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Insight from Initiation
GA 227

25 August 1921, Penmaenmawr

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Das Ineinanderspielen der verschiedenen Welten

Das Ineinanderspielen der verschiedenen Welten

[ 1 ] Im Leben der Menschen spielen übersinnliche Welt und sinnliche Welt fortwährend ineinander, und ich habe schon auf jene extremen Fälle hingedeutet, wo die beiden Welten, oder eigentlich alle drei Welten, ohne daß der Mensch durch seine eigene Entwickelung etwas dazu tut, ineinanderspielen. Heute werden wir solche Typen des Ineinanderspielens der verschiedenen Welten besprechen, und zwar gedenke ich zuerst den gewöhnlichen Nachtwandler- oder Mondenwandlertypus, dann den Jakob Böhme-Typus und endlich den Swedenborg-Typus zu besprechen.

[ 1 ] Im Leben der Menschen spielen übersinnliche Welt und sinnliche Welt fortwährend ineinander, und ich habe schon auf jene extremen Fälle hingedeutet, wo die beiden Welten, oder eigentlich alle drei Welten, ohne daß der Mensch durch seine eigene Entwickelung etwas dazu tut, ineinanderspielen. Heute werden wir solche Typen des Ineinanderspielens der verschiedenen Welten besprechen, und zwar gedenke ich zuerst den gewöhnlichen Nachtwandler- oder Mondenwandlertypus, dann den Jakob Böhme-Typus und endlich den Swedenborg-Typus zu besprechen.

[ 2 ] Diese drei Typen, sie stehen so zueinander, daß uns ein jeder dieser Typen zu gleicher Zeit, ich möchte sagen, wie durch ein Weltexperiment darauf aufmerksam macht, wie die Menschenentwickelung mit der ganzen Weltentwickelung zusammenhängt. Und auch darauf möchte ich gerade in Anlehnung an diese drei Typen aufmerksam machen.

[ 2 ] Diese drei Typen, sie stehen so zueinander, daß uns ein jeder dieser Typen zu gleicher Zeit, ich möchte sagen, wie durch ein Weltexperiment darauf aufmerksam macht, wie die Menschenentwickelung mit der ganzen Weltentwickelung zusammenhängt. Und auch darauf möchte ich gerade in Anlehnung an diese drei Typen aufmerksam machen.

[ 3 ] Wenn wir diese drei Typen betrachten, die mit einer gewissen Ignorierung des Hüters der Schwelle sich in die geistige Welt und wiederum zurückbegeben, dann finden wir ja namentlich, daß sie der gewöhnliche Nachtwandlertypus, der Jakob-Böhme-Typus und der Swedenborg-Typus — in einer anderen Art die übersinnliche Welt wahrnehmen oder, wie dies besonders beim Nachtwandlertypus der Fall ist, in ihr tätig sind, als das geschieht durch die imaginative, inspirierte und intuitive Erkenntnis. Und dies rührt davon her, daß, wenn man sich in die geistige Welt begibt, und das tut ja unbewußt jeder Mensch mit jedem Schlafe, alle Dinge — auch dies habe ich schon angedeutet — anders werden, als sie hier in der physischen Welt sind.

[ 3 ] Wenn wir diese drei Typen betrachten, die mit einer gewissen Ignorierung des Hüters der Schwelle sich in die geistige Welt und wiederum zurückbegeben, dann finden wir ja namentlich, daß sie der gewöhnliche Nachtwandlertypus, der Jakob-Böhme-Typus und der Swedenborg-Typus — in einer anderen Art die übersinnliche Welt wahrnehmen oder, wie dies besonders beim Nachtwandlertypus der Fall ist, in ihr tätig sind, als das geschieht durch die imaginative, inspirierte und intuitive Erkenntnis. Und dies rührt davon her, daß, wenn man sich in die geistige Welt begibt, und das tut ja unbewußt jeder Mensch mit jedem Schlafe, alle Dinge — auch dies habe ich schon angedeutet — anders werden, als sie hier in der physischen Welt sind.

[ 4 ] Vor allen Dingen gibt es drei Eigenschaften der übersinnlichen Welt, welche ganz entgegengesetzt den Eigenschaften der physischen Welt sind. Und dieses Entgegengesetzte empfindet der Mensch so stark, so eingreifend in alles dasjenige, was er in der physischen Welt für wahr, für richtig, für gesund und so weiter hält, daß bei der gegenwärtigen irdischen Seelen- und Leibesverfassung es gar nicht möglich ist, daß der Mensch ohne weiteres in diese übersinnliche Welt versetzt wird.

[ 4 ] Vor allen Dingen gibt es drei Eigenschaften der übersinnlichen Welt, welche ganz entgegengesetzt den Eigenschaften der physischen Welt sind. Und dieses Entgegengesetzte empfindet der Mensch so stark, so eingreifend in alles dasjenige, was er in der physischen Welt für wahr, für richtig, für gesund und so weiter hält, daß bei der gegenwärtigen irdischen Seelen- und Leibesverfassung es gar nicht möglich ist, daß der Mensch ohne weiteres in diese übersinnliche Welt versetzt wird.

[ 5 ] Daher mache ich ja in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», das ins Englische unter dem Titel «Initiation» übersetzt ist, so stark darauf aufmerksam, wie die richtige Vorbereitung gemacht werden müsse für das Hineingehen in die übersinnliche Welt. Und es ist dort alles so beschrieben, daß der Mensch, wenn er die Anweisungen dieses Buches befolgt, er in jeder Beziehung die rechten Vorbereitungen macht, das heißt, in der richtigen Weise in die übersinnliche Welt eintritt. Aber alle drei Typen, von denen ich heute werde zu erzählen haben, treten nicht in einer so vorbereiteten Art ein, sondern mehr durch ihr Schicksal, und werden dann auch durch ihr Schicksal, durch ihr Karma behütet vor irgendwelchen Gefahren, ja, bringen es dahin, daß geradezu durch ihr Schicksal, ihr Karma, der allgemeinen Menschheit Dinge bekannt werden, die sonst eben nur bekannt werden könnten durch imaginative, inspirierte und intuitive Erkenntnis.

[ 5 ] Daher mache ich ja in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», das ins Englische unter dem Titel «Initiation» übersetzt ist, so stark darauf aufmerksam, wie die richtige Vorbereitung gemacht werden müsse für das Hineingehen in die übersinnliche Welt. Und es ist dort alles so beschrieben, daß der Mensch, wenn er die Anweisungen dieses Buches befolgt, er in jeder Beziehung die rechten Vorbereitungen macht, das heißt, in der richtigen Weise in die übersinnliche Welt eintritt. Aber alle drei Typen, von denen ich heute werde zu erzählen haben, treten nicht in einer so vorbereiteten Art ein, sondern mehr durch ihr Schicksal, und werden dann auch durch ihr Schicksal, durch ihr Karma behütet vor irgendwelchen Gefahren, ja, bringen es dahin, daß geradezu durch ihr Schicksal, ihr Karma, der allgemeinen Menschheit Dinge bekannt werden, die sonst eben nur bekannt werden könnten durch imaginative, inspirierte und intuitive Erkenntnis.

[ 6 ] In der geistig-übersinnlichen Welt hört erstens eine jegliche Schwere, eine jegliche Gravitation auf. Man ist niemals in der geistigen Welt, wenn man wirklich drinnen ist, in dem Ponderablen, sondern man ist in dem Imponderablen. Das erste Erlebnis darinnen ist, daß man in dem Augenblicke, wo man bewußt in die geistige Welt eintritt, das Gefühl hat, wie wenn einem in der physischen Welt der Boden unter den Füßen weggezogen würde und man durch innere Kraft sich an seinem Orte halten müßte.

[ 6 ] In der geistig-übersinnlichen Welt hört erstens eine jegliche Schwere, eine jegliche Gravitation auf. Man ist niemals in der geistigen Welt, wenn man wirklich drinnen ist, in dem Ponderablen, sondern man ist in dem Imponderablen. Das erste Erlebnis darinnen ist, daß man in dem Augenblicke, wo man bewußt in die geistige Welt eintritt, das Gefühl hat, wie wenn einem in der physischen Welt der Boden unter den Füßen weggezogen würde und man durch innere Kraft sich an seinem Orte halten müßte.

[ 7 ] Also, Sie müssen sich vorstellen, daß dieses Gefühl unbedingt eintreten muß, wenn man wirklich in der geistigen Welt drinnen sein will, das hier eintreten würde in der physischen Welt, wenn einem ein Dämon den Boden unter den Füßen wegzöge und man nicht der Schwere folgen dürfte, sondern frei im Weltenraum sich selber durch eigene Kraft halten müßte.

[ 7 ] Also, Sie müssen sich vorstellen, daß dieses Gefühl unbedingt eintreten muß, wenn man wirklich in der geistigen Welt drinnen sein will, das hier eintreten würde in der physischen Welt, wenn einem ein Dämon den Boden unter den Füßen wegzöge und man nicht der Schwere folgen dürfte, sondern frei im Weltenraum sich selber durch eigene Kraft halten müßte.

[ 8 ] Das zweite, was eintritt für die übersinnliche Welt, ist dieses, daß aufhört, was in der physischen Welt als Sinneswahrnehmung vorhanden ist. Man kann abgekürzt sagen: Es hört in der übersinnlichen Welt das Licht auf, und man ist der Finsternis ausgesetzt. Aber das ist nur partiell gesprochen, denn in Wirklichkeit hört nicht etwa bloß das Licht auf — das hört auch für die Blinden für die physische Welt auf, aber diese haben noch die anderen Sinneswahrnehmungen, aber in der Wissenschaft vom Geiste wird oftmals alles zusammengefaßt unter dem Licht —; das, was Farbe und Licht selber ist, das, was hörbar ist, was tastbar ist, das, was als Wärmeempfindung wahrgenommen wird und so weiter, das alles hört auf in der übersinnlichen Welt, und man sagt dann, ich möchte sagen mit einer bloßen Andeutung, indem man von der einen, für die meisten Menschen hauptsächlichsten Sinnesempfindung die Bezeichnung hernimmt: Es wird alles finster anstelle des Erhellten.

[ 8 ] Das zweite, was eintritt für die übersinnliche Welt, ist dieses, daß aufhört, was in der physischen Welt als Sinneswahrnehmung vorhanden ist. Man kann abgekürzt sagen: Es hört in der übersinnlichen Welt das Licht auf, und man ist der Finsternis ausgesetzt. Aber das ist nur partiell gesprochen, denn in Wirklichkeit hört nicht etwa bloß das Licht auf — das hört auch für die Blinden für die physische Welt auf, aber diese haben noch die anderen Sinneswahrnehmungen, aber in der Wissenschaft vom Geiste wird oftmals alles zusammengefaßt unter dem Licht —; das, was Farbe und Licht selber ist, das, was hörbar ist, was tastbar ist, das, was als Wärmeempfindung wahrgenommen wird und so weiter, das alles hört auf in der übersinnlichen Welt, und man sagt dann, ich möchte sagen mit einer bloßen Andeutung, indem man von der einen, für die meisten Menschen hauptsächlichsten Sinnesempfindung die Bezeichnung hernimmt: Es wird alles finster anstelle des Erhellten.

[ 9 ] Und das dritte, was in der geistigen Welt auftritt, wofür man eine energische Empfindung sich entwickeln muß, das ist, daß an die Stelle des Vollen das Leere tritt. Hier in der physischen Welt haben Sie überall etwas, das Sie betasten können. Wenn Sie nichts betasten, so haben Sie die Luft, in der Sie sind. Überall ist das Volle. In der geistigen Welt ist überall im Gegensatz zu dem Vollen das Leere. Daher kann man sagen: Hier in der physisch-sinnlichen Welt herrscht das Ponderable, das Leuchtende im physischen Sinne, womit alle Sinneswahrnehmungen gemeint sind, und das Volle; in der geistigen Welt herrscht das Imponderable, das Finstere, das man selber erst beleuchten muß durch dasjenige Licht, das man im Innern entwickelt in der Entwickelung des Menschen, und das Leere, das man selber erst mit demjenigen Wesenhaften ausfüllen muß, was man aufnimmt, indem man durch Intuition sich in andere geistige Wesenheiten versetzt und dadurch das Leere für das höhere Bewußtsein wiederum füllt.

[ 9 ] Und das dritte, was in der geistigen Welt auftritt, wofür man eine energische Empfindung sich entwickeln muß, das ist, daß an die Stelle des Vollen das Leere tritt. Hier in der physischen Welt haben Sie überall etwas, das Sie betasten können. Wenn Sie nichts betasten, so haben Sie die Luft, in der Sie sind. Überall ist das Volle. In der geistigen Welt ist überall im Gegensatz zu dem Vollen das Leere. Daher kann man sagen: Hier in der physisch-sinnlichen Welt herrscht das Ponderable, das Leuchtende im physischen Sinne, womit alle Sinneswahrnehmungen gemeint sind, und das Volle; in der geistigen Welt herrscht das Imponderable, das Finstere, das man selber erst beleuchten muß durch dasjenige Licht, das man im Innern entwickelt in der Entwickelung des Menschen, und das Leere, das man selber erst mit demjenigen Wesenhaften ausfüllen muß, was man aufnimmt, indem man durch Intuition sich in andere geistige Wesenheiten versetzt und dadurch das Leere für das höhere Bewußtsein wiederum füllt.

[ 10 ] Wenn nun der Mensch durch instinktives Schicksal statt in das Ponderable, in die Schwere, hineingeführt wird in das Gebiet, wo zunächst das Imponderable herrscht, dann wird er ergriffen von äußeren Kräften, von Kräften, die außer der Erde liegen. Wenn der Mensch in der physischen Welt auf der Erde herumgeht, auch wenn er liegt übrigens, ist er immer der Schwere ausgesetzt. Wenn er nun dieser Schwere enthoben wird für gewisse Augenblicke, so tritt statt der Schwere der Gegenstoß auf, die Gegenschwere. Der Mensch erlebt in sich eine Kraft, welche ihn von der Erde eigentlich hinwegzieht, statt ihn an die Erde zu fesseln. Diese Kraft ist dieselbe Kraft, die, außer dem zurückgeworfenen Lichte, vom Monde ausgeht.

[ 10 ] Wenn nun der Mensch durch instinktives Schicksal statt in das Ponderable, in die Schwere, hineingeführt wird in das Gebiet, wo zunächst das Imponderable herrscht, dann wird er ergriffen von äußeren Kräften, von Kräften, die außer der Erde liegen. Wenn der Mensch in der physischen Welt auf der Erde herumgeht, auch wenn er liegt übrigens, ist er immer der Schwere ausgesetzt. Wenn er nun dieser Schwere enthoben wird für gewisse Augenblicke, so tritt statt der Schwere der Gegenstoß auf, die Gegenschwere. Der Mensch erlebt in sich eine Kraft, welche ihn von der Erde eigentlich hinwegzieht, statt ihn an die Erde zu fesseln. Diese Kraft ist dieselbe Kraft, die, außer dem zurückgeworfenen Lichte, vom Monde ausgeht.

[ 11 ] Wenn der Mensch also auf der Erde herumgeht [es wird gezeichnet], so ist er im normalen Leben der Erdenschwere ausgesetzt in dieser Richtung (Pfeil).

[ 11 ] Wenn der Mensch also auf der Erde herumgeht [es wird gezeichnet], so ist er im normalen Leben der Erdenschwere ausgesetzt in dieser Richtung (Pfeil).

[ 12 ] Er wird an der Erde festgehalten. Wenn der Mensch durch sein Karma, das dann verknüpft ist mit den Naturkräften, die in ihm walten, dieser Erdenschwere für gewisse Augenblicke seines Lebens entzogen wird, so beginnen die Mondenkräfte zu wirken als eine Gegenschwere, als eine Antigravitation, und sie sind wirksam in dem Menschen, der beginnt, obwohl er schläft, herumzuwandeln. Er ist dann denjenigen Kräften ausgesetzt, die in seinem Menschenwesen in seinem physischen und in seinem ätherischen Leibe walten und die verwandt sind mit den Kräften, die ja nicht nur im Lichte zurückgestrahlt werden vom Monde, sondern mit den vielen andern Kräften, die ebenfalls vom Monde auf die Erde zurückgestrahlt werden. Diese Kräfte ziehen den Menschen an. Diese Kräfte wollen eigentlich fortwährend den Menschen von der Erde fortreißen. Und dann kann er in diesem Augenblicke seines Lebens, wo er, statt von den Erdengravitationskräften, ergriffen wird von den Antigravitationskräften des Mondes, die im Gegensatz zu den Erdenkräften wirken, so herumwandeln, wie das beim Nachtwandler, beim Mondsüchtigen der Fall ist. Diejenigen Kräfte, welche da im Menschen walten, sind ganz andere als die normalen Erdenkrätte. Aber das ist nur für den heutigen Zustand der Menschheit der Fall. Diese Kräfte, die Sie nur sehen beim Nachtwandler, sind heute abnorm. Rufen Sie ihn an mit seinem Erdennamen, wenn er auf einem Dache unter dem Einfluß der Mondenkräfte herumwandelt, so fällt er herunter. Da kommt er sogleich in den Bereich der Erdenkräfte, indem er herunterfällt, weil die Menschen Namen in einer solchen Weise, wie man sie heute bekommt, nur heute bekommen; in anderen Erdenepochen haben sie solche Namen nicht bekommen. Aber das, was da im Menschen waltet, war für andere Erdenepochen eben das Normale. Wer diesen ganzen Sachverhalt durchschaut, sieht den Erdenmenschen in dem Zustande, den man heute den normalen nennt, verbunden mit den gegenwärtigen Erdenkräften. Er wird durch den Mondsüchtigen hingewiesen von der Menschheitsentwickelung auf die Weltentwickelung, und zwar auf jene Epoche der Weltentwickelung, wo diese Weltentwickelung Mondenentwickelung ist.

[ 12 ] Er wird an der Erde festgehalten. Wenn der Mensch durch sein Karma, das dann verknüpft ist mit den Naturkräften, die in ihm walten, dieser Erdenschwere für gewisse Augenblicke seines Lebens entzogen wird, so beginnen die Mondenkräfte zu wirken als eine Gegenschwere, als eine Antigravitation, und sie sind wirksam in dem Menschen, der beginnt, obwohl er schläft, herumzuwandeln. Er ist dann denjenigen Kräften ausgesetzt, die in seinem Menschenwesen in seinem physischen und in seinem ätherischen Leibe walten und die verwandt sind mit den Kräften, die ja nicht nur im Lichte zurückgestrahlt werden vom Monde, sondern mit den vielen andern Kräften, die ebenfalls vom Monde auf die Erde zurückgestrahlt werden. Diese Kräfte ziehen den Menschen an. Diese Kräfte wollen eigentlich fortwährend den Menschen von der Erde fortreißen. Und dann kann er in diesem Augenblicke seines Lebens, wo er, statt von den Erdengravitationskräften, ergriffen wird von den Antigravitationskräften des Mondes, die im Gegensatz zu den Erdenkräften wirken, so herumwandeln, wie das beim Nachtwandler, beim Mondsüchtigen der Fall ist. Diejenigen Kräfte, welche da im Menschen walten, sind ganz andere als die normalen Erdenkrätte. Aber das ist nur für den heutigen Zustand der Menschheit der Fall. Diese Kräfte, die Sie nur sehen beim Nachtwandler, sind heute abnorm. Rufen Sie ihn an mit seinem Erdennamen, wenn er auf einem Dache unter dem Einfluß der Mondenkräfte herumwandelt, so fällt er herunter. Da kommt er sogleich in den Bereich der Erdenkräfte, indem er herunterfällt, weil die Menschen Namen in einer solchen Weise, wie man sie heute bekommt, nur heute bekommen; in anderen Erdenepochen haben sie solche Namen nicht bekommen. Aber das, was da im Menschen waltet, war für andere Erdenepochen eben das Normale. Wer diesen ganzen Sachverhalt durchschaut, sieht den Erdenmenschen in dem Zustande, den man heute den normalen nennt, verbunden mit den gegenwärtigen Erdenkräften. Er wird durch den Mondsüchtigen hingewiesen von der Menschheitsentwickelung auf die Weltentwickelung, und zwar auf jene Epoche der Weltentwickelung, wo diese Weltentwickelung Mondenentwickelung ist.

[ 13 ] Aber in dem Augenblicke, wo der Mensch in den Bereich der Mondenentwickelung kommt, benimmt er sich so, als ob er gar nicht auf der Erde im physischen Bereich lebte, sondern als ob er in der astralischen Welt lebte; nur das Astralische teilt sich seinem Physischen mit. Das: Astralische benützt seinen physischen Leib. Und dasjenige, was in dieser Weise das Astralische physisch ausbildet, das war einmal Mondenentwickelung in alten Zeiten. Was heute noch erinnert an diese astralische Tätigkeit im Physischen, war einstmals Weltentwickelung, Mondenentwickelung und wird einmal [wieder] sein. Nur wird der Mensch dann in bewußtem Zustande in dieser Weise auf schiefen Flächen herumgehen und sich in freier Weise auf vertikalen Wänden bewegen können, wie es heute nur die Fliegen können. Es weist hin auf das, was in der Zukunft sein wird: auf die Jupiterentwickelung. So daß wir studieren können, wenn wir den Mondsüchtigen, den Nachtwandler, richtig verstehen, im physischen Bilde, das er uns darbietet, wie wenn uns die Natur selber ein Experiment vormachte: dasjenige, was man allerdings nicht in physisch-fleischlicher Materie, sondern in einer unendlich feineren Substanz während des Mondendaseins durchgemacht hat, und was man wieder durchmachen wird, indem man die physische Substanz beherrschen lernen wird in vollständig klarem Bewußtsein in der Zukunftsentwickelung, in der Jupiterentwickelung. So weist dieser Zustand hin auf dasjenige, was Vergangenheit ist und was Zukunft der Weltentwickelung ist.

[ 13 ] Aber in dem Augenblicke, wo der Mensch in den Bereich der Mondenentwickelung kommt, benimmt er sich so, als ob er gar nicht auf der Erde im physischen Bereich lebte, sondern als ob er in der astralischen Welt lebte; nur das Astralische teilt sich seinem Physischen mit. Das: Astralische benützt seinen physischen Leib. Und dasjenige, was in dieser Weise das Astralische physisch ausbildet, das war einmal Mondenentwickelung in alten Zeiten. Was heute noch erinnert an diese astralische Tätigkeit im Physischen, war einstmals Weltentwickelung, Mondenentwickelung und wird einmal [wieder] sein. Nur wird der Mensch dann in bewußtem Zustande in dieser Weise auf schiefen Flächen herumgehen und sich in freier Weise auf vertikalen Wänden bewegen können, wie es heute nur die Fliegen können. Es weist hin auf das, was in der Zukunft sein wird: auf die Jupiterentwickelung. So daß wir studieren können, wenn wir den Mondsüchtigen, den Nachtwandler, richtig verstehen, im physischen Bilde, das er uns darbietet, wie wenn uns die Natur selber ein Experiment vormachte: dasjenige, was man allerdings nicht in physisch-fleischlicher Materie, sondern in einer unendlich feineren Substanz während des Mondendaseins durchgemacht hat, und was man wieder durchmachen wird, indem man die physische Substanz beherrschen lernen wird in vollständig klarem Bewußtsein in der Zukunftsentwickelung, in der Jupiterentwickelung. So weist dieser Zustand hin auf dasjenige, was Vergangenheit ist und was Zukunft der Weltentwickelung ist.

[ 14 ] Wir haben es in dieser Beziehung durchaus zu tun mit dem Menschen, den wir den Mondenmenschen nennen können. Und solche Mondenmenschen werden für gewisse Augenblicke ihres Lebens zum Nachtwandler.

[ 14 ] Wir haben es in dieser Beziehung durchaus zu tun mit dem Menschen, den wir den Mondenmenschen nennen können. Und solche Mondenmenschen werden für gewisse Augenblicke ihres Lebens zum Nachtwandler.

[ 15 ] Dasjenige, was der schlafende Mensch nachtwandelnd ausführt, dieses Sich-Bewegen im Schwerelosen, im Imponderablen, kann in voller Bewußtheit geistig ausgeführt werden, wenn. der Mensch zugleich die Kraft hat, sich dabei ganz stille zu halten. So daß man sagen kann: Der Nachtwandler folgt den Anregungen der Mondenkräfte, er gibt sich ihnen unbewußt hin, er macht jede Bewegung, die sie ihm aufdrängen. Derjenige, der in bewußte exakte Clairvoyance hineingeht, der hält jede solche Bewegung zurück, er führt keine aus. Dadurch, daß er keine solche Bewegung ausführt, sondern sie alle zurückhält, metamorphosieren sich ihm diese Bewegungen und werden Intuitionen. So daß also die bewußte Intuition, die höchste exakte Hellseher-Entwickelung, eigentlich besteht in dem Festhalten desjenigen, was aus seinen Instinkten heraus der Mensch als Nachtwandler ausführen muß, weil er sich diesen Kräften überlassen muß, ganz in ihnen aufgehen muß. Derjenige, der sie metamorphosiert, geht eben nicht in den physischen Mondenkräften auf, sondern er hält die physischen Mondenkräfte in sich zurück, gelangt dadurch intuitiv zur Hingabe an das entsprechende Geistige, gelangt zur Intuition.

[ 15 ] Dasjenige, was der schlafende Mensch nachtwandelnd ausführt, dieses Sich-Bewegen im Schwerelosen, im Imponderablen, kann in voller Bewußtheit geistig ausgeführt werden, wenn. der Mensch zugleich die Kraft hat, sich dabei ganz stille zu halten. So daß man sagen kann: Der Nachtwandler folgt den Anregungen der Mondenkräfte, er gibt sich ihnen unbewußt hin, er macht jede Bewegung, die sie ihm aufdrängen. Derjenige, der in bewußte exakte Clairvoyance hineingeht, der hält jede solche Bewegung zurück, er führt keine aus. Dadurch, daß er keine solche Bewegung ausführt, sondern sie alle zurückhält, metamorphosieren sich ihm diese Bewegungen und werden Intuitionen. So daß also die bewußte Intuition, die höchste exakte Hellseher-Entwickelung, eigentlich besteht in dem Festhalten desjenigen, was aus seinen Instinkten heraus der Mensch als Nachtwandler ausführen muß, weil er sich diesen Kräften überlassen muß, ganz in ihnen aufgehen muß. Derjenige, der sie metamorphosiert, geht eben nicht in den physischen Mondenkräften auf, sondern er hält die physischen Mondenkräfte in sich zurück, gelangt dadurch intuitiv zur Hingabe an das entsprechende Geistige, gelangt zur Intuition.

[ 16 ] So daß tatsächlich sehr gut zu studieren ist auf der einen Seite des Menschen Verhältnis zur Weltentwickelung an diesen Mondenmenschen, auf der anderen Seite dasjenige, was, ich möchte sagen, den Nachtwandlern ja entgegengesetzt die exakt clairvoyanten Menschen sind. Wenn nämlich die Instinktiven die Nachtwandler, die Mondensüchtigen sind, so sind die exakt-clairvoyanten, intuitiven Seher die Tat-Stillhalter, die gegen den Mond Befestigten. Das ist es, was uns in diesem Punkte das Verhältnis des Menschen zur Welt zeigt.

[ 16 ] So daß tatsächlich sehr gut zu studieren ist auf der einen Seite des Menschen Verhältnis zur Weltentwickelung an diesen Mondenmenschen, auf der anderen Seite dasjenige, was, ich möchte sagen, den Nachtwandlern ja entgegengesetzt die exakt clairvoyanten Menschen sind. Wenn nämlich die Instinktiven die Nachtwandler, die Mondensüchtigen sind, so sind die exakt-clairvoyanten, intuitiven Seher die Tat-Stillhalter, die gegen den Mond Befestigten. Das ist es, was uns in diesem Punkte das Verhältnis des Menschen zur Welt zeigt.



[ 17 ] Der zweite Typus solcher Menschen, die ich heute besprechen möchte, das ist der Typus Jakob Böhme. Jakob Böhme war so geartet als ganzer Mensch, daß er wie durch ein natürliches Schicksal, Karma, in gewissen Momenten seines Lebens vor sich haben konnte in völlig wachendem Zustande statt der sonnendurchhellten Welt die finstere Räumlichkeit. Nach dem, was ich schon angedeutet habe, wird Ihnen klar sein, daß es sich dabei nicht bloß handelt um die Finsternis in bezug auf das Licht, sondern in bezug auf das Schweigen aller Sinnesqualitäten. Jakob Böhme konnte in gewissen Zuständen seines Lebens vor sich haben statt des Hellen das Finstere, statt der Töne, die die Welt erzeugt, das Schweigsame, das Ruhige, statt des Warmen das Gleichgültige gegenüber dem Warmen oder sogar das Kalte, das man das Anti-Warme nennen könnte und so weiter. So daß man sich, ohne daß er selbst sich so wahrnahm, wenn man gleichsam von der Seite her seinen Zustand durch Inspiration betrachtete, hätte sagen müssen: Der Jakob Böhme hat vor sich statt des sonnenerhellten Raumes in gewissen Augenblicken seines Lebens die absolute Finsternis.

[ 17 ] Der zweite Typus solcher Menschen, die ich heute besprechen möchte, das ist der Typus Jakob Böhme. Jakob Böhme war so geartet als ganzer Mensch, daß er wie durch ein natürliches Schicksal, Karma, in gewissen Momenten seines Lebens vor sich haben konnte in völlig wachendem Zustande statt der sonnendurchhellten Welt die finstere Räumlichkeit. Nach dem, was ich schon angedeutet habe, wird Ihnen klar sein, daß es sich dabei nicht bloß handelt um die Finsternis in bezug auf das Licht, sondern in bezug auf das Schweigen aller Sinnesqualitäten. Jakob Böhme konnte in gewissen Zuständen seines Lebens vor sich haben statt des Hellen das Finstere, statt der Töne, die die Welt erzeugt, das Schweigsame, das Ruhige, statt des Warmen das Gleichgültige gegenüber dem Warmen oder sogar das Kalte, das man das Anti-Warme nennen könnte und so weiter. So daß man sich, ohne daß er selbst sich so wahrnahm, wenn man gleichsam von der Seite her seinen Zustand durch Inspiration betrachtete, hätte sagen müssen: Der Jakob Böhme hat vor sich statt des sonnenerhellten Raumes in gewissen Augenblicken seines Lebens die absolute Finsternis.

[ 18 ] Solche Menschen, die das erleben können, ohne daß sie sich dessen bewußt werden, so daß sie in einem leisen Schlafe durchaus noch sich fühlen innerhalb der sonnendurchhellten Welt, solche Menschen haben dasjenige, was man die Deuteroskopie oder second sight nennt. Und Jakob Böhme hatte das eben im höchsten Maße, was man eben second sight nennt. Es war bei ihm nur so ausgebildet, daß er es weniger auf einzelnes Irdisches bezog, sondern mehr auf die Konstitution der ganzen Erde. Wie war dadurch sein Anschauen?

[ 18 ] Solche Menschen, die das erleben können, ohne daß sie sich dessen bewußt werden, so daß sie in einem leisen Schlafe durchaus noch sich fühlen innerhalb der sonnendurchhellten Welt, solche Menschen haben dasjenige, was man die Deuteroskopie oder second sight nennt. Und Jakob Böhme hatte das eben im höchsten Maße, was man eben second sight nennt. Es war bei ihm nur so ausgebildet, daß er es weniger auf einzelnes Irdisches bezog, sondern mehr auf die Konstitution der ganzen Erde. Wie war dadurch sein Anschauen?

[ 19 ] Man stelle sich nur vor — ich will die Sache schematisch zeichnen —: Andere Menschen haben hier vor sich die Sonnenhelle. Jakob Böhme hatte — und zwar gerade von demjenigen Punkte aus, wo sonst die Sehstrahlen der Augen sich kreuzen, indem sie auf einen Gegenstand, der nahe oder ferne ist, hinschauen hinter diesem Punkte des Treffens der Sehstrahlen der. Augen, oder auch hinter dem Punkte, wo, wenn man die rechte Hand über die linke legt, nicht ein äußeres Fühlen, sondern das Fühlen des eigenen Selbstes eintritt, so daß hier es ist wie eine Wand —, Jakob Böhme hatte also dort vor sich die Finsternis, das Schweigen der Sinne. Stellen Sie sich das lebhaft vor, man habe vor sich die Finsternis. Es entspricht das ganz genau einem sinnlichen Bilde. Wenn Sie einen Spiegel vor sich haben — Sie sehen nicht, was hinter dem Spiegel ist, Sie sehen nur, was vor dem Spiegel ist. So ist es geistig bei jemandem, der so sieht wie Jakob Böhme. Da entsteht vorne dadurch, daß die Finsternis dahinter ist, etwas wie eine Spiegelwand, und man sieht das, was geistig dahinter ist, die Erdenwelt in ihrer Geistigkeit, sich spiegeln. Sie schauen also, wenn Sie dem Jakob Böhme-Typus angehören würden, in gewissen Augenblicken Ihres Lebens hinein in die Finsternis, und dadurch, daß die Finsternis Ihnen zurückstrahlt dasjenige, was geistig im Erdendasein lebt, sehen Sie die geistige Konstitution der Erde, dasjenige, was im Erdendasein vorkommt.

[ 19 ] Man stelle sich nur vor — ich will die Sache schematisch zeichnen —: Andere Menschen haben hier vor sich die Sonnenhelle. Jakob Böhme hatte — und zwar gerade von demjenigen Punkte aus, wo sonst die Sehstrahlen der Augen sich kreuzen, indem sie auf einen Gegenstand, der nahe oder ferne ist, hinschauen hinter diesem Punkte des Treffens der Sehstrahlen der. Augen, oder auch hinter dem Punkte, wo, wenn man die rechte Hand über die linke legt, nicht ein äußeres Fühlen, sondern das Fühlen des eigenen Selbstes eintritt, so daß hier es ist wie eine Wand —, Jakob Böhme hatte also dort vor sich die Finsternis, das Schweigen der Sinne. Stellen Sie sich das lebhaft vor, man habe vor sich die Finsternis. Es entspricht das ganz genau einem sinnlichen Bilde. Wenn Sie einen Spiegel vor sich haben — Sie sehen nicht, was hinter dem Spiegel ist, Sie sehen nur, was vor dem Spiegel ist. So ist es geistig bei jemandem, der so sieht wie Jakob Böhme. Da entsteht vorne dadurch, daß die Finsternis dahinter ist, etwas wie eine Spiegelwand, und man sieht das, was geistig dahinter ist, die Erdenwelt in ihrer Geistigkeit, sich spiegeln. Sie schauen also, wenn Sie dem Jakob Böhme-Typus angehören würden, in gewissen Augenblicken Ihres Lebens hinein in die Finsternis, und dadurch, daß die Finsternis Ihnen zurückstrahlt dasjenige, was geistig im Erdendasein lebt, sehen Sie die geistige Konstitution der Erde, dasjenige, was im Erdendasein vorkommt.

[ 20 ] Es ist bei Jakob Böhme ein mächtiges zweites Gesicht. Es kann bei einem anderen Menschen so sein, daß er für gewisse Augenblicke des Lebens vor sich die Finsternis hat, die ihm das physische Licht verbirgt, was ihm dann die Möglichkeit bietet, ins Geistige hineinzuschauen. Da kann er, wenn er diesen geistigen Spiegel, der einfach in dem Dasein der Finsternis besteht, sagen wir, in der richtigen Weise zu handhaben versteht, durch die inneren Kommunikationen, die zwischen allem Irdischen sind, meinetwillen die Taten oder selbst die Gedanken, wenn er in Europa ist, seines in Amerika weilenden Freundes wahrnehmen. Denn das, was man mit dem physischen Auge, mit den physischen Sinnen wahrnimmt, das sind vor allem die Sonnenwirkungen. Aber es gibt verborgene Sonnenwirkungen. Diese verborgenen Sonnenwirkungen leben in allen Dingen, leben in Mineralien, Pflanzen, Tieren, leben auch in den Menschen. Und während Sie in Europa sind, sind Sie durch die verborgenen Sonnenwirkungen, die in Ihnen sind, mit dem, was der meinetwillen selbst in Amerika lebende Freund eben auch durch diese verborgenen Sonnenwirkungen erlebt, in Kommunikation.

[ 20 ] Es ist bei Jakob Böhme ein mächtiges zweites Gesicht. Es kann bei einem anderen Menschen so sein, daß er für gewisse Augenblicke des Lebens vor sich die Finsternis hat, die ihm das physische Licht verbirgt, was ihm dann die Möglichkeit bietet, ins Geistige hineinzuschauen. Da kann er, wenn er diesen geistigen Spiegel, der einfach in dem Dasein der Finsternis besteht, sagen wir, in der richtigen Weise zu handhaben versteht, durch die inneren Kommunikationen, die zwischen allem Irdischen sind, meinetwillen die Taten oder selbst die Gedanken, wenn er in Europa ist, seines in Amerika weilenden Freundes wahrnehmen. Denn das, was man mit dem physischen Auge, mit den physischen Sinnen wahrnimmt, das sind vor allem die Sonnenwirkungen. Aber es gibt verborgene Sonnenwirkungen. Diese verborgenen Sonnenwirkungen leben in allen Dingen, leben in Mineralien, Pflanzen, Tieren, leben auch in den Menschen. Und während Sie in Europa sind, sind Sie durch die verborgenen Sonnenwirkungen, die in Ihnen sind, mit dem, was der meinetwillen selbst in Amerika lebende Freund eben auch durch diese verborgenen Sonnenwirkungen erlebt, in Kommunikation.

[ 21 ] Diese Kommunikationen, sie wirken im Karma. Gar manchen hat schon sein Schicksal mit irgend jemandem, den er gar nicht kennt, der während einer bestimmten Zeit in Amerika ist, zusammengeführt in der Ehe, in der Freundschaft, in der Liebe; in den karmischen Wirkungen auf der Erde wirken die verborgenen Sonnenwirkungen. Hier werden die verborgenen Sonnenwirkungen wie in einem Spiegel sichtbar.

[ 21 ] Diese Kommunikationen, sie wirken im Karma. Gar manchen hat schon sein Schicksal mit irgend jemandem, den er gar nicht kennt, der während einer bestimmten Zeit in Amerika ist, zusammengeführt in der Ehe, in der Freundschaft, in der Liebe; in den karmischen Wirkungen auf der Erde wirken die verborgenen Sonnenwirkungen. Hier werden die verborgenen Sonnenwirkungen wie in einem Spiegel sichtbar.

[ 22 ] Daß das ganz insbesondere dann der Fall ist, wenn man es mit Menschen zu tun hat, die abgeschlossen leben auf Inseln, in Gebirgstälern oder sonst in dieser Hinsicht günstigen Gegenden, daß da besonders das zweite Gesicht, man möchte sagen, wie alle Menschen einer solchen Gegend erfüllend auftritt, das rührt davon her, daß solche Menschen, die in einem gewissen Dasein abgeschlossen leben, leichter die innere Kommunikation wahrnehmen und dadurch partiell diese Finsternis in ihrem Leben um sich verbreiten können; daher das schottländische second sight, das westfälische. zweite Gesicht, das second sight, das so schön beschrieben hat Oberlin aus dem in sich geschlossenen Steintal im Elsaß und so weiter; da treten diese Dinge auf in besonderen Lokalitäten der Erde. Die Wirklichkeiten, die auf der Erde spielen, und die, wenn sie echte, wahre Wirklichkeiten sind, wie die, von denen ich jetzt gesprochen habe, die verborgenen Sonnenwirkungen sind doch noch anders zu beurteilen, als man gewöhnlich geneigt ist zu beurteilen in der heutigen materialistischen Zeit.

[ 22 ] Daß das ganz insbesondere dann der Fall ist, wenn man es mit Menschen zu tun hat, die abgeschlossen leben auf Inseln, in Gebirgstälern oder sonst in dieser Hinsicht günstigen Gegenden, daß da besonders das zweite Gesicht, man möchte sagen, wie alle Menschen einer solchen Gegend erfüllend auftritt, das rührt davon her, daß solche Menschen, die in einem gewissen Dasein abgeschlossen leben, leichter die innere Kommunikation wahrnehmen und dadurch partiell diese Finsternis in ihrem Leben um sich verbreiten können; daher das schottländische second sight, das westfälische. zweite Gesicht, das second sight, das so schön beschrieben hat Oberlin aus dem in sich geschlossenen Steintal im Elsaß und so weiter; da treten diese Dinge auf in besonderen Lokalitäten der Erde. Die Wirklichkeiten, die auf der Erde spielen, und die, wenn sie echte, wahre Wirklichkeiten sind, wie die, von denen ich jetzt gesprochen habe, die verborgenen Sonnenwirkungen sind doch noch anders zu beurteilen, als man gewöhnlich geneigt ist zu beurteilen in der heutigen materialistischen Zeit.

[ 23 ] In der heutigen materialistischen Zeit diskutieren ja gewisse Leute, die sich sehr gescheit dabei vorkommen, ob es einen König Artus gegeben hat oder nicht, ob der real oder sagenhaft ist. Nun, wer die ganze Sache durchschaut, wird ganz anders reden. Für den sind die Menschen, die das bezweifeln, daß der König Artus gelebt hat, viel sagenhafter als der König Artus! Solch ein Gelehrter, der das Dasein des Artus bezweifelt, der ist trotz seiner physischen Gegenwart viel mehr Legende und Sage für denjenigen, der die Wirklichkeiten durchschaut, als der König Artus selber. Und so sind solche Menschen, die dieses zweite Gesicht haben, was bei Jakob Böhme in allerhöchstem Maße zum Ausdruck kam, die sind besondere Sonnenmenschen. Wie sonst der Mensch äußerlich wahrnimmt die Sonnenwirkungen durch seine Augen in der Außenwelt, so sind sie innerlich von Sonnenkraft, von den verborgenen Sonnenkräften durchzogen. So wie der Typus der ersten Art Mondenmensch war, so ist der Typus der Second-sight-Menschen, der Typus Jakob Böhme, Sonnenmensch; Sonnenmenschen, die wiederum in sich durch ihr natürliches Karma dasjenige tragen, was heute abnorm ist, was aber deshalb doch durchaus Realitäten entspricht. Aber es war wiederum zu gewissen Zeiten dasjenige, was heute abnorm ist, durchaus normal.

[ 23 ] In der heutigen materialistischen Zeit diskutieren ja gewisse Leute, die sich sehr gescheit dabei vorkommen, ob es einen König Artus gegeben hat oder nicht, ob der real oder sagenhaft ist. Nun, wer die ganze Sache durchschaut, wird ganz anders reden. Für den sind die Menschen, die das bezweifeln, daß der König Artus gelebt hat, viel sagenhafter als der König Artus! Solch ein Gelehrter, der das Dasein des Artus bezweifelt, der ist trotz seiner physischen Gegenwart viel mehr Legende und Sage für denjenigen, der die Wirklichkeiten durchschaut, als der König Artus selber. Und so sind solche Menschen, die dieses zweite Gesicht haben, was bei Jakob Böhme in allerhöchstem Maße zum Ausdruck kam, die sind besondere Sonnenmenschen. Wie sonst der Mensch äußerlich wahrnimmt die Sonnenwirkungen durch seine Augen in der Außenwelt, so sind sie innerlich von Sonnenkraft, von den verborgenen Sonnenkräften durchzogen. So wie der Typus der ersten Art Mondenmensch war, so ist der Typus der Second-sight-Menschen, der Typus Jakob Böhme, Sonnenmensch; Sonnenmenschen, die wiederum in sich durch ihr natürliches Karma dasjenige tragen, was heute abnorm ist, was aber deshalb doch durchaus Realitäten entspricht. Aber es war wiederum zu gewissen Zeiten dasjenige, was heute abnorm ist, durchaus normal.

[ 24 ] Und so kommen wir wiederum, indem wir uns vergegenwärtigen, was die Second-sight-Menschen wahrnehmen können, indem wir uns die Kräfte vergegenwärtigen, die verborgenen Sonnenkräfte, von denen diese Sonnenmenschen durchzogen sind, dahin, uns sagen zu können: Das, was heute abnorm ist, das Leben in den verborgenen Sonnenwirkungen, war einstmals in einer älteren Epoche der Erdenentwickelung normal und wird wiederum normal sein. Normal war es in jener Epoche der Erdenentwickelung, die als Sonnenentwickelung der Erdenentwickelung vorangegangen ist. In der war es normal, daß die Menschen überall in die Finsternis hinein wie in einen Spiegel gesehen haben, so daß sich ihnen alles Geistige zurückgestrahlt hat. Die ganze Erde hat durchgemacht jene Entwickelung, die aus ihren Kräften heraus den Menschen dazumal zum Sonnenmenschen in seiner leichten, flüchtigen Materie machte. Das war in herabgestimmtem, ganz herabgestimmtem Bewußtseinszustande.

[ 24 ] Und so kommen wir wiederum, indem wir uns vergegenwärtigen, was die Second-sight-Menschen wahrnehmen können, indem wir uns die Kräfte vergegenwärtigen, die verborgenen Sonnenkräfte, von denen diese Sonnenmenschen durchzogen sind, dahin, uns sagen zu können: Das, was heute abnorm ist, das Leben in den verborgenen Sonnenwirkungen, war einstmals in einer älteren Epoche der Erdenentwickelung normal und wird wiederum normal sein. Normal war es in jener Epoche der Erdenentwickelung, die als Sonnenentwickelung der Erdenentwickelung vorangegangen ist. In der war es normal, daß die Menschen überall in die Finsternis hinein wie in einen Spiegel gesehen haben, so daß sich ihnen alles Geistige zurückgestrahlt hat. Die ganze Erde hat durchgemacht jene Entwickelung, die aus ihren Kräften heraus den Menschen dazumal zum Sonnenmenschen in seiner leichten, flüchtigen Materie machte. Das war in herabgestimmtem, ganz herabgestimmtem Bewußtseinszustande.

[ 25 ] Es wird einstmals wiederkommen. Dann wird der Mensch es bei völlig wachem Zustande so halten können, daß er mit völligem Bewußtsein hineinstrahlt die Finsternis in seine Umgebung, dadurch sich selber das Spiegelbild der ganzen Welt entwirft.

[ 25 ] Es wird einstmals wiederkommen. Dann wird der Mensch es bei völlig wachem Zustande so halten können, daß er mit völligem Bewußtsein hineinstrahlt die Finsternis in seine Umgebung, dadurch sich selber das Spiegelbild der ganzen Welt entwirft.

[ 26 ] Und wir kommen dann in diejenige Entwickelung hinein, welche ich als diejenige der Venusentwickelung bezeichnen kann, die ein Zukunftsstadium der Erdenentwickelung ist. Der Mensch muß abziehen seine grobe Sinnlichkeit, seine grobe Empfindlichkeit, seine grobe Sensation für das Physische der Umgebung und muß aus sich herausziehen seine freie Sensibilität, wenn er zu diesem second sight kommen will. Das kann auch auf eine ganz innerliche Weise erreicht werden, obwohl die Sache dann nicht ohne Gefahr ist. Es kann dadurch erreicht werden, daß der Mensch äußerlich fixiert — ich rate das niemandem an, will nur die Tatsache erzählen — einen glänzenden Gegenstand; so wird Faszination hervorgerufen. Dadurch wird etwas gelähmt die äußere Sensibilität, und die innere kommt dadurch mehr zum Vorschein. Dadurch gestaltet sich das, was als second sight auftritt. In älteren Zeiten hat man in gewissen Zusammenhängen ganz systematisch dieses zweite Gesicht hervorgerufen. Und jene Erzählungen, die von diesem Hervorrufen des zweiten Gesichts handeln, die sprechen von dem sogenannten Zauberspiegel. Zauberspiegel sind Instrumente gewesen zum Hervorrufen einer Faszination, eines Abdämpfens der äußeren Sensation und dadurch eines Hervorrufens der inneren Sensation als Gegenwirkung. Man hat also durch das Instrument des physischen Spiegels die geistige Spiegelung hervorgerufen. Das, worauf es ankam, war nicht, was man im physischen Spiegel gesehen hat, sondern der physische Spiegel hat bloß die äußere Sensation abgedämpft, und man hat die innere Sensation mit diesem Zauberspiegel hervorgerufen. Dadurch ist der Glaube entstanden, daß man im Zauberspiegel selber die Empfindungen, die Gedanken der fernen Freunde und so weiter sieht. In Wirklichkeit hat man in sich den durch den äußeren sinnlich-physischen Spiegel bewirkten Seelenzustand gesehen.

[ 26 ] Und wir kommen dann in diejenige Entwickelung hinein, welche ich als diejenige der Venusentwickelung bezeichnen kann, die ein Zukunftsstadium der Erdenentwickelung ist. Der Mensch muß abziehen seine grobe Sinnlichkeit, seine grobe Empfindlichkeit, seine grobe Sensation für das Physische der Umgebung und muß aus sich herausziehen seine freie Sensibilität, wenn er zu diesem second sight kommen will. Das kann auch auf eine ganz innerliche Weise erreicht werden, obwohl die Sache dann nicht ohne Gefahr ist. Es kann dadurch erreicht werden, daß der Mensch äußerlich fixiert — ich rate das niemandem an, will nur die Tatsache erzählen — einen glänzenden Gegenstand; so wird Faszination hervorgerufen. Dadurch wird etwas gelähmt die äußere Sensibilität, und die innere kommt dadurch mehr zum Vorschein. Dadurch gestaltet sich das, was als second sight auftritt. In älteren Zeiten hat man in gewissen Zusammenhängen ganz systematisch dieses zweite Gesicht hervorgerufen. Und jene Erzählungen, die von diesem Hervorrufen des zweiten Gesichts handeln, die sprechen von dem sogenannten Zauberspiegel. Zauberspiegel sind Instrumente gewesen zum Hervorrufen einer Faszination, eines Abdämpfens der äußeren Sensation und dadurch eines Hervorrufens der inneren Sensation als Gegenwirkung. Man hat also durch das Instrument des physischen Spiegels die geistige Spiegelung hervorgerufen. Das, worauf es ankam, war nicht, was man im physischen Spiegel gesehen hat, sondern der physische Spiegel hat bloß die äußere Sensation abgedämpft, und man hat die innere Sensation mit diesem Zauberspiegel hervorgerufen. Dadurch ist der Glaube entstanden, daß man im Zauberspiegel selber die Empfindungen, die Gedanken der fernen Freunde und so weiter sieht. In Wirklichkeit hat man in sich den durch den äußeren sinnlich-physischen Spiegel bewirkten Seelenzustand gesehen.

[ 27 ] Derjenige, der in dieser Weise sieht, der sieht durchaus Realitäten. Das Geistige, das in den Reichen der Natur vor sich geht, sieht er; und er ist gewissermaßen dadurch mit all dem verbunden, was in der Erde selber sonnenhaft ist.

[ 27 ] Derjenige, der in dieser Weise sieht, der sieht durchaus Realitäten. Das Geistige, das in den Reichen der Natur vor sich geht, sieht er; und er ist gewissermaßen dadurch mit all dem verbunden, was in der Erde selber sonnenhaft ist.

[ 28 ] Wenn man die Schriften Jakob Böhmes wirklich verstehen will, dann muß man sie von diesem Gesichtspunkte aus verstehen, daß all ihr Inhalt eigentlich ein kompliziertes, wunderbares zweites Gesicht ist.

[ 28 ] Wenn man die Schriften Jakob Böhmes wirklich verstehen will, dann muß man sie von diesem Gesichtspunkte aus verstehen, daß all ihr Inhalt eigentlich ein kompliziertes, wunderbares zweites Gesicht ist.

[ 29 ] Eine andere Persönlichkeit, Paracelsus, war in einer ähnlichen und doch etwas anderen Art organisiert. Er hatte einen stärkeren Intellekt zu der Sensation dazu. Daher interpretiert er sich immer seine Second-sight-Bilder. Wenn man über physisch-sinnliche Dinge intellektuell nachdenkt, da verändert man sie nicht. Die Intellektualität ist gegen die Konstitution der physisch-sinnlichen Dinge machtlos. Aber gegen dasjenige, was man so in der Spiegelung sieht, wie ich es dargestellt habe, ist die Intellektualität nicht machtlos. So rein second-sight-mäßig die innere Konstitution der Welt wahrzunehmen ist nur möglich einem Menschen wie Jakob Böhme, der sich ganz selbstlos den äußeren Dingen hinzugeben in der Lage war. Diese unendliche Liebe, die ja in Jakob Böhme lebte, mit der er alle Dinge sah, und die sich dann hineindrängte in seine Auffassung der Spiegelbilder des Geistigen in der Welt, diese unendliche Liebe, sie spricht fast aus jeder Zeile bei Jakob Böhme. Und so blieben ihm die Abspiegelungen als eine Art Imaginationen des Geistigen in der Welt möglichst rein.

[ 29 ] Eine andere Persönlichkeit, Paracelsus, war in einer ähnlichen und doch etwas anderen Art organisiert. Er hatte einen stärkeren Intellekt zu der Sensation dazu. Daher interpretiert er sich immer seine Second-sight-Bilder. Wenn man über physisch-sinnliche Dinge intellektuell nachdenkt, da verändert man sie nicht. Die Intellektualität ist gegen die Konstitution der physisch-sinnlichen Dinge machtlos. Aber gegen dasjenige, was man so in der Spiegelung sieht, wie ich es dargestellt habe, ist die Intellektualität nicht machtlos. So rein second-sight-mäßig die innere Konstitution der Welt wahrzunehmen ist nur möglich einem Menschen wie Jakob Böhme, der sich ganz selbstlos den äußeren Dingen hinzugeben in der Lage war. Diese unendliche Liebe, die ja in Jakob Böhme lebte, mit der er alle Dinge sah, und die sich dann hineindrängte in seine Auffassung der Spiegelbilder des Geistigen in der Welt, diese unendliche Liebe, sie spricht fast aus jeder Zeile bei Jakob Böhme. Und so blieben ihm die Abspiegelungen als eine Art Imaginationen des Geistigen in der Welt möglichst rein.

[ 30 ] Bei Paracelsus, der eine starke Intellektualität hatte, veränderten sie sich in entsprechender Weise durch die Intellektualität. Sie sind daher abgeänderte Spiegelbilder. Daß selbst im Physischen Spiegelbilder das, was sie abspiegeln, abändern können, davon können Sie sich ja überzeugen, wenn Sie einmal in einer Spiegel-Gartenkugel Ihr eigenes Gesicht sehen. Sie möchten ganz gewiß in dieser Weise Ihr eigenes Gesicht nicht haben, wie Sie es dann sehen in den Spiegelkugeln, die in den Gärten aufgestellt sind! So verändert die Intellektualität gewissermaßen die Spiegelfläche, durch die man sieht, wenn man eine solche Intellektualität hat wie Paracelsus. Aber man kommt dadurch auch in die inneren Kräfte tiefer hinein.

[ 30 ] Bei Paracelsus, der eine starke Intellektualität hatte, veränderten sie sich in entsprechender Weise durch die Intellektualität. Sie sind daher abgeänderte Spiegelbilder. Daß selbst im Physischen Spiegelbilder das, was sie abspiegeln, abändern können, davon können Sie sich ja überzeugen, wenn Sie einmal in einer Spiegel-Gartenkugel Ihr eigenes Gesicht sehen. Sie möchten ganz gewiß in dieser Weise Ihr eigenes Gesicht nicht haben, wie Sie es dann sehen in den Spiegelkugeln, die in den Gärten aufgestellt sind! So verändert die Intellektualität gewissermaßen die Spiegelfläche, durch die man sieht, wenn man eine solche Intellektualität hat wie Paracelsus. Aber man kommt dadurch auch in die inneren Kräfte tiefer hinein.

[ 31 ] Daher ist Jakob Böhme mit seinem wirklich bis zum Höchsten getriebenen liebevollen Betrachten der Dinge eben der kontemplative Betrachter geworden. Paracelsus, der mehr auf die inneren Kräfte ging, der die Spiegelbilder bog und mit ihnen herumhantierte, der kam mehr zu den heilenden Kräften, die in den Dingen als Sonnenkräfte verborgen sind.

[ 31 ] Daher ist Jakob Böhme mit seinem wirklich bis zum Höchsten getriebenen liebevollen Betrachten der Dinge eben der kontemplative Betrachter geworden. Paracelsus, der mehr auf die inneren Kräfte ging, der die Spiegelbilder bog und mit ihnen herumhantierte, der kam mehr zu den heilenden Kräften, die in den Dingen als Sonnenkräfte verborgen sind.

[ 32 ] Wenn man nun wiederum dasjenige, was so als verborgene Sonnenkräfte im Menschen leben kann, in bewußter Weise beherrschen lernt, so daß man die Finsternis, die sich ausbreitet, nicht benützt, um Spiegelbilder zu sehen, sondern sie benützt, um jenes innere Licht, das man durch Meditation und Konzentration und so weiter in sich geistig-seelisch anzündet, wenn man dieses Licht nun hineinträgt in die Finsternis, so daß man den sonst von der äußeren physischen Sonne erhellten Raum nunmehr mit den inneren verborgenen Sonnenkräften auszufüllen vermag, so daß man selbst leuchtend wird geistig-seelisch und sich dasjenige, was da ist, beleuchten kann, dann entsteht eben die bewußte Imagination. Und diese bewufßste Imagination, die ist dann dasjenige, was in voller Bewußtheit, so wie man sonst in der Erkenntnis gewohnt ist, das heraufbringt, was in einer gewissen Unbewußtheit, weil er ein Sonnenmensch war, Jakob Böhme in seinen Schriften, aber auch mit einer gewissen geringeren Beherrschung der Ideenwelt und so weiter, niedergeschrieben hat.

[ 32 ] Wenn man nun wiederum dasjenige, was so als verborgene Sonnenkräfte im Menschen leben kann, in bewußter Weise beherrschen lernt, so daß man die Finsternis, die sich ausbreitet, nicht benützt, um Spiegelbilder zu sehen, sondern sie benützt, um jenes innere Licht, das man durch Meditation und Konzentration und so weiter in sich geistig-seelisch anzündet, wenn man dieses Licht nun hineinträgt in die Finsternis, so daß man den sonst von der äußeren physischen Sonne erhellten Raum nunmehr mit den inneren verborgenen Sonnenkräften auszufüllen vermag, so daß man selbst leuchtend wird geistig-seelisch und sich dasjenige, was da ist, beleuchten kann, dann entsteht eben die bewußte Imagination. Und diese bewufßste Imagination, die ist dann dasjenige, was in voller Bewußtheit, so wie man sonst in der Erkenntnis gewohnt ist, das heraufbringt, was in einer gewissen Unbewußtheit, weil er ein Sonnenmensch war, Jakob Böhme in seinen Schriften, aber auch mit einer gewissen geringeren Beherrschung der Ideenwelt und so weiter, niedergeschrieben hat.

[ 33 ] Und so, wie mit den im Menschen waltenden geheimen Mondenkräften die Intuition im Zusammenhange steht, aus den im Menschen waltenden geheimen Mondenkräften, die er als Nachtwandler entwickelt im Herumgehen, wenn sie festgehalten werden, die Intuitionskräfte entstehen, so werden die Spiegelbilder, welche die verborgenen Sonnenkräfte aus der geistigen Finsternis hervorzaubern, in die bewußte Imagination verwandelt. Wenn diese Spiegelbilder nicht aufgenommen, sondern durchdrungen werden, wenn man, statt sie anzuschauen und sie auf sich wirken zu lassen, durch sie hindurchschaut, wenn man also in bewußter Weise das second sight sozusagen in dem entgegengesetzten Stil behandelt, durch es hindurchschaut, dann entsteht die bewußte Imagination.

[ 33 ] Und so, wie mit den im Menschen waltenden geheimen Mondenkräften die Intuition im Zusammenhange steht, aus den im Menschen waltenden geheimen Mondenkräften, die er als Nachtwandler entwickelt im Herumgehen, wenn sie festgehalten werden, die Intuitionskräfte entstehen, so werden die Spiegelbilder, welche die verborgenen Sonnenkräfte aus der geistigen Finsternis hervorzaubern, in die bewußte Imagination verwandelt. Wenn diese Spiegelbilder nicht aufgenommen, sondern durchdrungen werden, wenn man, statt sie anzuschauen und sie auf sich wirken zu lassen, durch sie hindurchschaut, wenn man also in bewußter Weise das second sight sozusagen in dem entgegengesetzten Stil behandelt, durch es hindurchschaut, dann entsteht die bewußte Imagination.



[ 34 ] Wie der somnambule Typus in den Mondenkräften, der Jakob Böhme-Typus in den Sonnenkräften, so lebt ein dritter Typus in den Wärme- und Kälteverhältnissen, wie sie eigentlich immer im Raume vorhanden sind in der Nähe der Erde, in der weiteren Umgebung der Erde. Aber der Mensch in seinem normalen Leben gewöhnt sich an dieses Walten des Warmen. Es gibt jedoch eine gewisse feine, sehr innerliche Sensitivität, die unabhängiger wird von den äußeren Wärme- und Kältewirkungen, dagegen sehr empfänglich, sehr empfindlich wird für verborgene Wärme- und Kältewirkungen, die durch den Weltenraum gehen. Eine solche Fähigkeit, verborgene Wärme- und Kältewirkungen wahrzunehmen, die außer den gewöhnlichen physischen Wärme- und Kältewirkungen, unter deren Einfluß wir heiß werden und frieren, noch im Weltenraum vorhanden sind, erlangte in einem gewissen Punkte seines Lebens Swedenborg. Es wird, wenn man in das geheimnisvolle Leben Swedenborgs eindringen will, einem nach und nach durchaus klar, wie diese Sensibilität für die Wärme- und Kälteverhältnisse des die Erde umgebenden und durchdringenden Weltenraumes bei Swedenborg in einem gewissen Alter dadurch eingetreten ist, daß er bis zu diesem Zeitpunkt ein ausgezeichneter Wissenschafter für die offizielle Wissenschaft seiner Zeit war. Die Werke Swedenborgs auf dem Gebiete ganz offizieller Wissenschaft sind ja sehr zahlreich. Sie sind dazumal durchaus nicht gleich alle veröffentlicht worden, und es gibt jetzt sogar eine Gesellschaft von schwedischen Gelehrten, welche seine nachgelassenen Schriften auf rein wissenschaftlichem Gebiete in vielen Bänden herausgeben will. Nur macht dieser Swedenborg gerade solchen Gelehrten etwas Kopfzerbrechen. Sie müssen annehmen: er war offenbar durch diese genialischen Werke eine der genialsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Aber in einem gewissen Momente seines Lebens wurde er hellsichtig, das heißt dumm nach der Ansicht derjenigen, die jetzt seine Werke herausgeben, die offiziell anerkannt sind. — Und nun müssen wir uns heute schon mehr mit demjenigen befassen, was sich in Swedenborg, nachdem er das ganze übrige anerkannte Wissen seiner Zeit in sich vereinigt hatte, als ein höheres Schauen entwickelt hat; wir müssen uns näher betrachten, wodurch er für die äußere offizielle Erkenntnis «dumm» geworden ist.

[ 34 ] Wie der somnambule Typus in den Mondenkräften, der Jakob Böhme-Typus in den Sonnenkräften, so lebt ein dritter Typus in den Wärme- und Kälteverhältnissen, wie sie eigentlich immer im Raume vorhanden sind in der Nähe der Erde, in der weiteren Umgebung der Erde. Aber der Mensch in seinem normalen Leben gewöhnt sich an dieses Walten des Warmen. Es gibt jedoch eine gewisse feine, sehr innerliche Sensitivität, die unabhängiger wird von den äußeren Wärme- und Kältewirkungen, dagegen sehr empfänglich, sehr empfindlich wird für verborgene Wärme- und Kältewirkungen, die durch den Weltenraum gehen. Eine solche Fähigkeit, verborgene Wärme- und Kältewirkungen wahrzunehmen, die außer den gewöhnlichen physischen Wärme- und Kältewirkungen, unter deren Einfluß wir heiß werden und frieren, noch im Weltenraum vorhanden sind, erlangte in einem gewissen Punkte seines Lebens Swedenborg. Es wird, wenn man in das geheimnisvolle Leben Swedenborgs eindringen will, einem nach und nach durchaus klar, wie diese Sensibilität für die Wärme- und Kälteverhältnisse des die Erde umgebenden und durchdringenden Weltenraumes bei Swedenborg in einem gewissen Alter dadurch eingetreten ist, daß er bis zu diesem Zeitpunkt ein ausgezeichneter Wissenschafter für die offizielle Wissenschaft seiner Zeit war. Die Werke Swedenborgs auf dem Gebiete ganz offizieller Wissenschaft sind ja sehr zahlreich. Sie sind dazumal durchaus nicht gleich alle veröffentlicht worden, und es gibt jetzt sogar eine Gesellschaft von schwedischen Gelehrten, welche seine nachgelassenen Schriften auf rein wissenschaftlichem Gebiete in vielen Bänden herausgeben will. Nur macht dieser Swedenborg gerade solchen Gelehrten etwas Kopfzerbrechen. Sie müssen annehmen: er war offenbar durch diese genialischen Werke eine der genialsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Aber in einem gewissen Momente seines Lebens wurde er hellsichtig, das heißt dumm nach der Ansicht derjenigen, die jetzt seine Werke herausgeben, die offiziell anerkannt sind. — Und nun müssen wir uns heute schon mehr mit demjenigen befassen, was sich in Swedenborg, nachdem er das ganze übrige anerkannte Wissen seiner Zeit in sich vereinigt hatte, als ein höheres Schauen entwickelt hat; wir müssen uns näher betrachten, wodurch er für die äußere offizielle Erkenntnis «dumm» geworden ist.

[ 35 ] Nun kommt man darauf, wenn man in die Persönlichkeit Swedenborgs hineinschaut, daß er dadurch so «dumm» geworden ist, daß er eben gerade in seinen Vierzigerjahren eine intensive Liebe, eine überwiegende Liebe zu demjenigen entwickelte, was er bis dahin gelernt hatte. Wie kaum ein anderer Mensch in der Welt lernte Swedenborg das Wissen, die Erkenntnis als solche lieben. Und dieses Lieben der Erkenntnis selber, das brachte ihn in einem gewissen Zeitpunkt seines Lebens dahin, in seiner Art wiederum hineinschauen zu können in die geistige Welt, empfindlich sich zu machen für die verborgenen Wärme- und Kälteverhältnisse des Weltenraumes.

[ 35 ] Nun kommt man darauf, wenn man in die Persönlichkeit Swedenborgs hineinschaut, daß er dadurch so «dumm» geworden ist, daß er eben gerade in seinen Vierzigerjahren eine intensive Liebe, eine überwiegende Liebe zu demjenigen entwickelte, was er bis dahin gelernt hatte. Wie kaum ein anderer Mensch in der Welt lernte Swedenborg das Wissen, die Erkenntnis als solche lieben. Und dieses Lieben der Erkenntnis selber, das brachte ihn in einem gewissen Zeitpunkt seines Lebens dahin, in seiner Art wiederum hineinschauen zu können in die geistige Welt, empfindlich sich zu machen für die verborgenen Wärme- und Kälteverhältnisse des Weltenraumes.

[ 36 ] Diese verborgenen Wärme- und Kälteverhältnisse des Weltenraumes, die kommen nicht vom Monde, nicht von der Sonne, sie kommen eigentlich in der Hauptsache von einem Stern, der im Grunde genommen sehr bescheiden strahlt im Weltenraume, von dem Saturn. Die eigentümliche bescheidene Strahlung des Saturns in unseren planetarischen Erden-Weltenraum hinein, die gibt diejenigen verborgenen Kräfte, von denen insbesondere Swedenborg in einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens durchdrungen wurde.

[ 36 ] Diese verborgenen Wärme- und Kälteverhältnisse des Weltenraumes, die kommen nicht vom Monde, nicht von der Sonne, sie kommen eigentlich in der Hauptsache von einem Stern, der im Grunde genommen sehr bescheiden strahlt im Weltenraume, von dem Saturn. Die eigentümliche bescheidene Strahlung des Saturns in unseren planetarischen Erden-Weltenraum hinein, die gibt diejenigen verborgenen Kräfte, von denen insbesondere Swedenborg in einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens durchdrungen wurde.

[ 37 ] Dadurch kam er in die Lage, nun besonders zu empfinden gegenüber dem Vollen, von dem wir überall in der Sinnenwelt umgeben sind, das Leere. Eines Tages ging ihm die Sensitivität für das Leere auf. Aber sie ging ihm aus einem Instinkte auf. Er hat dies nicht angestrebt. Er hat keine solche Entwickelung durchgemacht, wie ich sie beschrieben habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Sie ging ihm wie in einem feinen höheren Instinkte auf. Und so sah er hinein in jene Welt, in die man eben nur hineinsieht — es ist nicht eine physisch-sinnliche gemeint —, wenn man durchdringt, was den Weltenraum als Wärme- und Kälteverhältnisse, das heißt, als Strahlung des Saturn durchströmt. Dadurch wurde sein Schauen ein sehr eigentümliches.

[ 37 ] Dadurch kam er in die Lage, nun besonders zu empfinden gegenüber dem Vollen, von dem wir überall in der Sinnenwelt umgeben sind, das Leere. Eines Tages ging ihm die Sensitivität für das Leere auf. Aber sie ging ihm aus einem Instinkte auf. Er hat dies nicht angestrebt. Er hat keine solche Entwickelung durchgemacht, wie ich sie beschrieben habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Sie ging ihm wie in einem feinen höheren Instinkte auf. Und so sah er hinein in jene Welt, in die man eben nur hineinsieht — es ist nicht eine physisch-sinnliche gemeint —, wenn man durchdringt, was den Weltenraum als Wärme- und Kälteverhältnisse, das heißt, als Strahlung des Saturn durchströmt. Dadurch wurde sein Schauen ein sehr eigentümliches.

[ 38 ] Wenn Sie lesen, was Swedenborg als Ergebnisse dieses seines Schauens hingestellt hat, so nimmt es sich ja aus eigentlich fast wie ätherisierte, verfeinerte Erdenerlebnisse. Die Geister, die er schaut, Angeloi, Archangeloi und so weiter, bewegen sich allerdings frei von Ponderabilität und so weiter, aber sie bewegen sich durchaus fast in dem Maße, wie sich Erdenwesen bewegen. Man kann die Frage aufwerfen: Ist das, was er da schaute, eine wirkliche Welt? Ist es etwas, was er nur aus seiner inneren Erfüllung in die Leere hinaus projiziert hat? Beides ist es nicht. Es ist etwas ganz anderes. Außer derjenigen Welt, in die der Mensch hineinsieht mit seinen physischen Sinnen, und der Welt, die er empfindet als die zweite, als die ätherische Welt, außer diesen beiden Weltensphären, Weltenterritorien, der physisch-sinnlichen und der ätherischen Welt, ist eben dasjenige, was uns umgibt, auch rein geistige Welt, in der sich geistige Wesen, die niemals auf die Erde heruntersteigen, lebend bewegen, in der solche Wesen lebend tätig sind. Aber diese Wesenheiten, die in der rein geistigen Welt lebend tätig sind, die müssen eingreifen in das Erdenleben. Deshalb müssen sie das, was sie in der rein geistigen Welt tun, dem Erdenäther mitteilen. So daß wir es schematisch so zeichnen müssen [Zeichnung nicht erhalten]: Hier ist die Erde, umgeben, durchdrungen auch von ihrem Erdenäther; außerhalb — ich kann es nur räumlich zeichnen, aber eigentlich ist es außerräumlich — die Welt der geistig tätigen Wesenheiten. Diese Welt der geistig tätigen Wesenheiten, die geht herein in das irdische Gebiet. Die Erde ist das, was sie ist, nur durch die Tätigkeit der geistig tätigen Wesenheiten.

[ 38 ] Wenn Sie lesen, was Swedenborg als Ergebnisse dieses seines Schauens hingestellt hat, so nimmt es sich ja aus eigentlich fast wie ätherisierte, verfeinerte Erdenerlebnisse. Die Geister, die er schaut, Angeloi, Archangeloi und so weiter, bewegen sich allerdings frei von Ponderabilität und so weiter, aber sie bewegen sich durchaus fast in dem Maße, wie sich Erdenwesen bewegen. Man kann die Frage aufwerfen: Ist das, was er da schaute, eine wirkliche Welt? Ist es etwas, was er nur aus seiner inneren Erfüllung in die Leere hinaus projiziert hat? Beides ist es nicht. Es ist etwas ganz anderes. Außer derjenigen Welt, in die der Mensch hineinsieht mit seinen physischen Sinnen, und der Welt, die er empfindet als die zweite, als die ätherische Welt, außer diesen beiden Weltensphären, Weltenterritorien, der physisch-sinnlichen und der ätherischen Welt, ist eben dasjenige, was uns umgibt, auch rein geistige Welt, in der sich geistige Wesen, die niemals auf die Erde heruntersteigen, lebend bewegen, in der solche Wesen lebend tätig sind. Aber diese Wesenheiten, die in der rein geistigen Welt lebend tätig sind, die müssen eingreifen in das Erdenleben. Deshalb müssen sie das, was sie in der rein geistigen Welt tun, dem Erdenäther mitteilen. So daß wir es schematisch so zeichnen müssen [Zeichnung nicht erhalten]: Hier ist die Erde, umgeben, durchdrungen auch von ihrem Erdenäther; außerhalb — ich kann es nur räumlich zeichnen, aber eigentlich ist es außerräumlich — die Welt der geistig tätigen Wesenheiten. Diese Welt der geistig tätigen Wesenheiten, die geht herein in das irdische Gebiet. Die Erde ist das, was sie ist, nur durch die Tätigkeit der geistig tätigen Wesenheiten.

[ 39 ] Diese Tätigkeit strahlt herein in das irdische Gebiet, strahlt aber wiederum zurück und bildet sich ab im Erdenäther. Und diese Kräfte des Erdenäthers, die sind tatsächlich ätherische Realisierungen des Geistigen, das über ihnen steht. Wenn wir den Erdenäther um uns betrachten, so finden wir darinnen durchaus Tätigkeit geistiger Wesenheiten, aber in Ätherbildern. Die eigentliche Tätigkeit ist darüber oder darinnen. Das, was uns unmittelbar auf der Erde umgibt, ist die Tätigkeit, die herunterprojiziert wird, eigentlich zuerst in die Erde projiziert wird und von der Erde rückprojiziert wird in den Erdenäther. Es ist geradeso, wie wenn die Spiegelbilder nicht bloße Bilder blieben, sondern wie wenn sie anfingen, eine eigene Tätigkeit zu entwickeln. So ist geistige Tätigkeit, die eigentlich von der Erde in den Äther hinaus zurückgestrahlt wird, da vorhanden. Diese geistige Tätigkeit ist eine reale Projektion der geistigen Tätigkeit.

[ 39 ] Diese Tätigkeit strahlt herein in das irdische Gebiet, strahlt aber wiederum zurück und bildet sich ab im Erdenäther. Und diese Kräfte des Erdenäthers, die sind tatsächlich ätherische Realisierungen des Geistigen, das über ihnen steht. Wenn wir den Erdenäther um uns betrachten, so finden wir darinnen durchaus Tätigkeit geistiger Wesenheiten, aber in Ätherbildern. Die eigentliche Tätigkeit ist darüber oder darinnen. Das, was uns unmittelbar auf der Erde umgibt, ist die Tätigkeit, die herunterprojiziert wird, eigentlich zuerst in die Erde projiziert wird und von der Erde rückprojiziert wird in den Erdenäther. Es ist geradeso, wie wenn die Spiegelbilder nicht bloße Bilder blieben, sondern wie wenn sie anfingen, eine eigene Tätigkeit zu entwickeln. So ist geistige Tätigkeit, die eigentlich von der Erde in den Äther hinaus zurückgestrahlt wird, da vorhanden. Diese geistige Tätigkeit ist eine reale Projektion der geistigen Tätigkeit.

[ 40 ] So wie Jakob Böhme sah, was im Menschenleib oder in der Natur vor sich ging, im Spiegel, wie ich es Ihnen beschrieben habe, so wurde für Swedenborg die Erde ein Spiegel, der ihm in den Äther die Bilder der geistigen Tätigkeit, der geistigen Welt hinauswarf. Es ist daher ebenso billig, zu sagen: Das alles ist nicht die geistige Welt, was Swedenborg gesehen hat, wie es billig ist, zu sagen: Es ist die geistige Welt. Es ist eben ein realisiertes Spiegelbild, von dem Spiegel Erde selbst realisiertes Spiegelbild. Es ist wahr, aber eben die wahre Abspiegelung der Wirklichkeit, die außer dem Betreffenden ist.

[ 40 ] So wie Jakob Böhme sah, was im Menschenleib oder in der Natur vor sich ging, im Spiegel, wie ich es Ihnen beschrieben habe, so wurde für Swedenborg die Erde ein Spiegel, der ihm in den Äther die Bilder der geistigen Tätigkeit, der geistigen Welt hinauswarf. Es ist daher ebenso billig, zu sagen: Das alles ist nicht die geistige Welt, was Swedenborg gesehen hat, wie es billig ist, zu sagen: Es ist die geistige Welt. Es ist eben ein realisiertes Spiegelbild, von dem Spiegel Erde selbst realisiertes Spiegelbild. Es ist wahr, aber eben die wahre Abspiegelung der Wirklichkeit, die außer dem Betreffenden ist.

[ 41 ] Das ist es, was Swedenborg geschaut hat. Er hat im Erdenäther geschaut die Art und Weise, wie die überirdischen Wesenheiten im Erdenäther Kräfte entwickeln, die dann durchaus eine Rolle spielen im Menschenleben und auch sonst im irdischen Leben. Denn diese Ätherkräfte, die nicht die Engel, die Erzengel selber sind, aber die im Äther vibrierenden Kräfte sind, die spielen durchaus eine Rolle im Erdenleben und im Menschenleben. Heute ist es abnorm, daß irgend jemand in diese verborgenen Ätherkräfte hineinschaut, die in dem umgebenden Äther durchaus ein ätherisches Abbild der höheren Urbilder des Geistes entwerfen.

[ 41 ] Das ist es, was Swedenborg geschaut hat. Er hat im Erdenäther geschaut die Art und Weise, wie die überirdischen Wesenheiten im Erdenäther Kräfte entwickeln, die dann durchaus eine Rolle spielen im Menschenleben und auch sonst im irdischen Leben. Denn diese Ätherkräfte, die nicht die Engel, die Erzengel selber sind, aber die im Äther vibrierenden Kräfte sind, die spielen durchaus eine Rolle im Erdenleben und im Menschenleben. Heute ist es abnorm, daß irgend jemand in diese verborgenen Ätherkräfte hineinschaut, die in dem umgebenden Äther durchaus ein ätherisches Abbild der höheren Urbilder des Geistes entwerfen.

[ 42 ] Das war aber in einer früheren Epoche der Erdenentwickelung einmal durchaus das Normale, in jener Zeit, die man der Sonnenzeit vorangehen lassen und daher als alte Saturnzeit bezeichnen kann, in der alten Saturnzeit. Da wird einem bewußt, daß der Mensch einmal erleben könne die Venuszeit, und daß, wenn die Venuszeit abgelaufen sein wird, dann die Vulkanzeit auftreten wird.

[ 42 ] Das war aber in einer früheren Epoche der Erdenentwickelung einmal durchaus das Normale, in jener Zeit, die man der Sonnenzeit vorangehen lassen und daher als alte Saturnzeit bezeichnen kann, in der alten Saturnzeit. Da wird einem bewußt, daß der Mensch einmal erleben könne die Venuszeit, und daß, wenn die Venuszeit abgelaufen sein wird, dann die Vulkanzeit auftreten wird.

[ 43 ] Das ist als ein besonderes Schauen bei Swedenborg aufgetreten: wie einmal die Erde existiert hat, wie sie sich für die Menschen der damaligen Zeit offenbarte, wie sie sich wieder offenbaren wird.

[ 43 ] Das ist als ein besonderes Schauen bei Swedenborg aufgetreten: wie einmal die Erde existiert hat, wie sie sich für die Menschen der damaligen Zeit offenbarte, wie sie sich wieder offenbaren wird.

[ 44 ] Wenn nun der Mensch dahin gelangt, das, was Swedenborg als die Bilder im Äther geschaut hat, bewußt zu durchdringen, wenn er also seine eigene Fülle der Leere des Weltenraumes entgegenstellt, dann verschwinden zunächst für die exakte Clairvoyance die Wesenheiten, die sich für Swedenborg ätherisch spiegeln, sie verschwinden zunächst für das ätherische Schauen; aber sie beginnen hörbar zu werden für das geistige Hören, für das geistige Ohr. Sie beginnen, indem man sie sozusagen als visionäre Schaubilder vertilgt, Inspirationen zu werden, die aus der geistigen Welt einem hereintönen in das Bewußtsein.

[ 44 ] Wenn nun der Mensch dahin gelangt, das, was Swedenborg als die Bilder im Äther geschaut hat, bewußt zu durchdringen, wenn er also seine eigene Fülle der Leere des Weltenraumes entgegenstellt, dann verschwinden zunächst für die exakte Clairvoyance die Wesenheiten, die sich für Swedenborg ätherisch spiegeln, sie verschwinden zunächst für das ätherische Schauen; aber sie beginnen hörbar zu werden für das geistige Hören, für das geistige Ohr. Sie beginnen, indem man sie sozusagen als visionäre Schaubilder vertilgt, Inspirationen zu werden, die aus der geistigen Welt einem hereintönen in das Bewußtsein.

[ 45 ] So daß man sagen kann: Dasjenige, was bei Swedenborg, weil im ätherischen Abbilde auftauchend, unbewußte Imagination war, das wird, wenn man sorgfältig, was Swedenborg nicht konnte, die Mahnungen des Hüters der Schwelle beobachtet, aus der ätherischen Imagination metamorphosiert zu der astralischen Inspiration, die vollbewußt wiederum beim Menschen auftreten kann.

[ 45 ] So daß man sagen kann: Dasjenige, was bei Swedenborg, weil im ätherischen Abbilde auftauchend, unbewußte Imagination war, das wird, wenn man sorgfältig, was Swedenborg nicht konnte, die Mahnungen des Hüters der Schwelle beobachtet, aus der ätherischen Imagination metamorphosiert zu der astralischen Inspiration, die vollbewußt wiederum beim Menschen auftreten kann.

[ 46 ] Damit habe ich Ihnen zu gleicher Zeit charakterisiert, wie die mehr unterbewußten Zustände, die Nachtwandlerart, die Jakob BöhmeArt, die Swedenborg-Art, sich verhalten zu dem, was dann bewußt errungen werden kann in Intuition, Imagination, Inspiration.

[ 46 ] Damit habe ich Ihnen zu gleicher Zeit charakterisiert, wie die mehr unterbewußten Zustände, die Nachtwandlerart, die Jakob BöhmeArt, die Swedenborg-Art, sich verhalten zu dem, was dann bewußt errungen werden kann in Intuition, Imagination, Inspiration.

[ 47 ] Die Reihenfolge mußte heute eine andere sein, weil ich sie aus dem Kosmos heraus geschildert habe. Wenn man nicht nach Namen geht, sondern nach den Dingen, dann muß man, wenn man von verschiedenen Gesichtspunkten aus schildert, die Reihenfolge ändern, geradeso wie sich für das perspektivische Anschauen manchmal die Reihenfolgen andern können: Wenn zwei Menschen hier stehen, und ich stehe dazwischen, habe ich einen hinten, einen vorne; wenn ich aber vor.den vorderen trete, so habe ich beide vor mir. So verändern sich auch die Dinge in dem Weltenraume je nach den Gesichtspunkten, die man einnehmen muß.

[ 47 ] Die Reihenfolge mußte heute eine andere sein, weil ich sie aus dem Kosmos heraus geschildert habe. Wenn man nicht nach Namen geht, sondern nach den Dingen, dann muß man, wenn man von verschiedenen Gesichtspunkten aus schildert, die Reihenfolge ändern, geradeso wie sich für das perspektivische Anschauen manchmal die Reihenfolgen andern können: Wenn zwei Menschen hier stehen, und ich stehe dazwischen, habe ich einen hinten, einen vorne; wenn ich aber vor.den vorderen trete, so habe ich beide vor mir. So verändern sich auch die Dinge in dem Weltenraume je nach den Gesichtspunkten, die man einnehmen muß.

[ 48 ] Daher finden Sie auch in meinen Vortragszyklen, daß die Dinge, weil sie von verschiedenen Standpunkten geschildert werden müssen, in verschiedenen Reihenfolgen erscheinen. Wer das nicht durchschaut und nach dem Abstrakten geht, der sagt: Das stimmt doch nicht miteinander. Aber nur wer aus Annahmen heraus schildert, hat es so billig, fortwährend Dinge zu sagen, die selbst der rein intellektualistische Mensch dann stimmend findet. Wer aus der Wirklichkeit heraus schildert, muß schon dasjenige mitmachen, was auch die Wirklichkeit hat, daß sie von verschiedenen Gesichtspunkten aus eigentlich sich widerspruchsvoll zeigen kann.

[ 48 ] Daher finden Sie auch in meinen Vortragszyklen, daß die Dinge, weil sie von verschiedenen Standpunkten geschildert werden müssen, in verschiedenen Reihenfolgen erscheinen. Wer das nicht durchschaut und nach dem Abstrakten geht, der sagt: Das stimmt doch nicht miteinander. Aber nur wer aus Annahmen heraus schildert, hat es so billig, fortwährend Dinge zu sagen, die selbst der rein intellektualistische Mensch dann stimmend findet. Wer aus der Wirklichkeit heraus schildert, muß schon dasjenige mitmachen, was auch die Wirklichkeit hat, daß sie von verschiedenen Gesichtspunkten aus eigentlich sich widerspruchsvoll zeigen kann.