Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume V
GA 239
25 May 1924, Paris
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Esoteric Considerations of Karmic Connections V, tr. SOL
Siebenter Vortrag
Seventh Lecture
[ 1 ] Über das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt haben wir gesprochen und dabei gesehen, wie der Mensch aufgenommen wird nach dem Tode von einer außerirdischen Welt, von jener außerirdischen Welt, die uns auf der Erde nur dutch ihre Zeichen erscheint, denn Sterne sind Zeichen einer anderen Welt. Und wenn wir auf diese Zeichen hindeuten, dann kann uns diese Hindeutung sein zugleich diejenige auf geistige Welten, die wir selbst betrachten, wenn wir in dem Dasein zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sind. Und wir haben gesehen, wie der Mensch eintritt in eine Mondensphäre, in eine Merkursphäre, in eine Venussphäre, und sind gestern angekommen bei der Betrachtung der Sonnensphäre. Zugleich habe ich ausgeführt, wie man durch die Initiationserkenntnis ein Wissen erlangen kann von den entsprechenden Welten. Hat man sich die Möglichkeit erworben, hineinzuschauen in die geistige Welt durch diejenigen Methoden, die Sie in meinen Büchern geschildert finden, dann bekommt man zunächst einen Rückblick auf das gesamte Erdenleben. Auf einmal, wie ausgebreitet in einem großen Tableau, liegt es da, und man überschaut es in Zeiträumen, die immer ungefähr sieben Jahre dauern im Rückblick. Wir erblicken unsere erste Kindheit bis zum Zahnwechsel. Wenn wir sie durchschauen, so strahlt uns entgegen das Geheimnis der Mondensphäre. Durchschauen wir dann dasjenige, was zwischen dem Zahnwechsel, dem siebenten Jahre und der Geschlechtsteife liegt, so strahlt uns entgegen das Geheimnis der Merkursphäre. Von dem vierzehnten oder fünfzehnten Jahre bis zum Beginn der Zwanzigerjahre, wenn beim Menschen die Geschlechtsreife eingetreten ist, kommt diejenige Epoche, aus der uns im Rückblicke erscheint das Geheimnis der Venussphäre. Und wenn man schon etwas alt geworden ist und zurückblickt auf die Zeit zwischen dem einundzwanzigsten Jahre ungefähr und dem zweiundvierzigsten Jahre, auf diese Zeit, wo man in der Reife des Menschenlebens steht und noch nicht der Abstieg begonnen hat, — wenn man zurückblickt auf diese Zeit, treten einem die Geheimnisse der Sonnensphäre entgegen. Diese Geheimnisse bestehen ja darinnen, daß in dieser Sphäre, wie ich schon gestern angedeutet habe, keine Naturwirkungen sind. Alles das, was wir hier an Ursachen und Wirkungen in der Natur der Erde wahrnehmen, gibt es in der Sonnensphäre nicht. In der Zeit, die wir betreten, wenn wir die Monden-, Merkur-, Venussphäre absolviert haben und in die Sonnensphäre eintreten, in der Zeit haben wir um uns keine Naturwirkungen, sondern nur moralisch-seelische Wirkungen. Alles dasjenige, was gut ist, hat seine entsprechenden guten Ergebnisse, alles dasjenige, was böse ist, ist längst in der Mondensphäre abgefallen. Die Sonnensphäre ist lautere Güte, strahlende, leuchtende Güte. Kein Böses hat in ihr Platz. Und wir müssen dieses Sonnendasein durchleben, durchleben oftmals als Mensch jahrhundertelang, denn die Zeit ist sozusagen ausgedehnter in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt als hier auf der Erde. Wenn wir diese Sonnensphäre durchleben, dann kommen wir nicht nur in die Gesellschaft derjenigen Seelen, die nun auch vom Erdenleben aus durch die Pforte des Todes gegangen sind, mit uns zugleich die geistige Welt betreten haben, und mit denen wir durch das Karma verbunden waren, sondern wir kommen auch in der Sonnensphäre in das Gebiet der Exusiai, Dynamis, Kyriotetes. Das sind Wesenheiten, die ganz in geistigen Wirkungen leben, Wesenheiten rein geistiger Art. Und dasjenige, was wir als moralische Umwelt in der Sonnensphäre wahrnehmen, gehört zu diesen Wesenheiten so, wie das mineralische, pflanzliche, tierische Reich zu der Wesenheit der Erde gehört.
[ 1 ] We have spoken about life between death and a new birth, and in doing so have seen how, after death, a human being is received by an extraterrestrial world—that extraterrestrial world which appears to us on Earth only through its signs, for stars are signs of another world. And when we point to these signs, this pointing can at the same time be a pointing toward the spiritual worlds that we ourselves behold when we are in the existence between death and a new birth. And we have seen how the human being enters a lunar sphere, a Mercury sphere, a Venus sphere, and yesterday we arrived at the contemplation of the solar sphere. At the same time, I have explained how one can attain knowledge of the corresponding worlds through initiatory insight. Once one has acquired the ability to look into the spiritual world through the methods described in my books, one first receives a retrospective view of one’s entire earthly life. Suddenly, as if spread out in a vast tableau, it lies before us, and we survey it in periods that, in retrospect, each last approximately seven years. We behold our earliest childhood up to the time of the change of teeth. As we look through this period, the mystery of the lunar sphere shines forth upon us. If we then look through the period between the change of teeth, the seventh year, and sexual maturity, the mystery of the Mercury sphere shines forth toward us. From the fourteenth or fifteenth year until the beginning of one’s twenties, when sexual maturity has set in, comes the epoch from which, in retrospect, the mystery of the Venus sphere appears to us. And when one has grown somewhat older and looks back on the period between approximately the twenty-first and the forty-second years—this time when one stands in the maturity of human life and the descent has not yet begun—when one looks back on this period, the mysteries of the solar sphere come into view. These mysteries consist, as I already indicated yesterday, in the fact that there are no natural forces in this sphere. Everything we perceive here as causes and effects in the nature of the Earth does not exist in the solar sphere. In the period we enter—after we have completed the lunar, Mercury, and Venus spheres and enter the solar sphere—we are surrounded not by natural forces, but only by moral and spiritual forces. Everything that is good yields corresponding good results; everything that is evil has long since fallen away in the lunar sphere. The Solar Sphere is pure goodness—radiant, luminous goodness. There is no place for evil within it. And we must live through this Solar existence—often as human beings for centuries on end—for time is, so to speak, more extended in the life between death and a new birth than it is here on Earth. As we live through this solar sphere, we not only enter the company of those souls who have now also passed through the gate of death from their earthly lives, who entered the spiritual world at the same time as we did, and with whom we were connected through karma, but we also enter the realm of the Exusiai, Dynamis, and Kyriotetes within the solar sphere. These are beings who live entirely within spiritual forces—beings of a purely spiritual nature. And what we perceive as the moral environment in the solar sphere belongs to these beings just as the mineral, plant, and animal kingdoms belong to the being of the Earth.
[ 2 ] Wenn man das Leben der Menschenseele in der Sonnensphäre verstehen will, muß man sich klar darüber sein, daß wir hier auf der Erde als Mensch stehen, gewissermaßen räumlich eingeschlossen in unsere Haut. Alles, was innerhalb unserer Haut ist, nennen wir uns selbst. Alles dasjenige, was außer unserer Haut ist, nennen wir die Welt. Und wir blicken von demjenigen, was innerhalb unserer Haut ist, heraus in die Welt. Genau das Umgekehrte ist der Fall im Leben in der Sonnensphäre. Da sind wir in all dem darinnen, was wir hier Welt nennen; da ist der Mond in uns, nicht außer uns, ist Merkur in uns, ja die Sonnensphäre selber mit ihrem ganzen Gebiet ist in uns, nicht außer uns. Und so, wie wir hier im Erdenleben unterscheiden zwischen unserem Körper und unserem Kopf und uns klar sind darüber, daß der Kopf sich absondert als das Erkenntnisorgan von dem übrigen Körper, wenn er arbeiten soll, — so wie wir wissen, daß der Kopf etwas anders geartet sein muß als der übrige Körper, wissen wir während der Sonnensphäre: Wir haben den Weltenorganismus, der uns angehört, als Mondwesen, als Merkurwesen, als Venuswesen, als Sonnenwesen an uns. Aber wir haben etwas Besonderes noch an uns, so wie wir hier im Erdenleben den Kopf haben. Was wir da Besonderes an uns haben, ist Mars, Jupiter, Saturn, ist gewissermaßen unser Kopf im Sonnendasein. Wir können sagen: Im Sonnendasein werden Mond, Merkur, Venus unsere Gliedmaßen, die Sonne selber unser gesamtes rhythmisches System; unser Herz und unsere Lunge, das ist im Leben in der Sonne die Sonnensphäre selber mit allen ihren Wesenheiten. Dagegen dasjenige, was hier das Begreifens-Organ ist, das Vernunftorgan, der Kopf, das ist in der Sonnensphäre dasjenige, was wir als Mars, Jupiter, Saturn finden. So, wie wir hier mit unserem Kopf in seiner untersten Partie, mit dem Munde, sprechen können, so leben wir dadurch, daß wir den Mars in unserem Weltenleibe in uns tragen, durch das Weltenwort. Das tönt durch alle Raumesweiten. Und so, wie wir hier die Gedanken in unserem Kopfe tragen, diese kleinen, irdisch-winzigen Gedanken, so tragen wir die Weltenweisheit in uns durch den Jupiter. Und wie wir hier Erinnerung haben, Gedächtniserlebnisse, so tragen wir im Sonnendasein in uns das Saturndasein, das uns Welterinnerung gibt. Und wie wir hier in unserer Haut leben und hinausschauen, leben wir in unserem Sonnendasein, wie ich es beschrieben habe, und schauen auf die Außenwelt, auf den Menschen. Der Mensch ist in unserer Welt darinnen. Nicht natürlich der Mensch, von dem die irdische Anatomie spricht, sondern etwas, was in sich so groß und gewaltig, so majestätisch ist wie das Weltall mit all seinen Sternen.
[ 2 ] If one wants to understand the life of the human soul in the solar sphere, one must be clear that here on Earth we stand as human beings, spatially enclosed, as it were, within our skin. We call everything that is within our skin “ourselves.” We call everything that is outside our skin “the world.” And we look out into the world from what is inside our skin. Exactly the opposite is true in life within the solar sphere. There, we are within everything that we here call the world; there, the Moon is within us, not outside us; Mercury is within us; indeed, the solar sphere itself, with its entire expanse, is within us, not outside us. And just as we here in earthly life distinguish between our body and our head, and are clear that the head must separate itself as the organ of cognition from the rest of the body when it is to function—just as we know that the head must be of a different nature than the rest of the body—so we know during life in the solar sphere: We have the world organism that belongs to us—as lunar beings, as Mercury beings, as Venus beings, as solar beings—within us. But we also have something special within us, just as we have the head here in earthly life. What we have as this special aspect within us is Mars, Jupiter, and Saturn; they are, so to speak, our head in solar existence. We can say: In solar existence, the Moon, Mercury, and Venus become our limbs, while the Sun itself becomes our entire rhythmic system; our heart and lungs correspond, in life within the Sun, to the solar sphere itself with all its beings. In contrast, what here is the organ of understanding, the organ of reason—the head—is, in the solar sphere, what we find as Mars, Jupiter, and Saturn. Just as we can speak here with the mouth, the lowest part of our head, so do we live through the world-word by carrying Mars within our world-body. This resounds through all the expanses of space. And just as we carry thoughts within our heads here—these small, earthbound, minute thoughts—so do we carry world wisdom within us through Jupiter. And just as we have recollections and memories here, so do we carry within us, in our solar existence, the Saturn existence, which gives us world memory. And just as we live here in our skin and look out into the world, so do we live in our solar existence, as I have described it, and look upon the outer world, upon human beings. The human being is within our world. Not, of course, the human being of whom earthly anatomy speaks, but something that is in itself as vast and mighty, as majestic as the universe with all its stars.
[ 3 ] Wenn wir es vom irdischen Standpunkte erblicken, meine lieben Freunde, dann ist es schon so: Wir haben eigentlich — und es ist für den irdischen Menschen gut, damit er nicht dem Größenwahnsinn verfällt — eine viel zu geringe Meinung von dem, was im Menschen eingeschlossen ist. Im Grunde genommen, wenn wir alle Menschen zusammennehmen auf der Erde, sind sie die Träger aller Hierarchien; diese entfalten ihr Wesen im Menschen. Das, was im Menschen ist, was viel großartiger ist als alle Sternenwelt, alle Sternengänge und -erscheinungen, das ist unsere Außenwelt im Sonnendasein. Und mit den Wesenheiten, die ich genannt habe, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, mit den anderen Wesenheiten, die im Monde leben, mit den Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, mit den Wesen, die auf der Venus leben, mit den Wesen aus der Hierarchie der Archai, mit all den anderen Menschenseelen, mit denen wir karmisch verbunden sind, arbeiten wir aus der Anschauung des menschlichen Leibes heraus unser nächstes Erdendasein aus. Und diese Arbeit im Sonnendasein zur Entstehung des nächsten Erdenmenschen, des nächsten menschlichen Lebens auf der Erde, diese Arbeit, sie ist eine viel großartigere als alles dasjenige, was der Mensch zur Kultur und Zivilisation auf der Erde hervorbringen kann. Dasjenige, was schließlich die Erdzivilisation bietet, ist Menschenwerk. Der Mensch ist nicht nur Menschenwerk; er darf mitarbeiten im Sonnendasein am späteren Erdenleben. Es würde etwas Klägliches herauskommen, wenn der Mensch im Zusammenhang mit anderen Menschenseelen allein an diesem Wunderbau, den er darstellt im Erdenleben, arbeiten würde. Da muß er zusammenarbeiten mit allen höheren Hierarchien. Denn dasjenige, was durch die Mutter des Menschen geboren wird, das ist ja nicht auf der Erde entstanden, nur sozusagen der Schauplatz ist auf der Erde entstanden. In demjenigen, was durch die physische Vererbung gegeben wird, verkörpert sich ein wunderbares Weltengebilde, das in übersinnlichen Welten im Sonnendasein geformt ist.
[ 3 ] When we view it from an earthly perspective, my dear friends, it is indeed true: We actually—and this is good for earthly human beings, so that they do not succumb to megalomania—have far too low an opinion of what is contained within the human being. Essentially, if we take all human beings on Earth together, they are the bearers of all hierarchies; these hierarchies unfold their nature within the human being. That which is within the human being—which is far more magnificent than the entire starry world, all celestial paths and phenomena—is our outer world in the solar existence. And together with the beings I have named—the Exusiai, the Dynamis, Kyriotetes, along with the other beings who dwell on the Moon, the beings from the hierarchy of the Angeloi, the beings who dwell on Venus, the beings from the hierarchy of the Archai, and all the other human souls with whom we are karmically connected—we work out our next earthly existence from the perspective of the human body. And this work in the solar existence toward the creation of the next earthly human being—the next human life on Earth—this work is far more magnificent than anything humanity can produce in terms of culture and civilization on Earth. What Earth civilization ultimately offers is the work of human hands. The human being is not merely the work of human hands; he is permitted to collaborate in the solar existence on his future earthly life. It would be a pitiful outcome if human beings, in connection with other human souls, were to work solely on this marvelous structure that they represent in earthly life. They must cooperate with all the higher hierarchies. For what is born through the mother of the human being did not originate on Earth; only the setting, so to speak, originated on Earth. In what is given through physical heredity, a wondrous cosmic structure is embodied, one that was formed in the supersensible worlds within the solar existence.
[ 4 ] Da muß man schon, wenn man solche Dinge mit dem richtigen Erkenntnisvermögen erfaßt, zur Sonne hinaufschauen und sich sagen: Schön ist schon ihr physisches Strahlen, schön dasjenige, was uns als die Sonnenwärme zur Erde herniederströmt. Aber wenn wir uns durchdringen mit der Erkenntnis dessen, was die Sonne eigentlich ist, so fühlen wir: Da droben, wo der Sonnenball durch die Welt geht, da ist der Schauplatz, in dem die künftigen Generationen von Menschen in ihren geistigen Vorbildern zuerst gestaltet werden; da arbeiten die höheren Hierarchien im Zusammenhang mit den Menschenseelen, die im vorigen Erdenleben auf der Erde waren, zur Bildung der Menschen der Zukunft. Dieser Sonnenball ist eigentlich der geistige Embryo desjenigen, was wir als Erdenleben in der Zukunft erahnen. Und im Grunde genommen ist es die erste Hälfte des Sonnendaseins, die wir so zubringen, daß wir mit den Göttern zusammen so aus dem Sonnendasein heraus unser zukünftiges Erdenmenschenwesen formen.
[ 4 ] When one grasps such things with the proper capacity for insight, one must look up at the sun and say to oneself: Beautiful indeed is its physical radiance; beautiful is that which streams down to us on Earth as the sun’s warmth. But when we imbue ourselves with the knowledge of what the sun actually is, we feel: Up there, where the sun travels through the universe, lies the stage where future generations of human beings are first shaped in their spiritual archetypes; there, the higher hierarchies work in connection with the human souls who were on Earth in their previous earthly lives to form the people of the future. This solar sphere is, in fact, the spiritual embryo of what we foresee as earthly life in the future. And, fundamentally speaking, it is the first half of our solar existence that we spend in such a way that, together with the gods, we shape our future existence as earthly human beings out of this solar existence.
[ 5 ] Wenn wir die halbe Zeit des Daseins zwischen dem Tode und einer neuen Geburt erlebt haben und angekommen sind bei dem, was ich in meinen « Mysterien » die « Mitternachtshöhe » genannt habe, beginnt eine andere Arbeit. Wir haben ja gehört, daß das Sonnendasein lauter Güte ist. Würde nur das, was ich Ihnen beschrieben habe, aus der höheren Weltenweisheit heraus gearbeitet haben, so würden nicht Menschen auf die Erde kommen, sondern engelhafte, götterhafte, gütige Wesen. Aber diese götterhaften, gütigen Wesen hätten nicht Freiheit, es wäre nichts Freies in ihnen. Denn es würde ihrer Natur entsprechen, dem Sonnendasein, aus dem sie entsprungen sind, gemäß, nur das Gute zu tun. Sie hätten keine Wahl zwischen dem Guten und Bösen.
[ 5 ] Once we have lived through half the time of existence between death and a new birth and have arrived at what I have called the “Midnight Height” in my Mysteries, a different work begins. We have heard, after all, that the solar existence is pure goodness. If only what I have described to you had been brought about through the higher wisdom of the worlds, then it would not be human beings who would come to Earth, but angelic, godlike, benevolent beings. But these godlike, benevolent beings would have no freedom; there would be nothing free within them. For it would be in accordance with their nature—the solar existence from which they sprang—to do only good. They would have no choice between good and evil.
[ 6 ] In der zweiten Hälfte des Sonnendaseins wird ein Teil desjenigen, was zur Menschentrealität geworden ist durch die Arbeit des Sonnendaseins, umgeformt, so daß es gewissermaßen zum Bilde verflüchtigt wird. Zunächst wird der Mensch geformt, so daß er in seinem Organismus werden müßte ein bloß gütiges Wesen. Dann aber wird ein Teil desjenigen, was am Menschen geformt wird, in der zweiten Hälfte des Sonnendaseins nicht zu einer Realität gebildet, sondern nur zum Bilde, so daß wir den weiteren Weg im Sonnendasein antreten teilweise als geistige Realität, teilweise als Bild. Aus demjenigen, was geistige Realität ist, wird die Grundlage für unseren Körper im künftigen Erdendasein. In demjenigen, was bloß Bild ist, wird die Grundlage für unser Haupt, für unseren Kopf geschaffen. Weil das bloß Bild ist, kann es sich ausfüllen mit viel dichterer Materie, mit Knochenmaterial. Aber es gliedert sich zugleich ein diesem Teil, der Bild ist, nicht geistige Realität ist, sondern Bild ist, es gliedert sich ein das, was wir hier auf der Erde noch im Nachklang dieses Bildes erleben. Dasjenige, was unser Magen, unsere Leber und so weiter wollen, das erleben wir als Naturnotwendigkeit. Das, was in uns als moralischer Impuls sitzt, erleben wir hier auf der Erde geistig, das, was wir da geistig erleben, was aus unserem Gewissen heraustönt als der moralische Impuls, das bildet sich der Anlage nach in dem, was hier Bild wird, in der Sonnenkeimesanlage des Menschen.
[ 6 ] In the second half of the Sun stage, a part of what has become human reality through the work of the Sun stage is transformed, so that it is, in a sense, sublimated into an image. At first, the human being is formed in such a way that, in terms of his organism, he should become a purely benevolent being. But then, in the second half of the Sun stage, a part of what is formed in the human being is not developed into a reality, but only into an image, so that we embark on the further path of the Sun stage partly as spiritual reality and partly as an image. That which is spiritual reality becomes the foundation for our body in the future Earth stage. In that which is merely an image, the foundation for our head is created. Because it is merely an image, it can be filled with much denser matter—with bone material. But at the same time, integrated into this part—which is an image, not spiritual reality but an image—is what we still experience here on Earth as an echo of this image. What our stomach, our liver, and so on require, we experience as a natural necessity. What resides within us as a moral impulse, we experience spiritually here on Earth; what we experience spiritually there—what resounds from our conscience as the moral impulse—is formed, in its potential, within what becomes an image here, in the human being’s solar germ formation.
[ 7 ] Nun, meine lieben Freunde, die Erde in ihrer Entwickelung, die Entwickelung der Menschheit auf der Erde, sie haben eine Geschichte. Die Kultur, die Zivilisation entwickelt sich durch den Lauf der Geschichte hindurch. Das Sonnenleben, das wir durchlaufen in einer langen Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, hat auch Geschichte. Und das wichtigste Ergebnis in der Erdengeschichte ist das Mysterium von Golgatha, und wir unterscheiden ja in der Erdengeschichte die Geschehnisse, die Tatsachen vor dem Mysterium von Golgatha und nach dem Mysterium von Golgatha. In einer ähnlichen Weise muß man auch im Sonnenleben, das der Mensch durchmacht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, unterscheiden zwischen dem, was vorgegangen ist da, bevor auf der Erde das Ereignis von Golgatha war, und dem, was nachher vor sich gegangen ist. Nur ist die Sache so: Wenn wir das Erdenleben bis zum Ereignis von Golgatha betrachten, dann finden wir, daß auf der Erde nicht die ChristusWesenheit anwesend ist; der Christus wird erwartet auf der Erde, aber er ist noch nicht da, er ist noch in seinem Sonnendasein. Die Initiierten in den Mysterien hatten die Mittel und Wege, um aus ihren Mysterienstätten teilzunehmen an dem Sonnenleben. Wenn sie aufsteigen konnten, die Initiierten, zu einer Erkenntnis außerhalb ihres Leibes, dann gelangten sie außerhalb des Erdenerlebens durch die Initiation zum Christus, denn der Christus war in der Sonne zu finden. Nach dem, was auf der Erde geschehen ist durch das Mysterium von Golgatha, ist der Christus nicht mehr in der Sonne, er hat sich verbunden mit dem Erdendasein. Erst war im Sonnenleben der Christus da, nachher ist er nicht mehr da, gerade entgegengesetzt dem Erdenleben, wo der Christus zuerst nicht da ist und dann da ist. Aber ebenso, wie radikal eingreift der Christus-Impuls in das Erdenleben, so auch in das Sonnenleben. Wie es uns auf der Erde hier ein Ringen kostet, in uns selber das seelische Leben so zu vertiefen, daß wir den Christus erleben können, daß wir innerlich erfüllt werden vom Christus, daß wir durchchristet werden, so ist es während des Sonnenlebens schwierig, den ganzen Menschen seiner Wesenheit nach, so wie ich es vorhin gesagt habe, zu überblicken, zu schauen. Und insbesondere war es in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung, wo auf der Erde allerdings eine instinktive Hellsichtigkeit geherrscht hat, schwierig, nach dem Tode im Sonnenleben den Menschen zu schauen. Daß der Mensch auf der Erde etwas Geistiges in sich schaute, machte es ihm gerade im Sonnenleben schwierig, das Geheimnis des Menschen als Außenwelt zu schauen. Da war es vor dem Mysterium von Golgatha der Christus, der den Menschen im Sonnendasein die Kraft gab, wirklich das Menschenwesen restlos zu schauen. Seit dem Mysterium von Golgatha müssen wir als Menschen auf der Erde jene innere Vertiefung durchmachen, die uns werden kann durch das Betrachten des Mysteriums von Golgatha, durch das Hineinleben in das Mysterium von Golgatha, durch die Anteilnahme an dem Christus-Leben. Wir können auf diese Art und Weise in uns während des Erdendaseins in freiem Bewußtsein jene Kräfte sammeln, die wir mitnehmen können durch den Tod und die uns die Kraft geben können, das Menschenwesen im Sonnendasein zu schauen. Und hat der Christus den Menschen im Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt vor dem Mysterium von Golgatha die Kraft gegeben, den Menschen zu schauen im Sonnendasein, so bereitet er nach dem Mysterium von Golgatha während des Erdenlebens den Menschen vor, damit er im Sonnendasein das ganze, volle Menschenwesen schauen kann. So also lernen wir das Wesen des Christentums auch nur ganz kennen, wenn wir aus dem Erdendasein hinausschauen auf das Sonnendasein. Und wir lernen im Sonnendasein, wie wir gesehen haben, eine erste Hälfte kennen, wo der Mensch zunächst in der Realität gebildet wird, wo er lauter Güte ist. Dann wird das Bildhafte erzeugt, das in das spätere Menschenleben hereinragt, den Menschen freimacht, in dem der Keim des moralischen Erlebens enthalten ist.
[ 7 ] Well, my dear friends, the Earth in its evolution, and the evolution of humanity on Earth—they have a history. Culture and civilization develop throughout the course of history. The solar life that we undergo during the long period between death and a new birth also has a history. And the most important event in Earth’s history is the Mystery of Golgotha; indeed, in Earth’s history we distinguish between the events and facts that occurred before the Mystery of Golgotha and those that occurred after it. In a similar way, one must also distinguish, in the solar life that a human being undergoes between death and a new birth, between what took place there before the event of Golgotha occurred on Earth and what took place afterward. However, the situation is this: When we consider earthly life up to the event of Golgotha, we find that the Christ Being is not present on Earth; Christ is awaited on Earth, but He is not yet there—He is still in His solar existence. The initiates in the Mysteries had the means and ways to participate in the solar life from their mystery sites. When the initiates were able to rise to a state of knowledge beyond their physical bodies, they reached Christ through initiation, beyond the earthly experience, for Christ was to be found in the Sun. Following what took place on Earth through the Mystery of Golgotha, Christ is no longer in the Sun; He has united Himself with earthly existence. At first, Christ was present in the life of the Sun; afterward, He is no longer there—exactly the opposite of earthly life, where Christ is not present at first and then becomes present. But just as radically as the Christ impulse intervenes in earthly life, so too does it intervene in the life of the Sun. Just as it takes a great deal of effort here on Earth to deepen our soul life within ourselves to such an extent that we can experience Christ, that we may be filled inwardly by Christ, that we may be permeated by Christ—so, too, during solar life, it is difficult to survey and perceive the whole human being in terms of his essence, as I mentioned earlier. And in particular, in the early stages of human evolution—when instinctive clairvoyance certainly prevailed on Earth—it was difficult to perceive the human being in the solar life after death. The very fact that human beings on Earth perceived something spiritual within themselves made it difficult for them, precisely in the solar life, to perceive the mystery of the human being as an external world. Before the Mystery of Golgotha, it was Christ who gave human beings in the solar existence the power to truly perceive the human being in its entirety. Since the Mystery of Golgotha, we as human beings on Earth must undergo that inner deepening which can come to us through contemplating the Mystery of Golgotha, through living into the Mystery of Golgotha, and through participating in the life of Christ. In this way, during our earthly existence and in full consciousness, we can gather within ourselves those forces that we can carry with us through death and that can give us the strength to perceive the human being in the solar existence. And just as Christ, before the Mystery of Golgotha, gave human beings the power to perceive the human being in the solar existence during the life between death and a new birth, so too, after the Mystery of Golgotha, does He prepare human beings during their earthly life so that they may perceive the whole, complete human being in the solar existence. Thus, we can only truly come to know the essence of Christianity when we look out from earthly existence toward solar existence. And in the solar existence, as we have seen, we come to know a first half in which the human being is initially formed in reality, where he is pure goodness. Then the imaginal realm is brought into being, which extends into later human life, liberates the human being, and contains the seed of moral experience.
[ 8 ] Wenn wir nun an das herantreten mit der initiierten Wissenschaft, was da an moralischen Anlagen, an Gesundheitskräften im Menschen entsteht, dann sehen wir nichts Richtiges mit unserer Imagination, Inspiration und Intuition, wenn wir nicht uns durchkraften lassen, wenn wit nicht unsere Imagination, Inspiration und Intuition durchkraften lassen von dem, was uns werden kann durch diejenige Sphäre, in die der Mensch nun nach und nach aus dem Sonnendasein heraus gewissermaßen hineinschlüpft, — die Sphäre des Marsdaseins, des Jupiterdaseins, des Saturndaseins. Und wollen wir diese zweite Hälfte des menschlichen Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt im Zusammenhang beurteilen, so müssen wir wiederum in rückschauendem Leben auf gewisse, sieben Jahre dauernde Epochen sehen. Aber um das im Zusammenhang zu überblicken, müssen wir, wie ich schon andeutete, über das dreiundsechzigste Jahr gegangen sein. Wenn wir zurückblicken über den Zeitraum vom zweiundvierzigsten bis neunundvierzigsten Lebensjahre, strahlt uns heraus aus diesem Lebensabschnitt dasjenige, was Marsgeheimnisse sind. Aus dem neunundvierzigsten bis sechsundfünfzigsten Lebensjahr strahlen uns entgegen die Jupitergeheimnisse; und aus dem Zeitraum vom sechsundfünfzigsten bis dreiundsechzigsten Lebensjahr strahlen uns entgegen die Saturngeheimnisse. Wir können einfach durch diesen Rückblick mit dem, was uns da entgegenstrahlt, verstehen, was im Mars vorgeht, was im Jupiter vorgeht, was im Saturn vorgeht für die Vorbereitung des Menschen zu einem neuen Erdendasein. Denn hier, wo der Mensch eintritt, wenn er durch das Sonnendasein durchgegangen ist, zuerst in das Marsdasein, dann ins Jupiterdasein und später ins Saturndasein, da wirken für den Menschen offenbar die Wesenheiten der höheren Hierarchien, die Throne, die Cherubime, die Seraphime, und zwar so, daß mit der Marssphäre die Throne auftreten, mit der Jupitersphäre die Cherubime, mit der Saturnsphäre die Seraphime.
[ 8 ] When we approach, through initiated science, the moral dispositions and health forces that arise within the human being, we cannot perceive anything clearly with our imagination, inspiration, and intuition unless we allow ourselves to be empowered by them—unless we allow our imagination, inspiration, and intuition be empowered by what can become of us through that sphere into which the human being now gradually slips, as it were, out of the solar existence—the sphere of the Martian existence, the Jovian existence, and the Saturnian existence. And if we wish to assess this second half of human life—between death and a new birth—in its proper context, we must again look back in retrospect at certain seven-year epochs. But to grasp this in its full context, we must, as I have already indicated, have passed the age of sixty-three. When we look back over the period from the forty-second to the forty-ninth year of life, what shines out to us from this phase of life are the mysteries of Mars. From the forty-ninth to the fifty-sixth year of life, the mysteries of Jupiter shine out to us; and from the fifty-sixth to the sixty-third year of life, the mysteries of Saturn shine out to us. Simply by looking back at what shines out to us from this period, we can understand what takes place in Mars, what takes place in Jupiter, and what takes place in Saturn in preparation for the human being’s new earthly existence. For here, where the human being enters after passing through the solar existence—first into the Mars existence, then into the Jupiter existence, and later into the Saturn existence—the beings of the higher hierarchies are evidently at work for the human being: the Thrones, the Cherubim, and the Seraphim—in such a way that the Thrones appear in the sphere of Mars, the Cherubim in the sphere of Jupiter, and the Seraphim in the sphere of Saturn.
[ 9 ] Wenn wir nun diese zweite Hälfte des Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durchgehen, dann ist es wiederum in einer gewissen Beziehung umgekehrt, wie es im Erdenleben ist. Hier im Erdenleben stehen wir auf der Erde, schauen hinaus in die Weiten der Sternenwelt, erblicken die Wunderbarkeit der Sternenwelt, lassen sie in ihrer Erhabenheit auf uns wirken. Wenn wir vom Sonnendasein weiterschreiten, uns vorbereitend für das künftige Erdenleben, durch Mars-, Jupiter-, Saturnsphäre, da sind wir, wohin wir blicken, im religiösen Leben. Aber wir blicken gegen die Erde hinunter. Da erscheint uns nicht die Erde in der physischen Weise, wie wir sie hier um uns haben, da erscheint uns — ich möchte sagen, in der Richtung nach der Erde — ein gewaltiges geistiges Leben, das gewoben wird aus den Mars-, Jupiter-, Saturnereignissen, das gewoben wird aus den Taten der Seraphime, Cherubime und Throne. Aber jetzt ist es nicht ganz so wie früher, daß wir alles von der Welt in uns fühlen. Die Exusiai, Kyriotetes, Dynamis haben wir in uns gefühlt; und indem wir nun erleben, hinunterschauend, die Taten der Seraphime, Cherubime und Throne, sehen wir da zunächst außer uns; wir sehen unter uns den übersinnlichen Himmel, denn die rein geistige Welt ist für uns darüber. Wir sehen den übersinnlichen Himmel, wir sehen hinunter in die Mars-, Jupiter- und Saturnsphäre, sehen leben und streben und arbeiten in ihrer Art Throne, Cherubime und Seraphime. Aber was für ein Anblick bietet sich uns, indem wir diese Arbeit sehen? — Da bietet sich uns der Anblick, daß wir erlebend sehen auf übersinnliche Art und Weise unter den Seraphimen, Cherubimen und Thronen dasjenige, was die Erfüllung unseres Karma im nächsten Erdenleben sein wird, was wir erleben werden als Mensch durch andere Menschen, weil wir in gewisser Weise ein Karma angesponnen haben mit ihnen; das erleben wir zuerst durch Göttertaten unter Seraphimen, Cherubimen und Thronen. Die machen untereinander aus, was wir im nächsten Erdendasein als Erfüllung unseres Karma erleben. Die Götter sind wirklich die Schöpfer des Menschen; aber auch unser Karma schaffen sie. Daß Götter die karmische Erfüllung zunächst im Himmelsbilde erleben, das macht auf uns den Eindruck, der sich einprägt, indem wir unser Dasein weiterführen. Unser Karma, wie es sich erfüllen wird, wir nehmen es auf uns, weil wir es zuerst in Göttertaten der Seraphime, Cherubime und Throne erblicken. So erleben wir in diesem Anblicke dasjenige, was über uns kommen wird im nächsten Erdenleben, ausgeführt durch Götter.
[ 9 ] When we now go through this second half of life between death and a new birth, it is, in a certain sense, the reverse of what it is like in earthly life. Here in earthly life, we stand on Earth, gaze out into the vastness of the starry world, behold the wonder of the starry world, and allow its grandeur to work upon us. As we move on from the solar stage, preparing for our future earthly life, through the spheres of Mars, Jupiter, and Saturn, we find ourselves—wherever we look—in a state of religious life. But we look down toward the Earth. There, the Earth does not appear to us in the physical way we experience it here around us; rather, there appears to us—I would say, in the direction of the Earth—a mighty spiritual life, woven from the events of Mars, Jupiter, and Saturn, woven from the deeds of the Seraphim, Cherubim, and Thrones. But now it is not quite as it was before, when we felt everything from the world within us. We felt the Exusiai, Kyriotetes, and Dynamis within us; and as we now experience, looking down, the deeds of the Seraphim, Cherubim, and Thrones, we first see outside of ourselves; we see the supersensible heaven beneath us, for the purely spiritual world lies above us. We see the supersensible heaven; we look down into the spheres of Mars, Jupiter, and Saturn, and see Thrones, Cherubim, and Seraphim living, striving, and working in their own way. But what a sight presents itself to us as we observe this work! — We are presented with the sight of experiencing, in a supersensible way, among the Seraphim, Cherubim, and Thrones, that which will be the fulfillment of our karma in our next earthly life—what we will experience as human beings through other human beings, because in a certain sense we have woven a karmic bond with them; we experience this first through the deeds of the gods among the Seraphim, Cherubim, and Thrones. They work it out among themselves—what we will experience in our next earthly life as the fulfillment of our karma. The gods are truly the creators of humankind; but they also create our karma. The fact that the gods first experience the fulfillment of karma in the heavenly realm makes an impression on us that remains etched in our minds as we continue our existence. We take upon ourselves our karma—as it will be fulfilled—because we first behold it in the divine deeds of the seraphim, cherubim, and thrones. Thus, in this vision, we experience what will come upon us in our next earthly life, carried out by the gods.
[ 10 ] Sie sehen daraus, daß durch die Initiationswissenschaft die Erkenntnis des Karma zu gewinnen ist, wenn man verfolgt das Menschenleben in der zweiten Hälfte des Durchganges vom Tode zu einer neuen Geburt und in der Lage ist, zu entziffern dasjenige, was durch 'Throne, Cherubime und Seraphime geschieht in der Mars-, Jupiter-, Saturnsphäre. Und derjenige, der gelernt hat zurückzublicken auf sein Leben vom zweiundvierzigsten bis zum neunundvierzigsten Lebensjahre im Geiste, dem bietet sich auch die Möglichkeit, eben in die Marsgeheimnisse, in das Marsgeschehen einzudringen, gewissermaßen zu sehen, was da vorgeht — hauptsächlich zwischen den Thronen, aber im ganzen zwischen Thronen, Seraphimen und Cherubimen —, wenn der Mensch durch diese Sphäre durchgeht. Hier im Erdenleben allein läßt sich das Karma eines Menschen, wie es sich auswirkt, nicht beurteilen. Man muß zu Hilfe nehmen die übersinnliche Welt. Und wenn man Karmastudien machen will, muß man hinblicken gerade auf den Teil der Welt, den der Mensch durchmacht zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in der Mars-, Jupiter-, Saturnsphäre. Nun ist es da so, daß für gewisse Menschen maßgebend wird für das nächste Erdenleben gerade dasjenige, was sich in der Marssphäre abspielt.
[ 10 ] You can see from this that through the science of initiation, knowledge of karma can be gained if one traces human life during the second half of the passage from death to a new birth and is able to decipher what takes place through the “Thrones, Cherubim, and Seraphim” in the spheres of Mars, Jupiter, and Saturn. And the one who has learned to look back in spirit on his life from the age of forty-two to forty-nine is also given the opportunity to penetrate the mysteries of Mars, the events on Mars, and, so to speak, to see what is happening there—mainly among the Thrones, but generally among the Thrones, Seraphim and Cherubim—as the human being passes through this sphere. Here in earthly life alone, one cannot judge a person’s karma as it unfolds. One must turn to the supersensible world for help. And if one wishes to study karma, one must look specifically at that part of the world which a person passes through between death and a new birth in the spheres of Mars, Jupiter, and Saturn. Now it is the case that for certain people, what takes place in the sphere of Mars is precisely what determines their next earthly life.
[ 11 ] Sie schauen hin zwischen dem Tod und einer neuen Geburt auf die Marssphäre und sehen, was sich abspielt. Da ist es vorzugsweise dasjenige, was ich nennen möchte das «Weltenwort». Alles ist Wort. Die Wesen des Mars, sie sind nur Wortwesen, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf. Wenn Sie sich vorstellen: der Mensch besteht aus Fleisch und Blut, er spricht, er bringt dadurch die Luft in Bewegung. Indem die Luftwellen an unser Ohr anschlagen, hören wir, die Töne verkörpern sich in Luftwellen. So sind die Marswesen aus solchen Wellen gebildet, ihr ganzes Wesen besteht in Worten. Indem man hört mit dem Geiste, erlebt man diese Wesenheiten. Wenn man zurückblickt in seinem späteren Leben nach dem Lebensabschnitt vom zweiundvierzigsten bis zum neunundvierzigsten Lebensjahre, wenn diese Sphäre diejenige ist, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt auf den Menschen am stärksten wirkt, wenn da hauptsächlich sein Karma ausgearbeitet wird, dann hängt das, was er auf der Erde erleben wird, sehr stark mit dem Marsdasein zusammen, er schaut aus dem jenseitigen Leben durch die Marssphäre in der maßgebenden Zeit hinunter; er bildet sich ein Erdenleben aus, das mit dem Marsdasein eben durchaus sehr stark zusammenhängt. Nehmen wir ein Beispiel. Nehmen wir einen Menschen, der gelebt hat in der Zeit, als die Araber unter dem Impuls Mohammeds, von Asien heraus, von Nordafrika nach Europa kriegerisch geströmt sind und die spanischen Reiche bedroht haben und die maurische und arabische Herrschaft aufgerichtet haben. Nehmen wir einen Menschen, der in dieser Zeit vor der Ausbreitung der Araberherrschaft in Afrika nach der Sitte der damaligen Zeit Erkenntniswissenschaft gelernt hat. Solch einen gab es; er hat aufgenommen innerhalb Nordafrikas — nicht ganz so, aber in ähnlicher Weise, wie Sie es historisch wissen von dem heiligen Augustinus — die nordafrikanische Wissenschaft. Ich meine jetzt nicht den heiligen Augustinus, sondern eine andere Persönlichkeit, die später nordafrikanische Wissenschaft etwas verschieden aufgenommen hat, maurisch-arabisch gefärbt. Diese Persönlichkeit ist dann nach Spanien, nach dem heutigen Spanien herübergekommen, hat da eine Art von Umwandlung in seinem Bekenntnisse durchgemacht, hat sich mehr einer christlichen Anschauung zugewendet und durcheinandergebracht arabische Anschauungen, die sie früher aufgenommen hatte, und christliche Anschauungen, die sie aufgenommen hat. Es kam dann in diese Persönlichkeit etwas schon von dem hinein, was eine Art kabbalistischer Wissenschaft war, noch nicht dasjenige, was man gewöhnlich Kabbalistik nennt, aber schon Ansätze zur kabbalistischen Denkweise kamen in diese Persönlichkeit hinein. So hatte diese Persönlichkeit viele Zweifel, innere Zweifel in sich aufgenommen und innere Unsicherheit und starb auch in dieser Unsicherheit. Es war eine männliche Persönlichkeit, die verhältnismäßig kurz darnach später im Mittelalter, vor der Mitte des Mittelalters, als Frau wiedergeboren wurde, wo sich das Ganze dann, was das Leben an Zweifeln angehäuft hatte in dieser Persönlichkeit, tiefer in die Natur derselben hineingelebt hat. Und diese Persönlichkeit erschien dann später wieder, erschien so wieder, daß sie, teilweise schon vorher, teilweise in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, von dem Frauenleben wieder zu einem männlichen Leben so durchgegangen ist, daß sie vorzugsweise ihr Schicksal für das nächste Erdenleben geprägt hat durch die Marssphäre und dadurch verwandt wurde für das nächste Leben mit all dem, was auf der Erde lebt und webt als scharfes Verstandesurteil — Verstandesurteil, das vielfach einen begrifflich-kriegerischen Charakter hatte. Es entsteht aus der Persönlichkeit, die ich da in zwei Inkarnationen charakterisiert habe, dann Voltaire.
[ 11 ] They gaze upon the sphere of Mars, caught between death and a new birth, and observe what is taking place. There, it is primarily what I would like to call the “Word of the Worlds.” Everything is Word. The beings of Mars are, if I may use the expression, merely beings of the Word. Imagine this: a human being consists of flesh and blood; he speaks, thereby setting the air in motion. As the sound waves strike our ears, we hear them; the sounds take form in sound waves. In the same way, the beings of Mars are formed from such waves; their entire being consists of words. By listening with the spirit, one experiences these beings. When one looks back in later life on the period from the age of forty-two to forty-nine—when this sphere exerts its strongest influence on a person between death and a new birth, and when one’s karma is primarily worked out—then what one will experience on Earth is very closely connected to one’s existence on Mars; for from the life beyond, during that decisive period, they look down through the sphere of Mars; they form a vision of an earthly life that is indeed very closely connected to their existence on Mars. Let us take an example. Let us take a person who lived at a time when the Arabs, under the impetus of Muhammad, streamed out from Asia in a warlike manner from North Africa to Europe, threatening the Spanish kingdoms and establishing Moorish and Arab rule. Let us take a person who, during this period before the spread of Arab rule in Africa, studied the science of knowledge according to the customs of the time. Such a person existed; within North Africa, he absorbed—not quite in the same way, but in a similar manner to what you know historically of St. Augustine—North African scholarship. I am not referring here to St. Augustine, but to another figure who later absorbed North African scholarship in a somewhat different way, one colored by Moorish-Arabic influences. This figure then traveled to Spain—to what is now Spain—where he underwent a sort of transformation in his beliefs, turning more toward a Christian worldview and intermingling the Arab concepts he had previously absorbed with the Christian concepts he had come to embrace. Something of what was already a form of Kabbalistic scholarship then entered this individual—not yet what is commonly called Kabbalah, but the first stirrings of Kabbalistic thought had already taken root within this individual. Thus, this individual harbored many doubts, internal doubts, and inner uncertainty, and died in this state of uncertainty. It was a male personality who, relatively soon afterward in the Middle Ages—before the middle of the Middle Ages—was reborn as a woman, where everything that life had accumulated in terms of doubts within this personality became more deeply ingrained in the very nature of that personality. And this personality then reappeared later, reappearing in such a way that—partly already beforehand, partly during the life between death and a new birth— transitioned from a woman’s life back to a man’s life in such a way that she primarily shaped her destiny for her next earthly life through the sphere of Mars and was thereby connected in her next life to all that lives and weaves on Earth as sharp intellectual judgment—intellectual judgment that often had a conceptual and warlike character. It is from the personality I have characterized here across two incarnations that Voltaire then emerged.
[ 12 ] Sie sehen, wie sich in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durch den Zusammenhang des Menschen mit dem, was hinter den Sternen lebt, das Erdenleben formt. Wir lernen überhaupt das Erdenleben nur kennen in seinem geschichtlichen Verlauf, wenn wir hinschauen können auf den Zusammenhang eines Menschenlebens mit anderen Erdenleben desselben Menschen.
[ 12 ] You can see how, in the life between death and a new birth, earthly life takes shape through the connection between the human being and that which lives beyond the stars. We can only truly come to know earthly life in its historical course when we are able to look at the connection between one human life and the other earthly lives of the same person.
[ 13 ] Wodurch kommen denn die Dinge, die als Ursache und Wirkungen in früheren Epochen der geschichtlichen Entwickelungen vorhanden sind, herüber in die neue Epoche? — Die Menschen selber tragen sie herüber. Sie alle, die Sie hier sitzen, haben das, was Sie erleben in der gegenwärtigen Zivilisationsepoche, herübergetragen aus Ihrem Erleben in früheren Epochen. Die Menschen selber bilden die Geschichte. Aber wir verstehen dieses Bilden der Geschichte nur, wenn wir hinschauen können und nicht bloß abstrakt schwätzen, sondern konkret hinschauen können auf dasjenige, was mit den Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt geschieht.
[ 13 ] How, then, do the things that existed as causes and effects in earlier epochs of historical development carry over into the new epoch? — Human beings themselves carry them over. All of you sitting here have carried over into the present epoch of civilization what you are experiencing, from your experiences in earlier epochs. Human beings themselves shape history. But we can only understand this shaping of history if we are able to look closely—not merely engage in abstract chatter, but look concretely at what happens to human beings between death and a new birth.
[ 14 ] Von besonderer Bedeutung für das Verständnis des menschlichen Erdenlebens wird, wenn man jene karmische Entwickelung betrachtet, die sich abspielt dann, wenn der Mensch aus seinen früheren Erdenleben die besondere Bedingung mitbringt, daß er sich im Saturndasein die Hauptimpulse seines Karma schafft. Menschen, die im Marsdasein sich die Hauptimpulse ihres Karma schaffen, werden so wie Voltaire. Sie hängen stark mit all ihren Gedanken zusammen mit dem Erdenleben, kritisieren es, bekämpfen es und so weiter, und finden es wohl auch so, daß sie es — bei Voltaire ist es genial — in Sentenzen zusammenfassen. Anders steht die Sache, wenn das Karma hauptsächlich durch die Saturnimpulse gebildet ist. Diese Saturnimpulse, sie sind eigentlich von einer ganz besonderen Wirkung auf den Menschen. Schon die Anschauung der Saturngeheimnisse, die man überblickt, wenn man zurückschaut auf sein irdisches Leben zwischen dem sechsundfünfzigsten und dreiundsechzigsten Lebensjahr, schon der Anblick der Saturngeheimnisse hat etwas in vieler Beziehung stark Bedrückendes, Erschütterndes; es ist in einer gewissen Weise fremd dem irdischen Leben. Und wer durch die Initiationswissenschaft im Laufe der Jahre zwischen dem sechsundfünfzigsten und dreiundsechzigsten Lebensjahre allmählich erlebt, wie die Saturngeheimnisse sich ihm enthüllen, der erlebt dies dramatisch sich steigernd, erschütternder und erschütternder, allerdings auch solches, das in steigendem Maße immer schwieriger und schwieriger zu erleben wird, weil es das Leben angreift. Aber man möchte sagen: Die ganze wunderbare Bedeutung vom Menschen kann man ihrem Zusammenhange nach entdecken, wenn man hineinschaut, wie sich in dieser Sphäre Karma bildet. — Auch hierüber ein Beispiel; dabei muß ich allerdings eines voraussagen.
[ 14 ] Of particular importance for understanding human life on Earth is the karmic development that takes place when a person brings with them from their previous Earth lives the specific condition that they create the main impulses of their karma during their Saturn existence. People who create the main impulses of their karma during the Mars phase become like Voltaire. They are strongly connected in all their thoughts to earthly life, criticizing it, fighting against it, and so on, and they likely also find that they can—as Voltaire does so brilliantly—summarize it in aphorisms. The situation is different when karma is formed primarily through Saturn impulses. These Saturn impulses actually have a very special effect on human beings. Even the mere contemplation of the mysteries of Saturn—which one surveys when looking back on one’s earthly life between the ages of fifty-six and sixty-three—even the sight of these mysteries has, in many respects, something deeply oppressive and unsettling about it; in a certain sense, it is alien to earthly life. And whoever, through the science of initiation, gradually experiences over the course of the years between the ages of fifty-six and sixty-three how the mysteries of Saturn are revealed to them, experiences this as dramatically intensifying, becoming more and more shattering—though it is also something that becomes increasingly difficult to experience because it strikes at the very core of life. But one might say: The whole wondrous significance of the human being can be discovered in its context by looking into how karma is formed in this sphere. — Here, too, is an example; though I must, of course, foreshadow one thing.
[ 15 ] Es könnte unter Ihnen allen, meine lieben Freunde, eine Frage auftauchen, die ganz berechtigt wäre, die Frage, die sich stützte auf die Behauptung, die auch ich oftmals mache in Büchern und Vorträgen, daß es in alten Zeiten große Eingeweihte gegeben hat, die unter den Menschen gelebt haben. Sie können fragen: Wo sind die in der Gegenwart, in der späteren Zeit? — Und wahrscheinlich, wenn Sie in der Gegenwart herumblicken: von vielen Menschen, die in der Gegenwart wirken, werden Sie nicht behaupten, daß sie den Charakter von Eingeweihten tragen, und schließlich ist das schon seit langem der Fall. So muß man die Frage aufwerfen: Wo sind die Eingeweihten in deren späteren Inkarnationen?
[ 15 ] A question might arise among all of you, my dear friends, one that would be entirely justified—the question based on the assertion that I, too, often make in books and lectures: that in ancient times there were great initiates who lived among humanity. You may ask: Where are they in the present, in later times? — And probably, if you look around at the present: of the many people active today, you would not claim that they possess the character of initiates, and after all, this has long been the case. So one must ask the question: Where are the initiates in their later incarnations?
[ 16 ] Derjenige, der in einer früheren Inkarnation auch nach außen hin mit vollem Bewußtsein als Eingeweihter dastand, muß es in einer folgenden Inkarnation nicht wieder werden. Es kann die Initiation im Unterbewußtsein bleiben. Der Mensch muß eben denjenigen Körper benutzen, den ihm irgendein Zeitalter geben kann. Die heutigen Körper sind für die spirituelle Wissenschaft nicht sehr geeignet, sie sind ein fortwährendes Hindernis, weil sie aus einer materialistisch veranlagten Zeitepoche herauskommen, und erst recht ist unsere Erziehung von der Kindheit an ein Hindernis. Wenn man in sie hineinwächst und war vorher ein Eingeweihter in alten Zeiten, kann man nicht wiederum dasjenige, was von der Einweihung blieb für diese Inkarnation, nach außen hin ausleben. Man lernt schreiben, aber in der gegenwärtigen Schrift läßt sich nicht ausdrücken, was ehemals Eingeweihtenwissenschaft war. Und so in anderen Verhältnissen des Lebens. Und so ist es, daß ja in der Tat Eingeweihte früherer Epochen in anderer Weise groß im Leben auftreten, aber nicht als Eingeweihte. Und manches Leben in der Gegenwart und der unmittelbaren Vergangenheit weist zurück auf frühere Einweihung. Sehen Sie, ich möchte Ihnen ein Beispiel anführen, ein Beispiel einer wirklich in früheren Erdenleben eingeweihten Persönlichkeit. Es war gerade eine Persönlichkeit, die eingeweiht war in die hybernischen Mysterien, die Mysterien Irlands, in der Zeit des ersten christlichen Jahrhunderts, als die alten großen Mysterien Irlands schon im Niedergang waren, aber noch das große Wissen bewahrten. Da lebte eine Persönlichkeit, die in einem höheren Grade eingeweiht war. Nun waren die irischen Mysterien von ganz besonderer Tiefe, nicht von einer intellektuellen Tiefe, sondern von einer allgemein menschlichen Tiefe. Es war zum Beispiel einer der kultischen Eindrücke, die man empfing, dieser: Nachdem man lange vorbereitet war über das Trügerische der Wahrheit auf der Erde, über die Möglichkeit der Zweifel, sollte man im Bilde erleben dasjenige, was nur durch das Bild den großen Eindruck machen kann. Da wurde der Schüler vor zwei Statuen gebracht. Die eine stellt sich dar wie ganz elastisch, aber im Inneren hohl. Sonst war sie von majestätischer Größe, sie machte durch ihre ganze Wirkung einen gewaltigen Eindruck. Der Schüler mußte tasten. Dieses Tasten durchschauerte ihn innerlich furchtbar, den Eindruck des Lebendigen machte die Statue — man grub sich hinein mit dem Finger, zuckte zurück, und gleich stellte sich die Form wieder her. Man bekam den Eindruck von einem Leben, das da war, das sich gleich herstellt, wenn es auch nur ein wenig zerstört wird. Dadurch sollte auf alles dasjenige im Menschen gedeutet werden, was im Menschen sonnenhaft ist.
[ 16 ] Someone who, in a previous incarnation, appeared outwardly as a fully conscious initiate does not necessarily have to become one again in a subsequent incarnation. The initiation may remain in the subconscious. Human beings must simply use whatever body a given age can provide. Today’s bodies are not very well suited to spiritual science; they are a constant obstacle because they stem from a materialistically oriented era, and our upbringing from childhood onward is an even greater obstacle. If one grows up in this environment and was previously an initiate in ancient times, one cannot once again live out outwardly what remained of the initiation for this incarnation. One learns to write, but what was once the science of the initiates cannot be expressed in the current form of writing. And so it is in other aspects of life. And so it is that, in fact, initiates of earlier epochs do indeed make a great impact in life in other ways, but not as initiates. And many lives in the present and the immediate past point back to earlier initiation. You see, I would like to give you an example—an example of a personality who was truly initiated in earlier earthly lives. It was precisely a person who had been initiated into the Hibernian Mysteries—the mysteries of Ireland—during the first century of the Christian era, when the ancient great mysteries of Ireland were already in decline but still preserved the great knowledge. There lived a person who had been initiated to a higher degree. Now, the Irish Mysteries were of a very special depth—not an intellectual depth, but a depth that was universal to humanity. For example, one of the ritual impressions one received was this: After having been prepared at length regarding the deceptive nature of truth on Earth and the possibility of doubt, one was to experience through imagery that which can make a profound impression only through imagery. The student was then brought before two statues. One appeared to be completely elastic, yet hollow inside. It was of majestic size and made a powerful impression through its entire presence. The student was required to touch it. This act of touching sent a terrible shiver through him; the statue gave the impression of being alive—one would dig into it with a finger, pull back, and immediately the form would restore itself. One got the impression of a life that was there, one that immediately restores itself even if it is destroyed only slightly. This was meant to symbolize everything in the human being that is sun-like.
[ 17 ] Die andere Statue, sie war mehr plastisch. Wiederum tastete man da. Der dadurch entstandene Eindruck blieb. Erst, wenn man am nächsten Tage wieder hingeführt wurde, war inzwischen in der Nacht alles wieder hergestellt worden. Solche Kultverrichtungen bewirkten eine Umwandlung des inneren Lebens. Und so hatte einen tiefen Eindruck eine Persönlichkeit in diesen irischen Mysterien empfangen, die dazumal auch als männliche Persönlichkeit lebte. Sie werden begreifen, meine lieben Freunde, daß, wenn man heute Inkarnationsbeispiele anführt, man leicht auf männliche Inkarnationen stößt, weil in früheten Epochen fast ausschließlich die Männer eine Rolle gespielt haben. Die weiblichen Inkarnationen liegen dazwischen. Heute, wo die Frau beginnt, die große Rolle zu spielen in der geschichtlichen Entwickelung, heute bereitet sich die Zeit vor, wo man in intensiver Weise wird zu sprechen kommen auf weibliche Inkarnationen.
[ 17 ] The other statue was more three-dimensional. Once again, people felt their way around it. The impression this created lingered. Only when one was led back there the next day did one find that everything had been restored during the night. Such ritual practices brought about a transformation of inner life. And so a personality—who at that time also lived as a male—had received a deep impression from these Irish mysteries. You will understand, my dear friends, that when examples of incarnations are cited today, one easily encounters male incarnations, because in earlier epochs it was almost exclusively men who played a role. The female incarnations lie in between. Today, as women begin to play a major role in historical development, the time is approaching when we will speak more intensively about female incarnations.
[ 18 ] Nun finden wir eine Persönlichkeit, auf welche die kultischen Einweihungszeremonien der hybernischen Mysterien einen ungeheutren Eindruck machten, sie großartig berührten im Inneren, und man kann sagen, sie wurde durch dasjenige, was sie erlebte, erfüllt von solchen inneren Eindrücken, daß sie eigentlich mit der ganzen Seele die Erde ganz vergaß. Nachdem sie auch ein Frauendasein erlebt hatte, in dem sich nur in der allgemeinen Seelenverfassung etwas zeigte von früheren Einweihungsimpulsen, kam sie im neunzehnten Jahrhundert wiederum auf die Erde als eine bedeutende Persönlichkeit des neunzehnten Jahrhunderts, aber eine solche Persönlichkeit, die die Folgen ihres Karma in der Saturnsphäre durchmachte, in jener Sphäre, wo man lebt zwischen Wesen, die im Grunde genommen keine Gegenwart haben. Das ist das ungeheuer Erschütternde, wenn man die Saturnsphäre hellsichtig schaut, in dem Sinne, wie ich das auseinandergesetzt habe, daß in der Saturnsphäre Wesenheiten leben, die eigentlich keine Gegenwart haben, sondern nur auf ihre Vergangenheit zurückblicken. Was sie tun, geschieht unbewußt, und eine Handlung, die sie tun, kommt erst zum Bewußtsein, wenn sie geschehen ist, eingeschrieben ist in das Weltenkarma. Die Bekanntschaft mit diesen Wesen, die ihre Vergangenheit wie einen geistigen Kometenschweif nachziehen, wirkt erschütternd. Zu diesen Wesenheiten trug diese Persönlichkeit, die einmal eingeweiht war, hinausgewachsen war über das irdische Dasein, zu diesen Wesenheiten, die keinen Anteil nehmen an der Gegenwatt, trug diese Persönlichkeit ihre Seele, bildete ihr Karma aus. Es ist da wirklich so, wie wenn in einer großartigen, majestätischen Weise all dasjenige, was noch dazu als ein Eingeweihtendasein erlebt worden ist, wie wenn es beleuchtete weithin die ganze Vergangenheit der menschlichen Erdenleben. Da lebt sich das ein wie eine Befruchtung dieser Vergangenheit, was durch die hybernische Einweihung erlebt wurde. Als nun diese Persönlichkeit auf der Erde erschien, da waren es nunmehr Zukunftsimpulse durch den Kontrast, in dem sich die Seele jetzt auf der Erde entwickeln mußte. Als diese Seele — unmittelbar beim Hinuntergang auf die Erde aus der Satutnsphäre, ganz hingerichtet den Blick auf die Vergangenheit in einer Weise, daß die Vergangenheit erhellt war von dem Eingeweihtenlicht — dann hinunterstieg auf die Erde, bildet sie den Kontrast aus: fest auf der Erde stehend, aber in die Zukunft schauend, gewichtige, sich überspannende Ideen, Impulse und Empfindungen auslebend! Es wird aus diesem hybernischen Eingeweihten Victor Hugo. — Wir sehen eigentlich einen Menschen erst dann recht, wenn wir ihn im Zusammenhang ansehen in seiner Entwickelung auch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wir sehen ihn mit seinen moralischen, religiösen, ethischen Qualitäten, wenn wir ihn so anschauen. Nicht ärmer wird eine Persönlichkeit dadurch, daß wir sie durchleuchten mit Geisteslicht, sondern reicher.
[ 18 ] Now we encounter a personality upon whom the ritual initiation ceremonies of the Hybernian Mysteries made an immense impression, deeply moving her inner being; and one might say that she was so filled with the inner impressions of what she experienced that she actually forgot the Earth entirely with her whole soul. After having also lived a life as a woman—in which only a faint trace of earlier initiatory impulses was evident in her general state of soul—she returned to Earth in the nineteenth century as a significant figure of that century, but one who was working through the consequences of her karma in the Saturn sphere—that sphere where one lives among beings who, in essence, have no present existence. This is what is so profoundly unsettling when one views the Saturn sphere clairvoyantly, in the sense that I have explained: that in the Saturn sphere there live beings who actually have no present, but only look back on their past. What they do happens unconsciously, and an action they perform only comes to consciousness after it has taken place and been inscribed in world karma. Encountering these beings, who trail their past behind them like a spiritual comet’s tail, is deeply unsettling. To these beings—this personality, who had once been initiated and had transcended earthly existence—to these beings who take no part in the present moment, this personality carried its soul and shaped its karma. It is truly as if, in a magnificent, majestic way, everything that had been experienced as an initiated existence were to illuminate the entire past of human earthly lives from afar. What was experienced through the Hyberian initiation is absorbed into that past like a fertilizing influence. When this personality then appeared on Earth, the contrast in which the soul now had to develop on Earth gave rise to impulses for the future. When this soul—immediately upon descending to Earth from the sphere of Saturn, with its gaze fully fixed on the past in such a way that the past was illuminated by the light of initiation—then descended to Earth, it embodied the contrast: standing firmly on Earth, yet looking toward the future, living out weighty, far-reaching ideas, impulses, and feelings! From this Hyperian initiate emerges Victor Hugo. — We truly see a person only when we view them in context, within their development, including the period between death and a new birth. We see them with their moral, religious, and ethical qualities when we look at them in this way. A personality is not diminished by being illuminated with the light of the spirit, but rather enriched.
[ 19 ] Wie versteht man durch solche Beispiele, die wirklich mit aller Exaktheit herausgeholt sind durch Geisteswissenschaft aus der Entwickelung der Menschheit, wie versteht man das Leben des Menschen, das Zusammenwirken der Welt mit den Menschen? Wie versteht man zum Beispiel durch ein drittes Beispiel manches, was sonst rätselhaft sein könnte für denjenigen, der unbefangen auf die Sache hinschaut? Wie versteht man durch einen karmischen Zusammenhang in diesen Fällen etwas, was ganz merkwürdig, was sonst unbegreiflich erscheint?
[ 19 ] How can one understand, through such examples—which have truly been extracted with the utmost precision by spiritual science from the evolution of humanity—how can one understand human life and the interaction between the world and human beings? For example, how does a third example help us understand certain things that might otherwise seem puzzling to someone looking at the matter with an open mind? How does a karmic connection in these cases help us understand something that seems quite strange—or otherwise incomprehensible?
[ 20 ] Da sehen wir hin auch auf eine Art Mysterien, aber ganz verfallene Mysterien. Die Mysterien, die einstmals eine große Rolle in Amerika gespielt haben, aber die in die Dekadenz gekommen sind, so daß die Vorstellungen, die sich gebildet haben von dem Kulte, und die Verrichtung der Kulte selber durchaus kindlich, möchte ich sagen, geworden waren gegenüber dem Großartigen, was früher vorhanden war. Es zeigt sich selbst in dem Abergläubischen, Zauberischen, Magischen dieser Mysterien vor der Entdeckung Amerikas, also doch vor nicht sehr langer Zeit, noch etwas von der Kraft, von der suggestiven Kraft dieser alten Mysterien. Da lebte wiederum eine Persönlichkeit darinnen, von der ich sprechen will, die innerhalb dieser Mysterien nicht nur Vorstellungen, sondern Eindrücke bekam von solchen Wesenskräften, die etwa dort bezeichnet werden als Taotel, Quitzalkaotel, Tetzquatlipoka, Wesenheiten, die allerdings einen starken, aber ich möchte sagen unreinlichen Eindruck auf den Menschen machen. Es ist vielfach die Eigenart von verfallenen Mysterien, daß sie einen unreinlichen Eindruck mit Bezug auf das Ethische machen. Ich sehe diese Persönlichkeit später als Mann wiedergeboren, durchdrungen im Unterbewußtsein stark von demjenigen, was an suggestiver Kraft von solchen Mysterien ausgehen kann. Da sehen wir diese Persönlichkeit wiedergeboren als Eliphas Levi und in ihm aufleben einfach mit den abstrakten, rationalistischen, rein äußerlichen Begriffen dasjenige, was eigentlich verfallenes Mysterienwesen ist. Sofort wird ein Licht geworfen auf eine sonst rätselhafte Erscheinung, die etwas von Großartigkeit hat in ihren Schriften, aber auch etwas von dem, was ganz inkohärent die menschliche Seele macht, sogar in gewisser Beziehung dumm und dumpf macht.
[ 20 ] Here, too, we see a kind of mystery, but one that has fallen into complete decay. The mysteries that once played a major role in America, but which have fallen into decadence, so that the ideas that had formed about the cults, and the performance of the cults themselves, had become—I would say—quite childish compared to the grandeur that once existed. Even in the superstitious, enchanting, and magical aspects of these mysteries prior to the discovery of America—that is, not very long ago—there is still a trace of the power, of the suggestive power, of these ancient mysteries. There lived, however, a figure within this context—of whom I wish to speak—who, within these mysteries, received not only ideas but also impressions of such spiritual forces as are referred to there as Taotel, Quetzalcoatl, and Tetzcatlipoca—entities that certainly make a strong, though I would say impure, impression on people. It is often a characteristic of decayed mysteries that they make an impure impression with regard to ethics. I see this individual later reborn as a man, his subconscious deeply permeated by the suggestive power that can emanate from such mysteries. There we see this individual reborn as Eliphas Levi, and within him revives—simply through abstract, rationalistic, and purely external concepts—that which is in fact a decayed mystery entity. This immediately sheds light on an otherwise enigmatic figure whose writings possess a certain grandeur, but also contain elements that render the human soul entirely incoherent—and, in a certain sense, even foolish and dull.
[ 21 ] Überall, wo wir hinblicken, klärt sich uns das Leben durch die Zusammenhänge auf, auf die nicht in abstrakter, sondern in konkreter Weise Anthroposophie hinweisen muß. Aber können Sie sich nun vorstellen, meine lieben Freunde, daß Sie echte Schilderungen desjenigen, was jenseits des Erdenlebens liegt, entgegennehmen, ohne aus diesen Schilderungen innere Bewegung Ihres Gemütes, innere Durchwärmung und Durchleuchtung Ihrer Seele zu empfangen? Schaut sich nicht das Menschenleben nach Geburt und Tod anders an, ja fühlt es sich nicht anders, wenn man diese Schilderungen aus dem übersinnlichen Leben wirklich mit aller inneren Kraft auf die Seele wirken läßt? — Da schaut man hin und weiß: Man ist heruntergestiegen aus einer Welt, die zu beschreiben ist; wir tragen hinein in die physische Welt dasjenige, was unter Göttern gelebt hat. — Das nur theoretisch zu begreifen, ist nicht das Wesentliche. Aber sich als Mensch so zu fühlen: hinuntergestiegen zu sein aus solcher Sphäre, die so beschrieben werden kann, das bedeutet, daß wir uns als Mensch in unserem sinnlich-physischen Leibe auf der Erde verantwortlich fühlen dafür, daß wir würdig werden dessen, was mit uns heruntergestiegen ist. Wird so die Erkenntnis innerer Willensimpuls, würdig zu werden unserem Seelenleben vor dem Hinunterstieg durch die Geburt, dann wird dasjenige, was in der Anthroposophie gelehrt wird, zum unmittelbar Moralischen. Dieses Durchkraften der moralischen Impulse, das ist ein wesentlicher Aspekt der Anthroposophie. Ich glaube, er dürfte auch aus der Art der Beschreibung dieser drei Vorträge hervorgetreten sein.
[ 21 ] Wherever we look, life becomes clear to us through the connections that anthroposophy must point out—not in an abstract way, but in a concrete one. But can you imagine, my dear friends, receiving genuine descriptions of what lies beyond earthly life without these descriptions stirring your hearts, warming your souls, and illuminating your inner being? Doesn’t human life look different—and indeed feel different—after birth and death when one truly allows these descriptions of the supersensible life to take effect upon the soul with all one’s inner strength? — Then one looks and knows: One has descended from a world that can be described; we carry into the physical world that which has lived among the gods. — To grasp this merely theoretically is not the essential point. But to feel, as a human being, that we have descended from such a sphere—one that can be described in this way—means that we, as human beings in our sensory-physical bodies on Earth, feel responsible for becoming worthy of that which has descended with us. If this insight becomes an inner impulse of the will—to become worthy of our soul life prior to our descent through birth—then what is taught in anthroposophy becomes directly moral. This living out of moral impulses is an essential aspect of anthroposophy. I believe this may also have emerged from the nature of the description in these three lectures.
[ 22 ] Blicken wir nach dem anderen Aspekt, dem Aspekt des Todes, der das physische Erdenleben schließt. Er setzt an die Stelle, wo der Mensch gelebt hat, das Nichts. Schildern wir aber dasjenige, was wir schildern konnten aus der übersinnlichen Welt, dann steigt hinter dem Nichts die geistige Götterwelt auf, und der Mensch erlangt das Bewußtsein: er wird die Kraft haben, da, wo das Nichts seines physischen Leibes sich hingelegt hat, die Arbeit zu beginnen für einen neuen physischen Leib. Das gibt den kräftigen religiösen Impuls und das gibt den realen religiösen Impuls. So, meine lieben Freunde, entspringt aus Anthroposophie ein Bild des Weltlebens, des Menschenlebens. So erkraften sich aus Anthroposophie moralische und religiöse Ideale. Von diesem Inhalte der Anthroposophie wollte ich Ihnen einiges sprechen in den drei kurzen Vorträgen, die ich vor Ihnen halten konnte.
[ 22 ] Let us now turn to the other aspect—the aspect of death, which brings physical life on Earth to a close. It replaces the place where a person lived with nothingness. But when we describe what we have been able to describe from the supersensible world, then the spiritual world of the gods rises up behind that nothingness, and the human being gains the awareness that they will have the power to begin the work of creating a new physical body in the very place where the nothingness of their physical body has come to rest. This provides the powerful religious impulse—and this provides the genuine religious impulse. Thus, my dear friends, a picture of world life and human life springs from anthroposophy. Thus, moral and religious ideals arise from anthroposophy. I wanted to speak to you a little about this content of anthroposophy in the three short lectures I was able to give before you.
[ 23 ] Ich möchte diese Vorträge damit schließen, daß ich aufmerksam mache auf dasjenige, was auch unter uns selbst als lebendige Anthroposophie da sein muß, als wesenhafte Anthroposophie, daß, wenn wir auseinandergehen räumlich, wir im Geiste beieinander bleiben. Unsere Gedanken werden sich finden, und wir gehen eigentlich in Wirklichkeit nicht auseinander. Weil wir Verständnis uns erwerben durch Anthroposophie, durch die Betrachtung des Übersinnlichen, wissen wir, daß diejenigen Persönlichkeiten, die Anthroposophie zusammengeführt hat, immer im Geiste und in der Seele zusammensein können. Deshalb wollen wir diese Zweigvorträge damit schließen, daß wir uns sagen: Wir waren, ich und Sie, eine Weile räumlich zusammen; wir wollen recht stark im Geiste beieinander bleiben! Damit darf ich diese Betrachtungen hiermit vor Ihnen schließen.
[ 23 ] I would like to conclude these lectures by drawing your attention to what must also be present among us as living anthroposophy, as essential anthroposophy—so that even when we part ways physically, we remain united in spirit. Our thoughts will find one another, and in reality we are not actually parting ways. Because we gain understanding through anthroposophy, through the contemplation of the supersensible, we know that those individuals whom anthroposophy has brought together can always remain united in spirit and soul. Therefore, let us conclude these branch lectures by saying to one another: We—you and I—were together physically for a while; let us remain very closely united in spirit! With that, I hereby conclude these reflections before you.
