Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Supplements to Member Lectures
GA 246

12 November 1910, Nuremberg

Translate the original German text into any language:

32. Moral und Karma

32. Morality and Karma

[ 1 ] Heute wird es mir obliegen, einiges zu sprechen über Moral und Karma, und morgen soll dann über die Erscheinung des Christus einiges gesagt werden von dem, was bisher darüber noch nicht gesprochen worden ist.

[ 1 ] Today, it will be my task to speak a little about morality and karma, and tomorrow, I will say a few words about the appearance of Christ—things that have not yet been discussed.

[ 2 ] Geisteswissenschaft wird eigentlich erst recht fruchtbar, wenn wir sie im Leben zu beobachten vermögen, wenn sie Leben in uns selber wird. Für gewöhnlich mögen ja die theosophischen Grundsätze als Lehren interessant sein, aber das, was wir im wahren Sinne des Wortes nennen «eine Überzeugung haben von der Wahrheit der geisteswissenschaftlichen Lehren», das ist theoretisch außerordentlich schwer zu erreichen. Richtig ist ja, dass alle auf dem Wege echter Geistesforschung gefundenen theosophischen Lehren mit dem Verstande geprüft und mit der Logik erkannt werden können; ein weiter Weg ist aber von der Aufnahme der geisteswissenschaftlichen Lehren bis dahin, dass sie überhaupt geprüft werden können. Viele unserer Zuhörer wollen sich den Weg erleichtern und nehmen die spirituellen Wahrheiten auf Autorität hin. Das ist entschieden bequemer. Aber andrerseits kann heute auch kaum noch anderes möglich sein für den größten Teil der Menschheit. Denn schwierig ist der Weg der eigenen Prüfung; der andere Weg - das Leben so wie es ist, zu beobachten -, ist leichter. Wenn aber Karma in seinen Gesetzen richtig ist, dann muss sich mir das Leben so gestalten, dass ich sehen kann, wie da Karma wirkt als Erlebnis und als Charaktererziehung. Die Bewahrheitung im Leben ist für die Erlangung einer Überzeugung leichter für den geistig Strebenden.

[ 2 ] Spiritual Science truly becomes fruitful only when we are able to observe it in life, when it becomes life within us. Of course, theosophical principles may generally be interesting as teachings, but what we call, in the true sense of the word, “having a conviction of the truth of teachings from Spiritual Science”—that is extremely difficult to achieve in theory. It is true that all theosophical teachings discovered through genuine spiritual research can be examined by the intellect and recognized through logic; but there is a long way from simply accepting the teachings of Spiritual Science to the point where they can even be examined. Many of our listeners want to make the path easier for themselves and accept spiritual truths on authority. That is decidedly more convenient. But on the other hand, today hardly anything else is possible for the vast majority of humanity. For the path of independent examination is difficult; the other path—observing life as it is—is easier. But if the laws of karma are correct, then life must unfold for me in such a way that I can see how karma works as experience and as a means of character development. Verification through life is easier for the spiritual seeker in gaining conviction.

[ 3 ] Wir wollen bei unserer heutigen Betrachtung ausgehen von zwei Eigenschaften, die weit verbreitet sind. Als moralische Eigenschaften haben die Menschen gegen diese immer ein sonderbares, instinktiv ablehnendes Gefühl gehabt. Neid und Lüge sind immer als eine besondere Verfehlung gegen die Moral angesehen worden. Sie werden dieses besondere Abneigungsgefühl daran besonders ermessen, dass — wie viele Fehler der Menschen Sie auch betrachten - Sie nirgends so stark dieses instinktive Gefühl der Ablehnung finden werden wie gegenüber Neid und Lüge. Große Menschen und kleine Menschen haben dieses Gefühl. Benvenuto Cellini, ein großer Mann, hat einmal die Äußerung getan, er sei überzeugt, dass er jeden Fehlers sich für fähig halte, aber keiner wirklichen Lüge sich entsinnen könne. Und Goethe empfand es auch als sich selbst gegenüber beruhigend, von sich sagen zu können, dass er niemals das Gefühl des Neides in seiner Seele gehabt habe. So ist in der einfachsten Menschenseele und in der großen Seele erlesener Geister instinktiv das Gefühl der Abwehr vorhanden gegen Neid und Lüge.

[ 3 ] In our discussion today, we will begin with two traits that are widespread. As moral traits, people have always harbored a peculiar, instinctive aversion to them. Envy and lying have always been regarded as particularly grave moral transgressions. You will be able to gauge the intensity of this aversion most clearly by the fact that—no matter how many human failings you consider—you will find nowhere else where this instinctive feeling of rejection is as strong as it is toward envy and lying. Both great and ordinary people share this feeling. Benvenuto Cellini, a great man, once remarked that he was convinced he was capable of any fault, but could not recall ever telling a real lie. And Goethe also found it reassuring to himself to be able to say that he had never harbored a feeling of envy in his soul. Thus, in the simplest human soul as well as in the great souls of distinguished minds, there exists an instinctive sense of aversion toward envy and lies.

[ 4 ] Ganz ohne Geisteswissenschaft zunächst ins Auge zu fassen, ist über die Untugenden von Neid und Lüge zu sagen, dass sie ganz sichtbar verstoßen gegen das, was ein Grundelement menschlichen Zusammenlebens bildet: Sie sind ein Verstoß gegen das Mitgefühl. Denn dieses soll nicht nur ein Miterleben des Schmerzes des andern sein, sondern auch ein solches des Wertes des andern. Der Mensch soll sich aufrichtig freuen können an dem Wert des andern.

[ 4 ] Setting aside Spiritual Science for the moment, it must be said of the vices of envy and lying that they quite clearly violate what constitutes a fundamental element of human coexistence: they are a violation of compassion. For compassion is not merely sharing in another’s pain, but also in another’s worth. A person should be able to take sincere joy in the worth of another.

[ 5 ] Mit dem Mitgefühl ist es noch nicht sehr weit her bei den Menschen. Es ist bei dem Mitgefühl noch sehr viel Egoismus. Von Herder wird zum Beispiel gesagt - er war ursprünglich zum Mediziner bestimmt -, dass er, als er das erste Mal einen Seziersaal betrat, ohnmächtig wurde, nicht aus Mitgefühl etwa, sondern aus Schwäche, aus Egoismus: Er konnte das nicht ertragen. Echtes Mitgefühl ist aber ein solches, das ausgeht nicht nur von dem Leid und Schmerz des andern, sondern von dem Werte jedes anderen Menschen. Selbstloser muss das Mitgefühl werden, Freude muss der Mensch empfinden können an dem Erfolg des anderen, an dem Emporkommen des anderen, hinschauen muss er können auf die Vorzüge des anderen ohne Bitternis. Der Grund, warum Mitgefühl ein Grundelement ist in allem seelischen Zusammenleben, liegt darin, dass alle seelischen Erlebnisse der Menschen zueinander in Bezug stehen. Der Neid verstößt gegen das Schätzen des Wertes des andern, und die Lüge erst recht. Wir schädigen mit Neid und Lüge den anderen in Bezug auf seine Wesenheit. Wir bringen uns durch Neid und Lüge in Widerspruch mit dem Gang der Welt, und wir verletzen durch beide die Gesetze des Weltenganges. Neid und Lüge können vom Menschen leicht als Fehler eingesehen werden, und er will sie an sich nicht dulden. Beide, Neid und Lüge, haben gewöhnlich okkulte Hintergründe. Gewisse geheimnisvolle Gesetze walten da, die sich unserer Beobachtung leicht entziehen und durch welche Neid und Lüge in veränderter Form beim selben Menschen in seinem späteren Leben auftreten können.

[ 5 ] People still have a long way to go when it comes to compassion. There is still a great deal of selfishness involved in compassion. It is said of Herder, for example—who was originally destined to become a physician—that when he first entered an autopsy room, he fainted, not out of compassion, but out of weakness, out of selfishness: he could not bear it. True compassion, however, is one that arises not only from the suffering and pain of others, but from the inherent worth of every human being. Compassion must become more selfless; people must be able to take joy in another’s success, in another’s rise to prominence; they must be able to look upon another’s virtues without bitterness. The reason why compassion is a fundamental element in all spiritual coexistence lies in the fact that all of people’s spiritual experiences are interrelated. Envy violates the appreciation of another’s worth, and lying does so even more so. Through envy and lying, we harm others in regard to their very being. Through envy and lying, we place ourselves in conflict with the course of the world, and through both we violate the laws governing the world’s order. Envy and lying can easily be recognized by people as faults, and they do not wish to tolerate them in themselves. Both envy and lying usually have occult backgrounds. Certain mysterious laws are at work here that easily elude our observation and through which envy and lying can reappear in altered forms in the same person later in life.

[ 6 ] Der Neid tritt nicht immer als bewusster, blasser Neid auf. Die Menschen wollten ihn gewiss von sich wegschaffen, wenn er ihnen bewusst wäre. Neid als solcher ist eine Eigenschaft des astralischen Menschen. Wir wissen, dass Gefühle, Leidenschaften und so weiter im astralischen Leibe des Menschen zu suchen sind. Die Leidenschaft, das Gefühl des Neides ist also in seinem Astralleibe. Und nun gibt es ein bestimmtes Gesetz, welches besagt, dass Eigenschaften, die in unserem Astralleibe auftreten und durch ihre Abscheulichkeit die Sehnsucht in uns erregen, sie uns abzugewöhnen, in unseren Ätherleib sich hineinschleichen und dann dort auftreten in täuschenden Formen. Und zwar zeigen sie sich in ganz bestimmten Urteilen, die wir über den andern fällen. Diese Urteile sind dann so, dass wir den andern nicht beneiden, sondern tadeln, alles an dem andern schlecht finden. Es ist ein geheimer Neid, der sich einschleicht in unseren Ätherleib; dort zeigt er sich als Urteil, das sich in dieser Weise auslebt. Wir sagen: Der hat das und das getan, der macht das so und so, und so weiter. Das Urteil scheint gerecht zu sein, aber in Wahrheit steckt der Neid dahinter. Was ist denn eigentlich geschehen? Ein ganz bedeutungsvoller Vorgang in der Menschennatur hat sich da vollzogen.

[ 6 ] Envy does not always manifest as a conscious, faint feeling of envy. People would certainly want to rid themselves of it if they were aware of it. Envy as such is a characteristic of the astral human being. We know that feelings, passions, and so on are to be found in the human astral body. The passion, the feeling of envy, is therefore in the astral body. And now there is a certain law which states that qualities that arise in our astral body and, through their repulsiveness, stir within us a longing to rid ourselves of them, creep into our etheric body and then manifest there in deceptive forms. Specifically, they manifest in very specific judgments we pass on others. These judgments are such that we do not envy the other person, but rather criticize them, finding fault with everything about them. It is a secret envy that creeps into our etheric body; there it manifests as a judgment that plays itself out in this way. We say: “He did this and that,” “He does it this way or that way,” and so on. The judgment seems just, but in truth, envy lies behind it. What has actually happened? A very significant process in human nature has taken place here.

[ 7 ] Wir wissen, dass das menschliche Seelenleben durch viele Inkarnationen hindurchgeht und dass es einen Zeitpunkt gegeben hat, wo als Versucher in dieses Seelenleben sich eingeschlichen haben Ahriman und Luzifer. Was sind nun heute noch Luzifer und Ahriman im Menschen? Ohne hellseherische Forschung kann man das nicht leicht finden, denn eine tiefe Wahrheit liegt in dem Ausspruch Goethes: «Den Teufel merkt das Völkchen nie, und wenn er es beim Kragen hätte.» Es ist nämlich wirklich so: Ableugnen lässt sich der Teufel, Mephistopheles, leicht vom modernen Gesichtspunkte aus, aber trotzdem leben sich aus in der Menschennatur Ahriman und Luzifer, Ahriman im Ätherleib und Luzifer im Astralleib des Menschen. Luzifer ist jene Macht, welche die menschliche Seele verführt in Bezug auf all das, was den Menschen hinabzieht und moralisch von seinem Ursprung entfernt, ihn in die Tiefen der irdischen Natur hineinschleudert, vor denen er sich hüten sollte. Luzifer ist eine Macht, die ihn hinabzieht in die Tiefe des Abgrunds der Leidenschaften. Ahriman dagegen ist der Geist der Lüge, des Irrtums, der das Urteil der Menschen verfälscht. Beide Mächte, Luzifer und Ahriman, stehen dem Menschheitsfortschritte feindlich gegenüber, können sich aber unter sich sehr gut vertragen. Der Neid ist nun eine Eigenschaft, in der die luziferische Macht im Menschen sich ausdrückt. Der Neid ist eine recht üble Eigenschaft, die Menschen haben auch deshalb eine Antipathie dagegen. Der Mensch sucht den Neid von sich loszubekommen, ihn wegzukriegen. Es sucht der Mensch, wenn er den Neid in sich erst einmal erkannt hat, den Kampf gegen Luzifer als den Urheber des Neides zu führen. Was tut nun Luzifer? Er übergibt die Sache einfach an Ahriman, und der trübt das menschliche Urteil. Wo Luzifer bekämpft wird im Astralleibe, da kommt es sehr leicht vor, dass Ahriman sich einschleicht in den Ätherleib: Dann entsteht die Trübung des Urteils über einen andern Menschen, und sie ist eine Lüge. Lügen aber ist eine ahrimanische Eigenschaft. Der Mensch hat auch gegen die Lüge eine Antipathie und sucht sie zu bekämpfen. Bei der Lüge tritt nun der andere Fall ein, dass, wenn sie bekämpft wird, Ahriman dem Luzifer das Regiment abgibt, - und da schleicht sich in den Astralleib des Menschen eine Eigenschaft ein, die als sehr, sehr starker Egoismus auftritt. Das ist dann zurückgehaltene Lügenhaftigkeit.

[ 7 ] We know that the human soul passes through many incarnations and that there was a time when Ahriman and Lucifer crept into this soul life as tempters. What, then, do Lucifer and Ahriman still represent in human beings today? Without clairvoyant research, this is not easy to discern, for there is a profound truth in Goethe’s saying: “The little people never notice the devil, even if he were to grab them by the collar.” For it is indeed true: From a modern perspective, it is easy to deny the existence of the devil, Mephistopheles; yet Ahriman and Lucifer continue to manifest themselves in human nature—Ahriman in the human etheric body and Lucifer in the human astral body. Lucifer is the power that tempts the human soul toward all that drags a person down and morally distances them from their origin, hurling them into the depths of earthly nature from which they should guard themselves. Lucifer is a power that drags a person down into the depths of the abyss of passions. Ahriman, on the other hand, is the spirit of lies and error, which distorts human judgment. Both forces—Lucifer and Ahriman—are hostile to human progress, yet they get along very well with one another. Envy is a trait through which the Luciferic power in human beings expresses itself. Envy is a truly vile trait, which is why people have an aversion to it. Human beings seek to rid themselves of envy, to get rid of it. Once they have recognized envy within themselves, they seek to wage war against Lucifer as the source of envy. What does Lucifer do then? He simply hands the matter over to Ahriman, who then clouds human judgment. Where Lucifer is fought in the astral body, it very easily happens that Ahriman creeps into the etheric body: this leads to a clouding of judgment regarding another person, and this clouding is a lie. Lying, however, is an Ahrimanic trait. Human beings also have an aversion to lying and seek to combat it. With regard to lying, another situation arises: when it is fought against, Ahriman hands over control to Lucifer—and then a quality creeps into the human astral body that manifests as very, very strong selfishness. This is then a form of restrained deceitfulness.

[ 8 ] Die zwei Eigenschaften, Lüge und Neid, sind diejenigen, die förmlich zum Ausdruck bringen, wie sich die stärksten Kräfte von Luzifer und Ahriman im Menschen ausleben.

[ 8 ] These two traits—lying and envy—are the ones that most clearly express how the strongest forces of Lucifer and Ahriman manifest themselves in human beings.

[ 9 ] Schon in einer Inkarnation kann man Karma in Bezug auf Neid und Lüge beobachten. Von den Belegen dafür, die gleichzeitig die Bewahrheitung der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse sind, von denen wollen wir etwas sprechen. Betrachten wir einen Zeitabschnitt im Leben eines Menschen und denken wir uns, dass dieser Mensch viel gelogen hat. Das Gesetz von Karma für diesen Fall wird dann später zutage treten. Wir müssen warten, bis es sich auszuleben beginnt, aber wir können doch schon in der einzelnen Inkarnation die Zusammenhänge beobachten zwischen den einzelnen früheren und späteren Lebensabschnitten.

[ 9 ] Even within a single incarnation, one can observe karma as it relates to envy and lying. Let us discuss some of the evidence for this, which also serves to confirm the findings of Spiritual Science. Let us consider a period in a person’s life and imagine that this person has lied a great deal. The law of karma in this case will then become apparent later on. We must wait until it begins to play out, but we can already observe the connections within a single incarnation between the various earlier and later stages of life.

[ 10 ] Die Lebensbeobachtung, sie lehrt uns, dass die Lüge bei einem Menschen vielleicht sich abstreift - das Leben ist eben eine Schule -, dass aber dafür eine ganz bestimmte Charaktereigenschaft auftritt: eine gewisse Scheuheit tritt auf. Es gibt Menschen, die einen nicht ansehen können. So können wir eine spätere Scheuheit und eine frühere Lügenhaftigkeit in ihren Zusammenhängen beobachten.

[ 10 ] Observing life teaches us that while a person may eventually shed the habit of lying—life is, after all, a school—a very specific character trait emerges in its place: a certain shyness sets in. There are people who cannot look you in the eye. In this way, we can observe a connection between later shyness and earlier a tendency to lie.

[ 11 ] Ein anderes Beispiel: Der Neid tritt auf bei einem Menschen. Wenn der Neid weg ist, wenn er erdrückt worden ist, zurückgetreten ist, dann können wir beobachten, dass in einem späteren Lebensalter solche Menschen nun sich abhängig von anderen fühlen, dass sie unselbstständig, wankend im Leben sind. Diese Zusammenhänge von Lüge und Scheuheit, von Neid und Unselbständigkeit, die schon in einer Inkarnation beobachtet werden können, sind karmische Zusammenhänge. Im Grunde wirkt Karma so, dass es wie eine leise Erfüllung in derselben Inkarnation noch zum Ausdruck kommt, maßgebend aber für den Charakter wird es in der nächsten Inkarnation. So tritt, wo Neid in der Jugend sich gezeigt hat, Hilflosigkeit im Alter auf. Das ist eine leise karmische Nuance. Die bleibt dann bestehen auch nach dem Tode und wirkt weiter durch das Kamaloka hindurch, und das, was sich dann als aufbauende Kräfte für das nächste Leben zeigt, das enthält diese karmische Nuance und verwebt sie in das, was als Grundcharakter der drei Leiber - des physischen, des Ätherleibes, des Astralleibes - im nächsten Leben sich ausdrückt.

[ 11 ] Another example: Envy arises in a person. When envy is gone—when it has been suppressed or has receded—we can observe that, later in life, such people now feel dependent on others, that they are lacking in self-reliance and unsteady in life. These connections between lying and shyness, between envy and a lack of self-reliance—which can already be observed in a single incarnation—are karmic connections. Essentially, karma works in such a way that it manifests as a subtle fulfillment within the same incarnation, but it becomes decisive for one’s character in the next incarnation. Thus, where envy manifested in youth, helplessness arises in old age. This is a subtle karmic nuance. It then persists even after death and continues to exert its influence throughout the Kamaloka; and what then manifests as uplifting forces for the next life incorporates this karmic nuance and weaves it into what is expressed as the fundamental character of the three bodies—the physical, the etheric, and the astral—in the next life.

[ 12 ] Ist nun Neid eine Grundeigenschaft des Charakters in der einen Inkarnation, so wirkt diese in der nächsten Inkarnation in alle drei Leiber des Menschen hinein und wird dann eine schwache Gesundheit zur Folge haben. Sie wird als eine mächtige Kraft organisierend wirken in der nächsten Inkarnation. Sehen wir einen Menschen in seiner Anlage hilflos und abhängig im Leben stehen, so müssen wir uns sagen: Da muss in der vorigen Inkarnation etwas wie Neid gespielt haben, und demgemäß müssen wir uns ihm gegenüber benehmen. Wenn Karma wahr ist, wird es schon zutage treten, ob unser Verhalten ein richtiges ist. sehen wir einen Menschen gesundheitlich schwach ins Dasein treten, so können wir annehmen, dass Neid in seiner vorigen Inkarnation irgendeine Rolle bei ihm gespielt hat. Haben wir solche Menschen in unserer Umgebung, so müssen wir uns sagen, dass Karma uns zusammengeführt hat mit diesem Menschen aus irgendwelchem Grunde. Wir können gerade der Mensch sein, den der andere einst beneidet hat. Was können wir nun tun für diesen Menschen? Gibt es ein Mittel, ihm zu helfen? - Wenn Karma eine Tatsache ist und als Wahrheit gelten darf, dann muss es sich zeigen, dass man, wenn man sich jetzt richtig gegenüber solchen Menschen verhält, ein günstiges Resultat erzielen kann an einem solchen, gerade in diese Umgebung hineingeborenen schwachen Menschen.

[ 12 ] If envy is a fundamental trait of one’s character in a given incarnation, it will influence all three bodies of the person in the next incarnation and will result in poor health. It will act as a powerful organizing force in the next incarnation. If we see a person who, by nature, appears helpless and dependent in life, we must tell ourselves: Something like envy must have played a role in their previous incarnation, and we must behave accordingly toward them. If karma is true, it will become evident whether our behavior is appropriate. If we see a person entering life in poor health, we can assume that envy played some role in their previous incarnation. If we have such people in our circle, we must tell ourselves that karma has brought us together with this person for some reason. We may very well be the very person whom the other once envied. What can we do for this person now? Is there a way to help them?—If karma is a fact and may be regarded as truth, then it must become evident that by behaving correctly toward such people now, we can achieve a favorable outcome for this frail person who has been born into this very environment.

[ 13 ] Verzeihung zu finden, das braucht er; diesem Gefühl im umfassendsten Maße zu begegnen, das braucht er. Unter der Voraussetzung, dass wir ihm etwas zu verzeihen haben, haben wir ihn positiv einzuhüllen in eine Atmosphäre von Verzeihen. Du hast dem Menschen etwas zu verzeihen, also tue es- das werden wir uns sagen, aber nicht ihm -, und danach werden wir handeln, und dann werden wir abwarten und werden sehen, wie der Mensch stärker und kräftiger wird, wie er gesünder wird. Man versuche nur, das Rechte zu tun, und der Erfolg wird schon eintreten. So kann man Karma leben; so kann man die ganze Theosophie leben.

[ 13 ] He needs to find forgiveness; he needs to experience this feeling to the fullest extent possible. Assuming we have something to forgive him for, we must positively envelop him in an atmosphere of forgiveness. You have something to forgive this person for, so do it—that is what we will tell ourselves, but not to him—and we will act accordingly, and then we will wait and see how this person becomes stronger and more vigorous, how he becomes healthier. Just try to do what is right, and success will follow. This is how one can live out karma; this is how one can live out the whole of Theosophy.

[ 14 ] Es könnte nun jemand kommen und sagen: Ja, es ist ja nur gerecht, wenn es dem Menschen jetzt übel geht. Das ist die Vergeltung des in der vorigen Inkarnation Begangenen. Dass es so gekommen ist, ist doch nur vernünftig, sein Karma erfordert das. - Wer so denkt, versteht Karma nicht, denn zur Erkenntnis des Karmas gehört, dass man weiß, es geht einen das Karma des andern gar nichts an. Ihm helfen, das istallein unsere Aufgabe. Dass sich sein Karma erfüllt, das wird schon von selbst kommen. Wir aber, wir haben alles herbeizuschaffen, um sein Karma im günstigen Sinne umzuändern. Dass man das weiß und fühlt, das gehört zum tiefen Verständnis des Karmas und seiner Gesetze.

[ 14 ] Someone might now come along and say: Yes, it’s only fair that this person is suffering now. This is retribution for what was done in a previous incarnation. That things have turned out this way is only reasonable; his karma demands it. - Anyone who thinks this way does not understand karma, for part of understanding karma is knowing that another person’s karma is none of our business. Helping them—that alone is our task. The fulfillment of their karma will come about on its own. We, however, must do everything in our power to transform their karma in a favorable way. Knowing and feeling this is part of a deep understanding of karma and its laws.

[ 15 ] Etwas anderes ist es, wenn jemand eine esoterische Entwicklung durchmachen will. Da kann ihm dann Rat gegeben werden, wie er sein Karma am besten austragen kann. Moralische Eigenschaften müssen in der Tat karmisch sich auswirken. Sie können sich wohl wieder in eines Menschen Inkarnation wandeln, müssen aber in der nächsten Inkarnation bis in die physische Organisation dann hinabsteigen.

[ 15 ] It is a different matter when someone wishes to undergo an esoteric development. In that case, advice can be given on how best to work through one’s karma. Moral qualities do indeed have karmic consequences. They may well be transformed into a person’s incarnation, but in the next incarnation they must descend all the way into the physical body.

[ 16 ] Wir haben gesagt, dass Lüge schon in der gleichen Inkarnation zur Scheu werden kann, dass der Mensch sich dadurch selbst in sich zurückzieht. Umso mehr wird Lüge in der einen Inkarnation die Eigenschaft der Scheuheit in der nächsten hervorrufen. Als ängstlicher, furchtsamer Charakter wird solch ein Mensch geboren. Er wird nicht nur scheu sein gegenüber den Menschen seiner Umgebung, sondern er verfällt auch in gewisse krankhafte Furcht- und Angstzustände. So wird das, was in einer Inkarnation als leichte karmische Folge sich gezeigt hat, in der nächsten als grundlegende Organisation auch des physischen Leibes auftreten.

[ 16 ] We have said that lying can lead to shyness even within the same incarnation, causing a person to withdraw into themselves. All the more so, lying in one incarnation will bring about the trait of shyness in the next. Such a person is born with an anxious, fearful disposition. Not only will they be shy toward the people around them, but they will also fall into certain pathological states of fear and anxiety. Thus, what manifested as a mild karmic consequence in one incarnation will appear in the next as a fundamental aspect of the physical body’s constitution.

[ 17 ] Wenn wir annehmen müssen, dass jemand viel Lüge in einer früheren Inkarnation verübt hat, wie handeln wir dem gegenüber vernünftig? Nun, wir sagen uns - nicht ihm - und müssen es uns zur Richtschnur unseres Handelns machen: Er wird uns in einer früheren Inkarnation viel belogen haben; er hat uns auf eine falsche Fährte gebracht. Wir müssen nun versuchen, ihm fruchtbare, schätzenswerte Wahrheit beizubringen. Liebevoll, hingebungsvoll muss sich in sein Seelenleben vertiefen der, welcher karmisch mit ihm zusammengeführt ist. Die Lüge müssen wir mit Wahrheit vergelten, das sind zwei entgegengesetzte Pole, die eine Art Ausgleich zu schaffen vermögen.

[ 17 ] If we must assume that someone has told many lies in a previous incarnation, how do we act reasonably toward that person? Well, we tell ourselves—not him—and must make this our guiding principle: He must have lied to us a great deal in a previous incarnation; he has led us astray. We must now try to teach him fruitful, valuable truth. The one who has been brought together with him through karma must delve into his soul life with love and devotion. We must repay lies with truth; these are two opposing poles that are capable of creating a kind of balance.

[ 18 ] Das Geheimnis dabei ist, dass nicht jeder so günstig wirken kann auf einen solchen Menschen, sondern jener gerade, welcher karmisch mit ihm verbunden ist. Wer das tut, der wird schon sehen, wie günstig er wirken kann, wenn er positive Wahrheit geben und Verständnis entgegenbringen kann. Karma ist ein wirkliches Gesetz, der Erfolg wird sich in ganz merkwürdiger Weise zeigen. Wir werden unendlich gesundend und befreiend auf solche Menschen wirken, wenn wir auf ihre Schwächen liebevoll eingehen. Vermögen wir mit unserem Sein ganz in dem ihrigen zu leben, dann werden wir verjüngend auf die anderen Menschen wirken. Man kann dem Menschen zweierlei entgegenbringen: entweder Verständnis oder Tadel. Was ist nun die Wirkung davon? Wir können ihm weiterhelfen oder nicht. Man kann ihm Verständnis entgegenbringen, das heißt, sich liebevoll in das Sein des andern versenken und auf seine Schwächen eingehen, wenn es uns karmisch auferlegt wird. Wir können ihn aber auch tadeln und dabei stehen bleiben. Wir wollen nun in beiden Fällen das Leben beobachten. Wenn viel getadelt wird, hat das einen Erfolg in Bezug auf den, der getadelt worden ist?

[ 18 ] The secret here is that not everyone can have such a positive influence on such a person—only the one who is karmically connected to him. Whoever does so will see just how positively he can influence that person when he can offer positive truth and show understanding. Karma is a real law; success will manifest itself in a most remarkable way. We will have an infinitely healing and liberating effect on such people if we respond lovingly to their weaknesses. If we are able to live fully within their being through our own, then we will have a rejuvenating effect on others. There are two ways to respond to a person: either with understanding or with reproach. What, then, is the effect of this? We can either help them or we cannot. One can offer them understanding—that is, lovingly immerse oneself in the other’s being and address their weaknesses when it is karmically required of us. But we can also rebuke them and leave it at that. Let us now observe life in both cases. If there is a great deal of rebuke, does this have a positive effect on the one who has been rebuked?

[ 19 ] Es kann einen Erfolg haben, der Tadel kann genützt haben oder auch nicht. Wer aber gewohnheitsmäßig tadelt, der hat auch einen Erfolg: Ein gewisses Gefühl der Isolierung im Leben, des Alleinstehens wird über den Menschen kommen. Vergleichen wir damit das, was eintritt in einer Inkarnation, wenn man recht liebevoll auf den andern eingeht, trotz seiner Fehler. Der Erfolg kann auch da gut sein oder schlecht, aber ein günstiger Seelenerfolg wird sicher da sein. Wir können daraus lernen, dass es einem ganz andern Gesetze unterliegt, ob man sozusagen beim Tadel stehen bleibt oder ob man bis zum Verständnis vorschreitet. Tadel prallt nämlich auf uns selbst zurück, schafft neues Karma; Verständnis aber gibt einen Schatz, den der andere dann in sich trägt, löst Karma auf, glättet es, tilgt es. Das ist eine außerordentlich bedeutsame Tatsache für das Leben.

[ 19 ] It may be successful; the rebuke may or may not have been helpful. But those who habitually criticize will also experience a consequence: a certain feeling of isolation in life, of being alone, will come over them. Let us compare this to what happens in an incarnation when one responds to others with genuine love, despite their faults. The outcome may be good or bad in that case as well, but a favorable spiritual outcome will certainly be present. We can learn from this that whether one, so to speak, stops at reproach or proceeds to understanding is governed by entirely different laws. For reproach rebounds upon ourselves, creating new karma; understanding, however, bestows a treasure that the other person then carries within, dissolving karma, smoothing it out, and erasing it. This is an extraordinarily significant fact for life.

[ 20 ] Wir können nun das Ergebnis der Beobachtungen zusammenfassen in einen Satz, der von einer tiefen Lebenswahrheit ist, nämlich den, dass man im Grunde genommen außerordentlich wenig in der Lage ist, sich selbst zu nützen, aber sehr sich zu schaden; dass man den andern aber sehr zu nützen vermag, durch eigene Untugenden ihnen jedoch wenig schaden kann. Durch Gutsein also kann man den anderen viel nützen; durch Schlechtsein sich selbst sehr viel schaden, dem andern aber dauernd nicht viel schaden. Das ist ein sehr merkwürdiges Gesetz. An ihm zeigt sich nun schon Karma in einer einzigen Inkarnation. Derjenige nämlich, der durch Verständnis für den andern, durch liebevolles Eingehen auf ihn, durch Gutsein einem andern genützt hat, der kann sicher sein, dass er ganz gewiss in einem späteren Zeitpunkt eine günstige Rückwirkung davon hat. Sagen Sie nicht, dass dies Egoismus sei, wenn der Mensch gut und edel ist. Nein, das Gutsein muss das Selbstverständliche sein, und das andere, die gute Wirkung davon später, tritt nur als natürliche Folge ein. Wenn wir bei uns selbst stehen bleiben, kein Verständnis für den andern haben, ihn nur tadeln, dann tritt die günstige Rückwirkung nicht auf. Und das ist das Merkwürdige: Ohne gut zu sein mit den anderen geht es nicht, erst dann können wir vorwärtskommen. Dies ist ein Grundgesetz, das von einer Inkarnation in die andere in einer gewaltigen, großartigen Art auftritt. In der nächsten Inkarnation zeigt sich davon schon das Eigenartige: Wenn uns in der ersten Inkarnation der Lebensinstinkt so leitet, zeigt sich das in der nächsten Inkarnation als Theosophie, die dann schon gewirkt hat.

[ 20 ] We can now summarize the results of these observations in a single sentence that expresses a profound truth about life: namely, that, fundamentally speaking, one is extraordinarily incapable of benefiting oneself, but very capable of harming oneself; whereas one is very capable of benefiting others, yet can do them little harm through one’s own vices. Thus, by being good, one can be of great benefit to others; by being bad, one can harm oneself greatly, but cannot cause others lasting harm. This is a very remarkable law. It already reveals karma within a single incarnation. For whoever has benefited another through understanding, through loving consideration, and through being good can be certain that they will most certainly experience a favorable repercussion from this at a later time. Do not say that this is selfishness when a person is good and noble. No, being good must be a matter of course, and the other aspect—the positive effect that follows later—occurs merely as a natural consequence. If we remain self-centered, show no understanding toward others, and only rebuke them, then the favorable repercussion does not occur. And this is what is remarkable: It is impossible to move forward without being kind to others; only then can we make progress. This is a fundamental law that manifests itself in a powerful, magnificent way from one incarnation to the next. In the next incarnation, its distinctive nature already becomes apparent: If, in the first incarnation, the instinct for life guides us in this way, it manifests itself in the next incarnation as theosophy, which has already taken effect.

[ 21 ] Denken wir uns zum Beispiel einen Menschen, der uns Gutes erwiesen hat zu einer Zeit, wo wir uns selber noch nicht leiten konnten. Da zeigt sich nun ein großer Unterschied zwischen Gutem und Gutem, welches unverdient ist- man spricht ja von einem unverdienten Guten -, und man kann beobachten, dass bei dem einen dieses Gute, das unverdiente, sehr gut anschlägt, bei dem andern aber nützt es nichts. Dem Hellseher zeigt sich nun da etwas ganz Besonderes: Die Guttaten, die der andere uns erwiesen hat, ehe wir sie von ihm verdient haben, die zeigen sich dem Hellseher als ein von uns am anderen wiederverdientes Gutes. Sind sie dieses, so schlagen sie bei uns an. Waren sie das nicht, so können sie bei uns nicht anschlagen.

[ 21 ] Let us imagine, for example, a person who did us a favor at a time when we were not yet able to guide ourselves. Here we see a great difference between a good deed and a good deed that is undeserved—we speak, after all, of an “undeserved good”—and we can observe that in one person this good deed, the undeserved one, has a very positive effect, while in another it serves no purpose. To the clairvoyant, something very special becomes apparent here: the good deeds that the other person did for us before we had earned them from him appear to the clairvoyant as a good that we have re-earned from the other person. If they are this, then they have a positive effect on us. If they were not, then they cannot have a positive effect on us.

[ 22 ] Man muss bedacht sein bei den karmischen Auswirkungen, dass alles Getane doch sich auswirkt, wenn auch die Wirkung sich nicht gleich dem physischen Auge zeigt. Die Wege, die Karma geht, sind sehr verschlungen, aber sie können uns verständlich werden, wenn wir das Leben prüfen, denn dann finden wir die Beweise des karmischen Waltens und Wirkens in der Welt. Der Erfolg am Leben selbst zeigt uns dann, dass - wenn wir Karma so beobachten und danach tun -, wir von einem richtigen Gesetze ausgegangen sind.

[ 22 ] One must be mindful of the karmic consequences, for everything one does has an effect, even if that effect is not immediately visible to the physical eye. The paths that karma takes are very convoluted, but they can become understandable to us if we examine life, for then we will find evidence of the operation and workings of karma in the world. Success in life itself then shows us that—if we observe karma in this way and act accordingly—we have proceeded from a correct principle.

[ 23 ] Es gibt drei Arten oder drei Wege, sich Karma gegenüberzustellen: Man kann an Karma überhaupt nicht glauben, man kann daran glauben, und man kann es am Leben selbst prüfen; und dann wird man die Richtigkeit seiner Gesetze schon einsehen lernen.

[ 23 ] There are three ways to approach karma: One can choose not to believe in it at all, one can believe in it, and one can test it through one’s own life; and then one will come to understand the truth of its laws.

[ 24 ] Geisteswissenschaft soll nicht nur theoretische Wahrheit sein, sondern sie soll ein Suchen sein nach den Beweisen für diese Wahrheit im Leben.

[ 24 ] Spiritual Science should not merely be theoretical truth; rather, it should be a search for evidence of this truth in life.