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Second Scientific Course
The warmth at the boundary between positive and negative materiality
Insights from Spiritual Science on the Development of Physics
GA 321

11 March 1920, Stuttgart

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Elfter Vortrag

Eleventh Lecture

[ 1 ] Jetzt möchte ich gewissermaßen die Brücke schlagen, weil ich sie für die nächsten Betrachtungen brauchen werde, zwischen den Auseinandersetzungen dieses Kurses und den Auseinandersetzungen des vorigen Kurses. Wir werden heute das sogenannte Lichtspektrum mit seinen Beziehungen zu den am Lichtspektrum uns entgegentretenden Wärmewirkungen und chemischen Wirkungen etwas studieren. Wir können am einfachsten uns dasjenige, um was es sich handelt, vielleicht versinnlichen, wenn wir zunächst ein Spektrum darstellen und studieren, wie das Verhalten der verschiedenen Teile des Spektrums sich uns zeigt. Wir wollen also hier ein Spektrum entwerfen, indem wir Licht durch diesen Spalt gehen lassen. (Das Zimmer wird verdunkelt und durch das Experiment das Spektrum gezeigt.) Sie sehen, wir haben hier ein Spektrum auf dieser Platte. Sie können sich nun davon überzeugen, daß wir in den roten Teil des Spektrums hier etwas hineingehängt haben. Wir werden an diesem Instrument dann etwas beobachten können. Wir werden jetzt versuchen, Ihnen zu zeigen, wie im roten Teil des Spektrums vorzugsweise Wärmewirkungen auftreten. Diese Wärmewirkungen können Sie jetzt schon dadurch beobachten, daß Sie sehen, wie unter dem Einfluß des Energiezylinders, wenn ich so sagen darf, hier die Luft ausgedehnt wird, drückt und dadurch die Weingeistsäule hier heruntersteigt und hier hinauf. Durch dieses Heruntersteigen der Weingeistsäule wird uns gezeigt, daß hier in diesem Teil des Spektrums im wesentlichen eine Wärmewirkung da ist. Es wäre ja natürlich interessant noch zu zeigen, es läßt sich aber nicht so schnell machen, daß, wenn wir das Spektrum verschieben würden und dieses Instrument in dem blauvioletten Teil hätten, sich die Wärmewirkung nicht zeigen würde. Diese Wärmewirkung ist also im wesentlichen im roten 'Teil des Spektrums zu sehen. Und jetzt werden wir, ebenso wie wir geprüft haben durch das Fallen der Weingeistsäule das Auftreten der Wärmewirkung im rotgelben Teil des Spektrums, das Auftreten der chemischen Wirkung des Spektrums im Blauviolett prüfen, indem wir hier eine Substanz hineinstellen in den Raum, der durchmessen wird von dem blauvioletten Teil des Spektrums, und Sie werden sehen, daß dadurch diese Substanz zum Phosphoreszieren aufgerufen wird, also, wie Sie aus den Betrachtungen des vorigen Kurses wissen, chemische Wirkungen nachgewiesen werden. Sie sehen daraus, daß in der Tat noch eine innere Verschiedenheit zwischen demjenigen Teil des Spektrums besteht, der nach der einen Seite wie ins Unbestimmte verläuft, und dem anderen Teil des Spektrums, der nach der anderen Seite verläuft. Sie sehen, wie die Substanz leuchtend geworden ist unter dem Einfluß der sogenannten chemischen Strahlen. Wir können nun noch bewirken, daß auch der mittlere Teil des Spektrums, der der eigentliche Lichtteil ist, abgesondert wird. Ganz wird es uns wohl nicht gelingen, aber wir werden doch den mittleren Teil absondern können, also Dunkelheit im mittleren Teil hervorrufen können statt der Helligkeit, indem wir einfach hineinträufeln lassen in die Substanz, die uns ein Schwefelkohlenstoff-Prisma gebildet hat, etwas Jodtinktur. Dadurch bekommen wir die Mischung zwischen Schwefelkohlenstoff und Jodtinktur. Sie erweist sich als eine Substanz, welche das Licht nicht durchläßt, und wir würden, wenn wir den Versuch vollständig machen könnten — wir können es ja leider nicht, sondern wir können nur auf den Weg. weisen —, vollkommen zeigen können, daß auf der einen Seite Wärmewirkungen, auf der anderen Seite chemische Wirkungen auftreten, während der eigentliche Lichtteil, der mittlere Teil des Spektrums, verschwindet. Wenn ich Alaun in den Weg hineinstellen würde, würden die Wärmewirkungen aufhören, und Sie würden dann sehen, daß die Weingeistsäule wiederum steigt, weil der Alaun, die Alaunlösung den Durchgang der Wärmewirkungen — so will ich vorsichtig sagen — verhindert. Es würde jetzt sehr bald, weil Alaun im Wege steht, diese Weingeistsäule wiederum steigen, weil die Erwärmung nicht stattfinden würde. Wir würden hier ein kaltes Spektrum bekommen.

[ 1 ] Now I would like, so to speak, to build a bridge—because I will need it for the following considerations—between the topics covered in this course and those covered in the previous course. Today we will study the so-called light spectrum and its relationship to the thermal and chemical effects associated with it. Perhaps the easiest way to visualize what we’re dealing with is to first create a spectrum and study how the various parts of the spectrum behave. So let’s create a spectrum here by passing light through this slit. (The room is darkened, and the spectrum is demonstrated through the experiment.) As you can see, we have a spectrum here on this plate. You can now see for yourselves that we have placed something in the red part of the spectrum here. We will then be able to observe something using this instrument. We will now try to show you how thermal effects occur primarily in the red part of the spectrum. You can already observe these thermal effects by seeing how, under the influence of the energy cylinder—if I may put it that way—the air here expands and exerts pressure, causing the alcohol column to descend here and rise here. This descent of the alcohol column demonstrates that there is essentially a thermal effect in this part of the spectrum. It would, of course, be interesting to show—though it cannot be done so quickly—that if we were to shift the spectrum and position this instrument in the blue-violet region, the thermal effect would not be observed. This thermal effect is thus essentially observable in the red part of the spectrum. And now, just as we verified the occurrence of the thermal effect in the red-yellow part of the spectrum through the fall of the ethanol column, we will verify the occurrence of the chemical effect of the spectrum in the blue-violet region by placing a substance here in the space that is traversed by the blue-violet part of the spectrum, and you will see that this causes the substance to phosphoresce—that is, as you know from the discussions in the previous lecture, chemical effects are demonstrated. From this you can see that there is, in fact, still an intrinsic difference between the part of the spectrum that extends into the indefinite on one side and the other part of the spectrum that extends in the opposite direction. You can see how the substance has become luminous under the influence of what are called chemical rays. We can now also cause the middle part of the spectrum—which is the actual light portion—to be separated. We probably won’t succeed completely, but we will still be able to isolate the middle part—that is, to create darkness in the middle part instead of brightness—by simply letting a few drops of iodine tincture drip into the substance formed by a carbon disulfide prism. This gives us a mixture of carbon disulfide and iodine tincture. It turns out to be a substance that does not transmit light, and if we could carry out the experiment completely—which, unfortunately, we cannot do, but we can at least point the way—we would be able to demonstrate perfectly that thermal effects occur on one side and chemical effects on the other, while the actual light component, the middle part of the spectrum, disappears. If I were to place alum in the path, the thermal effects would cease, and you would then see that the alcohol column rises again, because the alum—the alum solution—prevents the passage of the thermal effects—so to speak. Very soon, because the alum is in the way, this alcohol column would rise again, since heating would not take place. We would obtain a cold spectrum here.

[ 2 ] Sehr interessant ist, daß man auch verschwinden lassen kann den chemischen Teil, wenn man in den Weg der Ausbreitung des Spektrums eine Äskulinlösung stellt, die wir leider auch nicht bekommen konnten. Es bleiben die Wärmewirkungen und die Lichtwirkungen vorhanden, aber es hören auf die chemischen Wirkungen. Wir wollen jetzt in den Weg stellen die Auflösung von Jod in Schwefelkohlenstoff, und es wird der mittlere Teil des Spektrums verschwinden. Sie sehen deutlich den roten Teil, der aber, wenn das Experiment vollständig gelingen würde, weg wäre, Sie sehen den violetten Teil und in der Mitte nichts. Also, es ist uns gelungen dadurch, daß wir eine Art von Fragment des Versuches ausgeführt haben, den hauptsächlichsten Lichtteil, das Mittlere wegzuschaffen. Wenn wir das Experiment vollständig machten, wie es einzelnen Experimentatoren, zum Beispiel Dreher in Halle vor fünfzig Jahren gelungen ist, könnten wir auch die zwei leuchtenden Stellen vollständig wegschaffen und dann nachweisen die Erhöhung der Temperatur, die dableibt, und auf der anderen Seite die Wirkungen der chemischen Strahlen durch die «leuchtende Materie». Das ist eine Versuchsreihe, die noch nicht zu ihrem Ende gebracht ist, eine Versuchsreihe, die außerordentlich wichtig ist. Sie zeigt uns, wie sich hineinstellt dasjenige, was im Spektrum wirksam gedacht werden kann, in den allgemeinen Weltzusammenhang.

[ 2 ] It is very interesting that one can also make the chemical component disappear by placing a solution of esculin in the path of the spectrum’s propagation—a solution we, unfortunately, were unable to obtain. The thermal and optical effects remain, but the chemical effects cease. Let us now place a solution of iodine in carbon disulfide in the path, and the middle part of the spectrum will disappear. You can clearly see the red part—which, however, would be gone if the experiment were to succeed completely—you see the violet part, and nothing in the middle. Thus, by carrying out a sort of partial version of the experiment, we have succeeded in eliminating the most significant part of the light—the middle section. If we were to carry out the experiment in its entirety—as certain experimenters, such as Dreher in Halle fifty years ago, have succeeded in doing—we could also completely eliminate the two luminous spots and then demonstrate the resulting rise in temperature, as well as the effects of the chemical rays emitted by the “luminous matter.” This is a series of experiments that has not yet been brought to a conclusion—a series of experiments that is extraordinarily important. It shows us how that which can be conceived as active in the spectrum fits into the general context of the universe.

[ 3 ] Ich habe bei dem Kursus, den ich bei meinem früheren Aufenthalt hier gehalten habe, gezeigt, wie auf die Spektralverhältnisse zum Beispiel ein kräftiger Magnet wirkt, indem sich durch die Einwirkung, durch die Kraft, die von dem Magneten ausgeht, gewisse Linien, gewisse Bildungen im Spektrum selber ändern. Und es handelt sich nun darum, daß man einfach den Gedankengang, der damit angeschlagen ist, wiederum so erweitert, daß man in seinen Gedanken drinnen die physikalischen Vorgänge wirklich hat. Sie wissen aus unseren Betrachtungen, die wir jetzt angestellt haben, daß eigentlich ein vollständiges Spektrum, das heißt eine Zusammenfassung aller möglichen Farben, zwölf Farben ergeben würde, daß wir bekommen würden gewissermaßen ein Kreisspektrum statt eines in der einen Richtung des Raumes ausgedehnten Spektrums. Wir würden hier Grün haben, hier Pfirsichblüt, hier Violett und hier Rot, dazwischen die anderen Farbennuancen, zwölf deutlich voneinander zu unterscheidende Farbennuancen (siehe Zeichnung).

[ 3 ] In the course I taught during my previous stay here, I demonstrated how, for example, a powerful magnet affects spectral ratios, in that certain lines and certain formations within the spectrum itself are altered by the influence—by the force—emanating from the magnet. And the point now is simply to expand the line of thought that has been introduced here in such a way that one truly has the physical processes present in one’s mind. You know from the considerations we have just made that a complete spectrum—that is, a compilation of all possible colors—would actually consist of twelve colors; we would, so to speak, obtain a circular spectrum instead of one extended in a single direction in space. We would have green here, peach blossom here, violet here, and red here, with the other color shades in between—twelve color shades that can be clearly distinguished from one another (see drawing).

[ 4 ] Nun handelt es sich darum, daß wir uns ein solches Spektrum innerhalb der irdischen Verhältnisse nur im Bilde darstellen können. Wenn pfirsichblört wir in dem Bereiche des irdischen Lebens ein Spektrum darstellen, können wir es bloß im Bilde darstellen, und so bekommen wir ja immer das bekannte Spektrum, das verläuft in gerader Linie vom Rot durch das Grün zu dem Blau und Violett. Also, wir bekommen ein Spektrum, welches aus dem obigen, wie ich jetzt schon öfter gesagt habe, erhalten werden kann, indem der Kreis immer größer und größer wird, das Pfirsichblüt nach der anderen Seite verschwindet, das Violett hier (siehe Zeichnung, rechts) ins scheinbar Unendliche geht, das Rot scheinbar hier (links) ins Unendliche weist und das Grün in der Mitte bleibt.

[ 4 ] The point is that, within the context of earthly conditions, we can only visualize such a spectrum figuratively. If we were to depict a spectrum within the realm of earthly life, we could only do so figuratively, and thus we always end up with the familiar spectrum that runs in a straight line from red through green to blue and violet. So, we obtain a spectrum which, as I have already mentioned several times, can be derived from the above by making the circle larger and larger, with the peach blossom fading toward the other side, the violet here (see drawing, right) extending into apparent infinity, the red here (left) pointing toward apparent infinity, and the green remaining in the center.

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[ 5 ] Wir können uns die Frage vorlegen: Wie entsteht aus der Vollständigkeit der Farbenbildung, aus der Zwölf-Farben-Bildung, die doch möglich sein muß, dieses fragmentarische Spektrum, dieses fragmentarische Farbenband? Wenn Sie hypothetisch annehmen, das vollständige Kreisspektrum würde hier (siehe Zeichnung) entstehen, so können Sie sich vorstellen, daß da Kräfte wirkten, die den Kreis vergrößerten, indem sie ihn hier auseinanderzerrten. Dann würde ein Moment eintreten, wo eben wirklich das hier oben zerreißt und durch die wirkenden Kräfte der Kreis zur geraden Linie, das heißt, zur unendlichen Länge, zur scheinbar unendlichen Länge, gemacht wird.

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[ 6 ] Wenn wir im Bereich des irdischen Lebens dieses durch eine Gerade zu versinnlichende Spektrum finden, so müssen wir uns fragen: Wie kann es entstehen? Es kann nur dadurch entstehen, daß aus der Vollständigkeit der Farben die bekannten sieben Nuancen herausgesondert werden. Sie werden herausgesondert durch Kräfte, die in das Spektrum hinein gewissermaßen wirken müssen. Diese Kräfte haben wir aber eigentlich im Bereich des irdischen Daseins schon gefunden. Wir haben sie gefunden, indem wir auf die Gestaltungskräfte hingewiesen haben. Das ist ja auch eine Gestaltung: Die Kreisgestalt ist doch in die Gerade-Linien-Gestalt übergeführt worden. Das ist eine Gestaltung, die wir hier angetroffen haben. Und es ist, ich möchte sagen, handgreiflich, daß irgendwie im Bereich des Irdischen Kräfte wirken, die erst unser Spektrum möglich machen, wenn wir sehen können, daß durch den Einfluß der magnetischen Kräfte das innere Gefüge des Spektrums beeinflußt, verändert wird. Wenn das so ist, so müssen wir doch annehmen, daß in unserem Spektrum, das wir immer als primär betrachten, schon Kräfte wirksam sein können. Wir müssen also in unserem gewöhnlichen Spektrum nicht bloß Lichtvariationen konstatieren, sondern wir müssen in dieses gewöhnliche Spektrum hineindenken Kräfte, welche erst notwendig machen, daß dieses gewöhnliche Spektrum symbolisiert wird durch eine gerade Linie.

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[ 7 ] Diesen Gedankengang wollen wir mit einem anderen verbinden, der sich uns ergeben wird, wenn wir noch einmal aufsteigen in solcher Weise, wie wir das schon öfter gemacht haben: vom fest Gestalteren durch das Flüssige zum Verdichteten, Verdünnten, das heißt Gasigen, zum Wärmewesen, zu dem, was wir Materialisierung und Entmaterialisierung im x genannt haben. Hier tritt uns auf eine höhere Steigerung des Verdichtens und Verdünnens über dem Wärmewesen, wie uns die Verdichtung und Verdünnung selber auftritt als eine Steigerung, als gewissermaßen ein Flüssigwerden der Gestalt. Wenn die Gestalt selber flüssig wird, wenn wir eine variable Gestaltung haben im Gas, so ist das eine Steigerung des bestimmten Gestaltens. Was tritt hier auf? Hier tritt auf eine Steigerung des Verdünnens und Verdichtens. Halten Sie das gut fest, daß wir in ein Gebiet hineinkommen, wo eine Steigerung des Verdünnens und Verdichtens auftritt.

[ 8 ] Was heißt eine Steigerung des Verdünnens? Nicht wahr, wenn Materie immer dünner und dünner wird, so kündigt sie uns schon an, wenn sie Materie einer gewissen Art ist, was mit ihr kämpft, wenn sie immer dünner und dünner wird. Wenn ich sie immer dichter und dichter mache, dann wird sich herausstellen, daß sie mir ein hinter ihr befindliches Licht nicht mehr durchläßt. Wenn ich sie immer dünner und dünner mache, läßt sie das Licht durch. Verdünne ich immer weiter und weiter, so kommt mir zuletzt überhaupt nur zum Vorschein die Helligkeit als solche. Dasjenige also, was ich hier als noch im Gebiete des Materiellen liegend aufzufassen habe, das wird mir empirisch immer erscheinen als Auftreten der Helligkeit. Entmaterialisierung wird mir auftreten als hell; Materialisierung wird mir immer auftreten als dunkel. Ich habe also im Gebiet der Weltwirkungen Erhellung aufzufassen als Steigerung der Verdünnung und Verdunkelung aufzufassen als eine noch nicht genügend eingetretene Verdichtung, so daß die Verdichtung noch nicht genügend als Materie erscheint, sondern die Wirkungen erst auf dem Wege zum Materiellen sind.

[ 9 ] Sie sehen, ich finde da oberhalb des Wärmegebietes das Lichtgebiet, und es stellt sich mir jetzt auf eine ganz naturgemäße Weise auch das Wärmegebiet in das Lichtgebiet hinein. Denn wenn Sie bedenken, daß immer das weiter nach unten Gelegene gewissermaßen das Bild gibt des darüber Gelegenen, so werden Sie im Wärmewesen finden müssen etwas, was gewissermaßen Bild ist der Aufhellung und der Verdunkelung. Im Wärmewesen, das uns ja an einem Ende des Spektrums auftritt, werden wir finden müssen etwas, was als Bild der Erhellung und Verdunkelung auftritt. Wir werden aber auch uns klar sein müssen darüber, daß wir nicht nur auf diese Art immer den oberen Teil unseres Wirklichkeitsgebietes in dem unteren finden, sondern auch den unteren Teil des Wirklichkeitsgebietes immer in dem oberen. Wenn ich einen Körper fest habe, so kann er durchaus in dem flüssigen Gebiet drinnen sein mit seiner Festigkeit. Dasjenige, was ihm Gestaltung gibt, kann hinaufragen in das nächste, in das nicht mehr gestaltete Gebiet. Ich muß mir klar sein darüber, daß ich, wenn ich mit Wirklichkeiten in meinen Vorstellungen umgehen will, ich es zu tun habe mit dem gegenseitigen Sich-Durchdringen der Wirklichkeitsqualitäten. Das aber nimmt eine besondere Form an für das Wärmegebiet. Es nimmt die Form an, daß auf der einen Seite das Entmaterialisieren in der Wärme wirken muß von oben herunter (Pfeil), auf der anderen Seite die Tendenz zum Materialisieren in die Wärme hineinwirkt.

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[ 10 ] Sie sehen, ich komme dem Wärmewesen nahe, indem ich in ihm den Aufgang sehen muß auf der einen Seite eines Strebens nach Entmaterialisierung, auf der anderen Seite eines Strebens nach Materialisierung. So daß ich, wenn ich nun fassen will das Wärmewesen, ich es nur so fassen kann, daß in ihm ein Leben, ein lebendiges Weben ist, welches dadurch sich offenbart, daß überall die Tendenz zum Materialisieren durchdrungen wird von der Tendenz zu entmaterialisieren. Jetzt merken Sie, was für ein beträchtlicher Unterschied zwischen diesem wirklich aufgefundenen Wärmewesen ist und dem Wärmewesen, das in der sogenannten mechanischen Wärmetheorie eines Clausius figuriert hat. Da finden Sie, wenn Sie einen geschlossenen Raum haben, atomistische oder molekulare Kügelchen, die stoßen nach allen Seiten, rempeln sich gegenseitig an, stoßen an die Wand an und vollführen rein äußere extensive Bewegungen. Und es wird dekretiert: Die Wärme besteht eigentlich in dieser chaotischen Bewegung, in diesem chaotischen sich gegenseitig Stoßen und an die Wand Stoßen der materiellen Teile, über die dann nur noch ein lebhafter Streit war, ob sie nun elastisch oder nicht elastisch aufzufassen sind. Das ist ja nur nach dem zu entscheiden, ob man für die eine oder andere Erscheinung die Elastizitätsformel oder die für unelastische, feste Körper mehr anwendbar findet. Es war also Ausdruck einer rein auf den Raum, auf räumliche Bewegung rücksichtnehmenden Überzeugung, wenn man gesagt hat: Wärme ist Bewegung. Wir müssen nun in ganz anderer Weise sagen: Wärme ist Bewegung - sie ist Bewegung, aber intensiv zu denkende Bewegung, Bewegung, bei der in jedem Raumteil, wo Wärme ist, das Bestreben besteht, materielles Dasein zu erzeugen und materielles Dasein wieder verschwinden zu lassen. Kein Wunder, daß auch wir Wärme brauchen in unserem Organismus. Wir brauchen einfach Wärme in unserem Organismus, um das räumlich Ausgedehnte stetig überzuführen in das räumlich Unausgedehnte. Wenn ich einfach den Raum durchschreite, ist dasjenige, was mein Wille vollführt, Raumgestaltung. Wenn ich es vorstelle, ist etwas ganz außerhalb des Raumes da. Was macht es mir möglich als menschliche Organisation, daß ich äußerlich eingereiht bin in die Gestaltverhältnisse der Erde? Indem ich auf ihr gehe, verändere ich ja die gesamte Gestalt der Erde, ich male schwarze Punkte auf eine Stelle, ich verändere ihre Gestalt fortwährend. Was macht es möglich, daß ich das, was ich im ganzen übrigen Erdenzusammenhang bin und was sich darstellt in räumlichen Wirkungen, daß ich das innerlich raumlos erfassen kann als Beobachter in meinen Gedanken? Daß ich selbst mein Dasein vollbringe in dem Medium der Wärme, das gestattet, daß fortwährend materielle Wirkungen, das heißt Raumeswirkungen, übergehen in unmaterielle Wirkungen, also in solche Wirkungen, die keinen Raum mehr einnehmen. Ich erlebe also in mir tatsächlich, was die Wärme in Wahrheit ist, intensive Bewegung, Bewegung, die fortwährend herüberpendelt aus dem Gebiet der Druckwirkungen in das Gebiet der Saugwirkungen.

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[ 11 ] Nehmen Sie an, Sie haben hier die Grenze zwischen Druckwirkung und Saugwirkung. Die Druckwirkungen verlaufen im Raum, aber die Saugwirkungen verlaufen als solche nicht im Raum, sondern sie verlaufen außer dem Raum. Denn meine Gedanken sind beruhend auf den Saugwirkungen, verlaufen aber nicht im Raum. Hier habe ich jenseits dieser Linie (siehe Zeichnung Seite 170) das Raumlose. Und wenn ich mir vorstelle dasjenige, was nun weder im Gebiet des Druckes, im Raum, noch im Gebiet des Saugens geschieht, sondern im Gebiet der Grenze zwischen beiden, dann bekomme ich dasjenige, was im Gebiet des Wärmewesens geschieht: fortwährendes Gleichgewichtsuchen zwischen Druckwirkungen materieller Art und Saugwirkungen geistiger Art. Es ist sehr merkwürdig, wie gewisse Physiker heute schon, ich möchte sagen, mit der Nase auf diese Dinge gestoßen werden, wie sie aber durchaus nicht auf sie eingehen wollen. Planck, der Berliner Physiker, hat es einmal ausdrücklich ausgesprochen: Wenn man zu einer Vorstellung desjenigen, was immer Äther genannt wird, kommen will, so ist das erste Erfordernis heute, nach den Erkenntnissen, die man aus der Physik haben kann, daß man diesen Äther nur ja nicht materiell vorstelle. — Das ist ein Ausspruch des Berliner Physikers Planck. Also, materiell darf der Ather nicht vorgestellt werden. Ja, aber dasjenige, was wir hier finden als jenseits der Wärmewirkungen, wohinein dann auch schon die Lichtwirkungen gehören, das dürfen wir so wenig materiell vorstellen, daß wir die heutige Eigenschaft des Materiellen, die Druckwirkung, nicht mehr drinnen finden, sondern nur Saugwirkungen. Das heißt, wir gehen aus dem Gebiet der ponderablen Materie hinaus und kommen in ein Gebiet, welches natürlich überall sich geltend macht, das aber entgegengesetzt sich offenbart dem Gebiet des Materiellen; das wir nur durch Saugwirkungen, die von jedem Punkt des Raumes ausgehen, vorstellen können, während wir das Materielle selbstverständlich als Druckwirkungen vorstellen. Da aber kommen wir zum unmittelbaren Ergreifen des Wärmewesens als einer intensiven Bewegung, als eines Pendelns zwischen Saug- und Druckwirkungen, aber nicht so, daß die eine Seite der Saugwirkungen räumlich ist und die andere Seite der Druckwirkungen auch räumlich ist, sondern daß wir aus dem Gebiet des Materiellen, des dreidimensionalen Raumes überhaupt, hinauskommen, schon wenn wir die Wärme erfassen wollen. Drückt daher der Physiker gewisse Wirkungen mit Formeln aus, und hat er in diesen Formeln Kräfte drinnen, so wird man in dem Fall, daß diese Kräfte mit negativem Vorzeichen eingesetzt werden — wenn Druckkräfte so eingesetzt werden, daß sie als Saugkräfte gelten können, aber zu gleicher Zeit darauf Rücksicht genommen wird, daß man nun im Raume nicht bleibt, sondern ganz daraus herauskommt -, so wird man mit solchen Formeln erst hineinkommen in das Gebiet der Licht- und Wärmewirkungen, das heißt der Wärmewirkungen eigentlich nur halb, denn im Gebiet des Wärmewesens haben wir das Ineinanderspielen von Saug- und Druckwirkungen.

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[ 12 ] Diese Sache, meine lieben Freunde, nimmt sich heute noch, ich möchte sagen, ziemlich theoretisch aus, wenn man sie so einem Auditorium mitteilt. Es sollte aber niemals vergessen werden, daß ein großer Teil unserer modernsten Technik unter dem Einfluß der materialistischen Vorstellungsweise der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist, die alle solche Vorstellungen nicht gehabt hat, und daß daher innerhalb unserer Technik diese Vorstellungen auch gar nicht auftreten können. Wenn Sie aber bedenken, wie fruchtbar die einseitigen Vorstellungen der Physik für die Technik geworden sind, so können Sie sich ein Bild machen von dem, was auch als technische Folgen auftreten würde, wenn man zu den heute in der Technik einzig figurierenden Druckkräften — denn die räumlichen Saugkräfte, die man hat, sind ja auch nur Druckkräfte; ich meine Saugkräfte, die qualitativ entgegengesetzt sind den Druckkräften - nun auch diese Saugkräfte wirklich fruchtbar machen würde.

[ 13 ] Allerdings muß da hinweggeräumt werden manches, was jetzt in der Physik eben durchaus noch figuriert. Das heißt, man muß nun wirklich wegräumen den gebräuchlichen Energiebegriff, der eigentlich von der ganz groben Vorstellung ausgeht: Wenn ich irgendwo Wärme habe, so kann ich sie umwandeln in Arbeit, so wie wir ja gesehen haben bei unserer Experimentieranordnung, daß Wärme umgewandelt werden konnte in auf und ab gehende Bewegung des kolbenartigen Körpers. Aber wir haben dabei zu gleicher Zeit gesehen, daß da immer Wärme übrigbleibt, daß wir also nur einen Teil der Wärme, die uns zur Verfügung steht, wirklich in das umwandeln können, was der Physiker mechanische Arbeit nennt, den anderen Teil können wir nicht umwandeln. Das war ja der Satz, der Eduard von Hartmann dazu geführt hat, eben als zweiten wichtigsten Satz der modernen Physik den hinzustellen: Ein Perpetuum mobile der zweiten Art ist unmöglich.

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[ 14 ] Andere Physiker, zum Beispiel Mach, von dem ja in der neueren physikalischen Entwickelung viel die Rede ist und der über manche Dinge wirklich sehr gründlich nachgedacht hat, der aber immer so nachdenkt, daß man sieht, er ist ein Mensch, der schon scharfsinnig war, aber der seinen Scharfsinn nur geltend machen konnte unter dem Einfluß der rein materialistischen Erziehungsweise, so daß immer zugrunde liegen die materialistischen Vorstellungen, Mach sucht dann die Begriffe und Vorstellungen, die ihm zur Verfügung stehen, scharfsinnig zu kontinuieren und anzuwenden. Dadurch ist das Eigentümliche bei ihm, daß er, wo es möglich ist, schon aus den gebräuchlichen physikalischen Vorstellungen bis zu der Grenze zu kommen, wo die Zweifel entstehen, dazu kommt, die Zweifel sehr schön zu beschreiben. Es tritt ja dann die Trostlosigkeit ein, denn er kommt gerade nur bis an die Grenze, wo er die Zweifel hinstellt. Schon seine Ausdrucksweise ist außerordentlich interessant. Denken Sie sich einmal, wenn man nötig hat in der physikalischen Betrachtung, wo also alles handgreiflich da ist, eine gewisse Ansicht, die man gewonnen hat, in folgender Weise zu stilisieren, wie Mach sie stilisiert hat. Er sagt: «Es hat aber keinen gesunden Sinn, einer Wärmemenge, die man nicht mehr in Arbeit verwandeln kann» — wir haben gesehen, daß es eine solche gibt —, «noch einen Arbeitswert beizumessen. Demnach scheint es, daß das Energieprinzip ebenso wie jede andere Substanzauffassung nur für ein begrenztes Tatsachengebiet Gültigkeit hat, über welche Grenze man sich nur einer Gewohnheit zu lieb gern täuscht.» Denken Sie sich: Ein Physiker, der beginnt nachzudenken über die ihm vorliegenden Erscheinungen, und der ist genötigt zu sagen: Ja, es entsteht mir in meinem Tatsachenverlauf Wärme, die ich nicht mehr in Arbeit verwandeln kann. Es hat aber dann doch keinen gesunden Sinn, die Wärme einfach aufzufassen als potentielle Energie, als Arbeit, die nur nicht sichtbar ist. Man kann vielleicht sprechen von der Umwandlung von Wärme in Arbeit innerhalb eines gewissen Tatsachengebietes; außerhalb desselben gilt das nicht mehr. Und man redet im allgemeinen davon, daß jede Energie in eine andere umzusetzen ist, nur einer Gewohnheit zuliebe, so daß man sich dieser Gewohnheit zuliebe leicht täuscht. — Es ist außerordentlich interessant, die Physik da festzunageln, wo sie ertappt werden kann in den Zweifeln, die sich notwendigerweise ergeben müssen, wenn man nur wirklich konsequent dasjenige ins Auge faßt, was als Tatsachenreihe vorliegt. Ist denn nicht eigentlich schon der Weg da, wo die Physik sich selber überwindet, wenn die Physiker bereits genötigt sind, solche Geständnisse zu machen? Denn es ist ja im Grunde genommen das Energieprinzip nichts anderes als eine Behauptung. Man kann es eigentlich, wie es ein Evangelium bei Helmholtz und seinen Zeitgenossen war, nicht mehr aufrechterhalten. Es kann Gebiete geben, in denen dieses Energieprinzip nicht mehr behauptet werden darf.

[ 5 ] We might ask ourselves: How does this fragmentary spectrum, this fragmentary band of colors, arise from the completeness of color formation—from the formation of twelve colors, which must surely be possible? If you hypothetically assume that the complete circular spectrum would arise here (see drawing), you can form a mental image of forces at work that enlarged the circle by stretching it apart here. Then a moment would occur when this part up here actually tears apart, and through the forces at work, the circle is transformed into a straight line—that is, into infinite length, into seemingly infinite length.

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[ 6 ] When we find this spectrum—which can be conceptualized as a straight line—in the realm of earthly life, we must ask ourselves: How can it come into being? It can only arise through the separation of the seven familiar hues from the fullness of colors. They are separated by forces that must, so to speak, act within the spectrum. But we have actually already found these forces within the realm of earthly existence. We have found them by pointing to the formative forces. This, too, is a form: the circular form has, after all, been transformed into the straight-line form. This is a form we have encountered here. And it is, I would say, evident that forces are at work somewhere within the earthly realm that make our spectrum possible only when we can see that the inner structure of the spectrum is influenced and altered by the influence of magnetic forces. If this is the case, then we must assume that forces may already be at work in our spectrum, which we always regard as primary. We must therefore not merely observe variations in light within our ordinary spectrum, but we must also conceive of forces within this ordinary spectrum that make it necessary for this ordinary spectrum to be symbolized by a straight line.

[ 15 ] Sehen Sie, wenn man nun fragen will: Wie könnte man einmal den Versuch machen, symbolisch — denn im Grunde genommen, wenn wir anfangen etwas aufzuzeichnen, wird alles symbolisch —, wie könnten wir den Versuch machen, symbolisch dasjenige, was da im Gebiet des Wärmewesens auftritt, darzustellen? Wenn Sie alle diese Vorstellungen zusammennehmen, die ich Ihnen entwickelt habe und durch die ich versucht habe, im Realen verbleibend heranzusteigen zum Wärmewesen, dann werden Sie dazu kommen, dieses Wärmewesen in der folgenden Weise sich zu versinnlichen: Stellen Sie sich einmal vor, hier wäre Raum (blau), der von gewissen Wirkungen, von Druckwirkungen ausgefüllt wäre; hier wäre das Raumlose (rot), das ausgefüllt wäre von Saugwirkungen. Wenn Sie sich das nun vorstellen, dann bekommen Sie hier ein Gebiet, und mit diesem Gebiet etwas anderes, was da immer hineinschlüpft und da drinnen verschwindet — wir haben ja nur in den Raum hinausprojiziert, was nur räumlich-unräumlich gedacht werden kann, denn der rote Teil muß unräumlich gedacht werden. Sehen Sie diesen Raum hier (blau und rot) an als ein Sinnbild für das, was räumlich-unräumlich ist. Denken Sie sich also Intensives dargestellt durch Extensives, durch das, wo fortwährend Materielles entsteht. Aber indem Materielles entsteht, entsteht auf der anderen Seite Immaterielles, das schlüpft in das Materielle hinein, vernichtet seine Materialität, und wir haben einen physisch-geistigen Wirbel, der sich so äußert, daß fortwährend dasjenige, was physisch entsteht, durch das Geistige, das auch dabei entsteht, vernichtet wird, wir haben also eine Wirbelwirkung, wo Physisches entsteht, durch Geistiges vernichtet wird; Geistiges entsteht, durch Physisches verdrängt wird. Wir haben ein fortwährendes Herüberspielen des Raumlosen in das Räumliche; wir haben ein fortwährendes Aufgesogenwerden desjenigen, was im Raume ist, durch diejenige Entität, die außer dem Raume ist.

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[ 16 ] Was ich Ihnen schildere, meine lieben Freunde, das ist, wenn Sie es sich versinnlichen, hier wirbelartig zu gestalten. Aber man darf im Wirbel nur sehen eine äußere, extensive Versinnlichung des Intensiven. Damit haben wir uns, ich möchte sagen, sogar schon durch Figurales dem Wärmewesen genähert. Wir haben nun noch übrig, zu zeigen, wie dieses Wärmewesen jetzt so wirkt, daß solche Erscheinungen entstehen können wie: die Wärmeleitung; oder daß der Schmelzpunkt einer Legierung viel tiefer liegt als der Schmelzpunkt jedes einzelnen Metalles; oder was es eigentlich heißt, daß auf dem einen Ende des Spektrums Wärmewirkung, auf dem anderen chemische Wirkung sich zeigt.

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[ 17 ] Wir werden die Taten der Wärme suchen müssen, wie Goethe die Taten des Lichtes gesucht hat, und werden dann zu untersuchen haben, wie die Erkenntnis des Wärmewesens sich auf die Anwendung der Mathematik, auf die Imponderabilien der Physik auswirkt, das heißt mit anderen Worten: Wie wirklich reale mathematische Formeln gestaltet werden müssen, die zum Beispiel in der Thermik, in der Optik angewendet werden können.

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