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The Rudolf Steiner Archive

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Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge
GA 246

8 Dezember 1907, Stuttgart

9. Das Schlangen und das Fischsymbol

[ 1 ] Wir finden das Fischsymbol häufig in den Katakomben, und es wird das Monogramm des Christus-Jesus genannt, und oft hängt dieses Symbol zusammen mit dem Schlangensymbol. Das wird in den verschiedensten Bedeutungen gebraucht.

[ 2 ] Wenn wir die Entwicklung des Menschen in Zusammenhang mit der Entwicklung der anderen Wesen betrachten, dann finden wir in der Welt Mineralien, Pflanzen und Tiere. Es wird leicht verstanden, als ob das, was als Mineralien um uns ausgebreitet ist als leblose Gegenstände, die ältesten Entwicklungsprodukte sind; jünger sind die Pflanzen, noch jünger die Tiere, am jüngsten aber die Menschen. Das ist aber nicht der Fall. Vor der okkulten Betrachtung zeigen sich als das Allerjüngste die Mineralien; die Pflanzen sind älter und noch älter die Tiere - der älteste aber, der Erstling in der Entwicklung, ist der Mensch. Freilich wird sich diese Behauptung gegenüber der materialistischen Naturwissenschaft grotesk, paradox ausnehmen, aber es ist trotzdem wahr. Die Naturwissenschaft würde demgegenüber behaupten, ehe die [Pflanzen] da gewesen seien, müsse es [Mineralien] gegeben haben; auch das Leben des Tieres sei nur möglich, wenn Pflanzen da sind; und gar der Mensch konnte erst eintreten in die Welt als die anderen Wesen ihm schon vorausgegangen seien. Das sind billige Einwände, auf die wir nachher zurückkommen werden; jetzt wollen wir die Tatsachen darstellen, wie sie wirklich sind.

[ 3 ] Das Leblose bildet sich aus Lebendigem! Nehmen wir als Beispiel die Steinkohle. Das waren früher Pflanzenwesenheiten, die in urferner Vergangenheit in weiten Farnwäldern den Erdboden bedeckten. Sie sind abgestorben und bedeckten sich mit Erdreich und verwandelten sich im Laufe der Zeiten so, dass das, was früher lebendige Wesenheit — Pflanze - war, heute im Gestein, in der Steinkohle uns entgegentritt. Da haben wir die Sachen ganz offen: Steinkohle, das Leblose, hat sich gebildet aus Lebendigem. Derjenige, der mit okkultem Blick zurückschaut, der weiß, dass das nicht nur gilt für die Steinkohle, sondern für alle, alle Gesteine. Die festesten Gesteine - Granit, Glimmerschiefer, Gneis, Tonschiefer - alles das ist verfestigtes Pflanzenwesen. Einstmals war der Gneis, der aus Feldspat und Quarzglimmer besteht, Pflanze; man kann das nachweisen aus zurückgebliebenen Pflanzenteilen, die sich glimmerartig herausgebildet haben.

[ 4 ] Da haben Sie den Sinn der Sache, dass das Lebendige das Ursprüngliche ist; alles Leblose hat sich aus Lebendigem gebildet; ist der versteinerte Leichnam des Lebendigen. Bei jedem Schritt, den wir über die Erde tun, schreiten wir über lauter verfestigte Lebewesen. In urferner Vergangenheit finden wir auf unserm Planeten keine Mineralien, keine Pflanzen, keine Tiere, sondern nur das Menschenreich. Allerdings, wenn wir dasselbe so verstehen, wie es heute ist, dann wäre der Einwand leicht, dass sich diese Menschen nicht hätten ernähren können ohne die anderen Reiche. Doch der Mensch damals brauchte keine Nahrung. Er war geistiger Art und Wesenheit; er war Geist, bevor er Materie geworden ist.

[ 5 ] Wenn wir heute den Menschen studieren, besteht er aus dem physischen, dem Äther- und dem Astralleib und dem Ich. Wenn er sich am Abend zur Ruhe legt, dann bleibt im Bett nur der physische Leib mit dem Ätherleib, heraus hebt sich aus diesen beiden der Astralleib mit dem Ich und den anderen höheren Gliedern der menschlichen Natur. Der Astralleib und das Ich sind in ihrer Heimat in der Nacht. Das, was heute der Astralleib ist, ist der Ausgangspunkt für den Menschen, er bestand einstmals seiner Wesenheit nach aus astralischer Substanz. Beim Beginn unserer Erdentwicklung, lange vor der lemurischen Zeit, war der Mensch eine astrale Wesenheit. So, wie Sie heute im Schlafe sind, waren Sie einstmals. Denn was sind Äther- und physischer Leib? Sie sind Verdichtungen des Astralleibes. Sie stellen sich das richtig vor, wenn Sie sich folgendes Bild machen: Sie hätten eine Wassermenge, dieselbe verdichtet sich zum Teil zu Eis. Dann haben Sie Wasser und das Eis darinnen - das Eis ist Wasser, nur in anderer Form. So sind auch der Äther- und der physische Leib nichts anderes als der Astralleib in verdichteter Form. Darin bestand die Entwicklung des Menschen, dass der Astralleib sich zuerst verdichtet hat zum Äther- und nachher zum physischen Leib. Man müsste sagen, wenn man den physischen Leib auflösen könnte: Er löst sich wieder auf in die astralische Substanz.

[ 6 ] Dazumal, als astralisches Wesen, brauchte der Mensch keine Nahrung, auch nicht, als der astralische Leib sich zum Ätherleib verdichtete. Erst als der Mensch sich zum physischen Leib verdichtete, da brauchte er Nahrung.

[ 7 ] Wenn wir nun von dem Menschen sprechen als dem Erstling, dann meinen wir den Menschen in seinem astralischen Zustande. Nun denken Sie sich in ferne Vergangenheit zurück, wo die Menschen als astralische Wesenheiten sich verdichteten. Das war der erste Fortgang der menschlichen Entwicklung. Der Mensch in seinem astralischen Zustande gibt einen Teil ab an seinen Ätherleib.

[ 8 ] Das ist eine alte Zeit, von der wir hier reden, damals war die Erde im Zustand des Saturn. Das wiederholt sich aber im Beginn der Erdentwicklung. Denken Sie sich viele solcher Wesenheiten astralischer Art, sie verdichten sich teilweise und gehen ihren Weg weiter.

[ 9 ] Bei anderen geschieht Folgendes: Denken Sie sich, wenn das Wasser anfängt, zu Eis zu werden, dann entstehen ganz kleine Eiskügelchen darin -, denken Sie sich, dass bei einer gewissen Anzahl die Eiskügelchen herausfallen, bei anderen bleiben sie drinnen. Die Entwicklung schreitet vorwärts, und das, was nicht herausgefallen ist, das wird sich vergrößern, das andere aber, das herausgefallen ist, kann sich nicht vergrößern. So würde es gehen im Wasserreservoir!

[ 10 ] Nun denken Sie sich statt dieses Bildes die astralischen Menschen; bei ihnen hat das Physische eben angefangen, ein astralisches Klümpchen zu sein. Von einer Anzahl an sind die Klümpchen, nach einer gewissen Entwicklung, herausgefallen; daher bleiben die Klümpchen auf der Stufe, die sie erlangt hatten, als sie herausfielen, stehen - diejenigen aber, die verbunden bleiben mit dem Astralischen, können sich weiter fortentwickeln. Der Mensch war wirklich einmal ein solches Wesen astralisch-ätherischer Natur, und sein Physisches war wie ein kleines Klümpchen. - Eine Anzahl davon hat sich weiterentwickelt, eine Anzahl ist herausgefallen, kann sich nicht weiterentwickeln. Das sind die kleinsten Lebewesen unvollkommenster Art, die Moneren.

[ 11 ] Auf einer gewissen Stufe haben sich dann in derselben Weise die Würmer, auf einer gewissen Stufe die Fische, auf einer gewissen Stufe die Amphibien abgesondert und so weiter, bis auf einer Stufe in der atlantischen Zeit sich die Säugetiere abgesondert haben. Wenn wir von dem Affen reden, wissen wir - heute ist der brutale Begriff von der Abstammung des Menschen von ihnen fallen gelassen [worden] -, man sagt, von jenen Urwesen, von denen sich der Mensch zu seinem heutigen Zustande entwickelt habe, stammen [auch] die Affen ab. Die Geisteswissenschaft sagt: Die Affen stellen dar das herabgekommene Gebilde, das eine alte Form festhalten will und daher herabgekommen ist ... Der Affe ist wie eine Art Beschämung für den Menschen, der ihm zeigt, wohin die Korrumpierung der Absichten kommen kann.

[ 12 ] Wenn wir zurückgehen zu den einfachsten Lebewesen, die bloß aus einer Zelle bestehen, sie stehen in Verwandtschaft mit dem Menschen. Der Mensch war in urferner Vergangenheit der Ahnherr aller Wesen: Die einfachsten Lebewesen haben sich am frühesten abgezweigt, und solange wie der Mensch sich heraufentwickelt hat, haben sie sich herabentwickelt.

[ 13 ] Der Mensch ging weiter und weiter; er setzte alle Tiere aus sich heraus und bildete weiter den physischen Leib um bis zu seiner heutigen Vollkommenheit. So haben sich in der Tat in urältesten Zeiten von der Menschenbildung als astralische Wesenheit herausgesondert - die gleichsam gröbere Astral-Substanz - die Tiere. Noch später haben sich wiederum aus den Tieren die Pflanzen und noch später aus den Pflanzen die Mineralien abgesondert. Das Prinzip ist: Es kann sich aus dem Höheren das Niedere durch Abfallen bilden. Alle die Wesen, die um uns sind, sind Abfalls-Produkte der Menschenentwicklung, zurückgebliebene Menschenbrüder, herausgefallen aus der Entwicklung und auf einer bestimmten Stufe zurückgeblieben.

[ 14 ] Wenn wir die Entwicklung so betrachten, dann wird die Verwandtschaft des Menschen mit seiner Umwelt und die Entwicklung dieser Umwelt aus dem Menschen heraus anschaulich. Sie hat nichts Anstößiges; es wird erklärlich, wie wir den Menschen den Erstgeborenen auf der Erde nennen können, denn er ist das höchstentwickelte Wesen und hat alle anderen Wesen in seiner Entwicklung zurückgelassen.

[ 15 ] Nun liegen aber manch andere Geheimnisse der Erdentwicklung zugrunde. Wir wissen, dass die Erde früher Saturn, dann Sonne, dann Mond war. Wenn wir die Saturnentwicklung betrachten, müssen wir uns vorstellen, dass der Mensch zunächst eine astralische Wesenheit war. Er lebte allerdings in anderer Form, als heute der Astralleib des Menschen ist. Denken Sie sich, die ganze Gesellschaft, die hier zuhört, sei eingeschlafen, die Astralleiber heben sich heraus, sie schweben oben. Nun bleiben sie aber nicht vereinzelt, sondern sie gehen ineinander, verschwimmen ineinander; eins geht in das andere über und geht durch das andere durch. Als die Saturnentwicklung begann, war nichts anderes vorhanden als diese astralischen Wesenheiten - sie verdichten sich und bekommen Einschüsse vom Ätherischen.

[ 16 ] Wir haben da im Umkreise des Saturn zuerst die ganzen menschlichen Astralleiber wie eine Masse, da ist alles drinnen wie im Wasser das drinnen ist, was sich nachher zum Eis bildet. In der Mitte dieser astralischen Masse ist eine große Hohlkugel. Nun verdichtet sich aus dem Astralischen heraus zuerst das Ätherische, dann das Physische — das setzt sich zuerst ab, aber es war viel dünner als heute die Luft: Wir nennen die Substanz, woraus es besteht, Wärme - oder okkult: Feuer. Der Physiker sieht das nicht als eine Substanz an, sondern nur als Eigenschaft, es ist aber der vierte Zustand für den Okkultismus. Daraus besteht der damalige physische Leib des Menschen. Der ganze Saturn ist ein Konglomerat von diesen ersten Menschenleibern, es gibt kein anderes Wesen auf dem Saturn. - Zu einer größeren Dichte des Zustandes als der eben beschriebenen kommt es auch nicht auf dem Saturn.

[ 17 ] Nun geht nach dem Pralaya die Entwicklung weiter bis zur Sonne. Auf der Sonne haben wir zunächst auch den Astralleib des Menschen, er verdichtet sich bis zum Ätherleib und verdichtet sich auch bis zum Physischen, aber dies Physische bleibt nicht Wärmematerie, sondern es wird luftförmig, gasig, sodass sich zunächst diese Luftleiber herausgliedern und die Sonne zusammensetzen; darüber sind der Ätherleib und der Astralleib, doch sind jetzt diese Luftleiber imstande, den Ätherleib nach und nach in sich aufzunehmen. Die Luftleiber dieser Menschenleiber durchziehen sich mit dem Ätherleibe, wie die heutige Pflanze auch vom Ätherleib durchzogen ist. Die ganze Sonne besteht aus einem Konglomerat von Luftmenschen, Wolkenmenschen, die sich in derselben Weise verändern wie Wolken. Durchzogen sind sie vom Ätherleibe.

[ 18 ] Der Astralleib bleibt noch oben. Alles, was Mensch ist, schläft einen seligen Schlaf auf der Sonne. Die Sonne ist zusammengesetzt von diesem schlafenden Menschengeschlecht- und noch etwas anderem. Nur ein Teil der ganzen Saturnsubstanz hat sich so umwandeln können, dass er den Ätherleib aufnehmen konnte; andere Teile sind zurückgeblieben auf dem Standpunkte, bloß physische Materie zu sein. Dies bildet ein zurückgebliebenes Reich. Sodass wir jetzt auf der Sonne haben: das fortschreitende Menschenreich und ein anderes Reich — Wesen, die zur Sonnenstufe vorgedrungen sind, und solche, die auf der Saturnstufe stehen geblieben sind.

[ 19 ] Auf dem Monde geht nun nicht nur der Ätherleib hinein in den physischen Menschenleib, sondern auch der Astralleib. Da haben wir den Zustand, den wir okkult als Wasser, flüssig bezeichnen. Quellförmig ist der Zustand des Physischen auf dem Monde.

[ 20 ] Einige Wesen sind auch da zurückgefallen, auf der Sonnenstufe zurückgeblieben. Diese und die von der Saturnstufe bilden also drei Reiche.

[ 21 ] Sie sehen so genau, wie sich diese Dinge bilden -, dies macht zu gleicher Zeit begreiflich, wie kompliziert die Entwicklung ist.

[ 22 ] Wir haben auf der Sonne den Menschen so weit, dass er den Wert hat einer heutigen Pflanze: Er hat physischen und Ätherleib. Indem er sich zum Mond herüberentwickelte, gliederte er sich ein den Astralleib und erlangte die Stufe des Tieres.

[ 23 ] Jetzt gab es aber in der Entwicklungslinie nicht bloß den Menschen, sondern höhere Wesen, die verbunden waren mit der Menschenentwicklung. Das waren Wesen, die so hoch entwickelt waren, dass sie es nicht mehr nötig hatten, es bis zur physischen Bildung herunterzubringen.

[ 24 ] Auf dem Mond wurde der luftförmige Sonnenleib quellend, er bekam Struktur. Die Wesen, die weit höher standen als der Mensch, brauchen niemals, wenn sie es nicht freiwillig wollen, bis zum Körper hinabzusteigen; daher kam es, dass überhaupt die Sonne sich von unserer Erdenentwicklung trennte. Sonne, Mond und Erde waren ein Leib im Beginn unserer Entwicklung.

[ 25 ] Im Laufe der Entwicklung ziehen sich die besten Substanzen und Wesenheiten heraus, jene, die nicht nötig hatten, weiter hinabzusteigen als bis zur Verdichtung des Gases. Sie konnten stechen bleiben und diesen Gasleib als physischen Leib benutzen. Der Mensch hätte das nicht ertragen können, er hätte sich zu schnell vergeistigt.

[ 26 ] Als die Sonne fortgegangen war, war die Erde noch mit dem Mond vereinigt — der hatte zu schlechte Substanzen in sich. Wäre die Erde mit ihm zusammengeblieben, dann wäre der Mensch stehen geblieben, er wäre fest, mumienhaft geworden. Das Mondprinzip ist das Prinzip des Erstarrens. - Fortwährendes sich betätigendes Leben ist das Sonnenwesen; das Mondwesen gibt feste Form. Das richtige Gleichgewicht auf der Erde besteht, wenn Sonnen- und Mondenkräfte von außen auf sie einstrahlen.

[ 27 ] Könnten wir betrachten den Zustand, in dem der Menschenleib war, als eben die Sonne fortgegangen war, da war er noch kein Menschenleib, kein Säugetierleib, kein Amphibienleib - was zurückblieb, waren lediglich Leiber auf der Höhe der heutigen Fische.

[ 28 ] Das war die Ernte, die die Erde zurückbehalten hatte, nachdem die Sonne fortgegangen war. - Der Hellseher hätte sehen können die Sonnenwesen, die fortgegangen waren, himmlische Wesen, die auf der Höhe des Menschen stehen; zurückblieb für die Erde eine Ernte von Leibern auf der Höhe der Fische. Wäre die Sonne mit der Erde vereinigt geblieben, wären sie luftförmig geblieben; in dem Moment, wo das Element des Lebens weggegangen war, wurden sie Fische. Diejenigen Wesenheiten, deren Regent der Christus ist, waren weggegangen mit der Sonne - alle Sonnenwesen müssen dem dienen, zu dem sie gehören, ihrem Anführer; der Christus - er ist der Regent der Sonne. Daher zeigt uns der Fisch auf der Erde jene Höhe der Entwicklung, auf der die Erde war, als noch das Christusprinzip mit der Erde verbunden war. Das ist konserviert im Fischleibe, daher ist das Fischsymbol das Monogramm des Christus.

[ 29 ] Dann kam eine Zeit der Erdentwicklung, die wir als eine trübe bezeichnen können. Die Erde war mit dem erstarrenden Prinzip, dem Monde, vereinigt, nachdem die Lebenssonne sich abgetrennt hatte - alles würde feste Formen angenommen haben. Da haben sich gebildet jene Gestalten - furchtbare Amphibien, der Plesiosaurus, der Ichthyosaurus -, alle jene drachenförmigen Gestalten. Als solche furchtbaren Formen verfestigter Art würde alles Leibliche sich weiterentwickelt haben, wenn die Erde mit dem Mond zusammengeblieben wäre. Wir müssen uns klarmachen, dass die Erde es nur hätte zu der Höhe bringen können als zu der Leiblichkeit jener Amphibien, der Schlangen, wenn der Mond mit der Erde geblieben wäre.

[ 30 ] Es gab Wesenheiten, die, wenn sie alles richtig absolviert hätten, mitgegangen wären als Elohim zur Sonne. Sie waren aber auf der Stufe des Mondwesens stehen geblieben und waren daher mit dem Monde in festem Kontakt. Sie haben das besondere Interesse des Mondwesens, sich in sich abzuschließen. Diese Wesenheiten, deren hauptsächlichstes Bestreben war, die Mondkräfte auf der Erde zu erhalten, machten mit in Bezug auf die Leiblichkeit, solange der Mensch auf der Stufe des Amphibiums, der Schlange war. Daher ist die Schlange ihr Symbol.

[ 31 ] Damals wurde dem Menschen eingepflanzt der Tod. Den gab es nicht früher. Solche Wesen sterben nicht, sie nehmen, wie Wolken, andere Formen an, aber das Bewusstsein bleibt. Das, was wir Tod nennen, das Abstreifen der physischen Form, gab es nicht. Doch war das Hinausgehen des Mondes ein Entreißen eines völligen Todes, denn wenn der Mond mit der Erde vereinigt geblieben wäre, dann wäre der Mensch wie eine Mumie, wie ein totes, statuenhaftes Wesen geworden, es hätte lauter tote Menschen gegeben.

[ 32 ] Diesem Tode wird der Mensch entrissen dadurch, dass der Mond herausgesetzt wird. Wäre die Sonne mit der Erde geblieben, es gäbe keine Inkarnation, da die Sonnenkräfte den Menschen zu rasch vergeistgt hätten. Wären die Mondkräfte geblieben, dann hätte es aus dem entgegengesetzten Grunde auch keine Inkarnation geben können. Der Mensch wäre dann einmal entstanden und immer fester und fester geworden; alles wäre in die Knochen hineingegangen. Das Gleichgewicht wird bewirkt durch die Lostrennung von Sonne und Mond.

[ 33 ] Diese Einpflanzung des jetzigen Todes verdankt der Mensch den Mondenkräften, den Kräften, die den Menschen zur Sinnesanschauung führen. Die hat der Mensch erhalten durch die Mondenkräfte, das Schlangenwesen [...]. Das Fischwesen nimmt nicht wahr wie die Menschen. Der Fisch nimmt hellsehend, mit der Aura wahr. Alle Wesen im Wasser sind Hellseher, Hellhörer. - Ihnen ist nicht der Tod eingepflanzt, die Gruppenseele, das Seelische ist unsterblich, die einzelnen Wesenheiten tauschen sich aus. Erst mit der Einpflanzung des roten Blutes und des blauen Blutes, des Todesstoffes, da tritt erst der Tod ein. Damit tritt zugleich die Fähigkeit auf, ringsherum zu sehen: Des Menschen Augen werden aufgetan. Die Schlange sagt uns, dass die Augen aufgetan wurden. So sind das Schlangen- und das Fischsymbol aus der Weltentwicklung entstanden. Die Schlange ist das rechte Symbol für den Tod, aber auch für das Wesen, das die äußere sinnliche Anschauung und Wissenschaft in die Welt gebracht hat.

[ 34 ] Der Saturn war erst Feuerflammen, darinnen die Menschenleiber. Die Sonne war gasförmig. Der Mond ein Wassermeer, darinnen als dichtere Abschlüsse die Leiber. Die Erde erst wird immer fester. Sie hat die Tendenz, in die Materie Formen hineinzuprägen. Wenn wir das Mondwasser betrachten im okkulten Sinn - nicht wie der naive Physiker, der nur im Wasser Wasser sieht -, dann sehen wir: Es ist nach allen Richtungen durchzogen von Kräften. Sie verdichten sich an einigen Stellen, es entstehen Leiber; das Mond wasser enthält tausend Möglichkeiten, sich zu allerlei Leibern zusammenzuballen.

[ 35 ] Wenn wir zurückgehen zur alten Atlantis, die von schweren Nebelmassen bedeckt ist, da finden wir Menschenleiber, die noch nicht besonders dicht sind. Sie hatten zwar schon Struktur, doch waren sie gallertartig mit der Knochenanlage drin, doch noch weich, wie wenn wir heutige Polypen in der Haut drin hätten. Ringsherum Wassermassen und darinnen diese gallertartigen Menschen. Das, was heute drin ist im Menschen, das Seelische, war noch nicht darinnen. Der alte Atlantier dachte [nicht], kombinierte nicht, das tat die Natur um ihn herum; die Quellen, die Bäume sagten ihm etwas.

[ 36 ] Weisheit war ausgegossen in den Wassern, da hatte sie ihren substanziellen Leib. Was sich in den Wassern verbreitete, war das Jod, das ist die Substanz, die da macht, dass man sagen kann: «Der Geist Gottes brütete über den Wassern.» Dieses Jod haben wir heute in den Meerespflanzen. Als die Wasser herabfielen, nahmen dieselben auf die Weisheit, nahmen sie auf das Jod. Substanziell im Menschen ist das Jod vorhanden in der Schilddrüse, wenn sie dem Menschen genommen wird, vertrottelt er. So sind alle Substanzen Körper für Geistiges. Der naive Physiker hat keine Ahnung davon! Das Wasser ist Materie für eine darin befindliche Geistigkeit, und der Geist kann jederzeit sich in Leiber umwandeln. Im Jod ist ein Körper für eine gewisse Weisheitsform, die der Mensch aufnimmt, die sich von außen in ihn hineinbegibt. Immer bereiten sich Welten vor, bilden sich neue Welten.

[ 37 ] Wenn wir Eisblumen ansehen, dort arbeitet der Geist des Wassers, da sehen wir die ersten Versuche der Jupiterbildung, wie aus der Materie heraus in der Zukunft Wesen entstehen werden. Der Okkultist sieht mit Ehrfurcht darauf hin; in den Eisblumen am Fenster verraten sich ihm die Kräfte, die im Wasser drinnen sind. Das sind Keimanlagen zu künftigen Körpern, die Wesen werden werden. Könnten Sie zurückschauen auf den Mond, dann würden Sie Ihre eigenen Leiber sich so herausbilden sehen, wie sie heute die Eisblumen an Ihrem Fenster entstehen sehen.

[ 38 ] Das ist dasjenige, was aus der Tiefe der Weltentwicklung die richtige Empfindung gibt, wenn solche Dinge mit Ehrfurcht angeschaut werden. Schauen wir eine heutige Kristallform an, das war einst ein Pflanzenwesen, das sind alles Wesen, die der Mensch zurückgelassen hat, und die Mission des Menschen ist es, sie wieder zu erlösen.

[ 39 ] Aus dem Menschen heraus sind die Formen entstanden, die um uns herum sich befinden. Und die Eisblumen sind die Vorboten lebender Formen der Zukunft. Alles um uns herum ist belebt, und wir leben uns ahnend hinein in die Weltentwicklung in unseren Empfindungen und Gefühlen, wenn wir den Geist der Welt, der Empfindung und Gefühl in sich hat, aufsuchen. Ahnung ist die große Mutter der Empfindung des Weltenwerdens! Die Weltengesetze werden uns zu Wesenheiten, mit denen wir Freundschaft schließen, indem wir uns immer höher und höher mit ihnen verbinden.