Sie wissen es aus früheren Betrachtungen, er würde erst in der zweiten Lebenshälfte zu einiger Selbsterkenntnis kommen können —, dann würde er nicht ausgesetzt sein dem zeitlichen Eingreifen der luziferischen und ahrimanischen Mächte. Aber im wirklichen Leben, so wie wir es zu durchleben haben, ist der Mensch eben diesem zeitlichen Eingreifen der luziferischen und ahrimanischen Mächte ausgesetzt, ja, er muß sogar mit den luziferischen und ahrimanischen Mächten rechnen. In alldem nun, was beim Menschen mehr in das Gebiet des Bewußten gehört, aber so, daß der Mensch diese Bewußtheit nicht durch Natur bloß anstrebt, sondern über diese Natur hinausgeht — wir gehen über die Natur hinaus, wenn wir zum Beispiel in der ersten Lebenshälfte schon Selbsterkenntnis haben —, in alldem, was der Mensch durch sein Bewußtsein anstrebt, liegt etwas, was wir nicht anders nennen können als Überbewußtes. Unser Bewußtsein würde ganz anders aussehen, wenn nicht in diesem Bewußtsein eben Überbewußtes liegen würde. Überbewußtheit ist es, was den Menschen dazu veranlaßt, mehr hereinzutragen in das geschichtliche Leben, als er hereintragen würde, wenn er sich nur seiner bloßen physischen Entwickelung überließe. Wir wären heute in diesem Zeitpunkte der menschlichen Erdenentwickelung in einer ganz andersgearteten Kultur darinnen, wenn nicht eingeflossen wäre in dasjenige, was sich nur durch die Menschheit an Bewußtheit entwickelt hat, Überbewußtes. Aber mit diesem Überbewußten ist schon durchaus gegeben die Möglichkeit des Eingriffes luziferischer Mächte. Man muß nur in der richtigen Weise erkennen, wie luziferische Mächte ins Bewußtsein hereinwirken. Der Mensch würde niemals veranlaßt sein, ein anderes Denken zu entwickeln als ein solches, welches ich Ihnen als das Ideal der Goetheschen Weltanschauung neulich charakterisiert habe, wenn nicht luziferische Mächte hereinspielten. Durch die luziferischen Mächte bildet der Mensch Hypothesen, durch die luziferischen Mächte bildet der Mensch Phantasien über die Wirklichkeit. Er ergreift nicht bloß die Wirklichkeit, er vereint mit dem Bewußten das Überbewußte. Er macht sich allerlei Ideen über die Wirklichkeit, Ideen, die ihn dann wiederum befähigen, gründlicher mit dieser Wirklichkeit zusammenzuwachsen, als er sonst zusammenwachsen würde. Und wenn wir erst das ganze Gebiet der Kunst ins Auge fassen, müssen wir ja betonen, daß innerhalb der Kunst, in der das Überbewußte eine so große Rolle spielt, wenn die Kunst nicht ausarten will in reinen Naturalismus, das luziferische Element im höchsten Grade sich wirksam erweisen muß. Es geht nicht an — das habe ich immer wieder und wiederum betont —, einfach zu sagen, der Mensch soll in seinem Leben sich dem Luziferischen fernhalten. Wenn er sich dem Luziferischen fernhielte, würde der Mensch nicht ein wirkliches Leben führen können, sondern er würde zum Urphilister werden müssen. Dasjenige, was immer wieder und wiederum wie ein Sauerteig wirkt und die Menschheit rettet, sie aus dem Philistertum herauszustreben anspornt, das ist schon die luziferische Regsamkeit.

[ 9 ] Ja, wenn sich der Mensch überlassen könnte seiner ruhigen, in seinem ureigenen Wesen gelegenen Entwickelung — er kann es aber nicht, Sie wissen es aus früheren Betrachtungen, er würde erst in der zweiten Lebenshälfte zu einiger Selbsterkenntnis kommen können —, dann würde er nicht ausgesetzt sein dem zeitlichen Eingreifen der luziferischen und ahrimanischen Mächte. Aber im wirklichen Leben, so wie wir es zu durchleben haben, ist der Mensch eben diesem zeitlichen Eingreifen der luziferischen und ahrimanischen Mächte ausgesetzt, ja, er muß sogar mit den luziferischen und ahrimanischen Mächten rechnen. In alldem nun, was beim Menschen mehr in das Gebiet des Bewußten gehört, aber so, daß der Mensch diese Bewußtheit nicht durch Natur bloß anstrebt, sondern über diese Natur hinausgeht — wir gehen über die Natur hinaus, wenn wir zum Beispiel in der ersten Lebenshälfte schon Selbsterkenntnis haben —, in alldem, was der Mensch durch sein Bewußtsein anstrebt, liegt etwas, was wir nicht anders nennen können als Überbewußtes. Unser Bewußtsein würde ganz anders aussehen, wenn nicht in diesem Bewußtsein eben Überbewußtes liegen würde. Überbewußtheit ist es, was den Menschen dazu veranlaßt, mehr hereinzutragen in das geschichtliche Leben, als er hereintragen würde, wenn er sich nur seiner bloßen physischen Entwickelung überließe. Wir wären heute in diesem Zeitpunkte der menschlichen Erdenentwickelung in einer ganz andersgearteten Kultur darinnen, wenn nicht eingeflossen wäre in dasjenige, was sich nur durch die Menschheit an Bewußtheit entwickelt hat, Überbewußtes. Aber mit diesem Überbewußten ist schon durchaus gegeben die Möglichkeit des Eingriffes luziferischer Mächte. Man muß nur in der richtigen Weise erkennen, wie luziferische Mächte ins Bewußtsein hereinwirken. Der Mensch würde niemals veranlaßt sein, ein anderes Denken zu entwickeln als ein solches, welches ich Ihnen als das Ideal der Goetheschen Weltanschauung neulich charakterisiert habe, wenn nicht luziferische Mächte hereinspielten. Durch die luziferischen Mächte bildet der Mensch Hypothesen, durch die luziferischen Mächte bildet der Mensch Phantasien über die Wirklichkeit. Er ergreift nicht bloß die Wirklichkeit, er vereint mit dem Bewußten das Überbewußte. Er macht sich allerlei Ideen über die Wirklichkeit, Ideen, die ihn dann wiederum befähigen, gründlicher mit dieser Wirklichkeit zusammenzuwachsen, als er sonst zusammenwachsen würde. Und wenn wir erst das ganze Gebiet der Kunst ins Auge fassen, müssen wir ja betonen, daß innerhalb der Kunst, in der das Überbewußte eine so große Rolle spielt, wenn die Kunst nicht ausarten will in reinen Naturalismus, das luziferische Element im höchsten Grade sich wirksam erweisen muß. Es geht nicht an — das habe ich immer wieder und wiederum betont —, einfach zu sagen, der Mensch soll in seinem Leben sich dem Luziferischen fernhalten. Wenn er sich dem Luziferischen fernhielte, würde der Mensch nicht ein wirkliches Leben führen können, sondern er würde zum Urphilister werden müssen. Dasjenige, was immer wieder und wiederum wie ein Sauerteig wirkt und die Menschheit rettet, sie aus dem Philistertum herauszustreben anspornt, das ist schon die luziferische Regsamkeit.

[ 10 ] Aber diese ganze luziferische Regsamkeit, sie verursacht zu gleicher Zeit, daß der Mensch in einer gewissen Weise, man kann sagen, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten geneigt ist. Alles das, was im Laufe der Zeit auftritt als Programme, als schr schöne Ideen, mit denen man immer glaubt, das goldene Zeitalter in der einen oder in der andern Weise herbeiführen zu können, alles das rührt von den in den Menschen einströmenden luziferischen Neigungen her. Alles das, wodurch der Mensch aus dem Zusammengewachsensein mit der Wirklichkeit herausstrebt, durch das er gewissermaßen seine Schwingen höher heben würde, als es der Zusammenhang ist, in den er als Mensch hineingestellt ist, alles das weist auf Luziferisches. Luziferisch in der Menschennatur ist derjenige Trieb, der uns immerfort veranlaßt, unser Interesse gegenüber unseren Mitmenschen zu verringern. Wenn wir unserer ureigenen Menschennatur folgen würden, also denjenigen Entwickelungskräften, die in des Menschen eigener Strömung liegen, würden wir ein weit über das Maß dessen hinausgehendes Interesse für unsere Mitmenschen haben, als wir es in Wirklichkeit haben. Die luziferische Wesenheit in der Natur des Menschen, die bewirkt eine gewisse Interesselosigkeit gegenüber den andern Menschen. Und man sollte, wenn man den Menschen in seiner Wesenheit studiert, gerade auf diesen Punkt einen großen Wert legen. Vieles in der Welt würde anders sein, wenn wir seiner Realität nach anerkennen würden diesen unseren Drang, ein viel zu großes Interesse für dasjenige zu haben, was wir selber auskochen, und ein viel zu geringes Interesse für dasjenige, was andere Menschen denken und fühlen und wollen. Menschenkenntnis in rechtem Sinne erlangt man nur, wenn man seine Menschenanschauung durchstrahlt mit der Frage: Was treibt mich hinweg von dem Interesse, das ich an andern Menschen entwickeln kann? Und es muß eine Aufgabe der Menschenkultur in der Zukunft sein, gerade diese Menschenkenntnis zu entwickeln. Heute nennt man vielfach noch Menschenkenntnis dasjenige, was einer sagt über die Menschen, je nachdem er sich einbildet, sie seien so oder so, oder sie sollten so oder so sein. Die Menschen nehmen, wie sie sind, und sich klar darüber sein, daß jeder, wie er ist, selbst der Verbrecher — auch das muß gesagt werden —, noch immer etwas Wichtigeres uns sagt über die Welt, als es die Einbildungen sind, die wir uns über die Menschenwesenheit machen, wenn wir uns noch so schöne Gedanken aushecken: dieses sich sagen, das heißt, dem Luziferischen die richtige Gleichheitslage in uns geben. Es würde ein solches Streben nach Menschenkenntnis unendlich viel offenbaren. Und aus der Natur der menschlichen Erdenentwickelung war eigentlich keine Zeit weiter entfernt von dem wirklichen, echten Interesse an der unmittelbaren Menschennatur als die heutige Zeit. Man verwechsle dasjenige, was hier gemeint ist, nicht mit einer Kritiklosigkeit gegenüber dem Menschen. Wer freilich wiederum von der Idee ausgeht: Alle Menschen mußt du als gut ansehen und alle Menschen gleich lieben —, der macht sich die Sache ja allerdings recht luziferisch bequem, denn er geht erst recht von seinen Phantasien aus. Alle Menschen gleich zu betrachten, das ist erst recht eine luziferische Phantasie. Es handelt sich nicht darum, eine allgemeine Idee zu pflegen, sondern gerade darum, auf das Konkrete jedes einzelnen Menschen einzugehen und dafür ein liebevolles, vielleicht besser gesagt, interessevolles Verständnis zu entwickeln.

[ 10 ] Aber diese ganze luziferische Regsamkeit, sie verursacht zu gleicher Zeit, daß der Mensch in einer gewissen Weise, man kann sagen, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten geneigt ist. Alles das, was im Laufe der Zeit auftritt als Programme, als schr schöne Ideen, mit denen man immer glaubt, das goldene Zeitalter in der einen oder in der andern Weise herbeiführen zu können, alles das rührt von den in den Menschen einströmenden luziferischen Neigungen her. Alles das, wodurch der Mensch aus dem Zusammengewachsensein mit der Wirklichkeit herausstrebt, durch das er gewissermaßen seine Schwingen höher heben würde, als es der Zusammenhang ist, in den er als Mensch hineingestellt ist, alles das weist auf Luziferisches. Luziferisch in der Menschennatur ist derjenige Trieb, der uns immerfort veranlaßt, unser Interesse gegenüber unseren Mitmenschen zu verringern. Wenn wir unserer ureigenen Menschennatur folgen würden, also denjenigen Entwickelungskräften, die in des Menschen eigener Strömung liegen, würden wir ein weit über das Maß dessen hinausgehendes Interesse für unsere Mitmenschen haben, als wir es in Wirklichkeit haben. Die luziferische Wesenheit in der Natur des Menschen, die bewirkt eine gewisse Interesselosigkeit gegenüber den andern Menschen. Und man sollte, wenn man den Menschen in seiner Wesenheit studiert, gerade auf diesen Punkt einen großen Wert legen. Vieles in der Welt würde anders sein, wenn wir seiner Realität nach anerkennen würden diesen unseren Drang, ein viel zu großes Interesse für dasjenige zu haben, was wir selber auskochen, und ein viel zu geringes Interesse für dasjenige, was andere Menschen denken und fühlen und wollen. Menschenkenntnis in rechtem Sinne erlangt man nur, wenn man seine Menschenanschauung durchstrahlt mit der Frage: Was treibt mich hinweg von dem Interesse, das ich an andern Menschen entwickeln kann? Und es muß eine Aufgabe der Menschenkultur in der Zukunft sein, gerade diese Menschenkenntnis zu entwickeln. Heute nennt man vielfach noch Menschenkenntnis dasjenige, was einer sagt über die Menschen, je nachdem er sich einbildet, sie seien so oder so, oder sie sollten so oder so sein. Die Menschen nehmen, wie sie sind, und sich klar darüber sein, daß jeder, wie er ist, selbst der Verbrecher — auch das muß gesagt werden —, noch immer etwas Wichtigeres uns sagt über die Welt, als es die Einbildungen sind, die wir uns über die Menschenwesenheit machen, wenn wir uns noch so schöne Gedanken aushecken: dieses sich sagen, das heißt, dem Luziferischen die richtige Gleichheitslage in uns geben. Es würde ein solches Streben nach Menschenkenntnis unendlich viel offenbaren. Und aus der Natur der menschlichen Erdenentwickelung war eigentlich keine Zeit weiter entfernt von dem wirklichen, echten Interesse an der unmittelbaren Menschennatur als die heutige Zeit. Man verwechsle dasjenige, was hier gemeint ist, nicht mit einer Kritiklosigkeit gegenüber dem Menschen. Wer freilich wiederum von der Idee ausgeht: Alle Menschen mußt du als gut ansehen und alle Menschen gleich lieben —, der macht sich die Sache ja allerdings recht luziferisch bequem, denn er geht erst recht von seinen Phantasien aus. Alle Menschen gleich zu betrachten, das ist erst recht eine luziferische Phantasie. Es handelt sich nicht darum, eine allgemeine Idee zu pflegen, sondern gerade darum, auf das Konkrete jedes einzelnen Menschen einzugehen und dafür ein liebevolles, vielleicht besser gesagt, interessevolles Verständnis zu entwickeln.

[ 11 ] Nun können Sie fragen: Was soll denn dann eigentlich diese ganze luziferische Kraft in uns, wenn sie uns abhält davon, gegen die Menschennatur im weisheitsvollen Sinne tolerant zu sein und Interesse zu entwickeln? Sie hat ihre gute Berechtigung im Haushalte des Geistes, wenn ich mich des philiströsen Ausdruckes bedienen darf. Diese luziferische Kraft muß schon auch da sein, weil wir, wenn wir nur in der fortlaufenden Strömung wären und die natur- und geistgemäße Hinneigung zur Erkenntnis eines jeden Menschen entwickeln würden, in unserer Menschenkenntnis — verzeihen Sie den harten Ausdruck ersaufen würden. Wir würden ertrinken, wir würden nicht recht zu uns kommen können. Gerade das ist zusammenhängend mit vielen Geheimnissen des Daseins, daß in diesem Dasein nichts eigentlich ist, was nicht, wenn es in der Konsequenz verfolgt wird, bis in seine Extreme in der Konsequenz verfolgt wird, dann zum Bösen wird, zum Unglück. Dasjenige, was uns so recht mit Menschen zusammenbringt, was uns finden läßt den andern Menschen in uns selbst, das würde bewirken, daß wir ertrinken in unserer Menschenkenntnis, wenn nicht fortwährend der luziferische Stachel da wäre, der uns immer wieder und wiederum hinweghebt vom Ertrinken, der uns immer wieder und wiederum an die Oberfläche heraufhebt und zu uns bringt und das Interesse nachher an uns selbst erweckt. Gerade in unseren Beziehungen zu den Menschen leben wir in einem fortwährenden Wechselspiel zwischen unserer ureigenen Kraft und der luziferischen Kraft. Und derjenige, der da sagt, es wäre gescheiter, wenn die Menschen nur ihrer ureigenen Kraft folgen und gar nicht vom Luziferischen berührt würden —, der soll auch gleich behaupten, wenn er eine Waage hat mit dem Waagebalken und zwei Waagschalen, er nehme lieber die eine Waagschale weg und wiege bloß mit der andern, mit einer Waagschale also. Das Leben geht eben in Gleichgewichtszuständen ab, nicht in absoluten dinglichen Verhältnissen. Das ist dasjenige, was man zunächst mit Bezug auf das menschliche Leben vom luziferischen Einschlag sagen kann: Er ergreift das Bewußtsein, aber so, daß sich Überbewußtes in das Bewußtsein hereinmischt.

[ 11 ] Nun können Sie fragen: Was soll denn dann eigentlich diese ganze luziferische Kraft in uns, wenn sie uns abhält davon, gegen die Menschennatur im weisheitsvollen Sinne tolerant zu sein und Interesse zu entwickeln? Sie hat ihre gute Berechtigung im Haushalte des Geistes, wenn ich mich des philiströsen Ausdruckes bedienen darf. Diese luziferische Kraft muß schon auch da sein, weil wir, wenn wir nur in der fortlaufenden Strömung wären und die natur- und geistgemäße Hinneigung zur Erkenntnis eines jeden Menschen entwickeln würden, in unserer Menschenkenntnis — verzeihen Sie den harten Ausdruck ersaufen würden. Wir würden ertrinken, wir würden nicht recht zu uns kommen können. Gerade das ist zusammenhängend mit vielen Geheimnissen des Daseins, daß in diesem Dasein nichts eigentlich ist, was nicht, wenn es in der Konsequenz verfolgt wird, bis in seine Extreme in der Konsequenz verfolgt wird, dann zum Bösen wird, zum Unglück. Dasjenige, was uns so recht mit Menschen zusammenbringt, was uns finden läßt den andern Menschen in uns selbst, das würde bewirken, daß wir ertrinken in unserer Menschenkenntnis, wenn nicht fortwährend der luziferische Stachel da wäre, der uns immer wieder und wiederum hinweghebt vom Ertrinken, der uns immer wieder und wiederum an die Oberfläche heraufhebt und zu uns bringt und das Interesse nachher an uns selbst erweckt. Gerade in unseren Beziehungen zu den Menschen leben wir in einem fortwährenden Wechselspiel zwischen unserer ureigenen Kraft und der luziferischen Kraft. Und derjenige, der da sagt, es wäre gescheiter, wenn die Menschen nur ihrer ureigenen Kraft folgen und gar nicht vom Luziferischen berührt würden —, der soll auch gleich behaupten, wenn er eine Waage hat mit dem Waagebalken und zwei Waagschalen, er nehme lieber die eine Waagschale weg und wiege bloß mit der andern, mit einer Waagschale also. Das Leben geht eben in Gleichgewichtszuständen ab, nicht in absoluten dinglichen Verhältnissen. Das ist dasjenige, was man zunächst mit Bezug auf das menschliche Leben vom luziferischen Einschlag sagen kann: Er ergreift das Bewußtsein, aber so, daß sich Überbewußtes in das Bewußtsein hereinmischt.

[ 12 ] Der ahrimanische Einschlag ergreift zunächst hauptsächlich das Unterbewußte im menschlichen Leben. In all dasjenige, was die unterbewußten, oftmals so raffinierten Triebe der Menschennatur sind, da hinein mischen sich die ahrimanischen Kräfte. In all das, was im Menschenleben spielt aus dem Unterbewußten heraus, da mischen sich hinein die ahrimanischen Kräfte. Will man, ich möchte sagen, persönlich Ahriman und Luzifer charakterisieren, so kann man sagen: Luzifer ist ein hochmütiger Geist, der am liebsten in die Vogelperspektive hinauf enteilt und vieles überblickt; Ahriman ist ein moralisch einsamer Geist, der sich nicht leicht sehen läßt, der im Unterbewußten des Menschen sein Wesen treibt, auf das Unterbewußte des Menschen wirkt, Urteile heraufzaubert aus diesem Unterbewußten. Die Menschen glauben dann, daß sie aus ihrem Bewußtsein urteilen, während sie nur aus ihren unterbewußten Trieben und aus ihren unterbewußten, raffinierten Impulsen oftmals das Urteil heraufzaubern, oder auch heraufzaubern lassen eben durch die ahrimanischen Kräfte.

[ 12 ] Der ahrimanische Einschlag ergreift zunächst hauptsächlich das Unterbewußte im menschlichen Leben. In all dasjenige, was die unterbewußten, oftmals so raffinierten Triebe der Menschennatur sind, da hinein mischen sich die ahrimanischen Kräfte. In all das, was im Menschenleben spielt aus dem Unterbewußten heraus, da mischen sich hinein die ahrimanischen Kräfte. Will man, ich möchte sagen, persönlich Ahriman und Luzifer charakterisieren, so kann man sagen: Luzifer ist ein hochmütiger Geist, der am liebsten in die Vogelperspektive hinauf enteilt und vieles überblickt; Ahriman ist ein moralisch einsamer Geist, der sich nicht leicht sehen läßt, der im Unterbewußten des Menschen sein Wesen treibt, auf das Unterbewußte des Menschen wirkt, Urteile heraufzaubert aus diesem Unterbewußten. Die Menschen glauben dann, daß sie aus ihrem Bewußtsein urteilen, während sie nur aus ihren unterbewußten Trieben und aus ihren unterbewußten, raffinierten Impulsen oftmals das Urteil heraufzaubern, oder auch heraufzaubern lassen eben durch die ahrimanischen Kräfte.

[ 13 ] Religiöse Darstellungen sind ja, wie wir wissen, oftmals aus alten, heute überholten geisteswissenschaftlichen Anschauungen hervorgegangen. Und Petrus nennt nicht mit Unrecht gerade Ahriman den herumschleichenden Löwen, der zu verschlingen sucht, wen er nur erhaschen kann. Aus diesem Grund nennt Petrus den Ahriman so, weil in der Tat Ahriman im Verborgenen, das heißt, im Unterbewußten der menschlichen Natur herumschleicht und dadurch sein Weltenziel zu erreichen strebt, daß er die unterbewußte Kraft des Menschen an sich heranlotst, um mit ihr in der Weltenentwickelung geistig andere Ziele zu erreichen, als sie in der geradlinigen Menschenströmung selbst liegen.

[ 13 ] Religiöse Darstellungen sind ja, wie wir wissen, oftmals aus alten, heute überholten geisteswissenschaftlichen Anschauungen hervorgegangen. Und Petrus nennt nicht mit Unrecht gerade Ahriman den herumschleichenden Löwen, der zu verschlingen sucht, wen er nur erhaschen kann. Aus diesem Grund nennt Petrus den Ahriman so, weil in der Tat Ahriman im Verborgenen, das heißt, im Unterbewußten der menschlichen Natur herumschleicht und dadurch sein Weltenziel zu erreichen strebt, daß er die unterbewußte Kraft des Menschen an sich heranlotst, um mit ihr in der Weltenentwickelung geistig andere Ziele zu erreichen, als sie in der geradlinigen Menschenströmung selbst liegen.

[ 14 ] In bezug auf das geschichtliche Leben sind es immer luziferische Kräfte, die uns große, aber mit der Menschennatur nicht rechnende Weltenträume aushecken lassen. Wieviel ist ausgeheckt worden im Laufe des menschlichen Denkens an Weltbeglückungsideen! Und nach der Überzeugung derjenigen, die solche Weltbeglückungsideen aushecken, kann die Welt eben nur glücklich werden durch diese Ideen. Es rührt das davon her, daß solches luziferisches Denken perspektivischer Art ist, sich in die Vogelperspektive erhebt und all dasjenige, was da drunten herumwimmelt, unberücksichtigt läßt und glaubt, nach den Linien der Gedanken, die in der Vogelperspektive gefaßt werden, ließe sich die Welt einrichten. Solche Weltbeglückungsideen, die eben immer auf mangelnder Menschenkenntnis beruhen, sind luziferischer Art. Weltmachtsträume, die aus gesonderten menschlichen Gebieten herkommen, sind ahrimanischer Art. Denn aus dem Unterbewußten herauf entwickeln sich diese Weltmachtsträume. Ahrimanisch ist es, ein gewisses Gebiet des menschlichen Daseins zu umfassen und in diesem einzelnen Gebiet eigentlich die ganze Welt umspannen und umfassen zu wollen. Alles, was mit Herrschaftsgelüsten des Menschen über andere Menschen zusammenhängt, alles, was einem gesunden sozialen Wollen widerstrebt, ist ahrimanischer Natur. Derjenige Mensch, von dem man sagen könnte aber jetzt nicht im abergläubischen, sondern in unserem Sinne —, daß er von Luzifer besessen ist, verliert das Interesse für seine Mitmenschen. Derjenige Mensch, der von Ahriman besessen ist, möchte möglichst viele Menschen beherrschen, geht dann darauf aus, wenn er klug ist, die menschliche Schwäche zu benützen, um gerade durch die menschliche Schwäche die Menschen zu beherrschen. Denn das ist ahrimanisch: im Unterirdischen, im Unterbewußten menschliche Schwächen aufzusuchen, um die Menschen zu beherrschen.

[ 14 ] In bezug auf das geschichtliche Leben sind es immer luziferische Kräfte, die uns große, aber mit der Menschennatur nicht rechnende Weltenträume aushecken lassen. Wieviel ist ausgeheckt worden im Laufe des menschlichen Denkens an Weltbeglückungsideen! Und nach der Überzeugung derjenigen, die solche Weltbeglückungsideen aushecken, kann die Welt eben nur glücklich werden durch diese Ideen. Es rührt das davon her, daß solches luziferisches Denken perspektivischer Art ist, sich in die Vogelperspektive erhebt und all dasjenige, was da drunten herumwimmelt, unberücksichtigt läßt und glaubt, nach den Linien der Gedanken, die in der Vogelperspektive gefaßt werden, ließe sich die Welt einrichten. Solche Weltbeglückungsideen, die eben immer auf mangelnder Menschenkenntnis beruhen, sind luziferischer Art. Weltmachtsträume, die aus gesonderten menschlichen Gebieten herkommen, sind ahrimanischer Art. Denn aus dem Unterbewußten herauf entwickeln sich diese Weltmachtsträume. Ahrimanisch ist es, ein gewisses Gebiet des menschlichen Daseins zu umfassen und in diesem einzelnen Gebiet eigentlich die ganze Welt umspannen und umfassen zu wollen. Alles, was mit Herrschaftsgelüsten des Menschen über andere Menschen zusammenhängt, alles, was einem gesunden sozialen Wollen widerstrebt, ist ahrimanischer Natur. Derjenige Mensch, von dem man sagen könnte aber jetzt nicht im abergläubischen, sondern in unserem Sinne —, daß er von Luzifer besessen ist, verliert das Interesse für seine Mitmenschen. Derjenige Mensch, der von Ahriman besessen ist, möchte möglichst viele Menschen beherrschen, geht dann darauf aus, wenn er klug ist, die menschliche Schwäche zu benützen, um gerade durch die menschliche Schwäche die Menschen zu beherrschen. Denn das ist ahrimanisch: im Unterirdischen, im Unterbewußten menschliche Schwächen aufzusuchen, um die Menschen zu beherrschen.

[ 15 ] Nun müssen wir fragen: Woher kommt denn das alles? Das ist ja vor allem die Frage, die uns interessieren muß: Woher kommt denn das alles? Welcher Art sind denn solche Wesenskräfte wie die ahrimanischen und die luziferischen? Nicht wahr, wir wissen, unsere Erde ist die Metamorphose — um diesen Goetheschen Ausdruck zu gebrauchen — vorhergehender kosmischer Weltenkörper, die vierte Metamorphose. Und um Ausdrücke zu haben, haben wir gesagt: Die Erde war zuerst verkörpert als Saturn, dann als Sonne, dann als Mond und ist jetzt als Erde verkörpert. Also wir wissen, diese Erde ist die vierte Verkörperung ihrer kosmischen Wesenheit, die vierte Metamorphose. Sie wird weitere Metamorphosen durchmachen. Das alles müssen wir in Erwägung ziehen, wenn wir nun weiter fragen wollen: Welche Bedeutung im ganzen kosmischen Zusammenhange, in dem der Mensch drinnensteht, haben die ahrimanischen und die luziferischen Kräftewesenheiten? — Wir wissen, mit der Gestaltung, welche der uns zunächst berührende Teil des Kosmos, unsere Erde, angenommen hat, hängen die Geister der Form zusammen. Und wenn man das ganz besonders Charakteristische der Erdenbildung ins Auge faßt, so ist es identisch mit dem Wesenhaften, was — wie ich vorhin sagte — allerdings nur zum kleinsten Teile, aber doch in dem liegt, wie wir die Schwerkraft überwinden in unserer eigenen Aufrichtekraft. Diese Geister der Form sind gewissermaßen die regierenden Kräfte des irdischen Daseins, der gegenwärtigen Metamorphose unseres Planeten. Diese Geister der Form, sie wirken aber, wie wir wissen, durch andere Geister, die wir Archai, Archangeloi, Angeloi nach alten Benennungen in unserer modernen Weise benennen.

[ 15 ] Nun müssen wir fragen: Woher kommt denn das alles? Das ist ja vor allem die Frage, die uns interessieren muß: Woher kommt denn das alles? Welcher Art sind denn solche Wesenskräfte wie die ahrimanischen und die luziferischen? Nicht wahr, wir wissen, unsere Erde ist die Metamorphose — um diesen Goetheschen Ausdruck zu gebrauchen — vorhergehender kosmischer Weltenkörper, die vierte Metamorphose. Und um Ausdrücke zu haben, haben wir gesagt: Die Erde war zuerst verkörpert als Saturn, dann als Sonne, dann als Mond und ist jetzt als Erde verkörpert. Also wir wissen, diese Erde ist die vierte Verkörperung ihrer kosmischen Wesenheit, die vierte Metamorphose. Sie wird weitere Metamorphosen durchmachen. Das alles müssen wir in Erwägung ziehen, wenn wir nun weiter fragen wollen: Welche Bedeutung im ganzen kosmischen Zusammenhange, in dem der Mensch drinnensteht, haben die ahrimanischen und die luziferischen Kräftewesenheiten? — Wir wissen, mit der Gestaltung, welche der uns zunächst berührende Teil des Kosmos, unsere Erde, angenommen hat, hängen die Geister der Form zusammen. Und wenn man das ganz besonders Charakteristische der Erdenbildung ins Auge faßt, so ist es identisch mit dem Wesenhaften, was — wie ich vorhin sagte — allerdings nur zum kleinsten Teile, aber doch in dem liegt, wie wir die Schwerkraft überwinden in unserer eigenen Aufrichtekraft. Diese Geister der Form sind gewissermaßen die regierenden Kräfte des irdischen Daseins, der gegenwärtigen Metamorphose unseres Planeten. Diese Geister der Form, sie wirken aber, wie wir wissen, durch andere Geister, die wir Archai, Archangeloi, Angeloi nach alten Benennungen in unserer modernen Weise benennen.

[ 16 ] Nun interessieren uns von diesen Wesenheiten zunächst die Archai oder Urkräfte, die Urbeginne. Wir wissen, in der Rangordnung der geistigen Wesenheiten stehen gewissermaßen die Geister der Form unmittelbar über den Urkräften. Dadurch ist in dem Entwickelungsgange, der des Menschen ureigener ist — den ich hier weiß schematisiert habe mit einfachen Kreidestrichen (siehe Zeichnungen $. 198 und 200) —, die Sache so, daß die Kräfte der Archai gewissermaßen dienende Kräfte sind der Geister der Form. In unserer menschlichen Wesenheit wirken Archai, wirken Exusiai: Geister, die wir als Urkräfte bezeichnen, Geister, die wir als Geister der Form bezeichnen. Aber außerdem ist immer noch das Folgende vorhanden: Da sind gewisse geistige Kräfte der Form, Formgeister vorhanden, die sich maskieren als Urkräfte, als Archai. Die könnten also Exusiai sein, machen sich aber nicht als Exusiai geltend, sondern machen sich als Archai geltend; sie maskieren sich. Das ist das Wesentliche, daß wir dahinterkommen, wie in der Welteneinrichtung geistige Wesenheiten, die eigentlich auf einer andern Stufe der Entwickelung stehen, sich maskieren.

[ 16 ] Nun interessieren uns von diesen Wesenheiten zunächst die Archai oder Urkräfte, die Urbeginne. Wir wissen, in der Rangordnung der geistigen Wesenheiten stehen gewissermaßen die Geister der Form unmittelbar über den Urkräften. Dadurch ist in dem Entwickelungsgange, der des Menschen ureigener ist — den ich hier weiß schematisiert habe mit einfachen Kreidestrichen (siehe Zeichnungen $. 198 und 200) —, die Sache so, daß die Kräfte der Archai gewissermaßen dienende Kräfte sind der Geister der Form. In unserer menschlichen Wesenheit wirken Archai, wirken Exusiai: Geister, die wir als Urkräfte bezeichnen, Geister, die wir als Geister der Form bezeichnen. Aber außerdem ist immer noch das Folgende vorhanden: Da sind gewisse geistige Kräfte der Form, Formgeister vorhanden, die sich maskieren als Urkräfte, als Archai. Die könnten also Exusiai sein, machen sich aber nicht als Exusiai geltend, sondern machen sich als Archai geltend; sie maskieren sich. Das ist das Wesentliche, daß wir dahinterkommen, wie in der Welteneinrichtung geistige Wesenheiten, die eigentlich auf einer andern Stufe der Entwickelung stehen, sich maskieren.

[ 17 ] Das hat aber eine ganz bestimmte Folge. Diese Urkräfte, die eigentlich nicht Urkräfte sind, sondern Geister der Form, von denen kann nun ebenso abhängig sein dasjenige, was in der äußeren Erdenform lebt, wie es abhängig ist von den eigentlichen Geistern der Form. Aber das Bedeutsame ist, daß in unserem irdischen Dasein alles das, was mit dem Raume zusammenhängt, indem es im Raum sich gestaltet, aus dem Raumlosen heraus sich gestaltet. Das Räumliche begreifen wir nur vollständig, wenn wir es in seiner Bildhaftigkeit auf Urbilder zurückführen, die raumlos sind. Das ist ja natürlich das Schwierige für das abendländische Denken, daß es sich das Raumlose so schwer vorstellen kann. Aber dennoch ist es so, daß sich alles dasjenige, was mit unserem ureigenen Menschentum zusammenhängt, was hervorgeht aus den Geistern der Form, indem es Gestaltung im Raume annimmt, die Wirkung ist des Raumlosen. Konkret gesprochen, indem wir uns als einzelner Mensch, der wir zuerst auf allen vieren kriechen, aufrichten, die Schwerkraft im aufrechten Gestalten überwinden, stellen wir uns in den Raum hinein; aber die Kraft, die dem zugrunde liegt, die strebt aus dem Raumlosen in den Raum hinein. Also wenn wir als Menschen nur unterworfen wären den zu uns gehörigen Geistern der Form, so würden wir in aller Art, uns in den Raum hineinzustellen, verwirklichen das Raumlose im Raume; denn die Geister der Form leben nicht im Raume. Wer das Göttliche im Raume sucht, findet es nicht; selbstverständlich findet er es nicht. Dasjenige, was im Raume als Gestaltung auftritt, ist eine Verwirklichung des Raumlosen.

[ 17 ] Das hat aber eine ganz bestimmte Folge. Diese Urkräfte, die eigentlich nicht Urkräfte sind, sondern Geister der Form, von denen kann nun ebenso abhängig sein dasjenige, was in der äußeren Erdenform lebt, wie es abhängig ist von den eigentlichen Geistern der Form. Aber das Bedeutsame ist, daß in unserem irdischen Dasein alles das, was mit dem Raume zusammenhängt, indem es im Raum sich gestaltet, aus dem Raumlosen heraus sich gestaltet. Das Räumliche begreifen wir nur vollständig, wenn wir es in seiner Bildhaftigkeit auf Urbilder zurückführen, die raumlos sind. Das ist ja natürlich das Schwierige für das abendländische Denken, daß es sich das Raumlose so schwer vorstellen kann. Aber dennoch ist es so, daß sich alles dasjenige, was mit unserem ureigenen Menschentum zusammenhängt, was hervorgeht aus den Geistern der Form, indem es Gestaltung im Raume annimmt, die Wirkung ist des Raumlosen. Konkret gesprochen, indem wir uns als einzelner Mensch, der wir zuerst auf allen vieren kriechen, aufrichten, die Schwerkraft im aufrechten Gestalten überwinden, stellen wir uns in den Raum hinein; aber die Kraft, die dem zugrunde liegt, die strebt aus dem Raumlosen in den Raum hinein. Also wenn wir als Menschen nur unterworfen wären den zu uns gehörigen Geistern der Form, so würden wir in aller Art, uns in den Raum hineinzustellen, verwirklichen das Raumlose im Raume; denn die Geister der Form leben nicht im Raume. Wer das Göttliche im Raume sucht, findet es nicht; selbstverständlich findet er es nicht. Dasjenige, was im Raume als Gestaltung auftritt, ist eine Verwirklichung des Raumlosen.

[ 18 ] Diejenigen Wesenheiten, welche eigentlich Geister der Form sind, aber sich als Archai, als Urkräfte maskieren, die wären also eigentlich nach ihrer Wesenheit bestimmt für das Raumlose. Aber sie treten in den Raum ein, sie wirken im Raume. Und das ist der eigentliche ahrimanische Charakter, daß geistige Wesenheiten, die durch ihre Wesenheit bestimmt sind, raumlos zu sein, vorgezogen haben, im Raume zu wirken. Dadurch entsteht im Raume die Möglichkeit, so zu gestalten, daß die Gestaltung nicht aus dem Raumlosen direkt hereinstrahlt, sondern daß das Räumliche im Räumlichen wieder abgebildet wird, das eine durch das andere im Raume.

[ 18 ] Diejenigen Wesenheiten, welche eigentlich Geister der Form sind, aber sich als Archai, als Urkräfte maskieren, die wären also eigentlich nach ihrer Wesenheit bestimmt für das Raumlose. Aber sie treten in den Raum ein, sie wirken im Raume. Und das ist der eigentliche ahrimanische Charakter, daß geistige Wesenheiten, die durch ihre Wesenheit bestimmt sind, raumlos zu sein, vorgezogen haben, im Raume zu wirken. Dadurch entsteht im Raume die Möglichkeit, so zu gestalten, daß die Gestaltung nicht aus dem Raumlosen direkt hereinstrahlt, sondern daß das Räumliche im Räumlichen wieder abgebildet wird, das eine durch das andere im Raume.

[ 19 ] Wenn ich einen konkreten Fall sagen darf: Wir Menschen sind alle voneinander verschieden, weil wir alle aus dem Raumlosen ins Leben hereingestellt sind. Unsere Urbilder sind im Raumlosen. Alles ist überhaupt verschieden. Sie kennen die berühmte Erzählung, wie unter der Anleitung Leibnizens — Prinzessinnen haben manchmal nichts anderes zu tun — Prinzessinnen gesucht haben im Garten nach zwei vollständig sich gleichenden Baumblättern und keine gefunden haben, weil es wirklich nicht einmal zwei gleiche Blätter gibt. Wir alle also sind in gewisser Beziehung Gestalten aus dem Raumlosen heraus, insofern wir uns nicht gleichen. Aber dennoch gleichen wir uns; namentlich wenn wir blutsverwandt sind, gleichen wir uns. Wir gleichen uns, weil es auch geistige Wesenheiten gibt, die das Räumliche nach dem Räumlichen bilden, die nicht bloß das Räumliche nach dem Raumlosen bilden, sondern das Räumliche nach dem Räumlichen bilden. Wir gleichen uns, indem ahrimanische Kräfte uns durchziehen. Das muß schon der Mensch sich gestehen, sonst wird er immer bloß über ahrimanische und luziferische Kräfte schimpfen, aber sie nicht verstehen wollen.

[ 19 ] Wenn ich einen konkreten Fall sagen darf: Wir Menschen sind alle voneinander verschieden, weil wir alle aus dem Raumlosen ins Leben hereingestellt sind. Unsere Urbilder sind im Raumlosen. Alles ist überhaupt verschieden. Sie kennen die berühmte Erzählung, wie unter der Anleitung Leibnizens — Prinzessinnen haben manchmal nichts anderes zu tun — Prinzessinnen gesucht haben im Garten nach zwei vollständig sich gleichenden Baumblättern und keine gefunden haben, weil es wirklich nicht einmal zwei gleiche Blätter gibt. Wir alle also sind in gewisser Beziehung Gestalten aus dem Raumlosen heraus, insofern wir uns nicht gleichen. Aber dennoch gleichen wir uns; namentlich wenn wir blutsverwandt sind, gleichen wir uns. Wir gleichen uns, weil es auch geistige Wesenheiten gibt, die das Räumliche nach dem Räumlichen bilden, die nicht bloß das Räumliche nach dem Raumlosen bilden, sondern das Räumliche nach dem Räumlichen bilden. Wir gleichen uns, indem ahrimanische Kräfte uns durchziehen. Das muß schon der Mensch sich gestehen, sonst wird er immer bloß über ahrimanische und luziferische Kräfte schimpfen, aber sie nicht verstehen wollen.

[ 20 ] An diesem Beispiel sehen Sie am anschaulichsten, wie Ahriman ins Leben hereinspielt. Sofern Sie sich getrauen, sich zu sagen: Ich bin ein Mensch für sich meiner Gestalt nach, und ich gleiche keinem andern —, insofern liegen Sie in der geraden Entwickelungslinie. Und wenn nur die geltend wäre in der Welt, wenn nicht die ahrimanische Seitenströmung ankommen würde, dann könnte keine Mutter sich freuen darüber, daß ihr das Töchterchen so furchtbar ähnlich sieht, denn es würde ihr auffallen, wie jeder einzelne Mensch ein räumliches Abbild eines Raumlosen ist, und kein Räumliches einem andern Räumlichen gleicht. Das Eintreten von gewissen Geistern der Form in den Raum gibt Veranlassung zum Ahrimanischen. Natürlich beschränkt sich dieses Ahrimanische nicht bloß auf das Gleiche der Menschen, sondern es erstreckt sich auf vieles; aber wir konnten das aus einem Beispiele anführen.

[ 20 ] An diesem Beispiel sehen Sie am anschaulichsten, wie Ahriman ins Leben hereinspielt. Sofern Sie sich getrauen, sich zu sagen: Ich bin ein Mensch für sich meiner Gestalt nach, und ich gleiche keinem andern —, insofern liegen Sie in der geraden Entwickelungslinie. Und wenn nur die geltend wäre in der Welt, wenn nicht die ahrimanische Seitenströmung ankommen würde, dann könnte keine Mutter sich freuen darüber, daß ihr das Töchterchen so furchtbar ähnlich sieht, denn es würde ihr auffallen, wie jeder einzelne Mensch ein räumliches Abbild eines Raumlosen ist, und kein Räumliches einem andern Räumlichen gleicht. Das Eintreten von gewissen Geistern der Form in den Raum gibt Veranlassung zum Ahrimanischen. Natürlich beschränkt sich dieses Ahrimanische nicht bloß auf das Gleiche der Menschen, sondern es erstreckt sich auf vieles; aber wir konnten das aus einem Beispiele anführen.

[ 21 ] Nun bitte ich Sie, sich an diejenige Betrachtung zu erinnern, die ich angeknüpft habe, nicht zu Ihrem Troste, sondern aus der Sache heraus, nachdem ich ausgeführt habe, daß der Mensch eigentlich zur Selbsterkenntnis erst gescheit wird in der zweiten Hälfte seines Lebens. Ich habe gesagt: Insofern unser Leben einen solchen zeitlichen Verlauf hat, und wenn es nur diesen zeitlichen Verlauf hätte und nichts anderes auf uns wirkte, so könnten wir in der Tat zur Selbsterkenntnis erst kommen in unserer zweiten Lebenshälfte. Aber nun wirken, sagte ich dazumal, in der ersten Lebenshälfte luziferische Kräfte und erzeugen eine Selbsterkenntnis, die nicht aus unserer ureigenen Menschennatur folgt. Ich habe aber entgegengestellt dem, was das menschliche Leben wäre, wenn es nur seiner ureigenen Natur folgte, dasjenige, was ich genannt habe das Reich der Dauer. In bezug auf alles dasjenige, was zu der ureigenen Menschennatur gehört, sind wir als Fünfzigjähriger ein anderer Mensch, als wir als Zwanzigjähriger sind; wir entwickeln uns. Mit Bezug auf alles dasjenige, in dem wir uns nicht entwickeln, gehören wir nicht unserer Leiblichkeit, sondern dem Geistig-Seelischen an und hängen zusammen mit dem Reich der Dauer, mit jenem Reich, in dem die Zeit keine Rolle spielt. So wie zugrunde liegt allem Räumlichen ein Raumloses, so liegt zugrunde allem Zeitlichen ein Dauerndes. Wir wären ganz andere Menschen, wenn wir nicht zusammenhingen mit dem Reich der Dauer. Wir würden gewissermaßen mit dem achtundzwanzigsten oder neunundzwanzigsten Jahre erst, wie ich vor einiger Zeit sagte, aus einer gewissen Lebensträumerei heraus aufwachen. Aber wir leben im Reich der Dauer, und so wird ausgeglichen das Hindösen der ersten Lebenshälfte und das furchtbare Gescheitsein in der zweiten Lebenshälfte durch das Reich der Dauer.

[ 21 ] Nun bitte ich Sie, sich an diejenige Betrachtung zu erinnern, die ich angeknüpft habe, nicht zu Ihrem Troste, sondern aus der Sache heraus, nachdem ich ausgeführt habe, daß der Mensch eigentlich zur Selbsterkenntnis erst gescheit wird in der zweiten Hälfte seines Lebens. Ich habe gesagt: Insofern unser Leben einen solchen zeitlichen Verlauf hat, und wenn es nur diesen zeitlichen Verlauf hätte und nichts anderes auf uns wirkte, so könnten wir in der Tat zur Selbsterkenntnis erst kommen in unserer zweiten Lebenshälfte. Aber nun wirken, sagte ich dazumal, in der ersten Lebenshälfte luziferische Kräfte und erzeugen eine Selbsterkenntnis, die nicht aus unserer ureigenen Menschennatur folgt. Ich habe aber entgegengestellt dem, was das menschliche Leben wäre, wenn es nur seiner ureigenen Natur folgte, dasjenige, was ich genannt habe das Reich der Dauer. In bezug auf alles dasjenige, was zu der ureigenen Menschennatur gehört, sind wir als Fünfzigjähriger ein anderer Mensch, als wir als Zwanzigjähriger sind; wir entwickeln uns. Mit Bezug auf alles dasjenige, in dem wir uns nicht entwickeln, gehören wir nicht unserer Leiblichkeit, sondern dem Geistig-Seelischen an und hängen zusammen mit dem Reich der Dauer, mit jenem Reich, in dem die Zeit keine Rolle spielt. So wie zugrunde liegt allem Räumlichen ein Raumloses, so liegt zugrunde allem Zeitlichen ein Dauerndes. Wir wären ganz andere Menschen, wenn wir nicht zusammenhingen mit dem Reich der Dauer. Wir würden gewissermaßen mit dem achtundzwanzigsten oder neunundzwanzigsten Jahre erst, wie ich vor einiger Zeit sagte, aus einer gewissen Lebensträumerei heraus aufwachen. Aber wir leben im Reich der Dauer, und so wird ausgeglichen das Hindösen der ersten Lebenshälfte und das furchtbare Gescheitsein in der zweiten Lebenshälfte durch das Reich der Dauer.

[ 22 ] Diesem Reich der Dauer gehören nun an alle geistigen Wesenskräfte der höheren Hierarchien, die wir kennen, mit einziger Ausnahme der Geister der Form. Die spielen herein in das Reich der zeitlichen Entwickelung. Aber sie schaffen herein — indem sie raumlos-räumlich leben, indem sie gewissermaßen ihr Leben zwischen der Raumlosigkeit und Räumlichkeit zubringen — die Gestalten aus dem Raumlosen ins Räumliche. Das unterliegt einem Zeitprozesse, es spielt ihr Leben in die Zeit hinein. Aber die andern Wesenheiten, die in der Hierarchienordnung höher hinauf liegen als die Geister der Form, die sind rein der Dauer angehörige Wesenheiten. Von ihnen als Zeitwesenheiten zu sprechen, kann nur vergleichsweise geschehen; meint man es der Wirklichkeit nach, so ist es ein Unsinn. Es ist eben schwierig, über diese Dinge zu reden, aus dem einfachen Grunde, weil in der gegenwärtigen Zeitentwickelung die wenigsten Menschen eine regsame Empfindung haben für Begriffe und Ideen, die man entwickelt, indem man aus dem Raum und aus der Zeit hinausgeht. Raumloses werden die meisten Menschen heute überhaupt nur für Phantasie erklären, ebenso Zeitloses, Dauerndes, Unvergängliches, aber dann auch Unwandelbares.

[ 22 ] Diesem Reich der Dauer gehören nun an alle geistigen Wesenskräfte der höheren Hierarchien, die wir kennen, mit einziger Ausnahme der Geister der Form. Die spielen herein in das Reich der zeitlichen Entwickelung. Aber sie schaffen herein — indem sie raumlos-räumlich leben, indem sie gewissermaßen ihr Leben zwischen der Raumlosigkeit und Räumlichkeit zubringen — die Gestalten aus dem Raumlosen ins Räumliche. Das unterliegt einem Zeitprozesse, es spielt ihr Leben in die Zeit hinein. Aber die andern Wesenheiten, die in der Hierarchienordnung höher hinauf liegen als die Geister der Form, die sind rein der Dauer angehörige Wesenheiten. Von ihnen als Zeitwesenheiten zu sprechen, kann nur vergleichsweise geschehen; meint man es der Wirklichkeit nach, so ist es ein Unsinn. Es ist eben schwierig, über diese Dinge zu reden, aus dem einfachen Grunde, weil in der gegenwärtigen Zeitentwickelung die wenigsten Menschen eine regsame Empfindung haben für Begriffe und Ideen, die man entwickelt, indem man aus dem Raum und aus der Zeit hinausgeht. Raumloses werden die meisten Menschen heute überhaupt nur für Phantasie erklären, ebenso Zeitloses, Dauerndes, Unvergängliches, aber dann auch Unwandelbares.

[ 23 ] Nun gibt es also über den Wesenheiten der Exusiaiordnung hinauf nur Wesenheiten, die dem Reich der Dauer angehören. Aber es gibt solche unter ihnen, die sich als Zeitenwesen maskieren, die in die Zeit eintreten. So wie die andern Wesen, die ahrimanischen, die ich charakterisiert habe, in den Raum eintreten, so gibt es Wesenheiten, die in die Zeit eintreten. Das sind luziferische Wesenheiten, Wesenheiten, die eigentlich in der Hierarchienordnung zu den Geistern der Weisheit gehören, aber als Geister der Form wirken, weil sie in der Zeit wirken. Und dasjenige, was sonst im Leben zeitlos in der Menschenseele wirken würde, das wird durch diese Geister in die Zeit hereingerückt. Daher kommt es, daß zum Beispiel gewisse Dinge, die für uns immer da sein könnten, wenn wir nur dem Reich der Dauer folgen dürften, auch der Zeit unterliegen; zum Beispiel von uns vergessen werden können, oder besser oder schlechter erinnert werden können und dergleichen, was ja nur mit unserer leiblich-seelischen Natur zusammenhängt, nicht mit unserer geistig-seelischen Natur; das Erinnern, das Gedächtnis.

[ 23 ] Nun gibt es also über den Wesenheiten der Exusiaiordnung hinauf nur Wesenheiten, die dem Reich der Dauer angehören. Aber es gibt solche unter ihnen, die sich als Zeitenwesen maskieren, die in die Zeit eintreten. So wie die andern Wesen, die ahrimanischen, die ich charakterisiert habe, in den Raum eintreten, so gibt es Wesenheiten, die in die Zeit eintreten. Das sind luziferische Wesenheiten, Wesenheiten, die eigentlich in der Hierarchienordnung zu den Geistern der Weisheit gehören, aber als Geister der Form wirken, weil sie in der Zeit wirken. Und dasjenige, was sonst im Leben zeitlos in der Menschenseele wirken würde, das wird durch diese Geister in die Zeit hereingerückt. Daher kommt es, daß zum Beispiel gewisse Dinge, die für uns immer da sein könnten, wenn wir nur dem Reich der Dauer folgen dürften, auch der Zeit unterliegen; zum Beispiel von uns vergessen werden können, oder besser oder schlechter erinnert werden können und dergleichen, was ja nur mit unserer leiblich-seelischen Natur zusammenhängt, nicht mit unserer geistig-seelischen Natur; das Erinnern, das Gedächtnis.

[ 24 ] Also Geister der Dauer, die sich als Geister der Zeit maskieren, sind die luziferischen Kräfte; eigentlich Wesenheiten, Wesenskräfte in der kosmischen Ordnung von einer schr hohen Natur, höhere Kräfte als diejenigen, von denen, wenn sie auch noch so theologisch durchgebildet zu sein glauben, manche Pastoren reden, wenn sie vom Göttlichen sprechen. Nun, das, wovon die Pastoren sprechen, sind in Wirklichkeit viel geringere Kräfte, wie wir ja schon gerade auch hier an diesem Orte erwähnt haben.

[ 24 ] Also Geister der Dauer, die sich als Geister der Zeit maskieren, sind die luziferischen Kräfte; eigentlich Wesenheiten, Wesenskräfte in der kosmischen Ordnung von einer schr hohen Natur, höhere Kräfte als diejenigen, von denen, wenn sie auch noch so theologisch durchgebildet zu sein glauben, manche Pastoren reden, wenn sie vom Göttlichen sprechen. Nun, das, wovon die Pastoren sprechen, sind in Wirklichkeit viel geringere Kräfte, wie wir ja schon gerade auch hier an diesem Orte erwähnt haben.

[ 25 ] Diese luziferischen Kräfte haben in sich die Möglichkeit, dasjenige, was sonst für unsere menschliche Anschauung uns rein geistig dauerhaft erscheinen würde, gewissermaßen in die Zeit zu übersetzen, ihm den Schein des zeitlichen Verlaufes zu geben. Und durch diesen Schein des zeitlichen Verlaufes gewisser Erscheinungen in uns selbst kommt einzig und allein die Behauptung des Menschen, daß seine geistige Betätigung zusammenhinge mit stofflichen Vorgängen. Würden wir nicht in unserer Seele gewissermaßen durchsetzt sein von luziferischer Wesenheit, dann würde uns unsere geistige Betätigung als Geistiges unmittelbar erscheinen. Wir würden gar nicht auf die Idee kommen, daß dasjenige, was geistige Betätigung ist, am Stoffe hängen könnte. Wir würden uns bewußt werden, daß das einzige Bild, welches ich oftmals gebrauche, auch das einzig richtige ist: daß der, welcher glaubt, seine geistige Betätigung gehe aus dem Stoffe hervor, einem Menschen gleicht, der sich vor einen Spiegel hinstellt und glaubt, daß das Spiegelbild von einer Wesenheit hinter dem Spiegel herrührt. Gewiß, das Bild ist davon abhängig, wie der Spiegel geformt ist; so ist unser Denken abhängig von unserer Leiblichkeit. Aber der Leib wirkt nicht anders als ein Spiegel. Das würde dem Menschen in der Anschauung selbst unmittelbar sich offenbaren, wenn nicht der luziferische Schein da wäre, daß aus dem Stofflichen heraus die geistige Betätigung gestaltet wird. So sehr Luzifer sich hineinmischt ins Überbewußte, so sehr ruft er wieder den Schein hervor, der uns in ähnlicher Weise nasführt, wie wenn wir einem Spiegel entgegengehen und den Spiegel zerschlagen, um zu sehen, wie sich der angreift, der dahinter ist.

[ 25 ] Diese luziferischen Kräfte haben in sich die Möglichkeit, dasjenige, was sonst für unsere menschliche Anschauung uns rein geistig dauerhaft erscheinen würde, gewissermaßen in die Zeit zu übersetzen, ihm den Schein des zeitlichen Verlaufes zu geben. Und durch diesen Schein des zeitlichen Verlaufes gewisser Erscheinungen in uns selbst kommt einzig und allein die Behauptung des Menschen, daß seine geistige Betätigung zusammenhinge mit stofflichen Vorgängen. Würden wir nicht in unserer Seele gewissermaßen durchsetzt sein von luziferischer Wesenheit, dann würde uns unsere geistige Betätigung als Geistiges unmittelbar erscheinen. Wir würden gar nicht auf die Idee kommen, daß dasjenige, was geistige Betätigung ist, am Stoffe hängen könnte. Wir würden uns bewußt werden, daß das einzige Bild, welches ich oftmals gebrauche, auch das einzig richtige ist: daß der, welcher glaubt, seine geistige Betätigung gehe aus dem Stoffe hervor, einem Menschen gleicht, der sich vor einen Spiegel hinstellt und glaubt, daß das Spiegelbild von einer Wesenheit hinter dem Spiegel herrührt. Gewiß, das Bild ist davon abhängig, wie der Spiegel geformt ist; so ist unser Denken abhängig von unserer Leiblichkeit. Aber der Leib wirkt nicht anders als ein Spiegel. Das würde dem Menschen in der Anschauung selbst unmittelbar sich offenbaren, wenn nicht der luziferische Schein da wäre, daß aus dem Stofflichen heraus die geistige Betätigung gestaltet wird. So sehr Luzifer sich hineinmischt ins Überbewußte, so sehr ruft er wieder den Schein hervor, der uns in ähnlicher Weise nasführt, wie wenn wir einem Spiegel entgegengehen und den Spiegel zerschlagen, um zu sehen, wie sich der angreift, der dahinter ist.

[ 26 ] Dieser Schein, daß Geistiges aus dem Stofflichen stammen könne, das ist im wesentlichen ein luziferischer Schein. Und man kann sagen: Der, welcher behauptet, Geistiges sei stoffliches Produkt, erklärt, wenn er es auch nicht ausspricht, Luzifer zu seinem Gott. — Die Behauptung, Geistiges gehe hervor aus Stofflichem, die ganz identisch ist mit der Behauptung, der Spiegel bringt die Spiegelbilder hervor in dem Sinne, als ob die Wesenheiten hinter dem Spiegel wären, diese Behauptung, Stoff bringt Geistiges hervor, menschliches Geistiges, die ist ganz identisch mit der Erklärung, wenn sie auch nicht ausgesprochen wird: Luzifer ist Gott.

[ 26 ] Dieser Schein, daß Geistiges aus dem Stofflichen stammen könne, das ist im wesentlichen ein luziferischer Schein. Und man kann sagen: Der, welcher behauptet, Geistiges sei stoffliches Produkt, erklärt, wenn er es auch nicht ausspricht, Luzifer zu seinem Gott. — Die Behauptung, Geistiges gehe hervor aus Stofflichem, die ganz identisch ist mit der Behauptung, der Spiegel bringt die Spiegelbilder hervor in dem Sinne, als ob die Wesenheiten hinter dem Spiegel wären, diese Behauptung, Stoff bringt Geistiges hervor, menschliches Geistiges, die ist ganz identisch mit der Erklärung, wenn sie auch nicht ausgesprochen wird: Luzifer ist Gott.

[ 27 ] Wir können auch nach dem Gegenpol fragen. Eine luziferische Vorspiegelung ist diese, daß der Spiegel, das Stoffliche, ein Geistiges aus sich herausströmen lasse. Der Gegenpol ist der, daß auch die Täuschung beim Menschen vorhanden ist, als ob das, was in der sinnenfälligen Welt ist, jemals auf das menschliche Innere wirklich wirken könnte. Wäre nicht die ahrimanische Illusion da, die durch Kräfte entsteht, welche aus dem Raumlosen in das Räumliche eintreten, dann würde der Mensch durchschauen, wie niemals auf seine Wesenheit die Kräfte Einfluß gewinnen können, die im Stofflichen verankert sind. Die Behauptung, daß im Stofflichen Kräfte verankert sind, Energien verankert sind, die im Menschen weiterwirken können, diese Behauptung ist eine rein ahrimanische, und der sie tut, erklärt Ahriman zu seinem Gotte, auch wenn er es nicht ausspricht.

[ 27 ] Wir können auch nach dem Gegenpol fragen. Eine luziferische Vorspiegelung ist diese, daß der Spiegel, das Stoffliche, ein Geistiges aus sich herausströmen lasse. Der Gegenpol ist der, daß auch die Täuschung beim Menschen vorhanden ist, als ob das, was in der sinnenfälligen Welt ist, jemals auf das menschliche Innere wirklich wirken könnte. Wäre nicht die ahrimanische Illusion da, die durch Kräfte entsteht, welche aus dem Raumlosen in das Räumliche eintreten, dann würde der Mensch durchschauen, wie niemals auf seine Wesenheit die Kräfte Einfluß gewinnen können, die im Stofflichen verankert sind. Die Behauptung, daß im Stofflichen Kräfte verankert sind, Energien verankert sind, die im Menschen weiterwirken können, diese Behauptung ist eine rein ahrimanische, und der sie tut, erklärt Ahriman zu seinem Gotte, auch wenn er es nicht ausspricht.

[ 28 ] Dennoch, der Mensch schwebt zwischen diesen beiden Illusionen; der Mensch schwebt zwischen der einen Illusion, die ihm immer wieder und wiederum vorgaukelt, daß der Spiegel die Bilder als Wesenheiten aus sich herausströmen läßt, als ob der Stoff geistige Betätigungen hervorbringen könnte. Die andere Illusion ist diese, daß in dem äußeren sinnenfälligen Dasein Energien enthalten sind, die irgendwie umgesetzt zu der menschlichen Betätigung führen können. Das eine ist die luziferische, das andere ist die ahrimanische Illusion.

[ 28 ] Dennoch, der Mensch schwebt zwischen diesen beiden Illusionen; der Mensch schwebt zwischen der einen Illusion, die ihm immer wieder und wiederum vorgaukelt, daß der Spiegel die Bilder als Wesenheiten aus sich herausströmen läßt, als ob der Stoff geistige Betätigungen hervorbringen könnte. Die andere Illusion ist diese, daß in dem äußeren sinnenfälligen Dasein Energien enthalten sind, die irgendwie umgesetzt zu der menschlichen Betätigung führen können. Das eine ist die luziferische, das andere ist die ahrimanische Illusion.

[ 29 ] Dasjenige, was unsere heutige Zeit so charakterisiert, ist, daß sie keine Neigung hat, auf das Geistige ebenso einzugehen, wie sie auf die Naturordnung eingeht. Es ist ja allerdings leichter, so über den Geist vom Standpunkt eines nebulosen Mystizismus oder vom Standpunkt abstrakter Naturbegriffe zu reden, als sich in wirklich wissenschaftlicher Weise, so wie man das für die Natur selber tut, auf die geistigen Vorgänge und geistigen Impulse konkret einzulassen. Wir leben nun einmal in dem Zeitalter, in dem der Mensch anfangen muß, bewußt sich über das aufzuklären, was in seinem Seelischen wirkt. Wir kennen die Gründe, warum die Zeit abgelaufen ist, in welcher der Mensch im Unbewußten die Impulse finden konnte, die ihn weiter lenkten; heute muß der Mensch beginnen, bewußt einzutreten in das Feld, in dem eben sein Seelisches lebt, und dieses Seelische die Bewußtheit erzeugt.

[ 29 ] Dasjenige, was unsere heutige Zeit so charakterisiert, ist, daß sie keine Neigung hat, auf das Geistige ebenso einzugehen, wie sie auf die Naturordnung eingeht. Es ist ja allerdings leichter, so über den Geist vom Standpunkt eines nebulosen Mystizismus oder vom Standpunkt abstrakter Naturbegriffe zu reden, als sich in wirklich wissenschaftlicher Weise, so wie man das für die Natur selber tut, auf die geistigen Vorgänge und geistigen Impulse konkret einzulassen. Wir leben nun einmal in dem Zeitalter, in dem der Mensch anfangen muß, bewußt sich über das aufzuklären, was in seinem Seelischen wirkt. Wir kennen die Gründe, warum die Zeit abgelaufen ist, in welcher der Mensch im Unbewußten die Impulse finden konnte, die ihn weiter lenkten; heute muß der Mensch beginnen, bewußt einzutreten in das Feld, in dem eben sein Seelisches lebt, und dieses Seelische die Bewußtheit erzeugt.

[ 30 ] Wir können also sagen, daß der Mensch eigentlich ein ganz anderes Wesen wäre, wenn er nur seiner ureigenen Natur und den guten geistigen Kräften in der Welt folgen würde in seiner Entwickelung, als er jetzt ist, da er in Wirklichkeit dieser urzeitlichen Entwickelung folgt im Zusammenwirken mit den zeitlich auf ihn wirkenden luziferischen und ahrimanischen Kräften. Die Frage ist nun diese: Wie stellt sich ein Gleichgewichtszustand her zwischen diesen drei Kräften? Um diesen Gleichgewichtszustand herzustellen, oder wenigstens, um zu erkennen, wie er herzustellen ist, muß man auf folgendes sehen.

[ 30 ] Wir können also sagen, daß der Mensch eigentlich ein ganz anderes Wesen wäre, wenn er nur seiner ureigenen Natur und den guten geistigen Kräften in der Welt folgen würde in seiner Entwickelung, als er jetzt ist, da er in Wirklichkeit dieser urzeitlichen Entwickelung folgt im Zusammenwirken mit den zeitlich auf ihn wirkenden luziferischen und ahrimanischen Kräften. Die Frage ist nun diese: Wie stellt sich ein Gleichgewichtszustand her zwischen diesen drei Kräften? Um diesen Gleichgewichtszustand herzustellen, oder wenigstens, um zu erkennen, wie er herzustellen ist, muß man auf folgendes sehen.

[ 31 ] Die äußere Naturwissenschaft macht es sich sehr bequem, indem sie für gewisse Gebiete so nach dem Prinzip urteilt: Ein Messer gehört zum Essen, also nimmt man, indem man zum Rasieretui geht, ein Rasiermesser heraus und schneidet sich damit dasjenige, was auf den Tisch kommt. So sind sehr viele heutige naturwissenschaftliche Urteile gebildet, zum Beispiel das über den Tod. Nicht viel mehr verwendet die heutige Naturwissenschaft von zunächstliegenden Begriffen für die Erscheinung des Todes, als das Aufhören eines Organismus. Das ist bequem, denn man kann dann, wie das ja heute manche, die sich Forscher nennen, in grotesker Weise machen, vom Pflanzentode, vom Tiertod und Menschentod im gleichen Sinne sprechen. Aber das ist wirklich nichts anderes, als wenn man sprechen würde vom Messer und meinte das Tischmesser und das Rasiermesser in einer Kategorie. In Wahrheit ist dasjenige, was Tod genannt werden kann, etwas anderes bei der Pflanze, etwas anderes beim Tier, etwas anderes beim Menschen. Nur weil man bei allen dreien das Aufhören der organischen Funktionen sieht, generalisiert man.

[ 31 ] Die äußere Naturwissenschaft macht es sich sehr bequem, indem sie für gewisse Gebiete so nach dem Prinzip urteilt: Ein Messer gehört zum Essen, also nimmt man, indem man zum Rasieretui geht, ein Rasiermesser heraus und schneidet sich damit dasjenige, was auf den Tisch kommt. So sind sehr viele heutige naturwissenschaftliche Urteile gebildet, zum Beispiel das über den Tod. Nicht viel mehr verwendet die heutige Naturwissenschaft von zunächstliegenden Begriffen für die Erscheinung des Todes, als das Aufhören eines Organismus. Das ist bequem, denn man kann dann, wie das ja heute manche, die sich Forscher nennen, in grotesker Weise machen, vom Pflanzentode, vom Tiertod und Menschentod im gleichen Sinne sprechen. Aber das ist wirklich nichts anderes, als wenn man sprechen würde vom Messer und meinte das Tischmesser und das Rasiermesser in einer Kategorie. In Wahrheit ist dasjenige, was Tod genannt werden kann, etwas anderes bei der Pflanze, etwas anderes beim Tier, etwas anderes beim Menschen. Nur weil man bei allen dreien das Aufhören der organischen Funktionen sieht, generalisiert man.

[ 32 ] Wenn man den Tod in der Menschennatur studiert — und wir haben ja öfter von der Erscheinung des Menschentodes gesprochen —, dann zeigt innerhalb der Menschennatur dieser Tod ein solches Wesen, daß man ihn als die Ausgleichskraft für die luziferischen Kräfte in einer gewissen Weise ansehen kann. Nicht wahr, der Tod ist ja nicht nur die einmalige Erscheinung, denn der Mensch beginnt eigentlich zu sterben, indem er geboren wird; indem die Impulse des Sterbens schon in ihm liegen, vollzieht der Tod sich in einem gewissen Zeitpunkte. Alles was an Kräfteimpulsen zum Tode führt, das sind zugleich diejenigen Kräfte, welche das Gleichgewicht herstellen mit den luziferischen Kräften. Denn durch den Tod wird der Mensch aus dem Zeitlichen hinausgeführt in das Reich der Dauer.

[ 32 ] Wenn man den Tod in der Menschennatur studiert — und wir haben ja öfter von der Erscheinung des Menschentodes gesprochen —, dann zeigt innerhalb der Menschennatur dieser Tod ein solches Wesen, daß man ihn als die Ausgleichskraft für die luziferischen Kräfte in einer gewissen Weise ansehen kann. Nicht wahr, der Tod ist ja nicht nur die einmalige Erscheinung, denn der Mensch beginnt eigentlich zu sterben, indem er geboren wird; indem die Impulse des Sterbens schon in ihm liegen, vollzieht der Tod sich in einem gewissen Zeitpunkte. Alles was an Kräfteimpulsen zum Tode führt, das sind zugleich diejenigen Kräfte, welche das Gleichgewicht herstellen mit den luziferischen Kräften. Denn durch den Tod wird der Mensch aus dem Zeitlichen hinausgeführt in das Reich der Dauer.

[ 33 ] Nun wissen wir, daß die luziferischen Kräfte gerade darinnen ihr Wesen haben, daß sie eigentlich dem Reich der Dauer angehören und das, was sie im Reich der Dauer machen sollten, ins Reich der Zeitlichkeit hereintragen. Das würde keinen Ausgleich haben, wenn nicht dem Reich der Zeitlichkeit der T'od eingefügt wäre, der den Menschen wiederum herausführt aus dem Reich der Zeitlichkeit in das Reich der Dauer. Der Tod ist der Ausgleicher gegenüber dem Luziferischen. Das Luziferische trägt die Dauer in die Zeit herein; der Tod trägt die Zeit in die Dauer hinaus. So ist es abstrakt ausgesprochen, allein in dieser Abstraktion liegt eben eine Unsumme von Konkretem.

[ 33 ] Nun wissen wir, daß die luziferischen Kräfte gerade darinnen ihr Wesen haben, daß sie eigentlich dem Reich der Dauer angehören und das, was sie im Reich der Dauer machen sollten, ins Reich der Zeitlichkeit hereintragen. Das würde keinen Ausgleich haben, wenn nicht dem Reich der Zeitlichkeit der T'od eingefügt wäre, der den Menschen wiederum herausführt aus dem Reich der Zeitlichkeit in das Reich der Dauer. Der Tod ist der Ausgleicher gegenüber dem Luziferischen. Das Luziferische trägt die Dauer in die Zeit herein; der Tod trägt die Zeit in die Dauer hinaus. So ist es abstrakt ausgesprochen, allein in dieser Abstraktion liegt eben eine Unsumme von Konkretem.

[ 34 ] Was haben wir sagen müssen von Ahriman? Er macht ähnlich das Ähnliche. Ich habe Ihnen den konkreten Fall des Ähnlichen in der Menschennatur angeführt, das mit dem Ahrimanischen zusammenhängt. Diesem Ähnlichen, dem muß ebenso ein Gegengewicht geschaffen werden oder geschaffen sein — man kann natürlich nicht teleologisch sprechen, also geschaffen sein —, es muß da sein dieses Gegengewicht, welches eigentlich gegen die Ähnlichkeit wirkt. Nur führt man sonderbarerweise vielfach die Ähnlichkeit zurück auf dieses Gegengewicht durch einen der verworrenen Begriffe, die da kommen, wenn man sich nicht einläßt auf tiefere Zusammenhänge. Das Gegengewicht für die Ähnlichkeit ist die Vererbungskraft: wir sind nicht nur ähnlich in der Form, die auf unsere Gestaltung führt, sondern wir tragen in uns innere Vererbungskräfte. Durch diese Vererbungskräfte, die wir in uns tragen, wirken wir eigentlich der Ähnlichkeit der Form entgegen. Nur eine verworrene Wissenschaft schiebt Ähnlichkeit und Vererbung zusammen. Wir sehen unseren Eltern ähnlich, bekommen aber zu gleicher Zeit von unseren Eltern in unserem inneren Menschen gewisse Kräfte mitvererbt, die danach streben, uns wiederum zum Urbilde des Menschen zurückzuführen. Eigentlich ist das, was wir vererbt bekommen, im Kampfe gegen die Ähnlichkeit. Eine feinere Betrachtung des Menschenlebens kann schon darauf kommen, selbst ohne übersinnliche Betrachtung, ganz durch äußerliche Betrachtung. Versuchen Sie einmal, das Leben in der rechten Weise zu fragen, versuchen Sie einmal, Menschen zu betrachten, die ihren Eltern, Großeltern und so weiter nach dieser oder jener Formeigenschaft besonders ähnlich sehen, und sehen Sie dann auf die vererbten moralischen Impulse: dann werden Sie sehen, daß die vererbten moralischen Impulse in der Regel entgegengesetzt wirken den gleichen Formgestaltungen.

[ 34 ] Was haben wir sagen müssen von Ahriman? Er macht ähnlich das Ähnliche. Ich habe Ihnen den konkreten Fall des Ähnlichen in der Menschennatur angeführt, das mit dem Ahrimanischen zusammenhängt. Diesem Ähnlichen, dem muß ebenso ein Gegengewicht geschaffen werden oder geschaffen sein — man kann natürlich nicht teleologisch sprechen, also geschaffen sein —, es muß da sein dieses Gegengewicht, welches eigentlich gegen die Ähnlichkeit wirkt. Nur führt man sonderbarerweise vielfach die Ähnlichkeit zurück auf dieses Gegengewicht durch einen der verworrenen Begriffe, die da kommen, wenn man sich nicht einläßt auf tiefere Zusammenhänge. Das Gegengewicht für die Ähnlichkeit ist die Vererbungskraft: wir sind nicht nur ähnlich in der Form, die auf unsere Gestaltung führt, sondern wir tragen in uns innere Vererbungskräfte. Durch diese Vererbungskräfte, die wir in uns tragen, wirken wir eigentlich der Ähnlichkeit der Form entgegen. Nur eine verworrene Wissenschaft schiebt Ähnlichkeit und Vererbung zusammen. Wir sehen unseren Eltern ähnlich, bekommen aber zu gleicher Zeit von unseren Eltern in unserem inneren Menschen gewisse Kräfte mitvererbt, die danach streben, uns wiederum zum Urbilde des Menschen zurückzuführen. Eigentlich ist das, was wir vererbt bekommen, im Kampfe gegen die Ähnlichkeit. Eine feinere Betrachtung des Menschenlebens kann schon darauf kommen, selbst ohne übersinnliche Betrachtung, ganz durch äußerliche Betrachtung. Versuchen Sie einmal, das Leben in der rechten Weise zu fragen, versuchen Sie einmal, Menschen zu betrachten, die ihren Eltern, Großeltern und so weiter nach dieser oder jener Formeigenschaft besonders ähnlich sehen, und sehen Sie dann auf die vererbten moralischen Impulse: dann werden Sie sehen, daß die vererbten moralischen Impulse in der Regel entgegengesetzt wirken den gleichen Formgestaltungen.

[ 35 ] Wenn Sie gerade bei den von der Geschichte verzeichneten hervorragenderen Persönlichkeiten sich die Bilder ansehen, welche deren Formgestaltung als ähnlich dem Vorfahren erscheinen lassen, so werden Sie überall sehen, daß zu gleicher Zeit in der Biographie seelische Eigenschaften verzeichnet sind — und die gerade vererbte Eigenschaften sind —, die sich auflehnen gegen diejenigen, von denen diese Formähnlichkeiten hergekommen sind. Dies ist wesentlich eines der Geheimnisse des Lebens. Und es würden Vorfahren ihre Nachkommen, es würden Eltern ihre Kinder viel, viel besser verstehen, wenn sie in völliger Vorurteilslosigkeit solch ein Faktum ins Auge fassen könnten. Wenn zum Beispiel — verzeihen Sie, daß ich solche Dinge sage, aber wir sind ja nicht in einer Philistergesellschaft — eine Mutter ein Söhnchen hat, das ihr ganz besonders ähnlich ist, so kann sie sich darüber freuen, daß ihr das Söhnchen ähnlich ist; aber für die Erziehung könnte es sehr nützlich sein, wenn sie sich nun sagt: Was wollen sich da in diesem Söhnchen für Eigenschaften entwickeln, die ähnlich denen sind, weswegen ich mich mit meinem Manne so oft zanken muß? — Auf solche konkreten Impulse, die im Leben eine ungeheure Bedeutung haben, sollte man den Blick richten. Man wird die Erkenntnis solcher Impulse für die Erziehungsaufgabe der Zukunft, der zukünftigen menschlichen Entwickelung, ganz besonders nötig haben. Denn man wird nicht aus abstrakten Grundsätzen heraus in der Zukunft erziehen können, sondern man wird nach Unterlagen, nach empirischen, konkreten Unterlagen erziehen müssen. Und diese konkreten, empirischen Unterlagen ergeben sich nicht, wenn man das Leben nicht lesen kann. Man muß es lesen können; aber dazu muß man die Buchstaben kennen. Im Konkreten sind es ja, wie Sie wissen, viel mehr, aber zum notwendigsten Buchstabieren für die nächste Zukunft genügt schon, wenn man die drei Buchstaben: die normale Entwickelung, das Ahrimanische und das Luziferische kennt. Aber wer sie nicht kennt, kann nicht lesen, so wie derjenige, der nicht das Abc kennt, kein Buch lesen kann. Das sind einfach die Buchstaben, durch die man das Leben kennen, das Leben lesen lernt. Und der Geist des Utopischen, der in der Menschheit so vielfach verbreitet ist, er wird sich nur besiegen lassen dadurch, daß man das Leben wird lesen lernen. Dann muß man sich aber einlassen darauf, die im Leben spielenden Kräfte zu studieren.

[ 35 ] Wenn Sie gerade bei den von der Geschichte verzeichneten hervorragenderen Persönlichkeiten sich die Bilder ansehen, welche deren Formgestaltung als ähnlich dem Vorfahren erscheinen lassen, so werden Sie überall sehen, daß zu gleicher Zeit in der Biographie seelische Eigenschaften verzeichnet sind — und die gerade vererbte Eigenschaften sind —, die sich auflehnen gegen diejenigen, von denen diese Formähnlichkeiten hergekommen sind. Dies ist wesentlich eines der Geheimnisse des Lebens. Und es würden Vorfahren ihre Nachkommen, es würden Eltern ihre Kinder viel, viel besser verstehen, wenn sie in völliger Vorurteilslosigkeit solch ein Faktum ins Auge fassen könnten. Wenn zum Beispiel — verzeihen Sie, daß ich solche Dinge sage, aber wir sind ja nicht in einer Philistergesellschaft — eine Mutter ein Söhnchen hat, das ihr ganz besonders ähnlich ist, so kann sie sich darüber freuen, daß ihr das Söhnchen ähnlich ist; aber für die Erziehung könnte es sehr nützlich sein, wenn sie sich nun sagt: Was wollen sich da in diesem Söhnchen für Eigenschaften entwickeln, die ähnlich denen sind, weswegen ich mich mit meinem Manne so oft zanken muß? — Auf solche konkreten Impulse, die im Leben eine ungeheure Bedeutung haben, sollte man den Blick richten. Man wird die Erkenntnis solcher Impulse für die Erziehungsaufgabe der Zukunft, der zukünftigen menschlichen Entwickelung, ganz besonders nötig haben. Denn man wird nicht aus abstrakten Grundsätzen heraus in der Zukunft erziehen können, sondern man wird nach Unterlagen, nach empirischen, konkreten Unterlagen erziehen müssen. Und diese konkreten, empirischen Unterlagen ergeben sich nicht, wenn man das Leben nicht lesen kann. Man muß es lesen können; aber dazu muß man die Buchstaben kennen. Im Konkreten sind es ja, wie Sie wissen, viel mehr, aber zum notwendigsten Buchstabieren für die nächste Zukunft genügt schon, wenn man die drei Buchstaben: die normale Entwickelung, das Ahrimanische und das Luziferische kennt. Aber wer sie nicht kennt, kann nicht lesen, so wie derjenige, der nicht das Abc kennt, kein Buch lesen kann. Das sind einfach die Buchstaben, durch die man das Leben kennen, das Leben lesen lernt. Und der Geist des Utopischen, der in der Menschheit so vielfach verbreitet ist, er wird sich nur besiegen lassen dadurch, daß man das Leben wird lesen lernen. Dann muß man sich aber einlassen darauf, die im Leben spielenden Kräfte zu studieren.

[ 36 ] Nun kann natürlich jemand sagen: Du erklärst uns hier etwas als die ureigene Menschenwesenheit, was man aber nirgends findet. — Das ist ja selbstverständlich; aber das ist kein anderer Einwand, als den derjenige macht, welcher sagt: Du erklärst mir hier, daß in dem dahinfließenden Flußwasser Wasserstoff und Sauerstoff darinnen ist; ich finde nichts davon. — Es ist eben nötig, auf diese Dinge einzugehen, vor allen Dingen sich einen richtigen Begriff von dem zu machen, was Form ist. Ich habe früher einmal folgenden Vergleich gebraucht, den ich wiederholen möchte.

[ 36 ] Nun kann natürlich jemand sagen: Du erklärst uns hier etwas als die ureigene Menschenwesenheit, was man aber nirgends findet. — Das ist ja selbstverständlich; aber das ist kein anderer Einwand, als den derjenige macht, welcher sagt: Du erklärst mir hier, daß in dem dahinfließenden Flußwasser Wasserstoff und Sauerstoff darinnen ist; ich finde nichts davon. — Es ist eben nötig, auf diese Dinge einzugehen, vor allen Dingen sich einen richtigen Begriff von dem zu machen, was Form ist. Ich habe früher einmal folgenden Vergleich gebraucht, den ich wiederholen möchte.

[ 37 ] Man kann in Koblenz oder irgendwo ankommen, auch in Basel, und kann den Rhein bewundern und kann sich veranlaßt fühlen zu dem Ausdruck: Dieser Rhein, nun fließt er, man weiß nicht wie lange, gewiß seit Jahrhunderten, vielleicht aber seit unvordenklichen Zeiten dahin. Wie alt ist dieser Rhein! — Was ist denn da eigentlich alt? Das Wasser, das Sie anschauen, das wird in einigen Tagen ganz woanders sein, das wird weg sein: das ist sicher nicht alt, denn es war vor einigen Tagen noch gar nicht da, sondern ganz woanders. Was Sie da sehen, ist sicher nicht alt, das dürfen Sie nicht für jahrhundertealt halten. Und wenn Sie vom Rhein sprechen, sprechen Sie wahrscheinlich auch nicht von der Rinne in der Erde, die da ist, wo das Wasser drinnen fließt; Sie sprechen wirklich von etwas, das Sie eigentlich gar nicht vor sich haben. Sie können nämlich nicht, wenn Sie von der Wirklichkeit sprechen, von demjenigen sprechen, was Sie vor sich haben, denn das, was Sie vor sich haben, ist ein Zusammenfluß von durch die Welt wirkenden Strömungen, und ist nur der Gleichgewichtszustand. Und überall, wo Sie hinsehen, sehen Sie nur Gleichgewichtszustände. Die Wirklichkeiten, in die müssen Sie erst eindringen. Aber nur durch das Eindringen in die Wirklichkeiten ist auch ein Buchstabieren des Lebens möglich.

[ 37 ] Man kann in Koblenz oder irgendwo ankommen, auch in Basel, und kann den Rhein bewundern und kann sich veranlaßt fühlen zu dem Ausdruck: Dieser Rhein, nun fließt er, man weiß nicht wie lange, gewiß seit Jahrhunderten, vielleicht aber seit unvordenklichen Zeiten dahin. Wie alt ist dieser Rhein! — Was ist denn da eigentlich alt? Das Wasser, das Sie anschauen, das wird in einigen Tagen ganz woanders sein, das wird weg sein: das ist sicher nicht alt, denn es war vor einigen Tagen noch gar nicht da, sondern ganz woanders. Was Sie da sehen, ist sicher nicht alt, das dürfen Sie nicht für jahrhundertealt halten. Und wenn Sie vom Rhein sprechen, sprechen Sie wahrscheinlich auch nicht von der Rinne in der Erde, die da ist, wo das Wasser drinnen fließt; Sie sprechen wirklich von etwas, das Sie eigentlich gar nicht vor sich haben. Sie können nämlich nicht, wenn Sie von der Wirklichkeit sprechen, von demjenigen sprechen, was Sie vor sich haben, denn das, was Sie vor sich haben, ist ein Zusammenfluß von durch die Welt wirkenden Strömungen, und ist nur der Gleichgewichtszustand. Und überall, wo Sie hinsehen, sehen Sie nur Gleichgewichtszustände. Die Wirklichkeiten, in die müssen Sie erst eindringen. Aber nur durch das Eindringen in die Wirklichkeiten ist auch ein Buchstabieren des Lebens möglich.

[ 38 ] Morgen werde ich nun sprechen von dem Zusammenhang des luziferischen und ahrimanischen Impulses mit dem Christus-JahveImpuls, damit Sie sehen, wie sich dieser Christus- Jahve-Impuls in Wirklichkeit in diese Strömungen hineinstellt.

[ 38 ] Morgen werde ich nun sprechen von dem Zusammenhang des luziferischen und ahrimanischen Impulses mit dem Christus-JahveImpuls, damit Sie sehen, wie sich dieser Christus- Jahve-Impuls in Wirklichkeit in diese Strömungen hineinstellt.