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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume I
GA 235

1 March 1924, Dornach

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Fünfter Vortrag

Fünfter Vortrag

[ 1 ] Wenn man über das Karma im einzelnen spricht, so muß man ja zunächst natürlich zwischen den karmischen Ereignissen, die im Menschenleben mehr von außen an den Menschen herantreten, und denjenigen, die von innen im Menschen gewissermaßen aufsteigen, unterscheiden.

[ 1 ] Wenn man über das Karma im einzelnen spricht, so muß man ja zunächst natürlich zwischen den karmischen Ereignissen, die im Menschenleben mehr von außen an den Menschen herantreten, und denjenigen, die von innen im Menschen gewissermaßen aufsteigen, unterscheiden.

[ 2 ] Das Schicksal des Menschen setzt sich ja aus den allerverschiedensten Faktoren zusammen. Das Schicksal des Menschen ist von seiner physischen und ätherischen Konstitution abhängig, das Schicksal des Menschen ist abhängig von dem, was der Mensch nach seiner astralischen und Ich-Beschaffenheit an Sympathie und Antipathie der Außenwelt entgegenbringen kann, was man ihm wiederum nach seiner Beschaffenheit an Sympathie und Antipathie entgegenbringen kann; das Schicksal des Menschen ist wiederum abhängig von den allerallermannigfaltigsten Verwicklungen, Verstrickungen, in die der Mensch auf seinem Lebenswege verwoben wird. Das alles ergibt für irgendeinen Zeitpunkt oder in Summa für das ganze Leben eben die Schicksalslage des Menschen.

[ 2 ] Das Schicksal des Menschen setzt sich ja aus den allerverschiedensten Faktoren zusammen. Das Schicksal des Menschen ist von seiner physischen und ätherischen Konstitution abhängig, das Schicksal des Menschen ist abhängig von dem, was der Mensch nach seiner astralischen und Ich-Beschaffenheit an Sympathie und Antipathie der Außenwelt entgegenbringen kann, was man ihm wiederum nach seiner Beschaffenheit an Sympathie und Antipathie entgegenbringen kann; das Schicksal des Menschen ist wiederum abhängig von den allerallermannigfaltigsten Verwicklungen, Verstrickungen, in die der Mensch auf seinem Lebenswege verwoben wird. Das alles ergibt für irgendeinen Zeitpunkt oder in Summa für das ganze Leben eben die Schicksalslage des Menschen.

[ 3 ] Nun werde ich versuchen, das Gesamtschicksal des Menschen aus den einzelnen Faktoren zusammenzusetzen. Dazu wollen wir heute einmal den Ausgangspunkt von gewissen inneren Faktoren im Menschen nehmen, wollen einmal auf jenen Faktor sehen, der da wirklich in vieler Beziehung in erster Linie ausschlaggebend ist, die Gesundheits- oder Krankheitslage des Menschen, und dasjenige, was als Unterlage für die Gesundheits- und Krankheitslage des Menschen dann zur Wirkung kommt in seiner physischen, in seiner seelischen Stärke, mit der er seine Aufgaben erfüllen kann und so weiter.

[ 3 ] Nun werde ich versuchen, das Gesamtschicksal des Menschen aus den einzelnen Faktoren zusammenzusetzen. Dazu wollen wir heute einmal den Ausgangspunkt von gewissen inneren Faktoren im Menschen nehmen, wollen einmal auf jenen Faktor sehen, der da wirklich in vieler Beziehung in erster Linie ausschlaggebend ist, die Gesundheits- oder Krankheitslage des Menschen, und dasjenige, was als Unterlage für die Gesundheits- und Krankheitslage des Menschen dann zur Wirkung kommt in seiner physischen, in seiner seelischen Stärke, mit der er seine Aufgaben erfüllen kann und so weiter.

[ 4 ] Will man aber diese Faktoren in der rechten Weise beurteilen, dann muß man ja über vieles, was in den heutigen Zivilisationsvorurteilen enthalten ist, hinwegsehen können. Man muß mehr auf die ursprüngliche Wesenheit des Menschen eingehen können, muß wirklich Einsicht gewinnen, was es denn eigentlich heißt, daß der Mensch seiner tieferen Wesenheit nach aus geistigen Welten zum physischen Erdendasein heruntersteigt.

[ 4 ] Will man aber diese Faktoren in der rechten Weise beurteilen, dann muß man ja über vieles, was in den heutigen Zivilisationsvorurteilen enthalten ist, hinwegsehen können. Man muß mehr auf die ursprüngliche Wesenheit des Menschen eingehen können, muß wirklich Einsicht gewinnen, was es denn eigentlich heißt, daß der Mensch seiner tieferen Wesenheit nach aus geistigen Welten zum physischen Erdendasein heruntersteigt.

[ 5 ] Nun wissen Sie, daß heute auch schon in die Kunst, in die Dichtung zum Beispiel dasjenige eingezogen ist, was man unter den Begriff der Vererbung zuammenfaßt. Und wenn irgend jemand mit bestimmten Eigenschaften in der Welt auftritt, frägt man ja zuerst nach der Vererbung. Wenn jemand mit Krankheitsanlagen auftritt, frägt man: Wie steht es mit den Vererbungsverhältnissen?

[ 5 ] Nun wissen Sie, daß heute auch schon in die Kunst, in die Dichtung zum Beispiel dasjenige eingezogen ist, was man unter den Begriff der Vererbung zuammenfaßt. Und wenn irgend jemand mit bestimmten Eigenschaften in der Welt auftritt, frägt man ja zuerst nach der Vererbung. Wenn jemand mit Krankheitsanlagen auftritt, frägt man: Wie steht es mit den Vererbungsverhältnissen?

[ 6 ] Es ist gewiß zunächst eine durchaus berechtigte Frage. Aber so, wie man sich heute zu diesen Dingen verhält, so sieht man eigentlich an dem Menschen vorbei. Man sieht völlig an dem Menschen vorbei. Man sieht nicht auf dasjenige, was eigentlich des Menschen wahre Wesenheit ist, und wie sich diese Wesenheit entfaltet. Man sagt natürlich, der Mensch ist zunächst das Kind seiner Eltern, ist der Nachkomme seiner Vorfahren. Gewiß, man sieht das auch. Man sieht es auftreten schon in der äußeren Physiognomie, noch mehr in den Gebärden vielleicht, man sieht die Ähnlichkeit mit den Vorfahren auftreten. Aber nicht nur das. Man sieht ja auch, wie der Mensch seinen physischen Organismus eben als Produkt dessen hat, was ihm die Vorfahren geben. Er trägt diesen physischen Organismus an sich. Und man weist heute stark, sehr stark darauf hin, daß der Mensch diesen physischen Organismus an sich trägt.

[ 6 ] Es ist gewiß zunächst eine durchaus berechtigte Frage. Aber so, wie man sich heute zu diesen Dingen verhält, so sieht man eigentlich an dem Menschen vorbei. Man sieht völlig an dem Menschen vorbei. Man sieht nicht auf dasjenige, was eigentlich des Menschen wahre Wesenheit ist, und wie sich diese Wesenheit entfaltet. Man sagt natürlich, der Mensch ist zunächst das Kind seiner Eltern, ist der Nachkomme seiner Vorfahren. Gewiß, man sieht das auch. Man sieht es auftreten schon in der äußeren Physiognomie, noch mehr in den Gebärden vielleicht, man sieht die Ähnlichkeit mit den Vorfahren auftreten. Aber nicht nur das. Man sieht ja auch, wie der Mensch seinen physischen Organismus eben als Produkt dessen hat, was ihm die Vorfahren geben. Er trägt diesen physischen Organismus an sich. Und man weist heute stark, sehr stark darauf hin, daß der Mensch diesen physischen Organismus an sich trägt.

[ 7 ] Man beachtet dabei das Folgende nicht. Wenn der Mensch geboren wird, so hat er gewiß zunächst seinen physischen Organismus von seinen Eltern. Aber was ist dieser physische Organismus, den er von seinen Eltern hat? Darüber denkt man in der heutigen Zivilisation im Grunde genommen ganz falsch.

[ 7 ] Man beachtet dabei das Folgende nicht. Wenn der Mensch geboren wird, so hat er gewiß zunächst seinen physischen Organismus von seinen Eltern. Aber was ist dieser physische Organismus, den er von seinen Eltern hat? Darüber denkt man in der heutigen Zivilisation im Grunde genommen ganz falsch.

[ 8 ] Wenn der Mensch im Zahnwechsel steht, tauscht er ja nicht nur seine zuerst bekommenen Zähne gegen andere aus, sondern es ist das der Zeitpunkt im menschlichen Leben, in dem sich zum erstenmal die ganze menschliche Wesenheit als Organisation erneuert.

[ 8 ] Wenn der Mensch im Zahnwechsel steht, tauscht er ja nicht nur seine zuerst bekommenen Zähne gegen andere aus, sondern es ist das der Zeitpunkt im menschlichen Leben, in dem sich zum erstenmal die ganze menschliche Wesenheit als Organisation erneuert.

[ 9 ] Nun ist es wirklich ein durchgreifender Unterschied zwischen dem, was dann der Mensch in seinem achten, neunten Jahre wird, und demjenigen, was er zum Beispiel im dritten, vierten Jahre war. Es ist ein durchgreifender Unterschied. Dasjenige, was er im dritten, vierten Jahre als Organisation war, hat er vererbt bekommen, das haben ihm die Eltern gegeben. Dasjenige, was da wird und zuerst auftritt im achten, neunten Lebensjahre, das geht im höchsten Grade hervor aus dem, was der Mensch heruntergetragen hat aus der geistigen Welt.

[ 9 ] Nun ist es wirklich ein durchgreifender Unterschied zwischen dem, was dann der Mensch in seinem achten, neunten Jahre wird, und demjenigen, was er zum Beispiel im dritten, vierten Jahre war. Es ist ein durchgreifender Unterschied. Dasjenige, was er im dritten, vierten Jahre als Organisation war, hat er vererbt bekommen, das haben ihm die Eltern gegeben. Dasjenige, was da wird und zuerst auftritt im achten, neunten Lebensjahre, das geht im höchsten Grade hervor aus dem, was der Mensch heruntergetragen hat aus der geistigen Welt.

[ 10 ] Will man das, was da eigentlich zugrunde liegt, schematisch zeichnen, so muß man es in der folgenden, die heutige Menschheit gewiß schockierenden Art tun. Man muß sagen: Der Mensch bekommt, indem er geboren wird, etwas mit wie ein Modell zu seiner Menschenform (siehe Zeichnung Seite 87, grün). Dieses Modell, das bekommt er von seinen Vorfahren. Sie geben ihm ein Modell mit. Und an diesem Modell entwickelt der Mensch dasjenige, was er später wird (rot). Das aber, was er da entwickelt, ist das Ergebnis dessen, was er aus geistigen Welten herunterträgt.

[ 10 ] Will man das, was da eigentlich zugrunde liegt, schematisch zeichnen, so muß man es in der folgenden, die heutige Menschheit gewiß schockierenden Art tun. Man muß sagen: Der Mensch bekommt, indem er geboren wird, etwas mit wie ein Modell zu seiner Menschenform (siehe Zeichnung Seite 87, grün). Dieses Modell, das bekommt er von seinen Vorfahren. Sie geben ihm ein Modell mit. Und an diesem Modell entwickelt der Mensch dasjenige, was er später wird (rot). Das aber, was er da entwickelt, ist das Ergebnis dessen, was er aus geistigen Welten herunterträgt.

[ 11 ] So schockierend es für einen heutigen Menschen auch sein kann, wenn er ganz in der Bildung der Gegenwart drinnensteckt, so muß man doch sagen: Die ersten Zähne, die der Mensch bekommt, sind ganz und gar vererbt, sind Vererbungsprodukte. Sie dienen ihm als Modell, nach dem er ausarbeitet — aber jetzt nach Maßgabe der Kräfte, die er sich herunterträgt aus der geistigen Welt — die zweiten Zähne; die arbeitet er sich aus.

[ 11 ] So schockierend es für einen heutigen Menschen auch sein kann, wenn er ganz in der Bildung der Gegenwart drinnensteckt, so muß man doch sagen: Die ersten Zähne, die der Mensch bekommt, sind ganz und gar vererbt, sind Vererbungsprodukte. Sie dienen ihm als Modell, nach dem er ausarbeitet — aber jetzt nach Maßgabe der Kräfte, die er sich herunterträgt aus der geistigen Welt — die zweiten Zähne; die arbeitet er sich aus.

[ 12 ] So wie es mit den Zähnen ist, so ist es mit dem ganzen Organismus. Und die Frage könnte nur entstehen: Ja, warum brauchen wir als Menschen ein Modell? Warum können wir nicht einfach, wie es in älteren Phasen der Erdenentwickelung auch der Fall war, warum können wir nicht einfach, indem wir heruntersteigen und unseren Ätherleib an uns heranziehen — den ziehen wir ja durch unsere eigenen Kräfte heran, die wir heruntertragen aus der geistigen Welt —, warum können wir so nicht auch die physische Materie heranziehen und ohne physische Abstammung unseren physischen Leib formen?

[ 12 ] So wie es mit den Zähnen ist, so ist es mit dem ganzen Organismus. Und die Frage könnte nur entstehen: Ja, warum brauchen wir als Menschen ein Modell? Warum können wir nicht einfach, wie es in älteren Phasen der Erdenentwickelung auch der Fall war, warum können wir nicht einfach, indem wir heruntersteigen und unseren Ätherleib an uns heranziehen — den ziehen wir ja durch unsere eigenen Kräfte heran, die wir heruntertragen aus der geistigen Welt —, warum können wir so nicht auch die physische Materie heranziehen und ohne physische Abstammung unseren physischen Leib formen?

[ 13 ] Das ist natürlich für das Denken eines heutigen Menschen eine kolossal törichte Frage, eine verrückte Frage selbstverständlich. Aber nicht wahr, da muß man schon sagen: In bezug auf die Verrücktheit gilt schon einmal die Relativitätstheorie, wenn man auch die Relativitätstheorie zunächst heute nur auf Bewegungen anwendet und sagt, man kann für den Anblick nicht unterscheiden, ob man sich selber mit dem Körper, auf dem man sich befindet, bewegt, oder ob der Körper sich bewegt, der in der Nähe ist. Das ist deutlich hervorgetreten bei dem Übergang von der alten Welttheorie zur Kopernikanischen. Aber wenn man heute auch nur die Relativitätstheorie auf Bewegungen anwendet, so gilt sie — sie hat ja einen gewissen Geltungsbereich —, sie gilt schon in bezug auf diese angedeutete Verrücktheit: nämlich, da stehen zwei voneinander ab, der eine ist gegen den anderen verrückt. Es kommt nur darauf an, nicht wahr, wer absolut verrückt ist.

[ 13 ] Das ist natürlich für das Denken eines heutigen Menschen eine kolossal törichte Frage, eine verrückte Frage selbstverständlich. Aber nicht wahr, da muß man schon sagen: In bezug auf die Verrücktheit gilt schon einmal die Relativitätstheorie, wenn man auch die Relativitätstheorie zunächst heute nur auf Bewegungen anwendet und sagt, man kann für den Anblick nicht unterscheiden, ob man sich selber mit dem Körper, auf dem man sich befindet, bewegt, oder ob der Körper sich bewegt, der in der Nähe ist. Das ist deutlich hervorgetreten bei dem Übergang von der alten Welttheorie zur Kopernikanischen. Aber wenn man heute auch nur die Relativitätstheorie auf Bewegungen anwendet, so gilt sie — sie hat ja einen gewissen Geltungsbereich —, sie gilt schon in bezug auf diese angedeutete Verrücktheit: nämlich, da stehen zwei voneinander ab, der eine ist gegen den anderen verrückt. Es kommt nur darauf an, nicht wahr, wer absolut verrückt ist.

[ 14 ] Nun, die Frage muß aber trotzdem aufgeworfen werden gegenüber den Tatsachen der geistigen Welt: Warum braucht der Mensch ein Modell? — Ältere Weltanschauungen haben in ihrer Art die Antwort darauf gegeben. Nur in der heutigen Zeit, wo man überhaupt die Moralität nicht mehr in die Weltenordnung einbezieht, sondern nur als menschliche Konvention gelten lassen will, da stellt man solche Fragen nicht. Ältere Weltanschauungen haben wohl diese Fragen gestellt und haben sie für sich sogar beantwortet. Ältere Weltanschauungen haben gesagt: Ursprünglich war der Mensch dazu veranlagt, sich in der Weise auf die Erde hereinzustellen, daß er ebenso wie er seinen Ätherleib aus der allgemeinen kosmischen Äthersubstanz heranzieht, so auch seinen physischen Leib sich bildet aus den Substanzen der Erde. Nur ist der Mensch den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen verfallen, und dadurch hat er die Fähigkeit verloren, sich aus seiner Wesenheit heraus seinen physischen Leib aufzubauen, und muß ihn aus der Abstammung entnehmen.

[ 14 ] Nun, die Frage muß aber trotzdem aufgeworfen werden gegenüber den Tatsachen der geistigen Welt: Warum braucht der Mensch ein Modell? — Ältere Weltanschauungen haben in ihrer Art die Antwort darauf gegeben. Nur in der heutigen Zeit, wo man überhaupt die Moralität nicht mehr in die Weltenordnung einbezieht, sondern nur als menschliche Konvention gelten lassen will, da stellt man solche Fragen nicht. Ältere Weltanschauungen haben wohl diese Fragen gestellt und haben sie für sich sogar beantwortet. Ältere Weltanschauungen haben gesagt: Ursprünglich war der Mensch dazu veranlagt, sich in der Weise auf die Erde hereinzustellen, daß er ebenso wie er seinen Ätherleib aus der allgemeinen kosmischen Äthersubstanz heranzieht, so auch seinen physischen Leib sich bildet aus den Substanzen der Erde. Nur ist der Mensch den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen verfallen, und dadurch hat er die Fähigkeit verloren, sich aus seiner Wesenheit heraus seinen physischen Leib aufzubauen, und muß ihn aus der Abstammung entnehmen.

[ 15 ] Diese Art, zu einem physischen Leib zu kommen, ist für den Menschen das Ergebnis der Erbsünde. Das haben ältere Weltanschauungen gesagt, das ist die eigentliche Grundbedeutung der Erbsünde: hinein sich versetzen zu müssen in die Erbverhältnisse.

[ 15 ] Diese Art, zu einem physischen Leib zu kommen, ist für den Menschen das Ergebnis der Erbsünde. Das haben ältere Weltanschauungen gesagt, das ist die eigentliche Grundbedeutung der Erbsünde: hinein sich versetzen zu müssen in die Erbverhältnisse.

[ 16 ] Für unsere Zeit müssen ja erst wieder die Begriffe herbeigeschafft werden, um erstens solche Fragen ernst zu nehmen, zweitens, um Antworten darauf zu finden. Es ist eben tatsächlich der Mensch innerhalb seiner Erdenentwickelung nicht so stark geblieben, als er veranlagt war, bevor die luziferischen und ahrimanischen Einflüsse da waren. Und so ist der Mensch darauf angewiesen, nicht sogleich beim Hereintreten in die Erdenverhältnisse sich seinen physischen Leib von sich aus zu bilden, sondern er braucht eben ein Modell, jenes Modell, welches heranwächst in den ersten sieben Lebensjahren. Da er sich nach diesem Modell richtet, so ist es natürlich, daß von diesem Modell auch im späteren Leben etwas an ihm bleibt, mehr oder weniger. Derjenige, der als Mensch, welcher an sich selber wirkt, ganz und gar vom Modell abhängig ist, der wird, wenn ich so sagen darf, vergessen, was er eigentlich heruntergebracht hat, und wird sich ganz nach dem Modell richten. Derjenige, der stärkere innere Kraft hat, durch seine früheren Erdenleben erworben, er wird sich weniger nach dem Modell richten, und man wird dann sehen können, wie er sich sehr bedeutend verändert gerade im zweiten Lebensalter zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife.

[ 16 ] Für unsere Zeit müssen ja erst wieder die Begriffe herbeigeschafft werden, um erstens solche Fragen ernst zu nehmen, zweitens, um Antworten darauf zu finden. Es ist eben tatsächlich der Mensch innerhalb seiner Erdenentwickelung nicht so stark geblieben, als er veranlagt war, bevor die luziferischen und ahrimanischen Einflüsse da waren. Und so ist der Mensch darauf angewiesen, nicht sogleich beim Hereintreten in die Erdenverhältnisse sich seinen physischen Leib von sich aus zu bilden, sondern er braucht eben ein Modell, jenes Modell, welches heranwächst in den ersten sieben Lebensjahren. Da er sich nach diesem Modell richtet, so ist es natürlich, daß von diesem Modell auch im späteren Leben etwas an ihm bleibt, mehr oder weniger. Derjenige, der als Mensch, welcher an sich selber wirkt, ganz und gar vom Modell abhängig ist, der wird, wenn ich so sagen darf, vergessen, was er eigentlich heruntergebracht hat, und wird sich ganz nach dem Modell richten. Derjenige, der stärkere innere Kraft hat, durch seine früheren Erdenleben erworben, er wird sich weniger nach dem Modell richten, und man wird dann sehen können, wie er sich sehr bedeutend verändert gerade im zweiten Lebensalter zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife.

[ 17 ] Die Schule wird sogar die Aufgabe haben, wenn sie eine rechte Schule ist, dasjenige im Menschen zur Entfaltung zu bringen, was er heruntergetragen hat aus den geistigen Welten in das physische Erdendasein. So daß also dasjenige, was der Mensch dann weiter im Leben mit sich trägt, mehr oder weniger die Vererbungsmerkmale enthält, je nachdem er sie überwinden kann oder nicht überwinden kann.

[ 17 ] Die Schule wird sogar die Aufgabe haben, wenn sie eine rechte Schule ist, dasjenige im Menschen zur Entfaltung zu bringen, was er heruntergetragen hat aus den geistigen Welten in das physische Erdendasein. So daß also dasjenige, was der Mensch dann weiter im Leben mit sich trägt, mehr oder weniger die Vererbungsmerkmale enthält, je nachdem er sie überwinden kann oder nicht überwinden kann.

[ 18 ] Nun, sehen Sie, meine lieben Freunde, alle Dinge habe ihre geistige Seite. Was der Mensch da hat als seinen Körper in den ersten sieben Lebensjahren, das ist eben einfach ein Modell, nach dem er sich richtet. Entweder es gehen seine geistigen Kräfte in einem gewissen Grade in dem unter, was ihm da durch das Modell aufgedrängt wird, und er bleibt ganz vom Modell abhängig, oder er arbeitet in den ersten sieben Lebensjahren durch das Modell dasjenige durch, was das Modell verändern will. Dieses Arbeiten, dieses Durcharbeiten findet seinen äußeren Ausdruck. Denn es handelt sich ja nicht bloß darum, daß da gearbeitet wird und daß dieses hier das ursprüngliche Modell ist; sondern das ursprüngliche Modell löst sich ja los, schuppt sich ab sozusagen, fällt ab, wie die ersten Zähne abfallen; alles fällt ab. (Siehe Zeichnung, hell.) Es handelt sich da wirklich darum, daß von der einen Seite die Formen, die Kräfte das Modell drücken; auf der anderen Seite will der Mensch ausprägen, was er heruntergebracht hat. Das gibt einen Kampf in den ersten sieben Lebensjahren. Vom geistigen Gesichtspunkte aus gesehen, bedeutet dieser Kampf dasjenige, was dann äußerlich symptomatisch in den Kinderkrankheiten zum Ausdrucke kommt. Kinderkrankheiten sind der Ausdruck dieses inneren Kampfes.

[ 18 ] Nun, sehen Sie, meine lieben Freunde, alle Dinge habe ihre geistige Seite. Was der Mensch da hat als seinen Körper in den ersten sieben Lebensjahren, das ist eben einfach ein Modell, nach dem er sich richtet. Entweder es gehen seine geistigen Kräfte in einem gewissen Grade in dem unter, was ihm da durch das Modell aufgedrängt wird, und er bleibt ganz vom Modell abhängig, oder er arbeitet in den ersten sieben Lebensjahren durch das Modell dasjenige durch, was das Modell verändern will. Dieses Arbeiten, dieses Durcharbeiten findet seinen äußeren Ausdruck. Denn es handelt sich ja nicht bloß darum, daß da gearbeitet wird und daß dieses hier das ursprüngliche Modell ist; sondern das ursprüngliche Modell löst sich ja los, schuppt sich ab sozusagen, fällt ab, wie die ersten Zähne abfallen; alles fällt ab. (Siehe Zeichnung, hell.) Es handelt sich da wirklich darum, daß von der einen Seite die Formen, die Kräfte das Modell drücken; auf der anderen Seite will der Mensch ausprägen, was er heruntergebracht hat. Das gibt einen Kampf in den ersten sieben Lebensjahren. Vom geistigen Gesichtspunkte aus gesehen, bedeutet dieser Kampf dasjenige, was dann äußerlich symptomatisch in den Kinderkrankheiten zum Ausdrucke kommt. Kinderkrankheiten sind der Ausdruck dieses inneren Kampfes.

[ 19 ] Es treten natürlich bei den Menschen ähnliche Formen des Erkranktseins auch später auf. Das ist dann der Fall, wenn die Sache zum Beispiel so ist, daß jemand in den ersten sieben Lebensjahren es nicht sehr gut dazu gebracht hat, das Modell zu überwinden. Dann kann in einem späteren Lebensalter ein innerer Drang auftauchen, nun doch das, was da karmisch in ihm geblieben ist, herauszubekommen. Er kann in seinem achtundzwanzigsten, neunundzwanzigsten Lebensjahre plötzlich innerlich aufgerüttelt werden, gegen das Modell nun erst recht anstoßen, und bekommt dann eine Kinderkrankheit.

[ 19 ] Es treten natürlich bei den Menschen ähnliche Formen des Erkranktseins auch später auf. Das ist dann der Fall, wenn die Sache zum Beispiel so ist, daß jemand in den ersten sieben Lebensjahren es nicht sehr gut dazu gebracht hat, das Modell zu überwinden. Dann kann in einem späteren Lebensalter ein innerer Drang auftauchen, nun doch das, was da karmisch in ihm geblieben ist, herauszubekommen. Er kann in seinem achtundzwanzigsten, neunundzwanzigsten Lebensjahre plötzlich innerlich aufgerüttelt werden, gegen das Modell nun erst recht anstoßen, und bekommt dann eine Kinderkrankheit.

[ 20 ] Nun kann man schon, wenn man einen Blick dafür hat, sehen, wie bei manchen Menschenkindern das stark auftritt, daß sie sich nach dem siebenten, achten Jahre wesentlich ändern, ändern in der Physiognomie, ändern in den Gesten. Man weiß nicht, woher gewisse Dinge kommen. Heute, wo man in der allgemeinen Zivilisationsansicht so außerordentlich an der Vererbung hängt, ist das schon sogar in die Redensarten übergegangen. Plötzlich tritt im achten, neunten LebensJahre bei einem Kinde etwas auf, was sehr organisch begründet ist. Der Vater sagt: Na, von mir hat er das nicht. — Die Mutter sagt: Nun, von mir erst recht nicht! — Das rührt natürlich von dem allgemeinen Glauben heute her, der in das elterliche Bewußtsein übergegangen ist, daß die Kinder alles von den Eitern haben müßten.

[ 20 ] Nun kann man schon, wenn man einen Blick dafür hat, sehen, wie bei manchen Menschenkindern das stark auftritt, daß sie sich nach dem siebenten, achten Jahre wesentlich ändern, ändern in der Physiognomie, ändern in den Gesten. Man weiß nicht, woher gewisse Dinge kommen. Heute, wo man in der allgemeinen Zivilisationsansicht so außerordentlich an der Vererbung hängt, ist das schon sogar in die Redensarten übergegangen. Plötzlich tritt im achten, neunten LebensJahre bei einem Kinde etwas auf, was sehr organisch begründet ist. Der Vater sagt: Na, von mir hat er das nicht. — Die Mutter sagt: Nun, von mir erst recht nicht! — Das rührt natürlich von dem allgemeinen Glauben heute her, der in das elterliche Bewußtsein übergegangen ist, daß die Kinder alles von den Eitern haben müßten.

[ 21 ] Auf der anderen Seite ist ja auch das, daß dann auch gesehen werden kann, wie Kinder unter Umständen in diesem zweiten Lebensalter sogar ähnlicher werden ihren Eltern, als sie früher waren. Ja, aber da müssen Sie nur in ganz vollem Ernste nehmen, wie der Mensch herunterkommt in die physische Welt.

[ 21 ] Auf der anderen Seite ist ja auch das, daß dann auch gesehen werden kann, wie Kinder unter Umständen in diesem zweiten Lebensalter sogar ähnlicher werden ihren Eltern, als sie früher waren. Ja, aber da müssen Sie nur in ganz vollem Ernste nehmen, wie der Mensch herunterkommt in die physische Welt.

[ 22 ] Sehen Sie, die Psychoanalyse hat manche wirklich schreckliche Sumpfblüte getrieben; unter anderem zum Beispiel auch das — Sie können es ja heute überall lesen —, daß im Geheimen, im Unterbewußten jeder Sohn in seine Mutter verliebt ist, oder jede Tochter in den Vater verliebt ist, und daß das Lebenskonflikte gäbe in den unterbewußten Provinzen der Seele.

[ 22 ] Sehen Sie, die Psychoanalyse hat manche wirklich schreckliche Sumpfblüte getrieben; unter anderem zum Beispiel auch das — Sie können es ja heute überall lesen —, daß im Geheimen, im Unterbewußten jeder Sohn in seine Mutter verliebt ist, oder jede Tochter in den Vater verliebt ist, und daß das Lebenskonflikte gäbe in den unterbewußten Provinzen der Seele.

[ 23 ] Nun, das alles sind natürlich dilettantische Lebensinterpretationen. Was aber wahr ist, das ist, daß der Mensch, schon bevor er heruntersteigt zum irdischen Dasein, in seine Eltern verliebt ist, daß er heruntersteigt, weil sie ihm gefallen. Nur muß man natürlich das Urteil, das die Menschen hier auf Erden haben über das Leben, unterscheiden von dem Urteil, das die Menschen haben außer dem irdischen Leben, zwischen dem Tod und einer neuer Geburt, über das Leben.

[ 23 ] Nun, das alles sind natürlich dilettantische Lebensinterpretationen. Was aber wahr ist, das ist, daß der Mensch, schon bevor er heruntersteigt zum irdischen Dasein, in seine Eltern verliebt ist, daß er heruntersteigt, weil sie ihm gefallen. Nur muß man natürlich das Urteil, das die Menschen hier auf Erden haben über das Leben, unterscheiden von dem Urteil, das die Menschen haben außer dem irdischen Leben, zwischen dem Tod und einer neuer Geburt, über das Leben.

[ 24 ] Im Anfange des anthroposophischen Wirkens kam es einmal vor, daß eine Dame auftrat, die hörte von den wiederholten Erdenleben und erklärte: Nein, das andere an der Anthroposophie gefiele ihr zwar, aber die wiederholten Erdenleben wollte sie nicht mitmachen, sie habe genug an dem einen; die wiederholten Erdenleben, die wolle sie nicht mitmachen. — Nun, es waren ja dazumal auch schon sehr wohlmeinende Anhänger da, die haben sich auf alle mögliche Weise bemüht, der Dame klarzumachen, daß das doch eine richtige Idee ist, und daß jeder Mensch die wiederholten Erdenleben eben mitmachen muß. Sie konnte sich nicht dazu bereitfinden. Der eine hat links, der andere rechts in sie hineingeredet. Sie ist dann abgereist. Mir aber hat sie eine Postkarte geschrieben nach zwei Tagen, sie wolle nun doch nicht noch einmal auf der Erde geboren werden!

[ 24 ] Im Anfange des anthroposophischen Wirkens kam es einmal vor, daß eine Dame auftrat, die hörte von den wiederholten Erdenleben und erklärte: Nein, das andere an der Anthroposophie gefiele ihr zwar, aber die wiederholten Erdenleben wollte sie nicht mitmachen, sie habe genug an dem einen; die wiederholten Erdenleben, die wolle sie nicht mitmachen. — Nun, es waren ja dazumal auch schon sehr wohlmeinende Anhänger da, die haben sich auf alle mögliche Weise bemüht, der Dame klarzumachen, daß das doch eine richtige Idee ist, und daß jeder Mensch die wiederholten Erdenleben eben mitmachen muß. Sie konnte sich nicht dazu bereitfinden. Der eine hat links, der andere rechts in sie hineingeredet. Sie ist dann abgereist. Mir aber hat sie eine Postkarte geschrieben nach zwei Tagen, sie wolle nun doch nicht noch einmal auf der Erde geboren werden!

[ 25 ] In einem solchen Falle muß derjenige, der eben einfach die Wahrheit aus der geistigen Erkenntnis heraus sagen will, das Folgende zu den Leuten sagen: Gewiß, es mag sein, daß Sie, während Sie hier auf Erden sind, gar keinen Geschmack daran finden, wiederum zur Erde herunterzusteigen in einem zukünftigen Leben. Aber das ist ja nicht maßgebend. Hier auf Erden gehen Sie zunächst durch die Pforte des Todes in die geistige Welt hinein. Das wollen Sie. Ob Sie wieder heruntersteigen wollen, das hängt von Ihrem Urteile dann ab, wenn Sie keinen Leib mehr an sich tragen. Da werden Sie schon ein anderes Urteil dann sich bilden. — Die Urteile sind eben durchaus verschieden, die der Mensch hier im physischen Dasein hat, und diejenigen, die er hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es ändert sich da jeder Gesichtspunkt.

[ 25 ] In einem solchen Falle muß derjenige, der eben einfach die Wahrheit aus der geistigen Erkenntnis heraus sagen will, das Folgende zu den Leuten sagen: Gewiß, es mag sein, daß Sie, während Sie hier auf Erden sind, gar keinen Geschmack daran finden, wiederum zur Erde herunterzusteigen in einem zukünftigen Leben. Aber das ist ja nicht maßgebend. Hier auf Erden gehen Sie zunächst durch die Pforte des Todes in die geistige Welt hinein. Das wollen Sie. Ob Sie wieder heruntersteigen wollen, das hängt von Ihrem Urteile dann ab, wenn Sie keinen Leib mehr an sich tragen. Da werden Sie schon ein anderes Urteil dann sich bilden. — Die Urteile sind eben durchaus verschieden, die der Mensch hier im physischen Dasein hat, und diejenigen, die er hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es ändert sich da jeder Gesichtspunkt.

[ 26 ] Und so ist es auch. Wenn Sie jetzt einem Menschen, einem jungen Menschen hier auf der Erde sagen, er habe sich seinen Vater gewählt, so könnte er ja unter Umständen immerhin einwenden: Wie aber, einen Vater, der mich so geprügelt hat, den soll ich mir gewählt haben? — Er hat sich ihn wirklich gewählt, weil er einen anderen Gesichtspunkt hatte, bevor er zur Erde heruntergestiegen ist. Da hatte er nämlich den Gesichtspunkt, daß die Prügel ihm sehr gut tun werden. Es ist das tatsächlich gar keine lächerliche Sache, es ist absolut tiefernst gemeint. Und so wählt sich der Mensch auch seine Eltern nach der Gestalt. Er hat das Bild für sich selbst vor sich, seinen Eltern ähnlich zu werden. Er wird dann nicht durch Vererbung ähnlich, sondern durch seine inneren geistig-seelischen Kräfte, die er sich gerade aus der geistigen Welt herunterbringt. Deshalb sind in dem Augenblicke, wo man allseitig, aus der geistigen und aus der physischen Wissenschaft heraus urteilt, solche Urteile in Bausch und Bogen nicht mehr möglich, daß man sagt: Ich habe auch schon Kinder gesehen, die wurden erst in ihrem zweiten Lebensalter ihren Eltern ähnlicher. Gewiß, da liegt eben dann der andere Fall vor, daß diese Kinder sich als Ideal vorgesetzt haben, die Gestalt ihrer Eltern anzunehmen.

[ 26 ] Und so ist es auch. Wenn Sie jetzt einem Menschen, einem jungen Menschen hier auf der Erde sagen, er habe sich seinen Vater gewählt, so könnte er ja unter Umständen immerhin einwenden: Wie aber, einen Vater, der mich so geprügelt hat, den soll ich mir gewählt haben? — Er hat sich ihn wirklich gewählt, weil er einen anderen Gesichtspunkt hatte, bevor er zur Erde heruntergestiegen ist. Da hatte er nämlich den Gesichtspunkt, daß die Prügel ihm sehr gut tun werden. Es ist das tatsächlich gar keine lächerliche Sache, es ist absolut tiefernst gemeint. Und so wählt sich der Mensch auch seine Eltern nach der Gestalt. Er hat das Bild für sich selbst vor sich, seinen Eltern ähnlich zu werden. Er wird dann nicht durch Vererbung ähnlich, sondern durch seine inneren geistig-seelischen Kräfte, die er sich gerade aus der geistigen Welt herunterbringt. Deshalb sind in dem Augenblicke, wo man allseitig, aus der geistigen und aus der physischen Wissenschaft heraus urteilt, solche Urteile in Bausch und Bogen nicht mehr möglich, daß man sagt: Ich habe auch schon Kinder gesehen, die wurden erst in ihrem zweiten Lebensalter ihren Eltern ähnlicher. Gewiß, da liegt eben dann der andere Fall vor, daß diese Kinder sich als Ideal vorgesetzt haben, die Gestalt ihrer Eltern anzunehmen.

[ 27 ] Nun handelt es sich darum, daß der Mensch im Grunde genommen die ganze Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt im Vereine mit anderen verstorbenen Seelen und im Vereine mit den Wesenheiten der höheren Welten an demjenigen arbeitet, was ihm die Möglichkeit bringt, sich seinen Körper aufzubauen.

[ 27 ] Nun handelt es sich darum, daß der Mensch im Grunde genommen die ganze Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt im Vereine mit anderen verstorbenen Seelen und im Vereine mit den Wesenheiten der höheren Welten an demjenigen arbeitet, was ihm die Möglichkeit bringt, sich seinen Körper aufzubauen.

[ 28 ] Sehen Sie, man unterschätzt das, was der Mensch im Unterbewußten trägt, gar sehr. Man ist im Unterbewußten viel weiser als im Oberbewußten als Erdenmensch. Man arbeitet schon aus einer weitgehenden universellen Weltenweisheit dasjenige aus, was sich innerhalb des Modells dann im zweiten Lebensalter zu dem ausgestaltet, was man nun als seinen eigentlichen, einem zugehörigen Menschen an sich trägt. Wird man einmal wissen, wie wenig der Mensch eigentlich in bezug auf seine Körpersubstanz aufnimmt aus dem, was er ißt — wie er viel mehr entnimmt dem, was er aus Luft und Licht und so weiter aufnimmt in außerordentlich fein verteiltem Zustande —, dann wird man auch eher glauben können, daß der Mensch sich ganz unabhängig von allen Vererbungsverhältnissen seinen zweiten Körper für das zweite Lebensalter ganz und gar aus der Umgebung aufbaut. Der erste Körper ist tatsächlich nur ein Modell, und dasjenige, was den Eltern entstammt, substantiell und auch den äußeren körperlichen Kräften nach, das ist nicht mehr da im zweiten Lebensalter.

[ 28 ] Sehen Sie, man unterschätzt das, was der Mensch im Unterbewußten trägt, gar sehr. Man ist im Unterbewußten viel weiser als im Oberbewußten als Erdenmensch. Man arbeitet schon aus einer weitgehenden universellen Weltenweisheit dasjenige aus, was sich innerhalb des Modells dann im zweiten Lebensalter zu dem ausgestaltet, was man nun als seinen eigentlichen, einem zugehörigen Menschen an sich trägt. Wird man einmal wissen, wie wenig der Mensch eigentlich in bezug auf seine Körpersubstanz aufnimmt aus dem, was er ißt — wie er viel mehr entnimmt dem, was er aus Luft und Licht und so weiter aufnimmt in außerordentlich fein verteiltem Zustande —, dann wird man auch eher glauben können, daß der Mensch sich ganz unabhängig von allen Vererbungsverhältnissen seinen zweiten Körper für das zweite Lebensalter ganz und gar aus der Umgebung aufbaut. Der erste Körper ist tatsächlich nur ein Modell, und dasjenige, was den Eltern entstammt, substantiell und auch den äußeren körperlichen Kräften nach, das ist nicht mehr da im zweiten Lebensalter.

[ 29 ] Das Verhältnis zu den Eltern wird ein moralisch-seelisches im zweiten Lebensalter, und es ist ein physisches Vererbungsverhältnis nur im ersten Lebensalter bis zum siebenten Lebensjahre.

[ 29 ] Das Verhältnis zu den Eltern wird ein moralisch-seelisches im zweiten Lebensalter, und es ist ein physisches Vererbungsverhältnis nur im ersten Lebensalter bis zum siebenten Lebensjahre.

[ 30 ] Nun, es gibt ja auch noch in diesem Erdenleben Menschen, die haben ein ganz reges Interesse für alles, was im sichtbaren Kosmos um sie herum ist. Es sind Menschen, die beobachten Pflanzen, beobachten die Tierwelt, sie haben Anteil, Interesse an dem und jenem, was in der sichtbaren Umwelt ist. Sie haben Interesse für die Erhabenheit des gestirnten Himmels. Sie sind sozusagen mit ihrer Seele beim ganzen physischen Kosmos dabei. Das Innere eines Menschen, der ein solches warmes Interesse für den physischen Kosmos hat, ist ja anders als das Innere eines Menschen, der mit einer gewissen Gleichgültigkeit, mit einem seelischen Phlegma an der Welt vorbeigeht.

[ 30 ] Nun, es gibt ja auch noch in diesem Erdenleben Menschen, die haben ein ganz reges Interesse für alles, was im sichtbaren Kosmos um sie herum ist. Es sind Menschen, die beobachten Pflanzen, beobachten die Tierwelt, sie haben Anteil, Interesse an dem und jenem, was in der sichtbaren Umwelt ist. Sie haben Interesse für die Erhabenheit des gestirnten Himmels. Sie sind sozusagen mit ihrer Seele beim ganzen physischen Kosmos dabei. Das Innere eines Menschen, der ein solches warmes Interesse für den physischen Kosmos hat, ist ja anders als das Innere eines Menschen, der mit einer gewissen Gleichgültigkeit, mit einem seelischen Phlegma an der Welt vorbeigeht.

[ 31 ] Es gibt wirklich in dieser Beziehung die ganze Skala von Menschencharakteren. Auf der einen Seite, nicht wahr, hat einer eine ganz kurze Reise gemacht. Man redet nachher mit ihm. Er beschreibt einem die Stadt, in der er gewesen ist, mit einer unendlichen Liebe bis in die Kleinigkeiten hinein. Man bekommt unter Umständen deshalb, weil er so starkes Interesse gehabt hat, eine völlige Vorstellung von dem, wie es in der Stadt, wo er war, ausgesehen hat. Von diesem Extrem geht es bis zu dem anderen herunter, wie zum Beispiel jenem, wo ich einmal zwei ältere Damen getroffen habe, die von Wien nach Preßburg gereist waren. Preßburg ist eine schöne Stadt. Sie waren wiederum zurückgekommen. Ich fragte sie, wie es in Preßburg ausschaut, wie es ihnen gefallen hat. Nichts wußten sie zu erzählen, als daß sie am Strande zwei schöne Dackerln gesehen hätten! — Die hätten sie in Wien auch sehen können, sie hätten dazu nicht gebraucht nach Preßburg zu fahren. Aber sie haben eben nichts anderes gesehen.

[ 31 ] Es gibt wirklich in dieser Beziehung die ganze Skala von Menschencharakteren. Auf der einen Seite, nicht wahr, hat einer eine ganz kurze Reise gemacht. Man redet nachher mit ihm. Er beschreibt einem die Stadt, in der er gewesen ist, mit einer unendlichen Liebe bis in die Kleinigkeiten hinein. Man bekommt unter Umständen deshalb, weil er so starkes Interesse gehabt hat, eine völlige Vorstellung von dem, wie es in der Stadt, wo er war, ausgesehen hat. Von diesem Extrem geht es bis zu dem anderen herunter, wie zum Beispiel jenem, wo ich einmal zwei ältere Damen getroffen habe, die von Wien nach Preßburg gereist waren. Preßburg ist eine schöne Stadt. Sie waren wiederum zurückgekommen. Ich fragte sie, wie es in Preßburg ausschaut, wie es ihnen gefallen hat. Nichts wußten sie zu erzählen, als daß sie am Strande zwei schöne Dackerln gesehen hätten! — Die hätten sie in Wien auch sehen können, sie hätten dazu nicht gebraucht nach Preßburg zu fahren. Aber sie haben eben nichts anderes gesehen.

[ 32 ] So gehen manche Menschen durch die Welt. Zwischen diesen beiden äußersten Vertretern der Skala liegt ja jede Art von Interesse, die der Mensch für dasjenige haben kann, was die physisch sichtbare Welt ist.

[ 32 ] So gehen manche Menschen durch die Welt. Zwischen diesen beiden äußersten Vertretern der Skala liegt ja jede Art von Interesse, die der Mensch für dasjenige haben kann, was die physisch sichtbare Welt ist.

[ 33 ] Nehmen wir an, ein Mensch hat wenig Interesse für die umliegende physische Welt. Er interessiert sich meinetwillen gerade noch für das, was unmittelbar seine Körperlichkeit angeht, für die Art und Weise meinetwillen, ob man in irgendeiner Gegend gut oder schlecht ißt oder dergleichen, aber darüber hinaus gehen seine Interessen nicht. Seine Seele bleibt arm. Er trägt die Welt nicht in sich. Und er trägt wenig von dem, was die Erscheinungen der Welt ihm entgegengeleuchtet haben, durch die Pforte des Todes mit seinem Inneren hinüber in die geistige Welt. Dadurch wird ihm das Arbeiten drüben mit den geistigen Wesenheiten, mit denen er jetzt zusammen ist, schwer. Dadurch bringt er aber auch nicht Stärke, nicht Energie, sondern Schwäche, eine Art von Ohnmacht in seiner Seele mit für den Aufbau seines physischen Leibes. Das Modell wirkt schon stark auf ihn ein. Der Kampf mit dem Modell drückt sich in allerlei Kinderkrankheiten aus, aber dieSchwäche bleibt ihm. Er bildet gewissermaßen einen zerbrechlichen Leib, der allen möglichen Krankheiten ausgesetzt ist. So verwandelt sich karmisch seelisch-geistiges Interesse aus dem einen Erdenleben in die Gesundheitslage eines nächsten Erdenlebens. Diejenigen Menschen, die vor Gesundheit strotzen, die haben zunächst in einem früheren Erdenleben ein reges Interesse für die sichtbare Welt gehabt. Und in dieser Beziehung wirken wirklich die Einzeltatsachen des Lebens außerordentlich stark.

[ 33 ] Nehmen wir an, ein Mensch hat wenig Interesse für die umliegende physische Welt. Er interessiert sich meinetwillen gerade noch für das, was unmittelbar seine Körperlichkeit angeht, für die Art und Weise meinetwillen, ob man in irgendeiner Gegend gut oder schlecht ißt oder dergleichen, aber darüber hinaus gehen seine Interessen nicht. Seine Seele bleibt arm. Er trägt die Welt nicht in sich. Und er trägt wenig von dem, was die Erscheinungen der Welt ihm entgegengeleuchtet haben, durch die Pforte des Todes mit seinem Inneren hinüber in die geistige Welt. Dadurch wird ihm das Arbeiten drüben mit den geistigen Wesenheiten, mit denen er jetzt zusammen ist, schwer. Dadurch bringt er aber auch nicht Stärke, nicht Energie, sondern Schwäche, eine Art von Ohnmacht in seiner Seele mit für den Aufbau seines physischen Leibes. Das Modell wirkt schon stark auf ihn ein. Der Kampf mit dem Modell drückt sich in allerlei Kinderkrankheiten aus, aber dieSchwäche bleibt ihm. Er bildet gewissermaßen einen zerbrechlichen Leib, der allen möglichen Krankheiten ausgesetzt ist. So verwandelt sich karmisch seelisch-geistiges Interesse aus dem einen Erdenleben in die Gesundheitslage eines nächsten Erdenlebens. Diejenigen Menschen, die vor Gesundheit strotzen, die haben zunächst in einem früheren Erdenleben ein reges Interesse für die sichtbare Welt gehabt. Und in dieser Beziehung wirken wirklich die Einzeltatsachen des Lebens außerordentlich stark.

[ 34 ] Gewiß, es ist ja, ich möchte sagen, mehr oder weniger riskiert heute, über diese Dinge zu sprechen; aber verstehen wird man die Zusammenhänge des Karma doch nur, wenn man geneigt ist, Einzelheiten über das Karma aufzunehmen. Es hat ja auch in der Zeit zum Beispiel, in der die Menschenseelen, die heute da sind, in einem früheren Erdenleben gelebt haben, schon Malerei gegeben, und es hat Menschen gegeben, welche an dieser Malerei kein Interesse hatten. Es gibt ja heute auch Menschen, denen es ganz gleichgültig ist, ob sie irgendeine malerische Scheußlichkeit an der Wand hängen haben oder irgendein sehr gut gemaltes Bild. So hat es auch in der Zeit, in der die Seelen, die heute leben, in früheren Erdenleben vorhanden waren, solche Menschen gegeben. Ja, sehen Sie, meine lieben Freunde, ich habe niemals einen Menschen gefunden, der ein sympathisches Gesicht hat, einen sympathischen Gesichtsausdruck hat, der nicht seine Freude an der Malerei in einem früheren Erdenleben gehabt hat. Menschen mit unsympathischem Gesichtsausdrucke — was ja auch im Karma des Menschen eine Rolle spielt, was für das Schicksal eine Bedeutung hat waren immer solche, die stumpf und gleichgültig, phlegmatisch an Bildwerken vorbeigegangen sind.

[ 34 ] Gewiß, es ist ja, ich möchte sagen, mehr oder weniger riskiert heute, über diese Dinge zu sprechen; aber verstehen wird man die Zusammenhänge des Karma doch nur, wenn man geneigt ist, Einzelheiten über das Karma aufzunehmen. Es hat ja auch in der Zeit zum Beispiel, in der die Menschenseelen, die heute da sind, in einem früheren Erdenleben gelebt haben, schon Malerei gegeben, und es hat Menschen gegeben, welche an dieser Malerei kein Interesse hatten. Es gibt ja heute auch Menschen, denen es ganz gleichgültig ist, ob sie irgendeine malerische Scheußlichkeit an der Wand hängen haben oder irgendein sehr gut gemaltes Bild. So hat es auch in der Zeit, in der die Seelen, die heute leben, in früheren Erdenleben vorhanden waren, solche Menschen gegeben. Ja, sehen Sie, meine lieben Freunde, ich habe niemals einen Menschen gefunden, der ein sympathisches Gesicht hat, einen sympathischen Gesichtsausdruck hat, der nicht seine Freude an der Malerei in einem früheren Erdenleben gehabt hat. Menschen mit unsympathischem Gesichtsausdrucke — was ja auch im Karma des Menschen eine Rolle spielt, was für das Schicksal eine Bedeutung hat waren immer solche, die stumpf und gleichgültig, phlegmatisch an Bildwerken vorbeigegangen sind.

[ 35 ] Aber es gehen die Dinge viel weiter. Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben hindurch — und das war auch schon in früheren Erdenaltern der Fall — niemals zu den Sternen aufsahen, die nicht wissen, wo der Löwe oder der Widder oder der Stier ist, die sich für gar nichts in dieser Richtung interessieren. Diese Menschen werden in einem nächsten Erdenleben mit einem irgendwie schlaffen Körper geboren, beziehungsweise wenn sie durch die Stärke ihrer Eltern noch das Modell bekommen, das sie darüber hinwegführt, werden sie an dem Körper, den sie sich dann selber aufbauen, schlaff, kraftlos.

[ 35 ] Aber es gehen die Dinge viel weiter. Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben hindurch — und das war auch schon in früheren Erdenaltern der Fall — niemals zu den Sternen aufsahen, die nicht wissen, wo der Löwe oder der Widder oder der Stier ist, die sich für gar nichts in dieser Richtung interessieren. Diese Menschen werden in einem nächsten Erdenleben mit einem irgendwie schlaffen Körper geboren, beziehungsweise wenn sie durch die Stärke ihrer Eltern noch das Modell bekommen, das sie darüber hinwegführt, werden sie an dem Körper, den sie sich dann selber aufbauen, schlaff, kraftlos.

[ 36 ] Und so könnte man den ganzen Gesundheitszustand des Menschen, den er in irgendeinem Erdenleben trägt, zurückführen auf die Interessen, die er im früheren Erdenleben an der sichtbaren Welt in ihrem weitesten Umfange genommen hat.

[ 36 ] Und so könnte man den ganzen Gesundheitszustand des Menschen, den er in irgendeinem Erdenleben trägt, zurückführen auf die Interessen, die er im früheren Erdenleben an der sichtbaren Welt in ihrem weitesten Umfange genommen hat.

[ 37 ] Menschen, welche in unserer heutigen Zeit zum Beispiel absolut kein Interesse für Musikalisches haben, denen das Musikalische gleichgültig ist, die werden ganz sicher in einem nächsten Erdenleben entweder asthmatisch oder mit Lungenkrankheiten wiedergeboren werden, beziehungsweise für Lungenkrankheiten oder Asthma geeignet geboren werden. Es ist tatsächlich so, daß sich dasjenige Seelische, das sich ausbildet in einem Erdenleben durch das Interesse an der sichtbaren Welt, in der Gesundheits- oder Krankheitsstimmung des Körpers im nächsten Erdenleben zum Ausdrucke bringt.

[ 37 ] Menschen, welche in unserer heutigen Zeit zum Beispiel absolut kein Interesse für Musikalisches haben, denen das Musikalische gleichgültig ist, die werden ganz sicher in einem nächsten Erdenleben entweder asthmatisch oder mit Lungenkrankheiten wiedergeboren werden, beziehungsweise für Lungenkrankheiten oder Asthma geeignet geboren werden. Es ist tatsächlich so, daß sich dasjenige Seelische, das sich ausbildet in einem Erdenleben durch das Interesse an der sichtbaren Welt, in der Gesundheits- oder Krankheitsstimmung des Körpers im nächsten Erdenleben zum Ausdrucke bringt.

[ 38 ] Vielleicht könnte jetzt jemand sagen: Das zu wissen, könnte einem schon den Geschmack an dem folgenden Erdenleben nehmen. — Aber das ist wiederum solch ein Urteil, das man vom Erdenstandpunkte aus fällt, der ja wirklich nicht der einzige ist, denn das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt dauert länger als das Erdenleben. Wenn jemand stumpf ist für irgend etwas Sichtbares in seiner Umgebung, dann bleibt er in der Unfähigkeit, auf gewissen Gebieten zu arbeiten zwischen Tod und einer neuen Geburt, und er ist nun durch die Pforte des Todes gegangen, sagen wir, mit den Folgen der Interesselosigkeit. Er geht weiter nach dem Tode. Er kommt nicht heran an gewisse Wesenheiten. Gewisse Wesenheiten halten sich von ihm zurück, weil er nicht an sie heran kann. Andere Menschenseelen, mit denen er auf der Erde zusammen war, bleiben ihm fremd. Das würde ewig dauern, es würde eine Art Ewigkeit der Höllenstrafen geben, wenn es nicht abgeändert werden könnte. Daß der Mensch nun beschließt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, ins irdische Leben herunterzusteigen und das, was ein Unvermögen ist in der geistigen Welt, nun auch zu fühlen an dem erkrankten Leibe, das ist der einzige Ausgleich, das ist die einzige Kur. Diese Kur wünscht man zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, denn zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hat man nur das: Man kann etwas nicht; aber man fühlt es nicht. So daß dann im weiteren Verlauf, wenn man wieder stirbt und wiederum geht durch die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, das, was irdischer Schmerz war, der Antrieb ist, nun hereinzukommen in dasjenige, was man versäumt hat. So kann man sagen, der Mensch trägt sich im wesentlichen Gesundheit und Krankheit mit seinem Karma aus der geistigen Welt in die physische Welt herunter.

[ 38 ] Vielleicht könnte jetzt jemand sagen: Das zu wissen, könnte einem schon den Geschmack an dem folgenden Erdenleben nehmen. — Aber das ist wiederum solch ein Urteil, das man vom Erdenstandpunkte aus fällt, der ja wirklich nicht der einzige ist, denn das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt dauert länger als das Erdenleben. Wenn jemand stumpf ist für irgend etwas Sichtbares in seiner Umgebung, dann bleibt er in der Unfähigkeit, auf gewissen Gebieten zu arbeiten zwischen Tod und einer neuen Geburt, und er ist nun durch die Pforte des Todes gegangen, sagen wir, mit den Folgen der Interesselosigkeit. Er geht weiter nach dem Tode. Er kommt nicht heran an gewisse Wesenheiten. Gewisse Wesenheiten halten sich von ihm zurück, weil er nicht an sie heran kann. Andere Menschenseelen, mit denen er auf der Erde zusammen war, bleiben ihm fremd. Das würde ewig dauern, es würde eine Art Ewigkeit der Höllenstrafen geben, wenn es nicht abgeändert werden könnte. Daß der Mensch nun beschließt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, ins irdische Leben herunterzusteigen und das, was ein Unvermögen ist in der geistigen Welt, nun auch zu fühlen an dem erkrankten Leibe, das ist der einzige Ausgleich, das ist die einzige Kur. Diese Kur wünscht man zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, denn zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hat man nur das: Man kann etwas nicht; aber man fühlt es nicht. So daß dann im weiteren Verlauf, wenn man wieder stirbt und wiederum geht durch die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, das, was irdischer Schmerz war, der Antrieb ist, nun hereinzukommen in dasjenige, was man versäumt hat. So kann man sagen, der Mensch trägt sich im wesentlichen Gesundheit und Krankheit mit seinem Karma aus der geistigen Welt in die physische Welt herunter.

[ 39 ] Und wenn man dabei berücksichtigt, daß es nicht immer ein sich erfüllendes, sondern auch ein werdendes Karma gibt, daß gewisse Dinge auch zum ersten Mal auftreten können, dann wird man natürlich nicht alles, was der Mensch, sagen wir, von gesundheitlicher oder Krankheitsseite zu erleiden hat im physischen Leben, auf die früheren Erdenleben beziehen. Aber man wird wissen, daß durchaus dasjenige, was namentlich von innen heraus veranlagt auftritt in bezug auf Gesundheits- und Krankheitsverhältnisse, auf dem Umwege, den ich eben charakterisiert habe, karmisch bestimmt ist. Die Welt wird eben erst erklärlich, wenn man über das Erdenleben hinaus zu sehen vermag. Vorher ist sie nicht erklärlich. Aus dem Erdenleben ist die Welt nicht erklärlich.

[ 39 ] Und wenn man dabei berücksichtigt, daß es nicht immer ein sich erfüllendes, sondern auch ein werdendes Karma gibt, daß gewisse Dinge auch zum ersten Mal auftreten können, dann wird man natürlich nicht alles, was der Mensch, sagen wir, von gesundheitlicher oder Krankheitsseite zu erleiden hat im physischen Leben, auf die früheren Erdenleben beziehen. Aber man wird wissen, daß durchaus dasjenige, was namentlich von innen heraus veranlagt auftritt in bezug auf Gesundheits- und Krankheitsverhältnisse, auf dem Umwege, den ich eben charakterisiert habe, karmisch bestimmt ist. Die Welt wird eben erst erklärlich, wenn man über das Erdenleben hinaus zu sehen vermag. Vorher ist sie nicht erklärlich. Aus dem Erdenleben ist die Welt nicht erklärlich.

[ 40 ] Und wenn wir von diesen inneren Bedingungen des Karma, die aus der Organisation folgen, mehr nach dem Äußerlichen, nach dem Äußeren gehen, so können wir wiederum, ich möchte sagen, nur um zunächst das Thema anzuschlagen, ausgehen von einem den Menschen nahe berührenden Tatsachengebiet. Nehmen wir zum Beispiel dasjenige, was nun seelisch sehr stark mit der allgemeinen seelischen Gesundheits- und Krankheitsstimmung zusammenhängen kann im Verhältnis zu anderen Menschen.

[ 40 ] Und wenn wir von diesen inneren Bedingungen des Karma, die aus der Organisation folgen, mehr nach dem Äußerlichen, nach dem Äußeren gehen, so können wir wiederum, ich möchte sagen, nur um zunächst das Thema anzuschlagen, ausgehen von einem den Menschen nahe berührenden Tatsachengebiet. Nehmen wir zum Beispiel dasjenige, was nun seelisch sehr stark mit der allgemeinen seelischen Gesundheits- und Krankheitsstimmung zusammenhängen kann im Verhältnis zu anderen Menschen.

[ 41 ] Ich will den Fall setzen, jemand findet einen Jugendfreund. Es bildet sich eine innige Jugendfreundschaft heraus. Die Menschen hängen sehr aneinander. Das Leben führt sie auseinander, so daß vielleicht bei beiden, vielleicht bei einem besonders, mit einer gewissen Wehmut zurückgesehen wird auf die Jugendfreundschaft. Aber sie läßt sich nicht wieder herstellen, so oft man sich im Leben auch trifft, die Jugendfreundschaft stellt sich nicht wieder her. Wenn Sie bedenken, wieviel unter Umständen von solch einer zerbrochenen Jugendfreundschaft schicksalsmäßig abhängen kann, dann werden Sie doch sich sagen, das Schicksal des Menschen kann tiefgehend beeinflußt sein von solch einer zerbrochenen Jugendfreundschaft.

[ 41 ] Ich will den Fall setzen, jemand findet einen Jugendfreund. Es bildet sich eine innige Jugendfreundschaft heraus. Die Menschen hängen sehr aneinander. Das Leben führt sie auseinander, so daß vielleicht bei beiden, vielleicht bei einem besonders, mit einer gewissen Wehmut zurückgesehen wird auf die Jugendfreundschaft. Aber sie läßt sich nicht wieder herstellen, so oft man sich im Leben auch trifft, die Jugendfreundschaft stellt sich nicht wieder her. Wenn Sie bedenken, wieviel unter Umständen von solch einer zerbrochenen Jugendfreundschaft schicksalsmäßig abhängen kann, dann werden Sie doch sich sagen, das Schicksal des Menschen kann tiefgehend beeinflußt sein von solch einer zerbrochenen Jugendfreundschaft.

[ 42 ] Man sollte eigentlich möglichst wenig über solche Dinge aus der Theorie heraus reden. Das aus der Theorie heraus Reden hat eigentlich keinen besonderen Wert. Man sollte über diese Dinge im Grunde genommen nur reden entweder aus der unmittelbaren Anschauung heraus oder auf Grundlage dessen, was man mündlich oder schriftlich vernommen hat von demjenigen, der eine solche unmittelbare Anschauung haben kann, und was einem plausibel erscheint, begreiflich ist. Das Theoretisieren über diese Dinge hat keinen Wert. Deshalb will ich sagen, wo man sich bemüht, mit geistiger Anschauung hinter so etwas zu kommen wie eine zerbrochene Jugendfreundschaft, da stellt sich das Folgende heraus.

[ 42 ] Man sollte eigentlich möglichst wenig über solche Dinge aus der Theorie heraus reden. Das aus der Theorie heraus Reden hat eigentlich keinen besonderen Wert. Man sollte über diese Dinge im Grunde genommen nur reden entweder aus der unmittelbaren Anschauung heraus oder auf Grundlage dessen, was man mündlich oder schriftlich vernommen hat von demjenigen, der eine solche unmittelbare Anschauung haben kann, und was einem plausibel erscheint, begreiflich ist. Das Theoretisieren über diese Dinge hat keinen Wert. Deshalb will ich sagen, wo man sich bemüht, mit geistiger Anschauung hinter so etwas zu kommen wie eine zerbrochene Jugendfreundschaft, da stellt sich das Folgende heraus.

[ 43 ] Geht man in ein früheres Erdenleben zurück, so findet man in der Regel, daß die beiden Menschen, die Jugendfreundschaft in einem Leben hatten, welche dann zerbrochen ist, daß diese in einem früheren Erdenleben eine Freundschaft im späteren Leben hatten.

[ 43 ] Geht man in ein früheres Erdenleben zurück, so findet man in der Regel, daß die beiden Menschen, die Jugendfreundschaft in einem Leben hatten, welche dann zerbrochen ist, daß diese in einem früheren Erdenleben eine Freundschaft im späteren Leben hatten.

[ 44 ] Also nehmen wir an, zwei Menschen sind Jugendfreunde oder Jugendfreundinnen bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahre, dann zerbricht die Jugendfreundschaft. Geht man nun mit Geisteserkenntnis zurück in ein früheres Erdenleben, so findet man, da war eine Freundschaft zwischen den beiden Leuten auch vorhanden, aber die hat etwa im zwanzigsten Jahre begonnen und ging ins spätere Leben hinauf. Das ist ein sehr interessanter Fall, den man oftmals findet, wenn man den Dingen geisteswissenschaftlich nachgeht.

[ 44 ] Also nehmen wir an, zwei Menschen sind Jugendfreunde oder Jugendfreundinnen bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahre, dann zerbricht die Jugendfreundschaft. Geht man nun mit Geisteserkenntnis zurück in ein früheres Erdenleben, so findet man, da war eine Freundschaft zwischen den beiden Leuten auch vorhanden, aber die hat etwa im zwanzigsten Jahre begonnen und ging ins spätere Leben hinauf. Das ist ein sehr interessanter Fall, den man oftmals findet, wenn man den Dingen geisteswissenschaftlich nachgeht.

[ 45 ] Zunächst stellt sich dann, wenn man die Fälle genauer prüft, dieses ein, daß der Drang, den Menschen, mit dem man eine Freundschaft in älteren Jahren hatte, nun auch so kennenzulernen, wie er in der Jugend sein kann, einen im nächsten Leben dazu führt, ihn wirklich als Jugendfreund kennenzulernen. Man hat ihn als älteren Menschen in einem vorigen Erdenleben gekannt; das hat den Drang in die Seele gebracht, ihn nun auch in der Jugend kennenzulernen. Das kann man nicht mehr in diesem Leben, so macht man es im nächsten Leben.

[ 45 ] Zunächst stellt sich dann, wenn man die Fälle genauer prüft, dieses ein, daß der Drang, den Menschen, mit dem man eine Freundschaft in älteren Jahren hatte, nun auch so kennenzulernen, wie er in der Jugend sein kann, einen im nächsten Leben dazu führt, ihn wirklich als Jugendfreund kennenzulernen. Man hat ihn als älteren Menschen in einem vorigen Erdenleben gekannt; das hat den Drang in die Seele gebracht, ihn nun auch in der Jugend kennenzulernen. Das kann man nicht mehr in diesem Leben, so macht man es im nächsten Leben.

[ 46 ] Aber das hat einen großen Einfluß, wenn in einem von den beiden oder in den beiden dieser Drang entsteht, durch den Tod geht und dann zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sich auslebt in der geistigen Welt. Denn dann ist in der geistigen Welt etwas da wie ein Hinstarren auf die Jugend. Man hat diese ganz besondere Sehnsucht, auf die Jugend hinzustarren, und man bildet nicht den Drang aus, den Menschen auch wiederum im Alter kennenzulernen. Und so zerbricht die Jugendfreundschaft, die vorbestimmt war aus dem Leben, das man durchlebt hat, bevor man auf die Erde herabgestiegen ist.

[ 46 ] Aber das hat einen großen Einfluß, wenn in einem von den beiden oder in den beiden dieser Drang entsteht, durch den Tod geht und dann zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sich auslebt in der geistigen Welt. Denn dann ist in der geistigen Welt etwas da wie ein Hinstarren auf die Jugend. Man hat diese ganz besondere Sehnsucht, auf die Jugend hinzustarren, und man bildet nicht den Drang aus, den Menschen auch wiederum im Alter kennenzulernen. Und so zerbricht die Jugendfreundschaft, die vorbestimmt war aus dem Leben, das man durchlebt hat, bevor man auf die Erde herabgestiegen ist.

[ 47 ] Nun, es ist das durchaus ein Fall, den ich Ihnen aus dem Leben erzähle. Das, was ich Ihnen erzähle, ist durchaus etwas, was real ist. Es entsteht nur jetzt die Frage: Ja, wie war denn eigentlich im vorigen Leben die ältere Freundschaft, so daß sie nun diesen Drang entstehen ließ, den Menschen in der Jugend wiederum zu haben in einem neuen Erdenleben?

[ 47 ] Nun, es ist das durchaus ein Fall, den ich Ihnen aus dem Leben erzähle. Das, was ich Ihnen erzähle, ist durchaus etwas, was real ist. Es entsteht nur jetzt die Frage: Ja, wie war denn eigentlich im vorigen Leben die ältere Freundschaft, so daß sie nun diesen Drang entstehen ließ, den Menschen in der Jugend wiederum zu haben in einem neuen Erdenleben?

[ 48 ] Nun, damit sich dieser Trieb, den Menschen in der Jugend zu haben, nicht dennoch dazu auswächst, dann den Jugendfreund im Alter weiter zu haben, muß irgend etwas anderes im Leben eintreten. In all den Fällen, die mir bewußt sind, ist es dann immer so gewesen, daß, wären diese Menschen in einem späteren Leben vereinigt geblieben, wäre die Jugendfreundschaft nicht zerbrochen, so würden sie einander überdrüssig geworden sein, weil sie die Freundschaft in einem früheren Leben, die eine Altersfreundschaft war, zu egoistisch ausgebildet haben. Der Egoismus von Freundschaften in einem Erdenleben rächt sich karmisch in dem Verlust dieser Freundschaften in anderen Erdenleben. So sind die Dinge kompliziert. Aber man bekommt immer einen Leitfaden, wenn man eben sieht: Es ist in vielen Fällen dies vorhanden, daß zwei Menschen in einem Erdenleben, sagen wir, bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr ihr Leben für sich und dann weiter in Freundschaft gehen (siehe Zeichnung I). In einem nächsten Erdenleben entspricht gewöhnlich diesem Bilde dann das andere (II), es entspricht diesem anderen die Jugendfreundschaft, und dann geht das Leben auseinander. Das ist sehr häufig der Fall. Wie denn überhaupt das gefunden wird, daß sich die einzelnen Erdenleben, ich möchte sagen, ihrer Konfiguration nach angesehen, gegenseitg ergänzen.

[ 48 ] Nun, damit sich dieser Trieb, den Menschen in der Jugend zu haben, nicht dennoch dazu auswächst, dann den Jugendfreund im Alter weiter zu haben, muß irgend etwas anderes im Leben eintreten. In all den Fällen, die mir bewußt sind, ist es dann immer so gewesen, daß, wären diese Menschen in einem späteren Leben vereinigt geblieben, wäre die Jugendfreundschaft nicht zerbrochen, so würden sie einander überdrüssig geworden sein, weil sie die Freundschaft in einem früheren Leben, die eine Altersfreundschaft war, zu egoistisch ausgebildet haben. Der Egoismus von Freundschaften in einem Erdenleben rächt sich karmisch in dem Verlust dieser Freundschaften in anderen Erdenleben. So sind die Dinge kompliziert. Aber man bekommt immer einen Leitfaden, wenn man eben sieht: Es ist in vielen Fällen dies vorhanden, daß zwei Menschen in einem Erdenleben, sagen wir, bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr ihr Leben für sich und dann weiter in Freundschaft gehen (siehe Zeichnung I). In einem nächsten Erdenleben entspricht gewöhnlich diesem Bilde dann das andere (II), es entspricht diesem anderen die Jugendfreundschaft, und dann geht das Leben auseinander. Das ist sehr häufig der Fall. Wie denn überhaupt das gefunden wird, daß sich die einzelnen Erdenleben, ich möchte sagen, ihrer Konfiguration nach angesehen, gegenseitg ergänzen.

[ 49 ] Besonders das wird häufig gefunden: Trifft man einen Menschen, der auf das Schicksal einen starken Einfluß hat — die Dinge gelten natürlich nur in der Regel, sind nicht für alle Fälle gültig —, aber trifft man einen Menschen im mittleren Lebensalter in einer Inkarnation, so hat man ihn unter Umständen am Anfange und am Ende des Lebens in einer vorigen Inkarnation schicksalsmäßig neben sich gehabt. Dann ist das Bild so: Man durchlebt Anfang und Ende in der einen Inkarnation mit dem anderen Menschen zusammen, und in einer anderen Inkarnation durchlebt man Anfang und Ende nicht, aber man trifft ihn gerade in der Mitte des Lebens.

[ 49 ] Besonders das wird häufig gefunden: Trifft man einen Menschen, der auf das Schicksal einen starken Einfluß hat — die Dinge gelten natürlich nur in der Regel, sind nicht für alle Fälle gültig —, aber trifft man einen Menschen im mittleren Lebensalter in einer Inkarnation, so hat man ihn unter Umständen am Anfange und am Ende des Lebens in einer vorigen Inkarnation schicksalsmäßig neben sich gehabt. Dann ist das Bild so: Man durchlebt Anfang und Ende in der einen Inkarnation mit dem anderen Menschen zusammen, und in einer anderen Inkarnation durchlebt man Anfang und Ende nicht, aber man trifft ihn gerade in der Mitte des Lebens.

[ 50 ] Oder aber es stellt sich so heraus, daß man als Kind an irgendeinen Menschen gebunden ist schicksalsmäßig. In einem vorigen Erdenleben war man gerade, bevor man zu Tode ging, mit demselben Menschen verbunden. Solche Spiegelungen finden in den schicksalsmäßigen Zusammenhängen außerordentlich häufig statt.

[ 50 ] Oder aber es stellt sich so heraus, daß man als Kind an irgendeinen Menschen gebunden ist schicksalsmäßig. In einem vorigen Erdenleben war man gerade, bevor man zu Tode ging, mit demselben Menschen verbunden. Solche Spiegelungen finden in den schicksalsmäßigen Zusammenhängen außerordentlich häufig statt.