Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Spiritual Science and Medicine
GA 312

1 April 1920, Dornach

Translate the original German text into any language:

Zwölfter Vortrag

Twelfth Lecture

[ 1 ] Für denjenigen, dessen Aufgabe das Heilen ist, sollte eine Grundempfindung dadurch entstehen, daß er betrachtet den manchmal ganz merkwürdig einem entgegentretenden Zusammenhang äußerer, also außermenschlicher 'Tatbestände und innermenschlicher Tatbestände. Denn durch diese Betrachtung gehen ja ganz bedeutsame Intuitionen gerade für das Heilmittelwesen auf. Ich möchte, um ein naheliegendes Beispiel zu erwähnen, nur daran erinnern, wie zum Beispiel eine solche Substanz wie das RoncegnoWasser oder das Levico-Wasser geradezu — vergleichsweise geredet — durch einen guten Geist zubereitet ist, um so mancherlei Kräfte, die im menschlichen Organismus eine günstige Rolle spielen können, unter gewissen Umständen schon in der außermenschlichen Natur vorzubereiten. Wenn wir daran denken — und wir werden in den nächsten Tagen solche Sachen noch eingehend charakterisieren —, wie in diesem Wasser in einer ganz wunderbaren Weise die beiden Kräfte des Kupfers und des Eisens gegeneinander abkompensiert sind, und wie dann, um dieses Abkompensieren wiederum, ich möchte sagen, auf eine breitere Basis zu stellen, das Arsen dadrinnen ist, so sagt man sich: da ist etwas in der Außenwelt geradezu präpariert für gewisse Zustände des Menschen. Es kann durchaus vorkommen, daß solche Dinge bei diesen oder jenen Menschen auch außerordentlich stark ungünstig wirken. Aber gerade auch an den negativen Fällen wird sich die allgemeine Fruchtbarkeit des allgemeinen Prinzips zeigen. Man muß, wenn man über solche Dinge redet, insbesondere heute darauf aufmerksarm machen. Denn an der Betrachtung solcher Dinge wird sich eine Möglichkeit ergeben, gewissen Krankheitserscheinungen zu begegnen, die eigentlich in ihren Symptomen im Grunde erst heute auftreten. Vergessen wir nur ja nicht, wie von allen Seiten jetzt bei wirklich unbefangenen Beobachtern die Erkenntnis auftritt, daß ganz besondere Verhältnisse jetzt, man möchte sagen, über Teile der Erde ziehen und ganz besondere Formen des menschlichen Erkrankens hervorrufen. Und vergessen wir auch nicht, daß eine andere Erscheinung von großem Interesse in der Gegenwart sein muß, das ist diese, daß ja zweifellos selbst so etwas wie die gewöhnliche Grippe, wie sie heute auftritt, eine höchst eigentümliche Eigenschaft hat. Sie weckt nämlich eigentlich schlafende Krankheiten, Krankheiten, zu denen der Organismus inkliniert und die sonst durch die entgegenwirkenden Kräfte des Organismus in den Verborgenheiten bleiben, die also unter Umständen bis zum Tode sogar schlafen könnten, die werden in einer gewissen Weise dadurch aufgedeckt, daß der Mensch von der Grippe befallen wird.

[ 1 ] For those whose task is healing, a fundamental sense should arise from contemplating the sometimes quite remarkable interplay between external—that is, non-human—“facts” and inner human facts. For it is through this contemplation that highly significant intuitions emerge, particularly regarding the nature of remedies. To mention an obvious example, I would simply like to recall how, for instance, a substance such as Roncegno water or Levico water is—relatively speaking—prepared by a “good spirit” to prepare, under certain circumstances, various forces within non-human nature that can play a beneficial role in the human organism. When we consider—and we will characterize such matters in greater detail in the coming days—how, in this water, the two forces of copper and iron are balanced against one another in a truly wondrous way, and how, in turn, because of this balancing, I would say, to place it on a broader basis, the arsenic is present—then one says to oneself: there is something in the external world that is literally prepared for certain human conditions. It may well happen that such things have an extraordinarily adverse effect on certain individuals. But it is precisely in the negative cases that the general fruitfulness of the universal principle will become apparent. When discussing such matters—especially today—one must draw attention to this point. For the examination of such things will reveal a possibility for addressing certain disease manifestations whose symptoms are, in fact, only now beginning to appear. Let us not forget how the realization is now emerging from all sides among truly impartial observers that very special conditions are, one might say, sweeping across parts of the earth and giving rise to very special forms of human illness. And let us also not forget that another phenomenon of great interest must be present at the moment, namely that even something like the common flu, as it occurs today, undoubtedly has a highly peculiar characteristic. For it actually awakens dormant diseases—illnesses to which the organism is predisposed and which otherwise remain hidden due to the organism’s counteracting forces, and which, under certain circumstances, might even remain dormant until death—and these are, in a certain sense, brought to light when a person is struck by the flu.

[ 2 ] Das alles setzt sich zusammen zu einem Fragebündel, das ich in den nächsten Tagen den Vorträgen zugrunde legen will. Aber ich möchte Sie, um einen fruchtbaren Ausgangspunkt zu gewinnen, auf ein anderes merkwürdiges Stimmen hinweisen, das allerdings nur dem Geisteswissenschafter in seiner ganzen tiefen Bedeutung entgegentreten kann. Sie wissen ja, wie in einer gewissen losen Verbindung, die eigentlich, man möchte sagen, gar nicht ordentlich physisch oder chemisch zu definieren ist, in unserem Luftkreis der Sauerstoff und der Stickstoff aneinander gebunden sind. Nun sind wir ja eigentlich als Menschen, als Erdenmenschen ganz der Tätigkeit einverwoben, die vom Sauerstoff und vom Stickstoff ausgeht, und man kann daher schon von vorneherein vermuten, daß das eine Bedeutung hat, wie sich in unserer Atmosphäre der Sauerstoff zum Stickstoff eigentlich verhält, wie er sich prinzipiell verhält.

[ 2 ] All of this comes together to form a set of questions that I intend to use as the basis for my lectures over the next few days. But in order to establish a fruitful starting point, I would like to draw your attention to another remarkable phenomenon—one whose full, profound significance, however, can only be grasped by the scholar of the Spiritual Science. As you know, oxygen and nitrogen are bound together in our atmosphere in a certain loose compound that, one might say, cannot really be properly defined in physical or chemical terms. Now, as human beings—as earthly human beings—we are, in fact, completely interwoven with the activity that emanates from oxygen and nitrogen, and one can therefore assume from the outset that the way oxygen relates to nitrogen in our atmosphere—the way it relates in principle—has significance.

[ 3 ] Nun ist da das Bedeutsame, daß uns die Geisteswissenschaft zeigt, daß mit jeder Veränderung in der Luftzusammensetzung, die danach hintendiert, das normale Verhältnis von Sauerstoff zum Stickstoff nach der einen oder anderen Seite zu ändern, auch Störungen im Schlafprozeß des Menschen verknüpft sind. Das führt dazu, nun überhaupt das Verhältnis, das dahintersteckt, genauer zu untersuchen. Sie wissen ja, daß wir in der Geisteswissenschaft genötigt sind zu sagen: der Mensch besteht aus diesen vier Gliedern, aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Sie wissen, daß wir ferner gezwungen sind, aus den Tatsachen heraus zu sagen, daß Ich und astralischer Leib beim Einschlafen herausgehen in einer gewissen Beziehung, wenn das Herausgehen auch mehr dynamisch zu verstehen ist, und mit dem Aufwachen wiederum hineinziehen. So daß Sie sich sagen müssen: im Schlafzustande bleibt der astralische Leib an das Ich gebunden, der Ätherleib an den physischen Leib, und wir haben daher auch während des wachen Zustandes hinzuschauen auf ein loseres Verhältnis zwischen dem astralischen Leib und dem Ich einerseits und dem Ätherleib und dem physischen Leib andererseits, als zwischen dem Ich und dem astralischen Leib und zwischen dem Ätherleib und dem physischen Leib. Das Verhältnis ist loser. Dieses losere Verhältnis zwischen den zwei Gliedern, dem oberen Gliede des Menschen, Ich und astralischem Leib, und dem unteren Gliede, Ätherleib und physischem Leib, dieses Verhältnis im Inneren des Menschen ist ein getreues Spiegelbild des losen Verhältnisses von Sauerstoff und Stickstoff in der äußeren Luft. Beide entsprechen sich in einer ganz merkwürdig wunderbaren Weise. Die äußere Luftzusammensetzung ist ganz so eingerichtet, daß sie zu gleicher Zeit eine Verhältniszahl abgibt für das Verbundensein von astralischem Leib und Ätherleib beziehungsweise des mit ihnen verbundenen physischen Leibes und des Ich.

[ 3 ] Now, the significant point is that Spiritual Science shows us that every change in the composition of the air—one that tends to shift the normal ratio of oxygen to nitrogen in one direction or the other—is also linked to disturbances in the human sleep process. This leads us to examine the underlying relationship more closely. As you know, in Spiritual Science we are compelled to say that the human being consists of these four members: the physical body, the etheric body, the astral body, and the I. You know that we are further compelled by the facts to say that the I and the astral body, to a certain extent, “step out” when we fall asleep—though this “stepping out” is to be understood in a more dynamic sense—and “step back in” again upon waking. So you must realize: in the state of sleep, the astral body remains bound to the “I,” and the etheric body to the physical body; and therefore, even during the waking state, we must observe a looser relationship between the astral body and the “I” on the one hand, and the etheric body and the physical body on the other, than between the “I” and the astral body, or between the etheric body and the physical body. The relationship is looser. This looser relationship between the two parts—the upper part of the human being, the “I” and the astral body, and the lower part, the etheric body and the physical body—this relationship within the human being is a faithful reflection of the loose relationship between oxygen and nitrogen in the external air. The two correspond to one another in a most remarkable and wondrous way. The composition of the external air is arranged in such a way that it simultaneously provides a ratio for the connection between the astral body and the etheric body, and between the physical body and the “I” associated with them.

[ 4 ] Das wird auch natürlich darauf aufmerksam machen, wie wir uns gegenüber der Luftzusammensetzung zu verhalten haben, wie wir achten müssen darauf, ob wir imstande sind, den Menschen die richtige Luftzusammensetzung zuzuführen, oder ob sie einer solchen entbehren. Nun aber können Sie, ich möchte sagen, noch mehr ins Physiologische hineingehen und können diese Entsprechung wahrnehmen. Gehen Sie dann alle Stoffe durch, die heute bekannt sind und die etwas zu tun haben im menschlichen Organismus, so werden Sie finden, daß alle diese Stoffe, die mit dem menschlichen Organismus und seinen Prozessen etwas zu tun haben, im menschlichen Organismus selber an andere Stoffe gebunden sind. Es sind in der Regel Verbindungen und Lösungen. Für sich frei kommen im menschlichen Organismus nur vor der Sauerstoff und der Stickstoff. So daß also dasjenige, was außen die Luft zusammensetzt, wiederum eine ganz besondere Rolle im menschlichen Organismus selber spielt. Es ist so, daß Sauerstoff und Stickstoff in ihrer Wechselwirkung gewissermaßen durchaus in dem Mittelpunkt des Stofflichen stehen für den menschlichen Organismus. Sauerstoff und Stickstoff haben mit den Funktionen des menschlichen Organismus zu tun, und sie haben zu tun als die einzigen Stoffe, die im freien Zustande wirken, die nicht ihre Wirkungsweise sich modifizieren lassen durch anderes, das an sie gebunden ist in der Sphäre, in der sie da im menschlichen Organismus sind. Sie sehen daraus, daß es nicht nur eine Bedeutung hat, was wir von der außermenschlichen Wesenheit in den menschlichen Organismus hinein verfolgen können, sondern daß wir schon auch das Wie verfolgen müssen: ob die Wirksamkeit frei bleibt oder ob die Wirksamkeit gebunden an anderes ist. Denn das Eigentümliche ist, daß im menschlichen Organismus die Stoffe zueinander ganz besondere Affinität bekommen und daß sie ganz besondere Verwandtschaften bekommen. Wenn wir also einen Stoff einführen, ein anderer schon drinnen ist im menschlichen Organismus, so kann dann diese Affinität, diese Verwandtschaft hervortreten. Wenn Sie diesen Gedanken weiter verfolgen, so führt er Sie zu einer ganz bestimmten Intuition, auf die die Geisteswissenschaft hinweisen muß. Sie wissen, daß dem pflanzlichen, dem tierischen und dem menschlichen Organismus die Proteinstoffe, Eiweißstoffe, zugrunde liegen. Sie wissen, daß im Sinne der gegenwärtigen Chemie die hauptsächlichsten Bestandteile des Eiweißes die vier wichtigsten Stoffe in der Natur sind: Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, und daß dazu kommt Sulfur oder Schwefel als, ich möchte sagen, durchhomöopathisierend dasjenige, was die anderen vier Stoffe tun.

[ 4 ] This will, of course, also draw our attention to how we should approach the composition of the air—how we must consider whether we are able to provide people with the right air composition, or whether they are lacking it. But now, I would say, you can delve even deeper into physiology and perceive this correspondence. If you then examine all the substances known today that play a role in the human organism, you will find that all these substances—which are involved in the human organism and its processes—are bound to other substances within the human organism itself. These are generally compounds and solutions. Only oxygen and nitrogen occur in a free state within the human organism. Thus, the very elements that make up the air outside play a very special role within the human organism itself. In fact, through their interaction, oxygen and nitrogen are, so to speak, at the very center of the material world for the human organism. Oxygen and nitrogen are involved in the functions of the human organism, and they are the only substances that act in a free state—substances whose mode of action cannot be modified by other substances bound to them within the sphere in which they are present in the human organism. You can see from this that it is not only significant what we can trace from the non-human realm into the human organism, but that we must also trace the “how”: whether the effect remains free or whether it is bound to something else. For what is peculiar is that within the human organism, substances develop a very special affinity for one another and form very special relationships. So when we introduce a substance and another is already present in the human organism, this affinity, this kinship, can then come to the fore. If you pursue this thought further, it leads you to a very specific intuition that Spiritual Science must point out. You know that the plant, animal, and human organisms are based on protein substances. You know that, in the sense of modern chemistry, the principal constituents of protein are the four most important elements in nature: carbon, oxygen, nitrogen, and hydrogen; and that sulfur is added to these as—I would say—a homeopathically balancing agent for what the other four elements do.

[ 5 ] Nun ist es notwendig, daß man sich eine Vorstellung macht, wie denn eigentlich die Funktion, die Innenfunktion des Eiweißes, der Proteinstoffe, zustande kommt. Da ist eigentlich unsere gegenwärtige chemische Wissenschaft ganz selbstverständlich nach ihren Voraussetzungen darauf eingestellt, zu sagen: Nun ja, solch eine Substanz hat eben diejenige Konfiguration, welche ihr durch ihre inneren Kräfte auferlegt ist. — Dann ist die notwendige Folge davon, daß man Dinge identifiziert, die in Wirklichkeit nicht identisch sind, auch nicht in dem Grade identisch sind, wie man sich das eben vorstellt. Wenn man auch einen gewissen Unterschied statuiert, die Identität gilt doch gar nicht. Es ist nämlich eigentlich nur eine Konsequenz dieser atomistischen Denkweise über die Struktur des Eiweißes, daß man sich das Pflanzeneiweiß und das Tiereiweiß eigentlich so ziemlich als etwas Ähnliches, als etwas bis zu einem gewissen Grade wenigstens chemisch Identisches vorstellt. Nun ist das aber ganz und gar nicht der Fall, sondern es liegt für eine genauere Beobachtung des menschlichen Organismus die Tatsache vor, daß Pflanzeneiweiß tierisches Eiweiß und insbesondere menschliches Eiweiß neutralisiert, daß sich diese polarisch zueinander verhalten, daß das eine die Wirkungen des anderen intim auslöscht. Das ist das Eigentümliche, daß das vorliegt, daß man tatsächlich sich zugeben muß: tierisches Eiweiß ist so in seinen Funktionen, daß diese Funktionen beeinträchtigt werden, aufgehoben, teilweise oder ganz aufgehoben werden durch die Funktionen des pflanzlichen Eiweißes. Und das führt dazu, zu fragen: Ja, welches ist denn eigentlich der Unterschied zwischen dem, was als solche Substanz im tierischen oder namentlich im menschlichen Organismus vorkommt, und dem, was im pflanzlichen Organismus vorkommt? — Sehen Sie, ich war genötigt, in diesen Tagen öfter davon zu sprechen, daß eine wichtige Rolle gegenüber, ich möchte sagen, allem Meteorologischen, Außerirdischen, die vier Organsysteme spielen: Harnblase, Nierensystem, Lebersystem, Lungensystem, und dazu kommt dann das Herzsystem.

[ 5 ] Now it is necessary to form a mental image of how, in fact, the function—the internal function—of proteins actually comes about. In fact, our current chemical science, based on its own premises, is quite naturally inclined to say: Well, such a substance simply has the configuration imposed on it by its internal forces. — The necessary consequence of this is that one identifies things that are not actually identical, nor are they identical to the degree one has in mind. Even if one acknowledges a certain difference, the identity still does not hold. In fact, it is merely a consequence of this atomistic way of thinking about the structure of protein that one forms a mental image of plant protein and animal protein as being more or less similar—at least chemically identical to a certain degree. However, this is by no means the case; rather, a closer observation of the human organism reveals that plant protein neutralizes animal protein—and human protein in particular—that they are polar opposites, and that one effectively cancels out the effects of the other. This is the peculiar thing about it—one must in fact admit that animal protein functions in such a way that these functions are impaired, nullified, or partially or completely counteracted by the functions of plant protein. And this leads one to ask: Well, what exactly is the difference between what occurs as such a substance in the animal—or, specifically, in the human—organism, and what occurs in the plant organism? — You see, I have been compelled to speak about this more often in recent days: that the four organ systems—the bladder, the kidney system, the liver system, and the lung system—play an important role in relation to, I would say, everything meteorological and extraterrestrial; and then there is the heart system as well.

[ 6 ] Diese vier Organsysteme spielen eine wesentliche Rolle in der Beziehung des Menschen zum Äußerlichen, Meteorologischen. Nun, was bedeuten denn, intimer genommen, diese vier Organsysteme eigentlich? Diese vier Organsysteme bedeuten nämlich nichts anderes, als daß sie die Schöpfer der Struktur des menschlichen Eiweißes sind. Diese vier Organsysteme sind es, die wir studieren müssen. Nicht die molekularisch atomistischen Kräfte des Eiweißes müssen wir studieren, sondern wenn wir uns fragen wollen: Warum ist das Eiweiß so, wie es ist? — dann müssen wir die innere Konstruktion des Eiweißes als eine Resultierende desjenigen auffassen, was von diesen vier Organsystemen ausgeht. Es ist das Eiweiß geradezu ein Ergebnis des Zusammenwirkens dieser vier Organsysteme. Damit ist auch etwas ausgesprochen über die Verinnerlichung äußerer Wirkungen beim Menschen. Wir haben in die Organsysteme hinein das zu verlegen, was die heutige Chemie sucht in der Struktur der Substanzen selber. Es ist menschliches Eiweiß deshalb in unserer irdischen Sphäre gar nicht zu denken in seiner Struktur. Es kann nicht bleiben in seiner Struktur, wenn es nicht unter dem Einfluß dieser vier Organsysteme ist. Es muß diese Struktur unbedingt ändern.

[ 6 ] These four organ systems play an essential role in the human relationship to the external, meteorological world. Now, what do these four organ systems actually mean, when considered more closely? These four organ systems mean nothing other than that they are the creators of the structure of human protein. It is these four organ systems that we must study. We do not need to study the molecular and atomic forces of protein; rather, if we ask ourselves, “Why is protein the way it is?”—then we must understand the internal structure of protein as the result of what emanates from these four organ systems. Protein is, in fact, a direct result of the interaction of these four organ systems. This also says something about the internalization of external influences in human beings. We must locate within the organ systems what modern chemistry seeks in the structure of the substances themselves. Human protein, therefore, cannot be conceived of in terms of its structure within our earthly sphere. It cannot remain in its structure unless it is under the influence of these four organ systems. It must necessarily change this structure.

[ 7 ] Anders ist das beim pflanzlichen Eiweiß. Das pflanzliche Eiweiß steht nicht unter dem Einfluß von solchen vier Organsystemen, wenigstens scheinbar nicht; aber es steht unter einem anderen Einflusse. Es steht unter dem Einfluß von Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und unter dem Einfluß desjenigen, was immer auch in der gesamten äußeren meteorologischen Natur vorhanden ist, unter dem Einfluß des die Funktionen dieser vier vermittelnden Schwefels, Sulfurs. Und beim pflanzlichen Eiweiß wirken die sich in der Atmosphäre zerstreuenden vier Stoffe dasselbe, was im Menschen Herz, Lunge, Leber und so weiter wirken. Es ist in der äußeren menschlichen Natur an Bildekräften in diesen vier Stoffen vorhanden, was in der innermenschlichen Natur individualisiert in den vier Organsystemen enthalten ist. Das ist wichtig, daran zu denken, daß wenn wir den Namen Sauerstoff, Wasserstoff aussprechen, wir nicht bloß an dasjenige als innere Kräfte denken sollen in diesen sogenannten Stoffen, wovon die heutige Chemie spricht, sondern daß wir uns diese Stoffe mit Gestaltungskräften, mit Wirkungskräften denken müssen, die auch ein Verhältnis zueinander immer haben, indem diese Stoffe in ihren Wirkungen zu dem Inventar des Irdischen mit beitragen. Wir müssen, wenn wir ins Einzelne eingehen und identifizieren würden mit inneren Organen dasjenige, was der Sauerstoff, wenn er sich außen aufhält, wirkt, es innerlich identifizieren mit dem Nieren-Harn-system. Dasjenige, was der Kohlenstoff, wenn er außen seine Bildekräfte entfaltet, wirkt, das müssen wir innerlich identifizieren mit dem Lungensystem, aber jetzt nicht das Lungensystem als Atmungssystem aufgefaßt, sondern die Lunge, insoferne sie ihre Eigenbildungskräfte hat. Wir müssen identifizieren den Stickstoff mit dem Lebersystem, den Wasserstoff mit dem Herzsystem (siehe Zeichnung Seite 234). Der Wasserstoff draußen ist in der Tat das Herz der äußeren Welt, der Stickstoff ist die Leber der äußeren Welt und so weiter.

[ 7 ] The situation is different with plant protein. Plant protein is not subject to the influence of these four organ systems—at least not apparently—but it is subject to a different influence. It is influenced by oxygen, nitrogen, hydrogen, carbon, and by whatever else is present in the entire external meteorological world—as well as by sulfur, which mediates the functions of these four. And in plant protein, the four substances dispersed in the atmosphere have the same effect as the heart, lungs, liver, and so on have in the human being. In the external human realm, these four substances contain formative forces that are individualized within the four organ systems of the inner human nature. It is important to remember that when we utter the names “oxygen” and “hydrogen,” we should not merely think of them as internal forces within these so-called substances, as modern chemistry describes them, but rather we must conceive of these substances as possessing formative forces and active forces that are always in relation to one another, in that these substances contribute through their effects to the fabric of the earthly realm. When we go into detail and identify, in terms of internal organs, the effects that oxygen has when it is present externally, we must identify this internally with the kidney-urinary system. What carbon does when it unfolds its formative forces externally, we must identify internally with the lung system—but not the lung system understood as the respiratory system, rather the lungs insofar as they possess their own formative powers. We must identify nitrogen with the liver system and hydrogen with the heart system (see diagram on page 234). Hydrogen in the external world is, in fact, the heart of the external world; nitrogen is the liver of the external world, and so on.

AltNameAltNameAltNameAltName

[ 8 ] Es wäre zu wünschen, daß die Menschheit in der Gegenwart sich nicht bloß heranbändigen ließe zur Anerkennung dieser Dinge, sondern daß sie von sich aus diese Dinge sich erarbeitete. Denn sehen Sie, wenn Sie ins Auge fassen, daß das Herzsystem mit den Bildekräften des Wasserstoffes verwandt ist, so werden Sie ohne weiteres auch die Wichtigkeit zugeben, welche das Wasserstoffleben als solches für das ganze Obere des Menschen hat. Denn es wird gewissermaßen mit der Entwickelung des Wasserstoffes nach dem oberen Menschen hin dasjenige, was unten mehr tierisch ist, umgewandelt in das eigentlich Menschliche, in dasjenige, was nach den Vorstellungen und so weiter hingeht. Aber da habe ich Ihnen ja sagen müssen, daß man da zu einem Einfluß kommt, der außertellurisch ist und den wir identifizieren mußten mit dem Blei. Sie erinnern sich, wie wir Blei, Zinn und Eisen als Kräfte bezeichneten, die mit dem oberen Menschen zu tun haben. Die Neigung ist heute noch keine sehr große, so etwas anzuerkennen. Es wird die Neigung noch keine sehr große sein, vom Menschen nach außen zu gehen und in der Bleiwirkung etwas Besonderes zu sehen, was wiederum zusammenhängt mit dem, daß der Mensch durch das Herz sich seinen Wasserstoff bereiten läßt, der dann der Träger ist für die Zubereitung des Denkapparates. Aber das unbewußte Forttreiben der menschlichen Entwickelung bändigt — ich meine jetzt nicht durch irgendeine Agitation, aber das unbewußte Forttreiben der menschlichen Entwickelung bändigt — die Menschheit zur Anerkennung dieser Tatsache heran. Denn daß das Blei irgendwie in der außermenschlichen Natur eine Rolle spielt, wenn wir es auch nur seinen Funktionen nach betrachten, das kann ja der heutige Mensch nicht mehr ableugnen, da er unter den Umwandelungsprodukten des Radiums, die die Wissenschaft festgestellt hat, neben der Abspaltung des Heliums das Blei nun wirklich gefunden hat. Geradeso, wie da das Blei gefunden worden ist, wenn es auch heute noch nicht ganz genau nach seinem sogenannten Atomgewicht stimmt, aber es wird ja schon als Blei angesprochen, so wird das Zinn gefunden werden, so wird von dem, was außermenschlich ist, aber zugleich von der außermenschlichen Natur als Einziges in die menschliche Natur eingreift, das Eisen gefunden werden. Ich meine, es ist notwendig, daß man sich heute nicht nur durch solche Dinge heranbändigen läßt, wie die Röntgenwissenschaft ist, die ja einen wunderbaren Fingerzeig eigentlich abgibt für dieses Herausgehen ins Außermenschliche und das Kommen nicht bloß zu den grobklotzigen Metallen, die uns in der Erde gegeben sind, sondern zu den Metallkräften, die von dem Außertellurischen hereinwirken. Das ist etwas, was heute schon gesagt werden muß. Denn man wird gerade beim Auftreten, ich möchte sagen, der heutigen neuartigen Krankheiten bemerken, daß man auf solche Dinge durchaus Rücksicht zu nehmen hat.

[ 8 ] It would be desirable for humanity today not merely to allow itself to be persuaded to acknowledge these things, but to work out these things on its own. For you see, if you consider that the cardiac system is related to the formative forces of hydrogen, you will readily acknowledge the importance that hydrogen life, as such, has for the entire upper aspect of the human being. For, in a sense, with the development of hydrogen toward the higher human being, that which is more animalistic in the lower regions is transformed into what is truly human—into that which pertains to mental images and so on. But there I had to tell you that this leads to an influence that is extra-terrestrial and which we had to identify with lead. You will recall how we described lead, tin, and iron as forces related to the higher human being. Even today, there is still not a very strong inclination to acknowledge such a thing. There will still not be a very strong inclination to look outward from the human being and see something special in the effect of lead, which in turn is connected to the fact that the human being, through the heart, allows hydrogen to be prepared within them, which then serves as the vehicle for the development of the thinking apparatus. But the unconscious drive of human evolution—and I do not mean through any kind of agitation, but the unconscious drive of human evolution—is leading humanity toward recognition of this fact. For the fact that lead plays a role of some kind in nature outside of humanity—even if we consider it solely in terms of its functions—is something that people today can no longer deny, since, among the transformation products of radium that science has identified, they have now actually found lead alongside the release of helium. Just as lead has been discovered—even if its so-called atomic weight does not yet correspond exactly to what is known today, though it is already referred to as lead—so too will tin be discovered; and so will iron, which, while belonging to the non-human realm, is the only element from non-human nature that intervenes in human nature. I mean, it is necessary today not to allow oneself to be constrained solely by such things as X-ray science, which actually provides a wonderful pointer toward this venture into the extra-human realm—and toward reaching not merely the coarse, lumpy metals given to us in the earth, but the metallic forces that act upon us from the extra-terrestrial realm. This is something that must be said today. For one will notice, particularly in the occurrence—I would say—of today’s new types of diseases, that such things must certainly be taken into account.

[ 9 ] Was uns also zunächst jetzt besonders interessieren muß, ist, daß dasjenige, was außen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff ist, in seiner Wechselwirkung, die vermittelt wird durch den Schwefel, individualisiert für den Menschen innerlich die vier Organsysteme übernehmen. Nun, wenn Sie solch eine Sache richtig betrachten, so werden Sie eigentlich ja schon wahrnehmen, wie tief man in den eigentlichen Menschen hineinsehen kann, wenn man ihn in einer solchen Weise betrachtet. Denn dann wird es einem nicht mehr, ich möchte sagen, wunderbar erscheinen, wenn dasjenige, was im Menschen unwillkürlich ist, was zunächst nicht seinen geistigen Funktionen unmittelbar unterworfen erscheint, in Zusammenhang gebracht wird mit der ganzen außermenschlichen Natur. Denn es ist ja wiederum das Folgende wahr: Es ist der Mensch so konstruiert, daß er gewissermaßen ein Nierensystem hat. Aber jedes solche System hat die Tendenz, der ganze Mensch zu werden. Eigentlich strebt immer jedes einzelne dieser vier Systeme danach, der ganze Mensch zu werden. Ich möchte sagen: die Niere will ganzer Mensch werden mit ihren Funktionen, das Herz will ganzer Mensch werden, das Lebersystem will ganzer Mensch werden, das Lungensystem will ganzer Mensch werden.

[ 9 ] What must therefore be of particular interest to us at this point is that what, externally, consists of carbon, hydrogen, oxygen, and nitrogen—through its interaction, mediated by sulfur—internally takes on the form of the four organ systems, individualized for the human being. Now, if you consider such a thing properly, you will actually already perceive how deeply one can look into the very essence of the human being when viewed in this way. For then it will no longer seem—I would say—wondrous when that which is involuntary in the human being, that which at first does not appear to be directly subject to his spiritual functions, is brought into connection with the whole of nature outside the human being. For the following is also true: Human beings are constructed in such a way that they possess, so to speak, a renal system. But each such system has the tendency to become the whole human being. In fact, each of these four systems always strives to become the whole human being. I would like to say: the kidney wants to become the whole human being with its functions; the heart wants to become the whole human being; the liver system wants to become the whole human being; the lung system wants to become the whole human being.

[ 10 ] Nun ist es von Bedeutung, um sich von solchen Dingen, die da in Betracht kommen, zu überzeugen, daß man einmal sein Augenmerk, besser gesagt, sein Empfindungsmerk dafür verwendet, wie man selber an sich gewisse Wirkungen von Außermenschlichem im Menschen beobachten kann. Es läßt sich kaum vermeiden, hier scharf auf die Grenze des Naturwissenschaftlichen und Geisteswissenschaftlichen hinzuweisen. Denn sehen Sie, Sie kommen in der Tat, wenn Sie mit Ihrem medizinisch-meditativen Leben vorrücken, wenn Sie immer mehr und mehr verstehen, sich mit dem meditativen Leben in Einklang zu versetzen, so daß Sie sich fühlen als meditierender Mensch, Sie kommen immer mehr dazu, eine konkrete, reale Selbsterkenntnis zu bekommen. Diese konkrete, reale Selbsterkenntnis, die ist wahrhaftig nicht zu verachten, wenn es sich um positive Aufgaben, wie zum Beispiel um das Heilen im Leben handelt. Da merken Sie, daß Ihnen Dinge im eigenen Organismus bewußt werden, die vorher ganz und gar unbewußt waren, wenn Sie im Meditieren weiterkommen. Sie müssen sich nur Rechenschaft ablegen von dem, was da ins Bewußtsein heraufsteigt, so wird Ihnen bewußt etwas, wovon man jetzt noch schwer reden kann in äußeren öffentlichen Vorträgen oder auch in Laienvorträgen, weil dann eine ganz bestimmte Tendenz entsteht. Würde man von solchen Dingen, wie eines elementar ist, auf das ich jetzt aufmerksam machen will, reden und würden diese Dinge heute schon bei der gegenwärtigen moralischen Verfassung der Menschheit einem größeren Kreise mitgeteilt, dann käme sogleich die Frage: Ja, warum nützt man das nicht aus? — Es käme die Frage: Ja, da soll ich meditieren? — ich kann ja das leichter erreichen, wenn ich diesen oder jenen Stoff mir einfach zuführe. — Es ist bequemer, das oder jenes einzunehmen, statt zu meditieren. Es richtet sich der Mensch dadurch in einer gewissen Weise gerade moralisch zugrunde. Aber die Leute würden doch heute mit der gegenwärtigen moralischen Menschenverfassung nicht nachgeben — Sie werden gleich sehen, was ich eigentlich meine — und würden, statt zu meditieren, lieber irgendein äußeres Mittel einnehmen wollen, das ihnen zunächst auf den ersten Schritten des Weges zu einem ähnlichen Resultate verhelfen würde wie das Meditieren. Es ist tatsächlich so, daß so etwas sein kann. Denn sehen Sie, Sie merken nämlich, wenn Sie eine Zeitlang Ihr Meditieren wirklich fortführen und Neigung haben, sich über solche Dinge Rechenschaft abzugeben, daß Sie geradeso, wie Sie sonst bewußt wissen, Sie haben Hände, mit denen Sie greifen, Füße, mit denen Sie gehen, so zum Bewußtsein der strahlenden Eisenwirkung kommen. Es ist tatsächlich so, daß das Bewußtsein der Eisenwirkung als etwas auftritt, dessen man sich klar wird, wie man sich sonst eben klar wird, daß man Arme und Beine hat oder einen Kopf hat zum Drehen und so weiter. Das Bewußtsein, sich als eisernes Phantom zu fühlen, das ist dasjenige, was auftritt. Das, was ich meine, ist das, daß nun natürlich die Leute kommen und sagen würden: Na ja, man kann also äußerlich durch irgend etwas, was man einnimmt, die Eisenempfindlichkeit, die Sensitivität für das eigene in sich befindliche Eisen erhöhen, dann hat man dieselbe Wirkung. Das ist nämlich für gewisse Schritte durchaus richtig. Aber dann wäre das Gefährliche, die Leute würden anfangen, einfach in dieser Weise zu experimentieren, um auf eine leichte Art zum «Hellsehen», wie man sagt, zu kommen. Diese Dinge sind ja vielfach gemacht worden. Wenn sie gemacht werden, ich möchte sagen, als Opfer für die Menschheit, dann ist das was anderes; aber wenn sie gemacht werden aus Neugier, dann zerstören sie die moralische Verfassung der menschlichen Seele von Grund aus. Ein Mann, der viel nach dieser Richtung hin mit sich selbst experimentiert hat und dadurch eigentlich gerade auf diesem Wege sehr viel gefunden hat von dem, was Sie heute in seinen Schriften finden können, war van Helmont. \Während bei Paracelsus die Sache vielmehr so lag, daß man das Gefühl hat: seine Erkenntnisse steigen ihm wie atavistisch von innen auf, er trägt sie schon von einer überirdischen Welt in die Welt herein, ist es bei Helmont immer so, daß er merkwürdige Einsichten bekommt, indem er sich selber das oder jenes zuführt. Man sieht das aus der Art und Weise, wie er darstellt, und er deutet es ja an einzelnen Stellen, wie ich glaube, ganz deutlich an. Es ist das Nächstliegende, das erreicht werden kann, die innere Sensitivität für die strahlende Eisenwirkung, für jene eigentümliche Wirkung, die bezeugt, daß von dem oberen Menschen eine strahlende Wirkung ausgeht, die sich nach allen Gliedern verzweigt. Man hat deutlich eben die Anschauung — ich sage ausdrücklich die Anschauung -, daß man da mit dem Eisen, das heißt mit seiner Funktion, mit seinen Kräften in sich wirtschaftet.

[ 10 ] Now, in order to convince oneself of such matters that come into consideration, it is important to direct one’s attention—or rather, one’s sensory perception—toward how one can observe in oneself certain effects of the non-human in human beings. It is hardly possible to avoid pointing out here the sharp distinction between the natural sciences and the Spiritual Sciences. For you see, as you progress in your medical-meditative life—as you come to understand more and more how to attune yourself to the meditative life, so that you feel yourself to be a meditating person—you increasingly come to gain a concrete, real self-knowledge. This concrete, real self-knowledge is truly not to be scoffed at when it comes to positive tasks, such as healing in life. As you make progress in meditation, you will notice that things within your own organism—which were previously completely unconscious—are becoming conscious to you. You need only take stock of what rises into your consciousness; in this way, you become aware of something that is still difficult to discuss in public lectures or even in talks for laypeople, because doing so gives rise to a very specific tendency. If one were to speak of such things—such as an elemental being, to which I now wish to draw your attention—and if these things were communicated to a wider circle today, given the current moral state of humanity, the question would immediately arise: “Well, why isn’t this being put to use?” — The question would arise: “Well, am I supposed to meditate?” — “I can achieve that more easily if I simply take in this or that substance.” — It’s more convenient to take this or that than to meditate. In a certain sense, people are thereby ruining themselves morally. But given the current moral state of humanity, people today would not give in—you’ll see right away what I actually mean—and would, instead of meditating, prefer to take some external remedy that would help them, at least in the first steps of the path, achieve a result similar to that of meditation. It is indeed the case that something like this can happen. For you see, if you truly continue meditating for a while and are inclined to reflect on such things, you will come to be aware of the radiant effect of iron in just the same way that you otherwise consciously know you have hands with which to grasp and feet with which to walk. It is indeed the case that the awareness of the iron effect arises as something one becomes aware of, just as one otherwise becomes aware that one has arms and legs or a head that can turn, and so on. The awareness of feeling like an iron phantom—that is what arises. What I mean is that, naturally, people would come along and say: Well, so if one can externally increase one’s sensitivity to iron—the sensitivity to the iron within oneself—through something one ingests, then one achieves the same effect. This is, in fact, quite correct for certain steps. But then the danger would be that people would start experimenting in this way simply to achieve “clairvoyance,” as they say, in an easy manner. These things have, after all, been done many times. If they are done—I would say—as a sacrifice for humanity, then that is something else; but if they are done out of curiosity, then they destroy the moral constitution of the human soul from the ground up. One man who experimented extensively with himself in this direction—and through this very path actually discovered much of what you can find today in his writings—was van Helmont. \Whereas with Paracelsus the situation was rather such that one has the feeling his insights rise up from within him as if atavistically—he brings them into the world from a supernatural realm—with Helmont it is always the case that he gains remarkable insights by administering this or that to himself. One can see this from the way he presents his ideas, and he hints at it quite clearly, I believe, in certain passages. It is the most obvious thing that can be achieved: an inner sensitivity to the radiant effect of iron, to that peculiar effect which testifies that a radiant influence emanates from the higher human being and branches out to all the limbs. One clearly has the perception—and I say explicitly the perception—that one is working with the iron, that is, with its function and its forces, within oneself.

AltNameAltName

[ 11 ] Nun aber, wenn ich schematisch diese Eisenstrahlung darstellen möchte, so muß ich von ihr zu gleicher Zeit erwähnen, daß sie als Eisenstrahlung nicht dazu veranlagt ist, über den menschlichen Organismus hinaus zu wirken. Man hat immer das Gefühl: das, was da ausstrahlt, das lokalisiert sich im menschlichen Organismus, das bleibt darinnen. Es ist etwas überall Entgegenwirkendes (siehe Zeichnung Seite 239), das zur Stauung dieser eisenstrahlenden Kräfte Veranlassung gibt. Man möchte sagen, es ist so, wie wenn das Eisen positiv ausstrahlte nach der Peripherie hin und ihm negativ entgegengestrahlt würde, aber von etwas, das sich ihm wie in Kugelwellen entgegenwirft. Das sind eben die beiden Wahrnehmungen, das Ausstrahlende und das, daß man wiederum gehemmt ist, daß man mit den Strahlungen des Eisens anstößt, man kann nicht durch und kann vor allen Dingen nicht über die Körperoberfläche hinaus. Man merkt nach und nach, daß das Gegenstrahlende eben die Kraft des Eiweißes ist, so daß man durch das Eisen in den Organismus einen Funktionszusammenhang eingeführt hat, dem entgegenwirkt all das, was von den vier Organsystemen ausgeht, die ich vorhin angeführt habe. Sie stemmen sich entgegen. Dieser Kampf ist im Organismus fortwährend vorhanden. Der ist gewissermaßen das erste, was durch innere Anschauung wahrgenommen werden kann. Es ist tatsächlich so, daß, wenn man zu einem Studium der menschlichen Geistesgeschichte vorrückt, man deutlich merkt, wie die Hippokratische und selbst noch die Galenische Medizin mit Resten arbeiten aus solchen inneren Beobachtungen. Galen hat nicht mehr viel selber wahrnehmen können, aber es waren noch alle möglichen Traditionen da von einer älteren Zeit, die er eigentlich notiert hat. Wer ihn richtig lesen kann, kann wohl gerade noch von der alten atavistischen Medizin, die ja schon anfängt mit Hippokrates unterzugehen, noch viel durchleuchten finden bei Galen, daher auch so viele wichtige Ansichten über die Naturheilungsprozesse gerade in den Galenischen Schriften zu finden sind.

[ 11 ] Now, however, if I wish to schematically represent this iron radiation, I must also mention at the same time that, as iron radiation, it is not inclined to act beyond the human organism. One always has the feeling that what is radiating out is localized within the human organism and remains there. There is something everywhere that counteracts it (see drawing on page 239), which causes these iron-radiating forces to become blocked. One might say it is as if the iron were radiating positively toward the periphery and were met by a negative counter-radiation, but from something that opposes it as in spherical waves. These are precisely the two perceptions: the radiating force and the fact that one is in turn inhibited—that one collides with the iron’s radiations, cannot pass through them, and, above all, cannot extend beyond the body’s surface. One gradually realizes that what radiates in opposition is precisely the force of protein, so that through the iron one has introduced a functional connection into the organism that is counteracted by everything emanating from the four organ systems I mentioned earlier. They push back against one another. This struggle is constantly present in the organism. This is, in a sense, the first thing that can be perceived through inner contemplation. It is indeed the case that, as one progresses in the study of the history of human thought, one clearly notices how Hippocratic and even Galenic medicine work with remnants of such inner observations. Galen was no longer able to perceive much on his own, but all sorts of traditions from an earlier time were still present, which he essentially recorded. Anyone who can read him correctly can still find much to illuminate in Galen regarding the old, atavistic medicine—which, after all, had already begun to decline with Hippocrates—which is why so many important insights into natural healing processes are found precisely in the Galenic writings.

[ 12 ] Nun ist es aber so, daß man ja, wenn man solche Dinge verfolgt, dann überhaupt zu dem Studium dieser zwei Polaritäten im ganzen Menschenorganismus kommt, dieser Strahlungen und des sich ihm Entgegenstauenden, des die Strahlungen Aufhaltenden. Das ist wichtig, daß man diese Dinge ins Auge faßt, weil alles dasjenige, was in der Weise, wie ich es geschildert habe, hintendiert, Eiweiß zu bilden, immer mit den Stauwirkungen zu tun hat, und alles dasjenige, was metallisch in den menschlichen Organismus eingeführt wird, hat es zu tun mit den Strahlungswirkungen. Allerdings gibt es davon bedeutungsvolle Ausnahmen, aber die sind gerade außerordentlich charakteristisch, und gerade an solchen außerordentlich charakteristischen Ausnahmen kann man wiederum tief hineinschauen in dieses ganze merkwürdige Zusammenwirken von Kräften im menschlichen Organismus, die aus allen möglichen Winkeln des Weltendaseins heraus sich geltend machen. Dazu ist natürlich notwendig, ein wenig zu verfolgen dasjenige, was ich hier schon angedeutet habe und was Sie in Einzelheiten dann weiter ja ausgestaltet denken können. Ich brauche zum Beispiel nur zu erwähnen, daß der Kohlenstoff in Pflanzen — wir sehen das bei Carbo vegetabilis, mit dem wir uns gestern beschäftigt haben — etwas entbehrt, was der tierische Kohlenstoff in der Regel hat, eigentlich immer hat, einen gewissen Gehalt an Stickstoff. Das bedingt das ganz verschiedene Verhalten auch gegenüber der Verbrennung des tierischen Kohlenstoffs und des pflanzlichen Kohlenstoffs. Das wiederum bewirkt die Neigung des tierischen Kohlenstoffes, bei der Produktion solcher Substanzen etwas zu tun zu haben, wie es zum Beispiel die Galle oder der Schleim oder sogar das Fett ist. Dieses, was wir da sehen an Unterschied zwischen der tierischen und der pflanzlichen Kohle, das führt uns schon dahin, den Blick zu wenden auf die Art, wie das Metallische überhaupt verschieden von dem Nichtmetallischen in dem menschlichen Organismus wirkt. Ich sage: Strahlendes und die Strahlen Aufhaltendes, sich Stauendes.

[ 12 ] The fact is, however, that when one pursues such matters, one inevitably comes to the study of these two polarities within the entire human organism: these radiations and that which opposes them, which holds the radiations back. It is important to take these things into account, because everything that, in the way I have described, tends to form protein is always connected with these blocking effects, and everything of a metallic nature introduced into the human organism is connected with the effects of radiation. Admittedly, there are significant exceptions to this, but these are precisely what are extraordinarily characteristic, and it is precisely through such extraordinarily characteristic exceptions that one can, in turn, gain a deep insight into this entire remarkable interplay of forces within the human organism—forces that assert themselves from every possible corner of worldly existence. To do this, of course, it is necessary to explore a little further what I have already hinted at here—and which you can then think through in more detail on your own. For example, I need only mention that carbon in plants—as we see in Carbo vegetabilis, which we discussed yesterday—lacks something that animal carbon generally has, in fact always has: a certain content of nitrogen. This accounts for the very different behavior of animal carbon and plant carbon when it comes to combustion. This, in turn, accounts for the tendency of animal carbon to be involved in the production of substances such as bile, mucus, or even fat. This difference we see between animal and plant carbon already leads us to turn our attention to the way in which the metallic differs from the non-metallic in the human organism. I say: that which radiates and that which blocks radiation, causing it to accumulate.

[ 13 ] Nun kommt man auf sehr wichtige Dinge, wenn man gerade diese polarische Wechselwirkung ins Auge faßt. Sehen Sie, wir haben ja öfter betonen müssen im Verlaufe der Darlegung der Geisteswissenschaft, wie der Mensch Lebensperioden hat. Die Lebensperiode der Kindheit bis zum Zahnwechsel hin, die Lebensperiode, die dann bis zur Geschlechtsreife hin geht, und dann die dritte Lebensperiode, die bis zum Anfang der Zwanzigerjahre dauert. Diese Lebensperioden sind in der Tat mit intimen Vorgängen im menschlichen Organismus verbunden, und man kann sagen: die erste Lebensperiode, die mit dem Zahnwechsel ihren Abschluß findet, ist wirklich das, was ich öfter charakterisiert habe, es ist ein Sich-Beschränken, ein gewissermaßen Sich-Konzentrieren der ganzen menschlichen Organtätigkeit auf das Abscheiden des festen Gerüstes, auf das Einfügen des festen Gerüstes. Den Schlußpunkt erreicht das, indem dieses feste Gerüste nach außen eben die Zähne schickt. Nun liegt es ja auf der Hand, daß dieses Schießen ins Festsein in dem ja noch zum großen Teile flüssigen Menschen, daß dieses Schießen ins Feste zu tun haben müsse mit der ganzen Bildung der menschlichen Gestalt und namentlich insbesondere mit der Bildung der menschlichen Gestalt nach der Peripherie hin. Und da ist es sehr bemerkenswert, daß wir einen innigen Anteil an all dem, was da zustande kommt, zwei Substanzen zuschreiben müssen, die eigentlich sonst viel zuwenig im menschlichen Organismus beachtet werden, das ist das Fluor und das Magnesium. Fluor und Magnesium spielen in ihrer, ich möchte sagen, Verdünnung, in der sie im menschlichen Organismus vorkommen, gerade in diesem kindlichen Prozeß bis zum Zahnwechsel hin eine ganz hervorragende Rolle. Das, was da geschieht an diesem Eingliedern der Verfestigung in den menschlichen Organismus, das ist ein fortwährendes Wechselwirken der Magnesiumkräfte und der Fluorkräfte, wobei die Kräfte des Fluors die Rolle übernehmen, im Menschen wie ein plastischer Künstler zu wirken, abzurunden, das Strahlende aufzuhalten, die Magnesiumkräfte aber strahlend wirken, die Faserbündel und dergleichen organisieren, damit sich dann die Kalksubstanz dahinein organisieren kann. Und Sie behaupten eigentlich nichts Unsinniges, sondern etwas, was gerade ungeheuer zusammentrifft mit dem, was in der Natur vorgeht, wenn Sie sagen: Ein Zahn entsteht einfach dadurch, daß ihn in bezug auf seinen Umfang, seinen Zement und Schmelz der Plastiker Fluor bildet und daß hineingießt dasjenige, was da plastiziert werden soll, das Magnesium. — Daher ist es von so großer Bedeutung, ich möchte sagen, gewissermaßen den Waagebalken richtig zu stellen für das erste Kindesalter zwischen der Zufuhr von Magnesium und der Zufuhr von Fluor, und Sie werden es immer erleben, daß die Zähne früh schadhaft werden müssen, wenn dieser Waagebalken nicht ordentlich gestellt ist. Es ist notwendig, daß man gleich beim ersten Zahn anfängt, die Zahnbildung des Kindes zu beobachten, ob es den Schmelz weniger entwickelt oder ob es einen nach der Kleinheit hingehenden Zahnwuchs hat — wir werden darüber noch ausführlicher zu sprechen haben, aber ich möchte jetzt in Kreisen die Sache näher andeuten —, und daß man dann dafür sorgt, daß durch die entsprechende Diät entweder dem einen oder dem anderen Übel abgeholfen werde durch die Zufuhr von Fluor oder durch die Zufuhr von Magnesium in den entsprechenden Verbindungen. Das läßt uns geradezu in den Bildungsprozeß des Menschen hineinsehen. Wir finden diese Wechselwirkung zwischen Magnesium und Fluor, also zwischen etwas, was stark außermenschlich ist seiner Substanzkonstitution nach in den ersten Lebensjahren, weil in diesen ersten Lebensjahren wirklich der Mensch stark nur ein Glied der Außenwelt ist. Da ist das Fluor von der Außenwelt entnommen, vom Außermenschlichen, das der strahlenden Wirkung des Metalls entgegenstrebt.

[ 13 ] Now, when we focus specifically on this polar interaction, we arrive at some very important points. You see, we have often had to emphasize in the course of our exposition of Spiritual Science how human beings go through different life stages. The period of childhood up to the change of teeth, the period that then extends to sexual maturity, and then the third period of life, which lasts until the early twenties. These life periods are in fact connected to intimate processes within the human organism, and one can say: the first life period, which comes to an end with the change of teeth, is truly what I have often characterized as it is a process of self-restriction, a sort of concentration of all human organ activity on the formation of the solid framework, on the integration of the solid framework. This process reaches its culmination when this solid framework sends forth the teeth to the outside. Now it is obvious that this emergence into solidity within the human being—who is, after all, still largely fluid—that this emergence into solidity must have to do with the entire formation of the human form, and specifically with the formation of the human form toward the periphery. And it is very remarkable that we must attribute an intimate role in all that takes place here to two substances that are otherwise given far too little attention in the human organism: fluorine and magnesium. Fluorine and magnesium, in their—I would say—diluted form as they occur in the human organism, play a particularly prominent role in this very process of childhood up to the change of teeth. What takes place in this process of integrating solidification into the human organism is a continuous interplay between the forces of magnesium and the forces of fluorine, in which the forces of fluorine take on the role of acting within the human being like a sculptor—rounding out forms and retaining radiance—while the forces of magnesium act radiantly, organizing the bundles of fibers and the like so that the calcium substance can then organize itself within them. And you are not actually saying anything nonsensical, but rather something that corresponds remarkably well with what occurs in nature, when you say: A tooth is formed simply because, in terms of its volume, its cementum, and enamel, the “sculptor” fluorine shapes it, and into that shape is poured what is to be molded—magnesium. — That is why it is so important—I would say, in a sense, to set the balance correctly during early childhood between the intake of magnesium and the intake of fluoride—and you will always find that teeth are bound to become damaged early on if this balance is not properly established. It is necessary to begin observing the child’s tooth development as soon as the first tooth appears, to determine whether the enamel is underdeveloped or whether the teeth are growing too small—we will discuss this in greater detail later, but for now I would like to briefly outline the issue— and that one then ensures that, through an appropriate diet, either one or the other problem is remedied by the intake of fluoride or by the intake of magnesium in the appropriate compounds. This allows us to look directly into the human development process. We find this interaction between magnesium and fluoride—that is, between something that is, in terms of its material constitution, strongly non-human in the first years of life, because in these early years the human being is truly, to a large extent, merely a part of the external world. Here, the fluoride is taken from the external world, from the non-human realm, which strives toward the radiant effect of the metal.

[ 14 ] Nehmen Sie die dritte Lebensepoche des Menschen, so kommt für diese in ähnlicher Weise sehr stark in Betracht die richtige Einstellung des Waagebalkens zwischen dem Eisen und dem Eiweiß selbst, der ganzen Eiweißbildung. Wenn der Waagebalken nicht richtig eingestellt ist und nicht starke Gegenbildungen auftreten gegen das, was der unrichtig eingestellte Waagebalken, nämlich die unrichtig eingestellte Wechselwirkung zwischen Eiweiß und Eisen, macht, dann kommen alle die Erscheinungen, die äußerlich in Bleichsucht zum Ausdruck kommen. Es ist schon einmal notwendig, daß man nicht bloß grob den Menschen anschaut in seiner Entwickelung, daß er das eine oder das andere darbietet — zerstörte Zähne später, die sich schon durchaus vorbereiten im jugendlichen Alter, was im späteren Alter eben zum Zahnverderb hinführt, oder daß man auch in der Bleichsucht nur auf dasjenige, was man heute chemisch anspricht, schaut —, sondern man muß in das ganze Geheimnis der menschlichen Organisation hineindringen, wenn man etwas von dem verstehen will, was beim kranken Menschen auftritt.

[ 14 ] If we consider the third stage of human life, the proper balance between iron and protein—that is, the entire process of protein formation—is similarly of great importance. If the balance is not properly adjusted and no strong counteracting forces arise against what the improperly adjusted balance—namely, the improperly adjusted interaction between protein and iron—is causing, then all the symptoms that manifest externally as anemia will appear. It is essential, first of all, not merely to look at a person’s development in a superficial way—noting that they exhibit one thing or another—such as decayed teeth later in life, the seeds of which are already sown in youth and which lead to tooth decay in later years—or, in the case of pallor, focusing only on what is addressed chemically today, — but one must penetrate the entire mystery of the human organism if one wishes to understand anything of what occurs in a sick person.

[ 15 ] Nun wissen Sie ja ungefähr, welche Metalle am Aufbau, also am inneren Aufbau des menschlichen Organismus beteiligt sind. Nicht beteiligt sind diejenigen Metalle, die ich Ihnen gerade für eine gewisse Beziehung als die wichtigsten bezeichnet habe, Blei, Zinn, Kupfer, Merkur, Silber und Gold — mit Ausnahme des Eisens. Die sind, mit Ausnahme des Eisens, wie gesagt, nicht direkt an dem ganzen Funktionieren des menschlichen Organismus beteiligt, aber sie sind deshalb nicht weniger am Menschen beteiligt. Wenn wir denjenigen Stoff verfolgen, der sich an der Bildung des gewissermaßen am meisten nach der Peripherie des menschlichen Organismus hin gelegenen beteiligt, so kommen wir zum Silicium hin. Ich habe davon schon gesprochen. Aber das, was im Menschen vorgeht, liegt gewissermaßen nicht nur innerhalb der Haut, sondern da muß gesagt werden, daß der Mensch eingesponnen ist in universelle Prozesse. Und wie innerhalb des menschlichen Organismus diejenigen Stoffe von Bedeutung sind, die Sie ja kennen, so sind außerhalb des menschlichen Organismus, aber wirksam für den Menschen, gerade diejenigen Metalle von Bedeutung, die ich hier aufgezählt habe. Nur dem Eisen ist eben die Vermittlerrolle aufgetragen. Das Eisen ist dasjenige, was gewissermaßen die Vermittlerrolle übernimmt zwischen dem, was vom Menschen innerhalb seiner Haut liegt, und von dem, was außerhalb seiner Haut liegt. Dadurch können wir sagen: Das ganze System, das im Lungenmenschen auftritt, der ja wieder strebt, ein ganzer Mensch zu werden, ist etwas, was stark im Zusammenhang steht mit dem ganzen Verhältnis des Menschen zum universellen Naturleben. Man muß sich klar sein darüber, daß man eigentlich nur einen Teil des Menschen in Betracht zieht, wenn man dasjenige ins Auge faßt, was man eben vors Auge bekommt, wenn man den Menschen bloß anatomisiert. Denn das ist eben nicht der ganze Mensch, das ist dasjenige vom Menschen, was jenem zum Menschen gehörigen Außermenschlichen entgegenwirkt, das nun wiederum in den Wirkungen von Blei, Zinn, Kupfer und so weiter besteht, in den Wirkungen, die außerhalb der menschlichen Wesenheit selbst enthalten sind. So daß wir niemals dürfen, auch wenn wir nur die menschliche Organisation im naturwissenschaftlichen Sinne betrachten, den Menschen bei seiner Haut abgrenzen. Es kommen daher, wie man daraus ersehen kann, beim Menschen nicht bloß in Betracht die Wirkungen, die gewissermaßen von innen nach außen treiben, sondern es kommen beim Menschen in Betracht diejenigen Wirkungen, die überhaupt seinen organischen Prozessen irgendeine Richtung geben. Daß dies in Betracht kommt, können Sie ja aus folgendem sehr bedeutsam entnehmen.

[ 15 ] Now you have a general idea of which metals are involved in the structure—that is, the internal structure—of the human organism. Not involved are those metals that I have just described to you as the most important in a certain regard: lead, tin, copper, mercury, silver, and gold—with the exception of iron. As I said, with the exception of iron, these are not directly involved in the overall functioning of the human organism, but that does not mean they play no role in the human being. If we trace the substance that contributes to the formation of what is, so to speak, the outermost layer of the human organism, we arrive at silicon. I have already spoken of this. But what takes place within the human being is, so to speak, not confined to what lies within the skin; rather, it must be said that the human being is woven into universal processes. And just as the substances you are familiar with are significant within the human organism, so too are the very metals I have listed here significant outside the human organism—yet effective for the human being. Only iron is assigned the role of mediator. Iron is what, in a sense, assumes the mediating role between what lies within a person’s skin and what lies outside it. Thus we can say: The entire system that manifests in the “lung-oriented human,” who, after all, strives once again to become a whole human being, is something that is closely connected to the human being’s entire relationship to universal natural life. One must be clear that one is actually considering only a part of the human being when one focuses on what one sees when one merely dissects the human body. For that is not the whole human being; it is that part of the human being which counteracts the non-human aspect inherent in the human being—an aspect that in turn consists of the effects of lead, tin, copper, and so on, effects that are contained outside the human being itself. Thus, even when we consider the human organism solely in the scientific sense, we must never limit the human being to the boundary of the skin. As can be seen from this, what comes into consideration in the human being are not merely the effects that, so to speak, drive from the inside out, but rather those effects that give direction to his organic processes in general. You can see from the following very significant passage that this is indeed the case.

[ 16 ] Sie wissen, daß gewisse Substanzen im menschlichen Organismus einfach dadurch wirken, daß sie auftreten entweder indem sie an Basen gebunden sind oder indem sie an Säuren gebunden sind oder neutral, wie man sagt in der Wissenschaft, auftreten in Salzen. Aber dieses Verhalten von Basen zu Säuren als entgegengesetzter polarischer Kräftesysteme, die dann zu einer Art von Neutralität gehen in Salzen, das erschöpft die Sache nicht, sondern hier muß in Betracht kommen, wie sich dieses Dreifache, Säuren, Basen, Salze, überhaupt im Menschen zu der ganzen Richtung seiner Organkräfte verhält. Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. So daß man diese drei Richtungen durchaus berücksichtigen muß, wenn man nachdenken will: Wie stellt sich nun der Mensch in das Basische, in das Säurehafte und in das Salzige hinein? — Da haben Sie wieder ein solches Beispiel, wie Sie durch die Beobachtung des Menschen eine Brücke schlagen zwischen der rein äußerlichen metallischen Chemie und dem Physiologischen, denn da haben Sie die Richtkräfte. Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens. Da ist etwas ganz Wesentliches die Heilung durch Außenmittel, durch Einreibung, durch Salben, alles dasjenige, was äußerlich wirkt. Und da ist nun zu studieren, was nach einer gewissen Richtung hin äußerlich wirkt. Es ist unter Umständen das Einwirken des ziehenden Senfpflasters, das Einwirken von irgendeiner Metallsalbe — entsprechend, natürlich, zubereitet — von einer ebenso großen Wichtigkeit für den Organismus als ein innerliches Behandeln. Man muß nur — das wird Ihnen gerade aus dem, was ich jetzt gesagt habe, hervorgehen — darauf sehen, wie man das zu applizieren, anzuwenden hat, denn natürlich ist es nicht gleichgültig, ob man, wenn das oder jenes vorliegt, ein Pflaster an der einen oder an der anderen Stelle des Körpers auflegt. Denn das ist ganz wesentlich, daß man durch das Auflegen an der entsprechenden Körperstelle die Gegenwirkung gegen eine schädigende Kraft hervorruft. Ganz grobklotzig an der schmerzenden oder irgendwie irritierten Stelle auflegen, wird nicht immer das Richtige sein.

[ 16 ] You know that certain substances in the human organism exert their effects simply by occurring either bound to bases, bound to acids, or—as scientists say—in a neutral state in salts. But this behavior of bases and acids as opposing polar force systems—which then converge toward a kind of neutrality in salts—does not exhaust the matter; rather, we must consider here how this triad—acids, bases, and salts—relates in general to the entire direction of the human body’s organ functions. There one will find that everything basic has a tendency to support those functions in the human being that begin, let us say, in the mouth and continue through digestion, moving from front to back; likewise, all other processes that proceed from front to back are related to this. Bases are connected to this front-to-back direction, acids to the opposite. Only when one considers the contrast between the “forward-oriented human” and the “backward-oriented human” does one actually arrive at the contrast between the alkaline and the acidic. In relation to this, the salty is directed toward the earth, standing vertically between the two. All those processes that proceed from top to bottom are what the salty throws itself into. So one must certainly take these three directions into account when considering: How does the human being relate to the alkaline, the acidic, and the salty? — Here you have yet another example of how, through the observation of the human being, you can build a bridge between purely external metallic chemistry and physiology, for here you have the directing forces. Here, too, you have the entire relationship between the salty and the earth, and here you have the entirety of what the alkaline and the acidic possess, which could be schematically illustrated something like this: if there is earth here, the salty tends toward the earth, and the alkaline and the acidic tend to circle around the earth. And this is connected once again to the fact that simply by familiarizing oneself in a certain way with the directions of functioning inherent in the organism, one can in turn intervene in these directions of functioning. There is something quite essential here: healing through external remedies, through rubs, through ointments—all that which acts externally. And here it is necessary to study what acts externally in a certain direction. Under certain circumstances, the effect of a drawing mustard plaster or the effect of a metal ointment—prepared appropriately, of course—can be just as important for the organism as an internal treatment. One must simply—as should be clear from what I have just said—pay attention to how to apply and use these remedies, for it is, of course, not a matter of indifference whether, in a given situation, one applies a plaster to one part of the body or another. For it is absolutely essential that, by applying the ointment to the appropriate part of the body, one counteracts a harmful force. Simply slapping it on the painful or otherwise irritated area will not always be the right thing to do.