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Geisteswissenschaft und Medizin
GA 312

5 April 1920, Dornach

Sechzehnter Vortrag

[ 1 ] Sie werden sehen, daß nun allmählich die Fragestellungen, die Sie so gut waren, mir zu geben, im Vortrage auftauchen werden. Es handelte sich nur darum, für eine rationelle Beantwortung dieser Fragen den Unterbau zu schaffen. Ich möchte heute an dasjenige anknüpfen, bis zu dem wir gestern vorgedrungen sind. Ich habe Sie ja gestern aufmerksam darauf machen können, wie bedeutungsvoll die Milzfunktionen in dem menschlichen Organismus sind. Diese Milzfunktionen sind nun geradezu anzusprechen als wesentlich das unterbewußte Seelenleben regelnd. Es ist ein Verkennen der ganzen menschlichen Wesenheit, wenn man die Milz für ein untergeordnetes Organ hält. Allerdings kann ja dieser Irrtum, dieses Mißverständnis dadurch hervorgerufen werden, daß die Funktionen der Milz sehr leicht von der bloßen ätherischen Milz übernommen werden, weil sie eben ein sehr durchgeistigtes Organ ist und auch andere Organe herangezogen werden können, um für die Funktionen der Milz einzutreten. Aber Sie werden sich überzeugen können, wie die Milzwirkung merkwürdiger wird, wenn sie gerade aus dem Unterbewußten mehr heraufgehoben wird in das Bewußtsein. Da kommen wir merkwürdigerweise gerade an der Milz zu der Betrachtung einer gewissen Heilungsmethode, die ja in der neueren Zeit interessant geworden ist. Das Sonderbare ist nur, daß wir hier von der Milzwirkung ausgehen. Sie können sich nämlich überzeugen, daß schwache Massagen in der Milzgegend zunächst ausgleichend auf die Instinkttätigkeit des Menschen wirken. In einer gewissen Weise bekommt der Mensch bessere Instinkte, also ein leichteres Finden zum Beispiel der ihm tauglichen Nahrungsmittel, gesündere Beziehungen zu dem, was ihm im Organismus dient und nicht dient, wenn man sanfte Massagen in der Milzgegend vornimmt. Aber diese Massage in der Milzgegend hat gleich ihre Grenze. Sobald sie zu stark wird, ist sie geeignet, die Instinkttätigkeit wiederum vollständig zu untergraben. So daß also gerade da ein merkwürdiges Innehalten des, ich möchte sagen, Nullpunktes eintreten muß. Man darf mit der sanften Massage nicht allzuweit vorgehen.

[ 2 ] Nun, womit hängt denn das eigentlich zusammen? Wenn man die Milz sanft massiert — also ich meine die Milzgegend —, so wird ja in diese Gegend etwas getrieben, was sonst nicht in dieser Gegend ist. Es wird gewissermaßen das Bewußtsein desjenigen, den man massiert, dahin projiziert. Auf dieser Umlagerung des Bewußtseins und auf diesem Strömenlassen des Bewußtseins beruht sehr viel. Es ist manchmal schwierig, in diese feinen Wirkungsweisen des menschlichen Organismus mit unserer derben, groben Sprache genügend hinzuweisen. Es ist, so sonderbar das klingt, eine starke Wechselwirkung zwischen jener unbewußten Verstandes- und Vernunfttätigkeit, die im menschlichen Organismus durch die Milz, mehr durch die Milzfunktionen vermittelt wird, und dann den bewußten Funktionen des menschlichen Organismus. Nun, die bewußten Funktionen des menschlichen Organismus, was sind sie denn eigentlich? Alles was im Organismus so vor sich geht, daß die physischen Vorgänge begleitet sind von den höheren Bewußtseinsvorgängen, namentlich von den Vorstellungsvorgängen, sind im Organismus Giftwirkungen. Das ist etwas, was nicht übersehen werden darf. Der Organismus vergiftet sich fortwährend gerade durch seine Vorstellungstätigkeit. Er gleicht diese Vergiftungszustände eigentlich fortwährend durch die unbewußten Willenszustände aus. In der Milz liegt das Zentrum für die unbewußten Willenszustände. Durchziehen wir nun die Milz mit Bewußtsein dadurch, daß wir sie massierend beeinflussen, dann wirken wir in einer gewissen Weise gegen die starke Giftwirkung, die von unserem höheren Bewußtsein ausgeht.

[ 3 ] Nun braucht aber die Milzmassage nicht immer eine äußerliche zu sein, sondern sie kann auch eine innerliche sein. Vielleicht werden Sie bestreiten, daß man das Massage nennt, aber es kommt ja nur darauf an, daß wir uns verstehen. Die Milzmassage kann nämlich auch dadurch vorgenommen werden, daß man zum Beispiel bei dem Menschen, bei dem man sieht, daß er eine starke innere organische Tätigkeit hat, die von Vergiftungszuständen herrührt, dieser abnorme Bewußtseinszustand der Milz dadurch beeinflußt werden kann, daß man diesem Menschen sagt: Essen Sie nicht bloß die Hauptmahlzeiten, sondern essen Sie möglichst wenig zu den Hauptmahlzeiten, und essen Sie öfter, verteilen Sie das Essen so, daß es in kürzeren Zwischenräumen erfolgt. — Dieses Verteilen der Eßtätigkeit ist eine innerliche Milzmassage, das beeinflußt im wesentlichen die Milztätigkeit. Nur hat die Sache natürlich auch wiederum ihre Haken, wie alles diese Prozesse Betreffende einen gewissen Haken hat. Denn sehen Sie, in unserer hastigen Zeit, wo die Menschen eigentlich immer — wenigstens viele Menschen — eingespannt sind in eine äußere aufreibende Tätigkeit, da wird die Milzfunktion gerade durch diese äußere aufreibende Tätigkeit außerordentlich stark beeinflußt, weil der Mensch tätig ist. Er macht es nicht so, wie gewisse Tiere, die sich dadurch gesund erhalten, daß sie sich hinlegen und die Verdauung nicht stören lassen durch eine äußere Tätigkeit; die schonen ihre Milztätigkeit eigentlich in Wirklichkeit. Der Mensch schont seine Milztätigkeit nicht, wenn er in einer äußeren nervösen, hastigen Tätigkeit ist. Daher kommt es, daß eigentlich in der ganzen Kulturmenschheit die Milztätigkeit allmählich eine sehr abnorme wird und daß dann die Entlastung der Milzfunktionen von einer besonderen Bedeutung wird durch eben solche Mittel, wie ich sie jetzt etwas angegeben habe.

[ 4 ] Man wird, möchte ich sagen, schön hingewiesen auf die Beziehungen der das Unbewußte vermittelnden Organe des Menschen und der das Bewußte vermittelnden Organe, wenn man gerade auf so feine Massagen, wie die Milzmassage innerlich und äußerlich ist, etwas aufmerksam wird, denn dadurch kommt man auf die Bedeutung der Massage, wenigstens versteht man die ganze Bedeutung der Massage leichter. Die Massage hat eine gewisse Bedeutung, und sie hat auch unter Umständen eine stark heilende Wirkung, obwohl sie vor allen Dingen wirkt auf das Regulieren der thythmischen Tätigkeit im Menschen. Sie wirkt vorzugsweise auf das Regulieren der rhythmischen Tätigkeit im Menschen. Aber man muß, wenn man mit Erfolg massieren will, den menschlichen Organismus gut kennen. Sie werden geführt werden auf den Weg, wenn Sie etwa folgendes überlegen. Denken Sie einmal an den ungeheuren Unterschied, der für die menschliche Organisation — nicht für die tierische, aber für die menschliche Organisation — besteht zwischen Armen und Beinen. Die Arme des Menschen, die entlastet sind von dem Eingeschaltetsein in die Schwere, die frei sich bewegen, diese Arme des Menschen, sie haben ihren Astralleib in viel loserer Verbindung mit dem physischen Leib als die Füße des Menschen. Bei den Füßen des Menschen ist der Astralleib in einer sehr innigen Verbindung. Man möchte sagen: Bei den Armen wirkt der Astralleib mehr durch die Haut von außen nach innen. Er hüllt ein die Arme und Hände, und er wirkt von außen nach innen, er wirkt in einem gewissen Sinne einhüllend. In den Beinen und Füßen wirkt der Wille durch den Astralleib außerordentlich stark zentrifugal, außerordentlich stark ausstrahlend von innen nach außen. Dadurch ist ein so beträchtlicher Unterschied zwischen Armen und Beinen. Und die Folge davon ist, daß, wenn man eines Menschen Beine und Füße massiert, man dann im Grunde eine ganz andere Tätigkeit ausübt, als wenn man des Menschen Arme und Hände massiert. Wenn man des Menschen Arme massiert, so zieht die Massage das Astralische aus dem Äußeren in das Innere. Die Arme werden dadurch viel mehr, als sie es sonst sind, Willensapparate, und es wird dadurch regulierend gewirkt auf den inneren Stoffwechsel, der zwischen Darm und Blutgefäßen verläuft. Also mehr auf die Blurbildung wird gewirkt, wenn man die Arme und Hände massiert. Massiert man mehr Füße und Beine, so wird das Physische mehr da in ein Vorstellungsgemäßes umgewandelt, und man wirkt regulierend auf denjenigen Stofwechsel, der mit den Entleerungs- und Ausscheidungsprozessen zusammenhängt, also mit demjenigen, was Entleerungs-, Ausscheidungsprozesse sind. Gerade an dieser Fortsetzung der Massagewirkungen, in einem Fall von den Armen ausgehend mehr auf das innere, aufbauende Gebiet des Stoffwechsels, im anderen Fall in den Wirkungen auf das abbauende Gebiet, sieht man, ein wie kompliziertes Wesen dieser menschliche Organismus eigentlich ist. So werden Sie finden, wenn Sie die Sache rationell untersuchen, daß in der Tat jede Stelle des Körpers einen gewissen Bezug auf andere Stellen des Körpers hat und daß darauf gerade die Massagewirkung beruht, daß man dieses innere Wechselwirken mit dem Organismus in entsprechender Weise durchschaut. Massieren des Unterleibes wird immer wohltätige Folgen haben können sogar für die Atmungstätigkeit. Das ist von besonderem Interesse, daß eben die Massage des Unterleibes für die Atmungstätigkeit einen besonders guten Einfluß hat. Und zwar, je weiter man da geht von oben nach unten, wenn man massiert unmittelbar unter der Herzgegend, wird die Atmung stärker beeinflußt, wenn man weiter hinuntergeht, werden mehr die Halsorgane beeinflußt. Es geht umgekehrt, je weiter man hinuntergeht, desto mehr werden die Organe, die nach oben gelegen sind, beeinflußt beim Massieren des Rumpfes. Dagegen wird zum Beispiel immer eine Massage der Arme verstärkt werden dadurch, daß man ganz oben den Rumpf mitmassiert. Das sind Dinge, die eben den Zusammenhang der einzelnen, ich möchte sagen, Glieder des menschlichen Organismus veranschaulichen. Wir sehen ja, daß ganz besonders diese Wechselwirkung des unteren und des oberen Menschen, überhaupt der Glieder des menschlichen Organismus, die manchmal ganz fern voneinander liegen, aber zusammengehören, auftritt bei solchen Dingen, wie zum Beispiel bei der Migräne.

[ 5 ] Die Migräne ist ja in Wahrheit nichts anderes als ein Verlegen von Verdauungstätigkeiten, die eigentlich im übrigen Organismus sitzen sollten, in den Kopf hinein, daher durch alles dasjenige, was den übrigen Organismus zu stark in Anspruch nimmt, wie zum Beispiel die Frauenperiode, in entsprechender Weise auch die Migräne beeinflußt wird. Es ist darüber zu sagen, daß durch dieses Stattfinden einer nicht in den Kopf hineingehörigen Verdauungstätigkeit den Kopfnerven etwas aufgeladen wird, von dem sie im normalen Leben entlastet sind. Gerade dadurch, daß im Kopfe nur eine ganz geregelte Verdauungstätigkeit, also Aufnahmetätigkeit, vor sich geht, dadurch sind die Kopfnerven entlastet, sind zu Sinnesnerven umgestaltet. Dieser Charakter wird ihnen genommen, wenn im Kopfe eine so wie eben charakterisierte ungeordnete Tätigkeit stattfindet. Sie werden daher innerlich empfänglich, empfindlich, und auf dieser innerlichen Empfindung desjenigen, für was der Innenorganismus eben keine Empfindung haben sollte, beruhen auch die Schmerzen, die bei der Migräne auftreten, überhaupt diese ganzen Zustände. Es ist auch durchaus begreiflich, wie ein Mensch sich fühlen muß, der, statt daß er die Umwelt, die Außenwelt wahrnimmt, plötzlich gezwungen ist, das Innere seines Kopfes wahrzunehmen. Nun, wer aber diesen Zustand richtig durchschaut, wird bei der Migräne doch nur als auf das beste Heilmittel auf das InRuhe-Ausschlafen derselben oder dergleichen hinweisen können. Denn alles dasjenige, was sonst angewendet wird oder wozu man manchmal gezwungen ist, es anzuwenden, das ist eigentlich von schädlicher Einwirkung. Wenden Sie da die gewöhnlichen, oftmals angewendeten allopathischen Heilmittel an, so erreichen Sie nämlich das, daß Sie nun diesen nervösen Apparat, der empfindlich geworden ist, betäuben, das heißt, daß Sie seine Tätigkeit heruntersetzen. Ist man einmal mit Migräne behaftet gerade bevor man, sagen wir, in einer Theatervorstellung auftreten sollte, und zieht nun vor, sich etwas zu schädigen, statt nicht auftreten zu können, so kann das, was ich da sage, dann ganz besonders gut beobachtet werden: die Betäubung desjenigen, was eigentlich nicht betäubt werden soll. Natürlich zeigt sich bei solchen Dingen, wie der menschliche Organismus etwas außerordentlich Feines ist und wie man sehr häufig einfach durch das soziale Eingespanntsein in das Leben genötigt ist, gegen das zu sündigen, was der Organismus verlangt. Das ist ja ganz selbstverständlich, das darf nicht eigentlich außer acht gelassen werden, und man ist manchmal genötigt, eine Schädigung, die einfach durch die soziale Stellung des Menschen hervorgerufen ist, hinzunehmen und eventuell ihre Folgeerscheinungen, die dann schon auftreten werden, auszukurieren.

[ 6 ] Wie fein schließlich diese menschliche Leibesorganisation ist, das zeigt sich auch dann, wenn man in sachgemäßer Weise eingeht auf die Farben- und Lichttherapie. Diese Farben- und Lichttherapie ist ja etwas, was wohl in der Zukunft etwas mehr berücksichtigt werden sollte, als es in der Vergangenheit immerhin schon berücksichtigt worden ist. Es ist notwendig, namentlich auch einzugehen dann auf den Unterschied der eigentlichen Farbenwirkung, die ganz an den oberen Menschen appelliert, und der Lichtwirkung, die einfach mehr ins Objektive gezogen ist und die an den ganzen Menschen appelliert. Wenn man einfach den Menschen in einen Raum bringt und ihn bescheinen läßt von objektiver Farbe und Licht oder einen Teil von ihm aussetzt einer nur objektiven Wirkung von Farbe oder Licht, so wird direkt eine Organwirkung hervorgebracht. Es ist etwas, was durchaus von außen auf den Menschen wirkt. Wenn man aber die Exposition so macht, daß irgendwie dasjenige in Anspruch genommen wird, was sonst nur durch das Bewußtsein in Anspruch genommen wird, der Farbeneindruck, die Tatsache, daß die Farbe da ist, wenn ich also, statt daß ich auf den Menschen farbiges Licht scheinen lasse, ihn bringe in ein Zimmer, das mit einer gewissen Farbe ausgekleidet ist, dann ist die Wirkung eine andere, nämlich eine solche, die doch immerhin geht durch alle diejenigen Organe, die nach den Bewußtseinsorganen zu liegen. Bei dieser subjektiven Farbentherapie wird unter allen Umständen auf das Ich gewirkt, während bei der objektiven Farbentherapie auf das physische System gewirkt wird und erst auf dem Umwege durch das physische System auf das Ich. Sagen Sie deshalb nicht, daß es unnötig ist dann, wenn man blinde Menschen in einen Raum bringt, der mit einer bestimmten Farbe ausgekleidet ist, weil sie keinen Eindruck haben können und die Folge sein müßte, daß eigentlich die Abwesenheit jeder Wirkung da sei. Das ist nicht der Fall. Da treten die, ich möchte sagen, unter der Oberfläche des Sinnlichen gelegenen Wirkungen des Sinnlichen eben sehr stark auf. Auch wenn ich einen blinden Menschen in einen Raum bringe, der rot oder blau ausgekleidet ist, so ist auch das für ihn ein Unterschied. Es ist also ein wesentlicher Unterschied, und es ist zu sagen, daß, wenn ich einen Menschen, der blind ist, in einen Raum bringe, der blaue Wände hat, ich dann so auf ihn wirke, daß seine ganze Organisation, sein Funktionieren vom Kopfe nach dem übrigen Organismus sich zurückzieht. Bringe ich ihn in einen Raum, der rot ausgeschlagen ist, so geht sein Funktionieren von dem übrigen Organismus nach dem Kopfe hin. Daraus ersehen Sie allerdings, daß in diesem Rhythmus, der dann hervorgerufen wird, wenn ich eine Farbe mit der anderen abwechseln lasse, bei solcher objektiver Farbentingierung der Umgebung das Wesentliche liegen muß. Weniger liegt daran noch, ob man einen Menschen in einen blauen oder in einen roten Raum bringt, sondern mehr noch daran, ob man einen Menschen, nachdem man ihn in Rot gehabt hat, ins Blau bringt, oder wenn man ihn im Blauen gehabt hat, ins Rot bringt. Das ist von einer wesentlichen Bedeutung. Sehe ich einem Menschen im allgemeinen an, daß ich nötig habe, sein übriges System durch starke Anregung der Kopffunktionen ausbessern zu lassen, dann bringe ich ihn von einem blauen Raum in einen roten. Will ich durch den übrigen Organismus seine Kopffunktionen ausbessern lassen, bringe ich ihn von einem roten in ein blaues Zimmer. Das sind die Dinge, die in der, wie ich glaube, nicht fernen Zukunft doch sehr wichtig sind und bei der nun nicht Licht-, sondern Farbentherapie eine große Rolle spielen wird.

[ 7 ] Es ist schon von Wichtigkeit, das Wechselspiel von Bewußtem und Unbewußtem in der Zukunftstherapie eine Rolle spielen zu lassen. Denn dadurch wird man auch ein gesundes Urteil sich verschaffen lernen über die eigentümliche Wirkungsweise der, sagen wir, durch Bäder auf den Menschen wirkenden Substanzen. Es ist ein großer Unterschied, ob irgend dasjenige, was ich an den Menschen von außen heranbtinge, in einer Weise wirkt, daß es auf den Menschen einen kalten Eindruck macht, oder ob ich es so heranbringe, daß es einen warmen Eindruck macht. Der kalte Eindruck, der müßte eigentlich so aufgefaßt werden, daß dann, wenn irgend etwas auf mich kühlend wirkt im Umschlag oder im Bade, es im wesentlichen die Substanzwirkung ist, die, wenn eine Heilung da ist, eben heilend wirkt. Da ist es die Substanzwirkung des betreffenden Mittels. Wirkt aber nicht dasjenige, was an mich gebracht wird, kalt, sondern wirkt es warm, zum Beispiel ein warmer Umschlag, dann ist es gar nicht die Substanz, dann ist es fast gleichgültig, welche Substanz man verwendet, dann ist es die Wärmewirkung, die in Betracht kommt, und für die Wärmewirkung ist es schließlich gleich, von welcher Seite sie in Betracht kommt. So daß also bei kalten Umschlägen immer darauf wird gesehen werden können, wie man in der Lage ist, die Flüssigkeit, das Wasser, das man zum Umschlag verwendet, zu tingieren mit diesen oder jenen Substanzen. Man wird diese Substanzen wirksam machen, wenn man sie in kaltem Wasser wirksam machen kann, wenn sie also bei niederer Temperatur löslich sind. Dagegen wird man wenig Substanzwirkungen unmittelbar hervorbringen — wenn man es nicht gerade mit ätherischen Substanzen zu tun hat, die sehr stark aromatisch sind, bei denen ist es etwas anders, da sind Substanzwirkungen auch bei hoher Temperatur vorhanden — bei solchen Substanzen, die sich als feste Substanzen nicht leicht lösen. Man wird eine Heilwirkung bei warmen Umschlägen oder bei warmen Bädern nicht recht hervorbringen können. Dagegen werden Substanzen, die sulphurig, phosphorig sind, wie der Schwefel selber, wenn sie auftreten als Begleiter des warmen Bades, ihre entsprechenden Heilwirkungen gerade da wiederum entfalten können.

[ 8 ] Also es handelt sich darum, daß man in feiner Weise hinsieht auf solche Verhältnisse, wie ich sie jetzt eben dargestellt habe. Und da möchte ich sagen, wird es Ihnen sehr nützen, wenn man sich gewissermaßen eine Art Urphänomen hinstellt. Es ist interessant, daß diese Methode, eine Art Urphänomen hinzustellen, gerade in jenen Zeiten eine große Rolle gespielt hat, wo mehr von den Mysterien aus diese Pflege des Medizinischen und so weiter gegangen ist. Da wurden die Dinge nicht theoretisch ausgedrückt, sondern sie wurden gewissermaßen durch Urphänomene ausgedrückt. So wurde zum Beispiel gesagt: «Nimmst du innerlich zu dir Honig oder Wein, so stärkst du von innen aus die Kräfte, die aus dem Kosmos herein in dir wirken.» — Man könnte auch sagen: So stärkst du die eigentlichen Ich-Kräfte, denn das wäre dasselbe. — Das ist etwas, ich möchte sagen, was die Sache sehr übersichtlich macht. «Reibst du aber deinen Körper mit einer ölartigen Substanz ein, so schwächst du in dir die schädliche Wirkung der eigentlichen Erdenkräfte», also die Kräfte, die im Organismus der Ich-Wirkung entgegenstehen. «Und findet man das richtige Maß zwischen süßer Stärkung von innen und öliger Schwächung von außen, so wird man alt», haben die Alten gesagt, die alten Ärzte. «Lasse in deinem Organismus durch die Wirkung des Öles dir die schädliche Erdenwirkung nehmen, indem du dich mit dem Öle einreibst, und lasse dir, wenn du es imstande bist, wenn du nicht zu schwach dazu bist in deiner Organisation, die Ich-Kräfte stärken durch Wein oder Honig, dann stärkst du eben diejenigen Kräfte, die dich ins Alter führen.» Das sind solche Dinge, die da urphänomenal die Sache ausdrücken sollten. Man wollte durch Tatsachen, nicht durch Lehrsätze eigentlich den Menschen auf den Weg weisen. Das ist dasjenige, zu dem wir auch wiederum zurückkommen müssen. Denn man findet sich viel leichter zurecht unter den so mannigfaltigen Stoffen der Außenwelt, wenn man in dieser Weise auf Urphänomene zurückgehen kann, als auf sogenannte abstrakte Naturgesetze, die einen eigentlich sofort im Stich lassen, wenn man an irgend etwas Konkretes herantreten will.

[ 9 ] Nun sind manche Urphänomene furchtbar leicht auszusprechen. Ich möchte Ihnen solche ganz einfache Urphänomene hinstellen. Da ist eines: «Stelle die Füße ins Wasser, so rufst du im Unterleibe Kräfte hervor, die die Blutbereitung fördern.» Da haben Sie ein solches Urphänomen, das sehr stark wegleitend ist. «Wasche dir den Kopf, so rufst du im Unterleibe Kräfte hervor, die die Entleerung regulieren.» Das sind solche Urphänomene, die wirklich sehr aufschlußgebend sind, denn sie fassen die Gesetzmäßigkeit, die Wirklichkeit in sich. Der Mensch ist da drinnen, wenn ich so etwas ausspreche. Denn natürlich haben die Dinge keinen Sinn, wenn ich nicht an den Menschen denke, und das ist von einer großen Bedeutung, daß ich bei allen diesen Dingen an den Menschen denke.

[ 10 ] Nun, das ist wiederum etwas, was mehr auf die räumliche Wechselwirkung der Kräfte im menschlichen Organismus hinweist. Aber auch eine zeitliche Wechselwirkung ist vorhanden, und diese zeitliche Wechselwirkung, die tritt uns zum Beispiel stark entgegen, wenn wir den Fall beobachten müssen am Menschen, wo er als Kind oder in der ersten Jugendzeit so falsch behandelt wird, daß in ihm durch sein ganzes Leben nicht das herangezogen wird, was gerade in der Jugend und in der Kindheit herangezogen werden soll, sondern dasjenige, was eigentlich erst im Alter herangezogen werden soll. Ich will mich noch deutlicher aussprechen. Der Mensch ist ja einmal so, daß er schon in der Jugend gewisse Kräfte entwickelt, die dann seinen Organismus eben gestalten. Aber nicht alles, was in der Jugend im Organismus gestaltet wird, findet auch schon in der Jugend die richtige Anwendung. Wir gestalten den Organismus in der Jugend, um auch etwas aufzubehalten, was dann erst im Alter zur Wirksamkeit kommt. Also schon im Kinde werden gewisse, ich möchte sagen, Organe aufgebaut, welche aber noch nicht in der Kindheit benützt werden sollen, sondern das Alter kann sie nicht mehr aufbauen, daher bleiben sie in der Reserve, um dann im Alter benützt zu werden. Wenn aber zum Beispiel gar keine Rücksicht darauf genommen wird, daß man den Menschen bis zum Zahnwechsel hin durch die Nachahmung erziehen soll, daß man dann den Menschen vom Zahnwechsel an so erziehen und unterrichten soll, daß die Autorität eine große Rolle spielt, wenn das nicht bedacht wird, so können einfach frühzeitig die Organe, die für das Alter in der Reserve bleiben sollen, beansprucht werden. Natürlich kann die heutige materialistische Denkweise einwenden: Das kann von keiner so großen Bedeutung sein, wie man die Nachahmung oder die Autorität benützt. — Es ist doch von einer ungeheuren Bedeutung, weil sich die Wirkung in den Organismus fortsetzt. Ich muß nur berücksichtigen, daß das Kind mit seinem ganzen Seelenleben bei der Nachahmung dabei sein muß. Es ist zum Beispiel folgendes von einer großen Bedeutung. Denken Sie sich, Sie bringen dem Kinde eine gewisse Sympathie für ein Nahrungsmittel dadurch bei, daß Sie das Kind hineinwachsen lassen in die Nachahmung der Sympathie zum Nahrungsmittel, die der Erziehende hat. Also Sie lassen verbinden dieses Nachahmungsprinzip mit dem Einwachsen des Appetits für dieses Nahrungsmittel, da ist eine Fortsetzung des Nachahmungstriebes im Organismus vorhanden. Ebenso später beim Autoritätsleben. Kurz, wenn eben Organe — es sind natürlich feine Organisationen —, die eigentlich in der Reserve bleiben sollen ins Alter hinein, in der Kindheit bereits in Anspruch genommen werden, so entsteht die furchtbare Dementia praecox. Das ist der eigentliche Grund für Dementia praecox. Deshalb kann man schon sagen: Ein gutes Heilmittel ist schon die sachgemäße Erziehung. Und wird man — was wir jetzt schon mit der Waldorfschule anstreben, aber eben noch nicht ausdehnen können auf die noch frühere Erziehung, wir können es erst vom sechsten oder siebten Jahre an — aber einmal die ganze Erziehung in den Dienst der Erkenntnis stellen, die man haben kann aus der Geisteswissenschaft heraus, in dem Sinne, wie ich es dargestellt habe in meinem Büchelchen «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft», dann wird die Dementia praecox auch eigentlich schwinden. Denn durch das Gestalten der Erziehung in einer solchen Weise wird eben gerade verhindert, daß der Mensch früh seine Altersorgane schon in Anspruch nimmt. Das ist dasjenige, was ja in bezug auf ordentliche Erziehung gesagt werden muß.

[ 11 ] Nun gibt es im Leben auch das Umgekehrte. Und dieses Umgekehrte besteht darinnen, daß wir ja auch aufsparen dasjenige, was nur in der Jugend eigentlich an Organwirkungen entfaltet werden soll. Es findet schon durch das ganze Leben hindurch auch eine Inanspruchnahme der Organe, die vorzugsweise für die Kindheit und für die Jugend da sind, statt; aber eben, es muß im abgeschwächten Maße eintreten, sonst zieht es Schädigungen nach sich. Hier liegt ein Gebiet, wo, durch das Mannigfaltigste verursacht, heute so etwas verwirrend eingreifen kann in das ganze menschliche Denken wie zum Beispiel die Psychoanalyse. Es ist ja wirklich wahr, daß eigentlich am meisten Schaden anrichten nicht die ganz großen Irrtümer, denn die großen Irrtümer werden bald widerlegt, aber die Dinge richten den größten Schaden an, in denen Körnchen von Wahrheit stecken, denn die werden ins Extrem getrieben, werden mißbraucht.

[ 12 ] Was liegt denn eigentlich vor für das Heraufkommen einer Anschauung, die in den Bahnen der Psychoanalyse läuft? Es liegt das vor, daß durch die heutige vielfach unnatürliche Lebensweise, die gar nicht den Menschen, soweit es notwendig ist, anpaßt an die äußere Umwelt, vieles nicht verarbeitet wird, was auf den Menschen Eindruck macht in der Kindheit. Es bleiben einfach Dinge einverleibt dem Seelenleben, die nicht in der entsprechenden Weise sich auch dem Organismus einverleiben. Denn alles, was im Seelenleben wirkt, wenn auch die Wirkung noch so leicht ist, setzt sich ja fort oder soll sich wenigstens fortsetzen in die Wirkung auf den Organismus. Aber bei unseren Kindern gibt es ja viele Eindrücke, die so sehr unnormal sind, daß sie Seeleneindrücke bleiben. Sie können sich nicht in organische Eindrücke gleich umsetzen. Dann wirken sie als Seeleneindrücke weiter, und statt daß sie nun mitmachen die ganze Entwickelung des Menschen, bleiben sie isolierte Seelenimpulse. Hätten sie die ganze organische Entwickelung mitgemacht, wären sie nicht isolierte Seelenimpulse geblieben, so würden sie nicht im späteren menschlichen Leben die Organe in Anspruch nehmen, die nur fürs Alter eigentlich da sind, die nicht mehr da sind, um jugendliche Eindrücke zu verwerten. Da entsteht im ganzen Menschen eine Ungehörigkeit. Er ist gezwungen, seelische Isolierungen auf die nicht mehr dazu geeigneten Organe einwirken zu lassen. Da entstehen dann diejenigen Erscheinungen, die man in der Tat konstatieren kann durch eine richtig angewendete psychoanalytische Methode. Man kann, wenn man den Menschen katechisiert, gewisse Dinge finden, die er in seinem Seelenleben hat, die einfach nicht verarbeitet sind und die verheerend wirken in den Organen, die schon zu alt geworden sind für diese Verarbeitung. Aber das Wichtige ist, man kann auf diesem Wege niemals zu einer Therapie gelangen, sondern nur zu einer Diagnose. Hält man es dabei, daß man die Psychoanalyse nur als Diagnose verwendet, dann tut man ja eigentlich etwas, was in gewisser Art berechtigt ist, wenn es taktvoll ausgeführt wird, wenn nicht das eintritt, was ich durch allerlei Briefchen, die mir geschrieben worden sind, belegen könnte, daß von Psychoanalytikern sogar wirklich wie Spione das Wartepersonal benützt wird, so daß man da durch alle möglichen Umstände durch das Wartepersonal herauszubekommen versucht alles mögliche, was man dann in der Katechisation dem Kranken abgewinnen will. Diese Sache liegt so vielfach vor, daß natürlich in all diesen Dingen ein greulicher Unfug steckt. Aber sieht man ab davon — und wirklich, bei solchen Dingen kommt es ja so sehr an auf die moralische Verfassung derjenigen Personen, die mit so etwas zu tun haben —, so kann man sagen: Diagnostisch liegt etwas von Wahrheit in der Psychoanalyse, aber es ist niemals möglich, auch therapeutisch auf dem Wege zu wirken, den nun die Psychoanalytiker einschlagen wollen. Das hängt wiederum zusammen mit einer Zeiterscheinung.

[ 13 ] Es ist das Tragische des Materialismus, daß er von der Erkenntnis der Materie abführt, daß er die Erkenntnis der Materie verhindert. Der Materialismus ist nämlich nicht einmal so schädlich der eigentlichen Erkenntnis des Geistigen als der Erkenntnis des Geistigen in dem Materiellen. Dadurch, daß die Anschauung unterbunden wird, daß überall mit dem Materiellen geistige Wirkungen verbunden sind, daß man also gerade im Materiellen die geistigen Wirkungen sucht, wird so vieles unterbunden, was für eine gesunde Anschauung des menschlichen Lebens eben nicht unterbunden werden darf. Wenn ich Materialist bin, kann ich ja unmöglich all die Eigenschaften, die wir jetzt besprochen haben in diesen Betrachtungen, der Materie zuschreiben. Man sieht das ja alles als Mumpitz an, den Materien diese oder jene Eigenschaften zuzuschreiben, die sie eben haben. Das heißt, man kommt gerade von der Erkenntnis dieses Materiellen ab. Man redet nicht mehr von phosphorigen Erscheinungen, von salzartigen Erscheinungen und so weiter, weil man das alles eben für Unsinn ansieht. Man kommt gerade von der Erkenntnis des Geistigen im Materiellen ab, kommt dadurch auch ab davon, ordentlich noch Gestaltenwirkungen studieren zu können, und kommt vor allen Dingen von einem ab, einzusehen, wie eigentlich jedes Organ des Menschen eine zweifache Aufgabe hat, immer eine mit Bezug auf eine Hinorientierung ins Bewußtsein und eine nach der entgegengesetzten Seite, nach dem bloßen organischen Prozeß.

[ 14 ] Diese Ansicht ist ja besonders verlorengegangen auf einem Gebiete, das wir auch hier noch besprechen werden, auf dem Gebiete der Beurteilung der Zähne. Die Zähne sieht man materialistisch eben mehr oder weniger als bloße Kauwerkzeuge an. Das sind sie aber nicht bloß. Daß sie eine Doppelnatur haben, das kann schon ersichtlich werden daraus, daß sie, wenn man sie nur chemisch untersucht, als so etwas erscheinen, was mit dem Knochensystem zu tun hat. Aber entwickelungsgeschichtlich sind sie eigentlich aus dem Hautsystem heraus. Gerade die Zähne haben eine Doppelnatur, nur verbirgt sich die zweite Natur der Zähne außerordentlich stark. Vergleichen Sie doch einmal ein Tiergebiß mit einem Menschengebiß, dann werden Sie sehen, daß dasjenige, was ich in der allerersten Stunde hier gesagt habe, gerade am Tiergebiß so stark zum Ausdruck kommt, dieses Hinunterlastende, was ich durch das ganze Affenskelett darstellen wollte. Beim Menschengebiß sieht man, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise im Gebisse selbst die Wirkung der vertikalen Linie. Das hängt damit zusammen, daß in der Tat die Zähne nicht nur Kauwerkzeuge, sondern sehr wesentliche Saugwerkzeuge sind, daß sie erstens mechanisch nach außen wirken, zweitens aber, daß in ihnen eine sehr feine, vergeistigte Saugwirkung nach innen liegt. Da müssen wir fragen: Was saugen denn die Zähne eigentlich ein? — Sie saugen nämlich im Grunde, solange sie es können, das Fluor ein. Die Zähne saugen das Fluor ein, sie sind Fluorsaugapparate. Der Mensch braucht nämlich ganz kleine Quantitäten von Fluor in seinem Organismus, und wenn er sie nicht hat — ja, da muß ich etwas sagen, was Sie vielleicht schockieren wird —, dann wird er zu gescheit. Er wird zu gescheit. Er bekommt eine Gescheitheit, die ihn fast vernichtet. Er wird nämlich durch diese Fluorwirkungen auf das richtige Maß von Dummheit, das wir schon einmal brauchen, damit wir Menschen sind, herabgestimmt. Man braucht das Fluor in kleinen Quantitäten als fortwährendes Gegenmittel gegen das Zugescheitwerden. Und frühes Schadhaftwerden der Zähne, was eine Beeinträchtigung der Fluorwirkungen ist, deutet hin auf eine zu starke Inanspruchnahme der fluorsaugenden Wirkung der Zähne, das deutet darauf hin, daß der Mensch durch irgend etwas — wir werden ja auch auf solche Dinge noch zu sprechen kommen, wenn wir auch dazu nicht viel Zeit haben, aber wir werden sie besprechen — veranlaßt wird, sich gegen Dummheit zu helfen. Also er vernichtet gewissermaßen seine Zähne, damit ihn die Fluorwirkung nicht zu dumm macht. Denken Sie an diesen ganz außerordentlich feinen Zusammenhang: Man kriegt schadhafte Zähne, damit man nicht zu dumm wird. Daraus sehen Sie den innigen Zusammenhang zwischen dem, was dem Menschen Nutzen bringt auf der einen Seite, und dem, was hinpendelt nach dem, was dem Menschen Schaden bringen kann. Wir brauchen unter gewissen Umständen die Fluorwirkungen, damit wir nicht zu gescheit werden. Aber wir können uns dadurch schaden, daß wir sie eben zu stark machen, dann ruinieren wir durch unsere Organtätigkeit unsere Zähne.

[ 15 ] Das sind Dinge, die ich Sie bitte wohl zu überdenken, denn sie hängen zusammen mit außerordentlich bedeutungsvollen Dingen im menschlichen Organismus.