Initiate Consciousness
True and False Paths of Spiritual Research
GA 243
13 August 1924, Torquay
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True and False Paths in Spiritual Investigation, tr. Parker
3. Form und Substantalität des Mineralischen mit Bezug auf die Bewußtseinszustände des Menschen
3. Form and Substantiality of the Mineral Kingdom in Relation to the Levels of Consciousness in Man
Das Wesen der kristallisierten Mineralien
Not translated
[ 1 ] Ich versuchte gestern zu zeigen, wie das innere Erleben der Seele ist, wenn der Mensch sich erhebt durch Trainierung, durch Übung der Seele zu anderen Bewußtseinszuständen, und ich versuchte zu zeigen, wie das, was man im gewöhnlichen Bewußtsein nur als die chaotischen, ungeordneten Erlebnisse des Traumes kennt, die während des Schlafzustandes auftreten, verwandelt werden kann in vollbewußte, exakte Wacherlebnisse, wie man dadurch zu einem Bewußtseinszustand kommt, der gewissermaßen der dem gewöhnlichen Bewußtsein nächstliegende ist, indem man zum Beispiel die Tierwelt erst in ihrer Totalität wahrnimmt, wie sie hinaufreicht in eine höhere, in eine Seelenwelt, in eine Astralwelt. Und ich versuchte dann, zu zeigen, wie der Pflanzenteppich der Erde in seiner Totalität erscheint, wenn man mit einem weiteren Bewußtseinszustande, der ausgeht von dem vollständig wachen, aber gegenüber der Sinneswelt, gegenüber der physischen Welt leeren Bewußtsein, wenn man mit diesem Bewußtseinszustand sich zu der Sternenwelt erhebt und innerhalb der Sternenwelt erst kennenlernt die Wahrheit über den Pflanzenteppich der Erde; wenn man dann einsieht, wie dasjenige, was wir als die aus der Erde hervorsprossenden Pflanzen schauen, ein Spiegelbild ist von Majestätischem, Großartigem, das uns äußerlich in der Sternenwelt nur entgegenglänzt wie etwa auf der Erde die Tauperlen an den Pflanzen. Ich möchte sagen, was da in den Weiten des Weltenraumes himmelwärts ausgedehnt ist, gewinnt Wesenhaftigkeit, gewinnt Gestalt, gewinnt Farben, gewinnt sogar Tönendes, wenn wir uns in dieser Weise mit dem leeren Bewußtsein zu ihm erheben. Dann können wir zurückschauen auf die Erde und erblicken eben die Wahrheit über die Pflanzenwelt, daß sie ein Spiegelbild ist eines kosmischen Wesens, eines kosmischen Geschehens und so weiter.
[ 1 ] Yesterday I attempted to give some idea of the inner experiences of the soul when, through spiritual training and meditation, man develops higher levels of consciousness. At the same time I indicated that the chaotic, uncoordinated experiences of dream life during sleep, typical of normal consciousness, can be transformed into the fully conscious, concrete experiences of waking life. We can thus attain a level of consciousness which, to some extent, is sequential to normal consciousness. We then perceive, for example, the animal kingdom in its totality which is in touch with a higher world of soul, the astral plane. Then I tried to show how the plant-cover appears in its totality when, in full waking consciousness that is divested of sensory impressions, we attain to the world of stars with this second level of consciousness and there for the first time learn the truth about the plant-cover of the Earth. We then realize that the plants we see growing out of the Earth are a reflected image of that majesty and grandeur which sparkle out amongst the world of stars like the dewdrops upon the plants. Indeed, the firmament and all that therein is, takes on substantial reality, form, colour and even resonance when we apprehend it with this higher consciousness that is divested of sensory impressions. Then we can look back upon the Earth and perceive that the world of plants in reality is a reflected image of cosmic beings, of cosmic deeds.
[ 2 ] Nun haben wir im Anschauen der Sternenwelt auf der einen Seite, der Pflanzenwelt auf der anderen Seite eine Eigentümlichkeit zu beobachten. Und, meine verehrten Anwesenden, ich möchte diese Dinge nun ganz aus der inneren Erfahrung heraus schildern, wie sie sich einfach ergeben. Meiner Schilderung werden keinerlei literarische oder sonstige Traditionen zugrunde liegen, wird nichts Traditionelles zugrunde liegen, sondern ich werde die Dinge zunächst so schildern, wie sie sich der unmittelbaren, spirituellen Erfahrung und Forschung ergeben. Und da möchte ich auf eine Eigentümlichkeit zunächst aufmerksam machen, die sich demjenigen ergibt, der so, wie ich es geschildert habe, in die Dinge hineinsieht.
[ 2 ] I should like to draw your attention to a peculiar phenomenon when we observe the world of stars on the one hand and the world of plants on the other. I should like to describe these things entirely from the point of view of inner experience, exactly as they occur, as they are revealed to direct spiritual experience and investigation. My description will not be supported by any tradition, literary or otherwise. But first of all I should like to point out a peculiarity that is familiar to anyone who explores the spiritual in the way I have described.
[ 3 ] Wenn wir uns das graphisch darstellen (siehe Zeichnung S. 52), da haben wir die Sternenwelt (oben), da haben wir die Erdenwelt. Wir stehen ja immer, wenn wir beobachten, an einem gewissen Punkte, den wir unseren Gesichtspunkt nennen können. Und mit dem zweiten Bewußtsein, von dem ich gesprochen habe, mit dem Bewußtsein, das Sterne und Pflanzenwelt so zusammenschaut, wie ich es geschildert habe, nehme ich deutlich wahr, wie da oben die wahrhaften Gebilde sind, wie sich diese spiegeln, aber nicht wie gewöhnliche Spiegelbilder, sondern wie die realen Pflanzen sind, die die Spiegelung durch den Spiegel Erde ergeben. So ist der Anblick. Man kann diesen Anblick so schildern, daß man sagt: Da oben das kosmische Leben, da unten die Erde als Spiegel. — Und natürlich nicht wie tote, wesenlose, schattenhafte Spiegelbilder, sondern wie eine reale Spiegelung, durch die Erde bewirkt, kommen diese Pflanzen herauf. Man hat aber immer das Gefühl, da muß unten die Erde sein, da muß ein Spiegel sein, damit das, was im Kosmos ist, aus der Erde heraussprießen kann. Ohne die Erde, auf der wir stehen, auf der wir gehen, wären keine Pflanzen da. So wie ein Spiegel, wenn wir davor stehen, dem Lichte Widerstand entgegensetzt, wie Resistenz da sein muß, denn sonst erblicken wir den Spiegel nicht, so muß die Erde da sein als das Spiegelnde, damit die Pflanzen entstehen.
[ 3 ] Let us visualize the following picture: above us is the world of stars, below is the Earth. The point from which we start our enquiry we call our point of observation. At the second level of consciousness, a consciousness that sees the world of the stars and of plants in the manner already described, we are able to confirm that the archetypal forms are present in the Cosmos, that they are mirrored in the Earth, not as reflected images but in the form of living plants. These plants do not appear as lifeless, unreal, nebulous images, but as concrete reflections created by the Earth. One feels that the Earth must be there to act as a mirror, so that the plant-beings in the Cosmos can spring up out of this terrestrial mirror. Without the solid Earth there could be no plants. And just as a mirror intercepts the light and acts as resistance—for otherwise it could not reflect—so the Earth must act as a reflecting medium in order that the plants may come into being.
[ 4 ] Nun können wir aber weitergehen, indem wir von dem zweiten Bewußtsein, das ich gestern geschildert habe, von der wachen Leerheit des Bewußtseins dazu übergehen, daß wir entwickeln eine Kraft der Seele, die gewöhnlich nicht als eine Erkenntniskraft geschätzt wird: die Kraft der Liebe zu allen Dingen, zu allen Wesen. Und wenn wir uns ganz mit dieser Kraft durchdringen, nachdem wir hinausgekommen sind in diese ganz andersartige Welt, die uns den Kosmos nicht mehr sternenhell, sondern wesenoffenbarend zeigt, nachdem wir hinausgekommen sind, ich möchte sagen, in diesen spirituellen Ozean des Weltenalls, wenn wir dann uns dasjenige bewahren können, was wir ja auf Erden als eine Gabe unserer geistig-seelisch-physischen Organisation haben, wenn wir uns bewahren können und ins Unermeßliche ausdehnen können die Kraft der Liebe, des Hingebens zu allen Wesen, dann bilden wir auch unsere Erkenntniskraft immer mehr und mehr aus. Und dann erlangen wir die Fähigkeit, nun nicht bloß das tierische, das pflanzliche Reich exakt clairvoyant zu überblicken, sondern dann erblicken wir auch das mineralische Reich, und zwar zunächst jenes mineralische Reich, das seiner Natur nach den Kristall enthält. Kristalle, mineralische Kristalle, sie werden ein wunderbares Forschungs- und Beobachtungsobjekt für denjenigen, der gerade in die höheren spirituellen Welten eindringen will.
[ 4 ] We can now pursue the matter further. Having developed this second level of consciousness, a waking consciousness independent of sensory impressions, we can take the next step towards the development of an inner strength of soul, of the spirit of love towards all created things and all living beings. The acquisition of these new powers is seldom recognized as a positive force for knowledge. If, after entering into this realm that is so differently constituted, where the Cosmos no longer appears bright with stars but is the abode of spiritual beings, this power of love fills our heart and soul, if, after embarking, so to speak, on the spiritual ocean of the universe, we can preserve our spiritual, psychic and physical identity and extend the infinite power of love and devotion to all beings, then we progressively perfect our insight and understanding. We then develop the capacity to perceive clairvoyantly not only the animal and plant kingdoms, but also the mineral kingdom and especially that part of the mineral kingdom which is crystalline in structure. For those who wish to investigate the higher worlds, mineral crystals offer an excellent field for observation and study.
[ 5 ] Hat man sich durchgearbeitet durch das Anschauen der tierischen, der pflanzlichen Welt, so kann man an die kristallisierte mineralische Welt herankommen. Wiederum fühlt man sich gedrängt, von dem mineralisch Kristallisierten, das einem auf der Erde entgegentritt, den Blick zu erheben zum Weltenall, zum Kosmos. Wiederum schaut man in den Weiten des Kosmos Wesenhaftes, wie man dasjenige schaut, das dem Pflanzendasein zugrunde liegt. Aber die ganze Anschauung ist jetzt eine andere. Man erlebt etwas ganz anderes, wenn man im Schauen von einem kristallisierten Mineral ausgeht, als wenn man im Schauen von der Pflanzenwelt ausgeht. Man erlebt wiederum da draußen im Weltenall Wesenhaftes (Zeichnung auf S. 52: Ranken), man sagt sich wiederum: Was man hier unten im Erdendasein sieht als kristallisiertes Mineral, das ist veranlaßt durch Geistig-Lebendiges, das in den Weiten des Kosmos ist.
[ 5 ] When we are fully acquainted with the animal and plant kingdoms we are then in a position to investigate the mineral-crystal world. As on the previous occasion, we feel impelled to turn our attention from the mineral kingdom on Earth to the contemplation of the Cosmos. And again we find there a living reality, the archetypes akin to those of the plant kingdom. But the picture now presented to us is totally different. We become aware of a living reality in the Cosmos; the mineral-crystal world that we see on Earth is the creation of an active, spiritual principle in the Cosmos. In its progressive descent to the Earth, it is not reflected in the Earth or by means of the Earth. That is the crucial point.
[ 6 ] Aber indem das herunterwirkt (Pfeile von oben), spiegelt es sich nicht auf der Erde oder durch die Erde. Sehen Sie, das ist das Wesentliche. Wenn wir vom Mineral uns erheben in den Kosmos und schauen wiederum zur Erde zurück, dann ist für das Mineralische die Erde kein Spiegel mehr. Es ist so, wie wenn die Erde gar nicht da wäre. Sie entfällt unserem Blicke. Wir können nicht sagen, wie wir es bei der Pflanze sagen können: Da unten ist die Erde, die spiegelt. — Nein, sie spiegelt nicht, sie verhält sich, wie wenn sie gar nicht da wäre. Wenn wir uns konzentriert haben auf ein solches Schauen, das ausgeht von dem kristallisierten Mineral, wenn wir den Blick hinausgewendet haben in die Weltenweiten und wiederum zurückschauen, dann ist unter uns ein beängstigender, ein zunächst beängstigender, furchtbarer Abgrund, ein Nichts. Wir müssen warten. Aber wir müssen Geistesgegenwart haben; das Warten darf nicht lange dauern. Warten wir zu lange, dann wird die Angst riesengroß, weil wir fühlen, wir haben den Boden unter den Füßen verloren. Das ist ein ganz ungewohntes Gefühl, das sich als eine riesengroße Angst äußert, wenn wir nicht Geistesgegenwart haben und aktiv durchdringen dieses Nichts.
[ 6 ] When we raise our consciousness from contemplation of the mineral-crystal kingdom to the Cosmos and look back to Earth again, the Earth no longer acts as a mirror; one has the impression that the Earth has vanished from our sight. We cannot, however, say, as we said of the plants, that the Earth below us reflects the higher beings. On the contrary, the Earth does not act as a reflecting medium; it has seemingly vanished. When we have meditated upon the spiritual vista evoked by the mineral-crystal kingdom, when we direct our spiritual eye from cosmic space to the Earth, we appear to be suspended over a terrifying abyss, over a void. We must remain in a waiting attitude. We must keep a firm hand on ourselves, we must preserve our presence of mind. The period of waiting should not be too prolonged, otherwise our fear is magnified; we are terrified because there is no ground under our feet. This sensation, which is wholly foreign to us, reduces us to a state of panic if we do not preserve our self-control, the necessary presence of mind which enables us to take active steps to see beyond this void.
[ 7 ] Wir müssen durch die Erde durchschauen. Das heißt, sie ist nicht da. Wir müssen weiter schauen, weil sie nicht da ist. Und wir sind genötigt, für die Mineralien jetzt nicht nur das zu schauen, was über uns ist, sondern den ganzen Umkreis zu schauen. Die Erde muß wie weggelöscht sein. Wir müssen unten dasselbe schauen wie oben, westwärts dasselbe wie ostwärts (siehe Zeichnung S. 52).
[ 7 ] For this reason we must look beyond the Earth which is no longer present to our spiritual vision. Then we are obliged to contemplate, not only that aspect of the mineral kingdom which is associated with the Cosmos, but also its relationship to the total environment. The Earth ceases to exist for us. We must see the mineral kingdom as a total whole.
[ 8 ] Und dann kommt uns von der anderen Seite eine Strömung entgegen, die nun von unten heraufkommt, im Gegensatze zu der Strömung, die ja auch bei den Pflanzen vorhanden ist, die von oben herunterkommt. Und wenn wir da hinausschauen und eine Strömung von da kommt, dann kommt eine andere Strömung von der entgegengesetzten Seite. Von allen Seiten her erblicken wir einander begegnende Strömungen des Kosmos. Die treffen zusammen. Die treffen da unter uns zusammen. So daß wir von oben die Strömung für die Pflanzen haben — ich habe sie hier grün gezeichnet, sie geht herunter, die Erde leistet Widerstand, die Pflanze wächst heraus. Wenn wir aber eine Strömung für das mineralische Reich betrachten, haben wir hier eine entgegengesetzte Strömung, und durch das Zusammenkommen bildet sich die Form des Mineralreichs. Hier eine Strömung, hier die entgegengesetzte Strömung; hier wieder eine Strömung, hier die entgegengesetzte Strömung und so fort. Und frei durch die Begegnung dieser aus dem All des Kosmos einander begegnenden Strömungen entsteht das Mineral. Für das kristallisierte Mineral ist die Erde kein Spiegel. Da spiegelt sich nichts in der Erde. Da spiegelt sich alles in seinem eigenen Element.
[ 8 ] We then experience a current of cosmic energy from below, in contrast to the cosmic energy of the plants which streams down from above. We see everywhere currents and counter-currents, converging currents of cosmic energy from all directions. In the case of the plants this stream of cosmic energy flows down from above, the Earth offers resistance and the plants grow up out of the Earth. In the case of the mineral kingdom we are aware that through the free interplay of these currents from the cosmic All, the mineral kingdom is created. In the case of the mineral-crystal kingdom nothing is reflected back from the Earth. Everything is mirrored in its own element.


[ 9 ] Wenn Sie hinschauen auf das Gebirge draußen und einen Quarzkristall finden, so ist er ja gewöhnlich unten aufsitzend; aber da ist er nur gestört durch das Irdische, da greifen ahrimanische Mächte störend ein. In Wirklichkeit wird er so gebildet, daß von allen Seiten das geistige Element zusammenschießt, sich ineinander spiegelt, und frei schwebend im geistigen Weltenall sehen Sie den Quarzkristall. In jedem einzelnen Kristall, der sich vollkommen nach allen Seiten bildet, kann man eine kleine Welt schauen.
[ 9 ] If you discover a quartz crystal in the mountains, it is usually found in a vertical position. Its base is embedded in the rock. This is accounted for by the intervention of terrestrial, Ahrimanic forces which act as a disruptive factor. In reality, the quartz is formed by the pressure of a spiritual element from all sides; there is an interplay of reflecting facets and you see the crystal free in cosmic space. Each single crystal whose every facet is perfectly fashioned, is a little world unto itself.
[ 10 ] Aber nun gibt es ja viele Kristallformen, Würfel, Oktaeder, Tetraeder, Dodekaeder, rhombische, dodekaedrische, monoklinische, triklinische Gestalten, alle möglichen Gestalten gibt es. Wir schauen sie. Wir schauen, wie die Strömungen zusammenkommen, einander treffen. Hier haben wir einen Quarzkristall, ein sechsseitiges Prisma, geschlossen durch sechsseitige Pyramiden; hier haben wir einen Salzkristall, der vielleicht würfelförmig ist; hier einen Pyritkristall, der vielleicht dodekaedrisch ist. Wir schauen das alles. Jeder dieser Kristalle kommt so zustande, wie ich das beschrieben habe, und wir müssen uns sagen: Also gibt es so vielerlei geformte Weltenströmungen, eigentlich so viele Raumeswelten; es gibt nicht eine Welt, es gibt so viele Raumeswelten, als die Erde aus Kristallen zusammengesetzt ist. Wir schauen hinein in eine Unermeßlichkeit von Welten. Wir schauen auf den Salzkristall und sagen uns: Da draußen im Weltenall west Wesenhaftes; der Salzkristall ist uns die Manifestation für etwas, was den ganzen Weltenraum als Wesenhaftes durchdringt, eine Welt für sich. — Wir schauen den Pyritkristall, auch würfelförmig oder dodekaedrisch. Wir sagen uns: Da west im Weltenall etwas, was den ganzen Raum erfüllt; der Kristall ist uns die Ausprägung, die Manifestation einer ganzen Welt. — Auf viele Wesenheiten schauen wir, die je eine Welt in sich schließen. Und hier auf der Erde stehen wir als Mensch und sagen uns: Im Irdischen begegnen sich die Taten vieler Welten. Und indem wir Menschen auf der Erde denken und tun, fließt in unserem Denken und Tun das Denken und Tun der mannigfaltigsten Wesen zusammen. — Wir erblicken in den unermeßlich mannigfaltigen Formen der Kristalle eine Offenbarung einer großen Fülle von Wesenheiten, die sich in mathematisch-räumlicher Gestalt in den Kristallen ausleben. Wir schauen die Götter in den Kristallen an.
[ 10 ] Now there are many types of crystal formation—cubes, octahedrons, tetrahedrons, rhomboids, dodekahedrons, monoklinics, triklinics, every conceivable kind of structure in fact. When we examine them, we note how the currents of cosmic energy converge and interact to form the quartz crystal, a hexagonal prism terminating in a hexagonal pyramid, or a salt crystal possibly in the shape of a cube, or a pyrites crystal in the shape of a dodekahedron. Each of these crystals is formed in the way I have described. And there are as many different cosmic forces, indeed, as many worlds in cosmic space as there are crystals in the Earth. We begin to have insight into an infinitude of worlds. As we look at the salt crystal, we realize that a spiritual principle is active in the universe. The salt crystal is a manifestation of that spiritual reality which permeates the whole universe; it is a world unto itself. Then, from an examination of the dodekahedron, we discover that there exists in the universe something that permeates the world of space; the crystal is the impress, the manifestation of a whole world. We are gazing on countless beings, each of which is a world unto itself. As human beings here on Earth, we conclude that the Earth-sphere is the focal point of the activities of many worlds. In all that we think and do here on Earth are reflected the thoughts and deeds of a wide diversity of beings. The infinite variety of crystal forms reveals the multitude of beings whose activities find consummation in the mathematical-spatial forms of the crystals. In the crystals we recognize the presence of the Gods.
[ 11 ] Das ist noch viel wesentlicher, in Verehrung des Weltenalls, ja in einer Art Anbetung des Weltenalls die wunderbaren Geheimnisse dieses Weltenalls auf die Seele wirken zu lassen, als theoretisch mit dem Kopf irgend etwas zu wissen. Und Anthroposophie sollte führen zu diesem Sich-Erfühlen im Weltenall. Hinzuschauen können soll der Mensch durch Anthroposophie zu jedem einzelnen Kristall das Weben und Walten eines Gottes im Weltenall. Dann erfüllt sich die ganze menschliche Seele mit Welteninhalt, nicht nur der Kopf mit Gedanken. Am wenigsten ist Anthroposophie dazu da, den Kopf mit Gedanken zu erfüllen. Anthroposophie ist dazu da, den ganzen Menschen mit Erleuchtung über das Weltenall, mit Verehrung und Anbetung für das Weltenall zu erfüllen. In alle Gegenstände und in alle Vorgänge der Welt soll einziehen, ich möchte sagen, der innerliche seelische Opferdienst des Menschen. Und dieser Opferdienst soll Erkenntnis werden.
[ 11 ] As an expression of reverence, of adoration even towards the universe, it is far more important to allow the sublime secrets of this universe to possess our souls than to gather theoretical knowledge on a purely intellectual basis. Anthroposophy should lead to this feeling of at-one-ment with the universe. Through Anthroposophy man shall be able to perceive in every crystal the weaving and working of a divine Being. Then cosmic knowledge and understanding begins to flood man's whole soul. The task of Anthroposophy is not to appeal to the intellectual faculty alone, but to enlighten the whole man and show his total involvement in the universe and to inspire him with reverence and devotion towards it. Every object and every event in the world shall be invested with a spirit of selfless service proceeding from the heart and soul of man. And this selfless service will be rewarded by knowledge and understanding.
[ 12 ] Substantialität und Metallität der mineralischen Welt
[ 12 ] Not translated
[ 13 ] Wenn man so dem Raumesall, dem Raumeskosmos gegenübersteht und hineinblickt in dasjenige, was einem aus der kristallisierten mineralischen Welt erdenwärts entgegen sich formt, dann hat man zunächst einen befriedigenden Anblick. Allein der weicht sehr bald dem Wiederauftreten jenes Ängstlichkeitszustandes, jenes Angstzustandes, von dem ich gesprochen habe. Bevor man diese göttergetragene, kristallisierte Welt empfindet, hat man die geschilderte Angst. Sie löscht sich zunächst aus, diese Angst, wenn man diese göttergetragene, kristallisierte Welt schaut. Aber das hört nach einiger Zeit auf, denn man bekommt ein eigentümliches Gefühl, das Gefühl: das alles, was sich da als der Kristall bildet, trägt dich nur zum Teil.
[ 13 ] When we are in contact with the cosmic All and see the emergence of the crystals out of the manifestations of the crystal-mineral kingdom, we feel a sense of satisfaction. But very soon that state of anxiety and fear which I have already mentioned, returns again. Before discovering the divinely ordered world of crystals, we had been filled with fear. When we are aware of that divinely inspired world, this feeling of uncertainty vanishes; but after a time a strange sensation overtakes us and the fear returns, the feeling that the whole process of crystal formation is unsubstantial and provides only partial support.
[ 14 ] Nehmen wir das Beispiel, das ich gewählt habe: einen Salzkristall, den wir schauen, und einen Pyritkristall, einen Metallkristall. Da hat man das Gefühl, wenn man auf den Pyritkristall hinsieht, darauf kannst du bauen, das trägt dich. Wenn man auf den Salzkristall hinsieht, so will es einem scheinen, als ob man durch ihn hindurchfallen könnte, als ob er einen doch nicht trüge. Kurz, dasjenige, was vorher als die große Angst da war, überhaupt zu versinken, weil die Erde ein Nichts geworden ist, das ist jetzt wieder teilweise da gegenüber gewissen Formen. Und namentlich mischt sich in dieses Gefühl, das man nun bekommen hat, ein Moralisches hinein. In diesem Augenblicke, wo man zum zweiten Mal von dieser Angst durchdrungen wird, fühlt man in sich nicht nur alle Sünden, die man in den Lebensläufen begangen hat, sondern auch alle diejenigen, deren man noch fähig sein könnte, die man noch begehen könnte.
[ 14 ] Let us take the example of the two kinds of crystal already mentioned, a salt crystal and a pyrite, a metal crystal. The pyrites gives the impression that it can provide us with solid support, that it is firm and durable. The salt crystal, on the other hand, appears to offer no support; it seems unsubstantial and we feel as if we might fall through it. In brief then: in relation to certain forms, the fear that once possessed us, the fear that we are suspended over an abyss because the Earth has become a void, has not finally been overcome. This sensation of fear has definite moral implications. When we feel a recurrence of this fear, then, at that moment, we become aware, not only of all our past sins, but of those of which we are potentially capable.
[ 15 ] Das alles ist wie Gewichte, die sich einem anhängen, die einen da hineinstürzen wollen in den Schlund, in den Abgrund, der einem aufgetan wird durch die Mineralkristalle, durch die man durchfallen kann. Da muß man dann zu einer weiteren Empfindung kommen können, zu einem weiteren Erlebnis. Zu alledem, was man da durchmacht, gehört Mut, ein Mut, der davon ausgeht, daß man sich sagt: Du hast ja doch in deinem Inneren etwas, was dich weder nach oben, noch nach unten, noch nach rechts, noch nach links fallen macht, du hast den Schwerpunkt deines Wesens in deinem Inneren.
[ 15 ] All this acts upon us like a leaden weight that drags us down and threatens to plunge us into the abyss which the mineral crystals open up before us and which is ready to engulf us. At this point we must be prepared for an additional experience. We realize that the sum of our experiences demands of us courage and we confidently proclaim: I am firmly anchored, I cannot drift from my moorings; the centre of gravity of my own being now lies within myself.
[ 16 ] Oh, meine sehr verehrten Anwesenden, man braucht im Leben niemals mehr Selbstvertrauen, mehr inneren Mut, als in dem Augenblicke, wo sich einem die Bleilast der eigenen Egoismen — denn Egoismen sind immer die Sünden — auf die Seele lastet gegenüber der kristallisierten mineralischen Welt. Das Durchsichtige, das heißt das Durchlässige, durch das man durchfallen kann, wird da schon zu einem furchtbaren Mahner. Und behält man den Mut, sagt man sich: Ein Tropfen des Göttlichen ruht in dir, du kannst nicht versinken, du bist von solcher Wesenheit, die göttlich ist; wird einem das Erlebnis, nicht bloß Theorie, dann bekommt man den Mut, sich jetzt aufrechtzuerhalten und weitergehen zu wollen.
[ 16 ] Never in the whole course of life do we need more confidence, more moral courage than at the moment when, confronted with the crystal world, the leaden weight of egotism—and egotism is always a sin—weighs upon the soul. That transparent void over which we are suspended now holds a terrible warning for us. If we stand firm and remain self-reliant, we can say: a spark of the divine is within me; I cannot perish, for I partake of the divine essence. If this becomes a concrete experience and not mere theoretical belief, then we have the courage to be self-sufficient, to stand on our own feet. We are now ready and determined to press on further.
[ 17 ] Und jetzt lernt man ein anderes kennen an den Mineralien. Vorher hat man das kristallisierte Wesen der Mineralien kennengelernt. Jetzt lernt man ihre Substantialität, ihre Metallität kennen, dasjenige, was sie innerlich als Stoff durchdringt; vorher die Form, jetzt was sie durchdringt als Stoff. Und man kommt darauf, wie man in verschiedener Weise durch gewisse repräsentative Grundmetalle im Weltenall gehalten wird. Man lernt sich jetzt als Mensch in seiner Beziehung zum Kosmos kennen. Und man lernt die einzelnen Metallitäten, die Substantialitäten des mineralischen Wesens kennen. Man lernt wirklich in sich selber jenen Mittelpunkt fühlen, von dem ich jetzt eben gesprochen habe (siehe Zeichnung S. 59).
[ 17 ] We now learn something further about the mineral kingdom. Hitherto we have heard about the crystal being of the minerals. We have already discussed their external form; now we become aware of their composition and structure, their substantiality and metallity. And we discover how certain basic metals in their different ways act as a stabilizing factor. For the first time we begin to understand how man is related to the Cosmos. We learn of the different characteristics of the metals, of the substantiality of the mineral being and we really begin to feel in ourselves that centre of gravity which I have just mentioned.
[ 18 ] Und nun müssen Sie das, was ich sage, obwohl ich es mit Worten aussprechen muß, die Materielles bezeichnen, nicht materiell auffassen. Wenn man sagt: Herz, Kopf — so stellt sich der heutige materialistisch denkende Mensch den physischen Kopf, das physische Herz vor. Aber das ist ja alles zugleich geistig. Das ist ja aus dem Geiste heraus gebildet. Und so bekommt man schon, wenn man den Menschen in seiner Totalität als geistig-seelisch-physisches Wesen nunmehr ganz geistig, ganz spirituell schaut, die deutliche Empfindung, im Herzen ist es zunächst, wo der Schwerkraftpunkt liegt, der einen nicht hinuntersinken, nicht hinauffliegen läßt, nicht nach rechts noch links drängt, sondern der einen hält. Man kommt, wenn man jenen Mut, den ich eben geschildert habe, beibehält, dazu, sich festgehalten im Weltenall zu finden. Was heißt aber: festgehalten im Weltenall sich zu finden?
[ 18 ] In what I am about to say I must perforce use a terminology that describes the material world; it should not be accepted in its literal meaning only. When we speak of the heart or head, the commonsense view conjures up a picture of a physical heart or head. But they are, of course, spiritual in origin. And so when we look at man in his totality, as an entity consisting of body, soul and spirit, we have the clear impression that his centre of gravity lies in the heart. This centre guards him against extremes, prevents him from being the plaything of external circumstances and lends him stability. If we retain that courageous spirit which I have just mentioned, we shall ultimately find ourselves firmly anchored in the universe.
[ 19 ] Nun, wenn man das Bewußtsein verliert, ohnmächtig wird, dann ist man nicht festgehalten. Wenn man ein innerliches starkes Schmerzgefühl hat, so daß man sich stärker innerlich fühlt als im gewöhnlichen Leben — Schmerz ist ja eine Verstärkung des inneren Gefühles —, dann ist man wieder nicht beim gewöhnlichen Bewußtsein. Der Schmerz treibt aus dem gewöhnlichen Bewußtsein heraus. Man hat eine Art mittleren Bewußtseins im gewöhnlichen Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Bei dem muß man sich aufrechterhalten. Wenn dieses Bewußtsein zu dünn wird, wird man ohnmächtig. Wenn es zu dick wird, zu dicht, zuviel in sich selbst bewußt wird, kommt der Schmerz; das Aufgehen ins Nichts in der Ohnmacht, das Zusammengepreßtwerden im Schmerze sind nach beiden Seiten hin die Abirrungen des Bewußtseins. Das gerade hat man jetzt als ein Gefühl gegenüber der kristallisierten mineralischen Welt, wenn man noch nicht die Metallität, die Substantialität hat, das Gefühl, in jedem Augenblicke könnte man in Ohnmacht sinken, hinaus verschwimmen in das Weltenall, oder in Schmerz zusammenbrechen.
[ 19 ] When a person loses consciousness he is not firmly anchored. If he suffers a psychic shock—for under these conditions he is more susceptible to pain than normally and after all, pain is an intensification of inner feeling—then he is not in a normal state of consciousness. Under conditions of pain normal consciousness is expelled. Between birth and death man lives in a kind of intermediate state of consciousness. This may well serve for the normal purposes of daily life. But if this consciousness becomes too weak, too tenuous, he loses consciousness. If it becomes too dense, too concentrated, pain ensues. The loss of consciousness in a state of swoon, and the state of tension under the influence of pain, are polarities which illustrate the aberrations of consciousness. This describes exactly our reactions to the world of mineral crystals before we become aware of their substantiality—on the one hand, the feeling that in a state of swoon we might at any moment be dissolved in the universe, and on the other hand that under the influence of pain we might collapse.
[ 20 ] Da bekommt man eben das Gefühl: In dem, wo physisch die Herzmuskeln liegen, da drängt sich zusammen all das, was uns einen festen Halt gibt. - Und ist man mit dem Bewußtsein so weit gedrungen, wie ich es jetzt geschildert habe, dann nimmt man wahr: alles das, was einen im Erdenbewußtsein, im wachenden Erdenbewußtseiin hält, was dieses Bewußtsein zu einem sogenannten normalen macht, wenn ich dieses häßliche, philiströse Wort «normal» gebrauchen darf, ist das in ungeheurer Feinheit in der Welt ausgebreitete, aber auf kein anderes Organ in solcher Unmittelbarkeit als auf das Herz wirkende Gold, Aurum.
[ 20 ] Then we feel that everything that provides stability is centred in the cardiac region. And if we have developed our consciousness to the level already indicated, we then perceive that everything that sustains our ordinary waking consciousness, all that keeps it ‘normal,’ if I may use this somewhat crude expression, is gold, aurum, which is finely distributed over the Earth and works with greater immediacy upon the heart than upon any other organ.
[ 21 ] Nimmt man also vorher wahr die Formung, die Kristallisation des Mineralischen, so nimmt man jetzt wahr die innere Substantialität, die Metallität. Man fühlt, wie die Metallität wirkt auf den Menschen selber. Draußen sehen wir den Kristall, der das Metallische formt, in Mineralform. Aber in uns wissen wir, daß die Kraft, die im Golde in ungeheuer feiner Dosierung im ganzen Weltenall ausgebreitet ist, unser Herz trägt, und damit das Bewußtsein aufrechterhält, das wir haben, wenn wir im Tagesleben, im gewöhnlichen Tagesleben sind. So daß wir sagen können: Auf das Herz des Menschen wirkt das Gold (siehe Zeichnung S. 59).
[ 21 ] Previously we became acquainted with the formation, the crystallization of minerals. We now become aware of their substantiality, of their metallity. We realize in what manner this metallic nature works upon man himself. Outwardly we see the crystal formations of the metals in the mineral world. But we know inwardly that the forces of gold which are finely distributed over the Earth sustain our heart and maintain the normal consciousness of our daily life. And so we can say, gold works upon the heart centre of man.
[ 22 ] Wir können nun unsere Versuche machen. Wir können lernen, indem wir an das metallische Gold uns so erinnern, wie es ist, auf seine Farbe uns konzentrieren, auf seine Härte, auf seine ganze Substantialität uns konzentrieren und dann diese erlebte innere Erfahrung machen, daß das Gold mit unserem Herzen zu tun hat. Dann können wir es dahin bringen, daß wir durch andere Konzentration, durch Konzentration zum Beispiel auf das Eisen und seine Eigenschaften, darauf kommen, wie das Eisen wirkt. Das Gold wirkt unendlich harmonisierend, ausgleichend auf den inneren Menschen. Er kommt in ein inneres Gleichgewicht durch die Wirkung des Goldes. Konzentrieren wir uns scharf auf das Eisen, nachdem wiir es gut kennengelernt haben, vergessen wir das ganze Weltenall, konzentrieren wir uns bloß auf das Eisen, so daß wir gewissermaßen selber in unserem Seelenleben ganz im Eisen aufgehen, Eisen werden, uns als Eisen erleben, dann fühlen wir, wie wenn unser Bewußtsein aus dem Herzen heraufstiege. Wir fühlen uns noch ganz klar, aber wir fühlen, wie das Bewußtsein aus dem Herzen heraufsteigt und bis zum Halse, zum Kehlkopf dringt. Hat man nun genügend Übungen gemacht, dann schadet aber das nichts. Hat man noch nicht genügend Übungen gemacht, dann kommt eben die leise Ohnmacht. Man lernt diese leise Ohnmacht beim Aufsteigen des Bewußtseins entweder dadurch kennen, daß man wirklich in eine leise Ohnmacht fällt, oder man lernt es dadurch kennen, daß man innere Aktivität, starke Kraft des Bewußtseins entwickelt hat. Dann versetzt man sich nach und nach hinein in dieses Aufsteigen des Bewußtseins, und man kommt an jene Welt heran, auch durch eine solche Methode, wie ich sie eben beschrieben habe, an die Welt, von der ich gestern gesprochen habe, wo man die Tiere mit ihren Gattungsseelen sieht. Jetzt ist man aber in der Astralwelt drinnen dadurch, daß man sich auf die Metallität des Eisens konzentriert hat.
[ 22 ] On the basis of this information we are now in a position to start our investigations. If, taking the metal gold as we know it, we concentrate upon its colour, its hardness and all aspects of its composition and structure and then transform the experience into inner reality, we find that gold is related to the heart. By concentrating on other metals, on iron and its properties, for example, we discover what effect iron has upon us. Gold has a harmonizing influence, it resolves tension and conflict and man is thereby restored to a state of inner equilibrium. If, after becoming familiar with all its aspects, we concentrate intently on iron, forgetting the entire universe and concentrating solely upon the metal itself, so that we become, as it were, inwardly merged with iron, become identified with iron, then we feel as if our consciousness were rising up from the regions of the heart. We are still fully conscious as we follow this consciousness as it ascends from the heart to the larynx. If we have carried out our spiritual exercises adequately, no harm can result; otherwise a slight feeling of faintness overtakes us. As our consciousness ascends we recognize this condition from the fact that we have developed an intense inner activity, a heightened consciousness. Then we gradually transpose ourselves into this ascending consciousness and contact the world where we see the group-soul of the animals. By concentrating on the metallity of iron we have now entered the astral world.
[ 23 ] Geht man auf die Form der Metalle, kommt man zu den Götterwesen. Geht man auf die Metallität, auf die Substantialität, dann kommt man in die astralischen Welten hinein, in die astralische, in die Seelenwelt. Man fühlt das Bewußtsein hier am Hals heraufsteigend (siehe Zeichnung S. 59), kommt in eine andere Sphäre des Bewußtseins hinein, weiß, daß man das der Konzentration auf das Eisen verdankt, hat das Gefühl, man ist jetzt gar nicht mehr derselbe Mensch wie früher. Wenn man vollbewußt, exakt bewußt in diesen Zustand hineinkommt, hat man das Gefühl, man ist nicht mehr derselbe Mensch wie früher, man ist ätherisch geworden. Man ist aus sich heraus aufgestiegen, ätherisch geworden. Die Erde geht weg, interessiert einen nicht mehr. Aber man erhebt sich in die planetarische Sphäre, die sozusagen jetzt der Wohnplatz von einem ist. So kommt man immer mehr und mehr aus sich heraus, in das Weltenall hinein. Der Weg vom Gold zum Eisen ist der Weg ins Weltenall hinaus.
[ 23 ] When we become acquainted with the form of the metals we reach the realm of the higher spiritual beings; when we become acquainted with their substantiality and metallity we enter the astral world, the world of souls. We feel our consciousness rising upward to the larynx and we emerge into a new sphere. We owe this shift of consciousness to our concentration upon iron and we feel that we are no longer the same person as before. If we attain this state in full, clear consciousness, we are sensible of having transcended our former self; we have entered into the etheric world. The Earth has vanished, it no longer holds any interest for us. We have ascended into the planetary spheres which, as it were, have become our abode. Thus we gradually withdraw from the body and become integrated into the universe. The path from gold to iron is the path leading into the universe.
[ 24 ] Man kann weitergehen. Man kann sich jetzt ebenso, wie ich es für Gold und Eisen beschrieben habe, zum Beispiel auf Zinn konzentrieren, ein anderes Metall, wiederum auf die Metallität, auf die Farbe, die es hat, die Konsistenz und so weiter, so daß man mit seinem Bewußtsein ganz Zinn wird. Man fühlt, daß das Bewußtsein noch weiter heraufsteigt. Man fühlt, wenn man unvorbereitet, ohne die nötigen Übungen, als Mensch das durchmacht, wird man sehr stark ohnmächtig, es ist nur noch ein Funke des Bewußtseins da. Und hat man die Übungen durchgemacht, so hält man sich in dieser Ohnmacht drinnen und fühlt im Gegenteil, wie man noch weiter aus seinem Leibe herausschlüpft. Nun schlüpft man weiter heraus. Man fühlt, aufgestiegen ist bis zur Augengegend das Bewußtsein (siehe Zeichnung S. 59). Man fühlt sich in den Weiten des Weltenalls draußen. Man fühlt sich noch aber in den Sternen drinnen. Die Erde fängt aber an, als ein ferner Stern sichtbar zu werden. Und man denkt: Da unten hast du deinen Leib gelassen auf der Erde, du bist jetzt heraufgekommen in den Kosmos, erlebst das Sternenleben mit.
[ 24 ] After gold and iron we next concentrate upon tin, upon its metallity, its colour and substantiality, with the result that our consciousness becomes wholly identified with tin. We feel that our consciousness is now rising to still higher levels. But if we undertake this step without adequate preparation, we suffer a near total swoon, scarcely any sign of consciousness remains. If we have prepared ourselves in advance, we can hold ourselves in this state of diminished consciousness; but we feel that our consciousness is withdrawing still further from the body and ultimately reaches the region between the eyes. Though the vast expanse of the universe encompasses us, we are still within the realm of stars. The Earth, however, begins to appear as a distant star. And we conclude that we have left our body on Earth, that we have ascended into the Cosmos and share the life of the stars.




[ 25 ] Ja, sehen Sie, das, was ich Ihnen da beschreibe, das ist aber nicht so ganz einfach. Denn das, was ich Ihnen beschreibe, was man erfährt, indem man den Initiatenweg durchmacht, so daß man fühlt beim Initiatenweg: dein Bewußtsein ist im Kehlkopf, du hast ein Bewußtsein; es ist im Kehlkopf; daß man fühlt: dein Bewußtsein ist da in den unteren Partien des Kopfes und in der Stirn, daß man das fühlt, das weist nur darauf hin, daß das ja immer im Menschen vorhanden ist.
[ 25 ] All this is by no means as simple as it sounds. What I have described to you, what we experience when we follow the path of Initiation, namely, that consciousness is situated in the larynx, the base of the skull or the forehead, is an indication that all these various states of consciousness are permanently present in man.
[ 26 ] Sie alle, die Sie hier sitzen, haben diese Bewußtseine in sich, Sie wissen es nur nicht. Wie haben Sie sie in sich? Ja, sehen Sie, der Mensch ist eben nicht ein einfaches Wesen. In dem Augenblicke, wo Sie Ihrer ganzen Kehlkopforganisation bewußt würden, wenn Sie Ihr Gehirn wegschmeißen könnten, Ihre Sinne wegschmeißen könnten, nur Ihr Bewußtsein als Mensch im Kehlkopf und dem, was dazugehört, entwickeln würden, dann würden Sie eben dieses leise unterbewußte Ohnmachtsgefühl immer haben. Aber Sie haben es auch. Nur ist es zugedeckt durch das gewöhnliche Herzbewußtsein, durch das Goldbewußtsein. In Ihnen allen sitzt dieses Bewußtsein, das ich eben geschildert habe; ein Teil Ihres Menschen hat es. Ein Teil Ihres Menschen lebt damit in den Sternen draußen, ist gar nicht auf der Erde.
[ 26 ] All of you sitting here have within you these states of consciousness, but you are not aware of it. Why is this so? Now man is a complex being. If, at the moment when you were conscious of the whole laryngeal organization, you could dispense with your brain and sense organs, you would never be free of this slight subconscious feeling of faintness. And in effect this is so; it is simply overlaid by the ordinary heart consciousness, the gold consciousness. It is common to all of you, it is part of your human make-up. A part of you that shares this consciousness is situated in the stars and does not exist on Earth at all.
[ 27 ] Noch weiter im Weltenall draußen lebt das Zinnbewußtsein (Zeichnung: orange). Es ist gar nicht wahr, daß Sie allein hier auf Erden leben. Sie leben auf Erden dadurch, daß Sie ein Herz haben. Das hält Ihnen das Bewußtsein auf der Erde zusammen. Dasjenige, was im Kehlkopf sitzt (Eisen: rot), das lebt draußen im Weltenall. Und noch weiter draußen lebt dasjenige, was über den Augen im Kopfe sitzt (Zinn). Eisen reicht hinauf bis zum Mars. Das Zinn reicht hinauf bis zum Jupiter. Durch das Gold nur sind Sie auf Erden. Sie sind immer im Weltenall; nur das Herzbewußtsein deckt Ihnen das zu.
[ 27 ] The tin consciousness lies further out in the Cosmos. It would be untrue to state that the Earth is your sole habitat. It is the heart that anchors your consciousness to the Earth. That which has its centre in the larynx is out in the Cosmos and, situated still further out, is that which has its centre in the forehead (tin). The iron consciousness embraces the Mars sphere, tin the Jupiter sphere. Only in the gold consciousness do you belong to the Earth. You are always interwoven with the universe, but the heart consciousness conceals this from you.
[ 28 ] Tritt die Konzentration nun ein für Blei oder für ein ähnliches Metall, wiederum für die Substantialität, für die Metallität, dann gehen Sie ganz aus sich heraus. Dann wird Ihnen ganz klar: Da drunten auf der Erde ruht dein physischer, ruht auch dein Ätherleib. Das ist etwas Fremdes. Das ist da unten. Das geht mich jetzt so wenig an wie der Stein, der auf dem Felsen ruht. — Das Bewußtsein ist herausgestiegen aus Ihnen, hier (aus dem oberen Teil des Kopfes: rot). Im Weltenall ist immer eine geringe Dosierung von Blei vorhanden. Dieses Bewußtsein da oben, das ist weit hinausreichend. Und mit dem, was da noch in der Schädeldecke mit diesem Bewußtsein beim Menschen immer vorhanden ist, damit ist er immer in einer vollständigen Ohnmacht.
[ 28 ] If you meditate on lead or some similar metal and again concentrate on its substantiality and metallity, you relinquish the body completely. You are left in no doubt that your physical body and etheric body are left behind on Earth. They appear strange and remote. They concern you as little as the stone concerns the rock on which it rests. Consciousness has left the body through the crown (the sagittal suture) of the head. Wherever we turn, a minute quantity, a tincture of lead is always to be found in the universe. This form of consciousness reaches far out into space; with the consciousness that is centred in the cranium man always remains in a state of complete insensibility.
[ 29 ] Denken Sie an die Illusionen, in denen der Mensch da lebt. Er glaubt, wenn er so an seinem Schreibtisch sitzt, Konten oder Feuilletons schreibt, da denkt er mit seinem Kopfe. Es ist aber gar nicht wahr. Der Kopf ist gar nicht auf der Erde. Er ist nur in seiner äußerlichen Offenbarung auf der Erde. Der Kopf reicht vom Hals in das Weltenall hinaus. Das Weltenall offenbart sich bloß im Kopfe. Dasjenige, was macht auf Erden, daß Sie ein Erdenwesen sind zwischen Geburt und Tod, das ist das Herz. Und wenn einer gute oder schlechte Feuilletons schreibt, Konten, die den anderen übervorteilen oder nicht übervorteilen, so kommt das alles aus dem Herzen. Die besten Gedanken, die Sie haben können, das kommt alles aus dem Herzen. Es ist nur eine Illusion, daß der Mensch mit seinem Kopf auf Erden lebt. Er lebt nicht mit seinem Kopf auf Erden. Der Kopf ist eigentlich fortwährend ohnmächtig. Daher kann er auch in einer so außerordentlichen Weise gerade schmerzvoll werden, wie andere Organe nicht schmerzvoll werden. Ich werde das noch weiter ausführen. So daß, wenn wir daran denken, dahinterzukommen, wie wir sind, uns eigentlich fortwährend geistwärts droht, daß der Kopf ins Weltenall hinaus zersplittert wird, daß das ganze Bewußtsein nach oben auseinandergeht, ins MächtigOhnmächtige zerfällt. Das alles wird durch das Herz zusammengehalten.
[ 29 ] Picture to yourselves the state of illusion in which man habitually lives. When he is sitting at his desk making up his accounts or writing articles he fondly imagines that he is thinking with his head. That is not the reality. It is not the head as such, but its physical aspect, that belongs to the Earth. The head consciousness extends from the larynx upwards far out into the universe. The universe reveals itself solely in the head centre. What determines your human condition between birth and death is the heart centre. Whether you write good or bad articles, whether your accounts may or may not be to your neighbour's disadvantage—this is determined by the heart centre. It is pure illusion to imagine that man's head consciousness is confined to the Earth alone, for, in effect, it is in a permanent state of insensibility. And that is why it is also peculiarly subject to pain from which other organs are free. Let me take this point a little further. When, in our present state, we try to find the reasons for this situation we are continually threatened from the spirit with the annihilation of our intellectual consciousness, with a breakdown of the whole consciousness and a collapse into total insensibility.
[ 30 ] Es lebt der Mensch eigentlich so, daß wir sagen können: Im Kehlkopf (Eisen) entwickelt er das Bewußtsein, das ich Ihnen beschrieben habe als das, was zu dem tierischen Reiche reicht, zu den höheren Gebilden, die dem Tierreich zugrunde liegen. Hier im gewöhnlichen Leben kommt es nur nicht zum Bewußtsein; es ist da, wo der Mensch immer zu den Sternen hinausschaut. Dadrinnen tragen Sie immer das Bewußtsein. Hier oben ist das Bewußtsein der Pflanzengebilde, hier unten sind ihre Spiegelbilder (siehe Zeichnung S. 52). Und ganz oben, wo das Bleibewußstsein sitzt, wo wir hinaufreichen bis zum Saturn, da weiß unser Kopf nichts von dem Feuilleton, das wir schreiben, das schreiben wir mit dem Herzen. Aber der Kopf weiß von alledem, was ich Ihnen heute beschrieben habe, von alledem, was da drauf ist (siehe Zeichnung $. 52). Da kann nun einer sitzen, Irdisches beschreiben — es kommt aus seinem Herzen. Sein Kopf kann sich mittlerweile mit der Art und Weise befassen, wie sich ein Gott offenbart in einem Pyrit, in einem Salzkristall, in einem Quarzkristall.
[ 30 ] Our picture of man is then as follows: in the larynx (iron) man develops the consciousness that reaches to the archetypes of the animal kingdom. It is the consciousness that belongs to the stars, but we are unaware of it in ordinary life. Higher still, in the region of the eyes (tin) is the consciousness of the archetypes of the plant kingdom and below are their reflected images. Crowning all is the centre of the lead consciousness which reaches to the Saturn sphere; our head centre is oblivious of the articles we write, they are the product of the heart centre. But the head is fully aware of the happenings in cosmic space. Our description of terrestrial events and activities proceeds from the heart; the head, meanwhile, can concentrate on the manner in which a divine being manifests himself in a pyrites, in a crystal of salt or of quartz.
[ 31 ] Und wenn nun so das Initiatenbewußtsein auf diese Stühle schaut, so hören Ihre Herzen zu auf dasjenige, was ich sage; aber die drei übereinandergelagerten Bewußtseine, die sind im Kosmos. Da spielen sich Dinge ab, die ganz anderer Natur sind, als es im gewöhnlichen Erdenbewußtsein ist. Da leben vor allen Dingen in dem, was sich da abspielt, was sich immer hinausdehnt, die lebendigen Fäden, die für jeden das Karma spinnt und so weiter.
[ 31 ] When Initiate consciousness surveys the audience present here, it is evident that you are listening to what I am saying with your hearts, whilst your three higher levels of consciousness are out in the Cosmos. The Cosmos is the scene of activities of an order wholly different from those known to ordinary earthly consciousness. In the Cosmos, especially in what is enacted there and radiates far and wide, is woven for all of us the web of our destiny, our karma.
[ 32 ] Sehen Sie, so lernt man allmählich aus dem Weltenall heraus den Menschen kennen. — Nun, wir haben den Menschen kennengelernt, der eigentlich mit der äußeren Welt zusammenhängt, sich auch außen fortwährend zu zersplittern droht, ohnmächtig nach außen wird, vom Herzen zusammengehalten wird.
[ 32 ] Thus we have gradually come to understand man through his relationship with the universe—how fundamentally he is associated with the external world, is continually under the threat of annihilation from without, of reduction to insensibility and is ultimately sustained by the heart.
[ 33 ] Aus dem Raumesbewußtsein in das Zeitbewußtsein
[ 33 ] Not translated
[ 34 ] In einer ganz anderen Richtung bewegen wir uns geistig, wenn wir auf gewisse andere Arten der Metallität unsere Konzentration richten. Geradeso wie wir das tun können mit Eisen, Zinn, Blei, können wir es zum Beispiel auch vollbringen mit dem Kupfer. Wir können uns auf die Metallität des Kupfers konzentrieren, gewissermaßen aufgehen in dem Kupfer, ganz Kupfer werden im Seelenleben, in der Farbe, in der Konsistenz, in jenes eigentümliche oberflächlich Gerilltsein des Kupfers aufgehen, kurz, in alledem, was man seelisch an der Metallität des Kupfers erleben kann. Dann bekommt man nicht das Gefühl eines Überganges in Ohnmacht, sondern etwas Gegenteiliges tritt ein. Man bekommt das Gefühl, man wird innerlich mit etwas ausgefüllt. Man wird innerlich sich mehr fühlbar, als man sonst ist. Man hat förmlich das Gefühl, dieses Kupfer, über das man konzentriert denkt, das erfüllt einen von oben bis nach unten, bis in die Fingerspitzen, überall hin, bis in die Haut hinein. Es erfüllt einen. Es füllt einen mit etwas aus. Und dasjenige, womit es einen ausfüllt, das fühlt man von da ausstrahlend (siehe Zeichnung $. 59, rosa). Es strahlt dann von diesem Mittelpunkt, der unterhalb des Herzens liegt, in den ganzen Körper hinein. Man fühlt so einen zweiten Körper in sich, einen zweiten Menschen. Man fühlt sich innerlich gepreßt. Ein leiser Schmerz beginnt, der sich steigert. Man fühlt alles innerlich gepreßt.
[ 34 ] When we meditate on other kinds of metals our spiritual approach is different. We can follow the same procedure with copper as we have done with iron, tin and lead. When we meditate on the metallic nature of copper, we become, as it were, merged with, one with copper; our whole soul is permeated with copper, with its colour and consistency, its curiously ribbed surface. In brief, we become wholly identified with our psychic response to the metallity of copper. Then we do not experience a gradual transition towards insensibility, but rather the reverse. We have the sensation that something floods our whole inner being; our response grows more sensitive. We have a definite impression that when we meditate on copper it pervades our whole being. It radiates from the centre below the heart and is diffused over the whole body. It is as though we had a second body, a second man within us. We have a sensation of inner pressure. This sets up a slight pain that gradually increases. Everything seems to be in a state of inner tension.
[ 35 ] Aber wiederum mit dem Initiatengefühl durchdringt man das alles, und man fühlt eben einen zweiten Menschen auf diese Weise im Menschen. Und es wird bedeutsam, wenn man gerade mit dem Initiatengefühl nun so erleben kann, daß man sich sagen kann: Mit deinem gewöhnlichen Menschen, den du bekommen hast durch Geburt und Erziehung, mit dem du in der Welt herumgehst, mit dem du schaust durch deine Augen in die Welt, mit dem du hörst, mit dem du fühlst die Dinge, mit diesem Menschen gehst du herum; aber dadurch, daß du trainiert bist, daß du Übungen gemacht hast, dadurch bringst du auch diesen Menschen, diesen zweiten Menschen, der dich jetzt auspreßt, dazu, wahrnehmen zu können. — Er wird zwar ein eigentümlicher Mensch, dieser zweite Mensch. Er hat nicht so abgesonderte Augen und Ohren, er ist gleichsam ganz Auge und Ohr; aber er ist wie ein Sinnesorgan. Er nimmt fein wahr. Und er nimmt eben Dinge wahr, die wir sonst nicht wahrnehmen. Die Welt wird plötzlich bereichert. Und man kann dann wie eine Schlange, die beim Häuten ihre Haut abstößt, für eine gewisse Zeit, die gar nicht lange zu sein braucht, die nach Sekunden dauern mag — man erlebt schon in Sekunden dann sehr viel —, mit diesem zweiten Menschen, der sich da einem, ich möchte sagen, als der Kupfermensch ausgebildet hat, herausgehen aus dem Leibe und sich frei in der Welt geistig bewegen. Er ist trennbar, wenn das auch alles Schmerz macht, wenn der Schmerz sich auch steigert, er ist trennbar vom Leibe.
[ 35 ] When we invest this condition with Initiate consciousness we feel the presence of a second man within us. And this experience has important implications, for we can say to ourselves: the normal self, the legacy of birth and education the instrument through which we apprehend the world, accompanies us through life; but, through training and meditation, we awaken m this second man who now takes over his potentiality for perception. This second man is indeed a remarkable being. He does not possess separate eyes and ears, but is at one and the same time eyes and ears together. He resembles a sense organ with delicate powers of perception; he perceives things that we do not normally perceive. Our world becomes suddenly enriched. Just as a snake can slough its skin, so it is possible for a short time—and much can be experienced in the course of a few seconds—for this second man, the “copper” man, to withdraw from the body and move about freely in the spiritual world. He can be separated from the body, though at the cost of increasing pain.
[ 36 ] Man kann herauskommen. Man kann jetzt, wenn man herauskommt, noch mehr erleben, als wenn man drinnen stecken bleibt. Man kann vor allen Dingen, wenn man es dazu gebracht hat, dieses Herausgehen zu ermöglichen, jemandem, der gestorben ist, in diejenige Welt folgen, in die er nach ein paar Tagen eintritt. Also jemand ist durch die Pforte des Todes gegangen, und alle die Beziehungen, die man als irdischer Mensch zu diesem Menschen gehabt hat, hören auf. Er wird verbrannt oder begraben. Er ist auf der Erde nicht mehr da.
[ 36 ] When we are dissociated from the body we have a wider range of experiences. When we have reached the point when we can relinquish the body, we are then able to follow a person who has passed through the gate of death. In that case all our terrestrial associations with the deceased are now ended. He has been buried or cremated, he has severed his connection with the Earth.
[ 37 ] Wenn man mit diesem zweiten Menschen, den ich eben beschrieben habe, aus dem Leibe herausgeht, so kann man der Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen ist, weiter nachfolgen. Man bleibt mit dieser Seele zusammen. Und man erlebt dann, wie diese Seele in den ersten Jahren und Jahrzehnten, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen ist, das Leben wieder rückwärts durchmacht. Es wird das eine Wahrheit. Man kann das beobachten. Man kann mit dem Toten weiterhin gehen. Man sieht, das, was er in den Tagen vor seinem Sterben hier auf Erden erlebt hat, das erlebt er zurück, das Letzte zuerst, das Vorletzte als zweites und so weiter. Er lebt alles zurück. Bis zu dem Zeitpunkte seiner Geburt lebt er sich zurück in einem Drittel der Lebenszeit. Wenn einer sechzig Jahre alt geworden ist, lebt er ungefähr zwanzig Jahre zurück, das ganze Leben rückwärts durchlaufend. Da kann man ihm folgen.
[ 37 ] When we relinquish the body with the second man, that is with clairvoyant perception, we are able to follow the journey of the soul after death. And then we learn that the soul in the first years or decades after death relives in reverse order its life on Earth. This is a fact that can be observed since we accompany the soul through the gate of death. The time taken to recapitulate our life experiences is a third of our life span. A man who dies at sixty will recapitulate his life experiences over twenty years approximately. We can follow his soul throughout this period.
[ 38 ] Und das Eigentümliche ist, da lernt man vieles vom Menschen so kennen, wie es eben unmittelbar nach dem Tode ist. Der Mensch lebt nicht nur die Dinge so zurück, wie er sie hier auf Erden erfahren hat. Verzeihen Sie, wenn ich ein derbes Beispiel nehme. Nehmen wir an, Sie haben drei Jahre vor Ihrem Tode jemandem eine Ohrfeige gegeben — ich will ein derbes Beispiel nehmen. Da haben Sie Zorn gehabt über ihn. Der Zorn ist übergesprudelt. Ich weiß ja selbstverständlich, daß keiner, der hier sitzt, das tun würde, aber ich will eben ein derbes Beispiel wählen. Also nehmen wir an, Sie haben einen Zorn gehabt, der Zorn ist übergesprudelt, Sie haben einem anderen seelisch, physisch Schmerz gemacht. Sie haben Ihre Befriedigung gehabt. Sie waren zufrieden. Sie haben ihn gestraft für das, was er Ihnen angetan hat.
[ 38 ] We can now learn much about man's experiences after death. In recapitulating his life the experiences are of a different order. Forgive me if I give a somewhat crude example. Let us assume that three years before your death you gave someone a box on the ear. You were annoyed with him and you exploded with anger; you caused him physical and moral pain. You derived a certain satisfaction from punishing him for having offended you.
[ 39 ] Jetzt, wenn Sie zurückgehen und bei diesem Ereignis ankommen — nach einem Jahre kommen Sie bei diesem Ereignis an —, da erleben Sie nicht das, was Sie erlebt haben als Ihren Zorn, sondern was er als Seelenleid, als Körperleid erlebt hat. Sie leben sich ganz in ihn hinein. Sie bekommen dann die Ohrfeige im Seelischen. Sie haben den körperlichen Schmerz richtig nachzufühlen. Und so für alle Ereignisse. Sie erleben die Ereignisse so, wie sie die anderen erlebt haben. In alldem kann man dem Menschen folgen.
[ 39 ] Now, when you recapitulate your life in reverse order and come upon this episode after a year, you do not experience your original outburst of anger, but the physical and moral pain of your victim. You live right into his feelings and experience psychically the box on the ear; you re-experience the pain you have inflicted. And the same applies to all actions. You experience them exactly as others who were involved experienced them. It is possible to follow man's soul after death through all such experiences.
[ 40 ] Sehen Sie, über diese Dinge hat man mehr gewußt als heute, in der Zeit, von der ich Ihnen in diesen Tagen erzählt habe, bei den alten Chaldäern, die aus den Mysterien heraus ihre Kulturimpulse gehabt haben. Bei diesen Chaldäern war es sehr merkwürdig. Da lebte man nicht so aus dem Herzen heraus wie heute, sondern man lebte wirklich bei den Chaldäern aus dem Kehlkopfe heraus. Die Chaldäer hatten als ihr naturgemäßes Bewußtsein eine Art Eisenbewußtsein. Sie erlebten draußen im Weltenall. Die Erde kam ihnen nicht so hart und konsistent vor wie uns. Aber wenn sie in besonders günstigen Stunden da draußen lebten, zum Beispiel auf dem Mars lebten, mit den Marswesen zusammen lebten, dann konnte für sie der Augenblick eintreten, daß vom Monde herüber Wesen kamen und gerade solche Wesen mitbrachten, die man wahrnimmt, wenn man in diesem zweiten Menschen ist, den ich eben beschrieben habe. Und da lernten auf einem Umwege im Weltenall draußen die Chaldäer hohe Wahrheiten kennen, die sich auf das Leben nach dem Tode beziehen. Sie wurden im Weltenall draußen unterrichtet.
[ 40 ] The ancient Chaldeans who owed their cultural impulses to the Mystery teachings had deeper insight into these matters than the men of today. The remarkable fact is that in those days these ancient Chaldeans actually lived in the larynx consciousness, whereas we today live in the heart consciousness. The consciousness natural to them was a kind of iron consciousness; their experience was associated with the universe; for them the Earth did not have the solid consistency it holds for us. When, under particularly favourable conditions they lived, for example, in communion with the beings of Mars, there came a moment of time when beings came over from the Moon and brought with them other beings such as those we perceive with the consciousness of the second man. And thus indirectly the Chaldeans learned of sublime truths relating to life after death. They received their instruction in these truths from the universe without.
[ 41 ] Heute brauchen wir das nicht. Wir können unmittelbar dem Toten folgen. Wir können ihn begleiten, wie er seine Erlebnisse in umgekehrter Reihenfolge, aber auch in entgegengesetzter Ordnung erlebt. Und das Eigentümliche ist dabei, man fühlt sich, wenn man so aus seinem Leibe herausgegangen ist mit diesem zweiten Menschen, in einer Welt, die viel, viel wirklicher ist als unsere Erdenwelt. Es kommt einem dann die Erdenwelt und alles, was man da erlebt hat, wie Schatten vor gegenüber der dichten, anspruchsvollen Wirklichkeit, in die man jetzt eingetreten ist.
[ 41 ] This is no longer necessary for us today when we can follow the dead without intermediary help. We can follow them as they live through their experiences in reverse sequence and each experience in reverse. And the strange thing is that when we are identified with this second man we find ourselves in a world that is infinitely more real than the phenomenal world. This present world and the sum of our experiences there appear unsubstantial in comparison with the solid, exacting world ~of reality which we have now entered.
[ 42 ] Wenn man Tote begleitet in der beschriebenen Weise, dann fühlt man alles doppelt schwer, dreifach schwer, dreifach hell, dreifach laut, alles viel realer, und die ganze physische Welt kommt einem recht schattenhaft vor. Wer in dieser Welt verkehrt durch das Initiatenbewußtsein, für den wird die physische Welt eine Summe von Gemälden, und es könnte schon sein, daß ein solcher Initiat, der aus seinen Aufgaben heraus viel in dieser Weise mit Toten verkehrt hat, Ihnen sagen würde: Ihr seid ja alle nur aufgemalt. Ihr seid ja gar keine Wirklichkeit. Da seid Ihr auf Euren Stühlen aufgemalt. — Denn die eigentlichen Wirklichkeiten, die entdeckt man erst da auf der anderen Seite des Daseins. Da ist alles viel realer. Diese Realität, man kann sie schon erfahren, meine sehr verehrten Anwesenden.
[ 42 ] In accompanying the dead in the way described we experience everything on a magnified scale; everything appears to be more intensely real. By comparison, the phenomenal world leaves a nebulous impression. To anyone who is associated with the world of the dead through Initiate consciousness, the physical world appears like a painted masquerade and an Initiate who, through meditation, has been closely associated with the dead in this way would say: You are all painted masks. There is no reality about you; you are simply painted masks sitting on your chairs. True reality is only found beyond the realm of physical existence and this reality can be experienced here and now.
[ 43 ] Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an meine Mysteriendramen. Die anderen haben vielleicht Gelegenheit, es zu lesen, denn die Dinge sind ins Englische übersetzt. Da kommt eine Gestalt vor, die Strader heißt. Diese Gestalt des Strader ist nach dem Leben gezeichnet. Es gab eine Persönlichkeit im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, die noch in das 20. Jahrhundert herein lebte, deren Abbild, aber künstlerisch, dichterisch, nicht photographenmäßig, der Strader ist. Nun, diese Persönlichkeit interessierte mich als Persönlichkeit im Leben sehr stark. Diese Persönlichkeit war im Leben zuerst Kapuziner, hatte dann umgesattelt und war Philosoph geworden, weilte auch einmal im Kloster von Dornach zu Besuch. Diese Persönlichkeit, die mich sehr im Leben interessierte, habe ich umgearbeitet, umgestaltet. Sie lebt als Strader in meinen Mysterien — nur ähnlich, nicht gleich.
[ 43 ] Perhaps some of you can recall the figure of Strader in my Mystery Plays. This character is drawn from life. Strader is a poetic, non-realistic portrait of a personality who lived in the last third of the nineteenth century and on into the twentieth century. In real life he was a man who interested me deeply. He began life as a Capuchin novice, abandoned his vocation in favour of philosophy and stayed for a time in the monastery at Dornach. I recast him as Strader in the Mystery Plays. It was not a faithful portrait, but bore a certain likeness to him.
[ 44 ] Nun kam das vierte Mysterium. Sie wissen, im vierten Mysterium stirbt Strader. Ich mußte ihn sterben lassen. Ich hätte nicht noch weiter den Strader gestalten können. Er hätte in einem fünften Mysterium nicht wiederum auftreten können. Es würde mir die Feder weggesunken sein, wenn ich hätte etwas schreiben wollen, ihn weiter charakterisieren wollen. Warum geschah das? Ja, sehen Sie, inzwischen war nämlich die wirkliche Persönlichkeit gestorben, die vom Kapuziner zum Philosophen geworden ist. Und durch das Interesse, das ich für diese Persönlichkeit hatte, konnte ich sie nun in die andere Welt verfolgen. Da wirkt sie viel realer. Da hört das, was in der physischen Welt zunächst noch beschrieben werden konnte, auf, ein so starkes Interesse zu haben wie dasjenige, was man jetzt mit einer solchen Persönlichkeit erlebt, wenn man sie nach dem Tode verfolgt.
[ 44 ] In the fourth Mystery Play, you will remember, Strader dies. I had to let him die as I had exhausted all possibilities of developing his character further. Had I attempted to do so I could not have put pen to paper. He could not possibly have appeared again in the fifth Mystery Play. What is the reason for this? In the meantime the real person who had changed his rôle from monk to philosopher had died. And because I was deeply interested in him I was able to follow his journey through the spiritual world. There the impression created by his personality was far more real. His life and activities on Earth ceased to evoke the same interest now that one could share his experiences in the life after death.
[ 45 ] Und es stellte sich etwas Eigentümliches ein. Ein paar Anthroposophen kamen auf diesen Sachverhalt; sie kriegten heraus — es sind ja manche Menschen scharfsinnig, nicht wahr —, daß der Strader eine Art Ebenbild ist jenes Menschen. Sie forschten nach und kamen an den Nachlaß und an allerlei Interessantes, was der Mann zurückgelassen hatte, brachten mir das, setzten voraus, daß ich nun in ein hell jauchzendes Interesse verfallen würde für alles das, was diese Persönlichkeit zurückgelassen hat. Ich konnte mich gar nicht dafür interessieren. Dagegen interessierte mich alles das, was der Mann jetzt tat nach dem Tode. Das ist viel realer. Daneben verschwand alles, was das Äußere darstellt, was er hinterlassen hat.
[ 45 ] Then a strange thing happened. A few anthroposophists tumbled to the state of affairs. They discovered—the ingenuity of man knows no bounds—that Strader was to some extent a portrait of the historical person. In the course of their investigations they discovered his unpublished manuscripts and all sorts of interesting documents which he had left behind. They brought them to me expecting that I would be overjoyed at the discovery. I had not the slightest interest in them. What did interest me, on the other hand, was what he was doing after his death. This was far more real. In comparison with this, everything related to the external world which he had left behind, was of no significance.
[ 46 ] Man wunderte sich zunächst darüber, daß ich so interesselos war, nachdem man sich so viel Mühe gegeben hatte, allerlei aus dem Nachlaß zu bekommen, was ich gar nicht haben wollte. Ich habe es heute noch nicht verlangt. Aber es ist eben so: die Erdenrealität wird zur Illusion gegenüber der mächtigen Realität, die einem dann entgegentritt, wenn man eine Individualität nach dem Tode verfolgt, wo sie drinnensteht in derjenigen Welt, die man selber erlebt an sich; wenn auf diejenige Art, wie ich es geschildert habe, man mit dem Menschen ausgefüllt wird, der herausgehen kann aus dem Leibe, wenn auch nur für kurze Zeit; aber in kurzer Zeit kann man viel erleben.
[ 46 ] People were surprised that I showed so little interest after they had been at such pains to gather information. I had no use for it then, nor do I need it now. The fact is that the reality of this world is illusory in comparison with that sublime reality which is revealed to us when we follow a soul beyond the gate of death. There the soul endures in a world that we can experience ourselves when we are identified with the second man who can relinquish the physical body, if only for a short time. But in that short space of time much can be experienced.
[ 47 ] Es gibt eben diese unmittelbar an unsere physisch-sinnliche Welt angrenzende Welt, in der sozusagen die Toten unmittelbar leben, die man viel realer erlebt, weil man sie erlebt mit dem Menschen, der da herausschreitet. Jetzt ist man nicht ohnmächtig, jetzt ist man dichter in seinem Bewußtsein. Rückt man hinauf über das Herz mit seinem Bewußtsein, dann wird das Bewußtsein dünner; man kommt einer Ohnmacht nahe; rückt man unter das Herz hinunter, verdichtet sich das Bewußtsein. Man kommt in die Welten hinein, die Wirkliches sind. Man muß es nur ertragen können. Sie pressen, sie schmerzen. Aber wenn man mit dem nötigen Mut hineinstößt, so kommt man hinein. (Siehe Zeichnung S. 59.)
[ 47 ] The existence of this world whose frontiers border directly on those of the phenomenal world is never in doubt. It is a world in which the deceased are living more abundantly. We apprehend them through this second man who relinquishes the physical body. We have suffered no loss of consciousness, rather is our consciousness more deeply interfused. If we rise above the heart centre, our consciousness becomes more dimmed, we are near to a state of unconsciousness. If we descend below the heart centre our consciousness is intensified. We enter a world of reality, but we must learn to bear the pain and suffering this entails. But if we breach the walls surrounding this world with courage and determination our entry is assured.
[ 48 ] So haben wir jetzt das gewöhnliche Bewußtsein des Tages im Herzen (I), ein zweites Bewußtsein im Kehlkopf (II), ein drittes Bewußtsein in der Augengegend (III), ein viertes Bewußtsein im Kopf oben (IV), das schon ganz in den Kosmos hinausführt, und dann ein fünftes Bewußtsein (V), das einen jetzt nicht in die Raumeswelten hinaus, sondern in die Zeiten zurückführt. In der Zeit geht man; in der Zeit macht man einen Weg, wenn man an dieses fünfte Bewußtsein herankommt; den Weg, den der Tote zurückgeht, den macht man. Man ist aus dem Raum herausgetreten, in die Zeit eingetreten.
[ 48 ] We have now arrived at an understanding of the ordinary day consciousness, of a second consciousness in the larynx, a third in the region of the eyes, a fourth, that reaches out into the universe, at the crown of the head, and a fifth that is unrelated to the worlds of space and leads us back into the world of time. We travel through time; when we attain this fifth level of consciousness we share the same time-scale in reverse as the deceased. We have stepped out of space into time.
[ 49 ] Sie sehen, auf das Versetzen in andere Bewußtseinszustände kommt alles an. Man lernt Welten kennen, wenn man sich in andere Bewußtseinszustände versetzt. Der Mensch lebt hier auf Erden in einer Welt, weil er nur ein Bewußtsein hat, weil er die anderen Bewußtseinszustände verschläft. Verschläft man sie nicht, versetzt man sich in diese anderen Bewußtseinszustände, dann erlebt man die anderen Welten. Das ist das Geheimnis des Erforschens anderer Welten, daß der Mensch selbst in seinem Bewußtseinswesen ein anderer wird. Denn nicht durch ein Spintisieren oder Forschen mit denselben Mitteln, die man im gewöhnlichen Leben hat, kommt man in andere Welten hinein, sondern durch die Metamorphose, durch die Transformation des Bewußtseins in andere Bewußtseinsformen.
[ 49 ] Everything therefore depends upon our ability to transpose ourselves into different states of consciousness which open up to us new worlds. On Earth man is the prisoner of a single, insulated world because he knows only one state of consciousness; in all other states of consciousness he is asleep. If we awaken them and develop them, we can experience the other worlds. The secret of spiritual investigation is that through transmutation of his consciousness man transforms himself. We cannot penetrate into other worlds by adopting the orthodox methods of research and investigation; we must undergo metamorphosis, transform our consciousness into new and different forms.
