Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume III
GA 237
28 July 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Dieser Vortrag, wie Sie voraussetzen werden, muß eine Fortsetzung der Betrachtungen sein, die hier angestellt worden sind über den inneren Werdegang im Karma der Anthroposophischen Gesellschaft. Wir haben die Ereignisse in der physischen und überphysischen Welt, welche dem zugrunde liegen, was augenblicklich aus Anthroposophie sich der Welt kundgeben will, verfolgt. Wir wissen ja, meine lieben Freunde, daß wir zwei wichtige Einschnitte in dem Entwickelungsgang der Menschheit gerade in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen haben. Der eine Einschnitt ist derjenige, auf den ich öfters aufmerksam gemacht habe: der Ablauf des sogenannten finsteren Zeitalters mit dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein lichtes Zeitalter gegenüber dem finsteren Zeitalter hat begonnen. Wir wissen ja, daß dieses finstere Zeitalter eingemündet ist in diejenige menschliche Seelenverfassung, welche die geistigen Augen der Menschen verschließt gegenüber der übersinnlichen Welt. Wir wissen, daß es in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung ein allgemeiner Zustand des Menschen war, wenn auch traumhaft, wenn auch mehr oder weniger instinktiv, so doch hineinzuschauen in die geistige Welt. Zu zweifeln an der Wirklichkeit der geistigen Welt, das war in älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung ganz unmöglich. Hätte dieser Zustand aber fortgedauert, hätte die Menschheit weitergelebt in diesem instinktiven Hineinschauen in die geistige Welt, so würde dasjenige in der Menschheitsentwickelung nicht heraufgekommen sein, was man Intelligenz des einzelnen Menschen nennen kann, die Handhabung des Verstandes, der Vernunft durch den individuellen, durch den persönlichen Menschen. Und damit ist ja verknüpft, was den Menschen zur Freiheit seines Willens führt. Das eine ist nicht ohne das andere denkbar.
[ 1 ] Dieser Vortrag, wie Sie voraussetzen werden, muß eine Fortsetzung der Betrachtungen sein, die hier angestellt worden sind über den inneren Werdegang im Karma der Anthroposophischen Gesellschaft. Wir haben die Ereignisse in der physischen und überphysischen Welt, welche dem zugrunde liegen, was augenblicklich aus Anthroposophie sich der Welt kundgeben will, verfolgt. Wir wissen ja, meine lieben Freunde, daß wir zwei wichtige Einschnitte in dem Entwickelungsgang der Menschheit gerade in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen haben. Der eine Einschnitt ist derjenige, auf den ich öfters aufmerksam gemacht habe: der Ablauf des sogenannten finsteren Zeitalters mit dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein lichtes Zeitalter gegenüber dem finsteren Zeitalter hat begonnen. Wir wissen ja, daß dieses finstere Zeitalter eingemündet ist in diejenige menschliche Seelenverfassung, welche die geistigen Augen der Menschen verschließt gegenüber der übersinnlichen Welt. Wir wissen, daß es in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung ein allgemeiner Zustand des Menschen war, wenn auch traumhaft, wenn auch mehr oder weniger instinktiv, so doch hineinzuschauen in die geistige Welt. Zu zweifeln an der Wirklichkeit der geistigen Welt, das war in älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung ganz unmöglich. Hätte dieser Zustand aber fortgedauert, hätte die Menschheit weitergelebt in diesem instinktiven Hineinschauen in die geistige Welt, so würde dasjenige in der Menschheitsentwickelung nicht heraufgekommen sein, was man Intelligenz des einzelnen Menschen nennen kann, die Handhabung des Verstandes, der Vernunft durch den individuellen, durch den persönlichen Menschen. Und damit ist ja verknüpft, was den Menschen zur Freiheit seines Willens führt. Das eine ist nicht ohne das andere denkbar.
[ 2 ] In jenem dumpfen, instinktiven Zustand des Miterlebens der geistigen Welt, wie er einmal vorhanden war, kann der Mensch nicht zur Freiheit gelangen. Er kann auch nicht zu jenem selbständigen Denken gelangen, das man den Gebrauch der Intelligenz durch das einzelne menschliche Individuum nennen kann.
[ 2 ] In jenem dumpfen, instinktiven Zustand des Miterlebens der geistigen Welt, wie er einmal vorhanden war, kann der Mensch nicht zur Freiheit gelangen. Er kann auch nicht zu jenem selbständigen Denken gelangen, das man den Gebrauch der Intelligenz durch das einzelne menschliche Individuum nennen kann.
[ 3 ] Beides mußte einmal kommen: der freie persönliche Gebrauch der Intelligenz, die Freiheit des menschlichen Willens. Deshalb mußte sich für das menschliche Bewußtsein der ursprüngliche, instinktive Einblick in die geistige Welt verfinstern. Das ist alles vollzogen, wenn auch nicht ganz klar für jeden einzelnen Menschen, so doch für die Menschheit im allgemeinen; so daß mit dem Ablauf des 19. Jahrhunderts dieses finstere Zeitalter, das die geistige Welt verfinstert, dafür aber den Gebrauch der Intelligenz und des freien Willens eröffnet, nun abgelaufen ist. Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem an den Menschen wieder herandringen soll auf den Wegen, auf denen das möglich ist, die wirkliche geistige Welt.
[ 3 ] Beides mußte einmal kommen: der freie persönliche Gebrauch der Intelligenz, die Freiheit des menschlichen Willens. Deshalb mußte sich für das menschliche Bewußtsein der ursprüngliche, instinktive Einblick in die geistige Welt verfinstern. Das ist alles vollzogen, wenn auch nicht ganz klar für jeden einzelnen Menschen, so doch für die Menschheit im allgemeinen; so daß mit dem Ablauf des 19. Jahrhunderts dieses finstere Zeitalter, das die geistige Welt verfinstert, dafür aber den Gebrauch der Intelligenz und des freien Willens eröffnet, nun abgelaufen ist. Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem an den Menschen wieder herandringen soll auf den Wegen, auf denen das möglich ist, die wirkliche geistige Welt.
[ 4 ] Gewiß, man kann sagen: dieses Zeitalter hat nicht in sehr lichtvoller Art begonnen. Es ist so, als ob gerade die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts alles Schlimme über die Menschheit gebracht hätten, was diese Menschheit jemals im Geschichtsverlaufe erlebt hat. Aber das hindert wiederum nicht, daß im allgemeinen die Möglichkeit in die Menschheitsentwickelung eingetreten ist, in das Licht des geistigen Lebens einzudringen. Und es ist nur so, daß die Menschen eben einfach, ich möchte sagen, wie durch Trägheit fortbehalten haben die Gewohnheiten des finsteren Zeitalters, daß diese in das 20. Jahrhundert hereinragen und daß sie, weil es ja lichtvoll werden könnte um die Wahrheit, schlimmer sich ausnehmen, als sie vorher, wo sie berechtigt waren, im finsteren Zeitalter, im Kali Yuga, sich ausgenommen haben.
[ 4 ] Gewiß, man kann sagen: dieses Zeitalter hat nicht in sehr lichtvoller Art begonnen. Es ist so, als ob gerade die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts alles Schlimme über die Menschheit gebracht hätten, was diese Menschheit jemals im Geschichtsverlaufe erlebt hat. Aber das hindert wiederum nicht, daß im allgemeinen die Möglichkeit in die Menschheitsentwickelung eingetreten ist, in das Licht des geistigen Lebens einzudringen. Und es ist nur so, daß die Menschen eben einfach, ich möchte sagen, wie durch Trägheit fortbehalten haben die Gewohnheiten des finsteren Zeitalters, daß diese in das 20. Jahrhundert hereinragen und daß sie, weil es ja lichtvoll werden könnte um die Wahrheit, schlimmer sich ausnehmen, als sie vorher, wo sie berechtigt waren, im finsteren Zeitalter, im Kali Yuga, sich ausgenommen haben.
[ 5 ] Nun wissen wir ja auch, daß sich dieses Hinwenden der ganzen Menschheit zu einem lichtvollen Zeitalter vorbereitet hat dadurch, daß mit dem Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts die Miichaelzeit begonnen hat. Wollen wir uns einmal vor die Seele stellen, was das heißt, die Michaelzeit habe mit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begonnen.
[ 5 ] Nun wissen wir ja auch, daß sich dieses Hinwenden der ganzen Menschheit zu einem lichtvollen Zeitalter vorbereitet hat dadurch, daß mit dem Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts die Miichaelzeit begonnen hat. Wollen wir uns einmal vor die Seele stellen, was das heißt, die Michaelzeit habe mit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begonnen.
[ 6 ] Wir müssen uns da klarmachen, daß ebenso wie uns die drei Reiche der äußeren Natur, das mineralische Reich, das pflanzliche Reich, das tierische Reich in der physisch-sinnlichen Welt umgeben, uns in der geistigen Welt die höheren Reiche umgeben, die wir als die Reiche der Hierarchien ja jetzt schon in den verschiedensten Zusammenhängen bezeichnet haben. Ebenso wie wir, wenn wir heruntersteigen in die Reiche der Natur vom Menschen aus, zu dem tierischen Reiche kommen, so kommen wir, wenn wir hinaufsteigen in das Übersinnliche, zum Reich der Angeloi. Die Angeloi haben die Aufgabe, die einzelnen Menschen zu führen, zu schützen, indem diese Menschen von Erdenleben zu Erdenleben gehen. So daß also die Aufgaben, die der geistigen Welt mit Bezug auf die einzelnen Menschen erwachsen, den Wesen aus dem Reiche der Angeloi obliegen.
[ 6 ] Wir müssen uns da klarmachen, daß ebenso wie uns die drei Reiche der äußeren Natur, das mineralische Reich, das pflanzliche Reich, das tierische Reich in der physisch-sinnlichen Welt umgeben, uns in der geistigen Welt die höheren Reiche umgeben, die wir als die Reiche der Hierarchien ja jetzt schon in den verschiedensten Zusammenhängen bezeichnet haben. Ebenso wie wir, wenn wir heruntersteigen in die Reiche der Natur vom Menschen aus, zu dem tierischen Reiche kommen, so kommen wir, wenn wir hinaufsteigen in das Übersinnliche, zum Reich der Angeloi. Die Angeloi haben die Aufgabe, die einzelnen Menschen zu führen, zu schützen, indem diese Menschen von Erdenleben zu Erdenleben gehen. So daß also die Aufgaben, die der geistigen Welt mit Bezug auf die einzelnen Menschen erwachsen, den Wesen aus dem Reiche der Angeloi obliegen.
[ 7 ] Kommen wir dann hinauf in das Reich der Archangeloi, so haben diese Archangeloi die verschiedensten Aufgaben. Aber eine dieser Aufgaben ist diese, die Grundtendenzen der aufeinanderfolgenden Zeitalter mit Bezug auf die Menschen zu lenken und zu leiten. So war durch etwa drei Jahrhunderte hindurch bis in das Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts dasjenige waltend, was man nennen kann die Herrschaft des Gabriel. Diese Herrschaft des Gabriel äußerte sich ja für den, der nicht an der Oberfläche, wie man es heute gewöhnt ist, sondern in den Tiefen die Entwickelung der Menschheit betrachtet, darin, daß ungeheuer bedeutsame Impulse für das Geschehen in der Menschheit in jene Kräfte verlegt wurden, welche man Vererbungskräfte nennen kann. Niemals waren so bedeutungsvoll die Kräfte der physischen Vererbung, die durch die Generationen hindurch wirken, als in den letzten drei Jahrhunderten vor dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
[ 7 ] Kommen wir dann hinauf in das Reich der Archangeloi, so haben diese Archangeloi die verschiedensten Aufgaben. Aber eine dieser Aufgaben ist diese, die Grundtendenzen der aufeinanderfolgenden Zeitalter mit Bezug auf die Menschen zu lenken und zu leiten. So war durch etwa drei Jahrhunderte hindurch bis in das Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts dasjenige waltend, was man nennen kann die Herrschaft des Gabriel. Diese Herrschaft des Gabriel äußerte sich ja für den, der nicht an der Oberfläche, wie man es heute gewöhnt ist, sondern in den Tiefen die Entwickelung der Menschheit betrachtet, darin, daß ungeheuer bedeutsame Impulse für das Geschehen in der Menschheit in jene Kräfte verlegt wurden, welche man Vererbungskräfte nennen kann. Niemals waren so bedeutungsvoll die Kräfte der physischen Vererbung, die durch die Generationen hindurch wirken, als in den letzten drei Jahrhunderten vor dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
[ 8 ] Das drückte sich dadurch aus, daß das Vererbungsproblem geradezu ein drängendes Problem wurde im 19. Jahrhundert, daß die Menschheit empfand, wie seelische, wie geistige Eigenschaften im Menschen abhängig sind von der Vererbung. Man lernte zuletzt noch empfinden, was im 16., 17., 18. Jahrhundert und durch einen großen Teil des 19. Jahrhunderts wie ein Naturgesetz in der Menschheitsentwickelung waltete.
[ 8 ] Das drückte sich dadurch aus, daß das Vererbungsproblem geradezu ein drängendes Problem wurde im 19. Jahrhundert, daß die Menschheit empfand, wie seelische, wie geistige Eigenschaften im Menschen abhängig sind von der Vererbung. Man lernte zuletzt noch empfinden, was im 16., 17., 18. Jahrhundert und durch einen großen Teil des 19. Jahrhunderts wie ein Naturgesetz in der Menschheitsentwickelung waltete.
[ 9 ] In dieser Zeit brachte man diejenigen Eigenschaften auch in seine geistige Entwickelung hinein, die man von seinen Eltern und Voreltern ererbt hatte. In dieser Zeit wurden insbesondere wichtig alle die Eigenschaften, die mit der physischen Fortpflanzung zusammenhängen. Wiederum ist ein äußeres Zeichen dafür das Interesse, das man den Fortpflanzungsfragen, überhaupt allen sexuellen Fragen am Ende des 19. Jahrhunderts entgegengebracht hat. Die wichtigsten geistigen Impulse kamen in den genannten Jahrhunderten an die Menschheit so heran, daß sie sich durch die physische Vererbung zu verwirklichen suchten.
[ 9 ] In dieser Zeit brachte man diejenigen Eigenschaften auch in seine geistige Entwickelung hinein, die man von seinen Eltern und Voreltern ererbt hatte. In dieser Zeit wurden insbesondere wichtig alle die Eigenschaften, die mit der physischen Fortpflanzung zusammenhängen. Wiederum ist ein äußeres Zeichen dafür das Interesse, das man den Fortpflanzungsfragen, überhaupt allen sexuellen Fragen am Ende des 19. Jahrhunderts entgegengebracht hat. Die wichtigsten geistigen Impulse kamen in den genannten Jahrhunderten an die Menschheit so heran, daß sie sich durch die physische Vererbung zu verwirklichen suchten.
[ 10 ] In vollständigem Gegensatze dazu wird das Zeitalter stehen, in dem Michael die Menschheit lenkt und leitet, das mit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begonnen hat, in dem wir drinnenstehen, und das seine Impulse zusammengliedert mit dem, was wir nun auch kennenlernen als das im 20. Jahrhundert beginnende lichte Zeitalter. Diese zwei Impulsströmungen wirken ineinander. Heute wollen wir zunächst auf das hinschauen, was die Eigentümlichkeit eines Michael-Zeitalters ist. Ich sage, eines Michael-Zeitalters: denn sehen Sie, mit dieser Lenkung und Leitung, von der ich eben gesprochen habe, steht es so, daß durch etwa drei Jahrhunderte eines der Wesen aus dem Reiche der Archangeloi die geistige Führung der Menschheitsentwickelung auf demjenigen Gebiete hat, wo sich die Zivilisation in hervorragender Weise abspielt.
[ 10 ] In vollständigem Gegensatze dazu wird das Zeitalter stehen, in dem Michael die Menschheit lenkt und leitet, das mit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begonnen hat, in dem wir drinnenstehen, und das seine Impulse zusammengliedert mit dem, was wir nun auch kennenlernen als das im 20. Jahrhundert beginnende lichte Zeitalter. Diese zwei Impulsströmungen wirken ineinander. Heute wollen wir zunächst auf das hinschauen, was die Eigentümlichkeit eines Michael-Zeitalters ist. Ich sage, eines Michael-Zeitalters: denn sehen Sie, mit dieser Lenkung und Leitung, von der ich eben gesprochen habe, steht es so, daß durch etwa drei Jahrhunderte eines der Wesen aus dem Reiche der Archangeloi die geistige Führung der Menschheitsentwickelung auf demjenigen Gebiete hat, wo sich die Zivilisation in hervorragender Weise abspielt.
[ 11 ] Wie gesagt, Gabriel hatte die Führung im 16., 17., 18, 19. Jahrhundert. Er wird jetzt abgelöst durch Michael. Es gibt sieben solche Archangeloi, welche die Menschheit führen so, daß sich die einzelnen Führungen durch die Archangeloi zyklisch wiederholen. Indem wir heute im Michael-Zeitalter leben, haben wir alle Veranlassung, uns des letzten Michael-Zeitalters zu erinern, welches einmal in der Führung der Menschheit da war. Dieses Michael-Zeitalter, das noch der Begründung des Christentums, das noch dem Mysterium von Golgatha vorangegangen ist, schließt etwa ab im Altertum mit den Taten des Alexander, mit der Begründung der Philosophie des Aristoteles.
[ 11 ] Wie gesagt, Gabriel hatte die Führung im 16., 17., 18, 19. Jahrhundert. Er wird jetzt abgelöst durch Michael. Es gibt sieben solche Archangeloi, welche die Menschheit führen so, daß sich die einzelnen Führungen durch die Archangeloi zyklisch wiederholen. Indem wir heute im Michael-Zeitalter leben, haben wir alle Veranlassung, uns des letzten Michael-Zeitalters zu erinern, welches einmal in der Führung der Menschheit da war. Dieses Michael-Zeitalter, das noch der Begründung des Christentums, das noch dem Mysterium von Golgatha vorangegangen ist, schließt etwa ab im Altertum mit den Taten des Alexander, mit der Begründung der Philosophie des Aristoteles.
[ 12 ] Wenn wir alles das verfolgen, was in Griechenland, im Umkreise von Griechenland in vorchristlicher Zeit bis zur Zeit Alexanders des Großen, bis zur Zeit des Aristoteles geschehen ist durch drei Jahrhunderte hindurch, so haben wir auch da ein michaelisches Zeitalter. Ein solches Michael-Zeitalter charakterisiert sich durch die verschiedensten Verhältnisse, insbesondere aber dadurch, daß in einem solchen Michael-Zeitalter die geistigen Interessen der Menschheit, je nach der besonderen Veranlagung, die ein solches Zeitalter hat, tonangebend werden. Namentlich wird es so sein, daß in einem solchen Zeitalter ein kosmopolitischer, ein internationaler Zug durch die Welt geht. Die nationalen Unterscheidungen hören auf. Gerade im Zeitalter des Gabriel begründeten sich innerhalb der europäischen Zivilisation und ihres amerikanischen Anhanges die nationalen Impulse.
[ 12 ] Wenn wir alles das verfolgen, was in Griechenland, im Umkreise von Griechenland in vorchristlicher Zeit bis zur Zeit Alexanders des Großen, bis zur Zeit des Aristoteles geschehen ist durch drei Jahrhunderte hindurch, so haben wir auch da ein michaelisches Zeitalter. Ein solches Michael-Zeitalter charakterisiert sich durch die verschiedensten Verhältnisse, insbesondere aber dadurch, daß in einem solchen Michael-Zeitalter die geistigen Interessen der Menschheit, je nach der besonderen Veranlagung, die ein solches Zeitalter hat, tonangebend werden. Namentlich wird es so sein, daß in einem solchen Zeitalter ein kosmopolitischer, ein internationaler Zug durch die Welt geht. Die nationalen Unterscheidungen hören auf. Gerade im Zeitalter des Gabriel begründeten sich innerhalb der europäischen Zivilisation und ihres amerikanischen Anhanges die nationalen Impulse.
[ 13 ] In unserem Michael-Zeitalter werden sie im Laufe von drei Jahrhunderten vollständig überwunden werden. In jedem Michael-Zeitalter ist es so, daß ein allgemeiner Zug durch die Menschheit geht, ein allgemein-menschlicher Zug gegenüber den speziellen Interessen von einzelnen Nationen oder Menschengruppen. In jener Zeit, in der die Michael-Herrschaft auf der Erde war vor dem Mysterium von Golgatha, äußerte sich dieses darin, daß aus den Verhältnissen heraus, die sich in Griechenland gebildet haben, jene gewaltige Tendenz entstand, die zu den Alexanderzügen führte, in denen die griechische Kultur und Zivilisation in einer genialen Weise nach Asien hinein, bis nach Afrika hinüber verbreitet wurde, und zwar durch Völkerschaften, die bis dahin sich zu ganz anderem bekannten. Die ganze ungeheure Tat fand ihren Abschluß in dem, was in Alexandrien begründet worden ist: Ein kosmopolitischer Zug, der das Bestreben hatte, die geistigen Kräfte, die in Griechenland sich gesammelt hatten, der ganzen damals zivilisierten Welt zu geben.
[ 13 ] In unserem Michael-Zeitalter werden sie im Laufe von drei Jahrhunderten vollständig überwunden werden. In jedem Michael-Zeitalter ist es so, daß ein allgemeiner Zug durch die Menschheit geht, ein allgemein-menschlicher Zug gegenüber den speziellen Interessen von einzelnen Nationen oder Menschengruppen. In jener Zeit, in der die Michael-Herrschaft auf der Erde war vor dem Mysterium von Golgatha, äußerte sich dieses darin, daß aus den Verhältnissen heraus, die sich in Griechenland gebildet haben, jene gewaltige Tendenz entstand, die zu den Alexanderzügen führte, in denen die griechische Kultur und Zivilisation in einer genialen Weise nach Asien hinein, bis nach Afrika hinüber verbreitet wurde, und zwar durch Völkerschaften, die bis dahin sich zu ganz anderem bekannten. Die ganze ungeheure Tat fand ihren Abschluß in dem, was in Alexandrien begründet worden ist: Ein kosmopolitischer Zug, der das Bestreben hatte, die geistigen Kräfte, die in Griechenland sich gesammelt hatten, der ganzen damals zivilisierten Welt zu geben.
[ 14 ] Solches geschieht unter dem Impuls des Michael und geschah auch damals unter dem Impuls des Michael. Und diejenigen Wesen, die beteiligt waren an diesen irdischen Taten, die im Dienste des Michael geschahen, sie waren ja während der Zeit des Mysteriums von Golgatha nicht auf der Erde. Alle diejenigen Wesen, die in den Bereich des Michael gehörten, gleichgültig ob es Menschenseelen waren, die nunmehr nach dem Ablauf des Michael-Zeitalters durch den Tod in die geistige Welt entrückt wurden, ob es also entkörperte Menschenseelen waren oder solche, die niemals auf der Erde sich verkörperten, sie alle waren verbunden miteinander in gemeinsamem Leben in der übersinnlichen Welt in der Zeit, in welcher auf Erden sich das Mysterium von Golgatha abspielte.
[ 14 ] Solches geschieht unter dem Impuls des Michael und geschah auch damals unter dem Impuls des Michael. Und diejenigen Wesen, die beteiligt waren an diesen irdischen Taten, die im Dienste des Michael geschahen, sie waren ja während der Zeit des Mysteriums von Golgatha nicht auf der Erde. Alle diejenigen Wesen, die in den Bereich des Michael gehörten, gleichgültig ob es Menschenseelen waren, die nunmehr nach dem Ablauf des Michael-Zeitalters durch den Tod in die geistige Welt entrückt wurden, ob es also entkörperte Menschenseelen waren oder solche, die niemals auf der Erde sich verkörperten, sie alle waren verbunden miteinander in gemeinsamem Leben in der übersinnlichen Welt in der Zeit, in welcher auf Erden sich das Mysterium von Golgatha abspielte.
[ 15 ] Man muß sich nur auch für das Gemüt recht gegenwärtig machen, was da eigentlich vorliegt. Wenn man den Aspekt von der Erde aus wählt, dann sagt man sich: Die Erdenmenschheit ist da an einem bestimmten Punkte der Erdenentwickelung angekommen. Der hohe Sonnengeist Christus kommt auf der Erde an, verkörpert sich in dem Menschen Jesus von Nazareth. Die Erdenbewohner haben das Erlebnis, daß Christus, der hohe Sonnengeist, bei ihnen ankommt. Sie wissen nicht viel, was sie veranlassen könnte, dieses Ereignis in der entsprechenden Weise zu schätzen.
[ 15 ] Man muß sich nur auch für das Gemüt recht gegenwärtig machen, was da eigentlich vorliegt. Wenn man den Aspekt von der Erde aus wählt, dann sagt man sich: Die Erdenmenschheit ist da an einem bestimmten Punkte der Erdenentwickelung angekommen. Der hohe Sonnengeist Christus kommt auf der Erde an, verkörpert sich in dem Menschen Jesus von Nazareth. Die Erdenbewohner haben das Erlebnis, daß Christus, der hohe Sonnengeist, bei ihnen ankommt. Sie wissen nicht viel, was sie veranlassen könnte, dieses Ereignis in der entsprechenden Weise zu schätzen.
[ 16 ] Um so mehr wissen die entkörperten Seelen, die um Michael sind, und die im Umkreise, im Bereich des Sonnendaseins leben in überirdischen Welten, zu schätzen, was für sie von dem anderen Aspekte aus geschah. Sie erlebten das, was damals für die Welt geschah, von der Sonne aus. Und sie erlebten, wie der Christus, der bis dahin innerhalb des Sonnenbereiches gewirkt hatte, so daß er von den Mysterien aus nur zu erreichen war, wenn man sich in den Sonnenbereich erhob, Abschied nahm von der Sonne, um sich mit der Erdenmenschheit auf Erden zu vereinigen.
[ 16 ] Um so mehr wissen die entkörperten Seelen, die um Michael sind, und die im Umkreise, im Bereich des Sonnendaseins leben in überirdischen Welten, zu schätzen, was für sie von dem anderen Aspekte aus geschah. Sie erlebten das, was damals für die Welt geschah, von der Sonne aus. Und sie erlebten, wie der Christus, der bis dahin innerhalb des Sonnenbereiches gewirkt hatte, so daß er von den Mysterien aus nur zu erreichen war, wenn man sich in den Sonnenbereich erhob, Abschied nahm von der Sonne, um sich mit der Erdenmenschheit auf Erden zu vereinigen.
[ 17 ] Das war aus dem Grunde ein gewaltiges, ungeheures Ereignis gerade für diejenigen Wesen, die zur Michaels-Gemeinschaft gehören, weil diese Michaels-Gemeinschaft mit alledem, was von der Sonne ausgehendes kosmisches Schicksal ist, ihren besonderen Zusammenhang hat. Abschied nehmen mußten sie von dem Christus, der bis dahin seinen Platz in der Sonne hatte, der von da ab auf der Erde seinen Platz einnehmen sollte. Das ist der andere Aspekt.
[ 17 ] Das war aus dem Grunde ein gewaltiges, ungeheures Ereignis gerade für diejenigen Wesen, die zur Michaels-Gemeinschaft gehören, weil diese Michaels-Gemeinschaft mit alledem, was von der Sonne ausgehendes kosmisches Schicksal ist, ihren besonderen Zusammenhang hat. Abschied nehmen mußten sie von dem Christus, der bis dahin seinen Platz in der Sonne hatte, der von da ab auf der Erde seinen Platz einnehmen sollte. Das ist der andere Aspekt.
[ 18 ] Gleichzeitig mit diesem war aber etwas anderes verbunden. Man kann das nur in der richtigen Weise einschätzen, wenn man das Folgende beachtet. So nachdenken, so in Gedanken leben, die aus dem Inneren herausstoßen, konnten die Menschen der alten Zeitalter nicht. Sie waren unter Umständen weise, unendlich viel weiser als die neuere Menschheit, aber sie waren nicht in dem Sinne dessen gescheit, was man heute gescheit nennt. Heute nennt man einen Menschen gescheit, der Gedanken aus sich selber produzieren kann, der logisch denken kann, der einen Gedanken mit dem anderen in Zusammenhang bringen kann und so weiter. Das gab es damals nicht. Selbständig erzeugte Gedanken gab es nicht in alten Zeiten. Die Gedanken wurden mit den Offenbarungen, die einem aus der geistigen Welt kamen, zu gleicher Zeit auf die Erde heruntergeschickt. Man dachte nicht nach, sondern man empfing den geistigen Inhalt durch Offenbarung, aber man empfing ihn so, daß die Gedanken dabei waren. Heute denkt man über die Dinge nach; dazumal brachten die seelischen Eindrücke die Gedanken mit, Die Gedanken waren inspirierte Gedanken, nicht selbstgedachte Gedanken. Und derjenige, der die kosmische Intelligenz, die in dieser Weise sich mit den geistigen Offenbarungen zur Menschheit begab, ordnete, der im besonderen über diese kosmische Intelligenz sozusagen die Herrschaft hatte, das ist eben diejenige geistige Wesenheit, die wir, wenn wir uns der christlichen Terminologie bedienen, als den Erzengel Michael bezeichnen. Er hatte im Kosmos die Verwaltung der kosmischen Intelligenz.
[ 18 ] Gleichzeitig mit diesem war aber etwas anderes verbunden. Man kann das nur in der richtigen Weise einschätzen, wenn man das Folgende beachtet. So nachdenken, so in Gedanken leben, die aus dem Inneren herausstoßen, konnten die Menschen der alten Zeitalter nicht. Sie waren unter Umständen weise, unendlich viel weiser als die neuere Menschheit, aber sie waren nicht in dem Sinne dessen gescheit, was man heute gescheit nennt. Heute nennt man einen Menschen gescheit, der Gedanken aus sich selber produzieren kann, der logisch denken kann, der einen Gedanken mit dem anderen in Zusammenhang bringen kann und so weiter. Das gab es damals nicht. Selbständig erzeugte Gedanken gab es nicht in alten Zeiten. Die Gedanken wurden mit den Offenbarungen, die einem aus der geistigen Welt kamen, zu gleicher Zeit auf die Erde heruntergeschickt. Man dachte nicht nach, sondern man empfing den geistigen Inhalt durch Offenbarung, aber man empfing ihn so, daß die Gedanken dabei waren. Heute denkt man über die Dinge nach; dazumal brachten die seelischen Eindrücke die Gedanken mit, Die Gedanken waren inspirierte Gedanken, nicht selbstgedachte Gedanken. Und derjenige, der die kosmische Intelligenz, die in dieser Weise sich mit den geistigen Offenbarungen zur Menschheit begab, ordnete, der im besonderen über diese kosmische Intelligenz sozusagen die Herrschaft hatte, das ist eben diejenige geistige Wesenheit, die wir, wenn wir uns der christlichen Terminologie bedienen, als den Erzengel Michael bezeichnen. Er hatte im Kosmos die Verwaltung der kosmischen Intelligenz.
[ 19 ] Man muß sich nur klarmachen, was das heißt. Denn wenn auch in etwas anderem Ideenzusammenhange, so hatte doch ein Mensch wie zum Beispiel Alexander der Große durchaus ein deutliches Bewußtsein davon, daß ihm seine Gedanken auf dem Michaels-Wege kamen. Gewiß, die entsprechende geistige Wesenheit hieß anders. Wir bedienen uns hier der christlichen Terminologie, aber die Terminologie macht es ja nicht aus. Als nichts anderes sah sich ein solcher Mensch wie Alexander der Große an denn als einen Missionar des Michael, als ein Werkzeug des Michael. Er konnte gar nicht anders denken als: Michael handelt eigentlich auf der Erde, und ich bin derjenige, durch den er handelt. So war die Auffassung. Das gab ja auch die Kraft des Willens zu den Taten. Und ein Denker in der damaligen Zeit dachte auch nicht anders, als: Michael wirkt in ihm und gibt ihm die Gedanken.
[ 19 ] Man muß sich nur klarmachen, was das heißt. Denn wenn auch in etwas anderem Ideenzusammenhange, so hatte doch ein Mensch wie zum Beispiel Alexander der Große durchaus ein deutliches Bewußtsein davon, daß ihm seine Gedanken auf dem Michaels-Wege kamen. Gewiß, die entsprechende geistige Wesenheit hieß anders. Wir bedienen uns hier der christlichen Terminologie, aber die Terminologie macht es ja nicht aus. Als nichts anderes sah sich ein solcher Mensch wie Alexander der Große an denn als einen Missionar des Michael, als ein Werkzeug des Michael. Er konnte gar nicht anders denken als: Michael handelt eigentlich auf der Erde, und ich bin derjenige, durch den er handelt. So war die Auffassung. Das gab ja auch die Kraft des Willens zu den Taten. Und ein Denker in der damaligen Zeit dachte auch nicht anders, als: Michael wirkt in ihm und gibt ihm die Gedanken.
[ 20 ] Verbunden war mit diesem Herabsteigen des Christus auf die Erde dieses, daß nun Michael mit den Seinen nicht nur diesen Abschied des Christus von der Sonne sah, sondern er sah vor allen Dingen, wie ihm, dem Michael, die Herrschaft über die kosmische Intelligenz allmählich entfällt. Man sah ganz deutlich dazumal von der Sonne aus, daß nicht mehr aus der geistigen Welt die Dinge an den Menschen herankommen werden mit dem intelligenten Inhalte, sondern daß der Mensch selber zu seiner Intelligenz auf der Erde einmal gelangen müsse. Es war ein einschneidendes, ein bedeutsames Ereignis, gewissermaßen hinunterströmen zu sehen auf die Erde die Intelligenz. Sie ward nach und nach nicht mehr — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf in den Himmeln gefunden, sie ward auf die Erde hinuntergelassen.
[ 20 ] Verbunden war mit diesem Herabsteigen des Christus auf die Erde dieses, daß nun Michael mit den Seinen nicht nur diesen Abschied des Christus von der Sonne sah, sondern er sah vor allen Dingen, wie ihm, dem Michael, die Herrschaft über die kosmische Intelligenz allmählich entfällt. Man sah ganz deutlich dazumal von der Sonne aus, daß nicht mehr aus der geistigen Welt die Dinge an den Menschen herankommen werden mit dem intelligenten Inhalte, sondern daß der Mensch selber zu seiner Intelligenz auf der Erde einmal gelangen müsse. Es war ein einschneidendes, ein bedeutsames Ereignis, gewissermaßen hinunterströmen zu sehen auf die Erde die Intelligenz. Sie ward nach und nach nicht mehr — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf in den Himmeln gefunden, sie ward auf die Erde hinuntergelassen.
[ 21 ] Und in den ersten christlichen Jahrhunderten erfüllte sich das besonders. Wir sehen, wie noch die Menschen, die solches vermochten, in den ersten christlichen Jahrhunderten wenigstens manche Einblicke hatten in dasjenige, was mit dem Inhalt der Intelligenz ihnen zuströmte aus den überirdischen Offenbarungen. Das dauerte noch so bis in das 8., 9. nachchristliche Jahrhundert. Dann kam die große Entscheidung. Dann kam die Entscheidung so, daß sich ja Michael und die Seinigen, gleichgültig ob sie nun verkörpert oder entkörpert waren, sagen mußten: Die Menschen auf der Erde beginnen intelligent zu werden, den eigenen Verstand aus sich herauszubringen; aber die kosmische Intelligenz kann nicht mehr von Michael verwaltet werden. Michael spürte, wie ihm die Herrschaft über die kosmische Intelligenz entschwand. Und unten, wenn man auf die Erde hinsah, da sah man, wie vom 8., 9. Jahrhundert ab dieses intelligente Zeitalter begann und die Menschen anfingen, die eigenen Gedanken sich zu bilden.
[ 21 ] Und in den ersten christlichen Jahrhunderten erfüllte sich das besonders. Wir sehen, wie noch die Menschen, die solches vermochten, in den ersten christlichen Jahrhunderten wenigstens manche Einblicke hatten in dasjenige, was mit dem Inhalt der Intelligenz ihnen zuströmte aus den überirdischen Offenbarungen. Das dauerte noch so bis in das 8., 9. nachchristliche Jahrhundert. Dann kam die große Entscheidung. Dann kam die Entscheidung so, daß sich ja Michael und die Seinigen, gleichgültig ob sie nun verkörpert oder entkörpert waren, sagen mußten: Die Menschen auf der Erde beginnen intelligent zu werden, den eigenen Verstand aus sich herauszubringen; aber die kosmische Intelligenz kann nicht mehr von Michael verwaltet werden. Michael spürte, wie ihm die Herrschaft über die kosmische Intelligenz entschwand. Und unten, wenn man auf die Erde hinsah, da sah man, wie vom 8., 9. Jahrhundert ab dieses intelligente Zeitalter begann und die Menschen anfingen, die eigenen Gedanken sich zu bilden.
[ 22 ] Nun habe ich Ihnen dargestellt, wie in einzelnen besonderen Schulen, zum Beispiel in der großen Schule von Chartres, die Traditionen fortgepflanzt worden waren von demjenigen, was einstmals, in kosmische Intelligenz getaucht, den Menschen sich offenbarte. Ich habe Ihnen dargestellt, was alles in dieser Schule von Chartres, insbesondere im 12. Jahrhundert, geleistet worden ist, und ich versuchte auch darzustellen, wie dann übergegangen ist namentlich an einzelne Mitglieder des Dominikanerordens geradezu die Verwaltung der Intelligenz auf Erden. Man schaue sich nur einmal an die Werke, die aus der christlichen Scholastik erwachsen sind, aus jener wunderbaren Geistesströmung, die sowohl von ihren Anhängern wie von ihren Gegnern heute ganz verkannt wird, weil sie nicht nach ihrer Hauptsache angesehen wird. Man sehe sich an, wie da gerungen wird, zu erkennen, was Begriffe eigentlich bedeuten, was der intelligente Inhalt für die Menschheit und für die Dinge der Welt eigentlich bedeutet. Der große Streit zwischen Nominalismus und Realismus entwickelt sich namentlich innerhalb des Dominikanerordens. Die einen sehen in den allgemeinen Begriffen nur Namen, die anderen sehen in den allgemeinen Begriffen geistige Inhalte, die sich in den Dingen offenbaren.
[ 22 ] Nun habe ich Ihnen dargestellt, wie in einzelnen besonderen Schulen, zum Beispiel in der großen Schule von Chartres, die Traditionen fortgepflanzt worden waren von demjenigen, was einstmals, in kosmische Intelligenz getaucht, den Menschen sich offenbarte. Ich habe Ihnen dargestellt, was alles in dieser Schule von Chartres, insbesondere im 12. Jahrhundert, geleistet worden ist, und ich versuchte auch darzustellen, wie dann übergegangen ist namentlich an einzelne Mitglieder des Dominikanerordens geradezu die Verwaltung der Intelligenz auf Erden. Man schaue sich nur einmal an die Werke, die aus der christlichen Scholastik erwachsen sind, aus jener wunderbaren Geistesströmung, die sowohl von ihren Anhängern wie von ihren Gegnern heute ganz verkannt wird, weil sie nicht nach ihrer Hauptsache angesehen wird. Man sehe sich an, wie da gerungen wird, zu erkennen, was Begriffe eigentlich bedeuten, was der intelligente Inhalt für die Menschheit und für die Dinge der Welt eigentlich bedeutet. Der große Streit zwischen Nominalismus und Realismus entwickelt sich namentlich innerhalb des Dominikanerordens. Die einen sehen in den allgemeinen Begriffen nur Namen, die anderen sehen in den allgemeinen Begriffen geistige Inhalte, die sich in den Dingen offenbaren.
[ 23 ] Die ganze Scholastik ist ein Ringen der Menschen nach Klarheit über die hereinströmende Intelligenz. Kein Wunder, daß das Hauptinteresse derer, die um Michael waren, sich gerade dem zuwendete, was da als Scholastik auf Erden sich entfaltete. Man sieht in dem, was Thomas von Aquino und seine Schüler, was andere Scholastiker geltend machen, die irdische Ausprägung dessen, was dazumal MichaelStrömung war. Michael-Strömung: Verwaltung der Intelligenz, der lichtvollen, der spirituellen Intelligenz.
[ 23 ] Die ganze Scholastik ist ein Ringen der Menschen nach Klarheit über die hereinströmende Intelligenz. Kein Wunder, daß das Hauptinteresse derer, die um Michael waren, sich gerade dem zuwendete, was da als Scholastik auf Erden sich entfaltete. Man sieht in dem, was Thomas von Aquino und seine Schüler, was andere Scholastiker geltend machen, die irdische Ausprägung dessen, was dazumal MichaelStrömung war. Michael-Strömung: Verwaltung der Intelligenz, der lichtvollen, der spirituellen Intelligenz.
[ 24 ] Jetzt war sie auf der Erde, diese Intelligenz. Jetzt mußte man über ihren Sinn in Klarheit kommen. Von der geistigen Welt aus gesehen, konnte man unten schauen auf der Erde, wie dasjenige, was in den Bereich des Michael gehört, sich nun unten, außer der Herrschaft des Michael, gerade bei der beginnenden Herrschaft des Gabriel entfaltete. Initiationsweisheit, Rosenkreuzerweisheit, wie sie sich dann ausbreitete, bestand ja darinnen, daß man einige Klarheit hatte über diese Verhältnisse. Gerade in dieser Zeit ist es bedeutsam, hinzuschauen auf die Art und Weise, wie das Irdische zusammenhängt mit dem Übersinnlichen. Denn das Irdische nimmt sich so aus, als ob es gewissermaßen losgerissen wäre von dem Übersinnlichen — aber es hängt zusammen! Und Sie können ja sehen aus dem, was ich in den letzten Stunden dargestellt habe, wie es zusammenhängt. Dasjenige, was übersinnliche Tatsachen sind, kann ich nun nur in Bildern, in Imaginationen zusammenfassen. Das kann man nicht durch abstrakte Begriffe darstellen, da muß man bildhaft schildern. Deshalb muß ich schildern, was sich nun im Beginne desjenigen Zeitalters, in dem sich die Bewußtseinsseele und damit die Intelligenz in die Menschheit eingliederte, zutrug.
[ 24 ] Jetzt war sie auf der Erde, diese Intelligenz. Jetzt mußte man über ihren Sinn in Klarheit kommen. Von der geistigen Welt aus gesehen, konnte man unten schauen auf der Erde, wie dasjenige, was in den Bereich des Michael gehört, sich nun unten, außer der Herrschaft des Michael, gerade bei der beginnenden Herrschaft des Gabriel entfaltete. Initiationsweisheit, Rosenkreuzerweisheit, wie sie sich dann ausbreitete, bestand ja darinnen, daß man einige Klarheit hatte über diese Verhältnisse. Gerade in dieser Zeit ist es bedeutsam, hinzuschauen auf die Art und Weise, wie das Irdische zusammenhängt mit dem Übersinnlichen. Denn das Irdische nimmt sich so aus, als ob es gewissermaßen losgerissen wäre von dem Übersinnlichen — aber es hängt zusammen! Und Sie können ja sehen aus dem, was ich in den letzten Stunden dargestellt habe, wie es zusammenhängt. Dasjenige, was übersinnliche Tatsachen sind, kann ich nun nur in Bildern, in Imaginationen zusammenfassen. Das kann man nicht durch abstrakte Begriffe darstellen, da muß man bildhaft schildern. Deshalb muß ich schildern, was sich nun im Beginne desjenigen Zeitalters, in dem sich die Bewußtseinsseele und damit die Intelligenz in die Menschheit eingliederte, zutrug.
[ 25 ] Es waren schon einige Jahrhunderte her, seit Michael auf der Erde hatte ankommen sehen im 9. nachchristlichen Jahrhundert dasjenige, was früher kosmische Intelligenz war. Und er sah es fortströmen auf der Erde, fortströmen jetzt namentlich in der Scholastik. Das war unten. Er aber sammelte diejenigen, die in seinen Bereich gehören im Sonnengebiete, er sammelte sie, ob sie nun Menschenseelen waren, die gerade in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, er sammelte auch diejenigen, die zu seinem Bereiche gehören und die niemals in menschlichen Leibern ihre Entwickelung finden, die aber einen gewissen Zusammenhang mit der Menschheit haben. Sie können sich denken, daß insbesondere diejenigen Menschenseelen da waren, welche ich Ihnen angeführt habe als die großen Lehrer von Chartres. Einer der bedeutendsten, die damals unter den Scharen des Michael im beginnenden 15. Jahrhundert in übersinnlichen Welten ihre Taten zu verrichten hatten, war ja Alanus ab Insulis. Aber auch alle anderen, die ich Ihnen genannt habe als der Schule von Chartres angehörig, sie waren vereinigt mit denen, die nun auch schon wieder in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt angekommen waren, die aus dem Dominikanerorden entstammten; Seelen, die der platonischen Strömung angehörten, waren da innig vereinigt mit denjenigen Seelen, die der aristotelischen Strömung angehörten. Alles das hatten diese Seelen durchgemacht, was gerade Michael-Impulse sind. Viele dieser Seelen lebten so, daß sie das Mysterium von Golgatha nicht vom Erdenaspekt aus, sondern vom Aspekt der Sonne aus mitgemacht hatten. Sie waren dazumal im Beginne des 15. Jahrhunderts in der übersinnlichen Welt gerade in bedeutsamen Lagen.
[ 25 ] Es waren schon einige Jahrhunderte her, seit Michael auf der Erde hatte ankommen sehen im 9. nachchristlichen Jahrhundert dasjenige, was früher kosmische Intelligenz war. Und er sah es fortströmen auf der Erde, fortströmen jetzt namentlich in der Scholastik. Das war unten. Er aber sammelte diejenigen, die in seinen Bereich gehören im Sonnengebiete, er sammelte sie, ob sie nun Menschenseelen waren, die gerade in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, er sammelte auch diejenigen, die zu seinem Bereiche gehören und die niemals in menschlichen Leibern ihre Entwickelung finden, die aber einen gewissen Zusammenhang mit der Menschheit haben. Sie können sich denken, daß insbesondere diejenigen Menschenseelen da waren, welche ich Ihnen angeführt habe als die großen Lehrer von Chartres. Einer der bedeutendsten, die damals unter den Scharen des Michael im beginnenden 15. Jahrhundert in übersinnlichen Welten ihre Taten zu verrichten hatten, war ja Alanus ab Insulis. Aber auch alle anderen, die ich Ihnen genannt habe als der Schule von Chartres angehörig, sie waren vereinigt mit denen, die nun auch schon wieder in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt angekommen waren, die aus dem Dominikanerorden entstammten; Seelen, die der platonischen Strömung angehörten, waren da innig vereinigt mit denjenigen Seelen, die der aristotelischen Strömung angehörten. Alles das hatten diese Seelen durchgemacht, was gerade Michael-Impulse sind. Viele dieser Seelen lebten so, daß sie das Mysterium von Golgatha nicht vom Erdenaspekt aus, sondern vom Aspekt der Sonne aus mitgemacht hatten. Sie waren dazumal im Beginne des 15. Jahrhunderts in der übersinnlichen Welt gerade in bedeutsamen Lagen.
[ 26 ] Da entstand unter der Führung des Michael etwas — wir müssen ja irdische Ausdrücke gebrauchen —, was man nennen könnte eine übersinnliche Schule. Was einstmals Michael-Mysterium war, dasjenige, was in den alten Michael-Mysterien verkündet worden war den Eingeweihten, was jetzt anders werden mußte, weil die Intelligenz vom Kosmos ihren Weg auf die Erde gefunden hatte, das faßte in ungeheuer bedeutsamen Zügen Michael selber für diejenigen zusammen, die er jetzt sammelte in dieser übersinnlichen Michael-Schule im Beginne des 15. Jahrhunderts. Da wurde alles das wieder lebendig in übersinnlichen Welten, was einstmals in den Sonnenmysterien als Michael-Weisheit gelebt hat. Da wurde dann in einer grandiosen Weise zusammengefaßt, was in aristotelischer Fortsetzung Platonismus war und durch Alexander den Großen hinübergebracht war nach Asien, hinuntergebracht war nach Ägypten. Es wurde auseinandergesetzt, wie da drinnen noch die alte Spiritualität lebte. Da nahmen alle die Seelen, die immer mit jener Strömung verbunden waren, von der ich jetzt schon durch einzelne Stunden spreche, jene Seelen, die eben prädestiniert sind, der anthroposophischen Bewegung anzugehören, ihr Karma für die anthroposophische Bewegung zu gestalten, an jener übersinnlichen Lehrschule teil. Denn alles, was da gelehrt wurde, wurde unter dem Gesichtspunkte gelehrt, daß nun auf andere Art in der Menschheitsentwickelung unten, durch Eigenintelligenz der menschlichen Seele, das Michaelsmäßige ausgebildet werden müsse.
[ 26 ] Da entstand unter der Führung des Michael etwas — wir müssen ja irdische Ausdrücke gebrauchen —, was man nennen könnte eine übersinnliche Schule. Was einstmals Michael-Mysterium war, dasjenige, was in den alten Michael-Mysterien verkündet worden war den Eingeweihten, was jetzt anders werden mußte, weil die Intelligenz vom Kosmos ihren Weg auf die Erde gefunden hatte, das faßte in ungeheuer bedeutsamen Zügen Michael selber für diejenigen zusammen, die er jetzt sammelte in dieser übersinnlichen Michael-Schule im Beginne des 15. Jahrhunderts. Da wurde alles das wieder lebendig in übersinnlichen Welten, was einstmals in den Sonnenmysterien als Michael-Weisheit gelebt hat. Da wurde dann in einer grandiosen Weise zusammengefaßt, was in aristotelischer Fortsetzung Platonismus war und durch Alexander den Großen hinübergebracht war nach Asien, hinuntergebracht war nach Ägypten. Es wurde auseinandergesetzt, wie da drinnen noch die alte Spiritualität lebte. Da nahmen alle die Seelen, die immer mit jener Strömung verbunden waren, von der ich jetzt schon durch einzelne Stunden spreche, jene Seelen, die eben prädestiniert sind, der anthroposophischen Bewegung anzugehören, ihr Karma für die anthroposophische Bewegung zu gestalten, an jener übersinnlichen Lehrschule teil. Denn alles, was da gelehrt wurde, wurde unter dem Gesichtspunkte gelehrt, daß nun auf andere Art in der Menschheitsentwickelung unten, durch Eigenintelligenz der menschlichen Seele, das Michaelsmäßige ausgebildet werden müsse.
[ 27 ] Hingewiesen wurde darauf, wie am Ende des 19. Jahrhunderts, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, Michael selber auf der Erde seine Herrschaft wieder antreten werde, wie ein neues Michael-Zeitalter, nachdem die sechs anderen Archangeloi in der Zwischenzeit, seit der Alexanderzeit, ihre verschiedenen Herrschaften ausgeübt hatten, beginnen werde, aber ein Michael-Zeitalter, das anders werden müsse wie die anderen. Denn diese anderen Michael-Zeitalter waren eben so, daß da die kosmische Intelligenz immer sich in dem AllgemeinMenschlichen ausgelebt hat. Jetzt aber — das sagte dazumal Michael im Übersinnlichen zu seinen Schülern — wird es sich im Michael-Zeitalter um etwas ganz anderes handeln. Dasjenige, was Michael durch Äonen verwaltet hat für die Menschen, was er ins irdische Dasein inspirierte, das ist ihm entsunken. Er wird es wiederfinden, wenn er Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts seine Erdenherrschaft antreten wird. Er wird es wiederfinden, indem eine zunächst von der Spiritualität entblößte Intelligenz unter den Menschen unten Platz gegriffen haben wird; aber er wird es wiederfinden in einem besonderen Zustande; er wird es wiederfinden so, daß es ausgesetzt ist im stärksten Maße den ahrimanischen Kräften. Denn in derselben Zeit, in der die Intelligenz vom Kosmos auf die Erde sank, wuchs immer mehr und mehr die Aspiration der ahrimanischen Mächte, diese kosmische Intelligenz, indem sie irdisch wurde, dem Michael zu entreißen, sie auf der Erde allein, Michael-frei, geltend zu machen.
[ 27 ] Hingewiesen wurde darauf, wie am Ende des 19. Jahrhunderts, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, Michael selber auf der Erde seine Herrschaft wieder antreten werde, wie ein neues Michael-Zeitalter, nachdem die sechs anderen Archangeloi in der Zwischenzeit, seit der Alexanderzeit, ihre verschiedenen Herrschaften ausgeübt hatten, beginnen werde, aber ein Michael-Zeitalter, das anders werden müsse wie die anderen. Denn diese anderen Michael-Zeitalter waren eben so, daß da die kosmische Intelligenz immer sich in dem AllgemeinMenschlichen ausgelebt hat. Jetzt aber — das sagte dazumal Michael im Übersinnlichen zu seinen Schülern — wird es sich im Michael-Zeitalter um etwas ganz anderes handeln. Dasjenige, was Michael durch Äonen verwaltet hat für die Menschen, was er ins irdische Dasein inspirierte, das ist ihm entsunken. Er wird es wiederfinden, wenn er Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts seine Erdenherrschaft antreten wird. Er wird es wiederfinden, indem eine zunächst von der Spiritualität entblößte Intelligenz unter den Menschen unten Platz gegriffen haben wird; aber er wird es wiederfinden in einem besonderen Zustande; er wird es wiederfinden so, daß es ausgesetzt ist im stärksten Maße den ahrimanischen Kräften. Denn in derselben Zeit, in der die Intelligenz vom Kosmos auf die Erde sank, wuchs immer mehr und mehr die Aspiration der ahrimanischen Mächte, diese kosmische Intelligenz, indem sie irdisch wurde, dem Michael zu entreißen, sie auf der Erde allein, Michael-frei, geltend zu machen.
[ 28 ] Das war die große Krisis vom Beginne des 15. Jahrhunderts bis heute, die Krisis, in der wir noch drinnenstehen, die Krisis, die sich ausdrückt als der Kampf Ahrimans gegen Michael: Ahriman, der alles aufwendet, um streitig zu machen dem Michael die Herrschaft über die Intelligenz, die jetzt irdisch geworden war — Michael, der sich bemüht, mit allen Impulsen, die er hat, nun, nachdem ihm die Herrschaft über die Intelligenz entfallen war, sie wiederum beim Beginne seiner irdischen Herrschaft vom Jahre 1879 an auf der Erde zu ergreifen. In dieser Entscheidung stand ja die Entwickelung der Menschheit im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Da war irdisch geworden die frühere kosmische Intelligenz, da war Ahriman, der diese Intelligenz ganz irdisch machen wollte, so daß sie fortlaufend wird in der Art, wie sie in dem Gabrielischen Zeitalter eingeleitet worden war. Ganz irdisch werden sollte diese Intelligenz, nur eine Angelegenheit der menschlichen Blutsgemeinschaft sollte sie sein, eine Angelegenheit der Generationenfolge, eine Angelegenheit der Fortpflanzungskräfte. Das alles wollte Ahriman.
[ 28 ] Das war die große Krisis vom Beginne des 15. Jahrhunderts bis heute, die Krisis, in der wir noch drinnenstehen, die Krisis, die sich ausdrückt als der Kampf Ahrimans gegen Michael: Ahriman, der alles aufwendet, um streitig zu machen dem Michael die Herrschaft über die Intelligenz, die jetzt irdisch geworden war — Michael, der sich bemüht, mit allen Impulsen, die er hat, nun, nachdem ihm die Herrschaft über die Intelligenz entfallen war, sie wiederum beim Beginne seiner irdischen Herrschaft vom Jahre 1879 an auf der Erde zu ergreifen. In dieser Entscheidung stand ja die Entwickelung der Menschheit im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Da war irdisch geworden die frühere kosmische Intelligenz, da war Ahriman, der diese Intelligenz ganz irdisch machen wollte, so daß sie fortlaufend wird in der Art, wie sie in dem Gabrielischen Zeitalter eingeleitet worden war. Ganz irdisch werden sollte diese Intelligenz, nur eine Angelegenheit der menschlichen Blutsgemeinschaft sollte sie sein, eine Angelegenheit der Generationenfolge, eine Angelegenheit der Fortpflanzungskräfte. Das alles wollte Ahriman.
[ 29 ] Michael stieg herunter auf die Erde. Er konnte dasjenige, was nun einmal seinen Gang in der Zwischenzeit hat machen müssen, damit die Menschen zur Intelligenz und zur Freiheit kommen, nur auf der Erde wiederfinden, so daß er es jetzt auf der Erde ergreifen muß, so daß er innerhalb der Erde wiederum Herrscher wird über die Intelligenz, die aber jetzt innerhalb der Menschheit wirkt. Ahriman gegenüber Michael, Michael in die Notwendigkeit versetzt, gegen Ahriman zu verteidigen, was er durch Äonen hindurch zugunsten der Menschheit verwaltete — in diesem Kampfe steht die Menschheit drinnen. Anthroposoph sein, heißt unter manchem anderen: diesen Kampf wenigstens bis zu einem gewissen Grade zu verstehen. Und überall zeigt er sich. Seine eigentliche Gestalt steht hinter den Kulissen des geschichtlichen Werdens, aber überall zeigt er sich in den Tatsachen, die im Offenbaren liegen.
[ 29 ] Michael stieg herunter auf die Erde. Er konnte dasjenige, was nun einmal seinen Gang in der Zwischenzeit hat machen müssen, damit die Menschen zur Intelligenz und zur Freiheit kommen, nur auf der Erde wiederfinden, so daß er es jetzt auf der Erde ergreifen muß, so daß er innerhalb der Erde wiederum Herrscher wird über die Intelligenz, die aber jetzt innerhalb der Menschheit wirkt. Ahriman gegenüber Michael, Michael in die Notwendigkeit versetzt, gegen Ahriman zu verteidigen, was er durch Äonen hindurch zugunsten der Menschheit verwaltete — in diesem Kampfe steht die Menschheit drinnen. Anthroposoph sein, heißt unter manchem anderen: diesen Kampf wenigstens bis zu einem gewissen Grade zu verstehen. Und überall zeigt er sich. Seine eigentliche Gestalt steht hinter den Kulissen des geschichtlichen Werdens, aber überall zeigt er sich in den Tatsachen, die im Offenbaren liegen.
[ 30 ] Meine lieben Freunde, diejenigen Seelen, die dazumal in der übersinnlichen Schule des Michael waren, sie nahmen teil an den Lehren, die ich Ihnen eben flüchtig skizziert habe, die bestanden in der Wiederholung dessen, was in den Sonnenmysterien seit alten Zeiten gelehrt worden war, die bestanden in der prophetischen Vorausnahme dessen, was zu geschehen hat, wenn das neue Michael-Zeitalter beginnt, die bestanden in den hinreißenden Ermahnungen, daß diejenigen, die um Michael sind, sich hineinstürzen mögen in die Michael-Strömung, die Impulse aufgreifen mögen, damit die Intelligenz wiederum mit der Michael-Wesenheit vereinigt werde.
[ 30 ] Meine lieben Freunde, diejenigen Seelen, die dazumal in der übersinnlichen Schule des Michael waren, sie nahmen teil an den Lehren, die ich Ihnen eben flüchtig skizziert habe, die bestanden in der Wiederholung dessen, was in den Sonnenmysterien seit alten Zeiten gelehrt worden war, die bestanden in der prophetischen Vorausnahme dessen, was zu geschehen hat, wenn das neue Michael-Zeitalter beginnt, die bestanden in den hinreißenden Ermahnungen, daß diejenigen, die um Michael sind, sich hineinstürzen mögen in die Michael-Strömung, die Impulse aufgreifen mögen, damit die Intelligenz wiederum mit der Michael-Wesenheit vereinigt werde.
[ 31 ] Während diese wunderbaren, diese grandiosen Lehren in jener übersinnlichen Schule, dirigiert von Michael selber, an die entsprechenden Seelen gingen, nahmen diese Seelen teil an einem gewaltigen Ereignis, das sich nur nach langen Zeiträumen innerhalb der Entwickelung unseres Kosmos zeigt. Es ist, wie ich schon einmal angedeutet habe, so, daß wir von der Erde aus hinauf weisen in die übersinnliche Welt, wenn wir vom Göttlichen sprechen. Sind wir aber in dem Leben zwischen dem Tode und neuer Geburt, so weisen wir eigentlich hinunter auf die Erde — aber nicht auf die physische Erde; es zeigt sich da Gewaltiges, Grandioses, Göttlich-Geistiges. Und gerade in diesem Beginne des 15. Jahrhunderts, als diese Schule ihren Anfang machte, von der ich sprach, wo zahlreiche Seelen im Bereich des Michael an dieser Schule teilnahmen, da konnte man zu gleicher Zeit etwas sehen, was, wie gesagt, nur nach langen, langen Zeiträumen sich wiederholt im kosmischen Werden: Man sah gewissermaßen beim Hinunterblicken auf die Erde, wie Seraphim, Cherubim und Throne, also die Angehörigen der höchsten, der ersten Hierarchie, eine gewaltige Tat vollbringen.
[ 31 ] Während diese wunderbaren, diese grandiosen Lehren in jener übersinnlichen Schule, dirigiert von Michael selber, an die entsprechenden Seelen gingen, nahmen diese Seelen teil an einem gewaltigen Ereignis, das sich nur nach langen Zeiträumen innerhalb der Entwickelung unseres Kosmos zeigt. Es ist, wie ich schon einmal angedeutet habe, so, daß wir von der Erde aus hinauf weisen in die übersinnliche Welt, wenn wir vom Göttlichen sprechen. Sind wir aber in dem Leben zwischen dem Tode und neuer Geburt, so weisen wir eigentlich hinunter auf die Erde — aber nicht auf die physische Erde; es zeigt sich da Gewaltiges, Grandioses, Göttlich-Geistiges. Und gerade in diesem Beginne des 15. Jahrhunderts, als diese Schule ihren Anfang machte, von der ich sprach, wo zahlreiche Seelen im Bereich des Michael an dieser Schule teilnahmen, da konnte man zu gleicher Zeit etwas sehen, was, wie gesagt, nur nach langen, langen Zeiträumen sich wiederholt im kosmischen Werden: Man sah gewissermaßen beim Hinunterblicken auf die Erde, wie Seraphim, Cherubim und Throne, also die Angehörigen der höchsten, der ersten Hierarchie, eine gewaltige Tat vollbringen.
[ 32 ] Es war im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts, es war in der Zeit, als hinter den Kulissen der neuzeitlichen Entwickelung die Rosenkreuzerschule begründet worden ist. Schaut man sonst von dem Leben, das man hat zwischen Tod und neuer Geburt, hinunter auf das Irdische, sieht man gleichmäßig vor sich gehende Taten der Seraphim, Cherubim und Throne. Man sieht, wie die Seraphim, Cherubim und Throne das Geistige aus dem Bereich der Exusiai, Dynamis und Kyriotetes hinuntertragen ins Physische, durch ihre Macht das Geistige dem Physischen einpflanzen. Von diesem, was man so gewöhnlich im Fortgange des Werdens schaut, zeigt sich nach großen Zeiträumen immer etwas grandios Abweichendes: Es war zuletzt in der atlantischen Zeit, daß sich so etwas auch vom Aspekte des Übersinnlichen aus gezeigt hatte. Was da in der Menschheit geschieht, das zeigt sich, indem man jetzt, von der geistigen Welt aus, die Erde in ihren Gebieten durchzuckt sieht von Blitzen, indem man mächtig rollende Donner hört. Es war sozusagen eines jener Weltengewitter — für die Menschen der Erde ganz wie im Schlafe ablaufend, für die Geister, die um Michael waren, mächtig sich zeigend.
[ 32 ] Es war im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts, es war in der Zeit, als hinter den Kulissen der neuzeitlichen Entwickelung die Rosenkreuzerschule begründet worden ist. Schaut man sonst von dem Leben, das man hat zwischen Tod und neuer Geburt, hinunter auf das Irdische, sieht man gleichmäßig vor sich gehende Taten der Seraphim, Cherubim und Throne. Man sieht, wie die Seraphim, Cherubim und Throne das Geistige aus dem Bereich der Exusiai, Dynamis und Kyriotetes hinuntertragen ins Physische, durch ihre Macht das Geistige dem Physischen einpflanzen. Von diesem, was man so gewöhnlich im Fortgange des Werdens schaut, zeigt sich nach großen Zeiträumen immer etwas grandios Abweichendes: Es war zuletzt in der atlantischen Zeit, daß sich so etwas auch vom Aspekte des Übersinnlichen aus gezeigt hatte. Was da in der Menschheit geschieht, das zeigt sich, indem man jetzt, von der geistigen Welt aus, die Erde in ihren Gebieten durchzuckt sieht von Blitzen, indem man mächtig rollende Donner hört. Es war sozusagen eines jener Weltengewitter — für die Menschen der Erde ganz wie im Schlafe ablaufend, für die Geister, die um Michael waren, mächtig sich zeigend.
[ 33 ] Hinter dem, was sich im Beginne des 15. Jahrhunderts geschichtlich abspielte in den menschlichen Seelen, steht eben Gewaltiges. Dieses Gewaltige zeigte sich gerade, während die Michael-Schüler ihre Lehren im Übersinnlichen empfingen. Zuletzt geschah während der atlantischen Zeit, als die kosmische Intelligenz noch kosmisch geblieben war, aber von den menschlichen Herzen Besitz ergriffen hatte, auch so etwas, das für das jetzige Gebiet, das irdische Gebiet, sich nun in geistigen Blitzen und Donnern wiederum entlud. Ja, es war schon so. In dem Zeitalter, das nun die irdischen Erschütterungen erlebte, in welchem die Rosenkreuzer sich ausbreiteten, in welchem allerlei merkwürdige Dinge geschahen, die Sie ja in der Geschichte verfolgen könnten, in diesem Zeitalter zeigte sich die Erde für die Geister im Übersinnlichen umtobt von gewaltigen Blitzen und Donnern. Das war, daß die Seraphim, Cherubim und Throne die kosmische Intelligenz überleiteten in dasjenige Glied der menschlichen Organisation, das die Nerven-Sinnesorganisation ist, die Kopforganisation.
[ 33 ] Hinter dem, was sich im Beginne des 15. Jahrhunderts geschichtlich abspielte in den menschlichen Seelen, steht eben Gewaltiges. Dieses Gewaltige zeigte sich gerade, während die Michael-Schüler ihre Lehren im Übersinnlichen empfingen. Zuletzt geschah während der atlantischen Zeit, als die kosmische Intelligenz noch kosmisch geblieben war, aber von den menschlichen Herzen Besitz ergriffen hatte, auch so etwas, das für das jetzige Gebiet, das irdische Gebiet, sich nun in geistigen Blitzen und Donnern wiederum entlud. Ja, es war schon so. In dem Zeitalter, das nun die irdischen Erschütterungen erlebte, in welchem die Rosenkreuzer sich ausbreiteten, in welchem allerlei merkwürdige Dinge geschahen, die Sie ja in der Geschichte verfolgen könnten, in diesem Zeitalter zeigte sich die Erde für die Geister im Übersinnlichen umtobt von gewaltigen Blitzen und Donnern. Das war, daß die Seraphim, Cherubim und Throne die kosmische Intelligenz überleiteten in dasjenige Glied der menschlichen Organisation, das die Nerven-Sinnesorganisation ist, die Kopforganisation.
[ 34 ] Es war wieder ein Ereignis geschehen, welches sich heute noch nicht deutlich zeigt, erst im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden sich zeigen wird, und darin besteht, daß der Mensch vollständig umgestaltet wird. Der Mensch war vorher ein Herzensmensch. Der Mensch ist nachher ein Kopfmensch geworden. Die Intelligenz wird seine Eigenintelligenz. Das ist, vom Übersinnlichen aus gesehen, etwas ungeheuer Bedeutsames. Alles das wird da gesehen, was an Macht und Kraft im Bereich der ersten Hierarchie liegt, im Bereich der Seraphim und Cherubim, die dadurch ihre Macht und Kraft äußern und offenbaren, daß sie das Geistige nicht nur im Geistigen verwalten, wie die Dynamis, die Exusiai, die Kyriotetes, sondern das Geistige hineintragen in das Physische, das Geistige zum Schöpferischen des Physischen machen. Diese Seraphim, Cherubim und Throne, sie hatten Taten zu vollbringen, die, wie gesagt, nach Äonen nur sich wiederholen. Und man möchte sagen: was von Michael den Seinigen in der damaligen Zeit gelehrt worden ist, das wurde unter Blitzen und Donnern da unten in den irdischen Welten verkündet. Verstanden sollte das werden, denn diese Blitze und Donner, meine lieben Freunde, sollten Begeisterung werden in den Herzen, in den Gemütern der Anthroposophen! Und derjenige, der wirklich den Drang zur Anthroposophie hat, der hat heute noch unbewußt, die Menschen wissen noch nichts davon, sie werden es schon kennenlernen —, der hat heute die Nachwirkungen in seiner Seele davon, daß er damals im Umkreis des Michael jene himmlische Anthroposophie aufnahm, die der irdischen voranging. Denn die Lehren, die Michael gab, waren solche, die damals vorbereiteten, was auf Erden Anthroposophie werden soll.
[ 34 ] Es war wieder ein Ereignis geschehen, welches sich heute noch nicht deutlich zeigt, erst im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden sich zeigen wird, und darin besteht, daß der Mensch vollständig umgestaltet wird. Der Mensch war vorher ein Herzensmensch. Der Mensch ist nachher ein Kopfmensch geworden. Die Intelligenz wird seine Eigenintelligenz. Das ist, vom Übersinnlichen aus gesehen, etwas ungeheuer Bedeutsames. Alles das wird da gesehen, was an Macht und Kraft im Bereich der ersten Hierarchie liegt, im Bereich der Seraphim und Cherubim, die dadurch ihre Macht und Kraft äußern und offenbaren, daß sie das Geistige nicht nur im Geistigen verwalten, wie die Dynamis, die Exusiai, die Kyriotetes, sondern das Geistige hineintragen in das Physische, das Geistige zum Schöpferischen des Physischen machen. Diese Seraphim, Cherubim und Throne, sie hatten Taten zu vollbringen, die, wie gesagt, nach Äonen nur sich wiederholen. Und man möchte sagen: was von Michael den Seinigen in der damaligen Zeit gelehrt worden ist, das wurde unter Blitzen und Donnern da unten in den irdischen Welten verkündet. Verstanden sollte das werden, denn diese Blitze und Donner, meine lieben Freunde, sollten Begeisterung werden in den Herzen, in den Gemütern der Anthroposophen! Und derjenige, der wirklich den Drang zur Anthroposophie hat, der hat heute noch unbewußt, die Menschen wissen noch nichts davon, sie werden es schon kennenlernen —, der hat heute die Nachwirkungen in seiner Seele davon, daß er damals im Umkreis des Michael jene himmlische Anthroposophie aufnahm, die der irdischen voranging. Denn die Lehren, die Michael gab, waren solche, die damals vorbereiteten, was auf Erden Anthroposophie werden soll.
[ 35 ] Und so haben wir eine doppelte übersinnliche Vorbereitung zu dem, was auf Erden Anthroposophie werden soll: Jene Vorbereitung in der großen übersinnlichen Lehrschule vom 15. Jahrhundert ab; dann dasjenige, was ich Ihnen geschildert habe, was im Übersinnlichen als ein imaginativer Kultus sich abbildete Ende des 18., im Beginne des 19. Jahrhunderts, wo in mächtigen imaginativen Bildern ausgestaltet wurde, was die Michael-Schüler damals in der übersinnlichen Lehrschule gelernt hatten. So wurden die Seelen vorbereitet, die dann herunterstiegen in die physische Welt, und die aus allen diesen Vorbereitungen den Drang erhalten sollten, hinzugehen zu dem, was dann als Anthroposophie auf Erden wirken soll.
[ 35 ] Und so haben wir eine doppelte übersinnliche Vorbereitung zu dem, was auf Erden Anthroposophie werden soll: Jene Vorbereitung in der großen übersinnlichen Lehrschule vom 15. Jahrhundert ab; dann dasjenige, was ich Ihnen geschildert habe, was im Übersinnlichen als ein imaginativer Kultus sich abbildete Ende des 18., im Beginne des 19. Jahrhunderts, wo in mächtigen imaginativen Bildern ausgestaltet wurde, was die Michael-Schüler damals in der übersinnlichen Lehrschule gelernt hatten. So wurden die Seelen vorbereitet, die dann herunterstiegen in die physische Welt, und die aus allen diesen Vorbereitungen den Drang erhalten sollten, hinzugehen zu dem, was dann als Anthroposophie auf Erden wirken soll.
[ 36 ] Denken Sie nur, an alledem nahmen ja teil die großen Lehrer von Chartres. Sie sind, wie Sie aus meiner Darstellung der letzten Zeit wissen, noch nicht wieder herabgestiegen. Sie haben diejenigen Seelen vorausgeschickt, die dann vorzugsweise im Dominikanerorden gewirkt haben, nachdem sie zuerst eine Art Konferenz mit ihnen abgehalten haben um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts.
[ 36 ] Denken Sie nur, an alledem nahmen ja teil die großen Lehrer von Chartres. Sie sind, wie Sie aus meiner Darstellung der letzten Zeit wissen, noch nicht wieder herabgestiegen. Sie haben diejenigen Seelen vorausgeschickt, die dann vorzugsweise im Dominikanerorden gewirkt haben, nachdem sie zuerst eine Art Konferenz mit ihnen abgehalten haben um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts.
[ 37 ] Dann sind ja alle diese Seelen wieder zusammengekommen: diejenigen, die in Chartres uralte Lehren verkündet hatten mit Feuermund, und diejenigen, die gerungen haben in der kältesten, aber herzergebenen Arbeit um das Erringen des Sinnes der Intelligenz in der Scholastik. Sie gehörten alle zu den Scharen des Michael, die in der angedeuteten Lehrschule lernten. Und die anderen waren Seelen, wie ich sie Ihnen charakterisiert habe in den zwei Gruppen, die ich dargestellt habe.
[ 37 ] Dann sind ja alle diese Seelen wieder zusammengekommen: diejenigen, die in Chartres uralte Lehren verkündet hatten mit Feuermund, und diejenigen, die gerungen haben in der kältesten, aber herzergebenen Arbeit um das Erringen des Sinnes der Intelligenz in der Scholastik. Sie gehörten alle zu den Scharen des Michael, die in der angedeuteten Lehrschule lernten. Und die anderen waren Seelen, wie ich sie Ihnen charakterisiert habe in den zwei Gruppen, die ich dargestellt habe.
[ 38 ] Wir haben diese Lehrschule des Michael. Wir haben den imaginativen Kultus, dessen Wirkungen ich Ihnen auch angedeutet habe, im Beginne des 19. Jahrhunderts. Wir haben das Bedeutsame, daß mit dem Ende der siebziger Jahre die Herrschaft des Michael wieder beginnt, daß Michael sich anschickt, wiederum in Empfang zu nehmen unten auf der Erde die Intelligenz, die ihm in der Zwischenzeit entsunken ist. Diese Intelligenz muß michaelisch werden. Und verstehen muß man den Sinn des neuen Michael-Zeitalters. Diejenigen, die heute mit dem Drang zu solcher Spiritualität kommen, welche schon die Intelligenz in sich enthält, wie das in der anthroposophischen Bewegung der Fall ist, sie sind heute gewissermaßen Seelen, die eben nach ihrem Karma im heutigen Zeitalter da sind, die dasjenige auf der Erde zu beachten haben, was im beginnenden Michael-Zeitalter auf der Erde geschieht. Und sie hängen zusammen mit all denen, die noch nicht wieder herunter gekommen sind; sie hängen vor allen Dingen zusammen mit denjenigen, die aus der platonischen Strömung unter Führung des Bernardus Silvestris, des Alanus ab Insulis und der anderen noch droben geblieben sind im übersinnlichen Dasein.
[ 38 ] Wir haben diese Lehrschule des Michael. Wir haben den imaginativen Kultus, dessen Wirkungen ich Ihnen auch angedeutet habe, im Beginne des 19. Jahrhunderts. Wir haben das Bedeutsame, daß mit dem Ende der siebziger Jahre die Herrschaft des Michael wieder beginnt, daß Michael sich anschickt, wiederum in Empfang zu nehmen unten auf der Erde die Intelligenz, die ihm in der Zwischenzeit entsunken ist. Diese Intelligenz muß michaelisch werden. Und verstehen muß man den Sinn des neuen Michael-Zeitalters. Diejenigen, die heute mit dem Drang zu solcher Spiritualität kommen, welche schon die Intelligenz in sich enthält, wie das in der anthroposophischen Bewegung der Fall ist, sie sind heute gewissermaßen Seelen, die eben nach ihrem Karma im heutigen Zeitalter da sind, die dasjenige auf der Erde zu beachten haben, was im beginnenden Michael-Zeitalter auf der Erde geschieht. Und sie hängen zusammen mit all denen, die noch nicht wieder herunter gekommen sind; sie hängen vor allen Dingen zusammen mit denjenigen, die aus der platonischen Strömung unter Führung des Bernardus Silvestris, des Alanus ab Insulis und der anderen noch droben geblieben sind im übersinnlichen Dasein.
[ 39 ] Aber diejenigen, die heute mit wahrer innerer Herzenshingabe Anthroposophie aufnehmen können, die sich mit Anthroposophie verbinden können, sie haben den Impuls in sich, aus dem, was sie erlebt haben im Übersinnlichen im Beginne des 15. und im Beginne des 19. Jahrhunderts, zusammen mit allen den anderen, die seither nicht wieder heruntergekommen waren, mit dem Ende des 20. Jahrhunderts auf der Erde zu erscheinen. Bis dahin wird vorbereitet sein durch anthroposophische Spiritualität dasjenige, was dann aus der Gemeinsamkeit heraus verwirklicht werden soll als die völlige Offenbarung dessen, was übersinnlich durch die genannten Strömungen vorbereitet worden ist.
[ 39 ] Aber diejenigen, die heute mit wahrer innerer Herzenshingabe Anthroposophie aufnehmen können, die sich mit Anthroposophie verbinden können, sie haben den Impuls in sich, aus dem, was sie erlebt haben im Übersinnlichen im Beginne des 15. und im Beginne des 19. Jahrhunderts, zusammen mit allen den anderen, die seither nicht wieder heruntergekommen waren, mit dem Ende des 20. Jahrhunderts auf der Erde zu erscheinen. Bis dahin wird vorbereitet sein durch anthroposophische Spiritualität dasjenige, was dann aus der Gemeinsamkeit heraus verwirklicht werden soll als die völlige Offenbarung dessen, was übersinnlich durch die genannten Strömungen vorbereitet worden ist.
[ 40 ] Meine lieben Freunde, der Anthroposoph sollte das in sein Bewußtsein aufnehmen, sollte sich klar sein darüber, wie er berufen ist, schon jetzt vorzubereiten, was immer mehr und mehr als Spiritualität sich ausbreiten soll, bis die Kulmination kommen wird, wo die wahren Anthroposophen wieder dabei sein werden, aber vereinigt mit den anderen, am Ende des 20. Jahrhunderts. Bewußtsein soll der wahre Anthroposoph haben, daß es sich heute darum handelt, teilnehmend hineinzuschauen und mitzuarbeiten an dem Kampf zwischen Ahriman und Michael. Nur dadurch, daß eine solche Spiritualität, wie sie durch die anthroposophische Bewegung fließen will, sich vereinigt mit anderen Geistesströmungen, wird Michael diejenigen Impulse finden, die ihn mit der irdisch gewordenen Intelligenz, die eigentlich ihm gehört, wieder vereinigen werden.
[ 40 ] Meine lieben Freunde, der Anthroposoph sollte das in sein Bewußtsein aufnehmen, sollte sich klar sein darüber, wie er berufen ist, schon jetzt vorzubereiten, was immer mehr und mehr als Spiritualität sich ausbreiten soll, bis die Kulmination kommen wird, wo die wahren Anthroposophen wieder dabei sein werden, aber vereinigt mit den anderen, am Ende des 20. Jahrhunderts. Bewußtsein soll der wahre Anthroposoph haben, daß es sich heute darum handelt, teilnehmend hineinzuschauen und mitzuarbeiten an dem Kampf zwischen Ahriman und Michael. Nur dadurch, daß eine solche Spiritualität, wie sie durch die anthroposophische Bewegung fließen will, sich vereinigt mit anderen Geistesströmungen, wird Michael diejenigen Impulse finden, die ihn mit der irdisch gewordenen Intelligenz, die eigentlich ihm gehört, wieder vereinigen werden.
[ 41 ] Es wird nun noch meine Aufgabe sein, Ihnen zu zeigen, mit welch raffinierten Mitteln Ahriman das verhindern will, in welchem scharfen Kampfe dieses 20. Jahrhundert steht. Des Ernstes der Zeiten, des Mutes, der notwendig ist, um in richtiger Art in spirituelle Strömungen sich einzugliedern, kann man sich aus all diesen Dingen heraus bewußt werden. Aber indem man diese Dinge in sich aufnimmt, indem man sich sagt: Du Menschenseele, du kannst dazu berufen werden, wenn du verstehst, mitzuwirken an der Sicherung der Michael-Herrschaft — kann zu gleicher Zeit das entstehen, was man nennen möchte einen hingebenden inneren Jubel der menschlichen Seele, so kraftvoll sein zu dürfen. Aber die Stimmung zu dieser mutvollen Kraft, zu diesem kräftigen Mut muß man finden. Denn geschrieben steht über uns mit übersinnlichen Lettern: Werdet euch bewußt, daß ihr ja wiederkommen werdet vor dem Ende des 20. Jahrhunderts und am Ende dieses 20. Jahrhunderts, das ihr aber vorbereitet habt! Werdet euch bewußt, wie das dann sich ausgestalten kann, was ihr vorbereitet habt!
[ 41 ] Es wird nun noch meine Aufgabe sein, Ihnen zu zeigen, mit welch raffinierten Mitteln Ahriman das verhindern will, in welchem scharfen Kampfe dieses 20. Jahrhundert steht. Des Ernstes der Zeiten, des Mutes, der notwendig ist, um in richtiger Art in spirituelle Strömungen sich einzugliedern, kann man sich aus all diesen Dingen heraus bewußt werden. Aber indem man diese Dinge in sich aufnimmt, indem man sich sagt: Du Menschenseele, du kannst dazu berufen werden, wenn du verstehst, mitzuwirken an der Sicherung der Michael-Herrschaft — kann zu gleicher Zeit das entstehen, was man nennen möchte einen hingebenden inneren Jubel der menschlichen Seele, so kraftvoll sein zu dürfen. Aber die Stimmung zu dieser mutvollen Kraft, zu diesem kräftigen Mut muß man finden. Denn geschrieben steht über uns mit übersinnlichen Lettern: Werdet euch bewußt, daß ihr ja wiederkommen werdet vor dem Ende des 20. Jahrhunderts und am Ende dieses 20. Jahrhunderts, das ihr aber vorbereitet habt! Werdet euch bewußt, wie das dann sich ausgestalten kann, was ihr vorbereitet habt!
[ 42 ] Sich zu wissen in diesem Kampfe, sich zu wissen in dieser Entscheidung zwischen Michael und Ahriman, das ist etwas, was zu dem gehört, meine lieben Freunde, das man anthroposophischen Enthusiasmus, anthroposophische Begeisterung nennen kann.
[ 42 ] Sich zu wissen in diesem Kampfe, sich zu wissen in dieser Entscheidung zwischen Michael und Ahriman, das ist etwas, was zu dem gehört, meine lieben Freunde, das man anthroposophischen Enthusiasmus, anthroposophische Begeisterung nennen kann.
