Earthly Knowledge and Heavenly Insight
GA 221
17 February 1923, Dornach
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Erdenwissen und Himmelserkenntnis
8. Moralische Antriebe und physische Wirksamkeit im Menschenwesen das Erfassen eines Geistesweges
8. Moralische Antriebe und physische Wirksamkeit im Menschenwesen das Erfassen eines Geistesweges
[ 1 ] Ich versuchte gestern an dem Beispiel Nietzsches, der Moralphilosoph sein wollte, auseinanderzusetzen, wie der Mensch, der ganz in der äuBeren heutigen Zivilisation lebt, und dennoch so wie eben Nietzsche Moralimpulse aus der vollen menschlichen Natur heraus suchen will, daran scheitern muß, daß aus der gegenwärtigen Erkenntnisart nicht gefunden werden kann, wie moralische Impulse in das physische Leben eingreifen. Wir haben ja heute eine Zivilisation, die auf der einen Seite naturwissenschaftliche Gesetze gelten läßt, welche auch unsere Erziehung schon so gestalten, daß wir von Kindheit auf Anschauungen über Zusammenhänge in der Natur aufnehmen. Wir haben andererseits eine moralische Weltanschauung, die für sich dasteht. Wir fassen die moralischen Impulse als Gebote oder als im Zusammenhange des sozialen Menschenlebens sich ergebende konventionelle Verhaltungsmaßregeln auf. Aber wir können das sittliche Leben auf der einen Seite und das physische Leben auf der anderen Seite nicht in einem innigen Zusammenhange denken. Und ich machte ja gestern darauf aufmerksam, wie Nietzsche aus dem heraus, was er zu seiner obersten Tugend machte, aus der Redlichkeit, aus der Ehrlichkeit gegen sich und andere, zuletzt doch dazu kam, am Menschen nur das Physische gelten zu lassen, und aus dem Physischen, das er als ein Menschliches-Allzumenschliches empfand, dann auch das Moralische hervorgehen zu lassen. Weil er ehrlich sein wollte gegenüber der Weltanschauung seiner Zeit, scheiterte er mit seiner Moralphilosophie daran, daß er nicht dazukommen konnte, zu sehen, wie Moralisches und Physisches in eins zusammenwirken.
[ 1 ] Ich versuchte gestern an dem Beispiel Nietzsches, der Moralphilosoph sein wollte, auseinanderzusetzen, wie der Mensch, der ganz in der äuBeren heutigen Zivilisation lebt, und dennoch so wie eben Nietzsche Moralimpulse aus der vollen menschlichen Natur heraus suchen will, daran scheitern muß, daß aus der gegenwärtigen Erkenntnisart nicht gefunden werden kann, wie moralische Impulse in das physische Leben eingreifen. Wir haben ja heute eine Zivilisation, die auf der einen Seite naturwissenschaftliche Gesetze gelten läßt, welche auch unsere Erziehung schon so gestalten, daß wir von Kindheit auf Anschauungen über Zusammenhänge in der Natur aufnehmen. Wir haben andererseits eine moralische Weltanschauung, die für sich dasteht. Wir fassen die moralischen Impulse als Gebote oder als im Zusammenhange des sozialen Menschenlebens sich ergebende konventionelle Verhaltungsmaßregeln auf. Aber wir können das sittliche Leben auf der einen Seite und das physische Leben auf der anderen Seite nicht in einem innigen Zusammenhange denken. Und ich machte ja gestern darauf aufmerksam, wie Nietzsche aus dem heraus, was er zu seiner obersten Tugend machte, aus der Redlichkeit, aus der Ehrlichkeit gegen sich und andere, zuletzt doch dazu kam, am Menschen nur das Physische gelten zu lassen, und aus dem Physischen, das er als ein Menschliches-Allzumenschliches empfand, dann auch das Moralische hervorgehen zu lassen. Weil er ehrlich sein wollte gegenüber der Weltanschauung seiner Zeit, scheiterte er mit seiner Moralphilosophie daran, daß er nicht dazukommen konnte, zu sehen, wie Moralisches und Physisches in eins zusammenwirken.
[ 2 ] Dieses Zusammenwirken kann man auch nicht sehen, wenn man nicht eintritt in jenes Gebiet, das man im richtigen Sinne das Übersinnliche nennt. Man muß sich darüber klar sein, daß nur im Menschenleben selber gewissermaßen der Kontakt hergestellt wird zwischen dem, was man als moralische Antriebe empfindet, zwischen den moralischen Idealen meinetwillen, und der physischen Wirksamkeit, den physischen Vorgängen im Menschenwesen selber. Und die große Frage ist heute diese: Wenn ich einen moralischen Impuls habe — bleibt er etwas ganz Abstraktes, oder kann er eingreifen in die physische Organisation?
[ 2 ] Dieses Zusammenwirken kann man auch nicht sehen, wenn man nicht eintritt in jenes Gebiet, das man im richtigen Sinne das Übersinnliche nennt. Man muß sich darüber klar sein, daß nur im Menschenleben selber gewissermaßen der Kontakt hergestellt wird zwischen dem, was man als moralische Antriebe empfindet, zwischen den moralischen Idealen meinetwillen, und der physischen Wirksamkeit, den physischen Vorgängen im Menschenwesen selber. Und die große Frage ist heute diese: Wenn ich einen moralischen Impuls habe — bleibt er etwas ganz Abstraktes, oder kann er eingreifen in die physische Organisation?
[ 3 ] Ich sagte Ihnen gestern: Wenn wir vor einer Maschine stehen, dann können wir sicher sein, in das Getriebe der Maschine greift ein moralischer Impuls nicht ein. Zwischen dem, was moralische Weltordnung ist und dem Mechanismus der Maschine, ist zunächst keine Verbindung. Wird nun, wie es immer mehr der Fall ist in der modernen naturwissenschaftlichen Weltanschauung, der menschliche Organismus auch maschinenartig dargestellt, dann gilt das ja auch für den Menschen, dann bleiben die moralischen Impulse Illusionen. Der Mensch kann höchstens hoffen, daß irgendein Wesen, das ihm durch eine Offenbarung gegeben wird, in die moralische Weltordnung eingreift, die Guten belohnt und die Bösen bestraft; aber er kann nicht irgendwie aus der Weltordnung selbst heraus einen Zusammenhang zwischen den moralischen Impulsen und den physischen Vorgängen erschauen.
[ 3 ] Ich sagte Ihnen gestern: Wenn wir vor einer Maschine stehen, dann können wir sicher sein, in das Getriebe der Maschine greift ein moralischer Impuls nicht ein. Zwischen dem, was moralische Weltordnung ist und dem Mechanismus der Maschine, ist zunächst keine Verbindung. Wird nun, wie es immer mehr der Fall ist in der modernen naturwissenschaftlichen Weltanschauung, der menschliche Organismus auch maschinenartig dargestellt, dann gilt das ja auch für den Menschen, dann bleiben die moralischen Impulse Illusionen. Der Mensch kann höchstens hoffen, daß irgendein Wesen, das ihm durch eine Offenbarung gegeben wird, in die moralische Weltordnung eingreift, die Guten belohnt und die Bösen bestraft; aber er kann nicht irgendwie aus der Weltordnung selbst heraus einen Zusammenhang zwischen den moralischen Impulsen und den physischen Vorgängen erschauen.
[ 4 ] Nun möchte ich heute auf dasjenige Gebiet hinweisen, wo dieser Zusammenhang, zwischen dem, was der Mensch in sich als Moralisches erlebt und dem Physischen, wirklich auftritt. Um die Ausführungen, die ich zu machen haben werde, besser zu verstehen, nehmen wir zunächst das Tier.
[ 4 ] Nun möchte ich heute auf dasjenige Gebiet hinweisen, wo dieser Zusammenhang, zwischen dem, was der Mensch in sich als Moralisches erlebt und dem Physischen, wirklich auftritt. Um die Ausführungen, die ich zu machen haben werde, besser zu verstehen, nehmen wir zunächst das Tier.
[ 5 ] Im Tier haben wir ein Zusammenwirken von dem physischen Organismus, einem ätherischen Bildekräfteorganismus und dem astralischen Organismus. Das eigentliche Ich ist ja nicht in der tierischen Organisation selber unmittelbar verkörpert, sondern greift von außen als ein Gruppen-Ich in die tierische Organisation ein. Nun müssen wir beim Tier uns klar darüber sein, daß in seiner Organisation zwei Richtungen deutlich zu unterscheiden sind. Wir sehen den tierischen Kopf. Auch bei den höheren Tieren ist, wie beim Menschen, der Kopf der vorzüglichste Träger des Nerven-Sinnesorganismus. Wir sehen, wie alles das, was das Tier von der äußeren Sinneswelt aufnimmt, durch die Organe seines Hauptes im wesentlichen in das Tier eindringt.
[ 5 ] Im Tier haben wir ein Zusammenwirken von dem physischen Organismus, einem ätherischen Bildekräfteorganismus und dem astralischen Organismus. Das eigentliche Ich ist ja nicht in der tierischen Organisation selber unmittelbar verkörpert, sondern greift von außen als ein Gruppen-Ich in die tierische Organisation ein. Nun müssen wir beim Tier uns klar darüber sein, daß in seiner Organisation zwei Richtungen deutlich zu unterscheiden sind. Wir sehen den tierischen Kopf. Auch bei den höheren Tieren ist, wie beim Menschen, der Kopf der vorzüglichste Träger des Nerven-Sinnesorganismus. Wir sehen, wie alles das, was das Tier von der äußeren Sinneswelt aufnimmt, durch die Organe seines Hauptes im wesentlichen in das Tier eindringt.
[ 6 ] Gewiß, das gilt durchaus, was ich immer wieder betont habe, daß wir nicht auf einen physischen Teil eines Organismus die Gliederung des Organismus unmittelbar beziehen dürfen. Wir müssen sagen: Das Tier ist in einer gewissen Beziehung ganz Kopf, denn es kann überall längs seines Körpers wahrnehmen. Aber vorzugsweise ist das Tier eben Nerven-Sinnesorganismus am Kopfe. Da bewirkt es sein Verhältnis zu der äußeren Welt. Wenn wir dann das Tier in seiner Gesamtorganisation so betrachten, daß wir es in bezug auf seinen übrigen Organismus ansehen, wie es gewissermaßen den anderen Pol der Kopforganisation gegen das Schwanzende zu hat, so haben wir, wenn wir die Gliederung des Tieres in seiner physischen, ätherischen und astralischen Organisation betrachten, die Sache so, daß gewissermaßen von rückwärts nach vorne die astralische Beweglichkeit des Tieres fließt. Fortwährend gehen die astralischen Ströme, die Strömungen seines astralischen Organismus, von rückwärts nach vorne, und sie begegnen sich mit den Eindrücken, welche die Sinne am Kopfe erfahren. So daß wir ein Ineinanderströmen von rückwärts nach vorne und von vorne nach rückwärts im Tiere haben. Ich möchte schematisch dieses Ineinanderströmen so zeichnen, daß von rückwärts nach vorne die astralischen Strömungen beim Tiere gehen (rötliche Pfeile), daß ihnen entgegenströmen die Sinneseindrücke vom Haupt nach rückwärts (gelbliche Pfeile). Zwischen diesen beiden Strömungen ist beim Tiere ein über den ganzen Organismus ausgebreitetes Zusammenwirken.
[ 6 ] Gewiß, das gilt durchaus, was ich immer wieder betont habe, daß wir nicht auf einen physischen Teil eines Organismus die Gliederung des Organismus unmittelbar beziehen dürfen. Wir müssen sagen: Das Tier ist in einer gewissen Beziehung ganz Kopf, denn es kann überall längs seines Körpers wahrnehmen. Aber vorzugsweise ist das Tier eben Nerven-Sinnesorganismus am Kopfe. Da bewirkt es sein Verhältnis zu der äußeren Welt. Wenn wir dann das Tier in seiner Gesamtorganisation so betrachten, daß wir es in bezug auf seinen übrigen Organismus ansehen, wie es gewissermaßen den anderen Pol der Kopforganisation gegen das Schwanzende zu hat, so haben wir, wenn wir die Gliederung des Tieres in seiner physischen, ätherischen und astralischen Organisation betrachten, die Sache so, daß gewissermaßen von rückwärts nach vorne die astralische Beweglichkeit des Tieres fließt. Fortwährend gehen die astralischen Ströme, die Strömungen seines astralischen Organismus, von rückwärts nach vorne, und sie begegnen sich mit den Eindrücken, welche die Sinne am Kopfe erfahren. So daß wir ein Ineinanderströmen von rückwärts nach vorne und von vorne nach rückwärts im Tiere haben. Ich möchte schematisch dieses Ineinanderströmen so zeichnen, daß von rückwärts nach vorne die astralischen Strömungen beim Tiere gehen (rötliche Pfeile), daß ihnen entgegenströmen die Sinneseindrücke vom Haupt nach rückwärts (gelbliche Pfeile). Zwischen diesen beiden Strömungen ist beim Tiere ein über den ganzen Organismus ausgebreitetes Zusammenwirken.
[ 7 ] Sie können am Hunde dieses Zusammenwirken deutlich sehen. Der Hund sieht seinen Herrn und wedelt. Wenn der Hund seinen Herrn sieht und wedelt, so bedeutet das, daß er den Eindruck von seinem Herrn hat, und daß diesem Eindruck, der von vorn nach rückwärts geht, also der Impression von außen das Astralische von innen entgegenströmt. Und dieses Entgegenströmen des ganzen Organismus von rückwärts nach vorne drückt sich im Wedeln des Hundes aus. Da ist ein völliges Zusarmmenstimmen. Und derjenige, der fragen wollte nach der Hundephysiognomie beim Ausdruck der Freude, der müßte eigentlich nicht so sehr das Gesicht des Hundes, wenn er seinen Herrn ins Auge faßt, anschauen, sondern er müßte das wedelnde Entgegenkommen des Schwanzes ins Auge fassen: da ist Physiognomie darinnen.
[ 7 ] Sie können am Hunde dieses Zusammenwirken deutlich sehen. Der Hund sieht seinen Herrn und wedelt. Wenn der Hund seinen Herrn sieht und wedelt, so bedeutet das, daß er den Eindruck von seinem Herrn hat, und daß diesem Eindruck, der von vorn nach rückwärts geht, also der Impression von außen das Astralische von innen entgegenströmt. Und dieses Entgegenströmen des ganzen Organismus von rückwärts nach vorne drückt sich im Wedeln des Hundes aus. Da ist ein völliges Zusarmmenstimmen. Und derjenige, der fragen wollte nach der Hundephysiognomie beim Ausdruck der Freude, der müßte eigentlich nicht so sehr das Gesicht des Hundes, wenn er seinen Herrn ins Auge faßt, anschauen, sondern er müßte das wedelnde Entgegenkommen des Schwanzes ins Auge fassen: da ist Physiognomie darinnen.
[ 8 ] Das ist im Grunde genommen bei jedem Tiere so. Nur, sagen wir, wenn wir zu den Fischen heruntergehen, wird das nicht so bemerkt, weil da der astralische Leib eine große Selbständigkeit hat. Aber dem schauenden Bewußtsein ist es um so anschaulicher. Dem schauenden Bewußtsein wird ganz klar, daß, wenn der Fisch irgendwie durch seinen Nerven-Sinnesapparat etwas wahrnimmt, was ihm in der Strömung entgegenkommt, er selbst von rückwärts nach vorne seine eigene astralische Strömung dem entgegensendet, und dann ist ein wunderbares Ineinanderglitzern dessen, was der Fisch sieht, und dessen, was er entgegenbringt. Dieses innige Ineinandergreifen des astralischen Stromes von außen — denn es ist ein astralischer Strom von außen, den ein Wesen empfängt mit den Sinneseindrücken — und des astralischen Stromes von rückwärts nach vorne, das ist beim Menschen unterbrochen dadurch, daß der Mensch ein aufrechtes Wesen ist.
[ 8 ] Das ist im Grunde genommen bei jedem Tiere so. Nur, sagen wir, wenn wir zu den Fischen heruntergehen, wird das nicht so bemerkt, weil da der astralische Leib eine große Selbständigkeit hat. Aber dem schauenden Bewußtsein ist es um so anschaulicher. Dem schauenden Bewußtsein wird ganz klar, daß, wenn der Fisch irgendwie durch seinen Nerven-Sinnesapparat etwas wahrnimmt, was ihm in der Strömung entgegenkommt, er selbst von rückwärts nach vorne seine eigene astralische Strömung dem entgegensendet, und dann ist ein wunderbares Ineinanderglitzern dessen, was der Fisch sieht, und dessen, was er entgegenbringt. Dieses innige Ineinandergreifen des astralischen Stromes von außen — denn es ist ein astralischer Strom von außen, den ein Wesen empfängt mit den Sinneseindrücken — und des astralischen Stromes von rückwärts nach vorne, das ist beim Menschen unterbrochen dadurch, daß der Mensch ein aufrechtes Wesen ist.
[ 9 ] Dadurch, daß der Mensch ein aufrechtes Wesen ist, ist er nicht in der Lage, in derselben Weise wie etwa der Hund den astralischen Strom so unmittelbar den Sinneseindrücken entgegenzusenden. Der Hund hat ein horizontales Rückgrat. Die Bewegung des Astralischen von rückwärts nach vorne führt unmittelbar durch seinen Kopf durch. Beim Menschen ist der Kopf herausgehoben. Dadurch ist das ganze Verhältnis derjenigen astralischen Strömungen, die von rückwärts nach vorne strömen, die das eigentliche innere Wesen ausmachen, das Zusammenstimmen dieser Strömungen mit denjenigen Strömungen, die durch die Sinneseindrücke kommen, nicht so einfach, wie es beim Tiere ist. Und gerade, was die moralische Wesenheit des Menschen betrifft, so muß man das, was ich jetzt eben vorausgesetzt habe, genau studieren, um das Eingreifen des Moralischen in das Physische beim Menschen zu begreifen. Beim Tiere reden wir nicht von Moralität, weil eben beim Tiere dieses Strömen des Astralischen von rückwärts nach vorne und von vorne nach rückwärts durch nichts unterbrochen ist. Beim Menschen tritt das Folgende ein.
[ 9 ] Dadurch, daß der Mensch ein aufrechtes Wesen ist, ist er nicht in der Lage, in derselben Weise wie etwa der Hund den astralischen Strom so unmittelbar den Sinneseindrücken entgegenzusenden. Der Hund hat ein horizontales Rückgrat. Die Bewegung des Astralischen von rückwärts nach vorne führt unmittelbar durch seinen Kopf durch. Beim Menschen ist der Kopf herausgehoben. Dadurch ist das ganze Verhältnis derjenigen astralischen Strömungen, die von rückwärts nach vorne strömen, die das eigentliche innere Wesen ausmachen, das Zusammenstimmen dieser Strömungen mit denjenigen Strömungen, die durch die Sinneseindrücke kommen, nicht so einfach, wie es beim Tiere ist. Und gerade, was die moralische Wesenheit des Menschen betrifft, so muß man das, was ich jetzt eben vorausgesetzt habe, genau studieren, um das Eingreifen des Moralischen in das Physische beim Menschen zu begreifen. Beim Tiere reden wir nicht von Moralität, weil eben beim Tiere dieses Strömen des Astralischen von rückwärts nach vorne und von vorne nach rückwärts durch nichts unterbrochen ist. Beim Menschen tritt das Folgende ein.
[ 10 ] Es hebt ja der Mensch sein Haupt geradezu heraus aus der astralischen Strömung, die von ihm kommt, und die von rückwärts nach vorne geht. Dieses Herausheben des Hauptes bedeutet eben die Verkörperung des eigentlichen Ich. Daß das Blut gewissermaßen nicht bloß den horizontalen Weg macht, sondern daß das Blut hinaufströmen muß als Träger der inneren Ich-Kräfte, das macht, daß der Mensch dieses Ich als sein Ich, als sein individuelles Ich erlebt. Das macht aber auch, daß beim Menschen zunächst das Haupt, also der hauptsächlichste Träger der Sinneseindrücke, rein hingegeben ist der Außenwelt. Der Mensch ist eigentlich viel mehr so organisiert, daß er seinen Tastsinn in einer loseren Verbindung hat mit dem Gesichtssinn zum Beispiel als das Tier. Beim Tier ist ein inniger Kontakt des Tastsinnes und des Gesichtssinnes. Wenn das Tier etwas sieht, so hat es unmittelbar das Gefühl, daß es auch das, was es sieht, tastet. Die Tastorgane fühlen sich erregt auch durch das Sehen. Diese Erregung der Tastorgane, die kommt dann zusammen, namentlich mit dem Strom, der von rückwärts nach vorne geht. Beim Menschen ist das Haupt herausgehoben und rein hingegeben der äußeren Welt. Das drückt sich insbesondere beim Gesichtssinn aus. Der Gesichtssinn des Menschen ist, man möchte sagen, eine Art ätherischer Sinn. Wir lernen ja nur allmählich durch das Urteil abschätzen, was in der physischen Welt zum Beispiel Distanzen sind oder dergleichen. Wir sehen vorzugsweise als Menschen dasjenige, was im Farbigen und in den Abtönungen des Farbigen sich ausdrückt.
[ 10 ] Es hebt ja der Mensch sein Haupt geradezu heraus aus der astralischen Strömung, die von ihm kommt, und die von rückwärts nach vorne geht. Dieses Herausheben des Hauptes bedeutet eben die Verkörperung des eigentlichen Ich. Daß das Blut gewissermaßen nicht bloß den horizontalen Weg macht, sondern daß das Blut hinaufströmen muß als Träger der inneren Ich-Kräfte, das macht, daß der Mensch dieses Ich als sein Ich, als sein individuelles Ich erlebt. Das macht aber auch, daß beim Menschen zunächst das Haupt, also der hauptsächlichste Träger der Sinneseindrücke, rein hingegeben ist der Außenwelt. Der Mensch ist eigentlich viel mehr so organisiert, daß er seinen Tastsinn in einer loseren Verbindung hat mit dem Gesichtssinn zum Beispiel als das Tier. Beim Tier ist ein inniger Kontakt des Tastsinnes und des Gesichtssinnes. Wenn das Tier etwas sieht, so hat es unmittelbar das Gefühl, daß es auch das, was es sieht, tastet. Die Tastorgane fühlen sich erregt auch durch das Sehen. Diese Erregung der Tastorgane, die kommt dann zusammen, namentlich mit dem Strom, der von rückwärts nach vorne geht. Beim Menschen ist das Haupt herausgehoben und rein hingegeben der äußeren Welt. Das drückt sich insbesondere beim Gesichtssinn aus. Der Gesichtssinn des Menschen ist, man möchte sagen, eine Art ätherischer Sinn. Wir lernen ja nur allmählich durch das Urteil abschätzen, was in der physischen Welt zum Beispiel Distanzen sind oder dergleichen. Wir sehen vorzugsweise als Menschen dasjenige, was im Farbigen und in den Abtönungen des Farbigen sich ausdrückt.
[ 11 ] Bedenken Sie nur, daß der Mensch erst in derjenigen Zeit, in welcher der Intellektualismus geboren worden ist, auch zu der Perspektive im Malen übergegangen ist. Bei den älteren Malern finden Sie ja keine Raumperspektive, weil erst in dieser Zeit, auf dem Umwege durch das Urteil, durch den Intellektualismus, die Augen sich gewöhnt haben, dasjenige Wirkliche zu sehen, was sich in der Perspektive, also in Distanzierungen ausdrückt.
[ 11 ] Bedenken Sie nur, daß der Mensch erst in derjenigen Zeit, in welcher der Intellektualismus geboren worden ist, auch zu der Perspektive im Malen übergegangen ist. Bei den älteren Malern finden Sie ja keine Raumperspektive, weil erst in dieser Zeit, auf dem Umwege durch das Urteil, durch den Intellektualismus, die Augen sich gewöhnt haben, dasjenige Wirkliche zu sehen, was sich in der Perspektive, also in Distanzierungen ausdrückt.
[ 12 ] Für das Auge ist vorzugsweise Farbiges, Helldunkel, Abstufung des Helldunkels da. Das aber — indem es über die Gegenstände ausgebreitet ist — stammt ja eigentlich aus dem Weltenraum. Die Sonne sendet das Licht, und indem das Licht, das aus dem Weltenraume kommt, auf die Dinge der Erde fällt und zurückgeworfen wird, schaut das Auge eigentlich die Dinge nicht mit Hilfe der irdischen Kräfte, sondern mit Hilfe der kosmischen, der Weltenkräfte.
[ 12 ] Für das Auge ist vorzugsweise Farbiges, Helldunkel, Abstufung des Helldunkels da. Das aber — indem es über die Gegenstände ausgebreitet ist — stammt ja eigentlich aus dem Weltenraum. Die Sonne sendet das Licht, und indem das Licht, das aus dem Weltenraume kommt, auf die Dinge der Erde fällt und zurückgeworfen wird, schaut das Auge eigentlich die Dinge nicht mit Hilfe der irdischen Kräfte, sondern mit Hilfe der kosmischen, der Weltenkräfte.
[ 13 ] Das ist aber überhaupt symptomatisch für das menschliche Haupt. Es ist mehr hingegeben dem Ätherischen der Welt als dem Physischen. Der Mensch findet sich in die physische Welt eigentlich dadurch hinein, daß er in ihr herumgeht, daß er sie betastet. Aber er findet sich in die physische Welt weniger hinein durch das, was die Sinne seines Hauptes sind.
[ 13 ] Das ist aber überhaupt symptomatisch für das menschliche Haupt. Es ist mehr hingegeben dem Ätherischen der Welt als dem Physischen. Der Mensch findet sich in die physische Welt eigentlich dadurch hinein, daß er in ihr herumgeht, daß er sie betastet. Aber er findet sich in die physische Welt weniger hinein durch das, was die Sinne seines Hauptes sind.
[ 14 ] Denken Sie nur einmal, wie gespenstig die Welt wäre, wie ätherischgespenstig, wenn wir nicht durch den Tastsinn die Räumlichkeiten erfaßten, sondern wenn wir nur dasjenige von der Räumlichkeit erfaßten, was uns das Auge überliefert! Die tierische Organisation in bezug auf das Haupt ist eben durchaus anders als die menschliche Organisation. Die tierische Organisation hängt mit der physischen Wirklichkeit durch das Haupt viel mehr zusammen als die menschliche Organisation. Wenn der Mensch die Wahrnehmungen seines Hauptes nimmt, so hat er darin etwas Idealisches, weil Ätherisches. Er lebt eigentlich ganz in der Ätherwelt durch sein Haupt.
[ 14 ] Denken Sie nur einmal, wie gespenstig die Welt wäre, wie ätherischgespenstig, wenn wir nicht durch den Tastsinn die Räumlichkeiten erfaßten, sondern wenn wir nur dasjenige von der Räumlichkeit erfaßten, was uns das Auge überliefert! Die tierische Organisation in bezug auf das Haupt ist eben durchaus anders als die menschliche Organisation. Die tierische Organisation hängt mit der physischen Wirklichkeit durch das Haupt viel mehr zusammen als die menschliche Organisation. Wenn der Mensch die Wahrnehmungen seines Hauptes nimmt, so hat er darin etwas Idealisches, weil Ätherisches. Er lebt eigentlich ganz in der Ätherwelt durch sein Haupt.
[ 15 ] Nun ist ja auch das Haupt äußerlich — und das ist nicht etwas bloß Oberflächliches, was ich da erwähne —, sondern es ist auch das Haupt äußerlich beim Menschen nachgebildet dem Kosmos. Nehmen Sie die einzelnen tierischen Kopfgestaltungen. Sie sind unmittelbar ein Ausdruck der eigenen tierischen Körperlichkeit. Sie können jenes kosmisch Gerundete der Hauptesbildung beim Menschen nicht bei den Tieren finden. Der Mensch ist tatsächlich in seinem Haupte ein Abbild des Kosmisch-Sphärischen, und er ringt sich auf zu dieser Abbildlichkeit des Kosmisch-Sphärischen dadurch, daß er eben zu seiner Körperlinie nicht die Horizontale hat wie beim Tier, sondern die Vertikale; daß er sich heraushebt aus der Horizontalen in die Vertikale.
[ 15 ] Nun ist ja auch das Haupt äußerlich — und das ist nicht etwas bloß Oberflächliches, was ich da erwähne —, sondern es ist auch das Haupt äußerlich beim Menschen nachgebildet dem Kosmos. Nehmen Sie die einzelnen tierischen Kopfgestaltungen. Sie sind unmittelbar ein Ausdruck der eigenen tierischen Körperlichkeit. Sie können jenes kosmisch Gerundete der Hauptesbildung beim Menschen nicht bei den Tieren finden. Der Mensch ist tatsächlich in seinem Haupte ein Abbild des Kosmisch-Sphärischen, und er ringt sich auf zu dieser Abbildlichkeit des Kosmisch-Sphärischen dadurch, daß er eben zu seiner Körperlinie nicht die Horizontale hat wie beim Tier, sondern die Vertikale; daß er sich heraushebt aus der Horizontalen in die Vertikale.
[ 16 ] Das drückt sich aber insbesondere aus, wenn man die ganze Organisation des Menschen ins Auge faßt. Die physische Organisation des menschlichen Hauptes ist an eine ätherische Organisation gebunden, die wirklich ganz die Reinheit des Kosmos in sich spiegelt. Die Organisation des menschlichen Hauptes im ätherischen Leibe ist durch das ganze Erdenleben des Menschen hindurch etwas, was wenig berührt wird von dem Irdischen, was gerade in seinem Ätherischen und noch mehr in seinem Astralischen durchaus kosmisch bleibt. Es ist ja auch so, daß, wenn der Mensch von einem Erdenleben zu dem nächsten übergeht, die Organisation, die außerhalb seines Hauptes liegt, also das, was unterhalb seines Kopfes ist — der Kopf verliert sich ja als Kraftsystem nach dem Tode —, sich umwandelt, natürlich nicht die physische Materie, sondern der Kraftzusammenhang, sich metamorphosiert und zum Haupt in der nächsten Inkarnation, im nächsten Erdenleben wird. Es muß also die menschliche Organisation, um Hauptesorganisation zu werden, erst durch den Kosmos hindurchgehen. Auf Erden kann die menschliche Hauptesorganisation sich gar nicht ausbilden. Durch sein Haupt ist der Mensch durchaus hingegeben an das Kosmische, nur durch seine übrige Organisation ist der Mensch an das Irdische gebunden. Daher können wir sagen: Beim Tiere geht die ganze Konfiguration des Kopfes aus seiner übrigen Organisation hervor, beim Menschen hebt sich der Kopf mit einer gewissen Selbständigkeit aus der übrigen Organisation heraus. Diese übrige Organisation aber drängt sich in das Haupt des Menschen hinein in alledem, was im Menschen Geste und Mienenspiel des Gesichtes wird. Wenn Sie nämlich eine innere Erregung haben, sagen wir ein Angstgefühl, da drückt sich dasjenige, was innerhalb des Stoffwechselgebietes, im Blutzirkulationssystem liegt, durch die Kräfte des menschlichen Organismus im Blaßwerden des Gesichtes und im Mienenspiel aus. Und ähnlich ist es bei anderen inneren Erregungen. Wir sehen beim Menschen das, was in dem übrigen Organismus ist, sich geistig-seelisch, das heißt aber astralisch, in das Haupt hinein ergießen, und bis in die Färbung der Haut, aber namentlich bis in das Mienenspiel hinein, drückt sich physiognomisch, könnte man sagen, beweglich-physiognomisch im Haupte aus, was astralisch in dem übrigen Organismus lebt.
[ 16 ] Das drückt sich aber insbesondere aus, wenn man die ganze Organisation des Menschen ins Auge faßt. Die physische Organisation des menschlichen Hauptes ist an eine ätherische Organisation gebunden, die wirklich ganz die Reinheit des Kosmos in sich spiegelt. Die Organisation des menschlichen Hauptes im ätherischen Leibe ist durch das ganze Erdenleben des Menschen hindurch etwas, was wenig berührt wird von dem Irdischen, was gerade in seinem Ätherischen und noch mehr in seinem Astralischen durchaus kosmisch bleibt. Es ist ja auch so, daß, wenn der Mensch von einem Erdenleben zu dem nächsten übergeht, die Organisation, die außerhalb seines Hauptes liegt, also das, was unterhalb seines Kopfes ist — der Kopf verliert sich ja als Kraftsystem nach dem Tode —, sich umwandelt, natürlich nicht die physische Materie, sondern der Kraftzusammenhang, sich metamorphosiert und zum Haupt in der nächsten Inkarnation, im nächsten Erdenleben wird. Es muß also die menschliche Organisation, um Hauptesorganisation zu werden, erst durch den Kosmos hindurchgehen. Auf Erden kann die menschliche Hauptesorganisation sich gar nicht ausbilden. Durch sein Haupt ist der Mensch durchaus hingegeben an das Kosmische, nur durch seine übrige Organisation ist der Mensch an das Irdische gebunden. Daher können wir sagen: Beim Tiere geht die ganze Konfiguration des Kopfes aus seiner übrigen Organisation hervor, beim Menschen hebt sich der Kopf mit einer gewissen Selbständigkeit aus der übrigen Organisation heraus. Diese übrige Organisation aber drängt sich in das Haupt des Menschen hinein in alledem, was im Menschen Geste und Mienenspiel des Gesichtes wird. Wenn Sie nämlich eine innere Erregung haben, sagen wir ein Angstgefühl, da drückt sich dasjenige, was innerhalb des Stoffwechselgebietes, im Blutzirkulationssystem liegt, durch die Kräfte des menschlichen Organismus im Blaßwerden des Gesichtes und im Mienenspiel aus. Und ähnlich ist es bei anderen inneren Erregungen. Wir sehen beim Menschen das, was in dem übrigen Organismus ist, sich geistig-seelisch, das heißt aber astralisch, in das Haupt hinein ergießen, und bis in die Färbung der Haut, aber namentlich bis in das Mienenspiel hinein, drückt sich physiognomisch, könnte man sagen, beweglich-physiognomisch im Haupte aus, was astralisch in dem übrigen Organismus lebt.
[ 17 ] Man hat ein sehr interessantes Studium, wenn man zum Beispiel sieht, wie der Mensch das, was er spricht — das kommt ja aus seinem Ich —, mit einem gewissen Mienenspiel begleitet, wie sich in seinem Gesichte ausdrückt, was in seinem astralischen Leibe lebt. Sieht man einem Menschen, der spricht, ins Antlitz, dann empfängt man mit den Worten, die er ausspricht, sein Ich, und mit dem Mienenspiel die begleitenden Vorgänge in seinem astralischen Organismus. Aber mit diesem astfalischen Organismus des Hauptes, der das Mienenspiel ins Leben ruft, ist nun auch verbunden der ätherische Organismus des Hauptes, und dieser ätherische Organismus des Hauptes ist ein wunderbares Abbild des Kosmos. Es ist etwas sehr Merkwürdiges, wenn man durch übersinnliches Schauen einen sprechenden Menschen beobachtet. Da sieht man, wie in seinem Mienenspiel der astralische Organismus sich überall ankündigt, wie aber der ätherische Organismus des Hauptes wenig ergriffen wird von diesem Mienenspiel. Der ätherische Organismus des Hauptes sträubt sich, in sich, in seine Gestaltungen, das Mienenspiel aufzunehmen. Es ist sehr interessant, zu sehen, daß gewisse hymnische Gesänge zum Beispiel, in denen der Mensch vom Gefühl der Heiligkeit durchzogen ist in seinem astralischen Leibe, leicht in den ätherischen Leib des Hauptes hinein aufgenommen werden, und zwar zeigt der ätherische Leib gegen das Antlitz zu, bei jedem Mienenspiel ein Lichtspiel; aber in den weiter rückwärts gelegenen Partien zeigt der ätherische Leib einen scharfen Widerstand gegen das Aufnehmen irgendwelcher Vorgänge aus dem Mienenspiel.
[ 17 ] Man hat ein sehr interessantes Studium, wenn man zum Beispiel sieht, wie der Mensch das, was er spricht — das kommt ja aus seinem Ich —, mit einem gewissen Mienenspiel begleitet, wie sich in seinem Gesichte ausdrückt, was in seinem astralischen Leibe lebt. Sieht man einem Menschen, der spricht, ins Antlitz, dann empfängt man mit den Worten, die er ausspricht, sein Ich, und mit dem Mienenspiel die begleitenden Vorgänge in seinem astralischen Organismus. Aber mit diesem astfalischen Organismus des Hauptes, der das Mienenspiel ins Leben ruft, ist nun auch verbunden der ätherische Organismus des Hauptes, und dieser ätherische Organismus des Hauptes ist ein wunderbares Abbild des Kosmos. Es ist etwas sehr Merkwürdiges, wenn man durch übersinnliches Schauen einen sprechenden Menschen beobachtet. Da sieht man, wie in seinem Mienenspiel der astralische Organismus sich überall ankündigt, wie aber der ätherische Organismus des Hauptes wenig ergriffen wird von diesem Mienenspiel. Der ätherische Organismus des Hauptes sträubt sich, in sich, in seine Gestaltungen, das Mienenspiel aufzunehmen. Es ist sehr interessant, zu sehen, daß gewisse hymnische Gesänge zum Beispiel, in denen der Mensch vom Gefühl der Heiligkeit durchzogen ist in seinem astralischen Leibe, leicht in den ätherischen Leib des Hauptes hinein aufgenommen werden, und zwar zeigt der ätherische Leib gegen das Antlitz zu, bei jedem Mienenspiel ein Lichtspiel; aber in den weiter rückwärts gelegenen Partien zeigt der ätherische Leib einen scharfen Widerstand gegen das Aufnehmen irgendwelcher Vorgänge aus dem Mienenspiel.
[ 18 ] Aus diesem ersehen Sie, daß das menschliche Haupt zwar in einer gewissen Beziehung zu dem übrigen Organismus steht, daß aber diese Beziehung gewissen Gesetzen unterliegt, weil der ätherische Leib nachgebildet ist dem Kosmos, und in dieser Konfiguration des Kosmos bleiben möchte, sich nicht beirren lassen möchte, namentlich nicht durch das, was aus den Leidenschaften, aus den Trieben, aus den Instinkten der menschlichen Natur kommt.
[ 18 ] Aus diesem ersehen Sie, daß das menschliche Haupt zwar in einer gewissen Beziehung zu dem übrigen Organismus steht, daß aber diese Beziehung gewissen Gesetzen unterliegt, weil der ätherische Leib nachgebildet ist dem Kosmos, und in dieser Konfiguration des Kosmos bleiben möchte, sich nicht beirren lassen möchte, namentlich nicht durch das, was aus den Leidenschaften, aus den Trieben, aus den Instinkten der menschlichen Natur kommt.
[ 19 ] Nun gibt es etwas anderes höchst Bedeutsames. Im Antlitze sehen wir ein gewisses Mienenspiel, das sich nach außen beim Menschen offenbart. Dieses Mienenspiel ist vom Temperament, vom Charakter des Menschen, von verschiedenen seelisch-physischen Eigentümlichkeiten abhängig. Aber es gibt ein anderes Mienenspiel im Menschen, sogar ein viel lebendigeres Mienenspiel, nur liegt dieses Mienenspiel nicht in seinem Bewußtsein, sondern es liegt im Unterbewußten. Es ist außersinnlicher Natur. Es liegt in einem Gebiet, wohin der Mensch mit seinem sinnlichen Beobachten nicht kommt. Wenn Sie nämlich den astralischen Leib des Menschen betrachten, nicht wie er dem Haupte angehört, sondern wie er namentlich dem Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus angehört, wenn Sie also den astralischen Leib des Menschen betrachten, wie er die Beine umschließt und durchdringt, wie er den Unterleib umschließt und durchdringt, dann bekommen Sie in diesem Teil des astralischen Organismus für übersinnliches Schauen auch ein Mienenspiel zu sehen, ein sehr lebendiges Mienenspiel, eine Physiognomie, die sich da ausdrückt. Und das Merkwürdige ist, daß dieses Mienenspiel, diese Physiognomie, von außen nach innen sich offenbart. Während also das Mienenspiel, welches das menschliche Sprechen oder sonst den menschlichen Anteil an der Umgebung äußert, sich nach außen offenbart, offenbart sich ein Mienenspiel, das der Mensch nicht in seinem gewöhnlichen Bewußtsein hat, nach innen. Das ist eine sehr interessante Tatsache.
[ 19 ] Nun gibt es etwas anderes höchst Bedeutsames. Im Antlitze sehen wir ein gewisses Mienenspiel, das sich nach außen beim Menschen offenbart. Dieses Mienenspiel ist vom Temperament, vom Charakter des Menschen, von verschiedenen seelisch-physischen Eigentümlichkeiten abhängig. Aber es gibt ein anderes Mienenspiel im Menschen, sogar ein viel lebendigeres Mienenspiel, nur liegt dieses Mienenspiel nicht in seinem Bewußtsein, sondern es liegt im Unterbewußten. Es ist außersinnlicher Natur. Es liegt in einem Gebiet, wohin der Mensch mit seinem sinnlichen Beobachten nicht kommt. Wenn Sie nämlich den astralischen Leib des Menschen betrachten, nicht wie er dem Haupte angehört, sondern wie er namentlich dem Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus angehört, wenn Sie also den astralischen Leib des Menschen betrachten, wie er die Beine umschließt und durchdringt, wie er den Unterleib umschließt und durchdringt, dann bekommen Sie in diesem Teil des astralischen Organismus für übersinnliches Schauen auch ein Mienenspiel zu sehen, ein sehr lebendiges Mienenspiel, eine Physiognomie, die sich da ausdrückt. Und das Merkwürdige ist, daß dieses Mienenspiel, diese Physiognomie, von außen nach innen sich offenbart. Während also das Mienenspiel, welches das menschliche Sprechen oder sonst den menschlichen Anteil an der Umgebung äußert, sich nach außen offenbart, offenbart sich ein Mienenspiel, das der Mensch nicht in seinem gewöhnlichen Bewußtsein hat, nach innen. Das ist eine sehr interessante Tatsache.
[ 20 ] Ich möchte Ihnen das schematisch vor Augen führen. Nehmen Sie an, Sie haben hier den Menschen. Dann haben wir hier den astralischen Leib (rot), welcher der Veranlasser des Mienenspieles ist, der sich nach außen offenbart. Wir haben denselben astralischen Leib, aber einen anderen Teil davon hier (gelb), und während wir hier (oben) in diesem astralischen Leib das Mienenspiel sich nach außen offenbarend haben, haben wir hier (unten) ein Mienenspiel, das sich ganz nach innen offenbart: dieser Teil des astralischen Leibes wendet gewissermaßen ein Antlitz nach innen. Der Mensch weiß im gewöhnlichen Bewußtsein nichts davon, aber es ist so. Wenn wir das Kind betrachten, so finden wir, wie es fortwährend dieses Mienenspiel von diesem Teil des astralischen Leibes nach innen wendet, und wenn wir den mehr erwachsenen Menschen betrachten, so werden die Mienen sogar mehr oder weniger bleibend. Der Mensch bekommt da eine Physiognomie nach innen. Und was ist dieses Mienenspiel? Ja, diesem Mienenspiel liegt folgendes zugrunde.
[ 20 ] Ich möchte Ihnen das schematisch vor Augen führen. Nehmen Sie an, Sie haben hier den Menschen. Dann haben wir hier den astralischen Leib (rot), welcher der Veranlasser des Mienenspieles ist, der sich nach außen offenbart. Wir haben denselben astralischen Leib, aber einen anderen Teil davon hier (gelb), und während wir hier (oben) in diesem astralischen Leib das Mienenspiel sich nach außen offenbarend haben, haben wir hier (unten) ein Mienenspiel, das sich ganz nach innen offenbart: dieser Teil des astralischen Leibes wendet gewissermaßen ein Antlitz nach innen. Der Mensch weiß im gewöhnlichen Bewußtsein nichts davon, aber es ist so. Wenn wir das Kind betrachten, so finden wir, wie es fortwährend dieses Mienenspiel von diesem Teil des astralischen Leibes nach innen wendet, und wenn wir den mehr erwachsenen Menschen betrachten, so werden die Mienen sogar mehr oder weniger bleibend. Der Mensch bekommt da eine Physiognomie nach innen. Und was ist dieses Mienenspiel? Ja, diesem Mienenspiel liegt folgendes zugrunde.
[ 21 ] Wenn der Mensch als Impuls hat, was man im gewöhnlichen Leben, aber mit Recht, eine gute Handlung, eine moralische Handlung nennt, dann ist ein anderes Mienenspiel nach innen vorhanden, als wenn man eine böse Handlung als Impuls in sich hat. Es ist gewissermaßen ein häßlicher Ausdruck, ein häßlicher Gesichtsausdruck, wenn ich so sagen darf, nach innen, wenn der Mensch eine egoistische Tat vollbringt. Denn es reduzieren sich im Grunde alle moralischen Taten auf das Unegoistische, alle unmoralischen Taten auf das Egoistische. Nur daß im gewöhnlichen Leben diese wirkliche moralische Beurteilung dadurch maskiert ist, daß jemand eigentlich sehr unmoralisch, nämlich durch und durch von egoistischen Motiven durchzogen sein kann, aber konventionell gewissen Moralregeln folgt. Das sind dann gar nicht seine eigenen. Da ist er eingefädelt in dasjenige, was ihm anerzogen ist, oder was er deshalb tut, weil er sich geniert vor dem, was die anderen sagen. Er ist eingefädelt als ein Glied in eine Kette. Aber das wirklich Moralische, das an der menschlichen Individualität eigentlich haftet, in ihr lebt, ist schon so beschaffen, daß das Gute von jenem Interesse kommt, das wiran dem anderen Menschen haben; von jenem Interesse, das wir dadurch gewinnen können, daß wir das, was andere fühlen und empfinden, als unser Eigenes fühlen und empfinden können, während das Unmoralische im Ursprünglichen etwas ist, wo der Mensch sich verschließt, wo er nicht mitempfindet, was andere Menschen empfinden. Gut denken heißt im Grunde genommen, sich in andere Menschen hineinversetzen können, böse denken heißt, sich in andere Menschen nicht hineinversetzen können. Das kann dann zu Gesetzen werden, zu konventionellen Regeln, zu Dingen, über die man sich geniert oder nicht geniert. Dann kann das, was eigentlich ein Egoistisches ist, sehr zurückgedrängt werden unter der Konvention. Aber es ist im Grunde genommen für die moralische Bewertung doch nicht dasjenige maßgebend, was der Mensch tut, sondern man muß tiefer in den menschlichen Charakter, in die menschliche Natur hineinschauen, um den eigentlichen moralischen Wert des Menschen beurteilen zu können.
[ 21 ] Wenn der Mensch als Impuls hat, was man im gewöhnlichen Leben, aber mit Recht, eine gute Handlung, eine moralische Handlung nennt, dann ist ein anderes Mienenspiel nach innen vorhanden, als wenn man eine böse Handlung als Impuls in sich hat. Es ist gewissermaßen ein häßlicher Ausdruck, ein häßlicher Gesichtsausdruck, wenn ich so sagen darf, nach innen, wenn der Mensch eine egoistische Tat vollbringt. Denn es reduzieren sich im Grunde alle moralischen Taten auf das Unegoistische, alle unmoralischen Taten auf das Egoistische. Nur daß im gewöhnlichen Leben diese wirkliche moralische Beurteilung dadurch maskiert ist, daß jemand eigentlich sehr unmoralisch, nämlich durch und durch von egoistischen Motiven durchzogen sein kann, aber konventionell gewissen Moralregeln folgt. Das sind dann gar nicht seine eigenen. Da ist er eingefädelt in dasjenige, was ihm anerzogen ist, oder was er deshalb tut, weil er sich geniert vor dem, was die anderen sagen. Er ist eingefädelt als ein Glied in eine Kette. Aber das wirklich Moralische, das an der menschlichen Individualität eigentlich haftet, in ihr lebt, ist schon so beschaffen, daß das Gute von jenem Interesse kommt, das wiran dem anderen Menschen haben; von jenem Interesse, das wir dadurch gewinnen können, daß wir das, was andere fühlen und empfinden, als unser Eigenes fühlen und empfinden können, während das Unmoralische im Ursprünglichen etwas ist, wo der Mensch sich verschließt, wo er nicht mitempfindet, was andere Menschen empfinden. Gut denken heißt im Grunde genommen, sich in andere Menschen hineinversetzen können, böse denken heißt, sich in andere Menschen nicht hineinversetzen können. Das kann dann zu Gesetzen werden, zu konventionellen Regeln, zu Dingen, über die man sich geniert oder nicht geniert. Dann kann das, was eigentlich ein Egoistisches ist, sehr zurückgedrängt werden unter der Konvention. Aber es ist im Grunde genommen für die moralische Bewertung doch nicht dasjenige maßgebend, was der Mensch tut, sondern man muß tiefer in den menschlichen Charakter, in die menschliche Natur hineinschauen, um den eigentlichen moralischen Wert des Menschen beurteilen zu können.
[ 22 ] Der moralische Wert drückt sich im astralischen Leibe dadurch aus, daß dieser Teil des astralischen Leibes ein schönes Antlitz nach innen wendet, wenn unegoistische Handlungen, altruistische Impulse im Menschen leben, und einen häßlichen Gesichtsausdruck nach innen wendet, wenn egoistische, böse Impulse im Menschen leben. So daß ein Geist, der in dem [astralischen] Menschen drinnen liest, genau ebenso nach dieser Physiognomie beurteilen kann, ob ein Mensch gut oder böse ist, wie man den Menschen nach anderen Eigenschaften an seinem Mienenspiel beurteilen kann. Das alles steht nicht im gewöhnlichen Bewußtsein, aber es ist unweigerlich da. Es gibt keine Möglichkeit, daß die Unehrlichkeit nicht tief in diesen Menschen hineingeht. Man könnte sich einen abgefeimten Schurken denken, der sein ganzes Gesichtsmienenspiel, das, was nach außen geht, in seiner Gewalt hätte, der das unschuldigste Gesicht von der Welt hätte, indem er die schurkischesten Impulse entfaltet; aber in dem, was da in seinem astralischen Leibe ist und ihm nach innen eine Physiognomie, eine Mimik gibt, da kann er nicht unredlich sein, da macht er sich in dem Momente zum Teufel, wo er eben seine unmoralischen Motive hat. Nach außen kann er unschuldig wie ein Kind schauen, nach innen hinein, in sich selber sieht er aus wie ein Teufel; und der reine Egoist schaut sein Herz mit teuflischem Grinsen an. Das ist einfach ebenso Gesetz, wie die Naturgesetze Gesetze sind.
[ 22 ] Der moralische Wert drückt sich im astralischen Leibe dadurch aus, daß dieser Teil des astralischen Leibes ein schönes Antlitz nach innen wendet, wenn unegoistische Handlungen, altruistische Impulse im Menschen leben, und einen häßlichen Gesichtsausdruck nach innen wendet, wenn egoistische, böse Impulse im Menschen leben. So daß ein Geist, der in dem [astralischen] Menschen drinnen liest, genau ebenso nach dieser Physiognomie beurteilen kann, ob ein Mensch gut oder böse ist, wie man den Menschen nach anderen Eigenschaften an seinem Mienenspiel beurteilen kann. Das alles steht nicht im gewöhnlichen Bewußtsein, aber es ist unweigerlich da. Es gibt keine Möglichkeit, daß die Unehrlichkeit nicht tief in diesen Menschen hineingeht. Man könnte sich einen abgefeimten Schurken denken, der sein ganzes Gesichtsmienenspiel, das, was nach außen geht, in seiner Gewalt hätte, der das unschuldigste Gesicht von der Welt hätte, indem er die schurkischesten Impulse entfaltet; aber in dem, was da in seinem astralischen Leibe ist und ihm nach innen eine Physiognomie, eine Mimik gibt, da kann er nicht unredlich sein, da macht er sich in dem Momente zum Teufel, wo er eben seine unmoralischen Motive hat. Nach außen kann er unschuldig wie ein Kind schauen, nach innen hinein, in sich selber sieht er aus wie ein Teufel; und der reine Egoist schaut sein Herz mit teuflischem Grinsen an. Das ist einfach ebenso Gesetz, wie die Naturgesetze Gesetze sind.
[ 23 ] Aber nun kommt dasjenige, was das Ausschlaggebende ist. Wenn hier eine häßliche Physiognomie sich entwickelt (unten), dann stößt der an den Kosmos gewöhnte Kopf diese Physiognomie zurück, nimmt sie nicht auf, und der Mensch bildet in seinem Ätherischen solch einen Leib aus, wie er beim Ahriman gemacht worden ist, wo das Haupt verkümmert ist, verinstinktiviert ist. Es geht alles in die unteren Glieder des ätherischen Leibes hinein. Das Haupt nimmt das nicht auf, und der Mensch macht sich ahrimanisch in seinem unteren ätherischen Leibe, und durchzieht dann auch sein Haupt mit dem, was dieser ahrimanische Leib noch in das Haupt hineinstößt. Das ist nämlich das Merkwürdige, daß der Mensch in seinem Haupt, schon in dem Wärmeäther des Hauptes, die Physiognomie des Unmoralischen abstößt, sie nicht hinaufläßt. So daß also der unmoralische Mensch einen ätherisch-ahrimanischen Organismus in sich trägt und sein Haupt unbeeinflußt bleibt von dem, was in ihm ist. Es bleibt zwar ein Abbild des Kosmos, aber es gehört ihm eigentlich immer weniger und weniger an, weil er es nicht mit seiner eigenen Wesenheit durchdringen kann.
[ 23 ] Aber nun kommt dasjenige, was das Ausschlaggebende ist. Wenn hier eine häßliche Physiognomie sich entwickelt (unten), dann stößt der an den Kosmos gewöhnte Kopf diese Physiognomie zurück, nimmt sie nicht auf, und der Mensch bildet in seinem Ätherischen solch einen Leib aus, wie er beim Ahriman gemacht worden ist, wo das Haupt verkümmert ist, verinstinktiviert ist. Es geht alles in die unteren Glieder des ätherischen Leibes hinein. Das Haupt nimmt das nicht auf, und der Mensch macht sich ahrimanisch in seinem unteren ätherischen Leibe, und durchzieht dann auch sein Haupt mit dem, was dieser ahrimanische Leib noch in das Haupt hineinstößt. Das ist nämlich das Merkwürdige, daß der Mensch in seinem Haupt, schon in dem Wärmeäther des Hauptes, die Physiognomie des Unmoralischen abstößt, sie nicht hinaufläßt. So daß also der unmoralische Mensch einen ätherisch-ahrimanischen Organismus in sich trägt und sein Haupt unbeeinflußt bleibt von dem, was in ihm ist. Es bleibt zwar ein Abbild des Kosmos, aber es gehört ihm eigentlich immer weniger und weniger an, weil er es nicht mit seiner eigenen Wesenheit durchdringen kann.
[ 24 ] Ein unmoralischer Mensch kommt dadurch wenig über sein Leben in der vorigen Inkarnation hinaus. Was sein Haupt geworden ist in der Umbildung aus dem übrigen Leib der vorigen Inkarnation, das bleibt das Haupt auch, und stirbt er, so ist er in bezug auf sein Haupt gar nicht sehr weit gekommen. Dagegen das, was die moralische Phantasie nach innen bewirkt, das strömt beim Menschen bis zum Haupte herauf. Es bewirkt die vertikale Richtung. In der vertikalen Richtung strömt nämlich eigentlich kein Unmoralisches. Dieses schoppt sich zusammen und ahrimanisiert den Menschen. In der vertikalen Richtung strömt nur das Moralische. Und zwar ist das so, daß schon in dem Äther, in dem Wärmeäther des Blutes in vertikaler Rich Tafel 3 tung die Physiognomie des Unmoralischen zurückgestoßen wird. Das Haupt nimmt das nicht auf. Das Moralische aber geht mit der Blutwärme schon im Wärmeäther in das Haupt hinauf, noch mehr im Lichtäther, und namentlich im chemischen und Lebensäther. Der Mensch durchdringt mit seinem eigenen Wesen sein Haupt.
[ 24 ] Ein unmoralischer Mensch kommt dadurch wenig über sein Leben in der vorigen Inkarnation hinaus. Was sein Haupt geworden ist in der Umbildung aus dem übrigen Leib der vorigen Inkarnation, das bleibt das Haupt auch, und stirbt er, so ist er in bezug auf sein Haupt gar nicht sehr weit gekommen. Dagegen das, was die moralische Phantasie nach innen bewirkt, das strömt beim Menschen bis zum Haupte herauf. Es bewirkt die vertikale Richtung. In der vertikalen Richtung strömt nämlich eigentlich kein Unmoralisches. Dieses schoppt sich zusammen und ahrimanisiert den Menschen. In der vertikalen Richtung strömt nur das Moralische. Und zwar ist das so, daß schon in dem Äther, in dem Wärmeäther des Blutes in vertikaler Rich Tafel 3 tung die Physiognomie des Unmoralischen zurückgestoßen wird. Das Haupt nimmt das nicht auf. Das Moralische aber geht mit der Blutwärme schon im Wärmeäther in das Haupt hinauf, noch mehr im Lichtäther, und namentlich im chemischen und Lebensäther. Der Mensch durchdringt mit seinem eigenen Wesen sein Haupt.
[ 25 ] Es ist wirklich ein Hineinwirken des Moralischen in das Physische, indem man sagen kann: die ätherische Hauptesorganisation des Menschen hat wohl Affinität zum Moralischen im Menschen, nicht aber zum Unmoralischen. Und niemand sieht ein, wie die moralischen Impulse ins Physische hineinwirken auf dem Umwege durch das Äthetische, der bei der bloßen physisch-sinnlichen Beobachtung der Welt stehen bleibt. Man muß den Gesamtmenschen nach ätherischer und astralischer Organisation nehmen, dann hat man das Gebiet, wo man sieht, wie das Moralische eingreift in die ganze Organisation des Menschen.
[ 25 ] Es ist wirklich ein Hineinwirken des Moralischen in das Physische, indem man sagen kann: die ätherische Hauptesorganisation des Menschen hat wohl Affinität zum Moralischen im Menschen, nicht aber zum Unmoralischen. Und niemand sieht ein, wie die moralischen Impulse ins Physische hineinwirken auf dem Umwege durch das Äthetische, der bei der bloßen physisch-sinnlichen Beobachtung der Welt stehen bleibt. Man muß den Gesamtmenschen nach ätherischer und astralischer Organisation nehmen, dann hat man das Gebiet, wo man sieht, wie das Moralische eingreift in die ganze Organisation des Menschen.
[ 26 ] Nun können Sie sich denken, wie das anders aussieht, wenn der Mensch stirbt. Hat sein Haupt die Kräfte seiner übrigen Organisation zurückgestoßen, dann ist ja in dem Ätherleib, den er nach einigen Tagen abwirft, in seinem Haupte nichts von ihm eigentlich drinnen. Da macht er keinen besonderen Eindruck auf die Welt. Da arbeitet er nicht mit an der Fortentwickelung der Erde, weil er keine Kräfte hineinschickt in dasjenige, was in die Zukunft hineinreicht. Hat der Mensch moralische Impulse in sich entwickelt, die sein Haupt aufgenommen hat, dann verläßt ihn sein Ätherleib als ein Mensch. Der Unmoralische wird von seinem Ätherleib verlassen, indem der Ätherleib wirklich richtig ahrimanisch aussieht. Man bekommt einen guten Eindruck von der ahrimanischen Form, auch sogar ohne daß man sich bemüht, Ahriman selbst zu begegnen, wenn man den Ätherleib der unmoralischen Menschen in den Kosmos übergehen sieht. Der ist ahrimanisiert in seiner Form. Dagegen vermenschlicht, menschlich gerundet und abgeklärt ist der Ätherleib, der sich zwei, drei Tage nach dem Tode loslöst von dem astralischen Leib und dem Ich bei einem Menschen mit moralischen Impulsen.
[ 26 ] Nun können Sie sich denken, wie das anders aussieht, wenn der Mensch stirbt. Hat sein Haupt die Kräfte seiner übrigen Organisation zurückgestoßen, dann ist ja in dem Ätherleib, den er nach einigen Tagen abwirft, in seinem Haupte nichts von ihm eigentlich drinnen. Da macht er keinen besonderen Eindruck auf die Welt. Da arbeitet er nicht mit an der Fortentwickelung der Erde, weil er keine Kräfte hineinschickt in dasjenige, was in die Zukunft hineinreicht. Hat der Mensch moralische Impulse in sich entwickelt, die sein Haupt aufgenommen hat, dann verläßt ihn sein Ätherleib als ein Mensch. Der Unmoralische wird von seinem Ätherleib verlassen, indem der Ätherleib wirklich richtig ahrimanisch aussieht. Man bekommt einen guten Eindruck von der ahrimanischen Form, auch sogar ohne daß man sich bemüht, Ahriman selbst zu begegnen, wenn man den Ätherleib der unmoralischen Menschen in den Kosmos übergehen sieht. Der ist ahrimanisiert in seiner Form. Dagegen vermenschlicht, menschlich gerundet und abgeklärt ist der Ätherleib, der sich zwei, drei Tage nach dem Tode loslöst von dem astralischen Leib und dem Ich bei einem Menschen mit moralischen Impulsen.
[ 27 ] Ein solcher Mensch verarbeitet dasjenige, was er als Mensch auf der Erde erlebt, auch in seinem Haupte, nicht bloß in seinem übrigen Organismus, und er übergibt es durch die Ähnlichkeit des Hauptes dem Kosmos. Das Haupt ist ja dem Kosmos ähnlich, der übrige Organismus ist nicht sehr ähnlich dem Kosmos; der wird nach einiger Zeit, nachdem er übergeben ist dem Kosmos, man möchte sagen, wie eine Wolke zerstreut und fällt auf die Erde mehr oder weniger nieder, oder wird wenigstens in Strömungen hineingetrieben, die um die Erde herumkreisen. Was der Mensch aber von seinem Moralischen in sein Haupt hineingeprägt hat, das wird in die Weiten des Kosmos ausgegossen, dadurch arbeitet der Mensch an einer Neugestaltung des Kosmos mit. Und so können wir sagen: An der Art und Weise, wie der Mensch moralisch oder unmoralisch ist, arbeitet er mit an der Zukunft der Erde. Der unmoralische Mensch übergibt den Kräften, welche die Erde umgeben — und die sind wichtig für alles Wirken, denn aus dem Ätherischen entsteht später das Physische der Erde —, dasjenige, was ätherisch auf die Erde niederrieselt und sich wiederum mit der Erde verbindet, oder was in dem Umkreise der Erde lebt. Der moralische Mensch dagegen, indem er in sein Haupt aufgenommen hat die Kräfte, die sich gerade durch die moralischen Impulse entwickeln, übergibt dem ganzen Kosmos das, was er auf der Erde erarbeitet hat.
[ 27 ] Ein solcher Mensch verarbeitet dasjenige, was er als Mensch auf der Erde erlebt, auch in seinem Haupte, nicht bloß in seinem übrigen Organismus, und er übergibt es durch die Ähnlichkeit des Hauptes dem Kosmos. Das Haupt ist ja dem Kosmos ähnlich, der übrige Organismus ist nicht sehr ähnlich dem Kosmos; der wird nach einiger Zeit, nachdem er übergeben ist dem Kosmos, man möchte sagen, wie eine Wolke zerstreut und fällt auf die Erde mehr oder weniger nieder, oder wird wenigstens in Strömungen hineingetrieben, die um die Erde herumkreisen. Was der Mensch aber von seinem Moralischen in sein Haupt hineingeprägt hat, das wird in die Weiten des Kosmos ausgegossen, dadurch arbeitet der Mensch an einer Neugestaltung des Kosmos mit. Und so können wir sagen: An der Art und Weise, wie der Mensch moralisch oder unmoralisch ist, arbeitet er mit an der Zukunft der Erde. Der unmoralische Mensch übergibt den Kräften, welche die Erde umgeben — und die sind wichtig für alles Wirken, denn aus dem Ätherischen entsteht später das Physische der Erde —, dasjenige, was ätherisch auf die Erde niederrieselt und sich wiederum mit der Erde verbindet, oder was in dem Umkreise der Erde lebt. Der moralische Mensch dagegen, indem er in sein Haupt aufgenommen hat die Kräfte, die sich gerade durch die moralischen Impulse entwickeln, übergibt dem ganzen Kosmos das, was er auf der Erde erarbeitet hat.
[ 28 ] Auf der Erde kann man, wenn man an ihr haften bleibt, nicht sehen, wie die moralischen Impulse eigentlich wirken; da bleiben sie Abstraktionen. Nehmen Sie bei irgendeinem Moralphilosophen, sagen wir zum Beispiel Ferbart, die moralischen Impulse. Er führt fünf moralische Impulse an: die innere Freiheit, das Wohlwollen, die Vollkommenheit, die Billigkeit und die Rechtlichkeit. Wenn also ein Mensch nach diesen fünf Tugendarten sich richtet, ist er ein moralischer Mensch. Aber Herbart kann eigentlich nicht angeben, was das mehr ist als etwas Abstraktes: er ist halt ein moralischer Mensch. Aber was das für die Welt bedeutet, das gibt solch ein Philosoph nicht an.
[ 28 ] Auf der Erde kann man, wenn man an ihr haften bleibt, nicht sehen, wie die moralischen Impulse eigentlich wirken; da bleiben sie Abstraktionen. Nehmen Sie bei irgendeinem Moralphilosophen, sagen wir zum Beispiel Ferbart, die moralischen Impulse. Er führt fünf moralische Impulse an: die innere Freiheit, das Wohlwollen, die Vollkommenheit, die Billigkeit und die Rechtlichkeit. Wenn also ein Mensch nach diesen fünf Tugendarten sich richtet, ist er ein moralischer Mensch. Aber Herbart kann eigentlich nicht angeben, was das mehr ist als etwas Abstraktes: er ist halt ein moralischer Mensch. Aber was das für die Welt bedeutet, das gibt solch ein Philosoph nicht an.
[ 29 ] Nun ja, man kann ja auch die Tugenden anders benennen, je nachdem man gewisse menschliche Impulse so oder so zusammenfaßt. Ich habe Ihnen gestern die vier Kardinaltugenden Nietzsches angeführt, der wiederum etwas anders gruppiert. Er unterscheidet, wie ich gesagt habe, Redlichkeit gegen sich und seine Freunde, Tapferkeit gegen seine Feinde, Großmut gegen die Besiegten und Höflichkeit gegen alle Menschen. Und andere Moralphilosophen haben wiederum andere Tugenden angeführt. Aber alle diese Tugenden bleiben Abstraktionen, wenn man vom Menschen nur das Physische weiß. Dann steht man mit diesen Tugenden als Impulsen vor den Menschen, wie man mit einem Befehl vor der Maschine steht: Sie können einer Maschine noch so gut zureden, es fällt ihr gar nicht ein, etwas von Ihren Impulsen anzunehmen. Ebenso kann die Menschennatur, von der die heutige Weltanschauung spricht, nichts annehmen von den moralischen Impulsen. Man muß, um die Wirklichkeit, die Wirksamkeit des Moralischen einzusehen, eben das Gebiet des Übersinnlichen betreten.
[ 29 ] Nun ja, man kann ja auch die Tugenden anders benennen, je nachdem man gewisse menschliche Impulse so oder so zusammenfaßt. Ich habe Ihnen gestern die vier Kardinaltugenden Nietzsches angeführt, der wiederum etwas anders gruppiert. Er unterscheidet, wie ich gesagt habe, Redlichkeit gegen sich und seine Freunde, Tapferkeit gegen seine Feinde, Großmut gegen die Besiegten und Höflichkeit gegen alle Menschen. Und andere Moralphilosophen haben wiederum andere Tugenden angeführt. Aber alle diese Tugenden bleiben Abstraktionen, wenn man vom Menschen nur das Physische weiß. Dann steht man mit diesen Tugenden als Impulsen vor den Menschen, wie man mit einem Befehl vor der Maschine steht: Sie können einer Maschine noch so gut zureden, es fällt ihr gar nicht ein, etwas von Ihren Impulsen anzunehmen. Ebenso kann die Menschennatur, von der die heutige Weltanschauung spricht, nichts annehmen von den moralischen Impulsen. Man muß, um die Wirklichkeit, die Wirksamkeit des Moralischen einzusehen, eben das Gebiet des Übersinnlichen betreten.
[ 30 ] Ein Übersinnliches ist die nach innen gewendete Mimik, die nach innen gewendete Gebärde, die, je nachdem sie moralisch oder unmoralisch ist, vom Haupte aufgenommen oder zurückgestoßen wird und dadurch in die Welt übergeht, oder auf der Erde zerschellt, zerberstet, zersplittert wird.
[ 30 ] Ein Übersinnliches ist die nach innen gewendete Mimik, die nach innen gewendete Gebärde, die, je nachdem sie moralisch oder unmoralisch ist, vom Haupte aufgenommen oder zurückgestoßen wird und dadurch in die Welt übergeht, oder auf der Erde zerschellt, zerberstet, zersplittert wird.
[ 31 ] So hängt selbst ein Moralphilosoph von jener inneren Kraft wie Nietzsche vollständig in der Luft mit seinen Moralprinzipien und kann nur auf die Art zu einer Festigung kommen, wie ich es Ihnen gestern erzählt habe. Aber das ist keine wirkliche Festigung. Er mußte trotz allem « Jenseits von Gut und Böse» zuletzt auf die menschliche Physis zurückgehen. Daran scheiterte er. So muß man, wenn man die Wirksamkeit des Moralischen ins Auge fassen will, über die bloße physische Weltordnung hinausgehen, muß das Gebiet des Übersinnlichen betreten, muß sich klar sein darüber, daß das Moralische zwar abstrakt hereinscheint in das Physische, daß aber seine Wirksamkeit nur im Übersinnlichen geschaut und beurteilt werden kann.
[ 31 ] So hängt selbst ein Moralphilosoph von jener inneren Kraft wie Nietzsche vollständig in der Luft mit seinen Moralprinzipien und kann nur auf die Art zu einer Festigung kommen, wie ich es Ihnen gestern erzählt habe. Aber das ist keine wirkliche Festigung. Er mußte trotz allem « Jenseits von Gut und Böse» zuletzt auf die menschliche Physis zurückgehen. Daran scheiterte er. So muß man, wenn man die Wirksamkeit des Moralischen ins Auge fassen will, über die bloße physische Weltordnung hinausgehen, muß das Gebiet des Übersinnlichen betreten, muß sich klar sein darüber, daß das Moralische zwar abstrakt hereinscheint in das Physische, daß aber seine Wirksamkeit nur im Übersinnlichen geschaut und beurteilt werden kann.
