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How Individual Spirit Beings Work in the Human Soul
GA 178

6 November 1917, Zurich

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3. Hinter den Kulissen des äußeren Geschehens I

3. Behind the Scenes of External Events I

[ 1 ] Vor Jahren war ich gerade in Berlin in beruflichen Angelegenheiten tätig, als während der Vorstellung in einem Theater die Nachricht eintraf und in das Theater, möchte man sagen, hineingeweht wurde, daß in Genf die Kaiserin von Österreich von einem Propagandisten der Tat, wie man sagte, ermordet worden sei. Ich stand damals, als diese Nachricht in einem Zwischenakt der Vorstellung so hereingeweht worden war, in der Nähe eines Mannes, der dazumal Berliner Kritiker war, der mittlerweile berühmt gewordene philosophische Bücher geschrieben hat, und der sein Erstaunen über diese Tatsache in einer Weise zum Ausdruck brachte, die einem schon in der Erinnerung bleiben kann. Er sagte: Man kann vieles in der Welt begreifen, wenn man es auch nicht rechtfertigt, wenn man auch nicht einverstanden damit ist, man kann vieles begreifen in der Welt, aber daß es einen Sinn haben soll, aus einer agitatorischen Bewegung heraus eine kranke Frau zu töten, durch deren Weiterleben nichts irgendwie Erhebliches verändert werden kann, deren Tod jedenfalls in keinem ersichtlichen Zusammenhange stehen kann mit irgendwelcher politischen Idee, das sei unbegreiflich — so sagte dazumal der Mann —, das könne man nicht verstehen, das mache jedenfalls einen sinnlosen Eindruck.

[ 1 ] Years ago, I was in Berlin on business when, during a performance at a theater, the news arrived—and, one might say, was swept into the theater—that the Empress of Austria had been assassinated in Geneva by a “propagandist of action,” as they said. At the time, when this news had been “blown in” during an intermission of the performance, I was standing near a man who was a Berlin critic back then, who has since written philosophical books that have become famous, and who expressed his astonishment at this fact in a way that really sticks in one’s memory. He said: “One can understand many things in the world, even if one does not justify them, even if one does not agree with them; one can understand many things in the world, but that there should be any sense in killing a sick woman as part of a political movement—a woman whose continued life could not in any way bring about any significant change, and whose death, in any case, could have no apparent connection to any political idea—that is incomprehensible,” the man said at the time, “that cannot be understood; it certainly makes a senseless impression.”

[ 2 ] Ich glaube, daß dazumal dieser Mann ausgesprochen hat etwas, was allgemeine Meinung vernünftiger Menschen sein muß, was gewissermaßen alle vernünftigen Menschen der heutigen gebildeten Welt denken müssen. Man könnte daran den Gedanken knüpfen: es geschehen also Dinge unter den Menschen, es geschehen überhaupt im Verlaufe dessen, was man geschichtliche Entwickelung nennt, Dinge, die, wenn man darauf anwenden will die Urteile, die man haben kann aus dem Leben heraus, sinnlos erscheinen; die, selbst wenn man sie erklären will aus irgendeiner Verirrung, sinnlos erscheinen.

[ 2 ] I believe that at that time this man expressed something that must be the general opinion of reasonable people—something that, in a sense, all reasonable people in today’s educated world must think. One could add the following thought to this: there are things that happen among people—things that occur in the course of what is called historical development—which, if one applies to them the judgments one can draw from life itself, seem senseless; things that, even if one tries to explain them as some kind of aberration, still seem senseless.

[ 3 ] Aber gerade an solchen Ereignissen — und man könnte ja zu diesem einen Ereignis viele, viele andere hinzufügen — kann man sehen, daß dasjenige, was äußerlich unbegreiflich erscheint, eben äußerlich unbegreiflich erscheinen muß, weil, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf, hinter den Kulissen der weltgeschichtlichen Angelegenheiten geistige Kräfte und geistige Taten hin und her spielen in gutem und in schlechtem Sinne; geistige Geschehnisse, geistige Taten, die nur zu begreifen sind, wenn man mit geistiger Wissenschaft hineinleuchten kann in diese Gebiete, die hinter den Kulissen des gewöhnlichen Lebens, des in der Sinneswelt verlaufenden Lebens liegen; weil solche Dinge geschehen, die nur durch Ideen aus der geistigen Welt heraus zu begreifen sind, und die notwendigerweise, wenn man sie nur in ihrem Zusammenhange innerhalb der Sinneswelt ins Auge faßt, einfach in gutem und in schlechtem Sinne sinnlos erscheinen. Und wenn man gerade durch das, was man Zufall nennen könnte, was aber vielleicht nur eine symbolische Auskleidung karmischer Angelegenheiten ist, eine solche Erfahrung in einem Theater macht, da denkt man eben daran, wie anders dasjenige aussieht, was hinter den Kulissen vorgeht, und dasjenige, was auf der Bühne vorgeht.

[ 3 ] But it is precisely in such events—and one could certainly add many, many others to this one—that one can see that what appears incomprehensible from the outside must indeed appear incomprehensible from the outside, because, if I may use the expression, behind the scenes of world-historical affairs, spiritual forces and spiritual deeds are at play in both a good and a bad sense; spiritual events, spiritual deeds that can only be understood if one can shed light on these realms—which lie behind the scenes of ordinary life, of life as it unfolds in the sensory world—through spiritual science; because such things happen that can only be understood through ideas drawn from the spiritual world, and which, if one considers them solely in their context within the sensory world, necessarily appear simply meaningless—in both a good and a bad sense. And when one has such an experience in a theater—precisely through what one might call chance, but which is perhaps only a symbolic manifestation of karmic matters—one is reminded of just how different what goes on behind the scenes looks from what takes place on stage.

[ 4 ] Ich habe diese Bemerkung vorausgesendet, weil ich heute über einiges sprechen will, das dann das nächste Mal, wenn wir wieder hier miteinander sprechen, ausgebaut werden soll; über einiges, was den heutigen Menschen wichtig ist zu wissen von allerlei Dingen, die hinter den Kulissen des Geschehens auf dem physischen Plane sich abspielen. Diese Dinge versteht man nur, wenn man nicht der Bequemlichkeit der heutigen Menschen verfällt, die Dinge, die in der geistigen Welt sind und aus der geistigen Welt heraus mit den Angelegenheiten der Menschen hier auf Erden zusammenhängen, möglichst nur allgemein zu charakterisieren, sondern wenn man möglichst ins Konkrete, in die wirklichen Tatsachen der geistigen Welt hineingeht.

[ 4 ] I have prefaced this remark because today I want to speak about a few things that will be expanded upon the next time we speak together here; about a few things that are important for people today to know regarding all sorts of matters that take place behind the scenes of events on the physical plane. These things can only be understood if one does not succumb to the tendency of people today to characterize matters in the spiritual world—and those that connect the spiritual world with human affairs here on Earth—as generally as possible, but rather delves as deeply as possible into the concrete, into the actual facts of the spiritual world.

[ 5 ] Sie wissen — und wir haben es ja oftmals auseinandergesetzt, in den Zyklen ist darüber viel zu lesen —, daß wir die Entwickelung der Menschheit nach gewissen Perioden gliedern: großen Perioden, die wir als Saturn-, Sonnen-, Mondenzeit und so weiter bezeichnen; kleineren Perioden, wie solche sind, von denen wir sprechen als der lemurischen, der atlantischen und unserer nachatlantischen Zeit. Und wiederum innerhalb dieser kleineren Perioden, die aber schon eine riesige zeitliche Ausdehnung haben, sprechen wir von gewissen Kulturperioden für unsere nachatlantische Zeit: von der.altindischen, von der urpersischen, ägyptisch-chaldäischen, von der griechisch-lateinischen, und von unserer jetzigen fünften nachatlantischen Zeitperiode.

[ 5 ] You know—and we have discussed this many times; there is much to read about it in the cycles—that we divide the evolution of humanity into certain periods: major periods, which we refer to as the Saturn, Sun, and Moon eras, and so on; and smaller periods, such as those we speak of as the Lemurian, Atlantean, and our post-Atlantean eras. And within these smaller periods—which, however, already span an immense expanse of time—we speak of certain cultural periods within our post-Atlantean era: the ancient Indian, the primordial Persian, the Egyptian-Chaldean, the Greco-Latin, and our current fifth post-Atlantean period.

[ 6 ] Wir sprechen von solchen Perioden aus dem Grunde, weil die Menschheit als Ganzes in ihrem Gang durch die Erdenentwickelung ihre — in diesem Fall namentlich seelischen — Eigenschaften von einer Periode zu der andern hin ganz wesentlich ändert, weil eben die Menschheit eine reale Entwickelung durchmacht in jeder solchen Periode. Wir sprechen jetzt von den kleinsten der charakterisierten Perioden. In jeder solchen Periode obliegt gewissermaßen der Menschheit irgend etwas, was sie durchzumachen hat, woran sie sich zu freuen hat, woran sie zu leiden hat, was sie zu begreifen hat, woraus sie ihre Willensimpulse für ihre Taten zu holen hat und so weiter. Etwas anderes hat obgelegen als Aufgabe der ägyptisch-chaldäischen Kulturperiode, etwas anderes der griechisch-lateinischen, und auch unsere Zeit hat ganz bestimmte Aufgaben.

[ 6 ] We speak of such periods because, as humanity as a whole progresses through the evolution of the Earth, its characteristics—in this case, specifically its spiritual characteristics—change quite significantly from one period to the next, precisely because humanity undergoes a real evolution during each such period. We are now speaking of the smallest of the periods described. In each such period, humanity is, so to speak, tasked with something it must go through, something to rejoice in, something to suffer through, something to comprehend, something from which to draw the impulses of will for its actions, and so on. The Egyptian-Chaldean cultural period had a different task, the Greek-Latin period had another, and our own time, too, has very specific tasks.

[ 7 ] Diese Verschiedenheit der Aufgaben solcher aufeinanderfolgenden Zeitperioden mit Bezug auf gewisse Eigentümlichkeiten kann man erst richtig ins Auge fassen, namentlich diejenigen, auf die wir gerade heute hinweisen wollen, kann man erst richtig ins Auge fassen, wenn man den Versuch macht, jene Erfahrungen zu Rate zu ziehen, die von dem gesamten Menschenleben herkommen für das äußere geschichtliche Werden, von dem die äußere Menschheitsgeschichte spricht und auf die sich die materialistische Gesinnung unserer Zeit vorzugsweise beschränken will. Von diesen äußeren Erlebnissen der Menschen auf dem physischen Plane, die ja nur einen Teil des gesamten Menschenlebens umfassen, das zwischen Geburt und Tod und zwischen Tod und einer neuen Geburt abläuft, von diesem physischen Erdenleben kann man nicht eine volle Charakteristik der aufeinanderfolgenden Epochen gewinnen; denn in dem, was wirklich geschieht, spielen immer die Kräfte zusammen, welche von dem Reiche, in dem der Mensch zwischen dem Tode und einer neuen Geburt lebt, heruntergehend sich in Wechselwirkung setzen mit den Kräften, die entfaltet werden durch die Menschen, welche hier auf dem physischen Plane sind. Es ist immer ein Zusammenspiel der Kräfte vorhanden, welche die Menschen post mortem, nach dem Tode entfalten, und denjenigen Kräften, die hier auf dem physischen Plane entfaltet werden.

[ 7 ] This diversity of tasks in such successive periods of time, with regard to certain characteristics, can only be properly grasped namely those we wish to highlight today, can only be properly grasped when one attempts to draw upon those experiences derived from the entirety of human life as they relate to the external historical development described by the history of humanity—a development to which the materialistic mindset of our time prefers to limit itself. From these external experiences of human beings on the physical plane—which, after all, comprise only a part of the entirety of human life, which unfolds between birth and death and between death and a new birth—from this physical earthly life, one cannot derive a complete characterization of the successive epochs; for in what truly happens, there is always an interplay of forces descending from the realm in which the human being lives between death and a new birth, interacting with the forces unfolded by the human beings who are here on the physical plane. There is always an interplay between the forces that human beings unfold after death and the forces that are unfolded here on the physical plane.

[ 8 ] Noch in der vierten nachatlantischen Epoche, diese ganze Zeit hindurch, möchte ich sagen, war es so, daß es ging, daß die Menschen über gewisse Dinge in einer Art von Unbewußtheit gehalten worden sind. Gerade viele Dinge, über welche die Menschen der vierten nachatlantischen Zeit, der griechisch-lateinischen Zeit, noch in Unbewußtheit gehalten werden konnten, die müssen den Menschen der fünften nachatlantischen Periode immer mehr und mehr zum Bewußtsein kommen. Diese fünfte nachatlantische Zeit wird überhaupt eine solche sein, in der vieles in das Bewußtsein der Menschenseelen hereinkommen muß, was früher außerhalb dieses Bewußtseins liegen konnte.

[ 8 ] Even during the fourth post-Atlantean epoch—throughout this entire period, I might say—it was the case that people were kept in a kind of unawareness regarding certain things. Precisely those things about which people of the fourth post-Atlantean epoch—the Greco-Latin period—could still be kept in a state of unawareness must increasingly come into the consciousness of people in the fifth post-Atlantean epoch. This fifth post-Atlantean epoch will, in general, be one in which much that previously lay outside human consciousness must now enter into the consciousness of human souls.

[ 9 ] Solche Dinge entwickeln sich mit einer gewissen geistigen Gesetzmäßigkeit, mit einer gewissen geistigen Notwendigkeit. Das Menschengeschlecht ist einfach daraufhin angelegt, daß gewisse Fassungskräfte, auch gewisse Willenskräfte, sich zu einer bestimmten Zeit entwickeln. Diese Menschheit wird für gewisse Dinge in der fünften nachatlantischen Zeit reif, wie sie für andere Dinge in den früheren Perioden reif geworden ist. Sie wird reif für sie. Eine Sache, für welche die Menschheit reif wird in dieser fünften nachatlantischen Zeit, sie erscheint dem heutigen Menschen ganz besonders paradox, weil ein großer Teil der heutigen öffentlichen Meinung geradezu nach dem Entgegengesetzten hinstrebt, sozusagen die Menschen nach dem Entgegengesetzten hinlenken möchte. Aber das wird nichts helfen. Die geistigen Kräfte, welche der Menschheit, wenn ich so sagen darf, im Laufe der fünften nachatlantischen Periode eingeimpft sind, werden stärker sein, als was gewisse Menschen wollen, oder was im Sinne der öffentlichen Meinung liegt.

[ 9 ] Such things develop according to a certain spiritual law, with a certain spiritual necessity. The human race is simply constituted in such a way that certain powers of comprehension, as well as certain powers of will, develop at a specific time. Humanity is becoming ripe for certain things in the fifth post-Atlantean epoch, just as it became ripe for other things in earlier periods. It is becoming ripe for them. One thing for which humanity is becoming ready in this fifth post-Atlantean epoch appears particularly paradoxical to people today, because a large part of today’s public opinion is striving toward the exact opposite, seeking, so to speak, to steer people in the opposite direction. But that will not help. The spiritual forces that have been, so to speak, instilled in humanity over the course of the fifth post-Atlantean period will be stronger than what certain people want, or than what public opinion dictates.

[ 10 ] Eine von diesen Sachen, die sich mit aller Gewalt geltend machen wird, wird die sein, daß möglich werden wird eine gewisse Lenkung der Menschen nach mehr okkulten Grundsätzen, als jemals die Menschen gelenkt worden sind. Es liegt im allgemeinen Charakter der Entwickelung, daß in dieser fünften nachatlantischen Zeit gewisse Machtverhältnisse, gewisse starke Einflußverhältnisse, auf kleine Gruppen von Menschen übergehen müssen, die eine starke Macht haben werden über andere, große Massen.

[ 10 ] One of these developments, which will assert itself with great force, will be that it will become possible to guide people according to more occult principles than ever before. It is in the general nature of evolution that, in this fifth post-Atlantean epoch, certain power structures and certain strong spheres of influence must shift to small groups of people who will wield great power over other, large masses.

[ 11 ] Dem arbeitet ein gewisser Teil der öffentlichen Meinung heute lebhaft entgegen, aber das wird sich trotzdem entwickeln. Es wird sich aus dem Grunde entwickeln, weil ein großer Teil der Menschheit während dieser fünften nachatlantischen Zeit einfach aus der inneren Seelenreife heraus, aus den Entwickelungsnotwendigkeiten der Menschheit heraus, gewisse spirituelle Anlagen entwickeln wird, ein gewisses naturgemäßes Hineinschauen in die geistige Welt entwickeln wird. Dieser Teil der Menschheit, der zwar die beste Grundlage abgeben wird für das, was im sechsten nachatlantischen Zeitraum, der auf den unseren folgt, kommen wird, dieser Teil der Menschheit wird sich aber in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum, in dem er sich vorbereitet, wenig geneigt zeigen, die Angelegenheiten des physischen Planes stark ins Auge zu fassen. Er wird gewissermaßen geringes Interesse für die Angelegenheiten des physischen Planes zeigen; er wird viel damit beschäftigt sein, das Gemütsleben auf eine höhere Stufe zu bringen, gewisse geistige Angelegenheiten zu ordnen. Dadurch werden andere, die gerade weniger für dieses spirituelle Leben geeignet sind, gewisse Machtverhältnisse an sich reißen können.

[ 11 ] A certain segment of public opinion is actively opposing this today, but it will develop nonetheless. It will develop for the reason that, during this fifth post-Atlantean epoch, a large portion of humanity will—simply out of inner spiritual maturity and out of the necessities of human evolution—develop certain spiritual capacities and a certain natural insight into the spiritual world. This segment of humanity—which will indeed provide the best foundation for what is to come in the sixth post-Atlantean epoch, which follows our own—will, however, show little inclination during this fifth post-Atlantean epoch, in which it is preparing itself, to focus intensely on the affairs of the physical plane. It will, so to speak, show little interest in the affairs of the physical plane; it will be largely occupied with raising the life of the soul to a higher level and putting certain spiritual matters in order. As a result, others who are less suited to this spiritual life will be able to seize certain positions of power.

[ 12 ] Das ist etwas, was sich mit einer gewissen Notwendigkeit ergibt. Das ist etwas, was in den Kreisen derjenigen, die von solchen Angelegenheiten wissen, im ganzen letzten Drittel des 19. Jahrhunderts viel besprochen worden ist, wovon immer so geredet worden ist, daß die dringendste Notwendigkeit vorläge, nur ja diese Möglichkeit nicht in schlimme, sondern in gute Bahnen zu leiten. Man hat im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, insbesondere als die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert herannahte, von Okkultisten jeder Seite immer hören können: Es muß Vorsorge getroffen werden, daß diejenigen, die auf diese Weise zu gewissen Machtimpulsen kommen, die Würdigen seien. — Selbstverständlich hat jeder, mit Ausnahme von ganz wenigen Kreisen, solche als die Würdigen angesehen, die ihm durch diese oder jene Weltverhältnisse nahegestanden haben, ihm eben als die Würdigen erschienen sind. Aber dies war durchaus, ich möchte sagen, unter Okkultisten das Tagesgespräch und ist es in gewissem Sinne bis heute geblieben.

[ 12 ] This is something that arises out of a certain necessity. It is something that was much discussed throughout the last third of the 19th century in the circles of those knowledgeable about such matters, and it was always said that there was an urgent need to ensure that this possibility was steered not toward evil but toward good. Throughout the last third of the 19th century, especially as the turn of the 20th century approached, one could always hear occultists on all sides say: Precautions must be taken to ensure that those who gain access to certain impulses of power in this way are worthy. — Of course, with the exception of very few circles, everyone regarded as worthy those who were close to them due to this or that set of world circumstances—those who simply appeared to them to be worthy. But this was, I might say, the talk of the day among occultists and, in a certain sense, has remained so to this day.

[ 13 ] Nun, andere Dinge werden ebenso im Laufe der fünften nachatlantischen Zeit — einfach weil die Menschen im Verlauf der Entwickelung die Reife dazu erlangen — herauskommen, werden den Menschen kund werden, auch in ihren Willen hineingehen. Das sind dann Dinge, die noch weitergehen, die so weit gehen, daß sie ernstliche Sorge all denen bereiten müssen, welche mit diesen Angelegenheiten vertraut sind.

[ 13 ] Well, other things will likewise come to light during the fifth post-Atlantean epoch—simply because, as they evolve, people will attain the maturity for them—and will become known to people and take root in their wills. These are things that go even further, so far that they must cause serious concern to all those familiar with these matters.

[ 14 ] So steht bevor für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum, daß einfach der menschliche physische Denkapparat reif wird, gewisse Zusammenhänge über Krankheiten zu durchschauen, gewisse Heilungsprozesse, Zusammenhänge von Naturprozessen mit Krankheiten zu durchschauen. Derjenige, der vertraut ist mit diesen Dingen, dem macht das aus dem Grunde Sorge, weil es sich darum handelt, daß er nun auch als Ziel sich setzt, daß jene, welche dazu ausersehen sein werden, Lehren und Impulse über diese Dinge unter die Menschen zu bringen, dieses in der richtigen, würdigen Weise machen. Denn zwei Möglichkeiten wird es geben: man wird die Menschen über diese Dinge so unterrichten können, daß dies ausschlägt zum Unheil der Welt, und man wird sie unterrichten können so, daß es ausschlägt zum Heil der Welt. Denn diese Dinge, die mit dem innersten Wesen von gewissen Verhältnissen der menschlichen Fortpflanzung und von gewissen Verhältnissen der Krankheiten zusammenhängen, auch von gewissen Verhältnissen, die sich auf den Eintritt des Todes beziehen, diese Dinge sind, indem sie in der Menschheit sich ausbreiten, schwerwiegende Gedanken und Impulse, sind ganz bedeutsame Dinge. Und dieser fünfte nachatlantische Zeitraum ist dazu da, um die Menschen so weit freizumachen, daß sie über gewisse Dinge, die eben bisher mehr im Unterbewußten für die menschliche Seele gehalten worden sind, Aufklärung bekommen und auch Herr darüber werden.

[ 14 ] Thus, in this fifth post-Atlantean epoch, the human physical thinking apparatus will simply mature to the point of being able to comprehend certain connections regarding diseases, certain healing processes, and the connections between natural processes and diseases. Those who are familiar with these matters are concerned about this for the following reason: it is a matter of ensuring that those who are destined to bring teachings and impulses regarding these matters to humanity do so in the proper and dignified manner. For there will be two possibilities: one can instruct people about these matters in a way that leads to the world’s ruin, or one can instruct them in a way that leads to the world’s salvation. For these matters—which are connected with the innermost nature of certain aspects of human reproduction and certain aspects of disease, as well as certain aspects relating to the onset of death—are, as they spread throughout humanity, weighty thoughts and impulses; they are matters of great significance. And this fifth post-Atlantean epoch exists to liberate human beings to such an extent that they may gain insight into certain things that until now have been held more in the subconscious of the human soul, and also gain mastery over them.

[ 15 ] Diejenigen Menschen, die von solchen Dingen wissen, bemühten sich viel um das, was nach der einen oder nach der andern Richtung in Betracht kommt oder getan werden kann. Denn alles, was auf diese Weise getan werden kann, gibt ja eine gewisse Macht, gibt gewissermaßen die Möglichkeit, an der Gestaltung der menschlichen Angelegenheiten in weittragendem Maße mitzuarbeiten. Dies ist etwas, was, wie gesagt, innerhalb geisteswissenschaftlicher Strömungen im 19. Jahrhundert bis zu unserer Zeit mit Rücksicht auf die Entwickelung der fünften nachatlantischen Zeit eine große Rolle gespielt hat.

[ 15 ] Those who are knowledgeable about such matters have devoted considerable effort to exploring what might be considered or done in one direction or another. For everything that can be done in this way does indeed confer a certain power—it provides, so to speak, the opportunity to play a far-reaching role in shaping human affairs. This is something that, as mentioned, has played a major role within spiritual scientific movements from the 19th century to the present day, in light of the development of the fifth post-Atlantean epoch.

[ 16 ] Dazu kommt etwas anderes, eine Tatsache, welche dem, der mit ihr bekannt wird, von einer großen Bedeutung erscheint, die er wegen dieser Bedeutung mit mancher andern in Verbindung bringen muß. Diese Tatsache gehört zu jenen, von welchen ich in Zyklen ab und zu gesprochen habe. Wenn der Mensch, der die Schwelle zur geistigen Welt überschritten hat, in der geistigen Welt Beobachtungen anstellt, dann treten vor seine Seele einzelne Tatsachen, immer individuelle Tatsachen. Es stellt sich heraus, daß Tatsachen, die, ich möchte sagen, auf den ersten Anblick für das geistige Auge nichts miteinander zu tun haben, doch, wenn man dahinterkommt, etwas miteinander zu tun haben, sich gewissermaßen gegenseitig beleuchten und aufklären und dann im eminentesten Sinne das Eindringen in das Wesen der geistigen Welt möglich machen.

[ 16 ] Added to this is something else—a fact that, to those who become acquainted with it, appears to be of great significance, a significance that compels them to connect it with many other things. This fact is one of those I have spoken of from time to time in my cycles. When a person who has crossed the threshold into the spiritual world makes observations there, individual facts—always individual facts—present themselves to their soul. It turns out that facts which, I might say, at first glance appear to the spiritual eye to have nothing to do with one another, nevertheless, upon closer examination, are connected; they illuminate and clarify one another, so to speak, and thereby make it possible, in the most profound sense, to penetrate the essence of the spiritual world.

[ 17 ] Für die andere Tatsache, die, wenn ich sie jetzt vorbringe, Ihnen zunächst gar nicht den Eindruck machen wird, als ob sie mit dem eben Gesagten etwas zu tun hätte, für diese andere 'Tatsache stellt sich aber heraus, daß sie doch viel, sehr viel zu tun hat mit dem, was ich eben vorgebracht habe. Diese andere Tatsache ist diese: Wenn man sich an die Seelen verstorbener Menschen in der Gegenwart wendet, und — wenn ich so sagen darf — deren Lebensverhältnisse kennenlernt, sieht man, daß es darunter solche gibt, welche eine große Sorge davor zeigen, nach dem Tode mit jenen Menschenseelen bekanntzuwerden, welche hier auf Erden in ähnlicher Weise gefallen sind wie dazumal die Kaiserin von Österreich in Genf. Man macht also da die Erfahrung, daß solche, durch Propagandisten der Tat, sagen wir zunächst, durch. die Pforte des Todes geleiteten Menschen eine schwere Sorge bilden für gewisse Menschen, die auf normale Weise durch die Pforte des Todes gegangen sind und dann ihre Erlebnisse in der geistigen Welt haben. Man merkt gewissermaßen: die normal durch die Pforte des Todes gegangenen Menschen, die in die Gelegenheit kommen können, mit solchen Menschenseelen zu verkehren, fürchten sich als Seelen nach dem Tode vor diesem Verkehr; sie meiden den Verkehr.

[ 17 ] As for the other fact—which, if I bring it up now, will at first not seem to you to have anything to do with what I just said—it turns out, however, that this other “fact” does in fact have a great deal, a very great deal, to do with what I have just presented. This other fact is this: When one turns to the souls of deceased people in the present, and—if I may put it this way—becomes acquainted with their life circumstances, one sees that there are some among them who express great concern about, after death, coming into contact with those human souls who, here on earth, have met a similar fate to that of the Empress of Austria in Geneva. One thus experiences that such people—those who have been led through the gate of death, so to speak, by propagandists of the deed—are a source of deep concern for certain individuals who have passed through the gate of death in the normal way and are now having their experiences in the spiritual world. One notices, as it were, that those who have passed through the gate of death in the normal way—and who may have the opportunity to interact with such human souls—fear this interaction as souls after death; they avoid it.

[ 18 ] Ich bitte Sie, in diesem Falle nicht das Paradoxe ins Auge zu fassen, das eine solche Angelegenheit für das Gefühl hat. Es gibt ja selbstverständlich so viele Anschluß- und Verkehrsmöglichkeiten für Seelen, daß es deplaciert wäre, wenn man da gleich aus diesem Grunde das Mitleid walten lassen wollte, das ja aus einer berechtigten und begreiflichen Regung der Menschenseele in einem solchen Falle hervorgeht. Wir müssen die Tatsache in einem solchen Fall objektiv ins Auge fassen. Also es besteht diese Tatsache, daß solche Seelen, die normal durch die Pforte des Todes gegangen sind, eine gewisse Scheu vor denjenigen Seelen empfinden, die durch die Todespforte durch so etwas, wie eben die «Propaganda der Tat», geleitet worden sind.

[ 18 ] I ask you not to dwell on the paradox that such a matter presents to the emotions. There are, of course, so many avenues of connection and interaction for souls that it would be inappropriate to immediately give in to the compassion that naturally arises from a justified and understandable impulse of the human soul in such a case. We must view the facts objectively in such a case. So the fact remains that souls who have passed through the gate of death in the normal way feel a certain aversion toward those souls who have been led through the gate of death by something like the “propaganda of the deed.”

[ 19 ] Diese zwei Dinge, diese letztere Tatsache und das, was ich vorhin ausgeführt habe, die stehen nun in einem gewissen Zusammenhang miteinander. Der Zusammenhang ist ein sehr eigentümlicher. Diese Seelen nämlich — das stellt sich bei genauerem Zusehen heraus —, die: auf so gewaltsame Weise durch des Todes Pforte gegangen sind, die wissen etwas in der geistigen Welt nach dem Tode, was die andern Seelen nicht zur Unzeit von ihnen erfahren möchten, von dem sie nicht möchten, daß sie es früher erfahren, als es heilsam ist. Diesen Seelen, die auf so gewaltsame Weise durch des Todes Pforte gegangen sind, denen bleibt nämlich dadurch, daß sie auf diese Weise ums Leben gekommen sind hier in der physischen Welt, eine gewisse Benützungsmöglichkeit der Kräfte, die sie hier gehabt haben, zum Beispiel der Verstandeskräfte. So daß solche Seelen die hier an den physischen Leib gebundene Kräfte von der andern Seite her, von der geistigen Seite her benützen können und mit ihnen ganz anderes machen können, als man hier im physischen Leibe mit solchen Kräften ‚machen kann. Dadurch ist es ihnen möglich, gewisse Dinge früher zu wissen, als es eigentlich im Fortgange der Menschheitsentwickelung heilsam ist.

[ 19 ] These two things—this latter fact and what I explained earlier—are now connected in a certain way. The connection is a very peculiar one. For—as becomes apparent upon closer inspection—these souls, who have passed through the gate of death in such a violent manner, know something in the spiritual world after death that the other souls should not learn from them prematurely, nor should they learn it sooner than is beneficial. These souls, who have passed through the gate of death in such a violent manner, retain—precisely because they lost their lives in this way here in the physical world—a certain ability to make use of the powers they possessed here, for example, their intellectual faculties. Thus, such souls can use the powers that were bound to the physical body here from the other side—from the spiritual side—and can do things with them that are entirely different from what one can “do” with such powers here in the physical body. This enables them to know certain things earlier than is actually beneficial in the course of human evolution.

[ 20 ] Es ist nun sehr merkwürdig, daß auf diese Weise dasjenige, was sinnlos erschienen ist — eine Anzahl von Taten der Propagandisten der Tat —, nun einen, wenn auch höchst zweifelhaften Sinn erhalten hat. Diese Taten erscheinen dem, der die Dinge durchschaut, in einem merkwürdigen Lichte. Man redet dann hier in der physischen Welt alles mögliche unsinnige Zeug, was einen Sinn haben soll, aber bei genauerem Anschauen eben keinen Sinn hat. Hier in der physischen Welt sagt man: Solche Leute, die als Propagandisten der Tat andere Leute ermorden, die wollen nur auf das Elend der Welt hindeuten; es sei ein Mittel, eben durch die Tat agitatorisch zu wirken und so weiter. Wer aber die Sache analysiert und mit den sozialen Gesetzen in Einklang zu bringen versucht, der wird sofort merken, daß das alles etwas ist — hölzernes Eisen nennt man es —, was keinen Sinn hat. Doch es bekommt plötzlich einen Sinn, wenn man weiß, daß Seelen, die auf eine solche Art in die geistige Welt hinaufgeschickt werden, droben Dinge wissen, die sie noch nicht wissen sollten, und vor denen die normal gestorbenen Seelen sogar eine Scheu haben.

[ 20 ] It is now very strange that, in this way, what had seemed senseless—a series of acts carried out by the “propagandists of action”—has now taken on a meaning, albeit a highly dubious one. To those who see through these things, these acts appear in a strange light. Here in the physical world, people spout all sorts of nonsensical nonsense that is supposed to make sense, but upon closer inspection, it makes no sense at all. Here in the physical world, people say: Such people, who as “propagandists of action” murder others, merely want to draw attention to the misery of the world; it is a means of stirring up agitation through their actions, and so on. But anyone who analyzes the matter and tries to reconcile it with social laws will immediately realize that all of this is—as they say—“wooden iron”—something that makes no sense. Yet it suddenly makes sense when one realizes that souls who are sent up into the spiritual world in this manner know things up there that they should not yet know—things that even souls who have died a natural death are afraid of.

[ 21 ] Nun lag es natürlich nahe, dasjenige, was im Laufe der Zeit als Attentate aufgetreten ist, aus solchen Unterlagen heraus wie die eben angedeutete der Ermordung der Kaiserin Elisabeth von Österreich, okkultistisch zu untersuchen; zu sehen, wie es sich mit diesen Seelen verhält, die da gewissermaßen als Bewahrer gewisser Geheimnisse in der geistigen Welt ankommen, und die zu etwas führen, von dem wir gleich nachher sprechen werden. Derjenige, der nur so äußerlich die Reihe der auf diese Weise geschehenen Attentate ansieht, kann die Zusammenstellung gewissermaßen dem Zufall zuschreiben; aber analysiert man, sieht man sich die Menschen an, die auf diese Weise in den Tod hineinbefördert worden sind, dann zeigt es sich schon, daß die Menschen wie ausgesucht sind, allerdings nicht vom Gesichtspunkte dieser physischen Welt, sondern wie ausgesucht sind vom Gesichtspunkte der geistigen Welt. Und dennoch, untersucht man eine große Anzahl der bekanntgewordenen Attentate auf diese Sache hin, so zeigt sich etwas sehr Merkwürdiges. An Carnot, Kaiserin Elisabeth, an einigen andern zeigt sich etwas sehr Merkwürdiges: es zeigt sich, daß mit diesen Attentaten zwar die Möglichkeit verknüpft war, durch sie so etwas zu erreichen, wie ich charakterisiert habe, daß es aber in der Tat nicht erreicht worden ist, gar nicht erreicht worden ist. Es wäre gegangen, wenn sich Seelen gefunden hätten, die sozusagen ihre Abnehmer geworden wären. Damit wären beide in eine transzendente, in eine übersinnliche Schuld gekommen: diejenigen, die auf normale Weise durch den Tod gegangen wären, hätten Dinge erfahren, durch die sie in schuldhafte Richtungen hineingetrieben worden wären, und diejenigen, die auf gewaltsame Weise, durch Attentate durch den Tod gegangen wären, die wären dadurch in Schuld gekommen, daß sie etwas verraten hätten, was noch nicht zu verraten möglich ist.

[ 21 ] Now, of course, it stood to reason to investigate from an occult perspective the events that have occurred over time as assassinations, using documents such as the one just mentioned regarding the assassination of Empress Elisabeth of Austria; to see what becomes of these souls, who arrive in the spiritual world, so to speak, as guardians of certain secrets, and who lead to something we will discuss shortly. Anyone who looks only superficially at the series of assassinations that have occurred in this way might attribute the pattern to chance, so to speak; but if one analyzes the situation and looks at the people who have been driven to their deaths in this way, it becomes clear that these individuals seem to have been chosen—not from the perspective of this physical world, but from the perspective of the spiritual world. And yet, if one examines a large number of the well-known assassination attempts in this light, something very curious emerges. In the cases of Carnot, Empress Elisabeth, and a few others, something very peculiar becomes apparent: it turns out that while these assassinations were indeed linked to the possibility of achieving something along the lines of what I have described, in fact this was not achieved—not at all. It would have been possible if souls had been found who, so to speak, would have become their “recipients.” This would have led both groups into a transcendent, a supernatural guilt: those who would have died a natural death would have experienced things that would have driven them into paths of guilt, and those who would have died a violent death through assassination attempts would have incurred guilt by betraying something that cannot yet be betrayed.

[ 22 ] Höhere geistige Wesenheiten, höhere Hierarchien haben dies verhindert, weil aus gewissen Gesichtspunkten heraus die Sache von Folgen gewesen wäre, die hintangehalten werden mußten zum Heile eines gewissen Teiles der Menschheit. Es ist gewissermaßen das Schädliche dessen, was auf diese Weise zutage hätte treten können, durch das Eingreifen höherer geistiger Wesenheiten verhindert worden. So zeigte sich nun hier, ich möchte sagen, ein Versuch mit untauglichen Mitteln oder mit Mitteln, denen ihre Tauglichkeit genommen worden ist — ein Versuch in der geistigen Welt, hinter den Kulissen der gewöhnlichen physischen Welt.

[ 22 ] Higher spiritual beings and higher hierarchies prevented this because, from certain perspectives, the matter would have had consequences that had to be averted for the sake of a certain segment of humanity. In a sense, the harmful nature of what might have come to light in this way was prevented by the intervention of higher spiritual beings. Thus, what unfolded here was, I would say, an attempt using unsuitable means—or means that had been rendered ineffective—an attempt in the spiritual world, behind the scenes of the ordinary physical world.

[ 23 ] Wenn man den weiteren Gründen solcher Dinge nachgeht, so sieht man, woraus so etwas entspringt, woraus die Impulse zu so etwas kommen. Und für einen großen Teil der Attentate, die Ihnen bekanntgeworden sind, die in Europa besprochen worden sind, waren die Impulse — wohlgemerkt jetzt die geistigen Impulse — keine ursprünglichen, sondern sie waren in gewissem Sinne abgeleitete; sie waren, wenn ich mich des trivialen Ausdrucks bedienen darf, Abwehrmaßregeln. Man wollte etwas anderes hintanhalten. Man wollte durch diese Taten andere Taten, die sich in derselben Linie bewegen, hintanhalten, verhindern, wenigstens ihre Wirkung verhindern, besser gesagt.

[ 23 ] If one investigates the underlying reasons for such things, one can see where they originate, where the impulses for them come from. And for a large portion of the attacks that have come to your attention—those that have been discussed in Europe—the impulses—mind you, the spiritual impulses—were not original, but were, in a certain sense, derivative; they were, if I may use a trivial expression, defensive measures. The aim was to hold back something else. Through these acts, they sought to hold back or prevent other acts along the same lines—or, to put it more accurately, to prevent their effects.

[ 24 ] Das ist eine sehr geheimnisvolle Sache. Und verständlich wird die ganze Sache erst, wenn man auf dasjenige sieht, was verhindert hat werden sollen, wogegen gewissermaßen diese Abwehrmaßregeln getroffen worden sind. Man blickt da geisteswissenschaftlich in Dinge hinein, die tief zusammenhängen mit den Impulsen des gegenwärtigen und zukünftigen Menschenlebens, über die es aber wirklich außerordentlich schwierig ist zu sprechen, weil sie an allen Orten und Enden gegen gewisse naive, auch berechtigte Interessen der Menschen gehen. Verständlich wird die ganze Sache, die ich angedeutet habe, erst dann, wenn man in Erwägung zieht, daß alles, was ich Ihnen bisher erzählt habe auf diesem Gebiete, alle diese Attentatunternehmungen, auf die ich bisher hingedeutet habe, eigentlich dilettantisch gelenkte, laienhaft gelenkte Versuche waren, daß sie nicht mit durchgreifender Erkenntnis der okkulten Zusammenhänge gemacht worden sind, weil sie aus einer Art von Angst herausgeboren waren, als Abwehrmaßregeln, weil sie auch nicht einheitlich geleitet waren. Verständlich wird die Sache dann, wenn man eben auf das sieht, was abgelenkt hat werden sollen. Das wurde schon mit einsichtigeren Mitteln erstrebt und in Szene gesetzt.

[ 24 ] This is a very mysterious matter. And the whole thing only becomes understandable when one looks at what was supposed to be prevented—the very thing against which these defensive measures were, so to speak, taken. From a spiritual-scientific perspective, one looks into matters that are deeply connected to the impulses of present and future human life, but which are truly extraordinarily difficult to discuss because they run counter in every respect to certain naive—and indeed legitimate—human interests. The whole matter I have alluded to only becomes understandable when one considers that everything I have told you so far in this area—all these assassination attempts to which I have referred—were, in fact, amateurishly directed, amateurishly directed attempts—that they were not carried out with a thorough understanding of the occult connections, because they were born out of a kind of fear, as defensive measures, and because they were not directed in a unified manner. The matter becomes understandable when one looks precisely at what was intended to serve as a distraction. That was already pursued and staged using more sophisticated means.

[ 25 ] Sehen Sie, es bestand im Oriente noch im 19. Jahrhundert ein merkwürdiger Orden: «Thugs.» Dieser Orden, der in einem Teil Asiens blühte, war nicht entstanden aus der bloßen Sehnsucht, seine Ziele zu verwirklichen, der Sehnsucht etwa aus dem Herzen jener Menschen heraus, die diesem Orden angehörten. Dieser Orden verpflichtete seine Mitglieder, gewisse Menschen, die bezeichnet wurden von sehr, sehr im Unbekannten sich haltenden Oberen, zu ermorden. Eine Art Mörderorden war es, ein Orden, der die Aufgabe hatte, gewisse Menschen zu ermorden. Seine Tätigkeit bestand darinnen, daß man von Zeit zu Zeit erfuhr: der oder jener ist ermordet worden. Die Ermordung geschah aber aus dem Grunde, weil einfach einem Mitgliede des Thugs-Ordens von unbekannten Obern diese oder jene Persönlichkeit bezeichnet worden ist, die es zu ermorden hatte.

[ 25 ] You see, even in the 19th century, there was a strange order in the Orient: “Thugs.” This order, which flourished in a part of Asia, did not arise from a mere desire to achieve its goals—a desire, for example, springing from the hearts of those who belonged to it. This order required its members to murder certain people who were designated by superiors who remained deeply, deeply hidden. It was a kind of order of assassins, an order whose task was to murder certain people. Its activity consisted of the fact that, from time to time, one would hear: “So-and-so has been murdered.” The murder, however, took place simply because a member of the Thugs order had been instructed by unknown superiors to target this or that person for assassination.

[ 26 ] An den betreffenden Stellen, wo man das einleitete, wußte man schon, was man damit für eine Absicht verfolgte. Die Absicht, die man verfolgte, indem man erst die Angelegenheiten des physischen Planes so ordnete, daß dieser Mörderorden entstehen konnte, dann wiederum die Angelegenheiten dieses Mörderordens in entsprechender Weise in Szene setzte, es war die folgende: Man beabsichtigte, daß eben gerade solche Menschen gewaltsam durch des Todes Pforte gehen sollten, die dann mit der Eigenschaft ausgestattet waren, nach dem Tode gewisse Geheimnisse zu wissen. Diejenigen Menschen, die dieses arrangiert haben, sie haben nun andererseits wiederum die entsprechenden Spiegelereignisse, wie man das im okkulten Leben nennt, hier auf dem physischen Plane eingerichtet; sie haben namentlich dieses vor: entsprechende Spiegelereignisse hier auf dem physischen Plane einzurichten. Zum Teil, wenn auch wenige, aber zum Teil sind solche Ereignisse schon hier auf dem physischen Plane eingerichtet worden. Das macht man so: Man schult gewisse dazu geeignete Persönlichkeiten zu Medien, bringt sie dann in einen medialen Zustand und lenkt durch gewisse Verrichtungen die Strömungen von der geistigen Welt nach dem Medium hin; so daß das Medium gewisse Geheimnisse kundgibt, die auf keine andere Weise herauskommen können als dadurch, daß eine gewaltsam getötete Person in der andern Welt diejenigen Kräfte hier auf der Erde benützt, die durch den gewaltsamen Tod noch benützbar geblieben sind, daß sie als Seele hinter gewisse Geheimnisse kommt und diese Geheimnisse dann dem Medium einträufelt. Dadurch kann wiederum hier auf der Erde von solchen, die an dem Erforschen dieser Dinge ein Interesse haben, dasjenige erforscht werden, was solche Seelen eben einträufeln.

[ 26 ] At the relevant points where this was introduced, they already knew what their intention was. The intention behind first arranging the affairs of the physical plane in such a way that this murderous order could arise, and then staging the affairs of this murderous order in a corresponding manner, was as follows: The intention was that precisely those people should be forced to pass through the gate of death who were then endowed with the ability to know certain secrets after death. Those who arranged this, on the other hand, have now set up the corresponding “mirror events”—as they are called in occult life—here on the physical plane; specifically, they aim to set up corresponding “mirror events” here on the physical plane. In some cases—though few—such events have already been set up here on the physical plane. This is done as follows: Certain suitable individuals are trained as mediums, then brought into a mediumistic state, and through specific rituals, the currents from the spiritual world are directed toward the medium; so that the medium reveals certain secrets that cannot come to light in any other way than through a person who was violently killed in the other world using those powers here on Earth that have remained usable due to the violent death—that is, as a soul, they uncover certain secrets and then instill these secrets into the medium. Through this, those here on Earth who are interested in investigating these matters can, in turn, investigate precisely what such souls are instilling.

[ 27 ] Die Dinge nun, die auf diese Weise erforscht werden, sind in einem gewissen Sinne, wenn ich so sagen darf, geistige Frühgeburten. Die Seelen, die auf normale Weise durch des Todes Pforte gegangen sind und Gelegenheit dazu haben, mit solchen Dingen in Berührung zu kommen, wissen: sie haben sich gerade jetzt vorzubereiten, und zeigen, daß sie darinnenstehen in solcher Vorbereitung, um in einem späteren Zeitpunkt, wenn die Menschheit dazu reif geworden ist, durch geeignete Wege manches aus der geistigen Welt auf die Erde herunterzubtingen, es der Erde hier unten einzuimpfen. Dies ist sogar eine wichtige Aufgabe einer Anzahl von Menschen, die jetzt durch des Todes Pforte gehen: wenn sie die genügende Reife erlangt haben werden für gewisse Geheimnisse, die sie nicht in verkürzter Erfahrung dadurch bekommen, daß benützt werden jene Kräfte, welche durch gewaltsame Tode herbeigeführt werden, dann die normalen Kräfte zu benützen. Diese Menschen haben geradezu die Aufgabe, hinter diese Kräfte zu kommen und sie wiederum einzuinspirieren Menschen, die hier auf der Erde sind, die keine Medien sind, sondern die sie auf normale, ordentliche Weise, durch Inspiration erfahren sollen. Darauf müßte gewartet werden im normalen Leben. Dadurch daß diese Dinge, die eigentlich später kommen sollen, als geistige Frühgeburten auf dem Wege kommen, den ich Ihnen angedeutet habe durch okkultes Verbrechertum —, dadurch können diejenigen, die nicht Gutes mit der Menschheit beabsichtigen, die also in diesem Sinne schwarze oder graue Magier sind, sich in den Besitz solcher Geheimnisse stellen.

[ 27 ] The things that are explored in this way are, in a certain sense—if I may put it that way—spiritual premature births. The souls who have passed through the gate of death in the normal way and have the opportunity to come into contact with such things know that they must prepare themselves right now, and they demonstrate that they are in the midst of such preparation so that at a later time, when humanity has become ripe for it, they may bring down many things from the spiritual world to Earth through appropriate channels and instill them into the Earth here below. This is, in fact, an important task for a number of people who are now passing through the gate of death: once they have attained sufficient maturity for certain mysteries—which they do not gain through a shortened experience by utilizing the forces brought about by violent deaths—they will then use the normal forces. These people have the very task of gaining access to these forces and, in turn, inspiring people who are here on Earth—people who are not mediums, but who are to experience them in a normal, proper way, through inspiration. One would have to wait for this in normal life. Because these things—which are actually meant to come later—appear prematurely as spiritual “premature births” along the path I have indicated to you through occult criminality—this allows those who do not intend good for humanity, who are thus, in this sense, black or gray magicians, to take possession of such mysteries.

[ 28 ] Und solche Dinge gingen vor hinter den Kulissen des äußeren Geschehens gerade unserer Jahrzehnte. Beabsichtigt war: in die Hände einer gewissen Gruppe von Menschen erstens das Geheimnis zu legen, wie Massen beherrscht werden, was ich zuerst angedeutet habe. Es ist dies das Geheimnis, wie gerade diejenigen Massen, welche sich wenig kümmern um die äußeren Angelegenheiten, jedoch spirituelle Anlagen haben, die vorzugsweise geeignet sind, vorbereitend zu dienen für den sechsten nachatlantischen Zeitraum, wie diese Menschenmasse in ausgiebigem Maße zu beherrschen ist und wie die Gabe, sie zu beherrschen, in die Hände von einzelnen wenigen Menschen zu bringen ist.

[ 28 ] And such things were taking place behind the scenes of the external events of our very own decades. The intention was, first of all, to place in the hands of a certain group of people the secret of how to control the masses, which I alluded to earlier. This is the secret of how precisely those masses—who care little about external affairs but possess spiritual aptitudes that are particularly suited to serving as a foundation for the sixth post-Atlantean epoch—can be controlled to a great extent, and how the power to control them can be placed in the hands of a select few.

[ 29 ] Das war das eine. Das andere ist etwas, was in der Zukunft eine große Rolle spielen wird: die Geheimnisse, die Mittel in die Hand zu bekommen, um Verhältnisse, die mit Krankheitsprozessen, auch mit dem Fortpflanzungsprozeß zusammenhängen, in einer bestimmten Richtung zu dirigieren. Da handelt es sich namentlich um solche Dinge, wie ich sie schon angedeutet habe gegenüber einigen Freunden. Das materialistische Zeitalter strebt danach aus gewissen Kreisen heraus, alle spirituelle Entwickelung der Menschheit zu paralysieren, unmöglich zu machen; die Menschen dahin zu bringen, daß sie ablehnen, einfach durch ihre Temperamente, dutch ihren Charakter ablehnen alles Spirituelle, es für Narretei ansehen.

[ 29 ] That was one thing. The other is something that will play a major role in the future: the secrets of acquiring the means to steer conditions related to disease processes—including the reproductive process—in a specific direction. This specifically concerns matters such as those I have already hinted at to a few friends. The materialistic age, driven by certain circles, strives to paralyze all spiritual development of humanity, to make it impossible; to lead people to reject—simply by virtue of their temperaments and characters—everything spiritual, viewing it as folly.

[ 30 ] Solch eine Strömung — bei einzelnen Menschen ist sie heute schon bemerkbar — wird sich immer mehr und mehr vertiefen. Es wird die Sehnsucht entstehen, daß allgemeines Urteil wird: Das Spirituelle, das Geistige ist Narretei, ist Wahnsinn! — Das wird man dadurch zu erreichen versuchen, daß man dagegen Impfmittel herausbringt, daß man, so wie man auf Impfmittel gekommen ist zum Schutz gegen Krankheiten, nun auf gewisse Impfmittel kommt, die den menschlichen Leib so beeinflussen, daß er den spirituellen Neigungen der Seele keine Wohnung gewährt. Man wird die Menschen gegen die Anlage für geistige Ideen impfen. Das wird man wenigstens anstreben: man wird Impfmittel versuchen, so daß die Menschen schon in der Kindheit den Drang zum geistigen Leben verlieren. Das ist aber nur eines von den Dingen, die zusammenhängen mit einer intimeren Kenntnis, die auftreten muß in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum über den Zusammenhang dieser Naturvorgänge, Naturmittel, mit dem menschlichen Organismus. Sie werden in der entsprechenden Zeit in der Menschheit auftreten. Es wird sich nur darum handeln, ob vorher solch ein Streben Glück haben kann, wie das solcher geistiger Frühgeburten: in die Hände von einzelnen Menschen, die ihre Zwecke damit verfolgen, solche Bestrebungen gelangen zu lassen, oder ob die Erkenntnis von diesen Dingen in der richtigen Weise, wie es dem Heile der Menschheit dienen soll, herabkommt, wenn die Zeit dazu reif ist.

[ 30 ] Such a trend—already noticeable in some individuals today—will become increasingly entrenched. A longing will arise that will become the prevailing opinion: The spiritual, the intellectual, is folly, is madness! — People will try to achieve this by introducing “vaccines” against it; just as vaccines were developed to protect against diseases, they will now develop certain “vaccines” that influence the human body in such a way that it offers no refuge to the soul’s spiritual inclinations. People will be “vaccinated” against any predisposition toward spiritual ideas. At least that will be the aim: they will experiment with “vaccines” so that people lose the urge for spiritual life as early as childhood. But this is only one of the things connected with a deeper understanding that must emerge in this fifth post-Atlantean epoch regarding the relationship between these natural processes and remedies and the human organism. They will emerge among humanity in due time. The only question will be whether such an endeavor can succeed beforehand—as in the case of such spiritual premature births—in falling into the hands of individual people who pursue their own agendas with these endeavors, or whether the knowledge of these things will descend in the proper way, as it should serve the welfare of humanity, when the time is ripe.

[ 31 ] Diese Organisation, die für solche geistige Frühgeburten bestimmt war, welche mit Hilfe des Mörderordens der Thugs arbeitete, die war nicht dilettantisch; die arbeitete sehr systematisch, wenn auch in einer Weise, welche für jeden, der es mit der Menschheit gut meint, fürchterlich ist; die arbeitete sachgemäß, nicht dilettantisch, mit Kenntnis der entsprechenden Mittel.

[ 31 ] This organization, which was intended for such intellectual premature births and which worked in collaboration with the murderous Thugs, was not amateurish; it operated very systematically, albeit in a manner that is appalling to anyone who has humanity’s best interests at heart; it operated professionally, not amateurishly, with knowledge of the appropriate methods.

[ 32 ] Weil dieses Bestreben da war, durch verfrühtes Herabkommen bestimmter Mittel aus der geistigen Welt einen Teil der Menschheit in den Besitz, in den egoistischen Besitz desjenigen zu setzen, was ja doch im Laufe der Menschheitsreifung im fünften nachatlantischen Zeitraum kommen muß, so entstand, da dieses auftrat, jenes ängstliche Unbehagen bei andern, welche gewissermaßen — aber dilettantisch, weil es ein angstgeborenes Kind war — als Gegenbild die Propaganda der Tat in Szene setzten, die ihnen nun helfen sollte, aber vorläufig ein Versuch mit untauglichen Mitteln war.

[ 32 ] Because this endeavor existed—to use the premature descent of certain forces from the spiritual world to place a portion of humanity in possession, in selfish possession, of that which must inevitably come in the course of humanity’s maturation during the fifth post-Atlantean epoch— when this occurred, it gave rise to a sense of anxious unease among others, who, in a sense—though amateurishly, since it was a child born of fear—staged the “propaganda of action” as a counterpoint, which was now intended to help them, but was for the time being merely an experiment using unsuitable means.

[ 33 ] Es ist Bedeutungsvolles, was hinter den Kulissen des äußeren Geschehens vor sich geht. Und diese Dinge würden auch hier heute nicht besprochen werden, wenn es nicht die Aufgabe wäre, diejenigen, die solche Dinge dadurch hören können, daß sie eine gewisse Vorbereitung in geisteswissenschaftlichen Dingen haben, wenn es nicht eine verpflichtende Notwendigkeit wäre, diese Menschen auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Es besteht eine Notwendigkeit, daß solche Dinge in das Bewußtsein der Menschheit der fünften nachatlantischen Zeit übergehen. Denn nur wenn sie in das Bewußtsein der Menschheit der fünften nachatlantischen Zeit übergehen, kann dasjenige erreicht werden, was Ziel werden muß der Erdenentwickelung.

[ 33 ] What is taking place behind the scenes of external events is significant. And these matters would not be discussed here today either, were it not for the task of reaching those who are able to hear such things because they have a certain grounding in spiritual science—were it not for the imperative need to bring these matters to their attention. It is necessary for such matters to enter the consciousness of humanity in the fifth post-Atlantean epoch. For only when they enter the consciousness of humanity in the fifth post-Atlantean epoch can that which must become the goal of Earth’s evolution be achieved.

[ 34 ] Es muß das schon eintreten, daß sich Menschen die Unbequemlichkeit auferlegen, nicht bloß so zu denken, wie es den sogenannten heutigen Gebildeten die Hochschulen vermitteln; es muß eine Zeit eintreten, in der eine Anzahl von Menschen sich bereit erklärt, solch eine unbequeme Weltanschauung auf sich zu nehmen, die ihre Richtungen, ihre Begriffe, ihre Ideen aus der geistigen Welt herausholt. Denn die Menschheit darf nicht in jenem Schlafzustande bleiben, in welchem sie bleiben will mit den abstrakten, allgemeinen Begriffen, nach denen das materialistische Zeitalter strebt und sie dann edel nennt.

[ 34 ] It is essential that people take upon themselves the inconvenience of not merely thinking in the way that universities teach the so-called educated people of today; a time must come when a number of people are willing to embrace such an inconvenient worldview, one that draws its directions, concepts, and ideas from the spiritual world. For humanity must not remain in that state of slumber in which it wishes to remain, clinging to the abstract, general concepts toward which the materialistic age strives and which it then calls noble.

[ 35 ] Es gibt also, wenn Sie bedenken, was ich Ihnen damit angedeutet habe, eine ganze Summe von Möglichkeiten, von der geistigen Welt herkommende Strömungen zu benützen, um hier auf der physischen Erde während der fünften nachatlantischen Zeit Unheil anzurichten; es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten dazu. Ich habe Sie auf eine solche Möglichkeit heute hingewiesen. Und daß man betonen muß, das Aufnehmen solcher Erkenntnis in das Bewußtsein einiger Seelen sei eine Notwendigkeit, das hängt zusammen mit dem ganzen Grundcharakter unseres Zeitalters. Gerade die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine sehr wichtige Zeit. Ich habe öfter in diesen und jenen Kreisen unserer Freunde hingewiesen, wie das Jahr 1841 eine Krisis, ein Entscheidungsjahr war. Natürlich kommt man nicht darauf, wenn man bloß die Ereignisse hier in der physischen Welt ansieht, sondern erst wenn man die Ereignisse ansieht im Zusammenhang mit dem, was sich in der geistigen Welt abspielt. Das Jahr 1841 war in der Tat das Krisenjahr für die Einleitung der materialistischen Zeit, denn dazumal hat in den geistigen Welten ein ganz bestimmter Kampf begonnen, ein Kampf von gewissen Geistern der Finsternis, können wir sagen, die der Hierarchie der Angeloi angehören. Sie kämpften diesen Kampf bis in den Herbst 1879 in der geistigen Welt. Sie strebten bestimmte Dinge an, eine ganze Reihe von Dingen, von denen wir heute nur eines erwähnen wollen. Dazumal, zwischen dem Jahre 1841 und 1879, sollte es sich entscheiden, ob eine gewisse Summe von spiritueller Weisheit in der geistigen Welt droben reifgemacht werden kann, so daß sie von dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an allmählich auf die Erde herunterträufelt, das heißt, in die menschlichen Seelen hineinkommt und in den menschlichen Seelen spirituelles Wissen anregt, solches Wissen, das wir eben heute als Wissen der Geisteswissenschaft bezeichnen. Das ist ja erst seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts möglich geworden, solches Wissen.

[ 35 ] So, if you consider what I have hinted at, there is a whole range of possibilities for using currents originating in the spiritual world to wreak havoc here on the physical Earth during the fifth post-Atlantean epoch; there is a whole series of possibilities for doing so. I have pointed out one such possibility to you today. And the fact that we must emphasize that it is necessary for certain souls to take such knowledge into their consciousness is connected to the very nature of our age. The second half of the 19th century, in particular, was a very important time. I have often pointed out in various circles among our friends how the year 1841 was a crisis, a decisive year. Of course, one does not realize this by merely looking at events here in the physical world, but only when one considers them in connection with what is taking place in the spiritual world. The year 1841 was indeed the crisis year marking the onset of the materialistic era, for at that time a very specific struggle began in the spiritual worlds—a struggle waged by certain spirits of darkness, so to speak, who belong to the hierarchy of the Angeloi. They waged this battle in the spiritual world until the fall of 1879. They sought to achieve certain things—a whole series of things—of which we wish to mention only one today. At that time, between the years 1841 and 1879, it was to be decided whether a certain body of spiritual wisdom could be brought to maturity in the spiritual world above, so that from the last third of the 19th century onward it would gradually trickle down to Earth—that is, enter into human souls and awaken spiritual knowledge within them, the very knowledge we now call spiritual science. Such knowledge has, after all, only become possible since the last third of the 19th century.

[ 36 ] Nicht reif werden zu lassen drüben in der geistigen Welt das, was da herunterträufeln sollte, das war die Absicht jener Angeloigeister zwischen dem Jahre 1841 und 1879. Aber diese Geister haben den Krieg, den sie durch diese Jahrzehnte geführt haben gegen die Geister des Lichtes, sie haben diesen Kampf verloren. Tatsächlich hat sich im Jahre 1879 etwas abgespielt in kleinerem Maßstabe, wie sich solche Ereignisse wiederholt im Laufe der Evolution abgespielt haben und wie sie immer durch ein bestimmtes Symbolum ausgedrückt werden: durch den Sieg des Michael oder heiligen Georg über den Drachen. Auch da, 1879, auf einem gewissen Gebiete ist der Drache überwunden worden. Dieser Drache sind die Angeloiwesen, die das anstrebten, aber eben nicht erreichen konnten, was ich angedeutet habe. Deshalb sind sie 1879 aus der geistigen Welt in den Bereich der Menschen herein gestürzt worden. Es war der Sturz der Angeloiwesen aus dem Bereich der geistigen Welt in den Bereich der Menschen, und in dem Bereich der Menschen wandeln sie jetzt unter den Menschen. Da sind sie vorhanden, indem sie ihre Kräfte hineinsenden in die Gedanken, Gefühle, Willensimpulse der Menschen, indem sie das oder jenes anstiften. Sie haben nämlich nicht verhindern können darinnen besteht ja das, daß sie den Kampf verloren haben —, sie haben nämlich nicht verhindern können, daß die Zeit gekommen ist, in der das spirituelle Wissen herabträufelt. Dieses spirituelle Wissen ist jetzt da und wird immer weiter und weiter sich entwickeln; die Menschen werden die Fähigkeit haben können, die geistige Welt zu durchschauen.

[ 36 ] To prevent what was meant to trickle down from maturing in the spiritual world—that was the intention of those angelic spirits between the years 1841 and 1879. But these spirits lost the war they waged against the spirits of light throughout those decades; they lost that battle. In fact, something took place on a smaller scale in 1879, just as such events have repeatedly occurred in the course of evolution and are always expressed through a specific symbol: the victory of Michael or Saint George over the dragon. There, too, in 1879, in a certain realm, the dragon was overcome. This dragon consists of the angelic beings who strove for—but were unable to achieve—what I have indicated. That is why, in 1879, they were cast down from the spiritual world into the realm of human beings. It was the fall of the angelic beings from the spiritual world into the human realm, and in the human realm they now walk among human beings. They are present there by sending their forces into people’s thoughts, feelings, and impulses of will, by instigating this or that. For they were unable to prevent—and this is precisely why they lost the battle—they were unable to prevent the time from coming when spiritual knowledge would trickle down. This spiritual knowledge is now here and will continue to develop further and further; human beings will be able to gain the ability to see through the spiritual world.

[ 37 ] Aber nun sind diese Angeloiwesen auf die Erde herabgestürzt und wollen hier Unheil stiften mit dem Herabträufeln, wollen hier dieses Wissen in falsche Bahnen leiten, wollen diesem Wissen seine gute Macht rauben und es in schlechte Kanäle bringen. Kurz, sie wollen das, was sie mit Hilfe der Geister drüben nicht haben erreichen können, hier mit Hilfe der Menschen erreichen, weil sie herabgestürzt sind seit dem Jahre 1879. Zerstören den guten Weltenplan wollen sie, der darinnen besteht, in den richtigen Reifezeitaltern das Wissen von der Beherrschung der Menschenmassen, das Wissen von Geburt, Krankheit und Tod und andern Dingen unter den Menschen zu verbreiten. Sie wollen es frühzeitig verbreiten durch die geistigen Frühgeburten. Neben andern Dingen, die diese Geister anrichten wollen, wirken sie in dem, was ich eben angedeutet habe.

[ 37 ] But now these angelic beings have fallen to Earth and want to wreak havoc here by dripping down, want to steer this knowledge in the wrong direction, want to rob this knowledge of its good power and channel it into evil paths. In short, they want to achieve here—with the help of human beings—what they were unable to achieve with the help of the spirits on the other side, because they have been cast down since the year 1879. They want to destroy the good plan for the world, which consists of spreading—at the appropriate stages of maturity—the knowledge of how to govern the masses, the knowledge of birth, sickness, and death, and other matters among human beings. They want to spread it prematurely through spiritual “premature births.” In addition to other things these spirits intend to do, they are at work in what I have just indicated.

[ 38 ] Helfen wird gegen den Einfluß dieser ahrimanischen Wesenheiten nur das Bewußtsein — ich habe das wiederholt angedeutet in den Mysteriendramen, erinnern Sie sich nur an den Schluß des letzten —, daß gegen gewisse Dinge, die Ahriman will, nur das hilft, daß man ihn durchschaut, daß man weiß, daß er da ist. Das fünfte nachatlantische Zeitalter muß sich dahin entwickeln, daß gewissermaßen viele Menschen darauf kommen, zu den ahrimanischen Mächten und Wesenheiten so zu sprechen, wie der Faust spricht: «In deinem Nichts hoff ich das All zu finden.» Das muß eine Gesinnung werden: da hineinzuschauen, wo die materialistische Anschauung das «Nichts» sieht, da die geistige Welt zu sehen. So daß Ahriman-Mephistopheles gezwungen wird, zu solchen Menschen so zu sprechen wie zu Faust, als er ihn zu den Müttern schickt: «Ich rühme dich, eh du dich von mir trennst, und sehe wohl, daß du den Teufel kennst.» Neulich sagte ich spaßend in Dornach drüben, diese Bemerkung würde Mephistopheles zu Woodrow Wilson nicht gemacht haben! Ihm würde er gesagt haben: «Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.» Es handelt sich wirklich darum, daß es eine wichtige Tatsache ist, daß die Menschen lernen, hineinzuschauen in die konkreten Vorgänge der geistigen Welt. Und es ist nun schon einmal so, daß wenn auf der einen Seite so etwas von ganz besonderer Notwendigkeit ist, die Gegenkräfte besonders stark sind, so daß sich die Menschen heute sträuben gegen diese Dinge.

[ 38 ] The only thing that will help against the influence of these Ahrimanic beings is the awareness—I have repeatedly hinted at this in the Mystery Dramas; just recall the conclusion of the last one—that against certain things Ahriman desires, the only remedy is to see through him, to know that he is there. The fifth post-Atlantean epoch must develop in such a way that, in a sense, many people come to speak to the Ahrimanic powers and beings as Faust does: “In your nothingness I hope to find the universe.” This must become an attitude: to look into what the materialistic view sees as “nothingness” and to see the spiritual world there. So that Ahriman-Mephistopheles is compelled to speak to such people as he did to Faust when he sent him to the mothers: “I praise you, before you part from me, and I see well that you know the devil.” The other day I joked over in Dornach that Mephistopheles would not have made this remark to Woodrow Wilson! To him he would have said: “That little folk would never sense the devil, even if he had them by the collar.” The point is really this: it is a crucial fact that people must learn to look into the concrete processes of the spiritual world. And it is simply the case that when something of such particular necessity arises, the opposing forces are especially strong, so that people today resist these things.

[ 39 ] Das bitte ich Sie besonders zu berücksichtigen hier in Zürich, wenn Sie jetzt das sehr anerkennenswerte, sehr freudig zu begrüßende Bestreben haben, in gewisse Kreise, die heute noch sehr ablehnend gegen Geisteswissenschaft sind, diese Geisteswissenschaft zu tragen: sich keinen Illusionen hinzugeben! Man erlebt viele Enttäuschungen, und zunächst nur Enttäuschungen, wenn man versucht, die Dinge, die geschehen müssen und deshalb geschehen sollen, wirklich in der rechten Weise in die Wege zu leiten. Es darf uns niemals abhalten, diese Dinge in die Wege zu leiten. Man muß so erfaßt werden von dem Impuls, der der notwendige Impuls der Gegenwart ist, daß man dasjenige, was geschehen soll, tut, ohne Rücksicht, ob die Folgen auch in diesem Falle — nach der einen oder nach der andern Seite eintreten.

[ 39 ] I ask you to take this into special consideration here in Zurich, now that you have this very commendable and most welcome aspiration to bring spiritual science to certain circles that are still very hostile to it today: do not give in to any illusions! One experiences many disappointments—and at first, only disappointments—when one tries to truly set in motion, in the right way, the things that must happen and therefore ought to happen. This must never deter us from setting these things in motion. One must be so seized by the impulse—which is the necessary impulse of the present—that one does what is meant to happen, regardless of whether the consequences in this particular case fall on one side or the other.

[ 40 ] Und nur wenn man diese Gesinnung hat, kann man etwas erreichen. Und man erreicht oftmals etwas nach einer Richtung hin, die scheinbar gar nicht die beabsichtigte war. Man muß — das bitte ich Sie zu berücksichtigen — viel mehr tun, als es den Erfolgen gegenüber manchmal erfreulich ist. Denn mit der Propaganda der Geisteswissenschaft steht man in etwas anderem drinnen, als in all den Propaganden, die heute sonst gemacht werden auf andern Gebieten. Auf andern Gebieten redet man zu den Leuten schließlich meistens von etwas, was sie so genau wissen, wie die Betschwestern, die in der Kirche sitzen, dasjenige wissen, was der Pfarrer von der Kanzel redet. Die meisten Vereine haben zu ihren Programmen dasjenige, was den Leuten recht leicht trivial eingeht. Da bleibt man zumeist auf dem Gebiete der Abstraktionen. Schöne Programme macht man, die nicht wirklichkeitsverwandt sind, die auch nicht in die Wirklichkeit hineingehen können. Will man die Bestrebungen des spirituellen Lebens im fünften nachatlantischen Zeitraum pflegen, dann muß man sie als etwas Lebendiges betrachten. Aber sehen Sie sich das Lebendige an: das geistig Lebendige hat sein Abbild in dem natürlich Lebendigen. Ich frage Sie: Scheut der Fisch im Meere davor zurück, so und so viel Eier abzulegen, die zugrunde gehen? Fragen Sie sich, wie viele von den abgelegten Eiern Seefische werden? Wie viele gehen da zugrunde! So ist es im Leben, so ist es auch im geistigen Leben. Sie können durch lange Jahre hindurch immer wieder und wiederum zu großen Menschenmassen sprechen — Sie müssen zufrieden sein, wenn sich in diesen großen Menschenmassen immer einige wenige finden, die nur angeregt werden: denn das ist im Charakter des Lebendigen gelegen. Da erreicht man aber wirklich nur etwas, wenn man es wie die Natur, die das Abbild des Geistes ist, selber macht. Was würde es sein, wenn die Natur sich abhalten ließe, die von Lebewesen zugrunde gehenden Eier ablegen zu lassen, weil bemerkt wird in der Natur, daß in einem Jahre so und so viel Eier zugrunde gehen? Der Naturprozeß geht weiter, und der erreicht auch die Evolution. Nicht auf Erwägungen kommt es an, die wir anstellen, ob dies oder jenes erreicht werden kann, ob dies dem oder jenem zusagt, sondern darauf kommt es an, daß wir in der Sache selber den Impuls sehen und daß wir gar nicht anders können, als diesen Impuls in die Welt hineinzutragen.

[ 40 ] And only if one has this mindset can one achieve anything. And one often achieves something in a direction that seemingly was not the intended one at all. One must—and I ask you to bear this in mind—do much more than is sometimes gratifying in light of the successes achieved. For the propaganda of spiritual science is of a different nature than all the other forms of propaganda carried out today in other fields. In other fields, after all, people are usually told about things they know just as well as the women in the church know what the pastor is preaching from the pulpit. Most organizations include in their programs things that come across to people as rather trivial. There, one usually remains in the realm of abstractions. Beautiful programs are created that have no connection to reality and cannot penetrate into reality either. If one wishes to cultivate the aspirations of spiritual life in the fifth post-Atlantean epoch, then one must regard them as something living. But look at what is alive: what is spiritually alive has its reflection in what is naturally alive. I ask you: Does the fish in the sea shy away from laying a certain number of eggs that will perish? Ask yourself, how many of the eggs laid will become sea fish? How many of them perish! So it is in life, and so it is in spiritual life as well. You can speak to large crowds time and again over many years—you must be content if, among these large crowds, there are always a few who are merely inspired: for this lies in the nature of what is alive. But you truly achieve something only when you do it yourself, just as nature—which is the reflection of the spirit—does. What would happen if nature were to be deterred from allowing living beings to lay eggs that are destined to perish, simply because it is observed in nature that in a given year so many eggs perish? The natural process continues, and it also shapes evolution. What matters is not the considerations we make—whether this or that can be achieved, or whether this appeals to one person or another—but rather that we see the impulse within the matter itself and that we simply cannot help but carry this impulse out into the world.

[ 41 ] Und wenn man die Gründe anblickt, einige davon haben wir heute wiederum vor unsere Seele geführt, aus denen heraus man diesen Impuls in die Welt des fünften nachatlantischen Zeitraums hineintragen soll: sie sind wahrhaftig ernst genug. Und der Widerstand wird dann am größten, wenn die Notwendigkeit am größten ist. Die Menschen werden sich bequemen müssen, diejenigen Dinge, die geschehen, und die ja in unserer Zeit, in unseren Jahren wahrhaftig ein grausames Gepräge haben, diejenigen Dinge, die hier auf dem physischen Plane geschehen, alle im Zusammenhang zu betrachten mit Geschehnissen, die hinter den Kulissen sich abspielen. Da erst lassen sich die Dinge verstehen. Aber die Menschen, die heute als Geschichtsschreiber, als Soziologen, als Nationalökonomen oder als Politiker ihre Regeln und Gesetze hernehmen bloß vom physischen Plane — ja, die gleichen gegenüber den realen Notwendigkeiten heute solchen Menschen, welche, wenn sie zum Beispiel eine große Arbeit zu verrichten haben, damit beginnen, daß sie sich auf die Chaiselongue hinlegen und schlafen, weil sie denken, sie werden es im 'Traume schon verrichten. So wirken in der Tat heute zumeist diejenigen, die dem Leben der Bildung, dem Leben der einzelnen Wissenschaften angehören. Es sind Leute, welche die Wirklichkeit verträumen. Denn wie schreiben die Menschen Geschichte, wie schreiben die Menschen Soziologie? Wie jemand eben, der keine Ahnung hat von den wirklichen Kräften, die hinter dem stehen, wovon die Leute träumen. Es ist dasjenige, woraus namentlich so tiefe, so einschneidende Ereignisse entstehen wie die unserer Zeit, so um die Menschen, die sich heute um Wissenschaft bekümmern, wie ein Zimmer um einen Menschen ist, der nie dieses Zimmer gesehen hat, den Sie schlafend hineingetragen haben und der drinnen weiterschläft und nur schlafend dieses Zimmer kennenlernt. So lernt die rein materialistische Wissenschaft die Welt kennen.

[ 41 ] And when we consider the reasons—some of which we have once again brought before our souls today—for why we are to carry this impulse into the world of the fifth post-Atlantean epoch: they are truly serious enough. And resistance will be greatest when the need is greatest. People will have to learn to view the events that are taking place—events that in our time, in our years, truly bear a cruel character—the events occurring here on the physical plane—in connection with the events unfolding behind the scenes. Only then can these things be understood. But people today—whether historians, sociologists, economists, or politicians—who derive their rules and laws solely from the physical plane—well, in the face of today’s real necessities, they are like those people who, for example, when they have a major task to perform, begin by lying down on a chaise longue and sleeping, because they think they will accomplish it in their ‘dreams.’ Indeed, this is how most of those who belong to the world of academia, to the world of the individual sciences, act today. They are people who dream away reality. For how do people write history, how do people write sociology? Just like someone who has no idea of the real forces behind what people dream of. This is precisely what gives rise to such profound, such momentous events as those of our time; it is as if the people who concern themselves with science today are to a room as a person who has never seen that room—someone you carried into it while asleep, who continues to sleep inside, and who comes to know this room only in his sleep. This is how purely materialistic science comes to know the world.

[ 42 ] Was in meinem Buche «Vom Menschenrätsel» als schauendes Bewußtsein bezeichnet ist, es muß sich bis zu einem gewissen Grade der Menschheit des fünften nachatlantischen Zeitalters geradezu ergeben; denn gewisse Geheimnisse müssen an den Tag treten, weil sie sonst in unrechtmäßiger Weise durch solche Mittel, wie ich sie Ihnen heute erzählt habe, unter den Menschen verbreitet werden. Wie gesagt, es ist nicht leicht, diese Dinge anzudeuten in der heutigen Zeit; aber es besteht eine Pflichtnotwendigkeit, von diesen Dingen zu sprechen. Für vieles muß man sich aneignen, ich möchte sagen, eine gewisse Beobachtungsgabe, die anders als die grobklotzige Beobachtungsgabe der gegenwärtigen Menschen ist.

[ 42 ] What is described in my book *The Mystery of Man* as “contemplative consciousness” must, to a certain extent, reveal itself to humanity in the fifth post-Atlantean epoch; for certain mysteries must come to light, since otherwise they will be spread among people in an improper manner through means such as those I have described to you today. As I said, it is not easy to allude to these things in the present day; but there is a moral imperative to speak of them. For many things, one must acquire—I would say—a certain gift for observation that is different from the crude, clumsy powers of observation of people today.

[ 43 ] Auf zwei Dinge möchte ich Sie hinweisen im Zusammenhange mit dem Gesagten. Erstens, die Menschen gewinnen heute schon etwas, wenn sie versuchen, Dinge, die man sonst als Zufall ansieht, so ernst zu nehmen, daß sie in ihnen etwas sehen wie Hinweise, die Seele zu vertiefen. Nehmen wir an, Sie lesen, da oder dort ist in diesem oder jenem Zeitpunkt gerade jener Mensch gestorben. Man kommt auf manches, wenn man sich die Frage vorlegt: Wie wäre es, wenn derselbe Mensch drei Monate früher oder drei Monate später gestorben wäre? — eine Frage, die ja bloß mit Möglichem rechnet. Aber Sie können sicher sein, wenn Sie sich eine solche Frage vorlegen, so kann das in Ihnen Kräfte auslösen, durch die Sie anderes erkennen. — Oder Sie fahren auf der Eisenbahn und haben vielleicht mit jemandem ein sehr wichtiges Gespräch, das für Sie eine große Bedeutung hat und dergleichen. Solche Dinge nimmt selbstverständlich der Materialist als einen gelungenen Zufall. Aber derjenige, der nach und nach sich einleben will in das Hinter-die-Kulissen-des-Daseins-Kommen, der lenkt den Blick auf so etwas; der beschäftigt sich — nicht indem er Begriffe zu sehr preßt, sondern indem er an solchen Dingen etwas fühlt —, er beschäftigt sich mit solchen Dingen, weil ihm gleichsam Fingerzeige gegeben werden, daß zwischen den Dingen, die sich zutragen, Kräfte spielen, die nicht bloß aus der Mechanik und aus der Mathematik zu entnehmen sind. Das ist das eine.

[ 43 ] I would like to draw your attention to two things in connection with what has been said. First, people today already gain something when they try to take things that are otherwise regarded as coincidences so seriously that they see in them something like clues for deepening the soul. Let’s suppose you read that, here or there, at this or that moment, a particular person has just died. You can come to all sorts of insights when you ask yourself: What if that same person had died three months earlier or three months later? — a question that, of course, merely considers what might have been. But you can be sure that when you ask yourself such a question, it can unleash forces within you that enable you to perceive other things. — Or perhaps you’re riding on a train and have a very important conversation with someone that holds great significance for you, and so on. Naturally, the materialist regards such things as a fortunate coincidence. But the person who gradually wishes to gain insight into what lies behind the scenes of existence directs their gaze toward such things; they engage with such things—not by overanalyzing concepts, but by sensing something in them—because they are, as it were, given hints that forces are at work between the events that unfold, forces that cannot be derived solely from mechanics and mathematics. That is one aspect.

[ 44 ] Das andere, was ich immer wieder und wiederum erwähnen will, ist, daß trotz des Materialismus unserer Zeit den Menschen sich vieles geistig offenbart. Die Menschen genieren sich heute nur, wenn sie geistige Erfahrungen machen, davon viel zu reden. Sie können heute hören, wenn jemand etwas mitteilsam wird, weil er Vertrauen zu Ihnen hat: der hat das getan, der andere hat jenes getan. Wenn er Ihnen wirklich ehrlich und aufrichtig sagt, warum er diese Zeitung begründet hat, das oder jenes getan hat, so erzählt er Ihnen einen Traum, scheinbar einen Traum, er erzählt das oder jenes als eine Anregung aus der geistigen Welt heraus. Das geschieht heute auf Schritt und Tritt; das geschieht viel mehr, als man denkt. Unter geistigen, unter spirituellen Impulsen wird heute vieles in die Tat geführt, viel mehr als man denkt. Die Menschen genieren sich nur, diese Dinge zu gestehen, weil sie meistens nicht voll genommen werden, wenn sie diese Dinge erzählen.

[ 44 ] The other thing I want to mention again and again is that, despite the materialism of our time, many things are revealed to people on a spiritual level. People today are simply embarrassed to talk much about their spiritual experiences when they have them. You may hear today, when someone opens up to you because they trust you: “This person did this, that person did that.” If they tell you truly honestly and sincerely why they founded this newspaper or did this or that, they are telling you about a dream—seemingly a dream—but they are describing it as an inspiration from the spiritual world. This happens all the time today; it happens much more often than one might think. Under spiritual impulses, much is put into action today—far more than one might think. People are simply embarrassed to admit these things because, for the most part, they are not taken seriously when they talk about them.

[ 45 ] Nach diesen beiden Seiten hin ist es gut, seine Seele zu vertiefen: gerade in unserer Zeit wirklich darauf zu achten, daß irgendein Wink von irgendeiner Seite her kommen könnte, wenn man dies oder jenes erlebt, was einen aufmerksam sein läßt; und dann auch hinzuschauen weil man doch Gelegenheit hat, da und dort etwas zu vernehmen —, wie den Leuten Dinge geoffenbart werden aus der geistigen Welt heraus, in gutem und in schlechtem Sinne, unter deren Antrieb, unter deren Impulse sie handeln. Das ist gerade heute mehr der Fall, als man glaubt.

[ 45 ] In these two respects, it is good to deepen one’s soul: especially in our time, to truly be mindful that a hint might come from any direction when one experiences this or that, which prompts one to be attentive; and then to look into it, because one does have the opportunity to hear things here and there—such as how things are revealed to people from the spiritual world, in both a positive and a negative sense, and how they act under the influence and impulse of these revelations. This is even more the case today than one might think.

[ 46 ] Das sind Dinge, auf die ich Sie heute aufmerksam machen wollte. Wir werden dann am nächsten Dienstag weiter reden über solche Dinge.

[ 46 ] These are the points I wanted to bring to your attention today. We’ll continue discussing these matters next Tuesday.