Cooperation Between Doctors and Pastoral Caregivers
Pastoral Medicine Course
GA 318
12 September 1924, Dornach
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Pastoral Medicine Course, tr. SOL
Fünfter Vortrag
Fifth Lecture
[ 1 ] Meine lieben Freunde! Es handelt sich jetzt um die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben auf der einen Seite durch die Betrachtung von Menschen, welche, ohne direkt eine Intuition zu haben, in Wahrnehmung der geistigen Welt hineinwachsen und dadurch Zustände zeigen in ihrem ganzen menschlichen Habitus, die den Arzt leicht an Pathologisches erinnern können, die aber im Grunde genommen doch etwas ganz anderes sind als pathologische Zustände allein. Schon aus dem Grunde, weil, wie wir gesehen haben, das Pathologische im Status nascendi bleibt und eine fortwährende, vom Geiste ausgehende Heilungsmöglichkeit da ist, wie das bei solchen Persönlichkeiten wie die heilige Theresia, auch Mechthild von Magdeburg, aber auch bei männlichen Visionären durchaus der Fall ist.
[ 1 ] My dear friends! We are now dealing with the insights we have gained, on the one hand, through the observation of people who, without having any direct intuition, grow into a perception of the spiritual world and thereby exhibit states in their entire human demeanor that may easily remind the physician of pathological conditions, but which are, in essence, something entirely different from pathological conditions alone. This is simply because, as we have seen, the pathological remains in a state of becoming, and there is a continuous possibility of healing emanating from the spirit—as is certainly the case with figures such as Saint Teresa, Mechthild of Magdeburg, and also with male visionaries.
[ 2 ] Nun haben wir, wenn wir diese Zustände betrachten, ein Herausfallen der Ich-Organisation aus der menschlichen Gesamtorganisation im ersten Stadium. Die Ich-Organisation zieht dann den astralischen Leib sehr an sich und sondert ihn in einem gewissen Sinne ab von der ätherischen und physischen Organisation im Wachzustande. Was kommt dadurch zustande? Sie können leicht begreifen, meine lieben Freunde, dadurch kommt zustande, daß der Mensch in eine Art Traumzustand verfällt. Wenn wir den menschlichen Habitus geisteswissenschaftlich betrachten, der dadurch entsteht, daß das Ich den astralischen Leib an sich heranzieht, ihn nicht ganz hineinläßt in den physischen und ätherischen Leib, entsteht eine Art von Traumzustand. Aber wieder dadurch, daß durch eine besondere karmische Dichtigkeit, wie ich betont habe, Ich und astralischer Leib dann stark sind, wird in den Traum hineingetragen eine Empfänglichkeit für die Wahrnehmung der geistigen Welt. Der Traum ist umgewandelt in einen Zustand, der die Möglichkeit hat, wirklich in die geistige Welt hineinzuschauen. Das ist der Zustand, wo der Betreffende dann das Anwesenheitsgefühl von Wesenheiten der geistigen Welt hat.
[ 2 ] Now, when we consider these states, we see that in the first stage the “I” organization breaks away from the overall human organization. The “I” organization then draws the astral body very closely to itself and, in a certain sense, separates it from the etheric and physical organizations during the waking state. What results from this? You can easily understand, my dear friends, that this results in the human being falling into a kind of dream state. When we examine the human constitution from a perspective of Spiritual Science—which arises because the “I” draws the astral body toward itself and does not allow it to enter fully into the physical and etheric bodies—a kind of dream state emerges. But again, because, as I have emphasized, due to a particular karmic density, the “I” and the astral body are then strengthened, a receptivity to perceiving the spiritual world is carried into the dream. The dream is transformed into a state that offers the possibility of truly looking into the spiritual world. This is the state in which the person concerned then experiences a sense of the presence of beings from the spiritual world.
[ 3 ] Nun können wir den entgegengesetzten Zustand aufsuchen, den polarisch entgegengesetzten Zustand. Dieser polarisch entgegengesetzte Zustand, er tritt dann ein, wenn der astralische Leib die Ich-Organisation, die gerade schwach ist, zu stark hereinzieht. Dann tritt im Wachzustande nicht eine Erhellung wie bei Visionären von der Art der heiligen Theresia ein, sondern es tritt im Gegenteil im Wachzustande eine Abdämpfung, eine Verdunkelung des Bewußtseins ein. Eine Abdämpfung bis zum Traum tritt ein.
[ 3 ] Now we can explore the opposite state, the polar opposite state. This polar opposite state occurs when the astral body draws the “I” organization—which is currently weak—in too strongly. Then, in the waking state, there is not an illumination as experienced by visionaries such as Saint Teresa, but rather, on the contrary, a dimming, a darkening of consciousness occurs in the waking state. A dimming to the point of dreaming occurs.
[ 4 ] Sehen Sie, solche Menschen, die in einem solchen Zustande sind, können wir nicht in der Weise kennenlernen, wie ich das für die anderen angedeutet habe. Menschen, die bis zu solchen Kulminationsstadien kommen wie die heilige Theresia oder Mechthild von Magdeburg, aber auch solche, die zahlreich sind, viel zahlreicher, als man glaubt, und das Anwesenheitsgefühl von Geistigem haben, solche Persönlichkeiten lernt man, wenn man dazu die nötige Anlage oder die entsprechenden Fähigkeiten ausgebildet hat, am besten dadurch kennen, daß man sich ihre Zustände erzählen läßt. Sie sprechen ja — verzeihen Sie, daß ich das so sage - interessanter als die gewöhnlichen Philister des Tages. Ihre Erzählungen sind viel interessanter und sie erzählen vor allen Dingen solches, das man nicht im Alltag haben kann. Also sie sind schon interessant, diese Leute, auch wenn sie im ersten Stadium stehen. Man lernt sie kennen dadurch, daß man sich von ihnen erzählen läßt.
[ 4 ] You see, we cannot come to know people who are in such a state in the way I have described for others. People who reach such culminating stages as Saint Teresa or Mechthild of Magdeburg—but also those who are numerous, far more numerous than one might think, and who have a sense of the presence of the spiritual—such personalities can best be understood, if one has the necessary predisposition or has developed the appropriate abilities, by having their states of being described to one. They speak—forgive me for saying so—in a more interesting way than the ordinary philistines of our day. Their stories are much more interesting, and above all, they recount things that one cannot experience in everyday life. So these people are indeed interesting, even if they are still in the first stage. One gets to know them by having them tell their stories.
[ 5 ] Die anderen, bei denen der Astralleib das Ich hereinzieht, bei denen bleibt es auch noch interessant, wenn man sich von ihnen erzählen läßt, nur braucht man, um die ersteren zu verstehen, richtig die Seelenvertiefung mehr des Priesters. Um die zweiten zu verstehen, die oftmals nicht minder interessant sind, oftmals sogar noch interessanter als die gewöhnlichen Visionäre, die nicht so weit kommen, um die zweiten zu verstehen, gehört eigentlich die innere Gefühlssphäre des die Welt mit gutem Verstand, leidlicher Intuition auffassenden Arztes. Denn da handelt es sich darum, zu verstehen, was sie einem nicht erzählen, denn was sie einem erzählen, das hat nicht viel Wert. Es handelt sich darum, dasjenige, was sie sagen und tun, so aufzufassen, daß man es in die richtige Perspektive gegenüber der menschlichen Organisation bringen kann. Solche Persönlichkeiten zeigen, wenn man sie um etwas fragt, schon einen gewissen Grad von Stumpfheit, auch Unwillen, einem zu antworten. Sie fangen dann von etwas anderem zu reden an als von dem, was in der Frage liegt. Aber wenn man abfängt dasjenige, was sie von sich selbst aus sagen — es gibt auch unter ihnen solche, die fortwährend schwätzen möchten -, wenn man abfängt dasjenige, was sie von sich selbst sagen, hat man zuweilen das Gefühl, da ist ein innerer Quell für das Sprechen, der ihnen auch eine besondere Art der Ideenassoziation gibt, wie das bei gewöhnlichen Menschen nicht der Fall ist. Solche Menschen erzählen einem, wenn man sie gehen läßt man muß sie nicht fragen, sondern man muß aufschnappen, was sie wie zufällig erzählen -, solche Menschen erzählen einem: Ja, vor zehn Jahren, da war ich einmal bei einem Bauer. Die Bäuerin hat mir Kaffee gegeben. Die Bäuerin hat mir Kaffee gegeben in einer Tasse, wo außen rote Rosen gemalt waren. Die Bäuerin hat mir nicht gleich den Kaffee geben können, denn sie hat in der Küche den Zucker vergessen gehabt und mußte ihn erst holen. Dann hatte sie die Milch vergessen. Die mußte sie erst vom Keller heraufholen, und dann hat sie so etwas wie ein Achtelliter Milch in den Kaffee hineingegossen und dann hat sie gesagt: Mein Kaffee ist ein sehr guter; und da hab ich gesagt: Ja das glaube ich schon, Bäuerin. - Und so fährt er fort; er erzählt Einzelheiten, die sich auf lang Vergangenes beziehen und in die unglaublichsten Details eingehen. Man kommt dann zu der Idee: Ach hätte ich doch nur auch ein so gutes Gedächtnis wie der. - Man vergißt ganz, daß wenn man ein solches Gedächtnis wie der hätte, dann wäre man so wie der. Ja nun, ich erzähle die Dinge etwas typisch und typisch auch herausgearbeitet. Sie müssen dann die entsprechenden leichteren Varianten, die im Leben einem dann begegnen, insbesondere dem Arzt begegnen, Sie müssen sich danach orientieren. Ich erzähle es als Extrem auffällig, damit Sie sehen, worauf es ankommt.
[ 5 ] As for the others—those whose astral body draws in the “I”—it remains interesting to hear their stories; however, to understand the former, one truly needs the depth of soul characteristic of a priest. To understand the latter—who are often no less interesting, and often even more interesting than the ordinary visionaries who do not go far enough to understand them—one actually needs the inner emotional sphere of a physician who perceives the world with sound judgment and reasonable intuition. For the task here is to understand what they do not tell you, since what they do tell you is of little value. It is a matter of interpreting what they say and do in such a way that one can place it in the proper perspective in relation to the human organism. When asked a question, such individuals already display a certain degree of obtuseness, even a reluctance, to answer. They then begin to talk about something other than what the question concerns. But if you pick up on what they say of their own accord—there are also those among them who would like to chatter on and on—if you pick up on what they say of their own accord, you sometimes get the feeling that there is an inner wellspring for their speech that also gives them a special kind of association of ideas, unlike what is the case with ordinary people. Such people tell you—if you let them go, you don’t have to ask them, but rather you have to pick up on what they say as if by chance—such people tell you: “Yes, ten years ago, I was visiting a farmer once. The farmer’s wife gave me coffee. The farmer’s wife gave me coffee in a cup with red roses painted on the outside.” The farmer’s wife couldn’t serve me the coffee right away, because she’d forgotten the sugar in the kitchen and had to go get it first. Then she’d forgotten the milk. She had to fetch that from the cellar first, and then she poured something like an eighth of a liter of milk into the coffee, and then she said, ‘My coffee is very good’; and I said, ‘Yes, I’m sure it is, farmer’s wife.’ - And so he goes on; he recounts details that refer to the distant past and go into the most incredible specifics. You then find yourself thinking: Oh, if only I had a memory as good as his. - You completely forget that if you had a memory like his, you’d be just like him. Well, I’m telling these things in a somewhat exaggerated way and highlighting the typical aspects. You’ll then have to adapt to the corresponding milder variations that you encounter in life—especially those a doctor encounters—and use them as a guide. I’m describing it in an extremely striking way so that you can see what really matters.
[ 6 ] Es kommt also dann, wenn der astralische Leib die Ich-Organisation so hereinzieht, eine Art von Kraft zustande, die wie automatisch im Gedächtnis aufgefaßte Details gern wiedergibt, immer bereit ist, sie wiederzugeben, aber absieht davon, irgendeinen logischen Zusammenhang zu suchen, sondern sie hintereinander aufzählt die Dinge, so daß man nicht recht einsieht, weshalb der Betreffende gerade in dem einen Moment auf das eine, in dem anderen Moment auf das andere verfällt. Es kann vorkommen, daß der Betreffende erzählt: Die Bäuerin ist hinausgegangen und hat die Milch geholt; während sie hinausging, da schaute ich in die Ecke des Zimmers, da war ein Madonnenbild, das war dasselbe wie das, das ich vor dreißig Jahren in einem Orte gesehen habe; da habe ich aber nicht einen Kaffee gekriegt, sondern eine sehr gute Suppe. — Es kann sein, daß er von der anderen Erzählung ganz abkommt, es kann sein, daß er wieder darauf zurückkommt. Also man sieht, es ist ein nicht logisch, aber räumlich-zeitlich mit außerordentlicher Treue und automatenhafter Sehnsucht, sich zu offenbaren, wirkendes Gedächtnis. Ein solches Gedächtnis hat er, ein Gedächtnis, bei dem man, wenn man noch näher darauf eingeht, etwas sehr Merkwürdiges erblickt: man erblickt nämlich dasjenige, worauf in noch tieferem Sinne die Sache beruht. Man merkt, er hat eine gewisse Freude an gewissen Wortklängen, die er sich angeeignet hat, als er die Dinge erlebt hat. Und nun merkt man, er hat eine Freude, diese Wortklänge wieder hervorzubringen. Kurz, man merkt, es handelt sich dabei um ein Zurückgehen auf die Sprache, die gedächtnismäßig festgehalten wird mit Ausschaltung der Gedanken — nicht mit völliger Ausschaltung der Gedanken, aber doch mit Ausschaltung der Gedanken.
[ 6 ] So when the astral body draws the “I” organization in in this way, a kind of force comes into being that readily reproduces details stored in memory as if automatically, always ready to reproduce them, but refrains from seeking any logical connection; instead, it lists the things one after another, so that one cannot quite understand why the person in question thinks of one thing at one moment and another at the next. It may happen that the person in question says: “The farmer’s wife went out to fetch the milk; while she was going out, I looked into the corner of the room, and there was a picture of the Madonna—it was the same one I saw thirty years ago in a certain place; but there I didn’t get a cup of coffee, but rather a very good soup.” — It may be that he strays completely from the other story; it may be that he returns to it. So one sees that it is a memory that is not logical, but one that operates in space and time with extraordinary fidelity and an almost automatic longing to reveal itself. He has such a memory—a memory in which, upon closer examination, one discerns something very peculiar: namely, the very foundation upon which the matter rests in an even deeper sense. One notices that he takes a certain pleasure in certain sounds of words that he appropriated while experiencing those things. And now one realizes that he takes pleasure in bringing these sounds of words back to life. In short, one realizes that this involves a return to language, which is retained in memory with the exclusion of thoughts—not with the complete exclusion of thoughts, but still with the exclusion of thoughts.
[ 7 ] Auf der anderen Seite merkt man auch eine Veränderung der Willenssphäre. Die muß man ebenso beachten, denn dadurch wandert man allmählich ab in richtige pathologische Zustände, die dann auch auftreten können und von denen wir dann zu sprechen haben. Man merkt das Folgende. Man muß wieder achtgeben; denn irgendwie heranzutreten an solche Menschen, sie zu veranlassen, daß sie einem folgen sollen, daß sie das oder jenes tun sollen, damit man an ihnen etwas sieht, das hilft nicht viel, denn sie werden sehr stark bockig, wollen sich nicht irgendwie fügen, nicht Antwort geben auf Fragen, die man an sie stellt, wollen auch nicht irgend etwas ausführen. Aber wenn man mit Hilfe irgendeiner Art von außen herangeholter Anamnese herangeht, so daß man die Dinge zusammenträgt, die man aus der Umgebung oder sonstwie erfahren kann, dann merkt man, wie solche Menschen zum Beispiel zu einer bestimmten Zeit des Jahres Willensanregungen in sich empfangen, daß sie wandern müssen, daß sie eine Gegend durchstreifen müssen. Oftmals ist es dieselbe Gegend im Jahr, die sie durchstreifen wollen, und der innere Willensimpuls wirkt da so stark, daß man, wenn man nun negative Instanzen anwendet, um dahinter zu kommen, wie es mit ihnen ist, zum Beispiel das Folgende merken kann. Man nehme einen Gourmand; es gibt auch solche unter den Leuten, die große Freude am Essen haben. Man fasse ihn ab während seiner Wanderung und setze ihm ganz außerordentlich gute Mahlzeiten, an denen er seine Riesenfreude hat, vor. Man kann es aber höchstens dahin bringen, daß er am ersten, zweiten Tag dableibt, wenn das abliegt von dem, was er gewollt hat, auf seiner Wanderung zu erreichen. Er wird unruhig. Man kann sehen, er möchte die gute Kost haben, da er weiß, wenn er weitergeht, wenn er den nächsten besucht auf seiner Wanderung, der gibt ihm etwas Schauderhaftes, das weiß er ganz gut. Sein Erinnerungsvermögen ist großartig ausgebildet. Er wird unruhig, er will weg, denn er paßt sich nicht an mit seinen Willensentschlüssen an unmittelbar äußerliche Veranlassungen. So wie er sich auf der einen Seite nicht anpaßt den unmittelbaren Sinneseindrücken, sondern aus dem Sprachschatz heraus alles mögliche reproduziert, so paßt er sich auf der anderen Seite nicht an der Eingliederung seines Willens-Gliedmaßensystems in das äußere Verhältnis des Lebens hinein. Er will nur dem eigenen Willensimpetus folgen, der ihn in einer ganz bestimmten Weise von innen leitet. Man sieht, er hat alles das verloren, und es ist nur in geringem Maße vorhanden das, was von der Ich-Organisation abhängt, um den Menschen mit der Außenwelt zu verbinden. Seine Sinne werden stumpf, sein Willensimpuls läßt ihn nicht sich recht hineinstellen in die Welt. Er will ihm folgen, was eben die Folge davon ist, daß das Ich in den astralischen Leib hinuntergezogen wird.
[ 7 ] On the other hand, one also notices a change in the sphere of the will. This must also be taken into account, because it leads one to gradually drift into truly pathological states, which can then actually occur and which we will then have to address. One observes the following. One must be careful again; for approaching such people in any way—trying to persuade them to follow you, to do this or that so that you might observe something in them—does not help much, because they become very stubborn, refuse to comply in any way, refuse to answer the questions you ask them, and refuse to carry out anything at all. But if one approaches them with the help of some kind of external case history—gathering information from their surroundings or other sources—one notices, for example, that at a certain time of year such people experience inner impulses compelling them to wander, to roam through a particular region. Often it is the same region each year that they want to roam, and the inner impulse is so strong that if one employs certain methods to get to the bottom of what is going on with them, one can, for example, observe the following. Take a gourmand; there are also people who take great pleasure in eating. Intercept him during his journey and set before him exceptionally fine meals, in which he takes immense delight. But at most, you can only get him to stay for the first or second day; once that deviates from what he intended to achieve on his journey, he becomes restless. You can see that he wants the good food, since he knows that if he moves on—if he visits the next person on his journey—that person will give him something dreadful; he knows this very well. His memory is exceptionally well-developed. He becomes restless; he wants to leave, because he does not adapt his volitional decisions to immediate external circumstances. Just as, on the one hand, he does not adapt to immediate sensory impressions but instead reproduces all manner of things from his vocabulary, so, on the other hand, he does not adapt to the integration of his volitional-limb system into the external relationships of life. He wants only to follow his own volitional impulse, which guides him from within in a very specific way. It is evident that he has lost all of this, and only a small measure of what depends on the organization of the “I” to connect the human being with the external world remains. His senses become dulled; his volitional impulse prevents him from properly situating himself in the world. He wants to follow it—which is precisely the consequence of the “I” being drawn down into the astral body.
[ 8 ] Nun sehen Sie, solchen Menschen, ihnen könnte man, wenn unsere medizinische Auffassung und die hingebungsvolle Liebe der Theologen zusammenwirken würden, solchen Menschen könnte man außerordentlich viel helfen, nur nicht gerade durch eine augenblickliche Therapie, sondern auf folgende Weise. Bei solchen Menschen liegt nämlich eine ganz. bestimmte Tatsache vor. Wir betrachten, um auf diese Tatsache zu kommen, das Leben solcher Menschen zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife. Da wird man in der Regel, wenn man mit grobem Sinn diesen Menschen betrachtet, gar nichts Abnormes bemerken. Man wird sogar vielleicht seine Freude daran haben, wie altklug diese Menschen sind, wie gescheit, wie furchtbar gescheit, was sie für kluge Antworten geben. Aber man sollte gerade aufmerksam sein auf dieses kluge Antwortgeben zwischen dem siebenten und vierzehnten Lebensjahr. Denn solche Menschen, die überklug in diesem Lebensalter sind, solche Menschen nehmen von dem, was sie in ihrer Entwickelung nach der Geschlechtsreife durchmachen sollen, etwas herein in die zweite Lebensepoche zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife. Dadurch eben kommt das zustande, was ich eben beschrieben habe. Der astralische Leib, der erst nach der Geschlechtsreife das Ich hereinziehen soll, damit das Ich dann im Beginne der Zwanzigerjahre in seiner vollen Entfaltung erscheinen kann, er zieht schon vom Zahnwechsel ab oder vom neunten, zehnten, elften Jahr ab die Ich-Organisation herein, und wir bemerken diese abnorme Klugheit und freuen uns zunächst daran. Aber nun, wenn die späteren Jahre kommen, achtzehntes, neunzehntes, zwanzigstes Jahr, da steckt dann die Ich-Organisation zu tief drinnen in dem astralischen Leib. Da ist der Zustand da, den ich beschrieben habe und dann treten die Erscheinungen auf, die ich angeführt habe. Und so handelt es sich darum, daß nun so ein Mensch, der in dem charakterisierten Alter uns besorgt macht durch seine Überklugheit, daß der eben in einer gewissen Weise behandelt werden muß. Vor allem treten dann diejenigen Lagen ein wir werden, nachdem wir das Charakteristikum gegeben haben, auch einige Andeutungen hören, was im einzelnen zu tun ist —, wo Arzt und Priester den Pädagogen zu beraten haben, damit der verstehen kann, was er nun seinerseits für das angedeutete Lebensalter zu tun hat. Zuerst aber möchte ich die Charakteristik weiter fortsetzen. Es handelt sich jetzt darum, die Betrachtungen der letzten Tage miteinander zu verbinden.
[ 8 ] Now you see, such people—if our medical understanding and the devoted love of theologians were to work together—such people could be helped tremendously, not exactly through immediate therapy, but in the following way. For with such people, there is a very specific fact at play. To arrive at this fact, let us consider the lives of such people between the time of losing their baby teeth and reaching sexual maturity. As a rule, if one observes these people with a superficial eye, one will not notice anything abnormal at all. One might even take pleasure in how precocious these people are, how clever, how incredibly clever, and what clever answers they give. But one should pay particular attention to this clever way of answering questions between the ages of seven and fourteen. For such people, who are overly clever at this age, bring something of what they are supposed to experience in their development after puberty into the second phase of life—the period between the loss of baby teeth and puberty. This is precisely what gives rise to what I have just described. The astral body, which is only supposed to draw in the “I” after puberty so that the “I” can then emerge in its full development at the beginning of one’s twenties, actually begins to draw in the “I” organization as early as the change of teeth—or from the ages of nine, ten, or eleventh—and we notice this abnormal cleverness and are initially delighted by it. But then, as the later years arrive—the eighteenth, nineteenth, and twentieth—the “I” organization is already embedded too deeply within the astral body. This is the state I have described, and then the symptoms I have mentioned begin to appear. And so the point is that such a person, who at the age described causes us concern due to their excessive cleverness, must be treated in a certain way. Above all, certain situations arise—and after we have outlined the characteristic, we will also hear some suggestions as to what needs to be done in detail—where the doctor and the priest must advise the educator so that the educator can understand what he, for his part, must do for the age group in question. But first, I would like to continue with the characterization. The task now is to bring together the reflections of the past few days.
[ 9 ] Nun kann aber auch das eintreten, daß der Ätherleib seinerseits zu stark anzieht die Verbindung von astralischem Leib und Ich, daß furchtbar stark einschnappt in den physischen und Ätherleib der astralische Leib und das Ich im Wachzustande. Dann entstehen die Zustände, die innerlich angeschaut sich so darstellen, daß das Astralische zuviel in den Organen drinnen ist, sich nicht richtig verbinden kann mit den Organen. Es ist der Zustand, der ebenso ein pathologisches Spiegelbild ist eines visionären Zustandes, etwa wie bei der heiligen Theresia, wie der erste Zustand, den ich beschrieben habe, ein pathologisches Spiegelbild ist des Zustandes, wo das Anwesenheitsgefühl von geistigen Wesenheiten vorhanden ist. Wir haben auf der einen Seite ein Hineintragen des Wachschlafes in das helle Bewußtsein. Wir haben bei solchen Persönlichkeiten, wie ich es geschildert habe, das Gegenteil: das Hinübertragen des Traumlebens in das Wachleben, mit diesen Begleiterscheinungen, von denen ich gesprochen habe. Weil es eigentlich ein Wachen ist, treten nicht Träume auf, sondern es tritt ein aktives Traumleben auf, das sich äußert in jenem Sprechen, von dem wir gesprochen haben, und in jenem intimen übertriebenen NachInnen-Kehren der Impulse des Willens. Das ist das pathologische Spiegelbild des Traumes; Aktivität ist darinnen, statt Passivität, die im Traume lebt.
[ 9 ] However, it can also happen that the etheric body, for its part, exerts too strong a pull on the connection between the astral body and the “I,” causing the astral body and the “I” to snap into the physical and etheric bodies with tremendous force while in the waking state. This gives rise to states that, when viewed inwardly, appear as though there is too much astral substance within the organs, preventing it from connecting properly with them. It is a state that is likewise a pathological mirror image of a visionary state—much like that experienced by Saint Teresa—just as the first state I described is a pathological mirror image of the state in which the sense of the presence of spiritual beings is experienced. On the one hand, we have the intrusion of a waking-sleep state into clear consciousness. In such individuals, as I have described, we have the opposite: the carrying over of dream life into waking life, with the accompanying phenomena I have mentioned. Because it is actually a state of wakefulness, dreams do not occur; rather, an active dream life emerges, which manifests itself in the speech we have discussed and in that intimate, exaggerated inward turning of the impulses of the will. This is the pathological mirror image of the dream; it contains activity instead of the passivity that characterizes the dream.
[ 10 ] Jetzt haben wir das Zweite. Wir haben das Hereinziehen von Ich und astralischer Organisation durch den Ätherleib. Der Mensch schnappt ganz stark mit Ich und astralischem Leib und Ätherleib in die physische Organisation ein, aber diese physische Organisation kann in den einzelnen Organen die Dinge nicht aufnehmen. Es bleibt unversorgte Astralität in allen möglichen Organen zurück, die sich nicht recht mit den Organen verbindet. Es tritt das pathologische Spiegelbild ein von dem, was wir kennengelernt haben als das zweite Stadium bei den anderen, jenes zweite Stadium, wo gewissermaßen die Sinnesempfindungen von innen angeregt werden, die Strömung von innen nach den Sinnen hingeht. Jetzt geht sie nach innen, nach den Organen beim Spiegelbild, jetzt ergreift sie die Organisation, es treten ein diejenigen Zustände, die immer eintreten, wenn ein physisches Organ oder ein Ätherorgan da ist und durchflutet wird vom astralischen Leib, von der Ich-Organisation, und diese sich nicht so verbinden können, daß man etwa von einer gesättigten Verbindung des physischen Leibes mit dem Äther- und Astralleib sprechen kann. Es ist etwas übrig in den Organen von den höheren Organgliedern. Das, was sich sonst hineinergießt in die sinnesähnliche, in die sinnesmäßig kolorierte Vision, die Offenbarung sein kann der geistigen Welt, das ergießt sich jetzt nach innen, will auffangen das Organ. Statt daß es sonst, mehr äußerlich, das Geistige gegenüber dem Sinnlichen auffaßt, ergießt es sich nach innen, fängt auf das Organ, äußert sich in Krampfzuständen, in all den Formen, die bei der eigentlichen oder maskierten Epilepsie auftreten, äußert sich eben darin, daß Ich-Organisation und astralische Organisation zu stark hinunterschnappen in die physische Organisation, die dann den Ätherleib mit sich zur Verbindung hinreißt. Wir sehen jetzt durchaus die Möglichkeit, daß der erste Zustand, den ich beschrieben habe, sich hineinentwickelt in diesen zweiten, und oftmals tritt gerade das im Leben ein, was verhindert werden sollte durch die Verbreitung einer echten Pastoralmedizin. Man bemerkt den ersten Zustand nicht, findet ihn interessant. Man bemerkt erst den zweiten Zustand, wenn er eintritt, wo Krämpfe, epileptische Erscheinungen eintreten, wo dann aber nicht die Hypertrophie der Erinnerung in die Details, auch nicht die Hypertrophie des inneren Willensimpetus eintritt, sondern dadurch, daß die astralische Organisation und die IchOrganisation nach innen gestoßen werden, durch das Nichtzusammenstimmen der astralischen Organisation mit gewissen Organformen, jetzt Erinnerungs-Auslöschung eintritt. Statt daß die Erinnerung wie im vorhergehenden Zustand an die Details anhaftet und die Details nur nicht beherrscht waren von Logik, sondern eine fortlaufende, in willkürlichen Assoziationen sich abspielende Erinnerungsströmung da ist, eine logiklose Erinnerungsströmung, sehen wir jetzt unterbrochene Erinnerung; es bleiben Erinnerungsstellen aus. Es kann so weit gehen, daß uns ein solcher Patient zeigt etwas wie zwei Arten von Bewußtsein. Die Erinnerung heftet sich zum Beispiel an die oberen Organe — denn an der Erinnerung, an dem Gedächtnis ist der ganze Mensch beteiligt -, haftet an die oberen Organe, bleibt aus für die unteren Organe und umgekehrt. In dem anderen Teil der rhythmischen Abfolge — denn rhythmisch können solche Dinge abfolgen - ist es umgekehrt, die oberen Organe werden untätig bei der Erinnerung, die unteren Organe werden tätig, und so laufen zwei Bewußtseinsströmungen bei einem solchen Menschen nebeneinander her. In dem einen Bewußtseinszustand erinnert er sich immer an alles dasjenige, was in diesem Bewußtseinszustand abgelaufen ist, im anderen erinnert er sich an das andere; aber er weiß nie in dem einen Bewußtseinszustand, was Inhalt des anderen Bewußtseinszustandes war. In diese Region geht es dann hinunter.
[ 10 ] Now we come to the second stage. We have the drawing in of the “I” and the astral organization through the etheric body. The human being becomes very strongly integrated into the physical organization through the “I,” the astral body, and the etheric body, but this physical organization cannot absorb these elements into the individual organs. Unassimilated astral substance remains in all kinds of organs, failing to connect properly with them. A pathological mirror image emerges of what we have come to know as the second stage in the others—that second stage where, so to speak, sensory perceptions are stimulated from within, and the flow moves from within toward the senses. Now, in this mirror image, the flow goes inward toward the organs; now it takes hold of the organization, and those conditions arise that always occur when a physical organ or an etheric organ is present and is flooded by the astral body and the “I” organization, yet these cannot connect in such a way that one can speak of a fully integrated union of the physical body with the etheric and astral bodies. Something remains in the organs from the higher organ components. That which would otherwise pour into the sense-like, sense-colored vision—which can be a revelation of the spiritual world—now pours inward, seeking to be received by the organ. Instead of, as it usually does, perceiving the spiritual in relation to the sensory more externally, it pours inward, is absorbed by the organ, and manifests itself in convulsive states, in all the forms that occur in actual or masked epilepsy; it manifests itself precisely in the fact that the ego organization and the astral organization snap down too forcefully into the physical organization, which then drags the etheric body along with it into this connection. We now clearly see the possibility that the first state I have described develops into this second one, and often what occurs in life is precisely what should be prevented through the dissemination of genuine pastoral medicine. One does not notice the first state; one finds it interesting. One only notices the second state when it occurs—when convulsions and epileptic symptoms arise—but in this case, it is not the hypertrophy of memory for details, nor the hypertrophy of the inner impulse of will that occurs, but rather because the astral organization and the “I” organization are pushed inward due to the astral organization’s incompatibility with certain organ forms, now memory is erased. Instead of memory clinging to details as in the previous state—where the details were merely not governed by logic, but rather a continuous stream of memory unfolded in arbitrary associations, a stream of memory devoid of logic—we now see interrupted memory; gaps in memory remain. It can go so far that such a patient reveals to us something like two kinds of consciousness. Memory, for example, attaches itself to the higher organs—for the whole person is involved in memory—attaches itself to the higher organs, is absent from the lower organs, and vice versa. In the other part of the rhythmic sequence—for such things can unfold rhythmically—it is the reverse: the upper organs become inactive in relation to memory, while the lower organs become active, and thus two streams of consciousness run parallel in such a person. In one state of consciousness, he always remembers everything that took place in that state of consciousness; in the other, he remembers the other things; but in one state of consciousness, he never knows what the content of the other state of consciousness was. It then descends into this region.
[ 11 ] Sehen Sie, da haben wir das Spiegelbild, das pathologische Spiegelbild desjenigen, was, nun gebrauchen wir den Ausdruck, beim Heiligen, damit wir einen Terminus haben — die heutige Medizin hat keinen Terminus für diesen Zustand -, was beim Heiligen im zweiten Zustand eintrat. Der bekommt eine Welt um sich, die visionär ist, aber einen geistigen Inhalt hat, er lebt sich in die geistige Welt hinaus, bekommt innerliche Eindrücke von der geistigen Welt. Der andere, der Pathologische, ist, weil in seinem Karma eine schwache Individualität liegt, so, daß er vom Körperlichen angezogen wird, er bekommt anstelle der geisttragenden Visionen Krampfzustände, durchbrochene Bewußtseinsvorstellungen, Inkohärenz des fortlaufenden Lebens und so weiter.
[ 11 ] You see, here we have the reflection—the pathological reflection—of what, well, let’s use the term “saint” so that we have a term for it—modern medicine has no term for this condition—what occurred in the saint in the second state. He is surrounded by a world that is visionary but has a spiritual content; he lives his way out into the spiritual world and receives inner impressions from the spiritual world. The other, the pathological individual, because his karma involves a weak individuality, is drawn toward the physical; instead of spirit-bearing visions, he experiences convulsive states, fragmented states of consciousness, incoherence in the flow of life, and so on.
[ 12 ] Nun kann aber noch ein dritter Zustand eintreten. Das ist der, wo infolge der karmischen Verhältnisse der physische Leib nun auch schwächer geworden ist, wie die ganze andere Organisation schwach geworden ist, so daß die früheren karmischen Kräfte in den physischen Leib nicht genügend hineinwirken. Sehen Sie, bei einem solchen Menschen wird nun nicht Ich-Organisation, astralische Organisation und Ätherleib durch den physischen Leib herangezogen, sondern es tritt etwas ganz anderes ein. Bei einem solchen Menschen tritt das ein, was ich in der folgenden Weise zu beschreiben habe.
[ 12 ] However, a third condition can also arise. This is the condition in which, as a result of karmic circumstances, the physical body has now also become weaker—just as the entire rest of the organism has become weak—so that the former karmic forces no longer exert a sufficient influence on the physical body. You see, in such a person, the ego organization, the astral organization, and the etheric body are not drawn up through the physical body; rather, something entirely different occurs. In such a person, what I am about to describe in the following manner takes place.
[ 13 ] Nehmen Sie an, man wird nach der anderen Seite, nach der Seite der Sinne hin, also nach der Seite der Ich-Organisation hin versensitiviert; da ist man furchtbar empfindlich gegen all das, was durch die Sinne einfließt, gegen lebhafte Farben, lebhafte Töne. Aber gerade das Entgegengesetzte tritt bei solchen Menschen ein, deren physischer Leib infolge karmischer Verhältnisse schwach ist. Die werden von innen heraus nun nicht hyperempfindlich, sondern für ihren physischen Leib unempfindlich, dafür aber nehmen sie mit Riesenstärke auf alles dasjenige von der anderen Seite, von der Willensseite her, was in der physischen Welt außerhalb ist. Sie verfallen der Schwere, der Wärme und Kälte. Das alles wirkt so, wie gar nicht auf organische Wesen, sondern wie auf unorganische Wesen, das unterdrückt dann die Äußerungen von astralischem Leib und Ich-Organisation. Sie sind von der Welt hingenommen, sie stellen sich durch den schwachen physischen Leib nicht mit entsprechender Intensität der Außenwelt gegenüber, sie sind wie ein Glied der Außenwelt, aber innerhalb des Physischen. Es ist das deutliche Gegenbild dessen, was wir als das dritte Stadium beim Heiligen beschrieben haben. Der Heilige geht durch den Schmerz, der sich in ihm in Lust verwandelt, über dazu, daß er die geistige Welt in ihrer reinen Geistigkeit erlebt. Er nennt das «die Ruhe in Gott» oder «die Ruhe im Geist». Derjenige, der sich so entwickelt, wie ich das beschrieben habe, der ruht in den verborgenen okkulten Kräften der physischen Welt, die ihm aber nicht zum Bewußtsein kommen, er kommt nicht zu der Ruhe in Gott, nicht zur Ruhe im Geist, er kommt zur Ruhe in den okkulten Kräften der Welt, denen er sich gerade als Mensch in Selbständigkeit gegenüberstellen soll. Er entwickelt das Spiegelbild des dritten Zustandes des Heiligen, das pathologische Spiegelbild, und das ist der Zustand des Blödsinns, in dem das Menschliche ausgelöscht ist, in dem der Mensch ruht in der äußeren Natur, das heißt in den verborgenen Kräften, aber nicht mehr sich menschlich äußern kann, sondern nur in dem, was im Menschen naturgemäß vollzogen wird, was im Menschen die Fortsetzung darstellt der äußeren Naturprozesse, der vegetabilischen Prozesse: Sich-Ernähren, die Nahrungsmittel verarbeiten, und das Sich-Bewegen in der Richtung, wie die Nahrungsmittel in ihrer inneren Verarbeitung Impulse geben, das vollständig wachende Schlafen, hingegeben an die Funktion der Körpergestalt, die aber nicht überwunden werden vom schwachen physischen Leib, sondern ähnlich bleiben den Vorgängen der Außenwelt, die, weil sie im Menschen wirken, menschenähnliche Impulse geben dem Menschen, der herausgestellt ist aus der Welt, weil er zu stark in die physische Welt hineingestellt ist.
[ 13 ] Suppose one becomes sensitized toward the other side—toward the side of the senses, that is, toward the side of the “I” organization; in that case, one is terribly sensitive to everything that flows in through the senses—to vivid colors and vivid sounds. But the exact opposite occurs in people whose physical bodies are weak as a result of karmic circumstances. They do not become hypersensitive from within, but rather insensitive to their physical bodies; instead, they absorb with immense intensity everything from the other side—the side of the will—that exists outside the physical world. They succumb to heaviness, heat, and cold. All of this affects them not at all as it would organic beings, but rather as it would inorganic beings; this then suppresses the manifestations of the astral body and the “I”-organization. They are absorbed by the world; because of their weak physical body, they do not confront the external world with the appropriate intensity; they are like a part of the external world, yet within the physical realm. This is the clear antithesis of what we have described as the third stage in the life of the saint. The saint, through the pain that is transformed within him into joy, progresses to the point where he experiences the spiritual world in its pure spirituality. He calls this “rest in God” or “rest in the Spirit.” The person who develops as I have described rests in the hidden occult forces of the physical world, which, however, do not enter his consciousness; he does not attain peace in God, nor peace in the Spirit; he attains peace in the occult forces of the world, which he, precisely as a human being, is meant to confront with independence. They develop the mirror image of the third state of the Holy—the pathological mirror image—and this is the state of madness, in which the human is extinguished, in which the human being rests in external nature, that is, in the hidden forces, but can no longer express itself humanely, but only in what is naturally carried out within the human being—what represents the continuation within the human being of the external natural processes, the vegetative processes: nourishing oneself, processing food, and moving in the direction dictated by the impulses generated by the internal processing of food; the fully waking sleep, devoted to the function of the physical form, which, however, is not overcome by the weak physical body but remains similar to the processes of the external world; these processes, because they act within the human being, impart human-like impulses to the human being who is set apart from the world because he is too strongly placed within the physical world.
[ 14 ] Wir haben es zu tun mit all dem, was das pathologische Spiegelbild der Ruhe in Gott ist. Wir haben es mit dem «Ruhen in der Natur» zu tun. Wir haben es mit den verschiedenen paranoischen Zuständen zu tun, mit demjenigen, was man im gewöhnlichen Leben die Zustände des Blödsinns nennt, während die vorhergehenden Zustände mehr diejenigen des Schwachsinns sind.
[ 14 ] We are dealing with everything that constitutes the pathological reflection of rest in God. We are dealing with “resting in nature.” We are dealing with various paranoid states, with what in everyday life are called states of madness, whereas the preceding states are more akin to those of mental retardation.
[ 15 ] So sehen wir in die Stufenreihe beim Heiligen von den Anwesenheitsgefühlen gegenüber Wesenheiten der geistigen Welt bis hinein zu dem sich selber Hineinversetzen in die geistige Welt im dritten Stadium. So sehen wir das pathologische Gegenbild von der psychopathologischen Minderwertigkeit, die wir im ersten Stadium verfolgen können. Ganz besonders dann können wir darauf aufmerksam werden auf die psychopathologische Minderwertigkeit, wenn sie sich so ausdrückt, wie ich das vorhin beschrieben habe: in abnormer Wanderlust, verbunden mit dem logikfremden Gedächtnis. Wir sehen das dann übergehen in die Zustände des Wahnsinns, die aber durchaus den Menschen zu gewissen Verrichtungen des äußeren Lebens geeignet machen können in dem Frühstadium. Wir sehen das dann übergehen oftmals in den dritten Zustand, der auch schon von Anfang an vorhanden sein kann.
[ 15 ] Thus, in the series of stages associated with the saint, we see a progression from feelings of presence in the presence of beings of the spiritual world all the way to the ability to immerse oneself in the spiritual world in the third stage. We also see the pathological counterpart of the psychopathological inferiority that we can observe in the first stage. We can become particularly aware of this psychopathological inferiority when it manifests as I described earlier: in an abnormal wanderlust, combined with a memory that defies logic. We then see this transition into states of madness, which, however, can certainly render a person capable of performing certain tasks of external life in the early stage. We often see this then transition into the third state, which may already be present from the very beginning.
[ 16 ] Wir sehen, wie der zweite Zustand im wesentlichen darauf beruhen kann, daß wir gar nicht imstande sind, gewissen Zuständen zwischen Geburt und Zahnwechsel entgegenzutreten. Wenn Kinder in dieser ersten Lebensepoche nicht gerade eine übergroße Klugheit zeigen aber eine starke Lernbegierde, die sich erst zeigen sollten nach dem Zahnwechsel, kurz, wenn diejenigen Eigenschaften, die, wie ich in den pädagogischen Vorträgen geschildert habe, eintreten im normalen Leben zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife, schon deutlich da sind in der ersten Epoche, sollten wir besonders besorgt werden, sollten wir sinnen auf Mittel, die dasjenige, was jetzt pathologisch ist, beheben können, psychische, spirituelle, physische Mittel. Wir werden davon noch sprechen. Aber das ist das, was im Zusammenhang mit diesen Erscheinungen studiert werden muß, nämlich, daß nicht hereinleuchten sollte in die erste Lebensepoche zwischen Geburt und Zahnwechsel dasjenige, was in der zweiten Lebensepoche, wie ich es Ihnen gestern geschildert habe, herauskommen soll.
[ 16 ] We see how the second condition may essentially stem from the fact that we are completely unable to cope with certain states that occur between birth and the loss of baby teeth. If children in this first stage of life do not exactly display exceptional intelligence but rather a strong eagerness to learn—qualities that should only become apparent after the loss of baby teeth— in short, if those qualities—which, as I have described in my lectures on education, normally emerge in everyday life between the loss of baby teeth and puberty—are already clearly present in this first stage, we should be particularly concerned; we should seek out remedies—psychological, spiritual, and physical—that can remedy what is currently pathological. We will speak more about this later. But this is what must be studied in connection with these phenomena: namely, that what is meant to emerge in the second epoch of life—as I described to you yesterday—should not intrude into the first epoch of life, between birth and the change of teeth.
[ 17 ] Das dritte Stadium kann allerdings in zweifacher Weise sich einstellen. In den weitaus meisten Fällen bringt es sich der Mensch, wie Sie aus meinen Darstellungen ersehen haben, als sein Karma mit. Er tritt schon durch dasjenige, was er durchgemacht hat beim Aufsuchen der Zusammensetzung des Ätherleibes, bevor er in den physischen Leib hereintritt, schon in einen abnormen Zustand ein. Er gestaltet sich einen Ätherleib, der überall nicht hinein will, der nicht hinein will in Herz und Magen in der richtigen Weise, sondern sie überfluten will, der zu stark astralischen Leib und Ich-Organisation in die Organe hineinträgt, und wir sehen auftreten schon bei der Geburt oder sich wenigstens bald nach der Geburt herausbilden die physiognomischen Deformationen, die uns besorgt machen können. Man nennt das angeborenen Blödsinn. Den gibt es aber nicht. Es gibt nur einen karmischen Blödsinn, der mit der ganzen Schicksalslage des Menschen zusammenhängt. Auch das werden wir genauer besprechen, damit man doch auch einsieht, wie eine Inkarnation, die in einer solchen geistigen Umnachtung zugebracht werden kann, unter Umständen sogar günstig in das Karma des Menschen sich hineinstellen kann, wenn es auch ein Elend darstellt in der einen Inkarnation. Da beginnt die Notwendigkeit, die Dinge nicht bloß unter dem Gesichtspunkte des endlichen Lebens, sondern sub specie aeterni oder unter dem Gesichtspunkt des ewigen Lebens des Menschen anzusehen. Da tritt ein dasjenige, was eine gemütvolle und zu gleicher Zeit weise gewordene Caritas durchdringen soll.
[ 17 ] The third stage, however, can occur in two different ways. In the vast majority of cases, as you have seen from my descriptions, a person brings this with them as their karma. Simply through what they have gone through while forming the etheric body—before entering the physical body—they already enter an abnormal state. They form an etheric body that refuses to fit properly anywhere—that does not want to enter the heart and stomach in the right way, but instead seeks to flood them—and that carries too much of the astral body and the “I” organization into the organs; and we see physiognomic deformities appear already at birth, or at least develop soon after birth, which can cause us concern. This is called congenital idiocy. But such a thing does not exist. There is only karmic “idiocy,” which is connected to a person’s entire fate. We will discuss this in more detail as well, so that one may come to understand how an incarnation spent in such a state of spiritual confusion can, under certain circumstances, even have a beneficial effect on a person’s karma—even if it represents misery in that particular incarnation. This is where the necessity arises to view things not merely from the perspective of finite life, but sub specie aeterni—that is, from the perspective of human eternal life. This is where that which should permeate a compassionate and, at the same time, wise love comes into play.
[ 18 ] Auf der anderen Seite aber kann das zweite Stadium, das ich Ihnen geschildert habe, durchaus in das dritte übergehen, und das zeigt sich dann, wenn schon in der ersten Lebensepoche des Menschen zwischen Geburt und Zahnwechsel nicht bloß die zweite Epoche hereinleuchtet, sondern schon die dritte, diejenige, in der der Mensch seine Ich-Organisation hereinnehmen soll. Wenn uns ein Kind entgegentritt mit Eigenschaften im vierten, fünften Lebensjahr, die oftmals das Entzücken der Umgebung hervorrufen, weil man sagt: der redet oder tut wie ein Zwanzigjähriger — schlimm genug, wenn es so ist. Denn dann tritt eben dasjenige ein, daß die Ich-Organisation zu früh sich entwickelt, den physischen Leib überwältigt und schwach macht. Dann tritt nicht der karmisch vermittelte, sondern im Leben akquirierte Blödsinn ein, der sich karmisch erst später ausgleichen kann; der Blödsinn aber, er tritt im späteren Leben ein. Wenn wir mit verständigem Sinn, mit einer guten Pastoralmedizin hinblicken auf das Leben, werden wir ihn dadurch beherrschen lernen können, indem wir einfach die Erziehung in der richtigen Weise gestalten im Frühstadium des Betreffenden.
[ 18 ] On the other hand, however, the second stage I have described to you can certainly transition into the third, and this becomes evident when, even in the first phase of a person’s life—between birth and the loss of baby teeth—not only does the second phase begin to emerge, but also the third, the one in which the person is to develop their sense of self. When a child comes along at the age of four or five with characteristics that often delight those around them—because people say, “He speaks or acts like a twenty-year-old”—it is bad enough if that is the case. For then precisely what happens is that the “I” organization develops too early, overwhelms the physical body, and weakens it. Then it is not the karmically mediated foolishness that occurs, but rather the foolishness acquired in life, which can only be karmically balanced later on; yet this foolishness does indeed manifest in later life. If we look upon life with sound judgment and sound pastoral care, we will be able to learn to master it by simply shaping the child’s upbringing in the right way during the early stages of the child’s development.
[ 19 ] Aber derjenige, der durch seinen inneren Beruf hingewiesen ist darauf, solche Dinge zu beobachten, er sollte sie nicht nur beobachten, insofern sie individuelle Einzelerscheinungen sind — da soll er natürlich mit besonderer Liebe eingehen können -, er soll auch ein Verständnis entwickeln, wenn sie generelle Erscheinungen werden. Er soll ein Verständnis entwickeln, wie manchmal diese Dinge herangezogen werden.
[ 19 ] But the person who, through his inner calling, is led to observe such things should not only observe them insofar as they are individual, isolated phenomena—in which case he should, of course, be able to approach them with special love—but he should also develop an understanding when they become general phenomena. He should develop an understanding of how these things are sometimes used.
[ 20 ] Wir haben, meine lieben Freunde, gesehen, daß manches in die Pädagogik der früheren Jahrzehnte eingezogen ist, was wir vom Standpunkte einer gesunden Pädagogik, wie sie die Waldorfschul-Pädagogik sein will, gerade bekämpfen, Dinge, die den Menschen außerordentlich lieb geworden sind. Auf das muß manchmal mit grausamer Härte in unserer Waldorfschul-Pädagogik hingewiesen werden, zum Beispiel wie diese, ich habe darauf hingewiesen, nicht dem Leben, sondern dem Intellekt entnommenen Fröbel-Arbeiten, die in den Kindergärten vor dem Zahnwechsel getrieben werden, die nicht Nachahmung des Lebens, sondern ausgedachte Dinge sind, wie diese getrieben werden. Da ist es dann, daß in das kindliche Lebensalter zwischen Geburt und Zahnwechsel hineingenommen wird dasjenige, was erst da sein sollte im zweiten Lebensalter zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife. Es wird geradezu herangezogen dasjenige, was sich in den ersten Stadien des Pathologischen, wie ich es heute geschildert habe, dargestellt hat. Dann wird herangezogen ein Krankheitszustand schwacher Art, den man oftmals noch nicht als pathologisch anspricht, der auch besser nicht als pathologisch bezeichnet wird, damit man nicht alles pathologisch findet, der aber als Kulturerscheinung durchdrungen werden und verstanden werden muß. Nicht einfach kritisiert werden soll, aber verstanden werden soll, damit man in der rechten Weise sich zu ihm verhält.
[ 20 ] My dear friends, we have seen that many things have found their way into the pedagogy of past decades that we, from the standpoint of sound pedagogy—such as that which Waldorf education strives to be—actually oppose; things that have become extremely dear to people. This must sometimes be pointed out with ruthless clarity in our Waldorf pedagogy—for example, as I have noted, the way these Fröbel exercises—which are derived not from life but from the intellect and are carried out in kindergartens before the children lose their baby teeth—are conducted; they are not imitations of life but contrived activities. Thus, what should only be introduced in the second stage of life—between the loss of baby teeth and sexual maturity—is instead introduced into the child’s early years, between birth and the loss of baby teeth. What is effectively drawn upon is precisely what has manifested itself in the early stages of the pathological, as I have described today. Then a mild form of illness is drawn in—one that is often not yet referred to as pathological, and which is better not labeled as such so as not to view everything as pathological—but which must be penetrated and understood as a cultural phenomenon. It should not simply be criticized, but understood, so that one may relate to it in the proper way.
[ 21 ] Was liegt vor? Da liegt vor falsche Erziehung in den ersten Kindesjahren. Das zweite Lebensstadium wird hineingenommen in das erste, das Unterstützen alles desjenigen, was automatisches Sprechen und was von innen heraus ohne Anpassung an die Umwelt angeregten Willen erzeugt. Nehmen Sie an, es ist ein bißchen von dem da, was ich für das erste pathologische Stadium geschildert habe, ein Anflug, der dadurch erzeugt wird, daß die Erziehung in der Richtung, wie ich es Ihnen geschildert habe, falsch war. Was kommt dann? Wandervogelgelüste, eine nicht ganz als pathologisch zu bezeichnende, aber ein gewisses Charakteristikum tragende Sucht, nur sich selber zu folgen in einem gewissen Lebensalter, nicht mit der Welt zu rechnen: heraus aus der Außenwelt, wandern, Wandervogellust! Es hängt schon mit Zeiterscheinungen zusammen, die in einer, wenn ich so sagen darf, pathologischen Erziehung, oder wenigstens in einer Erziehung mit pathologischem Anflug urständen. Das beobachten Sie jetzt. Beobachten Sie viele Angehörige der Jugend - ich will das nicht kritisieren, die Dinge sind voll berechtigt -, sie sind deshalb da, weil sie sich verbinden mit dem, was mit dem Kali Yuga geschehen ist, weil eine Affinität besteht zwischen dem in dieser Art leicht Pathologischen und dem, was das Kali Yuga erzeugt. Die Dinge gehören alle zusammen, aber man muß sie von diesen zwei Aspekten betrachten. Betrachten Sie das, so werden Sie leicht Anflüge dessen sehen, was ich beschrieben habe. In der Wanderlust drückt sich das deutlich aus, aber in einem extremen Stadium. Hören Sie einmal zu den Gesprächen, man ist verzweifelt darüber, wie wenig sie zugänglich sind für das, was man ihnen sagt, und wie sie ewig Details wiederholen, die sie bezeichnen als ihr «Erlebnis», sie kommen immer wieder und wieder auf dasselbe zurück. Mißverstehen Sie mich nicht, ich will nicht im geringsten das als etwas hinstellen, was nun im philiströsen Sinne beurteilt werden kann, aber ich will andeuten, wie solche Erscheinungen nur recht durchschaut werden können, wenn man jenes Verhältnis, das ich Ihnen in diesen Tagen geschildert habe, recht ins Auge faßt, das da besteht darinnen, daß immer da ist eine Stufe hinein ins geistige Leben und dessen polares Gegenbild in den eigenen Leib hinein. Eine weitere Stufe in die geistige Welt hinein beim Heiligen, eine weitere Stufe in den Leib hinein bis zu den Krämpfen und der Epilepsie bei demjenigen, der pathologisch wird und so weiter. So ist die Verwandtschaft. Und wenn Sie bedenken, wie schon in der äußeren Elektrizität und im äußeren Magnetismus der eine Pol immer von dem anderen abhängig ist, so werden Sie den labilen Zustand begreifen, der im Leben sein kann zwischen dem einen und dem anderen, der aber nicht mit so groben Tatzen erfaßt werden darf, wie es heute so vielfach von der materialistischen Weltanschauung geschieht, der aber mit der Feinheit erfaßt werden muß, daß polare Gegensätze da sind und wieder die Anziehung des einen Poles und des anderen Poles, dann kommt man darauf, was vorliegen kann in dem einen Fall und was im anderen Fall. Man lernt erst dadurch in die menschliche Wesenheit hineinschauen. Da wollen wir morgen fortsetzen.
[ 21 ] What is the issue here? The issue is improper upbringing during the child’s early years. The second stage of life is subsumed into the first, which supports everything that arises from automatic speech and from the will stimulated from within without adaptation to the environment. Suppose there is a bit of what I described as the first pathological stage—a hint of it—arising from the fact that the upbringing, in the manner I described to you, was flawed. What comes next? A wanderlust—an addiction that cannot quite be called pathological but bears certain characteristic traits—the urge, at a certain age, to follow only one’s own path and to disregard the world: to escape the outside world, to wander, the thrill of wandering! This is certainly connected to contemporary phenomena that have their origins in what I might call a pathological upbringing—or at least an upbringing with a pathological tinge. You can observe this now. Observe many young people—I do not mean to criticize this; these things are entirely justified—they are there because they connect with what has happened in the Kali Yuga, because there is an affinity between this slightly pathological tendency and what the Kali Yuga produces. These things all belong together, but one must view them from these two perspectives. If you consider this, you will easily see hints of what I have described. This is clearly expressed in wanderlust, but in an extreme form. Just listen to their conversations—one becomes exasperated by how unreceptive they are to what one tells them, and how they endlessly repeat details they refer to as their “experience”; they keep coming back to the same thing over and over again. Do not misunderstand me, I do not in the least wish to present this as something that can be judged in a philistine sense, but I want to suggest that such phenomena can only be properly understood if one truly grasps the relationship I have described to you these past few days—namely, that there is always a step into spiritual life and its polar counterpart within one’s own body. One further step into the spiritual world in the case of the saint, one further step into the body, leading to convulsions and epilepsy in the person who becomes pathological, and so on. Such is the relationship. And if you consider how, even in external electricity and external magnetism, one pole is always dependent on the other, you will understand the precarious state that can exist in life between the one and the other—a state that must not, however, be grasped with such crude hands, as is so often done today by the materialistic worldview, but must be grasped with the subtlety that polar opposites exist and that there is the attraction between one pole and the other—then one comes to understand what may be present in one case and what in another. Only through this does one learn to look into the human being. We will continue tomorrow.

