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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume I
GA 235

16 February 1924, Dornach

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Erster Vortrag

Erster Vortrag

[ 1 ] Ich möchte nun beginnen, zu Ihnen über die Bedingungen und Gesetze des menschlichen Schicksals zu sprechen, das man ja gewohnt worden ist, das Karma zu nennen. Dieses Karma ist aber nur zu verstehen, zu durchschauen, wenn man sich darauf einläßt zunächst, die verschiedenen Arten der Weltgesetzmäßigkeit überhaupt erkennen zu lernen. Und so möchte ich denn heute vielleicht — es ist das notwendig — in einer etwas abstrakteren Form über die verschiedenen Arten der Weltgesetzmäßigkeit zu Ihnen sprechen, um dann die besondere Form, die als menschliches Schicksal, als Karma angesprochen werden kann, gewissermaßen herauszukristallisieren.

[ 1 ] Ich möchte nun beginnen, zu Ihnen über die Bedingungen und Gesetze des menschlichen Schicksals zu sprechen, das man ja gewohnt worden ist, das Karma zu nennen. Dieses Karma ist aber nur zu verstehen, zu durchschauen, wenn man sich darauf einläßt zunächst, die verschiedenen Arten der Weltgesetzmäßigkeit überhaupt erkennen zu lernen. Und so möchte ich denn heute vielleicht — es ist das notwendig — in einer etwas abstrakteren Form über die verschiedenen Arten der Weltgesetzmäßigkeit zu Ihnen sprechen, um dann die besondere Form, die als menschliches Schicksal, als Karma angesprochen werden kann, gewissermaßen herauszukristallisieren.

[ 2 ] Wir sprechen, wenn wir sowohl die Erscheinungen der Welt umfassen wollen, wie auch, wenn wir die Erscheinungen im Menschenleben selber ins Auge fassen wollen, von Ursachen und Wirkungen. Und heute ist man ja gewöhnt, besonders in der Wissenschaft, ganz im allgemeinen zu sprechen von Ursachen und Wirkungen. Aber gerade dadurch kommt man der wahren Wirklichkeit gegenüber in die größten Schwierigkeiten hinein. Denn die verschiedenen Arten, in denen Ursachen und Wirkungen in der Welt auftreten, werden dabei nicht berücksichtigt.

[ 2 ] Wir sprechen, wenn wir sowohl die Erscheinungen der Welt umfassen wollen, wie auch, wenn wir die Erscheinungen im Menschenleben selber ins Auge fassen wollen, von Ursachen und Wirkungen. Und heute ist man ja gewöhnt, besonders in der Wissenschaft, ganz im allgemeinen zu sprechen von Ursachen und Wirkungen. Aber gerade dadurch kommt man der wahren Wirklichkeit gegenüber in die größten Schwierigkeiten hinein. Denn die verschiedenen Arten, in denen Ursachen und Wirkungen in der Welt auftreten, werden dabei nicht berücksichtigt.

[ 3 ] Zunächst können wir uns die sogenannte leblose Natur ansehen, die uns ja am deutlichsten im mineralischen Reiche entgegentritt, in allem dem, was im Gestein in oft so wunderbaren Gestalten uns entgegentritt, aber auch in allem dem, was, man möchte sagen, zu Pulver zerrieben, dann wiederum zusammengebacken im formlosen Gestein uns entgegentritt. Das sehen wir uns zuerst an, meine lieben Freunde, was in dieser Art als Lebloses in der Welt auftritt.

[ 3 ] Zunächst können wir uns die sogenannte leblose Natur ansehen, die uns ja am deutlichsten im mineralischen Reiche entgegentritt, in allem dem, was im Gestein in oft so wunderbaren Gestalten uns entgegentritt, aber auch in allem dem, was, man möchte sagen, zu Pulver zerrieben, dann wiederum zusammengebacken im formlosen Gestein uns entgegentritt. Das sehen wir uns zuerst an, meine lieben Freunde, was in dieser Art als Lebloses in der Welt auftritt.

[ 4 ] Wenn wir das Leblose, ausnahmslos das Leblose betrachten, dann finden wir nämlich, daß wir die Ursachen, von denen in dem Reiche dieses Leblosen geredet werden kann, überall innerhalb dieses Leblosen selber suchen können. Wo Lebloses ist als Wirkung, da können wir in demselben Reiche des Leblosen auch die Ursachen suchen. Und man verfährt wirklich nur erkenntnisgemäß, wenn man das tut; wenn man also für die Vorgänge des Leblosen auch die Ursachen innerhalb des leblosen Reiches sucht.

[ 4 ] Wenn wir das Leblose, ausnahmslos das Leblose betrachten, dann finden wir nämlich, daß wir die Ursachen, von denen in dem Reiche dieses Leblosen geredet werden kann, überall innerhalb dieses Leblosen selber suchen können. Wo Lebloses ist als Wirkung, da können wir in demselben Reiche des Leblosen auch die Ursachen suchen. Und man verfährt wirklich nur erkenntnisgemäß, wenn man das tut; wenn man also für die Vorgänge des Leblosen auch die Ursachen innerhalb des leblosen Reiches sucht.

[ 5 ] Wenn Sie einen noch so schön geformten Kristall vor sich haben, so sollen Sie die [Ursachen der] Formen dieses Kristalls im leblosen Reiche selber suchen. Und damit erweist sich dieses leblose Reich als etwas in sich Abgeschlossenes. Wir können zunächst nicht sagen, wo wir die Grenzen dieses Leblosen finden. Die können unter Umständen sehr entfernt in den Weltenweiten sein. Aber auch wenn für irgendein Lebloses, das vor uns steht, wenn es sich um seine Wirkungen handelt, Ursachen gesucht sein sollen, werden wir diese Ursachen wiederum im Reiche des Leblosen selber suchen. Damit aber stellen wir das Leblose schon neben etwas anderes hin. Und damit eröffnet sich uns zugleich eine gewisse Perspektive.

[ 5 ] Wenn Sie einen noch so schön geformten Kristall vor sich haben, so sollen Sie die [Ursachen der] Formen dieses Kristalls im leblosen Reiche selber suchen. Und damit erweist sich dieses leblose Reich als etwas in sich Abgeschlossenes. Wir können zunächst nicht sagen, wo wir die Grenzen dieses Leblosen finden. Die können unter Umständen sehr entfernt in den Weltenweiten sein. Aber auch wenn für irgendein Lebloses, das vor uns steht, wenn es sich um seine Wirkungen handelt, Ursachen gesucht sein sollen, werden wir diese Ursachen wiederum im Reiche des Leblosen selber suchen. Damit aber stellen wir das Leblose schon neben etwas anderes hin. Und damit eröffnet sich uns zugleich eine gewisse Perspektive.

[ 6 ] Betrachten Sie den Menschen selber. Betrachten Sie ihn, wie er durchgeht durch die Pforte des Todes. Alles, was gewirkt und gewest hat in ihm, bevor er durch diese Pforte des Todes gegangen ist, das ist aus der sichtbar greiflichen Gestalt, die übrigbleibt, wenn des Menschen Seele durch die Pforte des Todes geschritten ist, das ist aus dieser nunmehr übriggebliebenen Gestalt weg, und wir sagen auch gegenüber dieser Gestalt: sie ist leblos. Und geradeso wie wir von dem Leblosen sprechen, wenn wir hinschauen auf das Gestein des Gebirges mit seinen Kristallgestalten, so müssen wir vom Leblosen sprechen, wenn wir hinschauen auf den entseelten, entgeistigten Leichnam des Menschen. Und jetzt erst tritt für den Leichnam des Menschen ganz dasselbe ein, was von vornherein da war für die übrige leblose Natur.

[ 6 ] Betrachten Sie den Menschen selber. Betrachten Sie ihn, wie er durchgeht durch die Pforte des Todes. Alles, was gewirkt und gewest hat in ihm, bevor er durch diese Pforte des Todes gegangen ist, das ist aus der sichtbar greiflichen Gestalt, die übrigbleibt, wenn des Menschen Seele durch die Pforte des Todes geschritten ist, das ist aus dieser nunmehr übriggebliebenen Gestalt weg, und wir sagen auch gegenüber dieser Gestalt: sie ist leblos. Und geradeso wie wir von dem Leblosen sprechen, wenn wir hinschauen auf das Gestein des Gebirges mit seinen Kristallgestalten, so müssen wir vom Leblosen sprechen, wenn wir hinschauen auf den entseelten, entgeistigten Leichnam des Menschen. Und jetzt erst tritt für den Leichnam des Menschen ganz dasselbe ein, was von vornherein da war für die übrige leblose Natur.

[ 7 ] Wir konnten nicht für das, was an der menschlichen Gestalt geschieht als Wirkung während des Lebens, bevor die Seele durch das Tor des Todes gegangen ist, die Ursache suchen in dem Leblosen selber. Nicht nur, daß, wenn sich ein Arm hebt, wir vergeblich suchen werden in den leblosen physikalischen Gesetzen der menschlichen Gestalt nach den Ursachen dieses Armhebens, wir werden auch vergeblich suchen in den chemischen, in den physikalischen Kräften, die in der menschlichen Gestalt vorhanden sind, nach den Ursachen, sagen wir, des Herzschlages, der Blutzirkulation, irgendeines Vorganges, der auch gar nicht dem Willen unterliegt.

[ 7 ] Wir konnten nicht für das, was an der menschlichen Gestalt geschieht als Wirkung während des Lebens, bevor die Seele durch das Tor des Todes gegangen ist, die Ursache suchen in dem Leblosen selber. Nicht nur, daß, wenn sich ein Arm hebt, wir vergeblich suchen werden in den leblosen physikalischen Gesetzen der menschlichen Gestalt nach den Ursachen dieses Armhebens, wir werden auch vergeblich suchen in den chemischen, in den physikalischen Kräften, die in der menschlichen Gestalt vorhanden sind, nach den Ursachen, sagen wir, des Herzschlages, der Blutzirkulation, irgendeines Vorganges, der auch gar nicht dem Willen unterliegt.

[ 8 ] In dem Augenblicke aber, wo die menschliche Gestalt Leichnam geworden ist, wo die Seele durchgeschritten ist durch die Pforte des Todes, beobachten wir auch eine Wirkung an dem menschlichen Organismus. Wir sehen meinetwillen: Es verändert sich die Hautfarbe, es werden die Glieder welk, kurz, es tritt alles das ein, was man gewöhnt ist, am Leichnam zu sehen. Wo suchen wir die Ursache? Im Leichnam selber, in den chemischen, physikalischen, in den leblosen Kräften des Leichnams selber.

[ 8 ] In dem Augenblicke aber, wo die menschliche Gestalt Leichnam geworden ist, wo die Seele durchgeschritten ist durch die Pforte des Todes, beobachten wir auch eine Wirkung an dem menschlichen Organismus. Wir sehen meinetwillen: Es verändert sich die Hautfarbe, es werden die Glieder welk, kurz, es tritt alles das ein, was man gewöhnt ist, am Leichnam zu sehen. Wo suchen wir die Ursache? Im Leichnam selber, in den chemischen, physikalischen, in den leblosen Kräften des Leichnams selber.

[ 9 ] Nun, wenn Sie sich das, was ich da andeute — ich brauche es nur anzudeuten —, wenn Sie das nach allen Seiten und Richtungen zu Ende denken, so werden Sie sich sagen: Der Mensch ist in bezug auf seinen Leichnam, nachdem seine Seele durch die Pforte des Todes geschritten ist, der leblosen Natur gleich geworden. Das heißt, wir müssen die Ursachen für Wirkungen nunmehr in demselben Gebiete suchen, wo die Wirkungen selber liegen. Das ist sehr wichtig.

[ 9 ] Nun, wenn Sie sich das, was ich da andeute — ich brauche es nur anzudeuten —, wenn Sie das nach allen Seiten und Richtungen zu Ende denken, so werden Sie sich sagen: Der Mensch ist in bezug auf seinen Leichnam, nachdem seine Seele durch die Pforte des Todes geschritten ist, der leblosen Natur gleich geworden. Das heißt, wir müssen die Ursachen für Wirkungen nunmehr in demselben Gebiete suchen, wo die Wirkungen selber liegen. Das ist sehr wichtig.

[ 10 ] Aber gerade wenn wir auf diese besondere Artung des menschlichen Leichnams hinschauen, dann finden wir etwas anderes, was außerordentlich bedeutsam ist. Sehen Sie, der Mensch wirft gewissermaßen mit dem Tode seinen Leichnam ab. Und wenn man mit jener Beobachtungsgabe, die dazu fähig ist, beobachtet, was nunmehr der eigentliche Mensch, das geistig-seelische Menschenwesen geworden ist, nachdem es durch die Pforte des Todes geschritten ist, dann muß man eben sagen, die Sache ist doch so, daß der Leichnam abgeworfen ist, und daß nunmehr für dieses eigentliche geistig-seelische Menschenwesen, das angekommen ist jenseits des Tores des Todes, dieser Leichnam keine Bedeutung mehr hat. Er ist etwas Abgeworfenes.

[ 10 ] Aber gerade wenn wir auf diese besondere Artung des menschlichen Leichnams hinschauen, dann finden wir etwas anderes, was außerordentlich bedeutsam ist. Sehen Sie, der Mensch wirft gewissermaßen mit dem Tode seinen Leichnam ab. Und wenn man mit jener Beobachtungsgabe, die dazu fähig ist, beobachtet, was nunmehr der eigentliche Mensch, das geistig-seelische Menschenwesen geworden ist, nachdem es durch die Pforte des Todes geschritten ist, dann muß man eben sagen, die Sache ist doch so, daß der Leichnam abgeworfen ist, und daß nunmehr für dieses eigentliche geistig-seelische Menschenwesen, das angekommen ist jenseits des Tores des Todes, dieser Leichnam keine Bedeutung mehr hat. Er ist etwas Abgeworfenes.

[ 11 ] Anders ist das mit der leblosen äußeren Natur. Und schon wenn man, ich möchte sagen, oberflächlich betrachtet, tritt einem dieses andere entgegen. Betrachten Sie einen menschlichen Leichnam. Sie können ihn ja am besten betrachten da, wo er gewissermaßen luftbeerdigt wird. Man findet in unterirdischen Gewölben, die namentlich gewisse Gemeinschaften früher als Begräbnisstätten gehabt haben, die Leichname von Menschen zum Beispiel einfach aufgehängt. Sie vertrocknen, und sie kommen in diesem Vertrocknen so weit, daß sie vollständig mürbe geworden sind, daß man dann eigentlich nur etwas anzutippen braucht, und sie zerfallen in Staub auseinander.

[ 11 ] Anders ist das mit der leblosen äußeren Natur. Und schon wenn man, ich möchte sagen, oberflächlich betrachtet, tritt einem dieses andere entgegen. Betrachten Sie einen menschlichen Leichnam. Sie können ihn ja am besten betrachten da, wo er gewissermaßen luftbeerdigt wird. Man findet in unterirdischen Gewölben, die namentlich gewisse Gemeinschaften früher als Begräbnisstätten gehabt haben, die Leichname von Menschen zum Beispiel einfach aufgehängt. Sie vertrocknen, und sie kommen in diesem Vertrocknen so weit, daß sie vollständig mürbe geworden sind, daß man dann eigentlich nur etwas anzutippen braucht, und sie zerfallen in Staub auseinander.

[ 12 ] Das ist anders, was wir da als Lebloses erhalten haben, als dasjenige, was wir draußen in unserer Umgebung als leblose Natur finden. Diese leblose Natur, sie gestaltet sich, sie bildet Kristallgestalten. Sie ist überhaupt in einer merkwürdigen Veränderung befindlich. Wenn wir absehen von dem eigentlichen Erdigen und sehen auf das, was ja auch leblos ist, auf Wasser, Luft, so finden wir, daß eine regsame Verwandlung und Metamorphose in diesem Leblosen vorhanden ist.

[ 12 ] Das ist anders, was wir da als Lebloses erhalten haben, als dasjenige, was wir draußen in unserer Umgebung als leblose Natur finden. Diese leblose Natur, sie gestaltet sich, sie bildet Kristallgestalten. Sie ist überhaupt in einer merkwürdigen Veränderung befindlich. Wenn wir absehen von dem eigentlichen Erdigen und sehen auf das, was ja auch leblos ist, auf Wasser, Luft, so finden wir, daß eine regsame Verwandlung und Metamorphose in diesem Leblosen vorhanden ist.

[ 13 ] Nun wollen wir uns das zunächst einmal vor die Seele stellen, wir wollen die Gleichheit des menschlichen Leibes, wenn ihn die Seele abgelegt hat, in seiner Leblosigkeit, mit der außermenschlichen leblosen Natur einmal vor unsere Seele gestellt sein lassen.

[ 13 ] Nun wollen wir uns das zunächst einmal vor die Seele stellen, wir wollen die Gleichheit des menschlichen Leibes, wenn ihn die Seele abgelegt hat, in seiner Leblosigkeit, mit der außermenschlichen leblosen Natur einmal vor unsere Seele gestellt sein lassen.

[ 14 ] Und gehen wir jetzt weiter. Betrachten wir das Pflanzenreich. Da kommen wir in die Sphäre des Lebendigen. Wenn wir eine Pflanze so richtig studieren, dann werden wir niemals finden, daß wir imstande sind, die Wirkungen, die in der Pflanze auftreten, bloß aus den Ursachen heraus zu suchen, die im Pflanzenreiche, also in demselben Reiche, wo die Wirkungen auftreten, selber liegen. Gewiß, es gibt heute eine Wissenschaft, die das versucht. Aber diese Wissenschaft ist eben auf dem Holzwege, denn sie kommt zuletzt darauf, zu sagen: Ja, man kann die physischen, in der Pflanze wirkenden Kräfte und Gesetze untersuchen, man kann die chemisch wirksamen Kräfte und Gesetze untersuchen; und es bleibt etwas übrig. — Da scheiden sich dann die Leute in zwei Parteien. Die einen sagen: Das, was da übrigbleibt, ist überhaupt nur eine Zusammenstellung, so eine Art Form, Gestalt; das Wirksame sind nur die physischen und chemischen Gesetze. — Die anderen sagen: Nein, es ist noch etwas anderes darinnen, das hat nur die Wissenschaft noch nicht erforscht; sie wird schon darauf kommen. — Sie wird das noch lange sagen. So ist die Sache eben nicht, sondern wenn man das Pflanzliche untersuchen will, so kann man es nicht verstehen, wenn man nicht das ganze Weltenall zu Hilfe nimmt, wenn man nicht auf die Pflanzen so hinsieht, daß man sich sagt: Die Kräfte der Pflanzenwirksamkeit liegen im weiten Weltenall. Alles, was da in der Pflanze geschieht, ist Wirkung des weiten Weltenalls. Es muß erst die Sonne zu einer bestimmten Position kommen im weiten Weltenall, damit irgendwelche Wirkungen im Pflanzenreiche auftreten. Es müssen andere Kräfte aus dem weiten Weltenall wirken, damit die Pflanze ihre Form, damit die Pflanze ihre inneren Triebkräfte und so weiter bekommt.

[ 14 ] Und gehen wir jetzt weiter. Betrachten wir das Pflanzenreich. Da kommen wir in die Sphäre des Lebendigen. Wenn wir eine Pflanze so richtig studieren, dann werden wir niemals finden, daß wir imstande sind, die Wirkungen, die in der Pflanze auftreten, bloß aus den Ursachen heraus zu suchen, die im Pflanzenreiche, also in demselben Reiche, wo die Wirkungen auftreten, selber liegen. Gewiß, es gibt heute eine Wissenschaft, die das versucht. Aber diese Wissenschaft ist eben auf dem Holzwege, denn sie kommt zuletzt darauf, zu sagen: Ja, man kann die physischen, in der Pflanze wirkenden Kräfte und Gesetze untersuchen, man kann die chemisch wirksamen Kräfte und Gesetze untersuchen; und es bleibt etwas übrig. — Da scheiden sich dann die Leute in zwei Parteien. Die einen sagen: Das, was da übrigbleibt, ist überhaupt nur eine Zusammenstellung, so eine Art Form, Gestalt; das Wirksame sind nur die physischen und chemischen Gesetze. — Die anderen sagen: Nein, es ist noch etwas anderes darinnen, das hat nur die Wissenschaft noch nicht erforscht; sie wird schon darauf kommen. — Sie wird das noch lange sagen. So ist die Sache eben nicht, sondern wenn man das Pflanzliche untersuchen will, so kann man es nicht verstehen, wenn man nicht das ganze Weltenall zu Hilfe nimmt, wenn man nicht auf die Pflanzen so hinsieht, daß man sich sagt: Die Kräfte der Pflanzenwirksamkeit liegen im weiten Weltenall. Alles, was da in der Pflanze geschieht, ist Wirkung des weiten Weltenalls. Es muß erst die Sonne zu einer bestimmten Position kommen im weiten Weltenall, damit irgendwelche Wirkungen im Pflanzenreiche auftreten. Es müssen andere Kräfte aus dem weiten Weltenall wirken, damit die Pflanze ihre Form, damit die Pflanze ihre inneren Triebkräfte und so weiter bekommt.

[ 15 ] Und die Sache ist ja so: Wenn wir in die Lage kämen, meine lieben Freunde, nun zu wandern, nicht bloß wie Jules Verne es gemacht hat, sondern wirklich zu wandern, sagen wir bis zum Monde, bis zur Sonne und so weiter, so würden wir gar nicht viel gescheiter werden in bezug auf dieses Ursache-Suchen, als wir auf der Erde selber sind, wenn wir uns keine anderen Erkenntniskräfte aneignen als diejenigen, die wir schon haben. Wir würden nirgends zurechtkommen, wenn wir etwa sagen wollten: Nun schön, im Pflanzenreiche der Erde selber sind nicht die Ursachen für die Wirkungen, die im Pflanzenleben auftreten, also wandern wir zur Sonne, da werden wir die Ursachen finden. — Da finden wir sie auch nicht. Dagegen finden wir sie, wenn wir uns zur imaginativen Erkenntnis aufschwingen, wenn wir eine ganz andere Erkenntnis haben. Dann brauchen wir aber nicht zur Sonne zu wandern, wir finden sie im Erdenbereiche selber. Nur finden wir, daß wir nötig haben, von einer gewöhnlichen physischen Welt in eine Ätherwelt überzugehen, und daß in den Weiten der Welt überall der Weltenäther mit seinen Kräften wirkt, und daß er eben aus den Weiten hereinwirkt. Überall aus den Weiten herein wirkt der Äther.

[ 15 ] Und die Sache ist ja so: Wenn wir in die Lage kämen, meine lieben Freunde, nun zu wandern, nicht bloß wie Jules Verne es gemacht hat, sondern wirklich zu wandern, sagen wir bis zum Monde, bis zur Sonne und so weiter, so würden wir gar nicht viel gescheiter werden in bezug auf dieses Ursache-Suchen, als wir auf der Erde selber sind, wenn wir uns keine anderen Erkenntniskräfte aneignen als diejenigen, die wir schon haben. Wir würden nirgends zurechtkommen, wenn wir etwa sagen wollten: Nun schön, im Pflanzenreiche der Erde selber sind nicht die Ursachen für die Wirkungen, die im Pflanzenleben auftreten, also wandern wir zur Sonne, da werden wir die Ursachen finden. — Da finden wir sie auch nicht. Dagegen finden wir sie, wenn wir uns zur imaginativen Erkenntnis aufschwingen, wenn wir eine ganz andere Erkenntnis haben. Dann brauchen wir aber nicht zur Sonne zu wandern, wir finden sie im Erdenbereiche selber. Nur finden wir, daß wir nötig haben, von einer gewöhnlichen physischen Welt in eine Ätherwelt überzugehen, und daß in den Weiten der Welt überall der Weltenäther mit seinen Kräften wirkt, und daß er eben aus den Weiten hereinwirkt. Überall aus den Weiten herein wirkt der Äther.

[ 16 ] Wir müssen also tatsächlich zu einem zweiten Reiche der Welt übergehen, wenn wir für das Pflanzenreich zu den Wirkungen die Ursachen suchen wollen.

[ 16 ] Wir müssen also tatsächlich zu einem zweiten Reiche der Welt übergehen, wenn wir für das Pflanzenreich zu den Wirkungen die Ursachen suchen wollen.

[ 17 ] Nun, der Mensch nimmt teil an dem selben, an dem da die Pflanze teilnimmt. Diejenigen Kräfte, die aus der Ätherwelt hereinwirken in die Pflanzen, sie wirken auch im Menschen. Der Mensch trägt in sich die ätherischen Kräfte, und wir nennen die Summe dieser ätherischen Kräfte, die er in sich trägt, den Ätherleib. Und ich habe Ihnen bereits angeführt, wie dieser Ätherleib wenige Tage nach dem Tode immer größer und größer wird und sich zuletzt verliert, so daß der Mensch nur in seinem astralischen Leib und in seiner Ich-Wesenheit übrigbleibt. Das also, was der Mensch ätherisch in sich getragen hat, wird immer größer und größer und verliert sich in den Weltenweiten.

[ 17 ] Nun, der Mensch nimmt teil an dem selben, an dem da die Pflanze teilnimmt. Diejenigen Kräfte, die aus der Ätherwelt hereinwirken in die Pflanzen, sie wirken auch im Menschen. Der Mensch trägt in sich die ätherischen Kräfte, und wir nennen die Summe dieser ätherischen Kräfte, die er in sich trägt, den Ätherleib. Und ich habe Ihnen bereits angeführt, wie dieser Ätherleib wenige Tage nach dem Tode immer größer und größer wird und sich zuletzt verliert, so daß der Mensch nur in seinem astralischen Leib und in seiner Ich-Wesenheit übrigbleibt. Das also, was der Mensch ätherisch in sich getragen hat, wird immer größer und größer und verliert sich in den Weltenweiten.

[ 18 ] Vergleichen Sie jetzt wieder dasjenige, was wir vom Menschen sehen können, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist, mit dem, was wir im Pflanzenreiche sehen. Wir müssen vom Pflanzenreiche sagen: seine Ursachenkräfte kommen aus den Raumesweiten auf die Erde herein. Wir müssen vom menschlichen Ätherleib sagen: die Kräfte dieses Ätherleibes gehen in die Raumesweiten hinaus, das heißt, sie gehen dorthin, woher die Pflanzenwachstumskräfte kommen, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist. Hier wird die Sache schon, ich möchte sagen, deutlicher. Wenn wir bloß den physischen Leichnam anschauen und sagen, er wird ein Lebloses, dann wird es uns schwer, herüberzukommen zu der übrigen leblosen Natur. Aber wenn wir das Lebendige anschauen, das Pflanzenreich, und gewahr werden: Aus dem Äther der Weltenweiten kommen die Ursachen, kommen die Kräfte für das Pflanzenreich — dann sehen wir, indem wir uns imaginativ in das Menschenwesen vertiefen, daß dorthin, woher die Kräfte, die Ätherkräfte für das Pflanzenreich kommen, der menschliche Ätherleib hingeht, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist.

[ 18 ] Vergleichen Sie jetzt wieder dasjenige, was wir vom Menschen sehen können, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist, mit dem, was wir im Pflanzenreiche sehen. Wir müssen vom Pflanzenreiche sagen: seine Ursachenkräfte kommen aus den Raumesweiten auf die Erde herein. Wir müssen vom menschlichen Ätherleib sagen: die Kräfte dieses Ätherleibes gehen in die Raumesweiten hinaus, das heißt, sie gehen dorthin, woher die Pflanzenwachstumskräfte kommen, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist. Hier wird die Sache schon, ich möchte sagen, deutlicher. Wenn wir bloß den physischen Leichnam anschauen und sagen, er wird ein Lebloses, dann wird es uns schwer, herüberzukommen zu der übrigen leblosen Natur. Aber wenn wir das Lebendige anschauen, das Pflanzenreich, und gewahr werden: Aus dem Äther der Weltenweiten kommen die Ursachen, kommen die Kräfte für das Pflanzenreich — dann sehen wir, indem wir uns imaginativ in das Menschenwesen vertiefen, daß dorthin, woher die Kräfte, die Ätherkräfte für das Pflanzenreich kommen, der menschliche Ätherleib hingeht, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist.

[ 19 ] Aber noch etwas ist charakteristisch. Ich möchte sagen: Dasjenige, was auf die Pflanzen als Ursachenkräfte wirkt, mit dem geht es verhältnismäßig schnell, denn auf die Pflanze, die aus dem Boden herauswächst, die Blüte bekommt, die Frucht bekommt, hat die Sonne von vorgestern nicht viel Einfluß. Da kann sie mit ihren Ursachen nicht viel wirken. Sie muß heute scheinen, sie muß wirklich heute scheinen. Das ist wichtig. Und Sie werden sehen in unseren folgenden Betrachtungen, daß es wichtig ist, daß wir uns das merken.

[ 19 ] Aber noch etwas ist charakteristisch. Ich möchte sagen: Dasjenige, was auf die Pflanzen als Ursachenkräfte wirkt, mit dem geht es verhältnismäßig schnell, denn auf die Pflanze, die aus dem Boden herauswächst, die Blüte bekommt, die Frucht bekommt, hat die Sonne von vorgestern nicht viel Einfluß. Da kann sie mit ihren Ursachen nicht viel wirken. Sie muß heute scheinen, sie muß wirklich heute scheinen. Das ist wichtig. Und Sie werden sehen in unseren folgenden Betrachtungen, daß es wichtig ist, daß wir uns das merken.

[ 20 ] Die Pflanzen mit ihren Ätherursachen haben zwar innerhalb des Irdischen ihre eigentlichen Fundamentalkräfte, aber sie haben sie in dem, was gleichzeitig im Weltenall mit der Erde ist. Und wenn der menschliche Ätherleib, nachdem der Mensch als geistig-seelisches Wesen durch die Pforte des Todes geschritten ist, sich auflöst, so dauert das auch nur sehr kurze Zeit, tagelang nur. Wiederum ist Gleichzeitigkeit da, denn die Tage, die es dauert, sind eigentlich für die Zeit des Weltgeschehens eine Kleinigkeit.

[ 20 ] Die Pflanzen mit ihren Ätherursachen haben zwar innerhalb des Irdischen ihre eigentlichen Fundamentalkräfte, aber sie haben sie in dem, was gleichzeitig im Weltenall mit der Erde ist. Und wenn der menschliche Ätherleib, nachdem der Mensch als geistig-seelisches Wesen durch die Pforte des Todes geschritten ist, sich auflöst, so dauert das auch nur sehr kurze Zeit, tagelang nur. Wiederum ist Gleichzeitigkeit da, denn die Tage, die es dauert, sind eigentlich für die Zeit des Weltgeschehens eine Kleinigkeit.

[ 21 ] Wiederum haben wir es, wenn der Ätherleib zurückkehrt zu dem, woraus die Pflanzenwachstumskräfte als Ätherkräfte kommen, damit zu tun, daß wir sagen können: Sobald der Mensch im Äther lebt, ist seine Ätherwirksamkeit zwar nicht auf die Erde beschränkt, sie geht ja von der Erde fort, aber sie entwickelt sich mit Gleichzeitigkeit.

[ 21 ] Wiederum haben wir es, wenn der Ätherleib zurückkehrt zu dem, woraus die Pflanzenwachstumskräfte als Ätherkräfte kommen, damit zu tun, daß wir sagen können: Sobald der Mensch im Äther lebt, ist seine Ätherwirksamkeit zwar nicht auf die Erde beschränkt, sie geht ja von der Erde fort, aber sie entwickelt sich mit Gleichzeitigkeit.

[ 22 ] Ich will Ihnen dafür ein Schema aufschreiben. Wir können sagen: Mineralreich: Gleichzeitigkeit des Physischen für Ursachen und Wirkungen. Also im wesentlichen haben wir es mit Gleichzeitigkeit zu tun der Ursachen im Physischen. Sie werden sagen: Ja, für manches, was im Physischen geschieht, sind ja die Ursachen der Zeit nach früher gelegen. — Das ist nicht in Wirklichkeit der Fall. Wenn Wirkungen entstehen sollen im Physischen, müssen die Ursachen andauern, müssen fortwirken. Wenn die Ursachen aufhören, treten keine Wirkungen mehr ein. Also wir können durchaus dieses Diktum hinschreiben: Mineralreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen.

[ 22 ] Ich will Ihnen dafür ein Schema aufschreiben. Wir können sagen: Mineralreich: Gleichzeitigkeit des Physischen für Ursachen und Wirkungen. Also im wesentlichen haben wir es mit Gleichzeitigkeit zu tun der Ursachen im Physischen. Sie werden sagen: Ja, für manches, was im Physischen geschieht, sind ja die Ursachen der Zeit nach früher gelegen. — Das ist nicht in Wirklichkeit der Fall. Wenn Wirkungen entstehen sollen im Physischen, müssen die Ursachen andauern, müssen fortwirken. Wenn die Ursachen aufhören, treten keine Wirkungen mehr ein. Also wir können durchaus dieses Diktum hinschreiben: Mineralreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen.

[ 23 ] Kommen wir aber in das Pflanzenreich — und damit stehen wir auch in dem, was im Menschen selber als Pflanzliches zu verfolgen ist —, dann haben wir es zu tun mit Gleichzeitigkeit im Physischen und Überphysischen. Pflanzenreich; Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen.

[ 23 ] Kommen wir aber in das Pflanzenreich — und damit stehen wir auch in dem, was im Menschen selber als Pflanzliches zu verfolgen ist —, dann haben wir es zu tun mit Gleichzeitigkeit im Physischen und Überphysischen. Pflanzenreich; Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen.

[ 24 ] Nun treten wir an das Tierreich heran. Beim Tierreiche werden wir ganz vergeblich dasjenige, was als Wirkungen auftritt, solange das Tier lebt, im Tier selber suchen können. Wenn das Tier auch nur kriecht, um seine Nahrung aufzusuchen, in den chemischen, physischen Vorgängen, die sich innerhalb des tierischen Leibes finden, werden wir ganz vergeblich suchen nach den Ursachen. Wir werden auch ganz vergeblich suchen in den Weiten des Ätherraumes, wo wir die Ursachen für das Pflanzliche finden, wir werden da auch vergeblich suchen nach den Ursachen der tierischen Bewegung und der tierischen Empfindung. Für alles das, was im Tiere vorgeht mit Bezug auf das, was im Tiere pflanzlich ist, finden wir allerdings auch die Ursachen innerhalb des Ätherraumes, und wenn das Tier stirbt, geht ja auch der Ätherleib in die Weiten des Weltenäthers hinaus. Aber für das, was Empfindung ist, finden wir nimmermehr innerhalb dessen, was irdisch, was physisch oder was überphysisch-ätherisch ist, die Ursachen, können sie nicht finden.

[ 24 ] Nun treten wir an das Tierreich heran. Beim Tierreiche werden wir ganz vergeblich dasjenige, was als Wirkungen auftritt, solange das Tier lebt, im Tier selber suchen können. Wenn das Tier auch nur kriecht, um seine Nahrung aufzusuchen, in den chemischen, physischen Vorgängen, die sich innerhalb des tierischen Leibes finden, werden wir ganz vergeblich suchen nach den Ursachen. Wir werden auch ganz vergeblich suchen in den Weiten des Ätherraumes, wo wir die Ursachen für das Pflanzliche finden, wir werden da auch vergeblich suchen nach den Ursachen der tierischen Bewegung und der tierischen Empfindung. Für alles das, was im Tiere vorgeht mit Bezug auf das, was im Tiere pflanzlich ist, finden wir allerdings auch die Ursachen innerhalb des Ätherraumes, und wenn das Tier stirbt, geht ja auch der Ätherleib in die Weiten des Weltenäthers hinaus. Aber für das, was Empfindung ist, finden wir nimmermehr innerhalb dessen, was irdisch, was physisch oder was überphysisch-ätherisch ist, die Ursachen, können sie nicht finden.

[ 25 ] Hier tritt allerdings etwas ein, wo die moderne Anschauung wiederum sehr stark auf dem Holzwege ist. Das muß sich ja diese moderne Anschauung auch für viele Erscheinungen, die an einem Tier auftreten — Empfindungserscheinungen, Bewegungserscheinungen —, sagen: Untersuche ich das Tier in seinem Inneren nach seinen physischen, chemischen Kräften, da finde ich nicht die Ursachen. Aber auch in den Weiten des Weltenalls, in den Ätherweiten des Weltenalls finde ich nicht die Ursachen. Wenn ich eine Blüte erklären will, muß ich in das weite Weltenall, in das Ätherweltenall gehen, und ich werde die Blüte aus dem Ätherweltenall erklären können. Ich werde manches auch im Tier, was pflanzengleich ist, aus dem Ätherweltenall erklären können, aber nimmermehr das, was in dem Tier als Bewegungen auftritt, und nimmermehr das, was auftritt in dem Tier als Empfindung.

[ 25 ] Hier tritt allerdings etwas ein, wo die moderne Anschauung wiederum sehr stark auf dem Holzwege ist. Das muß sich ja diese moderne Anschauung auch für viele Erscheinungen, die an einem Tier auftreten — Empfindungserscheinungen, Bewegungserscheinungen —, sagen: Untersuche ich das Tier in seinem Inneren nach seinen physischen, chemischen Kräften, da finde ich nicht die Ursachen. Aber auch in den Weiten des Weltenalls, in den Ätherweiten des Weltenalls finde ich nicht die Ursachen. Wenn ich eine Blüte erklären will, muß ich in das weite Weltenall, in das Ätherweltenall gehen, und ich werde die Blüte aus dem Ätherweltenall erklären können. Ich werde manches auch im Tier, was pflanzengleich ist, aus dem Ätherweltenall erklären können, aber nimmermehr das, was in dem Tier als Bewegungen auftritt, und nimmermehr das, was auftritt in dem Tier als Empfindung.

[ 26 ] Wenn ich am 20. Juni ein Tier betrachte in bezug auf seine Empfindungen, dann werde ich in allem dem, was irdisch ist und außerirdisch ist im Raume, die Ursachen für die Empfindungen nicht am 20, Juni finden. Gehe ich weiter zurück, werde ich sie auch nicht finden. Ich werde sie nicht im Mai, nicht im April und so weiter finden.

[ 26 ] Wenn ich am 20. Juni ein Tier betrachte in bezug auf seine Empfindungen, dann werde ich in allem dem, was irdisch ist und außerirdisch ist im Raume, die Ursachen für die Empfindungen nicht am 20, Juni finden. Gehe ich weiter zurück, werde ich sie auch nicht finden. Ich werde sie nicht im Mai, nicht im April und so weiter finden.

[ 27 ] Das spürt auch die moderne Anschauung. Daher erklärt diese moderne Anschauung das, was sich so nicht erklären läßt, wenigstens vieles davon, durch Vererbung, das heißt durch ein Wort: Es ist «vererbt», es stammt von den Vorfahren. — Natürlich nicht alles, weil das doch zu grotesk wäre, aber vieles. Es ist vererbt.

[ 27 ] Das spürt auch die moderne Anschauung. Daher erklärt diese moderne Anschauung das, was sich so nicht erklären läßt, wenigstens vieles davon, durch Vererbung, das heißt durch ein Wort: Es ist «vererbt», es stammt von den Vorfahren. — Natürlich nicht alles, weil das doch zu grotesk wäre, aber vieles. Es ist vererbt.

[ 28 ] Was heißt vererbt? Es führt der Begriff der Vererbung zuletzt darauf zurück, daß dasjenige, was einem als mannigfaltig gestaltetes Tier entgegentritt, im Eikeim des Muttertieres enthalten war. Und das ist ja das Bestreben der modernen Anschauung, einen Ochsen äußerlich in seiner mannigfaltigen Gestaltung zu betrachten und dann zu sagen: Nun ja, der Ochse kommt aus dem Eikeim; da waren die Kräfte drinnen, die dann ausgewachsen den Ochsen geben. Daher ist der Eikeim ein außerordentlich komplizierter Körper. Er müßte auch furchtbar kompliziert sein, dieser Eikeim des Ochsen, denn nicht wahr, da ist alles drinnen, was nach vielen Seiten drängt und gestaltet und bildet und wirkt, damit aus dem kleinen Eikeim der vielgestaltete Ochse wird.

[ 28 ] Was heißt vererbt? Es führt der Begriff der Vererbung zuletzt darauf zurück, daß dasjenige, was einem als mannigfaltig gestaltetes Tier entgegentritt, im Eikeim des Muttertieres enthalten war. Und das ist ja das Bestreben der modernen Anschauung, einen Ochsen äußerlich in seiner mannigfaltigen Gestaltung zu betrachten und dann zu sagen: Nun ja, der Ochse kommt aus dem Eikeim; da waren die Kräfte drinnen, die dann ausgewachsen den Ochsen geben. Daher ist der Eikeim ein außerordentlich komplizierter Körper. Er müßte auch furchtbar kompliziert sein, dieser Eikeim des Ochsen, denn nicht wahr, da ist alles drinnen, was nach vielen Seiten drängt und gestaltet und bildet und wirkt, damit aus dem kleinen Eikeim der vielgestaltete Ochse wird.

[ 29 ] Und wie man sich auch windet — es gibt ja da viele Theorien, Evolutionstheorien, Epigenesistheorien und so weiter —, es ist immer nichts anderes, als daß man doch sich vorstellen muß: Dieser Eikeim, das kleine Ei, ist etwas furchtbar Kompliziertes. Wie alles zurückgeführt wird auf Moleküle, die in komplizierter Weise sich aus Atomen aufbauen, so stellen manche die erste Anlage dieses Eikeimes als ein kompliziertes Molekül dar. Aber das stimmt nicht einmal mit den physischen Beobachtungen überein, meine lieben Freunde.

[ 29 ] Und wie man sich auch windet — es gibt ja da viele Theorien, Evolutionstheorien, Epigenesistheorien und so weiter —, es ist immer nichts anderes, als daß man doch sich vorstellen muß: Dieser Eikeim, das kleine Ei, ist etwas furchtbar Kompliziertes. Wie alles zurückgeführt wird auf Moleküle, die in komplizierter Weise sich aus Atomen aufbauen, so stellen manche die erste Anlage dieses Eikeimes als ein kompliziertes Molekül dar. Aber das stimmt nicht einmal mit den physischen Beobachtungen überein, meine lieben Freunde.

[ 30 ] Die Frage entsteht: Ist denn dieser Eikeim wirklich ein so kompliziertes Molekül, ein so komplizierter Organismus schon? Das Eigentümliche des Eikeimes ist nämlich gar nicht, daß er kompliziert ist, sondern daß er die ganze Materie ins Chaos zurückwirft. Gerade der Eikeim ist etwas, was im Muttertiere nicht ein komplizierter Aufbau ist, sondern ein vollständig pulverisiertes, durcheinandergeschmissenes Materielles. Es ist gar nichts organisiert. Es ist gerade etwas, was ins absolut Unorganisierte, in sich Staubhafte zurückfällt. Und niemals würde eine Fortpflanzung entstehen, wenn nicht die unorganisierte, die leblose Materie, die ins Kristallinische, ins Gestaltige strebt, wenn nicht diese in sich ins Chaos gerade im Ei zurückfiele. Das Eiweiß ist nicht der komplizierteste Körper, sondern der allereinfachste, der gar keine Bestimmung in sich hat. Und aus diesem kleinen Chaos, das da als Eikeim besteht zunächst, könnte ewig kein Ochse werden, wirklich nicht, denn er ist eben ein Chaos, dieser Eikeim.

[ 30 ] Die Frage entsteht: Ist denn dieser Eikeim wirklich ein so kompliziertes Molekül, ein so komplizierter Organismus schon? Das Eigentümliche des Eikeimes ist nämlich gar nicht, daß er kompliziert ist, sondern daß er die ganze Materie ins Chaos zurückwirft. Gerade der Eikeim ist etwas, was im Muttertiere nicht ein komplizierter Aufbau ist, sondern ein vollständig pulverisiertes, durcheinandergeschmissenes Materielles. Es ist gar nichts organisiert. Es ist gerade etwas, was ins absolut Unorganisierte, in sich Staubhafte zurückfällt. Und niemals würde eine Fortpflanzung entstehen, wenn nicht die unorganisierte, die leblose Materie, die ins Kristallinische, ins Gestaltige strebt, wenn nicht diese in sich ins Chaos gerade im Ei zurückfiele. Das Eiweiß ist nicht der komplizierteste Körper, sondern der allereinfachste, der gar keine Bestimmung in sich hat. Und aus diesem kleinen Chaos, das da als Eikeim besteht zunächst, könnte ewig kein Ochse werden, wirklich nicht, denn er ist eben ein Chaos, dieser Eikeim.

[ 31 ] Warum wird dann dennoch ein Ochse daraus? Weil im mütterlichen Organismus die ganze Welt nun auf diesen Eikeim wirkt. Gerade weil er bestimmungslos geworden ist, weil er Chaos geworden ist, kann die ganze Welt auf ihn wirken. Und die Befruchtung hat kein anderes Ziel in der Welt, als die Materie ins Chaos, ins Unbestimmte, ins Bestimmungslose zurückzuführen. So daß nicht etwas anderes, sondern nur das Weltenall wirkt.

[ 31 ] Warum wird dann dennoch ein Ochse daraus? Weil im mütterlichen Organismus die ganze Welt nun auf diesen Eikeim wirkt. Gerade weil er bestimmungslos geworden ist, weil er Chaos geworden ist, kann die ganze Welt auf ihn wirken. Und die Befruchtung hat kein anderes Ziel in der Welt, als die Materie ins Chaos, ins Unbestimmte, ins Bestimmungslose zurückzuführen. So daß nicht etwas anderes, sondern nur das Weltenall wirkt.

[ 32 ] Aber nun, wenn wir in die Mutter schauen, da sind nicht die Ursachen; wenn wir außerhalb in den Äther schauen, da sind auch im gleichzeitigen Geschehen nicht die Ursachen. Wir müssen zurückgehen bis bevor das Tier entstanden ist, wenn wir die Ursachen finden wollen für das, was da keimt als die Anlage zum empfindungs- und bewegungsfähigen Wesen. Wir müssen zurückgehen bis bevor das Leben angefangen hat! Das heißt, für das Empfindungs- und Bewegungsfähige liegt nicht in der Gleichzeitigkeit, sondern vor der Entstehung dieses Wesens die Ursachenwelt.

[ 32 ] Aber nun, wenn wir in die Mutter schauen, da sind nicht die Ursachen; wenn wir außerhalb in den Äther schauen, da sind auch im gleichzeitigen Geschehen nicht die Ursachen. Wir müssen zurückgehen bis bevor das Tier entstanden ist, wenn wir die Ursachen finden wollen für das, was da keimt als die Anlage zum empfindungs- und bewegungsfähigen Wesen. Wir müssen zurückgehen bis bevor das Leben angefangen hat! Das heißt, für das Empfindungs- und Bewegungsfähige liegt nicht in der Gleichzeitigkeit, sondern vor der Entstehung dieses Wesens die Ursachenwelt.

[ 33 ] Das ist das Eigentümliche: Wenn ich eine Pflanze anschaue, dann muß ich in dasjenige hinausgehen, was gleichzeitig ist, dann finde ich die Ursache — allerdings im weiten Weltenall. Wenn ich aber für das, was als Empfindung oder als Bewegungsfähigkeit im Tier wirkt, die Ursache finden will, so kann ich nicht ins Gleichzeitige gehen, sondern da muß ich in dasjenige gehen, was dem Leben vorangeht; die Sternkonstellation, mit anderen Worten, muß sich geändert haben, muß eine andere geworden sein. Nicht die Sternkonstellation im Weltenall, die mit dem Tiere gleichzeitig ist, hat ihren Einfluß auf das eigentlich Tierische, sondern die dem Leben vorangehende Konstellation der Sterne.

[ 33 ] Das ist das Eigentümliche: Wenn ich eine Pflanze anschaue, dann muß ich in dasjenige hinausgehen, was gleichzeitig ist, dann finde ich die Ursache — allerdings im weiten Weltenall. Wenn ich aber für das, was als Empfindung oder als Bewegungsfähigkeit im Tier wirkt, die Ursache finden will, so kann ich nicht ins Gleichzeitige gehen, sondern da muß ich in dasjenige gehen, was dem Leben vorangeht; die Sternkonstellation, mit anderen Worten, muß sich geändert haben, muß eine andere geworden sein. Nicht die Sternkonstellation im Weltenall, die mit dem Tiere gleichzeitig ist, hat ihren Einfluß auf das eigentlich Tierische, sondern die dem Leben vorangehende Konstellation der Sterne.

[ 34 ] Und jetzt schauen wir auf den Menschen hin, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist. Der Mensch muß, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist, wenn er seinen Ätherleib abgelegt hat, der in die Weltenweiten an jene Stelle hingeht, von denen die Kräfte des Pflanzenwachstums, die ätherischen Kräfte kommen, der Mensch muß zurückgehen, wie ich Ihnen ausgeführt habe, bis zu seiner Geburt. Da hat er in seinem astralischen Leib alles das durchgemacht, rückwärtslaufend, was er während des Lebens im Hin-Gang durchgemacht hat. Mit anderen Worten: Der Mensch muß nicht in das Gleichzeitige hineingehen nach dem Tode mit seinem astralischen Leib, er muß zurückgehen zu dem Vorgeburtlichen, er muß dorthin gehen, wo heraus die Kräfte kommen, die die tierische Empfindungsfähigkeit und Bewegungsfähigkeit geben. Die kommen nicht aus dem Raumesreiche, nicht aus den Konstellationen der Sterne, die gleichzeitig sind, die kommen aus den Konstellationen, die vorangehend sind. — Sprechen wir also vom tierischen Reich (siehe Schema Seite 27), dann können wir nicht von der Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen sprechen, sondern dann müssen wir von vergangenen überphysischen Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen sprechen. Tierreich: Vergangene überphysische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen.

[ 34 ] Und jetzt schauen wir auf den Menschen hin, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist. Der Mensch muß, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist, wenn er seinen Ätherleib abgelegt hat, der in die Weltenweiten an jene Stelle hingeht, von denen die Kräfte des Pflanzenwachstums, die ätherischen Kräfte kommen, der Mensch muß zurückgehen, wie ich Ihnen ausgeführt habe, bis zu seiner Geburt. Da hat er in seinem astralischen Leib alles das durchgemacht, rückwärtslaufend, was er während des Lebens im Hin-Gang durchgemacht hat. Mit anderen Worten: Der Mensch muß nicht in das Gleichzeitige hineingehen nach dem Tode mit seinem astralischen Leib, er muß zurückgehen zu dem Vorgeburtlichen, er muß dorthin gehen, wo heraus die Kräfte kommen, die die tierische Empfindungsfähigkeit und Bewegungsfähigkeit geben. Die kommen nicht aus dem Raumesreiche, nicht aus den Konstellationen der Sterne, die gleichzeitig sind, die kommen aus den Konstellationen, die vorangehend sind. — Sprechen wir also vom tierischen Reich (siehe Schema Seite 27), dann können wir nicht von der Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen sprechen, sondern dann müssen wir von vergangenen überphysischen Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen sprechen. Tierreich: Vergangene überphysische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen.

[ 35 ] Und wir kommen auch da wiederum in den Zeitbegriff hinein. Wir müssen, wenn ich mich trivial ausdrücken darf, in der Zeit spazierengehen. Wenn wir die Ursachen suchen wollen für irgend etwas, was in der physischen Welt geschieht, gehen wir in der physischen Welt spazieren; wir brauchen nicht aus der physischen Welt herauszugehen. Wenn wir für irgend etwas, was im lebendigen Pflanzenreiche bewirkt ist, die Ursache suchen wollen, müssen wir ja recht weit gehen. Wir müssen die Ätherwelt absuchen, und erst da, wo die Ätherwelt am Ende ist, wo — märchenhaft gesprochen — «die Welt mit Brettern vernagelt ist», erst da finden wir die Ursache für das Pflanzenwachstum.

[ 35 ] Und wir kommen auch da wiederum in den Zeitbegriff hinein. Wir müssen, wenn ich mich trivial ausdrücken darf, in der Zeit spazierengehen. Wenn wir die Ursachen suchen wollen für irgend etwas, was in der physischen Welt geschieht, gehen wir in der physischen Welt spazieren; wir brauchen nicht aus der physischen Welt herauszugehen. Wenn wir für irgend etwas, was im lebendigen Pflanzenreiche bewirkt ist, die Ursache suchen wollen, müssen wir ja recht weit gehen. Wir müssen die Ätherwelt absuchen, und erst da, wo die Ätherwelt am Ende ist, wo — märchenhaft gesprochen — «die Welt mit Brettern vernagelt ist», erst da finden wir die Ursache für das Pflanzenwachstum.

[ 36 ] Aber wir können da herumgehen, soviel wir wollen, da finden wir nicht die Ursache der Empfindungsfähigkeit, auch nicht der Bewegungsfähigkeit. Da müssen wir anfangen, in der Zeit spazierenzugehen. Da müssen wir in der Zeit zurückschreiten. Da müssen wir aus dem Raum herauskommen und in die Zeit hineinspazieren.

[ 36 ] Aber wir können da herumgehen, soviel wir wollen, da finden wir nicht die Ursache der Empfindungsfähigkeit, auch nicht der Bewegungsfähigkeit. Da müssen wir anfangen, in der Zeit spazierenzugehen. Da müssen wir in der Zeit zurückschreiten. Da müssen wir aus dem Raum herauskommen und in die Zeit hineinspazieren.

[ 37 ] Sie sehen, wir können nebeneinanderstellen in bezug auf dieses Verursachen den menschlichen physischen Leib in seiner Leblosigkeit mit der leblosen Natur; den menschlichen ÄÄtherleib in seinem Leben und in seinem Hinausgehen nach dem Tode in die Ätherweiten mit dem Ätherleben der Pflanzen, das auch aus den Ätherweiten hereinkommt, aber aus den gleichzeitigen Konstellationen des Überphysischen, des Überirdischen; und wir können zusammenstellen die menschliche astralische Organisation mit dem, was draußen im Tierischen ist.

[ 37 ] Sie sehen, wir können nebeneinanderstellen in bezug auf dieses Verursachen den menschlichen physischen Leib in seiner Leblosigkeit mit der leblosen Natur; den menschlichen ÄÄtherleib in seinem Leben und in seinem Hinausgehen nach dem Tode in die Ätherweiten mit dem Ätherleben der Pflanzen, das auch aus den Ätherweiten hereinkommt, aber aus den gleichzeitigen Konstellationen des Überphysischen, des Überirdischen; und wir können zusammenstellen die menschliche astralische Organisation mit dem, was draußen im Tierischen ist.

[ 38 ] Und wir schreiten dann fort von dem mineralischen zu dem pflanzlichen, zu dem tierischen Reiche, kommen herauf zu dem eigentlichen Menschenreiche. Sie werden sagen: Das haben wir ja schon immer berücksichtigt. Ja, aber nicht ganz. Wir haben das Menschenreich zunächst berücksichtigt, insofern der Mensch einen physischen Leib hat, dann insofern er einen Ätherleib hat, dann insofern er einen astralischen Leib hat. Aber sehen Sie, wenn der Mensch bloß seinen physischen Leib hätte, so wäre er — ein komplizierter, aber immerhin — ein Kristall. Wenn der Mensch bloß dazu noch seinen Ätherleib hätte, so wäre er vielleicht auch eine zwar schöne Pflanze, aber immerhin bloß eine Pflanze. Wenn der Mensch noch dazu einen astralischen Leib hätte, würde er auf allen vieren gehen, vielleicht Hörner haben und dergleichen, er wäre eben ein Tier. Das alles ist der Mensch nicht. Die Gestalt, die er hat als aufrechtgehendes Wesen, diese Gestalt hat er dadurch, daß er außer der physischen, ätherischen, astralischen Organisation eben noch die Ich-Organisation hat. Und erst von diesem Wesen, das auch noch die Ich-Organisation hat, können wir sprechen als dem Menschen, dem Menschenreich.

[ 38 ] Und wir schreiten dann fort von dem mineralischen zu dem pflanzlichen, zu dem tierischen Reiche, kommen herauf zu dem eigentlichen Menschenreiche. Sie werden sagen: Das haben wir ja schon immer berücksichtigt. Ja, aber nicht ganz. Wir haben das Menschenreich zunächst berücksichtigt, insofern der Mensch einen physischen Leib hat, dann insofern er einen Ätherleib hat, dann insofern er einen astralischen Leib hat. Aber sehen Sie, wenn der Mensch bloß seinen physischen Leib hätte, so wäre er — ein komplizierter, aber immerhin — ein Kristall. Wenn der Mensch bloß dazu noch seinen Ätherleib hätte, so wäre er vielleicht auch eine zwar schöne Pflanze, aber immerhin bloß eine Pflanze. Wenn der Mensch noch dazu einen astralischen Leib hätte, würde er auf allen vieren gehen, vielleicht Hörner haben und dergleichen, er wäre eben ein Tier. Das alles ist der Mensch nicht. Die Gestalt, die er hat als aufrechtgehendes Wesen, diese Gestalt hat er dadurch, daß er außer der physischen, ätherischen, astralischen Organisation eben noch die Ich-Organisation hat. Und erst von diesem Wesen, das auch noch die Ich-Organisation hat, können wir sprechen als dem Menschen, dem Menschenreich.

[ 39 ] Betrachten wir jetzt noch einmal das, was wir schon angeschaut haben. Wenn wir die Ursachen suchen wollen für das Physische, können wir im Physischen bleiben. Wenn wir die Ursachen suchen sollen für das Pflanzliche, müssen wir in die Weiten des Ätherreiches hinausgehen, aber wir können noch im Raume bleiben, nur, wie gesagt, wird der Raum da etwas hypothetisch, denn man muß ja sogar zu Märchenbegriffen, «wo die Welt mit Brettern vernagelt ist», seine Zuflucht nehmen. Aber dennoch, die Sache ist so, daß ja wirklich sogar die rein im Sinne der gegenwärtigen Naturforschung denkenden Menschen schon darauf kommen, daß man wirklich von so etwas sprechen kann, wie «die Welt ist mit Brettern vernagelt». Es ist natürlich ein trivialer, grober Ausdruck. Aber man braucht nur daran zu denken, wie in kindlicher Weise die Menschen denken; Da ist die Sonne, die schickt ihre Strahlen fort und immer weiter fort; sie werden zwar immer schwächer und schwächer — das Licht geht da fort, fort, fort, immer weiter fort, eben ins Endlose.

[ 39 ] Betrachten wir jetzt noch einmal das, was wir schon angeschaut haben. Wenn wir die Ursachen suchen wollen für das Physische, können wir im Physischen bleiben. Wenn wir die Ursachen suchen sollen für das Pflanzliche, müssen wir in die Weiten des Ätherreiches hinausgehen, aber wir können noch im Raume bleiben, nur, wie gesagt, wird der Raum da etwas hypothetisch, denn man muß ja sogar zu Märchenbegriffen, «wo die Welt mit Brettern vernagelt ist», seine Zuflucht nehmen. Aber dennoch, die Sache ist so, daß ja wirklich sogar die rein im Sinne der gegenwärtigen Naturforschung denkenden Menschen schon darauf kommen, daß man wirklich von so etwas sprechen kann, wie «die Welt ist mit Brettern vernagelt». Es ist natürlich ein trivialer, grober Ausdruck. Aber man braucht nur daran zu denken, wie in kindlicher Weise die Menschen denken; Da ist die Sonne, die schickt ihre Strahlen fort und immer weiter fort; sie werden zwar immer schwächer und schwächer — das Licht geht da fort, fort, fort, immer weiter fort, eben ins Endlose.

[ 40 ] Ich habe für diejenigen, die schon jahrelang die Vorträge hören, längst auseinandergesetzt, daß das ein Unding ist, sich vorzustellen, daß das Licht ins Endlose hinausgeht. Ich habe immer gesagt, die Ausbreitung des Lichtes unterliegt der Elastizität. Wenn man einen Kautschukball hat und in ihn hineindrückt, so kann man bis zu einer gewissen Stelle eindrücken, dann schnellt er wieder zurück, das heißt, der Druck für die Elastizität hat ein Ende, dann geht es zurück. So, sagte ich, ist es auch für das Licht: das geht nicht ins Endlose hinaus, sondern wenn es eine gewisse Grenze erreicht hat, kommt es wieder zurück.

[ 40 ] Ich habe für diejenigen, die schon jahrelang die Vorträge hören, längst auseinandergesetzt, daß das ein Unding ist, sich vorzustellen, daß das Licht ins Endlose hinausgeht. Ich habe immer gesagt, die Ausbreitung des Lichtes unterliegt der Elastizität. Wenn man einen Kautschukball hat und in ihn hineindrückt, so kann man bis zu einer gewissen Stelle eindrücken, dann schnellt er wieder zurück, das heißt, der Druck für die Elastizität hat ein Ende, dann geht es zurück. So, sagte ich, ist es auch für das Licht: das geht nicht ins Endlose hinaus, sondern wenn es eine gewisse Grenze erreicht hat, kommt es wieder zurück.

[ 41 ] Dieses, daß das Licht nicht bis ins Endlose geht, sondern nur bis zu einer gewissen Grenze und wieder zurückgeht, das wurde nun auch zum Beispiel in England von dem Physiker Oliver Lodge vertreten; so daß heute schon die physische Wissenschaft darauf gekommen ist, das, was die Geisteswissenschaft gibt, zu vertreten, wie sie in allen Einzelheiten eben einmal ankommen wird bei dem, was die Geisteswissenschaft sagt.

[ 41 ] Dieses, daß das Licht nicht bis ins Endlose geht, sondern nur bis zu einer gewissen Grenze und wieder zurückgeht, das wurde nun auch zum Beispiel in England von dem Physiker Oliver Lodge vertreten; so daß heute schon die physische Wissenschaft darauf gekommen ist, das, was die Geisteswissenschaft gibt, zu vertreten, wie sie in allen Einzelheiten eben einmal ankommen wird bei dem, was die Geisteswissenschaft sagt.

[ 42 ] Und so kann man schon auch sprechen davon, daß da draußen, wenn man genügend weit hinausdenkt, man wieder zurückdenken muß, nicht einfach den endlosen Raum annehmen darf, der eine Phantasterei ist, noch dazu eine Phantasterei, die man nicht fassen kann. Vielleicht werden sich einige von Ihnen erinnern, wie ich in der Beschreibung meines Lebensganges im letzten Kapitel, das vorige Woche erschienen ist, gesagt habe, daß es auf mich einen ganz besonders bedeutsamen Eindruck gemacht hat, wie ich beim Anhören der synthetischen neueren Geometrie zunächst von der Geometrie darauf hingewiesen worden bin, daß eine Gerade nicht so gedacht werden darf, daß sie da ins Endlose hinausgeht und niemals aufhört, sondern daß die Gerade, die da hinausgeht, von der anderen Seite wahrhaftig zurückkommt. Die Geometrie drückt das so aus: Die Synthese, der unendlich ferne Punkt nach rechts ist derselbe wie der unendlich ferne Punkt nach links. Das kann man ausrechnen. Das ist nicht etwa nach der bloßen Analogie, daß, wenn man einen Kreis hat und von hier ausgeht, man da wieder zurückkommt, daß, wenn der Halbbogen eine Unendlichkeit hat, er eine Gerade wäre. Das ist nicht so; das wäre eine Analogie, auf die derjenige, der exakt denken kann, nichts gibt. Das, was auf mich einen Eindruck machte, das war nicht diese triviale Analogie, sondern das wirklich rechnungsgemäße Nachweisenkönnen, daß der unendlich ferne Punkt von der einen Seite links derselbe ist wie der, der hier rechts eine Unendlichkeit ist, daß also wirklich jemand, der hier anfängt zu laufen und immerfort nach der Linie läuft, nicht ins Endlose läuft, sondern daß, wenn man nur die richtige Zeit abläuft, er einem von der anderen Seite wieder entgegenkommt. Das sieht für alles physische Denken grotesk aus. In dem Augenblicke, wo man das physische Denken ablegt, ist es eben auch eine Realität, weil die Welt nicht endlos ist, sondern so wie sie als physische Welt vorliegt, begrenzt ist. So daß man sagen kann: Man geht an die Grenze des Ätherischen, wenn man vom Pflanzlichen und von dem spricht, was im Menschen ätherisch ist. — Man muß aber herausgehen aus allem dem, was da im Raume überhaupt ist, wenn man das Tierische und im Menschen das Astralische erklären will. Da muß man in der Zeit spazierengehen, da muß man über das Gleichzeitige hinweggehen. Da muß man also vorschreiten in der Zeit.

[ 42 ] Und so kann man schon auch sprechen davon, daß da draußen, wenn man genügend weit hinausdenkt, man wieder zurückdenken muß, nicht einfach den endlosen Raum annehmen darf, der eine Phantasterei ist, noch dazu eine Phantasterei, die man nicht fassen kann. Vielleicht werden sich einige von Ihnen erinnern, wie ich in der Beschreibung meines Lebensganges im letzten Kapitel, das vorige Woche erschienen ist, gesagt habe, daß es auf mich einen ganz besonders bedeutsamen Eindruck gemacht hat, wie ich beim Anhören der synthetischen neueren Geometrie zunächst von der Geometrie darauf hingewiesen worden bin, daß eine Gerade nicht so gedacht werden darf, daß sie da ins Endlose hinausgeht und niemals aufhört, sondern daß die Gerade, die da hinausgeht, von der anderen Seite wahrhaftig zurückkommt. Die Geometrie drückt das so aus: Die Synthese, der unendlich ferne Punkt nach rechts ist derselbe wie der unendlich ferne Punkt nach links. Das kann man ausrechnen. Das ist nicht etwa nach der bloßen Analogie, daß, wenn man einen Kreis hat und von hier ausgeht, man da wieder zurückkommt, daß, wenn der Halbbogen eine Unendlichkeit hat, er eine Gerade wäre. Das ist nicht so; das wäre eine Analogie, auf die derjenige, der exakt denken kann, nichts gibt. Das, was auf mich einen Eindruck machte, das war nicht diese triviale Analogie, sondern das wirklich rechnungsgemäße Nachweisenkönnen, daß der unendlich ferne Punkt von der einen Seite links derselbe ist wie der, der hier rechts eine Unendlichkeit ist, daß also wirklich jemand, der hier anfängt zu laufen und immerfort nach der Linie läuft, nicht ins Endlose läuft, sondern daß, wenn man nur die richtige Zeit abläuft, er einem von der anderen Seite wieder entgegenkommt. Das sieht für alles physische Denken grotesk aus. In dem Augenblicke, wo man das physische Denken ablegt, ist es eben auch eine Realität, weil die Welt nicht endlos ist, sondern so wie sie als physische Welt vorliegt, begrenzt ist. So daß man sagen kann: Man geht an die Grenze des Ätherischen, wenn man vom Pflanzlichen und von dem spricht, was im Menschen ätherisch ist. — Man muß aber herausgehen aus allem dem, was da im Raume überhaupt ist, wenn man das Tierische und im Menschen das Astralische erklären will. Da muß man in der Zeit spazierengehen, da muß man über das Gleichzeitige hinweggehen. Da muß man also vorschreiten in der Zeit.

[ 43 ] Und nun kommt man an das Menschliche. Sehen Sie, wenn man in die Zeit hineinkommt, da überschreitet man eigentlich schon auf doppelte Art das Physische. Indem man das Tier begreift, muß man schon in der Zeit weitergehen. Nun muß man diese Denkweise nicht wiederum abstrakt fortsetzen, sondern konkret fortsetzen. Geben Sie jetzt einmal acht, wie man das konkret fortsetzt.

[ 43 ] Und nun kommt man an das Menschliche. Sehen Sie, wenn man in die Zeit hineinkommt, da überschreitet man eigentlich schon auf doppelte Art das Physische. Indem man das Tier begreift, muß man schon in der Zeit weitergehen. Nun muß man diese Denkweise nicht wiederum abstrakt fortsetzen, sondern konkret fortsetzen. Geben Sie jetzt einmal acht, wie man das konkret fortsetzt.

[ 44 ] Nicht wahr, die Menschen denken: Wenn die Sonne Licht aussendet, so geht das Licht endlos fort. Oliver Lodge zeigt aber, daß man jetzt schon diese Denkweise verläßt, daß man weiß, das kommt an ein Ende und kommt wieder zurück. Die Sonne bekommt von allen Seiten ihr Licht wiederum zurück, wenn auch in anderer Form, in verwandelter Form; sie bekommt es aber zurück. Wenden wir nun diese Denkweise an auf das, was wir eben durchgedacht haben. Wir stehen zunächst im Raume. Der Erdenraum bleibt drinnen, wir schreiten hinaus zum Weltenraum. Das ist uns noch nicht genug, wir schreiten hinaus in die Zeit. Jetzt könnte einer sagen: Nun ja, jetzt schreiten wir immer weiter und weiter. — Nein, jetzt kommen wir wieder zurück! Wir müssen die Denkweise fortsetzen. Wir kommen wieder zurück. Wir kommen gerade so wieder zurück, wie wir, wenn wir im Raume immer weiterschreiten, an die Grenze kommen und dann wieder zurückkommen; so kommen wir auch hier wieder zurück. Das heißt, wenn wir die vergangenen überphysischen Ursachen gesucht haben in der Zeitenweite, müssen wir wieder ins Physische zurückkommen.

[ 44 ] Nicht wahr, die Menschen denken: Wenn die Sonne Licht aussendet, so geht das Licht endlos fort. Oliver Lodge zeigt aber, daß man jetzt schon diese Denkweise verläßt, daß man weiß, das kommt an ein Ende und kommt wieder zurück. Die Sonne bekommt von allen Seiten ihr Licht wiederum zurück, wenn auch in anderer Form, in verwandelter Form; sie bekommt es aber zurück. Wenden wir nun diese Denkweise an auf das, was wir eben durchgedacht haben. Wir stehen zunächst im Raume. Der Erdenraum bleibt drinnen, wir schreiten hinaus zum Weltenraum. Das ist uns noch nicht genug, wir schreiten hinaus in die Zeit. Jetzt könnte einer sagen: Nun ja, jetzt schreiten wir immer weiter und weiter. — Nein, jetzt kommen wir wieder zurück! Wir müssen die Denkweise fortsetzen. Wir kommen wieder zurück. Wir kommen gerade so wieder zurück, wie wir, wenn wir im Raume immer weiterschreiten, an die Grenze kommen und dann wieder zurückkommen; so kommen wir auch hier wieder zurück. Das heißt, wenn wir die vergangenen überphysischen Ursachen gesucht haben in der Zeitenweite, müssen wir wieder ins Physische zurückkommen.

[ 45 ] Was heißt denn aber das? Das heißt, wir müssen wieder aus der Zeit herunter, aus der Zeit wieder auf die Erde herunter. Wenn wir also für den Menschen die Ursachen suchen wollen, dann müssen wir sie wieder auf der Erde suchen. Nun sind wir zurückgeschritten in der Zeit. Wenn wir, indem wir in der Zeit zurückschreiten, wieder auf die Erde herunterkommen, dann kommen wir in ein voriges Menschenleben hinein, selbstverständlich. Wir kommen in ein voriges Menschenleben hinein. Beim Tiere schreiten wir weiter; das löst sich in bezug auf die Zeit geradeso auf, wie sich unser Ätherleib auflöst bis an die Grenze. Der Mensch löst sich da nicht auf, sondern wir kommen auf die Erde wieder zurück bis an sein voriges Erdenleben.

[ 45 ] Was heißt denn aber das? Das heißt, wir müssen wieder aus der Zeit herunter, aus der Zeit wieder auf die Erde herunter. Wenn wir also für den Menschen die Ursachen suchen wollen, dann müssen wir sie wieder auf der Erde suchen. Nun sind wir zurückgeschritten in der Zeit. Wenn wir, indem wir in der Zeit zurückschreiten, wieder auf die Erde herunterkommen, dann kommen wir in ein voriges Menschenleben hinein, selbstverständlich. Wir kommen in ein voriges Menschenleben hinein. Beim Tiere schreiten wir weiter; das löst sich in bezug auf die Zeit geradeso auf, wie sich unser Ätherleib auflöst bis an die Grenze. Der Mensch löst sich da nicht auf, sondern wir kommen auf die Erde wieder zurück bis an sein voriges Erdenleben.

[ 46 ] So daß wir für den Menschen sagen können: Vergangene physische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen.

[ 46 ] So daß wir für den Menschen sagen können: Vergangene physische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen.

Mineralreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen.
Pflanzenreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen.
Tierreich: vergangene überphysische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen.
Menschenreich: vergangene physische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen.

Mineralreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen.
Pflanzenreich: Gleichzeitigkeit der Ursachen im Physischen und Überphysischen.
Tierreich: vergangene überphysische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen.
Menschenreich: vergangene physische Ursachen zu gegenwärtigen Wirkungen im Physischen.

[ 47 ] Sie sehen, es hat heute, ich möchte sagen, Mühe gekostet, sich vorbereitend einmal in Abstraktionen hineinzuversetzen. Aber das war notwendig, meine lieben Freunde. Es war notwendig, weil ich Ihnen einmal zeigen wollte, daß es auch für diejenigen Gebiete, die man als die geistigen betrachten muß, eine Logik gibt. Nur stimmt diese Logik nicht überein mit der groben Logik, die bloß von den physischen Erscheinungen abgezogen ist und an die die Menschen gewöhnlich einzig und allein glauben.

[ 47 ] Sie sehen, es hat heute, ich möchte sagen, Mühe gekostet, sich vorbereitend einmal in Abstraktionen hineinzuversetzen. Aber das war notwendig, meine lieben Freunde. Es war notwendig, weil ich Ihnen einmal zeigen wollte, daß es auch für diejenigen Gebiete, die man als die geistigen betrachten muß, eine Logik gibt. Nur stimmt diese Logik nicht überein mit der groben Logik, die bloß von den physischen Erscheinungen abgezogen ist und an die die Menschen gewöhnlich einzig und allein glauben.

[ 48 ] Wenn man rein logisch vorgeht und die Ursachenreihen absucht, dann kommt man auch im bloßen Gedankengang an die vergangenen Erdenleben. Und es ist notwendig, darauf aufmerksam zu machen, daß auch das Denken selber ein anderes werden muß, wenn man das Geistige begreifen will.

[ 48 ] Wenn man rein logisch vorgeht und die Ursachenreihen absucht, dann kommt man auch im bloßen Gedankengang an die vergangenen Erdenleben. Und es ist notwendig, darauf aufmerksam zu machen, daß auch das Denken selber ein anderes werden muß, wenn man das Geistige begreifen will.

[ 49 ] Nicht wahr, die Menschen meinen, man könne das nicht begreifen, was aus der geistigen Welt heraus sich offenbart. Man kann es begreifen, aber man muß seine Logik erweitern. Es ist ja auch notwendig, wenn man ein Musikstück oder ein anderes Kunstwerk begreifen will, daß man in sich die Bedingungen hat, die der Sache entgegenkommen. Wenn man diese Bedingungen nicht hat, so begreift man eben nichts davon. Dann geht die Sache als ein Geräusch vorbei. Oder man sieht in irgendeinem Kunstwerke nichts anderes als eben ein unverständliches Gebilde. So muß man auch dem, was aus der geistigen Welt heraus mitgeteilt wird, ein Denken entgegenbringen, das angemessen ist der geistigen Welt. Das aber stellt sich schon bei dem bloßen logischen Denken heraus. Man kommt, indem man die Verschiedenartigkeit der Ursachen untersucht, in der Tat dazu, die vergangenen Erdenleben auch in logischer Folge verstehen zu können.

[ 49 ] Nicht wahr, die Menschen meinen, man könne das nicht begreifen, was aus der geistigen Welt heraus sich offenbart. Man kann es begreifen, aber man muß seine Logik erweitern. Es ist ja auch notwendig, wenn man ein Musikstück oder ein anderes Kunstwerk begreifen will, daß man in sich die Bedingungen hat, die der Sache entgegenkommen. Wenn man diese Bedingungen nicht hat, so begreift man eben nichts davon. Dann geht die Sache als ein Geräusch vorbei. Oder man sieht in irgendeinem Kunstwerke nichts anderes als eben ein unverständliches Gebilde. So muß man auch dem, was aus der geistigen Welt heraus mitgeteilt wird, ein Denken entgegenbringen, das angemessen ist der geistigen Welt. Das aber stellt sich schon bei dem bloßen logischen Denken heraus. Man kommt, indem man die Verschiedenartigkeit der Ursachen untersucht, in der Tat dazu, die vergangenen Erdenleben auch in logischer Folge verstehen zu können.

[ 50 ] Nun bleibt uns die große Frage, die da beginnt, wo wir den Leichnam betrachten. Er ist leblos geworden. Die leblose Natur draußen steht in ihren Kristallformen, in den verschiedenen Formen da. Die große Frage steht vor uns: Wie verhält sich die leblose Natur zum Leichnam des Menschen?

[ 50 ] Nun bleibt uns die große Frage, die da beginnt, wo wir den Leichnam betrachten. Er ist leblos geworden. Die leblose Natur draußen steht in ihren Kristallformen, in den verschiedenen Formen da. Die große Frage steht vor uns: Wie verhält sich die leblose Natur zum Leichnam des Menschen?

[ 51 ] Vielleicht werden Sie schon finden, meine lieben Freunde, daß etwas beigetragen wird zu einem Sinn, der nach der Antwort dieser Frage hin liegt, wenn Sie die Sache in zweiter Etappe anfassen, wenn Sie sagen: Wenn ich die Pflanzenwelt anschaue, die um mich herum ist, so trägt diese in sich aus den Weiten des Ätherweltenalls die Kräfte, zu denen mein Ätherleib zurückkehrt. Da draußen in Ätherweiten, da ist dasjenige oben, was ursächlich den Pflanzen den Ursprung gibt, da ist dasjenige, wohin mein Ätherleib geht, wenn er meinem Leben ausgedient hat. Ich gehe dahin, woher aus den Ätherweiten das pflanzliche Leben quillt. Ich gehe dahin, das heißt, ich bin verwandt damit. Ja, ich kann geradezu sagen: Da oben ist etwas, mein Ätherleib geht dahin, die grünende, sprossende, quellende Pflanzenwelt kommt daher. — Aber es ist ein Unterschied: Ich gebe meinen Ätherleib ab, die Pflanzen empfangen den Äther zum Aufwachsen. Sie erhalten den Äther zum Leben, ich gebe den Ätherleib ab nach dem Tode. Ich gebe ihn als etwas ab, das übrigbleibt; sie, die Pflanzen, erhalten diesen Ätherleib als etwas, was ihnen das Leben gibt. Sie haben ihren Anfang von dem, wohin ich mit meinem Ende gelange. Der Pflanzenanfang gliedert sich zusammen mit des menschlichen Ätherleibes Ende.

[ 51 ] Vielleicht werden Sie schon finden, meine lieben Freunde, daß etwas beigetragen wird zu einem Sinn, der nach der Antwort dieser Frage hin liegt, wenn Sie die Sache in zweiter Etappe anfassen, wenn Sie sagen: Wenn ich die Pflanzenwelt anschaue, die um mich herum ist, so trägt diese in sich aus den Weiten des Ätherweltenalls die Kräfte, zu denen mein Ätherleib zurückkehrt. Da draußen in Ätherweiten, da ist dasjenige oben, was ursächlich den Pflanzen den Ursprung gibt, da ist dasjenige, wohin mein Ätherleib geht, wenn er meinem Leben ausgedient hat. Ich gehe dahin, woher aus den Ätherweiten das pflanzliche Leben quillt. Ich gehe dahin, das heißt, ich bin verwandt damit. Ja, ich kann geradezu sagen: Da oben ist etwas, mein Ätherleib geht dahin, die grünende, sprossende, quellende Pflanzenwelt kommt daher. — Aber es ist ein Unterschied: Ich gebe meinen Ätherleib ab, die Pflanzen empfangen den Äther zum Aufwachsen. Sie erhalten den Äther zum Leben, ich gebe den Ätherleib ab nach dem Tode. Ich gebe ihn als etwas ab, das übrigbleibt; sie, die Pflanzen, erhalten diesen Ätherleib als etwas, was ihnen das Leben gibt. Sie haben ihren Anfang von dem, wohin ich mit meinem Ende gelange. Der Pflanzenanfang gliedert sich zusammen mit des menschlichen Ätherleibes Ende.

[ 52 ] Dies legt Ihnen die Frage nahe: Könnte es denn vielleicht auch so sein, daß ich beim Mineral, bei den mannigfaltigst gestalteten Kristallen fragen könnte: Ist vielleicht auch das ein Anfang gegenüber dem, was ich als physischen Leichnam, als Ende von mir, hinterlasse? Gliedert sich vielleicht da Anfang und Ende zusammen?

[ 52 ] Dies legt Ihnen die Frage nahe: Könnte es denn vielleicht auch so sein, daß ich beim Mineral, bei den mannigfaltigst gestalteten Kristallen fragen könnte: Ist vielleicht auch das ein Anfang gegenüber dem, was ich als physischen Leichnam, als Ende von mir, hinterlasse? Gliedert sich vielleicht da Anfang und Ende zusammen?

[ 53 ] Mit dieser Frage wollen wir heute schließen, meine lieben Freunde, und morgen anfangen, um recht gründlich einmal in die Frage des menschlichen Schicksals, des sogenannten Karmas, hineinzukommen. Ich werde also in dem folgenden Vortrage über das Karma weitersprechen. Sie werden sich dann nicht mehr durch solches Gestrüpp von Abstraktionen durchzufinden haben, aber Sie werden auch einsehen, daß dies schon für eine gewisse Entwickelung des Denkens notwendig war.

[ 53 ] Mit dieser Frage wollen wir heute schließen, meine lieben Freunde, und morgen anfangen, um recht gründlich einmal in die Frage des menschlichen Schicksals, des sogenannten Karmas, hineinzukommen. Ich werde also in dem folgenden Vortrage über das Karma weitersprechen. Sie werden sich dann nicht mehr durch solches Gestrüpp von Abstraktionen durchzufinden haben, aber Sie werden auch einsehen, daß dies schon für eine gewisse Entwickelung des Denkens notwendig war.