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The Rudolf Steiner Archive

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The Spiritual Unification of Humanity
through the Christ Impulse
GA 165

2 January 1916, Dornach

[ ] Translate the original German text into any language:

Versions Available:

The Spiritual Unification of Humanity through the Christ Impulse, tr. SOL
  1. Festivals of the Seasons, tr. Collison
  2. Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls

Neujahrsbetrachtungen III

New Year's Reflections III

[ 1 ] Wir denken uns einmal den menschlichen ÄAtherleib im Zusammenhange mit dem physischen Leib des Menschen und wollen dies in einer Skizze festhalten. Ganz schematisch wollen wir dieses als Ätherleib gelten lassen (es wird gezeichnet) und wollen den physischen Leib, der selbstverständlich den ganzen menschlichen Ätherleib mit Ausnahme der äußersten Partien des Ätherleibes durchdringt, jetzt so zeichnen wie mit einer Art Rinde vom Ätherleib umgeben. Sie wissen ja, wie die wirklichen Verhältnisse sind. Das sei also physischer Leib und Ätherleib, und dazu gehören dann im gesamten System des Menschen selbstverständlich der Astralleib und das Ich. Nun wollen wir uns erinnern, daß der Ätherleib des Menschen selbstverständlich aus den verschiedenen Ätherarten besteht, die wir kennengelernt haben. Und wir haben kennengelernt als Atherarten den Wärmeäther, den Lichtäther, den chemischen Äther, der die Sphärenmusik vermittelt, und den Lebensäther.

[ 1 ] Let us imagine the human etheric body in relation to the human physical body and depict this in a sketch. Very schematically, let us regard this as the etheric body (it is drawn), and let us now depict the physical body—which, of course, permeates the entire human etheric body with the exception of its outermost parts—as if it were surrounded by a kind of rind of the etheric body. You know, of course, what the actual conditions are. So let this be the physical body and the etheric body, and of course the astral body and the I are also part of the entire human system. Now let us recall that the human etheric body naturally consists of the various types of ether we have learned about. And we have come to know the following types of ether: the warmth ether, the light ether, the chemical ether—which mediates the music of the spheres—and the life ether.

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[ 2 ] Wollen wir heute einmal den Lichtäther ins Auge fassen. Gewiß, der ganze Ätherleib besteht aus einer innigen Verbindung, aus einer organisierten innigen Verbindung dieser vier Ätherarten. Aber wir wollen dasjenige, was am Ätherleib Lichtäther ist, heute besonders herausheben. Den Teil des Ätherleibes, den wir als Lichtäther ansprechen, wollen wir jetzt schraffieren. Nun habe ich öfter betont, daß der Mensch eigentlich dadurch ein Bewußtsein von den Dingen erhält, daß er mit seinem Ich und mit seinem Astralleib im Grunde genommen in den Dingen darin ist. Nur im Tagwachen stecken das Ich und der astralische Leib, man möchte sagen, in bezug auf dasjenige, was von ihnen nicht in den Dingen ist, im physischen Leib und im AÄtherleib darin. Wenn wir dies ins Auge fassen, so können wir sagen: daß wir Sinnesempfindungen haben, rührt davon her, daß das menschliche Ich und auch der astralische Leib von den Dingen zuerst eine Offenbarung haben, die unbewußt bleibt, und daß sich dann diese Offenbarung spiegelt an den Sinneswerkzeugen und ihren Nervenfortsetzungen im physischen Leib. Diese Dinge haben wir wiederholt erörtert.

[ 2 ] Let us now turn our attention to the light ether. Certainly, the entire etheric body consists of an intimate union—an organized, intimate union—of these four types of ether. But today we want to highlight in particular that part of the etheric body which is the light ether. Let us now highlight the part of the etheric body that we refer to as the light ether. I have often emphasized that human beings actually gain consciousness of things by the fact that, with their “I” and their astral body, they are, in essence, within those things. Only during waking hours are the “I” and the astral body—one might say, insofar as the parts of them that are not within things are concerned—embedded within the physical body and the etheric body. If we consider this, we can say that the reason we have sensory perceptions is that the human “I” and also the astral body first receive a revelation from things that remains unconscious, and that this revelation is then reflected in the sense organs and their nerve extensions in the physical body. We have discussed these matters repeatedly.

[ 3 ] Nun fragen wir uns aber heute: Wie wirkt denn eigentlich das Gedächtnis? Wie geschieht es, daß wir Erinnerung haben an Verschiedenes, an Gegenstände und auch an Erlebnisse, die wir durchgemacht haben? Diese Frage wollen wir einmal ins Auge fassen. Wir wollen sie heute gleichsam ganz empirisch, beobachtungsgemäß ins Auge fassen.

[ 3 ] But today we ask ourselves: How does memory actually work? How is it that we have memories of various things—of objects and also of experiences we have gone through? Let’s take a closer look at this question. Today, we’ll approach it, so to speak, entirely empirically, based on observation.

[ 4 ] Nehmen wir den Fall: Wir treffen heute einen Menschen, den wir vor fünf Tagen zum erstenmal gesehen haben. Wir erinnern uns, daß wir ihn vor fünf Tagen gesehen haben, daß er uns dazumal seinen Namen gesagt hat, daß wir mit ihm gesprochen haben. Wir sagen, wir erkennen diesen Menschen wieder. Was geschieht da in uns, wenn wir uns auf diese Weise an einen Menschen und an die Begegnung mit ihm nach einiger Zeit erinnern?

[ 4 ] Let’s consider this scenario: Today we meet someone we saw for the first time five days ago. We remember that we saw him five days ago, that he told us his name at the time, and that we spoke with him. We say that we recognize this person. What happens within us when we recall a person and our encounter with them in this way after some time has passed?

[ 5 ] Nun, da kommt zuallererst folgendes in Betracht: Während wir vor fünf Tagen dem Menschen begegnet sind, hat unser Ätherleib gewisse Bewegungen ausgeführt. Wir fassen jetzt immer den Lichtteil des Ätherleibes ins Auge. Selbstverständlich schwingen die andern Glieder, der Wärmeteil, der chemische Teil, der Lebensteil mit, aber wir fassen heute den LLichtteil unseres Ätherleibes ins Auge. Ich will ihn deshalb zunächst sogar Lichtleib nennen. Unser ätherischer Leib führt gewisse Bewegungen aus. Denn die Gedanken, die der Mensch erregt, mit dem wir zusammengetroffen sind, geben sich in unserem Lichtleib als innere Lichtbewegungen kund. Abgesehen davon, daß wir mit unseren Sinnen den Menschen sehen, haben wir somit von den Eindrücken her, die nicht durch die Sinne vermittelt werden, insofern etwas, als unser Lichtleib Bewegungen ausführt. Die ganze Begegnung mit dem Menschen hat also darin bestanden, daß unser Lichtleib allerlei Bewegungen ausgeführt hat. Stellen Sie sich das recht lebendig vor: Während Sie vor dem Menschen gestanden haben, während Sie mit ihm gesprochen haben, ist Ihr ätherischer Lichtleib fortwährend in Bewegung. Was Sie mit ihm sprechen, was Sie von ihm empfinden, über ihn denken, das alles offenbart sich in Bewegungen Ihres Lichtleibes.

[ 5 ] Well, the first thing to consider is this: While we were with that person five days ago, our etheric body performed certain movements. We will now focus specifically on the light aspect of the etheric body. Of course, the other aspects—the warmth aspect, the chemical aspect, and the life aspect—resonate as well, but today we will focus on the light aspect of our etheric body. I will therefore even call it the light body for the time being. Our etheric body performs certain movements. For the thoughts aroused by the person we encountered manifest themselves in our light body as inner movements of light. Apart from the fact that we see the person with our senses, we thus have something in the way of impressions that are not conveyed through the senses, insofar as our light body performs movements. The entire encounter with the person thus consisted in our light body performing all manner of movements. Imagine this quite vividly: while you were standing before the person, while you were speaking with them, your etheric light body was constantly in motion. What you say to them, what you feel about them, what you think of them—all of this is revealed in the movements of your light body.

[ 6 ] Wenn man diesen Menschen nach Tagen nun wiederum sieht, so regt das neuerliche Sehen unsere Seele an, und diese Anregung bewirkt, daß der ätherische Leib rein aus seinem Beharrungsvermögen heraus diese Bewegungen wieder ausführt, die er vor fünf Tagen ausgeführt hat, als wir vor dem Menschen standen, mit ihm Gedanken ausgetauscht haben. Wenn Sie also nach fünf Tagen dem Menschen aufs neue entgegentreten, wird der ätherische Lichtleib dadurch angeregt, dieselben Bewegungen auszuführen, die er vor fünf Tagen ausgeführt hat. Mit einem Stück seines Ich und seines Astralleibes ist man während des Wachbewußtseins immer im äußeren Lichtäther darin. Das Schlafen geschieht ja dadurch, daß sich auch das Stück vom astralischen Leib und Ich in den äußeren Äther zurückzieht, das beim Tagwachen im physischen und im Ätherleib drin ist. Da man also mit seinem Ich und mit seinem Astralleib im Grunde genommen im äußeren Äther darin ist und der innere Ätherleib durch sein Beharrungsvermögen die Bewegungen, die er damals ausgeführt hat, wieder ausführt, so fühlt man nun das, was der Ätherleib damals an Bewegungen ausgeführt hat. Und das ist das Erinnern. Vom äußeren Äther aus innere Atherbewegungen wahrnehmen, vom äußeren Lichtäther die Bewegungen des inneren Lichtleibes wahrnehmen, das bedeutet: sich erinnern.

[ 6 ] When we see this person again after several days, this renewed encounter stimulates our soul, and this stimulation causes the etheric body—purely out of its own inertia—to repeat the movements it performed five days ago, when we stood before the person and exchanged thoughts with them. So when you encounter the person again after five days, the etheric light body is stimulated to perform the same movements it performed five days ago. During waking consciousness, a part of one’s ego and astral body is always present in the outer light ether. Sleep occurs, after all, when that part of the astral body and the “I” that is present in the physical and etheric bodies during waking hours withdraws into the outer ether. Since one is, in essence, present in the outer ether with one’s “I” and astral body, and the inner etheric body—through its inertia—repeats the movements it performed at that time, one now feels the movements the etheric body performed back then. And that is remembering. Perceiving inner etheric movements from the outer ether, perceiving the movements of the inner light body from the outer light ether—that is what it means to remember.

[ 7 ] Also denken Sie zum Beispiel: Es treten vor Ihnen zwei Menschen einander gegenüber. Meinetwillen sieht der eine von dem andern nur das Gesicht. Dadurch, daß der eine das Gesicht des andern beschaut, macht sein Ätherleib bestimmte Bewegungen. Jetzt geht er weg. Der Ätherleib behält die Tendenz, diese Bewegungen, wenn er dazu angeregt wird, wieder auszuführen. Nach fünf Tagen treten sich die beiden Menschen wieder entgegen. Sie nehmen sich wahr — zunächst nimmt der eine, dessen Ätherlichtleib die Bewegungen gemacht hat, den andern wahr. Dadurch wird sein Lichtleib wieder angeregt, dieselben Bewegungen zu machen, die er gemacht hat, als er das Gesicht wahrgenommen hat. Das kommt im Bewußtsein zum Ausdruck, indem das Bewußtsein sagt: Ich habe dies Gesicht schon gesehen. Das heißt, das Bewußtsein nimmt vom äußeren Lichtäther aus die inneren Lichtbewegungen des Lichtäthers im Menschen darin wahr. Das ist das Erinnern, das ist das Gedächtnis, rein als Beobachtungsvorgang. Man kann sagen: Im äußeren Lichte sieht man die durchgemachten Bewegungen des inneren Lichtleibes. Man sieht sie aber nicht als Lichtbewegungen. Warum sieht man sie im gewöhnlichen Leben nicht als Lichtbewegungen? Man sieht sie aus dem Grunde nicht als Lichtbewegungen, weil dieser Lichtätherleib im physischen Leib darinnensteckt. Dadurch schlagen die Bewegungen des Ätherleibes überall an den physischen Leib an. Und durch dieses Anschlagen verwandeln sich die Lichtbewegungen des Ätherleibes in die Erinnerungsvorstellungen. Man sieht nicht die Bewegungen des Atherleibes, sondern die durch das Anschlagen an den physischen Leib bewirkten Vorstellungen. Aber das sind die ErinnerungsvorstelJungen.

[ 7 ] So, for example, imagine this: Two people stand facing each other in front of you. For the sake of argument, let’s say one can see only the other’s face. As one looks at the other’s face, his etheric body makes certain movements. Now he walks away. The etheric body retains the tendency to repeat these movements when stimulated to do so. Five days later, the two people meet again. They perceive each other—at first, the one whose etheric light body made the movements perceives the other. This stimulates his light body once more to make the same movements it made when he perceived the face. This is expressed in consciousness by the thought: “I have seen this face before.” That is to say, consciousness perceives, from the outer light ether, the inner light movements of the light ether within the human being. This is recollection; this is memory, purely as a process of observation. One might say: In the outer light, one sees the movements that the inner light body has undergone. But one does not see them as light movements. Why does one not see them as light movements in ordinary life? One does not see them as light movements because this light-etheric body is embedded within the physical body. As a result, the movements of the etheric body resonate throughout the physical body. And through this interaction, the light movements of the etheric body are transformed into memories. One does not see the movements of the etheric body, but rather the mental images produced by its interaction with the physical body. But these are the memories.

[ 8 ] Wenn der physische Leib weg ist, das heißt, wenn der Mensch durch die Todespforte gegangen ist, dann sind das Ich und der Astralleib natürlich zunächst viel intensiver im äußeren Äther darin, bis sie den äußeren Äther nach ein paar Tagen verlassen. Da wird der innere Lichtleib nicht mehr durch das Anschlagen an den physischen Leib zu solchen Vorstellungen angeregt, die nur im physischen Leib möglich sind. Daher sieht der Tote alles, was er erlebt hat und was der Ätherleib jetzt alles abschwingen läßt, ablaufen läßt, wenn er vom physischen Leib frei ist, wenn er durch diesen nicht mehr aufgehalten wird. Das sieht er alles ablaufen in den paar Tagen nach dem Tode, denn der Ätherleib hat fortwährend die Tendenz, alles dasjenige wiederum aus sich hervorzubringen, was er jemals in den Erlebnissen des physischen Lebens als Bewegungen ausgeführt hat. Dieses ganze Leben läuft da ab, schwingt ab im Ätherleib. Und man sieht es in diesem Tableau — es projiziert sich das zu einem mächtigen Tableau, es projiziert sich das ganze ätherische Bewegungsspiegeln zu einem Tableauüberblick über das vergangene Erdenleben.

[ 8 ] When the physical body is gone—that is, when a person has passed through the gate of death—the “I” and the astral body are, of course, initially much more intensely present in the outer ether until they leave the outer ether after a few days. At that point, the inner body of light is no longer stimulated by contact with the physical body to form the kinds of mental images that are possible only in the physical body. Therefore, the deceased sees everything they have experienced and everything that the etheric body is now allowing to unfold and play out once they are free from the physical body, once they are no longer held back by it. The deceased sees all of this unfold in the few days following death, for the etheric body has a constant tendency to bring forth once more everything it has ever carried out as movements during the experiences of physical life. This entire life unfolds there, resonating out in the etheric body. And one sees it in this tableau—it projects itself into a powerful tableau; the entire reflection of etheric movements projects itself into a panoramic overview of the past earthly life.

[ 9 ] Würde man nun die Möglichkeit haben, den physischen Leib so zu bezwingen, daß man sich von dem physischen Leib unabhängig macht und damit auch den Ätherleib befreit — das kann durch gewisse Meditationsvorgänge bewirkt werden, die alle zu den Vorgängen gehören, die in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» geschildert werden —, so könnte man es schon im Leben dahin bringen, viele bringen es ja dahin, durch den physischen Leib nicht gestört zu werden, so daß man bei der Erinnerung nicht das schaut, was durch das Anschlagen des Ätherleibes an den physischen Leib entsteht, sondern daß man das Eigenschwingen, Eigenbewegen des Ätherleibes schaut. Man ist dann im äußeren Lichtäther und schaut die Bewegungen seines Lichtleibes.

[ 9 ] If one were to have the ability to master the physical body in such a way as to become independent of it and thereby also liberate the etheric body—this can be achieved through certain meditative processes, all of which are described in *How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?* — one could already achieve this in one’s lifetime; indeed, many do achieve it—so that one is not disturbed by the physical body, and thus, when recalling, one does not perceive what arises from the etheric body’s contact with the physical body, but rather perceives the etheric body’s own vibration and movement. One is then in the outer light ether and observes the movements of one’s light body.

[ 10 ] Warum kann man das nicht im gewöhnlichen Leben? Warum geschieht es nicht, wenn zum Beispiel Fräulein Scholl der Gräfin Kalckreuth gegenübertritt und sie wiedererkennt — ich nehme jetzt an, daß ein Hellsehen nicht vorliegt —, daß unter gewöhnlichen Umständen Fräulein Scholl sich an ihr Erinnerungsbild, das heißt, an ein Vorstellungsbild von der Gräfin Kalckreuth erinnert und nicht wahrnimmt, was sie sonst wahrnehmen könnte: das innere Schwingen ihres Ätherleibes, so daß sie das innere Erlebnis haben würde: Aha, so hat mein Ätherleib immerfort geschwungen, wenn er der Gräfin Kalckreuth gegenübergetreten ist? — Licht würde dann Licht wahrnehmen, nämlich das Äußere, weil das Ich und der astralische Leib von Fräulein Scholl dieBewegungen, die immerwährend tendierten Bewegungen des eigenen Lichtleibes wahrnehmen würde und diese in der richtigen Weise so zu deuten wüßte, daß sie auch sagen würde: Das sind die Bewegungen, die mein Lichtleib immer ausgeführt hat, wenn ich der Gräfin Kalckreuth gegenübergestanden habe. Da hätten wir also dann die Erscheinung, daß wir durch das Verweilen im Äther — und das tun wir immer, weil wir mit einem großen Teil unseres Ich und unseres astralischen Leibes außerhalb unseres physischen Leibes sind —, daß wir durch das Weben und Wallen im Lichtäther unser Stück organisierten Lichtäther mit seinen Bewegungen wahrnehmen: Licht aus dem Lichte, das Licht, das in uns selber ist.

[ 10 ] Why can't this happen in everyday life? Why doesn’t it happen, for example, when Miss Scholl comes face to face with Countess Kalckreuth and recognizes her—assuming, for the sake of argument, that there is no clairvoyance involved—that under ordinary circumstances, Miss Scholl recalls her mental image of Countess Kalckreuth, that is, a mental picture of her, and does not perceive what she might otherwise perceive: the inner vibration of her etheric body, so that she would have the inner experience: “Ah, so this is how my etheric body has always vibrated when it has encountered Countess Kalckreuth?” — Light would then perceive light, namely the outer aspect, because Miss Scholl’s ego and astral body would perceive the movements—the ever-tending movements—of her own light body and would know how to interpret them correctly, so that she would also say: “These are the movements my light body has always performed whenever I stood before Countess Kalckreuth.” We would then have the phenomenon that, by dwelling in the ether—and we always do this, because a large part of our “I” and our astral body is outside our physical body—by weaving and surging in the light ether, we perceive our own portion of organized light ether with its movements: light from the light, the light that is within ourselves.

[ 11 ] Warum geschieht das nicht im gewöhnlichen Leben? Warum nehmen wir da erst das Ergebnis des Anschlagens der Bewegungen des Ätherleibes an den physischen Leib wahr? — Das ist deshalb, weil Ahriman und Luzifer mit der irdischen Welt verknüpft sind, weil Ahriman den physischen Leib so eng an das ganze Wesen des Menschen gekettet hat, daß der Ätherleib nicht leicht frei kommen kann; weil dieser Ahriman den physischen Leib so dicht zusammengeschlossen hat mit dem Ätherleib, mit dem Lichtleib, und weil fortwährend die dienenden Geister des Ahriman da sind, die bewirken, daß, wenn der Mensch im Lichte ist, sein Lichtleib mit seinen Schwingungen verdunkelt wird, so daß er ihn nicht schauen kann. Dämonen halten fortwährend den Lichtleib des Menschen in Dunkelheit. Das ist durch die Einrichtung, die Ahriman mit dem physischen Leib und übrigens auch mit dem Ätherleib getroffen hat. Wir können daher sagen — und ich will diesen Satz besonders an die Tafel schreiben, weil das ein wichtiger Satz ist —: Ist es der Menschenseele möglich, aus Licht die Vorgänge im eigenen Lichtleib zu beobachten, so hat sich diese Seele frei gemacht von den ahrimanischen Kräften, die sonst die Vorgänge im Lichtleib verdunkeln.

[ 11 ] Why doesn’t this happen in everyday life? Why do we only perceive the result of the etheric body’s movements impacting the physical body? — This is because Ahriman and Lucifer are linked to the earthly world, because Ahriman has chained the physical body so tightly to the whole being of the human being that the etheric body cannot easily break free; because Ahriman has bound the physical body so tightly together with the etheric body and the light body, and because Ahriman’s serving spirits are constantly present, causing the human being’s light body to be darkened by their vibrations whenever the human being is in the light, so that he cannot see it. Demons constantly keep the human being’s light body in darkness. This is due to the arrangement that Ahriman has established with the physical body and, incidentally, with the etheric body as well. We can therefore say—and I want to write this sentence on the board in particular, because it is an important one—: If it is possible for the human soul to observe the processes in its own light body from within the light, then that soul has freed itself from the Ahrimanic forces that otherwise obscure the processes in the light body.

[ 12 ] Was könnte denn nun eine Seele, die das erreichen will, erflehen, ersehnen? Eine solche Seele könnte etwa sagen zu gewissen Mächten, die in der geistigen Welt sind, und die diese Seele anerkennt: Oh, Ihr Mächte in der geistigen Welt, lasset mich aus meinem physischen Leib heraus wissend in der Lichtwelt sein, im Lichte sein, um den eigenen Lichtleib zu beobachten, und lasset die Gewalt der ahrimanischen Kräfte nicht zu stark sein über mich, daß sie mir nicht unmöglich machen, zu schauen, was da in meinem Lichtleib vorgeht! Also, ich will noch einmal sagen, was aus einer Sehnsucht zu gewissen Mächten, die etwa anerkannt würden von dieser Seele in der geistigen Welt, solch eine Seele gebetartig erflehen könnte. Solch eine Seele könnte sagen: Oh, Ihr Mächte, lasset mich bewußt im Lichte aus dem Licht heraus hinschauen auf die Vorgänge meines eigenen Lichtleibes und dämpfet ab, nehmet weg die Kraft und Macht der ahrimanischen Kräfte, die mir verdunkeln und herabdämmern die Vorgänge im eigenen Lichtleib! Lasset mich bewußt aus dem Lichte mein eigenes Licht schauen! Lasset mich aus dem Lichte bewußt das Licht schauen, und nehmet weg die Mächte, die mich verhindern, aus dem Licht das Licht zu schauen!

[ 12 ] What, then, might a soul that wishes to achieve this implore or long for? Such a soul might say to certain powers that exist in the spiritual world—and which this soul acknowledges—: Oh, you powers in the spiritual world, let me, having left my physical body, be in the world of light with full awareness, be in the light, so that I may observe my own body of light; and do not let the power of the Ahrimanic forces be too strong over me, lest they make it impossible for me to see what is happening within my body of light! So, I will say once more what such a soul might implore in prayer, out of a longing for certain powers that might be recognized by this soul in the spiritual world. Such a soul might say: Oh, you powers, let me consciously look out from the light into the light at the processes taking place in my own light body, and dampen, take away the strength and power of the Ahrimanic forces that darken and obscure the processes in my own light body! Let me consciously behold my own light from within the light! Let me consciously behold the light from within the light, and take away the forces that prevent me from beholding the light from within the light!

[ 13 ] Was ich Ihnen jetzt gesagt habe, meine lieben Freunde, ist nicht bloß ein erfundenes Gebet, sondern so hat der Christus, nachdem er durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, diejenigen beten gelehrt, die ihn dann noch verstehen konnten in der Zeit, in der er nach der Überwindung des Mysteriums von Golgatha bei seinen intimeren Schülern verweilt hat.

[ 13 ] What I have just told you, my dear friends, is not merely a made-up prayer, but rather the way in which Christ—after passing through the Mystery of Golgotha—taught those who were still able to understand him to pray during the time he spent with his closest disciples after overcoming the Mystery of Golgotha.

[ 14 ] Und das gehörte zu dem Verständnis, dem gnostischen Verständnis, das diese Jünger dem Christus noch entgegenbringen konnten in der damaligen Zeit, und das verschwunden ist in der Art, wie ich es angedeutet habe, um die Zeit, um die Jahrhunderte herum, da das Mysterium von Golgatha war.

[ 14 ] And that was part of the understanding—the Gnostic understanding—that these disciples were still able to offer to Christ at that time, and which disappeared, as I have indicated, around the time, around the centuries, of the Mystery of Golgotha.

[ 15 ] So zu der Macht, die ihnen der Christus selber war, konnten diese intim mit dem Christus verbundenen Seelen zu dem Christus aufschauen, um ihn anzuflehen um die Möglichkeit, aus dem Lichte das eigene Lichtessein zu beobachten und die entgegengesetzten Mächte ahrimanischer Natur zurückzuhalten, daß nicht abgedämpft und abgedunkelt werde der Blick aus dem Lichte heraus, um diese Lichtbewegungen des Lichtleibes zu schauen. Gelernt haben diese intimen Jünger des Christus Jesus in jener Zeit dies, was ich Ihnen hier andeutete; das haben sie gelernt. Und sie wußten Bescheid, wie es mit alldem, wovon wir heute gesprochen haben, beschaffen ist. Sie wußten Bescheid darin. Sie haben das gelernt in der Zeit, als der Christus mit ihnen nach dem Mysterium von Golgatha verkehrte.

[ 15 ] Thus, through the power that Christ Himself was to them, these souls, intimately connected to Christ, were able to look up to Christ and implore him for the opportunity to observe their own being-in-light from within the light, and to hold back the opposing forces of Ahrimanic nature, so that the gaze from within the light might not be dimmed or darkened, enabling them to behold these movements of light in the body of light. These intimate disciples of Christ Jesus learned at that time what I have hinted at here; that is what they learned. And they were well aware of the nature of all that we have spoken of today. They were well aware of it. They learned this during the time when Christ was with them after the Mystery of Golgotha.

[ 16 ] Ich habe Ihnen unter den Bruchstücken, die aus der alten gnostischen Weisheit geblieben sind, auch die Pistis-Sophia-Schrift angeführt. Ich will ein Stück aus dieser Pistis-Sophia-Schrift einmal vorlesen. Dieses Stück heißt:

[ 16 ] Among the fragments that have survived from the ancient Gnostic wisdom, I have also cited the Pistis Sophia text. I would like to read a passage from this Pistis Sophia text. This passage is titled:

[ 17 ] «Ich will dich preisen, o Licht, denn ich wünsche zu dir zu kommen. Ich will dich preisen, o Licht, denn du bist mein Erretter. Nicht verlaß mich im Chaos» — wenn ich heraußen bin aus dem physischen Leib «nicht verlaß mich im Chaos, rette mich, o Licht der Höhen, denn du bist es, das ich gepriesen habe. Du hast mir dein Licht durch dich geschickt und mich gerettet. Du hast mich zu den oberen Örtern des Chaos geführt» — wissend außer dem physischen Leib —. «Mögen nun die Ausgeburten des Bösen» — Ahriman; Ahriman steht aber nicht da —, «welche mich verfolgen, in die unteren Örter des Chaos hinabsinken. Und nicht laß sie zu den oberen Örtern kommen, daß sie mich sehen. Und möge große Finsternis sie bedecken und Finsterheit darauf kommen. Und nicht laß sie mich sehen in dem Licht deiner Kraft, die du mir gesandt hast, um mich zu retten, auf daß sie nicht wiederum Gewalt über mich bekommen. Und ihren Ratschluß, den sie gefaßt haben, meine Kraft zu nehmen, laß ihnen nicht gelingen, und wie sie wider mich geredet, zu nehmen von mir mein Licht. Nimm vielmehr das ihrige anstatt meines. Und sie haben gesagt, mein ganzes Licht zu nehmen, und nicht haben sie vermocht, es zu nehmen, denn deine Lichtkraft war mit mir. Weil sie beratschlagt haben, ohne dein Gebot, o Licht, deswegen haben sie nicht vermocht, mein Licht zu nehmen. Weil ich an das Licht geglaubt habe, werde ich mich nicht fürchten. Und das Licht ist mein Erretter. Und nicht werde ich mich fürchten.»

[ 17 ] “I will praise you, O Light, for I long to come to you. I will praise you, O Light, for you are my Savior. Do not forsake me in Chaos”—when I am outside the physical body—“do not forsake me in Chaos; save me, O Light of the Heights, for it is you whom I have praised. You have sent me your light through yourself and saved me. You have led me to the upper realms of Chaos”—knowing beyond the physical body—. “May now the spawn of evil”—Ahriman; but Ahriman is not there—“who pursue me, sink down into the lower realms of Chaos. And do not let them come to the upper realms, lest they see me. And may great darkness cover them, and gloom fall upon them. And do not let them see me in the light of your power, which you have sent to me to save me, lest they gain power over me again. And do not let them succeed in the plan they have devised to take my power, nor in their words against me to take my light from me. Rather, take theirs instead of mine. And they have said they would take all my light, yet they have not been able to take it, for your light was with me. Because they have consulted without your command, O Light, therefore they have not been able to take my light. Because I have believed in the Light, I will not be afraid. And the Light is my Savior. And I will not be afraid.”

[ 18 ] Beim Fürchten denken wir an Ahriman, so wie wir das sehen bei dem einen der Mysterienspiele.

[ 18 ] When we feel fear, we think of Ahriman, as we see in one of the mystery plays.

[ 19 ] Und jetzt nehmen wir das Stück der Pistis-Sophia-Schrift. Ist es nicht wie dazu gerettet, daß man etwa sagen könnte: Seht einmal zu, ihr Gegner der neueren Geisteswissenschaft! Da wird von dieser neueren Geisteswissenschaft gesagt, daß vom Lichte aus die Lichtbewegungen des Lichtleibes gesehen werden können, wenn die entgegenstehenden ahrimanischen Dämonen dieses nicht verhindern. Aber es gab eine Zeit, wo man das schon einmal gewußt hat. Und von dieser Zeit ist sogar ein physisches Beweisstück in der Pistis-Sophia-Schrift da. Denn im Grunde genommen ist das, was ich Ihnen vorgelesen habe, nichts anderes als dieses Walten, das ich Ihnen selber konstruiert habe aus dieser Beschaffenheit des Lichtleibes und dem Verweilen der Seele im Lichtleib selber. Aber es gibt keine Möglichkeit, dieses Stück der PistisSophia-Schrift zu verstehen, ohne daß man vorher verstanden hat dasjenige, was ich vorhin auseinandersetzte. Daher müßten diejenigen, die die Pistis-Sophia-Schrift in die Hand bekommen, sich sagen, wenn sie so etwas lesen: sie verstehen dies überhaupt nicht. Aber dazu sind sie nicht bescheiden genug.

[ 19 ] And now let us consider this passage from the Pistis Sophia text. Is it not as if it were preserved for this very purpose, so that one might say: Just look at this, you opponents of modern Spiritual Science! It is said in this modern Spiritual Science that the light movements of the body of light can be seen from within the light, provided the opposing Ahrimanic demons do not prevent this. But there was a time when this was already known. And there is even physical evidence of this time in the Pistis Sophia text. For, in essence, what I have read to you is nothing other than this process that I myself have constructed for you from the nature of the body of light and the soul’s abiding within the body of light itself. But there is no way to understand this passage from the Pistis Sophia text without first having understood what I explained earlier. Therefore, those who come across the Pistis Sophia text should tell themselves, when they read something like this: they do not understand it at all. But they are not humble enough to do so.

[ 20 ] Das ist es aber, was über uns kommen muß, diese große Bescheidenheit, die gegenüber dieser Sache darin bestehen kann, daß man sich sagt — ja, da ist ein Stück dieser Pistis-Sophia-Schrift —: «Ich will dich preisen, o Licht, denn ich wünsche zu dir zu kommen. Ich will dich preisen, o Licht, denn du bist mein Erretter.» Indem ich es so lese, verstehe ich es nicht. Aber diese Demut müßte man haben, diese Bescheidenheit, das nicht verstehen zu wollen, bis man sich die Möglichkeiten des Verstehens erst herbeigeführt hat. Überall ist aber diese Bescheidenheit gerade in unserer Zeit nicht vorhanden. Und diejenigen, die solche Schriften aus Schutt und Trümmern hervorholen, haben oftmals am allerwenigsten diese Bescheidenheit. Entweder legen sie diese Schriften in der allertrivialsten Weise aus, indem sie sagen: Nun, das Licht, das ist eine nebulose Vorstellung, das ist alles allegorisch gemeint. — Oder aber sie sagen: Diejenigen, die das in alten Zeiten geschrieben haben, standen eben auf einer kindlichen Stufe der menschheitlichen Entwickelung, und wir, wir haben es endlich so herrlich weit gebracht — Sie erinnern sich an die gestrigen Wagner-Worte! Wir haben es endlich so herrlich weit gebracht, daß wir einsehen, daß diese Vorgänger mit allem ihrem Verständnis eben auf einer kindlichen Stufe standen!

[ 20 ] But that is precisely what must come upon us—this great humility, which, in relation to this matter, can consist in saying to oneself—yes, there is a passage from the *Pistis Sophia* text that goes: “I will praise you, O Light, for I desire to come to you. I will praise you, O Light, for you are my Savior.” As I read it this way, I do not understand it. But one must possess this humility, this modesty of not wishing to understand until one has first created the conditions for understanding. Yet this modesty is nowhere to be found, especially in our time. And those who unearth such writings from the rubble and ruins are often the very ones who lack this modesty the most. Either they interpret these writings in the most trivial way, saying: “Well, the Light—that’s a nebulous mental image; it’s all meant allegorically.” — Or else they say: “Those who wrote this in ancient times were simply at a childlike stage of human development, and we—we have finally come so wonderfully far”—you recall Wagner’s words from yesterday! “We have finally come so wonderfully far that we realize these predecessors, with all their understanding, were simply at a childlike stage!”

[ 21 ] Nicht allein darum handelt es sich in unserer Zeit, daß eine Lehre nicht verstanden werden kann von denjenigen, die sie nicht verstehen wollen, sondern vor allen Dingen handelt es sich darum, daß in unserer Zeit eine gewisse Seelenstimmung nicht so leicht herbeigeführt werden kann, welche durchaus notwendig ist, wenn wirkliche Geist-Erkenntnis gewonnen werden soll. Diese Seelenstimmung ist eben die Mysterienstimmung, die darin besteht, daß man in sich das Gefühl entwickelt: man kann etwas nicht verstehen, bevor man die Seele erst zubereitet hat, in das Verständnis einzugehen. In unserer Zeit herrscht vielmehr die Stimmung der Seele, daß der gescheite Mensch — und gescheit ist natürlich nach seiner Meinung heute jeder Erwachsene von selbst über alles urteilen kann. Aber die Welt ist tief, und dasjenige, was mit den Weltengeheimnissen zusammenhängt, ist tief. Und wegen dieses Glaubens an die Gescheitheit, den ein jeder Erwachsene heute an sich selber hat, gehen die Menschen an den tiefsten Weltenproblemen, an den tiefsten Weltengeheimnissen einfach vorbei. Und wenn über diese Weltengeheimnisse gesprochen wird, so begegnen sie diesem Sprechenden höchstens mit Spott und Hohn und werfen es in die finstersten Winkel, über die sie ihre Vignette: Aberglauben und Schwärmerei und Phantasterei, wenn nicht viel schlimmere Vignetten schreiben.

[ 21 ] The issue in our time is not merely that a teaching cannot be understood by those who do not wish to understand it, but above all that a certain state of mind—which is absolutely necessary if true spiritual knowledge is to be attained—cannot be easily brought about. This state of mind is precisely the mood of the mysteries, which consists in developing within oneself the feeling that one cannot understand something until one has first prepared the soul to enter into that understanding. In our time, however, the prevailing mood of the soul is that the intelligent person—and, of course, in today’s view, every adult is intelligent—can judge everything for themselves. But the world is profound, and that which is connected with the mysteries of the world is profound. And because of this belief in one’s own cleverness—which every adult today holds about themselves—people simply pass by the deepest problems of the world, the deepest mysteries of the world. And when these mysteries of the world are discussed, they meet the speaker with nothing but scorn and derision at best, and cast the subject into the darkest corners, labeling it with their own labels: superstition, fanaticism, and fantasy—if not far worse labels.

[ 22 ] Diesen Tatbestand klar einzusehen, meine lieben Freunde, darauf kommt es an. Das ist das Wichtige: klar hinzuschauen wie in unserer Zeit von denjenigen, die gar nicht den Willen haben, zu verstehen, Spott und Hohn gegossen wird über dasjenige, was nur in Erkenntnisbescheidenheit und Erkenntnisdemut mit der in Demut und Bescheidenheit zubereiteten Seele erreicht werden kann. Vorerst fehlt nicht nur das Verständnis für die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten, sondern vorerst fehlt überhaupt die Erkenntnisstimmung in unserer Zeit, jene Stimmung, die das echte Erkenntnisstreben erzeugt.

[ 22 ] To clearly recognize this fact, my dear friends, is what matters. This is what is important: to see clearly how, in our time, those who have no will to understand pour scorn and derision upon that which can only be attained through intellectual modesty and humility, with a soul prepared in humility and modesty. For the time being, it is not only an understanding of the truths of Spiritual Science that is lacking, but rather the very mood of knowledge itself is absent in our time—that mood which gives rise to a genuine striving for knowledge.

[ 23 ] Darauf ist aber die Welt angewiesen, daß es einige Menschen, und immer mehr und mehr Menschen gibt, die dieses klar durchschauen und es zunächst in ihr Interesse und in ihre Aufmerksamkeit aufnehmen, daß da der Hebel des wahren Fortschrittes anzusetzen ist. Wissen muß man zunächst, was geschehen soll. Und klar und ohne sich einer Illusion hinzugeben, muß man hinschauen, wie angestrebt wird von denjenigen, welche mit Spott und Hohn alle wirkliche Erkenntnisstimmung belegen, alles in die Hand genommen werden will, was die Menschheit in ihrer geistigen Kultur noch durchdringen soll. Es wird angestrebt, daß der Mensch vom Kindesalter an in die materialistische Kultur eingefügt wird. Zum Herrn macht sich die matenalistische Kultur schon über die zarte Kindesseele, indem sie dieser zarten Kindesseele die materialistische Schule aufdrängt, welche weniger durch den Inhalt desjenigen, was sie lehrt, als durch die Art, wie sie lehren muß, die ganze Seele materialistisch gefügig macht.

[ 23 ] But the world depends on there being some people—and more and more of them—who clearly see through this and first take it to heart and pay attention to it, recognizing that this is where the lever of true progress must be applied. First, one must know what is to happen. And one must look clearly, without succumbing to illusion, at how those who, with scorn and derision, dismiss any genuine spirit of knowledge, seek to take control of everything that humanity is still to grasp in its spiritual culture. The aim is to integrate human beings into materialistic culture from childhood onward. Materialistic culture already lords over the tender soul of a child by imposing upon it the materialistic school, which renders the entire soul submissive to materialism—not so much through the content of what it teaches as through the very manner in which it must teach.

[ 24 ] Und solches Walten hüllt man in die Illusion der Zeit dadurch ein, daß man sagt: es werde dieses gefordert im Zeitalter der Liberalität und der Freiheit! Dasjenige, was das Gegenteil aller Freiheit ist, man nennt es Freiheit im materialistischen Zeitalter. Und man richtet die Dinge so ein, daß die Menschen kaum bemerken, daß das Gegenteil der Freiheit «Freiheit» genannt wird. Und diejenigen, die etwas von der Sache ahnen, möchten höchstens dieselbe Unfreiheit wiederum durch die gleiche, nur von der andern Seite herkommende Unfreiheit bekämpfen. Das oder jenes müßte verboten werden, sagen die einen, oder die andern wiederum liebäugeln mit jenen Mächten, die alles in die Hand nehmen, was wie das Blümlein auf dem Felde frei wachsen sollte.

[ 24 ] And such rule is cloaked in the illusion of time by claiming that this is what is demanded in the age of liberalism and freedom! That which is the very opposite of all freedom is called freedom in the materialistic age. And things are arranged in such a way that people hardly notice that the opposite of freedom is called “freedom.” And those who suspect something of the matter would, at most, seek to combat this very lack of freedom with the same kind of lack of freedom, only coming from the other side. “This or that should be banned,” say some, while others, in turn, flirt with those powers that take control of everything that should grow freely like a little flower in the field.

[ 25 ] Erst ist es notwendig, daß uns jene Gesinnung durchdringt, die erst eine wahrhaft freie Gesinnung sein kann, die aus der Geisteswissenschaft kommt. Da müssen wir vor allen Dingen uns klar sein darüber, daß in den Gang der äußeren materialistischen Weltenordnung nicht dasjenige eingeführt werden kann, was die Menschenseele im zarten Kindesalter heranbilden soll. Von Worten sich nicht täuschen lassen, das ist dasjenige, was man zunächst verstehen soll. Dazu ist aber auch notwendig, daß man sich von der ganzen Aura der Vorurteile frei macht, die uns allüberall entgegentreten; daß wir wirklich unter allen Umständen jene Gesinnung als unsere Seele durchlebend empfinden, die aus dem Wesen der Geisteswissenschaft kommen kann; daß wir uns öfter fragen: Was ist in unserer Seele als aus dem Wesen der Geisteswissenschaft herausfließend, und was ist in unserer Seele nur deshalb, weil wir uns eben auch aneignen diejenigen Gedankenformen, die heute durch die Welt schwirren.

[ 25 ] First, it is necessary for us to be imbued with that mindset—which can only be a truly free mindset—that arises from Spiritual Science. Above all, we must be clear that what is meant to be developed in the human soul during early childhood cannot be introduced into the course of the outer, materialistic world order. Not allowing ourselves to be deceived by words—that is what we must understand first and foremost. But for this, it is also necessary that we free ourselves from the entire aura of prejudices that confront us everywhere; that we truly experience, under all circumstances, that attitude—as something living within our souls—which can arise from the very essence of Spiritual Science; that we ask ourselves more often: What is in our soul that flows from the essence of Spiritual Science, and what is in our soul simply because we also adopt those thought forms that are swirling through the world today?

[ 26 ] Vielleicht können wir nicht schon in unserem Zeitalter etwas tun gegen den ganz materialistischen Gang der materialistischen unfreien Zeitenstimmung. Aber wir müssen wenigstens lernen, ihn zunächst als Zwang zu empfinden. Da muß es anfangen. Wir müssen uns nicht auch Täuschungen hingeben. Denn, geht die Welt so fort in ihrer Entwickelung, wie sie es im Sinne dieser materialistischen Impulse anstrebt, dann laufen wir allmählich in eine Entwickelung ein, in der man nicht nur demjenigen, der nicht patentiert ist, verbietet, irgend etwas für die menschliche Gesundheit zu tun, sondern in der man verbieten wird jedes Wort, das gesprochen wird über irgend etwas der Wissenschaft Angehörige, von einem andern als von einem solchen, der eine Art Gelübde getan hat, nichts anderes zu sagen als dasjenige, was im Sinne der materialistischen Weltenordnung patentiert ist. Heute verbietet man bloß noch vieles, wovon die Menschen den Zwang des Verbietens nicht empfinden. Aber wir gehen Zeiten entgegen, in denen ebenso wie etwa jedes unpatentierte Sorgen für die Heilung der Menschen, auch jedes Wort verboten werden wird, das gesprochen wird, außer auf einer Anstalt, die von den materialistisch entwickelten Mächten garantiert und patentiert ist.

[ 26 ] Perhaps we cannot yet do anything in our own time to counter the thoroughly materialistic course of the materialistic, unfree spirit of the age. But we must at least learn to perceive it, for the time being, as a constraint. That is where it must begin. We must not succumb to illusions either. For if the world continues to develop as it strives to do in accordance with these materialistic impulses, then we will gradually enter a phase of development in which not only will those who are not certified be prohibited from from doing anything for human health, but in which every word spoken about anything pertaining to science will be prohibited—unless spoken by someone who has taken a kind of vow to say nothing other than what is patented in accordance with the materialistic world order. Today, many things are still prohibited, though people do not feel the coercion of these prohibitions. But we are heading toward times in which, just as any unpatented effort to heal people will be prohibited, so too will every word spoken—except at an institution guaranteed and patented by the materialistically developed powers.

[ 27 ] Empfindet man den ganzen Gang dieses Geschehens nicht, dann wird man mit vollen Segeln in die künftige «Freiheit» hineinsegeln, die darin bestehen wird, daß Gesetze gegeben werden, wonach niemand irgend etwas lehren darf, der dies nicht innerhalb eines patentierten Lehrsaales tut; wonach alles verboten sein wird, was nur im entferntesten erinnern kann an so etwas, wie zum Beispiel das, was hier geschieht. Weil man nicht sieht, wie die Entwickelungstendenz geht, hält man sich das heute nicht vor Augen.

[ 27 ] If one fails to grasp the entire course of these events, one will sail full steam ahead into the “freedom” of the future, which will consist of laws prohibiting anyone from teaching anything unless they do so within a licensed classroom; laws under which everything that even remotely resembles what is happening here will be banned. Because people do not see where this trend is headed, they do not keep this in mind today.

[ 28 ] Gewiß, wir werden — das muß immer wieder betont werden — nicht viel tun können in unserem Zeitalter. Aber die Dinge müssen mit Gedanken beginnen, müssen mit dem Empfinden der Sache beginnen, und womit man beginnen kann, damit muß man beginnen.

[ 28 ] Certainly, we will not—and this must be emphasized again and again—be able to do much in our time. But things must begin with thought; they must begin with a sense of the matter at hand; and whatever one can begin with, that is where one must start.

[ 29 ] Wie solche Worte auch immer aufgenommen werden mögen, meine lieben Freunde, ich mußte sie zu Ihnen sprechen bei dieser Jahreswende, weil das Jahreswendefest eine Art Zeitensymbolum ist für den Zeitenlauf überhaupt, und weil es am besten ist, wenn wir beim Jahreswendefest wirklich einmal aufmerksam werden auf dasjenige, was im Zeitenlaufe steckt. Man kann gar nicht genug tun, um sich immer und immer wiederum vorzuhalten, wie der Mensch heute abhängig ist von Urteilen, die herumschwirren, von Urteilen, die namentlich dadurch herumschwirren, daß sie mit dreckiger Schwärze auf Zeitungspapier festgehalten werden und diese dreckige Schwärze ein unendlich wirksames Zaubermittel ist für alles dasjenige, was die Menschen glauben in der Welt. Es ist dann interessant zu sehen, wenn die Herren unter sich auch nicht ganz einig sind, denn dann sehen Sie: da ist dasjenige, was alle Gemüter überschwemmt, dasjenige, was mit dieser dreckigen Schwärze hinaufgezaubert ist auf das schmutzige Papier, und was einen so ungeheuren Zauber bewirkt bei der Gesamtheit der gegenwärtigen Menschheit. Aber es sind natürlich immer einige, die sind dafür, daß geglaubt werde, was mit dreckiger Schwärze auf dem so und so überschriebenen schmutzigen Papier stehe, und andere, die auf anders überschriebenem Papier dasjenige für unumstößliche Wahrheit ausgeben wollen, was mit dieser Schwärze daraufgezaubert ist. Sie sind uneins untereinander. Und dann können die Leute schon einsehen, wo eigentlich der Fehler und der Schaden steckt. Nur der, der in der Redaktion rechts das einsieht, der schreibt das bloß dem zu, der selbstverständlich in der Redaktion links den Glauben findet! Und so ist es denn interessant, einige Worte vor die Seele zu rufen, die zum Beispiel ein gewisser Dr. Eduard Engel geschrieben hat im «Türmer» von 1911. Überschrieben waren sie: «Zur Psychologie des Zeitungslesers.» Ich will nicht selber zuviel über diese Dinge sagen, daher will ich Ihnen einmal vorführen, was manchmal geredet wird, wenn die Leute untereinander sich beurteilen.

[ 29 ] However these words may be received, my dear friends, I felt compelled to address them to you at this turn of the year, because the New Year’s celebration is a kind of symbol of the passage of time in general, and because it is best if, during the New Year’s celebration, we truly take the time to reflect on what lies within the passage of time. One can never do enough to remind oneself again and again just how dependent people today are on opinions that are floating about—opinions that circulate precisely because they are recorded in filthy black ink on newspaper, and this filthy black ink is an infinitely potent magic potion for everything that people believe in the world. It is then interesting to observe when these gentlemen are not entirely in agreement among themselves, for then you see: there is that which floods every mind—that which has been conjured up with this filthy black ink onto the dirty paper—and which exerts such an immense spell over the entirety of present-day humanity. But of course there are always some who advocate believing whatever is written in that filthy black ink on the dirty paper labeled this or that, and others who, on paper labeled differently, want to pass off as irrefutable truth whatever is conjured up on it with that same black ink. They are at odds with one another. And then people can already see where the actual error and harm lie. Only the one on the right in the editorial office who sees this attributes it to the one who, of course, finds belief on the left in the editorial office! And so it is interesting to bring to mind a few words written, for example, by a certain Dr. Eduard Engel in the *Türmer* of 1911. They were titled: “On the Psychology of the Newspaper Reader.” I do not wish to say too much about these matters myself, so I will simply present to you what is sometimes said when people judge one another.

[ 30 ] Also «Zur Psychologie des Zeitungslesers», «Türmer 1911», Seite 230, da wird gesagt: «Der Zeitungsleser ist ein sehr verwickeltes Wesen. Indessen, seine zahllosen weniger wichtigen Eigenschaften verschwinden alle hinter zweien: Er glaubt alles; er vergißt alles. Auf diesen zwei, bei jedem Zeitungsleser vorhandenen Haupteigenschaften beruht das ganze Geheimnis der Tagespresse in ihrer heutigen ungeheuren Entwickelung. Er glaubt an alles, er vergißt alles. Bedrucktes Zeitungspapier ist eines der wesentlichen Kennzeichen des modernen Kulturmenschen. Die allermeisten Leser lesen nur eine Zeitung und glauben an sie. Ihre Weltanschauung am Abend ist die, welche sie morgens aus ihrer Zeitung geschöpft haben. Kommen sie mit einem Menschen zusammen, der eine andere Zeitung liest und dann seine, das heißt seiner Zeitung Weltanschauung vorträgt, so erscheint ihnen der Mann entweder verrückt oder wenigstens paradox. Zeitungsredaktionen, die ein besonders feines Verständnis für die Seele des Zeitungslesers besitzen, schonen mit ängstlicher Vorsicht den zarten Glauben ihrer Leser an bedrucktes Zeitungspapier. Niemals bringt eine Zeitung für die große Masse eine Berichtigung dessen, was sie ihren Lesern mitzuteilen hat; selbst in den nicht seltenen Fällen, in denen eine falsch eingebrachte Meldung das Gegenteil der Wahrheit und vollkommener Unsinn war, hüten sie sich, bei den Lesern den Glauben an die Unfehlbarkeit der Zeitung zu erschüttern. Mitunter sind sie aber doch gezwungen, nach einigen Tagen die Wahrheit zu berichten. Hierbei kommt ihnen die zweite unentbehrliche Eigenschaft des Zeitungslesers zu statten; seine Vergeßlichkeit...»

[ 30 ] Thus, in “On the Psychology of the Newspaper Reader” (Türmer, 1911), page 230, it is stated: “The newspaper reader is a very complex being. However, his countless less important characteristics all fade into the background behind two: He believes everything; he forgets everything. The entire secret of the daily press, in its current immense development, rests on these two main characteristics, which are present in every newspaper reader. He believes everything; he forgets everything. Printed newspaper is one of the essential hallmarks of the modern cultured person. The vast majority of readers read only one newspaper and believe in it. Their worldview in the evening is the one they have drawn from their newspaper that morning. If they encounter someone who reads a different newspaper and then expounds his—that is, his newspaper’s—worldview, that person seems to them either crazy or at least paradoxical. Newspaper editorial offices, which possess a particularly keen understanding of the newspaper reader’s psyche, treat their readers’ tender faith in printed newspaper with anxious caution. A newspaper never publishes a correction for the general public regarding what it has to report to its readers; even in the not infrequent cases where a mistaken report was the opposite of the truth and utter nonsense, they are careful not to shake their readers’ belief in the newspaper’s infallibility. Occasionally, however, they are forced to report the truth after a few days. Here, the second indispensable trait of the newspaper reader comes in handy: his forgetfulness...”

[ 31 ] Wenn man bedenkt, was für eine Macht das bedruckte Zeitungspapier allmählich im 19. Jahrhundert und bis in unsere Tage hinein erlangt hat, und welchen Anteil der Glaube an das bedruckte Zeitungspapier an dem ganzen niedergänglichen Teil unserer Kultur hat, so ist es schon notwendig, einmal sich die ganze Misere wirklich vor Augen zu halten.

[ 31 ] When one considers the power that printed newspaper has gradually acquired throughout the 19th century and right up to the present day, and the role that faith in printed newspaper plays in the entire decadent aspect of our culture, it is indeed necessary to truly take stock of the whole sorry state of affairs.

[ 32 ] Das ist es auch manchmal, was einem unbehaglich macht, daß so sehr verlangt wird, die Mitteilungsart, die wir gewählt haben, die eine andere sein soll, umzuwandeln in die Aufbewahrung durch das Gedruckte. Und es kann dies natürlich nicht anders sein, denn die schwarze Kunst ist einmal da, und auch die «weiße Kunst» muß selbstverständlich mit dieser schwarzen Kunst, die im bedruckten Papier zum Ausdruck kommt, rechnen. Wir müssen schon Bücher und Zyklen haben. Aber wir wollen uns wirklich bewußt sein, daß wir etwas dazu tun sollen, damit dasjenige, was nun dem bedruckten Papier anvertraut wird, nur ja nicht so durch die Welt gehe, wie heute gewohnheitsweise dasjenige durch die Welt geht, was, lassen Sie mich den Ausdruck gebrauchen, «auf den Flügeln des bedruckten Zeitungspapiers hinaus zu den Gemütern der Menschen schwirrt».

[ 32 ] That is also what sometimes makes one feel uneasy—that there is such a strong demand to transform the form of communication we have chosen into the preservation offered by the printed word. And of course it cannot be any other way, for the “black art” is already here, and the “white art” must naturally take this black art—which finds expression in printed paper—into account. We must have books and cycles. But let us be truly aware that we must do our part to ensure that what is now entrusted to printed paper does not, under any circumstances, make its way through the world in the same way that, as is customary today, what—let me use the expression—“flutters out on the wings of printed newspaper to the minds of people” does.

[ 33 ] Daß die Dinge ernst sind, davon wollte ich eine Vorstellung hervorrufen. Daher habe ich mir erlaubt, gestern und heute im Anhange zu großen Geheimnissen, wie die von dem Erdenmenschenjahr und dem Schauen aus Licht zum eigenen Lichte des Menschen hin, im Anhange zu diesen großen Geheimnissen des Daseins diese zeitgemäße Betrachtung auch als eine Art Neujahrsbetrachtung einzufügen.

[ 33 ] I wanted to create a mental image of the seriousness of the situation. That is why I took the liberty yesterday and today of inserting this contemporary reflection—also as a kind of New Year’s reflection—in the context of great mysteries, such as those of the earthly human year and the journey from light toward the human being’s own light, in the context of these great mysteries of existence.