The Connection Between Man
and the Elemental World
GA 158
14 November 1914, Dornach
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The Connection Between Man and the Elemental World, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Wenn wir nur des Menschen physischen Leib betrachten, kommen wir sehr schwer zu solchen Erkenntnissen, wie diejenigen sind, von denen wir das letzte Mal gesprochen haben. Insbesondere gilt dieses für diejenigen Völker, welche die Völker der neuen Welt, Europas und Amerikas, sind.
[ 1 ] If we consider only the human physical body, it is very difficult to arrive at insights such as those we discussed last time. This is particularly true of the peoples of the New World, Europe, and America.
[ 2 ] Der physische Menschenleib in diesen Gebieten ist in weit geringerem Maße, als dies zum Beispiel in Asien und Afrika der Fall ist, von innen heraus gebildet. Bei den Völkerschaften Asiens und Afrikas ist der physische Leib mehr von innen heraus, von den im Ätherleibe liegenden Kräften gebildet, formiert. Bei den Völkern Europas und Amerikas rührt der größere Einfluß in den Bildungs- und Formierungskräften des physischen Leibes von den Einflüssen von außen her.
[ 2 ] In these regions, the physical human body is shaped from within to a far lesser extent than is the case, for example, in Asia and Africa. Among the peoples of Asia and Africa, the physical body is shaped and formed more from within, by the forces residing in the etheric body. Among the peoples of Europe and America, the greater influence on the formative and shaping forces of the physical body stems from external influences.
[ 3 ] Wir können etwa so sagen: Sobald wir nach den Kräften suchen, welche des Menschen physischen Leib bilden, formieren, müssen wir ätherische Kräfte finden. Diese ätherischen Kräfte liegen für die Bewohner Afrikas und Asiens mehr im Inneren des eigenen Ätherleibes. Für die Bewohner Europas und Amerikas liegen sie mehr in der Ätherwelt, die den Menschen von außen umgibt.
[ 3 ] We might put it this way: As soon as we look for the forces that constitute and shape the human physical body, we must find etheric forces. For the inhabitants of Africa and Asia, these etheric forces lie more within their own etheric body. For the inhabitants of Europe and America, they lie more in the etheric world that surrounds human beings from the outside.
[ 4 ] Der Mensch Afrikas und Asiens steht also mehr mit den inneren Ätherkräften, der Mensch Europas und Amerikas mehr mit den äußeren Ätherkräften in Beziehung und dadurch mehr mit den Naturgeistern.
[ 4 ] People in Africa and Asia are thus more closely connected to the inner etheric forces, while people in Europe and America are more closely connected to the outer etheric forces and, through them, to the nature spirits.
[ 5 ] Wenn ich mich primitiv ausdrücken, weniger auf das Rücksicht nehmen will, was uns klargeworden ist gerade durch die geisteswissenschaftliche Betrachtung, so müßte ich sagen: Der physische Leib der afrikanischen und asiatischen Völker ist mehr von innen heraus, mehr durch innere Bildungskräfte geprägt. Der Leib der europäischen und amerikanischen Völker wird mehr durch die Hinwendung zu den Verhältnissen der Außenwelt geprägt. Die äußeren Kräfte drücken sich mehr in die plastischen Formen ein und bilden daher mehr die Formen des physischen Leibes.
[ 5 ] If I were to put it simply, without giving too much weight to what has become clear to us precisely through Spiritual Science observation, I would have to say: The physical body of African and Asian peoples is shaped more from within, more by inner formative forces. The bodies of European and American peoples are shaped more by their orientation toward the conditions of the external world. External forces are imprinted more strongly on the plastic forms and therefore shape the forms of the physical body to a greater extent.
[ 6 ] Ich habe in der Schrift «Die Schwelle der geistigen Welt» aufmerksam darauf gemacht, wie wir beim Menschen, sobald wir auf seinen Ätherleib Rücksicht nehmen, finden, daß er in einem größeren Maße, als man glauben könnte, wenn man das Auge bloß auf den physischen Leib richtet, mit dem ganzen Organismus der Erde in Beziehung steht. Die Erde selbst ist eine Art lebendiges Wesen. Aber, während uns der Mensch als lebendiges Wesen gewissermaßen wie eine abgeschlossene Einheit erscheint, so daß wir ihn auch als Einheit empfinden müssen, müssen wir die Erde als einen lebendigen Organismus so betrachten, daß wir in ihr ein Vielfaches von Naturwesen, die durcheinanderwirken sehen.
[ 6 ] In my book The Threshold of the Spiritual World, I pointed out that when we consider the human etheric body, we find that human beings are connected to the entire organism of the Earth to a greater extent than one might suppose by looking solely at the physical body. The Earth itself is a kind of living being. But while human beings appear to us as living beings in a sense as self-contained units, so that we must also perceive them as units, we must regard the Earth as a living organism in such a way that we see within it a multitude of natural beings interacting with one another.
[ 7 ] Zur Erde gehört zunächst die feste Erde selber, welche die Kontinente bildet. Das, was wir aber als dieses Materielle, Feste der Erde ansprechen, ist nichts anderes als Maja. Die Wirklichkeit ist eine große Summe von Naturgeistern, die wieder geführt werden von Geistern höherer Hierarchien. Daß sich das gleichsam zusammenballt und als feste Erde wirkt, ist Maja. Die Erde ist durch und durch Geist. Das ist oftmals betont worden.
[ 7 ] The Earth consists, first and foremost, of the solid Earth itself, which forms the continents. However, what we refer to as this material, solid aspect of the Earth is nothing other than maya. Reality is a vast collection of nature spirits, who in turn are guided by spirits of higher hierarchies. The fact that this, as it were, coalesces and functions as solid earth is maya. The Earth is spirit through and through. This has often been emphasized.
[ 8 ] Nun gehört zur Erde nicht nur die feste Erde, sondern auch das, was als Gewässer die Erde durchsetzt, und insofern sich die Materie der Erde im Flüssigen auslebt, haben wir es wieder zu tun mit dem Wasser als der Maja. In Wirklichkeit aber haben wir es zu tun mit einer großen Anzahl von Naturgeistern. Ebenso ist es bei der Luft und ebenso bei der die Erde durchsetzenden und umspülenden Wärme. Das alles ist eine Summe von Naturgeistern, und das Materielle ist nur die äußere Maja.
[ 8 ] Now, the Earth comprises not only solid land but also the waters that permeate it; and insofar as the Earth’s matter manifests itself in the liquid state, we are once again dealing with water as maya. In reality, however, we are dealing with a great multitude of nature spirits. The same is true of the air, and likewise of the warmth that permeates and surrounds the Earth. All of this is a sum of nature spirits, and the material is merely the outer maya.
[ 9 ] Mehr als das in Asien und Afrika der Fall ist, ist beim europäischen Menschen — beschränken wir uns darauf zunächst — gleichsam ein fortwährender Austausch der Impulse zwischen den inneren Ätherkräften und den Elementarwesen, welche in Feuer, Wasser, Luft und Erde enthalten sind. Diese Elementarwesen wirken von außen herein auf die menschlichen Ätherleiber, und dadurch erhalten sie die formenden und bildenden Kräfte, die dann in dem Aussehen und den Verrichtungen des physischen Leibes bis in die Sprache hinein zum Vorschein kommen. Denn die Sprache ist durchaus auch eine Verrichtung des physischen Leibes. Aber selbstverständlich liegen die Impulse dazu im Ätherleibe.
[ 9 ] More so than is the case in Asia and Africa, there is—to limit ourselves to this for the moment—a sort of constant exchange of impulses between the inner etheric forces and the elemental beings contained in fire, water, air, and earth in European human beings. These elemental beings act from the outside onto the human etheric bodies, and through this they receive the formative and shaping forces that then manifest in the appearance and activities of the physical body, extending even into speech. For speech is certainly also an activity of the physical body. But of course, the impulses for this lie in the etheric body.
[ 10 ] Nun, sehen Sie, muß man, wenn man den Menschen, so wie er auf der Erde lebt, wie er also auf dem Umwege über den ÄÄtherleib ein Erdenwesen ist, der Erde angehört, darauf Rücksicht nehmen, in welch verschiedener Weise die einzelnen Wesenheiten der Erde, des Wassers, der Luft und so weiter auf den menschlichen Ätherleib wirken. Denn von ganz anderer Natur sind die elementarischen und ätherischen Wesenheiten der Erde, von ganz anderer Natur die ätherischen und elementarischen Wesenheiten des Wassers, so daß wir sagen können: Einfach dadurch, daß irgendein Mensch als physisches Wesen im Gebirge lebt oder am Meeresstrande, haben andere Wesenheiten auf seinen ätherischen Leib einen größeren Einfluß. Bei dem, der am Meeresstrande lebt, haben die elementarischen Wesenheiten, die ihren Majaausdruck im Wasser haben, einen viel größeren Einfluß als bei dem Menschen, der im Gebirge lebt. Bei einem Menschen, der im Gebirge lebt, haben die Wesen, die in der Erde leben, einen größeren Einfluß als die Wesenheiten, die ihren Majaausdruck im Wasser haben.
[ 10 ] Now, you see, when considering human beings as they live on Earth—that is, as Earth beings who, through the etheric body, belong to the Earth—one must take into account the various ways in which the individual entities of the Earth, water, air, and so on, act upon the human etheric body. For the elemental and etheric entities of the earth are of a completely different nature, and the etheric and elemental entities of water are of a completely different nature, so that we can say: Simply by the fact that a person lives as a physical being in the mountains or on the seashore, different entities have a greater influence on his etheric body. For the person who lives on the seashore, the elemental beings that find their Maya expression in water have a much greater influence than for the person who lives in the mountains. For a person who lives in the mountains, the beings that live in the earth have a greater influence than the beings that find their Maya expression in water.
[ 11 ] Nun wird dasjenige, was aus dem Menschen formiert, gemacht wird, durch dieses Zusammenwirken — ich rede jetzt immer hauptsächlich vom europäischen Menschen — der elementarischen Geister mitgewirkt, ich sage mitgewirkt, und in der Art, wie diese elementarischen Geister der Natur wirken, liegt etwas von dem, was aus der geistigen Welt heraus den Menschen bildet, insofern dieser Mensch ein Erdenwesen ist.
[ 11 ] Now, what is formed out of the human being is brought about through this interaction—I am speaking now mainly of the European human being—of the elemental spirits; I say “brought about,” and in the way these elemental spirits of nature work, there lies something of what forms the human being from the spiritual world, insofar as this human being is an earthly being.
[ 12 ] Ich habe Ihnen das letzte Mal davon gesprochen, daß der östlichen Kultur Europas voranging, sagen wir, eine Kulturschicht, deren Menschen so beschaffen waren, daß sie in ihren Seelen noch etwas hatten von dem, was bei den heutigen Menschen mehr in das Unterbewußtsein zurückgedrängt ist, daß sie etwas im gewöhnlichen Leben hatten von einer Spaltung der Seele in Empfindungs-, Verstandes- oder Gemütsund Bewußtseinsseele. Ich habe Sie darauf hingewiesen, daß das finnische Volk, das in alten Zeiten große finnische Volk — das heutige ist nur ein Rest eines einstmals ausgebreiteten finnischen Volkes -, eine solche Seele hatte, daß die Seelen dieser Menschen bei einem gewissen alten Hellsehen, das bei ihnen ausgebildet war, bei ihrem unmittelbaren Erleben des Tages, etwas hatten von einer Spaltung der Seele in Empfindungs-, Verstandes- oder Gemüts- und Bewußtseinsseele.
[ 12 ] Last time I spoke to you about how Eastern culture preceded European culture; let us say, a cultural layer whose people were such that they still had something in their souls of what is now more repressed into the subconscious in modern people, that they had something in their everyday lives of a division of the soul into the soul of feeling, the soul of understanding or the soul of emotion, and the soul of consciousness. I have pointed out to you that the Finnish people—the great Finnish people of old — today’s people are merely a remnant of a once-extensive Finnish people — possessed such a soul that, through a certain ancient clairvoyance they had developed and their direct experience of daily life, the souls of these people exhibited a division into a soul of feeling, a soul of understanding or emotion, and a soul of consciousness.
[ 13 ] Ich habe Ihnen gesagt, daß in dem großartigen Epos Kalewala in den drei Figuren: Wäinämöinen, Ilmarinen und Lemminkäinen zum Ausdruck kommt die Darstellung, wie aus dem Kosmos herein diese dreigespaltene Seele bedingt wird, gleichsam gerichtet wird.
[ 13 ] I have told you that the great epic Kalewala portrays, through the three figures of Väinämöinen, Ilmarinen, and Lemminkäinen, how this tripartite soul is shaped—or, as it were, judged—by the cosmos.
[ 14 ] Nun, wie konnte denn so etwas überhaupt zustande kommen? Wie konnte an einem bestimmten Punkte Europas — so stellen wir uns die Frage — ein großes Volk sich entwickeln, welches eine so geartete Seele hatte, wie ich es beschrieben habe?
[ 14 ] Well, how could something like this have come about in the first place? How could a great people—we ask ourselves—have developed in a particular part of Europe, a people with a spirit of the kind I have described?
[ 15 ] Nun, sehen Sie, wie der Mensch sein eigentliches Ich, die Gabe der Erde, entwickelt, das rührt davon her, daß die Geister der Erde von unten herauf, durch die Maja der irdischen Materie auf ihn wirken. Von unten herauf, gleichsam durch die feste Erde hindurch, wirken die Geister der Erde, und in unserem Zyklus ist es so, daß diese Geister der Erde im wesentlichen dazu benutzt werden, um in dem Menschen die Ich-Natur hervorzurufen.
[ 15 ] Now, the way in which human beings develop their true self—the gift of the earth—stems from the fact that the spirits of the earth act upon them from below, through the maya of earthly matter. From below, as it were through the solid earth, the spirits of the earth act, and in our cycle it is the case that these spirits of the earth are essentially used to bring forth the ego-nature in the human being.
[ 16 ] Sollte nun in einem Volksstamme, wie es das alte finnische Volk war, in die Seele hereinleuchten etwas von dem, was gleichsam unter der Ich-Natur liegt, was geistiger ist als die Ich-Natur, was mehr zusammenhängt mit den göttlichen Kräften — denn wenn die Seele sich dreigespalten empfindet, hängt sie mehr zusammen mit den göttlichen Kräften, als wenn sie das nicht tut —,, sollte so etwas entstehen, so durfte in einer gewissen Weise nicht bloß das Irdische mit seinen elementarischen Geistern von unten herauf in das Irdische des Menschen strahlen, sondern es mußte etwas anderes in dieses Irdische hereinstrahlen, ein anderer elementarischer Einfluß.
[ 16 ] If, in a tribal people such as the ancient Finns, something were to shine into the soul—something that lies, as it were, beneath the ego-nature, something more spiritual than the ego-nature, something more closely connected with the divine forces—for when the soul feels itself to be threefold, it is more closely connected with the divine forces than when it does not —,, should such a thing arise, then in a certain sense it was not merely the earthly realm with its elemental spirits that was allowed to radiate upward from below into the earthly realm of the human being, but something else had to radiate into this earthly realm, another elemental influence.
[ 17 ] Ebenso nun,wie des Menschen physisches Dasein innig zusammenhängt mit den Geistern der Erde — physisches Dasein, insofern es ein irdisches Dasein ist, und es in ihm sein Ich entwickelt —, zusammenhängt mit den Geistern, die von der Erde selber, von unten nach oben, wirken, so hängt zusammen das Seelische des Menschen, das sich wie natürliches, temperamenthaftes, charakterhaftes seelisches Dasein des Menschen bekundet, mit alledem, was als wässeriges Element, als flüssiges Element auf der Erde lebt. Es müssen also Geister des wässerigen, des flüssigen Elementes hereinwirken in diese Seelen, die also dreigespalten sind.
[ 17 ] Just as the human being’s physical existence is intimately connected with the spirits of the earth—physical existence, insofar as it is an earthly existence, and in which the human ego develops—is connected with the spirits that act from the earth itself, from below to above; so too is the human soul, which manifests itself as the natural, temperamental, and character-based soul life of the human being, connected with all that lives on earth as the watery element, as the liquid element. Thus, spirits of the watery, the liquid element must work into these souls, which are thus threefold.
[ 18 ] Nun ist einmal für unseren Zeitenzyklus das irdische Element das ichbildende Element, also dasjenige, worauf es ankommt. Wenn ein anderes Element hereinragt, wie zum Beispiel das wässerige Element, so ragt dieses mehr aus der geistigen Welt herein. Es ist nicht in dem Menschen selber enthalten. Es muß sich gleichsam als ein geistiges Wesen in den Menschen hineinsenken, damit er hereinbekommt in seine irdische Natur etwas, was ihn in die geistige Welt hineinführt.
[ 18 ] Now, for our present cycle of time, the earthly element is the self-forming element—that is, the one that matters most. When another element comes into play, such as the watery element, it extends more from the spiritual world. It is not contained within the human being himself. It must, as it were, sink into the human being as a spiritual being so that the human being may receive into his earthly nature something that leads him into the spiritual world.
[ 19 ] Nehmen Sie an, die Fläche der Tafel wäre das, wo die elementarischen Kräfte der Erde herauskommen, so muß, wenn ein geistiges Element sich da hineinsenken will, dies von dem Organismus der Erde selber ausgehen, von etwas, was an sich geistig ist. Ein Wesen muß da sein, ein wirkliches Wesen, das nicht der Mensch selber ist, das den Menschen gleichsam inspiriert zu der Dreigespaltenheit der Seele. Ein Wesen also muß da sein, das gleichsam so auf die Seele wirkt, aus der Naturgeistigkeit heraus wirkt, daß die Empfindungsseele, die Verstandes- oder Gemütsseele und die Bewußtseinsseele sich auseinanderlegen, so daß die Seelen wirklich sagen können: Für meine Empfindungsseele wirkt da aus der Natur herein etwas wie Wäinämöinen, das mir entgegenströmt wie ein Naturwesen, das mir die Kräfte der Empfindungsseele gibt.
[ 19 ] Suppose the surface of the earth were the place from which the earth’s elemental forces emerge; if a spiritual element were to sink into it, this must originate from the earth’s own organism, from something that is spiritual in itself. There must be a being there, a real being that is not the human being itself, which, as it were, inspires the human being toward the threefold division of the soul. There must therefore be a being that acts upon the soul, as it were, from the spiritual essence of nature, in such a way that the feeling soul, the intellectual or emotional soul, and the conscious soul separate from one another, so that the souls can truly say: For my feeling soul, something like Wäinämöinen acts from nature, flowing toward me like a nature being, giving me the powers of the feeling soul.
[ 20 ] Aber es wirkt auch etwas herein wie Ilmarinen, etwas, was mir die Kräfte der Verstandes- oder Gemütsseele gibt, und es wirkt ferner etwas herein wie Lemminkäinen, etwas, was mir die Kräfte der Bewußtseinsseele gibt. Wenn da ein Wesen ist, das gleichsam seine Fühler in die Natur vorstreckt wie durch eine Art von Hals, wenn ein Wesen, das hier gleichsam seinen Hauptgruppenleib hat und hier seine Fühler ausstreckt, so daß wir den einen der Fühler mit der Empfindungsseele hier haben, und sich hier hereinstreckt das zweite Fühlhorn und hier das dritte Fühlhorn, so hat das Naturwesen einen Leib und streckt sein Seelisches gleichsam wie seelische Fühler da hinein, um zu inspirieren, und da können die Ätherleiber sich bilden, welche der Seele die Fähigkeit geben, sich dreigeteilt zu fühlen.
[ 20 ] But there is also something that works upon me like Ilmarinen, something that gives me the powers of the intellectual or emotional soul, and there is furthermore something that works upon me like Lemminkäinen, something that gives me the powers of the conscious soul. If there is a being that, as it were, extends its feelers into nature through a sort of neck, if a being that has, as it were, its main group body here and extends its feelers here, so that we have one of the feelers here with the sensory soul, and the second feeler extends in here and the third feeler here, then the natural being has a body and extends its soul life, as it were, like soul antennae into it in order to inspire, and there the etheric bodies can form, which give the soul the ability to feel itself as threefold.
[ 21 ] Die alten Finnen, die Bevölkerung des alten Finnland, sagten: Wir leben hier, aber wir fühlen etwas wie drei gewaltige Wesen, die nicht Wesen des physischen Planes sind, die Naturwesen sind. Sie enthüllen sich von Westen her, sie sind drei Teile, gleichsam Organe eines großen Wesens, das seinen Leib hat da drüben, aber es streckt uns seine Fühlhörner hier entgegen: Wäinämöinen, Ilmarinen, Lemminkäinen. Ein mächtiges Meereswesen breitet sich von Westen nach Osten hin aus, das seine Fühlhörner ausstreckt und diesen Stamm mit demjenigen begabt, was die dreigeteilte Seele ist.
[ 21 ] The ancient Finns, the people of ancient Finland, said: We live here, but we sense something like three mighty beings that are not of the physical plane, but are beings of nature. They reveal themselves from the west; they are three parts, as it were, organs of a great being that has its body over there, but it extends its antennae toward us here: Wäinämöinen, Ilmarinen, Lemminkäinen. A mighty sea creature spreads out from west to east, extending its antennae and endowing this tribe with what is the threefold soul.


[ 22 ] Die Völker, die das noch empfunden haben, haben so gefühlt und auch gesprochen, auch in Kalewala, wie ich es auseinandergesetzt habe. Der moderne Mensch, der heute nur noch auf dem physischen Plane lebt, sagt, das westliche Meer erstreckt sich hier hinein; das ist der Bottnische, das ist der Finnische und das ist der Rigaische Meerbusen. Wir nehmen zusammen aber, indem wir das Geistige des äußeren Physischen durchschauen wollen, dasjenige, was uns wie in einem Querschnitt von der Natur heraus erscheint, wir nehmen zusammen das Folgende. Da drunten ist noch viel Wasser, da drüben ist die Luft, der Mensch atmet Luft, und die Meereswelt da ist ein großes, mächtiges Wesen, das nur anders formiert ist, als wir es gewohnt sind. Das ist ein mächtiges Wesen, das sich darüber ausbreitet, und mit diesem Wesen stand der Mensch der früheren Rasse in einem ganz ausgesprochenen, bestimmt konfigurierten Zusammenhang. Und wenn wir jetzt sprechen von Volksgeistern, so haben diese Volksgeister in den Elementarwesen, die in zahlreichen solchen Seelenäußerungen leben, die Werkzeuge, um zu wirken. Sie organisieren sich gleichsam ein Heer, um zu wirken, um hineinzuwirken bis in den Ätherleib und vom Ätherleib aus den Menschen so zu machen, daß sein physischer Leib ein Werkzeug ist für dasjenige, was er gerade für seine spezielle Mission auf der Erde sein soll.
[ 22 ] The peoples who still sensed this felt and spoke in this way, including in the Kalevala, as I have explained. Modern people, who today live only on the physical plane, say that the Western Sea extends in this direction; that is the Gulf of Bothnia, that is the Gulf of Finland, and that is the Gulf of Riga. But when we seek to penetrate the spiritual aspect of the outer physical world—that which appears to us as a cross-section of nature—we perceive the following. Down there is still a great deal of water; over there is the air; human beings breathe air; and the sea world is a great, powerful being, merely formed differently than we are accustomed to. This is a mighty being that spreads out over it, and the human beings of the earlier race stood in a very distinct, specifically configured relationship with this being. And when we now speak of national spirits, these national spirits have in the elemental beings—who live in numerous such soul manifestations—the tools to work. They organize, as it were, an army to work, to work their way into the etheric body and, from the etheric body, to shape the human being in such a way that his physical body becomes an instrument for whatever he is meant to be for his specific mission on Earth.
[ 23 ] Nur dann, wenn wir die Formen, die uns in der Natur entgegentreten, als Ausdruck von Geistigem ansehen können, verstehen wir die Natur selbst in ihrem Zusammenhange mit dem Menschen, wenn wir nicht so einfach gedankenlos hinblicken auf die Meeres- und Landesgrenzen, sondern verstehen, was sich in diesen Formen ausdrückt. Es könnte ja auch jemandem beim Gesicht des Menschen einfallen, zu sagen: Ja, es sind da solche Formen. Da grenzen Fleisch und Luft zusammen. — Wenn dieses jemand sagt, so wird man aber wenig verstanden haben davon. Man hat das doch erst verstanden, wenn man es als Ausdruck des Menschen, als Gesicht auffaßt. So hat man das hier auch erst verstanden, wenn man es als eine gewisse Physiognomie eines mächtigen Wesens betrachtet, das aus dem Ozean heraus gewisse Teile seines Hauptkörpers vorstreckt, das diesen Teil seiner Physiognomie vorstreckt.
[ 23 ] Only when we can view the forms we encounter in nature as expressions of the spiritual do we understand nature itself in its connection to humanity—when we do not simply gaze thoughtlessly at the boundaries of the sea and the land, but understand what is expressed in these forms. It might occur to someone, looking at a human face, to say: Yes, there are such forms there. That is where flesh and air meet. — But if someone says this, they will have understood very little of it. One has only truly understood it when one perceives it as an expression of the human being, as a face. So here, too, one has only truly understood it when one regards it as a certain physiognomy of a mighty being that extends certain parts of its main body out of the ocean, that extends this part of its physiognomy.


[ 24 ] Vieles geht eben wirklich unterhalb der Schwelle des Bewußtseins vor, und die Geister der Form haben die Formen in die Natur nicht umsonst hineingestellt. Diese Formen können verstanden werden. Sie sind der Ausdruck innerer Wesenheit. Und wenn wir die Schüler der Geister der Form werden, dann bilden wir selber Formen, welche ausdrücken, was in der inneren Wesenheit des Natürlichen und des Geistigen lebt.
[ 24 ] Much truly takes place below the threshold of consciousness, and the Spirits of Form have not placed these forms in nature for no reason. These forms can be understood. They are the expression of inner essence. And when we become the disciples of the spirits of form, then we ourselves create forms that express what lives in the inner essence of the natural and the spiritual.
[ 25 ] So sollten auch zum Beispiel in unseren Architraven, in dem, was über den Säulen ist, Formen gebildet werden, die wirklich der Ausdruck sind für diejenige Geistigkeit, die in Zusammenhang gebracht werden soll mit dem, was innerhalb des Baues geschehen soll. Der Mensch ist durchaus ein Wesen, welches gleichsam wie aus einem Meer heraustaucht mit seiner Oberfläche, aus einem Meer von Realität, von verborgener Realität, in das er eingetaucht ist.
[ 25 ] For example, in our architraves—the parts above the columns—forms should be created that truly express the spiritual quality intended to be associated with what is to take place within the building. Human beings are indeed beings who, as it were, emerge with their surface from a sea—a sea of reality, of hidden reality—into which they have been immersed.
[ 26 ] Sehen Sie, das ist wiederum ein Beispiel, wie wir eigentlich hinter die Maja dringen müssen, wenn wir das, was uns vorliegt in der Welt, wirklich verstehen wollen, namentlich wenn wir den Menschen verstehen wollen mit all seinen Äußerungen. Da müssen wir oft hinuntergehen in das, was im Menschen lebt, ohne daß er es weiß, oder das er erst nach und nach lernt durch Vermittelung des Wissens.
[ 26 ] You see, this is yet another example of how we actually have to look beyond appearances if we truly want to understand what is before us in the world, especially if we want to understand human beings with all their expressions. We often have to delve into what lives within a person without their knowing it, or what they only gradually learn through the imparting of knowledge.
[ 27 ] Wir können nämlich gar nicht anders, wenn wir irgendwohin den Blick wenden, als daß wir zunächst auf die äußere Maja schauen, und dann müssen wir uns klar sein darüber, daß hinter dieser äußeren Maja etwas außerordentlich Kompliziertes liegt.
[ 27 ] In fact, whenever we turn our gaze in any direction, we cannot help but first look at the outer maya, and we must be aware that behind this outer maya lies something extraordinarily complex.
[ 28 ] Würden wir die Neigung haben, überall einzugehen auf dasjenige, was hinter der Maja liegt, dann würde es eine unendliche Harmonie, einen Zusammenklang geben können in der ganzen Menschenwesenheit, denn gewissermaßen steht diese Menschenwesenheit durch unendliche unterirdische Impulse mit einer harmonischen Einheitswesenheit in Beziehung, und alles, was in der Welt vorhanden ist, kann nur verstanden werden, wenn man es in bezug auf das, was unter der Oberfläche des Daseins liegt, prüft.
[ 28 ] If we were inclined to delve everywhere into that which lies behind maya, then there could be infinite harmony and unity throughout the entire human existence, for in a sense, this human existence is connected through infinite subterranean impulses to a harmonious unity of being, and everything that exists in the world can only be understood if one examines it in relation to what lies beneath the surface of existence.
[ 29 ] Es bleibt immer eine Einseitigkeit, wenn man irgend etwas nur betrachtet in bezug auf die Maja. Ich will hier etwas einschalten. Nicht wahr, solche Dinge, wie wir sie jetzt besprochen haben, kann man nur nach und nach ganz verstehen. Ich will zeigen, wie schon im gewöhnlichen Leben es schwer ist, auf alles das, was in den Dingen liegt, die an uns herantreten, wirklich einzugehen. So zum Beispiel werden vielleicht die wenigsten unserer lieben Freunde bemerkt haben, daß ich in einem Vortrage der letzten Zeit einmal intensiv über die Schweiz gesprochen habe, über etwas, was intensiv mit der schweizerischen Natur zusammenhängt. Ich weiß nicht, in wieviel Gemütern jetzt eigentlich ein Bewußtsein davon lebt, wovon ich spreche. Sie erinnern sich aber vielleicht, daß ich an die vier Vorträge, die ich gehalten habe über okkultes Lesen und Hören, einen Vortrag angeschlossen habe, in dem ich rein äußerlich, geschichtlich, viel von Herman Grimm gesprochen habe. Das war ein Vortrag, in dem tatsächlich außerordentlich viel über die Schweiz gesprochen worden ist, aber man muß zurückgehen auf das Innere der Sache, auf das, was unter der Oberfläche liegt. Wieso denn?
[ 29 ] There is always a one-sidedness when one considers anything solely in relation to maya. I would like to interject something here. Isn’t it true that things like those we have just discussed can only be fully understood little by little? I want to show how, even in ordinary life, it is difficult to truly engage with everything that lies within the things that come to us. For example, perhaps very few of our dear friends will have noticed that in a recent lecture I spoke at length about Switzerland, about something that is deeply connected to Swiss nature. I do not know how many people are actually aware of what I am speaking of. But you may recall that I followed the four lectures I gave on occult reading and hearing with a lecture in which I spoke, from a purely external, historical perspective, at length about Herman Grimm. That was a lecture in which, in fact, an extraordinary amount was said about Switzerland, but one must go back to the inner essence of the matter, to what lies beneath the surface. Why is that?
[ 30 ] Sehen Sie, der Mensch — ich wiederhole etwas ganz Elementares — besteht, wie wir wissen, aus seinem physischen Leibe, seinem Ätherleibe, seinem Astralleibe und seiner Ich-Natur. Wir wissen, daß die Ich-Natur und der astralische Leib beim schlafenden Menschen den physischen und den Ätherleib verlassen und gleichsam sich außen, mehr in der geistigen Welt aufhalten, in einer Welt, von der wir sagen können also: In der Nacht sind wir darinnen in dieser Welt, wo auch die elementarischen, ätherischen Wesenheiten sind. — Da sind aber auch diejenigen geistigen elementarischen Wesenheiten darinnen, welche zusammenhängen mit dem ganzen Aufbau unseres physischen Seins. Die sind und wirken alle darinnen. Mit dem ganzen Aufbau unseres physischen Seins hängt eine Anzahl von elementarischen Wesenheiten zusammen. Ich habe einmal aufmerksam gemacht in einem Vortragszyklus, den ich in Kassel gehalten habe über den Zusammenhang des Johannes-Evangeliums mit den andern Evangelien, wie der Mensch durch seine Vorfahren zusammenhängt mit den Wesenheiten der elementarischen Natur. Ich habe aufmerksam gemacht — Sie können es in diesem Vortragszyklus nachlesen —, daß der Mensch, wenn wir in dieser Weise seine vier Glieder anordnen, hier den physischen Leib, hier das Ich, hier den Ätherleib, hier den astralischen Leib hat, daß er dann ererbt hat dasjenige, was mehr in seinem physischen Leibe und seinem Ich lebt, von der väterlichen Seite her.
[ 30 ] You see, the human being—and I am repeating something quite basic—consists, as we know, of the physical body, the etheric body, the astral body, and the I-nature. We know that when a person is asleep, the ego nature and the astral body leave the physical and etheric bodies and, as it were, dwell outside, more in the spiritual world—in a world of which we can say: At night we are within this world, where the elemental, etheric beings also reside. — But there are also those spiritual elemental beings within it that are connected to the entire structure of our physical being. They are all there and active within it. A number of elemental beings are connected to the entire structure of our physical being. I once drew attention to this in a lecture series I gave in Kassel on the connection between the Gospel of John and the other Gospels, explaining how the human being, through their ancestors, is connected to the beings of the elemental nature. I drew attention to the fact—you can read about it in that lecture series—that when we arrange the human being’s four members in this way—here the physical body, here the ego, here the etheric body, here the astral body—he has inherited from his father’s side that which lives more in his physical body and his ego.


[ 31 ] Derjenige, welcher den Vortragszyklus aufmerksam gelesen hat, wird sich erinnern, daß das, was mehr im Ätherleibe und im astralischen Leibe lebt, von der mütterlichen Seite her vererbt wird. Wenn wir nun schlafen, so haben wir den physischen und den ätherischen Leib im Bette liegen, also etwas Väterliches und etwas Mütterliches. Wir haben aber das Ich und den astralischen Leib draußen. Der astralische Leib enthält dasjenige, was unseren Empfindungen, unserer ganzen Temperamentsanlage sich einprägt, dasjenige, was uns den Seelencharakter gibt. Und in dieses, was uns da den Seelencharakter gibt, wirken wiederum herein in der Zeitenfolge elementarische Wesenheiten, Wesenheiten, die von den Vorfahren zu den Nachkommen hintragen die Kräfte, so daß diese Nachkommen in einer gewissen Weise werden.
[ 31 ] Anyone who has read the lecture series carefully will recall that what lives more in the etheric body and the astral body is inherited from the maternal side. When we sleep, our physical and etheric bodies lie in bed—that is, something paternal and something maternal. But our ego and astral body are outside. The astral body contains that which imprints itself upon our feelings and our entire temperamental disposition—that which gives us our soul character. And into this very thing that gives us our soul character, elemental beings in turn work their way in through the course of time—beings who carry the forces from ancestors to descendants, so that these descendants become, in a certain sense,
[ 32 ] Bei einer solchen Persönlichkeit, wie Herman Grimm war, wirkt etwas ganz Eigentümliches. Man hat eine Nachwirkung bei Herman Grimm von dem, was seine unmittelbaren Vorfahren waren. Seine unmittelbaren Vorfahren, sein Vater und sein Onkel, waren die Sammler der Kinder- und Hausmärchen, und diese Kinder- und Hausmärchen haben sie erzählen hören. Sie haben einfach hingehört, wenn man sie ihnen erzählt hat, und haben sie dann aufgeschrieben. Aber man tut so etwas nicht, wenn man nicht einen besonders zugerichteten astralischen Leib hat, der dazu veranlagt ist. Solche Dinge müssen tief begründet sein in dem ganzen Hergang der Sache.
[ 32 ] There is something quite unique about a personality such as Herman Grimm. One senses an aftereffect in Herman Grimm of who his immediate ancestors were. His immediate ancestors—his father and his uncle—were the collectors of Children’s and Household Tales, and they had heard these tales told. They simply listened when they were told, and then wrote them down. But one does not do such a thing unless one has a particularly well-developed astral body that is predisposed to it. Such things must be deeply rooted in the entire course of events.
[ 33 ] Herman Grimm hat eine gewisse Art, sich fein geistig auszudrücken, eine Art, die schon fast herankommt an das Geisteswissenschaftliche. Das ist dadurch in ihm enthalten, daß schon in seiner Vorfahrenschaft eine Hinneigung zum Märchenhaften war und zu demjenigen, worin Naturgeistigkeit lebt. Da sehen wir, wie die Naturgeister etwas in ihn hineingetragen haben, was sie noch nachklingen ließen, wenn Herman Grimm mit seinem Ich und seinem Astralleibe außerhalb des physischen und Ätherleibes war. Wer hat denn dem Vater und dem Oheim zunächst in besonderer Anschaulichkeit — wie in einem Elementarwesen darinnen stehend — die Märchen erzählt? Die Frau des Vaters Herman Grimms, also die Mutter Herman Grimms. Die Mutter Herman Grimms war das belebende Element bei dieser Märchenübertragung. Sie hat eine besondere Freude gehabt, hinzuhorchen auf diese Märchen, wo sie im Volke lebten, und sie hat sie so aufgenommen, daß sie die beiden Brüder Grimm, Herman Grimms Vater und Oheim, aufschreiben konnten.
[ 33 ] Herman Grimm has a certain way of expressing himself with subtle intellectual depth, a way that comes very close to Spiritual Science. This is inherent in him because his ancestors already had a penchant for the fairy-tale-like and for that in which the spirit of nature lives. Here we see how the nature spirits have carried something into him that they allowed to resonate even when Herman Grimm, with his ego and astral body, was outside his physical and etheric bodies. Who, then, first told the fairy tales to his father and uncle with such vividness—as if standing within them like an elemental being? Herman Grimm’s father’s wife, that is, Herman Grimm’s mother. Herman Grimm’s mother was the animating element in this transmission of fairy tales. She took special delight in listening to these fairy tales as they lived among the people, and she absorbed them in such a way that the two Grimm brothers—Herman Grimm’s father and uncle—were able to write them down.
[ 34 ] Wer war diese Mutter? Dorothea Grimm, geborene Wild, war aus einem alten Berner Geschlecht. Sie selbst war noch Bürgerin dieser Stadt. Die Vorfahren hatten noch mitgekämpft in der Schlacht von Murten. Das ganze Gefühl, das sie da gewonnen hatte, mit all den Elementargeistern, wurde dann ins Hessische hinaufgetragen, weil der Vater, der ausgewandert war von Bern — der Großvater von Herman Grimm —, das Apothekerhandwerk gelernt hatte, dann nach Kassel gezogen war und dort die Sonnenapotheke gegründet hatte. Wenn wir also suchen nach dem, was die Elementargeister wirkten gerade in Herman Grimm, was sozusagen gerade die besondere Konfiguration dieses Geistes machte, weil sozusagen diese Geister, während er schlief, in ihm wirkten, dann müssen wir an die Schweiz denken, und wir reden eigentlich, indem wir von dem Charakteristischen bei Herman Grimm sprechen, von charakteristisch Bernerisch-Schweizerischem.
[ 34 ] Who was this mother? Dorothea Grimm, née Wild, came from an old Bernese family. She herself was still a citizen of that city. Her ancestors had fought in the Battle of Murten. The whole feeling she had gained there, with all the elemental spirits, was then carried up to Hesse, because her father, who had emigrated from Bern—Herman Grimm’s grandfather—had learned the apothecary’s trade, then moved to Kassel and founded the Sonnenapotheke there. So if we seek what the elemental spirits were at work in Herman Grimm specifically—what, so to speak, constituted the particular configuration of this spirit, since these spirits, so to speak, were at work within him while he slept—then we must think of Switzerland, and when we speak of what is characteristic of Herman Grimm, we are actually speaking of what is characteristically Bernese-Swiss.
[ 35 ] So tritt uns manchmal, äußerlich ganz und gar von Maja überstrahlt, dasjenige entgegen, was das Wesentliche ist. Man horcht hin auf das, was das Wesen im Gemüte der Mutter Herman Grimms ist, wenn man das eigentümliche Gefüge seines Geistes in Betracht zieht, so daß ich eigentlich in dem Geistigen, in dem, was ich als unter der Schwelle des Bewußtseins liegend hervorgehoben habe, etwas unmittelbar Schweizerisches sagte und von dem Schweizerischen, speziell Bernerischen gesprochen habe, als ich von Herman Grimm sprach. Daher war vorauszusetzen, daß gerade diese Art, von der da Andeutungen gemacht worden sind, unter manchen unserer Freunde recht vertraute, heimische Gefühle hervorgerufen haben wird.
[ 35 ] Thus, what is essential sometimes presents itself to us, outwardly completely overshadowed by maya. One listens to what is the essence in the mind of Herman Grimm’s mother when one considers the peculiar structure of his spirit, so that I actually said something immediately Swiss in the spiritual realm—in what I have highlighted as lying beneath the threshold of consciousness—and spoke of the Swiss, specifically the Bernese, when I spoke of Herman Grimm. It was therefore to be expected that precisely this manner, to which allusions have been made, would have evoked quite familiar, homely feelings among many of our friends.
[ 36 ] Es kommt also nicht bloß darauf an, was sozusagen äußerlich uns entgegentritt, sondern, was in dem lebt, was uns äußerlich entgegentritt. Die Erde mit allem, was auf ihr ist, ist tatsächlich im innigen Zusammenhange, die Erde als Einheitswesen ist tatsächlich im innigen Zusammenhange mit dem, was der Mensch auf ihr sein kann, mit dem, was auf dem Umwege durch den Ätherleib um den Menschen sich gestaltet, figuriert.
[ 36 ] It is not merely a matter of what, so to speak, confronts us externally, but of what lives within that which confronts us externally. The Earth, with all that is upon it, is in fact intimately connected; the Earth, as a unified being, is in fact intimately connected with what the human being can be upon it, with what takes shape and forms around the human being indirectly through the etheric body.
[ 37 ] Nun gehen wir, nachdem ich durch das vorliegende Beispiel klargemacht habe, wie wir durch die Maja hindurchgehen müssen, wenn wir verstehen wollen, was da ist, nochmals zu dem Meeresdrachen zurück, der gleichsam der Inspirator der europäischen Menschheit ist, der sich vom Atlantischen Ozean herüberdrängte, um der Inspirator der europäischen Menschheit zu sein. Er enthält, wenn wir die Gesamtheit seiner elementarisch-ätherischen Wesenheiten ins Auge fassen, alles dasjenige, was geistig ist in der europäischen Menschheit. Würden wir ihn vollständig verstehen, diesen Drachen, würden wir uns ihm ganz hingeben können, dann würden wir alle Hellseher sein. Aber die europäische Menschheit hat nicht die Aufgabe, etwa bloß hellsehend zu sein, sondern sie hat die Aufgabe, gerade denjenigen Teil des Seelenhaften zu entwickeln, der über das Hellsehen hinausragt, wie die Inseln aus dem Meere herausragen. Dasjenige, was nun ganz besonders sich entwickeln mußte als, ich möchte sagen, die Grundtypen der fünften nachatlantischen Kulturperiode, mußte das Grundgepräge haben, sich herauszuheben als Bewußtseinsnatur, sich herauszuheben aus dem bloß Seelenhaften. Das mußte inspiriert werden von den durch die Erde wirkenden Naturgeistern. Es mußte die Möglichkeit haben, überall zusammenzuhängen, gleichsam durch unzählige fließende Impulse zusammenzuhängen mit diesem inspirierenden Wesen. Aber es mußte sich herausheben, es mußte hineinschicken in das Wässerige das Erdenhafte. Und das ist dadurch geschehen, daß die britischen Inseln sich heraushoben mit der Summe aller ihrer Naturgeister aus dem sie ganz umgebenden inspirierenden Meere.
[ 37 ] Now that I have used the present example to clarify how we must pass through the maya if we wish to understand what is there, let us return once more to the sea dragon, who is, as it were, the inspirer of European humanity, who pushed his way across from the Atlantic Ocean to become the inspirer of European humanity. If we consider the totality of its elemental-etheric beings, it contains everything that is spiritual in European humanity. If we were to fully understand this dragon, if we could surrender ourselves completely to it, then we would all be clairvoyant. But European humanity does not have the task of merely being clairvoyant; rather, it has the task of developing precisely that part of the soul that rises above clairvoyance, just as islands rise out of the sea. That which now had to develop in a very special way as, I might say, the archetypes of the fifth post-Atlantean cultural epoch, had to bear the fundamental character of standing out as a nature of consciousness, of standing out from the merely soul-world. This had to be inspired by the nature spirits working through the Earth. It had to have the possibility of being connected everywhere, as it were, connected through countless flowing impulses with this inspiring being. But it had to stand out; it had to send the earthly into the watery. And this came about through the British Isles rising up with the sum of all their nature spirits from the inspiring sea that completely surrounded them.


[ 38 ] Wenn es einmal eine wirkliche Geisteswissenschaft geben wird, dann wird man wissen, daß auf einem solchen kontinentalen Gebiet des Menschen Seelenträger, sein physischer und sein Ätherleib, sich so bilden müssen, wie das Verhältnis von Meer und Land das bedingt. Genauso wie die Hebung über das Meer, die Hebung des Landes über das Meer das bedingt, genau ebenso ist es, wie der Mensch in seiner Natur bestimmte Räume dadurch ausfüllen muß, daß er sie nicht Muskeln sein läßt, sondern zu Knochen werden läßt, also so, daß das weiche Wesen und das harte Wesen ein bestimmtes Verhältnis zueinander haben.
[ 38 ] When a true Spiritual Science finally comes into being, we will know that in such a continental region of the human being, the soul-bearers—the physical and etheric bodies—must form in a way dictated by the relationship between sea and land. Just as the elevation of the land above the sea is determined by the sea, so too must the human being, by his very nature, fill certain spaces not by allowing them to remain as muscles, but by transforming them into bones—that is, in such a way that the soft substance and the hard substance maintain a specific relationship to one another.
[ 39 ] So gestaltet sich auch draußen in der großen Erdenmutter die Sache, und zwar so, daß aus dem flüssigen Elemente das feste Element auftaucht. Man kann sagen: Die Erde schickt aus ihren Tiefen die elementarischen Geister herauf, welche die Erde bilden in bestimmter Konfiguration, an einer bestimmten Stelle der geistigen Inspiration, damit ein solcher Boden entsteht, auf welchem solche Leiber wohnen können, in denen die Bewußtseinsseele sich entwickelt.
[ 39 ] This is also how things unfold out there in the great Earth Mother, namely in such a way that the solid element emerges from the liquid element. One might say: The Earth sends up from its depths the elemental spirits that shape the Earth into a specific configuration, at a specific point of spiritual inspiration, so that a soil may arise on which such bodies can dwell, in which the consciousness-soul develops.
[ 40 ] Das feste Land im Meere ist wirklich wie ein Knochengerüst in der elementarischen Wesenheit. Geradeso wie unser Knochensystem im weichen Muskelsystem darinnen sitzt, so sitzt konfiguriert das Feste der Erde im Meere darinnen. Und die Länder entstehen nicht so regellos, wie es die Geologie darstellt, sondern entstehen in ihren Formen ebenso regelmäßig, wie in uns das Knochensystem regelmäßig entsteht, allerdings nicht durch Zellen gerade, wie sich die Knochen bilden. Wir müssen nur verstehen lernen, warum die einzelnen Kontinente in dieser oder jener Form gebildet sind. Ich möchte noch einen Vergleich gebrauchen, der Sie nur nicht zu einem Mißverständnisse verführen soll. Ich möchte sagen: Damit hier bei diesem alten finnischen Volke jene Anschauung entstehen konnte, von der wir gesprochen haben, war es notwendig, daß eine solche Landkonfiguration entstand in den Meerbusen.
[ 40 ] The solid land in the sea is truly like a skeletal framework within the elemental realm. Just as our skeletal system is embedded within the soft muscular system, so too is the solid earth configured within the sea. And the continents do not arise as haphazardly as geology depicts, but rather take shape just as regularly as the skeletal system forms within us—though not through cells, as bones are formed. We must only learn to understand why the individual continents are formed in this or that shape. I would like to use one more comparison, which is not intended to lead you into a misunderstanding. I would like to say: In order for that view we have spoken of to arise here among this ancient Finnish people, it was necessary for such a land configuration to arise in the sea bays.
[ 41 ] Wie die menschliche Lunge hereinläßt die Luft, so sind in dieser Landkonfiguration vorgezeichnet — wie hineingenommen — Fangarme jenes großen Wesens, das zusammenhängt mit aller Konfiguration Europas.
[ 41 ] Just as the human lungs draw in air, so too are the tentacles of that great being—which is connected to the entire configuration of Europe—outlined in this landform, as if drawn into it.
[ 42 ] Wir haben nun das letzte Mal gesprochen von den Leibern, die der russischen Seele verliehen werden, wenn sich diese Seele in einem russischen Leibe inkarniert. Wir haben gezeigt, das letzte Mal und auch im Verlaufe anderer Betrachtungen, daß in einem russischen Leibe die russische Seele sich erwartungsvoll bildet, daß sie dasjenige vorbildet in sich, was einmal ein Zukünftiges empfangen kann. Dazu ist notwendig, daß diese Seele in einer gewissen Weise mit dem Geistigen in Beziehung bleibt. Sonst würde nicht das Geistselbst einmal gebildet werden können. Aber auf der andern Seite muß diese Seele verhindert werden, allzu früh sich in diejenigen Regionen zu entwickeln, die ihr eigentlich vorgebildet sind.
[ 42 ] Last time we spoke of the bodies that are bestowed upon the Russian soul when that soul incarnates in a Russian body. We have shown, last time and also in the course of other reflections, that within a Russian body the Russian soul forms itself expectantly, that it preforms within itself that which may one day receive a future. For this, it is necessary that this soul remain in a certain way connected to the spiritual. Otherwise, the Spirit-Self could not be formed at all. But on the other hand, this soul must be prevented from developing too early into those regions that are actually preformed within it.
[ 43 ] Nehmen wir einmal an, es wäre hier — wo die Ostsee jetzt ist — Land und das hier — wo Rußland ist — wäre alles Meer. Es würden sich nur halbinselförmige Gebilde vorstrecken wie Italien und so weiter. Der Bottnische, Finnische, Rigaische Meerbusen würden bis zum Kaspischen Meer sich ausdehnen, statt daß wir russisches Land hier haben würden. Dann würden wir hier ein Seefahrervolk haben, daß diese Seezungen hier befahren würden. Dadurch würden sich aber die Leiber hier nicht bilden können, wie sie sich bilden sollen. Da würde jenes Wesen, welches die Fangarme hier herüberstreckt, dasjenige ausatmen, was empfangen würden diese Seefahrer, und sie würden vorzeitig — also in zu früher Zeit — ihre Anlagen entfalten. Sie würden dasjenige, was auf eine spätere Zeit warten müßte, zu früh entfalten. Das Geistselbst muß eine gewisse Zeit warten, darf nicht zu früh entfaltet werden. Daher muß hier nicht Meer sein, sondern das Land muß so weit auftauchen, daß nicht zu früh das Geistselbst entwickelt werde, daß aber noch die Möglichkeit bleibt, die Inspirationen dieses großen Wesens zu empfangen. Es dürfen also nicht hohe Gebirge wie die Alpen vorhanden sein und auch nicht flache Länder, nur solche Erhebungen, daß nicht zu früh das Geistselbst empfangen wird. Gerade soviel Land muß es sein, um das Geistselbst zu erzeugen: also ausgedehnte, mehr flache Landgebiete. Wäre hier ein seefahrendes Volk, so würde dieses seefahrende Volk längst das Geistselbst entwickelt haben. Aber das wäre unreif, da würde zur Unzeit die Entwickelung eintreten.
[ 43 ] Let us suppose that here—where the Baltic Sea is now—there were land, and that here—where Russia is—it were all sea. Only peninsula-like formations would jut out, such as Italy and so on. The Gulf of Bothnia, the Gulf of Finland, and the Gulf of Riga would extend all the way to the Caspian Sea, instead of us having Russian land here. Then we would have a seafaring people here who would navigate these inlets. But as a result, the bodies here would not be able to form as they are meant to. For the being that extends its tentacles over here would exhale what these seafarers would receive, and they would unfold their potential prematurely—that is, too early. They would unfold too early what ought to wait for a later time. The Spirit-Self must wait a certain time; it must not be unfolded too early. Therefore, there must not be a sea here, but the land must emerge to such an extent that the Spirit-Self is not developed too early, yet the possibility remains to receive the inspirations of this great being. Thus, there must be neither high mountains like the Alps nor flat lands, but only such elevations that the Spirit-Self is not received too early. There must be just enough land to generate the Spirit-Self: that is, extensive, mostly flat land areas. If there were a seafaring people here, this seafaring people would have developed the Spirit-Self long ago. But that would be premature; development would occur at the wrong time.
[ 44 ] Und jetzt kommen wir auf den kosmischen Verstand der Erde. Die Erde hat kosmischen Verstand, der ihre Form bedingt, ihre Form so bedingt, daß sie überall aufwirft das Land so weit, als es nötig ist, damit die richtigen Elementargeister mit den auf der Erde befindlichen Wesen in Zusammenhang kommen, und andererseits das Wasser bestehen läßt, so weit es nötig ist, damit die inspirierenden Genien wirken können.
[ 44 ] And now we come to the Earth’s cosmic intelligence. The Earth possesses a cosmic intelligence that determines its form—a form that raises the land wherever necessary so that the appropriate elemental spirits may come into contact with the beings on Earth, and, on the other hand, preserves the water wherever necessary so that the inspiring genii may act.
[ 45 ] Wir bekommen den Eindruck, daß wir förmlich auf unsere Erde hinschauen und in einem solchen Aufwerfen von Land etwas Ähnliches sehen können, wie wenn wir diese oder jene Miene im Gesichte bilden, wo auch das Seelische in der Miene in dieser oder jener Konfiguration des Ausdruckes zum Vorschein kommt. Das Seelische der Erde tritt uns in der Konfiguration der Erde entgegen. Tatsächlich: sobald wir auf den menschlichen Ätherleib kommen, dehnt sich gleichsam diese Wesenheit des menschlichen Ätherleibes über die ganze Organisation der Erde aus, und es steht überall im Zusammenhang der menschliche Ätherleib mit dem Organismus der Erde. Überall finden wir, daß das eigentlich Irdische — die Maja also für die Erdgeister — für den jetzigen Menschen zusammenhängt mit seiner Ich-Natur, mit der äußeren physischen Natur. Alles dasjenige, was Wasser und Luft — geistig betrachtet — ist, hängt zusammen mit dem, was er im Widerspruch mit der Ich-Natur entwickelt. Denn die ganze Erde ist dazu da, um eben den irdischen Menschen zu bilden. Das andere besteht darinnen, diesen irdischen Menschen zu nuancieren. Dieses Nuancieren wird eben durch das gegenseitige Verhältnis von Land und Wasser und Luft durch die Erde bewirkt.
[ 45 ] We get the impression that we are literally looking at our Earth and can see in such a formation of land something similar to when we make this or that facial expression, where the soul also comes to light in the expression through this or that configuration of the face. The soul of the Earth confronts us in the configuration of the Earth. Indeed: as soon as we come to the human etheric body, this essence of the human etheric body extends, as it were, over the entire organization of the Earth, and everywhere there is a connection between the human etheric body and the organism of the Earth. Everywhere we find that what is truly earthly—that is, the maya for the earth spirits—is connected for modern humans with their ego nature, with the outer physical nature. Everything that is water and air—viewed spiritually—is connected with what he develops in opposition to his ego-nature. For the whole Earth exists precisely to form the earthly human being. The other aspect consists in nuancing this earthly human being. This nuancing is brought about by the Earth through the mutual relationship of land, water, and air.
[ 46 ] Wenn wir Europa im Süden anschauen und insbesondere die griechische und die italienische Halbinsel betrachten, so finden wir durch die Art, in der hier Land und Wasser verteilt sind, die Erde vorbereitet für solche Leiber, die gerade die vierte nachatlantische Kultur tragen konnten, in welcher die Verstandes- oder Gemütsseele so ganz besonders zum Ausdruck kommt.
[ 46 ] When we look at Europe from the south, and in particular at the Greek and Italian peninsulas, we find that the way land and water are distributed there has prepared the earth for bodies capable of bearing the fourth post-Atlantean culture, in which the intellectual or emotional soul finds such a distinctive expression.
[ 47 ] Wären die Länder im Süden Europas größer und die Meereinschnitte kleiner gewesen, so hätte in Griechenland und Italien etwas entstehen müssen, was erst später entstehen sollte, das heißt, es würde für die Evolution etwas in unbrauchbarer Weise entstanden sein. Damit in solcher Weise, wie ich es dargestellt habe, das griechische Wesen in dem romanischen Wesen seine Wiederholung hat finden können, mußte gegen die Meere hin eine breitere Landmasse vorgestreckt werden, als es bei Griechenland der Fall ist. Das ist aber in Frankreich der Fall. Und in dem Verhältnisse, von dem ich gesagt habe, wie es besteht zwischen Frankreich und Griechenland, können Sie genau ausgedrückt finden in der Physiognomie Griechenlands, wie es überall eingeschnitten ist von dem Meere, und in der Physiognomie Frankreichs, wie es mehr im großen seine Vorsprünge gegen das Meer vorstreckt.
[ 47 ] If the countries in southern Europe had been larger and the inlets smaller, something would have had to emerge in Greece and Italy that was not destined to emerge until later; in other words, something would have come into being that was of no use to evolution. In order for the Greek character to find its repetition in the Roman character in the manner I have described, a landmass wider than that of Greece had to extend toward the seas. This is the case in France. And in the relationship I have described as existing between France and Greece, you can find a precise expression of this in the physiognomy of Greece, as it is indented everywhere by the sea, and in the physiognomy of France, as it extends its promontories toward the sea to a greater extent.
[ 48 ] Ich wollte Ihnen heute einige Anhaltspunkte geben für allerlei Dinge, die noch weiter in unserem Zusammensein ausgeführt werden müssen. Zunächst werden wir auf diesen Anhaltspunkten dann morgen weiterbauen.
[ 48 ] Today, I wanted to give you some points of reference for various matters that will need to be discussed in greater detail during our meeting. We will then build on these points tomorrow.
