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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume I
GA 235

2 March 1924, Dornach

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Sechster Vortrag

Sechster Vortrag

[ 1 ] Indem wir in unseren Betrachtungen über das Karma weiterschreiten, haben wir zunächst nötig, einen Blick auf die Art und Weise zu werfen, wie in der Menschenentwickelung das Karma eingreift; wie das Schicksal, das sich verwebt mit den freien Menschentaten, eigentlich aus der geistigen Welt heraus im physischen Abglanz gestaltet wird.

[ 1 ] Indem wir in unseren Betrachtungen über das Karma weiterschreiten, haben wir zunächst nötig, einen Blick auf die Art und Weise zu werfen, wie in der Menschenentwickelung das Karma eingreift; wie das Schicksal, das sich verwebt mit den freien Menschentaten, eigentlich aus der geistigen Welt heraus im physischen Abglanz gestaltet wird.

[ 2 ] Da werde ich Ihnen heute einiges zu sagen haben über dasjenige, was mit dem Menschen, insofern er auf der Erde lebt, zusammenhängt. Dieser irdische Mensch, wir haben ihn ja in bezug auf seine Gliederung in diesen Vorträgen betrachtet. Wir haben an ihm den physischen Leib, den ätherischen Leib, den astralischen Leib, die Ich-Organisation unterschieden. Wir können aber, indem wir unseren Blick auf den Menschen, einfach wie er vor uns steht in der physischen Welt, wenden, die Gliederung des Menschen noch anders einsehen.

[ 2 ] Da werde ich Ihnen heute einiges zu sagen haben über dasjenige, was mit dem Menschen, insofern er auf der Erde lebt, zusammenhängt. Dieser irdische Mensch, wir haben ihn ja in bezug auf seine Gliederung in diesen Vorträgen betrachtet. Wir haben an ihm den physischen Leib, den ätherischen Leib, den astralischen Leib, die Ich-Organisation unterschieden. Wir können aber, indem wir unseren Blick auf den Menschen, einfach wie er vor uns steht in der physischen Welt, wenden, die Gliederung des Menschen noch anders einsehen.

[ 3 ] Wir wollen heute unabhängig von dem, was wir schon besprochen haben, an eine Gliederung des Menschen herantreten und dann versuchen, eine Verbindung zu schlagen zwischen dem, was wir heute besprechen, und dem, was wir schon kennen.

[ 3 ] Wir wollen heute unabhängig von dem, was wir schon besprochen haben, an eine Gliederung des Menschen herantreten und dann versuchen, eine Verbindung zu schlagen zwischen dem, was wir heute besprechen, und dem, was wir schon kennen.

[ 4 ] Wenn wir den Menschen, so wie er auf der Erde vor uns steht, einfach seiner physischen Gestalt nach betrachten, so hat ja diese physische Gestaltung drei deutlich voneinander unterschiedene Glieder. Man unterscheidet nur gewöhnlich diese Gliederung des Menschen nicht, weil alles dasjenige, was heute als Wissenschaft sich geltend macht, eigentlich nur oberflächlich auf die Dinge und Tatsachen hinschaut, keinen Sinn hat für dasjenige, was sich offenbart, wenn man mit innerlich aufgehelltem Blicke Dinge und Tatsachen betrachtet.

[ 4 ] Wenn wir den Menschen, so wie er auf der Erde vor uns steht, einfach seiner physischen Gestalt nach betrachten, so hat ja diese physische Gestaltung drei deutlich voneinander unterschiedene Glieder. Man unterscheidet nur gewöhnlich diese Gliederung des Menschen nicht, weil alles dasjenige, was heute als Wissenschaft sich geltend macht, eigentlich nur oberflächlich auf die Dinge und Tatsachen hinschaut, keinen Sinn hat für dasjenige, was sich offenbart, wenn man mit innerlich aufgehelltem Blicke Dinge und Tatsachen betrachtet.

[ 5 ] Da haben wir am Menschen zunächst das Haupt. Dieses Haupt des Menschen, schon äußerlich betrachtet, kann sich uns zeigen als von der übrigen menschlichen Gestalt ganz verschieden. Man braucht nur den Blick auf die Entstehung des Menschen aus dem Menschenkeim heraus zu wenden. Man wird als erstes, was sich im Leibe der Mutter bildet als Menschenkeim, eigentlich nur die Hauptes-, die Kopfesorganisation sehen können.

[ 5 ] Da haben wir am Menschen zunächst das Haupt. Dieses Haupt des Menschen, schon äußerlich betrachtet, kann sich uns zeigen als von der übrigen menschlichen Gestalt ganz verschieden. Man braucht nur den Blick auf die Entstehung des Menschen aus dem Menschenkeim heraus zu wenden. Man wird als erstes, was sich im Leibe der Mutter bildet als Menschenkeim, eigentlich nur die Hauptes-, die Kopfesorganisation sehen können.

[ 6 ] Die ganze menschliche Organisation geht vom Kopfe aus, und alles übrige, was am Menschen später in die Gestaltung einfließt, ist eigentlich Anhangsorgan am Menschenkeim. Erst ist der Mensch im Grunde genommen als physische Gestalt der Kopf; das andere ist Anhangsorgan. Und dasjenige, was dann diese Anhangsorgane im späteren Leben übernehmen, Ernährung, Atmung und so weiter, das wird in der ersten Embryonalzeit des Menschen gar nicht als Atmungs- oder Zirkulationsprozeß und so weiter von dem Inneren des Menschenkeimes aus besorgt, sondern von außen herein aus dem Leibe der Mutter durch Organe, die später abfallen, die später am Menschen gar nicht mehr vorhanden sind.

[ 6 ] Die ganze menschliche Organisation geht vom Kopfe aus, und alles übrige, was am Menschen später in die Gestaltung einfließt, ist eigentlich Anhangsorgan am Menschenkeim. Erst ist der Mensch im Grunde genommen als physische Gestalt der Kopf; das andere ist Anhangsorgan. Und dasjenige, was dann diese Anhangsorgane im späteren Leben übernehmen, Ernährung, Atmung und so weiter, das wird in der ersten Embryonalzeit des Menschen gar nicht als Atmungs- oder Zirkulationsprozeß und so weiter von dem Inneren des Menschenkeimes aus besorgt, sondern von außen herein aus dem Leibe der Mutter durch Organe, die später abfallen, die später am Menschen gar nicht mehr vorhanden sind.

[ 7 ] Dasjenige, was der Mensch zunächst ist, ist eben durchaus Haupt, ist durchaus Kopf. Das andere ist Anhangsorgan. Man übertreibt nicht, wenn man geradezu den Satz ausspricht: Der Mensch ist anfangs Kopf, das andere ist im Grunde genommen Anhangsorgan. Und da später dasjenige, was zuerst Anhangsorgan ist, heranwächst, Wichtigkeit gewinnt für den Menschen, unterscheidet man im späteren Leben das Haupt, den Kopf, nicht strenge von dem übrigen Organismus.

[ 7 ] Dasjenige, was der Mensch zunächst ist, ist eben durchaus Haupt, ist durchaus Kopf. Das andere ist Anhangsorgan. Man übertreibt nicht, wenn man geradezu den Satz ausspricht: Der Mensch ist anfangs Kopf, das andere ist im Grunde genommen Anhangsorgan. Und da später dasjenige, was zuerst Anhangsorgan ist, heranwächst, Wichtigkeit gewinnt für den Menschen, unterscheidet man im späteren Leben das Haupt, den Kopf, nicht strenge von dem übrigen Organismus.

[ 8 ] Aber damit ist nur eine oberflächliche Charakteristik des Menschen gegeben. In Wirklichkeit ist eben der Mensch auch als physische Gestalt ein dreigliedriges Wesen. Und alles dasjenige, was eigentlich seine erste Gestalt ist, das Haupt, das bleibt ein mehr oder weniger individuelles Glied am Menschen durch das ganze Erdenleben hindurch. Man beachtet das nur nicht, es ist aber so.

[ 8 ] Aber damit ist nur eine oberflächliche Charakteristik des Menschen gegeben. In Wirklichkeit ist eben der Mensch auch als physische Gestalt ein dreigliedriges Wesen. Und alles dasjenige, was eigentlich seine erste Gestalt ist, das Haupt, das bleibt ein mehr oder weniger individuelles Glied am Menschen durch das ganze Erdenleben hindurch. Man beachtet das nur nicht, es ist aber so.

[ 9 ] Sie werden sagen: Ja, man sollte den Menschen nicht so einteilen, daß man ihn gewissermaßen köpft, ihm das Haupt abschneidet. — Daß in der Anthroposophie dies geschehe, das war nur der Glaube von dem Professor, der der Anthroposophie vorgeworfen hat, daß sie den Menschen einteilt in Kopf, Brustorgane, Gliedmaßenorgane. Aber das ist nicht wahr, so ist es nicht; sondern in dem, was äußerlich Hauptesgestaltung ist, liegt nur der hauptsächlichste Ausdruck für die Kopfgestaltung. Der Mensch bleibt auch sein ganzes Leben hindurch ganz Kopf. Die wichtigsten Sinnesorgane, Augen, Ohren, Geruchsorgane, Geschmacksorgane, sind allerdings am Kopfe; aber zum Beispiel der Wärmesinn, der Drucksinn, der Tastsinn, sind über den ganzen Menschen ausgebreitet. Das ist deshalb, weil man nicht räumlich die drei Glieder voneinander unterscheiden soll, sondern nur so, daß die Kopfbildung hauptsächlich im äußerlich gestalteten Kopfe erscheint, aber eigentlich den Menschen ganz durchdringt. Und so ist es auch für die übrigen Glieder. Der Kopf ist während des ganzen Erdenlebens auch in der großen Zehe, insofern die große Zehe eine Tastempfindung hat oder eine Wärmeempfindung hat.

[ 9 ] Sie werden sagen: Ja, man sollte den Menschen nicht so einteilen, daß man ihn gewissermaßen köpft, ihm das Haupt abschneidet. — Daß in der Anthroposophie dies geschehe, das war nur der Glaube von dem Professor, der der Anthroposophie vorgeworfen hat, daß sie den Menschen einteilt in Kopf, Brustorgane, Gliedmaßenorgane. Aber das ist nicht wahr, so ist es nicht; sondern in dem, was äußerlich Hauptesgestaltung ist, liegt nur der hauptsächlichste Ausdruck für die Kopfgestaltung. Der Mensch bleibt auch sein ganzes Leben hindurch ganz Kopf. Die wichtigsten Sinnesorgane, Augen, Ohren, Geruchsorgane, Geschmacksorgane, sind allerdings am Kopfe; aber zum Beispiel der Wärmesinn, der Drucksinn, der Tastsinn, sind über den ganzen Menschen ausgebreitet. Das ist deshalb, weil man nicht räumlich die drei Glieder voneinander unterscheiden soll, sondern nur so, daß die Kopfbildung hauptsächlich im äußerlich gestalteten Kopfe erscheint, aber eigentlich den Menschen ganz durchdringt. Und so ist es auch für die übrigen Glieder. Der Kopf ist während des ganzen Erdenlebens auch in der großen Zehe, insofern die große Zehe eine Tastempfindung hat oder eine Wärmeempfindung hat.

[ 10 ] Sehen Sie, damit haben wir das eine Glied der menschlichen Wesenheit, jener menschlichen Wesenheit, die als sinnliche vor uns steht, zunächst charakterisiert. Diese Organisation habe ich in meinen Schriften auch die Nerven-Sinnesorganisation genannt, um sie mehr innerlich zu charakterisieren. Das ist das eine Glied der menschlichen Wesenheit, die Nerven-Sinnesorganisation.

[ 10 ] Sehen Sie, damit haben wir das eine Glied der menschlichen Wesenheit, jener menschlichen Wesenheit, die als sinnliche vor uns steht, zunächst charakterisiert. Diese Organisation habe ich in meinen Schriften auch die Nerven-Sinnesorganisation genannt, um sie mehr innerlich zu charakterisieren. Das ist das eine Glied der menschlichen Wesenheit, die Nerven-Sinnesorganisation.

[ 11 ] Das zweite Glied der menschlichen Wesenheit ist alles dasjenige, was in rhythmischer Tätigkeit sich auslebt. Sie werden von der NervenSinnesorganisation nicht sagen können, daß sie in rhythmischer Tätigkeit sich auslebt, sonst müßten Sie zum Beispiel in der Augenwahrnehmung in einem bestimmten Augenblicke das eine wahrnehmen, dann das andere, dann das dritte, dann das vierte, dann wiederum auf das erste zurückkommen und so weiter. Es müßte ein Rhythmus in Ihrer Sinneswahrnehmung drinnen sein. Das ist nicht darinnen. Dagegen: gehen Sie auf das Hauptsächlichste Ihrer Brustorganisation, dann finden Sie da den Atmungsrhythmus, den Zirkulationsrhythmus, den Verdauungsrhythmus und so weiter. Das ist alles Rhythmus.

[ 11 ] Das zweite Glied der menschlichen Wesenheit ist alles dasjenige, was in rhythmischer Tätigkeit sich auslebt. Sie werden von der NervenSinnesorganisation nicht sagen können, daß sie in rhythmischer Tätigkeit sich auslebt, sonst müßten Sie zum Beispiel in der Augenwahrnehmung in einem bestimmten Augenblicke das eine wahrnehmen, dann das andere, dann das dritte, dann das vierte, dann wiederum auf das erste zurückkommen und so weiter. Es müßte ein Rhythmus in Ihrer Sinneswahrnehmung drinnen sein. Das ist nicht darinnen. Dagegen: gehen Sie auf das Hauptsächlichste Ihrer Brustorganisation, dann finden Sie da den Atmungsrhythmus, den Zirkulationsrhythmus, den Verdauungsrhythmus und so weiter. Das ist alles Rhythmus.

[ 12 ] Und der Rhythmus mit seinen Rhythmusorganen ist das zweite, was sich in der menschlichen Wesenheit ausbildet, was sich nun wiederum verbreitet über den ganzen Menschen, aber hauptsächlich seine äußere Offenbarung in den Brustorganen hat. Der ganze Mensch ist wiederum Herz, ist wiederum Lunge; aber Lunge und Herz sind eben lokalisiert sozusagen in den Organen, die man gewöhnlich so nennt. Es atmet ja auch der ganze Mensch. Sie atmen an jeder Stelle Ihres Organismus. Man spricht von der Hautatmung. Nur hauptsächlich ist die Atmung konzentriert auf die Tätigkeit der Lunge.

[ 12 ] Und der Rhythmus mit seinen Rhythmusorganen ist das zweite, was sich in der menschlichen Wesenheit ausbildet, was sich nun wiederum verbreitet über den ganzen Menschen, aber hauptsächlich seine äußere Offenbarung in den Brustorganen hat. Der ganze Mensch ist wiederum Herz, ist wiederum Lunge; aber Lunge und Herz sind eben lokalisiert sozusagen in den Organen, die man gewöhnlich so nennt. Es atmet ja auch der ganze Mensch. Sie atmen an jeder Stelle Ihres Organismus. Man spricht von der Hautatmung. Nur hauptsächlich ist die Atmung konzentriert auf die Tätigkeit der Lunge.

[ 13 ] Und das dritte ist dann dasjenige, was Gliedmaßenorganismus des Menschen ist. Die Gliedmaßen endigen in dem Brustorganismus. Sie treten im Embryonalstadium als Anhangsorgane auf. Sie bilden sich am spätesten aus. Sie sind aber diejenigen Organe, welche mit dem Stoffwechsel am meisten zusammenhängen. Dadurch, daß diese Organe in Bewegung kommen, dadurch, daß diese Organe vorzugsweise die Arbeit am Menschen verrichten, findet der Stoffwechsel die meiste Anregung. Dadurch haben wir die drei Glieder, die uns an der menschlichen Gestalt erscheinen, charakterisiert.

[ 13 ] Und das dritte ist dann dasjenige, was Gliedmaßenorganismus des Menschen ist. Die Gliedmaßen endigen in dem Brustorganismus. Sie treten im Embryonalstadium als Anhangsorgane auf. Sie bilden sich am spätesten aus. Sie sind aber diejenigen Organe, welche mit dem Stoffwechsel am meisten zusammenhängen. Dadurch, daß diese Organe in Bewegung kommen, dadurch, daß diese Organe vorzugsweise die Arbeit am Menschen verrichten, findet der Stoffwechsel die meiste Anregung. Dadurch haben wir die drei Glieder, die uns an der menschlichen Gestalt erscheinen, charakterisiert.

[ 14 ] Aber diese drei Glieder hängen innig zusammen mit dem seelischen Leben des Menschen. Das seelische Leben des Menschen zerfällt in das Denken, in das Fühlen, in das Wollen. Das Denken findet seine physische Organisation vorzugsweise in der Hauptesorganisation. Es findet schon aber auch im ganzen Menschen seine physische Organisation, weil das Haupt in der Weise, wie ich es Ihnen eben erzählt habe, im ganzen Menschen eben ist.

[ 14 ] Aber diese drei Glieder hängen innig zusammen mit dem seelischen Leben des Menschen. Das seelische Leben des Menschen zerfällt in das Denken, in das Fühlen, in das Wollen. Das Denken findet seine physische Organisation vorzugsweise in der Hauptesorganisation. Es findet schon aber auch im ganzen Menschen seine physische Organisation, weil das Haupt in der Weise, wie ich es Ihnen eben erzählt habe, im ganzen Menschen eben ist.

[ 15 ] Das Fühlen hängt mit der rhythmischen Organisation zusammen. Es ist ein Vorurteil, ja geradezu ein Aberglaube unserer heutigen Wissenschaft, daß das Nervensystem direkt mit dem Fühlen etwas zu tun hätte. Das Nervensystem hat direkt nichts mit dem Fühlen zu tun. Das Fühlen hat zu seinen Organen Atmungs- und Zirkulationsrhythmus, und die Nerven, die vermitteln nur das, daß wir vorstellen, daß wir unsere Gefühle haben. Die Gefühle haben ihre Organisation im rhythmischen Organismus, aber wir wüßten nichts von unseren Gefühlen, wenn nicht die Nerven uns Vorstellungen verschaffen würden von unseren Gefühlen. Und weil die Nerven uns Vorstellungen verschaffen von unseren Gefühlen, bildet sich der heutige Intellektualismus den Aberglauben, daß die Nerven auch die Organe für die Gefühle wären. Das ist nicht der Fall.

[ 15 ] Das Fühlen hängt mit der rhythmischen Organisation zusammen. Es ist ein Vorurteil, ja geradezu ein Aberglaube unserer heutigen Wissenschaft, daß das Nervensystem direkt mit dem Fühlen etwas zu tun hätte. Das Nervensystem hat direkt nichts mit dem Fühlen zu tun. Das Fühlen hat zu seinen Organen Atmungs- und Zirkulationsrhythmus, und die Nerven, die vermitteln nur das, daß wir vorstellen, daß wir unsere Gefühle haben. Die Gefühle haben ihre Organisation im rhythmischen Organismus, aber wir wüßten nichts von unseren Gefühlen, wenn nicht die Nerven uns Vorstellungen verschaffen würden von unseren Gefühlen. Und weil die Nerven uns Vorstellungen verschaffen von unseren Gefühlen, bildet sich der heutige Intellektualismus den Aberglauben, daß die Nerven auch die Organe für die Gefühle wären. Das ist nicht der Fall.

[ 16 ] Aber wenn wir die Gefühle, wie sie aus unserem rhythmischen Organismus heraufkommen, in unserem Bewußtsein uns anschauen und sie vergleichen mit unseren Gedanken, die an unsere Hauptes-, an unsere Nerven-Sinnesorganisation gebunden sind, dann werden wir zwischen unseren Gedanken und unseren Gefühlen ganz den gleichen Unterschied wahrnehmen — wenn wir nur überhaupt beobachten können — wie zwischen unseren Tagesgedanken, die wir im Wachleben haben, und dem Träumen. Gefühle haben keine stärkere Intensität im Bewußtsein als die Träume. Sie haben nur eine andere Form. Sie kommen nur auf eine andere Weise zum Vorschein. Wenn Sie träumen in Bildern, lebt Ihr Bewußtsein eben in Bildern. Aber diese Bilder bedeuten in ihrer Bildform ganz dasselbe, was in einer anderen Form die Gefühle bedeuten. So daß wir sagen können: das hellste Bewußtsein, das durchleuchtetste Bewußtsein haben wir in unseren Vorstellungen, in unseren Gedanken. Eine Art Traumbewußtsein haben wir in bezug auf unser Fühlen. Wir glauben nur, wir hätten ein helles Bewußtsein von unserem Gefühl. Wir haben kein helleres Bewußtsein von unseren Gefühlen, als wir von unseren Träumen haben. Wenn wir, wachwerdend, uns erinnern und von den Träumen wache Vorstellungen bilden, da haben wir nicht den Traum erhascht. Der Traum ist viel reicher als dasjenige, was wir dann von ihm vorstellen. Ebenso ist die Gefühlswelt in sich unendlich viel reicher als dasjenige, was wir an Vorstellungen von dieser Gefühlswelt in uns präsent, gegenwärtig machen.

[ 16 ] Aber wenn wir die Gefühle, wie sie aus unserem rhythmischen Organismus heraufkommen, in unserem Bewußtsein uns anschauen und sie vergleichen mit unseren Gedanken, die an unsere Hauptes-, an unsere Nerven-Sinnesorganisation gebunden sind, dann werden wir zwischen unseren Gedanken und unseren Gefühlen ganz den gleichen Unterschied wahrnehmen — wenn wir nur überhaupt beobachten können — wie zwischen unseren Tagesgedanken, die wir im Wachleben haben, und dem Träumen. Gefühle haben keine stärkere Intensität im Bewußtsein als die Träume. Sie haben nur eine andere Form. Sie kommen nur auf eine andere Weise zum Vorschein. Wenn Sie träumen in Bildern, lebt Ihr Bewußtsein eben in Bildern. Aber diese Bilder bedeuten in ihrer Bildform ganz dasselbe, was in einer anderen Form die Gefühle bedeuten. So daß wir sagen können: das hellste Bewußtsein, das durchleuchtetste Bewußtsein haben wir in unseren Vorstellungen, in unseren Gedanken. Eine Art Traumbewußtsein haben wir in bezug auf unser Fühlen. Wir glauben nur, wir hätten ein helles Bewußtsein von unserem Gefühl. Wir haben kein helleres Bewußtsein von unseren Gefühlen, als wir von unseren Träumen haben. Wenn wir, wachwerdend, uns erinnern und von den Träumen wache Vorstellungen bilden, da haben wir nicht den Traum erhascht. Der Traum ist viel reicher als dasjenige, was wir dann von ihm vorstellen. Ebenso ist die Gefühlswelt in sich unendlich viel reicher als dasjenige, was wir an Vorstellungen von dieser Gefühlswelt in uns präsent, gegenwärtig machen.

[ 17 ] Und vollends in Schlaf getaucht ist das Wollen. Dieses Wollen ist an den Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus, an den Bewegungsorganismus gebunden. Von diesem Wollen kennen wir ja nur die Gedanken. Ich bilde mir die Vorstellung: Diese Uhr werde ich ergreifen. Versuchen Sie einmal sich ehrlich zu gestehen, Sie bilden sich die Vorstellung «diese Uhr werde ich ergreifen», und dann ergreifen Sie sie: Was da vorgeht von Ihrer Vorstellung hinunter in die Muskeln und zuletzt dazu führt, daß wiederum eine Vorstellung auftritt, das Ergreifen der Uhr, die die erste Vorstellung fortsetzt, dasjenige, was zwischen der Absichtsvorstellung und der Verwirklichungsvorstellung liegt, was in Ihrem Organismus vor sich geht, das bleibt so unbewußt, wie nur das Leben im tiefsten Schlaf, im traumlosen Schlaf unbewußt bleibt.

[ 17 ] Und vollends in Schlaf getaucht ist das Wollen. Dieses Wollen ist an den Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus, an den Bewegungsorganismus gebunden. Von diesem Wollen kennen wir ja nur die Gedanken. Ich bilde mir die Vorstellung: Diese Uhr werde ich ergreifen. Versuchen Sie einmal sich ehrlich zu gestehen, Sie bilden sich die Vorstellung «diese Uhr werde ich ergreifen», und dann ergreifen Sie sie: Was da vorgeht von Ihrer Vorstellung hinunter in die Muskeln und zuletzt dazu führt, daß wiederum eine Vorstellung auftritt, das Ergreifen der Uhr, die die erste Vorstellung fortsetzt, dasjenige, was zwischen der Absichtsvorstellung und der Verwirklichungsvorstellung liegt, was in Ihrem Organismus vor sich geht, das bleibt so unbewußt, wie nur das Leben im tiefsten Schlaf, im traumlosen Schlaf unbewußt bleibt.

[ 18 ] Von unseren Gefühlen träumen wir wenigstens. Von unseren Willensimpulsen haben wir nichts anderes, als was wir von unserem Schlafe haben. Sie können sagen: Vom Schlafe habe ich gar nichts. — Nun, ich rede jetzt nicht vom physischen Gesichtspunkte aus. Da ist es natürlich von vornherein schon ein Unsinn, zu sagen, vom Schlafe habe ich gar nichts; aber Sie haben auch seelisch sehr viel vom Schlafe. Wenn Sie nie schlafen würden, so kämen Sie nie zu Ihrem Ich-Bewußtsein.

[ 18 ] Von unseren Gefühlen träumen wir wenigstens. Von unseren Willensimpulsen haben wir nichts anderes, als was wir von unserem Schlafe haben. Sie können sagen: Vom Schlafe habe ich gar nichts. — Nun, ich rede jetzt nicht vom physischen Gesichtspunkte aus. Da ist es natürlich von vornherein schon ein Unsinn, zu sagen, vom Schlafe habe ich gar nichts; aber Sie haben auch seelisch sehr viel vom Schlafe. Wenn Sie nie schlafen würden, so kämen Sie nie zu Ihrem Ich-Bewußtsein.

[ 19 ] Sie müssen sich nur das Folgende vergegenwärtigen. Wenn Sie sich erinnern an die Erlebnisse, die Sie gehabt haben, dann gehen Sie also zurück, von dem Jetzt weiter zurück. Ja, Sie meinen, das ist so: Sie gehen weiter zurück. — Aber so ist es ja nicht. Sie gehen nur zurück bis zu dem Momente, wo Sie das letzte Mal aufgewacht sind (siehe Zeichnung). Dann haben Sie geschlafen — was da dazwischenliegt, das schaltet sich aus —, und dann gliedert sich vom letzten Einschlafen bis zum vorletzten Aufwachen wirklich wiederum die Erinnerung an. Und so geht es zurück. Und indem Sie zurückschauen, müssen Sie eigentlich immer die Bewußtseinslosigkeit einschalten. Indem wir da zurückschauen, müssen wir ein Drittel unseres Lebens hindurch die Bewußtseinslosigkeit einschalten. Das beachten wir nicht. Aber das ist gerade so, wie wenn Sie eine weiße Fläche haben und in der Mitte ein schwarzes Loch. Sie sehen doch das schwarze Loch, trotzdem nichts dort ist von Kräften. So sehen Sie bei der Rückerinnerung, trotzdem nichts Inks drinnen ist von Lebensreminiszenzen, dennoch das Schwarze, die Nächte, die Sie verschlafen haben. Da stößt sich immer Ihr Bewußtsein. Das macht, daß Sie sich ein Ich nennen.

[ 19 ] Sie müssen sich nur das Folgende vergegenwärtigen. Wenn Sie sich erinnern an die Erlebnisse, die Sie gehabt haben, dann gehen Sie also zurück, von dem Jetzt weiter zurück. Ja, Sie meinen, das ist so: Sie gehen weiter zurück. — Aber so ist es ja nicht. Sie gehen nur zurück bis zu dem Momente, wo Sie das letzte Mal aufgewacht sind (siehe Zeichnung). Dann haben Sie geschlafen — was da dazwischenliegt, das schaltet sich aus —, und dann gliedert sich vom letzten Einschlafen bis zum vorletzten Aufwachen wirklich wiederum die Erinnerung an. Und so geht es zurück. Und indem Sie zurückschauen, müssen Sie eigentlich immer die Bewußtseinslosigkeit einschalten. Indem wir da zurückschauen, müssen wir ein Drittel unseres Lebens hindurch die Bewußtseinslosigkeit einschalten. Das beachten wir nicht. Aber das ist gerade so, wie wenn Sie eine weiße Fläche haben und in der Mitte ein schwarzes Loch. Sie sehen doch das schwarze Loch, trotzdem nichts dort ist von Kräften. So sehen Sie bei der Rückerinnerung, trotzdem nichts Inks drinnen ist von Lebensreminiszenzen, dennoch das Schwarze, die Nächte, die Sie verschlafen haben. Da stößt sich immer Ihr Bewußtsein. Das macht, daß Sie sich ein Ich nennen.

[ 20 ] Wenn das wirklich immer fortginge und sich an nichts stoßen würde, kämen Sie gar nicht zu einem Ich-Bewußtsein. Also man kann schon sagen: Man hat etwas von dem Schlafe. Und geradeso wie man im gewöhnlichen Erdenleben etwas vom Schlafe hat, so hat man etwas von jenem Schlafe, der da in unserem Wollen waltet.

[ 20 ] Wenn das wirklich immer fortginge und sich an nichts stoßen würde, kämen Sie gar nicht zu einem Ich-Bewußtsein. Also man kann schon sagen: Man hat etwas von dem Schlafe. Und geradeso wie man im gewöhnlichen Erdenleben etwas vom Schlafe hat, so hat man etwas von jenem Schlafe, der da in unserem Wollen waltet.

[ 21 ] Man verschläft das, was eigentlich in einem vorgeht beim Willensakt. Aber darinnen liegt gerade das wahre Ich wiederum. So wie man das Ich-Bewußtsein durch das Schwarze erhält (siehe Zeichnung), so liegt in dem, was da schläft in uns während des Willensaktes, das Ich, aber das Ich durch die vorigen Erdenleben hindurch.

[ 21 ] Man verschläft das, was eigentlich in einem vorgeht beim Willensakt. Aber darinnen liegt gerade das wahre Ich wiederum. So wie man das Ich-Bewußtsein durch das Schwarze erhält (siehe Zeichnung), so liegt in dem, was da schläft in uns während des Willensaktes, das Ich, aber das Ich durch die vorigen Erdenleben hindurch.

[ 22 ] Ja, sehen Sie, da waltet das Karma. Im Wollen waltet das Karma. Im Wollen walten alle Impulse aus dem vorigen Erdenleben. Nur sind sie auch beim wachenden Menschen in Schlaf getaucht.

[ 22 ] Ja, sehen Sie, da waltet das Karma. Im Wollen waltet das Karma. Im Wollen walten alle Impulse aus dem vorigen Erdenleben. Nur sind sie auch beim wachenden Menschen in Schlaf getaucht.

[ 23 ] Wenn wir uns also den Menschen, so wie er uns im Erdenleben entgegentritt, vorstellen, dann tritt uns an ihm eine dreifache Gliederung entgegen: Die Hauptesorganisation, die rhythmische Organisation, die Bewegungsorganisation. Das ist schematisch abgeteilt; jedes Glied gehört wieder dem ganzen Menschen an. Gebunden an die Hauptesorganisation ist das Vorstellen, gebunden an die rhythmische Organisation ist das Fühlen, gebunden an die Bewegungsorganisation ist das Wollen. Der Zustand, in dem die Vorstellungen sind, ist die Wachheit. Der Zustand, in dem die Gefühle sind, ist das Träumen. Der Zustand, in dem das Wollen ist, die Willensimpulse, ist das Schlafen auch während des Wachens.

[ 23 ] Wenn wir uns also den Menschen, so wie er uns im Erdenleben entgegentritt, vorstellen, dann tritt uns an ihm eine dreifache Gliederung entgegen: Die Hauptesorganisation, die rhythmische Organisation, die Bewegungsorganisation. Das ist schematisch abgeteilt; jedes Glied gehört wieder dem ganzen Menschen an. Gebunden an die Hauptesorganisation ist das Vorstellen, gebunden an die rhythmische Organisation ist das Fühlen, gebunden an die Bewegungsorganisation ist das Wollen. Der Zustand, in dem die Vorstellungen sind, ist die Wachheit. Der Zustand, in dem die Gefühle sind, ist das Träumen. Der Zustand, in dem das Wollen ist, die Willensimpulse, ist das Schlafen auch während des Wachens.

[ 24 ] Nun müssen wir am Haupte, beziehungsweise am Vorstellen, zweierlei unterscheiden. Wir müssen noch einmal, ich möchte sagen, intimer das Haupt gliedern. Diese intimere Gliederung, die führt uns dazu, zu unterscheiden zwischen demjenigen, was wir als augenblickliche Vorstellung haben, indem wir mit der Welt umgehen, und dem, was wir als Erinnerung haben.

[ 24 ] Nun müssen wir am Haupte, beziehungsweise am Vorstellen, zweierlei unterscheiden. Wir müssen noch einmal, ich möchte sagen, intimer das Haupt gliedern. Diese intimere Gliederung, die führt uns dazu, zu unterscheiden zwischen demjenigen, was wir als augenblickliche Vorstellung haben, indem wir mit der Welt umgehen, und dem, was wir als Erinnerung haben.

[ 25 ] Sie gehen durch die Welt. Fortdauernd bilden Sie sich Vorstellungen nach Maßgabe der Eindrücke, die Sie von der Welt empfangen. Aber es bleibt Ihnen die Möglichkeit, diese Eindrücke später wiederum aus der Erinnerung heraufzuholen. Innerlich unterscheiden sich die Vorstellungen, die Sie sich gegenwärtig im Umgange mit der Welt bilden, nicht von den Vorstellungen, die dann erregt werden, wenn die Erinnerung spielt. Das eine Mal kommen die Vorstellungen von außen, das andere Mal kommen sie von innen. Es ist eben durchaus eine naive Vorstellung, wenn man sich denkt, daß das Gedächtnis so wirkt: Ich trete jetzt einem Ding oder Ereignis gegenüber, bilde mir eine Vorstellung, diese Vorstellung, die geht dann in mich irgendwie hinunter, in irgendeinen Kastenschrank, und wenn man sich erinnert, nimmt man sie aus dem Schrank wieder heraus. Es gibt ganze Philosophien, die beschreiben, wie die Vorstellungen, die hinuntergehen unter die Schwelle des Bewußtseins, dann wieder herausgefischt werden bei der Erinnerung. Es sind naive Vorstellungen.

[ 25 ] Sie gehen durch die Welt. Fortdauernd bilden Sie sich Vorstellungen nach Maßgabe der Eindrücke, die Sie von der Welt empfangen. Aber es bleibt Ihnen die Möglichkeit, diese Eindrücke später wiederum aus der Erinnerung heraufzuholen. Innerlich unterscheiden sich die Vorstellungen, die Sie sich gegenwärtig im Umgange mit der Welt bilden, nicht von den Vorstellungen, die dann erregt werden, wenn die Erinnerung spielt. Das eine Mal kommen die Vorstellungen von außen, das andere Mal kommen sie von innen. Es ist eben durchaus eine naive Vorstellung, wenn man sich denkt, daß das Gedächtnis so wirkt: Ich trete jetzt einem Ding oder Ereignis gegenüber, bilde mir eine Vorstellung, diese Vorstellung, die geht dann in mich irgendwie hinunter, in irgendeinen Kastenschrank, und wenn man sich erinnert, nimmt man sie aus dem Schrank wieder heraus. Es gibt ganze Philosophien, die beschreiben, wie die Vorstellungen, die hinuntergehen unter die Schwelle des Bewußtseins, dann wieder herausgefischt werden bei der Erinnerung. Es sind naive Vorstellungen.

[ 26 ] Es ist natürlich gar kein solcher Kasten da, in dem die Vorstellungen darinnen liegen, wenn wir uns an sie erinnern. Es ist auch nichts in uns, wo sie spazierengehen und wieder heraufspazieren in den Kopf, wenn wir uns erinnern. Das alles gibt es nicht. Das alles hat ja aber auch gar keine Erklärung für sich. Der Tatbestand ist vielmehr der folgende.

[ 26 ] Es ist natürlich gar kein solcher Kasten da, in dem die Vorstellungen darinnen liegen, wenn wir uns an sie erinnern. Es ist auch nichts in uns, wo sie spazierengehen und wieder heraufspazieren in den Kopf, wenn wir uns erinnern. Das alles gibt es nicht. Das alles hat ja aber auch gar keine Erklärung für sich. Der Tatbestand ist vielmehr der folgende.

[ 27 ] Denken Sie nur, wenn Sie für Ihre Erinnerungen arbeiten wollen, dann arbeiten Sie oftmals nicht bloß mit dem Vorstellen, sondern Sie kommen sich mit ganz anderem zu Hilfe. Ich habe schon Leute memorieren sehen, die haben sich möglichst wenig vorgestellt, aber sie haben äußerlich vehemente Sprechbewegungen immer und immer wieder ausgeführt [Bewegungen mit den Armen]: «und es wallet und woget und brauset und zischt.» So memorieren ja viele, und dabei wird möglichst wenig gedacht. Und damit noch eine andere Anregung da ist: «und es wallet und woget und brauset und zischt», haben sie mit den Fäusten vor die Stirne gehämmert. Das gibt es auch. Es ist eben durchaus so: Die Vorstellungen, die wir uns bilden, wenn wir mit der Welt umgehen, verfliegen wie die Träume. Dagegen, was aus der Erinnerung herauftaucht, das sind nicht Vorstellungen, die hinuntergehen, sondern das ist etwas anderes. Wenn ich Ihnen davon eine Vorstellung bilden will, so müßte ich es so machen (siehe Zeichnung Seite 106). Das ist natürlich nur eine Art sinnbildlicher Zeichnung. Stellen Sie sich einmal den Menschen als sehendes Wesen vor. Er sieht etwas. Nun, ich will den Vorgang nicht genauer beschreiben, das könnte ja auch sein, aber das brauchen wir jetzt nicht. Er sieht etwas. Das geht durch sein Auge, durch den Sehnerv in die Organe, in die der Sehnerv dann übergeht.

[ 27 ] Denken Sie nur, wenn Sie für Ihre Erinnerungen arbeiten wollen, dann arbeiten Sie oftmals nicht bloß mit dem Vorstellen, sondern Sie kommen sich mit ganz anderem zu Hilfe. Ich habe schon Leute memorieren sehen, die haben sich möglichst wenig vorgestellt, aber sie haben äußerlich vehemente Sprechbewegungen immer und immer wieder ausgeführt [Bewegungen mit den Armen]: «und es wallet und woget und brauset und zischt.» So memorieren ja viele, und dabei wird möglichst wenig gedacht. Und damit noch eine andere Anregung da ist: «und es wallet und woget und brauset und zischt», haben sie mit den Fäusten vor die Stirne gehämmert. Das gibt es auch. Es ist eben durchaus so: Die Vorstellungen, die wir uns bilden, wenn wir mit der Welt umgehen, verfliegen wie die Träume. Dagegen, was aus der Erinnerung herauftaucht, das sind nicht Vorstellungen, die hinuntergehen, sondern das ist etwas anderes. Wenn ich Ihnen davon eine Vorstellung bilden will, so müßte ich es so machen (siehe Zeichnung Seite 106). Das ist natürlich nur eine Art sinnbildlicher Zeichnung. Stellen Sie sich einmal den Menschen als sehendes Wesen vor. Er sieht etwas. Nun, ich will den Vorgang nicht genauer beschreiben, das könnte ja auch sein, aber das brauchen wir jetzt nicht. Er sieht etwas. Das geht durch sein Auge, durch den Sehnerv in die Organe, in die der Sehnerv dann übergeht.

[ 28 ] Wir haben zwei deutlich unterschiedene Glieder unseres Gehirnes: das mehr äußere Gehirn, die graue Masse, darunterliegend die mehr weiße Masse. Die weiße Masse geht dann in die Sinnesorgane hinein; die graue Masse liegt darinnen, sie ist viel weniger entwickelt als die weiße Masse. Annähernd grau und weiß ist sie ja nur. Aber schon so grob anatomisch betrachtet, ist die Sache so: Da machen die Gegenstände auf uns einen Eindruck, gehen durch das Auge, gehen weiter zu Vorgängen in der weißen Masse des Gehirnes.

[ 28 ] Wir haben zwei deutlich unterschiedene Glieder unseres Gehirnes: das mehr äußere Gehirn, die graue Masse, darunterliegend die mehr weiße Masse. Die weiße Masse geht dann in die Sinnesorgane hinein; die graue Masse liegt darinnen, sie ist viel weniger entwickelt als die weiße Masse. Annähernd grau und weiß ist sie ja nur. Aber schon so grob anatomisch betrachtet, ist die Sache so: Da machen die Gegenstände auf uns einen Eindruck, gehen durch das Auge, gehen weiter zu Vorgängen in der weißen Masse des Gehirnes.

[ 29 ] Dagegen unsere Vorstellungen haben ihr Organ in der grauen Masse (siehe Zeichnung), die dann eine ganz andere Zellenbildung hat. Da drinnen flimmern die Vorstellungen, die verschwinden wie die Träume. Sie flimmern, weil da unten dasjenige vor sich geht, was die Eindrücke sind.

[ 29 ] Dagegen unsere Vorstellungen haben ihr Organ in der grauen Masse (siehe Zeichnung), die dann eine ganz andere Zellenbildung hat. Da drinnen flimmern die Vorstellungen, die verschwinden wie die Träume. Sie flimmern, weil da unten dasjenige vor sich geht, was die Eindrücke sind.

[ 30 ] Wenn Sie darauf angewiesen wären, daß die Vorstellungen hinuntergehen, und Sie in der Erinnerung sie wieder heraufholen sollen, dann würden Sie sich an gar nichts erinnern, dann hätten Sie überhaupt kein Gedächtnis. Die Sache ist so: In diesem Augenblicke, sagen wir, sehe ich irgend etwas. Der Eindruck von diesem Irgendetwas geht in mich hinein, vermittelt durch die weiße Gehirnmasse. Die graue Gehirnmasse wirkt, indem sie da ihrerseits träumt von den Eindrücken, Bilder entwirft von den Eindrücken. Die gehen vorüber. Dasjenige, was bleibt, das stellen wir gar nicht vor in diesem Augenblick, sondern das geht da unten in unsere Organisation hinein. Und wenn wir uns erinnern, so schauen wir hinein: da unten bleibt der Eindruck.

[ 30 ] Wenn Sie darauf angewiesen wären, daß die Vorstellungen hinuntergehen, und Sie in der Erinnerung sie wieder heraufholen sollen, dann würden Sie sich an gar nichts erinnern, dann hätten Sie überhaupt kein Gedächtnis. Die Sache ist so: In diesem Augenblicke, sagen wir, sehe ich irgend etwas. Der Eindruck von diesem Irgendetwas geht in mich hinein, vermittelt durch die weiße Gehirnmasse. Die graue Gehirnmasse wirkt, indem sie da ihrerseits träumt von den Eindrücken, Bilder entwirft von den Eindrücken. Die gehen vorüber. Dasjenige, was bleibt, das stellen wir gar nicht vor in diesem Augenblick, sondern das geht da unten in unsere Organisation hinein. Und wenn wir uns erinnern, so schauen wir hinein: da unten bleibt der Eindruck.

[ 31 ] Wenn Sie also Blau gesehen haben, so geht von dem Blau ein Eindruck in Sie hinein (siehe Zeichnung, unten); hier (oben) bilden Sie sich die Vorstellung von Blau. Die geht vorüber. Nach drei Tagen beobachten Sie in Ihrem Gehirn den Eindruck, der geblieben ist. Und Sie stellen sich jetzt, indem Sie nach innen schauen, das Blau vor. Das erste Mal, wenn Sie das Blau von außen sehen, werden Sie von außen angeregt durch den Gegenstand, der blau ist. Das zweite Mal, wenn Sie sich erinnern, werden Sie von innen angeregt, weil die Blauheit in Ihnen sich abgebildet hat. Der Vorgang ist in beiden Fällen derselbe. Es ist immer ein Wahrnehmen, die Erinnerung ist auch ein Wahrnehmen. So daß eigentlich unser Tagesbewußtsein im Vorstellen sitzt; aber unter dem Vorstellen, da sind gewisse Vorgänge, die uns auch nur durch das Vorstellen heraufkommen, nämlich durch die Erinnerungsvorstellungen. Unter diesem Vorstellen liegt das Vernehmen, das eigentliche Wahrnehmen, und unter diesem erst das Fühlen. So daß wir intimer an der Hauptesorganisation, an der Denkorganisation das Vorstellen und das Wahrnehmen unterscheiden können. Das haben wir dann, was wir vernommen haben, an das können wir uns dann erinnern. Aber es bleibt eigentlich schon stark unbewußt. Es kommt nur herauf ins Bewußtsein in der Erinnerung. Was da eigentlich vorgeht im Menschen, das schon erlebt der Mensch eigentlich nicht mehr. Wenn er wahrnimmt, erlebt er die Vorstellung. Die Wirkung der Wahrnehmung geht in ihn hinein. Er kann aus dieser Wirkung die Erinnerung wachrufen. Aber da beginnt schon das Unbewußte.

[ 31 ] Wenn Sie also Blau gesehen haben, so geht von dem Blau ein Eindruck in Sie hinein (siehe Zeichnung, unten); hier (oben) bilden Sie sich die Vorstellung von Blau. Die geht vorüber. Nach drei Tagen beobachten Sie in Ihrem Gehirn den Eindruck, der geblieben ist. Und Sie stellen sich jetzt, indem Sie nach innen schauen, das Blau vor. Das erste Mal, wenn Sie das Blau von außen sehen, werden Sie von außen angeregt durch den Gegenstand, der blau ist. Das zweite Mal, wenn Sie sich erinnern, werden Sie von innen angeregt, weil die Blauheit in Ihnen sich abgebildet hat. Der Vorgang ist in beiden Fällen derselbe. Es ist immer ein Wahrnehmen, die Erinnerung ist auch ein Wahrnehmen. So daß eigentlich unser Tagesbewußtsein im Vorstellen sitzt; aber unter dem Vorstellen, da sind gewisse Vorgänge, die uns auch nur durch das Vorstellen heraufkommen, nämlich durch die Erinnerungsvorstellungen. Unter diesem Vorstellen liegt das Vernehmen, das eigentliche Wahrnehmen, und unter diesem erst das Fühlen. So daß wir intimer an der Hauptesorganisation, an der Denkorganisation das Vorstellen und das Wahrnehmen unterscheiden können. Das haben wir dann, was wir vernommen haben, an das können wir uns dann erinnern. Aber es bleibt eigentlich schon stark unbewußt. Es kommt nur herauf ins Bewußtsein in der Erinnerung. Was da eigentlich vorgeht im Menschen, das schon erlebt der Mensch eigentlich nicht mehr. Wenn er wahrnimmt, erlebt er die Vorstellung. Die Wirkung der Wahrnehmung geht in ihn hinein. Er kann aus dieser Wirkung die Erinnerung wachrufen. Aber da beginnt schon das Unbewußte.

[ 32 ] Nun, sehen Sie: Wo wir im wachen Tagesbewußtsein vorstellen, nur da sind wir eigentlich selbst als Mensch, da haben wir uns als Mensch. (Siehe Zeichnung Seite 109.) Wo wir mit unserem Bewußtsein nicht hinreichen — nicht einmal zu den Ursachen der Erinnerungen reichen wir —, da haben wir uns nicht als Mensch, da sind wir in die Welt eingegliedert. Genau wie es im physischen Leben ist: Sie atmen ein, die Luft, die Sie jetzt in sich haben, war kurz vorher draußen, war Weltenluft; jetzt ist sie Ihre Luft. Nach kurzer Zeit übergeben Sie sie wieder der Welt: Sie sind mit der Welt eins. Die Luft ist bald draußen, bald drinnen, bald draußen, bald drinnen. Sie wären nicht Mensch, wenn Sie nicht so mit der Welt verbunden wären, daß Sie nicht nur das haben, was innerhalb Ihrer Haut ist, sondern dasjenige, womit Sie zusammenhängen mit der ganzen Atmosphäre. Ebenso wie Sie nach dem Physischen zusammenhängen, so hängen Sie in bezug auf Ihr Geistiges — in dem Augenblick, wo Sie ins nächste Unterbewußte herunterkommen, in diejenige Region, aus der die Erinnerung aufsteigt —, so hängen Sie da zusammen mit dem, was man die dritte Hierarchie nennt: Angeloi, Archangeloi, Archai. So wie Sie durch Ihr Atmen mit der Luft zusammenhängen, hängen Sie durch Ihre Hauptesorganisation, das heißt die untere Hauptesorganisation, die nur mit den äußeren Gehirnlappen bedeckt ist — die gehört einzig und allein der Erde an —, mit demjenigen, was darunter ist, mit der dritten Hierarchie zusammen, mit Angeloi, Archangeloi, Archai.

[ 32 ] Nun, sehen Sie: Wo wir im wachen Tagesbewußtsein vorstellen, nur da sind wir eigentlich selbst als Mensch, da haben wir uns als Mensch. (Siehe Zeichnung Seite 109.) Wo wir mit unserem Bewußtsein nicht hinreichen — nicht einmal zu den Ursachen der Erinnerungen reichen wir —, da haben wir uns nicht als Mensch, da sind wir in die Welt eingegliedert. Genau wie es im physischen Leben ist: Sie atmen ein, die Luft, die Sie jetzt in sich haben, war kurz vorher draußen, war Weltenluft; jetzt ist sie Ihre Luft. Nach kurzer Zeit übergeben Sie sie wieder der Welt: Sie sind mit der Welt eins. Die Luft ist bald draußen, bald drinnen, bald draußen, bald drinnen. Sie wären nicht Mensch, wenn Sie nicht so mit der Welt verbunden wären, daß Sie nicht nur das haben, was innerhalb Ihrer Haut ist, sondern dasjenige, womit Sie zusammenhängen mit der ganzen Atmosphäre. Ebenso wie Sie nach dem Physischen zusammenhängen, so hängen Sie in bezug auf Ihr Geistiges — in dem Augenblick, wo Sie ins nächste Unterbewußte herunterkommen, in diejenige Region, aus der die Erinnerung aufsteigt —, so hängen Sie da zusammen mit dem, was man die dritte Hierarchie nennt: Angeloi, Archangeloi, Archai. So wie Sie durch Ihr Atmen mit der Luft zusammenhängen, hängen Sie durch Ihre Hauptesorganisation, das heißt die untere Hauptesorganisation, die nur mit den äußeren Gehirnlappen bedeckt ist — die gehört einzig und allein der Erde an —, mit demjenigen, was darunter ist, mit der dritten Hierarchie zusammen, mit Angeloi, Archangeloi, Archai.

[ 33 ] Gehen wir nun hinunter in die Region, seelisch gesprochen des Fühlens, körperlich gesprochen der rhythmischen Organisation, aus der ja nur die Träume des Gefühles heraufkommen, da haben wir uns erst recht nicht als Mensch. Da hängen wir mit dem, was die zweite Hierarchie ist, zusammen: geistige Wesenheiten, die nicht sich in irgendeinem Erdenleibe verkörpern, sondern die in der geistigen Welt bleiben, die aber ihre Strömungen, ihre Impulse, dasjenige, was von ihnen als Kräfte ausgeht, in die rhythmische Organisation des Menschen unaufhörlich hineinsenden. Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, das sind die Wesenheiten, die wir in unserer Brust tragen.

[ 33 ] Gehen wir nun hinunter in die Region, seelisch gesprochen des Fühlens, körperlich gesprochen der rhythmischen Organisation, aus der ja nur die Träume des Gefühles heraufkommen, da haben wir uns erst recht nicht als Mensch. Da hängen wir mit dem, was die zweite Hierarchie ist, zusammen: geistige Wesenheiten, die nicht sich in irgendeinem Erdenleibe verkörpern, sondern die in der geistigen Welt bleiben, die aber ihre Strömungen, ihre Impulse, dasjenige, was von ihnen als Kräfte ausgeht, in die rhythmische Organisation des Menschen unaufhörlich hineinsenden. Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, das sind die Wesenheiten, die wir in unserer Brust tragen.

[ 34 ] Geradeso wie wir unser Menschen-Ich eigentlich nur in den äußeren Lappen unseres Gehirns tragen, tragen wir Angeloi, Archangeloi und so weiter unmittelbar darunter noch in unserer Hauptesorganisation. Da ist der Schauplatz ihres Wirkens auf Erden. Da sind die Angriffspunkte ihrer Tätigkeit.

[ 34 ] Geradeso wie wir unser Menschen-Ich eigentlich nur in den äußeren Lappen unseres Gehirns tragen, tragen wir Angeloi, Archangeloi und so weiter unmittelbar darunter noch in unserer Hauptesorganisation. Da ist der Schauplatz ihres Wirkens auf Erden. Da sind die Angriffspunkte ihrer Tätigkeit.

[ 35 ] In unserer Brust tragen wir die zweite Hierarchie, Exusiai und so weiter. Da in unserer Brust sind die Angriffspunkte ihrer Tätigkeit. Und gehen wir in unsere motorische Sphäre, gehen wir in unseren Bewegungsorganismus, so wirken in diesem die Wesenheiten der ersten Hierarchie: Seraphim, Cherubim, Throne.

[ 35 ] In unserer Brust tragen wir die zweite Hierarchie, Exusiai und so weiter. Da in unserer Brust sind die Angriffspunkte ihrer Tätigkeit. Und gehen wir in unsere motorische Sphäre, gehen wir in unseren Bewegungsorganismus, so wirken in diesem die Wesenheiten der ersten Hierarchie: Seraphim, Cherubim, Throne.

[ 36 ] In unseren Gliedmaßen zirkulieren die umgewandelten Nahrungsstoffe, die wir essen, machen dort einen Prozeß durch, der ein lebendiger Verbrennungsprozeß ist. Denn wenn wir einen Schritt machen, so entsteht in uns eine lebendige Verbrennung. Dasjenige, was außen ist, ist in uns. Wir stehen damit in Verbindung. Mit dem Niedrigsten stehen wir in Verbindung durch unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus als physischer Mensch. Mit dem Höchsten stehen wir gerade durch unseren Gliedmaßenorganismus in Verbindung. Mit der ersten Hierarchie, mit Seraphim, Cherubim, Thronen stehen wir in Verbindung durch dasjenige, was uns durchgeistet.

[ 36 ] In unseren Gliedmaßen zirkulieren die umgewandelten Nahrungsstoffe, die wir essen, machen dort einen Prozeß durch, der ein lebendiger Verbrennungsprozeß ist. Denn wenn wir einen Schritt machen, so entsteht in uns eine lebendige Verbrennung. Dasjenige, was außen ist, ist in uns. Wir stehen damit in Verbindung. Mit dem Niedrigsten stehen wir in Verbindung durch unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus als physischer Mensch. Mit dem Höchsten stehen wir gerade durch unseren Gliedmaßenorganismus in Verbindung. Mit der ersten Hierarchie, mit Seraphim, Cherubim, Thronen stehen wir in Verbindung durch dasjenige, was uns durchgeistet.

[ 37 ] Nun entsteht die große Frage — es sieht trivial aus, indem ich diese Frage in Erdenworte kleide, aber ich muß es ja tun —, die Frage: Womit beschäftigen sich, indem sie unter uns sind, diese Wesenheiten der drei aufeinanderfolgenden Hierarchien, womit beschäftigen sie sich?

[ 37 ] Nun entsteht die große Frage — es sieht trivial aus, indem ich diese Frage in Erdenworte kleide, aber ich muß es ja tun —, die Frage: Womit beschäftigen sich, indem sie unter uns sind, diese Wesenheiten der drei aufeinanderfolgenden Hierarchien, womit beschäftigen sie sich?

[ 38 ] Nun, die dritte Hierarchie, Angeloi, Archangeloi und so weiter, sie beschäftigt sich mit dem, was seine physische Organisation im Haupte hat, beschäftigt sich mit unserem Denken. Würde sie nicht sich mit unserem Denken beschäftigen, mit demjenigen, was in unserem Haupte vor sich geht, wir hätten keine Erinnerung im gewöhnlichen Erdenleben. Die Wesenheiten dieser Hierarchie halten die Impulse, die wir mit den Wahrnehmungen empfangen, in uns; sie liegen der Tätigkeit zugrunde, die in unserem Erinnern sich offenbart, im Gedächtnisse sich offenbart. Sie führen uns das Erdenleben hindurch, im ersten Gebiete, das wir haben als unterbewußtes, unbewußtes Gebiet.

[ 38 ] Nun, die dritte Hierarchie, Angeloi, Archangeloi und so weiter, sie beschäftigt sich mit dem, was seine physische Organisation im Haupte hat, beschäftigt sich mit unserem Denken. Würde sie nicht sich mit unserem Denken beschäftigen, mit demjenigen, was in unserem Haupte vor sich geht, wir hätten keine Erinnerung im gewöhnlichen Erdenleben. Die Wesenheiten dieser Hierarchie halten die Impulse, die wir mit den Wahrnehmungen empfangen, in uns; sie liegen der Tätigkeit zugrunde, die in unserem Erinnern sich offenbart, im Gedächtnisse sich offenbart. Sie führen uns das Erdenleben hindurch, im ersten Gebiete, das wir haben als unterbewußtes, unbewußtes Gebiet.

[ 39 ] Gehen wir zu den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, Exusiai und so weiter. Sie treffen wir, diese Wesenheiten, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Da treffen wir die Seelen der abgeschiedenen Menschen, die mit uns auf der Erde gelebt haben, da treffen wir aber vor allen Dingen die geistigen Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie; allerdings auch die dritte Hierarchie, aber wichtiger ist die zweite Hierarchie. Mit ihnen zusammen arbeiten wir in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt an allem dem, was wir im Erdenleben gefühlt haben, was wir da in unsere Organisation hineinverserzt haben. Wir arbeiten im Vereine mit den Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie das nächste Erdenleben aus.

[ 39 ] Gehen wir zu den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, Exusiai und so weiter. Sie treffen wir, diese Wesenheiten, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Da treffen wir die Seelen der abgeschiedenen Menschen, die mit uns auf der Erde gelebt haben, da treffen wir aber vor allen Dingen die geistigen Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie; allerdings auch die dritte Hierarchie, aber wichtiger ist die zweite Hierarchie. Mit ihnen zusammen arbeiten wir in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt an allem dem, was wir im Erdenleben gefühlt haben, was wir da in unsere Organisation hineinverserzt haben. Wir arbeiten im Vereine mit den Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie das nächste Erdenleben aus.

[ 40 ] Wenn wir hier auf der Erde stehen, haben wir das Gefühl, die geistigen Wesenheiten der göttlichen Welt sind über uns. Wenn wir drüben sind in der Sphäre zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, hat man die umgekehrte Vorstellung. Die Angeloi, Archangeloi und so weiter, die uns durch das Erdenleben auf die angedeutete Art führen, die leben mit uns gewissermaßen in demselben Niveau nach dem Tode; darunter unmittelbar sind die Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Mit denen arbeiten wir an der Formierung, der Gestaltung unseres inneren Karmas. Und was ich Ihnen gestern über das Karma der Gesundheit und Krankheit gesagt habe, das arbeiten wir mit diesen Wesenheiten aus, mit diesen Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 40 ] Wenn wir hier auf der Erde stehen, haben wir das Gefühl, die geistigen Wesenheiten der göttlichen Welt sind über uns. Wenn wir drüben sind in der Sphäre zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, hat man die umgekehrte Vorstellung. Die Angeloi, Archangeloi und so weiter, die uns durch das Erdenleben auf die angedeutete Art führen, die leben mit uns gewissermaßen in demselben Niveau nach dem Tode; darunter unmittelbar sind die Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Mit denen arbeiten wir an der Formierung, der Gestaltung unseres inneren Karmas. Und was ich Ihnen gestern über das Karma der Gesundheit und Krankheit gesagt habe, das arbeiten wir mit diesen Wesenheiten aus, mit diesen Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 41 ] Und wenn wir noch tiefer schauen in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, also wenn wir gewissermaßen durch die Wesenheiten der zweiten Hierarchie durchschauen, dann entdecken wir unten die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne. Die höchsten Götter sucht man als Erdenmensch droben. Das höchste Göttliche, das uns zunächst erreichbar ist, sucht man als Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zutiefst unten. Und während man mit den Wesenheiten der zweiten Hierarchie das innere Karma ausarbeitet zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das dann im Abbilde erscheint im gesunden oder kranken Zustande des nächsten Erdenlebens, während man in dieser Arbeit steckt, während man also mit sich und den anderen Menschen arbeitet an den Leibern, die dann erscheinen im nächsten Erdenleben, betätigen sich die Wesenheiten der ersten Hierarchie unten in einer eigentümlichen Weise. Das sieht man. Sie stehen in bezug auf ihre Tätigkeit, in bezug auf einen Teil, einen kleinen Teil ihrer Tätigkeit in einer Notwendigkeit drinnen. Sie müssen nachbilden — denn sie sind die Schöpfer des Irdischen — dasjenige, was der Mensch im Erdenleben ausgestaltet hat, aber nachbilden in einer ganz bestimmten Weise.

[ 41 ] Und wenn wir noch tiefer schauen in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, also wenn wir gewissermaßen durch die Wesenheiten der zweiten Hierarchie durchschauen, dann entdecken wir unten die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne. Die höchsten Götter sucht man als Erdenmensch droben. Das höchste Göttliche, das uns zunächst erreichbar ist, sucht man als Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zutiefst unten. Und während man mit den Wesenheiten der zweiten Hierarchie das innere Karma ausarbeitet zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das dann im Abbilde erscheint im gesunden oder kranken Zustande des nächsten Erdenlebens, während man in dieser Arbeit steckt, während man also mit sich und den anderen Menschen arbeitet an den Leibern, die dann erscheinen im nächsten Erdenleben, betätigen sich die Wesenheiten der ersten Hierarchie unten in einer eigentümlichen Weise. Das sieht man. Sie stehen in bezug auf ihre Tätigkeit, in bezug auf einen Teil, einen kleinen Teil ihrer Tätigkeit in einer Notwendigkeit drinnen. Sie müssen nachbilden — denn sie sind die Schöpfer des Irdischen — dasjenige, was der Mensch im Erdenleben ausgestaltet hat, aber nachbilden in einer ganz bestimmten Weise.

[ 42 ] Denken Sie sich, der Mensch vollbringt im Erdenleben in seinem Wollen — das gehört der ersten Hierarchie an — bestimmte Taten. Diese Taten sind gut oder böse, weise oder töricht. Die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne, die müssen die Gegenbilder ausgestalten in ihrer eigenen Sphäre.

[ 42 ] Denken Sie sich, der Mensch vollbringt im Erdenleben in seinem Wollen — das gehört der ersten Hierarchie an — bestimmte Taten. Diese Taten sind gut oder böse, weise oder töricht. Die Wesenheiten der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim und Throne, die müssen die Gegenbilder ausgestalten in ihrer eigenen Sphäre.

[ 43 ] Sehen Sie, meine lieben Freunde, wir leben miteinander. Ob das nun gut oder böse ist, was wir miteinander treiben: Für alles Gute, für alles Böse müssen Gegenbilder ausgestalten die Wesenheiten der ersten Hierarchie. Alles wird unter der ersten Hierarchie beurteilt, aber auch ausgestaltet. Und während man an dem inneren Karma arbeitet mit der zweiten Hierarchie und mit den abgeschiedenen Menschenseelen, schaut man zwischen dem Tod und einer neuen Geburt dasjenige, was Seraphim, Cherubim und "Throne an unseren Erdentaten erlebt haben.

[ 43 ] Sehen Sie, meine lieben Freunde, wir leben miteinander. Ob das nun gut oder böse ist, was wir miteinander treiben: Für alles Gute, für alles Böse müssen Gegenbilder ausgestalten die Wesenheiten der ersten Hierarchie. Alles wird unter der ersten Hierarchie beurteilt, aber auch ausgestaltet. Und während man an dem inneren Karma arbeitet mit der zweiten Hierarchie und mit den abgeschiedenen Menschenseelen, schaut man zwischen dem Tod und einer neuen Geburt dasjenige, was Seraphim, Cherubim und "Throne an unseren Erdentaten erlebt haben.

[ 44 ] Ja, meine lieben Freunde, hier auf Erden wölbt sich über uns der blaue Himmel mit seinen Wolkengebilden, mit dem Sonnenschein und so weiter, wölbt sich als Sternenhimmel in nächtlicher Zeit über uns. Zwischen dem Tod und einer neuen Geburt wölbt sich unter uns das Tun der Seraphim, Cherubim und Throne. Und auf diese Seraphim, Cherubim und Throne schauen wir hin, wie wir hier hinaufschauen zu den Wolken, zum blauen Himmel, zum sternenbesäten Himmel. Wir sehen unter uns den Himmel, gebildet aus der Seraphim-, Cherubim- und Thronen-Tätigkeit. Aber in was für einer Tätigkeit? Indem wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sind, sehen wir an den Seraphim, Cherubim und Thronen diejenige Tätigkeit, die sich als die gerechte ausgleichende Tätigkeit aus unseren eigenen und mit anderen Menschen verlebten Erdentaten ergibt. Die Götter müssen die ausgleichende Tätigkeit üben, und wir schauen sie als unseren Himmel, der jetzt unten ist. Wir schauen die Folgen unserer Erdentaten, ob irgend etwas gut oder böse ist, weise oder töricht ist, in den Taten der Götter. Wir verhalten uns zu dem Spiegelbilde unserer Taten zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem wir hinunterschauen, so, wie wir uns hier im Erdenleben zu dem über uns sich wölbenden Himmel verhalten. Unser inneres Karma tragen wir in unsere innere Organisation herein. Wir bringen es auf die Erde mit als unsere Fähigkeiten, unsere Talente, unser Genie, unsere Torheit. Das, was da unten die Götter formen, was sie erleben müssen infolge unserer Erdenleben, das tritt uns im nächsten Erdenleben als die Schicksalstatsachen entgegen, die an uns herankommen. Und wir können sagen: Dasjenige, was wir eigentlich verschlafen, das trägt uns in unserem Erdenleben in unser Schicksal. Aber in dem lebt dasjenige drinnen, was die entsprechenden Götter der ersten Hierarchie als die Folgen unserer Taten bei sich erleben mußten in der Zeit zwischen unserem 'Tode und einer neuen Geburt.

[ 44 ] Ja, meine lieben Freunde, hier auf Erden wölbt sich über uns der blaue Himmel mit seinen Wolkengebilden, mit dem Sonnenschein und so weiter, wölbt sich als Sternenhimmel in nächtlicher Zeit über uns. Zwischen dem Tod und einer neuen Geburt wölbt sich unter uns das Tun der Seraphim, Cherubim und Throne. Und auf diese Seraphim, Cherubim und Throne schauen wir hin, wie wir hier hinaufschauen zu den Wolken, zum blauen Himmel, zum sternenbesäten Himmel. Wir sehen unter uns den Himmel, gebildet aus der Seraphim-, Cherubim- und Thronen-Tätigkeit. Aber in was für einer Tätigkeit? Indem wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sind, sehen wir an den Seraphim, Cherubim und Thronen diejenige Tätigkeit, die sich als die gerechte ausgleichende Tätigkeit aus unseren eigenen und mit anderen Menschen verlebten Erdentaten ergibt. Die Götter müssen die ausgleichende Tätigkeit üben, und wir schauen sie als unseren Himmel, der jetzt unten ist. Wir schauen die Folgen unserer Erdentaten, ob irgend etwas gut oder böse ist, weise oder töricht ist, in den Taten der Götter. Wir verhalten uns zu dem Spiegelbilde unserer Taten zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem wir hinunterschauen, so, wie wir uns hier im Erdenleben zu dem über uns sich wölbenden Himmel verhalten. Unser inneres Karma tragen wir in unsere innere Organisation herein. Wir bringen es auf die Erde mit als unsere Fähigkeiten, unsere Talente, unser Genie, unsere Torheit. Das, was da unten die Götter formen, was sie erleben müssen infolge unserer Erdenleben, das tritt uns im nächsten Erdenleben als die Schicksalstatsachen entgegen, die an uns herankommen. Und wir können sagen: Dasjenige, was wir eigentlich verschlafen, das trägt uns in unserem Erdenleben in unser Schicksal. Aber in dem lebt dasjenige drinnen, was die entsprechenden Götter der ersten Hierarchie als die Folgen unserer Taten bei sich erleben mußten in der Zeit zwischen unserem 'Tode und einer neuen Geburt.

[ 45 ] Man hat immer das Bedürfnis, solche Dinge in Bildern auszusprechen. Wir stehen irgendwo auf der physische Welt. Der Himmel ist bedeckt. Wir sehen den bedeckten Himmel. Gleich darauf rieselt Regen herunter. Regen fällt herunter. Was da noch über uns geschwebt hat, wir sehen es in den berieselten Feldern, in den berieselten Bäumen gleich nachher. Schaut man mit dem Blicke des Eingeweihten vom menschlichen Leben aus zurück in die Zeit, die man durchgemacht hat, bevor man herunterstieg ins Erdenleben, in die Zeit, die man durchgemacht hat zwischen dem letzten Tode und der letzten Geburt, so sieht man darinnen zunächst das Formen von Göttertaten, die Folge unserer Taten im letzten Erdenleben; dann sieht man, wie das geistig hereinrieselt und unser Schicksal wird.

[ 45 ] Man hat immer das Bedürfnis, solche Dinge in Bildern auszusprechen. Wir stehen irgendwo auf der physische Welt. Der Himmel ist bedeckt. Wir sehen den bedeckten Himmel. Gleich darauf rieselt Regen herunter. Regen fällt herunter. Was da noch über uns geschwebt hat, wir sehen es in den berieselten Feldern, in den berieselten Bäumen gleich nachher. Schaut man mit dem Blicke des Eingeweihten vom menschlichen Leben aus zurück in die Zeit, die man durchgemacht hat, bevor man herunterstieg ins Erdenleben, in die Zeit, die man durchgemacht hat zwischen dem letzten Tode und der letzten Geburt, so sieht man darinnen zunächst das Formen von Göttertaten, die Folge unserer Taten im letzten Erdenleben; dann sieht man, wie das geistig hereinrieselt und unser Schicksal wird.

[ 46 ] Ob ich einen Menschen treffe, der für mich Bedeutung hat im Erdenleben, der für mich schicksalbestimmend ist: Dasjenige, was mit diesem Treffen des anderen Menschen geschieht, die Götter haben es vorgelebt als das Ergebnis dessen, was wir mit diesem Menschen in einem vorigen Erdenleben gehabt haben. Ob ich während meines Erdenlebens in eine Gegend versetzt werde, die für mich wichtig ist, in einen Beruf, der für mich wichtig ist, alles das, was da als äußeres Schicksal an mich herantritt, ist das Abbild desjenigen, was Götter erlebt haben, Götter der ersten Hierarchie, als Folgen meines früheren Erdenlebens in der Zeit, in der ich selber zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gestanden habe,

[ 46 ] Ob ich einen Menschen treffe, der für mich Bedeutung hat im Erdenleben, der für mich schicksalbestimmend ist: Dasjenige, was mit diesem Treffen des anderen Menschen geschieht, die Götter haben es vorgelebt als das Ergebnis dessen, was wir mit diesem Menschen in einem vorigen Erdenleben gehabt haben. Ob ich während meines Erdenlebens in eine Gegend versetzt werde, die für mich wichtig ist, in einen Beruf, der für mich wichtig ist, alles das, was da als äußeres Schicksal an mich herantritt, ist das Abbild desjenigen, was Götter erlebt haben, Götter der ersten Hierarchie, als Folgen meines früheren Erdenlebens in der Zeit, in der ich selber zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gestanden habe,

[ 47 ] Ja, sehen Sie, wenn man abstrakt denkt, so denkt man: Da sind die früheren Erdenleben, die Taten der früheren Erdenleben wirken herüber; damals waren die Ursachen, jetzt sind die Wirkungen. Man kann sich dabei nicht viel denken; man hat eigentlich nicht viel mehr als Worte, wenn man das ausspricht. Aber hinter dem, was man so als das Gesetz des Karmas schildert, liegen Göttertaten, Göttererlebnisse. Und hinter all dem liegt das andere.

[ 47 ] Ja, sehen Sie, wenn man abstrakt denkt, so denkt man: Da sind die früheren Erdenleben, die Taten der früheren Erdenleben wirken herüber; damals waren die Ursachen, jetzt sind die Wirkungen. Man kann sich dabei nicht viel denken; man hat eigentlich nicht viel mehr als Worte, wenn man das ausspricht. Aber hinter dem, was man so als das Gesetz des Karmas schildert, liegen Göttertaten, Göttererlebnisse. Und hinter all dem liegt das andere.

[ 48 ] Wenn wir Menschen nur der Empfindung nach an unser Schicksal herantreten, so schauen wir, je nach unserem Bekenntnis, zu Göttern hinauf oder zu irgendeiner Vorsehung, und fühlen davon den Verlauf unseres Erdenlebens abhängig. Aber die Götter, gerade diejenigen, die wir als die Wesenheiten der ersten Hierarchie anerkennen, Seraphim, Cherubim und Throne, sie haben gewissermaßen ein umgekehrtes religiöses Bekenntnis. Sie empfinden ihre Notwendigkeit bei den Menschen auf Erden, deren Schöpfer sie ja sind. Die Verirrungen und die Fördernisse, in die diese Menschen kommen, sie müssen von den Göttern ausgeglichen werden. Und was die Götter dann wiederum im späteren Leben für uns zubereiten als unser Schicksal, das haben sie zunächst uns vorgelebt.

[ 48 ] Wenn wir Menschen nur der Empfindung nach an unser Schicksal herantreten, so schauen wir, je nach unserem Bekenntnis, zu Göttern hinauf oder zu irgendeiner Vorsehung, und fühlen davon den Verlauf unseres Erdenlebens abhängig. Aber die Götter, gerade diejenigen, die wir als die Wesenheiten der ersten Hierarchie anerkennen, Seraphim, Cherubim und Throne, sie haben gewissermaßen ein umgekehrtes religiöses Bekenntnis. Sie empfinden ihre Notwendigkeit bei den Menschen auf Erden, deren Schöpfer sie ja sind. Die Verirrungen und die Fördernisse, in die diese Menschen kommen, sie müssen von den Göttern ausgeglichen werden. Und was die Götter dann wiederum im späteren Leben für uns zubereiten als unser Schicksal, das haben sie zunächst uns vorgelebt.

[ 49 ] Diese Dinge müssen wiederum durch Anthroposophie gefunden werden. Aus einem nicht voll entwickelten Bewußtsein heraus war das in einstigem instinktivem Hellsehen der Menschheit offenbar. Die alte Weisheit hatte solche Dinge in sich. Dann blieb nur ein dunkles Fühlen. Und in manchem, was uns im Geistesleben der Menschheit entgegentritt, ist noch ein dunkles Fühlen von diesen Dingen da. Erinnern Sie sich nur an den Vers des Angelus Silesins, den Sie ja auch in meinen Schriften finden, der für ein eingeschränktes religiöses Bewußtsein wie eine Frechheit aussieht:

[ 49 ] Diese Dinge müssen wiederum durch Anthroposophie gefunden werden. Aus einem nicht voll entwickelten Bewußtsein heraus war das in einstigem instinktivem Hellsehen der Menschheit offenbar. Die alte Weisheit hatte solche Dinge in sich. Dann blieb nur ein dunkles Fühlen. Und in manchem, was uns im Geistesleben der Menschheit entgegentritt, ist noch ein dunkles Fühlen von diesen Dingen da. Erinnern Sie sich nur an den Vers des Angelus Silesins, den Sie ja auch in meinen Schriften finden, der für ein eingeschränktes religiöses Bewußtsein wie eine Frechheit aussieht:

Ich weiß, daß ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd’ ich zunicht, er muß von Not den Geist aufgeben.

Ich weiß, daß ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd’ ich zunicht, er muß von Not den Geist aufgeben.

[ 50 ] Und Angelus Silesius ist zum Katholizismus übergetreten und hat als Katholik solche Sprüche geschrieben. Er war sich noch klar darüber, daß die Götter von der Welt abhängig sind, wie die Welt von den Göttern, daß die Abhängigkeit eine wechselweise ist, und daß die Götter ihr Leben nach dem Leben der Menschen richten müssen. Aber das göttliche Leben wirkt schöpferisch, wirkt sich wiederum aus im Schicksale der Menschen. Dunkel fühlend, nicht das Genaue wissend, hat Angelus Silesius gesagt:

[ 50 ] Und Angelus Silesius ist zum Katholizismus übergetreten und hat als Katholik solche Sprüche geschrieben. Er war sich noch klar darüber, daß die Götter von der Welt abhängig sind, wie die Welt von den Göttern, daß die Abhängigkeit eine wechselweise ist, und daß die Götter ihr Leben nach dem Leben der Menschen richten müssen. Aber das göttliche Leben wirkt schöpferisch, wirkt sich wiederum aus im Schicksale der Menschen. Dunkel fühlend, nicht das Genaue wissend, hat Angelus Silesius gesagt:

Ich weiß, daß ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd’ ich zunicht, er muß von Not den Geist aufgeben.

Ich weiß, daß ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd’ ich zunicht, er muß von Not den Geist aufgeben.

[ 51 ] Welt und Göttlichkeit sind voneinander abhängig, wirken ineinander.

[ 51 ] Welt und Göttlichkeit sind voneinander abhängig, wirken ineinander.

[ 52 ] Heute haben wir dieses Ineinanderwirken an dem Beispiel des menschlichen Schicksals, Karmas, gesehen. Ich mußte diese Betrachtungen einfügen in die Karmabetrachtungen.

[ 52 ] Heute haben wir dieses Ineinanderwirken an dem Beispiel des menschlichen Schicksals, Karmas, gesehen. Ich mußte diese Betrachtungen einfügen in die Karmabetrachtungen.