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Historical Symptomatology
GA 185

2 November 1918, Dornach

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Achter Vortrag

Achter Vortrag

[ 1 ] Wir haben jetzt von den verschiedensten Gesichtspunkten her versucht, einiges Licht zu werfen auf die besonderen Eigentümlichkeiten der Zeitepoche, welche wir eben charakterisieren müssen als den fünften nachatlantischen Zeitraum, der mit dem Beginne des 15. Jahrhunderts seinen Anfang genommen hat, in dem wir jetzt drinnen stehen, und der in der Mitte des vierten Jahrtausends sein Ende finden wird. Nun ist in unserer gegenwärtigen Zeit sehr vieles in den symptomatischen Geschehnissen der Geschichte, das innig zusammenhängt mit den Geschehnissen im Beginne dieses Zeitraumes. Aus Gründen, die, wenn wir noch länger Zeit haben, in den folgenden Vorträgen herauskommen werden, und die in der Entwickelung der ganzen Menschheit liegen, kann man diesen fünften nachatlantischen Zeitraum im wesentlichen in Fünftel teilen, und wir stehen in einem besonders wichtigen Punkte, wo die Wende des ersten und des zweiten Fünftels dieses Zeitraumes zur Entscheidung kommen muß.

[ 1 ] Wir haben jetzt von den verschiedensten Gesichtspunkten her versucht, einiges Licht zu werfen auf die besonderen Eigentümlichkeiten der Zeitepoche, welche wir eben charakterisieren müssen als den fünften nachatlantischen Zeitraum, der mit dem Beginne des 15. Jahrhunderts seinen Anfang genommen hat, in dem wir jetzt drinnen stehen, und der in der Mitte des vierten Jahrtausends sein Ende finden wird. Nun ist in unserer gegenwärtigen Zeit sehr vieles in den symptomatischen Geschehnissen der Geschichte, das innig zusammenhängt mit den Geschehnissen im Beginne dieses Zeitraumes. Aus Gründen, die, wenn wir noch länger Zeit haben, in den folgenden Vorträgen herauskommen werden, und die in der Entwickelung der ganzen Menschheit liegen, kann man diesen fünften nachatlantischen Zeitraum im wesentlichen in Fünftel teilen, und wir stehen in einem besonders wichtigen Punkte, wo die Wende des ersten und des zweiten Fünftels dieses Zeitraumes zur Entscheidung kommen muß.

[ 2 ] Indem ich Ihnen eine Art Überblick gewissermaßen vor das geistige Auge führen will über die religionsgeschichtlichen Impulse, insoferne sie symptomatisch sind in diesem fünften nachatlantischen Zeitraume, werde ich genötigt sein, mancherlei, was ich gerade bei dieser Betrachtung sage, hindeutend, andeutend zu sagen. Denn sobald man im Ernste eingeht auf die Evolution der religiösen Impulse der Menschheit, in dem Augenblicke werden die Wirklichkeiten, die man dabei im Auge haben muß, so schwierig gegenüber dem Ausdrucke, der einem zur Verfügung stehen kann in der menschlichen Sprache, daß eben nur eine annäherungsweise, andeutungsweise Aussprache über die Dinge möglich ist. Daher werden Sie mancherlei von dem, was ich heute und morgen sagen werde, so zu nehmen haben, daß Sie wirklich versuchen, auch hinter den Worten und in den Worten noch mancherlei zu sehen, nicht aus dem Grunde, weil ich Geheimniskrämerei treiben will, sondern aus dem Grunde, weil die Sprache zu ohnmächtig ist, um die Vielgestaltigkeit der Impulse der Wirklichkeit tatsächlich zum Ausdrucke zu bringen. Vor allen Dingen aber muß ich Sie heute darauf aufmerksam machen, daß derjenige, der solche Dinge geisteswissenschaftlich betrachtet, sich schon einmal darauf einlassen muß, wirklich zu denken. Das Denken hat sich ja die heutige Menschheit mehr oder weniger abgewöhnt. Ich meine natürlich nicht jenes Denken, welches den Hochmut begründet der heutigen sogenannten Wissenschaft, sondern ich meine jenes Denken, das auf genaue Wirklichkeitsunterscheidungen einzugehen vermag. Ich muß, um das betrachten zu können, was uns jetzt zu betrachten obliegen wird, Sie vor allen Dingen aufmerksam darauf machen, daß ich zwei Strömungen innerhalb der Menschheitsentwickelung Ihnen vorgeführt habe. Ich weiß nicht, ob alle diejenigen, die hier sitzen, so genau auf meine Satzprägungen im Laufe der Zeit während dieser Betrachtungen werden hingehorcht haben, daß sie das schon bemerkt haben, was ich aber heute besonders herausheben will, damit in den folgenden Betrachtungen kein Mißverständnis entsteht.

[ 2 ] Indem ich Ihnen eine Art Überblick gewissermaßen vor das geistige Auge führen will über die religionsgeschichtlichen Impulse, insoferne sie symptomatisch sind in diesem fünften nachatlantischen Zeitraume, werde ich genötigt sein, mancherlei, was ich gerade bei dieser Betrachtung sage, hindeutend, andeutend zu sagen. Denn sobald man im Ernste eingeht auf die Evolution der religiösen Impulse der Menschheit, in dem Augenblicke werden die Wirklichkeiten, die man dabei im Auge haben muß, so schwierig gegenüber dem Ausdrucke, der einem zur Verfügung stehen kann in der menschlichen Sprache, daß eben nur eine annäherungsweise, andeutungsweise Aussprache über die Dinge möglich ist. Daher werden Sie mancherlei von dem, was ich heute und morgen sagen werde, so zu nehmen haben, daß Sie wirklich versuchen, auch hinter den Worten und in den Worten noch mancherlei zu sehen, nicht aus dem Grunde, weil ich Geheimniskrämerei treiben will, sondern aus dem Grunde, weil die Sprache zu ohnmächtig ist, um die Vielgestaltigkeit der Impulse der Wirklichkeit tatsächlich zum Ausdrucke zu bringen. Vor allen Dingen aber muß ich Sie heute darauf aufmerksam machen, daß derjenige, der solche Dinge geisteswissenschaftlich betrachtet, sich schon einmal darauf einlassen muß, wirklich zu denken. Das Denken hat sich ja die heutige Menschheit mehr oder weniger abgewöhnt. Ich meine natürlich nicht jenes Denken, welches den Hochmut begründet der heutigen sogenannten Wissenschaft, sondern ich meine jenes Denken, das auf genaue Wirklichkeitsunterscheidungen einzugehen vermag. Ich muß, um das betrachten zu können, was uns jetzt zu betrachten obliegen wird, Sie vor allen Dingen aufmerksam darauf machen, daß ich zwei Strömungen innerhalb der Menschheitsentwickelung Ihnen vorgeführt habe. Ich weiß nicht, ob alle diejenigen, die hier sitzen, so genau auf meine Satzprägungen im Laufe der Zeit während dieser Betrachtungen werden hingehorcht haben, daß sie das schon bemerkt haben, was ich aber heute besonders herausheben will, damit in den folgenden Betrachtungen kein Mißverständnis entsteht.

[ 3 ] Ich habe zunächst eines hervorgehoben mit Bezug auf die Evolution, auf die Entwickelung der nachatlantischen Menschheit. Ich habe aufmerksam gemacht, daß die Menschheit der nachatlantischen Zeit, wenn man so sagen darf, immer jünger und jünger wird. Das heißt, daß in der ersten Epoche dieser nachatlantischen Zeit, in der sogenannten urindischen Zeit, dieMenschen körperlich entwickelungsfähig geblieben sind bis in die fünfziger Jahre hinauf, daß sie also Entwickelungsstadien durchgemacht haben bis in die fünfziger Jahre, dann bis in ein weniger hohes Alter in der urpersischen Zeit, wieder bis in ein weniger hohes Alter in der ägyptisch-chaldäischen Zeit. Dann, in der griechisch-lateinischen Zeit, kam die Menschheit an in einer Epoche, in welcher sie nur entwickelungsfähig war bis zu den Jahren vom 28. bis 35. Jahre. Und jetzt stehen wir in der Epoche, in der die Menschheit entwickelungsfähig bleiben wird bis zum 27. bis 28. Lebensjahr; jetzt eben — ich habe das öfter hervorgehoben — stehen wir darinnen in der Zeit, wo die Menschen durch das, was ihnen die Welt gibt, nur entwickelungsfähig bleiben bis zum 27. Lebensjahre. Dasjenige, was ihnen eine weitere Entwickelung geben kann, müssen sie sich aus den spirituellen Impulsen herausholen. Dann wird eine Menschheit kommen, die gar nur entwickelungsfähig bleiben wird bis in das Lebensalter von 14 bis 21 Jahren. Es wird dann der sechste nachatlantische Zeitraum sein. Und so wird es weiter gehen. Die Menschheit wird, indem sie älter wird, in diesem Sinne immer jünger und jünger werden. Das ist die eine Evolution der Menschheit.

[ 3 ] Ich habe zunächst eines hervorgehoben mit Bezug auf die Evolution, auf die Entwickelung der nachatlantischen Menschheit. Ich habe aufmerksam gemacht, daß die Menschheit der nachatlantischen Zeit, wenn man so sagen darf, immer jünger und jünger wird. Das heißt, daß in der ersten Epoche dieser nachatlantischen Zeit, in der sogenannten urindischen Zeit, dieMenschen körperlich entwickelungsfähig geblieben sind bis in die fünfziger Jahre hinauf, daß sie also Entwickelungsstadien durchgemacht haben bis in die fünfziger Jahre, dann bis in ein weniger hohes Alter in der urpersischen Zeit, wieder bis in ein weniger hohes Alter in der ägyptisch-chaldäischen Zeit. Dann, in der griechisch-lateinischen Zeit, kam die Menschheit an in einer Epoche, in welcher sie nur entwickelungsfähig war bis zu den Jahren vom 28. bis 35. Jahre. Und jetzt stehen wir in der Epoche, in der die Menschheit entwickelungsfähig bleiben wird bis zum 27. bis 28. Lebensjahr; jetzt eben — ich habe das öfter hervorgehoben — stehen wir darinnen in der Zeit, wo die Menschen durch das, was ihnen die Welt gibt, nur entwickelungsfähig bleiben bis zum 27. Lebensjahre. Dasjenige, was ihnen eine weitere Entwickelung geben kann, müssen sie sich aus den spirituellen Impulsen herausholen. Dann wird eine Menschheit kommen, die gar nur entwickelungsfähig bleiben wird bis in das Lebensalter von 14 bis 21 Jahren. Es wird dann der sechste nachatlantische Zeitraum sein. Und so wird es weiter gehen. Die Menschheit wird, indem sie älter wird, in diesem Sinne immer jünger und jünger werden. Das ist die eine Evolution der Menschheit.

[ 4 ] Nun ist besonders ins Auge zu fassen — wie gesagt, ich weiß nicht, ob Sie alle das bemerkt haben —, daß diese Evolution, die ich jetzt auseinandergesetzt habe, die ganze Menschheit betriffi. Die Menschheit also macht diese Evolution durch. So daß wir sagen können: Mit Bezug auf diese — ich will sie die erste Evolution nennen —, mit Bezug auf diese erste Evolution steht die Menschheit in einer Phase darinnen, die zwischen dem 28. und 21. Jahre liegt. Das sind aber die Jahre, in denen die Empfindungsseele besonders zur Entwickelung kommt. Also wir stehen heute in einer Entwickelungsepoche drinnen, in der die ganze Menschheit die Empfindungsseele besonders zur Entwickelung bringt. Das ist die eine Evolution.

[ 4 ] Nun ist besonders ins Auge zu fassen — wie gesagt, ich weiß nicht, ob Sie alle das bemerkt haben —, daß diese Evolution, die ich jetzt auseinandergesetzt habe, die ganze Menschheit betriffi. Die Menschheit also macht diese Evolution durch. So daß wir sagen können: Mit Bezug auf diese — ich will sie die erste Evolution nennen —, mit Bezug auf diese erste Evolution steht die Menschheit in einer Phase darinnen, die zwischen dem 28. und 21. Jahre liegt. Das sind aber die Jahre, in denen die Empfindungsseele besonders zur Entwickelung kommt. Also wir stehen heute in einer Entwickelungsepoche drinnen, in der die ganze Menschheit die Empfindungsseele besonders zur Entwickelung bringt. Das ist die eine Evolution.

[ 5 ] Nun habe ich Ihnen aber auch von einer anderen Evolution erzählt. Diese andere Evolution besteht darinnen, daß in der ersten nachatlantischen Epoche, in der urindischen, die Menschheit durchgemacht hat diejenige Zeit, in welcher der einzelne Mensch sich entwickelte durch den Ätherleib durch. In der zweiten nachatlantischen Zeit, in der urpersischen, entwickelte sich der einzelne Mensch durch den Empfindungsleib durch, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit der einzelne Mensch durch die Empfindungsseele durch, in der griechisch-lateinischen Zeit der einzelne Mensch durch die Verstandes- oder Gemütsseele, und im jetzigen Zeitraume der einzelne Mensch durch die Bewußtseinsseele. Das ist also die zweite Evolution. Während eine Evolution läuft, die die ganze Menschheit betrifft, läuft die andere Evolution einher, welche den einzelnen Menschen in der ganzen Menschheit betrifft. Der einzelne Mensch, wenn ich wieder unseren Zeitraum in Betracht ziehe, der Einzelmensch in der Menschheit bringt die Bewußtseinsseele zur Entwickelung.

[ 5 ] Nun habe ich Ihnen aber auch von einer anderen Evolution erzählt. Diese andere Evolution besteht darinnen, daß in der ersten nachatlantischen Epoche, in der urindischen, die Menschheit durchgemacht hat diejenige Zeit, in welcher der einzelne Mensch sich entwickelte durch den Ätherleib durch. In der zweiten nachatlantischen Zeit, in der urpersischen, entwickelte sich der einzelne Mensch durch den Empfindungsleib durch, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit der einzelne Mensch durch die Empfindungsseele durch, in der griechisch-lateinischen Zeit der einzelne Mensch durch die Verstandes- oder Gemütsseele, und im jetzigen Zeitraume der einzelne Mensch durch die Bewußtseinsseele. Das ist also die zweite Evolution. Während eine Evolution läuft, die die ganze Menschheit betrifft, läuft die andere Evolution einher, welche den einzelnen Menschen in der ganzen Menschheit betrifft. Der einzelne Mensch, wenn ich wieder unseren Zeitraum in Betracht ziehe, der Einzelmensch in der Menschheit bringt die Bewußtseinsseele zur Entwickelung.

[ 6 ] Die dritte Evolutionsströmung, die in Betracht kommen würde, das ist jene, die ich auch öfter erwähnt habe, welche die einzelnen Volkselemente über die Erde hin in Entwickelung zeigt. Mit Bezug darauf habe ich Ihnen ausgeführt, wie das einzelne Volk, wie zum Beispiel das italienische Volk, sich so entwickelt, daß, was durch das Volk kommt, gerade besonders die Empfindungsseele anregt, das französische Volk so sich entwickelt, daß besonders die Verstandes- oder Gemütsseele angeregt wird, die englischsprechenden Völker dasjenige, was besonders die Bewußtseinsseele anregt, und so weiter. Das ist die dritte Evolution. Sie sehen, das geht durcheinander, da kann ich nicht für unseren besonderen Zeitraum einen einzelnen Satz herausheben.

[ 6 ] Die dritte Evolutionsströmung, die in Betracht kommen würde, das ist jene, die ich auch öfter erwähnt habe, welche die einzelnen Volkselemente über die Erde hin in Entwickelung zeigt. Mit Bezug darauf habe ich Ihnen ausgeführt, wie das einzelne Volk, wie zum Beispiel das italienische Volk, sich so entwickelt, daß, was durch das Volk kommt, gerade besonders die Empfindungsseele anregt, das französische Volk so sich entwickelt, daß besonders die Verstandes- oder Gemütsseele angeregt wird, die englischsprechenden Völker dasjenige, was besonders die Bewußtseinsseele anregt, und so weiter. Das ist die dritte Evolution. Sie sehen, das geht durcheinander, da kann ich nicht für unseren besonderen Zeitraum einen einzelnen Satz herausheben.

[ 7 ] Erste Evolution: Die ganze Menschheit bringt die Empfindungsseele zur Entwickelung.

[ 7 ] Erste Evolution: Die ganze Menschheit bringt die Empfindungsseele zur Entwickelung.

[ 8 ] Zweite Evolution: Der einzelne Mensch in der Menschheit bringt die Bewußtseinsseele zur Entwickelung.

[ 8 ] Zweite Evolution: Der einzelne Mensch in der Menschheit bringt die Bewußtseinsseele zur Entwickelung.

[ 9 ] Dritte Evolution: die der Völker.

[ 9 ] Dritte Evolution: die der Völker.

[ 10 ] Diese drei Evolutionen aber, die kreuzen sich in jedem Menschen, die greifen in die Seele eines jeden Menschen ein. Ja, meine lieben Freunde, einfach ist die Weltenordnung wahrhaftig nicht! Wenn Sie wollen, daß für Sie die Weltenordnung sich in den allereinfachsten Gedanken ausdrückt, dann müssen Sie entweder Professor oder spanischer König werden. Denn man braucht nur zu erinnern an jene Sage von dem spanischen König, der da meinte, als man ihm eine viel weniger komplizierte Weltenordnung auseinandersetzte als diejenige ist, die hier in Betracht kommt: wenn Gott es ihm überlassen hätte, die Welt einzurichten, so würde er sie so kompliziert nicht eingerichtet haben, sondern viel einfacher. Und gewisse Lehrbücher oder auch sonstige populäre Erkenntnisbücher haben immer wieder und wiederum das Prinzip verfolgt: Oh, die Wahrheit muß einfach sein! — Dieses Prinzip wird selbstverständlich nicht verfolgt aus irgendeiner Wirklichkeitsgrundlage heraus, sondern einzig und allein aus der Grundlage der Bequemlichkeit, ich könnte auch sagen, der allgemeinen menschlichen Faulheit heraus. Mit einem bloßen Schematismus, unter dem sich alles registrieren läßt, ist der Wirklichkeit gegenüber wahrhaftig nichts getan. Und jene glatten, ich könnte auch sagen, aalglatten Begriffe, welche man heute besonders liebt bei dem Betrieb der offiziellen Wissenschaften, die sind, ich könnte wiederum sagen, Lichtjahre weit entfernt — um diese astronomische Bezeichnung zu gebrauchen — von der wahren Wirklichkeit.

[ 10 ] Diese drei Evolutionen aber, die kreuzen sich in jedem Menschen, die greifen in die Seele eines jeden Menschen ein. Ja, meine lieben Freunde, einfach ist die Weltenordnung wahrhaftig nicht! Wenn Sie wollen, daß für Sie die Weltenordnung sich in den allereinfachsten Gedanken ausdrückt, dann müssen Sie entweder Professor oder spanischer König werden. Denn man braucht nur zu erinnern an jene Sage von dem spanischen König, der da meinte, als man ihm eine viel weniger komplizierte Weltenordnung auseinandersetzte als diejenige ist, die hier in Betracht kommt: wenn Gott es ihm überlassen hätte, die Welt einzurichten, so würde er sie so kompliziert nicht eingerichtet haben, sondern viel einfacher. Und gewisse Lehrbücher oder auch sonstige populäre Erkenntnisbücher haben immer wieder und wiederum das Prinzip verfolgt: Oh, die Wahrheit muß einfach sein! — Dieses Prinzip wird selbstverständlich nicht verfolgt aus irgendeiner Wirklichkeitsgrundlage heraus, sondern einzig und allein aus der Grundlage der Bequemlichkeit, ich könnte auch sagen, der allgemeinen menschlichen Faulheit heraus. Mit einem bloßen Schematismus, unter dem sich alles registrieren läßt, ist der Wirklichkeit gegenüber wahrhaftig nichts getan. Und jene glatten, ich könnte auch sagen, aalglatten Begriffe, welche man heute besonders liebt bei dem Betrieb der offiziellen Wissenschaften, die sind, ich könnte wiederum sagen, Lichtjahre weit entfernt — um diese astronomische Bezeichnung zu gebrauchen — von der wahren Wirklichkeit.

[ 11 ] Das aber, was da eingreift in die Voll-Evolution der Menschheit als Teil-Evolution, das muß man bedenken, wenn man verstehen will, was eigentlich alles hereinspielt in die Menschenseelen dieses fünften nachatlantischen Zeitraums. Denn langsam und allmählich spielt es herein. Und wir werden, wenn wir einen Blick werfen wollen auf die religiöse Evolution dieses Zeitraumes, nötig haben, diese dreifache Evolution der Menschheit immer gewissermaßen im Hintergrunde zu halten. Es ist ja in der Tat so, daß um jenen Zeitpunkt herum, in dem der fünfte nachatlantische Zeitraum seinen Anfang nimmt, nicht nur vieles andere, sondern auch das religiöse Leben der zivilisierten Menschheit in eine tiefgehende, viele Wogen aufwerfende Bewegung kommt, in eine Bewegung, die heute keineswegs abgeschlossen ist, die aber verstanden werden muß in ihren Tiefen, wenn die Menschen wirklich zum Gebrauch der Bewußtseinsseele kommen wollen. Denn nur dadurch, daß die Menschen, wie ich gestern gesagt habe, zur Einsicht kommen desjenigen, was geschieht, werden sie fähig werden, an der weiteren Evolution dieser Menschheit auf der Erde wirklich teilzunehmen.

[ 11 ] Das aber, was da eingreift in die Voll-Evolution der Menschheit als Teil-Evolution, das muß man bedenken, wenn man verstehen will, was eigentlich alles hereinspielt in die Menschenseelen dieses fünften nachatlantischen Zeitraums. Denn langsam und allmählich spielt es herein. Und wir werden, wenn wir einen Blick werfen wollen auf die religiöse Evolution dieses Zeitraumes, nötig haben, diese dreifache Evolution der Menschheit immer gewissermaßen im Hintergrunde zu halten. Es ist ja in der Tat so, daß um jenen Zeitpunkt herum, in dem der fünfte nachatlantische Zeitraum seinen Anfang nimmt, nicht nur vieles andere, sondern auch das religiöse Leben der zivilisierten Menschheit in eine tiefgehende, viele Wogen aufwerfende Bewegung kommt, in eine Bewegung, die heute keineswegs abgeschlossen ist, die aber verstanden werden muß in ihren Tiefen, wenn die Menschen wirklich zum Gebrauch der Bewußtseinsseele kommen wollen. Denn nur dadurch, daß die Menschen, wie ich gestern gesagt habe, zur Einsicht kommen desjenigen, was geschieht, werden sie fähig werden, an der weiteren Evolution dieser Menschheit auf der Erde wirklich teilzunehmen.

[ 12 ] Um den Beginn des 15. Jahrhunderts herum rumoren eigentlich wirklich die religiösen Impulse der zivilisierten Menschheit. Wir wollen sie zunächst über Europa hin betrachten, denn sehen wir sie über Europa hin, wird sich uns ein Bild, ich möchte sagen, des ganzen Erdenrundes ergeben. Das, was da rumorte, es hat sich eigentlich lange vorbereitet; es hat sich mehr oder weniger vorbereitet schon seit dem 10. Jahrhunderte, sogar schon seit dem 9. Jahrhundert des europäischen und vorderasiatischen Geisteslebens. Und diese Vorbereitung, sie geschah dadurch, daß in einer ganz besonderen Weise die Nachwirkung des Christus-Impulses innerhalb der zivilisierten Welt sich abspielte. Wir wissen ja, dieser Christus-Impuls ist etwas Fortwirkendes in der Zeit. Aber mit dem abstrakten Satze, dieser Christus-Impuls sei etwas Fortwirkendes, ist eigentlich sehr, sehr wenig gesagt. Man muß auch durchschauen, in welcher Weise sich dieser Christus-Impuls differenziert, in welcher Weise er sich in seinen Differenzierungen dann in der verschiedensten Art modifiziert, besser gesagt, metamorphosiert.

[ 12 ] Um den Beginn des 15. Jahrhunderts herum rumoren eigentlich wirklich die religiösen Impulse der zivilisierten Menschheit. Wir wollen sie zunächst über Europa hin betrachten, denn sehen wir sie über Europa hin, wird sich uns ein Bild, ich möchte sagen, des ganzen Erdenrundes ergeben. Das, was da rumorte, es hat sich eigentlich lange vorbereitet; es hat sich mehr oder weniger vorbereitet schon seit dem 10. Jahrhunderte, sogar schon seit dem 9. Jahrhundert des europäischen und vorderasiatischen Geisteslebens. Und diese Vorbereitung, sie geschah dadurch, daß in einer ganz besonderen Weise die Nachwirkung des Christus-Impulses innerhalb der zivilisierten Welt sich abspielte. Wir wissen ja, dieser Christus-Impuls ist etwas Fortwirkendes in der Zeit. Aber mit dem abstrakten Satze, dieser Christus-Impuls sei etwas Fortwirkendes, ist eigentlich sehr, sehr wenig gesagt. Man muß auch durchschauen, in welcher Weise sich dieser Christus-Impuls differenziert, in welcher Weise er sich in seinen Differenzierungen dann in der verschiedensten Art modifiziert, besser gesagt, metamorphosiert.

[ 13 ] Betrachtet man, wie dasjenige, was dazumal im Beginne des 15. Jahrhunderts anfing in Bewegung zu geraten, was heute tief, tief nachwirkt in den Menschen — vielfach unbewußt, ohne daß sie eine Ahnung davon haben —, wie das zusammenhängt mit dem gegenwärtigen Katastrophalen der Ereignisse, so drückt es sich dadurch aus, daß vom 9., 10. Jahrhundert an auf einem Gebiete der zivilisierten Welt die Möglichkeit geschaffen wurde, daß das eigentliche Christus-Volk entstand, jenes Volk, welches gewissermaßen die besondere innere Volksbefähigung empfing, die Christus-Offenbarung in die künftigen Jahrhunderte hineinzutragen. Man redet ganz im ureigentlichsten Sinne, wenn man für diese Zeit davon spricht, daß als Vorbereitung späterer Zeiten ein Volk durch die Weltereignisse besonders geeignet gemacht worden ist, das Christus-Volk zu werden.

[ 13 ] Betrachtet man, wie dasjenige, was dazumal im Beginne des 15. Jahrhunderts anfing in Bewegung zu geraten, was heute tief, tief nachwirkt in den Menschen — vielfach unbewußt, ohne daß sie eine Ahnung davon haben —, wie das zusammenhängt mit dem gegenwärtigen Katastrophalen der Ereignisse, so drückt es sich dadurch aus, daß vom 9., 10. Jahrhundert an auf einem Gebiete der zivilisierten Welt die Möglichkeit geschaffen wurde, daß das eigentliche Christus-Volk entstand, jenes Volk, welches gewissermaßen die besondere innere Volksbefähigung empfing, die Christus-Offenbarung in die künftigen Jahrhunderte hineinzutragen. Man redet ganz im ureigentlichsten Sinne, wenn man für diese Zeit davon spricht, daß als Vorbereitung späterer Zeiten ein Volk durch die Weltereignisse besonders geeignet gemacht worden ist, das Christus-Volk zu werden.

[ 14 ] Das geschah dadurch, daß schon im 9. Jahrhunderte dasjenige, was als Christus-Impuls fortwirkte, sich in Europa gewissermaßen differenzierte, und jene Differenzierung des Christus-Impulses sich dadurch darstellt, daß Seelen sich geeignet erweisen, den Christus-Impuls in seiner Offenbarung unmittelbar in sich einfließen zu lassen, und daß dieser Teil, diese Differenzierung des Christus-Impulses nach dem Osten Europas abgeschoben worden ist. Was dazumal unter dem Patriarchen Photius, unter dem Papst Nikolaus I. geleistet worden ist, das war ein Zurückschieben des Christus-Impulses in seiner besonderen Intensität nach dem europäischen Osten hin.

[ 14 ] Das geschah dadurch, daß schon im 9. Jahrhunderte dasjenige, was als Christus-Impuls fortwirkte, sich in Europa gewissermaßen differenzierte, und jene Differenzierung des Christus-Impulses sich dadurch darstellt, daß Seelen sich geeignet erweisen, den Christus-Impuls in seiner Offenbarung unmittelbar in sich einfließen zu lassen, und daß dieser Teil, diese Differenzierung des Christus-Impulses nach dem Osten Europas abgeschoben worden ist. Was dazumal unter dem Patriarchen Photius, unter dem Papst Nikolaus I. geleistet worden ist, das war ein Zurückschieben des Christus-Impulses in seiner besonderen Intensität nach dem europäischen Osten hin.

[ 15 ] Sie wissen, das hat ja dann zu der berühmten Streitigkeit geführt, ob man den Heiligen Geist ausgehend denken soll vom Vater und vom Sohn, oder sich das anders zu denken hat. Doch auf dogmatische Streitigkeiten will ich nicht eingehen; auf dasjenige will ich eingehen, was eine fortdauernde Wirksamkeit hat. Und so ist diejenige Differenzierung gekommen, diejenige Metamorphose des Christus-Impulses, welche sich eben dadurch charakterisiert, daß die Angehörigen dieses Gebietes, des europäischen Ostens, ihre Seelen offen hielten für das fortdauernde Einfließen des Christus-Impulses, für die immerwährende, fortdauernde Gegenwart des Christus-Hauches. Es kam eben dazu, daß diese besondere Metamorphose nach dem Osten abgeschoben wurde und das russische Volk im weitesten Sinne des Wortes innerhalb der europäischen Zivilisation dadurch zu dem Christus-Volk geworden ist.

[ 15 ] Sie wissen, das hat ja dann zu der berühmten Streitigkeit geführt, ob man den Heiligen Geist ausgehend denken soll vom Vater und vom Sohn, oder sich das anders zu denken hat. Doch auf dogmatische Streitigkeiten will ich nicht eingehen; auf dasjenige will ich eingehen, was eine fortdauernde Wirksamkeit hat. Und so ist diejenige Differenzierung gekommen, diejenige Metamorphose des Christus-Impulses, welche sich eben dadurch charakterisiert, daß die Angehörigen dieses Gebietes, des europäischen Ostens, ihre Seelen offen hielten für das fortdauernde Einfließen des Christus-Impulses, für die immerwährende, fortdauernde Gegenwart des Christus-Hauches. Es kam eben dazu, daß diese besondere Metamorphose nach dem Osten abgeschoben wurde und das russische Volk im weitesten Sinne des Wortes innerhalb der europäischen Zivilisation dadurch zu dem Christus-Volk geworden ist.

[ 16 ] Dies zu wissen, ist ganz besonders wichtig in der heutigen Zeit. Sagen Sie ja nicht, daß eine solche Wahrheit gegenüber den heutigen Ereignissen sich merkwürdig ausnimmt. Sie würden, indem Sie so etwas sagten, nur verkennen das Allergrundsätzlichste der spirituellen Weisheit: daß oftmals die äußeren Ereignisse geradezu in paradoxer Weise der inneren Wahrheit der Vorgänge widersprechen. Es kommt gar nicht darauf an, ob da oder dort in der Welt die äußeren Ereignisse der inneren Wahrheit der Vorgänge widersprechen; darauf kommt es an, daß man auch einsehe, welches die inneren Vorgänge, die eigentlichen geistigen Wirklichkeiten sind. Diese eigentlichen geistigen Wirklichkeiten sind so, daß, wenn wir uns hier das Gebiet von Europa denken, nach dem Osten hinüber eine solche Welle (es wird gezeichnet, Pfeil) sich schon seit dem 9. Jahrhundert ergießt, welche dazu geführt hat, daß da das Christus-Volk entstand.

[ 16 ] Dies zu wissen, ist ganz besonders wichtig in der heutigen Zeit. Sagen Sie ja nicht, daß eine solche Wahrheit gegenüber den heutigen Ereignissen sich merkwürdig ausnimmt. Sie würden, indem Sie so etwas sagten, nur verkennen das Allergrundsätzlichste der spirituellen Weisheit: daß oftmals die äußeren Ereignisse geradezu in paradoxer Weise der inneren Wahrheit der Vorgänge widersprechen. Es kommt gar nicht darauf an, ob da oder dort in der Welt die äußeren Ereignisse der inneren Wahrheit der Vorgänge widersprechen; darauf kommt es an, daß man auch einsehe, welches die inneren Vorgänge, die eigentlichen geistigen Wirklichkeiten sind. Diese eigentlichen geistigen Wirklichkeiten sind so, daß, wenn wir uns hier das Gebiet von Europa denken, nach dem Osten hinüber eine solche Welle (es wird gezeichnet, Pfeil) sich schon seit dem 9. Jahrhundert ergießt, welche dazu geführt hat, daß da das Christus-Volk entstand.

[ 17 ] Was meint man nun eigentlich damit, wenn man davon spricht, daß da das Christus-Volk entstand? Damit meint man — Sie können das ja alles dann mit der äußeren Geschichte in ihren Symptomen nachprüfen, Sie werden schon sehen, wenn Sie die inneren Vorgänge und nicht die äußeren, oftmals gerade der Wirklichkeit widersprechenden Tatsachen ins Auge fassen, daß das vollständig stimmt; ich habe mich ja in der Einleitung des heutigen Vortrages darüber ausgesprochen, was ich vor das Seelenauge stellen will —, man meint damit, daß da ein Territorium geschaffen worden ist in diesem Osten von Europa, auf welchem immerzu Menschen lebten, welche mit dem Christus-Impuls unmittelbar zusammenhängen, solche Menschen, in deren Seelen in einer gewissen Weise der Christus-Impuls fortwährend hereinträufelt. Der Christus bleibt fortwährend gegenwärtig als eine das Denken dieses Volkes, das Fühlen dieses Volkes durchsetzende innere Aura.

[ 17 ] Was meint man nun eigentlich damit, wenn man davon spricht, daß da das Christus-Volk entstand? Damit meint man — Sie können das ja alles dann mit der äußeren Geschichte in ihren Symptomen nachprüfen, Sie werden schon sehen, wenn Sie die inneren Vorgänge und nicht die äußeren, oftmals gerade der Wirklichkeit widersprechenden Tatsachen ins Auge fassen, daß das vollständig stimmt; ich habe mich ja in der Einleitung des heutigen Vortrages darüber ausgesprochen, was ich vor das Seelenauge stellen will —, man meint damit, daß da ein Territorium geschaffen worden ist in diesem Osten von Europa, auf welchem immerzu Menschen lebten, welche mit dem Christus-Impuls unmittelbar zusammenhängen, solche Menschen, in deren Seelen in einer gewissen Weise der Christus-Impuls fortwährend hereinträufelt. Der Christus bleibt fortwährend gegenwärtig als eine das Denken dieses Volkes, das Fühlen dieses Volkes durchsetzende innere Aura.

[ 18 ] Man kann vielleicht keinen stärkeren äußeren Beweis, der aber unmittelbar ein Beweis ist, finden für dieses, was ich eben jetzt gesagt habe, als eine solche Persönlichkeit wie Solowjow, den größten Philosophen des russischen Volkes in neuerer Zeit. Lesen Sie ihn und fühlen Sie, wie trotz all der Eigenschaften, die ich ja von anderen Gesichtspunkten her bei Solowjow besprochen habe, in ihn unmittelbar alles einfließt, was man Christus-Inspiration nennen könnte; wie dieses so stark in seiner Seele wirkt, was Christus-Inspiration ist, daß er sich das ganze Gefüge auch des äußeren sozialen Lebens des Menschen so angeordnet denkt, daß Christus der König ist, der unsichtbare Christus der König ist der menschlichen sozialen Gemeinschaft; daß alles durchchrister ist, daß jede einzelne Handlung, die der Mensch vollführt, eigentlich dadurch getan wird, daß der Christus-Impuls bis in die Muskeln herein sich betätigt. Der reinste, der schönste Repräsentant des Christus-Volkes ist der Philosoph Solowjow.

[ 18 ] Man kann vielleicht keinen stärkeren äußeren Beweis, der aber unmittelbar ein Beweis ist, finden für dieses, was ich eben jetzt gesagt habe, als eine solche Persönlichkeit wie Solowjow, den größten Philosophen des russischen Volkes in neuerer Zeit. Lesen Sie ihn und fühlen Sie, wie trotz all der Eigenschaften, die ich ja von anderen Gesichtspunkten her bei Solowjow besprochen habe, in ihn unmittelbar alles einfließt, was man Christus-Inspiration nennen könnte; wie dieses so stark in seiner Seele wirkt, was Christus-Inspiration ist, daß er sich das ganze Gefüge auch des äußeren sozialen Lebens des Menschen so angeordnet denkt, daß Christus der König ist, der unsichtbare Christus der König ist der menschlichen sozialen Gemeinschaft; daß alles durchchrister ist, daß jede einzelne Handlung, die der Mensch vollführt, eigentlich dadurch getan wird, daß der Christus-Impuls bis in die Muskeln herein sich betätigt. Der reinste, der schönste Repräsentant des Christus-Volkes ist der Philosoph Solowjow.

[ 19 ] Von daher floß diese ganze russische Evolution bis zum heutigen Tage, bis zur heutigen Stunde. Und gerade wenn man das weiß, daß das russische Volk das Christus-Volk ist, dann wird man, wie wir später sehen werden, auch die heutige Evolution bis zu der gegenwärtigen Gestalt verstehen können. Das ist die eine Metamorphose, die das Christus-Volk vorbereitet hat, der Christus-Impuls in der einen Differenzierung.

[ 19 ] Von daher floß diese ganze russische Evolution bis zum heutigen Tage, bis zur heutigen Stunde. Und gerade wenn man das weiß, daß das russische Volk das Christus-Volk ist, dann wird man, wie wir später sehen werden, auch die heutige Evolution bis zu der gegenwärtigen Gestalt verstehen können. Das ist die eine Metamorphose, die das Christus-Volk vorbereitet hat, der Christus-Impuls in der einen Differenzierung.

[ 20 ] In einer zweiten Differenzierung bildete sich der Christus-Impuls so aus, daß Rom, welches die eigentliche, fortdauernd wirkende Christus-Metamorphose nach dem Osten abgeschoben hatte, umgestaltete die Geist-Herrschaft des Christus zur weltlichen Herrschaft der Kirche. Rom verfuhr so, daß es dekretierte: Alles das, was mit dem Christus zusammenhängt, alles das ist Sache einer einmaligen Offenbarung im Beginne unseres Zeitraums gewesen — einer einmaligen Offenbarung, und der Kirche ist diese Offenbarung übergeben, die Kirche hat diese Offenbarung äußerlich fortzutragen. — Mit dem aber wurde zu gleicher Zeit die Offenbarung des Christus zu einer weltlichen Machtfrage, wurde einbezogen von der Kirchenverwaltung, der Kirchenherrschaft. Das ist wichtig ins Auge zu fassen.

[ 20 ] In einer zweiten Differenzierung bildete sich der Christus-Impuls so aus, daß Rom, welches die eigentliche, fortdauernd wirkende Christus-Metamorphose nach dem Osten abgeschoben hatte, umgestaltete die Geist-Herrschaft des Christus zur weltlichen Herrschaft der Kirche. Rom verfuhr so, daß es dekretierte: Alles das, was mit dem Christus zusammenhängt, alles das ist Sache einer einmaligen Offenbarung im Beginne unseres Zeitraums gewesen — einer einmaligen Offenbarung, und der Kirche ist diese Offenbarung übergeben, die Kirche hat diese Offenbarung äußerlich fortzutragen. — Mit dem aber wurde zu gleicher Zeit die Offenbarung des Christus zu einer weltlichen Machtfrage, wurde einbezogen von der Kirchenverwaltung, der Kirchenherrschaft. Das ist wichtig ins Auge zu fassen.

[ 21 ] Dadurch wurde nichts Geringeres erzeugt, als daß ein Stück aus dem Christus-Impuls herausgebrochen wurde. Der vollständige Christus-Impuls ist ja bei dem Christus-Volk, welches ihn so fortpflanzt, daß der Christus-Impuls tatsächlich in unmittelbarer Gegenwart fortwirkt. Die römische Kirche hat ausgebrochen dieses Fortwirken, hat den Christus-Impuls konzentriert auf den Beginn unserer Zeitrechnung und alles spätere auf die Tradition oder die Schriftüberlieferung gelegt, so daß das nun fortgehen soll, verwaltet von der Kirche. Dadurch wurde in einer gewissen Weise bei denjenigen Völkern, auf welche die römische Kirche ihren Einfluß ausdehnte, der ChristusImpuls heruntergeleitet von den spirituellen Höhen, in denen er doch immer im Osten geblieben ist, und übergeführt in politische Machinationen, in jene Konfundierung von Politik und Kirche, die ich Ihnen von anderen Gesichtspunkten schon als charakteristisch für das Mittelalter dargestellt habe. In Rußland war die Konfundierung, trotzdem der Zar Papst der russischen Kirche genannt worden ist, wie wir später sehen werden, doch in Wahrheit nicht vorhanden, nur äußerlich in den Scheintatsachen vorhanden. Da verbirgt sich gerade ein bedeutungsvolles Geheimnis der europäischen Entwickelung. Die wirkliche Konfundierung von realen Machtfragen und kirchlichen Verwaltungsfragen, die fand von Rom aus statt.

[ 21 ] Dadurch wurde nichts Geringeres erzeugt, als daß ein Stück aus dem Christus-Impuls herausgebrochen wurde. Der vollständige Christus-Impuls ist ja bei dem Christus-Volk, welches ihn so fortpflanzt, daß der Christus-Impuls tatsächlich in unmittelbarer Gegenwart fortwirkt. Die römische Kirche hat ausgebrochen dieses Fortwirken, hat den Christus-Impuls konzentriert auf den Beginn unserer Zeitrechnung und alles spätere auf die Tradition oder die Schriftüberlieferung gelegt, so daß das nun fortgehen soll, verwaltet von der Kirche. Dadurch wurde in einer gewissen Weise bei denjenigen Völkern, auf welche die römische Kirche ihren Einfluß ausdehnte, der ChristusImpuls heruntergeleitet von den spirituellen Höhen, in denen er doch immer im Osten geblieben ist, und übergeführt in politische Machinationen, in jene Konfundierung von Politik und Kirche, die ich Ihnen von anderen Gesichtspunkten schon als charakteristisch für das Mittelalter dargestellt habe. In Rußland war die Konfundierung, trotzdem der Zar Papst der russischen Kirche genannt worden ist, wie wir später sehen werden, doch in Wahrheit nicht vorhanden, nur äußerlich in den Scheintatsachen vorhanden. Da verbirgt sich gerade ein bedeutungsvolles Geheimnis der europäischen Entwickelung. Die wirkliche Konfundierung von realen Machtfragen und kirchlichen Verwaltungsfragen, die fand von Rom aus statt.

[ 22 ] Diese Konfundierung von politischen Machtfragen und kirchlichen Verwaltungsfragen für den Christus-Impuls war zu einer gewissen Krisis gekommen durch innere Wirklichkeitsgründe der geschichtlichen Evolution gerade um den Zeitpunkt des Beginnes der fünften nachatlantischen Zeit herum. Wir wissen ja aus dem, was wir in diesen Tagen betrachtet haben, daß dieser fünfte nachatlantische Zeitraum eben der Zeitraum der Bewußtseinsseele ist, daß da die Persönlichkeit sich besonders geltend macht, daß die Persönlichkeit sich auf sich selbst stellen will. Dadurch ist es besonders schwierig, als die Morgendämmerung dieses Sich-auf-sich-selbst-Stellens der Persönlichkeit da war, zurechtzukommen mit der Frage der Persönlichkeit des Christus Jesus selber. Das Mittelalter hatte bis zum 15. Jahrhundert hindurch seine Dogmen über die Verbindung des Göttlich-Geistigen in dem Christus mit dem Menschlich-Physischen. Diese Dogmen hatten natürlich verschiedene Formen angenommen. Aber so tiefgehende Wogen innerer Seelenkämpfe waren eigentlich gerade früher nicht da mit Bezug auf diese Frage; sie kamen in jenen Gegenden auf, in denen der römische Katholizismus sich bis dahin ausgebreitet hatte, als die Persönlichkeit in sich selbst sich erfassen wollte und daher auch Erklärung fordern wollte über das, was die Persönlichkeit des Christus Jesus ist. Und im Grunde genommen drehte sich um diese Frage der ganze Streit schon des Hus, des Wiclif, der Streit des Luther, des Zwingli, des Calvin, der Streit, den dann geführt haben die Wiedertäufer, den geführt haben zum Beispiel Kaspar Schwenckfeld, Sebastian Franck und viele andere; dieser Streit ging immer darum, Aufklärung haben zu wollen, wie die göttlich-geistige Natur des Christus mit der weltlich-menschlichen Natur des Jesus im Zusammenhange steht. Um diese Frage drehte es sich. Das wirbelte natürlich vieles auf. Das wirbelte viele Zweifel auf gegenüber derjenigen Evolutionsströmung, in der abgestumpft war der immer fortwirkende Christus-Impuls, so abgestumpft war, daß er nur da sein sollte am Beginne unserer Zeitrechnung, und daß er dann nur fortgepflanzt werden sollte durch die Kirchenverwaltung. So daß man sagen kann: Alles dasjenige, was von Rom aus beeinflußt worden ist..., das wurde zum Kirchenvolk.., Kirchen, Sekten und so weiter wurden begründet, die eine gewisse Bedeutung haben. [Lücken].

[ 22 ] Diese Konfundierung von politischen Machtfragen und kirchlichen Verwaltungsfragen für den Christus-Impuls war zu einer gewissen Krisis gekommen durch innere Wirklichkeitsgründe der geschichtlichen Evolution gerade um den Zeitpunkt des Beginnes der fünften nachatlantischen Zeit herum. Wir wissen ja aus dem, was wir in diesen Tagen betrachtet haben, daß dieser fünfte nachatlantische Zeitraum eben der Zeitraum der Bewußtseinsseele ist, daß da die Persönlichkeit sich besonders geltend macht, daß die Persönlichkeit sich auf sich selbst stellen will. Dadurch ist es besonders schwierig, als die Morgendämmerung dieses Sich-auf-sich-selbst-Stellens der Persönlichkeit da war, zurechtzukommen mit der Frage der Persönlichkeit des Christus Jesus selber. Das Mittelalter hatte bis zum 15. Jahrhundert hindurch seine Dogmen über die Verbindung des Göttlich-Geistigen in dem Christus mit dem Menschlich-Physischen. Diese Dogmen hatten natürlich verschiedene Formen angenommen. Aber so tiefgehende Wogen innerer Seelenkämpfe waren eigentlich gerade früher nicht da mit Bezug auf diese Frage; sie kamen in jenen Gegenden auf, in denen der römische Katholizismus sich bis dahin ausgebreitet hatte, als die Persönlichkeit in sich selbst sich erfassen wollte und daher auch Erklärung fordern wollte über das, was die Persönlichkeit des Christus Jesus ist. Und im Grunde genommen drehte sich um diese Frage der ganze Streit schon des Hus, des Wiclif, der Streit des Luther, des Zwingli, des Calvin, der Streit, den dann geführt haben die Wiedertäufer, den geführt haben zum Beispiel Kaspar Schwenckfeld, Sebastian Franck und viele andere; dieser Streit ging immer darum, Aufklärung haben zu wollen, wie die göttlich-geistige Natur des Christus mit der weltlich-menschlichen Natur des Jesus im Zusammenhange steht. Um diese Frage drehte es sich. Das wirbelte natürlich vieles auf. Das wirbelte viele Zweifel auf gegenüber derjenigen Evolutionsströmung, in der abgestumpft war der immer fortwirkende Christus-Impuls, so abgestumpft war, daß er nur da sein sollte am Beginne unserer Zeitrechnung, und daß er dann nur fortgepflanzt werden sollte durch die Kirchenverwaltung. So daß man sagen kann: Alles dasjenige, was von Rom aus beeinflußt worden ist..., das wurde zum Kirchenvolk.., Kirchen, Sekten und so weiter wurden begründet, die eine gewisse Bedeutung haben. [Lücken].

[ 23 ] Sagen Sie nicht: In Rußland wurden auch Sekten begründet. — Gerade mit solchen Begriffen verdirbt man sich alle Wirklichkeitsbetrachtung, wenn man ein Wort anwendet da und dort für dasjenige, was auf einem Gebiete etwas ganz anderes ist als auf dem anderen Gebiete. Wer das russische Sektenwesen studiert, wird finden, daß es in Wahrheit nicht die geringste Ähnlichkeit hat mit demjenigen, was das Sektenvolk in all den Gebieten war, auf welche die römisch-katholische Kirche einmal einen Einfluß gehabt hat. Nicht darauf kommt es an, ob die Dinge gleich zu benennen sind, sondern darauf kommt es an, was in ihnen als Wirklichkeitsfaktor pulsiert.

[ 23 ] Sagen Sie nicht: In Rußland wurden auch Sekten begründet. — Gerade mit solchen Begriffen verdirbt man sich alle Wirklichkeitsbetrachtung, wenn man ein Wort anwendet da und dort für dasjenige, was auf einem Gebiete etwas ganz anderes ist als auf dem anderen Gebiete. Wer das russische Sektenwesen studiert, wird finden, daß es in Wahrheit nicht die geringste Ähnlichkeit hat mit demjenigen, was das Sektenvolk in all den Gebieten war, auf welche die römisch-katholische Kirche einmal einen Einfluß gehabt hat. Nicht darauf kommt es an, ob die Dinge gleich zu benennen sind, sondern darauf kommt es an, was in ihnen als Wirklichkeitsfaktor pulsiert.

[ 24 ] Auflehnung aus den Gründen, die ich schon angeführt habe, und auch aus dem Grunde, den ich jetzt wiederum angeführt habe, gegen die einheitliche, mit unterbewußten Suggestionen wirkende römisch-katholische Kirche, zeichnet gerade das Leben und Streben der Menschen aus um den Beginn des 15. Jahrhunderts herum.

[ 24 ] Auflehnung aus den Gründen, die ich schon angeführt habe, und auch aus dem Grunde, den ich jetzt wiederum angeführt habe, gegen die einheitliche, mit unterbewußten Suggestionen wirkende römisch-katholische Kirche, zeichnet gerade das Leben und Streben der Menschen aus um den Beginn des 15. Jahrhunderts herum.

[ 25 ] Und wiederum als Gegenstoß gegen dieses Anstürmen der Persönlichkeit sehen wir etwas anderes: Wir sehen, wie dem Romanismus der Kirche zu Hilfe kommt dasjenige, was Jesuitismus wurde, der in seiner Urbedeutung, wenn auch heute alles — verzeihen Sie den harten Ausdruck — verquatscht wird und von Jesuitismus überall gesprochen wird, eben nur innerhalb des römisch-katholischen Kirchenwesens möglich ist. Denn worauf beruht er? Der Jesuitismus beruht im wesentlichen auf folgendem: Wenn bei dem eigentlichen Christus-Volk jene Offenbarung des Christus-Impulses, ich möchte sagen, in der übersinnlichen Wolke drinnenbleibt, nicht herunterdringt in die physisch-sinnliche Welt — Solowjow will gewissermaßen das weltliche Reich in das Gottesreich hinaufheben, aber er will nicht heruntertragen das Gottesreich in das weltliche Reich —, so beruht der Jesuitismus gerade darauf, daß das Gottesreich in das weltliche Reich heruntergetragen werde und in den Seelen Impulse so angeschlagen werden, daß innerhalb des physischen Planes das Gottesreich wirke, wie die Gesetze dieses physischen Planes sind. Also der Jesuitismus strebt ein weltliches Herrschaftsreich an und will es so einrichten, daß es erscheint wie ein Königreich — aber ein weltliches Königreich — des Christus. Das will er vor allen Dingen dadurch erreichen, daß er seine Angehörigen, die Angehörigen des Jesuitenordens selber, so präpariert, als ob sie eine Heeres-, eine Soldatengemeinschaft wären. Der einzelne Jesuit fühlt sich als ein geistiger Soldat, und er fühlt Christus nicht als den geistigen Christus, der mit geistigen Mitteln die Welt beeinflußt, sondern er fühlt und soll in seinen Gedanken, in seinen Empfindungen alles so richten, daß er den Christus wie einen weltlichen König fühlt, daß er dem Christus dient, wie man einem weltlichen König dient, daß er so dient, wie ein Soldat seinem Generalissimus dient. Die Kircheneinrichtungen werden natürlich dadurch, daß man es mit Geistigem zu tun hat, andere als im weltlichen Militarismus, aber es soll eben in die geistige Ordnung eine streng militärische Ordnung hineinkommen. Alles soll so angeordnet werden, daß der echte Christ ein Soldat des Generalissimus Jesus ist. Dies ist ja im wesentlichen — wenn wir heute eine Sache, die ich einstmals in Karlsruhe schon auseinandergesetzt habe, von einem anderen Gesichtspunkte charakterisieren wollen — der Zweck jener Übungen, die jeder Jesuit macht, um in sich jene ungeheure Kraft heranzubilden, die gerade im Jesuitenorden durch lange Zeit gelegen hat und die in ihren Dekadenzerscheinungen schon nachwirken wird in jener Zeit des Chaos, in die wir eintreten. Den Jesuiten selber zunächst zu einem Soldaten zu machen für den Generalissimus Jesus Christus, das bezwecken alle die Meditationen, die /gnatius von Loyola vorgeschrieben hat, und die getreulich gerade von Jesuiten beobachtet werden.

[ 25 ] Und wiederum als Gegenstoß gegen dieses Anstürmen der Persönlichkeit sehen wir etwas anderes: Wir sehen, wie dem Romanismus der Kirche zu Hilfe kommt dasjenige, was Jesuitismus wurde, der in seiner Urbedeutung, wenn auch heute alles — verzeihen Sie den harten Ausdruck — verquatscht wird und von Jesuitismus überall gesprochen wird, eben nur innerhalb des römisch-katholischen Kirchenwesens möglich ist. Denn worauf beruht er? Der Jesuitismus beruht im wesentlichen auf folgendem: Wenn bei dem eigentlichen Christus-Volk jene Offenbarung des Christus-Impulses, ich möchte sagen, in der übersinnlichen Wolke drinnenbleibt, nicht herunterdringt in die physisch-sinnliche Welt — Solowjow will gewissermaßen das weltliche Reich in das Gottesreich hinaufheben, aber er will nicht heruntertragen das Gottesreich in das weltliche Reich —, so beruht der Jesuitismus gerade darauf, daß das Gottesreich in das weltliche Reich heruntergetragen werde und in den Seelen Impulse so angeschlagen werden, daß innerhalb des physischen Planes das Gottesreich wirke, wie die Gesetze dieses physischen Planes sind. Also der Jesuitismus strebt ein weltliches Herrschaftsreich an und will es so einrichten, daß es erscheint wie ein Königreich — aber ein weltliches Königreich — des Christus. Das will er vor allen Dingen dadurch erreichen, daß er seine Angehörigen, die Angehörigen des Jesuitenordens selber, so präpariert, als ob sie eine Heeres-, eine Soldatengemeinschaft wären. Der einzelne Jesuit fühlt sich als ein geistiger Soldat, und er fühlt Christus nicht als den geistigen Christus, der mit geistigen Mitteln die Welt beeinflußt, sondern er fühlt und soll in seinen Gedanken, in seinen Empfindungen alles so richten, daß er den Christus wie einen weltlichen König fühlt, daß er dem Christus dient, wie man einem weltlichen König dient, daß er so dient, wie ein Soldat seinem Generalissimus dient. Die Kircheneinrichtungen werden natürlich dadurch, daß man es mit Geistigem zu tun hat, andere als im weltlichen Militarismus, aber es soll eben in die geistige Ordnung eine streng militärische Ordnung hineinkommen. Alles soll so angeordnet werden, daß der echte Christ ein Soldat des Generalissimus Jesus ist. Dies ist ja im wesentlichen — wenn wir heute eine Sache, die ich einstmals in Karlsruhe schon auseinandergesetzt habe, von einem anderen Gesichtspunkte charakterisieren wollen — der Zweck jener Übungen, die jeder Jesuit macht, um in sich jene ungeheure Kraft heranzubilden, die gerade im Jesuitenorden durch lange Zeit gelegen hat und die in ihren Dekadenzerscheinungen schon nachwirken wird in jener Zeit des Chaos, in die wir eintreten. Den Jesuiten selber zunächst zu einem Soldaten zu machen für den Generalissimus Jesus Christus, das bezwecken alle die Meditationen, die /gnatius von Loyola vorgeschrieben hat, und die getreulich gerade von Jesuiten beobachtet werden.

[ 26 ] Ich will einige Proben dafür geben. Nehmen Sie zum Beispiel einmal unter den geistlichen Übungen, die der Jesuit zu pflegen hat, durch die er sich seine Kraft erwirbt, diejenige der zweiten Woche, die für ihn immer damit zu beginnen hat, daß er in einer Einleitungsbetrachtung. in Imaginationen sich vorführt das Reich Christi. Aber er hat sich dieses Reich Christi so zu denken, daß Christus vorne als oberster Feldherr anführt seine Legionen, welche die Welt zu erobern haben. Darauf folgt ein vorbereitendes Gebet. Dann die erste Vorübung.

[ 26 ] Ich will einige Proben dafür geben. Nehmen Sie zum Beispiel einmal unter den geistlichen Übungen, die der Jesuit zu pflegen hat, durch die er sich seine Kraft erwirbt, diejenige der zweiten Woche, die für ihn immer damit zu beginnen hat, daß er in einer Einleitungsbetrachtung. in Imaginationen sich vorführt das Reich Christi. Aber er hat sich dieses Reich Christi so zu denken, daß Christus vorne als oberster Feldherr anführt seine Legionen, welche die Welt zu erobern haben. Darauf folgt ein vorbereitendes Gebet. Dann die erste Vorübung.

[ 27 ] «1. Sie besteht in einer anschaulichen Vorstellung des Ortes; hier soll ich mit den Augen der Einbildungskraft schauen die Synagogen, die Städte und Flecken, die Christus unser Herr predigend durchzog.»

[ 27 ] «1. Sie besteht in einer anschaulichen Vorstellung des Ortes; hier soll ich mit den Augen der Einbildungskraft schauen die Synagogen, die Städte und Flecken, die Christus unser Herr predigend durchzog.»

[ 28 ] Das alles muß im vollen Bilde vorgestellt werden, so daß der Zögling, der Schüler die Situation und alle einzelnen Vorstellungen darinnen hat wie etwas, was er sinnlich gegenwärtig hat.

[ 28 ] Das alles muß im vollen Bilde vorgestellt werden, so daß der Zögling, der Schüler die Situation und alle einzelnen Vorstellungen darinnen hat wie etwas, was er sinnlich gegenwärtig hat.

[ 29 ] «2. Ich bitte um die Gnade, die ich begehre. Hier soll ich unsern Herrn um die Gnade anflehen, daß ich nicht taub sei für seinen Ruf, sondern bereit und beflissen, seinen heiligsten Willen zu erfüllen.»

[ 29 ] «2. Ich bitte um die Gnade, die ich begehre. Hier soll ich unsern Herrn um die Gnade anflehen, daß ich nicht taub sei für seinen Ruf, sondern bereit und beflissen, seinen heiligsten Willen zu erfüllen.»

[ 30 ] Dann der andere Teil, die eigentliche Übung. Das, was ich bis jetzt angeführt habe, waren Vorübungen. Der erste Teil umfaßt wieder einige Punkte. Die Seele wird sehr sorgfältig präpariert.

[ 30 ] Dann der andere Teil, die eigentliche Übung. Das, was ich bis jetzt angeführt habe, waren Vorübungen. Der erste Teil umfaßt wieder einige Punkte. Die Seele wird sehr sorgfältig präpariert.

[ 31 ] «Punkt 1. Ich stelle mir einen irdischen König vor Augen, von Gott unserem Herrn selbst auserwählt, dem alle Fürsten und alle Christen Ehrfurcht und Gehorsam erweisen.»

[ 31 ] «Punkt 1. Ich stelle mir einen irdischen König vor Augen, von Gott unserem Herrn selbst auserwählt, dem alle Fürsten und alle Christen Ehrfurcht und Gehorsam erweisen.»

[ 32 ] Das alles muß er aber so unmittelbar in der Einbildungskraft vor sich haben wie eine sinnliche Vorstellung, mit derselben Stärke.

[ 32 ] Das alles muß er aber so unmittelbar in der Einbildungskraft vor sich haben wie eine sinnliche Vorstellung, mit derselben Stärke.

[ 33 ] «2. Ich habe acht, wie dieser König alle die Seinigen anredet und also spricht: «Mein Wille ist es, das ganze Land der Ungläubigen zu unterwerfen. Wer deshalb mit mir ziehen will, muß mit derselben Speise zufrieden sein wie ich, und ebenso mit demselben Trank und mit derselben Kleidung und so weiter. Ebenso muß er gleich mir bei Tag sich anstrengen und bei Nacht wachen und so fort, damit er so später mit mir am Siege Anteil habe, wie er an den Mühen Anteil hatte.»

[ 33 ] «2. Ich habe acht, wie dieser König alle die Seinigen anredet und also spricht: «Mein Wille ist es, das ganze Land der Ungläubigen zu unterwerfen. Wer deshalb mit mir ziehen will, muß mit derselben Speise zufrieden sein wie ich, und ebenso mit demselben Trank und mit derselben Kleidung und so weiter. Ebenso muß er gleich mir bei Tag sich anstrengen und bei Nacht wachen und so fort, damit er so später mit mir am Siege Anteil habe, wie er an den Mühen Anteil hatte.»

[ 34 ] Das stärkt dann den Willen, indem sinnliche Bilder unmittelbar in diesen Willen hineingehen, ihn durchglühen, ihn durchgeistigen.

[ 34 ] Das stärkt dann den Willen, indem sinnliche Bilder unmittelbar in diesen Willen hineingehen, ihn durchglühen, ihn durchgeistigen.

[ 35 ] «3. Ich erwäge, was die guten Untertanen einem so edelmütigen und so leutseligen König antworten müssen, und folglich auch, wie sehr jemand, der die Aufforderung eines solchen Königs nicht annehmen sollte, verdienen würde, von der ganzen Welt getadelt und als schlechter Soldat angesehen zu werden.»

[ 35 ] «3. Ich erwäge, was die guten Untertanen einem so edelmütigen und so leutseligen König antworten müssen, und folglich auch, wie sehr jemand, der die Aufforderung eines solchen Königs nicht annehmen sollte, verdienen würde, von der ganzen Welt getadelt und als schlechter Soldat angesehen zu werden.»

[ 36 ] Das muß er sich also ganz fest klarmachen: wenn er nicht ein ordentlicher Soldat, Kriegsmann dieses Generalissimus ist, so muß er als ein entarteter Mensch in der ganzen Welt angesehen werden.

[ 36 ] Das muß er sich also ganz fest klarmachen: wenn er nicht ein ordentlicher Soldat, Kriegsmann dieses Generalissimus ist, so muß er als ein entarteter Mensch in der ganzen Welt angesehen werden.

[ 37 ] Nun kommt der zweite Teil der zweiten Woche.

[ 37 ] Nun kommt der zweite Teil der zweiten Woche.

[ 38 ] «Der zweite Teil dieser Übung besteht in der Anwendung des vorhin erwähnten Gleichnisses vom irdischen König auf Christus unsern Herrn gemäß den drei angeführten Punkten.

[ 38 ] «Der zweite Teil dieser Übung besteht in der Anwendung des vorhin erwähnten Gleichnisses vom irdischen König auf Christus unsern Herrn gemäß den drei angeführten Punkten.

[ 39 ] Punkt 1. Wenn wir schon eine derartige Aufforderung des irdischen Königs an seine Untertanen für beachtenswert ansehen, um wieviel mehr ist es dann der Betrachtung würdig, Christus unsern Herrn, den ewigen König, zu sehen und vor ihm die gesamte Welt, wie er diese insgesamt und jeden einzelnen im besondern beruft und spricht: «Mein Wille ist es, die ganze Welt und alle Feinde zu unterwerfen und so in die Herrlichkeit meines Vaters einzugehen. Wer deshalb mit mir kommen will, muß mit mir sich abmühen, damit er, wie er mir in der Mühsal folgte, so auch in der Herrlichkeit folge.»

[ 39 ] Punkt 1. Wenn wir schon eine derartige Aufforderung des irdischen Königs an seine Untertanen für beachtenswert ansehen, um wieviel mehr ist es dann der Betrachtung würdig, Christus unsern Herrn, den ewigen König, zu sehen und vor ihm die gesamte Welt, wie er diese insgesamt und jeden einzelnen im besondern beruft und spricht: «Mein Wille ist es, die ganze Welt und alle Feinde zu unterwerfen und so in die Herrlichkeit meines Vaters einzugehen. Wer deshalb mit mir kommen will, muß mit mir sich abmühen, damit er, wie er mir in der Mühsal folgte, so auch in der Herrlichkeit folge.»

[ 40 ] 2. Ich erwäge, wie alle, die Urteil und Vernunft haben, sich gänzlich zu jenen Mühen anbieten werden.

[ 40 ] 2. Ich erwäge, wie alle, die Urteil und Vernunft haben, sich gänzlich zu jenen Mühen anbieten werden.

[ 41 ] 3. Jene, die von Verlangen beseelt sind, eine noch größere Hingabe zu bekunden und sich in jeglichem Dienste ihres ewigen Königs und allerhöchsten Herrn auszuzeichnen, werden nicht nur sich ganz zu jenen Mühen anbieten, sondern auch gegen ihre eigene Sinnlichkeit und gegen ihre Liebe zum Fleische und zur Welt angehen und so Anerbieten von höherem Werte und größerem Gewicht darbringen, indem sie sprechen:

[ 41 ] 3. Jene, die von Verlangen beseelt sind, eine noch größere Hingabe zu bekunden und sich in jeglichem Dienste ihres ewigen Königs und allerhöchsten Herrn auszuzeichnen, werden nicht nur sich ganz zu jenen Mühen anbieten, sondern auch gegen ihre eigene Sinnlichkeit und gegen ihre Liebe zum Fleische und zur Welt angehen und so Anerbieten von höherem Werte und größerem Gewicht darbringen, indem sie sprechen:

[ 42 ] «Ewiger Herr aller Dinge, ich bringe mich selbst zum Opfer dar mit deiner Gunst und Hilfe, vor deiner unendlichen Güte und in Gegenwart deiner glorreichen Mutter und aller Heiligen des himmlischen Hofes, und beteure, daß ich wünsche und danach verlange und daß es mein wohlüberlegter Entschluß ist, wofern es nur zu deinem größeren Dienste und Lobe gereicht, dich nachzuahmen in Ertragung jeglicher Unbilden, jeglicher Schmach und jeglicher Armut, der wirklichen sowohl wie der geistlichen, wenn deine heiligste Majestät mich zu solchem Leben und Stande erwählen und aufnehmen will.»

[ 42 ] «Ewiger Herr aller Dinge, ich bringe mich selbst zum Opfer dar mit deiner Gunst und Hilfe, vor deiner unendlichen Güte und in Gegenwart deiner glorreichen Mutter und aller Heiligen des himmlischen Hofes, und beteure, daß ich wünsche und danach verlange und daß es mein wohlüberlegter Entschluß ist, wofern es nur zu deinem größeren Dienste und Lobe gereicht, dich nachzuahmen in Ertragung jeglicher Unbilden, jeglicher Schmach und jeglicher Armut, der wirklichen sowohl wie der geistlichen, wenn deine heiligste Majestät mich zu solchem Leben und Stande erwählen und aufnehmen will.»

[ 43 ] Diese Übung finde zweimal am Tage statt, nämlich morgens nach dem Aufstehen und eine Stunde vor dem Mittag- oder vor dem Abendessen.

[ 43 ] Diese Übung finde zweimal am Tage statt, nämlich morgens nach dem Aufstehen und eine Stunde vor dem Mittag- oder vor dem Abendessen.

[ 44 ] Für die zweite Woche und die folgenden ist es sehr förderlich, zuweilen aus den Büchern der Nachfolge Christi oder der Evangelien und der Leben der Heiligen zu lesen»

[ 44 ] Für die zweite Woche und die folgenden ist es sehr förderlich, zuweilen aus den Büchern der Nachfolge Christi oder der Evangelien und der Leben der Heiligen zu lesen»

[ 45 ] — zu lesen mit solchen Betrachtungen, die aus der Imagination heraus den Willen besonders schulen. Man muß wissen, wie der Wille wird, wenn diese Imaginationen in ihn hineinwirken, dieser soldatische Wille im Geiste, der den Christus Jesus eben zum Generalissimus macht! Er spricht vom «himmlischen Hofe, dem gedient wird in allen Formen der Unterwürfigkeit und Untertänigkeit». Verbunden mit solchen Übungen ist wiederum etwas, was ungeheuer stark wirkt, wenn es in immerwährender Wiederholung in den Willen hineingegossen wird. Denn Jesuitenschulung ist vor allen Dingen Willensschulung. Es wird empfohlen, die eben dargelegte Betrachtung in den folgenden Wochen als eine grundlegende täglich zu wiederholen, womöglich in derselben Form, vor der «Wahlbetrachtung» des Tages, der «Beschauung». Nehmen wir zum Beispiel den vierten Tag. Da haben wir «das Vorbereitungsgebet wie gewöhnlich», dann eine erste Vorübung.

[ 45 ] — zu lesen mit solchen Betrachtungen, die aus der Imagination heraus den Willen besonders schulen. Man muß wissen, wie der Wille wird, wenn diese Imaginationen in ihn hineinwirken, dieser soldatische Wille im Geiste, der den Christus Jesus eben zum Generalissimus macht! Er spricht vom «himmlischen Hofe, dem gedient wird in allen Formen der Unterwürfigkeit und Untertänigkeit». Verbunden mit solchen Übungen ist wiederum etwas, was ungeheuer stark wirkt, wenn es in immerwährender Wiederholung in den Willen hineingegossen wird. Denn Jesuitenschulung ist vor allen Dingen Willensschulung. Es wird empfohlen, die eben dargelegte Betrachtung in den folgenden Wochen als eine grundlegende täglich zu wiederholen, womöglich in derselben Form, vor der «Wahlbetrachtung» des Tages, der «Beschauung». Nehmen wir zum Beispiel den vierten Tag. Da haben wir «das Vorbereitungsgebet wie gewöhnlich», dann eine erste Vorübung.

[ 46 ] «1. Sie bietet den geschichtlichen Vorgang, hier: wie Christus alle unter seine Fahne ruft und sammeln will, und Luzifer dagegen unter die seinige.»

[ 46 ] «1. Sie bietet den geschichtlichen Vorgang, hier: wie Christus alle unter seine Fahne ruft und sammeln will, und Luzifer dagegen unter die seinige.»

[ 47 ] Man muß sich genau die Fahne vorstellen. Und man hat sich zwei Heere vorzustellen, welche die zwei Fahnen vorantragen, die LuziferFahne und die Christus-Fahne.

[ 47 ] Man muß sich genau die Fahne vorstellen. Und man hat sich zwei Heere vorzustellen, welche die zwei Fahnen vorantragen, die LuziferFahne und die Christus-Fahne.

[ 48 ] «2. Anschauliche Vorstellung des Ortes; hier schaue man eine Ebene der gesamten Gegend von Jerusalem, wo als höchster einziger Oberfeldherr der Guten Christus unser Herr steht; eine andere Ebene aber in der Gegend von Babylon, wo als Haupt der Feinde Luzifer auftritt.»

[ 48 ] «2. Anschauliche Vorstellung des Ortes; hier schaue man eine Ebene der gesamten Gegend von Jerusalem, wo als höchster einziger Oberfeldherr der Guten Christus unser Herr steht; eine andere Ebene aber in der Gegend von Babylon, wo als Haupt der Feinde Luzifer auftritt.»

[ 49 ] Nun stehen die beiden Heere einander gegenüber, die Fahne Luzifers und die Fahne Christi.

[ 49 ] Nun stehen die beiden Heere einander gegenüber, die Fahne Luzifers und die Fahne Christi.

[ 50 ] «3. Ich bitte um das, was ich begehre, und zwar werde ich hier bitten um Erkenntnis der Trugwerke des bösen Anführers und um Hilfe, damit ich mich davor bewahre, sowie um Erkenntnis des wahren Lebens, das der höchste und wahre Heerführer zeigt, und um die Gnade, ihn nachzuahmen.»

[ 50 ] «3. Ich bitte um das, was ich begehre, und zwar werde ich hier bitten um Erkenntnis der Trugwerke des bösen Anführers und um Hilfe, damit ich mich davor bewahre, sowie um Erkenntnis des wahren Lebens, das der höchste und wahre Heerführer zeigt, und um die Gnade, ihn nachzuahmen.»

[ 51 ] Nun kommt der erste Teil der eigentlichen Übung, die Fahne Luzifers. Der Übende richtet also den geistigen Blick der Imagination hin auf das Heer, welches unter der Fahne Luzifers ist.

[ 51 ] Nun kommt der erste Teil der eigentlichen Übung, die Fahne Luzifers. Der Übende richtet also den geistigen Blick der Imagination hin auf das Heer, welches unter der Fahne Luzifers ist.

[ 52 ] «Punkt 1. Ich stelle mir vor, ich sähe den Anführer aller Feinde in jener großen Ebene von Babylon gleichsam auf einem hohen Stuhle von Feuer und Rauch sitzen in schreckenerregender und furchtbarer Gestalt.

[ 52 ] «Punkt 1. Ich stelle mir vor, ich sähe den Anführer aller Feinde in jener großen Ebene von Babylon gleichsam auf einem hohen Stuhle von Feuer und Rauch sitzen in schreckenerregender und furchtbarer Gestalt.

[ 53 ] 2. Man betrachte, wie er unzählige böse Geister zusammenruft und wie er sie aussprengt, die einen in diese Stadt und die andern in eine andere und so über die ganze Welt hin, ohne irgend ein Land, einen Stand oder irgend einen Menschen im einzelnen zu übergehen.»

[ 53 ] 2. Man betrachte, wie er unzählige böse Geister zusammenruft und wie er sie aussprengt, die einen in diese Stadt und die andern in eine andere und so über die ganze Welt hin, ohne irgend ein Land, einen Stand oder irgend einen Menschen im einzelnen zu übergehen.»

[ 54 ] Also dieses Aussenden muß im einzelnen und konkret vorgestellt werden.

[ 54 ] Also dieses Aussenden muß im einzelnen und konkret vorgestellt werden.

[ 55 ] «3. Man betrachte die Ansprache, die er an sie hält und wie er sie auffordert, Netze und Ketten auszuwerfen, und zwar sollen sie die Menschen zuerst versuchen durch die Begierde nach Reichtümern, wie er es selbst bei den meisten zu tun pflegt, auf daß sie desto leichter zur eitlen Ehre der Welt und dann zu einem unbändigen Hochmut gelangen.

[ 55 ] «3. Man betrachte die Ansprache, die er an sie hält und wie er sie auffordert, Netze und Ketten auszuwerfen, und zwar sollen sie die Menschen zuerst versuchen durch die Begierde nach Reichtümern, wie er es selbst bei den meisten zu tun pflegt, auf daß sie desto leichter zur eitlen Ehre der Welt und dann zu einem unbändigen Hochmut gelangen.

[ 56 ] Demnach ergeben sich als erste Stufe die Reichtümer, als zweite die Ehre, als dritte der Hochmut, und von diesen drei Stufen aus verführt Luzifer zu allen übrigen Lastern.»

[ 56 ] Demnach ergeben sich als erste Stufe die Reichtümer, als zweite die Ehre, als dritte der Hochmut, und von diesen drei Stufen aus verführt Luzifer zu allen übrigen Lastern.»

[ 57 ] Zweiter Teil: Die Fahne Christi.

[ 57 ] Zweiter Teil: Die Fahne Christi.

[ 58 ] «In ähnlicher Weise soll man sich auf der entgegengesetzten Seite den höchsten und wahren Heerführer vorstellen, der da ist Christus unser Herr.

[ 58 ] «In ähnlicher Weise soll man sich auf der entgegengesetzten Seite den höchsten und wahren Heerführer vorstellen, der da ist Christus unser Herr.

[ 59 ] Punkt 1. Man betrachte, wie Christus unser Herr auf einer großen Ebene jener Umgegend von Jerusalem an einem einfachen Platze Stellung nimmt, schön und liebenswürdig.

[ 59 ] Punkt 1. Man betrachte, wie Christus unser Herr auf einer großen Ebene jener Umgegend von Jerusalem an einem einfachen Platze Stellung nimmt, schön und liebenswürdig.

[ 60 ] 2. Man betrachte, wie der Herr der ganzen Welt so viele Personen auserwählt, Apostel, Jünger und so weiter, und sie über die ganze Welt hin entsendet, auf daß sie den Samen seiner heiligen Lehre unter den Menschen aller Stände und in allen Lebenslagen ausstreuen.

[ 60 ] 2. Man betrachte, wie der Herr der ganzen Welt so viele Personen auserwählt, Apostel, Jünger und so weiter, und sie über die ganze Welt hin entsendet, auf daß sie den Samen seiner heiligen Lehre unter den Menschen aller Stände und in allen Lebenslagen ausstreuen.

[ 61 ] 3. Man betrachte die Ansprache, die Christus unser Herr an alle seine Diener und Freunde hält, die er zu solchem Unternehmen aussendet; wie er ihnen empfiehlt, sie möchten allen zu helfen suchen, indem sie dieselben zuerst zur größten geistlichen Armut bewegen und, wenn seine göttliche Majestät sich darin gefiele und sie dazu auserwählen wollte, nicht minder auch zur wirklichen Armut; zweitens zum Verlangen nach Schmähungen und Verachtung, weil aus diesen beiden Dingen, der Armut und Verachtung, die Demut hervorgeht.

[ 61 ] 3. Man betrachte die Ansprache, die Christus unser Herr an alle seine Diener und Freunde hält, die er zu solchem Unternehmen aussendet; wie er ihnen empfiehlt, sie möchten allen zu helfen suchen, indem sie dieselben zuerst zur größten geistlichen Armut bewegen und, wenn seine göttliche Majestät sich darin gefiele und sie dazu auserwählen wollte, nicht minder auch zur wirklichen Armut; zweitens zum Verlangen nach Schmähungen und Verachtung, weil aus diesen beiden Dingen, der Armut und Verachtung, die Demut hervorgeht.

[ 62 ] Es gibt demnach drei Stufen, erstens die Armut gegen den Reichtum, zweitens Schmach und Verachtung gegen die weltliche Ehre, drittens die Demut gegen den Hochmut; und von diesen drei Stufen aus sollen die Gesandten Christi die Menschen zu allen übrigen Tugenden anleiten.»

[ 62 ] Es gibt demnach drei Stufen, erstens die Armut gegen den Reichtum, zweitens Schmach und Verachtung gegen die weltliche Ehre, drittens die Demut gegen den Hochmut; und von diesen drei Stufen aus sollen die Gesandten Christi die Menschen zu allen übrigen Tugenden anleiten.»

[ 63 ] In dieser Art werden die Übungen gepflogen. Worauf es ankommt, ist das, was ich Ihnen gesagt habe, eigentlich ein weltliches Reich, das eben als weltliches Reich organisiert sein soll, aber so vorgestellt sein soll, daß es der Heerbann des Christus Jesus ist. Dieses Jesuitentum ist eben nur die konsequenteste, beste, außerordentlich gut organisierte Ausprägung desjenigen, was ich als zweite Strömung angegeben habe: des Impulses des Kirchenvolkes. Im wesentlichen wird man finden: Der Impuls des Kirchenvolkes besteht also darinnen, daß hinuntergetragen werden soll die einmalige Offenbarung, die zu Jerusalem geschehen ist, in ein weltliches Reich. Denn die ganzen Übungen laufen darauf hinaus, daß zur Fahne Christi als Soldat zuletzt sich selber wählt derjenige, der die Übungen macht, daß der sich fühlt als einen richtigen Soldaten Christi. Das war ja auch der Sinn, welcher durch eine Offenbarung besonderer Art sich dem Ignatius von Loyola erschlossen hat, der ja zunächst alle möglichen Taten als Soldat getan hat, dann nach seiner Verwundung auf dem Krankenbette durch Meditationen in einer solchen Weise geführt wurde — ich will nicht sagen von welcher Macht —, daß sich in seiner Seele alles das, was früher als soldatischer Impuls in ihm lebte, umgestaltete zu dem Impuls des Christus-Soldaten, des Jesus-Soldaten. Es ist eines der interessantesten Phänomene der Weltgeschichte, daß ein ausgeprägt tapferer Soldat verwundet wird und durch Meditationen das, was er als Soldat war, umgeprägt erhält in den geistlichen Soldaten.

[ 63 ] In dieser Art werden die Übungen gepflogen. Worauf es ankommt, ist das, was ich Ihnen gesagt habe, eigentlich ein weltliches Reich, das eben als weltliches Reich organisiert sein soll, aber so vorgestellt sein soll, daß es der Heerbann des Christus Jesus ist. Dieses Jesuitentum ist eben nur die konsequenteste, beste, außerordentlich gut organisierte Ausprägung desjenigen, was ich als zweite Strömung angegeben habe: des Impulses des Kirchenvolkes. Im wesentlichen wird man finden: Der Impuls des Kirchenvolkes besteht also darinnen, daß hinuntergetragen werden soll die einmalige Offenbarung, die zu Jerusalem geschehen ist, in ein weltliches Reich. Denn die ganzen Übungen laufen darauf hinaus, daß zur Fahne Christi als Soldat zuletzt sich selber wählt derjenige, der die Übungen macht, daß der sich fühlt als einen richtigen Soldaten Christi. Das war ja auch der Sinn, welcher durch eine Offenbarung besonderer Art sich dem Ignatius von Loyola erschlossen hat, der ja zunächst alle möglichen Taten als Soldat getan hat, dann nach seiner Verwundung auf dem Krankenbette durch Meditationen in einer solchen Weise geführt wurde — ich will nicht sagen von welcher Macht —, daß sich in seiner Seele alles das, was früher als soldatischer Impuls in ihm lebte, umgestaltete zu dem Impuls des Christus-Soldaten, des Jesus-Soldaten. Es ist eines der interessantesten Phänomene der Weltgeschichte, daß ein ausgeprägt tapferer Soldat verwundet wird und durch Meditationen das, was er als Soldat war, umgeprägt erhält in den geistlichen Soldaten.

[ 64 ] Da wo der Christus-Impuls so wirkte, daß ihm abgestumpft war das fortdauernde Wirken, welches er innerhalb des Christus-Volkes selbst hatte, ist es selbstverständlich, daß dieses die äußerste Ausprägung des Christus-Impulses sein mußte. Man kann sich nun fragen: Gibt es nicht auch eine andere, die gegenteilige Ausprägung desjenigen, was im Jesuitismus da ist? — Dann müßte etwas entstehen auf dem Territorium, welches durchsetzt ist von dem Kirchenvolk. Es müßte sich aus diesen verschiedenen Reaktionen des Luthertums, des Zwinglianismus, Calvinismus, Schwenckfeldismus, der Wiedertäufer und so weiter, aus diesem Chaos, das ja doch atomisiert wird, etwas ergeben, was nicht nur in der Linie des Jesuitismus läuft — denn, nicht wahr, Jesuitismus ist die äußerste Ausprägung, es läuft vieles in seiner Linie —, es müßte sich etwas ergeben, was dem Jesuitismus vollständig entgegengesetzt ist, was gewissermaßen, geradeso wie der Jesuitismus immer tiefer und tiefer in die Kirchenvolkheit hinein will, heraus will aus dieser Kirchenvolkheit. Der Jesuitismus will den Christus-Impuls umgestalten zu einer rein weltlichen Herrschaft, will gewissermaßen den Erdenstaat begründen, jenen Erdenstaat, der aber zugleich der Jesuitenstaat ist und der so regiert wird, wie regiert werden kann, wenn man sich zum Soldaten des Generalissimus Christus gemacht hat. Was wäre das Entgegengesetzte?

[ 64 ] Da wo der Christus-Impuls so wirkte, daß ihm abgestumpft war das fortdauernde Wirken, welches er innerhalb des Christus-Volkes selbst hatte, ist es selbstverständlich, daß dieses die äußerste Ausprägung des Christus-Impulses sein mußte. Man kann sich nun fragen: Gibt es nicht auch eine andere, die gegenteilige Ausprägung desjenigen, was im Jesuitismus da ist? — Dann müßte etwas entstehen auf dem Territorium, welches durchsetzt ist von dem Kirchenvolk. Es müßte sich aus diesen verschiedenen Reaktionen des Luthertums, des Zwinglianismus, Calvinismus, Schwenckfeldismus, der Wiedertäufer und so weiter, aus diesem Chaos, das ja doch atomisiert wird, etwas ergeben, was nicht nur in der Linie des Jesuitismus läuft — denn, nicht wahr, Jesuitismus ist die äußerste Ausprägung, es läuft vieles in seiner Linie —, es müßte sich etwas ergeben, was dem Jesuitismus vollständig entgegengesetzt ist, was gewissermaßen, geradeso wie der Jesuitismus immer tiefer und tiefer in die Kirchenvolkheit hinein will, heraus will aus dieser Kirchenvolkheit. Der Jesuitismus will den Christus-Impuls umgestalten zu einer rein weltlichen Herrschaft, will gewissermaßen den Erdenstaat begründen, jenen Erdenstaat, der aber zugleich der Jesuitenstaat ist und der so regiert wird, wie regiert werden kann, wenn man sich zum Soldaten des Generalissimus Christus gemacht hat. Was wäre das Entgegengesetzte?

[ 65 ] Das Entgegengesetzte wäre, wenn man nicht das, was oben ist, herunterträgt, sondern wenn man versucht, immerzu das, was hier unten ist, hinaufzuheben in die geistige Welt. Beim eigentlichen ChristusVolk ist es wie eine Naturanlage da; bei Solowjow kam es, wenn auch oft stammelnd, zum Ausdruck. Innerhalb des Gebietes des eigentlichen Kirchenvolkes gibt es nun etwas, was diametral entgegengesetzt ist dem Jesuitismus, was unmittelbar in äußeren Herrschaftsverhältnissen, in äußerem Zusammenhange gar nichts haben will von dem Spirituellen, was will, daß der Christus-Impuls immer in die Seelen hereinwirkt, und nur auf dem Umwege durch die Seelen in der äußeren Welt wirkt. Solch ein Impuls würde zwar — weil in der Zeit manches sich so einstellen würde — auftreten innerhalb des Kirchenvolkes; aber er würde immerzu die Evolution so führen wollen, daß das, was spiritueller Christus-Impuls ist, nur in die Seelen hereinwirkt, gewissermaßen esoterisch bleibt, wenn auch im besten, edelsten Sinne esoterisch bleibt. Während der Jesuitismus alles in ein weltliches Königreich umwandeln will, würde diese Weltenströmung alles weltliche Königreich immer nur betrachten als etwas, was zur Not da sein muß auf dem äußeren physischen Plane, was aber die Menschen vereinigt, damit sie in ihren Seelen sich hinaufheben können in die höheren Welten. Dieser diametrale Gegensatz, dieses, was sich zum Jesuitismus polarisch entgegengesetzt verhält, ist nun Goetheanismus.

[ 65 ] Das Entgegengesetzte wäre, wenn man nicht das, was oben ist, herunterträgt, sondern wenn man versucht, immerzu das, was hier unten ist, hinaufzuheben in die geistige Welt. Beim eigentlichen ChristusVolk ist es wie eine Naturanlage da; bei Solowjow kam es, wenn auch oft stammelnd, zum Ausdruck. Innerhalb des Gebietes des eigentlichen Kirchenvolkes gibt es nun etwas, was diametral entgegengesetzt ist dem Jesuitismus, was unmittelbar in äußeren Herrschaftsverhältnissen, in äußerem Zusammenhange gar nichts haben will von dem Spirituellen, was will, daß der Christus-Impuls immer in die Seelen hereinwirkt, und nur auf dem Umwege durch die Seelen in der äußeren Welt wirkt. Solch ein Impuls würde zwar — weil in der Zeit manches sich so einstellen würde — auftreten innerhalb des Kirchenvolkes; aber er würde immerzu die Evolution so führen wollen, daß das, was spiritueller Christus-Impuls ist, nur in die Seelen hereinwirkt, gewissermaßen esoterisch bleibt, wenn auch im besten, edelsten Sinne esoterisch bleibt. Während der Jesuitismus alles in ein weltliches Königreich umwandeln will, würde diese Weltenströmung alles weltliche Königreich immer nur betrachten als etwas, was zur Not da sein muß auf dem äußeren physischen Plane, was aber die Menschen vereinigt, damit sie in ihren Seelen sich hinaufheben können in die höheren Welten. Dieser diametrale Gegensatz, dieses, was sich zum Jesuitismus polarisch entgegengesetzt verhält, ist nun Goetheanismus.

[ 66 ] Goetheanismus will das genaue Gegenteil von dem, was Jesuitismus will, und Sie verstehen wiederum von einem anderen Gesichtspunkte aus den Goetheanismus, wenn Sie ihn in dieser polarischen Gegensätzlichkeit zu dem Jesuitismus betrachten. Daher die ewige Feindschaft, welche der Jesuitismus geschworen hat und immer mehr schwören wird dem Goetheanismus. Die können nicht miteinander sein. Das eine weiß vom andern gut Bescheid. Der Jesuitismus weiß gut Bescheid bei Goethe: der Jesuitenpater Baumgartner hat das beste Buch über Goethe geschrieben — selbstverständlich vom jesuitischen Standpunkte aus. Was die verschiedenen deutschen Professoren oder der Engländer Lewes über Goethe geschrieben haben, das sind alles die reinsten Stümpereien gegenüber dem, was der Jesuitenpater Baumgartner in seinen drei Bänden über Goethe geschrieben hat, denn der weiß, warum er schreibt! Es schärft der Blick des Gegners alles dasjenige, was er bei Goethe sieht. Er schreibt auch nicht wie ein deutscher Professor mit mittlerem Bourgeoisverstand, oder gar wie der Engländer Lewes, der einen Menschen schildert, der allerdings 1749 in Frankfurt geboren ist, dieselben Dinge durchgemacht haben soll, die Goethe durchgemacht hat, der aber nicht Goethe ist. Sondern der Jesuit Baumgartner, der schildert mit all dem, was sich in seinen Willen hinein ergossen hat von seinen Meditationen aus. Und so schließt sich in diesem einen Punkt schon etwas, was in die Zukunft hineinspielen soll, der Goetheanismus, mit etwas zusammen, was sich auch unmittelbar an den Zeitpunkt angeschlossen hat, der mit dem 15. Jahrhundert beginnt, der mit der Reformation zum Jesuitismus heraufführt.

[ 66 ] Goetheanismus will das genaue Gegenteil von dem, was Jesuitismus will, und Sie verstehen wiederum von einem anderen Gesichtspunkte aus den Goetheanismus, wenn Sie ihn in dieser polarischen Gegensätzlichkeit zu dem Jesuitismus betrachten. Daher die ewige Feindschaft, welche der Jesuitismus geschworen hat und immer mehr schwören wird dem Goetheanismus. Die können nicht miteinander sein. Das eine weiß vom andern gut Bescheid. Der Jesuitismus weiß gut Bescheid bei Goethe: der Jesuitenpater Baumgartner hat das beste Buch über Goethe geschrieben — selbstverständlich vom jesuitischen Standpunkte aus. Was die verschiedenen deutschen Professoren oder der Engländer Lewes über Goethe geschrieben haben, das sind alles die reinsten Stümpereien gegenüber dem, was der Jesuitenpater Baumgartner in seinen drei Bänden über Goethe geschrieben hat, denn der weiß, warum er schreibt! Es schärft der Blick des Gegners alles dasjenige, was er bei Goethe sieht. Er schreibt auch nicht wie ein deutscher Professor mit mittlerem Bourgeoisverstand, oder gar wie der Engländer Lewes, der einen Menschen schildert, der allerdings 1749 in Frankfurt geboren ist, dieselben Dinge durchgemacht haben soll, die Goethe durchgemacht hat, der aber nicht Goethe ist. Sondern der Jesuit Baumgartner, der schildert mit all dem, was sich in seinen Willen hinein ergossen hat von seinen Meditationen aus. Und so schließt sich in diesem einen Punkt schon etwas, was in die Zukunft hineinspielen soll, der Goetheanismus, mit etwas zusammen, was sich auch unmittelbar an den Zeitpunkt angeschlossen hat, der mit dem 15. Jahrhundert beginnt, der mit der Reformation zum Jesuitismus heraufführt.

[ 67 ] Das dritte werde ich dann morgen schildern.

[ 67 ] Das dritte werde ich dann morgen schildern.

[ 68 ] Ich habe Ihnen heute also das Christus-Volk und das Kirchenvolk geschildert und das dritte, was da hineinspielt, und dann die Wechselwirkung davon, um zu einem inneren Einblick in die neuzeitliche Religionsentwickelung ihren Symptomen nach zu kommen, das werde ich dann morgen schildern.

[ 68 ] Ich habe Ihnen heute also das Christus-Volk und das Kirchenvolk geschildert und das dritte, was da hineinspielt, und dann die Wechselwirkung davon, um zu einem inneren Einblick in die neuzeitliche Religionsentwickelung ihren Symptomen nach zu kommen, das werde ich dann morgen schildern.