The Relationship of Man to the Starry World
The Spiritual Communion of Mankind
GA 219
3 December 1922, Dornach
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The Relationship of Man to the Starry World, tr. SOL
Dritter Vortrag
Third Lecture
[ 1 ] Ich möchte im Laufe dieser jetzt gepflogenen Betrachtungen immer mehr begreiflich machen, wie der Mensch nicht nur mit seiner Wesenheit der Erdenwelt, dem Erdendasein angehört, sondern auch dem kosmischen Dasein, dem Dasein der Sternenwelt. Manches, was in dieser Beziehung zu sagen ist, habe ich bereits auseinandergesetzt. Ich möchte nur, damit nicht Mißverständnisse entstehen, den folgenden Betrachtungen eine Bemerkung voranschicken. Man wird immer vielleicht dem Vorwurfe ausgesetzt sein, daß man hinneige zu der auch heute vielfach gepflogenen dilettantischen Astrologie, wenn man von dem Zusammenhange des Menschen mit der Sternenwelt spricht. Es muß nur das, was man in dieser Beziehung vorbringt, in der richtigen Weise erfaßt werden, dann wird schon der gewaltige Unterschied hervortreten zwischen dem, was hier gemeint ist, und allen Dilettantismen, die heute so vielfach in Anknüpfung an alte astrologische Traditionen zutage treten.
[ 1 ] In the course of these reflections I have now been making, I would like to make it increasingly clear how human beings belong not only, by their very nature, to the earthly world and earthly existence, but also to cosmic existence—the existence of the world of the stars. I have already elaborated on some of what needs to be said in this regard. To avoid any misunderstandings, I would like to preface the following reflections with a remark. One may always be open to the accusation that one is inclined toward the amateurish astrology still widely practiced today when speaking of the connection between human beings and the world of the stars. One need only grasp what is presented in this regard in the correct manner, and then the enormous difference will become apparent between what is meant here and all the forms of dilettantism that are so prevalent today in connection with old astrological traditions.
[ 2 ] Wir sagen, daß der Mensch hier zwischen Geburt und Tod ein Wesen ist, das im Zusammenhange steht mit der Erde und ihrem Geschehen. Was meinen wir damit? Wir meinen damit, daß der Mensch zwischen Geburt und Tod sein Dasein dadurch hat, daß er zunächst einmal in sein Stoffwechselsystem herein die Stoffe der Erde als Nahrungsmittel nimmt und sie in seinem Organismus verarbeitet; daß er durch seine Atmung und durch die Vorgänge, die sich im Innern an die Atmung anschließen, des weiteren mit der Erde, das heißt, mit dem Luftumkreis der Erde in einem Verhältnisse steht. Wir sprechen ferner davon, daß der Mensch durch seine Sinne die äußeren Dinge der Erde wahrnimmt, ja, auch noch einen Abglanz des Außerirdischen wahrnimmt, welcher Abglanz übrigens viel irdischer ist, als man gewöhnlich glaubt. So daß man im ganzen sagen kann, der Mensch nimmt durch seine Sinne, durch seine rhythmische Organisation und dutch seine Stoffwechselorganisation das Erdendasein in sich auf, und er hat in sich selber die Fortsetzung derjenigen Vorgänge, die durch das Erdendasein und seine Prozesse angeregt werden. Ebenso aber ist im Menschen die Fortsetzung der kosmischen, der außerirdischen Vorgänge vorhanden. Nur muß man nicht glauben, daß, wenn davon gesprochen wird, auf den Menschen werde, sagen wir, von dem Planeten Mond oder Venus oder Mars ein Einfluß ausgeübt, das so zu verstehen ist, als ob nur irgendwelche Strahlungen oder dergleichen von Mars oder Venus oder Mond heruntergeschickt würden und der Mensch von diesen durchdrungen würde. Man muß, wenn zum Beispiel gesagt wird, der Mensch unterliege dem Mondeneinfluß, dieses durchaus in Analogie auffassen zu dem, was gemeint ist, wenn man sagt, der Mensch unterliege dem Einfluß der Substanzen der Erde.
[ 2 ] We say that, between birth and death, human beings are beings connected to the Earth and its processes. What do we mean by this? We mean that between birth and death, a human being’s existence is based on the fact that, first of all, they take in the substances of the Earth as food through their metabolic system and process them within their organism; and that, through their breathing and the processes that follow breathing internally, they are furthermore in a relationship with the Earth—that is, with the Earth’s atmosphere. We also speak of the fact that human beings perceive the external things of the Earth through their senses—and indeed, even perceive a reflection of the extraterrestrial, a reflection which, incidentally, is far more earthly than is commonly believed. So that, on the whole, one can say that human beings take in earthly existence through their senses, through their rhythmic organization, and through their metabolic organization, and they carry within themselves the continuation of those processes that are stimulated by earthly existence and its processes. But in the same way, the continuation of cosmic, extraterrestrial processes is also present in human beings. However, one must not believe that when it is said that an influence is exerted on human beings by, say, the Moon, Venus, or Mars, this is to be understood as if only certain rays or the like were being sent down from Mars, Venus, or the Moon and the human being were permeated by them. When it is said, for example, that human beings are subject to the influence of the Moon, this must be understood entirely by analogy to what is meant when one says that human beings are subject to the influence of the substances of the Earth.
[ 3 ] Wenn der Mensch an einem Apfelbaum vorbeigeht und einen Apfel pflückt und ihn ißt, so kann man sagen, der Apfelbaum habe einen Einfluß auf den Menschen; aber man wird sich das nicht so geradlinig vorstellen, daß der Apfelbaum eben seine Strahlungen nach dem Menschen hingeschickt hat. Oder wenn der Mensch meinetwillen an einer Weide vorbeigeht und da ein Ochse ist, und der Mensch nach acht Tagen das Fleisch von diesem Ochsen ißt, wird man auch nicht so unmittelbar sich vorstellen, daß der Ochse einen Einfluß auf den Menschen ausgeübt hat. So muß man sich natürlich auch nicht zu geradlinig dasjenige vorstellen, was von dem Einfluß der Sternenwelt auf den Menschen zu sagen ist. Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt ist doch real da, ebenso wie das Verhältnis des Menschen zu dem Ochsen, an dem er vorbeigeht und dessen Fleisch er dann ißt.
[ 3 ] If a person walks past an apple tree, picks an apple, and eats it, one could say that the apple tree has an influence on the person; but one would not imagine this in such a straightforward way as to think that the apple tree actually sent its rays toward the person. Or if a person happens to walk past a pasture where there is an ox, and eight days later eats the meat of that ox, one would not imagine so directly that the ox exerted an influence on the person. So, of course, one must not imagine too simplistically what can be said about the influence of the starry world on human beings. The relationship between the world of the stars and human beings, and between human beings and the world of the stars, is nevertheless a real one—just as the relationship between a person and the ox they pass by and whose meat they then eat.
[ 4 ] Nun habe ich heute von gewissen Beziehungen zu sprechen, welche bestehen zwischen dem Menschen und der Welt sowohl des Erdendaseins wie auch des außerirdischen Daseins. Wenn wir noch einmal unseren Blick darauf wenden, wie der Mensch in den Wechselzuständen des Wachens und des Schlafens lebt, so müssen wir zunächst uns klar darüber sein, daß eigentlich im Wachzustande vorzugsweise das Wechselverhältnis des Menschen zu den irdischen Substanzen und irdischen Kräften hergestellt wird. Der Mensch nimmt durch seine Sinne während des Wachens wahr. Er nimmt nicht wahr durch seine Sinne während des Schlafes. Der Mensch ißt und trinkt auch nur in der Regel während des Tagwachens, obwohl vielleicht manche das auch noch im Schlafe möchten. Nur der Atmungsprozeß und der Prozeß, der im Zusammenhange mit dem Atem steht, der Blutkreislaufprozeß, das sind solche Prozesse — wie überhaupt die rhythmischen Prozesse —, die sich im Menschen im Wach- und im Schlafzustande abspielen. Nur sind sie doch voneinander verschieden im Wach- und im Schlafzustande. Davon will ich später noch sprechen, was für ein Unterschied zum Beispiel zwischen dem Wachatmen und dem Schlafatmen ist. Aber halten wir uns zunächst daran, daß der Mensch durch seine Sinne und auch durch seinen Stoffwechsel mit der Außenwelt in einer Beziehung steht während des Wachens, zunächst nur in bezug auf diejenigen Dinge, die jeder kennt; es soll also nichts anderes als etwas Bekanntes damit konstatiert sein.
[ 4 ] Today I would like to speak about certain relationships that exist between human beings and the world—both earthly existence and extraterrestrial existence. If we once again turn our attention to how human beings live through the alternating states of wakefulness and sleep, we must first be clear that it is actually during the waking state that the human being’s relationship to earthly substances and earthly forces is primarily established. Human beings perceive through their senses while awake. They do not perceive through their senses while asleep. People also generally eat and drink only while awake during the day, although some might wish to do so even while asleep. Only the process of breathing and the process associated with breathing—the blood circulation—are the kinds of processes—like rhythmic processes in general—that take place in human beings in both the waking and sleeping states. However, they do differ from one another in the waking and sleeping states. I will speak more about this later—for example, what the difference is between breathing while awake and breathing while asleep. But let us first bear in mind that, while awake, a person is in relationship with the external world through their senses and also through their metabolism—initially only in relation to those things that everyone knows; thus, nothing other than something familiar is to be stated here.
[ 5 ] Nun, gehen wir einmal davon aus, daß der Mensch die Nahrungsmittel von der Außenwelt hereinnimmt während seines Wachzustandes. Während seines Wachzustandes tritt auch eine innere Tätigkeit im Menschen auf unter dem Einflusse der Verarbeitung der Nahrungsmittel. Aber es darf nicht außer acht gelassen werden, daß, während im Wachen, nachdem die Nahrungsmittel aufgenommen sind und unter dem Einflusse der Nahrungsmittel die innere physische und auch ätherische Tätigkeit im Menschen vor sich geht, daß da der menschliche Organismus, sowohl der physische wie der ätherische, durchdrungen ist von der Ich-Wesenheit und von der astralischen Wesenheit des Menschen.
[ 5 ] Well, let’s assume that a person takes in food from the outside world while awake. During wakefulness, internal activity also occurs within the person under the influence of the digestion of food. But it must not be overlooked that, while awake—after food has been ingested and under the influence of that food—internal physical and etheric activity takes place within the human being, and that the human organism, both physical and etheric, is permeated by the human ego and astral nature.
[ 6 ] Es ist auch so, daß während des Wachens die Ich-Wesenheit und die astralische Wesenheit des Menschen sich durchaus desjenigen bemächtigen, was da im Anschluß an die Ernährung im physischen und im ätherischen Menschen vor sich geht. Aber was da unter dem Einflusse der Ich-Wesenheit und des astralischen Menschen vor sich geht, geht nicht während des Schlafzustandes vor sich. Während des Schlafzustandes wird auf den physischen Leib und auf den Ätherleib des Menschen eine Tätigkeit, eine Wirkung ausgeübt, die nun nicht von der Erde, sondern von dem kosmischen Umkreis der Erde, von der Sternenwelt ausgeht.
[ 6 ] It is also true that, while awake, the human ego and astral being take full control of what takes place in the physical and etheric bodies following the intake of food. But what takes place there under the influence of the ego-entity and the astral human does not occur during the state of sleep. During the state of sleep, an activity, an influence, is exerted upon the physical body and the etheric body of the human being—an influence that originates not from the Earth, but from the cosmic sphere surrounding the Earth, from the world of the stars.
[ 7 ] Man möchte sagen, und es ist das wiederum nicht etwa figürlich gesprochen, sondern es hat einen realen Sinn: bei Tag ißt der Mensch das Substantielle der Erdenstoffe, und bei Nacht nimmt der Mensch in sich auf dasjenige, was ihm geben die Sterne und ihre Vorgänge. So daß also gewissermaßen der Mensch dadurch, daß er wacht, an die Erde gebunden ist; und er wird gewissermaßen von der Erde weggenommen und es spielen sich in ihm, wenn ich so sagen darf, Himmelsprozesse ab, während er schläft, und zwar Himmelsprozesse im physischen und ätherischen Leibe.
[ 7 ] One might say—and this, too, is not merely a figure of speech, but has a real meaning—that by day, human beings consume the substance of earthly materials, and by night, they take into themselves that which the stars and their processes bestow upon them. So, in a sense, by being awake, a person is bound to the earth; and, in a sense, they are taken away from the earth, and—if I may put it this way—celestial processes take place within them while they sleep, specifically celestial processes in the physical and etheric bodies.
[ 8 ] Die materialistische Erkenntnis meint, daß, wenn der Mensch einschläft, nur die Stoffe, die er aufgenommen hat, ihre eigenen Kräfte in ihm regsam machen, während in der Tat, ob der Mensch nun diese oder jene Stoffe aufnimmt, in ihm während seines Schlafzustandes diese Stoffe verarbeitet werden durch die Kräfte der Umgebung der Erde, durch die kosmischen Kräfte. Sagen wir zum Beispiel, wir nehmen Eiweiß zu uns. Dieses Eiweiß wird nur dadurch an die Erde gefesselt, daß wir während des Wachzustandes durchsetzt sind als Mensch von unserem Seelischen und Geistigen, nämlich von unserem astralischen Wesen und von der Ich-Wesenheit. Während des Schlafzustandes wirkt auf dieses Eiweiß die ganze Planetenwelt vom Mond bis zum Saturn, wirkt die Fixsternwelt. Und ein Chemiker, der den Menschen untersuchen möchte in bezug auf seine inneren Vorgänge während des Schlafes, müßte nicht nur eine irdische Chemie kennen, sondern er müßte auch eine geistige Chemie kennen, denn die Vorgänge sind dann andere als während des Tagwachens.
[ 8 ] Materialistic thinking holds that when a person falls asleep, only the substances they have ingested activate their own forces within them, whereas in fact—regardless of whether a person ingests these or those substances—during sleep these substances are processed within them by the forces of the Earth’s environment and by cosmic forces. Let us say, for example, that we consume protein. This protein is bound to the Earth solely because, while awake, we as human beings are permeated by our soul and spirit—namely, by our astral being and our I-being. During sleep, the entire planetary world—from the Moon to Saturn—and the world of the fixed stars act upon this protein. And a chemist who wishes to study human beings with regard to their inner processes during sleep would not only have to be familiar with earthly chemistry, but would also have to be familiar with spiritual chemistry, for the processes are then different from those that occur during waking hours.
[ 9 ] Ebenso ist es mit der Ich-Wesenheit und dem astralischen Wesen des Menschen, die im Schlafe von dem physischen Leibe und dem ätherischen Leibe abgetrennt sind. Diese stehen zwar nicht unmittelbar in Beziehung zu der Sternenwelt, wohl aber zu jenen Wesenheiten, deren physisches Abbild Sonne, Mond und die Sterne sind, also zu den Wesenheiten der höheren Hierarchien. So daß man sagen könnte: Der Mensch ist schlafend eine Zweiheit. Sein Ich und sein astralischer Leib — ich könnte auch sagen sein Geist und seine Seele — sind hingegeben an die Geistwesen der höheren Weltenreiche. Seine Leiber, der physische Leib und der Ätherleib, sind an den physischen Abglanz, an das physische Abbild, an das kosmisch-physische Abbild dieser höheren Wesenheiten hingegeben. — Der Mensch, indem er sich als Erdenwesenheit weiß, ist unter dem Einflusse des Intellektualismus eigentlich immer mehr und mehr ein materialistischer Philister geworden. Fast ebensogut, wie man die neuere Zeit die Zeit des intellektuellen wissenschaftlichen Fortschrittes nennt, könnte man sie nennen die Zeit des Fortschrittes der Philistrosität, der materialistischen Philistrosität. Denn der Mensch ist sich nicht bewußt, daß er von etwas anderem abhängig ist als von den Sinneseindrücken der Erde, von den rhythmischen Vorgängen, die in ihm durch Erdenvorgänge ausgelöst werden, von den Stoffwechselvorgängen, die auch durch Irdisches in ihm veranlaßt werden. Daher ist sich der Mensch nicht bewußt, wie er eigentlich im Weltenall darinnensteht. Und dieses Darinnenstehen im Weltenall ist etwas ungeheuer Kompliziertes. Sobald man, ich möchte sagen, den Schleier hinweghebt, der doch immer vor dem Menschen sich ausbreitet, so daß der Mensch nur die sinnliche Welt sieht und nicht das dahinterliegende Geistige, sobald man diesen Schleier hinweghebt, wird das Leben doch eine außerordentlich komplizierte Sache. Da zeigt sich zunächst, daß nicht nur diejenigen Wesenheiten und ihr physischer Abglanz, die Sterne, auf den Menschen einen Einfluß haben, die jetzt unmittelbar beobachtet werden können, sondern daß innerhalb des irdischen Daseins selber übersinnliche Wesenheiten vorhanden sind, die verwandt sind mit den Sternenwesen, die aber gewissermaßen ihre Wohnsitze im Bereich des Irdischen aufgeschlagen haben.
[ 9 ] The same is true of the human ego and astral being, which are separated from the physical and etheric bodies during sleep. Although these are not directly connected to the world of the stars, they are connected to those beings whose physical images are the sun, the moon, and the stars—that is, to the beings of the higher hierarchies. So one could say: While asleep, a human being is a duality. His “I” and his astral body—I could also say his spirit and his soul—are devoted to the spiritual beings of the higher realms. His bodies, the physical body and the etheric body, are devoted to the physical reflection, the physical image, the cosmic-physical image of these higher beings. — By recognizing himself as an earthly being, the human being, under the influence of intellectualism, has in fact become more and more of a materialistic philistine. Just as one might call the modern era the age of intellectual and scientific progress, one could just as well call it the age of the progress of philistinism—materialistic philistinism. For human beings are not aware that they depend on anything other than the sensory impressions of the Earth, the rhythmic processes triggered within them by earthly processes, and the metabolic processes also brought about within them by earthly forces. Therefore, human beings are not aware of how they actually stand within the universe. And this place within the universe is something immensely complex. As soon as one—I might say—lifts the veil that is always spread before human beings, so that they see only the sensory world and not the spiritual realm lying beyond it—as soon as one lifts this veil, life becomes an extraordinarily complex matter. It becomes apparent, first of all, that it is not only those beings and their physical reflections—the stars—that can be directly observed and that influence human beings, but that within earthly existence itself there are supersensible beings who are related to the star beings but who, so to speak, have established their abodes in the earthly realm.
[ 10 ] Sie wissen, daß das alttestamentliche Volk den Jahve verehrt hat. Die Verehrung galt einer wirklichen Wesenheit. Diese Wesenheit hat einen Zusammenhang mit dem, was sich in der physischen Welt als Mond offenbart. Natürlich ist es immer mehr oder weniger bildlich, aber in der Bildlichkeit zugleich real gesprochen, wenn man sagt, jene Jahve-Wesenheit habe ihren Wohnsitz im Monde. Und alles, was zu dieser Jahve-Wesenheit gehört, hängt mit dem Mondendasein zusammen.
[ 10 ] You know that the people of the Old Testament worshiped Yahweh. Their worship was directed toward a real entity. This entity is connected to what manifests itself in the physical world as the moon. Of course, it is always more or less figurative—yet at the same time, in a figurative sense, it is real—to say that this Yahweh entity has its dwelling place in the moon. And everything that belongs to this Yahweh entity is connected with the lunar existence.
[ 11 ] Aber nun gibt es Wesenheiten, welche, als sich der Mond von der Erde abgespalten hat, es verschmäht haben, wenn ich mich so ausdrücken darf, die Reise nach dem Monde zu machen mit den JahveWesenheiten, und die im Bereich des Irdischen geblieben sind. So daß wir gewissermaßen die ordnungsgemäßen Jahve-Wesenheiten ahnen können, wenn wir den Mond anschauen. Wir können sagen: Das ist der äußere physische Abglanz alles dessen, was in rechtmäßiger Weise teilnimmt an der Weltenordnung als Jahve-Wesenheit. — Aber wenn wir kennenlernen, was innerhalb der Oberfläche der Erde, sowohl in der festen Erde wie im Wäßrigen, sich abspielt, so haben wir Wesenheiten, die es verschmäht haben, ihren Wohnsitz auf dem Monde aufzuschlagen, die auf der Erde ihren Wohnsitz unrechtmäßigerweise aufgeschlagen haben.
[ 11 ] But there are beings who, when the Moon separated from the Earth, refused—if I may put it that way—to make the journey to the Moon with the Yahweh beings, and who remained in the earthly realm. So that, in a sense, we can sense the proper Yahweh beings when we look at the Moon. We can say: This is the outer physical reflection of everything that rightfully participates in the world order as a Yahweh being. — But when we come to understand what is taking place within the Earth’s surface—both in the solid Earth and in the watery realm—we find beings who have spurned the opportunity to take up residence on the Moon and who have unlawfully established their dwelling on Earth.
[ 12 ] Nun gibt es Helfer derjenigen Wesenheiten, die ich also Mondenwesenheiten nennen möchte. Diese Helfer gehören ebenso zu Merkur und Venus, wie die Mondenwesen zum Monde gehören, so daß gewissermaßen die Mondenwesen, die Venuswesen und die Merkurwesen eine Art von Dreiheit bilden. Die rechtmäßigen Wesen im Weltenall von dieser Art gehören eben diesen Sternen an. Aber sowohl im Irdischen der Erde wie im Wäßrigen der Erde finden sich Wesenheiten, die durchaus derselben Kategorie, aber, man möchte sagen, einem andern Zeitalter angehören, die nicht mitgegangen sind, als das Irdische durch den Mond und durch die Venus und so weiter kosmisch geworden ist. Diese Wesenheiten haben nun auf den schlafenden Menschen ebenso einen Einfluß wie die kosmischen Wesen selber, aber sie haben einen unheilvollen Einfluß. Sie haben den unheilvollen Einfluß, den ich etwa für einen Fall so charakterisieren kann: Wenn der Mensch einschläft, dann im Schlafzustande ist, zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, da treten diese unrechtmäßigen Monden-, Venus- und Merkurwesen an ihn heran und sie setzen sich zur Aufgabe, ihm zu sagen, ihm einzureden — es spielt sich das alles zwischen Einschlafen und Aufwachen im unbewußten Zustande ab —, das Böse sei gut und das Gute sei bös.
[ 12 ] Now there are helpers of those beings whom I would therefore like to call lunar beings. These helpers belong to Mercury and Venus just as the lunar beings belong to the Moon, so that, in a sense, the lunar beings, the Venusian beings, and the Mercurian beings form a kind of trinity. The rightful beings of this kind in the universe belong precisely to these stars. But both in the Earth’s earthly realm and in its watery realm, there are beings who certainly belong to the same category but—one might say—to a different age; they did not keep pace when the Earth’s earthly realm became cosmic through the Moon, Venus, and so on. These beings now exert just as much influence on the sleeping human being as the cosmic beings themselves, but their influence is pernicious. Their pernicious influence can be characterized, for example, as follows: When a person falls asleep—that is, is in the state of sleep, between falling asleep and waking up—these illegitimate lunar, Venusian, and Mercurian beings approach him and set themselves the task of telling him, of persuading him—all of this takes place between falling asleep and waking up in the unconscious state—that evil is good and good is evil.
[ 13 ] Das ist in der Tat das Erschütternde, das furchtbar Schmerzliche, das die Initiation gibt, daß man dadurch Dinge kennenlernt jenseits der Schwelle des gewöhnlichen Bewußtseins, die für den Menschen keineswegs etwas Ungefährliches darstellen. Man macht sich eben im äußeren materialistisch orientierten Dasein keine Vorstellung, welchen Dingen der Mensch zwischen dem Einschlafen und Aufwachen ausgesetzt ist. Er ist wirklich diesen Wesen ausgesetzt, die ihm in seinem Schlafzustande durchaus einreden, daß das Gute böse und das Böse gut ist. Denn die irdisch-moralische Ordnung ist an den menschlichen ätherischen Leib gebunden, und seine moralischen Errungenschaften läßt der Mensch eigentlich, wenn er schläft, im Bette zurück. Er geht zunächst nicht ausgerüstet mit seinen moralischen Qualitäten in den Schlafzustand hinüber.
[ 13 ] This is indeed the shocking, the terribly painful aspect of initiation: that through it one comes to know things beyond the threshold of ordinary consciousness that are by no means harmless to human beings. In our outward, materialistically oriented existence, we simply cannot imagine what a person is exposed to between falling asleep and waking up. A person is truly exposed to these beings who, while he is asleep, thoroughly convince him that good is evil and evil is good. For the earthly moral order is bound to the human etheric body, and when a person sleeps, they essentially leave their moral achievements behind in bed. They do not initially enter the state of sleep equipped with their moral qualities.
[ 14 ] Überall streift an diejenigen Dinge, die man notwendigerweise in der Geisteswissenschaft auseinandersetzen muß, heute schon die Naturwissenschaft heran. Sie werden vielleicht neulich in den Zeitungen eine interessante Mitteilung gelesen haben, die statistisch aufgenommen worden ist und durchaus auf Wahrheit beruht. Da wurde gesagt, daß die Verbrecher in den Gefängnissen eigentlich den gesundesten Schlaf haben; sie werden durchaus nicht während ihres Schlafes, wenn sie richtige, hartgesottene Verbrecher sind, von bösen Träumen und dergleichen gequält. Das taucht nämlich erst wiederum auf, wenn sie in ihren Ätherleib untertauchen, da ist wiederum die moralische Qualifizierung darin. Gerade derjenige, der sich bemüht, moralisch zu sein, dem kann es viel eher passieren, daß er durch die moralische Konstitution seines Ätherleibes auch etwas in seinen astralischen Leib hinübernimmt und dann von Träumen gequält wird bei verhältnismäßig geringfügigem Unmoralischen. Aber jedenfalls ist es so, daß der Mensch das, was er sich als seine moralische Konstitution während des Erdendaseins erwirbt, in den Schlafzustand gar nicht oder nur mit geringer Intensität hinübernimmt, daß er aber während des Schlafzustandes zum Beispiel jenen Wesenheiten ausgesetzt ist, von denen ich eben gesprochen habe.
[ 14 ] In every area, the natural sciences are already encroaching upon those topics that must necessarily be addressed in the spiritual sciences. You may have recently read an interesting report in the newspapers, one that was compiled statistically and is entirely based on truth. It was reported that criminals in prisons actually enjoy the soundest sleep; if they are true, hardened criminals, they are by no means tormented by nightmares or the like while they sleep. Such things only resurface when they sink into their etheric body—that is where the moral qualification comes into play. It is precisely those who strive to be moral who are much more likely to carry over something into their astral body due to the moral constitution of their etheric body—and are then tormented by dreams even over relatively minor acts of immorality. But in any case, it is true that what a person acquires as their moral constitution during their earthly existence is not carried over into the state of sleep at all, or only with little intensity; however, during sleep they are exposed, for example, to those beings of which I have just spoken.
[ 15 ] Diese Wesenheiten sind identisch mit denjenigen Wesenheiten, die ich sonst immer der Kategorie der ahrimanischen Wesenheiten zuzähle. Sie haben die Aufgabe, den Menschen möglichst auf der Erde zu erhalten. Sie wissen aus der Darstellung in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», daß die Erde sich einmal auflösen wird und in den Jupiterzustand hinübergehen wird. Das wollen diese Wesenheiten verhindern. Sie wollen namentlich verhindern, daß der Mensch regelmäßig mit der Erde sich bis zu Ende entwickelt und dann in einer normalen Weise in den Jupiterzustand hinüberwächst, sie wollen die Erde konservieren in ihrem Dasein, sie wollen die Erde erhalten und wollen den Menschen für die Erde erhalten. Daher bemühen sich diese Wesenheiten in der intensivsten Weise fortwährend, das Folgende zu machen. Das sind Vorgänge, ich möchte sagen hinter den Kulissen des Daseins, die, seit die Erde ein Menschengeschlecht hat, sich als reale Vorgänge vollziehen. Der Mensch geht in den Schlafzustand hinüber in seiner Ich-Wesenheit und in seiner astralischen Wesenheit. Diese widerrechtlich auf der Erde wohnenden Mond-, Venus-, Merkurwesenheiten versuchen nun, aus dem Erdenäther den Menschen eigentlich in jedem Schlafzustande einen Ätherleib zu geben. Es gelingt ihnen eigentlich fast nie. In seltenen Fällen, von denen ich später einmal sprechen werde, ist es ihnen gelungen, aber es gelingt ihnen fast nie. Aber sie geben den Versuch nicht auf, denn es scheint immer wieder und wiederum diesen Wesenheiten möglich, daß es ihnen gelingen könnte, wenn der Mensch schläft, wo er seinen Ätherleib im Bette zurückgelassen hat, ihn aus dem Erdenäther mit einem Ätherleib zu umgeben, zu durchdringen. Das möchten diese Wesen.
[ 15 ] These entities are identical to those entities that I otherwise always classify as Ahrimanic entities. Their task is to keep human beings on Earth for as long as possible. You know from the description in my Outline of Esoteric Science that the Earth will one day dissolve and transition into the Jupiter state. These beings want to prevent this. Specifically, they want to prevent humanity from developing in tandem with the Earth until the very end and then transitioning in a normal way into the Jupiter state; they want to preserve the Earth in its current existence; they want to sustain the Earth and keep humanity on the Earth. Therefore, these beings are constantly striving with the utmost intensity to do the following. These are processes—I would say behind the scenes of existence—that have been unfolding as real events ever since the Earth has had a human race. The human being enters the state of sleep in his or her ego-being and in his or her astral being. These lunar, Venusian, and Mercurian beings—who dwell on Earth unlawfully—now attempt to provide human beings with an etheric body from the Earth’s ether during virtually every sleep state. They almost never succeed. In rare cases, which I will discuss later, they have succeeded, but they almost never succeed. Yet they do not give up trying, for it seems possible to these beings, time and again, that they might succeed—when a person sleeps, having left their etheric body behind in bed—in surrounding and permeating that person with an etheric body drawn from the Earth’s ether. That is what these beings desire.
[ 16 ] Würde es solch einem ahrimanischen Wesen wirklich gelingen, dem Menschen so stufenweise, wenn er immer wieder und wieder schläft, einen ganzen Ätherleib hineinzubringen, so würde der Mensch nach dem T'oode, wenn er in seinem Ätherleib ist, sich im Ätherleibe erhalten können. Der Ätherleib löst sich sonst ja in wenigen Tagen auf. Aber der Mensch würde sich in seinem Ätherleib erhalten können, und es würde nach und nach ein ätherisches Menschengeschlecht entstehen. Das ist es, was von dieser Seite der geistigen Welt gewollt wird. Dann würde die Erde dadurch konserviert werden können. Tatsächlich haben wir innerhalb des festen und des wäßrigen Erdengefüges ein solches Heer von Wesenheiten, welche die Menschheit nach und nach bis zum Erdenende zu lauter Gespenstern, zu ätherischen Gespenstern machen möchten, so daß das Ziel, das normale Ziel der Erdenentwickelung nicht erreicht werden könnte. Nächtlicherweile verlieren diese Wesenheiten durchaus nicht ihren Mut. Sie glauben immer wieder, daß ihnen ihr Versuch gelingen könnte.
[ 16 ] If such an Ahrimanic being were truly able to gradually instill a complete etheric body into a human being—as the person sleeps again and again—then after death, while in their etheric body, the human being would be able to sustain themselves within that etheric body. Otherwise, the etheric body dissolves within a few days. But human beings would be able to sustain themselves in their etheric bodies, and an etheric human race would gradually emerge. This is what is intended from this side of the spiritual world. Then the Earth could be preserved through this process. In fact, within the solid and aqueous structure of the Earth, there is such a host of beings who would like to gradually turn humanity—right up until the end of the Earth—into nothing but ghosts, into ethereal ghosts, so that the goal—the normal goal of Earth’s evolution—could not be achieved. Meanwhile, these beings are by no means losing heart. They continue to believe that their attempt might succeed.
[ 17 ] Man muß nur darüber sich klar sein: wir Menschen haben ja einen leidlichen Verstand; besonders in der jetzigen Zeit der fortschreitenden Philistrosität hat dieser Verstand eine bedenkliche Ausbildung erfahren. Also der Mensch kann sich schon eines gewissen Verstandes rühmen, aber dieser Verstand reicht nicht im entferntesten heran an den Verstand dieser ja viel höheren Wesenheiten, die das ausführen möchten, was ich Ihnen jetzt sagte. Der Mensch sollte daher nicht etwa sagen: Ja, aber diese Wesen müssen furchtbar dumm sein. — Nein, sie sind gar nicht töricht. Sie sind auch, indem sie ihre Tat nur auf den schlafenden Menschen ausüben, durchaus durch nichts abgehalten von dem Glauben, daß es ihnen doch vor dem Erdenende gelingen könnte, einen großen Teil des Menschengeschlechtes davon abzuhalten, seine künftigen Bestimmungen, die mit der Jupiterverkörperung der Erde zusammenhängen, zu erreichen.
[ 17 ] One must simply be clear about this: we humans do, after all, possess a reasonable degree of intellect; especially in this current age of increasing philistinism, this intellect has undergone a troubling development. So humans can certainly boast of a certain degree of intelligence, but this intelligence does not even remotely come close to the intelligence of those far higher beings who wish to carry out what I have just told you. Humans should therefore not say: “Yes, but these beings must be terribly stupid.” — No, they are not foolish at all. Moreover, by directing their actions solely toward sleeping human beings, they are in no way deterred from the belief that they might yet succeed, before the end of the Earth, in preventing a large portion of the human race from fulfilling its future destinies, which are connected with the Earth’s incarnation as Jupiter.
[ 18 ] Aber wer gewissermaßen hinter die Kulissen des sinnenfälligen Daseins sieht, kann sehen, daß doch diese Wesenheiten manchmal mutlos, enttäuscht werden. Und die Enttäuschungen, die diese Wesenheiten erleben, erleben sie nicht nächtlicherweile, sondern täglicherweile. Man sieht, wie sie diese Enttäuschungen erleben, wenn man mit diesen ahrimanischen Wesenheiten zusammentrifft, zum Beispiel in Krankenhäusern. Denn gewiß, die Krankheiten, welche die Menschen befallen, haben ihre eine Seite, die uns auffordert, unter allen Umständen zu ihrer Heilung alles, was wir tun können, beizutragen. Aber wir müssen auf der andern Seite fragen: Wie heben sich aus dem dunklen Schoße des Naturdaseins die Krankheitszustände des Menschen herauf? — Jene Krankheiten, die nicht durch äußere Einflüsse kommen, sondern die aus dem Innern des Menschen auftauchen, hängen eben damit zusammen, daß, wenn die ahrimanischen Wesen bei irgendeinem Menschen schon fast erreicht haben, daß er einen ätherischen Leib außerhalb seines gewöhnlichen ätherischen Leibes annimmt, diese Menschen, die also schon ätherische Leibesgesetzlichkeit beim Aufwachen in ihren physischen Leib und in ihren gewöhnlichen Ätherleib hineintragen, Krankheitsursachen in sich hineintragen. Durch diese Krankheitsursachen schützen die rechtmäßigen Venus-, Merkur- und Mondenwesen sich gegenüber dem schädlichen Einfluß der unrechtmäßigen. Ja, wenn ein Mensch manchmal nicht diese oder jene Krankheit bekäme, so unterläge er eben der Gefahr, von der ich jetzt gesprochen habe. Sein Leib bricht zusammen in irgendeiner Krankheit, damit er das, was er an unrechtmäßigen Ätherprozessen durch den ahrimanischen Einfluß aufgenommen hat — wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf —, ausschwitzen kann.
[ 18 ] But anyone who, so to speak, looks behind the scenes of sensory existence can see that these beings do indeed sometimes become disheartened and disappointed. And the disappointments these beings experience do not occur at night, but rather during the day. One can see how they experience these disappointments when one encounters these Ahrimanic beings, for example, in hospitals. For certainly, the illnesses that afflict human beings have one aspect that calls upon us to do everything we can to contribute to their healing under all circumstances. But on the other hand, we must ask: How do human states of illness rise up from the dark bosom of natural existence? — Those illnesses that do not arise from external influences, but emerge from within the human being, are precisely connected to the fact that when the Ahrimanic beings have almost succeeded in causing a person to assume an etheric body outside of their ordinary etheric body, these people—who thus already carry the laws of the etheric body into their physical body and their ordinary etheric body upon waking—carry within themselves the causes of disease. Through these causes of illness, the legitimate beings of Venus, Mercury, and the Moon protect themselves against the harmful influence of the illegitimate ones. Indeed, if a person were not to contract this or that illness from time to time, he would be exposed to the very danger I have just described. His body breaks down through some illness so that he can, if I may use the expression, “sweat out” what he has absorbed in the form of illegitimate etheric processes through the Ahrimanic influence.
[ 19 ] Und ein Weiteres, was als Reaktion hervorgerufen wird, damit der Mensch nicht diesem ahrimanischen Einflusse verfällt, ist die Irrtumsmöglichkeit. Und ein Drittes ist der Egoismus. Der Mensch sollte nicht krank sein, sollte nicht dem Irrtum verfallen sein, sollte nicht egoistisch sein im übertriebenen Sinne. Der Egoismus als solcher ist wiederum ein Festhalten des Menschen an der ordentlichen Erdenentwickelung gegenüber dem Herausreißen der menschlichen Wesenheit durch die ahrimanischen Wesen.
[ 19 ] And another factor that is brought about as a reaction, so that human beings do not succumb to this Ahrimanic influence, is the possibility of error. And a third is egoism. Human beings should not be ill, should not fall into error, and should not be egoistic in an exaggerated sense. Egoism, as such, is in turn a clinging of the human being to the normal course of earthly development, as opposed to the tearing away of the human being by the Ahrimanic beings.
[ 20 ] Das ist die eine Art von Wesen, die man entdeckt hinter den Kulissen des gewöhnlichen sinnlichen Daseins. Die andere Art von Wesen kann man sich dadurch zur Vorstellung bringen, daß man weiß, daß auf den Menschen aus dem Kosmos herein nicht nur Mond, Venus und Merkur Einfluß haben, sondern hinter der Sonne auch Mars, Jupiter, Saturn.
[ 20 ] This is one kind of being that one discovers behind the scenes of ordinary sensory existence. One can form a conception of the other kind of being by realizing that it is not only the Moon, Venus, and Mercury that exert an influence on human beings from the cosmos, but also Mars, Jupiter, and Saturn, which lie beyond the Sun.
[ 21 ] Sie wissen aus den Vorträgen, die ich hier im sogenannten Französischen Kurs gehalten habe, daß der Mond vorzugsweise der physische Abglanz derjenigen Wesen ist, die den Menschen hereinbringen in die physische Welt. Saturn ist der physische Abglanz derjenigen Wesenheiten, die den Menschen wieder hinaustragen aus der physischen Erdenwelt. Der Mond trägt den Menschen auf die Erde herunter. Saturn trägt ihn wiederum zunächst in die Weltenweiten und von da aus dann in die geistige Welt hinein. Ebenso nun, wie die Jahve-Mondgottheit zu Helfern die Venus-Merkurwesen hat, so hat der Saturn den Jupiter und den Mars zu seinen Helfern bei dem Hinausfördern der menschlichen Wesenheit in die Weltenweiten und in die geistige Welt. Das sind wiederum Einflüsse, welche auf den Menschen in entgegengesetzter Weise wirken als die mit der Mondwesenheit verwandten Influenzen.
[ 21 ] You know from the lectures I have given here in the so-called French Course that the Moon is primarily the physical reflection of those beings who bring human beings into the physical world. Saturn is the physical reflection of those beings who carry human beings out again from the physical world of the Earth. The Moon brings human beings down to Earth. Saturn, in turn, first carries them out into the vastness of the cosmos and from there into the spiritual world. Just as the Yahveh moon deity has the Venus-Mercury beings as helpers, so too does Saturn have Jupiter and Mars as his helpers in guiding the human being out into the vastness of the cosmos and into the spiritual world. These, in turn, are influences that act upon human beings in a manner opposite to the influences associated with the lunar being.
[ 22 ] Die Sache ist schon so, daß auf uns Menschen vorzugsweise Wirkungen ausgeübt werden bis zu unserem siebzehnten, achtzehnten Jahre von Mond, Venus, Merkur. Dann später findet vorzugsweise ein Einfluß statt, wenn wir unser zwanzigstes Jahr, einundzwanzigstes Jahr überschritten haben, von Mars, Jupiter, Saturn, der allerdings erst später dahin wächst, uns hinauszuführen aus dem irdischen Dasein in die geistige Welt. Es ist in der Tat die innere Menschenkonstitution von diesem, ich möchte sagen, Übergang von den inneren Planeten zu den äußeren Planeten abhängig. Wir sind zum Beispiel bis zu unserem siebzehnten, achtzehnten Jahre als Menschen vorzugsweise abhängig vom großen Blutkreislauf, der nach dem Gesamtkörper geht. Wir werden später mehr abhängig von dem kleinen Blutkreislauf. Doch das sind Dinge, die wir späteren Vorträgen überlassen müssen. Jetzt soll uns das andere interessieren, daß ebenso, wie unrechtmäßige Monden-, Venus- und Merkurwesen in den festen und in den flüssigen Bestandteilen der Erde ihre Wohnsitze haben, ebenso auch unrechtmäßige Mars-, Jupiter- und Saturnwesen in der Wärme und in der Luft, welche die Erde umgibt, ihre Daseinsbedingungen, bildlich ausgedrückt ihre Wohnsitze haben. Und diese Wesenheiten haben wiederum einen großen Einfluß auf den Menschen während seines Schlafzustandes. Aber ihr Einfluß geht nach der ganz entgegengesetzten Seite hin.
[ 22 ] The fact is that, up until our seventeenth or eighteenth lunar year, we humans are primarily influenced by the Moon, Venus, and Mercury. Later on, once we have passed our twentieth and twenty-first years, we are primarily influenced by Mars, Jupiter, and Saturn—though Saturn’s influence only grows later to lead us out of earthly existence into the spiritual world. Indeed, the inner constitution of the human being depends on this—I would say—transition from the inner planets to the outer planets. For example, up until our seventeenth or eighteenth year, we as human beings are primarily dependent on the systemic circulation, which flows through the entire body. Later on, we become more dependent on the pulmonary circulation. But these are matters we must leave for later lectures. Now we should focus on the following: just as illegitimate lunar, Venusian, and Mercurian beings have their abodes in the solid and liquid components of the Earth, so too do illegitimate Martian, Jovian, and Saturnian beings have their conditions of existence—figuratively speaking, their abodes—in the warmth and the air that surround the Earth. And these beings, in turn, exert a great influence on human beings during their sleep. But their influence works in the exact opposite direction.
[ 23 ] Diese Wesenheiten möchten den Menschen zu einem moralischen Automaten machen, wenn ich mich so ausdrücken darf, in der Art, daß der Mensch gar nicht im Wachzustande auf seine Instinkte, auf seine Triebe, auf die Sprache seines Blutes hören soll, daß er das alles verschmähen soll, daß er nur den Eingebungen eben dieser unrechtmäßigen Mars-, Jupiter- und Saturnwesen gehorchen soll und eben ein moralischer Automat ohne eine Perspektive nach einer jemals eintretenden Freiheit werden soll. Das wollen diese Wesen, und ihr Einfluß ist auch ein starker, ein außerordentlich starker. Sie sind es, welche den Menschen gewissermaßen jede Nacht dazu veranlassen möchten, den Einfluß der Sternenwelt aufzunehmen und nicht mehr zurückzukehren, um den Einfluß der Erdenwelt aufzunehmen. Sie möchten den Menschen ganz von dem irdischen Dasein hinwegheben. Sie wollen — sie haben das übrigens vom Anfange der Entstehung des Menschengeschlechts auf der Erde gewollt —, daß der Mensch die Erde verschmäht, daß er auf der Erde, auf der er allein zur Freiheit erwachen kann, nicht zur Freiheit erwache, sondern daß er ein moralischer Automat bleibe, wie er es in der vorhergehenden Metamorphose der Erdenbildung während des Mondendaseins auf der Erde war.
[ 23 ] These entities wish to turn human beings into moral automatons, if I may put it that way—in such a way that, while awake, a person should not listen at all to his instincts, his drives, or the language of his blood; that he should spurn all of that; that he should obey only the promptings of these very illegitimate beings from Mars, Jupiter, and Saturn beings, and thus become a moral automaton with no prospect of ever attaining freedom. That is what these beings want, and their influence is a strong one—an extraordinarily strong one. It is they who, so to speak, would like to induce human beings every night to absorb the influence of the starry world and never return to absorb the influence of the earthly world. They would like to lift human beings entirely away from earthly existence. They want—and, incidentally, they have wanted this since the very beginning of the human race on Earth—for human beings to spurn the Earth, so that on Earth, where alone they can awaken to freedom, they do not awaken to freedom, but remain moral automatons, just as they were during the previous metamorphosis of Earth’s formation, during the Moon phase of Earth’s existence.
[ 24 ] Ich möchte sagen: mitten in diesen zwei Heereslagern, wovon das eine im Wärme- und im Luftelemente, das andere im Erden- und im flüssigen Elemente lagert, mitten zwischen diesen zwei sich bekämpfenden kosmischen Heereslagern steht der Mensch eigentlich drinnen. Das, was er ist im physischen Leibe, verhüllt ihm die Tatsache, daß ein furchtbarer Kampf um seine Wesenheit im Kosmos gekämpft wird. Und der Mensch muß heute in solches Wissen bewußt eintreten, das ihn als Mensch angeht, denn er ist eigentlich gerade dadurch Mensch, daß um ihn sich Kräfte aus der geistigen Welt bemühen. Es ist wichtig, daß der Mensch sich heute ein Wissen von dem erwirbt, worin er eigentlich als Mensch steht.
[ 24 ] I would like to say: right in the midst of these two cosmic camps—one of which is situated in the elements of heat and air, the other in the elements of earth and liquid—right in the midst of these two opposing cosmic camps, human beings actually stand. What he is in his physical body veils from him the fact that a terrible battle is being waged in the cosmos over his very being. And human beings today must consciously enter into this knowledge, which concerns them as human beings, for it is precisely through this that they are human: that forces from the spiritual world are at work around them. It is important that human beings today acquire an understanding of where they actually stand as human beings.
[ 25 ] Man wird einmal auf der Erde viel mehr recht haben, unsere finstere materialistische Erkenntnis von heute geringzuachten gegenüber dem, was die Menschheit in der Zukunft wissen wird von dem hinter dem Physischen liegenden Geistigen, als wir heute ein Recht haben, zu sagen: Ach, was für kindische naturwissenschaftliche Erkenntnisse haben noch die Griechen gehabt! Das waren ja die reinen Kinder, wir haben es herrlich weit gebracht! — Vor allen Dingen in der Philistrosität haben wir es herrlich weit gebracht, und man wird viel mehr ein Recht zu einer solchen Kritik haben, wenn man aus vollem Wissen heraus über diese Kämpfe reden wird können, die um die Wesenheit des Menschen auf der Erde stattfinden.
[ 25 ] One day, people on Earth will be far more justified in looking down on our current dark, materialistic understanding—in light of what humanity will come to know in the future about the spiritual realm that lies beyond the physical—than we are today in saying: “Oh, what childish scientific insights the Greeks still had!” They were mere children, after all; we’ve come a wonderfully long way! — Above all, we’ve come a wonderfully long way in philistinism, and people will have far more grounds for such criticism when they can speak with full knowledge about these struggles that are taking place regarding the very nature of human beings on Earth.
[ 26 ] Aber daß in unserer Zeit beginnen muß, daß sich ein Wissen von diesen Dingen verbreite, dafür sind auch Zeichen vorhanden. Allerdings verbirgt sich für die meisten Menschen heute noch im finsteren Dämmerdunkel ihres Daseins das, was ich Ihnen heute erzählt habe von den Kämpfen zwischen luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten, die um die Wesenheit des Menschen im Weltenall stattfinden. Aber diese Kämpfe schlagen herein in das, was die Menschheit sehr wohl wahrnimmt, in dem sie bewußt drinnensteht. Und man muß heute die ersten Wellen, die aus der geistigen Welt von denjenigen Seiten hereinschlagen, die ich Ihnen beschrieben habe, zu beurteilen verstehen, wenn man nicht überhaupt ein Schlafesdasein innerhalb unseres Zivilisationslebens entwickeln will.
[ 26 ] But there are also signs that, in our time, knowledge of these things must begin to spread. However, for most people today, what I have told you today—about the struggles between Luciferic and Ahrimanic beings that take place in the cosmos over the essence of the human being—still lies hidden in the dark twilight of their existence. But these struggles make their way into what humanity very much does perceive, into the very midst of which it consciously stands. And today one must be able to discern the first waves surging in from the spiritual world from the directions I have described to you, if one does not wish to develop a state of slumber within the life of our civilization.
[ 27 ] Diese zwei Heerlager, das luziferische in den Wärmeverhältnissen, in den Luftverhältnissen der Erde, das ahrimanische in den irdischen Verhältnissen und in den Wasserverhältnissen, schlagen ihre Wellen herein in unser Kulturleben. Die luziferische Heerschar infiziert heute vor allen Dingen die altgewordene Theologie, und wir sehen als einen Ausfluß dieser luziferischen Macht mitten im Kulturleben diejenigen Behauptungen, die den Christus zu einem Mythus machen wollen. Denn der Christus ist auf die Erde heruntergestiegen durch das Mysterium von Golgatha als eine reale Wesenheit. Das ist natürlich etwas, was den Wesenheiten, die den Menschen zu einem moralischen Automaten, nicht zu einem freien Wesen machen wollen, vor allen Dingen gegen alle ihre Intentionen geht. Daher: ausstreichen die reale Wesenheit des Christus, der Christus ist ein Mythus! Und Sie können in der Literatur des neunzehnten Jahrhunderts verfolgen, wie geistreich die Hypothesen von Theologen, wie zum Beispiel David Friedrich Strauß, Kalthoff und so weiter, oder von deren Nachbetern — man könnte besser sagen: den Nachplappernden —, wie zum Beispiel Arthur Drews vertreten werden, wie da überall diese Anschauung vertreten wird: Christus ist eine mythologische Figur, ein bloßes Bild, das sich der Phantasiekräfte der Menschen bemächtigt hat. — Oh, es wird noch viel mehr hereinschlagen von diesem Heerlager! Aber das ist die erste Welle, die hereingeschlagen hat.
[ 27 ] These two camps—the Luciferic one in the Earth’s thermal and atmospheric conditions, and the Ahrimanic one in the Earth’s terrestrial and aquatic conditions—send their waves surging into our cultural life. Today, the Luciferic host infects, above all, outdated theology, and we see as an outgrowth of this Luciferic power in the very heart of cultural life those assertions that seek to reduce Christ to a myth. For Christ descended to Earth through the Mystery of Golgotha as a real being. This, of course, is something that runs counter to all the intentions of those beings who wish to turn human beings into moral automatons rather than free beings. Hence: deny the real being of Christ—Christ is a myth! And you can trace in nineteenth-century literature how ingeniously the hypotheses of theologians—such as David Friedrich Strauss, Kalthoff, and so on—or of their followers—or rather, their parrots—such as Arthur Drews, are put forward, how this view is advocated everywhere: Christ is a mythological figure, a mere image that has taken hold of people’s powers of imagination. — Oh, much more will yet come crashing in from this camp! But this is the first wave that has struck.
[ 28 ] Die andere erste Welle, die von dem ahrimanischen Heerlager kommt, von demjenigen Heerlager, das sich in den festen und irdischen Verhältnissen und in den wäßrigen Verhältnissen der Erde aufhält, schlägt die entgegengesetzte Ansicht herein: da wird der Christus verpönt, und bloß der «schlichte Mann aus Nazareth», Jesus als die physische Persönlichkeit, wird gelten gelassen — wiederum eine theologische Spezialität!
[ 28 ] The other first wave, coming from the Ahrimanic camp—the camp that dwells within the solid and earthly conditions and within the watery conditions of the Earth—brings the opposite view: there, Christ is rejected, and only the “simple man from Nazareth”—Jesus as the physical personality—is accepted—yet another theological peculiarity!
[ 29 ] Die Verwandlung des Christus zum Mythus: rein luziferisch; die Verwandlung Desjenigen, der durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, in einen bloßen Menschen, den man allerdings mit allen möglichen Eigenschaften ausstattet: rein ahrimanisch. Aber es gelingt eben schlecht, man muß dann immer ausschalten die Nachrichten und Traditionen, damit man diesen «schlichten Mann aus Nazareth» zusammenbringt! Aber in dieser Spezialität der Theologie zeigt sich durchaus das Hereinschlagen der ahrimanischen Welle in die Menschheitskultur.
[ 29 ] The transformation of Christ into a myth: purely Luciferic; the transformation of the One who passed through the Mystery of Golgotha into a mere human being—albeit one endowed with all manner of qualities: purely Ahrimanic. But this approach is simply not very successful; one must constantly disregard the historical accounts and traditions in order to piece together this “simple man from Nazareth”! Yet this particular aspect of theology clearly reveals the impact of the Ahrimanic wave on human culture.
[ 30 ] Will man diese Dinge richtig beurteilen, dann muß man sie eben bis hinter die Kulissen des gewöhnlichen Erdendaseins verfolgen können. Sonst, wenn die Menschheit sich nicht dazu bequemen wollte, den Blick hinzurichten nach dem, was heute aus der geistigen Welt heraus gesagt werden kann, würde sie immer weniger solche Erscheinungen beurteilen können, und dadurch würden diese Erscheinungen die Menschheit in dem Unbewußten ergreifen. Aber es wird für die Menschheit immer gefährlicher, sich an das Unbewußte hinzugeben. Klare, helle Besonnenheit, Hinschauen auf das, was ist, Wirklichkeitssinn, das ist dasjenige, was die Menschheit immer mehr brauchen wird.
[ 30 ] If one wishes to judge these things correctly, one must be able to trace them all the way behind the scenes of ordinary earthly existence. Otherwise, if humanity were unwilling to turn its gaze toward what can be said today from the spiritual world, it would become increasingly unable to assess such phenomena, and as a result, these phenomena would take hold of humanity in the unconscious. But it is becoming ever more dangerous for humanity to surrender to the unconscious. Clear, lucid prudence, looking at what is, a sense of reality—that is what humanity will need more and more.
[ 31 ] Und man kann vielleicht am allerstärksten spüren, wohin diese klare Besonnenheit, wohin dieser Wirklichkeitssinn sich wenden muß, wenn man sieht, wie so merkwürdige Erscheinungen — nämlich daß die Theologie auf der einen Seite den Christus verleugnet, auf der andern Seite den Christus zum Mythus macht — heute sich geltend machen. Solche Erscheinungen, die sich immer mehr und mehr ausdehnen werden, zeigen eben, daß die Menschheit einen klaren Blick, einen sicheren Blick über die geistigen Einflüsse auf die physische Welt gewinnen muß, namentlich auf den Menschen selbst, wenn sie nicht die Menschen zu ihrem Verderben ergreifen sollen.
[ 31 ] And perhaps one can feel most keenly where this clear-headedness, this sense of reality, must be directed when one sees how such strange phenomena—namely, that theology, on the one hand, denies Christ, and on the other, turns Christ into a myth—are making themselves felt today. Such phenomena, which will continue to spread more and more, show precisely that humanity must gain a clear and sure understanding of the spiritual influences on the physical world—namely, on human beings themselves—if these influences are not to lead people to their ruin.
[ 32 ] Nun, ich habe es schon einmal wohl auch hier gesagt: Es waren einmal zwei Menschen, die fanden ein geformtes Stück Eisen. Da sagte der eine: Ein gutes Hufeisen! Ich will mein Pferd damit beschlagen. — Der andere sagte: Das geht nicht; das ist doch ein Magnet, das kann man doch zu etwas ganz anderem verwenden als zum Pferdebeschlagen! — Ich sehe nichts vom Magneten, sagte der erste; du bist ein verrückter Kerl, wenn du sagst, da seien unsichtbare, magnetische Kräfte drinnen. Pferdebeschlagen! Dazu taugt es.
[ 32 ] Well, I think I’ve said this here before: Once upon a time, there were two people who found a shaped piece of iron. One of them said, “What a fine horseshoe!” “I’m going to use it to shoe my horse.” — The other said: “That won’t work; that’s a magnet, after all—you can use it for something completely different than shoeing a horse!” — “I don’t see anything that looks like a magnet,” said the first; “you’re a crazy fellow if you say there are invisible, magnetic forces inside it. Shoeing a horse! That’s what it’s good for.”
[ 33 ] So etwa sind die Menschen heute, welche nicht aufnehmen wollen die Dinge, die man aus der geistigen Welt spricht. Sie wollen, wenn ich mich bildhaft so ausdrücken darf, mit der ganzen Welt die Pferde beschlagen, weil sie die übersinnlichen Kräfte darinnen nicht gelten lassen wollen; Pferde beschlagen, nicht irgend etwas machen, wo die magnetischen Kräfte, die dadrinnen sind, verwendet werden. Aber es gab natürlich einmal eine Zeit — sie liegt gar nicht so lange hinter uns —, da hat man allerdings jenes so geformte Eisen zum Pferdebeschlagen verwendet. Nur, heute kann man das nicht mehr.
[ 33 ] That is more or less how people are today—they do not want to accept the things that are spoken of from the spiritual world. If I may put it figuratively, they want to shoe the whole world’s horses because they refuse to acknowledge the supersensory forces at work within them; shod horses—not just doing anything that makes use of the magnetic forces present there. But of course there was a time—not so long ago—when people actually used that specially shaped iron for shoeing horses. Only, today that is no longer possible.
[ 34 ] So wird eine Zeit kommen, wo der Mensch auch im gewöhnlichen sozialen Zusammenleben eben die Mitteilungen aus der geistigen Welt heraus brauchen wird. Dessen müssen wir eingedenk sein. Dann wird schon Anthroposophie nicht bloß in den Verstand hineingehen das hat ja eine geringe Bedeutung —, sondern vor allen Dingen in den Willen hineingehen. Das hat eine große Bedeutung. Und daran wollen wir immer mehr und mehr denken.
[ 34 ] A time will come, then, when human beings will need messages from the spiritual world even in their ordinary social interactions. We must bear this in mind. Then anthroposophy will not merely enter the intellect—which is of little significance—but above all will enter the will. This is of great significance. And we want to think about this more and more.



