Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume VI
GA 240
28 January 1924, Zurich
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Esoteric Considerations of Karmic Connections VI, tr. SOL
Die Bedeutung der die Erde umgebenden Himmelskörper für das Leben des Menschen III
The Significance of the Celestial Bodies Surrounding the Earth for Human Life III
[ 1 ] (nach einer unvollständigen Nachschrift)
[ 1 ] (based on an incomplete transcript)
[ 2 ] Wenn wir als Menschen die Welt um uns herum betrachten, dann finden wir als menschliche Umgebung zunächst alles dasjenige, was auf der Erde ist: die Wesen der verschiedenen Reiche der Erde, des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches, wir finden das Menschenreich, zu dem wir selber gehören, und wir finden alles dasjenige, was zu diesen Reichen hinzugehört, was aus ihnen gebildet wird: Berge, Flüsse, Wolken. Richten wir dann den Blick weiter hinaus in das Weltall, dann finden wir das Weltall übersät mit Sternen, Fixsternen, Planeten, und es wird wohl auch klar durch die anthroposophische Betrachtung, daß diese verschiedenen Sterne, ebenso wie unsere Erde, ihre Bewohner haben. Aber der Mensch findet, indem er zunächst seinen Blick sowohl in seine irdische Umgebung wie auch hinaus in die Weiten des Weltalls wendet, in dieser räumlichen Umgebung Wesenheiten, die nur mit einem Teil seines Selbstes etwas zu tun haben, Wir wissen ja aus den anthroposophischen Betrachtungen, daß wir Menschen gegliedert sind in einen physischen Leib, einen Ätherleib, einen Astralleib und ein Ich. Wir wissen, daß wir im Schlaf mit dem Ich und dem Astralleib uns trennen von dem physischen Leib und Ätherleib. Aber alles, was wir mit unseren Augen sehen, mit unseren Sinnen in der Welt wahrnehmen können, steht nur in Beziehung mit unserem physischen und unserem Ätherleib. Es steht zunächst in keiner Beziehung zu unserem Astralleib und zu unserem Ich. Nur zwei Sterne machen davon eine Ausnahme: die Sonne und der Mond. Die Sonne und der Mond sind ja ebenso von geistig-seelischen Wesenheiten bewohnt wie die Erde mit dem Menschen selbst. Aber auch die anderen Sterne des weiten Weltenalls sind von geistig-seelischen Wesenheiten bewohnt, nur hat der Mensch zu dem eigentlich Geistig-Seelischen der weiten Sterne zunächst nur eine sehr indirekte Beziehung während seines Lebens zwischen Geburt und Tod. Nur die beiden genannten Sterne, Sonne und Mond, machen davon eine Ausnahme. Sie sind gewissermaßen für uns Menschen die zwei Tore, durch die wir auch schon während des physischen Erdenlebens im Zusammenhang stehen mit der geistigen Welt. Und sie selbst, Sonne und Mond, stehen mit uns in Beziehung, und zwar so, daß die Sonne in Beziehung steht mit unserem Ich, der Mond mit unserem Astralleib. Wir werden uns nähern dem Verständnis desjenigen, was ich eben gesagt habe, wenn wir ein wenig auf dasjenige hinschauen, was wir in den Büchern und verschiedenen Zyklen ausgeführt finden.
[ 2 ] When we, as human beings, look at the world around us, we first find, as our human environment, everything that exists on Earth: the beings of the various kingdoms of the Earth—the mineral, plant, and animal kingdoms; we find the human kingdom, to which we ourselves belong; and we find everything that belongs to these kingdoms, everything formed from them: mountains, rivers, clouds. If we then turn our gaze further out into the cosmos, we find the cosmos strewn with stars, fixed stars, and planets, and it becomes clear through the anthroposophical perspective that these various stars, just like our Earth, have their own inhabitants. But when human beings first turn their gaze both to their earthly surroundings and out into the vastness of the universe, they find, within this spatial environment, beings that relate only to a part of their own self. We know from anthroposophical considerations that we humans are composed of a physical body, an etheric body, an astral body, and an “I.” We know that during sleep, our ego and astral body separate from our physical and etheric bodies. But everything we see with our eyes, everything we can perceive in the world through our senses, relates only to our physical and etheric bodies. At first, it has no connection to our astral body or our ego. Only two celestial bodies are exceptions to this: the Sun and the Moon. The Sun and the Moon are, after all, inhabited by spiritual-soul beings just as the Earth is inhabited by human beings themselves. But the other stars of the vast universe are also inhabited by spiritual-soul beings; it is just that, during the course of human life between birth and death, human beings initially have only a very indirect relationship to the truly spiritual-soul aspect of the distant stars. Only the two stars mentioned—the Sun and the Moon—are exceptions to this. They are, so to speak, the two gateways through which we humans are connected to the spiritual world even during our physical earthly lives. And the Sun and the Moon themselves are related to us, in such a way that the Sun is related to our “I,” and the Moon to our astral body. We will come closer to understanding what I have just said if we look a little more closely at what is explained in the books and various cycles.
[ 3 ] Aus ihnen wissen Sie, daß der Mond, der heute als Begleiter der Erde, aber frei, durch den Weltenraum wandelt, einmal mit der Erde in Verbindung war, daß er mit der Erde einen einzigen Körper dargestellt hat, daß er sich zu einem gewissen Zeitpunkte losgerissen hat von der Erde, hinausgegangen ist in das Weltall und nun im Weltall eine Art Kolonie der Erde bildet. Aber das ist nicht nur der Fall in bezug auf dasjenige, was als Erscheinung des Physischen des Mondes herunterschaut von ihm zu uns, es ist auch der Fall mit den Wesenheiten, die ihn bewohnen. Auch das wissen Sie, daß die Erde einmal bewohnt war nicht nur von Menschen, sondern von einer Art höherer Wesenheiten, welche die ersten großen Lehrer der Menschheit waren. Diese Wesenheiten waren nicht, wie die Menschen jetzt, in einem physischen Leibe, sondern nur in einem feinen ätherischen Leibe. Aber es gab doch einen Verkehr zwischen den Menschen und diesen Wesenheiten noch bis in die atlantische Zeitepoche hinein. Dieser Verkehr bestand darin, daß die Menschen dieser Urzeiten der Erde angehalten wurden, in einer gewissen Weise Stille in ihrem Gemüte walten zu lassen, nichts aus ihrer physischen Umgebung wahrzunehmen, sondern nur mit ruhiger Seele in vollständiger Gemütsruhe zu verharren. Und dann war es diesen Menschen der Urzeiten — uns selber, denn wir waren ja alle in unseren vorigen Erdenleben auf unserer Erde —, als ob von innen heraus diese Wesenheiten sprechen würden, und die Menschen fühlten und empfanden das als die Inspiration. Nicht so, wie wir einander Dinge mitteilen, teilten diese vorgerückten Wesenheiten den Menschen das mit, was sie ihnen mitzuteilen hatten, sondern auf die Art, wie ich es Ihnen angegeben habe. Die Menschen machten aus alledem die Werke einer wunderbaren Urweisheit. Der Mensch der Gegenwart ist ja im Grunde genommen so furchtbar hochmütig, er dünkt sich so grenzenlos gescheit. Er ist es ja auch im Vergleich mit dem Urmenschen, aber Gescheitheit allein führt eben nicht zur Weisheit, führt nicht zum Wissen. Gescheitheit kommt aus dem Verstande, und der Verstand ist nicht das einzige Werkzeug, das zum Wissen führt. Es waren tiefere Kräfte der Seele, welche in den Urzeiten die Menschen zum Wissen führten, das sie auch nicht in Verstandesformeln, nicht einmal in unserer philiströsen Grammatik — denn alle Grammatik ist philiströs — zum Ausdruck brachten, sondern in halb dichterischen Werken. Diese Urweisen, welche die Menschheit lehrten durch Inspiration dieser vorgerückten Wesenheiten, drückten aus in Werken, welche halbe Dichtung waren, in grenzenlos schönen, bildhaften Darstellungen dasjenige, was an äußeren Dokumenten bis auf unsere heutigen Zeiten erhalten geblieben ist. Nehmen wir die Vedenliteratur der Inder, die Jogaphilosophie, die Vedantaphilosophie, die persischen Urkunden, die ägyptischen Urkunden, alles das bewundern wir, und wir sind Toren, wenn wir es nicht bewundern. Je mehr man sich in die Dinge einlebt, je mehr man sich ihnen hingibt, desto mehr sagt man sich: Ja, wir sind heute gescheit, und diese alten Menschen waren nicht so gescheit, aber dasjenige, was sie als Wissen in einer wunderbar schönen poetischen Form dargestellt haben, ist tief, führt tief hinein in die Geheimnisse der Welt. Und die äußeren Dokumente, die wir schon so sehr bewundern, von denen wir erschüttert werden, wenn wir das Herz auf dem rechten Fleck haben, sie sind nur die letzten Reste desjenigen, was einmal durch mündliche Überlieferung in der Menschheit vorhanden war, was nur noch die Geisteswissenschaft ergründen kann an wunderbarer, uralter Urweisheit. Aber die Menschen sind sozusagen herausgewachsen aus dieser Urweisheit. Sie wären unmündig geblieben und nicht zur Freiheit eines Wissens durch eigene Kraft gekommen, wenn sie bei der Urweisheit stehengeblieben wären.
[ 3 ] From these, you know that the Moon, which today travels through space as the Earth’s companion—yet freely—was once connected to the Earth, that it formed a single body with the Earth, that at a certain point in time it broke away from the Earth, went out into space, and now forms a kind of colony of the Earth in space. But this is not only true of what appears to us as the physical manifestation of the Moon as it looks down upon us from above; it is also true of the beings who inhabit it. You also know that the Earth was once inhabited not only by human beings but by a kind of higher beings who were the first great teachers of humanity. These beings did not, like human beings today, possess a physical body, but only a subtle etheric body. Yet there was still communication between human beings and these beings well into the Atlantean epoch. This communication consisted in the fact that the people of those primeval times on Earth were instructed to allow a certain stillness to reign in their minds, to perceive nothing of their physical surroundings, but rather to remain with a calm soul in complete peace of mind. And then it seemed to these people of primeval times—ourselves, for we were all on Earth in our previous earthly lives—as if these beings were speaking from within, and people felt and perceived this as inspiration. These advanced beings did not communicate what they had to convey to people in the same way that we communicate with one another, but rather in the manner I have described to you. From all of this, people created works of a wondrous primordial wisdom. Modern man is, after all, fundamentally so terribly arrogant; he considers himself so boundlessly clever. He certainly is, compared to primitive man, but cleverness alone does not lead to wisdom; it does not lead to knowledge. Cleverness comes from the intellect, and the intellect is not the only tool that leads to knowledge. It was deeper forces of the soul that, in primeval times, led people to knowledge—knowledge they did not express in intellectual formulas, nor even in our philistine grammar—for all grammar is philistine—but rather in semi-poetic works. These ancient sages, who taught humanity through the inspiration of these advanced beings, expressed in works that were half-poetry—in boundlessly beautiful, pictorial representations—that which has been preserved in external documents down to our present day. Take, for example, the Vedic literature of the Indians, the philosophy of yoga, the philosophy of Vedanta, the Persian documents, the Egyptian documents—we admire all of these, and we would be fools not to admire them. The more one immerses oneself in these things, the more one devotes oneself to them, the more one says to oneself: Yes, we are wise today, and those ancient people were not so wise, but what they presented as knowledge in a wonderfully beautiful poetic form is profound; it leads deep into the mysteries of the world. And the external documents that we already admire so much—which move us deeply if our hearts are in the right place—are merely the last remnants of what once existed within humanity through oral tradition, that wondrous, ancient primordial wisdom which only spiritual science can now fathom. But human beings have, so to speak, outgrown this primordial wisdom. They would have remained immature and would not have attained the freedom of knowledge through their own efforts had they remained with the primordial wisdom.
[ 4 ] Damit aber hatten jene großen Urlehrer auch keine Aufgabe mehr auf der Erde. Sie verließen die Erde. Geradeso wie das Physische des Mondes in die Weiten des Weltalls hinausgegangen ist, so gingen mit dem Monde hinaus die großen Urlehrer. Sie bilden heute eine Art Weltenkolonie auf dem Monde, und derjenige, der mit Initiationswissenschaft den Mond betrachtet, findet ihn bevölkert von denjenigen weisen Wesenheiten, die einmal Genossen der Menschheit waren. Diese Wesenheiten, man kann ihre Weisheit noch ergründen, wenn man durch eine höhere Fortbildung dessen, was ich beschrieben habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», dazu gelangt, sich mit diesen Mondwesen zu verständigen. Dann aber erfährt man etwas ganz Besonderes: Man erfährt von ihnen, daß sie heute, trotzdem sie nicht auf der Erde sind, für die Erde eine bedeutsame Aufgabe haben. Es ist schwer, mit irdischen Worten, die nicht dafür gebildet sind, auszudrücken, welche für die Menschheit so bedeutsame Aufgabe diese Mondwesen haben. Sie führen gewissermaßen Buch über die ganze Menschheitsvergangenheit, über jeden einzelnen Menschen. Nicht solche Bücher, wie wir sie in unseren Bibliotheken haben, aber doch etwas, was wir Bücher nennen können, und in diesen Büchern ist für jeden einzelnen Menschen dasjenige verzeichnet, was in seinen aufeinanderfolgenden Erdenleben von ihm erlebt worden ist. Den Mond kennenlernen heißt, die menschliche Vergangenheit kennenlernen. Wenn wir aus dem vorgeburtlichen Dasein, in dem wir sind zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, aus den Weltenweiten hinuntersteigen auf die Erde, dann gehen wir durch die Mondensphäre hindurch und dann werden wir innerlich berührt von demjenigen, was in der großen Buchhaltung der Mondweisen über unsere Vergangenheit aufgezeichnet ist. Diese unsere Vergangenheit wird, bevor wir heruntersteigen auf die Erde, unserem astralischen Leibe eingeprägt. In unserem astralischen Leibe, den wir herunterbringen in das irdische Dasein, finden wir die Einzeichnungen dieser Mondenwesen. Das geht unter gewöhnlichen Verhältnissen nicht bis in unseren Kopf herein. Der Kopf ist für die meisten Dinge während seiner Erdenzeit überhaupt kein so außerordentlich wichtiges Organ. Er ist es für die äußeren materiellen Begriffe und Ideen. Dasjenige, was von den Mondenwesen eingezeichnet wird in die menschliche Wesenheit in der letzten Stufe ihres Heruntersteigens vom Weltenall auf die Erde, das ist sogar — der Mensch mag es glauben oder nicht — eingezeichnet in denjenigen Teil unseres menschlichen Wesens, den wir die geistige Seite unseres Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen nennen. Ganz im Unterbewußtsein ruht es daher, aber es ist da, geht in das Wachstum über, geht in die Gesundheit über, und namentlich geht es über in dasjenige, was ich nennen möchte die Heilbarkeit eines Menschen, wenn er auf der Erde erkrankt. Es ist ja natürlich eine wichtige Angelegenheit, kennenzulernen, was das Wesen der Krankheit ist, aber eine viel wichtigere Angelegenheit ist es, kennenzulernen, wie man heilt. Nun ist schon übersinnliche Erkenntnis ein wesentliches Hilfsmittel beim Erkennen der Wesenheit der Krankheit; das ist aber die Kenntnis desjenigen, was auf diese Art in Wachstum, in den Ernährungskräften, in den Atmungskräften eingezeichnet liegt aus der Akasha-Chronik der Mondwesen. Das ist dasjenige, was macht, daß der Mensch größeren oder geringeren Widerstand einer Heilung für irgendeine Krankheit entgegensetzt. Der eine Mensch wird leichter, der andere schwerer geheilt. Das hängt ganz davon ab, wie aus seinem Karma heraus, aus seinem vorigen Erdenleben, diese Einzeichnungen getroffen werden.
[ 4 ] But with that, those great primordial teachers no longer had a task on Earth. They left Earth. Just as the physical aspect of the Moon has gone out into the vastness of the universe, so too did the great primordial teachers depart with the Moon. Today they form a kind of cosmic colony on the Moon, and anyone who observes the Moon through the science of initiation will find it populated by those wise beings who were once companions of humanity. One can still fathom the wisdom of these beings if, through a deeper study of what I have described in How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?, is able to communicate with these lunar beings. But then one learns something quite special: one learns from them that today, even though they are not on Earth, they have a significant task for Earth. It is difficult to express in earthly words—which are not suited for this purpose—what this task is that is so significant for humanity. In a sense, they keep records of the entire history of humanity, of every single human being. Not books like the ones we have in our libraries, but still something we can call books; and in these books, for every single human being, is recorded what has been experienced by that person in their successive earthly lives. To get to know the Moon is to get to know the human past. When we descend from the pre-birth existence—in which we are between death and a new birth—from the vastness of the worlds down to Earth, we pass through the lunar sphere, and there we are inwardly touched by what is recorded in the great ledgers of the lunar beings concerning our past. This past of ours is imprinted upon our astral body before we descend to Earth. In our astral body, which we bring down into earthly existence, we find the imprints made by these lunar beings. Under normal circumstances, this does not penetrate into our head. For most things during its time on Earth, the head is not at all such an extraordinarily important organ. It is important for external, material concepts and ideas. That which is imprinted by the lunar beings into the human being at the final stage of its descent from the cosmos to Earth is, in fact—whether people believe it or not—imprinted into that part of our human being which we call the spiritual aspect of our physical-metabolic being. It therefore lies entirely in the subconscious, but it is there; it flows into growth, into health, and in particular into what I would like to call a person’s capacity for healing when they fall ill on Earth. It is, of course, an important matter to understand the nature of the illness, but it is a far more important matter to understand how to heal. Now, supersensible knowledge is indeed an essential aid in recognizing the nature of illness; but this is the knowledge of what is inscribed in this way—in growth, in the nutritive forces, in the respiratory forces—from the Akashic Records of the lunar beings. This is what causes a person to offer greater or lesser resistance to healing for any given illness. One person is healed more easily, another with greater difficulty. This depends entirely on how these imprints are made based on their karma, on their previous earthly life.
[ 5 ] Sehen Sie, wenn wir hinschauen auf dasjenige, was der Mond da draußen mit seinen Bewohnern für uns Erdenmenschen ist, so kommen wir darauf, zu sagen: Er hängt innig zusammen mit allem demjenigen, was unsere Vergangenheit ist, die zurückreicht auf die vorhergehenden Erdenleben. Das Mondendasein richtig verstehen, wie es da draußen in den Weiten des Weltalls existiert, heißt, auf der Erde fühlen und empfinden die Vergangenheit der Menschen. Nun setzt sich das menschliche Schicksal zusammen aus demjenigen, was wir herübertragen aus dem vorigen Erdenleben, also aus unserer Vergangenheit, und dem, was wir während unseres Lebens in der Gegenwart erfahren können. Und aus demjenigen, was in der Gegenwart erfahren werden kann, zusammen mit unserer Vergangenheit, bildet sich das Schicksal weiter in die Zukunft hinein in die folgenden Erdenleben. Kosmisch betrachtet, erscheint uns also der Mond mit seinen Wesenheiten als dasjenige, was unsere Vergangenheit in unserem Schicksal zimmert.
[ 5 ] You see, when we look at what the Moon out there, with its inhabitants, represents for us here on Earth, we come to realize that it is intimately connected with everything that constitutes our past, which stretches back to our previous earthly lives. To truly understand the nature of the Moon as it exists out there in the vastness of the universe means to feel and sense the past of humankind here on Earth. Now, human destiny is composed of what we carry over from our previous earthly lives—that is, from our past—and what we can experience during our present life. And from what can be experienced in the present, together with our past, destiny continues to take shape into the future, into subsequent earthly lives. From a cosmic perspective, then, the Moon with its beings appears to us as that which shapes our past within our destiny.
[ 6 ] Sie sehen daraus, wie wenig die gegenwärtige Erkenntnis weiß von dem, was eigentlich die Weltenkörper draußen sind. Die physikalische Erkenntnis des Mondes, an die wir heute gewohnt sind, ist im Grunde eigentlich gar keine Erkenntnis. Derjenige, der den Mond heute physikalisch beschreibt, der denkt sich, daß das, was er auf den Mondkarten als Gebirge abgebildet findet, immer schon dagewesen sei. Es ist naiv, das zu glauben. Die Mondenwesen waren immer da, das GeistigSeelische des Mondes war da, nicht aber die physische Materie. Sie werden es sich klarmachen können, wenn Sie auf den Menschen selber schauen. Der Mensch tauscht im Laufe seines Erdenlebens seine physischen Stoffe fortwährend aus. Nach sieben bis acht Jahren haben wir nichts mehr von dem Stofflichen, was wir in uns tragen, in uns. Es ist alles ersetzt. Was in uns geblieben ist, ist das Geistig-Seelische, und so ist es auch bei den Weltenkörpern. Sie können heute auf den Mond hinaufschauen: Sein Stoff, wenn er auch länger dauernd ist als der menschliche Stoff, ist im Laufe der Zeiten ein ganz anderer geworden; nur das Geistig-Seelische bleibt. Man bekommt eben, wenn man diese Dinge ins Auge faßt, eine ganz andere Ansicht über das Weltall, als man sie hat aus dem, was heute materielle Erkenntnis ist. Diese materielle Erkenntnis ist ja außerordentlich klug, gescheit und verständig, sie kann vor allen Dingen rechnen, und sie rechnet todsicher. Die Rechnungen sind immer richtig, aber sie sind nicht wahr. Sehen Sie, es rechne heute einer aus die Struktur des Herzens. Er beobachtet sie heute, und in einem Monat beobachtet er sie wieder: Sie hat sich verändert, nicht viel. In einem weiteren Monat auch wieder nicht viel, und dann schaut er nach, wieviel sich das Herz verändert hat in einem Jahr. Er braucht nur zu multiplizieren, so hat er es für zehn Jahre. Er kann ausrechnen, wie das Herz vor dreihundert Jahren war, wie es in dreihundert Jahren sein wird, und die Rechnung wird sicher stimmen. Nur war das Herz vor dreihundert Jahren nicht da und wird in dreihundert Jahren nicht da sein. So wird es auch in bezug auf andere Dinge gemacht. Die Rechnungen stimmen immer, aber sie stimmen nicht mit der Wirklichkeit überein. So ist es auch in bezug auf das äußere Substantielle der Himmelskörper. Sie wechseln ihre Substanz, aber das Geistig-Seelische bleibt. Und für den Mond ist dieses Geistig-Seelische dasjenige, was durch die großen Registratoren unseres vergangenen Lebens in unser Schicksal einverwoben wird, was eben zusammenhängt mit einem Teil dieses unseres Schicksalgewebes als Mensch.
[ 6 ] From this you can see how little our current understanding knows about what the celestial bodies out there actually are. The physical understanding of the Moon to which we are accustomed today is, in essence, no understanding at all. Anyone who describes the Moon physically today assumes that what they see depicted as mountains on lunar maps has always been there. It is naive to believe that. The lunar beings have always been there; the spiritual-soul aspect of the Moon was there, but not the physical matter. You will be able to understand this if you look at human beings themselves. In the course of their earthly lives, human beings are constantly renewing their physical substances. After seven to eight years, we no longer have any of the physical matter we once carried within us. It has all been replaced. What remains within us is the spiritual-soul aspect, and the same is true of the celestial bodies. You can look up at the Moon today: its substance, even though it is more enduring than human substance, has become something entirely different over the course of time; only the spiritual-soul aspect remains. When one considers these things, one gains a completely different view of the universe than the one derived from what is today considered material knowledge. This material knowledge is, of course, extraordinarily clever, intelligent, and rational; above all, it can calculate, and it calculates with absolute certainty. The calculations are always correct, but they are not true. Imagine, for example, someone today calculating the structure of the heart. He observes it today, and in a month he observes it again: it has changed, though not much. In another month, again not much, and then he checks how much the heart has changed in a year. He need only multiply, and he has the figure for ten years. He can calculate what the heart was like three hundred years ago, what it will be like in three hundred years, and the calculation will certainly be correct. Only, the heart wasn’t there three hundred years ago, and it won’t be there in three hundred years. The same approach is taken with regard to other things. The calculations are always correct, but they do not correspond to reality. The same is true of the outer, material substance of the celestial bodies. They change their substance, but the spiritual-psychic aspect remains. And for the Moon, this spiritual-psychic aspect is that which is woven into our destiny by the great recorders of our past lives—that which is connected to a part of this fabric of our destiny as human beings.
[ 7 ] So ist der Mond in der Tat das eine der Tore, die den Menschen hinweisen in die geistige Welt, aus der heraus sein Schicksal gewoben wird von Wesenheiten, welche einmal unsere weisen Genossen auf der Erde waren in jener Zeit, wo die Menschen aus einem Instinkt heraus sich selbst ihr Schicksal gewoben haben. Jetzt ist das Weben des Schicksals ganz im Unterbewußten. Wir werden nachher noch weiter darüber hören.
[ 7 ] Thus, the moon is indeed one of the gateways that point humanity toward the spiritual world, from which its destiny is woven by beings who were once our wise companions on Earth during that time when people wove their own destinies out of instinct. Now, the weaving of destiny takes place entirely in the subconscious. We will hear more about this later.
[ 8 ] Es gibt noch ein anderes Tor hinüber in die geistige Welt: das ist die Sonne. Wenn man durch Initiationswissenschaft die Sonne kennenlernt, dann trifft man nicht Wesenheiten, welche zusammenhängen mit unserer Erde selber wie die Mondwesenheiten; man trifft nicht Wesenheiten in der Sonne, die einmal die Erde bewohnt haben. Man trifft diejenigen Wesenheiten, die Sie bezeichnet finden in meiner «Geheimwissenschaft» als Angeloi und die höheren Wesenheiten in den Hierarchien. Wenn ich sage «in der Sonne», so müssen Sie sich natürlich solche in der ganzen Sphäre der Sonne, in der ganzen Lichtflut, die von der Sonne ausgeht, vorstellen. Die Sonne ist der Wohnsitz der Angeloi, Engel, jener Wesenheiten, von denen je eine immer zusammenhängt mit einem Menschenindividuum. Und wir Menschen hängen schon einmal mit Bezug auf unser Ich mit diesen höheren Individuen zusammen, und wir hängen durch das Sonnendasein mit diesen höheren Individuen zusammen. Die Angeloi sind gewissermaßen die kosmischen Vorbilder des Menschen, denn der Mensch wird einmal die Rangstufe der Angeloi erreichen. Auf der Sonne leben diejenigen Wesenheiten, denen wir uns hinsichtlich ihrer Beschaffenheit selber nähern. Daraus werden Sie schon entnehmen, daß ebenso, wie mit dem Mondendasein unsere Vergangenheit, so mit dem Sonnendasein unsere Zukunft zusammenhängt. Mond und Sonne stellen eine Welt unserer Vergangenheit und unserer Zukunft dar, und wenn wir auf der einen Seite sehen, daß die Mondenwesen die Buchhalter unserer Vergangenheit sind, daß gewissermaßen unsere vergangenen Erdenleben auf den Blättern ihrer Bücher eingezeichnet sind, so wird uns durch die Initiationswissenschaft klar, daß wir zu den Angeloi, Engeln, hinschauen müssen, wenn wir uns um unsere Zukunft kümmern, Wir tun ja fortwährend etwas, vielleicht nicht alle, aber die meisten Menschen müssen ja etwas tun. Geradeso wie dasjenige, was wir in der Vergangenheit getan haben, in unser gegenwärtiges Leben hineinwirkt, so müssen diejenigen Dinge, die wir in der Gegenwart tun, in die Zukunft hineinwirken. Sie können aber nur dadurch in die Zukunft hineinwirken, daß gewissermaßen die Angeloi hinlenken ihre Seelenblicke auf dasjenige, was der Mensch in der Gegenwart tut, und es zur Wirkung bringen in der Zukunft. Es ist eine sehr gute Empfindung, wenn man mit diesem Berufe der Angeloi in der Welt rechnet. Wir vollbringen ja manches, was in der Zukunft Früchte tragen soll. Die Gegenwartsmenschheit ist in bezug auf solche Dinge furchtbar gedankenlos geworden. Sie sollte solche Dinge ins Auge fassen, und wenn der Mensch irgend etwas tut, so soll er an seinen Angelos denken, etwa so: «Mein schützender Geist empfange dasjenige, was meine Tat ist, als eine Wurzel und bringe Früchte daraus hervor.» Je bildlicher, je anschaulicher ein Mensch also anknüpft eine solche Ansprache an seinen Angelos für Taten, die in der Zukunft Früchte tragen sollen, desto mehr wird von diesen Früchten in der Zukunft vorhanden sein können. — So also, wie die Mondenwesen unser vergangenes Schicksal aufbewahren, so weben fortwährend die Sonnenwesen neues Schicksal in die Zukunft hinein. In Wahrheit wird nicht nur das äußere physische Sonnenlicht von der Sonne auf die Erde hinuntergeschickt, nicht nur der äußere Mondenschein; sondern wenn wir mit geistigen Blicken hinschauen zu Sonne und Mond, so wissen wir, daß der Mond in Zusammenhang steht mit unserem astralischen Leibe. Durch diese Beziehung zu unserem astralischen Leibe ist der Mond der Ausgangspunkt für alles dasjenige, was aus unserer Vergangenheit heraus in unser Schicksal hineinverwoben wird. Die Sonne steht in Zusammenhang mit unserem Ich, und durch die Wesenheiten, die uns ein Vorbild sind für unsere kosmische Zukunft, steht die Sonne in Beziehung zu dem, was unser zukünftiges Schicksal ist. So weben sich in Sonne und Mond, die miteinander äußerlich in Lichtwirkung stehen, im Bilde in der Wechselbeziehung von Sonne und Mond die himmlischen Spiegelbilder unseres Schicksals.
[ 8 ] There is yet another gateway to the spiritual world: the Sun. When one comes to know the Sun through the science of initiation, one does not encounter beings connected to our Earth itself, as are the lunar beings; one does not encounter beings in the Sun who once inhabited the Earth. One encounters those beings whom you will find referred to in my Occult Science as Angeloi and the higher beings in the hierarchies. When I say “in the Sun,” you must of course imagine them throughout the entire sphere of the Sun, in the entire flood of light that emanates from the Sun. The Sun is the abode of the Angeloi, the angels—those beings, each of whom is always connected to a human individual. And we humans are already connected to these higher individuals in relation to our “I,” and we are connected to these higher individuals through our existence in the Sun. The Angeloi are, so to speak, the cosmic archetypes of human beings, for human beings will one day attain the rank of the Angeloi. On the Sun live those beings whose nature we ourselves are approaching. From this you can already deduce that just as our past is connected to our existence in relation to the Moon, so our future is connected to our existence in relation to the Sun. The Moon and the Sun represent a world of our past and our future, and while on the one hand we see that the lunar beings are the record-keepers of our past—that, so to speak, our past earthly lives are recorded on the pages of their books—the science of initiation makes it clear to us that we must look to the angels, angels when we concern ourselves with our future. After all, we are constantly doing something—perhaps not everyone, but most people must do something. Just as what we have done in the past influences our present life, so too must the things we do in the present influence the future. But they can only have an effect on the future if, so to speak, the Angeloi direct their spiritual gaze toward what human beings do in the present and bring it to fruition in the future. It is a very comforting feeling to take this role of the Angeloi in the world into account. After all, we accomplish many things that are meant to bear fruit in the future. Humanity today has become terribly thoughtless with regard to such matters. People should take these things into account, and whenever a person does anything, they should think of their angel, something like this: “May my guardian spirit receive my deed as a root and bring forth fruit from it.” The more figuratively, the more vividly a person thus addresses his Angelos regarding deeds that are to bear fruit in the future, the more of these fruits will be available in the future. — Just as the lunar beings preserve our past destiny, so the solar beings continually weave new destiny into the future. In truth, it is not only the outer, physical sunlight that is sent down from the Sun to the Earth, nor only the outer moonlight; but when we look with spiritual eyes toward the Sun and the Moon, we know that the Moon is connected to our astral body. Through this connection to our astral body, the Moon is the starting point for everything that is woven from our past into our destiny. The Sun is connected to our “I,” and through the beings who serve as models for our cosmic future, the Sun is related to what our future destiny will be. Thus, in the Sun and Moon—which are outwardly connected through their luminous effects—the heavenly reflections of our destiny are woven into the image of the interplay between the Sun and the Moon.
[ 9 ] Die Initiationswissenschaft liefert in dieser Beziehung eine wirkliche Erklärung dieses Tatbestandes. Wenn derjenige, der wirklich so weit gekommen ist, wie es nötig ist — ich habe es in meinem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben —, den Vollmond betrachtet, dann sieht er nicht nur das, was das menschliche Bewußtsein sieht, sondern er sieht vor allen Dingen im mitgeteilten Lichte sein vergangenes Schicksal, den Inhalt seines vergangenen Erdenlebens. Und wenn er den entsprechenden Geistesblick geschärft hat und er schaut hin an eine Stelle, wo der Neumond ist, den man nicht sieht mit dem physischen Auge, dann wird ihm dasjenige, was ihm jetzt aus dem dunklen Neumond entgegenfinstert, entgegenschattet, der große Mahner aus seinem Schicksal heraus, der ihm zuruft, wie er sich gegenüber Dingen seiner Vergangenheit im vorigen Erdenleben zu verhalten hat, um sie wieder auszugleichen in der karmischen Entwickelung.
[ 9 ] In this regard, the science of initiation provides a genuine explanation for this phenomenon. When someone who has truly progressed as far as necessary—as I have described in my book How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds? — looks at the full moon, he sees not only what human consciousness perceives, but above all, in the light that is revealed to him, his past destiny and the content of his past earthly life. And when he has sharpened the corresponding spiritual vision and gazes toward the place where the new moon is—which cannot be seen with the physical eye— then what now looms darkly before him from the dark new moon—the great admonisher emerging from his destiny—will cast a shadow upon him, calling out to him how he must relate to the events of his past in his previous earthly life in order to balance them out again in his karmic development.
[ 10 ] In einer ähnlichen Beziehung kann der Mensch zur Sonne stehen. Auch da kann er dasjenige, was ihm winkt an künftigen Schicksalsbestimmungen, wenigstens im allgemeinen, wenn auch nicht im speziellen, ahnen. Wenn wir jetzt vom Kosmischen absehen und hinschauen auf den Menschen selber, dann finden wir ja das menschliche Schicksal wirklich in wunderbarer Weise aus zwei Elementen heraus gewoben.
[ 10 ] Human beings can have a similar relationship to the sun. There, too, a person can sense, at least in general terms if not in specific detail, what the future holds in store for them. If we now set aside the cosmic perspective and look at human beings themselves, we find that human destiny is indeed woven in a wondrous way from two elements.
[ 11 ] Wenn zwei Menschen, sagen wir der eine in seinem fünfundzwanzigsten, der andere in seinem dreißigsten Jahre, einander begegnen, so kann der Fall eintreten — er wird es nicht immer —, daß, wenn der eine oder der andere zurückblickt auf sein bisheriges Erdenleben, ihm ganz klar wird: sie haben ihre Lebenswege so durchgemacht, als ob sie einander gesucht hätten. Es ist nur eine Gedankenlosigkeit, wenn wir auf solche Dinge nicht aufmerksam werden. Schon das Kind hat die Richtung des Weges genommen, der es dahin führen mußte, wo es den anderen Menschen trifft, und der andere Mensch hat auch diesen Weg genommen, und alles dasjenige, bis zum gemeinsamen Treffpunkt, es hat sich im Unterbewußten vollzogen. Aber was hat denn im Unterbewußten gewirkt? Wenn der eine der A ist und der andere der B, so ist der A hinuntergestiegen durch die Mondensphäre, bevor er das Erdenleben betreten hat. Die Mondenwesen haben in die Bücher, auch in den astralischen Leib dasjenige eingezeichnet, was er gemeinsam hatte im vergangenen Erdenleben mit dem B, und diese Eintragungen in die Akasha-Mondchronik, die haben den Weg beeinflußt, ebenso bei dem B. Von dem Momente an, wo sich die beiden Menschen treffen, hört das Unterbewußte auf, die alleinige Bedeutung zu haben, denn dann werden die Menschen einander ansichtig. Sie machen aufeinander einen Eindruck. Sie werden einander sympathisch oder antipathisch. Es wirkt nicht mehr eine Konservierung des Vergangenen, es wirkt nun die Gegenwart. Es treten die Angeloi ein und führen die Menschen dann weiter. Da tritt das Sonnendasein in seine Kraft, so daß wirklich im Inneren des Menschen Sonne und Mond zusammen das Schicksal des Menschen weben. Das ist ja, im Grunde genommen, recht genau wahrzunehmen, wenn man nur sinnig auf das Menschenleben hinschaut.
[ 11 ] When two people—let’s say one in his twenty-fifth year and the other in his thirtieth—meet, it may happen—though not always—that when one or the other looks back on his life on earth so far, it becomes perfectly clear to him: they have walked their life paths as if they had been seeking one another. It is merely thoughtlessness on our part if we fail to take notice of such things. Even as a child, one has already set out on the path that was meant to lead them to where they would meet the other person, and the other person has also taken this path; and everything leading up to that shared meeting point has taken place in the subconscious. But what, then, was at work in the subconscious? If one is A and the other is B, then A descended through the lunar sphere before entering earthly life. The lunar beings have inscribed in the records—and also in the astral body—what he had in common with B in a past earthly life, and these entries in the Akashic Lunar Chronicle influenced the path, just as they did for B. From the moment the two people meet, the subconscious ceases to be the sole determining factor, for then the people become aware of one another. They make an impression on one another. They either find each other likable or unlikable. It is no longer a preservation of the past that is at work; it is now the present that is at work. The angels step in and then guide the people forward. This is when the solar presence comes into its own, so that within the human being, the sun and the moon truly weave together the person’s destiny. This can, in fact, be perceived quite clearly if one only observes human life with insight.
[ 12 ] Nehmen Sie einmal zwei Menschen, die sich irgendwo begegnen. Der Eindruck, den sie aufeinander machen, kann sehr verschiedenartig sein. Es gibt Fälle, wo zwei Menschen sich treffen, und es ist wirklich so, daß der eine Mensch den anderen ganz in seinen Willen, in sein Gemüt aufnimmt. Dieses Aufnehmen ins Gemüt, das ist in einem hohen Grade unbeeinflußt von dem persönlichen Eindruck. Bloße Verständlinge haben eben nicht viel Verständnis für dasjenige, was da innerlich vorhanden ist, denn es gehört ja wirklich zum Wunderbarsten, wenn man einmal sieht, wie ein Mensch dem anderen gegenübertritt. Einmal nimmt wirklich der A den B so in seinen Willen auf, daß er sagt: Ich möchte es selber ausführen, was der B tut: Wie es ihm gefällt, so gefällt es auch mir. Nun ist aber der B häßlich, und man kann nicht begreifen, daß der B dem A gefällt. Sehen Sie, die Anziehung von B zum A wird nicht gebildet durch den Verstand, auch nicht durch die Sinneseindrücke, sondern durch die tiefen seelischen Kräfte: durch den Willen und dasjenige, was vom Willen ins Gemüt geht. Da mag der andere noch so häßlich sein, die Häßlichkeit hat er erst im gegenwärtigen Erdenleben bekommen. Dasjenige, was die beiden verbindet, hat seinen Ursprung in demjenigen, was sie gemeinsam durchlebt haben im vorherigen Erdenleben. Beim äußeren Anblick meint man, die beiden Menschen passen doch gar nicht zusammen; aber dasjenige, was sie in ihrem Unterbewußtsein haben, das führt ihre Willen zusammen. Das zeigt sich oftmals schon in der Kindheit. Wie sehr ist man als Kind schon darauf aus, so zu sein wie «er», so zu wollen wie «er», so zu fühlen wie «er». Dann ist eine karmische Beziehung vorhanden.
[ 12 ] Take, for example, two people who meet somewhere. The impression they make on each other can vary greatly. There are cases where two people meet, and it is truly the case that one person takes the other completely into their will, into their heart. This acceptance into one’s inner being is, to a large extent, unaffected by personal impressions. Merely rational people simply do not have much understanding for what is present inwardly, for it is truly one of the most wondrous things when one sees how one person relates to another. In one instance, A truly accepts B into his will to such an extent that he says: “I would like to do myself what B does: What pleases him also pleases me.” But now B is ugly, and one cannot understand how B could please A. You see, the attraction of B to A is not formed by the intellect, nor by sensory impressions, but by the deep soul forces: by the will and that which flows from the will into the soul. No matter how ugly the other person may be, he acquired that ugliness only in this present earthly life. What connects the two has its origin in what they experienced together in a previous earthly life. At first glance, one might think the two people do not fit together at all; but what they hold in their subconscious brings their wills together. This is often evident as early as childhood. How eager a child is to be like “him,” to want what “he” wants, to feel what “he” feels. Then a karmic relationship exists.
[ 13 ] Dies ist eine Art, wie Menschen im Leben einander begegnen, und würde man auf diese Art recht aufmerksam sein, wie man es einmal in einer gar nicht fernen Zukunft sein wird, wo man wieder mehr auf das Innere des Menschen sehen wird, dann würde in diesen Fällen, in der Art und Weise, wie ein Wille pulsiert, zu erkennen sein, daß man schon mit Menschen vergangene Erdenleben durchgemacht hat, und unterbewußte Seelenkräfte sagen etwas darüber aus, was man mit einem Menschen im vergangenen Erdenleben durchgemacht hat.
[ 13 ] This is one way in which people encounter one another in life, and if one were to pay close attention to this—as one will in the not-too-distant future, when people will once again focus more on a person’s inner self— then in such cases, in the way a will pulsates, it would be possible to recognize that one has already lived past earthly lives with these people, and subconscious soul forces reveal something about what one experienced with a person in a past earthly life.
[ 14 ] Der andere Fall ist der, daß man irgendeinen Menschen trifft, bei dem sich kein solches Verhältnis zwischen den Willen einstellt, sondern gerade ein solches, wo der ästhetische oder der Verstandeseindruck das Maßgebende ist. Wie oft kommt es vor, daß ein A einen B kennenlernt und dann nicht im Tone jener Begeisterung oder des Abscheus von ihm redet, in dem man redet von einem Menschen, mit dem man früher karmisch verbunden war. Man lobt vielleicht einen solchen Menschen, mit dem man nicht karmisch verbunden ist, findet ihn nett, einen Prachtskerl, aber er geht nicht in den Willen hinein, sondern nur in den Verstand, in den ästhetischen Sinn.
[ 14 ] The other case is when one meets a person with whom no such relationship between the wills arises, but rather one in which the aesthetic or intellectual impression is the determining factor. How often does it happen that A meets B and then does not speak of him in the tone of that enthusiasm or aversion with which one speaks of a person with whom one was previously karmically connected. One might praise such a person with whom one has no karmic connection, find them nice, a splendid fellow, but they do not enter the will; rather, they enter only the intellect and the aesthetic sense.
[ 15 ] Das ist die zweite Art, wie man mit Menschen zusammentrifft. Geht dasjenige, was zwei Menschen als Wirkung aufeinander ausüben, bis in den Willen, in das Gemüt, in den Charakter hinein, dann liegt eine karmische Zusammengehörigkeit vor, dann sind die beiden Menschen zusammengeführt durch gemeinsame Erlebnisse im vergangenen Erdenleben. Geht von einem Menschen ein Impuls aus, der nur bis in den Verstand, den ästhetischen Sinn hineinreicht, so daß uns der Mensch nur gefällt, nur mißfällt, dann liegt nicht etwas vor, was der Mond gemacht hat, sondern was die Sonne erst gegenwärtig macht und was erst eine Fortsetzung in der Zukunft finden wird. So daß man also durch ein sinniges Betrachten des Menschen dazu kommen kann, zu empfinden, wo karmische Beziehungen vorliegen.
[ 15 ] This is the second way in which people come together. If the influence that two people exert on one another extends into the will, the mind, and the character, then a karmic connection exists; the two people have been brought together by shared experiences in a past earthly life. If an impulse emanates from a person that reaches only as far as the intellect or the aesthetic sense—so that we merely find the person pleasing or displeasing—then this is not something brought about by the Moon, but rather something the Sun is currently bringing into being and which will only find its continuation in the future. Thus, through a thoughtful observation of a person, one can come to sense where karmic relationships exist.
[ 16 ] Nun sehen Sie, dasjenige, was ich Ihnen erzählt habe, ist eben etwas, was an Erkenntnis der Welt gewonnen werden kann durch Anthroposophie, und geradeso wie man keinesfalls selbst Künstler zu sein braucht, um ein Bild schön zu finden, so wenig braucht man selbst Initiierter zu sein, um die Dinge zu verstehen. Man kann die Dinge verstehen, weil die Ideen miteinander zusammenstimmen. Es gibt Leute, die sagen: Was geht uns die ganze geistige Welt an, man kann sie erst verstehen, wenn man darin ist. — Das sagen die Leute aus dem Grunde, weil sie heute gewohnt sind, einen Beweis nur dasjenige zu nennen, was sich sinnlich-handgreiflich beweisen läßt. Solche Menschen gleichen Toren, die sagen: Alles, was in der Welt ist, muß gestützt werden, sonst fällt es zur Erde. Es könnte ja einer kommen und sagen: Die Erde, der Mond, die Sonne sind im Weltenraum draußen, aber sie müssen doch eine Stütze haben, damit sie nicht herabfallen. Er weiß nicht, daß die Weltenkörper keine Stütze brauchen, weil sie sich gegenseitig stützen. Auf solches Verständnis ist die Anthroposophie angewiesen. Bei ihr können die Ideen nicht gestützt werden durch äußerliche Handgreiflichkeiten, aber gegenseitig stützen sie sich. Lesen Sie zunächst ein einziges anthroposophisches Buch, dann kann es vorkommen, weil Sie gewohnt sind, alles handgreiflich bewiesen zu sehen, daß Sie es weglegen, weil darin nichts bewiesen ist. Lesen Sie aber immer mehr und mehr, so werden Sie finden, daß die Ideen sich gegenseitig stützen und halten wie die Weltenkörper. Man kann schon die Dinge verstehen, auch wenn man nicht ein Initiierter ist, aber durch die Initiationswissenschaft werden die Dinge noch wesentlich dichter. Sie werden in einer anderen Weise erlebt. Daher kann derjenige, der weit genug gekommen ist, auch noch in einer anderen Form sprechen über dieses aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Gewobene des menschlichen Schicksals. Derjenige, der die Initiation auf einer gewissen Stufe durchgemacht hat, bei dem werden die Erlebnisse viel konkreter. Vor Ihnen steht ein Mensch, er spricht zu Ihnen, er erzählt Ihnen etwas, Sie hören es. Der Initiierte kann, wie das Äußere gehört wird, auch das Innere hören, die geistige Sprache, die nicht minder deutlich ist als die menschliche Sprache. Mit aller Deutlichkeit, wie Menschen zu Ihnen sprechen, spricht für den Initiierten der Mensch, mit dem er karmisch in der Vergangenheit verbunden war und den er im gegenwärtigen Leben trifft. Er hört eine innere Sprache. Sie werden sagen, dann hat ja der Initiierte ein ganzes Bündel von Menschen in sich, von denen der eine mehr, der andere weniger deutlich zu ihm spricht. Das ist auch der Fall. Aber es ist das zu gleicher Zeit der anschauliche Beweis für die Art und Weise, wie man das vorherige Erdenleben zugebracht hat. Ich sagte, die großen Registratoren, die Mondwesen tragen das Schicksal ein; aber in dem Augenblick, wo der Initiierte einen anderen Menschen, mit dem er im vorherigen Erdenleben karmisch verbunden war, trifft, wird er wie vom Vollmondslicht beschienen von den Eintragungen des anderen Menschen, mit dem er karmisch verbunden ist. Was wir gegenwärtig denken und tun, das spricht nicht zu uns, aber nach einer gewissen Zeit, nach einer gar nicht so langen Zeit, wird dasjenige, was wir getan haben, was auf dem Monde registriert ist, sprechend und lebendig. Die Akashabilder sind Lebensbilder: trifft man auf den Inhalt eines vergangenen Erdenlebens, lernen Sie sich selber kennen und lernen einen anderen Menschen kennen. Das Gemeinsame des vergangenen Erdenlebens lebt wieder auf, daher ist es kein Wunder, daß man dieses Wiederauflebende auch im anderen Menschen von innen heraus sprechen hört. Man ist innig mit demjenigen zusammen, mit dem man im vorherigen Erdenleben zusammen war. Das wird der Weg der Menschen in die Zukunft hinein sein: Die Menschen werden sich zunächst ein feines Gefühl dafür aneignen müssen, damit ihr Wille erlebt wird im Treffen eines anderen Menschen, so daß sie diesen Menschen fühlen. In einem Zeitraum, der etwa sieben- bis neuntausend Jahre in der Zukunft liegt, werden die Menschen alle auf der Erde die anderen Menschen, mit denen sie karmisch verbunden sind, in ihrem Inneren sprechen hören.
[ 16 ] Now you see, what I have told you is precisely something that can be gained as an understanding of the world through anthroposophy, and just as one does not need to be an artist oneself to find a painting beautiful, so one does not need to be an initiate oneself to understand these things. One can understand these things because the ideas harmonize with one another. There are people who say: What does the whole spiritual world have to do with us? One can only understand it once one is within it. — People say this because today they are accustomed to calling proof only that which can be demonstrated through the senses in a tangible way. Such people are like fools who say: Everything in the world must be supported, otherwise it will fall to the earth. Someone might come along and say: The earth, the moon, and the sun are out there in outer space, but they must have some support so they don’t fall down. He does not know that the celestial bodies need no support because they support one another. Anthroposophy relies on this kind of understanding. In anthroposophy, ideas cannot be supported by external, tangible evidence, but they support one another. If you read just one anthroposophical book at first, it may happen—because you are accustomed to seeing everything proven in a tangible way—that you put it aside because nothing in it is proven. But as you read more and more, you will find that the ideas support and sustain one another just as the celestial bodies do. One can understand these things even without being an initiate, but through the science of initiation, they become even more profound. They are experienced in a different way. Therefore, one who has progressed far enough can also speak in a different way about this tapestry of human destiny woven from the past, present, and future. For one who has undergone initiation to a certain degree, these experiences become much more concrete. There is a person standing before you; he speaks to you, he tells you something, and you hear it. Just as the initiated person hears the outer world, he can also hear the inner world—the spiritual language, which is no less clear than human language. With the same clarity with which people speak to you, the person with whom the initiated individual was karmically connected in the past and whom he meets in this present life speaks to him. He hears an inner language. You might say, then, that the initiate has a whole host of people within him, some of whom speak to him more clearly than others. That is indeed the case. But at the same time, it is vivid proof of the manner in which one spent one’s previous earthly life. I said that the great recorders, the lunar beings, record one’s destiny; but the moment the initiate meets another person with whom he was karmically connected in a previous earthly life, he is illuminated, as if by the light of the full moon, by the records of that other person with whom he is karmically connected. What we currently think and do does not speak to us, but after a certain time—not even that long—what we have done, what is recorded on the Moon, becomes vivid and alive. The Akashic images are images of life: when you encounter the content of a past earthly life, you come to know yourself and get to know another person. What you shared in that past earthly life comes alive again; therefore, it is no wonder that you hear this revival speaking from within the other person as well. You are intimately united with the one with whom you were together in your previous earthly life. This will be the path for humanity into the future: People will first have to develop a subtle sensitivity so that their will is experienced in their encounter with another person, enabling them to feel that person. In a period roughly seven to nine thousand years in the future, all people on Earth will hear the voices of those with whom they are karmically connected speaking from within themselves.
[ 17 ] Trifft man nun mit einem Menschen zusammen, mit dem man nicht karmisch verbunden ist, dem man das erste Mal begegnet, so stellt sich auch dies nach Empfang der Initiation anders dar. Der Initiierte kann natürlich auch Menschen in seinem Leben treffen, mit denen er nicht karmisch verbunden ist. Dennoch wird seine Beziehung eine andere sein als diejenige, die für das gewöhnliche Bewußtsein vorhanden ist. Er fühlt mit einer gewissen Feinheit neue Tatsachen im kosmischen Menschen.
[ 17 ] If one now encounters a person with whom one has no karmic connection—someone one is meeting for the first time—this experience also takes on a different character after receiving initiation. Of course, the initiate may also meet people in his life with whom he has no karmic connection. Nevertheless, his relationship with them will be different from that which exists for ordinary consciousness. With a certain subtlety, he senses new realities in the cosmic human being.
[ 18 ] Man sieht durch einen Menschen, den man zum ersten Mal im Kosmos trifft, tiefer in die Welt hinein. Es ist auch ein Glück, einen Menschen zum ersten Mal zu treffen, und diese Tatsache, daß man durch einen Menschen, den man zum ersten Mal trifft, die Welt besser kennenlernt, muß sich wiederum als ein feines Gefühl entwickeln. Der Initiierte hat sofort, wenn er einen Menschen trifft, mit dem er nicht karmisch verbunden ist, dem er sozusagen das erste Mal im Kosmos gegenübertritt, diesem Menschen gegenüber eine Aufgabe: Er hat gleich die Aufgabe, sich mit dem Schutzgeist aus der Sphäre der Angeloi zu verbinden, der diesem Menschen besonders schützend gegenübersteht. Er darf nicht nur den Menschen kennenlernen, er muß den Schutzgeist des Menschen kennenlernen. Der Engel dieses Menschen spricht auch wieder mit großer Deutlichkeit aus dem eigenen Inneren heraus, und wenn der Initiierte mit verschiedenen Menschen zusammentrifft, mit denen er nicht karmisch verbunden ist, dann hört er von innen heraus laut und deutlich sprechen. Er vernimmt die Worte des Angelos dieser Menschen in seinem Inneren. Das gibt dem Initiierten in seinem Umgang mit den Menschen einen gewissen Charakter. Er nimmt selber etwas an, was der Angelos dem Menschen sagen will, den er kennenlernt: er verwandelt sich in seinen Angelos. Dadurch wird dasjenige, was zu den Menschen gesprochen werden kann, aus einem anderen Grunde intimer, als es für das gewöhnliche Bewußtsein wird. Daher kommt es auch, daß der Initiierte für jeden Menschen, der ihm zum ersten Mal im Kosmos entgegentritt, im Grunde ein anderer ist, er ist jeweils etwas von dem Angelos dieser Menschen. Darauf beruht die Verwandlungsfähigkeit derjenigen Menschen, die mit der Kraft der Initiation den anderen Menschen gegenübertreten. Jetzt haben ja die Menschen wirklich nur eine sehr geringe Empfindungsfähigkeit für solche Dinge. Aber es liegen die Jahrhunderte noch gar nicht so lange hinter uns, da hatte die Menschheit noch viel mehr Empfindungsfähigkeit dafür. Da konnte vorkommen, daß ein weiser Mensch einer Reihe von anderen Menschen gegenüberstand, und jeder hat ihn anders beschrieben. Geht man philiströs vor, dann wird man finden: Irgendeine interessante Persönlichkeit ist von zwanzig Menschen beschrieben worden, von jedem anders, also hat ihn keiner genau gesehen. Vielleicht aber haben ihn alle zwanzig Menschen gesehen. Er hat sich für jeden verwandelt, indem er sich in Beziehung setzte mit dem Angelos jedes dieser Menschen. Sehen Sie, in dieser Beziehung herrscht wirklich ein Abgrund zwischen demjenigen, was in der Gegenwart unter Menschen Sitte und üblich ist, und demjenigen, was vor einer kurzen Vergangenheit Sitte und üblich war. Man lernt heute viel, aber man lernt ganz anders, als man es früher gelernt hat. Die höhere Schulung, vor verhältnismäßig noch gar nicht so weit zurückliegender Zeit, gab Anweisung, wie diejenigen, die als Priester oder Lehrer andere Menschen zu führen und zu leiten hatten, die Fähigkeit erreichen konnten, sich mit dem Angelos eines Menschen zu verbinden. Die Menschen haben sogar die Erinnerung daran vergessen. Die Engellehre war eine Wissenschaft für diejenigen, die Führer der Menschheit werden wollten, damit sie die Verwandlungsfähigkeit erlangten.
[ 18 ] Through a person one meets for the first time in the cosmos, one gains a deeper insight into the world. It is also a blessing to meet someone for the first time, and the fact that one comes to know the world better through a person one meets for the first time must, in turn, develop into a subtle feeling. The initiate, upon meeting a person with whom he has no karmic connection—whom he encounters, so to speak, for the first time in the cosmos—immediately faces a task regarding that person: He must immediately connect with the guardian spirit from the sphere of the Angeloi who stands in a particularly protective relationship to that person. He must not only get to know the person; he must get to know the person’s guardian spirit. This person’s Angelos also speaks with great clarity from within, and when the initiate encounters various people with whom he is not karmically connected, he hears a loud and clear voice speaking from within. He perceives the words of these people’s Angelos within himself. This gives the initiate a certain character in his interactions with people. He himself takes on something of what the Angelos wishes to say to the person he is getting to know: he transforms into that person’s Angelos. As a result, what can be spoken to people becomes, for a different reason, more intimate than it is for ordinary consciousness. This is also why the initiate is, in essence, a different person for every individual he encounters for the first time in the cosmos; in each case, he embodies something of that person’s Angelos. This is the basis for the capacity for transformation possessed by those who, through the power of initiation, encounter others. Today, people really have only a very limited sensitivity to such things. But the centuries are not so far behind us; back then, humanity still had a much greater sensitivity to such things. It could happen that a wise person stood before a group of other people, and each described him differently. If one takes a philistine approach, one will conclude: Some interesting personality has been described by twenty people, each differently, so none of them saw him accurately. But perhaps all twenty people did see him. He transformed himself for each one by entering into a relationship with the Angelos of each of these people. You see, in this regard there really is a gulf between what is customary and common among people today and what was customary and common in the not-too-distant past. People learn a great deal today, but they learn in a completely different way than they did in the past. Higher training, in a time that is not so very long ago, provided instruction on how those who, as priests or teachers, were to guide and lead others could attain the ability to connect with a person’s Angelos. People have even forgotten the memory of this. The teaching of the angels was a science for those who wished to become leaders of humanity, so that they might attain the ability to transform.
[ 19 ] Noch ein anderes: Es wird Ihnen außerordentlich auffallen — und ich habe ja darüber in meinem «Christentum als mystische Tatsache» gesprochen —, wie die Biographien ausschauen, die erhalten sind von alten Initiierten; es gleicht eine der anderen! Versuchen Sie es nur einmal, die Initiierten-Biographien zu studieren, es gleicht eine der anderen, denn die großen Initiierten haben in bezug auf ihr Seelenleben ähnliche Biographien erlebt. Aber das sind nicht die Biographien, die von Menschen geschrieben sind, denn die gleichen einander nicht. Wenn alle diejenigen, die, sagen wir, den Zarathustra erlebt haben, eine Charakteristik des Zarathustra geschrieben hätten, jeder hätte sie anders geschrieben, weil Zarathustra sich jedem Menschen gegenüber verwandelte. Dasjenige, was die Welt wissen sollte über die Initiierten, es war eine von höheren Geistern inspirierte Biographie.
[ 19 ] Here’s another point: You will be struck by the fact—and I have, of course, spoken about this in my Christianity as a Mystical Fact—that the biographies that have been preserved of the ancient Initiates all look alike! Just try studying the biographies of the initiates—they all resemble one another, for the great initiates have experienced similar biographies with regard to their inner lives. But these are not the biographies written by human beings, for those do not resemble one another. If all those who, let us say, had encountered Zarathustra had written a character sketch of him, each would have written it differently, because Zarathustra transformed himself in the presence of each person. What the world ought to know about the initiates was a biography inspired by higher spirits.
[ 20 ] So kann man sagen: Derjenige, der mit der Kraft der Initiation einem Menschen gegenübertritt, mit dem er karmisch verbunden ist, nimmt dessen Vergangenheit als sein Eigenes wahr, er lernt sie kennen durch das Geistig-Seelische der Mondwesenheiten.
[ 20 ] Thus, one might say: The person who, through the power of initiation, encounters another with whom he is karmically connected perceives that person’s past as his own; he comes to know it through the spiritual-soul aspects of the lunar beings.
[ 21 ] Derjenige, der mit der Kraft der Initiation einem Menschen gegenübertritt, dem er zum ersten Mal im Kosmos begegnet, der bekommt die Aufgabe, sich mit dessen Angelos zu verbinden. Da lernt er vieles von der äußeren Welt kennen. Zwar sprechen die Angeloi im Inneren, und wir sind ja eine Welt draußen. Man kann in Wirklichkeit andere Menschen mit geistigen Kräften gar nicht tiefer kennenlernen, ohne ein Heer von Engeln kennenzulernen. Es ist ganz unmöglich, wirkliche Menschenerkenntnis zu erringen, ohne Engelkenntnis zu haben. Geradeso wie ich sagen mußte, daß schon das gewöhnliche Feinfühlen, wenn es mit Menschen zusammenkommt, die nicht karmisch verbunden sind, die Umwelt kennenlernt, so lernt der Initiierte erst recht die eigentliche Außenwelt, die Engelwelt kennen. Dadurch bekommt er Vermittler für die höheren Hierarchien.
[ 21 ] The one who, through the power of initiation, encounters a person for the first time in the cosmos is given the task of connecting with that person’s Angelos. In doing so, he learns much about the outer world. True, the Angeloi speak within us, and we are, after all, a world out there. In reality, one cannot truly come to know other people on a deeper level through spiritual powers without coming to know a host of angels. It is quite impossible to attain true knowledge of human beings without having knowledge of angels. Just as I had to say that even ordinary sensitivity, when it comes into contact with people who are not karmically connected, comes to know the environment—so, all the more, the initiate comes to know the actual outer world, the world of angels. Through this, he gains intermediaries for the higher hierarchies.
[ 22 ] Man kann auch noch durch anderes darauf aufmerksam werden, wie man mit einem Menschen karmisch verbunden ist. Man trifft einen Menschen im Leben, man trifft einen anderen. Man braucht nur aufmerksam zu werden: Man kann einen Menschen treffen, mit ihm viel zu tun haben, mit ihm arbeiten und so weiter, aber man kann nicht träumen von ihm. Man kann nicht träumen von ihm, weil er nicht mit unserem astralischen Leibe, sondern nur mit unserem Ich verbunden ist.
[ 22 ] There are other ways, too, to become aware of how one is karmically connected to another person. You meet one person in life, then another. You just need to pay attention: You may meet someone, have a lot to do with them, work with them, and so on, but you cannot dream about them. You cannot dream about them because they are not connected to your astral body, but only to your ego.
[ 23 ] Andere Menschen trifft man, man hat sie nur flüchtig gesehen, und sie folgen einem bis in die Träume nach, auch bis in die wachen Träume. Es ist eine vom Inneren heraus geformte Darstellung, die mit dem ÄAußern des Menschen gar nichts zu tun hat, weil man mit dem Menschen karmisch verbunden ist. Man trifft einen Menschen, mit dem man karmisch verbunden war, und man ist gleich genötigt, sich ein Bild von diesem Menschen zu machen. Ist der Betreffende ein Maler, dann könnte es vorkommen, daß er ein Bild von ihm malt, das ein philiströser Mensch ganz unähnlich findet, während der Initiierte eine vorherige Inkarnation des Menschen findet, den er gemalt hat. Man lernt wirklich in den Tiefen seines Wesens, wenn auch im Unbewußten, den anderen Menschen kennen, mit dem man karmisch verbunden ist. Durch diejenigen Menschen, mit denen man nicht karmisch verbunden war, die man zum ersten Mal im Leben trifft, lernt man die Menschheit im allgemeinen kennen. Die Menschen verhalten sich auch danach. Kommen Sie bei einem Five o’clock tea oder sonstigen ähnlichen Anlässen mit Menschen zusammen, so versuchen Sie einmal hinzuhören auf das Leben: Wenn ein Mensch einen anderen Menschen getroffen hat, mit dem er karmisch verbunden ist, so sagt er nicht sehr viel über die anderen Menschen, aber über diesen Menschen sagt er irgend etwas Bedeutsames. Er weist auf irgend etwas Bedeutsames hin, besonders dann, wenn er in solchen Dingen noch unbewußt ist. Merken Sie auf das Leben: Sie kommen bei einem Fünf-Uhr-Tee mit irgend jemandem in ein Gespräch, mit dem Sie nicht karmisch verbunden sind. Er interessiert Sie doch nur äußerlich, er erzählt Ihnen so, als ob er der Repräsentant der ganzen Five-o’clock-Teegesellschaft wäre. Das ist eine kurzweilige Gesellschaft, man hört da viel von Weltangelegenheiten, von Leuten, die große Politiker sind — Sie hören nur diesen einzigen Menschen, und nach diesem Menschen beurteilen Sie die ganze Gesellschaft vielleicht falsch. Man lernt das andere der Welt kennen durch Menschen, mit denen man nicht karmisch verbunden ist. Ein Reisender, der einmal um Mitternacht die Station Königsberg passiert hat und sich dort einen Kaffee geben ließ, wurde von dem Kellner, den er gerufen hatte und der rote Haare hatte und verschlafen war, furchtbar grob angefahren. Darauf schrieb der betreffende Reisende in sein Tagebuch: Die Königsberger haben rote Haare, sind verschlafen und grob. Nach diesem mitternächtlichen Kellner, mit dem er nicht karmisch verbunden war, beurteilte der betreffende Reisende die Königsberger.
[ 23 ] You meet other people—you’ve only seen them briefly—and they follow you into your dreams, even into your waking dreams. It is an image formed from within that has nothing to do with the person’s outward appearance, because you are karmically connected to that person. You meet a person with whom you were karmically connected, and you are immediately compelled to form an image of that person. If the person in question is a painter, it might happen that he paints a portrait of him that a philistine would find completely unrecognizable, while the initiate recognizes a previous incarnation of the person he has painted. One truly comes to know, in the depths of one’s being—albeit unconsciously—the other person with whom one is karmically connected. Through those people with whom one was not karmically connected—those one meets for the first time in life—one comes to know humanity in general. People behave accordingly as well. When you gather with others for five o’clock tea or similar occasions, try listening to what life has to say: When a person has met someone with whom they are karmically connected, they do not say much about other people, but about this particular person they say something significant. They point out something significant, especially when they are still unaware of such things. Pay attention to life: At a five o’clock tea, you strike up a conversation with someone with whom you have no karmic connection. They interest you only superficially; they speak to you as if they were the representative of the entire five o’clock tea party. It’s an entertaining gathering; you hear a lot about world affairs and about people who are major political figures—but you listen only to this one person, and based on that person, you might misjudge the entire group. You get to know the other side of the world through people with whom you have no karmic connection. A traveler who once passed through the Königsberg station at midnight and ordered a cup of coffee there was treated terribly rudely by the waiter he had called—a man with red hair who looked sleepy. The traveler in question then wrote in his diary: “The people of Königsberg have red hair, are sleepy, and are rude.” Based on this midnight waiter, with whom he had no karmic connection, the traveler in question judged the people of Königsberg.
[ 24 ] Sehen Sie, durch solche Betrachtungen erwirbt man sich Lebenswerte, kommt den Menschen näher, lernt auf eine andere Art, mit ihnen verbunden zu sein. Man lernt aber nicht nur das Menschenleben kennen, und das soll ja gerade das Wesentliche der Anthroposophie sein, daß sie in das Leben wirklich eingreift, man lernt auch fühlen, empfinden und kennen das kosmische Leben. Sonne und Mond verlieren alles Abstrakte und werden zu etwas Wesenhaftem, auf das man hinschaut im Kosmos und das zu dem kleinen Menschenschicksal hier auf der Erde das entsprechende Große im Weltenall ist.
[ 24 ] You see, through such reflections, one acquires values for life, draws closer to people, and learns to connect with them in a different way. But one does not merely come to know human life—and this is precisely what is said to be the essence of anthroposophy, that it truly intervenes in life—one also learns to feel, sense, and know cosmic life. The sun and moon lose all their abstractness and become something substantial—something one looks upon in the cosmos, and which, in relation to the small human destiny here on Earth, is the corresponding greatness in the universe.
[ 25 ] So ist Sonnenwirksamkeit mit der Mondenwirksamkeit in unserem Leben vereint. Alles dasjenige, was uns vom Monde herunter scheint, hängt zusammen mit unserer kosmischen Vergangenheit, und die Sonne hängt zusammen mit unserer kosmischen Zukunft.
[ 25 ] Thus, the influence of the Sun is united with that of the Moon in our lives. Everything that shines down upon us from the Moon is connected to our cosmic past, and the Sun is connected to our cosmic future.
[ 26 ] Auf diese lebenswichtige Seite der Anthroposophie, diese Seite, die Lebenswerte liefert, wollte unsere Weihnachtstagung, die die Anthroposophische Gesellschaft neu begründet hat, in besonderem Maße hinweisen. Da sollte gesagt werden und ist gesagt worden, daß wiederum Esoterik im wahren Sinne des Wortes unter uns leben soll. Daher sollte diese Weihnachtstagung nicht etwa eine Festlichkeit sein, an der sich eine Anzahl Anthroposophen getroffen haben, sie sollte fortdauern in ihrer Wirksamkeit und in ihren Impulsen. Es wird die neue Einrichtung eines Mitteilungsblattes geplant — sie ist schon da und die ersten drei Nummern sind bereits erschienen. Ein Mitteilungsblatt zunächst über die Vorgänge in der ganzen Anthroposophischen Gesellschaft, über das, was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Sie muß in dieser Weise etwas werden wie ein lebendig geistiger Organismus. Mir ist immer wieder auf meinen Reisen entgegengetreten, daß zum Beispiel die Leute in Den Haag gesagt haben: Ja, wir wissen ja nicht, was mit den Leuten in Wien vorgeht, und wir gehören doch zu einer anthroposophischen Gesellschaft! Wie viele könnte ich hier fragen, die mir sagen könnten, was zum Beispiel im anthroposophischen Zweig in Leipzig oder in Hamburg vorgeht? Aber das muß in Zukunft der Fall sein. Es muß so weit gehen, daß derjenige, der Mitglied des Zweiges Neuseeland ist, wirklich eine Vorstellung davon hat, was in Wien vorgeht. Es werden die Mitglieder gut tun, dasjenige, was sie innerhalb und außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft erleben, der Redaktion des Mitteilungsblattes mitzuteilen. Das wird dann verarbeitet, und man wird immer lesen, was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Ich habe vor, in der Zukunft in jeder Nummer kleine, kurze Aphorismen zu bringen, welche wichtige Lebensinhalte kurz zusammenfassen, so daß man solche Aphorismen wird verwenden können in den Zweigen oder bei anderen Gelegenheiten.
[ 26 ] Our Christmas Conference, which reestablished the Anthroposophical Society, sought to draw particular attention to this vital aspect of anthroposophy—this aspect that provides values for living. It should be said—and has been said—that esotericism, in the true sense of the word, should once again be alive among us. Therefore, this Christmas Conference was not meant to be merely a festive gathering at which a number of anthroposophists met; rather, its effects and impulses should continue to have an impact. Plans are underway to launch a new newsletter—it already exists, and the first three issues have already been published. A newsletter, initially, covering events throughout the entire Anthroposophical Society—what is taking place within the Anthroposophical Society. In this way, it must become something like a living spiritual organism. Time and again on my travels I have encountered people—for example, in The Hague—who have said: “Well, we don’t really know what’s going on with the people in Vienna, and yet we belong to an Anthroposophical Society!” How many people here could I ask who could tell me, for example, what is happening in the Anthroposophical branch in Leipzig or in Hamburg? But that must be the case in the future. It must go so far that someone who is a member of the New Zealand branch truly has an idea of what is happening in Vienna. Members would do well to share with the editorial staff of the newsletter what they experience both within and outside the Anthroposophical Society. This will then be compiled, and readers will always be able to see what is happening in the Anthroposophical Society. I intend to include in future issues short aphorisms that briefly summarize important aspects of life, so that such aphorisms can be used in the branches or on other occasions.
[ 27 ] Durch alles das soll wirkliches Leben, pulsierendes Leben in die Anthroposophische Gesellschaft hineinkommen. Das wollte unsere Weihnachtstagung. Dessen sollte sich jedes einzelne Mitglied bewußt werden. Und nur, weil das so sein soll und eigentlich so sein muß, wenn Anthroposophie selbst in der richtigen Weise ihre Vergangenheit und Zukunft haben soll, habe ich es unternommen, nachdem ich mich jahrelang zurückgezogen hatte, Verwaltung und Vorsitz selbst zu übernehmen, mit einem Vorstand, von dem ich weiß, daß er vom Goetheanum aus fruchtbar arbeiten wird. Ich hätte wahrhaftig in meinem Alter mir nicht vorgenommen, wiederum so zu tun, wie man als ganz junger Kerl getan hat, wieder neu anzufangen, wenn nicht die absolute Notwendigkeit dagewesen wäre. Zu gleicher Zeit möchte ich an jedes Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft appellieren, mitzuhelfen, daß diese Weihnachtstagung im Herzen unserer Mitglieder den Grundstein des anthroposophischen Lebens legen möge und nicht aufhöre, wirklich als ein Lebenskeim sich immer weiter und weiter zu entwickeln, so daß ein immer regeres und regeres Leben in der Anthroposophischen Gesellschaft eintritt. Dann wird die Anthroposophische Gesellschaft auch hinauswirken in die Welt.
[ 27 ] All of this is intended to bring real life—vibrant life—into the Anthroposophical Society. That was the aim of our Christmas Conference. Every single member should become aware of this. And only because this is how it should be—and indeed must be—if anthroposophy itself is to have a proper past and future, have I undertaken, after years of withdrawal, to take on the administration and chairmanship myself, with a board of directors that I know will work fruitfully from the Goetheanum. Truly, at my age, I would not have set out to do again what one does as a very young man—to start all over—had it not been for the absolute necessity. At the same time, I would like to appeal to every member of the Anthroposophical Society to help ensure that this Christmas Conference may lay the foundation stone of anthroposophical life in the hearts of our members and never cease to develop further and further as a true seed of life, so that an ever more vibrant life may take root in the Anthroposophical Society. Then the Anthroposophical Society will also have an impact on the world.
