Insight from Initiation
GA 227
30 August 1921, Penmaenmawr
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Insight from Initiation, tr. SOL
Die Evolution der Welt im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen
The Evolution of the World in Relation to Human Evolution
[ 1 ] Halten wir zunächst bewußt zusammen die Betrachtungen, die angestellt worden sind über Welt und Mensch, und wir werden darauf kommen, wie der Mensch in sich trägt, wenn auch im Bilde, die Vergangenheit der Welt, und wie der Mensch heraufheben kann stufenhaft diese Bilder der Weltvergangenheit. In dem gewöhnlichen Tagesbewußtsein liegt ja von alledem nichts als die Erinnerung, die den Menschen zurückweist auf die Erlebnisse, die er im Erdenleben gehabt hat. Wenn aber der Mensch dann dieses gewöhnliche Bewußtsein über die Wege führt, die ich gekennzeichnet habe, dann taucht mit dem Heller- und Hellerwerden des geistigen Bewußtseins immer mehr und mehr von der Vergangenheit der Weltenentwickelung in ihm auf. Und wir haben ja gesehen, wie der Mensch wieder erleben muß diese Weltenvergangenheit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.
[ 1 ] Let us first consciously bring together the reflections that have been made on the world and the human being, and we will come to understand how the human being carries within themselves—albeit in the form of images—the world’s past, and how the human being can gradually bring these images of the world’s past to the surface. In ordinary everyday consciousness, after all, there is nothing of all this but memory, which refers the human being back to the experiences he has had in his earthly life. But when a person then leads this ordinary consciousness along the paths I have described, more and more of the past of world development emerges within them as their spiritual consciousness grows ever brighter. And we have seen, after all, how a person must relive this past of world development between death and a new birth.
[ 2 ] Wir können sagen: Wenn in der Imagination allmählich für das Erdendasein auch dasjenige sichtbar wird, was für die Sinne unwahrnehmbar bleibt, dann schaut der Mensch schon zurück in all das, was sich in seinem gegenwärtigen Erdenverlaufe nicht nur als Bilder der Erinnerung zugetragen hat, sondern was ihn selbst gestaltet hat, was ihn von innen heraus als Wachstumskräfte, als Ernahrungskräfte, die aber alle vom Geiste ausgehen, geformt hat.
[ 2 ] We can say: When, in the imagination, that which remains imperceptible to the senses gradually becomes visible in relation to earthly existence, then the human being is already looking back at all that has taken place in the course of his present earthly life—not merely as images of memory, but as that which has shaped him, that which has formed him from within as forces of growth and nourishment, all of which, however, proceed from the spirit.
[ 3 ] Weiter, in der Inspiration, schaut der Mensch in das vorirdische Dasein hinein, aber nicht nur in das vorirdische Dasein seines eigenen Wesens. Wir haben ja gesehen, wie er hinausgelangt, man möchte sagen, von der kosmischen Erdeninsel in das freie kosmische Weltenmeer, in dem die Sterne eingebettet sind, die aber für ihn jetzt zu den Wohnplätzen geistiger Wesenheiten werden.
[ 3 ] Furthermore, through inspiration, human beings look into pre-earthly existence—but not only into the pre-earthly existence of their own being. We have seen, after all, how they reach out—one might say—from the cosmic island of Earth into the vast cosmic sea of worlds, in which the stars are embedded, but which now become, for them, the dwelling places of spiritual beings.
[ 4 ] Und dann, wenn die Intuition auftaucht, dann schaut der Mensch in vergangene Erdenleben zurück. Mit diesen vergangenen Erdenleben aber taucht zugleich auf vor dem Blicke das Gesamtleben der Welt in ihrer Vergangenheit. Der Mensch ist in der Tat aus dem ganzen Weltenall herausgeboren, und dieses ganze Weltenall lebt in seinem physischen, in seinem ätherischen, in seinem astralischen Leibe, und während des Erdendaseins am wenigsten noch im Ich. Aber all das ist in dem Menschen enthalten. All das wirkt und webt in seinem Innern. Wir tragen als Menschen die ganze Vergangenheit der Weltenentwickelung in uns, an der unzählige göttliche Geistgenerationen gearbeitet haben. Diese ganze Arbeit göttlicher Geistgenerationen, die tragen wir in dem Aufbau unserer Organe; die tragen wir in den Kräften, welche unsere Organe durchweben und durchleben; die tragen wir in uns, wenn die Kräfte unserer Organe aufblühen zu unseren Empfindungen und Gedanken. Wir tragen das Wirken in der ganzen Weltevolution, insofern es der Vergangenheit angehört, in uns.
[ 4 ] And then, when intuition arises, the human being looks back on past earthly lives. But along with these past earthly lives, the entire history of the world in its past also comes into view. Human beings are, in fact, born out of the entire universe, and this entire universe lives within their physical, etheric, and astral bodies—and, during their earthly existence, to the least extent, within the “I.” But all of this is contained within human beings. All of this works and weaves within them. As human beings, we carry within us the entire past of the world’s evolution, at which countless generations of divine spirits have worked. We carry all this work of divine spirit generations in the structure of our organs; we carry it in the forces that interweave and permeate our organs; we carry it within us when the forces of our organs blossom into our sensations and thoughts. We carry within us the workings of the entire evolution of the world, insofar as it belongs to the past.
[ 5 ] Wenn wir nun, nachdem wir so gewissermaßen wenigstens in Gedanken den Blick geschärft haben für das Vergangene, hinausschauen in die Welt, die hier auf Erden unsere Umgebung bildet, dann sehen wir ja im gewöhnlichen Bewußtsein von dieser Welt nur das, was die Sinne darbieten und der Verstand auf Grund der Sinnesbeobachtungen verarbeiten kann. Das ist aber im Grunde genommen das allerwenigste. Hinter dem Sinnendasein liegt eben das weitausgebreitete geistige Dasein, jenes geistige Dasein, das auch tätig ist in allen Farben, die in der Natur erscheinen, in allen Tönen, die von der Natur aus gehört werden können, in allen Wärme- und Kältewahrnehmungen, in allem, was überhaupt auf den Menschen wirken kann aus den Naturerscheinungen heraus.
[ 5 ] Now, having thus—at least in thought—sharpened our gaze toward the past, when we look out into the world that surrounds us here on Earth, we see, in our ordinary consciousness of this world, only what the senses present and what the intellect can process on the basis of sensory observations. But this is, in essence, the very least of it. Behind sensory existence lies the far more extensive spiritual existence—that spiritual existence which is also at work in all the colors that appear in nature, in all the sounds that can be heard in nature, in all perceptions of warmth and cold, and in everything that can affect human beings through natural phenomena.
[ 6 ] Da gibt es außer dem offenbaren physisch-sinnlichen Naturdasein ein verborgenes geistiges Naturdasein, eine verborgene geistige Umwelt. Und diese Umwelt, von der wir also gewissermaßen nur die Oberfläche in der Sinneswahrnehmung erblicken, trägt des Menschen zukünftige Entwickelung schon heute in ihrem Schoße. So wie wir in unserem Innern die ganze Vergangenheit in mächtigen Bildern tragen und selbst das Ergebnis dieser Bilder sind, so wirkt und webt in der verborgenen Natur das, was, wenn es sich als Weltenentwickelung weiter entfaltet, uns unsere Zukunft bringt. Wir können also die gewichtigen Sätze vor uns hinstellen: In seinem Innern trägt der Mensch die Weltvergangenheit; in der äußeren Welt wird getragen des Menschen Zukunft.
[ 6 ] In addition to the obvious physical and sensory existence of nature, there is a hidden spiritual existence of nature, a hidden spiritual environment. And this environment—of which we perceive, so to speak, only the surface through our sensory perception—already carries within it, even today, the future development of humankind. Just as we carry within ourselves the entire past in powerful images—and are ourselves the result of these images—so, too, does that which, as it continues to unfold as the evolution of the world, brings us our future, work and weave within hidden nature. We can thus set before us these weighty propositions: Within themselves, human beings carry the world’s past; in the outer world, the future of human beings is carried.
[ 7 ] Dies sind die beiden Grundsätze, fundamentale Sätze der Weltevolution und der Menschenevolution. Schon im einzelnen menschlichen Dasein drückt sich das aus. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen all dem im Menschen, was nach der Kopforganisation und dem, was nach dem übrigen Leibe hin tendiert. Man könnte sagen, wenn man etwas grob die Sache andeutete — die Dinge sind natürlich feiner —: Vom Herzen aus wirken die Kräfte gegen die Kopforganisation, bewirken, daß der Kopf diese seine besondere Konfiguration bekommt, von der harten Schädeldecke umgeben ist, ausgefüllt ist von dem, was in der Welt überhaupt den größten Wunderbau darstellt: den Windungen und den Verflechtungen des menschlichen Gehirnes und den Einbettungen der menschlichen Sinne.
[ 7 ] These are the two principles, the fundamental tenets of the evolution of the world and the evolution of humankind. This is already evident in the individual human existence. There is a vast difference between everything in the human being that tends toward the head and everything that tends toward the rest of the body. To put it somewhat crudely—though the reality is, of course, much more subtle—one could say: From the heart, forces act against the organization of the head, causing the head to take on its distinctive configuration—enclosed by the hard skull and filled with what is, in the world, the greatest marvel of all: the convolutions and interconnections of the human brain and the receptacles of the human senses.
[ 8 ] All das, was in diesen Kräften lebt, all das, was da aus Brust und Herz nach dem Kopf des Menschen hinaufstrahlt, das ist Ergebnis der Vergangenheit. Das konnte so, wie es im Menschen ist, nur dadurch werden, daß, wie gesagt, unzählige göttliche Geistgenerationen durch Weltenkörper-Metamorphosen, durch planetarische Metamorphosen hindurch gearbeitet haben. Und ich habe ja in meiner «Geheimwissenschaft» darauf hingewiesen, wie dieser Erdenentwickelung vorangegangen ist eine Saturnentwickelung, eine Sonnenentwickelung, eine Mondenentwickelung, wie dann die Erdenentwickelung, innerhalb der wir leben, gekommen ist. Innerhalb der Erdenentwickelung haben sich zunächst die Saturnentwickelung, die Sonnenentwickelung, die Mondenentwickelung wiederholt. Wir stehen jetzt etwas über der Mitte der eigentlichen Erdenentwickelung hinaus in der Entwickelung des Menschen auf der Erde.
[ 8 ] Everything that lives within these forces, everything that radiates upward from the chest and heart to the human head—that is the result of the past. This could only come about, as it is in human beings, through the fact that, as I said, countless divine generations of spirits have worked their way through the metamorphoses of world bodies and through planetary metamorphoses. And I have, after all, pointed out in my Occult Science how this Earth evolution was preceded by a Saturn evolution, a Sun evolution, and a Moon evolution, and how the Earth evolution within which we live then came about. Within the Earth evolution, the Saturn evolution, the Sun evolution, and the Moon evolution were first repeated. We are now slightly past the midpoint of Earth’s actual evolution in the evolution of humankind on Earth.
[ 9 ] All die Kräfte, die sich durch lange Zeiträume hindurch unter dem Einflusse von göttlichen Geistgenerationen allmählich entwickelt haben, alle.diese Kräfte leben im Erdenmenschen selbst im physischen Leibe, strahlen vom Herzen nach dem Kopfe hinauf. Was Sie in Ihrem physischen, ätherischen, astralischen und IchWesen fortwährend in sich tragen, als ausstrahlend vom mittleren Menschen nach dem Kopfmenschen, das haben Göttergenerationen durch unermeßliche Zeiträume hindurch vorbereitet und gearbeitet. Und das letzte, was in diesen ausstrahlenden Kräften lebt, unbewußt für den heutigen Menschen noch lebt, das ist das, was sich ausspricht als sein Karma, seine eigene Ich-Vergangenheit während des Erdenlebens.
[ 9 ] All the forces that have gradually developed over long periods of time under the influence of divine spirit generations—all these forces live within the earthly human being himself, in the physical body, and radiate upward from the heart to the head. What you continually carry within yourselves in your physical, etheric, astral, and I-beings—radiating from the middle human being toward the head human—has been prepared and worked upon by generations of gods over immeasurable periods of time. And the final element that lives within these radiating forces—which remains unconscious to modern human beings—is what manifests as their karma, their own “I”-past during their earthly life.
[ 10 ] So daß man sagen kann: Dringt man ein in diese kosmischen Erinnerungskräfte, dann schaut man zuerst auf das Karma, dann auf die verschiedenen Stadien der Erdenentwickelung, dann aber auf die Metamorphosen, auf die planetarischen Umgestaltungen, die die Erde durchgemacht hat, bevor sie selber Erde geworden ist. Denn bevor die Erde entstehen konnte, mußte erst ein solcher Weltenkörper entstehen, der nur aus feiner Wärme bestand: Saturn. Der mußte sterben und im neuen Dasein als Sonne aufgehen, als Sonne, deren letzter Rest die Sonne ist, die wir draußen im Weltenraume sehen. Das war ein nur aus Luft bestehender Weltenkörper, der wiederum sterben mußte, damit ein aus mehr wäßriger Substanz bestehender Weltenkörper, der Mond, entstehen konnte. Der mußte sterben, damit die in fester, in mineralischer Substanz erschienene Erde kommen konnte, auf welcher sich erst der Mensch entwickeln konnte, so wie er heute als Erdenmensch ist.
[ 10 ] So one can say: When one delves into these cosmic forces of memory, one first looks at karma, then at the various stages of Earth’s development, and then at the metamorphoses—the planetary transformations—that the Earth underwent before it itself became the Earth. For before the Earth could come into being, a celestial body consisting solely of subtle warmth had to come into being first: Saturn. It had to die and rise again in a new existence as the Sun—the Sun whose final remnant is the Sun we see out there in outer space. This was a celestial body consisting solely of air, which in turn had to die so that a celestial body composed of a more watery substance—the Moon—could come into being. The Moon had to die so that the Earth, appearing in solid, mineral form, could emerge, upon which human beings could finally develop into what they are today as earthly human beings.
[ 11 ] Aber ebenso, wie wir diese aufwärtsstrebenden Kräfte haben, so tragen wir in uns abwärtsstrebende Kräfte, welche im Herzen eine Art Mittelpunkt haben, durch welche beiden Kräfte der Blutzirkulationsstrom dann einströmt in die Bewegungen unserer Gliedmaßen (siehe Zeichnung S. 265).
[ 11 ] But just as we have these upward-striving forces, we also carry within us downward-striving forces that have a sort of center in the heart; through these two forces, the flow of blood circulation then enters the movements of our limbs (see illustration on p. 265).
[ 12 ] Das, was an diesen Kräften vorhanden ist, lebt in jeder Handbewegung, wenn Sie etwas ergreifen, wenn Sie irgendeine äußere Erdentätigkeit vor sich gehen lassen, lebt in jedem Schritte, den Sie unternehmen, um Ihre Erdentaten zu vollenden. Das aber sind Kräfte, die der verborgenen Umwelt angehören. Die gehören nun nicht der Vergangenheit an, die gehören der verborgenen Umwelt an. Die werden erst in den Schoß einer Vergangenheit, die aber eine zukünftige Vergangenheit sein wird, aufgenommen werden, wenn der Mensch durch die Todespforte geht und sein Erdendasein vertauscht mit dem Sternendasein. In diesen Kräften bereitet sich die Zukunft des Menschen vor.
[ 12 ] What exists in these forces lives in every movement of your hand when you grasp something, when you carry out any external earthly activity; it lives in every step you take to accomplish your earthly deeds. But these are forces that belong to the hidden realm. They do not belong to the past; they belong to the hidden realm. They will only be absorbed into the bosom of a past—which will, however, be a future past—when a person passes through the gate of death and exchanges their earthly existence for a stellar existence. Within these forces, the future of humankind is being prepared.
[ 13 ] Und diese Zukunft entsteht durch die Wechselwirkung dieser Kräfte mit denjenigen Kräften, die draußen in der verborgenen Natur vorhanden sind. So trägt die Welt des Menschen Zukunft in ihrer eigenen Evolution in sich. Und der Mensch ist in bezug auf diese oberen Kräfte und in bezug auf diese unteren Kräfte in sich ja stark differenziert. Diejenige Erkenntnis, die erworben werden kann, wenn man an dem Hüter der Schwelle vorbeigekommen ist, die zeigt, wie stark der Mensch eigentlich in bezug auf diese beiden Kräfterichtungen differenziert ist.
[ 13 ] And this future arises through the interaction of these forces with those forces that exist out there in hidden nature. Thus, the human world carries the future within itself as part of its own evolution. And human beings are, in fact, highly differentiated within themselves with regard to these higher forces and these lower forces. The insight that can be gained once one has passed the Guardian of the Threshold reveals just how strongly human beings are actually differentiated with regard to these two directions of force.
[ 14 ] Für das gewöhnliche Bewußtsein bleibt ja alles dasjenige, was unter dem Herzen liegt, unbewußt. Aber weil es für den Menschen unbewußt ist, deshalb ist es nicht minder von einem Bewußtsein erfüllt, von einem Bewußtsein aber, zu dem der Mensch nur in der Gegenwart noch nicht dringt. Daher ist der Mensch in seinem Erleben anders innerlich gestaltet als in seinem Bewußtsein. In seinem Bewußtsein erlebt er ja sozusagen nur dasjenige, was da an der Oberfläche wie eine Insel herausragt aus all den Erlebnissen, die er sonst hat. Das kann man sehen, wenn man den Menschen durchschauen kann, wie er mit diesen, man möchte sagen, heute noch unterbewußten Kräften ausgestattet ist.
[ 14 ] For ordinary consciousness, everything that lies beneath the heart remains unconscious. But just because it is unconscious to the human being does not mean it is any less filled with consciousness—a consciousness, however, that the human being has not yet penetrated, at least not in the present. Therefore, a person’s inner constitution in their experience is different from that in their consciousness. In their consciousness, they experience, so to speak, only what protrudes from the surface like an island amidst all the other experiences they have. This can be seen if one is able to look deeply into a person and recognize how they are endowed with these forces—which, one might say, are still subconscious today.
[ 15 ] Da kann man sehen, wie der Mensch diese oder jene Tat vollbringt, die ihm für den unmittelbaren Erdenaugenblick, in dem er lebt, Wohlgefallen verursacht, Befriedigung verursacht. Sein Kopf ist befriedigt. Der Mensch vollbringt vielleicht aus diesem oder jenem Grunde eine recht böse Tat: Sein Kopf ist befriedigt. Dem gewöhnlichen Bewußtsein entziehen sich die Zusammenhänge. Aber es kann der Kopf eines Menschen sehr stark befriedigt sein — und die Hand, die die betreffende Tat begeht, in dem Unterbewußten, das aber trotzdem ein Bewußtes in der Welt ist, die Hand erzittert. Und wenn jene Erzitterung auch nicht immer äußerlich sichtbar ist, im ätherischen und astralischen Leibe wird sie ein Beben. So daß man innerlich sehen kann, wie der Mensch an einer vollbrachten Tat im Haupte seine Befriedigung haben kann, wie diese Befriedigung im Unterbewußten ein Erzittern wird, ein Erzittern wird entweder in denjenigen astral-ätherischen Organen, die mit den Armen, oder denjenigen, die mit den Beinen zusammenhängen. In demjenigen, was im Kopfe Befriedigung ergibt an einer bösen Tat, in dem, man möchte sagen, erstirbt das Bewußtsein; aber ein anderes Bewußtsein geht auf in demjenigen, was in dem unteren Menschen erzittert über eine Tat.
[ 15 ] There one can see how a person commits this or that act, which brings him pleasure and satisfaction in the immediate earthly moment in which he lives. His mind is satisfied. A person may, for one reason or another, commit a truly evil act: his mind is satisfied. These connections elude ordinary consciousness. But while a person’s mind may be deeply satisfied—the hand that commits the act in question, in the subconscious (which is nonetheless a conscious presence in the world), trembles. And even if that trembling is not always visible outwardly, in the etheric and astral bodies it becomes a quaking. So that one can see inwardly how a person may derive satisfaction in their head from an act they have committed, how this satisfaction becomes a trembling in the subconscious—a trembling either in those astral-etheric organs connected to the arms or in those connected to the legs. In that which brings satisfaction in the head from an evil deed, one might say that consciousness dies; but another consciousness arises in that which trembles within the lower human being over a deed.
[ 16 ] In diesem Erzittern bereitet sich das kommende Karma vor. Denn dieses Erzittern ist das Erzittern vor den Kräften der verborgenen Natur, der verborgenen Welt. In diesem Erzittern fühlt der Mensch voraus, was er erleben wird als Sternenurteil, wenn er von der Erdeninsel in den weiten Ozean des Sternenwesens kommt.
[ 16 ] In this trembling, the coming karma is taking shape. For this trembling is the trembling before the forces of hidden nature, of the hidden world. In this trembling, the human being senses in advance what he will experience as the judgment of the stars when he leaves the island of Earth and enters the vast ocean of the stellar realm.
[ 17 ] So können wir sagen: Im Menschen lebt Vergangenheit der Welt und Zukunft der Welt in verschiedener Weise. Diese Vergangenheit der Welt und diese Zukunft der Welt leben aber auch selbst in der äußeren Gestalt des physischen Leibes. Dasjenige, was der Mensch als Kopforganisation an sich trägt, was das Wunderbarste, Vollkommenste ist, das aus der Weltenentwickelung hervorgeht, das zerbricht zum großen Teile, indem der Mensch durch die Todespforte geht, auch in seinem geistig-inneren Inhalte. Dagegen das, was der Mensch in seiner unteren Organisation hat, wenn Sie es auch nur physisch anschauen, zeigt Ihnen im Physischen das Bild dessen, was da lebt als Geistig-Seelisches in Armen, in Händen, in der ganzen Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation. In dieser Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation lebt ja nicht nur dasjenige, was man sieht als Fleisch und Blut; da leben Kräfte darinnen. Und hinter manchem, was Sie da sehen als Fleisch und Blut zu Armen und Händen physischer Natur geformt, leben die geistigen Kräfte. Diese geistigen Kräfte strömen gegenwärtig durch Ihre Arme, durch Ihre Beine. Im künftigen Erdenleben werden sie strömen durch diejenigen Organe, welche die Kiefer auf- und abwärtsbewegen in der Verlängerung des Ober- und Unterkiefers nach hinten. Die Kopfknochen werden in ihrer plastischen Bildung in dem nächsten Erdenleben sein die umgestalteten Arm- und Beinknochen — natürlich der geistige Teil derselben; das Physische fällt ab. Dasjenige, was Sie heute als Arme und Beine an sich tragen, tragen Sie in der nächsten Erdeninkarnation als die Konfigurationen des Kopfes in sich, den Kräften, der Dynamik nach gesagt. So daß selbst die physische Organisation ein Abbild davon gibt, wie der Mensch durch die Erdenleben durchgeht. Derjenige, der in der richtigen Weise die künstlerische Plastik des menschlichen Hauptes beim heutigen Erdenleben betrachtet, sieht darin die Gestalten, die der Mensch geformt hat durch dasjenige, was er im gewöhnlichen Leben im Behandeln der Menschen und der Erdenwelt durch seine Arme und Hände im vorhergehenden Erdenleben getan hat. Die Taten der Arme und Beine der einen Erdeninkarnation leben in der Formung des Kopfes der nächsten Erdeninkarnation fort. Die gewöhnliche Phrenologie ist darinnen dilettantisch, denn sie macht allerlei intellektuelle Interpretationen der Kopfformung. Aber dahinter steckt eine tiefe okkulte Phrenologie, welche bei jedem Menschen individuell ist und daher nicht in allgemeinen Regeln gelernt werden kann, die aber aus Intuitionen heraus aus den Formen des Kopfes sich enträtseln kann das, wozu der Mensch sich vorbereitet hat in dem, was er im Gehen, im Handeln, im Tun eines vorhergehenden Erdenlebens vollbracht hat.
[ 17 ] Thus we can say: The past of the world and the future of the world live within the human being in various ways. But this past of the world and this future of the world also live within the outer form of the physical body itself. That which human beings carry within themselves as the organization of the head—which is the most wondrous and most perfect aspect to emerge from the evolution of the world—is largely shattered when human beings pass through the gate of death, even in its spiritual-inner content. In contrast, what a human being possesses in their lower organization—even if you view it merely from a physical perspective—reveals to you, in the physical realm, the image of what lives there as spiritual and soul-related forces in the arms, in the hands, and in the entire metabolic organization of the limbs. For it is not only what one sees as flesh and blood that lives within this metabolic organization of the limbs; forces live within it. And behind much of what you see there as flesh and blood—formed into arms and hands of a physical nature—spiritual forces live. These spiritual forces are currently flowing through your arms and through your legs. In your future earthly life, they will flow through those organs that move the jaws up and down, extending the upper and lower jaws backward. The bones of the head, in their sculptural form in the next earthly life, will be the transformed arm and leg bones—naturally, the spiritual part of them; the physical aspect will be shed. What you carry today as arms and legs, you will carry within you in the next earthly incarnation as the configurations of the head, in terms of forces and dynamics. Thus, even the physical organization reflects how a human being progresses through their earthly lives. Anyone who correctly observes the artistic form of the human head in this present earthly life will see in it the forms that the human being has shaped through what they did in ordinary life—in their interactions with other people and the earthly world through their arms and hands—during their previous earthly life. The actions of the arms and legs in one earthly incarnation live on in the shaping of the head in the next earthly incarnation. Conventional phrenology is amateurish in this regard, for it offers all manner of intellectual interpretations of the shape of the head. But behind this lies a profound occult phrenology, which is unique to each individual and therefore cannot be learned through general rules; yet, through intuition, one can decipher from the shapes of the head what the person has prepared themselves for through what they accomplished in their walking, actions, and deeds during a previous earthly life.


[ 18 ] So hängt Vergangenheit und Zukunft in der Weltentwickelung und in der Menschenentwickelung zusammen.
[ 18 ] This is how the past and the future are interconnected in the development of the world and in human development.
[ 19 ] So steht in dem gegenwärtigen Erdendasein der Mensch vor uns, vor sich selbst, und er zeigt in dem, was er geworden ist, die Arbeit von göttlichen Geistgenerationen, die durch unermeßliche Zeiträume hindurch gewirkt haben. Man kann natürlich nur immer, ich möchte sagen, skizzenhaft nachzeichnen, wie die Bilder, die das gegenwärtige Menschendasein zeigt, hinweisen auf das, was diese Göttergenerationen durch die Metamorphose der Erdenevolution, Saturn, Sonne, Mond, für die Gestaltung des Menschen, für das ganze Leben des Menschen geformt haben. Nehmen wir zunächst drei bedeutsame Impulse im menschlichen Erdenleben, die wir als besonders bezeichnend für den Menschen herausgreifen wollen. Wenn man nur mit dem gewöhnlichen Bewußtsein hinsieht auf das Wunderbare, das sich enthüllt, wenn ein Menschenwesen von den ersten Tagen seines Daseins an immer weiter und weiter sich entfaltet — wenn man einen Blick dafür hat, so ahnt man wenigstens die ungeheuren Tiefen, aus denen sich da ein Seelisch-Geistiges heraus ringt, um die unbestimmte Form des Kindes in den ersten Tagen und Wochen in immer bestimmtere zu bilden, in der weiteren Zeit dann die chaotischen Bewegungen der Arme und Beine in geregelte Bewegungen umzuwandeln. Wir ahnen, wie sich da etwas offenbart, was in den unendlichen Tiefen des verborgenen Naturdaseins drinnensteckt als ein Geistiges, das sich im Leibe ausdrückt. Man kann sagen: Es gibt ja nichts Wunderbareres auf der Erde anzuschauen als diese Entfaltung des inneren Menschen im äußeren Menschen, während sich ein Kind in den allerersten Jahren seines Lebens entwickelt. Weiß man diesen Anblick zu durchdringen mit einem wirklich künstlerisch-religiösen Sinn — in Demut, in die man verfallen kann gegenüber dem Geistigen, das sich da enthüllt —, dann übersteigt dasjenige, was man da beobachten kann alle künstlerischen, wissenschaftlichen oder religiösen Eindrücke, die man von der Außenwelt empfangen kann.
[ 19 ] Thus, in his present earthly existence, the human being stands before us, before himself, and in what he has become, he reveals the work of divine generations of spirits that have been at work throughout immeasurable periods of time. Of course, one can only ever—I would say—sketch out how the images revealed by present-day human existence point to what these generations of gods have shaped through the metamorphosis of Earth’s evolution—Saturn, Sun, Moon—for the formation of the human being and for the entirety of human life. Let us first consider three significant impulses in human life on Earth that we wish to highlight as particularly characteristic of the human being. If one looks with ordinary consciousness at the wonder that is revealed as a human being unfolds further and further from the very first days of its existence—if one has an eye for it, then one can at least sense the immense depths from which a soul-spiritual force struggles to emerge, shaping the child’s indeterminate form in the first days and weeks into an ever more defined one, and later transforming the chaotic movements of the arms and legs into orderly movements. We sense how something is revealing itself there—something that lies within the infinite depths of hidden natural existence as a spiritual essence that expresses itself in the body. One might say: There is indeed nothing more wondrous to behold on earth than this unfolding of the inner human being within the outer human being, as a child develops in the very first years of its life. If one knows how to penetrate this sight with a truly artistic-religious sensibility—with the humility one can feel in the face of the spiritual that is revealing itself there—then what one observes there transcends all artistic, scientific, or religious impressions that one can receive from the external world.
[ 20 ] Heben wir aber aus dieser kindlichen Entwickelung, kindlichen Entfaltung drei Dinge heraus. Wir sagen so im gewöhnlichen Leben: das Kind lernt gehen. Das ist in der Tat etwas Wunderbares. Aber in diesem: das Kind lernt gehen, steckt ja außerordentlich viel von der Bewegung. Mit allen Gliedmaßen richtet sich das Kind aus einer Richtung, die parallel der Erdenoberfläche ist dem Rückgrat nach, auf zur aufrechten Stellung. In diesem Momente, den wir einfach dadurch, daß wir das Auffälligste, das Sinnenfälligste bezeichnen, wahrnehmen, daß wir sagen: das Kind lernt gehen —, in dieser Zeit seines Lebens lernt ja das Kind alle seine Kräfte in einer anderen Weise in die Erde hinein orientieren. Das Kind lernt, sich mit seinem eigenen inneren Gleichgewicht und dem Gleichmaß seiner Kräfte in den ganzen Kosmos hineinstellen. Aber zugleich erblicken wir in dem, was sich uns da zeigt, wie der Mensch über die Tierwelt hinauswächst. Denn das Tier kann das nicht, erlebt diesen Lebensaugenblick nicht. Das Tier bleibt im wesentlichen mit seinem Rückgrat parallel mit der Erde, oder wenn es sich, wie der Affe, aufwärtsrichtet, so ist diese Aufwärtsrichtung im Widerspruch mit seiner Organisation.
[ 20 ] Let us, however, single out three things from this childlike development, this childlike unfolding. In everyday life, we say: “The child learns to walk.” That is indeed something wonderful. But in this—“the child learns to walk”—there is, in fact, an extraordinary amount of movement involved. Using all its limbs, the child aligns itself—with its spine—from a position parallel to the Earth’s surface toward an upright posture. In this moment—which we perceive simply by pointing out the most striking, the most obvious aspect, by saying, “The child learns to walk”—at this stage of its life, the child learns to direct all its forces toward the Earth in a different way. The child learns to position itself within the entire cosmos through its own inner balance and the equilibrium of its forces. But at the same time, we see in what is revealed to us how the human being transcends the animal world. For the animal cannot do this; it does not experience this moment in life. Essentially, the animal’s spine remains parallel to the earth, or if it stands upright, as the monkey does, this upright posture is at odds with its organization.
[ 21 ] Wer den Menschen beurteilen will, muß das Gehenlernen des Kindes im richtigen Lichte sehen können. Die Naturforscher haben die Knochen der Menschen verglichen mit den Knochen der Tiere und haben gefunden, daß sie veränderte Tierknochen sind, die Muskeln veränderte Tiermuskeln sind und so weiter. So sei es mit allen Organen. Aber auf diesem Wege findet man ja gar nicht den Unterschied des Menschen vom Tier; sondern den Unterschied des Menschen vom Tiere findet man erst, wenn man den Menschen in dem Augenblicke erfaßt, wo er von demjenigen, was ihm tierhaft anhaftet in den ersten Zeiten seines Lebens, sich aufrichtet, seine Gleichgewichtslage hineinorientiert in die Gleichgewichtslage der ganzen Welt. Zu dieser Kunst in seinem Leben hätte der Mensch niemals kommen können, wenn sie nicht schon vorbereitet worden wäre in urältester Zeit. Diese Kunst ruhte im menschlichen Wesen im Keime schon während des Saturndaseins. (Während der folgenden Ausführungen wird an die Tafel gezeichnet. Siehe Schema S. 269 + 271). Während des Saturndaseins haben göttliche Geister den Keim zu demjenigen gelegt, was sich zeigt, wenn das Kind, wie wir sagen, gehen lernt. Da waren noch gar keine Tiere da; die sind erst später während des Sonnendaseins gekommen. So daß der Mensch in seiner Anlage älter ist als das Tier. All dasjenige, was in diesem unsichtbar Kraftenden liegt, was den Menschen zum Gehen bringt, weist in seiner Abstammung zurück bis zum Saturndasein.
[ 21 ] Anyone who wishes to judge human beings must be able to view a child’s learning to walk in the proper light. Natural scientists have compared human bones with those of animals and have found that they are modified animal bones, that muscles are modified animal muscles, and so on. The same is true of all organs. But this approach does not reveal the difference between humans and animals; rather, the difference between humans and animals can only be found when one observes humans at the very moment when they rise up from the animalistic traits that cling to them in the earliest stages of life and orient their sense of balance toward the balance of the entire world. Human beings could never have attained this art in their lives if it had not already been prepared in the most ancient of times. This art lay dormant in human beings as a seed even during the Saturn era. (During the following remarks, a diagram is drawn on the blackboard. See diagram on pp. 269 and 271.) During the Saturn epoch, divine spirits planted the seed of what manifests when the child, as we say, learns to walk. There were no animals at all back then; they did not appear until later, during the Sun era. Thus, in terms of its inherent potential, humanity is older than the animal. Everything that lies within these invisible forces—that which enables humans to walk—traces its origins back to the Saturn era.
[ 22 ] Das zweite, was im Kinde auftritt, ist, daß sich aus seinem Orientieren im Raume die Kräfte nach innen drängen. Und die Kräfte, die sich nach innen drängen, die kommen wiederum in einer anderen Weise zum Vorschein. Ich ergreife die Kreide. Da geht eine Kraft nach außen. Aber eine Gegenkraft geht nach innen, die entlädt sich in den inneren Organen. Diese von der Orientierung in die Bewegung durch die Glieder kommende, nach innen gerichtete Kraft, die kommt dann in der kindlichen Entwickelung zum Vorschein, wenn das Kind sprechen lernt. Das ist das zweite, was das Kind lernt: sprechen. Zuerst kommen die Kräfte nach außen: das Kind lernt sich orientieren im Raume. Es kommen dieselben Kräfte nach innen: das Kind lernt sprechen.
[ 22 ] The second thing that occurs in the child is that, as a result of its orientation in space, forces push inward. And these forces that push inward manifest themselves in yet another way. I pick up the chalk. A force goes outward. But a counterforce goes inward, discharging itself into the internal organs. This inward-directed force, arising from orientation and moving through the limbs, then manifests itself in the child’s development when the child learns to speak. That is the second thing the child learns: to speak. First, the forces move outward: the child learns to orient itself in space. Then the same forces move inward: the child learns to speak.
[ 23 ] Die Naturwissenschaft weiß von dem nur einen kleinen Teil. Sie weiß ja nur, daß der Rechtshänder das Sprachzentrum in der linken Gehirnhälfte und der Linkshänder das Sprachzentrum in der rechten Gehirnhälfte hat. Aber alles dasjenige, was im Gehirn überhaupt ist von der Sprachentwickelung, das wird von den Gliedmaßen erst in das Gehirn hineingearbeitet, während das Kind gehen, greifen, sich bewegen, die Dinge umfassen lernt. Das sind die nach innen gehenden Kräfte, die dann übergehen vom Gehirn aus in die Sprachorgane.
[ 23 ] Natural science knows only a small part of this. It knows only that right-handed people have the language center in the left hemisphere of the brain and left-handed people have it in the right hemisphere. But everything in the brain that relates to language development is first worked into the brain by the limbs as the child learns to walk, grasp, move, and comprehend things. These are the inward-directed forces that then pass from the brain to the speech organs.
[ 24 ] Wiederum haben die göttlich-geistigen Wesen seit unermeßlichen Zeiten vorbereitet, daß die menschliche Organisation so ist, daß sie im Kinde zur Sprache werden kann. Daß der Mensch die Sprache erlernen konnte, das rührt davon her, daß die göttlichgeistigen Wesen an dem Menschen, den sie vorbereitet haben für das Gehen seit der Saturnzeit, daß die göttlich-geistigen Wesen gearbeitet haben auf der Sonne, um im Menschen die Sprache zu erzeugen.
[ 24 ] Once again, the divine-spiritual beings have, since time immemorial, prepared the human organism so that it can develop into speech in the child. The fact that human beings were able to learn language stems from the fact that the divine-spiritual beings—who had been preparing human beings for walking since the Saturn era—worked on the Sun to bring about language in human beings.
[ 25 ] Und das dritte, was das Kind aus der Sprache heraus entwickelt, was auch die Menschheit aus der Sprache heraus entwickelt hat denn erst lernten die Menschen in der Erdenentwickelung sprechen, dann erst denken —, was die Menschen herausentwickeln, was das Kind herausentwickelt aus der Sprache, das ist der Gedanke. Und der Gedanke, der ist vorbereitet von göttlich-geistigen Wesen seit der Mondenzeit. Das ist des Menschen Entwickelung innerhalb der vergangenen Welt, daß göttlich-geistige Generationen an ihm vorbereitet haben Gehen, Sprechen, Denken: Saturnentwickelung, Sonnenentwickelung, Mondenentwickelung.
[ 25 ] And the third thing that the child develops from language—which humanity, too, has developed from language, for it was only after humans learned to speak in the course of Earth’s evolution that they then learned to think—what humans develop, what the child develops from language, is thought. And thought—that has been prepared by divine-spiritual beings since the Lunar Age. This is the development of the human being within the past world: divine-spiritual generations have prepared within him the ability to walk, speak, and think—the Saturn, Sun, and Lunar stages of development.
[ 26 ] In der Weltentwickelung kam dazu während der Sonnenzeit die Tierheit, natürlich in einer anderen Gestalt als heute. Heute müssen sie Pflanzen fressen, das haben sie damals nicht gebraucht; sie waren bloß in der Luft vorhandene Wesen, aus Luftmaterie bestehende Wesen. Während des Mondendaseins kamen die Pflanzen dazu.
[ 26 ] In the course of world evolution, the animal kingdom emerged during the Sun Age—naturally, in a form different from that of today. Today, animals must eat plants, but they did not need to do so back then; they were simply beings that existed in the air, beings composed of airy matter. During the Moon Age, plants came into being.
[ 27 ] Nun geht die Entwickelung über nach dem Erdendasein. Da erst entwickelt der Mensch das, worinnen die Kräfte des Gehens, des Sprechens, des Denkens sichtbarlich leben, die Gestalt, die Figur. Mit der Gestalt zu gleicher Zeit tritt auf das Mineralreich. In den Menschen gliedert sich das Mineralreich dann auch ein. Damit charakterisiert man die Vergangenheit des Menschen.
[ 27 ] Now the process of development moves on to earthly existence. It is only then that human beings develop that in which the powers of walking, speaking, and thinking visibly live—the form, the figure. The mineral kingdom emerges at the same time as the form. The mineral kingdom is then also integrated into human beings. This characterizes the past of humankind.


[ 28 ] Will man auf die Zukunft des Menschen sehen, dann muß man, wenn man etwas Gegenwärtiges auf der Erde nehmen will, vom Alter aus charakterisieren. Da muß man dasjenige, was sich in der heutigen Menschheit außerordentlich undeutlich beim Altern, beim Altwerden ausdrückt, charakterisieren. Während dasjenige, was sich bei der Entfaltung des Kindes offenbart im Gehen, Sprechen, Denken, offenbar ist, weil es sich nach außen ankündigt, so sieht man dasjenige, was gewissermaßen gegen das Alter zu im Menschen immer geistiger und geistiger wird, heute noch wenig, wenn man nicht mit einem geistigen Blick den Menschen anschaut. Ich sagte, es ist das Wunderbarste, wie im Körper nach und nach das Seelisch-Geistige zur Offenbarung kommt, und es ist, wenn man das richtig anschaut, das tiefste religiöse Gefühl vor der bedeutsamsten Kunst, das einen da überkommen kann. Aber wiederum ist es etwas ebenso Bewundernswürdiges, zu sehen, wie das, was der Mensch nun durch Gehen, Sprechen und Denken während seines Erdendaseins in seinem ganzen Wesen erlebt hat, wie das nach und nach wiederum ins Geistige hinein verschwindet, um dann durch die Pforte des Todes zu gehen, wie die Gedanken, wie die Worte, wie alles das, was der Mensch errungen und erarbeitet hat mit den Händen, ins Geistige hinein verschwindet, und der Mensch dann dieses Geistige, das er empfängt aus Denken, Sprechen und Gehen, hineinträgt durch die Todespforte wiederum ins geistige Leben. Und geradeso wie uns hinweist das, was im Kinde als Gehen, Sprechen, Denken zum Vorschein kommt, auf die Vorstadien der Erdenentwickelung, Mond, Sonne, Saturn, so weist uns das, was der Mensch in seinen Gedanken erlebt, zunächst hin auf seine nächsten Erdenleben, von da aus aber in die große Epoche der Erdenentwickelung.
[ 28 ] If one wishes to look toward the future of humanity, then—when considering something present on Earth—one must characterize it in terms of age. One must characterize that which, in today’s humanity, is expressed with extraordinary obscurity in the process of aging. While what is revealed in a child’s development—in walking, speaking, and thinking—is evident because it manifests outwardly, what becomes increasingly spiritual in a person as they approach old age is still scarcely visible today unless one looks at the human being with a spiritual gaze. I said that it is the most wondrous thing to see how the soul-spiritual gradually comes to manifestation in the body, and, if one looks at it correctly, it is the deepest religious feeling in the presence of the most significant art that can overcome one there. But it is equally admirable to see how all that a person has experienced in their entire being—through walking, speaking, and thinking during their earthly existence—gradually fades back into the spiritual realm, to then pass through the gate of death—how the thoughts, the words, and everything a person has attained and worked out with their hands vanish into the spiritual realm—and how the person then carries this spiritual essence, which they receive through thinking, speaking, and walking, through the gate of death back into spiritual life. And just as what manifests in the child as walking, speaking, and thinking points us to the preliminary stages of Earth’s evolution—the Moon, the Sun, and Saturn—so too does what a human being experiences in their thoughts point us first to their next earthly lives, and from there into the great epoch of Earth’s evolution.
[ 29 ] Von da aus aber weist uns die Entwickelung, die Entfaltung der Welt und des Menschen auf jenen Zustand hin, der aber erst erlebt werden kann, wenn die Erde wiederum gestorben ist und in einem neuen planetarischen Dasein, dem Jupiterdasein, wieder aufgegangen ist; auf das weisen uns die Menschengedanken hin. Denn diese Menschengedanken selber werden dann nicht als fluktuierende Gedanken im Menschen leben, sondern selber gestaltet sein. Und auftreten wird der gestaltete Gedanke in der Gestalt des Menschen.
[ 29 ] From there, however, the evolution and unfolding of the world and of humankind point us toward that state, which can only be experienced once the Earth has died again and been reborn into a new planetary existence—the existence of Jupiter; human thoughts point us in this direction. For these human thoughts themselves will then no longer exist as fluctuating thoughts within human beings, but will themselves be formed. And the formed thought will appear in the form of a human being.


[ 30 ] Heute können wir unsere Gedanken verbergen in uns, und unser Antlitz trägt unter Umständen höchst unschuldige Gestalt, während wir im Innern schuldig sind. Das werden wir während der nächsten Metamorphose des Erdendaseins, im Jupiterdasein, nicht können. Da werden wir das Antlitz an uns tragen, das der Gedanke erzeugt. Denn unsere menschliche Gestalt wird nicht so fest sein, mineralisch fest, sondern sie wird selbst innerlich beweglich sein, aus einer ganz weichen Materie bestehen. Und wenn einer einen falschen Gedanken im Innern hegt, so wird dieser Gedanke in der augenblicklichen Formung seines Antlitzes vor seine Mitmenschen hintreten. Alles, was Gedanke ist, wird im Augenblick Gestalt werden. Und als das, was dauernder Gedanke ist, was Temperament ist, als das werden die Menschen herumgehen. Man wird einem gleich ansehen, wenn einer ein Bösewicht ist, oder wenn er nur animalische Triebe hat, während des Jupiterdaseins. Das ist das erste Stadium der Menschenzukunft.
[ 30 ] Today we can hide our thoughts within ourselves, and our countenance may, under certain circumstances, appear utterly innocent, even while we are guilty on the inside. We will not be able to do this during the next metamorphosis of earthly existence—in the Jupiter stage. There we will bear the countenance that our thoughts create. For our human form will not be solid—minerally solid—but will itself be internally malleable, consisting of a very soft substance. And if someone harbors a wrong thought within, that thought will be revealed to their fellow human beings in the instantaneous shaping of their countenance. Everything that is thought will take shape in an instant. And people will walk about as that which is enduring thought, as that which is temperament. One will immediately be able to tell by looking at a person whether they are a villain or whether they possess only animal instincts during the Jupiter existence. This is the first stage of humanity’s future.
[ 31 ] Das zweite Stadium ist dasjenige, was der Mensch nun entwikkeln kann aus seinem Sprechen. Das Sprechen ist ja heute etwas, was aus dem Inneren eben nur durch das Medium der Luft nach außen dringt. Dieses Sprechen wird ein Schöpferisches in der Zukunft werden. Das ausgesprochene Wort wird nicht nur verfallen in der Luft, sondern das ausgesprochene Wort wird vorhanden bleiben. Der Mensch wird gestaltenschöpferisch werden durch das Wort.
[ 31 ] The second stage is the one that human beings can now develop from their speech. After all, speech today is something that emerges from within and reaches the outside world solely through the medium of air. This speech will become a creative force in the future. The spoken word will not simply fade away into the air; rather, the spoken word will continue to exist. Human beings will become creators of form through the word.
[ 32 ] So daß der Mensch durch den Gedanken schon von der Jupiterzeit an sich selber formen wird. Durch das Wort wird er seine Umwelt formen während des Venusdaseins, denn dann wird dieses eintreten: Wird der Mensch während des Venusdaseins ein böses Wort aussprechen, so wird während dieses Venusdaseins, das im wesentlichen in einer so feinen Materie, wie die Luft ist, existieren wird, in der Luft etwas entstehen wie eine häßliche Pflanzengestalt. Der Mensch wird also die Geschöpfe seiner eigenen Sprache um sich herum haben.
[ 32 ] Thus, beginning in the Jupiter era, human beings will shape themselves through thought. Through the word, they will shape their environment during the Venusic era, for then the following will come to pass: If a human being utters an evil word during the Venusic era, then during that era—which will essentially exist in a substance as fine as air—something resembling an ugly plant form will arise in the air. Thus, human beings will be surrounded by the creatures of their own language.
[ 33 ] Und das, was lebt im Gehen, im Bewegen der Arme, wird während der letzten Metamorphose der Erde entwickelt, während des Vulkandaseins. Schöpferische Gefühle treten auf, schöpferische Sprache, und die Gefühle, in der Sprache schöpferisch, treten während des Venusdaseins auf.
[ 33 ] And that which lives in walking, in the movement of the arms, develops during the Earth’s final metamorphosis, during the volcanic stage. Creative feelings arise, as does creative language, and the feelings that are creative in language arise during the Venus stage.
[ 34 ] Heute gehen wir zu unseren Taten, wir verrichten unsere Taten mit unseren Armen. Allein, das bleibt nicht. Ich gehe dahin, habe irgend etwas zu tun. Es kann natürlich auch etwas Komplizierteres sein, ich kann in eine komplizierte Sache gegangen sein oder dergleichen, kann auch meinetwillen einen Krieg geführt haben. Wir gehen wieder weg. Dann ist nichts da in der äußeren Welt.
[ 34 ] Today we go about our deeds; we perform our deeds with our arms. But that does not last. I go there to do something. Of course, it could also be something more complicated—I might have gotten involved in a complicated matter or something similar; I might even have waged a war for my own sake. We leave again. Then there is nothing left in the outer world.
[ 35 ] Während des Vulkandaseins wird alles bleiben. Da wird der Mensch nicht nur gehen und greifen, sondern alles dasjenige, was er geht und greift, ist hineingezeichnet in das Vulkandasein. Seine Taten sind selber verwirklicht im Vulkandasein. So daß wir im Vulkandasein das verwirklichte, realisierte Tun des Menschen haben.
[ 35 ] During volcanic existence, everything will remain. Not only will human beings walk and grasp, but everything they walk and grasp is inscribed within volcanic existence. Their actions are themselves realized within volcanic existence. Thus, within volcanic existence, we have the realized, actualized actions of human beings.
[ 36 ] Sie sehen, welch ein gewaltiger Einschnitt da ist mit dem Erdendasein zwischen Vergangenheit und Zukunft der Welt- und Menschheitsentwickelung. Alles das, was bis zur Erde gegangen ist, haben göttliche Geistgenerationen gemacht. Das, was folgen wird, wird der Mensch selber machen. Das ist das Eintreten der Freiheit in die Menschenwesenheit innerhalb des Kosmos. Der Mensch ist von Göttern hereingesetzt in die Welt, bekommt sein freies Dasein; er hat sein Gehen, Sprechen und Denken von den Göttern erlangt, selbst seine Gestalt. Er wird in Gehen, Sprechen und Denken dasjenige hineinfügen für die Evolution der Welt in der Zukunft, was er selbst ist. Und jetzt ist der Mensch eben daran, sich erst einzuleben aus der Vergangenheit heraus in die Zukunft hinein. Er hat ja ein Stück Vergangenheit in dem, was in seinem eigenen Karma liegt, und er hat ein Stück Zukunft in dem, was er für das Karma von sich selbst für die Zukunft wollen wird. Der Mensch ist gewissermaßen jetzt in der Lehrzeit zwischen Vergangenheit und Zukunft.
[ 36 ] You can see what a tremendous turning point earthly existence represents between the past and the future of the development of the world and humanity. Everything that has taken place up to the advent of the Earth was accomplished by divine generations of spirits. What is to follow will be accomplished by humankind itself. This marks the entry of freedom into human existence within the cosmos. Humanity has been placed in the world by the gods and has been granted a free existence; humanity has received its ability to walk, speak, and think from the gods, as well as its very form. Through walking, speaking, and thinking, humanity will contribute to the future evolution of the world by bringing into it what humanity itself is. And now humanity is just beginning to settle into the future, emerging from the past. After all, humanity carries a piece of the past in its own karma, and it carries a piece of the future in what it will will for its own karma in the future. In a sense, humanity is now in a period of learning between the past and the future.
[ 37 ] Das bewirkt auch, daß die Dinge sich nicht ohne weiteres so genau vollziehen können, wie ich sie gestern als das Vorgezeichnete dargestellt habe. Ich sagte, diese 2160 Jahre müßten eigentlich verlaufen zwischen zwei Inkarnationen. Aber der Mensch nimmt ja weitaus nicht alles dasjenige auf während seines Erdenlebens, was er aus dem Erdenleben herausziehen könnte. Daher stellen sich natürlich heute noch in Wirklichkeit die Zeiträume zwischen dem Tod und einer neuen Geburt für viele Menschen ganz anders heraus, für keinen Menschen übrigens noch 2160 Jahre, sondern wesentlich kürzer.
[ 37 ] This also means that things cannot simply unfold as precisely as I described them yesterday in the preceding section. I said that these 2,160 years should actually elapse between two incarnations. But human beings by no means absorb everything during their earthly life that they could draw from it. Therefore, in reality, the periods between death and a new birth still turn out quite differently for many people today; for no one, incidentally, do they still last 2,160 years, but are considerably shorter.
[ 38 ] Menschen, die ganz und gar sich nur dem Erdenleben hingegeben haben, die etwas Kriminelles in ihrem Wesen haben, die haben wenig Möglichkeiten in sich aufgehäuft, um auf den Ozean des Sternendaseins hinauszusegeln; sie kommen sehr bald wiederum zum Erdenleben zurück, nachdem sie eine kurze Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchgemacht haben. Andere haben das, was sie schon als ein Geistig-Seelisches während des Erdenlebens ausgebildet haben, in einer längeren Zeit zu verfeinern, zu vervollkommnen. So daß man sagen kann: namentlich aniimalisch gerichtete Menschen, die sich leicht ihren Trieben, ihren Leidenschaften hingeben, sie kommen bald zurück. Diejenigen, die eine geistig normale Entwickelung durchmachen, sie kommen nach späterer Zeit zurück. Aber es können auch Menschen, die aus dem Erdenleben selber heraus zum Beispiel die Anregung schöpfen können durch tiefere Einsicht in das, was im gegenwärtigen Zeitalter gelingt, in sich Impulse aufnehmen und den Opferwillen haben — gerade weil sie tief und geistig in die Welt hineinsehen —, zurückzukommen, sobald sie wiederum mitwirken können an der Erdenentwickelung. Denn man kann, indem man dem Geiste Liebe entgegenbringt schon im Erdenleben, man kann die drei bis sechs Durchgänge, die ich gestern beschrieben habe — durch das Mars-, Jupiter-, Saturnwesen —, beschleunigen, schneller machen. Wer mit niederen Trieben ausgestattet durch die Todespforte geht, der bebt vorher zurück, vollendet nicht die Kreise, wird namentlich von der Planetoidenregion zurückgestoßen. Wie die Menschen heute in allerlei Kreise hineinkommen dadurch, daß sie sich gewissen Einflüssen der Welt hingeben, im persönlichen Leben, im nationalen Leben und so weiter, davon will ich noch morgen sprechen.
[ 38 ] People who have devoted themselves entirely to earthly life, who have something criminal in their nature, have accumulated few inner resources to set sail out onto the ocean of stellar existence; they return very quickly to earthly life after spending a short time between death and a new birth. Others must refine and perfect over a longer period of time what they have already developed as spiritual and soul-related qualities during their earthly life. So one can say: specifically, people with an animalistic disposition, who easily give in to their instincts and passions, return soon. Those who undergo a normal spiritual development return after a longer period of time. But there are also people who, drawing inspiration from their earthly life itself—for example, through a deeper insight into what is being achieved in the present age—can absorb impulses within themselves and possess the willingness to make sacrifices—precisely because they look deeply and spiritually into the world—and return as soon as they can once again contribute to the development of the Earth. For by showing love toward the Spirit even during earthly life, one can accelerate the three to six cycles I described yesterday—through the Mars, Jupiter, and Saturn beings—and make them proceed more quickly. Those who pass through the gate of death while still possessed by lower instincts recoil beforehand, do not complete the cycles, and are repelled, in particular, by the planetoid region. As for how people today enter all manner of circles by surrendering themselves to certain influences of the world—in their personal lives, in national life, and so on—I will speak about that tomorrow.
[ 39 ] Derjenige Mensch, der richtig bis zu der Planetoidenregion kommt, der vollbringt heute, man kann sagen, sieben- bis achthundert Jahre zwischen einem Erdenleben und dem anderen. Das ist für diejenigen Menschen, die nicht gerade niedere Naturen sind, das Normale. Aber durch ein tieferes Hineinblicken und durch eine Liebe zur geistigen Welt kann auch bewußt das Leben zwischen Tod und neuer Geburt abgekürzt werden. Dann können gerade solche Naturen verhältnismäßig bald wieder erscheinen, die aus diesem Erdenleben viel gewinnen, damit sie möglichst gut bald wiederum zur Umgestaltung der Erdenzivilisation und der Erdenkultur arbeiten können.
[ 39 ] A person who successfully reaches the asteroid belt spends, so to speak, seven to eight hundred years between one earthly life and the next. This is normal for people who are not particularly low in character. But through deeper insight and a love for the spiritual world, the period between death and rebirth can also be consciously shortened. Then, precisely those individuals who gain much from this earthly life can reappear relatively soon, so that they may once again work as effectively as possible toward the transformation of Earth’s civilization and culture.
[ 40 ] Ich mußte Sie in Gedanken aus der irdischen Welt in die Welt der Sterne, in die Welt der Bewohner der Sterne führen, um in einer in der Gegenwart wirklich angemessenen Weise hinauszuweisen aus der Welt, in der im allgemeinen der Mensch in der Gegenwart befangen ist, in diejenige Welt hinein, in die er eintreten muß durch innere Erkenntnis, wenn er seine Zukunft in der richtigen Weise erleben will.
[ 40 ] I had to lead you in thought from the earthly world into the world of the stars, into the world of the inhabitants of the stars, in order to guide you—in a manner truly appropriate to the present—out of the world in which people are generally caught up at present, and into that world which they must enter through inner knowledge if they wish to experience their future in the right way.
[ 41 ] Nun ist im allgemeinen der Mensch heute aber weit davon entfernt, sich von der materiellen Welt loszulösen, in der uns unmittelbar umgebenden, sinnlich-physischen Welt schon das Geistige zu suchen. Es ist heute die Zeit schon etwas spät geworden, um auf die Hindernisse hinzuweisen, die dem Menschen in der Gegenwart gegenüberstehen, wenn er, wie zum Beispiel in der Psychoanalyse — ich werde morgen darauf hinweisen — eindringen will wenigstens in die menschliche Geisteswelt. Ein richtiger Weg gerade aus der unmittelbaren Beobachtung des Sinnlich-Physischen wird sich aber ergeben auch für diejenigen Kreise, welche ganz aus der Wissenschaft der Gegenwart heraus arbeiten wollen, wenn sie eben schon im Physisch-Sinnlichen versuchen, das Geistige zu finden. Das kann man. Und ein gewisser Beweis dafür, daß man das kann, ist gegeben in der eben erschienenen Broschüre unseres Physiologisch-Biologischen Institutes in Stuttgart. Da hat Frau Dr. Kolisko jetzt die Ergebnisse einer sehr schönen Untersuchung veröffentlicht unter dem Titel: «Physiologischer und physikalischer Nachweis der Wirksamkeit kleinster Entitäten». Sie wissen, daß die Homöopathie wirken will durch starke Verdünnungen der physischen Materie. Man kommt auf diese Weise, indem man die physische Materie zu starker Verdünnung bringt, schon, indem man über die Wirksamkeit starker Verdünnung der Materie geht, ins Geistige hinein. Nun ist es gelungen, tatsächlich nachzuweisen, daß man auf exaktem Wege finden kann, wie kleinste Entitäten, stärkste Verdünnungen wirken. Frau Dr. Kolisko hat die Anweisungen, die ich nach dieser Richtung gegeben habe, mit größter Gewissenhaftigkeit durch lange Zeiten durchgeführt, und es ist uns gelungen, auf diese Weise Verdünnungen zu erzeugen im Verhältnisse von 1:1 Trillion.
[ 41 ] In general, however, people today are far from detaching themselves from the material world and seeking the spiritual within the sensory-physical world that immediately surrounds us. It is already a bit late today to point out the obstacles that people face in the present when they wish—as, for example, in psychoanalysis (I will address this tomorrow)—to penetrate at least into the human spiritual world. However, a true path—arising precisely from the direct observation of the physical and sensory realm—will also emerge for those circles that wish to work entirely within the framework of contemporary science, provided they seek to find the spiritual even within the physical and sensory realm. This is possible. And a certain proof that this is possible is provided in the recently published brochure from our Institute of Physiology and Biology in Stuttgart. There, Dr. Kolisko has now published the results of a very fine study under the title: “Physiological and Physical Evidence of the Efficacy of the Smallest Entities.” You know that homeopathy aims to work through strong dilutions of physical matter. By bringing physical matter to such high dilutions—indeed, by going beyond the efficacy of highly diluted matter—one enters the spiritual realm. Now we have succeeded in actually demonstrating that it is possible to determine, through precise methods, how the smallest entities and the highest dilutions work. Dr. Kolisko has carried out the instructions I gave in this regard with the utmost diligence over a long period of time, and we have succeeded in producing dilutions in the ratio of 1:1 trillion.
[ 42 ] Wenn man irgendeinen Stoff vollständig auflöst in einem Wasserglase, dann die Hälfte wegschüttet, und das was man übrigbehalten hat, wiederum auflöst in der Menge des Wassers eines ganzen Wasserglases, so hat man eine Verdünnung von 1:2 erreicht; wenn man die Hälfte wiederum wegschüttet, das wiederum im ganzen Glas hat, hat man 1:4, und so geht es fort. Nun sind in unserem Biologischen Institut in Stuttgart durch gewissenhafte, exakte Methoden Möglichkeiten herausgekommen, um eben wirklich genaue Verdünnungen zu erreichen von 1:1 Trillion; dadurch erreicht man die sogenannten höheren Potenzen. Und Sie werden finden in dieser Arbeit, was erreicht wird auf diesem Wege, sagen wir, gerade bei dem Antimon, über das ich ja auch gesprochen habe in diesen Tagen im medizinischen Vortrag. Da findet man, daß sich das Pflanzenwachstum, zum Beispiel das Wachsen eines Weizenkeimes, gegen die 21. Potenz zu am langsamsten, dagegen bei den Potenzen gegen die 29., 30. Potenz zu am schnellsten vollzieht. So daß man also in einer Flüssigkeit irgendeine Substanz verdünnt hat in hohen Potenzen — wie gesagt, wir haben die Potenz erzeugt, die der Verdünnung entspricht 1:1 Trillion —, und man sieht nun, wie niedere Potenzen, Verdünnungen, den Pflanzenkeim anders wachsen lassen, wie die höchsten Verdünnungen gerade den Pflanzenkeim am schnellsten wachsen lassen, das heißt die Lebenskraft am meisten anregen. Auf diese Weise ist es also gelungen, das bloß Materielle zu zerspalten, so daß in dem bloß Materiellen das wirklich Geistige zum Vorschein kommt. Denn wenn Sie das Materielle nicht, wie der Atomist es macht, in Atome zerspalten, sondern es in seinen Funktionen, Kräften zur Wirksamkeit bringen, dann zeigen Sie den guten Willen, ich möchte sagen, die Materie selber mit Geist zu durchsetzen, um ins Geistige überzutreten.
[ 42 ] If you completely dissolve any substance in a glass of water, then pour out half of it, and dissolve what remains in another full glass of water, you have achieved a 1:2 dilution; if you pour out half of that again and dissolve the remainder in another full glass, you have a 1:4 dilution, and so on. Now, at our Biological Institute in Stuttgart, through meticulous and precise methods, we have discovered ways to achieve truly exact dilutions of 1:1 trillion; this is how the so-called higher potencies are obtained. And in this work, you will find what is achieved in this way—let’s say, specifically with antimony, which I have also discussed in recent days during my medical lectures. There you will find that plant growth—for example, the growth of a wheat germ—proceeds most slowly around the 21st potency, whereas it proceeds most rapidly around the 29th and 30th potencies. So, when a substance has been diluted in a liquid to high potencies—as I said, we have produced the potency corresponding to a dilution of 1:1 trillion—one can now observe how lower potencies, or dilutions, cause the plant seed to grow differently, while the highest dilutions cause the plant seed to grow the fastest, that is, they stimulate the life force the most. In this way, it has thus been possible to break down the purely material, so that the truly spiritual comes to the fore within the purely material. For if you do not break down the material into atoms, as the atomist does, but rather bring its functions and forces into play, then you demonstrate the good will—I might say—to imbue matter itself with spirit in order to pass into the spiritual realm.
[ 43 ] Nun können Sie sich denken, was das bedeutet für das exakte Anschauen von Heilmitteln in ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus; denn man sieht ja die Wirkung. Man erzeugt die Verdünnung, hat sie im Laboratoriumgläschen, läßt darinnen bei dieser Potenz einen Weizenkeim keimen, bei der nächsten Potenz einen Weizenkeim keimen und so weiter. Man hat nun diese Weizenkeime. Allerdings, bei dieser exakten Untersuchung waren ganze Zimmer angefüllt mit Keimen von Weizenkörnern, an denen sich zeigte, wie die verschiedenen Verdünnungen die Erde beeinflußten, aus der das Weizenkorn heraus keimt. Das, sehen Sie, ist dasjenige, was aus der heutigen Wissenschaft heraus gemacht werden muß, um schon das materielle Wissen ins Geistige hineinzutreiben. Sie wissen, es bestand immer zwischen Homöopathie und Allopathie ein gewisser Streit über die Wirkung kleinster Entitäten unter großen Verdünnungen. Die ganze Angelegenheit war bisher im Grunde genommen mehr die Sache eines Glaubens. Der eine bekannte sich mehr zu dem, der andere mehr zu dem. Nun handelt es sich hier nicht darum, für die Homöopathie Partei zu ergreifen, sondern nur exakt wissenschaftliche Tatsachen festzustellen. Es wird selbstverständlich in der Zukunft so sein, daß man nun wissen wird, wo man Substanzen unmittelbar allopathisch anwenden muß, wo man sie verdünnt anwenden muß, damit sie in der richtigen Weise auf den Menschen, namentlich den menschlichen Ätherleib Einfluß haben, der ja die Lebenskräfte darstellt, und wie stark man sie verdünnen muß. Man wird also in der Zukunft genau die Grenzen ziehen können: Da mußt du allopathisch vorgehen, da mußt du homöopathisch vorgehen, denn geradeso wie man sonst wissenschaftliche Versuche mit aller Exaktheit macht, so ist in dieser Broschüre von Frau Dr. Kolisko: «Physiologischer und physikalischer Nachweis der Wirksamkeit kleinster Entitäten», eben in unserem Stuttgarter Biologischen Laboratorium der Nachweis geliefert darüber, wie kleinste Entitäten wirklich wirken. Dasjenige, was bisher also bloßer Glaube sein konnte, ist damit wirklich auf einem wichtigen Gebiete zur Wissenschaft erhoben. Aber noch etwas anderes zeigt sich.
[ 43 ] Now you can imagine what this means for the precise observation of remedies and their effects on the human organism; after all, one can actually see the effect. You prepare the dilution, place it in a laboratory vial, and allow a wheat germ to germinate in it at that potency, then another wheat germ at the next potency, and so on. You now have these wheat sprouts. In fact, during this precise investigation, entire rooms were filled with sprouts from wheat grains, which demonstrated how the various dilutions influenced the soil from which the wheat grain sprouts. That, you see, is what must be done within modern science in order to drive material knowledge into the spiritual realm. You know, there has always been a certain dispute between homeopathy and allopathy regarding the effect of minute entities at high dilutions. Until now, the whole matter has essentially been more a matter of faith. One side leaned more toward one view, the other more toward the other. Now, the point here is not to take sides in favor of homeopathy, but simply to establish precise scientific facts. It will, of course, be the case in the future that we will know where substances must be applied directly in an allopathic manner, where they must be applied in diluted form so that they may influence the human being—namely, the human etheric body, which represents the life forces—in the proper way, and to what degree they must be diluted. Thus, in the future, it will be possible to draw precise boundaries: here you must proceed allopathically, there you must proceed homeopathically; for just as scientific experiments are otherwise conducted with the utmost precision, so too does this brochure by Dr. Kolisko, “Physiological and Physical Proof of the Efficacy of the Smallest Entities,” proof has been provided—right here in our Stuttgart Biological Laboratory—of how the smallest entities actually work. What until now could have been mere belief has thus truly been elevated to the status of science in an important field. But something else is also becoming apparent.
[ 44 ] Sehen Sie sich einmal in dieser Schrift die exakt ausgearbeiteten Kurven an, in denen gezeigt ist, wie die Wachstumskräfte auf- und absteigen, sehen Sie da, wie die Kurven gezeichnet sein müssen bei geringen Verdünnungen, und wie bei größeren Verdünnungen. Sehen Sie, wie Sie bei gewissen Verdünnungen Minima, bei größeren Verdünnungen Maxima des Wachstums bekommen. Dann geht es aber wiederum auf ein Minimum zurück, wiederum zum Maximum und so weiter. So daß Sie an den außerordentlich gewissenhaft hingezeichneten Kurven unmittelbar eine Einsicht in einen in aller Materie wirkenden Rhythmus bekommen, in den Rhythmus, der überall im Materiellen schon das Geistige ausdrückt. Wir gehen beim Menschen von dem Stoffwechselsystem über zu dem rhythmischen System. Wir können aber auch in der Natur das rhythmische System auf ganz exakt wissenschaftliche Weise finden. Das sehen Sie gerade an dieser Arbeit, die, wie ich glaube, tatsächlich ein wichtiger Markstein sein könnte, gerade auch in der medizinischen Frage zwischen Homöopathie und Allopathie, so überhaupt was die Einsicht in die Natur betrifft. Man wird in der Zukunft, wenn man diese Forschungsresultate in der richtigen Weise würdigen wird, nicht mehr bloß auf dem Wege des Messens, des Wägens, also bloß auf atomistische Weise die Naturgesetze suchen, sondern man wird erkennen, wie in aller Materie sich schon ein Rhythmus zeigt, wie daher in dem Rhythmus des Naturgeschehens sich abdrückt der Rhythmus des Kosmos.
[ 44 ] Take a look at the precisely plotted curves in this text, which show how the growth forces rise and fall; see how the curves must be drawn for low dilutions and how they are drawn for higher dilutions. Notice how, at certain dilutions, you get minima in growth, and at higher dilutions, maxima. But then it returns to a minimum, then to a maximum again, and so on. Thus, from these extraordinarily meticulously drawn curves, you gain immediate insight into a rhythm at work in all matter—the rhythm that, everywhere in the material world, already expresses the spiritual. In humans, we move from the metabolic system to the rhythmic system. But we can also identify the rhythmic system in nature in a strictly scientific manner. You can see this precisely in this work, which, I believe, could indeed be an important milestone—especially in the medical debate between homeopathy and allopathy, and indeed in terms of our understanding of nature as a whole. In the future, when these research results are properly appreciated, people will no longer seek the laws of nature merely through measurement and weighing—that is, in a purely atomistic way—but will recognize how a rhythm is already evident in all matter, and how, therefore, the rhythm of the cosmos is imprinted in the rhythm of natural phenomena.
[ 45 ] Darauf wollte ich nur aufmerksam machen als auf einen Weg, der aus der ganz exakten Wissenschaft heraus eingeschlagen werden muß. Morgen werde ich fortfahren, zu zeigen, wie zum Beispiel in der Psychoanalyse und dergleichen etwas wie eine Art theoretische Aversion vorhanden ist, diese Wege, die vom Physisch-Natürlichen zum Geistigen führen, wirklich zu beschreiten.
[ 45 ] I simply wanted to draw attention to this as a path that must be taken starting from the exact sciences. Tomorrow I will continue to show how, for example in psychoanalysis and similar fields, there exists a kind of theoretical aversion to actually pursuing these paths that lead from the physical-natural to the spiritual.
[ 46 ] Will aber die Menschheit aufwärts, und nicht abwärts in der Zivilisation kommen, so muß sie die geistigen Wege beschreiten.
[ 46 ] But if humanity is to advance—and not regress—in civilization, it must follow the spiritual path.
