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The Rudolf Steiner Archive

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Man's Life on Earth and
the Essence of Christianity
GA 349

3 March 1923, Dornach

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Dritter Vortrag

Third Lecture

[ 1 ] Guten Morgen! Nun, meine Herren, die letzte Frage über die Farben habe ich natürlich noch nicht ganz beantwortet. Wir wollen sie noch etwas weiter oder zu Ende führen.

[ 1 ] Good morning! Well, gentlemen, of course I haven't quite finished answering the last question about colors. Let's explore it a little further—or bring it to a conclusion.

[ 2 ] Da kommt heute für uns zunächst dasjenige in Betracht, was am meisten interessant ist, nämlich die menschliche Farbe selber. Sie wissen ja, daß über die Erde hin die Menschen verschiedene Farben zeigen. Von den Europäern, zu denen wir gehören, sagt man, sie seien die weiße Rasse. Nun, Sie wissen ja, eigentlich ist der Mensch in Europa nicht ganz gesund, wenn er käseweiß ist, sondern er ist gesund, wenn er seine naturfrische Farbe, die er im Innern selber erzeugt, durch das Weiße nach außen zeigt.

[ 2 ] Today, we’ll start by considering what’s most interesting to us: human skin color itself. As you know, people all over the world have different skin colors. Europeans, to whom we belong, are said to be the “white race.” Well, as you know, in Europe a person isn’t actually considered completely healthy if they are as white as cheese; rather, they are healthy when they reveal their natural, fresh complexion—which they generate from within—through that whiteness on the outside.

[ 3 ] Nun haben wir aber außer dieser europäischen Hautfarbe noch vier hauptsächliche andere Hautfarben. Und das wollen wir heute ein bißchen betrachten, weil man eigentlich die ganze Geschichte und das ganze soziale Leben, auch das heutige soziale Leben nur versteht, wenn man auf die Rasseneigentümlichkeiten der Menschen eingehen kann. Und dann kann man ja auch erst im richtigen Sinne alles Geistige verstehen, wenn man sich zuerst damit beschäftigt, wie dieses Geistige im Menschen gerade durch die Hautfarbe hindurch wirkt.

[ 3 ] Now, however, in addition to this European skin color, we have four other main skin colors. And we want to take a closer look at that today, because one can truly understand the entire course of history and the whole of social life—including social life today—only if one can address the racial characteristics of human beings. And only then can one truly understand everything spiritual in the proper sense, once one has first examined how this spiritual aspect works in human beings precisely through their skin color.

Wandtafel 1
Wandtafel 1
Chalkboard 1
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[ 4 ] Ich möchte Ihnen nun die Farbigkeit der Menschen in der folgenden Weise auseinandersetzen. Gehen wir aus von Europa, wo wir selber wohnen. Da haben wir also - ich kann es Ihnen nur ganz schematisch aufzeichnen — zunächst Europa (siehe Zeichnung), an Europa angrenzend Asien; England, Irland; hier Japan, China, Hinterindien, Vorderindien, Arabien; dahier haben wir dann Afrika angrenzend. Also: Europa, Asien, Afrika. Nun wollen wir da einmal die Menschen, wie sie in den betreffenden Gegenden sind, hineinzeichnen. Wir selber in Europa nennen uns die weiße Rasse. Gehen wir nach Asien hinüber, so haben wir hauptsächlich in Asien die gelbe Rasse. Und wenn wir nach Afrika hinübergehen, da haben wir die schwarze Rasse. Das sind auch die ursprünglichen Rassen. Alles andere, was sonst noch in diesen Gegenden lebt, beruht eben auf Einwanderung. Also wenn wir fragen: Was gehört zu diesen Erdteilen für eine Rasse hinzu? - so müssen wir eben doch sagen: Zu Asien gehört die gelbe Rasse, die Mongolen, die mongolische Rasse, und zu Europa gehört die weiße Rasse oder die kaukasische Rasse, und zu Afrika gehört die schwarze Rasse oder die Negerrasse. Die Negerrasse gehört nicht zu Europa, und es ist natürlich nur ein Unfug, daß sie jetzt in Europa eine so große Rolle spielt. Diese Rassen sind gewissermaßen in diesen drei Erdteilen heimisch.

[ 4 ] I would now like to explain the diversity of peoples to you in the following way. Let’s start with Europe, where we ourselves live. So there we have—I can only sketch this out for you very schematically—first, Europe (see drawing), bordering on Europe is Asia; England, Ireland; here, Japan, China, the Indian subcontinent, the Indian subcontinent proper, Arabia; and here we have Africa bordering it. So: Europe, Asia, Africa. Now let’s sketch in the peoples as they are found in the respective regions. We ourselves in Europe call ourselves the white race. If we move over to Asia, we find primarily the yellow race there. And if we move over to Africa, we find the black race. These are also the original races. Everything else that lives in these regions is the result of immigration. So when we ask: Which race belongs to these continents?—we must simply say: Asia is home to the yellow race—the Mongols, the Mongolian race—Europe is home to the white race, or the Caucasian race, and Africa is home to the black race, or the Negro race. The Negro race does not belong to Europe, and it is, of course, sheer nonsense that it now plays such a major role in Europe. These races are, so to speak, native to these three continents.

[ 5 ] Nun wollen wir uns einmal mit der Farbe dieser drei Rassen beschäftigen. Ich habe Ihnen schon das letzte Mal gesagt: Die Farbe hat mit dem Licht zu tun. Wenn man durch das Beleuchtete des Weltenraumes hindurch das Schwarze des Weltenraumes sieht, so erscheint es blau. Wenn man Licht, Beleuchtetes, durch die dunkle Luft hindurch sieht, so erscheint es rötlich, wie bei der Morgen- und Abenddämmerung.

[ 5 ] Now let’s take a look at the color of these three races. I already told you last time: Color has to do with light. When one looks through the illuminated parts of space at the darkness of space, it appears blue. When one looks at light—at illuminated objects—through the dark air, it appears reddish, as at dawn and dusk.

[ 6 ] Wollen wir uns einmal einfach an gewöhnlichen Gegenständen die Farben betrachten. Da unterscheiden Sie zunächst, sagen wir, Schwarz und Weiß. Das sind ja die auffälligsten Farben, Schwarz und Weiß. Wie steht es denn nun mit einem schwarzen Körper? Mit einem schwarzen Körper steht es so, daß er all das Licht, das auf ihn fällt, in sich verarbeitet und gar kein Licht zurückspiegelt. Wenn Sie also hier einen schwarzen Körper haben, so nimmt der alles Licht, das auf ihn fällt, in sich auf, und gar nichts gibt er zurück. Daher erscheint er schwarz, weil er kein Licht spiegelt. Wenn Sie einen weißen Körper haben, der sagt: Ich brauche das Licht nicht; ich will nur das verarbeiten, was in mir selber ist. Ich schicke alles Licht zurück. - Daher ist er weiß. Also ein weißer Körper, der schickt alles Licht zurück. Wir sehen daher seine Oberfläche hell, weiß. Ein schwarzer Körper nimmt alles Licht auf, und auch alle Wärme mit dem Licht, und er wirft gar kein Licht, gar keine Wärme zurück; also erscheint er schwarz, dunkel.

[ 6 ] Let’s just take a look at the colors of ordinary objects. First, you’ll distinguish, say, black and white. Those are, after all, the most striking colors: black and white. But what about a black object? The thing about a black object is that it absorbs all the light that falls on it and reflects none of it back. So if you have a black object here, it absorbs all the light that falls on it and gives nothing back. That’s why it appears black—because it doesn’t reflect any light. If you have a white object that says: “I don’t need the light; I only want to process what is within myself. I send all the light back.”—That is why it is white. So a white body sends all the light back. We therefore see its surface as bright and white. A black body absorbs all the light—and all the heat along with it—and it reflects back no light and no heat at all; thus, it appears black and dark.

[ 7 ] Sehen Sie, Sie können das näher studieren, wenn Sie sich folgendes überlegen. Nehmen Sie an, hier ist ein Körper auf der Erde; der nimmt alles Licht auf. Zunächst gibt er ein bißchen Licht zurück, erscheint also hell. Aber er läßt sich Zeit und nimmt möglichst viel Licht in sich auf. Nun hat er möglichst viel Licht in sich. Wenn er nun keines mehr aufnehmen kann, und man bringt ihn ins Licht, so erscheint er schwarz.

[ 7 ] Look, you can study this in more detail if you consider the following. Suppose there is an object on Earth that absorbs all light. At first, it reflects a little light, so it appears bright. But it takes its time and absorbs as much light as possible. Now it has absorbed as much light as possible. When it can absorb no more, and you place it in the light, it appears black.

[ 8 ] Nun nehmen Sie einen Baum an. Der steht zunächst auf der Oberfläche der Erde, nimmt etwas Licht auf, aber viel Licht verschluckt er, viel Wärme verschluckt er. Nun, das geht solange, bis er unter die Erde hinunterstürzt. Wenn er nun eine Zeitlang — das bedeutet aber Jahrtausende oder Jahrmillionen — unter der Erde geblieben ist, was wird er? Schwarze Kohle! Schwarz wird er, weil er, als er ein Baum war, Licht und Wärme in sich aufgenommen hat. Er gibt das nicht her, wenn wir ihn nicht vernichten. Wenn wir ihn verbrennen, dann gibt er es her. Aber wenn wir ihn nur so eine Weile an die Luft legen, da gibt er es nicht her. Da hat er so viel von Licht und Wärme aufgenommen, daß er nichts hergibt. Wir müssen ihn vernichten. Das ist der Zustand der Kohle.

[ 8 ] Now imagine a tree. At first, it stands on the Earth’s surface, absorbing some light, but it absorbs a great deal of light and a great deal of heat. Well, this continues until it sinks into the ground. If it remains underground for a while—which means millennia or millions of years—what does it become? Black coal! It turns black because, when it was a tree, it absorbed light and heat. It doesn’t give that up unless we destroy it. If we burn it, then it releases them. But if we simply expose it to the air for a while, it doesn’t release them. It has absorbed so much light and heat that it gives nothing back. We have to destroy it. That is the state of coal.

[ 9 ] Nehmen wir an, daß der Körper das Licht nicht weiter aufnimmt, er schickt jetzt alles wieder zurück: dann wird dasjenige, was so beschaffen ist, weiß sein. Das ist der Schnee im Winter. Er schickt alles Licht zurück, nimmt kein Licht und keine Wärme auf. Also wird er weiß. Sie schen an dem Unterschied zwischen Kohle und Schnee, wie das eigentlich ist mit dem Verhältnis der Gegenstände auf Erden zum Weltenraum.

[ 9 ] Let us assume that the body no longer absorbs light; it now reflects all of it back: then whatever has this property will be white. This is snow in winter. It reflects all light and absorbs neither light nor heat. So it becomes white. You can see from the difference between coal and snow what the relationship between objects on Earth and outer space is actually like.

[ 10 ] Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz. So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufnimmt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls. (Zeichnung $. 56, links.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

[ 10 ] Let us apply this to human beings themselves in outer space. Let us first consider Black people in Africa. These Black people in Africa have the peculiarity of absorbing all the light and all the warmth from outer space. They take it in. And this light and heat from outer space cannot pass through the entire body, because a human being is always a human being, even if he is Black. It does not pass through the entire body, but remains on the surface of the skin, and there the skin itself then turns black. Thus, a Black person in Africa is a human being who absorbs as much heat and light as possible from outer space and processes it within himself. Because he does this, the forces of the universe act upon his entire being. (Drawing $56, left.) He absorbs light and warmth everywhere—everywhere. He processes this within himself. There must be something there that helps him with this processing. Well, you see, what helps him with this processing is, specifically, his hindbrain. In the Negro, therefore, the hindbrain is particularly well-developed. It extends through the spinal cord. And it is capable of processing all the light and warmth that is present within the human being. Consequently, in the Negro, everything related to the body and metabolism is particularly vividly developed. He has, as they say, a strong life of instincts. The Negro, then, has a strong instinctual life. And because he actually possesses the sunny qualities—light and warmth—right there on the surface of his body, in his skin, his entire metabolism proceeds as if the sun itself were cooking inside him. This is the source of his instinctual life. Inside the Negro, there is a constant, intense cooking going on, and what fuels this fire is the hindbrain.

Wandtafel 2
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Slide 2
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[ 11 ] Manchmal wirft die Einrichtung des Menschen noch solche Nebenprodukte ab. Das kann man gerade beim Neger sehen. Der Neger hat nicht nur dieses Kochen in seinem Organismus, sondern er hat auch noch ein furchtbar schlaues und aufmerksames Auge. Er guckt schlau und sehr aufmerksam. Das könnten Sie leicht als Widerspruch auffassen. Aber das ist so: Wenn da vorne der Nerv des Auges sitzt (Zeichnung S. 56), so gehen die Nerven just ins Hinterhirn hinein; die kreuzen sich da. Der Nerv, der geht also ins Hinterhirn. Und weil der Neger das Hinterhirn besonders ausgebildet hat, deshalb guckt er auch so schlau, deshalb ist er ein so schlauer Beobachter der Welt.

[ 11 ] Sometimes the human constitution still produces such byproducts. You can see this particularly in Black people. Black people not only have this “boiling” within their organism, but they also have a terribly shrewd and alert gaze. They look shrewd and very attentive. You might easily take that as a contradiction. But here’s the thing: When the optic nerve is located up front (see diagram on p. 56), the nerves actually enter the hindbrain, where they cross. So the nerve goes into the hindbrain. And because the Negro has a particularly well-developed hindbrain, that’s why he looks so shrewd, and that’s why he’s such a shrewd observer of the world.

[ 12 ] Wenn man das anfängt zu verstehen, so wird einem alles klar. Aber solche Betrachtungen, wie wir sie jetzt wieder machen, die macht die heutige Wissenschaft gar nicht. Sie versteht daher nichts von all dem.

[ 12 ] Once you begin to understand this, everything becomes clear. But contemporary science does not engage in the kind of reflections we are now undertaking once again. It therefore understands nothing of all this.

[ 13 ] Gehen wir jetzt vom Schwarzen zum Gelben herüber. Beim Gelben das ist schon verwandt mit dem Roten - ist es so, daß das Licht etwas zurückgeworfen wird, viel aber aufgenommen wird. Also da ist es schon so, daß der Mensch mehr Licht zurückwirft als beim Schwarzen. Der Schwarze ist ein Egoist, der nimmt alles Licht und alle Wärme auf. Der Gelbe, von der mongolischen Bevölkerung, der gibt schon etwas Licht zurück, aber er nimmt noch viel Licht auf. Das macht, daß er eigentlich ein solcher Mensch ist (siehe Zeichnung, Mitte). Also er nimmt viel Licht auf, gibt aber einiges zurück. Er begnügt sich mit weniger Licht. Dieses wenigere Licht, das kann nun nicht im ganzen Stoffwechsel arbeiten. Da muß der Stoffwechsel schon auf seine eigene Kraft angewiesen sein. Das arbeitet nämlich in der Atmung und in der Blutzirkulation. Also beim Gelben, beim Japaner, beim Chinesen, da arbeitet das Licht und die Wärme hauptsächlich in der Atmung und in der Blutzirkulation. Wenn Sie je einem Japaner begegnet sind, so werden Sie bemerkt haben, wie der auf seine Atmung achtet. Wenn er mit Ihnen redet, hält er sich immer zurück, daß die Atmung so recht in Ordnung ist. Er hat ein gewisses Wohlgefühl an der Atmung. Da ist es also so, daß da drinnen im Innern schon weniger verarbeitet wird. Da wird hauptsächlich in der Brust alles verarbeitet. Und das bewirkt, daß der gelbe Mensch nicht sein Hinterhirn so stark ausbildet, sondern das Mittelhirn. Da hat er das, was seine Atmung und seine Blutzirkulation versorgt. Er lebt also doch ziemlich im Innern, der gelbe Asiate. Sie können das auch seinem Gang anmerken; er hat einen mehr lässigen Gang. Er arbeitet nicht so stark mit den Gliedmaßen und dem Stoffwechsel. Der Neger ist viel mehr auf Rennen und auf die äußere Bewegung aus, die von den Trieben beherrscht ist. Der Asiate, der Gelbe, der entwickelt mehr ein innerliches Traumleben, daher die ganze asiatische Zivilisation dieses Träumerische hat. Also er ist nicht mehr so in sich bloß lebend, sondern er nimmt schon vom Weltenall etwas auf. Und daher kommt es, daß die Asiaten so wunderschöne Dichtungen über das ganze Weltenall haben. Der Neger hat das nicht. Der nimmt alles in seinen Stoffwechsel herein und eigentlich verdaut er nur das Weltenall. Der Asiate eratmet es sich, hat es in seiner Blutzirkulation. Daher kann er es auch in Worten von sich geben. Denn die Sprache ist ja auch nur eine umgestaltete Atmung. Ja, es sind schöne, wunderschöne Gedichte. Es sind überhaupt innerliche Menschen. Der Asiate verachtet den Europäer heute, weil er sagt: Das sind äußerliche Menschen. — Wir werden gleich sehen, warum. Das also ist die gelbe Rasse, und sie hängt so zusammen mit der Farbe, wie ich es Ihnen gesagt habe.

[ 13 ] Let’s now move from black to yellow. With yellow—which is already related to red—light is reflected to some extent, but much of it is absorbed. So in this case, a person reflects more light than a black person does. The Black person is an egoist who absorbs all the light and all the warmth. The Yellow person, from the Mongolian population, does reflect some light back, but still absorbs a great deal of light. This means that he is actually this kind of person (see drawing, center). So he absorbs a great deal of light but reflects some of it back. He is content with less light. This reduced amount of light cannot, however, sustain his entire metabolism. Consequently, the metabolism must rely on its own strength. This is manifested in the breathing and blood circulation. So in the Yellow race—the Japanese and the Chinese—the light and heat work primarily through the breathing and blood circulation. If you have ever met a Japanese person, you will have noticed how carefully he pays attention to his breathing. When he talks to you, he always holds back a bit to ensure his breathing is just right. He derives a certain sense of well-being from his breathing. So it is the case that less processing takes place deep inside. Everything is processed mainly in the chest. And this means that the Yellow Asian does not develop his hindbrain as strongly, but rather his midbrain. That is where the functions that regulate his breathing and blood circulation are located. So the Yellow Asian does, in fact, live quite inwardly. You can also tell this by his gait; he has a more relaxed way of walking. He does not rely as heavily on his limbs and metabolism. The Negro is much more focused on running and on external movement, which is governed by the instincts. The Asian—the yellow-skinned person—develops more of an inner, dreamlike life, which is why the entire Asian civilization has this dreamlike quality. So he no longer lives merely within himself, but already takes in something from the universe. And that is why Asians have such beautiful poetry about the entire universe. The Negro does not have that. He takes everything into his metabolism and, in fact, merely digests the universe. The Asian breathes it in; it flows through his bloodstream. That is why he can also express it in words. For language, after all, is merely transformed breath. Yes, they are beautiful, truly beautiful poems. They are, in every sense, inward-looking people. Asians today look down on Europeans because they say: “Those are outward-looking people.”—We will see why in a moment. So this, then, is the yellow race, and it is connected to color in the way I have described to you.

[ 14 ] Nun, meine Herren, betrachten wir uns selber in Europa. Wir sind in der Tat dem Weltenall gegenüber eine weiße Rasse, denn wir werfen alles äußere Licht zurück. Wir werfen alles äußere Licht und im Grunde genommen auch alle Wärme zurück. Die Wärme muß schon ganz mächtig werden, wenn wir sie in uns aufnehmen wollen. Und wenn sie nicht da ist, so verkümmern wir, wie es sich an den Eskimos zeigt. Da ist es also so: Da ist der Mensch so, daß er im Grunde genommen alles Licht und alle Wärme zurückwirft - nur wenn sie mächtig wird, nimmt er sie auf -; er wirft sie zurück und entwickelt nur dasjenige an Licht und Wärme, was in seinem Innern durch seine eigene innere Arbeit entsteht. Ja, meine Herren, da kommt ihm nicht das Atmen und die Blutzirkulation zu Hilfe und nicht die Wärmeerzeugung, sondern da muß er durch sein Gehirn, durch seinen Kopf selber dasjenige ausarbeiten, was Licht und Wärme ist. Wir müssen also mit unserem Kopf auch das erarbeiten, was Licht und Wärme ist. Wir werfen eigentlich alles äußere Licht und Wärme zurück. Wir müssen unserem Blut selber die Farbe geben. Das dringt dann durch das Weiße durch, und dadurch bekommen wir diese europäische Menschenfarbe. Die ist also vom Innern. Daher sind wir schon so wie ein weißer Körper, der alles im Innern verarbeitet, und alles Licht und alle Wärme zurückwirft. Wir sind schon so ein weißer Körper. Und während der Mongole das Mittelhirn hauptsächlich braucht, müssen wir Europäer das Vorderhirn anwenden (siehe Zeichnung $. 56, rechts). Dadurch aber stellt sich das Folgende heraus: Der mit dem Hinterhirn, der hat vorzugsweise das Triebleben, das Instinktleben. Der da hier mit dem Mittelhirn hat das Gefühlsleben, das in der Brust sitzt. Und wir Europäer, wir armen Europäer haben das Denkleben, das im Kopfe sitzt. Dadurch fühlen wir gewissermaßen unseren inneren Menschen gar nicht. Denn den Kopf, den fühlen wir nur, wenn er uns weh tut, wenn er krank ist. Sonst fühlen wir ihn nicht. Dadurch aber nehmen wir die ganze Außenwelt auf, werden dadurch leicht Materialisten. Der Neger wird schon kein Materialist. Der bleibt schon innerlich Mensch. Nur entwickelt er innerlich das Triebleben. Der Asiate wird auch nicht Materialist. Der bleibt beim Gefühlsleben. Der kümmert sich nicht so ums äußere Leben wie der Europäer. Von dem sagt er: Der wird nur ein Ingenieur, der sich nur mit dem äußeren Leben beschäftigt. Er ist eben dadurch, daß er sein Vorderhirn entwickeln muß, hauptsächlich auf die Außenwelt hingewiesen. Und mit dem hängt nun zunächst alles zusammen.

[ 14 ] Well, gentlemen, let us consider ourselves here in Europe. We are, in fact, a white race in relation to the universe, for we reflect all external light. We reflect all external light and, essentially, all heat as well. The heat must be quite intense if we are to absorb it. And if it is not there, we wither away, as is evident from the example of the Eskimos. So it is like this: human beings are such that, fundamentally, they reflect all light and all heat—only when it becomes powerful do they absorb it—; they reflect it and develop only that light and heat which arises within them through their own inner work. Yes, gentlemen, it is not breathing or blood circulation that comes to their aid, nor is it the generation of heat; rather, they must work out for themselves—through their brain, through their own head—what constitutes light and warmth. We, too, must therefore work out with our minds what constitutes light and warmth. We actually reflect all external light and warmth. We must give our blood its color ourselves. This then penetrates through the white, and through this we acquire this European skin color. It comes from within, then. That is why we are already like a white body that processes everything internally and reflects back all light and all warmth. We are already such a white body. And while the Mongol primarily uses the midbrain, we Europeans must use the forebrain (see drawing $56, right). But this leads to the following: The one who uses the hindbrain primarily has a life of drives, a life of instinct. The one here who uses the midbrain has a life of feeling, which is centered in the chest. And we Europeans—we poor Europeans—have a life of thought, which is centered in the head. As a result, we do not, in a sense, feel our inner being at all. For we only feel the head when it hurts, when it is sick. Otherwise, we do not feel it. As a result, however, we take in the entire external world and thus easily become materialists. The African will certainly not become a materialist. He remains a human being inwardly. He merely develops his instinctual life inwardly. The Asian will not become a materialist either. He remains rooted in his emotional life. He does not concern himself with external life as much as the European does. Of the European, he says: “Only someone who is preoccupied solely with external life becomes an engineer.” Precisely because he must develop his forebrain, he is primarily oriented toward the external world. And everything is initially connected to that.

[ 15 ] Wir sind also die weiße Rasse. Innerlich ist das Weiß durch unser Blut gefärbt. Dann ist da die gelbe Rasse, die Mongolen, und dann ist da die schwarze Rasse. Und wir können das ganz gut begreifen, wenn wir von den Farben ausgehen. Da erklärt sich die ganze Geschichte.

[ 15 ] So we are the white race. Internally, our blood is white. Then there is the yellow race, the Mongols, and then there is the black race. And we can understand this quite well if we start with the colors. That explains the whole story.

[ 16 ] Nun brauchen Sie sich aber nur zu überlegen, wie das ist. Die Neger, die leben auf einem Erdstück, wo die Sonne sie sehr, sehr belästigt, eindringt in sie. Also geben sie sich ihr hin, nehmen sie ganz in ihren Körper auf, werden freundschaftlich mit ihr, werfen nichts zurück. Bei den Asiaten, da geht es schon mehr aus dem Heißen der Erde heraus. Die geben nicht mehr so viel zurück. Die werden nicht mehr so freundschaftlich mit der Sonne. Und bei den Europäern, da ist es so, daß sie eigentlich überhaupt nichts von der Sonne bekommen würden, wenn sie nicht ihr eigenes Menschliche entwickelten. Daher ist Europa immer der Ausgangspunkt für alles dasjenige gewesen, was nun das Menschliche so entwickelt, daß das zu gleicher Zeit mit der Außenwelt in Beziehung kommt. Erfindungen sind in Asien sehr wenig gemacht worden. Verarbeitet kann dann die Geschichte werden; aber Erfindungen selber, wie gesagt, das, was durch die Erfahrung mit der Außenwelt entspringt, das können die Asiaten nicht machen.

[ 16 ] But now you just need to think about how this works. Black people live on a part of the earth where the sun bothers them very, very much—it penetrates them. So they surrender to it, absorb it completely into their bodies, become friendly with it, and reject nothing. For Asians, it stems more from the heat of the earth. They don’t give back as much. They don’t become as friendly with the sun. And for Europeans, the situation is such that they would actually receive nothing at all from the sun if they hadn’t developed their own humanity. That is why Europe has always been the starting point for everything that develops the human aspect in such a way that it simultaneously enters into a relationship with the outside world. Very few inventions have been made in Asia. History can then be processed; but inventions themselves—as I said, that which arises from experience with the outside world—the Asians cannot produce.

[ 171+ ] Zum Beispiel war es einmal so mit einem Schraubendampfer. Den hatten die Japaner den Europäern abgeguckt, und nun wollten sie auch allein fahren. Vorher fuhren immer die Europäer und haben die Geschichte dirigiert. Nun wollten sie einmal allein fahren. Die englischen Ingenieure sind zurückgeblieben an der Küste. Plötzlich gerieten die Japaner draußen, die dann das Schiff geleitet haben, in helle Verzweiflung, denn das ganze Schiff drehte sich fortwährend um sich selber. Sie kriegten es nicht heraus, wie sie zu der Drehung die richtige Fortbewegung hinzubringen konnten. Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furchtbar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung entwickelt, das haben die Asiaten nicht. Die Japaner werden daher alle europäischen Erfindungen ausbilden; aber selber etwas ausdenken, das werden die Japaner nicht. Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.

[ 171+ ] For example, there was once a case involving a screw steamer. The Japanese had copied it from the Europeans, and now they wanted to sail it on their own. Before that, the Europeans had always been in charge and called the shots. Now they wanted to try sailing it on their own. The English engineers stayed behind on the coast. Suddenly, the Japanese out at sea—who were now steering the ship—fell into utter despair, because the entire ship kept spinning around and around. They couldn’t figure out how to combine the rotation with proper forward motion. The Europeans, who knew this, were of course grinning wildly from the shore. So this independent thinking that Europeans develop in dealing with their environment—Asians do not possess it. The Japanese will therefore adapt all European inventions; but coming up with something on their own—that is something the Japanese will not do. It is simply the way of the human race that people all over the earth are actually dependent on one another. They must help one another. This follows naturally from their inherent nature.

[ 18 ] Nun, sehen Sie, das hängt aber mit der ganzen übrigen Ausbildung des Menschen zusammen. Denken Sie sich einmal solch einen schwarzen Menschen. Der entwickelt besonders das Triebleben, also dasjenige, was im Innnern kocht. Das gibt viel Asche. Die Asche, die setzt sich dann in den Knochen ab. Dadurch wird er mehr in den Knochen ausgebildet sein als derjenige, der der weißen Rasse angehört. Der verwendet dasjenige, was er im Innern hat, mehr auf das Blut. Daher werden seine Knochen feiner ausgebildet sein. Also der Neger hat grob ausgebildete Knochen, der Europäer hat feiner ausgebildete Knochen. Und das, was Asiaten sind, die gelbe Rasse, die stehen in der Mitte drinnen.

[ 18 ] Well, you see, that’s connected to a person’s entire upbringing. Just imagine a black person. He develops his instinctual life in particular—that is, what’s churning inside him. That produces a lot of ash. The ash then settles in the bones. As a result, his bones will be more densely formed than those of a person belonging to the white race. The latter directs what he has inside more toward the blood. Therefore, his bones will be more finely developed. So the Negro has coarsely developed bones, while the European has more finely developed bones. And Asians—the yellow race—stand in the middle.

[ 19 ] Jetzt können Sie, wenn Sie den Japaner anschauen, an der ganzen Art und Weise, wie er dasteht und geht, sehen: er ist in seinem Knochenbau so, daß er zwischen dem Europäer und dem Afrikaner mitten drinnen steht. Die Afrikaner haben diese starken Knochen, die immer ausschlagen. Der Europäer, der hat mehr das Blutsystem. Der Japaner, der hat eigentlich alles das, was auf den Atem und vom Atem aus in die Blutzirkulation wirkt.

[ 19 ] Now, when you look at a Japanese person, you can see from the whole way he stands and walks that his bone structure places him right in the middle between Europeans and Africans. Africans have these strong bones that always stand out. Europeans, on the other hand, are more influenced by the circulatory system. The Japanese, in fact, have everything that acts on the breath and, from the breath, into the blood circulation.

[ 20 ] Nun aber, meine Herren, bleiben eben die Menschen nicht bloß auf der Erde sitzen. Wenn man in alte Zeiten zurückgehen würde, so würde man schon finden, daß zu Asien die gelbe Rasse, zu Europa die weiße Rasse und zu Afrika die schwarze Rasse gehört. Aber immer ist es auch vorgekommen, daß die Menschen nun ausgewandert sind. Und da können sie nun entweder so herwandern (Zeichnung Seite 53), die Gelben können nach Osten wandern, oder die Schwarzen können nach Westen wandern. So ist es wohl einmal gewesen. Die Gelben sind immer nach Osten gewandert. Da sind sie auf diese Inseln gekommen, die zwischen Asien und Australien sind. Die Gelben wandern nach Osten hinüber. Wenn die Gelben nach Osten hinüberwandern, dann werden sie braun. Da entstehen dann die Malaien; die werden braun. Warum? Ja, warum werden sie braun? Was heißt denn das: sie werden braun? Nicht wahr, wenn sie gelb sind, werfen sie einen bestimmten Grad von Licht zurück; das andere nehmen sie auf. Wenn sie braun werden durch die andere Art, wie sie jetzt in der Sonne leben, weil sie ja von einem anderen Erdstück kommen, dann werfen sie weniger Licht zurück. Sie nehmen mehr Licht in sich auf. Also diese braunen Malaien sind ausgewanderte Mongolen, die sich aber jetzt, weil die Sonne anders auf sie wirkt, angewöhnen, mehr Licht und mehr Wärme aufzunehmen. Bedenken Sie aber, daß sie nicht die Natur dazu haben. Sie haben sich schon angewöhnt, sogar ein solches Knochengerüste zu haben, daß sie nur einen bestimmten Grad von Wärme aufnehmen können. Sie haben nicht die Natur, so viel Wärme aufzunehmen, als sie jetzt als Malaien aufnehmen. Die Folge davon ist, daß sie anfangen, unbrauchbare Menschen zu werden, daß sie anfangen, Menschen zu werden, die am Menschenkörper zerbrökkeln, deren Körper abstirbt. Das ist in der Tat bei der malaiischen Bevölkerung der Fall. Die stirbt an der Sonne. Die stirbt an der Östlichkeit. So daß man sagen kann: Während die Gelben, die Mongolen, noch Menschen in der Vollkraft sind, sind die Malaien schon eine absterbende Rasse. Sie sterben ab.

[ 20 ] But now, gentlemen, people do not simply remain on Earth. If one were to go back to ancient times, one would find that the yellow race belongs to Asia, the white race to Europe, and the black race to Africa. But it has always been the case that people have migrated. And they can migrate in either direction (illustration on page 53)—the yellow people can migrate eastward, or the black people can migrate westward. That is likely how it once was. The yellow people have always migrated eastward. That is how they came to these islands, which lie between Asia and Australia. The yellow people migrate eastward. When the yellow people migrate eastward, they turn brown. That is how the Malays come into being; they turn brown. Why? Yes, why do they turn brown? What does it mean that they turn brown? Don’t you see, when they are yellow, they reflect a certain amount of light; the rest they absorb. When they turn brown due to the different way they now live under the sun—since they come from a different part of the world—they reflect less light. They absorb more light. So these brown Malays are emigrated Mongols who, because the sun affects them differently, are now getting used to absorbing more light and more heat. But consider that they are not naturally predisposed to this. They have already adapted to having a skeletal structure that allows them to absorb only a certain degree of heat. They are not naturally capable of absorbing as much heat as they now do as Malays. The consequence of this is that they are beginning to become useless human beings—they are beginning to become people whose bodies are crumbling away, whose bodies are dying. This is indeed the case with the Malay population. They are dying from the sun. They are dying from the influence of the East. So one can say: While the Yellow Race, the Mongols, are still human beings in their full vigor, the Malays are already a dying race. They are dying out.

[ 21 ] Wenn die Neger — was sie allerdings heute weniger tun können, heute sind die Verhältnisse schon anders, aber in Urzeiten war das schon so, wie ich es erzähle - nach dem Westen hinüberwandern - eine Schifffahrt hat es ja immer gegeben, und es waren ja außerdem durch den ganzen Atlantischen Ozean noch Inseln, der Atlantische Ozean war ja früher auch ein Kontinent —, also wenn die Schwarzen nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr so viel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. Da kommt ihnen weniger Licht und Wärme zu. Was ist die Folge? Ja, ihre Natur ist eingerichtet darauf, so viel als möglich Licht und Wärme aufzunehmen. Ihre Natur ist eigentlich eingerichtet, dadurch schwarz zu werden. Jetzt kriegen sie nicht so viel Licht und Wärme, als sie brauchen, um schwarz zu werden. Daher werden sie kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen. Das glänzt dann so kupferrot. Das Kupfer ist selber ein Körper, der Licht und Wärme so ein bißchen zurückwerfen muß. Das können sie nicht aushalten. Daher sterben sie als Indianer im Westen aus, sind wiederum eine untergehende Rasse, sterben an ihrer eigenen Natur, die zu wenig Licht und Wärme bekommt, sterben an dem Irdischen. Das Irdische ihrer Natur ist ja ihr Triebleben. Das können sie nicht mehr ordentlich ausbilden, während sie noch starke Knochen kriegen. Weil viel Asche hineingeht in ihre Knochen, können diese Indianer diese Asche nicht mehr aushalten. Die Knochen werden furchtbar stark, aber so stark, daß der ganze Mensch an seinen Knochen zugrunde geht.

[ 21 ] When Black people—which, admittedly, they are less able to do today, since conditions are different now, but in ancient times it was indeed as I describe it—migrate westward—there has always been sea travel, and besides, there were islands scattered throughout the Atlantic Ocean; after all, the Atlantic Ocean used to be a continent as well— so when Black people migrate westward, they can no longer absorb as much light and heat as they do in Africa. They receive less light and heat there. What is the result? Well, their nature is designed to absorb as much light and heat as possible. Their nature is actually designed to turn black as a result. Now they don’t get as much light and heat as they need to turn black. That’s why they turn copper-red; they become Native Americans. This happens because they’re forced to reflect some of the light and heat. That’s why they have that copper-red sheen. Copper itself is a substance that must reflect a little light and heat. They cannot endure this. That is why they die out as Native Americans in the West; they are, once again, a dying race, perishing because of their own nature, which receives too little light and heat—they perish because of the earthly aspect of their nature. The earthly aspect of their nature is, after all, their instinctual life. They can no longer properly develop this while their bones are still growing strong. Because a great deal of ash enters their bones, these Native Americans can no longer tolerate this ash. The bones become terribly strong—so strong, in fact, that the entire human being perishes because of them.

[ 22 ] Sehen Sie, so hat sich die Sache entwickelt, daß diese fünf Rassen entstanden sind. Man möchte sagen, in der Mitte schwarz, gelb, weiß, und als ein Seitentrieb des Schwarzen das Kupferrote, und als ein Seitenzweig des Gelben das Braune - das sind immer die aussterbenden Teile.

[ 22 ] You see, this is how things have developed: these five races have emerged. One might say that at the center are the black, yellow, and white races, with the copper-red as a side shoot of the black race, and the brown as a side branch of the yellow race—these are always the dying-out parts.

[ 23 ] Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen, zugrunde. Aber sie tun dafür noch etwas anderes. Sehen Sie, meine Herren, alles dasjenige, was ich Ihnen jetzt geschildert habe, das sind ja die Dinge, die im Leibe des Menschen vor sich gehen. Die Seele und der Geist sind mehr oder weniger unabhängig davon. Daher kann der Europäer, weil ihn Seele und Geist am meisten in Anspruch nimmt, Seele und Geist am meisten verarbeiten. Der kann es am ehesten vertragen, in verschiedene Erdteile zu gehen.

[ 23 ] It is actually the white people who develop their humanity within themselves. Therefore, they are dependent on themselves. When they emigrate, they adopt some of the characteristics of other regions, but they perish—not as a race, but rather as individual human beings. But they do something else as well. You see, gentlemen, everything I have just described to you—these are, after all, the things that take place within the human body. The soul and the spirit are more or less independent of this. Therefore, because the European is most fully engaged by his soul and spirit, he is best able to process them. He is best able to endure traveling to different parts of the world.

[ 24 ] Daher ist es auch gekommen, daß, von da oben ausgehend, einstmals eine große Völkerwanderung bis nach Indien hinunterging. Da traf ein Strom weißer Bevölkerung in das Gebiet hinein, wo man gelb wird. Daher kamen dann die Inder, so eine Mischung von Mongolischem und Kaukasischem. Daher die schönsten indischen Dichtungen, das Schönste, was da ist; aber zu gleicher Zeit wiederum etwas, von dem man merkt, es ist schon träge geworden, weil eben das Weiße nicht in seinem eigentlichen Gebiet drinnen ist.

[ 24 ] That is why, starting from up there, a great migration of peoples once made its way all the way down to India. A stream of white people flowed into the region where people turn yellow. That is why the Indians emerged as a mixture of Mongoloid and Caucasian features. Hence the most beautiful Indian literature—the finest there is—but at the same time, something in which one senses that it has already become sluggish, precisely because the white element is not within its proper domain.

[ 25 ] Und so kann man sagen: Die Weißen können überall hin, können heute sogar nach Amerika hinüber. Alles dasjenige, was an weißer Bevölkerung in Amerika ist, das ist ja von Europa gekommen. Da kommt also das Weiße hinein in die amerikanischen Gegenden. Aber es geschieht ja etwas mit dem Menschen, wenn er von Europa, wo er dazu natürlich gebildet ist, daß er alles im Innern entwickelt, nach Amerika hinüberkommt. Da ist es so, daß gewissermaßen schon etwas sein Hinterhirn in Anspruch genommen werden muß. In Europa, sehen Sie, hat er als Europäer hauptsächlich das Vorderhirn in Anspruch genommen. Nun, in Amerika, da gedeihen diejenigen, die eigentlich zugrunde gehende Neger einmal waren, das heißt, sie gedeihen nicht, sie gehen zugrunde, die Indianer. Wenn man dahin kommt, da ist eigentlich immer ein Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf. Es ist das Eigentümliche, daß wenn eine Familie nach Amerika zieht, sich niederläßt, dann bekommen die Leute, die aus dieser Familie hervorgehen, immer etwas längere Arme. Die Arme werden länger. Die Beine wachsen auch etwas mehr, wenn der Europäer in Amerika sich ansiedelt - nicht bei ihm selber natürlich, aber bei seinen Nachkommen. Das kommt davon, weil die Geschichte mehr durch das Mittelhirn hindurch nach dem Hinterhirn sich hinzieht, wenn man als Europäer nach Amerika kommt.

[ 25 ] And so one can say: White people can go anywhere; today they can even go over to America. The entire white population in America originated in Europe. So that is how white people came to settle in the American regions. But something happens to a person when he comes over to America from Europe, where he is naturally trained to develop everything internally. There, it is the case that, in a sense, his hindbrain must be engaged to some extent. In Europe, you see, as a European, he has mainly engaged his forebrain. Now, in America, those who were once the Indians—who were, in fact, on the verge of extinction—are actually thriving; that is to say, they are not thriving, they are perishing. When one arrives there, there is actually always a struggle between the forebrain and the hindbrain in the head. It is a peculiar phenomenon that when a family moves to America and settles there, the people who come from that family always develop slightly longer arms. The arms get longer. The legs also grow a bit more when a European settles in America—not in the person himself, of course, but in his descendants. This is because, when a European comes to America, history flows more through the midbrain to the hindbrain.

[ 26 ] Aber gleichzeitig kommt beim Amerikaner etwas sehr Eigentümliches zustande. Nicht wahr, der Europäer lebt, namentlich wenn er ein Denker wird, ganz in seinem Innern. Wenn er kein Denker wird, denkt er zwar auch nach, aber es gibt das ein Leben, das nicht ganz ausgefüllt ist. Aber sobald der Europäer in Amerika sich ansiedelt, da geht es nicht mehr, daß er so grübelt. Daher kommt folgendes. Wenn Sie ein europäisches Buch lesen, da wird immer bewiesen, man kommt gar nicht mehr heraus aus dem Beweisen. Da liest man ein ganzes Buch durch, vierhundert Seiten durch, nur Beweise; selbst wenn es ein Roman ist, wird immer bewiesen. Meistens ist dann am Ende auf der vierhundertsten Seite doch nichts bewiesen. Der Amerikaner tut das nicht. Wenn Sie ein amerikanisches Buch lesen, da wird alles als Behauptung hingestellt. Da geht es wiederum zurück, wo es dem Instinkt sich nähert. Das Tier beweist überhaupt nichts. Der Löwe beweist nicht, daß er ein anderes Tier fressen will; er frißt es. Der Europäer — wenn er etwas tun will, muß es erst bewiesen sein. Alles muß erst bewiesen sein. Das ist heute der große Unterschied zwischen dem Europäer und dem Amerikaner: Die Europäer beweisen, die Amerikaner behaupten.

[ 26 ] But at the same time, something very peculiar happens to Americans. Isn’t it true that Europeans—especially when they become thinkers—live entirely within themselves? Even if they don’t become thinkers, they still reflect, but there is a part of their lives that remains unfulfilled. But as soon as a European settles in America, he can no longer afford to brood like that. This leads to the following: When you read a European book, everything is constantly being proven—you never seem to get out of the cycle of proving things. You read an entire book, four hundred pages, and it’s nothing but proofs; even if it’s a novel, everything is constantly being proven. Most of the time, though, by the end—on the four-hundredth page—nothing has actually been proven. The American doesn’t do that. When you read an American book, everything is presented as an assertion. It goes back, in a sense, to something closer to instinct. An animal doesn’t prove anything at all. The lion doesn’t prove that he wants to eat another animal; he eats it. The European—if he wants to do something, it must first be proven. Everything must first be proven. That is the great difference today between the European and the American: Europeans prove, Americans assert.

[ 27 ] Aber man kann nicht sagen, daß das nicht ebensogut wahr sein kann, was die behaupten. Es wird eben mehr durch den ganzen Menschen eingesehen. Das haben die Amerikaner dem Europäer voraus. Sie nähern sich auf der einen Seite dem Zugrundegehen — der Indianer geht ja zugrunde -, aber wenn man anfängt zugrunde zu gehen, so wird man gescheit. So werden schon die Europäer gescheit, wenn sie hinüberkommen; sie gewöhnen sich ja das Beweisen ab.

[ 27 ] But one cannot say that what they claim might not be just as true. It is simply understood more fully by the whole person. This is where the Americans have an advantage over the Europeans. On the one hand, they are approaching ruin—the Indians are, after all, perishing—but when one begins to perish, one becomes wise. Thus, the Europeans themselves become wise when they come over; they, after all, lose the habit of proving things.

[ 28 ] Das ist nicht gerade eine vorwärtsbringende Eigenschaft, das Beweisenwollen. Nicht wahr, wenn man morgens etwas tun soll, so kann man morgens anfangen mit Beweisen, und abends beim Schlafengehen kann man es noch nicht tun, weil man immer noch beweisen muß. Der Amerikaner wird das nicht tun, weil er gar nicht auf das Beweisen eintrainiert, einexerziert ist. Und so kommt es, daß zunächst ganz gewiß Amerika etwas voraus haben wird vor Deutschland. Man kann da ganz interessante Beobachtungen machen. Wenn man ein europäisches Buch in die Hand nimmt, so beginnt es etwa — sagen wir, es ist ein Buch, und solche Bücher werden ja geschrieben, es ist ein Bericht über die Verdauung der Maikäfer —, so beginnt es damit: Das Tiergeschlecht der Maikäfer enthält ja auch Verdauungsorgane; allein sie entziehen sich der gewöhnlichen Beobachtung. Man muß tiefer in die ganze Organisation der Maikäfer eindringen — und so geht es weiter; man muß also alles beweisen. Der Amerikaner beginnt damit: Wenn man einen Maikäfer zergliedert, so findet man in ihm das und das. — Der behauptet, indem er beobachtet. Und so, sehen Sie, ist es bei den Europäern so, daß sie ja ihre Rasseeigentümlichkeiten wegen ihrer ganzen Einrichtung nicht mehr so ausbilden. Sie bilden mehr die seelisch-geistigen Eigenschaften aus. Daher können sie auch in alle übrigen Weltteile eindringen. Mit dem Zugrundegehen geht es natürlich langsam.

[ 28 ] The desire to prove things isn't exactly a trait that helps move things forward. Isn’t that right? If you have something to do in the morning, you can start proving it in the morning, but by the time you go to bed at night, you still haven’t done it because you still have to prove it. An American won’t do that because he isn’t trained or conditioned to prove things. And that is why, at first, America will certainly have a head start over Germany. One can make some very interesting observations here. If you pick up a European book, it begins something like this—let’s say it’s a book, and such books are indeed written; it’s a report on the digestion of cockchafers—it begins like this: “The order of cockchafers does, of course, possess digestive organs; however, they elude ordinary observation.” One must delve deeper into the entire organization of cockchafers—and so it goes on; one must, in other words, prove everything. The American begins by saying: “If one dissects a cockchafer, one finds this and that within it.” — He makes his claims based on observation. And so, you see, the situation with Europeans is that, due to their entire constitution, they no longer develop their racial characteristics to the same extent. They develop their psychological and spiritual qualities more. That is why they are also able to penetrate all other parts of the world. The process of decline, of course, proceeds slowly.

[ 29 ] Die Sonne sendet immer mehr oder weniger dasjenige auf die Erde herunter, was Licht oder Wärme ist. Jetzt haben wir den Frühlingspunkt, wie ich Ihnen gesagt habe, in den Fischen. Vorher war er im Widder. Nach einiger Zeit wird er im Wassermann sein. Da wird erst die richtige amerikanische Zivilisation kommen. Bis dahin wird sich immer mehr und mehr Zivilisation nach Amerika hinüberbegeben. Wer das sehen will, kann es heute schon sehen, wie mächtig die Amerikaner werden, und wie Europa allmählich immer mehr und mehr ohnmächtig wird. Und daß es in Europa zu gar keinem Frieden jetzt kommen kann, das beruht eben darauf, daß Europa eigentlich das eigene Land nicht mehr versteht. Nun schlägt sich die ganze Zivilisation nach Amerika hinüber. Es wird langsam gehen; aber wenn die Sonne in ihrem Frühlingspunkte in das Zeichen des Wassermannes eingetreten sein wird, dann wird sie gerade so günstig ihre Strahlen herunterschicken auf die Erde, daß die amerikanische Kultur und Zivilisation dann ganz besonders mächtig sein wird. Das sieht man schon heute.

[ 29 ] The sun always sends down to Earth, to a greater or lesser extent, what constitutes light or heat. As I have told you, the vernal equinox is now in Pisces. Before that, it was in Aries. After some time, it will be in Aquarius. Only then will true American civilization emerge. Until then, civilization will continue to shift more and more toward America. Anyone who wants to see this can already see today how powerful the Americans are becoming, and how Europe is gradually growing weaker and weaker. And the fact that there can be no peace in Europe at all right now is precisely because Europe no longer truly understands its own country. Now the entire civilization is shifting toward America. It will happen slowly; but when the sun has entered the sign of Aquarius at its vernal equinox, it will send its rays down upon the Earth in just the right way, so that American culture and civilization will then be particularly powerful. One can already see this today.

[ 30 ] Sehen Sie, es ist wirklich so merkwürdig: In Europa herüben kann man das, was wir Anthroposophie nennen, entwickeln. Das muß man aus dem Geist heraus entwickeln. Das geht gar nicht mehr aus den Rasseeigentümlichkeiten heraus. Das muß man aus dem Geiste heraus entwickeln, Und die Menschen, die in Europa nicht heranwollen an den Geist, die werden Europa ins Unglück stürzen.

[ 30 ] You see, it really is so strange: Over here in Europe, one can develop what we call anthroposophy. This must be developed from the spirit. It can no longer be derived from racial characteristics. It must be developed from the spirit, and those people in Europe who do not want to draw near to the spirit will plunge Europe into misfortune.

[ 31 ] Die Amerikaner, die brauchen das heute noch nicht, namentlich diejenigen, die da hinüberreisen. Da können sie sich noch mehr auf die Rasseeigentümlichkeiten stützen. Und so entsteht da drüben in Amerika kurioserweise etwas Merkwürdiges. Wer ganz aufmerksam amerikanische Bücher liest, wer aufmerksam Parlamentsreden liest, wer überhaupt etwas aufnimmt von dem, was heute in Amerika vorgeht, der wird sich sagen: Donnerwetter, das ist ja etwas ganz Merkwürdiges. Wir in Europa bilden die Anthroposophie aus dem Geiste heraus aus. Da drüben bilden sie etwas aus, was so wie eine Art Holzpuppe der Anthroposophie ist. Es wird alles materialistisch. Aber für den, der nicht ein Fanatiker ist, für den hat das, was amerikanische Kultur ist, etwas Ähnliches mit dem, was anthroposophische Wissenschaft ist in Europa. Nur ist dort alles aus Holz. Es ist noch nicht lebendig. Lebendig machen können wir es in Europa aus dem Geiste heraus. Die nehmen es dort aus dem Instinkte heraus.

[ 31 ] Americans don’t need that yet—especially those who travel over there. There, they can still rely even more on racial characteristics. And so, curiously enough, something strange is emerging over there in America. Anyone who reads American books very carefully, who reads congressional speeches attentively, who takes in anything at all of what is happening in America today, will say to themselves: Good heavens, that is something quite peculiar. We in Europe develop anthroposophy out of the spirit. Over there, they are developing something that is like a kind of wooden puppet version of anthroposophy. Everything becomes materialistic. But for those who are not fanatics, American culture has something in common with what anthroposophical science is in Europe. It’s just that over there, everything is made of wood. It is not yet alive. We in Europe can bring it to life from the spirit. Over there, they draw it from instinct.

[ 32 ] Sehen Sie, das können Sie in allen Einzelheiten bemerken. Es wird einmal die Zeit kommen, wo dieser amerikanische «Holzmensch», der eigentlich jeder noch ist, anfangen wird, zu reden. Dann wird er der europäischen Anthroposophie sehr Ähnliches zu sagen haben. Man kann sagen: Wir in Europa bilden Anthroposophie auf geistige Weise aus; der Amerikaner bildet sie auf naturhafte Weise aus. Daher kann ich so oft, wenn ich Anthroposophisches auseinandersetze, darauf hinweisen: Nun ja, so ist es anthroposophisch, und so ist es die amerikanische Karikatur. Das ist die Karikatur davon.

[ 32 ] You see, you can observe this in every detail. The time will come when this American “wooden man”—which, in truth, everyone still is—will begin to speak. Then he will have something very similar to European anthroposophy to say. One could say: We in Europe develop anthroposophy in a spiritual way; Americans develop it in a natural way. That is why, so often when I explain anthroposophical concepts, I can point out: Well, this is how it is in anthroposophy, and this is the American caricature of it. That is the caricature of it.

[ 33 ] Wenn aber einer ein Fanatiker ist und sich nicht durch innerliches Leben, sondern durch Fanatismus in die Anthroposophie hereinfindet, dann findet er gerade die schärfsten Schimpfworte für das Amerikanertum, weil - nicht wahr, der Mensch schimpft am meisten über den Affen, weil der Affe ihm ähnlich ist, aber Karikatur ist. Und so ist es wirklich eine solche merkwürdige Geschichte, wie zwischen Nordund Südpol, zwischen dem, was wir geistig uns erringen in Europa und zwischen dem, was man sich da drüben auf naturhafte Weise in Amerika erringt.

[ 33 ] But if someone is a fanatic and finds their way into anthroposophy not through inner life but through fanaticism, then they will find precisely the harshest insults directed at Americanism, because—isn’t it true that people rail most against the monkey because the monkey resembles them, yet is a caricature? And so it really is such a curious story, like the difference between the North and South Poles, between what we achieve spiritually in Europe and what is achieved over there in America in a natural way.

[ 34 ] Naturwissenschaftliche Bücher schauen in Amerika ganz anders aus als in Europa. Sie reden eigentlich fortwährend vom Geist, aber sie stellen sich den Geist grobklotzig materiell vor. Daher ist auch der Spiritismus in neuerer Zeit in Amerika aufgekommen. Denn was tut der Spiritismus? Er will vom Geist reden und stellt sich den Geist vor so wie Wolkenerscheinungen, möchte am liebsten alles wie Wolkenerscheinungen haben. Daher ist der Spiritismus ein amerikanisches Produkt; er geht auf den Geist, aber auf materialistische Weise. Das ist eben so interessant, daß in Amerika der Materialismus richtig grassiert, aber eigentlich auf dem Wege zum Geist ist, während, wenn der Europäer Materialist wird, dann stirbt er als Mensch. Der Amerikaner ist ein junger Materialist. Eigentlich sind alle Kinder zunächst materialistisch, wachsen sich dann aus zu dem, was nicht Materialismus ist. So wird sich der amerikanisch krasse Materialismus gerade zu einem Geistigen auswachsen. Das wird sein, wenn die Sonne im Zeichen des Wassermannes aufgeht.

[ 34 ] Science books in America look quite different from those in Europe. They actually talk about the spirit constantly, but they conceive of the spirit in a crude, materialistic way. That is why Spiritism has also emerged in America in recent times. For what does Spiritism do? It seeks to speak of the spirit and forms a mental image of the spirit as if it were a cloud formation; it would prefer everything to be like a cloud formation. That is why Spiritism is an American product; it addresses the spirit, but in a materialistic way. It is precisely this that is so interesting: in America, materialism is truly rampant, yet it is actually on the path toward the spirit, whereas when a European becomes a materialist, he dies as a human being. The American is a young materialist. In fact, all children are materialistic at first, then grow out of it into something that is not materialism. Thus, the blatant American materialism will grow into something spiritual. This will happen when the sun rises in the sign of Aquarius.

[ 35 ] Nun, Sie sehen, auf diese Weise kann man durchschauen, was wir als Europäer für eine Aufgabe haben. Wir haben gar nicht die Aufgabe als Europäer, über die Amerikaner immer zu schimpfen, sondern wir müssen natürlich über die ganze Erde hin eine Zivilisation begründen, die aus dem Besten zusammengesetzt ist.

[ 35 ] Well, you see, this is how we can understand what our task is as Europeans. Our task as Europeans is not to constantly complain about the Americans, but rather—of course—to establish a civilization throughout the world that is composed of the very best.

[ 36 ] Natürlich, wenn man die Sache so denkt, wie sie der Prinz von Baden gedacht hat, der auf den amerikanischen Europäer Wilson hereingefallen ist, dann geht es nicht. Denn Wilson war nicht ein richtiger Amerikaner. Der hat alle seine Theorien eigentlich von Europa genommen. Dadurch hat er so unfruchtbare Theorien gemacht. Aber das richtige Amerikanertum, das ist dasjenige, was tatsächlich einmal mit dem Europäertum, das auf mehr geistige Weise seine Sache finden wird, sich vereinigen wird. Und dann sieht man, wie man sich eigentlich verhalten muß in der Welt, wenn man so etwas auf diese Weise studiert.

[ 36 ] Of course, if you look at the matter the way the Prince of Baden did—who fell for the “American European” Wilson—then it doesn’t work. Because Wilson wasn’t a true American. He actually drew all his theories from Europe. That is why he came up with such unproductive theories. But true Americanism—that is what will one day unite with Europeanism, which will find its place in a more spiritual way. And then, when you study such things in this way, you see how one must actually conduct oneself in the world.

[ 37 ] Und so ist es wirklich ganz interessant: Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. Wie sie nach Indien gezogen ist, bildete sie die innerliche, poetische, dichterische, geistige indische Kultur aus. Wenn sie jetzt nach dem Westen geht, wird sie eine Geistigkeit ausbilden, die nicht so sehr den innerlichen Menschen ergreift, aber die äußere Welt in ihrer Geistigkeit begreift.

[ 37 ] And so it really is quite interesting: On the one hand, there is the black race, which is the most earthly. When it moves westward, it dies out. Then there is the yellow race, which is situated midway between the earth and the universe. When it moves eastward, it turns brown, becomes too closely aligned with the universe, and dies out. The white race is the race of the future; it is the race that creates through the spirit. When it migrated to India, it gave rise to the inner, poetic, literary, and spiritual Indian culture. If it now moves toward the West, it will develop a spirituality that does not so much capture the inner human being, but rather comprehends the outer world in its spirituality.

[ 38 ] Und so werden in der Zukunft gerade aus den Rasseeigentümlichkeiten solche Dinge hervorgehen, die man kennen muß, damit man sich richtig hineinstellt ins Leben. Die Menschen bekommen immer weniger eine richtige Einstellung im Leben. Sie wollen eben alles aus dem Blitzblauen heraus haben, die Menschen, und nicht eigentlich lernen.

[ 38 ] And so, in the future, it is precisely from these racial characteristics that certain things will emerge—things one must know in order to adopt the right attitude toward life. People are increasingly losing a proper outlook on life. They simply want everything to come out of the blue; they don’t really want to learn.

[ 39 ] Das ist dadurch gekommen, weil eben im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Grunde den Menschen, die gebildet worden sind, namentlich die wissenschaftlich gebildet worden sind, ja nichts Menschliches mehr angeboten wurde. Nicht wahr, es geht jetzt so schwer mit der Menschenkunde. Das merken selbst schon die materialistischen Gelehrten. Sie kommen nicht weiter. Und bei der letzten Naturforscherversammlung war es interessant. Da war einer von diesen Naturforschern, der hat es besonders stark gemerkt: man kommt ja nicht mehr weiter, man erfährt durch die gegenwärtige Wissenschaft nichts vom Menschen. Aber er hat nicht gesagt: Also müssen wir uns der Anthroposophie nähern, sondern er hat gesagt: Gebt uns Leichen, damit wir die zergliedern können.

[ 39 ] This came about because, in the last third of the 19th century, educated people—particularly those with a scientific education—were essentially no longer offered anything human. Isn’t it true that the study of humanity is so difficult these days? Even the materialist scholars are beginning to realize this. They’re at a dead end. And it was interesting at the last meeting of natural scientists. There was one of these natural scientists who noticed this particularly strongly: we’re no longer making any progress; we learn nothing about human beings through current science. But he didn’t say, “So we must turn to anthroposophy”; instead, he said, “Give us corpses so we can dissect them.”

[ 40 ] Sehen Sie, das war alles, was er sagen konnte: Gebt uns Leichen! Mehr Leichen wollen die Menschen haben. Den toten Menschen wollen sie studieren. Das war so ein richtiges Schlagwort: Gebt uns Leichen! — während wir hier die Leichen entbehren können, denn wir wollen den lebendigen Menschen anschauen und studieren. Dazu muß man nur seine Augen aufmachen, und durch seine Augen etwas die Seele, denn den lebendigen Menschen findet man überall. Man begegnet lauter lebendigen Menschen. Nur muß man mit ihnen leben können, damit sie einem das wirklich bekunden, was Menschenwesen ist. Aber die Leute, die heute Gelehrte sind, haben ja tatsächlich ganz schwache Augen. Sie sehen ja nicht den Menschen. Und dann flehen sie sehnsüchtig: Gebt uns Leichen! Da können sie dann studieren. Gebt uns Leichen! In einer solchen Situation waren in den letzten Jahrzehnten die Bildungsanstalten. Da haben die Menschen nichts Menschliches aufgenommen. Daher ist aus allen Wissenschaften das Menschliche herausgekommen.

[ 40 ] You see, that was all he could say: “Give us corpses!” People want more corpses. They want to study dead people. That was such a catchphrase: “Give us corpses!”—while we here can do without corpses, because we want to look at and study living human beings. To do that, one need only open one’s eyes—and through one’s eyes, glimpse the soul a little, for living human beings can be found everywhere. One encounters nothing but living human beings. One just has to be able to live with them so that they truly reveal to you what it means to be human. But the people who are scholars today actually have very weak eyes. They don’t see the human being. And then they plead longingly: “Give us corpses!” Then they can study them. “Give us corpses!” This is the situation educational institutions have been in over the past few decades. People there have taken in nothing human. That is why the human element has been lost from all the sciences.

[ 41 ] Deshalb habe ich in dem ersten Kapitel meiner «Kernpunkte der sozialen Frage» diese Frage behandelt. Ich mußte zeigen, wie diejenigen, die nichts mit der Wissenschaft zu tun gehabt haben, sondern mit der Arbeit, herangekommen sind. Und nun natürlich wollten sie Wissenschaft. Aber die konnten ihnen die anderen nicht geben, die sie scheinbar hatten, die Bourgeois. Und dadurch entstand die ganze Kalamität in der Zivilisation. Die Arbeiter verlangten nach Wissenschaft, und sie war nicht da, weil nur eine Wissenschaft, die menschlos ist, da war. Das habe ich im ersten Kapitel der «Kernpunkte» dargestellt, weil man wirklich erst das verstehen muß, wenn man von der sozialen Frage redet. So war es schon notwendig, daß die «Kernpunkte der sozialen Frage» in dem ersten Kapitel damit begannen.

[ 41 ] That is why I addressed this issue in the first chapter of my *Key Points of the Social Question*. I had to show how those who had nothing to do with science—but rather with labor—had come to this point. And now, of course, they wanted science. But the others—the bourgeoisie, who apparently possessed it—could not provide it to them. And that is what gave rise to the entire calamity in civilization. The workers demanded science, and it was not there, because the only science that existed was one devoid of humanity. I outlined this in the first chapter of *Key Points*, because one really must understand this first when speaking of the social question. Thus, it was necessary for *Key Points of the Social Question* to begin with this in the first chapter.

[ 42 ] Nun, wir haben also die Farben heute etwas weiter behandelt, meine Herren.

[ 42 ] Well, we've gone into a bit more detail on colors today, gentlemen.