Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 208
28 October 1921, Dornach
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Cosmosophy Volume Two, tr. Meuss
Fünfzehnter Vortrag
Lecture IV
[ 1 ] Wir wollen heute einmal den Menschen seiner Form nach studieren und wollen sehen, wie wir von diesem Gesichtspunkte aus Erweiterungen und Vertiefungen bekommen können für dasjenige, was wir in der letzten Zeit betrachtet haben. Wenn wir zunächst uns vor die Seele halten, daß ja die Form des Menschen im weitesten Sinne natürlich durchaus zusammenhängt mit seinem Gesamtleben, so müssen wir eben dieses Gesamtleben ins Auge fassen, wenn wir nun wirklich innerlich die Form des Menschen begreifen wollen. Der Mensch gliedert sich ja zunächst ein in das ganze Universum, in den ganzen Kosmos. Und wenn Sie in Betracht ziehen, wie der Mensch zunächst seiner Hauptesgestaltung nach ja eigentlich ein Abbild der Sphäre, des kosmischen Universums ist, so werden Sie gewissermaßen den Menschen von seiten seines Hauptes aus hineingestellt finden in das ganze Weltenall. Aber verstehen kann man die Art, wie der Mensch da in das ganze Weltenall hineingestellt ist und doch wiederum eine innere geschlossene Wesenheit ist, nur, wenn man sich die Beziehungen des Menschen zu der Umwelt vor Augen hält.
[ ] Today, we’ll consider the human form and we shall see how much this will add to our subject matter and deepen it. The first thing to remember is that taken in its widest sense, the human form is of course connected with the whole of human life, and this is what we have to consider if we want to gain real inner understanding of it. Human beings are part of the whole universe, the cosmos. If you take it that the form of the human head primarily reflects the sphere of the cosmic universe, you may say that with regard to the head, human beings relate to the whole universe. However, to understand how human beings relate to this when at the same time they are also an entity that is complete in itself, we have to consider the way human beings relate to the world around them.
[ 2 ] Und da sehen wir zunächst einmal so auf die Form des Menschen, daß wir uns sagen: Durch sein ganzes Denken, insofern es an das Haupt gebunden ist, kehrt sich der Mensch durch sein Haupt dem ganzen Kosmos zu. Und indem er sein Haupt durch die Geburt hereinträgt aus der geistigen Welt in das physische Dasein, kann er, indem er eingeschlossen ist in seinen Leib, in einer gewissen Weise auf sein eigentliches Wesen, auf sein inneres geistig-seelisches Wesen zurückblicken, kann er zurückblicken auf eine Zeit, in der er nicht in einen solchen Leib eingeschlossen war. Wir haben vielleicht am besten ein Bild von dem, was ich hier meine, wenn wir uns vor Augen stellen, wie der Mensch in einer gewissen Weise zu seinen Erkenntnissen kommt, indem er in sich gewissermaßen zurückblickt. Es ist ja ein In-sich-Zurückblicken, wenn wir, sagen wir, Zahlenlehre, Geometrie treiben. Wir erkennen die Gesetzmäßigkeit der Geometrie einfach dadurch, daß wir Mensch sind, daß wir die räumliche Gesetzmäßigkeit aus uns selber hervorholen können. Aber wir wissen auf der anderen Seite: Diese Gesetzmäßigkeit erfüllt das ganze Universum. Wir haben also da etwas, was wir notwendig, wenn wir hinausschauen durch die Augen, sehen; es ist ja alles geometrisch angeordnet, auch die Augen selber sind geometrisch gebaut, sie stellen sich geometrisch ein.
[ ] Let us begin by saying that in all their thinking, in so far as it is connected with the head, human beings turn to the whole cosmos. When at birth we bring the head into this physical world from the world of the spirit, we are encased in a living physical body and in a way able to look back to our inner reality of soul and spirit, and to a time when we were not encased in a body. It may be easiest to see what I mean if we consider how human beings gain insight and knowledge by looking back inside themselves, as it were. We are looking back inside ourselves, for instance, when we do arithmetic or geometry. We recognize the laws of geometry simply because we are human beings and are able to find the laws of physical space in ourselves. We also know that these laws fill the whole universe. This, then, is something we inevitably see when we use our eyes; everything is arranged in geometrical order; even the design of our eyes, and the way we are able to focus, is based on geometry.
[ 3 ] Wir können also sagen: Insofern der Mensch aus seinem Denken, das ans Haupt gebunden ist, sich der Welt gegenüberstellt, nimmt er gewissermaßen das, was im Universum ausgebreitet ist, in sich zurück. Und wir wollen uns deshalb seine erste Zuordnung zu dem Universum so vorstellen, daß wir sagen: Es ist ein Hereinfassen des Universums, eine Art Zurückblicken auf das Universum. Indem man auf sich selber zurückschaut, findet man das Universum. Da haben wir, ich möchte sagen, das alleräußerste Verhältnis des Menschen zu dem Universum, aus dem er herausgebaut ist.
[ ] Thus we are able to say that when we relate to the world through thinking, which is connected with the head, we take back into ourselves what lies spread out in the universe. One way we relate to the universe may therefore be seen as follows: The universe is reaching into us, and we are, in a way, looking back on it. This would be the way in which human beings relate to the universe, out of which they have been built, at the most superficial level.
[ 4 ] Wir kommen schon ein Stück weiter, wenn wir als zweites ins Auge fassen, wie der Mensch dann das, was er von außen aufnimmt, in sich rege macht. Denken Sie, das Kind, wenn es geboren wird, hat eigentlich ganz in sich, was es durchlebt hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Könnte es ein Bewußtsein nach dieser Richtung entwickeln, so würde es zurückblicken können auf das, was es vor der Geburt erlebt hat. Dann aber beginnt sich innerlich zu regen, was da erlebt worden ist. Der Mensch sieht nicht nur in sich zurück, um das Universum in sich wieder zu finden, sondern er sieht um sich herum. Er sieht eine Umwelt. Wir können also sagen: Es ist nicht mehr bloß ein Hereinfassen des Universums, sondern ein Blicken in den Umkreis des Universums und ein Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums. Man wird innerlich beweglich.
[ ] We progress a little more if we now consider, in second place, how human beings make everything they take in from outside come alive in them. You see, when a child is born everything it went through between death and rebirth is inside it. If the child were able to develop the right kind of awareness, it would be able to look back on life before birth. Those pre-birth experiences then begin to stir. Human beings do not merely look back inside themselves to find the universe, but also look around them and see their environment. We are thus able to say: Apart from taking in the universe, we also look out into the universe around us, taking its mobility into us. We become inwardly mobile.
[ 5 ] Das dritte aber: Wenn wir die zwei ersten anschauen, so ist der Mensch eigentlich noch nicht ganz bei sich. Indem er das Universum in sich trägt, sagen wir als Geometrie, lebt er eigentlich im Äußeren. Wenn das Kind sich regt, indem es das Universum innerlich nachmacht, lebt es in dem Äußeren. Wie wird der Mensch innerlich? Wie erfaßt er sich selbst?
[ ] Now to the third aspect: In the first two, human beings are not really quite inside themselves. Having the universe inside us, say as geometry, we live in something that is really outside us. When the child begins to be inwardly mobile as it imitates the movements of the universe, it lives in something that is outside it. How does the human being become inward and become aware of self?
[ 6 ] Sie brauchen bloß einmal sinnig mit Ihrer rechten Hand Ihre linke zu umfassen, Sie brauchen sich bloß selber anzugreifen, dann bleiben Sie ganz in Ihrem Inneren. Sie verrichten mit der rechten Hand eine Tätigkeit, aber das, was Sie dadurch anfassen, das sind Sie selber. So wie Sie sonst einen äußeren Gegenstand beim Herumtasten anfassen, so fassen Sie ja sich selber an. Alles Gewahrwerden des Ich, der Innerlichkeit, beruht im Grunde genommen auf diesem Sich-selber-Anfassen. Wir tun das dann auch in abgeleiteter Weise mit den Augen. Indem wir irgendeinen Punkt ins Auge fassen, kreuzen sich die rechte und die linke Augenachse, so wie sich die rechte Hand über die linke legt. Und das Tier hat deshalb weniger Innerlichkeit, weil es eigentlich in viel geringerem Maße das vollzieht, daß es sich selber betastet. Wir können also sagen als drittes: das Sich-selber-Erfahren oder -Betasten. — Wir sind eigentlich in der Außenwelt und erfassen uns selber. Wir sind noch nicht innerhalb unserer Haut.
[ ] Just take your left hand in your right hand, thoughtfully—all you have to do is take hold of yourself and you remain entirely inside yourself. You are using your right hand for an activity, but it is you yourself you take hold of. You may take hold of other objects at other times, but in this case you take hold of yourself. All self-awareness, all inwardness, essentially is a matter of thus taking hold of oneself. We do something similar with our eyes. When we focus on a particular point, the right visual axis intersects with the left visual axis, just as the right hand takes hold of the left. Animals have less inwardness because they do much less of this taking hold of self. The third thing, therefore, would be experiencing or touching ourselves. There we are actually in the outside world and take hold of ourselves, and we are not yet inside our skin.
[ 7 ] Aber jetzt fassen wir gewissermaßen die Grenze ins Auge zwischen dem Außeren und dem Inneren. Wir deuten diesen Vorgang an: Bewegen wir die Hand, die als rechte die linke erfaßt, auf- und abwärts, so beschreiben wir eine Fläche. Diese Fläche ist an uns selber überall. Da schließen wir durch unsere Körperbedeckung unser Inneres ab. Wir sagen also viertens: Sich umschließen. Wenn Sie sich lebhaft einfühlen in Ihre Form, insofern die Haut diese Form bildet, so haben Sie dieses Sich-Umschließen.
[ ] Let us now consider the boundary between outside and inside. We indicate the process by letting the right hand move to and fro over the left hand which it is holding. This defines a surface area we actually have all over, the covering which encloses everything inside. The fourth thing, then, is to enclose oneself. Get a real feeling for the way the skin encloses your form, and there you have the closing-off principle.
1. Hereinfassen des Universums. Zurückblicken
2. Blicken in das Universum. Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums
3. Sich selber erfahren, betasten
4. Sich umschließen.
- The universe reaching in. Looking back
- Looking out into the universe. Taking in the mobility of the universe
- Experiencing self, touching self
- Enclosing ourselves.
[ 8 ] In diesen vieren steht vor uns, was eigentlich das allmähliche Formen des Menschen von außen nach innen ist: zunächst das ganze Universum, da ist man noch außer sich; dann das Universum nachahmend: man ist noch nicht zu sich gekommen, man ahmt es nach, das Universum. Greift man sich an, so kommt man außer sich selber zu sich. Nun erst im vierten hat man das Sich-Umschließen.
[ ] These four things show how the human being is gradually given form from outside in. First there is the whole universe and we are outside ourselves; then imitation of the universe, where we have not yet come to ourselves. Taking hold of ourselves we find ourselves outside ourselves. With the fourth element we enclose ourselves.
[ 9 ] Im fünften müssen wir dasjenige suchen, was nun schon innerlich ist, was uns ausfüllt, was uns durchwellt und durchwebt. Wir können sagen fünftens: Das Ausfüllende, das uns durchwellt und durchwebt.
[ ] For the fifth we have to look for something that is inside us, fills us, actively pulses inside us.
[ 10 ] Nun aber sechstens: Indem wir nun — dadurch, daß wir nicht nur gewissermaßen eine Haut haben, sondern die Haut auch ausgefüllt ist — so in uns selber hereingekommen sind, beginnt auch schon das, was nun die Form auflöst, was die Form wiederum zurückbildet; was den Menschen nicht nur innerlich erfüllt, sondern ihn so macht, nun, sagen wir, wie eine Frucht, wenn sie reif wird. Verfolgen wir die Frucht bis zu dem Punkte, wo sie gerade eben an der Kippe steht, reif zu werden; überspringt sie diese Kippe, dann dorrt sie ab, dann beginnt sie abzudorren. Wir dürfen also hier sechstens sagen: Reifung.
[ ] As to the sixth, since we not only have a skin but also something that fills it we are now inside ourselves, but this is also where the form is dissolved again; we have something that not merely fills us inside, but makes us like a fruit when it grows ripe. Take a fruit when it is just on the point of being ripe; once it goes beyond this point it starts to dry up. The sixth thing, then, is ripening.
[ 11 ] Dann aber stellen Sie sich einmal vor diese Reifung. Wir beginnen gewissermaßen, indem wir reif werden, innerlich wieder zu zerfallen. Wir hören schon ein bißchen auf, Mensch zu werden. Wir sind Mensch, aber wir zerfallen innerlich, wir werden gewissermaßen innerlich Staub. Wir werden mineralisch. Wir ordnen uns damit wieder in die Außenweltein. Wir sind mit dem Ausfüllenden ganz im Inneren. Dann, indem wir innerlich zerstäuben, ordnen wir uns wiederum in das Mineralische ein. Wir werden ein gewissermaßen schwerer Körper. Wir können also siebentens sagen: Einordnung in die unorganische Welt.
[ ] But visualize this ripening process. As we grow ripe we begin, in a way, to decay inwardly. We cease a little bit to develop further as human beings. We are human but we decay inwardly, turning to dust, as it were. We become mineral and thus part of the outside world again. That which fills us is wholly inside. But as we fall to dust we become part of the mineral world again. We become a body that has weight, as it were. The seventh thing, then, is to become part of the inorganic world.
[ 12 ] Ich habe es einmal beschrieben, wie der Mensch eigentlich, wenn wir ihn wiegen, wenn er herumgeht, wie er da wie ein Mineral sich verhält. Wir kommen da an bei diesem Sich-Einordnen in die äußeren Naturkräfte. Wir könnten auch sagen: Dieses Einordnen in die äußeren Naturkräfte — denken Sie nur einmal, indem Sie gehen, ordnen Sie sich selber in die äußeren Naturkräfte ein; wenn Sie nicht ordentlich gehen, fallen Sie um —, es ist also eigentlich das erste, was man hat beim Einordnen, ein Suchen des Gleichgewichtes.
[ ] I have shown, on another occasion, that if we weigh a human being who walks this earth, that human being is just like a mineral. There we have the process of becoming part of the forces of outer nature. Just think—if you walk properly you involve yourself in the forces of physical nature, and if you do not walk properly you fall over. The first step in finding our place in the outside world is therefore to find our balance.
[ 13 ] Das achte: Da kommen wir dazu, daß wir uns nicht mehr bloß einordnen in die äußere Welt, sondern daß wir die äußere Welt aufnehmen. Wir atmen, wir essen, wir nehmen die äußere Welt herein. Früher haben wir nur das in uns aufgeschlossen, was wir innerlich schon hatten. Das ist im wesentlichen dieses Sich-Aufschließen. Dann ist es ein Leben im Inneren. Aber wir nehmen das Äußere ins Innere auf. Nun, wenn man zu diesem Punkt kommt, muß man vor allen Dingen sich ganz klar darüber sein, daß alles, was der Mensch von außen aufnimmt, etwas ist wie eine Art von nicht in den Menschen Hereingehörendem.
[ ] The eighth thing: We find that we do not merely become part of the outside world but also take it into ourselves as we breathe and when we eat. Before, we essentially only fathomed things that were already inside ourselves; it is a matter of being alive inside. But we take the outside world into ourselves, and at this point it has to be clearly understood that everything we take in from outside is something that does not really belong inside us.
[ 14 ] Über dieses Aufnehmen von irgend etwas von außen macht sich ja eigentlich die Welt unrichtige Vorstellungen. Im Grunde genommen ist alles, was wir essen, ein bißchen giftig. Das Leben besteht nämlich darin, daß wir die Nahrung aufnehmen und eigentlich nicht vollständig mit uns eins werden lassen, sondern uns dagegen wehren, und in diesem Sich-Wehren, in diesem Abwehren besteht eigentlich das Leben. Nur sind diejenigen Nahrungsmittel, die wir eben als Nahrungsmittel aufnehmen, so wenig giftig, daß wir uns aufrechterhalten gegen sie. Wenn wir ein richtiges Gift aufnehmen, so zerstört es uns, dann können wir uns nicht mehr dagegen wehren.
[ ] People have the wrong idea about the way we take in things from outside. In principle, everything we eat is a little bit poisonous. Life consists in taking in food and not letting it become entirely part of ourselves, resisting it. This resistance, defending ourselves, is in fact life. The point is, however, that the foods we eat are not very poisonous so that we are able to hold our own against them. If we take in real poison it will destroy us, for we’ll not be able to defend ourselves.
[ 15 ] Wir können also sagen: Indem die Außenwelt in uns eindringt, dringt eine Art von Giftstachel in uns ein. Man muß da prägnante Ausdrücke wählen, aber man hat sie ja aus der heutigen Sprache und aus der heutigen Erkenntnis heraus nicht. Sie müssen also verstehen, was ich da eigentlich meine, indem ich Ihnen das auseinandersetze.
[ ] Thus we may say: With the outside world, a poison sting enters into us. I have to use words that have real meaning, but today’s language and understanding does not have them. You’ll have to understand what I mean when I put these things before you.
5. Das Ausfüllende
6. Reifung
7. Einordnung in die unorganische Welt. Suchen des Gleichgewichtes
8. Giftstachel
- Something that fills us
- Ripening
- Becoming part of the inorganic world. Finding our balance
- Poison sting.
[ 16 ] Damit wäre der Mensch dann so weit, daß er das Äußere aufnimmt. Wir wären also zunächst hinweggeschritten über das Formen des Menschen aus dem Universum. Wir sind hier geschritten durch das Formen des Menschen von innen, wobei wir schon angekommen sind bei dem, wo sich das Innere formt, indem es sich gegen das Äußere wehrt.
[ ] The human being is now at the point where the outside world is taken in. First we considered the way the human being is given form out of the universe. Then came the way the human being is given form from inside, and this has taken us to where the inner human being gains form by resisting the outside world.
[ 17 ] Nun formt sich aber der Mensch, wenigstens sein Leben formt er und auch etwas seine eigentliche Form, nach dem, wie er sich äußerlich verhält, wie er sich äußerlich betätigt. Nun, unsere Betätigungen sind eigentlich nicht mehr etwas recht mit dem Menschen Zusammenhängendes; wir müssen schon in frühere Zeiten zurückgehen, wenn wir den Menschen so auffassen wollen, wie er sich richtig auch noch als Mensch in die Umgebung hineinstellt, so daß er mit menschlichem Anteil sich an der Welt betätigt. Und da können wir sagen: Neuntens ist ja eine Betätigung des Menschen, indem er Anteil nimmt an der äußeren Welt, indem er nun auf Erden hineingestellt ist, nicht im Universum. In dem äußeren Leben, in das er gewissermaßen kulturell hineingestellt ist, da ist er zunächst Jäger. Neuntens: Jäger.
[ ] But human beings create their form, or at least shape their lives and a little bit also their actual human form, according to the way they relate to, and are active in, the outside world. Today our activities no longer relate entirely to our human nature; we have to go back to earlier times to see human beings relating to the world around them in a way that makes them act in a truly human way. We are then able to say that in the ninth place, one human activity is to involve oneself in the outside world here on earth, and not in the universe. In their outside life in civilization people were first of all hunters.
[ 18 ] Er schreitet dann vorwärts, indem er sich weiter betätigt: Er wird Tierzüchter. Das ist ja die nächste Stufe. Zehntens: Tierzüchter. EIftens: Er wird Ackerbauer. Das ist die nächste Vollkommenheitsstufe. Und endlich, zwölftens: Er wird Handeltreibender. Warum ich die nächstfolgenden Betätigungen nicht hereinnehme — Sie werden es später schon sehen. Es sind das die sekundären Betätigungen. Die eigentlichen primären Betätigungen des Menschen sind diese als Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer und Handeltreibender. Damit haben wir dann den Menschen in bezug auf seine Form charakterisiert, wie er sich auf die Erde hinstellt, ob er Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer oder Handeltreibender ist. Das wären also Formen der menschlichen Tätigkeit, der menschlichen Erdentätigkeit.
[ ] They progressed by developing another activity—breeding of animals. That is the tenth stage, and the eleventh stage of perfection is to be a tiller of the soil. Finally the twelfth stage is to be involved in trade. - You’ll see later why I do not include other activities that followed. They were secondary. Hunting, animal breeding, tilling the soil and trading are the primary human activities.—This, then, defines the human form in relation to the earth:
9. Jäger
10. Tierzüchter
11. Ackerbauer
12. Handeltreibender
- Hunter
- Animal breeder
- Tiller of the soil
- Trader
[ 19 ] Wir könnten nun folgende schematische Zeichnung als eine Versinnbildlichung dessen machen, was wir da aufgeschrieben haben. Sagen wir zunächst, wir hätten hier die Erde. Nehmen wir einmal an, wir hätten den Menschen auf der Erde. Er wäre nun in Übersicht dieser vier Formprinzipien angewiesen auf den Umkreis der Erde, also er würde hereingeformt werden aus dem Umkreis der Erde. Hier formt sich der Mensch von innen (siehe Zeichnung Seite 70, links). Lassen wir das zunächst aus und betrachten wir dieses, wo der Mensch von der Erde aus geformt wird als Jäger, Tierzüchter; dann würden wir das Umgekehrte haben. Wenn zum Beispiel hier aus dem Umkreis die Sternbilder wirken auf den Menschen, so kommt die Wirkung der Sternbilder, die da unten stehen (unterhalb des Gestrichelten), weil die Erde sie bedeckt, wenn ein Mensch zunächst hier aufgefaßt wird (links), nur durch die Erde an den Menschen heran. Da würde er sich also in bezug auf seine Sterne nach der Erde richten. Und was in der Mitte liegt, das würde ihm die Möglichkeit bieten, sich innerlich auszubilden.
[ ] We might also show this in a drawing. Let us say this is the earth, and here we have the human being on earth. With regard to the first four form principles, form is given from outside, from the cosmos surrounding the earth (Fig. 9, left). Let us leave the middle principle aside for the moment and consider where the human being is formed by the earth to be hunter, animal breeder; here the opposite would be the case. Here the constellations influence the human being; but the influence of the constellations which are down there has to pass through the earth to reach the human being. This would mean that the human being would have to take his orientation from the earth where these stars are concerned. And the four middle principles would give human beings the potential to develop inwardly.

[ 20 ] Man könnte also sagen: Diese vier (oberen) Glieder der menschlichen Formung (siehe Tabelle Seite 72), die führen uns hinaus ins Weltenall; die letzten vier Glieder, die führen uns auf die Erde, und die Sterne kommen insoweit in Betracht, als sie durch die Erde bedeckt sind. Bei den vier mittleren Gliedern ist es eben so, daß sich die Sterne und die Erde die Waage halten. Da ist der Mensch in seiner Innerlichkeit.
[ ] Thus these four principles (Table below) take us out into the universe; the last four take us to the earth, with the stars involved covered by the earth. In the four middle principles, stars and earth are in balance, and we have human beings with an inner life.
[ 21 ] Sehen Sie, schon in alten Zeiten hat man diese Sache gefühlt und hat gesagt: Ein gewisser Teil des Sternenhimmels hat auf den Menschen so Einfluß, daß er ihn von außen, vom Universum her formt. Und man hat, je nach den Zeitenfolgen natürlich, verschiedene Sterne annehmen müssen. Die Konstellationen ändern sich. Aber nehmen wir einmal so im großen das Zeitalter an, in dem wir leben. Wenn wir uns etwa auf den Standpunkt eines Griechen stellen, der über diese Dinge nachgedacht hätte, so würde dieser sagen: Diejenigen Sterne, die in der Nähe des Widders stehen, die wirken von außen herein; auch noch diejenigen, die in der Nähe des Stieres stehen, diejenigen, die in der Nähe der Zwillinge stehen und diejenigen, die in der Nähe des Krebses stehen. Durch diese Sternbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, hat der Mensch sein Zurückblickendes, sein Innerlich-Bewegliches, sein Sichselber-Anfassen und sein Umschließendes (siehe Tabelle Seite 72). Durch die anderen Sterne, die drunten auf der entgegengesetzten Seite stehen, die von der Erde bedeckt sind, hat der Mensch sein Jägerdasein durch den Schützen; er hat sein Tierzüchterdasein, indem er den Bock zähmt: Steinbock; er hat sein Ackerbaudasein, indem er — nun, nehmen wir zunächst das einfachste Ackerbaudasein —, indem er Wasser ausgießt, also hinschreitet über den Acker und Wasser ausgießt: Wassermann. Und er wird Handeltreibender durch diejenige Sterngegend, wo das ist, was ihn über das Meer trägt. In sehr alten Zeiten hat man nämlich jedes Schiff so ähnlich ausgebildet wie einen Fisch. Und zwei nebeneinander befindliche Schiffe, die über das Meer handeltreibend gefahren sind, die sind eigentlich das Symbolum für den Handel. So würde man also, wenn man sich erlaubt, die Schiffe «Fische» zu nennen, hier haben die Fische.
[ ] People had a feeling for this in the past. They would say: One part of the starry heavens influences human beings by forming them from outside, out of the universe. Different stars had to be seen in that role through the ages, of course, for the constellations change. But let us take, broadly speaking, the age in which we live. An ancient Greek who had given some thought to these things would say: The stars that are in the region of the Ram are acting on us from outside, and so do those in the region of the Bull, the Twins and Cancer. Through them human beings have the principle in them that looks back, the one that is inwardly mobile, the one that takes hold of itself and the one that encloses itself. To the stars down there on the opposite side, which are covered by the earth, human beings owe their existence as hunters (Archer), animal breeders (Goat), tillers of the soil—walking across the field carrying urns to water the fields (Water Carrier), and we are traders thanks to the part of the starry heavens that takes us across the seas—in far distant times boats were built to look similar to fish, and two ships side by side that have sailed the seas in pursuit of trade are the symbol for trade. If we take the liberty and call the ships “fishes” we have the twelfth sign.
[ 22 ] In der Mitte hat man dann das, was zwischendrinnen ist, das Ausfüllende, dasjenige also, was im Menschen wirkt als ausfüllendes Blut. Nun, wie kann man denn am besten das ausfüllende Blut symbolisieren? Man wird vielleicht jenes Tier nehmen, bei dem die Herztätigkeit am allerintensivsten ist: den Löwen. Das Reifwerden — man braucht nur den Acker anzuschauen, auf dem der Weizen oder das Korn reif wird; die Ähre stellt gerade den Zustand dar, wo das Fruchtende in das Reifende hineingeht: es ist die Jungfrau mit der Ähre. Die Ähre ist die Hauptsache dabei. Und wenn wir das ins Auge fassen, wo der Mensch sich wiederum hineingliedert in die Außenwelt, also Gleichgewicht sucht: Waage. Und wo er den Giftstachel fühlt, wo er fühlt, wie alles etwas giftig ist: Skorpion.
[ ] The human being formed out of the universe—head
Formen des Menschen aus dem Universum: Kopf
1. Taking in the universe. Looking back—Ram
2. Looking out into the universe. Taking in the mobility of the universe—Bull
3. Taking hold of ourselves (touch)—Twins
4. Enclosing ourselves—Crab, Cancer1. Hereinfassen des Universums. Zurückblicken Widder
2. Blicken in das Universum. Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums Stier
3. Sich selber erfahren (betasten) Zwillinge
4. Sich umschließen Krebs, Cancer[ ] The human being formed from within—chest
Formen des Menschen von innen: Brustmensch
5. That which fills—Lion
6. Ripening with ear of corn—Virgin
7. Becoming part of the inorganic world. Seeking balance—Scales
8. Poison sting Scorpion5. Das Ausfüllende Löwe
6. Reifung — Jungfrau mit Ähre
7. Einordnung in die unorganische Welt. Suchen des Gleichgewichtes Waage
8. Giftstachel Skorpion[ ] Forms of Human activity on earth—limbs or earthly human being
Formen der menschlichen Erdentätigkeit: Gliedmaßen- oder Erden mensch
9. Hunter—Archer
10. Animal breeder—Goat
11. Tiller of the soil—Water Carrier
12. Trader—Fishes9. Jäger Schütze
10. Tierzüchter Bock
11. Ackerbauer Wassermann
12. Handeltreibender Fische
[ ] In the middle we have that which fills, that is, something which acts like the blood that fills human beings. The best animal to symbolize the blood is probably the Lion, because there we have the activity of the heart at its highest. Ripening—we only need to look at a field where the wheat or rye is getting ripe; the ear of com is exactly the stage at which fruiting becomes ripening—so we have the Virgin with the ear of corn, and it is the ear of com that matters. Human beings become part of the outside world again in seeking balance—Scales. And where we feel the poison sting, and feel that everything is slightly poisonous—Scorpion.
[ 23 ] Sehen Sie, in älteren Zeiten hat man tatsächlich diesen Zusammenhang des Menschen mit Universum und Erde empfunden; nur die neueren Menschen können diese Sachen nicht mehr deuten. Sie sagen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe — und zeichnen hin einen Widder und so weiter, haben aber im Grunde genommen doch keine Ahnung, was diese Dinge bedeuten. Man muß diese Dinge auch in der richtigen Weise ansehen. Wenn Sie ein altes Widderbild sehen, so werden Sie nämlich doch darauf kommen, daß es da nicht die naturalistisch-materialistische Abbildung eines Widders ist, worum es sich handelt, sondern das Charakteristische ist immer, daß der Widder zuoben ückblickt, und das, die Gebärde, ist die Hauptsache. Dieses Zurückblicken des Widders, das ist die Hauptsache dabei. Und dieses Zurückblicken des Widders, das ist in dem Zurückblicken des Menschen auf sich selbst gegeben, in diesem Zurückblicken auf das Universum, das in ihm lebt. Man darf also nicht naturalistisch-materialistisch bloß auf den Widder hinschauen. Es soll nicht in diesem Sinne ein Abbild sein, sondern die Gebärde des Zurückblickens ist es, worauf es ankommt. Und wenn Sie den Stier auf alten Abbildungen sehen — der blickt immer nach der Seite und springt! Diese Gebärde wiederum ist es, um die es sich handelt, das Um-sich-Herumblicken und InnerlichRegemachen dessen, was als allgemeines universelles Prinzip lebt. Also wiederum diese Gebärde ist es, auf die es ankommt. Und wenn Sie die Zwillinge sehen, so haben Sie wirklich den rechten und linken Menschen, nur — es ist überall ein Mensch, aber es ist nie anders abgebildet, als indem die rechte Hand des rechten Menschen, die linke Hand des linken Menschen sich umspannen, sich übergreifen, und auf diese Gebärde kommt es wiederum an. Das ist das Sich-Betasten, Sich-Fühlen. Es ist nur eben rechter und linker Mensch als selbständiger Mensch angeführt, weil ja der Mensch gewissermaßen noch außer sich ist, seinen vorgeburtlichen Menschen noch in sich hereinnimmt durch das Sich-selbst-Betasten.
[ ] In the past, people really had a feeling for the way the human being is connected with the universe and the earth. In our time people say: Ram, Bull, Twins, Crab, Lion ... and draw those figures, but they no longer have any real idea as to their meaning.

[ ] It is important to see these things in the right way. If you look at an old illustration of the Ram, you’ll realize that it is not a naturalistic, materialistic image of a ram. The important characteristic is, again and again, the gesture of looking back. The way the Ram looks back is the way the human being looks back on himself as he looks back to the universe that lives in him. It is the gesture that counts.
[ 24 ] Das Abschließen, das Sich-Umschließen: Krebs. Nun nimmt man wiederum materialistisch-naturalistisch den Krebs als Abbild. Aber worauf es denen ankam, die da einen Krebs nahmen als das Symbolum für dieses Umschließen, das war, daß der Krebs mit den Scheren sein Opfer umschließen kann, daß er die Scheren herumlegt. Nun, es ist ja in dem Worte «cancer», der die Menschen umschließt, es ist schon in dem Worte noch das Sich-Umschließen erhalten. Der Krebs ist das Umschließende. Er ist eigentlich da als das Symbolum des ins Innere sich einschließenden Menschen, der sich nicht bloß betastet und befühlt, sondern der sich von außen nach innen einschließt.
[ 25 ] Der Löwe stellt ja an sich selber dadurch, daß bei ihm das Herz besonders ausgebildet ist, die Sache dar als Herztier. Den Löwen können wir geradezu als Herztier auffassen. Er stellt also eigenschaftlich dasjenige dar, was da als das fünfte Glied ins Auge gefaßt werden soll.
[ ] If you look at old pictures of the Bull you’ll find that the Bull always looks sideways and makes a leap. It is the gesture of looking around you and letting the general, universal principle come alive in you. Looking at the Twins you have one person on the right and another on the left, and always the right hand of the one on the right holds the left hand of the one on the left. This is the gesture of touching, feeling oneself. Two individual persons are shown in order to indicate that in a way the human being is still outside himself, and takes his pre-birth human being into himself by touching himself.
[ 26 ] Bei der Reifung steht die Jungfrau mit der Ähre, und auf diese ÄAhre kommt es an, auf diesen Zustand des gerade ins Dürre Hineingehens des Fruchtenden. Und die Waage ist eben das Gleichgewichtsuchen. Der Skorpion ist natürlich der Giftstachel. Und der Schütze ist in Wirklichkeit eigentlich ein Tier, etwas, das tierische Gestalt hat, aber nach vorn in einen Menschen ausläuft, der Pfeil und Bogen hat. Das ist das Tierkreiszeichen des Schützen: ein Mensch, der Pfeil und Bogen hat und der kentaurhaft auf einem Tierleibe sitzt. Das ist also für den Jäger.
[ ] Closing off, enclosing oneself—Crab. The people who chose the Crab as the symbol for this enclosing gesture did so because the crab puts its claws around its prey. The word “cancer” actually still holds the meaning of enclose. The Crab is the symbol of the individual closing himself off, not merely touching and feeling himself but closing himself off from the outside and creating an inside.
[ 27 ] Der Bock ist eigentlich ein Bock, der in einen Fischschwanz ausgeht, also etwas, was nicht mehr in der Natur vorhanden ist. Es gibt keinen Bock mit Fischschwanz. Aber der Mensch, indem er die wilden Tiere zähmt, indem er ein Tierzüchter wird, macht die wilden Tiere so zahm, wie die zahmen Fische sind. Wir haben also ein künstliches Symbolum, das hier auftritt.
[ ] The Lion is the animal of the heart, for the obvious reason that its heart is particularly well developed. It represents the qualities that come in fifth place.
[ 28 ] Für den Ackerbau haben wir den Wassermann. Da hat man natürlich immer an Wasser und dergleichen gedacht, was ja in einem gewissen geistigen Sinne eine Berechtigung hat. Aber Sie werden immer sehen: Sein Schreiten kommt in Betracht, zwei Urnen hat er an den Händen und schüttet Wasser aus. Er begießt. Er ist derjenige, der also Gärtner, Ackerbauer ist.
[ ] With the quality of ripening, it is the ear of corn the Virgin holds that represents the fruiting quality when it is just on the point of drying up. The Scales show the search for balance, and the Scorpion is of course the poison sting. The Archer is really an animal form, the front part of which is a human figure with bow and arrow, like a Centaur astride an animal body. This is the hunter.
[ 29 ] Und die Fische, darauf habe ich schon hingedeutet: es ist das Handeltreiben, weil man Fischköpfe oben gehabt hat an den Schiffen Delphinköpfe zum Beispiel, wenn auch der Delphin kein Fisch ist, aber die Alten haben ihn als solchen angesehen. Es ist also durchaus das, was auf das Handeltreibende in diesem Symbolum hindeutet.
[ ] Capricorn, the he-goat, is really a goat with a fish’s tail, something which does not exist in the natural world. But human beings breed animals and thus make them as tame as tame fish. This, then, is a made-up symbol.
[ 30 ] Wir dürfen eben die Dinge nicht so schematisch äußerlich betrachten, wie das heute oftmals geschieht, sondern wir müssen ausgehen von dieser Formung des Menschen und von da aus dann sehen, wie wir hinaufkommen in die Beziehung des Menschen zum Universum und zur Erde. Dadurch lernen wir allmählich aus der Form heraus den Menschen als einen Teil, als ein Glied des ganzen Universums begreifen.
[ ] Agriculture is represented by the Water Carrier. There is a certain spiritual justification for thinking in terms of water, but what matters is the way he walks across the field. He holds an urn in each hand and pours water from these. This is the gardener and the tiller of the soil.
[ 31 ] Nun können wir ja die Sache noch von einer anderen Seite aus auffassen. Wir wollen sie nun von der folgenden Seite aus auffassen. Wir haben hier, sagen wir, den Widder. Betrachten wir alles zunächst vom Standpunkte des alten Griechen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische, so können wir sagen, wenn wir die menschliche Form betrachten: Der Mensch — nehmen Sie das alles zusammen, was ich gesagt habe —, der Mensch wird in bezug auf seine Kopfform von außen, vom Universum herein gebildet. Nehmen wir also die Sache vom griechischen Standpunkte aus, so werden wir sagen: Der Mensch wird seiner Kopfform nach vom Universum herein gebildet. Da regt es sich dann im Inneren. Da setzen sich die Möglichkeiten an, daß er symmetrisch wird. Aber dann sind wir genötigt, das, was durch die letzten Sterngruppen an Einfluß auf den Menschen geschieht, im entgegengesetzten Sinne aufzufassen. Der Mensch hat da seine Einflüsse von der Erde. Tätigkeiten wirken auf ihn ein. Wenn wir hier das (oben) breit zeichnen (siehe Zeichnung Seite 75), so werden wir auf dieser anderen Seite am besten das hier (unten) schmal malen, und wir werden sagen: Wenn der Mensch Jäger werden will, so muß er besonders stark ausgebildet haben, was hier aufgefaßt werden kann als Schütze. Sie wissen, es ist das, was menschliche Oberschenkel sind. Diese muß er besonders stark haben, wenn er Jäger werden will. Wird er Tierzüchter, muß er sich viel in der Kniebeuge bewegen. Wird er Ackerbauer, muß er gehen; er wird deshalb als schreitend dargestellt und so weiter. Handeltreiben: Wenn man an dem Menschen selber ein Symbolum suchen will, so werden es die Füße sein. Aber diese Organe werden jedenfalls von außen herein gebildet. Das andere steht dann in der Mitte, wo der Mensch sich selber bildet.
[ ] I have already suggested that the Fishes represent trade. People used to have fishes' heads up on the front part of their ships, heads of dolphins, for instance—dolphins are not fish, of course, but the ancients thought them to be. This symbol clearly points to trading activity.

[ ] Rather than consider these things in a superficial, schematic way, which is so often the case today, we have to look at the way the human being is given form and then see how this gives us the relationship to the universe and to the earth. Basing ourselves on the form, we gradually perceive the human being as part, as a member, of the whole universe. Another approach is the following. Let us take the Ram, for instance. Considering Ram, Bull, Twins, Crab, Lion, Virgin, Scales, Scorpion, Archer, Goat, Water Carrier and Fishes from the point of view of the ancient Greeks we may say: In the shape of the head, the human being is formed out of the universe. Then mobility develops inside and the potential for symmetry. Next, however, it will be necessary to see the influence of the last constellations in the list as having the opposite effect. In this case the influences come from the earth. Activities have an effect on human beings.
[ 32 ] Wenn ich Ihnen diese Figur hinzeichne, so ergibt sie sich eigentlich aus den zwölf Zeichen wie von selbst. Wir können sagen: Da (in der Mitte) wirkt das Universum, die Sterne, mehr im Inneren des Menschen; da (oben) wirken die Sterne von außen, und da (unten) drücken sie ihn zusammen. Aber Sie erkennen ja in dem, was ich da hingezeichnet habe, die Form des menschlichen Embryos! Und wenn Sie den menschlichen Embryo nehmen, so müssen Sie ihn eigentlich, wenn Sie den Tierkreis aufzeichnen, aus seiner eigenen Gesetzmäßigkeit heraus so zeichnen — geradeso wie Sie, wenn Sie eine Figur zeichnen wollen, die hundertachtzig Grad umschließt, ein Dreieck bekommen. Wenn Sie den Tierkreis so zeichnen, so umformen, daß seine Gesetzmäßigkeit in bezug auf die Erde zum Vorschein kommt, dann bekommen Sie durch innere Gesetzmäßigkeit die Form des menschlichen Embryos. Und Sie haben damit unmittelbar gegeben, daß der menschliche Embryo allerdings aus dem ganzen Universum heraus gebildet wird, daß er ein Ergebnis des Universums ist.
[ ] If we made the figure broad at the top (see Fig. 11), we’d best make it narrow (down) here, saying: When human beings want to be hunters the qualities we may take to be those of the Archer must be particularly well developed in them. To be animal breeders they have to bend their knees a lot. The tiller of the soil has to walk; he is therefore shown stepping out, and so on. Carrying on trade: If we want to look for a symbol in the human being, it has to be the feet. All these organs are also formed from outside in. The remaining part, where the human being develops himself, is in the middle.
[ 33 ] Ich sagte vorhin, man müsse sich auf den Standpunkt des Griechen stellen, denn heute können wir nicht mehr beim Widder anfangen, heute müssen wir anfangen im Zeichen der Fische. Wir stehen ja seit Jahrhunderten im Zeichen der Fische, und gerade im Zeichen der Fische vollzieht sich der Übergang zum Intellektualismus des Menschen. Wenn Sie aber zurückgehen bis dahin, wo noch der Widder berechtigt war, wo man also im alten Sinne von dem Tierkreis reden konnte, dann haben Sie nicht viel mehr als Schütze, Bock, Wassermann und Fische, respektive die Berufe: Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer und Handeltreibender. Alles das, was an Industriellem gekommen ist und so weiter, das gehört schon in die Fische hinein; das ist schon eine Wiederholung. Denken Sie sich doch einmal: Wir leben im Zeitalter der Fische; da hat sich alles das herausgebildet, was heute unsere Maschinenkultur und so weiter ist. Gehen wir hinter dieses zurück in die Widderzeit, so haben wir noch die ehrlichen vier Berufe, wenn sie auch etwas komplizierter und modifizierter sind, die den Menschen in die Natur hineinstellen. Und dann können wir weiter zurückgehen — in das Stierzeitalter, den dritten, zweiten, ersten nachatlantischen Zeitraum, den letzten atlantischen, den vorletzten atlantischen und so weiter: so würden wir zurückkommen und würden, wenn wir weiter zurückkommen bis wiederum in das Zeitalter der Fische, den Menschen noch haben als ein vollständig ätherisches Wesen, das noch nicht in die physische Welt heruntergestiegen ist. Und weil wir ihn da haben in den Fischen, wo er einmal war als ein ätherisches Wesen, wiederholt er im Grunde genommen das, was er dazumal beim eigentlichen Menschwerden durchgemacht hat. Er wiederholt es seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, aber er wiederholt es in abstrakter Weise. Dazumal wuchs er konkret in sein Menschentum hinein. Seither wächst er in seine Abstraktionen hinein, denn eine Maschine ist auch eine Abstraktion. Seither, seit das Zeitalter der Fische wiederum da ist, ist der Mensch eigentlich hineingestellt in das, was ihn auflöst. Und wird der Mensch gar wiederum zurück in den Wassermann kommen, dann wird diese Auflösung wesentlich weiterschreiten, dann wird er vor allen Dingen nicht den geringsten Zusammenhang mit der Welt haben können, wenn er sich nicht an die geistige Welt hält. Eben wegen dieser Wiederholung muß der Mensch in die geistige Welt einrücken.
[ 34 ] Auch daraus können Sie wiederum sehen, daß der Mensch eigentlich ein dreifaches Wesen ist: aus dem Universum hereingebildet, indem er Kopfmensch ist, im Inneren sich bildend, nur in Korrespondenz mit der Außenwelt, indem er Brustmensch ist, Gliedmaßen und Stoffwechsel bildend, indem er eben sich der Erdenwelt einfügt, also Gliedmaßen- oder Erdenmensch ist (siehe Tabelle Seite 72).
[ ] This figure I am drawing really arises from the twelve signs as if of its own accord. We are able to say: There (in the middle) the universe with its stars is more active in the inner human being; there (at the top) the stars act from outside, and there (below) they compress the human being. You can see that the form I have drawn is the human embryo. Basing yourself on the laws of zodiac, you really have to draw the human embryo like this, just as you get a triangle if you draw a figure that encloses 180 degrees. It is therefore immediately apparent that the human embryo is created out of the whole universe.
[ 35 ] Und noch in einer anderen Beziehung liegt hier ein Dreifaches vor. Denken Sie einmal, wenn der Mensch ankommt bei der Geburt, so liegen eigentlich die vier ersten Kräfteimpulse in ihm. Die bildet er dann erst aus, aber er ist da auch in gewissem Sinne ein ganzer Mensch, nur sind die anderen acht Glieder rudimentär. Der Kopf ist ein ganzer Mensch, nur sind die anderen Glieder daran rudimentär. Der Brustmensch wiederum ist ein ganzer Mensch, nur sind die vier ersten Kraftimpulse rudimentär und die vier letzten. Auch der Gliedmaßenmensch ist ein ganzer Mensch, nur ist die Brust und der Kopf daran rudimentär. Es stecken eigentlich drei Menschen auf diese Weise in dem Menschen drinnen. Der erste, der Kopfmensch, ist eigentlich die Umbildung der vorigen Inkarnation. Der Brustmensch ist eigentlich die jetzige Inkarnation an sich. Und das, was der Mensch tut, wie er sich in der äußeren Welt betätigt, was namentlich in seinen Gliedmaßen zum Ausdruck kommt und in seinem Stoffwechsel, das trägt ihn wieder in die nächste Inkarnation hinüber. Also auch in dieser Beziehung ist der Mensch ein dreigliedriges Wesen. So kann man die Form des Menschen in seiner Ganzheit studieren.
[ ] As I said, we have to take the point of view of the ancient Greeks to do this, for today we can no longer start with the Ram; we have to start with the Fishes. We have been in the sign of the Fishes for centuries now, and this marks the time of transition to human intellectual development. But if you go back to the time when it was right to start with the Ram and the zodiac could be seen the way the ancients saw it, you have not much more than Archer, Goat, Water Carrier and Fishes, or the occupations of the hunter, animal breeder, tiller of the soil and trader. Today we live in the age of the Fishes, during which the whole of our modern industrialized civilization has developed. Going back to the time of the Ram, we still find the four honest occupations—through modified to some extent and more complex—which place human beings in the world of nature.
[ 36 ] Man müßte also eigentlich sagen: Wenn man den Menschen aufzeichnet, müßte man zeichnen seinen Kopf. Man hat aber dann einen vollständigen Menschen. Daß man einen vollständigen Menschen hat, werden Sie schon daraus erkennen: Wenn Sie den Unterkiefer nehmen, so sind es eigentlich Beine, nur sind sie nach rückwärts gerichtet am Kopfe; dieser Mensch sitzt mit seinen Beinen. Der Kopf ist ein ganzer Mensch, nur sind die Beine umgestülpt, es sind die Unterkiefer hier. Der Mensch sitzt darauf, so daß ich das so zeichnen könnte, daß ich eigentlich einen ganzen Menschen, wenn auch sitzend, hier einzeichnen würde.
[ ] Going back through the ages of the Bull, the third, second and first post-Atlantean ages, the last Atlantean age, the last but one, and so on, we would come to an earlier age of the Fishes, when human beings were still completely etheric and had not yet descended into the physical world. And because human beings were completely etheric in the earlier age of the Fishes, they are today essentially repeating everything they went through at that earlier time when they were in the process of becoming human. They have been repeating this from the middle of the 15th century, but in an abstract way. Then they were truly evolving their humanity; now they are growing into things that have been abstracted from them, for a machine is something that has been abstracted. With the new age of the Fishes, human beings are placed in something that is actually dissolving them. And when humanity enters another Water Carrier age, the process of dissolution will go a great deal further. Above all humans beings will not be able to relate to the world in any way at all unless they hold to the world of the spirit. It is exactly because of this recapitulation that humanity must move on into the world of the spirit.
[ 37 ] Dann wiederum ist eben der Brustmensch ein ganzer Mensch: die Arme sind gewissermaßen die äußeren Repräsentanten für ätherische Augen. Und wiederum ist ein ganzer Mensch der Gliedmaßenmensch. Da wären zum Beispiel die Nieren wiederum die Augen. So daß wir drei ineinandergeschobene Menschen auch in bezug auf die Form haben, wiederum so, daß wir in dem Menschen, der in den Kopf hinein verschwunden ist, der da eine Kugel geworden ist, zu sehen haben, was von der vorhergehenden Inkarnation sich hereinlebt, in dem Brustmenschen den eigentlichen jetzigen Menschen, und in demjenigen, was da herumläuft, das was in die folgende Inkarnation sich hineinschiebt.
[ ] Again it is possible to see that human beings are really threefold by nature: formed out of the universe in so far as they are head; developing inwardly, merely in concord with the outside world, in so far as they are chest; developing limbs and metabolism in so far as they make themselves part of the physical world, i.e. are limb people, or earth people (see Table above).
[ 38 ] Aber man kann in einem gewissen Sinne sagen: Auch am gegenwärtigen Menschen ist es so, daß er in seinem ganzen Verhalten etwas Dreigliedriges hat. Nehmen Sie den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen: er ist fähig, einen ganzen Menschen hervorzubringen. Sie brauchen nur eben den Menschenkeim, den menschlichen Embryo im Leibe der Mutter zu nehmen, so haben Sie den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, der ein ganzer Mensch werden will.
[ ] Threefoldness exists also in another respect. When we arrive in the world, the first four powers or impulses are already in us, though we only develop them afterwards. Yet in a sense we are also full human beings, for the potential for the other eight principles is also there. The head person is a whole human being, but the other parts are only rudimentary. The chest person is a whole human being, but the first and last four impulses are rudimentary. The limb person is a whole human being, but chest and head are rudimentary. So we really have three people in every human being. The first, the head person, is a metamorphosis of the previous incarnation. The chest person is the human being of the present incarnation in the true sense. And everything we do in the world around us, which comes to expression in our limbs and in our metabolism, takes us forward into our next incarnation. In this way, too, human beings are threefold by nature, and it is another way of studying the human form as a whole. We really ought to say that to draw a human being we ought to draw the head. This would be a complete human being. You can see it like this: The lower jaw really represents legs, except that in the head they point backwards; this person is sitting on his legs.
[ 39 ] Nehmen Sie den Brustmenschen, so sehen Sie, wie in dem Kinde, wenn es noch ein Säugling ist, tatsächlich der Kopfmensch mit dem Brustmenschen als ein Ganzes zusammengehört. Sie haben also auch im Heranwachsen des Menschen dieses Dreigliedrige. Und dann wird der Mensch, wenn er nicht mehr Säugling ist, erzogen: Kopf des Menschen als Erzieher, erzieht den anderen Menschen — Kindskopf den Kindskopf, denn im Grunde genommen bleibt der Mensch in bezug auf seinen Kopf immer Kind. Alt, das heißt mittelalterlich, wird er nur in bezug auf den mittleren Menschen, den Brustmenschen, und ganz alt wird er in bezug auf den Gliedmaßenmenschen. Das merken ja die Menschen auch, wenn sie alt werden. Und schon nach dem alten Rätsel: In der Jugend geht man auf vieren, in der mittleren Zeit auf zweien und dann auf dreien — merken es die Menschen, daß sie da zunächst alt werden. Von da herein werden sie alt. Also in bezug auf den Kopf bleibt der Mensch immer so etwas wie ein Ergebnis der letzten Inkarnation. Der Kopf bleibt eigentlich sein ganzes Leben lang im Grunde genommen ein Kindskopf. Und man kann schon sagen: Die Erziehungswissenschaft muß eigentlich das Problem lösen, wie es am besten geht, daß der Kindskopflehrer den Kindskopfschüler in der besten Weise behandelt.
[ ] The chest person is another whole human being, with the arms more or less the outer representatives of etheric eyes. And the limb person is another whole human being, with the kidneys the eyes, for example. Even in terms of form and shape, we have three human beings fitted into one another. In the human being who has vanished into the head and become a sphere we see the previous incarnation coming alive, in the chest we have the actual human being of the present time, and in the person who is walking about we may see what will enter into the next incarnation.
[ 40 ] Diese Dinge sind scheinbar humoristisch, aber es verbirgt sich hinter ihnen eine tiefe Wahrheit, die nur ins Auge gefaßt werden muß, damit der Mensch wirklich die richtige Ansicht über sich selber erhalten kann.
[ ] In a sense we are also able to say that the way people comport themselves today shows a threefold nature. Take the human being of the limbs and metabolism: he is capable of engendering a whole human being. All you need is the human embryo in the mother’s womb and you see how the limbs and metabolism person wants to become a whole human being.
[ 41 ] Bedenken Sie doch, daß im Grunde genommen der Kopf des Menschen eigentlich der Passagier ist, der fortwährend getragen wird von dem übrigen Menschen. Seine Beine, die hat der Kopf überhaupt immer in Sitzstellung; er schickt sich nicht einmal an, selbständig zu gehen. Er wird fortwährend getragen wie eben ein Mann, der in der Kutsche fährt. Er ist eigentlich im Grunde genommen der Passagier des Menschen, dieser Kopf. Der Brustmensch ist der Pfleger des Menschen. Und der Gliedmaßenmensch ist der Arbeitsmensch, derjenige, der verwendet wird als Sklave, der Arbeiter, der eigentlich Arbeitende, der Mensch, der nun das Leben eigentlich durchmacht. Daher hat man den Kopf auch, insofern man als ganzer Mensch Kopf ist; ich habe das oftmals ausgesprochen. Insofern man sich umschließt, ist man noch Kopf; bis zum Krebs herein ist man noch Kopf. Das hat man ohne sein Zutun vom Himmel. Hier (Mitte) muß man atmen und essen: es ist der Pfleger, die Amme. Und der eigentliche Arbeitsmensch, der gehört dem Gebiete des Schützen, des Steinbocks, des Wassermanns und der Fische an.
[ ] As to the chest person, look at a small baby and you can see how at that stage the head and chest still form a whole. Threefoldness therefore shows itself also in the way we grow up. And when we are no longer babies we are brought up and educated. The human head is the educator of other human beings—a child’s head, or a childish person, teaching another childish person, for essentially we are for ever children in the head. We only grow old, that is to middle age, in the middle, or chest person, and really old in our limbs. People find out about this when they get old. As the old riddle goes: We walk on all fours in our youth, then on two and later on three legs. People grow old in their limbs. In their head they always remain somehow the outcome of their previous incarnation, and throughout life the head is really a child’s head. Education theory will have to solve the problem of how the child’s-head teacher can best treat the child’s-head pupil.
[ 42 ] Sie sehen, auf diese Weise kann man nun wirklich die Form des Menschen im Zusammenhang mit dem ganzen Universum herausbekommen. Sie müssen diese Dinge, wenn sie eben auch so hingestellt sind, daß sie, ich möchte sagen, nicht mit Pedanterie, sondern in einer mehr leichteren Art vor Sie hingestellt werden, Sie müssen diese Dinge nur ganz ernst nehmen, dann werden Sie sehen, daß in allem diesem, was ich heute gesagt habe, auf der einen Seite die Möglichkeit liegt, die Form des Menschen aus dem ganzen Universum heraus zu begreifen, und auf der anderen Seite wiederum das liegt, was einen erfüllt mit der großen Ehrerbietung vor den Urerkenntnissen der Menschen, die in ihre Tierkreissymbole wirklich eine Menschenwissenschaft ungeheuerster Art aus ihrem instinktiven Hellsehen heraus haben hineinlegen können. Dagegen haben wir heute solch eine Wissenschaft, daß die Menschen in den Tierkreisbildern den Widder anglotzen, aber nicht wissen, daß die Hauptsache darin liegt, daß er sich umdreht; den Stier anglotzen, nicht wissen, daß das Wesentliche ist, daß er springt und nach der Seite blickt; und bei den Zwillingen dieses Sich-Anfassen, dieses Sich-Übergreifen und so weiter. Es ist alles in diesen Tierkreissymbolen ungeheuer tiefsinnig, ungeheuer bedeutsam, jede Gebärde jedes einzelnen Zeichens, und wo es sich nicht um eine Gebärde handelt, wie beim Löwen, da ist das Symbolische so gewählt, daß es als Zeichen schon die Gebärde in sich enthält, weil der Löwe den stärksten Herzschlag hat; so ist er gewählt. Also das Erfüllende ist im Löwen dargestellt. Auf diese Weise kann man wieder heraufholen die Urweisheit der alten Zeiten, wenn man sie heute in sich selbst findet.
[ ] These things can be amusing, but behind them lies a deep truth which must be considered if human beings are to see themselves in the right light.
[ 43 ] Nun habe ich heute vor Ihnen betrachtet die Form des Menschen, möchte morgen betrachten das Leben des Menschen im Zusammenhange mit dem Universum, und dann im dritten Vortrag werden wir die Seele des Menschen betrachten im Zusammenhange mit dem Universum.
[ ] Essentially the human head is a passenger carried by the rest of the human being. The legs of the head are always in a sitting position and it does not even attempt to do its own walking. The head is carried around like a passenger sitting in a coach. The chest person is the carer, and the limb person is the worker, used as a slave, and the one who really works his way through life. This is also why we have a head, in so far as we are head as a whole human being; I have said so many times. All the way to where we enclose ourselves, using the Crab principle, we are head. This is the gift of heaven and we do not have to contribute. Here (in the middle) we must breathe and eat: this is the the carer, the wet-nurse. And the true worker belongs to the sphere of Archer, Goat, Water Carrier and Fishes.

[ ] We are thus able to evolve the human form in relation to the whole universe. You need to take these things very seriously, even if they are presented with a fairly light touch and not in a pedantic way. Taking them seriously you will see that on the one hand everything I have said today holds the potential for understanding the human form out of the whole universe, and on the other hand it is something to make us feel the greatest respect for the perceptiveness of people in the past; out of instinctive clairvoyance they were able to gain the most tremendous knowledge of man from the signs of the zodiac. Today our knowledge is such that people goggle at the Ram but fail to realize that the way it turns around is the important thing; they goggle at the Bull and do not know that it is the way it leaps and looks sideways is what matters; and with the Twins the way one hand holds the other, and so on. Everything in those signs of the zodiac, every single gesture, is truly profound, and if there is no gesture, as in the case of the Lion, the symbolic element has been chosen in such a way that the sign itself has the gesture in it, with the Lion having the strongest heart beat. The Lion represents that which fills us. We can find the wisdom of those ancient days again if we look for it in ourselves.

[ ] Today I have been considering the human form, tomorrow I intend to consider human life in relation to the universe. In the following lecture we’ll consider the human soul in relation to the universe.
