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The History of the German Section
of the Theosophical Society
1902–1913
GA 250

30 October 1910, Berlin

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The History of the German Section of the Theosophical Society, tr. SOL
  1. Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft

43. Neunte Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft

43. Ninth General Assembly of the German Section of the Theosophical Society

Bericht in den «Mitteilungen für die Mitglieder der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft (Hauptquartier Adyar), herausgegeben von Mathilde Scholl», Nr. 11/1910

Article in the “Bulletin for Members of the German Section of the Theosophical Society (Headquarters: Adyar), edited by Mathilde Scholl,” No. 11/1910

[ 1 ] Gegen ¾ 11 Uhr wird die Generalversammlung durch den Generalsekretär der Deutschen Sektion, Herrn Dr. Rudolf Steiner, eröffnet.

[ 1 ] At around a quarter to 11 a.m., the General Assembly will be opened by the Secretary General of the German Section, Dr. Rudolf Steiner.

[ 2 ] Erster Punkt: Feststellung des Stimmenverhältnisses der Delegierten der einzelnen Zweige.

[ 2 ] First item: Determination of the voting ratio among the delegates from the individual branches.

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[ 3 ] Als zweiter Punkt der Tagesordnung kam die Verlesung des Protokolls der vorjährigen Generalversammlung in Betracht. Es wird der Antrag gestellt, von der Verlesung Abstand zu nehmen, da das Protokoll in den «Mitteilungen» ausführlich enthalten sei. Der Antrag wird angenommen. Hierauf folgt der Bericht des Sekretärs, Fräulein von Sivers, über den Stand der Mitglieder-Bewegung im letzten Jahre.

[ 3 ] The second item on the agenda was the reading of the minutes from last year’s General Assembly. A motion was made to waive the reading, since the minutes were included in full in the “Mitteilungen.” The motion was approved. This was followed by a report from the secretary, Miss von Sivers, on membership trends over the past year.

[ 4 ] Zahl der Mitglieder 1950 gegen 1500 im Vorjahre, neu eingetreten sind 522 gegen 415 im Vorjahre; ausgetreten oder nicht mehr aufzufinden und deshalb gestrichen sind 63, in andere Sektionen übergetreten 1, gestorben 8.

[ 4 ] The number of members in 1950 was about 1,500, compared to the previous year; 522 new members joined, compared to 415 the previous year; 63 members resigned or could no longer be located and were therefore removed from the rolls; 1 transferred to another section; and 8 died.

[ 5 ] Neu gegründet wurden drei Zweige: Zweig Görlitz, Zweig Wien, Zweig Klagenfurt. Neu gebildet wurden zwei Zentren: Zentrum Göttingen und Wyrow. Gesamtzahl der Zweige 47, der Zentren 3. Nunmehr folgt der Kassenbericht durch den Kassierer, Herrn Seiler.

[ 5 ] Three new branches were established: the Görlitz Branch, the Vienna Branch, and the Klagenfurt Branch. Two new centers were formed: the Göttingen Center and the Wyrow Center. The total number of branches is 47, and the total number of centers is 3. Next is the financial report presented by the treasurer, Mr. Seiler.

Die Gesamteinnahmen betrugen darnach 7546 Mark
Die Gesamtausgaben 6255,61 Mark
Es verbleibt ein Überschuss von 1290,39 Mark
Hierzu Bankguthaben 2020,45 Mark
Mobilienbestand 565 Mark
Ergibt ein Gesamtvermögen von 3875,84 Mark

Total revenue amounted to 7,546 marks
Total expenses: 6,255.61 marks
This leaves a surplus of 1,290.39 marks
In addition, bank balances of 2,020.45 marks
and movable property valued at 565 marks
result in total assets of 3,875.84 marks

[ 6 ] Nach dem Bericht der Kassenrevisoren, Herr Tessmar und Fräulein Motzkus, wird dem Kassierer Decharge erteilt.

[ 6 ] According to the report by the treasury auditors, Mr. Tessmar and Ms. Motzkus, the treasurer is granted discharge.

[ 7 ] Bericht des Generalsekretärs [Rudolf Steiner]:

[ 7 ] Report by the Secretary General [Rudolf Steiner]:

[ 8 ] «Ich werde versuchen, den Bericht des Generalsekretärs in diesem Jahre so kurz wie möglich zu gestalten, weil wir die Zeit anderweitig brauchen; es haben sich in erfreulichster Art recht viele unserer lieben theosophischen Freunde bereit erklärt, uns im Laufe dieser Generalversammlung mit Vorträgen zu erfreuen.

[ 8 ] “I will try to keep the Secretary-General’s report as brief as possible this year, because we need the time for other matters; it is most gratifying that quite a number of our dear Theosophical friends have agreed to delight us with lectures during the course of this General Assembly.

[ 9 ] Die erste Pflicht, die mir obliegt, ist vor allem, Sie, die Sie hier zusammengekommen sind, um sich entweder gegenseitig wiederzusehen ‚oder aber, um die neu in unsere Mitte Getretenen kennenzulernen, Sie alle auf das Herzlichste zu begrüßen, Sie insbesondere zu begrüßen im Namen des Berliner Besant-Zweiges, der immer eine besondere Freude darin findet, in seiner Mitte auch einmal die verschiedenen theosophischen Freunde der Deutschen Sektion nicht nur, sondern auch auswärtige Freunde begrüßen zu können.

[ 9 ] My first duty is, above all, to extend the warmest welcome to all of you who have gathered here—whether to see one another again or to get to know those who have recently joined our ranks— and to welcome you in particular on behalf of the Berlin Besant Branch, which always takes special pleasure in welcoming not only the various Theosophical friends of the German Section but also friends from abroad into its midst.

[ 10 ] Es ist bei anderen Gelegenheiten oft betont worden, dass ein solches Zusammensein für uns Theosophen noch einen ganz anderen Wert hat als ein Zusammensein vielleicht irgendeines anderen Vereins. Andere Vereine finden, wenn sie zusammenkommen, Gesinnungsgenossen, die in Bezug auf dieses oder jenes Ziel des äußeren oder inneren Lebens, auf diese oder jene Frage mit ihnen übereinstimmen, in Bezug auf Betätigung, Beruf, vielleicht auch auf irgendein Lebensideal oder dergleichen. Theosophen kommen zusammen allerdings auch, um Gesinnungsgenossen zu finden, und in den Gesinnungsgenossen vor allem Träger der gemeinsamen Ideale zu finden; aber es darf doch gesagt werden, einen großen Unterschied gegenüber den Zusammenkünften aller anderen Vereinigungen bildet eine solche theosophische Zusammenkunft.

[ 10 ] It has often been emphasized on other occasions that such gatherings have a very different significance for us Theosophists than they might for any other association. When other associations meet, they find like-minded people who agree with them regarding this or that goal of external or internal life, regarding this or that question, in terms of activities, profession, and perhaps also regarding some ideal of life or the like. Theosophists, too, come together to find like-minded people—and, above all, to find in them bearers of our shared ideals; but it must be said that such a Theosophical gathering differs greatly from the gatherings of all other associations.

[ 11 ] Wenn wir auf das in der theosophischen Bewegung blicken, was sie vor allem zum Inhalt hat, so schen wir das innerste Wesen und Streben der menschlichen Seele und nicht eine einzelne Betätigung im Leben, nicht ein spezielles Ideal, nicht irgendetwas, was sich im Raum und in der Zeit begrenzt, sondern dasjenige, was unmittelbar aus der Wahrnehmung entspringt, dass die hier Zusammengekommenen gemeinsam fühlen, gemeinsam denken über dasjenige, was ihnen das Teuerste ist im Leben. Das ist dasjenige, was uns verbindet. Und das aus der Seele anderer zu ahnen, das im freundschaftlichen Zusammengehen verwirklicht zu sehen, das ist es, was ein jeder von uns begrüßt. So treten andere Vereinsgenossen zusammen, wissend, dass sie in denen, mit denen sie zusammenkommen, dieses oder jenes Gemeinsame finden; so treten die Theosophen zusammen, wissend, dass sie das innerste Fühlen und Denken in sich auch in den andern finden dürfen. Das ist dasjenige, was wie ein Zauberhauch durch unsere Versammlung gehen soll; und aus dem Bewusstsein heraus, dass solch ein Geistiges, Inhaltsvolles uns verbindet, heiße ich Sie herzlich willkommen. Wir sind nicht nur zusammen als Träger der theosophischen Bewegung; wir sind nicht nur zusammen in irgendeinem äußerlich geschäftlichen Sinne, wir sind zusammen in Bezug darauf, dass wir Theosophen sind; und das Zusammenfühlen und das Zusammenerleben theosophischer Ideen ist die Seele unseres Zusammenseins. Aus dieser Seele unseres theosophischen Zusammenseins möchte ich sprechen, wenn ich diese Eröffnungsgrüße an Sie richte.

[ 11 ] When we look at the Theosophical Movement and consider what its core content is, we see the innermost essence and striving of the human soul—not a single activity in life, not a specific ideal, not anything limited by space and time—but that which springs directly from the realization that those gathered here feel and think together about what is most precious to them in life. That is what unites us. And to sense this in the souls of others, to see it realized in our friendly fellowship—that is what each of us welcomes. Just as other members of an association come together, knowing that they will find this or that in common with those they meet; so do the Theosophists come together, knowing that they may find within others the very innermost feelings and thoughts that they carry within themselves. This is what should pass through our gathering like a magical breath; and out of the awareness that such a spiritual, meaningful bond unites us, I warmly welcome you. We are not merely together as bearers of the Theosophical Movement; we are not merely together in some outwardly business-like sense; we are together insofar as we are Theosophists; and the shared feeling and shared experience of Theosophical ideas is the soul of our being together. It is from this soul of our Theosophical togetherness that I wish to speak as I address these opening remarks to you.

[ 12 ] Es hat sich in unserem letzten Jahre wieder ergeben innerhalb unserer Deutschen Sektion, dass unser theosophisches Wirken wieder ein gutes Stück fortgeschritten ist. Und wenn wir uns die Frage stellen, ob wir auf dieses Stück so zurückblicken dürfen, dass wir es wirklich einen Fortschritt nennen können -, und nicht nur unser Gefühl fragen, sondern fragen: Sprechen die Tatsachen dafür, dass unser Leben ein fortschreitendes ist», dann müssen wir vor allem sehen, wie allüberall innerhalb unserer theosophischen Zweige ein inneres Leben sich immer mehr zu regen beginnt. Wir dürfen heute, bei der neunten Generalversammlung, nach dem Beschlusse unseres achten theosophischen Lebensjahres unserer Deutschen Sektion sagen, dass die innere Lebenstätigkeit innerhalb der Deutschen Sektion sich in weiterer Art verwirklicht hat.

[ 12 ] Over the past year, it has once again become apparent within our German Section that our theosophical work has made significant progress. And when we ask ourselves whether we may look back on this progress in such a way that we can truly call it progress—and not merely rely on our feelings, but ask: “Do the facts indicate that our life is one of progress?”—then we must above all see how, everywhere within our theosophical branches, an inner life is beginning to stir more and more. Today, at the ninth General Assembly, following the conclusion of the eighth year of our German Section’s theosophical life, we may say that the inner life of the German Section has been realized in a broader sense.

[ 13 ] Die Deutsche Sektion besteht aus einzelnen Zweigen, und diese zeigen ein regsames inneres Leben. Wenn in dieses Leben hineingeblickt wird, so kann nur in ganz allgemeinen Worten charakterisiert werden, wie dieses Leben sich gestaltet hat. Und man darf sagen, dass man es nicht eingehender charakterisieren kann, als wenn man sagt, dass es ein intensives geworden ist. Da ist vor allem in einzelnen Zweigen das innere Leben sogar schon aus sich selber herausgewachsen, wie in dem Berliner Besant-Zweig und in manchen anderen, besonders dem Münchener und dem Stuttgarter Zweig. Da schen wir, wie die Mitglieder eines Zweiges aus Theosophen auch theosophische Unternehmungen pflegen, die sozusagen nicht angefacht sind in vorschneller Weise von der Theosophischen Gesellschaft selber, die aber aus dem theosophischen inneren Leben der Zweige gedeihen. Das sind die verschiedenen Veranstaltungen, die über das Logenleben hinausgehen, in den sogenannten Kunst- und Musikzimmern, in denen ja auch populäre Theosophie zum Teil getrieben wird. Dabei zeigt es sich, wie überall theosophisches Leben angefacht werden kann, wenn wir nur versuchen, in richtiger Weise zu der Menschheit zu sprechen. Es würde zu weit führen, wenn ich alle Mitglieder mit Namen nennen sollte, die sich darum in einer von uns nicht hoch genug zu schätzenden Weise, Verdienste erworben haben. Insbesondere darf ich es jedenfalls als einen Wunsch hier aussprechen, dass diese Tätigkeit, die in den Kunst- und Musikzimmern veranstaltet wird, womöglich sich fortsetze, sich erweitere. Denn dadurch werden wir am besten einen gewissen Eindruck machen können auf unsere Zeit, wenn wir imstande sind, auch nach außen zu wirken.

[ 13 ] The German Section consists of individual branches, and these exhibit a vibrant inner life. When one looks into this life, one can characterize how it has taken shape only in very general terms. And one may say that it cannot be characterized more precisely than by stating that it has become an intense one. In particular, in certain branches, this inner life has even developed of its own accord, as in the Berlin Besant Branch and in several others, especially the Munich and Stuttgart branches. For we, as members of a branch composed of Theosophists, also engage in Theosophical undertakings that are not, so to speak, hastily instigated by the Theosophical Society itself, but which flourish out of the inner Theosophical life of the branches. These are the various events that go beyond the life of the local chapter, taking place in the so-called art and music rooms, where popular Theosophy is also practiced to some extent. This demonstrates how Theosophical life can be kindled everywhere, if we only try to speak to humanity in the right way. It would take us too far afield if I were to name all the members who have rendered services in this regard in a way that we cannot praise highly enough. In any case, I would like to express here my hope that these activities, organized in the art and music rooms, may continue and expand as much as possible. For it is through them that we will best be able to make a certain impression on our time, if we are able to have an impact on the outside world as well.

[ 14 ] Das Nächste ist natürlich die Entfaltung des theosophischen Lebens innerhalb der Zweige; und da würde ich Stunden sprechen müssen, wenn ich charakterisieren wollte, wie innerhalb der einzelnen Zweige in der intensivsten Weise gearbeitet wird dadurch, dass man auch schon diese Innenarbeit allmählich wie in Berlin, Stuttgart, München, Köln und ande ren Orten kursartig gestaltet, dass einzelne Mitglieder es übernehmen, in Kursen theosophische Wahrheiten für neu hinzugekommene Mitglieder an diese heranzubringen. Solche Kurse sind eingerichtet, und es darf wohl der Wunsch hier angeschlossen werden, dass auf der einen Seite möglichst ausgebaut werde dieses Institut der Kurse, die von Mitgliedern gehalten werden. Auf der anderen Seite darf aber wohl ausgesprochen werden, dass diese Kurse auch möglichst viel besucht werden sollten, damit die Mitglieder, die noch neu sind, und sich noch nicht mit dem elementaren Inhalte der Theosophie bekannt gemacht haben, dies tun können. Es wird nur dadurch eine bedeutsame Fortbewegung möglich sein, wenn für diejenigen Mitglieder, die erst kurze Zeit dabei sind, solche Kurse eingerichtet werden. Es kann nur ein Fortschritt gemacht werden, wenn immer wieder neu die Möglichkeit gegeben wird, die Weistümer der Theosophie kennenzulernen.

[ 14 ] The next step, of course, is the development of theosophical life within the branches; and I would have to speak for hours if I were to describe how intensely work is being done within the individual branches—through the gradual implementation of this inner work, as is already taking place in Berlin, Stuttgart, Munich, Cologne, and other places, so that individual members take it upon themselves to introduce theosophical truths to new members through courses. Such courses have been established, and it is certainly appropriate to express the hope here that, on the one hand, this system of courses taught by members be expanded as much as possible. On the other hand, however, it may well be stated that these courses should also be attended as much as possible, so that members who are still new and have not yet familiarized themselves with the basic tenets of Theosophy may do so. Significant progress will only be possible if such courses are established for members who have only recently joined. Progress can only be made if the opportunity to become acquainted with the wisdom of Theosophy is continually provided.

[ 15 ] Wenn aber der uns aus dem Quellborn der theosophischen Weistümer geschenkte Inhalt immer wieder den Mitgliedern zuströmen soll, dann müssen die jüngeren Mitglieder dafür sorgen, dass sie das früher Gegebene immer wieder nachholen, sonst wäre es nicht möglich, in der entsprechenden Weise fortzufahren; und die älteren Mitglieder müssten überhaupt auf etwas Neues verzichten. In Parenthese darf ich vielleicht einschieben, dass man dieses Nachholen nur ja nicht allzu leichtnehmen möge. Und je größer die Ehrerbietung vor den theosophischen Wahrheiten ist, umso größer ist die Möglichkeit des Vordringens einer theosophischen Bewegung innerhalb unserer Kultur.

[ 15 ] But if the content bestowed upon us from the fountainhead of theosophical wisdom is to continue flowing to the members, then the younger members must ensure that they catch up on what was given earlier; otherwise, it would not be possible to proceed in the appropriate manner, and the older members would have to forgo anything new altogether. As a side note, I might add that this catching up should by no means be taken too lightly. And the greater the reverence for theosophical truths, the greater the possibility of a theosophical movement gaining ground within our culture.

[ 16 ] Auch weiter hinaus zeigt sich das Leben dieser theosophischen Bewegung. Ich sage ausdrücklich das Leben: Ein Lebensorganismus lebt nicht nur dann, wenn er in sich sozusagen neues Leben immer mehr und mehr anzieht, sondern dann erst, wenn das Leben zwischen den einzelnen Gliedern ein regsames ist, wenn der Austausch der Säfte zwischen den einzelnen Gliedern des Organismus vor sich geht. Und grade in dieser Beziehung dürfen wir sagen, dass sich in der schönsten Weise dies gestaltet hat, dass eine Art solcher Stoffbewegung stattfindet unter den einzelnen Gliedern. Es zeigen sich immer wieder Mitglieder der verschiedensten Zweige, nicht nur der Zweige Deutschlands, sondern auch des Auslandes, die diesen Austausch bewerkstelligen, sodass mit diesen theosophischen Kursen, die sich eingebürgert haben, die gegenseitige Anregung, der gegenseitige Austausch von Empfindungen und Gefühlen, in der schönsten Weise erzeugt werden. Da ist es erfreulich, dass wir in jedem Jahre einige Kurse vor theosophischen Mitgliedern im Auslande zu verzeichnen haben. Ich darf besonders erwähnen den Kursus in Stockholm, wo eine Anzahl von Mitgliedern unserer Deutschen Sektion anwesend war; und man darf sagen, dass das Leben, das sich entfaltete zwischen den Stockholmer Freunden und unseren Mitgliedern, ein sehr reges war.

[ 16 ] The vitality of this theosophical movement is evident even further afield. I specifically say “vitality”: A living organism is not merely alive when it, so to speak, draws in more and more new life within itself, but only when there is active life between its individual parts, when the exchange of vital fluids takes place between the individual parts of the organism. And it is precisely in this regard that we can say this has taken shape in the most beautiful way—that a kind of such exchange of vital substances is taking place among the individual parts. Time and again, members from the most diverse branches—not only from Germany but also from abroad—step forward to facilitate this exchange, so that through these theosophical courses, which have become established, mutual inspiration and the mutual exchange of impressions and feelings are fostered in the most beautiful way. It is therefore gratifying that every year we can report on several courses attended by Theosophical members abroad. I would like to mention in particular the course in Stockholm, where a number of members of our German Section were present; and it can be said that the interaction that unfolded between our friends in Stockholm and our members was a very lively one.

[ 17 ] Dann haben wir vor allen Dingen in dem Kursus in Wien sozusagen etwas von dem erlebt, was ein Wachsen unserer theosophischen Bewegung nach außen genannt werden darf. Mit diesem Kursus hat ein reges, und hoffentlich sich immer mehr ausbreitendes, theosophisches Leben in Wien begonnen, und hat, sich fortsetzend, die Grundlagen der Theosophie vertieft, die schon vorher von unseren dortigen Freunden seit Jahren gegeben worden sind. Das hat sich auch äußerlich durch die Begründung des Wiener Zweiges gezeigt. Es ist damit unserer Arbeit eingefügt ein Glied, das die Theosophie tragen wird auch in die östliche Richtung. Im Anschluss an den theosophischen Zweig in Wien ist dann auch in Klagenfurt ein solcher theosophischer Zweig begründet worden. Und wenn wir nun bedenken, dass auf unsere Anregung auch die Tschechische Sektion entstanden ist, so dürfen wir ein erfreuliches Wachsen der theosophischen Bewegung nach außen verzeichnen. Es würde hier wiederum zu weit führen, wenn im Einzelnen all das charakterisiert werden sollte, was da von unseren lieben Freunden getan worden ist, um dieses Leben nach dem Osten hinüberzutragen. Es wurde daher auch nur im Allgemeinen auf die hocherfreuliche Tatsache hingewiesen, dass wir mit der Tschechischen Sektion, mit dem Wiener Zweige und der Klagenfurter Loge bedeutsame Anfänge im Osten entfalten. Das hat ja der Wiener Zyklus gezeigt, dass mit der theosophischen Bewegung, mit all dem, was sich an Imponderabilien, an undefinierbaren Dingen abspielte, dass sich in dem etwas zeigt, was man nennen kann einen feinen intimen Fortschritt im menschlichen Kulturstreben, in der Stimmung des Empfindens, die entgegengebracht wird der heutigen Kulturtätigkeit. Es ist ja in unserer Zeit charakteristisch, was der moderne Mensch als Stimmung empfindet gegenüber aller Kulturtätigkeit. Wenn er irgendetwas von Kulturtätigkeit sich gegenübertreten fühlt, dann sagt sich der moderne Mensch: Verstehe ich es, oder verstehe ich es nicht? - Versteht er es nicht, so lehnt er es ab. Besonders charakteristisch trat uns das in Basel entgegen, wo anlässlich eines theosophischen Vortrages ein Feuilleton geschrieben wurde, das mit den Worten begann: «An der Theosophie ist dasjenige, was am meisten an ihr auffällt, ihre Unverständlichkeit.» Das ist so recht der imponderable Stimmungsgehalt, den der moderne Mensch einer Kulturbetätigung entgegenbringt. Das zeigt sich besonders, wenn man das angeführte Wort überträgt auf ein anderes Gebiet. Denken Sie sich jemanden ein Feuilleton über Mathematik schreiben, das ebenso begänne, da würde er doch nur sein persönliches Verhältnis zur Mathematik charakterisieren. Ein solches Verhältnis wird dann heute für objektiv genommen, und man glaubt, man hätte irgendetwas damit gesagt; und hat doch gar nichts gesagt. Denn wenn irgendjemand sich nicht mit Mathematik beschäftigt hat, so weiß er eben nichts davon, kann also auch kein Urteil über sie fällen. So verrät jener Feuilletonist auch nichts anderes, als wie er zur Theosophie steht. So würde es einzig richtig sein, nach einem solchen Satze aufzuhören, darüber zu schreiben. Wenn heute die Menschen irgendetwas nicht verstanden haben, ja, dann haben sie sich gelangweilt; damit ist aber doch kein Urteil abgegeben über das, was da entfaltet worden ist. Aber dieses moderne Empfinden ändert sich nach und nach, und man darf es schon wagen, heute auch schwierige Dinge innerhalb der theosophischen Bewegung zur Besprechung zu bringen. Der Wiener Kursus war ja ein ganz besonders schwieriger, und wenn dazumal überhaupt nur Menschen anwesend gewesen wären, welche auf ein solches Urteil, wie wir es eben gekennzeichnet haben, etwas Besonderes gegeben ten, dann wäre der Wiener Kursus ganz gewiss unfruchtbar geblieben. Er ist aber fruchtbar geworden; und wir konnten damals nach Hause gehen mit dem schönen Empfinden, dass auch aus den unaussprechbaren Dingen uns schöne Blüten entgegenwuchsen.

[ 17 ] Then, above all, in the course in Vienna, we experienced, so to speak, something that might be called the outward growth of our Theosophical movement. With this course, a vibrant—and hopefully ever-expanding—theosophical life has begun in Vienna, and, as it continues, it has deepened the foundations of Theosophy that had already been laid there by our friends for years. This has also been evident externally through the establishment of the Vienna branch. Thus, a link has been added to our work that will carry Theosophy eastward as well. Following the establishment of the Theosophical Branch in Vienna, a similar branch was also founded in Klagenfurt. And when we consider that the Czech Section was also established at our suggestion, we can note a gratifying outward growth of the Theosophical Movement. It would again take us too far afield here to describe in detail everything that our dear friends have done to carry this work eastward. Therefore, we have merely pointed out in general terms the highly gratifying fact that, with the Czech Section, the Vienna Branch, and the Klagenfurt Lodge, we are making significant inroads in the East. The Vienna Cycle has indeed shown that within the Theosophical Movement—with all that took place in terms of the imponderables, the indefinable—there is evidence of what might be called a subtle, intimate progress in humanity’s cultural striving, in the mood of feeling that is directed toward today’s cultural activities. It is, after all, characteristic of our time how modern people perceive the mood surrounding all cultural activity. When modern people are confronted with any form of cultural activity, they ask themselves: Do I understand it, or do I not?—If they do not understand it, they reject it. We encountered this particularly strikingly in Basel, where, on the occasion of a theosophical lecture, a feature article was written that began with the words: “The most striking thing about theosophy is its incomprehensibility.” This is precisely the intangible mood that modern people bring to cultural pursuits. This becomes particularly evident when one applies the quoted statement to another field. Imagine someone writing a feature article on mathematics that began in the same way; they would merely be characterizing their personal relationship to mathematics. Such a relationship is taken as objective today, and people believe they have said something meaningful—yet they have said nothing at all. For if someone has not engaged with mathematics, they simply know nothing about it and therefore cannot pass judgment on it. Thus, that feature writer reveals nothing other than his own stance toward theosophy. Thus, the only correct course of action would be to stop writing about it after such a statement. If people today have not understood something, well, then they have been bored; but that does not constitute a judgment on what has been presented. Yet this modern sensibility is gradually changing, and one may now dare to bring even difficult topics within the theosophical movement up for discussion. The Vienna course was, after all, a particularly difficult one, and if at that time there had been only people present who attached any special importance to the kind of judgment we have just described, then the Vienna course would certainly have remained fruitless. But it did bear fruit; and we were able to return home at that time with the beautiful feeling that even from the ineffable things, beautiful blossoms were springing forth to meet us.

[ 18 ] Im weiteren Verlaufe zeigte sich das bei dem Hamburger Kursus. Es ist immer eine schwierige Sache, Dinge zu besprechen, die sozusagen vorläufig eine bestimmte Empfindungsnuance erfordern zum Verständnis alles dessen, was aus dem Born der Theosophie gegeben wird. Im Prinzip ist alles dies gewiss verständlich der prüfenden Vernunft und Logik. Aber wir würden ganz gewiss lange dazu brauchen, und man müsste lang dauernde Kurse veranstalten, wenn alle diese Dinge mit der Logik nachgeprüft werden sollten. Und es ist in gewisser Beziehung sicherlich nicht zu verwerfen, wenn gesundes Empfinden sich ein Verhältnis bildet zu dem Gebotenen. Es sind Seelen da, die reifer sind, als sie glauben, die aus dem Unterbewussten etwas entgegenbringen, wovon sie selber nichts wissen. Und dann sind am leichtesten zu prüfen durch die Logik diejenigen Dinge, die am höchsten liegen, am schwierigsten diejenigen, die sich auf das praktische persönliche Leben beziehen. Weit schwerer ist es, Beweise, die einleuchtend sind, zu finden, wenn irgendjemand einen Zusammenhang sucht zwischen einer naheliegenden Leidenschaft und einer Krankheit. Das kann zwar geprüft werden durch die Logik. Aber es ist ein weiter Weg von dem, was aus der Geistesforschung festgestellt werden kann, zu dem einleuchtenden logischen Urteil. Da tritt denn das unterbewusste Empfangen ein, das sich in dem gesunden Wahrheitssinn äußert. Dieses fühlt die Wahrheit, die zwar bewiesen werden könnte, doch aber auch schon vor dem Beweise angenommen werden kann. Ein solches Empfangen muss ganz besonders vorausgesetzt werden bei solchen Kursen. Das wird immer mehr geschehen können, und ist eben besonders geschehen bei den genannten Kursen. Und man wird belehrt, wie wirklich eine andere Empfindungsnuance und eine andere spirituelle Nuance - wie sie vorher in der physischen Welt nicht vorhanden waren - sich nun zeigen.

[ 18 ] This became evident later on during the Hamburg course. It is always a difficult matter to discuss things that, so to speak, require a certain nuance of perception—at least for the time being—in order to understand everything that is given from the wellspring of theosophy. In principle, all of this is certainly comprehensible to critical reason and logic. But it would certainly take us a long time, and we would have to organize lengthy courses if all these things were to be verified through logic. And in a certain sense, it is certainly not to be dismissed when a sound sensibility forms a relationship to what is presented. There are souls who are more mature than they realize, who bring forth from the subconscious something of which they themselves are unaware. And then, the things that are highest in nature are the easiest to examine through logic, while those relating to practical personal life are the most difficult. It is far more difficult to find evidence that is convincing when someone seeks a connection between an obvious passion and an illness. This can, of course, be examined through logic. But there is a long way from what can be established through spiritual research to a convincing logical judgment. This is where subconscious reception comes into play, which manifests itself in a healthy sense of truth. This sense perceives the truth, which, while it could be proven, can also be accepted even before proof is provided. Such perception must be particularly assumed in courses of this kind. This will become increasingly possible, and it has indeed occurred in the courses mentioned. And one is taught how a different nuance of feeling and a different spiritual nuance—which were not previously present in the physical world—are now revealing themselves.

[ 19 ] Durften wir so auf eine Art neuen Versuch innerhalb unserer theosophischen Bewegung hinweisen, so darf ich in dieser kurzen Weise vielleicht Ihnen auch etwas von einem Fortschritt innerhalb unserer inneren Tätigkeit in diesem Jahre sprechen. Das führt uns nach Kristiania, wo gesprochen werden durfte über die Vorgänge im Leben der Erde. Es konnten da die Volksgeister, Volksseelen genannt werden; es konnte gesprochen werden über Rassenentwicklung und deren Gang. In dieser Art konnte dieser Kursus nur auf den charakterisierten Voraussetzungen aufgebaut werden. Damit war auch die Möglichkeit gegeben, etwas Innerliches äußerlich vor unsere Mitglieder hinzustellen.

[ 19 ] Since we were able to point to a sort of new endeavor within our Theosophical Movement, perhaps I may also briefly mention to you some of the progress made in our internal activities this year. This brings us to Kristiania, where we were able to speak about the processes taking place in the life of the Earth. There, the national spirits—or Folk-souls—were discussed; we were able to speak about racial evolution and its course. In this way, this course could only be built upon the specified prerequisites. This also provided the opportunity to present something inner to our members in an outward form.

[ 20 ] Das ist auch in München geschehen, wo wir wie erste Versuche etwas wagen durften, was ein unmittelbares Übertragen esoterischer Dinge in exoterisch künstlerische Weise war.

[ 20 ] This also happened in Munich, where, as part of our initial experiments, we were allowed to attempt something that was a direct translation of esoteric concepts into an exoteric artistic form.

[ 21 ] Dann aber durfte auch im Anschluss daran der Versuch gemacht werden, Schriften, die uns durch die vorgeschichtliche Weisheit der Menschheit vorliegen, in einem weiteren Lichte zu betrachten. Das geschah in den Kursen, die ganz besondere Ansprüche gemacht haben an die Zuhörer. Das durfte geschehen eben im Münchner Kursus und in Bern.

[ 21 ] But then, following that, an attempt was also made to view the writings that have come down to us through humanity’s prehistoric wisdom in a broader light. This took place in the courses, which placed very special demands on the listeners. This was done in the Munich course and in Bern.

[ 22 ] Vom Berner Kursus ist gesagt worden, dass da Dinge besprochen worden sind, die nur ihren Wert haben in dem Augenblick, wo sie gesprochen werden. Das ist selbstverständlich etwas Gewolltes und Gerechtfertigtes. Man konnte an diesen beiden Kursen, dem Münchner und dem Berner, erleben, dass darinnen etwas war, was nicht schriftlich wiedergegeben werden kann. Damit haben wir wohl wiederum einen gewissen Fortschritt zu verzeichnen.

[ 22 ] It has been said of the Bern course that matters were discussed there that have value only at the moment they are spoken. This is, of course, something intentional and justified. At these two courses—the Munich and the Bern courses—one could experience that there was something within them that cannot be conveyed in writing. With this, we can once again note a certain degree of progress.

[ 23 ] Ich habe schon viel mehr, als ich beabsichtigte, gesprochen, daher bitte ich Sie, dies als einen Bericht der inneren Tätigkeit und Bewegung unserer Sache zu nehmen, und es mir zu erlassen, namentlich allen denen unserer Mitglieder herzlichst zu danken, die sich beteiligt haben an diesem inneren Wirken. Dass dieser Dank bei allen von uns ein herzlicher ist, das kann ja ohne Weiteres vorausgesetzt werden.

[ 23 ] I have already spoken much more than I intended, so I ask you to take this as a report on the inner workings and progress of our cause, and to forgive me for not specifically thanking, with all my heart, all those of our members who have participated in this inner work. It goes without saying that this gratitude is a heartfelt one from all of us.

[ 24 ] Wir haben nach Verlauf unserer siebenjährigen Periode auch noch anderes zu verzeichnen, welches von uns Theosophen immer anders charakterisiert wird als von der Außenwelt. Wir haben gerade in diesem verflossenen Jahre von einigen unserer ältesten, von einigen ganz besonders für die theosophische Sache sich einsetzenden Mitgliedern zu verzeichnen, dass sie den physischen Plan verlassen haben. Und wenn wir dieser unserer lieben theosophischen Mitglieder gedenken, so denken wir an sie in der Art, dass wir sie in derselben Weise und Liebe weiter zu uns gehörig betrachten, in der wir sie zu uns rechneten, während sie auf dem physischen Plan unter uns verweilten. Wir wollen damit sagen, dass es für uns Theosophen etwas gibt, was als Pflicht ja auch in der äußeren, nicht theosophischen Welt zu den eigentlich wichtigsten Herzenspflichten gerechnet wird, was aber eine besondere Weihe und eine besondere Durchdringung mit dem Inhalte der im theosophischen Leben erworbenen Gefühls- und Gedankennuance bei uns Theosophen erfahren muss. Das ist das Nachsenden der Liebe, das Nachsenden unserer besten Gefühle über den physischen Plan hinaus, gegenüber denen, die diesen physischen Plan verlassen haben. Solche, durch das theosophische Empfinden gestärkten Gefühle, sollen wir gegenüber den Verstorbenen zu entwickeln trachten. Wir sollen uns fähig machen, durch unseren theosophischen Fortschritt derartige Gefühle in die anderen Welten zu senden, dass wir das Liebe, das Wahre, das Gute, das uns entgegengetreten ist bei solchen Mitgliedern, dauernd als ein immer Gegenwärtiges empfinden, und damit diese Mitglieder selber dauernd gegenwärtig empfinden, sodass wir von ihnen sprechen als solchen, die unter uns weiter wandeln, und deren Wandeln uns immer heiliger wird aus dem Grunde, weil dasjenige, was sie uns senden können aus jener Welt, für sie ein Wertvolleres sein muss als dasjenige, was sie uns geben konnten auf dem physischen Plan. In dieser tätigen Weise gedenken wir derjenigen unserer lieben Mitglieder, die in dem verflossenen Jahre den physischen Plan verlassen haben.

[ 24 ] At the end of our seven-year period, we also have other developments to report, which we Theosophists always characterize differently than the outside world does. In this past year alone, we have noted that some of our oldest members—some who were particularly dedicated to the Theosophical cause—have departed from the physical plane. And when we commemorate these dear Theosophical members of ours, we think of them in such a way that we continue to regard them as belonging to us with the same affection and love with which we counted them among us while they were with us on the physical plane. By this we mean that for us Theosophists there is something that, while indeed counted among the most important duties of the heart even in the outer, non-Theosophical world, must, for us Theosophists, be imbued with a special dedication and a special infusion of the nuances of feeling and thought acquired through the Theosophical life. This is the sending forth of love, the sending forth of our best feelings beyond the physical plane, toward those who have left this physical plane. We should strive to develop such feelings—strengthened by theosophical sensibility—toward the departed. Through our theosophical progress, we should enable ourselves to send such feelings into the other worlds, so that we may constantly perceive the love, the truth, and the goodness we encountered in such members as ever-present, and thereby perceive these members themselves as ever-present, so that we speak of them as those who continue to walk among us, and whose presence becomes ever more sacred to us for the reason that what they can send us from that world must be of greater value to them than what they were able to give us on the physical plane. In this active way, we commemorate those of our dear members who have left the physical plane in the past year.

[ 25 ] Da steht vor unserer Seele ganz besonders ein älteres, seit der Begründung der Sektion mit uns verbundenes Mitglied, das uns aus dem Grunde besonders nahesteht, weil uns wiederum nahesteht der Bruder dieses Mitgliedes, der hier ist als unser lieber Freund, Herr Wagner.

[ 25 ] In particular, we think of an older member who has been with us since the section was founded; this member is especially close to us because we are also close to this member’s brother, who is here as our dear friend, Mr. Wagner.

[ 26 ] Fräulein Amalie Wagner in Hamburg, die viele von uns gut kennen, hat im Verlaufe dieses Jahres den physischen Plan verlassen, und wir werden immer hinblicken auf dasjenige, was sie versuchte zu tun für das theosophische Leben. Viele derjenigen Theosophen, die unserer lieben Amalie Wagner nahestanden, haben in ihrem innersten Herzen die Tätigkeit von Amalie Wagner in außerordentliche Weise zu schätzen gewusst, und haben eine unbegrenzte Liebe dieser Freundin entgegengebracht. Und das war ja nur der schöne Widerstrahl des schönen theosophischen Strebens in der Seele Amalie Wagners. Und in Ehrfurcht und heiliger Weihe gedenken wir eines wichtigen Augenblickes im Leben von Amalie Wagner. Das war jener Augenblick, als ihr die Schwester, die mit ihr in Hamburg Mitglied unserer Bewegung war, im Tode voranging. Damals war es mir möglich, an mich herantreten zu lassen das schöne, das liebende Verständnis, das die Seele von Amalie Wagner entgegenbrachte jenem Ereignis, das sich da in dem Abgange ihrer Schwester vollzog. Da konnte ich entgegennehmen die sozusagen im echten theosophischen Empfinden gehaltene Aufschau von Amalie Wagner zu ihrer Schwester. Wie Amalie Wagner hinaufschaute in die höheren Welten, um sich Vorstellungen zu machen von der Art, wie weiterlebt ein Mensch in diesen höheren Welten, davon wurde viel gesprochen in dem lieben, einsamen Wohnzimmer Amalie Wagners. Und jetzt blicken wir ihr selber nach in Gedanken, wie sie ihrerseits nun empfängt von oben das Entgegenkommende und von unten, vom physischen Plane, die Gefühle von Liebe und Verehrung, die wir ihr von hier entgegenbringen. Zwei Seiten können wir an dieser Seele heute schon sehen, wie sie nach oben und unten lebt, wie ein Mensch eben in der geistigen Welt lebt, wenn in seinem Herzen hier der Impuls war, sich anzuschließen dem, was als Seele durch unsere Bewegung hindurchgeht. Und so blicken wir denn in Andacht, in Liebe zu der Seele dieses lieben Fräulein Wagner hin wie zu einer uns immer Gegenwärtigen.

[ 26 ] Miss Amalie Wagner of Hamburg, whom many of us know well, left the physical plane earlier this year, and we will always look back on what she sought to do for theosophic life. Many of the Theosophists who were close to our dear Amalie Wagner held her work in the highest regard in their hearts and showed boundless love for this friend. And that was, after all, merely the beautiful reflection of the beautiful Theosophical striving within Amalie Wagner’s soul. And with reverence and sacred devotion, we commemorate an important moment in the life of Amalie Wagner. That was the moment when her sister—who, along with her, was a member of our movement in Hamburg—preceded her in death. At that time, I was able to experience firsthand the beautiful, loving understanding that Amalie Wagner’s soul brought to that event, which was unfolding with her sister’s passing. There I was able to receive Amalie Wagner’s view of her sister, held, so to speak, in genuine theosophical feeling. How Amalie Wagner looked up into the higher worlds to form mental images about the way a person continues to live in those higher worlds—much was spoken of this in Amalie Wagner’s dear, solitary living room. And now let us follow her in our thoughts as she, in turn, receives from above what is sent to her and, from below—from the physical plane—the feelings of love and reverence that we send her from here. We can already see two aspects of this soul today—how she lives both upward and downward, how a human being lives in the spiritual world when there was an impulse in her heart here to connect with what passes through our movement as a soul. And so we gaze in reverence and love upon the soul of this dear Miss Wagner, as if she were always present with us.

[ 27 ] Es hat noch ein altes Mitglied den physischen Plan verlassen, das zwar wenige kennen, aber diese wenigen sind solche, die dieses liebe Mitglied sehr lieb hatten, die immer, wenn sie mit ihm zusammenkamen, von Neuem empfanden die Ehrerbietung heischende Seele unseres lieben Freundes Jacques Tschudy in Glarus, der von Anfang an unserer Deutschen Sektion angehört hat. Er ist bei den schweizerischen theosophischen Versammlungen von einer Anzahl unserer lieben Mitglieder getroffen worden. Und wenn ich mich in diesem Falle eines Wortes bedienen darf, das sehr ernst gemeint ist, so möchte ich sagen, dass die Seele dieser Persönlichkeit so wirkte, dass man gar nicht anders konnte, als sie lieb haben. Und wer oftmals sehen konnte, wie dieser Mann geliebt wurde, der weiß, dass diejenigen, die ihn kannten, dieses Gefühl ihm dauernd in die geistige Welt nachsenden werden.

[ 27 ] Another long-standing member has left the physical plane—one whom few knew, but those few were people who held this dear member in very high regard; whenever they met him, they were once again struck by the soul of our dear friend Jacques Tschudy in Glarus, who had belonged to our German Section from the very beginning, a soul that commanded respect. He was met by a number of our dear members at the Swiss Theosophical gatherings. And if I may use a phrase in this context—one meant very seriously—I would like to say that the soul of this individual had such an effect that one simply could not help but love him. And anyone who has often witnessed how this man was loved knows that those who knew him will continually send this feeling to him in the spiritual world.

[ 28 ] Dann hat noch ein außerordentlich strebsames Mitglied, das in rüstiger Energie versuchte, in das Exoterische und Esoterische der Theosophie einzudringen, und welches erst in den letzten Jahren unserer Deutschen Sektion nahegetreten ist, den physischen Plan verlassen. Unser lieber Freund Minuth aus Riga befand sich beim letzten Stuttgarter Zyklus; dann erschien er wieder in Hamburg, und damals war schon sein äußerer physischer Leib mit dem Keim behaftet, der ihn nicht weiterleben ließ. Er konnte schon nicht mehr den vollständigen Zyklus mitmachen und verließ bald darauf auch den physischen Plan. Auch ihm werden wir diejenigen Empfindungen hinaufsenden in die höheren Welten, welche wir nicht nur gehabt haben, als wir uns entschlossen, Theosophen zu werden, sondern die wir uns angeeignet haben während unseres theosophischen Lebens.

[ 28 ] Then another exceptionally ambitious member, who with vigorous energy sought to penetrate the exoteric and esoteric aspects of Theosophy, and who had only recently joined our German Section, left the physical plane. Our dear friend Minuth from Riga was present at the last Stuttgart cycle; he then reappeared in Hamburg, and by that time his outer physical body was already afflicted with the seed that would prevent him from living any longer. He was already unable to complete the entire cycle and soon thereafter also left the physical plane. To him, too, we will send up into the higher worlds those feelings that we not only had when we decided to become Theosophists, but that we have cultivated throughout our Theosophical life.

[ 29 ] Wir haben abgehen sehen vom physischen Plan noch eine andere Persönlichkeit; die Gattin unseres lieben Freundes Sellin. Aus früheren theosophischen Versammlungen kennen Sie ja alle unseren lieben Freund Sellin. Während er in Zürich wirkte, ging seine liebe Gattin in die geistige Welt hinauf. Dieses Hinaufgehen seiner Gattin versteht unser lieber Freund in der wunderbarsten Weise, und wer empfinden durfte dasjenige, was Sellin selber empfindet gegenüber der Toten, der weiß zu sagen, wie im echten, schönen Sinne gegenüber den Toten der Theosoph empfinden soll. Ich müsste Worte sprechen, welche in den eindringlichsten Farben Gefühle schildern würden, die lebendig hinaufströmen in die geistige Welt, wenn ich Ihnen manches schöne Wort wiedergeben wollte, das aus der Seele unseres lieben Freundes Sellin hier auf dem physischen Plan seiner geliebten Gattin hinaufgesendet wurde. Es ist aber besser, wenn wir in uns sozusagen nur eine Ahnung hervorrufen von dem, was durch so etwas Schönes gesagt werden kann, wenn wir es nicht selber gehört haben. Und derjenige, der, wie ich, so schöne Worte gehört hat, wie die unseres lieben Freundes Sellin, die Zeugnis sind seiner wirklich schönen, realen Empfindung, wer dieses selber erlebt hat, der hat das Bedürfnis, solch schöne Worte durch Aussprechen nicht zu entweihen. Aber das Bedürfnis habe ich in meiner Seele in diesem Augenblicke, in Ihren eigenen Herzen Ahnungen erwachen zu lassen von dem, was schönes Empfinden, schönes innerliches Erleben ist denen gegenüber, die in der Richtung nach der geistigen Welt physisch entschwunden sind.

[ 29 ] We have seen yet another personality depart from the physical plane: the wife of our dear friend Sellin. You all know our dear friend Sellin from earlier Theosophical gatherings. While he was working in Zurich, his dear wife ascended into the spiritual world. Our dear friend understands his wife’s passing in the most wonderful way, and anyone who has been able to feel what Sellin himself feels toward the deceased knows how a theosophist should feel toward the dead in a genuine and beautiful sense. I would have to use words that depict, in the most vivid terms, the feelings that flow vividly upward into the spiritual world if I were to convey to you some of the beautiful words that were sent from the soul of our dear friend Sellin here on the physical plane to his beloved wife. But it is better, so to speak, if we evoke within ourselves only a glimpse of what can be expressed through something so beautiful, if we have not heard it ourselves. And anyone who, like me, has heard such beautiful words as those of our dear friend Sellin—words that bear witness to his truly beautiful, genuine feelings—anyone who has experienced this firsthand feels the need not to profane such beautiful words by uttering them. But I feel this need in my soul at this very moment: to awaken in your own hearts a sense of what beautiful feeling and beautiful inner experience are—for those who have physically passed away on their journey toward the spiritual world.

[ 30 ] Eine weitere Persönlichkeit in Stuttgart ist den ihr Nahestehenden in der physischen Welt entschwunden; unser lieber Freund [Frentzel] hat seine Gattin vor Kurzem den höheren Plänen abgeben müssen. Wenn wir sehen, wie wir Theosophen beginnen, ein wirkliches Seelenleben zu entwickeln, so brauchen wir nur an unsere liebe Frau Frentzel zu denken, die in so schöner Weise an ihrer Seele arbeitete, um in das theosophische Leben hineinzukommen. Das kann vielleicht nur würdigen, wer ihrer Seele nahegestanden hat wie ich selber. Und so dürfen wir dasjenige, was wir gelernt haben, hinaufsenden unserer lieben Freundin Frau Frentzel.

[ 30 ] Another prominent figure in Stuttgart has passed away from those close to her in the physical world; our dear friend [Frentzel] recently had to let his wife go to fulfill higher plans. When we see how we Theosophists are beginning to develop a true spiritual life, we need only think of our dear Mrs. Frentzel, who worked so beautifully on her soul to enter into the Theosophical life. Perhaps only those who were as close to her soul as I myself was can truly appreciate this. And so we may send up to our dear friend, Mrs. Frentzel, all that we have learned.

[ 31 ] Und so gedenken wir auch einer anderen Freundin, die durch ein tragisches Geschick den physischen Plan verlassen hat, Frau Hedwig von Knebel, deren liebevolle Hingabe an die theosophische Sache bemerkt werden konnte, sowohl wenn wir anderen in Wiesbaden waren als auch von den Wiesbadenern selber.

[ 31 ] And so we also remember another friend who, through a tragic turn of fate, has left the physical plane: Mrs. Hedwig von Knebel, whose loving devotion to the Theosophical cause was evident both to us when we were in Wiesbaden and to the people of Wiesbaden themselves.

[ 32 ] Dann aber steigt mit einer besonderen Kraft, mit einer ganz besonderen Lebendigkeit aus den höheren Welten zu uns herab das Bild einer theosophischen Persönlichkeit, die vor Kurzem den physischen Plan verlassen hat, die mit einer Intensität, mit einem Verständnis und einer Hingebung, die wirklich nicht in Worten zu schildern ist, sich seit Jahren der theosophischen Sache mit allem, was sie konnte - und sie konnte viel-in den Dienst stellte. Da wird mir selber immer unvergesslich bleiben der Augenblick nach einer theosophischen Versammlung, wo unsere liebe Hilde Stockmeyer zum ersten Male an mich herantrat, um Genaueres über mancherlei von dem kennenzulernen, was sie in der Theosophie, die sie mit all der Kraft, die in ihr war, aufnahm, gelernt hatte. Auf der anderen Seite versuchte sie es - und sie durfte und konnte viel versuchen - dasjenige, was sie in der Theosophie gelernt hatte, zu verbinden mit dem, was die äußere Wissenschaft an Wahrem und Gutem bietet. Und es darf gesagt werden, wie eine umfassende Gelehrsamkeit auch äußerlich imstande war, Frucht zu tragen, indem sie zur Befriedigung der äußeren Welt das letzte Examen noch kurz vor ihrem Abscheiden abgelegt hatte. Es darf in der Gelehrsamkeit von Hilde Stockmeyer das Erste gesehen werden, was uns selber als ein schönes Geschenk ihrer persönlichen Werte von ihr entgegengebracht worden ist. Dasjenige, was uns Hilde Stockmeyer, die Vorsitzende der Malscher Loge, auf dem physischen Plane gewesen ist, war sie durch ihre Fähigkeiten und durch die Art, wie sie diese Fähigkeiten verarbeitete. Sie war dadurch berufen, fruchtbringend zu wirken, und zu dem, was sich Hilde Stockmeyer durch die Ausbildung ihrer Fähigkeiten auf diese Weise erwarb, brachte sie etwas anderes hinzu, was durch seine Ausströmung auf die Nahestehenden wirkte, was bloß durch sein Wirken uns verraten konnte, wie fruchtbar echtes, wahres theosophisches Empfinden hier im Menschenleben werden kann. Das zeigt die Art, wie Vater, Mutter, Geschwister und Freunde aufnahmen ihren Abgang in die höheren Welten. Das ist wiederum in diesem Falle ein Beweis für die Wirksamkeit der Theosophie in den Menschenseelen. Es ist dies noch in einer anderen Weise ein Beweis dafür, als es selbst bei den anderen Genannten der Fall war. Bei den anderen waren überall Persönlichkeiten in ihrer Umgebung, die die Theosophie gesucht hatten. Bei Hilde Stockmeyer bekannten sogar die Eltern: Sie hat uns die Theosophie gebracht, sie war uns geschickt. Die Personen, die auf dem physischen Plan ihr vorausgegangen waren, die ihr das physische Leben gegeben haben, bekannten das, was sie fühlen konnten dem gegenüber, was in ihrer eigenen Tochter aus den höheren Welten ihnen entgegenkam, wovon sie sagen mussten: Dem konnten wir nicht zum Dasein auf dem physischen Plan helfen, dem gegenüber waren wir das Werkzeug. Und es gehört zu den schönsten Gefühlen, die innerhalb unserer theosophischen Bewegung geäußert worden sind, dass die Eltern von Hilde Stockmeyer zum Ausdruck brachten die Größe des Dankes und der Schätzung, die sie dem Wissen ihrer Tochter entgegenbrachten, dem Wissen der Tochter, die den Eltern die Theosophie ins Haus gebracht. Und dies herrliche Echo bringen die Eltern von Hilde Stockmeyer ihrer in die spirituelle Welt abgegangenen Tochter entgegen. Wir aber sollen lernen, das besonders Hilde Stockmeyer hinaufzusenden in die höheren Welten, was sich bei solchen Dingen nur ahnen lässt. Und klar ist mir, dass ich kein besseres Gefühl hinaufsenden kann in die geistigen Welten, als wenn ich die Empfindungen der Seele von Hilde Stockmeyer selber jetzt hinaufsende, mich zum Werkzeug ihrer Seele mache für das Schöne, was aus einem schönen Gefühl heraus zu sagen wusste unsere liebe Freundin, während sie noch hier bei uns war. In zwei kleinen Dichtungen, die mir anvertraut worden sind, die der Feder unserer lieben Freundin entstammen, die ihrem so schön angelegten Geiste entsprangen, spricht sie selber noch von dem physischen Plan zu uns herein. Wie Hilde Stockmeyer empfand gegenüber den ewigen Lehren der Theosophie, das mag uns aus ihren eigenen kleinen Gedichten in diesem Augenblicke entgegentönen. So sprach, als sie noch lebte, Hilde Stockmeyer, so mag für uns nachklingen, was sie selber noch sagte:

[ 32 ] But then, with a special power, with a very special vitality, the image of a theosophical personality who recently left the physical plane descends to us from the higher worlds—a person who, with an intensity, an understanding, and a devotion that truly cannot be described in words, had for years devoted herself to the theosophical cause with everything she could—and she could do a great deal. I myself will always remember the moment after a Theosophical meeting when our dear Hilde Stockmeyer approached me for the first time to learn more about various aspects of what she had learned in Theosophy, which she had embraced with all the strength she possessed. On the other hand, she endeavored—and she was allowed and able to try many things—to combine what she had learned in Theosophy with the truth and goodness offered by external science. And it may be said that her comprehensive scholarship was able to bear fruit even in the external world, as she had passed her final exam shortly before her passing, to the satisfaction of the external world. Hilde Stockmeyer’s scholarship may be seen as the first thing she offered us as a beautiful gift of her personal values. What Hilde Stockmeyer, the chairwoman of the Malsch Lodge, was to us on the physical plane was defined by her abilities and by the way she applied those abilities. She was thus called to work fruitfully, and to what Hilde Stockmeyer acquired in this way through the development of her abilities, she added something else—a quality whose radiance affected those close to her—which, through its very effect, revealed to us just how fruitful genuine, true theosophical feeling can become here in human life. This is evident in the way her father, mother, siblings, and friends received news of her passing into the higher worlds. This, in turn, serves as further proof in this case of the effectiveness of Theosophy in human souls. It is proof in yet another way than was the case even with the others mentioned. In the cases of the others, there were always people in their immediate surroundings who had sought out Theosophy. In Hilde Stockmeyer’s case, even her parents acknowledged: “She brought Theosophy to us; she was sent to us.” The people who had preceded her on the physical plane—who had given her physical life—acknowledged what they could feel in response to what came to them from the higher worlds through their own daughter, about which they had to say: “We could not help bring this into existence on the physical plane; in this regard, we were merely the instrument.” And it is among the most beautiful sentiments ever expressed within our Theosophical Movement that Hilde Stockmeyer’s parents gave voice to the depth of their gratitude and appreciation for their daughter’s knowledge—the knowledge of the daughter who had brought Theosophy into her parents’ home. And this wonderful echo is what Hilde Stockmeyer’s parents send to their daughter, who has departed into the spiritual world. But we, in turn, should learn to send up to the higher worlds—especially for Hilde Stockmeyer—what can only be intuited in such matters. And it is clear to me that I can send no better feeling up into the spiritual worlds than by now sending up the very feelings of Hilde Stockmeyer’s soul itself, making myself an instrument of her soul for the beauty that our dear friend knew how to express out of a beautiful feeling while she was still here with us. In two short poems entrusted to me—written by our dear friend’s own hand and springing from her beautifully gifted spirit—she herself still speaks to us from the physical plane. How Hilde Stockmeyer felt about the eternal teachings of theosophy may resonate with us at this very moment through her own little poems. This is how Hilde Stockmeyer spoke while she was still alive; may her own words continue to resonate with us:

Sind wir denn wirklich so ganz allein?
Kann nie der Eine den Andern verstehn?
Kann er ihm nie ins Herze sehn?
Ihm erleichtern seine Pein?
Ich denke, wenn Liebe zu Liebe spricht,
So recht vom Herzen mit treuem Gesicht,
Um Liebe Willen die Qualen zu lindern,
Durch liebe Worte die Schmerzen zu mindern,
Dann mein’ ich, könnt’s nicht vergebens sein!
Sind wir denn wirklich so ganz allein?
Gibt es nicht Brücken zu jedem Herzen?
Gibt es nicht Balsam für alle Schmerzen?
Wenn wir Aug’ in Aug’ versenken,
Gar nicht an uns selber denken,
Braucht es sogar der Worte nicht,
Wahres Verstehen lautlos spricht!
Auch zu den allerverstocktesten Herzen
Führt ein Weg.
Wandelst du mutig auf schwankendem Steg
Mit dem einen Gedanken Helfer zu sein
Bist du bald nicht mehr allein!

Are we really all alone?
Can one person never understand the other?
Can he never see into his heart?
Ease his pain?
I think that when love speaks to love,
Truly from the heart with a faithful face,
To ease the torments for love’s sake,
To lessen the pain with loving words,
Then I believe it could not be in vain!
Are we really so completely alone?
Aren’t there bridges to every heart?
Isn’t there balm for all pain?
When we gaze deep into each other’s eyes,
Without thinking of ourselves at all,
There’s no need even for words—
True understanding speaks silently!
Even to the most hardened of hearts
There is a path.
If you walk courageously along a wobbly bridge
With the single thought of being a helper
You will soon no longer be alone!

[ 33 ] Versuchen wir es, nach ihrem Abgang in unseren Herzen solche Gefühle zu entwickeln, um sie ihr nachströmen zu lassen, solche, die dieser ihrer eigenen schönen Gefühle wert sind. Und lernen wir empfinden, wie sie selber empfunden hat, und wie sie es aussprach in dem anderen kleinen Gedicht:

[ 33 ] Let us try, after her departure, to cultivate such feelings in our hearts that we may send them flowing back to her—feelings worthy of her own beautiful sentiments. And let us learn to feel as she herself felt, and as she expressed it in that other little poem:

Ich möchte sein ein reiner Quell des Segens,
Der immer fließt und nie versiegen muss,
Ein Herz voll Mut möcht ich mein Eigen nennen,
Das nie verzagt, und nie in Schmerzen bebt,
Und Liebe möcht ich strömen durch die Welten;
Dass all Lebendiges jauchzen sollt vor Lust.
Und also gebend möcht im All ich still versinken,
Wie eine Melodie, die leis’ verklingt.

I wish to be a pure source of blessing,
That always flows and never runs dry,
A heart full of courage I wish to call my own,
That never despairs, nor trembles in pain,
And I would let love flow through the worlds;
So that all living things may rejoice with delight.
And thus, giving, I would quietly sink into the cosmos,
Like a melody that softly fades away.

[ 34 ] So sprach sie im Leben, so starb sie für den physischen Plan. Es braucht nicht gesagt zu werden, dass wir uns bemühen sollen, ihr ebenso Wertvolles nachzusenden wie sie, den eigenen Tod ahnend, es in den letzten Worten sprach, der letzten kleinen Dichtung. Wer Hilde Stockmeyer kannte wie ich, weiß, dass der Tod dieser lieben Seele das war:

[ 34 ] Thus she spoke in life, and thus she departed from the physical plane. It goes without saying that we should strive to send her something just as precious as what she, foreseeing her own death, expressed in her final words—that last little poem. Anyone who knew Hilde Stockmeyer as well as I did knows that the death of this dear soul was this:

Und also gebend möcht im All ich still versinken,
Wie eine Melodie, die leis’ verklingt.»

And so, giving, I wish to sink silently into the universe,
Like a melody that fades softly away.»

[ 35 ] Die Versammlung ehrte das Andenken der genannten Personen durch Erheben von den Sitzen.

[ 35 ] The assembly honored the memory of the aforementioned individuals by rising from their seats.

[ 36 ] Dritter Punkt: Anträge aus dem Plenum:

[ 36 ] Third item: Motions from the floor:

[ 37 ] Als erster Antrag wird verlesen Antrag van Leer, Düsseldorf.

[ 37 ] The first motion to be read aloud is the van Leer motion, Düsseldorf.

[ 38 ] Antrag van Leer: Der Antragsteller knüpft an die Bestellung von solchen Mitgliedern des Vorstandes, welche ihr Amt lebenslänglich innehaben. Dieser Antrag ist gestellt und angenommen worden, um eine Kontinuität in die theosophische Arbeit der Sektion zu bringen. Es ist dadurch eine Sicherung gegeben gegen etwaige tendenziöse Bestrebungen, die durch Zuzug neuer Mitglieder mit dem erarbeiteten Gut einfach brechen möchten. Der Gedanke sollte durch diesen Antrag weiter ausgebaut werden dadurch, dass in Hinkunft nicht in beliebiger Weise zwei Menschen so viele Mitglieder in die Gesellschaft einführen können, als ihnen gefällt; sondern, es sollte bei jeder in eine Loge eintreten wollenden Persönlichkeit auch die Unterschrift des Vorsitzenden der Loge notwendig sein, um zu verhindern, dass das in Jahren Erarbeitete zu Grunde gerichtet werde durch tendenziösen Zuzug.

[ 38 ] Van Leer’s Motion: The proposer refers to the appointment of members of the Executive Committee who hold their offices for life. This motion was submitted and adopted to ensure continuity in the Section’s Theosophical work. This provides a safeguard against any biased efforts by new members who might simply seek to break with the legacy that has been built up. This motion is intended to further develop this concept by ensuring that, in the future, two individuals cannot arbitrarily admit as many members into the Society as they please; rather, the signature of the lodge chairperson should be required for every person wishing to join a lodge, in order to prevent what has been built up over the years from being ruined by biased new admissions.

[ 39 ] Herr Dr. Steiner bemerkt dazu, dass der Vorstand in der gestrigen Vorstandssitzung beschlossen habe, in der Generalversammlung zu beantragen, dass der Aufnahmeschein neuer Mitglieder nicht nur die Unterschrift von zwei Paten aufzuweisen habe, sondern auch die Unterschrift des Vorsitzenden des betreffenden Zweiges, und dass der Aufnahmeschein für Sektions-Mitglieder in Zukunft gegengezeichnet sein müsse vom Vorsitzenden der Deutschen Sektion. Auf diese Art würde in entsprechender Weise vorgebeugt sein demjenigen, was dem Antrag zugrunde liegt.

[ 39 ] Dr. Steiner notes in this regard that the Executive Board decided at yesterday’s meeting to propose at the General Assembly that the admission certificate for new members must bear not only the signatures of two sponsors but also the signature of the chairperson of the respective branch, and that the admission certificate for Section members must in future be countersigned by the chairperson of the German Section. This would serve to prevent, in an appropriate manner, the very situation that forms the basis of the motion.

[ 40 ] Pastor Wendt äußert, dass wenn zweitausend neue Menschen in die Gesellschaft eintreten, die alten Mitglieder einfach eine neue Gesellschaft begründen könnten.

[ 40 ] Pastor Wendt states that if two thousand new people were to join the community, the existing members could simply form a new community.

[ 41 ] Dr. Steiner antwortet darauf, dass dieser Fall doch verhütet werden müsste, dass eine Gesellschaft einfach gezwungen würde, sich neu zu begründen.

[ 41 ] Dr. Steiner responds that this scenario must be prevented—that a society should not simply be forced to rebuild itself from scratch.

[ 42 ] Frau von Sonklar bemerkt, dass jedes Mitglied doch das Recht habe, neue Mitglieder vorzuschlagen, und dass auch diese zweitausend Menschen bekehrt werden könnten.

[ 42 ] Ms. von Sonklar notes that every member does, after all, have the right to propose new members, and that these two thousand people, too, could be converted.

[ 43 ] Dr. Steiner: «Es handelt sich ja darum, dass der andere Fall nicht eintreten kann, dass zweitausend neue Mitglieder, die bekehrungsfähig wären, nicht Aufnahme finden könnten. Sie würden doch selbstverständlich mit größter Befriedigung aufgenommen werden. Es ist gar nicht vorauszusetzen, dass den neu aufzunehmenden Mitgliedern das Allergeringste in den Weg gelegt werde. Der Antrag kann ja gar keine andere Wirkung haben, als dass eben zweitausend neu hinzukommenden Mitgliedern die Möglichkeit entzogen wird, die bisher geleistete theosophische Arbeit tot zu machen.»

[ 43 ] Dr. Steiner: “The point is that the other scenario—that two thousand new members who are open to conversion might not be admitted—cannot occur. They would, of course, be welcomed with the greatest satisfaction. There is absolutely no reason to assume that the slightest obstacle would be placed in the way of the new members to be admitted. The motion can have no other effect than to deprive these two thousand new members of the opportunity to undermine the theosophical work accomplished thus far.”

[ 44 ] Auf Antrag von Herrn Tessmar wird die Debatte geschlossen und zur Abstimmung geschritten. Der Antrag wird angenommen.

[ 44 ] At the request of Mr. Tessmar, the debate is closed and the matter is put to a vote. The motion is approved.

[ 45 ] Als zweiter Antrag kam in Betracht der Antrag Horst von Henning in Weimar, in welchem der Vorschlag gemacht wird, den für München geplanten Zentralbau der deutschen Theosophen in Weimar aufzurichten.

[ 45 ] The second proposal under consideration was the one submitted by Horst von Henning in Weimar, in which he suggested that the central building of the German Theosophists, originally planned for Munich, be constructed in Weimar instead.

[ 46 ] Zu diesem Antrag führt Herr Dr. Steiner aus: «Ein Antrag, der in der Form, wie der eingebrachte, gefasst ist, kann kein Antrag sein, er kann nur ein Appell sein, und kann nur als ein solcher an die Versammlung gerichtet werden. Es handelt sich nämlich nicht um eine Unternehmung der Theosophischen Gesellschaft, sondern um eine theosophische Sache, die privat von einer Anzahl Theosophen offiziell unternommen wird. Es ist, wie Sie wissen, von einer Anzahl unserer theosophischen Freunde der Beschluss gefasst worden, für derartige Veranstaltungen, wie wir sie in München im letzten und vorletzten Jahre hatten, ein eigenes Haus zu bauen. Ich will nur sagen, dass die Absicht besteht, ein solches Haus als eine Art Zentralbau in München zu errichten. Und hoffentlich werden alle, die in der Lage dazu sind, ihr Scherflein von zehn Pfennig bis zu einer Million dazu beitragen. Das wird hoffentlich die eine Folge der Münchener Arbeiten sein. Eine andere Folge liegt in dem Appell.

[ 46 ] Regarding this motion, Dr. Steiner states: “A motion, as formulated in the manner in which it has been presented, cannot be a motion; it can only be an appeal, and can only be addressed to the assembly as such. For this is not an undertaking of the Theosophical Society, but rather a theosophical endeavor officially undertaken privately by a number of Theosophists. As you know, a number of our Theosophical friends have resolved to build a dedicated building for events such as those we held in Munich last year and the year before. I just want to say that the intention is to erect such a building as a kind of central facility in Munich. And hopefully, all those who are in a position to do so will contribute their share, ranging from ten pfennigs to a million. Hopefully, this will be one result of the work in Munich. Another result lies in the appeal.

[ 47 ] Ich habe Sie bekannt gemacht mit dem Inhalte dieses Appells. Als Antrag kann er nicht behandelt werden, weil er nicht die Deutsche Sektion betrifft. Die Deutsche Sektion ist keine juristische Persönlichkeit, und nur diejenigen bauen diesen Zentralbau, die eben das Geld dazu hergeben.

[ 47 ] I have familiarized you with the contents of this appeal. It cannot be treated as a motion because it does not concern the German Section. The German Section is not a legal entity, and only those who actually contribute the money are building this central facility.

[ 48 ] Das Zweite ist das Sachliche. Erstens ist bei dem Appell nicht daran gedacht, dass wir ja von Anfang an die Absicht gehabt haben, dieses als eine ganz interne Angelegenheit der Theosophen zu betrachten, daher wurden nur diejenigen Künstler berufen, die Theosophen sind. Es kommt also gar nicht in Betracht, was im Antrage betont wird, dass eine Stadt wie Weimar eine große Anzahl schauspielerischer Kräfte hat, oder ausgezeichnete Maler; es kommt darauf an, in derjenigen Stadt die Sache zu veranstalten, wo die meisten Künstler sind, die Theosophen sind, Dann würde es ja auch durchaus alldem, was mit der ganzen Entwicklung dieser Idee verbunden ist, augenblicklich widersprechen, wenn ein anderer Ort als München gewählt würde. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es nicht darauf ankommt, ob ich dagegen bin oder nicht, man muss aber doch immer die realen Verhältnisse berücksichtigen. Im Prinzip kann etwas richtig sein, in der Realität ist es nur dann richtig, wenn man auch die historischen Verhältnisse berücksichtigt.»

[ 48 ] The second point is a matter of fact. First, the appeal fails to take into account that we had intended from the very beginning to regard this as an entirely internal matter for Theosophists; therefore, only those artists who are Theosophists were invited. Therefore, the point emphasized in the proposal—that a city like Weimar has a large number of actors or excellent painters—is completely irrelevant; what matters is organizing the event in the city where the majority of artists are Theosophists. Moreover, choosing any location other than Munich would immediately contradict everything associated with the entire development of this idea. I would like to expressly emphasize that it does not matter whether I am against it or not; one must always take the actual circumstances into account. In principle, something may be correct, but in reality it is only correct if one also takes historical circumstances into account.”

[ 49 ] Es wird aus der Versammlung der Einwurf gemacht, warum denn Berlin nicht in Betracht käme. Dr. Steiner antwortet darauf: «Aus demselben Grunde, wie Berlin damals nicht gewählt wurde, als wir den Kongress der europäischen Sektionen veranstalten wollten. Aus dem Grunde, weil eine solche Sache eine so kolossale Arbeit erfordert von den Mitgliedern, dass diejenigen, die nicht dabei sind, überhaupt keine Vorstellung davon haben. Nun sind aber doch die Mitglieder Berlins das ganze Jahr beschäftigt mit den Angelegenheiten der Deutschen Sektion, und die praktischen Verhältnisse haben es einfach gezeigt, dass die Berliner Mitglieder sozusagen zusammenbrechen würden, wenn sie auch noch diese Arbeiten machen müssten. Etwas derartiges könnte nur in Berlin gemacht werden, wenn die Mitglieder entbunden würden von der Leitung der Deutschen Sektion. Weil aber diese Leitung am besten in Berlin bleiben wird, so ist selbstverständlich, dass an eine andere Stadt für diese Sache gedacht worden ist. Es ist mir der Antrag Henning gewiss außerordentlich sympathisch, aber wenn man die realen Verhältnisse bedenkt, so muss man eben sagen, dass es eben nicht geht. Dazu kommt aber noch ein innerer Grund in Betracht, der einem okkulten Gesetz entspricht; und das ist, dass tatsächlich nicht diejenigen Orte für spätere Epochen fruchtbar sind, die schon eine Blüte hinter sich haben. Der Appell will gerade Weimar gewählt haben, weil da schon einmal die Blüte des deutschen Geisteslebens sich entwickelt hat. In Weimar kann sich nur in der Gegenwart eine Archivtätigkeit entwickeln. Gesellschaften begründen sich dort, zum Andenken und Ausarbeiten des schon Dagewesenen. Das würde ja auch schon gegen Weimar sprechen, es würde grade das Große, das von Weimar ausgeht, sich wehren gegen unseren Plan, und wir würden nicht aufkommen können.»

[ 49 ] A question was raised from the assembly as to why Berlin was not being considered. Dr. Steiner replied: “For the same reason that Berlin was not chosen back then, when we wanted to organize the Congress of European Sections. For the reason that such an undertaking requires such a colossal amount of work from the members that those who are not involved have absolutely no mental image of the extent of it. Now, however, the members in Berlin are occupied all year round with the affairs of the German Section, and practical circumstances have simply shown that the Berlin members would, so to speak, collapse if they also had to take on this work. Something like this could only be done in Berlin if the members were relieved of the leadership of the German Section. But since this leadership is best kept in Berlin, it goes without saying that another city was considered for this purpose. I certainly find Henning’s motion extremely appealing, but when one considers the actual circumstances, one must simply say that it is not feasible. In addition, however, there is an inner reason to consider, one that corresponds to an occult law; and that is that places which have already experienced a period of flourishing are, in fact, not fruitful for later epochs. The appeal specifically wants to choose Weimar precisely because the flowering of German spiritual life has already developed there once before. In Weimar, archival work can only develop in the present. Societies are founded there to commemorate and elaborate on what has already existed. That alone would argue against Weimar; the very greatness that emanates from Weimar would resist our plan, and we would not be able to succeed.”

[ 50 ] Fräulein Stinde bemerkt noch dazu: «Die Adresse, wohin man die Gelder für den Bau schicken kann ist: An das Depot Fräulein Marie von Sivers und Fräulein Sophie Stinde, Deutsche Bank, München.»

[ 50 ] Miss Stinde adds: “The address to which funds for the construction can be sent is: To the account of Miss Marie von Sivers and Miss Sophie Stinde, Deutsche Bank, Munich.”

[ 51 ] Der dritte Antrag, von Frau von Sonklar, Berlin, betrifft ein regelmäRiges jährlich viermaliges Erscheinen der «Mitteilungen» und Erweiterung derselben.

[ 51 ] The third motion, submitted by Ms. von Sonklar of Berlin, concerns the regular publication of the “Mitteilungen” four times a year and the expansion of the journal.

[ 52 ] Fräulein von Sivers bemerkt dazu, dass ein regelmäßiges, viermaliges Erscheinen der «Mitteilungen» niemals beschlossen worden sei, sondern, dass sie immer nur dann erscheinen sollten, wenn genügendes Material dafür vonseiten der Zweige eingelaufen sei. Die «Mitteilungen» sollten sich nur mit den internen Angelegenheiten der Deutschen Sektion befassen. Man könne übrigens im Allgemeinen die Beobachtung machen, dass desto mehr gearbeitet werde, je weniger man darüber berichtet. Für diejenigen Mitglieder, die die Kurse nicht mitmachen könnten, läge jetzt ein umfangreiches Studienmaterial vor durch die vervielfältigten Vortragszyklen.

[ 52 ] Miss von Sivers notes in this regard that a decision to publish the “Mitteilungen” regularly, four times a year, was never made; rather, they were to be published only when sufficient material had been received from the local branches. The “Mitteilungen” were intended to deal only with the internal affairs of the German Section. Incidentally, one could generally observe that the more work is done, the less is reported about it. For those members who were unable to attend the courses, extensive study material was now available in the form of the duplicated lecture series.

[ 53 ] Herr Scharlau äußert finanzielle Bedenken gegen das viermalige Erscheinen der «Mitteilungen». Hierauf beantragt Frau von Sonklar, aus den «Mitteilungen» eine Zeitschrift zu machen, um die Kosten durch das Abonnement zu decken.

[ 53 ] Mr. Scharlau expressed financial concerns about publishing the “Mitteilungen” four times a year. In response, Ms. von Sonklar proposed turning the “Mitteilungen” into a magazine in order to cover the costs through subscriptions.

[ 54 ] Herr Tessmar widerspricht dem Antrag von Sonklar und macht den Vorschlag, dass die «Mitteilungen» wie bisher nach Bedarf erscheinen. Dieser Antrag wird von der Versammlung angenommen.

[ 54 ] Mr. Tessmar objects to Sonklar's motion and proposes that the “Mitteilungen” continue to be published as needed, as they have been. This motion is approved by the assembly.

[ 55 ] Nach kurzer Debatte beantragt Herr Walther, den Antrag von Sonklar auf Erweiterung der «Mitteilungen» abzulehnen. Durch Abstimmung wird der Antrag Sonklar abgelehnt.

[ 55 ] After a brief debate, Mr. Walther moved to reject Sonklar’s motion to expand the “Mitteilungen.” The motion was rejected by a vote.

[ 56 ] Weitere Anträge liegen nicht vor.

[ 56 ] No other motions have been submitted.

[ 57 ] Herr Dr. Steiner stellt den Dringlichkeitsantrag des Vorstandes, die Generalversammlung in die Zeit der Jahreswende zu verlegen.

[ 57 ] Dr. Steiner presents the Executive Board’s urgent motion to reschedule the General Assembly for the turn of the year.

[ 58 ] Nach längerer, lebhafter Debatte beantragt Herr Arenson, vorläufig für das nächste Jahr zur Abhaltung der Generalversammlung den November ins Auge zu fassen. Dieser Antrag wird angenommen.

[ 58 ] After a lengthy and lively debate, Mr. Arenson moved that, for the time being, November be considered as the date for holding next year’s General Assembly. This motion was approved.

[ 59 ] Nun verliest Herr Dr. Steiner ein Begrüßungstelegramm der Italienischen Sektion und teilt zugleich mit, dass der Kongress der Europäischen Sektionen der Theosophischen Gesellschaft im nächsten Jahre, also 1911, vom 18. September ab in Genua stattfinden wird.

[ 59 ] Dr. Steiner then reads aloud a welcoming telegram from the Italian Section and announces that the Congress of the European Sections of the Theosophical Society will take place next year—that is, in 1911—beginning on September 18 in Genoa.

[ 60 ] Vierter Punkt: Berichte der verschiedenen Zweige. Es liegen zwei Berichte vor; in Anbetracht der vorgerückten Zeit wird von deren Verlesung Abstand genommen und beschlossen, die Berichte in den nächsten «Mitteilungen» zu veröffentlichen.

[ 60 ] Fourth item: Reports from the various branches. Two reports have been submitted; given the late hour, it was decided not to read them aloud and instead to publish the reports in the next issue of “Mitteilungen.”

[ 61 ] Zu dem fünften Punkt, Verschiedenes, liegt kein Material vor. Herr Dr. Steiner schließt damit den geschäftlichen Teil und gibt bekannt, dass um 5Y Uhr der sachlich theosophische Teil der Generalversammlung beginnt.

[ 61 ] There is no material available regarding the fifth item, “Miscellaneous.” Dr. Steiner thus concludes the business portion of the meeting and announces that the substantive theosophical portion of the General Assembly will begin at 5Y o’clock.