The Educational Value
of Understanding Human Nature
GA 313
13 April 1921, Dornach
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Spiritual-Scientific Perspectives on Therapy, tr. SOL
Dritter Vortrag
Third Lecture
[ 1 ] Die eigentliche Domäne des Krankheitsstudiums müßten diejenigen Erkrankungen sein, in denen sich am allerdeutlichsten das unrichtige Einwirken des sogenannten astralischen Leibes offenbart. Diese Krankheiten, ich meine, bei denen sich diese Einwirkungen des astralischen Leibes am meisten offenbaren, sind diejenigen, die man zu beobachten hat innerhalb desjenigen Raumes, der vom Brustkorb umschlossen wird. Diese Domäne ist gleichzeitig diejenige, die für das Krankheitsstudium die wichtigste, aber für das Heilen, beziehungsweise für die Erkenntnis des Heilens, die schwierigste ist. Sie ist diejenige Partie des menschlichen Wesens, die am meisten in der letzten Zeit Veranlassung dazu gegeben hat, daß jene Mängel in der medizinischen Kunst eingetreten sind, die von Dr. Scheidegger in dem Vortrag, den er im Verlauf des ersten Vortragskurses so freundlich war, vor den zuhörenden Medizinern zu halten, besonders hervorgehoben worden sind. Es wurde dazumal hervorgehoben, wie sehr die neuere medizinische Entwickelung dazu geführt hat, im Pathologischen vorzudringen und zu einem gewissen Nihilismus im Therapeutischen zu führen. Und gerade die bedeutungsvollen Ausführungen, die dazumal gemacht worden sind, die konnten darauf hinweisen, dasjenige, was wir heute zu betonen haben werden, ganz besonders stark ins Auge zu fassen.
[ 1 ] The true domain of the study of disease should be those illnesses in which the improper influence of the so-called astral body manifests itself most clearly. These diseases—I mean, those in which these influences of the astral body are most evident—are those that must be observed within the space enclosed by the rib cage. This domain is at once the most important for the study of disease, yet the most difficult for healing, or rather, for understanding healing. It is the part of the human being that has most recently given rise to those shortcomings in the medical art which Dr. Scheidegger particularly emphasized in the lecture he was kind enough to deliver to the assembled medical professionals during the first lecture series. It was emphasized at that time how much recent medical developments have led to advances in pathology and to a certain nihilism in therapeutics. And it was precisely those significant remarks made at that time that pointed to the need to focus particularly strongly on what we must emphasize today.
[ 2 ] Die Krankheiten der menschlichen Brust- und Zirkulationsregion sind in einer gewissen Beziehung stark verschieden, sowohl von den Erkrankungen der Kopforgane, des Nerven-Sinneswesens des Menschen, wie auch von den eigentlichen Stoffwechselerkrankungen, obwohl sie wiederum mit beiden innig zusammenhängen. Und es liegt die Sache eigentlich so, daß die Kopforganisation aus dem Grunde besonders zu behandeln ist, weil sie ja durchlässig ist, wie wir es gesehen haben, für das Ätherische, Astralische und das Ich-Wesen. Die Brustorgane sind nicht mehr für das Ätherische durchlässig, sondern nur noch für das Astralische und das Ich-Wesen. Da arbeiten in den Brustorganen innig physischer Leib und Ätherleib zusammen. Und dieses Zusammenarbeiten ist eine Einheit. Es ist nicht mehr eine Summe von eigentlich physischen Vorgängen im menschlichen Brustorganismus, sondern ein Zusammenwirken von Ätherischem und Physischem. Was da vorgeht und für die Brust besonders in Betracht kommt, ist eigentlich im Grunde genommen ein Pflanzenwerden. Nur ist dieses Pflanzenwerden sehr kaschiert, sehr modifiziert durch alles andere, was im menschlichen Organismus damit zusammenhängt. Aber dasjenige, was für die Brustorgane in Betracht kommt, ist ein Pflanzenprozeß, der dann sich trifft und der in Wechselwirkung tritt mit alledem, was vom Astralischen und was vom Ich des Menschen kommt; das muß besonders ins Auge gefaßt werden.
[ 2 ] Diseases of the human chest and circulatory regions differ significantly, in a certain sense, both from diseases of the head organs and the human nervous-sensory system, as well as from metabolic diseases proper, although they are, in turn, closely related to both. And the fact is that the head organization must be treated separately precisely because, as we have seen, it is permeable to the etheric, astral, and ego beings. The chest organs are no longer permeable to the etheric, but only to the astral and the ego being. In the chest organs, the physical body and the etheric body work together intimately. And this cooperation forms a unity. It is no longer a sum of strictly physical processes in the human chest organism, but rather an interaction between the etheric and the physical. What takes place there—and is of particular relevance to the chest—is, in essence, a process of becoming like a plant. However, this process of becoming like a plant is highly concealed and greatly modified by everything else in the human organism that is connected to it. But what is relevant to the chest organs is a plant-like process that then converges and interacts with everything that comes from the astral realm and from the human ego; this must be taken into particular consideration.
[ 3 ] Nun habe ich gestern ja gesagt, das Astralische ist der eigentliche Ursprungsträger des Krankmachenden im Menschen, so daß also in der menschlichen Brustregion die fortwährende Veranlassung dazu vorhanden ist, daß das eigentliche Krankmachende einwirkt, denn es muß das Krankmachende mit dem Gesundmachenden in dem menschlichen Brustorgan fortwährend in Wechselwirkung stehen. Der normale menschliche Zustand kann ja in dieser Region nur dadurch zustande kommen, daß man gewissermaßen immer so hin und her pendelt, daß man durch die starken Kräfte des gesunden Menschen die fortwährend vorhandenen krankmachenden Kräfte paralysiert und umgekehrt der überflutenden Gesundheit, die dann zur Wucherung führen würde, im Ätherischen fortwährend das Beschränkende des Astralischen entgegenstellt, das, wenn es über sein Maß hinausgeht, wenn es den Körper zu stark ergreift, eben zum Krankmachenden führt. Dieser Tatbestand in bezug auf die menschlichen Brustorgane, der ist deshalb ganz besonders wichtig, weil er eigentlich das Ergebnis eines Rhythmus ist. Und dieses Ergebnis des Rhythmus wird auf der einen Seite von alledem beeinflußt, was im Kopfe vor sich geht, und auf der anderen Seite von alledem, was im Stoffwechsel vor sich geht. Daher haben wir die Ursache für das Gleichgewicht dieses notwendigen Rhythmus eigentlich außerhalb der Brust gelegen, und wir können eigentlich sagen: In den menschlichen Brustorganen sind im Grunde genommen hauptsächlich nur Wirkungen da; die Ursachen, die dann behoben werden sollten, die sind eigentlich gar nicht in den Brustorganen selbst vorhanden. Daher hat in der Zeit, in der das menschliche Erkenntnisvermögen sich ganz von dem anschaulichen Auffassen der Dinge entfernt hat, was am meisten und auch am genialsten bei der Wiener medizinischen Schule vorhanden war, die man als die nihilistische bezeichnet hat, die eigentlich sagen wollte, man müsse bloß bei der Pathologie stehen bleiben, könne zu einer Therapie nicht kommen, diese Richtung der modernen Medizin ganz besonders dahin geführt, eigentlich die Therapie nach und nach zu beseitigen, mit der Therapie nichts anfangen zu können. Wir sehen, daß sie ihre besonderen genialen Taten wiederum auf der anderen Seite in der Diagnose der Brust zutage gefördert hat. Es kamen gerade damals die bedeutenden Fortschritte auf dem Gebiete der Diagnose der Brustorgane, wo man vorzugsweise in der Erkenntnis vorgehen kann, wo man aber von dieser Art von Erkenntnis am allerwenigsten hat, denn man muß die anderen Teile des Menschen mit ins Auge fassen. Daher ist so wenig eigentlich getan, wenn nicht anderes dazukommt, mit der bloßen Erkenntnis dessen, was im menschlichen Atmungs- und Zirkulationsorganismus vor sich geht. Natürlich behaupte ich nicht, daß damit absolut wenig getan ist, aber es ist durch die Erkenntnis, die man also meinetwillen durch das Stetoskop erreicht und so weiter, nur dann sehr viel getan, wenn man die Erkenntnis des ganzen Menschen dabei hat und von einer ganz anderen Seite her dann dem zu Leibe gehen kann, eigentlich wörtlich aufgefaßt: dem zu Leibe gehen kann, was man durch eine solche Diagnose gewinnt. Es sind ja sonst die Ergebnisse einer solchen Diagnose im Grunde genommen nur interessante wissenschaftliche Tatbestände. Natürlich muß man, wenn man solche Dinge auch aus der Zeit heraus besprechen will, etwas radikal sprechen, aber hinter diesen Radikalismen verbirgt sich ja gerade dasjenige, was an den Sachen wahr ist.
[ 3 ] Now, as I said yesterday, the astral is the actual source of what causes illness in human beings, so that in the human chest region there is a constant tendency for the actual cause of illness to take effect; for the cause of illness must be in constant interaction with the healing force within the human chest organ. The normal human state in this region can only come about by, so to speak, constantly oscillating back and forth: the strong forces of the healthy person paralyze the constantly present disease-causing forces, and conversely, the overwhelming health—which would otherwise lead to proliferation— is constantly countered in the etheric by the restraining influence of the astral, which, when it exceeds its proper measure or takes too strong a hold on the body, leads precisely to the pathogenic. This fact concerning the human chest organs is particularly important because it is actually the result of a rhythm. And this result of the rhythm is influenced, on the one hand, by everything that takes place in the head, and on the other hand, by everything that takes place in the metabolism. Therefore, the cause of the balance of this necessary rhythm actually lies outside the chest, and we can in fact say: In the human chest organs, there are essentially only effects; the causes that need to be addressed are not actually present in the chest organs themselves. Therefore, during the period when human cognitive faculties had completely distanced themselves from the concrete perception of things—a quality that was most prominent and also most brilliant in the Vienna School of Medicine, which has been described as nihilistic and which essentially wanted to say that that one must simply remain within the realm of pathology and cannot proceed to therapy—this direction in modern medicine has led, in particular, to the gradual elimination of therapy, to an inability to make any use of it. We see that, on the other hand, it has once again brought its particular genius to light in the diagnosis of the chest. It was precisely at that time that significant advances were made in the field of diagnosing the chest organs—an area where one can proceed primarily through insight, yet where one has the least of this kind of insight, for one must also take the other parts of the human being into account. Therefore, unless other factors are taken into account, very little is actually achieved by merely understanding what is happening in the human respiratory and circulatory systems. Of course, I am not claiming that absolutely nothing has been achieved, but the knowledge gained—for example, through the stethoscope and so on—is only truly meaningful when it is accompanied by an understanding of the whole person, allowing one to tackle the issue from an entirely different angle—literally: to tackle what is gained through such a diagnosis. Otherwise, the results of such a diagnosis are, in essence, merely interesting scientific facts. Of course, if one wishes to discuss such matters from a historical perspective, one must speak somewhat radically, but behind this radicalism lies precisely what is true about these matters.
[ 4 ] Solche Erkrankungen, die gerade die menschliche Brust betreffen, sind auch dadurch in der neueren Zeit besonders charakteristisch geworden, daß man versuchte, die Aufmerksamkeit gewissermaßen von dem eigentlichen Ding abzulenken und sie auf einen mystischen Begriff hinzudrängen, einen Begriff, der ja nicht mystisch zu bleiben braucht, aber der für den neueren Materialismus durchaus ein mystischer Begriff ist. Man spricht gerade mit Bezug auf solche Krankheiten viel von «Volkskrankheiten». Ja, diese «Volkskrankheiten», das ist natürlich ein Begriff, der ein Sack ist, in den man dasjenige dann hineintut, was man nicht erkennen will und was sich auch in einer gewissen Beziehung der ärztlichen Kunst, so wie sie heute ist, tatsächlich entzieht. Ich mache da nur auf die immerhin interessante Tatsache aufmerksam, daß der Wiener Arzt und Professor Moriz Benedikt einmal die ja bei ihm etwas sonderbar auftretende Idee bekommen hat, für den Reichsrat zu kandidieren, [und] das dann damit motivierte, daß er sagte, gerade seine ärztliche Anschauung zwänge ihn zu einem solchen Schritt, denn zu ihm kämen so viele Patienten, denen er eigentlich dasjenige niemals verschreiben könne, was er ihnen verschreiben sollte, nämlich bessere Kleidung, bessere Wohnung, bessere Atmungsverhältnisse und so weiter. Die könnten aber nur auf dem Wege des sozialen Wirkens zustande kommen. Deshalb müsse er sich als Arzt in das soziale Wirken hineinstellen. Sie sehen also ein tatsächliches Abschieben desjenigen, um was es sich da eigentlich handelt. Nun ist hinter allen diesen Dingen eben dasjenige, was für dieses Glied der menschlichen Wesenheit ganz besonders zu berücksichtigen ist. Denn es muß doch dasjenige, was sich als Krankheitsprozeß im menschlichen Brustorganismus ergibt und was von einem unregelmäßigen Ineinanderwirken des Astralischen und des Ätherischen letzten Endes herrührt, auch in einem solchen Zusammenhange betrachtet werden. Da kommt man dann nicht mehr aus ohne eine Erkenntnis, die sich bequemt, etwas in das Übersinnliche hinaufzugehen. Und da muß denn das Folgende gesagt werden.
[ 4 ] Such diseases, which specifically affect the human breast, have also become particularly characteristic in recent times because attempts have been made to divert attention, so to speak, from the actual thing and to push it toward a mystical concept—a concept that need not remain mystical, but which is certainly a mystical concept for modern materialism. It is precisely in connection with such diseases that there is much talk of “widespread diseases.” Yes, these “widespread diseases”—that is, of course, a catch-all term into which one tosses whatever one does not wish to recognize and which, in a certain respect, actually eludes the medical profession as it exists today. I’m simply drawing attention to the fact—which is interesting in its own right—that the Viennese physician and professor Moriz Benedikt once had the idea—which seemed somewhat peculiar coming from him—to run for the Imperial Council, [and] justified this by saying that his medical perspective, in particular, compelled him to take such a step, for so many patients came to him to whom he could never actually prescribe what he ought to prescribe—namely, better clothing, better housing, better air quality, and so on. But these things could only be achieved through social action. Therefore, as a physician, he felt compelled to engage in social work. So you see a real shifting of focus away from what is actually at stake here. Now, behind all these things lies precisely what must be taken into account in a very special way for this aspect of the human being. For what manifests as a disease process in the human chest organism—and which ultimately stems from an irregular interplay between the astral and etheric—must also be viewed within such a context. Here, one can no longer proceed without a understanding that is willing to ascend somewhat into the supersensible. And so the following must be said.
[ 5 ] Es ist der Prozeß des Atmens, der sich abspielt zwischen der Außenwelt und der Innenwelt, eigentlich ein Prozeß, der gar nicht verstanden werden kann, wenn man nicht auf das Verstehen des Astralischen rekurriert. Die besondere Wechselwirkung von Sauerstoff und Kohlenstoff, die da eintritt, ist durchaus ein fortwährendes Ineinanderspielen des Astralischen und des Ätherischen. Nun bitte ich Sie doch zu berücksichtigen, daß der Mensch normalerweise ein Drittel seines Lebens so verbringt, daß er mit einem großen Teil seines astralischen Leibes außerhalb des ätherischen Leibes ist, nämlich während des Schlafens. Und da sehen Sie nun das bedeutsame Hereinspielen des Astralischen in die menschlichen Gesundheitsverhältnisse; denn es ist ja selbstverständlich, daß auch während des Schlafens das Astralische im Menschen spielt. Aber es spielt dann nicht vom Haupte aus, sondern es spielt vom übrigen Organismus ausgehend im Menschen. Das Astralische entfaltet also während des Schlafens ein Spiel, welches in richtiger Weise zurückbleiben muß, auch wenn das durch den Kopf durchgelassene Astralische außerhalb des Menschen ist während des Schlafes.
[ 5 ] It is the process of breathing, which takes place between the outer world and the inner world—a process that, in fact, cannot be understood at all unless one draws upon an understanding of the astral realm. The specific interaction between oxygen and carbon that occurs here is indeed a continuous interplay between the astral and the etheric. Now I ask you to consider that a person normally spends one-third of their life with a large part of their astral body outside the etheric body—namely, while sleeping. And here you can see the significant influence of the astral realm on human health; for it goes without saying that the astral realm is also at work within a person while they sleep. But it does not operate from the head; rather, it operates within the human being, emanating from the rest of the organism. Thus, during sleep, the astral body unfolds an activity that must properly remain behind, even though the astral body that has passed through the head is outside the human being during sleep.
[ 6 ] Sie sehen also, daß man einfach durch die Erkenntnis des Zusammenspielens von Ätherischem und Astralischem in den Gesundheits- und Krankheitsverhältnissen der menschlichen Brust hingewiesen wird noch auf einen anderen Rhythmus, der sich abspielt im Menschen. Und das ist der Wachens- und Schlafensrhythmus. Nun hat das eigentliche Schlafen, das wiederum, wie wir sehen werden, mit dem Stoffwechselprozeß stark zusammenspielt, weniger Bedeutung für die Brustorgane als für etwas anderes. Und dieses andere, das ist dasjenige, was auch wiederum der Beobachtung außerordentlich schwierig wird. Sie werden sich vielleicht erinnern, insofern Sie schon dazumal dagewesen sind, welche interessante Symptomkomplexe sich ergeben haben durch die Verwendung der Stoffe, mit denen das letztemal hier Experimente ausgeführt worden sind. Denn Herr Dr. Scheidegger hat ja das an der Tafel demonstriert. Sie werden sich aber auch erinnern, daß diese Symptomkomplexe aus vielen, vielen Einzelheiten bestehen, und daß es schon eine gewisse Kunst erfordert, die einzelnen Symptome entsprechend zusammenzunehmen, zusammenzuhalten. Es stellt sich zum Beispiel sofort eine Schwierigkeit ein, wenn man mit einem Symptomkomplex das folgende vornehmen muß. Man hat zum Beispiel nötig, um ein Krankheitsverhältnis richtig zu beurteilen, diejenigen Symptome zusammenzuhalten, welche sich im oberen Menschen abspielen. Mischt man da nun ein Symptom hinein, das sich zwar räumlich im oberen Menschen abspielt, das aber im wesentlichen nur ein hinaufgedrängtes Symptom aus dem Stoffwechsel ist, so macht man gleich in der Beurteilung des Symptomkomplexes einen Fehler, und man wird dadurch in der Beurteilung der ganzen Krankheitsverhältnisse dann beirrt. Also man darf nicht aus dem Auge verlieren, wie schwierig es eigentlich ist, die Einzelheiten eines Symptomkomplexes gerade in richtiger Weise zusammenzuhalten.
[ 6 ] So you see that simply by recognizing the interplay between the etheric and astral bodies in the health and disease conditions of the human chest, we are led to yet another rhythm that takes place within the human being. And that is the rhythm of waking and sleeping. Now, actual sleep—which, as we shall see, is closely linked to the metabolic process—is of less significance for the chest organs than for something else. And this other factor is precisely what makes observation exceptionally difficult. You may recall—if you were here last time—the interesting symptom complexes that arose from the use of the substances with which experiments were conducted here last time. For Dr. Scheidegger did, after all, demonstrate this on the blackboard. But you will also recall that these symptom complexes consist of many, many details, and that it requires a certain skill to appropriately bring the individual symptoms together and hold them together. For example, a difficulty immediately arises when one must proceed as follows with a symptom complex. For instance, in order to correctly assess a pathological condition, one must consider the symptoms that occur in the upper human being. If one now mixes in a symptom that, although it occurs spatially in the upper part of the human being, is essentially just a symptom from the metabolism that has been pushed upward, one immediately makes a mistake in the assessment of the symptom complex, and one is thereby misled in the assessment of the entire disease condition. Therefore, one must not lose sight of just how difficult it actually is to correctly integrate the details of a symptom complex.
[ 7 ] Nun ist es auf der einen Seite ganz gewiß richtig, daß man sich nach und nach ein Gefühl dafür aneignen kann, die Einzelheiten eines Symptomkomplexes in der richtigen Weise zusammenzuschauen. Aber auf der andern Seite ist es so, daß die Natur uns allerdings hilft und zu gleicher Zeit wiederum die Hilfe, die sie uns gewährt auf diesem Gebiete, zum Gebrauche ganz außerordentlich schwierig macht. Die Natur nämlich faßt selbst all diejenigen Symptomkomplexe zusammen, ich möchte sagen, sie tut dasselbe, was wir in einer Formel machen, wenn wir die Einzelheiten eines Symptomkomplexes zusammenfassen, sie tut dasselbe, aber sie macht uns die Beobachtung dessen, was sie da tut, außerordentlich schwierig. Nämlich sie zieht die einzelnen Akte eines Symptomkomplexes in Einschlafen und Aufwachen zusammen, in der Art des Einschlafens und Aufwachens. Es ist in der Tat dasjenige, was beim Einschlafen und Aufwachen des Menschen vor sich geht, ein — wenn ich mich des paradoxen Ausdruckes bedienen darf -außerordentlich geniales Zusammenfassen von eben dem, was nach irgendeiner Richtung in Betracht kommt. Aber es ist natürlich der Arzt in den allerwenigsten Fällen in der Lage, anders sich zu orientieren als höchstens durch Mitteilungen, die wiederum in den meisten Fällen und gerade in den schwierigsten Fällen ungenau sein werden; er ist am wenigsten in der Lage, den Patienten beim Einschlafen und Aufwachen richtig zu beobachten, und was ihm der Patient mitteilt, selbst wenn es nach dem Bewußtsein des Patienten dem Tatbestand richtig entsprechen soll, das ist eben dann am allerwenigsten maßgebend. Wenn Einschlafen und Aufwachen gestört sind, dann erzählt natürlich der Patient Dinge über dieses Einschlafen und Aufwachen, die zwar in seinem Bewußtsein gut leben, aber die nun wiederum für das Beurteilen der Sache auf einer gesunden Basis getrübt sind. Da muß man schon wiederum durch dasjenige durchschauen, was eigentlich der Patient erzählt. Und daß das so ist, das werden Sie am besten einsehen, wenn Sie versuchen, sich dieser Tatsache nach und nach mit Ihrer Überlegung zu nähern. Vor allen Dingen wird Ihnen die Erfahrung den merkwürdigen Zusammenhang des ätherischen Leibes mit dem Astralleib dann ergeben, wenn Sie beobachten, wie im Menschen Sorge, Kümmernisse und so weiter fortwirken. Sie dürfen da nicht etwa bloß beobachten die Sorge und die Kümmernisse, die sich am letzten Tage oder in der letzten Woche abgespielt haben, die sind schließlich das allerwenigst Bedeutsame, sondern diejenigen, die weiter zurückliegen. Denn es muß immer eine gewisse Periode verfließen von der Zeit, wo Sorgen und Bekümmernisse auf einen Menschen wirken, bis zu der Zeit, wo sie gewissermaßen organisch geworden sind, wo sie in das Wirken des Organismus übergegangen sind. Sorgen und Kümmernisse, wenn sie einen gewissen Grad erreichen, sind immer so, daß sie in einer späteren Zeit erscheinen als Anomalien im organischen Wirken, und zwar gerade im rhythmischen organischen Wirken. Sie gehen bis zur Verunregelmäßigung des Rhythmusorganismus, und erst dann können sie weiter wirken auf den Stoffwechselorganismus und so weiter. Das müssen wir als eine Grundtatsache ins Auge fassen. Vor allen Dingen aber auch, so unwahrscheinlich es dem materialistischen Vorstellen erscheint, ist es so, daß hastiges Denken, ein Denken, das sich nicht Rechenschaft gibt über die Gründe, warum es denkt, ein hastiges Denken, wo so ein Gedanke den anderen überspringt - ein Grundübel des menschlichen Denkens in unserer Zeit —, dieses Denken, wo so ein Gedanke dem anderen auf die Füße tritt, etwas ist, was durchaus, nachdem eine Zeitlang vergangen ist, nachwirkt im menschlichen Organismus, und zwar im rhythmischen Organismus. Dieses ist nun von einer ganz besonderen Bedeutung von der einen Seite her. Die seelischen Vorgänge darf man nicht übersehen, wenn man Abnormitäten des menschlichen Rhythmusorganismus verstehen will, namentlich desjenigen, was eben in seinen Brustorganen vor sich geht. Wir können allerdings auch dasjenige in diesen Organismus einbeziehen, was gewissermaßen der Peripherie dieses rhythmischen Organismus angehört: den Rhythmus der Ernahrung und den Rhythmus der Entleerung. Denn dadurch, daß der Rhythmus der Ernährung und der Rhythmus der Entleerung einbezogen werden, dadurch wird ja erst das völlige rhythmische System zusammengefaßt.
[ 7 ] On the one hand, it is certainly true that one can gradually develop a sense of how to correctly interpret the details of a complex of symptoms as a whole. But on the other hand, it is true that nature does indeed help us, and at the same time, the help it grants us in this area makes it extraordinarily difficult to put that help to use. For nature itself synthesizes all these symptom complexes; I would say it does the same thing we do in a formula when we summarize the details of a symptom complex—it does the same thing—but it makes it extraordinarily difficult for us to observe what it is doing there. Namely, it synthesizes the individual acts of a symptom complex into falling asleep and waking up—into the manner of falling asleep and waking up. It is, in fact, exactly what takes place when a person falls asleep and wakes up—an—if I may use this paradoxical expression—“extraordinarily ingenious” synthesis of precisely what comes into consideration from any given perspective. But of course, in very few cases is the physician able to orient himself in any other way than, at most, through the patient’s reports, which in turn will be inaccurate in most cases—and especially in the most difficult ones; he is least able to properly observe the patient while falling asleep and waking up, and what the patient tells him—even if, according to the patient’s own awareness, it is supposed to correspond accurately to the facts—is precisely what is least reliable. When falling asleep and waking up are disturbed, the patient naturally recounts things about these processes that, while vivid in his consciousness, are nevertheless clouded when it comes to assessing the situation on a sound basis. Here, once again, one must see through what the patient is actually saying. And you will best understand that this is the case if you try to approach this fact step by step through your own reflection. Above all, experience will reveal to you the remarkable connection between the etheric body and the astral body when you observe how worry, grief, and so on continue to affect a person. You must not merely observe the worries and griefs that have occurred in the last day or week—for these are, after all, the least significant—but rather those that lie further in the past. For a certain period must always elapse from the time when worries and sorrows affect a person until the time when they have, so to speak, become organic—when they have passed into the functioning of the organism. Worries and troubles, when they reach a certain degree, always manifest later on as anomalies in organic functioning—specifically in rhythmic organic functioning. They progress to the point of disrupting the rhythmic organism, and only then can they continue to affect the metabolic organism and so on. We must regard this as a fundamental fact. Above all, however—as improbable as it may seem to materialistic mental images—it is true that hasty thinking—thinking that does not take account of the reasons why it thinks, hasty thinking where one thought jumps over another—a fundamental evil of human thinking in our time—this kind of thinking, where one thought tramples on the other, is something that, after some time has passed, continues to have an effect on the human organism—specifically, on the rhythmic organism. This is of particular significance from one perspective. One must not overlook the psychological processes if one wishes to understand abnormalities of the human rhythmic organism, particularly those occurring in the chest organs. We can, however, also include in this organism that which, in a sense, belongs to the periphery of this rhythmic organism: the rhythm of nutrition and the rhythm of elimination. For it is only by including the rhythm of nutrition and the rhythm of elimination that the complete rhythmic system is brought together.
[ 8 ] Nun aber ist auf der anderen Seite wiederum etwas ganz besonders wichtig. Auch der andere Pol der menschlichen Wesenheit, das Stoffwechselsystem, wirkt zurück auf das rhythmische System, und zwar wiederum so, daß wir die Art, wie es zurückwirkt, vielleicht am besten verstehen, wenn wir folgendeswissen: Hunger und Durst sind zunächst Dinge, die sich mit großer Deutlichkeit im menschlichen Astralleib offenbaren. Denn so ‚wie der gewöhnliche Mensch Hunger und Durst kennt, kennt er sie ja natürlich als astralische Erscheinung. Was man so mit dem Bewußtsein erlebt wie Hunger und Durst, das ist zunächst astralisch erlebt. Darüber muß man sich vollständig klar sein. Denn dasjenige, was nicht astralisch erlebt ist, von dem weiß der gewöhnliche Mensch gar nichts; was nur ätherisch erlebt ist, das liegt so tief im Unterbewußtsein drunten, daß er nichts davon weiß. Also, für das gewöhnliche Leben sind Hunger und Durst, wenn wir uns des Ausdrucks bedienen dürfen, astralische Erlebnisse. Aber sie hören auf, astralische Erlebnisse zu sein, wenn sie zurückbleiben für dasjenige Erleben, das unter dem Schlaf sich abspielt, dann hören sie auf, gewöhnliche astralische Erlebnisse zu sein; aber sie hängen deshalb nicht weniger mit dem Astralleib zusammen, der im Schlafe auch wirkt, von unten nach oben. Und dasjenige, was von dieser Seite ausgeht, das heißt ein Hunger und ein Durst, die im Menschen wirken, die wirken, wenn sie bleibend sind, zurück auf das rhythmische System, indem sie es unregelmäßig machen, indem sie es krank machen. Das bezieht sich selbstverständlich nicht auf den Hunger und den Durst, den wir am betreffenden Tage dann erlitten haben und mit dem wir schlafen gehen. Das wäre falsch, wenn man die Sache so ansehen würde, daß man hie und da hungrig sich schlafen legt oder daß man meinetwillen auch sogar längere Zeit sich hungrig schlafen legt, das ist nicht das Schlimme. Sondern das Schlimme ist dasjenige, wenn der Zustand des Hungers und des Durstes habituell wird, und namentlich wenn er dadurch erzeugt wird, daß der Stoffwechselorganismus nicht in Ordnung ist und dadurch der übrige Organismus nicht in entsprechender Weise ernährt wird. Also, Nachwirkungen von Hunger und Durst in dieser Beziehung sind durchaus dasjenige, was nun den Störungen des Atmungs-Zirkulationsorganismus zugrunde liegt.
[ 8 ] On the other hand, however, something else is particularly important. The other pole of the human being—the metabolic system—also exerts a reciprocal influence on the rhythmic system, and we can perhaps best understand the nature of this influence by bearing the following in mind: Hunger and thirst are, first and foremost, phenomena that manifest with great clarity in the human astral body. For just as the ordinary person experiences hunger and thirst, they naturally experience them as astral phenomena. What one experiences consciously as hunger and thirst is, first and foremost, an astral experience. One must be completely clear about this. For the ordinary person knows nothing at all about what is not experienced astral; what is experienced only etherically lies so deep down in the subconscious that he knows nothing of it. So, in ordinary life, hunger and thirst are—if we may use the term—astral experiences. But they cease to be astral experiences when they give way to the experiences that take place during sleep; then they cease to be ordinary astral experiences; yet they are no less connected to the astral body, which also acts during sleep, from below upward. And what emanates from this side—that is, hunger and thirst that act within the human being—when they are persistent, act back upon the rhythmic system by making it irregular and causing illness. This, of course, does not refer to the hunger and thirst we have experienced on the day in question and with which we go to sleep. It would be wrong to view the matter as though going to sleep hungry now and then—or even going to sleep hungry for a longer period of time, for that matter—were the problem; that is not the worst part. Rather, the problem arises when the state of hunger and thirst becomes habitual—and especially when it is caused by a metabolic imbalance that prevents the rest of the body from being properly nourished. Thus, the aftereffects of hunger and thirst in this regard are precisely what underlie the disturbances of the respiratory and circulatory systems.
[ 9 ] Aber nun, wenn wir von diesen Wirkungen auf die menschlichen _ Brustorgane absehen, dann haben wir als Drittes eigentlich lediglich dasjenige, was noch die Außenwelt bewirkt, denn durch das Atmen hängt der Mensch eben mit der Außenwelt zusammen, und es spielen sich in ihm die Einwirkungen der Außenwelt ab. So haben Sie hier den merkwürdigen Tatbestand, daß für das, was im menschlichen Brustkorb eingeschlossen ist, zum Teil auch in der Bauchhöhle eingeschlossen ist, indem sich der Rhythmus dahin fortsetzt, den außerordentlich bedeutungsvollen Tatbestand, daß sich innerhalb dieses Raumes eigentlich lauter Wirkungen abspielen: Wirkungen des oberen Menschen, Wirkungen des unteren Menschen, Wirkungen der Außenwelt, so daß wir tatsächlich auch aus einer genaueren Erkenntnis dieses Traktes der menschlichen Wesenheit dazu geführt werden, uns zu sagen, da drinnen spielen sich eigentlich die Wirkungen ab, und wir können nicht da drinnen selber die Ursachen beheben, wir müssen die Ursachen woanders suchen, damit wir sie in entsprechender Weise beheben können. Nun, deshalb ist es auch so klar, daß zwar dieses Gebiet des menschlichen Wesens die Domäne ist, um das Krankheitswesen überhaupt zu studieren, daß aber dann, wenn man sich angeregt hat zum Studium von dieser Domäne aus, die Forschungen weitergehen müssen gerade nach den andern Gebieten. Man muß von dieser Domäne ausgehen, um dann von da aus weiter zu den anderen Gebieten zu dringen.
[ 9 ] But now, if we set aside these effects on the human _ chest organs, then what we are left with as the third point is, in fact, merely that which is still brought about by the external world; for through breathing, the human being is connected to the external world, and the influences of the external world take place within him. Thus, you have here the remarkable fact that what is enclosed within the human chest is, in part, also enclosed within the abdominal cavity, in that the rhythm extends thither—the extraordinarily significant fact that within this space, in fact, a multitude of effects are taking place: effects of the upper human being, effects of the lower human being, effects of the external world—so that a more precise understanding of this tract of the human being actually leads us to conclude that the effects are actually taking place in there, and we cannot eliminate the causes from within; we must seek the causes elsewhere so that we can eliminate them appropriately. Well, that is why it is so clear that, while this realm of the human being is indeed the domain from which to study the nature of disease in general, once one has been inspired to study from this domain, the research must then proceed precisely into the other realms. One must start from this domain in order to then advance from there into the other realms.
[ 10 ] Nun ist ja das Auffälligste und das Bedeutsamste dasjenige Ursachengebiet, welches eigentlich außerhalb des Menschen liegt; indem sich die Wechselwirkung zwischen Sauerstoff und Kohlenstoff abspielt, liegt das wesentlich astralisch Beeinflussende im Grunde genommen für diesen Trakt des menschlichen Wesens außerhalb. Und da handelt es sich darum, daß wir nun die entsprechenden Zusammenhänge dieses Traktes mit der Außenwelt suchen. Und da stellt sich für geisteswissenschaftliche Forschung das Folgende heraus, die Erde hat auch ein Wechselverhältnis zwischen dem, was unterhalb ihrer Oberfläche vorgeht — wobei man die Wasserwirkungen durchaus rechnen muß zum Irdischen - und [dem], was über ihrer Oberfläche vorgeht. Im Grunde genommen spielt sich ein für die gewöhnliche Wissenschaft heute noch nicht durchdringlicher Prozeß zwischen der Erde und ihrer Umgebung ab. Und dieser Prozeß bietet außerordentlich interessante Seiten. Man kann ihn ganz besonders dadurch studieren, daß man diejenigen Gebiete des Erdenseins vergleicht, wo dieser Prozeß zwischen dem Außerirdischen und dem Irdischen ein recht inniger ist, wo viel Außerirdisches ins Innerirdische hineingeht.
[ 10 ] Now, the most striking and significant aspect is the realm of causes that actually lies outside the human being; since the interaction between oxygen and carbon takes place there, the essential astral influence on this aspect of the human being is, in essence, external to it. And the point here is that we must now seek the corresponding connections between this aspect of the human being and the external world. And the following emerges for Spiritual Science research: the Earth also has an interrelationship between what takes place beneath its surface—whereby the effects of water must certainly be counted as part of the earthly realm—and [what] takes place above its surface. Essentially, a process is taking place between the Earth and its surroundings that is not yet fully comprehensible to conventional science today. And this process presents extraordinarily interesting aspects. One can study it particularly well by comparing those areas of earthly existence where this process between the extraterrestrial and the terrestrial is quite intimate, where much of the extraterrestrial penetrates into the inner Earth.
[ 11 ] Das ist in der Tropenwelt der Fall. Die ganz besonderen Verhältnisse der Tropenwelt, die beruhen eigentlich auf einem innigen Zusammenwirken von dem Außerirdischen, von Luft und Licht und außerirdischer Wärme mit demjenigen, was innerhalb der Erde selber ist. Und außerdem ist es kein Zufall, daß man einen gewissen Pol, möchte ich sagen, magnetisch-elektrischer Erdwirkungen in der Tropenzone zu suchen hat.
[ 11 ] This is the case in the tropical world. The very special conditions of the tropical world are actually based on an intimate interaction between extraterrestrial forces—air, light, and extraterrestrial heat—and what lies within the Earth itself. Furthermore, it is no coincidence that one must look for a certain pole, so to speak, of the Earth’s magnetic and electrical effects in the tropical zone.
[ 12 ] Wenn ich mich vergleichsweise ausdrücken darf, so möchte ich sagen: In der Tropenzone saugt die Erde am allermeisten das Außerirdische ein und entwickelt aus diesem eingesogenen Außerirdischen dasjenige, was sie dann als Vegetation hervorsprießen läßt. Da, wo die Erde polarisch ist, da saugt sie wenig von dem Außerirdischen ein, da widerstrebt sie dem Außerirdischen, da wirft sie sozusagen das Außerirdische in ausgedehntem Maße zurück. Also, wenn ich mich so ausdrücken dürfte, in den Tropen glänzt die Erde am wenigsten von außen angesehen, sie strahlt am wenigsten zurück; da wird am meisten eingesogen. An den Polen glänzt die Erde am meisten, da wird am meisten zurückgeworfen vom Außerirdischen, da glänzt sie am meisten, da entwickelt sie am meisten Glanz.
[ 12 ] If I may put it in relative terms, I would say: In the tropical zone, the Earth absorbs the most of the extraterrestrial element and, from this absorbed extraterrestrial element, develops what it then causes to sprout forth as vegetation. Where the Earth is polar, it absorbs little of the extraterrestrial; there, it resists the extraterrestrial; there, it rejects the extraterrestrial on a vast scale, so to speak. So, if I may put it this way, in the tropics the Earth shines the least when viewed from the outside; it reflects the least; that is where the most is absorbed. At the poles, the Earth shines the most; there, the most of the extraterrestrial energy is reflected back; there it shines the most; there it develops the greatest radiance.
[ 13 ] Das ist eine außerordentlich bedeutsame Tatsache. Denn wir bekommen dadurch, daß wir so etwas berücksichtigen, eine Ansicht darüber, daß erstens im Tropischen außerordentlich stark eine gewisse Innigkeit zwischen dem ätherischen Irdischen und dem außerirdischen Astralischen wirkt, während das Astralische in einer gewissen Weise an den Polen zurückgeschleudert wird. Aber diese Ansicht kann außerordentlich fruchtbar werden, denn nun stellt sich ja folgendes heraus, wenn man diesen Zusammenhang weiter verfolgt. Nehmen wir einmal den Fall, daß wir einen Kranken in Verhältnisse bringen, wo das Licht übermäßig wirkt, wo die Luft stark durchleuchtet wird, wo er also von Licht umgeben ist. Dann können wir in einer gewissen Weise sagen: Wir versetzen ihn in eine Region, wo wir das Irdische, das also auf ihn wirkt, im Grunde genommen abweisen, wo wir ihn dem Einfluß des Außerirdischen aussetzen. Denn in dem starken Sonnigsein liegt eigentlich dasjenige, was von der Erde nicht mehr verbraucht wird, was aber von der Erde zurückgeworfen wird. Und in die Region dieses außerirdischen Wirkens tritt dann der Kranke ein. Setzen wir also einfach einen Kranken in sonnendurchhellte Luft, so wirken wir auf seinen rhythmischen Organismus. In hervorragendem Maße wirken wir auf seinen rhythmischen Organismus. Und zwar wirken wir so, daß ein unregelmäßiger Stoffwechsel dadurch, daß sich der Rhythmus durch dieses dem Lichte Aussetzen von selber reguliert, vom Rhythmus aus direkt bekämpft wird.
[ 13 ] This is an extraordinarily significant fact. For by taking such a factor into account, we gain the insight that, first of all, in the tropics there is an extraordinarily strong interplay between the ethereal-earthly and the extraterrestrial-astral, whereas at the poles the astral is, in a certain sense, repelled. But this insight can prove extraordinarily fruitful, for the following becomes apparent when one explores this connection further. Let us take the case of placing a sick person in conditions where light has an excessive effect, where the air is intensely illuminated, and where the person is thus surrounded by light. Then we can say, in a certain sense: We are placing them in a region where we essentially repel the earthly elements—that is, those that act upon them—and expose them to the influence of the extraterrestrial. For in the intense sunlight lies, in fact, that which is no longer consumed by the Earth but is instead reflected back by it. And the sick person then enters the realm of this extraterrestrial influence. So if we simply place a sick person in sun-drenched air, we are acting upon their rhythmic organism. We are acting upon their rhythmic organism to a remarkable degree. And we act in such a way that an irregular metabolism is directly counteracted by the rhythm itself, as the rhythm regulates itself through this exposure to light.
[ 14 ] Das ist der Zusammenhang, der uns dazu führt zu erkennen, worauf eigentlich Sonnen- und Lichtkuren beruhen. Und wenn wir finden, daß irgend jemand sich besonders unwiderstandsfähig gegen Parasitäres verhält, dann wird eine solche Kur ganz besonders zu empfehlen sein. Man braucht deshalb nicht ein Anhänger der Bazillentheorie zu sein, sondern man muß sich nur klar sein darüber, daß in dem Vorhandensein der Parasiten sich zeigt, daß der Betreffende tieferliegende Ursachen hat, damit sich die Bazillen ansammeln können, damit sie sich aufhalten können. Sie sind ja niemals eigentlich die wirklichen Krankheitserreger, sondern sie sind immer nur die Anzeiger, daß der Patient die Krankheits-«Erreger» in sich hat. Deshalb ist die Bazillenforschung schon wichtig, aber nur als eine Erkenntnisgrundlage. Die eigentlichen organischen Ursachen liegen im Menschen selber. Und diesen organischen Ursachen, die im Menschen selber liegen, wird entgegengewirkt durch dasjenige, was von dem außerirdischen Kosmos der Erde zuströmt und die Erde umgibt, aber nicht mehr ganz von der Erde aufgenommen wird. Ein Übermäßiges ist es, eine Übersonne, ein Überlicht und so weiter. Also da, wo die Erde nicht nur sproßt und sprießt, sondern wo sie anfängt zu glänzen, wo sie also auch Licht enthält, das mehr ist als dasjenige, was nötig ist zum Sprießen und Sprossen, da haben wir solches, was in dieser Richtung besonders günstig wirkt.
[ 14 ] This is the context that leads us to understand what sun and light therapies are actually based on. And if we find that someone is particularly susceptible to parasitic infections, then such a therapy will be especially recommended. One does not, therefore, need to be a proponent of the germ theory; one need only be aware that the presence of parasites indicates that the person in question has underlying causes that allow the germs to accumulate and remain in the body. After all, they are never actually the real pathogens; rather, they are always merely indicators that the patient harbors the “pathogens” within themselves. That is why germ research is important, but only as a basis for understanding. The actual organic causes lie within the human being themselves. And these organic causes, which lie within the human being themselves, are counteracted by that which flows toward Earth from the extraterrestrial cosmos and surrounds the Earth, but is no longer fully absorbed by the Earth. It is an excess—a super-sun, a super-light, and so on. So where the Earth not only sprouts and grows, but where it begins to shine—where it thus also contains light that is more than what is necessary for sprouting and growing—there we find that which has a particularly beneficial effect in this regard.
[ 15 ] Ein Weiteres, was in dieser Richtung besonders günstig wirkt, ist das Folgende. Finden wir einen Patienten durch einen unregelmäßigen Zirkulationsorganismus parasitären Einwirkungen besonders ausgesetzt, so ist es unter allen Umständen gut, wenn wir ihn - natürlich mit Berücksichtigung aller anderen Umstände; solche werden uns ja in den folgenden Betrachtungen noch mannigfaltig entgegentreten — in eine Lebenslage bringen, die gegenüber derjenigen, in der er eingewöhnt ist, höher liegt, einfach höher über dem Meeresspiegel liegt, wenn wir also sozusagen eine Höhenkur veranlassen. Und das Wohltätige der Höhenkuren - die natürlich im anderen Falle auch wieder schädlich sind, alles was nützlich ist, kann auch schädlich sein, davon haben wir gestern gesprochen - ist auch in dieser Richtung zu suchen. Nun aber kommt noch etwas anderes dabei in Betracht. Wir dürfen nicht vergessen, was wir vor uns haben in gewissen Erscheinungen, die eigentlich - ich habe schon darauf hingewiesen - von uns künstlich hervorgerufen werden, oder die, wenn sie auf den Menschen losgelassen werden, erst von uns zu beurteilen sind. Wenn ich sage künstlich hervorgerufene Erscheinungen, so sind es für dieses Gebiet solche, wo wir nicht einfach die Früchte der Natur so genießen, wie sie draußen sind, sondern wo wir sie kochen, oder aber, wo wir sie gar so zubereiten für das Einführen in den menschlichen Organismus, daß wir sie zunächst verbrennen, dann die Asche benützen oder dergleichen. Da unterwerfen wir selbst das Irdische einem Prozeß, der eigentlich außerirdische Wirkungen in sich bekommt. Das Kochen, das Verbrennen, das hebt schon aus dem Irdischen dasjenige heraus, was gekocht oder verbrannt wird. Also, indem wir Gekochtes oder Verbranntes dem Menschen zuführen, lassen wir innerlich in einer ähnlichen Weise eine Wirkung ‚auf ihn ausüben, wie wir durch das erhöhte Sonnenlicht oder durch Höhenklima auf ihn wirken lassen. Wir müssen auch dahin unseren Blick wenden, wo wir nun in der Lage sind, auf der einen Seite uns zu sagen, das ist ein Mensch, der muß erstens nach einer gewissen Beziehung seine Diät ändern, und zweitens müssen wir ihm irgendwelche Heilmittel verabreichen. Es zeigt sich ein unregelmäßiges rhythmisches System. Unter allen Umständen werden wir unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken haben, ob wir ihm irgend etwas zu geben haben, was durch Verbrennen namentlich von Vegetabilischem entstanden ist; denn in allem Verbrennen des Vegetabilischen überbieten wir den gewöhnlichen vegetabilischen Prozeß. Wir setzen ihn fort durch ein Außerirdisches, nämlich durch das Verbrennen.
[ 15 ] Another factor that has a particularly beneficial effect in this regard is the following. If we find a patient who, due to an irregular circulatory system, is particularly susceptible to parasitic influences, it is always advisable—taking all other circumstances into account, of course; such circumstances will, of course, arise in many forms in the following considerations—place them in a living situation that is higher than the one to which they are accustomed, simply higher above sea level, that is, if we arrange, so to speak, for a high-altitude cure. And the beneficial effect of high-altitude therapy—which, of course, can also be harmful in other cases; everything that is useful can also be harmful, as we discussed yesterday—is also to be found in this regard. But now there is something else to consider. We must not forget what we are dealing with in certain phenomena that are actually—as I have already pointed out—artificially induced by us, or that, when unleashed upon human beings, must first be evaluated by us. When I speak of artificially induced phenomena, in this context I mean those in which we do not simply enjoy the fruits of nature as they are in the natural world, but rather cook them, or even prepare them for introduction into the human organism in such a way that we first burn them and then use the ashes, or the like. In doing so, we ourselves subject the earthly to a process that actually takes on extraterrestrial effects. Cooking and burning already extract from the earthly that which is cooked or burned. Thus, by providing a person with cooked or burned food, we allow an effect to be exerted on them internally in a similar way to how we allow the effects of heightened sunlight or a high-altitude climate to act upon them. We must also turn our attention to situations where we are now in a position to say, on the one hand, that this is a person who, first of all, must change their diet in a certain way, and secondly, to whom we must administer some kind of remedy. An irregular rhythmic system becomes apparent. Under all circumstances, we will have to direct our attention to whether we need to give him anything that has been produced by the burning of plant matter; for in all burning of plant matter, we surpass the ordinary plant process. We continue it through an external process, namely through burning.
[ 16 ] Dann aber ist von besonderer Bedeutung noch das Folgende: Ein Vorgang auf der Erde oder eine Summe von Vorgängen auf der Erde, die innig mit demjenigen, was irdisch und außerirdisch genannt werden muß, zusammenhängen, das ist dasjenige, was sich unter den Ingredienzien von Elektrizität und Magnetismus abspielt. Elektrizität und Magnetismus ist ein Gebiet, welches mit Bezug auf den gesunden und kranken Menschen wirklich tiefer studiert werden sollte, bei dem . man aber auch am allermeisten tapsen kann, weil die Sache so ist: Wenn Sie sich schematisch die Erdoberfläche vorstellen (siehe Zeichnung), hier das Innere, hier das Äußere, dann hat dasjenige, was in Elektrizität und Magnetismus besteht, einen innigen Bezug zu dem Irdischen als solchem. Sie wissen ja, daß die Elektrizität sich selber fortleitet von einer Erdleitung zu der anderen, von einem Morsetelegraphen zu dem anderen, es ist nur immer eine Drahtverbindung, der Kreis schließt sich unter der Erde, wir haben es da zu tun mit demjenigen elektrischen Felde, welches sich die Erde schon angeeignet hat. Wir können sagen: Im Grunde genommen ist dasjenige, was sich unter Elektrizität und Magnetismus verbirgt, außerirdisch und innerirdisch (gelb); aber die Sache ist so, daß sich die Erde nun das Elektrische aneignet und elektrische Wirkungen, die eigentlich außerirdisch sind, in sich hat (blau), daß aber zurückgehalten werden können die elektrischen und auch die magnetischen Wirkungen, ohne daß sie von der Erde angeeignet sind, im Umkreis der Erde (rot). Das sind alle diejenigen elektrischen und magnetischen Wirkungen, die wir eben in unseren elektrischen und magnetischen Feldern haben.
[ 16 ] But the following is also of particular importance: A process on Earth—or a series of processes on Earth—that is intimately connected with what must be called earthly and extraterrestrial—that is what takes place within the constituents of electricity and magnetism. Electricity and magnetism is a field that really ought to be studied more deeply in relation to healthy and sick people—yet it is also the area where one is most likely to stumble, because the situation is as follows: If you have a mental image of the Earth’s surface schematically (see diagram)—here the interior, here the exterior—then what constitutes electricity and magnetism has an intimate connection to the earthly realm as such. As you know, electricity conducts itself from one ground wire to another, from one Morse telegraph to another; it is always simply a wire connection—the circuit closes underground—and we are dealing there with the electric field that the Earth has already appropriated. We can say: Essentially, what lies behind electricity and magnetism is extraterrestrial and intra-terrestrial (yellow); but the fact is that the Earth now appropriates the electrical aspect and contains within itself electrical effects that are actually extraterrestrial (blue), while the electrical and magnetic effects that have not been appropriated by the Earth can be retained in the Earth’s vicinity (red). These are all the electrical and magnetic effects that we have in our electrical and magnetic fields.


[ 17 ] Wenn wir Eisen magnetisieren, so bedeutet das eigentlich der Erde gegenüber das, daß wir den Magneten zu einem kleinen Dieb machen. Wir übertragen ihm die Fähigkeit, dasjenige, was die Erde eigentlich aufnehmen will aus dem Weltenall, ihr, bevor sie es aufnehmen kann, abzustehlen und für sich zu behalten. Wir machen den Magneten zu einem kleinen Dieb. Er eignet sich das an, was die Erde gern möchte, aber er hat innerlich die Kraft, es für sich zu behalten. Alle elektrische und magnetische Felderumgebung, die wir auf der Erde haben, ist eigentlich etwas, was wir der Erde für den Menschengebrauch gestohlen haben, womit wir die Natur selber zum Stehlen verleiten, wo wir das Außerirdische oben behalten. Und wir haben also da ein eminent Außerirdisches, das wir sogar in einer schlauen Weise über der Erde behalten, trotzdem die Erde mit aller Kraft, die ihr zur Verfügung steht, es in sich bekommen möchte, so daß es von innen heraus wirkt. Aber wir lassen es nicht dazu kommen, daß es von innen heraus wirkt, wir behalten es zurück. Und deshalb müssen wir in elektrischen und magnetischen Feldern ganz besondere Bekämpfer unrhythmischer menschlicher Vorgänge suchen, und es müßte sich eigentlich eine Therapie entwickeln, die ganz besonders darauf abzielt, zum Beispiel wenn eine starke Arrhythmie oder ein starkes sonstiges Stören oder ein schwaches — beim schwachen sogar noch besser - im menschlichen rhythmischen System auftritt, einfach in einer größeren oder kleineren Entfernung, die man dann ausprobieren muß, einen starken Magneten nun nicht anzusetzen, aber in der Nähe des menschlichen Organismus zu halten. Wie gesagt, die Entfernung muß sich durch Ausprobieren ergeben. Ich möchte Ihnen auch sagen, wie man am besten die bisherigen Wissenschaftsergebnisse hier verwerten könnte, nicht so sehr um Ihnen eine - ich möchte sagen interessante Tatsache mitzuteilen, denn die ist noch nicht ganz spruchreif für die äußere Wissenschaft, aber um Sie aufmerksam zu machen auf etwas, wobei wiederum ein ganzer anderer Gedankenkomplex beherrscht werden kann.
[ 17 ] When we magnetize iron, what this actually means in relation to the Earth is that we are turning the magnet into a little thief. We endow it with the ability to steal from the cosmos—specifically, whatever the Earth actually intends to absorb—and to keep it for itself before the Earth can absorb it. We turn the magnet into a little thief. It appropriates what the Earth would like to have, but it possesses the inner power to keep it for itself. All the surrounding electric and magnetic fields we have on Earth are actually something we have stolen from the Earth for human use, thereby tempting nature itself to steal, while we keep the extraterrestrial element above. And so we have something eminently extraterrestrial that we even cleverly keep above the Earth, even though the Earth, with all the power at its disposal, wants to draw it into itself so that it acts from within. But we do not allow it to act from within; we hold it back. And that is why we must seek out very special countermeasures against irregular human processes in electrical and magnetic fields, and a therapy should actually be developed that is specifically aimed at—for example, when a severe arrhythmia or some other severe disturbance, or even a mild one—in the case of a mild one, even better—occurs in the human rhythmic system, simply holding a strong magnet at a greater or lesser distance—which must then be determined by trial and error—not to apply it directly, but to keep it near the human organism. As I said, the distance must be determined by trial and error. I would also like to tell you how the scientific findings to date could best be applied here—not so much to share an—I would say—interesting fact with you, since that is not yet quite ready for public scientific discussion, but to draw your attention to something through which an entirely different complex of ideas can be mastered.
[ 18 ] Eben der vorhin genannte Professor Benedikt hat sehr interessante Untersuchungen in der Dunkelkammer über die menschlichen untersten aurischen Ausstrahlungen gemacht, die noch nichts, direkt wenigstens, mit dem zu tun haben - indirekt schon -, was ich in der «Theosophie» zum Beispiel beschrieben habe. Das sind höhere Ausstrahlungen, die erst in dem Übersinnlichen geschaut werden. Aber zwischen diesen höheren Ausstrahlungen und denjenigen gröberen Andeutungen, die das Auge am Menschen sieht, liegt ein Gebiet, das in der Dunkelkammer wahrgenommen werden kann, und der Professor Benedikt hat interessant beschrieben, was er in der Dunkelkammer bearbeitet hat. Er hat insbesondere Personen verwendet, welche empfänglich waren für die Erscheinungen der Wünschelrute. Also Personen, bei denen die Wünschelrute besondere Ausschläge gab, die verwendete Moriz Benedikt dazu, sie nun in der Dunkelkammer auf ihre aurischen Ausstrahlungen zu untersuchen. Folgendes ergab sich nun für diese aurischen Ausstrahlungen. Moriz Benedikt beschreibt ganz besonders interessante Resultate, indem diese aurischen Ausstrahlungen bei ruten-reaktiven Personen ganz anders sind als bei anderen Personen, namentlich die Asymmetrie sehr stark wächst: die Ausstrahlung des linken Menschen ist anders als die Ausstrahlung des rechten Menschen. Es wird auch die Kopfausstrahlung eine ganz andere. Es ist also so, daß in der Tat dadurch heute schon der Anfang gemacht worden ist, wenn er auch noch sehr skeptisch aufgenommen wird, die Ausstrahlung des Menschen auch in physischen Demonstrationen zu sehen. Aber man muß immer sich klar sein: es sind nur die untersten mit der physischen Organisation zusammenhängenden Ausstrahlungen. Man hat damit noch nicht das Gebiet des Übersinnlichen betreten, was manche, die es sich bequem machen wollten mit dem Übersinnlichen, behaupten möchten. Aber auf der anderen Seite liegt da ein Anfang, um zu einem therapeutischen Resultat zu kommen. Es ist nämlich zu untersuchen, was sich für ein Tatbestand ergibt, wenn man bei einem Menschen, sagen wir mit beginnender sogenannter Tuberkulose, einen starken Magneten am Rücken ansetzt, also den Menschen durchstrahlen läßt von einem magnetischen Felde, das man noch dadurch wirksamer machen kann, daß man den Magneten, indem man ihn quer hält, von oben nach unten und von unten nach oben bewegt, so daß sozusagen der ganze Brustorganismus nach und nach von dem magnetischen Felde durchstrahlt wird. Dabei braucht man eben, wenn man dieses magnetische Feld anwendet, nicht zugleich ein Lichtfeld; das könnte nur stören. Man kann also einen solchen Patienten ganz gut in die Dunkelkammer setzen, und man kann in der Tat da bald die Ausstrahlungen der Finger beobachten, die sich da ganz deutlich ergeben werden. Hat man das gemacht, hat man den-Patienten in die Dunkelkammer gesetzt, hat man einen starken Magneten an seinen Rücken appliziert, hat man gesehen, es sind feine Ausstrahlungen von den Fingerspitzen vorhanden, die sich so kegelförmig nach außen die Spitze wendend zeigen, dann hat man eine Überzeugung davon gewonnen, daß man wirklich den Patienten von dem magnetischen Feld durchstrahlt hat. Auf diese Weise wird man sehen, daß man gerade durch das magnetische Feld mancherlei und außerordentlich Günstiges erreichen können wird in der Bekämpfung zum Beispiel auch der Lungentuberkuloseerscheinungen.
[ 18 ] Professor Benedikt, whom I mentioned earlier, has conducted very interesting experiments in the darkroom on the lowest human auric emanations, which have nothing to do—at least not directly, though indirectly they do—with what I have described in *Theosophy*, for example. These are higher emanations that can only be perceived in the supersensible realm. But between these higher emanations and the coarser indications that the eye perceives in human beings lies a realm that can be perceived in the darkroom, and Professor Benedikt has provided an interesting description of his work in the darkroom. In particular, he used individuals who were receptive to the phenomena of dowsing. That is, individuals in whom the divining rod produced distinctive reactions; Moritz Benedikt used these individuals to examine their auric emanations in the darkroom. The following findings emerged regarding these auric emanations. Moriz Benedikt describes particularly interesting results: these auric radiations in dowsing-reactive individuals are quite different from those in other people, notably because the asymmetry increases very strongly—the radiation from the left-handed person is different from that of the right-handed person. The radiation from the head also becomes quite different. So it is indeed the case that a start has already been made today—even if it is still met with great skepticism—to observe human emanations even in physical demonstrations. But one must always be clear: these are only the lowest emanations connected to the physical organization. This does not yet constitute an entry into the realm of the supersensible, as some who wish to take the easy way out with the supersensible would have us believe. On the other hand, however, it marks a starting point for achieving a therapeutic result. Specifically, it is necessary to investigate what occurs when, for example, a person with early-stage so-called tuberculosis a strong magnet is placed on their back—that is, allowing the person to be permeated by a magnetic field, which can be made even more effective by holding the magnet horizontally and moving it from top to bottom and from bottom to top, so that, so to speak, the entire chest region is gradually permeated by the magnetic field. When applying this magnetic field, there is no need to use a light source at the same time; that would only interfere. One can therefore place such a patient in a darkroom, and one can indeed soon observe the radiations emanating from the fingers, which will become quite clearly visible there. Once this has been done—once the patient has been placed in the darkroom, a strong magnet has been applied to their back, and one has observed the fine radiations emanating from the fingertips, which appear cone-shaped and point outward—one has gained the conviction that the patient has indeed been irradiated by the magnetic field. In this way, one will see that, precisely through the magnetic field, one can achieve various and extraordinarily beneficial results in the treatment of, for example, pulmonary tuberculosis symptoms.
[ 19 ] Das sind Dinge, die uns aber gleichzeitig zeigen, wie ernst die Dinge hier genommen werden müssen bezüglich des Satzes, daß wir eigentlich in der Brust des Menschen nur Wirkungen haben, daß wir also auch, wenn wir heilen wollen, uns an die Umgebung wenden müssen, daß wir irgend etwas anwenden müssen, was der Außenwelt des Menschen angehört: Licht, dasjenige, was sich an klimatischen Einflüssen ergibt, wenn wir den Menschen an einen höheren Ort bringen, und all dasjenige, was wir als das magnetische Feld ins Auge fassen können. Es ist ebenso mit dem elektrischen Felde; nur handelt es sich darum, daß die Behandlungsweise des elektrischen Feldes berücksichtigt werden muß. Es ist durchaus so, daß, wenn man unmittelbar durch Anlegen der Pole an den Organismus Elektrizität durch den Menschen durchgehen läßt, die Sache eine ganz andere ist, als wenn man etwa ein elektrisches Feld als solches hervorruft und den Menschen in dieses elektrische Feld hineinsetzt, ohne daß direkt die Schlußlinie von einem Pol zum anderen durch ihn geht. Man wird da auch Versuche zu machen haben, die außerordentlich bedeutungsvoll sind. Man kann schon unter Umständen auch günstige Wirkungen erzielen, wenn man die Schlußlinie der Pole durch den Menschen durchgehen läßt. Aber dann ist ausschließlich wirksam dasjenige, was vom Stoffwechselsystem auf das rhythmische System hinüberwirkt. Nichts anderes als das Stoffwechselsystem wird beeinflußt, wenn ich durch den Menschen selber die Elektrizitätsströme leite, welche von einem Pol zum anderen gehen, wenn ich den Menschen gleichsam in die Schlußlinie der elektrischen Wirkung einschließe. Setze ich ihn hingegen ins elektrische Feld, dann werde ich bemerken können, daß gewissermaßen jene Dunkelkammerausstrahlungen überall da bei ihm vorhanden sind, wo spitze Stellen sind, an den Zehen, an den Fingern und so weiter, und ich werde bemerken, daß ich dann heilend eingreifen kann auch bei jenen Patienten, die eine durchaus geregelte Verdauung haben und so weiter und dennoch sogenannte Tuberkuloseerscheinungen zeigen; also bei denen wird es in den allerhäufigsten Fällen so sein, bei Erkrankungen, die besonders auf diesem Felde auftreten.
[ 19 ] These are things that, at the same time, show us just how seriously we must take the statement that we actually have an effect only within the human breast; that is, even when we want to heal, we must turn to the environment; that we must apply something that belongs to the human being’s external world: light, the effects resulting from climatic influences when we move a person to a higher elevation, and everything we can consider to be part of the magnetic field. The same applies to the electric field; the only difference is that the method of treatment involving the electric field must be taken into account. It is certainly the case that when electricity is passed through a person by directly applying the poles to the body, the situation is entirely different from when, for example, an electric field is generated as such and the person is placed within this electric field without the path from one pole to the other passing directly through them. Experiments will also have to be conducted in this area that are of extraordinary significance. Under certain circumstances, beneficial effects can even be achieved by allowing the current path between the poles to pass through the human body. But in that case, the only effect is that which passes from the metabolic system to the rhythmic system. Nothing other than the metabolic system is influenced when I direct the electric currents—which run from one pole to the other—through the human being himself, when I, as it were, include the human being in the line of action of the electric effect. If, on the other hand, I place him in the electric field, I will be able to observe that, so to speak, those dark-room radiations are present in him wherever there are pointed areas—on the toes, on the fingers, and so on— and I will observe that I can then intervene therapeutically even in those patients who have perfectly regular digestion and so on, yet still exhibit so-called symptoms of tuberculosis; thus, in the vast majority of cases, this will be the situation with diseases that occur particularly in this area.
[ 20 ] Wir haben uns heute also zunächst mit dem Hinweis auf die Umgebung beschäftigt. Es ist von mir auch [darauf] aufmerksam gemacht worden, daß nun die Natur in Einschlafen und Aufwachen dasjenige zusammenfaßt, was als Symptomenkomplex auseinandergelegt ist, und an diesem Punkte werde ich morgen einsetzen, um dann erstens zu sehen, was der Moment des Einschlafens und Aufwachens für eine wichtige diagnostische Bedeutung hat, aber auch um zugleich zu studieren, wie wir dasjenige, was uns die Natur da andeuten will durch Aufwachen und Einschlafen, zwar beobachten können, wie wir das dann trotzdem, wenn wir nur das Prinzip kennen, zur Regelung der Beobachtung unserer Symptomenkomplexe werden anwenden können, und daß da namentlich dann etwas liegt, was auch einen wichtigen Hinweis gibt auf die andersartige Behandlung, die man den chronischen und den akuten Krankheiten wird angedeihen lassen müssen.
[ 20 ] So today we began by focusing on the environment. I have also pointed out that nature, in the processes of falling asleep and waking up, encapsulates what has been broken down into a complex of symptoms, and I will begin at this point tomorrow to first examine the important diagnostic significance of the moment of falling asleep and waking up, but also to study, how we can observe what nature is trying to indicate to us through falling asleep and waking up, and how we can then—provided we know the principle—apply this to guide our observation of symptom complexes, and that there lies, in particular, something that also provides an important clue regarding the different treatments that must be applied to chronic and acute diseases.
