Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume III
GA 237
3 August 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Neunter Vortrag
Neunter Vortrag
[ 1 ] Sie haben wohl aus den vorangehenden Vorträgen gesehen, wie Seelen, die aus den Tiefen ihres Unterbewußtseins herauf den Drang fühlen nach der anthroposophischen Bewegung, dieses in sich tragen durch ihre besondere Beziehung zu den Michael-Kräften. Und wir haben daher die Wirksamkeit dieser Michael-Kräfte durch die verschiedenen Jahrhunderte hindurch betrachtet, um zu sehen, welchen Einfluß diese Michael-Impulse auf das Leben derjenigen haben können, die in irgendeinem Zusammenhange mit ihnen stehen.
[ 1 ] Sie haben wohl aus den vorangehenden Vorträgen gesehen, wie Seelen, die aus den Tiefen ihres Unterbewußtseins herauf den Drang fühlen nach der anthroposophischen Bewegung, dieses in sich tragen durch ihre besondere Beziehung zu den Michael-Kräften. Und wir haben daher die Wirksamkeit dieser Michael-Kräfte durch die verschiedenen Jahrhunderte hindurch betrachtet, um zu sehen, welchen Einfluß diese Michael-Impulse auf das Leben derjenigen haben können, die in irgendeinem Zusammenhange mit ihnen stehen.
[ 2 ] Nun sind, und das ist für das Karma jedes einzelnen Anthroposophen von großer Bedeutung, die Michael-Impulse von solcher Art, daß sie tief und intensiv eingreifen in den ganzen Menschen. Wir wissen ja aus den vorangehenden Darstellungen, daß der Herrschaft des Michael, wenn wir es so nennen wollen, die für das Erdenleben am Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts begonnen hat, vorangegangen ist die Herrschaft des Gabriel, und ich habe schon auseinandergesetzt, wie diese Herrschaft des Gabriel zusammenhängt mit Kräften, die durch die physische Fortpflanzung gehen, mit Kräften, die mit der physischen Vererbung zusammenhängen.
[ 2 ] Nun sind, und das ist für das Karma jedes einzelnen Anthroposophen von großer Bedeutung, die Michael-Impulse von solcher Art, daß sie tief und intensiv eingreifen in den ganzen Menschen. Wir wissen ja aus den vorangehenden Darstellungen, daß der Herrschaft des Michael, wenn wir es so nennen wollen, die für das Erdenleben am Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts begonnen hat, vorangegangen ist die Herrschaft des Gabriel, und ich habe schon auseinandergesetzt, wie diese Herrschaft des Gabriel zusammenhängt mit Kräften, die durch die physische Fortpflanzung gehen, mit Kräften, die mit der physischen Vererbung zusammenhängen.
[ 3 ] Dem gerade entgegengesetzt sind die Kräfte des Michael. Es ist bei der Herrschaft des Gabriel so, daß seine Impulse stark in die physische Körperlichkeit des Menschen hineinwirken. Michael wirkt stark in das geistige Wesen des Menschen hinein. Das können Sie ja schon daraus entnehmen, daß er der Verwalter der Weltenintelligenz ist. Aber Michaels Impulse sind stark, sind kräftig, und sie wirken vom Geistigen aus durch den ganzen Menschen; sie wirken ins Geistige, von da aus ins Seelische und von da aus ins Leibliche des Menschen hinein. Und in den karmischen Zusammenhängen sind ja immer diese überirdischen Kräfte tätig: Wesenheiten der höheren Hierarchien wirken mit dem Menschen, an dem Menschen; dadurch wird das Karma ausgestaltet. Und so sind die Michael-Kräfte dadurch, daß sie auf den ganzen Menschen wirken, auch Kräfte, die zunächst besonders stark in das Karma des Menschen hineinwirken. Gabriel-Kräfte wirken sehr wenig, nicht etwa gar nicht, aber sehr wenig in das eigentliche Karma des Menschen hinein; Michael-Kräfte wirken stark in das Karma des Menschen hinein.
[ 3 ] Dem gerade entgegengesetzt sind die Kräfte des Michael. Es ist bei der Herrschaft des Gabriel so, daß seine Impulse stark in die physische Körperlichkeit des Menschen hineinwirken. Michael wirkt stark in das geistige Wesen des Menschen hinein. Das können Sie ja schon daraus entnehmen, daß er der Verwalter der Weltenintelligenz ist. Aber Michaels Impulse sind stark, sind kräftig, und sie wirken vom Geistigen aus durch den ganzen Menschen; sie wirken ins Geistige, von da aus ins Seelische und von da aus ins Leibliche des Menschen hinein. Und in den karmischen Zusammenhängen sind ja immer diese überirdischen Kräfte tätig: Wesenheiten der höheren Hierarchien wirken mit dem Menschen, an dem Menschen; dadurch wird das Karma ausgestaltet. Und so sind die Michael-Kräfte dadurch, daß sie auf den ganzen Menschen wirken, auch Kräfte, die zunächst besonders stark in das Karma des Menschen hineinwirken. Gabriel-Kräfte wirken sehr wenig, nicht etwa gar nicht, aber sehr wenig in das eigentliche Karma des Menschen hinein; Michael-Kräfte wirken stark in das Karma des Menschen hinein.
[ 4 ] Wenn daher gewisse Menschen — und das sind Sie im Grunde genommen alle, meine lieben Freunde — mit dieser Michael-Strömung besonders verbunden sind, dann kann eigentlich das Karma dieser einzelnen Menschen nur verstanden werden, wenn es im Zusammenhang gedacht wird mit der Michael-Strömung. Und betrachtet man Michael als einen Geist, der im besonderen Zusammenhang mit der Sonne und allen Sonnenimpulsen steht, dann wird man noch mehr sich klar sein darüber, welche ungeheuer tiefe Bedeutung diese MichaelImpulse eben auf diejenigen Menschen haben, die ihnen besonders ausgesetzt sind; bis in die physische Organisation wirkt das Geistige hinein. Und man muß einfach, mehr als das sonst der Fall ist, physische Erscheinungen in Gesundheit und Krankheit — sagen wir, um einen Ausdruck zu haben, bei den Michael-Menschen — in einem höheren Sinne mit dem Karma zusammenbringen als bei Gabriel-Menschen oder Raphael-Menschen oder dergleichen. Wenn Raphael auch geradezu derjenige Geist ist, der mit der Heilkunst im innigen Zusammenhange steht — die Dinge sind verwickelt im Weltenall —, Michael ist doch der Geist, der das Karma des Menschen am nächsten auch an Gesundheit und Krankheit heranbringt.
[ 4 ] Wenn daher gewisse Menschen — und das sind Sie im Grunde genommen alle, meine lieben Freunde — mit dieser Michael-Strömung besonders verbunden sind, dann kann eigentlich das Karma dieser einzelnen Menschen nur verstanden werden, wenn es im Zusammenhang gedacht wird mit der Michael-Strömung. Und betrachtet man Michael als einen Geist, der im besonderen Zusammenhang mit der Sonne und allen Sonnenimpulsen steht, dann wird man noch mehr sich klar sein darüber, welche ungeheuer tiefe Bedeutung diese MichaelImpulse eben auf diejenigen Menschen haben, die ihnen besonders ausgesetzt sind; bis in die physische Organisation wirkt das Geistige hinein. Und man muß einfach, mehr als das sonst der Fall ist, physische Erscheinungen in Gesundheit und Krankheit — sagen wir, um einen Ausdruck zu haben, bei den Michael-Menschen — in einem höheren Sinne mit dem Karma zusammenbringen als bei Gabriel-Menschen oder Raphael-Menschen oder dergleichen. Wenn Raphael auch geradezu derjenige Geist ist, der mit der Heilkunst im innigen Zusammenhange steht — die Dinge sind verwickelt im Weltenall —, Michael ist doch der Geist, der das Karma des Menschen am nächsten auch an Gesundheit und Krankheit heranbringt.
[ 5 ] Das hängt wiederum damit zusammen, daß die Michael-Kräfte durchaus so wirken, daß sie nicht nur kosmopolitisch wirken, sondern daß sie den Menschen herausreißen aus den engeren irdischen Zusammenhängen und ihn hinauftragen auf eine geistige Höhe, in der er die irdischen Zusammenhänge weniger stark fühlt als andere Menschen; wenigstens ist er durch sein Karma dazu vorbestimmt wiederum etwas, was auf das Karma jedes einzelnen Menschen, der zur Michael-Strömung gehört, einen tiefgehenden Einfluß schon hat.
[ 5 ] Das hängt wiederum damit zusammen, daß die Michael-Kräfte durchaus so wirken, daß sie nicht nur kosmopolitisch wirken, sondern daß sie den Menschen herausreißen aus den engeren irdischen Zusammenhängen und ihn hinauftragen auf eine geistige Höhe, in der er die irdischen Zusammenhänge weniger stark fühlt als andere Menschen; wenigstens ist er durch sein Karma dazu vorbestimmt wiederum etwas, was auf das Karma jedes einzelnen Menschen, der zur Michael-Strömung gehört, einen tiefgehenden Einfluß schon hat.
[ 6 ] Sehen Sie, es war ja im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wirklich so, daß — nicht nervöse, aber geistig und seelisch sensitive — Menschen stark haben verspüren können das Hereindringen der MichaelKräfte in die Welt. Dieses Hereindringen der Michael-Kräfte in die Welt, es äußerte sich bei den eigentlichen Michael-Menschen so, daß sie manches, woran ein anderer Mensch vorübergeht, ganz tief bedeutsam und einschlagend in das Leben empfanden.
[ 6 ] Sehen Sie, es war ja im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wirklich so, daß — nicht nervöse, aber geistig und seelisch sensitive — Menschen stark haben verspüren können das Hereindringen der MichaelKräfte in die Welt. Dieses Hereindringen der Michael-Kräfte in die Welt, es äußerte sich bei den eigentlichen Michael-Menschen so, daß sie manches, woran ein anderer Mensch vorübergeht, ganz tief bedeutsam und einschlagend in das Leben empfanden.
[ 7 ] Vor allen Dingen war das Karma solcher Menschen so geartet, daß, wenn sie sich auch nicht klar wurden darüber, sie doch jenen Kampf verspürten, den ich vorgestern beschrieben habe als den Kampf zwischen Michael und Ahriman. Ahriman hat ja im heutigen Zeitalter auf die Menschen nur dann einen starken Einfluß, wenn in irgendeiner Weise eine Bewußtseinsablenkung vorhanden ist. Die radikalste Erscheinung ist die, sagen wir, einer Ohnmacht oder einer Bewußtseinstrübung, die länger dauert. In solchen Zeiten, wo der Mensch einer Bewußtseinstrübung verfällt, da können die Ahrimangewalten besonders stark an den Menschen heran. Da wirken sie dann in ihm, da ist er ihnen ausgesetzt. Aber es ist gerade in diesem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, namentlich in der Zeit, die schon nahe kam an den Ablauf des Kali Yuga, also in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts, tatsächlich erschütternd gewesen, hinter die Szene der äußeren physisch-sinnlichen Welt zu schauen, die da sich ausbreitet vor den menschlichen Sinnen. Unmittelbar daran grenzend ist ja dasjenige, was uns viel zeigt von diesen historischen Vorgängen, in die die höheren, die übersinnlichen Wesen eingreifen.
[ 7 ] Vor allen Dingen war das Karma solcher Menschen so geartet, daß, wenn sie sich auch nicht klar wurden darüber, sie doch jenen Kampf verspürten, den ich vorgestern beschrieben habe als den Kampf zwischen Michael und Ahriman. Ahriman hat ja im heutigen Zeitalter auf die Menschen nur dann einen starken Einfluß, wenn in irgendeiner Weise eine Bewußtseinsablenkung vorhanden ist. Die radikalste Erscheinung ist die, sagen wir, einer Ohnmacht oder einer Bewußtseinstrübung, die länger dauert. In solchen Zeiten, wo der Mensch einer Bewußtseinstrübung verfällt, da können die Ahrimangewalten besonders stark an den Menschen heran. Da wirken sie dann in ihm, da ist er ihnen ausgesetzt. Aber es ist gerade in diesem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, namentlich in der Zeit, die schon nahe kam an den Ablauf des Kali Yuga, also in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts, tatsächlich erschütternd gewesen, hinter die Szene der äußeren physisch-sinnlichen Welt zu schauen, die da sich ausbreitet vor den menschlichen Sinnen. Unmittelbar daran grenzend ist ja dasjenige, was uns viel zeigt von diesen historischen Vorgängen, in die die höheren, die übersinnlichen Wesen eingreifen.
[ 8 ] Nun war ja in diesem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, namentlich im letzten Jahrzehnt, nur durch einen dünnen Schleier verborgen, was die Herrschaft, der ganze Kampf, der ganze Tatsachenzusammenhang Michaels ist. Seither ist es so, daß Michael gewissermaßen in der äußeren Welt mitkämpft. Da handelt es sich dann darum, daß man eine viel stärkere Kraft braucht, um das, was übersinnlich da ist, zu schauen, als vor dem Ablauf des Kali Yuga, also im vorigen Jahrhundert noch, wo, wie gesagt, durch einen dünnen Schleier die nächstanstoßende Welt verborgen war, wo Michael noch mehr hinter der Szene kämpfte. Aber Michael besteht ja darauf, wie ich Ihnen gesagt habe, daß unbedingt seine Herrschaft durchdringe. Michael ist ein kräftiger Geist, und Michael kann nur mutvolle Menschen, innerlich mutvolle Menschen vollständig brauchen.
[ 8 ] Nun war ja in diesem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, namentlich im letzten Jahrzehnt, nur durch einen dünnen Schleier verborgen, was die Herrschaft, der ganze Kampf, der ganze Tatsachenzusammenhang Michaels ist. Seither ist es so, daß Michael gewissermaßen in der äußeren Welt mitkämpft. Da handelt es sich dann darum, daß man eine viel stärkere Kraft braucht, um das, was übersinnlich da ist, zu schauen, als vor dem Ablauf des Kali Yuga, also im vorigen Jahrhundert noch, wo, wie gesagt, durch einen dünnen Schleier die nächstanstoßende Welt verborgen war, wo Michael noch mehr hinter der Szene kämpfte. Aber Michael besteht ja darauf, wie ich Ihnen gesagt habe, daß unbedingt seine Herrschaft durchdringe. Michael ist ein kräftiger Geist, und Michael kann nur mutvolle Menschen, innerlich mutvolle Menschen vollständig brauchen.
[ 9 ] Und in diesen ganzen Zusammenhängen, die ich Ihnen dargestellt habe, in dieser übersinnlichen Lehrschule des 15., 16., 17. Jahrhunderts, in jenem übersinnlichen Kultus im Beginne des 19. Jahrhunderts, da spielen fortwährend unter den Geistern, die daran beteiligt sind, zahlreiche Scharen von notwendigen, für den ganzen Zusammenhang notwendigen luziferischen Gestalten herein. Michael hat nötig luziferische Gestalten, die mitwirken, um den polarischen Gegensatz, um Ahriman zu überwinden. So daß die Michael-Menschen schon hineingestellt sind auch in — da kann man vielleicht nicht sagen einen Kampf, aber in ein Gewoge des Zusammenwirkens zwischen luziferischen Impulsen und ahrimanischen Impulsen. Diese Dinge zeigten sich mit einer großen Bestimmtheit eben gerade gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts. Da war es nicht so selten, daß man durch diesen Schleier, wie ich ihn genannt habe, durchschauen konnte. Dann sah man, wie stark Michael zu kämpfen hat gegen Ahriman, und wie leicht es war, durch allerlei luziferische Einflüsse das Bewußtsein abgelenkt zu bekommen.
[ 9 ] Und in diesen ganzen Zusammenhängen, die ich Ihnen dargestellt habe, in dieser übersinnlichen Lehrschule des 15., 16., 17. Jahrhunderts, in jenem übersinnlichen Kultus im Beginne des 19. Jahrhunderts, da spielen fortwährend unter den Geistern, die daran beteiligt sind, zahlreiche Scharen von notwendigen, für den ganzen Zusammenhang notwendigen luziferischen Gestalten herein. Michael hat nötig luziferische Gestalten, die mitwirken, um den polarischen Gegensatz, um Ahriman zu überwinden. So daß die Michael-Menschen schon hineingestellt sind auch in — da kann man vielleicht nicht sagen einen Kampf, aber in ein Gewoge des Zusammenwirkens zwischen luziferischen Impulsen und ahrimanischen Impulsen. Diese Dinge zeigten sich mit einer großen Bestimmtheit eben gerade gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts. Da war es nicht so selten, daß man durch diesen Schleier, wie ich ihn genannt habe, durchschauen konnte. Dann sah man, wie stark Michael zu kämpfen hat gegen Ahriman, und wie leicht es war, durch allerlei luziferische Einflüsse das Bewußtsein abgelenkt zu bekommen.
[ 10 ] Sie werden vielleicht sagen: Bewußtseinsablenkungen, Ohnmachten seien ja etwas nicht so Sonderliches. Gewiß, äußerlich angeschaut, sind sie nichts Sonderliches; aber sie werden etwas Bedeutsames durch das, was in ihrer Folge eintritt, was dann kommt, wenn die Bewußtseinsablenkung oder -trübung da ist. Da möchte ich Ihnen ein Beispiel geben.
[ 10 ] Sie werden vielleicht sagen: Bewußtseinsablenkungen, Ohnmachten seien ja etwas nicht so Sonderliches. Gewiß, äußerlich angeschaut, sind sie nichts Sonderliches; aber sie werden etwas Bedeutsames durch das, was in ihrer Folge eintritt, was dann kommt, wenn die Bewußtseinsablenkung oder -trübung da ist. Da möchte ich Ihnen ein Beispiel geben.
[ 11 ] Es handelte sich einmal darum, jemanden intimer historisch bekanntzumachen mit einer Persönlichkeit. Sie sollte sich einfach beschäftigen damit, sich historisch bekanntzumachen mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation. Also verstehen Sie mich genau: Es handelte sich darum, daß alle Vorbereitungen dazu vorhanden waren, daß ein Mensch — es war am Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts — auf historischem Wege bekannt werden sollte mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation. Ja, man konnte eigentlich gar nicht begreifen, wie es anders kommen könnte nach alledem, was eben vorlag, als daß dieser Mensch mit jener Persönlichkeit auf einem ganz, ich möchte sagen, pedantisch-philiströsen Wege hätte bekannt werden sollen. Aber siehe da, durch die raffiniertesten Verhältnisse des Karma wurde der Mensch gerade für die Zeit, in der er das erleben sollte, unfähig, sein Bewußtsein zu gebrauchen. Er verfiel in eine Art von Schlaf, aus dem er nicht erwachen konnte. Er wurde verhindert dadurch.
[ 11 ] Es handelte sich einmal darum, jemanden intimer historisch bekanntzumachen mit einer Persönlichkeit. Sie sollte sich einfach beschäftigen damit, sich historisch bekanntzumachen mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation. Also verstehen Sie mich genau: Es handelte sich darum, daß alle Vorbereitungen dazu vorhanden waren, daß ein Mensch — es war am Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts — auf historischem Wege bekannt werden sollte mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation. Ja, man konnte eigentlich gar nicht begreifen, wie es anders kommen könnte nach alledem, was eben vorlag, als daß dieser Mensch mit jener Persönlichkeit auf einem ganz, ich möchte sagen, pedantisch-philiströsen Wege hätte bekannt werden sollen. Aber siehe da, durch die raffiniertesten Verhältnisse des Karma wurde der Mensch gerade für die Zeit, in der er das erleben sollte, unfähig, sein Bewußtsein zu gebrauchen. Er verfiel in eine Art von Schlaf, aus dem er nicht erwachen konnte. Er wurde verhindert dadurch.
[ 12 ] Solche Dinge beachtet man natürlich im gewöhnlichen Leben nicht sehr stark. Aber diese Dinge sind es gerade, durch die man unmittelbar von der Erdenwelt aus hineinschaut in die geistige Welt. Und will man eine Erklärung für diese Tatsache, so muß man sagen: Jene Persönlichkeit, die bekannt werden sollte mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation, hätte zweifellos einen ungeheuer starken persönlichen Eindruck bekommen, wenn sie gerade das, was ich erzähle, mitgemacht hätte. Sie hat es nicht mitgemacht, sie hat es übergangen. Aber diese Persönlichkeit hat in der Zeit dafür umgewandelt bekommen das, was sie da als Eindruck bekommen hätte, in einen besonders starken Eindruck für Michaelisches Element. Sie hat geradezu Verständnis bekommen — wenn auch unbewußt — für Michaelisches Element.
[ 12 ] Solche Dinge beachtet man natürlich im gewöhnlichen Leben nicht sehr stark. Aber diese Dinge sind es gerade, durch die man unmittelbar von der Erdenwelt aus hineinschaut in die geistige Welt. Und will man eine Erklärung für diese Tatsache, so muß man sagen: Jene Persönlichkeit, die bekannt werden sollte mit einer Persönlichkeit aus der Zeit der Renaissance und Reformation, hätte zweifellos einen ungeheuer starken persönlichen Eindruck bekommen, wenn sie gerade das, was ich erzähle, mitgemacht hätte. Sie hat es nicht mitgemacht, sie hat es übergangen. Aber diese Persönlichkeit hat in der Zeit dafür umgewandelt bekommen das, was sie da als Eindruck bekommen hätte, in einen besonders starken Eindruck für Michaelisches Element. Sie hat geradezu Verständnis bekommen — wenn auch unbewußt — für Michaelisches Element.
[ 13 ] Ich führe dieses etwas paradoxe Beispiel aus dem Grunde an, um Ihnen zu zeigen, auf welchem Wege das Michaelische Element an die Menschen herankam. Und von solchen Beispielen könnte man viele, viele anführen. Die Menschen wären heute ganz anders, wenn nicht bei zahlreichen Menschen solche Dinge vorgekommen wären. Denn diese Dinge können ja auf hunderterlei Weise vorkommen. In dem Fall, den ich Ihnen erzählt habe, war es so, daß der Betreffende eben wirklich in eine Art von Schlafzustand verfiel. In anderen Fällen war die Sache so, daß irgendein Ereignis, welches von Michael abgeführt hätte, dadurch verhindert wurde, daß ein Freund oder irgendein anderer kam und den Betreffenden woanders hinführte und das Bewußtsein des Betreffenden in der natürlichsten, philiströsesten Weise umhüllt wurde, wodurch er verhindert wurde, dasjenige mitzumachen, was ihm eigentlich zunächst karmisch vorbestimmt war. Die schärfsten Eingriffe in den gewöhnlichen glatten Fortgang des Karma geschahen eben gerade in diesen Jahren.
[ 13 ] Ich führe dieses etwas paradoxe Beispiel aus dem Grunde an, um Ihnen zu zeigen, auf welchem Wege das Michaelische Element an die Menschen herankam. Und von solchen Beispielen könnte man viele, viele anführen. Die Menschen wären heute ganz anders, wenn nicht bei zahlreichen Menschen solche Dinge vorgekommen wären. Denn diese Dinge können ja auf hunderterlei Weise vorkommen. In dem Fall, den ich Ihnen erzählt habe, war es so, daß der Betreffende eben wirklich in eine Art von Schlafzustand verfiel. In anderen Fällen war die Sache so, daß irgendein Ereignis, welches von Michael abgeführt hätte, dadurch verhindert wurde, daß ein Freund oder irgendein anderer kam und den Betreffenden woanders hinführte und das Bewußtsein des Betreffenden in der natürlichsten, philiströsesten Weise umhüllt wurde, wodurch er verhindert wurde, dasjenige mitzumachen, was ihm eigentlich zunächst karmisch vorbestimmt war. Die schärfsten Eingriffe in den gewöhnlichen glatten Fortgang des Karma geschahen eben gerade in diesen Jahren.
[ 14 ] Und in der Regel ist da ersichtlich geworden, wie tief diese MichaelEinflüsse dann gehen. In zahlreichen Fällen stellte sich heraus, daß nicht nur seelisch, sondern bis ins Leibliche hinein affiziert wurden, beeinflußt wurden solche Menschen, die einen solchen Ruck in ihrem Karma dadurch bekommen hatten, daß Michael eben herein mußte durch die Tore menschlicher Bewußtseine in die irdisch-sinnliche Welt.
[ 14 ] Und in der Regel ist da ersichtlich geworden, wie tief diese MichaelEinflüsse dann gehen. In zahlreichen Fällen stellte sich heraus, daß nicht nur seelisch, sondern bis ins Leibliche hinein affiziert wurden, beeinflußt wurden solche Menschen, die einen solchen Ruck in ihrem Karma dadurch bekommen hatten, daß Michael eben herein mußte durch die Tore menschlicher Bewußtseine in die irdisch-sinnliche Welt.
[ 15 ] Es ist im höchsten Grade interessant, zu sehen, wie in den neunziger Jahren Menschen in Ereignisse hereingebracht wurden, die nichts anderes darstellen als die Wege des Michael aus der geistigen Welt herein in die physische Welt. Denn Sie müssen bedenken: Was da im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts als der Einzug des Michael in die physische Welt stattfand, bereitete sich ja in der geistigen Welt schon seit langem vor, schon seit dem Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Ich möchte sagen, Michael und die Seinen kamen immer näher und näher heran, und immer mehr und mehr zeigte sich, daß da Menschen herunterkommen werden, die in ihrem Erdenschicksale mit dem zusammenhängen, was Michael-Aufgabe ist: die Intelligenz hier auf der Erde wiederum zu übernehmen, nachdem sie den Michael-Scharen im Übersinnlichen entfallen war.
[ 15 ] Es ist im höchsten Grade interessant, zu sehen, wie in den neunziger Jahren Menschen in Ereignisse hereingebracht wurden, die nichts anderes darstellen als die Wege des Michael aus der geistigen Welt herein in die physische Welt. Denn Sie müssen bedenken: Was da im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts als der Einzug des Michael in die physische Welt stattfand, bereitete sich ja in der geistigen Welt schon seit langem vor, schon seit dem Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Ich möchte sagen, Michael und die Seinen kamen immer näher und näher heran, und immer mehr und mehr zeigte sich, daß da Menschen herunterkommen werden, die in ihrem Erdenschicksale mit dem zusammenhängen, was Michael-Aufgabe ist: die Intelligenz hier auf der Erde wiederum zu übernehmen, nachdem sie den Michael-Scharen im Übersinnlichen entfallen war.
[ 16 ] In all das — Sie erkennen es schon aus den bisherigen Darstellungen ist ja schließlich die anthroposophische Bewegung hineingestellt. Denn mit dieser ganzen Michael-Strömung hängt sie ja zusammen, wie ersichtlich ist aus der Darstellung, die ich bisher gebracht habe.
[ 16 ] In all das — Sie erkennen es schon aus den bisherigen Darstellungen ist ja schließlich die anthroposophische Bewegung hineingestellt. Denn mit dieser ganzen Michael-Strömung hängt sie ja zusammen, wie ersichtlich ist aus der Darstellung, die ich bisher gebracht habe.
[ 17 ] Nun betrachten Sie nur einmal, mit diesem Lichte beleuchtet, die karmischen Zusammenhänge einzelner Persönlichkeiten, die durch einen inneren Drang an die anthroposophische Bewegung herankommen. Sie kommen zunächst aus der Welt heraus. Sie stehen ja in Weltenzusammenhängen darinnen. Es hat in der Welt ja wirklich viele Gemeinschaften gegeben, die Menschen in sich vereinigt haben, aber niemals ist die zusammenhaltende Kraft von jener Eigentümlichkeit gewesen, die gerade die Michaelischen Kräfte hervorbringen. Dadurch wird eine besondere Lage geschaffen für denjenigen, der aus dem Weltenzusammenhange heraus seinen Weg in die Anthroposophische Gesellschaft findet. Man kann in andere Vereinigungen hineinkommen, konnte immer hineinkommen: es brauchte das Schicksal nicht besonders tief berührt zu werden. In die Anthroposophische Gesellschaft kann man nicht hineinkommen, wenigstens kann man nicht so hineinkommen, daß dieses Hineinkommen ganz ehrlich und die Seele tief ergreifend ist, ohne daß das Schicksal im Wesentlichsten tief beeinflußt ist. Und das wird dann ganz besonders deutlich, wenn man, ich möchte sagen, in der richtigen Visierlinie die Dinge betrachtet.
[ 17 ] Nun betrachten Sie nur einmal, mit diesem Lichte beleuchtet, die karmischen Zusammenhänge einzelner Persönlichkeiten, die durch einen inneren Drang an die anthroposophische Bewegung herankommen. Sie kommen zunächst aus der Welt heraus. Sie stehen ja in Weltenzusammenhängen darinnen. Es hat in der Welt ja wirklich viele Gemeinschaften gegeben, die Menschen in sich vereinigt haben, aber niemals ist die zusammenhaltende Kraft von jener Eigentümlichkeit gewesen, die gerade die Michaelischen Kräfte hervorbringen. Dadurch wird eine besondere Lage geschaffen für denjenigen, der aus dem Weltenzusammenhange heraus seinen Weg in die Anthroposophische Gesellschaft findet. Man kann in andere Vereinigungen hineinkommen, konnte immer hineinkommen: es brauchte das Schicksal nicht besonders tief berührt zu werden. In die Anthroposophische Gesellschaft kann man nicht hineinkommen, wenigstens kann man nicht so hineinkommen, daß dieses Hineinkommen ganz ehrlich und die Seele tief ergreifend ist, ohne daß das Schicksal im Wesentlichsten tief beeinflußt ist. Und das wird dann ganz besonders deutlich, wenn man, ich möchte sagen, in der richtigen Visierlinie die Dinge betrachtet.
[ 18 ] Nehmen Sie einen Menschen, der eben in die Anthroposophische Gesellschaft oder Bewegung hereinkommt, der vorher irgendwelche Zusammenhänge mit Nichtanthroposophen hatte, oder der sie beibehält. Viel bedeutsamer ist diese Differenz zwischen dem, der drinnen steht, und dem, der draußen steht oder draußen bleibt, als eben sonst in irgendwelchen Gemeinschaften. Zwei Arten von Zusammenhängen sind da. Wir leben nun einmal, dadurch, daß das alles, was ich beschrieben habe, erfüllt ist, in einer Zeit ungeheuer großer Entscheidungen, so daß dieses Nebeneinanderstehen von anthroposophischen und nichtanthroposophischen Menschen heute etwas Entscheidungsvolles ist. Entweder handelt es sich um die Auflösung eines alten Karma für denjenigen, der in der Anthroposophischen Gesellschaft drinnen ist, oder es handelt sich um die Anspinnung eines neuen Karma für den, der nicht drinnen ist. Und das sind große Unterschiede.
[ 18 ] Nehmen Sie einen Menschen, der eben in die Anthroposophische Gesellschaft oder Bewegung hereinkommt, der vorher irgendwelche Zusammenhänge mit Nichtanthroposophen hatte, oder der sie beibehält. Viel bedeutsamer ist diese Differenz zwischen dem, der drinnen steht, und dem, der draußen steht oder draußen bleibt, als eben sonst in irgendwelchen Gemeinschaften. Zwei Arten von Zusammenhängen sind da. Wir leben nun einmal, dadurch, daß das alles, was ich beschrieben habe, erfüllt ist, in einer Zeit ungeheuer großer Entscheidungen, so daß dieses Nebeneinanderstehen von anthroposophischen und nichtanthroposophischen Menschen heute etwas Entscheidungsvolles ist. Entweder handelt es sich um die Auflösung eines alten Karma für denjenigen, der in der Anthroposophischen Gesellschaft drinnen ist, oder es handelt sich um die Anspinnung eines neuen Karma für den, der nicht drinnen ist. Und das sind große Unterschiede.
[ 19 ] Nehmen wir an, ein Anthroposoph steht einem Nichtanthroposophen nahe. Dann kann es sich darum handeln, daß der Anthroposoph zunächst alte karmische Zusammenhänge mit dem Nichtanthroposophen abzumachen hat, oder aber es kann sich um das andere handeln, daß der Nichtanthroposoph karmische Zusammenhänge für die Zukunft mit dem Anthroposophen anzuknüpfen hat. Wenigstens sind diese zwei Fälle die einzigen — verschieden gearter natürlich —, die mir beobachtbar waren; dazwischen ist nichts, nichts ist außer diesen Fällen vorhanden. Daraus geht aber hervor, daß es sich wirklich um eine Zeit großer Entscheidungen handelt: daß sozusagen entweder gewirkt wird auf Nichtanthroposophen in dem Sinne, daß sie zur Michael-Gemeinschaft kommen, oder aber daß so gewirkt wird, daß diejenigen, die nicht zur Michael-Gemeinschaft gehören, von ihr gemieden werden. Das ist die Zeit der großen Entscheidungen, jene große Krisis, von der eigentlich die heiligen Bücher aller Zeiten sprechen und die für unser Zeitalter im Grunde gemeint ist. Denn das eben ist das Eigentümliche der Michael-Impulse, daß sie entscheidend sind und daß sie gerade in unserem Zeitalter entscheidend werden. Die Menschen, die in der gegenwärtigen Inkarnation durch die Anthroposophie die Michael-Impulse aufnehmen, sie bereiten ihr ganzes Wesen dadurch, daß sie die Michael-Impulse aufnehmen, so vor, daß das weit hineingeht in diejenigen Kräfte, die sonst bloß durch Rassen- und Volkszusammenhänge bestimmt sind.
[ 19 ] Nehmen wir an, ein Anthroposoph steht einem Nichtanthroposophen nahe. Dann kann es sich darum handeln, daß der Anthroposoph zunächst alte karmische Zusammenhänge mit dem Nichtanthroposophen abzumachen hat, oder aber es kann sich um das andere handeln, daß der Nichtanthroposoph karmische Zusammenhänge für die Zukunft mit dem Anthroposophen anzuknüpfen hat. Wenigstens sind diese zwei Fälle die einzigen — verschieden gearter natürlich —, die mir beobachtbar waren; dazwischen ist nichts, nichts ist außer diesen Fällen vorhanden. Daraus geht aber hervor, daß es sich wirklich um eine Zeit großer Entscheidungen handelt: daß sozusagen entweder gewirkt wird auf Nichtanthroposophen in dem Sinne, daß sie zur Michael-Gemeinschaft kommen, oder aber daß so gewirkt wird, daß diejenigen, die nicht zur Michael-Gemeinschaft gehören, von ihr gemieden werden. Das ist die Zeit der großen Entscheidungen, jene große Krisis, von der eigentlich die heiligen Bücher aller Zeiten sprechen und die für unser Zeitalter im Grunde gemeint ist. Denn das eben ist das Eigentümliche der Michael-Impulse, daß sie entscheidend sind und daß sie gerade in unserem Zeitalter entscheidend werden. Die Menschen, die in der gegenwärtigen Inkarnation durch die Anthroposophie die Michael-Impulse aufnehmen, sie bereiten ihr ganzes Wesen dadurch, daß sie die Michael-Impulse aufnehmen, so vor, daß das weit hineingeht in diejenigen Kräfte, die sonst bloß durch Rassen- und Volkszusammenhänge bestimmt sind.
[ 20 ] Denken Sie einmal, wie stark man davon sprechen kann: Da ist irgendeiner, der in einem Volkszusammenhang drinnensteht. Man kann ihm ansehen, er ist ein Russe, er ist ein Franzose, er ist ein Engländer, er ist ein Deutscher. Man sieht das dem Menschen an, und man logiert die Menschen so, man versetzt sie in eine Stelle, indem man nachdenkt, wenn man sie sieht, wohin sie gehören können. Man wird es für bedeutsam halten, wenn man einem ansieht, er ist ein Türke, er ist ein Russe und so weiter. Bei denen, die heute mit wirklicher innerer Seelenkraft, mit Herzensimpulsivität Anthroposophie aufnehmen als ihre tiefste Lebenskraft, werden solche Unterscheidungen, wenn sie wiederum zur Erde heruntersteigen, keinen Sinn mehr haben. Man wird sagen: Wo ist denn der her? Der ist nicht von einem Volke, der ist nicht von einer Rasse, der ist, wie wenn er aus allen Rassen und Völkern herausgewachsen wäre.
[ 20 ] Denken Sie einmal, wie stark man davon sprechen kann: Da ist irgendeiner, der in einem Volkszusammenhang drinnensteht. Man kann ihm ansehen, er ist ein Russe, er ist ein Franzose, er ist ein Engländer, er ist ein Deutscher. Man sieht das dem Menschen an, und man logiert die Menschen so, man versetzt sie in eine Stelle, indem man nachdenkt, wenn man sie sieht, wohin sie gehören können. Man wird es für bedeutsam halten, wenn man einem ansieht, er ist ein Türke, er ist ein Russe und so weiter. Bei denen, die heute mit wirklicher innerer Seelenkraft, mit Herzensimpulsivität Anthroposophie aufnehmen als ihre tiefste Lebenskraft, werden solche Unterscheidungen, wenn sie wiederum zur Erde heruntersteigen, keinen Sinn mehr haben. Man wird sagen: Wo ist denn der her? Der ist nicht von einem Volke, der ist nicht von einer Rasse, der ist, wie wenn er aus allen Rassen und Völkern herausgewachsen wäre.
[ 21 ] Sehen Sie, als die letzte Michael-Herrschaft war, zur Alexanderzeit, da handelte es sich darum, das Griechentum kosmopolitisch auszubreiten, überall hinzutragen. Ungeheures ist da geschehen durch den Alexanderzug zur Ausgleichung der Menschen, zur Ausbreitung von etwas Gemeinsamem. Aber das konnte noch nicht so tief greifen, weil ja Michael noch die kosmische Intelligenz verwaltete. Jetzt ist Intelligenz auf der Erde. Jetzt wird das tiefgreifend, jetzt greift es auch ein in das Irdische des Menschen. Das Geistige bereitet sich vor, zum ersten Male rassenbildend zu werden. Und die Zeit wird kommen, wo man nicht mehr wird sagen können: Der Mensch schaut so aus, also gehört er dorthin, er ist ein Türke oder Araber oder ein Engländer oder ein Russe oder ein Deutscher; sondern man wird sagen müssen: Der Mensch war in einem früheren Erdenleben dazu gedrängt, sich nach dem Geistigen im Michaelischen Sinne zu wenden. So daß also unmittelbar physisch-schöpferisch, physisch-gestaltend dasjenige auftritt, was von Michael beeinflußt ist.
[ 21 ] Sehen Sie, als die letzte Michael-Herrschaft war, zur Alexanderzeit, da handelte es sich darum, das Griechentum kosmopolitisch auszubreiten, überall hinzutragen. Ungeheures ist da geschehen durch den Alexanderzug zur Ausgleichung der Menschen, zur Ausbreitung von etwas Gemeinsamem. Aber das konnte noch nicht so tief greifen, weil ja Michael noch die kosmische Intelligenz verwaltete. Jetzt ist Intelligenz auf der Erde. Jetzt wird das tiefgreifend, jetzt greift es auch ein in das Irdische des Menschen. Das Geistige bereitet sich vor, zum ersten Male rassenbildend zu werden. Und die Zeit wird kommen, wo man nicht mehr wird sagen können: Der Mensch schaut so aus, also gehört er dorthin, er ist ein Türke oder Araber oder ein Engländer oder ein Russe oder ein Deutscher; sondern man wird sagen müssen: Der Mensch war in einem früheren Erdenleben dazu gedrängt, sich nach dem Geistigen im Michaelischen Sinne zu wenden. So daß also unmittelbar physisch-schöpferisch, physisch-gestaltend dasjenige auftritt, was von Michael beeinflußt ist.
[ 22 ] Das ist aber dann das, was sich tief, tief hineinsetzt in das Karma des einzelnen. Daher dieses Schicksal derjenigen, die ehrliche Anthroposophen sind: nicht recht fertig werden zu können mit der Welt, und doch die Notwendigkeit, ernst, in vollem Ernst an die Welt heranzugehen.
[ 22 ] Das ist aber dann das, was sich tief, tief hineinsetzt in das Karma des einzelnen. Daher dieses Schicksal derjenigen, die ehrliche Anthroposophen sind: nicht recht fertig werden zu können mit der Welt, und doch die Notwendigkeit, ernst, in vollem Ernst an die Welt heranzugehen.
[ 23 ] Ich habe angedeutet, wie diejenigen Menschen, die mit völliger Intensität drinnenstehen in der anthroposophischen Bewegung, am Ende des Jahrhunderts wiederkommen werden, daß sich dann andere mit ihnen vereinigen werden, weil dadurch eben jene Rettung der Erde, der Erdenzivilisation vor dem Verfall letztgültig entschieden werden muß. Das ist, ich möchte sagen, die auf der einen Seite herzbedrückende, auf der anderen Seite herzbewegend-begeisternde Mission der anthroposophischen Bewegung. Auf diese Mission muß hingeschaut werden.
[ 23 ] Ich habe angedeutet, wie diejenigen Menschen, die mit völliger Intensität drinnenstehen in der anthroposophischen Bewegung, am Ende des Jahrhunderts wiederkommen werden, daß sich dann andere mit ihnen vereinigen werden, weil dadurch eben jene Rettung der Erde, der Erdenzivilisation vor dem Verfall letztgültig entschieden werden muß. Das ist, ich möchte sagen, die auf der einen Seite herzbedrückende, auf der anderen Seite herzbewegend-begeisternde Mission der anthroposophischen Bewegung. Auf diese Mission muß hingeschaut werden.
[ 24 ] Da ist es durchaus notwendig, daß man als Anthroposoph weiß, daß in dieser Lage für den Anthroposophen das Karma schwerer zu erleben ist als für andere Menschen. Zunächst sind diejenigen Menschen, die in die Anthroposophische Gesellschaft kommen, geradezu prädestiniert, das Karma schwerer zu erleben als andere Menschen. Und geht man vorbei an diesem schweren Erleben, will man sein Karma bequem erleben, dann rächt sich das eben nach irgendeiner Seite hin. Man muß auch im Karma-Erleben Anthroposoph sein können; man muß aufmerksam hinschauen können auf das Karma-Erleben, um richtig Anthroposoph zu sein. Das bequeme Erleben eines Karma, das Wollen, Karma bequem zu erleben, führt dann gerade dazu, daß es sich rächt in physischer Erkrankung, in physischen Unfällen und dergleichen.
[ 24 ] Da ist es durchaus notwendig, daß man als Anthroposoph weiß, daß in dieser Lage für den Anthroposophen das Karma schwerer zu erleben ist als für andere Menschen. Zunächst sind diejenigen Menschen, die in die Anthroposophische Gesellschaft kommen, geradezu prädestiniert, das Karma schwerer zu erleben als andere Menschen. Und geht man vorbei an diesem schweren Erleben, will man sein Karma bequem erleben, dann rächt sich das eben nach irgendeiner Seite hin. Man muß auch im Karma-Erleben Anthroposoph sein können; man muß aufmerksam hinschauen können auf das Karma-Erleben, um richtig Anthroposoph zu sein. Das bequeme Erleben eines Karma, das Wollen, Karma bequem zu erleben, führt dann gerade dazu, daß es sich rächt in physischer Erkrankung, in physischen Unfällen und dergleichen.
[ 25 ] Auf diese feineren Zusammenhänge des Lebens muß eben hingesehen werden; dann sieht man mit diesen intimeren Zusammenhängen manches andere. Und es ist die beste Vorbereitung, um geistig wirklich zu sehen, wenn man auf diese intimeren Zusammenhänge des Lebens hinschaut. Es ist nicht ein richtiges Prinzip, in nebuloser Weise allerlei abnorm visionäre Zustände entwickeln zu wollen. Aber es ist ungeheuer wichtig, sich zu befassen mit dem, was intimer in den Schicksalszusammenhängen, die man beobachten kann, vorgeht.
[ 25 ] Auf diese feineren Zusammenhänge des Lebens muß eben hingesehen werden; dann sieht man mit diesen intimeren Zusammenhängen manches andere. Und es ist die beste Vorbereitung, um geistig wirklich zu sehen, wenn man auf diese intimeren Zusammenhänge des Lebens hinschaut. Es ist nicht ein richtiges Prinzip, in nebuloser Weise allerlei abnorm visionäre Zustände entwickeln zu wollen. Aber es ist ungeheuer wichtig, sich zu befassen mit dem, was intimer in den Schicksalszusammenhängen, die man beobachten kann, vorgeht.
[ 26 ] Sehen wir es denn nicht unser Karma werden, meine lieben Freunde, daß wir neben Menschen leben oder gelebt haben, die innerlich absolut verhindert sind, an das Anthroposophische heranzukommen, innerlich verhindert sind, trotz allem und allem, was ihnen vielleicht von uns an Anthroposophie, ich will nicht sagen, entgegengebracht wird, aber entgegengebracht werden könnte, wenn sie es nur hinnehmen wollten? Das sehen wir doch. Das ist etwas, das durchaus zu der großen Entscheidung des gegenwärtigen Lebens gehört. Und es wird dasjenige, was sich da abspielt, karmisch bedeutsam sowohl für den, der dann in die anthroposophische Bewegung kommt, wie für denjenigen, der draußen bleibt; es wird das außerordentlich bedeutsam.
[ 26 ] Sehen wir es denn nicht unser Karma werden, meine lieben Freunde, daß wir neben Menschen leben oder gelebt haben, die innerlich absolut verhindert sind, an das Anthroposophische heranzukommen, innerlich verhindert sind, trotz allem und allem, was ihnen vielleicht von uns an Anthroposophie, ich will nicht sagen, entgegengebracht wird, aber entgegengebracht werden könnte, wenn sie es nur hinnehmen wollten? Das sehen wir doch. Das ist etwas, das durchaus zu der großen Entscheidung des gegenwärtigen Lebens gehört. Und es wird dasjenige, was sich da abspielt, karmisch bedeutsam sowohl für den, der dann in die anthroposophische Bewegung kommt, wie für denjenigen, der draußen bleibt; es wird das außerordentlich bedeutsam.
[ 27 ] Denn stellen wir uns nun vor, diese Menschen treffen sich in einer zukünftigen Inkarnation wiederum — was uns in zukünftigen Inkarnationen passiert, bereitet sich ja schon in dieser Inkarnation vor —: dann wird dieses Zusammentreffen gerade mit Menschen, zu denen wir so stehen, wie ich es jetzt charakterisiert habe, so, daß es die sonst vorhandene Fremdheit zwischen den Menschen im wesentlichen steigert. Denn Michael wirkt auch bis in physische Sympathien und Antipathien hinein. Aber das alles spielt sich ja schon jetzt vorbereitend ab, es spielt sich schon jetzt für jeden einzelnen Anthroposophen vorbereitend ab. Daher ist es ungeheuer bedeutsam für den Anthroposophen, gerade diese karmischen Verhältnisse ins Auge zu fassen, die sich zwischen ihm und Nichtanthroposophen abspielen. Da spielen sich nämlich Dinge ab, welche hinaufreichen in das nächste Hierarchienreich. Denn sehen Sie, es gibt ja ein Gegenstück zu dem, was ich geschildert habe: daß sogar rassenbildend die Michael-Impulse auftreten; es gibt ein Gegenstück dazu.
[ 27 ] Denn stellen wir uns nun vor, diese Menschen treffen sich in einer zukünftigen Inkarnation wiederum — was uns in zukünftigen Inkarnationen passiert, bereitet sich ja schon in dieser Inkarnation vor —: dann wird dieses Zusammentreffen gerade mit Menschen, zu denen wir so stehen, wie ich es jetzt charakterisiert habe, so, daß es die sonst vorhandene Fremdheit zwischen den Menschen im wesentlichen steigert. Denn Michael wirkt auch bis in physische Sympathien und Antipathien hinein. Aber das alles spielt sich ja schon jetzt vorbereitend ab, es spielt sich schon jetzt für jeden einzelnen Anthroposophen vorbereitend ab. Daher ist es ungeheuer bedeutsam für den Anthroposophen, gerade diese karmischen Verhältnisse ins Auge zu fassen, die sich zwischen ihm und Nichtanthroposophen abspielen. Da spielen sich nämlich Dinge ab, welche hinaufreichen in das nächste Hierarchienreich. Denn sehen Sie, es gibt ja ein Gegenstück zu dem, was ich geschildert habe: daß sogar rassenbildend die Michael-Impulse auftreten; es gibt ein Gegenstück dazu.
[ 28 ] Nehmen wir den Fall, daß das Karma so liegt, daß irgendeine Persönlichkeit nun im allereminentesten Sinne von den anthroposophischen Impulsen ergriffen wird, mit Herz und Sinn, ich möchte sagen, mit Geist und Seele ergriffen wird. Dann, ja dann ist etwas notwendig, was ausgesprochen sonderbar, paradox klingt; aber es ist notwendig: dann muß sein Engel etwas lernen. Und das, sehen Sie, ist etwas ungeheuer Bedeutsames. Das Anthroposophenschicksal, das sich abspielt zwischen Anthroposophen und Nichtanthroposophen, das wirft seine Wellen hinein in die Welt der Angeloi. Das führt bis zu einer Scheidung der Geister in der Welt der Angeloi. Der Angelos, der den Anthroposophen begleitet zu den nächsten Inkarnationen, er lernt tiefer noch sich hineinfinden in die geistigen Reiche, als er das früher konnte. Und der Angelos, der dem anderen angehört, der gar nicht hinein kann, sinkt herunter. Und es zeigt sich zuerst an dem Schicksal der Angeloi, wie die große Scheidung geschieht. Es ist jetzt so — und das ist etwas, meine lieben Freunde, worauf ich Ihre Herzen hinweisen möchte —, daß aus einem verhältnismäßig einheitlichen Reich der Angeloi ein zweigeteiltes Reich der Angeloi entsteht, ein Reich der Angeloi mit einem Zug hinauf in höhere Welten und mit einem Zug hinunter in tiefere Welten. Während sich hier auf der Erde die Bildung der Michael-Gemeinschaft vollzieht, können wir schauen über dem, was sich hier als Michael-Gemeinschaft vollzieht, aufsteigende Angeloi (siehe Zeichnung, gelb), absteigende Angeloi (grün). Man kann eigentlich heute, wenn man tiefer hineinschaut in die Welt, diese Strömungen, die so etwas Herzerschütterndes haben, fortdauernd beobachten.
[ 28 ] Nehmen wir den Fall, daß das Karma so liegt, daß irgendeine Persönlichkeit nun im allereminentesten Sinne von den anthroposophischen Impulsen ergriffen wird, mit Herz und Sinn, ich möchte sagen, mit Geist und Seele ergriffen wird. Dann, ja dann ist etwas notwendig, was ausgesprochen sonderbar, paradox klingt; aber es ist notwendig: dann muß sein Engel etwas lernen. Und das, sehen Sie, ist etwas ungeheuer Bedeutsames. Das Anthroposophenschicksal, das sich abspielt zwischen Anthroposophen und Nichtanthroposophen, das wirft seine Wellen hinein in die Welt der Angeloi. Das führt bis zu einer Scheidung der Geister in der Welt der Angeloi. Der Angelos, der den Anthroposophen begleitet zu den nächsten Inkarnationen, er lernt tiefer noch sich hineinfinden in die geistigen Reiche, als er das früher konnte. Und der Angelos, der dem anderen angehört, der gar nicht hinein kann, sinkt herunter. Und es zeigt sich zuerst an dem Schicksal der Angeloi, wie die große Scheidung geschieht. Es ist jetzt so — und das ist etwas, meine lieben Freunde, worauf ich Ihre Herzen hinweisen möchte —, daß aus einem verhältnismäßig einheitlichen Reich der Angeloi ein zweigeteiltes Reich der Angeloi entsteht, ein Reich der Angeloi mit einem Zug hinauf in höhere Welten und mit einem Zug hinunter in tiefere Welten. Während sich hier auf der Erde die Bildung der Michael-Gemeinschaft vollzieht, können wir schauen über dem, was sich hier als Michael-Gemeinschaft vollzieht, aufsteigende Angeloi (siehe Zeichnung, gelb), absteigende Angeloi (grün). Man kann eigentlich heute, wenn man tiefer hineinschaut in die Welt, diese Strömungen, die so etwas Herzerschütterndes haben, fortdauernd beobachten.


[ 29 ] Nun sagte ich: diejenigen, die ins Anthroposophische hineinkommen, zerfallen im wesentlichen in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sind solche, die noch Wissen von dem alten Heidnischen hineintragen, und aus dem Heidnischen heraus, ohne daß sie viel Erfahrung haben von jener christlichen Entwickelung, die noch in der Zeit des Kali Yuga vor sich gegangen ist, sich weiterentwickelt haben und nun hineinwachsen in jenes Christentum, das wieder ein kosmisches Christentum sein soll; also heidnisch prädestinierte Seelen, die eigentlich erst jetzt in das Christentum hineinwachsen. Die andere Gruppe sind solche Seelen, die mehr christentummüde [heidentummüde?] sind, aber das sich nicht gestehen, die von vornherein in die anthroposophische Bewegung wegen des christlichen Charakters hineinwachsen, wobei sie weniger tief hineinwachsen in das, was die anthroposophische Kosmologie, die anthroposophische Anthropologie ist und so weiter, dagegen mehr hereinwachsen in das abstrakt Religiöse. Diese zwei Gruppen sind ja deutlich voneinander unterschieden.
[ 29 ] Nun sagte ich: diejenigen, die ins Anthroposophische hineinkommen, zerfallen im wesentlichen in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sind solche, die noch Wissen von dem alten Heidnischen hineintragen, und aus dem Heidnischen heraus, ohne daß sie viel Erfahrung haben von jener christlichen Entwickelung, die noch in der Zeit des Kali Yuga vor sich gegangen ist, sich weiterentwickelt haben und nun hineinwachsen in jenes Christentum, das wieder ein kosmisches Christentum sein soll; also heidnisch prädestinierte Seelen, die eigentlich erst jetzt in das Christentum hineinwachsen. Die andere Gruppe sind solche Seelen, die mehr christentummüde [heidentummüde?] sind, aber das sich nicht gestehen, die von vornherein in die anthroposophische Bewegung wegen des christlichen Charakters hineinwachsen, wobei sie weniger tief hineinwachsen in das, was die anthroposophische Kosmologie, die anthroposophische Anthropologie ist und so weiter, dagegen mehr hereinwachsen in das abstrakt Religiöse. Diese zwei Gruppen sind ja deutlich voneinander unterschieden.
[ 30 ] Diejenige Gruppe, welche gewissermaßen noch heidnisch prädestiniert ist, hat die besondere Notwendigkeit, mit aller inneren Intensität die tragenden Kräfte der Anthroposophie zu ergreifen und, sozusagen ohne durch irgendwelche Rücksichten sich ablenken zu lassen, in der Richtung dieser tragenden anthroposophischen Kräfte zu gehen.
[ 30 ] Diejenige Gruppe, welche gewissermaßen noch heidnisch prädestiniert ist, hat die besondere Notwendigkeit, mit aller inneren Intensität die tragenden Kräfte der Anthroposophie zu ergreifen und, sozusagen ohne durch irgendwelche Rücksichten sich ablenken zu lassen, in der Richtung dieser tragenden anthroposophischen Kräfte zu gehen.
[ 31 ] Das alles sind ja Dinge, die im Grunde genommen erst recht übergehen müssen in die Herzen; aber sie müssen in die Herzen der Anthroposophen hinein. Dann erst wird ein wirkliches Zusammenleben innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft auf der Grundlage konkreter Anthroposophie möglich sein. Denn wenn gerade die mehr heidnisch gearteten Seelen ihre Kräfte herausbringen, die so vielfach auf der Grundlage der Seelen heute schon in dieser Inkarnation sitzen, die nur bei manchen so schwer heraus wollen —, wenn sie sie herausbringen, dann wird sich ausbreiten über die ganze Anthroposophische Gesellschaft eine Atmosphäre des Vorwärtsdringens ganz im michaelischen Sinne.
[ 31 ] Das alles sind ja Dinge, die im Grunde genommen erst recht übergehen müssen in die Herzen; aber sie müssen in die Herzen der Anthroposophen hinein. Dann erst wird ein wirkliches Zusammenleben innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft auf der Grundlage konkreter Anthroposophie möglich sein. Denn wenn gerade die mehr heidnisch gearteten Seelen ihre Kräfte herausbringen, die so vielfach auf der Grundlage der Seelen heute schon in dieser Inkarnation sitzen, die nur bei manchen so schwer heraus wollen —, wenn sie sie herausbringen, dann wird sich ausbreiten über die ganze Anthroposophische Gesellschaft eine Atmosphäre des Vorwärtsdringens ganz im michaelischen Sinne.
[ 32 ] Aber dann muß man den Mut haben, gerade in diesen starken Kampf hineinzuschauen, der sich jetzt abspielt zwischen dem, was Michael zur Bewältigung seiner großen Aufgabe unternehmen muß, und dem, was Ahriman fortwährend dagegenstellt. Ahriman hat ja gewisse Tendenzen in der Zivilisationsentwickelung zunächst ergriffen, sie in seinen Dienst gestellt. Denken Sie doch nur einmal, daß ja das Ergreifen der Intelligenz durch den Menschen erst recht möglich geworden ist seit dem 15. Jahrhundert, seitdem die Bewußtseinsseele im Menschen sitzt; denn die ist menschliches Eigentum, die kann sich die Intelligenz aneignen. Seit jener Zeit ist ja erst das an die Menschen herangekommen, was sie dazu bringt, so ungeheuer zu pochen auf diese persönlich-wirksame Intelligenz.
[ 32 ] Aber dann muß man den Mut haben, gerade in diesen starken Kampf hineinzuschauen, der sich jetzt abspielt zwischen dem, was Michael zur Bewältigung seiner großen Aufgabe unternehmen muß, und dem, was Ahriman fortwährend dagegenstellt. Ahriman hat ja gewisse Tendenzen in der Zivilisationsentwickelung zunächst ergriffen, sie in seinen Dienst gestellt. Denken Sie doch nur einmal, daß ja das Ergreifen der Intelligenz durch den Menschen erst recht möglich geworden ist seit dem 15. Jahrhundert, seitdem die Bewußtseinsseele im Menschen sitzt; denn die ist menschliches Eigentum, die kann sich die Intelligenz aneignen. Seit jener Zeit ist ja erst das an die Menschen herangekommen, was sie dazu bringt, so ungeheuer zu pochen auf diese persönlich-wirksame Intelligenz.
[ 33 ] Versuchen Sie einmal eine kleine Rechnung, die eigentlich etwas furchtbar Großes umfaßt, aber bloß räumlich Großes, versuchen Sie einmal eine kleine Rechnung zu machen, meine lieben Freunde. Summieren Sie so in Gedanken alles das, was heute in einem Tage von allen Zeitungsschreibern, damit die Zeitungen zustande kommen, gedacht wird auf der ganzen Erde. Bitte, überblicken Sie das. Überblicken Sie diese Summe von Intelligenz, die da aus den Federn herausgekaut wird und aufs Papier kommt, dann gedruckt wird und so weiter. Überblicken Sie das, was da für persönliche Intelligenz durch die Welt flutet!
[ 33 ] Versuchen Sie einmal eine kleine Rechnung, die eigentlich etwas furchtbar Großes umfaßt, aber bloß räumlich Großes, versuchen Sie einmal eine kleine Rechnung zu machen, meine lieben Freunde. Summieren Sie so in Gedanken alles das, was heute in einem Tage von allen Zeitungsschreibern, damit die Zeitungen zustande kommen, gedacht wird auf der ganzen Erde. Bitte, überblicken Sie das. Überblicken Sie diese Summe von Intelligenz, die da aus den Federn herausgekaut wird und aufs Papier kommt, dann gedruckt wird und so weiter. Überblicken Sie das, was da für persönliche Intelligenz durch die Welt flutet!
[ 34 ] Und jetzt gehen Sie um ein paar Jahrhunderte zurück, gehen Sie ins 13. Jahrhundert zurück und überblicken Sie, ob da überhaupt so etwas da ist. Es ist überhaupt gar nicht da. Es ist gar nicht die Rede davon, daß es da ist.
[ 34 ] Und jetzt gehen Sie um ein paar Jahrhunderte zurück, gehen Sie ins 13. Jahrhundert zurück und überblicken Sie, ob da überhaupt so etwas da ist. Es ist überhaupt gar nicht da. Es ist gar nicht die Rede davon, daß es da ist.
[ 35 ] Aber ich möchte Ihnen noch eine andere Aufgabe geben. Stellen Sie sich so in Gedanken vor — es ist heute Sonntag, es ist besondere Gelegenheit dazu —, wie viele Versammlungen vom Westen bis zum Osten über politische Angelegenheiten, über Europa, wollen wir zunächst nur sagen, abgehalten werden, wieviel da an persönlicher Intelligenz hinflutet in die Atmosphäre der Erde. Stellen Sie sich das 13. Jahrhundert vor: da ist man ohne das ausgekommen, ohne Zeitungen, ohne diese Versammlungen; das alles war nicht da. Sie haben förmlich, wenn Sie sich ins 13. Jahrhundert versetzen, hinschauend über die Welt, einen ganz freien Blick. Da gibt es keine Zeitungsredaktionen, da sind keine politischen Versammlungen. Das alles ist nicht da, Sie schauen frei durch.
[ 35 ] Aber ich möchte Ihnen noch eine andere Aufgabe geben. Stellen Sie sich so in Gedanken vor — es ist heute Sonntag, es ist besondere Gelegenheit dazu —, wie viele Versammlungen vom Westen bis zum Osten über politische Angelegenheiten, über Europa, wollen wir zunächst nur sagen, abgehalten werden, wieviel da an persönlicher Intelligenz hinflutet in die Atmosphäre der Erde. Stellen Sie sich das 13. Jahrhundert vor: da ist man ohne das ausgekommen, ohne Zeitungen, ohne diese Versammlungen; das alles war nicht da. Sie haben förmlich, wenn Sie sich ins 13. Jahrhundert versetzen, hinschauend über die Welt, einen ganz freien Blick. Da gibt es keine Zeitungsredaktionen, da sind keine politischen Versammlungen. Das alles ist nicht da, Sie schauen frei durch.
[ 36 ] Heute schauen Sie hin, überall fluten die persönlichen Intelligenzwellen auf. Die sind da. Sie können gar nicht durch, es ist eine Luft zum Schneiden, im Geistigen. Gerade so, wie in manchen Sälen, wo jeder aus seiner Pfeife oder Zigarre heraus dampft, die Luft zum Schneiden ist, so ist es da im Geistigen mit der Luft.
[ 36 ] Heute schauen Sie hin, überall fluten die persönlichen Intelligenzwellen auf. Die sind da. Sie können gar nicht durch, es ist eine Luft zum Schneiden, im Geistigen. Gerade so, wie in manchen Sälen, wo jeder aus seiner Pfeife oder Zigarre heraus dampft, die Luft zum Schneiden ist, so ist es da im Geistigen mit der Luft.
[ 37 ] Solche Unterschiede muß man ins Auge fassen, wenn man die Aufeinanderfolge der Epochen irgendwie beurteilen will. Wenn Sie Geschichtsschreiber lesen wie den Ranke, so merken Sie gar nichts davon, daß es so ist; aber das sind die realen Tatsachen.
[ 37 ] Solche Unterschiede muß man ins Auge fassen, wenn man die Aufeinanderfolge der Epochen irgendwie beurteilen will. Wenn Sie Geschichtsschreiber lesen wie den Ranke, so merken Sie gar nichts davon, daß es so ist; aber das sind die realen Tatsachen.
[ 38 ] Aber all das, was da hereingezogen ist, was ist es denn? Alles das ist geistige Nahrung für die ahrimanischen Mächte. Die haben zunächst die Möglichkeit, gerade auf dieses Gebiet sich zu schlagen. Daher sind immer mächtiger und mächtiger geworden die Möglichkeiten des Eingreifens des Ahriman in die Zivilisation. Solche Geister wie Ahriman sind natürlich nicht dazu da, um im physischen Leibe sich auf der Erde zu verkörpern, aber sie können doch auf Erden wirken; sie können auf der Erde dadurch wirken, daß sie sich zwar nicht inkarnieren, aber inkorporieren nämlich für gewisse Zeiten. Dann, wenn das eintritt, wovon ich gesprochen habe — Trübung des Bewußtseins bei diesem oder jenem Menschen oder Ablenkung des Bewußtseins nur für Zeiten —, bildet der Mensch eine Hülle: Ahriman hat die Möglichkeit, zwar nicht sich zu inkarnieren, aber sich zu inkorporieren, zu wirken mit den Fähigkeiten des Menschen aus dem Menschen heraus.
[ 38 ] Aber all das, was da hereingezogen ist, was ist es denn? Alles das ist geistige Nahrung für die ahrimanischen Mächte. Die haben zunächst die Möglichkeit, gerade auf dieses Gebiet sich zu schlagen. Daher sind immer mächtiger und mächtiger geworden die Möglichkeiten des Eingreifens des Ahriman in die Zivilisation. Solche Geister wie Ahriman sind natürlich nicht dazu da, um im physischen Leibe sich auf der Erde zu verkörpern, aber sie können doch auf Erden wirken; sie können auf der Erde dadurch wirken, daß sie sich zwar nicht inkarnieren, aber inkorporieren nämlich für gewisse Zeiten. Dann, wenn das eintritt, wovon ich gesprochen habe — Trübung des Bewußtseins bei diesem oder jenem Menschen oder Ablenkung des Bewußtseins nur für Zeiten —, bildet der Mensch eine Hülle: Ahriman hat die Möglichkeit, zwar nicht sich zu inkarnieren, aber sich zu inkorporieren, zu wirken mit den Fähigkeiten des Menschen aus dem Menschen heraus.
[ 39 ] Es wird meine Aufgabe sein, gerade über dieses Hereinwirken des Ahrimanischen zu sprechen. Und ich möchte dann zeigen, inwiefern zum Beispiel Ahriman sogar als Schriftsteller aufgetreten ist im Laufe der neueren Zeit, um auf das hinzuweisen, was beobachtet werden muß von denjenigen, die heute Realitäten beobachten wollen.
[ 39 ] Es wird meine Aufgabe sein, gerade über dieses Hereinwirken des Ahrimanischen zu sprechen. Und ich möchte dann zeigen, inwiefern zum Beispiel Ahriman sogar als Schriftsteller aufgetreten ist im Laufe der neueren Zeit, um auf das hinzuweisen, was beobachtet werden muß von denjenigen, die heute Realitäten beobachten wollen.
