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Cooperation Between Doctors and Pastoral Caregivers
Pastoral Medicine Course
GA 318

13 September 1924, Dornach

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Sechster Vortrag

Sixth Lecture

[ 1 ] Meine lieben Freunde! Wir haben betrachtet den Menschen im wesentlichen, obwohl wir das andere haben hereinleuchten lassen, insofern er in seinem Erdenleben nach der einen oder anderen Seite hin sich aus dem, was man das Normale nennen kann, herausentwickelt nach dem Pathologischen hin, oder auch nach derjenigen Seite hin, die ihn in ein Verhältnis bringt zur realen geistigen Welt.

[ 1 ] My dear friends! We have considered human beings in their essence, although we have also shed light on the extent to which, in their earthly lives, they develop—in one direction or another—away from what might be called the “normal” toward the pathological, or toward that aspect which brings them into a relationship with the real spiritual world.

[ 2 ] Wir wollen heute versuchen, über das einzelne menschliche Leben hinauszugehen, über das Leben des Menschen, insofern es ein einzelnes Erdenleben darstellt, um zunächst an einem mehr oder weniger überschaubaren Beispiel zu sehen, wie auch in solchen Zuständen, die, ich möchte sagen, in dem polarischen Gegensatz drinnenstehen zwischen dem Hineinreichen in die geistige Welt und dem Hinunterreichen in das Körperliche, in das Naturhafte, um zu sehen, wie zu solchen Vorgängen steht dasjenige, was sich durch die wiederholten Erdenleben zieht. Denn es ist schon so: der Arzt braucht, wenn er seinen Beruf ausüben will, nicht nur in äußerlicher Weise oder in verstandesmäßiger Weise, sondern mit dem vollen Herzen, mit dem ganzen Menschen, er braucht das Darinnenstehen in der geistigen Welt, das Anschauen der Welt vom Aspekt des Geistigen aus. Aber da nun einmal tatsächlich das Menschenwesen durch aufeinanderfolgende Erdenleben reicht, die Ursachen von einem Erdenleben auf geistige Art in das andere Erdenleben hinübergehen, wirksam werden im Menschen, so darf das Karma für uns keine Phrase bleiben, sondern wir müssen auch allmählich einsehen, wie wir uns heilend zum Karma zu stellen haben. Dazu müssen wir vor allen Dingen seine Wirksamkeit mit Bezug auf das Pathologische und mit Bezug auf das Visionäre durchschauen.

[ 2 ] Today we will try to look beyond the individual human life—beyond human life insofar as it constitutes a single earthly existence—in order to see, first of all, using a more or less manageable example, how even in such states, which, I would say, are caught in the polar opposition between reaching into the spiritual world and reaching down into the physical, into the natural, to see how that which runs through repeated earthly lives relates to such processes. For it is indeed true: if a doctor is to practice his profession—not merely in an external or intellectual way, but with his whole heart, with his entire being—he needs to be immersed in the spiritual world, to view the world from the perspective of the spiritual. But since the human being does in fact extend through successive earthly lives, and since the causes of one earthly life pass over in a spiritual sense into the next and take effect within the human being, karma must not remain a mere phrase for us; rather, we must also gradually come to understand how we are to approach karma in a healing way. To do this, we must above all understand its effects in relation to the pathological and in relation to the visionary.

[ 3 ] Der Priester braucht, wenn er in der richtigen Weise auf die Erscheinungen des Lebens eingehen will und für die Seelen, die ihm anvertraut sind, sorgen will, ein richtiger Seelsorger sein will, er braucht auch das Hineinschauen in die Bedeutung des Geistigen für dasjenige, was einem im physischen Erdenleben entgegentritt. Nur dann wird er die Menschen auf Erden in richtiger Weise vom Gesichtspunkte des Geistigen behandeln können.

[ 3 ] If the priest wishes to respond appropriately to the events of life, to care for the souls entrusted to him, and to be a true spiritual guide, he must also gain insight into the significance of the spiritual in relation to what one encounters in physical life on earth. Only then will he be able to treat people on earth properly from a spiritual perspective.

[ 4 ] Da fällt uns ja sogleich etwas auf, meine lieben Freunde, worauf man heute vom überlegenen, aufklärerischen Standpunkte aus, vielleicht mit einer gewissen Verächtlichkeit schauen kann, aber würden wir es tun, unsere Nachkommen in fernen Jahrhunderten würden es uns heimzahlen. Denn sie würden es mit uns ebenso machen wie der Mensch, der heute in der sogenannten wissenschaftlichen Bildung darinnen lebt, es macht mit den Vorfahren. Sie werden gleich einsehen, was ich meine.

[ 4 ] Something immediately strikes us, my dear friends, something that today, from a superior, Enlightenment-era perspective, one might view with a certain degree of contempt—but if we were to do so, our descendants in centuries to come would make us pay for it. For they would treat us just as the person who today lives within so-called scientific education treats his ancestors. You will see right away what I mean.

[ 5 ] In bezug auf die Anschauung über die Krankheiten hat sich im Laufe der Menschheitsentwickelung ein vollständiger Umschwung vollzogen, und gerade Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts konnte einem dieser Umschwung besonders ins Auge fallen. Gehen Sie zurück ein paar Jahrtausende in der Entwickelung der Menschheit, in ältere Zeiten des Alten Testaments, so finden Sie überall die Überzeugung: die Krankheit kommt von der Sünde, die Krankheit hat ihre geistige Ursache zu allerletzt in der Sünde. Das wurde sehr ernst genommen. Es mußte eine geistige Verirrung oder Verfehlung irgendwo vorliegen als eigentliche Ursache, wenn eine physische Erkrankung auftrat. Und diese Anschauung ging weiter. Diese Anschauung ging dahin, daß man sagte: Da in einem Menschen, bei dem irgendeine geistige Verfehlung oder Verirrung zugrunde liegt, die in ihm die Erscheinung der Krankheit hervorruft, ist irgend etwas geistig Elementarisches enthalten, was nicht in ihn hineingehört, er ist irgendwie besessen. — Jede Krankheit bedeutete ja eine Besessenheit mit Geistigem als Folge einer geistigen Verirrung oder Verfehlung in älteren Zeiten, und demgemäß war auch die Therapie eingerichtet. Sie war darauf eingerichtet, nach Mitteln zu sinnen, wie man dasjenige, was durch die geistige Verfehlung an fremder elementarer Geistigkeit in den Menschen hineinkam, wie man das wieder herausbringt. Radikal war diese Anschauung, daß man eine Krankheit nicht versteht, wenn man nicht ihre krankhafte Ursache weiß,

[ 5 ] Over the course of human development, there has been a complete shift in the view of diseases, and this shift was particularly striking at the end of the 19th and the beginning of the 20th centuries. If you go back a few millennia in human development, to the earlier times of the Old Testament, you will find the conviction everywhere: illness comes from sin; illness has its spiritual cause, ultimately, in sin. This was taken very seriously. There had to be a spiritual aberration or transgression somewhere as the actual cause whenever a physical illness arose. And this view went further. It held that since a person in whom some spiritual transgression or aberration lies at the root—causing the manifestation of illness within them—contains something spiritually elemental that does not belong there, they are, in a sense, possessed. — Every illness was, after all, understood as a possession by a spiritual entity resulting from a spiritual aberration or transgression in earlier times, and the therapy was structured accordingly. It was designed to devise ways to expel from the person whatever foreign elemental spiritual substance had entered them as a result of the spiritual transgression. This view was radical: that one cannot understand an illness unless one knows its pathological cause,

[ 6 ] Nun, nehmen Sie dasjenige, was in ganz folgerichtiger Entwickelung heraufgekommen ist und mehr oder weniger in der letzten Zeit, bevor dilettantisch die Psychoanalyse, die analytische Psychologie in so furchtbarer Weise eingegriffen hat, indem sie das genau Entgegengesetzte von dem, was da als Ansicht geherrscht hat, sagte: Jede Sünde hat in der Krankheit ihre Ursache. - Man war überzeugt davon; wenn man irgendwo einen Verbrecher, einen Sünder hatte, wobei man den Begriff der Sünde ziemlich äußerlich nach dem Staatskodex definierte, wenn man irgendwo einen Verbrecher oder Sünder hatte, sah man, daß man nur in irgendeiner Weise seines Gehirns habhaft werden konnte nach dem Tode, seines Schädels irgendwie habhaft werden konnte, seine physische Organisation untersuchen konnte. Man würde schon die Defekte, die Merkmale finden. Man hat sie auch in vieler Beziehung gefunden, und man ist ja in dieser Beziehung nicht gerade wenig weit gekommen. Tüchtige naturwissenschaftlich gebildete Leute sind zu der Ansicht gekommen, wenn der Mensch vollkommen organisch ausgebildet ist, sündigt er nicht. Er sündigt dadurch, daß ein körperlicher Defekt irgendwo da ist: die Sünde kommt von der Krankheit. So geht die Entwickelung. Sie geht nicht in gerader Linie weiter, sie geht durch polarische Gegensätze; und gerade die Menschen, die nun zur letzteren Ansicht gekommen sind - es gesteht sich heute nicht jeder, aber es liegt vielfach zugrunde selbst bei denjenigen, die äußerlich nicht ganz auf dem Boden stehen -, diese Menschen sehen mit aller Verachtung zurück nach denjenigen Zeiten, in denen man gesagt hat: Die Krankheit kommt von der Sünde. - Denn sie wissen, nach ihrer Meinung ist das richtig: die Sünde kommt von der Krankheit. Ebenso wissen sie, daß man irgendeinen stofflichen Prozeß im Kranken hat, den man bekämpfen muß, aufheben muß, herausbringen muß, wie man früher eine geistige Elementarwelt herausbringen wollte. Für den, der die Sache im großen anschaut, unterscheidet sich das nicht im wesentlichen, wie schließlich, innerlich angeschaut, zwischen mancher Heilquelle, die die materialistische Medizin für richtig anschaut, und Lourdes auch nicht ein sehr beträchtlicher Unterschied ist. Das eine ist geheiligt durch den kirchlichen, das andere durch den materialistischen Glauben. Diese Dinge müssen eben einfach unbefangen angeschaut werden.

[ 6 ] Well, take what has emerged as a completely logical development—more or less in recent times, before psychoanalysis and analytical psychology intervened in such a terrible way, amateurishly asserting the exact opposite of what had been the prevailing view: that every sin has its cause in illness. - People were convinced of this; if there was a criminal or a sinner somewhere—whereby the concept of sin was defined rather superficially according to the state code—if there was a criminal or a sinner somewhere, it was understood that one could only gain access to his brain in some way after death, obtain his skull somehow, and examine his physical constitution. One would surely find the defects, the characteristics. They have indeed been found in many respects, and considerable progress has been made in this regard. Competent, scientifically trained people have come to the conclusion that if a human being is perfectly developed organically, he does not sin. He sins because there is a physical defect somewhere: sin arises from illness. This is how evolution proceeds. It does not follow a straight line; it moves through polar opposites; and precisely those people who have now arrived at the latter view—not everyone admits it today, but it often lies at the root even among those who outwardly do not stand firmly on solid ground—these people look back with utter contempt upon those times when it was said: “Illness comes from sin.” —For they know—in their opinion, this is correct—that sin arises from illness. Likewise, they know that there is some material process at work within the sick person that must be combated, eliminated, and expelled, just as one formerly sought to expel a spiritual elemental world. For those who view the matter from a broad perspective, there is no fundamental difference here—just as, when viewed from within, there is no very significant difference between many healing sources that materialistic medicine considers valid and Lourdes. One is sanctified by religious faith, the other by materialistic belief. These things must simply be viewed impartially.

[ 7 ] Nun aber, wenn man in so, ich möchte sagen, kurzsinnigen Vorstellungen sich bewegt, kann man doch nicht auf die realen Zusammenhänge kommen. Deshalb möchte ich Ihnen heute — und man sollte eigentlich immer von konkreten Dingen sprechen, wenn man von solchen Dingen spricht - einen konkreten Fall erzählen, der Ihnen höhere Zusammenhänge im Gesundheitsieben des Menschen klarlegen kann. Sehen Sie, es gibt einen Menschen im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Wir werden ihn so, wie er im 19. Jahrhundert da war, später kennenlernen. Ich möchte Sie zuerst zu einer seiner früheren Inkarnationen — ich möchte nicht sagen zu der unmittelbar vorhergehenden - führen, die für seine Inkarnation im 19. Jahrhundert maßgebend war, wovon die Inkarnation im 19. Jahrhundert die wesentlichsten Folgen hatte. Da war er, dieser Mensch, in einer Gegend des südlichen Orients, in Asien inkarniert, lebte in einer menschlichen Umgebung, wo die Menschen außerordentlich tierliebend waren. Sie wissen, daß die orientalischen Lehren in der Tierliebe etwas ungeheuer Ehrliches haben, sie ausdehnen dasjenige, was sie die Liebe zu den Menschen und zu den Dingen nennen, namentlich auf die Tiere. Es ist eben namentlich in älteren Zeiten gewissen Menschen in solchen Gegenden absolut naturgemäß gewesen, die Tiere ungeheuer zu lieben und gewisse Tiere sehr gut zu behandeln. Dieser Mensch, den ich meine, der in einer früheren Inkarnation lebte in einer Umgebung, wo man sich so zur Tierwelt verhielt, er war kein Tierfreund. Er war, wohl bewirkt durch frühere Inkarnationen — die wollen wir nicht untersuchen -, jetzt mitten unter einer tierliebenden Bevölkerung ein Mensch, der außerordentlich schlecht gewisse Tiere behandelte. Er quälte sie schon als Knabe, behandelte sie schlecht, quälte sie dann später, indem er die Haustiere mit allerlei Quälereien belegte, kurz, er wurde im umfänglichen Sinn ein Tierquäler. Das rief die stärkste Entrüstung hervor in der Umgebung, in der er lebte. Und er erlebte eigentlich viel an Konflikten zwischen seiner Sehnsucht, Tiere zu quälen, von der er nicht lassen konnte, die in ihm wie etwas war, was ein innerer Drang war — wir würden heute wiederum materialistisch gefärbt sagen: eine Perversität des Willens —; dabei nahm er, und das war seine Eigentümlichkeit damals, die spirituellen Lehren, welche die Bevölkerung in seiner Umgebung hatte, mit einer großartigen Empfänglichkeit

[ 7 ] But when one operates within such—I would say—short-sighted mental images, one simply cannot grasp the real interrelationships. That is why I would like to tell you today—and one should really always speak of concrete examples when discussing such matters—about a specific case that can shed light on the higher interrelationships within the human health system. You see, there was a person who lived during the 19th century. We will get to know him later, just as he was in the 19th century. First, I would like to take you back to one of his earlier incarnations—I wouldn’t say the one immediately preceding it—which was decisive for his incarnation in the 19th century and from which that 19th-century incarnation derived its most significant consequences. There he was, this person, incarnated in a region of the southern Orient, in Asia, living in a human environment where people were extraordinarily fond of animals. You know that there is something tremendously sincere in the Oriental teachings regarding love for animals; they extend what they call love for human beings and for things specifically to animals. In earlier times, in particular, it was absolutely natural for certain people in such regions to love animals immensely and to treat certain animals very well. This person I am referring to, who in a previous incarnation lived in an environment where people related to the animal world in this way, was not an animal lover. He was—likely as a result of earlier incarnations, which we will not examine here—now, in the midst of an animal-loving population, a person who treated certain animals exceptionally badly. He tormented them even as a boy, treated them badly, and later tormented them by subjecting domestic animals to all manner of cruelty; in short, he became, in the broadest sense, an animal abuser. This aroused the strongest indignation in the community where he lived. And he actually experienced many conflicts between his longing to torment animals—which he could not shake off, and which was within him like an inner compulsion—we would say today, with a materialistic slant: a perversion of the will—; yet at the same time—and this was his peculiarity back then—he embraced the spiritual teachings held by the people in his community with remarkable receptivity

[ 8 ] na auf, konnte sich ganz in sie hineinfinden, hatte einen feinen Sinn für alles das, was die Religion in jenen Gegenden lehrte. Aber er geriet gerade mit den religiösesten Leuten seiner Umgebung in furchtbarste Konflikte, weil er eben die Tiere quälte. Namentlich die Tiere quälte er, die er in seinem eigenen Haus hatte, zuerst bei seinen Angehörigen, später indem er selbst eine Art Feldbebauer war. Die Tiere, die ihm die nächsten Wesen waren, die die Orientalen ganz besonders gut behandeln, wie zur Familie gehörig behandeln, diese Tiere quälte er ungeheuer.

[ 8 ] Well, he was able to identify completely with them and had a keen sense for everything that religion taught in those regions. But he found himself in the most terrible conflicts precisely with the most religious people around him, precisely because he tormented the animals. In particular, he tormented the animals he kept in his own home—first those belonging to his relatives, and later as he himself became a sort of farmer. The animals, which were the beings closest to him—and which Easterners treat particularly well, as if they were part of the family—he tormented them terribly.

[ 9 ] Nun, wie gesagt, wir werden uns nicht aufhalten bei einer zwischenliegenden Inkarnation, die in Betracht kommen könnte, sie hat nicht viel zu bedeuten für das folgende Leben dieses Menschen. Er lebte wieder in unserem Zeitalter, im 19. Jahrhundert, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In dieser Inkarnation, die also im weiteren Sinn unserer Zeit angehört, wurde er geboren als ein außerordentlich ängstlicher Mensch, der in seiner Ängstlichkeit darauf angewiesen war, Tiere an sich zu ketten, namentlich Hunde an sich zu ketten. Man konnte schon sagen, es war ein krankhafter Zug in dieser wiederum nicht ganz normalen Neigung zu Tieren, die er nun entwickelte. Das alles bekam einen Zug von Krankhaftigkeit dadurch, daß er eigentlich nicht eine besondere Liebe entwickelte zu den Hunden, wohl aber ein Gefühl, daß er sie haben müsse. Man sieht gerade an der Art, wie er sich mit Hunden einließ, erstens etwas Phantastisches, wie wir gleich sehen werden, zweitens aber etwas, worin ein innerlicher karmischer Zwang von vorneherein sichtbar ist. Dabei wird der Mensch in dieser Inkarnation ein außerordentlich begabter Mensch, der sich herüberträgt aus jener alten Inkarnation alles dasjenige, was er erlebt hat unter der orientalischen Bevölkerung an spirituellen Lehren, auch an spiritueller Religiosität. Das wird bei ihm nicht nur Gefühl und Empfindung, das wird bei ihm Lebenspraxis. Er kommt im Verlaufe seines Lebens nicht nur zu Phantasievorstellungen über das Geistige, sondern er kommt zu der Möglichkeit, in richtigen visionsartigen Imaginationen, die sich ihm mit elementarischer Selbstverständlichkeit ergeben, dichterisch zu bilden dasjenige, was physisch im Menschenleben da ist, und wo fortwährend hineinspielen geistige, elementarische Wesenheiten. Das ist das eine. So daß wir sehen, er ist Dichter, ausgezeichneter Dichter. Er ist nicht nur ausgezeichneter Dichter, sondern man kann schon sagen, er ist gerade im Dramatischen derjenige Dichter, den wir auf dem Kontinent am ehesten vergleichen möchten mit Shakespeare. Es ist Ferdinand Raimund, Raimund mit seinen extravaganten Zügen, mit seinem Riesentalent, der dramatische Dichtungen schreibt, welche zeigen, er hat das aus früheren Inkarnationen herübergebracht, Geistiges gestalten zu können, hineinstellen zu können ins Menschenleben. Man sehe sich nur an: «Der Alpenkönig und der Menschenfeind» und so weiter, und man darf ihn mit Shakespeare sogar darin vergleichen, daß er zugleich ein bedeutender Schauspieler ist, was auch davon kommt, daß er den innerlichen Impetus hat, aus dem Geistigen heraus Triviales und Nichttriviales auf der Bühne zu gestalten. Er ist ein unvergleichlicher Schauspieler, voller Humor auf der Bühne, im Leben ganz und gar unter der Einwirkung des anderen, was ihm herüberkommt aus der Tierquälerei, die er getrieben hat. So einheitlich ist hier das Pathologische und das Geniale untereinandergemischt, das Geniale, das ihn auf der einen Seite treibt, wirklich mit Shakespearescher Kraft und Gewalt und geistig-seelischer Dramatik zu schaffen und das auch auf der Bühne zu verkörpern, das Pathologische, das ihn auf der anderen Seite treibt, das Phantastische selbst in das äußerliche Leben hineinzutragen. Nun müssen wir uns einen besonderen Zug anschauen bei dieser Individualität des Ferdinand Raimund.

[ 9 ] Well, as I said, we won’t dwell on an intermediate incarnation that might come into consideration; it doesn’t have much significance for this person’s subsequent life. He lived again in our era, in the 19th century, in the first half of the 19th century. In this incarnation, which thus belongs to our time in a broader sense, he was born as an extraordinarily fearful person who, because of his fearfulness, felt compelled to chain animals to himself—namely, dogs. One could even say there was a pathological aspect to this, in turn, not entirely normal inclination toward animals that he now developed. All of this took on a pathological character because he did not actually develop a particular love for the dogs, but rather a feeling that he simply had to have them. One can see, precisely in the way he interacted with dogs, first of all something fantastical—as we shall see in a moment—but secondly, something in which an inner karmic compulsion is evident from the very beginning. At the same time, the person in this incarnation becomes an extraordinarily gifted individual who carries over from that former incarnation everything he experienced among the Eastern people in terms of spiritual teachings and spiritual religiosity. For him, this becomes not merely a matter of feeling and sensation, but a way of life. In the course of his life, he not only develops imaginative conceptions of the spiritual, but he also gains the ability to poetically shape—through true, vision-like imaginations that arise in him with elemental naturalness—that which is physically present in human life, and into which spiritual, elemental beings continually interplay. That is one aspect. So we see that he is a poet, an excellent poet. He is not only an excellent poet, but one might even say that, particularly in the realm of drama, he is the poet on the continent whom we would most readily compare to Shakespeare. It is Ferdinand Raimund—Raimund with his extravagant traits and his immense talent—who writes dramatic works that demonstrate he has brought with him from earlier incarnations the ability to shape the spiritual and to incorporate it into human life. One need only look at *The King of the Alps and the Misanthrope* and so on, and one may even compare him to Shakespeare in that he is also a significant actor—a fact that stems from his inner impetus to shape both the trivial and the non-trivial on stage out of the spiritual realm. He is an incomparable actor, full of humor on stage, yet in life entirely under the influence of others—a trait stemming from the cruelty to animals he has committed. Here, the pathological and the genius are so uniformly intertwined: the genius that drives him, on the one hand, to create with truly Shakespearean power and intensity and spiritual-psychological drama—and to embody that on stage as well; and the pathological, on the other hand, that drives him to carry the fantastical into his outward life. Now we must examine a particular trait of Ferdinand Raimund’s unique personality.

[ 10 ] Sehen Sie, in der Tierquälerei, die ihm damals in einer Inkarnation ein Bedürfnis war, fühlte er eine Art Wollust, das tat er gern, er quälte die Tiere aus innerer Lust. Daher kam er nicht während des Erdenlebens zum Bewußtsein, daß das etwas Schlechtes sei. Aber nachdem er durch die Todespforte geschritten war, da kam er dazu. Nun, dasjenige, was man durchlebt, indem man durch die Todespforte schreitet und dann weitergeht vom Tod zu einer neuen Geburt, das drückt sich aus zunächst in einem weiteren Sinne in der Kopforganisation. Da liegt dann das Moment, dasjenige, was man als Begabung mitbringt. Das hat er sich reichlich mitgebracht. Da lebt sich aber auch etwas aus, was im rhythmischen System, und namentlich im oberen rhythmischen System, im Atmungssystem, zutage tritt. Denn der Mensch ist ja so gebaut, wenn Sie sich den Menschen vorstellen schematisch (siehe Zeichnung): Stoffwechsel-Gliedmaßensystem, rhythmisches System, Nerven-Sinnessystem. Dann wirkt herüber in das Nerven-Sinnessystem dasjenige, was aus früheren Erdenleben kommt, in sein rhythmisches System dasjenige, was zwischen Tod und neuer Geburt ist, und dasjenige, was auf der Erde ist, wirkt einzig und allein im Stoffwechsel-Gliedmaßensystem.

[ 10 ] You see, in the cruelty to animals—which was a need for him back then in one of his incarnations—he felt a kind of pleasure; he enjoyed doing it; he tormented the animals out of inner delight. That is why, during his earthly life, he did not come to realize that this was something bad. But after he had passed through the gate of death, that is when he came to realize it. Now, what one experiences when passing through the gate of death and then moving on from death to a new birth is expressed, in a broader sense, in the organization of the head. That is where the essential element lies—what one brings with oneself as a gift. He brought plenty of that with him. But something also unfolds there that manifests itself in the rhythmic system—and specifically in the upper rhythmic system, the respiratory system. For the human being is constructed in such a way—if you have a mental image of the human being (see drawing)—that there is the metabolic-limb system, the rhythmic system, and the nervous-sensory system. Then what comes from earlier earthly lives acts upon the nervous-sensory system; what lies between death and a new birth acts upon the rhythmic system; and what is on Earth acts solely and exclusively upon the metabolic-limb system.

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[ 11 ] Nun, alles dasjenige, was diese Individualität, die da jetzt Ferdinand Raimund ist, erleben konnte an bitterer Reue, an aufklärender, tief niederschmetternder Einsicht nach dem Tode in jener früheren Inkarnation über seine Sehnsucht zur Tierquälerei, all das wirkte sich ja aus immer in den Zuständen zwischen Tod und einer neuen Geburt, und beeinflußte das rhythmische System. Es kam im rhythmischen System dadurch zum Ausdruck, daß es bis ins Physische hineinwirkte. Denn in der Physis des Kopfes haben wir die Nachwirkung des vorigen Erdenlebens, in der Physis des rhythmischen Systems haben wir die Nachwirkung des Lebens zwischen Tod und einer neuen Geburt.

[ 11 ] Well, everything that this individuality—who is now Ferdinand Raimund—was able to experience in terms of bitter remorse and enlightening, deeply shattering insight after death in that earlier incarnation regarding his craving for cruelty toward animals—all of that always had an effect on the states between death and a new birth and influenced the rhythmic system. This was expressed in the rhythmic system in such a way that it extended into the physical realm. For in the physical structure of the head we find the aftereffects of the previous earthly life, and in the physical structure of the rhythmic system we find the aftereffects of the life between death and a new birth.

[ 12 ] In der Embryologie haben Sie diese Wahrheit zum Greifen nahe, auch äußerlich physisch-sinnlich. Bei dieser Individualität des Ferdinand Raimund sehen wir namentlich in seinem Atemsystem, in dem oberen rhythmischen System, wie all die Reue, die bitteren Einsichten hineinwirken, die über ihn kommen, indem er aus dem maßgebenden vorigen Erdenleben heraus durch die Pforte des Todes schritt. Und er wird dadurch veranlaßt, dasjenige auszubilden, was zu einer Art von Atemunregelmäßigkeit, zu geringer Aufnahme von Sauerstoff, zu starkem Durchdrungensein von Kohlensäure zu führen hat, Atmungsunregelmäßigkeiten, die, physisch betrachtet, an sich alle Angstzustände herbeirufen, die aber die Träger sein können von Elementarwesen der Angst. Alles dasjenige, was in Atmungsunregelmäßigkeiten lebt, was nicht die richtigen Mengen von Sauerstoff und Kohlensäure in dem Atmungsprozeß sein läßt, zieht Elementarwesen der Angst herbei. Das können Sie gut verfolgen im «Alpenkönig und Menschenfeind». Das war in Ferdinand Raimund ganz besonders gut ausgebildet, er war sozusagen «disponiert», wenn wir den gelehrten Ausdruck gebrauchen wollen, sein Atmungssystem zum Träger zu machen von Elementarwesen der Angst.

[ 12 ] In embryology, this truth is within your grasp, even externally, in a physical and sensory way. In the individuality of Ferdinand Raimund, we see—particularly in his respiratory system, in the upper rhythmic system—how all the remorse and bitter realizations that come upon him as he steps through the gate of death from his previous, defining earthly life work their way into him. And this causes him to develop what leads to a kind of respiratory irregularity—insufficient oxygen intake and excessive carbon dioxide accumulation—respiratory irregularities that, from a physical standpoint, in and of themselves induce all kinds of anxiety, but which can also serve as vessels for elemental beings of fear. Everything that thrives on irregular breathing—that which prevents the proper balance of oxygen and carbon dioxide in the respiratory process—attracts elemental beings of fear. You can see this clearly in *The Alpine King and the Enemy of Mankind*. This was particularly well developed in Ferdinand Raimund; he was, so to speak, “predisposed”—to use the scholarly term—to make his respiratory system a host for elemental beings of fear.

[ 13 ] Solche Elementarwesen der Angst sind aber nicht allein Elementarwesen der Angst, sondern, wenn man zu gleicher Zeit eben sich auch das mitbringt, was Ferdinand Raimund im Kopfe hatte aus früheren Erdenleben an psychisch-spirituellen Anschauungen, die seine Dramen so interessant machen, dann sieht man, wie durch das Hineinwirken dieser Angstdämonen, die auf diese Weise kommen, das Karma in einer ganz bestimmten Richtung läuft. Man sieht förmlich, wie diese Angstdämonen zu einer Auswirkung, zu einer krankhaften Auswirkung im Sinne des Karma drängen. Sie gießen sich hinein, möchte ich sagen, in die phantasievollen Imaginationen bis ins Visionäre sich hineinlebende Imaginationen — denn Raimunds Dramen liegt Visionäres zugrunde -, sie gießen sich hinein in das Visionäre und verursachen dadurch, daß der Mensch auch im Leben etwas Phantastisches entwickelt. Und auf diese Weise stößt eine Strömung im Karma durch, eine ungeheuer geniale Begabung, die sich auslebt. In einer besonderen Art geistigen Schaffens lebt die eine Strömung sich aus, die andere Strömung lebt parallel in einer Art Lebensphantasterei, die aber nicht sich äußerlich auslebt, sondern nach innen sieht, weil sie im rhythmischen System liegt, das ja das halb Innerliche ist, das aber in seinen unteren Organen sich wieder so auslebt, daß es sich auf das äußere Leben erstreckt, aber auch wieder nach dem Inneren zurückschlägt, wodurch seine geniale Individualität begleitet wurde von einem wirklich pathologischen Zug. Und dieser Zug, dieser pathologische Zug, der in Angstdämonen sich auslebte, der wurde das Vehikel für das Ausleben des Karma.

[ 13 ] Such elemental beings of fear, however, are not merely elemental beings of fear; rather, if one also brings with oneself—at the same time—the psychic and spiritual insights that Ferdinand Raimund had in his mind from earlier earthly lives, which are what make his dramas so interesting, then one sees how, through the influence of these demons of fear—who come in this way—karma flows in a very specific direction. One can literally see how these demons of fear drive toward an effect, toward a pathological effect in the sense of karma. They pour themselves—I might say—into the imaginative visions that extend into the visionary realm—for Raimund’s dramas are founded on the visionary—they pour themselves into the visionary and thereby cause the person to develop something fantastical even in life. And in this way, a current breaks through in karma—an immensely brilliant gift that finds its full expression. In a particular form of spiritual creation, one current expresses itself fully, while the other current exists in parallel within a kind of fantasy of life—one that does not express itself outwardly, but looks inward, because it lies within the rhythmic system, which is, after all, the semi-inner realm; yet in its lower organs it expresses itself in such a way that it extends into outer life, but also rebounds inward, whereby its brilliant individuality was accompanied by a truly pathological trait. And this trait, this pathological trait, which played itself out in demons of fear, became the vehicle for the working out of karma.

[ 14 ] Man kann direkt ablesen das Karma Ferdinand Raimunds. Raimund ist genötigt, einen Hund zu halten. Er ist Phantast. Er tut, was andere Menschen nicht tun. Man kann das verstehen, kann auch durchaus seine Sympathien dafür haben. Denn man kann schon sagen, meine lieben Freunde, ich habe mehr Sympathie als für das Essen manches zum Kommerzienrat ernannten Bürgerlichen an der Hoftafel, wenn ich wahrnehme, daß Raimund aus einer phantastischen Laune heraus sich zu seinem Hund setzt und von der Mahlzeit seines Hundes sich etwas wegnimmt, um es zu verzehren. Das tut Raimund, Schauen Sie sich an, wie das Karma der Tierquälerei aus der früheren Inkarnation hereinspielt. Sehen Sie sich an, wie einfach diese Tatsache, die umgestaltet ist aus der Reue nach dem Tode und der Tierquälerei von früher, wie eine phantastische Sühne sich vollzieht, aber diese phantastische Sühne vollzieht sich in einer noch viel herberen Art. Gleich nachher kommen die Angstdämonen und wirken mit in der Vollziehung des Karmas. Ferdinand Raimund wird überfallen von der Idee: der Hund ist wütend, ich habe mit ihm gegessen, ich bin angesteckt von der Hundswut! — Nun sehen Sie, wie Raimund ganz niedergeschmettert ist. Während er unter Umständen das Genialste auf der Bühne tut - in dem Moment, wo er hinausgezogen ist aus dem Leben, von den Zwangsideen überfallen wird, ist ein Gefühl da, er sei von der Hundswut angesteckt.

[ 14 ] You can see Ferdinand Raimund’s karma right away. Raimund is compelled to keep a dog. He’s a dreamer. He does what other people don’t do. One can understand this, and one can certainly feel sympathy for it. For one can certainly say, my dear friends, that I have more sympathy for this than for the food served to some bourgeois appointed as a commercial councilor at the royal table, when I observe that Raimund, on a whimsical whim, sits down next to his dog and takes a bit of the dog’s meal to eat it himself. That is what Raimund does. Look at how the karma of animal cruelty from a previous incarnation comes into play. See how simply this fact—transformed from remorse after death and the animal cruelty of the past—unfolds as a fantastical atonement; yet this fantastical atonement takes place in an even harsher manner. Immediately afterward, the demons of fear arrive and play a part in the fulfillment of karma. Ferdinand Raimund is overcome by the thought: The dog is rabid; I ate with him; I’ve been infected with rabies! — Now you see how Raimund is completely devastated. Even as he may be performing the most brilliant act on stage—at the very moment he has withdrawn from life and is overcome by obsessive thoughts—there is a feeling that he has been infected with rabies.

[ 15 ] Dann unternimmt er zum Beispiel eine Reise mit einem Freunde. Sie reisen von Wien nach Salzburg, da überfällt ihn diese Idee, er sei von der Hundswut angesteckt, er müsse gleich wieder zurück nach Wien, um seine Heilung zu suchen. Es ist eine qualvolle Reise für ihn und für den Freund, wenn man die Reise verfolgt. Man sieht überall das Pathologische dem Genialen auf dem Fuße folgen. Nun, er wird sehr gut behandelt, Ferdinand Raimund, weil ihn die Leute außerordentlich gern haben. Allmählich kommt er ab von dieser Idee. Es ist wirklich etwas da wie eine Heilung durch das Leben, durch die Freude, durch all das Gute, was er von verschiedenen Seiten bekommt, was er nicht gern annimmt, weil er Hypochonder ist und bleibt, weil die Angstdämonen, wenn sie ihn nicht mit dem einen quälen, mit dem anderen quälen. So ist er immer hin und her pendelnd zwischen dem humoristischen Raimund und dem Hypochonder. Aber wenigstens kriegte er diese Idee los, daß er wütend wäre. Sie hat jahrelang gedauert, diese Idee. Aber er bleibt an die Tiere gefesselt. Wieder hat er einen Hund nach zehn Jahren, und siehe da, als er mit dem Hunde spielt, beißt er ihn wirklich. Wieder tritt die Idee auf — kurioserweise ist es auch konstatiert worden, daß der Hund an Hundswut litt, es war aber ganz unbedeutend —, Raimund stand da, er war gebissen von dem Hund, der hat Hundswut! Raimund fährt nach Pottenstein, schießt sich eine Kugel in den Kopf, die in die hintere Höhlung hinaufgeht und weit zurück sitzt. Sie kann nicht operiert werden; Raimund stirbt an dem Schuß nach etwa drei Tagen. Sie sehen, die erste sozusagen «Wahnidee» hat er losbekommen, aber das Karma hat fortgewirkt.

[ 15 ] Then, for example, he goes on a trip with a friend. They’re traveling from Vienna to Salzburg when this idea suddenly strikes him: that he’s been infected with rabies and must return to Vienna immediately to seek a cure. It’s an agonizing journey for him and for his friend, if you follow their journey. Everywhere you look, the pathological seems to follow the genius on its heels. Well, Ferdinand Raimund is treated very well, because people are exceptionally fond of him. Gradually, he begins to let go of this idea. There really is something akin to a healing through life itself, through joy, through all the goodness he receives from various sources—which he is reluctant to accept because he is and remains a hypochondriac, because the demons of fear, when they aren’t tormenting him with one thing, torment him with another. So he’s always swinging back and forth between the humorous Raimund and the hypochondriac. But at least he managed to shake off that idea that he was angry. That idea had lasted for years. But he remains attached to animals. Once again, he has a dog after ten years, and lo and behold, while he’s playing with the dog, it actually bites him. The idea resurfaces—curiously, it was also established that the dog had rabies, though it was quite insignificant—Raimund stood there, bitten by the dog, which had rabies! Raimund travels to Pottenstein, shoots himself in the head; the bullet travels up into the posterior cranial fossa and lodges deep inside. It cannot be surgically removed; Raimund dies from the gunshot wound after about three days. You see, he managed to shake off the first “delusion,” so to speak, but karma continued to take its toll.

[ 16 ] Es ist ein Fall, wo in seltener Art das Karma sich reinlich auswirkt; denn denken Sie nur einmal folgendes: Es ist subjektiv nicht ganz ein Selbstmord, denn Raimund hat nicht ganz die volle Verantwortlichkeit, es ist nicht subjektiv ein voller Selbstmord. Es ist objektiv auch kein voller Selbstmord, denn wenn gerade an der Stelle dazumal hätte operiert werden können, so wäre Raimund gerettet worden. Aber man konnte dazumal nicht an der Stelle operieren, man mußte die Kugel drinnen lassen und das führte nach drei Tagen zum Tode. Es ist kein reiner Selbstmord, weder subjektiv noch objektiv. Man kann also nicht sagen, daß da sich irgend etwas anschließt wegen Selbstmords im Karma. Das Karma setzt sich nicht fort, es lebte sich aus mit dem, was er in diesem Leben erlebt hat bis zum Schlußpunkt, bis zu der Art, wie sich die selbstmörderische Absicht verwirklichte. Aber man sieht förmlich heraufschlagen, deutlich erkennbar, das Karma aus dem früheren Leben, sieht es so herüberschlagen, daß man sich nun sagen kann, wir haben folgendes gesehen.

[ 16 ] This is a rare case in which karma plays out in a clear-cut manner; just consider the following: Subjectively speaking, it is not entirely a suicide, because Raimund does not bear full responsibility—subjectively, it is not a complete suicide. Objectively, it is also not a complete suicide, for if surgery had been possible at that very spot back then, Raimund would have been saved. But at that time, surgery could not be performed at that spot; the bullet had to be left inside, and that led to his death after three days. It is not a pure suicide, neither subjectively nor objectively. So one cannot say that anything follows from this in terms of karmic consequences related to suicide. The karma does not continue; it ran its course with what he experienced in this life up to its conclusion, up to the way in which the suicidal intent was carried out. But one can literally see it coming to the fore, clearly recognizable—the karma from the previous life—and see it manifest in such a way that one can now say, “We have seen the following.”

[ 17 ] Wir haben gesehen, wie es Menschen gibt - die sind durch eine besondere karmische Veranlagung da, die wir nur für das Erdenleben betrachtet haben -, die veranlagt sind, daß sie ihr Ich, ihren astralischen Leib, ihren Ätherleib entweder sogleich oder stufenweise, etappenweise so haben, daß sie in die geistige Welt visionär hineinbrechen: die heilige Theresia, Mechthild von Magdeburg und viele andere. Wir haben solche Persönlichkeiten, welche nach der einen Richtung hin, nach der Richtung nach dem Geistigen, eine Abnormität zeigen. Wir haben bei denjenigen, die nach der einen Seite hin eine solche Abnormität zeigen, nicht nötig, auf die Einzelheiten des Karmas einzugehen. Natürlich ist es karmisch veranlagt. Aber wir brauchen nicht auf die Einzelheiten des Karmas einzugehen. Denn man durchschaut den Fall in einem einzelnen Erdenleben.

[ 17 ] We have seen that there are people—who are here due to a special karmic predisposition, which we have considered only in relation to earthly life—who are predisposed such that their “I,” their astral body, and their etheric body are structured, either immediately or gradually, in stages, in such a way that they break into the spiritual world through visions: Saint Teresa, Mechtild of Magdeburg, and many others. We have such personalities who, in one direction—the direction toward the spiritual—exhibit an abnormality. In the case of those who exhibit such an abnormality in one direction, there is no need to go into the details of karma. Of course, it is karmically determined. But we need not go into the details of karma. For one can understand the case within a single earthly life.

[ 18 ] Ebenso auf der anderen Seite, die wir gestern betrachtet haben. Wir sehen, wie die Menschen sich abnorm hineinentwickeln in ihren physisch-ätherischen Organismus und so mehr untertauchen in den physischen Leib und dann pathologisch werden, wie ich Ihnen gestern gezeigt habe, in drei Etappen. Das Pathologische ist in dem Karma veranlagt. Aber man braucht nur bis zu dem Allgemeinen zu gehen, daß bei solchen Persönlichkeiten, wie die heilige Theresia, die Individualität in früheren Erdenleben ganz besonders stark geworden ist, bei den Psychopathen oder pathologischen Persönlichkeiten, die wir hier im Auge haben, besonders schwach sich ausgebildet hat, daher hereingezogen wird durch die niederen Glieder das Höhere. Man braucht wieder nur zu der allgemeinen Eigenschaft der Individualität zu gehen, nicht das Karma im einzelnen ins Auge zu fassen.

[ 18 ] The same is true on the other side, which we examined yesterday. We see how people develop abnormally within their physical-etheric organism and thus become more and more immersed in the physical body, eventually becoming pathological—as I showed you yesterday—in three stages. The pathological condition is predetermined by karma. But one need only go back to the general principle that, in personalities such as Saint Teresa, individuality became particularly strong in earlier earthly lives, whereas in the psychopaths or pathological personalities we are considering here, it developed particularly weakly; hence, the higher is drawn in through the lower members. Once again, one need only consider the general characteristic of individuality, rather than examining karma in detail.

[ 19 ] Aber nun haben wir in Ferdinand Raimund eine eigentümliche Persönlichkeit. Sie entwickelte sich nicht nach dem Visionären allein, sondern gleichzeitig ist die andere Entwickelung da. Es sind beides polarische Gegensätze, die fortwährend im Leben zusammenstoßen. Beide sind in seiner Persönlichkeit; das Pathologische und Geniale spielen gerade in ihm auf der einen Seite wunderbar, auf der anderen Seite schreckhaft ineinander. Wir haben da nötig, dann auf das Konkrete des Karmas einzugehen. Da muß man schon einsehen, wie das Karma wirkt, beide Pole zu erzeugen und sie auch wiederum auseinanderzuhalten, zuweilen ineinander wirken zu lassen. Sie werden in Ferdinand Raimunds Dramen zahlreiche Stellen finden, denen gegenüber Sie sich sagen können: Da drinnen wirkt ja zu gleicher Zeit seine geistige Schau, aber auch wirkt da hinein dasjenige, was von den Angstdämonen kommt. In der dramatischen Gestaltung sehen Sie es zuweilen.

[ 19 ] But Ferdinand Raimund is a peculiar personality. He did not develop solely along the lines of the visionary; rather, the other aspect of his development is present at the same time. These are two polar opposites that are constantly clashing within his life. Both are present in his personality; the pathological and the genius interact within him—on the one hand wonderfully, on the other hand with a sense of dread. Here we must then address the concrete nature of karma. One must understand how karma works to bring both poles into being, to keep them distinct, and at times to allow them to interact. You will find numerous passages in Ferdinand Raimund’s plays where you can say to yourself: “Here, his spiritual insight is at work at the same time, but what comes from the demons of fear is also at work within it.” You can see this at times in the dramatic composition.

[ 20 ] Sie sehen, wir kommen auf eine ganz selbstverständliche Art, wenn wir in dieser Weise verfolgen menschliche Charaktere, in karmische Betrachtungen hinein und müssen daraus ersehen, wie einseitig es eigentlich ist, wenn man auf der einen Seite die abstrakte Lehre nimmt, die innerhalb gewisser Zivilisationsströmungen des Altertums vorhanden war: Die Krankheit kommt von der Sünde -, es wirkt nur die abnorme Geistigkeit im Menschen. In dieser Abstraktheit lassen sich Dinge natürlich behaupten, bleiben Theorien auch dann, wenn man die Menschen darnach behandelt. Auch das andere ist eine abstrakte Einseitigkeit, wenn man sagt: Die Sünde kommt von der Krankheit -, und es sind physische Substanzen, physische Prozesse im Menschenleben zu bekämpfen. Man muß auf das Konkrete eingehen, einmal auf das Konkrete der menschlichen Organisation, wie die höheren Leiber zueinander stehen, ob sie voneinander angezogen werden, oder ob sie sich entfernen von den niederen, und man muß auf entsprechende Weise sehen können in einem solchen Ineinanderwirken von Genialität und Pathologischem, wie es bei Raimund der Fall ist, das Wirken von Karma. Denn wenn man sich für solche Dinge ein Verständnis aneignet, dann wird man schon im Leben finden die Möglichkeit, hinzuzufügen zu demjenigen, was man im physischen Heilungsprozeß leistet, das Wort, das man braucht als Ergänzung des physischen Heilungsprozesses. Man wird durchaus dazu kommen, nicht in Befangenheit bloß im physischen Heilungsprozeß das Um und Auf zu sehen, sondern zu wissen, wie in manchen Fällen notwendig ist, das Moralische der Heilung hinzuzufügen. Es braucht ja nicht darin zu bestehen, daß man philiströser Tröster wird und an den Kranken herangeht mit allerlei philiströsen Tröstereien. Die wirken in der Regel wenig, denn dafür haben die Kranken nicht viel übrig, für die Teetantentröstereien und gutmütigen Pfeifenonkeltröstereien, dafür haben die Kranken eigentlich nicht sonderlich viel übrig. Aber sie haben für das außerordentlich viel übrig, was im natürlichen Verhalten liegt, in dem, was im «Wie» des Aussprechens liegt, nicht in dem «Was». Da hinein findet man sich aber ganz instinktiv, wenn man eben geneigt ist, seine Weltanschauung und Lebensauffassung und Lebensbetrachtung in solches Licht zu stellen, das mit den geistigen Zusammenhängen so sich verträgt, wie es sich vertragen kann, wenn man solche Beispiele, wie das angeführte, wirklich völlig ernst nehmen kann.

[ 20 ] You see, when we examine human characters in this way, we naturally arrive at karmic considerations, and from this we must recognize how one-sided it actually is to take, on the one hand, the abstract doctrine that existed within certain civilizational currents of antiquity: “Illness comes from sin”—it is only the abnormal spirituality within the human being that is at work. In this abstract framework, such claims can naturally be made, yet they remain mere theories even when people are treated according to them. The opposite view is also an abstract one-sidedness when one says: “Sin comes from illness”—and that it is physical substances and physical processes in human life that must be combated. One must address the concrete—first, the concrete nature of the human organism, how the higher bodies relate to one another, whether they are drawn toward one another or whether they move away from the lower ones—and one must be able to perceive, in a corresponding way, the workings of karma within such an interplay of genius and pathology, as is the case with Raimund. For when one acquires an understanding of such things, one will already find in life the opportunity to add to what one accomplishes in the physical healing process the word that is needed to complement it. One will certainly come to the point where, free from prejudice, one does not see the physical healing process as the be-all and end-all, but rather knows how, in some cases, it is necessary to add the moral aspect to the healing. This need not consist in becoming a philistine comforter who approaches the sick with all sorts of philistine platitudes. As a rule, these have little effect, for the sick have little patience for such “tea-party” platitudes and good-natured, old-fashioned consolations; they really don’t have much patience for that. But they have an extraordinary amount of patience for what lies in natural behavior—in the “how” of what is said, not in the “what.” One finds oneself drawn to this quite instinctively, however, if one is inclined to present one’s worldview, outlook on life, and perspective on life in a light that is as compatible with spiritual contexts as it can be—provided one can truly take examples such as the one cited completely seriously.

[ 21 ] Man kann ja nicht, meine lieben Freunde, das geistige Wirken nur in Tiraden sehen, nur im Reden aus religiösen Tiraden heraus, sondern das geistige Leben muß an Tatsachen entwickelt werden. Denn wenn das geistige Leben in Tatsachen erfaßt wird, dann kann die Erfassung des geistigen Lebens in der notwendigen Menschenbehandlung erst angewendet werden. Dann kann es angewendet werden auf den gesunden und kranken Menschen. Namentlich bekommt man einen Instinkt für die Orientierung irgendeines Krankheitszustandes, der so oder so auftritt. Wir werden sehen, das geht auch in physische Erkrankungen hinein, aber wir müssen uns erst den Weg bahnen, diese Dinge dann auch in den physischen Erkrankungen zu sehen. Da sehen Sie, da kommen Sie schon darauf, wenn Sie solche Dinge, die ja durch mancherlei Beispiele vermehrt werden könnten, studieren. Von diesem Gesichtspunkt aus ist es interessant, vieler Menschen Leben, die gerade geniale Naturen waren, nicht vom Standpunkt eines Erzphilisters, wie Lombroso es war, zu studieren. Das Ekelhafte an Lombrosos Theorie ist nicht seine große Genialität, die ist ja da, aber das Ekelhafte ist, daß er ein Erzphilister ist, daß man auf jeder Seite ein philiströses Urteil liest. Es ist schon so, daß da die Wissenschaft wirklich einmal auf den Erzphilister gekommen ist. Wenn Sie die Dinge wirklich nicht vom Standpunkt des Erzphilisters nehmen, sondern sie nehmen vom Standpunkt des Durchschauens der Welt, das heißt des sinnlich-geistigen Lebens, dann wird man, wenn man in seinem inneren Beruf den Trost braucht, den Trost der Religion oder das Sakrament heranbringen an den Kranken, dieses Sakrament mit der richtigen spirituellen Aura darbieten. Aber ohne das dahinterliegende Verständnis nicht. Ob man dem Kranken, dazu, daß er genesen ist, dazu, daß er an der Genesung nicht seelisch Schaden nimmt, das Abendmahl in der richtigen Weise reicht, hängt davon ab, daß man für solche Dinge Verständnis hat.

[ 21 ] My dear friends, one cannot view spiritual activity solely in terms of tirades, or merely as speech arising from religious tirades; rather, spiritual life must be developed through concrete actions. For when spiritual life is grasped through concrete actions, only then can that understanding be applied to the necessary treatment of human beings. Then it can be applied to both healthy and sick people. In particular, one develops an instinct for assessing the nature of any illness that arises in one form or another. We will see that this also applies to physical illnesses, but we must first pave the way to recognize these things in physical illnesses as well. You see, you’ll already come to realize this if you study such things—which, of course, could be illustrated with numerous examples. From this perspective, it is interesting to study the lives of many people who were truly brilliant minds, rather than from the standpoint of a die-hard philistine, as Lombroso was. What is repulsive about Lombroso’s theory is not his great genius—which is certainly there—but the fact that he is an arch-philistine, that on every page one reads a philistine judgment. It is indeed true that science has truly encountered the arch-philistine here. If you truly do not approach things from the perspective of the arch-philistine, but rather from the perspective of seeing through the world—that is, of sensuous-spiritual life—then, when you need comfort in your inner calling, you will bring the comfort of religion or the sacrament to the sick person, offering this sacrament with the proper spiritual aura. But not without the underlying understanding. Whether one administers Holy Communion in the proper way to the sick person—so that they may recover and so that their recovery does not cause them spiritual harm—depends on having an understanding of such matters.

[ 22 ] Sehen Sie, es hat schon einen Sinn — wir werden davon noch sprechen -, daß in Ergänzung des physischen Heilungsprozesses für gewisse Menschen das Abendmahl nötig ist, wenn sie genesen sind, damit das, was im Karma in Unordnung gebracht ist, in Ordnung gebracht werde. Aber wenn man das nicht weiß, kann man das nicht in die Aura des Sakraments hineintragen. Aber auf der anderen Seite wird auch der Arzt, der diese Dinge durchschaut, der in der Krankheit das wirkende Karma sieht, der pflichtgemäß eingreift in den Heilungsprozeß, sich in richtiger Weise hineinstellen können, wenn er weltanschauungsgemäß mit dem ganzen Menschen diese Dinge durchschaut. Aber dann wird etwas Objektives mit dem Arzt, mit dem Heiler vorgehen, wenn der Arzt mit seiner ganzen Seele sich wirkend weiß im Menschen mit den karmischen Prozessen. Dann wird seine Heilmission die andere Seite des Gottesdienstes, einen religiösen Zug bekommen, und er wird sich auffassen lernen als der Genosse des Priesters, als derjenige, der neben der Priesterschaft steht und die andere Seite des Gottesdienstes verrichtet; und Heilen wird Gottesdienst. Durch eine richtige anthroposophische Auffassung sind diejenigen Dinge, die die materialistische Weltanschauung aufgebracht hat im Naturdienst, das heißt Herumtanzen um das goldene Kalb, im hebräischen Sinne gesprochen, sind diese Dinge wieder zu verwandeln in Gottesdienst. Alles im Leben und Kunst und Religion verwandeln in Gottesdienst, das ist dasjenige, was schließlich Aufgabe sein kann der umfassendsten Pastoralmedizin, die getrieben werden kann innerhalb der anthroposophischen Bewegung. Aber der Anfang muß gemacht werden, indem zunächst diese Pastoralmedizin wenigstens andeutungsweise hier ausgeführt wird für diejenigen, von denen das Wirken für die beiden Seiten des wahren Gottesdienstes aus den geistigen Untergründen heraus hervorgehen muß.

[ 22 ] You see, there is a reason—we will discuss this later—why, for certain people, Holy Communion is necessary as a complement to the physical healing process once they have recovered, so that what has been thrown into disorder in their karma may be set right. But if one does not know this, one cannot carry it into the aura of the sacrament. On the other hand, the physician who understands these things—who sees the karma at work in the illness and who intervenes in the healing process as a matter of duty—will be able to approach it in the right way if he comprehends these matters in accordance with his worldview and in relation to the whole person. But then something objective will take hold of the doctor, of the healer, when the doctor knows with his whole soul that he is actively engaged in the karmic processes within the human being. Then his healing mission will take on the other aspect of worship, a religious character, and he will learn to see himself as the priest’s companion, as the one who stands alongside the priesthood and performs the other aspect of worship; and healing will become worship. Through a proper anthroposophical understanding, those things that the materialistic worldview has introduced into the service of nature—that is, dancing around the golden calf, to use the Hebrew expression—can be transformed once again into worship. Transforming everything in life, art, and religion into worship—that is what can ultimately be the task of the most comprehensive pastoral medicine that can be pursued within the anthroposophical movement. But the first step must be taken by first outlining this pastoral medicine, at least in broad strokes, here for those from whom the work for both sides of true worship must emerge from the spiritual depths.

[ 23 ] Daher wird Pastoralmedizin zunächst für Priester und für Ärzte vorgetragen innerhalb der anthroposophischen Bewegung, und diese werden dann die Möglichkeit finden, mit dem Wissen von Natur und Geist sie weiter zu verfolgen, aber auch gerade diejenigen Gebiete des Lebens, die innerhalb ihrer Mission liegen, damit zu penetrieren.

[ 23 ] For this reason, pastoral medicine is initially presented to priests and physicians within the anthroposophical movement, and they will then find ways to pursue it further using their knowledge of nature and the spirit, but also to apply it specifically to those areas of life that fall within their mission.

[ 24 ] Davon wollen wir morgen weiterreden.

[ 24 ] Let's talk more about that tomorrow.