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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume I
GA 235

17 February 1924, Dornach

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Zweiter Vortrag

Second Lecture

[ 1 ] Wenn wir fortschreiten von der Betrachtung, die vorbereiten sollte für die Auseinandersetzung des menschlichen Schicksals, des Karmas, wenn wir vom Abstrakten, Gedanklichen zum Leben fortschreiten, so kommen wir eben fortschreitend dazu, zunächst die verschiedenen Gebiete des Lebens, in die der Mensch hineingestellt ist, vor unsere Seele hinzustellen, um aus diesen Bestandstücken des Lebens dann Unterlagen für eine Charakteristik des Karmas, des menschlichen Schicksals zu gewinnen.

[ 1 ] As we move forward from the contemplation that was intended to prepare us for an examination of human destiny and karma, as we move from the abstract and conceptual to life itself, we gradually come to first present before our soul the various spheres of life in which human beings are placed, in order to then derive from these elements of life the basis for a characterization of karma and human destiny.

[ 2 ] Der Mensch gehört ja in einem viel umfassenderen Sinne der ganzen Welt an, als man gewöhnlich denkt. Der Mensch ist eben ein Glied der Welt, und er ist eigentlich ohne die Welt nichts. Ich habe oftmals den Vergleich gebraucht mit irgendeinem menschlichen Gliede, zum Beispiel mit einem Finger: der Finger ist Finger, indem er am menschlichen Organismus ist. In dem Augenblicke ist er kein Finger mehr, wenn er vom menschlichen Organismus abgeschnitten ist. Äußerlich-physisch ist er als Finger derselbe, aber er ist eben kein Finger mehr, wenn er abgeschnitten ist vom menschlichen Organismus.

[ 2 ] In a much broader sense, human beings belong to the whole world more than is usually thought. Human beings are simply a part of the world, and without the world, they are actually nothing. I have often used the analogy of a human limb, for example, a finger: a finger is a finger precisely because it is part of the human organism. The moment it is severed from the human organism, it is no longer a finger. Externally and physically, it remains the same as a finger, but it is simply no longer a finger once it is severed from the human organism.

[ 3 ] So ist der Mensch eigentlich nicht mehr Mensch, wenn er herausgehoben ist aus dem allgemeinen Weltendasein. Er gehört zum allgemeinen Weltendasein und kann ohne dasselbe eigentlich als Mensch gar nicht angeschaut, gar nicht verstanden werden.

[ 3 ] Thus, a human being is no longer truly human once removed from the general existence of the world. Human beings are part of the general existence of the world, and without it, they cannot truly be regarded as human beings, nor can they be understood.

[ 4 ] Nun aber gliedert sich, wie wir schon gestern gesehen haben, die menschliche Weltumgebung in verschiedene Gebiete. Da haben wir zunächst das leblose Weltgebiet, das wir in der gewöhnlichen Sprache das mineralische Weltengebiet nennen. Diesem mineralischen Weltengebiet, wir werden ihm als leblosem erst ähnlich, hinsichtlich dieses Leibes, wenn wir unseren Leib abgelegt haben, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Mit unserem eigentlichen Wesen werden wir ja gar nicht diesem Leblosen jemals ähnlich. Die abgelegte Leibesform wird diesem Leblosen ähnlich. Und so steht auf der einen Seite dasjenige, was der Mensch als physischen Leichnam im Reiche an des Leblosen zurückläßt, und auf der anderen Seite das, was die weite, leblose, kristallisierte und unkristallisierte mineralische Natur und Welt ist. Dieser mineralischen Welt sind wir Menschen eigentlich, so lange wir auf Erden leben, ganz unähnlich, darauf habe ich ja schon aufmerksam gemacht. Wir werden sofort in unserer Form zerstört, wenn wir der mineralischen Welt übergeben werden als Leichnam. Wir lösen uns auf im Mineralischen, das heißt, dasjenige, was unsere Form zusammenhält, hat eben mit dem Mineralischen nichts Gemeinsames. Und daraus schon geht hervor, daß der Mensch, so wie er in der physischen Welt lebt, vom Mineralischen selbst aus eigentliche Einflüsse gar nicht haben kann.

[ 4 ] But as we saw yesterday, the human world is divided into different realms. First, there is the inanimate realm, which we commonly refer to as the mineral realm. We only begin to resemble this mineral realm—as an inanimate realm—in regard to this physical body once we have shed our body, once we have passed through the gate of death. With our true being, we never actually become like this inanimate realm. It is the shed physical form that becomes like this inanimate realm. And so, on the one hand, there is what the human being leaves behind as a physical corpse in the realm of the lifeless, and on the other hand, there is the vast, lifeless, crystallized and non-crystallized mineral nature and world. As long as we live on Earth, we humans are actually quite unlike this mineral world; I have already drawn attention to this. We are immediately destroyed in our form when we are handed over to the mineral world as a corpse. We dissolve into the mineral realm; that is to say, that which holds our form together has nothing in common with the mineral realm. And from this alone it follows that human beings, as they live in the physical world, cannot actually be influenced by the mineral realm itself.

[ 5 ] Die hauptsächlichsten, die weitaus umfassendsten Einflüsse, die der Mensch vom Mineralischen hat, die kommen auf dem Umwege durch die Sinne her. Wir sehen das Mineralische, wir hören das Mineralische, wir nehmen seine Wärme wahr, kurz, wir nehmen durch die Sinne das Mineralische wahr. Unsere anderen Beziehungen zum Mineralischen sind ja außerordentlich gering. Bedenken Sie nur, wie wenig eigentlich Mineralisches zu uns im Erdenleben in eine Beziehung tritt. Das Salz, mit dem wir uns unsere Speisen salzen, das ist mineralisch, und einiges wenige noch, das wir mit den Nahrungsmitteln aufnehmen, ist mineralisch; aber der weitaus größte Teil der Nahrungsmittel, die die Menschen aufnehmen, ist aus dem pflanzlichen, ist aus dem tierischen Reiche. Und was der Mensch aus dem mineralischen Reiche aufnimmt, das verhält sich in einer ganz eigentümlichen Weise zu dem, was er durch seine Sinne bloß als seelische Eindrücke, als Sinneswahrnehmung vom Mineralischen empfängt. Und ich bitte Sie, dabei auf eines recht sehr zu achten, was wichtig ist — ich habe auch das schon öfters hier erwähnt: Das menschliche Gehirn ist ja durchschnittlich tausendfünfhundert Gramm schwer. Es ist ein ziemliches Gewicht. Das würde so stark drücken, daß die darunter befindlichen Gefäße durch dieses Gehirn ganz zerquetscht würden, wenn es so stark drücken würde, wie es schwer ist. Es drückt nicht so stark, sondern es unterliegt einem bestimmten Gesetze. Dieses Gesetz, ich habe es sogar vor kurzem hier einmal geschildert, dieses Gesetz besagt, daß, wenn wir einen Körper in eine Flüssigkeit hineingeben, er von seinem Gewichte verliert.

[ 5 ] The most significant—and by far the most comprehensive—influences that humans receive from the mineral realm come to us indirectly through the senses. We see the mineral realm, we hear the mineral realm, we perceive its warmth; in short, we perceive the mineral realm through our senses. Our other connections to the mineral realm are, after all, extraordinarily limited. Just consider how little of the mineral realm actually comes into contact with us in our earthly lives. The salt with which we season our food is mineral, and a few other things we consume with our food are mineral; but by far the greatest portion of the food humans consume comes from the plant and animal kingdoms. And what human beings take in from the mineral kingdom relates in a very peculiar way to what they receive through their senses merely as soul impressions—as sensory perceptions of the mineral realm. And I ask you to pay very close attention to one thing here that is important—I have also mentioned this here on several occasions: The human brain weighs, on average, 1,500 grams. That is quite a weight. It would exert such intense pressure that the vessels beneath it would be completely crushed by the brain if it were to press down with a force equal to its weight. It does not exert that much pressure, but rather is subject to a specific law. This law—which I even described here once recently—states that when we place a body into a liquid, it loses some of its weight.

[ 6 ] Man kann das dadurch untersuchen, daß, wenn man eine Waage hat, Sie zuerst sich das Gefäß mit Wasser wegdenken und diesen Körper wiegen: er hat ein gewisses Gewicht. Stellen Sie dann das Gefäß darunter, so daß der Körper auf der Waagschale im Wassergefäß eingetaucht ist: Sofort ist die Waage nicht mehr im Gleichgewicht, der Waagebalken sinkt herunter, der Körper wird leichter. Wenn Sie dann untersuchen, um wieviel der Körper leichter wird, so stellt sich heraus, daß er gerade um so viel leichter wird, als die Flüssigkeit schwer ist, die er verdrängt. Wenn Sie also als Flüssigkeit Wasser haben, so wird der Körper, ins Wasser eingesenkt, um so viel leichter, als das Gewicht des Wasserkörpers beträgt, den er verdrängt. Das ist das sogenannte Archimedische Prinzip. Archimedes hat es, ich habe das auch schon einmal gesagt, im Bade gefunden. Er hat einfach sich ins Bad gesetzt und fand sein Bein leichter oder schwerer werden, je nachdem er es herausstreckte oder hineinnahm, und er rief: Ich hab es gefunden, heureka!

[ 6 ] You can investigate this as follows: If you have a scale, first imagine that the container of water is not there and weigh this object—it has a certain weight. Then place the container underneath so that the object on the scale pan is submerged in the water: Immediately, the scale is no longer in balance; the scale beam drops, and the object becomes lighter. If you then determine by how much the object becomes lighter, it turns out that it becomes exactly as much lighter as the weight of the liquid it displaces. So if the liquid is water, the object, when submerged in water, becomes as much lighter as the weight of the volume of water it displaces. This is the so-called Archimedes’ principle. Archimedes discovered it—as I’ve mentioned before—while taking a bath. He simply sat in the bath and noticed that his leg became lighter or heavier depending on whether he stuck it out or pulled it back in, and he exclaimed: “I’ve found it—eureka!”

[ 7 ] Ja, meine lieben Freunde, es ist dies eine außerordentlich wichtige Sache, nur werden wichtige Sachen manchmal vergessen. Und hätte die Ingenieurkunst dieses Archimedische Prinzip nicht vergessen, so wäre wahrscheinlich eines der größten elementaren Unglücke der letzten Zeit in Italien nicht passiert. Das sind eben die Dinge, die auch im äußeren Leben aus einem Unübersichtlichen des heutigen Wissens kommen.

[ 7 ] Yes, my dear friends, this is an extraordinarily important matter; it’s just that important matters are sometimes forgotten. And if the field of engineering had not forgotten this Archimedean principle, one of the greatest disasters of recent times in Italy probably would not have happened. These are precisely the things that, even in everyday life, arise from the complexity of today’s knowledge.

[ 8 ] Aber jedenfalls, der Körper verliert so viel von seinem Gewichte, als das Gewicht der verdrängten Flüssigkeit beträgt. Nun ist das Gehirn ganz im Gehirnwasser drinnen. Es schwimmt im Gehirnwasser. Man findet heute ab und zu überhaupt schon diese Erkenntnis, daß der Mensch im wesentlichen, sofern er fest ist, eigentlich ein Fisch ist. In Wirklichkeit ist der Mensch schon ein Fisch, denn er besteht ja zu neunzig Prozent aus einem Wasserkörper, und das Feste schwimmt darinnen wie der Fisch im Wasser.

[ 8 ] But in any case, the body loses as much of its weight as the weight of the displaced fluid. Now, the brain is completely immersed in cerebrospinal fluid. It floats in the cerebrospinal fluid. Today, one occasionally comes across the insight that, in essence—insofar as it is solid—the human being is actually a fish. In reality, humans are already fish, for they consist of ninety percent water, and the solid parts float within it just as a fish floats in water.

[ 9 ] Nun also, das Gehirn schwimmt im Gehirnwasser, wird so viel leichter, daß es nur zwanzig Gramm wiegt. Das Gehirn, das eigentlich etwa tausendfünfhundert Gramm wiegt, drückt nur mit zwanzig Gramm auf seine Unterlage. Nun denken Sie sich einmal, wie stark wir Menschen, dadurch, daß unser Gehirn im Gehirnwasser schwimmt, in einem so wichtigen Organe die Tendenz haben, von der Erdenschwere frei zu werden. Wir denken ja mit einem Organ, das gar nicht der Erdenschwere unterliegt, sondern wir denken im Gegensatze zur Erdenschwere. Die Erdenschwere wird erst dem Organ abgenommen.

[ 9 ] So, the brain floats in cerebrospinal fluid, becoming so much lighter that it weighs only twenty grams. The brain, which actually weighs about one thousand five hundred grams, exerts a pressure of only twenty grams on the surface it rests on. Now just imagine how strongly we humans—because our brain floats in cerebrospinal fluid—have a tendency, in such a vital organ, to be freed from Earth’s gravity. After all, we think with an organ that is not subject to Earth’s gravity at all; rather, we think in opposition to Earth’s gravity. Earth’s gravity is first removed from the organ.

[ 10 ] Wenn Sie die ungeheuer weite Bedeutung der Eindrücke nehmen, die Sie durch die Sinne bekommen und denen Sie gegenüberstehen mit Ihrer Willkür, und das vergleichen mit den geringen Einflüssen, die da kommen von Salz und ähnlichen als Nahrungsmittel oder als Zusatz von Nahrungsmitteln genommenen Stoffen, da bekommen Sie schon auch das Folgende heraus: Dasjenige, was aus dem Mineralreiche einen unmittelbaren Einfluß auf den Menschen hat, verhält sich auch wie zwanzig Gramm zu tausendfünfhundert Gramm. So sehr überwiegt das, was wir an bloßen Sinneseindrücken aufnehmen, wodurch wir unabhängig sind von den Reizen; denn das zerreißt uns nicht. Und dasjenige in uns, das schon wirklich der Erdenschwere unterliegt wie die mineralischen Zusätze zu unseren Nahrungsmitteln, das sind zumeist auch noch solche Dinge, die uns innerlich konservieren; denn das Salz hat zu gleicher Zeit eine konservierende, eine erhaltende, eine erfrischende Kraft. Der Mensch ist also im großen unabhängig von dem, was die umliegende mineralische Welt ist. Er nimmt aus der mineralischen Welt nur das in sich auf, was einen unmittelbaren Einfluß auf sein Wesen nicht hat. Er bewegt sich frei und unabhängig in der mineralischen Welt.

[ 10 ] If you consider the immensely broad significance of the impressions you receive through the senses—and which you confront with your free will—and compare that with the minor influences that come from salt and similar substances taken as food or as food additives, you will arrive at the following conclusion: That which exerts a direct influence on human beings from the mineral kingdom is to it as twenty grams are to one thousand five hundred grams. So much does what we take in through mere sensory impressions outweigh the rest—and through these we are independent of external stimuli, for they do not tear us apart. And that part of us which is already truly subject to earthly gravity—like the mineral additives in our food—consists mostly of things that preserve us internally; for salt possesses at the same time a preserving, a sustaining, and a refreshing power. Human beings are thus, for the most part, independent of the surrounding mineral world. They take into themselves from the mineral world only that which has no direct influence on their being. They move freely and independently within the mineral world.

[ 11 ] Meine lieben Freunde, wenn diese Freiheit und Unabhängigkeit der Bewegung in der mineralischen Welt nicht da wäre, dann gäbe es überhaupt nicht das, was wir menschliche Freiheit nennen. Und sehr bedeutsam ist dieses, daß wir sagen müssen: Die mineralische Welt ist eigentlich da als das notwendige Gegenstück zu der menschlichen Freiheit. — Gäbe es keine mineralische Welt, wir wären eben nicht freie Wesen. Denn in dem Augenblicke, wo wir in die pflanzliche Welt heraufkommen, sind wir nicht mehr unabhängig von der Pflanzenwelt; es scheint nur so, als ob wir unsere Augen ebenso auf die Pflanzenwelt hinausrichteten, wie wir unsere Augen hinausrichten auf die Kristalle, auf das weite Mineralreich. Das ist aber nicht der Fall. Da breitet sich die Pflanzenwelt aus. Und wir Menschen, wir werden in die Welt hereingeboren als Atmungswesen, als lebendige Wesen, als Wesen, die einen gewissen Stoffwechsel haben. Ja, das ist viel abhängiger von der Umgebung als unsere Augen, unsere Ohren, als alles das, was die Sinneseindrücke vermittelt. Dasjenige, was Pflanzenwelt ist, die Weite der Pflanzenwelt, sie lebt aus dem von allen Seiten in die Erde hereinkraftenden Äther. Der Mensch unterliegt auch diesem Äther.

[ 11 ] My dear friends, if this freedom and independence of movement in the mineral world did not exist, then what we call human freedom would not exist at all. And it is very significant that we must say: The mineral world actually exists as the necessary counterpart to human freedom. — If there were no mineral world, we simply would not be free beings. For the moment we ascend into the plant world, we are no longer independent of the plant world; it only seems as though we direct our gaze toward the plant world just as we direct our gaze toward the crystals, toward the vast mineral kingdom. But that is not the case. There, the plant world spreads out. And we humans—we are born into the world as breathing beings, as living beings, as beings with a certain metabolism. Yes, this is far more dependent on the environment than our eyes, our ears, or anything else that conveys sensory impressions. The plant world—the vastness of the plant world—draws its life from the ether that flows into the earth from all sides. Human beings, too, are subject to this ether.

[ 12 ] Wenn wir als kleines Kind geboren werden und wachsen, wenn die Wachstumskräfte in uns geltend sind, so sind das die Ätherkräfte. Dieselben Kräfte, die die Pflanzen wachsen lassen, leben in uns als Ätherkräfte. Wir tragen in uns den Ätherleib; der physische Leib birgt unsere Augen, birgt unsere Ohren. Der physische Leib hat nichts gemeinschaftlich mit der übrigen physischen Welt, wie ich eben auseinandergesetzt habe, und das zeigt sich darin, daß er als Leichnam in der physischen Welt zerfällt.

[ 12 ] When we are born as small children and grow, when the forces of growth are at work within us, these are the etheric forces. The very same forces that cause plants to grow live within us as etheric forces. We carry the etheric body within us; the physical body contains our eyes and our ears. The physical body has nothing in common with the rest of the physical world, as I have just explained, and this is evident in the fact that it decays as a corpse in the physical world.

[ 13 ] Anders schon ist es mit unserem Ätherleib. Mit unserem Ätherleib ist es so, daß wir durch ihn verwandt sind der Pflanzenwelt. Aber indem wir wachsen — bedenken Sie nur, meine lieben Freunde —, bildet sich in uns etwas aus, was schon in einem gewissen Sinne recht tief mit unserem Schicksal zusammenhängt. Wir können wachsen, indem wir — um groteske, radikale Beispiele zu nehmen — klein und dick bleiben oder groß und schlank werden, wir können wachsen, indem wir diese oder jene Nasenform haben. Kurz, die Art und Weise, wie wir wachsen, hat schon auf unser Äußeres einen gewissen Einfluß. Das hängt ja doch wiederum, wenn auch zunächst nur lose, mit unserem Schicksal zusammen. Aber das Wachstum drückt sich ja nicht nur in diesen groben Dingen aus. Würden die Instrumente, welche die Menschen für ihre Untersuchungen haben, fein genug sein, so würde man finden, daß jeder Mensch eigentlich eine andere Leberzusammensetzung, eine andere Milzzusammensetzung, eine andere Gehirnzusammensetzung hat. Leber ist nicht einfach Leber. Bei jedem Menschen ist sie, natürlich in feinen Nuancen, etwas anderes. Das alles hängt zusammen mit denselben Kräften, welche die Pflanzen wachsen lassen. Und wir müssen immer hinschauen auf die Pflanzendecke der Erde, und indem wir auf die Pflanzendecke der Erde hinschauen, müssen wir uns bewußt werden: Dasjenige, was aus den Ätherweiten herein die Pflanzen wachsen läßt, das wirkt auch in uns, das bewirkt in uns die ursprüngliche Menschenanlage, die sehr viel mit unserem Schicksal zu tun hat. Denn ob einer diese oder jene Leber- oder Lungenzusammensetzung oder Gehirnzusammensetzung aus der ätherischen Welt heraus hat, das hängt tief mit seinem Schicksal zusammen.

[ 13 ] The situation is quite different with our etheric body. With our etheric body, we are, through it, related to the plant world. But as we grow—just consider this, my dear friends—something develops within us that, in a certain sense, is quite deeply connected to our destiny. We can grow—to take some grotesque, extreme examples—by remaining small and stout or becoming tall and slender; we can grow by having this or that shape of nose. In short, the way we grow already has a certain influence on our outward appearance. And this, in turn, is connected—albeit only loosely at first—to our destiny. But growth is not expressed solely in these coarse terms. If the instruments people use for their investigations were precise enough, one would find that every human being actually has a different composition of the liver, a different composition of the spleen, and a different composition of the brain. The liver is not simply the liver. In every human being, it is—naturally with subtle nuances—something different. All of this is connected to the same forces that cause plants to grow. And we must always look at the Earth’s vegetation, and as we look at the Earth’s vegetation, we must become aware that: That which causes plants to grow from the etheric realms also works within us; it brings about within us the original human constitution, which has a great deal to do with our destiny. For whether a person has this or that liver, lung, or brain composition originating from the etheric world is deeply connected to their destiny.

[ 14 ] Der Mensch sieht allerdings von allen diesen Dingen nur die Außenseite. Freilich, wenn wir auf die mineralische Welt hinausschauen, dann sehen wir in der mineralischen Welt ungefähr auch das, was da drinnen ist; deshalb haben heute die Menschen diese mineralische Welt wissenschaftlich so gern — wenn man überhaupt von einer wissenschaftlichen Liebhaberei heute sprechen kann —, weil sie alles enthält, was die Leute finden wollen.

[ 14 ] However, human beings see only the outer aspect of all these things. Of course, when we look out at the mineral world, we see in it roughly what is inside; that is why people today are so fond of the mineral world from a scientific standpoint—if one can even speak of a scientific hobby today—because it contains everything people want to find.

[ 15 ] Bei dem, was als Kräfte das Pflanzenreich unterhält, ist das schon nicht mehr der Fall. Denn in dem Augenblicke, wo man zu einer imaginativen Erkenntnis kommt — ich habe ja auch davon schon gesprochen —, sieht man sogleich: die Mineralien, die sind so, daß sie im mineralischen Reiche abgeschlossen sind. Dasjenige, was das Pflanzenreich unterhält, das erscheint äußerlich dem gewöhnlichen Bewußtsein gar nicht. Da muß man tiefer hineingehen in die Welt. Und wenn wir uns die Frage vorlegen: Was wirkt denn eigentlich im Pflanzenreiche, was wirkt da so, daß aus den Ätherweiten hereinkommen können die Kräfte, welche die Pflanzen heraussprießen und sprossen machen aus der Erde, welche aber auch in uns das Wachstum bewirken, die feinere Zusammensetzung unseres ganzen Leibes bewirken, was wirkt da? — Da kommen wir auf die Wesen der sogenannten dritten Hierarchie: Angeloi, Archangeloi, Archai. Die sind zunächst das Unsichtbare, aber ohne sie gäbe es nicht jenes Auf- und Abwogen der ätherischen Kräfte, welche die Pflanzen wachsen lassen, und welche in uns wirken, indem wir dieselben Kräfte in uns tragen, welche das Pflanzenwachstum bewirken. Wir können nicht mehr, wenn wir eben nicht stumpf bleiben wollen für die Erkenntnis, bei dem bloß Sichtbaren stehenbleiben, wenn wir an die Pflanzenwelt und ihre Kräfte herantreten wollen. Und wir müssen uns schon bewußt werden: Zu diesen Wesenheiten, Angeloi, Archangeloi, Archai, entwickeln wir in leibfreiem Zustande zwischen dem Tod und einer neuen Geburt unsere Beziehungen, unsere Verhältnisse. Und je nachdem wir diese Beziehungen und Verhältnisse zu diesen Wesenheiten der dritten Hierarchie entwickeln, gestaltet sich unser inneres, ich möchte sagen, unser Wesenheitskarma, dasjenige Karma, welches abhängt davon, wie unser Ätherleib unsere Säfte zusammensetzt, wie er uns groß oder klein werden läßt und so weiter.

[ 15 ] This is no longer the case with the forces that sustain the plant kingdom. For the moment one arrives at an imaginative understanding—as I have already mentioned—one immediately sees that minerals are such that they are confined to the mineral kingdom. That which sustains the plant kingdom does not appear at all to ordinary consciousness. One must delve deeper into the world. And when we ask ourselves the question: What is actually at work in the plant kingdom? What is it that allows forces to enter from the expanses of the ether—forces that cause plants to sprout and grow out of the earth, but which also bring about growth within us and shape the finer composition of our entire body—what is it that is at work there? — This brings us to the beings of the so-called third hierarchy: Angeloi, Archangeloi, Archai. They are, first and foremost, invisible, but without them there would be no ebb and flow of the etheric forces that cause plants to grow, and which work within us because we carry within ourselves the very same forces that bring about plant growth. If we wish to approach the plant world and its forces, we can no longer—unless we wish to remain obtuse to this knowledge—stop at the merely visible. And we must become aware that it is with these beings—Angels, Archangels, and Archai—that we develop our relationships and connections in the bodiless state between death and a new birth. And depending on how we develop these relationships and connections with these beings of the third hierarchy, our inner—I would say—our “being karma” takes shape—that karma which depends on how our etheric body composes our vital fluids, how it causes us to grow large or small, and so on.

[ 16 ] Aber die Wesenheiten der dritten Hierarchie haben nur diese Macht. Daß die Pflanzen wachsen können, das rührt nicht von ihrer Macht allein her. In bezug darauf stehen diese Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi und Archai, in dem Dienst höherer Wesenheiten. Jenes Auf- und Abwogen der Pflanzen-Wachstumskräfte im Weltenäther, es wird zwar zunächst ausgeführt von diesen Wesenheiten der dritten Hierarchie. Aber in bezug darauf stehen diese Wesenheiten der dritten Hierarchie im Dienste höherer Wesenheiten. Aber das, was wir durchleben, bevor wir heruntersteigen aus der geistigen Welt in unseren physischen Leib hinein, das, was mit unserer feineren Zusammensetzung, mit allem dem zusammenhängt, was ich eben beschrieben habe, das wird bewirkt durch unsere wissentliche Begegnung mit diesen Wesenheiten der dritten Hierarchie. Und mit der Anleitung, die wir von ihnen bekommen können, je nachdem wir in unserem vorigen Erdenleben vorbereitet sind, mit dieser Anleitung, unseren Ätherleib aus den Ätherweiten zu bilden, geschieht dies in der letzten Zeit, bevor wir heruntersteigen von dem überphysischen Dasein in das physische Dasein.

[ 16 ] But the beings of the third hierarchy possess only this power. The fact that plants can grow does not stem from their power alone. In this regard, these beings of the third hierarchy—Angels, Archangels, and Archai—are in the service of higher beings. That balancing of the forces of plant growth in the world ether is, admittedly, initially carried out by these beings of the third hierarchy. But in this regard, these beings of the third hierarchy are in the service of higher beings. However, what we experience before we descend from the spiritual world into our physical body—that which is connected to our finer constitution and to everything I have just described—is brought about by our conscious encounter with these beings of the third hierarchy. And with the guidance we can receive from them—depending on how well we have prepared ourselves in our previous earthly life—this guidance in forming our etheric body from the etheric realms takes place in the final period before we descend from the supersensible existence into physical existence.

[ 17 ] So daß also unser Blick zuerst auf dasjenige fallen muß, was in unser Schicksal, in unser Karma hineinwirkt aus unserer inneren Beschaffenheit heraus. Ich möchte sagen, wir dürfen für diesen Teil des Karmas den Ausdruck Wohlbefinden gebrauchen, Wohlbefinden und Mißbehagen des Lebens. Wohlbehagen und Mißbehagen des Lebens hängen zusammen mit dem, was unsere innere Qualität ist vermöge unseres Ätherleibes.

[ 17 ] So our attention must first turn to that which, arising from our inner nature, influences our destiny, our karma. I would like to say that for this aspect of karma, we may use the term “well-being”—the well-being and discomfort of life. The well-being and discomfort of life are connected to our inner quality, which arises from our etheric body.

[ 18 ] Ein zweites, das in unserem Karma lebt, hängt davon ab, daß nicht nur das Pflanzenreich die Erde bevölkert, sondern auch das Tierreich. Nun bedenken Sie, meine lieben Freunde: die verschiedensten Gegenden der Erde haben die verschiedensten Tiere. Es ist sozusagen die Tieratmosphäre in den verschiedenen Gegenden der Erde verschieden.

[ 18 ] A second factor, which is part of our karma, depends on the fact that not only the plant kingdom but also the animal kingdom inhabits the Earth. Now consider this, my dear friends: the various regions of the Earth are home to a wide variety of animals. The “animal atmosphere,” so to speak, differs in the various regions of the Earth.

[ 19 ] Aber Sie werden doch zugeben: der Mensch lebt ja auch in dieser Atmosphäre, wo die Tiere leben. Das klingt heute grotesk, weil die Menschen eben nicht gewohnt sind, auf solche Dinge hinzuschauen. Aber es gibt zum Beispiel Gegenden, da lebt der Elefant. Ja, die Gegenden, in denen der Elefant lebt, die sind eben solche, wo das Weltenall auf die Erde so herunterwirkt, daß das Elefantendasein entstehen kann. Ja, glauben Sie, meine lieben Freunde, wenn hier ein Stück Erde ist, und hier auf diesem Stück Erde der Elefant lebt, und aus dem Weltenall herein wirken die elefantenbildenden Kräfte, daß diese selben Kräfte nicht da sind, wenn just an derselben Stelle ein Mensch ist? Die sind natürlich auch da, wenn an derselben Stelle ein Mensch ist. Und so ist es doch mit der ganzen Tierheit. Gerade so, wie die pflanzenbildenden Kräfte aus den Ätherfernen da sind, wo wir leben — die Holzwände und auch Mauerwände und auch Beton halten das ja nicht fern, wir leben ja dennoch hier in Dornach in den Kräften, die eben in den Juraalpen die Pflanzen bilden —, so lebt man, wenn man just auf dem Boden ist, wo ein Elefant sein kann nach der Erdenbeschaffenheit, so lebt man eben auch als Mensch unter den elefantenbildenden Kräften. Ja, ich kann mir schon denken, daß gar manches nun in den Seelen lebt von großen und kleinen Tieren, die die Erde bevölkern, und von denen Sie nun aufmerksam darauf werden, daß ja der Mensch in derselben Atmosphäre lebt!

[ 19 ] But you must admit: humans also live in this same atmosphere where animals live. That sounds grotesque today because people simply aren’t used to paying attention to such things. But there are, for example, regions where elephants live. Yes, the regions where elephants live are precisely those where the cosmos exerts its influence on Earth in such a way that elephant life can come into being. Yes, do you believe, my dear friends, that if there is a patch of earth here, and elephants live on this patch of earth, and the elephant-forming forces are working in from the cosmos—that these very same forces are not present when a human being happens to be in that very same spot? Of course they are there as well when a human being is in that same spot. And so it is with the entire animal kingdom. Just as the plant-forming forces from the distant realms of the ether are present where we live—wooden walls, brick walls, and even concrete do not keep them at bay, we do, after all, live here in Dornach amidst the forces that form the plants in the Jura Alps—so when one is standing on the very ground where an elephant could be, given the nature of the earth, one lives, as a human being, amidst the forces that shape elephants. Yes, I can well imagine that much now lives in our souls from the large and small animals that populate the earth, and that you are now becoming aware that human beings, after all, live in the same atmosphere!

[ 20 ] Das alles wirkt aber wirklich auf den Menschen. Natürlich wirkt es anders auf den Menschen als auf die Tiere, weil der Mensch noch andere Qualitäten hat als die Tiere, noch andere Wesensglieder hat als die Tiere. Es wirkt anders auf die Menschen, sonst würde ja der Mensch in der Elefantensphäre eben auch ein Elefant. Das wird er aber nicht. Außerdem: der Mensch erhebt sich fortwährend aus dem, was da auf ihn wirkt, aber er lebt in dieser Atmosphäre.

[ 20 ] But all of this really does have an effect on people. Of course, it affects humans differently than it does animals, because humans possess qualities and constitutional elements that animals do not. It affects humans differently; otherwise, a human in the realm of elephants would simply become an elephant. But that is not the case. Furthermore, humans continually rise above what influences them, yet they live within this atmosphere.

[ 21 ] Sehen Sie, von diesem, in dem da der Mensch lebt, ist alles das abhängig, was in seinem Astralleibe ist. Und können wir davon sprechen, daß sein Wohlbehagen oder Mißbehagen von dem Pflanzenwesen der Erde abhängt, so hängen die Sympathien und Antipathien, die wir als Menschen innerhalb des Erdendaseins entwickeln, und die wir uns mitbringen aus dem vorirdischen Dasein, ab von dem, was sozusagen die Tieratmosphäre ausmacht.

[ 21 ] You see, everything that exists within a person’s astral body depends on this world in which the person lives. And while we can say that a person’s well-being or discomfort depends on the plant life of the Earth, the sympathies and antipathies that we as human beings develop during our earthly existence—and that we bring with us from our pre-earthly existence—depend on what constitutes, so to speak, the animal atmosphere.

[ 22 ] Der Elefant hat einen Rüssel und dicke, säulenförmige Beine, der Hirsch hat ein Geweih und so weiter; also da leben die tierbildenden, die tiergestaltenden Kräfte. Im Menschen zeigen sich diese Kräfte nur in der Wirkung auf seinen astralischen Leib. Und in dieser Wirkung auf seinen astralischen Leib erzeugen sie die Sympathien und Antipathien, die sich die einzelne menschliche Individualität mitbringt aus der geistigen Welt.

[ 22 ] The elephant has a trunk and thick, column-like legs; the deer has antlers, and so on; this is where the forces that form and shape animals reside. In human beings, these forces manifest only through their effect on the astral body. And through this effect on the astral body, they give rise to the sympathies and antipathies that the individual human being brings with them from the spiritual world.

[ 23 ] Achten Sie nur, meine lieben Freunde, auf diese Sympathien und Antipathien. Achten Sie darauf, wie stark führend durch das ganze Leben diese Sympathien und Antipathien sind. Gewiß, wir Menschen werden mit Recht in einer gewissen Beziehung dazu erzogen, über die starken Sympathien und Antipathien hinauszuwachsen. Aber zunächst sind sie doch da, diese Sympathien und Antipathien. Zunächst durchleben wir doch unser Leben in Sympathien und Antipathien. Der eine hat Sympathie für dieses, der andere hat Sympathie für jenes. Der eine hat Sympathie für Bildhauerei, der andere für Musik, der eine hat Sympathie für blonde Menschen, der andere hat Sympathie für schwarze Menschen. Das sind starke, radikale Sympathien. Aber das ganze Leben ist durchsetzt von solchen Sympathien und Antipathien. Sie leben in Abhängigkeit von dem, was die mannigfaltigen Tiergestaltungen macht.

[ 23 ] Just pay attention, my dear friends, to these sympathies and antipathies. Notice how strongly these sympathies and antipathies guide us throughout our entire lives. Certainly, we humans are, in a certain sense, rightly taught to rise above these strong sympathies and antipathies. But for the time being, these sympathies and antipathies are still there. For the time being, we live our lives through sympathies and antipathies. One person has a sympathy for this, another for that. One person has an affinity for sculpture, another for music; one has an affinity for blond people, another for black people. These are strong, radical affinities. But life as a whole is permeated by such affinities and aversions. They exist in dependence on what the manifold animal forms do.

[ 24 ] Und fragen Sie einmal, meine lieben Freunde, was tragen wir als Menschen denn in uns, was in unserem eigenen Inneren den mannigfaltigen Tiergestalten entspricht, die draußen sind? Hundert-, tausendfach sind diese Tiergestalten! Hundert-, tausenfach sind die Gestaltungen unserer Sympathien und Antipathien, nur bleibt das meiste davon im Unbewußten oder Unterbewußten.

[ 24 ] And ask yourselves, my dear friends, what is it that we, as human beings, carry within us—what within our own inner selves corresponds to the manifold animal forms that exist outside? These animal forms are countless—a hundredfold, a thousandfold! The manifestations of our sympathies and antipathies are a hundredfold, a thousandfold, yet most of them remain in the unconscious or subconscious.

[ 25 ] Das ist eine weitere, dritte Welt.

[ 25 ] This is yet another Third World.

[ 26 ] Die erste Welt war die Welt, wo wir eigentlich keine Abhängigkeit spüren: die mineralische Welt. Die zweite Welt ist diejenige, in der Angeloi, Archangeloi, Archai leben, die die Pflanzenwelt aus sich hervorsprießen läßt, die uns unsere innere Qualität gibt, in der wir Wohlbehagen oder Mißbehagen ins Leben hineintragen, uns todunglücklich fühlen durch uns selber oder glücklich fühlen durch uns selber. Es ist dasjenige aus dieser Welt entnommen, was unser Schicksal durch unsere innere Zusammensetzung, durch unser ganzes ätherisches Menschtum bedeutet. Jetzt kommen wir zu dem, was weiter unser Schicksal tief bedingt, unsere Sympathien und Antipathien. Und diese Sympathien und Antipathien, sie bringen uns schließlich dasjenige, was in einem viel weiteren Umfange zu unserem Schicksal gehört als bloß die Wachstumskräfte.

[ 26 ] The first world was the world where we actually feel no dependence: the mineral world. The second world is the one in which the Angeloi, Archangeloi, and Archai dwell—those who cause the plant world to spring forth from within themselves, who give us our inner quality, in which we bring well-being or unease into life, feel utterly miserable because of ourselves, or feel happy because of ourselves. It is from this world that our destiny is drawn, through our inner constitution, through our entire ethereal humanity. Now we come to what further profoundly determines our destiny: our sympathies and antipathies. And these sympathies and antipathies ultimately bring us that which belongs to our destiny to a much greater extent than merely the forces of growth.

[ 27 ] Den einen tragen seine Sympathien und Antipathien in die weiten Fernen. Er lebt da und dort, weil ihn seine Sympathien dahin getragen haben, und in dieser weiten Ferne entwickeln sich dann die Einzelheiten seines Schicksals.

[ 27 ] For some, their likes and dislikes carry them to distant lands. They live here and there because their likes have led them there, and it is in these distant lands that the details of their fate then unfold.

[ 28 ] Tief verkettet mit unserem ganzen menschlichen Schicksal sind diese Sympathien und Antipathien. Sie leben in der Welt, in der jetzt nicht die dritte, sondern die zweite Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes leben. Dasjenige, was irdisches Abbild ist der hohen, herrlichen Gestaltungen dieser zweiten Hierarchie, das lebt im Tierreich. Das aber, was diese Wesenheiten, wenn wir mit ihnen verkehren zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, in uns verpflanzen, das lebt in dem, was wir als die uns eingeborenen Sympathien und Antipathien aus der geistigen Welt mit hereintragen in die physische Welt.

[ 28 ] These sympathies and antipathies are deeply intertwined with our entire human destiny. They exist in the world inhabited not by the third hierarchy, but by the second: Exusiai, Dynamis, and Kyriotetes. That which is the earthly reflection of the lofty, glorious forms of this second hierarchy lives in the animal kingdom. But that which these beings implant within us when we interact with them between death and a new birth lives in what we bring with us from the spiritual world into the physical world as our innate sympathies and antipathies.

[ 29 ] Wenn man diese Dinge durchschaut, dann werden wirklich solche Begriffe wie die der gewöhnlichen Vererbung kindisch, richtig kindisch. Denn damit ich irgendein vererbtes Merkmal von meinem Vater oder meiner Mutter an mir trage, muß ich ja erst die Sympathien oder Antipathien zu diesem Merkmal bei Vater und Mutter entwickeln. Es hängt also nicht davon ab, daß ich diese Eigenschaften ererbt habe bloß durch irgendeine leblose Naturkausalität, sondern es hängt davon ab, ob ich Sympathie mit diesen Eigenschaften gehabt habe.

[ 29 ] When one sees through these things, concepts such as those of ordinary heredity really do become childish—truly childish. For in order for me to possess any inherited trait from my father or mother, I must first develop sympathies or antipathies toward that trait in my father and mother. It does not, therefore, depend on my having inherited these traits merely through some lifeless natural causality, but rather on whether I have felt sympathy for these traits.

[ 30 ] Warum ich solche Sympathie zu diesen Eigenschaften gehabt habe, davon wird in den nächsten Stunden noch zu sprechen sein, die Ausführungen über das Karma werden uns ja viele Stunden in Anspruch nehmen. Aber wirklich, in der Weise von Vererbung zu sprechen, wie man gewöhnlich davon heute gerade in der Wissenschaft spricht, die sich besonders gescheit dünkt, das ist kindisch.

[ 30 ] Why I have felt such sympathy for these qualities will be discussed in the coming hours; after all, the discussion of karma will take us many hours. But really, to speak of heredity in the way it is commonly discussed today—especially in science, which considers itself particularly clever—is childish.

[ 31 ] Es wird sogar heute behauptet, daß sich spezifisch geistig-seelische Eigenschaften vererben. Genies sollen sich vererben von den Vorfahren, und man sucht, wenn irgendein Genie in der Welt auftritt, bei den Vorfahren die einzelnen Stücke zusammen, die dann dieses Genie geben sollen. Ja, das ist eine sonderbare Art der Beweisführung. Eine Beweisführung, die vernünftig wäre, wäre die, daß wenn ein Genie da ist, es wiederum ein Genie durch Vererbung erzeugen würde. Aber wenn man nach diesen Beweisen suchen würde — nun ja, Goethe hat auch einen Sohn gehabt, und andere Genies haben auch Söhne gehabt —, da würde man auf sonderbare Dinge kommen. Das wäre aber ein Beweis! Aber das, daß ein Genie da ist und man gewisse Eigenschaften an diesem Genie von seinen Vorfahren findet, das steht auf keinem anderen Blatte, als daß, wenn ich ins Wasser falle und herausgezogen werde, ich naß bin. Deshalb habe ich mit dem Wasser, das dann von mir herunterpludert, in meiner Wesenheit nicht viel zu tun. Natürlich, da ich hereingeboren werde in die Vererbungsströmung durch meine Sympathien mit den betreffenden Eigenschaften, trage ich diese vererbten Eigenschaften an mir, so wie ich das Wasser an mir trage, wenn ich ins Wasser falle und naß herausgezogen werde. Aber grotesk kindisch sind die Vorstellungen, die man in dieser Beziehung hat. Denn schon im vorirdischen Dasein des Menschen treten die Sympathien und Antipathien auf, und die geben ihm sein innerstes Gefüge. Mit denen tritt er dann ins irdische Dasein herein, mit denen zimmert er sich aus dem vorirdischen Dasein heraus sein Schicksal.

[ 31 ] Even today, it is claimed that specific mental and emotional traits are inherited. Geniuses are said to be inherited from ancestors, and whenever a genius appears in the world, people search among the ancestors for the individual traits that are supposed to account for that genius. Yes, that is a strange line of reasoning. A line of reasoning that would be reasonable would be that if a genius exists, it would in turn produce a genius through heredity. But if one were to search for such evidence—well, Goethe also had a son, and other geniuses have had sons as well—one would come across some strange things. That would be proof, though! But the fact that a genius exists and that certain characteristics of this genius can be found in his ancestors is no more significant than the fact that if I fall into water and am pulled out, I am wet. Therefore, the water that then trickles down from me has little to do with my very being. Of course, since I am born into the current of heredity through my affinities with the relevant traits, I bear these inherited traits within me, just as I bear the water on me when I fall into water and am pulled out wet. But the ideas people have in this regard are grotesquely childish. For already in the human being’s pre-earthly existence, sympathies and antipathies arise, and these give the human being his or her innermost structure. With these, the human being then enters earthly existence; with these, he or she crafts his or her destiny out of pre-earthly existence.

[ 32 ] Und wir können uns jetzt leicht vorstellen; Wir waren in einem früheren Erdenleben mit einem Menschen zusammen; da hat sich manches ergeben im Zusammenleben. Das findet seine Fortsetzung in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Da wird unter dem Einfluß der Kräfte der höheren Hierarchien dasjenige in den lebendigen Gedanken, in den lebendigen Weltenimpulsen ausgestaltet, was dann aus den Erlebnissen der früheren Erdenleben heraus in das nächste Erdenleben hinüberkommen soll, um weiter gelebt zu werden.

[ 32 ] And we can easily imagine this now: We were together with a person in a previous earthly life; many things unfolded as we lived together. This continues in the life between death and a new birth. There, under the influence of the forces of the higher hierarchies, that which is to be carried over from the experiences of previous earthly lives into the next earthly life—to be lived out further—is shaped within the living thoughts and the living impulses of the world.

[ 33 ] Dazu gebraucht man, indem man die Impulse ausbildet, durch welche man sich im Leben findet, die Sympathien und Antipathien.

[ 33 ] To do this, one must cultivate the impulses that guide one through life—one’s likes and dislikes.

[ 34 ] Und diese Sympathien und Antipathien werden unter dem Einflusse von Exusiai, Dynamis, Kyriotetes in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gebildet. Diese Sympathien und Antipathien lassen uns dann die Menschen im Leben finden, mit denen wir weiter zu leben haben nach Maßgabe der früheren Erdenleben. Das gestaltet sich aus unserem inneren Menschengefüge heraus.

[ 34 ] And these affinities and aversions are formed under the influence of exusiai, dynamis, and kyriotetes during the life between death and a new birth. These affinities and aversions then lead us to encounter the people in life with whom we must continue to live, in accordance with our previous earthly lives. This arises from the structure of our inner being.

[ 35 ] Natürlich kommen in diesem Erarbeiten der Sympathien und Antipathien die mannigfaltigsten Verirrungen vor; doch diese gleichen sich wiederum im Laufe des Schicksals durch die vielen Erdenleben hindurch aus. — Wir haben also hier ein zweites Bestandstück unseres Schicksals, ein zweites Bestandstück des Karmas: die Sympathien und Antipathien.

[ 35 ] Of course, the most diverse deviations occur in this development of sympathies and antipathies; yet these, in turn, balance each other out over the course of destiny through the many earthly lives. — So here we have a second component of our destiny, a second component of karma: sympathies and antipathies.

[ 36 ] Wir können sagen, erstes Bestandstück des Karmas: Wohlbefinden, inneres Wohlbefinden oder Mißbehagen. Das zweite sind Sympathien und Antipathien (siehe Schema Seite 44). Wir sind heraufgestiegen in Tafel 4 die Sphäre, in der die Kräfte für die Bildung des tierischen Reiches liegen, indem wir zu den Sympathien und Antipathien im menschlichen Schicksal kommen.

[ 36 ] We can say that the first component of karma is well-being, inner well-being, or discomfort. The second is sympathies and antipathies (see diagram on page 44). In Table 4, we have ascended to the sphere where the forces responsible for the formation of the animal kingdom lie, as we come to the sympathies and antipathies in human destiny.

[ 37 ] Nun steigen wir ins eigentliche Menschenreich herauf. Wir leben nicht nur mit der Pflanzenwelt, mit der tierischen Welt zusammen, wir leben ja ganz besonders maßgeblich für unser Schicksal mit anderen Menschen zusammen in der Welt. Das ist ein anderes Zusammenleben als das Zusammenleben mit Pflanzen, mit Tieren. Das ist ein Zusammenleben, durch das eben gerade die Hauptsache unseres Schicksals gezimmert wird. Die Impulse, die da bewirken, daß die Erde auch bevölkert ist von Menschen, die wirken nur auf die Menschheit ein. Und es entsteht nun die Frage: Welche Impulse sind diese, die nur auf die Menschheit einwirken?

[ 37 ] Now we ascend into the realm of humanity proper. We do not merely live alongside the plant world and the animal world; rather, we live together with other human beings in the world, and this coexistence is particularly decisive for our destiny. This is a different kind of coexistence than that with plants or animals. It is a form of coexistence through which the very essence of our destiny is shaped. The impulses that cause the Earth to be populated by human beings act exclusively upon humanity. And this raises the question: What are these impulses that act exclusively upon humanity?

[ 38 ] Wir können da eine rein äußerliche Betrachtung sprechen lassen, die ich schon öfter angestellt habe.

[ 38 ] We can offer a purely external perspective here, one that I have taken on several occasions.

[ 39 ] Unser Leben wird ja wirklich, ich möchte sagen, von seiner anderen Seite her mit einer viel größeren Weisheit geführt, als wir es hier führen von dieser Seite her. Wir treffen oftmals im späteren Leben einen Menschen, der für unser Leben außerordentlich wichtig ist. Wenn wir zurückdenken, wie wir bis dahin gelebt haben, wo wir diesen Menschen treffen, so erscheint uns — ich habe das schon öfters gesagt das ganze Leben wie der Weg, um diesen Menschen zu treffen. Es ist, als wenn wir jeden Schritt dazu veranlagt hätten, daß wir gerade im rechten Zeitpunkt diesen Menschen finden oder überhaupt ihn finden in einem bestimmten Zeitpunkt.

[ 39 ] Our lives are truly—I would say—guided from the other side with far greater wisdom than we guide them here from this side. We often meet someone later in life who is extraordinarily important to our lives. When we look back on how we lived up until the moment we met this person, it seems to us—as I have said many times before—that our entire life was a path leading to meeting this person. It is as if every step we took was meant to ensure that we would find this person at exactly the right moment, or indeed find them at a specific moment at all.

[ 40 ] Man braucht nur einmal über das Folgende nachzudenken. Denken Sie sich einmal, was es bei völliger Menschenbesinnung bedeutet, in irgendeinem Lebensjahre einen bestimmten Menschen zu finden, von da ab mit ihm irgendwie Gemeinsames zu erleben, zu arbeiten, zu wirken. Bedenken Sie nur, was das bedeutet. Bedenken Sie, was bei voller Besinnung sich als der Impuls darstellt, der uns dazu geführt hat. Vielleicht, wenn wir darüber nachdenken, wie es kommt, daß wir diesen Menschen gefunden haben, vielleicht fällt uns dann ein: Da mußte erst ein Ereignis von uns erlebt werden, das mit vielen anderen Menschen zusammenhängt, sonst hätte sich gar keine Möglichkeit ergeben, diesen Menschen zu finden im Leben. Und damit dieses Ereignis eintrat, mußte wiederum ein anderes erlebt werden. Man kommt in komplizierte Zusammenhänge hinein, die alle eintreten mußten, in die wir uns hineinbegeben mußten, um zu irgendeinem entscheidenden Erlebnis zu kommen. Und dann besinnt man sich vielleicht darauf: Wenn einem, ich will nicht sagen mit einem Jahre, aber nehmen wir an, mit vierzehn Jahren die Aufgabe gestellt worden wäre, dieses Rätsel nun bewußt zu lösen, wie man in seinem fünfzigsten LebensJahre eine entscheidende Begegnung mit einem Menschen anstellen soll, wenn man sich vorstellt, daß man das wie ein Rechenexempel bewußt hätte lösen sollen — ich bitte Sie, was erfordert das alles! Wir Menschen sind ja bewußt so furchtbar dumm, und das, was mit uns in der Welt geschieht, ist, wenn man solche Dinge in Betracht zieht, so unendlich gescheit und weise.

[ 40 ] One need only reflect on the following for a moment. Just imagine what it means, with complete clarity of mind, to find a certain person at any stage of life, and from that point on to share experiences with them, to work together, and to make a difference together. Just consider what that means. Consider what, with full awareness, emerges as the impulse that led us to this. Perhaps, when we reflect on how it came to be that we found this person, it might occur to us: First, we had to experience an event connected to many other people; otherwise, there would have been no possibility at all of finding this person in life. And for that event to occur, yet another had to be experienced. We find ourselves caught up in complex interconnections—all of which had to take place, and into which we had to enter—in order to arrive at some decisive experience. And then we might reflect on this: If, at—I won’t say one year of age, but let’s say fourteen—one had been given the task of consciously solving this riddle: how, in one’s fiftieth year of life, to bring about a decisive encounter with another person—if one imagines that one would have had to consciously solve this like a math problem—I ask you, what would all that require! We humans are, after all, consciously so terribly stupid, and what happens to us in the world is, when you consider such things, so infinitely clever and wise.

[ 41 ] Da werden wir, wenn wir so etwas betrachten, eben hingewiesen auf das ungeheuer Verschlungene, Bedeutsame in unserem Schicksals wirken, in unserem Karmawirken. Und das alles spielt sich im Reiche des Menschlichen ab.

[ 41 ] When we consider such things, we are reminded of the immensely intricate and significant workings of our destiny, of our karma. And all of this takes place within the realm of the human.

[ 42 ] Nun bitte ich Sie zu bedenken: Es ist ja tatsächlich das, was sich da mit uns abspielt, im Unbewußten liegend. Bis zu dem Momente, wo eben ein entscheidendes Ereignis an uns herantritt, liegt es im Unbewußten. Es spielt sich alles ab wie unter Naturgesetzen stehend. Aber wo hätten Naturgesetze je eine Macht, so etwas zu bewirken? Was auf diesem Gebiete geschieht, das kann ja aller Naturgesetzlichkeit und allem dem widersprechen, allem dem spotten, was wir den äußeren Naturgesetzen nach bilden. Auch darauf habe ich schon wiederholt aufmerksam gemacht. Die Äußerlichkeiten des Menschenlebens können sogar in errechnete Gesetze eingespannt werden.

[ 42 ] Now I ask you to consider: This is, in fact, what is happening to us—lying in the unconscious. Until the moment when a decisive event comes upon us, it remains in the unconscious. Everything unfolds as if governed by the laws of nature. But how could the laws of nature ever have the power to bring about something like this? What happens in this realm can contradict all natural laws and everything we derive from the external laws of nature—it can even mock them. I have also drawn attention to this repeatedly. The outward aspects of human life can even be subjected to calculated laws.

[ 43 ] Nehmen Sie das Lebensversicherungswesen. Das Lebensversicherungswesen kann nur dadurch gedeihen, daß man die wahrscheinliche Lebensdauer irgendeines, sagen wir, neunzehn- oder fünfundzwanzigjährigen Menschen berechnen kann. Wenn jemand sein Leben versichern will, so wird die Police danach ausgestellt, wie groß seine wahrscheinliche Lebensdauer ist. Also man lebt nach diesen Berechnungen als heute neunzehnjähriger Mensch noch so und so lange. Das läßt sich bestimmen. Aber denken Sie sich, das sei abgelaufen: Sie werden sich dadurch nicht verpflichtet fühlen, zu sterben! Zwei Menschen können nach dieser wahrscheinlichen Lebensdauer längst gestorben sein. Aber nachdem sie nach dieser wahrscheinlichen Lebensdauer längst «gestorben» sind, finden sie sich erst in einer solchen Weise zusammen, wie ich es geschildert habe! Das alles geschieht ja jenseits dessen, was wir aus den äußerlichen Naturtatsachen heraus berechnen für das Menschenleben. Und dennoch geschieht es mit innerer Notwendigkeit wie die Naturtatsachen. Man kann nicht anders sagen, als: Mit derselben Notwendigkeit, mit der irgendein Naturereignis, ein Erdbeben oder ein Vulkanausbruch, oder was immer es ist, ein kleineres oder größeres Naturereignis, eintritt, mit derselben Notwendigkeit begegnen sich zwei Menschen im Erdenleben nach den Lebenswegen, die sie eben genommen haben.

[ 43 ] Take the life insurance industry. The life insurance industry can only thrive if it is possible to calculate the life expectancy of, say, a nineteen- or twenty-five-year-old person. If someone wants to insure their life, the policy is issued based on their life expectancy. So, according to these calculations, a person who is nineteen today will live for such-and-such a period of time. That can be determined. But imagine that this period has elapsed: you won’t feel obligated to die just because of it! Two people may have long since died according to this probable lifespan. But only after they have long since “died” according to this probable lifespan do they come together in the way I have described! All of this takes place beyond what we calculate for human life based on external natural facts. And yet it happens with the same inner necessity as natural facts. One cannot help but say: With the same necessity with which any natural event—an earthquake or a volcanic eruption, or whatever it may be, a minor or major natural event—occurs, with that same necessity do two people meet in earthly life according to the paths they have just taken.

[ 44 ] So daß wir hier wirklich innerhalb des physischen Reiches ein neues Reich aufgerichtet sehen, und dieses Reich, wir leben darinnen, nicht nur in dem Wohlbehagen oder Mißbehagen, in den Sympathien und Antipathien, sondern wir leben darinnen als in unseren Ereignissen, Erlebnissen. Wir sind ganz einergossen in das Reich der Ereignisse, der Erlebnisse, die unser Leben schicksalsmäßig bestimmen.

[ 44 ] So that we truly see a new realm established here within the physical realm, and we live within this realm—not merely in comfort or discomfort, in sympathies and antipathies—but we live within it as we do within our events and experiences. We are completely immersed in the realm of events and experiences that fatefully determine our lives.

Archai, Archangeloi, Angeloi
1. Bestandstück des Karmas: Wohlbefinden, Wohlbehagen, Mißbehagen.

Dynamis, Exusiai, Kyriotetes
2. Bestandstück des Karmas: Sympathien, Antipathien.

Seraphim, Cherubim, Throne
3. Bestandstück des Karmas: Ereignisse, Erlebnisse.

Archai, Archangeloi, Angeloi
1. Component of karma: well-being, comfort, discomfort.

Dynamis, Exusiai, Kyriotetes
2. Components of karma: sympathies, antipathies.

Seraphim, Cherubim, Thrones
3. Component of karma: events, experiences.

[ 45 ] In diesem Reiche, da wirken die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne. Denn um das, was da wirkt, um jeden menschlichen Schritt, jede Seelenregung, alles das, was in uns ist, so in der Welt zu führen, daß die Schicksale der Menschen erwachsen, dazu gehört eine größere Macht als diejenige, die da wirkt im Pflanzenreich, als diejenige, die da hat die Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai, und die da hat die Hierarchie der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis. Dazu gehört eine Macht, die der ersten Hierarchie — Seraphim, Cherubim und Throne —, die den erhabensten Wesenheiten zukommt. Denn was sich da auslebt, das lebt in unserem eigentlichen Ich, in unserer Ich-Organisation, und lebt sich herüber in ein Erdenleben von einem früheren Erdenleben.

[ 45 ] In this realm, the beings of the first hierarchy—Seraphim, Cherubim, and Thrones—are at work. For guiding what is at work there—every human step, every stirring of the soul, everything that is within us—in such a way that human destinies may unfold, requires a greater power than that which is at work in the plant kingdom, than that possessed by the hierarchy of the Angeloi, Archangeloi, and Archai, and than that possessed by the hierarchy of the Exusiai, Kyriotetes, and Dynamis. This requires a power that belongs to the first hierarchy—the Seraphim, Cherubim, and Thrones—which is reserved for the most exalted beings. For what unfolds there lives within our true “I,” within our “I”-organization, and carries over into an earthly life from a previous earthly life.

[ 46 ] Und nun bedenken Sie: Sie leben in einem Erdenleben, dies oder jenes bewirken Sie, meinetwillen aus Instinkten, Leidenschaften, Trieben oder aus gescheiten und dummen Gedanken heraus; das ist ja wirklich alles als Impulse vorhanden. Bedenken Sie, wenn Sie in einem Erdenleben leben, so führt das, was Sie aus den Trieben heraus tun, zu dem oder jenem: es führt zur Beglückung, zum Schaden eines anderen Menschen. Sie gehen dann durch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, Sie haben in diesem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt das starke Bewußtsein: Habe ich einem Menschen Schaden zugefügt, so bin ich unvollkommener, als wenn ich ihm diesen Schaden nicht zugefügt hätte; ich muß diesen Schaden ausgleichen. Es entsteht der Drang und der Trieb in Ihnen, diesen Schaden auszugleichen. Haben Sie einem Menschen irgend etwas zugefügt, was zu seiner Förderung ist, dann schauen Sie das, was zur Förderung des Menschen ist, so an, daß Sie sagen: Das muß die Grundlage abgeben für die allgemeine Weltenförderung, das muß zu weiteren Konsequenzen in der Welt führen.

[ 46 ] And now consider this: You are living an earthly life; you bring about this or that—whether out of instinct, passion, impulse, or out of wise or foolish thoughts—and all of these truly exist as impulses. Consider this: when you live an earthly life, what you do out of your drives leads to one thing or another—it leads to the happiness or the harm of another person. You then pass through life between death and a new birth, and in this life between death and a new birth, you have the strong awareness: If I have caused harm to another person, I am more imperfect than if I had not caused that harm; I must make amends for this harm. An urge and an impulse arise within you to make amends for this harm. If you have done anything for a person that contributes to their advancement, then you view what contributes to that person’s advancement in such a way that you say: “This must serve as the foundation for the general advancement of the world; this must lead to further consequences in the world.”

[ 47 ] Das alles können Sie innerlich entwickeln. Das alles kann Wohlbefinden oder Mißbehagen geben, je nachdem Sie die innere Wesenheit Ihres Leibes darnach gestalten in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Das alles kann Sie zu Sympathien und Antipathien führen, indem Sie Ihren astralischen Leib in der entsprechenden Weise mit Hilfe der Wesenheiten, der Exusiai, Dynamis, Kyriotetes ausbilden. Aber alles das gibt Ihnen noch nicht die Macht, das, was in einem vorhergehenden Leben bloß menschliche Tatsache war, zur Weltenhandlung werden zu lassen. Sie haben einen Menschen gefördert oder Sie haben einem Menschen geschadet. Das muß die Wirkung haben, daß der Mensch Ihnen in einem nächsten Leben entgegentritt und Sie in seinem Entgegentreten den Impuls finden, das Ausgleichende zu haben. Dasjenige, was bloß moralische Bedeutung hat, muß eine äußere Tatsache werden, muß äußeres Weltereignis werden.

[ 47 ] You can develop all of this within yourself. All of this can bring about a sense of well-being or discomfort, depending on how you shape the inner essence of your body during the life between death and a new birth. All of this can lead you to feelings of sympathy and antipathy as you shape your astral body accordingly with the help of the beings known as the Exusiai, Dynamis, and Kyriotetes. But none of this yet gives you the power to transform what was merely a human fact in a previous life into a cosmic act. You may have helped a person, or you may have harmed a person. This must have the effect that the person confronts you in a subsequent life, and in that confrontation you find the impulse to achieve balance. That which has merely moral significance must become an external fact; it must become an external world event.

[ 48 ] Dazu sind diejenigen Wesenheiten notwendig, die moralische Taten in Welttaten umwandeln, metamorphosieren. Das sind die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne. Die wandeln dasjenige, was von uns ausgeht in einem Erdenleben, in unsere Erlebnisse der nächsten Erdenleben um. Die wirken in dem, was im Menschenleben Ereignis, Erlebnis ist.

[ 48 ] This requires those beings who transform and metamorphose moral deeds into worldly deeds. These are the beings of the first hierarchy: Seraphim, Cherubim, and Thrones. They transform what emanates from us during one earthly life into our experiences in the next earthly lives. They are at work in what constitutes events and experiences in human life.

[ 49 ] Da haben wir die drei Grundelemente unseres Karmas: Dasjenige, was unsere innere Zusammensetzung ist, unser inneres Menschensein, das unterliegt der dritten Hierarchie; was unsere Sympathien und Antipathien sind, was schon in einer gewissen Beziehung zu unserer Umgebung ist, das ist Angelegenheit der zweiten Hierarchie; dasjenige endlich, was uns als unser äußeres Leben entgegentritt, ist Angelegenheit der ersten, der erhabensten Hierarchie Menschen übergeordneter Wesen.

[ 49 ] Here we have the three fundamental elements of our karma: That which constitutes our inner composition, our inner humanity, is subject to the third hierarchy; our sympathies and antipathies—which are already, in a certain sense, related to our surroundings—are the concern of the second hierarchy; and finally, that which confronts us as our outer life is the concern of the first, the most exalted hierarchy of beings superior to humankind.

[ 50 ] So schauen wir hinein in den Zusammenhang, in dem der Mensch mit der Welt steht, und kommen nun zu den großen Fragen: Wie entwickelt sich aus diesen drei Elementen des Menschen heraus alles das, was nun die Einzelheiten seines Schicksals sind?

[ 50 ] In this way, we examine the relationship between human beings and the world, and now turn to the big questions: How does everything that constitutes the details of a person’s destiny develop from these three elements of the human being?

[ 51 ] Der Mensch wird in ein Elternhaus hineingeboren. Der Mensch wird an einem gewissen Ort der Erde geboren. Er wird in ein Volk hineingeboren. Er wird hineingeboren in einen Tatsachenzusammenhang. Aber alles das, was auftritt, indem der Mensch in ein Elternhaus hineingeboren wird, indem der Mensch den Erziehern übergeben wird, indem der Mensch in ein Volk hineingeboren wird, auf einen gewissen Fleck Erde versetzt wird bei seiner Geburt, alles das, was so tief schicksalsmäßig, trotz aller menschlichen Freiheit, in das menschliche Leben eingreift, alles das ist zuletzt in irgendeiner Weise abhängig von diesen drei Elementen, die das menschliche Schicksal zusammensetzen.

[ 51 ] A person is born into a family. A person is born in a certain place on Earth. They are born into a people. They are born into a context of facts. But everything that occurs when a person is born into a family, when they are entrusted to their caregivers, when they are born into a people, and when they are placed in a certain spot on Earth at birth, all that which, so profoundly and fatedly—despite all human freedom—intervenes in human life—all of that is ultimately dependent in some way on these three elements that constitute human destiny.

[ 52 ] Alle einzelnen Fragen werden sich uns in ihren Antworten entsprechend enthüllen, wenn wir diese Grundlage in rechter Weise ins Auge fassen. Fragen wir warum ein Mensch in seinem fünfundzwanzigsten Jahre die schwarzen Pocken bekommt, um vielleicht durch die äußerste Lebensgefahr hindurchzuschreiten, fragen wir, wie sonst irgendeine Krankheit oder sonst ein Ereignis in sein Leben eingreifen kann, wie eingreifen kann in sein Leben die Förderung durch diese oder jene ältere Persönlichkeit, die Förderung durch dieses oder jenes Volk, die Förderung, daß ihm dies oder jenes durch äußere Ereignisse geschieht — überall werden wir zurückgehen müssen auf das, was in dreifacher Weise das menschliche Schicksal zusammensetzt und was den Menschen hineinstellt in die Gesamtheit der Weltenhierarchien. Nur im Reiche der mineralischen Welt bewegt sich der Mensch frei. Da ist das Gebiet seiner Freiheit.

[ 52 ] All individual questions will reveal their answers to us accordingly if we properly consider this foundation. Let us ask why a person in his twenty-fifth year contracts smallpox, perhaps in order to pass through the most extreme danger to life; let us ask how any other illness or event might intervene in his life, how the support of this or that older personality, the support of this or that people, or the support resulting from this or that external event might intervene in his life — in every case we will have to go back to what constitutes human destiny in threefold terms and what places the human being within the totality of the world hierarchies. Only in the realm of the mineral world does the human being move freely. That is the realm of his freedom.

[ 53 ] Indem der Mensch darauf aufmerksam wird, lernt er auch in der richtigen Weise die Freiheitsfrage stellen. Lesen Sie nach in meiner «Philosophie der Freiheit», was für einen großen Wert ich darauf gelegt habe, daß nicht gefragt werde nach der Freiheit des Willens. Der sitzt unten, tief unten im Unbewußten, und es ist ein Unsinn, nach der Freiheit des Willens zu fragen; sondern man kann nur von der Freiheit der Gedanken sprechen. Ich habe das in meiner «Philosophie der Freiheit» wohl auseinandergehalten. Die freien Gedanken müssen dann den Willen impulsieren, dann ist der Mensch frei. Aber mit seinen Gedanken lebt der Mensch eben in der mineralischen Welt. Und mit allem übrigen, mit dem er lebt in der pflanzlichen, in der tierischen, in der rein menschlichen Welt, unterliegt er dem Schicksal. Und die Freiheit ist etwas, wovon man eigentlich sagen kann: Der Mensch tritt aus den Reichen, die von den höheren Hierarchien beherrscht werden, heraus in das Reich, das von den höheren Hierarchien in einer gewissen Weise frei ist, in das mineralische Reich, um seinerseits frei zu werden. Es ist ja dasselbe Reich, dieses mineralische, dem der Mensch nur seinem Leichnam nach ähnlich wird, wenn er diesen Leichnam abgelegt hat, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist. Der Mensch ist unabhängig in seinem Erdenleben von demjenigen Reiche, das nur zu seiner Zerstörung wirken kann. Kein Wunder, daß er in diesem Reiche frei ist, da ja dieses Reich an ihm keinen anderen Anteil hat, als ihn zu zerstören, wenn es ihn bekommt. Er gehört diesem Reiche gar nicht an. Der Mensch muß erst sterben, damit er als Leichnam in dem Reiche ist, in dem er frei ist auch seiner Naturerscheinung nach. So hängen die Dinge zusammen.

[ 53 ] As people become aware of this, they also learn to pose the question of freedom in the right way. Please refer to my Philosophy of Freedom to see how much importance I attached to the fact that one should not ask about the freedom of the will. That lies deep down in the unconscious, and it is nonsense to ask about the freedom of the will; rather, one can only speak of the freedom of thought. I have made this distinction quite clear in my Philosophy of Freedom. Free thoughts must then impel the will; only then is a person free. But with their thoughts, people live in the mineral world. And in everything else—in what constitutes his life in the plant world, the animal world, and the purely human world—he is subject to fate. And freedom is something about which one can actually say: Human beings step out of the realms governed by the higher hierarchies and into the realm that is, in a certain sense, free from the higher hierarchies—the mineral realm—in order to become free themselves. It is, after all, the same realm—this mineral realm—to which a human being becomes similar only in terms of his physical body once he has shed that body after passing through the gate of death. In his earthly life, a human being is independent of that realm, which can only work toward his destruction. No wonder he is free in this realm, since this realm has no other interest in him than to destroy him once it has him. He does not belong to this realm at all. Man must first die so that, as a corpse, he may be in the realm where he is free even in terms of his natural manifestation. This is how things are connected.

[ 54 ] Man wird immer älter, älter. Wenn nicht die anderen Zwischenfälle, die wir auch aus dem Karma heraus kennenlernen werden, eintreten, wenn der Mensch als alter Mensch stirbt, wird er dem mineralischen Reich als Leichnam ähnlich. Man kommt in die Sphäre des Leblosen, indem man älter wird. Da sondert man seinen Leichnam ab. Der ist nicht mehr Mensch, ist natürlich nicht mehr Mensch. Schauen wir uns das mineralische Reich an: das ist nicht mehr Gott. Geradeso wie der Leichnam nicht mehr Mensch ist, so ist das Mineralreich nicht mehr Gott. Was ist es denn? Die Gottheit ist im pflanzlichen, im tierischen, im menschlichen Reiche, Da haben wir sie gefunden in ihren drei Hierarchien. Im Mineralreich ist sie so wenig, wie der menschliche Leichnam Mensch ist. Das mineralische Reich ist der göttliche Leichnam. Allerdings, wir werden im weiteren Fortschritte der merkwürdigen Tatsache begegnen, auf die ich heute nur hinweisen will, daß der Mensch älter wird, um Leichnam zu werden, und die Götter werden jünger, um Leichnam zu werden. Die Götter machen nämlich den anderen Weg durch, den wir nach unserem Tode durchmachen. Und das Mineralreich ist deshalb das jüngste Reich. Aber es ist dennoch dasjenige, was von den Göttern abgesondert wird. Und weil es von den Göttern abgesondert wird, kann der Mensch darinnen als in dem Reiche seiner Freiheit leben. So hängen diese Dinge zusammen. Und eigentlich lernt der Mensch sich immer heimischer und heimischer in der Welt fühlen, indem er in dieser Weise seine Empfindungen, seine Gedanken, seine Gefühle, seine Willensimpulse in das rechte Verhältnis zur Welt setzen lernt. Aber nur so sieht man auch, wie man schicksalsmäßig hineingestellt wird in die Welt und in das Verhältnis zu den anderen Menschen.

[ 54 ] One grows older and older. Unless other events—which we will also come to know through karma—occur, when a person dies as an old person, their corpse becomes similar to that of the mineral kingdom. As one grows older, one enters the realm of the inanimate. There, one sheds one’s physical body. It is no longer human—naturally, it is no longer human. Let us look at the mineral kingdom: it is no longer God. Just as the physical body is no longer human, so the mineral kingdom is no longer God. What, then, is it? Divinity is found in the plant, animal, and human kingdoms; there we have found it in its three hierarchies. In the mineral kingdom, it is as little present as the human corpse is human. The mineral kingdom is the divine corpse. However, as we proceed further, we will encounter the remarkable fact—which I merely wish to point out today—that humans grow older in order to become corpses, while the gods grow younger in order to become corpses. For the gods, in fact, traverse the opposite path that we undergo after our death. And the mineral kingdom is therefore the youngest kingdom. Yet it is still the one that is separated from the gods. And because it is separated from the gods, human beings can live within it as in the realm of their freedom. This is how these things are connected. And in fact, human beings learn to feel more and more at home in the world by learning in this way to place their sensations, thoughts, feelings, and impulses of the will in the proper relationship to the world. But only in this way can one also see how one is fatefully placed within the world and in relation to other human beings.