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The Educational Value
of Understanding Human Nature
GA 313

14 April 1921, Dornach

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Vierter Vortrag

Fourth Lecture

[ 1 ] Gestern sagte ich, daß sich gewisse Symptomenkomplexe zusammenfassen in den Erscheinungen des Einschlafens und Aufwachens. Es ist zunächst vor allen Dingen wichtig, die Symptome zu betrachten, die sich zusammenfassen in dem Vorgang des Einschlafens, und da muß man das Folgende sagen: Mangelhaftes Einschlafen weist immer darauf hin, daß der astralische Leib - ich will mich jetzt eben diesmal dieser Formel bedienen, die Sie ja alle sehr gut kennen - an den physischen und den ätherischen Organen, namentlich an den letzteren, haftet, daß er zu stark mit ihnen verbunden ist. Dieses Haften am astralischen Leib ist ja für den Geistesforscher ohne weiteres dadurch ersichtlich, daß die Organe, die physischen und die anderen Organe eben weiter funktionieren, so wie sie im Wachen funktionieren, wenn das Einschlafen eintreten soll, während sie beim normalen Menschen eine entschiedene Ablähmung erfahren.

[ 1 ] Yesterday I said that certain complexes of symptoms can be summarized in the phenomena of falling asleep and waking up. First and foremost, it is important to consider the symptoms that are associated with the process of falling asleep, and in this regard, the following must be said: Difficulty falling asleep always indicates that the astral body—I’ll use this term for now, which you all know very well—is clinging to the physical and etheric organs, particularly the latter, and that it is too strongly connected to them. This clinging of the astral body is, of course, readily apparent to the spiritual researcher by the fact that the organs—the physical and the other organs—continue to function just as they do while awake when sleep is supposed to set in, whereas in a normal person they undergo a marked slowing down.

[ 2 ] Nun ist das natürlich der Fall, wovon ich schon gestern sprach, daß man sich gewöhnlich über alles dasjenige, was dieses mangelhafte Einschlafen bedeutet, nicht ordentlich unterrichten kann. Daher ist es notwendig, daß man sich gewissermaßen einen zusammenfassenden Blick aneignet über diejenigen Erscheinungen, welche im wachen Zustande Begleiterscheinungen des mangelhaften Einschlafens sind. Und da muf3 man sagen, alles dasjenige, was in einer gewissen Weise auf ein unwillkürliches Funktionieren des Organismus hinzeigt, das ist Begleitung eines mangelhaften Einschlafens. Also jedes unwillkürliche Zucken mit den Lippen, jedes unwillkürliche Zwinkern mit den Augenlidern, jedes zu starke Bewegen der Finger und dergleichen, namentlich ein solches, das nicht ein Ausdruck eines inneren Vorganges ist, also alles Zappelhafte am Menschen, ist eine Wachbegleiterscheinung des mangelhaften Einschlafens. Selbstverständlich ist dieser Vorgang zumeist nur zu verfolgen bei starkem Hervortreten nach außen. Wenn ein solches Zappeln stattfindet in bezug auf die inneren Organe, dann handelt es sich darum, daß man sich schon einen gewissen Blick für so etwas aneignet, und daß man versteht, gewisse Erscheinungen wirklich in Zusammenhang zu bringen. Ich möchte da bemerken, daß man zum Beispiel gewisse Geräusche bei kranken Menschen, die an Chlorose leiden, in denjenigen Adern, welche links und rechts im Halse sind und dann hinuntergehen, hören kann. Diese Geräusche, die man früher Nonnengeräusch genannt hat - ich weiß nicht, ob man sie jetzt noch so nennt -, sind auch bei jedem Menschen bemerkbar, wenn er den Kopf stark links und rechts wendet, wenn er also eine sehr starke Entfaltung der Astralität bewirkt, die immer dann entsteht, wenn eine sonst nur willkürlich auszuführende Bewegung unwillkürlich ausgeführt wird. Also jedes Mal wird die Astralität zu stark angestrengt, zu stark gebraucht, zu stark an das Organ hergedrängt, wenn eine sonst willkürlich ausgeführte Bewegung, also eine vom Ich abhängige Bewegung, unwillkürlich ausgeführt wird, also wenn man das Zappelnde darin hat. Und so kann überhaupt durch solche indirekten Beobachtungen die Aufmerksamkeit auf das Zappelnde der inneren Organe gewendet werden.

[ 2 ] Now, of course, this is the very point I was discussing yesterday: that one usually cannot properly educate oneself about everything that this difficulty falling asleep entails. Therefore, it is necessary to acquire, so to speak, a comprehensive overview of those phenomena that, in the waking state, are accompanying symptoms of difficulty falling asleep. And here one must say that everything that in a certain way points to an involuntary functioning of the organism is an accompaniment to difficulty falling asleep. Thus, every involuntary twitching of the lips, every involuntary blinking of the eyelids, every excessive movement of the fingers and the like—especially those that are not an expression of an internal process—in short, all restlessness in a person—is a waking symptom accompanying difficulty falling asleep. Of course, this process can usually only be observed when it manifests strongly outwardly. When such restlessness occurs in relation to the internal organs, it is a matter of having already developed a certain sensitivity to such things and of being able to truly connect certain phenomena. I would like to note here that, for example, certain sounds can be heard in sick people suffering from chlorosis in the veins that run along the left and right sides of the neck and then descend. These sounds, which used to be called “nun’s sounds”—I don’t know if they’re still called that—are also noticeable in every person when they turn their head sharply to the left and right, that is, when they bring about a very strong unfolding of the astral body, which always occurs when a movement that would otherwise be performed only voluntarily is carried out involuntarily. So every time a movement that is otherwise performed voluntarily—that is, a movement dependent on the “I”—is performed involuntarily, the astral body is strained too much, overused, and pressed too strongly against the organ; in other words, when that “fidgeting” is present. And in this way, through such indirect observations, attention can be directed toward the “fidgeting” of the internal organs.

[ 3 ] Nun ist zu sagen, daß bei diesem mangelharten Einschlafen immer eine so den unmittelbaren äußeren Eingriffen entlegene Unregelmäßigkeit vorhanden ist, eine Unregelmäßigkeit, die fern liegt alledem, was ich gestern zum Beispiel über Licht und über das magnetische und elektrische Feld gesagt habe. Diesen Dingen liegt alles dasjenige etwas ferner, was dem mangelhaften Einschlafen entspricht. Da handelt es sich darum, daß es notwendig ist, dann zu Heilmitteln zu greifen. Also wenn ein Symptomenkomplex vorliegt, der sich zusammenfassen läßt unter der Formel des mangelhaften Einschlafens, dann ist es notwendig, zu Heilmitteln zu greifen, und zwar zu denjenigen, wo eben Vorgänge, namentlich in Vegetabilischem, erst hervorgerufen werden müssen, also Kochen, Verbrennen und so weiter. Es wird hier, wo mangelhaftes Einschlafen vorliegt und man es mit Krankheiten innerhalb des menschlichen Brustkorbes zu tun hat, eine große Rolle spielen alles dasjenige, was an Heilmitteln gewonnen werden kann durch Auskochung von Wurzeln und durch Veraschung, durch Verbrennung, weil eben immer ein unregelmäßiges Haften des astralischen Leibes an den menschlichen Organen auch da ist. Alles dasjenige, was in der Wurzelabkochung und in der Pflanzenasche sich noch als Kraft findet, das ist dasjenige, was da eine besonders starke Rolle spielen muß. Dagegen wird alles dasjenige, was ich gestern gesagt habe, beim mangelhaften Aufwachen die bedeutsamste Rolle spielen.

[ 3 ] Now it must be said that in this type of difficulty falling asleep, there is always an irregularity that is quite removed from immediate external influences—an irregularity that is far removed from everything I said yesterday, for example, about light and about magnetic and electric fields. All of these things are somewhat removed from what corresponds to difficulty falling asleep. In such cases, it is necessary to resort to remedies. So when there is a complex of symptoms that can be summarized under the term “difficulty falling asleep,” it is necessary to resort to remedies—specifically those in which processes, particularly in plant matter, must first be induced, such as boiling, burning, and so on. In cases where difficulty falling asleep is present and one is dealing with diseases within the human chest cavity, everything that can be obtained as remedies through the decoction of roots, through reduction to ash, and through burning will play a major role, because there is always an irregular attachment of the astral body to the human organs in such cases as well. All the power still present in root decoctions and plant ash is what must play a particularly strong role here. In contrast, everything I mentioned yesterday will play the most significant role in cases of difficulty waking up.

[ 4 ] Mangelhaftes Aufwachen weist immer darauf hin, daß der astralische Leib eben zu wenig in die Organe eingreift. Wenn es sich um Krankheiten der Brust handelt, so bedeutet dieses mangelhafte Eingreifen des astralischen Leibes etwas anderes, als wenn es sich um Allgemeinerkrankungen des menschlichen Organismus handelt. Wenn es sich um letzteres handelt, dann muß man versuchen, den ganzen astralischen Leib hereinzubringen. Dann tritt dasjenige in Kraft, was ich vor einigen Tagen sagte in bezug auf die Arsenwirkungen. Diese aber sind dann wirksam, wenn es darum geht, den schon mit dem Ich durchsetzten astralischen Leib zu behandeln, während, wenn man den astralischen Leib allein behandeln will, es von besonderer Wichtigkeit ist, daß man diese Dinge eben anwendet, von denen ich gestern gesprochen habe. Bei mangelhaftem Aufwachen wird sich als Wachbegleiterscheinung immer dasjenige einstellen, was man nennen kann Benommensein, Neigung, das Bewußtsein überhaupt getrübt zu erhalten. Also es sind im wesentlichen psychische Erscheinungen, welche man als Wachbegleitsymptome für das mangelhafte Aufwachen ansehen muß. Und deshalb ist es auch für Personen, welche an ihrem Brustorganismus irgendwelchen Mangel zeigen, und die zu gleicher Zeit eben solche psychische Begleiterscheinungen aufweisen, von ganz besonderer Wichtigkeit, diese Heilungen mit dem magnetischen oder elektrischen Felde eintreten zu lassen, wobei ich auf eine Frage, die mir gestern gestellt worden ist - ich werde im Verlauf der Vorträge auf alle Fragen eingehen, soweit natürlich die Zeit reicht -, auf die Frage, die mir gestern gestellt worden ist bezüglich des Unterschiedes von Gleichstrom- und Wechselstrombehandlung - darauf bezog sich ja wohl die Frage -, folgendes bemerken möchte: Hat man es mit schwächlichen Personen zu tun, mit Personen, bei welchen deutlich ist, daß von Ernährungsschwäche und dergleichen, also mehr die Störungen, ich möchte sagen, von dem unteren Teil des mittleren Menschen ausgehen, dann ist es besser, sich des Wechselstromes zu bedienen. Liegt aber deutlich vor, daß die Störungen vom oberen Menschen ausgehen, dann ist es besser, sich des Gleichstromes zu bedienen. Aber zu bemerken ist, daß der Unterschied ein sehr großer nicht ist, und daß, wenn man in dem entsprechenden Falle das eine und in dem anderen Falle das andere tut, auch keine allzu großen Fehlgriffe gerade in dieser Beziehung geschehen können.

[ 4 ] Inadequate awakening always indicates that the astral body is not interacting sufficiently with the organs. In the case of chest ailments, this insufficient interaction of the astral body has a different meaning than when dealing with general illnesses of the human organism. In the latter case, one must attempt to bring the entire astral body into play. Then what I said a few days ago regarding the effects of arsenic comes into play. These effects, however, are effective when it comes to treating the astral body that is already permeated by the “I,” whereas, if one wishes to treat the astral body alone, it is of particular importance to apply precisely those methods I spoke of yesterday. In cases of inadequate awakening, a state that might be described as drowsiness—a tendency to keep consciousness generally clouded—will always arise as a symptom accompanying wakefulness. Thus, these are essentially psychological phenomena that must be regarded as symptoms accompanying inadequate awakening. And for this reason, it is also of particular importance for individuals who exhibit some deficiency in their thoracic system and who, at the same time, display precisely such psychological accompanying symptoms to undergo these treatments using magnetic or electric fields; in this regard, regarding a question that was posed to me yesterday —I will address all questions in the course of the lectures, as time permits, of course—regarding the difference between direct current and alternating current treatment—which is what the question was likely referring to—I would like to make the following observation: When dealing with frail individuals—people in whom it is clear that the problems stem from malnutrition and the like, that is, disorders originating, so to speak, in the lower part of the middle human being—it is better to use alternating current. However, if it is clear that the disorders originate in the upper human being, then it is better to use direct current. It should be noted, however, that the difference is not very great, and that if one uses one method in the appropriate case and the other in the other case, no major mistakes can occur in this regard.

[ 5 ] Nun, Sie werden aus diesem gesehen haben, daß gerade in diesem Gebiete des menschlichen Gesund- und Krankseins auch wichtige Anhaltspunkte für die Diät im allgemeinen enthalten sind, weil so ein, ich möchte sagen subtiler Übergang von Wirkungen besteht, die mehr dynamischer Art sind und von außen herangebracht werden an den Menschen, und Wirkungen, die nun durch die vom Menschen selbst verarbeiteten, erst veränderten Pflanzenstoffe entstehen. Aber Sie werden begreifen, daß, weil wir in der Region sind, wo alles eigentlich auf Rhythmus, auf dem rhythmischen Funktionieren im menschlichen Organismus beruht, sich da auch etwas zeigt, worauf man im Grunde genommen bei der Beurteilung des gesunden und kranken Menschen nicht genug hinweisen kann, und das ist, daß in dieser Behandlung jeder Fanatismus fehlen sollte. Es sollte tatsächlich in der ärztlichen Kunst jeder Fanatismus fehlen. Und bei jenem Fanatismus, der sich zum Beispiel ausdrückt, nehmen wir an in einem fanatischen Anwenden der Rohkostlerei, also Rohkost, fanatisch als diätetische Vorschrift betrieben, da beachten Sie dasjenige, was wir sagen mußten: Rohkost, also niemals Verkochtes von Pflanzen zu haben von dem, was mehr in der Pflanze nach unten geht gegen die Wurzel zu, hat eine ganz bestimmte Folge für den gesamten menschlichen Organismus; sie hat die Folge, daß langsam in der Organisation entgegengearbeitet wird der Gesundheit des Atmungssystems. Man kann ja lange Zeit, weil der menschliche Organismus doch nicht so leicht zerstörbar ist, durch einen solchen Fanatismus der Rohkostlerei natürlich unvermerkt an den Menschen ruinös wirken, aber mit der Zeit wird sich tatsächlich die fanatische Rohkostlerei in einer ausgesprochenen Kurzatmigkeit oder dergleichen einfach schon äußern.

[ 5 ] Well, you will have seen from this that precisely in this realm of human health and illness there are also important pointers for diet in general, because there is—I would say—a subtle transition between effects that are of a more dynamic nature and are introduced into the human being from the outside, and effects that arise from plant substances that have first been processed and transformed by the human being themselves. But you will understand that, since we are in a realm where everything is actually based on rhythm—on the rhythmic functioning of the human organism—there is also something that, when assessing healthy and sick people, cannot be emphasized enough: namely, that any form of fanaticism should be absent from this approach. In fact, any form of fanaticism should be absent from the medical profession. And regarding that fanaticism which expresses itself, for example—let’s say—in a fanatical adherence to a raw food diet, that is, raw foods fanatically enforced as a dietary prescription—here you must take note of what we had to say: A raw food diet—that is, never consuming overcooked plant matter, particularly the parts of the plant that extend downward toward the root—has a very specific effect on the entire human organism; it has the effect of gradually undermining the health of the respiratory system. Of course, because the human organism is not so easily destroyed, such fanaticism regarding raw food can have a ruinous effect on a person for a long time without being noticed; but over time, fanatical adherence to a raw food diet will indeed manifest itself in pronounced shortness of breath or similar symptoms.

[ 6 ] Nun kann aber einer kommen und kann sagen: Ja, aber ich habe ausgezeichnete Erfolge erzielt mit einer Früchtediät. Sehen Sie, da muß wiederum das Folgende gesagt werden. Früchte sind nicht Wurzeln, Früchte sind stark von der äußeren Sonne bearbeitet. Da wird schon ein außerirdischer Prozeß sehr stark vollzogen, da kommt man dem Kochen schon sehr nahe, wenn man dasjenige ausnützt, was dynamisch in den Früchten ist, so daß man also, wenn man zum Beispiel gewisse Kranke just nicht Wurzeln, sondern frische Früchte essen läßt, dadurch weniger schadet, weit weniger, als wenn man sie rohe Wurzeln essen läßt. So daß man also nach beiden Seiten hin nicht fanatisch werden darf, sondern tatsächlich nach beiden Seiten hin individualisieren muß. Es kann ganz gut Fälle geben, wo man sich sagen muß: Das ist ein Mensch, bei dem ist ganz deutlich ersichtlich, daß er seine Unregelmäßigkeit im Brustsystem von der Zirkulation aus hat und nicht vom Atmungsrhythmus; ich kann nachweisen, daß es von der Zirkulation ausgeht, nicht vom Atmungsrhythmus. Da werde ich genötigt sein, mich an dasjenige zu wenden, was eben von den Verdauungsfunktionen in die Zirkulationsfunktionen herüberspielt, und da werde ich dem, was fehlt, richtig nachhelfen können durch eine Diät von rohen Früchten. Das ist ganz richtig; daß ich das kann, so daß also dieser individuelle Fall durchaus zu der Rohfruchtkost hinweisen könnte. Habe ich aber einen Menschen, der dazu neigt, die Ursprünge des mangelhaften Funktionierens der Brust im Atem zu zeigen, dann werde ich mit einer solchen Behandlung nichts erreichen können, sondern vielleicht nur schaden können, denn dann werde ich nötig haben, eine Diät, die verkochtes Wurzelwerk dem Menschen zuführt, anzuwenden. Es zeigt sich so recht an diesem durchaus labilen System, wie schlimm der Fanatismus nach der einen oder nach der anderen Richtung wirkt.

[ 6 ] Now, someone might come along and say: “Yes, but I’ve had excellent results with a fruit diet.” You see, here again the following must be said. Fruits are not roots; fruits are strongly influenced by the external sun. A very intense, almost extraterrestrial process takes place there; it comes very close to cooking when one makes use of the dynamic force within the fruits. Thus, for example, if one allows certain sick people to eat fresh fruits rather than roots, one causes them far less harm—far less—than if one were to have them eat raw roots. So one must not become fanatical on either side, but must in fact tailor the approach to the individual in both cases. There may well be cases where one must say to oneself: This is a person in whom it is quite clearly evident that their irregularity in the chest system stems from the circulation and not from the respiratory rhythm; I can demonstrate that it originates from the circulation, not from the respiratory rhythm. In that case, I will be compelled to address the factors that influence the circulatory functions from the digestive functions, and there I will be able to properly remedy what is lacking through a diet of raw fruits. That is quite correct; I can do this, so that this individual case could indeed point toward a raw fruit diet. But if I have a person who tends to attribute the origins of the chest’s impaired functioning to breathing, then I will not be able to achieve anything with such a treatment—and may even cause harm—because in that case I will need to prescribe a diet that provides the person with overcooked root vegetables. This thoroughly unstable system clearly demonstrates just how harmful fanaticism in one direction or the other can be.

[ 7 ] Nun, wir werden dieses System aber nicht zu Ende verstehen können und deshalb noch einmal auf dasselbe zurückkommen müssen, wenn wir nicht zunächst, ich möchte sagen in diesem ersten Teil unserer Betrachtungen — die mehr pathologisch-therapeutisch sind, während die nächsten therapeutisch-pathologisch sein sollen -, wenn wir nicht in diesem ersten Teil berücksichtigen dasjenige, was als ein Prozeß im menschlichen Organismus vorhanden ist, der sich sehr häufig der äußeren Beobachtung vollständig entzieht, der so zum Schaden der menschlichen Gesundheit unbeobachtet bleibt. Ich habe in den allgemeinen Vorträgen, da wo ich über Sprachwissenschaft sprach - ich konnte es in dem naturwissenschaftlichen Kapitel nicht unterbringen, es hätte ebensogut dort in Betracht kommen können -, davon gesprochen, daß die eigentümlichen Vorgänge, die sich mehr nach außen vom Organismus aus entladen bei der Geschlechtsreife und die sich nach innen entladen in der Zeit zwischen der Geburt und dem Zahnwechsel — also wenn der Mensch sprechen lernt -—, daß die Vorgänge, die da stattfinden zwischen dem astralischen Leib und dem menschlichen Ätherleib und auch dem physischen Leib, dem Sprechenlernen und all den Veränderungen im menschlichen Organismus, die mit dem Sprechenlernen zusammenhängen, zugrunde liegen. Es sind das die Vorgänge, die also beim Kinde sorgfältig beobachtet werden sollen. Dem Sprechenlernen des Kindes geht immer auch eine Veränderung des übrigen Organismus parallel. Und wie gesagt, man soll auch die Veränderung nach vorne, nach der Geburt zu beobachten, also auch zurückgehen von der radikalen Veränderung im Zahnwechsel zurück zum Sprechen. Aber nun liegt eine ebenso bedeutsame Veränderung vor, die nurmehr nach innen gewendet ist, die sich nicht so äußerlich ankündigt wie die zum Beispiel eben, daß man die zweiten Zähne bekommt - das kann jeder beobachten -, oder das Sprechenlernen: es kann es auch jeder beobachten, denn es äußert sich eben nach außen. Aber ebenso liegt eine Änderung vor, eine für die menschliche Gesundheit und Krankheit fast wichtigere Veränderung als beim anderen, wo eben, ich möchte sagen in der Erziehung schon instinktiv viel gemacht wird, weil die Dinge offen zutage treten. Es liegt eine viel größere Bedeutung eigentlich zugrunde diesem anderen Prozeß, der sich nun abspielt in der Zeit zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife, dem Prozeß, der unmittelbar in der Mitte drinnen liegt und der darinnen besteht, daß das eigentliche Ich, das ja in dem Sinne erst geboren wird, wie ich das sonst ausführe, ich möchte sagen im Exoterischen, im vollständig Exoterischen erst um das zwanzigste Jahr herum, daß dieses Ich nun auch nach innen hinein geboren wird, geradeso wie der Astralleib im Sprechen. Das ist so zwischen dem neunten und zehnten Jahr in seiner Kulmination.

[ 7 ] Well, we will not be able to fully understand this system and will therefore have to return to it again unless we first, I would say in this first part of our considerations—which are more pathological-therapeutic, whereas the next ones are intended to be therapeutic-pathological—if we do not take into account in this first part that which exists as a process within the human organism that very often eludes external observation entirely, and thus remains unobserved to the detriment of human health. In the general lectures, where I spoke about linguistics—I was unable to include it in the chapter on the natural sciences, though it could just as well have been considered there—I spoke of the peculiar processes that manifest more outwardly from the organism at sexual maturity and manifest inwardly in the period between birth and the change of teeth—that is, when a person learns to speak —that the processes taking place there between the astral body and the human etheric body, as well as the physical body, underlie the learning to speak and all the changes in the human organism associated with it. These are the processes that should therefore be carefully observed in the child. A child’s learning to speak is always accompanied by a parallel change in the rest of the organism. And as mentioned, one should also observe the change moving forward, toward birth—that is, trace back from the radical change during the change of teeth to the onset of speech. But now there is an equally significant change that is directed inward; it does not manifest itself outwardly in the same way as, for example, the emergence of the second set of teeth—which anyone can observe—or the process of learning to speak: anyone can observe that as well, because it manifests itself outwardly. But there is also a change taking place—one that is almost more important for human health and illness than the other, where, I would say, a great deal is already done instinctively in child-rearing because these things are so clearly evident. In fact, there is a much greater significance underlying this other process, which now takes place in the period between the change of teeth and sexual maturity—the process that lies directly in the middle and consists in the fact that the true “I,” which is, after all, only born in the sense that I usually describe, I would say, in the exoteric, in the fully exoteric sense, only around the age of twenty—that this “I” is now also born inwardly, just as the astral body is born outwardly through speech. This reaches its culmination between the ages of nine and ten.

[ 8 ] Und nun müssen Sie bitte folgendes bedenken. Dasjenige, was im Menschen eigentlich veranlagt ist in bezug auf sein Ich, das wird fast gar nicht berücksichtigt. Das Ich als dem menschlichen Organismus innewohnend, das tut etwas ganz Besonderes. Alles andere im Menschen, das Physische im Menschen - das erst recht, wir werden auch darauf noch zurückkommen -, das Ätherische und auch das Astralische im Menschen, das also eigentlich nach außen nur durch den Sauerstoff mit dem direkt Äußeren des Menschen in Verbindung steht, sind Teile der menschlichen Wesenheit, die eigentlich sehr stark an das menschliche Innere gebunden sind. Von dem menschlichen Organismus wird im Schlafe fast nur der astralische Leib von dem Ich mitgenommen. Er hat eine sehr starke Affinität zum physischen und namentlich zum ätherischen Leib. Aber beim Ich ist es nicht so. Und hier in der Beziehung des Ich, namentlich in seinem Verhältnis zur Außenwelt, zeigt sich so recht der tiefgehende Unterschied des Menschen vom Tiere. In der Nahrungsaufnahme führen wir uns Stoffe zu, die in der Außenwelt eben auch Stoffe sind. Die müssen im Innern des Menschen verändert werden. Wer bewirkt diese Veränderung, diese gründliche Veränderung der äußeren Substanzen innerhalb des Menschen? Wer bewirkt diese? Die bewirkt in Wahrheit das Ich. Das Ich allein ist mächtig, ich möchte sagen, seine Fühlhörner bis hinunter zu erstrekken in die Kräfte der äußeren Substanzen. Ich möchte sagen, wenn Sie eine äußere Substanz haben - schematisch gezeichnet -, so hat diese gewisse Kräfte, die dekombiniert werden müssen, wenn sie im menschlichen Organismus umkombiniert werden sollen. Ätherleib, astralischer Leib, die gehen gewissermaßen um die Substanzen so herum, die haben keine Kraft, in das Innere der Substanzen hineinzudringen, die gehen bloß um die Substanzen herum. Das Ich ist es allein, das nun wirklich etwas zu tun hat mit dem Hinunterdringen, mit dem Hineingehen in die Substanzen selber. Wenn Sie also eine Nahrungssubstanz dem menschlichen Organismus übergeben, so ist zunächst diese Nahrungssubstanz im Menschen drinnen. Das Ich aber übergreift den ganzen menschlichen Organismus und geht direkt in die Nahrungssubstanz hinein. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen den inneren Kräften der Nahrungssubstanz und dem Ich des Menschen. Da übergreifen einander Außenwelt in bezug auf Chemie und Physik und Innenwelt des Menschen in bezug auf Antichemie und Antiphysik. Das ist das Wesentliche.

[ 8 ] And now, please consider the following. What is actually inherent in human beings with regard to their “I” is almost entirely overlooked. The “I,” as an inherent part of the human organism, performs a very special function. Everything else in the human being—the physical aspect, especially— we will return to this later—the etheric and also the astral aspects of the human being, which are actually connected to the human exterior only through oxygen, are parts of the human being that are in fact very strongly bound to the human interior. During sleep, the ego takes with it almost only the astral body from the human organism. It has a very strong affinity for the physical body and, in particular, for the etheric body. But this is not the case with the “I.” And it is here, in the “I’s” relationship—specifically in its relationship to the external world—that the profound difference between humans and animals truly becomes apparent. When we eat, we take in substances that are, in the external world, simply substances. These must be transformed within the human being. Who brings about this transformation—this fundamental transformation of external substances within the human being? Who brings it about? In truth, it is the “I” that brings it about. The “I” alone is powerful enough, I might say, to extend its sensory antennae all the way down into the forces of the external substances. I would say that if you have an external substance—drawn schematically—it possesses certain forces that must be broken down if they are to be recombined within the human organism. The etheric body and the astral body, so to speak, merely circle around the substances; they lack the power to penetrate into the interior of the substances—they merely circle around them. It is the “I” alone that is truly involved in penetrating downward, in entering into the substances themselves. So when you introduce a food substance into the human organism, this food substance is initially inside the person. The “I,” however, encompasses the entire human organism and enters directly into the food substance. An interaction arises between the inner forces of the food substance and the human “I.” Here, the external world—in terms of chemistry and physics—and the inner world of the human being—in terms of anti-chemistry and anti-physics—overlap. That is the essential point.

[ 9 ] Nun ist es so, daß beim Kind eigentlich bis in die Zeit hinein, in der die zweiten Zähne sich anzusetzen beginnen, bis in die Zeit also hinein, wo der Zahnwechsel eintritt, von dem Haupte aus dieses Eingreifen in die Substantialität der Stoffe geregelt wird. Das Kind wird so geboren, daß ihm auf dem Umwege seines Hauptes in der Embryonalentwicklung die Kräfte gegeben werden, die da beim Menschen tätig sind, um die Stoffe von innen heraus zu verarbeiten. Aber in der Zeit nach dem Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife hin und mit der Kulmination zwischen dem neunten und zehnten Jahre, da muß nun dasjenige Ich, das vom unteren Menschen aus wirkt, das untere Ich, das muß sich mit dem oberen begegnen. Beim Kinde ist es immer das Ich, das vom oberen Menschen aus wirkt, das noch die Stoffe verarbeitet bis in diese Zeit herein, die ich charakterisiert habe. Natürlich meine ich die Werkzeuge des Ich. Das Ich ist ja schließlich ein Einheitliches. Aber die Werkzeuge des Ich, die Polarität des Ich, also das Untere des Ich, das sich mit dem Oberen begegnet, das setzt sich erst in ein richtiges Verhältnis in der angedeuteten Zeit. Also es muß da beim Menschen das Ich in die Organisation so eintreten, wie beim Sprechenlernen der astralische Leib in die menschliche Organisation eingreifen muß.

[ 9 ] The fact is that in children, right up until the time when the second set of teeth begins to emerge—that is, right up until the time when tooth replacement begins—this intervention into the substance of the materials is regulated primarily by the head. The child is born in such a way that, through the indirect path of the head during embryonic development, it is endowed with the forces that are active in human beings to process substances from within. But in the period following the change of teeth up to sexual maturity—with the culmination between the ages of nine and ten—the “I” that acts from the lower human being, the lower “I,” must now encounter the upper “I.” In the child, it is always the “I” that acts from the higher human being that still processes the substances right up to this period I have described. Of course, I am referring to the instruments of the “I.” After all, the “I” is a unified entity. But the instruments of the “I”—the polarity of the “I,” that is, the lower aspect of the “I” that encounters the upper aspect—only establishes a proper relationship during the period I have indicated. Thus, in human beings, the “I” must enter into the organism in the same way that, when learning to speak, the astral body must intervene in the human organism.

[ 10 ] Nun beobachten Sie mit diesen Voraussetzungen all die Erscheinungen, die sich bei Kindern zeigen so vom achten, neunten Jahre an gegen das zwölfte, dreizehnte Jahr hin, gerade diejenigen Erscheinungen, die so notwendig sind im Volksschul-Lernalter zu beobachten. Betrachten Sie von diesem Gesichtspunkte aus diese Erscheinungen. Sie finden ihren äußeren Ausdruck in einem Suchen des menschlichen Organismus. Und dieses Suchen besteht darinnen, daß eben gesucht wird ein Einklang, eine erst während des Lebens herzustellende Harmonie zwischen den Stoffen, die aufgenommen werden, und der inneren menschlichen Organisation. Beobachten Sie sorgfältig, wenn der Kopf nicht recht will die inneren Kräfte der Stoffe aufnehmen in dieser Zeit, wenn er sich weigert, wie sich das äußert in den kindlichen Kopfschmerzen um das neunte, zehnte, elfte Jahr herum. Beobachten Sie, wie dann die Begleiterscheinungen auftreten in den Störungen des Stoffwechsels, verhältnismäßig sehr weit nach außen liegende Störungen des Stoffwechsels, in der Absonderung der Magensäure und so weiter, beobachten Sie das alles, und Sie werden sehen, wie es Kinder gibt, die sozusagen fortwährend kränkeln an diesem mangelhaften Einstellen des Ich von unten her und von oben her. Wenn solche Dinge sorgfältig ins Auge gefaßt werden, dann kommt man ihnen bei, und sie verschwinden in der Regel, sie klingen ab nach der Geschlechtsreife, wo eben der astralische Leib dann nachkommt und dasjenige ausgleicht, was da das Ich nicht kann. Das klingt nach und nach ab zwischen dem vierzehnten bis fünfzehnten und zwanzigsten bis einundzwanzigsten Jahre. Es können gerade in dieser Zeit zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife kränkelnde Kinder nachher außerordentlich gesund werden. Das ist etwas, was sehr lehrreich ist zu beobachten. Sie werden oftmals schon gefunden haben, wie kränkelnde Kinder, namentlich solche, bei denen nach außen sehr stark hervortritt das Kränkelnde in den Verdauungserscheinungen, in der unregelmäßigen Verdauung, wie diese dann, wenn sie sorgfältig behandelt werden, später ganz gesunde Menschen werden. Und von einer ganz besonderen Bedeutung ist bei dieser Behandlung dieses, daß man nun hier mit Bezug auf die Diätvorschriften außerordentlich sorgfältig zu Werke geht. Nach dieser Richtung hin kann Großartiges geleistet werden, wenn die Eltern oder Erzieher solcher Kinder, die nach dieser Richtung kränkeln, nicht fortwährend mit aller möglichen reichlichen Nahrungszufuhr dienen und mit dem fortwährenden Überreden. Da macht man es fortwährend schlechter. Man muß vielmehr versuchen zu ergründen, was das Kind ganz besonders gut verdaut, was besonders gut übergeht, und das dann in kleineren Portionen bei öfterer Zufuhr, also beim Verteilen des Essens auf eine größere Anzahl von Mahlzeiten, geben. Darauf muß man sehen, damit kann man solchen Kindern eine große Wohltat erweisen. Dagegen glauben, daß man durch Überfütterung und dergleichen etwas erreicht, ist eine ganz falsche Anschauung. Wenn man dann auch noch dafür sorgt, daß solche Kinder keine übermäßigen Schulaufgaben machen und dadurch fortwährend ihren Zustand verschlechtern, wenn man ihnen also richtig die nötige Ruhe gönnt, tut man noch dasjenige dazu, was nun wiederum diese innerlich notwendige Verdauungstätigkeit nur in kleineren Portionen beigebrachter Nahrung ihrerseits fördert. Es wird kaum gegen etwas so stark gesündigt als gerade gegen dasjenige, was in diesen Andeutungen enthalten ist. Denn man kann durchaus sagen, wird nun dagegen gesündigt, sorgt man nicht in dieser Richtung für eine gesunde menschliche Entwickelung, dann allerdings bleiben von den kränkenden Dingen in diesem Lebensalter alle möglichen Krankheitsdispositionen für das ganze menschliche Leben zurück.

[ 10 ] Now, with these premises in mind, observe all the phenomena that manifest in children from around the ages of eight or nine through to twelve or thirteen—precisely those phenomena that are so essential to observe during the elementary school years. Consider these phenomena from this perspective. They find their outward expression in a process of seeking on the part of the human organism. And this seeking consists precisely in the search for a balance—a harmony that can only be established over the course of a lifetime—between the substances that are taken in and the inner human organization. Observe carefully how, when the head is not quite ready to absorb the inner forces of the substances during this period—when it refuses to do so—this manifests itself in childhood headaches around the ages of nine, ten, and eleven. Observe how the accompanying symptoms then manifest in metabolic disturbances—disturbances that are relatively far removed from the core—such as in gastric acid secretion and so on; observe all of this, and you will see that there are children who, so to speak, are constantly ailing due to this inadequate adjustment of the “I” from both below and above. If such matters are carefully taken into account, then they can be addressed, and they generally disappear; they subside after puberty, when the astral body finally takes over and compensates for what the “I” cannot do. This gradually subsides between the ages of fourteen to fifteen and twenty to twenty-one. It is precisely during this period between the change of teeth and puberty that children who have been sickly can subsequently become exceptionally healthy. This is something that is very instructive to observe. You will often have noticed how sickly children—particularly those whose illness manifests very strongly outwardly in digestive symptoms, such as irregular digestion—go on to become perfectly healthy adults when they are carefully treated. And of particular importance in this treatment is that one must proceed with extraordinary care when it comes to dietary guidelines. Remarkable results can be achieved in this regard if the parents or caregivers of such children—who are frail in this way—do not constantly provide them with all kinds of abundant food and persistently try to persuade them to eat more. That only makes matters worse. Rather, one must try to determine what the child digests particularly well, what agrees with them best, and then provide it in smaller portions more frequently—that is, by spreading the food out over a greater number of meals. One must pay attention to this; in doing so, one can do such children a great service. On the other hand, believing that one can achieve anything through overfeeding and the like is a completely mistaken view. If one also ensures that such children do not have excessive schoolwork—which would continually worsen their condition—and thus grants them the necessary rest, one is doing exactly what, in turn, promotes this internally necessary digestive activity, which itself relies on food being provided in smaller portions. There is scarcely anything against which people sin as gravely as against precisely what is implied in these remarks. For one can certainly say that if these principles are disregarded—if one fails to ensure healthy human development in this regard—then all manner of predispositions to illness, stemming from the harmful influences of this stage of life, will remain with the individual for the rest of their life.

[ 11 ] Nun, die Leute beklagen sich sehr leicht darüber, daß wir in der Waldorfschule mit den Hausaufgaben außerordentlich sparsam sind. Wir haben gute Gründe dazu. Eine wirklichkeitsgemäße Pädagogik sieht eben nicht nur auf die abstrakten Grundsätze und auf die Abstraktionen überhaupt, die heute vielfach im Leben geltend gemacht werden, sondern sie berücksichtigt alles, was in der wirklichen Entwikkelung des Menschen eben zu berücksichtigen ist, und dazu gehört vor allen Dingen, daß man die Kinder nicht mit Hausaufgaben traktiert; denn die Hausaufgaben sind im wesentlichen manchmal die sehr, sehr verborgenen Ursachen einer schlechten Verdauung. Diese Dinge äußern sich immer erst später, aber sie sind eben durchaus sehr wirksam. Es ist das Eigentümliche, daß für die menschliche Entwickelung übersinnliches Beurteilen des Menschen zu gleicher Zeit ein Hinweis darauf ist, daß man dasjenige, was sich in einem früheren Lebensalter für das spätere vorbereitet, eben in seinen Andeutungserscheinungen in einem früheren Lebensalter sehen kann.

[ 11 ] Well, people are quick to complain that we are extremely sparing with homework at the Waldorf School. We have good reasons for this. A realistic approach to education does not focus solely on abstract principles and abstractions in general—which are so often emphasized in life today—but takes into account everything that must be considered in the actual development of the human being, and this includes, above all, not burdening children with homework; for homework is, in essence, sometimes the very, very hidden cause of poor digestion. These effects always manifest themselves later, but they are indeed very potent. It is a peculiar feature that, in human development, a spiritual assessment of a person simultaneously serves as an indication that what is being prepared in an earlier stage of life for later life can indeed be seen in its early signs during that earlier stage.

[ 12 ] Nun, die Gefahr, die in diesem - wenn ich so sagen darf - Einkoppeln des Ich in den menschlichen Organismus von unten her besteht, diese Gefahr, sie ist ja wirklich fast für alle Menschen und insbesondere für die Kulturmenschen in unserer Zeit, wenn sie Kinder sind, eine außerordentlich große, und daher muß man eigentlich schon bei jedem Menschen, wenn er nicht gerade aus robustem Bauernblut ist, auf diese Sachen Rücksicht nehmen. Ein gewisser starker Unterschied ist gerade in bezug auf solche Dinge noch vorhanden zwischen dem Bauernblut und, man kann schon sagen der übrigen Erdenbevölkerung. Denn in dieser Beziehung muß man da den Schnitt machen. Die übrige Erdenbevölkerung neigt sehr stark zu Gefahren hin, die herkommen von diesem mangelhaften Einkoppeln des Ich in den Organismus, der gründlich verdorben wird, bevor dieses Ich sich einkoppeln soll, zu den Gefahren, die bei diesem Einkoppeln des Ich eben auftreten. Vom Atmungssystem aus und auch vom Kopfsystem aus ist gerade das weibliche Geschlecht noch empfänglicher für dieses eigentümliche labile Gleichgewicht, das da ist. Das männliche Geschlecht ist in bezug auf seine Brustorganisation etwas — nicht stabiler - aber robuster noch, also weniger empfindlich. Es können sogar da dieselben Schäden auftreten, aber sie äußern sich weniger. Das weibliche Geschlecht ist gegen alles dasjenige, was da auftritt, empfindlicher, und dasjenige, was ich geschildert habe, was das Suchen nach der richtigen Einkoppelung des Ich ist, das läuft entweder in den gesunden Menschen aus oder in die Bleichsucht. Die Bleichsucht ist die direkte Fortsetzung alles desjenigen, was in anormalerweise auf diese Art in dem Zeitalter vom siebten Jahre an geschieht. Die Bleichsucht macht sich erst später geltend, aber sie ist eben die Verstärkung all desjenigen, was in dieser Richtung noch unbemerkbar ist in der vorigen Lebenszeit.

[ 12 ] Well, the danger inherent in this—if I may put it that way—integration of the “I” into the human organism from below is, in fact, an extraordinarily great one for almost all people, and especially for cultured people of our time when they are children; and therefore, one really must take these matters into account for every person, unless they happen to be of robust peasant stock. A certain marked difference still exists, particularly with regard to such matters, between peasant stock and—one might well say—the rest of the world’s population. For in this respect, a distinction must be drawn. The rest of the world’s population is highly prone to dangers arising from this inadequate integration of the “I” into the organism—which is thoroughly corrupted before this “I” is supposed to integrate—as well as to the dangers that arise precisely during this integration of the “I.” From the perspective of the respiratory system and also the cranial system, the female sex is even more receptive to this peculiar, unstable equilibrium that exists. The male sex is, in terms of its thoracic organization, somewhat—not more stable—but even more robust, and thus less sensitive. The same damages can occur there as well, but they manifest themselves less. The female sex is more sensitive to everything that occurs, and what I have described—the search for the proper integration of the “I”—results either in a healthy individual or in pallor. Anemia is the direct continuation of everything that occurs abnormally in this way from the age of seven onward. Anemia does not manifest itself until later, but it is precisely the intensification of everything that is still imperceptible in this regard during the previous lifetime.

[ 13 ] Dabei müssen wir verweisen auf etwas, was außerordentlich wichtig eben ist zu unterscheiden. Wenn wir das Zirkulationssystem betrachten, so müssen wir die eigentliche Zirkulation, die eine Summe von Bewegungen ist, unterscheiden von demjenigen, was mit dieser Zirkulation sich wiederum innig zusammensetzt, was gewissermaßen sich hineinschiebt in diese Zirkulation: das ist der Stoffwechsel. Es ist im Zirkulationssystem eben durchaus die Ausgleichung zwischen dem Stoffwechselsystem und dem rhythmischen System gegeben, während in dem Atmungsorganismus die Ausgleichung zwischen dem rhythmischen Organismus und dem Nerven-Sinnesorganismus gegeben ist. Wenn Sie also diesen mittleren Menschen, diesen Brustmenschen ins Auge fassen, so müssen Sie durchaus beachten, daß dieser Brustmensch nach zwei Seiten hin polarisch organisiert ist. Er ist durch die Atmung nach dem Kopf hin organisiert; er ist durch die Zirkulation nach dem Stoffwechsel-Gliedmaßensystem hin organisiert. Alles dasjenige, was im Stoffwechsel selber ist oder in dem, was mit dem Stoffwechsel innig zusammengeht, in der Beweglichkeit des Menschen — was eine große Wichtigkeit besonders in der ersten oder aufsteigenden Lebenshälfte hat -,, alles das schiebt sich als Stoffwechselkräfte in die Zirkulationskräfte hinein. Und das, also dieses Hinaufschieben, muß dann wiederum vorrücken, so daß wir eigentlich in dem Prozeß, den ich geschildert habe, es zu tun haben mit einem Vorrücken desjenigen, was das Ich im Stoffwechsel und schon in der Aufnahme der Stoffe, dann in seinem Anfassen der inneren Kräfte der Stoffe bewirkt. Mit einem Hinaufwandern durch Zirkulation und Atmung bis in das Kopfsystem haben wir es zu tun, und das muß sich ordentlich organisieren in der angegebenen Zeit zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife. Es muß das Anfassen des Ich an den Kräften der äußeren Stoffe hinaufwandern durch Zirkulation und Atmung bis in das richtige Eingreifen in das Kopfsystem. Das ist eben dieser sehr komplizierte Vorgang, mit dem man sich da zu befassen hat, und diesen komplizierten Vorgang, man kann ihn eigentlich wirklich so studieren, daß man versucht, seine Beeinflussung schon zu erfassen, ich möchte sagen im äußeren Verdauungstrakt, da wo die Stoffe so sind, daß sie noch dem Äußeren sehr ähnlich sind, wo die Stoffe durch das Innere erst schwach erfaßt sind. Denn was ist die erste Erfassung der äußeren Stoffe? Was macht da das Ich, indem es die äußeren Stoffe zuerst erfaßt?

[ 13 ] In this regard, we must point out something that is exceptionally important to distinguish. When we consider the circulatory system, we must distinguish the actual circulation—which is a sum of movements—from that which is intimately intertwined with this circulation, which, so to speak, interweaves itself into this circulation: that is metabolism. In the circulatory system, there is indeed a balance between the metabolic system and the rhythmic system, whereas in the respiratory organism, there is a balance between the rhythmic organism and the nervous-sensory organism. So when you consider this middle human being, this “chest human,” you must certainly note that this chest human is organized in a polarized manner in two directions. Through respiration, it is organized toward the head; through circulation, it is organized toward the metabolic-limb system. Everything that is part of metabolism itself or intimately connected with it—in the human being’s mobility, which is of great importance especially in the first or ascending half of life—all of this pushes its way into the circulatory forces as metabolic forces. And this upward movement must then advance further, so that in the process I have described, we are actually dealing with an advancement of that which the “I” brings about in metabolism—already in the absorption of substances, and then in its engagement with the inner forces of those substances. We are dealing with an upward movement through circulation and respiration all the way into the head system, and this must be properly organized within the specified period between the change of teeth and sexual maturity. The “I’s” engagement with the forces of external substances must move upward through circulation and respiration until it properly intervenes in the head system. This is precisely the very complicated process we are dealing with here, and this complicated process can actually be studied in such a way that one attempts to grasp its influence—I would say—in the external digestive tract, where the substances are still very similar to the external world, where they are only weakly grasped by the inner being. For what is the first apprehension of external substances? What does the “I” do when it first apprehends external substances?

[ 14 ] Die erste Erfassung der äußeren Stoffkräfte durch das Ich geschieht unter Begleiterscheinungen der Schmecksensation, des Schmeckens, des Verarbeitens der äußeren Stoffe, so daß es sich subjektiv im Schmekken äußert. Das ist das erste Erfassen der inneren Kräfte. Dann geht es weiter nach innen. Aber es setzt sich auch das Schmecken nach innen fort. Der innere Verdauungsorganismus, der also jenseits des Darmes liegt, der dann ins Blut hinüberführt, ist noch immer ein sich abschwächendes Schmecken. Und so geht es eigentlich hinauf, bis in dem Kopforganismus das Schmecken bekämpft wird. Da wird das Schmecken abgelähmt. Und darinnen besteht die Tätigkeit des Kopfes gegenüber dem Schmecken. Der Kopf lähmt das Schmecken ab. Er wendet sich gegen das Schmecken. Dieser Prozeß muß eben ordentlich sein. Dann natürlich ergreift, in die Stoffe weiter hineingehend, das Ich diese Stoffe stärker, als es bloß äußerlich subjektiv im Schmecken der Fall ist.

[ 14 ] The ego’s first perception of external material forces occurs alongside the sensation of taste—the act of tasting and processing external substances—so that it subjectively manifests itself in the act of tasting. This is the first perception of inner forces. Then the process continues inward. But the act of tasting also continues inward. The inner digestive system—which lies beyond the intestines and then transfers nutrients into the blood—is still a gradually diminishing act of tasting. And so it actually continues upward until the act of tasting is counteracted within the head. There, the act of tasting is dulled. And therein lies the activity of the head in relation to the sense of taste. The head numbs the sense of taste. It turns against the sense of taste. This process must be orderly. Then, of course, as it penetrates further into the substances, the “I” grasps these substances more strongly than is the case merely externally and subjectively in the sense of taste.

[ 15 ] Dieses, was da gewissermaßen im äußeren Verdauungstrakt vor sich geht, das wird stark beeinflußt nun von demjenigen, was mineralisch-salzig ist. Sie können dasjenige, was ich jetzt sage, in jeder einzelnen Partie harmonisieren mit dem, was ich im vorigen Kurs gesagt habe, Sie werden sehen, es ist im wesentlichen das, was ich jetzt vorbringe, eine Ergänzung des dort Gesagten. Die Sache ist nämlich so. Wenn wir uns fragen: Was ist eigentlich ein Heilmittel aus den äußeren Reichen der Natur, was ist ein Heilmittel? - Es ist schon diese prinzipielle Frage eigentlich eine Grundfrage der Medizin, möchte man sagen. Was ist ein Heilmittel?

[ 15 ] What takes place, so to speak, in the external digestive tract is strongly influenced by mineral salts. You can harmonize what I am about to say with what I said in the previous course; you will see that what I am presenting now is essentially a supplement to what was said there. The fact is this: When we ask ourselves, “What exactly is a remedy from the outer realms of nature? What is a remedy?”—this fundamental question is, in fact, a basic question of medicine, one might say. What is a remedy?

[ 16 ] Alles das ist kein Heilmittel, was der Organismus in seinem gesunden Zustande verdauen kann. Das ist kein Heilmittel. Das Heilmittel beginnt erst dann, wenn man dem Organismus etwas zuführt, was er im gesunden Zustand nicht verdauen kann, was also erst verdaut werden muß im anormalen menschlichen Organismus. Wir fordern den anormalen menschlichen Organismus heraus, etwas zu verdauen, was im gesunden menschlichen Organismus nicht verdaut wird. Die Heilung ist eigentlich eine fortgesetzte Verdauung, aber eben eine Verdauung, die stufenweise in das Innere des menschlichen Organismus verlegt wird.

[ 16 ] Anything that the organism can digest in its healthy state is not a remedy. That is not a remedy. The remedy begins only when one introduces into the organism something that it cannot digest in its healthy state—something that must first be digested by the abnormal human organism. We challenge the abnormal human organism to digest something that is not digested in the healthy human organism. Healing is actually a continuous process of digestion, but one that is gradually shifted into the interior of the human organism.

[ 17 ] Unter den Begleiterscheinungen desjenigen, was dann, sagen wir in der Bleichsucht in den glanzvollsten Symptomen zum Vorschein kommt, wie vorher angedeutet, sind all diese Symptome: Müdigkeit, Schlaffheit, mangelhaftes Einschlafen, Aufwachen. Wenn alle diese Symptome auftreten, die bei den meisten Kindern in dem heute angedeuteten Lebensalter auftreten können, dann ist es notwendig, daß man es schon zunächst probiert mit dem äußeren Verdauungstrakt. Da muß man Mineralisches, noch vollständig Mineralisches anwenden. Und da wird man sehen, daß man Wirkungen erzielt. Zunächst könnten diese Dinge beobachtet werden durch Symptome, die sich da einstellen. Da wird man zum Beispiel sehen, daß da starke Symptome auftreten, die alle darauf hinweisen, wie das Ich äußerlich die Kräfte der äußeren Stoffe erfängt, und wie es unterstützt wird in dieser Beziehung durch, sagen wir, kohlensaures Eisen. Kohlensaures Eisen, das ist etwas, was wie das Stützende gegenüber dem Lahmen wirkt, wenn das Ich äußerlich angreifen soll.

[ 17 ] Among the accompanying symptoms of what then manifests itself—let us say, in pallor—in its most striking forms, as previously indicated, are all of the following: fatigue, listlessness, difficulty falling asleep, and waking up. When all these symptoms occur—which can occur in most children at the age mentioned today—it is necessary to begin by addressing the external digestive tract. There, one must administer mineral remedies, specifically those that are entirely mineral in nature. And there one will see that results are achieved. Initially, these effects can be observed through the symptoms that arise. For example, one will see that strong symptoms arise, all of which indicate how the “I” externally captures the forces of external substances, and how it is supported in this regard by, let’s say, ferrous carbonate. Ferrous carbonate is something that acts as a support against weakness when the “I” is to engage with the external world.

[ 18 ] Gehen wir um eine Stufe weiter und wir haben ein mangelhaftes Eingreifen des Ich in den Zirkulationsorganismus, dann wird es bemerkbar sein, wie dieses mangelhafte Eingreifen des Ich in den Zirkulationsorganismus unterstützt werden kann zum Beispiel durch Ferrum muriaticum, also durch ein schon im reinen Mineralischen gesteigertes Heilmittel.

[ 18 ] If we take it a step further and consider a deficiency in the ego’s involvement in the circulatory system, we will see how this deficiency can be supported, for example, by Ferrum muriaticum—that is, by a remedy that has already been potentized within the pure mineral realm.

[ 19 ] Gehen wir zu dem, was dann im Atmungsorganismus vorliegt, also steigen wir wiederum um eine Stufe höher, so werden wir eine ganz besondere Unterstützung des Ich gewinnen durch Pflanzensäure und, gehen wir weiter zum Kopfsystem hinauf, durch die reinen Metalle, die natürlich dann da angewendet werden müssen, wo sie nicht äußerlich reine Metalle sind, denn da haben sie überhaupt zunächst keinen rechten Bezug zum menschlichen Organismus, sondern in ihren feinsten Kräften. Deshalb habe ich im vorigen Jahre gesagt, im Grunde genommen läßt der menschliche Organismus gar nicht allopathisch mit sich herummachen in bezug auf die Metalle, sondern der homöopathisiert selber, er zersplittert selber die Metalle, indem er kommt vom Verdauungssystem zum Kopforganismus. Man unterstützt natürlich diesen Organismus, wenn man eben schon die Potenzierung entwickelt.

[ 19 ] Let us turn to what is present in the respiratory organism; in other words, let us ascend another level, and we will gain a very special support for the “I” through plant acids; and, moving further up to the head system, through the pure metals—which, of course, must then be applied not as externally pure metals, for in that form they initially have no real connection to the human organism, but rather through their finest forces. That is why I said last year that, fundamentally speaking, the human organism does not allow itself to be treated allopathically with regard to metals; rather, it homeopathizes them itself—it breaks down the metals itself as they pass from the digestive system to the head organism. Of course, one supports this organism by developing the potentization process.

[ 20 ] Sie werden aber sehen - und wir werden darauf zurückkommen von einer anderen Seite her -, daß schon daraus etwas zu entnehmen ist mit Bezug auf das Potenzieren. Denn man muß sich eine Vorstellung verschaffen von dem eigentlichen Zentrum des Mangels. Je tiefer das Zentrum des Mangels liegt, je weniger nahe es der Kopforganisation liegt, desto niedrigere Potenzierungen. Je mehr man konstatieren kann, daß es der Kopforganisation nahe liegt, handelt es sich darum, daß man das höhere Potenzieren anwendet. Natürlich handelt es sich darum, daß nun dasjenige, was der Kopforganisation zu nahe kommt, sich in allem möglichen äußern, ausdrücken kann.

[ 20 ] But you will see—and we will return to this from a different angle—that even this alone provides some insight regarding potentization. For one must form a mental image of the actual center of the deficiency. The deeper the center of the deficiency lies—the farther it is from the organization of the head—the lower the potencies. The more one can ascertain that it lies close to the organization of the head, the more one must apply higher potencies. Of course, this means that whatever comes too close to the organization of the head can manifest and express itself in every possible way.

[ 21 ] Wenn Sie da von dem Gesichtspunkte der Ich-Erfassung des Äußeren richtig ausgehen, dann werden Sie, ich möchte sagen diejenigen Erscheinungen durchschauen können, die Ihnen symptomatisch entgegentreten. Sehen Sie, wenn Sie auf das rekurrieren, was ich in diesen Tagen gesagt habe, was ich auch sonst schon betont habe - der menschliche Organismus ist einfach nicht das, was wir mit Linien aufzeichnen; das ist ja nur das Feste. Der menschliche Organismus ist im wesentlichen auch organisierte Flüssigkeit, organisierte Luft, organisierte Wärme. Und in diese verschiedenen Glieder der Organisation muß nun auch das Ich eingreifen. Und besonders wichtig und subtil ist auch das Eingreifen des Ich in die Wärmeverhältnisse des Körpers. Das Ich muß in der folgenden Art in die Wärmeverhältnisse des Körpers eingreifen.

[ 21 ] If you start from the correct perspective of the “I” perceiving the external world, then you will—I would say—be able to see through those phenomena that present themselves to you as symptoms. You see, if you refer back to what I have said in recent days—and what I have emphasized elsewhere as well—the human organism is simply not what we depict with lines; that is, after all, only the solid form. The human organism is essentially also organized fluid, organized air, and organized warmth. And the “I” must now intervene in these various aspects of the organism. Particularly important and subtle is the “I’s” intervention in the body’s thermal conditions. The “I” must intervene in the body’s thermal conditions in the following manner.

[ 22 ] Wir haben zunächst, wenn der Mensch geboren wird, das Abbild des Ich. Ich habe ja gesagt, das Abbild des Ich ist im Kopfe vorhanden. Wir haben das Abbild des Ich. Das wirkt nun im kindlichen Alter. Dazu muß nun das Ich von unten herauf, ich möchte sagen, das Sein geben; das muß da eingreifen. Und das äußert sich darinnen, daß dieses Abbild des Ich, das wir im Kopfe haben, im kindlichen Alter durchaus den Organismus durchwärmend wirkt. Das hat etwas zu tun mit der Durchwärmung des menschlichen Organismus. Aber diese Durchwärmung ist in absteigender Kurve. Diese Durchwärmung ist am stärksten eben bei der Geburt, insofern die Erwärmung vom Kopfe ausgeht, und ist dann in absteigender Kurve. Und wir sind als Menschen genötigt, im späteren Lebensalter dasjenige, was da an der Wärmekurve sich entwickelt, auf seiner Höhe zu erhalten von unten auf durch dieses Eingreifen des Ich in diese Wärmeverhältnisse. Wir müssen später dieser Kurve die andere entgegensetzen, die aufsteigend ist, und die im wesentlichen von dem Erfassen der aufsteigenden substantiellen Kräfte über die Nahrung, der Hinüberleitung in die Zirkulation, in das Atmen und dann in das Kopfsystem abhängt.

[ 22 ] First of all, when a human being is born, we have the image of the “I.” As I have said, the image of the “I” is present in the head. We have the image of the “I.” This is active during childhood. For this to happen, the “I”—or, I would say, Being—must rise up from below; it must intervene there. And this manifests itself in the fact that this image of the “I” that we have in our heads has a thoroughly warming effect on the organism during childhood. This has something to do with the warming of the human organism. But this warming follows a downward curve. This warming is strongest at birth, insofar as the warmth emanates from the head, and then follows a downward curve. And as human beings, we are compelled, in later life, to maintain at its peak what develops along that warmth curve—from below upward—through this intervention of the “I” in these thermal conditions. Later on, we must counter this curve with another one that is ascending, and which essentially depends on the absorption of the rising substantial forces through food, their transmission into the circulation, into breathing, and then into the head system.

[ 23 ] Nun nehmen Sie an, das geschieht eben nicht ordentlich. Es ist zu schwach, dieses Hinüberleiten der inneren Substanzenkräfte der Außenwelt in den menschlichen Organismus. Nehmen Sie an, das ist zu schwach, das wird nicht in der nötigen Intensität entwickelt, dann führen Sie auf dem Ich-Wege, was ja sein muß, dem Organismus nicht genügend Wärme zu. Der Kopf, der dann die absteigende Kurve nur entwickelt, der läßt den Körper erkalten. Das tritt zuerst an den Peripherien auf. Und bitte, beobachten Sie deshalb, wie diejenigen Personen, die die Fortsetzung haben dieses Erschlaffungszustandes, der eben herrührt von alledem, was ich heute beschrieben habe, das Frösteln an den Händen, das Frösteln an den Zehen haben. Da ist es handgreiflich, denn Sie können es spüren, wie dem Prozeß, der von oben herunter durch das Abbild des Ich sich vollzogen hat in der Kindheit, eben nicht das Notwendige entgegengeführt wird durch das tätige Ich, durch das Ich, das entwickelt werden muß, und das die Wärme bis in die äußerste Peripherie der Glieder bringt. Das ist etwas, was Ihnen zeigen wird, wie man, sobald man sich auf bildhaftes Anschauen verlegt, sobald man darauf Rücksicht nimmt, wie im Menschen ineinanderwirken bis zur Bildhaftigkeit fein die verschiedenen Kräfte oben und untere Kräfte, wie man dann tatsächlich auch in dem, was sich äußert, ich möchte sagen Bilder hat. In dem Frösteln der Hände, in dem Frösteln der Füße haben Sie Bilder für etwas, was im ganzen menschlichen Organismus vorgeht. Und da tritt es dann auf, daß man lernt, die Symptome so zu verwerten, daß einem herausspringt aus den Symptomen die Erkenntnis des ganzen Menschen. Es ist im tiefsten Sinne darauf hinweisend, daß dieses Ich nicht ordentlich im späteren Lebensalter eingreift, wenn der Mensch fröstelnde Hände und Füße hat. Wenn man nämlich solche Dinge beachtet, wenn man überhaupt nur eingeht auf dasjenige, was die Geisteswissenschaft zu sagen hat aus ihren Voraussetzungen heraus, bekommt man einen Zusammenhang mit dem menschlichen Organismus. Wenn man nicht [darauf] eingeht, dann wird man sehen, wie man durch dieses Nichtbeachten allmählich den Zusammenhang verliert mit einem wirklichen Durchschauen des menschlichen Organismus. Wenn man aber eingeht auf dasjenige, was die Geisteswissenschaft bieten kann, bekommt man einen Zusammenhang mit dem menschlichen Organismus. Man wächst in ihn hinein.

[ 23 ] Now suppose this process does not occur properly. This transfer of the inner, substantial forces from the external world into the human organism is too weak. Suppose this is too weak—that it is not developed with the necessary intensity—then, through the ego pathway—which is, of course, necessary—you are not supplying the organism with sufficient warmth. The head, which then follows only a downward trajectory, allows the body to grow cold. This first occurs at the peripheries. And please, observe how those individuals who continue to experience this state of lethargy—which stems precisely from everything I have described today—suffer from cold hands and cold toes. There it is palpable, for you can feel how the process that took place from above through the image of the “I” in childhood is not counteracted by the active “I”—the “I” that must be developed—which carries warmth all the way to the outermost periphery of the limbs. This is something that will show you how, as soon as you turn to pictorial observation, as soon as you take into account how the various forces—those above and those below—interact within the human being in such a subtle way as to become pictorial, you then actually have, so to speak, images in what is expressed. In the chill of the hands, in the chill of the feet, you have images of something that is taking place throughout the entire human organism. And then it happens that one learns to interpret the symptoms in such a way that the understanding of the whole human being emerges from them. It is, in the deepest sense, indicative that this “I” does not function properly in later life when a person has cold hands and feet. For if one pays attention to such things—if one even merely engages with what Spiritual Science has to say based on its premises—one gains a connection with the human organism. If one does not engage with this, one will see how, through this failure to pay attention, one gradually loses the connection to a true understanding of the human organism. But if one engages with what Spiritual Science has to offer, one gains a connection to the human organism. One grows into it.

[ 24 ] Nehmen Sie zum Beispiel das Folgende. Diese Geisteswissenschaft schärft fortwährend ein: In der Auf richtekraft des Menschen liegt etwas, aber diese Aufrichtekraft hängt wiederum zusammen mit der Entwickelung des Ich von unten nach oben. Dasjenige, was zuerst geschieht, früher, das ist eine Aufrichtekraft, die in einem gewissen Sinne nur äußerlich sich äußert. Sie wird unterstützt von dem, was von oben nach unten strömt. Ist der Zahnwechsel vorüber, hat diese Richtkraft in entsprechender Weise sich verwertet, dann ist Schlußpunkt gemacht mit dieser elementaren Aufrichtekraft, dann geht die Aufrichtekraft gerade an das Innere über, dann muß im Innern der Ausgleich geschaffen werden von unten nach oben und von oben nach unten. Und dann treten in Gegensatz die Kräfte von oben nach unten und von unten nach oben. Und die begegnen sich. In diesem, ich möchte sagen eindimensionalen Begegnen der Kräfte von oben und der Kräfte von unten kann man besonders sehen, was in diesem Lebensalter vor sich geht. Und nun beobachten Sie, bei was - sagen wir zur Chlorose neigende Menschen besonders müde werden. Sie werden immer am meisten müde nicht dann, wenn sie in der Horizontalen gehen, sondern dann, wenn sie Treppen steigen. Das weist einen direkt auf diese Erscheinungen hin. Gerade durch das Treppensteigen werden zur Bleichsucht neigende Menschen besonders beschwert, so daß man da wiederum sieht an den Symptomen, in dem, was sich aber lebendig im Werden äußert, kann man erfangen dasjenige, was geistig hinter dem Menschen steht. Dann kann man eben es dahin bringen, daß man, ich möchte sagen einfach abliest von dem, was man auf diese Weise durch die diagnostizierende Pathologie gewinnt, dasjenige, was man gegen die abnormen Erscheinungen zu tun hat. Davon dann morgen weiter.

[ 24 ] Take the following, for example. This Spiritual Science constantly emphasizes: There is something in the human being’s power of self-elevation, but this power of self-elevation, in turn, is connected to the development of the “I” from the bottom up. What happens first, earlier on, is a force of uprightness that, in a certain sense, manifests itself only externally. It is supported by what flows from top to bottom. Once the change of teeth is complete and this directing force has fulfilled its purpose in the appropriate way, this elementary upward-directing force comes to an end; the upward-directing force then shifts entirely to the inner realm, and a balance must be established within—from the bottom up and from the top down. And then the forces flowing from the top down and from the bottom up come into opposition. And they meet. In this—I would say one-dimensional—encounter between the forces from above and the forces from below, one can particularly see what is taking place at this stage of life. And now observe what causes people—let’s say those prone to chlorosis—to become especially tired. They always become most tired not when walking on level ground, but when climbing stairs. This points directly to these phenomena. It is precisely when climbing stairs that people prone to pallor are particularly burdened, so that here again, through the symptoms—in what manifests itself vividly in the process of becoming—one can grasp what stands spiritually behind the human being. Then one can proceed to—I would say simply derive from what one gains in this way through diagnostic pathology—the measures one must take against these abnormal phenomena. More on that tomorrow.

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