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Second Scientific Course
The warmth at the boundary between positive and negative materiality
Insights from Spiritual Science on the Development of Physics
GA 321

7 March 1920, Stuttgart

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Siebenter Vortrag

Seventh Lecture

[ 1 ] Sie erinnern sich noch, wie wir gestern hier den Eisblock hatten, von dem man zunächst hätte vermuten können, daß, wenn wir ihn mit einem Draht durchschneiden, der von einem Gewicht beschwert ist, links und rechts der halbe Block herunterfalle. Sie haben sich schon, trotzdem wir den Versuch nur im Beginn zeigen konnten, überzeugt, daß das gar nicht der Fall ist, daß gewissermaßen, nachdem durch den Druck eine Verflüssigung eingetreten ist in der Richtung des Durchganges des Drahtes, sofort wiederum oben der Eisblock zusammenwächst. Das heißt, daß nur durch den Druck eine Verflüssigung eingetreten ist, daß aber deshalb, weil wir das Eis als Eis erhalten, sofort wiederum das Wärmewesen sich hier so betätigt - ich will meine Ausdrücke ganz genau gebrauchen -, daß eben der Block wiederum sich zusammenfügt.

[ 1 ] You may recall that yesterday we had this block of ice here, which at first might have led one to assume that if we cut through it with a wire weighted at one end, half the block would fall off on the left and right. Even though we were only able to show the beginning of the experiment, you have already seen for yourselves that this is not the case at all—that, in a sense, once liquefaction has occurred due to the pressure in the direction of the wire’s passage, the block of ice immediately fuses back together at the top. This means that liquefaction has occurred solely due to the pressure, but because we are preserving the ice as ice, the thermal process immediately comes into play here—I want to use my terms very precisely—so that the block simply comes back together again.

[ 2 ] Nicht wahr, das überrascht Sie furchtbar zunächst? Aber es überrascht Sie nur aus dem Grunde, weil Sie es nicht in der Art, wie man es nötig hat bei einer wirklich sachgemäßen Verfolgung der physikalischen Erscheinungen, betrachten. In einem anderen Falle machen Sie das Experiment fortwährend und sind gar nicht verwundert darüber, nämlich wenn Sie den Bleistift nehmen und durch die Luft fahren, so durchschneiden Sie sie fortwährend, und hinterher schließt sie sich wiederum. Sie haben gar nichts anderes getan, als dasselbe Experiment, das wir gestern mit dem Eisblock gemacht haben, ausgeführt, nur in einer etwas anderen Sphäre, einem etwas anderen Gebiet. Wir können aber aus dieser Betrachtung verhältnismäßig viel lernen, denn wir sehen daraus, daß, wenn wir einfach mit dem Bleistift durch die Luft fahren — wir wollen jetzt nicht untersuchen, durch welches Verhältnis —, sich durch die Eigenschaften des Materiellen der Luft selbst der Schnitt, den wir bewirkt haben, wiederum schließt. Bei Eis können wir aus den Verhältnissen heraus nicht anders als denken, daß da das Wärmewesen daran beteiligt ist, daß es dasselbe tut, was die Luft selbst tut. Sie haben darin nur eine weitere Ausführung desjenigen, was ich Ihnen gestern gesagt habe. Wenn Sie sich denken die Luft, und Sie denken sie durch einen durchgeführten Schnitt getrennt und sich immer wieder vereinigend, so führt die Luftmaterie alles das aus, was Sie dabei wahrnehmen. Wenn Sie einen festen Körper, also Eis nehmen, so ist die Wärme so darin betätigt, wie die materielle Luft hier selber. Das heißt: Es entsteht Ihnen ein richtiges Bild von dem, was in der Wärme vorgeht, und Sie haben wiederum bestätigt, daß wir, indem wir den gasigen, den dampfförmigen Zustand betrachten — Luft ist dampfförmig, gasig eigentlich —, wir in dem materiellen Vorgang des Gases selbst dasjenige haben, was ein Bild sein kann dessen, was im Wärmewesen vor sich geht.

[ 2 ] Doesn’t that surprise you terribly at first? But it only surprises you because you are not looking at it in the way that is necessary for a truly proper investigation of physical phenomena. In another case, you perform this experiment all the time and aren’t at all surprised by it—namely, when you take a pencil and move it through the air, you’re constantly cutting through it, and afterward it closes up again. You’ve done nothing other than carry out the same experiment we did yesterday with the block of ice, only in a slightly different sphere, a slightly different realm. But we can learn quite a lot from this observation, for we see from it that when we simply move the pencil through the air—we will not examine here by what mechanism—the cut we have made closes again due to the properties of the material nature of the air itself. In the case of ice, given the circumstances, we cannot help but conclude that the nature of heat is involved, that it does the same thing that the air itself does. This is simply a further illustration of what I told you yesterday. If you imagine the air, and you imagine it being separated by a cut and then repeatedly rejoining, the material substance of the air carries out everything you perceive in this process. If you take a solid body—that is, ice—then heat is active within it in the same way as material air itself is here. That is to say: You gain a true picture of what is happening in heat, and you have once again confirmed that, by observing the gaseous, vaporous state—air is vaporous, gaseous in fact—we find in the material process of the gas itself that which can serve as a picture of what is taking place in the nature of heat.

[ 3 ] Und wenn wir dann an einem festen Körper die Wärmeerscheinungen anschauen, haben wir im Grunde genommen nichts anderes, als daß wir auf der einen Seite den festen Körper haben, auf der anderen Seite dasjenige, was im Gebiete des Wärmewesens sich vollzieht. Wir sehen gewissermaßen anschaulich für unser Auge als Erscheinungen innerhalb des Wärmegebietes dasjenige sich abspielen, was wir sonst im Gas sich abspielen sehen. Daraus können wir neuerdings schließen — nicht einmal schließen, wir geben nur das Anschauliche wieder -, wir können neuerdings sagen: Wollen wir uns dem wahren Wesen der Wärme nähern, so müssen wir versuchen, so gut wir es können, einzudringen in das Gebiet innerhalb des gasigen Körpers. Und in dem, was in dem gasigen Körper geschieht, werden wir einfach Abbilder sehen von dem, was innerhalb des Wärmewesens vor sich geht. So daß uns die Natur wie vor Augen zaubert, indem sie uns gewisse Erscheinungen in den gasigen Körpern offenbart, dasjenige, was Bild ist der Vorgänge im Wärmewesen. Sehen Sie, was uns da leitet, liegt ja allerdings weit ab von der gegenwärtigen Betrachtungsweise, wie sie auf dem Gebiet der Naturwissenschaften eigentlich, wirklich der Naturwissenschaften, nicht bloß der Physik, üblich ist. Aber wozu führt schließlich eine solche Betrachtungsweise? Ich habe hier ein Werk von Eduard von Hartmann, in dem er ein Spezialgebiet von seinem Gesichtspunkte aus behandelt, eben gerade die moderne Physik. Ein Mann, der nun wirklich sich ganz aus dem Geiste der Gegenwart heraus einen breiten Horizont verschafft hat, so daß er als, sagen wir, Philosoph sich in die Lage versetzt hat, etwas über die Physik zu sagen. Nun ist es interessant, wie aus dem ganzen Geiste der Gegenwart heraus solch ein Mensch über die Physik spricht. Er beginnt gerade im ersten Kapitel: «Physik ist die Lehre von den Wanderungen und Wandlungen der Energie und von ihrer Zerlegung in Faktoren und Summanden.» Er muß natürlich, indem er dieses sagt, gleich folgendes hinzufügen, er sagt: «Physik ist die Lehre von den Wanderungen und Wandlungen der Energie und von ihrer Zerlegung in Faktoren und Summanden. Die Gültigkeit dieser Definition ist unabhängig davon, ob man die Energie als ein selbständiges Letztes auffaßt, das nur von uns gedanklich zerlegt wird, oder ob man sie als ein aus anderweitigen Faktoren wirklich entstandenes Produkt ansieht, und unabhängig auch davon, ob man dieser oder jener Ansicht über die Konstitution der Materie huldigt. Sie setzt nur voraus, daß alle Wahrnehmung und Empfindung auf Energie zurückweist, daß die Energie Ort und Gestalt ändern kann, und daß sie ihrem Begriff nach zerlegbar ist.»

[ 3 ] And when we then observe thermal phenomena in a solid body, what we are essentially seeing is nothing other than the solid body on one side and, on the other, what is taking place in the realm of thermal phenomena. In a sense, we see unfolding before our eyes—as phenomena within the realm of heat—what we otherwise see unfolding in a gas. From this we can now conclude—not even conclude, we are merely describing what is evident—we can now say: If we wish to approach the true nature of heat, we must try, as best we can, to penetrate the realm within the gaseous body. And in what happens within the gaseous body, we will simply see reflections of what is taking place within the essence of heat. Thus, by revealing certain phenomena in gaseous bodies to us, nature conjures before our very eyes that which is a reflection of the processes within the essence of heat. You see, what guides us here is, of course, far removed from the current way of thinking, as it is customary in the field of the natural sciences—truly the natural sciences, not merely physics. But where does such a way of thinking ultimately lead? I have here a work by Eduard von Hartmann in which he addresses a specialized field from his own perspective—namely, modern physics. A man who has truly cultivated a broad horizon entirely from within the spirit of the present, so that, as a philosopher, so to speak, he has placed himself in a position to speak about physics. Now it is interesting to see how such a person speaks about physics from within the entire spirit of the present. He begins right in the first chapter: “Physics is the study of the movements and transformations of energy and of its decomposition into factors and summands.” Of course, in saying this, he must immediately add the following: “Physics is the study of the movements and transformations of energy and of its decomposition into factors and summands. The validity of this definition is independent of whether one conceives of energy as an independent ultimate entity that is only mentally decomposed by us, or whether one regards it as a product truly arising from other factors, and it is also independent of whether one adheres to this or that view regarding the constitution of matter. It merely presupposes that all perception and sensation can be traced back to energy, that energy can change location and form, and that, by definition, it is decomposable.”

[ 4 ] Was heißt das, wenn man so etwas sagt? Das heißt: Man macht den Versuch, dasjenige, was man physikalisch vor sich hat, so zu definieren, daß man ja nicht nötig hat, auf sein Wesen einzugehen. Man bildet eine Definition, die durch ihre besondere Eigenart es unnötig macht, auf das Wesen einzugehen, denn man schließt das Wesen aus. Man bildet einen Energiebegriff und sagt: Alles, was uns entgegentritt äußerlich physikalisch, ist nur eine Umwandelung dieses Energiewesens. Das heißt, man wirft aus seinen Begriffen alle Essentialität heraus und glaubt ganz sicher zu sein, wenn man nichts mehr erfaßt, daß man dann wenigstens sichere Definitionen gibt. Das ist aber in unsere physikalischen Vorstellungen gerade in einer furchtbaren Weise eingezogen. Es ist so eingezogen, daß wir kaum heute leicht in die Lage kommen, solche Versuche zu machen, welche uns das, was ist, wirklich veranschaulichen. Es sind schon alle unsere Versuchswerkzeuge, wie wir sie uns für unsere physikalischen Untersuchungen verschaffen können, so eingerichtet, daß sie gewissermaßen auf die theoretische Anschauung der gegenwärtigen Physik dressiert sind. Wir können nicht leicht dasjenige, was wir heute zur Hand haben, dazu verwenden, um in das Wesen der Dinge physikalisch einzudringen. Das Heil wird nur allein darin bestehen, daß zunächst eine gewisse Anzahl von Menschen sich findet, die sich bekanntmacht mit den notwendigen methodischen Konsequenzen eines wirklichen Eingehens auf das Wesen der physikalischen Erscheinungen, und daß diese Anzahl von Menschen sich dazu findet, auch schon die Versuchseinrichtungen, ja schon die Einrichtungen der Werkzeuge zu den Versuchen, so zu machen, daß man allmählich in das Wesen eindringt. Wir brauchen tatsächlich nicht bloß eine Umwandelung unserer Weltanschauung in Begriffen, wir brauchen heute durchaus selber von unseren Gesichtspunkten aus Forschungsinstitute. Wir werden nicht so schnell die Menschen von anthroposophischen Gesichtspunkten aus erreichen können, wie es notwendig ist, wenn wir nicht auf der anderen Seite die heute gewohnten Gedankenrichtungen dadurch aus ihren eingefahrenen Geleisen herausbringen können, daß wir den Leuten einfach ebenso durch den Versuch zeigen «das ist richtig, was wir über die Dinge sagen», wie heute der Physiker imstande ist, durch dasjenige, was ihm schon die Fabriken einrichten, den Menschen zu zeigen, scheinbar zu zeigen, daß das stimmt, was er ihnen sagt. Dazu aber ist natürlich wirklich notwendig, daß wir erst vordringen zum wirklich physikalischen Denken. Und zum wirklich physikalischen Denken gehört ja, daß wir uns in eine Vorstellungsrichtung hineinbringen, wie ich sie in diesen Tagen, und insbesondere gestern, zuerst angedeutet habe.

[ 4 ] What does it mean when one says something like that? It means: One attempts to define what one has physically before one in such a way that one does not need to address its essence. One formulates a definition whose particular nature makes it unnecessary to address the essence, because one excludes the essence. One constructs a concept of energy and says: Everything that confronts us externally in a physical sense is merely a transformation of this energy entity. That is to say, one expels all essentiality from one’s concepts and believes oneself to be entirely certain that, by no longer grasping anything, one is at least providing reliable definitions. But this has crept into our physical mental images in a truly dreadful way. It has crept in to such an extent that today we can hardly find ourselves in a position to conduct experiments that truly illustrate what is. All of our experimental instruments—such as we can procure for our physical investigations—are already designed in such a way that they are, so to speak, trained to conform to the theoretical perspective of contemporary physics. We cannot easily use what we have at our disposal today to physically penetrate the essence of things. The only solution will lie in a certain number of people first coming together to familiarize themselves with the necessary methodological implications of a genuine exploration of the nature of physical phenomena, and in this group of people then working together to design not only the experimental setups but even the very instruments used in the experiments in such a way that we can gradually penetrate to the essence of things. In fact, we need not merely a conceptual transformation of our worldview; today we definitely need research institutes of our own, based on our own perspectives. We will not be able to reach people from an anthroposophical perspective as quickly as is necessary unless, on the other hand, we can steer the lines of thought customary today off their well-worn tracks by simply showing people through experimentation that “what we say about these things is correct,” just as physicists today are able—through the very apparatus that factories have already set up for them—to show people, or seemingly show them, that what they tell them is true. But for this, of course, it is truly necessary that we first advance toward genuine physical thinking. And part of genuine physical thinking is, after all, that we bring ourselves into a line of thought such as I first indicated these past few days, and especially yesterday.

[ 5 ] Nicht wahr, der heutige Physiker sieht einfach auf dasjenige hin, was geschieht, und er wird dann, wenn er auf das hinsieht, was geschieht, möglichst bestrebt sein, abzustreifen das, was er wahrnimmt, und nur auf das hinzuschauen, was er errechnen kann. So macht er auch diesen Versuch, den wir heute möglichst früh vor unsere Seele stellen wollen, möglichst früh aus dem Grunde, weil er sich ja auch erst ausbauen wird im Verlaufe der Stunde. Wir bringen hier ein rotierendes Schaufelrad in eine Flüssigkeit, so daß wir, indem wir das Rad in Drehung versetzen durch diesen Umsetzungsapparat, eine mechanische Arbeit verrichten — wir lassen sie von der Maschine verrichten. Dadurch aber, daß diese mechanische Arbeit eingreift in die Geschehnisse im Wasser, in das das Schaufelrad eingetaucht ist, dadurch werden wir eine erkleckliche Erwärmung des Wassers hervorrufen, und wir haben den einfachsten, elementarsten Versuch vor uns, durch den, wie man sagt, mechanische Arbeit in Wärme oder, wie man auch sagt, in thermische Energie umgewandelt wird. Wir haben jetzt eine 'Temperatur von 16 ° und werden nach einiger Zeit die Temperatur wiederum untersuchen.

[ 5 ] Isn’t it true that today’s physicist simply observes what is happening, and when he observes what is happening, he will strive as much as possible to set aside what he perceives and look only at what he can calculate? So he also conducts this experiment—which we want to present to our minds as early as possible today—as early as possible, precisely because it will only develop further as the hour progresses. Here we immerse a rotating paddlewheel in a liquid, so that by setting the wheel in motion through this conversion apparatus, we perform mechanical work—we have the machine perform it. However, because this mechanical work interacts with the processes in the water in which the paddlewheel is submerged, we will cause a considerable warming of the water, and we have before us the simplest, most elementary experiment through which, as they say, mechanical work is converted into heat or, as they also say, into thermal energy. We now have a temperature of 16 ° and will measure the temperature again after some time.

[ 6 ] Nun kommen wir noch einmal zurück zu dem, was wir schon ausgesprochen haben. Wir haben gewissermaßen das physikalische Schicksal der Körperlichkeit dadurch zu erfassen versucht, daß wir diese Körperlichkeit durchgeführt haben durch den Schmelzpunkt und durch den Siedepunkt, wodurch der feste Körper zum flüssigen, der flüssige zum gasförmigen wird. Ich will in vereinfachten Ausdrücken jetzt sprechen. Wir haben gesehen, daß das Wesentliche des festen Körpers ist: das Gestalthaben. Er emanzipiert sich gewissermaßen von dem, was gestaltbildend bei einer Flüssigkeit ist, wenigstens relativ gestaltbildend ist, wenn die Flüssigkeit nicht durch die Zeit zum Verdunsten gebracht wird. Der feste Körper hat also seine feste Gestalt irgendwie; die Flüssigkeit muß in ein Gefäß eingeschlossen werden und unterliegt für ihre Niveaubildung, die sich überall an der Oberfläche des festen Körpers ebenso zeigt, den Kräften der ganzen Erde. Das haben wir uns ja vor die Seele geführt. So daß wir nicht anders können als sagen: Indem wir eigentlich im Grunde die Summe alles Flüssigen auf der Erde betrachten, wir diese Summe alles Flüssigen auf der Erde, wenn wir sie wirklich physikalisch betrachten wollen, mit der Erde als eine Körperlichkeit anzusehen haben. Das Feste emanzipiert sich nur von diesem Verbundensein mit der Erde, es individualisiert sich, nimmt seine eigene Gestalt an. Wenn wir nun, zunächst beibehaltend die Ausdrucksweise der gebräuchlichen Physik, in dem, was man Schwerkraft nennt, die Ursache für die Niveaubildung der Flüssigkeit sehen, so muß man doch, wenn man im rein Anschaulichen stehen bleibt, dasjenige, was man sonst einfach im rechten Winkel der Niveaubildung entgegensetzt, in irgendeiner Weise hineinverlegen in den individualisierten festen Körper. Man muß in irgendeiner Weise denken, daß dasjenige, was hier mit der Niveaubildung zu tun hat und was man sich denkt als Schwerkraft der Erde, in irgendeiner Weise auch im festen Körper irgendwo drinnensitzt und die verschiedenen Niveaus bewirkt, daß also der feste Körper gewissermaßen die Schwerkraft individualisiert. Wir sehen also, daß der feste Körper die Schwerkraft für sich in Anspruch nimmt. Aber wir sehen auf der anderen Seite ja auch, daß die Niveauwirkung aufhört in dem Augenblick, wo wir zum Gas übergehen. Das Gas bildet kein Niveau. Wollen wir eine Gestalt des Gases haben, eine Grenze seines Rauminhaltes, so müssen wir das durch den Einschluß in ein Gefäß von allen Seiten her bewirken. So daß wir also, indem wir von der Flüssigkeit zum Gas übergehen, die Niveaubildung aufhören sehen. Wir sehen das Hinausstreben auch über diesen noch irdischen Rest von Gestaltenbilden, der im Niveau sich äußert, und wir sehen, wie alle Gase, die uns schon dadurch als eine Einheit entgegengetreten sind, daß sie sich in dem gleichen Ausdehnungskoeffizienten offenbarten, zusammen als ein einheitlich Materielles von der Erde sich emanzipieren.

[ 6 ] Now let us return once more to what we have already discussed. We have, so to speak, attempted to grasp the physical fate of corporeality by tracing this corporeality through the melting point and the boiling point, whereby the solid body becomes liquid and the liquid becomes gaseous. I will now speak in simplified terms. We have seen that the essential characteristic of a solid body is that it possesses form. It emancipates itself, so to speak, from what gives a liquid its form—or at least its relative form—provided the liquid is not allowed to evaporate over time. The solid, then, possesses its fixed form in some way; the liquid must be contained within a vessel and, in order to establish its level—which manifests equally everywhere on the surface of the solid—is subject to the forces of the entire Earth. We have, after all, kept this in mind. So we have no choice but to say: When we essentially consider the sum total of all liquids on Earth—if we truly wish to examine this sum total of all liquids on Earth from a physical perspective—we must regard it, together with the Earth, as a single physical entity. The solid, however, emancipates itself from this connection to the Earth; it individualizes itself and assumes its own form. If we now—while initially retaining the terminology of conventional physics—see in what is called gravity the cause of the formation of the liquid’s level, then, if we remain within the purely intuitive realm, we must in some way relocate that which is otherwise simply set against the level formation at a right angle into the individualized solid body. One must somehow conceive that what is involved here in the formation of levels—and what is thought of as the Earth’s gravity—is also, in some way, situated somewhere within the solid body and brings about the various levels; that is, the solid body, so to speak, individualizes gravity. We see, then, that the solid body appropriates gravity for itself. But on the other hand, we also see that the level effect ceases the moment we transition to a gas. A gas does not form a level. If we want to give a gas a shape—a boundary to its volume—we must achieve this by enclosing it in a vessel on all sides. Thus, as we transition from a liquid to a gas, we see the formation of levels come to an end. We see this striving even beyond this still earthly remnant of form-formation, which manifests itself in the level, and we see how all gases—which have already presented themselves to us as a unity by revealing the same coefficient of expansion—together emancipate themselves from the Earth as a unified material entity.

[ 7 ] Nun fassen Sie diesen Gedanken ganz streng: Sie stehen hier als Mensch, also als Kohlenstofforganismus, auf der festen Erde, sind unter den Erscheinungen, die die festen Körper der Erde bewirken. Diese unterliegen als solche der Schwerkraft, die sich angeblich überall äußert. So daß Sie eigentlich, indem Sie auf der Erde als Mensch stehen, um sich herum haben die festen Körper, die sich in irgendeiner Weise die Schwerkraft angeeignet haben müssen zu ihrer Gestaltbildung. Aber in den Erscheinungen, die diese festen Körper bewirken in dem Fallen, wie ich es gestern gesagt habe, zu dem Sie sich ein ideelles Niveau hinzuzudenken haben, das Sie überall bilden können, in dem haben Sie etwas, was Sie sich denken können als eine Art Kontinuum, als etwas, was sich überall ausbreitet, was gewissermaßen eine unsichtbare Flüssigkeit ist. So daß die festen Körper, sofern sie auf der Erde sich bewegen und Erscheinungen hervorrufen, in der Summe dieser Erscheinungen eine Flüssigkeit darstellen. Sie machen das gleiche, was eine materielle Flüssigkeit in sich macht. So daß wir eigentlich sagen können: Indem wir auf der festen Erde stehen, nehmen wir dasjenige wahr und nennen es Schwerkraft, was beim Wasser niveaubildend ist.

[ 7 ] Now consider this idea very strictly: You stand here as a human being—that is, as a carbon-based organism—on solid earth, subject to the phenomena caused by the Earth’s solid bodies. These, as such, are subject to gravity, which is said to manifest everywhere. So that, in fact, as you stand here on Earth as a human being, you are surrounded by solid bodies that must, in some way, have appropriated gravity to form their shapes. But in the phenomena that these solid bodies bring about as they fall—as I mentioned yesterday—to which you must add an ideal level that you can form anywhere, there you have something you can conceive of as a kind of continuum, as something that spreads everywhere, which is, so to speak, an invisible fluid. So that the solid bodies, insofar as they move on Earth and produce phenomena, represent a fluid in the sum of these phenomena. They do the same thing that a material fluid does in itself. So that we can actually say: By standing on solid ground, we perceive and call “gravity” that which creates levels in water.

[ 8 ] Nun denken Sie sich aber, wir wären in der Lage als Menschen, auf einem flüssigen Weltkörper zu leben, wir würden so organisiert sein, daß wir auf einem flüssigen Weltenkörper leben würden. Dann würden wir über der Niveaubildung dieser Flüssigkeit sein müssen. Und wir würden dann, ebenso wie wir jetzt im Verhältnis sind zu dem Flüssigen, im Verhältnis zum Gasförmigen sein, das aber nach allen Seiten strebt. Das heißt aber nichts Geringeres, als daß wir da keine Schwerkraft würden wahrnehmen können. Zu reden von der Schwerkraft würde aufhören, einen Sinn zu bekommen. Schwerkraft nehmen also nur diejenigen Wesen wahr und ihr unterliegen nur diejenigen Körperlichkeiten, die auf einem Planeten sind, der fest ist. Wesen, welche leben könnten auf einem Planeten, der flüssig ist, würden nichts wissen von einer Schwerkraft. Man könnte nicht davon reden. Und Wesen, die nun gar auf einem Weltkörper leben, der gasig ist, die würden das entgegengesetzte der Schwerkraft, das Streben nach allen Seiten vom Zentrum weg, als das Normale ansehen müssen. Wenn ich mich paradox ausdrücken will: Bei Wesen, die einen gasförmigen Planeten bewohnten, müßten die Körper, statt hinzufallen zum Planeten, fortwährend abgeschleudert werden. So daß wir, wenn wir den Übergang finden jetzt in wirklich physikalisches Denken, nicht bloß in mathematisches Denken, das sich außerhalb des Wirklichen stellt, sondern wenn wir wirklich physikalisch denken, wir uns sagen müssen: Wir beginnen, indem wir auf einem festen Planeten stehen, um uns die Schwerkraft zu haben. Und indem wir vom festen zum gasförmigen Planeten schreiten, gehen wir durch eine Art Nullzustand hindurch und kommen zu einem entgegengesetzten Zustand, zu einer räumlichen Kraftäußerung, welche nur negativ im Verhältnis zur Schwerkraft aufgefaßt werden könnte.

[ 8 ] Now imagine, however, that we, as human beings, were able to live on a liquid celestial body; that we were organized in such a way that we could live on a liquid celestial body. Then we would have to be above the level at which this liquid forms. And we would then be in the same relationship to the gaseous state—which strives outward in all directions—as we are now to the liquid state. But this means nothing less than that we would not be able to perceive gravity there. Talking about gravity would cease to make any sense. Thus, only those beings perceive gravity, and only those physical bodies are subject to it, that are on a solid planet. Beings who could live on a liquid planet would know nothing of gravity. One could not speak of it. And beings who live on a gaseous celestial body would have to regard the opposite of gravity—the tendency to move in all directions away from the center—as the norm. To put it paradoxically: For beings inhabiting a gaseous planet, their bodies would have to be constantly flung away rather than falling toward the planet. So that when we make the transition to truly physical thinking—not merely mathematical thinking, which stands outside of reality—but when we think in truly physical terms, we must tell ourselves: We begin by standing on a solid planet in order to have gravity. And as we move from the solid planet to the gaseous one, we pass through a kind of zero state and arrive at an opposite state—a spatial manifestation of force that could only be conceived as negative in relation to gravity.

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[ 9 ] Sie sehen also, wir kommen, indem wir da durch das Materielle durchgehen, tatsächlich zu einem Nullpunkt im räumlichen Sein, zu einer Nullsphäre im räumlichen Sein, so daß wir von der Schwerkraft nur als von etwas sehr Relativem sprechen können. Ja, aber sehen wir denn nicht, wenn wir einem Gas Wärme zuführen — wir haben die Versuche darnach gemacht —, Wärme, die seine Zerstreuungskraft immer erhöht, schon das Bild, das ich Ihnen entworfen habe? (Siehe Zeichnung Seite 100.) Liegt nicht dasjenige, was da im Gas tätig ist, schon jenseits der Nullsphäre, zu der die Schwere hintendiert? Können wir nicht, indem wir innerhalb der Erscheinungen bleiben, uns weiter denken, daß, indem wir den Übergang finden von einem festen zum gasförmigen Planeten, wir durch einen Nullpunkt hindurchgehen? Unterhalb die Schwerkraft; oberhalb verwandelt sich diese Schwerkraft für das physikalische Denken zu ihrem Gegenteil, zur negativen Schwerkraft. Aber wir finden sie, wir brauchen sie gar nicht zu denken. Das Wärmewesen tut dasselbe, was diese negative Schwerkraft tut. Wir sind jetzt gewiß noch nicht am Ziel angekommen, aber wir haben doch soviel schon erreicht, daß wir das Wesen der Wärme relativ erfassen können insoweit, daß wir sagen können: Das Wesen der Wärme äußert sich gerade so, wie die Negation der Schwerkraft, die negative Schwerkraft. Wenn man also in physikalischen Formeln, die die Schwerkraft in sich enthalten, eine Schwerkraftgröße negativ einsetzt, so muß dem wirklichkeitsgemäßen Denken nach diese Formel nicht mehr vorstellen Schwerkraftlinie oder Schwerkraftgröße, sondern Wärmekraftlinie und Wärmekraftgröße. Sie sehen also, daß man auf diese Art die Mathematik erst beleben kann. Man kann einfach die Formeln nehmen, die sich uns ergeben aus etwas, was wir rein mechanisch als ein Schwerkraftsystem betrachten. Setzen wir in diesen Formeln die Größen negativ, so sind wir genötigt, dasjenige, was früher Schwerkraft war, als Wärme anzusehen. Daraus ersehen Sie aber, daß wir nur dadurch, daß wir die Erscheinungen in ihrem Konkreten erfassen, zu wirklichen Resultaten kommen. Wir sehen, indem wir von den festen Körpern zu den flüssigen übergehen, wie sich die Gestalt unter dem Einfluß des Flüssigwerdens auflöst. Die Gestalt verliert sich. Wenn ich einen Kristall auflöse oder zum Schmelzen bringe, verliert er die Gestalt, die er vorher gehabt hat. Er nimmt diejenige Gestalt an, die er zunächst, weil er eben in das Allgemeine, in Flüssigkeit übergeht, unter dem Einfluß der Erde bekommt. Der Körper nimmt eine Niveaufläche der Erde an und muß in einem Gefäß aufbewahrt werden.

[ 9 ] So you see, by passing through the material realm, we actually arrive at a zero point in spatial existence, at a zero sphere in spatial existence, so that we can speak of gravity only as something very relative. Yes, but when we supply heat to a gas—we have conducted experiments to this end—heat that continually increases its dispersive force, do we not already see the picture I have sketched for you? (See drawing on page 100.) Is not that which is active in the gas already beyond the zero sphere toward which gravity tends? Can we not, while remaining within the realm of phenomena, take our thinking a step further and conclude that, as we find the transition from a solid to a gaseous planet, we pass through a zero point? Below it lies gravity; above it, this gravity transforms—in physical terms—into its opposite, negative gravity. But we find it; we do not even need to conceive of it. The nature of heat does the same thing that this negative gravity does. We certainly have not yet reached our goal, but we have already achieved enough to grasp the nature of heat relatively, to the extent that we can say: The nature of heat manifests itself precisely like the negation of gravity—negative gravity. So if, in physical formulas that contain gravity, one substitutes a negative gravitational quantity, then—according to thinking that corresponds to reality—this formula must no longer create a mental image of a gravitational line or gravitational quantity, but rather a thermal force line and thermal force quantity. You see, then, that it is only in this way that mathematics can truly come to life. We can simply take the formulas that arise from what we regard, purely mechanically, as a gravitational system. If we set the quantities in these formulas to negative values, we are compelled to regard what was previously gravity as heat. From this, however, you can see that it is only by grasping phenomena in their concrete form that we arrive at real results. As we move from solids to liquids, we see how form dissolves under the influence of becoming liquid. The form is lost. When I dissolve a crystal or bring it to a melt, it loses the form it previously had. It assumes the form that it initially takes—because it is transitioning into the general state, into a liquid—under the influence of the Earth. The body assumes a level surface relative to the Earth and must be stored in a vessel.

[ 10 ] Aber es zeigt sich — wir wollen die Sache zunächst auch wiederum bloß der Erscheinung nach festhalten, wir können es später konkreter begreifen -, wenn die Flüssigkeitsmenge nur genügend klein ist, daß der Tropfen entsteht, die Kugelform. Flüssigkeiten haben also, wenn sie genügend klein sind, die Möglichkeit, sich auch von der allgemeinen Schwerkraft zu emanzipieren und in einem Spezialfall dasjenige sich anzueignen, was sonst bewirkt, daß polyedrisch bestimmte Gestalten in den Kristallen erscheinen. Aber die Flüssigkeiten haben dann die Eigentümlichkeit, sich eine einheitliche Gestalt zu bilden, die Kugelform. Und wenn ich nun diese Kugelform mir ansehe, ist sie gewissermaßen die Zusammenfassung, die Synthese aller polyedrischen Formen, aller Kristallformen.

[ 10 ] But it becomes apparent—let us for now again consider the matter merely from an observational standpoint; we can understand it more concretely later—that if the volume of liquid is small enough, a drop forms, taking on a spherical shape. Liquids, therefore, when they are sufficiently small, have the ability to emancipate themselves from general gravity and, in a special case, to adopt the very property that otherwise causes polyhedral shapes to appear in crystals. But liquids then have the peculiarity of forming a uniform shape: the spherical shape. And when I now look at this spherical shape, it is, in a sense, the synthesis of all polyhedral forms, of all crystal forms.

[ 11 ] Wenn ich nun weitergehe von der Flüssigkeit zum Gas, so habe ich das Auseinanderstreben, die Auflösung der Kugelform, aber jetzt nach außen. Nun kommen wir allerdings zu einem etwas schwierigeren Begriff: Denken Sie sich einmal, Sie stehen irgendeiner einfachen Gestalt, einem Tetraeder gegenüber, und Sie würden das Tetraeder so umkehren, wie man einen Handschuh umkehrt. Dann würden Sie nämlich allerdings bemerken, wenn Sie es umkehren wollten im ganzen, daß Sie durch die Kugelform durchgehen müßten, und daß dann der Negativkörper erscheint, für den alle Verhältnisse negativ sind, der gewissermaßen ’so ist, daß, wenn Sie hier das Tetraeder haben, irgendwie ausgefüllt, so müßten Sie sich diesen Negativkörper so vorstellen, daß der ganze übrige Raum ausgefüllt ist. Da ist es gasig. Nun denken Sie sich in diesem angefüllten Raum ein tetraedrisches Loch ausgespart. Da ist es hohl. Sie müßten dann, wenn Sie die Sache real auffassen, in alle Größen, die sich auf dieses Tetraeder beziehen, die Werte negativ einsetzen. Dann kriegen Sie das Negativtetraeder, das ausgesparte Tetraeder, während sonst im Tetraeder Materie drinnen ist. Aber der Zwischenzustand, wo das positive Tetraeder in das negative Tetraeder übergeht, das ist die Kugel. Jeder polyedrische Körper geht in seine Negation über, indem er durch die Kugel wie durch einen Nullpunkt, eine Nullsphäre schreitet.

[ 11 ] If I now proceed from the liquid to the gas, I have the expansion, the dissolution of the spherical shape—but now outward. Now, however, we come to a somewhat more difficult concept: Imagine for a moment that you are facing some simple shape—a tetrahedron—and that you were to turn the tetrahedron inside out, just as one turns a glove inside out. Then, in fact, you would notice that if you wanted to turn it inside out entirely, you would have to pass through the spherical shape, and that the negative body would then appear—one for which all proportions are negative—which, so to speak, is such that if you have the tetrahedron here, filled in some way, you would have to create a mental image of this negative body in such a way that all the remaining space is filled. It is gaseous there. Now imagine a tetrahedral hole carved out of this filled space. It is hollow there. If you were to grasp the matter realistically, you would then have to assign negative values to all quantities relating to this tetrahedron. Then you get the negative tetrahedron—the hollowed-out tetrahedron—whereas otherwise there is matter inside the tetrahedron. But the intermediate state, where the positive tetrahedron transitions into the negative tetrahedron, is the sphere. Every polyhedral body transitions into its negation by passing through the sphere as if through a zero point, a zero sphere.

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[ 12 ] Jetzt verfolgen Sie das im Konkreten bei den Körpern. Sie haben die festen Körper mit Gestalten; sie gehen durch die Flüssigkeitsform, das heißt Kugelform durch und werden Gase. Wollen wir die Gase richtig betrachten, so müßten wir sie als Gestalten betrachten, aber als Negativgestalten. Wir kommen also da zu Gestaltungen hinaus, die wir nur erfassen können, wenn wir durch die Nullsphäre ins Negative hineinkommen. Das heißt: Indem wir uns zu den Gasvorgängen, die Bilder der Wärmevorgänge sind, begeben, kommen wir durchaus nicht in ein Gestaltenloses, es wird uns nur schwieriger sie zu erfassen, als die Gestalten unserer Umgebung, die positive Gestalten sind, nicht negative Gestalten sind. Ja, aber zu gleicher Zeit sehen wir daraus, daß jeder Körper, in dem überhaupt das Flüssige irgendwo in Betracht kommt, in einem Zwischenzustand ist. Er ist in dem Zwischenzustand, von Gestaltetem zu dem, was wir gestaltlos nennen, also zu negativ Gestaltetem, überzugehen.

[ 12 ] Now observe this concretely in the case of bodies. There are solid bodies with forms; they pass through the liquid state—that is, the spherical form—and become gases. If we are to view gases correctly, we must regard them as forms, but as negative forms. We thus arrive at forms that we can only grasp if we enter the negative realm through the sphere of nothingness. That is to say: as we turn to the processes of gases—which are images of thermal processes—we do not at all enter a formless realm; it merely becomes more difficult for us to grasp them than the forms in our surroundings, which are positive forms, not negative forms. Yes, but at the same time we see from this that every body in which a liquid is present anywhere is in an intermediate state. It is in the intermediate state of transitioning from the shaped to what we call the unshaped—that is, to the negatively shaped.

[ 13 ] Haben wir irgendwo ein Beispiel, wo wir so etwas verfolgen können, in dem, was in unserer allernächsten Umgebung ist, was wir anschauen, aber nicht eigentlich erleben? Wir bleiben doch, wenn wir neben der Verflüssigung eines festen Körpers oder der Verdampfung eines flüssigen Körpers stehen, so ziemlich in demselben Erlebniszustand, wie wir vorher waren. Aber können wir so etwas irgendwie miterleben? Wir können es miterleben und wir erleben es fortwährend mit. Wirerleben es dadurch mit, daß wir Erdenmenschen sind und daß die Erde zwar in der Nähe, in der wir sie bewohnen, tatsächlich ein grundfester Körper ist, und dann stehen Körper darauf, die in unserer Umgebung die verschiedenen Erscheinungen bewirken, die wir dann anschauen. Aber außerdem ist das Flüssige eingebettet in das Irdische und gehört dazu, und auch das Gasförmige gehört dazu. Und es besteht tatsächlich ein großer Unterschied zwischen dem, was ich nennen möchte, damit wir einen Ausdruck dafür haben — wir werden uns diesen Dingen schon nähern -, was ich nennen möchte Wärmenacht und Wärmetag. Was ist die Wärmenacht? Die Wärmenacht ist gegenüber der Lichtnacht dasjenige, was eben unter dem Einfluß des Wärmewesens des Kosmos geschieht mit unserer Erde. Was kann da geschehen? Nun, wir werden in der nächsten Zeit die Erscheinungen auf der Erde so verfolgen, daß wir wirklich sehen werden, was aber sehr leicht mit dem Gedanken auch zu erreichen ist: Unter dem Einfluß der Wärmenacht strebt die ganze Erde — wir könnten uns ja zunächst beschränken, indem wir sagen: die Erdatmosphäre — nach Gestalt. Während der Wärmenacht, also während wir dem Sonnenwesen nicht ausgesetzt sind mit unserem Erdenwesen, während das Erdenwesen sich selbst überlassen ist, während es sich emanzipieren kann von den Einwirkungen des kosmischen Sonnenwesens, strebt es nach einer festen Gestalt, wie der Tropfen nach einer festen Gestalt strebt, wenn er sich der umliegenden Schwerkraft entziehen kann. Wir haben also, indem wir statt der Lichtnacht die Wärmenacht in Betracht ziehen, das fortwährende Bestreben der Erde nach Gestalt. Aber es ist nicht ganz richtig gesprochen, wenn ich sage: Es strebt die Erde nach der Tropfenform. Sie strebt nach viel mehr in der Wärmenacht: nach Gestaltung, nach Kristallisation. Und dasjenige, was wir nächtlich erleben, das ist ein fortwährendes Auftauchen von Kraftlinien, die nach Kristallisation streben, während bei Tag unter dem Einfluß des Sonnenwesens ein fortwährendes Auflösen dieses Kristallisationsstrebens da ist, ein fortwährendes Überwindenwollen der Gestalt.

[ 13 ] Is there an example somewhere where we can observe something like this—in our immediate surroundings, in what we look at but don’t actually experience? After all, when we stand next to a solid body as it liquefies or a liquid body as it evaporates, we remain pretty much in the same state of experience as we were before. But can we somehow witness something like this? We can witness it, and we are constantly experiencing it. We experience it because we are earthly human beings, and because the Earth—in the vicinity where we inhabit it—is indeed a solid body, and on it stand bodies that bring about the various phenomena in our surroundings that we then observe. But beyond that, the liquid is embedded in the earthly realm and is part of it, and the gaseous state is also part of it. And there is indeed a great difference between what I would like to call—so that we have a term for it—what I would like to call a “night of warmth” and a “day of warmth.” What is a night of warmth? A night of warmth, in contrast to a night of light, is what happens to our Earth under the influence of the cosmic warmth. What can happen there? Well, in the coming days we will observe the phenomena on Earth in such a way that we will truly see what is, however, very easily grasped through thought: Under the influence of the “night of warmth,” the entire Earth—we could limit ourselves for now by saying: the Earth’s atmosphere—strives toward form. During the night of warmth—that is, while our earthly being is not exposed to the solar being, while the earthly being is left to its own devices, while it can emancipate itself from the influences of the cosmic solar being—it strives toward a solid form, just as a drop strives toward a solid form when it can escape the surrounding gravitational force. So, by considering the night of warmth instead of the night of light, we have the Earth’s constant striving for form. But it is not entirely accurate to say: “The Earth strives for the shape of a drop.” It strives for much more during the night of warmth: for formation, for crystallization. And what we experience at night is a continuous emergence of lines of force striving toward crystallization, whereas during the day, under the influence of the solar being, there is a continuous dissolution of this striving toward crystallization—a continuous desire to overcome form.

[ 14 ] Und wenn wir von der Wärmemorgendämmerung und -abenddämmerung sprechen, müssen wir eigentlich davon sprechen, daß bei der Wärmemorgendämmerung, nachdem die Erde in der Wärmenacht sich zu kristallisieren versucht hat, dieser Kristallisationsprozeß sich wiederum auflöst und die Erde bei der Wärmemorgendämmerung durch die Kugelgestalt durchgeht, mit ihrer Atmosphäre; dann versucht sie sich zu zerstreuen. Es kommt wiederum nach dem Wärmetag eine Wärmeabenddämmerung. Die Erde versucht wiederum eine Kugel zu bilden und sich während der Nacht zu kristallisieren, so daß wir die Erde einzufangen haben in einen kosmischen Prozeß, der darin besteht, daß während der Wärmenacht die Erde sich zusammenzuziehen versucht, daß, wenn der Gang fortgesetzt und die Sonne zum Verschwinden gebracht werden könnte, die Erde zum Kristall werden könnte. Das wird zur rechten Zeit verhindert, indem die Erde wieder durchgeführt wird durch die Wärmemorgendämmerung, durch die Kugelform, dann der Versuch der Erde entsteht, sich in den Weltenraum zu zerstreuen, bis wiederum den Kräften entgegengewirkt wird durch die Wärmeabenddämmerung. Wir haben es also nicht zu tun bei unserer Erde mit irgend etwas, das wir als ein Festbegrenztes im Weltenraum hinzeichnen könnten, sondern wir haben es mit etwas zu tun, das im Kosmos fortwährend schwingt, Wärmetag und Wärmenacht durchschwingt.

[ 14 ] And when we speak of the thermal dawn and twilight, we must actually speak of the fact that during the thermal dawn—after the Earth has attempted to crystallize during the thermal night—this crystallization process dissolves again, and the Earth, together with its atmosphere, assumes a spherical shape during the thermal dawn; then it attempts to disperse. After the heat day comes, in turn, a heat twilight. The Earth again attempts to form a sphere and to crystallize during the night, so that we must capture the Earth within a cosmic process that consists of the Earth attempting to contract during the heat night—so that, if this process were to continue and the Sun were to be made to disappear, the Earth could become a crystal. This is prevented at the right moment by the Earth once again passing through the warm morning twilight, assuming a spherical form; then the Earth attempts to disperse into outer space until, once more, these forces are counteracted by the warm evening twilight. Thus, when it comes to our Earth, we are not dealing with something that we could depict as a fixed entity in outer space, but rather with something that constantly oscillates within the cosmos, oscillating through the heat day and the heat night.

[ 15 ] Sehen Sie, auf solche Dinge hin werden wir unsere Forschungsinstitute einzurichten haben. Wir werden zu unseren gewöhnlichen Thermometern und Hygrometern und so weiter hinzuzuerfinden haben Instrumente, durch die wir werden zeigen können, daß gewisse Vorgänge, die sich innerhalb des Irdischen, namentlich innerhalb des flüssigen und gasförmigen Irdischen vollziehen, bei Nacht anders sich vollziehen als bei Tag.

[ 15 ] You see, we will have to equip our research institutes to study such things. In addition to our usual thermometers, hygrometers, and so on, we will have to devise instruments with which we can demonstrate that certain processes taking place within the Earth—namely, within its liquid and gaseous components—occur differently at night than during the day.

[ 16 ] Sie sehen also: Hier führt uns eine sachgemäße physikalische Betrachtungsweise dazu, nun wirklich endlich einmal da zuzugreifen und durch entsprechende Meßinstrumente jene feinen Unterschiede zu demonstrieren, die sich ergeben zwischen Tag und Nacht für alle Erscheinungen, die namentlich innerhalb des Flüssigen und Gasförmigen sich vollziehen. Wir werden in der Zukunft müssen ein gewisses Experiment machen bei Tage, es in der entsprechenden Stunde in der Nacht wiederholen, und wir werden müssen feine Meßinstrumente haben, welche uns die Erscheinungen verschieden zeigen bei Tag und bei Nacht. Denn bei Tag sind nicht jene Kräfte, die die Erde zu kristallisieren streben, durch unsere Erscheinungen durchgehend, die bei Nacht eben da sind. In der Nacht treten Kräfte auf, die aus dem Kosmos kommen. Und diese kosmischen Kräfte, die die Erde zu kristallisieren versuchen, die müssen das in den Erscheinungen zeigen. Und da eröffnet sich uns der Experimentierweg, um wiederum für die Erde ihren Zusammenhang mit dem Weltall zu konstatieren.

[ 16 ] So you see: Here, a proper physical approach leads us to finally take action and, using appropriate measuring instruments, demonstrate those subtle differences that arise between day and night for all phenomena that occur specifically within liquids and gases. In the future, we will have to conduct a certain experiment during the day, repeat it at the corresponding hour at night, and we will need precise measuring instruments that show us how the phenomena differ between day and night. For during the day, the forces that strive to crystallize the Earth are not present throughout our phenomena, whereas at night they are precisely there. At night, forces arise that come from the cosmos. And these cosmic forces, which seek to crystallize the Earth, must reveal this in the phenomena. And this opens up the path of experimentation for us to once again establish the Earth’s connection with the universe.

[ 17 ] Sie sehen, diejenigen Forschungsinstitute, die im Sinne unserer anthroposophisch orientierten Weltanschauung in der Zukunft eingerichtet werden müssen, sie werden bedeutsame Aufgaben haben. Sie werden wirklich müssen mit Dingen rechnen, mit denen man gegenwärtig in den allerseltensten Fällen rechnet bei gewissen Erscheinungen. Natürlich bei Lichterscheinungen tun wir es heute schon, wenigstens bei gewissen Erscheinungen, indem wir künstlich Nacht hervorrufen müssen, das Zimmer verdunkeln und so weiter, aber bei anderen Erscheinungen, die sich unterhalb einer gewissen Nullsphäre vollziehen, versuchen wir das nicht. Statt dessen kommen wir dann zu der Idee, dasjenige, was wir finden würden als anschauliche Ergebnisse, wenn wirklich anschauliche existieren würden, zu verlegen ins Innere der Körper und zu reden von allerlei Kräften, die sich abspielen zwischen Atomen und Molekülen. Das ganze beruht nur darauf, daß wir glauben, wir könnten bei Tage alles erforschen. Wir werden Unterschiede zum Beispiel der Kristallisationsgestalten auf diese Weise erst herausfinden, daß wir dasselbe Experiment erst ausführen bei Tage, und dann ausführen bei Nacht. Das ist dasjenige, auf was im besonderen aufmerksam gemacht werden muß. Nun wird auf diesem Wege sich erst eine wahre Physik ergeben. Denn heute stehen im Grunde genommen die physikalischen Erscheinungen chaotisch nebeneinander. Wir sprechen von mechanischer Energie, sprechen von akustischer Energie zum Beispiel. Aber es wird dann, wenn wir über diese Dinge physikalisch forschen, durchaus nicht in der richtigen Weise bedacht, daß ja alle mechanischen Energien sich nur abspielen können da, wo auf irgendeine Weise feste Körper sind. Akustische Energien aber weisen immer darauf hin, daß wir ja nicht mehr in der Sphäre der festen Körper sind, so daß dann die Flüssigkeitssphäre zwischen der rein mechanischen Energie und der akustischen Energie drinnen liegt.

[ 17 ] As you can see, the research institutes that will need to be established in the future in accordance with our anthroposophically oriented worldview will have significant tasks. They will truly have to take into account factors that are currently considered only in the rarest of cases when dealing with certain phenomena. Of course, with light phenomena we already do this today—at least with certain phenomena—by having to artificially create darkness, darken the room, and so on; but with other phenomena that take place below a certain “zero sphere,” we do not attempt this. Instead, we then arrive at the idea of transferring what we would find as observable results—if such observable results actually existed—into the interior of the bodies and speaking of all sorts of forces at work between atoms and molecules. The whole thing rests solely on the belief that we can investigate everything during the day. We will, for example, only discover differences in crystallization patterns by first conducting the same experiment during the day and then at night. This is precisely what requires special attention. Only in this way will true physics emerge. For today, physical phenomena essentially exist in a chaotic jumble. We speak of mechanical energy, for example, and of acoustic energy. But when we conduct physical research on these things, we fail to take properly into account that all mechanical energies can only occur where there are solid bodies of some kind. Acoustic energies, however, always indicate that we are no longer in the realm of solid bodies, so that the realm of liquids lies between purely mechanical energy and acoustic energy.

[ 18 ] Ja, aber wenn wir nun hinauskommen aus dem Gebiet, in dem wir am leichtesten die akustische Energie beobachten, bei luftförmigen Körpern, dann kommen wir ja, als zu dem nächstanstoßenden sogenannten Aggregatzustand, zu der Wärme, die so übergelagert ist dem Gas, wie der flüssige Körper dem festen Körper. Und wir würden also, wenn wir das äußerlich auffassen würden, haben:

[ 18 ] Yes, but if we now move beyond the realm in which we can most easily observe acoustic energy—that of gaseous bodies—we arrive at the next so-called state of matter, namely heat, which is superimposed on the gas just as a liquid is superimposed on a solid. And so, if we were to view this from the outside, we would have:

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[ 19 ] Wir würden innerhalb des Festen als Charakteristisches das Mechanische finden. Wir würden innerhalb des Gasförmigen das Charakteristische des Akustischen finden. Wie wir das Flüssige ausgelassen haben, müssen wir hier die Wärme auslassen, und hier oben etwas anderes, was ich zunächst als \(x\) bezeichnen würde, finden. Wir würden also auf der anderen Seite des Wärmewesens noch etwas zu suchen haben. Zwischen diesem \(x\) und unseren gewöhnlichen, in der Luft sich vollziehenden akustischen Erscheinungen, würde das Wärmewesen liegen, wie zwischen den gasförmigen und festen Körpern das flüssige Wesen liegt. Sie sehen, wir versuchen das Wärmewesen auf irgendeine Weise einzufassen, uns ihm anzunähern auf irgendeine Weise. Und wenn Sie sich sagen: Es liegt die Flüssigkeit zwischen dem Gasförmigen und dem Festen, also muß zwischen dem \(x\) und dem Gasförmigen das Wärmewesen liegen —, so müssen Sie auf eine ähnliche Weise die Übergänge durch das Wärmewesen hindurch zu dem \(x\) suchen. Sie müssen also etwas finden, was jenseits des Wärmewesens eben liegt, wie zum Beispiel die Tonwelt, insofern sie sich durch die Luft äußert, diesseits des Wärmewesens liegt.

[ 19 ] Within the solid, we would find the mechanical as its characteristic feature. Within the gaseous state, we would find the acoustic as its characteristic feature. Just as we have omitted the liquid, we must omit heat here, and find something else up here, which I would initially designate as \(x\). So we would still have something to look for on the other side of the thermal entity. Between this \(x\) and our ordinary acoustic phenomena that occur in the air, the thermal entity would lie, just as the liquid state lies between gaseous and solid bodies. You see, we are trying to define the thermal entity in some way, to approach it in some way. And if you say to yourself: Since the liquid lies between the gaseous and the solid, then the thermal realm must lie between \(x\) and the gaseous—then you must similarly seek the transitions through the thermal realm to \(x\). So you must find something that lies just beyond the essence of heat—such as the world of sound, insofar as it manifests itself through the air—which lies on this side of the essence of heat.

[ 20 ] Damit sehen Sie aber den Versuch, wirklich solche physikalische Begriffe zu bilden, welche hinausgehen aus dem bloß Abstrakten und zu erfassen suchen das Physikalische. So wie die Geometrie die Raumformen ja wirklich erfaßt, aber niemals mechanische Begriffe etwas anderes als die Bewegung fester Körper erfassen können, so erfassen solche Begriffe, wie wir sie uns jetzt bilden, tatsächlich das physikalische Wesen. Sie tauchen in das physikalische Wesen unter. Und nach solchen Begriffen muß man streben. Daher würde ich glauben, daß es geradezu im rechten Sinn zu dem gehört, was sich herausbilden könnte aus dem Universellen, aus dem heraus die Freie Waldorfschule gedacht ist, wenn man versuchen würde, nun wirklich auch das Experimentelle auszudehnen in der Weise, wie das heute angedeutet worden ist, wenn man dasjenige, was sehr vernachlässigt worden ist in unseren physikalischen Erscheinungen, die Zeit und den Zeitverlauf, in das physikalische Experiment hineinbeziehen würde.

[ 20 ] Here, however, you see an attempt to actually form physical concepts that go beyond the merely abstract and seek to grasp the physical. Just as geometry truly captures spatial forms, but mechanical concepts can never capture anything other than the motion of solid bodies, so such concepts—as we are now forming them—actually capture the physical essence. They immerse themselves in the physical essence. And we must strive for such concepts. Therefore, I would believe that it is, in the truest sense, part of what could emerge from the universal principle—from which the Waldorf School is conceived—if one were to attempt to truly expand the experimental aspect in the way that has been suggested today, and to incorporate into the physical experiment that which has been greatly neglected in our observations of physical phenomena: time and the passage of time.