Spiritual Science and Medicine
GA 312
26 March 1920, Dornach
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Spiritual Science and Medicine, tr. SOL
Sechster Vortrag
Sixth Lecture
[ 1 ] Bezüglich dessen, was heute auszuführen ist, habe ich eigentlich etwas Sorge. Denn könnte ich ein Vierteljahr darauf verwenden, diese Dinge auszuführen, so würde es nicht leicht sein, sie bloß für Phantasien zu halten. Aber da ich sie gewissermaßen nur um das Folgende, das dann auf die speziellen Seiten des Heilens eingehen soll, völlig verständlich zu machen, kursorisch durchführen kann in dieser heutigen Stunde, so wird manches wie, ich möchte sagen, bloß hingestellt erscheinen. Dennoch werde ich mich bemühen, in der Art, wie ich darstelle, zu zeigen, daß diese Dinge alle gut und sogar besser fundiert sind als diejenigen Dinge, die die heutige Naturwissenschaft zu ihren Grundlagen hat. Da möchte ich heute zunächst davon ausgehen, Ihnen den Pflanzenbildungsprozeß als solchen in seinem kosmischen Zusammenhange hinzustellen. Wir haben ja darauf aufmerksam gemacht, wie im Menschen gewissermaßen funktionell der umgekehrte Prozeß tätig ist, der sich im Pflanzenwerdeprozeß offenbart. Es ist daher notwendig, um die direkte Beziehung der Pflanzenwelt zum Menschen zu finden, diesen Pflanzenwerdeprozeß wenigstens andeutungsweise hier vorzuführen. Wenn Sie die Pflanze sich ansehen, so werden Sie finden, daß sie ganz entschieden zwei entgegengesetzte Tendenzen in ihrem ganzen Bildeprozeß hat. Die eine geht nach der Erde hin. Und ich habe ja schon gestern angedeutet, daß gewissermaßen bei den baumartigen Pflanzen in dem Stamm die Erde gewissermaßen aufgestülpt ist, so daß die Blüten beim Baum mit den dazugehörigen Blättern im Stamm so wurzeln, wie sonst die bloß krautartigen Pflanzen oder gar die niederen Pflanzen in der Erde wurzeln.
[ 1 ] I am actually somewhat concerned about what needs to be discussed today. For if I were to spend a quarter of a year going over these matters, it would not be easy to dismiss them as mere fantasies. But since I can only touch on them briefly in today’s session—in order to make them fully understandable in light of what follows, which will then address the specific aspects of healing—some things will, I might say, appear to be merely touched upon. Nevertheless, I will endeavor, through the way I present these ideas, to show that all of these things are well-founded—and indeed better founded—than the principles upon which modern natural science is based. So today I would like to begin by presenting the process of plant formation as such within its cosmic context. We have, after all, pointed out how the reverse process—which is revealed in the process of plant formation—is, so to speak, functionally at work within the human being. It is therefore necessary, in order to uncover the direct relationship between the plant world and human beings, to present this process of plant formation here, at least in outline. If you look at a plant, you will find that it most definitely exhibits two opposing tendencies throughout its entire process of formation. One tends toward the earth. And as I already indicated yesterday, in tree-like plants the earth is, so to speak, turned inside out in the trunk, so that the flowers of the tree, together with their leaves, take root in the trunk in the same way that purely herbaceous plants—or even lower plants—otherwise take root in the earth.
[ 2 ] Nun werden wir da hingewiesen auf der einen Seite zu der Tendenz der Pflanzen nach der Erde. Aber auf der anderen Seite strebt die Pflanze von der Erde weg. Sie strebt nicht nur von der Erde weg wie durch eine mechanische Kraft, die sich der Anziehungskraft der Erde entgegensetzt, sondern sie strebt von der Erde in ihrem ganzen, auch inneren Bildungsprozeß weg. Die Vorgänge in der Blüte werden andere als die Vorgänge in der Wurzel. Die Vorgänge in der Blüte werden viel abhängiger von dem Außerirdischen, von dem Außertellurischen als die Vorgänge in der Wurzel. Und auf diese Abhängigkeit der Blütenbildung von den nicht eigentlich irdischen Kräften müssen wir zunächst hinsehen. Denn wir werden finden, daß dieselben Kräfte, die von der Pflanze gebraucht werden, um den Blüten- und Samenbildungsprozeß außen in der Blüte einzuleiten, daß dieselben Prozesse notwendig werden wegen der Ihnen in den vorhergehenden Vorträgen angedeuteten funktionellen Umkehrung des Pflanzenprozesses im Menschen, im menschlichen Unterleibe und in all dem, was die Entleerungen, die Absonderungen und auch was die Grundlage der Sexualität betrifft, zu finden sind. So werden wir gerade, wenn wir diese Beziehung des Menschen zur Pflanze aufsuchen, auch im einzelnen auf den außertellurischen Prozeß der Pflanze ebensogut verwiesen wie auf den tellurischen.
[ 2 ] On the one hand, we are reminded here of the plant’s tendency toward the earth. But on the other hand, the plant strives away from the earth. It does not merely strive away from the earth as if by a mechanical force opposing the earth’s gravitational pull, but it strives away from the earth in its entire, even inner, process of formation. The processes in the flower differ from those in the root. The processes in the flower become much more dependent on the non-earthly, on the extra-terrestrial, than the processes in the root. And we must first turn our attention to this dependence of flower formation on forces that are not strictly earthly. For we will find that the very same forces used by the plant to initiate the process of flower and seed formation externally in the flower—that these very same processes become necessary because of the functional reversal of the plant process in the human being, as indicated to you in the previous lectures, in the human abdomen, and in all that pertains to excretions, secretions, and the basis of sexuality. Thus, precisely when we explore this relationship between the human being and the plant, we are directed just as much to the plant’s non-terrestrial processes as to its terrestrial ones.
[ 3 ] Ich möchte nicht versäumen, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß dasjenige, was ich hier vortrage, nicht entlehnt ist älteren medizinischen Schriften, sondern auf durchaus gegenwärtiger geisteswissenschaftlicher Forschung beruht. Nur muß versucht werden, zuweilen in der Terminologie auf die ältere Literatur zurückzugreifen, weil ja die neuere Literatur eine Terminologie nach dieser Richtung hin noch nicht ausgebildet hat. Aber derjenige, der glauben würde, daß irgend etwas hier vorgetragen wird, was nur älteren Schriften entnommen ist, der würde sich eben sehr irren.
[ 3 ] I would not want to fail to point out to you that what I am presenting here is not drawn from older medical writings, but is based entirely on current research in Spiritual Science. However, we must occasionally draw on the terminology of older literature, since the more recent literature has not yet developed a terminology in this area. But anyone who were to believe that anything presented here is taken solely from older writings would be very much mistaken.
[ 4 ] Wenn Sie das Pflanzenwachstum verfolgen, wie es von dem Irdischen aufwärts geht, so werden Sie zunächst verwiesen werden müssen auf den spiraligen Gang in der Entstehung, in dem Bildeprozeß der Blätter und auch der Blüte. Gewissermaßen befolgen die Bildekräfte der Pflanze eine Art spiraligen Gang um den Stengel herum, Dieser spiralige Gang kann nicht aus inneren Spannkräften etwa der Pflanze abgeleitet werden, sondern er ist zurückzuführen auf die Einwirkung des Außertellurischen, namentlich in seiner Hauptsache auf die Einwirkungen des, sagen wir, scheinbaren — denn es ist ja doch die Bewegung der Erde zur Sonne nur relativ zu nehmen -, also des scheinbaren Sonnenweges. Man kann in einer gewissen Beziehung durchaus studieren nach besseren Anhaltspunkten, als die galileisch-mathematischen sind, den Gang der Sterne aus dem Gang der Bildeprozesse bei der Pflanze. Denn was die Sterne tun, das bildet die Pflanze getreulich nach.
[ 4 ] If you observe plant growth as it progresses from the earthly realm upward, you will first be led to note the spiral pattern in the development and formation of the leaves and also of the flower. In a sense, the plant’s formative forces follow a kind of spiral path around the stem, This spiral path cannot be derived from internal tensile forces within the plant, but rather is attributable to the influence of the extra-terrestrial, namely, primarily to the effects of what we might call the apparent—for the Earth’s motion toward the Sun is, after all, only relative—that is, the apparent path of the Sun. In a certain sense, one can certainly study the course of the stars—based on the course of the formative processes in the plant—using better points of reference than the Galilean-mathematical ones. For what the stars do, the plant faithfully reproduces.


[ 5 ] Nun aber würde man ganz fehlgehen, wenn man glauben würde, daß nur dieser von der Erde nach aufwärts gehende, von der Sonne abhängige Bildungsgang in der Pflanze tätig sei, sondern es wirken die Sterne zunächst zu einer Resultierenden zusammen mit den durch die Sonne bewirkten Bewegungen unseres Planetensystems, und zwar so, daß gewissermaßen die Sonnenkraft die Pflanze ganz sich aneignen und sie fortwährend fortsetzen würde ins Unendliche, wenn dieser Sonnenkraft nicht entgegentreten würden die sogenannten äußeren Planetenkräfte wiederum mit ihren Spiralen (siehe Zeichnung Seite 119). Denn in Wirklichkeit bewegen sich die Planeten nicht in Ellipsen, sondern in Spiralen. Die ganze kopernikanische Weltanschauung müßte ja eigentlich heute schon geprüft und durch eine andere ersetzt werden. Die sogenannten äußeren Planeten, zu denen wir zu rechnen haben Mars, Jupiter und Saturn — Uranus und Neptun sind nur astronomisch zu unserem System zu zählen, sie gehören nicht in Wirklichkeit zu unserem System, sie sind dadurch in unser System hineingekommen, daß sich Fremdkörper, die außerhalb dieses Systems lagen, gewissermaßen diesem System angeschlossen haben, so daß man schon richtig spricht, wenn man von diesen erst von unserem Planetensystem eingeladenen Körpern, die da mitkommen, die eigentlich Gäste sind, absieht —, diese äußeren planetarischen Kräfte, die bewirken einen Rückgang der nach oben gerichteten Kraft, indem sie dasjenige, was sonst bloß in der Blattspirale zum Ausdruck kommen würde, zurückstauen und die Blütenund Samenbildung bewirken. Wenn Sie also von der Blattbildung an das Werden der Pflanze nach oben betrachten, so müssen Sie seinen Ursprung zuschreiben denjenigen Kräften, die aus dem Zusammenwirken entstehen des Sonnigen mit dem Marshaften, Jupiterhaften und Saturnhaften.
[ 5 ] However, one would be entirely mistaken to believe that only this upward-moving, sun-dependent process of formation in the plant is at work; rather, the stars act in concert—first of all—with the movements of our planetary system caused by the sun, in such a way that, so to speak, the sun’s power would completely assimilate the plant and continuously carry it on into infinity, were it not for the so-called outer planetary forces counteracting this sun’s power with their spirals (see illustration on page 119). For in reality, the planets do not move in ellipses, but in spirals. The entire Copernican worldview should, in fact, already have been reevaluated and replaced by another one. The so-called outer planets, which include Mars, Jupiter, and Saturn—Uranus and Neptune are only astronomically considered part of our system; they do not actually belong to our system—have entered our system because foreign bodies that lay outside this system have, so to speak, attached themselves to this system—so that one is quite correct to disregard these bodies, which were first invited into our planetary system and have come along with it, and which are actually guests—these outer planetary forces, which bring about a reduction in the upward-directed force by damming up what would otherwise be expressed solely in the spiral of the leaf and thereby bringing about the formation of flowers and seeds. So if you observe the plant’s development from leaf formation upward, you must attribute its origin to those forces that arise from the interaction of the solar with the mars-like, Jupiter-like, and Saturn-like forces.
[ 6 ] Nun wirken aber nicht nur diese zwei Elemente zusammen, sondern ihnen wiederum wirkt entgegen dasjenige, was namentlich vom Monde ausgeht und von den sogenannten unteren Planeten, von Merkur und Venus. Merkur, Venus und Mond sind dasjenige, was in der Pflanze die Tendenz zur Erde, nach unten, erzeugt und was seinen bezeichnendsten Ausdruck findet in der Wurzelbildung. So daß alles dasjenige, was irdisch erscheint, eigentlich zugleich beeinflußt ist von den untersonnigen Planeten mit dem Monde im Zusammenhange. Sie haben also in der Pflanze, ich möchte sagen, das ganze zu uns gehörige Planetensystem ausgedrückt. Ehe man nicht kennt, wie sich in der Pflanze das ganze zu uns gehörige Planetensystem ausdrückt und wie es sich andererseits im Menschen wiederum ausdrückt, kann man eigentlich den Zusammenhang zwischen dem Pflanzensystem und dem Menschensystem gar nicht durchschauen.
[ 6 ] However, it is not only these two elements that interact; they, in turn, are counteracted by forces emanating specifically from the Moon and from the so-called inferior planets, Mercury and Venus. Mercury, Venus, and the Moon are the forces that generate the tendency in the plant toward the Earth, downward, and which find their most characteristic expression in root formation. Thus, everything that appears earthly is in fact simultaneously influenced by the sub-solar planets in connection with the Moon. They therefore express in the plant, I might say, the entire planetary system that belongs to us. Until one understands how the entire planetary system associated with us is expressed in the plant—and how, conversely, it is expressed in the human being—one cannot truly grasp the connection between the plant system and the human system.
[ 7 ] Sie brauchen nun ja nur hinzusehen auf die Tatsache, daß, wenn Sie Pflanzen verbrennen, welche nach dem Wurzelhaften hinneigen, welche also den Prozeß der Blüten- und Samenbildung weniger durchmachen als diejenigen Pflanzen, die nach der Blütenbildung hinneigen, oder überhaupt Pflanzenwurzeln verbrennen, daß da wesentlich mehr Aschenbestandteile sind, als wenn Sie Blüten verbrennen, oder auch wenn Sie Misteln oder baumartige Pflanzen verbrennen. Der Unterschied rührt einfach davon her, daß das Untersonnige, das Mondhafte, das Merkurhafte, das Venushafte mehr wirkt auf solche Pflanzen, die nach der Wurzelbildung hin die starke Tendenz zeigen. Da finden Sie in der Asche Eisen, Mangan, Kiesel, also Bestandteile, welche ja direkte Heilmittel darstellen, und die dann als Heilmittel auch auftreten, wenn man irgend etwas aus der Pflanze verwendet. Dagegen finden Sie wenig Aschenbestandteile, wenn Sie die entgegengesetzte Art von Pflanzen verbrennen. Das, was sich da im Verbrennungsprozeß ausdrückt, das ist ja zunächst dasjenige, was, ich möchte sagen, ein richtiges äußeres Dokument ist für diese Zugehörigkeit der Pflanze zum ganzen Kosmos, nicht bloß zu dem, was auf der Erde zu finden ist.
[ 7 ] You need only consider the fact that when you burn plants that tend toward root growth—that is, plants that undergo the process of flower and seed formation to a lesser extent than those that tend toward flower formation—or when you burn plant roots in general, there are significantly more ash components than when you burn flowers, or even when you burn mistletoe or tree-like plants. The difference simply stems from the fact that the sub-solar, the lunar, the Mercurial, and the Venusian forces have a greater effect on plants that show a strong tendency toward root formation. In the ashes, you will find iron, manganese, and silica—components that are, in fact, direct remedies and that also act as remedies when any part of the plant is used. In contrast, you will find few ash components when you burn the opposite type of plants. What is expressed in the combustion process is, first and foremost, what I would call a true external manifestation of the plant’s connection to the entire cosmos—not merely to what is found on Earth.
[ 8 ] Betrachten Sie den Pflanzenprozeß noch vollständiger. Er bricht gewissermaßen, wenn wir es nur mit den einjährigen Pflanzen zu tun haben, in einer bestimmten Jahreszeit ab mit der Samenbildung. Diese Samenbildung haben wir also vorzugsweise auf das Außerirdische zurückzuführen. Aber sie wird abgebrochen und sie wird dem Irdischen übergeben und gewissermaßen auf einer niedrigeren Stufe muß sich im neuen Jahre das wiederum fortsetzen, was im alten Jahre auf einer gewissen höheren Stufe angelangt ist. So daß Sie einen merkwürdigen Gang beobachten können in dem ganzen Pflanzenwuchs. Denken Sie sich, das sei die Erdoberfläche, dann haben Sie die ganze Pflanze herausgewachsen aus der Erde, entgegen dem Außerirdischen (siehe Zeichnung Seite 122). Dasjenige aber, was im Außerirdischen gebildet ist, wird wiederum zurückversetzt in die Erde, und der Kreislauf beginnt von neuem. So daß sich, wenn Sie das ganze Pflanzenwachstum betrachten, eigentlich jedes Jahr die Himmelskräfte unter die Erde hineinversenken, damit sie sich verbinden mit den Kräften der Erde und neuerdings sich dieser Kreislauf vollzieht. Sie senken also jedes Jahr hinunter das Blüten-Fruchthafte in das Wurzelhafte und erreichen dadurch jene Zyklen, denen das ganze Pflanzenwachstum unterworfen ist.
[ 8 ] Consider the plant process even more comprehensively. In a sense, when we are dealing only with annual plants, it comes to an end at a certain time of year with seed formation. We must therefore attribute this seed formation primarily to the extraterrestrial realm. But it is interrupted and handed over to the earthly realm, and, so to speak, at a lower level, what reached a certain higher level in the old year must continue anew in the new year. Thus, you can observe a remarkable progression throughout the entire process of plant growth. Imagine that this is the Earth’s surface; then you have the entire plant growing out of the Earth, toward the extraterrestrial realm (see drawing on page 122). But that which has been formed in the extraterrestrial realm is in turn transferred back into the Earth, and the cycle begins anew. So that when you consider the entire process of plant growth, every year the celestial forces actually sink down into the earth so that they can unite with the forces of the earth, and this cycle is carried out anew. Thus, every year they lower the flowering and fruiting parts down into the root system, thereby achieving those cycles to which the entire process of plant growth is subject.


[ 9 ] Sehen Sie, das weist Sie zunächst darauf hin, daß wir es in dem, was wir als die Erdenflora bezeichnen, in der Tat mit etwas zu tun haben, was eine Wechselwirkung der Erde selbst in ihrer Vollständigkeit mit dem Außertellurischen darstellt. Das erstreckt sich nun nicht bloß auf die Gestalt, sondern auch auf den inneren Chemismus und auf das ganze Organsystem. Denn geradeso wie überwunden wird dasjenige, was erdenhaft ist, durch das Kosmische im Mechanischen in der Gestalt, so wird auch gewissermaßen der Erdenchemismus in der Pflanze überwunden durch das Außerirdische, und wenn er bis zu einem gewissen Grade überwunden ist, muß er wiederum zurückversetzt werden in das Irdische, um irdischen Chemismus darzustellen. Sie haben dann nicht weit, sich klarzumachen, daß der irdische Chemismus sich äußerlich zeigt in all dem, was im Aschenhaften sich ausdrückt, daß sich der irdische Chemismus also ausdrücken läßt durch dasjenige, was ausfällt von dem Lebendigen. Das aber unterliegt der Schwere, während das Nachhinaufwachsen der Pflanze ein fortwährendes Überwinden der Schwere und der anderen erdgebundenen Kräfte ist, so daß wir sprechen können von einem polarischen Gegensatz zwischen der Schwere und dem Lichte. Das Licht ist dasjenige, was fortwährend die Schwere überwindet. Und in diesen Kampf zwischen Schwere und Licht, zwischen demjenigen, was nach der Asche hindrängt, und demjenigen, was nach dem Feuer hindrängt, in diesen Prozeß ist die Pflanze in einer gewissen Weise eingespannt. Und wir werden da verwiesen auf diesen polarischen Gegensatz des Aschewerdens und desjenigen, was im Feuer sich offenbart, auf den Gegensatz des Ponderablen und Imponderablen. Nun, da haben wir auf der einen Seite die Pflanzenwelt in ihrem kosmischen Zusammenhange.
[ 9 ] You see, this first points out to you that what we refer to as the Earth’s flora is, in fact, something that represents an interaction between the Earth itself—in its entirety—and the extraterrestrial realm. This extends not only to the form, but also to the internal chemistry and to the entire organ system. For just as that which is earthly is overcome by the cosmic in the mechanical aspect of form, so too is the earthly chemistry in the plant, in a sense, overcome by the extraterrestrial; and once it has been overcome to a certain degree, it must in turn be restored to the earthly realm in order to manifest earthly chemistry. It is then not difficult to realize that earthly chemistry manifests itself externally in all that is expressed in the ash-like substance—that earthly chemistry, in other words, can be expressed through that which is excreted from the living. But this is subject to gravity, whereas the plant’s upward growth is a continuous overcoming of gravity and the other earth-bound forces, so that we can speak of a polar opposition between gravity and light. Light is that which continually overcomes gravity. And the plant is, in a certain sense, drawn into this struggle between gravity and light—between that which drives toward the ash and that which drives toward the fire—into this process. And here we are directed to this polar opposition between becoming ash and that which reveals itself in fire—to the opposition between the ponderable and the imponderable. Now, on the one hand, we have the plant world in its cosmic context.
[ 10 ] Wenn Sie den Menschen betrachten, so werden Sie ja schon nach den Auseinandersetzungen der vorangehenden Tage nicht finden können, daß Sie mit ihm zurecht kommen, wenn Sie ihn nicht nun auch polarisch orientiert denken. Denn ich habe Ihnen einerseits dargestellt, daß dasjenige, was in der Pflanze von unten nach oben wächst, beim Menschen von oben nach unten wächst, so daß in dem Sexuellen und in den Ausscheidungsprozessen beim Menschen das Blütenhafte und Samenhafte nach unten geht, während das Einwurzelnde nach oben geht. Nur ist es beim Menschen funktionell, bei der Pflanze ist es ein materieller Prozeß.
[ 10 ] If you observe human beings, you will find—especially in light of the discussions of the past few days—that you cannot come to terms with them unless you now also conceive of them in terms of polar orientation. For I have shown you, on the one hand, that what grows from the bottom up in a plant grows from the top down in human beings, so that in human sexual and excretory processes, the flower-like and seed-like aspects move downward, while the rooting aspect moves upward. However, in human beings this is a functional process, whereas in plants it is a material process.
[ 11 ] Daraus sehen Sie schon, daß wir im Menschen etwas Entgegengesetztes haben von dem, was in der Pflanze vorliegt. Aber wir haben nicht bloß im Menschen das Entgegengesetzte, sondern wir haben auch den Träger des Entgegengesetzten. So daß Sie sich sagen müssen: Sie haben auf der einen Seite im Menschen funktionell gewissermaßen das nach oben sich Einwurzelnde, das nach unten Wachsende, Pflanzenhafte, und darum herum sein Materielles, das nun wiederum die Tendenz von unten nach oben hat. So daß wir dasjenige, was eigentlich bei der Pflanze künstlich gemacht wird, das Herausnehmen aus der Sphäre des Oberen und das Hineinsenken in die Sphäre des Unteren, beim Menschen kontinuierlich haben. Da wirkt immer zusammen eine Tendenz in den Prozessen von oben nach unten und von unten nach oben. Und in diesem Wechselspiel besteht eigentlich das menschliche gesunde und kranke Leben. Und sehen Sie, man versteht wirklich die komplizierten Prozesse des Menschen ganz und gar nicht, wenn man nicht ins Auge faßt, daß die Dinge so sind, wie ich sie eben jetzt dargestellt habe, daß auf der einen Seite ein Träger vorhanden ist, der von der Erde nach oben wirkt, und von der anderen Seite etwas sich einschiebt in diesen Träger, was von oben nach unten wirkt.
[ 11 ] From this you can already see that in human beings we have something that is the opposite of what is present in plants. But we do not merely have the opposite in human beings; we also have the bearer of that opposite. So you must say to yourself: On the one hand, in human beings, you have, functionally speaking, that which takes root upward and grows downward—the plant-like aspect—and surrounding it is the material aspect, which in turn has a tendency from below to above. So what is actually done artificially with the plant—removing it from the sphere of the upper and sinking it into the sphere of the lower—occurs continuously in human beings. Here, a tendency from top to bottom and from bottom to top is always at work together. And this interplay is actually what constitutes healthy and diseased human life. And you see, one really does not understand the complex processes of the human being at all unless one takes into account that things are as I have just described them—that on the one hand there is a carrier that acts upward from the earth, and on the other hand something inserts itself into this carrier that acts downward.
[ 12 ] Wie in dem Zusammenspiel dieser Kräfte das Menschenleben im gesunden und kranken Zustand besteht, das kann man leicht einsehen, wenn man, ich möchte sagen, mit halber Verzweiflung vor einer sehr wichtigen Tatsache steht, daß nämlich der menschliche Organismus ganz anders behandelt werden muß, sobald seine oben gelegenen Teile in Betracht kommen und sobald seine gewissermaßen unter dem Herzen gelegenen Teile in Betracht kommen. Da muß der Mensch sogar nach verschiedenen Prinzipien betrachtet werden. Das drückt sich aus in Tatsachen wie zum Beispiel dem für viele rätselhaften Verhalten, sagen wir, der Kraniotabes zu der gewöhnlichen Rachitis, zwei Dinge, die für den, der den Menschen als Einheit betrachtet, so nahe beieinander liegen, während sie eben dadurch, daß sie ihre Ausgänge haben von verschiedenen Gebieten des Menschen, die polarisch entgegengesetzt sind, auch durchaus nach verschiedenen Prinzipien hin angeschaut werden müssen. Das erstreckt sich in bedeutsamer Weise auf den Heilungsprozeß. Daher werden Ärzte, die bei der Rachitis in irgendeiner Weise gewisse Erfolge verzeichnen durch eine Phosphorbehandlung, wahrscheinlich bei der Kraniotabes nicht die geringsten Erfolge verzeichnen bei der Behandlung, sondern es muß da die entgegengesetzte Behandlung durch eine Therapie mit vielleicht irgendeinem kohlensauren Kalk oder dergleichen eintreten. Das ist aber, ich möchte sagen, nur der Ausdruck für eine ganz allgemeine Tatsache, die auszusprechen schon etwas unbehaglich ist, aber die doch durchaus wahr ist. Das ist nämlich diese, daß da, wo es sich um Menschenbehandlung handelt, wo man also auf das medizinische Gebiet kommt, wenn irgend etwas gesagt wird, das Gegenteil davon auch immer für gewisse Fälle richtig sein kann — und das ist das Fatale, sehen Sie. Es ist durchaus möglich, dal irgend jemand einen durchaus richtigen Heilweg für das oder jenes angibt und daß für scheinbar ganz dieselben Erscheinungen am Organismus dieser Heilweg angewendet durchaus kein Heilweg ist, sondern daß der entgegengesetzte eingeschlagen werden muß. So daß man immer in der Medizin die eine Heiltheorie durch eine andere aus dem Felde schlagen kann, wenn man sich nicht dessen bewußt ist, daß eben nur ein Teil des Menschen mit einer Heilmethode behandelt werden kann und ein anderer Teil des Menschen mit einer anderen Heilmethode behandelt werden muß. Das ist dasjenige, was wir gerade hier durchschauen müssen.
[ 12 ] It is easy to see how human life, in both healthy and diseased states, exists through the interplay of these forces when one is confronted—I would say, with a sense of near despair—with a very important fact: namely, that the human organism must be treated quite differently depending on whether its upper parts or, so to speak, its parts located below the heart are being considered. In such cases, the human being must even be viewed according to different principles. This is expressed in facts such as, for example, the behavior—which is a mystery to many—of, say, craniotabes compared to ordinary rickets: two conditions that, to those who view the human being as a unity, seem so closely related, whereas, precisely because they originate in different regions of the human body that are polar opposites, they must also be viewed according to entirely different principles. This extends in a significant way to the healing process. Therefore, physicians who achieve some success in treating rickets through phosphorus therapy will likely achieve no success whatsoever in treating craniotabes; rather, the opposite treatment—perhaps involving carbonated lime or something similar—must be employed. But this, I would say, is merely an expression of a very general fact—one that is somewhat uncomfortable to voice, yet is absolutely true. Namely, whenever it comes to treating human beings—that is, in the medical field—if something is said, the opposite of it may also be true in certain cases—and that is the fatal problem, you see. It is entirely possible that someone might prescribe a perfectly correct course of treatment for one condition or another, yet for seemingly identical symptoms in the organism, that very course of treatment may not be the right one at all—but rather, the opposite approach must be taken. Thus, in medicine, one therapeutic theory can always be disproved by another if one is not aware that only one part of the human being can be treated with one therapeutic method, while another part must be treated with a different one. This is precisely what we must understand here.
[ 13 ] Nun aber handelt es sich darum, daß wir dasjenige, was gewissermaßen bei der Pflanze uns gesondert entgegentritt, was beim Menschen eine Seite seiner Organisation ausmacht, ordentlich ins Auge fassen. Ich habe Sie gestern aufmerksam gemacht auf die drei gewissermaßen der außermenschlichen Natur eigenen Bildungsimpulse, den salzigen Bildungsimpuls, den merkurialen Bildungsimpuls und den Bildungsimpuls, der darinnen besteht, daß gewisse Körper, wie Phosphor oder Schwefel, in sich aufbewahren die Kräfte der Imponderabilien, Träger der Imponderabilien sind.
[ 13 ] But now the point is that we must properly take into account that which, in a sense, appears to us as distinct in the plant—that which constitutes one aspect of the human organism. Yesterday I drew your attention to the three formative impulses that are, so to speak, peculiar to non-human nature: the saline formative impulse, the mercurial formative impulse, and the formative impulse that consists in certain substances, such as phosphorus or sulfur, retaining within themselves the forces of the imponderables and serving as carriers of the imponderables.
[ 14 ] Welches ist denn mit Bezug auf dasjenige, was ich heute gesagt habe, der Unterschied zwischen diesen drei verschiedenen inneren Bildungsimpulsen der außermenschlichen Natur? Alles dasjenige, was salzartig ist in seinem Prozeß, also, besser gesagt, zur Salzbildung führt in seinem Prozeß, das ist dasjenige, was überführt die inneren Vorgänge in den Bereich der Schwere. Diejenigen, welche alte medizinische Werke lesen, die würden gut tun, wenn sie überall da, wo vom Salzigwerden der Substanzen geredet wird in alten Schriften, immer hinzudenken würden: Da wird durch diesen Prozeß unterworfen die betreffende Substanz der Kraft der Schwere; während durch den entgegengesetzten Prozeß, durch den Lichtprozeß entzogen werden allerdings dann die Imponderabilien der Kraft dieser Schwere. — So daß also, wenn wir für die übrigen Imponderabilien als Stellvertreter, als Repräsentanten das Licht setzen, wir immer auch in der außermenschlichen Natur durchgehend zu denken haben den Kampf zwischen dem Licht und der Schwere, zwischen demjenigen, was nach dem Außerirdischen strebt, und demjenigen, was die irdischen Substanzen nach dem Mittelpunkt hin tendieren läßt. Wir haben darinnen zunächst den Gegensatz Schwere-Licht und das pendelnde, fortwährende Gleichgewichtsuchen zwischen Schwere und Licht, was sich in dem Merkurialen zum Ausdruck bringt. In dem Merkurialen ist nichts anderes enthalten als dasjenige, was das fortwährende Suchen des Gleichgewichtszustandes darstellt zwischen dem Licht und der Schwere.
[ 14 ] In light of what I have said today, what is the difference between these three distinct inner formative impulses of non-human nature? Everything that is salt-like in its process—or, rather, that leads to the formation of salt in its process—is what transfers the inner processes into the realm of heaviness. Those who read ancient medical works would do well, whenever ancient texts speak of substances becoming salty, to always bear in mind: Through this process, the substance in question is subjected to the force of gravity; whereas through the opposite process—the process of light—the imponderables are indeed withdrawn from the force of this gravity. — Thus, when we take light as a substitute, as a representative, for the other imponderables, we must always also consider, throughout non-human nature, the struggle between light and gravity—between that which strives toward the extraterrestrial and that which causes earthly substances to tend toward the center. In this, we first have the opposition of gravity and light and the oscillating, perpetual search for equilibrium between gravity and light, which finds expression in the Mercurial. The Mercurial contains nothing other than that which represents the perpetual search for a state of equilibrium between light and gravity.
[ 15 ] Nun handelt es sich darum, diesen Gegensatz zwischen dem Salzhaften, dem Phosphorischen und dem Merkurialen in der Tat hineinzustellen in den ganzen Kosmos, in das Schwere, in das Lichthafte und in den Gegensatz zwischen beiden, das heißt in das Ausgleichsuchen zwischen beiden. Nun sehen Sie, in diesen vollen Gegensatz ist in einer merkwürdigen Weise hineingestellt die ganze menschliche Herztätigkeit. Das ist ja, ich möchte sagen, das Schreckliche in der gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Anschauung, daß man sich — abgesehen von jenem Pump-System, das man auf das Herz anwendet und dessen Unhaltbarkeit ich Ihnen schon dargestellt habe — heute alles so vorstellt, als ob es sich erschöpfen würde in seiner Tätigkeit, die gewissermaßen mit der Haut des betreffenden Wesens nach außen abgeschlossen wäre. Man stellt sich ja heute nicht viel anders vor, als daß das Herz in irgendeinem Zusammenhang halt steht mit dem, was da durch den Körper pulsiert. Aber es ist nicht so, sondern als Organwesen ist der Mensch in den ganzen Weltprozeß eingeschaltet, und das menschliche Herz ist nicht nur ein Organ, das in seinem Organismus ist, sondern es ist etwas, was zum ganzen Weltenprozesse gehört. Und dasjenige, was sich in der Pflanze abspielt, das Zusammenwirken des Obersonnigen und des Untersonnigen, das spielt sich im Menschen ab und findet seinen Ausdruck in den Herzbewegungen. Die Herzbewegungen sind nicht nur ein Abdruck desjenigen, was im Menschen geschieht, sondern durchaus auch ein Abdruck außermenschlicher Verhältnisse. Wenn Sie das Herz des Menschen in Betracht ziehen, so spiegelt sich darinnen, ich möchte sagen, im Grunde genommen der ganze Weltenprozeß. Der Mensch ist eigentlich nur als geistig-seelisches Wesen individualisiert. Er ist eingeschaltet in den ganzen Weltenprozeß dadurch, daß zum Beispiel sein Herz in seinen Schlägen tatsächlich ein Ausdruck ist nicht für das, was im Menschen vorgeht, sondern für jenen Kampf, der zwischen Licht und Schwere sich im ganzen Kosmos abspielt.
[ 15 ] Now the task is to place this contrast between the saline, the phosphoric, and the mercurial within the entire cosmos—within the heavy, the light, and the contrast between the two—that is, within the search for balance between them. Now you see, the entire activity of the human heart is, in a remarkable way, embedded within this complete contrast. That is, I would say, the terrible aspect of the current scientific view: that—apart from that “pump” model applied to the heart, the untenability of which I have already explained to you—people today have a mental image of everything as if its activity were limited to what is, so to speak, enclosed outwardly by the skin of the being in question. After all, people today do not imagine it much differently than that the heart is somehow connected to what pulses through the body. But this is not the case; rather, as an organic being, the human being is integrated into the entire world process, and the human heart is not merely an organ within the organism, but something that belongs to the entire world process. And what takes place in the plant—the interplay of the supra-solar and the infra-solar—also takes place in the human being and finds its expression in the movements of the heart. The heart’s movements are not merely a reflection of what happens within the human being, but also, to a very real extent, a reflection of conditions beyond the human realm. When you consider the human heart, what is reflected within it—I would say, in essence—is the entire world process. Human beings are, in fact, individualized solely as spiritual-soul beings. They are integrated into the entire world process in that, for example, the beating of their hearts is in fact an expression not of what is going on within the human being, but of the struggle between light and heaviness that takes place throughout the cosmos.
[ 16 ] Ich habe öfter für die Laienwelt dieses Hineingestelltsein des Menschen in den Kosmos durch das gröbste Anschauliche darzulegen versucht, indem ich folgende Rechnung angestellt habe. Wenn Sie annehmen, daß der Mensch ungefähr in der Minute achtzehn Atemzüge hat, dann werden Sie finden, daß die Anzahl dieser Atemzüge in einem Tage, in vierundzwanzig Stunden, eine bestimmte ist: Sie bekommen 25920 Züge. Nehmen Sie einen einzigen menschlichen Lebenstag und betrachten Sie, daß Sie im Jahre 365 Tage haben, nehmen Sie an, der Mensch erreicht eine mittlere höchste Lebensdauer — man kann natürlich viel älter werden — von 71 Jahren, so bekommen Sie genausoviele Lebenstage für den menschlichen Lebenslauf als Atemzüge im einzelnen vierundzwanzigstündigen Tag — 25915. Und wenn Sie den ganzen Umlauf der Sonne um den Tierkreis herum nehmen, also ein platonisches Jahr, diejenige Zeit, welche die Sonne braucht, um, sagen wir, wenn sie im Widder aufgeht im Frühlingspunkt, wiederum zurückzukommen, so bekommen Sie 25920 Jahre. Da haben Sie ein merkwürdiges Zahlenbeispiel für den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Weltenall, denn es stellt Ihnen in Jahren der Sonnenlauf, das platonische Jahr, etwas dar, was durch dieselbe Zahl auszudrücken ist wie die Lebenstage des Menschen. Das, sehen Sie, ist recht anschaulich darzustellen, aber es weist in außerordentliche Tiefen des Weltbestandes hinein. Sie brauchen sich ja nur dasjenige, was wir in der Anthroposophie auch betonen müssen, vor Augen zu halten, daß, wenn der Mensch einschläft, sein Ich und sein astralischer Leib herausrücken aus dem physischen Leib und Ätherleib und beim Aufwachen wiederum hineinrücken. Sie brauchen sich das nur vorzustellen als eine Art von Aus- und Einatmen des Geistig-Seelischen durch den physischen Leib, so haben Sie solche Atemzüge, die da vollzogen werden durch dieses Aus- und Einatmen während eines menschlichen Lebenslaufes, der also für irgend etwas ein Tag sein muß, 25915 oder 25920 — nicht wahr, es sind Schalttage, dadurch kommt dieser Unterschied von fünf wieder heraus. Und wiederum muß irgend etwas im Weltenall sein, was nach derselben Zahl mit einem Sonnenumlauf, scheinbaren Sonnenumlauf zusammenhängt. Da haben Sie einen Rhythmus im Weltengang drinnen, der sich im Großen ausdrückt, der sich ausdrückt im einzelnen menschlichen Lebenslauf und der sich ausdrückt in den Atmungsprozessen des einzelnen Tages. Es wird Ihnen nicht mehr so wunderbar erscheinen, daß aus dem alten atavistischen Anschauen heraus die Vorwelt gesprochen hat von Tagen und Nächten des Brahma, von einem Aus- und Einatmen der Welt, weil sie gefunden hat, daß dieses Aus- und Einatmen der Welt sein kleines mikrokosmisches Bild in dem täglichen Lebensprozeß des Menschen hat.
[ 16 ] I have often tried to explain to the general public this sense of humanity’s embeddedness in the cosmos using the most basic, concrete examples, by making the following calculation. If you assume that a person takes about eighteen breaths per minute, you will find that the number of these breaths in a day—that is, in twenty-four hours—is a specific number: you get 25,920 breaths. Take a single day of human life and consider that there are 365 days in a year; assume that a person reaches an average maximum lifespan—though one can, of course, live much longer—of 71 years. You will then find that the number of days in a human lifetime is exactly the same as the number of breaths in a single 24-hour day—25,915. And if you take the entire orbit of the Sun around the zodiac—that is, a Platonic year, the time it takes the Sun to return to its starting point after rising in Aries at the vernal equinox—you get 25,920 years. There you have a remarkable numerical example of the connection between the human being and the entire universe, for the solar cycle—the Platonic year—represents, in terms of years, something that can be expressed by the same number as the days of a human life. This, you see, can be illustrated quite vividly, but it points to extraordinary depths of the world’s constitution. You need only keep in mind what we in anthroposophy must also emphasize: that when a human being falls asleep, their I and their astral body step out of the physical body and the etheric body, and upon waking, step back in again. You need only create a mental image of this as a kind of exhalation and inhalation of the spiritual-soul aspect through the physical body; thus, you have such breaths that are carried out through this exhalation and inhalation during the course of a human life, which must therefore be a day for something—25,915 or 25,920—isn’t that right, these are leap days, which is why this difference of five emerges again. And again, there must be something in the universe that corresponds to the same number as a solar revolution—an apparent solar revolution. There you have a rhythm within the course of the universe that expresses itself on a grand scale, that expresses itself in the individual human life course, and that expresses itself in the breathing processes of the individual day. It will no longer seem so wondrous to you that, based on the old atavistic view, the ancient world spoke of the days and nights of Brahma, of the world’s exhalation and inhalation, because it discovered that this exhalation and inhalation of the world has its small, microcosmic image in the daily life process of human beings.
[ 17 ] Durch solche Dinge, wahrhaftig nicht durch irgendwelche Sympathien und Antipathien, sondern durch solche Dinge, die auf sehr Konkretem beruhen, kommt man eigentlich erst zu einer wahren Verehrung der Urweisheit. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, ich wäre kein Verehrer der Urweisheit, wenn ich mich nicht in unzähligen Fällen überzeugt hätte, daß man heute zur Entdeckung von Dingen kommt, die sich in der Urweisheit wiederum finden und die ganz verschwunden sind zwischen dem, was die Menschen der Urweisheit wußten, und dem, was wir heute wiederum erreichen können. Nicht aus einem allgemeinen Hindrängen zur Urweisheit geht das hervor, was derjenige, der wirklich nach Erkenntnis strebt, sich als eine Verehrung der Urweisheit erzieht, sondern es kann gerade aus einem Durchschauen bestimmter, ganz konkreter Verhältnisse hervorgehen.
[ 17 ] It is through such things—truly not through any likes or dislikes, but through things based on very concrete realities—that one actually comes to a true reverence for primordial wisdom. I can assure you that I would not be an admirer of primordial wisdom if I had not convinced myself in countless instances that today we are discovering things that are to be found once again in primordial wisdom and that have completely disappeared between what the people of primordial wisdom knew and what we can once again attain today. What the person who truly strives for knowledge cultivates as a reverence for ancient wisdom does not arise from a general urge toward ancient wisdom, but can arise precisely from a clear understanding of certain, very concrete circumstances.
[ 18 ] Nun, so haben wir, wenn wir das Lichthafte suchen wollen, unseren Blick hinzurichten auf all das, was gewissermaßen in unserem Planetensystem im Obersonnigen ist, im Marshaften, Jupiterhaften, Saturnhaften. Und da alles dasjenige, was auf der Erde geschieht, eine Wirkung in gewissem Sinne desjenigen ist, was außerirdisch vorhanden ist, so müssen wir im Irdischen eben diese Wirkungen desjenigen auffinden, was da im Kosmos vor sich geht. Das führt dahin, in den irdischen Substanzen nicht in einer so abstrakten, phantastischen Weise die Gründe für ihre Konfiguration oder für ihre Aggregatzustände zu suchen, wie es die heutige Molekular-Physik oder Molekular-Atom-Chemie tut. Diese Atom-Chemie schaut gewissermaßen in dasjenige hinein, wohinein man nicht schauen kann, in das Innere der Körperkonstitution, ersinnt allerlei schöne Ahnungen von Atom und Molekül und spricht dann — vielleicht heute schon weniger, aber man hat vor ein paar Jahrzehnten sehr stolz gesprochen — von «astronomischer Erkenntnis» desjenigen, was da im Innern der Körperstruktur vor sich geht. Man hat vor einiger Zeit davon gesprochen. Heute photographiert man diese Dinge, wie ich im vorgestrigen öffentlichen Vortrage gesagt habe; auch in spiritistischen Kreisen photographiert man — Geister. Und da die Naturforscher heute nicht geneigt sind, an die Geisterphotographien zu glauben, so müssen sie es den anderen, die diese Dinge durchschauen, schon gestatten, daß sze nicht an ihre Atomphotographien glauben; denn diese unterliegen demselben wie die Geisterphotographien.
[ 18 ] Now, if we wish to seek the luminous, we must direct our gaze toward all that is, so to speak, in our planetary system that is of a solar nature—the Mars-like, Jupiter-like, and Saturn-like aspects. And since everything that happens on Earth is, in a certain sense, an effect of what exists beyond Earth, we must find in the earthly realm precisely these effects of what is taking place in the cosmos. This leads us to seek the reasons for the configuration or states of aggregation of earthly substances not in such an abstract, fanciful way as modern molecular physics or molecular-atomic chemistry does. This atomic chemistry, so to speak, peers into that which cannot be seen—the inner workings of the body’s constitution—conceives all manner of beautiful intuitions about atoms and molecules, and then speaks—perhaps less so today, but a few decades ago they spoke with great pride—of “astronomical knowledge” of what is taking place within the body’s structure. People spoke of this some time ago. Today, as I mentioned in my public lecture the day before yesterday, these things are photographed; even in spiritualist circles, they photograph—spirits. And since natural scientists today are not inclined to believe in spirit photographs, they must allow others who see through these things not to believe in their atomic photographs; for these are subject to the same principles as spirit photographs.
[ 19 ] Dasjenige, mit dem man es zu tun hat in den Pflanzen, das sind nicht die Kräfte, die an die Atome und Moleküle gebunden sind, sondern die Kräfte, die von außerhalb der Erde wirken und die in die irdische Substanz hineinwirken. Also wenn wir eine irdische Substanz konfiguriert haben, so sind es nicht darinnen diese kleinen Dämonen, die Atome und Moleküle, die die Konfiguration bewirken, sondern es sind die kosmischen Kräfte, die in irgendeiner Weise wirken. Wenn, sagen wir, eine Konstellation im Außertellurischen besteht, daß auf einen Punkt der Erde besonders günstig wirken kann, sagen wir, aus unserem Planetensystem der Saturn, er dann günstig wirken kann, wenn möglichst von seiner Wirkungslinie weit weg sind — wenn also hier dieses die Erde ist und der Saturn auf die Erde wirkt (siehe Zeichnung Seite 130) — die andern Wirkungslinien, also Sonnenwirkung, Marswirkung und so weiter nicht in seiner Bahn oder nahe außerhalb seiner Bahn liegen, sondern möglichst weit weg sind, so daß gewissermaßen der Saturn allein wirkt, so wird, da unsere Erde durch andere Gründe spezifiziert ist, wenn gerade an dieser Stelle der Erde eine günstige Disposition vorliegt für diese Saturnkräfte, die nur wenig in diesem Falle beeinflußt werden von andern außerirdischen Kräften, in der irdischen Substanz eine Struktur bewirkt, die eben anders ist, als wenn zum Beispiel der Mars unter denselben Verhältnissen wirkt. Wir sehen in den irdischen Substanzen eben nichts anderes ‚als die Produkte des Zusammenwirkens der Sternenkräfte. So daß in dem Falle, den ich herausgeschnitten habe hier, wo der Saturn auf gewisse Stellen der Erde besonders günstig und durch lange Zeiten wirkt, uns die Wirkung in dem Produkt dann ersichtlich wird, indem wir es da zu tun haben mit der Entstehung von Blei.
[ 19 ] What we are dealing with in plants are not the forces bound to atoms and molecules, but rather the forces that act from outside the Earth and influence earthly substance. So when we have configured an earthly substance, it is not these little demons within it—the atoms and molecules—that bring about the configuration, but rather the cosmic forces that act in some way. If, let’s say, there is a constellation in outer space that can have a particularly favorable effect on a point on Earth—for example, Saturn from our solar system—it can exert a favorable influence if we are as far away as possible from its line of action—that is, if this here is the Earth and Saturn is acting upon the Earth (see diagram on page 130)—and the other lines of action—that is, the influence of the Sun, Mars, and so on—do not lie within its orbit or just outside it, but are as far away as possible, so that, in a sense, Saturn acts alone, then, since our Earth is characterized by other factors, if there happens to be a favorable disposition at this very spot on Earth for these Saturn forces—which in this case are only slightly influenced by other extraterrestrial forces—it brings about a structure in the earthly substance that is simply different from what would occur, for example, if Mars were acting under the same conditions. We see in earthly substances nothing other than the products of the interplay of the stellar forces. So that in the case I have highlighted here, where Saturn acts particularly favorably on certain places on Earth over long periods of time, the effect becomes evident in the product, in that we are dealing here with the formation of lead.


[ 20 ] Das ist der Grund, warum man gewisse irdische Substanzen namentlich metallischer Art mit gewissen Konstellationen im außertellurischen Kosmos zusammenbringen muß. Da kann man eben nicht anders, als dasjenige, was die heutige Forschung, die heutige Geisteswissenschaft bieten kann, wiederum in einen Parallelismus zu bringen mit dem, was früher aus der Urweisheit heraus dargeboten worden ist, was eigentlich erst verstanden werden kann, wenn man es wieder entdeckt. Denn es sind die älteren Schriften für den heutigen chemisch oder physikalisch denkenden Menschen eigentlich im Grunde genommen unmöglich zu lesen. Das kann das Beispiel lehren, das ein nordischer sehr gescheiter Gelehrter in einer Geschichte der Alchemie verzeichnet hat, wo er einen Prozeß darstellt, der, wie er ganz recht sagt, nach den heutigen chemischen Begriffen ein Unsinn ist, denn man findet nichts heraus. Es ist ein Bleiprozeß. Aber der gute Herr hat nicht erkannt, daß damit der Samenbildungsprozeß erklärt wird. Er hat geglaubt, es ist damit der Prozeß im Laboratorium erklärt. Da ist es natürlich ein Unsinn. Daß man aber vollständig die Terminologie, ich möchte sagen, auf einen anderen Plan bringen muß, daß man bei manchen Ausdrükken etwas ganz anderes denken muß, weiß eben der Herr nicht, daher ist es für ihn ein Unsinn. Er hat ebenso recht, wie er unrecht hat, natürlich.
[ 20 ] That is why certain earthly substances—particularly those of a metallic nature—must be correlated with certain constellations in the extraterrestrial cosmos. One simply cannot help but draw a parallel between what modern research and Modern Spiritual Science have to offer and what was presented in the past based on primordial wisdom—something that can truly be understood only when it is rediscovered. For the older writings are, in essence, virtually impossible to read for people today who think in terms of chemistry or physics. This is illustrated by an example recorded by a very intelligent Nordic scholar in a history of alchemy, in which he describes a process that—as he quite rightly says—is nonsense according to modern chemical concepts, since nothing can be deduced from it. It is a lead process. But the good gentleman failed to recognize that this explains the process of seed formation. He believed that it explained the process in the laboratory. In that context, of course, it is nonsense. But the gentleman does not realize that one must completely reorient the terminology—I would say, place it on a different plane—and that certain expressions must be understood in an entirely different way; that is why it seems like nonsense to him. He is just as right as he is wrong, of course.
[ 21 ] Man kann also nicht anders, als die irdischen Substanzen in Zusammenhang bringen mit den Kräften, die aus der Umgebung der Erde auf die Erde hereinwirken. Da ergibt das Studium namentlich der Metalle, wenn es so getrieben wird, wie ich es Ihnen auch in diesen Vorträgen andeuten will, eben ganz bestimmte Zusammenhänge, so daß wir zuordnen müssen zum Beispiel das Blei vorzugsweise den durch anderes nicht gestörten Saturnwirkungen, das Zinn den durch anderes nicht gestörten Jupiterwirkungen, das Eisen den durch anderes nicht gestörten Marswirkungen, das Kupfer den durch anderes nicht gestörten Venuswirkungen, das Quecksilber, wie wir es heute in der Chemie so bezeichnen, den durch anderes nicht gestörten Merkurwirkungen — die Alten haben deshalb den Merkur und das Merkur gleich bezeichnet — und wir werden eine Verwandtschaft erkennen müssen zwischen allem Silbrigen — ich sage hier ausdrücklich Silbrigen — und demjenigen, was ungestörte Mondwirkungen sind. Es ist wirklich sehr nett, wenn man in der heutigen Literatur liest, daß in älteren Zeiten die Verwandtschaft des Silbers mit dem Mond konstatiert worden ist dadurch, daß der Mond silberglänzend aussieht, und daß man sich rein nach dieser äußeren Eigenschaft gerichtet hätte. Wer weiß, wie in ihrer Art allerdings sorgfältig die Studien über die einzelnen Metalle waren, die da gemacht worden sind, der wird einem solchen Irrtum nicht unterliegen können. Allein, Sie sehen daraus, daß reichlich Gelegenheit geboten ist nun zu anderen Substanzen. Denn das, was ich Ihnen genannt habe: Blei, Zinn, Eisen, Kupfer, Quecksilber und Silber, sind ja nur die ausgezeichnetsten Substanzen. Es ist reichlich Gelegenheit geboten zu anderen Substanzen dadurch, daß allerlei andere planetarische Wirkungen mit den angedeuteten nun eben in Konkurrenz treten, daß also zum Beispiel in die Linie der Saturnwirkung hineinfallen die Linien der Marswirkung und so weiter. Dadurch entstehen eben die weniger repräsentativen Metalle. Jedenfalls aber haben wir in der Metallwelt der Erde das Ergebnis außertellurischer Kräftewirkungen zu sehen. Damit aber wird in einer gewissen Weise dasjenige, was wir in der Metallwirkung zum Ausdrucke gebracht haben, zusammengeschlossen mit dem, was wir in der Pflanzenbildung sehen. Denn nehmen Sie dasjenige, was in den Agentien von Blei, Zinn und Eisen liegt, so haben Sie ungefähr alles dasjenige zusammen, was nun auch liegen muß in alledem, was zusammenhängt mit der Blüten- und Samenbildung der Pflanzen, insofern sie außer dem Irdischen über der Oberfläche der Erde geschehen, mit alledem, was kupferig, merkurial, silberhaft ist, muß zusammenhängen alles dasjenige, was mit der Wurzelbildung der Pflanze zusammenhängt.
[ 21 ] One therefore cannot help but relate earthly substances to the forces that act upon the Earth from its surroundings. The study of metals in particular—when conducted as I intend to outline for you in these lectures—reveals very specific connections, so that we must assign, for example, lead primarily to the effects of Saturn undisturbed by other influences, tin to the effects of Jupiter undisturbed by other influences, iron to the effects of Mars undisturbed by other influences, copper to the undisturbed influences of Venus, mercury—as we call it today in chemistry—to the undisturbed influences of Mercury—which is why the ancients referred to Mercury and the planet Mercury by the same name—and we must recognize a kinship between everything silvery—I am specifically referring to silvery substances here—and that which is subject to undisturbed lunar influences. It is truly quite amusing to read in today’s literature that in earlier times the connection between silver and the Moon was established simply because the Moon appears to shine with a silvery luster, and that people were said to have based their conclusions purely on this external characteristic. Anyone who knows just how meticulous, in their own way, the studies on the individual metals were that were conducted back then will not be able to fall prey to such an error. However, you can see from this that there is now ample opportunity to turn to other substances. For what I have mentioned to you—lead, tin, iron, copper, mercury, and silver—are, after all, only the most outstanding substances. There is ample opportunity to explore other substances because all manner of other planetary influences now compete with those already mentioned—so that, for example, the lines of Mars’s influence fall within the line of Saturn’s influence, and so on. This is precisely how the less representative metals come into being. In any case, however, we see in the Earth’s metallic realm the result of extraterrestrial forces. And in a certain sense, this links what we have described regarding the action of metals with what we observe in plant formation. For if you consider what lies in the agents of lead, tin, and iron—you have, in essence, everything that must also be present in all that pertains to the formation of flowers and seeds in plants, insofar as these processes occur above the Earth’s surface beyond the earthly realm; and everything related to the formation of plant roots must be connected to all that is coppery, mercurial, and silvery.
[ 22 ] Während auf der einen Seite das Merkuriale als ein gewisser Ausgleich vorliegt, kommen Sie ja selbstverständlich dazu, auf der anderen Seite einen anderen Ausgleich suchen zu müssen. Denn sehen Sie, das Merkuriale ist der Ausgleich zwischen dem Tellurischen und dem gewissermaßen Übertellurischen. Aber unser ganzes Weltenall ist ja in Wirklichkeit durchsetzt von Geist. Und da stellt sich, ich möchte sagen, eine andere Polarität ein. Wenn Sie sich hier das Irdische vorstellen, dann das Außerirdische, so haben Sie den Gegensatz von Licht und von Schwerkraft im Irdischen und Außerirdischen. Aber damit haben Sie nur die Möglichkeit, auf einen Gleichgewichtszustand hinzublicken zwischen dem Irdischen und Außerirdischen.
[ 22 ] While, on the one hand, the Mercurial element serves as a certain kind of balance, you naturally find yourself having to seek another kind of balance on the other hand. For you see, the Mercurial element is the balance between the Telluric and, so to speak, the supra-Telluric. But our entire universe is, in reality, permeated by spirit. And there, I would say, another polarity arises. If you have a mental image of the earthly here, and then of the extraterrestrial, you have the contrast between light and gravity in the earthly and the extraterrestrial. But this only gives you the opportunity to look toward a state of equilibrium between the earthly and the extraterrestrial.
[ 23 ] Aber nun gibt es einen anderen Gleichgewichtszustand zwischen dem, was nun gleichmäßig alles Irdische und Außerirdische durchdringt, und diesem selbst, nämlich zwischen dem Geistigen und dem Materiellen, ob das Materielle nun imponderabel oder ponderabel ist. In jedem Punkte des Materiellen muß wiederum das Gleichgewicht gehalten werden zwischen dem Geistigen und diesem Materiellen; aber auch im Weltenall. Das nächste, wo es für uns im Weltenall gehalten wird, ist die Sonne selbst. Die Sonne hält den Gleichgewichtszustand zwischen dem Geistigen im Weltenall und dem Materiellen im Weltenall. Daher entspricht die Sonne, ich möchte sagen, zu gleicher Zeit einem Weltenkörper, der Ordnung hält im planetarischen System, aber auch die Ordnung bewirkt von den Kräften her, die in unser materielles System hereindringen. So wie man feststellen kann den Zusammenhang der einzelnen Planeten mit den Metallen, so wie ich es vorhin charakterisiert habe, so kann man auch feststellen den Zusammenhang zwischen der Sonne und dem Golde. Aber auch hier ist es so, daß die Alten wahrhaftig nicht das Gold geschätzt haben um seines ahrimanischen Wertes willen, sondern um seines Zusammenhanges mit der Sonne willen, um seines Zusammenhanges mit dem Gleichgewicht zwischen Geist und Materie.
[ 23 ] But now there is a different state of equilibrium between that which now uniformly permeates all earthly and extraterrestrial things, and this state itself—namely, between the spiritual and the material, whether the material is imponderable or ponderable. At every point within the material realm, equilibrium must again be maintained between the spiritual and this material realm; but this is also true throughout the universe. The nearest point where this equilibrium is maintained for us in the universe is the Sun itself. The Sun maintains the state of equilibrium between the spiritual in the universe and the material in the universe. Therefore, the Sun corresponds, I would say, at the same time to a celestial body that maintains order in the planetary system, but also brings about order through the forces that penetrate our material system. Just as one can discern the connection between the individual planets and the metals, as I characterized it earlier, so too can one discern the connection between the Sun and gold. But here, too, it is true that the ancients did not value gold for its Ahrimanic qualities, but rather for its connection to the Sun, for its connection to the balance between spirit and matter.
[ 24 ] Nun ist das Wichtige, immer den Blick darauf hinzurichten, daß in der Natur eigentlich dasjenige immer in irgendeiner Weise vereinigt ist, was wir trennen sowohl in unseren Gedanken wie auch in dem, was wir schließlich auf der Erde selbst vollbringen. Wir trennen in Gedanken dasjenige, was der Schwerkraft unterliegt, was also zur Salzbildung neigt, von dem, was Lichtträger wird, was also nach der Lichtwirkung hinneigt, und wiederum von dem, was dem Gleichgewichte zwischen beiden unterliegt.
[ 24 ] Now, the important thing is always to keep in mind that in nature, what we separate—both in our thoughts and in what we ultimately accomplish here on Earth—is in fact always united in some way. In our thoughts, we separate that which is subject to gravity—that which tends toward the formation of salt—from that which becomes a bearer of light—that which tends toward the action of light—and, in turn, from that which is subject to the balance between the two.
[ 25 ] Aber so ist das nicht in der Natur überall getrennt, sondern in der Natur sind diese Wirkungsweisen miteinander verbunden, ineinandergefügt, so daß sie da sehr künstliche Gebäudesysteme bilden, und das künstliche Gebäudesystem ist schon im Golde enthalten im Leuchten, weil durch das Gold das Geistige gewissermaßen rein in die äußere Welt hereinschaut. Wir werden da auf etwas aufmerksam, was ich Ihnen, ich möchte sagen, in Parenthese sagen möchte, weil Sie ja doch vielleicht ganz fruchtbar darauf hinarbeiten können, die Anregungen, die man schon noch gewinnen könnte aus der alten Literatur, in der neuen Literatur zu verwerten. Wenn Sie die gestern angeführten Dissertationen machen, werden Sie manche Anregungen aus der alten Literatur gewinnen können, wenn Sie nur diese alte Literatur richtig verstehen können. Da ist es außerordentlich wichtig, zu sehen, wie eigentlich die alte Literatur in jeder Substanz alle drei Prinzipien in irgendeiner Zusammenfügung sieht, das Salzhafte, das Merkuriale und das Phosphorige oder Sulfurartige, und wie man bemüht ist, in älteren Zeiten diese drei herauszutrennen aus irgendeiner Substanz. Man war also der Ansicht: Blei entsteht schon auf einem solchen Wege, wie wir es angedeutet haben, aber Blei enthält ebenso wie Gold oder wie Kupfer alle drei Prinzipien, das Salzhafte, das Merkuriale und das Phosphorartige. Und es handelt sich darum, daß, damit wir mit dem Salzigen, Merkurialen, mit dem Phosphorigen den Menschen behandeln können, wir das herausbringen, daß wir es also in einer gewissen Weise abtrennen von dem, womit es verbunden ist. Und auf diesen Prozeß wurde in der älteren Chemie die größte Sorgfalt verwendet. Diesen Prozeß fand man am schwierigsten beim Golde. Daher der römische Ausspruch, der wirklich auch so etwas ist, was wiederum zur Verehrung des Alten führt: «Facilius est aurum facere quam destruere» — «Leichter ist es, Gold zu machen, als Gold zu zerstören.» Denn man dachte sich, daß im Golde die drei wesenhaften Naturprinzipien, das Salzartige, das Merkuriale, das Phosphorige, so fest miteinander verbunden sind, daß man sie aus dem Golde am allerschwersten herausbekommt.
[ 25 ] But in nature, these are not everywhere separate; rather, in nature these modes of action are interconnected and interwoven, so that they form highly artificial structural systems, and this artificial structural system is already contained within the gold in its radiance, because through the gold the spiritual, so to speak, gazes purely into the outer world. This draws our attention to something I would like to mention—I might say, in parentheses—because you may well be able to work fruitfully toward incorporating the insights that can still be gleaned from the ancient literature into the new literature. If you undertake the dissertations mentioned yesterday, you will be able to gain many insights from the ancient literature, provided you can understand this ancient literature correctly. It is therefore extremely important to see how ancient literature actually views all three principles—the saline, the mercurial, and the phosphoric or sulfuric—in some combination within every substance, and how, in earlier times, efforts were made to separate these three from any given substance. It was therefore believed that lead is formed in the manner we have indicated, but that lead—just like gold or copper—contains all three principles: the saline, the mercurial, and the phosphorous. And the point is that, in order for us to be able to treat people with the saline, the mercurial, and the phosphoric, we must extract them—that is, separate them in a certain way from that with which they are combined. And in early chemistry, the greatest care was taken with this process. This process was found to be most difficult with gold. Hence the Roman saying, which is truly something that in turn leads to reverence for the ancient: “Facilius est aurum facere quam destruere”—“It is easier to make gold than to destroy it.” For it was believed that in gold the three essential natural principles—the saline, the mercurial, and the phosphoric—are so firmly bound together that it is exceedingly difficult to separate them from gold.
[ 26 ] Nun ist es ja durchaus wahr, wenn man sich genau so verhalten wollte, wie das die Alten in diesem Prozesse für das Herausarbeiten der drei Naturprinzipien getan haben, würde man heute kaum leicht zurecht kommen. Aber wenn man ganz absieht von dem Alten, wie es eben gerade in diesen Vorträgen geschehen soll, wo nur zuweilen Licht geworfen wird auf die alte Literatur, und auf dasjenige eingeht, was heute noch erforscht werden kann, so kommt man eben auch darauf, daß man, um nun herauszubekommen dasjenige, was man braucht von diesen drei Prinzipien, die ich Ihnen gestern und heute charakterisiert habe aus den Natursubstanzen, da tatsächlich in einer gewissen Weise mit den Natursubstanzen den Verbrennungsprozeß vollziehen muß, wodurch man zum Beispiel das Feuertragende, Lichttragende erst abscheidet, daß man dann versuchen muß, aus den Natursubstanzen das Merkuriale zu gewissen Zwekken auch herauszubekommen, so daß einem bloß das nach dem Salzigen Hindrängende zurückbleibt. Das kann man dann mit irgend etwas Säureartigem ausziehen, und man wird ein wirkliches salzartiges Heilmittel, sei es aus Pflanzen, sei es aus Mineralien, bekommen. Auf das Spezielle werde ich dann noch weiter eingehen. Wir werden also in der Natur entweder dasjenige zu suchen haben, was lichttragend ist, um das Außertellurische zu gewinnen, oder wir werden zu suchen haben, aus den irdischen Substanzen dieses Außertellurische hinwegzubekommen und das Tellurische zurückzubehalten, dann werden wir das eigentlich wahre Salzartige haben, oder wir werden versuchen, etwas zu gewinnen, was den Gleichgewichtszustand zwischen beiden darstellt.
[ 26 ] Now, it is certainly true that if one were to proceed exactly as the ancients did in this process of elucidating the three natural principles, one would hardly be able to manage it easily today. But if one were to set aside the old methods entirely—as is precisely the intention in these lectures, where light is shed only occasionally on the old literature—and focus instead on what can still be investigated today, one would also come to the conclusion that, in order to extract from natural substances what is needed from these three principles—which I characterized for you yesterday and today— one must, in a certain sense, actually carry out the process of combustion with the natural substances, whereby, for example, one first separates out the fire-bearing and light-bearing elements; and then one must attempt to extract the mercurial element from the natural substances for certain purposes, so that only what tends toward the salty remains. This can then be extracted using some kind of acid, and one will obtain a truly salt-like remedy, whether from plants or from minerals. I will go into more detail on the specifics later. So in nature, we will either have to seek out that which is light-bearing in order to obtain the extra-terrestrial element, or we will have to seek to remove this extra-terrestrial element from the earthly substances and retain the terrestrial element—then we will have the truly salt-like substance—or we will attempt to obtain something that represents the state of equilibrium between the two.
[ 27 ] Nun aber kann man da, ich möchte sagen, zwei Wege einschlagen, die in ihrer Art verschieden sind, von denen ein jeder bis zu einem gewissen Grade zum Ziele führt. Man kann eigentlich beide Wege einschlagen. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, auf den sich die alten Ärzte gestellt haben, die immer darauf ausgingen, aus den bekannten Substanzen dasjenige herauszuschälen, was nach ihrer Art Phosphor oder Salz oder Merkur war, und die dann das Betreffende verwendeten. Für sie ergab sich die verschiedene, die spezifische Wirkung der Heilmittel dadurch, daß es etwas anderes war, ob sie aus dem Blei oder aus dem Kupfer die betreffenden Dinge bekommen haben. Sie haben also auf den Ursprung Rücksicht genommen. Wenn sie also ein Salz aus Blei herstellten, so war das für sie etwas anderes als das Salz aus Kupfer. So daß sie also, auch wenn sie vom Salz gesprochen haben, eigentlich davon gesprochen haben, daß sie in diesem Salz hier etwas haben bei den verschiedenen Salzen, was allerdings dadurch, daß es Salz ist, irdisch ist, aber dadurch, daß es Salz ist, das hergeleitet ist, sagen wir, aus verschiedenen Metallen, etwas Außertellurisches ist und Beziehung hat zu dem Verschiedensten im Menschen, was wir dann genauer gleich morgen charakterisieren können. Man kann diesen Weg zum Beispiel zur Herstellung des Salzartigen in der Heilkunde einschlagen. Man kann dann den Weg einschlagen, den man eingeschlagen hat, nachdem der andere Weg der Alten versandet war, aber eingeschlagen hat aus einem noch deutlichen Gefühl heraus, daß ja wirklich der Mensch nicht bloß eine Retorte ist, sondern mehr ist. Und das ist der Weg, wo man einfach versucht, durch Hinnahme desjenigen, was da ist, und durch Potenzieren dessen, was da ist, die Kräfte, die den schon vorhandenen Substanzen zugrunde liegen, nutzbar zu machen. Das ist der Weg, der im wesentlichen der Hahnemannschen Richtung innewohnt und der, ich möchte sagen, eine Art Neuaufstieg darstellt aus dem gesamten menschlichen medizinischen Streben heraus, nachdem der alte Weg bereits versandet war, indem man nichts mehr gewußt hat von irgendwelchen außertellurischen oder sonstigen Zusammenhängen.
[ 27 ] Now, however, one can, I would say, take two paths that are different in nature, each of which leads to the goal to a certain degree. In fact, one can take both approaches. One can adopt the standpoint taken by the ancient physicians, who always sought to isolate from known substances that which, by its nature, was phosphorus, salt, or mercury, and who then used the substance in question. For them, the different, specific effect of the remedies arose from the fact that it made a difference whether they obtained the relevant substances from lead or from copper. They therefore took the origin into account. So when they produced a salt from lead, that was, for them, something different from the salt produced from copper. So even when they spoke of salt, they were actually referring to the fact that in this particular salt—among the various salts—there is something that, while earthly in nature because it is salt, is also, by virtue of being derived from different metals, something non-terrestrial and related to the most diverse aspects of the human being—which we will be able to characterize more precisely tomorrow. One can take this path, for example, toward the production of salt-like substances in medicine. One can then take the path that was taken after the other path of the ancients had run its course, but which was taken out of a still clear sense that human beings are indeed not merely a retort, but are more than that. And this is the path where one simply attempts, by accepting what is there and by potentizing what is there, to make use of the forces underlying the already existing substances. This is the path that is essentially inherent in the Hahnemannian approach and which, I would say, represents a kind of renewed ascent arising from the entirety of human medical endeavor, after the old path had already run aground because nothing was known anymore about any extraterrestrial or other connections.
[ 28 ] Das ist ja eigentlich dasjenige, was, ich möchte sagen, in den Verzweiflungen des modernen Ärztetums liegt, daß man in der modernen Medizin nicht mehr hinschaut auf dasjenige, was eigentlich dem Irdischen zugrunde liegt, auf das Außerirdische, und daß man immer zurechtkommen will mit demjenigen, was nur im Irdischen daliegt. Über das strebt das homöopathische System hinaus; über das strebt natürlich auch die physikalische Heilweise hinaus, die eben, weil sie den Weg nicht mehr hat, den Lichtträger in der richtigen Weise zu verwenden, Phosphor, oder den Luftträger in der richtigen Weise zu verwenden, Merkur, Licht und Luft direkt verwendet. Das ist selbstverständlich auch eine dritte Möglichkeit.
[ 28 ] That is, in fact, what I would say lies at the heart of the despair of modern medicine: that modern medicine no longer looks to what actually underlies the earthly realm—the extraterrestrial—and that it always seeks to cope with what lies solely within the earthly realm. The homeopathic system strives beyond this; naturally, the physical method of healing also strives beyond this—which, precisely because it no longer has the means to use the light-bearer, Phosphorus, or the air-bearer, Mercury, in the proper way, uses light and air directly. This, of course, is also a third possibility.
[ 29 ] Aber ein wirklicher, günstiger Weg wird sich nur wieder eröffnen, wenn man durch Geisteswissenschaft eindringt in den Zusammenhang zwischen dem Mineralischen und dem Außertellurischen, zwischen dem Pflanzlichen und dem Außertellurischen und dem Tierischen und dem Außertellurischen. Wenn man beim Tierischen ankommt — ich habe das ja schon gestern angedeutet —, kommt man schon in bedenkliche Nähe des Menschen. Da haben die Alten eine Grenze gemacht, die wir wiederum aus neueren Forschungen heraus suchen wollen. Sie haben nämlich gesagt: Pflanzen — die stehen im Bereich des Planetensystems; Mineralien — die stehen im Bereich des Planetensystems; wenn man aber in die Tierwelt heraufkommt, kommt man aus dem Planetensystem heraus, da wird die Sache so, daß man viel weniger mit den Dingen spielen darf, als wenn man innerhalb des Planetarischen, Außertellurischen stehenbleibt. Die Kräfte liegen viel weiter im Weltenall noch zerstreut, die zu der Tierbildung und dann besonders zur Menschenbildung führen, als die Kräfte in den Mineralien und Pflanzen. Sie haben den Tierkreis gezogen, damit man nicht jenseits dessen, was im Pflanzlichen oder Mineralischen liegt, die Heilkräfte sucht oder wenigstens aufmerksam ist darauf, daß da in ein bedenkliches Gebiet eingetreten wird.
[ 29 ] But a true, viable path will only open up again if, through Spiritual Science, we penetrate the connection between the mineral and the extraterrestrial, between the plant and the extraterrestrial, and between the animal and the extraterrestrial. When one reaches the animal realm—as I already hinted at yesterday—one comes dangerously close to the human realm. The ancients drew a boundary there, which we in turn wish to reexamine in light of more recent research. For they said: Plants—they belong to the realm of the planetary system; minerals—they belong to the realm of the planetary system; but when one ascends into the animal world, one leaves the planetary system behind, and the situation becomes such that one must be much more cautious in dealing with these things than when one remains within the planetary, extraterrestrial realm. The forces that lead to the formation of animals—and especially to the formation of human beings—are scattered much further out in the cosmos than the forces found in minerals and plants. They drew the zodiac so that one would not seek healing powers beyond what lies in the plant or mineral kingdoms, or at least be mindful that one is entering a precarious realm.
[ 30 ] Nun ist allerdings in dieses Gebiet eingetreten worden auf dem Wege, den ich Ihnen schon gestern anfing zu charakterisieren, den wir auch noch genauer besprechen müssen, wenn wir in das Spezielle der Pathologie und der Serumtherapie hineinkommen. Solche Wege sind gewöhnlich so, daß sie, weil sie zu Einzelnem führen, recht starke Illusionen hervorrufen, durch die dann das vollständig übertüncht wird, was als Gefährliches hinter diesen Dingen steht.
[ 30 ] Now, however, we have entered this field via the path I began to describe to you yesterday—a path we will need to discuss in even greater detail when we delve into the specifics of pathology and serum therapy. Such approaches are usually such that, because they lead to specific details, they give rise to quite strong illusions, which then completely obscure what lies behind these things as a danger.

