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Appendix to the Public Lectures
GA 85

19 August 1908, Karlsruhe

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Appendix to the Public Lectures, tr. SOL
  1. Nachträge zur Abteilung öffentliche Vorträge

8. Germanische Mythen und Göttersagen

8. Germanic Myths and Legends of the Gods

[ 1 ] Es ist vonseiten der Karlsruher Loge der Wunsch ausgesprochen worden, heute zu sprechen über die germanischen Mythen, über die germanischen Götter vom theosophischen Gesichtspunkte aus. Wir müssen uns dabei auf ein richtig tief in die Untergründe theosophischer Weltanschauung eindringendes Thema gefasst machen, auf ein Thema, zu dem allerdings in einer gewissen Beziehung schon theosophische Vorbereitung gehört, weniger theosophische Vorbereitung in dem Sinne, dass man ebenso viel wissen müsste, aber es gehört dazu theosophische Gesinnung, ein Gewohnt-Sein, gewisse schwierige geistige Tatsachen nicht als etwas Phantastisches, als etwas Bildliches, haptisch Hingestelltes, sondern als etwas aufzunehmen, das eben Wahrheit innerhalb der uns verborgenen und der äußeren Sinneswelt zugrunde liegenden Welt ist.

[ 1 ] The Karlsruhe Lodge has expressed a desire to speak today about Germanic myths and the Germanic gods from a theosophical perspective. In doing so, we must prepare ourselves for a topic that delves deeply into the foundations of the theosophical worldview—a topic that, in a certain sense, does require some prior theosophical preparation; not so much preparation in the sense that one must know just as much, but rather a theosophical mindset—an familiarity with accepting certain difficult spiritual facts not as something fantastical, as something figurative or presented in a tangible way, but as something that is, in fact, truth within the world hidden from us and underlying the external sensory world.

[ 2 ] Es war nötig, diese paar Worte zur Einleitung zu nehmen, weil eben das Thema, wenn es überhaupt besprochen werden soll, nur ganz unbefangen und aus gewissen tieferen Gesichtspunkten heraus zu besprechen ist. Wir betreten dabei ein Feld, das Feld der Sagen, der Götterlehren, ein Feld, das heute innerhalb unserer so aufgeklärten Zeit, wie man sie nennt, recht vielen Missverständnissen ausgesetzt ist.

[ 2 ] It was necessary to include these few introductory words because this topic—if it is to be discussed at all—must be addressed with complete impartiality and from certain deeper perspectives. In doing so, we are entering a realm—the realm of myths and the teachings of the gods—a realm that, in our so-called “enlightened” age, is subject to quite a few misunderstandings.

[ 3 ] Der gegenwärtige Mensch, der stolz ist auf seine wissenschaftlichen Errungenschaften, der stolz ist auf seine scheinbar so aufgeklärten Begriffe, der blickt wohl mit einer gewissen Geringschätzung auf Sagen, auf Märchen, auf Mythen längst verflossener Zeiten und er betrachtet sie wohl als etwas, was in der Kindheitsgeschichte der Völker, wo man noch nicht in der Lage war, klar und deutlich über die Dinge der Welt zu denken, eine gewisse Rolle spielen konnte, was ja auch interessant sein mag, wenn man sie sich, [diese] Geschichten, betrachtet, [wenn man] sich so hineinvertieft, wie die kindlichen Völker über Götter, über Erd[regionen], über [das] Menschenwesen gedacht haben, was aber im Grunde genommen dem heutigen Aufgeklärten doch gar nichts Besonderes sagen kann.

[ 3 ] Modern man, who takes pride in his scientific achievements and in his seemingly so enlightened concepts, probably views legends, fairy tales, and myths of times long past, and likely regards them as something that may have played a certain role in the early history of peoples—when they were not yet able to think clearly and distinctly about the things of the world—which may indeed be interesting if one considers [these] stories, [when one] delves into them to see how primitive peoples conceived of gods, of regions of the earth, and of human beings—but which, when all is said and done, can really tell today’s enlightened person nothing particularly significant.

[ 4 ] Und noch in einer anderen Beziehung herrscht nach dieser Richtung hin [ein] recht großes Missverständnis. Man spricht auch davon, dass in jenen Zeiten, in denen das reife männliche Denken, [wie man] gewohnt sich ausdrückt, [noch nicht ausgebildet war], [in denen] der Mensch noch nicht hinangereift war, dass da die Phantasie, die Volksphantasie eine Rolle gespielt hat, wenn man sich hat erinnern wollen, wie die Dinge entstanden seien, wie die Dinge verlaufen [sind], und so weiter. Und da spielt eine gewiss große Rolle, [dass] eine gewisse sinnbild[liche], symbolische Ausdeutung der Märchen und Sagen und [Mythen] wirklich in umfassendster Weise geschehen [ist], dass man solche sinnbilder[hafte] Ausdeutung der Göttersagen und «niederen» Sagen auf die Weise bewerkstelligt hat, dass, wenn von einem geistigen Zug die Rede war, von einem Zug sich verwandelnder Gestalten, dass man da gedacht hat: Da müssen die Wolken gemeint sein, die immer ihre Gestalt ändern. Oder wo man immer gehört hat, dass ein böser Geist einen Gott überwindet: Da muss personifiziert sein da[rin so etwas], wie wenn [der] Herbst herankommt [und] die Kraft des Winters überwältigt die Kraft des Sommers.

[ 4 ] And in yet another respect, there is [a] rather significant misunderstanding in this regard. It is also said that in those times when mature male thinking—[as one] is accustomed to saying—[had not yet developed], [when] human beings had not yet matured, the imagination—the popular imagination—played a role when people sought to recall how things came into being, how things unfolded, and so on. And what certainly plays a major role here is [that] a certain allegorical, symbolic interpretation of fairy tales, legends, and [myths] truly took place in the most comprehensive way, such that such allegorical interpretations of the tales of the gods and “lower” legends were carried out in such a way that, whenever there was talk of a spiritual trait—a trait of changing forms—people thought: “That must refer to the clouds, which are always changing their shape.” Or wherever one has always heard that an evil spirit overcomes a god: that must personify [something like] when [the] fall approaches [and] the power of winter overwhelms the power of summer.

[ 5 ] Naturmythen – heute sagt man: Das Volk hat die Kraft personifiziert, den Kampf des Winters [und dessen Besiegung] durch den Sommer [als Baldur], [oder die Kräfte, die das] Durchschlagen des Blattes [aus den Knospen im Frühling] ermöglichen, als Venus. Das soll alles in Bildern vorgestellt worden sein von dem, was man Völkerphantasie nennt, und solche Verbild[lich]ung von Naturfolgen, Naturkräften, Naturkämpfen soll in den Göttersagen und in den Weltentstehungssagen ausdrücklich auf uns gekommen sein.

[ 5 ] Myths of nature—today we say: The people personified the power of winter’s struggle [and its defeat] by summer [as Baldur], [or the forces that enable] the leaves to sprout [from the buds in spring], as Venus. All of this is said to have been represented in images by what is called the folk imagination, and such visualizations of natural processes, natural forces, and natural struggles are said to have been explicitly passed down to us in the myths of the gods and in the myths of the origin of the world.

[ 6 ] Bei all diesen Dingen gibt es etwas von Phantasie, aber diese Phantasie ist lediglich darauf [gegründet], [wird erst postuliert] seit den über die mythologischen Probleme nachdenkenden Gelehrten. Das, was sie als Theorien aufgestellt haben über solche Volksphantasie, das ist so richtig ein Kämpfen von grünen Tischen der Gelehrsamkeit aus. Man muss unmittelbar den Eindruck bekommen, dass [die, die] so sprechen, dass [es] Volksphantasie scheint, als [sei] der Kampf zwischen Sommer und Winter in Mythen personifiziert, dass die, welche das glauben, niemals ein Erlebnis gehabt haben können von der sogenannten dichtenden Volksphantasie. In dem Sinne, wie unsere gelehrten Mythologen von der dichtenden Volksphantasie sprechen, in dem Sinne gibt es die Volksphantasie [nicht]. Man möchte die Gelehrten [anhalten], einem [von ihnen] raten, sie sollen hinausgehen in das Volk [und sehen], ob ihnen das vor Augen tritt, dass man Wolken personifiziert, den Kampf des Winters mit [dem] Sommer personifiziert – das ist phantastische Gelehrsamkeit. Das ist reiner, nach dem grünen Tisch schmeckender Gelehrtenaberglaube.

[ 6 ] There is an element of fantasy in all these things, but this fantasy is merely [based on]—[has only been postulated]—by scholars who have reflected on mythological problems. What they have put forward as theories about such folk imagination is really just an academic exercise. One immediately gets the impression that [those who] speak this way—that [it] seems to be folk imagination, as if the struggle between summer and winter were personified in myths—that those who believe this could never have had any experience of so-called poetic folk imagination. In the sense that our learned mythologists speak of “poetic folk imagination,” in that sense, folk imagination does not exist. One would like to [urge] the scholars, to advise one [of them], that they should go out among the people [and see] whether they encounter evidence that people personify clouds, personify the struggle between winter and [the] summer—that is fanciful scholarship. That is pure scholarly superstition, smacking of armchair theorizing.

[ 7 ] Aber wir können diesen Gelehrtenaberglauben begreifen, wenn wir uns klarmachen, dass unsere Gelehrten heute gar keine Möglichkeit haben, einen Zugang zu finden zu dem, was in den Götterlehren und Göttersagen eigentlich steht. Sie müssten ja da erst wissen, dass so, wie alles in der Welt der Entwicklung unterliegt, dass so aber auch das menschliche Bewusstsein der Entwicklung unterliegt. An die Entwicklung der äußeren Natur glaubt heute der Mensch, wenn er auch in mancherlei Theorien naturalistisch versucht, sich recht phantastische Vorstellungen [zu] machen – [die er sich zur] Umbildung von Tiergruppen und so weiter macht, wenn auch innerhalb des Strebens recht viel Phantasie steht – und [durch ihre Aneignung von Bebilderung eine Art Anhaltspunkt zur Evolution, Entwicklung zu nehmen]. Also innerhalb der äußeren Form des Geschehens und der Wesen machten sich heutige Menschen einen gewissen Begriff von Entwicklung, aber so wird das eine großartige [Herausforderung] für [die] Menschen, wenn sie sich denken sollen, [dass auch] das Bewusstsein des Menschen, das Seelenleben selbst im umfassendsten Sinne einer Entwicklung unterliegt, das, was Menschen heute ein Bewusstsein nennen würden.

[ 7 ] But we can understand this superstition among scholars if we realize that our scholars today have absolutely no way of gaining access to what is actually contained in the teachings and legends about the gods. They would first have to recognize that, just as everything in the world is subject to evolution, so too is human consciousness subject to evolution. People today believe in the evolution of the external natural world, even though in various naturalistic theories they attempt to form rather fanciful ideas—such as those regarding the transformation of animal groups and so on, even if there is quite a bit of imagination involved in this endeavor—and [by incorporating imagery, they seek to derive a kind of point of reference for evolution and development]. Thus, within the external form of events and beings, people today have formed a certain concept of development; but this becomes a tremendous [challenge] for [human] beings when they are to conceive that [even] human consciousness—the life of the soul itself in the most comprehensive sense—is subject to development, that which people today would call consciousness.

[ 8 ] Betrachten wir zunächst das Bewusstsein, das man hat vom Morgen bis [zum] Abend. Das besteht darin, dass [der] Mensch Gegenstände um sich herum wahrnimmt, dass ihm diese Gegenstände in Sinnesempfindung[en] erscheinen: in Farben, Tönen, [dass sie] hart oder weich sind. Al[le]s, was [der] Mensch wahrnehmen kann, besteht im Grunde genommen aus Farbe, Tönen, [Eindrücken] warmen, [kalten] Grades, harten, [weichen] Grades, und so weiter, Geschmackseindrücken und so weiter. Daraus setzt sich dasjenige, was [der] Mensch in der sogenannten gegenständlichen Welt um sich herum wahrnimmt, zusammen. Dann denkt er nach über Gegenstände [unleserlich], bildet Vorstellungen, Begriffe und so weiter.

[ 8 ] Let us first consider the consciousness one has from morning until [the] evening. This consists in a person perceiving objects around them, in these objects appearing to them as sensory impressions: as colors, sounds, [and as being] hard or soft. Everything a person can perceive consists, fundamentally, of colors, sounds, sensations of warmth and cold, hardness and softness, and so on, as well as taste sensations and so forth. This is what makes up what a person perceives in the so-called objective world around them. Then he reflects on objects [illegible], forming ideas, concepts, and so on.

[ 9 ] Diese Form von Bewusstsein, die von äußeren Gegenständen einer sinnlichen Welt ausgeht, hat sich erst nach und nach entwickelt; diese Form des Bewusstseins war nicht immer vorhanden. Der Mensch ist, wie viele [von Ihnen] aus anderen Vorträgen wissen, der Mensch ist älter als diese seine heutige Bewusstseinsform, und diese Bewusstseinsform hat sich aus einer anderen entwickelt, aus einer ganz anderen Bewusstseinsform, aus anderen Bewusstseinserlebnissen.

[ 9 ] This form of consciousness, which originates from external objects in the sensory world, developed only gradually; this form of consciousness did not always exist. As many [of you] know from other lectures, human beings are older than this present form of consciousness, and this form of consciousness developed from another—from a completely different form of consciousness, from different experiences of consciousness.

[ 10 ] Wir können dieses heutige Gegenstandbewusstsein besser dadurch erkennen, [in]soweit wir es in Zusammenhang bringen mit etwas, womit es abwechselt. Dieses heutige Bewusstsein der Menschheit von morgens, wo er – [der Mensch] – aufwacht, bis abends, wo er einschläft, das wechselt ab mit einem anderen, das derjenige, der mit höheren Tatsachen der geistigen Welt unbekannte Mensch die Bewusstlosigkeit nennt, was aber [die Theosophen] keineswegs Bewusstlosigkeit nennen, sondern einen niedrigen Grad von Bewusstsein. Wenn [der] Mensch abends einschläft und anstelle von Farben der [Sinnesgegenstände], [anstelle] von Tongeräuschen und Geschmackseindrücken um ihn herum Stummheit [und] Finsternis herrschen, dann ist mit dem Menschen etwas geschehen. Der Mensch hat zwei Glieder seiner [Organisation herausgezogen], er besteht im Bette [nur aus dem] physischen Leib und [dem] Ätherleib. Aber herausgestiegen sind das, was wir das astralische und das Ich nennen, also der Träger von Lust und Leid, Begierde und Leidenschaft und der Träume, [und] das Ich sind herausgezogen aus dem Leib, und weil dieser Leib der Menschenart keine Organe hat, so kann er um sich herum die Welt, die um ihn ist, eine geistig-seelische Welt, heute nicht wahrnehmen. So kann der Mensch erst wieder wahrnehmen, wenn er des Morgens untertaucht in [den] physischen Leib, der Augen und Ohren [sich] bedient und so Eindrücke von der Umgebung bekommt.

[ 10 ] We can better recognize this present-day consciousness of objects to the extent that we relate it to something with which it alternates. This present-day consciousness of humanity—from the morning, when [the human being] wakes up, until the evening, when he falls asleep—alternates with another state, which the human being, unfamiliar with the higher realities of the spiritual world, calls unconsciousness; but [theosophists] by no means call this unconsciousness, rather a lower degree of consciousness. When [a] person falls asleep in the evening and, instead of the colors of [sensory objects], [instead] of sounds and tastes around him, silence [and] darkness reign, then something has happened to that person. The person has withdrawn two parts of their [organization]; in bed, they consist [only of] the physical body and [the] etheric body. But what has emerged are what we call the astral body and the “I”—that is, the bearer of pleasure and pain, desire and passion, and of dreams—[and] the “I” have withdrawn from the body; and because this body of the human species has no organs, it cannot perceive the world around it—a spiritual-soul world—today. Thus, a person can only perceive again when, in the morning, they re-enter the physical body, which makes use of the eyes and ears and thereby receives impressions from the surroundings.

[ 11 ] So müssen wir sagen, dass das Gegenstandsbewusstsein und das, was [wir] Bewusstlosigkeit nennen, abwechseln, was aber ein niederer Grad des Bewusstseins ist: das, was wir nennen das traumlose Schlafbewusstsein. Es ist ein so niederer Grad des Bewusstseins, dass [der] Mensch keine Auffassung haben kann während dieses niederen Grades von Bewusstsein. Sie wissen alle, dass es einen Zwischenzustand [gibt] zwischen diesen zwei Bewusstseinen – zwischen dem traumlosen Schlaf- und dem hellen Tagbewusstsein. Dieses Zwischen-Bewusstsein ist der traumerfüllte Schlaf, da, wo die Traumbilder auf- und abwogen, da, wo [der] Mensch wahrnimmt etwas, aber sich klar geworden ist: Das entspricht nicht in demselben Sinn einer äußeren Wirklichkeit wie [die] Tagwahrnehmung. Wenn wir heute diese Traumwelt des Menschen betrachten, so erscheint sie bei den meisten Menschen als regellos, chaotisch; in wirrer Art [sich] wandelnd wogen Traumbilder auf und ab, gestalten sich und gestalten sich um. Sie erinnern entweder an unmittelbare äußere Erlebnisse oder sie sind Reminiszenzen aus einer mehr oder weniger zurückliegenden Vergangenheit, Erinnerungsbilder und dergleichen mehr.

[ 11 ] Thus, we must say that object consciousness and what [we] call unconsciousness alternate, though the latter is a lower degree of consciousness: what we call dreamless sleep consciousness. It is such a low level of consciousness that a person cannot have any perception during this low level of consciousness. You all know that there is an intermediate state between these two states of consciousness—between dreamless sleep and clear waking consciousness. This intermediate state of consciousness is dream-filled sleep, where dream images ebb and flow, where a person perceives something but has come to realize: This does not correspond to an external reality in the same sense as waking perception. When we look at this human dream world today, it appears to most people as disorderly and chaotic; dream images ebb and flow in a confused manner, taking shape and reshaping themselves. They either recall immediate external experiences or are reminiscences from a more or less distant past—memory images and the like.

[ 12 ] Nun kann sich doch derjenige, welcher noch nicht tiefer in die Geisteswissenschaft hat eindringen können, doch gerade [an den] aus diesem Grund regellosen, wahren Traumbildern einen gewissen Begriff bilden von einem ehemaligen mensch[lich]en Bewusstseinszustand, aus dem sich das heutige [Bewusstsein] herausentwickelt hat. Es gab eine Zeit der Menschheitsentwicklung, und sogar eine Zeit der Erdenentwicklung des Menschen, da konnte der Mensch noch nicht dieses heutige Bewusstsein haben, wo er Gegenstände äußerlich wahrnimmt, da hatte er auch nicht diese, in dem Sinne wie heute, eine sozusagen völlige Auslöschung des Bewusstseins von abends, wo er eingeschlafen ist, bis morgens, wo er aufwachte, sondern es war anders: Es gab einen Zustand menschlicher Entwicklung auf unserer Erde, wo der Mensch äußerlich, wenn er die Gegenstände angesehen hat, keineswegs so scharfe Konturen in den Gegenständen gesehen hat wie jetzt. Keine solche scharfe Grenze [gab es]; er würde die Blume zum Beispiel so gesehen haben, dass sie ganz undeutlich verschwommen war, deutlich von [etwas] umgeben war, von mächtigen Farbgebilden, die angepasst waren dem Charakter der Blume. Er würde nicht das Weiß innerhalb der Blumengrenzen gesehen haben, sondern die [Farbe] äußerlich [darum herum] gesehen haben, [nicht] innerhalb der Blumenfarben-Bildung.

[ 12 ] Now, those who have not yet been able to delve more deeply into spiritual science can, precisely through these true dream images—which are, for this reason, seemingly chaotic—form a certain conception of a former state of human consciousness from which today’s consciousness has evolved. There was a time in human evolution—and indeed a time in the Earth’s evolution of humankind—when human beings could not yet possess the consciousness they have today, in which they perceive objects externally; nor did they experience, in the sense we do today, a sort of complete extinction of consciousness from the evening, when they fell asleep, until the morning, when they awoke. Rather, it was different: There was a stage of human development on our Earth when, upon looking at objects, people by no means saw such sharp contours in them as they do now. There were no such sharp boundaries; he would have seen the flower, for example, as being quite indistinctly blurred, clearly surrounded by [something], by powerful color formations that were attuned to the character of the flower. He would not have seen the white within the flower’s outline, but would have seen the [color] on the outside [around it], [not] within the flower’s color formation.

[ 13 ] Sie können sich eine Vorstellung davon machen, wenn Sie in dichtem Nebel herumgehen und sehen [eine] brennende Laterne. Sie können das Lichtbild nicht unterscheiden, dagegen sehen Sie um die Laterne herum alle möglichen Regenbogenfarben. Denken Sie sich die Farben des Nebels undeutlich umgeben von Farbspielen, Regenbogenbildung und so weiter. [An]statt dessen, was Sie heute erleben vom Morgen, wo Sie aufwachen, bis zum Abend, wo Sie einschlafen, erlebte die Seele in jenem frühen Menschheitszustand eine solche Außenwelt. Dafür war aber auch die Nacht noch etwas anderes, als sie heute ist. Heute, wenn [der] Mensch aus seinem physischen Leib und Ätherleib abends heraussteigt – dunkel und finster wird es um ihn herum. Damals verließ er eine verschwommene Welt, aber er starrt hinein nun nicht in Dunkles und Finsteres, sondern in eine andere Welt. Es waren um ihn herum [Anregungen], wenn auch für spätere Zeit in einer gewissen Verschwommenheit. Es waren um ihn herum geistig-seelische Wesenheiten. Der Mensch lebte damals [dort] bewusst. [So] sehen wir, wie er innerhalb [dessen lebte in einem] recht lebendigen Traumzustand; von einem Traumzustand, der Wirklichkeit bedeutet, [unleserlich] [erfuhr er von] einer geistigen Welt, [unleserlich] [aus der] daraus [strömenden] Farbenbildung, dass da Pflanzen und Tiere sind. So wusste er, wenn er auftauchte in der physischen Welt, dass er in einer Welt geistig-göttlicher Wesenheiten war. Da traf er gerade auch auf Farb- und Tonbildung. Aber er wusste: Sie gehen aus von seelisch-geistigen Wesenheiten. So lebte der Mensch sozusagen in einem noch stumpferen, dumpfen Bewusstsein während des Tages, dafür aber war in der Nacht sein Bewusstsein, wenn auch dämmerhaft, doch ein Bewusstsein, das verglichen [mit] dem heutigen Nachtbewusstsein ein viel Helleres war. Ein dumpfes, dämmerhaftes Hellsehen.

[ 13 ] You can get an idea of this by walking around in thick fog and seeing [a] burning lantern. You can’t make out the image in the light, but you see all kinds of rainbow colors around the lantern. Imagine the colors of the fog, vaguely surrounded by plays of color, rainbows, and so on. [Instead] of what you experience today—from the morning when you wake up until the evening when you fall asleep—the soul experienced such an external world in that early state of humanity. But the night, too, was something different back then than it is today. Today, when a person steps out of their physical and etheric bodies in the evening, it becomes dark and gloomy around them. Back then, they left a hazy world, but they did not gaze into darkness and gloom; rather, they gazed into another world. There were [stimuli] around them, albeit in a certain haziness that would become clearer later on. There were spiritual-soul beings around them. Human beings lived consciously [there] at that time. [Thus] we see how he lived within [a] quite vivid dream state; from a dream state that signified reality, [illegible] [he learned of] a spiritual world, [illegible] [from the] formation of colors [flowing] from it, that there are plants and animals there. Thus, when he emerged into the physical world, he knew that he had been in a world of spiritual-divine beings. There he encountered, in particular, the formation of colors and sounds. But he knew: They emanate from soul-spiritual beings. Thus, the human being lived, so to speak, in an even duller, more dim consciousness during the day; by contrast, his consciousness at night—though twilight-like—was nevertheless a consciousness that, compared [to] today’s nighttime consciousness, was much brighter. A dull, twilight-like clairvoyance.

[ 14 ] Wo finden wir solche Menschen in alter Zeit, die diesen Bewusstseinszustand gehabt haben? Auf diese Frage gibt heute noch keine äußere Naturwissenschaft eine einigermaßen genügende Antwort. Aber die geistige Wissenschaft mit ihrer Forschung geht zurück in alte, uralte Zeiten der Vormenschheit, in jene Zeiten der Vormenschheit, wo vielfach an denjenigen Stellen, die heute ausgefüllt [sind] von Europa, Asien und Afrika, noch Meer, weites Meer war, wo wenig Landbildung war an der Stelle, wo heute Europa, Asien und Afrika war, dafür war ein großer Kontinent im Westen von uns zwischen Europa und Amerika. Der [Kontinent], der Boden des Atlantischen Ozeans, den denken Sie sich [so], dass [er] hinaufgehoben und nicht von Meer bedeckt [ist]; so haben Sie eine mächtige Landmasse. Diese Landmasse war bewohnt von den Vorfahren der Menschen. Allerdings waren diese Menschen, die da in der alten Atlantis wohnten, eben in diesem ganz anderen Bewusstseinszustand als die Erde, die wir heute beschrieben haben.

[ 14 ] Where in ancient times can we find people who possessed this state of consciousness? To this day, no branch of the natural sciences has provided a reasonably satisfactory answer to this question. But spiritual science, with its research, goes back to ancient, primeval times of pre-humanity—to those times when, in many places now occupied by Europe, Asia, and Africa, there was still sea, vast sea; when there was little landmass where Europe, Asia, and Africa are today, but instead there was a large continent to the west of us, between Europe and America. That [continent], the floor of the Atlantic Ocean—imagine it [as] having been raised and no longer covered by the sea; thus you have a vast landmass. This landmass was inhabited by the ancestors of humankind. However, these people who lived there in ancient Atlantis were in a state of consciousness entirely different from that of the Earth we have described today.

[ 15 ] Nun müssen Sie sich einmal recht weit zurückversetzen, Tausende und Abertausende von Jahren in die alte Atlantis. Da würden wir in andere Zustände kommen, die radikal verschieden sind von unserem jetzigen Menschheitszustand. Wir würden zum Beispiel, wenn wir nur einige Millionen von Jahren zurückgehen – das ist für die ganze Entwicklung der Menschheit im Grunde genommen eine Kleinigkeit –, wenn wir nur einige Millionen von Jahren zurückgehen, würden wir den Menschen [auf der Erde] finden, [der] noch nicht seine Füße auf ihren festen Erdboden setzen [kann], wir würden ihn finden wie eine Art schwimmende, schwebende Wesenheit; freilich konnte er nicht schwimmend schweben wie heute, [wenn man schwimmt]. Weil die Luft, die ganz erfüllt war von Wasserdampf – in einem Nebel lebte der Mensch, der so dicht war, dass der Mensch selber mit Leichtigkeit wie schwimmend, schwebend, fliegend, in dieser Masse [sich] aufhielt in der Nähe des Erdbodens. Der Mensch musste damals ganz anders organisiert sein. Solche Beine, [wie wir sie heute haben], waren damals noch nicht ausgebildet. Es war [das Bein] nur [ein] Organ, um sich das Gleichgewicht in dieser dichten Luft zu erhalten.

[ 15 ] Now you must take a step back quite a long way—thousands upon thousands of years—to ancient Atlantis. There we would encounter conditions that are radically different from our current human condition. For example, if we were to go back just a few million years—which is, in essence, a mere blink of an eye in the grand scheme of human evolution—if we were to go back just a few million years, we would find humans [on Earth] who [could not] yet set their feet on solid ground; we would find them as a kind of floating, hovering being; of course, they could not float as we do today [when we swim]. Because the air was completely filled with water vapor—humans lived in a fog so dense that they themselves could easily remain in this mass near the Earth’s surface, as if swimming, floating, or flying. Humans must have been organized quite differently back then. Legs such as [those we have today] had not yet developed at that time. [The leg] was merely [an] organ for maintaining balance in this dense air.

[ 16 ] So könnten wir zurückgehen in Zeiten, wo ganz andere Zustände des Menschen waren, und dann können Sie begreifen, wie sich aus dem Bewusstsein des Menschen nach und nach entwickelt hat allmählich ein Mensch, [bei dem] sich fortwischt das nächtliche Bewusstsein, wo [der] Mensch lebt[e] in [einer] geistigen Blitz[es]-Welt, [das sich] mehr und mehr verdunkelt, da heute unsere traumlose Nacht eingetreten ist; und das andere Bewusstsein, das Menschen bei Tag haben, hellte sich auf, die [aurische] Farbe der Tiere und Pflanzen verschwand und die Gegenstände mit den scharfen Grenzen und Konturen erschienen.

[ 16 ] So we could go back to times when human conditions were entirely different, and then you can understand how, out of human consciousness, a human being gradually developed—[in whom] the nocturnal consciousness is fading away, where [the] human being [lived] in [a] world of spiritual flashes, [which] grew darker and darker as our dreamless night set in; and the other consciousness that humans possess during the day grew brighter, the [auric] color of animals and plants disappeared, and objects with sharp boundaries and contours appeared.

[ 17 ] Nun dürfen Sie nicht glauben, dass da in [der] Nacht, wenn [der] Mensch aus [dem] physischen Leib heraus war und eine wunderbare Bilderwelt um sich erlebte, dass das Traum war, dass das etwas war, das nicht der Wirklichkeit entsprach. Nun, das entsprach ebenso der Wirklichkeit, was der Mensch früher mit verschwommenen Grenzen sah und was er heute mit festen Grenzen um sich herum sieht. Denn der Mensch steigt in der Nachtwirklichkeit in eine andere Welt, die Welt, die immer um uns herum ist, [aber er nimmt nichts wahr], weil er kein [Wahrnehmungs-]Organ [dafür] hat. Die alten Organe hat er verloren und neue noch nicht gebildet. Wir sind in der Tat umgeben wie von physischen Wesen von geistig-seelischen Wesen, die zum Teil über, zum Teil unter dem Menschen in [ihrer] Entwicklung zunächst stehen. So stieg der Mensch der Vorzeit von der physischen Welt in [die] Welt der Geister, in [die] Welt der Götter hinauf. Unter Götter-[unleserlich] stieg er in der Nacht [unleserlich] der Seele und [dem] Geist gleich, [die] nicht im physischen Leib [in der] Nacht [sind].

[ 17 ] Now, you must not think that during [that] night, when [a] person was out of [their] physical body and experienced a wondrous world of images around them, that this was a dream, that it was something that did not correspond to reality. Well, what the human being used to see with blurred boundaries—and what he sees today with clear boundaries around him—corresponded just as much to reality. For in the reality of the night, the human being ascends into another world, the world that is always around us, [but he perceives nothing] because he has no [perceptual] organ [for it]. He has lost the old organs and has not yet formed new ones. We are in fact surrounded—as if by physical beings—by spiritual-soul beings, some of whom are initially ahead of, and some behind, human beings in [their] development. Thus, the human beings of antiquity ascended from the physical world into [the] world of spirits, into [the] world of the gods. Among the gods [illegible], he ascended in the night [illegible], equal to the soul and [the] spirit, [which] are not in the physical body [during] the night.

[ 18 ] Und der Mensch durchzog, als durch [die] große Wasserkatastrophe die alte atlantische Erde immer mehr [unleserlich], und zog von West nach Ost [und bildete die] Ur-Bevölkerung Europas, Asiens und [unleserlich] Afrikas, und die heutigen Bewohner von diesen Weltteilen sind Nachkommen der alten [Atlantier] und mit diesen herüber[ge]zogen.

[ 18 ] And as the great flood increasingly [illegible] the ancient Atlantic landmass, humans migrated from west to east [and formed the] original populations of Europe, Asia, and [illegible] Africa; and the present-day inhabitants of these parts of the world are descendants of the ancient [Atlanteans] and migrated here with them.

[ 19 ] Da verloren sich nach und nach das alte hellseherische Bewusstsein und das alte Wohnen unter den Göttern, und es kam das heutige nüchterne Taggegenstandsbewusstsein. Nicht bei allen Menschen verloren sie sich zu gleicher Zeit. [Allein] erhielten sie sich bei Astral[unleserlich]. Immer wieder finden sich solche [Menschen], die sozusagen durch besondere Lebensumstände in ihrer Art gerade [über die] neue Grenze zwischen Schlaf[en] und Wachen immer bewusst hineinschauen konnten in die geistige Welt, die sich sozusagen als Erbstück von früheren Zeiten diese Möglichkeit, hineinzuschauen in die geistige Welt, erhalten hatten.

[ 19 ] Gradually, the old clairvoyant consciousness and the old way of living among the gods were lost, and today’s sober, everyday consciousness took their place. They were not lost at the same time for all people. [However] they were preserved among the astral [illegible]. Time and again, there are such [people] who, due to special circumstances in their lives, were able to consciously peer across the new boundary between sleep and wakefulness into the spiritual world—people who, as it were, had inherited this ability to look into the spiritual world as a legacy from earlier times.

[ 20 ] Was liegt dem zugrunde? All dem liegt zugrunde, dass die Menschen, die in Europa ihren Wohnplatz genommen hatten und eingewandert [waren] von Westen, dass sie in dem, was erzählte Erinnerung [auf]genommen hat, [dasjenige] bewahrten, [was] in ihrer uralten [atlantischen] Heimat war, [und es als] Erinnerung bewahrt[en] an das Reich der Götter. [Es] war [die] Erinnerung daran, dass Menschen lebten unter geistigen Wesenheiten, [unleserliche Stelle] dem Geist gleich, den [Göttern]. Viele mussten sich sagen: Jetzt können wir sie nicht mehr sehen, diese geistigen Wesenheiten, die Wahrheit und Wirklichkeit um uns herum sind, aber ehemals haben die Menschen sie gesehen, wir erinnern uns, dass da[s] beobachtet wurde aus uralter Zeit, dass gesehen worden ist ein Wesen, das wir Wotan, Thor, Tyr, Baldur, Loki und so weiter nennen – diese Namen waren nicht Namen von irgendwelchen Personifikationen von Naturgewalt. Das ist gelehrte Phantasterei. Diese Wesen waren solche, die man als Urwesen erlebt hatte, wenn man sich des Nachts in die geistige Welt hinein[be]wegte. So war [es], wie sie als hell und [leuchtend] in ihrem Gegenstandsbewusstsein sein [konnten]. Deshalb konnten [es] geistig-seelische Wesenheiten, die [es] nicht zum physischen Körper brachten, geistig-seelische Wesenheiten sein – allerdings, was die Menschen Tyr und Thor nannten, große, auserlesene Wesenheiten, führende Individuen, die der Mensch auch damals selten sah, [so] wie er heute einen Kaiser oder König selten sieht. Aber auch so, wie wenn er heute den Kaiser und König selten sieht, wussten sie doch, dass er da ist, so wussten sie aber auch, dass die Thore da sind und wahrzunehmen [sind] für diejenigen, die sozusagen in ihre Nähe kommen während des dämmerhaften [Hell]sehens, das [der] Mensch erlebt, wenn er aus seinem physischen Leib tritt [unleserlich] während des Schlafzustandes. Also nicht aus einer nächtlichen phantastischen Personifizierung sind sie entsprungen, die Götter Wotan, Thor und so weiter, sondern sie sind erlebt worden. Und das ist nicht [nur] der Ursprung der Mythologie und insbesondere auch der Ursprung der europäischen Mythologie, [sondern auch] die Erinnerung an die Mythologie eines geistigseelischen Erlebens der Vorzeit. Das ist die Realität der Urzeit. Verschwunden waren die Götter nur aus einem Grund: weil der Mensch unfähig geworden ist, sich zu den Göttern zu erheben; weil wir kein Organ mehr hatten, die Götter zu sehen und zu erleben.

[ 20 ] What is the basis for this? The basis for all of this is that the people who had made their home in Europe and had immigrated from the West preserved, in what oral tradition had recorded, [that which] was part of their ancient [Atlantic] homeland, [and preserved it as] a memory of the realm of the gods. [It] was [the] memory that people lived among spiritual beings, [illegible passage] like spirits, the [gods]. Many must have said to themselves: Now we can no longer see them, these spiritual beings that are the truth and reality all around us, but in the past people saw them; we remember that it was observed from time immemorial that a being was seen whom we call Wotan, Thor, Tyr, Baldur, Loki, and so on—these names were not names of mere personifications of natural forces. That is scholarly fantasy. These beings were the primordial beings that people had experienced when they ventured into the spiritual world at night. That is how they [could] appear as bright and [luminous] in their perception of objects. Therefore, these could be spiritual-soul entities that did not manifest in a physical body—though what people called Tyr and Thor were great, exalted entities, leading figures whom people rarely saw even back then, just as they rarely see an emperor or king today. But just as people today rarely see an emperor or king, they nevertheless knew that he was there; in the same way, they also knew that the Thors were there and could be perceived by those who, so to speak, came into their vicinity during the twilight [clairvoyance] that a person experiences when stepping out of their physical body [illegible] during the state of sleep. So the gods Wotan, Thor, and so on did not spring from some fantastical nocturnal personification, but were actually experienced. And this is not [merely] the origin of mythology—and in particular the origin of European mythology—[but also] the memory of the mythology of a spiritual-soul experience from ancient times. That is the reality of primeval times. The gods disappeared for only one reason: because human beings had become incapable of rising to the level of the gods; because we no longer had the faculty to see and experience the gods.

[ 21 ] Nur in der Eigenart der germanischen Mythologie, derjenigen Mythologie, die sich ausbreitet durch Nordruss[land], Skandinavien, Nordwesteuropa, Mitteleuropa, [ist es so], dass sie sozusagen uns die alte Erinnerung bewahrt, weit, weit zurückliegende Erinnerung bewahrt hat. Sehen Sie, der Ausgangspunkt der Menschen, die da von der alten Atlantis nach dem Westen herübergezogen sind, war im Atlantischen Ozean, beziehungsweise in Nähe des heutigen Irland; da sind Menschen herübergezogen nach dem Osten in verschiedenen Zügen. Die[jenigen], welche nach Asien herübergezogen sind und dort gegründet haben die indische, [die persisch]-asiatische Kultur [und die ägyptische] in Afrika, das sind diejenigen [unleserlich], die die vorgeschrittenen Menschen [waren] … [Lücke] diejenigen, welche das alte, dämmerhafte Hellsehen verloren hatten [und] am besten die physischen Gegenstände sehen konnten; dagegen waren in Europa alleine Leute von einem natürlichen Hellsehen geblieben, die nicht an Erinnerung angewiesen waren an die [atlantische] Heimat, welche noch jetzt in [einem] gewissem Grenzzustand die Götter sehen konnten, die man früher als Genossen hatte, wenn man sich [zu] ihnen geistig hineinbegab.

[ 21 ] Only in the unique character of Germanic mythology—the mythology that extends across northern Russia, Scandinavia, northwestern Europe, and Central Europe—[is it the case] that it has, so to speak, preserved for us the ancient memory, a memory from long, long ago. You see, the point of origin for the people who migrated westward from ancient Atlantis was in the Atlantic Ocean, or rather near present-day Ireland; from there, people migrated eastward in various waves. Those who migrated to Asia and established the Indian and [Persian]-Asian cultures there [and the Egyptian] culture in Africa—these are the ones [illegible] who were the advanced people … [gap] those who had lost the ancient, twilight-like clairvoyance [and] were best able to see physical objects; in contrast, in Europe alone there remained people with natural clairvoyance who did not rely on memories of the [Atlantic] homeland, who could still, even now, in [a] certain liminal state, see the gods whom one had formerly regarded as companions when one entered into their realm spiritually.

[ 22 ] So kam es, dass innerhalb der angedeuteten Länder Europas sich [eine] wunder[bare] alte Erinnerung an die ehemalige erlebte geistige Welt erhalten hat. Und es gehört vielleicht, wenn man sie richtig versteht und das in [unleserlich] entwickelt, es gehört vielleicht die germanische Mythologie zu dem allertiefsten Weisheitsausdrucke, die man für ältere Zeiten auf der Erde erleben kann. Die anderen Völker, sie haben sich in viel späterem Zustande in der Erdentwicklung neue Erinnerung bewirkt als gerade die europäischen Völker, allerdings [ist] [unleserlich] ein tiefes Eindringen in die Mythen und Sagen, in die Götterlehre entwickelt.

[ 22 ] And so it came to pass that within the European countries mentioned, [a] wondrous ancient memory of the spiritual world once experienced has been preserved. And perhaps—if one understands it correctly and develops this in [illegible]—perhaps Germanic mythology belongs among the very deepest expressions of wisdom that one can experience from earlier times on Earth. The other peoples, having emerged at a much later stage in Earth’s evolution, have created new memories than the European peoples in particular; nevertheless, [there is] [illegible] a deep penetration into the myths and legends, into the doctrine of the gods.

[ 23 ] Sie tritt ja für den heutigen materialistischen Menschen, diese alte europäische germanische Götterwelt, in einer recht rätselhaften Weise auf. Da hört er, dass [man] heute lernt aus den verschiedenen schriftlichen Dokumenten, die sich erhalten haben – und an andere Dokumente als schriftliche Dokumente glaubt ja der Mensch nicht –, da hört er, dass [es] in altgermanischen Ländern den Glauben gegeben habe an allerlei geistige Wesenheit[en], die zum Beispiel für gewisse Menschen in der Nacht sichtbar geworden sein sollen, die aller[hand] getrieben haben, aber mit normalen Sinnen nicht gesehen werden konnten. Meist werden diese Wesenheiten, die eine Art niedrige Geister darstellen, schon als irgendwelche Personifikationen aufgefasst.

[ 23 ] To today’s materialistic person, this ancient European Germanic pantheon appears in a rather mysterious way. He hears that [people] today learn from the various written documents that have survived—and people don’t believe in documents other than written ones—they hear that in ancient Germanic lands there was a belief in all sorts of spiritual beings who, for example, are said to have become visible to certain people at night, who were up to all sorts of mischief, but who could not be seen with the normal senses. Most often, these entities—which represent a kind of lowly spirit—are already understood as some sort of personifications.

[ 24 ] Was wird zum Beispiel angezweifelt? Wie in einer sehr jungen Zeit ein Mann, der viele Leute in seinem Leben verfolgt hat und ihnen Unrecht getan hat, während der Gefangenschaft von allerlei wilden Geistern verfolgt wird, die Tiergestalt annehmen, und so weiter [unleserlich]. [Da] denkt derjenige, der vom grünen Tisch der Gelehrsamkeit auftritt: Ja, da kam der alte germanische Glaube, der personifiziert die Gewissensbisse als Mäuse, die den betroffenen Menschen verfolgen. Kein Mensch, der die Volksseele kennt, wird annehmen, dass es diese Volksseele [unleserlich] [unternimmt], wenn sie durch [nichts von uns] angeregt wird, dass [sie] Gewissensbisse zu [etwas] personifiziert, eben als Mäuse. Das tut nur derjenige, der die Mythen ausgestalten muss zu dem Verhalten eines Krankhaften. Diejenigen aber, die auf wirklich [unleserlich] Weise [wissen], dass in der Tat in alten Zeiten, bei anderen Bewusstseinszuständen, aus denen sich Götter erst entwickelt haben, ein Mensch, der Schlechtes getan hat, es nicht so leicht gehabt hat wie ein heutiger Mensch, weil ein Mensch, wenn er herausging aus seinem physischen Leib, in der Tat seine eigene Leidenschaft, seine eigenen Verfolgungsleidenschaften, die aus ihm ausgeströmt sind, in der Form von Tiergestalten, in ihrer seelisch-geistigen Eigenheit gesehen hat. Nicht irgendeine Verbildlichung, nicht irgendeine Personifikation tritt da ein für etwas Abstraktes. Was die Volkssagen gegeben haben, ist die Beschreibung eines wirklichen, realen geistigen Tatbestandes.

[ 24 ] What, for example, is being questioned? How, in very ancient times, a man who had persecuted many people in his life and wronged them was, during his imprisonment, haunted by all sorts of wild spirits that took on animal forms, and so on [illegible]. [Then] the one who speaks from the ivory tower of scholarship thinks: Yes, there was the old Germanic belief that personifies pangs of conscience as mice that pursue the person in question. No one who knows the national soul would assume that this national soul [illegible] [would do so], when it is inspired by [nothing from us], that [it] personifies pangs of conscience as [something], namely as mice. Only the one who must shape the myths into the behavior of a sick person does that. But those who truly [illegible] know that in fact, in ancient times, in other states of consciousness from which gods first developed, a person who had done wrong did not have it as easy as a person today, because when a person stepped out of their physical body, they actually saw their own passions—their own persecutory passions that had flowed out of them—in the form of animal figures, in their soul-spiritual distinctiveness. It is not just any visualization, not just any personification standing in for something abstract. What folk legends have provided is a description of a real, actual spiritual reality.

[ 25 ] Und so [ist] es als[o] nicht nur für so untergeordnete Geisteswesen, es ist auch [so] für jene große Göttergestalt, die unter dem Namen Wotan und so weiter sich auf die Nachwelt erhalten hat in der Erinnerung. Wenn uns Wotan beschrieben wird als eine Individualität, eine Persönlichkeit geistiger Art, mit einem himmelsblauen Mantel, der mit goldenen Sternen besetzt ist; wenn er uns beschrieben wird mit einem Auge, beschrieben mit einem grauen Hut mit zwei Raben, die auf seinen Schultern sitzen, [unleserlich]. Mancherlei wird schon über seine äußere Gestalt gesagt, was weiß da die heutige Mythenund Sagenforschung viel anderes [auszusagen] als: Nun ja, das ist eine Personifikation, eine Verbildlichung. Der blaue Himmel, die Sterne darauf, die Sonne, das eine Auge, Wolkenschatten, der sich über das [andere] Auge [unleserlich], und der graue Hut, dann noch ein Gedanke der Erinnerung: Hugin und Munin, die beiden Raben, so hätte der Völker Phantasie sich an Wotan verbildlicht. Dabei weiß nun derjenige nicht, der so spricht von einer dichtenden Volksphantasie, was für ein eigenartiges Ereignis zugrunde liegt, wenn der Mensch beim Herausgehen aus dem physischen Leib imstande ist, wahrzunehmen in den geistigen Vorgängen, wenn er nicht damit seine Umgebung [verliert] und [ins] unbestimmte, finstere Dunkel [versinkt], wenn er nicht aufhört wahrzunehmen, sondern fortfährt wahrzunehmen.

[ 25 ] And so it is not only true for such subordinate spiritual beings; it is also true for that great divine figure who has been preserved in the memory of posterity under the name of Wotan and so on. When Wotan is described to us as an individual, a spiritual personality, wearing a sky-blue cloak studded with golden stars; when he is described to us as having one eye, wearing a gray hat with two ravens perched on his shoulders, [illegible]. Much has already been said about his outward appearance, but what more can today’s research into myths and legends [say] other than: Well, yes, that is a personification, a representation. The blue sky, the stars upon it, the sun, the single eye, the shadow of a cloud falling over the [other] eye [illegible], and the gray hat—and then a thought of remembrance: Hugin and Munin, the two ravens—this is how the imagination of the peoples would have visualized Wotan. Yet the one who speaks in this way of a poetic folk imagination does not know what a peculiar event lies at the root of it, when a person, upon leaving the physical body, is able to perceive within the spiritual processes—provided he does not thereby [lose] his surroundings and [sinks] into an indeterminate, pitch-black darkness—when they do not cease to perceive, but continue to perceive.

[ 26 ] Die erste Wahrnehmung ist die, dass er wächst, größer wird, dass alles sich ausdehnt, dass er sich [nachts zuallererst] so groß fühlt, wie die Weiten des Raumes sind. Das ist etwas, was da zunächst auftritt und [so] in einer bestimmten Zeit war. Das, was [der] Mensch da sah, wenn er im Einschlafen sozusagen sich selbst bleibt, das war einfach in der Beschreibung des Wotan wiedergegeben. Das ist nichts anderes als eine Beschreibung, als [ein] nächtlicher Tatbestand.

[ 26 ] The first perception is that he is growing, becoming larger, that everything is expanding, that [first and foremost at night] he feels as vast as the expanses of space. This is something that occurs initially and [thus] existed at a certain time. What [the] person saw there—when, so to speak, he remains himself as he falls asleep—was simply reflected in the description of Wotan. This is nothing other than a description, [a] nocturnal occurrence.

[ 27 ] Aber wie? Wollen wir genau ins Auge fassen, was Mensch erlebt. Er schlief ein, er erlebte, wie er sich heraushob aus seinem physischen Leib, wie er immer größer und größer wurde. Da kam ein Augenblick, in diesem trat etwas Sonderbares ein. Was da eintrat, das lässt sich nur mit Folgendem vergleichen. Denken Sie sich einmal einen Menschen, der kurzsichtig ist. Der steht dort in der Höhe und nähert sich der Blume; in der Höhe sieht er die Blume noch nicht. An einem bestimmten Punkt sieht er die Blume, da tritt sie in sein Gesichtsfeld ein. Er verbindet sich mit der Blume. In einer ähnlichen Art war die Wahrnehmung in jenem nächtlichen Zustand, den ich eben beschrieben [habe]. Der Mensch fühlt sich groß und größer werden. Aber im Moment [jenes Zustandes] fühlt er sich nicht so, wie wenn er nur wahrnehmen würde, sondern wie wenn er sich in etwas hineinbegeben würde, wie wenn er etwas empfangen würde, ein Wesen, von dem er empfindet, dass er von ihm abhängt, dass es zu ihm gehört, dass es seine Kräfte in Bewegung versetzt; er fühlt sich geborgen sozusagen wie in einer Art «Schöpfung » von ihm. Ja, die eine [Empfindung] ging viel weiter. Der Mensch fühlte: Ich verlasse meinen physischen Leib und meinen Astralleib. Das, was [mein] astralischer Leib bei Tag dann tut, das kann ich selber nicht tun, aber dieses Wesen, in das ich hineinsteige, das füllt jetzt meinen physischen Leib wie [auch meinen] Ätherleib aus, das ist eine Art Gott, eine Art Schöpfer, der erinnert [unleserlich], der erinnert auch bei Tag, aber bei Tag waren die äußeren Gegenstände verschwommen nur zu sehen. Deshalb gelobte der Mensch in alter Zeit [dem] Gott, den er später nannte Wotan. Eine reale Wesenheit des astralischen Raumes um ihn herum war dieser Wotan, und so waren es auch die anderen der Götter.

[ 27 ] But how? Let us take a close look at what a person experiences. He fell asleep; he experienced how he rose out of his physical body, how he grew larger and larger. Then came a moment when something strange happened. What happened there can only be compared to the following. Imagine a person who is nearsighted. He stands up high and approaches the flower; from that height, he cannot yet see the flower. At a certain point, he sees the flower—that is when it enters his field of vision. He connects with the flower. The perception in that nocturnal state I have just described was similar. The person feels large and growing larger. But in the moment [of that state], they do not feel as if they were merely perceiving, but as if they were entering into something, as if they were receiving something—a being on which they feel they depend, that belongs to them, that sets their powers in motion; he feels safe, as it were, as if in a kind of “creation” of his own. Yes, that one [sensation] went much further. The person felt: I am leaving my physical body and my astral body. What [my] astral body does during the day, I cannot do myself, but this being into which I enter now fills my physical body as well as [my] etheric body; it is a kind of god, a kind of creator who remembers [illegible], who remembers even during the day, but during the day the external objects were only visible as blurred shapes. That is why, in ancient times, people made vows to [the] god whom they later called Wotan. This Wotan was a real being of the astral space surrounding them, and so were the other gods as well.

[ 28 ] Und nun wird uns sozusagen jeder einzelne der Züge [deutlich]. Wir können uns nicht auf alle einlassen, aber aus der bezeichneten Natur von diesen oder anderen Einzelheiten, wenn Sie sehen, wie man hinaus- [oder] durch [unleserlich] hineinsehen kann in die Geheimnisse dieser Götterweisheit, so tritt uns in diesen germanischen Mythologien in eigener Art ein Gegensatz von Göttern entgegen. Ein Götter[unleserlich] war von Göttern. Die einen werden genannt die Asen. Asen heißt so viel wie Wesen, die aber geistiger Natur sind. Das ist das eine Göttergeschlecht. Nun erscheinen aber in den verschiedenen Mythen [unleserlich] wie eine zweite Art von Göttern: die Wanen. Wanen dürfte ein Wort sein, das mit Wasser zusammenhängt. Diese Wanen stehen in einem ganz eigenartigen Gegensatz zu den Asen.

[ 28 ] And now, so to speak, each and every one of these traits becomes [clear] to us. We cannot delve into all of them, but from the described nature of these or other details—if you see how one can look out [or] through [illegible] into the mysteries of this divine wisdom—we encounter, in these Germanic mythologies, a contrast between gods in their own unique way. A god [illegible] was among the gods. One group is called the Aesir. Aesir means “beings,” but of a spiritual nature. That is one divine lineage. Now, however, in the various myths [illegible] appear as a second kind of gods: the Vanir. Vanir is likely a word related to water. These Vanir stand in a very peculiar contrast to the Aesir.

[ 29 ] So eine äußerliche Auslegung hat natürlich [gemeint]: Da gibt es bestimmte Völkerschaften, die verehrten seit alten Zeiten, die Asen, Wotan, Thor, Tyr, Baldur und so weiter, also sozusagen geistige Wesenheiten, die sich so, wie wir den Wotan beschrieben haben, betätigen, aber es gibt andere Stämme und andere Völker, die verehrten andere Götter, die Wanen, und dann hat es einen Krieg gegeben zwischen den Bekennern der Asen und den Bekennern der Wanen, und da haben die Bekenner der Asen gesiegt, und, wie man sich das so vorstellt von materialistischem Bewusstsein [aus], die Sieger nahmen, damit sie mit den besiegten Leuten ausgekommen sind, einige der Götter der besiegten Bevölkerung auf. So wurden den Asen einige Wanen zugefügt, und man sagt allen: [Es] mussten sich einige Wanen als Geiseln verpflanzen lassen. So [schließt man]: Zu einem Krieg, der unter den Stämmen stattfand, [gehört, dass damit] auch ein Krieg der Götter zusammenhängt. Sonderbare Götter, bei denen Krieg ausbricht und den sie führen, wenn bei den Menschen Krieg ausbrach!

[ 29 ] Such an external interpretation naturally [implies]: There are certain peoples who, since ancient times, have worshipped the Aesir, Wotan, Thor, Tyr, Baldur, and so on—that is to say, spiritual beings who act in the way we have described Wotan—but there are other tribes and other peoples who worshipped other gods, the Vanir, and then there was a war between the followers of the Aesir and the followers of the Vanir, and the followers of the Aesir prevailed, and—as one might imagine from a materialistic perspective—the victors, in order to get along with the vanquished people, incorporated some of the gods of the defeated population. Thus, some Vanir were added to the Aesir, and it is said that some Vanir had to be taken as hostages. Thus [one concludes]: A war that took place among the tribes [necessarily involves] a war among the gods as well. Strange gods, among whom war breaks out and whom they wage war when war breaks out among humans!

[ 30 ] Das sind alles gelehrte Phantasien, obwohl sie sich in aller Polemik üben, die zur längst volksbekannten Gewohnheit fanden. Was sind denn die Wanen wirklich und was ist ihr Gegner [unleserlich], [die] Asen? In Wahrheit liegt das vor, dass die Wanen ältere geistige Götterwesenheiten sind und die Asen göttlich-geistige Wesenheiten, die nur später, über ihre Periode hinausgehen. Wenn der Mensch sich weiter zurückerinnert in der Richtung, wie ich sie charakterisiert habe, dann erinnert er sich, wenn er in andere Bewusstseinszustände eintritt, [wie] er ein Genosse der Wanen wurde. Damals waren die Asen noch nicht bis zu ihrer Entwicklung vorgeschritten, die sich dann in Erinnerung gehalten haben.

[ 30 ] These are all scholarly speculations, even though they engage in all manner of polemics, which have long since become a familiar custom among the people. What, then, are the Vanir really, and who are their adversaries [illegible], [the] Aesir? In truth, the Vanir are older spiritual divine beings, and the Aesir are divine-spiritual beings who emerged only later, beyond their own era. If a person recalls even further back in the direction I have described, then—when entering other states of consciousness—he remembers [how] he became a companion of the Vanir. At that time, the Aesir had not yet advanced to the stage of development that they later retained in their memory.

[ 31 ] Erst in späteren Zeiten, als die Wanen ihre Bedeutung für die Menschheitsentwicklung verloren hatten, da traten die Asen ein, und nur wenn wir begreifen, wie dieser Übergang [vonstattenging], nur wenn wir das Entwicklungsprinzip des Bewusstseins in voller Seele uns durchdenken, [können wir das verstehen], auch das Bewusstsein, das wir als Wachzustand beschrieben haben, zwischen einem dumpf-dämmerhaften Tagbewusstsein und einem geistigen, allerdings auch dämmerhaften, nächtlichen hellseherischen Bewusstsein.

[ 31 ] It was not until later times, when the Vanir had lost their significance for human development, that the Aesir entered the scene, and only when we comprehend how this transition [took place], only when we think through the principle of the development of consciousness with our whole soul [can we understand it], including the consciousness we have described as the waking state—situated between a dull, twilight-like daytime consciousness and a spiritual, though also twilight-like, nocturnal clairvoyant consciousness.

[ 32 ] Aber auch dieser Bewusstseinszustand ist damit noch nicht vollständig beschrieben. Wir müssen uns klar sein, dass er auch wieder die verschiedensten Unterformen und Untergrade durchgemacht hat. So müssen wir uns jetzt auch versetzen in eine gewisse Zeit der Erdentwicklung, wo das menschliche Bewusstsein noch ganz anders war als später. Sehen Sie, es gab eine Zeit, in der das menschliche Bewusstsein auf der Erde so war, dass Menschen längere Zeiten mehr in der Welt des Geistigen lebten und längere Zeiten mehr in der Welt des [unleserlich] Physischen. Verstehen wir uns richtig: Es gibt alte Zeiten, da war es so, dass, wenn [der] Mensch des Abend hinausging aus seinem physischen Leib und er untertauchte in [die] geistige Welt, da war [das] Bewusstsein ganz besonders lebhaft und stark, [unleserlich] dagegen wenn er untertauchte in [die] Tiefe, [in den] Leib bei Tag, war [die Wirkung], sie schwäche das Bewusstsein. Das war in gewissen Zeiten, sagen wir uns, [zu] Zeiten, zu gewissen Jahreszeiten war das nächtliche Bewusstsein stark und das Tagbewusstsein schwach, wie wenn der Mensch schläft.

[ 32 ] But even this state of consciousness is not yet fully described. We must realize that it, too, has undergone a wide variety of subforms and subdegrees. Thus, we must now also put ourselves in the context of a certain period in Earth’s evolution, when human consciousness was still quite different from what it became later. You see, there was a time when human consciousness on Earth was such that people spent longer periods living more in the spiritual world and longer periods living more in the [illegible] physical world. Let’s be clear: There were ancient times when, if a person stepped out of their physical body in the evening and immersed themselves in the spiritual world, their consciousness was particularly vivid and strong; [illegible], on the other hand, when they immersed themselves in the depths—in the body—during the day, the effect was that it weakened their consciousness. This was the case at certain times—let us say, [at] certain times of the year—when nocturnal consciousness was strong and daytime consciousness was weak, as when a person is asleep.

[ 33 ] Da gab es andere Zeiten, wo das Bewusstsein im physischen Leib heller und das Bewusstsein im geistigen Leib dumpfer war. Wenn wir genügend weiter zurückgehen, so grauslich es auch für [das] materialistische Bewusstsein erscheinen mag, [in] eine Zeit, wo auch gewisse Verrichtungen, [die] der Mensch [heute] verteilen [kann] auf die Zeit, es können, während [es in den] anderen Bewusstseinszuständen so war, zu [unleserlich], fiel dasjenige, was heute dem gewöhnlichen Gegenstandsbewusstsein angehört: die Fortpflanzungsfunktion, die Befruchtungsfunktion; alles, was mit Geschlecht zusammenhängt, fiel in die Zeit, wo das dumpfste Bewusstsein vorhanden war, wo der Mensch ganz untertauchte in fast völlige – in den alten Zeiten ja völlige – Bewusstlosigkeit. Und indem er oben war in dem hellseherischen Zustand, wo er bei geistigen Götterwesen lebte, da nahm er nichts wahr von dem, was Geschlechtsfunktion war, das empfand man, indem man sich das vorstellt so, dass der Mensch zum Zweck der Fortpflanzung untertaucht in das Meer der [Astralität], der solchen Gefühle, und man sieht: Die sinnliche Natur und die leitenden geistigen Wesenheiten tauchten zu bestimmten Zeiten des Jahres aus den helllichten geistigen Regungen in das Meer der sinnlichen Leidenschaft, aber in die Bewusstlosigkeit. Es war natürlich in der Zeit, als der Mensch ganz anders organisiert war. Das war die Zeit, in der jene geistigen Wesenheiten herrschten auf der Erde, die sich unter dem Namen der Wanen erhalten haben. Jene Zeit, in der die Oberfläche der Erde von Wasser bedeckt war. «Wanen» erinnert mit Recht an «Gewässer», in der Zeit, als [der] Mensch ein Wasserwesen war unter den anderen göttlichen Wasserwesen.

[ 33 ] There were other times when consciousness in the physical body was clearer and consciousness in the spiritual body was more dull. If we go back far enough—as gruesome as it may seem to [the] materialistic consciousness—[to] a time when even certain activities, [which] humans [today] can spread out over time—while [in] other states of consciousness it was such that [illegible]—what today belongs to ordinary object consciousness fell into the period when the dullest consciousness prevailed: the reproductive function, the function of fertilization; everything related to sex fell within the period when the most dull consciousness prevailed, when human beings were completely immersed in almost total—in ancient times, indeed, total—unconsciousness. And while he was in that clairvoyant state, living among spiritual divine beings, he perceived nothing of what constituted sexual function; one can sense this by imagining it this way: for the purpose of procreation, the human being plunges into the sea of [astrality], of such feelings, and one sees: The sensual nature and the guiding spiritual beings would, at certain times of the year, emerge from the bright, clear spiritual stirrings into the sea of sensual passion—but into unconsciousness. This was, of course, during the time when human beings were organized quite differently. That was the time when those spiritual beings reigned on Earth who have been preserved under the name of the Vanir. That time when the Earth’s surface was covered by water. “Vani” rightly brings to mind “waters,” in the time when [human] beings were water beings among the other divine water beings.

[ 34 ] In der Zeit war es, als er die Wanen erlebte, wenn er sich im Frühling heraushob aus [der] Dumpfheit des leidenschaftlichen Lebens, wenn er zu göttlich-geistigen Wesen [aufstieg, die er] in verhältnismäßiger Klarheit wahrnahm, wenn er [erlebte] Wärme, die in Winters-Zeit [fehlte]; in [dem] besonders bewusstlosen Zustand [war] etwas geschehen, so, in [dem] Meer von unbewusstem Zustand, [da] war etwas aufgetaucht: die Menschen, die mittlerweile entstanden waren und heraufgekommen waren. Diese ganze Evolution, wo aus dem Meer der Leidenschaften auftauchte im Frühling der Seele das, was da unten entstanden war, diese ganze Entwicklung lenkten und leiteten die alten Wanen.

[ 34 ] It was during that time, when he experienced the Vanir, that he emerged in spring from [the] dullness of passionate life, that he [ascended] to divine-spiritual beings [whom he] perceived with relative clarity, that he [experienced] warmth that had [been missing] in winter; in [that] particularly unconscious state, something had happened—in [that] sea of unconsciousness, something had emerged: the human beings who had since come into being and risen up. This entire evolution—in which, from the sea of passions, that which had come into being down below emerged in the springtime of the soul—was guided and directed by the ancient Vanir.

[ 35 ] Und dann kam die Zeit, in der die Luft immer wasserfrei [war], und indem die Menschen anfingen, Luftatmung zu benutzen, anfingen, ihrer heutigen Gestalt schon ein wenig ähnlicher zu werden. Da wurde mehr und mehr der Befruchtungsakt, die Geschlechtlichkeit mehr bewusst. Dagegen wurde diejenige Handlung, die an [die] höhere Menschennatur geknüpft war, von göttlichgeistigen Wesenheiten gelernt und gelenkt, wie [sie] ihr Element nicht mehr im Wasser, sondern am Boden [und im] Element der Luft hatten. Wodan hängt zusammen mit «Wa-» und mit «Wehen», ebenso [mit] «Wind», wie die Luft draußen und beim menschlichen Einatmen. Er ist der Gott, der in der Luft lebt. Der Mensch behält das alte Bewusstsein, [die Seele] erlebt nicht mehr die Wanengötter, sie erlebt die Asen.

[ 35 ] And then came the time when the air was increasingly free of water, and as humans began to breathe air, they began to take on a form somewhat more similar to their present one. As a result, the act of procreation and sexuality became increasingly conscious. In contrast, the actions associated with the higher human nature were learned from and guided by divine-spiritual beings, just as their element was no longer water but the earth [and the] element of air. Wodan is connected to “Wa-” and to “Wehen,” as well as to “Wind,” just as the air is outside and when humans breathe it in. He is the god who lives in the air. Humans retain the old consciousness; the soul no longer experiences the Vanir gods, but rather the Aesir.

[ 36 ] Die Wanen waren also ein altes Göttergeschlecht, von denen wir uns klar werden, dass sie zusammenhängen mit dem Fortpflanzen. Aber unbewusst, da taucht die Gottheit jedes Jahr einmal unter. Da, wo sie untertauchen und das Bewusstsein hinschwindet, da entsteht die neue Menschheitsgeneration. Diese Götter der Fruchtbarkeit haben sich unter dem Namen «Nerthus» erhalten. Es ist wieder eine wahre, geistig wahre Gestalt. Eine ganz unsinnige Phantasie hat allerlei wiederum […] [unleserliche Stelle] ausfindig gemacht, wenn einem Götterbild, das in einem ausgedehnten [unleserlich, Lücke?] können. Die ursprüngliche Gestalt [der Nerthus] ist eine reale astralische Wesenheit, die untertauchte im Sinnes-Winter, und die war eine wirkliche reale Erinnerung [an die Vorgänge] von Geburt und Empfängnis, die im Meer des Vergessens alljährlich von ihr regiert wurde und insbesondere in uns einem «kleinen Nebenzweck» [dienten], sonst, möchte man sagen, [ist es] für weniger in solche Dinge eingebettete Menschen zu entlegen, um was es sich eigentlich handelt.

[ 36 ] The Vanir were thus an ancient race of gods, and we come to realize that they are connected with procreation. But unconsciously, the deity disappears once a year. Where they disappear and consciousness fades, there a new generation of humanity is born. These gods of fertility have been preserved under the name “Nerthus.” It is once again a true, spiritually true figure. A completely nonsensical fantasy has, in turn, […] [illegible passage] when, in an image of a god that exists in an extensive [illegible, gap?] can. The original figure [of Nerthus] is a real astral entity who went into hiding during the winter of the senses, and she was a genuine, real memory [of the processes] of birth and conception, which she governed annually in the sea of oblivion and which, in particular, served a “minor secondary purpose” within us, otherwise, one might say, [it is] too remote for people less immersed in such matters to grasp what it is actually about.

[ 37 ] Sie können sich ja denken, dass die Entwicklung nicht gleichmäßig vor sich geht, sodass in der Zeit, als in normaler Menschheit noch durchaus der Zustand vorhanden war in Bezug auf Fortpflanzung, schon durchaus [für] andere in[s] Bewusstsein eingetreten war dasselbe, was für die anderen im Meer der Vergessenheit untertaucht, [dass es ihnen] schon bewusst geworden war. Dies wurde in uralten europäischen Zeiten [unleserlich] sogar einer Strafe unterworfen, man ging nicht straflos aus, wenn man in uralten europäischen Zeiten die Geschlechtlichkeit schon sah; nur die Reinen waren die richtigen Menschen, [die] für das [Geschlechtliche im] Meer der Vergessenheit untergetaucht [waren]. Die, welche das schon sahen, wurden in ältester Zeit schon getötet. Der[jenige] war eine Schande, ein Böser, der dies gesehen hatte; sie wurden getötet. Das alles hat sich, insoweit es eine Tatsache war, erhalten in der Nerthus-Sage, auf die noch Tacitus aufmerksam machte.

[ 37 ] You can imagine that development does not proceed uniformly, so that at a time when normal humanity was still in a state of reproductive maturity, the same thing had already entered the consciousness of others—the very thing that for others had sunk into the sea of oblivion—[that it had] already become conscious to them. In ancient European times, this was even subject to punishment; one did not go unpunished if, in those times, one already perceived sexuality; only the pure were considered true human beings—those who had submerged the sexual aspect in the sea of oblivion. Those who had already perceived this were put to death in the earliest times. [The one] who had seen this was a disgrace, an evil person; they were killed. All of this, insofar as it was a fact, has been preserved in the Nerthus legend, to which Tacitus also drew attention.

[ 38 ] Das Götterbild – Bilder sind, was der Mensch sieht in Astralität – taucht unter nun [in] das Meer der Leidenschaften, aber in Vergessenheit; und die – [es sind] Sklaven gewesen, [die] den Wagen führen, mit dem die Götter untertauchten –, sie werden erschlagen, sie dürfen nicht den Nerthus[anblick] überleben; das waren diejenigen, welche gesehen hatten. Sie betrachtete man als minderwertige Menschen, sie bezeichnete man als minderwertige Menschen, sie wurden getötet, diejenigen, welche schuldvoll geworden waren. Das war ein Brauch, der sich bis spät noch hinein erhalten hat, dass man streng in dieser Weise war.

[ 38 ] The image of the gods—images are what humans see in the astral realm—now plunges [into] the sea of passions, but into oblivion; and those—[who] were slaves, [who] drove the chariot with which the gods plunged beneath the waves—they are slain; they must not survive the sight of Nerthus; these were the ones who had seen. They were regarded as inferior human beings, they were labeled as inferior human beings, and they were killed—those who had become guilty. This was a custom that persisted well into later times, a strict adherence to this practice.

[ 39 ] Es war eine ganz besondere Art von Verirrung, als ein Gelehrter des neunzehnten Jahrhunderts den Gedanken bekam, bei einer [solchen Überlieferung] zu sagen, dass es da so gewesen war, dass man das Götzenbild eingetaucht hat. Gerade an diesem Beispiel können sie sehen, in welche Tiefe der Menschheitserinnerung, in welche Erinnerung eines uralten Bewusstseinszustands wir versetzt werden durch eine wirkliche Erkenntnis dessen, was uns die germanischen, die [alemannischen] Mythen bedeuten; deshalb hängen die Wanen-Götter zusammen mit denjenigen Funktionen und Verrichtungen der Menschen, die recht [viel] später aufgegeben worden sind [unleserlich] [und hinaufgehoben ins] Bewusstsein. Als dann Menschen immer mehr und mehr in [die] physische Welt sahen und die Asen hinschwanden, und [die], die er nur in nächtlichem Zustand sehen konnte, da mussten die Regeln in Gesetze gefügt werden. Diese Gesetze schrieb man den Asen, den Wesen einer späteren geistigen Zeit zu, man schrieb also den Asen die Bezwingung jener Leidenschaft zu, die von den Wesen [unleserlich] worden ist. Das ist enthalten darin, wenn gesagt wird: Von den Wanen statt [unleserlich] als Geister kommen [sie] zu den Asen. Das, was zusammenhängt mit [der] Geisteskraft des Menschen, das wird [so] ausgedeutet, dass Wanen und Asen in später[er] Götter-Eigenschaft sich miteinander vermischten.

[ 39 ] It was a very special kind of aberration when a nineteenth-century scholar took it into his head, in reference to [such a tradition], to claim that this was indeed how it had happened—that the idol had been submerged. It is precisely in this example that you can see to what depths of human memory, to what memory of an ancient state of consciousness, we are transported by a genuine understanding of what the Germanic, the [Alemannic] myths mean to us; that is why the Vanir gods are associated with those human functions and activities that were abandoned quite [much] later [illegible] [and elevated into] consciousness. As people then came to focus more and more on [the] physical world and the Aesir faded away—and [those] whom he could see only in a nocturnal state—the rules had to be codified into laws. These laws were attributed to the Aesir, the beings of a later spiritual age; thus, the Aesir were credited with subduing that passion which had become [illegible] in those beings. This is implied when it is said: From the Vanir, instead of [illegible] as spirits, [they] come to the Aesir. That which is connected with [the] spiritual power of human beings is interpreted [in such a way] that the Vanir and the Aesir, in their later divine capacities, intermingled with one another.

[ 40 ] So haben wir also zu sehen in diesen germanischen Göttern wirkliche Wesenheiten; der Mensch verlor seine anderen Bewusstseinszustände, erlebte aber auch den anderen Zug dieser germanischen Mythologie, sodass [wir], selbst wenn [wir] die späteste Ausgestaltung nehmen, überall Hinweise [finden] auf [die] geistige Welt, wie sie in ihrer Wahrheit ist.

[ 40 ] Thus, we must view these Germanic gods as real entities; humanity lost its other states of consciousness, but also experienced the other aspect of this Germanic mythology, so that [we], even if [we] take the latest version, [find] references everywhere to [the] spiritual world as it truly is.

[ 41 ] So zum Beispiel begegnen wir einer ganz merkwürdigen Darstellung, die von unseren Gelehrten sogar für eine spätere gelehrte Erdichtung gehalten wird, eine merkwürdige Darstellung der Weltentstehung und so weiter. Es wird uns gesagt: Bevor alles dasjenige war, was heute um uns herum ist, war ein endlos gähnender Abgrund, eine Art Chaos; an einem Punkt des Chaos macht sich geltend eine kalte, neblige Welt und am anderen Punkt eine heiße, feurige Welt, und Funken sprühten herüber von der Feuerwelt in das kalte Nebelland und aus der Vermischung der Funken mit [dem] Wasserstrom, der aus dem kalten Nebelland kam, bildete sich eine Ausgestaltung, der Riese Ymir. Neben dem Riesen Ymir [entstand] die Kuh Audhumbla, deren Milch der Riese Ymir trank. Durch die Wärme kam der Riese sozusagen in Schweiß, und die Früchte gingen aus ihm hervor, andere Riesen. Kurz, wir kamen [dazu], dass da an den Anfang der Erdbildung etwas ganz merkwürdig gestaltet wird.

[ 41 ] For example, we encounter a very strange account—one that our scholars even consider to be a later scholarly fabrication—a strange account of the origin of the world and so on. We are told: Before there was anything that exists around us today, there was an endlessly yawning abyss, a kind of chaos; at one point in the chaos, a cold, misty world took shape, and at another point, a hot, fiery world; and sparks flew from the fiery world into the cold, misty land, and from the mingling of the sparks with [the] stream of water that came from the cold, misty land, a form was created: the giant Ymir. Beside the giant Ymir [arose] the cow Audhumbla, whose milk the giant Ymir drank. The heat caused the giant to break out in a sweat, so to speak, and fruits emerged from him—other giants. In short, we came to the conclusion that at the beginning of the Earth’s formation, something quite remarkable was taking shape.

[ 42 ] Versuchen wir auch da die entsprechende Wirklichkeit dahinter zu sehen. Was könnte sich der alte Bewohner Europas sagen, wenn er sich erinnerte daran: Im Atlantischen Ozean gab es unsere Vorfahren, da gab es auch ein Land, weithin mit dichten Wassern bedeckt, und in diesen Nebelmassen lebten unsere Vorfahren. Er wusste noch mehr, er wusste, dass an [der] Stelle, wo sich ein auserlesenes Volk wähnt, dass es da am kältesten war. Aus der Kälte heraus ist der spätere Intellekt des Menschen, die Urteilskraft geboren. Dagegen waren mehr die Leidenschaften ausgebildet in den äquatorialen Gestaden, die auch in älteren Zeiten gewiss heißes Klima hatten. So baute sich von einem Ende der Erde ein warmes, ein heißes, von dem anderen Ende ein kaltes, ein wässriges [Klima auf], und wenn die alten Mythen sprechen von Nebelheim oder «Newilheim» im Gegensatz zu dem anderen Ende, wo das Feuer herkam, im Gegensatz zu Muspellsheim, so war das Nebelheim ein wirklich altes Gebilde, das alte Nebelland, wo sozusagen die kühle und gescheite Fähigkeit des Menschen herkam, denn da waren sie länger seelisch-geistige Wesenheiten, die [im Menschen] vorzugsweise seine Intelligenz, seine Geistigkeit, die kühle leidenschaftslose Geistigkeit [unleserlich] [ausbildeten]. Dagegen im Südosten, da wussten die alten europäischen Bewohner, dass noch andere Völkerschaften in anderen Klimaten wohnten. Da waren die Wesenheiten, [die] noch viel ähnlicher den Wanen [waren], wenn die Leidenschaftlichkeit, die Gefühle und Empfindung, vorzugsweise ausgebildet wurde.

[ 42 ] Let’s try to see the reality behind this as well. What might the ancient inhabitants of Europe have said to themselves when they recalled this: In the Atlantic Ocean lived our ancestors; there was also a land there, largely covered by dense waters, and our ancestors lived within these masses of mist. He knew even more; he knew that in the very place where a chosen people now believes itself to be, that was where it was coldest. Out of that cold was born what would later become human intellect—the power of judgment. In contrast, passions were more highly developed on the equatorial shores, which certainly had a hot climate even in ancient times. Thus, a warm, hot climate developed at one end of the Earth, and a cold, watery one at the other; and when the ancient myths speak of Nebelheim or “Newilheim” in contrast to the other end, where fire came from—in contrast to Muspellsheim— then Nebelheim was a truly ancient formation, the ancient Land of Mist, from which, so to speak, humanity’s cool and rational faculties originated; for there, beings had long been spiritual entities that [in humans] primarily developed their intelligence, their spirituality—that cool, dispassionate spirituality [illegible]. In contrast, in the southeast, the ancient European inhabitants knew that other peoples dwelt in different climates. There were beings [who] were still much more similar to the Vanir, where passion, feelings, and sensibility were primarily developed.

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[ 43 ] Und wenn der Mensch dann in dem Zustand, in dem er damals war – jetzt werde ich etwas sagen, was ich Sie bitte, ganz besonders zu beachten, denn Sie werden da sehen, was für Tiefen sich bergen in dem, was uns in [den alten] Mythen entgegentritt. Wenn [der] Mensch in seinem sinnlichen Zustand, sagen wir, [war], ging sein Ätherleib heraus. Der Mensch konnte die äußern Gegenstände nur in verschwomme[ne]r Natur wahrnehmen, dagegen wurde es ihm möglich, während der Nacht vom Einschlafen an geistig-seelisch wahrzunehmen allerlei [siehe Zeichnung] Strömungen. Diese Strömungen, die so anders hinausgehen in den Raum, diese Strömungen nahm er wahr als kalte Strömung, als richtige kalte Strömungen, die in ihm aus- und eingingen. Das war eine wirkliche astrale Wahrnehmung, die heute der Hellseher noch wahrnehmen kann, wenn er sich bis zur Einweihung aufschwingt. Es ist gegangen [um] solche Ströme, die aus und eingehen.

[ 43 ] And when the human being was then in the state he was in at that time—now I am going to say something that I ask you to pay very special attention to, for you will see there what depths are hidden in what we encounter in [the ancient] myths. When [the] human being [was], so to speak, in his sensory state, his etheric body would leave him. The human being could perceive external objects only in a blurred state; on the other hand, during the night—from the moment of falling asleep onward—it became possible for him to perceive all manner of [see drawing] currents through his spirit and soul. These currents, which radiate out into space in such a different way, he perceived as cold currents—as actual cold currents—that flowed in and out of him. This was a genuine astral perception, which the clairvoyant can still experience today if he elevates himself to the point of initiation. It involved such currents that flow in and out.

[ 44 ] Diese zwölf Ströme, die da aus- und eingehen, sind die Schöpfer der Kopf-Nerven, die haben von außen an jene [Nerven], die Kopfnerven geschaffen. Was der Mensch heute in sich hat, ist aus dem Astralischen heraus geschaffen. Sein nüchternes, kaltes Berechnen, das entstand um [das], was man damals wirklich wahrgenommen hat. Daher beschreibt [die Mythe], dass [ein] Strom aus dem kalten Nebelheim einfließt. Und das wieder [unleserlich] [Lücke?] es würde [das Herz] als das Organ der Leidenschaft wahrnehmen, als das, was das Blut in die heutige Gestalt brachte. Was die alten germanischen Mythen umschreiben, ist nichts anderes, als was man in der astralischen Welt hat wahrnehmen können.

[ 44 ] These twelve currents, which flow in and out, are the creators of the cranial nerves; they have created those [nerves]—the cranial nerves—from the outside. What human beings possess within themselves today has been created from the astral realm. Their sober, cold calculation arose from [what] was actually perceived back then. That is why [the myth] describes [a] stream flowing in from the cold realm of mist. And that, again [illegible] [gap?], would be perceived [by the heart] as the organ of passion, as that which shaped the blood into its present form. What the ancient Germanic myths describe is nothing other than what could be perceived in the astral world.

[ 45 ] So können Sie sehen, dass [ein] alter Tatbestand vorlag in dieser germanischen Mythologie, welche sich in sehr frühem Zustand des menschlichen Bewusstseins in der Erinnerung noch zum Teil wirklich innerhalb dieser Bevölkerung erhalten hatte. Das wird Ihnen, meine lieben theosophischen Freunde, eine Art von Begriff geben wie [eine] Mythe, wie [eine] Sage eigentlich entsteht und was sie ist. Sie ist nicht etwas, was das Volk ausgedacht hat, um irgendwelche Naturkräfte oder Natur-Gaben zu personifizieren. Sage und Mythe ist wirkliche Beschreibung wirklicher ehemaliger Wahrnehmungen in der geistigen Welt. Das, was man erlebt hat, ist aufge[blitzt] sozusagen in der Erinnerung, und das, was da in Erinnerung aufge[hoben] worden ist, [ist] erhalten von [den] Mythen und Sagen.

[ 45 ] So you can see that there was [an] ancient tradition in this Germanic mythology, which—in a very early stage of human consciousness—had actually been partially preserved in the collective memory of this population. This will give you, my dear Theosophical friends, some idea of how [a] myth, how [a] legend actually arises and what it is. It is not something that the people invented to personify some natural forces or gifts of nature. Legends and myths are true descriptions of actual past perceptions in the spiritual world. What was experienced has, so to speak, flashed up in memory, and what has been preserved there is what has been handed down in myths and legends.

[ 46 ] Wie es heute eine Einweihung gibt, eine Einweihung zu höheren Sphären der menschlichen Erkenntnis hinauf, wo der Mensch dadurch, dass er gewisse Zustände durchmacht, [eine] gewisse Arbeit an sich selbst, an seiner Seele vornimmt, wie er da sich zu höheren Bewusstseinszuständen hinaufhob, so konnte man es aber auch in der Zeit, wo [der] Mensch ein Bürger der geistigen Welt [war] und wo der Mensch noch in ganz anderen Formen auf der Welt lebte, und [in solchen], wie sie heute der Mensch sucht, wenn er zu höheren Einweihungs-Zuständen aufsteigen soll, so mussten es auch die göttlich-geistigen Wesenheiten, wenn sie auf höhere Gebiete steigen wollten: [Sie mussten] eine Initiation durchmachen, besonders wenn sie [führen sollten ein altes Volk].

[ 46 ] Just as there is an initiation today—an initiation into the higher spheres of human knowledge—where a person, by undergoing certain states and undertaking [a] certain kind of work on themselves, on their soul, elevates themselves to higher states of consciousness, so too could this be said of the time when [human] beings were citizens of the spiritual world and lived in the world in entirely different forms—forms similar to those sought by people today when they are to ascend to higher states of initiation—the divine-spiritual beings, too, had to undergo this process if they wished to ascend to higher realms: [They had to] undergo an initiation, especially if they [were to lead an ancient people].

[ 47 ] Derjenige, der uns geschildert wird als Wotan, musste seine Einweihung durchmachen. Die Einweihung machte er durch dadurch, dass er dasjenige nur lernt, was diese Wesenheiten, da sie nicht bis zur vollständigen menschlichen Natur in [die] Materialität hinuntergestiegen waren, eigentlich nicht können. Die normalen Geister und Götter starben nicht und wurden nicht geboren. Wotan musste aber den Tod kennenlernen. Was wird uns erzählt in den Mythen? Dass Wotan neun Tage hing an dem Weltenbaum, und nur dadurch, dass er unter dem Galgen [die Runen]schriftzeichen erblickt während dieses MarterZustandes am Galgenbaum, nur dadurch wurde er fähig, sich zu befreien, den Tod zu überwinden, zu trinken jenen Trank, den man neutral den Lebens-Met, den Lebenstrank nennt, wodurch er die wirkliche innere Unsterblichkeit in sich über den Tod wirklich erreicht hat. So wird uns richtig auch in den germanischen Mythen die Einweihung des Wotan erzählt, richtig erzählt. Sogar das wird uns erzählt, dass sich Wotan in eine Höhle begeben musste, sich verbinden musste mit Gunnlöd. Gunnlöd ist das höhere Bewusstsein; das mystische Bewusstseinselement wird in Form einer weiblichen Individualität charakterisiert. Bei Wotan ist es die Gunnlöd, von der er sich den Unsterblichkeitstrank erwirbt.

[ 47 ] The one described to us as Wotan had to undergo his initiation. He underwent this initiation by learning only what these beings—since they had not descended into materiality to the point of full human nature—were actually incapable of doing. Ordinary spirits and gods did not die and were not born. Wotan, however, had to come to know death. What do the myths tell us? That Wotan hung from the World Tree for nine days, and only by beholding [the runic] characters beneath the gallows while in this state of torment on the gallows tree, only through this was he able to free himself, to overcome death, to drink that potion which is neutrally called the “mead of life,” the elixir of life, through which he truly attained real inner immortality within himself beyond death. Thus, the initiation of Wotan is correctly recounted to us in the Germanic myths—correctly recounted. We are even told that Wotan had to enter a cave and unite with Gunnlöd. Gunnlöd is the higher consciousness; the mystical element of consciousness is characterized in the form of a female individuality. For Wotan, it is Gunnlöd from whom he acquires the potion of immortality.

[ 48 ] So könnten wir vieles anführen, wir könnten mancherlei «Einzelzüge» und auch noch eine ganze Unsumme von Grundzügen anführen. Es kam mir aber mehr darauf an, dass wir eindringen in den Geist der Mythen, dass wir lernen den Weg, welchen man einzuschlagen hat, um mit Mythen und Sagen zu verbinden, was ihr innerer Sinn ist. Durch das [hat] die neuste Zeit das Mythen-Bild. [Das] hat sich erhalten, dass man in Mythen immer gesehen hat den Ausdruck der geistigen Wirklichkeit.

[ 48 ] We could cite many examples; we could mention various “individual features” as well as a whole host of fundamental characteristics. But what mattered more to me was that we penetrate the spirit of the myths, that we learn the path one must take to connect myths and legends with their inner meaning. This is how the modern era has come to view myths. What has been preserved is the idea that myths have always been seen as the expression of spiritual reality.

[ 49 ] So ist – selbst wenn wir, nur dass Worte sozusagen nicht passen, sondern in ihrer wahren Bedeutung [zu nehmen sind], dass sie Ausdrücke sind für schwer zu beschreibende Tatsachen –, so ist selbst der Siegfriedmythos ein verhältnismäßig sehr später Mythos, er ist selbst der Ausdruck für eine geistige Tatsache. Er ist Ausdruck für die geistige Tatsache, die besagt: Ja, es gibt Menschen, die sich über [die] gewöhnliche normale Menschheit hinaus[be]geben, die die wertvolle Kraft der Menschheit in sich entwickeln. Die werden allmählich eingeweiht, werden Träger eines höheren Bewusstseins. Sie erleben schon während ihres Lebens diejenige Welt, die [der] Mensch selbst bloß erlebt, wenn er durch die Pforte des Todes geht.

[ 49 ] Thus—even if we say that words, so to speak, do not quite fit, but must be taken in their true meaning—that is, as expressions of facts that are difficult to describe—even the Siegfried myth is a relatively late myth; it is itself the expression of a spiritual reality. It is an expression of the spiritual reality that states: Yes, there are people who transcend ordinary, normal humanity, who develop within themselves the precious power of humanity. They are gradually initiated and become bearers of a higher consciousness. Even during their lifetime, they experience the world that human beings themselves experience only when they pass through the gate of death.

[ 50 ] Aber auch wenn er durch die Pforte des Todes geht, erlebt er Verschiedenes. Derjenige, der mehr in [der] physisch-sinnlichen Welt [lebt], kann auch nachher nicht in der Sinnes-Welt freikommen. Der sich aber bemüht, [sich] in der materiellen [Welt] schon zu vergeistigen, der erlebt ein höheres Eindringen in die geistige Wissenschaft immer zuerst. Jedes Volk erlebt diese Dinge nach seiner besonderen, eigensten Art. Der alte europäische Mensch, der im Wesentlichen ein kriegerischer Mensch war, betrachtete jene Ehre als das Recht jenes höheren Lebens, als das Recht, wo [der] Mensch nicht achtet die gewöhnliche physische Persönlichkeit, wo er [in] Verachtung des physischen Lebens und als Held in der Schlacht sterbe, dann vereinigt er sich im Moment des Todes mit der Walküre, die ihm als das Bewusstsein von oben entgegenkommt.

[ 50 ] But even when he passes through the gate of death, he experiences various things. The one who lives more in [the] physical-sensory world cannot break free from the sensory world even afterward. But those who strive to spiritualize themselves even while in the material [world] always experience a deeper insight into spiritual science first. Every people experiences these things in its own unique way. The ancient European, who was essentially a warrior, regarded that honor as the right to a higher life—the right to die in battle as a hero, in contempt of physical life, when one no longer regards the ordinary physical personality; at the moment of death, he unites with the Valkyrie, who comes to meet him as the consciousness from above.

[ 51 ] Nur derjenige, der das physische Leben als das höchste Leben sieht, der stirbt den Strohtod und kam in das Reich der Hel, wo er gebunden war an Erdverhältnisse, aber für einen, an dem gezeigt werden sollte, dass er durch seine ganz besonderen Eigenschaften schon im Leben zu jenem höheren Bewusstsein gelangt, zu einem, der [als] Krieger der Schlachten, [als] Held, [nicht erst] nach dem Tod [dahin] gelangt, für Siegfried wird gezeigt, dass er sich schon im Leben mit der Walküre verband. Was der andere im Tod erlebt, Siegfried erlebte es im Leben, wie [wenn man] das, was der Mensch sonst im Tod verlebt, im Leben erlebt, das Eindringen in geistige Welten. Wunder[bar] ist das, worauf wie prophetisch hingewiesen wird, auf den kommenden Christus. Hingewiesen wird in [den] Siegfriedmythen: Auf der Schulter liegt eine schwache Stelle bei Siegfried, an dieser Stelle kann er verwundet werden, da ist also selbst derjenige, der im Besitz solcher geistiger [Kräfte] vorgestellt wird, verwundbar, und er wird da verwundet. Das ist die Stelle, an der später das Kreuz des Christus [auf]gelegt worden ist. Da soll der Erlöser, der Christus das Kreuz getragen haben, da war für den germanischen Siegfried noch die verwundbare Stelle, da war auch im prophetischen Bewusstsein des [Menschen in] Mitteleuropa auch gegenwärtig, dass durch alte Einweihung in die geistige Welt noch nicht das volle Bewusstsein [hat] erzielt werden können, sondern erst dann, wenn die verwundbare Stelle mit dem Kreuz zerdrückt wird. So ist in Siegfrieds Gestalt ein Hinweis gegeben auf das Christentum in einer ganz wunderbaren Gestalt, wenn [man] das Wort und [den] Begriff nicht passen[d], sondern in der Feinheit nahm, wie man sie nehmen muss.

[ 51 ] Only the one who regards physical life as the highest form of life dies a straw death and enters the realm of Hel, where he is bound to earthly conditions; but for one who is to be shown that, through his very special qualities, he has already attained that higher consciousness in life—one who, [as] a warrior in battle, [as] a hero, [not only] after death [reaches] that state—for Siegfried, it is shown that he had already united with the Valkyrie while still alive. What the other experiences in death, Siegfried experienced in life—as [if one] were to experience in life what a person otherwise experiences in death: the entry into spiritual worlds. It is wondrous how this is prophetically pointed to as a foreshadowing of the coming Christ. The Siegfried myths point to this: Siegfried has a vulnerable spot on his shoulder; he can be wounded there. Thus, even one who is portrayed as possessing such spiritual [powers] is vulnerable, and he is wounded there. This is the spot where the cross of Christ was later [placed]. That is where the Savior, Christ, is said to have borne the cross; there was still the vulnerable spot for the Germanic Siegfried; and it was also present in the prophetic consciousness of [people in] Central Europe that full consciousness could not yet be attained through ancient initiation into the spiritual world, but only when the vulnerable spot is crushed by the cross. Thus, in the figure of Siegfried, a reference to Christianity is given in a truly wondrous form, if one does not take the word and the concept literally, but rather in the subtlety with which they must be understood.

[ 52 ] Man hat da ein Verbinden der Wesenheiten, die unter Umständen [je]den Augenblick eine andere Gestalt [an]nehmen, und damit hängt zusammen, dass die Göttergestalten Wotan oder Thor so im germanischen Bewusstsein dargestellt werden, dass sie einmal so, einmal so auftreten können. Je nachdem, [wie] ihre innere Wesenheit ist, kehrt ihre äußere Gestalt – diese während jenen [unleserlich], [und so] ist durch und durch in diesen germanischen Mythen wiedergeben [eines] frühen Bewusstseins Ergebnis [am] Menschen. Wenn wir sie so betrachten, können wir in gewisser Beziehung sehen, dass durch das, was wir in theosophischer Lehrschrift gewinnen können über den Hergang der Welt und [der] Menschheitsentwicklung, der Schlüssel gefunden werden kann zu dem, was die anderen in ihrem anderen Bewusstsein schon gewusst haben, aber vergessen mussten, [was] aber wieder erreicht werden [wird], wenn sie sich zu dem heutigen Tagbewusstsein wieder das glasklare Bewusstsein errungen [haben] werden.

[ 52 ] There is a connection between these entities, which under certain circumstances may take on a different form at any given moment, and this is related to the fact that the divine figures of Wotan or Thor are portrayed in the Germanic consciousness in such a way that they can appear one way at one time and another way at another. Depending on [the nature of] their inner essence, their outer form changes—this during that [illegible]—[and thus] the result of an early consciousness [in] humanity is reflected through and through in these Germanic myths. If we view them in this way, we can see, in a certain sense, that through what we can gain from theosophical writings about the course of the world and [the] development of humanity, the key can be found to what others, in their different state of consciousness, already knew but had to forget—[which] will, however, be regained once they have reclaimed that crystal-clear consciousness in today’s state of awareness.

[ 53 ] So liefert die Theosophie allein den Schlüssel zum Verständnis eines so wichtigen [Mythos], wie [es die] germanische Götterlehre ist, und zeigt, dass viel mehr Weisheit jener großen Weltengeheimnisse und Mysterien in ihnen ist, [in] d[ies]en sogenannt kindlichen und kindischen Sagen der Völker, als in unserer scheinbar so weit fortgeschrittenen Wissenschaft. Denn was weiß diese Wissenschaft heute von ihren wunderbar tiefen und gewaltigen Tatsachen, die ausgedrückt werden in dem Untertauchen der Nerthus in das Meer, [die] in den wahren [Sinn] der Menschheitsentwicklung in Mythen und Sagen einführen, weiter und tiefer als unsere so scheinbar so weit [gediehene] Wissenschaft.

[ 53 ] Thus, theosophy alone provides the key to understanding such an important [myth] as [the] Germanic pantheon, and shows that there is far more wisdom regarding those great secrets and mysteries of the world contained in these so-called childlike and childish legends of the peoples than in our seemingly so advanced science. For what does this science know today of its wonderfully profound and mighty realities, which are expressed in the submersion of Nerthus into the sea—realities that introduce us to the true [meaning] of human development through myths and legends, taking us further and deeper than our science, which appears to have [advanced] so far?