World History from an Anthroposophical Perspective
GA 233
25 December 1923, Dornach
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World History from an Anthroposophical Perspective, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Aus den gestrigen Darstellungen wird Ihnen hervorgegangen sein, wie man eine richtige Anschauung über den geschichtlichen Verlauf der Menschenentwickelung auf der Erde nur dadurch bekommen kann, daß man sich einläßt auf die durchaus verschiedenen Seelenzustände, die vorhanden waren in den verschiedenen Zeitaltern. Und ich versuchte ja gestern zu begrenzen die eigentliche altorientalische, die asiatische Entwickelung, versuchte hinzuweisen auf jenen Zeitabschnitt, in dem die Nachkommen der atlantischen Bevölketung nach der atlantischen Katastrophe ihren Weg herübergefunden haben vom Westen nach dem Osten und nach und nach Europa, Asien bevölkert haben. Dasjenige, was dann dutch diese Völkerschaften in Asien abläuft, es stand ja ganz unter dem Einflusse eines Gemütszustandes dieser Menschen, der an das Rhythmische gewöhnt war. Im Beginne haben wir noch die Nachklänge, die deutlichen Nachklänge desjenigen, was ja in der Atlantis vollständig vorhanden war: das lokalisierte Gedächtnis. Dann geht es während der orientalischen Entwickelung in das ryhthmische Gedächtnis über. Und ich zeigte Ihnen ja, wie mit der griechischen Entwickelung erst der Umschwung zum Zeitgedächtnis eintritt.
[ 1 ] From yesterday’s explanations, it will have become clear to you that the only way to gain a proper understanding of the historical course of human development on Earth is by engaging with the distinctly different states of the soul that existed in the various ages. And yesterday I attempted to delineate the actual ancient Eastern, or Asian, development, and to point out that period in which the descendants of the Atlantean population, following the Atlantean catastrophe, found their way from the West to the East and gradually settled in Europe and Asia. What then unfolded among these peoples in Asia was entirely under the influence of a state of mind in these people that was accustomed to the rhythmic. In the beginning, we still have the echoes—the distinct echoes—of what was, after all, fully present in Atlantis: localized memory. Then, during Oriental development, this transitions into rhythmic memory. And I showed you how it was only with Greek development that the shift to temporal memory occurred.
[ 2 ] Damit aber ist die eigentliche asiatische Entwickelung — denn das, was die Geschichte darstellt, sind ja schon Dekadenzzustände diejenige ganz andersgearteter Menschen, als es die Menschen späterer Zeit sind, und die äußeren geschichtlichen Geschehnisse sind in jenen alten Zeiten viel mehr abhängig von dem, was im Menschengemüte lebte, als später. Was in jenen älteren Zeiten im Menschengemüte lebte, das lebte eben im ganzen Menschen. Man kannte nicht ein so abgesondertes Seelen- und Denkleben wie heute. Man kannte nicht dieses Denken, das gar keinen Zusammenhang mehr fühlt mit den inneren Vorgängen des menschlichen Hauptes. Man kannte nicht dieses abstrakte Fühlen, das gar nicht mehr sich im Zusammenhang weiß mit der Blutzirkulation, sondern man kannte nur ein Denken, das man zu gleicher Zeit innerlich als Geschehen des Hauptes erlebte, ein Fühlen, das man erlebte im Atmungs- und Blutrhythmus und so weiter. Man erlebte, man empfand den ganzen Menschen in ungetrennter Einheit.
[ 2 ] But this marks the true Asian development—for what history depicts are, after all, already states of decadence among people of a completely different nature than those of later times, and the external historical events of those ancient times were far more dependent on what lived in the human soul than they were later. What lived in the human mind in those earlier times lived, in fact, in the whole person. People did not experience such a separate life of the soul and thought as we do today. They did not know this kind of thinking that no longer feels any connection whatsoever to the inner processes of the human head. People did not know this abstract feeling that no longer recognizes any connection with the blood circulation; rather, they knew only a thinking that was experienced inwardly at the same time as a process of the head, and a feeling that was experienced in the rhythm of breathing and blood circulation, and so on. They experienced and sensed the whole human being in undivided unity.
[ 3 ] Das alles war aber damit verbunden, daß man auch das Verhältnis zur Welt, zum Weltenall, zum Kosmos, zum Geistigen und Physischen im Kosmos ganz anders erlebte als später. Der heutige Mensch erlebt sich auf Erden mehr oder weniger auf dem Lande oder in Städten. Er ist umgeben von dem, was er als Wälder anschaut, als Flüsse, als Berge, oder er ist umgeben von dem, was Gemäuer der Städte ist. Und wenn er von dem Kosmisch-Übersinnlichen spricht, ja, wo ist es denn eigentlich? Der moderne Mensch weiß ja sozusagen keine Sphäre anzugeben, wo er das Kosmisch-Übersinnliche sich denken soll. Es ist nirgends eigentlich für ihn greifbar, faßbar, ich meine auch nicht seelisch-geistig greifbar, faßbar. Das war so nicht in jener alten orientalischen Entwickelung, sondern in jener alten orientalischen Entwickelung war eigentlich die Umgebung, die wir heute als physische Umgebung bezeichnen würden, nur die unterste Partie einer einheitlich gedachten Welt. Da war um den Menschen herum dasjenige, was in den drei Naturreichen enthalten ist, was in Fluß und Berg und so weiter enthalten ist, aber das war zu gleicher Zeit geistdurchwachsen, wenn ich so sagen darf, geistdurchströmt, geistdurchwoben. Und der Mensch sagte: Ich lebe mit Bergen, ich lebe mit Flüssen, aber ich lebe auch mit den Elementargeistern der Berge, der Flüsse. Ich lebe im physischen Reich, aber dieses physische Reich ist der Körper eines geistigen Reiches. Um mich herum ist überall die geistige Welt, die unterste geistige Welt.
[ 3 ] All of this, however, was connected to the fact that people experienced their relationship to the world, to the universe, to the cosmos, and to the spiritual and physical aspects of the cosmos in a completely different way than they do today. People today experience life on Earth more or less in the countryside or in cities. They are surrounded by what they perceive as forests, rivers, and mountains, or by the walls of cities. And when they speak of the cosmic-supernatural—well, where exactly is it? Modern people, so to speak, cannot point to any sphere where they are supposed to conceive of the cosmic-supernatural. It is not really tangible or comprehensible to him anywhere—I mean, not even in a soul-spiritual sense. This was not the case in that ancient Eastern development; rather, in that ancient Eastern development, the environment—which we would today call the physical environment—was actually only the lowest part of a world conceived as a unified whole. Surrounding human beings was that which is contained within the three natural kingdoms—that which is contained in rivers and mountains and so on—but at the same time, it was, if I may say so, permeated by spirit, flowed through by spirit, and interwoven with spirit. And human beings would say: I live with mountains, I live with rivers, but I also live with the elemental spirits of the mountains and rivers. I live in the physical realm, but this physical realm is the body of a spiritual realm. All around me is the spiritual world, the lowest spiritual world.
[ 4 ] Da war dieses Reich, das nun für uns das irdische geworden ist, unten. Der Mensch lebte darinnen. Aber er stellte sich eben in seinem Bilde vor (siehe Zeichnung), daß, wo dieses Reich (hell) nach oben hin aufhört, eben ein anderes beginnt (gelb-rot), in welches das untere übergeht, und dann wieder ein anderes (blau), und zuletzt das höchste, das noch zu erreichen ist (orange). Und wenn wir nach dem, was unter uns in der anthroposophischen Erkenntnis üblich geworden ist, diese Reiche benennen wollten — im alten orientalischen Leben hatten sie andere Namen, aber das kommt nicht darauf an, wir wollen sie so benennen, wie sie für uns heißen —, so würden wir da oben die erste Hierarchie haben: Seraphim, Cherubim, Throne, dann die zweite Hierarchie: Kyriotetes, Dynamis, Exusiai, und die dritte Hierarchie: Archai, Archangeloi, Angeloi.
[ 4 ] There was this realm, which has now become the earthly realm for us, down below. Human beings lived within it. But they imagined—as shown in the illustration (see drawing)—that where this realm (light) ends toward the top, another begins (yellow-red), into which the lower one merges, and then yet another (blue), and finally the highest, which is yet to be attained (orange). And if we were to name these realms according to what has become customary among us in anthroposophical knowledge—in ancient Eastern traditions they had different names, but that is beside the point; we will name them as we do—then up there we would have the first hierarchy: Seraphim, Cherubim, Thrones; then the second hierarchy: Kyriotetes, Dynamis, Exusiai; and the third hierarchy: Archai, Archangeloi, Angeloi.


[ 5 ] Und nun kam das vierte Reich, wo die Menschen drinnen leben, wo wir heute nach unserer Erkenntnis nur die Naturgegenstände und Naturvorgänge ansetzen, wo diese Menschen die Naturvorgänge und Naturdinge durchwoben fühlten von den Elementargeistern des Wassers, der Erde. Und das war Asien (siehe Zeichnung).
[ 5 ] And now came the Fourth Kingdom, where people live in a realm that, according to our current understanding, consists solely of natural objects and natural processes—a realm where these people felt these natural processes and objects interwoven with the elemental spirits of water and earth. And that was Asia (see illustration).
[ 6 ] Asien bedeutete das unterste Geisterreich, in dem man als Mensch noch darinnen ist. Allerdings, was heute unsere gewöhnliche Anschauung ist, die der Mensch für sein gewöhnliches Bewußtsein hat, das hatte man in jenen alten orientalischen Zeiten nicht. Es wäre ganz unsinnig zu denken, daß man in jenen alten orientalischen Zeiten die Möglichkeit gehabt hätte, geistlose Materie irgendwo zu vermuten. Was wir heute reden von Sauerstoff, Stickstoff, es wäre ja für jene alten Zeiten zu denken die reine Unmöglichkeit gewesen. Sauerstoff war das Geistige, das belebend, erregend wirkte auf das schon Lebendige, das beschleunigend auf das Leben des Lebendigen wirkte. Stickstoff, den wir heute uns so vorstellen, daß er dem Sauerstoff beigemengt in der Luft enthalten ist, Stickstoff war jenes Geistige, das die Welt durchwebt und das, indem es auf das lebendige Organische wirkt, dieses Organische bereitmacht, in sich Seelisches aufzunehmen. Nur so kannte man zum Beispiel Sauerstoff und Stickstoff. Und so kannte man alle Naturvorgänge als im Zusammenhange mit Geistigem, weil man die Anschauung, die man heute als Mann auf der Straße hat, gar nicht hatte. Einzelne hatten sie, und das waren gerade die Eingeweihten, die Initiierten. Die anderen Menschen hatten für das gewöhnliche Alltägliche einen Bewußtseinszustand, der sehr ähnlich ist einem Wachtraum, aber eben ein Traumzustand, wie er bei uns nur noch in abnormen Erlebnissen vorhanden ist. Mit diesem Träumen ging der Mensch herum. Mit diesem Träumen ging er an die Wiesen, an die Bäume, an die Flüsse heran, an die Wolken, und er sah alles in dieser Weise, wie man es sehen und hören kann in diesem Traumzustande.
[ 6 ] Asia represented the lowest spiritual realm, one in which human beings still find themselves. However, the perspective that is common to us today—the one human beings hold in their ordinary consciousness—did not exist in those ancient Eastern times. It would be utterly absurd to think that in those ancient Eastern times people would have had any way of conceiving of spiritless matter anywhere. What we speak of today as oxygen and nitrogen would have been a sheer impossibility to conceive of in those ancient times. Oxygen was the spiritual force that had a life-giving, stimulating effect on what was already alive, accelerating the life of living beings. Nitrogen—which we today imagine to be contained in the air mixed with oxygen—was that spiritual element that interweaves the world and, by acting upon living organic matter, prepares it to absorb the soul within itself. That was the only way people understood oxygen and nitrogen, for example. And that was how they understood all natural processes as connected to the spiritual, because they did not at all share the view that the average person on the street holds today. A few individuals did, and these were precisely the initiates. Other people had a state of consciousness for ordinary, everyday life that was very similar to a waking dream—but precisely a dream state, such as we now experience only in abnormal situations. People went about their lives in this dreamlike state. In this dreamlike state, they approached the meadows, the trees, the rivers, and the clouds, and they saw everything in the same way that one can see and hear in this dream state.
[ 7 ] Sie müssen sich nur einmal vorstellen, was da zum Beispiel geschehen kann für den heutigen Menschen. Der Mensch ist eingeschlummert. Plötzlich tritt vor ihm auf das Bild, das Traumesbild eines feurigen Ofens. Er hört: Feurio! Draußen fährt die Feuerwehr vorbei, um irgendwo ein Feuer zu löschen. — Wie weit verschieden ist dasjenige, was trocken die menschliche Vernunft, wie man sagt, und das gewöhnliche sinnliche Anschauen von diesem Tun der Feuerwehr vernehmen, von dem, was der Traum dem Menschen vorspiegeln kann. Aber so in Träume gegossen war alles das, was jene alte orientalische Menschheit erlebte. Da verwandelte sich alles, was draußen in den Reichen der Natur war, in Bilder. Und in diesen Bildern erlebte man die Elementargeister des Wassers, der Erde, der Luft, des Feuers. Und jener Plumpsackschlaf, den wir haben — ich meine, jener Schlaf, wo man eben ganz daliegt wie ein Sack und gar nichts von sich weiß —, den hatten die Menschen in damaliger Zeit nicht. Nicht wahr, diesen Schlaf gibt es doch heute. Den hatten aber die Menschen in der damaligen Zeit nicht, sondern sie hatten auch während dieses Schlafes ein dumpfes Bewußtsein. Während sie auf der einen Seite, wie wir es heute nennen, ihren Körper ausruhten, wob das Geistige in ihnen in einem Tätigsein der äußeren Welt. Und in diesem Weben nahm man wahr dasjenige, was die dritte Hierarchie ist. Asien nahm man wahr im gewöhnlichen Wach-Traumzustande, das heißt in dem alltäglichen Bewußtsein von damals. Die dritte Hierarchie nahm man wahr im Schlafe. Und in den Schlaf tauchte dann zuweilen ein noch dumpfes Bewußtsein ein, aber ein Bewußtsein, welches seine Erlebnisse tief in das Menschengemüt hineingrub. So daß es also für diese orientalische Bevölkerung dieses Alltagsbewußtsein gab, wo alles sich in Imaginationen und Bilder wandelte. Sie waren nicht so real, wie jene der älteren Zeit, zum Beispiel der atlantischen oder gar der lemurischen Zeit oder der Mondenzeit, aber es waren immerhin Bilder, die da noch vorhanden waren auch während dieser orientalischen Entwickelung.
[ 7 ] Just imagine for a moment what might happen there, for example, to a person today. The person has fallen asleep. Suddenly, the image—the dream image—of a blazing stove appears before them. They hear: “Furio!” Outside, the fire truck drives by on its way to put out a fire somewhere. — How vastly different is what dry human reason—as they say—and ordinary sensory perception perceive in this activity of the fire department from what a dream can present to a person. But everything that ancient Eastern humanity experienced was cast in such dreams. Everything that existed outside in the realms of nature was transformed into images. And in these images, people experienced the elemental spirits of water, earth, air, and fire. And that deep, unconscious sleep we have—I mean, the kind where you just lie there like a sack and are completely unaware of yourself—people in those days did not have that. Isn’t that right? That kind of sleep does exist today. But people in those days did not have it; instead, they retained a dim consciousness even during that sleep. While, on the one hand, they were—as we would say today—resting their bodies, the spiritual within them was active in the outer world. And in this activity, they perceived what constitutes the third hierarchy. Asia was perceived in the ordinary waking-dream state—that is, in the everyday consciousness of that time. The third hierarchy was perceived in sleep. And into this sleep would sometimes sink a still dim consciousness—but a consciousness that carved its experiences deep into the human soul. Thus, for these Eastern peoples, there existed this everyday consciousness in which everything was transformed into imaginings and images. They were not as real as those of earlier times—for example, the Atlantean or even the Lemurian era, or the Lunar era—but they were, after all, images that were still present even during this Eastern phase of development.
[ 8 ] Also diese Menschen hatten diese Bilder. Dann hatten sie in den Schlafzuständen dasjenige, was sie in die Worte kleiden konnten: Entschlummern wir dem gewöhnlichen irdischen Dasein, dann treten wir ein in das Reich der Angeloi, Archangeloi, Archai und leben unter ihnen. Die Seele macht sich frei vom Organismus und lebt unter den Wesen der höheren Hierarchien.
[ 8 ] So these people had these images. Then, in their states of sleep, they had what they could put into words: When we drift off from ordinary earthly existence, we enter the realm of the Angeloi, Archangeloi, and Archai, and live among them. The soul frees itself from the physical body and lives among the beings of the higher hierarchies.
[ 9 ] Zu gleicher Zeit war man sich klar darüber, daß, während man in Asien lebte, mit Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamandern, das heißt mit den Elementargeistern der Erde, des Wassers, der Luft, des Feuers, daß man in dem Schlafzustand, in dem der Körper sich ausruhte, erlebte die Wesenheiten der dritten Hierarchie, aber zu gleicher Zeit erlebte mit dem planetarischen Dasein, mit demjenigen, was in dem Planetensystem lebt, das zur Erde gehört. — Dann aber trat manchmal herein in das Schlafbewußtsein, wo man die dritte Hierarchie wahrnahm, ein ganz besonderer Zustand, in dem der Schlafende fühlte: Es kommt ein ganz fremdes Bereich an mich heran. Es nimmt mich etwas an sich, es holt mich etwas weg aus dem irdischen Dasein. Das fühlte man noch nicht, indem man in die dritte Hierarchie vetsetzt war, aber indem dieser tiefere Schlafzustand kam, fühlte man dieses. Eigentlich war niemals ein deutliches Bewußtsein davon vorhanden, was während dieses Schlafzustandes der dritten Art geschah. Aber tief, tief bohrte sich ein in das ganze menschliche Sein dasjenige, was da erlebt wurde aus der zweiten Hierarchie heraus. Und der Mensch hatte es bei seinem Aufwachen in seinem Gemüte, und er sagte: Ich bin begnadet worden von höheren Geistern, die über dem planetarischen Dasein ein Leben haben. — Und so sprachen diese Menschen dann von jener Hierarchie, welche die Exusiai, die Kyriotetes und die Dynamis umfaßt. — Und dieses, was ich Ihnen jetzt erzähle, das war sozusagen im älteren Asien im Grunde das gewöhnliche Bewußtsein. Die zwei Bewußtseinszustände, das Wachend-Schlafen, Schlafend-Wachen, und den Schlaf, in den die dritte Hierarchie hereinragte, das hatten schon von vornherein alle. Und manche hatten durch ihre besondere Naturanlage dann dieses Hereinragen eines tieferen Schlafes, wo die zweite Hierarchie in das menschliche Bewußtsein hereinspielte. Und die Eingeweihten in den Mysterien, sie bekamen einen weiteren Bewußtseinszustand. Welchen? Das ist eben gerade das Übertaschende. Wenn man die Antwort darauf gibt: Welchen Bewußtseinszustand bekamen nun die Eingeweihten der damaligen Zeit? —, so lautet sie: Den Bewußtseinszustand, den Sie heute am Tage immer haben. — Sie entwickeln ihn in Ihrem zweiten, dritten Lebensjahre auf natürliche Weise. Der alte Orientale ist auf natürliche Weise nie dazu gekommen, sondern er mußte ihn künstlich heranbilden. Er mußte ihn heranbilden aus dem wachenden Träumen, träumenden Wachen. Während er, wenn er herumging mit seinem wachenden Träumen, träumenden Wachen, Bilder überall sah, die mehr oder weniger symbolisch nur dasjenige gaben, was wir heute mit scharfen Konturen sehen, kamen die Eingeweihten dazu, die Dinge dazumal so zu sehen, wie sie der Mensch heute mit dem gewöhnlichen Bewußtsein alle Tage sieht. Und die Eingeweihten kamen dazumal dazu, dutch dieses erst heranentwickelte Bewußtsein das zu lernen, was heute jeder Schulknabe und jedes Schulmädchen in der Volksschule lernt. Und der Unterschied bestand nicht darin, daß der Inhalt etwas anderes war. Allerdings jene abstrakten Buchstabenformen, die wir heute haben, die hatte man damals nicht. Die Schrift wies Charaktere auf, welche in innigerem Zusammenhange mit den Sachen und Vorgängen der Welt standen. Aber immerhin, das Schreiben, das Lesen lernten in diesen alten Zeiten nur die Eingeweihten, weil man schreiben und lesen eben nur lernen kann in dem verstandesmäßigen Bewußtseinszustand, der heute der natürliche ist.
[ 9 ] At the same time, it was clearly understood that, while living in Asia, one encountered gnomes, undines, sylphs, and salamanders—that is, with the elemental spirits of earth, water, air, and fire—one experienced, in the state of sleep in which the body rested, the beings of the third hierarchy, but at the same time experienced planetary existence, that which lives in the planetary system to which the Earth belongs. — But then, at times, a very special state would enter into the sleep consciousness—where one perceived the third hierarchy—in which the sleeper felt: A completely foreign realm is drawing near to me. Something is drawing me in; something is taking me away from earthly existence. This was not yet felt while one was immersed in the third hierarchy, but as this deeper state of sleep set in, one felt it. In fact, there was never a clear awareness of what happened during this third kind of sleep. But what was experienced from the second hierarchy penetrated deeply, deeply into the whole of human being. And upon waking, the person carried this in their heart, and they said: “I have been blessed by higher spirits who live a life above planetary existence.” — And so these people then spoke of that hierarchy which encompasses the Exusiai, the Kyriotetes, and the Dynamis. — And what I am now telling you was, so to speak, essentially the ordinary consciousness in ancient Asia. The two states of consciousness—waking-sleeping, sleeping-waking—and the sleep into which the third hierarchy penetrated were present in everyone from the very beginning. And some, by virtue of their particular constitutional disposition, experienced this penetration of a deeper sleep, in which the second hierarchy played a role in human consciousness. And the initiates into the Mysteries attained a further state of consciousness. Which one? That is precisely what transcends the ordinary. If one asks: “What state of consciousness did the initiates of that time attain?”—the answer is: the state of consciousness that you always have during the day today. — You develop it naturally during your second and third years of life. The ancient Oriental never arrived at it naturally, but had to cultivate it artificially. He had to cultivate it out of waking dreams and dreaming wakefulness. Whereas, when he went about in his state of waking dreams and dreaming wakefulness, he saw images everywhere that, in a more or less symbolic way, merely represented what we see today with sharp contours, the initiates of that time came to see things as people today see them every day with ordinary consciousness. And the initiates came to learn, through this newly developed consciousness, what every schoolboy and schoolgirl learns today in elementary school. And the difference did not lie in the content being different. Admittedly, those abstract letter forms we have today did not exist back then. The script possessed characteristics that were more intimately connected with the things and events of the world. Nevertheless, in those ancient times, only the initiates learned to write and read, because one can only learn to write and read in the intellectual state of consciousness that is natural today.
[ 10 ] Wenn Sie sich also vorstellen würden, daß irgendwo wiederum auftreten würde diese altorientalische Welt mit Menschen jener Art, wie sie damals waren, und Sie unter diese Menschen treten würden mit Ihrer Seelenartung von heute, so wären Sie für jene Menschen dazumal alle Eingeweihte. Der Unterschied liegt eben nicht im Inhaltlichen. Sie wären Eingeweihte, aber Sie würden von den Menschen der damaligen Zeit in dem Augenblicke, wo Sie als Eingeweihte erkannt würden, mit allen möglichen Mitteln aus dem Lande getrieben werden, weil die Leute sich darüber klar wären, daß man als Eingeweihter die Dinge nicht so wissen darf, wie die heutigen Menschen sie wissen. Man darf zum Beispiel — das war die Anschauung der damaligen Zeit, ich charakterisiere sie durch dieses Bild nicht schreiben können, nach der Ansicht der damaligen Leute, wie die Menschen der heutigen Zeit schreiben können. Wenn ich mich hineinversetze in ein Gemüt der damaligen Zeit und es träte einem ein solcher Pseudoeingeweihter, das heißt ein gewöhnlicher Mensch, ein gewöhnlich gescheiter Mensch der Gegenwart entgegen, so würde dieser Mensch der damaligen Zeit sagen: Der kann schreiben, er macht Zeichen auf das Papier, die etwas bedeuten, und er ist sich nicht einmal bewußt, wie unendlich teuflisch es ist, so etwas zu tun und nicht das Bewußtsein in sich zu tragen, daß man dies nur im Auftrage des göttlichen Weltbewußtseins tun darf, daß man Zeichen, die etwas bedeuten, auf das Papier nur machen darf, wenn man sich bewußt ist: Der Gott wirkt in den Händen, in den Fingern, der Gott wirkt in der Seele, so daß die Seele sich ausdrückt durch diese Buchstabenformen. — Dieses, das nicht in der Verschiedenheit des Inhaltes liegt, das in der menschlichen Auffassung der Sache liegt, das ist es, was eben die Eingeweihten der alten Zeit noch ganz anders hatten als die heutigen Menschen, welche dasselbe inhaltlich haben. Sie werden, wenn Sie in meiner Schrift «Das Christentum als mystische Tatsache», die jetzt wiederum in Neuauflage erschienen ist, nachlesen, gleich im Anfange angedeutet finden, daß darinnen eigentlich das Wesen des Eingeweihten der alten Zeit lag. Und es ist eigentlich immer so in der Weltenentwickelung: Was in einer späteren Zeit auf natürliche Art in dem Menschen erwächst, das ist in einer früheren Zeit durch die Einweihung zu erringen.
[ 10 ] So if you were to imagine that this ancient Oriental world—with people just as they were back then—were to reappear somewhere, and you were to walk among these people with the spiritual nature you possess today, you would all be initiates to those people of that time. The difference does not lie in the content itself. You would be initiates, but the moment you were recognized as such by the people of that time, they would drive you out of the country by any means necessary, because they would realize that, as an initiate, one is not permitted to know things the way people today do. For example—this was the view of that time, and I am characterizing it with this image—one was not allowed, in the opinion of the people of that time, to write the way people of today can write. If I were to put myself in the mindset of someone from that time and such a pseudo-initiate—that is, an ordinary person, an ordinarily intelligent person of the present—were to approach them, that person from that time would say: “He can write; he makes marks on paper that mean something, and he isn’t even aware of how infinitely diabolical it is to do such a thing without carrying within himself the awareness that one may do this only on behalf of the divine world-consciousness, that one may make marks on paper that mean something only if one is aware that: God works in the hands, in the fingers; God works in the soul, so that the soul expresses itself through these letter forms. — This—which does not lie in the diversity of content, but in the human conception of the matter—is precisely what the initiates of ancient times possessed in a completely different way than people today, who possess the same content. If you read my book *Christianity as a Mystical Fact*, which has now been republished, you will find it indicated right at the beginning that this is, in fact, the very essence of the initiate of ancient times. And this is actually always the case in the evolution of the world: What develops naturally within a person in a later era had to be attained through initiation in an earlier era.
[ 11 ] Gerade indem ich so etwas darstelle, werden Sie den gründlichen Unterschied verspüren zwischen der Gemütslage dieser alten orientalischen Völker der vorhistorischen Entwickelung und den Menschen, die später in die Zivilisation eingetreten sind. Es ist schon eine andere Menschheit, die den untersten Himmel Asien nannte und das eigene Land darunter verstand, die Natur, die einen umgab. Man wußte, wo der letzte Himmel ist. Vergleichen Sie das mit den Anschauungen von heute, wie wenig die Menschen der Gegenwart dasjenige, was sie umgibt, als den letzten Himmel betrachten. Die meisten können ihn ja nicht als den letzten betrachten, weil sie die vorhergehenden auch nicht kennen.
[ 11 ] Precisely by describing such things, you will sense the fundamental difference between the state of mind of these ancient Eastern peoples of prehistoric development and the people who later entered civilization. It is indeed a different kind of humanity that called the lowest heaven “Asia” and understood it to mean their own land—the nature that surrounded them. They knew where the outermost heaven was. Compare this with today’s views: how little do people of the present regard what surrounds them as the outermost heaven. Most cannot regard it as such, after all, because they do not know the heavens that lie beyond it either.
[ 12 ] Nun, wir sehen also, daß das Geistige bis tief in das Naturdasein hereinragt in dieser alten Zeit. Und dennoch, wir treffen etwas unter diesen Menschen wiederum, das uns in der gegenwärtigen Zeit unendlich barbarisch erscheinen möchte, wenigstens vielen von uns. Den Menschen dazumal wäre es furchtbar barbarisch erschienen, wenn jemand so hätte schreiben können, mit solcher Gesinnung, wie man heute schreiben kann. Es wäre ihnen überhaupt teuflisch erschienen. Einer großen Anzahl von Menschen der Gegenwart erscheint es aber ganz gewiß wiederum barbarisch, wie in jenem Asien drüben es etwas ganz Selbstverständliches war, daß eine Völkerschaft, die von Westen nach dem Osten weiter hinüberzog, oftmals mit großer Grausamkeit eine andere, die schon seßhaft war, sich untertan machte, deren Land eroberte, die Bevölkerung zu Sklaven machte. Das ist überhaupt im weiteren Umfange der Inhalt dieser orientalischen Geschichte über ganz Asien. Während diese Menschen eine hohe spirituelle Anschauung hatten in der Art, wie ich es eben charakterisiert habe, verlief die äußere Geschichte in fortwährenden Eroberungen fremden Landes, deren Bevölkerung untertänig gemacht worden ist. Das erscheint gewiß vielen Menschen in der Gegenwart wiederum barbarisch. Und wenn heute auch noch irgendwie Eroberungskriege vorhanden sind, so hat man doch dabei, selbst diejenigen, die sie verteidigen, nicht ein ganz gutes Gewissen. Man merkt das den Verteidigungen der Eroberungskriege schon an: man hat nicht ein ganz gutes Gewissen dabei. In der damaligen Zeit hatte man gerade gegenüber den Eroberungskriegen das allerbeste Gewissen, und man fand, daß dieses Erobern überhaupt gottgewollt ist. Und dasjenige, was dann später als die Friedenssehnsuchten über einen großen Teil Asiens sich ausgebreitet hatte, das ist eigentlich Spätprodukt der Zivilisation. Dagegen ist Frühprodukt der Zivilisation für Asien das fortwährende Erobern von Ländern und Untertänigmachen der Bevölkerungen. Je weiter man in die vorhistorischen Zeiten zurückschaut, desto mehr findet man dieses Erobern, von dem nur ein Schatten noch dasjenige ist, was Xerxes und ähnliche Leute getan haben.
[ 12 ] Well, we see, then, that the spiritual penetrated deeply into natural existence in those ancient times. And yet, we encounter something among these people that might seem infinitely barbaric to us in the present day—at least to many of us. To the people of that time, it would have seemed terribly barbaric if someone had been able to write with the kind of attitude that one can write with today. It would have seemed downright diabolical to them. To a large number of people today, however, it certainly seems barbaric in turn that, in that part of Asia, it was considered perfectly natural for a people migrating from west to east to often subjugate—with great cruelty—another people who were already settled, to conquer their land, and to enslave the population. That, in general terms, is the broader content of this Oriental history spanning all of Asia. While these people held a lofty spiritual outlook of the kind I have just described, their external history unfolded as a series of continuous conquests of foreign lands, whose populations were subjugated. This certainly seems barbaric to many people today. And even if wars of conquest still exist in some form today, even those who defend them do not have a completely clear conscience about them. You can already tell this from the justifications for wars of conquest: people do not have a completely clear conscience about them. In those days, people had the very clearest conscience precisely regarding wars of conquest, and they believed that such conquests were, in fact, God’s will. And what later spread across much of Asia as a yearning for peace is actually a late product of civilization. In contrast, the early product of civilization for Asia is the continuous conquest of lands and the subjugation of populations. The further back one looks into prehistoric times, the more one finds this conquest, of which what Xerxes and similar figures did is now merely a shadow.
[ 13 ] Aber diesem Prinzip der Eroberungen liegt ja etwas ganz Bestimmtes zugrunde. In der damaligen Zeit war eben durch jene Bewußtseinszustände bei den Menschen, die ich Ihnen geschildert habe, der Mensch auch im Verhältnis zu den anderen Menschen und zur Welt in einer ganz anderen Lage als heute. Gewisse Unterschiede in den Bevölkerungsteilen der Erde haben heute ihre prinzipielle Bedeutung verloren. Dazumal waren sie in einer ganz anderen Weise vorhanden als heute. Und so wollen wir einmal etwas, was oftmals real war, als Beispiel vor unsere Seele hinstellen.
[ 13 ] But this principle of conquest is, after all, based on something very specific. In those days, precisely because of the states of consciousness among people that I have described to you, human beings were in a completely different situation—both in relation to one another and to the world—than they are today. Certain differences among the world’s populations have now lost their fundamental significance. Back then, they existed in a completely different way than they do today. And so let us consider something that was often a reality as an example.
[ 14 ] Nehmen wir an, wir hätten hier links das europäische Gebiet (Zeichnung Seite 36), hier rechts das asiatische Gebiet. Eine erobernde Bevölkerung (rot) konnte, auch vom Norden von Asien, herüberkommen, dehnt sich über irgendein Gebiet in Asien aus, macht die Bevölkerung untertan (rot um gelb).
[ 14 ] Let’s assume that we have the European region here on the left (drawing on page 36) and the Asian region here on the right. A conquering population (red) could have crossed over—even from northern Asia—expanded across some region in Asia, and subjugated the population there (red surrounding yellow).


[ 15 ] Was lag da eigentlich vor? In den charakterisierten Fällen, welche die eigentliche geschichtliche Entwickelung im Fluß erhielten, war immer die Bevölkerung, die erobernd auftrat, als Volk oder als Rasse jung — jung, voller Jugendkraft. Nun, was heißt heute unter den Menschen der gegenwärtigen Erdenentwickelung jung sein? Unter den Menschen der gegenwärtigen Erdenentwickelung heißt jung sein, so viel Todeskräfte in jedem Augenblick seines Lebens in sich tragen, daß man die Seelenkräfte, die die absterbenden Vorgänge des Menschen brauchen, versorgen kann. Wir haben ja die sprießenden, sprossenden Lebenskräfte in uns; die machen uns aber nicht besonnen, sondern die machen uns gerade ohnmächtig, bewußtlos. Die abbauenden, die Todeskräfte, die fortwährend in uns auch wirken, die nur immer von den Lebenskräften während des Schlafes überwunden werden, so daß wir eben nur am Ende des Lebens zusammenfassen all die Todeskräfte in dem einmaligen Tode, diese Todeskräfte müssen fortwährend in uns sein. Die bewirken die Besonnenheit, das Bewußtsein. Das ist aber eben ein Charakteristikum der gegenwärtigen Menschheit. Solch eine junge Rasse, ein junges Volk, das litt an seinen überstarken Lebenskräften. Was da Mensch war, hatte fortwährend das Gefühl: Ich drücke dauernd mein Blut gegen meine Körperwände. Ich kann es nicht aushalten. Mein Bewußtsein will nicht besonnen werden. Ich kann meine volle Menschlichkeit wegen meiner Jugendlichkeit nicht entwickeln.
[ 15 ] What was actually going on there? In the cases described, which kept the actual historical development moving forward, the conquering population—whether as a people or a race—was always young—young, full of youthful vigor. Now, what does it mean today, among the people of the current stage of Earth’s development, to be young? Among human beings in the current stage of Earth’s development, being young means carrying within oneself, at every moment of life, enough forces of death to supply the soul forces required by the dying processes of the human being. We do indeed have the sprouting, budding life forces within us; but these do not make us level-headed—rather, they render us powerless and unconscious. The decomposing forces—the forces of death—which are also constantly at work within us, and which are only ever overcome by the life forces during sleep, so that we can only gather all these forces of death together at the end of life in that single moment of death—these forces of death must be constantly present within us. They are what bring about self-control and consciousness. But this is precisely a characteristic of present-day humanity. Such a young race, a young people, suffered from its excessively strong life forces. Whatever was human there constantly had the feeling: I am constantly pressing my blood against the walls of my body. I cannot bear it. My consciousness refuses to become level-headed. I cannot develop my full humanity because of my youth.
[ 16 ] So sprachen allerdings nicht die gewöhnlichen Menschen, so sprachen aber die Eingeweihten in den Mysterien, die diese ganzen geschichtlichen Vorgänge dazumal noch leiteten und lenkten. Und so hatte eine solche Bevölkerung zuviel Jugend, zuviel Lebenskräfte, zuwenig von dem in sich, was Besonnenheit geben konnte. Dann zog sie aus, eroberte ein Gebiet, wo eine ältere Bevölkerung lebte, die schon in irgendeiner Weise Todeskräfte in sich aufgenommen hatte, weil sie bereits in die Dekadenz gekommen war, zog aus, machte sich diese Bevölkerung untertänig. Es brauchte nicht eine Blutsverwandtschaft einzutreten zwischen den Eroberern und den zu Sklaven Gemachten. Dasjenige, was sich unbewußt im Seelischen abspielte zwischen den Eroberern und den versklavten Leuten, das wirkte verjüngend, und auf die Besonnenheit hin wirkte es. Und der erobernde Mensch, der sich seinen Hof begründet hatte, wo er nun seine Sklaven hatte, er brauchte eben auch nur den Einfluß auf sein Bewußtsein. Er brauchte nur hinzulenken seinen Sinn auf diese Sklaven, und, ich möchte sagen, abgedämpft in der Sehnsucht nach der Ohnmächtigkeit wurde die Seele, und Bewußtheit, Besonnenheit trat ein.
[ 16 ] That, however, was not how ordinary people spoke; rather, it was how the initiates into the mysteries spoke—those who at that time still guided and directed all these historical events. And so such a population had too much youth, too much vital energy, and too little of that inner quality that could provide prudence. Then it set out, conquered a territory where an older population lived—one that had already, in some way, absorbed forces of death because it had already fallen into decadence—and subjugated that population. There was no need for a blood relationship to develop between the conquerors and those made into slaves. What took place unconsciously in the soul between the conquerors and the enslaved people had a rejuvenating effect, and it worked toward prudence. And the conqueror, having established his estate where he now kept his slaves, needed only this influence on his consciousness. He need only direct his mind toward these slaves, and—I might say—his soul was tempered in its longing for powerlessness, and consciousness and prudence took hold.
[ 17 ] Dasjenige, was wir heute als individueller Mensch erreichen müssen, wurde dazumal im Zusammenleben mit den anderen Menschen erreicht. Man brauchte sozusagen um sich eine Bevölkerung, die mehr Todeskräfte in sich hatte als eine herrisch auftretende, aber junge, nicht zu voller Besonnenheit kommende Bevölkerung. Die rang sich hinauf zu dem, was sie als Menschen brauchten, dadurch, daß sie eine andere Bevölkerung überwanden. Und so sind diese oftmals so furchtbaren, uns heute so barbarisch anmutenden altorientalischen Kämpfe nichts anderes als die Impulse der Menschheitsentwickelung überhaupt. Sie mußten da sein. Sie sind die Impulse der Menschheitsentwickelung. Die Menschheit hätte auf der Erde sich nicht entwickeln können, wenn nicht diese uns heute barbarisch anmutenden furchtbaren Kämpfe und Kriege vorhanden gewesen wären.
[ 17 ] What we as individuals must achieve today was achieved back then through living together with other people. One needed, so to speak, a population around oneself that possessed greater life-giving forces than a population that was domineering but young and not yet fully mature. They struggled their way up to what they needed as human beings by overcoming another population. And so these ancient Eastern struggles—often so terrible and seeming so barbaric to us today—are nothing other than the very impulses of human development itself. They had to exist. They are the impulses of human development. Humanity could not have developed on Earth had it not been for these terrible struggles and wars, which seem barbaric to us today.
[ 18 ] Die Eingeweihten der Mysterien, die sahen dann eben die Welt doch schon so, wie sie heute gesehen wird, nur verbanden sie damit eine andere Seelenverfassung, eine andere Gesinnung. Für sie war dasjenige, was sie in scharfen Konturen erlebten, so wie wir heute beim sinnlichen Wahrnehmen die äußeren Dinge in scharfen Konturen erleben, für sie war das immerhin dasjenige, was von den Göttern kam, auch für das menschliche Bewußtsein von den Göttern kam. Denn wie trat das vor einen damaligen Eingeweihten?
[ 18 ] Those initiated into the mysteries did, in fact, already see the world as it is seen today; they simply associated it with a different state of mind, a different outlook. For them, what they experienced in sharp contours—just as we today experience external things in sharp contours through our sensory perception—was, after all, that which came from the gods, including human consciousness itself. For how did this appear to an initiate of that time?




[ 19 ] Sehen Sie, da war vielleicht, sagen wir, der Blitz. Nehmen wir ein recht anschauliches Bild. Nun, ihn sieht der heutige Mensch so, wie Sie ja wissen, daß man eben den Blitz sieht (siehe Zeichnung, oben). Das sah der alte Mensch nicht so. Der sah hier lebend-geistige Wesenheiten sich bewegen (gelb), und die scharfen Konturen des Blitzes verschwanden vollständig. Das war ein Heereszug oder eine Prozession von Geistwesen, die über dem oder im Weltenraum vorwärtsdrangen. Den Blitz als solchen sah er nicht. Er sah einen Geisterzug durch den Weltenraum schweben. Für den Eingeweihten wurde das so, daß er ja auch wie die anderen Leute diesen Heereszug sah, aber für sein Schauen, das in ihm entwickelt worden war, konnte sich, indem das Bild von dem Heereszug allmählich sich dämpfte und dann verschwand, der Blitz herausentwickeln in der Gestalt, wie ihn heute jeder sieht. Die ganze Natur, wie sie heute jeder sieht, mußte in alten Zeiten erst durch die Initiation errungen werden. Aber wie empfand man dieses? Auch dieses empfand man durchaus nicht in der Gleichgültigkeit, mit der man heute Erkenntnisse oder Wahrheiten empfindet. Man empfand dieses durchaus mit einem moralischen Einschlag. Und wenn wir uns das anschauen, was mit den Jüngern der Mysterien geschah, so müssen wir uns das Folgende sagen: Sie wurden eingeführt in diejenige Naturanschauung, die dann später die naturgemäße, allen zugängliche war. Einzelne nur wurden durch harte innere Prüfungen und Proben zu dieser Naturanschauung hingeführt. Dann aber hatten sie ganz naturgemäß folgende Empfindung: Da ist der Mensch mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein. Er sieht diesen Heereszug von Elementarwesen dutch die Lüfte reiten. Aber er ist dadurch, daß er eine solche Anschauung hat, bar des menschlichen freien Willens. Er ist ganz hingegeben an die göttlich-geistige Welt. — Denn in diesem wachenden Träumen, träumenden Wachen lebte der Wille nicht als freier, sondern als derjenige, der in den Menschen einströmte als der göttliche Wille. Und der Eingeweihte, der den Blitz gun herauskommen sah aus diesen Imaginationen, der empfand das so, daß er sagen lernte durch seinen Initiator: Ich muß ein Mensch sein, der in der Welt sich auch bewegen darf ohne die Götter, für den die Götter auswerfen ins Unbestimmte den Welteninhalt. — Es war gewissermaßen für die Initiierten dasjenige, was sie in scharfen Konturen sahen, der von den Göttern ausgeworfene Welteninhalt, an den der Eingeweihte herantrat, um unabhängig zu werden von den Göttern.
[ 19 ] You see, there might have been, let’s say, a flash of lightning. Let’s use a very vivid image. Well, as you know, people today see it exactly as one sees a flash of lightning (see drawing, above). But people in ancient times did not see it that way. They saw living, spiritual beings moving here (yellow), and the sharp contours of the lightning disappeared completely. It was a military procession or a procession of spiritual beings advancing through or within the cosmos. They did not see the lightning as such. They saw a procession of spirits floating through the cosmos. For the initiate, it was such that they, like other people, also saw this procession; but for their vision—which had been developed within them—as the image of the procession gradually faded and then disappeared, the lightning could emerge in the form that everyone sees today. The whole of nature, as everyone sees it today, had to be attained in ancient times through initiation. But how was this experienced? This, too, was by no means experienced with the indifference with which we regard knowledge or truths today. It was experienced with a distinctly moral dimension. And when we consider what happened to the disciples of the Mysteries, we must say the following: They were initiated into the very view of nature that later became the natural one, accessible to all. Only a few were led to this view of nature through rigorous inner trials and tests. But then they naturally had the following feeling: There is the human being with his ordinary consciousness. He sees this procession of elemental beings riding through the air. But because he has such a view, he is devoid of human free will. He is entirely devoted to the divine-spiritual world. — For in this waking dream, this dreaming wakefulness, the will did not exist as a free will, but as that which flowed into the human being as the divine will. And the initiate, who saw the flash of lightning emerge from these imaginations, felt this so deeply that he learned to say through his initiator: I must be a human being who is also permitted to move in the world without the gods, for whom the gods cast the contents of the world into the indeterminate. — For the initiates, it was, so to speak, that which they saw in sharp contours: the contents of the world cast out by the gods, which the initiate approached in order to become independent of the gods.
[ 20 ] Sie begreifen, es wäre ein unerträglicher Zustand gewesen, wenn er nicht irgendein ausgleichendes Moment gehabt hätte. Das hat er aber gehabt. Denn indem der Eingeweihte auf der einen Seite Asien erleben lernte gottverlassen, geistverlassen, lernte er auf der anderen Seite einen noch tieferen Bewußtseinszustand kennen als derjenige war, der zur zweiten Hierarchie hinreichte. Er lernte kennen zu seiner entgötterten Welt die Welt der Seraphim, Cherubim und Throne.
[ 20 ] You understand that it would have been an unbearable state of affairs if he had not had some kind of balancing factor. But he did have one. For while the initiate, on the one hand, came to experience Asia as forsaken by God and devoid of spirit, on the other hand he came to know a state of consciousness even deeper than that which extended to the second hierarchy. He came to know, in contrast to his deified world, the world of the Seraphim, Cherubim, and Thrones.
[ 21 ] In einer bestimmten Zeit der asiatischen Entwickelung, die etwa die mittlere ist — wir werden über die Zeiten noch genauer zu sprechen haben —, war der Bewußtseinszustand dieser Menschen, dieser Eingeweihten so, daß sie über die Erde hingingen und ungefähr schon den Anblick von den Erdenreichen hatten, den der moderne Mensch hat; aber das fühlten sie eigentlich in ihren Gliedern. Sie fühlten ihre Glieder befreit von den Göttern in der entgötterten Erdenmaterie. Aber dafür begegneten sie in diesem götterlosen Lande den hohen Göttern der Seraphim, Cherubim und Throne. Man lernte als Eingeweihter nicht mehr bloß kennen jene graugrünen Geistwesen, welche die Bilder des Waldes, die Bilder der Bäume waren, sondern man lernte als Eingeweihter kennen den Wald geistlos, aber man hatte dafür das Ausgleichende, daß man in dem Walde gerade den Angehörigen der ersten Hierarchie begegnete, irgendeinem Wesen aus dem Reiche der Seraphim, Cherubim oder Throne.
[ 21 ] At a certain stage in Asian development—roughly the middle stage, though we will discuss these periods in greater detail later—the state of consciousness of these people, these initiates, was such that they walked upon the earth and already had, to some extent, the same view of the earthly realms that modern human beings have; but they actually felt this in their limbs. They felt their limbs liberated from the gods within the deified earthly matter. But in return, they encountered in this godless land the high gods of the Seraphim, Cherubim, and Thrones. As an initiate, one no longer merely came to know those gray-green spirit beings who were the images of the forest, the images of the trees; rather, as an initiate, one came to know the forest as spiritless, but one had the compensating experience of encountering in the forest precisely the members of the first hierarchy—some being from the realm of the Seraphim, Cherubim, or Thrones.
[ 22 ] Das alles als soziale Konfiguration aufgefaßt, ist eben das Wesentliche im geschichtlichen Werden des alten Orients. Und die treibenden Kräfte der Weiterentwickelung, sie sind diejenigen, die den Ausgleich suchen zwischen jungen Rassen und alten Rassen, so daß die jungen Rassen an den alten reif werden können, gerade an den unterworfenen Seelen reif werden können. Und so weit wir nach Asien hinüberblicken, überall finden wir dies, daß junge Rassen, die durch sich selber nicht besonnen werden können, die Besonnenheit im Erobern suchen. Aber wenn wir den Blick von Asien herüberlenken nach Griechenland, dann finden wir, daß da etwas anders wird. In Griechenland drüben war auch schon in den herrlichsten Zeiten der griechischen Entwickelung eine Bevölkerung, welche allerdings das Älterwerden verstanden hat, aber nicht verstanden hat, das Älterwerden zu durchdringen mit voller Geistigkeit. Ich habe ja öfter aufmerksam machen müssen auf jenen charakteristischen Ausspruch des weisen Griechen: Besser ein Bettler sein in der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. — Mit dem Tode draußen und mit dem Tode auch drinnen im Menschen kam der Grieche nicht zurecht. Aber auf der anderen Seite hatte er diesen Tod wieder in sich. Und so war bei dem Griechen nicht eine Sehnsucht nach Besonnenheit, die als Impuls in ihm vorhanden gewesen wäre, sondern bei dem Griechen war es die Angst vor dem Tode. Diese Angst vor dem Tode empfanden die jungen orientalischen Völker nicht, denn sie zogen auf Eroberungen aus, wenn die Menschen als Rasse den Tod nicht in der richtigen Weise erleben konnten.
[ 22 ] Viewed as a social configuration, all of this is precisely what is essential to the historical development of the ancient Orient. And the driving forces of further development are those that seek a balance between young races and old races, so that the young races can mature through the old ones—precisely through the subjugated souls. And as far as we look toward Asia, we find this everywhere: that young races, which cannot attain prudence on their own, seek that prudence through conquest. But when we turn our gaze from Asia toward Greece, we find that things are different there. Even in the most glorious periods of Greek development, there was a population that, while it understood the process of growing older, did not understand how to imbue that process with full spiritual depth. I have often had to draw attention to that characteristic saying of the wise Greek: “Better to be a beggar in the upper world than a king in the realm of shadows.” — The Greek could not come to terms with death outside and with death within the human being as well. But on the other hand, they carried this death within themselves. And so, for the Greeks, it was not a longing for prudence—which might have existed as an impulse within them—but rather a fear of death. The young Oriental peoples did not feel this fear of death, for they set out on conquests when, as a race, they were unable to experience death in the proper way.
[ 23 ] Der innere Konflikt aber, den die Griechen mit dem Tode erlebt haben, der führte als ein innerer Menschheitsimpuls zu dem, wovon uns berichtet wird als dem Trojanischen Krieg. Die Griechen brauchten nicht den Tod bei einer fremden Bevölkerung zu suchen, um die Besonnenheit sich zu erobern, die Griechen brauchten aber gerade für dasjenige, was sie vom Tode empfanden, das innere lebensvolle Geheimnis vom Tode. Und das führte zu jenem Konflikte zwischen den Griechen als solchen und den Menschen, von denen die Griechen hergekommen waren in Asien. Der Trojanische Krieg ist ein Sorgenkrieg, der Trojanische Krieg ist ein Angstkrieg. Wir sehen, wie einander gegenüberstehen im Trojanischen Kriege die Repräsentanten der kleinasiatischen Priesterkultur und die Griechen, die den Tod schon in sich fühlen, aber mit dem Tode nichts anzufangen wissen. Die übrige orientalische Bevölkerung, die auf Eroberungen auszog, die wollte den Tod, die hatte ihn nicht; die Griechen hatten den Tod, wußten aber mit ihm nichts anzufangen. Sie brauchten einen ganz anderen Einschlag, um mit dem Tode etwas anfangen zu können. Achill, Agamemnon, alle diese Leute tragen den Tod in sich, wissen aber nichts mit ihm anzufangen. Sie schauen hinüber nach Asien. Und sie haben in Asien drüben eine Bevölkerung, die in der umgekehrten Lage ist, die unter dem unmittelbaren Eindruck der entgegengesetzten Seelenlage leidet. Da drüben sind diejenigen Menschen, die den Tod nicht in dieser intensiven Weise fühlen wie die Griechen, die den Tod fühlen als etwas, was im Grunde doch lebenstrotzend ist.
[ 23 ] But the inner conflict that the Greeks experienced in relation to death led, as an inner impulse of humanity, to what is reported to us as the Trojan War. The Greeks did not need to seek death among a foreign people in order to attain composure; rather, precisely because of what they felt about death, the Greeks needed the inner, life-giving mystery of death. And this led to that conflict between the Greeks as such and the people from whom the Greeks had originated in Asia. The Trojan War is a war of anxiety; the Trojan War is a war of fear. We see how, in the Trojan War, the representatives of the Asia Minor priestly culture stand opposed to the Greeks, who already feel death within themselves but do not know what to do with it. The rest of the Oriental population, which set out on conquests, wanted death but did not have it; the Greeks had death but did not know what to do with it. They needed a completely different approach in order to come to terms with death. Achilles, Agamemnon—all these people carry death within themselves but do not know what to do with it. They look across to Asia. And over in Asia, they find a population that is in the opposite situation, one that suffers under the immediate impression of this contrasting state of mind. Over there are those people who do not feel death in such an intense way as the Greeks do, who feel death as something that is, at its core, defiant of life.
[ 24 ] In einer wunderbaren Weise hat das eigentlich Floszer zum Ausdrucke gebracht. Überall, wo die Trojaner den Griechen gegenübergestellt werden — sehen Sie sich an die charakteristischen Figuren Hektor und Achill —, überall ist dieser Gegensatz da. Und in diesem Gegensatze drückt sich aus, was an der Grenze von Asien und Europa geschieht. Asien hatte in jener alten Zeit sozusagen einen Überschuß des Lebens über den Tod, sehnte sich nach Tod. Europa auf griechischem Boden hatte einen Überschuß von Tod im Menschen, mit dem man nichts anzufangen wußte. So standen sich Europa und Asien von einem zweiten Gesichtspunkte aus gegenüber: auf der einen Seite der Übergang des rhythmischen Erinnerns in das zeitliche Erinnern, auf der anderen Seite das ganz verschiedene Erleben gegenüber dem Tode in der menschlichen Organisation.
[ 24 ] Floszer actually expressed this in a wonderful way. Wherever the Trojans are set against the Greeks—just look at the iconic figures of Hector and Achilles—this contrast is present everywhere. And this contrast expresses what is happening at the border between Asia and Europe. In those ancient times, Asia had, so to speak, a surplus of life over death; it yearned for death. Europe, on Greek soil, had a surplus of death within the human being, which it did not know how to deal with. Thus, Europe and Asia stood opposed to one another from a second perspective: on the one hand, the transition from rhythmic memory to temporal memory; on the other hand, the entirely different experience of death within the human organism.
[ 25 ] Wir werden dann morgen diesen Gegensatz, den ich Ihnen am Schlusse der heutigen Betrachtung nur andeuten konnte, genauer betrachten, um so jene tief in die Menschheitsentwickelung einschneidenden Übergänge kennenzulernen, die von Asien nach Europa herüberführen und ohne deren Verständnis im Grunde genommen doch auch nichts in der gegenwärtigen Entwickelung der Menschheit zu verstehen ist.
[ 25 ] Tomorrow we will examine this contrast—which I could only hint at at the end of today’s reflection—in greater detail, in order to gain an understanding of those transitions that have profoundly shaped human development, leading from Asia to Europe; without an understanding of these, it is essentially impossible to comprehend anything about the current development of humanity.
