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Man and World
How Spirit Works in Nature
GA 351

1 December 1923, Dornach

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11. Honig und Quarz

11. Honey and Quartz

[ 1 ] Meine Herren! Herr Müller hat mir noch eine Nummer der «Schweizerischen Bienen-Zeitung» gegeben, worin ein Artikel ist, der über die Erfahrungen mit Honigkuren handelt: «Unsere weiteren Erfahrungen mit Honigkuren im Kinderheim Frauenfelder, Amden.» Von Dr. Paula Emrich, Weesen, Nummer 3 der «Schweizerischen Bienen-Zeitung», März 1923.

[ 1 ] Gentlemen! Mr. Müller gave me another issue of the *Schweizerische Bienen-Zeitung*, which contains an article about experiences with honey cures: “Our Further Experiences with Honey Cures at the Frauenfelder Children’s Home in Amden.” By Dr. Paula Emrich, Weesen, Issue 3 of the “Schweizerische Bienen-Zeitung,” March 1923.

Einige Stellen daraus werden verlesen.

Some passages from it will be read aloud.

[ 2 ] Es ist ganz interessant, an diesen Artikel heute ein paar Bemerkungen anzuknüpfen. Es handelt sich darum, daß in diesem Kinderheim der Versuch gemacht worden ist, die Kinder, die in irgendeiner Richtung sich als schwach ernährt erwiesen, mit Honig zu behandeln und zwar in der Weise, wie man es beschreibt, daß man Honig in einer mäßig warmen Milch auflöst, fein verteilt und dann den Kindern diesen Honig in der nicht überhitzten Milch, in Milch, die nicht bis zum Sieden gekommen ist, die unter der Siedetemperatur geblieben ist, gibt.

[ 2 ] It is quite interesting to make a few comments on this article today. The point is that at this children’s home, an experiment was conducted to treat children who were found to be malnourished in some way with honey—specifically, by dissolving honey in moderately warm milk, stirring it in thoroughly, and then giving the children this honey in the milk, which had not been overheated, in milk that has not reached a boil—that is, milk that has remained below the boiling point.

[ 3 ] Sie verzeichnet da ausgezeichnete Resultate. Namentlich kann die Artikelschreiberin das erfreuliche Resultat bringen, daß der Gehalt an roten Blutkörperchen bei den Kindern in ganz außerordentlicher Weise zunimmt. So hatte sie zum Beispiel zwei Kinder, die Geschwister waren. Da hatte das kleinere, als es in die Anstalt aufgenommen wurde, nur 53 Prozent rote Blutkörperchen. Bei der Entlassung, also nachdem es die Honigkur durchgemacht hatte, waren die roten Blutkörperchen bis auf 82 Prozent hinaufgegangen. Das größere Kind hatte 70 Prozent rote Blutkörperchen, und wie es abgeholt worden ist, 78 Prozent. Das hat also weniger zugenommen, aber eben immerhin auch zugenommen. Das größere Kind hatte nur Milchkur gemacht und hatte unter der auch zugenommen, aber nur von 70 auf 78 Prozent, war also von vornherein nicht so schwach, aber es ist auch nicht in demselben Verhältnis stärker geworden.

[ 3 ] She reports excellent results there. In particular, the author notes the encouraging finding that the red blood cell count in children increases in a truly extraordinary manner. For example, she had two children who were siblings. The younger one, when admitted to the facility, had only 53 percent red blood cells. Upon discharge—that is, after completing the honey treatment—the red blood cell count had risen to 82 percent. The older child had 70 percent red blood cells, and when picked up, 78 percent. So while the increase was smaller, it was still an increase. The older child had only undergone the milk regimen and had also gained weight under that regimen, but only from 70 to 78 percent; thus, the child was not as weak to begin with, but also did not become stronger at the same rate.

[ 4 ] Nun gibt sie noch eine ganze Anzahl von sehr interessanten Versuchen an. Und da bitte ich Sie, wenn ich diese Versuche erwähne, achtzugeben darauf, was für ein Alter die Kinder haben. Wenn man überhaupt die Wirkung irgendeiner Substanz auf den Menschen untersuchen will, so hilft es einem gar nichts, wenn man diese Versuche einfach im Laboratorium macht, sondern man muß immer auch, wie man bei jedem Kranken als erstes das Alter feststellen muß, wenn man irgendwelche Ernährungs- oder Heilversuche macht, sogleich das Alter feststellen.

[ 4 ] She goes on to cite a number of very interesting experiments. And here I ask you, when I mention these experiments, to pay attention to the ages of the children. If one wishes to investigate the effect of any substance on humans at all, it is of no use whatsoever to simply conduct these experiments in the laboratory; rather, just as one must first determine the age of any patient when conducting any dietary or therapeutic trials, one must also immediately determine the children’s ages.

[ 5 ] Wir haben also einen elfjährigen Knaben; der hat acht Wochen eine Honigkur durchgemacht und hat dadurch eine sehr bedeutsame Verbesserung seiner Drüsen erlangt. Auch ein Lungenspitzenkatarrh ist besser geworden, und die roten Blutkörperchen, die eigentlich bedeutsamen Teile, sind von 53 Prozent auf 75 Prozent gestiegen. Dann als zweites wiederum einen elfjährigen Knaben. Er hat eine Steigerung von 55 Prozent auf 74 Prozent. Dann ein vierzehnjähriges Mädchen hat eine Steigerung von 70 Prozent auf 88 Prozent. Die weiteren Steigerungen werde ich Ihnen nicht mehr vorlesen, denn sie sind überall bedeutsam. Sie gibt dann auch noch die Gewichtszunahme an, die ebenso dafür zeugt, daß die Kinder kräftiger geworden sind. Sie gibt dann an ein zehnjähriges Mädchen, ein weiteres zehnjähriges Mädchen, einen dreizehnjährigen Knaben, ein siebenjähriges Mädchen, einen elfjährigen Knaben, einen achtjährigen Knaben, einen zwölfjährigen Knaben, einen neunjährigen Knaben und einen siebenjährigen Knaben. Die Versuche zeigen, daß Kinder in diesem Alter, also sagen wir ungefähr im schulpflichtigen Alter, von der Honigkur außerordentlich viel haben.

[ 5 ] So we have an eleven-year-old boy who underwent an eight-week honey regimen and, as a result, experienced a very significant improvement in his glands. His apical pneumonia has also improved, and his red blood cell count—which is actually a key indicator—has risen from 53 percent to 75 percent. Next, another eleven-year-old boy. His percentage increased from 55 percent to 74 percent. Then a fourteen-year-old girl showed an increase from 70 percent to 88 percent. I won’t read the rest of the increases to you, as they are all significant. She also notes the weight gain, which likewise attests to the fact that the children have become stronger. She then lists a ten-year-old girl, another ten-year-old girl, a thirteen-year-old boy, a seven-year-old girl, an eleven-year-old boy, an eight-year-old boy, a twelve-year-old boy, a nine-year-old boy, and a seven-year-old boy. The experiments show that children of this age—that is, roughly of school age—benefit tremendously from the honey regimen.

[ 6 ] Nun studiert die Verfasserin noch darüber, was die Ursache sein könnte, daß diese Kinder von der Honigkur außerordentlich viel haben. Da gibt sie etwas sehr Interessantes an. Da gibt sie etwas an, was in der alleräußersten Weise verurteilt das, was heute ja noch so vielfach in der Wissenschaft angewendet wird.

[ 6 ] The author is now investigating what might be the reason that these children benefit so greatly from the honey treatment. She makes a very interesting point. She points out something that strongly condemns a practice that is still so widely used in science today.

[ 7 ] Was tut heute die Wissenschaft, wenn sie Nahrungsmittel auf ihre Ernährungskraft prüfen will? Die Wissenschaft, die zerlegt diese bestimmten Ernährungsmittel, Nahrungsmittel, und sucht, wieviel Bestandteile von dem einen oder anderen sogenannten chemischen Stoff drinnen sind. Das tut diese Wissenschaft.

[ 7 ] What does science do today when it wants to test foods for their nutritional value? Science breaks down these specific foods and determines how much of one or another so-called chemical substance is contained within them. That is what science does.

[ 8 ] Nun ist folgendes geschehen: Ein Schüler - sagt die Verfasserin - des berühmten Physiologieprofessors Bunge, den Sie ja dem Namen nach kennen, war in Basel und machte Versuche, indem er Mäuse mit Milch fütterte. Diese Mäuse, die hatten es gut; sie entwickelten sich ganz ausgezeichnet. Sie wurden also mit Milch gefüttert. Nun aber machte er den Versuch noch auf eine andere Weise. Er sagte sich: Milch besteht aus Kasein, also Käsestoff, Fett, Zucker und Salzen. Und nun sagte er sich: Bei Milch sind die Mäuse vorzüglich gediehen; die Milch besteht aus Kasein, Fett, Zucker und Salzen; also gebe ich einer solchen Gruppe von Mäusen Kasein, Fett, Zucker und Salze. Das ist ja dasselbe, was in der Milch drinnen ist. - Und siehe da, die Mäuse, denen er Kasein, Fett und so weiter gegeben hatte, die krepierten nach ein paar Tagen! Sie haben dasselbe gekriegt, aber sie krepierten. Sie sehen: Die Zusammensetzung des Stoffes macht es nicht aus. Da muß irgend etwas anderes mitspielen — so hätten sich die Herren sagen sollen.

[ 8 ] Now, here’s what happened: A student—says the author—of the famous professor of physiology Bunge, whom you surely know by name, was in Basel conducting experiments in which he fed mice milk. These mice had it good; they developed quite excellently. So they were fed milk. But then he conducted the experiment in a different way. He reasoned: Milk consists of casein—that is, the substance in cheese—fat, sugar, and salts. And then he thought: The mice thrived on milk; milk consists of casein, fat, sugar, and salts; so I’ll give a group of mice casein, fat, sugar, and salts. That’s exactly what’s in milk. — And lo and behold, the mice he had given casein, fat, and so on to died after a few days! They were given the same things, but they died. You see: the composition of the substance isn’t what matters. Something else must be at play here—that’s what those gentlemen should have said.

[ 9 ] Aber was haben sich die Herren gesagt? Die Herren sagten sich: Stoff, das ist überhaupt alles, Stoff muß überall sein. Und wo überhaupt etwas geschieht, da muß ein Stoff da sein. - Aber die Stoffe, die da drinnen sind im Kasein, in Fett, Zucker und Salzen, ja, die machen es nicht! Da sagten sich die Herren: Es muß halt ein neuer Stoff drinnen sein, in so kleinen Mengen, daß man ihn gar nicht findet durch die chemische Untersuchung. — Und diesen Stoff nennen nun die Leute Vitamin. Vita ist Leben, also Vitamin = macht das Leben.

[ 9 ] But what did these gentlemen say to themselves? They said: “Substance—that’s everything; substance must be everywhere. And wherever anything happens at all, there must be a substance there.” - But the substances found in casein, fat, sugar, and salts—well, they don’t do the trick! So the gentlemen said to themselves: There must simply be a new substance in there, in such small quantities that it can’t be detected by chemical analysis. — And this substance is now what people call a vitamin. “Vita” means life, so “vitamin” means “gives life.”

[ 10 ] Heine hat einmal etwas verspotten wollen; da sagte er: Es gibt Leute, die wollen zum Beispiel erklären, woher die Armut komme. Nun, das einfachste ist ja, wenn man sagt: Die Armut kommt von der Pauvrete. — Da hat man dann ein anderes Wort, aber man hat damit nichts erklärt.

[ 10 ] Heine once wanted to make fun of something; so he said: There are people who, for example, want to explain where poverty comes from. Well, the simplest thing to do is to say: Poverty comes from “pauvrete.” — Then you have another word, but you haven’t actually explained anything.

[ 11 ] Ich war einmal in einer Gesellschaft, da wurde gesprochen davon, woher das Komische kommt, und da haben sich eine Reihe von Leuten recht schöne Gedanken darüber gemacht, woher das Komische kommt, worüber man lacht. Dann ist aber einer aufgestanden und ist schon so hingegangen zum Podium, daß man gewußt hat, der hat das Gefühl, recht viel zu sagen! Und nun hat er seine Ansicht über das Komische vorgebracht und hat gesagt: Das Komische, das kommt lediglich davon, daß der Mensch die vis comica hat. - Vis comica: vis ist Kraft, comica ist komisch. Der Mensch hat die komische Kraft, daher kommt das Komische. — Das ist gerade so, als wenn einer in der Volkswirtschaft sagt: Woher kommt das Geld? Das Geld kommt von der geldmachenden Kraft. - Man hat damit gar nichts erklärt.

[ 11 ] I was once in a gathering where people were discussing the origin of humor, and a number of people offered some really interesting thoughts on where humor comes from—on what makes us laugh. But then one person stood up and walked toward the podium in such a way that you could tell he felt he had a lot to say! And then he presented his view on humor and said: Humor comes solely from the fact that human beings possess the *vis comica*. — *Vis comica*: *vis* means power, *comica* means funny. Human beings possess this comic power; that is where humor comes from. — That’s just like when someone in economics says: Where does money come from? Money comes from the power to make money. — That explains absolutely nothing.

[ 12 ] Nun, in der Volkswirtschaft wird man sogleich bemerken, daß einer ein kurioser Kerl ist, wenn er sagt: Das Geld kommt von der geldwirkenden Kraft. Aber in der Naturwissenschaft bemerkt man das nicht, wenn einer sagt: Woher kommt die belebende Kraft in der Milch? und darauf antwortet: Vom Vitamin. — Das ist geradeso wie: Die Armut kommt von der Pauvrete. - Aber man merkt nichts. Man meint, man habe eine große Sache gesagt, aber man hat gar nichts damit gesagt.

[ 12 ] Well, in economics, people will immediately notice that someone is a strange fellow if he says, “Money comes from the power that creates money.” But in the natural sciences, people don’t notice this when someone asks, “Where does the life-giving power in milk come from?” and answers, “From vitamins.” — That’s just like saying: “Poverty comes from pauvrete.”—But no one notices. People think they’ve said something profound, but they haven’t said anything at all.

[ 13 ] Und das ist es, was, ich möchte sagen, das Aufregende im heutigen Wissenschaftsbetrieb ist. Die Leute glauben etwas zu sagen, verkündigen das mit riesigen Worten, und die anderen Menschen glauben ihnen auch alles. Aber wenn das noch lange in der Weltgeschichte so fortgeht, so wird es dazu kommen, daß überhaupt alles verkimmern und verkommen muß. Denn die Welt hängt davon ab, daß man etwas machen kann, nicht davon, daß man über die Sachen bloß reden und Worte machen kann. Die Worte müssen dasjenige bedeuten, was wirklich da ist. Und da gab es früher wirklich eine Art von Wissenschaft, die unmittelbar mit der Praxis zusammenhing. Und heute gibt es eine Wissenschaft, die überhaupt nichts mehr von der Praxis weiß. Sie spinnt bloß noch Worte aus. Und das ist eben natürlich mit dadurch gekommen, daß eine neue Autorität zu den alten Autoritäten dazugekommen ist.

[ 13 ] And that, I would say, is what makes today’s scientific community so exciting. People think they’re saying something, proclaim it with grand words, and other people believe everything they say. But if this continues for much longer in the course of world history, it will inevitably lead to everything withering away and falling into ruin. For the world depends on people being able to do something, not on people merely talking about things and spouting words. Words must signify what is actually there. And in the past, there really was a kind of science that was directly connected to practice. Today, however, there is a science that knows absolutely nothing about practice anymore. It merely spins out words. And this, of course, has come about partly because a new authority has been added to the old authorities.

[ 14 ] Sie müssen nur bedenken, wie kurze Zeit es erst her ist, daß es für solche speziellen Sachen nicht so viele Zeitschriften gegeben hat wie heute. Da sind eigentlich die Mitteilungen, die über so etwas gekommen sind, wie, sagen wir, die Bienenzucht, auf Bienenzüchtertagungen abgemacht worden. Das geht noch in meine Jugend zurück. Da konnte man erfahren, wie diese Dinge auf so einer Bienenzüchtertagung abgemacht worden sind. Da hat einer dem anderen das gesagt, was er aus seinen Erfahrungen wußte, und da erahnte man gleich, ob einer ein Windbeutel ist, oder ob er wirkliche Erfahrungen hinter sich hat. Denn das ist etwas ganz anderes, wenn man einen reden hört. Da merkt man, ob er etwas weiß, oder ob er bloß etwas nachredet. Denn die Druckerschwärze ist als eine neue Autorität vielfach zu den anderen hinzugekommen. Und wenn etwas gedruckt ist, dann glauben die Leute, damuß etwas dahinter sein.

[ 14 ] You just have to consider how recently it was that there weren’t as many magazines for such specialized topics as there are today. Back then, information about such topics—like, say, beekeeping—was actually exchanged at beekeepers’ conferences. That goes all the way back to my youth. There, you could find out how these matters were settled at such a beekeepers’ conference. People would share with one another what they knew from their own experiences, and you could tell right away whether someone was just a windbag or whether they actually had real experience behind them. Because it’s a whole different thing when you hear someone talk. That’s when you can tell whether he knows something or is just parroting what he’s heard. Because the printed word has often been added to the mix as a new authority. And when something is in print, people believe there must be some truth to it.

[ 15 ] Aber bei diesem Artikel kommt noch etwas dazu. Diese Ärztin hat tatsächlich Segensreiches gewirkt durch ihre Honigkuren. Und dasjenige, was sie in der Praxis gemacht hat, ist etwas Ausgezeichnetes. Nun denkt sie im Sinne der Wissenschaft darüber nach, und da kommt im Grunde gar nichts darüber heraus. Und sie sagt es auch:

[ 15 ] But there’s more to this article. This doctor has actually done a great deal of good with her honey treatments. And what she’s done in her practice is truly outstanding. Now she’s thinking about it from a scientific perspective, and basically, nothing comes of it. And she says so herself:

«Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Ergebnisse unserer Versuche weitesten Kreisen bekannt würden, und wenn besonders unserer heranwachsenden Jugend wieder mehr Honig verabreicht würde.»

“It would be highly desirable for the results of our experiments to become known to as wide an audience as possible, and for our growing youth, in particular, to be given more honey again.”

«Vorläufig stellen unsere Mitteilungen nur die Ergebnisse unserer praktischen Erfahrungen dar; aber wir zweifeln nicht, daß mit dem weiteren Ausbau der Vitaminlehre auch die Pharmakologen und Physiologen sich mit dem Problem der Honigwirkung auf den Organismus befassen werden.»

“For the time being, our reports merely present the results of our practical experience; but we have no doubt that, as the study of vitamins continues to advance, pharmacologists and physiologists will also address the issue of honey’s effects on the body.”

[ 16 ] Ebenso sagt die Artikelschreiberin gleich am Anfang:

[ 16 ] Similarly, the author of the article states right at the beginning:

«Es drängt mich, auch einmal vom ärztlichen Standpunkte aus über die Wirkungen der Honigkuren zu berichten. ... Unsere guten Erfolge muntern direkt dazu auf, den tieferen Zusammenhängen nachzuspüren. Wenn schon ich mir bewußt bin, noch lange nicht in das innerste Wesen derselben eingedrungen zu sein, möchte ich doch jetzt schon auf Grund unserer Erfahrungen und Untersuchungsergebnisse die Punkte beleuchten, an denen meines Erachtens die weitere Forschung anzusetzen hätte.»

“I feel compelled to report on the effects of honey cures from a medical perspective as well. ... Our positive results directly encourage us to explore the deeper connections. Although I am well aware that I am still far from having penetrated their innermost nature, I would nevertheless like to shed light—based on our experiences and research findings—on the areas where, in my opinion, further research should begin.”

[ 17 ] Also, da geht doch aus ihren eigenen Worten klar hervor, daß sie die Bescheidenheit hat, diese Ärztin, daß sie sagt: Mit der ganzen Vitaminlehre ist doch eigentlich nicht in das Wesen der Sache hineinzukommen.

[ 17 ] Well, it’s clear from her own words that this doctor has the humility to say: “All this talk about vitamins doesn’t really get to the heart of the matter.”

[ 18 ] Nun wollen Sie sich einmal folgendes genau überlegen. Wir wollen jetzt einmal sehen, worauf eigentlich die Wirkung der Honigkuren beruht. Sie sehen, auch diese Versuche zeigen uns etwas. Sie zeigen uns, daß die Wirkung des Honigs ganz besonders stark ist - und das werden die Versuche immer mehr und mehr zeigen -, nicht bei ganz kleinen Kindern, sondern bei denjenigen Kindern, die entweder schon beim Zahnwechsel angekommen sind oder sehr stark über den Zahnwechsel hinaus sind. Das ist also etwas, was die Versuche selber zeigen. Das ist außerordentlich wichtig, daß man das in Betracht zieht. Aber die Versuche zeigen nämlich noch weiteres. Sie zeigen, daß bei Kindern der Honig am besten dann wirkt, wenn man ihn in eine mäßig heiße Milch gibt. Also wenn man ein Gemisch von Honig und Milch hervorruft, dann wirkt das besonders bei Kindern.

[ 18 ] Now, let’s take a moment to think carefully about the following. Let’s now see what the effect of honey treatments is actually based on. As you can see, these experiments also reveal something to us. They show us that the effect of honey is particularly strong—and the experiments will demonstrate this more and more—not in very young children, but in those children who have either already reached the stage of tooth replacement or are well past it. So this is something the experiments themselves demonstrate. It is extremely important to take this into account. But the experiments actually reveal even more. They show that honey works best for children when it is added to moderately warm milk. So when you prepare a mixture of honey and milk, it is particularly effective for children.

[ 19 ] Und wenn man nun noch weitergehen würde, so würde man nämlich folgendes finden. Man würde finden, daß der Honig auch bei kleineren Kindern eine Bedeutung schon haben kann. Dann muß man aber wenig Honig in die Milch hineingeben; mehr Milch, wenig Honig. Bei alten Leuten hilft der Honig hauptsächlich, nicht die Milch. Günstige Resultate kann man für Greise dadurch erzielen, daß man sie den Honig überhaupt ohne Milch verspeisen läßt.

[ 19 ] And if one were to take this a step further, one would find the following. One would find that honey can already be beneficial even for younger children. In that case, however, one must add only a little honey to the milk; more milk, less honey. For the elderly, it is mainly the honey that helps, not the milk. Favorable results for the elderly can be achieved by having them consume the honey without any milk at all.

[ 20 ] Dasjenige, was man sagen muß, ist, daß Milch und Honig etwas sind, was für das menschliche Leben eine außerordentlich große Bedeutung hat. Das geht gerade aus diesen Erfahrungen hervor.

[ 20 ] What must be said is that milk and honey are of extraordinary importance to human life. This is precisely what emerges from these experiences.

[ 21 ] Und sehen Sie, meine Herren, alte Wissenschaften, das habe ich Ihnen oftmals gesagt, waren nicht so dumm, als die heutige Gelehrsamkeit meint. Alte Wissenschaften kommen manchmal in einer einfachen Weise heraus, aber sie waren eigentlich sehr gescheit, sehr weise. Und nun wissen Sie, in der alten Redensart: Das ist ein Land, wo Milch und Honig fließt - liegt ja das ausgedrückt, daß es ein gesundes Land ist, wo man gesund leben kann. Also es wußten die Menschen der alten Zeiten, daß Milch und Honig etwas ist, was mit dem Leben ungeheuer stark zusammenhängt.

[ 21 ] And you see, gentlemen, the ancient sciences—as I have often told you—were not as foolish as today’s scholars believe. The ancient sciences sometimes come across as simple, but they were actually very clever, very wise. And now, as you know, the old saying—“It is a land flowing with milk and honey”—expresses the idea that it is a healthy land where one can live a healthy life. So the people of ancient times knew that milk and honey are things that are incredibly closely connected to life.

[ 22 ] Die Natur redet manchmal auf eine sehr verständige Weise. Dasjenige, was sie ausspricht, das merkt man, wenn man nur die einfachen Sachen einfach genug nimmt. Wer weiß, daß die Natur überhaupt sehr weise wirkt, der braucht nicht viel Beweis dafür, daß die Milch mehr das ist, was für die kleinen Kinder gut ist und den Heranwachsenden. Sonst würde aus den Brüsten der Frauen Honig fließen und nicht Milch, was durchaus nicht im Bereich der Naturunmöglichkeit läge, denn die Pflanzen bringen den Honig hervor, und es könnte schon durchaus die Möglichkeit sein, daß in der Drüsenabsonderung der Frauenbrust Honig wäre. Man muß nur die Dinge einfach genug nehmen. Man muß nicht sagen: Die Natur ist eine Stümperin, und sie macht in der Frauenbrust bloß Milch und nicht Honig -, sondern man muß sagen: Dahinter liegt eben schon die Erkenntnis, daß für das kleine Kind vor allen Dingen die Milch in Betracht kommt, und daß man den Honig nehmen kann, je mehr das Kind heranwächst.

[ 22 ] Nature sometimes speaks in a very sensible way. You can understand what she is saying if you simply take simple things simply enough. Anyone who knows that nature acts very wisely in general does not need much proof that milk is what is best for small children and adolescents. Otherwise, honey would flow from women’s breasts instead of milk—which is by no means impossible in nature, since plants produce honey, and it is entirely possible that honey could be present in the secretions of the female breast. One simply has to take things at face value. One need not say, “Nature is a bungler, and she produces only milk and not honey in the female breast”—but rather, one must say: Behind this lies the insight that, for the young child, milk is the primary consideration, and that honey can be introduced as the child grows older.

[ 23 ] Ja, aber wir können uns doch nicht bloß eine solche Vorstellung machen, die eine bloße Wortvorstellung ist, und uns sagen, die Armut kommt von der Pauvrete, das Komische von der Vis comica und die Belebungskraft des Honigs kommt von dem Vitamin, das drinnen ist, sondern man muß hinschauen auf das, was Wirklichkeit in dieser Beziehung ist. Und da werde ich Ihnen das Folgende sagen - wir wollen etwas zusammenstellen, was wir längst aus diesen Vorträgen schon wissen, aber es handelt sich darum, daß man die Dinge immer richtig anschauen kann.

[ 23 ] Yes, but we can’t just form a mental image that is merely a verbal construct and tell ourselves that poverty comes from “pauvrete,” humor from “vis comica,” and the invigorating power of honey from the vitamin it contains; rather, we must look at what is actually real in this regard. And so I will tell you the following—let’s put together what we’ve long known from these lectures, but the point is that one must always view things correctly.

[ 24 ] Sehen Sie, meine Herren, wenn Sie ins Hochgebirge gehen, finden Sie gerade da, wo das Hochgebirge am härtesten ist, wo gewissermaßen das härteste Erdige herausschießt, Quarzkristalle. Die sind sehr schön. Sie finden überhaupt allerlei Kristalle. Erinnern Sie sich, ich habe Ihnen diese Quarzkristalle aufgezeichnet; die schauen so aus (siehe Zeichnung).

[ 24 ] You see, gentlemen, when you go into the high mountains, you find quartz crystals right where the mountains are at their harshest—where, so to speak, the hardest earthen material protrudes. They are very beautiful. You find all kinds of crystals there. Remember, I drew these quartz crystals for you; they look like this (see drawing).

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[ 25 ] Wenn sie ganz sind, so sind sie auch da unten abgeschlossen geradeso wie oben; aber meistens sind sie nicht ganz. Sie kommen also aus dem Gestein heraus, wachsen gewissermaßen aus dem Gestein heraus in einer solchen Form, wie ich es Ihnen da aufgezeichnet habe, wie ich es schon oft aufgezeichnet habe. Was heißt denn das? Das heißt, die Erde läßt solche Kristalle aus sich herauswachsen, die sechseckig sind und spitz zulaufen. Also in der Erde drinnen ist die Kraft, so etwas sechseckig zu gestalten.

[ 25 ] When they are whole, they are just as complete down there as they are up here; but most of the time they are not whole. So they emerge from the rock, growing out of it, so to speak, in the shape I have sketched for you here, as I have sketched many times before. What does that mean? It means that the earth allows such crystals to grow out of it—crystals that are hexagonal and taper to a point. So there is a force within the earth that shapes things into hexagonal forms.

[ 26 ] Sehen Sie, im Menschen sind alle Kräfte, wie ich Ihnen immer wiederum auseinandergesetzt habe, die in der Erde und die auch im Weltenall sind. Die Erde hat diese Kraft wiederum vom Weltenall. Der Mensch hat sie von der Erde. In dem Menschen ist diese Kraft drinnen, die bei der Erde diesen Quarzkristall heraustreibt. Wie ist das da drinnen? Ja, der menschliche Körper ist nämlich voll von Quarz.

[ 26 ] You see, as I have explained to you time and again, all the forces that exist in the Earth and in the universe are present within human beings. The Earth, in turn, receives this force from the universe. Human beings receive it from the Earth. Within human beings lies this force that drives the formation of quartz crystals in the Earth. What is it like inside? Well, the human body is, in fact, full of quartz.

[ 27 ] Jetzt werden Sie sagen: Donnerwetter noch einmal, was der uns da vorredet! - Der Quarz, wie man ihn oben im Gebirge bekommt, das ist einer der härtesten Körper. Daran kann man sich den Schädel anschlagen. Der Quarz bricht nie, aber der menschliche Kopf bricht natürlich dabei, wenn man das probiert und den Schädel furchtbar an Quarz anschlägt. Also die Härte, die ist dasjenige, was das am meisten Auffallende beim Quarz ist. Aber die Körper sind nicht überall so, wie sie da oder dort uns entgegentreten. Im Menschen ist ganz dasselbe, was der Quarz ist, aber in einer mehr flüssigen Form. Warum?

[ 27 ] Now you’ll say: “Good grief, what is he trying to tell us here!”—Quartz, as you find it up in the mountains, is one of the hardest substances. You could crack your skull on it. Quartz never breaks, but of course a human head will break if you try that and slam your skull violently against quartz. So hardness is what stands out most about quartz. But substances aren’t always the way they appear to us here and there. In humans, it’s exactly the same as quartz, but in a more fluid form. Why?

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[ 28 ] Sehen Sie, man kann beobachten - und da muß man nur richtig beobachten durch richtiges inneres Schauen -, wie da fortwährend etwas herunterströmt vom Kopf in die Glieder des Menschen (siehe Zeichnung). Das ist sehr interessant: Wenn Sie da den menschlichen Kopf haben, dann strömt fortwährend vom Kopf herunter dasselbe, was die Erde einmal von innen nach außen hat strömen lassen, und was da oben hart geworden ist und zum Beispiel als Quarzkristalle sich absetzte. Das strömte da vom Inneren der Erde heraus; und beim Menschen strömt es vom Kopf nach dem ganzen Körper. Es ist das Quarz oder Kieselsäure. Nur läßt der menschliche Körper den Quarz nicht Kristall werden. Das wäre auch eine schöne Geschichte, wenn wir da innerlich ganz ausgefüllt wären mit lauter Quarzkristall. Das täte uns gehörig weh! Bis zu dem Punkt, wo der Quarz gerade so sechseckig werden will, läßt es der Mensch kommen. Und da, da stoppt er. Da läßt er es nicht weiter dazukommen. So daß bei uns im Körper nur der Anfang der Quarzbildung ist, und dann wird es gestoppt; aufhören muß es. Und darauf beruht ja unser Leben, daß wir fortwährend vom Kopf nach unten sechseckige Kristalle bilden wollen, es aber nicht dazu kommen lassen, sondern aufhören. Da drinnen wollen fortwährend solche Kristalle entstehen. Sie entstehen aber nicht wirklich, sie werden aufgehalten, und wir haben dann sozusagen in ganz starker Verdünnung den Quarzsaft in uns.

[ 28 ] You see, one can observe—and all it takes is to observe correctly through true inner vision—how something is constantly flowing down from the head into the limbs of the human being (see drawing). This is very interesting: If you consider the human head, the same substance that once flowed from the Earth’s interior to its exterior—and which hardened up there and settled, for example, as quartz crystals—is constantly flowing down from the head. That substance flowed out from the Earth’s interior; and in humans, it flows from the head throughout the entire body. It is quartz, or silicic acid. Only, the human body does not allow the quartz to crystallize. It would be quite a story, actually, if we were completely filled on the inside with nothing but quartz crystals. That would really hurt us! The human body allows it to proceed just to the point where the quartz is about to form hexagonal shapes. And there—that’s where it stops. It doesn’t let it go any further. So that within our bodies, only the beginning of quartz formation takes place, and then it is stopped; it must come to an end. And our life is based on the fact that we constantly want to form hexagonal crystals from the head down, but we don’t let it go that far—instead, we stop it. Inside us, such crystals constantly want to form. But they don’t actually form; they are held back, and we then have, so to speak, the quartz sap within us in a very highly diluted form.

[ 29 ] Hätten wir nicht den Quarzsaft in uns, dann könnten wir zum Beispiel noch soviel Zucker essen — wir hätten niemals einen süßen Geschmack im Mund. Das macht der Quarz, den wir in uns haben, aber nicht durch seine Stofflichkeit, sondern durch das, daß der Wille in ihm ist, sechseckig zu werden als Kristall. Das macht es. Darauf kommt es an.

[ 29 ] If we didn’t have quartz sap within us, then, for example, no matter how much sugar we ate—we would never taste sweetness in our mouths. But the quartz we have within us does not do this through its material nature, but rather because the will within it is to become hexagonal like a crystal. That is what makes it so. That is what matters.

[ 30 ] Sie sehen also, in der Erde ist dasselbe drinnen, was nur weitergeführt wird. Der Mensch hört auf mit der Kieselsäure, wenn die anfangen will, da in ihm spießig zu werden. Die Erde läßt es bis zu der Spießigkeit nach oben kommen. Aber der Mensch braucht diese Kraft, diese Kieselsäurekraft, die die Kraft ist, sechseckige Gestaltungen hervorzubringen. Diese Kraft, sechseckige Gestaltungen hervorzubringen, die braucht der Mensch.

[ 30 ] So you see, the Earth contains the same thing, which is simply carried forward. Human beings stop using silicic acid when it begins to take on a narrow-minded character within them. The earth allows it to rise up to the point of becoming narrow-minded. But human beings need this force—this silicic acid force—which is the power to produce hexagonal forms. Human beings need this power to produce hexagonal forms.

[ 31 ] Ich denke mir, es sind nicht alle unter Ihnen gute Geometer. Die Geometrie ist nicht allen unter Ihnen jetzt gleich geläufig. Sie könnten vielleicht nicht jetzt gleich solch einen Quarzkristall selbst zeichnen oder aus Plastilin gestalten. Aber Ihr Körper, der ist ein guter Geometer, der will fortwährend solche Kristalle machen. Wir werden daran gehindert. Aber alles Leben besteht darinnen, daß wir das Sterben aufhalten, und wenn wir es nicht mehr aufhalten, so sterben wir eben wirklich.

[ 31 ] I imagine that not all of you are skilled in geometry. Not all of you are equally familiar with geometry right now. You might not be able to draw such a quartz crystal yourself or mold it out of modeling clay right now. But your body—it is a skilled geometer; it constantly wants to make such crystals. We are prevented from doing so. But all life consists in our holding back death, and when we can no longer hold it back, then we truly die.

[ 32 ] Jetzt schauen wir wieder die Biene an. Die Biene fliegt aus, sammelt den Honig. Den Honig verarbeitet sie dann im eigenen Körper und macht daraus dasjenige, was ihre eigenen Lebenskräfte sind. Sie erzeugt aber ferner das Wachs. Was macht sie denn mit dem Wachs? Daraus macht sie sechseckige Zellen. Sehen Sie, die Erde macht sechseckige Kieselsäurekristalle. Die Biene macht sechseckige Zellen.

[ 32 ] Now let’s look at the bee again. The bee flies out and gathers honey. It then processes the honey within its own body and turns it into the very source of its own life force. But it also produces wax. What does it do with the wax? It uses it to make hexagonal cells. You see, the earth forms hexagonal silica crystals. The bee makes hexagonal cells.

[ 33 ] Das ist furchtbar interessant. Wenn ich Ihnen die Zellen der Biene aufzeichnen würde oder wenn Sie sich erinnern, wie sie Ihnen der Herr Müller gezeigt hat, so schauen sie so aus wie die Quarzkristalle, nur daß sie hohl sind. Der Quarz, der ist nicht hohl. Aber in der Form sind sie ganz gleich.

[ 33 ] That is incredibly interesting. If I were to draw the bee’s cells for you—or if you recall how Mr. Müller showed them to you—they look just like quartz crystals, except that they are hollow. Quartz, on the other hand, is not hollow. But in terms of shape, they are exactly the same.

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[ 34 ] Ja, sehen Sie, meine Herren, diese Zellen sind hohl (siehe Zeichnung). Aber was kommt denn da hinein? Da kommt das Bienenei hinein. Wo beim Quarz die Kieselsäure drinnen ist, ist es hohl bei der Zelle, und da kommt gerade das Bienenei hinein. Die Biene wird durch dieselbe Kraft ausgebildet, die in der Erde ist und den Quarz bildet. Da wirkt die fein verteilte Kieselsäure. Da ist eine Kraft drinnen; sie kann physisch nicht nachgewiesen werden. Da wirkt durch den Bienenkörper der Honig so, daß er das Wachs in der Gestalt bilden kann, die gerade der Mensch braucht, denn der Mensch muß diese sechseckigen Räume in sich haben. Der Mensch braucht das gleiche. Und indem die Biene dasjenige Tier ist, das am besten zunächst diese sechseckig wirkende Kraft bilden kann, ist die Biene das Tier, das aus allem, was da ist, dasjenige Nahrungsmittel sammelt, das im Leibe am besten in diese sechseckig wirkende Kraft übergeführt werden kann.

[ 34 ] Yes, you see, gentlemen, these cells are hollow (see drawing). But what goes inside them? The bee egg goes inside. Just as quartz contains silicic acid, the cell is hollow, and that is exactly where the bee egg fits. The bee is formed by the same force that exists in the earth and forms quartz. That is where the finely dispersed silica is at work. There is a force within it; it cannot be physically detected. Through the bee’s body, the honey acts in such a way that it can shape the wax into the form that humans specifically need, for humans must have these hexagonal spaces within themselves. Human beings need the same thing. And since the bee is the animal best able to initially form this hexagonal force, the bee is the animal that, out of all that exists, gathers the food that can best be transformed within the body into this hexagonal force.

[ 35 ] Sehen Sie, meine Herren, essen Sie nun Bienenhonig, dann bekommen Sie in sich eine ungeheuer stärkende Kraft. Denn wenn Sie zu schwach geworden sind, um diese Sechseckkraft, die vom Kopfe nach dem ganzen Leibe gehen muß, in sich zu entwickeln, wenn Sie nicht mehr die Kraft haben, dem Blut so viel Festigkeit zu geben, daß diese Sechseckkraft fortwährend da ist, dann muß der Honig eintreten, oder beim Kinde die Milch. Das Kind hat noch nicht diese Sechseckkraft; daher muß es sie noch durch das bekommen, was im Menschen selber noch zubereitet ist an Milch.

[ 35 ] Look, gentlemen, if you eat honey now, you will gain an immensely invigorating strength. For if you have become too weak to develop within yourselves this hexagonal force—which must flow from the head to the entire body—if you no longer have the strength to give the blood enough firmness so that this hexagonal force is constantly present, then honey must take its place, or, in the case of a child, milk. The child does not yet possess this hexagonal force; therefore, it must still obtain it through the milk that is produced within the human being itself.

[ 36 ] Deshalb ist es, daß Sie noch so viel Kasein, Fett, Zucker und Salze den Mäusen zu fressen geben können - sie krepieren. Warum? Weil auch das Tier diese sechseckig wirkende Kraft braucht. Wenn man bloß Kasein, Fett, Zucker und Salze zusammenmischt, so ist diese Kraft, die in dem Sechseckigen wirkt, nicht drinnen. Wenn man den Mäusen Milch gibt, da ist sie drinnen. Nur ist sie nicht so stark drinnen, daß die Milch, wenn sie sauer wird, sechseckig kristallisiert. Wenn diese sechseckig wirkende Kraft in der Milch ein bißchen stärker wäre, dann könnten Sie nämlich saure Milch trinken, die auf der Zunge kleine Kieselsäuresalze bilden würde. Das würde so schmecken, wie wenn Sie lauter kleine Härchen in der Milch drinnen hätten. Aber bei der Milch kommt es nicht so weit, weil die Milch aus dem Menschenkörper oder Tierkörper selber stammt, und da bleibt sie flüssig. Bei dem Kind reicht es noch aus, aber bei dem erwachsenen Menschen reicht es eben nicht mehr aus. Und das Erwachsenwerden fängt ja schon in der Kindheit an. Da muß man schon mit dieser stärkeren sechseckig wirkenden Kraft kommen, die in dem Honig steckt.

[ 36 ] That is why, no matter how much casein, fat, sugar, and salt you feed the mice, they will die. Why? Because even animals need this hexagonal force. If you simply mix casein, fat, sugar, and salt together, this force—which operates within the hexagonal structure—is not present. When you give the mice milk, it is present. However, it isn’t strong enough that the milk, when it turns sour, crystallizes into a hexagonal structure. If this hexagonal force in the milk were a little stronger, you could actually drink sour milk that would form tiny silicic acid salts on your tongue. It would taste as if there were lots of tiny hairs in the milk. But with milk, it doesn’t go that far, because milk comes from the human or animal body itself, and there it remains liquid. It’s still sufficient for a child, but for an adult, it’s simply no longer enough. And growing up begins as early as childhood. That’s when you need to introduce this stronger hexagonal force found in honey.

[ 37 ] Das ist sehr interessant: Wenn Sie Milch nehmen, so ist die Milch, wenn sie auch aus dem Menschen kommt, doch eigentlich animalisch, im Tierischen des Menschen. Da ist sie tierisch. Wenn Sie den Honig nehmen, so kommt der aus dem Pflanzenreich, nur auf dem Umweg durch die Biene. Er kommt aus dem Pflanzenreich, ist pflanzlich. Wenn Sie die Kieselsäure nehmen, also den Quarz, so ist der mineralisch. Der hat ganz deutlich sechseckige Gestalt. Das Wachs, das da entsteht unter dem Einfluß der Bienennahrung in der Biene selber, das hat also Form bekommen — es ist nicht daraus entstanden, hat aber daraus seine Form bekommen -, das bildet sich aus in der sechseckigen Zelle. Die Milch, die löst die Gestalt schon wiederum auf. Da drinnen in der Milch bildet sich nur ein Schattenbild von sechseckigen Kristallen. Und so kann man sagen: Der Honig ist dasjenige, was dem Menschen am allerwillkommensten sein muß.

[ 37 ] This is very interesting: If you take milk, even though it comes from a human being, it is actually animal in nature—part of the animal aspect of the human being. In that sense, it is animal. If you take honey, it comes from the plant kingdom, albeit via the bee. It comes from the plant kingdom and is plant-based. If you take silicic acid—that is, quartz—it is mineral in nature. It has a very distinct hexagonal shape. The wax that is produced within the bee itself under the influence of the bee’s food has thus taken on a form—it did not originate from it, but derived its form from it—and it takes shape within the hexagonal cell. The milk, in turn, dissolves that shape. Inside the milk, only a shadow image of hexagonal crystals forms. And so one can say: Honey is what must be most welcome to human beings.

[ 38 ] Nicht wahr, man könnte sich denken, daß es auch gut wäre, wenn der Mensch, statt daß er Honig ißt, Kieselsäure essen würde, denn da würde er diese Sechseckkraft auch in sich bekommen. Aber die Kieselsäure hat dadurch, daß sie so weit getrieben worden ist, zur sechseckigen Gestalt zu kommen, diese Kieselsäuregestalt in sich zu formen, eine zu starke Wirkung auf den Menschen. Aber sie ist trotzdem etwas Wohltätiges.

[ 38 ] Isn't it true that one might think it would also be good if, instead of eating honey, a person were to eat silicic acid, because then they would also acquire this hexagonal power within themselves. But because silicic acid has been driven so far in its development to take on a hexagonal form—to form this silicic acid structure within itself—it has too strong an effect on human beings. Nevertheless, it is still something beneficial.

[ 39 ] Nehmen Sie jetzt folgendes an. Denken Sie sich, ein armes Kind hat es nicht so gut, daß es eine solche Honigkur kriegt, wie sie hier beschrieben ist in dem Artikel, mit sechzehn oder siebzehn Jahren, oder mit dreizehn oder vierzehn Jahren, wo es am besten ist; es hat es nicht so gut, bekommt seine Eisenkörperchen im Blute immer schwächer und schwächer. Der Prozentgehalt im Blute geht immer mehr und mehr herunter. Das Kind wächst heran, wird, sagen wir, dreißig Jahre alt, ist arm und ist ein sehr schwacher Mensch geworden. Die Artikelschreiberin schildert ja das auch, indem sie sagt: sie klappen zusammen. Jetzt hat man es zu tun mit einem Menschen, der inzwischen dreißig Jahre alt geworden ist. Da könnte man ja ganz gut eine Honigkur anwenden, aber der Mensch ist schon zu ausgemergelt. Er müßte so viel Honig genießen, wenn es ihm helfen sollte, daß ihm wiederum durch den Honig der Magen verdorben würde. Denn der Honig ist nämlich zu gleicher Zeit etwas, was den Menschen zur Mäßigkeit anstiftet. Wenn man zuviel Honig ißt, dann verdirbt man sich den Magen.

[ 39 ] Now suppose the following. Imagine a poor child who is not fortunate enough to receive the kind of honey treatment described in this article—whether at sixteen or seventeen years old, or at thirteen or fourteen, which is the best time—and as a result, the iron levels in their blood grow weaker and weaker. The percentage in the blood keeps dropping lower and lower. The child grows up, reaches, say, thirty years of age, is poor, and has become a very frail person. The author of the article describes this as well, saying: they collapse. Now we are dealing with a person who has since turned thirty. A honey regimen could certainly be effective here, but the person is already too emaciated. He would have to consume so much honey for it to help that the honey itself would, in turn, upset his stomach. For honey is, at the same time, something that encourages moderation. If one eats too much honey, one upsets one’s stomach.

[ 40 ] Das beruht auf einer einfachen Sache. Der Honig ist süß, enthält sehr viel Zucker. Der Magen braucht aber vorzugsweise Säure, und wenn Sie in den Magen zuviel Süßes hineinbringen, so verderben Sie die Säurewirkung. Also kurz, der Honig, der will nur in einer bescheidenen Menge aufgenommen werden. So daß, wenn ein Mensch schon so ausgemergelt ist im dreißigsten Jahre, man ihm so viel Honig geben müßte, wenn ihm die Honigkur helfen sollte - das würde sie ohne weiteres -, er zugleich zunächst Magenverstimmungen kriegen würde und er dann darmkrank werden würde. Das kann man also nicht.

[ 40 ] This is based on a simple fact. Honey is sweet and contains a great deal of sugar. The stomach, however, primarily needs acid, and if you put too much sweet food into the stomach, you impair its acid production. In short, honey should only be consumed in moderation. So if a person is already so emaciated by the age of thirty, even if you were to give him enough honey for the honey cure to work—which it certainly would—he would immediately develop stomach upset and then go on to suffer from intestinal problems. So that’s not an option.

[ 41 ] Aber man kann etwas anderes tun. Man kann dem Menschen zuerst stark verdünnten, gepulverten Quarz, das ist Kieselsäure, als Heilmittel geben. Und wenn man ihm als Heilmittel stark verdünnte Kieselsäure gibt, dann wird er dadurch fähig, nach einiger Zeit die Wohltat von kleinen Honigmengen haben zu können. Die stark verdünnte Kieselsäure hat in ihm dann die Kraft hervorgerufen, sechseckig zu wirken, und dann kann eine geringere Menge von Honig nachkommen. Die Kieselsäure kann der Wegmacher für den Honig sein.

[ 41 ] But there is another approach. One can first give the person highly diluted, powdered quartz—which is silicic acid—as a remedy. And if one gives them highly diluted silicic acid as a remedy, this will enable them, after some time, to derive benefit from small amounts of honey. The highly diluted silicic acid has then brought forth within them the power to act in a hexagonal manner, and then a smaller amount of honey can follow. Silicic acid can be the way-maker for the honey.

[ 42 ] Man kann es auch so machen, daß man für einen solchen Menschen, der dreißig Jahre alt geworden und ausgemergelt worden ist in bezug auf den Hämoglobingehalt, in den Honig hinein, beim erwachsenen Menschen also - während man bei den Kindern gut tut, viel Milch zu geben -, etwas ganz stark verdünnte Kieselsäure gibt. Dann wirkt der Honig auf den Menschen.

[ 42 ] Another approach is to add a very dilute solution of silicic acid to the honey for such a person—that is, an adult who has reached the age of thirty and whose hemoglobin levels have become severely depleted—while it is advisable to give children plenty of milk. Then the honey has an effect on the person.

[ 43 ] Sie sehen, meine Herren, alle diese Zusammenhänge muß man wissen. So daß man sagen kann: Was wirkt denn eigentlich vom Honig aus auf den Menschen? Vom Honig aus wirkt auf den Menschen diese sechsekkig bildende Kraft. Die ist in der Biene drinnen. Das kann man an ihren Wachszellen anschauen. Und dadurch ist der Honig eben von solcher Wohltat. Deshalb ist es richtig, was ich Ihnen erwähnt habe: daß beim Kinde vorzugsweise die Milchkraft wirkt, aber man kann sie verstärken durch den Honig, und daß beim Erwachsenen vorzugsweise die Honigkraft wirkt. Aber wenn der Mensch schon älter geworden ist, muß man diese Honigkraft durch die Quarzkraft verstärken, wie ich es Ihnen gesagt habe. Es kann aber immer noch helfen, weil ja die Kräfte der ersten Kindheit noch in ihm sind, eine Honig-Milchkur. Eine bloße Honigkur kann ihm auch helfen. Die Wohltat der Honigkur bleibt ganz unbestritten.

[ 43 ] You see, gentlemen, one must be aware of all these connections. So that one can ask: What effect does honey actually have on human beings? What actually affects humans through honey is this six-sided formative power. It is present within the bee. You can see this in their wax cells. And that is precisely why honey is so beneficial. That is why what I mentioned to you is correct: that in children, the power of milk is primarily at work, but it can be strengthened by honey, and that in adults, the power of honey is primarily at work. But once a person has grown older, this honey force must be strengthened by the quartz force, as I have told you. However, a honey-and-milk regimen can still be helpful, since the forces of early childhood are still present within them. A honey regimen alone can also help them. The benefits of the honey regimen remain entirely undisputed.

[ 44 ] Das weiß die Praxis nämlich sehr gut, und man müßte sich nur dadurch, daß man diese Dinge den Leuten recht klar macht, darauf verlegen, eben gerade immer die richtigen Honigmengen im Handel zu haben. Und da sind die Menschen nun sehr geneigt, sich betrügen zu lassen, ich meine jetzt nicht im gewöhnlichen kriminellen Sinne, sondern, ich möchte sagen, durch die Kulturverhältnisse sich betrügen zu lassen. Wenn Sie irgendwo hingegangen sind auf Reisen in die Hotels und haben Honig verlangt, da war das dann oftmals kein Honig, dann war das Zuckerhonig, also doch etwas, was künstlich erzeugt war! Ja, hätten die

[ 44 ] The industry knows this very well, and simply by making these things very clear to people, one would only need to ensure that the right amounts of honey are always available on the market. And people are very prone to being deceived—I don’t mean in the usual criminal sense, but, I would say, to being deceived by cultural conditions. If you’ve ever traveled somewhere and stayed in a hotel and asked for honey, it often wasn’t honey at all—it was sugar honey, in other words, something that was artificially produced! Yes, if the

[ 45 ] Leute gewußt, daß das nicht dasselbe ist, daß da keine Rede davon ist, daß diese sechseckig wirkende Kraft da ist, dann hätten sie sich nicht vorgemacht, daß dieser nachgemachte Honig ebenso wirkt wie der Bienenhonig. Mit Bienenhonig könnten Sie natürlich auch die Mäuse füttern. Er würde ihnen sehr gut schmecken. Aber von diesem künstlichen Honig würden sie auch sehr bald zugrunde gehen, wenn auch nicht in ein paar Tagen.

[ 45 ] If people had known that it isn’t the same thing—that there’s no question of this hexagonal-seeming force being present—then they wouldn’t have deluded themselves into thinking that this imitation honey works just like real honey. Of course, you could also feed the mice bee honey. They would really enjoy it. But they would die very quickly from this artificial honey, even if not within a few days.

[ 46 ] Das ist etwas, was ich in bezug auf den Artikel über Honig-Milchkuren sagen möchte.

[ 46 ] This is something I'd like to say regarding the article on honey-milk cures.

[ 47 ] Nun ist mir noch eine interessante Sache zugekommen, über die ich auch sprechen und hören möchte, was Sie selber dazu zu sagen haben, und was Ihnen auch Herr Müller dazu zu sagen hat. Sie werden sehen, es kommen so viele Fragen in Betracht, daß es schon der Mühe wert ist, daß wir das nächste Mal noch einmal darüber diskutieren. Sie können dann Ihre Fragen stellen und Herr Müller oder ich selber werden antworten. Ich will jetzt nur noch kurz auf zwei Dinge eingehen. Es wird Ihnen etwas sonderbar vorkommen, aber ich bin eigentlich gespannt darauf, was Sie dazu sagen werden.

[ 47 ] Now, something else interesting has come to my attention that I’d like to discuss—and I’d like to hear what you yourself have to say about it, as well as what Mr. Müller has to say. You’ll see that there are so many questions to consider that it’s definitely worth our while to discuss this again next time. You can ask your questions then, and Mr. Müller or I will answer them. For now, I just want to briefly touch on two things. It may seem a bit strange to you, but I’m actually curious to hear what you have to say about them.

Schriftliche Frage: In altbäuerischen Imkerkreisen ist man davon überzeugt, daß zwischen dem Bienenvater und seinen Pfleglingen gewisse seelische Bezichungen bestehen. So sagt man: Wenn der Bienenvater stirbt, so muß sein Tod sofort jedem Bienenvolk angezeigt werden. Unterbleibt diese Anzeige, so sterben sämtliche Völker im Laufe des nächsten Jahres. Daß ein gewisser Seelenrapport zwischen beiden besteht, deutet die Erfahrungstatsache an, daß, wenn man in einer ärgerlichen oder zornigen Seelenstimmung eine Arbeit an den Bienen vornehmen will, man viel mehr von den Bienen verstochen wird, als wenn man dieselbe Arbeit in einer ruhigen, harmonischen Seelenstimmung ausführt. Kann der vorangeführten Ansicht alter Imker etwas Tatsächliches zugrunde liegen?

Written Question: In traditional farming beekeeping circles, it is widely believed that certain spiritual bonds exist between the beekeeper and his bees. It is said that when the beekeeper dies, his death must be immediately announced to every bee colony. If this notification is not given, all the colonies will die within the course of the next year. The fact that a certain spiritual connection exists between the two is suggested by the empirical observation that, if one attempts to work with the bees while in an irritable or angry state of mind, one is stung by the bees much more frequently than when performing the same task in a calm, harmonious state of mind. Could there be some truth to the view of old beekeepers described above?

[ 48 ] Dr. Steiner: Nun wäre es ja interessant, wenn uns Herr Müller in einfacher Weise sagen würde, ob er solche Sachen für ganz aus der Luft gegriffen hält. Solche Dinge sind bei den bäuerlichen Bienenzüchtern im Gebrauche, daß sie den Tod anzeigen, nicht wahr. Aber diesen Seelenrapport, diese Beziehung zwischen dem Bienenvater und den Bienen, den meine ich jetzt. Darüber könnte Herr Müller vielleicht etwas sagen.

[ 48 ] Dr. Steiner: Now, it would be interesting if Mr. Müller could simply tell us whether he considers such things to be completely unfounded. Such practices are common among rural beekeepers as a way of signaling death, aren’t they? But I’m referring specifically to this spiritual connection, this relationship between the beekeeper and the bees. Perhaps Mr. Müller could say something about that.

Herr Müller erzählt von zwei Fällen in Basel und Zürich in bezug auf solche Dinge. In einer Familie war die Frau gestorben, die sehr viel an den Bienen mitgearbeitet hatte, und in der Zeit von einem Jahre sind sämtliche Bienenvölker eingegangen. Ein anderer Fall, der in Basel eingetreten ist, wo auch eine Frau gestorben ist, die sich sehr viel der Bienen angenommen hatte, zeigte genau dasselbe. Es war ein großer Stand; in der Zeit von einem Jahre war der Stand von achtundzwanzig Völkern auf sechs Völker reduziert. Wie das mit der Zeit an und für sich zusammenhängt oder auch mit den Bienen, das kann man sich nicht erklären. Man kann in dem einen Fall nicht nachweisen, daß die Bienen irgendeine Krankheit gehabt haben; vielleicht war es eine seelische Beziehung.

Mr. Müller recounts two cases in Basel and Zurich related to such matters. In one family, the wife—who had been very involved with the bees—had died, and within a year, all the bee colonies had perished. Another case that occurred in Basel, where a woman who had also devoted herself to the bees had died, showed exactly the same result. It was a large apiary; within a year, the number of colonies had dropped from twenty-eight to six. How this is related to the passage of time itself or to the bees is something we cannot explain. In one case, it cannot be proven that the bees had any disease; perhaps it was a psychological connection.

[ 49 ] Dr. Steiner: Wollen wir uns einmal an etwas erinnern, was ich Ihnen von der Beziehung des Menschen zu den Tieren auch einmal gesagt habe. Sie werden vielleicht gehört haben, ich habe es Ihnen auch schon erwähnt: Vor einiger Zeit war viel die Rede von sogenannten rechnenden Pferden, Pferden, welche also die Frage gekriegt haben zum Beispiel: Wieviel ist vier und fünf. Dann zählte man: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun - das Pferd stampfte auf mit dem Fuß. Nicht unbeträchtliche solcher Rechnungen haben die Pferde gemacht. Sie haben vielleicht gehört, daß ganz besonders die Elberfelder rechnenden Pferde berühmt geworden sind. Kommissionen sind da hingereist und haben die Sache untersucht und so weiter. Ich habe die Elberfelder Pferde nicht selbst gesehen, aber ich habe ein anderes Pferd, das sogenannte rechnende Pferd des Herrn von Osten gesehen, das ebensogut rechnen konnte. Und daran konnte man sich eine ganz genaue Ansicht bilden, was da eigentlich zugrunde liegt.

[ 49 ] Dr. Steiner: Let’s recall something I’ve told you before about the relationship between humans and animals. You may have heard about this, or perhaps I’ve already mentioned it to you: Some time ago, there was a lot of talk about so-called “calculating horses”—horses that were asked questions such as: “How much is four plus five?” Then they counted: one, two, three, four, five, six, seven, eight, nine—and the horse stamped its foot. The horses performed quite a number of such calculations. You may have heard that the “calculating horses” from Elberfeld, in particular, became famous. Commissions traveled there to investigate the matter and so on. I haven’t seen the Elberfeld horses myself, but I’ve seen another horse—the so-called “calculating horse” of Mr. von Osten—which could calculate just as well. And from that, one could form a very precise idea of what actually underlies the phenomenon.

[ 50 ] Die Menschen haben sich ja sehr den Kopf zerbrochen über diese rechnenden Pferde. Es ist ja auch etwas ganz Schreckliches im Grunde genommen, daß da plötzlich die Pferde anfangen sollten zu rechnen. Und sie rechneten so fix, daß die Rechenmaschine wirklich schon fast zuschanden kam dabei. Nun, meine Herren, wenn das in die Pädagogik überginge und man da die Pferde rechnen lehren könnte, das könnte eine wilde Konkurrenz werden für die Buchhalter und für die Leute, die zum Rechnen angestellt werden! Es ist also natürlich eine schlimme Geschichte mit den rechnenden Pferden.

[ 50 ] People have really racked their brains over these horses that can do math. After all, it’s actually quite a terrifying thought that horses might suddenly start doing math. And they calculated so quickly that the calculating machine was practically put to shame in the process. Well, gentlemen, if this were to find its way into education and we could teach horses to do math, that could mean fierce competition for accountants and for people who are hired to do calculations! So, of course, this whole business with the calculating horses is a terrible affair.

[ 51 ] Aber gerade die Wissenschaft hat sich bei diesen rechnenden Pferden in einer unglaublichen Weise blamiert. Darauf kann man ja leicht kommen: Wirklich rechnen kann ja natürlich das Pferd nicht, und man muß suchen, wie es kommt, daß das Pferd bei neun stampft. Es ist natürlich eine vollständige Idiotie, zu glauben, das Pferd könne rechnen. Das hat auch der Privatdozent Pfungst, der sich gelehrt mit der Sache beschäftigt hat, gewußt, daß das Pferd nicht rechnen kann. Aber er hat eine Theorie aufgestellt. Er sagte: Dieser Herr von Osten macht jedesmal, wenn er zählt, eine kleine Miene im Gesicht, und die Linien im Gesicht, diese Miene, beobachtet das Pferd. Und auf die Miene hin stampft es. - Nun hat er sich gleich den Einwand gemacht: Ja, aber dann müßte er sich ja eigentlich hinstellen und den Herrn von Osten ansehen und auf die Miene aufpassen, die das Pferd bemerkt, um zu stampfen. Da hat er sich auch hingestellt, aber nichts gesehen. Da wurde er nicht irre an seiner Theorie, sondern da sagte er: Die Miene ist so kleinwinzig, daß ich sie nicht sehen kann, aber das Pferd kann sie sehen. - Nun, meine Herren, daraus folgt, daß ein Roß mehr sehen kann als ein Privatdozent. Sonst folgt gar nichts daraus.

[ 51 ] But science, of all things, has made a complete fool of itself with these “calculating” horses. It’s easy to see why: Of course, a horse can’t really do math, so one must figure out why the horse stamps its hoof at nine. It is, of course, utter nonsense to believe that a horse can do math. Dr. Pfungst, who studied the matter in depth, also knew that the horse cannot do arithmetic. But he put forward a theory. He said: Every time Mr. von Osten counts, he makes a slight facial expression, and the horse observes the lines on his face—that expression. And in response to that expression, the horse stamps its hoof. - He immediately raised the objection: “Yes, but then he would actually have to stand there and look at Mr. von Osten and watch for the facial expression that the horse notices in order to stamp its feet.” So he stood there, but saw nothing. He didn’t lose faith in his theory, but instead said: “The expression is so tiny that I can’t see it, but the horse can see it.” - Well, gentlemen, it follows from this that a horse can see more than a private lecturer. Nothing else follows from it.

[ 52 ] Aber so lag die Sache nicht. Wenn man nun geisteswissenschaftlich geschult ist und sich die Sache anschaute, dann legte man nicht den Wert auf irgendeine kleine Miene, sondern die Sache verlief so: Da stand auf der einen Seite das Pferd, da stand der Herr von Osten und hatte ein bißchen das Pferd am Zügel. Und in der rechten Rocktasche hatte der Herr von Osten lauter kleine Zuckerstückchen. Und nun gab der Herr von Osten dem Pferd fortwährend kleine Zuckerstückchen. Das leckte daran und fand es süß und liebte den Herrn von Osten sehr. Immer mehr liebte es ihn mit den Zuckerstückchen dann, und dadurch bildete sich eine herzliche Beziehung zwischen dem Pferd und dem Herrn von Osten. Und Herr von Osten brauchte nicht eine kleine Miene zu machen, sondern brauchte bloß zu denken: Bei neun stimmt die Sache dann spürte das das Pferd, weil die Tiere eine viel feinere Empfindung haben für das, was um sie herum vorgeht. Sie spüren, was da im Kopfe vorgeht, wenn es auch gar nicht zu einer kleinen Miene kommt, die ein Roß sehen könnte und ein Mensch nicht; das Pferd spürt, was vorgeht im Gehirn, wenn er denkt: neun; dabei stampft das Pferd. Hätte das Pferd nicht den Zucker bekommen, dann hätte sich die Liebe beim Pferd ein bißchen in Haß verwandelt, und da hätte es nicht mehr gestampft.

[ 52 ] But that wasn’t how it was. If you had a background in Spiritual Science and looked at the situation, you wouldn’t focus on some little expression; rather, this is how it went: On one side stood the horse, and there stood Mr. von Osten, holding the horse’s reins a little. And in the right pocket of his coat, Mr. von Osten had a whole bunch of little sugar cubes. And now Mr. von Osten kept giving the horse little sugar cubes. The horse licked them, found them sweet, and loved Mr. von Osten very much. It came to love him more and more because of the sugar cubes, and as a result, a warm relationship developed between the horse and Mr. von Osten. And Mr. von Osten didn’t need to make so much as a slight facial expression; he merely had to think: “At nine, it’ll be just right.” The horse sensed this, because animals have a much keener sense of what’s going on around them. They sense what’s going on in the mind, even if there isn’t the slightest facial expression that a horse could see but a human couldn’t; the horse senses what’s going on in the mind when he thinks, “Nine”; at that moment, the horse stamps its hoof. If the horse hadn’t received the sugar, then the horse’s love would have turned a little into hatred, and it wouldn’t have stamped its hoof anymore.

[ 53 ] Also sehen Sie, beim Tier ist eine feine, feine Empfindung vorhanden für Dinge, aber nicht für kleine Mienen, sondern für Dinge, die tatsächlich nicht sichtbar sind, also bei dem Pferd Hans für das, was im Inneren des Gehirnes des Herrn von Osten vorgeht. Solche Dinge muß man eben beobachten; dann weiß man, daß in der Tat die Tiere wunderbar fühlen.

[ 53 ] So you see, animals possess a very, very keen sensitivity to things—not to subtle facial expressions, but to things that are actually invisible; in the case of Hans the horse, for example, to what is going on inside Mr. von Osten’s brain. You simply have to observe such things; then you’ll know that animals truly have a wonderful sense of perception.

[ 54 ] Denken Sie sich einmal, Sie gehen in einen Bienenschwarm hinein und haben eine heillose Angst. Ja, das fühlen die Bienen, daß Sie Angst haben; das ist nicht zu leugnen. Was heißt denn das: Sie haben Angst? — Sie wissen: Wenn man Angst hat, dann wird man blaß. Bei der Angst wird man blaß. Und wenn man blaß wird, geht das Blut zurück. Es geht nicht nach außen in die Haut herein. Wenn die Biene nun herankommt an einen Menschen, der Angst hat, dann spürt die Biene im Menschen mehr als sonst, wenn das Blut drinnen wäre in der Haut, diese sechseckig wirkende Kraft und möchte gerade den Honig oder Wachs gewinnen von Ihnen. Währenddem, wenn der Mensch gleichmütig vorgeht und sein Blut gleichmäßig durch die Adern fließen hat, da merkt die Biene etwas ganz anderes. Da merkt sie, daß das Blut diese selbe sechseckig wirkende Kraft hat.

[ 54 ] Just imagine you walk into a swarm of bees and are absolutely terrified. Yes, the bees can sense that you’re afraid; there’s no denying it. What does it mean to be afraid? — You know: When you’re afraid, you turn pale. Fear makes you turn pale. And when you turn pale, the blood recedes. It doesn’t flow outward into the skin. Now, when a bee approaches a person who is afraid, the bee senses in that person—more than usual, when the blood would be flowing into the skin—this hexagonal force and wants to extract honey or wax from you. Whereas, if a person remains calm and has their blood flowing evenly through their veins, the bee perceives something entirely different. It then senses that the blood possesses this same hexagonal force.

[ 55 ] Nun denken Sie sich, wenn der Mensch zornig ist, im Zorn unter die Bienen geht: Ja, der Zorn macht Sie rot. Da kommt gerade viel Blut hin; das Blut will die sechseckig wirkende Kraft aufnehmen. Die Biene merkt das in ihrem feinen Gefühl und glaubt, Sie wollen sie ihr wegnehmen, diese Kraft, und sticht Sie. Das sind eben feine Empfindungen für Naturkräfte, die da spielen, die da drinnen sind.

[ 55 ] Now imagine this: when a person is angry and walks among the bees in a fit of rage—yes, anger makes them flush. A lot of blood rushes there; the blood wants to absorb the hexagonal force at work. The bee senses this with its subtle perception and believes you want to take that force away from it, so it stings you. These are precisely the subtle sensations of the natural forces at play, the ones that are present within.

[ 56 ] Und dazu kommt dann die Gewöhnung. Denken Sie sich: Ein Bienenvater, der geht ja für die Bienen nicht bloß so wie sonst ein Mensch zum Bienenstock hin, sondern die Bienen fühlen - wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf - die ganze Ausdünstung, sie fühlen, wie der beschaffen ist. Daran gewöhnen sich die Bienen. Stirbt er, so müssen sie sich umgewöhnen. Und das bedeutet für die Bienen außerordentlich viel. Denken Sie doch nur einmal, was Sie selbst bei Hunden finden: Wenn der Herr starb - das hat es schon gegeben -, sind sie aufs Grab gegangen und dort gestorben, weil sie sich nicht an einen anderen Herrn gewöhnen konnten. Also warum soll man bei den Bienen, die doch einen solchen feinen chemischen Sinn haben, nicht voraussetzen können, daß sie alles wahrnehmen, daß sie sich an den Bienenvater so gewöhnen, daß sie sich nicht gleich wieder umgewöhnen können an einen anderen? Es liegt also durchaus etwas Bedeutsames zugrunde.

[ 56 ] And then there’s the matter of habituation. Just imagine: A beekeeper doesn’t simply approach the hive the way a human normally would; rather, the bees sense—if I may use that expression—his entire aura; they sense what he’s like. The bees get used to that. If he dies, they have to readjust. And that means an extraordinary amount to the bees. Just think about what you see even with dogs: When their owner died—this has actually happened—they went to the grave and died there because they couldn’t get used to another owner. So why shouldn’t we assume, in the case of bees—who have such a refined chemical sense—that they perceive everything, that they become so accustomed to the queen that they cannot immediately adjust to another? There is, therefore, certainly something significant underlying this.

[ 57 ] Aber Sie können sagen: Ist denn das bei Hunden und Pferden ebenso wie bei diesen kleinen winzigen Tieren, den Insekten? - Nun, Sie werden vielleicht dieses nicht beobachtet haben, aber es ist dennoch wahr: Man findet Menschen, die haben, wie man sagt, eine besonders glückliche Hand im Blumenaufziehen. Alles gedeiht ihnen, wenn sie einen Blumenstock haben und Pflanzen und so weiter. Ein anderer pflegt ihn ebenso es wird nichts. Das ist die Ausdünstung, die der Mensch hat, die von dem einen Menschen günstig auf die Blumen wirkt, bei anderen ungünstig. Bei manchen geht es gar nicht, daß sie Blumen ziehen. Und das Ungünstig-Wirken geschieht vorzugsweise gerade auf die Kraft in der Blume, die den Honig erzeugt, auf die Kraft, die die Blume versüßt. Und so kann man sagen: Sogar auf die Blumen wirkt der Mensch, und er wirkt im eminentesten Sinne gerade auf die Bienen.

[ 57 ] But you might ask: Is it the same with dogs and horses as it is with these tiny little creatures, the insects?—Well, you may not have noticed this, but it’s true nonetheless: There are people who, as they say, have a particularly green thumb when it comes to growing flowers. Everything thrives for them when they have a flower bed, plants, and so on. Someone else tends it just the same, yet nothing grows. This is the human aura—one person’s aura has a beneficial effect on the flowers, while another’s has an adverse effect. For some people, growing flowers simply doesn’t work at all. And this adverse effect is directed primarily at the very force within the flower that produces honey—the force that sweetens the flower. And so one can say: Humans even have an effect on flowers, and in the most profound sense, they have an effect specifically on the bees.

[ 58 ] Man braucht sich also darüber nicht zu wundern, sondern man muß nur die Tatsachen, die sich ergeben, zusammenhalten; dann wird man schon sehen, daß die Sachen wirklich so sein können. Man wird auch in der Praxis darauf Rücksicht nehmen können.

[ 58 ] So there is no need to be surprised by this; one simply has to consider the facts as they arise, and then one will see that things really can be this way. One will also be able to take this into account in practice.

Zweite Frage: Nach einer alten Bauernregel heißt es: Wenn es am 3. Mai, der Kreuzauffindung, regnet, so wasche es den Honig aus den Blüten und von den Bäumen, so daß es in dem betreffenden Jahre keinen Honigertrag gibt. Meine Beobachtungen während der letzten vier Jahre scheinen darzutun, daß an dieser Regel etwas Wahres ist. Ist so etwas überhaupt möglich?

Second question: According to an old farmer’s saying, if it rains on May 3—the Feast of the Finding of the Cross—it washes the honey from the flowers and trees, so that there will be no honey harvest that year. My observations over the past four years seem to indicate that there is some truth to this saying. Is something like this even possible?

[ 59 ] Dr. Steiner: Ja, meine Herren, das ist etwas, was uns ganz tief in Naturwirkungen hineinführt. Sehen Sie, daß es just der Kreuzauffindungstag ist, daß es just der 3. Mai ist,.das ist von einer geringeren Bedeutung. Aber es kommt darauf an, daß es diese Jahreszeit ist, die vorzugsweise in diesen Tagen tätig ist. Was bedeutet denn das, daß es in dieser Zeit, Anfang Mai, regnet? Ich habe Ihnen einmal gesagt, daß der Frühlingsanfangspunkt jetzt im Sternbild der Fische ist. Im Sternbild der Fische bleibt die Sonne bis ungefähr zum 23. April. Dann kommt die Sonne beim Umgang in das Sternbild des Widders. Die Sonnenstrahlen kommen also anfangs Mai aus einer ganz anderen Weltecke heraus als zu anderen Zeiten. Nehmen Sie also an, anfangs Mai, also am 3. Mai, ist es schön, sagen wir. Was bedeutet das? Das bedeutet: Am 3. Mai hat die Sonne eine starke Kraft über alles Irdische. Alles, was auf der Erde vor sich geht, geht unter der Sonnenkraft vor sich, wenn es schön ist. Was bedeutet es nun, wenn es am 3. Mai, also anfangs Mai, regnet? Das bedeutet: Die Erde hat die höchste Kraft und vertreibt die Sonnenwirkung.

[ 59 ] Dr. Steiner: Yes, gentlemen, this is something that takes us very deep into the workings of nature. The fact that it is precisely the Feast of the Finding of the Cross, that it is precisely May 3rd—that is of lesser importance. But what matters is that it is this time of year that is particularly active during these days. What does it mean, then, that it rains at this time, in early May? I once told you that the vernal equinox is now in the constellation of Pisces. The Sun remains in the constellation of Pisces until about April 23. Then, as it moves on, the Sun enters the constellation of Aries. So at the beginning of May, the Sun’s rays come from a completely different corner of the world than at other times. Suppose, then, that at the beginning of May—on May 3, for example—the weather is nice. What does that mean? It means that on May 3, the Sun exerts a powerful influence over everything earthly. Everything that happens on Earth takes place under the Sun’s influence when the weather is nice. So what does it mean if it rains on May 3—that is, in early May? It means that the Earth has the greater power and counteracts the Sun’s influence.

[ 60 ] Das alles hat aber eine ungeheure Bedeutung für das ganze Pflanzenwachstum. Wenn die Sonnenkraft gerade dann, wenn die Sonnenstrahlen aus der Widdergegend herkommen, so wirken kann, daß sie ihre ganze Gewalt auf die Blumen verlegen kann, dann entwickeln die Blumen diese süße Substanz, die im Honig zum Vorschein kommt. Dann finden die Bienen Honig. Wenn aber die Erde die höhere Gewalt hat, wenn Regen ist zu dieser Zeit, dann können die Blumen sich nicht unter den Sonnenstrahlen entwickeln, die vom Widder hereinkommen, sondern müssen auf Späteres warten oder werden überhaupt unterbrochen in dem, was sie schon entwickelt haben. Da entwickeln die Blumen nicht ordentlich Honig und dann finden die Bienen keinen Honig.

[ 60 ] All of this, however, is of immense importance for plant growth as a whole. If the sun’s energy—precisely when the sun’s rays come from the constellation of Aries—can act in such a way that it directs all its power toward the flowers, then the flowers develop this sweet substance that manifests itself in honey. Then the bees find honey. But if the earth has the upper hand—if it rains at that time—then the flowers cannot develop under the sun’s rays coming from Aries; instead, they must wait for a later time or their development is interrupted altogether. In that case, the flowers do not produce honey properly, and the bees find no honey.

[ 61 ] Gerade so etwas wird einem erklärlich, wenn man weiß, daß alles dasjenige, was auf Erden vorgeht, wie ich es Ihnen immer wieder gesagt habe, unter dem Einfluß des Weltenalls steht, desjenigen, was außerhalb der Erde ist. Regen bedeutet eben, daß die Sonnenkraft vertrieben wird. Schönes Wetter bedeutet, daß die Sonnenkraft ihre volle Gewalt entfalten kann. Und es kommt darauf an, nicht daß die Sonnenkraft im allgemeinen kommt, sondern daß die Sonnenkraft gerade just aus der Ecke heraus kommt, nicht wo wir jetzt hinschauen, sondern gerade da vom Widder her. Aus jeder Ecke kommt die Sonnenkraft wieder anders. Die Sonne allein macht es nicht, sondern das macht es, daß die Sonne von vorne scheint auf die Erde und da hinten im Weltenall der Widder steht. Das, was der Widder der Sonne gibt, das nimmt sie erst auf, und dann gibt sie es weiter als Sonnenstrahlen. Das ist etwas ganz anderes, ob im Anfang des Mai oder am Ende des Mai die Sonne ihre Strahlen auf die Erde schickt. Zu Anfang Mai wirkt eben noch die volle Kraft des Widders. Am Ende des Mai wirkt schon die Stierkraft. Da kommt dann dasjenige, was nicht mehr mit derselben Kraft auf die Pflanzen wirken kann, was die Pflanzen verhärtet, vertrocknet, was namentlich bewirkt, daß sich nicht mehr diese Kraft der Honigbildung in den Pflanzen bilden kann.

[ 61 ] This is exactly the kind of thing that becomes clear when you realize that everything that happens on Earth—as I have told you time and again—is under the influence of the universe, that which lies beyond Earth. Rain simply means that the sun’s energy is being dispersed. Fine weather means that the sun’s power can unfold its full force. And what matters is not that the sun’s power comes in general, but that it comes precisely from that corner—not where we’re looking now, but right there from the direction of Aries. The sun’s power comes differently from every corner. It is not the sun alone that does this, but rather the fact that the sun shines directly onto the Earth from the front while Aries stands behind it in the cosmos. The sun first absorbs what Aries gives it, and then passes it on as sunbeams. It makes a world of difference whether the sun sends its rays to Earth at the beginning of May or at the end of May. At the beginning of May, the full power of Aries is still at work. By the end of May, the power of Taurus is already at work. Then comes that which can no longer act upon the plants with the same intensity—that which hardens and dries them out, and which, in particular, prevents the power of honey formation from developing within the plants.

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[ 62 ] So ist etwas in den alten Bauernregeln zum Vorschein gekommen, was schon seine Gründe hat, und man sollte sie daher wohl beachten. Natürlich, ich habe es schon einmal gesagt, das Bewußtsein von solchen Dingen ist verlorengegangen und dadurch sind wir in Aberglauben verfallen. Und man kann natürlich, wenn man nicht mehr unterscheiden kann, in Aberglauben verfallen. Dann haben Bauernregeln ungefähr denselben Wert wie: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. - Aber das ist nicht bei allen Regeln der Fall, sondern manches beruht auf einer tiefen Weisheit, die man dann erforschen muß. Die Bauern, die die Bauernregeln verwendet haben, sind manchmal ganz gut damit gefahren! Sie sehen also, eine tiefere Anschauung führt auch wieder dazu, daß man die Bauernregeln wieder verwenden kann.

[ 62 ] Thus, something has come to light in the old farmers’ sayings that has its reasons, and one should therefore take them seriously. Of course, as I’ve said before, awareness of such things has been lost, and as a result, we’ve fallen into superstition. And naturally, when one can no longer distinguish between fact and fiction, one can fall into superstition. Then farmers’ sayings have roughly the same value as: “If the rooster crows on the manure heap, the weather will change—or it will stay the same.” - But that’s not the case with all sayings; some are based on a deep wisdom that one must then explore. The farmers who used these sayings sometimes fared quite well with them! So you see, a deeper understanding also makes it possible to use these sayings again.

[ 63 ] Nächsten Mittwoch weiter.

[ 63 ] To be continued next Wednesday.