Initiate Consciousness
True and False Paths of Spiritual Research
GA 243
20 August 1924, Torquay
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Initiate Consciousness, tr. SOL
9. Abnorme Wege in die geistige Welt und deren Umwandlung
9. Unconventional Paths into the Spiritual World and Their Transformation
Die Benutzung naturwissenschaftlicher Vorstellungen für den Erkenntnisweg
The Use of Scientific Concepts in the Process of Knowledge Acquisition
[ 1 ] Sie haben gesehen, wie in diesen Betrachtungen von der Erforschung eines Zustandes im gewöhnlichen heutigen Leben, von der Erforschung des Traumlebens ausgegangen worden ist, wie dann vorgedrungen werden konnte von da aus zu der Auseinandersetzung über andere Bewußtseinszustände in der menschlichen Seele, die fähig sind, in andere Welten einzudringen, als die ist, die wir zwischen Geburt und Tod durchleben. Sie haben gesehen, daß wir bei dem medialen Bewußtsein gelandet sind, bei demjenigen Bewußtsein, das den Menschen, ich kann auch sagen, in einen somnambulen Zustand führt, denn der mediale Zustand ist immer ein somnambuler. Nun, beide Erlebnisarten, das Traumerleben und das somnambvule Erleben, sind ja innere Zustände der Seele, die in ihrer richtigen Art auch im normalen Leben durchaus vorhanden sind und die nur, wenn sie verstärkt werden, entweder ins richtige oder ins falsche Fahrwasser führen.
[ 1 ] You have seen how these reflections began with an exploration of a state in ordinary modern life—an exploration of the life of dreams—and how, from there, we were able to proceed to an examination of other states of consciousness in the human soul that are capable of penetrating into worlds other than the one we experience between birth and death. You have seen that we have arrived at mediumistic consciousness—that consciousness which leads a person, I might also say, into a somnambulistic state, for the mediumistic state is always a somnambulistic one. Now, both types of experience—the dream experience and the somnambulistic experience—are, after all, inner states of the soul that, in their proper form, are certainly present in normal life as well, and which only, when intensified, lead one either onto the right or the wrong course.
[ 2 ] Betrachten wir heute das Traumleben noch einmal. Wir haben gesehen, daß der Mensch des gewöhnlichen Bewußtseins Träume erlebt, wenn er aus dem Wachzustand in den Schlafzustand hinüberrückt, und in seinem astralischen Leibe dasjenige nachzittert, was er durchmacht in seinem Ätherleibe und in seinem physischen Leibe während des Wachzustandes. Da kommen dann die chaotischen, zwar wunderbaren Traumerlebnisse, deren Deutung aber dennoch nur richtig dem Initiaten möglich ist, weil sie in ihrem gewöhnlichen chaotischen Zustande den, der nicht tiefer in das Wesen der geistigen Welt eindringt, konfus machen. Aber wir haben auch gesehen, wie durch meditative und konzentrative Übungen dieses Gespinst des Traumlebens von einem wirklichen höheren Bewußtsein durchwoben wird. Sie müssen sich also vorstellen den Menschen, versetzt in die wunderbare chaotische Welt der Träume, aber dieses Traumleben durchströmt von Bewußtheit, so daß man so besonnen ist darüber und auch so in der Realität darinnen ist, wie man es im gewöhnlichen Leben ist. Dann schaut man in eine andere Welt, eben in die Welt, die ich Ihnen angeführt habe, wo man die Toten noch nach ihrem Tode begleiten kann. Und man fühlt sich wie auseinandergebreitet in einer viel realeren Welt als in derjenigen, in der man gegenwärtig ist. Nun ist die Frage diese: In welche Welt kommt man eigentlich? Auch darüber habe ich schon gesprochen; ich will jetzt nur von einem anderen Gesichtspunkte die Sache noch einmal berühren.
[ 2 ] Let us take another look at the life of dreams today. We have seen that a person in the ordinary state of consciousness experiences dreams when they transition from the waking state to the sleeping state, and in their astral body re-enacts what they go through in their etheric body and physical body during the waking state. This gives rise to chaotic—albeit wondrous—dream experiences, the interpretation of which, however, is truly possible only for the initiate, because in their usual chaotic state they confuse those who do not penetrate more deeply into the nature of the spiritual world. But we have also seen how, through meditative and concentrative exercises, this web of dream life is interwoven with a genuine higher consciousness. So you must imagine a person transported into the wondrous, chaotic world of dreams, yet with this dream life permeated by consciousness, so that one remains as level-headed about it and as grounded in reality within it as one is in ordinary life. Then one looks into another world—precisely the world I have described to you—where one can still accompany the dead after their passing. And one feels as if one were spread out in a world far more real than the one in which one is currently present. Now the question is this: Into which world does one actually enter? I have already spoken about this as well; I now wish only to touch on the matter once more from a different perspective.
[ 3 ] Mit den Menschen der Erde lebten einmal, so sagte ich, große Menschheitslehrer, welche nicht in physischen Körpern, sondern nur in feinen ätherischen Körpern waren, die allerdings in Luft sich verkörpern konnten, welche auf dem Wege der Inspiration die Menschen unterrichteten und die Urkultur auf der Erde begründeten. Mit dem entsprechenden Bewußtseinszustande zurückgeschaut in alte Zeiten, findet man diese großen geistigen Urlehrer der Menschheit unter Menschen wandeln. Diese großen Menschheitslehrer haben sich zurückgezogen nach dem Monde, sind heute nur in der Mondensphäre zu finden, haben sich dort allerlei Wesen, die niemals auf die Erde gekommen sind, dienstbar gemacht, leben unter solchen Elementarwesenheiten, und sie wirken namentlich dann, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, auf den Menschen, ihm begreiflich machend, wie er sich seinem Karma gemäß zu verhalten hat. Mit diesen Wesen hat man es ja auch zu tun, wenn man zunächst in die geistige Welt eindringen will. So wie man das Erdenleben nur mit Menschen, in Gesellschaft, in sozialem Zusammensein mit Menschen vollziehen kann, so kann man ja auch das Leben in höherer Erkenntnis nur mit anderen Wesen zusammen vollziehen. Und mit diesen Wesen, mit diesen Mondenwesen, die, ich möchte sagen aus Erdenwesen, aus diesen Urlehrern der Menschheit geworden sind, und mit denjenigen Wesenheiten zusammen, welche sie sich dienstbar gemacht haben, erforscht man die zunächst an die unsrige Welt anstoßende Geisteswelt.
[ 3 ] As I said, great teachers of humanity once lived among the people of Earth; they did not exist in physical bodies but only in subtle etheric bodies—which, however, could materialize in the air—and they instructed people through inspiration and established the primordial culture on Earth. Looking back to ancient times with the appropriate state of consciousness, one finds these great spiritual primordial teachers of humanity walking among people. These great teachers of humanity have withdrawn to the Moon; today they can be found only in the lunar sphere, where they have enlisted the service of all manner of beings who have never come to Earth; they live among such elemental beings, and they work upon human beings—particularly when a person has passed through the gate of death—helping them understand how they must conduct themselves in accordance with their karma. It is indeed with these beings that one comes into contact when first seeking to enter the spiritual world. Just as one can only live one’s earthly life among people, in society, and in social interaction with others, so too can one only live a life of higher knowledge together with other beings. And together with these beings—these lunar beings who, I might say, have evolved from earthly beings, from these primordial teachers of humanity—and together with those entities whom they have enlisted to serve them, one explores the spiritual world that first adjoins our own.
[ 4 ] Man findet dann in dieser Welt auch immer die Anhaltspunkte dafür, frühere Inkarnationen von Menschen kennenzulernen, zurückzugehen in frühere Erdenzeiten, um Persönlichkeiten aufzufinden, die früher gelebt haben, mit denen man entweder karmisch verbunden war oder auch nicht. Ich habe Ihnen als Beispiel dafür angeführt, wie man so allmählich in Zusammenhang kommt mit solchen Erdenwesen, die heute nicht auf der Erde verkörpert sind, Brunetto Latini, Dante, Alanus ab Insulis und anderen Persönlichkeiten, dadurch, daß man in diesem Bewußtseinszustande weiter vorgeht. Dieser Bewußtseinszustand ist also eine Erhellung, eine Durchleuchtung des Traumzustandes. Der Traumzustand ist sozusagen das Rudiment des gewöhnlichen Lebens für diesen Zustand. Was ist nun der Unterschied zwischen dem Menschen in dem gewöhnlichen Bewußtsein und dem Initiaten? Diesen Unterschied können Sie sich sehr leicht klarmachen.
[ 4 ] In this world, one can always find clues that lead to learning about people’s past incarnations, going back to earlier times on Earth to discover individuals who lived in the past—people with whom one may or may not have had a karmic connection. As an example, I have described how one gradually comes into contact with such earthly beings who are not currently incarnated on Earth—Brunetto Latini, Dante, Alanus ab Insulis, and other figures—by proceeding further in this state of consciousness. This state of consciousness is thus an illumination, a penetration of the dream state. The dream state is, so to speak, the rudiment of ordinary life for this state. What, then, is the difference between a person in ordinary consciousness and an initiate? You can grasp this difference very easily.
[ 5 ] Wenn der Mensch gewöhnlich schläft, so hat er seinen physischen Leib und seinen Ätherleib im Bette; er ist mit seinem astralischen Leib und mit seinem Ich außer dem physischen und dem Ätherleib. Im Traum erlebt nun nur das Ich. Zwar sind die Vorgänge, die im Traum erlebt werden, im astralischen Leibe, der noch außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist; aber erleben kann für das gewöhnliche Bewußtsein im Traume nur das Ich. Beim Initiaten erlebt das Ich und vor allen Dingen der astralische Leib. So daß also der Unterschied zwischen dem gewöhnlichen Träumer und dem Initiaten der ist, daß der gewöhnliche Träumer, wenn er außerhalb seines physischen und seines Ätherleibes ist, nur mit seinem Ich erlebt; der Initiat erlebt auch mit dem Astralleib.
[ 5 ] When a person is asleep in the ordinary sense, their physical body and etheric body remain in bed; their astral body and their “I” are outside the physical and etheric bodies. In a dream, however, only the “I” experiences. Although the events experienced in a dream take place in the astral body, which is still outside the physical and etheric bodies, for ordinary consciousness, only the “I” can experience them in a dream. In the case of the initiate, both the “I” and, above all, the astral body experience the dream. Thus, the difference between the ordinary dreamer and the initiate is that the ordinary dreamer, when outside his physical and etheric bodies, experiences only through his “I”; the initiate also experiences through the astral body.
[ 6 ] Nun, diese Art wahrzunehmen, sie ist vor allen Dingen schon in den alten Mysterien zur Erforschung der übersinnlichen Welten stark ausgebildet worden. Sie ist dann rudimentär, dekadent weitergebildet worden durch das Mittelalter und die neuere Zeit, bis sie sich in der allerneuesten Zeit mehr oder weniger verloren hat. Einzelne Menschen haben immer dadurch, daß sie auf irgendeine Weise, sei es auf geistige Weise, sei es durch Tradition, von den alten Lehrern in den Mysterien Kunde erhalten haben, wie man das gewöhnliche Traumleben durchleuchtet mit Bewußtsein, einzelne Menschen haben immer eine Möglichkeit gehabt, in die Welten einzudringen, in die man eben auf diese Weise eindringen kann. Es ist immer eine Gefahr vorhanden für den Menschen, wenn er in diese Welten eindringen will. Denn in diesen Welten hat der Initiat zum Beispiel sofort das Gefühl, wenn er mit der imaginativen Erkenntnis da untertaucht in das, was sonst durch die Träume ausgefüllt ist, daß er die Welt verliert, daß er mit seinem Bewußtsein sozusagen ins Leere sich verliert. Er hat immer das Gefühl, fester Boden geht im fort, Gewicht, Schwere geht ihm fort. Er fühlt, wie er innerlich leicht wird, wie er ohne seinen Willen hinausgetragen wird in geistige Weltenfernen, wie er leicht die Beherrschung über sich verlieren kann, weil alle Schwere, alles Gewicht verlorengeht.
[ 6 ] Well, this way of perceiving things was, above all, already highly developed in the ancient mysteries for the exploration of the supersensible worlds. It was then carried on in a rudimentary, decadent form through the Middle Ages and modern times, until it has more or less been lost in the very recent past. Individuals have always had the opportunity—because they received instruction in some way, whether spiritually or through tradition, from the ancient teachers of the mysteries on how to shed conscious light on ordinary dream life—to penetrate the worlds that can be accessed in this very way. There is always a danger for a person who wishes to enter these worlds. For in these worlds, the initiate, for example, immediately has the feeling—when he dives in with imaginative insight into what is otherwise filled by dreams—that he is losing the world, that his consciousness is, so to speak, lost in a void. He always has the feeling that solid ground is slipping away from him, that weight and heaviness are leaving him. He feels how he becomes light within, how he is carried away against his will into distant spiritual realms, how he can easily lose control of himself because all heaviness, all weight is lost.
[ 7 ] Damit das nicht der Fall ist, dazu sind eben die Übungen da, die in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben sind. Wer sich diesen Übungen in der richtigen Weise hingibt, wird finden, daß er ein seelisch beflügeltes Wesen wird, das sich dann, wenn die Schwere, das Gewicht aufhört, gewissermaßen seelischer Flügel bedienen kann. Das ist aber eben gerade der bedenkliche Zustand, wenn man als Initiat sozusagen seine Füße verliert und noch nicht die Flügel hat, wenn man die physischen Füße und die ätherischen Füße verliert und noch nicht die astralischen und Ich-Flügel hat. Sie verstehen, wenn ich das bildlich ausdrücke, was damit gemeint ist. Aber es ist so. Bei sorgfältigem Hineinwachsen in die Welt, die man da betritt durch die Übungen, ist natürlich jede Gefahr beseitigt, kann keine Gefahr eintreten. Der Mensch kann allmählich in diese Welt hineinwachsen, wie er durch seinen physischen und Ätherleib in die gewöhnliche physische Welt hineinwächst.
[ 7 ] To ensure that this is not the case, that is precisely why the exercises described in my book How Does One Gain Insight into the Higher Worlds? exist. Anyone who devotes themselves to these exercises in the proper manner will find that they become a spiritually inspired being who, once the heaviness and weight have ceased, can, so to speak, make use of spiritual wings. But this is precisely the precarious state in which an initiate, so to speak, loses their feet and does not yet have wings—when they lose their physical and etheric feet but do not yet possess their astral and I-wings. You understand, when I express this figuratively, what is meant by this. But that is how it is. If one carefully grows into the world one is entering through the exercises, every danger is naturally eliminated; no danger can arise. A person can gradually grow into this world, just as they grow into the ordinary physical world through their physical and etheric bodies.
[ 8 ] Dies ist aber zugleich ein Zustand, in dem die Urmenschheit mehr oder weniger durch natürliche Verhältnisse war. Wir müssen diesen Zustand durch Übungen erreichen. Die Urmenschheit brauchte das nicht. Die Urmenschheit hatte natürliche Anlagen, wodurch immer ein Zustand vorhanden war, der nicht unser Wachen darstellt, sondern ein geistiges Schauen, wie ich es bei den Chaldäern beschrieben habe, und ein Zustand, der auch nicht unser Träumen darstellt, sondern ein Wahrnehmen im Imaginieren ist. Ein Mensch begegnete dem anderen. Er sah ihn nicht bloß in bezug auf seine leiblichen Konturen, sondern er träumte um ihn herum die Aura. Aber das war die wirkliche Aura, nicht eine bloß subjektiv erträumte.
[ 8 ] However, this is also a state in which early humanity existed, more or less, due to natural circumstances. We must attain this state through practice. Primitive humanity did not need to do this. Primitive humanity possessed natural dispositions through which a state was always present—one that is not our waking state, but rather a spiritual vision, as I have described in connection with the Chaldeans, and a state that is also not our dreaming, but rather a perception through imagination. One person encountered another. He did not merely see him in terms of his physical contours, but he dreamed the aura around him. But that was the real aura, not one merely subjectively dreamed up.
[ 9 ] Dann wiederum, wenn er diese Gabe hatte, an einem Erdenmenschen, der im physischen Leibe ist, die Aura zu schauen, dann hatte er auch die andere Fähigkeit — denn beide sind miteinander verbunden —, nun die Aura eines geistigen Wesens zu schauen, das nicht im physischen Leibe verkörpert ist. Und dann träumte er die Gestalt dieses geistigen Wesens. Merken Sie den Unterschied: Begegnete man in alten Zeiten einem Menschen, einem Erdenmenschen, so sah man den Erdenmenschen und imaginierte um ihn herum in einem realen Traum die Aura. Begegnete man einem Geistwesen, einem Engel- oder Elementarwesen, so sah man von vornherein die Aura geistig und träumte dazu die Gestalt.
[ 9 ] Then again, if he possessed this gift of seeing the aura of an earthly human being who is in a physical body, he also possessed the other ability—for the two are interconnected—to see the aura of a spiritual being who is not incarnated in a physical body. And then he dreamed of the form of this spiritual being. Note the difference: In ancient times, when one encountered a human being—an earthly human—one saw the earthly human and imagined the aura around them in a real dream. When one encountered a spiritual being—an angel or an elemental being—one saw the aura spiritually from the outset and dreamed of the form along with it.
[ 10 ] So haben die Urmaler auch gemalt. Nur weiß man das noch nicht. Die Urmaler sahen die geistigen Wesenheiten, träumten dazu die Gestalten, malten ziemlich menschenähnlich noch die Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, malten mit verschwimmendem Leibe, aber mit deutlichen Flügeln und noch mit Haupt die Archangeloi, und nur das Haupt, das geflügelte Haupt malten sie, weil sie es träumten, bei den Archai. Alle diese Dinge waren sozusagen dem alten Menschen, dem Urmenschen ganz natürlich, wie es uns heute natürlich ist, daß wir beim anderen die Nase und die Augen sehen. Heute müssen sie, weil sie allmählich in der Menschheit verlorengegangen sind, durch Übungen wiederum errungen werden. Aber es hat daher, weil das der Urmenschheit eigen war, und weil es verhältnismäßig leicht durch Übungen immer wieder zu erringen war, dieses Gebiet viel Forschung im Laufe der Zeit gefunden. Man hat die Welt, welche sozusagen von den Mondenwesenheiten regiert wird, immer mit einem großen Eifer durchforscht, und die Initiaten der alten Mysterien, die auf diesem Gebiete die richtigen Forscher waren, sprechen viel gerade von dieser Welt, von ihren Begegnungen mit Toten nach dem Tode, von ihrer Erforschung der Mondensphäre. Und dann geben sie Perspektiven, wie von der Mondensphäre aus die Welt sich ausnimmt.
[ 10 ] That is how the ancient painters painted as well. Only, we do not yet know this. The primordial painters saw the spiritual beings, dreamed up their forms, painted the beings from the hierarchy of the Angeloi in a manner quite human-like, painted the Archangeloi with blurred bodies but distinct wings and still with heads, and painted only the head—the winged head—of the Archai, because that is what they dreamed. All these things were, so to speak, entirely natural to the ancient human, the primordial human, just as it is natural for us today to see the nose and eyes in another person. Today, because these perceptions have gradually been lost to humanity, they must be regained through practice. But precisely because this was inherent to primordial humanity, and because it could be regained relatively easily through practice time and again, this field has been the subject of much research over the course of time. People have always explored the world—which is, so to speak, ruled by the lunar beings—with great zeal, and the initiates of the ancient mysteries, who were the true researchers in this field, speak at length precisely about this world, about their encounters with the dead after death, and about their exploration of the lunar sphere. And then they offer perspectives on how the world appears from the lunar sphere.
[ 11 ] Kopernikus hat ja eben nur von der Erdensphäre aus sein kopernikanisches System begründet. Das alte ptolemäische System ist nicht falsch, sondern es ist nur von der Mondensphäre aus gesehen, und da ist es richtig. Nun ist ein Eigentümliches bei diesen Forschern, was man immer findet. Das ist, daß sie nicht weitergehen als bis zu dieser Mondensphäre.
[ 11 ] Copernicus, after all, based his Copernican system solely on the Earth’s sphere. The old Ptolemaic system is not wrong; rather, it is viewed from the perspective of the lunar sphere, and from that perspective it is correct. Now there is something peculiar about these researchers that one always finds. That is, they do not go any further than this lunar sphere.
[ 12 ] Sehen Sie, es ist ja Ihnen wohl allen bekannt, daß dasjenige, was man Anthroposophische Gesellschaft nennt, zuerst drinnengestanden hat in der Theosophischen Gesellschaft. Die Theosophische Gesellschaft, die eine ähnliche Gesellschaft ist, wie es im Laufe der Zeiten viele gegeben hat von der Art, sie hat eine reiche Literatur. Wenn Sie diese Literatur nachlesen, meine verehrten Anwesenden, dann werden Sie finden, daß — richtig oder unrichtig, darauf kommt es jetzt nicht an die Welt beschrieben ist, von der ich eben spreche, die Welt, die man mit den Mondenwesenheiten durchforscht, die Welt der Mondensphäre. Und es hatte da für mich etwas Bedeutsames, möchte ich sagen, etwas, womit zunächst Störungen verbunden waren, als ich den Antrag bekam, in der Theosophischen Gesellschaft zu wirken. Es bestand darinnen, daß ich bei all denen, die in der Theosophischen Gesellschaft standen, eigentlich nur Forschungen und eine Literatur vorfand, die sich auf diese Mondensphäre bezog. Da ist gewiß vieles Unrichtige, aber es ist auch vieles außerordentlich Bedeutsame, Großartige, Gewaltige, namentlich in den Schriften der Blavatsky. Aber alles, was in den Schriften der Blavatsky sich vorfindet, ist so, wie es ist, aus dem Grunde, weil sie eben in der Sphäre drinnen stand, die ich soeben beschrieben habe, und weil sie ihren Zusammenhang hatte mit Initiaten, die sich bescheiden in dieser Mondensphäre hielten. Nun, ich kann ja sagen, ich habe manchen solchen Initiaten kennengelernt, kennengelernt, wie solche Geister vordringen in die Mondensphäre, und wie sie uninteressiert werden, wenn man weiterkommen will.
[ 12 ] You see, as you are all well aware, what is known as the Anthroposophical Society was originally part of the Theosophical Society. The Theosophical Society—which is a society similar to many others of its kind that have existed over the years—has a rich body of literature. If you read through this literature, ladies and gentlemen, you will find that—whether correctly or incorrectly, that is not the point now—it describes the world I am just speaking of, the world explored through the lunar beings, the world of the lunar sphere. And there was something significant for me there, I would say—something that initially caused me some confusion—when I received the invitation to become active in the Theosophical Society. It consisted in the fact that, among all those who were members of the Theosophical Society, I actually found only research and literature relating to this lunar sphere. There is certainly much that is incorrect there, but there is also much that is extraordinarily significant, magnificent, and powerful, particularly in Blavatsky’s writings. But everything found in Blavatsky’s writings is as it is for the very reason that she was, in fact, within the sphere I have just described, and because she had her connection with initiates who modestly remained within this lunar sphere. Well, I can say that I have come to know many such initiates, learned how such spirits enter the lunar sphere, and how they lose interest when one wishes to go further.
[ 13 ] Wenn ich also — es ist das ja in den Jahren 1906 bis 1909 geschehen in meinem Buche «Geheimwissenschaft im Umriß» beschrieben habe die Erde in ihrer früheren Inkorporation Mond, in ihrer früheren Inkorporation Sonne, in ihrer früheren Inkorporation Saturn, so finden Sie, daß ich da nicht bei der Mondeninkorporation Halt gemacht habe, sondern weitergegangen bin, zurück bis zum Saturn; wogegen alle die Initiaten, die von diesen Dingen sprachen, Halt machten zwischen Mond und Sonne, eigentlich nur zurückgingen bis zur Mondensphäre. Sie wurden uninteressiert, sogar zuweilen unruhig, wenn man an sie die Zumutung stellte, da weiter zurückzudringen. Das kann man nicht, sagten sie, da kommt man an eine Grenze, wo ein Schleier ist, über den man nicht hinauskommt.
[ 13 ] So when I—as I described in my book Outline of Esoteric Science, which was written between 1906 and 1909—discussed the Earth in its earlier incarnation as the Moon, in its earlier incarnation as the Sun, and in its earlier incarnation as Saturn, you will find that I did not stop at the Moon’s incorporation, but went further back, all the way to Saturn; whereas all the initiates who spoke of these things stopped between the Moon and the Sun, actually going back only as far as the lunar sphere. They lost interest, and at times even became restless, when asked to go back any further. “That’s impossible,” they said, “because you reach a boundary where there is a veil that cannot be crossed.”
[ 14 ] Es war natürlich außerordentlich wichtig und auch interessant, zu sehen, woran das liegt. Sehen Sie, das liegt daran, daß solche Initiaten — wenn man sie gut kennenlernte, bemerkte man das bald — einen Widerwillen hatten, eine Antipathie hatten gegen das Kennenlernen derjenigen Vorstellungsformen, welche sich auf die neuere Naturwissenschaft beziehen. Man konnte sogar die Erfahrung machen, wenn man Vorstellungen, wie sie im Darwinismus, Haeckelismus und so weiter leben, an diese Initiaten heranbrachte, daß sie ganz unwillig wurden, das als kindisch, als tölpelhaft von dem modernen Menschen betrachteten, und sich nicht damit befassen wollten. Brachte man Goethesche Vorstellungen an sie heran, dann waren sie anfangs nicht so unwillig, aber sie fanden doch, der drückt sich auch so aus, wie sich ein Naturforscher der neueren Zeit ausdrückt. Und dann schmissen sie die Sache auch weg.
[ 14 ] It was, of course, extremely important—and also interesting—to see why that was the case. You see, this is because such initiates—once you got to know them well, you soon noticed—had a reluctance, an antipathy toward becoming acquainted with those forms of thought that relate to modern natural science. One could even observe that when one presented to these initiates ideas such as those found in Darwinism, Haeckelism, and so on, they became quite unwilling, regarding them as childish and clumsy on the part of modern people, and did not want to engage with them. If one presented Goethean ideas to them, they were not quite as resistant at first, but they still felt that he, too, expressed himself in the same way as a modern natural scientist. And then they dismissed the whole thing as well.
[ 15 ] Kurz, man kam mit diesen Vorstellungen an diese Initiaten gar nicht heran. Und erst als ich in diesen Jahren 1906 bis 1909 einfach die modernen naturwissenschaftlichen Vorstellungen der Seele imprägnierte, um sie in die Region zu bringen, wo sonst die Imaginationen sitzen, war es mir möglich, vorzudringen bis Sonne und Saturn. Ich benutzte also diese naturwissenschaftlichen Vorstellungen nicht, um mit ihnen so zu erkennen, wie Haeckel oder Huxley erkannten, sondern ich benutzte sie als innerliche Aktivität, um über diese Begrenzung hinauszukommen, der die Initiaten in der Zeit unterlagen, als eine neuere naturwissenschaftliche Denkungsart noch nicht vorhanden war, und man daher nur innerlich durch Imprägnieren der Traumwelt mit Imaginationen in das höhere Bewußtsein hineinkam. Es ist also hier zur Abfassung meiner «Geheimwissenschaft» der Versuch gemacht worden, die ganz bewußte Vorstellungswelt, die sich sonst nur auf äußerliche Naturgegenstände bezieht, innerlich zu nehmen und damit die imaginative Welt zu imprägnieren. Da ergab sich dann die Möglichkeit, in diese ganze Kette: Saturn, Sonne, Mond einzudringen. Da kam man dann darauf, dasjenige auf Erden zu erforschen, was auch die alten Initiaten hatten.
[ 15 ] In short, it was impossible to reach these initiates with such ideas. And it was only when, during the years 1906 through 1909, I simply imbued the soul with modern scientific concepts in order to bring them into the realm where the imaginations normally reside that I was able to penetrate as far as the Sun and Saturn. So I did not use these scientific concepts to gain knowledge in the same way that Haeckel or Huxley did, but rather I used them as an inner activity to transcend the limitations to which the initiates were subject at a time when a newer scientific way of thinking did not yet exist, and one therefore could only enter into higher consciousness inwardly by imbuing the dream world with imaginations. Thus, in writing my Occult Science, an attempt was made to take the fully conscious world of ideas—which otherwise relates only to external natural objects—and use it to imbue the imaginative world. This then opened up the possibility of penetrating this entire chain: Saturn, Sun, Moon. It was then realized that one could explore on Earth what the ancient initiates had also experienced.
[ 16 ] Ich erzähle diesen Erkenntnisweg aus dem Grunde, damit Sie sehen, wie solche Dinge verlaufen. Sie können sagen: Das ist etwas Persönliches. — Aber in diesem Falle ist das Persönliche ja wirklich ganz objektiv. Und wenn man etwas getadelt hat an meiner «Geheimwissenschaft», so ist es das, daß sie wie ein mathematisches Lehrbuch geschrieben ist, daß ich nichts Subjektives versuchte hineinzubringen, sondern diesen ganzen Gang, wie ich ihn jetzt erzählte, mit einer mathematischen Kühle geschrieben habe. Aber er ist so. Er ist dadurch zustande gekommen, daß man die Denkungsweise, die seit Kopernikus, Galilei und so weiter da ist, die von Goethe so sehr vertieft worden ist, in dieselbe Seelenverfassung hineingetragen hat, die man sonst bei der Imagination hat. Dadurch konnte man dieses Gebiet, das immer den Initiaten zugänglich war, eben nach vorne hin, in der Zeit nach vorne hin bis zum Saturn hineintragen. So sehen Sie vielleicht an diesem Beispiel, wie es darauf ankommt, in diesen Dingen nicht nebulos, sondern ganz klar und besonnen vorzugehen, eben gerade Besonnenheit hineinzutragen da, wo sonst leicht die Besinnungslosigkeit beginnt. So haben wir also hier das Beispiel, wo das Traumleben, das sonst nur das Ich ergreift, den astralischen Leib ergreift.
[ 16 ] I am recounting this path to insight so that you can see how such things unfold. You might say: “That is something personal.” — But in this case, the personal aspect is actually quite objective. And if anything has been criticized about my Occult Science, it is that it is written like a mathematics textbook—that I did not attempt to introduce anything subjective into it, but rather wrote this entire process, as I have just described it, with mathematical detachment. But that is how it is. It came about by carrying the way of thinking—which has existed since Copernicus, Galileo, and so on, and which was so deeply explored by Goethe—into the same state of mind that one otherwise has in the realm of imagination. Through this, it became possible to carry this realm, which had always been accessible to the initiates, forward in time, all the way to Saturn. So perhaps you can see from this example how important it is to proceed in these matters not in a nebulous way, but quite clearly and with composure—to bring composure precisely where a loss of composure would otherwise easily set in. So here we have an example where the dream life, which otherwise affects only the ego, affects the astral body.
[ 17 ] Und ich möchte auf die Frage: Worin besteht denn nun der Unterschied zwischen der modernen Naturwissenschaft und dem, was ich in meinem Buche «Geheimwissenschaft» gegeben habe antworten: Der Unterschied besteht darinnen, daß der moderne Naturdenker nur an das Ich sich wenden kann, sofort ins Träumen kommt, wenn er aus dem Ich herauskommt, und ich konnte dem Astralleib sagen, was die Naturforscher für Vorstellungen haben; dadurch konnte der Astralleib hineindringen in die Welten, die ich zu beschreiben hatte. Das ist ein Weg, der Ihnen ganz exakt beschrieben werden kann und der Ihnen, als Beispiel, als Exempel vielleicht viel genauer zeigen wird, wie die richtigen Wege sind gegenüber den falschen, als irgend etwas anderes.
[ 17 ] And I would like to answer the question: What, then, is the difference between modern natural science and what I have presented in my book Occult Science: The difference lies in the fact that the modern natural scientist can turn only to the “I”; as soon as he steps outside the “I,” he immediately falls into a dreamlike state, whereas I was able to convey to the astral body the concepts held by natural scientists; through this, the astral body was able to penetrate the worlds I had to describe. This is a path that can be described to you in great detail and that, as an example, will perhaps show you much more precisely than anything else how the right paths differ from the wrong ones.
[ 18 ] Die Überwindung der Karikatur naturwissenschaftlicher Methoden zur Erforschung des Mediumismus und Somnambulismus
[ 18 ] Overcoming the Caricature of Scientific Methods Used to Study Mediumship and Somnambulism
[ 19 ] Nun, der polarisch entgegengesetzte Zustand gegenüber dem Traumzustand ist der Zustand des Somnambulismus oder Mediumismus. Der Träumer lebt ganz in seinem Ich und astralischen Leib; wenn er auch im astralischen Leib keine bewußten Wahrnehmungen hat, so lebt er doch darinnen. Der Träumer lebt ganz in seinem Ich und in seinem Astralleib, außerhalb seines physischen und Ätherleibes. Er ist also versenkt, vertieft in seine eigene Wesenheit, und, da die eigene Wesenheit zusammenhängt mit Welten, von der eigenen Wesenheit aus in Welten [und damit in gewissem Grade auch in den physischen Organismus]. Also der Träumer taucht sozusagen unter in seine eigene Wesenheit und dadurch in die Welt. Das genau Entgegengesetzte ist beim Medium und beim Somnambulen der Fall. Man ist auch nur in einem somnambulen und in einem mediumistischen Zustand, wenn man mit seinem Ich und astralischen Leibe heraus ist außer dem physischen und Ätherleib; aber dann ist, wie ich Ihnen gestern ausgeführt habe, Ich und astralischer Leib durchdrungen von einer fremden Wesenheit.
[ 19 ] Now, the state that is the polar opposite of the dream state is the state of somnambulism or mediumship. The dreamer lives entirely within his ego and astral body; even if he has no conscious perceptions while in the astral body, he still lives within it. The dreamer lives entirely within his “I” and his astral body, outside of his physical and etheric bodies. He is thus immersed, deeply absorbed in his own being, and—since his own being is connected to the worlds—from his own being into the worlds [and thus, to a certain degree, also into the physical organism]. Thus, the dreamer, so to speak, dives into his own being and thereby into the world. The exact opposite is the case with the medium and the somnambulist. One is also only in a somnambulistic or mediumistic state when one has stepped outside the physical and etheric bodies with one’s ego and astral body; but then, as I explained to you yesterday, the ego and astral body are permeated by a foreign entity.
[ 20 ] So haben wir das Medium oder die Somnambule da mit ihrer physischen Wesenheit; aber außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist das Ich und der astralische Leib. Da ist das Ich unterdrückt, geknechtet, und der Astralleib auch, denn ein anderes Wesen, wie ich gestern beschrieben habe, sitzt darinnen. Dadurch kann aber auch das Medium nicht in der richtigen Weise zurückwirken auf den physischen und Ätherleib. Denn auch wenn wir zum Beispiel im Schlafe sind, im traumlosen Schlafe, wirken wir zurück auf den physischen Leib und Ätherleib. Wir durchdringen gewissermaßen im Wachzustand physischen Leib und Ätherleib von innen, im Schlafzustand schützen wir sie von außen. Das hört auf beim Somnambulen. Das Medium, die Somnambule, sie können sich nicht kümmern um ihren physischen und Ätherleib. Die sind sozusagen verlassenes Gebiet. Das ist das Eigentümliche des Mediums, des Somnambulen, daß physischer und Ätherleib verlassenes Gebiet sind.
[ 20 ] So here we have the medium or the somnambulist with her physical body; but outside the physical and etheric bodies lie the “I” and the astral body. There, the “I” is suppressed and subjugated, as is the astral body, for another being—as I described yesterday—resides within it. Consequently, the medium is also unable to exert the proper influence on the physical and etheric bodies. For even when we are asleep, for example—in dreamless sleep—we exert an influence on the physical and etheric bodies. In a sense, when we are awake, we permeate the physical and etheric bodies from within; when asleep, we protect them from without. This does not occur in the case of somnambulists. The medium, the somnambulist, cannot take care of her physical and etheric bodies. They are, so to speak, abandoned territory. This is the distinctive feature of the medium, of the somnambulist: that the physical and etheric bodies are abandoned territory.
[ 21 ] Wenn wir den Menschen, der seine für unsere heutige menschliche Gegenwart normale Seelenverfassung hat, betrachten, so haben auf seinen physischen und Ätherleib nur die Kräfte der Mineralien und der Pflanzen Einfluß; nichts anderes, nur die Kräfte der Mineralien und der Pflanzen. Wenn nicht die Kräfte der Mineralien, also auch der mineralischen Erde, auf unseren physischen Leib wirkten, könnten wir nicht gehen, uns nicht bewegen, denn das sind die physischen Kräfte, deren wir uns bedienen. In die dürfen wir hineinkommen; das ist normaler Zustand. Aber die dürfen nicht in den Ätherleib hereinkommen.
[ 21 ] When we consider a human being whose state of soul is normal for our present-day human existence, only the forces of minerals and plants influence his physical and etheric bodies; nothing else—only the forces of minerals and plants. If the forces of minerals—and thus also of the mineral earth—did not act upon our physical body, we could not walk or move, for these are the physical forces we make use of. We are allowed to enter into them; that is the normal state. But they must not enter the etheric body.
[ 22 ] Ebenso ist es bei den Pflanzen. Sie dürfen in gewissem Sinne noch auf den Ätherleib wirken, aber nicht allzu stark. Aber nicht die Kräfte, die in den Tieren die Empfindung bewirken, und auch nicht die Kräfte des anderen Menschen dürfen auf den physischen Leib des Menschen und namentlich auf den Ätherleib einwirken. Weil physischer Leib und Ätherleib beim Medium, beim Somnambulen verlassen sind, wirken die tierischen und irdisch-menschlichen Kräfte auf den Somnambulen, auf das Medium. Sie werden suggestiv beeinflußt.
[ 22 ] The same is true of plants. In a certain sense, they may still act upon the etheric body, but not too strongly. However, neither the forces that give rise to sensation in animals nor the forces of other human beings may act upon the human physical body—and especially not upon the etheric body. Because the physical body and the etheric body are abandoned in the medium and the somnambulist, the animal and earthly-human forces act upon the somnambulist and the medium. They are influenced suggestively.
[ 23 ] Ebenso wie sich der Gedanke aus dem Traume hineinsenkt, so senkt sich jetzt der Wille aus dem Menschen heraus in die Umgebung hinein. Und wir können dem Somnambulen, dem Medium suggerieren, es soll gehen. Wir können ihm suggerieren, wenn wir ihm eine Kartoffel geben, es sei eine schmackhafte Birne und so weiter. Wir gelangen unmittelbar als Menschen suggestiv an Medien und an Somnambule in bezug auf den physischen und dadurch auf den Ätherleib heran. Und die Somnambule und das Medium tragen in ihrem Ätherleib ihre physische Umgebung in sich, die sie nur in ihrem physischen Leib in sich tragen sollen, wie es beim normalen Menschen der Fall ist. So ist der normale Mensch traumhaft hingegeben an die innere Geisteswelt. Und so ist die Somnambule, das Medium, hingegeben an die äußere Naturwelt.
[ 23 ] Just as thought sinks down from the dream, so now the will sinks out of the human being and into the surroundings. And we can suggest to the somnambulist or the medium that they should walk. We can suggest to them, when we give them a potato, that it is a tasty pear, and so on. As human beings, we can directly influence mediums and somnambulists through suggestion with regard to the physical body and, through it, the etheric body. And the somnambulist and the medium carry their physical surroundings within their etheric bodies—surroundings that they should normally carry only within their physical bodies, as is the case with ordinary human beings. Thus, the normal person is dreamlike in their devotion to the inner spiritual world. And so the somnambulist and the medium are devoted to the outer natural world.
[ 24 ] Wiederum ist das, also medial zu sein, somnambul zu sein, ein normaler Zustand, wenn er eben normal ist; denn daß wir gehen, daß wir greifen, daß wir überhaupt im Raume etwas tun können, das ist ja eine magisch-somnambule Verrichtung bei jedem Menschen. Es darf nur nicht heraufkommen in den Ätherleib, es muß nur im physischen Leib verbleiben. Das Normale geht durchaus über in das Abnorme. Sehen Sie, so ist eigentlich der Träumende ganz in sich darinnen, das Medium und die Somnambule ganz aus sich heraus, und wir haben gewissermaßen wie Automaten den physischen Leib und den Ätherleib des Menschen vor uns im Medium und in der Somnambulen, können auf diese wirken, weil sie nicht versorgt werden vom eigenen Ich und vom eigenen Astralleib. Und dadurch wird, ebenso wie beim Träumenden eine Verbindung mit der inneren Geistwelt erzeugt wird, bei der Somnambulen und bei dem Medium eine Verbindung mit der äußeren Naturwelt erzeugt, mit der Welt der Gestaltung, mit der Welt der Bildentstehung, mit alldem, was anschaulich ist, was räumlich ist, was zeitlich ist.
[ 24 ] Again, this—that is, being mediumistic, being somnambulistic—is a normal state, if it is indeed normal; for the fact that we walk, that we grasp, that we can do anything at all in space—that is, after all, a magical-somnambulistic act in every human being. It just must not rise into the etheric body; it must remain within the physical body. The normal does indeed merge into the abnormal. You see, the dreamer is actually completely absorbed within themselves, while the medium and the somnambulist are completely outside of themselves; and we have, as it were, the physical body and the etheric body of the human being before us in the medium and the somnambulist—like automatons—and can act upon them because they are not sustained by their own “I” or their own astral body. And through this, just as a connection to the inner spiritual world is established in the dreamer, a connection to the outer natural world is established in the somnambulist and the medium—to the world of form, to the world of image formation, to everything that is visual, spatial, and temporal.
[ 25 ] Wenn man in die Traumeswelt hinuntertaucht, taucht man in das Gestaltenlose, in das ewig Sich-Verwandelnde ein. Wenn man in die Welt, in der die Somnambule unter suggestivem Einfluß den Willen ausübt, eindringt, wenn also der physische Leib und der Ätherleib in diese Welt eindringen, so ist alles bestimmt, konturiert; mit ungeheurer Exaktheit wird eigentlich alles ausgeführt, was durch äußeren Einfluß geschieht. Das ist die dem Träumenden ganz entgegengesetzte Welt, das ist gewissermaßen ein realisiertes, ein äußerliches, naturhaft hergestelltes Träumen, wo im Tun geträumt wird, statt daß sonst nur im inneren Erleben geträumt wird. Dieser Gegensatz, der ist nun auch bedeutsam und von höchstem Interesse, wenn man ihn betrachtet vom Initiatenstandpunkte aus. Der Initiat hat, wie ich Ihnen sagte, seine Schwierigkeiten, wenn er da untertaucht in die Traumwelt, um sie imaginativ zu durchströmen; seine Schwierigkeiten hat er, weil er ja das Gefühl hat, die Schwere geht verloren, das Gewicht geht verloren, alle die Dinge der Außenwelt, die festen Boden geben, die gehen verloren.
[ 25 ] When one plunges into the world of dreams, one plunges into the formless, into that which is eternally transforming. When one enters the world in which the somnambulist exercises her will under suggestive influence—that is, when the physical body and the etheric body enter this world—everything is predetermined and defined; in fact, everything that occurs through external influence is carried out with tremendous precision. This is the world that is entirely opposed to that of the dreamer; it is, so to speak, a realized, external, naturally produced form of dreaming, where one dreams through action rather than, as is usually the case, through inner experience alone. This contrast is also significant and of the utmost interest when viewed from the initiate’s standpoint. As I told you, the initiate faces difficulties when he immerses himself in the dream world to flow through it imaginatively; he faces these difficulties because he has the sensation that heaviness is lost, weight is lost, and all the things of the external world that provide solid ground are lost.
[ 26 ] Wenn der Initiat sich einlebt — und er muß sich nun bewußt einleben, er muß ein Bewußtsein dafür entwickeln, so herauszugehen, wie unbewußt die Somnambule herausgeht in die Welt —, dann hat er das Gefühl, daß er in jedem Moment bewußtlos werden kann, das Bewußtsein verlieren kann. Das ist ja der Fall, dieses fortwährende in der Möglichkeit stehen, das Bewußtsein zu verlieren. Man hat immer die Notwendigkeit, sich stramm, straff innerlich zu halten, damit das Bewußtsein ja nicht verlorengeht.
[ 26 ] When the initiate immerses himself in this state—and he must now do so consciously; he must develop an awareness of stepping out in the same way that the somnambulist unconsciously steps out into the world—then he has the feeling that at any moment he could lose consciousness, could slip into unconsciousness. That is indeed the case—this constant state of being on the verge of losing consciousness. One always feels the need to remain inwardly alert and focused so that consciousness is not lost.
[ 27 ] Ich möchte sagen, geht man in dieser Welt vor, so muß man sich als Initiat so vernünftig bewegen in dieser Welt, wie sich sonst leidlich vernünftige, anständige Menschen in unserer Welt bewegen. Ich möchte sagen, man darf es dem Initiaten nicht ansehen, daß, während er zwischen Menschen und Tieren und Steinen durchgeht, er zugleich in einer geistigen Welt ist, wo er mit vollem Bewußtsein drinnensteht. Denn würde er einen Augenblick nur meinen, er habe jetzt keine Füße, sondern er fliege da durch diese Welt, so würde er sehr, sehr leicht in allerlei Allüren hineinkommen, wodurch ihn die Mitmenschen bedenklich finden würden. Sie würden sagen: Was ist denn das für ein Verrückter! — Das kann geschehen, wenn er nicht innerlich straff und stramm sich hält, um das volle Bewußtsein zu behalten beim Durchgehen durch die geistige Welt, die überall da ist, wie die physisch-sinnliche da ist.
[ 27 ] I would like to say that when one moves through this world, one must, as an initiate, conduct oneself as sensibly in this world as reasonably sensible, decent people otherwise do in our world. I would like to say that one must not be able to tell by looking at the initiate that, while he walks among people, animals, and stones, he is at the same time in a spiritual world, where he stands with full consciousness. For if he were to think for even a moment that he no longer has feet but is flying through this world, he would very, very easily fall into all sorts of affectations, causing his fellow human beings to regard him with suspicion. They would say: “What kind of madman is that!” — This can happen if he does not keep himself inwardly firm and steady in order to maintain full consciousness while passing through the spiritual world, which is everywhere, just as the physical-sensory world is.
[ 28 ] Sehen Sie, hier eröffnet sich ein Gebiet, das nun nicht die Domäne der Theosophischen Gesellschaft geworden ist, sondern ein Gebiet, über das sich solche «höher geartete» Naturforscher hergemacht haben, das man nennt das Gebiet für psychische Forschung, Psychical research und so weiter. Es ist das ein Gebiet, wo diejenigen Menschen, die naturwissenschaftlich sonst vorgebildet sind, aber in der Naturwissenschaft weniger leisten können, statische Aufnahmen machen über solche Dinge, mit Medien Versuche machen, um dahinterzukommen, wie es in der geistigen Welt ist. Da wird in allerlei Gesellschaften und von allerlei Gesichtspunkten aus eben ein Gebiet geschaffen, wo man nun von außen erforschen will, wie das vor sich geht, wenn der Mensch nicht mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein seine Glieder bewegt oder sich verhält, sondern mit herabgedämpftem oder ganz ausgelöschtem Bewußtsein, wo andere Wesen sich seiner Seele bemächtigt haben. Da wird dann registriert, was andere Menschen tun, in denen das Bewußtsein so heruntergedämpft ist.
[ 28 ] You see, this opens up a field that has not become the domain of the Theosophical Society, but rather a field that such “higher-order” natural scientists have taken up—what is called the field of psychical research, and so on. It is a field where people who are otherwise trained in the natural sciences but are less capable in that area make systematic observations of such phenomena and conduct experiments with mediums in order to discover what the spiritual world is like. In all sorts of societies and from all sorts of perspectives, a field is being created where one now seeks to investigate from the outside how things unfold when a person moves their limbs or behaves not with their ordinary consciousness, but with a consciousness that is subdued or completely extinguished—a state in which other beings have taken possession of their soul. They then record what other people do when their consciousness is so subdued.
[ 29 ] Wir haben es sogar erlebt, daß für diese Art von Forschung begeisterte Leute die Anforderung gestellt haben, ich selber soll mich mit alledem, was ich der Welt zu sagen habe, in ihren Laboratorien zur Verfügung stellen, damit sie nun auch von außen erforschen können, was da vor sich geht, was da als innere Welt vor sich geht. Es ist ungefähr so gescheit, wie wenn einer kommt und sagt: Von Mathematik verstehe ich nichts, ich kann also nicht sagen, ob das, was der Mathematiker behauptet, richtig oder falsch ist; aber er soll zu mir in mein psychisches Laboratorium gehen, da werde ich Versuche mit ihm machen und ausprobieren, ob er ein großer Mathematiker ist.
[ 29 ] We have even seen cases where people enthusiastic about this kind of research have demanded that I, with everything I have to say to the world, make myself available in their laboratories so that they, too, can study from the outside what is going on there—what is happening in that inner world. That’s about as sensible as if someone were to come along and say: I don’t understand anything about mathematics, so I can’t say whether what the mathematician claims is right or wrong; but he should come to my psychological laboratory, where I’ll conduct experiments on him to see if he’s a great mathematician.
[ 30 ] Ungefähr so ist es. Ich weise damit also hin auf eine Domäne in der Gegenwart, wo man auch die Welt des Somnambulen, des Mediumistischen von außen durch die Karikatur der naturwissenschaftlichen Methode erforschen will, nicht eigentlich auf das Innere eingehen will. Denn ginge man auf das Innere ein, würde man sehen, daß man da im Medium und der Somnambulen ein Äußeres vor sich hat, einen Automaten des physischen und Ätherleibes, daß man also gar nicht eigentlich das Geistige erforscht, sondern daß dasjenige, was man erforschen will, verlassen hat, das, was man vor sich hat. Aber in diese feineren Eigentümlichkeiten der geistigen Welt wollen eben die Menschen nicht hineinsehen. Sie wollen sehr häufig nicht nur durch innere Erlebnisse, sondern in äußerlicher Anschauung das Geistige vor sich haben. Im äußeren sichtbaren, sinnlichen Wirken wollen sie das Geistige vor sich haben.
[ 30 ] That’s roughly how it is. I am thus pointing to a realm in the present where people seek to explore the world of somnambulism and mediumship from the outside through a caricature of the scientific method, rather than actually delving into its inner nature. For if one were to delve into the inner realm, one would see that what one has before one in the medium and the somnambulist is an outer form—an automaton of the physical and etheric bodies—and that one is therefore not actually investigating the spiritual, but rather that which one seeks to investigate has departed from what one has before one. But people simply do not want to look into these finer characteristics of the spiritual world. Very often, they want to have the spiritual before them not only through inner experiences but also through external observation. They want to have the spiritual before them in the external, visible, sensory activity.
[ 31 ] Das tritt manchmal noch in anderer Weise hervor. Das tritt hervor, indem solche Dinge auftreten, wie sie ja auch dann später gerade in der Zeit, als ich diesen Weg da durchgemacht habe, respektive dargestellt habe, in der Theosophischen Gesellschaft aufgetreten sind, wo man die geistige Gestalt des Christus in einer physischen Persönlichkeit gesucht hat. Man wollte in der äußeren physischen Welt ein unmittelbares Geistiges haben.
[ 31 ] This sometimes manifests itself in other ways as well. It manifests itself through occurrences such as those that later took place—precisely during the time when I was going through this process, or rather, describing it—within the Theosophical Society, where people sought the spiritual form of Christ in a physical personality. People wanted to have something spiritual that was directly accessible in the outer, physical world.
[ 32 ] Die Kunst als Brücke von der Materie zum Geist
[ 32 ] Art as a Bridge from Matter to Spirit
[ 33 ] Man muß die physische Welt physische Welt sein lassen und das Geistige da suchen, wo es ist, allerdings auch da, wo die physische Welt ist, aber eben in den Sphären, die die physische Welt durchdringen und die geistig sind. Aber hier liegt noch ein anderes Gebiet. Und der Mensch in seinem gesunden Zustande fühlt sich schon berufen, die Brücke zu schlagen zwischen dem einen und dem anderen Gebiete, zwischen dem Gebiete innerlichen Erlebens und äußerlichen Anschauens, zwischen der Welt, in der abnorm der Träumende ist, und der Welt, in der abnorm das Medium oder die Soemnambule ist. Bringt man beide Welten zusammen, befruchtet sie gegenseitig, dann entsteht die Kunst. Denn in der Kunst wird dasjenige, was äußerlich sinnlich wahrnehmbar ist, durchgeistigt, mit den Impulsen der geistigen Welt durchsetzt; dasjenige, was innerlich seelisch wahrnehmbar ist, wird in einer äußerlichen Verkörperung dargestellt.
[ 33 ] One must let the physical world be the physical world and seek the spiritual where it is—admittedly, also where the physical world is, but precisely in the spheres that permeate the physical world and are spiritual. But there is yet another realm here. And human beings, in their healthy state, already feel called upon to build a bridge between these two realms—between the realm of inner experience and that of outer perception, between the world in which the dreamer is in an abnormal state and the world in which the medium or somnambulist is in an abnormal state. When these two worlds are brought together and mutually enrich one another, art emerges. For in art, that which is outwardly perceptible to the senses is spiritualized, interwoven with the impulses of the spiritual world; that which is inwardly perceptible to the soul is represented in an outward embodiment.
[ 34 ] Während daher die Theosophische Gesellschaft sich damit befaßte, eine äußerliche physische Wesenheit als Geistwesenheit hinzustellen, waren wir in der Anthroposophischen Gesellschaft dazu gedrängt, die okkulte Strömung in die Kunst einlaufen zu lassen. Die Mysterien entstanden. Die Eurythmie entstand. Die Sprachgestaltung wurde ausgebildet. All dasjenige, was in der anthroposophischen Bewegung da entstanden ist, ist aus diesem Impuls heraus entstanden, die Brücke zu schlagen herüber vom Geistigen ins Physische, so daß das Bewußtsein herüberspielt von der Welt, die der Träumende chaotisch betritt, zu der Welt, die die Soemnambule oder das Medium chaotisch betritt. In der Kunst wird beides bewußt ineinandergefügt.
[ 34 ] While the Theosophical Society was therefore concerned with presenting an external, physical entity as a spiritual being, we in the Anthroposophical Society were impelled to allow the occult current to flow into art. The Mysteries emerged. Eurythmy emerged. Eulogic Speech was developed. Everything that arose within the anthroposophical movement sprang from this impulse to build a bridge from the spiritual to the physical, so that consciousness moves from the world into which the dreamer enters chaotically to the world into which the somnambulist or medium enters chaotically. In art, the two are consciously woven together.
[ 35 ] Und das wird man einmal einsehen. Man wird einsehen, was gemeint ist, daß zum Beispiel durch diese besonderen Bestrebungen die Sprachgestaltung, wie sie durch Marie Steiner geübt wird, wiederum zurückgebracht werden soll auf diejenige Stufe, die sie einmal gehabt hat, als die Menschen noch instinktiv geistig waren. Da galt Rhythmus, Takt im Sprechen mehr als der äußerliche abstrakte Wortausdruck. Das muß wieder zurückerobert werden. Und in der Eurythmie wird wieder zurückerobert der bewegte Mensch, der sich vor uns evolviert, wie der Mensch ist als geistig-seelische Wesenheit. Das ist dasjenige, was Sie in der Eurythmie sehen.
[ 35 ] And one day people will come to understand this. They will come to understand what is meant by the idea that, for example, through these special efforts, speech formation—as practiced by Marie Steiner—is to be restored to the level it once had, when people were still instinctively spiritual. Back then, rhythm and cadence in speech were more important than the external, abstract expression of words. That must be reclaimed. And in eurythmy, the moving human being—who unfolds before us as a spiritual-soul being—is reclaimed. That is what you see in eurythmy.
[ 36 ] Und so haben wir in der Kunst zunächst diese Brücke zu schlagen gehabt von der Welt, an die der Träumende heranstreift, zu der Welt, in der die Somnambule, das Medium herumhopsen und herumstolpern, ungeschickt sich herumbewegen. In unserer gegenwärtigen materialistischen Zeit steht der Träumende einsam sinnend da und weiß nichts von Gestaltungen, von stofflichen Formen, die Geistiges ausdrücken und offenbaren. Und die Somnambulen gehen herum gleichgültig, ob sie als Medien verehrt werden, oder ob sie im Bolschewismus reine Staatstheorien machen und gleich wie die Medien in der Welt allerlei Dinge realisieren —, sie gehen in der gegenwärtigen Welt herum und ahnen nichts vom Geistigen. Das ist das Wesentliche, daß wiedergefunden werde die Brücke vom Geist in die Materie, von der Materie zum Geiste hinüber. Im Künstlerischen handelt es sich zunächst darum, diese Brücke zu schlagen, nicht mehr bloß in der äußeren Welt herumzustolpern und herumzuhopsen, sondern durch geistige Bewegungen, die nicht die gewöhnlichen sind, Sinn dafür zu bekommen.
[ 36 ] And so, in art, we first had to build this bridge from the world the dreamer drifts toward to the world in which the somnambulist and the medium hop about, stumble around, and move about clumsily. In our present materialistic age, the dreamer stands there alone, lost in thought, knowing nothing of forms—of material shapes that express and reveal the spiritual. And the somnambulists go about indifferently, whether they are revered as mediums or whether, under Bolshevism, they formulate pure state theories and—just like the mediums in the world—bring all manner of things into being—they go about in the present world, suspecting nothing of the spiritual. This is the essential point: that the bridge from spirit to matter, and from matter to spirit, be rediscovered. In the arts, the first task is to build this bridge—no longer merely stumbling and hopping about in the outer world, but rather gaining a sense of it through spiritual movements that are not the ordinary ones.
[ 37 ] So sehen Sie den wahren, den inneren Anfang des Eurythmischen als Initiatenimpuls, und alles dasjenige, was bei uns als Kunst in der Sprachgestaltung geübt wird, ist auch aus diesem Impulse heraus. Und wenn demnächst der Kursus in Dornach über dramatische Kunst gehalten wird, wird versucht werden, auch die Schauspielkunst wieder zurückzuführen darauf, daß auf der Bühne Geistiges sein wird. Lange Zeit hat man nur nachgedacht darüber, wie man möglichst so wie im gewöhnlichen Leben den Schauspieler auf die Bühne stellen soll. Nur komisch waren die Diskussionen in den neunziger Jahren, wo man darüber diskutierte, und sich schließlich für das Naturalistische entschied, ob die Schillerschen Gestalten mit den Händen in der Hosentasche, weil ja das einmal Mode geworden ist, ob die auch auf der Bühne in dieser Weise ihre heroenhaften Sentenzen, sagen wir, aussprechen sollen!
[ 37 ] Thus you see the true, inner origin of eurythmy as an initiatory impulse, and everything that is practiced among us as art in speech formation also springs from this impulse. And when the course on dramatic art is held in Dornach in the near future, an attempt will be made to trace the art of acting back to the idea that the spiritual must be present on stage. For a long time, people thought only about how to present the actor on stage in a way that resembled ordinary life as much as possible. It was quite comical, the discussions in the 1890s, when people debated this and ultimately opted for naturalism—whether Schiller’s characters, with their hands in their pockets (since that had once become fashionable), should also deliver their heroic lines in this manner on stage!
[ 38 ] Sie sehen, es gibt viel Anlaß, den Weg zu finden hinein in ein richtiges Erforschen der geistigen Welt. Und derjenige, der auf dem Gebiete der Kunst sich eröffnet, der ist ein wahrhaft nicht ganz unrichtiger Weg.
[ 38 ] As you can see, there are many reasons to seek a path toward a genuine exploration of the spiritual world. And for those who open themselves up to the realm of art, this is truly not an entirely wrong path.
[ 39 ] War es so von einer ganz besonderen Bedeutung, von der alten Initiatenwissenschaft, die sich versenkt hatte in die Mysterien des Mondes mit alledem, was dazugehört, vorzudringen zu demjenigen, was nur durchdrungen werden kann, wenn die Errungenschaften, aber ich meine jetzt die seelischen Errungenschaften der Naturwissenschaft, hineinimprägniert werden in den Seelenzustand, der okkult erkennen kann, war das von einer ungeheuren Bedeutung, so ist es auf der anderen Seite von nicht minder großer Bedeutung, daß die unklaren, dilettantischen Versuche, die gemacht werden, um dem beizukommen, was nach Entgeistigung, wie es bei der Somnambulen und dem Medialen der Fall ist, sich dennoch unter geistigem Einflusse in den Formen des Geistigen bewegt —, es war nicht minder wichtig, dies zum besonderen Gebiete des Forschens zu machen. Denn diese beiden Wege müssen ja eigentlich als einer angesehen werden: das Durchstoßen von innen aus durch die besonnen gewordene Traumeswelt, und das bewußte Erfassen der Außenwelt, die die Naturwissenschaft nur durch ihre mineralischen Eigenschaften erfaßt, die auf eine dilettantische Weise erforscht werden sollen durch die sogenannte psychische Forschung, Psychical research. Es ist ein Wichtiges, gerade weil wir im naturwissenschaftlichen Zeitalter leben, auch diesen Weg der geistigen Forschung zu gehen, auch das andere Gebiet, das polarisch den Träumen entgegengesetzte Gebiet, geistig zu durchforschen.
[ 39 ] If it was of such special significance for the ancient science of the Initiates—which had immersed itself in the mysteries of the Moon and all that pertains to it—to advance toward that which can only be penetrated when the achievements—and here I mean the spiritual achievements of natural science—are imbued into the state of the soul capable of occult perception, was of immense significance; on the other hand, it is of no less significance that the vague, amateurish attempts made to address what, following a loss of spiritual connection—as is the case with somnambulists and mediums—nevertheless moves under spiritual influence in the forms of the spiritual— it was no less important to make this a specific field of research. For these two paths must actually be regarded as one: the breaking through from within the now-sobered-up world of dreams, and the conscious grasping of the external world, which natural science grasps only through its mineral properties—properties that are to be investigated in an amateurish manner through so-called “psychical research.” It is important, precisely because we live in the age of natural science, to also follow this path of spiritual research, to also explore spiritually the other realm—the realm that is polar opposites to the realm of dreams.
[ 40 ] Wenn wir eine Somnambule, ein Medium vor uns haben, dann geschieht ja durch die Somnambule und das Medium nicht etwas, was wir gewöhnt sind aus dem gewöhnlichen Leben. Die Somnambule schreibt nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch schreibt, bewegt sich nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch sich bewegt, spricht nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch spricht, schmeckt nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch schmeckt, weil astralischer Leib und Ich heraus sind aus dem physischen und Ätherleib und wir es zu tun haben mit einem physischen und Atherleib, die verlassen sind, und die nun unter dem Einfluß des Kosmos stehen, dem Einfluß des Kosmos hingegeben sind. Wir haben es also da mit Offenbarungen des Physischen und des Ätherischen zu tun, die nicht die gewöhnlichen Naturwirkungen sind, die aus dem Geistigen, aus der geistigen Welt herrühren. Denn es ist schließlich ja im Prinzip einerlei, ob ich vor einem Medium stehe und ihm etwas suggeriere, oder ob das Medium irgendeinem Sterneneinfluß hingegeben ist und den aufnimmt in den Ätherleib oder einen klimatischen Einfluß oder den Einfluß eines Metalles und so weiter.
[ 40 ] When we are in the presence of a somnambulist or a medium, what happens through them is not something we are accustomed to in ordinary life. The somnambulist does not write as an ordinary person writes, does not move as an ordinary person moves, does not speak as an ordinary person speaks, does not taste as an ordinary person tastes—because the astral body and the “I” have withdrawn from the physical and etheric bodies, and we are dealing with a physical and etheric body that have been left behind, and which are now under the influence of the cosmos, surrendered to the influence of the cosmos. We are thus dealing with manifestations of the physical and the etheric that are not the ordinary natural phenomena, but rather those arising from the spiritual, from the spiritual world. For, after all, in principle it makes no difference whether I stand before a medium and suggest something to them, or whether the medium is subject to some stellar influence and absorbs it into the etheric body, or to a climatic influence, or the influence of a metal, and so on.
[ 41 ] Wir haben eine Organisation vor uns in dem Medium, die in magischer Weise Geistigem hingegeben ist. Das müssen wir ins Auge fassen. Da kann man dann nicht diese Wirkungen, ohne daß man das Geistige schon hat, studieren, wie es die Gesellschaften für äußere psychische Forschungen machen möchten, die in äußerlicher Weise damit experimentieren wollen. Da muß man hineinschauen in den geistigen Zusammenhang. Da muß man das, was dadurch das Medium oder die Somnambule oder sonst durch den Menschen vorgeht, als Vordergrund haben und im Hintergrund dasjenige sehen, was als Geistiges vorhanden ist.
[ 41 ] We are dealing with an organization within the medium that is, in a magical sense, devoted to the spiritual. We must take this into account. One cannot study these phenomena—without already possessing a spiritual perspective—as the societies for external psychic research would like to do, since they seek to experiment with them in a purely external manner. One must look into the spiritual context. One must focus on what takes place through the medium, the somnambulist, or any other human being, and see in the background what is present as the spiritual.
[ 42 ] Aber alle diese Wirkungen, die im Medium auftreten, in der Somnambulen auftreten, sind verwandt mit anderen medialen Erscheinungen. Wenn Sie hier ein Medium sitzen haben und das in einem bestimmten Zustande unter Menscheneinfluß oder unter kosmischem Einfluß dies oder jenes vollführt, das heißt eigentlich, wenn hier ein physischer und ein Ätherleib dies oder jenes vollführen, dann ist das vorübergehend, temporär ganz dasselbe, was, durch etwas anderes bedingt, bewirkt wird in den giftigen Pflanzen, durch die der Mensch in gewisser Weise erkrankt. Es ist nur, ich möchte sagen, die äußere vorübergehende Maske der Krankheit, die in dem somnambulen, in dem mediumistischen Zustande auftritt. Und von einem gewissen Gesichtspunkte aus — das wird dann noch weiter auszuführen sein in den nächsten Vorträgen — kann man an den Erscheinungen des Mediumismus, an den Erscheinungen des Somnambulismus — man braucht es nicht, aber man kann es — wieder dasjenige sehen, was am kranken Menschen eigentlich dadurch vorliegt, daß in unnormaler Weise sein Ich und sein astralischer Leib irgendwie von einem Organ oder vom ganzen Organismus sich herausgezogen hat, und der Mensch so unter besondere geistige Einflüsse kommt.
[ 42 ] But all these effects that occur in the medium, in the somnambulist, are related to other mediumistic phenomena. If you have a medium sitting here who, in a certain state—whether under human influence or cosmic influence—performs this or that, that is to say, if a physical body and an etheric body perform this or that, then this is, for the time being, exactly the same as what is brought about by something else in poisonous plants, through which a person becomes ill in a certain way. It is merely, I would say, the outer, temporary mask of the illness that appears in the somnambulistic or mediumistic state. And from a certain point of view—which will be elaborated upon further in the next lectures—one can see in the phenomena of mediumship and somnambulism—it is not necessary, but one can—once again see what is actually present in the sick person: namely, that in an abnormal way, their ego and astral body have somehow withdrawn from an organ or from the entire organism, and the person thus comes under special spiritual influences.
[ 43 ] Sehen Sie, weil man in alten Zeiten eingesehen hat, daß dieser Zusammenhang besteht, waren immer die Mysterien verknüpft mit Medizinischem, und weil man damals nicht so neugierig war wie heute, hat man es nicht für nötig gehalten, sich viel mit Medien und Somnambulen zu befassen, deren Wirken man begriffen hat, wie man Krankheitszustände begriff. Man befaßte sich eben mehr von diesem Standpunkte aus, der im Medizinischen gegeben ist, mit diesen Dingen. Und das war ein Standpunkt, der wieder errungen werden muß.
[ 43 ] You see, because people in ancient times recognized that this connection exists, the mysteries were always linked to medicine; and because people back then were not as curious as they are today, they did not consider it necessary to concern themselves much with mediums and somnambulists, whose workings they understood just as they understood states of illness. These matters were simply approached more from this perspective, which is inherent in medicine. And that is a perspective that must be regained.
[ 44 ] Und was in dilettantischer Weise als der andere Weg gerade durch die Naturerscheinungen hineinkommt ins Geistige, der andere Weg, der in dilettantischer Weise da begangen wird, der muß in richtiger Weise verfolgt werden. Es muß dasjenige, was in der Welt ist und was sich insbesondere durch die pathologischen Zustände des Menschen und der Tiere äußert, in richtiger Art wiederum verfolgt werden. Dadurch wird man erst dazu kommen, dasjenige erforschen zu können, was die Gesellschaft für psychische Forschung erforschen möchte.
[ 44 ] And what is approached in an amateurish way as the other path—the one that leads into the spiritual realm directly through natural phenomena—that other path, which is pursued in an amateurish way, must be pursued in the proper manner. What exists in the world—and what manifests itself in particular through the pathological conditions of humans and animals—must be properly investigated. Only then will it be possible to explore what the Society for Psychical Research wishes to investigate.
[ 45 ] Und auch dieser Weg ist nun betreten worden auf dem Boden der anthroposophischen Bewegung. Er ist möglich geworden dadurch, daß die pathologischen Erscheinungen in der Art verfolgt werden können, daß sich aus ihnen heraus der Zugang zur geistigen Welt eröffnet. Das ist dadurch möglich geworden, daß im Zusammenarbeiten von mir und Dr. Ita Wegman dieser Weg, der verfehlt wird von den physischen Forschungen, in der richtigen Weise versucht wird zu gehen. Es ist das möglich dadurch, daß dieses Zusammenarbeiten sich ergeben hat dadurch, daß in Ita Wegman wirklich nicht bloß jene Erkenntnisse vorhanden sind, die der heutige Arzt erwirbt, sondern diejenigen intuitiv-therapeutischen Impulse, welche unmittelbar aus dem Krankheitsbilde heraus in die geistige Welt hineingehen und von da zur Therapie kommen.
[ 45 ] And this path, too, has now been embarked upon within the anthroposophical movement. It has become possible because pathological phenomena can be studied in such a way that they open up access to the spiritual world. This has become possible because, through my collaboration with Dr. Ita Wegman, we are attempting to follow this path—which is overlooked by physical research—in the proper manner. This is possible because this collaboration arose from the fact that Ita Wegman possesses not only the knowledge acquired by today’s physicians, but also those intuitive-therapeutic impulses that arise directly from the clinical picture, enter the spiritual world, and from there lead to therapy.
[ 46 ] Da aber liegt der Weg, das Gebiet zu durchforschen, auf das ich hier hindeute. Und so wird hier versucht, durch dieses Arbeiten die wirkliche initiierte Medizin auszubilden, die von selbst initiierte Naturwissenschaft ist. Auf diese Weise wird auch der andere, richtige Weg gegenüber den falschen Wegen vor die Welt hingestellt werden. Und man wird schon sehen an dem ersten Bande des Buches, das von Frau Dr. Wegman und mir zusammen geschrieben wird, das demnächst erscheinen wird und jetzt im Drucke ist, wie dieser Weg gegangen werden muß.
[ 46 ] But this is the path to exploring the field I am pointing to here. And so, through this work, an attempt is being made to develop true, initiated medicine, which is, in and of itself, an initiated natural science. In this way, the other, correct path will also be presented to the world in contrast to the false paths. And one will already see from the first volume of the book, which is being co-authored by Dr. Wegman and myself, which will be published shortly and is now in press, how this path must be followed.
[ 47 ] Sie sehen, daß sich an Beispielen am allerleichtesten zeigen läßt, wie die richtigen Wege sich von den falschen, von den irrtümlichen Wegen unterscheiden. Und auch darauf darf vielleicht hier im Zusammenhange hingewiesen werden. Wenn ich vorher gesagt habe, es muß ein Weg in die Kunst hinein eröffnet werden, der nun wiederum das Gebiet des Geistigen und das Gebiet des stofflich Geformten einander nahebringt, so muß ich sagen: Es scheint nach den Bedingungen der heutigen Zivilisation unmittelbar sogar das vorzuliegen, daß man erst den rechten Weg auch dazu finden wird, wenn der letztere Weg mit Bezug auf die Naturerscheinungen gegangen sein wird. — Denn es ist heute auf dem künstlerischen Gebiet die Menschheit so weit entfernt von jenem Brückenschlagen, von dem ich gesprochen habe, daß sie vielleicht erst dann überzeugt werden kann von dem Weben und Leben des Geistigen auch in der Kunst, wenn sie auf jene intensive Weise überzeugt werden kann von dem Wirken des Geistigen, das man besonders schauen kann in der Genesis des Pathologischen; wenn erst anschaulich geworden ist durch ein solches Wirken, wie das in dem Zusammenarbeiten von Ita Wegman und mir vorliegen wird, wenn erst ersichtlich sein wird, wie der Geist webt und lebt in der Materie, wie er sich in der Materie offenbart. Wenn man das auf dem Gebiete der Natur schauen wird, dann wird vielleicht auch der Enthusiasmus, der volle Enthusiasmus erwachen können dafür, daß das unmittelbar in der Kunst vor die Welt hingestellt werden soll.
[ 47 ] You can see that examples are the easiest way to show how the right paths differ from the wrong ones, from the erroneous paths. And perhaps this, too, is worth pointing out here in this context. If I said earlier that a path into art must be opened up—one that, in turn, brings the realm of the spiritual and the realm of the materially formed closer together—then I must say: Given the conditions of today’s civilization, it seems almost self-evident that the right path to this end will only be found once the latter path has been taken with regard to natural phenomena. — For in the artistic realm today, humanity is so far removed from the kind of bridge-building I have spoken of that it may only be convinced of the weaving and life of the spiritual in art once it has been convinced, in that intense way, of the workings of the spiritual—which can be seen particularly in the genesis of pathology; only when it has become vivid through such work as that which will emerge from the collaboration between Ita Wegman and myself, only when it becomes evident how the spirit weaves and lives within matter, how it reveals itself in matter. When this can be observed in the realm of nature, then perhaps the enthusiasm—the full enthusiasm—will also be able to awaken for the idea that this should be presented directly to the world through art.
[ 48 ] Ich werde dann morgen von diesen Dingen weiter sprechen.
[ 48 ] I'll talk more about these things tomorrow.

