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The Rudolf Steiner Archive

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Humanity as the harmony of the
creative, formative, and shaping Word of the World
GA 230

27 October 1923, Dornach

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Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

[ 1 ] Diese Vorträge handeln von dem inneren Zusammenhang der Welterscheinungen und Weltwesen, und Sie haben schon gesehen, daß sich mancherlei ergibt, von dem derjenige, der nur die äußere Erscheinungswelt ins Auge faßt, zunächst keine Ahnung haben kann. Wir haben gesehen, wie im Grunde genommen eine jede Wesensart — wir haben es an ein paar Beispielen gezeigt — ihre Aufgabe hat im ganzen Zusammenhange des kosmischen Daseins. Nun wollen wir heute gewissermaßen rekapitulierend noch einmal hinschauen auf Wesensarten, von denen wir schon gesprochen haben, wollen ins Auge fassen dasjenige, was ich in den letzten Tagen über die Schmetterlingsnatur gesagt habe. Ich habe gerade im Gegensatz zur Pflanzenwesenheit diese Schmetterlingsnatur entwickelt, und wir haben uns sagen können, wie der Schmetterling eigentlich ein Wesen ist, welches dem Lichte angehört, dem Lichte, insofern es modifiziert wird von der Kraft der äußeren Planeten, des Mars, des Jupiter, des Saturn. So daß wir eigentlich, wenn wir den Schmetterling in seiner Wesenheit verstehen wollen, hinaufschauen müssen in die höheren Regionen des Kosmos und uns sagen müssen: diese höheren Regionen des Kosmos beschenken die Erde, begnaden die Erde mit der Schmetterlingswesenheit.

[ 1 ] These lectures deal with the inner connection between world phenomena and world beings, and you have already seen that this reveals many things of which those who focus solely on the outer world of phenomena can initially have no inkling. We have seen how, fundamentally, every kind of being—as we have shown with a few examples—has its role within the overall context of cosmic existence. Today, as a sort of recapitulation, let us take another look at the kinds of beings we have already discussed; let us consider what I have said in recent days about the nature of the butterfly. I have just elaborated on this nature of the butterfly in contrast to the plant being, and we have been able to see how the butterfly is actually a being that belongs to the light—the light as it is modified by the forces of the outer planets: Mars, Jupiter, and Saturn. So, if we truly wish to understand the butterfly in its essence, we must look up into the higher regions of the cosmos and say to ourselves: these higher regions of the cosmos bestow upon the Earth, grace the Earth with the butterfly being.

[ 2 ] Nun geht aber, ich möchte sagen, diese Begnadung der Erde eigentlich noch viel tiefer. Erinnern wir uns, wie wir sagen mußten, der Schmetterling beteilige sich eigentlich nicht an dem unmittelbar irdischen Dasein, sondern nur mittelbar, insofern die Sonne mit ihrer Wärme undLeuchtekraft eben im irdischen Dasein tätig ist. Der Schmetterling legt sogar seine Eier dahin, wo sie aus der Region der Sonnenwirksamkeit nicht herauskommen, wo sie in der Region der Sonnenwirksamkeit bleiben, so daß der Schmetterling sein Ei nicht der Erde, sondern eigentlich nur der Sonne übergibt. Dann kriecht die Raupe aus, die unter dem Einfluß der Marswirkung steht; natürlich, die Sonnenwirkung bleibt immer vorhanden. Es bildet sich die Puppe, die unter der Jupitereinwirkung steht. Es kriecht aus der Puppe der Schmetterling aus, der dann in seinem Farbenschillern das in der Umgebung der Erde wiedergibt, was die mit der Saturnkraft vereinigte Sonnenleuchtekraft der Erde sein kann.

[ 2 ] But now, I would say, this blessing of the earth actually runs much deeper. Let us recall, as we had to point out, that the butterfly does not actually participate in immediate earthly existence, but only indirectly, insofar as the sun, with its warmth and luminosity, is active precisely within earthly existence. The butterfly even lays its eggs where they do not leave the sphere of the sun’s influence, where they remain within that sphere, so that the butterfly does not entrust its egg to the earth, but actually only to the sun. Then the caterpillar emerges, which is under the influence of Mars; of course, the influence of the Sun remains present at all times. The chrysalis forms, which is under the influence of Jupiter. The butterfly emerges from the chrysalis, and in its iridescent colors it reflects, in the Earth’s surroundings, what the Sun’s luminous power—united with the power of Saturn—can be for the Earth.

[ 3 ] So sehen wir eigentlich unmittelbar wirksam innerhalb des irdischen Daseins, in der Umgebung des irdischen Daseins, die Saturnwirksamkeit in den mannigfaltigen Farben des Schmerterlingsdaseins. Aber erinnern wir uns daran, daß ja die Substanzen, die in Betracht kommen für das Weltendasein, zweierlei sind. Wir haben es zu tun mit den rein stofflichen Substanzen der Erde, und wir haben es zu tun mit den geistigen Substanzen, und ich habe Ihnen gesagt, daß das Merkwürdige darinnen besteht, daß der Mensch in bezug auf seinen StoffwechselGliedmaßenorganismus die geistige Substanz zugrundeliegend hat, während seinem Haupte, seinem Kopfe die physische Substanz zugrunde liegt. In der unteren Natur des Menschen wird die geistige Substanz durchdrungen mit physischer Kraftwirkung, mit Schwerewirkung, mit den anderen irdischen Kraftwirkungen. Im Haupte wird die irdische Substanz, die durch den ganzen Stoffwechsel, die Zirkulation, die Nerventätigkeit und so weiter hinaufgeschafft wird in das Haupt des Menschen, durchdrungen von übersinnlichen geistigen Kräften, die sich widerspiegeln in unserem Denken, in unserem Vorstellen. So daß wir also im Haupte des Menschen vergeistigte physische Materie haben, und daß wir im Stoffwechsel-Gliedmaßensystem verirdischte — wenn ich das Wort bilden darf —, verirdischte geistig-spirituelle Substantialität haben.

[ 3 ] Thus, we actually see the influence of Saturn at work directly within earthly existence, in the context of earthly existence, in the manifold colors of our mortal existence. But let us remember that the substances relevant to worldly existence are of two kinds. We are dealing with the purely material substances of the Earth, and we are dealing with the spiritual substances; and I have told you that what is remarkable about this is that, with regard to the human organism of metabolism and limbs, the spiritual substance forms the foundation, whereas the physical substance forms the foundation of the head. In the lower nature of the human being, the spiritual substance is permeated by physical forces, by the force of gravity, and by other earthly forces. In the head, the earthly substance—which is carried up into the human head through the entire metabolic, circulatory, and nervous systems, and so on—is permeated by supersensible spiritual forces that are reflected in our thinking and our imagination. Thus, in the human head we have spiritualized physical matter, and in the metabolic-limb system we have—if I may coin the term—“earth-bound” spiritual-mental substance.

[ 4 ] Nun, diese vergeistigte Materie haben wir vor allen Dingen beim Schmetterlingswesen. Indem das Schmetterlingswesen überhaupt im Bereich des Sonnendaseins bleibt, bemächtigt es sich der irdischen Materie, ich möchte sagen — es ist natürlich noch bildlich gesprochen — nur wie im feinsten Staub. Der Schmetterling eignet sich die irdische Materie an nur wie im feinsten Staub. Er verschafft sich auch seine Nahrung aus denjenigen Substanzen der Erde, welche sonnendurcharbeitet sind. Er vereinigt mit seiner eigenen Wesenheit nur, was sonnendurcharbeitet ist; er entnimmt schon allem Irdischen das Feinste sozusagen und treibt es bis zur vollständigsten Vergeistigung. In der Tat hat man, wenn man den Schmetterlingsflügel ins Auge faßt, im Grunde die vergeistigteste Erdenmaterie vor sich. Dadurch, daß die Materie des Schmetterlingsflügels farbdurchdrungen ist, ist sie die vergeistigteste Erdenmaterie.

[ 4 ] Well, we find this spiritualized matter above all in the butterfly. Since the butterfly remains entirely within the realm of solar existence, it takes hold of earthly matter—I would say, though this is of course still a metaphor—only as if it were the finest dust. The butterfly appropriates earthly matter only as if it were the finest dust. It also obtains its nourishment from those substances of the earth that have been transformed by the sun. It unites with its own being only that which has been transformed by the sun; it extracts, so to speak, the very finest essence from all that is earthly and drives it to the most complete spiritualization. In fact, when one looks closely at a butterfly’s wing, one is essentially looking at the most spiritualized earthly matter. Because the matter of the butterfly’s wing is permeated with color, it is the most spiritualized earthly matter.

[ 5 ] Der Schmetterling ist eigentlich diejenige Wesenheit, die ganz in vergeistigter Erdenmaterie lebt. Man kann es sogar geistig sehen, wie der Schmetterling seinen Körper, den er inmitten seiner Farbflügel hat, in einer gewissen Weise verachtet, weil seine ganze Aufmerksamkeit, sein ganzes Gruppenseelentum eigentlich im freudigen Genießen seiner Flügelfarben ruht.

[ 5 ] The butterfly is, in fact, the being that lives entirely within spiritualized earthly matter. One can even perceive spiritually how the butterfly, in a certain sense, disregards its body—which lies amidst its colorful wings—because its entire attention, its entire group soul, actually rests in the joyful enjoyment of its wing colors.

[ 6 ] Ebenso wie man dem Schmetterling folgen kann in der Bewunderung seiner schillernden Farben, kann man ihm folgen in der Bewunderung der flatternden Freude über diese Farben. Das ist etwas, was im Grunde genommen bei den Kindern schon kultiviert werden sollte, diese Freude an der Geistigkeit, die herumflattert in der Luft, und die eigentlich flatternde Freude ist, Freude am Farbenspiel. In dieser Beziehung nuanciert sich das Schmerterlingsmäßige in einer ganz wunderbaren Weise. Und dem allem liegt dann etwas anderes zugrunde.

[ 6 ] Just as one can follow the butterfly in admiration of its iridescent colors, one can follow it in admiration of the fluttering joy these colors bring. This is something that, fundamentally, should already be cultivated in children—this joy in the spirituality that flutters through the air, which is actually fluttering joy itself, joy in the play of colors. In this regard, the butterfly-like quality takes on wonderful nuances. And underlying all of this is something else.

[ 7 ] Wir konnten vom Vogel, den wir im Adler repräsentiert fanden, sagen, daß er bei seinem Tode die vergeistigte Erdensubstanz in die geistige Welt hineintragen kann, daß er dadurch seine Aufgabe im kosmischen Dasein hat, daß er als Vogel die Erdenmaterie vergeistigt und dasjenige tun kann, was der Mensch nicht tun kann. Der Mensch hat in seinem Kopfe auch die Erdenmaterie bis zu einem gewissen Grade vergeistigt, aber er kann diese Erdenmaterie nicht hineinnehmen in die Welt, die er durchlebt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, denn er würde fortwährend einen unsäglichen, nicht erträglichen, zerstörenden Schmerz aushalten müssen, wenn er diese vergeistigte Erdenmaterie seines Kopfes hineintragen wollte in die geistige Welt.

[ 7 ] We could say of the bird, which we found represented in the eagle, that upon its death it can carry the spiritualized earthly substance into the spiritual world; that its purpose in cosmic existence is to spiritualize earthly matter as a bird and to do what human beings cannot do. Human beings have also spiritualized earthly matter to a certain degree within their heads, but they cannot take this earthly matter into the world they experience between death and a new birth, for he would have to endure an unspeakable, unbearable, and destructive pain if he were to carry this spiritualized earthly matter from his mind into the spiritual world.

[ 8 ] Die Vogelwelt, durch den Adler repräsentiert, kann das, so daß in der Tat dadurch ein Zusammenhang geschaffen wird zwischen dem, was irdisch ist, und dem, was außerirdisch ist. Die irdische Materie wird zunächst gewissermaßen langsam in den Geist übergeführt, und das Vogelgeschlecht hat die Aufgabe, diese vergeistigte irdische Materie dem Weltenall zu übergeben. Man wird schon sagen können, wenn einmal die Erde am Ende ihres Daseins angekommen ist: diese Erdenmaterie ist vergeistigt worden, und das Vogelgeschlecht war da innerhalb der ganzen Ökonomie des Erdendaseins, um die vergeistigte Erdenmaterie in das Geisterland zurückzutragen.

[ 8 ] The bird world, represented by the eagle, is capable of this, so that a connection is indeed established between what is earthly and what is extraterrestrial. Earthly matter is first, so to speak, slowly transformed into spirit, and the bird kingdom has the task of handing this spiritualized earthly matter over to the universe. Once the Earth has reached the end of its existence, it will be possible to say: this earthly matter has been spiritualized, and the bird kingdom was present within the entire economy of earthly existence to carry the spiritualized earthly matter back to the realm of the spirits.

[ 9 ] Mit den Schmetterlingen ist es noch etwas anderes. Der Schmetterling vergeistigt noch mehr die irdische Materie als der Vogel. Der Vogel kommt immerhin dazu, viel näher der Erde zu stehen als der Schmetterling. Ich werde das nachher ausführen. Aber der Schmetterling ist imstande, dadurch, daß er eben die Sonnenregion gar nicht verläßt, seine Materie so weit zu vergeistigen, daß er nun nicht erst bei seinem Tode, wie der Vogel, sondern schon während seines Lebens fortwährend vergeistigte Materie an die Erdenumgebung, an die kosmische Erdenumgebung abgibt.

[ 9 ] There is something else to consider regarding butterflies. The butterfly spiritualizes earthly matter even more than the bird. After all, the bird is much closer to the earth than the butterfly. I will elaborate on this later. But because the butterfly never leaves the solar region, it is able to spiritualize its matter to such an extent that it releases continuously spiritualized matter into the Earth’s environment—into the cosmic environment surrounding the Earth—not only upon its death, as the bird does, but already during its lifetime.

[ 10 ] Denken Sie einmal, wie das eigentlich ein Großartiges ist in der ganzen kosmischen Ökonomie, wenn wir uns vorstellen können: die Erde, durchflattert von der Schmetterlingswelt in der mannigfaltigsten Weise und fortwährend in den Weltenraum hinausströmend vergeistigte Erdenmaterie, die die Schmetterlingswelt an den Kosmos abgibt! So daß wir also diese Region der Schmetterlingswelt um die Erde herum durch eine solche Erkenntnis mit noch ganz anderen Gefühlen betrachten können.

[ 10 ] Just think how truly magnificent this is within the entire cosmic economy, if we can imagine it: the Earth, fluttered through by the world of butterflies in the most diverse ways, and spiritualized earthly matter continually streaming out into outer space—which the world of butterflies releases into the cosmos! So, through such an understanding, we can view this region of the butterfly world surrounding the Earth with entirely different feelings.

[ 11 ] Wir können hineinschauen in diese flatternde Welt und können uns sagen: Ihr Flattertiere, ihr strahlt sogar Besseres als das Sonnenlicht, ihr strahlet Geistlicht in den Kosmos hinaus! — Das Geistige wird ja von unserer materialistischen Wissenschaft wenig berücksichtigt. Und so hat eigentlich diese materialistische Wissenschaft gar keine Handhabe, um auf diese Dinge, die zum Ganzen der Weltökonomie gehören, auch nur irgendwie zu kommen. Aber sie sind ja da, wie die physischen Wirkungen da sind, und sie sind wesentlicher als die physischen Wirkungen. Denn das, was da hinausstrahlt in das Geisterland, das wird fortwirken, wenn die Erde längst zugrunde gegangen ist; das, was heute der Physiker, der Chemiker konstatiert, das wird seinen Abschluß finden mit dem Erdendasein. So daß also, wenn irgendein Beobachter draußen im Kosmos säße und eine lange Zeit zur Beobachtung hätte, er sehen würde, wie etwas wie eine kontinuierliche Ausstrahlung von Geistmaterie in das Geisterland, von geistig gewordener Materie in das Geisterland stattfindet, wie die Erde ihr eigenes Wesen hinaus in den Weltenraum, in den Kosmos ausstrahlt, und wie, sprühenden Funken gleich, immerfort aufleuchtenden Funken, das, was das Vogelgeschlecht, jeder Vogel nach seinem Tode, aufglänzen läßt, in dieses Weltenall nunmehr strahlenförmig hinausgeht: ein Glimmern von Schmetterlingsgeisteslicht und ein Sprühen von Vogelgeisteslicht!

[ 11 ] We can look into this fluttering world and say to ourselves: You fluttering creatures, you radiate something even better than sunlight; you radiate spiritual light out into the cosmos! — After all, our materialistic science pays little attention to the spiritual realm. And so this materialistic science actually has no way of even beginning to address these things, which are part of the whole of the world economy. But they are there, just as the physical effects are there, and they are more essential than the physical effects. For what radiates out into the spiritual realm will continue to have an effect long after the Earth has perished; what the physicist and the chemist observe today will come to an end with earthly existence. So that if any observer were sitting out in the cosmos and had a long time to observe, he would see how something like a continuous radiation of spiritual matter into the spiritual realm—of matter that has become spiritual—takes place; how the Earth radiates its own essence out into outer space, into the cosmos, and how, like sparkling sparks—sparks that flash ceaselessly—that which causes the bird species, each bird after its death, to shine, now radiates outward into the universe in rays: a glimmer of butterfly spirit-light and a spray of bird spirit-light!

[ 12 ] Das sind die Dinge, die aber zu gleicher Zeit dahin die Aufmerksamkeit lenken könnten, daß, wenn man nun zur anderen Sternenwelt hinausschaut, man auch nicht glauben soll, daß da nur das herunterstrahlt, was das Spektroskop zeigt, oder vielmehr, was in das Spektroskop der Spektroskopiker hineinphantasiert, sondern das, was von den anderen Sternenwelten zur Erde herunterstrahlt, ist ebenso das Ergebnis von Lebewesen in anderen Welten, wie das, was von der Erde hinausstrahlt in den Weltenraum, das Ergebnis von Lebewesen ist. Wir schauen einen Stern an und stellen uns mit dem heutigen Physiker so etwas vor, wie eine entzündete unorganische Flamme — so ähnlich. Es ist natürlich völliger Unsinn. Denn, was da geschaut wird, das ist durchaus das Ergebnis von Belebtem, Beseeltem, Vergeistigtem.

[ 12 ] These are the things that could, at the same time, draw our attention to the fact that when we look out toward the other stellar worlds, one should not believe that only what the spectroscope shows—or rather, what spectroscopists imagine into the spectroscope—is shining down there; rather, what shines down from the other starry worlds toward Earth is just as much the result of living beings in other worlds as what radiates out from Earth into outer space is the result of living beings. We look at a star and, along with today’s physicists, imagine something like an ignited inorganic flame—something like that. It is, of course, utter nonsense. For what is being observed there is indeed the result of living, animated, and spiritual beings.

[ 13 ] Gehen wir nun herein von diesem Schmetterlingsgürtel, wenn ich so sagen darf, der dieErde umgürtet, noch einmal zu dem Vogelgeschlechte. Wenn wir uns das, was wir schon wissen, vorstellen, so haben wir drei aneinandergrenzende Regionen. Über demselben sind andere Regionen, unter demselben wieder andere Regionen. Wir haben den Lichtäther, wir haben den Wärmeäther, der aber eigentlich zwei Teile hat, zwei Schichten; die eine ist die irdische Wärmeschicht, die andere ist die kosmische Wärmeschicht, und die spielen fortwährend ineinander. Wir haben in der Tat nicht einerlei, sondern zweierlei Wärme, diejenige Wärme, die eigentlich irdischen, tellurischen Ursprungs ist, und solche, die kosmischen Ursprungs ist. Die spielen fortwährend ineinander. Dann haben wir angrenzend an den Wärmeäther die Luft. Dann kämen Wasser und Erde, und oben käme chemischer Äther, Lebensäther.

[ 13 ] Let us now turn from this “butterfly belt,” if I may call it that, which encircles the Earth, back once more to the bird kingdom. If we consider what we already know, we have three contiguous regions. Above them are other regions, and below them yet other regions. We have the light ether, and we have the heat ether, which actually consists of two parts, two layers; one is the earthly heat layer, the other is the cosmic heat layer, and these are constantly interacting with one another. In fact, we do not have just one kind of heat, but two: the heat that is actually of earthly, telluric origin, and that which is of cosmic origin. These are constantly interacting with one another. Then, adjacent to the heat ether, we have air. Next come water and earth, and above them comes the chemical ether, the life ether.

[ 14 ] Wenn wir nun das Schmetterlingsgeschlecht nehmen, so gehört es vorzugsweise dem Lichtäther an, und der Lichtäther selber ist das Mittel, in dem die Leuchtekraft hervorholt aus dem Schmetterlingsei die Raupe; die Leuchtekraft im wesentlichen holt das hervor. Das ist schon nicht so beim Vogelgeschlecht. Die Vögel legen ihre Eier. Die müssen nun von Wärme ausgebrütet werden. Das Schmetterlingsei wird einfach der Sonnennatur überlassen; das Vogelei kommt in die Region der Wärme. In der Region des Wärmeäthers ist der Vogel vorhanden, und er überwindet eigentlich das, was bloße Luft ist.

[ 14 ] If we now consider the butterfly species, it belongs primarily to the light ether, and the light ether itself is the medium through which the luminous force draws the caterpillar from the butterfly egg; it is essentially the luminous force that brings it forth. This is not the case with the bird species. Birds lay their eggs. These must then be incubated by heat. The butterfly egg is simply left to the nature of the sun; the bird’s egg enters the realm of heat. The bird exists within the realm of the heat ether, and it actually overcomes what is mere air.

[ 15 ] Der Schmetterling fliegt auch in der Luft, aber er ist im Grunde genommen ganz ein Lichtgeschöpf. Und indem die Luft durchdrungen wird vom Lichte, wählt der Schmetterling innerhalb dieses Licht-Luftdaseins nicht das Luftdasein, sondern das Lichtdasein; die Luft ist ihm nur der Träger. Die Luft sind die Wogen, auf denen er gewissermaßen herumschwimmt, aber sein Element ist das Licht. Der Vogel fliegt in der Luft, aber sein Element ist eigentlich die Wärme, die verschiedenen Wärmedifferenzen in der Luft, und er überwindet in einem gewissen Grade die Luft. Der Vogel ist ja auch innerlich ein Luftwesen. Im hohen Grade ist er ein Luftwesen. Sehen Sie sich einmal die Knochen der Säugetiere, die Knochen des Menschen an: sie sind von Mark erfüllt. Wir werden davon noch sprechen, warum sie von Mark erfüllt sind. Die Vogelknochen sind hohl und nur mit Luft ausgefüllt. Wir bestehen also, insofern das in Betracht kommt, was innerhalb unserer Knochen ist, aus Markmäßigem, der Vogel besteht aus Luft, und sein Markmäßiges ist reine Luft. Wenn Sie die Vogellungen nehmen, so finden Sie in dieser Vogellunge eine ganze Menge von Säcken, die ausgehen von der Lunge; das sind Luftsäcke. Wenn der Vogel einatmet, dann atmet er nicht nur in die Lunge ein, sondern er atmet in diese Luftsäcke die Luft hinein, und von den Luftsäcken geht es in die hohlen Knochen. So daß, wenn man alles Fleisch und alle Federn von dem Vogel loslösen und die Knochen wegnehmen könnte, so würde man noch ein aus Luft bestehendes Tier bekommen, das die Form hätte der inneren Lungenausfüllung und auch der inneren Ausfüllung aller Knochen. Sie hätten, wenn man es in der Form vorstellt, ganz die Form des Vogels. Im Fleisch- und Beinadler sitzt ein Luftadler drinnen. Das ist nun nicht bloß aus dem Grunde, daß da noch ein Luftadler drinnen ist, sondern nun atmet der Vogel; durch die Atmung erzeugt er Wärme. Diese Wärme, die teilt er seiner Luft mit, die er nun in alle seine Gliedmaßen preßt. Da entsteht der Wärmeunterschied gegenüber der äußeren Umgebung. Da hat er seine Innenwärme, da hat er die äußere Wärme. In diesem Niveauunterschiede zwischen der äußeren Wärme der Luft und der Wärme, die er seiner eigenen Luft drinnen gibt, in diesem Niveauunterschiede, also in einem Niveauunterschiede innerhalb der Wärme, des Wärmeelementes lebt eigentlich der Vogel. Und wenn Sie den Vogel fragen würden in entsprechender Weise, wie es ihm eigentlich mit seinem Körper ist, dann würde er Ihnen — wenn Sie die Vogelsprache verstünden, würden Sie schon sehen, daß er das tut — so antworten, daß Sie erkennen würden, er redet von den fest substantiellen Knochen und von dem, was er sonst an sich trägt, etwa so, wie wenn Sie bepackt sind links und rechts und auf dem Rücken und auf dem Kopf mit lauter Koffern. Da sagen Sie auch nicht: Das ist mein Leib, der rechte Koffer, der linke Koffer und so weiter. — Geradesowenig wie Sie von diesen Dingen, mit denen Sie bepackt sind, als von Ihrem Leibe reden, sondern wie Sie das an sich tragen, so redet der Vogel, wenn er von sich redet, bloß von der von ihm erwärmten Luft, und von dem anderen als von dem Gepäck, das er mitträgt im irdischen Dasein. Diese Knochen, die diesen eigentlichen Vogelluftleib umhüllen: das ist sein Gepäck. So daß wir also durchaus sagen müssen: im Grunde genommen lebt der Vogel ganz und gar im Wärmeelemente, und der Schmetterling im Lichtelemente. Für den Schmetterling ist alles, was physische Substanz ist, die er vergeistigt, vor der Vergeistigung eigentlich erst recht, man möchte sagen nicht einmal Gepäck, sondern Hauseinrichtung. Noch ferner steht sie ihm.

[ 15 ] The butterfly also flies through the air, but it is, in essence, a creature of light. And since the air is permeated by light, the butterfly, within this existence of light and air, chooses not the existence of air but that of light; the air is merely its medium. The air is the waves on which it, so to speak, floats about, but its element is light. The bird flies through the air, but its element is actually heat—the various temperature differences in the air—and to a certain degree it overcomes the air. The bird is, after all, an air being at its core. To a high degree, it is an air being. Take a look at the bones of mammals, the bones of humans: they are filled with marrow. We will speak more about why they are filled with marrow. Bird bones are hollow and filled only with air. So, insofar as what is inside our bones is concerned, we consist of marrow-like substance; the bird consists of air, and its marrow-like substance is pure air. If you examine a bird’s lungs, you will find within them a whole host of sacs extending from the lungs; these are air sacs. When the bird inhales, it does not merely breathe air into the lungs, but also into these air sacs, and from the air sacs the air flows into the hollow bones. So that if one could remove all the flesh and feathers from the bird and take away the bones, one would still be left with an animal consisting of air, which would have the shape of the internal lung structure and also the internal structure of all the bones. If one were to imagine it in this form, it would have the exact shape of the bird. Inside the eagle of flesh and bone sits an eagle of air. This is not merely because there is still an eagle of air inside, but because the bird breathes; through breathing, it generates heat. It imparts this heat to its air, which it then forces into all its limbs. This creates a temperature difference relative to the external environment. There is its internal heat, and there is the external heat. It is within this difference in temperature—between the external heat of the air and the heat it imparts to its own internal air—that is, within this difference in temperature within the heat element itself—that the bird actually lives. And if you were to ask the bird in an appropriate way how it is actually doing with its body, then it would answer you—if you understood the language of birds, you would already see that it does this—in such a way that you would recognize it is speaking of its solid, substantial bones and of what else it carries on itself, much as if you were laden on the left and right, on your back, and on your head with nothing but suitcases. You wouldn’t say then: “This is my body—the suitcase on the right, the suitcase on the left, and so on.” — Just as you do not speak of these things with which you are laden as if they were your body, but rather of how you carry them on yourself, so the bird, when it speaks of itself, speaks only of the air it warms, and of the other things as the baggage it carries with it in its earthly existence. These bones, which envelop this actual bird-air-body: that is its baggage. So we must certainly say: fundamentally, the bird lives entirely in the element of warmth, and the butterfly in the element of light. For the butterfly, everything that is physical substance—which it spiritualizes—is, before spiritualization, in fact even more so—one might say not even baggage, but rather household furnishings. It is even further removed from it.

[ 16 ] Also indem wir in diese Region hinaufkommen, zu dem Getier in diesen Regionen, kommen wir zu etwas, was wir gar nicht auf physische Art beurteilen dürfen. Wenn wir es auf physische Art beurteilen, so ist es etwa so, wie wenn wir einen Menschen so zeichnen wollten, daß wir seine Haare hineingewachsen malen würden in das, was er auf dem Kopfe tragen würde, seine Koffer zusammengewachsen mit den Armen, seinen Rücken mit irgend etwas, was er als Rucksack trägt, so daß wir ihn ganz buckelig machen würden, als ob der Rucksack hinten hinausgewachsen wäre. Wenn wir den Menschen so zeichnen würden, so würde das entsprechen der Vorstellung, die man sich als Materialist über den Vogel eigentlich macht. Das ist gar nicht der Vogel, das ist das Gepäck des Vogels. Der Vogel fühlt sich eigentlich auch so, als ob er furchtbar schleppt an diesem seinem Gepäck, denn er möchte am liebsten frank und frei, gar nicht belastet, als ein warmes Luftgetier durch die Welt seine Wanderung vollführen. Das andere ist ihm eine Last. Und er bringt den Tribut dem Weltendasein, indem er ihm diese Last vergeistigt und ins Geisterland hinausschickt, wenn er stirbt; der Schmetterling noch während seiner Lebenszeit.

[ 16 ] So as we ascend into this region, toward the beings in these regions, we encounter something that we must not judge in purely physical terms. If we were to judge it in a physical way, it would be something like trying to draw a person in such a way that we would depict his hair growing into whatever he’s wearing on his head, his suitcases fused with his arms, and his back fused with whatever he’s carrying as a backpack—so that we would make him completely hunched over, as if the backpack had grown out of his back. If we were to draw a person like that, it would correspond to the image that a materialist actually has of the bird. That is not the bird at all; that is the bird’s baggage. The bird actually feels as though it is struggling terribly under the weight of this baggage, for it would prefer to make its journey through the world free and unburdened, as a warm creature of the air. The other is a burden to him. And he pays tribute to his existence in this world by spiritualizing this burden and sending it off into the realm of spirits when he dies; the butterfly does so even during its lifetime.

[ 17 ] Sehen Sie, der Vogel atmet und verwendet die Luft auf die Weise, wie ich es Ihnen gesagt habe. Beim Schmetterling ist es noch anders. Der Schmetterling atmet überhaupt nicht durch solche Vorrichtungen, wie sie die sogenannten höheren Tiere haben; es sind ja nur die voluminöseren Tiere, es sind nicht die höheren Tiere in Wirklichkeit. Der Schmetterling atmet eigentlich nur durch Röhren, die von seiner äußeren Umhüllung nach innen hineingehen, und die etwas aufgeblasen sind, so daß er die Luft aufspeichern kann, wenn er fliegt, so daß ihn das nicht stört, daß er da nicht immer zu atmen braucht. Er atmet eigentlich immer nur durch Röhren, die in sein Inneres hineingehen. Dadurch, daß er durch Röhren atmet, die in sein Inneres hineingehen, hat er die Möglichkeit, mit der Luft, die er einatmet, zugleich das Licht, das in der Luft ist, in seinen ganzen Körper aufzunehmen. Da ist auch ein großer Unterschied vorhanden.

[ 17 ] You see, the bird breathes and uses air in the way I have described to you. With the butterfly, it is different still. The butterfly does not breathe at all through structures such as those found in so-called higher animals; after all, these are merely the larger animals—they are not, in reality, the higher animals. The butterfly actually breathes only through tubes that extend inward from its outer covering and are slightly inflated, so that it can store air while flying, meaning it isn’t bothered by the fact that it doesn’t need to breathe constantly. It actually breathes only through tubes that lead into its interior. Because it breathes through tubes that lead into its interior, it is able to take in not only the air it inhales but also the light contained in the air throughout its entire body. There is also a major difference here.

[ 18 ] Schematisch dargestellt: Stellen Sie sich ein höheres Tier vor; das hat die Lunge. In die Lunge kommt der Sauerstoff hinein und verbindet sich da mit dem Blute auf dem Umweg durch das Herz. Das Blut muß in Herz und Lunge einfließen, um mit dem Sauerstoff in Berührung zu kommen bei diesen voluminöseren Tieren und auch beim Menschen. Beim Schmetterling muß ich ganz anders zeichnen. Da muß ich so zeichnen: Wenn das der Schmetterling ist, gehen da überall die Röhren herein; diese Röhren verästeln sich weiter. Und der Sauerstoff geht nun da überall hinein, verästelt sich selber mit; die Luft dringt überall in den Körper ein.

[ 18 ] To put it simply: Imagine a higher-order animal; it has lungs. Oxygen enters the lungs and mixes with the blood as it passes through the heart. The blood must flow into the heart and lungs to come into contact with the oxygen in these larger animals—and also in humans. With a butterfly, I have to draw it quite differently. I have to draw it like this: If this is the butterfly, the tubes enter everywhere; these tubes branch out further. And the oxygen now enters everywhere, branching out itself as well; the air penetrates the body everywhere.

[ 19 ] Bei uns und bei den sogenannten höheren Tieren kommt die Luft nur als Luft bis in die Lungen; bei dem Schmetterling breitet sich die äußere Luft mit ihrem Inhalte an Licht im ganzen inneren Leib aus. Der Vogel breitet die Luft bis in seine hohlen Knochen hinein aus; der Schmetterling ist nicht nur nach außen hin das Lichttier, sondern er breiter das Licht, das von der Luft getragen wird, in seinem ganzen Körper überallhin aus, so daß er auch innerlich Licht ist. Wenn ich Ihnen schildern konnte, daß der Vogel eigentlich innerlich erwärmte Luft ist, so ist der Schmetterling eigentlich ganz Licht. Es besteht auch sein Körper aus Licht, und die Wärme ist für den Schmetterling eigentlich Last, Gepäck. Er flattert ganz und gar im Lichte und baut seinen Leib eigentlich ganz aus dem Lichte herein auf. Und wir müßten, wenn wir den Schmetterling in der Luft flattern sehen, eigentlich bloße Lichtwesen flattern sehen, über ihre Farben, ihr Farbenspiel sich freuende Lichtwesen. Das andere ist Bekleidung und Gepäck. Man muß erst darauf kommen, aus was eigentlich die Wesen der Erdenumgebung bestehen, denn der äußere Schein täuscht.

[ 19 ] In us and in the so-called higher animals, air enters the lungs merely as air; in the butterfly, the external air, with its light-filled contents, spreads throughout its entire inner body. The bird spreads the air all the way into its hollow bones; the butterfly is not only an animal of light on the outside, but it also spreads the light carried by the air throughout its entire body, so that it is also light on the inside. If I were able to describe to you that the bird is actually internally warmed air, then the butterfly is actually entirely light. Its body, too, consists of light, and for the butterfly, warmth is actually a burden, baggage. It flutters entirely in the light and actually builds its body entirely from the light within. And when we see the butterfly fluttering in the air, we should actually be seeing mere beings of light fluttering—beings of light rejoicing in their colors and their play of colors. The rest is merely clothing and baggage. One must first realize what the beings of the earthly environment are actually made of, for outward appearances are deceptive.

[ 20 ] Diejenigen, die heute so oberflächlich dies oder jenes gelernt haben, sagen wir aus morgenländischer Weisheit, die sprechen davon, daß die Welt Maja ist. Aber das ist nun wirklich nichts, wenn man sagt: die Welt ist Maja. Man muß in den Einzelheiten sehen, wie sie Maja ist. Maja versteht man, wenn man weiß, der Vogel schaut eigentlich gar nicht in seiner Wesenheit so aus, wie er außen erscheint, sondern er ist ein warmes Luftwesen. Der Schmetterling schaut gar nicht so aus, wie er da erscheint, sondern er ist ein Lichtwesen, das da herumflattert, und das im wesentlichen eigentlich aus der Freude an dem Farbenspiel besteht, an jenem Farbenspiel, das an dem Schmetterlingsflügel entsteht, indem die irdische Staubmaterie vom Farbigen durchdrungen wird und dadurch auf der ersten Stufe der Vergeistigung hinaus ins geistige Weltenall, in den geistigen Kosmos ist.

[ 20 ] Those who have learned this or that so superficially today—let’s say from Eastern wisdom—speak of the world as Maya. But that really means nothing when one says, “The world is Maya.” One must see in the details how it is Maya. One understands Maya when one knows that, in its true nature, the bird does not actually look at all as it appears on the outside, but is rather a warm being of air. The butterfly does not look at all as it appears there, but is a being of light fluttering about, and whose very essence consists essentially of the joy of the play of colors—that play of colors that arises on the butterfly’s wing when the earthly dust-matter is permeated by color and thereby, at the first stage of spiritualization, extends out into the spiritual universe, into the spiritual cosmos.

[ 21 ] Sehen Sie, da haben Sie, ich möchte sagen, zwei Stufen: den Schmetterling, den Bewohner des Lichtäthers in unserer Erdenumgebung; den Vogel, den Bewohner des Wärmeäthers in unserer Erdenumgebung. Und nun die dritte Sorte. Wenn wir herunterkommen in die Luft, da kommen wir dann zu jenen Wesen, welche in einer bestimmten Periode unserer Erdenevolution noch gar nicht da sein konnten, zum Beispiel in der Zeit, in der der Mond noch bei der Erde war, in der der Mond sich noch nicht von der Erde getrennt hatte. Da kommen wir zu Wesen, die zwar auch Luftwesen sind, das heißt, in der Luft leben, aber eigentlich schon durchaus hart berührt sind von dem, was der Erde eigentümlich ist, von der Erdenschwere. Der Schmetterling ist noch gar nicht von der Erdenschwere berührt. Der Schmetterling flattert freudig im Lichtäther und fühlt sich selber als ein Geschöpf, aus dem Lichtäther heraus geboren. Der Vogel überwindet die Schwere, indem er die Luft in seinem Inneren erwärmt, dadurch warme Luft ist, und warme Luft wird von der kalten Luft getragen. Er überwindet noch die Erdenschwere.

[ 21 ] You see, there are, I would say, two levels: the butterfly, an inhabitant of the light ether in our earthly environment; and the bird, an inhabitant of the warmth ether in our earthly environment. And now the third type. When we descend into the air, we then encounter those beings who could not yet have existed during a certain period of our Earth’s evolution—for example, during the time when the Moon was still attached to the Earth, before the Moon had separated from the Earth. There we encounter beings who, although they are also air beings—that is, who live in the air—are in fact already quite strongly influenced by what is peculiar to the Earth, by Earthly gravity. The butterfly is not yet affected by Earthly gravity at all. The butterfly flutters joyfully in the light ether and perceives itself as a creature born out of the light ether. The bird overcomes gravity by warming the air within itself, thereby creating warm air, and warm air is carried by the cold air. It still overcomes the Earth’s gravity.

[ 22 ] Diejenigen Tiere, welche zwar ihrer Abstammung gemäß noch in der Luft leben müssen, aber die Erdenschwere nicht überwinden können, weil sie nicht hohle Knochen haben, sondern markerfüllte Knochen, weil sie auch nicht solche Luftsäcke haben wie die Vögel, diese Tiere sind die Fledermäuse.

[ 22 ] Those animals which, although by virtue of their ancestry must still live in the air, cannot overcome the pull of gravity because they do not have hollow bones but rather bones filled with marrow, and because they do not have air sacs like birds—these animals are bats.

[ 23 ] Die Fledermäuse sind ein ganz merkwürdiges Tiergeschlecht. Die Fledermäuse überwinden gar nicht durch das Innere ihres Körpers die Schwere der Erde. Sie sind nicht lichtleicht wie der Schmetterling, sie sind nicht wärmeleicht wie der Vogel, sie unterliegen schon der Schwere der Erde und fühlen sich auch schon in ihrem Fleisch und Bein. Daher ist den Fledermäusen dasjenige Element, aus dem zum Beispiel der Schmetterling besteht, in dem der Schmetterling ganz und gar lebt, dieses Element des Lichtes, unangenehm. Sie lieben die Dämmerung. Sie müssen die Luft benützen, aber sie haben die Luft am liebsten, wenn die Luft nicht das Licht trägt. Sie übergeben sich der Dämmerung. Sie sind eigentlich Dämmerungstiere. Die Fledermäuse können sich nur dadurch in der Luft halten, daß sie, ich möchte sagen, die etwas karikaturhaft aussehenden Fledermausflügel haben, die ja gar nicht wirkliche Flügel sind, sondern ausgespannte Häute, zwischen den verlängerten Fingern ausgespannte Häute, Fallschirme. Dadurch halten sie sich in der Luft. Dadurch überwinden sie, indem sie der Schwere selber etwas, was mit dieser Schwere zusammenhängt, als Gegengewicht entgegenstellen, die Schwere. Aber sie sind dadurch ganz in den Bereich der Erdenkräfte hereingespannt. Man kann niemals eigentlich nach den physikalisch-mechanischen Konstruktionen den Schmetterlingsflug so ohne weiteres konstruieren, auch den Vogelflug nicht. Es wird niemals vollständig stimmen. Man muß da etwas hineinbringen, das andere Konstruktionen noch enthält. Aber den Fledermausflug, den können Sie durchaus mit irdischer Dynamik und Mechanik konstruieren.

[ 23 ] Bats are a truly remarkable order of animals. Bats do not overcome the Earth’s gravity through the inner workings of their bodies. They are not as light as air as the butterfly is, nor are they as light as warmth as the bird is; they are subject to the Earth’s gravity and feel it in their very flesh and bones. That is why the element of which, for example, the butterfly is composed—the element in which the butterfly lives entirely, this element of light—is unpleasant to bats. They love twilight. They must use the air, but they prefer the air when it does not carry light. They surrender themselves to twilight. They are, in fact, creatures of twilight. Bats can only stay aloft because they have—I might say—those somewhat caricature-like bat wings, which are not real wings at all, but stretched-out membranes, membranes stretched between their elongated fingers, like parachutes. This is how they stay aloft. In this way, they overcome gravity by counterbalancing it with something that is itself connected to that very gravity. But as a result, they are completely bound up in the realm of earthly forces. You can never actually construct the flight of a butterfly—or that of a bird, for that matter—simply based on physical-mechanical designs. It will never be entirely accurate. You have to incorporate something that also includes other designs. But the flight of a bat—that you can certainly construct using earthly dynamics and mechanics.

[ 24 ] Die Fledermaus liebt nicht das Licht, die lichtdurchdrungene Luft, sondern höchstens die vom Lichte etwas durchspielte Dämmerungsluft. Die Fledermaus unterscheidet sich dadurch von dem Vogel, daß der Vogel, wenn er schaut, eigentlich immer das im Auge hat, was in der Luft ist. Selbst der Geier, wenn er das Lamm sieht, empfindet das so, daß das Lamm etwas ist, was am Ende des Luftkreises ist, wenn er von oben sieht, was wie an die Erde angemalt ist. Und außerdem ist es kein bloßes Sehen, es ist ein Begehren, was Sie wahrnehmen werden, wenn Sie den Geierflug, der auf das Lamm gerichtet ist, wirklich ansehen, der eine ausgesprochene Dynamik des Wollens, des Willens, des Begehrens ist. j

[ 24 ] The bat does not love the light or the light-filled air, but at most the twilight air slightly tinged with light. The bat differs from the bird in that when the bird looks, it is actually always focused on what is in the air. Even the vulture, when it sees the lamb, perceives the lamb as something at the edge of the airspace; when it looks down from above, the lamb appears as if painted onto the earth. Moreover, it is not mere seeing; it is a desire that you will perceive if you truly observe the vulture’s flight as it heads toward the lamb—a flight that embodies a distinct dynamism of volition, will, and desire. j

[ 25 ] Der Schmetterling sieht überhaupt, was auf der Erde ist, so wie im Spiegel; für den Schmetterling ist die Erde ein Spiegel. Er sieht das, was im Kosmos ist. Wenn Sie den Schmetterling flattern sehen, dann müssen Sie sich eigentlich vorstellen: die Erde, die beachtet er nicht, die ist ein Spiegel. Die Erde spiegelt ihm dasjenige, was im Kosmos ist. Der Vogel sieht nicht das Irdische, aber er sieht das, was in der Luft ist. Die Fledermaus erst fängt an, dasjenige wahrzunehmen, was sie durchfliegt, oder an dem sie vorbeifliegt. Und da sie das Licht nicht liebt, so ist sie eigentlich von all dem, was sie sieht, unangenehm berührt. Man kann schon sagen, der Schmetterling und der Vogel sehen auf eine sehr geistige Art. Das erste Tier von oben herunter, das auf irdische Art sehen muß, ist unangenehm von diesem Sehen berührt. Die Fledermaus hat das Sehen nicht gerne, und sie hat daher etwas, ich möchte sagen wie verkörperte Angst vor dem, was sie sieht und nicht sehen will. Sie möchte so vorbeihuschen an den Dingen: sehen müssen und nicht sehen wollen — da möchte sie sich so überall vorbeidrücken. Deshalb, weil sie sich so vorbeidrücken möchte, möchte sie auf alles so wunderbar hinhören. Die Fledermaus ist tatsächlich ein Tier, das dem eigenen Flug fortwährend zuhört, ob dieser Flug nicht irgendwie gefährdet wird.

[ 25 ] The butterfly sees everything on Earth as if in a mirror; for the butterfly, the Earth is a mirror. It sees what is in the cosmos. When you see the butterfly fluttering, you should actually imagine this: it pays no attention to the Earth—the Earth is a mirror. The Earth reflects to it what is in the cosmos. The bird does not see what is earthly, but it sees what is in the air. The bat is just beginning to perceive what it flies through or past. And since it does not like light, it is actually disturbed by everything it sees. One could certainly say that the butterfly and the bird see in a very spiritual way. The first animal, coming down from above, that must see in an earthly way, is disturbed by this seeing. The bat does not like to see, and therefore it has—I would say—a kind of embodied fear of what it sees and does not want to see. It wants to flit right past things: having to see and not wanting to see—it wants to squeeze past everything. That is why, because it wants to squeeze past everything, it wants to listen so intently to everything. The bat is, in fact, an animal that constantly listens to its own flight, to see if that flight is in any way endangered.

[ 26 ] Sehen Sie sich die Fledermausohren an. Sie können es den Fledermausohren ansehen, daß sie auf Weltenangst gestimmt sind. Das sind sie, diese Fledermausohren. Das sind ganz merkwürdige Gebilde, sie sind richtig aufs Hinschleichen durch die Welt, auf Weltenangst gestimmt. Das alles versteht man erst, wenn man die Fledermaus in diesem Zusammenhange betrachtet, in den wir sie jetzt hineinstellen.

[ 26 ] Look at the bat’s ears. You can tell by looking at them that they are attuned to a fear of the world. That’s what they are—these bat ears. They are quite strange structures; they are truly attuned to creeping through the world, to a fear of the world. You can only understand all this when you view the bat in the context in which we are now placing it.

[ 27 ] Da müssen wir noch etwas sagen. Der Schmetterling gibt fortwährend vergeistigte Materie an den Kosmos ab, und er ist der Liebling der Saturnwirkungen. Nun erinnern Sie sich daran, wie ich hier ausgeführt habe, daß der Saturn der große Träger des Gedächtnisses unseres Planetensystems ist. Der Schmetterling hängt ganz zusammen mit dem Erinnerungsvermögen unseres Planeten. Das sind die Erinnerungsgedanken, die im Schmetterling leben. Der Vogel — ich habe Ihnen das auch schon ausgeführt — ist im Ganzen eigentlich ein Kopf, und in dieser durchwärmten Luft, die er durchfliegt durch den Weltenraum, ist er eigentlich der lebendig fliegende Gedanke. Was wir in uns als Gedanken haben, was ja auch zusammenhängt mit dem Wärmeäther, ist die Vogelnatur, die Adlernatur in uns. Der Vogel ist der fliegende Gedanke. Die Fledermaus aber ist der fliegende Traum, das fliegende Traumbild des Kosmos. So daß Sie sagen können: Die Erde ist umwoben von den Schmetterlingen: sie sind die kosmische Erinnerung; und von dem Vogelgeschlechte: es ist das kosmische Denken; und von der Fledermaus: sie ist der kosmische Traum, das kosmische Träumen. Es sind in der Tat die fliegenden Träume des Kosmos, die als Fledermäuse den Raum durchsausen. Wie der Traum das Dämmerlicht liebt, so liebt der Kosmos das Dämmerlicht, indem er die Fledermaus durch den Raum schickt. Die dauernden Gedanken der Erinnerung, sie sehen wir verkörpert in dem Schmetterlingsgürtel der Erde; die in der Gegenwart lebenden Gedanken in dem Vogelgürtel der Erde; die Träume in der Umgebung der Erde fliegen verkörpert als Fledermäuse herum. Fühlen Sie doch, wenn wir uns so recht in ihre Form vertiefen, wie verwandt dieses Anschauen einer Fledermaus mit dem Träumen ist! Eine Fledermaus kann man gar nicht anders ansehen, als daß einem der Gedanke kommt: du träumst doch; das ist doch eigentlich etwas, was nicht da sein sollte, was so heraus ist aus den übrigen Naturgeschöpfen, wie der Traum heraus ist aus der gewöhnlichen physischen Wirklichkeit.

[ 27 ] We need to say a little more about this. The butterfly continually releases spiritualized matter into the cosmos, and it is the favorite of Saturn’s influences. Now, remember how I have explained here that Saturn is the great bearer of our planetary system’s memory. The butterfly is entirely connected to our planet’s capacity for memory. These are the thoughts of memory that live within the butterfly. The bird—as I have also explained to you—is, in its entirety, essentially a head, and in this warm air through which it flies through the cosmos, it is, in fact, the living, flying thought. What we have within us as thoughts—which is also connected to the warmth ether—is the bird-nature, the eagle-nature within us. The bird is the flying thought. The bat, however, is the flying dream, the flying dream image of the cosmos. So that you can say: The Earth is interwoven with butterflies—they are the cosmic memory; with the bird species—it is cosmic thinking; and with the bat—it is the cosmic dream, cosmic dreaming. Indeed, it is the flying dreams of the cosmos that whiz through space as bats. Just as the dream loves the twilight, so does the cosmos love the twilight, sending the bat through space. The enduring thoughts of memory—we see them embodied in the Earth’s butterfly belt; the thoughts living in the present, in the Earth’s bird belt; the dreams in the Earth’s surroundings fly about embodied as bats. Just feel, when we truly immerse ourselves in their form, how closely related this contemplation of a bat is to dreaming! One cannot look at a bat without the thought occurring to one: “You are dreaming, aren’t you?”; for it is, in fact, something that ought not to be there, something as far removed from the rest of nature’s creatures as a dream is from ordinary physical reality.

[ 28 ] Wir können also sagen: Der Schmetterling sendet die vergeistigte Substanz in das Geisterland hinein während seines Lebens; der Vogel sendet sie hinaus nach seinem Tode. Was macht nun die Fledermaus? Die Fledermaus sondert die vergeistigte Substanz, insbesondere jene vergeistigte Substanz, welche in den gespannten Häuten zwischen den einzelnen Fingern lebt, ab während ihrer Lebenszeit, übergibt sie aber nicht dem Weltenall, sondern sondert sie in der Erdenluft ab. Dadurch entstehen fortwährend, ich möchte sagen, Geistperlen in der Erdenluft. Und so haben wir umgeben die Erde mit diesem kontinuierlichen Glimmen der ausströmenden Geistmaterie des Schmetterlings, hineinsprühend dasjenige, was von den sterbenden Vögeln kommt, aber zurückstrahlend nach der Erde die eigentümlichen Einschlüsse der Luft, da wo die Fledermäuse absondern das, was sie vergeistigen. Das sind die Geistgebilde, die man immer schaut, wenn man eine Fledermaus fliegen sieht. Tatsächlich hat sie immer wie ein Komet etwas wie einen Schwanz hinter sich. Sie sondert Geistmaterie ab, schickt sie aber nicht fort, sondern stößt sie zurück in die physische Erdenmaterie. In die Luft hinein stößt sie sie zurück. Ebenso wie man mit dem physischen Auge die physische Fledermaus flattern sieht, so kann man flattern sehen durch die Luft diese entsprechenden Geistgebilde der Fledermäuse; die sausen durch den Luftraum. Und wenn wir wissen: die Luft besteht aus Sauerstoff, Stickstoff und anderen Bestandteilen, so ist das nicht alles; sie besteht außerdem aus dem Geisteinfluß der Fledermäuse.

[ 28 ] We can therefore say: The butterfly sends the spiritualized substance into the spirit realm during its lifetime; the bird sends it out after its death. What, then, does the bat do? The bat secretes the spiritualized substance—especially that spiritualized substance which lives in the taut membranes between its individual fingers—during its lifetime, but does not release it into the cosmos; rather, it secretes it into the Earth’s atmosphere. As a result, “spiritual pearls,” so to speak, are continually formed in the Earth’s atmosphere. And so we have surrounded the Earth with this continuous glow of the butterfly’s emanating spiritual matter, spraying into it that which comes from the dying birds, but reflecting back toward the Earth the peculiar inclusions in the air—where the bats secrete what they have spiritualized. These are the spiritual forms one always sees when watching a bat fly. In fact, it always has something like a tail trailing behind it, much like a comet. It secretes spiritual matter, but does not send it away; rather, it pushes it back into the physical matter of the Earth. It pushes it back into the air. Just as one sees the physical bat fluttering with the physical eye, so too can one see these corresponding spiritual forms of the bats fluttering through the air; they whiz through the airspace. And while we know that the air consists of oxygen, nitrogen, and other components, that is not all; it also consists of the spiritual influence of the bats.

[ 29 ] So sonderbar und paradox das klingt: dieses Traumgeschlecht der Fledermäuse sendet kleine Gespenster in die Luft herein, die sich dann vereinigen zu einer gemeinsamen Masse. Man nennt in der Geologie das, was unterhalb der Erde ist und noch eine Gesteinsmasse ist, die breiweich ist, Magma. Man könnte von einem Geistmagma in der Luft sprechen, das von den Ausflüssen der Fledermäuse herrührt.

[ 29 ] As strange and paradoxical as it may sound: this dream-like species of bats sends little ghosts into the air, which then merge into a single mass. In geology, what lies beneath the earth—a mass of rock that is mushy—is called magma. One could speak of a “ghost magma” in the air, originating from the emissions of the bats.

[ 30 ] Gegen dieses Geistmagma waren in alten Zeiten, in denen es instinktives Hellsehen gegeben hat, die Menschen sehr empfindlich, geradeso wie heute noch manche Leutegegen Materielleres, zum Beispiel schlechte Düfte, empfindlich sind; nur daß man das als etwas, ich möchte sagen, mehr Plebejisches ansehen könnte, während in der alten instinktiven Hellseherzeit die Menschen empfindlich waren für das, was als Fledermausrest in der Luft vorhanden ist.

[ 30 ] In ancient times, when instinctive clairvoyance existed, people were very sensitive to this spiritual magma, just as some people today are still sensitive to more material things, such as unpleasant odors; except that one might regard the latter as something—I would say—more plebeian, whereas in the ancient era of instinctive clairvoyance, people were sensitive to what remains of bats in the air.

[ 31 ] Dagegen haben sie sich geschützt. Und in manchen Mysterien gab es ganz besondere Formeln, durch die sich die Menschen innerlich versperrten, damit dieser Fledermausrest keine Gewalt über sie habe. Denn als Menschen atmen wir mit der Luft nicht bloß den Sauerstoff und den Stickstoff ein, wir atmen auch diese Fledermausreste ein. Nur ist die heutige Menschheit nicht darauf aus, sich vor diesen Fledermausresten schützen zu lassen, sondern während sie unter Umständen recht empfindlich ist, ich will sagen für Gerüche, ist sie höchst unempfindlich für Fledermausreste. Die verschluckt sie, man kann schon sagen, ohne daß sie auch nur irgend etwas von Ekel dabei empfindet. Es ist ganz merkwürdig: Leute, die sonst recht zimperlich sind, verschlucken das, von dem ich hier spreche, was das Zeug hält. Aber das geht dann auch in den Menschen hinein. Es geht nicht in den physischen und in den Ätherleib, aber es geht in den Astralleib hinein.

[ 31 ] They protected themselves against this. And in some mysteries, there were very special formulas through which people sealed themselves off inwardly so that these bat remnants would have no power over them. For as human beings, we do not merely inhale oxygen and nitrogen with the air; we also inhale these bat remnants. However, people today are not interested in protecting themselves from these bat remnants; rather, while they may be quite sensitive to certain things—I mean, to smells—they are highly insensitive to bat remnants. They swallow them up, one might even say, without feeling the slightest bit of disgust. It is quite strange: people who are otherwise quite squeamish swallow up what I am talking about here to their heart’s content. But this then also enters into the human being. It does not enter the physical or etheric bodies, but it does enter the astral body.

[ 32 ] Ja, Sie sehen, wir kommen da zu merkwürdigen Zusammenhängen. Initiationswissenschaft führt eben überall in das Innere der Zusammenhänge hinein: diese Fledermausreste sind die begehrteste Nahrung dessen, was ich Ihnen in den Vorträgen hier geschildert habe als den Drachen. Nur müssen sie zuerst in den Menschen hineingeatmet werden, diese Fledermausreste. Und der Drache hat seine besten Anhaltspunkte in der menschlichen Natur, wenn der Mensch seine Instinkte durchsetzt sein läßt von diesen Fledermausresten. Die wühlen da drinnen. Und die frißt der Drache und wird dadurch fett, natürlich geistig gesprochen, und bekommt Gewalt über den Menschen, bekommt Gewalt in der mannigfaltigsten Weise. Und da ist es so, daß auch der heutige Mensch sich wiederum schützen muß. Der Schutz soll kommen von dem, was hier geschildert worden ist als die neue Form des Streites des Michael mit dem Drachen. Was der Mensch an innerer Erkraftung gewinnt, wenn er den Michael-Impuls so aufnimmt, wie es hier geschildert worden ist, das schützt ihn gegen die Nahrung, die der Drache bekommen soll; dann schützt er sich gegen den ungerechtfertigten Fledermausrest innerhalb der Atmosphäre.

[ 32 ] Yes, as you can see, we’re arriving at some strange connections here. Initiatory science leads us deep into the inner workings of these connections: these bat remains are the most coveted food of what I have described to you in these lectures as the dragon. But first, these bat remains must be inhaled into the human being. And the dragon finds its strongest footholds in human nature when a person allows these bat remains to permeate their instincts. They gnaw away inside. And the dragon devours them and thereby grows fat—spiritually speaking, of course—and gains power over the human being, gaining power in the most manifold ways. And so it is that modern human beings, too, must once again protect themselves. This protection is to come from what has been described here as the new form of Michael’s struggle with the dragon. The inner strength that a person gains by taking in the Michael impulse as described here protects them against the nourishment the dragon is meant to receive; thus, they protect themselves against the unjustified “bat remnants” within the atmosphere.

[ 33 ] Man darf eben nicht zurückschrecken davor, die Wahrheiten aus dem inneren Weltenzusammenhang hervorzuholen, wenn man wirklich in diesen inneren Weltenzusammenhang eindringen will. Denn diejenige Form des Wahrheitssuchers, die heute die allgemein anerkannte ist, die führt eben zu gar nichts Wirklichem, sondern zumeist nur zu etwas nicht einmal Geträumtem, eben zur Maja. Die Wirklichkeit muß durchaus auf dem Gebiete gesucht werden, wo man auch alles physische Dasein durchspielt sieht von geistigem Dasein. Da kann man an die Wirklichkeit nur herandringen, wenn man sie so betrachtet, wie es nun in diesen Vorträgen geschieht.

[ 33 ] One must not shy away from drawing out the truths from the inner context of the world if one truly wishes to penetrate this inner context. For the form of truth-seeking that is generally accepted today leads to nothing real at all, but mostly only to something not even dreamt of—namely, Maya. Reality must certainly be sought in the realm where one sees all physical existence played out through spiritual existence. There, one can only approach reality by viewing it as is done in these lectures.

[ 34 ] Zu irgend etwas Gutem oder zu irgend etwas Bösem sind die Wesen vorhanden, die irgendwo vorhanden sind. Alles steht so im Weltenzusammenhang drinnen, daß man erkennen kann, wie es mit den anderen Wesen zusammenhängt. Für den materialistisch Gesinnten flattern die Schmetterlinge, fliegen die Vögel, flattern die Flattertiere, die Fledermäuse. Aber da ist es fast so, wie es manchmal bei einem nicht sehr kunstsinnigen Menschen ist, wenn er sich sein Zimmer voll hängt mit allem möglichen Bilderzeugs, das nicht zusammengehört, das keinen inneren Zusammenhang hat. So hat für den gewöhnlichen Weltenbetrachter das, was da durch die Welt fliegt, auch keinen inneren Zusammenhang, weil er keinen sieht. Aber alles im Kosmos steht an seiner Stelle, weil es von dieser Stelle aus eben einen inneren Zusammenhang mit der Totalität des Kosmos hat. Ob Schmetterling, ob Vogel, ob Fledermaus, alles steht mit irgendeinem Sinn in der Welt darinnen.

[ 34 ] Beings that exist somewhere exist for some good or some evil. Everything is so interwoven within the fabric of the universe that one can see how it is connected to other beings. To the materialist, butterflies flutter, birds fly, and bats flutter about. But it is almost like what sometimes happens with a person who lacks an appreciation for art, when they hang their room full of all sorts of pictures that do not belong together, that have no inner connection. Thus, for the ordinary observer of the world, what flies through the world has no inner connection either, because he does not see one. But everything in the cosmos is in its proper place, because from that place it has an inner connection with the totality of the cosmos. Whether butterfly, bird, or bat, everything exists in the world with some kind of meaning.

[ 35 ] Mögen diejenigen, die solches heute verspotten wollen, mögen sie es verspotten. Die Menschen haben sich in bezug auf das Verspotten schon anderes geleistet. Berühmte Akademien haben das Urteil abgegeben: es kann keine Meteorsteine geben, weil Eisen nicht vom Himmel fallen kann und so weiter. Warum sollen die Menschen nicht auch spotten über die Funktionen der Fledermäuse, von denen ich heute gesprochen habe? Das alles darf aber nicht beirren darin, tatsächlich unsere Zivilisation zu durchziehen mit der Erkenntnis des Geistigen.

[ 35 ] Let those who wish to mock such things today go ahead and mock them. People have done worse things when it comes to mockery. Famous academies have passed judgment: meteorites cannot exist because iron cannot fall from the sky, and so on. Why shouldn’t people also mock the functions of bats, which I have spoken about today? But none of this should deter us from truly permeating our civilization with an understanding of the spiritual.