The Bridge Between the Spiritual and
Physical Realms of Human Beings
GA 202
17 December 1920, Dornach
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Zehnter Vortrag
Soul and Spirit in the Human Physical Constitution
[ 1 ] Ich möchte heute eine Betrachtung einschieben, die Ihnen vielleicht etwas entlegen erscheinen könnte, die aber doch eben als eine eingeschobene von Bedeutung sein wird für den Fortgang der Auseinandersetzungen, die wir in dieser Zeit pflegen. Wir haben ja im Laufe der Zeit die verschiedensten Bestandteile zusammengetragen, die notwendig sind zur Erkenntnis des Menschen. Wir sind jetzt daran, den Menschen nach und nach einzureihen auf der einen Seite in das kosmische Leben, auf der anderen Seite in das soziale Leben. Dazu ist nun eben notwendig, daß wir heute auf einiges aufmerksam machen, das zum Verständnis der menschlichen Wesenheit doch beitragen kann. Wenn man im Sinne der heutigen wissenschaftlichen Richtung den Menschen betrachtet, so betrachtet man im Grunde genommen nur einen Teil der menschlichen Wesenheit. Das geht ja schon daraus hervor, daß eben gar nicht berücksichtigt wird, daß der Mensch außer seinem physischen Leib noch höhere Glieder seiner Wesenheit hat. Aber davon wollen wir zunächst heute einmal ganz absehen. Wir wollen ins Auge fassen, was mehr oder weniger auf der einen Seite von den wissenschaftlichen Bestrebungen anerkannt wird, was aber auf der anderen Seite doch auch schon in das populäre Bewußtsein eingegangen ist. Man betrachtet eigentlich den Menschen so, daß man nur dasjenige zu seiner Organisation zählt, was man sich in irgendeiner Weise fest oder fest-flüssig vorstellen kann. Gewiß, man betrachtet das Flüssige, das Luftförmige als in den Menschen einziehend und ausziehend, aber man betrachtet es nicht so, als ob es selber ein Glied der menschlichen Organisation sei. Die Wärme, die der Mensch so in sich hat, daß sie eine höhere Wärme als seine Umgebung ist, die betrachtet man als einen Zustand des menschlichen Organismus, aber man betrachtet sie nicht eigentlich als ein Glied der Organisation. Wir werden gleich sehen im genaueren, was mit dem gemeint ist, was ich eben vorgebracht habe.
[ ] Today I want to bring up a theme which may seem somewhat remote, but it will be important for the further development of subjects we are studying. We have been able to gather together many essential details for a knowledge of the human being. On the one side, we are gradually discovering its place in the life of the cosmos, and on the other, its place in the social life. But it will be necessary today to consider certain matters which make for a better understanding of the human being and nature. When the human being is studied by modern scientific thinking, generally only one part of the being is taken into consideration. No account whatever is taken of the fact that in addition to the physical body, there are also higher members. We will leave this aside today and consider something that is more or less recognized in science and has also made its way into the general consciousness. In studying the human being, only those elements which can be pictured as solid, or solid-fluidic, are regarded as belonging to his organism. It is, of course, acknowledged that the fluid and the airy elements pass into and out of the human being, but these are not in themselves considered to be integral members of the organism. The warmth of the organism which is greater than that of the environment is regarded as a state or condition of the organism, but not as an actual component. We shall see what I mean by saying this.
[ 2 ] Wenn man — ich habe Sie schon einmal aufmerksam darauf gemacht das Aufundabwogen des Gehirnwassers durch den Rückenmarkskanal ins Auge faßt, so sieht man, wie durch die Einatmung und Ausatmung eine regelmäßige Oszillationsbewegung, eine schwingende Bewegung des Gehirnwassers von unten nach oben, von oben nach unten stattfindet, wie das Gehirnwasser bei der Einatmung nach aufwärts getrieben wird, anschlägt gewissermaßen an die Gehirnorganisation, wie es wiederum sinkt bei der Ausatmung. So etwas, was da vorgeht innerhalb der rein flüssigen Einschlüsse des menschlichen Organismus, das betrachtet man nicht mit als zur Organisation selbst gehörig. Man stellt sich mehr oder weniger vor, der Mensch bestünde eben als physische Organisation aus dem, was man als mehr oder weniger feste oder höchstens fest-flüssiige Teile, Substanzen in ihm findet.
[ ] I have already drawn attention to the fact that when we study the rising and falling of the cerebral fluid through the spinal canal, we can observe a regular up-and-down oscillatory movement caused by inhalation and exhalation; when we breathe in, the cerebral fluid is driven upwards and strikes, as it were, against the brain; when we breathe out, the fluid descends. These processes in the purely liquid components of the human organism are not considered to be part and parcel of the organism itself. The general idea is that, as a physical structure, the human organism consists of the more or less solid, or at most, solid-fluid substances found in it.


[ 3 ] Wenn ich schematisch zeichnen soll (siehe Zeichnung): Man stelle sich vor, daß der Mensch eben aus diesen Substanzen besteht, die man mehr oder weniger als feste findet, Knochensubstanzen und so weiter, also man stellt sich den Menschen vor als gewissermaßen ein aufgebautes Gerüste (weiß). Das andere, was da im Menschen eigentlich Flüssiges ist, wie ich es an dem Beispiel des Gehirnwassers gezeigt habe, was Luftförmiges ist, das betrachtet man, insofern man Anatomie und Physiologie treibt, nicht als zur menschlichen Organisation gehörig. Man sagt sich: Ja, der Mensch zieht die Luft ein, sie macht gewisse Wege in ihm, sie hat auch gewisse Aufgaben. Sie wird wieder ausgeatmet. Man spricht vom Wärmezustand des Menschen, aber man betrachtet im Grunde doch nur das Feste als das Organisierende, und man sieht nicht hin darauf, daß man außer dem, daß man dieses feste Gerüste hat, den ganzen Menschen auch als eine Flüssigkeit, sagen wir, zunächst Flüssigkeitssäule (siehe Zeichnung, blau, T) zu sehen hat, daß der ganze Mensch durchsetzt ist mit Luft (rot, II) und daß er durch und durch einen gewissen Wärmezustand hat (gelb, III). Aber einer genaueren Betrachtung gegenüber ergibt sich doch, daß man ebenso, wie man das Feste oder Fest-flüssige als einen Teil, als ein Glied der menschlichen Organisation anzusehen hat, man auch dasjenige, was der Mensch als direkte Flüssigkeit in sich hat, nicht als eine gleichgültige flüssige Masse, sondern als in Organisation, wenn auch fluktuierender, aber doch in Organisation begriffen sich zu denken hat, und daß diese Organisation, das Flüssige, ebenso etwas bedeutet wie die Organisation des Festen.
[ ] It is generally pictured as a structure built up from these more or less solid substances (Illustration I). The other elements, the fluid element, as I have shown by the example of the cerebral fluid, and the airy element, are not regarded by anatomy and physiology as belonging to the human organism as such. It is said: Yes, the human being draws in the air which follows certain paths in his body and also has certain definite functions. The air is breathed out again.—Then people speak of the warmth-condition of the body, but in reality they regard the solid element as the only organizing factor and do not realize that in addition to this solid structure they should also see the whole organism as a column of fluid (blue), as being permeated with air (red) and as having a definite degree of warmth (yellow).(Illustration II) More exact study shows that just as the solid or solid-fluid constituents are an integral component of the organism, so the fluid should not be thought of as so much uniform fluid, but differentiated and organized—though the process here is a more fluctuating one—and having its own particular significance.
[ 4 ] Man hat also neben dem gewissermaßen festen Menschen den Flüssigkeitsmenschen ins Auge zu fassen, und man hat außerdem den Luftmenschen ins Auge zu fassen. Denn, was wir als Luft in uns tragen, ist in bezug auf seine Gliederung, in bezug auf seine Teile geradeso ein Organismus, wie der feste Organismus ein Organismus ist, nur ist dieser Organismus luftförmig und in Bewegung. Und endlich dasjenige, was wir als Wärme in uns tragen, das ist nicht etwa eine gleichförmige, über den Menschen sich ausbreitende Wärmeräumlichkeit, sondern das ist ebenfalls in seinen Feinheiten organisiert wie der feste, der flüssige, der gasförmige oder luftförmige Organismus. Nun kommt man aber sogleich darauf, daß in dem Augenblicke, wo man von dem flüssigen Organismus spricht, der gewissermaßen in demselben Raume ist, der als ein flüssiger Organismus eben denselben Raum ausfüllt wie der feste Organismus, man von diesem flüssigen Organismus nicht sprechen kann, ohne daß man, so wie der Mensch gegenwärtig als Erdenmensch ist, spricht von dem diesen Flüssigkeitsorganismus durchziehenden, durchkraftenden Ätherleib. Der physische Organismus ist zunächst für sich, es ist der physische Leib; insofern wir ihn in seiner Vollständigkeit betrachten, betrachten wir ihn zunächst als festen Organismus. Da haben wir es zunächst mit dem eigentlichen physischen Leib zu tun.
[ ] In addition to the solid components, therefore, we must bear in mind the 'fluid' and also the 'air'. For the air that is within us, in regard to its organization and its differentiations, is an organism in the same sense as the solid organism, only it is gaseous, airy, and in motion. And finally, the warmth in us is not a uniform warmth extending over the whole human being, but is also delicately organized. As soon, however, as we begin to speak of the fluid organism which fills the same space that is occupied by the solid organism, we realize immediately that we cannot speak of this fluid organism in the earthly human without speaking of the etheric body which permeates this fluid organism and fills it with forces. The physical organism exists for itself, as it were; it is the physical body; in so far as we consider it in its entirety, we regard it, to begin with, as a solid organism. (blue) This is the physical body.
[ 5 ] Dann betrachten wir zweitens den flüssigen Organismus, der natürlich nicht so untersucht werden kann wie der feste Organismus, daß man ihn mit dem Messer untersucht, sondern der aufgefaßt werden muß als ein in sich beweglicher Organismus, ein flüssiger Organismus. Ihn können wir nicht betrachten, ohne daß wir ihn durchzogen denken vom Ätherleib.
[ ] We then come to consider the fluid organism, which cannot, of course, be investigated in the same way as the solid organism, by dissection, but which must be conceived as an inwardly mobile, fluidic organism. It cannot be studied unless we think of it as permeated by the etheric body.
[ 6 ] Drittens haben wir den luftförmigen Organismus. Ihn können wir nicht betrachten, ohne daß wir ihn durchkraftet uns denken von dem astralischen Leib. Und endlich viertens in sich ganz differenziert ist der Wärmeorganismus. Ihn können wir nicht betrachten, ohne daß wir ihn durchkraftet finden mit dem Ich. Das ist so, wie der Mensch heute ist als Erdenmensch.
[ ] Third, there is the airy organism which again cannot be studied unless we think of it as permeated with forces by the astral body. Fourth, there is the warmth organism with all its inner differentiation. It is permeated by the forces of the Ego.—That is how the human as earthly being today is constituted.
Wir haben also:
So we have:
Physischer Organismus = Physischer Leib
Physical Organism = Physical Body
Der Mensch anders betrachtet:
Regarded in a different way:
1. Fester Organismus = Physischer Leib
2. Flüssiger Organismus = Ätherleib
3. Luftförmiger Organismus = Astralleib
4. Wärmeorganismus = Ich
1. Solid organism = physical body
2. Fluid organism = etheric body
3. Airy organism = astral body
4. Warmth organism = ego
[ 7 ] Eine Folge davon ist, daß wir uns über etwas klar werden: Betrachten wir zum Beispiel das Blut. Insofern ein Hauptbestandteil von ihm im wesentlichen flüssig ist, so haben wir, insofern dieses Blut dem flüssigen Organismus gehört, in dem Blute den das Blut durchkraftenden Ätherleib. Nun aber haben wir außerdem in diesem Blute dasjenige, was wir sonst nur den Wärmezustand nennen. Aber das ist eine Organisation, die keineswegs mit der Organisation des flüssigen Blutes als solchem zusammenfällt. Und würde man das untersuchen — und dazu kann es durchaus, wenn man einmal darauf ausgeht, auch physische Methoden der Untersuchung geben —, so würde man finden, daß, indem man einfach die Wärmezustände in den verschiedensten Partien des menschlichen Organismus registriert, das nicht zusammenfällt mit der flüssigen oder irgend sonst einer Organisation.
[ ] Let us think, for example, of the blood. Inasmuch as it is mainly fluid, inasmuch as this blood belongs to the fluid organism, we find in the blood the etheric body which permeates it with its forces. But in the blood there is also present what is generally called the warmth-condition. But that ‘organism’ is by no means identical with the organism of the fluid blood as such. If we were to investigate this—it can also be done with physical methods of investigation—we would find in registering the warmth in the different parts of the human organism that the warmth cannot be identified with the fluid or with any other organism.
[ 8 ] Nun, in dem Augenblicke, wo man den Menschen in dieser Weise betrachtet, wird man aber sehen, daß man bei dieser menschlichen Betrachtung nicht innerhalb des menschlichen Organismus selber stehenbleiben kann. Man kann allenfalls innerhalb des menschlichen Organismus stehenbleiben, wenn man den bloßen festen Organismus betrachtet. Der gibt ein gewisses abgeschlossenes Gebilde, durch die Haut nach außen abgeschlossen. Allerdings ist das auch nur scheinbar, denn der Mensch betrachtet dasjenige, was ihm als Festes gegenübertritt, so, als ob es ein in sich abgeschlossener fester Klotz wäre. Das Feste ist aber in sich auch differenziert und steht vor allen Dingen in den verschiedensten Beziehungen zu der gesamten übrigen festen Körperlichkeit. Wir haben ja als Nächstliegendes zu beachten, daß die verschiedenen festen Substanzen zum Beispiel verschieden schwer sind, und schon daraus kann ersehen werden, wie dasjenige, was im menschlichen Organismus ist, dadurch, daß es verschieden schwer ist, verschiedenes spezifisches Gewicht hat, in einer ganz verschiedenen Weise gewissermaßen lastet im Menschen. Dadurch steht der Mensch mit Bezug auf seine physische Organisation in Beziehung zur ganzen Erde. Aber immerhin kann man, dem äußeren Augenscheine nach wenigstens, diese physische Organisation räumlich abgrenzen.
[ ] As soon as we reflect in this way we find that it is impossible for our thought to come to a standstill within the limits of the human organism itself. We can remain within these limits only if we are thinking merely of the solid organism which is shut off by the skin from the outside. Even this, however, is only apparently so. The solid structure is generally regarded as if it were a firm, self-enclosed block; but it is also inwardly differentiated and is related in manifold ways to the solid earth as a whole. This is obvious from the fact that the different solid substances have, for example, different weights; this alone shows that the solids within the human organism are differentiated, have different specific weights. In regard to the physical organism, therefore, the human being is related to the earth as a whole. Nevertheless it is possible, according at least to external evidence, to place spatial limits around the physical organism.
[ 9 ] Anders steht die Sache schon bei der Organisation, die wir als die zweite, vom Ätherleib durchkraftete anerkennen, die flüssige Organisation. Diese flüssige Organisation, sie ist ja so, daß sie nun nicht mehr in einer so strengen Weise abgegrenzt werden kann von der Umgebung. Was flüssig ist in irgendeinem Raumteil, das grenzt an das übrige Flüssige an. Und wenn auch zunächst das Flüssige als solches in unserer Außenwelt nur in verdünntem Zustande vorhanden ist, so ist doch eine feste Grenze zwischen dem im Inneren des Menschen befindlichen Flüssigen und dem außerhalb des Menschen befindlichen Flüssigen nicht mehr in so strenger Weise anzugeben wie beim festen Organismus. So daß wir da schon genötigt sind, die Grenze zwischen dem menschlichen flüssigen Inneren und dem physischen Äußeren in einer gewissen Weise verschwimmen zu lassen.
[ ] It is different when we come to the second, the fluid organism that is permeated by the etheric body. This fluid organism cannot be strictly demarcated from the environment. Whatever is fluid in any area of space adjoins the fluid element in the environment. Although the fluid element as such is present in the world outside us in a rarefied state, we cannot make such a definite demarcation between the fluid element within and the fluid element outside the human organism, as in the case of the solid organism. The boundary between the inner fluid organism and the fluid element in the external world must therefore be left indefinite.
[ 10 ] Noch deutlicher wird das, wenn wir den luftförmigen Organismus, der vom astralischen Leibe durchkraftet ist, ins Auge fassen. Was wir als Luft in uns tragen in einem bestimmten Zeitpunkte, das war ja kurz vorher draußen und wird kurz nachher wiederum draußen sein. Wir stehen in einem fortwährenden Einnehmen und Ausgeben dessen, was da als Luftförmiges in uns ist. Wir können gewissermaßen nur die Luft, die unsere Erde umgibt, als solche in Betracht ziehen und können sagen: sie schiebt sich vor in unseren Organismus, nimmt sich wiederum zurück; aber indem sie sich vorschiebt in unseren Organismus, wird sie unsere Organisation. Wir haben da in dem, was unsere Luftorganisation wird, eigentlich fortwährend einen Organismus, der sich aufbaut aus der ganzen Atmosphäre heraus und wiederum in diese Atmosphäre zurücktritt. Es ist ja tatsächlich so, daß in uns etwas aufgebaut wird bei jedem Einatmungsprozesse, oder wenigstens daß ein Aufbau modifiziert wird bei jedem Einatmungsprozesse. Und ebenso ist ein Abbau, ein teilweiser Abbau wenigstens, bei jedem Ausatmungsprozesse vorhanden. Wir können sagen: In einer gewissen Weise wird unser luftförmiger Organismus mit jedem Atemzuge verändert, nicht gerade neugeboren, aber verändert, ebenso beim Einatmen wie beim Ausatmen. Beim letzteren stirbt er natürlich auch nicht, er verändert sich nur, aber es findet eine fortwährende Wechselbeziehung statt zwischen dem, was wir als luftförmigen Organismus in uns haben, und dem, was die äußere Luft ist. Was man gewöhnlich in den trivialen Vorstellungen als die menschliche Organisation ins Auge faßt, das kann man nur dadurch so, wie man es tut, ins Auge fassen, daß man eben nicht in Betracht zieht, wie der luftförmige Organismus eigentlich im Verhältnis zum festen Organismus nur einen ganz geringen Grad von Verschiedenheit hat.
[ ] This is even more emphatically the case when we come to consider the airy organism which is permeated by the forces of the astral body. The air within us at a certain moment was outside us a moment before, and it will soon be outside again. We are drawing in and giving out the airy element all the time. We can really think of the air which surrounds our earth, and say: it penetrates into our organism and withdraws again; but by penetrating into our organism it becomes an integral part of it. In our airy organism we actually have something that constantly builds itself up out of the whole atmosphere and then withdraws again into the atmosphere. Whenever we breathe in, something is built up within us, or, at the very least, each indrawn breath causes a change, a modification, in an upbuilding process within us. Similarly, a destructive, partially destructive, process takes place whenever we breathe out. Our airy organism undergoes a certain change with every indrawn breath; it is not exactly newly born, but it undergoes a change, both when we breathe in and when we breathe out. When we breathe out, the airy organism does not, of course, die; it merely undergoes a change; but there is constant interaction between the airy organism within us and the air outside. The usual trivial conceptions of the human organism can only be due to the failure to realize that there is but a slight degree of difference between the airy organism and the solid organism.
[ 11 ] Und in noch höherem Maße ist das der Fall für unseren Wärmeorganismus. Es liegt ja natürlich ganz in der materialistisch-mechanistischen Betrachtungsweise, daß man nicht ins Auge faßt den Flüssigkeitsorganismus, den Luftorganismus, den Wärmeorganismus, sondern nur den festen Organismus. Aber man bekommt keine wirkliche Erkenntnis vom Menschen, wenn man sich nicht dazu herbeilassen will, diese Gliederung des Menschen in einen Wärmeorganismus, in einen Luftorganismus, in einen Wasserorganismus und in einen Erdorganismus gelten zu lassen.
[ ] And now we come to the warmth organism. It is of course quite in keeping with materialistic-mechanistic thought to study only the solid organism and to ignore the fluid organism, the airy organism, and the warmth organism. But no real knowledge of the human organism can be acquired unless we are willing to acknowledge this membering into a warmth organism, an airy organism, a fluid organism, and an earth organism (solid).
[ 12 ] Wärmeorganismus, in ihm lebt vorzugsweise das Ich. Das Ich selber ist, ich möchte sagen, diejenige Geistorganisation, welche von sich aus kraftend das, was wir an Wärme in uns tragen, beherrscht, konfiguriert, nicht nur äußerlich in der Begrenzung konfiguriert, sondern innerlich durchkonfiguriert. Und das Seelische, wir können es nicht verstehen, wenn wir nicht dieses direkte Wirken des Ich auf die Wärme ins Auge fassen. Das Ich ist ja zunächst dasjenige im Menschen, welches den Willen in Tätigkeit versetzt, Willensimpulse verleiht. Wie verleiht das Ich Willensimpulse? Wir haben von einem anderen Gesichtspunkte aus davon gesprochen, wie die Willensimpulse zusammenhängen mit dem Tellurischen, im Gegensatze zu den Gedankenimpulsen, den Vorstellungsimpulsen, die mit dem Außertellurischen in Zusammenhang stehen. Aber indem das Ich die Willensimpulse eben doch beisammenhält, wo hat es den Weg, um nun diese Willensimpulse in den Organismus, in die ganze menschliche Wesenheit gewissermaßen hineinzutreiben? Das geschieht, indem der Wille zunächst in dem Wärmeorganismus des Menschen wirkt (siehe Zusammenstellung Seite 174). Indem das Ich einen Willensimpuls hat, wirkt dieser Willensimpuls zunächst auf den menschlichen Wärmeorganismus. Natürlich ist unter den gegenwärtigen tellurischen Verhältnissen es nicht möglich, daß das in einer konkreten Wirklichkeit da ist, was ich nun beschreiben will. Dennoch aber kann man es als etwas im Menschen wesenhaft Vorhandenes ins Auge fassen. Man kann es ins Auge fassen, wenn man davon absieht, daß in dem Raume, den die menschliche Haut begrenzt, die feste Organisation ist. Wir sehen von ihr ab, wir sehen von der flüssigen Organisation ab, wir sehen auch von der luftförmigen Organisation ab. Dann bleibt uns der Raum erfüllt mit Wärme, die allerdings kommuniziert mit der äußeren Wärme. Aber das, was da drinnen wirtschaftet in dieser Wärme, was diese Wärme so macht, daß sie in Strömung, daß sie in innerlicher Bewegung ist, daß sie eben ein Organismus ist, das ist das Ich.
[ ] The warmth organism is paramountly the field of the Ego. The Ego itself is that spirit-organization which imbues with its own forces the warmth that is within us, and governs and gives it configuration, not only externally but also inwardly. We cannot understand the life and activity of the soul unless we remember that the Ego works directly upon the warmth. It is primarily the Ego in man which activates the will, generates impulses of will.—How does the Ego generate impulses of will? From a different point of view we have spoken of how impulses of will are connected with the earthly sphere, in contrast to the impulses of thought and ideation which are connected with forces outside and beyond the earthly sphere. But how does the Ego, which holds together the impulses of will, send these impulses into the organism? This is achieved through the fact that the will works primarily in the warmth organism. An impulse of will proceeding from the Ego works upon the warmth organism. Under present earthly conditions it is not possible for what I shall now describe to you to be there as a concrete reality. Nevertheless it can be envisaged if we disregard the physical organization within the space bounded by the human skin, if we disregard also the fluid organism, and the airy organism. The space then remains filled with nothing but warmth which is, of course, in communication with the warmth outside. But what is active in this warmth, what stirs it into movement, makes it into an organism—is the Ego.
[ 13 ] Und wenn wir ins Auge fassen den menschlichen astralischen Leib, so ist dieser menschliche astralische Leib zunächst das, was in sich trägt alle Kräfte des Gefühles, des Fühlens. Die Kräfte des Fühlens, sie leben im astralischen Leib so, daß der astralische Leib wiederum diese Fühlkräfte zur physischen Wirksamkeit bringt in demjenigen, was dem Menschen zugrunde liegt als der Luftorganismus.
[ ] The astral body contains the forces of feeling; it brings these forces of feeling into physical operation in the human airy organism.
[ 14 ] Also könnte man sagen: So wie der Mensch nun einmal ist als Erdenmensch, bewirkt sein Ich durch den Wärmeorganismus das, was sich dann äußert, wenn der Mensch als Willenswesen in die Welt tritt. Was der astralische Leib erlebt als Gefühle und dann auswirkt in der irdischen Organisation, das stellt sich dar als der Luftorganismus. Und wenn wir zum ätherischen Organismus, zum ätherischen Leibe gehen, so enthält der in sich — allerdings zunächst mehr bildhaft als uns das bewußt wird, denn da tritt ja für das Bewußtsein noch der physische Leib ein, der die Bilder eben zu den bildphysischen Vorstellungen abschwächt —, er enthält in sich das eigentliche Vorstellen, insofern das Vorstellen bildlich ist; das wirkt auf den Flüssigkeitsorganismus.
[ ] The constitution of the human as earthly being is such that, by way of the warmth organism, the Ego gives rise to what comes to expression when we act in the world as a being of will. The feelings experienced in the astral body and coming to expression in the earthly organization manifest in the airy organism. And when we come to the etheric body, we find within it the conceptual process, insofar as this has a pictorial character—more strongly pictorial than we are consciously aware of to begin with, for the physical body still intrudes and tones down the pictures into mental concepts. This process works upon the fluid organism.
[ 15 ] Sie sehen daraus, man kommt dem Seelischen näher, wenn man diese besonderen Organismen im Menschen betrachtet. Die materialistische Betrachtungsweise, die nur bei dem festen Gerüste stehenbleiben will, die es eigentlich wie eine Selbstverständlichkeit ausspricht, daß Wasser nicht organisiert sein kann — es ist eben organisiert im Organismus —, die muß ihrerseits dazu kommen, mit völligem Unverständnis dem Seelischen gegenüberzustehen; denn das Seelische ist unmittelbar vorhanden eben in diesen anderen Organismen. Und der eigentliche feste Organismus ist im Grunde genommen nur etwas, was, ich möchte sagen, wirklich Stütze bildet für die anderen Organismen. Wir haben den festen Organismus, der wie ein Stützgerüste dasteht aus Knochen, Muskeln und so weiter. Und in dieses Stützgerüste hinein gliedert sich dann der flüssige Organismus, der in sich differenziert ist und der in sich eben durchaus konfiguriert ist, und in diesem flüssigen Organismus vibriert der Ätherleib, und in diesem flüssigen Organismus erzeugen sich die Gedanken. Wie erzeugen sie sich? Dadurch erzeugen sie sich, daß in diesem Flüssigkeitsorganismus in einer bestimmten Metamorphose sich geltend macht, was wir sonst in der Außenwelt kennenlernen als den Ton.
[ ] This shows us that by taking these different organisms into account we come nearer to the life of soul. Materialistic observation, which stops short at the solid structure and insists that in the very nature of things water cannot become an organism, is bound to confront the life of soul with complete lack of understanding; for it is precisely in these other organisms that the life of soul comes to immediate expression. The solid organism itself is, in reality, only that which provides support for the other organisms. The solid organism stands there as a supporting structure composed of bones, muscles, and so forth. Into this supporting structure is membered the fluid organism with its own inner differentiation and configuration; in this fluid organism vibrates the etheric body, and within this fluid organism the thoughts are produced.


[ 16 ] Der Ton, er ist ja eigentlich etwas, was, man kann schon sagen, die menschliche Betrachtungsweise in hohem Maße irreführt. Wir vernehmen den Ton zunächst als Erdenmensch so, daß die Luft der Träger dieses Tones ist. Ja, aber die Luft ist eben nur der Vermittler für diesen Ton, der eigentlich in der Luft webt. Und derjenige, der bloß in den Luftschwingungen das Wesen des Tones sieht, der gleicht einem Menschen, der eben auch sagt: Der Mensch hat nur seinen physischen Organismus, da lebt kein Seelisches drinnen. — Es ist gerade so, wie wenn man am Menschen nur den physischen Organismus betrachtet und kein Seelisches darinnen sieht, wenn man bloß die Luftschwingungen als das Wesentliche des Tons betrachtet, die eigentlich nur der äußere Ausdruck sind. Was darinnen lebt als Ton, das ist im wesentlichen ein ätherisches Element. Und unser Luftton rührt eigentlich nur davon her, daß wir die Luft durchsetzt haben von dem Tonäther, was dasselbe ist wie der chemische Äther. Und indem dieser Äther die Luft durchsetzt, teilt er das, was in ihm lebt, der Luft mit, und es entsteht für unsere Wahrnehmung dasjenige, was wir den Ton nennen. Dieser selbe Tonäther, der zu gleicher Zeit der chemische Äther ist — wir werden von alledem bei anderer Gelegenheit genauer sprechen —, der lebt im wesentlichen in unserem Flüssigkeitsorganismus. So daß wir unterscheiden können: In unserem Flüssigkeitsorganismus haben wir unseren eigenen Ätherleib drinnen lebend; aber außerdem dringt von allen Seiten in ihn ein, was dem Ton als der Tonäther zugrunde liegt. Also bitte, unterscheiden Sie das ganz wohl. Wir haben in uns unseren ÄAtherleib, der arbeitet und wirkt, indem er Gedanken auswirkt, in unserem Flüssigkeitsorganismus. Aber in diesen Flüssigkeitsorganismus dringt fortwährend ein und aus, was wir den chemischen Äther nennen können. Wenn wir also unseren Organismus betrachten, so haben wir einen vollständigen ätherischen Organismus aus chemischem Äther, Wärmeäther, Lichtäther, Lebensäther bestehend, und außerdem haben wir ganz besonders, auf dem Wege durch den Flüssigkeitsleib aus- und eindringend, den chemischen Äther.
[ ] How are the thoughts produced? Through the fact that within the fluid organism something asserts itself in a particular metamorphosis—namely, what we know in the external world as tone. Tone is, in reality, something that leads the ordinary mode of observation very much astray. As earthly human beings we perceive the tone as being borne to us by the air. But in point of fact the air is only the transmitter of the tone, which actually weaves in the air. And anyone who assumes that the tone in its essence is merely a matter of air-vibrations is like a person who says: Man has only his physical organism, and there is no soul in it. If the air-vibrations are thought to constitute the essence of the tone, whereas they are in truth merely its external expression, this is the same as seeing only the physical organism with no soul in it. The tone which lives in the air is essentially an etheric reality. And the tone we hear by way of the air arises through the fact that the air is permeated by the Tone Ether (see diagram III) which is the same as the Chemical Ether. In permeating the air, this Chemical Ether imparts what lives within it to the air, and we become aware of what we call the tone. This Tone Ether or Chemical Ether is essentially active in our fluid organism. We can therefore make the following distinction: In our fluid organism lives our own etheric body; but in addition there penetrates into it (the fluid organism) from every direction the Tone Ether which underlies the tone. Please distinguish carefully here. We have within us our etheric body; it works and is active by giving rise to thoughts in our fluid organism. But what may be called the Chemical Ether continually streams in and out of our fluid organism. Thus we have an etheric organism complete in itself, consisting of Chemical Ether, Warmth Ether, Light Ether, Life Ether, and in addition we find in it, in a very special sense, the Chemical Ether which streams in and out by way of the fluid organism.
[ 17 ] Der astralische Leib, der sich im Fühlen äußert, lebt durch den Luftorganismus. Zu diesem Luftorganismus aber hat eine besondere Verwandtschaft nun wiederum eine andere Ätherart, welche die Luft besonders durchsetzt, der Lichtäther. In älteren Weltanschauungen wurde daher auf diese Verwandtschaft der sich ausbreitenden physischen Luft mit dem sie durchsetzenden Lichtäther immer besonders hingewiesen. Dieser Lichtäther, der gewissermaßen gerade von der Luft getragen wird, der verwandter ist eigentlich mit der Luft als der Ton, der dringt nun auch in unseren Luftorganismus besonders ein, und er liegt zugrunde demjenigen, was da aus- und eingeht in unserem Luftorganismus. Wir haben also unseren astralischen Leib, der das Fühlen in sich erlebt, der sich besonders wirksam erweist im Luftorganismus, und der da fortwährend zusammenstößt insbesondere mit dem Lichtäther.
[ ] The astral body which comes to expression in feeling operates through the air organism. But—still another kind of Ether by which the air is permeated is connected especially with the air organism. It is the Light Ether. Earlier conceptions of the world always emphasized this affinity of the outspreading physical air with the Light Ether which permeates it. This Light Ether that is borne, as it were, by the air and is related to the air even more intimately than tone, also penetrates into our air organism and it underlies what there passes into and out of it. Thus we have our astral body which is the bearer of feeling, which is especially active in the air organism, and is in constant contact there with the Light Ether.
[ 18 ] Und wir haben das menschliche Ich. Dieses menschliche Ich, welches sich durch den Willen im Wärmeorganismus betätigt, steht wiederum in Verbindung mit der äußeren Wärme, mit dem äußeren Wärmeäther, der da ein und ausgeht. Es ergeben sich daher die Zusammenhänge:
[ ] And now we come to the Ego. This human Ego, which by way of the will is active in the warmth organism, is again connected with the outer warmth, with the instreaming and outstreaming Warmth Ether. Thus we obtain the following relations:
Ich — Wille — Wärmeorganismus — Wärmeäther
Astrallib — Fühlen — _Luftorganismus — Lichtäther
Ätherleib — Vorstellen — Flüssigkeitsorganismus — chemischer Äther
Ego—Will—Warmth organism—Warmth Ether.
Astral body—Feeling—Air Organism—Light Ether.
Etheric body—Thinking—Fluid Organism—Chemical Ether.
[ 19 ] Nun bedenken Sie aber: der ätherische Leib, er bleibt in uns, auch wenn wir schlafen, auch vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da ist auch vom Einschlafen bis zum Aufwachen durch den Flüssigkeitsorganismus fortwährend dieses Ineinanderwirken von chemischem Äther mit dem ätherischen Leib im Inneren. Anders ist es schon beim astralischen Leib mit dem Fühlen. Der astralische Leib ist vom Einschlafen bis zum Aufwachen außerhalb des menschlichen Organismus; da wirkt nicht dieser astralische Leib mit dem Fühlen auf den Luftorganismus, sondern da wird der Luftorganismus, von dem wir ja sagen mußten, daß er im Zusammenhange steht mit der ganzen übrigen Umwelt, von außen unterhalten. Und der Mensch selber, insofern er seinen astralischen Leib mit dem Fühlen enthält, geht heraus aus dem physischen Leib, ist also außerhalb dieses menschlichen Leibes und kommt dadurch in diejenige Welt hinein, mit der er zunächst in Beziehung steht durch den Lichtäther. Der Mensch lebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen in demjenigen drinnen, direkt drinnen, das ihm in bezug auf den astralischen Leib im Wachzustand durch den Luftorganismus vermittelt wird. In einer ähnlichen Weise ist es für das Ich und den Wärmeorganismus der Fall.
[ ] Now consider the following. The etheric body remains in us also during sleep, from the moment of falling asleep to the moment of waking; therefore the interworking of the Chemical Ether and the etheric body continues within our being, via the fluid organism, also while we are asleep. It is different in the case of the astral body and feeling. From the moment of falling asleep to the moment of waking, the astral body is outside the human organism; then the astral body and feeling do not then work upon the air organism, but the air organism—connected as it is with the whole surrounding world—is sustained from outside during sleep. And the human being, with astral body and feeling, goes out of the body and passes into a world with which it is related primarily through the Light Ether. While asleep we live directly in an element that is transmitted to our astral body by the air organism during waking life. We can speak in a similar way of the Ego and the warmth organism.
[ 20 ] Sie sehen daraus, daß man ein Verständnis von der Beziehung des Menschen zur Umwelt erst bekommt, wenn man wirklich auf diese Gliederung des Menschen eingeht, die eigentlich die gewöhnliche mechanistische Betrachtungsweise gar nicht ins Auge faßt. Nun ist im Menschen alles durchdrungen, und dadurch, daß das Ich im Wärmeorganismus ist und dieses Ich ja auch den Luftorganismus, den Flüssigkeitsorganismus und den festen Organismus durchdringt, durchdringt es sie eben gerade auch mit dem Wärmeorganismus, der nun in allem lebt. Es lebt also der Wärmeorganismus im Luftorganismus, es lebt der Wärmeorganismus, vom Ich durchkraftet, auch im Flüssigkeitsorganismus.
[ ] It is obvious from this that an understanding of our connection with the surrounding universe is possible only as the result of thorough study of these members of being, of which ordinary, mechanistic thinking takes no account at all. But everything in us interpenetrates, and because the Ego is in the warmth organism it also permeates the air organism, the fluid organism, and the solid organism; it permeates them with the warmth which is all-pervading. Thus the warmth organism lives within the air organism; the warmth organism, permeated as it is with the forces of the Ego, also works in the fluid organism.
[ 21 ] Das ist dann der Weg, wie wir zum Beispiel zu suchen haben in der Blutzirkulation die Wirkungsweise des Ich. Die Wirkungsweise des Ich in der Blutzirkulation ist so vorhanden, daß auf dem Umwege durch den Wärmeorganismus das Ich auf die Blutzirkulation wirkt. Da wirkt das Ich als diejenige Wesenheit, welche den Willen gewissermaßen hinunterschickt von der Wärme aus durch die Luft in die Flüssigkeit hinein. So wirkt alles im Organismus aufeinander. Aber wir kommen nicht zu Rande, wenn wir bloß die allgemeinen abstrakten Vorstellungen des Aufeinanderwirkens haben, sondern wir kommen nur zu Rande, wenn wir im Konkreten uns vorstellen können, wie dieser Mensch gegliedert ist, wie alles dasjenige, was um ihn herum ist, an seiner Organisation teilnimmt.
[ ] This indicates how, for example, we should look for the way in which the Ego works in the circulating blood. It works in the circulating blood by way of the warmth organism—works as the spiritual entity which, as it were, sends down the will out of the warmth, via the air, into the fluid organism. Thus everything in the human organism works upon everything else. But we will get nowhere if we have only general abstract ideas of this interpenetration; we will reach a result only if we can evolve a concrete idea of our constitution and of how everything that is around us participates in our make-up.
[ 22 ] Und auch zum Verständnis des Schlafzustandes kommt man nur, wenn man diese Dinge genauer ins Auge faßt. Bedenken Sie doch, daß ja im Schlafzustande zunächst eben wirklich nur der physische Leib, also der physische Körper und der Ätherleib in derselben Weise vorhanden sind wie im Wachzustande; das Ich und der astralische Leib sind heraußen. So daß also, indem im schlafenden Menschen nur der physische Leib und der Ätherleib vorhanden sind, dasjenige in ihm wirken kann, auch auf den luftförmigen Organismus und den Wärmeorganismus, was innerhalb des physischen und des Ätherleibes. ist. Wenn wir den wachen Organismus haben, dann sehen wir aus dem Gesagten den Zusammenhang zwischen dem Ich und dem astralischen Leib und dem ganzen Organismus. Wenn wir im Schlaf das Ich und den astralischen Leib draußen haben, dann haben wir aber trotzdem in der menschenlichen Organisation die vier Elemente drinnen: das feste Stützgefüge, den Flüssigkeitsorganismus, aber auch den Luftorganismus, durch den sonst der astralische Leib wirkt, den Wärmeorganismus, durch den sonst das Ich wirkt. Wir haben diese darinnen, und die wirken ebenso organisiert, wie im wachen Zustande durch das Ich und den astralischen Leib organisierend gewirkt wird. Wir haben eben in unserem Schlafzustande statt unseres Ich, das draußen ist, den Geist in uns, der sonst die Welt durchsetzt und den wir im Wachen vertrieben haben durch unser Ich, das ein Teil von ihm ist. Wir haben unseren Wärmeleib durchzogen von dem Weltengeiste, wir haben unseren Luftorganismus durchzogen von dem, was wir Weltenseele, Weltenastralität nennen können, die wir sonst vertreiben, wenn wir wachen. So daß wir auch von diesem Gesichtspunkte jetzt Wachen und Schlafen betrachten können. Im Schlafe durchzieht unseren Wärmeorganismus die Weltengeistigkeit, die wir vertreiben, wenn wir aufwachen, durch das Ich, das ein Teil davon ist, denn es versorgt vom Aufwachen bis zum Einschlafen dasjenige, was sonst im Wärmeorganismus durch die Weltengeistigkeit bewirkt ist. Ebenso die Weltenastralität, wir vertreiben sie beim Aufwachen, wir geben ihr wiederum ihre Wirksamkeit in unserem Organismus, indem wir einschlafen. So daß wir sagen können: Indem wir schlafend unseren Leib verlassen, lassen wir einziehen in unseren Wärmeorganismus den Weltengeist, in unseren luftförmigen Organismus die Weltenseele, die Weltenastralität.
[ ] The condition of sleep, too, can be understood only if we go much more closely into these matters. During sleep it is only the physical body and the etheric body that remain as they are during the waking state; the Ego and the astral body are outside. But in the sleeping human being the forces that are within the physical and etheric bodies are then also active on the airy organism and the warmth organism as well. When we turn to consider waking life, from what has been said we shall understand the connection of the Ego with the astral body and with the whole organism. During sleep, when the Ego and the astral body are outside, the four elements are nevertheless within the human organism: the solid supporting structure, the fluid organism, but also the air organism in which the astral body otherwise works, and the warmth organism in which the Ego otherwise works. These elements are within the human organism and they work in just as regularly organized a way during sleep as during the waking state, when the Ego and the astral body are active within them. During the sleeping state we have within us, instead of the Ego—which is now outside—the spirit which permeates the cosmos and which in waking life we have driven out through our Ego which is part of that spirit. During sleep our warmth-body is permeated by cosmic spirituality, our air organism by what may be called cosmic astrality (or world-soul), which we also drive out while we are awake. Waking life and sleeping life may therefore also be studied from this point of view. When we are asleep our warmth organism is permeated by the cosmic spirituality which on waking we drive out through our Ego, for in waking life it is the Ego that brings about in the warmth organism what is otherwise brought about by the cosmic spirituality. It is the same with the cosmic astrality; we drive it out when we wake up and readmit it into our organism when we fall asleep. Thus we can say: By leaving our body during sleep, we allow the cosmic spirit to draw into our warmth organism, and the world-soul, or the cosmic astrality, into our airy organism.
[ 23 ] Man kommt schon zu einem Verständnis der Beziehung des Menschen nicht nur zu der umliegenden physischen Welt, sondern man kommt, wenn man nur unbefangen genug in der Betrachtung des Menschen ist, auch dazu, einzusehen, wie der Mensch eine Beziehung hat zur Weltengeistigkeit und zur Weltenbeseelung oder zur Weltenastralität. Im Aufwachen gliedern sich gewissermaßen in die menschliche Organisation hinein das Ich und der astralische Leib; sie vertreiben Weltengeistigkeit und Weltenbeseeltheit, Weltenastralität.
[ ] If we study the human being without preconceived ideas, we acquire understanding not only of our relation to the surrounding physical world, but also of our relation to the cosmic spirituality and to the cosmic astrality.
[ 24 ] Das ist von der einen Seite die Sache betrachtet. Wir können sie nunmehr nach der Erkenntnisseite betrachten und Sie werden sehen, wie sich diese beiden Betrachtungen zusammenfügen werden. Man geht ja gewöhnlich so vor, daß man nur dasjenige Erkenntnis nennt, was man erkennend erlebt vom Aufwachen bis zum Einschlafen durch die Wahrnehmung, durch die begriffsmäßige Verarbeitung der Wahrnehmung. Allein dadurch lernen wir ja eigentlich nur des Menschen physische Umgebung kennen. Gewiß, wir werden nicht gerade, wenn wir geisteswissenschaftlich vorgehen und uns nicht allerlei Phantastereien hingeben, irgendwie etwas unmittelbar Wesenhaftes in den Traumbildern sehen, und wir werden nicht im Träumen eine Erkenntnis suchen in derselben Weise, wie wir sie im wachen Vorstellen und Wahrnehmen suchen. Aber in einer gewissen niedrigeren Weise ist das Träumen denn doch eine Erkenntnis. Es ist nämlich eine besondere Art physischer Selbsterkenntnis. Im groben kann man ja schon sehen, wie der Mensch innere Zustände in einer gewissen Weise träumt, wenn man, sagen wir, aufwacht mit dem Traume von einem kochenden Ofen, dessen Hitze man ausgestanden hat und dann beim Aufwachen eben einen Hitzezustand oder dergleichen im Inneren hat. Auch sonst sind die Träume in einer bestimmten Weise konfiguriert. Man träumt von Schlangen, wenn man irgendwie in den Gedärmen etwas nicht in Ordnung hat. Man träumt von irgendwelchen Höhlen, in die man sich verkriechen muß, wenn man Kopfschmerz hat und so weiter. Allein in einer dunklen, dämmerhaften Weise weist der Traum auf das innere organische Leben des Menschen hin, und wir können schon von einer gewissen niederen Erkenntnis im Traumleben sprechen. Es steigert sich das nur, wenn bei besonders sensitiven Menschen in den Träumen wirklich sehr genau Widerspiegelungen des Organismus vorkommen. Im tiefen Schlafe, im traumlosen Schlafe glauben wir ja in der Regel nichts zu erkennen. Wir halten den traumlosen Schlaf für die Erkenntnis für ganz bedeutungslos. Er ist es nicht. Er hat seine Erkenntnisaufgabe, allerdings eine individuell-persönliche für den Menschen. Würden wir nicht schlafen können, würde nicht fortwährend unser Leben vom Schlaf durchbrochen werden, so würden wir nicht kommen können zu einer deutlichen Ich-Vorstellung, zu einem deutlichen Innenleben. Wir würden immerfort das Äußere erleben und ganz im Äußeren aufgehen. Der Mensch beachtet das nur nicht genügend, weil er sich nun einmal nicht gewöhnt hat, die Dinge, die er erlebt, seelisch und organisch, wirklich unbefangen ins Auge zu fassen. Wir blicken zurück; wir verfolgen die Bilder unserer Erlebnisse bis zu dem Punkte, an den wir uns zurückerinnern. Aber diese ganze Erscheinungsströmung ist ja fortwährend jede Nacht unterbrochen von dem Schlafe. Den lassen wir aus, indem wir uns zurückerinnern. Wir denken nicht daran, daß der Mensch fortwährend in der Erinnerungsströmung vom Schlafe unterbrochen ist. Daß er unterbrochen ist, das bedingt, daß wir gewissermaßen, allerdings unbewußt, neben dem, daß wir in ein erfülltes Feld hineinsehen, auch in ein Nichts hineinsehen. Wenn wir hier ein weißes Feld haben und in der Mitte Schwarz, so sehen wir das Weiß und in der Mitte Schwarz [auf einer schwarzen Wandtafel], das dem Weiß gegenüber ein Nichts ist. Daß das nicht ganz stimmt, das geht uns jetzt in diesem Augenblicke nichts an. Wir sehen das schwarze Feld, wir sehen, daß in der weißen Bedeckung etwas ausgespart ist, aber das ist ein ebenso positiver Eindruck, wenn er auch nicht ein Eindruck ist, der zusammenfällt mit den Eindrücken vom weißen Felde. Das schwarze Feld ist ein ebenso positiver Eindruck. So ist es ein positives Erleben, wenn wir zurückschauen und in diese Rückschau immer nichts einfließt von den Zeiträumen, die wir durchschlafen haben. Das, was wir durchschlafen haben, liegt in der Rückschau ebenso drinnen, allerdings zunächst nicht unmittelbar im Bewußtsein, denn das Bewußtsein richtet sich nur nach dem, was als Bilder vom durchwachten Leben zurückbleibt. Aber es wird dieses Bewußtsein innerlich befestigt dadurch, daß das rückschauende innere Gesichtsfeld auch leere Stellen hat; davon rührt her unsere Bewußtheit, insofern sie gerade innerlich ist. Wir würden uns ganz verlieren an die äußere Welt, wenn wir nur wachen würden, wenn dieses Wachen nicht fortwährend durchbrochen wäre vom Schlafe. Wir wissen von uns innerlich durch den traumlosen Schlaf. Aber während der traumerfüllte Schlaf uns gewisse einzelne Teile in Bildern chaotisch spiegelt, gibt uns der traumlose Schlaf das Bewußtsein unserer Gesamtmenschlichkeit als Organismus, also auch eine Erkenntnis. Wir können sagen: Durch das wache Bewußtsein nehmen wir die äußere Welt wahr. Durch die Träume nehmen wir, allerdings dämmerhaft und unbestimmt, einzelnes aus unseren inneren organischen Zuständen wahr. Durch den traumlosen Schlaf wissen wir von unserer Gesamtorganisation, allerdings dumpf und dunkel, aber wir wissen eben durch den Schlaf von unserer Gesamtorganisation. Also haben wir schon gewissermaßen drei Erkenntnisstufen: den Schlaf, den traumdurchsetzten Schlaf, den Wachzustand.
[ ] This is one aspect of the subject. We can now consider it also from the aspect of knowledge, of cognition, and you will see how the two aspects tally with each other. It is customary to call 'knowledge' only what one experiences through perception and the intellectual elaboration of perceptions from the moment of waking to that of falling asleep. But thereby we come to know our physical environment only. If we adhere to the principles of spiritual-scientific thinking and do not indulge in fantasy, we shall not, of course, regard the pictures of dream-life as immediate realities in themselves, neither shall we seek in dreams for knowledge as we seek it in waking mental activity and perception. Nevertheless at a certain lower level, dreaming is a form of knowledge. It is a particular form of physical self-knowledge. Roughly, it can be obvious that a man has been 'dreaming' inner conditions when, let us say, he wakes up with the dream of having endured the heat of an intensely hot stove and then, on waking, finds that he is feverish or is suffering from some kind of inflammatory condition. In other ways too, dreams assume definite configuration. Another person may dream of coiling snakes when something is out of order in the intestines; or she may dream of caves into which she is obliged to creep, and then wakes up with a headache, and so on. Obscurely and dimly, dreams point to our inner organic life, and we can certainly speak of a kind of lower knowledge as being present in dreams. There is merely an enhancement of this when the dreams of particularly sensitive people present very exact reflections of the organism. It is generally believed that deep, dreamless sleep contributes nothing at all in the way of knowledge, that dreamless sleep is quite worthless as far as knowledge is concerned. But this is not the case. Dreamless sleep has its definite task to perform for knowledge—knowledge that has an individualpersonal bearing. If we did not sleep, if our life were not continually interrupted by periods of sleep, we would be incapable of reaching a clear concept of the ‘I’, the Ego; we could have no clear realization of our identity. We would experience nothing except the world outside and lose ourselves entirely in it. Insufficient attention is paid to this, because people are not in the habit of thinking in a really unprejudiced way about what is experienced in the life of soul and in the bodily life. We look back over our life, at the series of images of our experiences to the point to which memory extends. But this whole stream of remembrances is interrupted every night by sleep. In the backward survey of our life the intervals of sleep are ignored. It does not occur to us that the stream of memories is ever and again interrupted by periods of sleep. The fact that it is so interrupted means that, without being conscious of it, we look into a void, a nothingness, as well as into a sphere that is filled with content. If here we have a white sphere with a black area in the middle, we see the white and in the middle the black, which, compared with the white, is a void, a nothingness. (This is not absolutely accurate but we need not think of that at the moment.) We see the black area, we see that in the white sphere something has been left free, but this is equally a positive impression although not identical with the impressions of the white sphere. The black area also gives a positive impression. In the same way the experience is a positive one when we are looking back over our life and nothing flows into this retrospective survey from the periods of sleep. What we slept through is actually included in the retrospective survey, although we are not directly conscious of it because consciousness is focused entirely on the pictures left by waking life. But this consciousness is inwardly strengthened through the fact that in the field of retrospective vision there are also empty places; this constitutes the source of our consciousness insofar as it is inward consciousness. We would lose ourselves entirely in the external world if we were always awake, if this waking state were not continually interrupted by sleep. But whereas dream-filled sleep mirrors back to us in chaotic pictures certain fragments of our inner, organic conditions, dreamless sleep imparts to us the consciousness of our organization as human—again, therefore, knowledge. Through waking consciousness we perceive the external world. Through dreams we perceive—but dimly and without firm definition—fragments of our inner, organic conditions. Through dreamless sleep we come to know our organization in its totality, although dimly and obscurely. Thus we have already considered three stages of knowledge: dreamless sleep, dream-filled sleep, the waking state.


[ 25 ] Dann kommen wir zu den drei höheren Zuständen, zu der Imagination, zu der Inspiration, zu der Intuition. Das sind nun wiederum die höheren Zustände, die über dem wachen Bewußtsein liegen, die dadurch auch immer klarer werden, als Bewußtseinszustände auch immer klarere Erkenntnisse liefern, während wir, wenn wir unter das gewöhnliche Bewußtsein hinuntergehen, zu den chaotischen Erkenntnissen kommen, die uns aber für das gewöhnliche Erleben durchaus notwendig sind.
[ ] Then we come to the three higher forms of knowledge: Imagination, Inspiration, Intuition. These are the stages which lie above ordinary waking consciousness and as states of consciousness become ever clearer, yielding more and more data of knowledge; whereas below the ordinary consciousness we come to those chaotic fragments of knowledge which are nevertheless necessary for ordinary forms of experience.
[ 26 ] Sehen Sie, so stellt sich gewissermaßen die Sache vom Bewußtseinsfeld dar. Wir dürfen nicht davon sprechen, daß wir nur in uns tragen dieses gewöhnliche Wachbewußtsein, wie wir auch nicht davon sprechen dürfen, daß wir nur in uns tragen den gewöhnlichen festen Organismus. Wir müssen davon sprechen, daß wir allerdings den festen Organismus zunächst als etwas haben, was deutlich begrenzt im Raume dasteht, so daß wir es, wenn wir ganz materialistisch denken, als die menschliche Organisation begreifen. Wir müssen denken, daß das gewöhnliche Bewußtsein zunächst klar dasteht, daß wir seine Vorstellungen in festen Konturen haben. Aber wir dürfen weder denken, daß wir nur den festen Leib haben, noch daß wir nur dieses Tagesbewußtsein haben, sondern wir haben den festen Leib durchsetzt vom Flüssigkeitsleib, der eine in sich verschwimmende, eine fluktuierende Organisation hat, und wir haben wiederum das helle, klare Tagesbewußtsein durchsetzt von dem Traumbewußtsein, das nun nicht die Bilder mit den festen Konturen hat, sondern mit den verschwimmenden Konturen, wo gewissermaßen das Bewußtseinsleben flüssig wird. Und wir haben außer dem Flüssigkeitsorganismus den Luftorganismus, der sogar von etwas anderem versorgt wird als von uns selber, wenn wir im Schlafe sind, der also im Grunde genommen nicht ganz, sondern nur teilweise, vorübergehend mit unserem Seelischen zusammenhängt, nämlich nur im Wachzustande; aber wir haben das als einen besonderen Organismus in uns. Wir haben ein drittes Bewußtsein, ein dunkles Bewußtsein, das traumlose Schlafbewußtsein, wo nicht bloß die Vorstellungen verschwimmen, sondern wo sie sich bis zur inneren Finsternis abdämpfen, wo also das Bewußtsein gewissermaßen aufhört, von uns innerlich als bewußter Zustand erlebt zu werden, so wie unter gewissen Umständen der luftförmige Leib aufhört, von uns erlebt zu werden, wenn wir schlafen.
[ ] This is how we must think of the field of consciousness. We should not speak of having only the ordinary waking consciousness any more than we should speak of having only the familiar solid organism. We must speak to the effect that the solid organism is something that exists within a clearly demarcated space, so that if we think in an entirely materialistic way, we shall take this to be the human organism itself. We must remember that ordinary consciousness is actually present, that its ideas and mental pictures come to us in definite outlines. But we should neither think that we have the solid body only, nor that we have this day-consciousness only. For the solid body is permeated by the fluid body which has an inwardly fluctuating organization, and again the clear day-consciousness is permeated by the dream-consciousness, yielding pictures which have no sharp outlines but fluctuating outlines, for consciousness here itself becomes 'fluid' in a certain sense. And as well as the fluid organism we have the air organism, which during the sleeping state is sustained by something that is not ourselves, and hence is not entirely, but only partially and transiently, connected with our own life of soul—namely in waking life only; nevertheless we have it within us as an actual organism. We have also a third state of consciousness, the dark consciousness of dreamless sleep, in which ideas and thought-pictures become not only hazy but dulled to the degree of inner darkness; in dreamless sleep we cease altogether to experience consciousness itself, just as under certain circumstances, while we are asleep, we cease to experience the airy body.


[ 27 ] Sie sehen, ob wir den Menschen innerlich oder äußerlich betrachten, wir kommen zu einer immer weiteren Anschauung über die menschliche Wesenheit. Gehen wir vom festen Leib aus zum Flüssigkeitsleib, zum Luftleib, zum Wärmeleib, wir kommen ins Seelische hinein. Gehen wir von dem klaren Tagesbewußtsein aus zum Traumbewußtsein über, wir kommen in den Leib hinein. Und wir kommen noch gründlicher in den physischen Leib hinein, indem wir uns darinnen wissen durch das traumlose Schlafbewußtsein. Wenn wir das Wachbewußtsein hinuntertragen bis zum Schlafbewußtsein, so kommen wir, wenn wir den Menschen in den Gliedern seines Bewußtseins betrachten, in die Leiblichkeit hinein. Wenn wir die Leiblichkeit selbst betrachten, von ihrem festen Zustand bis zu ihrem Wärmezustand herauf, kommen wir aus der Leiblichkeit heraus. Das liefert Ihnen die Notwendigkeit, wirklich nicht einfach hinzunehmen, was sich zunächst der befangenen äußeren Betrachtung darbietet. Da hat man auf der einen Seite den festen Leib, an den man sich mit der materialistisch-mechanistischen Vorstellung klammert; da haben wir auf der anderen Seite das Seelische, das eigentlich dem modernen Bewußtsein nur inhaltsvoll erscheint als das helle klare Tagesleben. Man geht nicht von diesem Bewußtsein (Ich) nach abwärts; denn geht man nach abwärts, kommt man in den Leib hinein. Man geht nicht vom geistigen Leib (Wärmeleib) nach abwärts; denn geht man nach abwärts, so kommt man in den festen Leib hinein. Sondern man betrachtet die zwei, die gar nicht zusammengehören: den festen Leib ohne den Flüssigkeitsleib, den Luftleib und den Wärmeleib; das klare Tagesbewußtsein ohne dasjenige, was eigentlich nur das innere Leibliche spiegelt, ohne das Traumbewußtsein und das Schlafbewußtsein.
[ ] So you see, no matter whether we study the human being from the inner or the outer aspect, we reach an ever fuller and wider conception of its nature, and constitution. Passing from the solid body to the fluid body to the air body to the warmth body, we come to the life of soul. Passing from the clear day-consciousness to the dream-consciousness, we come to the body. And we come to the body in a still deeper sense through the knowledge of being within it through dreamless sleep. When we carry the waking consciousness right down into the consciousness of dreamless sleep and observe the human being in the members of its consciousness, we come to the bodily constitution. When we consider the bodily constitution itself, from its solid state up to its warmth-state, we pass out of the bodily constitution. This shows you how necessary it is not simply to accept what is presented to biased, external observation. There, on the one side, is the solid body, to which materialistic-mechanistic thought is anchored; and on the other side there is the life of soul which to modern consciousness appears endowed with content only in the form of experiences belonging to the clear day-consciousness. Thought based on external observation alone does not go downwards from this state of consciousness. (See diagram I: Ego), for if it did it would come to the body. It does not go downwards from the spiritual body (warmth-body), for if it did it would be led to the solid body. This kind of thinking studies the solid body without either the fluid body, the air body or the warmth body, and the day-consciousness without that which in reality reflects the inner bodily nature—without the dream-consciousness and the consciousness of dreamless sleep.
[ 28 ] Und jetzt geht man von der Schulpsychologie aus und fragt: Wie lebt dieses Seelisch-Geistige in dem Physischen? — Ja, sehen Sie, da macht man eigentlich dieses. Bedenken Sie: Man hat den festen Leib, den Flüssigkeitsleib, den Luftleib, den Wärmeleib. Durch den Wärmeleib entwickelt das Ich das gewöhnliche klare Tagesbewußtsein. Aber geht man herunter, so kommt man in das Traumbewußtsein hinein; weiter hinunter kommt man in das traumlose Schlafbewußtsein hinein. Da hinunter (schraffiert) gibt es, wie Sie aus der «Geheimwissenschaft im Umriß» wissen, noch einen Bewußtseinszustand, den wir jetzt nicht zu betrachten brauchen. Fragt man nun nach der Beziehung dessen, was hier rechts steht, zu dem, was hier links steht, so passen diese ineinander, denn da (linker Pfeil) kommt man von unten nach oben gehend ins Seelische herein, ins Leibliche herein hier (rechter Pfeil); das Rechte und das Linke, die passen zusammen. Aber in der äußeren Betrachtungsweise ist es heute so, daß man den festen Leib eigentlich nur ins Auge faßt und wiederum nur diesen Bewußtseinszustand (Ich). Ja, da hängt das (Ich) in der Luft, und das (Fester Leib) steht am Boden, da findet man keine Beziehung. Und lesen Sie die heutigen Seelenlehren durch, so werden Sie sehen, daß die unglaublichsten Hypothesen aufgestellt werden, wie die Seele auf den Leib wirkt. Aber das rührt nur davon her, daß man einen Teil des Leibes betrachtet, und dann etwas, das ganz davon abliegt, einen Teil des Seelischen betrachtet.
[ ] On the basis of academic psychology, the question is asked: How does the soul and spirit live in the physical body?—In reality we have the solid body, the fluid body, the air body and the warmth body. (Diagram V.) By way of the warmth body the Ego unfolds the clear day-consciousness. But coming downwards we have the dream-consciousness, and still farther downwards the consciousness of dreamless sleep. Descending even farther (diagram V, horizontal shading), we come—as you know from the book Occult Science—to still another state of consciousness which we need not consider now. If we ask how what is here on the right (diagram V) is related to what is on the left, we shall find that they harmonize, for here (arrow at left side), ascending from below upwards, we come to the soul-realm; and here (arrow at right side) we come to the bodily constitution: the right and the left harmonize. The externalized thinking of today takes account only of the solid body, and again only of this state of consciousness (Ego). The Ego hovers in the clouds and the solid body stands on the ground—and no relation is found between the two. If you read the literature of modern psychology you will find the most incredible hypotheses of how the soul works upon the body. But this is all due to the fact that only one part of the warmth body is taken into account, and then something that is entirely separated from it—one part of the soul. (Diagram VI, oblique shading.)
[ 29 ] Daß Geisteswissenschaft überall auf Totalität dringen muß, daß sie tatsächlich die Brücke schaffen muß zwischen dem Leiblichen auf der einen Seite und dem Seelischen auf der anderen Seite, daß sie wirklich diejenigen Zustände aufsucht, wo das Seelische ein Leibliches, das Leibliche ein Seelisches wird, das ärgert unsere Zeitgenossen, die durchaus nur stehenbleiben wollen bei dem, was sich der äußerlichen befangenen Betrachtungsweise darbietet.
[ ] That Spiritual Science aims everywhere for wholeness of view, that it must build the bridge between the bodily constitution on the one side and the life of soul on the other, that it draws attention to states of being where the soul element becomes a bodily element, the bodily element a soul element—all this riles our contemporaries, who insist upon not going beyond what presents itself to external, prejudiced contemplation.
[ 30 ] Von diesen Dingen wollen wir dann morgen weiter sprechen.
[ ] Not translated



