Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 208
28 October 1921, Dornach
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Anthroposophy as Cosmosophy II, tr. SOL
Fünfzehnter Vortrag
Fifteenth Lecture
[ 1 ] Wir wollen heute einmal den Menschen seiner Form nach studieren und wollen sehen, wie wir von diesem Gesichtspunkte aus Erweiterungen und Vertiefungen bekommen können für dasjenige, was wir in der letzten Zeit betrachtet haben. Wenn wir zunächst uns vor die Seele halten, daß ja die Form des Menschen im weitesten Sinne natürlich durchaus zusammenhängt mit seinem Gesamtleben, so müssen wir eben dieses Gesamtleben ins Auge fassen, wenn wir nun wirklich innerlich die Form des Menschen begreifen wollen. Der Mensch gliedert sich ja zunächst ein in das ganze Universum, in den ganzen Kosmos. Und wenn Sie in Betracht ziehen, wie der Mensch zunächst seiner Hauptesgestaltung nach ja eigentlich ein Abbild der Sphäre, des kosmischen Universums ist, so werden Sie gewissermaßen den Menschen von seiten seines Hauptes aus hineingestellt finden in das ganze Weltenall. Aber verstehen kann man die Art, wie der Mensch da in das ganze Weltenall hineingestellt ist und doch wiederum eine innere geschlossene Wesenheit ist, nur, wenn man sich die Beziehungen des Menschen zu der Umwelt vor Augen hält.
[ 1 ] Today we want to study the human being in terms of his form and see how, from this perspective, we can gain further insights and a deeper understanding of what we have been considering recently. If we first bear in mind that the human form, in the broadest sense, is naturally and thoroughly connected to the human being’s entire life, then we must take this entire life into account if we truly wish to grasp the human form from within. After all, the human being is first and foremost integrated into the entire universe, into the entire cosmos. And if you consider how the human being, in terms of the structure of the head, is in fact a reflection of the sphere, of the cosmic universe, you will find, as it were, that the human being is placed within the entire cosmos, starting from the head. But one can only understand the way in which the human being is situated within the entire cosmos—and yet is, at the same time, an inner, self-contained being—by keeping in mind the human being’s relationships to the environment.
[ 2 ] Und da sehen wir zunächst einmal so auf die Form des Menschen, daß wir uns sagen: Durch sein ganzes Denken, insofern es an das Haupt gebunden ist, kehrt sich der Mensch durch sein Haupt dem ganzen Kosmos zu. Und indem er sein Haupt durch die Geburt hereinträgt aus der geistigen Welt in das physische Dasein, kann er, indem er eingeschlossen ist in seinen Leib, in einer gewissen Weise auf sein eigentliches Wesen, auf sein inneres geistig-seelisches Wesen zurückblicken, kann er zurückblicken auf eine Zeit, in der er nicht in einen solchen Leib eingeschlossen war. Wir haben vielleicht am besten ein Bild von dem, was ich hier meine, wenn wir uns vor Augen stellen, wie der Mensch in einer gewissen Weise zu seinen Erkenntnissen kommt, indem er in sich gewissermaßen zurückblickt. Es ist ja ein In-sich-Zurückblicken, wenn wir, sagen wir, Zahlenlehre, Geometrie treiben. Wir erkennen die Gesetzmäßigkeit der Geometrie einfach dadurch, daß wir Mensch sind, daß wir die räumliche Gesetzmäßigkeit aus uns selber hervorholen können. Aber wir wissen auf der anderen Seite: Diese Gesetzmäßigkeit erfüllt das ganze Universum. Wir haben also da etwas, was wir notwendig, wenn wir hinausschauen durch die Augen, sehen; es ist ja alles geometrisch angeordnet, auch die Augen selber sind geometrisch gebaut, sie stellen sich geometrisch ein.
[ 2 ] And so, when we first consider the form of the human being, we say to ourselves: Through all of his thinking—insofar as it is connected to the head—the human being turns, through his head, toward the entire cosmos. And as he brings his head from the spiritual world into physical existence at birth, he is able—while enclosed within his body—to look back, in a certain sense, upon his true being, upon his inner spiritual-soul being; he can look back upon a time when he was not enclosed within such a body. We may best grasp what I mean here if we consider how human beings, in a certain sense, arrive at their insights by looking back within themselves, so to speak. It is indeed a looking back within ourselves when we engage in, say, arithmetic or geometry. We recognize the laws of geometry simply because we are human beings, because we can draw the laws of space from within ourselves. But on the other hand, we know that these laws pervade the entire universe. So we have something here that we necessarily see when we look out through our eyes; everything is arranged geometrically, and even the eyes themselves are geometrically constructed—they adjust themselves geometrically.
[ 3 ] Wir können also sagen: Insofern der Mensch aus seinem Denken, das ans Haupt gebunden ist, sich der Welt gegenüberstellt, nimmt er gewissermaßen das, was im Universum ausgebreitet ist, in sich zurück. Und wir wollen uns deshalb seine erste Zuordnung zu dem Universum so vorstellen, daß wir sagen: Es ist ein Hereinfassen des Universums, eine Art Zurückblicken auf das Universum. Indem man auf sich selber zurückschaut, findet man das Universum. Da haben wir, ich möchte sagen, das alleräußerste Verhältnis des Menschen zu dem Universum, aus dem er herausgebaut ist.
[ 3 ] We can therefore say: To the extent that human beings, through their thinking—which is connected to the head—confront the world, they, in a sense, draw into themselves what is spread out in the universe. And so we should imagine their initial relationship to the universe in such a way that we say: It is an embracing of the universe, a kind of looking back at the universe. By looking back at oneself, one finds the universe. There, I would say, lies the very outermost relationship of human beings to the universe from which they are formed.
[ 4 ] Wir kommen schon ein Stück weiter, wenn wir als zweites ins Auge fassen, wie der Mensch dann das, was er von außen aufnimmt, in sich rege macht. Denken Sie, das Kind, wenn es geboren wird, hat eigentlich ganz in sich, was es durchlebt hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Könnte es ein Bewußtsein nach dieser Richtung entwickeln, so würde es zurückblicken können auf das, was es vor der Geburt erlebt hat. Dann aber beginnt sich innerlich zu regen, was da erlebt worden ist. Der Mensch sieht nicht nur in sich zurück, um das Universum in sich wieder zu finden, sondern er sieht um sich herum. Er sieht eine Umwelt. Wir können also sagen: Es ist nicht mehr bloß ein Hereinfassen des Universums, sondern ein Blicken in den Umkreis des Universums und ein Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums. Man wird innerlich beweglich.
[ 4 ] We can make some progress if we next consider how a human being then brings to life within themselves what they take in from the outside. Consider this: when a child is born, it actually carries within itself everything it experienced between death and a new birth. If it could develop a consciousness in this direction, it would be able to look back on what it experienced before birth. But then what was experienced there begins to stir within. Human beings do not merely look back within themselves to rediscover the universe within, but they also look around them. They perceive an environment. We can therefore say: It is no longer merely a matter of taking in the universe, but of gazing out into the universe’s surroundings and incorporating the universe’s dynamism. One becomes inwardly dynamic.
[ 5 ] Das dritte aber: Wenn wir die zwei ersten anschauen, so ist der Mensch eigentlich noch nicht ganz bei sich. Indem er das Universum in sich trägt, sagen wir als Geometrie, lebt er eigentlich im Äußeren. Wenn das Kind sich regt, indem es das Universum innerlich nachmacht, lebt es in dem Äußeren. Wie wird der Mensch innerlich? Wie erfaßt er sich selbst?
[ 5 ] But the third point: When we consider the first two, we see that human beings are not yet fully present within themselves. By carrying the universe within themselves—let us say, as geometry—they actually live in the external world. When a child moves by internally imitating the universe, it lives in the external world. How does a human being become inwardly present? How does he grasp himself?
[ 6 ] Sie brauchen bloß einmal sinnig mit Ihrer rechten Hand Ihre linke zu umfassen, Sie brauchen sich bloß selber anzugreifen, dann bleiben Sie ganz in Ihrem Inneren. Sie verrichten mit der rechten Hand eine Tätigkeit, aber das, was Sie dadurch anfassen, das sind Sie selber. So wie Sie sonst einen äußeren Gegenstand beim Herumtasten anfassen, so fassen Sie ja sich selber an. Alles Gewahrwerden des Ich, der Innerlichkeit, beruht im Grunde genommen auf diesem Sich-selber-Anfassen. Wir tun das dann auch in abgeleiteter Weise mit den Augen. Indem wir irgendeinen Punkt ins Auge fassen, kreuzen sich die rechte und die linke Augenachse, so wie sich die rechte Hand über die linke legt. Und das Tier hat deshalb weniger Innerlichkeit, weil es eigentlich in viel geringerem Maße das vollzieht, daß es sich selber betastet. Wir können also sagen als drittes: das Sich-selber-Erfahren oder -Betasten. — Wir sind eigentlich in der Außenwelt und erfassen uns selber. Wir sind noch nicht innerhalb unserer Haut.
[ 6 ] All you need to do is gently clasp your left hand with your right; all you need to do is touch yourself, and then you remain entirely within yourself. You perform an action with your right hand, but what you are touching in the process is yourself. Just as you would otherwise touch an external object while feeling around, you are in fact touching yourself. All awareness of the self, of inner life, is fundamentally based on this touching of oneself. We also do this in a derived way with our eyes. When we focus on any point, the right and left visual axes intersect, just as the right hand rests over the left. And animals have less inner life because they engage in this act of touching themselves to a much lesser extent. So we can say, as a third point: the experience or touching of oneself. — We are actually in the external world and perceive ourselves. We are not yet within our own skin.
[ 7 ] Aber jetzt fassen wir gewissermaßen die Grenze ins Auge zwischen dem Außeren und dem Inneren. Wir deuten diesen Vorgang an: Bewegen wir die Hand, die als rechte die linke erfaßt, auf- und abwärts, so beschreiben wir eine Fläche. Diese Fläche ist an uns selber überall. Da schließen wir durch unsere Körperbedeckung unser Inneres ab. Wir sagen also viertens: Sich umschließen. Wenn Sie sich lebhaft einfühlen in Ihre Form, insofern die Haut diese Form bildet, so haben Sie dieses Sich-Umschließen.
[ 7 ] But now, in a sense, we focus on the boundary between the exterior and the interior. We’ll illustrate this process: If we move the hand—the right hand grasping the left—up and down, we trace a surface. This surface is everywhere within ourselves. Thus, through the covering of our bodies, we enclose our inner self. So, fourthly, we say: to enclose oneself. If you vividly empathize with your form—insofar as the skin forms this shape—then you experience this self-enclosure.
1. Hereinfassen des Universums. Zurückblicken
2. Blicken in das Universum. Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums
3. Sich selber erfahren, betasten
4. Sich umschließen.
1. Embracing the universe. Looking back
2. Gazing into the universe. Taking in the universe’s movement
3. Experiencing oneself, touching oneself
4. Enveloping oneself.
[ 8 ] In diesen vieren steht vor uns, was eigentlich das allmähliche Formen des Menschen von außen nach innen ist: zunächst das ganze Universum, da ist man noch außer sich; dann das Universum nachahmend: man ist noch nicht zu sich gekommen, man ahmt es nach, das Universum. Greift man sich an, so kommt man außer sich selber zu sich. Nun erst im vierten hat man das Sich-Umschließen.
[ 8 ] In these four stages, we see what is essentially the gradual shaping of the human being from the outside in: first, the entire universe—at this point, one is still outside oneself; then, imitating the universe—one has not yet come to oneself, but imitates the universe. When one takes hold of oneself, one comes to oneself from outside oneself. Only now, in the fourth stage, does one achieve self-enclosure.
[ 9 ] Im fünften müssen wir dasjenige suchen, was nun schon innerlich ist, was uns ausfüllt, was uns durchwellt und durchwebt. Wir können sagen fünftens: Das Ausfüllende, das uns durchwellt und durchwebt.
[ 9 ] In the fifth point, we must seek that which is already within us, that which fills us, that which surges through us and interweaves with us. We can say, fifthly: that which fills us, that which surges through us and interweaves with us.
[ 10 ] Nun aber sechstens: Indem wir nun — dadurch, daß wir nicht nur gewissermaßen eine Haut haben, sondern die Haut auch ausgefüllt ist — so in uns selber hereingekommen sind, beginnt auch schon das, was nun die Form auflöst, was die Form wiederum zurückbildet; was den Menschen nicht nur innerlich erfüllt, sondern ihn so macht, nun, sagen wir, wie eine Frucht, wenn sie reif wird. Verfolgen wir die Frucht bis zu dem Punkte, wo sie gerade eben an der Kippe steht, reif zu werden; überspringt sie diese Kippe, dann dorrt sie ab, dann beginnt sie abzudorren. Wir dürfen also hier sechstens sagen: Reifung.
[ 10 ] But now, sixthly: Since we have now—by virtue of the fact that we not only have, so to speak, a skin, but that this skin is also filled—entered into ourselves in this way, that which dissolves the form, that which in turn causes the form to recede, already begins; that which not only fills the human being inwardly, but makes him, well, let’s say, like a fruit as it ripens. Let us follow the fruit to the point where it is just on the verge of ripening; if it passes this point, it withers, and then it begins to wither. So here, sixthly, we may say: ripening.
[ 11 ] Dann aber stellen Sie sich einmal vor diese Reifung. Wir beginnen gewissermaßen, indem wir reif werden, innerlich wieder zu zerfallen. Wir hören schon ein bißchen auf, Mensch zu werden. Wir sind Mensch, aber wir zerfallen innerlich, wir werden gewissermaßen innerlich Staub. Wir werden mineralisch. Wir ordnen uns damit wieder in die Außenweltein. Wir sind mit dem Ausfüllenden ganz im Inneren. Dann, indem wir innerlich zerstäuben, ordnen wir uns wiederum in das Mineralische ein. Wir werden ein gewissermaßen schwerer Körper. Wir können also siebentens sagen: Einordnung in die unorganische Welt.
[ 11 ] But then imagine this process of maturation. As we mature, we begin, in a sense, to disintegrate inwardly once more. We are already ceasing, to some extent, to become human. We are human, but we are disintegrating inwardly; we are, in a sense, turning into dust within. We are becoming mineral. In this way, we reintegrate ourselves into the external world. We are completely within the Filling One. Then, as we disintegrate inwardly, we reintegrate ourselves into the mineral realm. We become, so to speak, a heavier body. So, seventhly, we can say: integration into the inorganic world.
[ 12 ] Ich habe es einmal beschrieben, wie der Mensch eigentlich, wenn wir ihn wiegen, wenn er herumgeht, wie er da wie ein Mineral sich verhält. Wir kommen da an bei diesem Sich-Einordnen in die äußeren Naturkräfte. Wir könnten auch sagen: Dieses Einordnen in die äußeren Naturkräfte — denken Sie nur einmal, indem Sie gehen, ordnen Sie sich selber in die äußeren Naturkräfte ein; wenn Sie nicht ordentlich gehen, fallen Sie um —, es ist also eigentlich das erste, was man hat beim Einordnen, ein Suchen des Gleichgewichtes.
[ 12 ] I once described how, when we weigh a person as they walk around, they actually behave like a mineral. This brings us to the idea of aligning oneself with the external forces of nature. We could also say: This alignment with the external forces of nature—just think about it: when you walk, you align yourself with the external forces of nature; if you don’t walk properly, you fall over—so it is actually the first thing that happens when we align ourselves: a search for balance.
[ 13 ] Das achte: Da kommen wir dazu, daß wir uns nicht mehr bloß einordnen in die äußere Welt, sondern daß wir die äußere Welt aufnehmen. Wir atmen, wir essen, wir nehmen die äußere Welt herein. Früher haben wir nur das in uns aufgeschlossen, was wir innerlich schon hatten. Das ist im wesentlichen dieses Sich-Aufschließen. Dann ist es ein Leben im Inneren. Aber wir nehmen das Äußere ins Innere auf. Nun, wenn man zu diesem Punkt kommt, muß man vor allen Dingen sich ganz klar darüber sein, daß alles, was der Mensch von außen aufnimmt, etwas ist wie eine Art von nicht in den Menschen Hereingehörendem.
[ 13 ] The eighth point: This brings us to the fact that we no longer merely fit ourselves into the external world, but rather that we take in the external world. We breathe, we eat; we take the external world into ourselves. In the past, we only opened ourselves up to what we already had within us. That is, in essence, this opening up of the self. Then it is a life within. But we take the external into the internal. Now, when one reaches this point, one must above all be very clear that everything a person takes in from the outside is something that does not belong within the person.
[ 14 ] Über dieses Aufnehmen von irgend etwas von außen macht sich ja eigentlich die Welt unrichtige Vorstellungen. Im Grunde genommen ist alles, was wir essen, ein bißchen giftig. Das Leben besteht nämlich darin, daß wir die Nahrung aufnehmen und eigentlich nicht vollständig mit uns eins werden lassen, sondern uns dagegen wehren, und in diesem Sich-Wehren, in diesem Abwehren besteht eigentlich das Leben. Nur sind diejenigen Nahrungsmittel, die wir eben als Nahrungsmittel aufnehmen, so wenig giftig, daß wir uns aufrechterhalten gegen sie. Wenn wir ein richtiges Gift aufnehmen, so zerstört es uns, dann können wir uns nicht mehr dagegen wehren.
[ 14 ] The world actually has a misconception about this process of taking in anything from the outside. Basically, everything we eat is a little bit toxic. Life consists, in fact, of our taking in food and not actually allowing it to become completely one with us, but rather resisting it—and in this resistance, in this repulsion, life actually consists. It’s just that the foods we consume as food are so slightly toxic that we are able to sustain ourselves against them. When we ingest a true poison, it destroys us; then we can no longer defend ourselves against it.
[ 15 ] Wir können also sagen: Indem die Außenwelt in uns eindringt, dringt eine Art von Giftstachel in uns ein. Man muß da prägnante Ausdrücke wählen, aber man hat sie ja aus der heutigen Sprache und aus der heutigen Erkenntnis heraus nicht. Sie müssen also verstehen, was ich da eigentlich meine, indem ich Ihnen das auseinandersetze.
[ 15 ] So we can say: As the external world penetrates us, a kind of poisonous sting enters us. One must choose concise expressions here, but such expressions do not exist in today’s language or in our current understanding. You must therefore understand what I actually mean as I explain this to you.
5. Das Ausfüllende
6. Reifung
7. Einordnung in die unorganische Welt. Suchen des Gleichgewichtes
8. Giftstachel
5. The Filler
6. Maturation
7. Integration into the inorganic world. Search for balance
8. Poisonous sting
[ 16 ] Damit wäre der Mensch dann so weit, daß er das Äußere aufnimmt. Wir wären also zunächst hinweggeschritten über das Formen des Menschen aus dem Universum. Wir sind hier geschritten durch das Formen des Menschen von innen, wobei wir schon angekommen sind bei dem, wo sich das Innere formt, indem es sich gegen das Äußere wehrt.
[ 16 ] At this point, the human being would be ready to take in the external world. We would thus have first moved beyond the formation of the human being from the universe. Here, we have proceeded through the formation of the human being from within, and have already arrived at the point where the inner self takes shape by resisting the external world.
[ 17 ] Nun formt sich aber der Mensch, wenigstens sein Leben formt er und auch etwas seine eigentliche Form, nach dem, wie er sich äußerlich verhält, wie er sich äußerlich betätigt. Nun, unsere Betätigungen sind eigentlich nicht mehr etwas recht mit dem Menschen Zusammenhängendes; wir müssen schon in frühere Zeiten zurückgehen, wenn wir den Menschen so auffassen wollen, wie er sich richtig auch noch als Mensch in die Umgebung hineinstellt, so daß er mit menschlichem Anteil sich an der Welt betätigt. Und da können wir sagen: Neuntens ist ja eine Betätigung des Menschen, indem er Anteil nimmt an der äußeren Welt, indem er nun auf Erden hineingestellt ist, nicht im Universum. In dem äußeren Leben, in das er gewissermaßen kulturell hineingestellt ist, da ist er zunächst Jäger. Neuntens: Jäger.
[ 17 ] But human beings—or at least their lives, and to some extent their very nature—are shaped by how they behave outwardly and how they act in the external world. Well, our activities are actually no longer something truly connected to the human being; we must go back to earlier times if we want to understand the human being as one who still properly positions himself as a human being within his surroundings, so that he participates in the world with a human contribution. And there we can say: Ninth, human activity consists in taking part in the external world, in being situated on Earth—not in the universe. In the external life into which he is, so to speak, culturally situated, he is first and foremost a hunter. Ninth: hunter.
[ 18 ] Er schreitet dann vorwärts, indem er sich weiter betätigt: Er wird Tierzüchter. Das ist ja die nächste Stufe. Zehntens: Tierzüchter. EIftens: Er wird Ackerbauer. Das ist die nächste Vollkommenheitsstufe. Und endlich, zwölftens: Er wird Handeltreibender. Warum ich die nächstfolgenden Betätigungen nicht hereinnehme — Sie werden es später schon sehen. Es sind das die sekundären Betätigungen. Die eigentlichen primären Betätigungen des Menschen sind diese als Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer und Handeltreibender. Damit haben wir dann den Menschen in bezug auf seine Form charakterisiert, wie er sich auf die Erde hinstellt, ob er Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer oder Handeltreibender ist. Das wären also Formen der menschlichen Tätigkeit, der menschlichen Erdentätigkeit.
[ 18 ] He then moves forward by continuing his activities: He becomes a livestock breeder. That is, after all, the next stage. Tenth: livestock breeder. Eleventh: he becomes a farmer. That is the next stage of perfection. And finally, twelfth: he becomes a merchant. Why I do not include the subsequent activities—you will see later. These are the secondary activities. The actual primary occupations of human beings are those of hunter, animal breeder, farmer, and merchant. With this, we have characterized human beings in terms of their form—how they position themselves on Earth, whether they are hunters, animal breeders, farmers, or merchants. These, then, are forms of human activity, of human activity on Earth.
9. Jäger
10. Tierzüchter
11. Ackerbauer
12. Handeltreibender
9. Hunter
10. Livestock farmer
11. Farmer
12. Merchant
[ 19 ] Wir könnten nun folgende schematische Zeichnung als eine Versinnbildlichung dessen machen, was wir da aufgeschrieben haben. Sagen wir zunächst, wir hätten hier die Erde. Nehmen wir einmal an, wir hätten den Menschen auf der Erde. Er wäre nun in Übersicht dieser vier Formprinzipien angewiesen auf den Umkreis der Erde, also er würde hereingeformt werden aus dem Umkreis der Erde. Hier formt sich der Mensch von innen (siehe Zeichnung Seite 70, links). Lassen wir das zunächst aus und betrachten wir dieses, wo der Mensch von der Erde aus geformt wird als Jäger, Tierzüchter; dann würden wir das Umgekehrte haben. Wenn zum Beispiel hier aus dem Umkreis die Sternbilder wirken auf den Menschen, so kommt die Wirkung der Sternbilder, die da unten stehen (unterhalb des Gestrichelten), weil die Erde sie bedeckt, wenn ein Mensch zunächst hier aufgefaßt wird (links), nur durch die Erde an den Menschen heran. Da würde er sich also in bezug auf seine Sterne nach der Erde richten. Und was in der Mitte liegt, das würde ihm die Möglichkeit bieten, sich innerlich auszubilden.
[ 19 ] We could now draw the following schematic diagram to illustrate what we have written down here. Let’s start by saying that we have the Earth here. Let’s assume for a moment that we have human beings on Earth. In terms of these four formative principles, humanity would be dependent on the Earth’s circumference—that is, it would be formed from the Earth’s circumference. Here, humanity takes shape from within (see drawing on page 70, left). Let’s set that aside for now and consider the scenario where humanity is formed by the Earth as hunters and herders; in that case, we would have the opposite situation. If, for example, the constellations here on the outer circumference influence the human being, the effect of the constellations located below (below the dotted line)—because the Earth covers them—reaches the human being only through the Earth when a human is initially conceived here (on the left). In that case, the human would therefore orient themselves toward the Earth with regard to their stars. And what lies in the middle would offer him the opportunity for inner development.


[ 20 ] Man könnte also sagen: Diese vier (oberen) Glieder der menschlichen Formung (siehe Tabelle Seite 72), die führen uns hinaus ins Weltenall; die letzten vier Glieder, die führen uns auf die Erde, und die Sterne kommen insoweit in Betracht, als sie durch die Erde bedeckt sind. Bei den vier mittleren Gliedern ist es eben so, daß sich die Sterne und die Erde die Waage halten. Da ist der Mensch in seiner Innerlichkeit.
[ 20 ] One could therefore say: These four (upper) members of the human form (see table on page 72) lead us out into the universe; the last four members lead us down to the Earth, and the stars come into consideration insofar as they are covered by the Earth. With the four middle members, it is precisely the case that the stars and the Earth are in balance. There, the human being is in his innermost being.
[ 21 ] Sehen Sie, schon in alten Zeiten hat man diese Sache gefühlt und hat gesagt: Ein gewisser Teil des Sternenhimmels hat auf den Menschen so Einfluß, daß er ihn von außen, vom Universum her formt. Und man hat, je nach den Zeitenfolgen natürlich, verschiedene Sterne annehmen müssen. Die Konstellationen ändern sich. Aber nehmen wir einmal so im großen das Zeitalter an, in dem wir leben. Wenn wir uns etwa auf den Standpunkt eines Griechen stellen, der über diese Dinge nachgedacht hätte, so würde dieser sagen: Diejenigen Sterne, die in der Nähe des Widders stehen, die wirken von außen herein; auch noch diejenigen, die in der Nähe des Stieres stehen, diejenigen, die in der Nähe der Zwillinge stehen und diejenigen, die in der Nähe des Krebses stehen. Durch diese Sternbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, hat der Mensch sein Zurückblickendes, sein Innerlich-Bewegliches, sein Sichselber-Anfassen und sein Umschließendes (siehe Tabelle Seite 72). Durch die anderen Sterne, die drunten auf der entgegengesetzten Seite stehen, die von der Erde bedeckt sind, hat der Mensch sein Jägerdasein durch den Schützen; er hat sein Tierzüchterdasein, indem er den Bock zähmt: Steinbock; er hat sein Ackerbaudasein, indem er — nun, nehmen wir zunächst das einfachste Ackerbaudasein —, indem er Wasser ausgießt, also hinschreitet über den Acker und Wasser ausgießt: Wassermann. Und er wird Handeltreibender durch diejenige Sterngegend, wo das ist, was ihn über das Meer trägt. In sehr alten Zeiten hat man nämlich jedes Schiff so ähnlich ausgebildet wie einen Fisch. Und zwei nebeneinander befindliche Schiffe, die über das Meer handeltreibend gefahren sind, die sind eigentlich das Symbolum für den Handel. So würde man also, wenn man sich erlaubt, die Schiffe «Fische» zu nennen, hier haben die Fische.
[ 21 ] You see, even in ancient times people sensed this and said: A certain part of the starry sky exerts such an influence on human beings that it shapes them from the outside, from the universe. And, depending on the era, of course, people had to identify different stars with this influence. The constellations change. But let’s just consider, broadly speaking, the age in which we live. If we were to adopt the perspective of a Greek who had reflected on these matters, he would say: The stars near Aries exert an influence from the outside; as do those near Taurus, those near Gemini, and those near Cancer. Through these constellations—Aries, Taurus, Gemini, and Cancer—human beings have their retrospective nature, their inner mobility, their sense of self-contact, and their enveloping quality (see table on page 72). Through the other stars, which stand down below on the opposite side—those covered by the Earth—human beings have their hunter nature through Sagittarius; they have their animal-breeder nature by taming the goat: Capricorn; he embodies his life as a farmer—let’s take the simplest form of farming for now—by pouring out water, that is, by walking across the field and pouring out water: Aquarius. And he becomes a merchant through the constellation that represents what carries him across the sea. In very ancient times, every ship was shaped somewhat like a fish. And two ships side by side, sailing across the sea to trade, are actually the symbol of commerce. So, if one were to call the ships “fish,” here we would have the fish.
[ 22 ] In der Mitte hat man dann das, was zwischendrinnen ist, das Ausfüllende, dasjenige also, was im Menschen wirkt als ausfüllendes Blut. Nun, wie kann man denn am besten das ausfüllende Blut symbolisieren? Man wird vielleicht jenes Tier nehmen, bei dem die Herztätigkeit am allerintensivsten ist: den Löwen. Das Reifwerden — man braucht nur den Acker anzuschauen, auf dem der Weizen oder das Korn reif wird; die Ähre stellt gerade den Zustand dar, wo das Fruchtende in das Reifende hineingeht: es ist die Jungfrau mit der Ähre. Die Ähre ist die Hauptsache dabei. Und wenn wir das ins Auge fassen, wo der Mensch sich wiederum hineingliedert in die Außenwelt, also Gleichgewicht sucht: Waage. Und wo er den Giftstachel fühlt, wo er fühlt, wie alles etwas giftig ist: Skorpion.
[ 22 ] In the middle, then, we have what lies in between—the filling element, that is, what acts within the human being as the blood that fills the body. Now, what is the best way to symbolize this filling blood? One might choose the animal whose heart activity is most intense: the lion. Ripening—one need only look at the field where the wheat or grain is ripening; the ear of grain represents precisely the state in which the fruiting phase gives way to the ripening phase: it is the Virgin with the ear of grain. The ear of grain is the central element here. And when we consider the point where the human being reintegrates into the external world—that is, seeks balance—we have Libra. And where the human being feels the poisonous sting, where they sense that everything is somewhat toxic—we have Scorpio.
Formen des Menschen aus dem Universum: Kopf
Human Forms from the Universe: Head
1. Hereinfassen des Universums. Zurückblicken Widder
2. Blicken in das Universum. Hereinnehmen der Beweglichkeit des Universums Stier
3. Sich selber erfahren (betasten) Zwillinge
4. Sich umschließen Krebs, Cancer1. Embracing the universe. Looking back—Aries
2. Gazing into the universe. Taking in the universe’s movement—Taurus
3. Experiencing (feeling) oneself—Gemini
4. Enveloping oneself—CancerFormen des Menschen von innen: Brustmensch
Shapes of the Human Body from the Inside: The Breast-Centered Human
5. Das Ausfüllende Löwe
6. Reifung — Jungfrau mit Ähre
7. Einordnung in die unorganische Welt. Suchen des Gleichgewichtes Waage
8. Giftstachel Skorpion5. The Fulfilling Lion
6. Maturity — Virgo with an Ear of Wheat
7. Integration into the inorganic world. Seeking balance: Libra
8. The Scorpion’s Poisonous StingerFormen der menschlichen Erdentätigkeit: Gliedmaßen- oder Erden mensch
Forms of Human Activity on Earth: Limbs or Earthlings
9. Jäger Schütze
10. Tierzüchter Bock
11. Ackerbauer Wassermann
12. Handeltreibender Fische9. Hunter Sagittarius
10. Animal Breeder Capricorn
11. Farmer Aquarius
12. Merchant Pisces
[ 23 ] Sehen Sie, in älteren Zeiten hat man tatsächlich diesen Zusammenhang des Menschen mit Universum und Erde empfunden; nur die neueren Menschen können diese Sachen nicht mehr deuten. Sie sagen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe — und zeichnen hin einen Widder und so weiter, haben aber im Grunde genommen doch keine Ahnung, was diese Dinge bedeuten. Man muß diese Dinge auch in der richtigen Weise ansehen. Wenn Sie ein altes Widderbild sehen, so werden Sie nämlich doch darauf kommen, daß es da nicht die naturalistisch-materialistische Abbildung eines Widders ist, worum es sich handelt, sondern das Charakteristische ist immer, daß der Widder zuoben ückblickt, und das, die Gebärde, ist die Hauptsache. Dieses Zurückblicken des Widders, das ist die Hauptsache dabei. Und dieses Zurückblicken des Widders, das ist in dem Zurückblicken des Menschen auf sich selbst gegeben, in diesem Zurückblicken auf das Universum, das in ihm lebt. Man darf also nicht naturalistisch-materialistisch bloß auf den Widder hinschauen. Es soll nicht in diesem Sinne ein Abbild sein, sondern die Gebärde des Zurückblickens ist es, worauf es ankommt. Und wenn Sie den Stier auf alten Abbildungen sehen — der blickt immer nach der Seite und springt! Diese Gebärde wiederum ist es, um die es sich handelt, das Um-sich-Herumblicken und InnerlichRegemachen dessen, was als allgemeines universelles Prinzip lebt. Also wiederum diese Gebärde ist es, auf die es ankommt. Und wenn Sie die Zwillinge sehen, so haben Sie wirklich den rechten und linken Menschen, nur — es ist überall ein Mensch, aber es ist nie anders abgebildet, als indem die rechte Hand des rechten Menschen, die linke Hand des linken Menschen sich umspannen, sich übergreifen, und auf diese Gebärde kommt es wiederum an. Das ist das Sich-Betasten, Sich-Fühlen. Es ist nur eben rechter und linker Mensch als selbständiger Mensch angeführt, weil ja der Mensch gewissermaßen noch außer sich ist, seinen vorgeburtlichen Menschen noch in sich hereinnimmt durch das Sich-selbst-Betasten.
[ 23 ] You see, in earlier times people actually sensed this connection between human beings, the universe, and the Earth; it is only modern people who can no longer interpret these things. They say: Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo—and draw a ram and so on—but deep down they really have no idea what these things mean. One must also view these things in the right way. If you look at an ancient depiction of Aries, you will realize that it is not a naturalistic-materialistic representation of a ram that is at issue here; rather, the defining feature is always that the ram looks back upward, and that gesture is the main point. This looking back by the ram—that is the essence of it. And this looking back by the ram is present in the human being’s looking back upon themselves, in this looking back upon the universe that lives within them. One must not, therefore, view the ram merely in a naturalistic-materialistic way. It is not meant to be a representation in that sense; rather, it is the gesture of looking back that matters. And when you see Taurus in old illustrations—it’s always looking to the side and leaping! It is this gesture, in turn, that is at the heart of the matter: the looking around and the inner stirring of that which lives as a general, universal principle. So, once again, it is this gesture that matters. And when you see Gemini, you truly have the right-hand and left-hand human beings; only—it is always a human being, but it is never depicted any other way than with the right hand of the right-hand human and the left hand of the left-hand human encircling and overlapping one another, and this gesture, in turn, is what matters. This is the touching and feeling of one another. It is simply that the right and left human beings are presented as independent beings because, in a sense, the human being is still outside of itself, still taking in its prenatal self through the act of touching itself.


[ 24 ] Das Abschließen, das Sich-Umschließen: Krebs. Nun nimmt man wiederum materialistisch-naturalistisch den Krebs als Abbild. Aber worauf es denen ankam, die da einen Krebs nahmen als das Symbolum für dieses Umschließen, das war, daß der Krebs mit den Scheren sein Opfer umschließen kann, daß er die Scheren herumlegt. Nun, es ist ja in dem Worte «cancer», der die Menschen umschließt, es ist schon in dem Worte noch das Sich-Umschließen erhalten. Der Krebs ist das Umschließende. Er ist eigentlich da als das Symbolum des ins Innere sich einschließenden Menschen, der sich nicht bloß betastet und befühlt, sondern der sich von außen nach innen einschließt.
[ 24 ] Enclosing, surrounding oneself: cancer. Now, once again, cancer is taken as a metaphor from a materialistic-naturalistic perspective. But what mattered to those who chose cancer as the symbol for this act of enclosure was that cancer can enclose its victim with its claws, that it wraps its claws around it. Well, it is indeed in the word “cancer,” which encompasses human beings; the act of enclosing oneself is already preserved within the word itself. Cancer is the enclosing force. It is actually there as the symbol of the human being who encloses himself inwardly—who does not merely touch and feel himself, but who encloses himself from the outside in.
[ 25 ] Der Löwe stellt ja an sich selber dadurch, daß bei ihm das Herz besonders ausgebildet ist, die Sache dar als Herztier. Den Löwen können wir geradezu als Herztier auffassen. Er stellt also eigenschaftlich dasjenige dar, was da als das fünfte Glied ins Auge gefaßt werden soll.
[ 25 ] The lion, by virtue of its particularly well-developed heart, represents the concept of the “heart animal.” We can indeed regard the lion as a heart animal. It thus specifically embodies what is to be understood as the fifth element.
[ 26 ] Bei der Reifung steht die Jungfrau mit der Ähre, und auf diese ÄAhre kommt es an, auf diesen Zustand des gerade ins Dürre Hineingehens des Fruchtenden. Und die Waage ist eben das Gleichgewichtsuchen. Der Skorpion ist natürlich der Giftstachel. Und der Schütze ist in Wirklichkeit eigentlich ein Tier, etwas, das tierische Gestalt hat, aber nach vorn in einen Menschen ausläuft, der Pfeil und Bogen hat. Das ist das Tierkreiszeichen des Schützen: ein Mensch, der Pfeil und Bogen hat und der kentaurhaft auf einem Tierleibe sitzt. Das ist also für den Jäger.
[ 26 ] During the ripening process, the Virgin stands with the ear of grain, and it is this ear of grain that matters—this state of the fruit just beginning to wither. And Libra represents the search for balance. Scorpio is, of course, the venomous sting. And Sagittarius is, in reality, actually an animal—something with an animal form—but tapering forward into a human figure holding a bow and arrow. That is the zodiac sign of Sagittarius: a human figure holding a bow and arrow, seated centaur-like atop an animal’s body. So this represents the hunter.
[ 27 ] Der Bock ist eigentlich ein Bock, der in einen Fischschwanz ausgeht, also etwas, was nicht mehr in der Natur vorhanden ist. Es gibt keinen Bock mit Fischschwanz. Aber der Mensch, indem er die wilden Tiere zähmt, indem er ein Tierzüchter wird, macht die wilden Tiere so zahm, wie die zahmen Fische sind. Wir haben also ein künstliches Symbolum, das hier auftritt.
[ 27 ] The goat is actually a goat that ends in a fish tail—in other words, something that no longer exists in nature. There is no goat with a fish tail. But humans, by taming wild animals—by becoming breeders—make wild animals as tame as domesticated fish. So what we have here is an artificial symbol.
[ 28 ] Für den Ackerbau haben wir den Wassermann. Da hat man natürlich immer an Wasser und dergleichen gedacht, was ja in einem gewissen geistigen Sinne eine Berechtigung hat. Aber Sie werden immer sehen: Sein Schreiten kommt in Betracht, zwei Urnen hat er an den Händen und schüttet Wasser aus. Er begießt. Er ist derjenige, der also Gärtner, Ackerbauer ist.
[ 28 ] For agriculture, we have Aquarius. Naturally, people have always associated him with water and the like, which, in a certain spiritual sense, is justified. But you will always see: his stride is significant; he holds two urns in his hands and pours out water. He waters. He is, therefore, the gardener, the farmer.
[ 29 ] Und die Fische, darauf habe ich schon hingedeutet: es ist das Handeltreiben, weil man Fischköpfe oben gehabt hat an den Schiffen Delphinköpfe zum Beispiel, wenn auch der Delphin kein Fisch ist, aber die Alten haben ihn als solchen angesehen. Es ist also durchaus das, was auf das Handeltreibende in diesem Symbolum hindeutet.
[ 29 ] And the fish—as I have already indicated—represent commerce, because ships used to have fish heads on their prows—dolphin heads, for example, even though the dolphin is not a fish; but the ancients regarded it as such. So this is definitely what points to the commercial aspect in this symbol.
[ 30 ] Wir dürfen eben die Dinge nicht so schematisch äußerlich betrachten, wie das heute oftmals geschieht, sondern wir müssen ausgehen von dieser Formung des Menschen und von da aus dann sehen, wie wir hinaufkommen in die Beziehung des Menschen zum Universum und zur Erde. Dadurch lernen wir allmählich aus der Form heraus den Menschen als einen Teil, als ein Glied des ganzen Universums begreifen.
[ 30 ] We must not view things in such a schematic, superficial way, as is often the case today, but rather we must start from this formation of the human being and, from there, see how we can ascend to the human being’s relationship to the universe and to the Earth. In this way, we gradually learn to understand the human being—through form—as a part, as a link in the whole universe.
[ 31 ] Nun können wir ja die Sache noch von einer anderen Seite aus auffassen. Wir wollen sie nun von der folgenden Seite aus auffassen. Wir haben hier, sagen wir, den Widder. Betrachten wir alles zunächst vom Standpunkte des alten Griechen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische, so können wir sagen, wenn wir die menschliche Form betrachten: Der Mensch — nehmen Sie das alles zusammen, was ich gesagt habe —, der Mensch wird in bezug auf seine Kopfform von außen, vom Universum herein gebildet. Nehmen wir also die Sache vom griechischen Standpunkte aus, so werden wir sagen: Der Mensch wird seiner Kopfform nach vom Universum herein gebildet. Da regt es sich dann im Inneren. Da setzen sich die Möglichkeiten an, daß er symmetrisch wird. Aber dann sind wir genötigt, das, was durch die letzten Sterngruppen an Einfluß auf den Menschen geschieht, im entgegengesetzten Sinne aufzufassen. Der Mensch hat da seine Einflüsse von der Erde. Tätigkeiten wirken auf ihn ein. Wenn wir hier das (oben) breit zeichnen (siehe Zeichnung Seite 75), so werden wir auf dieser anderen Seite am besten das hier (unten) schmal malen, und wir werden sagen: Wenn der Mensch Jäger werden will, so muß er besonders stark ausgebildet haben, was hier aufgefaßt werden kann als Schütze. Sie wissen, es ist das, was menschliche Oberschenkel sind. Diese muß er besonders stark haben, wenn er Jäger werden will. Wird er Tierzüchter, muß er sich viel in der Kniebeuge bewegen. Wird er Ackerbauer, muß er gehen; er wird deshalb als schreitend dargestellt und so weiter. Handeltreiben: Wenn man an dem Menschen selber ein Symbolum suchen will, so werden es die Füße sein. Aber diese Organe werden jedenfalls von außen herein gebildet. Das andere steht dann in der Mitte, wo der Mensch sich selber bildet.
[ 31 ] Now, of course, we can look at the matter from another angle. Let’s now consider it from the following perspective. Here we have, let’s say, Aries. Let’s first consider everything from the standpoint of the ancient Greeks: Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo, Virgo, Libra, Scorpio, Sagittarius, Capricorn, Aquarius, Pisces—so we can say, when we consider the human form: The human being—take everything I’ve said together—is shaped from the outside, by the universe, in terms of the shape of their head. So if we take the matter from the Greek point of view, we will say: The human being is shaped in terms of the form of his head from within the universe. Then something stirs within. The possibilities arise for him to become symmetrical. But then we are compelled to understand the influence exerted on the human being by the last groups of constellations in the opposite sense. Here, the human being receives influences from the Earth. Activities affect him. If we draw this part (above) broadly (see drawing on page 75), then on this other side it is best to draw this part (below) narrowly, and we will say: If a person wants to become a hunter, he must have particularly well-developed what can be understood here as the Archer. You know, this is what the human thighs represent. He must have these particularly well-developed if he wants to become a hunter. If he becomes a livestock breeder, he must move a lot while squatting. If he becomes a farmer, he must walk; he is therefore depicted as striding, and so on. Trading: If one wants to find a symbol in the human being himself, it will be the feet. But these organs are, in any case, formed from the outside in. The other element is then located in the center, where the human being forms itself.


[ 32 ] Wenn ich Ihnen diese Figur hinzeichne, so ergibt sie sich eigentlich aus den zwölf Zeichen wie von selbst. Wir können sagen: Da (in der Mitte) wirkt das Universum, die Sterne, mehr im Inneren des Menschen; da (oben) wirken die Sterne von außen, und da (unten) drücken sie ihn zusammen. Aber Sie erkennen ja in dem, was ich da hingezeichnet habe, die Form des menschlichen Embryos! Und wenn Sie den menschlichen Embryo nehmen, so müssen Sie ihn eigentlich, wenn Sie den Tierkreis aufzeichnen, aus seiner eigenen Gesetzmäßigkeit heraus so zeichnen — geradeso wie Sie, wenn Sie eine Figur zeichnen wollen, die hundertachtzig Grad umschließt, ein Dreieck bekommen. Wenn Sie den Tierkreis so zeichnen, so umformen, daß seine Gesetzmäßigkeit in bezug auf die Erde zum Vorschein kommt, dann bekommen Sie durch innere Gesetzmäßigkeit die Form des menschlichen Embryos. Und Sie haben damit unmittelbar gegeben, daß der menschliche Embryo allerdings aus dem ganzen Universum heraus gebildet wird, daß er ein Ergebnis des Universums ist.
[ 32 ] When I draw this figure for you, it actually emerges of its own accord from the twelve signs. We can say: There (in the middle), the universe and the stars act more from within the human being; there (above), the stars act from the outside; and there (below), they press down on him. But you can see in what I’ve drawn there the form of the human embryo! And if you take the human embryo, then when you draw the zodiac, you must actually draw it according to its own laws—just as when you want to draw a figure that encloses 180 degrees, you end up with a triangle. If you draw the zodiac in such a way—transforming it so that its laws in relation to the Earth become apparent—then, through its inner laws, you obtain the form of the human embryo. And with that, you have directly demonstrated that the human embryo is indeed formed from the entire universe, that it is a product of the universe.
[ 33 ] Ich sagte vorhin, man müsse sich auf den Standpunkt des Griechen stellen, denn heute können wir nicht mehr beim Widder anfangen, heute müssen wir anfangen im Zeichen der Fische. Wir stehen ja seit Jahrhunderten im Zeichen der Fische, und gerade im Zeichen der Fische vollzieht sich der Übergang zum Intellektualismus des Menschen. Wenn Sie aber zurückgehen bis dahin, wo noch der Widder berechtigt war, wo man also im alten Sinne von dem Tierkreis reden konnte, dann haben Sie nicht viel mehr als Schütze, Bock, Wassermann und Fische, respektive die Berufe: Jäger, Tierzüchter, Ackerbauer und Handeltreibender. Alles das, was an Industriellem gekommen ist und so weiter, das gehört schon in die Fische hinein; das ist schon eine Wiederholung. Denken Sie sich doch einmal: Wir leben im Zeitalter der Fische; da hat sich alles das herausgebildet, was heute unsere Maschinenkultur und so weiter ist. Gehen wir hinter dieses zurück in die Widderzeit, so haben wir noch die ehrlichen vier Berufe, wenn sie auch etwas komplizierter und modifizierter sind, die den Menschen in die Natur hineinstellen. Und dann können wir weiter zurückgehen — in das Stierzeitalter, den dritten, zweiten, ersten nachatlantischen Zeitraum, den letzten atlantischen, den vorletzten atlantischen und so weiter: so würden wir zurückkommen und würden, wenn wir weiter zurückkommen bis wiederum in das Zeitalter der Fische, den Menschen noch haben als ein vollständig ätherisches Wesen, das noch nicht in die physische Welt heruntergestiegen ist. Und weil wir ihn da haben in den Fischen, wo er einmal war als ein ätherisches Wesen, wiederholt er im Grunde genommen das, was er dazumal beim eigentlichen Menschwerden durchgemacht hat. Er wiederholt es seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, aber er wiederholt es in abstrakter Weise. Dazumal wuchs er konkret in sein Menschentum hinein. Seither wächst er in seine Abstraktionen hinein, denn eine Maschine ist auch eine Abstraktion. Seither, seit das Zeitalter der Fische wiederum da ist, ist der Mensch eigentlich hineingestellt in das, was ihn auflöst. Und wird der Mensch gar wiederum zurück in den Wassermann kommen, dann wird diese Auflösung wesentlich weiterschreiten, dann wird er vor allen Dingen nicht den geringsten Zusammenhang mit der Welt haben können, wenn er sich nicht an die geistige Welt hält. Eben wegen dieser Wiederholung muß der Mensch in die geistige Welt einrücken.
[ 33 ] I said earlier that we must adopt the Greek perspective, because today we can no longer begin with Aries; today we must begin with Pisces. After all, we have been in the sign of Pisces for centuries, and it is precisely in the sign of Pisces that the transition to human intellectualism takes place. But if you go back to the time when Aries was still relevant—when one could still speak of the zodiac in the old sense—then you have little more than Sagittarius, Capricorn, Aquarius, and Pisces, or, respectively, the professions of hunter, animal breeder, farmer, and merchant. Everything that has emerged in the realm of industry and so on already belongs to Pisces; that is already a repetition. Just think about it: We live in the Age of Pisces; that is where everything that today constitutes our machine culture and so on has developed. If we go back beyond that to the Age of Aries, we still have the four authentic professions—even if they are somewhat more complicated and modified—that place human beings within nature. And then we can go even further back—into the Age of Taurus, the third, second, and first post-Atlantean epochs, the last Atlantean, the penultimate Atlantean, and so on: in this way we would go back, and if we continued back until we reached the Age of Pisces once more, we would still find humanity as a completely ethereal being that had not yet descended into the physical world. And because we find him there in the Age of Pisces, where he once was as an ethereal being, he is essentially repeating what he went through back then during his actual becoming human. He has been repeating it since the middle of the 15th century, but he repeats it in an abstract way. Back then, he grew concretely into his humanity. Since then, he has been growing into his abstractions, for a machine is also an abstraction. Since then—since the Age of Pisces has returned—humanity has, in fact, been placed within that which dissolves it. And if humanity is indeed to return once more to the Age of Aquarius, then this dissolution will proceed much further; above all, humanity will not be able to maintain even the slightest connection with the world unless it holds fast to the spiritual world. It is precisely because of this repetition that humanity must enter the spiritual world.
[ 34 ] Auch daraus können Sie wiederum sehen, daß der Mensch eigentlich ein dreifaches Wesen ist: aus dem Universum hereingebildet, indem er Kopfmensch ist, im Inneren sich bildend, nur in Korrespondenz mit der Außenwelt, indem er Brustmensch ist, Gliedmaßen und Stoffwechsel bildend, indem er eben sich der Erdenwelt einfügt, also Gliedmaßen- oder Erdenmensch ist (siehe Tabelle Seite 72).
[ 34 ] From this, too, you can see once again that the human being is actually a threefold being: formed from the universe as a “head human”; forming within, in correspondence with the external world, as a “chest human”; and forming limbs and metabolism by integrating into the earthly world, that is, as a “limb human” or “earth human” (see table on page 72).
[ 35 ] Und noch in einer anderen Beziehung liegt hier ein Dreifaches vor. Denken Sie einmal, wenn der Mensch ankommt bei der Geburt, so liegen eigentlich die vier ersten Kräfteimpulse in ihm. Die bildet er dann erst aus, aber er ist da auch in gewissem Sinne ein ganzer Mensch, nur sind die anderen acht Glieder rudimentär. Der Kopf ist ein ganzer Mensch, nur sind die anderen Glieder daran rudimentär. Der Brustmensch wiederum ist ein ganzer Mensch, nur sind die vier ersten Kraftimpulse rudimentär und die vier letzten. Auch der Gliedmaßenmensch ist ein ganzer Mensch, nur ist die Brust und der Kopf daran rudimentär. Es stecken eigentlich drei Menschen auf diese Weise in dem Menschen drinnen. Der erste, der Kopfmensch, ist eigentlich die Umbildung der vorigen Inkarnation. Der Brustmensch ist eigentlich die jetzige Inkarnation an sich. Und das, was der Mensch tut, wie er sich in der äußeren Welt betätigt, was namentlich in seinen Gliedmaßen zum Ausdruck kommt und in seinem Stoffwechsel, das trägt ihn wieder in die nächste Inkarnation hinüber. Also auch in dieser Beziehung ist der Mensch ein dreigliedriges Wesen. So kann man die Form des Menschen in seiner Ganzheit studieren.
[ 35 ] And in yet another respect, there is a threefold aspect at work here. Consider this: when a human being is born, the first four force impulses are actually already present within them. They develop these later, but in a certain sense, they are already a complete human being at that moment—it’s just that the other eight members are rudimentary. The head is a complete human being, but the other members attached to it are rudimentary. The chest-human, in turn, is a complete human being, though the first four impulses of force are rudimentary, as are the last four. The limb-human is also a complete human being, though the chest and head are rudimentary in relation to it. In this way, there are actually three human beings within the human being. The first, the head-human, is actually the transformation of the previous incarnation. The chest-human is actually the present incarnation itself. And what the human being does—how he acts in the outer world, which is expressed specifically in his limbs and in his metabolism—carries him over into the next incarnation. So in this respect, too, the human being is a threefold being. In this way, one can study the form of the human being in its entirety.
[ 36 ] Man müßte also eigentlich sagen: Wenn man den Menschen aufzeichnet, müßte man zeichnen seinen Kopf. Man hat aber dann einen vollständigen Menschen. Daß man einen vollständigen Menschen hat, werden Sie schon daraus erkennen: Wenn Sie den Unterkiefer nehmen, so sind es eigentlich Beine, nur sind sie nach rückwärts gerichtet am Kopfe; dieser Mensch sitzt mit seinen Beinen. Der Kopf ist ein ganzer Mensch, nur sind die Beine umgestülpt, es sind die Unterkiefer hier. Der Mensch sitzt darauf, so daß ich das so zeichnen könnte, daß ich eigentlich einen ganzen Menschen, wenn auch sitzend, hier einzeichnen würde.
[ 36 ] So one should really say: When drawing a person, one should draw their head. But then you have a complete person. You can see from this that you have a complete person: If you take the lower jaw, it’s actually legs, only they’re directed backward on the head; this person is sitting with his legs. The head is a whole person, only the legs are turned inside out—they’re the lower jaws here. The person is sitting on them, so that I could draw it in such a way that I would actually be drawing a whole person here, even if he is sitting.
[ 37 ] Dann wiederum ist eben der Brustmensch ein ganzer Mensch: die Arme sind gewissermaßen die äußeren Repräsentanten für ätherische Augen. Und wiederum ist ein ganzer Mensch der Gliedmaßenmensch. Da wären zum Beispiel die Nieren wiederum die Augen. So daß wir drei ineinandergeschobene Menschen auch in bezug auf die Form haben, wiederum so, daß wir in dem Menschen, der in den Kopf hinein verschwunden ist, der da eine Kugel geworden ist, zu sehen haben, was von der vorhergehenden Inkarnation sich hereinlebt, in dem Brustmenschen den eigentlichen jetzigen Menschen, und in demjenigen, was da herumläuft, das was in die folgende Inkarnation sich hineinschiebt.
[ 37 ] Then again, the “chest human” is a complete human being: the arms are, in a sense, the external representatives of the etheric eyes. And again, the “limb human” is a complete human being. For example, the kidneys would in turn be the eyes. So that we have three interlocking human beings even in terms of form, such that in the human being who has disappeared into the head—who has become a sphere—we see what has carried over from the previous incarnation; in the chest-human, the actual present human being; and in the one that moves about, what is pushing its way into the next incarnation.
[ 38 ] Aber man kann in einem gewissen Sinne sagen: Auch am gegenwärtigen Menschen ist es so, daß er in seinem ganzen Verhalten etwas Dreigliedriges hat. Nehmen Sie den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen: er ist fähig, einen ganzen Menschen hervorzubringen. Sie brauchen nur eben den Menschenkeim, den menschlichen Embryo im Leibe der Mutter zu nehmen, so haben Sie den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, der ein ganzer Mensch werden will.
[ 38 ] But in a certain sense, one can say that even modern human beings exhibit a threefold structure in their entire behavior. Take the limb-metabolism human: he is capable of producing a whole human being. You need only take the human germ, the human embryo, from the mother’s womb, and you have the limb-metabolism human who wants to become a whole human being.
[ 39 ] Nehmen Sie den Brustmenschen, so sehen Sie, wie in dem Kinde, wenn es noch ein Säugling ist, tatsächlich der Kopfmensch mit dem Brustmenschen als ein Ganzes zusammengehört. Sie haben also auch im Heranwachsen des Menschen dieses Dreigliedrige. Und dann wird der Mensch, wenn er nicht mehr Säugling ist, erzogen: Kopf des Menschen als Erzieher, erzieht den anderen Menschen — Kindskopf den Kindskopf, denn im Grunde genommen bleibt der Mensch in bezug auf seinen Kopf immer Kind. Alt, das heißt mittelalterlich, wird er nur in bezug auf den mittleren Menschen, den Brustmenschen, und ganz alt wird er in bezug auf den Gliedmaßenmenschen. Das merken ja die Menschen auch, wenn sie alt werden. Und schon nach dem alten Rätsel: In der Jugend geht man auf vieren, in der mittleren Zeit auf zweien und dann auf dreien — merken es die Menschen, daß sie da zunächst alt werden. Von da herein werden sie alt. Also in bezug auf den Kopf bleibt der Mensch immer so etwas wie ein Ergebnis der letzten Inkarnation. Der Kopf bleibt eigentlich sein ganzes Leben lang im Grunde genommen ein Kindskopf. Und man kann schon sagen: Die Erziehungswissenschaft muß eigentlich das Problem lösen, wie es am besten geht, daß der Kindskopflehrer den Kindskopfschüler in der besten Weise behandelt.
[ 39 ] Take the breast-human: you can see how, in a child who is still an infant, the head-human and the breast-human truly belong together as a whole. Thus, this threefold structure is also present as the human being grows up. And then, once a person is no longer an infant, they are educated: the head of one person, as the educator, educates another person—the child’s head educates the child’s head, for, fundamentally speaking, a person always remains a child in regard to their head. They become old—that is, of middle age—only in regard to the middle human, the chest human, and they become very old in regard to the limb human. People notice this, too, as they grow old. And just as the old riddle goes: “In youth one walks on all fours, in middle age on two, and then on three”—people realize that this is where they first begin to grow old. From that point on, they grow old. So, with regard to the head, a human being always remains, in a sense, a product of their last incarnation. The head actually remains, in essence, a child’s head throughout one’s entire life. And one can certainly say: Educational science must actually solve the problem of how best to ensure that the teacher with a child’s mind treats the student with a child’s mind in the best possible way.
[ 40 ] Diese Dinge sind scheinbar humoristisch, aber es verbirgt sich hinter ihnen eine tiefe Wahrheit, die nur ins Auge gefaßt werden muß, damit der Mensch wirklich die richtige Ansicht über sich selber erhalten kann.
[ 40 ] These things may seem humorous, but there is a profound truth behind them that one must simply acknowledge in order to truly gain the right perspective on oneself.
[ 41 ] Bedenken Sie doch, daß im Grunde genommen der Kopf des Menschen eigentlich der Passagier ist, der fortwährend getragen wird von dem übrigen Menschen. Seine Beine, die hat der Kopf überhaupt immer in Sitzstellung; er schickt sich nicht einmal an, selbständig zu gehen. Er wird fortwährend getragen wie eben ein Mann, der in der Kutsche fährt. Er ist eigentlich im Grunde genommen der Passagier des Menschen, dieser Kopf. Der Brustmensch ist der Pfleger des Menschen. Und der Gliedmaßenmensch ist der Arbeitsmensch, derjenige, der verwendet wird als Sklave, der Arbeiter, der eigentlich Arbeitende, der Mensch, der nun das Leben eigentlich durchmacht. Daher hat man den Kopf auch, insofern man als ganzer Mensch Kopf ist; ich habe das oftmals ausgesprochen. Insofern man sich umschließt, ist man noch Kopf; bis zum Krebs herein ist man noch Kopf. Das hat man ohne sein Zutun vom Himmel. Hier (Mitte) muß man atmen und essen: es ist der Pfleger, die Amme. Und der eigentliche Arbeitsmensch, der gehört dem Gebiete des Schützen, des Steinbocks, des Wassermanns und der Fische an.
[ 41 ] Consider, after all, that the human head is essentially the passenger, constantly being carried by the rest of the human being. The head always keeps its legs in a seated position; it does not even attempt to walk on its own. It is constantly carried, just like a man riding in a carriage. This head is, in essence, the human being’s passenger. The chest is the human being’s caretaker. And the limbs are the working part of the human being—the one used as a slave, the worker, the one who actually does the work, the human being who is actually living through life. That is why we have a head, insofar as we are heads as whole human beings; I have said this many times. As long as one is enclosed within oneself, one is still the head; right up to the point of cancer, one is still the head. This is given from heaven without any effort on one’s part. Here (in the middle) one must breathe and eat: this is the caretaker, the nurse. And the actual working person belongs to the realms of Sagittarius, Capricorn, Aquarius, and Pisces.
[ 42 ] Sie sehen, auf diese Weise kann man nun wirklich die Form des Menschen im Zusammenhang mit dem ganzen Universum herausbekommen. Sie müssen diese Dinge, wenn sie eben auch so hingestellt sind, daß sie, ich möchte sagen, nicht mit Pedanterie, sondern in einer mehr leichteren Art vor Sie hingestellt werden, Sie müssen diese Dinge nur ganz ernst nehmen, dann werden Sie sehen, daß in allem diesem, was ich heute gesagt habe, auf der einen Seite die Möglichkeit liegt, die Form des Menschen aus dem ganzen Universum heraus zu begreifen, und auf der anderen Seite wiederum das liegt, was einen erfüllt mit der großen Ehrerbietung vor den Urerkenntnissen der Menschen, die in ihre Tierkreissymbole wirklich eine Menschenwissenschaft ungeheuerster Art aus ihrem instinktiven Hellsehen heraus haben hineinlegen können. Dagegen haben wir heute solch eine Wissenschaft, daß die Menschen in den Tierkreisbildern den Widder anglotzen, aber nicht wissen, daß die Hauptsache darin liegt, daß er sich umdreht; den Stier anglotzen, nicht wissen, daß das Wesentliche ist, daß er springt und nach der Seite blickt; und bei den Zwillingen dieses Sich-Anfassen, dieses Sich-Übergreifen und so weiter. Es ist alles in diesen Tierkreissymbolen ungeheuer tiefsinnig, ungeheuer bedeutsam, jede Gebärde jedes einzelnen Zeichens, und wo es sich nicht um eine Gebärde handelt, wie beim Löwen, da ist das Symbolische so gewählt, daß es als Zeichen schon die Gebärde in sich enthält, weil der Löwe den stärksten Herzschlag hat; so ist er gewählt. Also das Erfüllende ist im Löwen dargestellt. Auf diese Weise kann man wieder heraufholen die Urweisheit der alten Zeiten, wenn man sie heute in sich selbst findet.
[ 42 ] You see, in this way one can truly grasp the nature of humanity in relation to the entire universe. You must take these things—even if they are presented to you, I would say, not with pedantry but in a more lighthearted manner—you must take them very seriously; then you will see that in everything I have said today, on the one hand lies the possibility of comprehending the form of the human being within the context of the entire universe, and on the other hand, there lies that which fills one with profound reverence for the primordial insights of the ancients, who—through their instinctive clairvoyance—were truly able to imbue their zodiac symbols with a science of humanity of the most immense kind. In contrast, we have a science today in which people stare at Aries in the zodiac images but do not know that the main point is that it turns around; they stare at Taurus, not knowing that the essential thing is that it leaps and looks to the side; and with Gemini, this touching of one another, this reaching across, and so on. Everything in these zodiac symbols is immensely profound, immensely significant—every gesture of each individual sign—and where it is not a gesture, as with the Lion, the symbolism is chosen in such a way that the sign itself already contains the gesture, because the Lion has the strongest heartbeat; that is why it was chosen. So fulfillment is represented by the Lion. In this way, one can bring back the primordial wisdom of ancient times when one finds it within oneself today.
[ 43 ] Nun habe ich heute vor Ihnen betrachtet die Form des Menschen, möchte morgen betrachten das Leben des Menschen im Zusammenhange mit dem Universum, und dann im dritten Vortrag werden wir die Seele des Menschen betrachten im Zusammenhange mit dem Universum.
[ 43 ] Today I have discussed the form of human beings with you; tomorrow I would like to discuss human life in relation to the universe, and then, in the third lecture, we will discuss the human soul in relation to the universe.



