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Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben
von alter und junger Generation
Pädagogischer Jugendkurs
GA 217

12 Oktober 1921, Stuttgart

Zehnter Vortrag

[ 1 ] Ich wollte Ihnen gestern begreiflich machen, wie man zu einer Erziehung, beziehungsweise zu einer Führung der jungen Menschen dadurch kommen müsse, daß die Erziehung in künstlerischer Art gestaltet wird. Ich habe darauf aufmerksam gemacht, daß der Erzieher in früheren Zeitaltern in einem gewissen Sinne vom Künstlerischen ausgegangen ist. Das geschah für die sogenannte höhere Schulbildung, indem man, was heute schon ganz die Form des Abstrakten, Wissenschaftlichen angenommen hat, das Grammatische, Dialektische und Rhetorische als Künste betrachtete und handhabte, so daß der junge Mensch an seinem Führer zuerst etwas kennenlernte, das ihn sich sagen ließ: Der kann etwas, was ich nicht kann. — Und dadurch allein stellte sich das richtige Verhältnis zwischen den jüngeren und den älteren Generationen her, denn dieses Verhältnis kann sich niemals auf dem Wege der Intellektualität entwickeln. Sobald man nicht mit der Gemüts- und Verstandesseele die innerlich geoffenbarten Ideen hat, sondern sich mit der Bewußtseinsseele auf den Boden des Verstandes stellt, gibt es keine Möglichkeit, unter den Menschen irgendwie noch zu differenzieren. Denn die menschliche Natur ist so veranlagt, wenn es sich darum handelt, irgend etwas mit der Bewußtseinsseele begrifflich auszumachen, wenn der Mensch überhaupt nur zu Begriffen kommt, daß jeder glaubt, mit jedem über diese Begriffe diskutieren zu können. So ist es beim Intellekt, bei dem ja die Reife, die Erfahrung des Menschen gar nicht in Betracht kommt. Reife und Erfahrung des Menschen kommen erst beim Können in Betracht. Das Können eines älteren Menschen wird von der Jugend auch ganz selbstverständlich anerkannt.

[ 2 ] Um nun diese Dinge aus dem Fundamente heraus zu verstehen, müssen wir uns noch einmal von einem anderen Gesichtspunkte aus ein wenig vor die Seele stellen, wie dieMenschheitsentwickelung eigentlich in bezug auf den Verkehr von Mensch zu Mensch verlaufen ist. Die äußere Geschichte, die sich an Dokumente hält, kann ja nur einige Jahrtausende vor das Mysterium von Golgatha zurückgehen, und sie kann das, was sie da erkundet, nicht einmal in der richtigen Weise bewerten, weil schon die geistigen Erzeugnisse der alten Griechenzeit mit den Begriffen von heute gar nicht mehr erfaßt werden können. Man muß schon für die alte Griechenzeit ganz andere Begriffe anwenden. Das hat unter anderen Nietzsche gefühlt. Daher ist so reizvoll seine nicht beendete kleine Schrift «Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen», wo er die Philosophie der Griechen im Zusammenhange mit der allgemeinen griechischen Kulturentwickelung bis zu Sokrates behandelt. In Sokrates findet er das erste Aufleuchten der bloßen Intellektualität, während alles Philosophische in dem sogenannten tragischen Zeitalter der griechischen Entwickelung aus umfassenden menschlichen Untergründen hervorgegangen ist, für die, wenn sie begrifflich ausgedrückt werden, das Begriffliche eben nur eine Sprache ist, um Erlebtes auszudrücken. Philosophie ist ja in den ältesten Zeiten etwas ganz anderes, als was sie später geworden ist. Aber darauf will ich jetzt nur hinweisen.

[ 3 ] Wovon ich hier eigentlich sprechen will, das ist, daß man mit geistiger Imagination und besonders Inspiration viel weiter zurückschauen kann, auch auf die Details der menschlichen Entwickelung, vor allen Dingen hineinschauen kann in die Seelen der Menschen. Und da zeigt sich, daß wenn wir sehr weit, etwa in das siebente, achte Jahrtausend vor dem Mysterium von Golgatha zurückgehen, es da sogar eine ganz selbstverständliche Verehrung der Jugend für das hohe Alter gab. Warum war diese Verehrung selbstverständlich? Weil in jenen ältesten Zeiten dasjenige, was heute nur für die ersten Jugendjahre vorhanden ist, noch für die ganze Menschheitsentwickelung vorhanden war.

[ 4 ] Wenn man nicht in so grober Weise auf die menschliche Wesenheit hinschaut, wie man es heute oft tut, so wird man schon finden, daß die ganze seelische Entwickelung des Menschen ungefähr um die Zeit des Zahnwechsels, um das sechste, siebente, achte Jahr herum, eine andere wird. Die Seele des Menschen wird eine andere, und sie wird wiederum eine andere mit der Geschlechtsreife. Ich habe das ausführlich auseinandergesetzt in meinem Büchelchen «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft». Das bemerken die Leute zur Not noch, daß die Seelenentwickelung des Menschen eine andere wird im siebenten, eine andere wird im vierzehnten, fünfzehnten Jahr. Was sie aber gar nicht mehr bemerken, ist, daß weitere Übergänge in der Seelenentwickelung stattfinden im Anfange der zwanziger, am Ende der zwanziger, in der Mitte der dreißiger Jahre und so weiter.

[ 5 ] Wer intimer das seelische Leben zu betrachten vermag, weiß gut, daß solche Übergänge beim Menschen stattfinden, daß sich das menschliche Leben überhaupt in rhythmischer Art abspielt. Versuchen Sie nur, sich das beispielsweise bei Goethe anschaulich zu machen. Goethe verzeichnet ja selber, wie er es aus gewissen kindlichen religiösen Vorstellungen, aus dem ganzen Vorstellungskomplex, den er bis dahin hatte, durch das Erdbeben von Lissabon, also ungefähr zur Zeit seines Zahnwechsels herausgehoben wurde, und wie er schon als Kind an allem irre wurde. Er beschreibt, wie er über die Frage nachzudenken anfing, ob es denn eine Güte Gottes in der Wirksamkeit der Welt geben könne, wenn durch die fürchterlichen Feuerkräfte der Erde unzählige Menschen dahingerafft werden. Goethe war eben, ganz besonders in solchen Übergangsmomenten seines Lebens, sehr empfänglich dafür, äußere Ereignisse auf seine Seele wirken zu lassen, so daß er sich seiner seelischen Umgestaltung bewußt wurde. Und ungefähr für diese Zeit verzeichnet Goethe bei sich selber, wie er zu einer Art «sonderlichem Pantheisten» geworden ist, wie er an die Vorstellungen, die ihm von den älteren Leuten seines Hauses und von den Eltern überliefert wurden, nicht mehr glauben konnte. Er beschreibt, wie er sich ein Notenpult seines Vaters nahm, Mineralien darauf legte, obenauf ein Räucherkerzchen, das er beim ersten Hereinleuchten der Morgensonne durch ein Brennglas entzündete. Er drückte das im späteren Leben dadurch aus, daß er sagte, er habe dem großen Gotte der Natur ein Opfer darbringen wollen durch die Entzündung dieses Opferfeuers, das er an der Natur selber entzündet hatte.

[ 6 ] Nehmen Sie diese erste Periode von Goethes Leben, dann die folgende und immer weiter, indem Sie sein ganzes Leben aus Zeitabschnitten zusammensetzen, für die diese kindliche Epoche die ungefähre Länge angibt: Sie werden finden, daß bei Goethe in solchen Zeitabschnitten immer etwas geschieht, was seine Seelegründlich umändert. Es ist außerordentlich interessant zu sehen, wie selbst jenes Ereignis, daß Schiller Goethe angeregt hat, den «Faust» fortzusetzen, bei Goethe nur dadurch einen so fruchtbaren Boden fand, weil er am Ende des achtzehnten Jahrhunderts in einer epochalen Periode seines Lebens stand. Es ist interessant, daß Goethe seinen «Faust» umgedichtet hat am Anfange eines neuen Lebensabschnittes. In Goethes Jugend wird «Faust» so begonnen, daß Faust dasBuch des Nostradamus aufschlägt, wo geschildert wird, «wie Himmelskräfte auf- und niedersteigen und sich die goldenen Eimer reichen». Dann wird aber das Blatt umgeschlagen und gesagt: «Du Geist der Erde bist mir näher.» Goethe weist das große Tableau des Makrokosmos zurück und läßt nur den Erdgeist an seinen Faust herankommen. Als er dann im Anfange des neunzehnten Jahrhunderts von Schiller veranlaßt wurde, den «Faust» umzudichten, schuf er den «Prolog im Himmel».

[ 7 ] Wer in dieser intimen Art sein eigenes Leben beobachten kann, wird auch bei sich solche Umschwünge finden. Wir bemerken sie aber heute nur, wenn wir uns geradezu dahin trainieren, intim auf unser eigenes, Leben hinzuschauen.

[ 8 ] Im sechsten, siebenten, achten Jahrtausend vor dem Mysterium von Golgatha waren diese Umschwünge für die Menschen so stark bemerkbar, daß sie als seelische Empfindung erlebt wurden, wie heute der Zahnwechsel oder die Geschlechtsreife. Und zwar war es so, daß ungefähr bis zur Mitte des Lebens, bis zum fünfunddreißigsten, sechsunddreißigsten Jahre, diese Umschwünge so empfunden wurden, daß man das Leben bis dahin als aufsteigend betrachtete. Dann aber ging es abwärts. Man empfand sozusagen das Verdorren des Lebens. Aber indem man fühlte: da im Organismus lagern sich mit einer gewissen Trägheit Stoffwechselprodukte ab — indem man fühlte, daß der physische Organismus immer schwerer und unlebendiger wird, wurde man zugleich bis in das höchste Alter hinein gewahr, wie gerade dasSeelischGeistige aufgeht. Man fühlte, wie beim Verdorren des Leibes die Seele sich befreite. Und man hätte in alten Zeiten nicht mit solcher Inbrunst von gewissen Menschen als von Patriarchen gesprochen — das Wort selber ist ja erst später gekommen —, wenn man nicht äußerlich an den Menschen bemerkt hätte: Der wird zwar physisch alt, aber er verdankt seinem physischen Älterwerden ein Aufleuchten des Geistes. Er ist nicht mehr vom Körper abhängig. Der Körper verdorrt, die Seele wird frei.

[ 9 ] In der neueren Zeit ist außerordentlich seiten, was einmal an der Berliner Universität vorgekommen ist. Es waren da zwei Philosophen, der eine hieß Zeller- es war der berühmte Griechen-Zeller —, der andere Michelet. Zeller war siebzig Jahre alt und wollte sich pensionieren lassen. Michelet war neunzig und trug mit ungeheurer Lebendigkeit vor. Eduard von Hartmann hat mir erzählt, daß Michelet gesagt haben soll: «Ich begreife nicht, warum der Jüngling nicht mehr vortragen will.»

[ 10 ] Selten erhalten sich Menschen heute in solcher Frische. Aber damals war es so, besonders bei denen, die sich mit wirklich geistigem Leben abgaben.Was sagte sich die Jugend, wenn sie die Patriarchen anschaute? Sie sagte sich: Es ist doch schön, alt zu werden! Da erfährt man etwas durch seine eigene Entwickelung, was man früher nicht wissen kann. — Und das sagte man sich auf eine ganz natürliche Weise. Gerade so, wie sich ein kleiner Junge, der ein Spielpferd hat, wünscht groß zu werden, um ein wirkliches Pferd zu bekommen, so wünschte man sich dazumal, alt zu werden, weil man empfand, daß einem dann von innen heraus etwas geoffenbart wird.

[ 11 ] Dann kamen die folgenden Jahrtausende. Da empfand man dieses zwar noch bis in ein höheres Alter hinauf, aber nicht mehr so lange, wie in dem urindischen Zeitalter, nach der Terminologie, die ich in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» gebrauche. In der Blütezeit des Griechentums empfand der Mensch noch ganz lebendig den Umschwung des Lebens in der Mitte der dreißiger Jahre. Da wußte man noch den Unterschied zwischen Leiblichem und Geistigem anzugeben, indem man sich sagte: Wenn man dreißig Jahre alt ist, geht es mit dem Physischen abwärts, aber das Geistige sprießt dann erst recht hervor. — Das empfand man geistig-seelisch in unmittelbarer menschlicher Gegenwart. Darauf beruht das Urempfinden des Griechentums, nicht auf jener Phantasie, von der die heutige Wissenschaft spricht. Will man verstehen, worauf das Lebensvolle des Griechentums beruht, so muß man wissen, daß die Griechen noch mit Bewußtsein dreißig, fünfunddreiBig, sechsunddreißig Jahre alt werden konnten, während eine ältere Menschheit mit Bewußtsein noch viel älter wurde. Darin besteht die Entwickelung der Menschheit. Dann mußte die Menschheit von Natur aus das Älterwerden immer mehr unbewußt erleben; und nun entsteht die Anforderung, das wiederum bewußt zu durchleben, denn bewußt muß es wieder durchlebt werden.

[ 12 ] Wer sich selbst beobachtet, kann diesen siebenjährigen Umschwung erkennen. Die Länge ist nicht pedantisch genau, aber approximativ. Wer zurückschaut auf die Zeit seines neunundvierzigsten, zweiundvierzigsten, fünfunddreißigsten Jahres, der kann ganz gut wissen: dazumal ist mit dir etwas vorgegangen, wodurch du etwas erfahren oder empfinden gelernt hast, was du vorher aus deiner Natur heraus einfach nicht hättest erreichen können, geradesowenig, wie du mit den zweiten Zähnen hättest beißen können, bevor du sie gehabthast.— Die Fähigkeit, das Menschenleben als etwas Konkretes zu erleben, ist im Verlauf der Menschheitsentwickelung verlorengegangen. Und wenn man sich heute nicht innerlich trainiert, um das an sich zu beobachten, so verwischen sich diese Epochen vom dreißigsten Jahre an vollständig. Im Beginne der zwanziger, auch noch am Ende der zwanziger Jahre, hier jedoch schon weniger, ist noch etwas zu bemerken von einem innerlichen Anderswerden. Aber die menschliche Organisation ist heute so geworden, daß der Mensch von seiner natürlichen Entwickelung eigentlich nur bis zu seinem sechsundzwanzigsten, siebenundzwanzigsten Jahre getragen wird, und diese Grenze wird immer mehr nach unten verschoben werden. Die Menschen waren in früheren Zeiten dadurch unfrei in ihrer Organisation, daß sie prädestiniert waren, dies aus ihrer Natur heraus durchzumachen. Freiheit ist nur dadurch möglich geworden, daß diese Naturbestimmtheit aufgehoben wurde. In dem Maße, in dem sie aufhört, wird Freiheit möglich. Der Mensch muß durch seine eigene innere Anstrengung dahin kommen, das Geistige zu finden, während dieses früher, von Jahr zu Jahr, je älter man wurde, naturgemäß hervorsproß.

[ 13 ] So stehen wir heute vor der Situation, daß aus all den Gründen, die ich in den letzten Tagen auseinandergesetzt habe, von den älteren Leuten das nicht mehr betont wurde, was sie einfach durch ihr Ältersein geworden sind. Man blieb stehen bei jenem Intellektualismus, der ungefähr zwischen dem achtzehnten, neunzehnten Jahre schon so weit entwickelt ist, daß man von da ab intellektualistisch wissen kann. Aber in bezug auf das Intellektualistische kann man höchstens zu größerer Übung, nicht aber zu einem qualitativen Fortschritt kommen. Hat man überhaupt einmal von dieser Sünde gegessen, intellektualistisch alles beweisen oder widerlegen zu wollen, so erlebt man in diesem Beweisen oder Widerlegen keinen Fortschritt mehr. Daher kommt es, daß, wenn jemand aus jahrzehntelanger Erfahrung heraus etwas bringt und es intellektualistisch beweisen will, ein Achtzehnjähriger ihn intellektuell widerlegen kann. Denn was man intellektualistisch kann im sechzigsten Lebensjahre, das kann man auch schon im neunzehnten. Der Intellektualismus ist eben eine Etappe, die einmal während der Bewußtseinsseelenzeit erreicht wird, aber keinen Fortschritt mehr erfährt im Sinne einer Vertiefung, sondern nur im Sinne der Übung. Der junge Mensch kann wohl sagen: Ich bin noch nicht so gescheit wie du, du kannst mich noch übertölpeln, — aber er wird nicht glauben, daß der andere auf dem Gebiete des Intellektualismus mehr vermag als er.

[ 14 ] Man muß diese Dinge radikal aussprechen, damit sie deutlich werden. Ich will nicht kritisieren, sondern schildere nur, was eine naturgemäße Entwickelung der Menschheit ist. Wir müssen uns klar darüber sein, wie das heutige Zeitalter beschaffen ist: Wenn der Mensch heute nicht aus innerer Aktivität heraus eineEntwickelung anstrebt und diese Entwickelung wach erhält, so rostet er mit dem bloßen Intellektualismus von den zwanziger Jahren an ein. Dann erhält er sich nur noch künstlich durch Anregungen von außen. Wenn die Sache nicht so wäre, glauben Sie, daß die Leute so viel ins Kino laufen würden? Diese Sehnsucht nach dem Kino, überhaupt diese Sehnsucht, alles auf eine äußerliche Weise zu sehen, beruht ja darauf, daß der Mensch innerlich inaktiv, untätig geworden ist, daß er gar keine innere Aktivität will. Geisteswissenschaftliche Vorträge, wie sie hier gemeint sind, können ja nur so angehört werden, daß diejenigen, die dabei sind, immerfort mitarbeiten. Aber das liebt man ja heute nicht. Heute läuft man vor allem zu den Vorträgen oder Veranstaltungen, wenn dasteht: «mit Lichtbildern», damit man dasitzen und die Denktätigkeit möglichst in Ruhe lassen kann. Alles läuft da nur so an einem vorbei. Man kann ganz in Passivität sein.

[ 15 ] Aber schließlich ist ja auch unser ganzer Unterricht darauf abgestimmt, und man könnte jeden einen rückständigen Menschen nennen, der sich aus pädagogischen Gründen gegen die Trivialität des heutigen Anschauungsunterrichtes aufbäumt. Aber das muß man; denn der Mensch ist nicht bloß ein Anschauungsapparat, ein Apparat, der anschauen will. Der Mensch kann nur in innerer Aktivität leben. Etwas Geisteswissenschaftliches vorbringen heißt, den Menschen einladen, seelisch mitzuarbeiten. Das wollen die Menschen heute nicht. Alle Geisteswissenschaft muß zu einer solchen inneren Aktivität einladen, das heißt, sie muß alle Betrachtungen bis zu dem Punkte hinführen, wo man keine Anhaltspunkte mehr hat an dem äußerlich-sinnlichen Anschauen und sich das innere Kräftespiel frei bewegen muß. Erst wenn das Denken sich frei im inneren Kräftespiel bewegen kann, kann man zur Imagination kommen, nicht vorher. Die Grundlage für alle anthroposophische Geisteswissenschaft ist also die innere Aktivität, das Aufrufen zu innerer Aktivität, das Appellieren an das im Menschen, was noch tätig sein kann, wenn alle Sinne schweigen, und nur die Denktätigkeit dann in Regsamkeit ist.

[ 16 ] Da liegt aber etwas außerordentlich Bedeutsames vor. Stellen Sie sich jetzt einmal vor, Sie könnten das. Ich will Ihnen nicht schmeicheln und Ihnen etwa sagen: Sie können es. — Aber setzen Sie zunächst einmal die Hypothese, Sie könnten so denken, daß Ihre Gedanken nur ein innerer Gedankenfluß wären. Wenn ich in meiner «Philosophie der Freiheit» vom reinen Denken spreche, so war diese Bezeichnung für die damaligen Kulturverhältnisse schon deplaciert; denn Eduard von Hartmann sagte mir einmal: «Das gibt es gar nicht; man kann nur an Hand der äußeren Anschauung denken!» Ich konnte ihm darauf nur antworten: «Man muß es probieren; man wird es dann schon lernen und zuletzt auch wirklich können.» — Nehmen Sie also an, Sie könnten Gedanken im reinen Gedankenflusse haben. Dann beginnt für Sie der Moment, wo Sie das Denken bis zu einem Punkte geführt haben, an dem es gar nicht mehr Denken genannt zu werden braucht. Es ist im Handumdrehen — sagen wir im Denkumdrehen — etwas anderes geworden. Es ist nämlich dieses mit Recht «reines Denken» genannte Denken reiner Wille geworden; es ist durch und durch Wollen. Sind Sie im Seelischen so weit gekommen, daß Sie das Denken befreit haben von der äußeren Anschauung, dann ist es damit zugleich reiner Wille geworden. Sie schweben, wenn ich so sagen darf, mit Ihrem Seelischen im reinen Gedankenverlauf. Dieser reine Gedankenverlauf ist ein Willensverlauf. Damit aber beginnt das reine Denken, ja sogar die Anstrengung nach seiner Ausübung, nicht nur eine Denkübung zu sein, sondern eine Willensübung, und zwar eine solche, die bis in das Zentrum des Menschen eingreift. Denn Sie werden die merkwürdige Beobachtung machen: Erst jetzt können Sie davon sprechen, daß das Denken, wie man es im gewöhnlichen Leben hat, eine Kopftätigkeit ist. Sie haben ja vorher gar kein Recht, davon zu sprechen, daß das Denken eine Kopftätigkeit ist, denn das wissen Sie nur äußerlich aus der Physiologie, Anatomie und so weiter. Aber jetzt spüren Sie innerlich, daß Sie nicht mehr so hoch oben denken, sondern daß Sie beginnen, mit der Brust zu denken. Sie verweben tatsächlich Ihr Denken mit dem Atmungsprozesse. Sie regen damit an, was die Jogaübungen künstlich angestrebt haben. Sie merken, indem das Denken immer mehr und mehr eine Willensbetätigung wird, daß es sich zuerst der Menschenbrust und dann dem ganzen Menschenkörper entringt. Es ist, als ob Sie aus der letzten Zellfaser Ihrer großen Zehe dieses Denken hervorziehen würden. Und wenn Sie mit innerlichem Anteile so etwas studieren, was mit allen Unvollkommenheiten in die Welt getreten ist — ich will nicht meine «Philosophie der Freiheit» verteidigen —, wenn Sie so etwas auf sich wirken lassen und fühlen, was dieses reine Denken ist, so fühlen Sie, daß ein neuer innerer Mensch in Ihnen geboren ist, der aus dem Geiste heraus Willensentfaltung bringen kann.

[ 17 ] Woher weiß denn der Mensch sonst, daß er einen Willen hat? Er «hat» ihn ja nicht! Denn er ist hingegeben an Instinkte, die mit seiner organischen Entwickelung zusammenhängen. Er träumt oftmals, daß er dies oder jenes aus einem seelischen Antrieb heraus tut. Er tut es jedoch, weil sein Magen gut oder schlecht gestimmt ist. Jetzt aber wissen Sie, daß Sie den physischen Organismus mit demjenigen durchdrungen haben, was ihn auch mit Bewußtsein ausfüllt. Dazu brauchen Sie kein Hellseher zu werden. Sie brauchen lediglich mit innerem Anteil die «Philosophie der Freiheit» auf sich wirken zu lassen. Denn diese «Philosophie der Freiheit» kann nicht so gelesen werden, wie sonst Bücher gelesen werden. Sie muß schon so gelesen werden, daß man das Gefühl hat, sie ist ein Organismus: ein Glied entwickelt sich aus dem anderen und man gerät damit in etwas Lebendiges hinein. Wenn ihnen so etwas zugemutet wird, kriegen die Leute gleich eine Art von Gänsehaut: Da kommt ein gewisses Etwas in mich hinein, was ich nicht haben will; da werde ich ja gerade unfrei!

[ 18 ] Das ist nicht anders, als wenn man behaupten wollte, ein Mensch würde unfrei, wenn er sich bequemen muß, in zwei, drei Jahren sich in einer bestimmten Sprache auszudrücken. Man sollte ihn, um ihn nicht in diese zufällige Ideenassoziation hineinzubringen, vor der Sprache bewahren, denn durch sie werde er unfrei! Er müsse beliebig bald chinesisch oder französisch, bald deutsch sprechen können. — Das sagt kein Mensch, weil es zu absurd ist, und weil das Leben diesen Unsinn widerlegen würde. Dagegen gibt es Leute, die hören oder sehen einmal etwas von Eurythmie und sagen dann, sie beruhe auf zufälliger Ideenassoziation einzelner Menschen. Man sollte doch bei Philosophen soviel Fähigkeit voraussetzen, daß sie sich sagen könnten: Bei dieser Eurythmie muß man erst untersuchen, ob es da nicht gerade so ist, daß mit dem Hervorholen dieser Gebärden erst die Begründung einer höheren Freiheit erfolgt, daß das nur eine Entfaltung eines Sprachlichen auf einem höheren Niveau ist.

[ 19 ] Man braucht sich also nicht zu wundern — da ja nichts, was über das Intellektualistische hinausgeht, heute unbefangen betrachtet werden kann—, daß die Leute eine Gänsehaut bekommen, wenn man ihnen sagt, ein Buch müsse ganz anders gelesen werden als andere Bücher; es müsse so gelesen werden, daß man dabei etwas erlebt. Und was muß erlebt werden? Das Erwachen des Willens aus dem Geistigen heraus! In dieser Beziehung sollte mein Buch ein Erziehungsmittel sein. Es wollte nicht bloß einen Inhalt vermitteln, sondern es wollte in einer ganz bestimmten Art sprechen, so daß es als Erziehungsmittel hätte wirken können. Daher finden Sie in meiner «Philosophie der Freiheit» eine Auseinandersetzung über Begriffskunst, das heißt eine Schilderung dessen, was im menschlichen Seelenleben vorgeht, wenn man sich mit seinen Begriffen nicht bloß an die äußeren Eindrücke hält, sondern im freien Gedankenstrome leben kann.

[ 20 ] Das aber, meine lieben Freunde, ist eine Tätigkeit, die zwar auf Erkenntnisse in einem viel tieferen Sinne abzielt als die äußere Naturerkenntnis, und die zu gleicher Zeit künstlerisch ist, ganz identisch ist mit der künstlerischen Tätigkeit. In dem Augenblick, wo das reine Denken als Wille erlebt wird, ist der Mensch in künstlerischer Verfassung. Und diese künstlerische Verfassung ist es auch, die der heutige Pädagoge braucht, um die Jugend zu leiten vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife, oder sogar darüber hinaus. Es ist dies die Stimmung, die man hat, wenn man aus dem Innerlich-Seelischen heraus zu einem zweiten Menschen gekommen ist, der nicht so erkannt werden kann wie der äußere physische Leib, den man physiologisch oder anatomisch studieren kann, sondern der erlebt werden muß, daher er mit Recht «Lebensleib» oder «Ätherleib» genannt werden kann, wenn man die Ausdrücke nur nicht wieder im alten Sprachgebrauche nimmt. Dieser Lebensleib kann nicht äußerlich angeschaut werden. Er muß innerlich erlebt werden; es muß, um ihn zu erkennen, eine Art künstlerischer Tätigkeit entfaltet werden. Daher ist jene Stimmung in der «Philosophie der Freiheit» — die meisten entdecken sie gar nicht —, die überall an das künstlerische Element anschlägt. Die meisten Menschen bemerken das nicht, weil sie das Künstlerische im Trivialen, Natürlichen suchen und nicht in der freien Betätigung. Erst aus dieser freien Betätigung aber kann man die Pädagogik als Kunst erleben, und der Lehrer kann dadurch zum pädagogischen Künstler werden, daß er sich in diese Stimmung hineinfindet. Dann wird in diesem unserem Zeitalter der Bewußtseinsseele der ganze Unterricht wirklich darauf angelegt, eine künstlerische Atmosphäre zwischen den geführten Menschen und den Führenden zu schaffen. Und innerhalb dieser künstlerischen Atmosphäre kann sich jenes Verhältnis des Geführten zum Führenden ausbilden, das ein Anlehnen, ein Hinneigen ist, weil man weiß: Der kann etwas, was er einem künstlerisch zeigen kann, und was er kann — das fühlt man — möchte man auch können. — Man bäumt sich dann nicht auf, weil man fühlt, daß man sich vernichten würde, wenn man sich aufbäumte.

[ 21 ] So wie heute Schreiben gelehrt wird, geschieht es oft so, daß man schon als Kind — es steckt ja schon immer ein Gescheiterer im Kinde als der Lehrer einer ist — das Gefühl hat: Warum soll man sich mit Schreiben quälen, man hat ja gar keine Beziehung dazu! — So ähnlich ging es den nordamerikanischen Indianern, als sie die europäische Schrift sahen: Sie haben die schwarzen Zeichen als Zauberei empfunden, und so ist auch oft die Empfindung des Kindes. Aber man rufe im Kinde einmal wach, was es heißt: Schwarz, Rot, Grün, Gelb, Weiß anzuschauen! Man rufe im Kinde ein Gefühl dafür hervor, was es heißt, wenn ein Punkt von einem Kreise umlaufen wird. Das ganz ungeheure Empfinden von den Unterschieden rufe man hervor, die bestehen, wenn man zwei grüne Kreise und in jedem drei rote, dann zwei rote und in jedem drei grüne, zwei gelbe und in jedem drei blaue, dann zwei blaue und in jedem drei gelbe Kreise macht. Man läßt die Kinder an dem Farbigen empfinden, was die Farben vor allen Dingen zu den Menschen sprechen; denn in den Farben liegt eine ganze Welt. Aber man läßt sie auch empfinden, was die Farben einander selbst zu sagen haben. Man läßt sie empfinden, was Grün dem Rot, was Blau dem Gelb, was Blau dem Grün und Rot dem Blau sagt — das sind ja die wunderbarsten Verhältnisse, die die Farben zueinander haben. Man zeigt einem Kinde nicht Symbole oder Allegorien, sondern man macht es künstlerisch. Dann wird man sehen, wie das Kind allmählich aus diesem künstlerischen Empfinden heraus Figurales auf die Fläche bringt, aus dem sich die Buchstaben dann so entwickeln, wie sich die Schrift einmal aus der Bilderschrift entwickelt hat. Wie fremd ist heute für das Kind ein B oder ein G oder irgendein anderes solches Zeichen, das sich aus innerlicher Notwendigkeit zu der heutigen Gestalt entwickelt hat! Was ist heute für ein Kind mit sieben Jahren ein G,K oder U? Es hat doch nicht das geringste Verhältnis dazu. Der Mensch hat ja erst durch Jahrtausende hindurch dieses Verhältnis gewonnen. Das Kind muß auf ästhetische Weise ein Verhältnis dazu gewinnen. Es wird ja alles aus dem Kinde ausgerottet, weil die Schriftzeichen unmenschlich sind. Das Kind aber will menschlich bleiben.

[ 22 ] Das geht in die Intimitäten der pädagogischen Kunst, was heute gesagt werden muß, wenn man die Jugend gegenüber dem Alter verstehen will. Nicht mit Phrasen, sondern aus einer pädagogischen Kunst heraus, die sich nicht scheut, sich auf wirkliche geisteswissenschaftliche Erkenntnis zu stützen, muß man die Kluft zwischen dem Alter und der Jugend überbrücken. Daher sagte ich vor einigen Tagen: Worauf geht diese Kunst? Sie geht auf ein Erleben des realen Geistigen. Und worauf geht dasjenige, was das Zeitalter allmählich so entwickelt hat, daß es glaubt, es selbstverständlicherweise an die Jugend heranbringen zu müssen? Nicht auf den Geist, sondern auf das Geistlose! Da wird es als eine Sünde betrachtet, den Geist heranzutragen an das, was man Wissen und Wissenschaft nennt.

[ 23 ] Diese Wissenschaft läßt ja die Menschen schon in der ersten Kindheit nicht ungeschoren. Es kann ja auch nicht viel anders sein; denn wenn man so dressiert wird in botanischer Systematik und es Bücher gibt, die nur in botanischer Systematik leben, dann glaubt der Lehrer, daß er eine Sünde begeht, wenn er in einer andern Weise zu den Kindern spricht als wie es in der wissenschaftlichen Botanik steht. Aber das, was in einer Botanik steht, kommt für ein Kind vor dem zehnten Jahre nicht in Frage; ein Verhältnis dazu kann man höchstens nach dem achtzehnten, neunzehnten Jahre gewinnen.

[ 24 ] Nun soll durch dasjenige, was ich sagte, nicht wieder eine intellektuelle Theorie über Erziehung geschaffen werden, sondern es soll eine künstlerische Atmosphäre geschaffen werden zwischen Älteren und Jüngeren. Nur wenn das geschieht, tritt ein, was eintreten muß, damit der heutige junge Mensch in gesunder Weise in die Welt hineinwachsen kann. In was die heutigen Menschen hineinwachsen, kann ganz konkret beschrieben werden. Zwischen dem neunten und zehnten Jahre lebt in der Seele eines jeden Menschen, der nicht Psychopath ist, ein unbestimmtes Gefühl. Es braucht kein deutlicher, nicht einmal ein undeutlicher Begriff davon vorhanden zu sein, aber es beginnt vom neunten, zehnten Lebensjahre an im Menschen zu leben. Bis dahin hat das, was man Astralleib nennt, im Menschen allein sein Seelenleben besorgt. Von da ab regt sich die Ichkraftnatur im Menschen. Dieses Sichregen der Ichkraftnatur im Menschen lebt nicht in Begriffen formuliert; aber in der Empfindung, tief unbewußt in der Seele, lebt sich eine Frage in das Gemüt des heranwachsenden Menschen ein. Sie lautet bei dem einen so und bei dem anderen anders. In einen Begriff gefaßt, würde sie vielleicht so lauten: Bisher hat der astralische Leib an die anderen Menschen geglaubt; jetzt brauche ich irgend etwas, was mir einer sagt, so daß ich an ihn oder mehrere in meiner Umgebung glauben kann. Diejenigen, die sich als Kinder am meisten gegen so etwas auflehnen, die brauchen es am allermeisten. Zwischen dem neunten und zehnten Jahre beginnt man, darauf angewiesen zu sein, sein Ich durch den Glauben an einen älteren Menschen befestigen zu können. An diesen Menschen muß man glauben können, ohne daß einem dieser Glaube eingebleut zu werden braucht; man muß an ihn glauben können durch die künstlerische Atmosphäre, die geschaffen worden ist. Und wehe, wenn nichts von seiten eines Älteren geschieht, um diese Frage, die sich bei manchen Kindern bis zum sechzehnten, siebzehnten Jahre, ja bei manchen sogar bis zu dem achtzehnten, neunzehnten Jahr erhalten kann, in richtiger Weise zu beantworten, damit der Junge sich sagen kann: Ich bin dankbar dafür, daß ich von dem Alten habe erfahren können, was nur von ihm erfahren werden kann. Was er mir sagen kann, kann nur er mir sagen, denn wenn ich es in meinem Alter erfahren werde, wird es schon anders sein.

[ 25 ] Dadurch kann in pädagogischer Weise wiederum etwas geschaffen werden, was, in richtiger Weise angewendet, für das Bewußtseinsseelenzeitalter von größter Bedeutung werden kann und was im urältesten Patriarchenzeitalter schon webte zwischen Jung und Alt. Da sagte sich jeder junge Mensch: Der Alte mit seinem Schnee auf dem Haupte hat Erfahrungen, die man nur dann machen kann, wenn man so alt geworden ist wie er. Vorher hat man nicht die Organe dazu. Daher muß er einem seine Erfahrungen mitteilen. Daher ist man mit seinen Angaben verknüpft, weil nur er sie einem sagen kann. Gewiß werde ich ebenso alt werden wie er. Aber ich werde es erst fünfunddreißig bis vierzig Jahre später erfahren. Da ist die Zeit weitergeschritten und da werde ich etwas anderes erfahren.

[ 26 ] In den Untergründen des Geisteslebens der Welt liegt gleichsam eine Kette, die von der Vergangenheit in die Zukunft hinüberreicht und welche die Generationen aufnehmen, forttragen, schmieden, fortbilden müssen. Diese Kette ist im intellektualistischen Zeitalter unterbrochen worden. Das ist im weitesten Umfange von dem heranwachsenden Menschen um die Wende des neunzehnten, zwanzigsten Jahrhunderts gefühlt worden. Fühlen Sie, daß Sie so etwas gefühlt haben, wenn Sie es damals auch nicht haben ausdrücken können! Fühlen Sie, daß, indem Sie das so fühlen, Sie in der richtigen Weise darüber fühlen! Und wenn Sie das fühlen, werden Sie die richtige Bedeutung der heutigen Jugendbewegung erleben, die einen Januskopf hat und haben muß, weil sie hingewiesen wird auf das Erleben des Geistigen, ein Erleben des Geistigen, das den Gedanken so weit verfolgt, daß er zum Willen, zum innersten Menschenimpulse wird.

[ 27 ] Jetzt haben wir den Willen an seinem abstraktesten Ende, beim Gedanken, aufgesucht. Wir wollen ihn nun an den folgenden Tagen noch in den tieferen Gebieten des Menschen aufsuchen.