Insight from Initiation
GA 227
26 August 1921, Penmaenmawr
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Die Schlaferlebnisse des Menschen als Vorverkünder der Erlebnisse nach dem Tode
Die Schlaferlebnisse des Menschen als Vorverkünder der Erlebnisse nach dem Tode
[ 1 ] In der Auseinandersetzung über das Verhältnis des Schlafens und Wachens im Menschen auf der einen Seite und der Gliederung des Menschen auf der anderen Seite konnte man sehen, wie der Mensch mit dem Schlafe in der Tat eine tiefgehende Spaltung seines Erdendaseins erlebt. Wir haben aus den verschiedenen Erörterungen der letzten Tage gesehen, wie wir am Menschen dasjenige zu unterscheiden haben, was an ihm sinnlich-physisch wahrnehmbar ist: der physische Körper; dasjenige, was nicht mehr sinnlich-physisch wahrnehmbar ist, was nur in der Imagination geschaut werden kann: sein Äther- oder, wie ich auch sagen muß, sein Bildekräfteleib. Dieser Bildekräfteleib enthält die lebendigen Kräfte, die den Menschen wachsen machen, die den Vorgängen der Ernährung, des ganzen Aufbaues des Menschen zugrunde liegen und so weiter. Dieser Bildekräfteleib enthält aber auch, wie wir gesehen haben, das ganze System der menschlichen Gedanken. Eingegliedert in diesen Bildekräfte- oder Ätherleib und in den physischen Körper sind dann die zwei höheren Glieder der menschlichen Wesenheit, dasjenige, was man — ich sagte schon, man soll sich an der Terminologie nicht stoßen — als den Astralleib und was man als die eigentliche Ich-Organisation bezeichnen kann.
[ 1 ] In der Auseinandersetzung über das Verhältnis des Schlafens und Wachens im Menschen auf der einen Seite und der Gliederung des Menschen auf der anderen Seite konnte man sehen, wie der Mensch mit dem Schlafe in der Tat eine tiefgehende Spaltung seines Erdendaseins erlebt. Wir haben aus den verschiedenen Erörterungen der letzten Tage gesehen, wie wir am Menschen dasjenige zu unterscheiden haben, was an ihm sinnlich-physisch wahrnehmbar ist: der physische Körper; dasjenige, was nicht mehr sinnlich-physisch wahrnehmbar ist, was nur in der Imagination geschaut werden kann: sein Äther- oder, wie ich auch sagen muß, sein Bildekräfteleib. Dieser Bildekräfteleib enthält die lebendigen Kräfte, die den Menschen wachsen machen, die den Vorgängen der Ernährung, des ganzen Aufbaues des Menschen zugrunde liegen und so weiter. Dieser Bildekräfteleib enthält aber auch, wie wir gesehen haben, das ganze System der menschlichen Gedanken. Eingegliedert in diesen Bildekräfte- oder Ätherleib und in den physischen Körper sind dann die zwei höheren Glieder der menschlichen Wesenheit, dasjenige, was man — ich sagte schon, man soll sich an der Terminologie nicht stoßen — als den Astralleib und was man als die eigentliche Ich-Organisation bezeichnen kann.
[ 2 ] Wenn nun der Mensch sein Tagesleben durchlebt, so sind diese vier Glieder der menschlichen Natur ineinander tätig, in Wechselbeziehung stehend, in einem innigen Zusammenhange. Wenn der Mensch in den Schlafzustand übergeht, dann trennen sich von Astralleib und Ich physischer Körper und Bildekräfteleib — sie bleiben, wenn ich mich so ausdrücken darf, im Bette zurück —, und in eine rein geistige Welt treten ein die astralische Organisation und die Ich-Organisation. So daß also der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen gespalten ist in seinem Wesen: auf der einen Seite ist die physische Organisation mit der ätherischen Organisation vorhanden, die zu gleicher Zeit die gesamte Gedankenwelt des Menschen zurückhält, und auf der anderen Seite sind die IchOrganisation und die astralische Organisation vorhanden.
[ 2 ] Wenn nun der Mensch sein Tagesleben durchlebt, so sind diese vier Glieder der menschlichen Natur ineinander tätig, in Wechselbeziehung stehend, in einem innigen Zusammenhange. Wenn der Mensch in den Schlafzustand übergeht, dann trennen sich von Astralleib und Ich physischer Körper und Bildekräfteleib — sie bleiben, wenn ich mich so ausdrücken darf, im Bette zurück —, und in eine rein geistige Welt treten ein die astralische Organisation und die Ich-Organisation. So daß also der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen gespalten ist in seinem Wesen: auf der einen Seite ist die physische Organisation mit der ätherischen Organisation vorhanden, die zu gleicher Zeit die gesamte Gedankenwelt des Menschen zurückhält, und auf der anderen Seite sind die IchOrganisation und die astralische Organisation vorhanden.
[ 3 ] Ich glaube, es hat in diesen Tagen einmal jemand das Bedenken geäußert: Wenn die gesamte Gedankenwelt zurückbleibt in der Ätherorganisation während des Schlafes, so könnte man durch die Gedanken, die man doch nur im wachen Zustande ergreift, nicht hinüberwirken in den Schlafzustand. So daß gewissermaßen in demjenigen, der dies gesagt hat, eine Art Angst zutage getreten ist, als ob dann, wenn man zum Beispiel irgendwelche Wünsche, etwa für seine Mitmenschen, in Gedanken kleidete, oder wenn sich solche Gedanken auf einen beziehen, der im Schlafzustande ist, verlorengehen könnte die Kraft dieser Gedanken, weil sie ja der Mensch in den Schlaf nicht herübernimmt. Nun, ich möchte mit einem Bilde darauf antworten.
[ 3 ] Ich glaube, es hat in diesen Tagen einmal jemand das Bedenken geäußert: Wenn die gesamte Gedankenwelt zurückbleibt in der Ätherorganisation während des Schlafes, so könnte man durch die Gedanken, die man doch nur im wachen Zustande ergreift, nicht hinüberwirken in den Schlafzustand. So daß gewissermaßen in demjenigen, der dies gesagt hat, eine Art Angst zutage getreten ist, als ob dann, wenn man zum Beispiel irgendwelche Wünsche, etwa für seine Mitmenschen, in Gedanken kleidete, oder wenn sich solche Gedanken auf einen beziehen, der im Schlafzustande ist, verlorengehen könnte die Kraft dieser Gedanken, weil sie ja der Mensch in den Schlaf nicht herübernimmt. Nun, ich möchte mit einem Bilde darauf antworten.
[ 4 ] Sie werden noch nie gehört haben, daß jemand, der mit einer Flinte ein Ziel treffen will, gleich just die Flinte dahin werfen muß. Er läßt die Ladung los, die Flinte behält er zurück. Man kann nun nicht den Gedanken äußern, daß nichts nach dem Ziele geht, weil er die Flinte zurückbehält. Ebensowenig bleiben die Wirkungen des Wachlebens, des denkenden Wachlebens für das Schlafleben aus, weil man die Gedanken im physischen und ätherischen Leib zurückhält, nicht selber hinüberschickt in das Schlafesleben. Es handelt sich gerade bei diesen Dingen, die ja subtil sind, darum, daß man immer exakt, ganz genau denkt, wie man es eigentlich für die physische Welt niemals nötig hat, weil einen ja da sofort die Dinge der Außenwelt korrigieren. Aber man sieht aus demjenigen, was in diesen Tagen hier ausgesprochen worden ist, daß eine viel innigere Beziehung zwischen dem physischen Körper und dem Ätherleib besteht als zum Beispiel zwischen Ätherleib und Astralorganisation. Denn während des ganzen Erdenlebens bleiben physischer Körper und Ätherleib zusammen. Sie trennen sich nie, auch eben im Schlafeszustand nicht. Der Ätherleib und der astralische Leib müssen sich trennen im Schlafe.
[ 4 ] Sie werden noch nie gehört haben, daß jemand, der mit einer Flinte ein Ziel treffen will, gleich just die Flinte dahin werfen muß. Er läßt die Ladung los, die Flinte behält er zurück. Man kann nun nicht den Gedanken äußern, daß nichts nach dem Ziele geht, weil er die Flinte zurückbehält. Ebensowenig bleiben die Wirkungen des Wachlebens, des denkenden Wachlebens für das Schlafleben aus, weil man die Gedanken im physischen und ätherischen Leib zurückhält, nicht selber hinüberschickt in das Schlafesleben. Es handelt sich gerade bei diesen Dingen, die ja subtil sind, darum, daß man immer exakt, ganz genau denkt, wie man es eigentlich für die physische Welt niemals nötig hat, weil einen ja da sofort die Dinge der Außenwelt korrigieren. Aber man sieht aus demjenigen, was in diesen Tagen hier ausgesprochen worden ist, daß eine viel innigere Beziehung zwischen dem physischen Körper und dem Ätherleib besteht als zum Beispiel zwischen Ätherleib und Astralorganisation. Denn während des ganzen Erdenlebens bleiben physischer Körper und Ätherleib zusammen. Sie trennen sich nie, auch eben im Schlafeszustand nicht. Der Ätherleib und der astralische Leib müssen sich trennen im Schlafe.
[ 5 ] Wiederum ist ein inniger Zusammenhang vorhanden zwischen dem Ich und der astralischen Organisation, denn die trennen sich wiederum niemals während des Erdenlebens. Aber der Zusammenhang zwischen dem astralischen Leib und dem ätherischen Leib, der ist ein loserer. Da kann eben die Spaltung eintreten. Das hat für das menschliche Erdenleben und auch für das aufßerirdische Leben des Menschen eine ganz bestimmte Wirkung. Wenn wir im wachen Zustande sind, so beleben wir mit unserem Ich unsere Sinne, mit unserem astralischen Leib unser Nervensystem und schicken dann dasjenige, was auf diese Weise zustande kommt, hinein in den ätherischen Leib und in den physischen Körper; denn man muß, wenn man in der physischen Welt leben will, alles dasjenige, was man im Ich und im astralischen Leibe erlebt, hinunterschicken in den ätherischen Leib und in den physischen Körper. Deshalb glaubt der Materialismus, daß der physische Körper alles sein könne im Menschenwesen, weil tatsächlich alles sich im physischen Körper abdrükken muß, sich offenbaren muß in dem Leben zwischen der Geburt oder, sagen wir, der Empfängnis und dem Tode.
[ 5 ] Wiederum ist ein inniger Zusammenhang vorhanden zwischen dem Ich und der astralischen Organisation, denn die trennen sich wiederum niemals während des Erdenlebens. Aber der Zusammenhang zwischen dem astralischen Leib und dem ätherischen Leib, der ist ein loserer. Da kann eben die Spaltung eintreten. Das hat für das menschliche Erdenleben und auch für das aufßerirdische Leben des Menschen eine ganz bestimmte Wirkung. Wenn wir im wachen Zustande sind, so beleben wir mit unserem Ich unsere Sinne, mit unserem astralischen Leib unser Nervensystem und schicken dann dasjenige, was auf diese Weise zustande kommt, hinein in den ätherischen Leib und in den physischen Körper; denn man muß, wenn man in der physischen Welt leben will, alles dasjenige, was man im Ich und im astralischen Leibe erlebt, hinunterschicken in den ätherischen Leib und in den physischen Körper. Deshalb glaubt der Materialismus, daß der physische Körper alles sein könne im Menschenwesen, weil tatsächlich alles sich im physischen Körper abdrükken muß, sich offenbaren muß in dem Leben zwischen der Geburt oder, sagen wir, der Empfängnis und dem Tode.
[ 6 ] Aber diese Arbeit des Eingliederns der Erlebnisse des Erdendaseins in den ätherischen Leib und in den physischen Leib, das geht nicht ohne Hindernisse und Hemmnisse vor sich. Wir sind niemals ohne weiteres eigentlich imstande, dasjenige, was wir durch die Sinne erleben, dasjenige, was wir durch unser Denken eingliedern in unser Nervensystem, unmittelbar auch hinunterzuschicken in die Organe, die zugehörig sind dem Bildekräfteleib und dem physischen Leib. Dasjenige, was wir aus der äußeren physischen Welt aufnehmen, ist zunächst, indem wir es aufnehmen, so gestaltet, so geformt, daß es dem äußeren Dasein gleicht. Wenn wir zum Beispiel irgend etwas wahrnehmen, das eckig gestaltet ist, so bildet sich für uns zunächst innerhalb unseres Ich und unseres astralischen Leibes das Erlebnis des Eckigen aus. Aber das kann nicht unmittelbar in den ätherischen Leib aufgenommen werden. Der ätherische Leib sträubt sich zunächst gegen dieses Aufnehmen desjenigen, was wir an der sinnlichen Außenwelt erleben. In diese Verhältnisse kann nur die imaginative Erkenntnis aufklärend hineinwirken. Die gewöhnliche sinnliche Beobachtung oder auch das sinnliche Experiment am Menschen oder die intellektualistische Überlegung reichen nicht hin, um diesen Vorgang anzuschauen, der da besteht in dieser notwendigen Umbildung und Umgestaltung desjenigen, was wir sinnlich wahrnehmen, damit es geeignet werde, in unserem Ätherleib und physischen Leib nun fortzuleben, so daß wir uns auch von ihm trennen können im Schlafe. Und erst wenn man beobachten kann, wie das Verhältnis zwischen Wachen und Schlafen beim Erdenmenschen eigentlich ist, dann kommt man darauf, daß im Leben ein fortwährender Kampf stattfindet. Man nimmt einen äußeren Eindruck auf, ein äußeres Erlebnis. Das kann aber nicht sogleich hinunter in den physischen und ätherischen Leib, weil, wenn ich mich dieses groben Beispiels bediene, das Erlebnis, das man hat an einem eckigen Ding, hinein muß in den ätherischen Leib, in den physischen Leib hinein, indem es erst gerundet wird, indem es erst dessen eigene Form annimmt. Es muß eine gründliche Umformung stattfinden.
[ 6 ] Aber diese Arbeit des Eingliederns der Erlebnisse des Erdendaseins in den ätherischen Leib und in den physischen Leib, das geht nicht ohne Hindernisse und Hemmnisse vor sich. Wir sind niemals ohne weiteres eigentlich imstande, dasjenige, was wir durch die Sinne erleben, dasjenige, was wir durch unser Denken eingliedern in unser Nervensystem, unmittelbar auch hinunterzuschicken in die Organe, die zugehörig sind dem Bildekräfteleib und dem physischen Leib. Dasjenige, was wir aus der äußeren physischen Welt aufnehmen, ist zunächst, indem wir es aufnehmen, so gestaltet, so geformt, daß es dem äußeren Dasein gleicht. Wenn wir zum Beispiel irgend etwas wahrnehmen, das eckig gestaltet ist, so bildet sich für uns zunächst innerhalb unseres Ich und unseres astralischen Leibes das Erlebnis des Eckigen aus. Aber das kann nicht unmittelbar in den ätherischen Leib aufgenommen werden. Der ätherische Leib sträubt sich zunächst gegen dieses Aufnehmen desjenigen, was wir an der sinnlichen Außenwelt erleben. In diese Verhältnisse kann nur die imaginative Erkenntnis aufklärend hineinwirken. Die gewöhnliche sinnliche Beobachtung oder auch das sinnliche Experiment am Menschen oder die intellektualistische Überlegung reichen nicht hin, um diesen Vorgang anzuschauen, der da besteht in dieser notwendigen Umbildung und Umgestaltung desjenigen, was wir sinnlich wahrnehmen, damit es geeignet werde, in unserem Ätherleib und physischen Leib nun fortzuleben, so daß wir uns auch von ihm trennen können im Schlafe. Und erst wenn man beobachten kann, wie das Verhältnis zwischen Wachen und Schlafen beim Erdenmenschen eigentlich ist, dann kommt man darauf, daß im Leben ein fortwährender Kampf stattfindet. Man nimmt einen äußeren Eindruck auf, ein äußeres Erlebnis. Das kann aber nicht sogleich hinunter in den physischen und ätherischen Leib, weil, wenn ich mich dieses groben Beispiels bediene, das Erlebnis, das man hat an einem eckigen Ding, hinein muß in den ätherischen Leib, in den physischen Leib hinein, indem es erst gerundet wird, indem es erst dessen eigene Form annimmt. Es muß eine gründliche Umformung stattfinden.
[ 7 ] Dieses Umformen dessen, was zunächst so flüchtig lebt, wie das Ich und der astralische Leib selber, in ein plastisches Gebilde, das dann leben kann im ätherischen Leibe, und in eine plastizierende Bewegung, die dann fortexistieren kann im physischen Leibe, dieses Umformen, das gibt einen innerlichen Kampf, der für das gewöhnliche heutige menschliche Bewußtsein allerdings unbewußt bleibt. Aber wer die imaginative Erkenntnis hat, kann diesen Kampf anschauen, der in der Regel zwei bis drei Tage andauert. Man muß zwei-, manchmal dreimal geschlafen haben über einem Erlebnis, bis es sich verbindet mit den anderen Erlebnissen, die schon Abdrucke im physischen und im ätherischen Leibe sind. Man muß zwei- bis dreimal darüber geschlafen haben. Und die Traumeswelt drückt eigentlich äußerlich, aber eben nur äußerlich diesen Kampf aus. Indem der Mensch träumt, schieben sich, wie ich schon auseinandergesetzt habe, sein Ich und der Astralleib in den Ätherleib und physischen Leib hinein, stauen sich. Dieses Stauen, das ist der Ausdruck des Kampfes, den ich Ihnen jetzt schildere und der ungefähr zwei bis drei Tage dauert. Wenn man einmal über dem Erlebnis geschlafen hat, so ist es noch nicht genügend hineingesenkt in den ätherischen Leib. Erst wenn man zwei bis dreimal darüber geschlafen hat, ist es eingesenkt in den ätherischen Leib. So daß man da, wo der Mensch lose verbunden ist in bezug auf seinen astralischen Leib und ätherischen Leib, ein fortwährendes Ineinanderweben sieht.
[ 7 ] Dieses Umformen dessen, was zunächst so flüchtig lebt, wie das Ich und der astralische Leib selber, in ein plastisches Gebilde, das dann leben kann im ätherischen Leibe, und in eine plastizierende Bewegung, die dann fortexistieren kann im physischen Leibe, dieses Umformen, das gibt einen innerlichen Kampf, der für das gewöhnliche heutige menschliche Bewußtsein allerdings unbewußt bleibt. Aber wer die imaginative Erkenntnis hat, kann diesen Kampf anschauen, der in der Regel zwei bis drei Tage andauert. Man muß zwei-, manchmal dreimal geschlafen haben über einem Erlebnis, bis es sich verbindet mit den anderen Erlebnissen, die schon Abdrucke im physischen und im ätherischen Leibe sind. Man muß zwei- bis dreimal darüber geschlafen haben. Und die Traumeswelt drückt eigentlich äußerlich, aber eben nur äußerlich diesen Kampf aus. Indem der Mensch träumt, schieben sich, wie ich schon auseinandergesetzt habe, sein Ich und der Astralleib in den Ätherleib und physischen Leib hinein, stauen sich. Dieses Stauen, das ist der Ausdruck des Kampfes, den ich Ihnen jetzt schildere und der ungefähr zwei bis drei Tage dauert. Wenn man einmal über dem Erlebnis geschlafen hat, so ist es noch nicht genügend hineingesenkt in den ätherischen Leib. Erst wenn man zwei bis dreimal darüber geschlafen hat, ist es eingesenkt in den ätherischen Leib. So daß man da, wo der Mensch lose verbunden ist in bezug auf seinen astralischen Leib und ätherischen Leib, ein fortwährendes Ineinanderweben sieht.
[ 8 ] Ganz roh schematisch gezeichnet [Originalzeichnung nicht erhalten]: Wenn dies der Ätherleib ist und das der astralische Leib im Schlafe, dann findet beim Aufwachen oder Einschlafen an der Grenze ein fortwährender Kampf statt, eine lebendige Regung, die sich äußerlich im Traume ausdrückt, die aber innerlich dieses Einverweben der Erlebnisse in den ätherischen und physischen Leib bedeutet. Und erst wenn der Mensch zwei-, dreimal, manchmal öfter, über irgendeinem Erlebnis geschlafen hat, dann hat sich wieder verbunden dieses Erlebnis mit demjenigen, was schon verbunden war mit ätherischem und physischem Leib als Erinnerung; denn das ist es, worauf es ankommt, daß sich das Erlebnis in Erinnerung umwandelt, die dann ebenso im Bette liegenbleibt, wenn wir schlafen, weil sie im wesentlichen der Ausdruck des physischen und ätherischen Leibes in Gedanken ist, — Also nach zwei bis drei Tagen hat sich das Erlebnis erst der Erinnerung einverwoben.
[ 8 ] Ganz roh schematisch gezeichnet [Originalzeichnung nicht erhalten]: Wenn dies der Ätherleib ist und das der astralische Leib im Schlafe, dann findet beim Aufwachen oder Einschlafen an der Grenze ein fortwährender Kampf statt, eine lebendige Regung, die sich äußerlich im Traume ausdrückt, die aber innerlich dieses Einverweben der Erlebnisse in den ätherischen und physischen Leib bedeutet. Und erst wenn der Mensch zwei-, dreimal, manchmal öfter, über irgendeinem Erlebnis geschlafen hat, dann hat sich wieder verbunden dieses Erlebnis mit demjenigen, was schon verbunden war mit ätherischem und physischem Leib als Erinnerung; denn das ist es, worauf es ankommt, daß sich das Erlebnis in Erinnerung umwandelt, die dann ebenso im Bette liegenbleibt, wenn wir schlafen, weil sie im wesentlichen der Ausdruck des physischen und ätherischen Leibes in Gedanken ist, — Also nach zwei bis drei Tagen hat sich das Erlebnis erst der Erinnerung einverwoben.
[ 9 ] Es ist ein ungeheuer interessantes Erlebnis für die imaginative Erkenntnis, dies wahrzunehmen. Schon die Form, in der sich dieses ausdrückt, ist bedeutsam. Wir gehen an die äußeren Erdenerlebnisse so heran, daß wir ihnen nach den naturalistischen Gesetzen bestimmte Konturen geben. Wir erleben eben dasjenige, was in unserem Erdendasein vorhanden ist, mit bestimmten Konturen, man möchte sagen in naturgesetzlicher Form. Diese Naturgesetze werden aufgelöst, indem sich die Erlebnisse eingliedern in das Ätherische. Es geht alles, was hier bestimmte Konturen hat, in — ich möchte sagen weich Bildliches über. Was ruht, wird bewegt, was eckig ist, wird gerundet. Es geht alles über aus dem, was man als intellektueller Mensch erlebt, in dasjenige, was man als künstlerischer Mensch erlebt.
[ 9 ] Es ist ein ungeheuer interessantes Erlebnis für die imaginative Erkenntnis, dies wahrzunehmen. Schon die Form, in der sich dieses ausdrückt, ist bedeutsam. Wir gehen an die äußeren Erdenerlebnisse so heran, daß wir ihnen nach den naturalistischen Gesetzen bestimmte Konturen geben. Wir erleben eben dasjenige, was in unserem Erdendasein vorhanden ist, mit bestimmten Konturen, man möchte sagen in naturgesetzlicher Form. Diese Naturgesetze werden aufgelöst, indem sich die Erlebnisse eingliedern in das Ätherische. Es geht alles, was hier bestimmte Konturen hat, in — ich möchte sagen weich Bildliches über. Was ruht, wird bewegt, was eckig ist, wird gerundet. Es geht alles über aus dem, was man als intellektueller Mensch erlebt, in dasjenige, was man als künstlerischer Mensch erlebt.
[ 10 ] Das ist der innere Grund, warum in jenen älteren Zeiten, wo die Menschen das, was ich Ihnen jetzt beschrieben habe, noch instinktiv schauten, die Kunst ganz anders im Leben wurzelte als heute. Noch selbst in der Renaissance, beim Zurückgreifen auf die alte Kunst, in Raffael, in anderen Renaissancekünstlern, waren wenigstens Traditionen an dieses Umformen des Intellektualistischen in das Künstlerische. Denn in dem Augenblicke, wo man hinaufkommt ins Übersinnliche, geht das Intellektuelle in seiner intellektuellen Form sofort verloren, und es verwandelt sich alles in ein Künstlerisches. Indem die Menschen heute in der Kunst so sehr auf den Naturalismus angewiesen sind, alles nach dem Modell machen wollen, zeigen sie, daß sie von dem eigentlichen Künstlertum abgekommen sind. Es muß sich die Menschheit wiederum hineinleben in dieses eigentliche Künstlertum.
[ 10 ] Das ist der innere Grund, warum in jenen älteren Zeiten, wo die Menschen das, was ich Ihnen jetzt beschrieben habe, noch instinktiv schauten, die Kunst ganz anders im Leben wurzelte als heute. Noch selbst in der Renaissance, beim Zurückgreifen auf die alte Kunst, in Raffael, in anderen Renaissancekünstlern, waren wenigstens Traditionen an dieses Umformen des Intellektualistischen in das Künstlerische. Denn in dem Augenblicke, wo man hinaufkommt ins Übersinnliche, geht das Intellektuelle in seiner intellektuellen Form sofort verloren, und es verwandelt sich alles in ein Künstlerisches. Indem die Menschen heute in der Kunst so sehr auf den Naturalismus angewiesen sind, alles nach dem Modell machen wollen, zeigen sie, daß sie von dem eigentlichen Künstlertum abgekommen sind. Es muß sich die Menschheit wiederum hineinleben in dieses eigentliche Künstlertum.
[ 11 ] Und so setzt sich, wie ich beschrieben habe, das menschliche Leben eigentlich so zusammen, daß man immer sagen kann: Ich habe ein Erlebnis; das flutet durch drei Tage in den ätherischen Leib hinein. Am nächsten Tag flutet das unmittelbar Erlebte um einen Tag später hinein. Und so ist der Mensch in bezug auf seinen ätherischen Leib mit einem Erlebnis sozusagen erst nach zwei bis drei oder vier Tagen fertig.
[ 11 ] Und so setzt sich, wie ich beschrieben habe, das menschliche Leben eigentlich so zusammen, daß man immer sagen kann: Ich habe ein Erlebnis; das flutet durch drei Tage in den ätherischen Leib hinein. Am nächsten Tag flutet das unmittelbar Erlebte um einen Tag später hinein. Und so ist der Mensch in bezug auf seinen ätherischen Leib mit einem Erlebnis sozusagen erst nach zwei bis drei oder vier Tagen fertig.
[ 12 ] Wenn nun der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so trennt sich — was im Erdendasein nie stattgefunden hat — der ätherische Leib von dem physischen Leib. Alles dasjenige, was jeweilig durch zwei, drei, vier Tage hineinverwoben worden ist in den ätherischen Leib, das wird jetzt in dem vom physischen Leib freiwerdenden ätherischen Leib wiederum aufgelöst. Und die Auflösung dauert ungefähr ebenso lange, als das Einverweben gedauert hat. Es zeigt die Imagination, die in der richtigen Weise beurteilen kann, wie der physische Leib dasjenige, was allmählich hinübergewandert ist in den Ätherleib, durch seinen Widerstand zusammenhält. Ist nun der physische Leib im 'Tode weg, so sieht man in den ersten Tagen nach dem Tode, wie dasjenige, was sich da in den Ätherleib hineinverwoben 'hat, wiederum in den allgemeinen kosmischen Äther übergeht, sich wiederum auflöst. Und dieses Erlebnis des Sich-Auflösens des gesamten Erinnerungsgutes, das erlebt der Mensch nun wiederum zwei, drei, vier Tage nach seinem Tode. Man kann dies das Ablegen des Ätherleibes nennen. Aber dieses Ablegen ist eigentlich ein Immer-Größer- und Größerwerden der Erinnerungen; die verlieren die dritte Dimension, werden zweidimensional, werden ganz bildhaft. Und das Gesamttableau seines Lebens steht vor dem Menschen, in lebendigen Bildern ablaufend, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, ungefähr zwei, drei, vier Tage lang, individuell verschieden nach dem einzelnen Menschen.
[ 12 ] Wenn nun der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so trennt sich — was im Erdendasein nie stattgefunden hat — der ätherische Leib von dem physischen Leib. Alles dasjenige, was jeweilig durch zwei, drei, vier Tage hineinverwoben worden ist in den ätherischen Leib, das wird jetzt in dem vom physischen Leib freiwerdenden ätherischen Leib wiederum aufgelöst. Und die Auflösung dauert ungefähr ebenso lange, als das Einverweben gedauert hat. Es zeigt die Imagination, die in der richtigen Weise beurteilen kann, wie der physische Leib dasjenige, was allmählich hinübergewandert ist in den Ätherleib, durch seinen Widerstand zusammenhält. Ist nun der physische Leib im 'Tode weg, so sieht man in den ersten Tagen nach dem Tode, wie dasjenige, was sich da in den Ätherleib hineinverwoben 'hat, wiederum in den allgemeinen kosmischen Äther übergeht, sich wiederum auflöst. Und dieses Erlebnis des Sich-Auflösens des gesamten Erinnerungsgutes, das erlebt der Mensch nun wiederum zwei, drei, vier Tage nach seinem Tode. Man kann dies das Ablegen des Ätherleibes nennen. Aber dieses Ablegen ist eigentlich ein Immer-Größer- und Größerwerden der Erinnerungen; die verlieren die dritte Dimension, werden zweidimensional, werden ganz bildhaft. Und das Gesamttableau seines Lebens steht vor dem Menschen, in lebendigen Bildern ablaufend, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, ungefähr zwei, drei, vier Tage lang, individuell verschieden nach dem einzelnen Menschen.
[ 13 ] Aber geradeso wie derjenige, der Botanik studiert hat, dem Pflanzenkeim ansieht, was für eine Pflanze daraus wird, so sieht derjenige, der zu imaginativer Erkenntnis gekommen ist, nicht nur bei dem Tode dieses Übergehen des Ätherischen, das heißt des gesamten Erinnerungssystems an den Kosmos, sondern er sieht es schon, wenn es im Bilde vorhanden ist. Und im Bilde ist es immer beim Menschen vorhanden. Weiß man in der richtigen Weise aufzufassen, was da innert drei Tagen, eventuell mehr, ganz ineinander übergeht, so sieht man in diesem Einverleiben der Erlebnisse in den ätherischen Leib bildhaft vorbereitet dasjenige, was zwei, drei, vier Tage, nachdem der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, eben vom Menschen innerlich erlebt wird. Während der Mensch im Erdendasein mehr oder weniger unbewußt, wenn er nicht zur imaginativen Erkenntnis kommt, erlebt dieses Involvieren der Erlebnisse in der durch den physischen Leib zusammengehaltenen Erinnerung, erlebt er unmittelbar nach dem Tode das Evolvieren, das Abwickeln und In-den-Kosmos-Übergehen seiner Erinnerungen. Was wir also jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen als unsere Gedankenschätze zurücklassen, das geht unmittelbar nach dem Tode, sich mit dem Kosmos verbindend, eben in das ganze Universum über. Das ist dasjenige, was wir im Sterben zu übergeben haben an das kosmische Dasein.
[ 13 ] Aber geradeso wie derjenige, der Botanik studiert hat, dem Pflanzenkeim ansieht, was für eine Pflanze daraus wird, so sieht derjenige, der zu imaginativer Erkenntnis gekommen ist, nicht nur bei dem Tode dieses Übergehen des Ätherischen, das heißt des gesamten Erinnerungssystems an den Kosmos, sondern er sieht es schon, wenn es im Bilde vorhanden ist. Und im Bilde ist es immer beim Menschen vorhanden. Weiß man in der richtigen Weise aufzufassen, was da innert drei Tagen, eventuell mehr, ganz ineinander übergeht, so sieht man in diesem Einverleiben der Erlebnisse in den ätherischen Leib bildhaft vorbereitet dasjenige, was zwei, drei, vier Tage, nachdem der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, eben vom Menschen innerlich erlebt wird. Während der Mensch im Erdendasein mehr oder weniger unbewußt, wenn er nicht zur imaginativen Erkenntnis kommt, erlebt dieses Involvieren der Erlebnisse in der durch den physischen Leib zusammengehaltenen Erinnerung, erlebt er unmittelbar nach dem Tode das Evolvieren, das Abwickeln und In-den-Kosmos-Übergehen seiner Erinnerungen. Was wir also jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen als unsere Gedankenschätze zurücklassen, das geht unmittelbar nach dem Tode, sich mit dem Kosmos verbindend, eben in das ganze Universum über. Das ist dasjenige, was wir im Sterben zu übergeben haben an das kosmische Dasein.
[ 14 ] Diese Dinge muß man nicht nur mit dem Verstande aufnehmen, sondern auch mit dem Gemüte. Denn man fühlt an. einem solchen Vorgang, wie der Mensch nicht bloß so dasteht, daß er sein Dasein egoistisch auffassen darf, sondern wie er dasteht in der Welt und ein denkendes Wesen ist, aber diese Gedanken nicht bloß etwas sind, das er bewahren darf, sondern Gedanken etwas sind, das nach seinem Tode übergehen muß in den ganzen Kosmos, im Kosmos fortwirkende Kräfte wird. Denken wir gut, so übergeben wir nach dem Tode unsere guten Gedanken dem Kosmos. Denken wir schlecht, so übergeben wir nach dem Tode unsere schlechten Gedanken dem Kosmos. Denn der Mensch ist im Erdendasein nicht bloß da, damit er sich als ein freies Wesen entfaltet — das soll er, und das kann er gerade auf dieser Grundlage, die außerdem noch für ihn in Betracht kommt —, er ist auch da, um ein Wesen zu sein, an dem die Götter selber arbeiten, um den Kosmos von Epoche zu Epoche zu führen. Und ich möchte sagen: Das, was die Götter als Gedanken dem Kosmos einzuverweben haben, das müssen sie zubereiten durch dasjenige, was in dem einzelnen Menschenleben gedacht und gesonnen werden kann. Da ist die Pflegestätte, jene Stätte, in der die Götter jene Gedanken pflegen müssen, die sie fortlaufend bei der Entwickelung der Welt brauchen, um sie als die eigentlichen Kräfteimpulse ihrem Kosmos einzuverleiben.
[ 14 ] Diese Dinge muß man nicht nur mit dem Verstande aufnehmen, sondern auch mit dem Gemüte. Denn man fühlt an. einem solchen Vorgang, wie der Mensch nicht bloß so dasteht, daß er sein Dasein egoistisch auffassen darf, sondern wie er dasteht in der Welt und ein denkendes Wesen ist, aber diese Gedanken nicht bloß etwas sind, das er bewahren darf, sondern Gedanken etwas sind, das nach seinem Tode übergehen muß in den ganzen Kosmos, im Kosmos fortwirkende Kräfte wird. Denken wir gut, so übergeben wir nach dem Tode unsere guten Gedanken dem Kosmos. Denken wir schlecht, so übergeben wir nach dem Tode unsere schlechten Gedanken dem Kosmos. Denn der Mensch ist im Erdendasein nicht bloß da, damit er sich als ein freies Wesen entfaltet — das soll er, und das kann er gerade auf dieser Grundlage, die außerdem noch für ihn in Betracht kommt —, er ist auch da, um ein Wesen zu sein, an dem die Götter selber arbeiten, um den Kosmos von Epoche zu Epoche zu führen. Und ich möchte sagen: Das, was die Götter als Gedanken dem Kosmos einzuverweben haben, das müssen sie zubereiten durch dasjenige, was in dem einzelnen Menschenleben gedacht und gesonnen werden kann. Da ist die Pflegestätte, jene Stätte, in der die Götter jene Gedanken pflegen müssen, die sie fortlaufend bei der Entwickelung der Welt brauchen, um sie als die eigentlichen Kräfteimpulse ihrem Kosmos einzuverleiben.
[ 15 ] Wenn der Mensch in dem Zustande ist zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, so lebt er ja mit seinem Ich und mit seiner astralischen Organisation außerhalb des physischen und des ätherischen Leibes. In diesem Zustande ist er als seelisch-geistiges Wesen, als Ich und astralischer Leib den geistigen Kräften, die den ganzen Kosmos durchziehen, einverwoben. Er ist in derjenigen Welt, die wenn ich mich bildhaft ausdrücken darf — außerhalb seiner Haut ist, er ist in derjenigen Welt, von der er vom Aufwachen bis zum Einschlafen nur die Sinneseindrücke empfängt. Er tritt also in das Innere der Dinge ein, die ihm ihre Außenseite während des Wachlebens zeigen. Aber nur dasjenige, was die astralische Organisation da draußen außer dem physischen Leib und dem Ätherleib erlebt, das kann zurückgebracht werden in die Gedanken des ätherischen Leibes. Nicht kann zurückgebracht werden dasjenige, was das Ich da draußen erlebt. Daher bleiben die eigentlichen Ich-Erlebnisse während des ganzen Erdenlebens, jene Ich-Erlebnisse, die im Schlafe durchgemacht werden, für das gewöhnliche Bewußtsein und selbst noch für das imaginative Bewußtsein unterbewußt. Sie werden erst dem inspirierten Bewußtsein offenbar, wie ich es in diesen Tagen geschildert habe.
[ 15 ] Wenn der Mensch in dem Zustande ist zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, so lebt er ja mit seinem Ich und mit seiner astralischen Organisation außerhalb des physischen und des ätherischen Leibes. In diesem Zustande ist er als seelisch-geistiges Wesen, als Ich und astralischer Leib den geistigen Kräften, die den ganzen Kosmos durchziehen, einverwoben. Er ist in derjenigen Welt, die wenn ich mich bildhaft ausdrücken darf — außerhalb seiner Haut ist, er ist in derjenigen Welt, von der er vom Aufwachen bis zum Einschlafen nur die Sinneseindrücke empfängt. Er tritt also in das Innere der Dinge ein, die ihm ihre Außenseite während des Wachlebens zeigen. Aber nur dasjenige, was die astralische Organisation da draußen außer dem physischen Leib und dem Ätherleib erlebt, das kann zurückgebracht werden in die Gedanken des ätherischen Leibes. Nicht kann zurückgebracht werden dasjenige, was das Ich da draußen erlebt. Daher bleiben die eigentlichen Ich-Erlebnisse während des ganzen Erdenlebens, jene Ich-Erlebnisse, die im Schlafe durchgemacht werden, für das gewöhnliche Bewußtsein und selbst noch für das imaginative Bewußtsein unterbewußt. Sie werden erst dem inspirierten Bewußtsein offenbar, wie ich es in diesen Tagen geschildert habe.
[ 16 ] So daß wir also sagen können: Für dasjenige, was der Mensch so erlebt, daß es den Gedanken eingeprägt werden kann, dazu hat er Kraft genug, im Schlafe gesammelte Kraft genug, um es in den Ätherleib hinunter einzuprägen. Aber er hat nicht Kraft genug während seines Erdenlebens für dasjenige, was das Ich vom Einschlafen bis zum Aufwachen erlebt an Wünschen, an Begierden, die sich anlehnen an die irdischen Erlebnisse, und die eben auch vom Einschlafen bis zum Aufwachen durchgemacht werden. So daß in der Tat in unserer Epoche nur der in Gedanken zu verwandelnde Teil oder der den Gedanken einzuprägende Teil des Schlafeslebens übergeht in das bewußte Wachleben des Erdenmenschen. Dagegen bleibt, ich möchte sagen hinter dem Schleier des Daseins, dasjenige verborgen, was das eigentliche Ich während des menschlichen Schlafes erlebt.
[ 16 ] So daß wir also sagen können: Für dasjenige, was der Mensch so erlebt, daß es den Gedanken eingeprägt werden kann, dazu hat er Kraft genug, im Schlafe gesammelte Kraft genug, um es in den Ätherleib hinunter einzuprägen. Aber er hat nicht Kraft genug während seines Erdenlebens für dasjenige, was das Ich vom Einschlafen bis zum Aufwachen erlebt an Wünschen, an Begierden, die sich anlehnen an die irdischen Erlebnisse, und die eben auch vom Einschlafen bis zum Aufwachen durchgemacht werden. So daß in der Tat in unserer Epoche nur der in Gedanken zu verwandelnde Teil oder der den Gedanken einzuprägende Teil des Schlafeslebens übergeht in das bewußte Wachleben des Erdenmenschen. Dagegen bleibt, ich möchte sagen hinter dem Schleier des Daseins, dasjenige verborgen, was das eigentliche Ich während des menschlichen Schlafes erlebt.
[ 17 ] Nun treten hier Dinge zutage für imaginatives und inspiriertes Bewußtsein, die zwar durchaus, wenn man unbefangen genug ist, begreifbar sind für den gesunden Menschenverstand, denen sich aber gerade in der heutigen Zivilisation ungeheure Vorurteile entgegenstellen. Schon die Tatsache, daß alles das, was hier in der physischen Welt dreidimensional ist — und in der physischen Welt wird ja im Grunde genommen alles dreidimensional erlebt —, wenn es eingeprägt werden soll dem Ätherleib, aus der plastischen in die — bildhafte Form, aus dem Dreidimensionalen in das Zweidimensionale übergeht, schon das zu begreifen verlangt eine Unbefangenheit. Denn in dem Augenblicke, wo wir in die Imagination übergehen, haben wir es nicht mehr mit den drei Dimensionen zu tun oder gar, wie eine abgeleitete Wissenschaft glaubt, mit vier Dimensionen; wir haben es dann mit zwei Dimensionen zu tun. Die Schwierigkeit, sich das vorzustellen, was da erlebt wird, die liegt darinnen, daß man ganz gewöhnt ist, in den Erdenerlebnissen mit drei Dimensionen zu rechnen, alles nach drei Dimensionen vorzustellen, und daß man daher, wenn man den Übergang finden soll zu zwei Dimensionen, sagt: Ja, aber die zwei Dimensionen sind in den drei Dimensionen drinnen; die zwei Dimensionen der Ebene können so oder so liegen, so daß man dennoch wiederum die dritte Dimension hätte.
[ 17 ] Nun treten hier Dinge zutage für imaginatives und inspiriertes Bewußtsein, die zwar durchaus, wenn man unbefangen genug ist, begreifbar sind für den gesunden Menschenverstand, denen sich aber gerade in der heutigen Zivilisation ungeheure Vorurteile entgegenstellen. Schon die Tatsache, daß alles das, was hier in der physischen Welt dreidimensional ist — und in der physischen Welt wird ja im Grunde genommen alles dreidimensional erlebt —, wenn es eingeprägt werden soll dem Ätherleib, aus der plastischen in die — bildhafte Form, aus dem Dreidimensionalen in das Zweidimensionale übergeht, schon das zu begreifen verlangt eine Unbefangenheit. Denn in dem Augenblicke, wo wir in die Imagination übergehen, haben wir es nicht mehr mit den drei Dimensionen zu tun oder gar, wie eine abgeleitete Wissenschaft glaubt, mit vier Dimensionen; wir haben es dann mit zwei Dimensionen zu tun. Die Schwierigkeit, sich das vorzustellen, was da erlebt wird, die liegt darinnen, daß man ganz gewöhnt ist, in den Erdenerlebnissen mit drei Dimensionen zu rechnen, alles nach drei Dimensionen vorzustellen, und daß man daher, wenn man den Übergang finden soll zu zwei Dimensionen, sagt: Ja, aber die zwei Dimensionen sind in den drei Dimensionen drinnen; die zwei Dimensionen der Ebene können so oder so liegen, so daß man dennoch wiederum die dritte Dimension hätte.
[ 18 ] Das hat man eben nicht, sondern die dritte Dimension ist, sobald man in die imaginative Welt hineinkommt, ganz gleichgültig; ob die Ebene so oder so steht, ist einerlei; die dritte Dimension hört auf, eine Bedeutung zu haben in dem Augenblicke, wo man in die ätherische imaginative Welt eintritt. Daher müssen alle Gleichungen für den Äther so transformiert werden, daß sie nicht in der dreidimensionalen Welt, sondern in der zweidimensionalen Welt spielen. Das ist nur eine Einschiebung, die ich für Mathematiker sage.
[ 18 ] Das hat man eben nicht, sondern die dritte Dimension ist, sobald man in die imaginative Welt hineinkommt, ganz gleichgültig; ob die Ebene so oder so steht, ist einerlei; die dritte Dimension hört auf, eine Bedeutung zu haben in dem Augenblicke, wo man in die ätherische imaginative Welt eintritt. Daher müssen alle Gleichungen für den Äther so transformiert werden, daß sie nicht in der dreidimensionalen Welt, sondern in der zweidimensionalen Welt spielen. Das ist nur eine Einschiebung, die ich für Mathematiker sage.
[ 19 ] Nun aber, wenn man in die Welt übergehen will, die der Inspiration zugänglich ist, und in der wir als Ich zwischen dem Einschlafen und Aufwachen drinnen sind, dann wird diese Welt eindimensionale Welt. Dann haben wir es überhaupt nur mit einer eindimensionalen Welt zu tun. Und der Übergang zur eindimensionalen Welt, der vorausgesetzt wird von der Fähigkeit der Inspiration, von der Fähigkeit, das Geistige, in dem wir leben zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, wirklich zu schauen, dieses Verständnis der eindimensionalen Welt, es wurde zu allen Zeiten getragen von der Initiationswissenschaft.
[ 19 ] Nun aber, wenn man in die Welt übergehen will, die der Inspiration zugänglich ist, und in der wir als Ich zwischen dem Einschlafen und Aufwachen drinnen sind, dann wird diese Welt eindimensionale Welt. Dann haben wir es überhaupt nur mit einer eindimensionalen Welt zu tun. Und der Übergang zur eindimensionalen Welt, der vorausgesetzt wird von der Fähigkeit der Inspiration, von der Fähigkeit, das Geistige, in dem wir leben zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, wirklich zu schauen, dieses Verständnis der eindimensionalen Welt, es wurde zu allen Zeiten getragen von der Initiationswissenschaft.
[ 20 ] Ich habe Ihnen geschildert, wie beim Jakob Böhme-Typus die verborgenen Sonnenkräfte — nicht die äußere physische Licht-Sonnenkraft, sondern die verborgenen Sonnenkräfte - offenbar werden. Diese verborgenen Sonnenkräfte sind nun nicht so, daß sie sich dreidimensional ausbreiten, sondern die werden nur in einer Dimension wahrgenommen. Eine ältere, mehr instinktive Initiations-Erkenntnis konnte zu dieser Inspiration vordringen, ohne ein selbstbewußtes, klares Erkennen davon zu haben, aber sie drang vor. Und vieles selbst von dem, was noch überliefert ist in den Urkunden aus älteren Menschheitsepochen, ist nur zu verstehen, wenn man weiß: Das ist so gemeint, daß es sich auf die geistige, auf die durch Inspiration zu erlangende, eindimensionale Welt bezieht, sich bezieht also für unser Erdenleben auf die verborgenen Sonnen- und Sternenkräfte. Aber nicht in den offenbaren Sonnenkräften leben wir zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, sondern in den verborgenen Sonnenkräften. |
[ 20 ] Ich habe Ihnen geschildert, wie beim Jakob Böhme-Typus die verborgenen Sonnenkräfte — nicht die äußere physische Licht-Sonnenkraft, sondern die verborgenen Sonnenkräfte - offenbar werden. Diese verborgenen Sonnenkräfte sind nun nicht so, daß sie sich dreidimensional ausbreiten, sondern die werden nur in einer Dimension wahrgenommen. Eine ältere, mehr instinktive Initiations-Erkenntnis konnte zu dieser Inspiration vordringen, ohne ein selbstbewußtes, klares Erkennen davon zu haben, aber sie drang vor. Und vieles selbst von dem, was noch überliefert ist in den Urkunden aus älteren Menschheitsepochen, ist nur zu verstehen, wenn man weiß: Das ist so gemeint, daß es sich auf die geistige, auf die durch Inspiration zu erlangende, eindimensionale Welt bezieht, sich bezieht also für unser Erdenleben auf die verborgenen Sonnen- und Sternenkräfte. Aber nicht in den offenbaren Sonnenkräften leben wir zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, sondern in den verborgenen Sonnenkräften. |
[ 21 ] Diese verborgenen Sonnenkräfte durchdringen zum Beispiel gewisse Steine, wenn die physisch offenbaren Sonnenkräfte auch durch diese Steine nicht durchgehen. Aber indem sie diese Steine durchdringen, werden sie eindimensional. Und derjenige, der das Schauen in Inspiration erlangt, der kann dann auch nicht etwa das physische Licht, aber die verborgenen Sonnenkräfte sehen durch die sonst undurchsichtigen Steine; so daß die Steine durchlässig werden für die verborgenen Sonnenkräfte, aber auch durchlässig werden für die Inspirationskräfte. |
[ 21 ] Diese verborgenen Sonnenkräfte durchdringen zum Beispiel gewisse Steine, wenn die physisch offenbaren Sonnenkräfte auch durch diese Steine nicht durchgehen. Aber indem sie diese Steine durchdringen, werden sie eindimensional. Und derjenige, der das Schauen in Inspiration erlangt, der kann dann auch nicht etwa das physische Licht, aber die verborgenen Sonnenkräfte sehen durch die sonst undurchsichtigen Steine; so daß die Steine durchlässig werden für die verborgenen Sonnenkräfte, aber auch durchlässig werden für die Inspirationskräfte. |
[ 22 ] In älteren Zeiten, in ganz alten Zeiten der Menschheitsentwickelung auf Erden brauchte man solche Hilfsmittel nicht. Aber als das alte instinktive Hellsehen, das den Grund der alten Initiations-Erkenntnis gegeben hat, schon im Abnehmen war, da griff man zu solchen Hilfsmitteln, ich möchte sagen, zu Abbreviaturen, um dasjenige, was nun nicht mehr durch instinktiv inspirierte Erkenntnis zu schauen war, um das doch zu schauen. Und da konnte man zum Beispiel zu solchen Abbreviaturen greifen: Denken Sie sich, man stellt eine Anzahl von Steinen zusammen — ich zeichne sie zunächst so, wie wenn sie von oben angeschaut würden. Jetzt zeichne ich sie von der Seite. Jetzt lege ich einen Stein darüber, von der Seite gezeichnet, so. Wenn nun dieses auf eine solche Art angebracht wird, daß man bei gewissen Gelegenheiten die durchgehenden Sonnenstrahlen hat, so daß sie auffallen auf den Deckstein, dann werden von dem Deckstein die physischen Sonnenstrahlen aufgehalten, die verborgenen Sonnenstrahlen gehen durch (siehe Hinweis).
[ 22 ] In älteren Zeiten, in ganz alten Zeiten der Menschheitsentwickelung auf Erden brauchte man solche Hilfsmittel nicht. Aber als das alte instinktive Hellsehen, das den Grund der alten Initiations-Erkenntnis gegeben hat, schon im Abnehmen war, da griff man zu solchen Hilfsmitteln, ich möchte sagen, zu Abbreviaturen, um dasjenige, was nun nicht mehr durch instinktiv inspirierte Erkenntnis zu schauen war, um das doch zu schauen. Und da konnte man zum Beispiel zu solchen Abbreviaturen greifen: Denken Sie sich, man stellt eine Anzahl von Steinen zusammen — ich zeichne sie zunächst so, wie wenn sie von oben angeschaut würden. Jetzt zeichne ich sie von der Seite. Jetzt lege ich einen Stein darüber, von der Seite gezeichnet, so. Wenn nun dieses auf eine solche Art angebracht wird, daß man bei gewissen Gelegenheiten die durchgehenden Sonnenstrahlen hat, so daß sie auffallen auf den Deckstein, dann werden von dem Deckstein die physischen Sonnenstrahlen aufgehalten, die verborgenen Sonnenstrahlen gehen durch (siehe Hinweis).
[ 23 ] Wenn sich dann derjenige, der sich dazu trainiert hat, aufstellt und nun von der Seite durchschaut, so sieht er die geistigen, eindimensionalen Sonnenstrahlen einfallen und in die Erde hinein verschwinden. Wenn man also eine solche Abbreviatur in den Zeiten, in denen das nicht mehr unmittelbar wahrnehmbar war durch instinktive Hellseherkräfte, aufstellte, so war man in der Lage, in dem kleinen Schattenraum, der sich ergab, indem man von der Seite hinschaute, diejenige Welt der geistigen Sonnenstrahlen wahrzunehmen, in der der Mensch schläft jede Nacht, das heißt, diejenige Welt anzuschauen, die der Mensch durchlebt jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. So daß man also in solchen Vorrichtungen, die einem ja gerade hier in dieser Gegend entgegentreten, dasjenige sehen kann, wodurch in einer Übergangszeit, die aber lange dauerte, von einer gewissen Art von weisen Führern der Menschheit versucht wurde, einzudringen in die verborgenen Sonnenkräfte, gerade in dasjenige, wodurch wiederum ein Mensch wie Jakob Böhme instinktiv durch das bloße Anschauen der irdischen Dinge eingedrungen ist.
[ 23 ] Wenn sich dann derjenige, der sich dazu trainiert hat, aufstellt und nun von der Seite durchschaut, so sieht er die geistigen, eindimensionalen Sonnenstrahlen einfallen und in die Erde hinein verschwinden. Wenn man also eine solche Abbreviatur in den Zeiten, in denen das nicht mehr unmittelbar wahrnehmbar war durch instinktive Hellseherkräfte, aufstellte, so war man in der Lage, in dem kleinen Schattenraum, der sich ergab, indem man von der Seite hinschaute, diejenige Welt der geistigen Sonnenstrahlen wahrzunehmen, in der der Mensch schläft jede Nacht, das heißt, diejenige Welt anzuschauen, die der Mensch durchlebt jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. So daß man also in solchen Vorrichtungen, die einem ja gerade hier in dieser Gegend entgegentreten, dasjenige sehen kann, wodurch in einer Übergangszeit, die aber lange dauerte, von einer gewissen Art von weisen Führern der Menschheit versucht wurde, einzudringen in die verborgenen Sonnenkräfte, gerade in dasjenige, wodurch wiederum ein Mensch wie Jakob Böhme instinktiv durch das bloße Anschauen der irdischen Dinge eingedrungen ist.
[ 24 ] Auch wenn man solche Steinzusammenstellungen heute an den geeigneten Orten sieht, so ist ihr eigentlicher Sinn nur zu erklären aus dem, was die Geisteswissenschaft ergeben kann. Sonst wird man selbst über diese Dinge mit einer äußerlichen, nicht die Sache treffenden Erklärung hinweggehen.
[ 24 ] Auch wenn man solche Steinzusammenstellungen heute an den geeigneten Orten sieht, so ist ihr eigentlicher Sinn nur zu erklären aus dem, was die Geisteswissenschaft ergeben kann. Sonst wird man selbst über diese Dinge mit einer äußerlichen, nicht die Sache treffenden Erklärung hinweggehen.
[ 25 ] Man kann natürlich dann solche Steine auch so aufstellen, daß sie, im Kreise verteilt, die besondere Differenzierung der geistigen Sonnenstrahlen nach den einzelnen Sternbildern zeigen.
[ 25 ] Man kann natürlich dann solche Steine auch so aufstellen, daß sie, im Kreise verteilt, die besondere Differenzierung der geistigen Sonnenstrahlen nach den einzelnen Sternbildern zeigen.
[ 26 ] Ich habe versucht begreiflich zu machen, in welcher Welt unser Ich lebt zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Diese Welt ist nicht zusammengehalten von dem, was in den Kräften des physischen und des ätherischen Leibes liegt. Nun kommen aber von diesem physischen und ätherischen Leibe, die überhaupt das klare Bewußtsein allein bewirken bei den Erdenmenschen, die Beurteilungen, die wir gefühlsmäßig und auch willensmäßig über unsere eigenen Taten, über unsere eigenen inneren Erlebnisse und über unsere Gedanken prägen. Wir urteilen daher, wenn wir wachen, über unser äußeres Leben so, wie wir es eben können, je nachdem, was wir imstande waren, unserem physischen und unserem ätherischen Leib einzuprägen an Gedanken. Aber es sagt zu dem, was wir erleben, nicht bloß unser eigenes Selbst etwas, es sagt zu dem, was wir erleben und was wir tun, der ganze geistige Kosmos etwas. Der urteilt. Der heißt eine Handlung, einen Gedanken, eine Empfindung gut oder böse. Was wir zwischen dem Aufwachen und Einschlafen selber urteilen über das, was wir als Mensch sind, das sagen eben wir. Dasjenige, was der Kosmos, der Geistgehalt des Kosmos, der, wie ich ja in diesen Vorträgen genügend dargestellt habe, das Moralische wie Naturgesetze in sich schließt, zu unserem Menschenwesen, zu unseren Menschentaten sagt, das macht das Ich durch zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Und dieses Ich erlebt — so zeigt es sich der Inspiration — auch für den kürzesten Schlaf noch einmal alles dasjenige, was der Mensch durchgemacht hat vom letzten Aufwachen bis zu dem Einschlafen, durch das er eben zu diesem Schlaf gekommen ist, sei er kurz oder sei er lang, in dem er sich jeweilig befindet. So daß der Mensch, wenn das die aufeinanderfolgenden Zustände sind: Wachen, Schlafen, Wachen, Schlafen, im Schlafe immer wiederum erlebt das, was er in der letzten Wachensperiode durchgemacht hat, insbesondere insofern er es selber durchgemacht hat.
[ 26 ] Ich habe versucht begreiflich zu machen, in welcher Welt unser Ich lebt zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Diese Welt ist nicht zusammengehalten von dem, was in den Kräften des physischen und des ätherischen Leibes liegt. Nun kommen aber von diesem physischen und ätherischen Leibe, die überhaupt das klare Bewußtsein allein bewirken bei den Erdenmenschen, die Beurteilungen, die wir gefühlsmäßig und auch willensmäßig über unsere eigenen Taten, über unsere eigenen inneren Erlebnisse und über unsere Gedanken prägen. Wir urteilen daher, wenn wir wachen, über unser äußeres Leben so, wie wir es eben können, je nachdem, was wir imstande waren, unserem physischen und unserem ätherischen Leib einzuprägen an Gedanken. Aber es sagt zu dem, was wir erleben, nicht bloß unser eigenes Selbst etwas, es sagt zu dem, was wir erleben und was wir tun, der ganze geistige Kosmos etwas. Der urteilt. Der heißt eine Handlung, einen Gedanken, eine Empfindung gut oder böse. Was wir zwischen dem Aufwachen und Einschlafen selber urteilen über das, was wir als Mensch sind, das sagen eben wir. Dasjenige, was der Kosmos, der Geistgehalt des Kosmos, der, wie ich ja in diesen Vorträgen genügend dargestellt habe, das Moralische wie Naturgesetze in sich schließt, zu unserem Menschenwesen, zu unseren Menschentaten sagt, das macht das Ich durch zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Und dieses Ich erlebt — so zeigt es sich der Inspiration — auch für den kürzesten Schlaf noch einmal alles dasjenige, was der Mensch durchgemacht hat vom letzten Aufwachen bis zu dem Einschlafen, durch das er eben zu diesem Schlaf gekommen ist, sei er kurz oder sei er lang, in dem er sich jeweilig befindet. So daß der Mensch, wenn das die aufeinanderfolgenden Zustände sind: Wachen, Schlafen, Wachen, Schlafen, im Schlafe immer wiederum erlebt das, was er in der letzten Wachensperiode durchgemacht hat, insbesondere insofern er es selber durchgemacht hat.
[ 27 ] Dieses Erleben bleibt, insofern es Erleben des Ich ist, für das gewöhnliche Erdenbewußtsein zunächst unbewußt. Die Inspiration kann es heraufrufen in das Bewußtsein. Dann stellt sich die besondere Natur dieses Erlebten gerade dar. Dann sieht man ein, wie dieses Erleben ist. Nun, dieses Erleben ist so, daß man es gerade in der entgegengesetzten Richtung von derjenigen durchmacht, die man bei Tag durchlebt. Wenn Sie also bei Tag Ihre Erlebnisse durchmachen — ich will jetzt kürzere Schlaferlebnisse ausschließen — vom Morgen bis zum Abend, so durchleben Sie während der Nacht schlafend rücklaufend Ihre Erlebnisse vom Abend bis zum Morgen, richtig rücklaufend. Sie werden so durchlebt, daß das durchlebt wird, was der Kosmos, der Geistkosmos zu unseren Tageserlebnissen sagt.
[ 27 ] Dieses Erleben bleibt, insofern es Erleben des Ich ist, für das gewöhnliche Erdenbewußtsein zunächst unbewußt. Die Inspiration kann es heraufrufen in das Bewußtsein. Dann stellt sich die besondere Natur dieses Erlebten gerade dar. Dann sieht man ein, wie dieses Erleben ist. Nun, dieses Erleben ist so, daß man es gerade in der entgegengesetzten Richtung von derjenigen durchmacht, die man bei Tag durchlebt. Wenn Sie also bei Tag Ihre Erlebnisse durchmachen — ich will jetzt kürzere Schlaferlebnisse ausschließen — vom Morgen bis zum Abend, so durchleben Sie während der Nacht schlafend rücklaufend Ihre Erlebnisse vom Abend bis zum Morgen, richtig rücklaufend. Sie werden so durchlebt, daß das durchlebt wird, was der Kosmos, der Geistkosmos zu unseren Tageserlebnissen sagt.
[ 28 ] Aber das kann während des Erdenlebens für den gegenwärtigen Menschen überhaupt nicht ins Bewußtsein hereingerufen werden. Aber es muß ins Bewußtsein kommen, sonst würde der Mensch in seinem Dasein herausfallen aus dem kosmischen Dasein. Die inspirierte Erkenntnis zeigt nun auch, daß in dem Augenblick, wo nach dem Tode der Mensch, wie ich gesagt habe, zwei, drei, vier Tage lang jenes Tableau überschaut hat, die Erinnerungen hinausevolviert werden in den Kosmos, und daß dann, nachdem dieses Erlebnis der auf den Tod folgenden zwei, drei, vier Tage erfolgt ist, während welcher die Ausbreitung der Erinnerungen geschieht was man oftmals auch nennt das Loslösen des Ätherleibes —, eine Zeit beginnt für den Menschen, in der er in anderer Weise noch zurückschauen kann auf das Erdenleben als vorher.
[ 28 ] Aber das kann während des Erdenlebens für den gegenwärtigen Menschen überhaupt nicht ins Bewußtsein hereingerufen werden. Aber es muß ins Bewußtsein kommen, sonst würde der Mensch in seinem Dasein herausfallen aus dem kosmischen Dasein. Die inspirierte Erkenntnis zeigt nun auch, daß in dem Augenblick, wo nach dem Tode der Mensch, wie ich gesagt habe, zwei, drei, vier Tage lang jenes Tableau überschaut hat, die Erinnerungen hinausevolviert werden in den Kosmos, und daß dann, nachdem dieses Erlebnis der auf den Tod folgenden zwei, drei, vier Tage erfolgt ist, während welcher die Ausbreitung der Erinnerungen geschieht was man oftmals auch nennt das Loslösen des Ätherleibes —, eine Zeit beginnt für den Menschen, in der er in anderer Weise noch zurückschauen kann auf das Erdenleben als vorher.
[ 29 ] Wenn wir diese zwei, drei, vier Tage etwa nach dem Tode nehmen, so zeigt sich ein mächtiges Lebenstableau. Aber in diesem Lebenstableau ist nur dasjenige zunächst drinnen, was man während der 'Tage, während der Wachensperiode erlebt hat. Aber der Mensch hat ja in Wirklichkeit nicht bloß das durchgemacht, was er in seinen Wachensperioden durchgemacht hat, sondern auch dasjenige, was er in seinen Schlafensperioden durchgemacht hat. Wenn Sie zurückschauen in dem gewöhnlichen Erdenleben auch durch die gewöhnlichen Erinnerungen, so lassen Sie immer Ihre Schlafensperiode aus. Sie schauen so zurück, als ob Sie den 25. August 1923 erlebt hätten, aber nicht die Nacht, in Ihren inneren Erlebnissen. Dann stückeln Sie gleich an den 25. Tag nicht die Nachterlebnisse an, die entziehen sich ja Ihrem Bewußtsein, sondern den 24., den 23. August und so fort bis zu dem Zeitpunkte nach Ihrer Geburt, an den Sie sich nicht erinnern.
[ 29 ] Wenn wir diese zwei, drei, vier Tage etwa nach dem Tode nehmen, so zeigt sich ein mächtiges Lebenstableau. Aber in diesem Lebenstableau ist nur dasjenige zunächst drinnen, was man während der 'Tage, während der Wachensperiode erlebt hat. Aber der Mensch hat ja in Wirklichkeit nicht bloß das durchgemacht, was er in seinen Wachensperioden durchgemacht hat, sondern auch dasjenige, was er in seinen Schlafensperioden durchgemacht hat. Wenn Sie zurückschauen in dem gewöhnlichen Erdenleben auch durch die gewöhnlichen Erinnerungen, so lassen Sie immer Ihre Schlafensperiode aus. Sie schauen so zurück, als ob Sie den 25. August 1923 erlebt hätten, aber nicht die Nacht, in Ihren inneren Erlebnissen. Dann stückeln Sie gleich an den 25. Tag nicht die Nachterlebnisse an, die entziehen sich ja Ihrem Bewußtsein, sondern den 24., den 23. August und so fort bis zu dem Zeitpunkte nach Ihrer Geburt, an den Sie sich nicht erinnern.
[ 30 ] Das ist es ja in der Tat, was auch in der Zeit zwei bis drei Tage nach dem Tode auftritt. Nachher tritt diejenige Periode auf, wo das Seelisch-Geistige nach dem Tode nun stark genug geworden ist, um in der geistigen Welt das zu erleben, was es nur unbewußt im Bilde ausgestalten konnte jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Das tritt als Erlebnis auf. Und der Mensch durchlebt nun ungefähr ein Drittel seines Lebens, denn das ungefähr verschläft der Mensch im normalen Erdenleben. Daher geht jetzt der Mensch durch eine Periode durch nach seinem Tode, wo er seine Nächte rücklaufend durchlebt ungefähr ein Drittel seines Lebens lang, entsprechend der Zeit des Erdenlebens. Da wird das menschliche Leben rücklaufend noch einmal durchlebt, erst die letzte Nacht, dann die vorletzte, dann die drittletzte Nacht, und so fort, bis wir bei der Geburt beziehungsweise Empfängnis angekommen sind.
[ 30 ] Das ist es ja in der Tat, was auch in der Zeit zwei bis drei Tage nach dem Tode auftritt. Nachher tritt diejenige Periode auf, wo das Seelisch-Geistige nach dem Tode nun stark genug geworden ist, um in der geistigen Welt das zu erleben, was es nur unbewußt im Bilde ausgestalten konnte jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Das tritt als Erlebnis auf. Und der Mensch durchlebt nun ungefähr ein Drittel seines Lebens, denn das ungefähr verschläft der Mensch im normalen Erdenleben. Daher geht jetzt der Mensch durch eine Periode durch nach seinem Tode, wo er seine Nächte rücklaufend durchlebt ungefähr ein Drittel seines Lebens lang, entsprechend der Zeit des Erdenlebens. Da wird das menschliche Leben rücklaufend noch einmal durchlebt, erst die letzte Nacht, dann die vorletzte, dann die drittletzte Nacht, und so fort, bis wir bei der Geburt beziehungsweise Empfängnis angekommen sind.
[ 31 ] Von anderen Gesichtspunkten aus habe ich dieses Durchgehen des Menschen rücklaufend durch eine ganz andere Welt nach dem Tode geschildert in dem, was ich in meiner «Theosophie» ausgeführt habe als Durchgang des menschlichen seelisch-geistigen Wesens durch die Seelenwelt.
[ 31 ] Von anderen Gesichtspunkten aus habe ich dieses Durchgehen des Menschen rücklaufend durch eine ganz andere Welt nach dem Tode geschildert in dem, was ich in meiner «Theosophie» ausgeführt habe als Durchgang des menschlichen seelisch-geistigen Wesens durch die Seelenwelt.
[ 32 ] Nun, nachdem der Mensch auf diese Weise durch die Seelenwelt gegangen ist — wenn er im Leben zwanzig oder einundzwanzig Jahre geworden ist, sind das nach dem Tode etwa sieben Jahre, wenn er sechzig Jahre geworden ist, etwa zwanzig Jahre; das ist genau ebenso lang, als er vom Leben hier auf der Erde verschlafen hat —, da steht er nun davor, dasjenige zu erleben, was durch sein ganzes Wesen aus jenem Erdendasein geworden ist, das ja die Götter geschaffen haben, um mit Hilfe des Menschengeschlechts die Welt wiederum um ein Stück vorwärtszubringen. Bis zum Ende dieses Rückwärtserlebens der Nächte hat der Mensch erfahren nach dem Tode, was aus ihm geworden ist, und was er bedeutet für den Kosmos. Jetzt hat der Mensch zu erleben, was durch sein Leben für die Erde selbst geschehen ist. Das erfordert lange Zeit wir werden morgen genauer darüber zu sprechen haben —, das füllt die Hälfte der Zeit aus zwischen dem irdischen Tode und einem neuen Erdenleben.
[ 32 ] Nun, nachdem der Mensch auf diese Weise durch die Seelenwelt gegangen ist — wenn er im Leben zwanzig oder einundzwanzig Jahre geworden ist, sind das nach dem Tode etwa sieben Jahre, wenn er sechzig Jahre geworden ist, etwa zwanzig Jahre; das ist genau ebenso lang, als er vom Leben hier auf der Erde verschlafen hat —, da steht er nun davor, dasjenige zu erleben, was durch sein ganzes Wesen aus jenem Erdendasein geworden ist, das ja die Götter geschaffen haben, um mit Hilfe des Menschengeschlechts die Welt wiederum um ein Stück vorwärtszubringen. Bis zum Ende dieses Rückwärtserlebens der Nächte hat der Mensch erfahren nach dem Tode, was aus ihm geworden ist, und was er bedeutet für den Kosmos. Jetzt hat der Mensch zu erleben, was durch sein Leben für die Erde selbst geschehen ist. Das erfordert lange Zeit wir werden morgen genauer darüber zu sprechen haben —, das füllt die Hälfte der Zeit aus zwischen dem irdischen Tode und einem neuen Erdenleben.
[ 33 ] Zunächst kommen wir, wenn wir die Nächte rückwärtsgehen, bei der Geburt an. Wenn wir da angekommen sind, wenn wir die Seelenwelt durchwandelt haben und bei unserer Geburt wiederum rücklaufend angekommen sind — wir gehen in der Zeit zurück nach dem Tode —, dann haben wir den Weg bis zu unserem vorigen Erdenleben durchzumachen. So daß der Mensch dann sein vorhergehendes Erdenleben mit hinübernehmen kann, gestaltend für ein weiteres, ein drittes Erdenleben. Der Mensch muß also nicht nur bis zu seiner Geburt zurückgehen, nachlebend nach dem Tode, sondern bis zu seinem vorangehenden Erdenleben.
[ 33 ] Zunächst kommen wir, wenn wir die Nächte rückwärtsgehen, bei der Geburt an. Wenn wir da angekommen sind, wenn wir die Seelenwelt durchwandelt haben und bei unserer Geburt wiederum rücklaufend angekommen sind — wir gehen in der Zeit zurück nach dem Tode —, dann haben wir den Weg bis zu unserem vorigen Erdenleben durchzumachen. So daß der Mensch dann sein vorhergehendes Erdenleben mit hinübernehmen kann, gestaltend für ein weiteres, ein drittes Erdenleben. Der Mensch muß also nicht nur bis zu seiner Geburt zurückgehen, nachlebend nach dem Tode, sondern bis zu seinem vorangehenden Erdenleben.
[ 34 ] Damit betreten wir ein Gebiet der alten Initiations-Wissenschaft, die heute erneuert werden muß in der Weise, wie es den gegenwärtigen Menschenfähigkeiten angemessen ist, wo diese Initiations-Wissenschaft die Erkenntnis übergeführt hat in das religiöse Erleben des Menschen. Denn Initiations-Wissenschaft ist immer wirkliche Erkenntnis, aber eine solche Erkenntnis, die aus der sinnlichen Welt in die geistige hinüberführt, so daß sie den Willen des Menschen in der Art anregen kann, daß dieser Wille eben religiös gestaltet wird. Und da war es für die Initiations-Wissenschaft aller Zeiten eine sehr wichtige Erfahrung, die sich der dritten Art der Erkenntnis, die ich in diesen Tagen charakterisiert habe, der intuitiven Erkenntnis, ergibt, daß es für den Menschen von ganz besonderer Wichtigkeit ist, daß er, indem er nun rückwärtswandelt durch das Leben bis zu seinem vorigen Erdenleben, auf diesem Wege rückwärts trifft irgendein Wesen, das ihm Führer werden kann nach dem Tode.
[ 34 ] Damit betreten wir ein Gebiet der alten Initiations-Wissenschaft, die heute erneuert werden muß in der Weise, wie es den gegenwärtigen Menschenfähigkeiten angemessen ist, wo diese Initiations-Wissenschaft die Erkenntnis übergeführt hat in das religiöse Erleben des Menschen. Denn Initiations-Wissenschaft ist immer wirkliche Erkenntnis, aber eine solche Erkenntnis, die aus der sinnlichen Welt in die geistige hinüberführt, so daß sie den Willen des Menschen in der Art anregen kann, daß dieser Wille eben religiös gestaltet wird. Und da war es für die Initiations-Wissenschaft aller Zeiten eine sehr wichtige Erfahrung, die sich der dritten Art der Erkenntnis, die ich in diesen Tagen charakterisiert habe, der intuitiven Erkenntnis, ergibt, daß es für den Menschen von ganz besonderer Wichtigkeit ist, daß er, indem er nun rückwärtswandelt durch das Leben bis zu seinem vorigen Erdenleben, auf diesem Wege rückwärts trifft irgendein Wesen, das ihm Führer werden kann nach dem Tode.
[ 35 ] Auf einem gewissen Erdengebiete haben sich die Menschen gesagt: Ich muß aufnehmen im Erdenleben die Lehren des letzten Bodhisattva, der auf Erden erschienen war. Der Mensch hat vielleicht gelebt, sagen wir, dreihundert Jahre nach dem Erscheinen des Bodhisattva. Aber nachdem er nach dem Tode zurückgewandert ist bis zu seinem vorigen Erdenleben — denn dieses Zurückwandern, dieses Leben zwischen Tod und neuer Geburt dauert eben länger —, gelangte er noch zu derjenigen Zeit, in der der letzte Bodhisattva auf Erden war. Und dem Begegnen mit dem letzten Bodhisattva schrieb man es in der alten Initiations-Wissenschaft zu, daß der Mensch wirklich finden kann die Anknüpfung an sein vorhergehendes Erdenleben, das heißt, Kraft finden kann zum ewigen Leben, die nur gefunden werden kann, wenn an das vorhergehende Erdenleben angeknüpft werden kann.
[ 35 ] Auf einem gewissen Erdengebiete haben sich die Menschen gesagt: Ich muß aufnehmen im Erdenleben die Lehren des letzten Bodhisattva, der auf Erden erschienen war. Der Mensch hat vielleicht gelebt, sagen wir, dreihundert Jahre nach dem Erscheinen des Bodhisattva. Aber nachdem er nach dem Tode zurückgewandert ist bis zu seinem vorigen Erdenleben — denn dieses Zurückwandern, dieses Leben zwischen Tod und neuer Geburt dauert eben länger —, gelangte er noch zu derjenigen Zeit, in der der letzte Bodhisattva auf Erden war. Und dem Begegnen mit dem letzten Bodhisattva schrieb man es in der alten Initiations-Wissenschaft zu, daß der Mensch wirklich finden kann die Anknüpfung an sein vorhergehendes Erdenleben, das heißt, Kraft finden kann zum ewigen Leben, die nur gefunden werden kann, wenn an das vorhergehende Erdenleben angeknüpft werden kann.
[ 36 ] Diese Möglichkeit, zu treffen auf die Bodhisattvas, die von gewissen Regionen des Geistigen heruntersteigen ins Irdische, hörte in einem bestimmten Zeitmomente der Menschheitsevolution, der Weltenentwickelung, auf. Und heute wäre der Mensch in einer solchen Lage, daß, wenn er nach dem Tode durchgemacht hat jenes Rücklaufen bis zu seiner Geburt beziehungsweise Empfängnis, er dann weiter den Weg suchen würde rückwärts bis zu den vorigen Erdenleben, und er würde nicht finden können die Anknüpfung an die vorigen Erdenleben.
[ 36 ] Diese Möglichkeit, zu treffen auf die Bodhisattvas, die von gewissen Regionen des Geistigen heruntersteigen ins Irdische, hörte in einem bestimmten Zeitmomente der Menschheitsevolution, der Weltenentwickelung, auf. Und heute wäre der Mensch in einer solchen Lage, daß, wenn er nach dem Tode durchgemacht hat jenes Rücklaufen bis zu seiner Geburt beziehungsweise Empfängnis, er dann weiter den Weg suchen würde rückwärts bis zu den vorigen Erdenleben, und er würde nicht finden können die Anknüpfung an die vorigen Erdenleben.
[ 37 ] Sehen Sie, diese Anknüpfung konnte man finden in den ersten Jahrtausenden der Erdenentwickelung vor dem Mysterium von Golgatha, indem man beim Zurückwandern auf das Zeitalter des letzten Bodhisattva traf. Heute nützt es den Menschen nur, wenn sie dieses Zurückwandern unter der Führerschaft desjenigen Wesens, das durch das Mysterium von Golgatha sich mit der Erde vereint hat, durchmachen, das heißt mit anderen Worten, wenn eine solche Beziehung des Menschen zum Mysterium von Golgatha eintritt, daß der Christus der Führer werden kann für die Menschen, weil der Christus zusammenfaßt dasjenige, was an Führergewalten immer vorhanden war für das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durch die auf der Erde erscheinenden Bodhisattvas.
[ 37 ] Sehen Sie, diese Anknüpfung konnte man finden in den ersten Jahrtausenden der Erdenentwickelung vor dem Mysterium von Golgatha, indem man beim Zurückwandern auf das Zeitalter des letzten Bodhisattva traf. Heute nützt es den Menschen nur, wenn sie dieses Zurückwandern unter der Führerschaft desjenigen Wesens, das durch das Mysterium von Golgatha sich mit der Erde vereint hat, durchmachen, das heißt mit anderen Worten, wenn eine solche Beziehung des Menschen zum Mysterium von Golgatha eintritt, daß der Christus der Führer werden kann für die Menschen, weil der Christus zusammenfaßt dasjenige, was an Führergewalten immer vorhanden war für das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durch die auf der Erde erscheinenden Bodhisattvas.
[ 38 ] So ist also das Eintreten des Mysteriums von Golgatha gerade für die Erlebnisse zwischen dem Tode und einer neuen Geburt mit eine der wichtigsten Tatsachen in der ganzen Erdenevolution. Will man daher die geistige Evolution der Erde und das Hereinstellen dieser geistigen Evolution der Erde in die geistige Evolution des Kosmos kennenlernen, und will man wiederum verstehen, was im Zusammenhange mit dieser geistigen Evolution von Erde und Kosmos der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in seinem geistigen Leben nach dem Tode durchmacht, dann muß man hineinstellen in die ganze Weltenentwickelung das Mysterium von Golgatha. So daß für den heutigen Menschen der Übergang gefunden werden muß von der Beobachtung der Evolution des Menschen zu der Beobachtung der Evolution der Welt, indem mit angeschaut wird bei diesem Übergang das Mysterium von Golgatha in seiner ganzen fundamentalen Bedeutung für die Geschehnisse der Erdenevolution und der Menschheitsevolution innerhalb des Irdischen.
[ 38 ] So ist also das Eintreten des Mysteriums von Golgatha gerade für die Erlebnisse zwischen dem Tode und einer neuen Geburt mit eine der wichtigsten Tatsachen in der ganzen Erdenevolution. Will man daher die geistige Evolution der Erde und das Hereinstellen dieser geistigen Evolution der Erde in die geistige Evolution des Kosmos kennenlernen, und will man wiederum verstehen, was im Zusammenhange mit dieser geistigen Evolution von Erde und Kosmos der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in seinem geistigen Leben nach dem Tode durchmacht, dann muß man hineinstellen in die ganze Weltenentwickelung das Mysterium von Golgatha. So daß für den heutigen Menschen der Übergang gefunden werden muß von der Beobachtung der Evolution des Menschen zu der Beobachtung der Evolution der Welt, indem mit angeschaut wird bei diesem Übergang das Mysterium von Golgatha in seiner ganzen fundamentalen Bedeutung für die Geschehnisse der Erdenevolution und der Menschheitsevolution innerhalb des Irdischen.
[ 39 ] Von diesen Dingen, insofern sie durch die moderne InitiationsWissenschaft nun enthüllt werden können, die sich abspielen in Anknüpfung an dasjenige, was der Mensch, nachdem er die Rückerinnerung an seine Nachterlebnisse gehabt hat, weiter nach dem Tode erlebt, von diesen Erlebnissen des Menschen nach dem Tode soll nun der morgige Vortrag im Zusammenhange mit der Weltentwickelung handeln.
[ 39 ] Von diesen Dingen, insofern sie durch die moderne InitiationsWissenschaft nun enthüllt werden können, die sich abspielen in Anknüpfung an dasjenige, was der Mensch, nachdem er die Rückerinnerung an seine Nachterlebnisse gehabt hat, weiter nach dem Tode erlebt, von diesen Erlebnissen des Menschen nach dem Tode soll nun der morgige Vortrag im Zusammenhange mit der Weltentwickelung handeln.
