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A Spiritual Scientific View
of Nature and Man
GA 352

9 February 1924, Dornach

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5. Der Flüssigkeitskreislauf der Erde im Verhältnis zum Weltall

The Circulation of Fluids in the Earth

[ 1 ] Meine Herren, ich möchte heute noch einiges sagen, was Ihnen zur Aufklärung über verschiedenes dienen kann, was wir schon durchgenommen haben, und dann bereiten Sie sich für das nächste Mal wiederum Fragen vor, die Ihnen aufgestoßen sind. Heute möchte ich gern einiges zu Ihnen sprechen, das Sie noch einmal darauf aufmerksam machen kann, wie die Erde, die ja, wie Sie wissen, ein kugeliger Körper im Weltenall ist, mit der ganzen Welt zusammenhängt. Wollen wir das heute einmal an den Flüssen und an den Meeren betrachten.

[ 1 ] DR. STEINER: I should like to speak of various matters to-day which can show you once more how the earth is connected with the whole universe—in which, as you know, it exists as a spherical body. From this aspect, then, let us consider the rivers and oceans.

[ 2 ] Sie wissen ja, daß die Erde nur zum Teil festes Land zeigt nach außen; zum größten Teil ist sie eine Wasserkugel, die im Weltenall sich bewegt, eine Wasserkugel, ein Meer. Und von den Flüssen kann man im allgemeinen sagen, daß sie irgendwo auf der Erde ihren Ursprung haben, entspringen, wie man sagt, und daß sie dann zum Meere hin verlaufen. Nehmen wir zum Beispiel die Donau. Sie wissen, die Donau entspringt im Schwarzwald. Oder nehmen Sie den Rhein. Sie wissen, der entspringt in den südlichen Alpen. Die Donau fließt dann durch verschiedene Täler in das Schwarze Meer. Der Rhein fließt durch verschiedene Täler in die Nordsee. Nun, gewöhnlich betrachtet man, wenn man Flüsse und Meere betrachtet, eben nur diesen Lauf und die Mündung ins Meer. Man erfreut sich an den Flüssen. Man denkt dabei nicht, welche große Bedeutung die Flüsse zusammen mit dem Meere eigentlich für das ganze Leben der Erde haben.

[ 2 ] You are aware that only a part of the earth's surface is solid land; for the most part the earth is a water-sphere, an ocean. And of the rivers it may be said that they have their source—they rise, as one says—somewhere on the earth and then make their way to the sea. Let us take the Danube, for instance. You know that the Danube rises in the Black Forest. Or take the Rhine which rises in the Southern Alps. The Danube flows through various valleys into the Black Sea; the Rhine flows through various valleys into the North Sea. Now when we think of rivers and seas we generally only consider their course and where they flow out into the sea. Rivers give us a good deal of pleasure but we do not reflect on the great significance that rivers and oceans really have for the whole life of the earth.

[ 3 ] Beim Menschen weiß man gewöhnlich schon mehr über das zu sagen, was in ihm flüssig ist. Ich habe Ihnen ja gesagt, der Mensch ist zum größten Teil auch eine Flüssigkeitsmasse. Und Sie wissen ja, daß in einer gewissen Art von Flüssigkeit eben in den Adern das Blut fließt. Man weiß auch, daß diese Tatsache, daß das Blut fließt, die denkbar größte Bedeutung für das Leben hat. Das Blut bildet das Leben, erhält das Leben. Wir sind als physische Menschen ja ganz und gar darauf angewiesen, daß dieses Blut in der richtigen Weise durch den Körper fließt, und zwar, daß es ganz bestimmte Wege macht. Würde es sich aus diesen Wegen verirren, so würden wir ja auch nicht leben können. Daß das Wasser, so wie es in Flüssen und im Meere angeordnet ist, eine ebenso große Bedeutung für die Erde hat, das beachtet man gewöhnlich nicht. Man beachtet gewöhnlich nicht, daß das Wasser eigentlich die Blutzirkulation der Erde bildet. Warum beachtet man das gewöhnlich nicht?

[ 3 ] We have as a rule more knowledge about the fluids in the human body. Man, as I have told you, consists for the most part of a volume of fluid, with the blood as a special kind of fluidity running through its veins. We also know that this flowing blood is of the greatest significance for life; it forms life, it maintains life. As physical men we are entirely dependent on the blood flowing rightly through the body and, moreover, taking a definite course. Were it to deviate from this course we should not be able to live. The fact that the arrangement of rivers and seas has just as great a significance for the earth is generally not considered at all. It is not usually realised that water actually forms the blood circulation of the earth. Why is this not realised as a rule?

[ 4 ] Ja, sehen Sie, beim Blute fällt es einem auf; es ist rot, es enthält allerlei Stoffe, und dadurch sagt man sich: Das Blut ist eben etwas Besonderes. Beim Wasser glaubt man eben einfach: Nun ja, das ist eben Wasser! Es fällt weniger auf; und die Stoffe, die es außer dem Wasserstoff und Sauerstoff, die ja im Wasser sind, noch enthält, sind nicht in so großer Menge, wie zum Beispiel das Eisen im Blute, vorhanden. Daher beachtet man die Sache wieder nicht. Aber dennoch ist es wahr, daß der ganze Wasserkreislauf eine ungeheure Bedeutung für das ganze Leben der Erde hat. Und ebensowenig, wie der menschliche Organismus leben könnte, wenn er nicht die Blutzirkulation, den Blutkreislauf hätte, ebensowenig könnte die Erde leben, wenn sie nicht den Wasserkreislauf hätte.

[ 4 ] Well, you see, the blood makes a more striking impression. It is red, it contains all sorts of substances and people say to themselves that blood is in fact a peculiar substance. As to water, one simply thinks—Oh, well, it's just water! It makes less impression and the substances which it contains in addition to hydrogen and oxygen, are not present to the same extent as, for instance, the iron in the blood. So people don't consider the matter again. Nevertheless it is true that the entire water-circulation is of immense importance for the life of the earth. Just as little as the human organism could live without a circulation of blood, could the earth exist if it had no circulation of water.

[ 5 ] Dieser Wasserkreislauf zeichnet sich dadurch aus, daß er da, wo er beginnt, von etwas ganz anderem ausgeht als dasjenige ist, in das er dann kommt, wenn er ins Meer mündet. Sehen Sie, wenn Sie die Flüsse verfolgen, so finden Sie: Diese Flüsse sind nicht salzhaltig, es ist süßes Wasser. Süßwasser ist in den Flüssen. Das Meer ist salzhaltig. Und alles dasjenige, was das Meer zeitigt, gründet sich auf diese Salzhaltigkeit des Meeres. Das ist von außerordentlicher Wichtigkeit: Das Wasser beginnt auf der Erde zu zirkulieren, zu kreisen in süßem, salzfreiem Zustande und endet im Meere mit dem Salzzustand.

[ 5 ] The water-circulation has a distinct character—namely, it takes its start from something that is quite different from that into which it enters when it finds its outlet in the ocean. If you follow up the rivers you find that they contain no salt: the water in the rivers is fresh water. The sea contains salt and all that the sea brings to maturity is founded on this salt-content. That is of extraordinary importance: water begins to circulate on the earth in a fresh, salt-free condition and ends in the ocean in a salty condition.

[ 6 ] Gewöhnlich verfolgt man die Sache in der Weise, daß man sagt: Nun ja, solch ein Fluß wie der Rhein, der entspringt irgendwo, fließt dann so weiter (siehe Zeichnung) und fließt dann ins Meer. — Das ist eben dasjenige, was man äußerlich sieht. Aber was man nicht beachtet, das ist, daß der Fluß, der Rhein zum Beispiel, ja allerdings äußerlich so fließt, aber während dieser Fluß äußerlich in seinem Wasser von den Südalpen zu der Nordsee hinfließt, geht wiederum unter der Erde eine Art Kraftströmung zurück von der Mündung bis zum Ursprung. Die geht zurück. Und dasjenige, was da geschieht (oberirdisch), das ist das, daß der Fluß süß ist, salzfrei ist. Dasjenige, was da (unter der Erde) zurückgeht, trägt in die Erde immer in der Richtung des Flusses das Salz hinein, so daß die Erde Salze in sich kriegt, die eigentlich aus dem Meere kommen. Wir haben also gewissermaßen unter der Erde, von der Mündung eines Flusses bis zum Ursprung zurückgehend, eine Salzströmung. Und die Erde hätte kein Salz, wenn nicht von der Mündung der Flüsse bis zum Ursprung unter der Erde die Salzströmung wieder zurückgehen würde. Daher wird die sogenannte Geologie, die ja die Erde im Innern untersucht, immer darauf aufmerksam sein müssen, wie da, wo Flußbette sind, etwas tiefer in der Erde drinnen Salzablagerungen sind.

[ 6 ] The subject is generally dismissed by the statement that such a river as the Rhine rises somewhere or other, takes this course (a sketch was made) and then flows into the sea. That in fact is just what is seen externally. But what is not considered is that whereas the river, the Rhine, for example, flows externally like this from the Southern Alps to the North Sea, there is a kind of stream of force under the earth, returning from the mouth of the river to its source. And what happens there (above the earth) is that the river is fresh water, contains no salt; what returns there (under the earth) is all the time carrying salt into the earth in the direction of the river. The earth acquires salts which actually come out of the sea. It would have no salt if the stream of salt did not return under the earth from the river's mouth to its source. The so-called geology which investigates the interior of the earth should always bear in mind that wherever there are river-beds, somewhat deeper in the ground there are deposits of salt.

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[ 7 ] Aber, meine Herren, wenn keine Salzablagerungen in der Erde wären, könnten in der Erde drinnen keine Pflanzenwurzeln wachsen, denn die Pflanzenwurzeln wachsen in der Erde eben nur dadurch, daß sie das Salz der Erde gewissermaßen zur Nahrung kriegen. Die Pflanze ist unten in der Wurzel am meisten salzhaltig, oben wird sie immer weniger salzhaltig, und die Blüte hat wenig Salz. So daß man also fragen kann: Woher kommt es, daß unser Erdboden Pflanzen hervorbringen kann? Das kommt ja davon her, daß er einen Wasserkreislauf hat, daß geradeso wie bei uns Menschen vom Herzen aus die Blutadern und wiederum zurück die Venen gehen, die das blaue Blut zum Herzen zurückführen, so auf der Erde die Adern der Gewässer nach der einen Seite hingehen, und unter der Erde die Salzadern zurückgehen. So daß da auch eine richtige Zirkulation, ein richtiger Kreislauf ist.

[ 7 ] Now, if there were no salt-deposits in the earth, no plant-roots would grow. For plant-roots only grow in the soil by obtaining the salt for nourishment. The plant is most salty in the root, above it gets less and less salty and the blossom has little salt. And if one asks whence it comes that the ground can bring forth plants, it must be replied: because it has a water-circulation. Just as in us the blood arteries go out from the heart and the veins return, bringing back the blue blood, so in the earth the arteries of rivers and streams branch out on the one hand, while below the earth the veins of salt return. Thus there is a genuine circulation.

[ 8 ] Warum ist es denn überhaupt so, daß die Erde gewissermaßen auf der einen Seite aus einem wässerigen Salzkörper besteht, aus dem festen Land auf der anderen Seite, und dann aus den süßen Gewässern, aus den Flüssen, die die Länder durchziehen, und daß fortwährend auf diese Weise Salz vom Meere hineingeschoben wird? Ja, sehen Sie, wenn man nun das eigentliche Salzwasser, das sehr salzhaltige Meerwasser untersucht, da kommt man darauf, daß dieses salzhaltige Meerwasser wenig mit dem Weltenraum in Beziehung steht. Geradeso wie bei uns zum Beispiel der Magen wenig mit der Außenwelt in Beziehung steht, nur durch das, was er hereinbekommt, ebenso steht das Innere des Meeres wenig in Beziehung mit dem Himmelsraume. Dagegen steht für die Erde in ganz großer Beziehung mit dem Himmelsraume alles das, was Land ist, wo die Gewässer durchfließen, wo durch die Ablagerungen von Salz Pflanzen hervorgebracht werden, aber namentlich, wo die Gewässer durchfließen.

[ 8 ] Is there then some special reason for the fact that the earth consists on the one hand of a fluid salt-body, on the other hand of dry land, and that salt is continuously brought in from the sea while there is none in the fresh water rivers that course through the land? Yes, you see, if one really investigates sea-water, one discovers that this salty sea-water stands in but slight connection with the universe. Just as with us, for example, the stomach is but slightly connected with the outer world—in fact, merely through what it receives—so there is very little connection between the interior of the sea and the heavens. Land, on the contrary, has a strong connection with the heavens—land through which the rivers flow, where plants are brought forth through the salty deposits, particularly, however, where there are flowing waters.

[ 9 ] Wenn wir die Sache so anschauen, meine Herren, dann gehen wir noch ganz anders zu den Quellen im Gebirge! Wir erfreuen uns daran, daß die Quellen rieseln, schön fließen, daß sie so wunderbar reinliches Wasser haben und so weiter. Aber das ist nicht das einzige! Die Quellen sind nämlich die Augen der Erde. Mit dem Meere sieht die Erde nicht hinaus in den Weltenraum, weil das Meer salzig ist, und das macht, daß das innerlich nur so ist, wie unser Magen innerlich ist. Die Quellen, die süßes Wasser haben, sind frei für den Weltenraum und sind wie unsere Augen, die sich auch hinaus ins Freie öffnen. So daß wir sagen können: Da auf den Ländern, wo Quellen sind, da schaut die Erde weit in den Weltenraum hinaus, da sind die Sinnesorgane der Erde, während der Körper der Erde, mehr die Eingeweide der Erde, im salzigen Meer sind. Es ist natürlich anders als beim menschlichen Körper; es sind nicht solche abgeschlossenen Organe, nicht solche Organe, die man ganz aufzeichnen kann. Man könnte sie auch aufzeichnen, aber sie sind nicht so sichtbar. Aber die Erde hat ihre Eingeweide im Meere und hat ihre Sinnesorgane in den Ländern. Und alles das, wodurch die Erde in Verbindung steht mit dem Weltenraum, alles das kommt vom süßen Wasser. Alles dasjenige, wodurch die Erde ihre Eingeweide hat, kommt vom salzigen Wasser.

[ 9 ] If we view the matter in this way then we approach the mountain springs in quite a different spirit! We delight in the rippling of the springs, in their beautiful flow, their wonderfully clear waters and so on. Yes, but that is not the only thing! Springs are in fact the eyes of the earth! The earth does not see out into the universe through the sea, because the sea is salt and that gives it an interior character like our stomach. The springs with their fresh water are open to the universe, just as our eyes look freely out into space. We can say therefore that in countries where there are springs, the earth looks far out into the universe; the springs are the earth's sense organs, whereas in the salt ocean we have more the earth's lower body, its bowels. It is naturally not the same as in the human body; there are not such enclosed organs, organs that can be delineated. It would be possible to sketch them, but they are not so evident. However, the earth has its bowels in the sea and its sense organs in the land. And everything through which the earth stands in connection with the cosmos comes from fresh water, everything through which the earth has its intestinal character comes from salt water.

[ 10 ] Nun will ich Ihnen einen Beweis liefern davon, daß das so ist. Sehen Sie, ich habe Ihnen einmal gesagt: Mit dem Himmelsraum steht auch die Fortpflanzung des Menschen und der Tiere in Verbindung. Ich sagte Ihnen: Das hängt nicht allein davon ab, daß das Ei, der Keim im mütterlichen Leibe, sich nur in diesem mütterlichen Leibe ausbildet, sondern da wirken die Kräfte vom Weltenall herein, und dadurch, daß die Kräfte vom Weltenall hereinwirken, entsteht eben gerade erst das Ei in seiner Rundung. Wie wir außen rund sehen die Bewegung des Weltenalls, so ist dieses kleine Eichen ein Abbild des Weltenalls, weil die Kräfte von allen Seiten wirken. Also da, wo die Fortpflanzung wirkt, da wirkt eigentlich das Himmlische auf die Erde. Ebenso sehen Sie beim Auge: das ist eine Kugel. Das habe ich beschrieben neulich. Es ist auch vom Weltenall hereingebildet. Sinnesorgane und Auge sind vom Weltenall hereingebildet. Wenn Sie die Milz ansehen, so ist die nicht kugelig, sondern sie ist mehr von der Erde, von den irdischen Kräften gebildet, von den Eingeweidekräften der Erde. Das ist eben der Unterschied.

[ 10 ] Now I will furnish you with a proof that this is so. I once told you that the reproductive process in man and animal also stands in connection with the heavens. I said that it is not merely a development of the egg in the maternal body, but that forces from the universe work in upon it and bring about its roundness. We see the movement of the universe outside us as round, and thus this little egg is an image of the universe, because the forces work in upon it from all sides. And so where the reproductive process is at work, the heavenly is actually working into the earthly. You see the same thing in the eye, it is a sphere. I described the eye recently and how it is formed from the universe inwards. Sense organs and the eye are built in from the universe. If you observe the spleen you see that it is not spherical, it is formed more by terrestrial forces, the intestinal forces of the earth. That is just the difference.

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[ 11 ] Von solchen Dingen kriegt man, wenn man nur aufmerksam ist auf die Sachen, ich möchte sagen, Beweise. Ich sagte, ich werde Ihnen nachher von dem, was Meer und Land ist, einen Beweis liefern. Jetzt will ich etwas einschieben. Ich habe Ihnen schon erzählt: Wir haben vor einiger Zeit in unserem biologischen Laboratorium Versuche gemacht über die Bedeutung der Milz. Die Milz hat ja die Bedeutung, wenn wir nicht regelmäßig essen können - wir essen alle mehr oder weniger unregelmäßig -—, das alles wieder auszugleichen; sie ist der Regulator. Dafür haben wir den Beweis erbracht in unserem biologischen Laboratorium. Es gibt ja ein kleines Büchelchen von Frau Kolisko, das alles das beschreibt. Während dieser Versuche waren wir auch genötigt — weil das ja die heutige Wissenschaft verlangt -, nachzuweisen, einen handgreiflichen Beweis, einen sichtbaren Beweis zu liefern. Das wird nicht mehr nötig sein, wenn die Wissenschaft einmal an übersinnliche Beweise glauben wird, aber heute ist es noch nötig. Da haben wir ein Kaninchen genommen, dem Kaninchen natürlich sonst nicht wehgetan man kann das schon mit aller Vorsicht machen -, die Milz herausgenommen und es weiterleben lassen. Es ging ganz gut. Das Kaninchen würde an der Milzoperation nicht gestorben sein, sondern es hat sich durch eine Ungeschicklichkeit einmal erkältet und ist so zugrunde gegangen. Dann haben wir es seziert und waren natürlich sehr gespannt darauf, wie die Geschichte nun ist mit der Milz, die man herausgenommen hatte. Was muß man von der Geisteswissenschaft aus sagen? Was bleibt denn noch übrig, wenn man die physische Milz herausschneidet? Nun, nicht wahr, wenn die Milz da ist (siehe Zeichnung), und man schneidet sie heraus, tut sie weg, so bleibt an der Stelle noch der Ätherleib der Milz übrig und der Astralleib und so weiter. Die Milz ist von der Erde aus gebildet, und daher hat sie ihre Form. Nimmt man jetzt die physische Milz heraus, und es ist nur die ätherische Milz darinnen, wie es bei dem Kaninchen der Fall war, was muß denn da geschehen? Ja, meine Herren, da muß das geschehen: Während die physische Milz von der Erde abhängig ist, zu der Erde neigt, muß die ätherische Milz, die ganz freigeworden ist, nicht mehr von der physischen Milz beschwert ist, jetzt wieder unter den Himmelseinfluß kommen. Und man muß voraussetzen, daß da etwas entsteht wie ein Abbild des Himmels. Und siehe da, als wir das Kaninchen sezierten, war da drinnen ein kleiner runder Körper, aus feinem weißen Gewebe gebildet! Also die Sache hat vollständig gestimmt. Es ist das eingetreten, was eintreten muß nach den Voraussetzungen der Geisteswissenschaft. Es ist da ein kleiner, nußgroßer Gewebekörper entstanden in verhältnismäßig kurzer Zeit. Sie sehen also, man braucht nur an die Sache richtig heranzutreten, dann findet man überall die Beweise für dasjenige, was die Geisteswissenschaft sagen muß. Aus dem können Sie entnehmen, daß eben wirklich im Physischen dasjenige eintritt, was man geistig erkunden kann, herausbekommen kann dadurch, daß man die Geschichte in der richtigen Weise verfolgt.

[ 11 ] If one only pays real attention to things then they give one proofs. I will presently give you a proof taken from sea and land, but first I will interpolate something else. I have told you that recently we have been making researches in our biological laboratory on the importance of the spleen. When we cannot eat regularly—we all eat more or less irregularly—the spleen is there to balance it all out: it is the regulator. We have produced the proof of this in our laboratory and there is a little booklet by Frau Kolisko (Not published in English.) which describes it all. While this experiment was being made we were obliged by the requirements of modern science to produce a palpable and evident proof. (This will no longer be necessary when science accepts super-sensible proofs, but it is still necessary to-day.) So we took a rabbit and removed the spleen and let the rabbit go on living without its being harmed in any way. This operation can be done with all care, and it was a complete success. Later the rabbit died from an accidental chill in no way connected with the operation. Then we dissected the body and were anxious to see the effect of the removal of the spleen. The interesting thing is ... now, what must be said by Spiritual Science? What remains when one has cut out the physical spleen? Well, now, if the spleen is here (a sketch was made) and one cuts it out, removes it, on this spot there still remains the etheric body of the spleen and its astral body. The spleen is given its form by the earth which has developed it. If one removes the physical spleen, leaving the etheric spleen, as was the case with the rabbit, what must happen? The following should happen. Whereas the physical spleen is dependent on the earth, inclines to the earth, the etheric spleen, which has now become free and is no longer hampered by the physical spleen, must come again under the influence of the heavens. And lo and behold, when we dissected the rabbit there was a small, round body, formed of fine white tissue! Thus there was complete confirmation. Something appeared which according to the expectation of Spiritual Science ought to appear. In a relatively short time a small webbed body about the size of a nut had arisen. Therefore you see that one only has to go to work in the right way and one finds proofs everywhere for the statements of Spiritual Science. You can gather from this that pronouncements made out of spiritual knowledge can enter quite concretely into the physical realm, if right methods are pursued.

[ 12 ] Nun, ebenso, wie hier der weiße Körper sich gebildet hat durch den umgebenden Einfluß, so bildet sich im Eikeim eben zunächst kugelig die Menschen-, die tierische Anlage und so weiter durch den Himmelseinfluß herein.

[ 12 ] Now just as the white body was formed here through the surrounding influences, so are the rudiments of man and animal formed spherically in the ovum through the influence of the heavens.

[ 13 ] Wenn wir dieses nun wissen, so müssen wir sagen, die Fische sind in einer besonderen Lage, denn die kommen eigentlich niemals ans Land. Sie können ja am Land höchstens ein bißchen schnappen, aber sie können nicht auf dem Land leben, sie müssen im Meere leben. Dadurch sind auch die Fische ganz besonders eingerichtet; sie kommen nicht dahin, wo die Erde sich dem Weltenlauf öffnet. Daher kommen die Fische sehr schwer dazu, ihre Sinne auszubilden und namentlich ihre Fortpflanzungsorgane auszubilden. Denn das hängt vom Weltenraum ab, daß sie drinnen sein können. Die Fische müssen daher das wenige, was vom Licht und von der Wärme aus dem Weltenall ins Meer hineinfällt, sorgfältig benützen, damit sie sich fortpflanzen und Sinnesorgane haben können. Aber die Natur sorgt ja für vieles; Sie können es sehen bei den sogenannten Goldfischchen. Die benützen ihre ganze Haut, um unter den Einfluß des Lichtes zu kommen; daher werden sie so golden. Die Fische benützen jede Gelegenheit, um das aufzuschnappen, was vom Weltenall ins Wasser fällt. Und sie müssen ihre eigenen Eier überall da ablegen, wo Licht noch etwas hineinkann, damit von außen diese Eier bebrütet werden. Also die Fische sind sozusagen darauf eingerichtet, unter dem Wasser zu leben; sie kommen nicht aus dem Wasser heraus. Aber das, was ich sage, das bezieht sich ja nicht so sehr auf die Süßwasserfische — das süße Wasser ist schon wiederum für das Weltenall durchgängig —, das bezieht sich mehr auf die Meeresfische. Die Meeresfische aber zeigen überall, daß sie darauf eingerichtet sind, ja alles, was noch ins Salzwasser kommt vom Weltenall, zu benützen, um die Fortpflanzung zu haben.

[ 13 ] This knowledge makes us realise that fish are in a special situation, for they never actually come on to the land. They can at most gasp a little on land, but they cannot live on land, they must live in the sea. Hence fish are organised in a particular way; they do not come where the earth is open to the universe. It is therefore with great difficulty that fish develop sense organs and in particular the organs of reproduction, for the formation of these is dependent on the influence of the cosmos. Fish must make careful use of whatever light and warmth falls into the sea from without in order that they may breed and develop sense organs. But nature, as we know, attends to many things. You see it with the so-called goldfish: they use their whole skin for receiving the influence of the light and hence they become so golden. Fish take every opportunity of snapping up what falls into the water from the universe. They must lay their eggs wherever some light can enter, so that they may be hatched from outside. Thus fish are organised, as it were, to live under the water; they do not come out of the water.

[ 14 ] Eine ganz merkwürdige Ausnahme aber macht der Lachs. Der Lachs hat nämlich eine sonderbare Organisation. Der Lachs muß im Meere leben, damit er ordentliche Muskeln kriegt. Damit er sich für seine Muskeln ordentlich ernähren kann, dazu braucht er Erdenkräfte. Die sind vorzugsweise im Salz des Meeres. Er muß im Meeressalz leben, damit er seine starken Muskeln bekommt. Aber wenn der Lachs nun im Meere lebt, dann kann er sich nicht fortpflanzen, weil er so eingerichtet ist, daß er durch das Meerwasser ganz abgeschlossen wird vom Weltenall; und die Lachse wären längst ausgestorben, wenn sie sich im Meere fortpflanzen sollten. Die Lachse sind Ausnahmen. Während sie sich stark machen im Meere — sie bekommen da ihre Muskeln —, sind die Lachse erstens ziemlich blind, und zweitens können sie sich nicht fortpflanzen. Ihre Fortpflanzungsorgane und ihre Sinnesorgane werden schwach, sie sind stumpf. Die Lachse im Meer aber werden dick. Nun, damit der Lachs nicht ausstirbt - wir können das sehen an den Lachsen hier in der Nordsee und gegen das Atlantische Meer zu -, wandert der Lachs jedes Jahr in den Rhein herein. Daher heißt er auch Rhein-Lachs. Aber der Rhein macht den Lachs mager; er verliert wieder seine Muskeln. Das, was er im salzigen Meer an Dicke gewonnen hat, das verliert er im Rhein. Der Lachs wird ganz schlank; und seine Sinnesorgane und namentlich seine Fortpflanzungsorgane, beim Männchen und Weibchen, bilden sich kolossal aus, und der Lachs kann sich im Rhein fortpflanzen. So muß der Lachs also jedes Jahr vom salzigen Meer nach dem süßen Rhein wandern, damit er sich fortpflanzen kann. Er muß da sogar mager werden, weil das süße Wasser nicht beitragen kann zu seiner Muskelbildung. Dann wandert, wenn die Alten noch leben und die Jungen da sind, wiederum alles zum Meere, um aus der Schlankheit in die Dicke zu kommen.

[ 14 ] What I am saying does not apply so very much to freshwater fish—fresh water can be penetrated from the universe—but it applies very much to sea fish. And these show that they are organised to make use of all that enters the salt water from the universe in order to be able to breed. The salmon, however, forms a quite remarkable exception. It has in fact an extraordinary organisation. It must live in the sea in order to develop proper muscles and to give its muscles right nourishment it needs the earth-forces found primarily in the salt of the sea. But when the salmon lives in the sea it cannot breed. Its organism shuts it off completely from the universe and salmon would have long ago died out if they had had to breed in the sea. The salmon is an exception; whereas it becomes strong in the sea and develops its muscles, it is practically blind and it cannot reproduce its species there. The reproductive organs and sense organs get weak and stunted; on the other hand, salmon in the sea get fat. Now in order not to die out—we can see this by the salmon here in the North Sea—they make a journey every year up into the Rhine, and so get the name of “Rhine salmon.” But the Rhine makes the salmon thin, it loses its muscles again; the fat it gained in the salt ocean it loses in the Rhine. Yet in the Rhine the salmon can breed, for while it gets slender, the sense organs and in particular the reproductive organs, in both male and female, become well developed. Thus every year the salmon must journey from the salt ocean to the freshwater Rhine in order to breed. Then while the old are still alive and the young ones are there, they all make the journey back again to the sea in order to get rid of their slimness and regain their fat.

[ 15 ] Sie sehen, meine Herren, die Sache stimmt vollkommen. Man kann sagen, da wo die Erde salzig ist, da wirkt sie mit den Erdenkräften. Sie wirkt auf diejenigen Organe, die von der Erde aus gebildet sind. Unsere eigenen Muskeln werden von der Erde aus gebildet, wenn wir uns mit der Schwerkraft bewegen. Schwerkraft ist die Erdenkraft. Auf alles Muskulöse wirkt die Erde, auf alles Knochige wirkt die Erde. Die Erde teilt uns ihr Salz mit, und wir kriegen starke Knochen, starke Muskeln. Mit diesem Salzabgang der Erde könnten wir aber gar nichts machen für die Sinnes- und Fortpflanzungsorgane; die würden dabei verkümmern. Die müssen immer unter den Einfluß der außerirdischen Kräfte, der Himmelskräfte kommen. Und der Lachs zeigt das, welchen Unterschied er macht zwischen Salz- und Süßwasser. Er geht ins Salzwasser, um dick zu werden, nimmt die Erdenkräfte auf, und um fortpflanzungsfähig zu werden, geht er ins Süßwasser, nimmt die Himmelskräfte auf.

[ 15 ] You see how this is all in full accord. Where the earth is salty the earth forces are at work upon the organs that are developed by the earth. Our own muscles are developed by the earth when we move with the forces of gravity. Gravity is the earth-force and works upon everything muscular, everything bony. The earth shares its salt with us and we get strong bones and muscles. With this salt excretion of the earth, however, we could do nothing for our senses and the reproductive organs; they would wither away. These must always come under the influence of extraterrestrial forces, the forces coming from the heavens. And the salmon shows what a distinction it makes between fresh and salt water. It goes into salt water to take up earth forces and get fat.

[ 16 ] So kann man sagen: Die Erde hat auch in bezug auf die Tiere eine Art Kreislauf, wie zum Beispiel in bezug auf den Lachs. Es treibt den Lachs abwechselnd ins Meer und in den Fluß. Da geht er also hin und geht zurück, hin und zurück. Die ganze Lachsgesellschaft geht hin und zurück. An dem Lachs sieht man so recht, wie alles im Leben in Bewegung ist auf der Erde.

[ 16 ] Thus the earth can be said to have a kind of circulation with respect to animal-life as well, as for instance, in the case of salmon. This circulation drives the salmon alternately into the sea and into the river. They go to and fro, to and fro. The whole salmon community goes to and fro. One can see so clearly from the salmon how everything alive on the earth is in movement.

[ 17 ] Wenn man in dieser Weise das am Lachs kennenlernt, dann hat man ja auch ein Bild von noch etwas anderem, was uns immer vor Augen ist, und was ein so wunderbares Schauspiel ist: die Zugvögel. Die ziehen nur in der Luft herum, hin und her; der Lachs zieht im Wasser hin und her. Die Lachszüge sind im Wasser geradeso wie die Vogelzüge in der Luft, nur daß der Lachs hin und her geht zwischen Salzwasser und Süßwasser, und die Vögel in der Luft hin und her gehen zwischen kälteren Partien und wärmeren Partien, die sie brauchen. Wer die Lachszüge versteht, hat auch ein Bild von den Vogelzügen. Und man kann sagen: All das hängt damit zusammen, daß auch die Vögel, um in die rechten Wärme-Erdenkräfte zu kommen, nach Süden ziehen müssen; da bilden sie mehr ihre Muskulatur aus. Um Himmelskräfte zu haben, da müssen sie mehr in die reinere Luft des Nordens kommen; da bilden sie ihre Fortpflanzungsorgane aus. Diese Tiere brauchen die ganze Erde. Nur die höheren Tiere, die Säugetiere, und der Mensch, die sind mehr von der Erde unabhängig geworden, haben sich mehr emanzipiert von der Erde, sind in ihrer ganzen Organisation mehr unabhängig geworden.

[ 17 ] If we have learnt this from the salmon, it gives us the picture of something else, something that is always before our eyes and is such a wonderful spectacle: the birds of passage. They travel to and fro in the air, the salmon travels to and fro in the water. Salmon migration in the water is the same as bird migration in the air, except that salmon go to and fro between salt water and fresh water and the birds between the colder and warmer regions that they need. In order to come into the right earth-forces of warmth, birds must go to the south and there they develop their muscles. In order to have the forces of the heavens they must come into the purer air of the north; there they mature the reproductive organs. Such creatures need the whole earth. Only the higher animals, the mammals, and man, have become more independent of the earth, have emancipated themselves and reached a greater independence in their own organisation.

[ 18 ] Aber das scheint uns auch nur so. Sehen Sie, wir Menschen sind eigentlich immer zwei Menschen. Wir sind ja noch mehr Menschen; ich habe Ihnen gesagt: physischer Mensch, ätherischer Mensch und so weiter. Aber schon im physischen Menschen sind wir nämlich zwei Menschen: ein rechter und ein linker Mensch. Die rechte Körperhälfte ist ja von der linken kolossal verschieden. Ich glaube, die wenigsten von Ihnen, die hier sitzen, werden mit der linken Hand schreiben können; wir schreiben mit der rechten Hand. Aber der Teil, der zum Beispiel mit der Sprache zusammenhängt beim Nervensystem, der sitzt in der linken Gehirnhälfte. Da sind starke Windungen; an derselben Stelle rechts nicht. Nur beim Linkshänder ist es umgekehrt. Diejenigen, die Linkshänder sind, die haben rechts ihre Sprachorganisation - aber nicht das Äußere, sondern nur das Innere, das die Sprache anregt. Sehen Sie, meine Herren, da kann man sagen: Der Mensch ist links und rechts kolossal verschieden. Aber auch sonst ist dies der Fall. Das Herz ist mehr nach links geschoben, links ist der Magen, rechts ist die Leber. Aber auch diejenigen Organe, die sonst symmetrisch sind, sind es in Wirklichkeit nicht ganz. Unsere Lunge hat links zwei Lappen, rechts drei. Also der rechte Mensch ist vom linken Menschen sehr verschieden. Woher kommt denn das? Nun, gehen wir von etwas sehr Einfachem aus. Links lernen wir also für gewöhnlich nicht schreiben; rechts lernen wir schreiben. Das ist eine Tätigkeit, die mehr vom Ätherleib abhängt. Der physische Leib ist mehr schwer, ist links mehr ausgebildet, rechts ist der Ätherleib mehr ausgebildet. Der linke Mensch bildet zwei Lappen; der rechte, mehr tätig, der bringt mehr Leben in die Lunge hinein, bildet drei Lappen in der Lunge aus. Es ist so beim Menschen, daß er links mehr physischer Mensch ist, rechts mehr ätherischer Mensch ist. Und so ist es auch mit der Sprache. Die Ernährung im Gehirn ist bei Rechtshändern links mehr notwendig als rechts. Und so ist alles mögliche eingerichtet beim Menschen, daß der Mensch links mehr die Erdenkräfte enthält und rechts mehr die ätherischen Himmelskräfte.

[ 18 ] This, however, is only apparently the case. In reality we human beings are at the same time actually two people. We are still more—I have told you: physical man, etheric man, etc. But even in the physical man we are really two people, a right man and a left man. The right half of the body is vastly different from the left. I think the minority of you sitting here would be able to write with the left hand; we write with the right hand. But the part of the nervous system connected with speech is situated in the left half of the brain. There are strongly marked convolutions there but none in the corresponding place at the right side. In a left-handed person this is reversed; those who are left-handed have the speech-organisation on the right—not the external organisation, but the internal, which arouses speech. In this respect man is extremely different on left and right. But this is so elsewhere too; the heart is situated more to the left, the stomach is on the left, the liver on the right. But even organs ostensibly symmetrical are not wholly so. Our lungs have (here) on the left two lobes, on the right, three. So the right side of man differs very much from the left side. What is the reason of this? Let us start from something very simple. We do not, as a rule, learn to write with the left hand but with the right hand. This is an activity which depends more on the etheric body. The physical body is heavier and is more developed on the left, the etheric body more on the right. The left forms two lobes; the right, being more active, brings more life into the lungs and forms three lobes. On the left, man is more physical, on the right, more etheric. [See Dr. Steiner's lectures entitled: Anthroposophy, Psychosophy, Pneumatosophy, found in Wisdom of Man, of the Soul, and of the Spirit ] And so too with speech. For right-handed people more nourishment is required by the left part of the brain than the right. And so every possible arrangement is made for man to contain the earth-forces on the left, and more the etheric forces of the heavens on the right.

[ 19 ] Sehen Sie, meine Herren, unsere jetzige Wissenschaft, die nur auf die Materie sehen will und dadurch gerade vom Materiellen nicht viel weiß, kultiviert in der Erziehung der Kinder ja den Unfug, daß die Kinder links und rechts in gleicher Weise alles lernen. Ja, darauf ist der Mensch gar nicht eingerichtet! Wenn man das übertreibt, so werden die Menschen nämlich halb verrückt erzogen, weil der menschliche Körper darauf eingerichtet ist, daß er links mehr physisch und rechts mehr ätherisch ist. Aber was kümmert sich die heutige Wissenschaft viel um physisch und ätherisch! Für sie ist ja alles beides gleich, linker Mensch, rechter Mensch. Diese Dinge muß man schon mit der Geisteswissenschaft durchdringen können, wenn man sie überhaupt irgendwie verstehen will. Also links ist der Mensch mehr irdisch, rechts, man kann sagen, wenn das Wort nicht mißverstanden wird, mehr himmlisch, kosmisch.

[ 19 ] As our modern science is only willing to recognise matter, it is just material things about which it does not know very much. In the education of children it has introduced the harmful practice of making children learn everything with the left and right hand equally. Well, but man is not in the least organised for that! If that practice is carried to excess, education will make people half insane, for the human body is organised to be more physical on the left and more etheric on the right. But what does modern science care about physical, etheric? Both are the same to the scientists—left man, right man. We must be able to penetrate these things through spiritual science if we are to know anything about them. So on the left, man is more earthly, and on the right if the word is not misunderstood—more heavenly, more cosmic.

[ 20 ] Nun, der Mensch hat sich schon stark von der Erde emanzipiert. Er bildet, wie ich es Ihnen gesagt habe, dieses linke Irdische, dieses rechte Himmlische so aus, daß er das herumtragen kann als physischer Mensch, und man auch nicht mehr recht merkt, daß er links der Erde zuneigt und rechts dem Himmel zuneigt. Aber es gibt Menschen, die mehr die Neigung haben, nach der Erde sich hinzuneigen; die schlafen eigentlich meist auf der linken Seite, legen sich auf die linke Seite. Auf die rechte Seite legen sich die Menschen entweder, wenn sie auf der linken ermüdet sind, oder wenn sie sich mehr beschäftigen mit Kräften, die sich mehr dem Himmlischen zuneigen. Solche Sachen sind natürlich schwer zu beobachten, weil da noch allerlei anderes in Betracht kommt. Es braucht ja nur, wenn sich der Mensch auf die rechte Seite legt, das die finstere Seite des Zimmers zu sein; so hat er auch einen Grund. Durch Gedanken, durch andere Dinge ist es schwer zu beobachten, aber im allgemeinen wird es schon so sein, daß der Mensch gern eine Neigung hätte, sich auf die linke Seite zu legen beim Schlafen, weil das die Erdenseite ist. Aber man braucht das gar nicht anzuschauen, weil der Mensch sich eben emanzipiert von der Erde und in seinen Handlungen sich unabhängig macht von der Erde. Aber man kann das einmal bei Tieren beobachten. Überall sieht man die Geheimnisse der Welt in einer sehr merkwürdigen Art sich enthüllen.

[ 20 ] Man has however already largely emancipated himself, as I have said. He develops this left-earthly element, this right-heavenly element in such a way as to be able to carry it about as physical man. It is no longer remarked that on the left he has a tendency to the earth and on the right to the heavens. But there are people who have a greater tendency to the earth and they generally lie on their left side for sleep. People lie on the right side either when they are tired of the left or when they occupy themselves with forces inclining more to the heavens. Such matters are naturally difficult to observe since all sorts of other things come into consideration. When a person lies on the right side it may only be because that is the dark part of the room—that too could be a reason. And although one is not by any means bound to find it so, yet on the whole people tend to sleep on their left side, since that is the earth-side. But man has really emancipated himself from the earth and is independent in what he does. It can be observed however in the animal; one sees the secrets of the world everywhere revealed in a very remarkable way.

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[ 21 ] Denken Sie sich, hier wäre die Meeresoberfläche (siehe Zeichnung $. 92), unten das salzige Meerwasser mit allerlei anderen Stoffen in sich. Nun gibt es gewisse Fische, die sind ganz merkwürdig organisiert. Diese Fische sind nämlich so organisiert, daß sie sehr stark zu den Erdenkräften sich hinneigen, während die übrigen Fische eigentlich furchtbar stark schnappen nach allem, was von Licht und Luft ins Wasser hineinkommt. Sie können, weil sie keine Lungen haben, nicht in der Luft atmen; sie sterben ab in der Luft, gehen zugrunde, aber mit ihren Kiemen schnappen sie nach allem, was von Luft und Licht ins Wasser hineinkommt. Aber es gibt einen Fisch - in seinen großen Arten heißt er Heilbutt, in seinen kleinen Arten Scholle -, dieser Fisch ist ein sehr guter Nährfisch, hat sehr viel Nährstoffe, die meisten Nährstoffe fast von allen Fischen. Das zeigt schon, daß er sich zu der Erde neigt, weil von der Erde die Nährstoffe kommen. Er hält es sozusagen mit der Erde, der Heilbutt. Was können wir denn erwarten von diesen Fischen?

[ 21 ] Imagine that the surface of the sea is here (drawing on blackboard); underneath is the salt sea-water with all sorts of substances in it. Now there are certain fish which are quite remarkably organised. They are organised with a very strong inclination to earth-forces, while other fish snatch eagerly at all the light and air that come into the water. They cannot breathe in the air as they have no lungs; they collapse and die in the air, but with their gills they snap at all the air and light coming into the water. But there is a fish called halibut in the larger variety and sole or plaice in the smaller variety which is very good for food. It has great nutritive value, more perhaps than any other fish, and this shows that it inclines to the earth, since foodstuffs come from the earth. The halibut sides with the earth, so to speak. So what may one expect from these fish?

[ 22 ] Wir können von ihnen erwarten, daß sie das auch äußerlich in ihrem Leben zum Ausdruck bringen, daß sie es mit der Erde halten. Das bringen sie auch zum Ausdruck. Sie legen sich auf die eine Seite; die wird blaß, weiß. Und so stark legen sie sich auf die eine Seite, daß sich der Kopf umdreht und die Augen auf die andere Seite zu liegen kommen. So daß eine solche Scholle von unten so aussieht (siehe Zeichnung links).

[ 22 ] We may expect them to show by their habits that they side with the earth. And so they do; they lie down on one side and this becomes pale and white. And so thoroughly do they lie on the one side that the head is twisted round and the eyes are both placed on the other side. A sole looks like this from below (sketch).

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[ 23 ] Da ist sie ganz flach und weiß; und von der anderen Seite, von oben, sind die beiden Augen auf der einen Seite; der Kopf ist umgedreht, weil sie sich sozusagen immer auf die linke Seite hinlegt. Die linke Seite wird ganz die Nährseite, ist blaß und weiß. Die andere Seite nimmt die Farbe vom Himmel und so weiter an, wird bläulich, bräunlich, und die Augen wenden sich sogar von der Nährseite ab, der Kopf dreht sich um. Solch eine Scholle ist ganz einseitig, hat die Augen, alle Organe auf der einen Seite; die andere Seite ist flach und blaß. Die Heilbutte entwickeln wirklich in sich viele Nährstoffe, weil sie zur Erde hinneigen. Mancher wird ja über dreihundert Kilogramm schwer. Es sind also große Fische. Sie werden als Nahrungsmittel sehr viel gefischt. Nun, diese Heilbutte, die zeigen also ganz klar: ihr Körper, der hält es mit der Erde, der legt sich immer auf die eine Seite. Und er legt sich so stark auf diese eine Seite, daß, wenn der Mensch sich jede Nacht auf die linke Seite legen könnte, sich sein Kopf umdrehen und er immer auch nach der einen Seite gucken würde. Aber beim Menschen kommt es nicht soweit. Der Mensch ist eben emanzipiert von der Erde, der Mensch hält sich unabhängig von der Erde.

[ 23 ] There it is quite flat and white, and on the other side, above, both the eyes are set and the head is turned round, because the sole always lies on the left side. The left side produces the nourishment and is pale and white. The other side takes on colour from the heavens, etc., becomes bluish, brownish and the eyes and head are turned away from the food side. So the sole is quite lop-sided, it has all the organs on the one side while the other is flat and pale. The halibut really produces a great deal of nutritive substance because it inclines to the earth. Some become over 600 lb. in weight. Halibut therefore give a clear demonstration: they always lie on one side since it is the earth that attracts them. If a man could lie just as forcibly every night on his left side, his head would twist round and he too would always peer out from one side. But it does not get as far as this with man; he has emancipated himself, as I have said, and maintains his independence.

[ 24 ] Aber etwas kann schon beim Menschen eintreten; es kann zum Beispiel schon sein, daß man an einen Menschen mit einer merkwürdigen Krankheit herankommt; er sieht nämlich mit dem rechten Auge oder überhaupt mit einem Auge etwas besser als mit dem andern. Wenn das nicht angeboren ist, so bekommt man meistens durch Fragen heraus, daß der Mensch sich auf die andere Seite legt beim Schlafen. Auf die Seite, auf die man sich sehr häufig legt, wirken die Erdenkräfte; das Auge wird etwas schwächer, schwachsichtiger. Es wird nicht so stark gewirkt wie beim Heilbutt, aber schon ein bißchen. Das Auge, das sich hinaus zum Himmel neigt, das abgewendet ist von der Erde, das wird etwas stärker. Sehen Sie, so merkwürdig sind die Zusammenhänge. Ich habe gesagt: Irgendwo zeigt uns schon die Natur, mit welchen Kräften sie arbeitet. Wenn man diese Scholle sieht - diese kleine Scholle können Sie überall auf den Fischmärkten sehen; die großen Schollen sind im Meer, im Salzwasser —, so sagt man sich: Da kann sich ja nur alles dasjenige bilden, was eben mit Nährstoffen angefüllt wird, das muß gelöst werden. Wollen diese Tiere etwas vom Himmel haben, dann müssen sie die andere Seite immer dem Himmel zuwenden, dann neigen sich die Augen hin, und die Tiere werden dadurch auch fortpflanzungsfähig. Die machen es also anders als der Lachs. Der Lachs wandert, der geht von der Nordsee in den Rhein, vom Rhein in die Nebenflüsse, um sich fortpflanzen zu können. Die Schollen legen sich auf die eine Seite, damit von der anderen Seite der Himmel wirkt, um Sinne zu haben und um fortpflanzungsfähig zu sein.

[ 24 ] Still, even man can be affected. One may find, for example, a person with a remarkable complaint: he sees with the right eye, or at any rate sees with one eye somewhat better than with the other. If this is not inborn, one can generally discover by questioning that he lies on the other side for sleeping. The earth-forces are working on the side upon which one very frequently lies and the eye becomes somewhat weak-sighted. It is not affected so strongly as in the case of the halibut, but still slightly. The eye that is turned away from the earth becomes somewhat stronger. You see how remarkable these connections are. I have said that nature somewhere or other shows us with what forces she is working. When one sees a sole—the smaller ones are to be seen in any fish market, the larger ones are in the ocean—one realises that the nutritive part can only be formed just where it is, it must be separate. If these fish need anything from the heavens they must always take on that direction and the reproductive organs can be developed. These fish go about it differently from the salmon; salmon migrate, they go from the North Sea to the Rhine in order to be able to breed. Soles always lie on the one side, so that the heavens work from the other side and in this way they can develop their senses and reproductive organs.

[ 25 ] Und die Erde selber, was tut die? Ja, meine Herren, wenn es bloß salziges Meer gäbe, wäre die Erde längst zugrunde gegangen, denn in sich selber kann sie nicht bestehen. Sie hat nicht nur das salzige Meerwasser, sondern auch das süße Gewässer, und das süße Gewässer nimmt vom Himmelsraum die Fortpflanzungskräfte für die Erde auf. Das salzige Meer kann aus den Weltenweiten nicht dasjenige hereinbringen, was die Erde immer wieder erfrischt. Wenn Sie an eine Quelle gehen und da das wunderbar reine Wasser herausrieselt: Sie werden merken, in der Nähe der Quelle, da grunelts, da riecht es so wunderbar, und alles ist so frisch. Ja, das, was da frisch ist in der Nähe der Quelle, das erfrischt auch die ganze lebende Erde. Da öffnet sich die Erde wie durch ihre Augen und Sinnesorgane dem Weltenraume. Und an solchen Tieren wie dem Lachs und der Scholle merkt man noch: die gehen da hin, wo das ist; die haben eine Art Instinkt dafür, sich an das zu halten, was die Erde ist. Der Lachs sucht direkt das süße Gewässer auf. Die Scholle wendet sich, indem sie ihren Körper so einrichtet, dem Lichte zu. An Quellen kann sie nicht kommen. Aber die Quellen sind so wie die Schollen; sie sind an der Erde das, wo sich die Erde dem Lichte zuwendet. Die Scholle, der Fisch, muß sich direkt dem Lichte zuwenden mit ihrem eigenen Körper.

[ 25 ] And the earth itself, what does the earth do Well, if there were only the salt sea, the earth would long ago have perished; it cannot exist by itself alone. There are not only the salt seas but the freshwater rivers and streams, and the freshwater receives from universal spaces the reproductive forces for the earth. The salt ocean can bring in nothing from the wide universe which will give the earth continuous refreshment. When you go to a spring and the wonderfully pure water is bubbling out, you will notice how green everything is near the spring, what a wonderful scent there is. All is so fresh. Yes, and what is so fresh there by the spring refreshes the whole living earth as well. The earth opens itself there as if through the eyes and sense organs to cosmic space. And one can observe how living creatures like the salmon and the sole make their way to where they can find this. They have a kind of instinct to attach themselves to the earth. The salmon seeks the fresh waters direct, the sole turns to the light by so arranging its body. It cannot come to the springs, but the springs are where the earth turns to the light. The sole, the fish, must turn direct to the light with its own body.

[ 26 ] Diese Dinge sind ungeheuer lehrreich, weil man an ihnen sieht, was im Menschen auch noch ist, aber im Menschen nicht mehr so ordentlich beobachtet werden kann, weil er eben, wie ich Ihnen gesagt habe, sich emanzipiert hat von der Erde. Aber wenn man auf solche Dinge gar nicht aufmerksam ist, dann versteht man ja eigentlich das ganze Erdenleben gar nicht. Es ist wirklich so, daß man sagen kann: Schauen wir auf das Meer hin und erblicken wir da diese Schollen, wir können überall sehen, das Meer, das öffnet sich durch die Schollen überall dem Himmel! Diese Schollen sind ein Beweis, daß das Meer durstig ist nach dem Himmel, weil sein Salzgehalt es vom Himmel abwendet! Man kann sagen, die Schollen drücken aus den Durst des Meeres nach Licht und Luft. Und wenn wir unseren eigenen Kreislauf anschauen, dann haben wir an den Stellen, wo wir salziger werden, wo die Muskeln sitzen, auch feine Sinnesorgane, die Tastorgane. Da öffnet sich der Mensch — nicht wie mit den Augen, wo er sich direkt dem Licht öffnet — auch nach außen. Das sind gewissermaßen die Stellen, wo im Meere die Schollen sitzen. Diese Schollen, die öffnen sich dem Himmel. Und der gibt ihnen nämlich auch eine außerordentliche Klugheit. Geradeso wie wir, wenn wir unsere äußeren Tastorgane gut benützen können, geschickt werden, so werden die Schollen geschickt, weil sie sich dem Himmel öffnen. Was unten im Meere ist — beobachten Sie es nur einmal -, das ist plump, ungeschickt. Die Schollen, oh, die werden furchtbar geschickt; sie werden schlaue Tiere dadurch, daß sie sich vom Meere auf der einen Seite abwenden. Wenn sie sich auch den Erdenkräften zuwenden, so sagen sie: die Erdenkräfte bleiben für sich, häufen Nährstoffe an, bis zu dreihundert Kilogramm, wie gesagt; aber sie haben diese feinen Organe, durch die sie sich dem Himmel öffnen. Die Schollen fressen die anderen Fische, die kleineren nämlich. Aber sehen Sie, die Fische würden, wenn eine solche Scholle kommt, besonders da sie ja wie ein Gespenst für die andern Fische ist, nach beiden Seiten weggehen, denn die andern Fische betrachten es als notwendig, die Augen auf beiden Seiten zu haben und auf beiden Seiten gleich ausgebildet zu haben. Die Schollen sind für die andern Fische geradeso, wie wenn ein Mensch auf sie zukommt; die Fische würden rasch weggehen und die Schollen würden nichts zu essen bekommen, wenn sie nicht gescheiter wären als die andern. Aber die andern Fische, die die Augen auf beiden Seiten haben, die sind eben nicht so gescheit, weil sie sich nicht so stark dem Himmel zuwenden. Die Schollen suchen sich an denjenigen Stellen, wo das Meer so ein wenig Ufer hat, in den seichteren Meeresstellen die Orte auf, wo sie sich niederlassen. Mit ihrem flachen Körper bohrt sich die Scholle ins Erdreich ein, benutzt ihr Maul dazu, um sich ein bißchen mit Sand zu bedecken, wirbelt dann Sand auf, aber so fein, daß ein Fisch durchschwimmen kann. Da kommen die Fische und Krebse, bemerken die Scholle nicht, und flugs, wenn dann die Fische vorüberziehen, schnappt und schnappt die Scholle die Fische! Außerordentlich gescheit macht das die Scholle! Aber das kann natürlich nur ein Tier, das sich sozusagen in feiner Weise mit den Himmelskräften, den Kräften des Weltenalls in Verbindung setzt.

[ 26 ] These things are immensely instructive, because they show us what is still present in man, but cannot be so well observed since he has broken away from the earth. And if one is not observant of such things one has really no understanding of the whole life of the earth. Indeed, if we look at the ocean and observe the sole, we can realise: Yes, by means of the sole the ocean opens itself everywhere to the heavens! Soles are a proof that the sea is thirsty for the heavens, since its salty content turns away from the universe. One can say that soles express the thirst of the sea for light and air. And if we look at our own circulation, we too, in fact, have fine sense organs, the organs of touch, at the places where we are saltier, where the muscles are situated. Here too man makes himself open to the outer world, though not directly, as through the eyes. These places correspond as it were to the places where soles are to be found in the sea. Soles make themselves open to the heavens and this gives them an extraordinary acuteness. Just as we become skilful when we are able to make good use of our external organs of touch, so the sole becomes skilful through the sea, because it makes itself open to the heavens. Look at what is underneath in the sea—it is heavy and clumsy. Soles, oh! they get terribly cunning, they become sly creatures just by turning away from the sea on one side. Although they turn to the earth-forces as well, they feel: the earth-forces are just for themselves. They accumulate nutritive material—up to about 600 lb. as I said—but soles have these fine sense organs through which they open themselves to the heavens. They eat other fish—smaller ones. But if a sole approached, the other fish would flee away from it on all sides as if from a spectre. For other fish consider it necessary to have eyes at the sides—a sole affects them exactly as if a human being were approaching. The fish would rapidly get away and soles would have nothing to eat if they were not cleverer than the others. But the other fish, those which have an eye at either side, are in fact not so clever as they do not turn so definitely to the heavens. A sole seeks out places where the sea has a sort of little shore in the shallower parts, and there it lies down. It bores into the ground with its flat body, uses its jaws to cover itself a little with sand and then whirls up sand, but so fine that a fish can swim through. Then come the fishes and crabs, do not notice the sole, and instantly when they have passed over, it snatches and snaps at them! The sole does it very cleverly indeed! But of course only a creature could do it which is linked in a close connection with the forces of the universe.

[ 27 ] Auf der einen Seite hat also solch ein Tier seinen physischen Leib ausgebildet, auf der andern Seite bildet es besonders stark den unsichtbaren Ätherleib aus. An solchen Dingen kann man eben sehen, wie alles das, was in uns auch geistige Kräfte sind, nicht von den Erdenkräften herstammt. Die Erdenkräfte machen uns muskulös, geben uns die Salze, und die Himmelskräfte geben uns eigentlich diejenigen Kräfte, die dann sowohl Fortpflanzungskräfte wie auch spirituelle Kräfte, Gescheitheitskräfte sind.

[ 27 ] Such a creature then has developed its physical body on one side and on the other side it develops especially powerfully the invisible etheric body. We can see just by such things that the forces of intelligence in us are not derived from earthly forces. Earthly forces makes us muscular, give us salts; forces from the heavens give us forces which are at the same time those of reproduction and of intelligence.

[ 28 ] Sehen Sie, beim Menschen ist es nun so, daß er im Grunde genommen eine kleine Erdkugel ist, Der Mensch besteht ja auch - ich habe es Ihnen immer wieder gesagt — zu neunzig Prozent aus Wasser. Eigentlich ist ja der Mensch auch ein Fisch, denn was der feste Mensch ist — der schwimmt da in dem Wasser drinnen -, das sind ja nur zehn Prozent. Im Grunde genommen sind wir ja alle Fische, die in dem eigenen Wasser schwimmen. Das gibt ja auch die äußere Wissenschaft zu, daß wir durchaus der Hauptsache nach ein kleines Meer sind. Und wie das Meer Flüsse aussendet, so sendet unser Meer, unser Flüssigkeitskörper, salzfreie Säfte aus. Wir haben auch unsere Süßwasserströmungen. Die liegen außerhalb der Muskeln und Knochen. Dagegen in den Muskeln und Knochen haben wir dieselben Salzablagerungen, die das Meer hat. Da ist eigentlich unsere Ernährung, in den Muskeln und Knochen. Wir sind also schon in dieser Beziehung eine kleine Erdkugel, wir haben unser salziges Meer in uns.

[ 28 ] You see, a man in a certain way is actually a small earth-sphere. Man too consists, as I have often said, of about 90 per cent of water. Man too is a fish, for the solid part which is only 10 per cent, swims there in the water. We are really all of us fish, swimming in our own water. It is even admitted by science that in essentials we are a small ocean. And as the sea sends out rivers, so does our sea, our fluid body send out salt-free juices. We too have our freshwater streams. They lie outside the muscles and bones. On the other hand, within the muscles and bones we have the same salt deposits as the sea has. Our nourishment is actually in the bones and muscles. We are therefore, in this respect too, a small earth-sphere: we have our salt sea in us.

[ 29 ] Wird der Mensch so, daß seine Flüssigkeit, seine Süßwasserströme zu stark werden — was bei Kindern leicht sein kann, wenn die Milch zu wenig salzreich ist -, dann wird er rachitisch, kriegt die sogenannte Englische Krankheit. Wenn er zuviel Salz kriegt, dann wird er zuviel Meer; dann werden seine Knochen brüchig und die Muskeln werden plump und ungeschickt. Beim Menschen muß immer ein Gleichgewicht sein zwischen dem Salzgenuß und demjenigen, was eben in anderen Nahrungsmitteln liegt.

[ 29 ] If the fluidity, the freshwater streams become too strong—which can easily occur in children if the milk is not rich enough in salts—then the child becomes rickety, gets the so-called “English sickness.” When a person gets too much salt he becomes too much a sea, his bones become brittle and the muscles unwieldy and clumsy. There must always be a balance between our salt consumption and what is contained in other foods.

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[ 30 ] Nun, was liegt in anderen Nahrungsmitteln? Meine Herren, sehen Sie sich eine Pflanze an. Sie wissen jetzt, die Pflanzen wachsen dadurch, daß von den Flüssen, die ins Meer gehen, innerlich diese salzigen Strömungen zurückgehen, sich dann ausbreiten und die Pflanzen wachsen machen. Also in der Erde, da haben die Pflanzen ihr Salz drinnen, die Wurzeln. Aber wenn die Pflanze nun aus der Erde herauswächst, da wächst sie immer mehr der Blüte zu. Die Blüte wird schön farbig, weil sie das Licht aufnimmt. Da draußen in der Blüte, da nimmt die Pflanze das Licht auf; in der Wurzel nimmt sie das Salz auf. Da draußen wird die Pflanze ein Lichtträger, da unten wird sie ein Salzträger. Da unten wird sie dem Meeresteil der Erde ähnlich, oben wird sie dem Himmel ähnlich. Die Wurzel ist salzreich, die Blüte lichtreich. In früheren Zeiten hat man das viel besser gewußt. Daher hat man dasjenige, was in der Blüte ist, Phosphor genannt. Heute, wo alles materialistisch ist, ist ja der Phosphor auch nur ein fester Körper. Phosphor: Phos heißt Licht, phor heißt der Träger; Phosphor heißt Lichtträger; Phosphor war eigentlich dasjenige, was in der Blüte das Licht trägt. Man hat nur das Mineral Phosphor auch Phosphor genannt, denn man braucht es ja nur anzuzünden, so sieht man, wie Licht herauskommt. Aber der eigentliche Lichtträger ist die Pflanzenblüte. Die Pflanzenblüte ist Phosphor. So daß wir sagen können: Für diejenigen Organe in unserem Menschenleibe, welche gewissermaßen die Süßwasserströmungen enthalten, brauchen wir Licht, brauchen wir dasjenige, was uns die Pflanzen geben, wenn sie dem Lichte zustreben. Für die Muskeln, für die Knochen, für dasjenige, was in uns salzig werden soll, brauchen wir eben Salz und die festen Zusätze in unseren Nahrungsmitteln. Und zwischen denen muß das richtige Gleichgewicht sein. Im richtigen Maße muß das eine oder andere in uns hineinkommen.

[ 30 ] Now what is it that lies in other foodstuffs? Look at a plant: you know now that plants grow because there are salt streams under the earth, returning from the river-mouth, which spread out and make the plants grow. So the plant finds its salt within the earth, but when it emerges from the earth it goes on growing towards the blossoms. The blossom becomes beautifully coloured because it takes up the light. There in the blossom the plant absorbs the light, in the root it absorbs the salt. There outside it becomes a light-bearer, there beneath it becomes a salt-bearer. Down below it is like the sea-part of the earth, up above it is like the heavens. The root is rich in salt, the blossom rich in light. In earlier times this was much better known and what is in the blossom was called “Phosphor.” To-day when everything is materialistic, phosphor is only a solid body. Phos = light, phor = bearer, phosphor = light-bearer; phosphor was actually that in the blossom which carried the light. The mineral “phosphorus” has received its name because of the way it gives out light when it is ignited. But the real light-bearer is the plant- blossom. The plant-blossom is phosphorus. Therefore for those organs in our human body, which as it were contain the freshwater currents, we need light; for the muscles, the bones, for that in us which ought to become salty we need precisely salt and solid ingredients in our food. Between them there must be the right balance—each must be consumed in the right quantity.

[ 31 ] So ist es aber auch mit der Erde, meine Herren. Aber Sie werden noch nicht gesehen haben, wenn Sie noch so weit herumgekommen sind, und weder die Weltenbummler, noch die richtigen Weltreisenden haben irgendwo gesehen, daß die Erde sich etwas gekocht hat, ein Mittagsmahl gekocht hat! Aber dennoch, sie ernährt sich, die Stoffe werden fortwährend ausgetauscht, denn es geht immerfort dasjenige, was Erde ist, durch Dunst und Nebel hinauf. Und Sie wissen ja: Das Regenwasser, das herunterfällt, ist destilliert, das heißt, ist reines Wasser, hat nichts in sich. Aber die Erde ernährt sich in feiner Weise aus dem Weltenraum, Sie braucht nicht Mahlzeiten zu halten. Nur wir Menschen, weil wir uns eben emanzipiert haben von der Erde, müssen von der Erde erst unsere Nahrungsmittel beziehen. Die Erde selber nährt sich von den feinen Stoffen, die überall im Weltenall vorhanden sind. Sie ißt fortwährend, nur merkt man es nicht, weil sie fein ißt. Aber sehen Sie, wenn einer den Menschen recht grob beobachtet, merkt er ja schließlich auch nicht, daß er fortwährend Sauerstoff aufnimmt. So auch merkt man an der Erde nicht, daß sie fortwährend ihre Nahrungsmittel aus dem Weltenraum aufnimmt.

[ 31 ] And so it is too with the earth. However far you may have travelled you will not have seen—nor has the globe-trotter, nor the genuine world traveller anywhere seen that the earth has prepared itself a meal! But nevertheless it does nourish itself, substances are continuously being exchanged, the earthly element is ascending all the time through mist and fog. And you know that the rain-water which falls is distilled; it is pure water and contains nothing else. But the sea is nourished through the salt in rarefied condition from cosmic space. There is no need to keep to meal-times! It is only we men, who have broken away from the earth, who must procure our food from it. The earth is nourished by the fine substances to be found everywhere in the universe. It is fed continuously, but one does not notice it because it is such a fine and delicate process. You see, if you look at a man quite superficially, you do not notice that he is continually absorbing oxygen. So too with the earth, one does not notice that all the time it is receiving nourishment from cosmic space.

[ 32 ] Nun, meine Herren, wir Menschen, wir halten unsere Mahlzeiten. Da essen wir durch unseren Magen in unseren Unterleib hinein die Nahrungsmittel. Das ist ganz deutlich, furchtbar deutlich. Aber bei der Atmung, da wird es schon wieder undeutlicher. Und in bezug auf dieses Deutliche entstehen ja die sozialen Fragen: Der eine hat es besser, der andere schlechter. Die Menschen wollen es alle gut haben; es entstehen die sozialen Fragen in bezug auf das Deutliche. Aber schon undeutlicher werden die sozialen Fragen in bezug auf die Luft, die wir alle einatmen. Da geht es nicht so gut, daß der eine sie dem andern wegnimmt; es geht auch etwas, aber nicht so gut. Mit unserem Unterleibe sind wir von der Erde ganz verschieden. Mit unserer Atmung werden wir schon ähnlicher der Erde, das geht schon mehr unvermerkt. Wir nehmen nämlich fortwährend - nicht nur, daß wir hören — Eisen auf durch das Gehör; fein, fein saugen wir Eisen ein. Wir saugen durch die Augen das Licht, aber auch fortwährend Stoffe ein. Das kann man an denen finden, die diese Stoffe nicht haben. Namentlich durch die Nase nehmen wir ungeheuer viel Stoffe auf, ohne daß wir es bemerken. Mit unserem Unterleib haben wir uns von der Erde emanzipiert, freigemacht. Da können wir nur diejenigen Nahrungsmittel, die die Erde fabriziert, auch nachher zusammenbackt, dichter macht, aufnehmen. Die Luft können wir schon aufnehmen, wie sie im Weltenraum ist. Und mit unserem Kopf, mit den Sinnen, halten wir es ganz mit der Erde. Da nehmen wir auch auf dieselbe Weise Nahrung aus dem Weltenall auf, wie die Erde selbst sie aufnimmt. Der Kopf ist nicht umsonst kugelig der Erde nachgebildet. Er macht es nämlich geradeso wie die Erde mit dem Weltenraum. Nur nach unten, da kommt die Schwerkraft. Da wird der menschliche Leib nach der Erde ausgebildet: physische Hände, da zieht die Schwerkraft nach unten. Auf den Kopf hat die Schwerkraft nicht viel Einfluß, der bleibt rund. Daher muß man auch da vom Sichtbaren zum Unsichtbaren übergehen. Man muß sich sagen: Die Schollen würden krepieren, trotzdem sie Fische und Krebse fressen - denn die Fische und Krebse, die nützen ihnen nur für den blassen, flachen Unterleib -, wenn sie nicht dadurch, daß sie sich einseitig machen, dasjenige, was aus dem Weltenraum kommt, doch in einer gewissen Weise aufnehmen würden. Das sind die schönen, die feinen Zusammenhänge, meine Herren, wodurch man hineinschaut, ich möchte sagen, in die Gesetze und Geheimnisse des Weltenalls.

[ 32 ] Now we human beings keep to our meal-times. There we take our nourishment, through the stomach into the lower body. This is quite obvious, extremely obvious. But in breathing it is less obvious. It is in respect of the obvious that social questions arise. One man is better off, another worse off. Men all want to be well off—social questions arise in respect of the obvious. But social questions are not so clear in respect of the air which we all inhale. There it is not so easy to say that one man deprives another—there is a little truth in it, but not very much. In the case of our lower body we differ entirely from the earth. In the matter of breathing we are more like the earth, our breathing is performed almost unnoticed. But in fact we are all the time absorbing iron through our hearing—not only do we hear—we are absorbing iron in a very fine state. Through the eyes we absorb light and other substances too. This can be discovered from those people who are lacking in these substances. Through the nose in particular we take in an immense amount of substance without noticing it! With our lower body we have broken away from the earth and made ourselves free. So there we can only absorb foodstuffs created by the earth, baked and made more solid. We can take in the air because it is in the cosmos, and with our head and the senses we do what the earth does. There we receive nourishment out of the universe in the same way as the earth itself. The head is not formed spherically without reason; it deals with the universe just as the earth does. Only down below gravity enters, there the human body is developed according to the earth; physical hands—this gravity draws downwards. Gravity has not such an influence on the head; that remains spherical. So there we must pass from the visible to the invisible. One must say: The soles would die in spite of feeding on fish and crabs—for they only eat these for the sake of the pale, flat under-body—if they were not to take in what comes from the universe through having made themselves one-sided. These are the fine, the delicate connections through which one looks into the laws and secrets of the cosmos.

[ 33 ] Das ist dasjenige, worauf immer wieder die Geisteswissenschaft aufmerksam machen muß, daß man nicht durch grobe, sondern durch feine Beobachtung die wirklichen Gesetze erkennt.

[ 33 ] This is what Spiritual Science must call attention to again and again, namely, that one must learn to know the true laws, not through crude superficial observation but through fine and delicate perception.

[ 34 ] Also am Mittwoch um neun Uhr werden wir dann fortsetzen. Wenn Sie Fragen haben, stellen Sie sie.

[ 34 ] Not translated